BUNTE WELT Nr. 3 Fritz Rosenfeld: Unterhaltungsbeilage Das glühende Blut Am Morgen wurde ein junger Bauer vor den Mandarin geführt, den die Soldaten nachts bei einer Streife durch den Wald gefangen hatten. Der Bauer war gefesselt, aber seine Augen brannten so wild, daß es schien, er könnte seine Fesseln sprengen, sobald er nur wollte. Der Mandarin ließ die Soldaten abtreten, ging auf den Bauern zu, legie beide Hände auf die Schultern des Bauern. ,, Du bist in das Haus des Kaufmanns Yung eingedrungen und haft einen Beutel Geld geraubt," sagte der Mandarin. ( Schluß) 1937 Ma- Sung schlief schon, als Kwang- Si-| nerin, die ins Zimmer stürzte, gab er ein Beis Zeng fam. Ueber ihrem Bett brannte ein Lam- chen, sie verschtvand wieder. Stumm legte der pion, in dem matten Rot ſeines Lichtes fah Ma- Mandarin einen goldenen Ning auf das TischSung wie ein schlafendes Kind aus, Friede chen neben Ma- Sungs Lager und ging. An der strahlte aus ihren Zügen wie ein stilles, ewiges Türe wandte er sich nochmals um. Er wußte in Leuchten. diesem Augenblic, daß er Ma- Sung nie wieders sehen wird. Mwang- Si- Teng berührte leis Ma- Sungs Schulter. Ma- Song erwachte, richtete sich auf, rieb sich die Augen. Sie neigte sich vor ihrem Gebieter. Der Mandarin ergriff ihre Hand, eine schmale Hand, deren Haut wie Seide war. Heißes Blut floß unter dieser Haut. ..Ich habe das Geld geraubt, weil ich arm ,, Würde meine angebetete Ma- Sung mir bin," sagte der Bauer. Nur wer reich ist, kann sehr zürnen," sagte Kwang- Si- Teng langsam, beraubt werden." ., wenn ich sie um einen Tropfen ihres Blutes ..Deine Tat ist geglückt. Du wärst glücklich, bäte? Einen einzigen Tropfen? wenn dir keine Strafe drohte?" Der Bauer schüttelte die Hände des Mandarins ab. Redet nicht viel, Herr, schickt mich gleich unter das Beil des Henkers." Der Mandarin lächelte. Ich darf das glühende Blut nicht kaufen für Geld, nicht rauben mit Gewalt. Aber Freiheit, die ich schenke, ist weder Geld, noch Gewalt. ,, Gibst du mir einen Tropfen deines Blutes, wenn ich dich frei lasse?" fragte der Mandarin. ..Und wenn du mein Vater wärest, gäbe ich dir keinen Tropfen meines Blutes." Der Mandarin wich zurück. Er sah in den Augen des Bauern das glühende Blut. Er mußte seinen Einsatz erhöhen. Nicht Geld, nicht Ma- Sung blidte den Mandarin verständnistos an. In seinen alten, ausgebrannten Augen war eine ungeheure Leere. Mit einer jähen Bewegung zog sie ihre Dede bis an den Hals hinauf, beinahe bis an ihre Augen. Sie zitterte am ganzen Körper. Dieser alte Mann, der fie gekauft hat, den sie haßt, weil sie ihm gehorchen muß, will sie töten. Wohl fagt er, daß er nur einen Tropfen ihres Blutes wolle, in Wirklichkeit aber will er ihr Leben. ,, Hilfe!" schrie Ma- Sung.„, Mörder!” Mwang- Si- Teng sprang auf sie zu, verschloß ihren Mund mit seiner Hand. Der Die Gewalt, dachte er. Ich will leben, dachte er. Was Der Hofpsalmist ist mein Amt, was bedeutet mein Rang, wenn ich lanafam in meinem Palast erfriere? ., Gibst du mir einen Tropfen deines Blutes, wenn ich dir meine Macht übertrage, wenn ich dich an meine Stelle seize, wenn ich dich zum Herrn über die Provinz erhebe?" Der Bauer lachte. Es war ein Lachen ohne Glanz und ohne Wärme. ,, Meine erste Tat wäre, dich löpfen zu Taffen." sagte der Bauer. Da richtete der Mandarin sich hoch auf. Aus den Augen des Bauern leuchtete ihm der Saß entgegen. Wer haßt, kann nicht glücklich sein, dachte der Mandarin. Er schlug den Gong. Die Soldaten tamen. Sie führten den Bauern in den Kerker. Gegen Abend ließ vang- Si- Teng sein reichstes Festkleid bringen. Seine Finger strichen über die kostbare Seide. Lange zögerte er, ob er den Weg wagen sollte, den letzten, der ihm noch blieb. Den Weg zu feiner Geliebten Ma- Sung. Er hatte Ma- Sung vor einem Jahr von der Besizerin eines Teehauses gekauft und ihr am Rande der Stadt einen Pavillon zugewies sen, in dem er als junger Mann viele Sommer verbracht hatte. Die Erinnerung an die schönsten Tage seines Lebens atmete ihm von diesen Wänden entgegen, und seine glücklichsten Träume flatterten wie bunie Vögel unter diesem Dach. Er hatte Ma- Sung in die teuerste Seide gehüllt und leuchtende Kränze von Per Ten in ihr Haar geflochten. Er wußte, daß fie ihn nicht liebte, doch er hoffte, daß ein wenig Dankbarkeit für ihn in ihrem Herzen lebte. Durch Feld und Buchenhallen ließ ich mein Lied erschallen und meine Liebste lauschte tief beglüdt. Das war und kommt nicht wieder, jetzt sing ich meine Lieder und niemand ist davon entzückt. Wie fömmt' ich bein vergessen, einst hatten wir zu essen, doch eines Tages kam der blaue Brief. Den Brief erhielten hundert, gar mancher war verwundert, der auf dem Kiffen ,, Dauerstelle" schlief. Beficht du deine Wege, fo such ich Brücken, Stege, die Fähre Glüd" zu neuer Ueberfahrt. Der Glaube ist verfeuert, nun bin ich ausgesteuert, fast ausgetilgt aus diefer Gegenwart. Auf, auf, ihr meine Lieder! Ihr Menschen werft hernicder, was eurem Herzen sie entlockt. Echentfrohe Kinderhände flink sammeln sie die Spende, ach, ihre Herzen sind noch nicht verstockt. Wacht auf! ruft's von den Zinnen was foll ich noch beginnen? Mein Lieb ist meine lehte Kraft... Verhärtet nicht, ihr Leute, die Not findt viele Beute und unverhoffte Nachbarschaft. 3. Zerfak. Kwang- Si- Leng schlug nicht den Weg zur Stadt ein. Er war so tief in Gedanken versunten, daß er nicht wußte, in welche Richtung er ging. Die Nacht hatte bereits den Gipfel überschritten, als er vor einer Hütte stand. Sie war aus Bambus geflochten, doch hängen Fezen von Seide über das Dach, ale wollte jemand ihre Armseligkeit verbergen und ihr das Ansehen eines Palastes verleihen. In der Hütte brannte ein Licht. Der Mandarin pochte leise an die Tür. Sie öffnete sich, und ein Mann trat heraus, dessen Haare angegraut, dessen Augen fahl waren. Er starrte Swang- Si- Teng eine Weile an. Als der Mandarin sprechen wollte, hob der Mann schnell die Hand. Ich weiß alles," fagte er. ,, Ich habe euch ertvartet." Kwang- Si- Teng zögerte, als der Mann ihn über die Schwelle ziehen wollte. Doch er vermochte dem Mann nicht zu widerstehen. ..Alles ist vorbereitet," sagte der Mann. ..hr bleibt heute Nacht bei mir, und morgen treten wir gemeinsam die Reise nach Pe- Ning an. " Der Manu flatschte in die Hände.., Eilt euch," rief er. Unser Gast hat Hunger." Ein Lächeln verbreitete sich über sein Gesicht. Ich habe viele Diener," fagte er. Wie es sich für den fünftigen Kaiser des Reiches geziemt." ..Dummkopf," schalt der Mann blötzlich. Warum stellst du die Schüssel an den Rand des Lisches?" Er wandte fich wieder wang- Si Teng zu. Berzeiht," sagte er. Der junge Diener ist erst drei Tage bei mir. Ich habe ihn aus Mitleid in mein Haus genommen." Kwang- Si- Teng wußte nicht, was er anttoorten sollte. Der Mann befahl Dienern, die unsichtbar blieben, er überwachte das Auftragen der Speisen, von denen das Auge des Mans darins nicht eine Spur erbliden konnte. ,, Greift zu, Herr," sagte der Mann. Ihr werdet am Hofe zu Pe- King nicht reicher be wirtet, als bei mir." Bescheidenheit wohnt in diesem Haufe nicht, dachte der Mandarin. Mit staunenden Augen sah er, wie der Mann seine Hände ausstreckte, unsichtbare Speisen ergriff und in den Mund schob. Die Augen des Mannes fieberten. Sie beobachteten Svang- Si- Teng so scharf, daß diefem nichts anderes übrig blieb, als gleichfalls die Hände nach den unsichtbaren Schüffeln auszuftreden und zu tun als ob er äße. Dann erhob sich der Mann, ging zu einer armseligen, wurmstichigen Truhe, die an der Wand stand, und holte einen Arm voll bunter Dinge hervor. Er breitete sie sorgfältig auf dem Tisch aus. Holzstüde, zerbrochene Messer, der abgeriffene Aermel eines leides, Steine, wie sie zu taufenden am Wegrand liegen. ,, Dies hier," sagte der Mann und griff nach einem dunkelbraunen, zerspellten Holzlöffel, ist das Schwert eines Kaisers aus der Beit der Dynastie Han. Wer dieses Schwert befibt, wird einst Kaiser des Reiches. Nun hat fich der alte Spruch erfüllt. Und dies hier," er wies cuf einen Feßen Seide ,,, ist der Prunkmantel meines Vaters, der Fürst von Tschi- Li| war, ein großer, ein weiser Fürst." Der Mann nahm einen Stein in die Hand, ein Stück Kieſel, abgeschliffen vom Wasser vieler Jahrhunderte. ,, Habt ihr jemals einen Diamanten gefehen wie diesen?" fragte er. Ich werde ihn auf der Bruft tragen als Kaiser." Da zog der Mandarin die Stirn in Falten. Den Traum eines Menschen erfüllen, und sei es auch nur für eine kurze Stunde, bedeutet weder, ihn mit Geld laufen, noch ihn mit Gewalt zivingen. Stviang- Si- Teng neigte sich tief vor dem Mann, er verstellte seine Stimme, fie Ilang nun sanft wie die eines bittenden Kindes. In deinen Adern glüht das Blut der Kaiser," fagte er. Die höchste Macht des Kaisers ist die Gnade. Gewähre deinem Knecht eine Gnade, Herr." ,, Eine Gnade? Tausend Gnaden," sagte der Mann, und sein Antlitz strahlte. ,, Gib mir einen Tropfen deines Blutes. Nur einen einzigen Tropfen deines erhabenen laiserlichen Blutes." Die Augen des Mannes brannten und funkelten. Plöglich riß er den Aermel seines Kleides auf und firedte dem Mandarin seine Hand enigegen. ,, Nimm," fagte er. Er griff nach einem hölzernen Messer und reichte es dem Mandarin. ,, Hier hast du ein Messer, öffne meine Adern, nimm dir einen Tropfen meines kaiserlichen Blutes." Der Mandarin hielt das Messer in seinen Händen. Der Mann stand vor ihm, beobachtete ihn scharf. Ein Leben liegt vor ihm, und er wird glücklich sein, dachte der Mandarin. Doch plötzlich begann er zu lachen. Er fühlte, wie der Frost wieder an seinem Körper empor troch. Bald wird er wieder im Herzen sizen. Ein alter Mann bin ich, an der Schwelle des Todes, dachte der Mandarin. Und spiele hier mit einem Narten Komödie. Grell wurde das Lachen des Mandarins, ohne Glanz war es und ohne Wärme. Und der Mann Tachte mit. Der Arm, den er dem Mandarin darbot, zitterte. Da fegte der Mandarin mit einer einzigen Bewegung die Steine und Fezzen vom Tisch, stieß den Tisch um, brüllte den Mann an: Narr Narr- Narr" und lief hinaus, auf die Straße, aus der Frost und ein unsäglicher Schauer des Einsamseins aufstieg, der langsam am Leib des Mandarins emporkroch wie ein widerwärtiges Tier. Als der Morgen dämmerte, warf sich der Mandarin zu Boden. Er trallte seine Finger in die feuchte Erde. Sie ist groß und weit, dachte er, seit Jahrtausenden rollt sie durch das All. Aber sie hat nicht einen Tropfen Blut für mich. Sie ist ausgebrannt und erfroren, wie ich. Tau fiel auf die Hand des Mandarins. Der Himmel ſpiegelte fich in dem winzigen Tropfen. Der Himmel weint um mich, dachte der Mandarin. Ich werde nun sterben, dachte vang- SiZeng. Die Diener und Beamten werden die Totengebete sprechen, mit leeren Herzen, und fie werden nicht zu mir dringen und mich erlösen, bis ich drüben bin. Da ging vang- Si- Teng heim. Er setzte fich an den Tisch und schrieb mit eigener Hand fein Teftament. Einen Beutel Gold vermachte er dem Bettler an der Pagode. Sein Haus, feine Schäße aber schenkte er dem Narren; mag der Norr fich einen Traum aus ihnen bauen, dies 11 ist das einzige, zu dem fie taugen. Nur einen Ring nahm er aus seinen Truhen. Es war ein schmaler, goldener Reifen, in dem ein Rubin brannte. Den Ring fandte er Su, dem Arzt. Kaltes, erstarrtes, erfrorenes Blut, das einzige, das es auf dieser Welt noch gibt. Dann befahl Kwang- Si- Teng den Dienern, alle Fenster des Palastes zu öffnen. Die Diener saben einander an, aber fie gehorchten. Ktvang- Si- Leng legte fein Meid ab und hüllte fich in einen Mantel aus weißer Seide. Der Mantel war so dünn, daß der Frost durch ihn hindurchgriff an den Leib des Mandarins und an sein Herz. Wir erfrieren alle, dachte Kwang- Si- Teng, als er die Finger des Frostes in seinem Herzen spürte. Eine Wolke von Frost umhüllt die Welt. Ein Tropfen glühenden Blutes vermöchte sie zu erlöfen doch muß dieser Tropfen Blut so heiß sein, daß er alles Eis schmilzt, und daß er ungeheure Brände entfacht, in denen die Wälder verflammen und die Häuser einstürzen, in denen die Menschen sich voreinander verbergen. Ein einziger Tropfen Blut, aber er müßte ein Licht sein, das die Sonne überstrahlt. Mit geschlossenen Augen lag Kwang- SiTeng da. Die talte Hand des Windes strich über seine Stirn, sie war barmherzig, denn fie trod nete den Schweiß seines Sterbens. Der letzte Blid des Mandarins Mwang- SiTeng fiel auf die Statue der Guan- Yin, der Göttin der Barmherzigkeit, die er zu Füßen seines Lagers aufgestellt hatte. Sie war aus Elfenbein geschnitten, ein kostbares Stüd aus dem Besitz seiner Familie. Sein Vater hatte in schweren Stunden Räucherwerk vor ihr entzündet und zu ihr gebetet. Und da war es, als wüchse die Figur, sie wurde größer, als Menschen sind, sie breitete ihren Mantel aus, er umschloß den Mandarin, er umschloß das Zimmer, den Palast, die Provinz, das Reich, die Welt. Ein Mantel aus Purpur war es, vor dem der kalte Atem des Windes in winzige weiße Blütenblätter zerfie!. Insel im Blutmeer Andorra. Der spanische Bürger-| Aera in Andorra? Man würde sich nicht wunfrieg hat für die Bewohner des Zwerg- dern, denn die letzten paar Jahre haben mehr staates eine merkwürdige Folge gehabt; fie Veränderungen gebracht, als ebenso viele Jahrhaben ihren Koprinzen", den Bischof von hunderte vorher: Revolution, Verfassungsändevon Urgel, zum ersten Mal seit 1130 Jah- ring, Umsturzversuche... Freilich, alles in ren, berloren. einem Maßstab, über den wir Nichtandorraner ein wenig lächeln. Wie seit Jahrhunderten, geht das Leben in Andorra seinen Weg. Es ist vielleicht sogar noch Es begann damit, daß eines Tages franzö stiller geworden, seitdem weit drunten im Sü- fische Ingenieuer eintrafen, in dem hübschen den, hinter den phantastisch gezadten Bergen modernen Hotel der Hauptstadt" Andorra la der Pyrenäen, der Bürgerkrieg tobt: die Wo- Vieja Zimmer mieteten und geheimnisvolle chenend- Autocarz aus Barcelona laden nicht M: Fungen anstellten. Bald darauf war ein mehr ihre Fremden ab, die das furiose Ländchen französisch- spanischer Trust gegründet, der die stets so gern besichtigten. Und doch ist eine ent- ungeheuren Wasserkräfte des Landes ausbeuten scheidende Veränderung in der staatsrechtlichen wollte. Ein riesiges Elektrizitätswerk wuchs aus Situation dieser 5000 Andorraner eingetreten der Erde, es gab Arbeit, aber auch Unruhe. - fie bildet das Tagesgespräch auf dem unge- Andorra war plößlich zum Wertabjekt geworden, pflasterten Marktplatz, im Café, im Regie- zur Schachfigur im Spiel der Großmächte. Die rungsgebäude", der Casa del Valle, die noch genau so dasteht, wie sie 1588 erbaut wurde. fleine Gebirgsbauernrepublik hätte schnell ihre Selbständigkeit verloren, wenn nicht die geschidie alte Verfassung sie gerettet hätte, durch die Zweiteilung der Souveränität, vergleichbar einem Kräfte- Parallelogramm. Unter der andorranischen Jugend, die plößlich mit der Neuzeit bekannt wurde, begann es zu gären. Sie berlangte das Wahlrecht. Bisher hatten nur die ,, Caps de casa", die Familienoberhäupter, das Recht, die 24 Räte aus ihren Reihen zu wählen, die zwar nur 10 Beseten jährlich Gratifikation erhalten- der Staatspräsident, Syndic general", ebenfalls ein einfacher Bauer, bekommt 80 Beseten im Jahr aber diese Räte gehörten nun einmal zur Schicht der selbständigen Bauern und nahmen in erster Linie deren Interessen wahr. Das gefiel den jungen Andorranern nicht mehr, und fie drohten mit einer gewaltigen Revolution, wenn man ihnen nicht allgemeines Wahlrecht gewähre. Das Jahr 805 brachte schwere Kämpfe 3ivischen den Franken und den Mauren in Spanien. Die Bauern in den Tälern der Ostphrenäen griffen zu Bogen und Schwertern und fchloffen sich den Franken an. Als die Sarazenen vertrieben waren, erhielten sie zum Dank dafür eine von Karl dem Großen ausgestellte Charta", die ihnen einen eigenen Staat schuf. den Staat der Täler von Andorra". Sie sollte Selbstverwaltung genießen, aber der Staat stand unter der Souveränität zweier Koprinzen", des Grafen von Foir und des Bischofs der fatalanischen Stadt Urgel. Die Zeit hat es mit sich gebracht, daß die Würde des französischen Koprinzen von den Grafen von Foir auf die Könige, Kaiser und Präsidenten von Frankreich überging, die sie schließlich dem jeweiligen Präfelten des Departements Ostphrenäen in Berpignan überließen. Im allgemeinen fümmerten ſich die Andorraner nicht viel um ihre beiden Diese Revolution fand denn auch wirklich Koprinzen und lieferten ihnen die Steuern ab, statt, allerdings höchst ungewollt. Im April zu denen sie seit 805 verpflichtet sind: jährlich 1932 feierte man das Votivfest, es wurde aus960 Francs für den französischen Präsidenten, giebig gezecht, und auf dem Heimweg kam eine beziehungsweise seinem Präfekten, eine Ladung Gruppe junger Leute auf den Gedanken, die Schinken und Käse für den Bischof von Urgel. im Regierungsgebäude" tagenden Räte mit 1936 ist das erste Jahr, in dem der übliche Na- dem riesigen Hausschlüssel, der immer am Tor turalien- Tribut zur Erntezeit nicht abgeliefert stedt, zum Scherz einzusperren. Kaum sahen die werden konnte: der Bischof von Urgel hat sich Räte die johlenden Burschen aus dem Fenster bor den. Schreden des Bürgerkrieges in Italien des Ratszimmers, taum merkten sie, daß sie in Sicherheit gebracht. Das ist aber auch das ein- eingeschlossen waren, da sagten sie sich: die Reaige, was die Andorraner von den Dingen, die volution ist da und beschlossen sofort das sich ringsum abspielen, zu spüren bekommen... allgemeine Wahlrecht... Es wurde zivar, als Ist es der Beginn einer neuen staatsrechtlichen| man später das Mißverständnis entdeckte, der Die Jahre 1 Man hat fo Tage, die fo grau und hager, Nichts ändert fich und alles ist ein Sumpf, Die Morgen, die einst glänzten, wurden magerDu faßt dich an die Stirn, die alt und dumpf. Man fügt sich blöd und müd in's Schlimmste brein, Und fagt vertrottelt:..' 8 ist halt so auf Erden: Es gibt nicht immer Wein und Sonnenschein Nur bös: daß aus den Tagen Jahre werden! J. Haringer. Verſuch gemacht, es wieder abzuschaffen, aber nun gab es wirklich ernsthafte Unruhen, und 1938 wurde zum ersten Mal nach dem neuen Gesetz gewählt. Ein Jahr später fand jener denkwürdige Butschversuch statt, an dem sich jeder Andorraner mit Entrüstung erinnert. Boris Stofsyreff, ein russischer Emigrant, tauchte plötzlich in Andorra auf, rief sich selbst zum König Boris I. aus, ließ an ,, fein Volt" gerichtete Manifeste druden und zog ins Regierungsgebäude ein. Aber der Butsch des Russen, der auf der Ueberraschungstaftik aufgebaut war, erschien den andorranischen Bauern doch etwas zu frech. Ihr Präsident, der Syndic general Pere Torres- ein fluger alter Bauer aus dem Dorf Encamp- marschierte mit den sieben Polizisten, über die Andorra in flusive d- Polizeipräsidenten" verfügt, auf 1 und verhaftete den Eindringling, der in ein spanisches Gefängnis abgeschoben wurde. Die französischen Soldaten, die bereits an der Grenze standen- Andorra hat keine eigene Armee, nur die Familienväter besißen je eine Flinte wurden wieder nach Hause geschickt. Ein zweiter Kronprätendent lebt in Perpignan: ein biederer Töpfermeister, der seine Ahnenlinie bis auf das Jahr 800 zurückleitet und behauptet, feine Dynastie habe einst in Andorra geherrscht. Man lacht über ihn und läßt ihn nicht über die Grenze. Noch gilt ja die Charta von 805, wohl verwahrt im alten Dokumentenschrank des Rate faals in der Casa del Valle, zu dem es sieben Schlösser gibt, die im Besitz der sieben Räte aus den Hauptorten von Andorra sind; dieses ..Staatsarchiv" fann nur mit diesen sieben Schlüsseln gleichzeitig geöffnet werden. 3 Der Sprung Welliges Dedland, von Staubbededter, den Handlungen unseres Volfes im verstärkten weißer Landstraße durchschnitten. Wenige Fel- Ausmaße wiederfinde. der. Selten ein Baum an der Straße, der kargen Schatten spendet und Schuß vor der glühenBir liefen lachend durch den maigrünen den Sonne. Schwerbepadt, müde und vom Durst Wald, ztvei Burschen und zwei Mädel. Die Erde gequält trotte ich dahin. Jeder Schritt wirbelt duftete schwer und berauschend. Es war ein eine Wolfe weißen Staubes auf, der fich in Frühjahr, wie herb und wunderbar wir in dider Schicht auf die schweren Schuhe legt und unferen fiebzehn Lebensjahren nie eines erlebt in die Kleider und Atemwege dringt. Nir hatten. Freudig und erregt pulfte das Blut durch gends ein Haus, ein Bach oder eine Quelle. Die unsere Körper. Mit neuen Augen blidten wir Füße schlürfen über die Straße wie von einem in die Welt und schauten oder ahnten zum Ihrivert angetrieben; jedes Gefühl ist ihnen erstenmal die Entschleierung des Geheimnisses berlorengegangen. ., Leben". Endlich ein Geräusch: ein schwerer Lafter rattert heran, löst sich als schwarzer Kern aus der weißen Staubwolte. Plöbliche Freude wallt aber in mir auf: der Wagen kann mich der trost losen Umgebung entführen. Ich muß auffpringen, der Kasten fährt nicht allzuschnell. Schon ist er neben mir, ießt muß ich zu laufen beginnen, wenn der Sprung gelingen foll. Keine Sekunde ist zu verlieren. Los! Da meldet sich in mir eine andere Stimme: Das darfst du nicht tun! Aufspringen ist verboten! Man wird dich herunterwerfen!" Vor mir aber liegt der endlose Marsch durch die öde Wüstenei. Mache ich nur ein paar Sprünge, dann kann ich den eisenbeschlagenen Rand des Laderaumes erreichen und mich hinaufziehen. Wohin ich dann auch fahre: nur vorwärts! Nun sehe ich das Ende des Wagens, noch fann ich es erreichen, wenn ich losstürze und ſpringe. Staubfontänen springen auf. Der Körper strafft sich zur bevorstehenden Anstrengung. Hast du die Erlaubnis dazu?" fragt der ängstliche, pedantische Teil meines Wesens. Nun trennen uns schon sechs oder acht Meter.. ,, Es ist schon zu spät", behauptet der Feigling in mir. Noch zwei Sekunden jezt hat er recht: E3 ist zu spät. Die Staubwolfe verdeckt den Wagen. Ich laufe weiter in müdem Trapp. Mehr folcher Bilder ruhen in meinem Gedächtnis; zuweilen wachen sie auf und stei gen in das Bewußtsein hinauf, dann schäme ich mich meiner Schwäche und mangelnden Tattraft, der Eigenschaften, die ich nur allzuoft in Sicher iſt es, daß nach der Entscheidung im Anekdoten um Saint- Pierre Bernardin de Saint- Pierre, der Dichter von Paul und Virginia", hat in einem langen, unsteten Leben die verschiedensten Wandlungen Frankreichs im achtzehnten Jahrhundert miterlebt und ist erst 1814 gestorben. Er sah das erste Königreich, die Revolution, das Zeitalter Nader wichtige Vorläufer der Romantik, nicht nu poleons und wieder die Bourbonen. So hat er, Romane geschrieben, in denen er Rousseaus Lehre fruchtbar zu machen verstand, sondern auch auf immerwährenden Wanderungen viel gesehen, mehr aber erlebt. nur spanischen Bürgerkrieg in Andorra wichtige Veränderungen vor sich gehen werden. Das große Elektrizitätswerk ist in Betrieb und sucht Abnehmer für seinen Strom. Das Spiel der Zu seinem 200. Geburtstage am 19. Jänner 1937 Großmächte und des Großkapitala um den Bauernstaat ist erst am Anfang, die neue Zeit ist nun auch für Andorra angebrochen, Spaniens zufünftiges Schicksal wird hier in den letzten Ausläufern spürbar sein. Vielleicht wird man fogar die Haupteinnahmsquellen der Staatsfassa ivechseln müssen bisher tvar es der. Briefmarkenverkauf. Andorra hat zivar feine eigene Post, aber eigene Marken, die natürlich von Sammlern sehr begehrt sind, und von denen möglichst oft Nendrude hergestellt werden. Das Tustigste sind die beiden Postgebäude auf dem Htplatz von Andorra la Vieja, links daz französische, rechts das spanische- beide Postverwaltungen betreiben gemeinsam oder vielmehr in Konkurrenz die andorranische Post und verkaufen beide die Andorramarken. Durch einen Staatsvertrag sollte nun die Postverwaltung ganz..n Spanien übergehen, aber daraus ist durch die letzten Ereignisse noch nichts geworden. Man wartet also ab in Andorra und genießt die Stille der Bergtäler, dieser Insel im Blutmeer der Pyrenäenbalbinsel. + * Boote, die ein Mann vermietete. Bom Ruhes Rastplatz am fleinen See. Am Ufer lagen plak weg liefen die Drei zum Ufer, spielten dort mit Kiefeln, stiegen plöblich in einen Kahn und fuhren auf den See hinaus. Ich rannte zum Wasser und rief, da kamen sie näher heran und Todten„ Spring doch rüber! Spring rein!" Drei Meter Wasserfläche trennten uns, Sie fuhren längst des Ufers und ich lief immer nebenher. Wenn ich zu kurz sprang, würden sie mich noch mehr verhöhnen, als sie es jetzt schon taten. Ein Mädel lachte mich aus:„ Hast du Angst vor dem Waffer?" Die Kluft wurde breis ter. Jetzt hätte ich vielelicht noch den Boots= rand erreichen können. Vielleicht hätte ich aber durch meinen Anprall die andern über Bord geworfen. Wie ein Narr rannte ich das Ufer ents lang. Da wendeten die Mädel mit findlichem Trok das Boot und fuhren auf den See hinaus. Ahoi, erste Liebe! Ahoi, frühlingsfrohes Hoffen! Fast weinend vor But lief ich in den Wald und krallte meine Hände in das Moos. So endete dieser Tag. Die Welt war falsch und elend. Nie mehr ging ich mit den Dreien. Sie vermißten mich nicht. Das Mädel- mein Mädelfand einen andern, noch im felben Mai Wo ist es jetzt? Borbei, verpaßt, vorbei... Und so berfäumen wir das halbe Leben: Täglich stellt es uns vor neue Aufgaben. Los. springe, bezwinge fie! Oft trennt uns nur ein schmaler Spalt von dem ersehnten Ziel, da fehlt Ein abgeriffener Dichter fam eines Tages zu Saint- Pierre und wollte von ihm etwas Geld leihen. Ich habe nichts," fagte Saintzu Bierre, aber vielleicht gehen Sie einmal zn Victor Hugo, der hat Geld." Bu Victor Hugo?" antwortete der Hilfsbedürftige, der hat mich ja zu Ihnen geschickt. Ich bin ihm nämlich die Miete schuldig, er ist mein Hauss wirt!" Saint- Pierre erzählte: Ein wahres, echtes Gefühl sehe man so selten, daß er oft auf der Straße stehen bleibe, wenn dort ein Hund cinen Knochen abnage. ,, Am meisten interessiert mich dieses Schauſpiel, so fügte er hinzu, wenn ich gerade von Versailles oder Fontaineblau komme."( Dort nämlich, wo der Hof reſidierte!) C sagte:„ Hier also arbeitet der hohe Herr...?" Eines Tages hatte Saint- Pierre auf einer Getreu der rousseauschen Lehre war Saint- Reise die Erlaubnis bekommen, die Privats Pierre für ein natürliches Leben. Als man räume des Königs von Spanien zu besichtigen. eines Tages davon sprach, daß die Sterblichkeit vor seinem Schreibtisch blieb er stehen und in den Hoffreisen ein so erschreckendes Maß angenommen hatte, erklärte er, den Grund zu wissen. Ich kann Ihnen ganz genau fagen, woran die Leute sterben," meinte er, die eine Hälfte stirbt an den Diners, die andere an den Soupers." „ Was.. arbeitet?" rief der Hofs beamte ,,, was ist das für eine Unverschämtheit! Das ist ja eine Majestätsbeleidigung!" Und Saint- Pierre hatte Mühe zu beweisen, daß Arbeit auch für einen König feine Schande fei.. · 威 ertönt, soll jedermann sich an die ihm zufällig am nächsten befindliche Berson wenden; die be den sollen sich kräftig die Hände drücken und ausrufen: ,, Wir leben in der prächtigsten Stadt der Vereinigten Staaten!" Ob der Nachbar b dem Sirenengeheul versteht, was der Nachbar jagt, ist freilich eine Frage. Aber er weiß es ja auch so. Copyright P. I. B. Boa 6 Copenhagen Schach- Ecke Geletter von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 22. Post Modlan bei Teplitz- Schönau. Schachaufgabe Nr. 321. Von Hans Beutler. Bern( Schweiz). Schwarz: Kd4. Th5. Lf7. Sd8, Bc3, 14, g6.( 7). abcdetch ว هد نت 7 6 4 ลง 8 7 6 5 4 3 2 3 Adamson hat ein unheimliches Erlebnis uns der Mut und die Selbstüberwindung, den verantwortungsvollen Sprung zu tun, der viel leicht jemandem wehtun, mit veralteten Anschauungen brechen, morsche Ordnungen zer trümmern mag, uns alle aber ein gutes Stüd borwärts bringen könnte. Nicht soviel zagen, nicht solange zaudern! Springe, Mensch, springe! Springst du einmal zu kurz oder zu weit, macht nichts, springe noch einmal. Einmal mußt du den Sprung doch tun, der dich ins Neuland führt, je länger du wartest, desto schwerer wird er dir ankommen! Mart. Der Trick " schauern zu ,,, vielleicht habe ich die Taschen zu voll!" Und er begann sie zu leeren. Es fam ein Taschentuch zum Vorschein, ein kleines Taschenmesser, ein mageres Brieftäschchen und ein Papierschein, der von weitem wie ein Lotterielos aussah. Meine Damen und Herren!" rief der Alte und schwenkte diesen Schein. Hier habe ich etwas! Wenn mir der Kopfstand jest gelingt, schenke ich Ihnen das da!" Nun waren alle fe: davon überzeugt, daß der Mann verrüdt war. Aber er war es keineswegs, denn als der Kopfstand von neuem mißlang, machte er ein tieftrauriges Gesicht, entfaltete fein lotterielosähn liches Papier, und entnahm ihm ein anderes ein Schreiben, wie man auf den ersten Blid feststellen konnte.., Geht nicht mehr!", fagte er Es ist wahr: wir leben in einer Zeit der dabei. ,, Offenbar haben die da doch recht gehabt! ungezügelten Retlame. Nichts geht mehr ohne Schauen Sie, meine Damen und Herren", und das vorbereitende Trommelfeuer entsprechender er hielt den Leuten das Schriftftü entgegen, Propaganda, und selbst wenn man betteln vill ,,, das da ist eine Bescheinigung aus dem Kranmuß man sich heutzutage, um nicht ganz erfolge lenhaus, daß ich herzkrank bin und nicht arbeilos zu bleiben, den Grundsäßen moderner Nes ten darf. Offenbar habe ich also wirklich ein flametechnik fügen, einen„ Blickfang“ haben, die schwaches, ein schlechtes Herz. Aber vielleicht Aufmerksamkeit feffeln fönnen. Der Mann, der haben die Herrschaften ein gutes..." Und mit sich am zweiten Pfingsttag gegen sechs Uhr diesen Borten steckte er den Schein ein und 30g abends in einer Seitengasse der Taborska in die Müße, um einzufammeln. Num: die Prager Nusle als großartiger Propagandameister erschienen wirklich ein guies Herz zu haben. Der ivics, war seine fünfzig bis fechzig Jahre alt, Trid gelang. Der Alte lächelte zufrieden, dann und bewies damit eindeutig, daß die Fähigkeit, ging er weiter, um seinen Trid in einer anderen fich dem Zeitgeist anzupassen, nicht immer vom Gegend erneut zu verſuchen. Gerus. Alter abhängt. Soppla!" rief er plößlich und versuchte einen Kopfstand zu machen. Hei Bup!" Aber es mißlang. Noch einmal! Es ging vieder nicht... Hallo!" staunte er laut. ,, Das ist Jede amerikanische Stadt hat ihre Boo doch vor einigen Tagen noch ganz gut gegan- fters", Leute, die es sich zur Lebensaufgabe gen! Und er versuchte von neuem. E3 mißlang machen, den Ruhm ihrer Stadt möglichst laut zu aber abermals. Inzwischen hatten die Menschen verkünden. Besondere Boostervereine sorgen fü freilich angefangen, sich um den Alten, der sich die systematische Durchführung dieser behren so auffällig benahm, zu sammeln. Männer, Aufgabe. Die Handelskammer von Oflabama Frauen, Mädchen, Kinder: eine bunte Gefell- City hat vor kurzem folgenden Vorschlag zur schaft, die den relativ anständig angezogenen Hebung des Bürgerstolzes gemacht: Jeden T13 Mann für irrfinnig halten mußte, da er immer sollen zu einer bestimmten, generell festzusetzenwieder versuchte, auf offener Straße, auf dem den Zeit fämiliche Sirenen( der Fabriken usw. Bürgersteig, einen Kopfstand zu machen. ,, Wars nicht die lockerer Etablissements unt anrüchige: ben Sie einen Augenblic!", rief er seinen Bus Straßen) heulen. Wenn dieses Signal Bürgerstolz a b 2 b Weiß: Kf2, Ta5, el. La3, e4, Bb3, c2, g2( 8). Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 316: La6 c4! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Tepper Franz, Karlsbad. Dinnebier Emil. Tetschen; Schöffel Anton. Schöbritz: Beutel Wilhelm. Arnsdorf b. Tetschen; Waniček Franz, Hertine: Sturm Heinrich. Brünn: Habl Erwin. Schindler Robert. Freundl Anton. Tyle Vladimir. sämtlich Nestersitz: Nitsch Rosa. Trupschitz: Hyna Josef. Hostomitz: Havel Franz, Modlan; Anton. Steinwitz Hans. Kwitkau. Holfeld Otto. Lohmüller. Hans. Chimiak Theo. Geißler Josef, Serbitz; Walter Ludwig, König Aus den Sektionen Arbeiter- Schachklub Wisterschan hat sein Vereinrnier beendet. Nachdem nun die beiden Abteilungsmeister ermittelt sind, folgt nun noch das Hauptturnier um die Klubmeisterschaft. wurden folgende Ergebnisse erzielt: Sieger wurde In der Abteilung Wisterschan der noch junge, aber talentierte Gen. Hans Neulinger mit 19 Punkten( zwe rundig ausgetragen). Es folgen: Novotny und Mikula je 14 Punkte: Schramm und Triltsch je 13 Punkte: Settmacher. Kára und Altschmied- je 11 Punkte: Skarwada 10 Punkte: Scharschmied Punkte: Steinwitz Hubert und Nowak je 2 Punkte. In der Abteilung Kwitkau siegte Gen Scharoch mit 9% Punkten. Nach ihm folgen die Genossen: Robek 9 Punkte; Tesat 7% Punkte: Schmied 5% Punkte. Walter. Eichler A. und Steinwitz Hans je 5 Punkte. Steinwitz Adi 4% Punkte: König 2 Punkte: Wagner R. und Eichler E. je 1 Punkt. Das Vereinsturnier der Sektion des Atus ..Lassalle". Teplitz- Schönau endete mit nachfolgendem Resultat: Vereinsmeister wurde Gen. Heřmann mit 15 Punkte n; es folgen: Brückner 15 P.: Frisch 14 P.: Röckl und Srb je 11% P.: Loos 10% P.: Liebisch 10 P.: Nakladal 9% P.: Benesch 8% P.: Nausch 6% P.: Gaiser 5% P.: und Pietschmann 0 Punkte. Müller und Sieh je 5 P.: Zapf 4 P.: Nickel P. Arbeiter- Schachklub Wisterschan hält am 17. Jänner, 49 Uhr vormittags, seine XI. Hauptversammlung ab. Alle Mitglieder sind verpflichtet. daran teilzunehmen. Anschließend Wettkampf Wisterschan gegen Kwitkau. 2. Bezirk. Schachsparte Am Sonntag. den 24. Jänner, 9 Uhr früh, fineine Bezirksschachkonferenz statt. Jede Sektion det im Hotel Laurer". Teplitz. Masarykstraße. muß mit wenigstens 2 Genossen vertreten sein. Programmspunkte: Bezirksmeisterschaft, Neuwahl. Schachangelegenheiten. Referent vom Kreis.