E BUNTE WELT Nr. 1 Leonid Lentsch: Unterhaltungsbeilage Der Ski- Marsch Früher Wintermorgen. Im Vorzimmer der Kommunalwoohnung ist es noch ganz bunkel. Unter der Decke glimmt gedämpft eine etwa fauitgroße Glühbirne. Die Etudentin der Chemie Statja Jermolajeta, im blauen Sti anzug und einer riesigen 18 auf der Brust, fett sich vor dem Spiegel eine weiße Bastenmüße auf und ist dabei furchtbar nervös. Diese Nervosität hat ihren Grund darin, daß im Vorzimmer auch Statjas Mutter, Xenia Lotona, steht, eine fleine Greifin von spaßenhafter Geschäftigkeit. Im tragischen Flüsterton bittet sie Statja, fich zu besinnen, Vernunft anzunehmen und nicht an diesem eniseßlichen Sti- Marsch Mostau- Leningrad teilzunehmen. ,, lleberleg es dir doch. Katia!", stöhnt Xenia Lwowna und springt vor Aufregung so gar ein bißchen in die Höhe. Du willst sooo 1937 Schließlich bringt der Briefträger eine Boftfarte aus Ljubanj. ,, Liebe Mama," schreibt Statja, wir laufen gut, sind froher Dinge und lachen in einemfort. Ich laufe norwegisch und werden icht besonderz müde. Bald sind wir in Leningrad. Wir hoffen, den Weltreford zu brechen. Ueber uns schreibt man bereits in den Zeitungen und bereitet uns einen feierlichen Empfang vor. Mache dir um mich keine Sor gen. Zeit mehr. Ich komme ohnehin zu spät. Auf| Nein? Ei, ei, ei!" Bei diesen Worten schüts Wiedersehen, Muttchen. Alles Gute. Aus Le- telt er den grauen Kopf und schnalzt betrübt mit ningrad schreib ich dir". Katja Jermolajeva der Zunge. füßt die Mutter entschlossen auf die Bange, hebt die Stt auf die Schultern und geht auf die Treppe hinaus. Xenia Avotna hüpft ihr nach. Statjuichal Kehre um! Komm zurüd! Es fönnen euch doch unterwegs auch Wölfe überfallen!"..Wer hat Angst bom bösen Wolf...", trällert Katja und geht weiter. Mein Gott! Mein Gott!" jammert die Mutter. Was sind das jekt für Mädchen?! Bor nichts haben sie Angst! Wenn du wenigstens diese 13 durch eine andere Zahl ersetzen würbest! Das ist doch eine Unglüdszahl!" Aberglaube, Muttchen, aber... Wenn du unIch effe so viel, daß es einfach schredlich ist. Ich füffe Dich vielmale. Katja." Abends kommt zu Xenia Lootona Buſehtij. Er füßt ihr galant die Hand und fragt wie gewöhnlich: haben Sie schon Nachrichten von Ihrer Artemis?" ,, Natürlic. Matjuscha hat mir eine Postfarte geschickt. Aus Ljubanj. Sie weit zu Fuß laufen! Und dazu noch auf dieſen Menschheitsglaube geht norwegisch." Da haben Sie die mo verdammten Hölzern! Du wirst doch unterwegs umfommen, mein Fräulein!"- Aber warum denn? Warum follte ich unterwegs umkommen? Die anderen nicht, sondern gerade ich! Du weißt ja selber nicht, was du quasselit!" ,, Ach doch, ich weiß es genau! Du bist schwächlich, du hast als Kind die englische Krankheit durchgemacht. Befinne dich, Katjenita, habe Mitleid mit der Mutter!" .., Englische Es wandert eine schöne Sage Wie Veilchenduft auf Erden um, Wie sehnend eine Liebesklage Geht sie bei Tag und Nacht herum. Das ist das Lied vom Bölferfrieden Und von der Menschheit letztem Glüd, Ben geldner Zeit, die einst hienieben, Der Traum als Wahrheit, kehrt zurück. Wo einig alle Wölfer beten Zum einen König. Gott und Hirt, Von jenem Tag, wo den Bropheten Ihr leuchtend Recht gesprochen wird. Dann wird's nur eine Schmach noch geben, Nur eine Sünde in der Welt: Des Eigenneides Widerstreben, Der es für Traum und Wahnsinn hält. derne Jugend!" ruft die, Libelle" aus. ,, Die Mutter ist hier nervös, bergeht vor Angst, und sie macht sich nichts daraus. Wenn sie schon unbedingt nach Leningrad wollte, hätte sie ja bis zum Bahnhof laufen können und dort sagen, daß der Fuß weh tut, oder etwas Aehnliches, und dann eine Fahrkarte nehmen und ruhig und bernünftig hinreisen. Da hätte sie ihr Vers gnügen, und die Mutter brauchte sich auch nicht aufzuregen." ,, Was reden Sie da, mein Bester?! Sie wollen, daß meine Katja fahnenflüchtig und eine Berräterin sei? So denten nur Menschewili, mein Bester!, erwidert Xenio Livotona. ,, Was haben damit die Mensche wifi zu tun? Nncht jeder fann zu Fuß nach Leningrad trotten. Ihre Katjuicha ist ein ganz ichwaches Kind."-Meine Katja und schtvach? Was ist das heute mit Ihnen?! Ich bitte Sie! Meine Katja ist: Milch und Blut! Ein Sports mädel! Sie ist nie frank gewesen, und Sie sagen, sie sei schwach!" Meinetwegen. Aber es kann ihr doch unterivegs Gott weiß was zus stoßen! Sie tann von Wölfen überfallen wer den!" Diefe Mädels fürchten sich nicht vor dem bösen Wolf, mein Beiter. Sie haben vor nichts Angit." Die, Libelle" sieht die rot ges wordene Xenia Livotna erstaunt an, hebt eine bedingt willst... Schön, meinetwegen, ich Augenbraue und meint:„ Sie sprechen so, als werde die Nummer mit Ninta Chworostowa ob Sie demnächst selber auf Sfiern nach Les tauschen. Sie kommt nämlich bestimmt an, fie ningrad laufen wollten, der Tochter nach..." bat vor nichts Angst, sie ist bei uns Meisterin, Wäre ich jünger, mein Befter, so wäre ich und geht schon zum zweiten Male nach Leningrad..." Wer jene Hoffnung gab verloren Nnb böslich fie verloren gab, Der wäre beffer nageboren, Denn lebend wohut er schon im Grab. Gottfried Keller( 1819-1890). ***** xxxxxxx Krankheit! Sonderbar, daß du dich nicht gleich auch an meine Muttermale erinnerst. Alle Burschen und Mädchen waren schon mit den Bretteln in Leningrad. Buchstäblich alle. Und ich muß aus irgendeinem unerfindlichen Grunde daheim sitzen und die politisch zurüdgebliebene Mutter bemitleiden! Wenn du es wissen willst, tust du mir in der Tat leid: du bist schon übec 50 und haft noch immer die Bedeutung des Skisportes nicht eingesehen!" Die politisch zurüdgebliebene Mutter verzieht sich rasch in ihr Zimmer und fommt eine Minute später mit einem Umschlag in der Hand zurück. Da nimm", sagt sie und reicht den Imschlag der Tochter. Das sind 150 Nubel. Ich habe sie mir für einen Mantel zurückgelegt. Wenn du schon unbedingt nach Leningrad mußt, dann mach es fo: lauf mit deinen verrüdten Freun dinnen auf den Bretteln bis zum Bahnhof und haz dann, daß dir der Fuß web tut oder sonst was und fauf dir eine Fahrkarte meinet wegen auch für den Expreßzug. Die Bretter gibst du cis Gepäck auf. und in Leningrad steigit du bei der Tante Sina ab."-„ Ich danke dir vielmals, Mamachen, daß du mich lehrst, eine fahnenflüchtige Verräterin zu sein. Es vergehen Tage. Xenia Lwowna sehnt Sehr schön von dir! Wenn ich bloß wüßte, nach sich nach der Tochter und nimmt sichtlich ab. wem du so menschewistisch geraien bist?! Ver- Benn Katja telephonisch angerufen wird, ersteh' ich wirklich nicht!"- ,, Da sieht man: die flärt Xenia Lwowna mit Grabesstimme: It moderne Irgend!", wendet sich Xenia Lwowna nicht zu Hause. Ist fortgegangen. Nach Lean den Pelz des Mitgliedes des Verteidiger- ningrad. Ja, ja, zu Fuß. Auf diesen... auf follegiums Puiestij, an diesen oft betvunderten Stiern. Im Amte und im Hause haben Welz, der auf dem Kleiderständer hängt. Man alle Verständnis für ihre Sorgen. Besonders sagt ihnen, wie sie es sich leichter und besser das Mitglied des Verteidigerfollegiums, Abram einrichten können im Leben und sie schimpfen Michailowitsch Puseßtij, der Zimmernachbar, einen dafür mit solchen Worten wie Mensche- den Katja immer mit einer Libelle vergleichi, wit aus! Der verstorbene Vater hätte sich, wenn er das bören könnte, im Grabe umgebreht Genug, bitte! Ich habe feine " " ohne weiteres bingegangen. Ueber Katia schreis ben schon die Zeitungen. Sie tun mir leid. mein Bester. Sie sind immerbin ein Mann in Jahren, über 50 find Sie wohl bestimmt, und bis auf den beutigen Tag baben Sie die Bedeutung des Stisportes noch nicht erfaßt!" Plöblich flingelt das Telephon. Xenia Lwowna hebt den Hörer ab. Katja? Katja ist nicht zu Hause. Sie ist nach Leningrad ge= aangen. Was heißt das: Wieso gegangen?' Sehr einfach: wie alle Menschen nach Leningrad gehen. Auf Bretteln natürlich." Buseytij stebt vom Sofa auf, drückt seine fühlt mit Xenia Lotyna mit. Jeden Morgen, Zinaretie in Aschenbecher aus, brummt ,, Auf wenn er ihr im Gang begegnet, fragt er: Ha-| Wiedersehen und geht fort. ben Sie schon Nachrichten von Ihrer Artemis? ( Deutsch von Gregor Jarcho). 2Das finnische Schweigen Sensationeller Erfo'g eines modernen finnischen Schauspiels In den Theatern Finnlands und Estlands erlebt das finnische Schauspiel„ Niska vuoren naiset"( Die Frauen auf Niskavuori) von Juhani Tervapää sensationelle Erfolge. Aufführungen in Stockholm, Oslo, Warschau und London stehen bebor. In Helsinfi ist es das Kansan- Teatteri ( Volkstheater), das eine vorbildliche AuffühTung herausbrachte. Was ist es, das die Menschen überall, tro das Stüd gespielt wird, ins Theater zieht? Kurz und bündig gesagt: einmal die lebendige Atmosphäre des Schauplatzes und der dramatischen Handlung und zum andern die argefunde, moderne, fortschrittliche, geistige Haltung des Verfassers. Menschen stehen im Mit telpunkt dieses Stüdes, lebendige, blutbolle Menſchen, die nicht kleinlichen Magimen und im voraus genau vorgeschriebenen Normen ihr Leben unterordnen wollen, sondern den Mut haben, aus der Enge, Kleinheit und Dumpfheit eines erdrüdenden Lebens herauszusteigen und dem Menschsein zu leben. Da heutzutage Mut haben" schon an und für sich ein Wunder und eine Tat ist, so müssen die Menschen, die hier bei diesem Stüd im Theater echtestes Leben in feinen natürlichsten Konflitten erleben, in dieses Theater strömen, weil es ihnen das gibt, was irgendwo in einem verstedten Winkel ihres Herzens mehr oder weniger noch glimmt als Tester Rest eines ursprünglichen, stolzen Freiheitsgefühls. entschieden die alte Frau dieses Verhältnis ablehnt, nie wird sie ausfallend, verlegend, sondern immer ist sie die gütige, verstehende Frau, an deren reicher Lebenserfahrung und sicherem inneren Halt alle Stürme, die dieser Konflift mit sich bringt, zerschellen und berebben. Bei einer letzten Auseinanderseßung in der Schulvorstandsſizung verläßt dann die Lehrerin - der Erbe des Hofes für immer das Haus. folgt ihr, den Hof Frau und Kindern überlaffend. Dieses Schauspiel ist eines der besten Stücke der finnischen dramatischen Literatur, das überhaupt geschrieben wurde. Weil die nationale Eigenart der finnischen Menschen so unerhört start gestaltet ist, vermag das Werk, wo es auch immer im Auslande gespielt wird, in gleicher Weise das Publikum im Innersten zu erfassen, denn das Problem durchzittert überall, wo Menschen wohnen, die Herzen. ,, Eẞt gut und viel Ideund werdet dadurch schön!" Von A. S.( New- York) Der Wahltaumel in USA ist vorüber neueAbmagerungskur erfunden hätte! ImGegenSollte man es den amerikanischen Blättern ge- teil, er behauptet, daß man gut und reichlich glaubt haben, ging allez in gigantiſchem, oder efſſen kann, ſich ſatt efſſen ſoll, um gerade dadurc wie man es jetzt zu nennen pflegt: in planetari- die Schönheit zu steigern und die Jugendlichkeit zi schem Maßstabe zu. ,, Der Wahlrede Roosevelts behalten. Nun, mit solch einer simplen Weisheit wohnten in Kanzas- City hunderttausend Men- fann mon in USA kein Geschäft machen. Daher schen bei" billiger durfte es der gut bezahlte macht der gescheite Herr zuerst eine epochenReporter nicht machen. Doch auch die Gegner machende Erfindung, begründet sie dann ,, wisRoosevelts haben es verstanden, mit der Propa- senschaftlich" in einem Buche und nennt es bers elts habent ganda nicht zu geizen. Zweihunderttausend lockend: ,, Aesthetisches Regime!" Mit der eigent Menschen demonstrierten für Laudon", berkün- lichen Aesthetik, wie man diesen Begriff noch deie ein anderer Reporter. Wo? In Detroit, immer im rüdschrittlichen Europa definiert, hat wo der schlaue Asket Ford regiert. Alles, was er seine Lehre nichts gemeinsames. Er darf auch die an Tabak, Wein und hauptsächlich an den Ar- so selbstbewußten Damen aus der Umgebung beitslöhnen gespart hatte, soll er für seinen Kan- des Wall- Streets oder die Modepüppchen vom didaten geopfert haben. Er hat aber an den Broadway nicht belehren, wie man ästhetisch Wahlen auch sehr gut verdient, denn im Wahl- die Gabel mit Beefsteak in den Mund führt oder bummel gingen sehr viele Fordwagen taput. mit einer ästhetisch tadellosen Armbetvegung nach Diese sind nach demselben System gebaut, wie einer zweiten Portion Creme langt. Er faze die amerikanischen Radio- Apparate: fie find nur: Eßt noch mehr Beefsteal und habt keine verhältnismäßig billig, verlangen aber das Dop- Angst vor dem süßen Creme, denn erst durch das pelte an Reparaturen und Ersatzteilen. Ob man Bertilgen von beiden Delikatessen werdet ihr die Profite auf der Stelle, oder nach einer fuc- schön werden und jugendlich bleiben. Da aber ein zen Weile einstedt, ist schließlich egal. Buch, wie ein Kind, einen Namen haben muß, nannte er seine Lehre ,, Das ästhetische Regime". dies Auf einem typischen finnischen Bauernhofe im Labastlande herrscht noch die alte Mutter. Der Sohn und einstige Erbe ist verheiratet und hat zwei Kinder. Dieser Sohn ist in die neu ins Dorf gekommene junge Lehrerin verliebt. Sowohl die Lehrerin als auch der junge Gutsherr stehen in einem großen Konflikt: auf der einen Seite die Tradition eines schematisch bis ins Nun ist der Wahltrubel vorüber, und fiehe einzelnite vorgezeichneten Lebens und auf der da, man erfährt aus USA, daß das Leben Was macht nun ein Amerikaner, wenn er anderen Seite der Drang, das Leben selbst in eigentlich seine gewohnten Wege geht. Die einen so genialen" Einfall hat? Sendet er die Hand zu nehmen, selbst zu gestalten, um aus Frauen haben wie immer mit Wasser und nicht Plakate, wie sie auch in Prag zu sehen sind: ber Onge blejes, neperbilidenben Lebens her mit Wahlbrauſen gefocht. Die New Yorker„ Trinit Witch, benn Wilh iſt geſund!", obce auszukommen. Das führt die beiden Menschen Hochbahn funktionierte präzis und beförderte die Eßt Fisch, die beste Nahrung des Volkes!"? zusammen und schafft in der dörflichen Umge- müden Neger nach Harlem und die über Nein, er reist nach Hollywood und sucht sich dort bung einen großen Standal. Alles mögliche anstrengten Juden nach Brong. Chikago, diese seine ersten Adepte, Und siehe da, feine Geringewird nun versucht, um die heikle Sache aus der Stadt, die an Reklamelicht mehr als jede andere ren als Grace Moore, Joan Craw Welt zu schaffen. Dabei ziehen an uns die Ver- Stadt in der Welt verbraucht, sandte nach wie ford und Ruth Chatterton, treter der Elite des Dorfes- eben die alltäg vor ihre bunten Strahlen gen den nächtlichen erzählt er selbst in den neuen Auflagen seine3 liche Welt in prachtvoll gezeichneten Charat- Himmel mit all dem Zeug, das an ihm lose in Buches sind sofort seine treue Anhängerinnen teren vorüber. Aber da ist die alte Mutter, die der Form von Sternen hängt. Die Elettrizitäts- geworden. Warum? Wir nehmen an, daß diese das Geschick des Hofes kraftvoll führt und leitet arbeiter- es find 17.900 nach der offizieller Sterne, durchaus nicht astralischer Art, sondern und die auch diese Geschichte zu ordnen versucht. Publikation- haben also ihre tägliche Arbeit mit Fleisch und Blut behaftete, schon lange es Unter vier Augen nimmt sie die Beteiligten vor. berrichtet, statt der Zukunftsmusik der alles ver- überdrüssig haben, ewig, durchaus nicht aus So scharf es dabei zugeht wie ein mächtiger sprechenden Propagandaredner zu lauschen. Die Mangel an Geld, zu hungern. Jene dänische Granittloß steht die alte Frau da, läßt sich Sollywood- Stars führten ihre Ehescheidungs- Schauspielerin, die auf den Namen Olga durch nichts aus der Ruhe bringen. nicht hin- prozesse weiter und haben weder ihre Glanzrol Svendsen hörte und sich ihrer Körperfülle nic; t reizen, tein böses Wort kommt über ihre Lip- len den Direktoren zurückgeschickt, noch ihre genierte, war schon vor Jahren ehrlicher. Als sie pen, sondern mit der Ueberlegenheit cines Glanzgagen an die Kassenberwaltungen der im Restaurant gefragt wurde, welches Menu sie großen, gefestigten, menschlichen Herzens be- Wahlgegner geschickt. Dazu fiel gerade in die gewählt habe, pflegte sie den Kellner anzutrachtet sie diesen Familienkonflikt. Wahlperiode ein Besuch, der ganz Hollywood in schreien:„ Mann, ich will fein Menü haben, ich Elsa Rantalainenz Verkörperung dieser Aufregung verſeßte, denn der Mann kam mit der will gut essen!" Hollywood, das jetzt seine Eßluſt Rolle der Mutter ist vollendete Menschengesta!- Absicht, die ganzen dort geltenden Ernährungs- entdeckt hat, hinkt also nach. Aber Hollywood tung. Das finnische Schweigen vic Beitiysteme revolutionär umzuſtürzen. Die Holl- versteht es, auch daraus eine Sensation zu und wenig Worte" und der tiefe Ernst der wooder Sterne und Sternchen aber, die keine machen. Die amerikanische Frau hat ihre SenMenschen hier oben erhalten durch diese Dar- Nahrungssorgen haben, sind für Ernährungs- ſation und der Herr Benjamin Galeyford- Haufer, nachdem die erste Million Exemplare sein: 3 ftellerin ihren lebendigsten Ausdruck und die ſyſteme ſehr empfindlich. tiefste schauspielerische Gestaltung. Ihre Gegen- Kommt da ein smarter Amerikaner- er Buches ausverkauft ist, sein Geld. Er kann sich spielerin ist die junge Lehrerin, mit sparsamen heißt Benjamin Galyford- Hauser- nach Holly- satteffen oder, falls er kein Anhänger seiner Mitteln arbeitend und mit vorbildlicher Sprach- wood und wirft auf den Tisch der Hollywooder eigenen Lehre ist, das allerfeinste und leichteste behandlung. Eine starke überzeugende Leistung. schlankesten Damen ein Buch, ja wirft mit den Menu verlangen. Nein, er ließ sich nicht lum= Der Höhepunkt ist die Aussprache der Mutter Buche die ganzen Hollywooder Lehren über Ab- pen, genau wie die fünftigen ,, Didchen" Hollymit der Lehrerin und dann mit dem Sohne. Sol magerungskuren um. Nicht, daß er eine ganz woods sich nie lumpen lassen. Sie haben ihm 3 ihre Namen für die Vorrede zu den neuen Auf- In Italien/ Von Sonka lagen gegeben, er hat aber ihnen auch plausibel gemacht, daß keine Kamera scharf genug ist, umie matte Möven bucken sich die Hütten, die 10 Kilo, die die verehrten Künstlerinnen Manchmal vereinzelt schen, dann wieder eng im nach seinem ,, Regime" zunehmen werden, sofort Schwarm. bitten: zu registrieren. Um so besser für die Millionen Ich geh von Haus zu Haus entblößten Hauptes von amerikanischen Frauen, die glücklicherweise nicht vor den Kameras, sondern vor ihren Spiegeln stehen. Signore, prego, pane, bin müde, einfam, arm. Es laufen kahl die Neben über das Gelände Und dunkel Pinien ins Land, Die Bogen geißeln Felsenwände, Spärlicher Lorbeer kränzt den Strand. Es bläst ein Frøft, der Tag hat ausgelitten, Die Winternacht ist da, es schneit, es weht. Avanti! schreit das Dorf, ich kriech mit wunden Schritten Bon Tür zu Tür: Mensch, der um nichts als Liebe betteln geht. So geht Benjamin Galehford- Hauser3 Ruf: ,, Eßt gut, eßt euch satt und werdet dadurch schön und bleibt dadurch jugendlich" durch ganz USA. Seine Rezepte( die fehlen nicht im Buche, das wiſſenſchaftlich wirken will), werden erprobt, geprüft, besprochen, diskutiert und. angewendet! Dabei weiß er es nicht, und die amerikanischen Damen bestimmt auch nicht, daß bor etwa 100 Jahren in Deutschland ein illustrer Mann lebte, der aus ästhetischen, beffer gefagt: aus gefühls- ästhetischen Gründen die gut ernährten diden Frauen als Jdeal darstellte Avanti! brüllt der Bauer. Nun foll mein Herz und propagierte. Er hieß Ti e d, und die Litezerschellen, raturhistoriker erzählen von ihm mit Recht Eh es verhungert, an der Küstenwand! daß er die deutsche No Romantit mitgeschaffen Ich richt mich auf, ich hör im Sturm bie hatte. Die ehrlichſten von ihnen verſchweigen auch nicht, daß er sich nach vielen ausgefochtenen Kämpfen, verftimmt und verärgert, von der Literatur zurückgezogen hat. Und seine Biographen erzählen gar noch ein Detail aus fei nem späteren Leben. Wellen: Sted dir ein Bauernhaus in Brand und wärme die erstarrten Hände... Ein Blitz erleuchtet bas Gelände. Landeinwärts fliehen Hütten, bettelarm, Gehester Bögel todesbanger Schwarm. Worte, die Menschen waren Ednard Graf von Sandwich Er hat nämlich nicht nur eine sehr dide Frau geheiratet, sondern auch eine Schrift veröffentlicht, wo er ziemlich offen seine ästhe tischen Genüsse beim Anblid feiner diden Ehehälfte darlegte. Diese Schrift war nach den damaligen Begriffen höchft ,, unanständig" und da her verschwiegen und unterdrüdt. Erreichte nicht mal eine Auflage von 1000 Exemplaren, na ja, Tied war fein smarter Amerikaner und hatte Der englische Aristokrat war fein besonde kein Hollywood zur Hand. Ich möchte Herrn rer Feinschmecker, noch gar ein Amateur der Benjamin Galeyford- Hauser mur empfehlen, in Kochkunst. Und wenn die Sandwichs" feinen die nächsten Auflagen seines Buches Tieds Ecs Namen erhielten, so geschah das aus einem sonfahrungen und Beobachtungen und mehr, einzu- derbaren Grunde. flechten. Dann wird er auch den amerikanischen Der Graf hatte mit einigen Freunden eine Männern die Augen öffnen und farlegen. welche ästhetischen Genüsse ihnen dide Frauen darbieten können und werden, wenn ganz Amerika nur solche haben wird. Damit wird er den Ausverkauf seines Aesthetischen Regimes" auf zwei Millionen Exemplare bestimmt steigern. " Die Bombe Von Fritz Hoff Komm nachher mal mit auf's Klosett!" flüſterte Nico ſeinem Kollegen Pietro zu, der neben ihm an der Drehbank stand. Wenn du sichst, daß ich' rausgehe..." " Bicht!" machte Pietro und bewegte kaum merklich den Kopf, der Meister!" war mehrmals Staatssekretär, dann Bostminis fter und erster Lord der Admiralität. Aber er berwandte wenig Zeit für seine Verwaltungsgeschäfte. Er hatte die Gewohnheit, niemals Eingaben zu lesen, wenn die Unterschrift nicht auf der ersten Seite stand.Der Grund für dieses Prinzip war, daß er es immer eilig hatte. Nich: wegen seiner vielen und schweren Amtsgeschäfte, fondern weil er ein fanatischer Spieler war. Die Beit, die er nicht am Spieltisch verbrachte, war für ihn berlorene Zeit. Um sich nicht vom Spiel ablenken zu lassen, um nicht gezwungen zu sein, den Spieltisch zu berlaffen, wenn er Hunger hatte, ließ er sich am Spieltisch jene Brote servieren, die man seitdem Sandwich3" nennt. Er selbst und sein schlechter Ruf gerieten in Bergessenheit und Millionen von Konsumen ten von Sandwichs kennen die Herkunft dieses Ausdrudes nicht. Marschall von Bleffis- Bralin( 1593-1675.) Der Küchenchef des Marschalls bereite! e eines Tages als Nachtisch jene Lederbiffen, die wir Bralinés nennen. Er hatte einen großer: Erfolg damit und erntete allgemeines Lob. Aber nicht der Erfinder, sondern der Marschall hatt: die Ehre, daß sein Name in ihnen weiter lebte. Der General Henry Shrapnel Dieser General ist der Erfinder des Ges fchoffes, das feinen Namen trägt. Dant dieser Geschoffe wurde die Schlacht von Waterloo g wonnen. Aber tros dieser glänzenden Bewährung der Erfindung zog der Erfinder feinen Gewinn daraus. Der Kriegsminister vergütete ihm nur die Untoften, die er während der Beit gehabt hatte, da er an seiner Erfindung arbeitete und sein Name wurde erst den Geschossen gegeben, als er schon ein Greis war. Nicolas Chauvin Einen übertriebenen, bornierten Nationa geheime Gesellschaft gegründet, deren Ziele der Tismus nennen wir Chauvinismus. Dieser Auss Regierung mißfielen. Verhaftungen wurden drud eriſtiert seit der Zeit Napoleons. Er angeordnet. Angesichts der Gefahr berriet der kommt von einem Offizier der Großen Armee Gründer seine Freunde an die Behörden. Auf von einem gewissen Nicolas Chauvin aus Roches diese Weise gewann er die Gunst einflußreicher fort, der die Bewunderung und den Respelt Personen. Er machte eine glänzende Karriere, seiner Kameraden und seiner Heimat hervors Er legte die Gewindeſchraube aus der Hand und drehte sich um. Mit schweren Schritten ging er durch den Fabritsaal dem Ausgang zu. Dem Meister, der ihn mißtrauisch ansah, warf er das Wort„ Sch... haus!" hin, so, wie der Reiche dem winselnden Bettler einen Soldo in die Puppe in der Hand. Mitten in ihr kindliches| Nico nidte. Er wußte, wohin fie gefaha Spiel war die Bombe gefallen Weiß Gott. ren waren. Er dachte an die Leichen der Kins woher Leonardo die Zeitung hatte. Es war derchen. But und Tränen stiegen blößlich in schon fast nichts mehr zu erkennen, durch so ihm hoch. viele hände war fie gewandert, che fie zu Leonardo und Nico gekommen war. Wenn man die Zeitung fand. fie alle wußten, daß erst vor wenigen Tagen zwei Arbeiter aus den Fiat- Werken erschossen worden waren, weil sie für die spanischen Arbeiter gesammelt hatten. für die Väter und Söhne der kleinen Leichen... die Müze wirft. Der Lärm der Maschinen verschluckte die „ Kannst du mir die Zeitung nicht geben Melodie, die er beim Feilen vor sich hinpfiff: für ein paar Stunden wenigstens?" hatte Nico Als Nico in den Saal zurüdfam, verwies e3 war irgendein napolitanisches Fischerlied. gefragt. Leonardo hatte sie ihm nicht geben ihm der Meister mit erſtidter Wut in der - sie mußte noch durch viele hundert Hände wandern, und jede Minute durch eine Stimme das laute, fröhliche Pfeifen. andere. Ihr Weg war vorgezeichnet. Ein Blic und er hatte Nico darauf mußte genügen genügt. Er beugte sich wieder nach vorne und feilte weiter an der Kupferhaube, die er vor sich hatte. weich und sentimental. Rrr! Rrr! machte die Feile. So machen's auch die Motoren, nur lauter, dachte Nico. Die Motoren der Flugzeuge, der Caproni und Savoia, und der Germanos... Und unten, an den Bäuchen der Maschinen, hängen die Bomben auch meine Bomben können Fast die ganze Nacht hatte er wachgelegen und nachgedacht. Er war erst eingeschlafen, als draußen der schmutzig- graue Morgen an den Fenstern hochkroch aber als er einschlief, spielte ein leises triumphierendes Lächeln um seine Lippen. Einer der Kameraden, der kleine Leonardo, hatte ihm gestern abends eine französische Zeitschrift gezeigt eigentlich nur zwei Seiten daraus: zwei Seiten, auf denen nichts anderes abgebildet war als die verstümmelten Leichen„ He!" flüsterte Pietro neben ihm. He. fleiner Kinder. Eine der Leichen, dieser Nico. Gestern sind wieder zweitausend armen, kleinen, toten Körperchen, hielt noch Schwarzhemden von Neapel abgegangen." Draußen wartete er, bis Pietro tam. Die beiden flüsterten miteinander. Die Pariser Morgenzeitungen vom 8. Des zember 1936 meldeten: Bei einem der leßten Luftbombardements von Madrid warf ein dreimotoriges Capronis Flugzeug über der Piaza de Callao eine Bombe ab, die nicht explodierte.. Milizionäre brachten die Bombe in das Laboratorium der Verteidis gungs- Junta von Madrid. Dort fand man im Innern der Bombe statt der Explosivstoffe alte Tuchfeßen, die einen Zeitel umgaben, auf dem stand: Die italienischen Arbeiter wollen nicht die Mörder des spanischen Voltes sein!" —4— Copyright P. L. B. Bas 6 Copenhagen Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32, Post Modlan bel Teplitz- Schönau SCHACHAUFGABE Nr. 317. Von R. Kuyala, Tampere( Finnland). Schwarz: Ke7. Lh8. Sa7, c6. Bc7, 16.( 6) 81654 a b cdet g B 2 Adamson setzt dem Werk die Krone auf 53 gerufen hatte durch enthusiastische Kundgebunger derartiger Bau aufgeführt werde. Und flugs eines ftolzen Patriotismus. fette er sich hin und teilte ihm dies in einem höflichen Brief mit. Schließlich wollte er aber seine patriotische Ueberschwänglichkeit immer weiter treiben und erreichte so, daß die Gewunderung feiner Mt bürger in Ironie umschlug. Er machte sich lächerlich. Ueberall z. B. verkündete er: Wenn ich den Bertrag von 1815 unterzeichnet hätte, würde ich mir die Hand abschneiden. Seine Berühmtheit envachte jedoch noch einmal. Aber nur für furze. Daner. Im Jahre 1831 wurde er in einem Theaterſtüd dargestellt als großmäulige und lächerliche Figur. Die Zuschauer lachten und bergaßen ihn bald wieder. Der Ausdrud Chaus binismus" aber ist im allgemeinen Gebrauch ge blieben. Bereits wenige Stunden nachher erschien Don Primo Huelva, der Beſiker der betreffen den Villa und bat den Sekretär doch um Him mels willen, dieses Häuschen nicht gerade vor feine Villa zu bauen. Der Sekretär erklärte barauf, liebenswürdig lächelnd, daß er zu seinem aufrichtigsten Bedauern nicht in der Lage ſei, diesbezüglich Aenderungen vornehmen zu fönnen. Dann wies er auf den am Tisch liegenden Blan. Nochmals appellierte Don Primo an bie, wie er fagte, geradezu sprichwörtliche Hilfsbereitschaft des allverehrten Magistratssekretärs. Eine wunderbare Idee hließlich verabschiedete er fich mit einem herzBon Balter Jelen Juan Guerra y Hiberna, der Sekretär des Magistrates der hübschen kleinen spanischen Stabt Medina, sprang freudig erregt von dem feingeschnitten, alten Lehnseffel auf und durch maß mit großen Schritten sein Amtszimmer. Pann rief er einen jungen Beamten zu sich und fagte ihm: Miguel, ich habe einen Auftrag für dich. Beiche mir augenblidlich den Plan für ein hm Anstandshäuschen, und zwar in die Calle Monterone vor die Villa Nummers eina!" Dann trat er zum Fenster und betrachtete das bunte Leben und Treiben, das unten am Marktplatz vor dem alten Rathaus herrschte... Zwei Stunden nachher erschien Miguel mit dem Plan. ..t es gut fo...?" fragte er. Senor Juan fab sich die Planstizze genau an. Dann fagte er: Brav- Es ist in Ordnung, mein Junge." Nun aber fiel ihm ein, daß er ordnungshalber den Besißer der Billa Calle Monterone verständigen müsse, daß vor seinem Haus ein a b c d e Weiß: Kf4, Tb6. g8. Lc3, e6, Sei, Bd5.( 7) Matt in zwel Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalie einzusenden. Lösungszug zu Nr. 314: Dg8-6! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Teppen Franz, Karlsbad; Beutel Wilhelm. Arnsdorf b. Tetschen; Sturm Heinrich, Brinn: Dinnebier Emil, Tetschen; Habl Erwin, Schindler Robert, Freundl Anton, Tyle Vladimir. Holfeld Otto. Lohmüller Hans, Chimiak Teo. sämtlich Nestersitz: Nitsch Rosa. Trupschitz; Vaniček Franz, Hertine: Schöffel Anton, Schöbritz; kowa: Walter Ludwig. König Anton. Steinwitz Röder Erhard, Olmütz: Bretschneider Otto, DraHans, sämtlich Kwitkau; Hyna Josef, Hostomitz; Triltsch Gustav, Wisterschan. Partie im 9. Zuge LT8 noch nicht gezogen war, kommt doch DXg7 gar nicht in Frage. Bitte nochmals nachzusehen. K. B., Prag- Branik: Nachdem in betreffender Allen Schachgenossen und Mitarbeitern die besten Wünsche zum Jahreswechsel: PARTIE Nr. 121. Französisch. Gespielt im Wettkampf der Arbeitervereine Schüren- Euring 1932. Weiß: H. Belitza. 1. e2- es 12-14 Sb1-3 Lel- g5 e4- e5 Lg5-3 Schwarz: P. Wand e7-8 d7- d5 Sg8-18 LIB- 7 Ste- d7 usw. Der Textzug ist jedoch auch nicht schlecht. Das Tempospiel verlangt LXe7, DXe7. De2! 0-0! das weiße Zentrum c5! Sc6! usw. leichter zum doch könnte Schwarz mit energischem Zug auf Gegenstoß kommen als es bei LXL wäre. lichen Händedrud von dem Stadtgetvaltigen. Dieser entdedie nachher, daß der Hausbesizer hiebei tattvollerweise einige Hundert- Pejeten Noten ihm in die Hand gedrückt hatte. Darauf hin gab er dem jungen Beamten den Auftrag, eine neue Planitize anzufertigen, auf welcher das Häuschen von Calle Monterone zavei aufs Dieser Zug ist nicht notwendig, daher zwecklos. zufcheinen habe... Um es turz zu sagen: In der Calle Monterone gab es vierundzwanzig schmude, schöne Billen, die durchwegs vermögenden Leuten gehörten. S1-13 c7- c5 a7- a6? 0-0 es mußte Sc6 kommen, und Schwarz hätte Ausgleich. 8. Lf1- d3 Verfrüht, die Konsequenz verlangte Sc6. Jetzt wird Weiß recht energisch. h2- h4! 9. 17-167 Eine verhängnisvolle Schwächung. die der Gegner durch dreifache Figurenopfer zu einer prachtvollen Mattführung ausnutzt. 10. St3- g5! 11. Ld3xh7+! 16xg5 Kg8Xh7 Das zweite Figurenopfer ist ebenfalls zwingend. denn es muß angenommen werden, das sowohl auf K17 als auch auf Kh8 Matt durch Dh5 folgt. Nachdem der letzte der vierundzwanzig Willenbeißer den verehrten Senor Juan aufge= sucht hatte und der Beamte Miguel vierund3tvanzig Pläne batte machen müssen, erlaubte fich dieser schließlich devot zu fragen: Senor Sekretär, so sagt doch, bitte, wo Dieses prachtvolle Opfer ist die Pointe der Komsoll dieses Häuschen endgültig gebaut werden...?" ..Gebaut werden...?" staunte der Gefre: tär und lachte vergnügt. Mensch!- Miguel! Wer spricht von Bauen...?" 12. h4xg5+ 13. Th1- h8+!! bination 13. 14. 15. Dal- h5+ g5-6 Kh7- g8 Kg8xh8 Kh8-58 Schwarz wird nun in drei Zügen matt und gibt daher auf. Wie schnell sich doch Eröffnungsfehler rächen. Die Partie zeigt wieder mal deutlich, wie notwendig Eröffnungskenntnisse sind.