BUNTE WELT Nr. 42 William Edward Hayes: Unterhaltungsbeilage Gut gebremst Lokomotivführer Dickerson saß knapp am Rande des Stuhls den Herren hinter dem groBen Tisch gegenüber. Er beugte sich gespannt bor. Auf seiner verwaschenen Bluse, in den Wimpern und auf dem hageren, bronzefarbenen Gesicht lagen noch Spuren von Ruß. Seine unruhigen Augen wanderten von einem zum anderen der gefürchteten Richter. Bolling. der Oberaufseher, und Pandergast, der Obermaschinist, waren ihm bekannt, der dritte, Ingenieur Sutter, ein junger Mann mit einem scharfen Gesicht und fühngeschwungener Nase und dünnen Lippen, war hier erst kürzlich zugeteilt. „ Achtzehn Jahre," sagte der Ingenieur, ,, die sollten wohl genügen, erlernt zu haben, wie man einen Zug richtig behandelt." Er Tegte die Blätter auf dem Tisch zurecht, das waren die zusammengefaßten Verweise, die Dickerson im Verlaufe dieser langen Zeit erhalten hatte.„ Es ist nicht das erste Mal, daß dieser Mann wegen unrichtiger Führung getadelt wird. Oberaufseher Bolling räusperte sich verTegen.„ Nein, aber da waren besondere Umstände..." Dickerson nickte. Bolling verstand das und er war auch ein guter Junge, wenn auch hart wie ein Nagel. Aber er war gerecht und war selbst einmal Lokomotivführer gewesen. Der hatte es auch erlebt, was manchmal eine Strecke bedeutet und was für unvorhergesehene Umstände eintreten können, der wußte es besser als dieser junge, unerfahrene Ingenieur, der nie einen Zug geführt hatte. ,, Umstände... immer sind es Umstände", fuhr Ingenieur Suiter scharf und ironisch dazwischen. „ Achizehn Jahre," unterbrach ihn Dickerfon. Ich bin als der pünktlichste und vorsichtigste Fahrer bekannt. Ich hatte diesmal vierzehn Waggons und eine ganz nasse Schiene, und die Maschine war nur für zehn Waggons, da mußte etwas passieren." „ Das ist eine ganz armselige Entschuldigung", antwortete Sutter. Da gibt es noch ganz andere Ueberbelastungen, ich kenne mich genügend aus. Ich bin bei Ihrer letzten Fahri hinter Ihnen gestanden und habe alles genau beobachtet. Sie haben geschleudert, gestoßen und gerüttelt, vor allem fönnen Sie feine Bremse richtig bedienen. Sie müßten wissen, daß die Gesellschaft sich die größte Mühe gibt, den Personenverkehr zu steigern.. aber Männer wie Sie denken leider über gar nichts nach. Sie verstehen also, obgleich Sie, wie der Rapport berichtet, seit über fünf Jahren für den Passagierdienst qualifiziert sind, die notwendigsten Dinge nicht. Das beweisen ja auch Ihre mehrfachen Verweise...“ „ Aber wenn man für die Ladung nicht die richtige Maschine hat," schrie jetzt fast Dickerson,„ was da auf dem Papier steht und was auf den Schienen steht, das ist sehr verschieden..." Er blickte auf Bolling und Pandergast hinüber. Warum redeten die nicht? Die hatten als Lokomotivführer doch auch sicher 1936 ihre Aufregungen und Gefahren durchzumachen junger Heizer rief ihn an.„ He; Dickerson, ich gehabt und hatten dafür auch ihre Verweise und suche Sie schon lange, Sie werden im Büro Aehnliches bekommen. berlangt." „ Also, Dickerson," sagte Sutter weiter, ich habe mich überzeugt, daß Sie den Fahrgästen die Augen aus den Köpfen schütteln und die Leute beim Stehenbleiben fast zur Türe hinauswerfen, und daß Sie auf der Fahrt von einer Station zur anderen eine Maschine zu grunde richten können, und ich fühle mich veranlaßt, unserer Gesellschaft zu empfehlen, Ste wegen nicht genügender Qualifikation beim Personenverkehr zum Frachtendienst zurückzustellen." Dickerson standen dicke Schweißperlen auf der Stirn.„ Das können Sie doch nicht tun, ich habe viele Jahre hart gearbeitet, um endlich diese bessere Stellung und bessere Entlohnung zu erreichen. Ich habe wahrhaft durch meine Unfähigkeit der Gesellschaft noch keinen Dollar Schaden verursacht. Von Zeit zu Zeit muß bei unserem schweren Dienst etwas passieren, das weiß jeder von uns... „ Nun gut," schnitt ihm Sutter das weitere Reden ab, wenn mir Pandergast und Bolling einmal mit Ueberzeugung sagen tön nen, daß Sie den Passagieren nicht mehr die Gedärme aus dem Leibe schütteln und daß Sie eine Bremse und ein Ventil behandeln können, werden Sie wieder zum Personendienst herangezogen. Bis dahin..." Dickerson lag am Bauch auf den Schienen und ölte die Räder seiner Lokomotive. Ein Den Kameraden Wir leben nur mit euch in diesen Wochen, und unsre Herzen hämmern wie mit Fäusten an harte Mauern, die uns von euch trennen; zerbrechen wir, hat uns nur Eins zerbrochen: daß wir nicht kämpfend konnten bei euch stehen, für die wie Flammen unsre Herzen brennen. Die Stunden werden uns zu langen Tagen, und jede ist von Hoffnungen und Sorgen bis an den Rand – und überschwer – beladen, und jeder Tag ist berſtend voll von Fragen und jede Nacht ein Warten auf den Morgen, und jeder Traum gilt euch, ihr Kameraden. Denn alle wissen wir: in eurem Streite, mit eurem Blut wird unsre Schlacht geschlagen; ihr kämpft und sterbt für uns, und wir wir leben und stehen hilflos, nicht an eurer Seite, nicht neben euch im Heer der Freiheit fechtend, und können nichts als unsre Worte geben. Wir können nichts als unsre Worte geben und können nur für euch, ihr Brüder, sprechen und immer wieder uns zu euch bekennen und immer wieder unire Stimme heben und sagen, daß uns nichts von euch kann scheiden, wenn uns auch Länder, Berge, Ströme trennen. Max Barth. Im Büro saßen Bolling und Pandergast. „ Dickerson," sagte ihm Bolling, da wäre eine Chance für Sie, wieder zum früheren Dienit zu kommen. Ein wichtiger Zug muß plöblich eingeschoben werden und außer Marland, der Sonderzüge noch nie geführt hat, ist niemand frei. Ich habe Sie vorgeschlagen. Ingenieur Sutter besteht zwar darauf, Sie zu überwachen, aber wenn die Fahrt nach Wunsch verläuft, werden Sie wieder hinaufverſezt." Diderson wurde ganz rot vor Freude. 3war, wenn dieser Sutter neben ihm stehen sollte... der eisige Blick dieses Menschen machte ihm abergläubische Angst. Aber jedesmal passierte doch nicht was. „ Also, Dickerson," fuhr Bolling eilig fort, der 3696 rollt in fünf Minuten ab, und hinter ihm in weiteren fünf Minuten folgt der Sonderzug. Sie finden schon alles bereit." Hinter Dickerson auf dem Führerplay stand Ingenieur Sutter. Und Dickerson konnte sein Gefühl, daß ihm das Beiſammensein mit die= sem Manne Unangenehmes bringen müßte, nicht loswerden. Aber, beruhigte er sich selber. achtzehn Jahre bin ich diese Strecke ohne Unfall gefahren... Und dann passierte es doch, mit der unfaßbaren Geschwindigkeit aller solcher Ereignisse. Kohlen rollten aus dem Tender und we aus stählernem Boden gewachsen standen vier Revolvermänner auf der Lokomotive. Dickerson, der aufgesprungen war, fiel, von einem gutgezielten Stoß in den Magen getroffen, auf seinen Platz zurück.„ Wir werden euch nich: s tun, wenn ihr uns nicht dazu zwingt und wenn ihr tut, was man euch anschafft, sonst... Der unerwartete Gast hielt ihm den Revolver unter die Nase. Der totbleiche Sutter und der Heizer wurden, Hände hoch, zur Seite gescho ben, zwei Männer mit vorgehaltenem Revol ver vor ihnen. Die beiden anderen Räuber postierten sich hinter Dickerson. Sie schenen sich vor einer Maschine ganz gut auszutennen. Sie fahren die Strecke weiter, bis nach der Brücke, dort halten wir einen Augenblic." wurde ihm anbefohlen. Jetzt war Dickerson die Sache klar. Nach der Brücke warteten die Komplicen, um ein oder zwei Waggons abzukoppeln. Was würde dann weiter ge= schehen? Würde man ihn, Sutter und den Heizer erschießen, da man sie nicht brauchte und damit der Zug nicht weiterfönne? Es gab zwar noch eine Möglichkeit, sich und den Zug zu retten, aber die war auch lebensgefährlich. Bei seinem rechien Fuß der Hebel, von dem die Gauner nichts wußten, und die Bremse und das Ventil... Eine weiße Kirche zeigte sich im weißen Licht der Lampen, dann eine Scheune im Feld, und jetzt kam die Brücke... es mußte in einem einzigen Augenblick getan sein, das war freilich eine Meisterleistung. Dickersons Erfahrung fagte ihm, daß man nun mit 15 Meilen die Stunde fuhr, nun eiwas langsamer, es waren zwölf, und nun waren es acht... Man fuhr eben über die Brüde, danach war freies Land. Kein nachfahrender Zug war um diese Zeit zu fürchten. Mit übermenschlicher Anstrengung und Kraft riß Dickerson an der Bremse und stieß den Hebel bei seinem Fuß zur Seite. Der Zug schleuderte ein Stüd zurück und blieb wie eine Mauer, alle Waggons dicht aneinander geschoben, stehen. Auch sonst war die Wirkung so wie beabsichtigt. Die beiden über Dickerson gebeugten Räuber wurden von dem Stoß an 2Dann ließ er seinen blutenden Kopf nach hin- und überlegte. Er überlegte nicht mehr, er ten fallen und wurde bewußtlos. wußte schon, was er zu tun habe. Er blidte in die Nacht hinaus, deren Schweigen erfüllt schien von dem unerhörten Schrei unschuldiger Opfer. Unten ging die Zimmertür. Anna brachte die Kinder zu Bett. Während man ihm einen Notverband anlegte, fam Diderson langsam wieder zu sich. Neben ihm stand Ingenieur Sutter, der einzige, der auf der Lokomotive heil dabongekommen war, und sagte:„ Die Bremse so herumzureizen, das bringt kaum einer unter hunderten zusammen!" " Ja," sagte jemand neben ihm, und die die Heizung geschleudert, die beiden anderen Fahrgeschwindigkeit so zu berechnen, daß dabei fielen flach zu Boden, wobei sich der Revolver fein Unglück geschieht, das ist auch keine kleides einen entlud und dem armen jungen Heinigkeit." zer die Kugel direkt durchs Herz fuhr. Ein Hagel von schweren eisernen Geräten fiel aus allen Fächern des Tenders, auch Dickerson wurde am Kopf getroffen und hatte nur noch die Kraft, am Luftventil zu ziehen. Der dauernde gellende Pfiff würde vielleicht in der stillen Nacht die nächste Station alarmieren. Dickerson lächelte unter seiner Bandage ganz glücklich:„ Manchmal muß man sich auch einen Verweis verdienen, das geht bei unserem Geschäft nicht anders. Aber jetzt wird mir der Herr Ingenieur Sutter doch nicht nachsagen können, daß ich mit der Bremse nicht richtig umgehen kann." Eine Fuhre Kies Zuvor aber schrieb Sie sollen versorgt sein. Um ihreiwillen will ich die Vergangenheit auslöschen, gründlicher als alle, die ihren Schreibtisch aufgeräumt haben, um an ihm fizzen bleiben zu können. Ich stehe auf und gehe. er einen Brief: Eine Ergebenheitserklärung an die Partei und die neue Regierung. einige wirksame Phrasen über den Zusammenbruch seiner Weltanschauung( das hören sie gerne), den er nicht überleben wolle. Soviel Worte, sobiel Lügen. Aber was find Worte und Lügen angesichts des Todes? Nicht für sich log er, wie die anderen. Es war eine Gleichschaltung post festum. Die stille weite Nacht verschlang den Schuß. Der hinterlassene Brief tat seine Wirkung. ,, Korrupter Systembebamter richtet sich selbst," ✔ Eine wahre Begebenheit ließ die Partei in den Zeitungen verbreiten. ..Immerhin hatte er den Mut, angesichts des herrlichen Sieges unserer Bewegung heroischen Schlußstrich zu ziehen..." Von Norbert ..Ich habe gestern nachts meinen Schreibtisch gründlich aufgeräumt und rate dir, das gleiche zu tun." Redakteur Butz benüßte ein Beifallsgeknatter in der Rundfunkübertragung, seine Warnung anzubringen. Mit eisernem Griff', belferte der Lautsprecher, werden wir ihren Naden beugen!' Wie im Zimmer des Landrats Hildebrand, so brüllte in tausend Häufern die Stierstimme der Rundfunkrede und ließ tausende Menschen erbleichen. ,, Und wir werden erst recht einen eisernen Naden haben", flüsterte Buz. Aber sein feister Naden sah gar nicht eisern aus. Sein Schreibtisch jedenfalls war bereinigt. ,, Sie werden jedes Stüd Papier durchschnüffeln; in Dortmund dringt die SA, als Hilfspolizei verkleidet, in die Häuser ein. Bei mir werden sie nichts mehr finden; alles verbrannt, Mitgliedskarte des Reichsbanner3, Luittungen der Liga für Völkerrecht - alles tabula rasa. Das schmale Gesicht des Landrats Hilde brand sah verfallen aus. In tausend Häusern räumen sie jetzt ihre Schreibtische auf, dachte er, und löschen ihre Vergangenheit aus, wie man in einer belagerten Stadt das Licht ausdreht. Und Dunkelheit fällt über uns... Es war der 6. März 1933. Ich rühre keinen Finger", sagte Hildebrand. Es hätte auch wenig Zwed. Buz konnte sich vielleicht ausreden. Der Landrat war als Linkspolitiker zu bekannt. Ihn und seine begehrenswerte Position nahm man aufs Korn. „ Das Schlimmste ist der Schrecken, der ihnen vorangeht und den sie zu verbreiten verstehen." ..Prüfe jedes Stück Papier genau", sagte Butz eindringlich. ,, Sie sind ja geradezu darauf aus, die kleinste Ungenauigkeit aufzuschnüffeln, um das System' bloßzustellen." ..Sie werden bei mir nichts finden. Und meine Gesinnung radiere ich nicht aus, um meine Stellung zu retten. Sie werden mich pen, fionieren ich werde gehen." Wenn das alles wäre... Denk an Anna und deine Kinder..." Buzz war gegangen. Hildebrand blickte ihm nach. Das sind kämpfer... Und eine Revolution ist das! Kampf um den Amissessel und papierne Guillotine, systematisch und gründlich. Er 30g planlos einige Schubfächer seines Schreibtisches auf und stieß sie verächtlich wie: der zu. Auf seinem Gesicht lag ein Ausdrud müden Efels. Sie kamen, wie erwartet. Rollschränke und Pulte auf! Sie hatten Armbinden an ihren braunen Röden, mit dem Aufdruck Hilfs polizei!' Der Landrat kannte sie alle; mit fast jedem hatte er beruflich einmal zu tun gehabt. vor seinem chreibtisch saß bereit, als wollte er nie wieder aufstehen, der dicke Holzmüller, ließ gelangtveilt Papiere durch seine Finger gleiten und markierte Eifer. den Die der Witte zustehende Pension von vierhundert Mark wurde, anstatt gestrichen, gnadenhalber auf hundertzwanzig Mark redus ziert. Holzmüller bekam den Landratsposten. Die Fuhre Kies hatte sich gelohnt. Wo ist der Kaſſenbeleg? Schneider, fuchen Äskulap- einmal heiter Sie mal den Kassenbeleg über 16 Mark fünfzig für eine Fuhre Kies, angefahren am 23. Fe ber." Schneider brachte den Beleg. Die Landratskassa hatte den Betrag bezahlt. ,, Wozu brauchten Sie die Fuhre Kiez?" fragte Holzmüller. ,, Für den Kiesweg zum Landratsamt." ,, Das wollen wir mal sehen", sagte Holzmüller, erhob sich und rückte den Koppel zurecht. ,, Kommen Sie mit!" Auf dem Gartenweg, der zum Amtsgebäude führte, lag schöner, frischer roter Kies. Er knirschte ordentlich unter den gewichtigen Schritten der funkelnagelneuen Reitstiefel Holzmüllers. Und der schöne frische Kies führt? weiter in den Garten des Landrats, und auf einem kleinen Platz war ein Sandhaufen auf geschüttet, und auf dem Sandhaufen, schöner, frischer roter Kies, spielte im Sonnenschein das Kind des Landrats. ..Da haben wir die Schweinerei!" belferte Holzmüller und seine Stimme klang voll Haß und Drohung wie die täglichen Stimmen im Lautsprecher. ,, Und das geht auf öffentliche Sto= sten! So habt Ihr gewirtſchaftet, Ihr Syſtembrüder!" Hätte ich den Lieferzetiel über eine Fuhre Kies und den Kassenbeleg über sechzehn Mark fünfzig beiseite bringen sollen?, durchzucie es den Landrat. Kleine verächtliche Handbewegung. nein! Die Untersuchung war beendet. Holzmüller hatte den Lieferschein und Kassenbeleg sorgfältig in seiner Manteltasche verwahrt, wie ein geheimes Staatsdokument. Das war einen Landratsposten wert... * Landrat Hildebrand wußte, was ihm be= vorstand: Entlassung ohne Pension; das war es ia, was sie wollten. Es war die Vernichtung. Er saß an seinem Schreibtisch, den zu bereinigen er nicht vorsichtig genug gewesen war Sonntagsruhe Der berühmte Wiener Bakteriologe Profeffor Pal hielt täglich auch am Sonntag seine Krantenvisite ab. Als man ihn einmal fragie, warum er sich denn nicht wenigstens am Sonntag ein bißchen Ruhe gönne, flopfte er dem Frager auf die Schulter: ,, Lieber Freund", meinte er leise lächelnd, Sonntagsruhe werde ich erst dann halten, wenn mir die Bazillen mit dem guten Beispiel vorangehen...!" Die Prüfung Während einer Prüfung nahm der Anatom Profeffor Tandler, berühmt auch wegen feines Wizes, einen Bogen Papier und nach jeder Frage, die der Kandidat nicht beantworten fonnte, halbierte er das Blatt. Als das Papier endlich die Größe einer Briefmarke erreicht hatte, reichte er es lächelnd dem Kandidaten und sagte: Blatt, was Sie eigentlich wissen." ,, So- nun schreiben Sie mir auf dieses Die Befferung Professor De Martino war bei einem Konfilium am Bette eines Kranken, in dem der schwierige Fall erörtert wurde. Plötzlich erwachte der Patient aus seiner Bewußtlosigkeit, öffnete die Augen und sagte beim Anblick der vielen fremden Gesichter mit schwacher Stimme: hier?" ,, Was wollen denn alle diese Idioten ..Meine Herren," sagte De Martino sars fastisch, der Zustand des Kranten hat sich wesentlich gebessert. Sie sehen, er erkennt uns bereits." Walter Jelen. Lenhart bei den Menschenfressern enim allgemeinen einer Überprüfung Schade! ebenso getvesen tväre. So sehr die Mädchen auch auf die Erfüllung ihres religiösen Wunsches drängten, gelang es Lenhart doch, sie vorerst von ihrem Vorhaben abzubringen. Die gewonnene Zeit nüßte er, die männliche Jugend auf zuwiegeln, die auch dori auf Priester und Häuptlinge schlecht zu sprechen war. Er vermochte ihr die Meinung beizubringen, daß die alice sitte alte Sitte nicht mehr in die Zeit paffe, daß alles Sie kannten Lenhart nicht? Er hätte ihnen sicherlich gefallen. Der aufrechte Mann an sich. Mein Freund, ein selbständig denkender Mensch, tat nur, was seinem Charaf ter gemäß war. Der war rein und hart, so daß Lenharts Leben ein Kampf war mit den herrschenden Gewalten schon in den Schulen und erst recht im Beruf. Er war Offizier. Untergeben, und Game raden liebten ihn, die gebene und Kameraden liebten ihn, die Vorgedeshalb schäßten, hatten Angst vor seiner Unbeugsamkeit, denn er duldete kein Abweichen vom Recht. Schon im Frieden genügte ich meiner Dienstpflicht bei Lenharts Regiment und auch im Kriege fämpfte ich an seiner Seite. So unvernünftig und grauenvoll der Krieg jedem ehrlich Denkenden erscheinen muß, so groß ist die Gefahr, die der Friedensidee erwächst aus dem einmaligen Erleben restloser Kamerad schaft, wie dies mir in Lenharts Batterie ge= gönnt war. Und ich muß gestehen, daß auch die Mitarbeit an Lenharts Kriegsleistungen mich voll befriedigte trotz der gleichzeitigen Empfindung, daß der Mensch verpflichtet wäre, solche Arbeit als Verbrechen abzulehnen. Seit dem Herbst des Jahres 1914 über zeugt, daß den Krieg irgendwie außergewöhnliche Ereignisse abschließen werden, war Lenhart nicht verdrossen, als er mit Kriegsende den bun= ten Rock ausziehen und einen Zivilberuf er= greifen mußte. Doch ärgerie ihn, daß all das, was er früher von den Leistungen der Privatwirtschaft gehört und für wahr genommen hatte, durchaus falsch war, daß er jetzt in einem Getriebe stand, in dem wie überall der Bund der Mittelmäßigen den einzelnen Tüchtigen unterjochte. Eine halbwegs bezahlte Stellung zu erobern, gelang ihm aber doch. Er arbeitet und sparte und hielt acht Jahre unter einem Direktor durch, der sich nach dem Gabelfrühstück den Mund mit den Fingern reinigie und wäh: renddem an Lenhart seine Weisungen gab, die ob gut, ob schlecht widerspruchslos befolgt werden mußten. Lenhart, den der Krieg zum Pazifiſten ge= macht hatte, bedauerte oft, daß ihm die unan= genehme Gesellschaft des Mundreinigers der Krieg als Zeit paradiesischer Freiheit erscheinen lasse, der er nun heiße Tränen nachweine. Acht Jahre nach Kriegsende wurde das Unternehmen liquidiert, aus dem die Direktoren das Letzte herausgezogen hatten. Lenhart nahm sein er= spartes Geld und wanderte aus auf eine Insel in der Südsee. Den Namen der Insel fenne ich nicht. Er hat ihn in seinen Briefen nie erwähnt, so daß ich diese auch nicht beantworten konnie. E: wollte verschollen sein, wahrscheinlich, weil er Heimweh fürchtete. Seine Berichte waren klar, furz und voll Freude, noch bei Lebzeiten im Paradies gelandet zu sein. um ursprüngliche Grausamkeit der Tötung läftig gewordener Effer zu verhüllen, während doch heute und besonders in diesem Falle das Alter niemandem zur Last sei. Dieser Kampf dauerte Monate. Schließlich brachte es Lenhart so weit, daß sogar die Priester und die Häuptlinge zur Einsicht famen, man könne in diesem Falle von der alten Gitte abgehen und später deren Berechtigung unterziehen. Dieser Erfolg bedeutete Lenhartz Toda Die alte Mutter, deren Schlachtung er mit so viel Mühe verhindert hatte, tötete ihn meuch lings, weil er sie um ihr Seelenheil gebracht habe. Die große Achtung aber, die Lenhart bei allen Insulanern genossen hatte, bewirkte, daß jeder seiner Bewunderer beim Totenmahl trach tete, ein möglichst großes und erlesenes Stück meines armen Freundes sich einzuverleiben. Woher ich den Auszug dieſer Geschichte kenne? Freilich fonnte ich ihn nicht erfahren. Aber bliden fie um sich, würdigen sie zudem Lenharts Charakter, so werden sie zu geben müssen, daß dieses schreckliche Ende der einzig logische Schluß des Lebens dieses einsamen Aufrechten sein kann. Ein Sodom unserer Tage Richard Rag. Schon am 1. Juni war die Quarantäne,| ganze Territorium der Stadt mit Drahtverhau die man über die Stadt Quietta nach dem umgeben und stellte überall Scheinwerfer und furchtbaren Erdbeben des vorigen Jahres ver- Maschinengewehre auf. Man fonnte in die hängt hatte, zu Ende. Aber bisher ist es noch Stadt nur an einigen unverbarrikadiert geblie unbekannt, was aus den Tollkühnen geworden benen Stellen eindringen. ist, die es gewagt hatten, in den Ruinen dieser Stadt zu bleiben. Die blühende Stadt. Quietta, die Hauptstadt von Beludschistan, befindet sich fast am Treffpunkt dreier Grenzen: der von Indien, der von Persien und der von Afghanistan. Die Stadt bildete das Ergebnis einer guten Miſchung östlicher Pracht und weftlicher Zivilisation. Von hier wurden die kostbaren beludschistaner Teppiche ausge führt, die Perlen vom perſiſchen Golf und indische Buntsteine. Hier befand sich eine faft hunderttausend Mann zählende Garnison bester britischer Truppen sie wohnten in Kasernen außerhalb der Stadt und hier gab es gute Theater, prachtvolle Restaurants, vielbesuchte Bars usw. Das nächtliche Erdbeben Am 31. Mai 1935 erſchell des Nachts plößlich ein unterirdisches Grollen, dann vernahm man ein ohrenbetäubendes Krachen. Die Erde tat sich auf den Straßen auf. Sie verschlang Menschen, Tiere, ganze Häuſer. Es entstand eine unerhörte Panik. Die Einwohner suchten sich in Sicherheit zu bringen, aber nur went gen gelang es, sich zu retten. Der größte Teil dieser riesigen und reichen Stadt kam um. 25.000 Leichen In die zerstörte Stadt kamen, von den Ueberlebenden herbeigerufen, englische Truppen mit dem Feldmarschall Cheiiwood an der Spize. Es wurde beschlossen, vor allem Maßnahmen gegen die Plünderer und gegen die Gefahr der Zwei Schwestern, Malawi und Borodina, Vest zu ergreifen. 25.000 Leichen verwesten nach dem lieblichen Duft von Gewürzpflanzen auf den Straßen der Stadt und drohten, diz benannt, schenkten ihm die Schönheit ihrer ganze Provinz zu verseuchen. Man mußte sie Körper und ihre wunderbare Naturverbunden- so schnell wie möglich beerdigen. Aber noch ehe heit war die Seele, die er liebte.- Liebie, bis die damit verbundenen Arbeiten zu Ende eines Tages Grauen ihn fazie, da Malawi und waren, stellte sich die Peſt ein und mit ihr auch Borodina ihn um Ueberlassung seines Jagd- ungeheuere Mengen von Ratten, die sie in der messers baten. Es sei so gut scharf und sie ganzen Umgebung verbreiten konnten. müßien ihre Mutter schlachten, die das Alter erreicht hatte, zu dem nach der alten Sitte ihres Volkes die Kinder verpflichtet wären, die Eltern zu töten und zu verzehren, um einerseits selbst deren Weisheit zu übernehmen, andererseits der toten Alten Fortieben in den Kindern zu gewährleisten. Lenhart war entsetzt und ich möchte den kennenlernen, der es cn seiner Stelle nicht Trotz dieser Gefahr kamen in die Stadt immer mehr und mehr Räuber und Plünderer Chettwood mußte daher Maßnahmen ergreifen, die sonst nur in Kriegszeiten ergriffen werden. Aber es blieb ihm wollte er eine Verbreitung der Epidemie verhindern, nichts anderes übrig. Mit Erlaubnis der Zentralregierung ließ der Feldmarschall das ,, Wer bis zum 1. Juni 1936 aut Leben bleibt" Zu gleicher Zeit erließ der Feldmarschall folgende Bekanntmachung:„ Jeder, der von den Reichtümern Quietta so geblendet ist, daß er sich nicht fürchtet, beſtfrank zu werden, wird nach Quietta hereingelassen. Aber heraus aus Quietta darf niemand mehr. Die Bachvoſten haben Befehl erhalten, auf jeden zu schießen, der fich den Drahtsicherungen auf mehr als 50 Schritte nähert. Quietta befindet sich in Belagerungszustand, und dieser Zustand wirs genau ein Jahr dauern. Wir nehmen an, daß zu diesem Zeitpunkt die Gefahr der Verbreitung der Pest beseitigt sein wird. Den jenigen, die in der Stadt bis zum 1. Juni 1936 ausharren und am Leben bleiben, wird erlaubt sein, die Stadt zu verlassen, und zwar mit allen Schäßen, die sie mitnehmen können und die dann als ihr Eigentum betrachtei werden sollen." Im Reiche der Best In den Ruinen von Quietta blieben un= geheuere Vorräte von Schäßen und Waren jeder Art liegen, und diese Kundmachung des Feldmarschalls hat nur ein Ergebnis gehabt: der Zustrom allerlei Dunkelmänner hat sich erheblich verstärkt. Hunderte von beutegierigen Tollföpfen drangen mit der Erlaubnis des Truppenführers, mit Gewehren und Revolvern bewaffnet, in Quietta ein. In der ersten Zeir vernahm man aus der Ruinenstadt Nachts nur u oft Hilferufe und Schüſſe. Dann wurde es allmählich ruhiger und ruhiger. Aber die Scheinwerfer beleuchteten noch lange die Drahtverhaue, und die Wacholdaten mußten mehr als einmal von ihrer Waffe Gebrauch machen, um Abenteuerer, die auß der Stadt hinaus wollten, dort zurückzuhalten. Denn: nach einigen Monaten begannen sich des Nachts wirklich Menschen den Draht= verbauen zu nähern. Die Nerven dieser Mens schen hatten die Prüfung nicht bestehen können. Sie flehten schon von weitem um Gnade. Einige von ihnen warfen sich gegen den Stacheldraht wie in einem Anfall von Irrinn, als ob sie von Gespenstern flüchteten. Die Wachtposten mußten den ihnen gegebenen Befehl -4 nieder. ausführen und schossen diese Unglüdlichen| genommene Haltung nicht nur die Haltung, son- Karlsbad; Nitsch Rosa. Trupschitz; Schöffel Anton, Schöbritz: Habl Erwin, Schindler Robert, dern geradezu die Figur ſchädigen. Man soll Lohmuller Hans, Tyle, König Rudolf, Freundi auch beim Einkaufen immer an die gute und Anton, Chimiak Teo, Holfeld Otto, sämtlich Nestersitz, Ulbert Rudolf. Proseditz; Pusch BruHans, Kwitkau; Tesař Franz, Suchei; Triltsch Die Folgen Mehrmals ſtiegen im Verlauf des Dua- natürliche Haltung denken und den Arm frei rantänejahres britische Flugzeuge auf und um= treisten und überflogen die Ruinen. Was sie aber in diesem Meich der Zerstörung und der Best gesehen haben, wurde nie bekanntgegeben. Und endlich war die Zeit. die Chettwood fest gesetzt hatte, vorbei. Aber erst jetzt erschien in englischen Blättern die Mitteilung, daß die Quarantäne noch fortgesetzt wird, und daß Sachverständige der Ansicht sind, daß man die Ruinen vor allem mit einer giftigen Flüssig= keit übergießen müsse, um die unzähligen Ratten, die dort hausen, zu vergiften. Das zeugr unmittelbar auch davon, daß von allen Beutesuchern, die vor einem Jahr nach Quietta ge= kommen waren, fein einziger mehr am Leben geblieben ist. Die neue beludschistanische Hauptstadt wird an einer anderen, ungefährlichen Stelle neu aufgebaut. Kräfte sparen— im Haushalt! ,, Davon kann gar keine Rede sein," erklärte die sich für tüchtig haltende Hausfrau.„ Im Haushalt muß man von morgens bis abends schaffen, ohne viel über die Kräfte nachzudenten." Diese Frau ist aber durchaus im Unrecht. Eine Arbeit, bei der man über die Anwendung der nötigen Kräfte nicht nachdenkt, gibt es nirgendivo, nicht einmal im Haushalt, der als ,, Arbeit" immer noch nicht ganz für voll genommen wird. fie. Eine Arbeit, die mit Sinn durchgeführt werden soll, muß ftets überlegt in Angriff genommen werden, um so besser gelingt Kräfte, die auf diese Weise eingespart werden, kommen dann anderen Betätigungen zugute. Das ist ein Gesichtspunkt, den sich gerade die so vielfältig in Anspruch genommene Hausfrau, die auch am Abend nach der Arbeit noch heiter und aufnahmefähig sein möchte, mehr als jede andere Arbeiterin zu Herzen nehmen sollte. Man sollte sich nur in der allzu gewohnten täglichen Arbeit einmal beobachten; dann wird man schon selbst bemerken, daß man viele überflüssige, ermüdende, ja sähädliche Bewegun= gen macht, die man vermeiden könnte. Nur einige Beispiele: Wenn man eine Flasche enttorkt oder eine Schieblade öffnet, braucht man weder das Geficht zu verziehen noch den Hals zu verkrampfen; es genügt Arme und Rüden arbeiten zu laffen. Wenn man die Arme hebt, um irgendeinen hochliegenden Gegenstand zu erreichen, soll man nicht die Schultern heben, sondern sich bielmehr in der ganzen Körperlänge streden; auf diese Beise verlängert sich der Oberkörper und die Lungen werden gedehnt, die Atmung angeregt; selten beanspruchte Muskeln arbeiten auf diese Weise. Um einen zu Boden gefallenen Gegenstand aufzuheben, beugen die meisten Frauen den Oberkörper weit vor; das ist sehr ungesund für die Unterleibsorgane. Rationeller und-hübscher ist es, wenn man, neben dem Gegenstand herabhängen lassen. no, Krischwitz a. E.; König Anton und Steinw.tz Arbeiterschach. Der achte Wettkampf der Arbeiter- Schachendete an 50 Brettern unentschieden mit 25:25 Jubiläumsturnier Wisterschan. vereine Prag g. Pilsen um den Dr. Brejcha- Pokal Gustav, Wisterschan. Wenn man alle Bewegungen im Haushalt mit solchen Ueberlegungen ausführt, wird die rationelle Ausnutzung der Körperkräfte bald zur Selbstverständlichkeit. Und die Hausfrau wird nach jahrelanger Arbeit nicht, wie heute noch Punkten. manchmal, ein verkümmertes, zusammenge= krümmtes Weſen ſein, ſondern eine kräftige und heitere Erscheinung, der man ihre eifrige Gymund wäre es auch nur bei der Haus- stets ansieht. najtit arbeit 2 Die kleinen Ballkavaliere Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32. Post Modlan bet Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 305. Von Erwin Habl. Nestersitz a. E. ( Original.) Schwarz: Kb2, Sc1, Ba2. a3, 16.( 5) 8 00 7 6 5 3 1 abcdefgh abcdefgh 8 6 5 In der zweiten Runde gewann Kwitkau gegen DTJ Zuckmantel mit 4: 2 Punkten( 1 Hängepartie), Wisterschan gegen DTJ Turn 4: 4 Punkte unentschieden. Das Ergebnis Teplitz- Zuckmantel wurde bis Redaktionsschluß nicht bekannt. In der 3. Runde spielen Atus" Zuckmantel gegen Kwitkau und DTJ Zuckmantel gegen DTJ Turn. Beide Wettkämpfe werden Donnerstag, den 22. Oktober, in Zuckmantel,., Eiskeller", augetragen. In Wisterschan spielt am Freitag, den 23. Oktober, die Schachsektion Teplitz. Alle Kämpfe beginnen um 8 Uhr abends. Partie Nr. 113. Gespielt in der ersten Runde des internationalen Wettkampfes Atus V. Kr. gegen DTJ in Komotau am 4. Juli 1936. 2. Brett. Sizilianisch. Weiß: Tomáš Sika, DTJ Prag. 2. e2- e4 Sg1-13 3. d2- d4 4. S13xd4 5. Sb1- c3 Schwarz: Scharoch Wzl. c7- c5 Sb8- c6 c5Xd4 Sg8-16 e7- e6 In letzter Zeit wird statt des Textzuges öfters d7- d6 nebst g7- g6, die sogenannte Drachenvarianie gespielt. 6. Lf1- e2 7. Sd4Xc6 Lf8- b4 Lb4Xc3+ Durch diesen Tausch kommt es meistens zu der ungemütlichen Läuferstellung d6, wie es auch in dieser Partie im 13. Zuge zur Ausführung kommt. 8. b2xc3 9. e4- e5 b7Xc6 Das war der erste Streich und der zweite folgt sogleich, möchte ich mit Wilhelm Busch bei diesem Zuge sagen. Der zweite Streich ist 13. Ld6! Sf6- d5 0-0! 9. 10. Dd1- d4 Die allerhöchste Zeit. Einen Zug später und der König hätte keine Möglichkeit mehr gehabt, zur Rochade zu kommen. Ich denke da mit Schaudern an meine Partie gegen Meister Bochmann, Dresden, beim internationalen Schachgrenztreffen in Eichwald. gegen den ich in bedeutend besserer Stellung die Partie verlieren mußte, weil ich in der nämlichen Situation wie hier, vergessen hatte zu rochieren. Der Ld6 richtete mich dann zugrunde. 11. Lel- a3! 12. 0-0 La3- d6! 13. Te8-18 a7- a5 Nun ist es erreicht. Aber Gen. Scharoch verteldigt sich sehr geschickt und macht es seinem Gegner durchaus nicht leicht. 13. 14. c4- c5 15. Le2- d3 16. Dd4- e4! 17. L16- c5 Lc8- a6 Sd5 e7 Droht St5! Se7-15! g7- g6 d7- d5! Endlich kann Schwarz d5 durchsetzen. Auf einmal erhält die Partie ein ganz anderes Gepräge. e5xd6 e. p. 18. 19. De4- e5 20. Ld3xc4 21. Tfl- d1 St5xd6 Sd6Xc4 La6Xc4 Lc4- d5? Dieser Zug verliert erst eine Figur und dann die Partie. Allerdings drohte nach Abzug der Dame Ld4! Schwarz spielt aber die Partie weiter, weil er eine schöne starke Bauernkette hat, mit einem Freibauer. Der Rest der Partie ist eine Sache der Technik. 22. c2- c4 23. De5- g3 17-16 Dd- g 24. c4Xd5 c6xd5 25. Tdl- cl e6- e5 26. h2- h4 Dc8-15 27. Dg3- b3 Df5- e6 28. Tal- bll 3 Alle Kräfte werden mobilisiert. Die weißen Turme haben alle offenen Linien besetzt und drohen in die 7. Reihe einzudringen. Eine gute Parade ist dagegen schwerlich zu finden. 28. d5- d4 29. Db9Xe6+ Te8Xe6 30. Tb1- b7! 31. Lc5- a3 32. Te6- c6 Tc6Xc1+ Ta8- c8? Nun geht der La3Xcl stehend, ein Bein vor das andere setzt und leicht weiß: Kd5, Dh2, Tdl, Ld3, e1, Sc2, d2, Bf4.( 8) Vormarsch des d- Bauern sein. in die Knie geht, wobei der Oberkörper gerade gehalten wird. Das ist eine ausgezeichnete Kräftigung für die Muskeln des Oberschenkels. Beim Tragen der Markttasche haben fast alle Frauen die Gewohnheit, den Arm fest gegen den Körper zu pressen. Das erschlafft die Armmuskeln, der Rüden rundet sich und der Bauch tritt vor. Auf die Dauer muß diese so oft einMatt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 300: Se5- c4! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Sturm Heinrich, Brünn; Hyna Josef, Hostomitz: Dinnebier Emil. Tetschen: Beutel Etwas besser dürfte wohl Td8 mit drohenden schönste Rauer verloren. 33. Lel- h6! Hier hat der Turm wirklich nichts verloren. 34. Th7-87+ 35. Tg7- f7 36. 37. T17- e7 Lh6- g7+ Tc8- a8 Kg8- h8 f6-15 e5- e4 Kh8- g8 38. Lg7Xd4 und Schwarz gibt die Partie nach einigen Zügen auf. Trotz der verschiedenen Fehler eine hübsche Partie. Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Tepper Franz, Anmerkungen von Josef Schöpka, Komotau.