Nr. 25 Unterhaltungsbeilage 1936 —— Das ungebrochene Brot Der Stellungskrieg in Mazedonien entbehrte des wilden Schlachtenlärms der Westfront, war aber dafür reich an Mühsal nnd Entbehrungen aller Art. Tie deutschen Artilleristen, die ihre Stellungen inmitten der bulgarischen Front bezogen hatten, wussten ein Lied davon zu singen. Solange noch der Bewegungskrieg gedauert hatte, mochte manchem der Vormarsch durch Serbien wie ein einziges grobes, buntes Abenteuer erscheine«». Aber als man nun zwischen dem Wardar und dem Doiran-See auf den kahlen Höhen, über denen in« Sommer unerbittlich die südliche Sonne strahlte und über die im Winter schneidende Winde pfiffen, sich eingenistet hatte, bekam nian bald alle Tücken des Klimas zu spüren. Kleine Fliegen brachte«» die Malaria, im verbrannte«« Gras fasten giftige Skorpione und nachts mochte es dem einen oder den« anderen passieren, dast er beim Schein der Taschenlampe im Iluterstand eine Schlange, bösartig geringelt, entdeckte. Zur Krankheit nnd der bisweilen sogar tödlichen Hi« in beit bäum- nnd wasserarmen Bergschluchten kam eine oft nicht minder tödliche Langtveile, die selbst daun nicht vergehen wollte, wen» man«ach des Tages bleiern einschläfernder Glut irgendwo in dei« spärlichen Maulbeerpflanzungen die toehmütigen Volkslieder der kleinen gebräunten bulgarische» Soldaten hörte, die sich merkwürdig von den durchdringenden Sumuien und Zirpei« der Zikaden abhoben. Man hat in den Kriegsschilderungen viel von Kämpfen, Schlachten und aufregenden Wagnissen gelesen. Aber viel zu wenig wird dabei jenes schrecklichen Einerlei gedacht, das aus de«n ständigen frauenlosen und freudlosen Zusammenleben der Männer eine Atmosphäre der versteckten Unruhe und eine, nervöse Spannung erzeugt«, die die Vorgesetzten durch allerhand mehr oder weniger überflüssige Erdarbeiten, Appelle und sogenannte„Kurse" zu verurindern trachteten, die sich dann aber um so stärker in kleinen Cliquest-Kämpfei« änsteri«, di« zwischen den einzelnen Batterien, den Geschütz-Ablösungen, den Kanonieren nnd Telephonisten, ja auch zwischen Vorgesetzten nnd Mannschaften von Unterstand zu Unterstand ihr unterirdisches Leben führten. Daher war e? verständlich, dast der Bize- feldtvebel Franz Werther die Mitteilung des Batteriechefs, er sei zu einem Spezialkurse nach Stopelje abkoinmandiert worden, mit einer Befriedigung aufnahm, die sich im Kreise der Kameraden bis zu einem wahren Freudenausbruch steigerte. Am nächsten Marge«« bereits ritt er auf einem der kleinen bulgarischen Pferdchen, so rasch es die Hitze und der ewig abzuwehrende Fliegenschwarm erlaubten, in die riicktoärtige Stellung. Selbst hier und da in der Nähe einschlagende Granaten, mit denen das Gegenüber der Saloniki-Front seinen unverminderten Gefechtseifer bekunden wollte, brachten ihn nicht aus der Ruhe. Und dies« Ruhe nahm noch beträchtlich zu, als er nach kurzer Rast in den Etappenstellungen die Feldbahn in Dedeli erreichte. Eingepfercht in einen überfiilltei« Wagen von Urlaubern, nahm er selbst an deren gehobener Stimmung teil, gleich als ob auch ihn« die ersehnte Heimatspause he-' reits winkte. Er genast sogar zum erste«« Male die eigenartige herbe Schönheit der Landschaft und langte in Skoplje wie ein Mensch an, den man aus der Umgürtung eines festen Panzers gelöst hat und der nun zun« ersten Male seit langer Zeit loieder die Glieder reckt und streckt. In Skoplje erhielt er als Offiziersanwärter bequemes Ouartier im Hause eines wohlhabenden spagnolischen Juden, der ihn abends sogar mit allerhand Süstigkeite» und einen« kräftigen Slitvowitz bewirtete. War es nun eilte Wirkung der drei oder vier Gläser Slivowitz oder das Kraftgefühl, das i ihm aus der Loslösung vom täglichen Grabenschmutz erwuchs, oder war es auch jene unbestimmte Mischung von romantischer Erwartung »tnd Abenteuerlust, die eigen an Weichen Sommerabenden in fremden Städten überkommt, jedenfalls tvar Franz Werther in einer nicht definierbaren frohen Unruhe. So wie in de«< kurzen Intervallen, die ztoischen dem Scheiden des Tages und dem Beginn der Nacht liegen, alle Konturen, die das Fliimnern des Sonnenlichtes vorher ungewist gemacht hat und die nachher im Dunkel der Nacht ganz ausgewischt werden, noch einmal mit doppelter Schärfe gaitz linienhaft klar vors Auge treten, so tvaren auch für Franz Werther alle Eindrücke, die er bei diesen« Abendspaziergaug hatte, viel plastischer, viel ntlancenreicher, als beim ersten flüchtigen Durchqueren der Stadt. Da lag oben auf einer Anhöhe am Wardar-Ufer die alte türkische Zitadelle und an ihren Hängen ringelten sich in phantastischem Ans und Ab die engen Gassen des Türkenviertels, aus dem niir ab nnd zu der Zeigefinger eines Minaretts oder der breite Schildkrötenrückeu einer Moschee-Kuppel weist in die dunkelblaue, fast ins lilafarbene hinüberspielende Abendluft emporstieg. In den engen Basargassen fasten die Handwerker noch OGOGOGGGGOGOOOG Mädchen hinterm Schalter Bist s» bleich, du Mädchen Hintern« Schalter, trägst die Blässe der getünchte«« Zimmer; deine Auge«« aber leuchten immer— hinter Gittern eiugefaugnr Falter! Hältst jetzt si««nend einen Brief in Händen— Flieger trug ihn her aus weiter Ferne—; du entflögest dieser Haft s» gerne, sch»«« der Wunsch stößt sich an harten Wänden. Dir ist Arbeit eine herbe Speise, von den Feiertage« leicht versüßt. Wen» die Tonne dich von ferne grüßt, träumst du schnell von einer Sommerreise. Und wie du in diesem Traum erblühst, schwingt ein Lied in di»»erborgen, leis«, ^uliu» Zerfaß. in den kleinen Borbanien ihrer grauen Lehmhütten, putzten ihre Metallwaren, tlöpften die Schuhe, nähten die Gürtel, priese«« di« Seiden- tücher an oder fasten auch bisweilen, umtan von der Würde eines langwallenden Bartes, wie di« Weisen der arabische«« Märchen auf ihren kreuz- lveis verschlungenen Beinen. Aus den Garküchen drang ein unangenehm fiilliger Geruch von Fetten und Gewürzen, aber appetitlich brodelten die kleinen Fleischstncke a«« den Brat« spiesten. Sonderbar! Am meisten erregten Franz die ab und zu durch die Gassen huschenden Frauen mit den tief verschleierten Gesichtern, ans denen nur di« schwarzen Angen mit einer Glut brannten, die vielleicht deswegen so start tvar, tveil die gefärbten Wimpern und die offenbar stark gepuderten Wangen den Kontrast zu den übrigen wenigen freiliegenden Teile» des Gesichts noch erhöhten. Aber war keine Unruh« eigentlich so sonderbar? War es nicht verständlich, dast nach einem Jahr der Enthaltsamkeit im Graben und nun inmitttn. dieser farbigen, für den Westeuropäer fast untvirk- lichen und märchenhaften Welt die Sinne ihr Recht verlangten? Er sucht« die in ihm anf- steigeuden Gefühle durch allerhand Vernunftgründe, durch Moralbedenken, durch Angst vor Krankheit und Ungemach, ja sogar durch einen Hinblick auf die entsprechenden militärischen Anordnungen, die am Bahnhofsausgang jeder Soldat, der di« Stadt veirat, von dem fürtorg- lichen Stadtkommando in die Hand gedrückt bekommen hatte, zu zerstreuen oder wenigstens gegen sie eine Art von Sicherungsdämmen zu errichte». Da er aber fühlte, dast immer wieder ihn Zweifel und Bersuchuugen überkamen, sobald er nur irgendtvo an der Eck« ein paar Soldaten mit den nicht wenig zahlreiche«« und sehr gefälligen mazedonischen Mädchen plaudern sah, so tvar es ihm im. Grunde ganz angenehm, als er einen Kaineraden traf, der mit ihm zum gleichen Kursus abkommandiert war und mit dem er gemeinsam die Reise von Dedeli gemacht hatte. Er folgte seiner Einladung zu einem, wie der Kamerad sagte,„lustigen Abend mit unerhörten lleberraschungen", der ein« Reihe der abkommandierten deutschen und bulgarischen Kursnsteilnehmer abends in dem sogenannte««.Masino" vereinen sollte. Dieses „Kasino" war ein etivas baufälliger und wackliger groster Pavillon, der, am Ufer des Wardar gelegen, einen hübschen Ausblick bot und in Ariedenszeiten den wohlhabenden Schichte» der Bevölkerung wohl als eine Art gesellschaftlichen Mittelpunktes gedient haben mochte. War der Holzbau schon au sich nicht sehr ansehnlich, so Ivar er durch die Vernachlässigung mehrerer Kriegsjahre nicht gerade zu einem begehrens- werlen Aufenthaltsort geworden. Das tat allerdings der Freude und Ausgelassenheit der jungen Leute keinen Abbruch, die froh, endlich einmal den täglichen Gefahren und Plagen des Stellungskrieges entronnen zn sein, nun vorhatten, sich ordentlich auszntoben. Einer von ihnen hatte, tver weih wie, ein« Reihe von Ortsschönen aufgegabclt, und nachdem man dem schnell herbeigeschafften Wein und*"Schnap- — 2— mehr als bekömmlich zugesprochen hatte, drehte man sich zu der rasch improvisierten Geigen- und Flötenmusik einer durch den Lärm herbeigelockten Zigeunerbande, in wiegendem Walzertakt, in den kurzen Rhythmen amerikanischer Modetänze öder auch, und dies war ein Höhepunkt für die"teilnehmenden Bulgaren, Hand in Hand gefaßt, in dem raschen Schwünge eines slatvischen Rundtanzes. . Erst zu einer sehr späten Stunde trennte man sich. Franz Weither hatte es nicht weit z dem Hause seines Gastgebers, aber die angeregte Stimmung, in der er sich befand, und vielleicht auch ein dunkles, nach Tanz und Alkohol doppelt starkes ungewisse- Verlangen nach irgendeinem Abenteuer trieb ihn dazu, einige Kameraden noch ein Stück auf ihrem Heimweg über die Wardarbrücke hinüber zu begleiten. Es mutzte sehr spät gewesen sein, als er sich von ihnen trennte, die tags so, belebten Gaffen waren ganz menschenleer, und um so mehr wunderte er sich, als er auf dem Rückweg kurz vor der Brücke plötzlich einer Frau begegnete, die irgendwie scheu und doch offenbar in zweideutiger Absicht mit einer kleinen schwarzen Katze auf dem Arm in jenem langsamen und suchenden Schritte einherging, der Absichten vermuten läßt und Anknüpfungen erleichtert. Als er mit einigen raschen Schritten auf sie zu kam, staunte er. Sie hatte ein schmales, blasses Gesicht, dessen Bläffe, noch durch die etwas ungeschickt und offenbar ungeübt angemalten roten Lippen unterstrichen wurde. Die Augen waren blau, weich und schwermütig, das Haar blond und zu einem dichten Kirsten geschürzt. Die etwas rundliche und dabei doch feine Rase, die scharf hervortretenden Backenknochen,. alles das ließ vermuten, dah sie eine Slawin war, die nicht dem eigentlichen mazedonischen Milieu ent» stammte. Franz sprach sie an Sie blieb etwas verschämt, aber doch bejahend stehen. Sie wies die paar Brocken seiner bulgarischen Umgangssprache in einem von österreichischen Akzent getragenen einwandfreien Deutsch zurück.„Sie können mit mir deutsch sprechen, ich kenne Ihre Muttersprache gut." Franz Weither staunte. „Wie kommt das, haben Sie sie in so kurzer Zeit hier erlernt?"„O nein, aber woher ich deutsch kann, das wird Sie ja wohl kaum interessieren."„O doch", beharrte Franz.„Ich bin eine Serbin^ Ich habe als junges Mädchen in Belgrad eine österreichische Schule besucht." Franz wunderte sich, ein Straßenmädchen, das die höhere Schule in Belgrad besucht hat? Seltsames Abenteuer in der späten Stunde dieser mazedonischen Stadt.„Kann ich Sie vielleicht begleiten?" Plötzlich freilich besann er sich: sie wird Geld von mir haben wollen, und ich habe nichts bei mir. Er sah sie mit einem kurzen Seitenblick an und wutzte nicht recht, wie er sich ihr verständlich machen sollte.„Ich gehe gern mit Ihnen mit", sagte er Plötzlich mit der un- gehöbelten Grobheit eines Menschen, der mm Schliff und Politur gekommen ist.„Aber ich habe nichts für Sie bei mir."„O doch", entgegnete sie, und wies auf seinen Brotbeutel, den er gtwohnheitsgemätz bei sich trug, und in dem ein großes frisches, knuspriges' Kommiwbrot steckte. Ein Kamerad hatte es ihm auf dem Heimweg gegeben, als er darüber klagte, er habe eS bei feiner Ankunft versäumt, sich bei dem BerpflegSdienst seine morgige Brotration aushändigen:zu kaffen.- Mit einem scheuen und begehrlichen Blick fuhr bi« Serbin fort:„Rur das Brot möchte ich vqn Ihnen haben, nur etwas ,Brot.">„Haben: Sie Hunger?" entfuhr es ihm,„Nicht ich, aber ich brauche das Brot driugeud, sogar sehr dringend. Sonst hätten Sie^inich.nicht so spät hier angetroffen." Franz toajtz etwas beklommen zu Mute. Sollte er ihr nicht einfach das Brot geben und weitergehen? Aber dünn sah er sie wieder an, sie hatte eine zierliche Gestalt und ihr einfaches schwarzes Kleid ließ die Formen stark hervortreten. Der Trieb in ihm siegte. Er mochte sie nicht von sich weisen.„Wohnen Sie hier in der Nähe?" war seine Antwort.„Nur wenige Schritte weit." Indes sie miteinander sprachen, waren sie schon unmerklich in einer Seitengasse angelangt und machten vor einem kleinen, sauberen Hause halt, das wie alle Gebäude in Skoplje unter den Kriegsjahren Schaden genommen hatte, aber doch erkennen ließ, daß darin früher ein gewisser bescheidener Wohlstand, vielleicht der eines kleinen,Beamten gehettscht haben mußte. Die Serbin zog aus ihrer zerschrammten Handtasche einen schweren Schlüssel und schloß die Tür auf, die knarrend nachgab. Gleich am Eingang des Raumes stand ein Leuchter, den sie entzündete, und in deffen ungewissen Halblicht Franz die kärglichen Reste einer europäischen Einrichtung in Gestalt eines abgenutzten SofaS, eines Tisches und weniger Stühle erkannte. In der Nähe einer anderen Tür. die in ein weiteres Zimmer fuhren mochte, stand auf einem Schemel ein altes, etwas verbogenes Grammophon mit einem großen Schalltrichter, wie er früher üblich war. Die Serbin setzte sich.„Bitte, nehmen Sie Platz." Franz gehorchte der Aufforderung noch nicht, sondern legte auf den Tisch neben die Kerze, das große braune Kommißbrot. Dann ging er, um irgendwie einen Anlaß zu haben, die Situation zu lockern, auf das Grammophon zu.„O, Sie haben ein Grammophon? Spielt es noch? Haben Sie auch Platten?" Indes sah er schon, daß Neben dem Grammophon in eiNem Winkel einige Platten lagen. Er griff eine wahllos heraus und setzte sie auf. Das Grammophon spielte krächzend, aber doch deutlich die Serenade von Toselli. Die Musik ließ in ihm wieder alle Wünsche und Begehrungen wach werden. Er trat an den Tisch zurück und sah .die Frau sich gegenüber. Sie saß auf dem Sofa, er hatte den Eindruck: sie sucht sich begehrlich zu.machen, aber sie ist irgendtvie scheu und unglücklich. Das ließ ihm von neuem zögern. Plötzlich kam er auf eine ungeschickte Ausflucht.-„Wollen wir etwas effen?" schlug er vor.„Ich habe nichts da, aber brechen Sie doch von dem Brot ab, ich würde schon mithalten." Er ging ans das Brot zu, es war wie em Symbol. Der Laib des Brotes lag lang und prall hingestreckt, der Teig quoll unter der 'Kruste weich und begehrlich hervor. Er brauchte bloß sein Meffer zu nehmen und hineinzuschneiden, dann brach es saftig auseinander. Er zögerte einen Augenblick, da war die Gramms» phonplatte abgeschnurrt, er lief rasch zu dem Apparat, griff wahllos nach den wenigen Platten und legte eine andere auf. Eine feurige Marschmusik begann.. ES war die Warscha» wjanka. „Sie haben die Warschawjanka?"—„Ja", sagte di: Frau,„von früher her.. Mein Mann hat sie so geliebt, er ist eigentlich Russe gewesen. Er mußte vor der Zarenknute fliehen."„Wo ist er jetzt?"—„Irgendwo im serbischen Heer. Er kam nach dem Balkankrieg mit mir hierher als Lehrer. Dann mußte er fort, und ich blieb zurück. Zuerst gab ich einige Sprachsiunven, aber dann ging das mich nicht mehr. Und jetzt, jetzt..." Indem öffnete sich die Tür, zwei kleine flachsblonde Jungen, die offenbar von den lauten Klängen der Warschawjanka geweckt worden waren, schauten neugierig und schlaftrunken durch den Spalt. Sie sahen nicht recht, was vor sich ging, sie sahen im Grunde nur eines: nehen dem Leuchter das frische, glänzende, knusprige Brot. Und ihre kleinen Stimm» chen ließen auch den, der die Sprache nicht ver» stand, ahnen, worum sie die Mutter baten. Franz ahnte noch mehr. Er verstand jetzt, weshalb diese Frau in ihrer höchsten Verzweiflung unter dem Schutze der Nacht diesen Weg gegangen war. Sein Begehren verflog. Er iah nichts, als den unsäglichen Jammer, die tiefe Erniedrigung und den Abgrund des menschlichen Leids.„Nehmen Sie das Brot, ich hab« keine Zeit, ich komme ein andermal wieder." Sie schaute ihn fast verständnislos"an. Dann entspannten sich plötzlich ähr« Züge, zwei schwere -Tränen standen zwischen de« Augenlidern, mühselig erhob sie sich, ging stumm mit an die Tür und sagte zum Abschied nichts, als ein Wort, das in ihm nachklang, als er raschen Schritts durch die Gaffen heimkehrte; sie sagte:'„Kamerad." Auf dem Tisch lag im Schein des verglimmenden Lichts das große runde, knusprige Brot, > ungebrochen. vr« internationale Freundschaftswoche Von Max Winter(Los Angeles) Amerika erfreut sich seit Jahren einer in Europa so gut wie gar rächt bekannten kulturellen Einrichtung. Die dritte Maiwoche ist an allen Schulen der Bereinigten Staaten der Pflege internationaler Freundschaft gewidmet- Innerhalb dieser Woche muß jede Schule des weiten großen Reichs mit den Kindern ein Fest veranstalten, das der Pflege internationaler Freundschaft dient. Dieses Fest entsprang dem großen Programm, die Gegenwarts- und Zukunftsbürger der Vereinigten Staaten zu erziehen. Wird ein Europäer von gestern in den frohen Zauber solcher Festlichkeiten hineingezogen, so drängt sich ihm unwillkürlich der Vergleich mit den europäischen Bölkerkäsig auf, in dem«in Volk gegen das andere um elender Herrschaftsgier willen gehetzt wird, in dem alle zittern Müssen, von einem Tag zum andern, ob nicht irgend ein Verantwortungsloser, irgend ein Machtbesoffener zum Werkzeug der Raubgier wird, in dem die Insassen des Käfigs von einem Tag zum andern fürchten müssen, daß der Sohn, der Gatte, der Vater am nächsten Tag nütrschieren muß, um den Nachbarn zu töten oder von ihm getötet zu werden, obgleich beide besten Willens.sind. miteinander Frieden zu halten. Wie anders Amerika! Da ist Ost mit West nicht verfeindet oder mit den Mittelstaaten, die Mitte will nicht Krieg gegen West oder Ost, der Süden rüstet nicht gegen den Norden, er gibt den Kindern nicht, Alpinistöcke als Ehrenzeichen, daß sie Zukunftssoldaten find für den Zug über die Alpen, Ehrenzeichen, gewissermaßen in Vorschuß. Gewiß, auch Amerika hat in Ost und West eine andere Welt, der Norden des Mississippi schaut andere Menschen als der Süden des Stroms; gewiß lebt im heißen Arizona oder im Süden Kaliforniens ein anderes Volk als in Notd-Dakota oder an den großen" Seen im Norden Mittelamerikas— aber in einem sind sie alle gleich: Allen Staaten ist dieselbe kulturelle Linie vorgezeichnet und sie alle halten sie ein. so gut sie es nur vermögen. Ja. ein edler Wetteifer, dem andern darin zu- vorzukommen, ist oft zu beobachten. Die erzieherische Beeinflussung von jung und alt von Staats wegen gibt dieser kulturellen Linie Rich- iung. Eines Tages klingelt das Telephon. Di« Stimme einer Schweizer Frau:.Mollen Sie nicht für mich am 18. Mai zn den Kindern riner Schule über internationale Freundschaft spre- Heldische Erziehung/ Von Anders Bechgrlmm Eir setzen drei Stunden schon, ohne zu fragen, der Junge ist immer nach nicht z« Haus. Di« Mutter steht müde zum Fenster hinaus: „Heut mutzt du ihm ader mal wirklich was sagen. TaS ist dies« Wach« hie dritte Rächt—- was haben di« blatz aus dem Jungen gemacht!" Der Bengel torkelt und lallt nur:„Schnauze!" Er zieht fich dabei ahn« Eile aus und legt auch d«n Dolch aus der Tasche heraus.. „Kehrt, marsch! Sanft krirgft du nach eius vor die Plauz«! Schon wühlt er di« Decke über den Kaps, au« den Kiste» lugt nur«ach der blonde Schopf. Er lächelt müde und sagt:„Wie du meinst! Was kümmert unS schließlich der Fragebogen. Wozu habe« wir ihn denn aufgezogen? Es ist auch nicht nötig, daß du jetzt nach weinst!—" Er streicht ihr ganz leis« daS graue Haar, das früher f» bland und so glänzend war. Am Margen, bevor er zur Schul« muß, flezt er sich müd auf dem Kinderkathrder und kaut dabei sargenvall an seiner Feder. Dann rafft er stch auf und ruft halblaut:„Schluß!" Im Bagen dir Spalte:„Elternhaus?" füllt er dann langsam und gründlich aus. Di« Rächt schleicht weiter, ste gehen zu Bette, es schlägt schan drei, es schlägt halb vier, da kommt der Junge» er riecht nach Bier, im Mundwinkel klebt ihm di« Zigarette. Der Vater steht auf und geht auf sei« Zimmer. Da seht er stch nieder, s» ernst wie immer: „Run sag mal, Hans, was machst du für Fasten, erst gestern war- drei und heut schan bald vier, das kann dir nicht gut tun, daS schadet dir, dn kämmst dach gerade jetzt erst ins Wachse«. DaS ist dies« Wache die dritte Rächt— und waS stch di« Mutter für Sargen macht." „Mein Bater war früher Sazialdemakrat, über sawaS können wir heut nur nach lachen. Empfehle tratzdrm, ihm mal Dampf zn machen, hat gar kein« Ahnung van unserem Staat. IM übrige« ist er.Häuser-Vermittler und stört mich im Dienst. Hans Böhm. Heil Hitler!" Herr« Böhm hat«an nunmehr in Schutzhaft genommen, er start daran im falgendrn Jahr, als HanS grade eben sechzehn war. Der ist bald darauf in« Fel» gekammen und schrie, als er hing im Stacheldraht da, drei langt Stunden:„Mama— Mama—!" chen? Ich selbst werde im Schweizerkostüm an der Feier teilnehmen." „Bon Herzen gerne. Mit tausend Freuden." „Dann bitte seien Sie am Morgen bereit. Ich hole Sir um 8 Uhr mit dem Wagen ab. Es ist der internationale Freundschaftstag. 8s sind Kinder von 1v bis 13 Jahren, zu denen Sie sprechen sollen."„Abgemacht." Und der Tag kam. Es war einer jener ewig schönen Maientage Südkaliforiiiens. Langsam besiegt die Sonne die Rebel, die von der See ins Land streichen. Dann aber leuchtet sie so hell, so strahlend, wie die Augen der Kinder, die zum Feste rüsten oder in seiner Erwartung zur Schule kommen. Halb zehn Uhr. In der Speischalle der Schule sind die gröberen Kinder versammelt. Auf einen» Pult an der Längswand stehen Blumen. Zu beiden Seiten Stühle für die Schweizerin, den Sprecher und den„Prinzipal", wie in Amerika der Schulleiter heißt, den die Kinder aber im Gespräch mit chm bei seinem Namen nennen, Mr. Bowman. Das gehört zur Demokratie. Rur keine Titel! Neben den Gästen steht ein Bub mit der amerikanischen Flagg«.-. Der Prinzipal:„Kinder, bevor ich euch unsere Gäste vorstelle, wollen wir die Fahne grüßen." Alle Kinder erheben sich und strecken den rechten Arm gegen das Sternenbanner. Stehend fingen sie dir Hymne. Noch eins muß den Reden vorangehen: Die Begrüßung der„ausländischen Gäste".' die schon vor der Türe loarten. Ein Zeichen und sie marschieren ein. Den Zug eröffnet ein blondes Mädel mit dem Sternenbanner, die„Miß America" dieser Schule. Dann kommen die Nationen. Eine Schul- klafie hatte den ehrenden Auftrag, den Zug der Rätionen darzustellen. Jetzt ist der große Augenblick. Schon kommen sie, als erster ein Indianer, sehr realistisch in einem stark zerfetzten Kleid dargestellt. Dann kommen die guten Nachbarn, die Kanadier und Mexikaner, die Völker des Pazifischen Ozeans, die amerikanisches Phillipi- ner>.die Japaner, Chinesen, mit Würde den Zopf tragend. Schließlich Europäer, all« in Kostümen: Engländer, Schotten, Frauen ans dem Elsaß, ans Holland, ans der Schveiz, Aelplev. Eine j Italienerin schwingt die Trikolore in ihrer Hand. „Und was ist Dein Wunsch?" fragt sie der Prinzipal, der für jedes Kind ein gutes Wort hat.„Ich komme aus Italien. Mein Volk will den Frieden I" antwortet die Kleine, wohl nicht wissend, wie wahr diese Worte sind. Das war gerade in den Tagen, da Mussolini den großen Siegesrausch organisierte. Dann kamen die Rede». Zuerst sprach die Schweizer Frau einige Worte der Einführung und dann erzählte der Hauptredner des Tages den Kindern von den Schrecken des Weltkrieges, von dem Sterben der Väter, von dem Kummer der Mütter, von dem Hunger der Kinder, von der Zett, da die Mutter das Brot versperrt halten mußte vor den hungrigen Kindern, Amerikas Kinder glücklich preisend, daß sie in einem Lande wohnen, dem dank seiner bewußten Frie-. densliebe kein Krieg droht.„Gute Nachbarn sein!", wie es euer großer Präsident Franklin D. Roosevelt immer wieder sagt, daS ist alles. Seid auch heute gute Nachbarn zu einander. Reicht'euch die Hände, schließt die Kette, drückt euch fest die Hände, Buben und Mädels, und ruft mit mir: Freundschaft, Freundschaft, Freundschaft! Und diesen Gruß behaltet bei als Gruß und Erinnerung an den Freundschaftstag und an dieses schöne Fest." Freundschaft, Freundschaft, Freundschaft! scholl das Echo zurück und als dann der Prinzipal die Gäste durch alle Schulklaffen führte, um ihnen den Schulbetrieb zu zeigen, scholl ihnen überall als Gruß das schöne Wort Freundschaft entgegen, von den Kindern und den Lehrerinnen, denen die unterste Stufe der Amerikanischen Schule ausschließlich anvertraut ist. Ein schmackhaftes Mahl in der Schulküche, di« dem Prinzipal ebenso dient wie den Lehrerinnen und Kindern, auch den Aermsten, den Kindern vor Arbeitslosen, die Gäste der Schule sind, be'chioß den schönen Vormittag. Da die Gäste lmeosr in den Wagen stiegen, scholl ihnen als letzter Gruß das Wort:„Freundschaft" nach, der in de» kgschistsichen Lindern Europas so verpönt« Gruß der„Kiuderfrennde". Einige Tage später aber brachte der Postbote dem Redner des Tags einen Brief des Prinzipals^ in dem der Schulmann wörtlnh sag:: „So oft ich in eine Schulklaffe konituc, hebt ein Junge seine Hand und ruft mir zu:..Freund' schäft!" Ich bin sicher, dir.Früchte Ihres Besuches werden dauernd sein und wirklich Gnres n unseren Schülern wecken." Kurzsichtig« verbieten die Freundschaft, lveit Ausschauendt fördern sie! Kleine Gedanken über große Gefühle Die Zaren deS alten Roms saßen oel dcn Gladiatorenkämpfen in ihrer Hofloge, und spielten das bekannte Spiel mit dem Daumen: wurde er hochgehalten, so blieb das Opfer an: Leben, wurde er gesenkt, so erlitt es den Tod. Je nach Laune und Einfall. Uns kommt es wohl ungeheuerlich vor,>nit welcher Frivolität hier über einen Menschen entschieden wurde. Aber handelt es kick auch nicht um Leben oder Tod: ost haben auch unsere Herzen neronische Anwandlungen.. Wie oft ist dir einer„sofort unsympathisch", den du nur flüchtig sahst? Was ist das mit der große» „Liebe auf den ersten Blickt" Geht es gar nicht ohne die Launen der Seele? „Die Liede kommt nachher schon von selbst": die ständige Redensart der Ehcstifter, wie sie in den alten Büchern stehen, hat ihren wahren Kern. Gefühle wollen wachsen und sich bewähren, nicht wie Raketen verschossen sein. In einer bekannten und vielbesungenen Ballade wird das Herz mit einer Uhr verglichen. Ich trage, wo ich geh«... ES hat langsam fast rin wenig phrasenhaften Klang bekommen. Und ist doch zu einem Meile gan- schön. Ich finde zum Beispiel, der Umstand, daß -nur schon etwas über die ersten Jahrzehnte hinausgewachsene Menschen goldene Uhren geschenkt bekommen, läßt sich schön in den Vergleich einspinnen. So ein echte- Herz will nämlich mit Andacht und Vorsicht behaudelt sein. Und ihr wißt ja. wie«S ist, wenn man Kindern Uhren scheust! Sie nehmen sie ans- einander, zusammensetzen könne» sie sie nicht wieder, und an dem, was drin ist, freuen sie. sich dann auch nicht einmal... Ich las in der Zeitung von der Begebenheit mit einem braven Pferde, das sein Besitzer verkauft, das sich aber losgerifjen habe und viele Steilen weit über Berg, und Bach in den alten Stall zurückgeslohen sei. solche Geschichten läßt man sich gern erzählen: jeder gehört schön in seinen Stall, uird ob Osten oder Westen, zu Hanse ist es am besten. Wenn der Franzose ,Hch bin zu Hause" ausdrürken will, so sagt er:„Ich bin bei mir". Die Menschen, d>e seine Sprache formten, scheinen gewußt zu haben, daß man sehr wohl„Zu Hause" und doch außer sich sein kann. Bei lebendigen Menschen gibt es eben hin und wieder neben der Gewohnheit an Hafer- mischnng und Krippe auch noch andere Regungen. lind wenn es ihn-gerade so überkomuit, reißt er trotz aller Pferdemärchen über Berg und Bach viele Meilen weit aus, und di« anderen haben etwas zur sittlichen Entrüstung... Er dachte: jetzt muß ich irgendeine Handbewegung machen, sie bei der Hand nehmen, dann ,st sicher alles wieder gut. Sie dechte: wenn er jetzt doch ein einziges Wort sagte, um zu zeigen, haß er weiß, toas er getan hat, um alles wieder gut zu machen." Ach, wenn er mich auch nur ein wenig streichelte... Er gehörte aber zu denen, die wohl eine große Unternehmung voller Phantasie und Tragweite einzuleiten vermögen, aber nicht die Kraft haben, ein letztes kleines Hindernis zu überwinden, das der Trotz und Stolz und die Rechthaberei aufgerichtet haben. Wie übrigens wir fast alle.,. Und also tat er nichts. Und also kani ein unnötiges Leid mehr ans die Welt. Als wir noch in den Windeln lagen, durften wir lächeln oder weinen, soviel und so oft uns danach war. Tie„gute Erziehung" hat uns das, wie das meiste Natürliche, abgewohnt. Habt Ihr schon einmal auf der Straße den Mann getroffen, der irgendettvas vor sich hinsprach? Sicher habt Ihr ihn für irre gehalten. Und die Frau, die stillvergnügt vor sich hinlächeltc? Sicher habt Ihr erst gedacht, Ihr selb» seid der Anlaß und habt dann den Kops geschüttelt: die ist doch auch nicht ganz richtig. Und wenn ihr nun morgen einem von den selbstbewußten jungen Leuten begegnen würdet, denen sonst die ganze Welt zu gehören scheint und er weinte ungeniert wie ein Schulbub? Ich glaube, Ihr bliebet gar noch stehen, und säht den» Weltwunder halb entgeistere und halb neugierig nach. So heilig nämlich seid Ihr von ' der Notwendigkeit überzeugt, daß man Gefühle nicht verraten darf. „Wollen wir nicht lieber die Rosen aus der Stube nehmen?", sagte er fragend, während er zu Bett ging.„Man könnte mit'Kopfschmerzen aufwachen!" „Natürlich, ich habe es vergessen", sagte sie rind brachte die Rosen weg. Er lgs seine Zeitung noch und legte sich dann auf^die Seite. Er dachte irgendwohin zurück. Es nuißte fast zehn Jähre her sein, daß er in einer Sommernacht sich zwischer» Rosenbcete gelegt und wie ein Gott erwacht war... Er tröstete sich notdürftig: in diesen zehr» Jahren wird nur selten bei einem das Weinlaub nicht zur Migräne. Es ist schon besser so— lind dann schlief er eil». Morgens verlangte er ein Pulver. Er habe. Kopfschmerzen. C>Rri|til P. I. B. Boi 4 Atfamson als Pädagoge Schach-Ecke Geleitet von Wentel Scharoch. Drakowa Nr. 32. Post Mod Ian bei Teplitz-Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 3M. Von Johann Dobrasky. (Sammlung Spielbücher.) Weiß: Ke8, Dfl. Le2 Sa6. g6. Be3. 55.(7) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. RICHTIGSTELLUNG. In Aufgabe Nr. 284 ereignete sich ein kleiner Fehler, der große Wirkungen zur Folge hatte. Der weiße Springer c3 gehört auf c5! Wir geben nochmals die Stellung: Schwarz: Ke5. Dd4. Tf4. L55. Sb4, Bd6. 67.(7) Weiß: Kbl, Dh2, Tel h6. Lb2. g8, Sc5. 04. 865, g4.(10) Die Einsendezeit wird um 8 Tage verlängert. Lösungszug zu Nr. 283: Sg7—e6! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Richter Karl. Politz a. E.t Sturm Heinrich. Brünn; Primas Josef. Ziebernik b. Aussig; Dressier Rolf. Vlafiim; Schöffe! Anton. Schob ritz; Tepper Franz(danke für die Mühe u. bitte um Entschuldigung); Strache Rudolf. Groß« priesen: Havel Franz u. Geißler Josef. Modlan: Nitsch Rosa. Trupschitz; Förster Gustav, Kotno« tau II.; Dinnebier Emil. Tetschen; Hy na Josef, Hostomitz: Schindler Robert. Freund! Anton. Habt Erwin. König Anton. Chimiak Teo. Holfeld Otto. Lotmüller Hans, sämtlich Nestersitz; Roheit Franz. König Anton, Steinwitz Hans. Steinwitz Adolf. Schmied Ferdinand. Walter Ludwig, sämtlich Kwitkau: Triltsch Gustav. Wisterschan; Te« saf Franz. Suchet; Eichler Otto. Drakowa. A BREITE BSCH ACH. Am Sonntag, den 14. Juni, wurde in Modlan das Retourspiel 1. Bezirk gegen 2 Bezirk ausgetragen. Den Genossen des 2. Bezirkes gelang es nach schönem Kampf, das Spiel mit 7%:2% Punkten für sich zu entscheiden und revanchierten sich für die in Türmitz erhaltene Niederlage(5:3 Punkte für 1. Bezirk). Allerdings trat der 1. Bezirk ohne Aron und noch einigen altbewährten Kämpen an. Aber auch die Siegermannschaft trat nicht in stärkster Aufstellung an. Die Ergebnisse an den einzelnen Brettern: Brett:. 1 Habt, Nestersitz 0:1 2 Guth. Kleische 0:1 3 Proksch. Schönfeld 0:1 4 Jung. Kleinpriesen 0:1 5 Laslik. Nestersitz 0:1 6’Dubitiky, Kleische 1:0 7 Wendler. Kleische 0:1 8 Balata. Schönfeld 1:0 9 Tröster. Kleinpr. 10 Kurinsky, Schönfeld 0:1 Scharoch. Wist erseh an Frisch. Wisterschan Berger. Zuckmantel Hefmann. Teplitz Robek. Wisterschan Schmied., Wisterschan' Loos. Teplitz Schramm. Wisterschan Liebisch. Teplitz Nakladal. Teplitz Ergebnis 2*A:7Mt Punkte für 2. Bezirk. Gleichzeitig spielte Sektion Kwitkau gegen eine komb. Mannschaft des 1. u. 2. Bezirkes an 7 Brettern. Kwitkau gewann mit 6:1 Punkten. Krochwitz-Seldnitz gegen DTJ. Bodenbach. Am 5. Juni spielte in Bodenbach Krochwitz- Seldnitz komb. gegen die tschechischen Genossen vom DTJ. Pcdmokly an 15 Brettern. Es ist der komb. Mannschaft gelungen, den Wettkampf mit 9:6 Punkten für sich zu entscheiden. Die Ergeb« nisse waren(Krochwitz zuerst genannt): Jelinek 0 4 Kurt: Heyer 1:0 Brabec; Günther 1:0 Tu- rek: Scherzo P 1:0 Vlöek: Scherze Ed. l:OStidka; Müller l:0£iäka: Eckert 0:1 Novotn?: Schweich 1:0 Hurdych: Eckert Er. 0:1 Slaby.(Seidnitz): Ulbrich*2:*« Nieder le: Pamp! 0:1 Vltäsek; Deut sch mann E. 1:0 Voborsk^: Redlich K. 0:1 Hanuä: Jüstel 1:0 PHbyl: Weber Zajiöek. Ein sehr hübsches Ergebnis unserer Scbaeh« genossen gegen die spielstarke DTJ.-Mannschaft.