BUNTE WELT Nr. 51 Unterhaltungsbeilage Kitty macht Schluß ,, Auf alle Fälle," erklärte Gregor, das muß gefeiert werden." ,, Das" war Kittys Geburtstag. Sie wurde am nächsten Sonntag zwanzig. Sie hieß natürlich nicht Mitth wer heißt denn Kittyh außer Romanfiguren? Tatsächlich stammte der Name auch aus einem Buch, in dem eine gewisse Kitty vorkam, die auch eine Stupsnase hatte. Sonst war Kitih die richtige, nicht die im Buche aber in Ordnung und sehr angenehm. Womit nicht gesagt sein soll, daß die Stupsnase unangenehm war; ganz im Gegenteil. Kitth war schlank, gestrafft, geschmeidig und hätte mit ihrer braunen Haut, ihren dunt lei Augen und dem schwarzen Haar, mit der nicht zu hohen, aber freien, schönen Stirn und dem vollen und trotzdem energischen Mund nach bester römischer Rasse ausgesehen, wenn nicht die Stupsnase gewesen wäre. Aber vielleicht haben selbst Römerinnen manchmal Stupsnasen. Auf alle Fälle nahm Hermann an der Nase nicht Anstoß. Nur in den letzten Wochen hatte Kitty gewisse Gefürchtungen. Er vergaß nebensächliche Kleinigkeiten, verspätete sich, war manchmal geistesabwvesend und überhörte eine Frage. Und es tam ihr vor, als verstünde er sich mit Meta, die er nie sonderlich gemocht hatte, auf einmal ganz gut. Kurzum, Kitty war auf der Hut, aber ohne sonderlich beunruhigt zu sein. Sie wußte, daß sie ihn liebte, und natürlich konnte es nicht anders geworden sein, irgendetwas Wesentliches konnte sich bei ihm nicht geändert haben. Sie war aus seinem Leben ebensowenig hinauszuwerfen wie er aus ihrem. Soweit Kitty. Die Feier war beschlossene Sache. Wo und wie machte keine lange Diskussion nötig. Die Berge waren seit einem Monat verschneit, und als Willi vorschlug, aus dem festlichen AnTaß das Wochenende auf dem Ranken zu begehen in einem Tonfall, als habe er Amerita entdeckt wurde diese Idee mit gebührender Anerkennung akzeptiert. Tatsächlich hätte von der Bande jeder dasselbe vorgeschlagen; denn am Samstag mit den Brettern auf den Ranten zu steigen, war ihnen so selbstverständlich wie Ein- und Ausatmen. 1936 weißen, stummen Leere um einen schimmerte spät. Sie übernachten drüben." Er sagte es auf leichtes Grau auf, wurde dunkler, bekam Um- ganz besonders nebensächliche und selbstverrisse: schon traten die Stämme der Bäume her- ständliche Weise und schaute Kitty nicht an. bor. Entschieden: es war herrlich, im Nebel zu Einen Augenblic gab es ein ungeschicktes stiern! Schweigen, dann fingen plößlich alle an lärmend und luftig zu reden. Der Tolpatſch ſaß da und rauchte die Pfeife. ,, Nebel," sagte Hermann ,,, und wenn auch. Droben scheint vielleicht die Sonne." Er behielt recht. Droben schien die Sonne auf ein weites, ruhig wogendes Wolfenmeer, in dem die Stadt und die ganze Welt verſenkt lag; nur die Kämme der Berge ragten wie Inseln hervor. Es war, mit einem Wort, großartig, und der Geburtstag versprach herrlich zu werden. Kitty machte mit. Aber eine halbe Stunde später ging fie raus. Die Nacht war kalt; der Mond schien und die Sterne gliberten scharf. Der Nebel war gewichen; man sah die Wälder schwarz über den weißen Schneeflächen stehen; im Tal lag, mit tausend Lichtern die Stadt, ringsum, an den Hängen der Berge schimmerten rötlich die Lampen in den Bauernhäusern. Alle diese Lichter hatten etwas von großer, wärmender Geborgenheit um sich, sagien: ,, Daheim" und„ Glück". Kitty kam sich hundeelend nnd verlassen vor. Es fror sie. Sie gingen ins Rafthaus, legten die Rucksäde ab und fegten noch zwei Stunden über die Halden. Ausgezeichneter Schnee, körnig, troden kurzum: ideal. Kitty kam frisch und aufgepulvert zum Rasthaus, als es schon Nacht war. Alle Gedanken ans Büro waren wegge= Sie trat zu den Stiern, die noch rings ums blasen; aber die waren eigentlich schon fort, Haus im Schnee steckten und furios und verseitdem fie, beim Aufstieg, in den Wald eingelassen aussahen. Sie zog ihre heraus, wischte treien waren. Kitty war immer ganz bei der mit der Hand sorgfältig über die Unterseite; Sache, bei der sie gerade war. gegen die Mitte des Brettes, da wo es aus dem Schneehaufen in die Luft eingetreten war, waren die Schneereste schon gefroren; sie mußte sie abfragen. Hermann war noch nicht zurück, und auch Meta fehlte. Kittys Brauen zogen sich einen Moment zusammen. Erst jest fiel ihr ein, daß fie ihn nicht mehr gesehen hatte, seit die Bande vom Rathaus ausgeschwärmt war. Aber es war ihre eigene Schuld; sie war gleich schräg den Rothang hinabgesaust, ohne sich nach ihm umzusehen. Immerhin, nun hatte sie es: alle anderen waren da, nur die Beiden nicht. Ihre Stirn hatte sich längst wieder geglättet; aber dahinter ging verschiedenes vor. Unter den anderen Gästen waren manche, die man tannte. Der Ranten hatte seine kleine Gemeinde. Er lag etwas abseits von der Heerstraße der Touristen, und was sich da sommers und winters traf, war eine kleine Schar von Leuten aus den paar Städtchen der Umgegend, lauter Volk, das in diesen Berg etwas verliebt war. Manche Genossen darunter. Unter ihnen Hans, ein Lehrer aus der Nachbarstadt, der Kitty gewöhnlich rasend machte, weil er so linkisch und ungeschickt war. Sie nannten ihn ,, Schulmeister", und Kitty sagte zu ihm TolNach dem Mittagessen zogen sie los. Die patsch". Freilich nur in Gedanken; denn kränfleine Stadt lag unter einer niedrigen Nebel- fen wollte sie ihn schließlich nicht. decke; der Schnee war ordentlich, aber etwas angefeuchtet; Harry zog ein Gesicht: ,, Faul!" Trudel schauderte: ,, Brr! Wenn's droben auch so aussieht, geh ich nicht aus der Bude." Kitih schnüffelte. Ihre Nase schien dazu besonders geeignet. Sie liebte dieses Gemisch von Nebelgeruch und Duft der harzigen Tannenrin= den. Was sie betraf, so hatte sie nichts gegen den Nebel. Sie konnte stundenlang droben im Nebel laufen. Man sauste durch das reine Nichts, allein mit sich, nur das feine Summen der glei tenden Bretter im Ohr. Man unterschied keine Geländelinien; aber wer seinen Berg kannte, wußte, jetzt mußte gleich halbrechts ein Felsbrocken auftauchen und da war er. Und in einigen Sekunden würde der Waldrand sichtbar werden und da fing es schon an, in der Hallo," sagte sie ,,, und setzte sich zu ihm. ,, Was denkst du?" ,, Nichts." Er grinjte, die Pfeife zwischen den Zähnen und wurde rot. ,, Mensch," rief sie ,,, du errötest ja wie ein Mädchen." ,, Bitte, sei still," murmelte er, da die andern auflachten, und fing an, umſtändlich in feiner Pfeife herumzuſtochern. Kitty tat er leid. Sie tätschelte seine Hand und sagte:„ Nichts für ungut. War nicht bös gemeint.“ Harry, der ans Telephon gerufen worden war, kam zurück und sagte: ,, Hermann hat angerufen. Sie sind in St. Peter. Metas Bindung ist gerissen, und bis sie geflickt ist, wird es Sie schnallte die Bretter an, zog den Schal fest um den Hals und ging los. Sie mußte alles überdenken; aber es war eigentlich gar nicht so biel zu denken. Alles war aus. Kitty wußte, immer, was zu tun war; ihre Stupsnafe gab ihrem Gesicht etwas Leichtsinniges, Sorgloses, Schludriges; in Wirklichkeit war sie aber ein festes, entschlossenes Persönchen. In ihrer Welt gab es nur gerade Linien, kein Ausweichen, kein Zwielicht; sie mußte flare Verhältnisse haben, und wenn sie die nicht hatte, schuf sie sie sich. Sie konnte nichts hängen lassen; was unklar war, mußte sofort geregelt werden. Und als sie iebt zum Hornbuck hinaufstieg, um nachzudenfen, da wußte sie schon beim Weggehen, was sie wollte. Sie wußte, daß sie es nicht ertragen würde, Hermann morgen ankommen zu sehen, mit gezivungener Natürlichkeit, und seine gemachte Unbefangenheit, seine Blide, Worte, Gesten hinzunehmen, die vielleicht wahr waren, wenn sie auch schon, ohne daß er es wußte, seinen Ber rat vorbereiteten. Es war ihr vollkommen gleichgültig, ob zivischen den beiden wirklich etwas geschehen war und was. Sie wußte, daß er sie verließ, wenn er sie nicht schon verlassen hatte, und das war das Entscheidende. Nicht wie weit die beiden gegangen waren, spielte eine Rolle, sondern daß sie überhaupt von ihr und den anderen isoliert waren, miteinander für sich waren, sich stundenweit in die Büsche geschlagen hatten. Sie wußte, was los war, und sie hatte die Nase voll. Sie hielt es, kurz gesagt, nicht aus, denn sie liebte Hermann. Sagte sie sich. Auf der Kuppe des Hornbucks machte sie einige Minuten Halt. Vom Rasthaus bis hierher mochte sie eine Stunde gebraucht haben. Man konnte gerade noch sein kleines, gelbliches Licht erkennen. Die Täler lagen dunkel; die bisedo ms] www to falinnas. — 2— Lichter an den Hängen waren verschwunden, die Lauern lagen im Bett. Selbst das Städtchen drunten war nicht mehr so hell. Sie schaute Wer' die"breite, abfallende Fläche hinab,, die zum Großen Felsen führte. Man konnte alles in einem Zug machen. Ein berauschender, letzter Flug übers Schncefeld, einige Minuten Seligkeit und dann über die Platte des Großen Felsens, der west übers Tal hinaushing, mit dem ganzen sausenden Schwung dieses Anlaufs, ins Leere. So hatte sie sich's den gayzen Weg her vorgestellt. Aber die weite, schimmernde Fläche lockte. Der letzte Schnee, von gestern lag unberührt vor ihr. Keine"einzige Furche zeichnete die vertrauten, anreizenden und erregenden Furchen in das weiße Tuch. Die Lust, dieses prachtvolle, migepflügtc Schneefeld, zu durchkreuzen, den süßen Schwindel des Absauscns Wer den Steilhang auszukosten, packte sie.' Sie ging leicht in die, Knie, legte den LLerkörper sacht nach vorn und stieß ab. Der Wind strich ihr kalt Wer die Schläfen, fuhr" ihr in die Jacke; ste fühlte es nicht- Sie glühte von innen her. Sie war, was jeder Skiläufer ist, wenn das Brett saust: ein in jeder Fiber brennender Trunkener, un- empfindlich für Unannehmlichkeiten, ein Stück Natur, eine unpersönliche, elementare Kraft. Wenn das Brett saust, ist der Skiläufer kein Körper mehr, den äußere Dinge stören können: er ist nur Herz und Lust. Kitty schoß in pfeilgerader Linie den Hang hinab und, kam mit glühenden Wangen drunten an. Sie stieg zurück, abwe^elnd mit Treppen und Grätschritt, und flog zum zweiten Mal übers Feld, diesmal in weiten, wollüstig aus- geschwungenen Schlangenlinien. Es war nichts in ihr als Glück und Rausch. Als ste zum vierten obei fünften Male tum Buck zurLKam, lag die Stadt drunten fast im Dunkel. Rur noch einige Straßenlaternen brannten.. Mitternacht mußte vorüber sein. Jetzt war Tie Zwanzig; ihr Geburtstag war da. Mit diesem Gedanken kam alles zurück. Wenn man Geburtstag hat, darf man sentimental sein und Kitty leistete es sich. Es war schon egal; niemand würde es wissen, denn bald war alles aus. Sie"setzte fich in den Schnee und fing an, still vor stch hinzuheulen. Es tat wähl; Wer es änderte nicht an allem. Als ste fertig war, schneuzte ste fich, griff in die Jacke nick» steifte eine Zigarette an. Sie nahm ste aus dem Mund, schaute sie an und sagte laut:„Die letzte." Die Worte fielen wie ins Leere, klangen sonderbar hölzern. In der Tat. waren sie ja auch, auf dieser kahlen Berghöhe," in die leere Lust gesprochen. Langsam rauchte sie die Zigarette zu Ende; dann warf sie ste, fort und richtete sich aus. Dort drunten war der Große Fels,, und in wenigen Minuten—-. Er war ein sonderbarer Gedanke, wie von einem anderen Menschen: ste kam sich selbst fremd vor. Einen Augenblick lang war es ihr/ als habe sie keinen Grund mehr unter den Füßen, als hinge sie schwebend in der Lust. Und in" diesen leeren Moment hinein sagte Hans:„Hallo. Wie denkst du Lber's Heimgehen? Uebrigens gratuliere ich dir hiermit als Erster zum Geburtstag." * Kitty starrte ihn an. Dann schrie.sie: „Du Trottel!. Kannst, du mich nicht, in Ruhe Listen!" Sie müßte schreien/"sonst hätte sie geheult. Sie hob.die Jaust,, um ihn ins Gesicht zu schlagen.,",". Er war langsam und linkisch und eia Tolpatsch; aber-die. Faust erwischte er doch und hielt sie festi/UÄ während er sie hielt;, sagte er:„Komm, bevor dich' die anderen,finden. Sic. find alle loSgetigert, um dich"zu suchrn. Ich hoffe, st« haben nicht an den Großen Felsen gedacht; aber ich bin nicht sicher." Sie biß sich auf die Lippen, dann sagte sie.„Und du, du hast drangedacht? Warum?" „Ach weißt du," sagte er, während er mit dem Finger die Asche niederdrückte; erst jetzt fiel ihr auf, daß er die ganze Zeit Wer die Pfeife zwischen den Zähnen gehalten hatte. „Wir Schulmeister sind manchmal, ein wenig Psychologen. Primitive, aber immerhin. And dann war ich ja schließlich auch besonders interessiert." Er schaute noch immer schräg aus den Pfeifenkopf. Run war es ein wenig still.- Kitty mutzte das erst schlucken; aber sie war nicht schwer von Begriff, und sah sich dieses Stück Mensch an, diesen Tolpatsch, der ihr auf diese unverfrorene und nebenhinige Weise seine Liebeserklärung gemacht hatte. Er stand da, eckig und mager, auf feine Stöcke gestützt, die Pfeife im Mund, einen Hellen Haarsireifen unter der Kappe Wer di« Stirn gezogen. Nie hatte sie ihn in Gedanken auf diese Weise mit fich in Beziehung gebracht. And fie Hatzte aus Kinderzeiten her Schulmeister. Wie konnte er fich unterstehen? Was, dachte er, könne fie an ihm reihen? War er etwa«in schöner Bursch? Er war's nicht. Aber wie fie ihn so beschaute, erstaunt und verwirrt, spürte fie etwas, war fie noch nie ge- fühlt hatte: es lag etwas Wer ihm,, das Bcr- trauen auf fie ausströmt«, ein Gefühl von Geborgenheit ging aus von chm, er war die personifizierte Zuverlätzlichleit. Er hob den Kopf. ,Ra?" Kitty war zum ersten Male nicht der entschlossene Mensch, der st« im allgemeinen war. Zum ersten Male duldete sie eine unentschiedene Situation, ja, lehnte ab, eine Entscheidung zu fällen, um die sie gebeten.war. Sie schaute ihm in die Äugen, gute Augen dachte sie, und ins Gesicht— ein recht angenehmes Gestcht, sagte sie sich, und jetzt steht er geradezu bubenhaft lieb aus. „Gib die Hand," sprach.sie,„bevor wir zum Rasthaus zurLLehren, wollen wir zu zweit nochmal da runtersurren." Er sah sehr zufrieden aus, zuversichtlich und sicher und gar nicht mehr tolpatschig. Peter Lindt. Nein!/ Eine Erinnerung Das Gebäude, in dem man die Stabsbildabteilung der Armee untergebracht hatte, war ein zweistöckiges HauS, wie so viele andere Häuser in nordfranzösischen Kleinstädten auch. Es lag an der Hauptstraße dieses deutschen Etappenortes, gegenüber dem Ärmeeoberkom- mando. Aus einem Türmchen auf dem Dach kroch ein Gewirr von Telephonleitungen, die Wände t re., mit einer schmutziggrünen, unsympathischen Farbe gestrichen. Der Zugang führte von einer Seitengasse auS Wer einen großen Hof, auf dem fich die Baracken der Ur- lauberfammelstelle befanden, lloder der Tür hing, nur noch an einem Nagel,«ine uralte, unleserliche Hausnummer, ein Posten stand unter ihr. und paßte auf, daß kein Unbefugter die Räume der Bildabtcilung betrat. ES war, wie gesagt, ein ganz gewöhnliches HauS, das stch durch keine Besonderheiten vor anderen auSzeichnete, und niemand, der an ihm vorbeiging, hätte ihm ansehen können, daß in ihm ein unheimlicher Gespenst umging: Die Wahrheit. Die Wahrheit über alles, was an der Westftont geschah. And"seit einigen Monaten wußten wir auch, wie diese Wahrheit hieß. Sie hieß: Unabänderliche Niederlage, Zusammenbruch. Bon Tag zu Tag rascher rückten die roten Linken des Feindes auf unseren Karten vorwärts, triumphierend:»Wir gewinnen den Krieg! Wir gewinnen den Weltkrieg!.".."— »Wir werden überrannt! Wir zerreißen!" schrien die blauen vergeblich um Hilfe. Mit jedem Tag waren die Stapel Fliegeraufnahmen von den feindlichen Stellungen, die wir von den Flugzeugabteilungen geliefert erhielten,«in wenig, aber doch merkbar niedriger, denn immer mehr von unseren Fliegern wurden abgeschossen, immer seltener gelang eS, Wer die Linien des Gegners zu kommen. Artillerie und Munition wurde knapper und knapper, und. somit die Beschußmeldungen auf unseren Arbeitstischen Uirzer und kürzer. Aber ins Riefige wuchsen die Zahlenkolonnen der Licht- und Schallmeßtrupps, die von der feindlichen Artil- lerietätigkcit berichteten. Die Aussagen der Spione und Mittelsmänner, die Meldungen von den Frontdivisionen, die Telegrannne, die nach Verstärkungen, nach Ersatz riefen— alles stellte fest: Unaufhaltsam ist die Niederlage. Bierzehn, sechzehn, achtzehn Stunden a:n Tage saßen wir an unseren zcttelüberflutetea Tischen, werteten das- einlaufende Materöü aus, zeichneten bunte Linien und Punkt», Ring«, Kreuze und Ausrufezeichen in die Meßtischblätter und Generalstabskarten," legte» Statistiken an und schichteten dann di« Dokumente des Untergangs in komplizierte Karcha» teken. Nur selten unterbrachen wir unser« gehetzte Arbeit für einige Minuten und debattierten Wer das, was wir erfahren hatten. Erw« damals, als«ine Division Äowaken in letzter Stunde Deutschland vor dem furchtbaren Schicksal eines Frontdurchbruchrs bewahrte. Oder als die Amerikaner ihr« ersten Versuche mit einem neuen Gaskampfstoff anstellien und-von all»» Stellen der Front in dringenden Telegramme» das Entsetzen gellte: Unsere Gasmasken schützen nicht! Wir find vollkommen wehrlos!... Der alte Feuerstein, der viel zu weichherzig und gutmüttg war für diesen Krieg, der stand dann manchmal noch«ine Weile am Fenster und sah hinunter zu den Urlaubern. Die aus der Heimat kamen und nun wieder nach vorn mußten ins Verderben, wo die Granaren so manchem das Grab schaufeln werden. Feuersteins Lippen waren schmal zusammengepreßt, und in seinen Augen mischte Empörung fich seltsam mit Güte. Schließlich sagte er jedesmal:«Und ganz nutzlos sollen nun die armen Kerle zugrundegehen I So ein Wahnsinn! Das ist ja em Verbrechen.—7«in Verbrechen tft das!" Dann ging er plötzlich an seinen Tisch und versteckt« fich hinter seinen Papierstößen. erschrocken über die Unvorsichtigkeit seiner Aeußerung. An einem Vormitwg, es war Mitte Oktober 1918, erhielten wir einen neuen Ballen Karten geliefert. Pronialek, der Materialuntcr- offizier war, öffnete ihn gleichmütig,, wie er schon zahllose Ballen vorher aufgeschnürt hatte, um die verschiedenen Kartenbündel in die entsprechenden Schrankfächer zu verteilen. Auf einmal fängt er an. sonderbar schrill zu lachen, unaufhaltsam zu lachen." »Na, bist du verrückt.geworden?!" protestierte Spirwitz, der gerade telephonierte; gegen die Störung. »Ich nicht! Wer anscheinend andere!" antwortete Pronialek und schleuderte einen DieVasallen der britischen Krone Seltsamkeiten ans dem Empire Die Melone Mark Twain, der berühmte amerikanische Humorist, erzählte gerne folgende Anekdote: „Als kleiner Junge"bemerkte ich eines Tages auf unserer Straße einen Wagen mit Melonen. Da ich niemand in der Nähe sah, trat die Versuchung an mich heran. Kurz und gut, ich Pahl die Melone, und rannte um die Ecke, um ste zu verspeisen. Kaum hatte ich aber hineingcbiffen, ergriff mich unwiderstehliche Reue. Ich lief zu dem Wagen zurück, legte die Frucht auf ihren Platz—. und nahm mir eine reifere!" Stoß der neuen Generalstabskarten auf Spir- Witz' Tisch, daß beinahe die Flasche mit der grünen Tusche umgefallen wäre. Im Nu waren wir alle neugierig um die Kartenbläiier versammelt: Sie stellten nichr mehr Frankreich dar, sondern Wiesbaden, Frankfurt am Main, Mannheim... Dyxt also sollte in Zukunft die Front verkaufen, dort sollten wir wieder zu arbeiten beginnen, wenn wir aus diesem Haus hier ab- tranSportiert waren. Dort sollten also nach den Plänen der Obersten-Heeresleitung die neuen Schützengrabennctze verlaufen, Megerangriffe stattfinden... der ganz« Wahnsinn weiter- gehenl ES war unS sehr sonderbar zumute. Losowski sagte:.Na, da können wir ja unseren Papierwarenladrn im WirthauS an der Lahn neu eröffnen!" Einer antwortete:.ES wird immer heiterer." Sonst sprach niemand. Born an der Front soff die Erde Blut. An diesem Tag geschah unten bei den Urlaubern folgendes: Auf einer Petroleumtonne stand ein Soldat und las aus einer Zeitung vor, daß in der Heimat.nationale Kreise" gefordert hatten, daß die Regierung, unter keinen Umständen Frieden schließen dürfe, sondern den Krieg bis zum äußersten fortsetzcn müsse. .Wir wollen kämpfen bis zum letzten Blutstropfen, bis zum Weißbluten wollen wir kämpfen!" wiederholte der Mann auf der Tonne den letzten Satz der Zeitungsmeldung, dann zerriß er die Zeitung und stieg von der Tonne herunter. Zwei, drei Sekunden lang war Schweigen. Vollkommene Stille der Erbitterung. Dann schrie einer: Ich nicht! Ich nicht! Dazu sind mir mein« Frau und meine Kinder zu lieb!" Und er nahm seinen-Tornister und ging. Hemmungslos tobt« nun die Wut durch den Hof: .Sollen ste selber Weißbluten! Die Speck- köppe, die verfluchten!"... Und alle nahmen ihre Tornister und Pakete und gingen davon.' Hundert und etliche Gewehre standen oder lagen verlassen auf dem Hof. .Sie sagen Nein!" flüsterte Feuerstein, und nach einer Weile rief er unerwartet lam und bestimmt:.Wenn sie bloß alle Schluß machen wollten! Das wäre doch die einzige Rettung. Wenn ich mir vorstelle, daß mein liebes Freiburg einmal so aussehen sollte wie Ipern oder Bcrdun..." Drei Wochen später sagten sie alle: Nein! Nachdem zehn Millionen Kameraden gefallen waren. B. Bogel. Während man in-der gegenwärtigen Krise viel von dem Berhalten der Dominions zur englischen Krone gesprochen hat, hat sich niemand um die Stellung der Fürsten' gekümmert, die Teile des britischen Weltreiches beherrschen. Und das hat seinen guten Grund. Denn die Kenntnis dieser kompliziertesten aller Chirarchien ist" eine Wissenschaft für, sich. Es gibt souveräne. Fürsten, deren Vasallität lediglich darin besteht daß Großbritannien auf Grund freier Beiträge ihre auswärtigen Angelegenheiten..verwaltet, wie es beim Sultan von Oman und den Maharadschas von Nepal und Bhutan der Fall ist.. ES gibt Herrscher von Protektoraten auf Grund freier Schutzverträge, wie den Radscha von Sa-' rawak, die Königin von Tonga und die Sultane' von Kuweit, Bahrein, Hadramaut und Makalla, und es gibt solche, denen diese Protektoratsver- träge aufgezwungen wurden, wie. die indischen Maharadschas, den Emir von Beüidschistan, den Sultan, von.Sansibar.und den König von" Uganda. ES gibt Mandats-Souveräne, wie den Emir von TranSjordanien, Basallen, denen die britische. Krone freiwillig einen Teil ihrer Souveränität zurückgab, wie die malaiischen Sultane von Perak, Selanger, Regri Senwilan, Pahanz, Kelantan, Trengganu, Krdah, PerliS und Ichor«, Europäer, die exotische Gebiete des Empire beherrschen, und eingeborene„Souveräne", die nur noch auf dem Papier regieren, wie dir Mehrzahl der Basallen Indiens. Milliardär* und Könige ohne Fahrgeld Die Gesamtzahl dieser Herrscher, die sich der ungeteilten. Sympathie aller Briefmarkensammler erfreuen, betrögt rund 866. Aber.nur ein kleiner Teil von ihnen ist so reich wie Nawab Sir Mir Osman Ali Khan Bahadur, regierender Rizam von Haidarabad, wie der Maharadscha von Patiala, der Guikowar von Baroda und der Peschwar von Puna, die zu den reichsten Männern des Erdballs gehören. Gleich nach ihnen folgt der Sultan der Bahrein-Inseln, den seine Perlenbänke zum mehrfachen Milliardär gemacht haben, und auch die erst 24 Fahre alte Cellume Neufwellond, eine«cheffinische Galla- Sklavin, die ein brasilianischer-Multimillionär loSkauste, zu"seiner Gattin machte und die sett seinem Tode als Königin über die kleine Insel Tangariru bei Neuseeland regiert, kann sich gewiß nicht über mangelnde Geldmittel beklagen. Aber schon der Sultan der Malediven- Inseln, der Radscha von Brunei und die Herrscherin von Tristan de Cunha sind nicht reich genug und der„kleinste" Basall, der Engländer A. B. Goodall, der als souveräner Fürst über» die-— 4 Einwohner der kleinen Insel Pulau Serimbun bei Eingapore„regiert" und sogar eine Flagge in eigenen Landesfarben besitzt, ist sogar ein armer Mann. WeiBe Vasallen In Europa besitzt die britische Krone— abgesehen davon, daß eine Anzahl Peers se>t alterSher gewisse Souveränitätsrechte ausüben — nur zwei Vasallen: den Bankier Martin Coles Harriman, der bestimmte Souveränitätsrechte auf der kleinen Kanalinsel Lundy besitzt, und Lady Beaumont, souveräne Fürstin der normannischen Insel Sarg, die sogar den Titel „Queen" führt. In Zentralasien hat der weiße Sultan von Jstamiftan in Süd-Turkestan, der zum Islam" übergetretene Engländer Janns ' Bertram Sheldrakc, freiwillig das britische Pre, tektorat angenommen. In Südafrika regiert der Arzt Oliver Jefferson', als.König" über Vie Buschmänner der Kalahari-Steppe. Eine Frau, Betty CasiaireS, ist Königin der zentralamerikanischen Bahama-Jnsel Whalecay. Die meisten.stveißen" Basallen der britischen Krone regieren aber auf den Südseeüiseln, Sie rekrutieren sich aus den verschiedensteü Nationen. Auf- der Fidschi-Insel-Wakaya regiert der Engländer Watson,, auf der Bismarckinsek Tabor der schwedische Seemann Karl Petterson, auf Mera-Uki die Amerikanerin Ellen Priestley, auf der Hervey-Insel Rarotonga-Miß Nouaii MacFee, Tochter eines Schotten und einer Polynesierin, auf der Bismarck-Insel Kabakan de? frühere Berliner Privaidozent Dr. Phil. August Engelhardt, auf Brechau der Amerikaner Robert W. Hathaway, auf Jethu der Dichten Compton Mackenzie", au^ Badu die Irin Maud Crooker, auf Pitcäirn Richard Christian, ein direkter Nachkomme der Meuterer der„Bounty", Die einsamste Königin der Welt Der einsamste und gleichzeitig seltsamste dieser Basallenstaaten ist aber die ungefähr in der Mitte zwischen Südafrika und Südamerika liegende Insel Tristan de Cunha.. Im Jahre 1660 proklamierte-sich der englische Abenteurüe Thomas Currie zu. ihrem König. 1816 erklärte England di« Insel als britischen Besitz, ließ aber im übrigen das Gefüge der kleinen Monarchie unangetastet. Einer der letzten Könige, William Glaß, gab seinen etwa 166 Untertanen iogar eine moderne demokratische Verfassung, und leur Reffe, der. anglikanische Geistliche Harold Wilde, vererbt« den Thron dünn auf die jetzt regierens« Königin Mary Repetto. Sie herrscht zwar nur über etwa 126 Menschen, die alljährlich zu Weihnachten sehnlich auf das engsische Lebensmittelschiff warten, und sie ist auch sonst nicht reich, aber sie besitzt trotzdem nicht nur das Recht zur Ausgabe eigener Briefmarken, sondern sogar eine(vom König von England geschenkte)! Radio-Sendestation.' MTP. Alkoholfreie Festgetränke für jung und alt Es ist eine althergebrachte Sitte oder besser Unsitte, bei allen festlichen Gelegercheiten alkoholische Getränke zu genießen. Zu Weihnachten und Siwester sind besonders Punsche und Bowlen beliebt und ihre Zubereitung ist eine besondere Kunst. Herrliche Bowlen kann man. aber auch.aus alkoholfreien Fruchtsäften herstellen, die auch die Kinder bekommen können und die keinen Rausch und keinen Katzenjammer verursachen. Für die Bereitung gellen dieselben Regeln, nur daß statt Wein unvergorene Süßmoste verwendet werden, wie z. B. Apfelsast, Traubensaft, Johannesbcersast usw. Sie enthalte» wertvolle Mineralstoffe, Bitamine und de» natürlichen F r ü ch t z n ck e r, der bet der Gärung in Alkohol und Kohlensäure verwandelt wird. Deshalb braucht man natürlich weniger Zucker. Süßmoste auS Aepfeln und Trauben werden in hervorragender Qualität bei uns hergestellt; Bowlen, schmecken am besten recht kalt," ein Zusatz von Sodawasser C«*mM r.LLB»6 O*#» Adamaon bekommt»einen Willen ober Mineralwasser verbessert und verbilligt sie. Anbei einige Rezepte: Famllienpnnsch: Ein Liter Tee, die gleiche Menge Apfel» oder beliebigen Obstsast, Saft einer Orange oder Zitrone, Zucker nach Geschmack. Dazu, etwas Gewürz(Nellen und Zimt) und auf dem Herd ziehen lassen. Heiß auftragen. Onmgealowle: Schale von drei Orangen abreibe», mit Zucker vermischen und mit einem viertel Liter Apfelsaft über Nacht stehen lassen. Dann durchseihen, mit Apfelsaft verdünnen, süßen nach Geschmack und kalt stellen. ' Oeangeniowle 2; Zu einem Liter Apfel» oder Traubensaft-gibt man eine kleine Flasche Orangade. Sine Orange und eine Zitrone schall man, schneidet sie in ganz feine Scheiben, zuckert und-stellt die Bowle für einige Stunden kalt. Bor dem Genuß zwei Flaschen Sodawasser dazu geben.- AmmaSbowle: Eine Büchse LnanaS sein schneiden, mit Apfelsaft begießen und stützen lassen. Dazu eine Masche Traubensast, etwas Zitronensaft und Zucker nach Geschmack, recht kall serviere». Eierpuufch: Etwas Gewürz kocht man»ich läßt es ziehe»(Nellen, Zimt). Im Schnee» kessel schlägt»ran über starkem Feuer einen halben Liter Apfel» oder Traubensast, etwas Tee, 12 Deka Jucker, Saft von zwei Zitronen, das Gewürzwaffer und 4 Eier. Bis der Schaum sich hebt, an de» Rand des Ofens ziehen und weiter schlagen unter Zusatz von etwa? Kir- schensast oder Preiseibeersaft. Pfirsichbowle- 4 große Pfirsiche, Konserven, begießt man mit einem halben Liter Apfelsast und ebensoviel etwas verdünntem Himbeersaft. Dazu etwas fein geschnittene Zitrone und Zucker nach Geschmack. Wenigstens zwei Stunden kall sichen und zichen lassen, vor dem Genuß eine' Flasche Soda oder Mineralwasser dazu. Amerikana Berichte Ehre. Peter DaScalos, Schuhwarenbesitzer in Des Moines(Iowa), hat de» Pfarrer EliaL Tsausis von der griechisch-orthodoxen St. Gr» orgSkirche wegen Beleidigung verklagt und verlangt 10.000 Dollars Schadenersatz. Der Pfarrer hatte in der Kirche verkündigt, Dascalos sei „verdammt". Mangelnde Qualifikation. Fra» Mach Brophy, Lehrerin, zuletzt Angestellte des New Noiker Bollsschulrektorats, mußte von ihrem Poften zurLcktreten, weil sich herausstellte, daß sie zweiundzwanzig Jahre lang auf Grund der Zeugnisse einer anderen Lehrerin gleichen RamenS ihren Lchrerberus (befriedigend) au-geübt hatte. Feueralarm- In Tulsa(Oklahama) wurde die Feuer- wchr alarmiert:„Alle Wagen auSrückenl Ein Mann verprügelt seine Tochter!" Der ganze Bereitschaftsdienst brauste los in Richtung Kriegsschauplatz. ZchnMinuten später machte ein Schutzmann seinen Rapport:„Wir haben Nachforschungen angestellt. Es wurde kein Arrest vorgenommen: die Tochter batte oewonnen." Brandunglück. Mister MeElligot in New Nork, Kouunissal für daS Feuerwehrwesen, Vorkämpfer moderner Feuersicherungs- und FeuerbekämpfungS- methvden, nmßte. Krankheitsurlaüb nehmen. Ei hatte bei» einem Familienfest Feuerwerk und zum Teil sich selbst verbrannt Greuzkonflikt. Die Grenzpolizei in Calneva(Nevada) hat entdeckt, daß die Theke einer bestimmten Bar in Nevada steht, während ihre Tische in California sind. Daraufhin verhaftete sie den Kellner George Polus, der die Gäste bediente, Wei! er ohne Lizenz Allohol aus Nevada»ach Kalifornien importtert hatte. Sdiadi-Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32. Post Modlan bei Tepli tz-Scb ö nau. SCHACHAUFGABE Nr. 315. Wir bringen heute wieder eine Mottoaufgabe, in der Reihenfolge die 7. Motto..Leichtsinn“. Schwarz: Kd6. Te7. Ld8, Sa5, c3. Bg5.(6) ab c d e f g h Weiß: KgG, De4. TH. La8. d4. Sa7, eG. Bg4.(8) Matt in zwei Zügen!/ Lösungen und Bewertungen sind bis spätestens 5. Jänner 1937 an den Leiter dieser Spalte* einzusenden. LosungMur au Nr. 312: SdS—c4! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge« nossen ein: Tepper Franz. Karlsbad: Beutel Wilhelm. Arnsdorf b. Tatschen: Dinnebier Emil. Tetschen; Sturm Heinrich. Brünn; Nitsch Rosa. Trupschitz; Schöffel Anton. Schöbritz: Chroust Kari. Bilin: Klotzig Rudolf. Strache Karl. Pfeiffer Ernst. Strache Rudolf. Jungmann Karl, sämtlich Großpriesen; Bretschneider Otto. Drakowa; Habl Erwin, Tyle Vladimir. Schindler Robert» Chimiak Teo. Lohmüllen Hans. Holfeld Otto, Freund! An ton. sämtlich Nestersitz; Triltsch Gustav und Scharoch Franz, Wisterschan; Havel Franz, Modlan: Steinwitx Hans. König Anton, Walter Ludwig, sämtlich Kwitkau; Hyna Josef, Hostomitz: Wanicek Franz. Hertine. Zu den ersten 6 Mottoaufgaben sind bis jetzt 8 Bewertungen.eingelangt. Da noch im Jänner Mottoaufgaben erscheinen werden, ersuchen wir unsere Löser, sich noch zahlreicher an den Bewertungen zu beteiligen. Figur. Die Frage des Ob Tempo- e7—e5 Sb8—c6 d7—dB Tal—cl g2—g4! f4—£5! g4Xf5 widerlegt d2—d4? La 4—b3 Sf3Xd4 c2—c3 nach c5 eine 0—0 Tf8—d8? e6Xf5 Sd7Xe5 aber noch eine ge- 1. . 2. 3. 4. 5. 5. 6. 7. & S. DXd4 kostet—— Weißen, ob das Bauernopfer korrekt sei. ist bald beantwortet Weiß hat nichts Besseres. Folglich muß seine Spielführung früher mangelhaft gewesen sein. Sd2—ft! Td8—e8 Sf4—e6ü aufgegeben. Einiges hätte sich Schwarz schon noch zeigen lassen dürfen, obschon der weiße Angriff stärker ist als man auf den ersten Blick glaubt. Den Angriff hat Weiß stark und erfinderisch gespielt; um aber damit durchzudringen, brauchte er unbedingt die schwache Verteidigung des Gegners. 18. Sc3—e2 Alles Tempoverluste. Es in Betracht 19. 20. 21. Wird hübsch__.. nügende Verteidigung vorhanden war. wagt man zu bezweifeln. 23. 24. Auch nicht unbedingt nötig. Nach 0—0! war das schwarze Spiel sicher verteidigungsfähig. “ g Lc5—b6? kam Immen noch 0—0 Gfeller. Schwarz: P. Knobel. Spanische Partie. «9—e4 Sgl—f3 Lfl—b5 Lb5—a4__ 0—0 Am schärfsten gilt heute c4! — Lc8—d7 b7—b5! Sc6Xd4 eöXdi PARTIE Nr. 119. Gespielt im Fernturnier des Schweizer A.-S.-B. Weiß; H. 9. d4Xc3 10. SblXcS Sg8—f6 11. f3—f4! Ld7—e6?' 12. LbSXeO f7Xe6 13. Ddl—f3! d6—d5 14. e4—e5 Lf8—c5+* 15. Kgl—hl Sf6—d7 16. Df3—h3 Dd8—e7 17. Lei—d2 c7—c6?