BUNTE WELT Nr. 17 Unterhaltungsbeilage Zwischenstation Es war schon dunkel geworden, als ich nach von selbst durch all den Wirrwarr der Straßen Yanger Wanderung, in Mailand antam. Die und Gassen nachgefolgt. Mich überkam seine Glocken der Kirchen läuteten zur Messe. Der Hast; zumal ich mir sagte: ,, Wo so ein armer Wind pfiff. Und in dem Frost, der die Straßen Teufel zur Nacht hingeht, wird auch ein Platz verglaste, schien mir das Licht der Bogenlam- für mich sein!" Wir überquerten jetzt Gassen, Fen mondkalt. Ich war so müde, so abgewan- deren verivahrloste Fassaden mir nicht mehr dert, daß die Muskeln und Sehnen in meinen fremd zu sein schienen. Ab und zu überkam mich Beinen brennend schmerzten. Mein letzter die Erschöpfung, so daß ich wimmerte im GlauTagesmarsch war fast sechzig Kilometer lang ben, es nicht mehr aushalten zu können. Einmal gewesen; und ich ließ mir noch nicht mal Zeit bekam ich Lust, mich, trotz der Kälte, einfach hinzur Rast. So hatte ich mich auf Mailand ge- zusetzen. Aber meine Beine gingen im Takte der freut... Krücken weiter. Manchmal schlossen sich meine Mailand war für mich ein hoher Begriff Augen; aber plötzlich erschrat ich bis in die geworden, wie etwa der Palmengarten meiner Knochen; ich hörte die Krücken nicht mehr. VerBaterstadt. Ich hatte ihn zwar noch nie gesehen, zweifelt schaute ich um und sah gerade noch, weil mir meine Eltern das Geld zum Eintritt| daß sich eine alte Haustür hinter ihm schloß. Da nicht geben konnten. Aber aus all dem, was ich fühlte ich den Frost stärker, so von innen her. über ihn gehört hatte, stellte ich ihn mir pracht Die Angst hetzte mich an die Tür. Und ich flopfte voll vor. Daher war ich, troß meiner Armut, an. einmal hingegangen, um wenigstens die Freude des Weges zu erleben. Denn der Palmengarten war für mich die Vorstellung einer schönen und vornehmen Welt, wie auch das verlockende Wort ., Mailand", das mich, trotz aller Strapazen der großen Landstraße und trotz des unheimlichen Schneeſturmes anzog, der mich, als ich über den Brennerpazz kam, von meinem Wege abbringen wollte. Mit einem Male merkte ich, daß ich, ohne es beabsichtigt zu haben, vom breiten Korso abgegangen war. Ich ging in einer düsteren Seitenstraße an einem Kanal entlang; dann bog ich nach rechts ab, dann nach links, bald nach rechts, bald nach links und geriet immer mehr und mehr in die dunklen Schluchten armer Gassen. Sie waren still und leer. Manchmal tappte ich an ein Fenster heran, um hineinzuhorchen. Aber ich hörte da nur meine Kiefer, die klapperten. Und mich benahm die Müdigkeit derart, daß ich glaubte, ich träume, ich habe mich in eine endEine Greisin öffnete mir. Sie war in ein dunkles, zottiges Kopftuch vermummt. Sie duckte sich zusammen und murrte mit unverständlichen Worten gegen die Kälte, indem ihr mißtrauisches Gesicht ganz nahe an meine Augen herantam. Jch biß auf die Zähne, um das Geflapper meiner Kiefer zu verhehlen. Da fragte sie mich barsch, was ich wolle. Ich stammelte meinen Namen und schaute über ihre Schulter nach dem finsteren Hintergrund. Sie gab mir einen Wink. Ich trat ein. Und hinter mir quietschte die Tür. Es war so dunkel um mich, wie ich es noch nie erlebt hatte. Die Luft roch unterirdisch. Ja, die Beängstigung, die mich seit meiner Ankunft in Mailand leitete, regte sich nun derart, daß ich nicht mehr an meine Müdigkeit dachte. In meinem Gesicht spürte ich die Pulse zucken. Und ich Von Albert Daudistel 1936 hörte mein Herz. Die Alte, die hinter mir stand, schob mich an der Schulter vor sich her. Einmal faßte ich aus meiner Angst zur Seite in die Finsternis. Sie fühlte es an meiner Schulter und flüsterte mir zu: ,, Der Weg ist frei; geh nur.." Und während ich, so Schrittchen auf Schrittchen, weitertappte und die Knie hob, wie oben auf dem Brennerpaß, als der Schneesturm mir den abgründigen Weg vor den Augen verwehte, trat ich plöglich auf ein Bein, das da lag, oder auf einen Arm, oder auf eine tote Kaße, oder auf einen Kopf. Der Schrei des Entsetzens löste sich aus mir. Und aus dem Dunkel antworteten Seufzer und Flüche; und einer rief erschreckt nach Ruhe. Die Greisin tappte an mir vorbei. Und der Raum wurde durch die armselige Gasflamme, die sie anzündete, sichtbar. Die Wände stammten aus altem Geröll. Der erdige Fußboden war hart. Und auf dem groben Maisstroh, das zu beiden Seiten der Wegfurche lag, nächtigten zerlumpte Menschen, die auf mich wirkten, als seien sie umgekommen und nur provisorisch so hingebettet worden. Und vor mir an der Wand stand mein Schatten... Die Alte fagte zu mir, ich könnte mich dazwischen legen; es foste zivei Soldi. Es war nicht möglich, ihr zu sagen, daß ich kein Geld habe. Ich erwiderte ihr nur: Nein!" Sie drehte das Licht ab, nahm mich an der Hand und sagte:„ Auf den Matraßen kostet es aber fünf..." Ich schwieg... Sie führte mich durch mehrere dunkle Abteilungen. Ich merkte es, indem mich die Türpfosten anstießen. Plößlich schmetterte eine blenis Tebte die Unruhe wieder auf. Sie ließ meine Band los und sagte, es sei das Zeichen für die Ankunft gewesen; sie müsse öffnen gehen. Sie ließ mich stehen, wo ich stand. Und da glaubte ich, das Geficher eines Mädchens wahrzunehmen, es flang taum hörbar, als halle es, so aus der cherne Glocke. Und allenthalben in der Finsterloſe Altstadt verlaufen. Und ich ging und ging; Todesahnung im Kerker Ferne, in mir wieder. Ich hielt den Atem an. zumal ich nicht mehr die Entschlußkraft besaß, den Trott meiner Beine aufhören zu lassen. Es war mir, als wandere ich steil bergab, woselbst bei aller Müdigkeit das Einhalten mehr an strengt als das Hinuntergehen. Plötzlich hörte ich eine Kirchenuhr schlagen. Aber ich fonnte mir nicht ausdenken, ob es ein biertel vor Voll oder ein viertel nach, oder halb, oder ob es wirklich schon nach Mitternacht war. Und indem ich, so im Weitergehen, dem verklungenen Glockenschlag nachlauschte, erschreckte mich ein Licht, das aus dem Dunkel vor mir aufbrannte. Es ließ mich die schattenhafte Gestalt eines Menschen erken nen; und ich sah durch den Schein eines Zündhelzes, das in der Mulde brannte, die zwei Hände bildeten, ein bärtiges Gesicht. Aber just, da ich mich näherte, ließ er das Bündholz fallen. Und während es auf dem Pflaster noch fladerte, gewahrte ich, daß ihm ein Bein fehlte. Sein Körper begann zu pendeln. Die Krüden waren lebendig geworden. Ich hörte sie auf das Pflaster flopfen, erst langsam, dann hastend. Ich roch seine Bigarette. Und es schien mir, als habe ich ihn irgendwo schon mal schwischen den Krücken so pendeln sehen, auf der Landstraße, oder vielleicht im Traum, oder gar in dieser Stadt. Und plöglich war es mir, als wäre ich ihm so ganz l Das Dunkel ist viel tiefer als die Nacht, der Abgrund vor mir düstrer als ein Schacht, der Schlund des Kerkers stummer als der Tod, kein Wellenschlag berührt dies Charonsboot. Die welke Haut, die mir der Bunker bleicht, sie wird mir kalt und wie ein Bahrtuch leicht. Auf meinen Wunden, die die Fessel rieb, gerinnt das Blut. Bon jedem Beitschenhieb ist eine tiefe Rune eingebrannt, ich tast sie ab mit meiner dürren Hand. Bei jeder Regung hart die Kette klirrt, das Echo zitternd durch die Räume irrt. Was sprichst du, Kette? Habe ich geklagt? Ich site still; ich hab auch nichts gesagt. Unsichtbar hält die Schattenhand mich fest, ich spür, wie sie mich in die Krallen prest. Ich fürcht mich nicht, mag sie mir noch so drohn, jenseits von Grau'n sprech ich dem Tode Hohn. Gehör ich ihm, könnt ihr mir nicht mehr an! Doch was ihr mir an Schmach und Qual getan, bleibt mit dem letzten Hauch im Dunkel stehn; es wird euch nicht mehr aus dem Wege gehn. Ballt sich zum Schrei, zum urteilsschweren Wort: Mord! Mord! Und immer wieder: Mord! Hornung. Auf einmal faßte mir eine Hand ins Gesicht. Ich duckte mich und hörte die Greisin, als frene sie sich darüber, zu mir sagen: ,,' s schneit.. " Da dachte ich wieder an meinen Weg über den Berg... Sie ergriff meine Hand und flüs sterte: Baß auf; jetzt geht's hinunter..." Ich jedoch stand da, wie damals, hoch oben in dem weißen Sturm, der auf dem berwehten Bas, auf dem ich bis an die Knie im Schnee stat, an mir zerrte, um mich in Helle Verzweiflung oder in den unsichtbaren Abgrund zu treiben. Ich sträubte mich, so gut ich es noch konnte. Und aus Angst, ich könne umkommen, hielt ich mich, da ich sonst keinen anderen Halt hatte, frampfhaft an meinen Hosenbeinen fest. So stieg ich abwärts und dachte an ,, Mailand"... Und mit einem Male hörte ich, statt des heulenden Sturmes, die Mädchenstimme ganz nahe; und statt des vielen Schnees, der wie Seifenschaum gliberte, sah ich nunmehr in dem Dunkel vor mir lichtgelbe Rizen. Und, da erst merkte ich, daß falte Tropfen an meinem Gesicht herunterfickerten. Ich wußte nicht, ob es der Schweiß der Angst oder schon Tränen waren. Der Raum, in dem ich nun anfam, war spärlich beleuchtet. Im Dunste des Hintergrune des lagen die Matraßen. In einem offenen 2 Kamin glimmte noch Asche. An dem langen und schmalen Tisch hockten verwahrloste Männer, alte und junge; auch Mädchen und Frauen waren dazwischen. Ein Graubärtiger, der eine große Narbe an der rechten Schläfe hatte, fraß, was er erbettelt hatte, aus dem Papier. Die anderen horchten ihm zu und schmaßten. Und die Greisin tauerte sich vor die Glut. Als sich ein Mann erhob, richteten sich alle Gesichter hoch. Er ging an die Wärme. Und es sah aus, als reiche ihm die Besizerin die Hand, denn sie nahm sein Schlafgeld an sich; dann sagte sie, statt eines freundlichen Wortes, zu ihm hin: Letzte Matraße rechts!" Auf einmal sah ich, daß sie zu mir Herschante; da deutete sie nach der Lücke am Tisch, die er hinterließ. Ich wich zurück, um mich an der Wand zu halten; da aber stolperte ich über die Krücken; und sie fielen laut um. Und alle Gesichter starrten erschrocken zu mir her, so daß ich das Gefühl hatte, als dächten sie:„ Er ist ja auch schon so weit..." Und es wurde vor meinen Augen Nacht. Als ich wieder zum Betwußtsein kam, war es Tag. Ich lag auf Maisstroh. Schrecken riß mich auf die Beine. Und die Besizerin wetterte auf mich ein: ,, Unverschämtheit, hier Mi'tleid zu verlangen! He Abend", so herrschte sie mich an ,,, will ich von dir das Geld! Bist jung; fannst betteln gehen oder stehlen! Die Alten müssen es auch!" Nun begriff ich das unheimliche Gefühl, das mich bis dahin befallen hatte. Es war nicht Furcht vor der Kälte oder vor der Nacht. Es war die Angst vor dem Untergange... Ich schaute zur Seite und nickte, so vor mich bin. Ich wollte nicht so leben wie diese Menschen, die sich in die tiefe Finsternis verkrochen. Ich wandte mich wortlos von ihr ab. Und ging mit meinem neuen Wunsche, mir in Genua ein Schiff zu suchen, im Scheine der Frühsonne weiter. Symptome am Rande.. In London hat sich ein ,, Klub der dümmsten Londoner" aufgetan. Mitglied dieses seltsamen Klubs fann nur ein Mensch werden, der nachhaltige Beweise seiner Dummheit erbracht hat. In Chikago hat ein Gangster furz vor seinem Tode testamentarisch sein gesamtes Vermögen in Höhe von mehreren Millionen( gestohlenen) Dollars drei ,, Vereinigungen für ge= fallene Mädchen" sowie anderen Sittlichkeitsbereinen vermacht. In Palästina hat sich ein nationalsoziali stischer Verein gebildet, der es sich zur Aufgabe gestellt hat ,,, die Hakenkreuzfahne in Balästina populär zu machen"( bei den Juden -?) Flucht zu den Toten Von Julius Epstein In dem Orte Golonzko- Sasnovice fizzen. Die Männer begannen, die ,, Möbel" hinDies und noch manches andere dachte er. in Westpolen wurde ein Mann festgenom- Sagen fonnte er fein einziges Wort. Nicht ein men, der durch zwölf Monate hindurch in Sterbenswort. Er blieb wortlos, angeivurzelt einer alten Familiengruft des Ortsfriedhofes sich eine Zweizimmerwohnung" eingerichtet hatte. Als Bett diente ihm ein alter Metallfarg." Zeitungsmeldung. auszuschleppen. Der Bauer rührte sich nicht ,, Es ist den Reichen wie den Armen gleichermaßen verboten, Brot zu stehlen und unter Brücken zu schlafen." " Anatol France. Es ist ein rauher Herbstabend. Die Winde fegen über polnisches Land, Sturm fündigt sich an. Schon kommen die feuchten Nebel, die in Kürze das Land unwirklich machen werden. Die Menschen rüden zusammen. Sie rüsten zum langen, langen Winter dieser unerbittlichen Landschaft. Kamine werden angezündet und die lange Pfeife aus dem Schrank geholt. Hagelschlag dröhnt gegen die Fenster. Langsam kommt ein leeres Fuhrwerk die Straße herauf. Straße" ist hier nur geordneter Dreck. Unendlicher Schlamm. Auf dem Bock des Wagens sizzt neben dem Hünen von Bauern, der die Zügel fest in seiner Hand hält, ein Mann, dem man ansieht, daß er ein Beamter ist. Auf seinem Gesicht steht geschrieben: Ich kann nichts dafür, ich tue mu meine Pflicht!" Was auf den Gesichtern aller Henker und Richter steht. Es ist der Gerichtsvollzieher des Ortes. " Das Fuhrwerk hält vor der Hütte eines alten Mannes, der einst ein wohlhabender Bauer war. Jetzt ist er ein armer Witwer, dem nichts als diese Hütte, in der einst der letzte Knecht schlief, geblieben war. Er sitzt starr vor sich hinstarrend vor einem offenen Lehmofen, in dessen verglimmendem Feuer ein paar Kartoffel liegen. Alles, was dieser Mann be= sitt, steht in diesem einzigen Raum der Hütte. Zwei Schränke, ein halbverfallenes Bett und an der Wand das Bild seiner Frau. In jener Manier fotorierter Photographien, wie sie heute noch, nicht nur in der Provinz Polens, hergestellt werden. bom Fleck. Als die elende Hütte leer war, wollte der Kutscher an die Wand, um das Bild der Frau des Bauern herunterzuholen und aufzuladen. Wie ein Blitz schoß der erstarrte Alte auf. ,, Sund!" Und er riß das Bild herunter, wie um es vor entweihender Berührung zu schüßen. Und er nahm es und suchte in den Eden nach alten Lumpen und nach den Resten der Wäsche. Da Und wie man ein frantes Kind pflegt, breitete fand er auch seinen einzigen warmen Rock. dieser Bauer diesen einzigen Rock auf der Erde aus, legte mit den rauhen Händen seines arbeitsreichen Lebens das Bild darauf und wickelte es ein. Und er streichelte dieses Paket und betastete es immer wieder, ob es nur ja gut halten werde. Diesem alten, rauhen, vom Leben durch und durch geschüttelten Manne rollten die Tränen auf das armielige kleine Paket, das sein alles war. Und 60 Jahre schienen nicht vergangen, denn er weinte, wie er als siebenjähriger Knabe getveint, als sein geliebter Wurstel in tausend Scherben zerbrach. Als alle seine Sachen auf dem Wagen verstaut waren, kam der Gerichtsvollzieher zurück in dem Raum und sagte zum Bauer: ,, Nun, nun müssen's halt fort. Ich kann eh' nichts machen. Ich muß absperren und das Tor versiegeln." nierten Elends, ein Hiob aus unseren Tagen, Wortlos erhob sich diese Gestalt intarnahm seine Müße, seine Pfeife und das geliebte Bild, klemmte dieses unter den Arm und ging hinaus. Er irrte drei Tage draußen herum, nährte sich von Beeren, Resten alten FallOhne anzuflopfen, tritt der Gerichtsvoll obstes und den Gaben kleiner Leute. So kam er zieher mit dem Kutscher ein. ,, Guten Abend!" ,, Ich komme im Auftrag des Gerichts. Sie haben den Prozeß gegen die Stadt verloren. Sie haben trotz des Urteils ihre längst fälligen, ja sofort pfändbaren Steuerschulden nicht be zahlt. Sie sind auch nicht zum geforderten Ter min vor drei Wochen aus dieser Wohnung ( selbst der Gerichtsvollzieher muß hier eine Pause machen, nach diesem Worte Wohnung') fortgegangen. Jetzt muß ich Sie halt ermittie ren. Tut mir leid! Aber seien Sie vernünftig, hilft ja alles nichts." der Alte das an. Ohne Bewegung sist er da. Ohne mit einer Wimper zu zuden, hört sich am Abend des vierten Tages zum Ortsfriedhof bin, todmüde, nur nach einer Stätte des Schlafs suchend. Er ging zwischen den Gräbern herum, dieser Mann, den die Lebenden ausgeschlossen hatten. Was fonnten ihm schon die Toten tun? Da sah er die verfallenden Reste einer ehemals feudalen Familiengruft. Stufen gingen hinunter und unten war in Stein eine Tür gehauen. Schlafivandlerisch und doch wach und ohne Angst ging unser Bauer die paar Stufen hinunter, riß mit ungeheurer Gewalt die alte hölzerne Tür auf und trat ein. Beim Lichte In Kalifornien fand die Wahl des glücklichsten Kindes der Welt" statt. Unter 120 Bewohnern wurde das Kind eines falifornischen bon Streichhölzern sah er sich um. Alles andere Milliardärs ausgewählt. Der Vater konnte nach: veisen, daß sein Kind im glücklichen Besik Wärme, hier, unter der Erde, wo nicht so leicht als Grauen erfüllte ihn. Eher ein Gefühl der von 238 fostbaren Spielzeugen, darunter allein 17 elektrisch betriebenen Eisenbahnen ist....... Das ist das Ende!", denkt er.„ Jezt nehmen ein Gerichtsvollzieher pfänden kommt. Er ersie mir noch dieses Loch! Nur zu! Zuerst drei blickte einen großen Metallsarg. Als er ohne Söhne im Krieg, dann das ganze Geld, Grazu zaudern, den Deckel abbob, gewahrte er ein sparnisse von dreißig Jahren schwersten Schuf- Häufchen fast zerfallener Knochen. Dies also tens, dann das Weib, das gestorben war, tveil war ein Mensch gewesen, ein Mensch wie er. fein Geld für Arzt, Medizin und Pflege da Wie lange würde es dauern, bis aus ihm daswar, da kam die Tochter ins Irrenhaus, die selbe geworden sein wird?! Er nahm behutsam das nicht begriff, daß ein Mensch sterben muß, die Knochen und hob sie auf, um sie am nächsten weil kein Geld' da ist. Kein Geld. Kein Geld?! Tage irgendwo zu vergraben. Dann machte er Was heißt das! Jst nicht Geld im Ueberfluß sich aus seinem Rock ein Kissen zurecht, stellte da? Bauen die Staaten nicht Kriegsschiffe, das folorierte Bild feiner geliebten Frau in die Bombenflugzeuge, Flammenwerfer! Und für Ede des winzigen Raumes und legte sich in die Alte ist kein Geld da?! Und jetzt kommen dieses Bett", um endlich einmal auszuschlafen. fie, werfen mich aus dem letzten Loch und laffen Je länger er in dieser Gruft wohnte, desto mich verreden." beffer gefiel ihm diese. Am Tage streifte er In Warschau erhängte sich ein zehnjähriges Mädchen am Fensterkreuz. In einem hinterTafenen Brief gab das Kind an, daß es in den Tod gegangen sei, weil es nicht mehr mit an sehen konnte, wie der trunksüchtige Bater all täglich im Rausch die Mutter mißhandelte. Eine neue ,, Modetorheit" wurde in New Port freiert. Die Damen der Gesellschaft lassen ibren Papageien durch Maßschneider Koftime, anfertigen. In einem Boulevardblatt forte man jüngst das Konterfei eines derart foitümierten Papageies erblicken. Pre F — 8— umher, bettelte sich seine kärgliche Nahrung zusammen und abends schlich er in seine unterirdische Behausung/ Wollten ihm die Lebenden schon nicht unter sich haben, mit den-Toten vertrug er sich ausgezeichnet. Er war ein Gestorbener, der noch nicht abgereist war. Bis....... BiS eines Tages der Friedhofsspuk herauS- kam. Ein Beamter erschien in der Gruft und holte den, der da unten zufriedener war, als Man müßte meinen, daß im Zeitalter der Maschine der Mensch mit mehr Achtung von der Großtat des menschlichen Geistes sprechen sollte. Dem ist aber häufig durchaus nicht so. Das scheint, besonders in der jetzigen Zeit der Arbeitslosigkeit und Not, daran zu liegen, daß man die Maschine für di« obigen Erscheinungen verantwortlich machen will, ohne zu bedenken, daß sie in Wirklichkeit ein Wohltäter der Menschheit geworden ist. Versuchen wir uns doch erst einmal das Leben in dem so verherrlichten Altertum vorzustellen! Keinem Menschen würde es auch nur im Traume einfallen, zu jenen Verhältnissen znrückkehren zu wollen, denn kein neuer Mensch kann auf die Errungenschaften des jetzigen Daseins verzichten, auch wenn er sie noch so erbärmlich findet. Bedenken wir: In den vergangenen Kulturepochen mußten Menschen die Arbeiten verrichten, die für ihre Wirtschaft erforderlich waren. Der freie Grieche durfte fünf Sklaven, Heloten, quälen und mißbrauchen. DaS Sklaventum ist bis heute noch nicht ausgestorben. Der moderne Mensch kennt jedoch das Sklaventum nicht mehr, sein Streben geht dahin, die Last• der Muskelarbeit durch möglichste Inanspruchnahme der Naturkräfte zu ersehen. Moderne Sklaven, Maschinen, arbeiten unermüdlich und unverdrossen für alle Bedürfnisse deS täglichen LebenS, für die kleinsten und die größten. Es ist unvorstellbar, wie man die heutigen dicht bevölkerten Länder nach alten Methoden auch nur mit Mehl und damit mit Brot versorgen sollte. Vor der Erfindung der Dampfmaschine gab es keine Eisenbahn, kein Dampfschiff, teuere Wäsch« und Kleidung, dazu noch rauh. Den Feldern konnte nur in schwerster Arbeit eine Ernte abgerungen werden, es gab keine helfende Maschine. Kein elektrisches Licht durchflutete die Wohnungen und di« Siedlungen der Menschen. Der Seuche standen all« Türen offen, nicht zu spr«chen von den neuesten Wundern der Technik: dem Flugzeug, Kino, Radio, Bildfunk. Bis zur Verwendung des Dampfes gab eS keinen wesentlichen Unterschied zwischen den ersten und den'späteren Jahrhunderten. Der Dampf wurde der erst« und eigentliche Befreier der bis dahin gequälten und gemarterten Menschheit. Er befreite sie von den Greueln der Bhramidenbauer und, den schändlichen Qualen der an die Ruder, gefesselten Galeerensklaven. Die Wohltat des Achtstundentages wiirde dem Menschen verliehen, die restliche Zeit vermag der Arbeiter seiner Ruhe und' Höberentivicklung zu widmen. Der Geist ist dem Körper überlegen, die Maschine hat dem Menschen die körperliche Arbeit erleichtert, sie hat ihm Zeit zur Forscherarbeit gegeben. Doch mögen Zahlen sprechen. Ihre Sprache ist eindringlicher. Als Arbeitseinheit wählt man häufig 1 Kilogrammkraftmeter, jene Arbeit, die erforderlich ist, um 1 Kilogramm- gewicht 1 Meter zu heben. Für praktisch« Zwecke ist allerdings dies« Einheit lächerlich klein. Heut« mißt man Arbeiten ausschließlich die meisten bei uns oben, herauf. Es half kein Sträuben. Roch darf er nicht ruhen. Richt oben, nicht unten. Wie heißt's doch in der Dreigroschen-Oper:„Die Reichen können das Elend zwar erzeugen, aber sie können eS nicht ansehen!" Und auf dem Wege ins Armenasyl erzählte der Beamt« dem Bauer, gegen welche Paragraphen des Strafgesetzbuches er sich vergangen habe. in Kilowattstunden. Sie ist gleichbedeutend mit 867.000 Kilogrammkraftmetern. Die Tagesarbeit eines Mannes beträgt bei achtstündiger Beschäftigung rund 100.000 Kilogrammkraftmeter, also noch nicht ein Drittel einer Kilowattstunde. Will man den Wert einer Maschine beurteilen, dann ist nicht die von ihr verrichtete Arbeit allein maßgebend. Für ihr« Wirtschaftlichkeit spricht auch die Zeit. In je kürzerer Zeit eine bestimmte Arbeit geleistet wird, um so wertvoller ist die Maschine. Die Wirtschaftlichkeit nennt man Leistung. Die Messung der Leistung erfolgt heute meisten- schon in Kilowatt, leider auch noch in der veralteten Pferdekraft. Spricht man von der Leistung, so meint man stets Dauerleistung. Es ist aber mehr als Zumutung, von einem Pferde die Dauerleistung einer Pferdekraft, die richtig Pferdeleistung heißen müßte, denn Kraft und Leistung sind aber schon sehr verschiedene Begriffe, zu verlangen. Eine Pferdekraft entspricht der Leistung einer Maschine, die eine Last von. 78 Kilo in einer Sekunde 1 Meter zu heben vermag, oder auch 1 Kilo, in 1 Sekunde 78 Meter. Die wirkliche„Pferdekraft", d. i. die Leistung, die ein Pferd täglich 8 Stunden lang vollführen kann, beträgt etwa 36 Kgm./sek., also noch nicht % Pferdestärke. Das Kilowatt ist gleichbedeutend mit-102 Kgm./sek., es ist größer als die Pferdestärke. Es ist fast, genau 1 PS= KW. Im gewöhnlichen Leben verkennt man di« beiden grundverschiedenen Begriffe Kilowatt und Kilowattstunde fast vollständig. Unsere Zähler- für di« Elektrizität geben unmittelbar den zeitlichen Verbrauch in Kilowattstunden an. Der Ahnungslose Von Walter Jelen Als Herr Berger um sieben Uhr vom Büro nach Hause kam und eben dahei war, aus dem Rock zu schlüpfen, erschien Heinzi, sein Jüngster, im Vorzimmer.„Papa", zwitscherte er mit seinem hellen Sümmchen,»bitte, schenk mir sechzig Groschen." Herr Berger nahm die Börse aus der Hosentasche und gab dem Kleinen die erbetenen sechs Nickelstück«. Es mag halb acht Uhr gewesen sein, Herr Berger wollte gerade die Abendzeitung lesen, da kam. Mizzi, sein vierzehnjähriges Töchterchen und stellte sich vor ihn hin. „Vati", sagte sie mit einschmeichelnder Stimme und lachte ein bißchen verlegen,„wenn ich dich recht schön darum bitte, würdest du mir drei Schillinge geben?" Herr Berger' holte die Börse aus der Tasche und gab ihr den gewünschten Betrag. Um ungefähr neun Uhr, nach dem Abend- effeu, trat HanS, der Aelteste, der nächstes-Jahr die Matura machen sollte, zum Papa.„Vater", sagte er in einem eben so bestimmten wie nach während der Leistungsverbrauch der Lampen und anderer Geräte in Watt angegeben wird. Eine 100 Wattlamp«- verbraucht demnach 1 KWSt in 10 Stunden, gleichgültig ob in einem Tage, einem Monat oder einem Jahr- Rechnet man das Jahr zu 300 Arbeitstagen, so ist die Jahresarbeit eines Arbeiters bei 100.000 kgm je acht Stunden 80 Mil» lionen kgm, woraus sich eine durchschnittliche Leistung von 1 kgm je Sekunde errechnet, d. i. rund'/>« KW----- 10 Watt.- Zur Beleuchtung durch eine einzige 100 Wattlampe wären demnach für einen achtstündigen Betrieb jeweils 10 Arbeiter erforderlich, in drei Schichten also 30 Menschen täglich. Die Dampfmaschine erbrachte den sichtbaren Beweis dafür, daß sich die in der Kohle steckende Energie nutzbar gestalten lasse. Die besten Dampfmaschinen verbrauchen heute je abgegebene Kilowattstunde nicht ganz% Kilo Kohle. Dieser Verbrauch ist trotzdem als. sehr hoch zu bezeichnen, da nur 13 Prozent nutzbar gemacht werden können. Die tägliche Arbeit des Menschen ist demnach nicht größer, als wir aus% Kilo Kohle herausholen können, die wir zum Antrieb einer Dampfmaschine verwenden.' Man möge sich dabei merken, daß die Dampfmaschine ei>«e recht unrentable Anlage ist. die heute durch Dampfturbine, Dieselmotor und Wasserturbine so ziemlich verdrängt wurde. Die Kilowattstunde ist ein HandelSarrikel, deren Preis nach Angebot und Nachfrage Schwankungen unterliegt. Im Großhandel bewegt er sich um 20 Heller, im Kleinhandel nm 3 Kd. ES wäre ein ganz unmöglicher Schluß, wollte man an die menschliche Arbeit eben diesen Maßstab legen. Der Mensch ist der Maschine durch seinen Geilt überlegen, auch dann, wenn er am laufenden Bande arbeitet.- Seine Arbeit mag wohl auf die Dauer langlveilig und eintönig werden, da sein« Gedanken nur- in einer einzigen Richtung konzentriert sein müssen, aber sie dürfen nicht auSgeschaltet werden. Welches Unheil ist schon verursacht worden, wenn der Arbeiter-am Ziegelaufzug auch nur einen Ziegelstein herauszuheben verabsiintnt hak! Noch lächerlicher und bedauerlicher wäre der Fehler, wollt« man die Geistesarbeit des GeniuS in KWSt und damit in Geldeswert ausdrücken. Die geistigen Revolutionen brachte» der Menschheit politische Freiheit, di« Maschinen brächten die Befreiung von erniedrigender j Sklavenarbeit. drüchlichen Ton:„Ich brauche.dringend zehn Schillinge." Seufzend langt« Herr Berger nach der Brieftasche und drückt« ihm di« verlangte Banknote in die Hand. Nicht einmal, wozu er daS Geld brauche, chatt« er den Jungen gefragt, denn sein Gründsatz war:„Jungen Leinen mutz man. Selbständigkeit lassen."" Als eS zehn Uhr geworden war, zogen sich Herr Berger und seine Gattin-ins Schlafzimmer.zurück. .„Lieber Emil", sagte Frau Eleonore,„sei so nett und gib mir dreißig Schillinge." Aber da brauste er auf/ „Dreißig Schillinge! Ihr glaubt Wohl, ich sei Pierpont Morgan. Oder ein Banknotenfälscher. Schon nm sieben Uhr ging es los. Zuerst wollte Heinzi sechzig Groschen. Dann gab ich Mizzi drei und HanS zehn Schillinge und rnm willst du gar dreißig! Sag mir doch, wozu braucht ihr denn das Geld?" Im ersten Augenblick war Fran Eleonore überrascht und- etwas verwirrt. Aber dann tat sie, was Frauen selten tun. Sie'antwortete kurz, einfach, und schlicht: „Aber Emil, du hast wohl vergessen, daß du morgen Geburtstag hast!" Mensch und Ma chine Von B. Rapp Naturwissenschaftliche Kurzberichte Von E. Aldt 4chemischer Struktur, so daß in dieser Hinsicht das Unterscheidungsvermögen der Biene viel weiter geht als bei uns. Konzentrationsabstufungen werden überdies deutlich unterschieden. Auch gegenüber Salzlösungen sind Bienen empTuberkulose bei Hunden. An einer schwedi- findlicher als der Mensch, Säuren werden deutschen Tierarznei- Hochschule machten zwei Aerzte eine wichtige Feststellung. Sie fanden nämlich, daß Hunde und Kazen recht häufig Tuberkuloseträger sind, was bisher taum beachtet worden war. Etwa jeder zehnte Hund erwies sich als tuberkulös. Es hat den Anschein, als ob Ertrankungen dieser Art sowohl bei Hunden, als auch bei Katzen in den letzten 20 Jahren bedeutend häufiger geworden wären. In Deutschland hat man ähnliche Feststellungen gemacht. Freilich ist die Häufigkeit der Krankheit nicht in allen Gegenden gleich groß. Unter den Tuberkuloseträgern waren gerade die so beliebten Schäferhunde und Forterriers besonders zahlreich. Junge Hunde sind besonders anfällig und Rüden scheinen mehr zu der Infektion zu neigen als Hündinnen. lich auseinandergehalten, dagegen erweisen sich die Bienen Bitterstoffen gegenüber als deutlich unterempfindlich. Es ist bekannt, daß eine Biene, die eine neue Honigquelle entdeckt hat, und in den Bienenstod zurückgekehrt ist, dort einen sogenannten„ Werbetanz" aufführt, durch welchen sie ihre Gefährtinnen anivirbt zu einem Ausflug nach dem neu entdeckten Lindenbaum oder dem eben erblühten Heidekraut. Gefolgt von anderen Bienen kehrt sie hierauf zur Honigquelle zurück. Aber erst sehr stark süß schmeckende Stoffe regen die Bienen zu solchen Werbetänzen an. Dadurch scheint es verständlich, warum Blüten Buckerfäfte von so hoher Konzentration produzieren, wenn es darauf ankommt, Bienen zum Zwecke der Blütenbestäubung anzulocken. Der Sammeleifer der Bienen steigt mit wachsendem Zuckergehalt des Blütenneftars. Es gibt Nektararten, die bis zu 70 Prozent aus Zuder bestehen. Freilich sind die Tröpfchen dieses süßen Saftes, aus dem die Bienen den Honig bereiten, so winzig, daß erst der Besuch einer Unzahl von Schach- Ecke Vom Geschmacksinn der Bienen. Der berühmte Bienenforscher Prof. Frisch in München und seine Mitarbeiter haben an jahrelangen, mühevollen Experimenten neue Erfahrungen darüber gesammelt, wie die Bienen schmecken. Es zeigt sich, daß die Bienen, so wie wir, vier Geschmacksqualitäten unterscheiden: süß, sauer, bitter und salzig. Die Empfindlichkeit ihrer Geschmadsorgane scheint von der unseren etwas verschieden zu sein. Die Konzentration einer Buderlösung z. B. muß weit höher sein, um die Empfindung füß" auszulösen, als es für unsere Zunge nötig ist. Uebrigens ist die Zahl der Süßstoffe, welche von der Biene als solche geiwertet werden, nicht groß. Saccharin 3. B., Schwarz: Ke4, Tel, d5, Ld7, Sd3, fi, Bd4, d6, welches auf der menschlichen Zunge ähnliche Empfindungen auslöst, wie Zucker, wird von den Injefien abgelehnt, also offenbar nicht als Süßstoff empfunden. Nun ist freilich Saccharin den Buderarten gar nicht verwandt und wenn es ähnliche Empfindungen auf unserer Zunge auslöst, so hängt das nicht mit seiner Struktur zu sammen, sondern damit, daß wir für zwei an sich ganz verschiedene Reizursachen kein deutliches Unterscheidungsvermögen haben. Aber auch nicht alle Buderarten schmecken der Biene süß, sondern nur solche von ganz bestimmter Der Umschwärmte Nr. 18 der ,, Bunten Welt" erscheint am 1. Mai! Blüten einen sichtbaren Ertrag liefert. Klee hat bekanntlich sehr zuckerreiche Blüten. Man hat berechnet, daß trotzdem erst etwa 125.000 Kleehöpfchen ein Kilo Zucker enthalten. Aber jedes Sleeköpfchen besteht aus einer Menge von Einzelblüten und um ein Kilogramm Honig zusam menzutragen, müssen die Bienen etwa fünf Millionen einzelne Kleeblüten erschöpfen. Das Vitamin im Hühnerei. Daß Eier reich find an Vitamin E, dem auch als Antisterilitäts- Vitamin" bezeichneten Ergänzungsstoff, ist längst bekannt. Nun hat sich in letzter Zeit herausgestellt, daß der Gehalt an diesem Vitamin sehr verschieden groß sein kann, und zwar in Abhängigkeit von der Art der Fütterung der Hühner. Damit im Zusammenhang steht auch, wie ein amerikanischer Forscher feststellte, das Brutergebnis. Durch ungeeignete Fütterung bedingter Mangel an Vitamin E setzt nämlich die Entwicklungsfähigkeit der Eier herab und es zeigt sich ferner auch ein deutlicher Einfluß auf die Sterblichkeit der ausschlüpfenden Hühnchen innerhalb der ersten acht Tage. der wurden neue Genossen gewählt, so daß sich der Schachausschuß nun aus folgenden Genossen zusammensetzt: Vorsitzender Gen. W. Drakowa- Teplitz, Schriftführer E. Habl, Nestersitz- Aussig, Beisitzer Fleck, Dankwart, Tetschen, und Roscher H., Komotau II. Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32, Scharoch, Post Modlan bei Teplitz- Schönau, 8 7 6 5 SCHACHAUFGABE Nr. 278. Von Franz Tepper, Karlsbad. ( Original.) B e5, 13, 15, g3,( 12) b C d e f gu h 8 7 3 2 1 a b C d e f gh 6 5 4 3 2 Weiß: Kg5, Da5, Ta4, e8, Lf2, h3, Sa2, h1, Be2. Matt in zwei Zügen! 1909 Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 275: Da8- d5! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Ulbert Erich. Klutschkau; Tepper Franz, Karlsbad; Müller Karl, Krochwitz; Trepesch Waldemar und Bittner Richard, Kleinaugezd; Gantner Josef und Schamfuß Erwin, Eulau; Dinnebier Emil, Tetschen: Demel Rudolf, Schirmdorf; Hanisch Anton, Kunnersdorf bei Zwickau: Schöffel Anton, Schöbritz: Sturm Heinrich, Brünn; Burkert Franz, Schönau b. NeuTitschein; Lepschi Franz, Kaplitz; Hyna Josef, Hostomitz; Schindler Robert, König Rudolf. Chimiak Teo Holfeld Otto, Lohmüller Hans, Habl Erwin, sämtlich Nestersitz; Koukal Eduard, Trupschitz; Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Proch Anton, Predlitz; Deutschmann Raimund, Schachsektion Seldnitz; Tesař Franz, Suchei; Eichler Otto, Drakowa; Robek Franz, Kwitkau; Schlosser Emil und Kisch Fritz, Graupen; Kraus Gerhard, Turn. Arbeiterschach. Die Kreisserie wurde folgend ausgelost: Gruppe I. 1. Runde( am 3. Mal). Krochwitz gegen Seldnitz in Krochwitz ,,, Arbeiterheim", Kampfrichter Rosawitz. Kleische gegen Warnsdorf in Bensen ,,, Jägerhäusl". Kampfrichter Habl, Nestensitz. 2. Runde( am 24. Mai). Kleische g. Krochwitz in Nestersitz ,,, Linde", Kampfrichter Habl, Nestersitz. Warnsdorf g. Seldnitz in Böhm- Kamnitz, ,, Arbeiterheim". Kampfrichter Böhm, Neustadtl. 3. Runde( am 9. August). Seldnitz g. Kleische in Nestersitz ,,, Linde", Kampfrichter Habl. Krochwitz gegen Warnsdorf in Rumburg. Kampfrichter Sallmann, Rumburg. Gruppe II. 1. Runde( 9. Mai). Sobrusan g. Wisterschan in Teplitz ,,, Hotel Laurer". Kampfrichter Denk, Zuckmantel Komotau spielfrei. 2. Runde( 24. Mai). Komotau I. g. Sobrusan in Oberleutensdorf, ,, Kinogasthaus", Kampfrichter Scharoch. Wisterschan spielfrei. 3. Runde( am 9. August). Wisterschan g. Komotau I. in Brüx ,,, Arb.Sportplatz", Kampfrichter Hyna, Hostomitz. Sobrusan spielfrei. Endrunde: Sieger Gruppe II. gegen Sieger Gruppe I. am 23. August. Alle Wettkämpfe beginnen um 9 Uhr früh, die Bretter sind von beiden Mannschaften zur Hälfte mitzubringen. Ansonsten gelten die Bestimmungen unserer Wettkampfordnung. -Das III. Bundesturnfest in Komotau und die Schachsparte. Ueber dieses Thema spricht der Bundestechniker Genosse Schöpka, Komotau, in nachfolgenden Orten: 4. Mai in Eger; 5. Mai in Liebauthal: 6. Mai in Falkenau; 7. Mai in Chodau; 8. Mai in Altrohlau; 9. Mai in Karlsbad; 10. Mai in Maierhöfen: 13. Mai in Bodenbach: 14. Mai in Tetschen; 15. Mai in Warnsdorf; 16. Mai in Rumburg; 18. Mai in Nestersitz; 19. Mai in Schönfeld; 20. Mai in Teplitz: 21. Mai in Eichwald und am 22. Mai in Sobrusan. Nach dem Referat wird Genosse Schöpka einen theoretischen Vortrag halten und als Abschluß ein Simultanspiel( nicht unter 15 Brettern) geben. Die Schachsparten werden ersucht, obengenannte Tage frei zu halten und gut zu organisieren. Genosse Schöpka beansprucht von den Sektionen Am Sonntag, den 19. April, fand in Aussig eine Kreisschachkonferenz statt. Aus den Berichten den Kreis- und Bezirksfunktionäre war ersichtlich, daß im V. Kreis das Schachspiel immer mehr Verbreitung findet. Fast alle Bezirksleiter konnten von Neugründungen berichten. Für einige ausgeschiedene Kreisausschußmitglie- I nur Nachtlager, ev. Verpflegung.