BUNTE WELT Nr. 52 Unterhaltungsbeilage Ein heiliger Abend Erst hatte ein eisiger Nordwest über das Moor gepfliffen. Tagelang, Er übersprang die hohe Mauer des Lagers und der ebenso hohe Stacheldrahtzaun war ein gliberndes Gespinst von Rauhreif geworden. Die Gefangenen des Lagers standen in der Kiesgrube am Rande des Tannenwaldes, der kristallen funfelte, und hackten. Manchmal sprühten die Funken auf dem hartgefrorenen Grund; der Klang der Pickel war hart und schrill. Es war widersinnig, bei diesem Frost Kies zu graben, aber darüber hatte nicht die Vernunft zu bestimmen. Schach- oder Kartenspiel oder auch zum Lesen an den Tischen niederließen. Da erhob sich der abseits Sibende, man sah nun sein Gesicht, es war nicht alt, aber wie aus hartem Holz geschnißt und nur die Augen darin schienen zu leben. Er ging schwer und müde hinaus. Der Kamerad, der bei ihm geblieben war, folgte ihm in einigem Abstand, fah, daß er plöblich nicht weiterging. Auch er hielt inne. Drüben, vor dem Stacheldrahtzaun, im Dunkel ein Schatten nur, schritt der Posten auf und ab. Nun fing der Mann da vorne schneller zu Die Posten, in lange Fellmäntel gehüllt, gehen an, immer an der langen Wand der schritten auf und ab. Ihre finsteren Gesichter Barade entlang, stoďte, als er an dem im wurden durch die schwarzen Stahlhelme noch Finstern liegenden Arrestbau antam, denn er finsterer. Die Karabiner hingen über die Schul- hörte die Ketten klirren, lief weiter. Als er in tern. Es war nicht ſchön, Poſten zu brennen, das Ende der Lagergasse einbog, verharrte er indes ein Teil der schwarzen Teufelsgarde wieder. Vorne, wo die Lagerstraße am StachelSS genannt sich schon im Weihnachtsurlaub draht nicht weiter ging, jenseits des Hinderbefand. Darum woren die Dagebliebenen fin- nisses erhoben sich, den Rücken schwerfälliger, ster und fluchten; sie hetzten die Gefangenen, gedukter Tiere gleich, Dächer von niederen damit ihnen selber warm würde. Häusern. Es waren die Baracken, die außer Auf dem weiten Egerzierpiaz bei den Geshalb der Gefangenschaft lagen. Fangenenbaracen ging ein Teil der politischen Häftlinge im weiten Halbkreis. Sie sprachen nicht; es war so kalt, daß ihr Atem fror. Zuveilen wendeten sie den Kopf nach der Gegend der Kiesgrube, aus der das Schimpfen der Posten im Eiswind verbellte. Aus den Abzug= rohren der vielen langen Dächer der Baracken stieg dünner, blaver Rauch; von der Dachrinne hingen spitze Eiszapfen. Der Lagerlautsprecher fandte Weihnachtsgefühle in die kalte, bissige Winterluft. Die Hakenkreuzfahne auf hoher Stange hing schlaff wie ein langer Blutstreifen ins Grau des Nachmittags. Trompetensignal blötte, kündete den Arbeitsschluß und den Beginn des Heiligen Abends an. Die Gefangenen in ihren dünnen grauen Anzügen, deren Streifen an den Hosennähten und den Rücken entlang wie blutroic Striemen hervorstachen, tehrten in Baraden zurück, hielten den Feuerbäuchen der -Defen ihre Hände hin, stritten um das bißchen Platz im Wärmekreis. die In einem der trostlosen Räume saß ein Gefangener für sich. Auch als der schrille Piff zum Essenfassen durch die Gassen strich, blieb er in seiner gebeugten Haltung siben. Die Kameraden machten sich auf ihn aufmerksam, als sie an ihm vorbeigingen. Einer mach: e wieder kehrt, blieb ebenfalls zurück. Der Eitzende sagte, ohne aufzusehen: „ Kannst ruhig auch gehen! Brauchst keine Angit um mich zu haben!" Er nahm den kahlge= schorenen Kopf in seine gespreizten Hände, die Spuren schwerster Arbeit zeigten. Das Gesicht war nicht zu sehen. Der, den er angesprochen hatte, blieb in dem kahlen Raum bei dem rohgezimmerten Tisch stehen. Er tat, als blicke er an dem Kameraden vorbei. So verharrten die beiden, bis die übrigen Insassen mit lautem Getrappel vom Essen zurückkamen, ihre Eßgeschirre in der Waschecke nebenan reinigten und sich zum Der Kamerad hatte ihn eingeholt, stand neben ihm, faßte ihn am Arm. Was gehst du mir nach?" zischte der Gefangene. „ Sei vernünftig! Komm herein!" flüsterte der andere. Im gleichen Augenblick schrie der Posten, der sie bemerkt hatte: Der kürzeste Tag Wenn im Herbst der großen Sonne Licht Wie ein Wachlicht schmilzt und fast erblindet, Wundert es uns nicht, Daß uns täglich auch der Mut entschwindet. Tief in diesem Monat sinken wir In des ewigen Dunkels Nähe, Manchem ist, als ob er das Getier Seines Grabes sähe. Armer Nebel ist der Vormittag, Mittag dämmert abwärts, kaum gerötet Stürzt der Abend hin, vom Schlag Einer eisern langen Nacht getötet. Wie gefangen warten wir. Wer bricht Aus so engem Auf- und Untergange? Wer entflieht dem flichenden Licht? Liegen bange- in der großen Zange Doch die Zeit, der riesigen Nächte satt, Wendet sich, befehlend dem Kalender: Und das Licht, von Blatt zu Blatt, Mit dem fünfundzwanzigsten Dezember. Wieder steigt es, wie ein Fliegerheer, Langsam erst und immer schneller, Auch vor Frösten duckt es sich nicht mehr, Und bald macht es selbst die Menschen heller. Alfred Wolfenstein. 1936 ,, Vom Zaun weg!" Und er hatte den Karas biner schon in Schußbereitschaft. Die beiden machten fehrt und wanderten langsam die Lagerstraße zurück. Aus dem Lautsprecher zwitscherte Kindergesang: Christ, der Retter, ist da... Drüben, jenseits der hohen Lagermauer, hockten eng aneinander die niederen Baraden, in denen arme Leute wohnten. Lange Arbeitslosigkeit hatte sie verbittert, dann rebelliſch gemacht. Als das Sonnenrad blutig und scharfgezadt über Deutschlands Himmel aufging, ais die Dittatur ihre Gegner in Massen einterterre, viele heimlich und offen tötete, da krochen dieſe Armen in ihre Hütten und mancher wurde hervorgeholt und in das Konzentrationslager nebenan geſteckt. Auf die ehemals roten Fähnhen nähten die Frauen das neudeutſche Heidenkreuz, um vor den Häschern sicher zu sein... Nun war Weihnachtsabend in der unwohnlichen Baradenkolonie. Kleine Bäumchen mit etlichen Kerzen standen in armseligen Stuben. In einer dieser Stuben fehlte immer noch der Vater; er war Gefangener jenseits der hohen Mauer. Oft haben die Kinder am Lagertor gestanden, zu sehen, ob der Vater nicht mit einer Arbeitskolonne aus dem Tore marschiere. Nur einmal haben sie sein Gesicht erhascht, aber er hat sie nicht einmal gesehen, er hat geradeaus geschaut, als ginge ihn die Welt nichts mehr an. Vorgestern und gestern waren sie mittags ans Lagertor gegangen; bielleicht war der Vater bei den Weihnachtsentlassenen. Er war nicht dabei gewesen und nun saß die Familie in der Stube und wartete auf das Wunder. Die Mutter hatte ein Weniges gebacken und jie war immer ungeduldiger geworden, so daß die Kinder ihr aus dem Wege gingen. Jetzt say sie am Tisch, den Kopf auf die Hände gestützt. Das Kleinste krabbelte am Boden, die Grö ßeren preßten die Nasen an die Fensterscheiben und hauchten Löcher in die Eisblumen. „ Jetzt kommt Vater am Ende doch nicht mehr?" sagte die Aelteste und seufzte.„ Au, er sollte einfach über Zaun und Mauer sprin gen können! Aber der Draht ist ja elektrisch geladen!" Die Mutter saß wie eine Skulptur, den Blick ſtarr auf das Bäumchen geheftet, deren Sterzen wie schlanke Finger im Grün der Aeite standen. Sie sollten erst angezündet werden, wenn der Vater fam. Die Zeiger der Uhr standen senkrecht auf dem Zifferblatt. In der Baracke nebenan sangen die Kinder, vom Ort her flangen die Glocken; sie läuteten den Heiligen Abend ein. Plötzlich fing das Elsi zu weinen an, es hatte sich an der Tischkante gestoßen und die anoeren glaubten, es weine, weil der Vater nicht gekommen war, und weinten mit. Die Mutter rückte ihren Stuhl vom Tisch, alle flüchteten an ihren Schoß und sie saßen da wie ein Klumpen Schmerz. Die Mutter strich ihnen übers Haar, einzelne dicke Tropfen fielen aus ihren Augenwinkeln herab. Ach Kinder" sagte sie, ihr $ 7679 nabi matul natione si basta -2follt nun doch euer Weihnacht haben! Laßt uns| Stille, die hier herrschte, war die eines tiefen Ratlos aber waren fie alle; wer fonnte hinter anfangen!" Brunnens. dieser undurchdringlichen Maste steden? Sie wollte sie hinausschieben, um die kleinen Gaben unter das Bäumchen zu legen, da ſtellte fich die Aelteſte reſolut vor fie hin; fie war hager und hatte einen trozigen Mund im schmalen Gesicht hen.„ Mutter", sagte sie, wir wollen teine Bescherung, wenn Bater nicht das bei sein kann. Wenn er nicht kommt, dann ist für uns nicht Weihnachten!" Sie drängten sich an die Mutter. Eli löschte das Licht und die Dunkelheit schenkte ihnen Beruhigung. Die Mutter zog die Nelteste an sich und flüsterte:„ Du bist mein tapferes Mädell Bater wird es dir danten! Wir wollen jezt nur an ihn denken!" Der Wind tändelte mit den Schneefloden. Die grellen Scheinwerfer zerschnitten die schwarze Dunkelheit. Bweitausend Männer saßen in den Baralten um die fahlen Tische. Die Kartenblätter flatschten diesen Abend nicht so laut auf die Lischplatten. Man hörte fast das Rascheln des Papieres der Lesenden beim Umblättern. Die Aus dem Hause der Bewachungsmann- Die Berivirrung stieg nach den einleitens schaft drang wüster Lärm, sobald die Türe fich den Worten des Conférenciers. Dekobra be öffnete. Auch hier ſaß man beim Martenſbiel grüßte den Fremden franzöſiſch, der Maskierte Aber es ging laut zu, zuweilen stieg ein rauhes dankte mit den fehlerlos gesprochenen Worten: Landknechtslied und die schwarzen Husaren des Merci, mon cher ami!", aber dann schlug er Diktators schmierten fich dazu ihre Kehlen. ein fchwarzes Buch auf und begann in tadelSie sahen nicht, daß eine Viertelstunde losem Englisch ein Gedicht vorzulesen. Ein Ge bor dem Schlafsignal ein Gefangener ins Freie dicht des berühmten englischen Lyrifers Robert trat, wie hypnotisiert auf den stromgeladenen Browning, wie er sagte. Stacheldraht eilig zuging, ihm unversehens mit der Hand nahe kam, mit einem blauen Fladers schein zurüdtaumelte, hinfiel und dalag wie ein bom Draht gefallener großer Vogel im Schnee. Auch der Posten hatte nichts gemertt. Er las es nicht gut. Seine Stimme schien an den sentimentalen Stellen überzufippen, und war von dem weinerlichen, falschen Pathos ge= tragen, das den Anfänger verrät. Auch das Gedicht, das er vortrug, mußte eine sehr frühe und Bald darauf blies die Trompete zum unbekannte Arbeit Brownings sein. Niemand Schlafengeben, zwei SS traten fluchend aus hatte es je gehört und es war dech zahl der Wachstube, um die Runde durch die Lager- reiche Kenner der englischen Chrif chivesend, gassen und die Dunkelarreste zu machen. Sie die Verse tlangen uneben, die Gedanken unver ließen den grellen Echein der Poirouillenlampe ständlich, fast wirr. Nur auf einige ältere spielen. Damen machte das dick aufgetragene Gefühl, das an den zweiten Att fitschiger Operetten erinnerte, einigermaßen Eindrud; eine englische Miz begann sogar hörbar zu schluchzen... Der übrige Teil des Publikums schwankte zwischen Matlosigkeit und Lachen. Nicht lange: der traus rige Rezitator flappte sein Buch zu, verbeugte fich ernst und verließ den Saal durch die Tür hinter dem Podium. Das war das einzige Licht, das an jenem Heiligen Abend im Lager aufleuchtete. Er brachte den sehnsüchtig Harrenden keine frohe Botschaft. Walter Hornung. Sensation am Weihnachtsabend Die Passagierlifte der Ile- de- France", die vor Sie hintreten und Ihnen in einem am Weihnachtsmorgen des Jahres 1929 von Le schwarzen Domino und mastiert fünf MinuHavre nach New York abging, war komplett. ten lang ettvas erzählen. Wer als erster den Von den Kabinen erster Klasse war feine einzige Namen des Geheimnisvollen errät und auf ein mehr frei. Die Weihnachtsfahrten— ,, les voya- Blatt Papier schreibt, das er mir überreichen ges du réveillon"- dieses Schiffes waren be- läßt, erhält die kostbaren Schmudgegenstände, rühmt und boten einer internationalen Gäste- die Sie feit heute Mittag im Schaufenster des schar stets neue, bisher ungekannte Sensationen. Juweliers bewundert haben. Sir Basil Baharoff Was war dagegen die ,, Réveiloln" in einem hat sie als Preise gestiftet... Die Beteiligung Modelokal von Montmartre oder Chats an diesem Wettbewerb, dessen Reinerträgnis Elysées? Wer im Jahre 1929 feinen Weih- dem Fonds für Hinterbliebene nach verunglück nachtsabend originell verbringen wollte, taufte ten Seeleuten zufällt, haben wir einverständlich fich eine Kabine auf der am 24. Dezember ab- mit 500 Francs bemessen..." gehenden, le- de- France". Das war nicht billig aber schließlich schrieb man doch das Jahr 1929 und hatte noch mehr Geld als heute.. Ztvei Stunden nach der Abfahrt von Plhmouth, wo noch ein paar englische Passagiere an Bord gekommen waren, ließ der Kommandant die„ Erstklassigen" in den großen Speisesaal bitten, unter deffen transparenter Glaskuppel Pfund und Dollarmillionäre zu dinieren pflegten. ,, Meine Damen und Herren", begann der Kommandant Georges Burosse ,,, die Compagnie Générale Transatlantique hat Ihnen auch für diesen Weihnachtsabend besondere Ueberraschungen zugedacht; und wenn ich dieses Programm aus eigener Machtvollkommenheit umſtoße, so geschieht es nur deshalb, weil ich sicher bin, Ihnen heute eine ganz außergewöhnliche Sensation bieten zu können." Als gewiegter Redner machte Kommandant Buroffe hier eine Pause, um die Spannung zu erhöhen. Er nickte Maurice Dekobra zu, der eben eingetreten war: # In der Stunde, die noch bis zum Weihnachtsessen blieb, herrschte auf der Ile- deFrance" eine wahre Hauffe nach englischen Beitungen. Für die Gesellschaftsrubrik der„ Times" wurden phantastische Preise gezahlt und die Paſſagiere notierten sich gewissenhaft die Namen der Prominenten, die dort ihre Amerikafahrt ankündigten. Die Preise, die Sir Baharoff ge= stiftet hatte, waren wirklich der Mühe wert und dazu tam noch der sportliche Ehrgeiz, den der Kommandant in richtiger Voraussicht mit der Wohltätigkeit verbunden hatte. Die Gesichter der Bassagiere waren nicht sehr geistreich. Einige gaben das Rennen auf, andere berieten fieberhaft. Fragen flogen über die Tische, dann wurden die ersten Bettel aus gefüllt. Nach kurzer Pause, nachdem eine schnell zusammengestellte Jury die Einsendungen ge= prüft hatte, verkündete Kommandant Burosse die Entscheidung: eine Anzahl von Stimmen war für den Prinz of Wales abgegeben. Demp= sey, Fairbanks und Buster Keaton hatte jeder weit über 60 erhalten, Grod brachte es auf 32, Cochet und Maurice Chevalier auf 34; aber auch die anderen Größen dieser Zeit waren vertreten, Gigli, Tristan Bernard, Kellog, Shaw, Wallace, Morgan es gab eigentlich keine Weltberühmtheit, die nicht genannt wurde. Trotzdem erklärte der Kommandant, er werde die schönen Preise leider für den Fonds in Beschlag nehmen müssen, denn keinem unter den anwesenden 700 Passagieren sei es gelungen, den richtigen Namen zu erraten. ..Und wie heißt er?", riefen einige vorlaute amerikanische Jünglinge, denen es um das fündhafte Geld leid zu tun begann. ,, Sie werden es sogleich erfahren", lächelte der Kommandant ,,, er will sich Ihnen selbst vor= stellen." Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als Maurice Detobra nach Beendigung des Die Neugierde stieg auf den Höhepunkt. Diners auf ein improvisiertes Podium stieg. Er Wem, welcher Weltberühmtheit war es gelun dankte für die zahlreiche Beteiligung und er- gen, die Kenner von drei Erdteilen so an der wähnte nebenbei, daß der Hilfsfonds an diesem Nase herumzuführen?“ Abend um 300.000 Francs reicher geworden sei eine Rekordsumme, die selbst auf der vornehmen ,, Ile- de- France" noch nie erreicht worden war. Nach ganz kurzer Zeit würde der weltberühmte, große Unbekannte erscheinen:.. Stille, angespannte Erwartung. ,, Vor wenigen Stunden ist in Plymouth ein Passagier an Bord gekommen, der keine Jetzt öffnete sich hinter dem Bodium eine Kabine reserviert hatte. Dieser Passagier ist ein bis dahin unbemerkt gebliebene Tür und der weltberühmter Mann und troßdem wir lom- Kommandant Boruſſe trat ein. Hinier ihm er plett" sind, bestand er darauf, mitgenommen zu sichen ein mittelgroßer Mann, in einem schwarwerden. Er wohnt in einer Kabine, die ihm zen Domino, mit einer schwarzen Maske, die meine Offiziere zur Verfügung gestellt haben. fein Geficht vollkommen verhüllte, in den über Da uns nun der Zufall zu Hilfe tam, so mache schien ein mittelgroßer Mann, in einem schwarich Ihnen den folgenden Vorschlag: Der geheim- zes Buch. Es war eine unheimliche Erscheinung, nisvolle und weltberühmte Passagier, dessen die an Ku- Klug- Klan- Erzählungen und Namen Sie alle kennen, dessen Eristenz auf dem Schauergeschichten erinnerte- den Damen rieShiff aber nur Mr. Defobra, meinen Offizie- felte eine angenehme Erregung über den Rücken ren und mir bekannt ist, wird nach dem Diner und die Herren hörten auf, stepiisch zu lächeln. Einige Minuten später wußten es alle. Denn auf der Bühne war, wie aus der Versenung, der Mann aufgetaucht, dessen bloßer Anblick die Herzen von fünf Erdteilen zum Lachen bringt. Der Mann, dessen tiefernste Komit alle bewundern, von Alaska bis zum Aequator; der Mann, der so heiter und traurig ist wie unser Leben selbst. In seinen weiten fallenden Hosen stand er da, mit dem Hütchen und Stöckchen, den aufwärts gebogenen Schuhen, dem traurigen Blick und dem zitternden Schnurrbart. Wie ein Wirklicheit gewordener Film erschien er den Ladies und Gentlemen, die ihn doch alle schon oft auf der Leinwand gesehen hatten: Charlie Chaplin, der Weltberühmte, höchstpersönlich! Als sich der Beifall langsam gelegt hatte, hob Chaplin die Hand:„ Ich habe Ihnen heute viel Böses angetan", begann er ,,, das war nicht recht, denn Sie haben doch so viel Geld für -3einen guten Zived gegeben. Daß ich Sie eine| Mist zusammenzuschreiben? Nein. Sie, meine halbe Stunde lang zum Besten gehalten habe, Herrschaften, ſind die erſten, die mich als Dich wäre noch verzeihlich. Aber ein größeres Ber- ter kennengelernt haben. Ich kann es Ihnen brechen muß ich Ihnen gestehen; ich habe das nicht länger berheimlichen: das Gedicht war von Andenken und den Namen des großen Dichters mir. Ich selbst, hier warf Chaplin den Hut in Robert Browning befleckt. Das Gedicht, das ich die Luft und fing ihn graziös mit dem Kopf vortrug, war nämlich gar nicht von Browning, wieder auf, ich habe es vor einer halben wie wäre es ihm auch gelungen, einen folchen Stunde gedichtet." Josef Wechsberg. Knabe mit lockigem Haar Mister Fred Roids, Chicago, und seine Gattin find tinderlos geblieben. Wenn die bei den einmal- was felten genug vorkommt. eine ruhige Stunde miteinander reden, weil eben Mister Roids ausnahmstveise nicht gerade im Stonzern und Mrs. Noids gleichzeitig gerade nicht bei einem Wohltätigkeitsfest ist, so sprechen sie von einem Kind, das sie gerne hätten. Nun nahte das Weihnachtsfest und Mister Roids hatte Angst davor, denn die schönsten Gechente tonnten an diesem Abend seine Frau nicht davon abhalten, ein wenig zu weinen was die ganze Schminke in Auflösung brachte und ein Kind zu wünschen, durch das der Abend erst Stimmung und Sinn bekommen würde. Als Mister Roids eben den Kurszettel in der New York Times" gelesen hatte, fiel ihm ein Artikel auf, in dem berichtet wurde, daß auch heuer zu Weihnachten wieder zweitausend Kinder aus Waisenhäusern von kinderlosen Familien adoptiert würden. Sogar der berühmte Filmstar x. in Hollywood und der Maschinenkönig V. in Chicago hätten je ein Waisenmädchen an inKindes Statt angenommen. Und er beschloß, seine Frau zu überraschen Mister Roids Sekretärin erschien platinblond und erblaßte unter der Schminke, als ihr Mister Roids turgweg sagte: Fräulein Smith, ich möchte ein Kind. Könnten Sie sich nicht einmal umsehen. Am besten ist, Sie rufen vorerst die Waisenhäuser an." Fräulein Smith erholte fich, schludte und lächelte nachsichtig, als ihr Mister Roids sein Unternehmen erklärte. Nach zwei Tagen legte Fräulein Smith ihrem Chef drei Photographien auf den Tisch und sagte:„ Leider, Herr Roids, ist die Auswahl nicht mehr so groß. Hier haben Sie zwei Jungens und ein Mädchen, die noch zu haben waren. Ich habe sie gestern eigens für Sie photographieren lassen." " ,, Wunderbar," sagte Mister Roids. Also, ich nehme diesen blonden, gelodien Buben. Etwa sechs Jahre alt, nicht wahr? Stellen Sie fest, ob er teine Verwandten hat, die uns lästig werden könnten und bringen Sie alles mit den Dokumenten in Ordnung. Kümmern Sie sich, wie es mit seinen Vorfahren aussieht. Ich brauche das Kind erst am 24. Dezember, gebadet, ordentlich angezogen und mit ein paar Grundregeln der Erziehung versehen." ,, Wird gemacht, Miſter Roids, wird alles crledigt." deine neue Mutter!" und Mister Roids schob den Jungen seiner Frau zu. Jonny schaute im Kreise herum und Frau Roids ging ihm entgegen, umarmte ihn und brüdte ihn zärtlich an die Bruſt. Dann stürzte fie auf Mister Roids zu und umarmte auch ihn. Der Junge stand da und wußte nicht, was nun geschehen solle. ,, Ich werde dir eine gute Mutter sein," fagte Frau Roids. ,, So," sagte der Junge ,,, wir haben Christbäume immer gestohlen, als ich noch bei den Zieheltern am Lande war." Frau Roids erblaßte. Jonny schaute fich interessiert um, drehte den Hals, weil ihm das neue Hemd höchst unbequem und ungewohnt war. Er näherte fich dem Christbaum, betrach tete ihn und nahm eine Nuß herunter, Inadte fie zwischen den Zähnen auf und begann fie zu essen, wobei er nachläffig die Schalen auf den Boden spudte. Mister Roids ging zu ihm hin und meinte: Jonny, du bekommst jetzt deine Geschenke. Wir haben dich ſehr lieb und du follſt es bei uns gut haben." Der Junge schaute mißtrauisch auf.„ Das haben meine lebten Zieheltern auch gesagt. Dann war das Geld, das mein Bater hinters laffen hat, pfutsch und sie haben mich auf die Straße gefeßt. Dann hat man mich in dieſes Waisenhaus gestedt. Gut, daß Sie mich hierher genommen haben. Ich wäre dort ohnehin durchgebrannt." ,, Sie sind meine Mutter! Na, gut," bes In diesem Augenblick wurden alle abgea merkte der Junge in derbem Amerikanisch der lenkt, denn Frau Noids bekam einen WeinStraße. Eigentlich hätte mir die dort beffer trampf. Das Stubenmädchen führte Jonnh gefallen." Und er zeigte auf eine der Nichten hinaus, der verſtändnislos die Achſeln zudte. von Mrs. Roids. Wenn ein Gespenst durch das Bimmer gegangen wäre, hätte die Wirkung nicht stärker jein tönnen. ,, Ach, das scheint mir nicht recht gelungen au fein," bemerkte Mister Roids. Durch Tränen flüsterte Frau Roids:„ Da bei ist der Junge so hübsch. Die schönen, blonden ,, Na," sagte Mister Roids rasch gefaßt," Loden! Ach, Fred, er hat aber sicher viele Feh= ezt schau dir einmal den Christbaum an. Den ler. Aber ich werde ihn vielleicht doch behalten. hat eigens ein Englein vom Himmel gebracht, Oder könnte man ihn nicht umtauschen?" um dir eine Freude zu bereiten." Das Schnippchen I. Kaut. Eine heitere Weihnachtsgeschichte von Oskar Baum Das Vergnügen hatte Kalezti hinter fich. I herzig diese Position aus, nahm in feinen Im geschäftigen vorfestlichen Gedränge der Wünschen nicht die geringste Rücksicht auf die Straßen sich umhertreiben lassen und über Ge- schweren Zeiten im allgemeinen oder auf bes schente für seine liebsten Menschen nachdenken, sondere drückende Umstände der einzelnen. Da tann gewiß ein Vergnügen sein, wenn man sich bei fonnte man eigentlich gar nicht wissen, ob den Betrag einmal zurechtgelegt hatte und er das Vermögen des greisen Junggesellen wirklich nicht wehtut. Aber abgesehen davon, daß das so märchenhaft groß war, wie man allgemein Nichtwehtun in seinen Verhältnissen ein sehr annahm, ob es nicht vielleicht unter den ver relativer Begriff war, ermüdete es und Kalehti schiedenen Gefahren der Nachkriegszeit ge= saß schließlich, über das letzte Gefchent- Problem fchrumpft war und, wenn nicht, ob er es wirknachhaltig brütend, im Winkel eines Cafés, lich den Angehörigen hinterlassen oder nicht immer wieder von trügerischen Geburtstehen vielleicht in seiner Tüde lieber zugunsten einer durchschüttert, und konnte zu feinem Entschluß großmäuligen Stiftung bermachen würde. tommen.„ Was schenke ich Onkel Pepp?" Kaletti vergegenwärtigte sich bildkräftig die Weihe des feſtlichen Abends, wenn der Alte n seinem uralten fledigen Schlafrock eben aus dem Bett aufgestanden, vom Kreis der Verwandten umgeben, die kostbaren Tribute von jedem einzelnen in Empfang nahm. Unerträg lich waren seine lauernden spöttischen Augen, wenn er nachher mit einer von scherzhafter Bes scheidenheit gesteigerten Großartigkeit und Feierlichkeit die beleidigend schäbigen, lächerlich wertlosen Gegenstände überreichte. Papiersoldaten den darüber schon hinausgewachsenen Knaben, den Mädchen flecksig bemalte Holzpuppen vom Nikolo- Markt, grobe Baumwolltaschentücher den Frauen und den Männern Brief- und Geldiäschchen von Wachzruch oder Pappedosen, mit selbstgestopften Zigaretten ge= füllt. In den letzten Jahren war er immer vor Weihnachten erkrankt und mußte das Bett hüten. In seinem Alter waren Besorgnisse nicht von der Hand zu weisen. Alle sahen schon das Erbe verlockend nahe und machten die letzten ent= scheidenden Anstrengungen, einander den Rang in seinem Herzen abzulaufen. Nach Weihnachten fräftigte sich sein Zustand gewöhnlich wieder Inspektor der Staatsbahnen Edmund Kalebki war vielleicht ein zu sanfter Mensch, um hier ohne weiteres die rechte Eingebung zu haben. Eines stand fest: Unter feinen Umständen wollte er heuer wieder im ausgedehnten Kreis der Verwandten verschiedenen Grades dasißen, mit geballter Faust in der Tasche und den vergnügten Hohn des Alien über sich und die Seinen ergehen lassen. Seit wie vielen Jahren ging es schon so! Immer wußte Onkel Als am Weihnachtsabend die Mistelzweige Pepp mit teuflischer Harmlosigkeit in entspre an den Lampen und zwischen den Türen hin- chendem Zeitabstand vor dem Fest seine über gen und der Lichterbaum in Amerita neueste aus anspruchsvollen Wünsche ins Gespräch einMode vornehmer Leute entzündet war und fließen zu lassen. Wer in der ganzen VerMrs. Roids, ihre Schwester und ihre zwei verwandtschaft bälte gewagt, diese Andeutungen heirateten Nichten sich versammelt hatten, winkie nicht sogleich aufzufangen, sich einzuprägen Mister Roids und das Stubenmädchen führte und ihnen auf das Genaueste nachzukommen, einen blonden Knaben herein, dem eine Helle Locke in die Stirne fiel, der eine Verbeugung machte und sich dann breitbeinig und verlegen Hinstellte. Diesen Jungen er heißt Jonny- habe ich adoptiert, um dir eine Weihnachtsfreude zu machen“, sagte Mister Roids. Also, begrüße auch wenn man das Lezzie hätte dafür hergeben müssen? Kaleyti hatte sich einmal richtig in Schulden gestürzt. Was tat man nicht alles, um hinter den anderen Verwandten nicht zu rückzustehen und seinen Nang in der Beliebtheit des reichen Geizkragens zu behaupten! Und der Gute nüßte in aller Offenheit unbarmN uni bald Uetz seine Gesundheit nichts mehr zu wünschen übrig. Auch Heuer war alles bisher programmmäßig verlaufen. Bedachtsam, mit genauer Bemessung der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen, hatte Onkel Pepp seine Wünsche unter' die Verwandten verteilt. Aber diesmal'machte - Kaletzki nicht mit. Er hatte es satt. Er schämte - sich vor seiner Krau, die ihn,' bei dem feigen Ducken-unter, die vorauSgewußte Demütigung, . immer mit einem seltsamen Lächeln beobachtete. Andererseits.freilich konnte er sich doch nichr aufs Gewissen nehmen, die Möglichkeit einer besseren Zukunft, vor allem für seine Kinder, aufs Spiel zu setzen, vielleicht zu verscherzen. Wie war es auzustellen, dass man sich der Tributpflicht entzog, ohne daß einem ein Borwurf gemacht werden konnte? Man würde dazu etwas brauchen, das nur im Märchen vorkommr. Ein Geschenk, das niemand gab und niemand erhielt uiü> das doch da war. Oder gab es das nicht nur im Märchen?. Kaletzki mutzte diesmal mit seiner Familie verreisen nnd die Feiertage bei den kränklichen.Eltern seiner'Frau verbringen. Da? konnte niemand auch nur im geringsten verdächtig finden- Das Geschenk oder richtiger: die Geschenke hatte er darum nicht vergessen. Pünktlich traf das Paket eia, von' den wärmsten Wünschen sämtlicher Familienmitglieder in einem wohleingeteilten Kollektivbrief begleit«, der auf die beifolgenden Geschenke im Detail bescheidentlich bezugnahm. Aber als der Onkel das Paket öffnete, fand er es leer. Oder vielmehr: ES waren nagelneue EtuiS einer ersten Juwelierfirma darin, denen man den kostbaren Inhalt-unmitzverstäiidlich anmerkte, aber— er fehlte! Ein raffinierter Postdiebstahl; man mutzte Anzeige erstatten. Wie— wirklich ein Postdiebstahl? Onkel Pepp laS den vielteiligen Brief aufmerksam noch einmal. lind die Siegel der Verpackung waren, wie er sich erinnerte, unberührt gewesen, was sich jetzt nach Ocffnung des Pakets allerdings nicht mehr beweiskräftig feststellen ließ. Er pruste gar nicht erst das Gewicht, ob es sich mit dem Aufgabeschein im Einklang befinde. Onkel Pepp mutzte man nichr viel erzählen.' Vergebens wartet« Kaletzki, dessen Lieb» lingSlektüre Detektiv- und Kriminalschmöcker waren, auf die Anzeige des Onkels und die Untersuchung durch die Postbehörden. Er halt« seinen Plan erst ausgeführt, als er sich von einem Freund, den, er beim-Einkauf seiner Ge- schenke beriet, alle di« Sutzcren Wahrzeichen des kostspieligen-Einkaufs mitsamt saldierter Rechnung für einen Scherz ausgebeten hatte. Aber di« Vorsicht war überflüssig. Der Onkel erstattete keine Anzeige. Er fühlt« sich übrigens dieses Jahr besonders schwach und hinfällig. Er stand zur Feier gar nicht aus dem Bett auf. Und wenige Wochen nachher— die Nachricht wurde anfangs nicht geglaubt— verschied er eines leichten und sanften Todes. Kaletzki, der nur einen sehr kurzen und ironischen Dankbrief für seine' Sendung vom Onkel erhalten' hatte, bereute bitter, was er mit dem Triumph befreienden Bergeltungsgefühl ersonnen' hatte. Hatte er sich noch zuletzt durch einen solchen Dmnmen-Jungenstreich alles verderben müssen? Wer bei Eröffnung des Testaments,'das in allerletzter Zeit, unmittelbar nach Weihnachten verfaßt worden war, stellte es sich heraus, datz Onkel Pepp den Staatsbahninspektor Kaletzki zum Universalerben eingesetzt hatte. Und zwar mit einer ausdrücklichen Begründung, aus der hervorging, datz der Alte durch seine unmätzigen Wünsche nur hatte herausbringxn wollen, ob überhaupt einer und wer unter seinen Verwandten das Geld so richtig zu schätzen wisse, datz er es nicht aufs Ungewisse hinauS- werfe. Endlich hatte einer die Probe bestanden. Alle empsangenen Geschenke halte der Sonderling sorglich aufbewahrt und vermachte sie den Spendern wieder.. Allerdings mutzten sie den genau verbuchten kleinen Betrag für die seinerzeit erhaltenen Gegengeschenke an die Verlassenschaft zucückzahlen..Habe ich nicht gewissenhaft für Euch gespart?" lautete der betreffende Absatz des Testaments. Schach-Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32. Post Modlan bei Teplitz-Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 316. Von Dr. Samuel Gold. Schwarz: KfS, Del. Td2. 1-68. 13. Sa7. h5, B63. e3. 16.(10) Weiß: Kh6, Dai. Te4, Laß, Sg6.(6) Matt in zwei Zügen! Losungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser. Spalte einzusenden. Losungszug zu Nr. 313: Lgfr—©4!• Nichtige Losungen sandten nachfolgende Genossen ein: SchOffel ZCiton. Schöbritz: Tepper Franz. Karlsbad; Sturm Heinrich, Brünn; Dinne- hier EmU, Tetschen; Hyna Josef. Hostend tz; Nitsch Rosa. Trupschitz; Klotzig Rudolf, Strache Karl, Pfeiffer Ernst. Strache Rudolf, Jungmann Karl, sämtlich Großpriesen; Habl Erwin, Tyle Vladimir, Schindler Robert^ Chlmiak Teo, Lohmüller Hans. Holfeld Otto, Freundl Anteln, sämtlich Nestersitz; Wanicek Franz, Hertine; Bret- schneider Otto, Drakowa. Walter Ludwig. Steinwitz Hans, König Anton, Amtlich Kwitkau; Triltsch Gustav. Wisterschan; Havel Franz, Mod- Ian; Chroust Karl, Bilin; Fracht Anton. Drakowa. An alle Sektionsleiter! Wir machctn darauf aufmerksam, daß mit Anfang Jänner die Vereinsturniere abzuschließen sind, da mit Ende Jännen unbedingt mit den Bezirksmeisterschaften begonnen werden muß. Die Ergebnisse der Vereinstuitaiere sind dann sofort an die Kreisschachleitung zur Veröffentlichung einzusenden. PARTIE Nr. 126. Gespielt in Nottingham 1936. Damengambit. Ein haltung eines guten Spieles genügt. 21. Sg5Xf7! Lb7—a6 TXf7 geht nicht wegen 25. Td7. Tef8; 26. TXf7 mit nachfolgendem Db8+. 25. S57—664- aufgegeben. Weiß hat Qualität und einen Bauer mehr, muß folglich gewinnen. Weiß: Dn. Euwe Schwarz: Winter L 62—64 d7—d5 2. c2—c4 c7—c6 3. Sgl—f3 Sg8—f6 4. Sbl—c3 e7—e6 5. e2—e3 8d8—67 6. Lfl—63 Lf8—e7 7. 0-0 0-0 8. b2—b3 b7—b6 9. Lei—b2 Lc8—b7 10. Ddl—e3 1L Tal—dl Sf6—e4 12. d4Xc5 Se4Xc3 13. Lb2Xc3 b6Xc5 14._ c4Xd5 e6Xd5 15. Ld3—a6 Lb7—c6 16. La6—b5 Lc5—b7 17. e3—e4 Le7—f6 18. Lc3Xf6 Sd7Xf6 19. e4Xd5 856X65 20. De2—e5 Dd3—a5 2L 865—56 22. 813—g5 Ta8—e8 23. De5—f4 h7—h6? Zug. T68 oder La6 hätte zur Er-