BUNTE WELT Nr. 6 Albert D.: Unterhaltungsbeilage Gewitter unter der Erde Gegend Abend des Tages nach dem Fest der Nation, da die Bergleute der Grube ,, Santa Maria" zum Schichtwechsel gingen, verfinsterten gerade Wolken, die aus dem Westen tamen, den Himmel. Es war schwül. Der Weg zur Arbeit schlängelte sich von der Kirche aus, an der sich die Verästelungen der Gassen und Gäßchen zur Hauptstraße vereinten, am Edfino und an den letzten Häuschen vorbei, strebte, ſchon über hundert Jahre, in eigensinnigen Krümmungen zivischen Kartoffel- und Rübenfeldern nach der Brücke des Schlammbaches und dann schnurgerade zum Werk. Gedonner nahte. Der Hauer Beter Aßmann blieb an der Brüde stehen und lauerte auf seinen Freund und Arbeitskollegen Josef Kaminfty. Die Turmuhr des Städtchens schlug. Der Bach plätscherie aufgeregt. Die Bäume, die den Weg zu beiden Seiten in gleichmäßigen Abständen begleiteten, wurden unrubig. Der Wind nahm zu. Geduct stapften die Bergleute gegen das beginnende Unwetter an. folonnenweise oder in Gruppen und auch eingegenüber und rückte, verstohlen grinſend, ihre Gläser, die dicht zusammenstanden, voneinander. Er war der Jugendfreund Peters. Einst, wenn fie beim Schwimmen, Turnen und Rennen den Mut, die Ausdauer und die Lift erprobten, wetteiferten sie zwar hart miteinander; aber aus der gegenseitigen Wertschäßung ihrer Vorzüge und Leistungen kam eine Kameradschaft zwischen ihnen zustande, die auch dann, als sie tief unter der Erde im heimtüdiſchen Dunkel der Grube gierig nach Kohle wühlten, geradezu vorbildlich blieb. Seit aber Peter sich in das Mädchen vers liebte, das er am Fastnacht- Dienstag auf dem Ball fennengelernt hatte, begann Joseph zwie trächtig zu werden. Wanda war stets versonnen und dennoch umsichtig. Sie war nicht eitel. Sie war nur sauber. Und wenn sie lächelte, schien es, als sei sie auf Freuden und Schliche gefaßt. Bandas Erscheinung und Wesen erweckte und 1937 vergnügten Publikums das Geratsche des großen Glüderades der Lotteriebude. Wanda wurde stille. Sie verharrte im Banne der merkwür= digen Emfigkeit, mit der Joseph die Zündhöl zer zerstörte. Sie schaute auf seine Hände und bemerkte, daß Josephs fleißige Finger in Vergleich zu Peters groben Fäusten fein und gepflegt waren. Joseph erkannte ihre Wahrneh mung und tippte verstohlen mit dem Fuß bei ihr an. Wanda räusperte sich. Es begann zu dammern. Peter wurde durch das bedrückende Schweigen und durch die leise Unrast beunruhigt. Er sagte in aufmunterndem Tone zu dem Freund:„ Es ist schade, daß du hier allein bist! Such dir ein Mädchen! Der Garten ist doch voll..." Joseph lächelte und log, er warte auf das Trinchen aus der Västergasse,„ Warum kommt sie so spät?" forschte Wanda. Joseph erwiderte, indem er ihren Fuß berührte, Trinchen müsse erst die Kinder des Bäders zu Bett brin gen. Die Stapelle spielte zum Polfa. Banda stieß mit Joseph an. Peters Glas war leer. Sie gingen. Peter wartete und wartete. Thre Wenu Vater Arbeit hat, wird alles beffer, Pläge blieben leer. Es wurde dunkel. Die Mufit Sagt Mutter. Und man nennt das Not. gellte in seinen Ohren. Irgendwo firrten TelDann seufzte fie und nahm das Küchenmesser Ier. Es fang wie höhnisches Geficher. Peter irrte im Garten herum. Manchmal blieb er stehen Und gab uns heut' vom lebten Brot. und schrie aufhorchend nach Wanda. Manchmal Ich spiel im Hof mit Kindern, das ist sein, schrie die Qual aus ihm: Joseph.. Und Und habe den Hunger fast vergessen. Nur wenn es dunkelt, bin ich so allein Und friere. Gebt mir was zu eſſen! zeln.„ Peter", rief einer der eifenden, Beier. Ein Kind hat Hunger doſeph erhob sich und lud fie zum Tanze ein. es ist Zeit..." Der Lauernde rieb sich vor Uns rast die Augen. Der Sturm wehte das harte Geflapper der Schritte weg und bernebelte mit dem Staub der Straße die Sicht. Ungeduldig ging der Hauer hin und her. Es blizzte. Sein Freund hastete an ihm vorbei. Joseph!" schrie Peter, indem er hinter ihm herlief ,,, hör doch!" Laß mit dir sprechen, ehe es zu spät ist..." Er faßte ihn am Arm und feuchte:„ Sei vernünftig! Laß meine Wanda in Ruh!" Joseph riz fich von ihm los. Gewaltig dröhnte der Donner. Der Regen prasselte nieder wie Hagel.„ Das gibt ein Unglück zwischen uns!" Inirschte Beter verbissen. Und sie beiraten den Hof der Grube. Die Lente auf der Straße bleiben manchmal steh'n, Und gestern strich mir jemand übers Haar, Und sagte: Deine Augen, Kind, find schön. Ich glaube nicht, daß er auch hungrig war. Ri. bestärkte Joseph zu schönen Illusionen. Er verliebte sich beimlich in das Mädchen. Er verwünschte das Geschick, das sie gerade zu Peter gehörte und daß er aus innerem Drange darauf ausgehen mußte, sie ihm zu entführen. Und all seine Bedenken vermochten nicht, ihn an dem hinterlistigen Plan gegen den Freund zu hindern. In der Wasch- und Umkleidehalle hatten sie ihre Pläbe nebeneinander. Schweigend seils ten sie ihre Arbeitsanzüge, die zur Aufbewah=******** rung an langen Leinen unter der Dachkuppel hingen, herunter. Kaminsky beobachtete den Freund so von der Seite her. Und Peter dachte, während die Kumpel beim Umkleiden miteinander über die Freuden des Festes sprachen, an Wanda. Gestern nachmittags war er mit ihr zur Feier ins Tivoli gegangen. Sie sekten sich im Garten an einen Tisch in der Nähe des Tanzzeltes. Zivei Stapellen spielten. Und aus den plaßenden Knospen der stämmigen Nastanien Als ihm Peter aus alter Zutraulichkeit von lugte das junge Grün. Die Luft roch nach fri- der Innigkeit erzählte, mit der ihn Banda beschem Stuchen und echtem Kaffee. Fahnen flat- glückte, entgegenete Joseph, ein Mann müsse terten. Und auch die hellen Kleider der Mädchen ernst sein wie ein Stier und brumnig, um sich belebten die Herzen. Die Bergleute schienen den Respekt vor seiner Straft zu bewahren. Denn trunken vor Wonne und vor Licht, vor Tages: Liebe verweichliche den Mann... Er versuchte licht, vor Sonnenlicht. Wanda tranf ver Freude ihn dem Mädchen abtrünnig zu machen, indem aus Peters Glas. Alle waren der Sorgen fatt. er mit Tüde gegen sie sprach. Aber heimlich Und als das Blasorchester der„ Santa Maria" strebte er danach, ihr allein zu begegnen, um ihr auf einmal spielte Laßt uns das Leben ge- zu schmeicheln. Peter wurde zwar mizirauisch, nießen...", da sangen die Männer der Arbeit aber er getraute sich nicht mal im Stillen, den ergriffen mit. Und die bunten Lampions an den Freund zu verdächtigen. Der Walzer im TanzGuirlanden gaukelten und erhöhten die Span- zelt war zu Ende. Peter und Wanda kamen an nung auf die Nacht. Während Peter und Wanda den Tisch zurück. Joseph erhob sich erstaunt, als ins Belt zum Walzer gingen, lam von einem überraschte es ihn, daß sie sich zu ihm setzten. Tisch der mittleren Reihe Joseph Kaminsly an Er verhielt sich wortfarg. Er grübelte und zerihre leeren Plätze. Er zog einen Stuhl vom brach Zündhölzchen zu winzigen Stüdchen. UnNachbartisch heran, setzte sich Wandas Play lentivegt drang durch das Stimmengewir des dann kam die Nacht, die einsame, troftlose Nacht... Und dann kam die Verzweiflung über ihn und die Wut und der Haß gegen den Freund. Joseph!" schrie es in ihm das gibt ein Unglüd zwischen uns..." Aber der Freund pfiff. als sie nebeneinander im Förderkorb schnurstrads hinunter in das unheimliche Dun fel der Grube fuhren, das freundige Lied, des bergangenen Festes. In der Tiefe von 120 Metern tappten sie inmitten der Kolonne durch einen niederen, finsteren Stollen nach ihrem wohl eine halbe Wegstunde entfernten Flöß. Ein schmales Geleiſe, das sich vor und hinter ihnen im Dunkel der Erde verlief, verursachte ein Lauschen nach der Welt. Die Gespräche der Kumpel verstummten. Und ihre Grubenlampen beleuchteten an den felsigen Wänden die Gestalten der Schatten, die ihnen groß und geduct nachschlichen. Das Ge leise wurde lebendig. Ein Gaul tam ihnen zwi schen den Schienen entgegen. Das Tier niďte vor der Last der Kohle, die es zum Förderschacht zog. Es sah aus, als sei es schon meilenweit hergekommen und müsse noch meilentveit weiterziehen. Einige schauten ihm nach. Das Getrampel ihres Anmarsches wurde zum Gleichschritt. Peter ging nicht neben Joseph. Er folgie ihm hinterrüdz mit unheilvollen Gedanken. Manchmal hüstelte einer. Und der hohle Widerhall, mit dem es der weltentlegene Stollen nachäffte, hörte sich ge= spenstisch an. Manchmal nahm der eine und der andere seine Lampe aus der linken Hand in die rechte. Ez schien, als geschehe es auf ges Heime Verabredung der Seelen. Und ihre Ge sichter sagen in dem unterirdischen Licht der Grubenlampen fahl aus und verklärt wie tote. Der Play links neben Joseph, an dem einſt Peter ging, blieb leer. Denn er in der No-| gefährlichen Hintermann, der auf einmal in der Tonne hatte auf dem schwarzen Weg seinen bestimmten Nebenmann, der ihm nicht von einer Vorschrift und nicht von der ohwaltenden Kameradschaft zugeteilt wurde, sondern von einem Busammengehörigkeitsdrange, dessen Zustande Tommen den Menschen im Dunkel verborgen bleibt. Joseph fühlte, daß durch das Unglüd, das er über Peter brachte, etwas unheimliches hinter ihm im Gange war. Verstohlen strengte er fich an, nach rechts zurückzuschauen, um den Lüde neben ihm ging, zu beobachten. Joseph stußte. Verbissen grinste Peters Antlik:„ Nur weiter! Du warst doch gestern nicht so schüch tern! Vorwärts! Oder wartest du immer noch auf das Trinchen?" Er stieß ihn vor sich her. Die letzte Kurve tam. Voraus in der Finsternis geisterten trübe Punkte aus Licht. Und der Gleichſchritt, in dem die Kolonne ging, wurde zum patschenden Getrampel. ( Schluß folgt.) Pariser Herzensangelegenheiten Herzensangelegenheiten nehmen in Paris| sich birgt. Sie verlieren Ihre Selbstachtung, wenn Sie sich so weiter ausnüßen lassen. Ich rate Ihnen Festigkeit, das wird sehr schnell Ihre Beziehungen klären." einen vielleicht noch breiteren Raum ein als anderswo. Zwar ist die Vorstellung von Paris als der Stadt der Liebe nur bedingt wahr, aber es hat schon seine Richtigkeit damit, daß der Franzose und namentlich der Pariser neben der Arbeit auch den Genuß in allen seinen Formen liebt und schäßt und privaten, nichigeſchäftlichen Angelegenheiten sehr viel Zeit widmet. Man erfährt über diese privaten Ange legenheiten im allgemeinen nicht viel, es sei denn, daß ein ,, crime paffionel", ein Verbrechen aus Leidenschaft, vor Gericht kommt, wobei, wie man weiß, die Richter namentlich gegenüber Frauen eine Milde walten lassen, die anderswo laum verſtändlich ist. Aber es gibt eine Quelle, fich über die Herzensangelegenheiten von Paris zu informieren. Dies ist eine Rubrik in dem großen Sonntagsblatt„ Paris- Soir Dimanche", die Affaires de coeur"„ Her zensangelegenheiten" betitelt ist. Eine solche Rubrik, in der Ratschläge für Herz und Heim erteilt werden, ist keine Erfindung der Pariser Beitung, sie gibt es fast überall. Aber die Art der Fragen, die Tendenz der Antworten ist so echt pariserisch, daß es sich verlohnt, einige Stichproben daraus zu geben. Man wird verwundert vor allem die farle Betonung des Familien finnes feststellen. Viele Fragen betreffen die Möglichkeit, eine zerrüttete Ehe doch noch aufrechtzuerhalten, und die Antworten find fast immer positiv: trop allem sollte die Fragerin bedenken, welches Glück fie an der Seite ihres ungetreuen Gatten erlebt, welches Unglüd eine Scheidung für die Kinder mit sich bringt.. und im übrigen müsse eine fluge Frau auch einen Fehliritt zu verzeihen wissen. Dies ist der übliche Tenor, Woche für Woche kann man diesen Ratschlag finden. Buteilen aber scheint auch die sonst sehr fluge und vorsichtige, ungenannte Raigeberin aufrichtig verblüfft zu sein. Da werden Dinge gefragt, und zwar mit einer Offenheit, die viel leicht Anstoß erregen würde, wenn man nicht an die selbstverständliche Natürlichkeit von Liebesaffären in Paris gewohnt wäre. So zum Beispiel folgende Buſchrift: „ Er lebt bei mir seit drei Jahren, er findet bei mir jede Bequemlichkeit( ein gutes Frühstüd und, so oft er will, ein Bad). Aber er schenkt mir nie etwas, weder Zigaretten noch Puder. Und dabei befinde ich mich in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen, er weiß das auch, er hört mich an, und er tut ernstlich beforgt. Dann lieben wir uns wie jeden Abend, und man spricht nicht weiter über die Sorgen. Wenn das so weiter geht, wird uns bald das Nötige fehlen, und unsere Liebe wird sterben. Was soll ich tun?" Eine andere„ Unglüdliche" meldet sich zum Wort. Sie schreibt: „ Ich bin außerordentlich schön, dunkelbraun, habe ſamtene Augen mit langen Wimpern. Ich habe einem jungen blonden Dichter mit gewellten Haaren die Ehe versprochen, und er ist mir absolut treu. Aber da ich ihn nur alle vierzehn Tage sehe, verführt mich mein südliches Temperament au warmen Gefühlen für einen anderen Mann. Dieser ist unbeständig, zynisch und er liebt nur meine Schönbeit. Was soll ich tun? Gefühl und Gewiſſen find in hellem Aufruhr. Maja." Die heißblütige Maja erhält die verdiente Abfuhr:„ Sie sind selbst schuld, wenn Sie leiden, Maja. Es gibt keine Entschuldigung für 1. Es gibt fei Sie. Wenn Sie nicht einmal 14 Tage lang demjenigen treu bleiben können, dem Sie die The versprachen und der volles Vertrauen zu Sie lieben ihn nicht und Sie haben ihn nie geIhnen hat, muß ich Ihnen rund heraus sagen: liebt. Verzichten Sie lieber, bevor Sie einen Mann unglüdlich machen." „ Ein Mann machte mir den Hof", schreibt eine andere, diesmal sicherlich eine waschechte Pariserin, ich habe ihm widerstanden, denn eine Frau soll ja nicht sofori kapitulieren. Aber dann, als er nicht mehr weiter in mich drang, fühlte ich mich sehr verzweifelt. Denn alles in allem, er gefiel mir sehr gut, und ich hätte ihm nachgeben sollen. Ein Herz, von tödlicher Un= ruhe gepact." " Auch diesem von tödlicher Unruhe gepackten Herzen wird Rat, ein Rat, wie ihn eben nur, schalthaft und überlegen zugleich, flug und mir bielem Charme, nur eine Pariserin zu geben weiß: Wenn ein Mann schon nach dem ersten Versuch die Schlacht verloren gibt und den ersten natürlichen Widerstand einer Frau nicht zu brechen versteht, so ist er sicherlich nicht sehr berliebt gewesen. Sie haben absolut nichts zu bedauern, denn alles in allem haben Sie nichts berfäumt," Die Uniform hat auch für die Pariserin nach wie vor eine starke Anziehungskraft, wie man aus der folgenden Geschichte erfährt: Drei junge Leute in gesicherter Position haben die ernsthafte Absicht, mich zu heiraten. Ein Kaufmann, ein Buchhalter und ein Offizier. Ich habe um einen Aufschub gebeten, um alles genau zu überlegen. Ich bin mit endlich flar geworden, daß mein Herz dem Offizier ge= hört. Aber ein Schwager hat während seiner Dienstzeit kein gutes Verhältnis zu seinen Vorgesekten gehabt, er fann Offiziere nicht leiden, und er rät mir dringend ab, einen Militär zu heiraten. Ist es denn wirklich wahr, daß Offiziere ihre Grauen nicht glüdlich machen können?" Diese Gewissensfrage, die für die franzö= fische Armee verhängnisvoll werden könnte, wird folgendermaßen beantwortet: Ihr Schwager übertreibt. Schließlich ist er ia nicht derjenige, der heiraten will, und solche Verallgemeinerungen stimmen nie." städtische Pariſerin von heute hat noch nach wie Wie man sieht: die„ mondäne" weltvor, wie die Frauen der ganzen Welt, ihre fcinen und großen Sorgen, und es ist gar nicht wahr, daß man heutzutage feine Herzensange= legenheiten mehr hat. R. C. Josef Wechsberg: Kokain ., Sehen Sie die beiden kleinen, schmächtigen Indianer dort vorn?" fragte Senor Juan Luis Robles und wies mit der Hand auf die Plantage ,,, sie sehen krank und schwach aus und dürften an die fünfzig sein. Sie werden es wahrscheinlich nicht glauben wollen, daß diese armseligen Burschen einen Sad mit hundert Kilo Kaffee ertragen wie nichts. Und das neun Stunden hindurch, auch mittags, wenn die Sonne ihnen auf die Köpfe brennt." Ich schüttelte ungläubig den Kopf. Senor Juan Luis Robles ist der reichste Mann aus Esmeraldas und vielleicht dem nördlichen Ekuador überhaupt; er besitzt dort eine Goldmine, ausgedehnte Bananenwälder und Reisfelder, sein Kaffee wandert bis nach New York und Kanada hinauf und wird dort von den Kennern besonders geschätzt und er ist stolz auf seine fastilianische Abstammung. Aber von seinen spanischen Ahnen her besitzt er einen unwiderstehlichen Hang zum Fabulieren. Senor Robles sah mein skeptisches Lächeln und sagte nichts. Dann drehte er sich um und schritt zu einem Heinen, unanschnlichen Strauch mit breiten, gangrandigen Blättern und schmalen weißen Blüten. ,, Da," sagte cr und reichte mir einige Blätter, die er zigischen seinen Fingern zerrieb, das ist das Geheimnis“. Die Antwort ist sehr streng:„ Mir kommi eine Bezeichnung auf die Lippen, die ich für Ihren Geliebten lieber nicht aussprechen möchte. Man kann unmöglich ein Verhalten Liebe An den Blättern war nichts Auffallendes. wennen, das eine offensichtliche Verachtung in Sic atmeten ein bitteres, feines Aroma aus. | ,, Kauen Sie doch ein vaar Blätter," sagte Robles, der sich über meine Unwissenheit zu amüsieren schien, Sie werden dann heute abends nicht so bald einschlafen können: Und mit einer bezeichnenden Geste fügte er hinzu: ,, Koka!" Kota! Das also war die seltsame Pflanze, welche den einheimischen Indios Lebensfrische und Lebensfreude gibt, welche ihnen wichtiger ift als das Essen und Trinken und aus welcher man ein allerliebstes und in fünf Erdteilen be= fanntes Rauschgift herstellt, bei dessen bloßer Nennung man unwillkürlich an Kriminalgeschichten, Flüsterkneipen und Vergiftungen denkt: Kokain! ,, Mit diesen Blättern halte ich mir meine Leute fest. Ursprünglich bekam ich sie aus Peru. Aber der Transport war zu teuer. Jetzt habe ich mir selbst eine fleine Kokaplantage angelegt. Sozusagen für den Privatgebrauch. Intereffiert es Sie? Mein Auto wartet. In einer Stunde sind wir draußen!" Tausende und Tausende von Kokasträuchern ringsum. Ein Kokawald, durch den wir jetzt gehen. Nichts als diese kleinen, unauffälligen Blätter. die armseligen Blüten, die feinem Gartenbefizer Freude machen würden. Und doch würde dieses Wäldchen genügen, um ein fleines Land zu vergiften. Senor Robles Yacht! Wer denkt gleich ans Vergiften? Sier. 3. in Efnador, braucht man dieſe Blätter zum von Singapore und Saigon und in den ber„ Geschwindigkeit Leben. Die Indianer sind die Genügsamkeit schlossenen Winkeln von Alexandria. Die ſelbſt: etwas Maismehl, ein paar Kartoffeln, find verſchieden, aber die Endſtation iſt immer einige Fischstückchen. Kann man davon leben das gleiche. und obendrein schwere Arbeit verrichten? Ja, wenn man Kota faut. Sie tauen die getrodneten Blätter von früh bis abends, mit Kalt oder Asche bestrichen, damit sich das Gift besser löst. Die Folgen zeigen sich bald: sie werden widerstandsfähiger, haben keinen Hunger und tein Schlafbedürfnis, halten Anstrengungen aus, find arbeitswillig. Die Sterblichkeit ist nicht größer als bei den anderen Völkern Südamerikas, die keine Kota tauen. Somit wäre an der Eristenz dieser Sträucher nichts Tragiſches. Tragisch wurde es erst mit dem Augenblid, da ein paar geschäftstüchtige weiße Männer auf den Gedanken kamen, es den Indios nachzumachen, und um noch mehr berpa berdienen, konzentrierten sie das Gift der Kokasträucher und sandten es als weißes Pulver ihren weißen Brüdern in die Welt, um sie auf bisher unbekannte Weise zu vergiften. Die Chemiter nennen es Methylbenzoyletgonin, haben eine Formel dafür gefunden ( C 17, 24, NO 4) und sagen in ihrer fach lichen Weise, es handle sich um das Alkaloid der Kokablätter, des Erythroghlon. Die Historiker werden hinzufügen, daß die Kota die beilige Pflanze der alten Peruaner war, die bei teiner Geſtlichkeit fehlen durfte. Die Geographen wissen, daß fie eigentlich in Peru zu Hause ist und daß die Distrikte von Cuzco, Ayacucho( ieber davon it größer als bie beit, ihren Ertrag berkauft, stürzen sie schon cuf die Frauen zu, welche ganze Haufen getrodneter Rotablätter vor sich liegen haben. Ein paar Geldmünzen rollen über die Erde dann raffen die mageren, schwächlichen Indios die Blätter an fich, die ihnen Kraft geben. Vier Pfund, sechs Pfund. Jekt ist er wieder für einige Wochen versorgt. Der Rest seines Geldes zerfließt im Fusel der schmutzigen Schankhöhlen. Die weißen Menschen: auch sie lauen das Gift. Manche nur gelegentlich und in ganz kleiist keine Hexerei" 500.000 Bilder in der Sekunde ., Das nehmen Sie zum Andenken an mich mit!" sagte Senor Juan Luis Robles, als wir Der Verein der französischen Zivilingea im Hafen von Guayaquil an Ded des Kleinen nieure hielt dieser Tage eine Sibung ab, die peruanischen Dampfers standen, der mich nach sich nicht wie üblich mit verzwidten theoretis Panama bringen sollte ,,, ich habe sie dem Kapi- schen, nur in engsten Fachkreisen verständlichen tän empfohlen, Addios!" Fragen beschäftigte, sondern mit einem Problem Ich öffnete das Pädchen. Ein Haufen das alle interessiert, nämlich mit der Unters trodneter Stofa- Blätter fiel herans un( aus fuchung über die Schnelligkeit mechanisch betries einer kleinen weißen Schachtel) ein weißes bener Fahrzeuge und Apparate. Gegenstände Pulver. ,, Wird es keine Schwierigkeiten mit den der Prüfung waren vor allem Autoz, DampfBollbehörden geben, wenn sie das entdecken?" eisenbahnen, elektrische Eisenbahnen, Flugzeuge, Der Kapitän, an den diese Frage gerichtet war, Turbinenmaschinen und Filmapparate. Die lachte, als hätte er einen guten Wit vernom- Feststellungen, die man machte, waren zum men. Teil wirklich sensationell, und es verlohnt, näher auf sie einzugehen. ,, Sehen Sie dort die Kisten und Ballen am Ufer, Senor?" fragte er, alles Staffee, Tabat und Gummi. Jedenfalls so deklariert. Sie ver= stehen? Nur Tabat. Wie unangenehm, wenn in die Tabakblätter oder unter die Säde mit Reis und Elfenbeinnüssen irrtümlich eine Ware gelangt wäre? Aber Jrren ist menschlich. Und die Bollbeamten verstehen solche Irrtümer. Und sehen Sie auch die fleinen Dampfer mit den schwarzblau gestreiften Kaminen? Wir haben iezt Hochbetrieb und in diesen Tagen gehen viele Ballen und Kisten mit ordnungsgemäß abgefertigten Waren von den Häfen der Westküste ab. D, nach allen Teilen der Welt, beſonders nach Japan, New York und Marseille Der Kapitän lachte noch immer. Er nahm ein Beitungsblatt aus der to the ans et ne mir. Es war eine neuere Ausgabe des Panama American" und eine Stelle war rot angezeichnet. Ich las:„,... wie aus Genf berichtet wird, ist nach einer Feststellung des ständigen Bentralfomitees gegen den Opium- und Rauschgifthandel die Ausfuhr von Rauschgiften in den lebten Monaten aus Südamerika, Formoſa und den Vereinigten Staaten gesunken. Die KokainFabrikation in den Westländern von Südamerita ist weiter zurüdgegangen.. nen Mengen, wie einer, der sich nur selten eine Alles aus Steinkohlenteer Zigarette ansteckt. Um frischer zu werden, vor größeren Anstrengungen. Was wollen Sie?" fagte mir Don Nobles, mein liebenswürdiger Führer, an diesem Abend ,,, wenn diese feuchte, ermattende Hitze kommt, die einen schlaff und schlafsüchtig macht und Sie wissen doch, daß Sie ihre Nerven oben behalten müssen, daß es um einen Teil Ihres Vermögens geht. Da hilft nur eines: Stofa fauen oder einen Tee aus Kolablättern trinken. Versuchen Sie's doch selbst!" Er hatte recht. Man wird frisch, unge= wohnt angeregt, man will nur schaffen, arbeiten und verliert die Lust zum Schlafen. Vielleicht ist es wahr, was Senor Robles sagte: daß das Kauen der Blätter ungefährlich sei, wenn man Maß halte. Ja, wenn man beginne, Stokain zu schnupfen, das sei eine andere Sache! Wenn... Wie weit ist es von einem zum anderen? In einer wüsten Kncipe in Quito fab ich eines Abends einen Mann. Ein Weißer und doch keiner mehr: verfallene Züge, eine pergamentfarbene Haut, Augen, die so tief in ihren Höhlen lagen, daß man unwillkürlich zurückfuhr. Autos. Um 1890 mar man glüdlich, eine Durch schnittsgeschwindigkeit von 25 Km. pro Stunde registrieren zu können. Um 1900 gelang es, eine Höchstgeschwindigkeit von 100 m. zu er reichen. Heute hält man bei 480 Km. und hat bei Dauerprüfungen von 24 Stunden ein Mits tel von 250 Km. erreicht, also das Rehujache. der Anfangsjahre. Eisenbahnen. Der vortragende Ingenieur der französis ſchen Staatzeiſenbahnen erinnerte zum Erſtau nen der ganzen Versammlung an eine Vera fügung aus dem Jahre 1853, also den ersten Jahren des Eisenbahnberkehrs überhaupt, in ber die damalige Verwaltung der Nordbabn die Höchstgeschwindigkeit für Züge in Frankreich auf 120 Km. pro Stunde feſtſeßte. Damals fuhren die Lokomotiven laum 50 Am., und das Limit war deshalb so hoch gefekt, weil niemand glaubte, daß es jentals erreicht werden würde. Tatsächlich dauerte es auch, wenigstens in Frankreich, bim Jahre 1980, ehe es gelang, diese Höchstge indigkeit zu erreichen, und da= mals wurde die Erlaubnis erteilt, bis 140 Km. in der Stunde zu fahren. Dampf- und elektrischen Lokomotiven sind in den Die absoluten Höchstgeschwindigkeiten der In verschiedenen Ländern unterschiedlich. Bei der Leuchtgasfabrikation aus Stein- Frankreich liegt der Rekord zur Zeit um 164 fohlen gibt es ein Abfallprodukt: den Teer. Bir Km. pro Stunde für Dampflokomotiven, und fennen gemeinhin diese schwarze, in der Size für elektrisch betriebene auf 153 Km. Den 3äbflüssige, in der Kälte erstarrende Masseur Weltrekord für elektrische Lokomotiven hält zur als ein übelriechendes Material, das im Stra-| Beit Deutschland, wo auf der Spezialftrede ßenbau vielfach Verwendung findet. Und dabei zwischen Berlin und Zossen die Geschwindigkeit enthält dieser Stoff eine Fülle von Substanzen von 210 Km. erreicht wurde. In den Vereinig der verschiedensten Art, die mannigfach her ten Staaten fahren die elektrischen Züge mit gestellt und ausgenügt werden. einer Geschwindigkeit von 197 Km., in Italien mit 170 km Da ist zunächst die Pikrinsäure, heute unentbehrlich bei der Herstellung von rauchlosem Pulver und Sprengstoffen. Daneben wird die Pikrinsäure auch als gelbes Färbemittel verwandt. Auch alle Anilinfarben vom brennenden Rot des Fuchsin bis zum tiefen Schwarz, und ebenso die Alizarinfarben, beide besonders zum Färben von Stoffen geeignet, gehen aus dem Steinkohlenteer hervor. Die Teile, die den unangenehmen Geruch erzeugen, können isoliert hergestellt werden und haben durchaus nicht alle unangenehme Eigenschaften. Naphthalin, wie ez als Mottengift gebraucht wird, und die stark Ja, erschrecken Sie nur", sagte er in desinfizierend wirkende Karbolsäure find Abeinem tadellosen Englisch, als er schiveraimend kömmlinge des Teers. Auch die Salizylsäure. aufgestanden und zu meinem Tisch gekommen die ein Hauptbestandteil vieler Medikamente, war, ich weiß es wohl: man wird nicht mehr lange erschreden, es ist ja doch alles bald zu Ende. Mit ein paar Kola- Blättern hat's begonnen, Sir, merken Sie sich das wohl: mit ein paar Blättern im Tag!" des Aspirins, Pyramidons, Antipyrins, Phenaactins usw. ist, kommt daher. Aber selbst er großer Teil der in der Parfümerie verwendeten ätherischen Dele stammen aus dem Steinkohlenteer. Weniger bekannt ist, daß der stärkste synEr taumelt zurück. Wo sah man ähnliche| thetische Süßstoff, das Sacharin, aus Teer ge Bilder des Schreckens? In den Opiumhöhlen ivonnen wird. Flugzeuge und Luftschiffe. Den Luftschiffreford hält Deutschland mit 120 in. Die Schnelligkeiten der Flügzeuge hängen zu einem großen Teil von dem Gewicht der betreffenden Apparate ab. Den absoluten Weltreford hält immer noch der italienische Flieger Aghello mit seinem Wasserflugzeug, mit dem er 709 Km. pro Stunde erreichte. Die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeiten für Jagdflugzeuge bei einer Höhe von 4000 Metern betragen 450 bis 550 Si/ dim. Die ſchnellſten von 3000 Metern 300 bis 330 m. Dieselben Paſſagierflugzeuge erreichen in einer Höhenlage Apparate würden aber, falls man techniſch ſchon so weit wäre, fie in 13-14.000 Meter Höhe fliegen zu lassen, eine Geschwindigkeit von 650, m. in der Stunde entwickeln können, und zwar ohne daß die Motore verſtärkt werden müßten. Turbinenmaschinen. Aber seibst die Höchstgeschwindigkeiten des Autos und des Flugzenges werden weit in den 3 -4Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32. Post Modlan bel Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 324. Von A. H. Robbins. Schwarz: Kg2, Bg4( 2) a b c d etgh 88 ea 5 Copyright P. 1. 8. Box 6 Copenhagen 4 3 ちゅ 8 7 a b c d e f g h Weiß: Kel, Thl, Ld6, Sg3.( 4) Matt in zwei Zügen! SCHACHAUFGABE Nr. 325. Von F. B. Dawson, Schwarz: Kh8, Bb7, d7, g5.( 4) A B C D E F G H Adamson ist erfinderisch Schatten gestellt durch die Schnelligkeit, mit der die modernen Turbinen der großen Dampfer arbeiten. Man hat festgestellt, daß die Turbinen der Normandie" sich mit einer Schnelligkeit drehen, die einer Fortbewegung von 280 Metern pro Sefunde entspricht. 280 Meter das sind über 1000 km. pro Stunde. E3 wäre aber ohne weiteres möglich, diese Schnelligkeit noch bedeutend zu erhöhen, wenn man die Dampfturbinenräder aus Leichtmetall Herstellen würde. In diesem Fall tönnte man eine Geschwindigkeit von fast 1000 Metern pro Sekunde erreichen oder über 3600 m. pro Stunde. Eine solche Zeistung überträfe sogar Der fröhliche Nestroy Genoveva. miz Der Kellner des Cafés, das Nestroh zu besuchen pflegte, erzählte ihm eines Tages ganz begeistert, er habe im Theater an der Wien ein neues Stud Genoveva" g ba" geſehen. Die Darſtellerin der Titelrolle habe gar nichts an um die Lenden trage fie Laub. Darauf entgegnete Nestroh- nach läns gerem lleberlegen schmunzelnd: ,, Das Stüd schau i ma im Herbst an!" Der Bik. ..Haben Sie schon gehört?" flüsterte 88 5 ABCDEFGH 8 3 1 Weiß: Kh5, Th6, Be5, 13, 15, 16, g4, h7.( 8) Matt in zwei Zügen! Die beiden vorliegenden Aufgaben mit etwas ungewöhnlichen Lösungen, bringen wir als FaLöser nicht ohne Anreiz. die Eigengeſchwindigkeit der Moleküle, die 300 Nestroh einmal nach einer Probe seinem neu- schingsbellage. Trotzdem sehr schön und für die bis 350 Meter pro Sekunde beträgt. Film und Artillerie. Selbst diese unvorstellbaren Geschwindig Leiten werden noch übertroffen von der Kinemas tographie und den modernsten Geschüßen. Der gewöhnliche Filmapparat nimmt 24 Bilder pro Sefunde auf. Aber die für Laboratoriumszwede hergestellten Apparate schaffen im Durchschnitt 250 Bilder pro Sekunde. Doch auch diese Appatate find langfam im Vergleich zu den neuesten Stonstruktionen französischer und amerikanischer Forscher, die 7000 und in einem ganz erzeptionellen Falle sogar 500.000 Bilder pro Sekunde Herstellen. Während noch vor nicht allzu langer Zeit die Durchschnittsgeschwindigkeit schnellster Ge schüße 400 bis 600 pro Sekunde betrug, bat man jeßt Flugzeugabwehrkanonen konstruiert, deren Ladung mit ciner Geschwindigkeit von 1600 Metern pro Sekunde durch den Raum fliegt. Das sind die wesentlichsten Ziffern, die in der Sibung des Vereins der französischen Ingenieure befanntgegeben wurden. Die Fachleute wunderten fich nicht, wohl aber die Laien, die fich nicht ohne Besorgnis die Frage stellen, wie| die Höchstgeschwindigkeiten der Autos, Flug-| zeug und Geschüße wohl in zehn oder zwanzig Jahren aussehen mögen. Gibt es keine Grenze der Geschwindigkeit? N. T. gierig aufhorchenden Kollegen zu ,,, was unse= ren Dichter für ein Unglüd betroffen hat...?" Nein, nein!" scholl es im Chor. Sein Hund hat eine Schwiegermutter " gebiffen!" Lösungszug zu Nr. 321: Lei d5! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge. nossen ein: Tepper Franz, Karlsbad; Beutel Wil,, Und ist sie wütend geworden?" fragten helm. Arnsdorf b. Tetschen; Schöffel Anton, Schödie Kollegen. britz; Dinnebler Emil. Tetschen; Habl Erwin, Schindler Robert, Chimiak Teo, Freundl Anton, „ Nein, nicht ſie— der arme Hund", ants Holfeld Otto, Lohmülle: Hans, Tyle Vladimir, wortete Nestroh wichtig. sämtlich Nestersitz; Waniček Franz, Hertine; Hyne Josef, Hostomitz: Bretschneider Otto, Drakowa: Gelßler Josef, Serbitz: Havel Franz, Modlan; Triltsch Gustav, Wisterschan; Walter LudNestroy sagte einmal zu einem bekannten wig. König Anton, Steinwitz Hans, sämtlich Kwitkau: Nitsch Rosa, Trupschitz. Redakteur: aus Die Ursache. ..Wissen Sie schon, daß alle Briefe, die Paris tommen, geöffnet werden...?" ,, Barum?" fragte der andere. sagte Nestros mit unschuldiger Miene. ., Weil sie sonst kein Mensch lesen fönnte", Hams a bifferl Zeit? Als Nestroy einmal an einem schönen Frühlingsnachmittag vom Fenster seiner neben dem Carltheater gelegenen Wohnung auf die Straße schaute, bemerkte er den in größter Eile vorbeifommenden Theaterfriseur Wessely. Schnell rief er ihm zu: ,, Sie, Herr Meister, hams a bisserl Zeit?" ..Sehr wohl, Herr von Nestroy", sagte debotest de: Friseur. net so Na aljo", jaate Nestroh ,,, dann rennen's Walter Jelen. Aus den Sektionen. Das Vereinsturnier der Schachsektion Komotau I. endete mit nachfolgendem Ergebnis: Vereinsmeister warde Gen. Wenzel Křenek mit 12 Punkten. Es folgen: Fialka 11% P., Sachs 11, Schöpka 10%. Husar 10. Fejfar 9. Thiel 8%. Görg 7%. Tichay 6%. Eis 6. Grund 4%. Kern 3. Forster 2. Watzke und Illing mit je 14 Punkten. Vereinsmeister der Schachsektion Zuckmantel wurde Gen. Bernhard Gahler mit 9 Punkten. Es folgen: Beisch und Dobner je 7 Punkte, Berger 6. Burger 6. Dick 5. Müller und Pachmann je 4. Egerer 2. Wolf und Patz je 2 Punkte. Das Jubiläums- Einzelturnier des Schachklubs Wisterschan wurde abgeschlossen. Als Sieger ging Gen. Scharoch mit 8 Punkten hervor. Es folgen: Heřmann 7 P.. Robek 6 P.. Gahler 5½ P.. Schramm 5% P., Neulinger 5 P.. Kříž u. Muller je 4 P., Bauer 3½ P., Cikanek 2 P. und Kadlec 1 Punkt. ppy