Nr. 52 Abomttmrnt»-Bedingungen: Abonnements-Prel« pränumerando: Lterteljährl. 3L0 Mk., monatl. 1,10 SWt., wöchentlich 28$fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. Sonntags- Nummer mit illufirirter Sonntags- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: ILO Mark pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitung»- Preisliste für ISS? unter Hr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesierreich- Ungarn 2 Marl, für da» übrige Ausland 3 Mark pro Monat. 14. Jahrg. Die Inftrtisns- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene»olonel- zetlc oder deren Raum 40 Pfg., fü« Vereins- und Versammlungs-Anzeigen, sowie Arbeitsmarlt 20 Psg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochenlagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 3 Uhr vormittags geöffnet. Erscheint täglich»»her Wontag«, Vevlinev Volksblskt. Fernsprecher! Amt I, Hr. 1608. Delegramm- Adresse: ..«oiialdrmostrat Berlin". Zentvalorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: 8V. 19, Weuly-Straße 2. Klepeditio»: 8V. 19, Ueuth-Straße 3. Die Megierung und dee Volkswille in Italien. Von Professor Enrico Ferri. Rom, Ende Februar. I. Als ich Ihnen in meinem letzten Brief von der Unbeweg- lichkeit der italienischen Politik sprach, die durch den König versiiiubildlicht und durch die herrschenden Klassen, die großen Grund- und Bodenbesitzer, allen Ministerien auferlegt wird, fragte ich mich, ob nicht bei dem italienischen Volk einige An- Seichen für die Möglichkeit sprächen, die Kette dieser politischen Starrheit zu durchbrechen. Die politische Propaganda, der ich mich widme, ehe ich wieder als Privat-Dozent meine Lehrkurse an der Universität Rom beginne, hat mich verhindert, Ihnen schon früher zu schreiben, was jedoch den Vortheil hat, daß in dem längeren Zeitraum die Anzeichen zahlreicher und leichter erkennbar ge- worden sind. Im November und Dezember des vorigen Jahres hatten wir in der Abgeordnetenkammer einige Sitzungen, die sehr effektvoll den Geist und die Absichten des Ministeriums ent- hüllten, dessen Präsident der Marquis Rudini ist, dem das Mimsterium Crispi voranging— Crispi, der Organisator des afrikanischen Unglücks. Was Afrika anbelangt, so hat das Ministerium Rudini Frieden geschlossen mit dem Kaiser von Abessynien, der von unseren 1200 Gefangenen 200 nach Italien zurückgeschickt hat. Hiervon abgesehen, sind wir indeß noch immer in Afrika und die leider nur zu leichte Prophezeiung der Sozialisten, daß, so lange wir in Afrika bleiben, uns nur Unglück erwarte, hat sich bereits erfüllt. Wir hatten den Anmarsch der Derwische, der mehrere Tage die öffentliche Meinung auf- regte, und trotz des Rückzugs der Derwische nicht aushört, zu sehr ernsten Bedenken Anlaß zu geben. Thatsächlich thut da? Ministerium Rudini weiter nichts, als daß es die vom Ministerium Crispi übertriebene Politik des Kolonial-Militarismus fortsetzt; der Unterschied ist nur, daß das Crispi'sche Kolonialfieber, welches akut war, bei seinem Nachfolger chronisch geworden ist, was auf das Volksleben noch viel zersetzender wirkt, weil die Theaterkoups des Ministeriums Crispi zu einem offenen und erfolgreichen Rückschlag drängten. Solcher Art ist in der That der Geist und Charakter des Ministeriums Rudini; es hat keine der Hoffnungen, die man im Anfang hegte, erfüllt— im Gegentheil, es hat die frühere Politik fortgesetzt, militaristisch nach außen und reaktionär im Innern, mit der einzigen Abweichung, daß an die Stelle der theatralischen Kraftmeierei und Brutalität der früheren Re- gierung Machenschaften des politischen Jesuitismus getreten sind und durch die Maske der persönlichen Ehrbarkeit des Rcgicrungs-Chefs und seiner Kollegen gedeckt werden. Nicht einmal im Punkt der politischen Moralität hat Rudini seine Worte eingelöst; in einer Enquete, betreffend die schamlosen Unterschleife, die sich das Ministerium Crispi sogar au den zur Unterstützung der von dem Erdbeben heimgesuchten Bevölkerung Calabriens gesammelten Geldern hatte zu schulden kommen lassen, erstickte das Ministerium Rudini jede Dis- knssion, die Cavallotti, sein Bundesgenosse von der äußersten Linken, in ebenso naiver wie respektvoller Loyalität forderte. Augenscheinlich war der Wunsch der Großbourgeoisie und wohl auch irgend ein Befehl von höchster Stelle dahin gerichtet, daß die Regierung diesen Berg von Schmutz und Skandal, welcher der sozialistischen Partei gar zu nützlich ist, endlich aus dem Wege räumen müsse. Und gerade mit Rücksicht aus die sozialistische Partei hat das sogenannte„liberal-konservative" Ministerium Rudini die jesuitische und verkappte Rückivärtserei au stelle der gewalt- saiucn Unterdrückungspolitik gesetzt, was jedoch nicht ver- hinderte, daß ungeheuerliche und geradezu groteske Verletzungen des Schattens von politischen Freiheiten, die unsere Klassen- gesetze uns gelassen haben, vorgekommen sind. Während der parlamentarischen Ferien hat die Polizei nicht allein die öffentlichen sozialistischen Versammlungen ver- boten, sondern auch die Zusammenkünfte in Privathäusern. Ans meiner Agitationsreise z. B. ließ man mich in den Provinzen, wo die sozialistische Partei noch nicht stark ist, un- gehindert sprechen, allein da wo die sozialistische Partei schon organisirt ist, und von der herrschenden Klasse mehr gefürchtet wird, verbot nian mir und den anderen sozialistischen Ab- geordneten sogar das Reden in Privat-Zusammenkünften, in- dem nian mit Gewalt selbst die Leute an dem Eintritt ver- hinderte, die eine persönliche Einladungskarte hatten. Ich habe mich bemüht, eine strafrechtliche Verfolgung der Polizeibeamten wegen Mißbrauch der Amtsgewalt und wegen Verletzung politischer Grundrechte— Vergehen, welche durch den deutlichen Wortlaut unseres Strafgesetzbuchs mit schweren Strafen belegt sind, herbeizuführen. Die Richter haben die Polizeibeamten freigesprochen und die Sozialisten, welche die Privat-Zusammenkttnfte vorbereitet hatten, der Verletzung des Vereins- und Versammlungsgesetzes schuldig befunden! In der Kammer erinnerte unser Genosse T u r a t i die Regierung an die Achtung, die sie wenigstens den durch die Konstitntion garantirten Freiheiten schuldig sei. Rudini aber erneuerte mit Billigung d�c Majorität, und leider ohne den Widerspruch der äußersten Linken unter Führung Cavallotti's, seine Erklärung,„daß er dem Sozialismus den als die studiren t, ist Weg verlegen werde"(iluo laissera pas passer le Soci alisrne), indem er ihm(dem Sozialismus!) den Artikel des Strafgesetzbuches entgegenhalte, den unser„liberales" Ministerium Zanardelli im Jahre 1889 dem deutschen Soziali st engesetz und dem deutschen Strafgesetz- buch entlehnte, und der u. a. die Aufreizung zum Klassenhaß mit harter Strafe belegt., Und nicht allein hat die Regierung und haben alle Gerichte das gewaltsame und ungesetzliche Vorgehen der Polizei in allen Fällen gebilligt, Rudini hat auch durch seine Präfekten in Sizilien, in Rom, in Genua und in Modena die sozialistischen Wahlorganisationen auslösen lassen. Crispi hatte den berüchtigten Theaterkoup gemacht, alle sozialistischen Organisationen in ganz Italien an einem Tag, den 23. Oktober 1894, auflösen zu lassen, Rudini hat dasselbe gethan, nur mit weniger Geräusch; er begeht alle möglichen Ungesetzlichkeiten und läßt sie begehen, in der Hoffnung, daß das durch die ökonomische Krise geschwächte und durch den Kapitalismus und die Steuern bis aufs Blut ausgesogene Volk die kleinen Dolchstiche hinnehmen werde, ohne sich zur Ver- theidignng der öffentlichen Rechte aufraffen zu können. Das heißt so viel als: die italienische Bourgeoisie hat weder die nöthige Energie, noch die nölhige Intelligenz, ihre Interessen und ihr Monopol durch gesetzliche Reformen zu schützen, die ihre Existenz wenigstens verlängern könnten; sie will nur gewaltsanie und ungesetzliche Zwangsmaßregeln. Die Regierung findet es sehr bequem, die Herren auf diese Weise zu befriedigen; ist es doch viel leichter, Vereine zu verbieten und politische Gesellschaften aufzulösen, gesellschaftlichen und wirthschaftlichen Verhältnisse zu und gesetzgeberische Reformen auszuarbeiten. Durch die Logik des reaktionären Systems gedr die Regierung in den letzten Tagen so weit gekommen, selbst die Arbeits kämm er n unter dem Vorwand, sie begünstigten die Streiks, aufzulösen, obgleich die Streiks vom Strafgesetzbuch als gesetzliche Handlungen anerkannt sind, vorausgesetzt, daß sie von keinen Gcwaltthätigkeiten begleitet sind. In einigen Städten hatte man die Errichtung solcher Arbeitskammern begünstigt, in denen sich die Arbeiter in korporativen— gewerkschaftlichen— Sektionen organisirten. Man hoffte wohl, daß die Arbeiter auf diese Organisationen keinen besonderen Werth legen würden. Doch kaum hatte man bemerkt, daß die Arbeiter si«. sehr ernst nahmen, so unterdrückte man die Arbeitskammern, trotzdem sie absolut keinen politischen Charakter hatten. Wenn die Tribüne des Parlaments den sozialistischen Abgeordneten zur Verfügung stünde, dann hätten all' diese Vorgänge stürmische Debatten veranlaßt und Propaganda für uns gemacht. Aber nachdem die Kammer ihre Weihnachtsferien beendet hatte, vertagte das Ministerium— nochmals die Politik Crispi's fortsetzend, die das Parlament beinah unter drückt hatte— die Session, was nach dem Kodex des parlw mentarischen Zeremoniells bedeutet, daß die Kammer in kurzem aufgelöst werden wird und daß allgemeine Wahlen bevorstehen, die wir Ende März oder anfangs April zu erwarten haben. Volikische Mebevstchk. Berlin 2. März 1397. Vorläufer der letzten Kniserrede. Zur Ergänzung unserer Sammlung von kaiserlichen Aussprüchen gegen die Sozialdemokratie tragen wir einen Theil des Trinkspruches des Kaisers nach, den er ani 13. September 1890 bei einem Festmahl für die obersten Behörden Schlesiens ausbrachte. Die Stelle lautet: „ Ich knüpfe hieran den Wunsch, daß dieses gute Bei- spiel, welches die Provinz gegeben hat. ohne Unterschied der Parteien und Konfessionen von allen Theilen meines Staates befolgt werde, daß unsere Bürger endlich aus dem Schlummer erwachen möge»>, in dem sie sich so lange gewiegt haben, und nicht b l o s dem Staate und seinen Organen die Bekämpfung der umwälzenden Elemente überlassen!, son- dern selbst mit Hand anlegen. Ich habe die Ueber- zengung, daß, wenn die Provinz beharrt auf dem jetzigen Wege, es nicht mir der Provinz, sondern meinem ganzen Lande gelingen wird, wiederherzustellen die Achtung vor der Kirche, den Respekt vor dem Gesetz und den »inbedingten Gehorsam gegen die Krone und deren Träger."— Monarchische Bedanken. Nicht selten hören wir in den Kreisen unserer Gegner de» Klageruf ertöne», der monarchische Ge- danke ist im Schwinden begriffen. Das ist sehr richtig. Je selbst- ständiger ein Volk in seinem politischen Denken n»d Handeln wird. je größer kann unter Umständen der Gegensatz zwischen ihm und dem Monarchen sein, der durch altherkömmliche Grundsätze an den ersten Platz der Monarchie berufen wird. Monarchie und Autorität sind zwei Dinge, die innig zns ammen- gehören. Die Autorität des Herrschers kann nur gewinne», wenn die Person des Fürsten beliebt und die Gegensätze zwischen ihm und seinen Unterthanen möglichst»venig an die Oeffentlichkeit treten. Dazu kommt, daß ehedem das Volk sich um die inneren politi- scheu Dinge weniger kümmerte und das Kriegshandwerk den Fürsten mit einem Glorienschein umgab, der den Unterthan stutzig machte und seinen Herrn und Fürsten bald als kühnen Eroberer, bald als Volksbefreier erscheinen ließ, dem es seine sonstigen menschlichen Schwächen verzieh. Das ist nun heute anders geworden. Da? Kriegsühren hat manches Bedenkliche und der loyale Bürger findet selbst an prunk- jenen öffentlich E-ieuung naym, oas ders zu behagen. In der Bevölkerung letzten Regterungsjahren für einen » seines hohen Alters um die haften Paraden wenig Vergnügen, weil ihm die Last des Militarismus allzu fühlbar wird. Die größere politische Regsamkeit der Bevölkerung, die bessere Bildung, unser ganzes öffentliches Leben neigt sich zur Demokratie. An stelle des absoluten Staates haben alle Kulturnationen die konstitutionelle Staatsform gesetzt, die die uninn- schränkten Gebieter absetzt und dem Volke ein Mitrathen und Mitthaten an der Gesetzgebung gestattet. An stelle der rohen Gewalt ist die Rechtsprechung getreten, die, sollte sie selbst das eisrigste Bemühen haben, vom graben Wege der Unparteilichkeit abzuschwenken, um sich in Dienste volksfeindlicher Bestrebungen zu stellen, dennoch gewisse Grenzen innehalten muß. Kein Zweifel, die Zeit, wo der Unterthan in seiner politische» Beschränktheit und Unverständlichkeit in dem Herrscher»ine geradezu übernatürliche Er- scheinung sah, ist vorüber, er urtheilt kühler und ruhiger und wägt ab, wie weil der Monarch das Wohl der Gesammtheit fördert, und ob nicht der Gegensatz zu den Anschauungen weiter Volkskreise auch ihn in Gegensatz zu dem Monarchen bringt. Vom Kaiser Wilhelm I. waren wir es gewohnt, daß er i» inneren politischen Fragen selten öffentlich Stellung nahm, daS Reden schien ihm nicht besonders hielten ihn viele in den Regenten, der sich wegen., Dinge nicht mehr eingehend kümmern kann, seine Kriegs- thaten halten für manchen etwas berauschendes und so war er weder sehr beliebt noch stark gehaßt. Der ganze Haß fiel aus seine» ersten Rathgcber, aus den Fürsten Bismarck, in ihm suchten die Parteien den verantwortliche» Mann für den Kultur- kämpf, das Sozialistengesetz, die indirekte Steuer- Gesetzgebung und die ungeheuren Militärlasten; die Person des Kaisers schied bei der Diskussion aus und nicht zum Schaden für das Ansehen der Monarchie; der Glaube gewann an Boden, als ob der Kaiser erhaben über den Parteikämpfen stand. Kaiser Wilheln, II. hat mit dieser Zurückhaltung, die von seinem von ihm so hoch verehrten Großvater geübt wurde, gebrochen und tritt mit seiner Meinmig offen und ehrlich hervor. Wir sind die letzten, die ihm das verargen. Er ergreift selbst Partei, er beeinflußt die parlamentarischen Vertreter für die Forderungen des Heeres und der Flotte, er nimmt rege am diplomatischen Ver- kehr theil, den sonst nur dazu beauftragte Personen vermitteln, er schilt die Agrarier oder lobt sie und fordert schließlich mit Be> geisterung zum Kamps gegen den Umsturz auf. Es giebt keine Frage von Bedeutung, in der nicht auch der Kaiser eifrig mit seiner An- sich! hervortritt, selbst Pädagogik, Kunst und Wissenschaft haben sein Urtheil ruhig einstecken müssen. Und wenn wir uns nun fragen, ist der monarchische Gedanke seit dem Regierungsantritt Kaiser Wilhelms II. im Zunehmen be- griffe», so müssen wir bei unserer Fühlung mit der Arbeiterklasse dies bestreiten, ja bis weit in das Bürgerthum hinein ist die Begeisterung nicht so groß, wie man hier und da annimmt und das äußere Schaugepräge ist nicht selten Blendwerk, das andere täuscht. Gegenwärtig scheint uns für die Rede des Kaisers, in der die Märker zum Kamps gegen den Umsturz angeregt werden, der ungünstigste Zeitpunkt gewählt und wir bezweifeln, daß die- selbe die beabsichtigte Wirkung haben wird. Noch ist die Arbeiterschaft aufgeregt vom Kampf mit jener rücksichtslosen Unternehmerschaft in Hamburg, die kalt und auf ihr« Macht trotzend dem Arbeiter nicht den kleinen Finger reichten� um seinem Verlangen entgegenzukommen. Die Arbeiter der Umsturzbestrebungen hielten in diesem Kampfe treu zu den Unterdrückten und nicht nur diese Arbeiter, sondern auch aus weiten Kreisen anders Gesinnter flössen die Unterstützunge» so reichlich, wie das in der Geschichte der Arbeiter- bewegung i» Deutschland bisher nicht zu verzeichnen war. Dieser Eifer versagte selbst dann nicht, als der Monarch die Unternehmer zu ihrer Auedauer beglückwünschte, im Gegentheil, fast schien es, als ob die Begeisterung aufs neue angefacht sei. Und nun sollen die Arbeiter, die als Klasse mit verschwindend wenigen Ausnahmen auf feiten ihrer Kampfgenossen standen, ihre Hand in die Hand des Fürsten legen zum Kamps gegen die Umstürzler, gegen ihre Klassengenossen? Wir glauben nicht, daß die Stimmung so schnell umschlägt, denn die Weltanschauungen stehen sich hier gegenüber. Hie Fürst und Herren! Hie das Proletariat! Wieder begegnen»vir in der Rede des Kaisers der irrigen Auf- fassung, die einen gewaltsamen Kampf mit der Sozialdemokratie voraussetzt. Gewiß, hier sind wir die Schwächeren und Wahnwitz wäre es von uns, diesen Kampf zu wagen. Aber Bojonnette und rauchloses Pulver werden nicht in Thätigkeit treten bei einem Kampf, der sich im Denken und Fühlen des Volkes vollzieht. Hat sich diese neue Weltanschauung die Herzen des Volkes er- obert, dann kann auch deren Verwirklichung auf die Dauer nicht hinten angesetzt werden; ein Regierungssystem, daß sich dauernd i» Gegensatz zu dem Willen des Volkes setzt, ist undenkbar. Die Flammciizeichen sind enthüllt. Aber sie bringen nicht Katilpf und Krieg mit, wohl aber ist in de» Herzen von Millionen von Arbeitern eine glühende Begeisterung entfacht für Wahrheit und Recht, ei» flammender Protest gegen politische und wirthschast- liche Unterdrückung. Im preußische» Abgcordueteuhause wurde der größte Theil der heutigen Sitzung durch die Besprechung der In t e r p e l l a t i o n Felisch betr. die Vorlegung eineS Gesetzenlivurfs über die Organisation des Handwerks ausgefüllt. Die Interpellanten verlangen, wie bereits aus der kürzlichen Reich?- tags-Debatte über denselben Gegenstand hervorgeht, eine Handwerker- vorläge, welche den im August vorigen Jahres veröffentlichten, aber wieder zurückgezogenen Entwurf zur Grundlage hat. Alle Wünsche der Zünftler scheint die Regierung jedoch nicht befriedigen zu wollen, den» wie der Haudelsminister Brefeld auf die einleitende Rede des Abg. Felisch erwiderte, kommt es in erster Linie darauf an, dem Handwerk eine Organisation zu geben; als die beste Organi« sation schweben der Regierung Zwangs- Innungen vor Augen, und diese seien auch in der dem Reichstage bestimmt Mitte März zugehenden Vorlage vorgesehen. Hingegen sei es be- denklich, zugleich auch d en B e f ä h i gun gSn ach w ei S zu fordern, an eine Einführung dieser Maßregel sei nicht zu denken. Die Konservativen, die bekanntlich im Reichstage eine Be- prechung dieses Thcma's gern vermieden hätten, beantragten heute elbst die Besprechung der Debatte; sie fühlen sich eben im Ab- stürzler vermehrten, und in geordnetenhause als Herren der Situation. So ist es kein Wunder, wedell, im Wahlkreise Arnswalde- Friedeberg, einen Rechenschafts- und wie ließe sich dieses für die nächsten Jahre leichter bewerk daß fie sogar Einzelheiten der ihnen noch gar nicht bekannten Vor bericht abgelegt. Er theilte bei dieser Gelegenheit mit, er beab- stelligen als durch die Beschäftigung der deutschen Werften durch inTage tritifirten. Gegen die Zwangsorganisation und den Be- fichtige jegt, eine Agitationstour für seine Neuwahl durch den ländische Bestellungen. Der Kriegschiffsbau wie auch der Bau von fähigungsnachweis sprachen nur die Abgg. Bueck( natl.) und ganzen Kreis zu unternehmen. Im nächsten Jahre wird auf seine Handelsschiffen in England würde einen nicht zu unterschäßenden Ehlers( frs. Vg.), während die Zentrums- Abgeordneten Meyner Veranlassung eine internationale Verbrüderung der Antisemiten Konkurrenten Ios. Gerade wo, nicht nur in Europa, sondern und Pleß, sowie die Abgg. Frhr. v. 3edlig( ft.) und aller Länder in Wien stattfinden. Vorher will er den Abgeordneten auch in den überfeeischen Ländern, ein vermehrter Bedarf an v. Brockhausen( f.) nachdrücklich außer den Zwangsinnungen Rickert in Danzig und den Abgeordneten Richter in Hagen aus Schiffen infolge des augenblicklichen Geschäftsaufschwunges, jetzt und auch den Befähigungsnachweis forderten. Letterer glaubte etwas ihren Wahlkreisen verdrängen. auch für die nächste Zeit noch zu erwarten steht, hat England also ganz besonderes thun zu müssen, er wies darauf hin, daß sich mit jedem Tage, den - Aus dem Ober- Landesgerichtsbezirk Hamm sich beschäftigen zu lassen. Was verschlägt es für England, wenn das größte Interesse daran, Deutschland durch eigene Bestellungen man mit der Hilfe des Handwerks warte, die Reihen der Um- wird der Niederrh. Vztg." geschrieben: Der Exkultusmininiſter Dr. Deutschland dadurch seine Kriegsflotte vergrößert, daß es mit Engdaß der Rampf Falk, jetziger Oberlandesgerichts- Präsident land niemals mitkommen kann, weiß England ja doch genau. Wir zu dem von allerhöchster Stelle aufgefordert sei, Hamm, feiert demnächst sein 50 jähriges Dienstjubiläumsehen also, daß der Artikel des„ Spectator" eine wohlüberlegte Abvon Tag zu Tag schwieriger werde. Als geeignete Es wird augenblicklich zu einem Geschenk für denselben ber ficht hatte und das deutsche Bürgerthum beißt auf den Köder auch sämmtlichen Richtern, Assessoren, Notaren und Waffe in diesem Kampfe empfahl Herr v. Brockhausen natürlich Rechtsanwälten gesammelt und zwar wird direkt dabei schon an. Wo also die deutsche Preſſe der Induſtrie durch Aufdie Einführung des Befähigungsnachweises. deckung dieses Planes einen namhaften Dienst erweisen könnte, da Nach Erledigung der Interpellation nahm das Haus nach bemerkt, daß als Durchschnittsbeitrag für jeden schädigt sie dieselbe und das nennt sich dann„ Schutz der nationalen furzer Debatte einstimmig einen Antrag Brütt, betr. die Uebel= Mann zehn Mart vorausgesetzt werden. Nimmt man an, Industrie." stände bei den Fähren über den Nord- Ostsee- Kanal und in daß der Ober- Landesgerichtsbezirk Hamm 800 Juristen enthält, so würde sich die Kleinigkeit eines Geschenkes im Werthe Der Bombenbaron? In der Nähe von Meißen zweiter Lesung den Gesetzentwurf, betr. die Fischerei der Ufereigenthümer und die Koppelfischerei in der Provinz Hannover, an. von 8000 m. ergeben. Woher die unbefoldeten Assessoren( Sachsen) wurde Ende der vorigen Woche ein fchenßlicher Raub. Die 10 m. Der Bericht über die Verwendung des Erlöses für verkaufte Berliner nehmen sollen, ist leider dem Zirkulare mord begangen. Der Thäter ist ein Subjekt, das vorher unter dem Die nicht gesagt. Liffen mit den Beiträgen Namen Baron von Ungern- Sternberg" an verschiedenen Stadtbahn- Barzellen wurde durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt werden nach Hamm gesandt. Daß eine Sammlung in dieser Orten allerhand Schwindeleien verübt hatte. Sollte das unfer in Weife, gelinde gefagt, eine Ungebührlichkeit ist, bedarf wohl feiner berüchtigter Bombenbaron" sein? Lockspitel sind jedes Verbrechens fähig und die Behörden würden nicht umhin fönnen, den Meißener des russisch- internationalen Polizei- Hallunken zu vergleichen. Raubmörder, der verhaftet sein soll, mit der Photographie in und zum Schluß noch einige Petitionen berathen. Am Mittwoch und Donnerstag fallen die Plenarsizungen aus, weiteren Ausführung. damit die Budgetkommission ihre Arbeiten erledigen kann. Am Freitag wird die Berathung des Etats der landwirthschaftlichen in verschiedenen Regierungserlaffen kundgegebenen Wünschen der Soviel wir wissen, widerspricht eine derartige Sammlung den Verwaltung fortgesetzt.Regierung Sicher aber ist sie auch nicht nach dem Geschmacke des Herrn Jubilars selbst, der, unbeschadet seiner Stellung im sogenannten Kulturkampf, von Freund und Gegner als ein Mann von vornehmer Gesinnung anerkannt wird. Die fretensische Frage ist nun um einen Schritt weiter gerückt. Aus Athen wird telegraphirt: Die Vertreter der sechs Mächte haben heute Nach mittag die identische Note übergeben, welche einestheils die Grflärung enthält, daß die Insel Kreta zu einem vollständig autonomen Staatswesen unter der Suzeränetät des Sultans konstituirt werden soll, andererseits die Forderung, daß die griechischen Schiffe und Truppen binnen sechs Tagen das Gebiet bezw. die Territorialgewäffer von Kreta Eine Antwort der Regierung steht noch aus. Auch in Konstantinopel ist eine identische Note der Großmächte überreicht worden, über deren Inhalt ist aber nichts bekannt ( siehe Depeschen). zu räumen haben. Weimar, 1. März.( Eig. Ber.)( Landtag.) Bezüglich der Kündigung der sächsischen Lotterie durch die großherzogliche Staatsregierung wurde lettere in der am 26. v. M. stattgefundenen Landtagsgung interpellirt, wie die Sache eigentlich stehe und was, wenn die Gerüchte auf Wahrheit beruhen, dann die Staatsregierung zut Beobachtung machen können, daß man in bürgerlichen Streifen glaubte Bermuthungen Raum laffend, diese Anfrage mit der Bemerkung ab, Kiel, 1. März.( Eig. Ber.) Echon verschiedentlich hat man die thun gedächte?! Der Staatsminister v. Groß schnitt, allen weiteren aus englischen Aeußerungen oder Schriften, die deutsche Verhältnisse daß dieselbe sich in einem Stadium befinde, dessen öffentliche Be betrafen, das Gegentheil herauslesen zu müssen, als diefelben wirt bandlung nicht zweckdienlich erscheine. Also abwarten, weimarisches daß dieselbe sich in einem Stadium befinde, dessen öffentliche Belich besagten. Noch bei dem Hamburger Streit fagte man ja den handlung nicht zweckdienlich erscheine. Also abwarten, weimarisches englischen Rhedern nach, daß dieselben ihre wahre Freude an dem für die Arbeiterkolonie Geilsdorf 16 000 m. Zuschuß bewilligt, außerVolk, was Deine Regierung plant! In derselben Sigung wurden nach England mit hinziehen werde, gegeben sei. Kurz, in allen dem als einmalige Unterstüßung für bedürftige Gemeinden zu Schulselben hätten, weil dadurch die Möglichkeit, daß der Handel sich M. bauten für die Jahre 1897 und 1898 bis zu 44 000 M. Zur Er Fällen, wo nicht der geringste Grund vorlag, an eine Nebenabsicht bauung eines Gebäudes für die Thermometer- und Glasinstrumentenauch nur zu denken, sieht man solche. In einer englischen Aeußerung Prüfungsanstalt, Fachschule, Aichamt 2c. in Ilmenau wurden 130000 M. nun, die so klar wie nie eine Nebenabsicht enthält, vermag der bewilligt. Das neue Steuergeses ist in der Kommission so weit blindwüthige Patriotismus unseres Bürgerthums dieselbe nicht zu vorberathen, daß im Laufe dieser Woche das weitere Material dem In der englischen Wochenschrift The Spectator" wurde unlängst Landtag zugehen wird, die Aussicht eines Konflittes zwischen England und Deutschland Den Charakter der fapitalistischen WirthDen Times" zufolge befürchtet man, daß, wenn die griechischen besprochen und in möglichst grellen Farben die Ueberlegenheit der ichaftsweise illustrirt in treffendster Art ein Vorgang im Truppen aus Kreta zurückkehren, ohne die Vereinigung der Insel englischen Marine über die deutsche hervorgehoben. Diese so offen- Meininger Lande. In der Gegend von Salzungen wurde vor erwirkt zu haben, das Volt sich an der königlichen Familie rächen fundige Ueberlegenheit, die aufzuheben Deutschland auch niemals in nicht allzu langer Zeit bei dem Bemühen, Kalilager anzubohren, und den König zwingen werde, abzudanken. Die Kollektivnote werde der Lage sein wird und auch nicht zu sein braucht, veranlaßte nun eine Kohlensäure Quelle erschlossen, die mit einem Drucke von 32 heute, spätestens morgen überreicht. Das bestehende Kohlensäuredie Kieler Neuesten Nachrichten" zu einem Leitartikel, der jedenfalls bis 33 Atmosphären zu tage tritt. Gestern ließ sich Delyannis, der griechische Minister die Runde durch die gesammte, für die Marinevorlage schwärmende Syndikat, dem etwa 30 rheinische Kohlensäure- Fabriken angehören, präsident, von der Kammer mit 125 gegen 2 Stimmen und Bresse machen wird, da derselbe die Nothwendigkeit einer Marine versuchte bisher vergeblich, die Gewerkschaft Bernhardshall, welcher bei 41 Stimmenenthaltungen ein Vertrauensvotum ertheilen. vermehrung nachweisen soll, und in dem zum Schluß gewünscht die bei Salzungen erbohrte Kohlensäure- Quelle eigenthümlich gehört, Es liegt noch keine Meldung vor, wie heute nach leberreichung wird, daß die Ausführungen des englischen Blattes als ernste in das Syndikat einzubeziehen. Um sich nun die unliebfame Ston des Ultimatums der Großmächte die Stimmung in Athen ist. Mahnung bei uns aufgefaßt werden mögen und weit ins deutsche furrenz vom Halfe zu schaffen, hat jetzt das Syndikat in unmittel barster Nähe der Kohlensäure- Quelle Land erworben und auch Die nächsten Tage werden vielleicht für das Schicksal des Land hinausdringen, die Geister zu wecken zu energischer That". Ministeriums und des Königs, vielleicht selbst für das der fene deutschen Kriegsschiffe, die im" Stillen Diean oder an der die Quelle abzugraben und wäre es auch nur zu dem In einem Kriegsfalle, sagt der„ Spectator", würden zunächst bereits einen Bohrthurm errichtet, um der Gewerkschaft Bernhardshall Dynastie verhängnißvoll werden. afrikanischen Küste kreuzen, in den Grund gebohrt. 8wede, die abgelentte Rohlensäure wedlos in Aus London wird gemeldet: " * Deutsches Reich. erkennen. " Defterreich. . Die übrigen Meldungen über die kretensische Frage Die deutsche Handelsflagge, die auf allen Meeren wehe und die Luft strömen zu lassen. Da durch die jest in unterscheiden sich in nichts von denen der vorangegangenen Deutschlands Weltmachtstellung repräsentire, sei den Engländern auf Meinigen bestehenden, die Muthungen regelnden Geſetze dem Tage Truppenverschiebungen seitens Griechenlands und der Gnade und Ungnade ausgeliefert. Aulüberall in den Weltmeeren, rheinischen Synditate nicht beizukommen ist, so beschloß der Landtag, Türkei, Dementis über Rüstungen der Großmächte, Zusammen- die Euglands Kreuzer durchfurchen, würden deutsche Handelsschiffe daß sofort ein Gefeßentwurf vorgelegt werde, auf grund dessen ein stöße auf Kreta. gefapert und in den Grund gebohrt. Der Norddeutsche Lloyd, diese Vorgehen wie das seitens des rheinischen Synditats beabsichtigte, größte Handelsmarine der Welt, wäre ruinirt! Dazu die Blockade verhindert werden kann. Eine nicht zu unterschäßende Gefahr ers Duellchronik. Unser Nürnberger Korrespondent schreibt uns der deutschen Häfen, durch die dem deutschen Handel ein Verlust wüchse aus den geschilderten Konkurrenzbohrungen auch den unterm 1. März: Wegen Herausforderung zum Zweikampf und von 100 Millionen Pfund( 2000 Millionen Mart) zugefügt würde. Salzunger Salzlagern, da höchstwahrscheinlich durch die beabsichtigten Beleidigung des Sefondelieutenants Steinmetz beim 2. Artillerie- Das Ergebniß eines Konflikts mit England wäre für Deutschland tiefen Bohrlöcher Wasser in die Tiefe und damit in die Salzlager regiment verurtheilte die Straftammer heute den 28jährigen Re- die Niederwerfung seiner Handelsmarine, der Verlust eines nach eindringen würde. Wie man sieht, muß sich hier also ein gierungsbauführer Salomon Lamm in Erfurt zu acht Tagen Festungs- hunderten von Millionen zählenden Nationalvermögens, die Auf- fapitalistischer Staat wieder einmal vor den Auswüchsen des haft und 150 M. Geldstrafe. Der cand. med. Groß von Erlangen gabe seiner Kolonien und der Zusammenbruch seines Ansehens in Kapitalismus schüßen. erhielt wegen Ueberbringung der schweren Forderung auf Säbel an der Welt. Kein Wunder also, wenn nach solcher Schilderung dientist Steinmetz drei Tage Festung. St. hatte die Forderung abgelehnt Nothwendigkeit der Vermehrung der Flotte" dem deutschen Steuer- Die Wahlbewegung. Wie die Chriftlich Sozialen und Anzeige erstattet. zahler in allen Tonarten vorgesungen werden wird. Eine größere agitiren, ersieht man aus der folgenden Präzisirung des sozialFreude würde Deutschland in der That England nicht machen demokratischen Programms, die der Parteiführer Dr. Lueger am fönnen, als wenn es zu einer bedeutenden Vermehrung seiner Flotte 26. Februar freilich hinter geschlossenen Thüren in einer chriftlichschreiten würde, und das aus folgendem Grunde. Noch bis vor sozialen Versammlung gab: nicht so langer Zeit war Englands Schiffsbau, sowohl was den Umfang wie die Leistungsfähigkeit anbelangt, der erste der Erde. Nun ist aber im Laufe namentlich des letzten Jahrzehnts dieser Schiffsbau von stets zunehmender Konfurreng, wenn auch nicht Die Wahlnachrichten aus Böhmen, Mähren und Schlesien lassen, bedroht, so doch fühlbar bedrängt worden. Und zu diesen wie die Frankfurt. 3tg." tonstatirt, bereits ein entschiedenes Bor Ronkurrenten zählt Deutschland mit in erster Linie. Die Haupt- dringen der Sozialdemokratie erkennen. In allen Industriegegenden fächlichsten Werften an der Elbe, der Weser, in Flensburg, Kiel, hat sie namhafte Erfolge erzielt und in Böhmen und Mähren soDieses sehr eingeschränkte und nicht gerade sicher auftretende Rostock, Stettin u. f. w. sind im Laufe der letzten Jahre alle gar vielfach die Czechen geschlagen. Als Ergebniß der WahlDementi tommt sehr spät, denn schon zwei Jahre zirkulirt diese fammt zu solchen erster Klasse umgewandelt worden, oder sind männer Wahlen vermag die offiziöse Reichswehr jetzt schon Meldung, ohne bisher bestritten worden zu sein. dabei, durchgreifende Umgestaltungen ihrer Anlagen durchzuführen, festzustellen, daß überall die sozialpolitischen Parteien gegenAls der kommende Mann des Antisemitismus wie es beispielsweise der Vorwärts" in seiner Nummer 17 von über rein nationalen Parteien gefiegt haben." Den scheint sich Ehren- Ahlwardt zu fühlen. Trotz alledem, was paffirt diefem Jahre über die Germaniawerft in Riel berichtet hat. Kurz sozialen Parteien, führt bas Blatt dann weiter aus, gehört die Zuist, scheint Herr Ahlwardt bei den Antisemiten noch immer eine und gut, auf der ganzen Linie des deutschen Schiffsbanes ist ein funft, während jene Parteien, die es weder verstehen sozial zu sein, führende Rolle, ja die erfte Stelle beanspruchen zu können. Durch außerordentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Und diese, der aus- noch sich sozial zu geben, auf allen Linien unterliegen. Das sei die bie bürgerlichen Blätter geht die folgende' Notiz: wärtigen Konkurrenz zum mindesten gleichwerthige Leistungsfähigkeit Macht der sozialen Frage, wer auf den vernehmlichen Ruf der Zeit Der Abg. Ahlwardt, der in seinem Wahlkreise mit Unter- macht sich in England recht bemerkbar. Es ist also nur zu erklär- nach Sozialisirung höre, der habe gewonnen. Den nationalen Bar stügung von fönigl. Beamten gewählt worden ist, hat in Neu- lich, wenn England diesen Ronkurrenten möglichst taltstellen will teien dagegen schwinde der Boden unter den Füßen. Angesichts - Spätes Dementi. Die National Beitung" schreibt: Durch die Blätter geht eine Notiz, nach welcher Herr v. Bennigsen teine Wahl zum Reichstage wieder annehmen und aus seiner Stellung als Oberpräsident von Hannover zurücktreten wolle. Herr v. Bennigsen weilt gegenwärtig nicht in Berlin; aber in hiesigen Kreisen, welche von derartigen Absichten unter richtet sein würden, ist nichts davon bekannt. 1. Die jüdischen Führer der Sozi follen fette Stellen be fommen. 2. Die Juden sollen herrschen. 8. Das chriftliche Volk soll zu grunde gehen. # den " erste Liebesgunft der Jungfrau. War's doch sein gutes Recht!" das schmächtige, müde Ding schon hinaus ins Leben. Die heilige Stellung der Frau. Und fein züchtig Ehgemahl" droben hinter den Burgmauern mußte Sie lernt vielleicht nähen; fie verdient 8, 5, 7 M. die Woche; dabei ihm noch frohen Angesichts den Pokal tredenzen, wenn er sieht die Arme tagtäglich den Luxus, die Freude, die Verführung Es war einmal eine Zeit, wo der blondbärtige, blauäugige von der Liebesfahrt heimfam. Ging es einnial besonders hoch auf Weg und Steg. Für den reichen Pflastertreter, in dessen Germane seine fräftigen Glieder mit dem Fell des erlegten Thieres her, galt es etwa ein Fest zu feiern, weil der Burgherr den Vaters Dienst sich ihre Mutter vielleicht schon zu grunde gerichtet bekleidete, das Schwert in die eine, das Schild in die andere Hand Nachbarn drüben erschlagen, oder den Kaufmann aus der hat, ist sie ein leichtes Opfer, das er ftrupellos von sich wirft, wenn nahm und so ausgerüstet siegesfroh in den Kampf zog. Er war Stadt weiblich geplündert hatte, so fand der Minnesänger freundlichen er es fatt hat. Wozu find solche Weiber da?" sagt er und reiht dauernd in Fehde mit den Nachbarn, denn eines Mannes unwürdig Einlaß und sang von des Ritters tugendlicher Kraft, von in die große Armee der Freudenmädchen eine neue Nummer ein. war ein friedliches Leben. Unterdessen waltete sein Weib, seine der Frauen Würde und Schöne, von dem Heiligsten, was der In zahllosen Variationen zieht die Frau des neunzehnten JahrSchwester, feine Mutter und Tochter daheim seines Befißthums. Deutsche kennt, der Stellung der Frau. hunderts an uns vorüber: da ist das Mädchen, ein halbes Kind Sie gruben im Schweiße ihres Angesichts das Feld um, fie Und wieder verging die Zeit. En stelle der trußigen Burgen noch, das zur Nachtzeit auf der Straße Blumen feil hält und jede fäten, ackerten und ernteten; fie spannen und webten waren bei den Großen des Landes die zierlichen Schlößlein getreten. Gemeinheit der Nachtschwärmer mit ansehen und sich gefallen lassen und nähten; sie mischten den Meth, sie gerbten die Ein jeder wünschte es den Sonnenkönigen Frankreichs gleich zu muß, denn Hunger und Elend trieb sie hinaus. Da ist die Akrobatin Felle, fie reinigten Haus und Herd. Wenn der Gebieter heimkam, thun, und wenn es dem einen die Mittel gestatteten, so fing er sich im Zirkus, die halbnackt ihre halsbrecherischen Kunststücke und ihre warteten sie ihm auf und durften der Ruhe nicht pflegen, wenn er wohl einen Hirschpark voll schöner Frauen ein, während der andere üppigen Glieder dem Publikum vorführt. Warum? Es hat sie felbft längst über dem Methkrug schlummerte, denn die Waffen galt sich damit begnügen mußte, aus der Hefe des Volkes nur wenige die Noth in den bunten Flitterstaat getrieben. Draußen auf dem es zu pußen, die Beute zu bergen. Wehe ihnen, wenn sie nicht thaten, hübsche Dirnen mit Lift und Gewalt in feinen goldenen Käfig zu ziehen. Lande begegnet uns das Weib, wie es in den Steinbrüchen, in den was der Herr befahl! Da erwachten im Weibe alle bösen Instinkte. Es fah, wie die Gemeinheit Ziegeleien schwere Arbeit verrichtet, einerlei ob das Kind unter Da fam ein Gelehrter aus Rom, der hieß Tacitus, und weil herrschte und wurde ihre gelehrige Schülerin; die Maitresse war es, ihrem Herzen die Arbeit zur fürchterlichen Qual macht. Der Hunger, er an das üppige Lotterleben der schönen römischen Damen gewöhnt die dem Fürsten und Herrn bei der Arbeit half, wenn er sein Land der harte Herr, fragt nicht nach Mutterpflichten. war, erschien die Germanin ihm fremd und nachahmenswerth. aussog und sein Volk zu grunde richtete. Damals wagten selbst die Fürchterlicher als je zuvor starrt uns das Elend des weiblichen Darum fchrieb er zu Nutz und Frommen der Römerin, noch mehr Gelehrten und Dichter nicht, von der Heiligkeit der Stellung der Geschlechts ins Antlib, des Geschlechts, das die Zukunft der Menschaber des Römers denn der litt bittere Qualen unter der Faul- Frau zu sprechen. heit im Schooße trägt. Des römischen Gelehrten denken wir wieder heit und Verschwendungssucht der Weiber, ein Büchlein, in dem Nun ist auch diese Zeit in Blut und Thränen versunken und und des Minnesängers, die davon fündeten, was den Deutschen das er von dem heiligsten, was der Deutsche hat der Stellung der das neunzehnte Jahrhundert steigt verheißungsvoll empor. Ein heiligste sein soll: die Stellung der Frau. Wir lachen ihrer furzFrau viel Herrliches zu erzählen wußte. ungeheurer Sturm hat die Welt reingefegt, nun wird sicherlich sichtigen Weisheit. Wir sind flüger, einfichtiger geworden. Nicht, Jahrhunderte vergingen. Friede und Freude herrschen. Aber da ragen schon drohend daß wir verleugnen tönnten, was uns heute wirklich heilig ist, aber In harter Frohn seufzten rings in den germanischen Landen die Echlöte der Fabriken in die Luft, und der Rauch, der wir leugnen, daß es unseren Vorfahren je zuvor heilig war. Nicht die Bauern und Knechte. Sie waren der Ritter Eigenthum, aus ihnen aufsteigt, verfinstert den blauen Himmel. Wo fie, welche von der Würde und Hoheit der Frau große Worte die von ihren festen Schlössern herab eine eiserne Ruthe die Burgen, wo die Schlöffer standen, stehen jeßt prunkende Villen, machten und sie in brünftigen Liedern priesen, bielten sie heilig, führten. Mit der Peitsche wurden sie zu Paaren getrieben, die Tempel des alles beherrschenden Gottes Mammon. Hinter den sondern die thun es, die darum kämpfen, daß die Würde der Frau wenn sie nicht arbeiteten nach des Herrn Wunsch, und da sie sich blinkenden Spiegelscheiben feiert der Reichthum seine Feste, während durch die Gewährung rechtlicher Gleichheit mit dem Mann an= sonst immer ducken und bücken mußten, ließen sie ihren Zorn und hinter der sausenden Maschine, die ihn schafft, neben den Männern, erkannt werde. Die halten die Würde der Frauen beilig, die ihnen ihre Herrschergelüfte wieder an denen aus, die unter ihnen flanden: arm und versklavt wie sie, blaffe, abgehärmte, um Schönheit und durch Nacht und Elend die Wege bahnen, die sie aus ihrem jammerden Frauen. Auf ihren Schultern laftete die schwerfte, die Jugend betrogene Frauen stehen und Tag aus Tag ein nichts vollen Hause, aus der bumpfen Fabrit, aus dem Pfuhl des Lafters, gemeinfte Arbeit; sie wurden neben dem Ochsen vor den weiter hören, als das einförmige Lied der Räder: Arbeit- Arbeit aus dem harten Dienst des Gottes Mammon in die Freiheit, in Arbeit. In den dumpfen, dunklen Räumen, die ihr Daheim be- das Licht, in die Arme ihrer verlassenen Kinder führen. Wer bei Pflug gespannt, und wenn sie einmal im Lenz des Lebens Liebe fanden bei dem Mann ihres Standes, und einen einzigen deuten, wachsen die Kleinen auf, ohne Luft, ohne Licht, ohne Liebe. diesem Werke Hand anlegt, tann sagen, daß ihm die Stellung des Strahl des Glücks in ihr Marterbafein fallen sahen, dann kam der wohl ihnen, wenn die Mutter ihnen nur Eins schaffen tann: Weibes das heiligste ist. Gebieter frohlockend aus dem Schloß herab und erzwang sich die Brot. Raum ist ihr Töchterlein herangewachsen, so muß mond Sily Braun. 39 " folcher Thatsachen müsse die Dringlichkeit nationaler Fragen an hervorgerufen wurde, bemerkt: Wir suchten, soviel an uns war, Die Juhaber von Sammellisten für die Hafenarbeiter werden Bugkraft verlieren. Die Frage, ob Staatsrecht oder nicht, diese gute Nachbarschaft zu pflegen, unbekümmert der mancherlei politischen nochmals ersucht, die ausstehenden Listen ungefäumt auf dem fleinen, alltäglichen Sorgen um Amtssprache, Juschriften, Nacht. Ansichten und ihrer verschiedenen politischen Parteien, eingebent, Gewerkschaftsbureau abzuliefern, da die Nummern und event die wächter und Straßentafeln verblassen überall, wo die soziale Frage daß wir hier alle Fremdlinge sind." ihre schwerwiegende Hand zeige. der Provinz Sachsen wurde am Sonntag der Schuhmacher Franzöffentlicht werden. Todteuliste der Partei. In dem Städtchen Lobefün in Namen in der nächsten Sonntagsnummer des Vorwärts" verNagel beerdigt, ein alter treuer Parteigenosse. Von Halle waren über 100 Parteigenoffen, darunter zahlreiche Frauen erschienen, um dem braven Mitkämpfer das letzte Geleit zu geben. Sein Andenken wird in Ehren gehalten werden! Günstige Nachrichten über die Wahlmänner Wahlen laufen ununterbrochen ein. Die bedeutsamste Nachricht ist, daß Linz, die Hauptstadt Oberösterreichs, sozialdemokratische Wahlmänner gewählt hat. Schweiz. Bern, 2. März. Der schweizerische Gesandte' in Wien Polizeiliches, Gerichtliches 2c. hat am 28. v. Mts. im Auftrage des Bundesrathes mit dem bul- Auch in Lüdenscheid hat die Polizei unseren Parteigarischen diplomatischen Vertreter in Wien einen Meistgenossen die Märzfeier nicht genehmigt. begünstigungs- Vertrag über den Handelsverkehr der Der Erfte Staatsanwalt in alle a. S., Herr Göze, beiden Länder abgeschlossen. hat endlich angeordnet, daß Genosse Mannigel, ber als verantZürich, 1. März.( Eig. Ber.) Der gestrige Abstimmungstag wortlicher Redakteur des Voltsblatts" zur Zeit eine Freiheitsstrafe bildet keinen Ehrentag in der Geschichte der schweizerischen Demo: verbüßt, nicht mehr gefeffelt vor Gericht geführt trafie. Kapitalistische Profitwuth, wirthschaftliche Beschränktheit und werden soll. Fünfmal hat Genoffe Mannigel die ebenso überEinsichtslosigkeit weiter Streise von stimmberechtigten Bürgern, die flüssige wie entwürdigende Tortur des Geschloffenwerdens über sich aufgeftachelten Vorurtheile aller Art und endlich die unersättliche ergehen lassen müssen, ehe die Justiz für Abhilfe sorgte. Rache der Ultramontanen für die katholische Niederlage im Sonder=-Bei der Beerdigung des Parteigenossen Rühn in Erfurt bunds- Kriege von 1847, welche unter der Flagge des Föderalismus erhob der Polizeikommissar, der mit einer beträchtlichen Anzahl Befriedigung sucht, haben zur Verwerfung der Bundes. Schuyleuten zugegen war, Einspruch, als Genosse Reißh aus dem bant mit 247 588 gegen 192 551 Stimmen geführt. Von den katholi. Todten den Kranz der Partei mit ein paar Worten widmete. Als schen Katonen Luzern, Uri, Schwyz, Unter- Obwalden, Freiburg, Genosse Hülle dann einen Kranz mit den Worten in die Gruft Wallis, Bug, Teffin, Appenzell, Inner- Rhoden und St. Gallen warf:" Im Namen des fozialdemokratischen Vereins Erfurt!" da hat fein einziger eine annehmende Mehrheit geliefert, sprang der Kommissar an das Grab und rief:" Ich verbiete jedes ebenso wenig die welschen Kantone Genf, Waadt und weitere Wort!" Die Szene erregte unter den Leidtragenden peinNeuenburg. Nur Bern, Zürich, Baselstadt und Baselland, liches Aufsehen. Der Kommissar wird vermuthlich strengen Befehl Glarus, Schaffhausen, Appenzell Außen- Rhoden, Aargau und gehabt haben, so zu handeln wie geschehen. Unterm neuen Rurs ist Thurgau, also nur 9 von 25 Kantonen haben angenommen. Der ja leider auch nicht zu erwarten, daß der Brauch abgestellt wird, schlechte Zustand des schweizerischen Notenwesens wird nun ein an die Gräber von Sozialdemokraten Polizei zu kommandiren. weiteres Jahrzehnt fortbestehen und damit auch die große Gefahr In den Redaktionsräumen der Bolts wa ch t" in bei einem mitteleuropäischen Kriege,- In der Stadt Bern wurden Breslau sowie bei den Frauen Geiser und Kayser wurde die Sozialdemokraten Siebenmann und Moor in den Kantons- auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Haussuchung vor rath( Landtag) gewählt, Dr. Wassilieff dagegen unterlag. In Genf genommen, um Beweise für die Annahme zu schaffen, daß der vor erhielt bei der Nationalrathswahl Genosse Gigg 3808 Stimmen, vier Jahren durch gerichtliches Urtheil aufgelöste Frauenverein weiter der Konservative Odier wurde mit 7073 Stimmen gewählt. bestehe. Die Haussuchung war natürlich an allen drei Stellen ohne den gewünschten Erfolg, denn für etwas, was nicht egistirt, laffen sich auch keine Beweise schaffen. Spanien. General Weyler soll, nach einer Meldung des Figaro", seine Demission eingereicht haben. Der Beweggrund sei" die Frei laffung des englisch- amerikanischen Bürgers Sanguily, welchen Weyler gefangen genommen hatte. Madrid, 2. März. Wie eine Depesche aus Manila meldet, ist infolge der Verhaftung Miguel Lledo's, der sich den Titel eines Generals der Aufständischen beilegte, von der Polizei eine neue Verschwörung entdeckt worden. Elebo beschäftigte sich mit der Bewaffnung der Bevölkerung von Novaliches, um in die Provinz Bulacan einzufallen. Nußland. Die Revisoren: A. Vogel. H. Weber. E. Tschernig. Gewerkschaftliches. Der Kriegsminister v. Gokler hatte in der Reichstags Sigung vom 18. Februar gefagt: " Unter meinem Herrn Amtsvorgänger ist eine Petition von Sattlergesellen eingegangen, die darauf berechnet war, die Haus industrie zu unterdrücken. Mein Herr Amtss vorgänger, dessen Grundsah ich darin vollständig theile, hat es für unnöthig gehalten, in prinzipiellen Fragen mit befannten Leuten zu diskutiren, und hat denselben daher feine Antwort gegeben." Die Petition enthielt die Bitte an das Kriegsministerium, in die Verträge, die dasselbe mit den um Mitarbeit nachsuchenden Firmen schließt, folgende Bestimmung aufzunehmen: Der Unternehmer verpflichtet sich, die übernommene Arbeit in eigenen Werkstellen anzufertigen. Das Weitergeben derselben an Zwischenunternehmer und Hausindustrielle ist untersagt." Ferner wurde gebeten, die dem Kriegsministerium unterstehenden Behörden und die Regimenter auzuweisen, in die von ihnen abzuschließenden Verträge dieselbe Bestimmung aufzunehmen. " Auf die unfreundliche Antwort des Kriegsministers antwortet nun der Vertreter der Petenten, Sattler Joh. Saffenbach, in der von ihm redigirten Sattler und Tapezirer Beitung" u. a. wie folgt: Eiv. Exzellenz glauben also, eine Bitte, die von den ver schiedensten Seiten als berechtigt anerkannt worden ist, deshalb un beachtet laffen zu können, weil sie von unbekannten Sattlergefellen" ausging. Ob die Bitte berechtigt oder unberechtigt, scheint dabei vollständig gleichgiltig zu sein. " " W " Würden Ew. Exzellenz vielleicht die Güte haben, gelegentlich auseinanderzusehen, welche Personen das Glück haben, In Mecklenburg haben sich vor kurzem wieder Dinge zu den bekannten Leuten" gerechnet zu werden? abgespielt, die aufs neue bestätigen, daß dort die Abhaltung von Diejenigen" Boltstreife, die nicht dazu gehören, wissen dann von vorne politischen oder gewerkschaftlichen Bersammlungen ganz dem Be herein, daß es zwecklos ift, Ihnen mit einem Wunsche zu nahen. lieben der Behörden überantwortet ist. Zunächst verbietet die Rechnen Sie zu den bekannten Leuten" nur die, die in Ihren Salons Behörde jede sozialdemokratische Versammlung oder Vereinigung. In verkehren, oder zählen sie auch die übrigen Angehörigen der Ges Waren schien nach einer Mittheilung unseres in Rostock erscheinen- sellschaft" hinzu? Fängt demgemäß der Mensch erst beim Lieutenant den Parteiorgans insofern ein loyales Verfahren plaßzugreifen, als an und werden die übrigen Staatsbürger fammt und sonders als im vorigen Jahre einige Gewerkschaftsversammlungen abgehalten unbekannte Leute" der zweiten Klasse zugetheilt? Haben weiterhin werden konnten. Troßdem zu solchen Versammlungen, die sich nur bekannte Leute" das Recht, mit Petitionen an die Regierungen mit Politik nicht beschäftigen, keine Genehmigung erforderlich ist, und den Reichstag heranzutreten? haben dennoch die Einberufer darum nachgesucht, da die Gastwirthe Ew. Exzellenz werden wissen, daß wir verfassungsgemäß ihre Lotalitäten ohne eine behördliche Erlaubniß nicht hergaben. In das Recht haben, Petitionen abzusenden; demgemäß - Beschränkungen der Einwanderung. Dem Reichsrath legter Beit sind nun zwei Versammlungen, die sich mit einem rein follte man meinen, daß man auch das Recht auf eine Antist, wie wir der„ Köln. Wolfsztg." entnehmen, ein Projekt über die gewerkschaftlichen Thema beschäftigen sollten, wiederum verboten wort hat. Eines ohne das andere hat wirklich wenig Werth. Um weitere Beschränkung der Ausländer- Einwanderung unterbreitet worden. Die Arbeiterbewegung nimmt ja troß solcher Maßnahmen einzig und allein den Papierkorb eines Beamten zu füllen, dazu ist worden, das sich wesentlich gegen Deutschland richtet. Obgleich in zu, aber man drängt den Arbeiter in eine rechtlose Stellung, die in selbst das gewöhnliche Schreibpapier zu theuer. Rußland ein Ausländer erst nach einem fünfjährigen Aufenthalt grellem Gegensatz zu den politischen Gegenfäßen steht, die die Gleich- Die Petition, die Sie erhielten, war von fast tausend naturalisationsberechtigt wird und das Recht der Ausländer, berechtigung aller Bevölkerungsklassen fordern. unbekannten Sattler Gesellen" aus allen Immobilien zu erwerben, erheblich verkürzt ist, sind die Klagen über Gegenden Deutschlands unterschrieben; diese Leute angebliche systematische Einwanderung der Ausländer, vornemlich der Weber die Lage in Hamburg find deutsche Staatsangehörige wie jeder Lieutenant und Assessor, Deutschen, nicht verstummt, ja man behauptet sogar, daß die Deutschen die sie haben dasselbe Anrecht auf den Schuß und das Wohlwohlen an Deutschland grenzenden Gebiete, germanisiren" und im Falle eines wurde uns am Dienstag von unserem Korrespondenten geschrieben: der deutschen Regierungen, wie jeder bekannte" Profeffor oder Krieges mit Deutschland Verrath" üben wollten. Es soll nunmehr Um dem fast unvermeidlichen Konflikt zwischen den Impor Rittergutsbefizer. dem Minister des Innern die diskretionäre Gewalt verliehen werden, teuren englischer Kohlen und den schwarzen Den Organisationen der Arbeiter verbietet man, gegen Naturalisationsgesuche sein Veto einzulegen. Dieses Beto- Schauerleuten, von dem ich in den letzten Tagen berichtete, fich mit Petitionen an die Behörden und den Reichstag zu wenden, recht würde natürlich unter Umständen ganz willkürlich gehandhabt vorzubeugen, griff gestern Mittag die Senatskommission ein. Sie weil sie dadurch eine politische Thätigkeit ausüben. Bor einer werden können. Der Einwanderung in das Westgebiet ist Rußland ließ den Vertreter der schwarzen Schauerlente, G. Moje, von der Petition der Organisation eines Berufes sind die Behörden also immer argwöhnisch begegnet. Zum theil ist das aber auch mit Arbeit holen und nach längerer Berathung der Senatoren sicher; wenn man nun noch die außerhalb der Organisationen ge darauf zurückzuführen, daß die russische Regierung den Mostauer D'Swald und Holthusen mit ihm wurde vorbehältlich der fammelten Unterschriften prinzipiell unbeachtet läßt, weil sie von Induſtriebezirk nicht durch den polnischen völlig überflügeln lassen Genehmigung der Arbeiter felgende Vereinbarung getroffen: Die unbekannten Leuten herrühren, so hat man sich vollständig Ruhe will. Je schärfer sich der wirthschaftliche Wettbewerb zwischen den schwarzen Schauerleute unterschreiben den Revers der Importeure, verschafft. Völkern gestaltet, umsomehr wird auch die Einwanderungsfrage in der jedoch in folgender Weise abgeändert wird: Statt des Sakes Mit der jetzt erhaltenen Antwort werden sich die deutschen den Vordergrund treten. „ Ich erfenne den Lohntarif bes Vereins der Impor Sattler indessen feineswegs zufrieden geben. Es ist bereits zum teure englischer Roblen vom Dezember 1896 hiermit an und 18. April d. J. ein Sattler- Kongreß einberufen worden, um weitere habe mit meinem Arbeitgeber das Arbeitsverhältniß Schritte in dieser Angelegenheit zu berathen. Es werden zwar auch auf grund dieses Tarifs auf gegenseitige vierzehntägige Kündigung von unbekannten Sattlergesellen entsandte unbekannte Sattler= geschloffen", soll es heißen:" Ich erkenne den Lohntarif des Vereins aefellen sein, die auf diesem Rongreß zusammenkommen, aber troßder Importeure englischer Kohlen so lange an, bis die zugesagte dem rechnen wir darauf, diesmal besseres Gehör zu finden." Verhandlung der Herren Importeure und der Schauerleute vor der Senatstommiffion ihren Abschluß gefunden hat. Diese Verhandlung soll spätestens in vier Wochen erfolgen." Die Importeure haben diefer Vereinbarung schon gestern Abend zugestimmt, während die Arbeiter heute Abend darüber beschließen. Heute Morgen sind die schwarzen Schauerleute sämmtlich wieder eingestellt, trotzdem sie den Revers noch nicht unterschrieben haben. Parlamentarisches. 19 Im preußischen Abgeordnetenhause hat Abg. Virchow Im preußischen Abgeordnetenhause hat Abg. Virchow mit unterstüßung von Mitgliedern aller Parteien einen Antrag eingebracht, die Regierung aufzufordern, noch im Laufe der gegen wärtigen Session dem Landtage den Entwurf eines Komptabilitätsgefeges vorzulegen. Partei- Machrichten. Elisabethuser 19, haben die Rollegen wegen Maßregelung die Arbeit Achtung, Feilenhauer! Bei der Firma Peiseler in Berlin. Zuzug ist streng fern zu halten. Die Orts niedergelegt. verwaltung des Deutschen Metallarbeiter Ber bandes. Die organisirten Maurer Bielefelds haben eine Au3. fperrung zu gewärtigen und ersuchen deshalb die auswärtigen Fachgenoffen, diefen Ort vorläufig zu meiden. Das Schloß Wyden im Kanton Zürich, das bekannt wurde In den Schuhfabriken von Rosenthal u. Groß in durch die Abbaltung des ersten Parteitages der Sozialdemokratie Die Korn Attordarbeiter haben sich mit den Stauern Schöneberg, Frankenstr. 9, und Gebr. Kallmann in unter dem Ausnahmegesetz im August 1880, soll diesen Sommer wieder zu Ehren fommen. Der Landesausschuß der deutschen dahin geeinigt, daß die Affordarbeit beibehalten wird. Auch hier ist Berlin, Grüner Weg 11, haben die Arbeiter wegen Differenzen mit den Unternehmern die Arbeit niedergelegt. Der Zuzug ist fern Sozialisten in der Schweiz hat beschloffen, Sonntag, den also einem drohenden neuen Konflikt vorgebeugt. zu 22. August dort eine große Agitationsversammlung Die Zentral- Streiffommission der Hafenarbeiter und See 8u halten. Die Agitationstommiffion, abzuhalten. Ein geeignetes Referat hat der Genosse A. Bebel zu leute Hamburgs hat sich nach Erledigung der dringendsten Geschäfte In Elberfeld beschloß eine start besuchte Bersammlung der gefagt. Berschiedene Sängervereine werden zur Stelle sein, und von nunmehr aufgelöst. Die weitere Regelung der Unterstügung der Tischler, die Arbeit niederzulegen, wenn nicht bis Ende der Zürich und Winterthur will man Extrazüge arrangiren, so daß eine Opfer des Streits ist den einzelnen betheiligten Organisationen über Woche die Fabrikanten die Forderungen der Arbeiter bewilligen. nach Tausenden zählende Versammlung zu stande kommen wird. tragen worden. Sammellisten und Abrechnungen sind In Barmen haben die Tischler bereits einen fleinen Erfolg zu vers Ju Paris tagte am 28. Februar und 1. März eine Konfe- bis zum 10. März d. J. an C. Schippmann, Hamburg, zeichnen, da 16 Unternehmer mit 200 Arbeitern die Forderungen renz der Parteigenoffen von Baris und der umliegenden Kreise Gänsemarkt 35, Leffinghalle", einzusenden refp. abzuliefern. Die bewilligt haben. Bei der geringen Zahl der im Holzarbeiter. ( Seine und Dise). Anwesend waren etwa 200 Delegirte, abgeordnet Revision und die Abnahme der Streitabrechnung ist der Verband Organisirten haben die Bahlstellen die Genehmigung dieser von den verschiedenen politischen Gruppen und den Gewerkschaften. Rommission des Hamburger Gewertschaftstartells Streits versagt.us Angenommen wurden Resolutionen, worin gesetzliche Regelung der übertragen worden. Frauen und Kinderarbeit sowie Aufhebung der privaten Stellen Für die Hamburger afenarbeiter gingen bei vermittelungs- Bureaus verlangt wird. Der 18. März und 1. Mai Ju Bernburg in Anhalt referirte, wie uns von dort ge sollen auch ferner als Feiertage des Proletariats begangen werden. der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: Gärtnergehilfen durch Abromeit 11,75. Landtagsfeger von W. Möser 6, In einer anderen Resolution wird die Ausdehnung der Gewerbe- auf Listen vom Buchbinder- Verband 5861, 59, 58, 8031, 30, 29, 28, 26, 24, 5862, schrieben wird, in einer öffentlichen Gewerkschafts- Versammlung gerichte auf alle Arbeiter gefordert. Dem nächsten Nationalfongreß 8027 3ufammen 59,85. Bon ben Stoctarbeitern der Gembiztt'fchen Wertfiatt 10,- Frau Steinbach aus Hamburg über den Hafenarbeiter- Streit, am Arbeiter von Gebr. Schluß die Anwesenden zum Eintritt in die Gewerkschaften aufwurde ein Antrag auf Gründung eines besonderen Organs für die Arbeiter von Löwe, 6. Rate 9,80. Französische Straße 5,60. Bergas 5,-, Tischlerei Lorenz, Wrangelstr. 83, 8. Rate 3,-. Textilarbetter sozialistischen Gemeinderäthe überwiesen. Alle politischen und ge stöpniderstraße, 7,30. Liste 5000 Wanzet 2,80. Tischleret Becker, Dranienstraße, fordernd, da nur durch straffe Organisationen die Unternehmer ver werkschaftlichen Gruppen von Paris und der Umgebung sollen in 12. Rate 11,65. Pianofabrit Noeste u. Co., 8. Mate 10,-. Lifte 4444 Gastwirths aulaßt würden, die Arbeiter als gleichberechtigten Faktor anzus einen Verband zusammengefaßt werden. Bor Eintritt in die Tages- gehilfen 4,80. Organisirte Gastwirthsgehilfen bei Keller, Koppenstraße 7,50. Ber- ertennen. Die Versammlung hatte den Erfolg, daß eine erhebliche der Buchdruckerei von Liebheit u. Thießen, 12. Rate 5,40. Bifte 6097 Sart ordnung nahm der Rongreß unter großer Begeisterung eine Sym- leib 4,85. Buchdruckeret 2. u. G., 20menthal, 8. Rate 26,88. Mechanische Wert- Bahl Arbeiter durch Einzeichnung in die aufgelegten Listen ihren pathie- Erklärung für die Rubauer, Armenier und statt Rudolph Strüger, 12. Rate 18,25. Maschinenfabrit G. Stein durch 5. Billing Beitritt zur Organisation erklärte. auf Biften 7140, 39, 21,65. Möbelfabrik von Seiffert u. Wolff, 9. Rate 24,60. Tischleret Gebr. Eisholz 2. Saal, 6. Rate 10,45. Siste 3097 von Wilhelm 3,45. Die Bauhandwerker der Städte Reichenbach, Mylau Möbelpolirer Plathen, 12. Aus Johannesburg in Transvaal wird uns geschrieben: Der Sämmtliche Gelder und von Rate und Netsch tau im fächsischen Vogtlande beabsichtigen in diesem Liste 8532 2,75. hiesige fozialdemokratische Verein macht recht erfreuliche Fortschritte, Silberwaaren Fabrit Ritter Straße Frühjahr eine Lohnbewegung zu unternehmen und ersuchen deshalb Liften 5229, 6269 Wilhelm Börner 1,50. Albrecht 2,- Gin Zeilenschinder 1,50. er zählt gegenwärtig über 100 Mitglieder. Auch von den Genossen sifte 8272 Hahn 8,70. Ueberschuß der Geburtstagsfeter Chauffeeftr. 29 1,85. Die auswärtigen Fachgenossen, fie durch möglichste Vermeidung des in Pretoria geht uns die Mittheilung zu, daß sie eifrig bemüht Buchdruckerei Mar Bading, Abtheilung„ Vorwärts". Hilfsarbeiter 8. Rate 10, Buzugs zu unterstüßen. Buchdruckeret Stralauerstr. 56 12. Rate 3,85. Arbeiter der Eisenkonstruktionsfind, gleichfalls einen Verein ins Leben zu rufen. Für die Hamburger brit Breitschneider u. Krüger 8. Rate 10,45. Wertstatt von 5. u. Ph. Behr, Die Kaffeehaus, Schank- und Gastwirthsgehilfen in Hafenarbeiter wurde wacker agitirt; es sind bis jetzt von hier Grenadierstr. 48, 2,20. Broncewaarenfabrit Dette u. Ko. 11. State 10,65. ien, deren Organisation erst vor furzer Zeit gegründet wurde, 43 Pfd. Sterl.( rund 860 M.) abgefchickt worden, wobei die Genossen giften 6942, 41, 48 Rirdorfer Gewerkschaftstartell 23,65. Liſten 1820, 18, fordern, wie ihre Berufsgenossen im Deutschen Reiche, einen in Pretoria gleichfalls mitwirkten, und gedenken wir, die Aus-( Darunter Tobler, Müllerstraße, 10,35, Rente 10,0. Schirmfabrit Waldemar 36 stündigen ununterbrochenen Ruhetag pro Woche, sowie einen aus 6,45. Tischlerei Dien, 122, ständigen auch ferner noch zu unterstüßen. Am 16. Januar wurde ftraße 14 25,25. Gießerei Staligerftr. 104 11, Listen von Homann 6103, 4, 99, fömmlichen festen Lohn an stelle des Trinkgeldes und der prozen im Verein beschlossen, den Berliner Märzgefallenen eine Kranzfpende 5661, 6100: 17,40. Metallschmuck Fabrit A. Fries, Elisabeth- Ufer 50, Bilderrahmenfabrit von Bickendraht u. Weber 5. Rate 6,70. Drechslerei Kurfürsten- tualen Gewinnbetheiligung. Außerdem haben sie folgende Forde zu widmen. In einer uns überfandten füdafrikanischen Zeitung befindet sich fraße 37( außer eigen) 5,80. Steinbildhauer von Schleicher, Seekrabben im rungen in ihr Programm, zu dessen Durchführung sie eine rege Aquarium 14. Rate 3,-. Glettrotechnische Fabrit Rosenthalerstr. 26, 14. Rate 4, Agitation entfallen wollen, aufgenommen: Reduzierung der Arbeitseine Rede, die der Konsul Herr Herff an Raisers Geburtstag zum ifte 6318 Braueret- Arbeiter der Germania- Brauerei( mit einigen Ausnahmen) zeit durch Einführung des Schichtenwechsels oder einer 2stündigen Bor beften gab. Er leistete fich einen Tischleret von Schaub u. Franz, Feilnerftr. zanger und Nachmittagspause; Berbot der Nachtarbeit für Angeftenie unter ganz unmotivirten 17,25. Fähndrich, Schönhauser Allee 141 5,-. Wertabtheilung Buchdruckerei Angriff gegen die erwähnte fozialdemokratische Vereinigung.. Bading 10, Einige Mitglieder vom Turnverein Fichte, 3. Männerabth. 18 Jahren, gleichviel welchen Geschlechts; Aufhebung der Naturals Im Bericht darüber heißt es: Ganz neu war wohl den( darunter 6 Wideltinder 8,-), 7. Rate 7,10. Biften 1187, 3087, 3789, 5506, 6319, meisten Anwesenden die Mittheilung des Herrn Konsul, betreffend 21, 22, 29, 7007 von Klofe( Darunter Tischleret Bars, Prenzlauerstr. 42 3,- verpflegung; Erlaß gesetzlicher Bestimmungen gegen die StellenSumma 56,70. Ganges- Echo, Mastenball, Berloofung einer Bigarrenfpige 13,50. vermittelungen; strenge Einhaltung und Durchführung der Arbeiters der Existenz eines sozialdemokratischen Vereins in Johannes- Auf Biften 8740, 6183, 6181, 6185, 6184 v. b. Borzellanarbeitern d. Weife 18,65. fchußgeseze; Ausdehnung der Unfallversicherung auf alle gastwirths burg, der heimischen Vereinen gleicher Zenbenz finanzielle Sausvoigteiplas- Dr. D. B., Straßburg gießerei B. Gronau, here, fchaftlichen Betriebe; Aufhebung der Haftbarkeit der Angestellten Unterstüßung zukommen läßt. Der Ansicht des geschäßten Redners, Zoukühn, Friedenftr. 62 4, Berfonal der Schriftgießerei W. Gronau, 12. State, daß burch genannten Verein Zwietracht im Lande entstehen werde, 6,75. Geen started in Fürth i. 8. 5. Zid 100,- Borzellanarbeiter Berlins für das Geschäftsinventar; Aufhebung des Bahlkellnersystems und Lese- und Distutirtlub Fr. Engels, Norden d. Kanzlehrer Hoffmann 5,60. Einführung der Revierrechnungen. ftimmt wohl jedermann bei." xh. 2. 12,-. Fr. 1,50. Gef. im Bergnügungsfomitee bei Buste b. Albert NeuDer Herr Konsul hätte sich die sehr verständige Stellung der mann 5,-. Robinson und Genoffen, 9. Rate 12,10. Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Deutschen evangelischen Gemeinde zu nuge machen follen, bie in ihrem Bericht vom Jahre 1896, nachdem sie die deutschfeindliche( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Beit Stimmung erwähnt hat, welche durch die Borgänge in Transvaal von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. Kreter an. 20, Nr. 73 4,10. Aus Frankreich. In Roubair haben die Arbeiter der me ch anischen Weberei von Dubar die Arbeit eingestellt, weil sie mit dem Reglement unzufrieden sind. In Amiens ver. urtheilte lesthin das Gericht einen der großen dortigen Spinner au Die belgischen Bäckerei Arbeiter werden am 7. März in Brüssel einen National Kongres abhalten. Beabsichtigt ist, einen Verband zu gründen. Auf der Tagesordnung steht außer dem noch Diskussion über den Minimallohn und Maximal- Arbeitstag sowie über die Abschaffung der Nachtarbeit. wegen ab. anstalten aus. und Arbeiter Soziales. Ueber die Zahl und Gehaltsverhältnisse der Beamten auf den vollspurigen Eisenbahnen Deutschen Reiche wird in der ministeriellen Berliner Rorrespondenz" u. a. folgendes mitgetheilt: " als = beiterrechte". bereits in an empfindlicher Geldstrafe, weil er das Gesetz über die Arbeit der Frauen und| Marktpolizei, Feuerwehr, Verkehrswesen u. s. w. nicht der Polizei- lassen. Weiter wurde mitgetheilt, daß der X- Strahlen- Vortrag nur minderjährigen Mädchen nicht respektirt hatte. Er erniedrigte hehörde, sondern dem zahlenden Faktor, der Stadtverwaltung endlich am 15. März abends präzise 8 Uhr in den„ Arminhallen" daraufhin die Löhne. Das hatte zur Folge, daß die 200 Arbeiterinnen sichern will. Auch die Punkte: Schulgelderhöhung für höhere stattfindet und die auf denselben Abend fallende Verbandsder Fabrik die Arbeit einstellten. Auch in einer der Gruben bei Schulen, Reform der Armen- und Krankenpflege, Bauplatzsteuer und Versammlung hinausgefchoben sei. Albi ist ein Streit ausgebrochen; von 265 Berglenten fuhren bei Erweiterung der Neuen Königsstraße erfuhren gebührende Beachtung, Die fabrik- gewerblichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Abgang des Berichts nur 60 ein. worauf Redner die für die bevorstehende Bentenarfeier erfolgte Bewilligung der Gelder aus dem Säckel der Berliner Bürgerschaft und hatten für Montag Abend eine öffentliche Versammlung auf dem die schon jetzt erfolgte Absperrung der Schloßfreiheit einer herben Gesundbrunnen einberufen, die von ca. 600 Personen besucht war. Stritit unterzog. Gleichfalls polemifirte er über die Neugestaltung Genosse Jahn referirte über das Thema" Großindustrie und ArEine Diskussion fand nicht statt. Schuhmann der Schloßfreiheit und die hierzu bevorstehende Geldforderung, forderte hierauf zum Anschluß an den„ Verband der Fabrik, der auch Neueintheilung Kommunal Wahlbezirke, die Land Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschverschiedenen Forderungen für die Volksschulen und Volts: Ein Gasarbeiterstreik, an dem bis jetzt 400 Manu, nament bibliotheken, am Schlusse darauf hinweisend, daß die Arbeiterschaft land3" auf; das Eintrittsgeld beträgt 20 Pf. für männliche und lich die Sjenarbeiter, betheiligt sind, ist in einer Gasanstalt in Berlins genug Interesse habe, auf die Vorgänge in der Stadt- weibliche Mitglieder, der Beitrag pro Woche 10 Pf. für männliche An der Diskussion be- und 5 Pf. für weibliche Mitglieder. Das Organ des Verbandes ist 25 Gent. pro Tag( der Tagelohn beträgt jetzt 4,50 Fr.) einwilligen. Borsigende auf die in voriger Woche aufgelöste Versammlung zu in der Chokoladenfabrit von Hildebrand u. Sohn, die achtstündiger Schichten und wollen dafür in eine Lohureduktion von theiligten sich drei Redner im Sinne des Referenten, worauf der der in Hannover erscheinende„ Proletarier". Zu Punkt 3 der Tagesordnung gab Schuhmann eine Schilderung der Zustände Die Direktion lehnt die Forderungen des Kostenpunktes( 80 000 Fr.) sprechen fam, bemerfend, daß an zuständiger Stelle Beschwerde Am ersten Tage wurden der Direktion Grenadiere zur früheren Jahren Gegenstand von Verhandlungen Verfügung gestellt, am zweiten Tage behalf sie sich nothdürftig mit geführt sei. Nach der Aufforderung zum Anschluß an die politische in Versammlungen waren. Bei Beginn der Beschäftigung anderen Arbeitern. Der Streit dehnt sich auf die anderen Gas- Organisation und für die Verbreitung des„ Borwärts" zu wirken, erhalten männliche Arbeiter bei zehnstündiger Arbeitszeit 15 M. pro trat Schluß der Versammlung ein. Woche, in jedem Jahre 50 Pf. Zulage; die Arbeiterinnen 7-8 M. Die Generalversammlung des Klempner- Fachvereins be- Für den früher gratis gelieferten Kaffee werden jetzt 50 Pf. pro schloß mit 3 Stimmen Majorität die Auflösung des Vereins zu Woche vergütet, das Mitbringen von Kaffee in die Fabrik aber vergunsten des deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Mitglieder, die bis boten, was für die in Kühlräumen Beschäftigten bei der dortigen zum 1. März ihre Vereinsbeiträge entrichtet, treten sofort mit allen Kälte sehr fatal iſt. Vier kann dagegen in der Fabrik Vereinsutenfilien und entnommen werden. im Rechten in den deutschen Verband ein. Ein tranker Arbeiter sei entlassen und Bibliothek werden dem Verband überwiesen. In die Liquidations- damit aller seiner Rechte die Fabrit Krankenkasse ver. fommission werden die Kollegen Winter, Müller, Pfeiffer, luftig gegangen. Ueberhaupt sei das Bestreben vorhanden, Bei den vollspurigen Eisenbahnen waren im Betriebsjahre schörte, Trost und Boßelmann gewählt. die alten Arbeiter und Arbeiterinnen zu entlassen. Die Fabrik1895/96 im Jahresdurchschnitt 431 816 Beamte und Arbeiter, ein- Der Zweigverein des deutschen Brauerverbandes hielt ordnung ist äußerst streng; wer zu spät kommt, wird auf Wer eine Ver. schließlich der Handwerker, Lehrlinge und Frauen beschäftigt; mit- am 21. Februar feine regelmäßige Mitglieder Versammlung ab. längere Zeit von der Arbeit ausgeschlossen. hin kommt auf je 120 Einwohner ein Eisenbahnbediensteter. Nach einem Vortrag des Genossen Sassenbach machte der Vor- untreuung begeht oder dieselbe nicht zur Anzeige bringt, wird entGegen das Jahr 1885/86 hat eine Vermehrung der Beamten sigende bekannt, daß am 23. Mai, nachmittags 2 Uhr, die ,, Urania" lassen. Wie eine frühere Arbeiterin serner mittheilt, müffen die und Arbeiter um 98 377 Personen oder um 29,5 vom Hundert statt in der Taubenstraße für den Verein gemiethet sei. Billets werden Arbeiterinnen des Abends oft bis eine halbe Stunde auf dem gefunden, während zu gleicher Zeit die Eigenthumslänge der Eisen- den Bertrauensleuten zum Verkauf à 60 Pf. überwiesen. Der Verschmutzigen Hofe auf ihren Lohn warten. Obwohl diese Angaben bahnen nur um 21,4 v. H. zugenommen hat. Das größere Anwachsen sand des Fachorgans soll in befferer Weise geregelt werden und soll durch Zustimmung aus der überfüllten Versammlung bestätigt der Zahl der Beamten und Arbeiter erklärt sich einerseits aus der die hiesige Vereinsleitung sich mit der Hauptverwaltung in Ver- wurden, bestritt einer der Arbeiter namens Freitag diese Mitinzwischen eingetretenen Verkehrssteigerung, andererseits aus den er bindung setzen. Unter Berschiedenes" machte der Vorsigende theilungen, während von den zahlreich anwesenden Angestellten und heblichen Erleichterungen, die im Dienste namentlich des niederen bekannt, daß die Zahlstelle Nr. 5 von der Chorinerstraße nach der Beamten der Fabrit, die in früheren Versammlungen so gesprächig Personals eingeführt wurden. Angermünderstr. 12 beim Kollegen Natuschke verlegt ist. Moroschet waren, sich niemand hören ließ, troß mehrfacher Aufforderung. Die Die Gesammtzahl der Beamten und Arbeiter ist bei allen Ver- theilte mit, daß von dem Rest der eingelaufenen Billets vom Versammlung nahm schließlich einstimmig eine Resolution an, worin waltungszweigen, mit Ausnahme der allgemeinen Verwaltung, Stiftungsfeft sich noch ein weiterer Veberschuß von 35,50 M. ergebe. sie ihr Einverständniß mit den Ausführungen des Referenten ausbei der infolge der Neu- Organisation der preußischen Staats- 25,50 m. wurden hiervon den Hamburger Hafenarbeitern und 10 M. Sprach und die Nothwendigkeit der Organisation anerkannte. Ein Mastenball eisenbahnen eine Verminderung der Arbeitskräfte eingetreten ist, dem Gesangverein„ Gerstenähre" überwiesen. Charlottenburg. Ueber das Thema„ Der Militär- und naturgemäß gestiegen, am stärksten, um 37,7 v. H. bei der Transport- findet am 3. April in Cohn's Festfälen, Beuthstraße, statt. Marineetat vor dem deutschen Reichstage" referirte am Donnerstag verwaltung. Der Verband der Kormacher hielt am 22. Februar Abend Reichstagsabgeordneter Fris 3ubeil an stelle seines erOranienfir. 51 seine Monats- Versammlung ab, in welcher der Vor- frankten Fraktionskollegen Hoffmann- Chemnitz vor einer gutbesuchten sigende die günstige Lage der Lurusbranche besprach, welche durch Bolksversammlung, die im Lokal Bismarckshöhe tagte. Für seine von die jetzige Kugelforbarbeit hervorgerufen ist. Jeßt sei die beste den Versammelten mit regem Intereffe verfolgten Ausführungen erntete Gelegenheit geboten, um den sehr traurigen Verhältnissen in der Nedner am Schluß derselben den lebhaftesten Beifall. Von einer Luxusbranche ein Ende zu machen. Vor allen Dingen sei es Pflicht Diskussion über den Vortrag wurde Abstand genommen, worauf der Kollegen, in den Versammlungen zu erscheinen und sich zu Stadtverordneter Genosse Beyer der Versammlung unterbreitete, organisiren, damit von allen Werkstätten die Arbeitslöhne sowie daß die Charlottenburger freisinnigen Stadtväter für Arbeitszeit ermittelt werden kann. Ein Minimallohn müsse fest: die am 22. März und folgende Tage stattfindende Zentenargefelt werden, denn bei den jetzigen Verhältnissen sei es nicht feier welche auch in Charlottenburg mit großem. möglich fich redlich zu ernähren. Ferner wurde die Kugel Pomp 85 000. bezugenommen. = Die Besoldungen und sonstigen persönlichen Ausgaben für Beamte und Arbeiter betrugen im Jahre 1895/96 im ganzen 535,80 Millionen Mark gegen 360,31 Millionen Mark im Jahre 1885/86; sie haben mithin um 175,49 Millionen Mark= 48,7 v.. Die Gesammtsumme der persönlichen Ausgaben ist hiernach beträchtlich mehr gewachsen, als die Gesammtzahl der Beamten und Arbeiter, so daß die durchschnittliche Aufwendung für jede beschäftigte Person von 1081 M. auf 1241 M. 14,8 v.. gestiegen ist. Diese Durchschnittszahlen beweisen zwar sehr wenig, dennoch forbbranche besprochen und verschiedene Mängel in der Werkstatt in Szene geſetzt werden sollwilligt haben. Redner macht des weiteren eine Aufzählung, fann man zugeben, daß nicht nur die Lage der höheren Beamten, von Ancion u. Comp. aufgedeckt, welche dringender Abhilfe zu welchen sehr dringlichen Bedürfnissen, z. B. Aufbesserung der sondern auch die der unteren Beamten und der Arbeiter der bedürfen. So z. B. ist dort Theilarbeit eingeführt, die Rümpfe Gehälter der städtischen Arbeiter, Regulirung verschiedener Straßen deutschen Eisenbahnen gegen früher etwas verbessert worden ist; daß aber noch sehr viel zu thun bleibt, bevor die unteren Beamten lassen Ancion u. Komp. in der Werkstatt machen und be- 11. f. w. diese 85 000 m. sehr nöthig hätten gebraucht werden zahlen 2,50 M. per Stückt, die Fächer werden von sogenannten Klein- tönnen. Aus diesem Vorgehen müssen sich die Arbeiter die Lehre und Arbeiter mit ihrer Lage zufrieden sein können, das zeigt sich meistern gemacht und wird 1 M. dafür bezahlt, für Fertigmachen ziehen, bei den im Herbst stattfindenden Stadtverordneten- Wahlen zur genüge an den Organisationsbestrebungen der Eisenbahn- der Fächer( Einbinden u. f. w.) werden 50 Pf. bezahlt, das argiebt thatkräftig auf dem Posten zu sein. Nachdem noch einige bediensteten, die gegenwärtig bemerkbar werden. einen Lohn von 4. per Korb, während in der öffentlichen Ber- Redner sich zu dem Verhalten der Stadtverordneten Mehrheit Konzentration des Kapitals. Die Württembergische fammlung ein Lohn von 5 M. für diese Körbe festgesezt wurde. mißbilligend geäußert, nahm zum Schluß Genosse Kube Metallwaarenfabrit in Geislingen, die auch eine Selbst die Arbeitszeit ist daselbst eine längere. Während in den Gelegenheit, die Bedeutung der Arbeiterpresse, namentlich des Filiale in Berlin besigt, hat die Metallwaarenfabrit von übrigen Werkstätten 11/2 Stunde Mittagspause besteht, wird dort Vorwärts" den Anwesenden vor Augen zu führen. Für die Schauffler u. Safft in Göppingen um den Preis von nur eine Stunde gestattet. streifenden Weißenfelser Schuhmacher find Sammellisten beim Db. 1 400 000. erworben. Die feitherigen Besizer des letzteren Ge- Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am mann der Gewerkschaftskommission, Otto Flemming, Schlüterschäfts leiten nun dasselbe als Direktoren. 22. v. M. eine gut befuchte Vereinsversammlung ab, in welcher Ge- straße 71, in Empfang zu nehmen. Diejenigen, welche noch SammelKrankenkaffenwesen. Vom Reichskanzleramt ist der All- noffe Dr. Joel einen hochinteressanten Vortrag über moderne listen vom Hamburger Hafenarbeiterstreit in Händen haben, werden gemeinen Krantentaffe"( E. H.) zu Altona von neuem die Be Naturanschauung hielt, und welcher mit großem Beifall aufhiermit ersucht, umgehend abzurechnen. scheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehältlich der Höhe des genommen wurde. Diskussion fand hierüber nicht statt. Der BorReinickendorf. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein hielt am Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- fiende verlas hierauf einen Brief der Schweriner Kollegen, in 21. v. M. Genoffe Knauf einen mit regem Interesse aufge Gesetzes genügt. welchem die betreffenden sich wundern, daß der Verein die weiteren 200 m. nicht hingesandt habe, da er doch als Lokalorganisation nommenen Vortrag über die Bewegung der Himmelskörper. Am verpflichtet wäre sie zu unterstüßen. Hierüber entspann sich eine Schluß der Versammlung theilte der Vorsitzende mit, daß künftig lebhafte Debatte, ein Schweriner Kollege suche das Schreiben zu die Versammlungen pünktlich 4 Uhr eröffnet wird. rechtfertigen, aber seine Ausführungen wurden energisch zurückgewiesen. Dann machte der Vorsitzende bekannt, daß am 14. März vom unser erstes Sonntagsvergnügen in den Arminhallen, Kommandanten straße, mit wissenschaftlichem Vortrag und dann geselliges Beisammenfein mit Tanz stattfindet. Aufgenommen wurden sieben Kollegen. " Depeschen und lehte Nachrichten. Die Schauerlente Lübecks sind bisher von der Betheiligung an der Gewerbegerichts- Wahl ausgeschlossen gewesen, weil das statistische Umt der Stadt Lübeck annahm, daß für sie die Voraus fegungen des§ 2 des Reichsgesetzes betreffend die Gewerbegerichte nicht zuträfen. Danach sind nur gewerbliche Arbeiter, die unter Titel 7 der Gewerbe- Ordnung stehen, zur Wahl berechtigt und der Rechtsprechung des Gewerbegerichts unterworfen. Die Stauer und Schauerleute Lübecks hatten nun seinerzeit vom Senat in eingehender Lemberg, 2. März.( B. H.) Anläßlich der in Stry statt. gefundenen Wahlmänner- Wahlen sind daselbst Ruhestörungen vor Begründung die Aufhebung dieser Beschränkung verlangt und darauf hingewiesen, daß in Hamburg diese Arbeiterkategorie Die Einseger, welche sich dem Holzarbeiter Verband gekommen. Eine große Anzahl von Personen verlangte die Frei Gewerbegericht nicht ausgeschlossen und nach§§ 36, 53 und angefchloffen haben, nahmen am Sonntag den endgiltigen Bericht laffung ihres verhafteten Genossen. Das Amtsgebäude wurde mit Steinen bombardirt. 16 Personen wurden verhaftet. Auch in 78 der Reichs- Gewerbe Ordnung die Stauer- und Schauerei als ihrer bisherigen Fünferkommission entgegen. Ueber den Rassen Romarom haben Tumulte stattgefunden, bei denen mehrere Personen Gesammteinnahme 435,75 M. gewerbliche Betriebe bezeichnet werden. Der Senat empfahl den bestand berichtete Lehmann: Bestand 283,95 M. 12 Marfen verlegt und ca. 200 verhaftet wurden. Petenten, die Entscheidung der Gerichte in der Angelegenheit aus Gesammtausgabe 151,80 M. London, 2. März.( W. Z. B.) Oberhaus. Auf die AnDie Versammlung beschloß, aus. zurufen. Hierauf wandten sich die Petenten an den Reichstag. Die à 50 Pf. stehen noch Rommission trat ihrem Wunsche bei, beschloß aber nach Anhören daß Giersberg, Ferdinand und Heinrich Schmidt frage Lord Kimberley's erwiderte der Premierminister Lord Salisbury, die von ihm am Donnerstag angedeutete Politit des Regierungsvertreters, über die Petition zur Tagesordnung über diese Abrechnung zu prüfen haben und verfügte über den Raffenangenommen worden. In zugeben, da eine Entscheidung der zuständigen Gerichte bisher nicht bestand dahin, daß 20 M. davon der Gewerkschaftskommiffion als fei im allgemeinen von den Mächten gefällt war. Es ist aber zu hoffen, daß die Auffassung der Kom den für die Einsetzer noch zu zahlenden Beitrag zur Erhaltung des betreff der Zurückziehung der türkischen Truppen habe indessen mission über die innere Berechtigung des Verlangens der Petenten Bureaus abzuführen seien, der Restbetrag dagegen der Kontroll- nicht volle Einmüthigkeit geherrscht. Kreta sei dadurch, daß tommission der Einfeger im Holzarbeiter- Verband zu überweisen sei.es nicht mit Griechenland vereinigt wurde, keine Gewalt. vor dem Gewerbegericht Berücksichtigung finden wird. denn vor der jetzigen Krise sei von der feiten Die Genossenschaft Maison du Peuple( Volkshaus) in Die Neuregelung der Vertretung in der Gewerkschaftskommission angethan worden, tretischen Bevölkerung der Wunsch einer Ver einigung mit Brüssel veröffentlicht soeben ihren Geschäftsbericht über die Zeit soll in der nächsten Bersammlung vorgenommen werden. nicht Griechenland worden, da, geäußert vom 1. März bis 31. Dezember 1896. Danach beträgt der Rein- Im Verband aller im Handel und Transportgewerbe wie bekannt, der mohamedanischen Bevölkerung aufs höchste gewinn 290 688,07 Frants, davon brachte allein die Bäckerei beschäftigten Hilfsarbeiter hielt Reichstags- Abgeordneter Wolfen zuwider sein würde. Er gebe zu, daß aus mancherlei Gründen 250 000 Frants ein bei einem Umfaß von 1491000 Frants. Ge- buhr am Montag einen Vortrag über die Novelle zum Unfall- eine Verbindung mit Griechenland der kretischen Bevölkerung backen wurden über 6, Millionen Brote. Die Mitgliederzahl der Versicherungsgesetz. Nachdem der Redner die wesentlichsten Bestim- erwünscht sein tönnte, aber um der Kreter selbst willen sollte diese Genossenschaft ist auf über 15 000 angewachsen. Von dem Rein- mungen dieses Gesetzes, sowie die in der Novelle niedergelegten Ab- Frage einer rubigeren und bedächtigeren Erwägung überlassen werden, gewinn wird ein großer Theil zur Unterstüßung franker und be- änderungsvorschläge besprochen hatte, kam er zu dem Schluß, daß die Jch sympathisire mit den Kretern, fuhr Lord Salisbury fort, Sürftiger Mitglieder verwandt. Dieselben erhalten außer freiem hauptsächlichsten Mängel des Gesetzes auch durch Annahme der Novelle und wünsche ernstlich, ihrer Unterdrückung ein Ende zu machen, Arzt und Medizin auch Brot, Fleisch, Kohlen u. f. w. nicht gehoben würden. Die Tendenz des Unfall- Versicherungsgesetzes gehe unsere Pflicht aber ist es, den gegenwärtigen Stand der Dinge auf Die Genossenschaft beschäftigt jetzt 250 Angestellte, deren weniger dahin, den Arbeiter vor Unfallschaden zu bewahren, als vielmehr recht zu erhalten, bis wir einen sicheren und friedlichen Ausweg sehen. niedrigster Lohn täglich 5 Franks beträgt. den Unternehmer gegen die pekuniären Leistungen zu versichern, die Ich kann in weitere Einzelheiten nicht eingehen, ich kann aber dem Mit rapiden Schritten, so schreibt der in Cincinnati in den ihm das Haftpflichtgefeß auferlegte. In der Diskussion wurde unter Hause die Versicherung geben, daß wir entschlossen sind, eine thatVereinigten Staaten erscheinende Boltsanwalt", räumt anderem auch darauf hingewiesen, wie nothwendig eine Versicherung fächliche Autonomie zu gewähren und besonders die Insel der Willkür das Großkapital in unserer glorreichen Republik mit Existenzen auf, gegen Unfälle auch für die Handels- Hilfsarbeiter sei. Wie der der Türkei zu entziehen. welche noch vor wenig Jahren als höchst sicher galten. So haben Referent bemerkte, werden diese Arbeiter, soweit sie in faufmännischen vor kurzem die Rothschild's wieder eine Mine, die Tomboy- Mine in Großbetrieben angestellt sind, durch die Novelle in die Unfall- VerColorado, für 1 500 000 Dollars täuflich erworben. Innerhalb der sicherung einbezogen. Die Versammlung endete mit der Besprechung legten zwei Jahre haben dieselben allein für 600 Millionen Mart von Verbandsangelegenheiten. ameritanische Minen und Grundstücke angekauft! Die Vergolder erklärten in einer öffentlichen Versammlung Ferner hat ein englisches Synditat dieser Tage sämmtliche Brauereien Cincinnati's an sich gebracht. Versammlungen. London, 2. März.( W. Z. B.) Das Programm für Schiffsbauten umfaßt den Bau von 4 Schlachtschiffen, 3 drittklassigen 2 Korvetten, Kreuzern, 4 Kanonenbooten, 2 Torpedoboots Zerstörern und einer neuen töniglichen Vacht. Im ganzen sind 108 Fahrzeuge im Bau, von denen 66 im Laufe dieses Jahres fertig= am 1. März die Arbeitsniederlegung der 5 Kollegen( Versilberer) gestellt werden. Die Zahl der Schiffsmannschaften wird im Laufe bei der Firma Neumann u. Hennig( wo im ganzen zirka dieses Jahres um 6300, einschließlich 121 Difiziere, vermehrt. 80 Rollegen beschäftigt find) als taktisch verfehlt; vielmehr wurde Konftantinopel, 2. März.( Wiener Telegr.- C.- B.) Die Botihnen zur Pflicht gemacht, fich der Organisation anzuschließen und schafter überreichten heute Nachmittag der Pforte die Note betreffend bei ähnlichen Fällen in Butunft sich an diese zu wenden. Kreta. In derselben wird das Vorgehen der Mächte gegen die haben sämmtliche 5 Versilberer anderweitig Annexion durch Griechenland, sowie in betreff der Entfernung der Eine öffentliche Versammlung für den zweiten Wahlkreis Gegenwärtig Bum weiteren Punkt der Tagesordnung gab Wein griechischen Truppen und der Kreta zu verleihenden Autonomie tagte am Montag Abend in 3 ühlte's Gaal, Dennewigstraße, in Arbeit. den Thätigkeitsbericht der Agitationskommission vom angezeigt und begründet. der Genosse 3ubeil einen beifällig aufgenommenen Vortrag über berg Rauea, 2. März.( Meldung der„ Agence Havas".) Heute Nach=" Vorgänge in der städtischen Vertretung" hielt. abgelaufenen Geschäftsjahr, Steidel den Rechenschaftsbericht. Referent ließ in diesem die hauptsächlichsten Forderungen und An- Siernach betrugen die Gesammteinnahmen( einschließlich eines Be- mittag revoltirten die türkischen Gendarmen, denen die Löhnung träge Revue paffiren, die im verflossenen und zu Anfang standes von 228,95 M.) 2249,70 M., die Ausgaben 1396,65 M., somit nicht gezahlt war, in der Kaserne, die in der Nähe des Konat dieses Jahres das Rothe Haus" beschäftigen. In allernächster bleibt ein Bestand von 853,05 M. zu verzeichnen. Dem Raffirer liegt; europäische Seemannschaften gaben Feuer. Schließlich hißten schon werde der Antrag Erledigung finden, der die wurde einstimmig 20 m. Mantogeld zugesprochen und ein- die Gendarmen die weiße Flagge und ergaben sich; auch die Bersicherung aller städtischen Arbeiter fordert. Die Nothwendigkeit stimmig der Agitationstommission Decharge ertheilt. Das Er Gendarmen, welche im Palais auf Bosten waren, meuterten und der Errichtung von Schulbade- Anstalten und die Regelung der gebnis der Neuwahl derselben war, daß Steibel wieder mit schoffen auf die Offiziere, welche das Palais verlassen wollten. Der Arbeitsverhältnisse der Gasanstalts- Arbeiter erläutert Redner ein- dem Kassireramt, angner und Magnus mit der übrigen Oberst der Gendarmerie, Suleiman, wurde getödtet. Die Gendarmen gehend. Nachdem er das abgelehnte Ansuchen des Ausschusses der Agitationsthätigkeit betraut wurden. Jäbete, Kassube und verbarrikadirten sich. Italienische, englische und öfterreichische Gewerbe- Ausstellung gestreift, verweilte er des längeren bei dem ange wurden zu Revisoren bestimmt. Zum Schluß wurde den Offiziere verhandeln mit ihnen, um ihre Entwaffnung zu erlangen. New- York, 2. März.( W. T. B.) Der Präsident legte gegen noch im Schooße der betreffenden Kommission ruhenden Antrage Kollegen aufgegeben, die Adressen der neu zu ernennenden WerkstattStadthagen, welcher die Bestimmungen über Bau- und Vertrauensleute an anguer, Roblantjir. 12 v. I, gelangen zu die Einwanderungsbill sein Beto ein. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Zeit " Nr. 52. 14. Jahrgang. werden können. " überrannt wurde." " Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 3. März 1897. = B . alls fich 1896 weiter verschoben. Von je 1000 Unterstüßten erhielten 1896 daß nur eine beschränkte Anzahl dieser Bureau- Hilfsarbeiter den Bum Untergang der„ Elbe" nur noch 69 eine Maschine oder ein Darlehen, dagegen 1895: 76, noch vor kurzem erst durch den Magistrat auf 200 M. als gat, wie wir schon in der vorigen Woche furz berichteten, 1894: 78, 1893: 81, 1892: 100, und so weiter bis 1870, dem ersten höchsten zulässigen Arbeitsverdienst beschränkten Betrag er Geheimrath v. Donner in der ersten Sigung des Vereinstages Jahre der Thätigkeit des Vereins, in welchem von je 1000 Unter- reichen können, während ein großer Theil derselben bei der jezigen des deutschen Nautischen Vereins mitgetheilt, daß es nunmehr ſtüßten 567(!) eine Maschine oder ein Darlehen erhielten. Woher es Besoldungsweise in den Dienststunden nicht 90 M. Monatsverdienst, durch das einwandfreie Zeugniß eines früheren Matrosen des kommen mag, daß die Geschenke immer mehr zur Regel, die Ge- sehr viele nicht einmal unter Buhilfenahme ihrer dienstfreien Zeit englischen Kohlenschiffes Crathie" ohne allen Zweifel festgestellt sei, währung von Maschinen oder Darlehen zur Ausnahme geworden erreichen können. daß der Steuermann und Ausgucksmann der„ Crathie" den Unter- ift? Nun, ein Geschenk wird dann gegeben, wenn nicht mehr Diese Thatsache findet ihre Erklärung durch das harmonische gang der Elbe" dadurch verschuldet haben, daß sie zur fraglichen Schuß gegen Verarmung, nicht mehr dauernde Aushilfe möglich Busammenwirken verschiedener widriger Umstände, wie sie in dem Zeit den Wachtposten verlassen und sich nach der Kambüfe zum scheint, sondern es sich höchstens noch darum handeln kann, die in verschiedenen Verwaltungsbureaus periodisch, sporadisch oder Raffeetrinken begeben hatten. Nach den übereinstimmenden Be- Noth bereits Verarmter durch augenblickliche Hilfe vorübergehend zu chronisch in Erscheinung tretenden Arbeitsmangel, der absichtlichen richten der bürgerlichen Presse hat der Geheimrath v. Donner lindern. Wenn aber der Verein gegen Verarmung" immer weiter Verminderung des Schreibwerks, der wiederholt in verschiedenen feine Bewegung hervorrufende" Mittheilung damit von seinem Programm abweicht, wenn er die noch jetzt im Statut Bureaus herabgesetzten Formulartage, sowie der selbstverständlichen geschlossen, daß er das Verlassen des Wachtpostens durch die beiden als Hauptaufgabe bezeichnete Aufhilfe nach und nach so sehr in den Differenz menschlicher Arbeitskräfte überhaupt gefunden werden genannten Personen als eine verbrecherische Handlung 3: Sintergrund gedrängt hat, daß er sich heute fast nur noch auf noth- tönnen. Schuld an geringem Monatsverdienst kann demnach nur weise" bezeichnete. Dieser Ansicht des Herrn Geheimraths tönnen dürftigste Unterstützung unrettbar Berarmiter durch Geschenke beschränkt, dann auf seiten eines solchen Hilfsarbeiters zu finden sein, wir uns nicht ohne weiteres und bedingungslos anschließen. Nach so dorf man annehmen, daß er das nicht freiwillig gethan hat. Es wenn dessen Arbeitskraft durch frühere Krankheiten, den übereinstimmenden Berichten über den folgenschweren Busammen wird ja in diesem Verein, der nicht blos der Verarmung vorbeugen gemeine Körperschwäche oder chronische Leiden beeinträchtigt ist, floß der„ Crathie" mit der„ Elbe" ist das Kohlenschiff" Crathie" oder ihre Folgen mildern, sondern auch die gewerbsmäßige im übrigen dürfte jedoch die Hauptschuld an diesen unsicheren Ber wie fast alle Frachtschiffe so fnapp bemannt gewesen, daß der für Bettelei unterdrücken oder wenigstens einschränken will, prinzipiell hältnissen die Verwaltung in ihrer Dienstpraxis und in dem an die Sicherheit der Mannschaft, des Schiffes und der Ladung noth erst nach sorgfältigsten Recherchen und strengster Prüfung entschieden, gewendeten Besoldungsmodus treffen, wie fich letzterer überhaupt wendige Schiffsdienst darunter leiden mußte. Das ist aber nicht ob und womit geholfen werden soll. Hierbei hat man ohne Zweifel dadurch im grellsten Lichte zeigt, daß humane Beamte beffer taxiren nur auf englischen, sondern auch auf den deutschen und immer seltener die Möglichkeit einer Aufhilfe gefunden und sich als menschenfeindliche oder unfreundliche und sich ein auf Kopialien anderen Handelsschiffen der Fall. An dieser tnappen immer häufiger zu der Erkenntniß der Unmöglichkeit eines Schußes gegründetes Besoldungswesen niemals als ein einheitlich gleichmäßiges Bemannung ist aber lediglich die leidige Profitgier der Herren gegen die drohende Berarmung bequemen müssen. Die Lobredner gestalten kann. Rheder ohne Unterschied der Nationalität Schuld und daher er der Privatwohlthätigkeit sind natürlich auch durch die trüben Er- Nach alledem ist es begreiflich, wenn diese Hilfsarbeiter in einer blicken wir hierin die wahre Ursache einer derartigen verfahrungen, die dieser Verein trotz seiner vorzüglichen Organisation Petition ibre nicht mehr wie billigen Wünsche um Bewilligung von brecherischen Handlungsweise", wie sie sich der Steuer- und bedeutender Mittel in seiner mehr als 25jährigen Thätigkeit monatlichen, nach Analogie es für die größere Zahl der Bureaumann und der Ausgudsmann der„ Crathie" haben zu schulden hat machen müssen, nicht zu dem Eingeständniß zu bringen, daß mit Hilfsarbeiter geltenden Besoldungsmodus steigenden Diäten gegen Tommen lassen. jenem vielgepriesenen Mittel verdammit wenig gegen die Verarmung Auferlegung eines bestimmten Pensums zum Ausdruck gebracht haben Bum unwiderlegbaren Beweise dieser unserer Ansicht wollen und Berelendung der Massen auszurichten ist. und es wäre im Interesse des Ansehens unserer städtischen Musterwir von den Dußenden von seeamtlich festgestellten ähnlichen bezw. Das Diphtherie Heilferum hat sich auch im Krankenverwaltung nur zu sehr zu wünschen, daß solchen der deutschen ganz gleichen Fällen hier nur einige besonders prägnante Schiffs bause Am Urban im Jahre 1895/96 weiter bewährt. In den Reichshauptstadt unwürdigen Berhältnissen, die in vielen kleineren unfälle mittheilen, die jedoch auf Verlangen beliebig vermehrt Jahren 1890/91, 1891/92 und 1892/93( ohne Serumb- handlung) Rommunalverwaltungen längst geregelt find, endlich abgeholfen und starben in dieser Anstalt 56,3, 40,3 und 39,6 pt. der behandelten dem theoretischen Grundsaß der Arbeit ihren Lohn" wieder einmal Die in E13fleth beheimathete Bark" Solide" geräth eines Diphtheriekranten; ferner 1893/94, wo nur wenige mit Serum be- praktische Geltung verschafft würde. Tages in eine englische Fischerflottille von ca. 15 Fahrzeugen und der handelt wurden, 50,5 pet; 1894/95, bei erft theilmeifer Anwendung Dann wird die Existenz von Personen, die ihre Arbeitskraft Steuermann der" Solide", welcher in Ermangelung einer aus des Serums, 32,9 pCt.; dagegen 1895/96, wo faft sämmtliche Krante jahrelang einer mittelbaren Staatsverwaltung" widmen und in reichenden Besatzung allein den Ausgud wahrzunehmen hat, ver- mit Serum behandelt wurden, nur 20,4 pet. Im Jahre 1895/96 ihrer persönlichen Freiheit rechtlich und politisch wie jeder anerkannte nachlässigt denselben derart, daß er die britische Fischersmack Belle" waren auf der Diphtherie Abtheilung überhaupt 687 Krank. Beamte beschränkt sind, nicht mehr so arg gefährdet sein, als sie es überrennt, so daß fie verloren ging, faum daß die Mannschaft ge- Bon 509, die im Berichtsjahre zu Ende behandelt wurden, starben bei einer Besoldung nach Kopalienfäßen unter den obigen Gesichtsrettet werden konnte. Nach stattgehabter Verhandlung vor dem 104(= 20,4 pct.). Mit Serum wurden 501 behandelt; bavon punkten stets sein muß. Seeamt in Brate legt das Seeamt seine Ansicht über diesen See- starben 100( 20 pet.), und zwar speziell von 182 schweren Fällen unfall in folgenden Worten nieder: Die Bewegung der Innungs- Barbiere für Erhöhung des 82( 45 pet.), von 162 mittelschweren 14(= 8 p.), von 157 Preises für Rasiren und Haarschneiden scheint jetzt lebhafter werden „ Es muß der Solide" die Schuld an dem Unfall leichten 2( 11/8 pet.). Auch in den Fällen, wo eine Operation zu sollen. Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Barbier, beigemessen werden. Man hat auf derselben das entgegen.( Luftröhrenschnitt) nöthig wurde, ist die Sterblichkeit unter der An- Friseur- und Perrückenmacher Jnnungen hat einen Aufruf an Tommende Schiff infolge von Nachlässigkeit im Ausgud wendung des Serums dauernd erheblich niedriger gewesen als vorher. sämmtliche Zweig- Jnnungen im Deutschen Reiche erlaffen, in dem nicht gesehen und daher versäumt, rechtzeitig abzuhalten. Die Von den Operirten starben 1890/91: 80,6 pt., 1891/92: 74,8 pet., er sie zu einem gemeinsamen einheitlichen Vorgehen in dieser Verantwortung dafür trifft den wachthabenden Steuermann, 1892/93: 77,7 pet., 1898/94: 70,9 pCt., 1894/95: 41,7 pt., 1895/96: Frage auffordert. der dafür Gorge Alle Innungen sollen in ihren, Anfang zu tragen hatte, daß Ausgud ge- 45,6 pt., 1895/96 wurde der Luftröhrenschnitt in 136 von den nächsten Monats stattfindenden Oster Quartalsversammlungen halten wurde und wenn er den Ausguck nicht befeßen ließ, 501 Fällen gemacht, davon starben 62(= 45,6 pt.). Wiederum beschließen, die Preise für Rasiren auf 15 beziehungsweise selbst aufpassen mußte. Er hat weder das eine noch das andere bestätigte sich die Erfahrung, daß die Heilwirkung des Serums um 20 Pfennige, für Haarschneiden durchschnittlich auf 40 Pfennige gethan und so ist es möglich geworden, daß bei hellem Tage, so sicherer ist, je zeitiger es angewendet wird. Die Anwendung er zu erhöhen. wann Auch der Zeitpunkt, von bei schönem, sichtigen Wetter, frischer Briese und unter folgte am 1. Tage bei 40 Kranten, wovon 2(= 5 pat.) starben; steigerung Geltung erlangt, wird einheitlich geregelt werden. Bes die Preisden günstigsten Segelverhältnissen bas Fischerboot am 2. Zage bei 164, wovon 9(= 5,5 pet.) starben; am 3. Tage sondere Ausnahmen in Rücksicht der örtlichen Verhältnisse und der bei 87, wovon 22(= 25,3 pet.) starben; am 4. Zage bei 66, wo- Art des Betriebes sind nicht zulässig, dagegen wird den Geschäften, Troß dieser Feststellung des Sachverhalts hat sich das Seeamt von 18(= 27,8 pet.) starben; noch später bei 140, wovon 49 die hauptsächlich auf Arbeiterfundschaft angewiesen find, nidit veranlaßt gesehen, dem auf Entziehung des Steuermanns( 35 pt.) starben. Die Serummengen wurden im Berichtsjahre freigestellt, als Uebergangsstadium ein nur unwesentlich erhöhtes patents lautenden Antrage des Reichstommiffars stattzugeben, größer als vorher genommen. Schädliche Wirkungen ernsterer Art Abonnement einzurichten. zweifellos aus dem Grunde nicht, weil es nicht den Steuermann wurden troßdem nicht beobachtet. bem übrigens die besten Beugnisse zur Verfügung standen sondern Die Junungsbarbiere werden nicht zu befürchten haben, daß die Rhederei der„ Solide" für die- um mit Herrn Geheimrath ließ, wurde in einer vom Verein für die Geschichte Berlins oben herab die Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden, die Wie der Prinz von Preußen in den Märztagen Berlin ver- ihnen bei dem Streben nach Verbesserung ihres Einkommens von v. Donner zu reden weise" der Vernachlässigung des Wachtdienstes ver in der man namentlich Erinnerungen verbrecherische Handlungszu Ehren Kaiser Wilhelm's I. abgehaltenen Sigung besprochen, Arbeitern gegenüber ganz in der Ordnung gefunden werden. antwortlich hielt. an die Märztage des Der Magistrat erinnert das betheiligte Publikum wiederholt Jahres 1848 wedte. Mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit gerade über diesen wie wir der Vossischen Zeitung" entnehmen, einen längeren eigen für die Stadtgemeinde unverzüglich nach Ausführung der ertheilten Rammergerichtsrath Dr. Wezel brachte, daran, die Rechnungen über Lieferungen und Leistungen wunden Punkt hat sich das See amt in Bremerhaven in der Ver- händigen Brief des Prinzen von Preußen aus Babelsberg Aufträge einzureichen, damit die Anweisung der Rechnungsbeträge handlung über den Zusammenstoß des der Rhederei von Essen vom 22. September 1848, u. Jacoby in Hamburg gehörigen Schraubendampfers Falke" mit Rode in Anerkennung seiner Verdienste um die Sicherheit des Ende gehe, so müssen zur Vermeidung von Weiterungen sämmtliche worin dem Artillerielieutenant rechtzeitig erfolgen tönne. Da das Etatsjahr mit dem 31. d. M. zu dem britischen Schraubendampfer„ Rambow", infolge dessen ersterer Prinzen Dank ausgesprochen und zugleich zur Bethätigung des noch ausstehenden Rechnungen bis dahin dem Magistrat eingereicht verloren ging, ausgesprochen. Der Zusammenstoß erfolgte während Dantes ein Ehrenfäbel beigefügt wird. Der Säbel trägt auf dem werden. Diejenigen Lieferanten und Gewerbetreibenden", so schließt eines dichten Nebels auf einer start frequentirten Seestraße in der Korbe die Juschrift: Den 20./21. März 1848.-P. v. P."( Pring die Bekanntmachung, die diese Frist versäumen, haben es sich selbst Nordsee. In den Entscheidungsgründen des Senats erfahren wir, daß der verhängnißvollste Nacht in dem Leben des Prinzen erfolgte, gab der ertheilt werden". v. Br.). Zur Erklärung dieses Geschenkes, das im Andenken an die zuzuschreiben, wenn ihnen fernerhin unsererseits Aufträge nicht mehr " Falte" früher Eigenthum des„ Norddeutschen Lloyd" gewesen und zu Vortragende eine kurze Schilderung der Märztage. Zunächst wurde dieser Zeit eine Besayung von 21 Mann hatte, daß aber dieser Mannschafts- dargethan, daß der Prinz, der auf dem Schloßplatz das Zeichen zum Ehrengerichte ungeachtet seines an sich löblichen Bestrebens" vom Warum ist das Komitee zur Einsehung studentischer bestand, nachdem der Dampfer in den Besitz der genannten Hamburger Angriff gegeben und ebenso auch ein Signal zum Feuern Rektor und Senat der Technischen Hochschule aufgelöst worden? Rhederei übergegangen war, auf 14 Mann reduzirt wurde. Da gegeben haben sollte, am 10. März zum Generalgouverneur von Die Maßregel wurde, wie gestern schon berichtet, ins Werk gesetzt, durch war der Schiffer in die unangenehme Lage versetzt, sich Rheinland und Westfalen ernannt worden und darum zur Zeit weil das persönliche Verhalten seiner Mitglieder die Dis um wieder mit Herrn Geheimrath v. Donner zu reden einer ohne jedes Kommando in Berlin war, so daß er ziplin an der Hochschule gefährden würde. Und diese Befürchtung verbrecherischen Handlungsweise" schuldig zu machen und den selbst am 18. März einem Offizier, der einen Befehl von hegen Rektor und Senat aus folgendem Vorkommniß heraus: Wachtdienst zu vernachläffigen. Der Zusammenstoß des Falte" ihm wünschte, antwortete: Sie haben recht, aber ich habe Die Wildenschaft" stellte bei den Ausschußwahlen den Vorsigenden mit dem Rainbow" infolge dessen ersteres Schiff gleich nichts zu befehlen". Prinz Wilhelm hatte schon am 15. März dieses Komitees als Kandidaten auf; die Korporirten erklärten aber, darauf fant"( sic!), heißt es wörtlich in der Seeamts- abreifen wollen, doch zog der König vor, seinen Bruder in anbetracht daß sie mit einem Herrn, der nicht auf dem Boden der unbe= Entscheidung, hat seine Ursache in dichtem Nebel. Bu tadeln der Zeitereignisse noch in der Nähe zu halten. Am 19. März erdingten Satisfattion( der unbedingten Prügelwilligkeit) stehe, Falte" ist einmal, daß der Dampfer zählte man, der Prinz habe Befehl gegeben, die Gefangenen, nicht zusammenfiyen tönnten. Sie forderten denselben daher zu fuapp bemannt war, um während des Mebels den die nach Spandau abgeführt wurden, zu binden, so daß er selbst auf, wenn Ausguck auf der Back( ganz vorn im Bug des Echiffes es für gerathen hielt, am 19. von seinem Palais aus nach der stellen er die Existenz des Ausschusses nicht in Frage zu besetzen. wolle, von Der Ausguck auf dem Falke", der bei gutem Behrenstraße zu gehen und zwar zu dem Seidenhändler Wolf Meyer Herr erklärte jedoch, daß er diesem Verlangen nie und nimmer feiner Kandidatur zurückzutreten; Wetter seinen Platz auf der Back hatte, wurde bei nebligem Wetter im Hause Nr. 43. Von hier aus fuhr er mit einem Wagen, den er nachkommen werde. Hierauf zogen die Kandidaten der Korpo unter der Brücke neben dem Ruderhause, etwa 80 Fuß vom selbst futschirte, ohne von der Bürgergarde angehalten zu werden, rationen ihre Kandidaturen zurück. Nach der Logik von Rektor Bug entfernt aufgestellt, um nöthigenfalls dem Hubersmann durch das Brandenburger Thor und begab sich zum Adjutanten und Senat haben nun nicht die Prügelluftigen die Disziplin ge behilflich sein zu können. Der erhobene Vorwurf der ge- Elrichs, der Potsdamerstr. 18 wohnte. Dort blieb er die Nacht und fährdet, sondern diejenigen, welche es ehrlich mit der Abschaffung ringen Befagung trifft im wesentlichen bie den folgenden Tag, um dann am 20. zu Wagen nach Spandau zu der widerlichen Paulereien meinten, die unter den sogenannten Ge thederei, da sie hierdurch den Schiffer in die 3wangs fahren und von dort nach der Pfaueninsel überzusetzen.( Neben dem bildeten leider noch ebenso im Schwange sind, wie unter den händel lage verfekte, den Ausguck auf der Back unbesetzt zu lassen Hause Potsdamerstr. 13 wird auch als Aufenthalt das Karlsbad" füchtigen Edelsten und Besten. oder bei schwieriger Lage des Schiffes und schnell auszuführenden genannt oder aber die Wohnung des Herrn von Binde- Ollendorff, der geistigen Blüthe der Nation" geschehenen Ereignis mag sich jeder Einen Kommentar zu diesem unter Manövern mit dem Ruder den Rudersmann ohne die nöthige der auf dem Karlsbad nahe dem Hause des Professors Stier wohnte.) gesittete Mensch selber machen. Unterstützung zu lassen. Der Schiffer hat das erstere vor Bei der späten Ankunft in Spandau ging man zum Gastwirth gezogen, obgleich er fich sagen mußte, daß bei einem Krüger im Deutschen Hause", der angeblich auch Kinkel behilflich Station Zoologischer Garten und Station Thiergarten wurden gestern Der Frühling tommt mit Macht. Jm Thiergarten zwischen Nebel von der Dichtigkeit, daß man nur eine halbe Schiffslänge war. Auf Anregung des Generals v. Döring brachten Lieutenant weit zu sehen vermochte, der Ausguck unter der Brücke faft Sering und Artillerielieutenant Rode mit zwei Golbaten den zwei blühende( Wild-) Kirschenbäume gesehen. völlig werthlos fei, ganz abgesehen davon, daß daß der Prinzen im Boote nach der Pfaueninsel, wo der Gärtner Größere Umstellungsarbeiten in der Nationalgallerie Ausquckmann in der Nähe der Maschine durch das von dieser vers geweckt wurde. Am 20. März verbreitete sich abends in machen es bis auf weiteres nothwendig, die Sammlung an den ursachte Geräusch verhindert war, etwaige Rebelsignale anderer Berlin das Gerücht, man sei verrathen, indem der Prinz von Montagen für das Publikum gänzlich zu schließen. Die Schiffe ordentlich zu hören." Preußen mit der Garde von Potsdam anrüde, ein Gerücht, das Bulaffung einzelner Besucher gegen vorherige Meldung beim wahrscheinlich auf ein mißverstandenes Futtersignal der in der Kastellan- diese beschränkte, bisher möglich gewesene Form des Umgebung der Stadt liegenden Truppen zurückzuführen ist. Die Eintritts an genanntem Tage muß aus dem oben angegebenen Stimmung war so, daß das Ministerium die zeitweilige Ent- Grunde also zunächst fortfallen. fernung des Prinzen für rathsam hielt, worauf dieser auf ein Handschreiben des Königs hin nach der Meldung des Amtsblattes vom diefes Sommers drei große Uebungen statt. Sie dauern je 45 Tage Bei den vier hiesigen Bezirkskommandos finden im Laufe 22. März durch Mecklenburg nach Hamburg ging und mit dem und beginnen am 1. April, 1. Juni und 1. Auguft. Gingezogen John Bull" sich nach London begab. Hier hatte er Gelegenheit, werden der Reihe nach die Unteroffiziere und Mannschaften der das Glück schäßen zu lernen, daß es wenigstens noch ein Land im Jahrgänge 1892, 1893 und 1894, die während ihrer aktiven Dienst zivilifirten Europa gab, welches auch einem Fürsten das Asylrecht zeit bei den Bezirkskommandos gearbeitet haben. nicht versagte. Ein„ Ehrenhandel" unter Börsenräubern. Das Berliner Zur Hilfsarbeiterfrage erfahren wir, daß der Magiftrat Tageblatt" von gestern berichtete: Ein überaus peinlicher Zwischen= bisher das Bedürfniß, die Verhältnisse der mit Kanzlei- Arbeiten be fall spielte sich an der hiesigen Börse anläßlich des diesmaligen schäftigten Bureau- Hilfsarbeiter zu regeln, nicht einsehen will und Ultimo ab. Bor etwa zwei Jahren hat sich ein früherer Leder den Wünschen dieser Hilfsarbeiter um monatliche, mit den Jahren händler aus Posen, Adolf Mund, hier als Bankier niedergelassen. fteigende Besoldung gegen Leistung eines bestimmten Penfums Der Mann hatte angeblich ein nicht geringes Vermögen hierher ge Der Verein gegen Verarmung" unterstützte 1896 im ganzen Rechnung nur insoweit trägt, als er sich zu denselben bracht. Der Ruf, der ihm voranging, war indeß im übrigen so uns 3696 Personen, nämlich 58 mit Nähmaschinen, 196 mit Darlehen, wegen der Mehrkosten auf einen ablehnenden Standpunkt günstig, daß von vornherein zahlreiche Bankfirmen es ablehnten, in 3442 mit Gefchenten.( Die Maschinen müssen abgezahlt, die Darstellt und damit die Meinung vertritt, daß die bloße, hinter der Wirts Geschäftsverbindungen mit ihm zu treten, andere haben sich inzwischen lehen zurückerstattet werden.) Daß die Zahl der Unterstützten gegen lichkeit weit zurückbleibende Möglichkeit, 200 M. monatlich ver von ihm zurückgezogen. Immerhin betrieb er bis in die neueste die Vorjahre zurückgegangen ist, 1895 und 94 z. B. wurden 4179 dienen zu können, als eine ausreichende Entschädigung angesehen Zeit mit Spekulationsmaklern 2c. umfassende Geschäfte. Mund bezw. 4517 Personen unterstützt, davon 62 bezw. 56 mit Maschinen, werden solle für eine weit über die Dienſtſtunden, mitunter 18 bis weigert sich nun, die auf 80 000 m. geschätzten Differenzen, die er 257 bezw. 300 mit Darlehen, 3860 bezw. 4161 mit Geschenken, 20 Arbeitsstunden an einzelnen Tagen, sich erstreckende Thätigkeit. an diesem Ultimo schuldet, zu zahlen. Dagegen hat er von etwa das wird von der Leitung des Vereins aus einer Abnahme der Diese Möglichkeit, auf welche der Magistrat sein ablehnendes 58 000 m. Differenzen, die er zu erhalten hatte, ca. 28 000 m. Noth erklärt. Das Verhältniß zwischen der Zahl der ab- oder Berhalten stüßt, hat jedoch trot angestrengtesten Arbeitens dieser direkt eingezogen und ca. 30 000 Wt. durch den Kaffenverein ein zurückzuzahlenden Unterstüßungen und der Zahl der Geschenke hat Herren bisher die Thatsache nicht aus der Welt schaffen können, ziehen lassen. Die Differenzen, die der Kaffenverein einzieht, sind " " " " Morin unterscheiden sich nun diese Fälle ftrafwürdiger Bernach lässigung des Wachtdienstes von dem der„ Crathie"? Etwa nur das durch, daß in diesem Falle so viele Menschenleben zu grunde gingen? War diese Möglichkeit nicht auch in obigen beiden Fällen in ganz demselben Maße vorhanden? In anbetracht dieser Fragen und Erwartungen wollen wir nur wünschen, daß die Bewegung" welche durch die Mittheilung des Herrn Geheimrath v. Donner bei den Herren Rhedern des Nautischen Vereins hervorgerufen wurde, die lautmahnende Stimme des Gewiffens" dieser Herren gewefen ift, nicht aber der pharifäische Schlag auf die patriotische deutsche Mannesbrust mit dem Dankgebet: Herr Gott, wir danken bir, daß wir nicht sind wie jene verbrecherischen" Engländer!" Lokales. " " der sich bei seiner Weigerung darauf, daß er nicht in das Terminregister Abend die Frau des Zimmerers Wilke, Perlebergerstr. 23a. Frau W., gestellt werde. Nach Lage der Sache Versicherungs- Gesellschaften = " die berühren, also erst heute Nachmittag fällig. Auf die Weigerung M's., die von Schnur vielmehr selbst um den Hals gelegt; was ihn hierzu ver- seine Frau wie seine Kinder ebenfalls gelegentlich eine Anklage ihm geschuldeten Differenzen zu zahlen, werden die Zahlungen, die anlaßt haben kann, war bisher nicht zu ermitteln. wegen fahrlässiger Brandstiftung erhalten, die Gefahr drohe ſtets, der Kassenverein an M. zu leisten hätte, fiftirt werden. M. stützt In die Gefahr, lebendig zu verbrennen, gerieth vorgestern sobald nur der geringste Anspruch an die Versicherungs- Gesellschaften eingetragen ist, und in der That kann deshalb eine Klage gegen M. deren Mann früher selbst eine Restauration beseffen, hilft in einer anlaßt, auf Freisprechung zu erkennen, weil eine Fahrlässigkeit nicht feitens der Gerichte nicht angenommen werden." solchen, deren Besizer mit dem W.'schen Ehepaar befreundet ist, hin vorliege. Ferner wurde dem Antrage des Vertheidigers, RechtsDas Parodie Theater ist jetzt seinem ursprünglichen Berufe und wieder aus; so auch am Montag. Als sie gegen 7 Uhr in ihre anwalts Preuß- Köpenick, entsprochen und der Ersatz der Kosten der zurückgegeben worden, nachdem die Gesellschaft des bedauerns- Wohnung fam, die Lampe angezündet hatte und dieselbe auf ihren Vertheidigung aus der Staatstaffe zugebilligt. werthen Herrn Lumpe ins American Theater übergesiedelt ist und gewohnten Platz stellen wollte, stürzte sie mit der Lampe zu Boden Von der preußischen Vereinsmisère. Für das Vereinsleben dort weiter das romantische Schmierenschauspiel pflegt. Eine Truppe, und im Augenblicke standen ihre Kleider in hellen Flammen. Unter von Interesse sind mehrere neuere Entscheidungen des Kammer deren Mitglieder sich meist auf den Namen Pumpe getauft haben, Hilferufen eilte sie aus der Wohnung auf die Straße und sank dort gerichts und Ober- Berwaltungsgerichts, welche in der D. Jur. 3tg." war gestern am Wert, Wildenbruch, Sudermann und Gerhart nieder. Nachbarn gelang es, mit Säcken und Wassereimern die veröffentlicht werden. Wir heben daraus die folgendeen hervor: Hauptmann an einem Abend zu vermöbeln. Diese Leistung wurde Flammen zu ersticken, worauf man Frau Wilfe, welche verschiedene 1. Der§6 des Vereinsgefezes vom 11. März 1850 bestimmt, daß, Gesunkenen Brandwunden davongetragen hat, in ihre Wohnung schaffte. am König Heinrich", an Morituri" und an der sobald ein Abgeordneter der Polizeibehörde die Versammlung für Glocke" in ausgedehnter gebundener Rede vollbracht, die sich Die Ursache des Todes des in voriger Woche in seinem aufgelöst ertlärt hat, alle Anwesenden verpflichtet sind, sich zwar nur geringer Wißperlen, aber einer desto lebhafteren Geschäftsteller zwischen Fässern todt aufgefundenen Kaufmanns Otto fofort zu entfernen. Die Erklärung des Polizeibeamten ist daher Unterstützung durch das Publikum rühmen konnte. Der füße Eger, Mödern- und Hagelsbergerstraßen- Ede, ist nun festgestelt. entscheidend. Aus welchem Grunde die Auflösung erfolgt ist, ist unBöbel machte einen Lärm, wie er schlimmer auch nicht von dem Ein Gehirnschlag, vermuthlich durch übermäßigen Alkoholgenuß ver- erheblich. Im übrigen ist die Auflösung einer in einem öffentlichen Unglücksmann aus Dobern ertragen werden mußte, und hielt das, ursacht, hat dem Leben des noch jungen Mannes ein Biel gesetzt. Vergnügungslotale stattfindenden Bersammlung auch wegen Ueberwie gesagt, um so mehr für geistvoll, als den auf der Bühne vorschreitung der Polizeist un de zulässig. 2. Wer im Auftrage Als eine recht vielseitige Person hat sich die Schlaf- und für Rechnung eines Vereins eine Schauspiel- Vorstellung getragenen Deflamationen der Esprit und vor allem die Verbindung stellendiebin entpuppt, die hier unter dem Vorgeben aufgetreten ist, veranstaltet, deren Ertrag in die Vereinstaffe fließt, bedarf nicht der mit den Berliner Verhältnissen fehlte. Vielleicht bessern sich die daß sie aus Dstpreußen tomme und ein Kind ihrer Gutsherrschaft, in§ 32 der Gewerbe- Ordnung vorgesehenen Erlaubniß. Denn es ift Künstler mit der Zeit in diesem Punkte; aus der Glanzzeit des de in die Räder einer Dreschmaschine gekommen sei, in ein hiesiges nur derjenige als„ Schauspielunternehmer" anzusehen, der die VerParodie- Theaters dürften noch genug prächtige Beispiele zur Nach- Strankenhaus gebracht habe. Sie hat außer zwanzig Schlafstellen anstaltung von Schauspielen selbständig, d. h. auf eigene eiferung herauszufinden sein. diebstählen auch eingestanden, mehrere durchreisende Frauenspersonen Die Samoaner beginnen am nächsten Sonnabend ihre Vor- auf hiesigen Bahnhöfen bestohlen und unter der falschen Vor- Rechnung und unter eigener Verantwortlichkeit als ein Gewerbe d. h. in der Absicht, damit fortgesetzt Gewinn zu erstellungen im Paffage- Panoptikum. spiegelung, ihnen eine Fahrkarte besorgen zu wollen, fie um erhebliche zielen, betreibt. In einem solchen Falle tann aber in Frage Ueber einen schweren Unglücksfall, durch den das Kind des Summen betrogen zu haben. Ihr Schicksal ereilte sie auf dem kommen, ob der Verein bezw. der Vorstand desselben Schloffers Karl Mann in der Oppelnerftr. 27 betroffen wurde, Bahnhof Alexanderplat, als sie wieder, wie in verschiedenen Fällen, als Schauspielunternehmer zu betrachten ist. Es kommt dann fowie über die bedauerlichen Folgen, welche das Unglück für die kleine Kinder der Bestohlenen, um nach ausgeführtem Diebstahl un darauf an, ob der Verein beabsichtigt hat, zu Erwerbszwecken Mutter des Kindes herbeiführte, fonnten wird in Nr. 50 d. 21. be- auffälliger aus deren Wohnungen fommen zu können, angeblich zu in Zukunft eine gleichartige Thätigkeit auszuüben. richten. Zu der betrübenden Angelegenheit schreibt uns Herr Mann einem Spaziergange mitnahm. 3. Das Bestreben, die Preußen und Deutschen polnischer Abjezt, daß seine Frau in Angst und Schrecken über den Unfall, der stammung und Sprache mit dem Deutsch thum in Gegen leider dem Kinde ein Auge gekostet hat, auf dem Wege zu ver Aus den Nachbarorten. satz zu bringen, zielt auf eine Aenderung staatlicher Zuschiedenen Aerzten mehrfach in Ohnmacht gefallen fei und vielleicht in einem Augenblick der Bewußtlosigkeit den Ausspruch gethan habe, Eine Stener auf die Polizeiftunde wird von einem Rigdorfer Stände und Einrichtungen der Verwaltung, bezweckt mithin daß ihr Mann sie todtschlagen werde, wenn er sehe, welches Unglück Einwohner den dortigen Gemeinde- Organen unterbeitet. Alle Gaft- eine Einwirkung auf Angelegenheiten, welche die Gesammtdas gesammte öffentliche Indas arme Kind durch das Springen des Lampenzylinders betroffen wirthe, denen die Polizeiftunde schon um 10 Uhr schlägt, sollen von beit des Gemeinwesens und auf Einwirkung öffentliche habe. Er lebe, wie allgemein in der Nachbarschafft bekannt, mit einer besonderen Steuer befreit bleiben und nicht mehr aufbringen, tereffe feiner Frau in glücklichster Ehe und daher sei es ihm überaus als sie bisher schon geleistet haben. Für die anderen ist die Polizei Angelegenheiten". Deshalb ist ein" Berein oberschlesischer Gewerbepeinlich, wenn gegen ihn der Berdacht laut werde, daß er ein Un- stundensteuer progressiv gedacht; sie beträgt für Gastwirthschaften treibender", in dessen Versammlungen obengedachtes Bestreben zu mensch sei. Die Polizei habe übrigens troh genauer Beschreibung, mit Schankerlaubniß bis 11 Uhr 50 Pf., bis 12 Uhr 1 m. 25 Pf., tage getreten ist, als ein politischer Verein angesehen worden. die er von seiner verschwundenen Frau gegeben habe, deren Aufent- bis 1 Uhr 2 M. 25 Pf. und bis 2 Uhr 4 M. den Monat. Man 4. Die lediglich das Vereins- und Versammlungsrecht betreffenden halt nicht ermitteln können. Erst als die„ Verschwundene" den befizerthums wenig Neigung, den Steuerplan zu befürworten. Ja, Bolizeibehörden nicht, gegen Bereine, welche die beſtehenden zeigt aber in maßgebenden Kreisen des Nixdorfer Haus: Vorschriften des Vereinsgefeßes vom 11. März 1850 hindern die Oberarzt der Charitee um Benachrichtigung ihres Mannes gebeten es wird sogar der Verdacht rege, daß der Mann, der die Steuer Polizeiverordnungen über die Veranstaltung öffentlicher Luftbarkeiten habe, sei er von seinen Zweifeln erlöst worden. auf die Polizeistunde erdacht hat, ein verkappter Sozialdemokrat sei. übertreten, einzuschreiten und zum Zwecke wirksamer Verhütung Wie man in Berlin Häufer baut. Bur Kennzeichnung der Es ist ja bekannt, daß die Behörde die Wirthe, welche im Geruche strafbarer Handlungen dieser Art von den Leitern solcher Vereine Geschäftspraxis der Grundstücks- und Bauspekulanten wird uns der Sozialdemokratie stehen, oder auch nur den Sozialdemokraten die erforderliche Auskunft zu verlangen, insbesondere auch mit. folgender Fall mitgetheilt. Die Herren Gebrüder Alexander- Katz in ihre Räume zu Versammlungen zur Verfügung stellen, dadurch theilungen über die zum Berein gehörigen Mit Firma Adolph Teichmann verkauften dem„ Bauunternehmer" Evest gegen auszeichnet, daß sie ihnen die Polizeiftunde auf 10 Uhr festseßt und glieder zu erfordern, wenn genügende Anzeichen für den VerAnzahlung von 3000 m. eine Baustelle in der Lankwizstraße zum jegliches Gesuch um Berlängerung der Polizeiftunde abschlägt. Das bacht vorliegen, daß der Verein den bestehenden Vorschriften zuBreife von 305 000 M. Der Rest der Raufsumme wurde als Hypo- geschieht im Interesse der Ordnung. Diese Ordnung würde aber wider handelt. thet auf das Grundstück eingetragen. Das Durch die Anzahlung, zu gunsten des Umsturzes einen etligen Riß erhalten, wenn alle Wirthe Der Kriegerverein gegen die Sozialdemokratie. fowie burch die Erlegung ber Kosten und Stempelgebühren waren die Mittel bes Bauunternehmers" erschöpft. Die als gleichberechtigte Staatsbürger betrachtet würden und sich unter Rammergericht batte gestern folgenden Fall zu entscheiden: Der Arbeiter Henkel zu Friedeberg( Neumark), Rombattant der Herren Rag räumten aber für" die aufzunehmenden Baugelder in schiebslos nach Bedarf von der Polizeistunde freitaufen könnten. Höhe von 21 bis 23 M. pro Quadratfuß bebauter Fläche das Recht wurde Rigdorfer Zustände. Wegen versuchter Befreiung eines Ge- Feldzüge von 1870/71, war feit 1873 Mitglied des dortigen KriegerDer Priorität vor ihrer eigenen Hypothek ein unter der Bedingung, fangenen wird, einem hiesigen Blatte zufolge, der Artist Hubertus Begräbnißvereins und der damit verbundenen Sterbelasse, wurde daß Evest einen nach Art Plage aus Berlin steckbrieflich verfolgt. Der Angelegenheit liegt ein aber durch Beschluß der Generalversammlung vom 21. Januar 1894 der Ausführung genau be schriebenen hochherrschaftlichen Bau aufzuführen hatte, dessen nächtliches Renkontre mit einem Nachtwachtbeamten in Rixdorf zu vom Verein ausgeschlossen. Die hierfür maßgebend geweſenen Herstellung etwa 33 bis 37 Mart pro Quadratfuß gekostet haben grunde. Dieser wollte die Braut des Plage verhaften, der Gründe waren nach der Ansicht des H. thatsächlich unrichtig oder würde. Die Gebrüder Alexander- Rat veranlaßten nun die Nürnberger Bräutigam aber versuchte erklärlicherweise das Mädchen zu berechtlich ohne Belang, und er klagte deshalb gegen den durch den Bank zur Hergabe der Baugelder. Da die Bank aber erst nach freien. Ein Sicherheitsbeamter feuerte hinter Plage, der Vorstand vertretenen Verein mit dem Antrage auf dessen VerFertigstellung eines Theils des Gebäudes das Grundstück beleibt, auf den Anruf nicht stand, einen Revolverfchuß urtheilung, ihn wieder aufzunehmen und an allen Rechten theilau laffen. Der Verein machte demgegenüber Eveft aber sogleich Geld haben mußte, mit dem Bauab, ohne ihn zu treffen. Plage wurde schließlich verhaftet, nehmen Um beginnen zu tönnen, so cebirte der Bauunternehmer" Evest vom Untersuchungsrichter jedoch einstweilen entlassen. Einen er geltend, daß H. Mitglied der sozialdemokratischen Partei sei habe; daß von der Bant zu zahlende Baugeld sofort nach Abschluß des neuten Haftbefehl wartete er jedoch nicht ab, sondern zog es vor, und bei der letzten Reichstagswahl sozialdemokratisch gewählt diese Stellung widerspreche aber dem den Statuten Bertrages bem Herrn Moris Alexander- Katz, wogegen beffen die Flucht zu ergreifen. Bruder, der Rechtsanwalt Dr. Richard Alexander- Katz bem Leichenfund. Am 28. Februar d. J., früh 83/4 Uhr, wurde angeschlossenen Nachtrage. Der Kläger bestritt dies und behauptete unter Eidesannabme, daß er weder sozialdemokratisch gewählt, noch Eveft bas Baugeld ratenweise vorschoß. Nun wurde der Bau in auf dem Bahntörper der Wannseebahn zwischen Neubabelsberg und für eine solche Wahl agitirt habe. Dem angeblich sozialdemokra Angriff genommen. Da aber die dem Evest zur Verfügung stehenden Wannsee die Leiche eines neugeborenen Knaben ge- tischen Verein„ Einigkeit", der übrigens kein politischer, sondern ein Gelder nicht hinreichten, um den Preis der fortschreitenden Arbeiten funden. Das Kind ist anscheinend während der Fahrt aus dem Vergnügungsverein sei, habe er nie angehört und nur einmal und Lieferungen zu decken und die Herren Alexander- Raß die Weiter: 3uge geworfen. Die Leiche war eingewickelt in einem Zeitungsblatt feine Kinder zu einem Zanzvergnügen begleitet zahlung der Baugelber verweigerten, fo geriethen noch vor Bollendung Deutsche Warte" vom 8. November 1896 und in einem gelblichen und es sei der hieraus hergeleitete Extlusionsgrund belanglos. des Baues die Zahlungen ins Stocken; die Handwerker wurden Bogen Pergamentpapier, sowie umschnürt mit dünnem und stärkerem Das Landgericht in Landsberg a. W. erkannte nach über den Sachverhalt aufgeklärt und unterhandelten darauf mit dem Bindfaden. Die am Kopfe der Leiche befindlichen Verlegungen stattgehabter Beweisaufnahme unter folgender Ausführung auf Rechtsanwalt Richard Alexander- Raz, der die Weiterzahlung deuten auf ein Berbrechen hin. Angaben, die zur Aufklärung dienen abweisung der Klage: Kläger ist unter der Begründung der Bangelder davon abhängig machte, daß seinem Bruder das fönnen, nimmt der Amtsvorsteher zu Zehlendorf und das hiesige ausgeschlossen worden, daß er den Berein mehrfach beleidigt und Grundstück antichretisch verpfändet würde. Unter dieser Bedingung Bolizeipräsidium gern entgegen. einem sozialdemokratischen Verein angehört, damit aber die verpflichtete sich Herr Alexander- Raß, den Handwerkern 25 000 m. König streue verlegt habe.- Zunächst ist hervorzuheben, daß jofort, und weitere 25 000 m. nach Abschätzung des Baues bei Vordie angeblichen Beleidigungen noch keinen Ausschließungslegung des Feuertassenscheines zu zahlen. Legtere Summe sollte jedoch grund bilden. Im Nachtrage zu den Statuten heißt es nun: nur dann zur Auszahlung gelangen, wenn der Bau bis zum 20. Dtt. v. J. fertig gestellt würde. Herr Alexander- Rah soll nun dem Malermeister Liebe und Treue zu Kaiser und Reich nicht entsprechen, sind aus für Seffen Arbeiten einen Aufschub von acht Lagen gewährt haben; dem Verein auszuschließen." Nach Auskunft der Polizeibehörde zu nachdem aber einer der Handwerker mit seinen Arbeiten erft einige Friedeberg unterhielt Kläger Umgang mit sozialdemo= fratisch Männern gesinnten Tage nach dem festgesetzten Termin fertig wurde, auch die Feuerkassenerscheint tage niedriger ausfiel, als man erwartet hatte, machte Herr Alexanderaus diesem Grunde nicht frei von sozial. Rag von seinem Recht Gebrauch und verweigerte die lehte Zahlung bemokratischen Gesinnungen.(!) Ein Zeuge bekundet, 3war bot er den Handwerkern auf deren Borstellung noch Daß 5. bei Gelegenheit der 15 000 Mart an, worauf diese aber nicht eingingen. Die Hand feinen mit dem Namen des sozialdemokratischen Kandidaten gezeich der letzten Reichstagswahl ihm werker verlieren an diesem Bau 67 000 Mart und haben nach Lage neten Wahlzettel unmittelbar vor der Wahl gezeigt und ihn gefragt Der Gache nur auf gerichtlichem Wege Aussicht, zu ihrem Gelde zu babe, ob er auch sozialdemokratisch wähle. Diese Frage des Klägers tommen. Auch der Bauunternehmer" Evest hat sich bei diesem läßt teine andere Deutung zu, als die, daß derselbe that= Geschäft eine Schuldenlaft von 100 000 m. aufgehalft. Troß seiner Das Reichsgericht hat die Revision des Bauerngutsbesitzers sächlich den Kandidaten der sozialdemokratischen Partei gewählt hat. Mittellosigkeit fonnte er aber von den Herren Alexander- Kaß im Hugo Dommasch verworfen. D. war durch Urtheil der zweiten Kläger giebt auch selbst zu, daß er sich im Mai 1892 längere Zeit März v. J. eine zweite Baustelle in der Beusselstraße taufen", deren Strafkammer des Landgerichts I Berlin wegen Beleidigung zu vier auf dem Ballfest des Vereins„ Einigkeit" aufgehalten hat. Nach Bebauung unter ähnlichen Umständen bewerkstelligt wurde, denn nach Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er dem Abgeordneten Bebel der Aussage zweier Zeugen wurden damals dort sozialdemokratische Fertigstellung des Mobbaues hielten die Herren Alexander- Raß eine briefliche Mittheilung über eine Soldatenmißhandlung machte, Lieder gefungen und ebensolche Reden gehalten. Die Mitglieder gleichfalls mit 3ahlung der Baugelder inne, sobaß die Lieferanten die Bebel im Reichstag beim Militäretat zur Sprache brachte. dieses Vereins huldigen demnach offenbar fozialdemokratischen mit 20 000. hineinfielen. Die Schwierigkeiten der Brandschadeuregulirung bei Tendenzen. Wie einer dieser Zeugen befundet, hat dieser Ball Auf dem Bauplatze sind am Dienstag Vormittag um 11 Uhr einzelnen Versicherungsgesellschaften wurden durch eine Verband am 1. Mai stattgefunden, also gerade an einem Tage, welchen der 38 Jahre alte laurer Paul Latuste aus der Falckensteinstr. 22 lung illustrirt. welche vor der zweiten Straffammer am Land- die sozialdemokratische Partei zu Demonftrationen ihrem Sinne benutzt. Wegen fahrlässiger Brandstiftung war in Nach alledem tann es und der 22jährige Arbeiter Paul Nieren aus der Fennstr. 20 schwer gericht II stattfand. verunglückt. Auf dem Neubauplay Dorotheenstr. 46 sollte eine das Dienstmädchen Anna Bausen aus Friedrichshagen an teinem Zweifel unterliegen, daß Kläger durch sein Verhalten sozial für die Fassade bestimmte Sandsteinplatte von einem Rollwagen ab. geflagt. Die Angeklagte diente beim Kaufmann Greun. Zu ihren demokratische Gesinnungen bethätigt hat. Steht dies aber fest, so geladen werden. Auf dem Wagen befanden sich zwei Mann, unten Obliegenheiten gehörte es, früh morgens die Kinder zu besorgen, muß auch bei den bekannten Bestrebungen der sozialdemokratischen Dabei Partei, welche insbesondere auch gegen das Königthum im vier. Nun muß wohl die Bohle, auf der die Platte herabgelaffen die Kinderstube zu heizen, die Kinder anzuziehen u. s. w. des Thermo- Staate und also auch gegen den Träger der Krone werden sollte, nicht richtig angelegt gewesen sein, fie glitt plöglich war sie angewiesen, fireng auf den Stand zu achten. Als sich das Mädchen vom Wagen ab und die Steinplatte traf im Fallen die beiden ge meters am Morgen gerichtet sind, als erwiesen gelten, daß Kläger den vom 17. Dezember einer Dezember mit Zylinderlampe dem nannten Männer, die dicht am Wagen standen. Beide erlitten des am Verein an seine Mitglieder gestellten Anforderungen der Liebe und einen Schenkelbruch und schwere Quetschungen und mußten mit Fenster hängenden Thermometer näherte, bewegte plöglich ein Treue zu Kaiser und Reich nicht entspricht. Der Ausschluß des Droschten in ein Krankenhaus gebracht werden. Luftzug die Flamme. Dieselbe schlug aus dem Zylinder heraus und Klägers ist somit auf grund der Statuten zu recht erfolgt." fette die Gardine in Brand. Mit großer Geistesgegenwart riß die Der Kläger legte hiergegen Berufung bei dem Kammergericht Angeklagte die Gardine nebst den darüber hängenden Portieren ein, welches umfassende Beweisaufnahme anordnete, die sich u. a. herab und löschte die an der Erde liegenden Fetzen mit einigen auch auf den Nachtwächter der Stadt erstreckte. Das Resultat der Eimern Wasser. Immerhin waren die Zapeten in der Nähe des Beweisaufnahme bot viele Widersprüche. Einestheils blieben die vor Ueber einen Wirthshaus Skandal, der sich am Montag Fensters geschwärzt, die Gardinen vernichtet und die Linoleum erwähnten Beugen bei ihren gegen den Kläger gerichteten Aussagen, Abend gegen 10 Uhr im Schanklokal von Bape in der Artillerie- Bekleidung Dielen war in einem fleinen Umfreife anderntheils wurde von mehreren Zeugen das Verhalten des H. gegenüber Straße ereignet hat, wird aus polizeilicher Quelle berichtet: Etwa befchädigt; für diesen Schaden liquidirte der Dienstherr bei der Sozialdemokratie als ein indifferentes oder sogar antagonistisches fieben Arbeiter beleidigten die in dem Lotal bedienende Kellnerin den Gesellschaften, denen er versichert war, gekennzeichnet. So befundete ein Zeuge Aeußerungen des H., daß und goffen schließlich, als der Wirth ihnen das beleidigende Be 40 M., 30 M. bei der einen, 10 M. bei der anderen. Die Vertreter diefem bei jenem Ballfest die Ausschmückung des Lokals durchaus nehmen untersagte, Bier auf den Fußboden und beleidigten auch die der Gesellschaften wandten sich an den Amtsvorsteher wegen Fest- mißfallen habe. Frau des Wirths. Der mehrmaligen Aufforderung, sich zu entfernen, stellung der Ursache und Entstehung des Brandes. Die Polizei- Der Mandatar des Klägers wies in seinem Plaidoyer vor dem Leisteten die Arbeiter nicht Folge, sondern mußten von dem Wirth behörde forschte nach und erfuhr von Herrn Greun anstandslos den Kammergericht zunächst darauf hin, daß nach dem inzwischen aufund einigen Gästen aus dem Lotal gedrängt werden. Sie drangen Sachverhalt. Nunmehr setzten die Gesellschaften die Zahlung ber gehobenen Geseze vom 10. Oftober 1878( Sozialistengesetz) nicht aber von neuem in das Lokal ein und zerschlugen sämmtliche Entschädigung aus, bis durch gerichtliches Verfahren festgestellt sein allen, sondern nur denjenigen sozialdemokratischen Bestrebungen Scheiben. Als Pape gegen fie einen blinden Schuß abfeuerte, würde, ob eine strafbare Fahrlässigkeit vorliege. Der Versicherte entgegengetreten werden sollte, welche den Umstutz der bestehenden entstand ein Auflauf von etwa 60 bis 70 Personen. Einige Gäste bat infolgedessen bis heute noch keinen Pfennig Entschädigung er Staats- und Gesellschaftsordnung bezwecken. Dafür aber, daß erfaßten schließlich drei der Thäter und brachten sie zur Wache des halten, wohl aber erhielt die Dienstmagd die Anklage, der als Kläger solchen Bestrebungen zugeneigt sei oder dieselben irgendwie 6. Polizeireviers, wo ihre Persönlichkeit festgestellt wurde." Beuge vernommene Greun, der seiner Röchin das Zeugniß bethätigt habe, fei nichts erbracht. Die Thatsache, daß jemand Um tüchtigen Person gab, gab, und die Die Umsicht gang mit Personen babe, die als Sozialdemokraten gelten, fönne Zu dem angeblichen Attentat gegen den dreizehnjährigen einer erprobt tüchtigen mit ber sie felbft den Brand im Keime denselben noch nicht zum Sozialdemokraten fiempeln. Kläger Knaben Rielblock, von welchem mehrfach berichtet wurde, theilt die bewunderte, daß er sich in Zukunft überhaupt nicht sei bereit, zu beschwören, daß er nicht sozialdemokratisch Polizei folgendes mit: Wie sich nunmehr herausgestellt hat, sind die erstickt, erklärte, fämmtlichen Angaben des Knaben Rielblock über den angeblich gegen mehr versichern werde, denn wie sein Dienstmädchen wegen des gewählt, auch teine Wahlzettel für den fozialdemokratischen Thatsächlich erwiesen sei auch, ihn verübten Ueberfall vollständig erfunden. Der Knabe hat sich die harmlosen Borgangs unter Anklage gekommen sei, so tönne er und Randidaten vertheilt habe. Beim Fensterputzen ist gestern Abend der 23jährige Fenster: puzer Schnell in der Stralauerstraße durch Umstürzen der Leiter verunglückt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. 11 Aus Wilmersdorf berichtet das„ Telt. Kreisbl.": Am Freitag Abend ist der neunjährige Sohn der Wittwe Mieth von einem Sund so gebiffen worden, daß er auf ärztliches Aurathen nach dem Elisabeth- Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er an den Ver- Mitglieder, welche..... der Aufforderung zur Bethätigung der legungen gestorben ist. Gerichts- Beifung. Der verantwortliche Redakteur unseres Blattes hatte gestern abermals ein Verhör zu beſtehen. Er soll gegen§ 17 des Breßgesetzes verstoßen haben, indem er in der Nr. 37 vom 13. Fe bruar d. J. den Wortlaut des Beschlusses des Essener Landgerichts, das Wiederaufnahme- Verfahren im Prozeß Schröder und Ge nossen( Essener Meineidsprozeß) betreffend, vorzeitig zum Abdruck gebracht. beideu der bei und " Briefkasten der Redaktion. Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Abonnent, Bernauerstraße. Arbeiter Radfahrerverein Berlin tagt Wilte. daß H. dem Verein Einigkeit" nie angehört und das Entree| Rechtszustand ist anzustreben, daß die Gärtner grundsätzlich zum Ballfest bezahlt habe. Daß dieser Verein sozialdemokratische der Gewerbe Ordnung unterstellt werden. Heute werden Tendenzen verfolge, habe er damals gar nicht gewußt. Nach alle Gärtnergehilfen vielfach noch als„ Gefinde" betrachtet. Bon dem sei die Ausschließung des Klägers unberechtigt gewesen, und es der Organisation angestrebt werden soll auch die Ablösung der rechtfertige sich der Klage- Antrag. Naturallöhnung( Kost und Logis) durch Geldlohn. Der Senat erkannte hierauf, nachdem er schon vor acht Tagen in Die Versammlung der Kammmacher vom 22. Februar be der Sache verhandelt, aber die Entscheidung auf gestern vertagt hatte, schäftigte sich mit Wertiatt Angelegenheiten, wobei das Vorgehen ieben Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat Andreasstr. 26 bei Friz auf Aufhebung der Vorentscheidung und einen Eid mehrerer Kollegen getadelt wurde, welche die Löhne herabdrückten. Hausmann. Die Ihnen am nächsten gelegene Bahlstelle der Offen: für den Kläger, worin derselbe es für unwahr erklärt, für den Steglitz. Gine am 22. d. M. hier tagende Boltsversammbacher Frauenfasse ist unseres Wiffens bei Fr. Dolz, Bergstr. 79 im Verein„ Einigkeit" Mitglieder geworben und die Aeußerung gethan Iung beschäftigte sich mit der Errichtung eines Gewerbe- Schieds- Steller. zu haben, daß man seine sozialdemokratische Ge- gerichts. Genoffe Peus hatte das einleitende Referat übernommen. 1898. 1. Die früheren Wahlstatistiken, die seitens unserer Parteia finnung verbergen müsse, weil sonst die Polizei Schwierig. Das Bureau der Versammlung wurde beauftragt, weitere Schritte Buchhandlungen herausgegeben wurden, sind vergriffen. In der von Ihnen teiten bei Veranstaltungen von Festen mache, daß es ferner zu thun. An stelle des bisherigen Vertrauensmannes Schweride angeführten Schrift finden Sie nach Provinzen sämmtliche Wahlen seit 1871 nicht wahr sei, daß er für den sozialdemokratischen Kandidaten wurde Genosse Mohr und in die Lokalkommission Genosse verglichen. 2. Das hängt von den Berhältnissen in den betr. Wahlkreiſen bei der Reichstagswahl agitirt oder Stimmzettel vertheilt habe. Näther gewählt. Darüber, ob Kläger sozialdemokratisch gewählt habe oder nicht, enthielt die Eidesvorschrift keine Bestimmung. Leiftet der Kläger den Eid, so wird nach dem Klageantrage erkannt, also der Ausgeschlossene wird wieder Mitglied des Kriegervereins, andernfalls aber wird das erste Erkenntniß( auf Ausschluß) bestätigt. Der Prozeß wird in weitesten Voltskreisen als Charakterisirung der Kriegervereine empfunden werden und die Antipathien gegen diese Organisationen vermehren. Gleichzeitig dient es aber unsern Parteigenossen als Warnung, mit" Patrioten" dieses Kalibers teinerlei Gemeinschaft zu hegen. Zimmererversammlung( Berichtigung). In dem in Nr. 50 unferes Blattes vom Sonntag, den 28. Februar, enthaltenen Bericht über die Zimmererverfammlung muß es heißen:" Die Urania ist am 2. und 23. Mai( nicht März) für den Verein gemiethet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich ortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Bereinsfalender find zu richten an Hermann Braunschweig, DreßbenerArbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Renderungen imt straße 80, 2. Hof, 4 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an B. Gent, S. Dresdener: ftraße 107/8. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: SüdostReligionen. Orientalische Bölfer. Griechen und Römer). Herr Dr. G. Pinn. noroihule, Brunnenstr. 25: Deutsch( Die deutsche Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Auffahlehre). Herr Heinrich Schulz. ab. Wahrscheinlich dürfte es für die Mehrzahl derselben sein. Zwei Wettende. Bei den zahllosen, stets wechselnden Spielarten der Antisemiten sind wir leider nicht in der Lage, Ihre Frage zu beantworten. A. B. 96. Bei Deter, Holzmarktstr. 3. Zwei Wettende 999. Der größte ausgebaute Bahnhof in Deutsch land ist der von Frankfurt a. M., größer noch bürfte nach Fertigstellung der von Köln a. Rh. werden. Ueber die Bahnhofsverhältnisse in Bosen können wir Ihnen keine Auskunft geben. In Berlin find die größten Bahnhöfe der Schlesische( Doppel) Bahnhof und der Anhalter Bahnhof. F. in W. Sie wollen die Frage wiederholen. A. W. 25. 1. Ja. 2. Bont 1. Oktober ab. E. H. Der Anfangsbuchstabe muß darauf gesetzt W. L. Brit. sein. Widerspruch gegen das Strafmandat wäre fruchtlos. 1. Das Amtsgericht zu Mittenwalde ist zuständig. 2. Der Vormund hat den Vertrag zu schließen. A. Schneider. Hat der Unfall sich in Berlin ereignet, so wäre die Klage nicht aussichtslos. Sorauerstr. 71. uns nicht S. Pankow. Allein bekannt... 12. Verjährung liegt nicht vor. Clemens u. Leh das Vormundschaftsgericht hat darüber zu befinden. mann. Das Kleben hat mit dem Klebegesetz vom 1. Januar 1891 be: W. V. 122. Die gefehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochen ginnen. tags von 6-9 Uhr, Sonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Kinder erben an des Vaters Stelle. Die Geschäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den Bereinsvorständen zur Bermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters zur Verfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Busammenfunft mit Frauen in Feuerstein's Festfalen, Alte Jakobstr. 75. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 8% Uhr, Theater- und Vergnügungsverein Helgoland". Heute Abend 9 Uhr, im Vorstädtischen Kafino, Acterstraße 144: Sigung. Arends'scher Stenographenverein„ Merkur". Heute Abend 8% Ubr, Stationen. Blumenstraße 10: Sigung. Verein für Körper- und Naturheilkunde. Seute Abend 8 Uhr, Badfir. 19 bei übliß: Bortrag über:" Der Körperbau der Frau. Die Amtsenthebung des Bürgermeisters Roll von Guesen beschäftigte gestern( Dienstag) in geheimer Sigung den Disziplinar- hule, Waldemarfir. 14: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der hof des Ober- Verwaltungsgericht 3. Roll hatte bekanntlich bei Eröffnung einer Nahrungsmittel- Ausstellung in Gnesen, nachdem er das übliche Hoch auf den Kaiser ausgebracht hatte, dem Kapellmeister des fonzertirenden Orchesters untersagt, die Nationalhymne spielen zu laffen. Die Folge dieser Handlung, die Roll augenscheinlich in Rücksichtnahme auf das Empfinden der anwesenden„ Preußen" polnischer Herkunft beging, war seine disziplinarische Entfernung vom Amte. Der Bezirksausschuß in Bromberg entschied später zu ungunsten des Bürgermeisters, der die Berechtigung des Vorgehens der Regierung beftritten hatte. In nicht öffentlicher Sigung verhandelte das Ober- Berwaltungsgericht von 10 bis gegen 5 Uhr. Als Roll dann auf der Straße erschien, wo die Vertreter der Presse sich aufbielten, lehnte er es ab, über den Ausgang des Prozesses Auskunft zu geben. Versammlungen. Der Zentralverein deutscher Gärtner hielt am 28. Februar in Hamburg seine Generalversammlung ab. Anwesend sind 10 Delegirte, die 12 Städte vertreten, die Mitglieder des Hauptvorstandes und ein Vertreter der Generalfommission. Dem Bericht des Hauptvorstandes ist zu entnehmen, daß die Bewegung im letzten Jahre gute Fortschritte gemacht hat. Zum Redakteur und Verleger des Fachorgans wird der Koll. Holm wiedergewählt. Der Antrag, einen Agitationsfonds aus freiwilligen Beiträgen zu gründen, wird angenommen. Nach einem Referat über die Rechtestellung der Gärtner" wird beschlossen, Material zu sammeln, eventuell eine Broschüre über diesen Gegenstand er= scheinen zu lassen. Gegenüber dem gegenwärtigen unsicheren Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 3. März. Opernhaus. Undine. Schauspielhaus. 1812. Deutsches. Die verjunkene Glocke. Berliner. Renaissance. Lessing. Das Glück im Winkel. Neues. Marcelle. Oftend. Zu hoch hinaus. Westen. Die berühmte Frau. Residenz. Associés. Linden. Indigo und die vierzig Räuber. Thalia. Frau Lieutenant. Schiller.. Am Tage des Gerichts. Zentral. Ein fideler Abend. Bolts. Von Stufe zu Stufe. Friedrich Wilhelmstädtisches. Heinrich Heine. Alexanderplatz. Eine pikante Eye. Baffage- Panoptikum. Affentheater. Apollo. Spezialitäten. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 7. März, nachut. 3 Uhr: Gastspiel der Damen Martha Frey und Therese Freyburg; der Herren Heinrich Schulz und Wilhelm Nuff. Zum ersten Male: Die Jungfrau von Orleans. Romantische Tragödie von Fr. Schiller. Sorel: Therese Freyburg. König: Eingelaufene Druckschriften. Von der Meuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' Verlag) tft foeben das 23. Heft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bor dreißig Jahren. Der Agrarfozialismus in Belgien. Bon Emile Bander Delbe. utopistischer und materialistischer Marrismus. Von K. Kautsky. Der Gesezentwurf betreffend die Disziplinargerichtsbarkeit der preußischen München Aerztekammern. Kleine Briefe. Notizen. Feuilleton: Arme Leute. Bon Wien. Boleslaw Prus- Warschau. Autorisirte Uebersehung von P. Styczynsti. Haparanda ( Schluß.) Witterungsübersicht vom 2. März 1897. Barometer reduzirt auf stand in mm, d. Meeressp. BOOG Windrichtung SSM Swinemünde Hamburg Berlin 754 753 755 Wiesbaden 754 754 756 763 N 763 753 SSW 747 CCM . 757 • NW von der Gleichheit, Beitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, Petersburg J. H. W. Diet' Berlag) ist uns soeben die Nr. 5 des 7. Jahrgangs zu gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Unter- Cort nehmerheuchelei. Die Durchführung der fürzeren Arbeitszeit der Fabrit Aberdeen. Aus der Bewegung. arbeiterinnen. Bon Sofie Schön. Zur Lage der Paris. Tagelöhnersfrauen in Mecklenburg. Vor Gericht.( Gedicht.) Von Marle Konopnicka. Feuilleton: Ein Traum. Eine Weihnachts- Legende von W. Korolento.( Forisehung.) Kleine Nachrichten. Die Gleichbett" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10" Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost Beltungslifte für 1897 unter Nr. 2902) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Schiller- Theater| Urania, Tauben Strasse ( Wallner- Theater). Tauben- Strasse No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung Mittwoch, abends 8 Uhr: Am Tage täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. des Gerichts. Gintritt 50 Pf. Donnerstag, abends 8 Uhr: Am Tage Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. des Gerichts. Central- Theater. Sternwartenvaltbenſtr. 57/62 Alte Jakobstr. 30. Dir. Nich. Schulk. Abends 1/28 Uhr: Zum 27. Male: Ein fideler Abend. Morgen Donnerstag: Bum 28. Male: Ein fideler Abend. Alexanderplat- Theater. Kleine Preise. Anfang 8 Uhr. Heute und die folgenden Tage: Eine pikante Ehe. Berliner Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von E. Prudens. Bons, auch die zu anderen Stüden ausgegeben sind, behalten ihre Giltigkeit Sonnabend, den 6. März 1897: Stadtbahnhof. Täglich von 71/2 Uhr abends ab 50 Pf. Jm Theater: Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experi menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Mittwoch, den 3. März 1897, Abends 72 Uhr: Gala- Feft- Vorstellung. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, Pferdebahnstation Rottbuser Thor. Jeden Abend 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr: Von Stufe zu Stufe. PassagePanopticum. Vom 6. März ab: world32 Mädchen aus Samoa. Einmaliges Gastspiel des Gebrüder Zum Besten der Centenarfeier. Herrenfeld'schen Budapester Bossen: Gr. patriotischer Fest- Akt. Theaters. Eine Partie Klabbrias Aus der Mappe Aus der Mappe Apollo- Theater. und Endlich allein. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Auf allgemeines Berlangen: Gastspiel der eines Riesengebirgs- Phantasten. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Neue Debuts! Carmencita fleinen Hänsel und Gretel- Darsteller Geschw. Seitz: Hänsel u. Gretel. Außerdem die hervorrag. Nummern Baubermärchen m.Gefang in 5 Bildern. des Repertoirs. Bagdad, arabischer Sonntag, nachin. 4 Uhr, zu kleinen Vollblut- Schimmelhengst, in Freiheit Breisen: Kinder- Borstellung. Fran dreifirt und vorgeführt vom Direttor Solle, Zaubermärchen mit Gesang Fr. Neuz. Frühlingsreigen, ger. u. Tanz in 6 Bildern von E. Prudens. von 5 Damen. 6 trakehner Fuchs Billets find ohne Vorbestellgebühr hengste, dressirt und vorgeführt von schon drei Tage vorher an der Theater Herrn Hugo Herzog. Albarac, mit von Mr. Gaberel. tasse zu haben. Bormittags 11-1 Uhr und abends von 1/27 Uhr an. Johanna: Martha Frey. Agnes Friedrich Wilhelmft. Theater. Richard Jürgas. Dunois: Heinrich Anfang 8 Uhr. Mittwoch, Don Frey. Burgund: Wilhelm Ruff. nerstag, Freitag: Gastspiel des Lionel: Heinrich Schulz. Talbot: Herrn Carl Pander vomThaliaJulius Türk. Theater in Hamburg. 83/4 Uhr: Heine. HühneraugenHeinrich Operateur und Lotterie: Kollekteur Hirsch: Carl Bander a. G. Vor her 8 Uhr: Eine Tasse Thee. Luſtspiel in 1 Aft nach dem Französischen von W. Droſt. Die Kostüme, Requisiten, Waffen sind aus den tunstgewerblichen Wert: ſtätten von P. Hildebrand. Eintrittstarten à 60 Pf. find in den bekannten Geschäften zu haben. Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß Heute und folgende Tage: Zu hoch hinaus! Voltsstück in 4 Aften von M. Günther. Anfang 8 Uhr. Sonnabend nachm. 4 Uhr( Kinder Vorstellung): Frau Holle. Zauber märchen mit Gefang und Tanz in sechs Bildern von E. Prudens. Fuchshengit, in der hohen Schule ger. Donnerstag, 4. März 1897, abends 71/2 Uhr: Aus der Mappe eines fefengebirgs- Phantaften. CIRCUS BUSCH Bahnhof Börse. Mittwoch, den 3. März 1897, Abends 71/2 Uhr: Grande Soirée equestre. 150 Pferde nach einander Sonntag nachm. 4 Uhr: Klassiker: Borstellung zu fleinen( Abonnements): in der Manège 150. Hippo Breifen. In Borbeitung: Moderne Five Sisters Lorrison Der Kinetograph vollständ.„ neuer" Bilder- Serie und dem Sensationsbilde: Endlich allein! Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anf. 72 Uhr. Bekanntmachung. Kaufmann's Variété. Das grösste und beste Programm v. Berlin. Neu! Neu! Neu! Die preisgekrönten Schönheiten als Kunst: Die Geschw. Delwina ſchüßen. Castor d'Aunack, wandlungstänzer. Ver Gebr. Tscherpanov, a Sänger Trio. Humorist. Berliner Boſſe mit log. Monstre- Tableau v. 100 Hengiten, Sign. Gentes, ber bete Busch. Windstärke 12246224422( Stala 1-12) Better heiter Temperatur ( 50.40 R.) 265982 bedeckt heiter bedeckt 3 halb bedeckt 3 bebeckt heiter -25 bedeckt halb bedeckt heiter woltig 6 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 3. März 1897. Mild und vielfach heiter, zeitweise woltig mit etwas Regen und schwachen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Concordia Variété- Theater[ Achtung! Vereine! Achtung! Englischer Garten, Alexanderstr. 27 c. 11662* Brunnenstr. 154. Täglich: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Sonnabend, 24. April, Sonnabend, 1. Mai, Sonntag, 2. Mai, Das beste Programm d. Nordens. Neu! Troupe Richardt( 1 Herr, 1 Dame, 1 Kind) Afrobaten. Neu! Kathi Richter, Tyrolienne. Meu Long and little Adolfi, Tanzduettisten. Neu! Ein geplagter Dichter. Poffe. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. umtausch- Billets haben Giltigkeit. Moabiter Stadt- Theater Alt- Moabit 48. Heute, sowie jeden Mittwoch: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf. Neues Programm! Zum Schluß: Mampe's Konservatorium für Musike. Ensemble v. Meyfel. Alcazar 7 Säle frei. Vereinsz. frei Simeonstr. 23, FItd. Cösliner Hof Cöslinerstrasse 8( Wedding). Größter u. schönster Saal im Norden.! Elegante Beleuchtung. Gute Küche. 8wei Regelbahnen. Zu allen Versammlungen u. f. w. an. Vereine zu vergeben. Jeden Sonntag: Grosser Ball.: Nähere Auskunft ertheilt Fritz Schröder, Wiesenstr. 30. Welt- Restaurant * Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Novität! Novität! Novität!: Das tanzende Berlin. Im vorderen Saal täglich: Künstler- Frei- Konzert. Anfang: Entree: Wochent. 7 Uhr. Wochentags 203f. Sonntags 6 Uhr. Sonntags 30 f. Arbeitsmarkt. Achtung! Holzarbeiter! Der Streit bei Steiner, Blumenstraße 38 und Kunert, Wilhelmstraße 106 dauert fort. In der Werkstatt von Voss, Büschingstr. 26 haben die Kollegen, megen zu niedriger Löhne die Arbeit. eingestellt. Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung d. deutschen Variété- Theater I. Ranges. Holzarbeiterverbandes( Berlin)." Dresdenerstr. 52/53( City- Paſſage) 12 Anneuftraße 42/43. Geschwister Gottlieb. Achtung! Kollegen der an HolzbearbeitungsMaschinen beschäftigten Arbeiter. In der Werkstatt von Carl Müller, Schönhauser Allee 161, haben die Kollegen wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Sonntag Nachm.: Der Walzer Befang in 3 Aften v. Alfred Schmajow Tourbillon équestre, geritten von Gebr. d'Oretto! Die verrüdten Prof. Roberts. Wendini. Buzug fernhalten. fönig. Burg und R. Niwel. Billets find schon drei Tage vorher 20 Damen. Alligator, oftpr. Hengst, Burghardt. Feen- Palaſt, ſtrake 22. ohne Borbeßellgebühr an der heater Direttion Winkler& Fröbel. faffe zu haben. Außerdem im In Sehen! 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Um recht zahlreiches Der Vorstand. 16/15 Patentamtlich geschützt ist Gesucht wird per sofort ein guter 2. Bas. Herren, von respektablent Aeußern, welche möglichst musikalisch veranlagt sind, erhalten den Vorzug. Offerten sub. A. B. postlagernd Gr. Lichterfelde I erbeten. Aug. Krause So. Wienerstr. 13, Kranzbinderei. Vereins: Widmung beſter Ausbilligsten Preisen. Blumen- Geschäft Oeffentliche Versammlung. Atung! Kartonbranche. Agtung! Koska's Lebens-Elixir.is silhamed in beer tus Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zum Gewerkschafts: Mittwoch, 3. März, abends 8 Uhr, im gr. Saal des„ Engl. Garten", anregende u. die Verdauung befördernde Das Erscheinen jedes einzelnen ist unbedingt nothwendig.[ 87/5 Kartell. Orts- Krankenkaffe für das Gewerbe Alexanderftr. 27e: Große Versammlung Tafel- Liqueur iſt aus Kräutern und Kränze, der Tischler u. Pianoforte- Arbeiter zu Berlin. aller Kartonarbeiter u. Kartonarbeiterinnen. torbenen försters Chr. Stosta Donnerstag, deit 11. März, abends 8 Uhr. im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: General- Versammlung I Tages Ordnung: Sämereien genau nach Vorschrift des im Alter von 114 Jahren ver: zubereitet. Magenleidenden sehr zu empfehlen. Preis pr. Literflasche 1,50 M. erfl. Groß- Destillation Berlin C. Lettau& Keil, * der Vertreter der Kaffenmitglieder und der Arbeitgeber. Chefs versprachen, nach Neujahr dieſe einzuführen; ebenio der Fabriten von Sophienftr. 12, an der Rosenthalerſtr. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1896 und Bericht der Revisoren. 2. Ersatzwahl von zwei Vorstandsmitgliedern der Arbeitnehmer. 3. Antrag des Rendanten- Stellvertreters und der Kassirer um Bewilligung von Manto: geldern. 4. Verschiedenes. [ 130b] Der Vorstand. 1. Vortrag der Frau Mesch. 2. Werfftuben- Angelegenheiten. Die Kollegen und Kolleginnen werden aufgefordert, in dieser Versamm: lung vollzählig zu erscheinen, namentlich der Fabrik von Guttmann u. Meyer, wo die neunstündige Arbeitszeit noch nicht besteht, obwohl die Erdmann, Pädel, Heinsdorf, Krefter und Böhme. Mißstände über Mißstände herrschen; es ist also dringend nothwendig, daß alle Kollegen und Kolleginnen in der Versammlung erscheinen und erwartet dieses H. Friedrich, Vertrauensmann. Der Arbeitsnachweis für Arbeiter und Arbeiterinnen der Karton: branche befindet sich Annen str. 50, Hof part. Achtung! Maurer! Achtung! Fachverein der Klempner Donnerstag, den 24. März, abends 8 Uhr, in der Alexanderstr. 27e( oberer Saal): Dem Eisendreher Wilhelm Kühn, Oppelnerstr. 2, bitte ich unt Berzeihung und nehme die ihm am 14. Ottober 1896 zugefügte Beleidigung zurück. Karl Fröhlich, Eisendreher, Brizerstr. 8. Ehrenerklärung. Guirlanden empfiehlt F. 11460* Jacobitz, Soppenstr. 46. Kränze, Schleifen, Guirlanden, Blumen empfiehlt den Parteigenossen A. Nimtz, Gärtner, 11479* NO., Friedenstr. 68. Carl Bock, Kranzbinderei, Königsbergerstr. 20. 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Die Kommiffion tagt Sonntag, abends 6 Uhr, bei Stramm. des Vereins zur Wahrung d. Juteressen d. Maurer Berlinsu. Umg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fr. Hansen über: Die Einwirkung der Presse auf unser Denten. 2. Diskussion. 3. Vereins angelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 129/12 Die Mitglieder werden ersucht, alle zu erscheinen Der Vorstand. Gänzlicher Ausverkauf. Wegen vollständiger Aufgabe unseres Geschäftslotals Alexander: straße 54, verkaufen wir die bedeutenden Restbestände in 11762* 89/9 A. Winter. Kinderkrankheiten: Dyphtheritis, Masern, Scharlach, Pocken. Vortrag vom prakt. Naturheilkundigen Grundmann am Donnerstag, den 4. März, abends 82 Uhr, Admiralstr. 18 c. Der Vortrag wird an Präparaten, welche die Kinderkrankheiten, sowie die Entstehung, Heilung und Verhütung veranschaulichen, erklärt. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Eintritt 20 Pf. Der Verein für Körper und Naturheilkunde. Geschäftsstelle: Alexanderstraße 8. Schönleinſtr. 17. 129b Portièren, Teppiche, ReEhrenerklärung. 1386 gulatoren, Remontoiruhren, GranatDie Beleidigung, die ich gegen Frau Armbänder spottbillig in der Pfand: Friederike Block in Wilmersdorf leihe Neanderstraße 6. ausgesprochen habe, nehme ich hiermit bedauernd zurück. Reinhold Ullrich. Brautlente. Wegen Ersparniß der Ladenmiethe verkaufe Möbel, Spiegel, Polster: waaren bedeutend billiger. Die Arbeiten Möbel unter Garantie guter Arbeit. Theil11540* zahlung gestattet. Frz. Müller, Alte Jakobstr. 65. werden a. beſtem Material angefertigt, Große Betten 12 M. auch stehen die Werkstellen zur Besich tigung jedermann frei. Buckow, Tischlermeister, Juvalidenstr. 13. Herrenstoffen, Deutsch. Porter Steppdecken Möbel, Billardtuchen, Friek, Flanell und Pferdedecken, um bis zum 1. April damit zu räumen, zu jedem annehmbaren Preise. Günstige Kaufgelegenheit wirklich reeller Sachen. Goltz& Hoffmann, Alexanderstraße 54, an der Prenzlauerstraße. Billigste Bierquelle Berlins. 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 9 Pf.