BUNTE WEIT Nr. 7 UaterteltBapMIIasa 1M7 Gewitter unter der Erde(Schluß) Zu einer Walke der schwarzes Staubes, in dec er donnerte, brauste, ratterte und zischte, zerteilte sich die Kolonne und ging, die kampf- müde» Gruppe» ablösend, mit mörderischem Schnellfeuer der Lustdruckhämmer gkjze» die Ungetüme Wand vor,.die sich mit Gefauche und Geknirsche wehrte, ihre Kohle herzugeben. Allenthalben sperrte sie große und kleine Rachen auf. deren gasiger Hauch die Gesichter der Angreifer schwärzte und ihre Grupenlarnpen blaurot färbten. Peter zwängte sich'mit der Pickhacke in eine schmale, feindselige Kluft und entriß ihr verbissen die settglä uzende Kohle. Einmal spiel ihn der Schlund mit einer Ladung wertlosem Geröll aus. Er lag da, wie erschlagen. Joseph sprang nicht herbei. Er bohrte unter ihm in einer Nische am Fundament der Wand. Dar Geknatter seines Bohrers verhallte. Mit angespannten Sinne» belauerte er den Freund. Peter begann sich aufzuraffen. Er preßte eine Weile seine Knie gegen den Mund und ging dann, indem er auf seine schmerzenden Hände spuckte, mit Ingrimm wieder an die Arbeit. Und unter seinem Stammplatz begann Josephs Bohrer wieder zu knattern, die Wand zu unterhöhlen. damit sie berste und Peter begrabe. Oftmals schwieg der Bohrer. so daß es sich auhörte. als zögerte er. den Plan auszuführen... Die schwarze Wolle wurde dichter. Jetzt sahen die Menschen im Schein der unterirdische» Lichter aus. wie die Gestalte» der Schatten... ES stürmte. Dar Getöse der Bentilawren wurde zum Geheul. Die Wolle blieb schwarz. ES wurde schwül. Au manchen Stelle» schwitzten die Wände. Die Hauer trieften, als regne es Schweiß. Und unaufhörlich rutschte die eroberte Kohle, die mächtig lärmte, von blechernen Rinnen in die Wagen auf dem Geleise. Ei» Gaul stand angeschirrt vor dem Lastzug und wartete schlafend auf seine Fuhre. Da zuckte ein Blitz in die Wolle. Die Erde ruckte. Die Erde zersprang. Es donnerte, krachte und wetterleuchtete dazwischen. Alles zitterte, alles bebte. Und dann war es auf ein- nial vorüber. Und statt des Lärmes der Kohle und des Geknatters wurde das Jammern. Stöhnen und Schreien der Verschütteten laut. Und er wurde wieder stille, ganz stille, als sei alles za Ende und alles verendet. Doch mitte» in dem Dunst der Finsternis wachte ei» einsames unterirdisches Licht... Es war kurz nach Mitternacht. Das Städtchen schlief. Das Gewitter, das gegen Abend heraufzog. war Engst vorüber. Kein Wind wehte mehr. Und der Himmel war voller Sterne. Wanda schrieb in ihrer Kammer einen reumütigen Brief an Peter, in dem sie wiederholt beteuerte, sie könne wegen des Kummers, den sie ihm gestern zufügte, keine Ruhe finden. Heimlich rückten die Zeiger der Uhr auf die zwölfte Stunde. Kein Zittern, kein Beben wurde im Städtchen bemerkt. Rnhig gingen die Uhren weiter. Roch krähte kein Hahn. Noch kEffte kein Hund. Noch schwiege» die Sirenen. Die Sülle unter der Erde hielt an. Richt einmal die Ratten wagten sich zu mucksen. Kein Geräusch und keine Hoffnung regten sich mehr. ES blieb Nacht. Die Welt schien zerstört, verwüstet und. ausgestorben zu sein. Nur sieben Mein» der Kolonne lebten. Sie waren von der Wucht der Detonation in den Bereich der einzigen noch brennenden Lampe geschmissen worden. Der Steiger, dem sie gehörte, lag neben ihr, entseell von einem Fetzen Wand. Die lleberlebeuden kauerten im Banne des Schreckens. Sie kauerten so starr, als sei ihnen das Herz und der Verstand stehen geblieben. Jeder bangte, wenn er sich bewege, beginne das Gewitter von neuem. Jeder fürchtete, in das Grauen zu blicken. Dean das Bewußtsein, lebend 120 Meter tief unter der Erde in einem Massengrab zu stecken, Ehmte ihre Sinne. Sie hatte» das Gesicht der Erde zugewandt. Einige bedeckten es mit den Händen. Keiner wußte, ob der an«re noch lebe. Da hüstelte einer. Die Fin»> sternis war heiß und stank nach Schwefel. Alle räusperten, leise, zaghaft. Und er raschelte. Ein Vollbärtiger fragte halblaut:„Wer lebt hier noch?" Niemand antwortete. Er stteß seinen Nebemnann. den toten Steiger au und sagte zu ihm in schlecht verhaltener Verzweiflung: „Macht» doch nicht schlimmer als es istl Sonst wird man verrückt!" Da kam es ihm vor, als weine irgendwo ein Man» wie ei» Kind. Er richtete sich auf die Knie und horchte mit offenem Mund hin. Plötzlich schrie aus ihm das Entsetzen:.Lebt hier noch einer?" Aich da erst gewahrte er, daß sich zwischen den Gestalten, die im Umkreis der Totenlampe herumlagen, die Ueberlebenden, statt zu antworten, erhoben hatten. Entgeistert stierte er sie an. Unb da entfielen ihm die Worte:„Santa Maria...“ Und alle murmelten:„Erbarme dich unser...' Altersrentner Einstmals rührten sie emsig die Hände, stark war des Lebens ouSholender Schwung. Sie schaffte»»och rüstig und waren jung, spürten nichts»am Berloder» der Brände. Sie«aßen sich am tägliche» Werke, kein Wagnis war ihre« Wolle» zu groß. Sie baute» sich träumend ihr Wolkeufchloß mit deS Glaubens steilftrebcnder Stärke. Ihr Tn» ist fetzt behutsam uud müde, ihr saltigeS Haupt gebeugt und gebleicht. Run sie den Berg der Eatfamm« erreicht, lechze» die welle» Lippe«»ach Güte. Zitternd streiche«»om Zahlbrett die Hände de« Altcrssald ei» mit stammelndem Mund. Ost taumelnd, fast wie auf schwankendem Grund, Pilger« sie heim in ihre»ier Wände. Manche auch sieht man gemeinsam schreiten, zuwelle« bleibe» sie schweratmend stehn. Die Blicke weit ins Bergaaaene geh«,— sie reden»wa schönen, alte« Zetten. Julia? Z e r s a h tz. Der Klmnste, der breitschultrig war und O-Deine hatte, ging an dieLampeund hob sie hoch, um zu zeigen, wer nochlebe. Peter und Joseph sahen sich. Sie schauten voneinander weg. Edier flüsterte:«Wir müssen.ung eile», hier rauszukommen, bevor die Lust schlecht wird!" Joseph riß die Lampe an sich und schrie auf die Uncherstehenden ein:„Schaufeln und Pickhacken herbei! Los, los!" Er ging mtt dem Licht voran- Hinter ihm em» stand eia wortloses Handgemenge um die erste Schaufel, die einer in den Trümmern fand. Peter stand abseits. Er trauerte, nicht um sich, solcher» um Wanda. Jetzt, da er sich verlöre» wußte und glaubte, daß sie ihn nicht mehr liebe, lag ihm nichts mehr an seiner Rettung, an seinem Leben, an der Del». Joseph stapfte weiter und keuchte in einem- fort:„Den Stollen sucht, Kameradenl Unsere» Stollen..." Da schrie der Lollbärtige, der ihm vorausgeellt war:.Hier! Hierher!" Sie hasteten hin und sahen im Scheine deS Lichtes einen Haufe» Geröll, aus dem sich der Kops deS Gauls reckte. Peter neigte sich zu dem Tier und flüsterte ihm ins Ohr:»Felix, armer Kerl..." Die anderen, die ihm zu- schauten, bekreuzigte» sich. Im Hintergrund begann die Wand zu tropfe», schnell, leist, unaufhörlich. ES hörte sich an, als besagte ihnen daS Getrapst, daß ihre letzte Stunde nahe sei... Joseph eiferte:„LoL, los! Hier ist der Stollen! Der Gaul stand immer mtt dem Halfter in der Richtung zum.Schacht!" Und sie spuckten in ihre Hände uud begänne» i» Haft, den Schutt, der de» Ausweg verstopfte, zurück in das Grab zu werfen. Jeder arbeitete, bis er umsank. Keiner sprach. Manchmal wühlte nur einer, oder zwei, während die anderen im Schlaf oder in der Ohwnocht lagen. Sie gerieten tiefer in de» Berg, immer tiefer. Und dst Lampe erlosch. Die Arbeitsstätte hinter ihnen war nun samt allem, was sich darin befand, mtt dem Geröll, da» de» Stollen vermauerte, zugeschaufelt. Und sie befände» sich in einem andere» Grab, in einem zweiten, das eng und nieder war. Manchmal schrie einer der Erschöpften, getroffen vom Gestein, das irgendwer aus dem verzweifelten Drange, sich auszugraben, zurückwarf. Manchmal schrien zwei oder alle, erschreckt von dem Schrei. Dan» schaufelten sie Wetter, und sie kamen ins dritte Grab, ins vierte, üiS fünfte...„Lust!" jammerte einer.„Wasser!" röchelte ein anderer. Sie rasteten. Und sie lauschten und schmatzten; und der kalte Schweiß biß an ihren Auge» Plötzlich raschelte es. Sie hielten den Atem an, als hätte» sie das Rahen der BergungS- kolonne vernommen. Und in der Stille lallte einer, der sich sterbend auf der schwarzen Gries streckte, ganz müde:„Die Kohle ist heilig! Amen!..." Da fing der Bollbärnge an, unruhig zu werden. Er jammerte:„Anitooriet mir! So antwortet doch..." Peter fragte: „Was fit denn?" Da winselte er:„Meä: Schlüssel! Mein Haustürschlüffel! Ich lann ibn nicht finden! ES ist so duickel! Mach doch mal einer Lichi!" Sie verhielten sich ganz st le. — 2 Da schrie der Vollbärtige auf:.Her mit de» Hausschlüssel! Oder ich schlag dich tot!". Und er schlug mit seiner Schaufel blindwütig um sich und schnaubte:»Tot! Tot! Ich schlage dick tot!" Joseph schrie:»Vorwärtsl Aushalten! Vielleicht ist der Swllen bloß noch fünf üRimu ten weit verschüttet!" Sein« Stimme war heiser, kraftlos» Und während ste sich in heil» loser Angst vor dem Wahnsinn vorwärts in die Erde zu verkriechen suchten, jammerte der K'cine:»Seid ihr verrückt! Bleibt doch Mcn- schen» DaS ist ja nicht mehr zum Aushalten, wenn einer nach dem anderen nicht mehr mitkommt!" Tie schaufelten drauflos, bis das Ge- schnaube des Vollbärtigen erstickte. Entkräfte: sanken sie hin. Ein feines' Rauschen mifchre sich in die Stille der Brust. An ihren Ge- sichern fühlten sie den Hauch.»Aus!" stammelte einer,»eS ist das GaS.. Da lachte Peter auf, in heller Freude wie ein Irrer und rief:»Rein, kein GaS. ES ist die Lust! Die Lust von oben! Aus dem Rohr! Ich hab's schon am Maul. Aah.. Die anderen rührten sich nicht- Sie waren mit ihren Kräf ten am End«. Sie glaubten nicht mehr an die Lust. Der Schlaf bewältigte sie. Und Peter wachte und wartete und lauschte ihrem tiefen Atem... Am vierten Lage nach der Katastrophe gelang eS dm Bergungskolonnen endlich, in den letzten Swllen vorzudringen. Niemand hoffte mehr, noch Lebende zu bergen. Aber in der Nacht des vierten Tages stießen die AuSräu- mungSmamischasten auf die fünf Bewußtlosen in der Brust. Drei Wochen später verließ Peter an einem Nachmittag das Haus und ging, feiertäglich gekleidet, nach dem anderen Ende d»S Städtchens. Die Sonne schien. Und die Grube war wieder in vollem Betrieb. Am Kirchplatz sah er auf einmal Joseph Kaminsky in feiertäglicher Kleidung ihm entgegenkommen Er lächelte, reichte Peter die Hand und sagte. »Ich wollte gerade..." Er vergaß weiter- zusprechen. Peter aber ergriff seine Hand, so daß der Freund fühlte, Peter habe sagen wollen:»Auch ich bin gerade auf dem Weg zu dir!" Die Märchentante Der Romanschriftstellerin Hedwig Am 18. Feber wird Hedwig CourthS-Mah- ler 70 Jähre alt und viele werden bei dieser Gelegenheit verwundert■ erfahren, daß diese außerordentlich fruchtbare Schriftstellerin noch lebt. Andere wieder werden erstaunt sein, überhaupt von dem Menschen Hedwig Courchs- Mahler einmal"zu hören, den ste vielleicht für «ne Legende gehalten haben, weil der Name allgemach zum Begriff geworden ist: Wird wo von Kitsch geredet, so stellt auch er sich ein. Jn- deffen— ganz so leicht ist das Problem nicht zu nehmen: die Frau, die heute in Berlin ihr 70. Lebensjahr vollendet, kann schon deshalb" nicht gleichgültig bleiben für diejenigen,- die einer neuen Kultur den Weg ebnen möchten, well sie die meistgelesene Schriftstellerin der Welt ist. Hedwig Courths-Mähler hat, so märchenhaft sich das auch anhören möge, 180 bis 180 Romane verfaßt, von denen allein in deutscher Ausgabe rund 28 Millionen Exemplare verkauft wurden. Dieser Erfolg ist einzig dastehend und wird von keiner anderen Autorin erreicht, wie auch kein anderer Autor mit solchen Er- folg-Ziffern auswartrn kann: selbst ihr Kollege Hitler hat eS trotz Einsatzes aller staatlichen Machtmittel seines Landes zu derartigen Ergeb» nisten nicht zu bringen vermocht. Wenn man bedenkt, daß auf jedes verkaufte Buch eine ganze Anzahl von Leser:: fallen, daß" insbesondere ungezählte Lausende von'Lesern und meist Leserinnen diese Lektüre aus Leihbibliochckcn zu beziehen pflegen, fo kann man sich ungefähr ein Bild davon machen, daß die Bücher der Courihs- Mahler in ihrer Verbreitung völlig einzigartig dastchen.und datz es nichts Gleichartiges gibt, was man dem gcgenübcrstellen könnte. Wenn man diese Tatsachen aber berücksichtigt, so kann man nicht mehr mit einem heiteren Lächeln' oder dem Worte.Kitsch" über das Werk dieser Auwrin hinweggehen: eS stellt einen geistigen Machffakwr dar, mit dem man sich auSeinandcrsctzen muß.- Dir Romane der Hedwig EourthS-Mabler ähneln einander wie ein Ei dem andern. Man kann sie auffchlagcn, wo immer man will und lvird ganz bestimmte Charakierzügr an'ihnen finden, die als ihre entscheidenden Merkmale p-lrcn können. Da ist z. B. die Tatsache, daß fast ausnahmslos alle diese Bücher in vorneh- des Klassenstaats Courths-Mähler zum 70. Geburtstag men, meist Adclskreisen spielen, und daß dennoch gleichzeitig überall auch Vertreter anderer Kläffen- auftauchen, daß sich dann zwischen diesen Helden der.Courths-Mahlerschen Romane eine Handlung entwickelt, deren Ergebnis der Sieg der Buten zu sein pflegt, wobei darauf Wert gelegt wird, daß sich die Vertreter verschiedener Kläffen liebend in die Arme sinken. Die Vorleserin und Gesellschafterin unehelicher Abkunst bekommt einen Brafen, der edel und gut ist und die intrigante; bösartige Komtesse geht leer aus. U:ch über allem liegt der Glanz ari- stokratffcher Schlösser, eleganter Garderäben, alt-ehrvstirdiger Schmuckstücke und jene süßliche Art der LicbeLromantil, bei der Kuno endlich die Lippen der zu ihm auffchauendcn Beliebten mü einem Kusse„versiegelt". Sagt, schon diese Atmosphäre der Courths- Mahlerschen Romane genügend aus über ihren Charakter und ihre geistig-soziale Funktion, so wird die Erscheinung Courths-Mähler noch deutlicher, aus dem, was sie selbst als das Geheimnis ihres Erfolges bezeichnet, und das, wie sie sagt, darin bestehe, daß sie„Märchen erzählt, keine Realistik der Alltags". Das ist der Punkt, wo man die Courths- Mähler und ihr Werk gar nicht ernst genug nehmen kann. Denn hier zeigt sich, wo anzusetzen ist, wenn man den geistigen Machffaktor CourthS-MahIer überwinden will. Die Millionen verkaufter Exemplare ihrer Bücher beweisen, daß das kleine Ideal, das sie vor ihre Leser hinstellt, immer noch daS Wunschziel der breitesten Massen ist. Sie, die schlecht und recht ihr Leben fristen, und zwar meist schlechter als recht, neigen immer noch mehr dazu, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen, den guten, braven Märchen zu lauschen, die eine süßliche Märchenerzählerin aus einer unwirklichen Welt zu berichten weiß, als dem inS Auge zu sehen, was die Courths-Mähler mit„Realistik des Alltags" bezeichnet und die Notwendigkeit auferlegen würde, ein Schicksal zu meistern,«ine Welt zu verändern, anstatt sich mit den Märchen auS einer Wumchloelt einlullen zu lassen. So handelt es sich bei dem Werk der Frau, von der man erzählt, daß sie trotz ihres hcchen Alters immer noch ununterbrochen einen Roman nach dem ändern über denselben Leisten schreibe, weniger nm eine Frage, ob sie gute oder schssechke wertvolle oder kitschige Literatur produziere, als um ein Problem der Wellanschauung, der sozialen Erkenntnis. In dem Augenblick, wo der Konsum an CourthS-Rrchler-Literatur enffcheidend zurückgehen wird, wird die Dämmerung des Klasseu- staatcS beginnen. Denn eine seiner stärk- Säulen ist jene greffe Märchentante, die nun ihren siebzigsten Geburtstag feiert. Holzsp&ne werden zu Kronen Auf irgendeinem Fleckchen'in unserem Lande steht«ine Papierfabrik, wie er viele andere in der Welt gäbt. Auf dem großen Fabrikhof Iapeln in vielen, kaum zu übersehenden Haufen Hölzer über Hölzer, die darauf warten, in dem Räderwerk der» Maschinen zu Papier verarbeitet zu werden. Wenn das Holz seinen Weg zur Verarbeitung antritt, wird es erst geschält. Denn es muß smcker sein, bevor es weiter verwendet werden kann. Früher ist das mit der Hand/mit dem Schnitzmesser gemacht worden. Jetzt und seit vielen Jahren schon besorgt das die Schälmaschine, die die Hölzer fein säuberlich abschnitzt. Es fallen dabei viel, sehr viel Späne, — wie beim Tischler, wenn er den Hobel über die Bretter schiebt. Die Späne sind gutes Brennmaterial. Zum Anfeuern und zum raschen Erhitzen deS Zimmers eignen sie sich vorzüglich. Im eigenen Betrieb wcrden große Mengen dieser Späne verfeuert, doch noch größere Mengen bleiben übrig, wenn der Betrieb gut beschäftigt ist. Natürlich kann das Weck die übrigen Holzspäne nicht konservieren, sondern es mutz immer wieder Platz für die neuen Späne ge» macht werden. Die Schälmaschine läuft ja jeden Tag und erzeugt jeden Tag aufs neue Späne. In früheren Zeiten find diese Späne an jedermann abgegeben worden. Wer welche haben wollte, konnte sie sich holen, ohne dafür auch -nur«ine Krone zahlen zu müssen. Der Unter» i nchmer war froh, wenn die Leute kamen und f das Zeug wegholten. Freilich, dar war einmal, f Irgendein Rechcnfuchs hat schließlich herausbc- i kommen, daß es eigentlich sträfliche Berschwen» ! düng ist, die Holzspäne so mir nichts dir nichts zu verschenken. DaS Geld liegt ja doch auf der , Straße, man muß es nur sehen. Diese Holzspäne sind doch Kapital, daS nur richtig bewirtschaftet werden muß! Und so wurde«ine Vorrichtung geschaffen, die ein« bcstimmtt Quantität Holzspäne(etwa 80 bis 40 Kilo) zu einem festen Ballen zusammenprctzt. Jetzt war Schluß mit der kostenlosen Abgabe der Späne. Wer nunmehr einen Ballen haben wollte, mutzte ihn erst bestellen und dann für den Ballen Kf 1.80 blechen. Einige Zeit später kostete dieselbe Menge Späne bereits XL 2.80. Und wefl bekanntlich auch dem Kapitalisten mit dem Essen der Appetit kommt, kostet der Ballen jetzt'schon 8 Kf, und da die Nachfrage sehr stack ist, dürften bald 4 K£ dafür bezahlt werden müssen. Eine rentable Sache bei einem täglichen Durchschnittsumsatz von dreißig Ballen ergibt sich in nur 800 Tagen die nette Summe von 27.000 Xi, von denen höchstens 12.000 Xi für Arbeitslohn und sonstige Spesen abgehen können, so datz schlecht gerechnet immerhin noch 16.000 Xi im Jahr bei diesen schlechten Zeiten aus den Holzspäncn, die durch dir Feueresse gejagt werden, für den Kapitalisten herausspringen. Bei solchen hübschen Nebencinnahmcn aus Abfallstoffen braucht der natürlich nicht.mit Proletengulasch(Brot in Kaffee eingemacht) fürlicb zu nehmen. Das ist nur» das Leistgericht der großen Herde Alfred 3Siebenhundert Jahre Makkaroni Von Elisabeth Sorba eine Frauen- Rundschau Seit den englischen Gemeindewahlen im bergangenen Monat haben in England 14 Städte und Ortschaften weibliche Bürgermeis ster. Außerdem wurde in der Stadt Sheffield auch der Posten des Oberbürgermeisters mit einer Frau, Mrs. A. E. Longdon, besetzt. An das Londoner Royal College of ChiIm Jahre 1237 lebte zu Neapel ein Greis. lerischen Persönlichkeit, mit den tötenden FunIm Stadtteil der Vagabunden und Verbrecher fen seines furore" gegen ,, das Ueber der Naließ der alte Cico in seinem Stüblein das Licht tion", gegen die Mallaroni, zu Felde. Er verbis spät in die Nacht hinein brenen. Sein Herd fündet die gastronomische Revolution, sprühte unermüdlich zischende Funken aus. Sein billige Ablenkungsmaßnahme der Diftatur geheimnisvolles Tun erweckte bald die Neu- die die Nation ,, von den berdummenden, faul gierde der schönen Nachbarin, Jovanella, die machenden Makkaroni" zu befreien berufen ist.rurgh wurde soeben die erste Frau als Profeffor dem Geheimnis des Alten auflauerte. Sie be= Die Maffaronisten ließen sich durch die berufen. Diese überaus ehrenvolle Auszeichnung Autorität des Futuristen- Häuptlings nicht ein wurde Dr. Philippa Martin zuteil, die fich um die Augendhirurgie verdient gemacht hat. schüchtern und sie zogen mit einem noch größe: ren Trumpf in den Kampf. Gabriele d'Annunzia obachtete ihn durch lange Nächte, wie er mit feinen Töpfen und Ziegeln hantierte. Am Hofe des Stauferkönigs Friedrich II. war der Bräutigam Jovanellas Küchenjunge und die schlaue fleine Frau konnte bis zum allmächtigen Herrscher vordringen. Sie legte dem Kaiser aller Chriſten eine neue göttliche Speise vor und beteuerte mit überzeugender Beredsamkeit, ein Engel hätte ihr das Geheimnis der Zubereiwurde gegen Marinetti ausgespielt.„ Der Held ven Fiume" nahm einst Partei für die Mattaroni und bezeugte oft seine Anhängerschaft aur nationalen Küche in seinen Schriften an die Nation. Der Patriotismus des Magens schlug über tung im Traum verraten. Der arme Cico aber die Stränge. Die Volkswut erhob sich gegen arbeitete in seinem Kämmerchen weiter. Er er- Marinetti und seine Anhänger. In Modena und fand die ,, pasta asciutta", die ,, capelli d'angelo", in anderen Städten kam es zu einer förmlichen die bermicelli", die lasagna" und andere Schlacht. Fäuste ballten sich, Stöde und knüp Arten der maccherone". Mit der Besessenheit pel schwangen in der Luft und die Auseinanderund Aufopferung eines wahren Forschers ber- fetzung endete mit einer solennen Brügelei. Die tiefte er sich in seine Arbeit und mit dem errun- italienische Volksfeele tochte bei der Vorstellung, genen Erfolg stets unzufrieden, wollte er sich in daß nicht mehr italienisch gekocht werden soll. feiner Kunst noch mehr vervollkommnen und erst Beim stuffato" hört jeder Spaß auf. Polenta dann das Ergebnis der Mittelt mitteilen. und Maffaroni gehören zu jenen heiligen Gü Eines Tages aber ging er vor der Hütte eines tern der Nation, die man nicht verunglimpfen Flidschusters vorbei und bemerkte einen ihm läßt. Marinetti hat die Zauberkraft des Neuen wohlbekannten Geruch, der aus der Hütte auf- in diesem Punkt überschätzt. Der Magen ist und stieg. Mit erregter Stimme fragte Cico den bleibt konservativ. Bahnschmerzen tun mehr Shuster, der in glüdlicher Muße vor seiner Tür veh als die furchtbarsten Liebesenttäuschungen stand ,, Was kocht deine Frau, guter Mann?" und der Magen ist empfindlicher als Kopf und - ,, Maccherone" antwortete der Schuster. Herz. Bismard hat einmal gesagt, daß die ,, oste fie!" und er bewirtete den Greis. Macht seines Kaisers bei der Salontür der KaiWo habt Ihr die Zubereitung dieser Speise ferin aufhöre. Die Macht der Reformatoren gelernt?" fam es langsam von seinen bebenden und Modeschöpfer hört bei der Küchentür auf. Lippen. Von Jovanella, der ein Engel im Traum erschien. In iedem Palast, in jeder Sütte, in der ganzen Stadt speist man schon Maffaroni." Der greife Cico eilte in seine Stube, zertrümmerte feine Töpfe, zerschlug die Ziegel, verbrannte die Schriften und verschwand aus Neapel. Niemand sah ihn wieder. So erzählt es die neapolitanische Legende. " * Bologna, die Stadt der weltberühmten Küche, läßt die Neapolitaner ihren Ruhm nicht ungestört genießen. Die Bologneser behaupten, Tico wäre ein Sohn ihrer Stadt gewesen, die Erfindung der Makkaroni gehöre ihnen, Neapel hätte fie durch Jobanella nur gestohlen. * Ob 700 Jahre, ob weniger, Tatsache bleibt, daß in der Umgebung von Neapel seit Jahrhunderten Mallaroni erzeugt werden. In Süditalien war einst fast jedes Haus eine kleine Teigwarenfabrik, nun sieht man in der Bucht von Neapel hunderte von großen Fabriken mit hohen Schloten, die hunderttausende von Bentnern Malfaroni anfertigen. Zum malerischen Bild der füditalienischen Straße gehörten einst die auf Strippen zwischen Haus und Haus in unendlichen Reihen trocknenden Teigwaren. Allmählich lösten große Fabriken mit modernen Maschinen ausgerüstet, diefe Hauzindustrie ab und die Straßen haben in mancher Hinsicht ihr romantisches Bild eingebüßt. Dafür aber werden mehr Malfaroni fabriziert. Wer die Romantik liebt, mag lagen.. wwwwwww ... Der Dichter Ringelnatz stirbt In Italien wagt niemand daran zu zweifeln, daß der getrocknete Teig eine italienische Erfindung sei. Auch um das Datum der Geburt entstand fein Zwist und in der Feftftimmung tönen doch roh und wild die Kriegsgeräusche, nicht nur aus Abessinien und Spanien, sondern auch eines gegnerischen Lagers. Die 700- Jahrfeier wird feineswegs glait verlaufen, zumal die Italiener auch einen Marinetti haben. Der Be- Still, ganz ftill.— Keinen Lärm mehr machen, gründer des Futurismus und mancher anderer Dder andre menschlich dumme Sachen, ..Ismen" ist der Führer der streitbaren Anti- Auch nicht weinen ober beten! maffaronisten. Es steht in großer Ehre in fei- Anf den Zehenspitzen eingetreten, nem Lande. Der Duce hat es ihm nie vergessen, Denn ich ringle meine letzten Träume daß sie einst, beide noch unbekannt und macht: Und es rauschen schon Chpreffenbäume. los, die ersten faschistisch- futuristischen Organi: Still, ganz still. sationen gemeinsam gegründet hatten Bitte, bitte kein Spektakel! Denn das Leben, diese Branntweinflasche wird Mirakel, und so ziert heute den einstigen ,, Revolutionär", der nach Dynamit gerufen hatte, um alle Museen, alle Bauten, alle Kunstwerke der Vergangenheit Da ich ihre letzten Reste leere radital wegzurasieren, der blaue Rod der akade: mischen Unsterblichkeit. Er ist auch Vorsitzender des faschistischen Schriftstellersyndifates und nun zicht er mit der ganzen Wucht seiner schauspie= Unb befreit von aller Erdenschwere Selber wie ein kleiner Tropfen blinke. Still, gan; stiff... Nun, Vorhang sinke! Johannes A. Poht. Un die Universität Manchester, an der ſchon ſeit 1934 Dr. Mildred N. Pope einen Lehrstuhl für Französische Sprache und romaniſche Philologie innehat, wurde soeben eine zweite Frau berufen, Elfie Marian Butler, die deutsche Sprache und Literatur lehren wird. des Wortes ist Mrs. Rhoda For Graves. Sie ist Eine moderne Frau im vorbildlichen Sime die erſte und einzige Senatorin des Staates New York. Aber obwohl sie soeben in ihren dritten Wahlkampf geht, verwaltet sie doch nach wie bor an der Seite ihres Gatten und ihrer beiden Söhne drei Zuchtfarmen und iſt eine ausgezeichnete Hausfrau. In Deutschland haben, wie die Zeitschrift Equal Rights" mitteilt, laut der offiziellen Statistik in den letzten drei Jahren nicht weniger als 750.000 Frauen gezwungenermaßen ihre Arbeitspläße in Fabriken, Geschäften und Büros aufgeben müssen, um zu ,, ihrer natürlichen Beſtimmung zurüdzukehren.“ Ueber den Militärdienst der Frauen in der Türkei gingen in der lebten Zeit verschiedene Nachrichten durch die Presse. Nunmehr wird belannt, daß in der Tat im Kriegsfalle alle Frauen zwischen 16 und 60 Jahren unter die Waffen gerufen werden sollen. Und zwar sollen die Frauen zwischen 25 und 40 Jahren an der Front mit leichten Arbeiten, die übrigen in der Etappe beschäftigt werden. Diplomaten lächeln Die Antwort Lloyd George sprach einmal in einer großen, öffentlichen Versammlung, die fotvohl von Jren, als auch von Engländern besucht war. Wollen Sie Frland völlige Freiheit geben? Antworten Sie!" schrie ein irischer Zwifchenrufer. ..Ich will.. ertviderte Lloyd George... nicht..." setzte er dann fort und die Engländer stampften vor Begeisterung auf den Boden antiporten!" beendete dann Lloyd George endlich den Sat. Golf Einer der ständigen Begleiter Austen Chamberlains des früheren Außenministers büros, ein famoser Golfspieler. Nach einem bes war Lord Rider, der Chef seines Breffes fonders glänzenden Schlag Lord Riders sagte Sir Austen lächelnd zu seinem Sekretär: ,, Schen Sie- er lanciert den. Ball, als ob er eine schlechte Nachricht wäre..." Bon wo? Lord Linlightgow, der neue Vizekönig Indiens, ist sehr schlagfertig und besitzt viel Humor. Als er einmal in einer Bersammlung von dem groben Zwischenruf unterbrochen wurde: Bon wo haben Sie Ihr dreckiges Vermögen her?" ertviderte er prompt: Bon wo Sie Ihr häßliches Geficht her haben: Bom Papa!" Waiter Jelen. 4faits volllommen gewahrt geblieben; noch heute leuchten die Gold, Silber und Glasplättchen in den natürlichen Farben. Stobi beſtand freilich nicht, ebenso wenig wie Pompeji, ausschließlich aus Lurusbauten. Die massiven Wohnhäuser der einfachen Leute find ebenfalls erhalten und vielleicht noch inters effanter. In ihnen sind unzählige fleine Ges brauchsgegenstände dez täglichen Lebens, Kämme, Wäsche, Nadeln, Schuhe, Münzen, Ges schirr, Weinfrüge und tausend anderer Dinge in einer Bollständigkeit gefunden worden, die einen genauen Rückschluß auf die damaligen Lebensgewohnheiten erlauben. Ebenso wenig wie in Pompeji fehlen die Inschriften an den Hauswänden, in denen sich die Jugend verullt, und in denen sich schon damals die pfeildurchbohrten Herzen mit den Initialen von Liebespaaren finden. Daneben gibt es auch pompöse Baulich feiten, eine große Arena, die rund 12.000 Mens fchen faffen fonnte, eine Stirche, die recht gut er halten ist und zu den frühesten bekannten christs lichen Kirchen gehört, Ueberreste aus der Griechenzeit, Borzellan, Kunstwerke, Waffen, Gold, Handtverksgerät und religiöse Ornamente. Die Parallele mit Pompeji läßt noch weiter ziehen. Freilich war das Ende von Täkt fið fogar Pompeji drastischer, kataſtrophaler, aber auch in Stobi tötete ein Naturereignis die Stadt. Durch ein plöbliches, in seinen Ursachen heute nicht mehr bekanntes Austrodnen aller Quellen der Umgebung war die Stadt gegen Ende des ersten Jahrtausends mit einem Schlage vom Wasser abgeschnitten. Seuchen mögen ausgebrochen sein, die Bewohner zogen in wenigen Jahren fort, die Umgebung berdorrte, Sandſtürme fonnten die Aderkrume aufreißen und binnen kurzer Beit die ganze Stadt unter der dichten Sands und Erdschicht verschwinden laſſen, ein Glüd für die Archäologen von heute, denn auf dieſe Weise ist Stobi von den Plünderungen der fremden Völker, die alsbald einbrachen, ziemlich verschont geblieben. Wenn die Archäologen jetzt die meterdicen Schichten forträumen, die über Stobi liegen, so finden sie darunter fast völlig unversehrt eine Stadt, die einmal die volkreichste und bedeutendste des Balkans gewesen ist. J. B. Eine mitfühlende Seele Das jugoslawische Pompeji Während die Kenntnis von der Bedeutung Pompejis langft zum Algemeingut aller Gebil deten geworden ist, ist eine andere antile Stadt, bielleicht noch prächtiger und intereffanter als Pompeji, nur wenigen Sachfennern geläufig: Die Trümmerstadt Stobi in Serbien. Sie vers dient den Namen eines jugoslawischen Pompeji. Stobi war eine der bedeutendsten Siedlun gen der zibilisierten Welt im Ausgang der römischen Antike und zu Beginn der byzantinischen Glanzzeit. Es war der wichtigste Knotenpunkt der Straßen, die von Rom nach Byzanz durch Mazedonien liefen, gleichzeitig aber schon das mals Erbe einer noch viel älteren Bibili Schach- Ecke Lösungszug zu Nr. 322: Dh5-68! Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32. Hossen ein: Nitsch Rosa, Trupschitz: Beutel WilPost Modlan bei Teplitz- Schönau Mit beiden vorliegenden Aufgaben findet das ..Zweizüger- Problemturnier" seinen Abschluß. SCHACHAUFGABE Nr. 328. Motto„ Fata- Morgana". Schwarz: Kd5, Dg2, Td3, L14, Bc4, c6, d4, e6.( 8) 3 76 S 3 2 B 8 6 4 6 2 1 a b d etgh Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge helm, Arnsdorf b. Tetschen; Tepper Franz, Karlsbad; Dinnebier Emil, Tetschen; Schöffel Anton, Schöbritz; Habl Erwin, Chimiak Teo. Freundl Anton, Tyle Vladimin, Holfeld Otto, Lohmüller Hans, Schindler Robert, sämtlich Nestersitz; Bretschneider Otto, Drakowa; Hyna Josef, Hostomitz; Günther Josef, Albertham; Vaniček Franz, Hertine: Geißler Josef, Alt- Serbitz: König Anton, Walter Ludwig. Steinwitz Hans, sämtlich Kwitkau; Triltsch Gustav, Wisterschan. Arbeiterschach. Im Bodenbacher Bezirk wurden in den Vereinsturnieren folgende Ergebnisse erzielt: Sektion Krochwitz. Vereinsmeister wunde Gen. Jelinek Hermann. Es folgen: 2. Hoyer, 3. Günther, 4. Scherze Erwin, 5. Muller, 6. Wenzel. 7. Pappisch, 8. Hocke, 9. Eckert, 10. Fiedler, 11. Schweich, 12. Frühauf P., 13. Scherze Edwin, 14. Rauchfuß, 15. Frühauf, 16. Zaschke, 17. John und 18. Görgner. Sektion Seldnitz. Vereinsmeister wurde Gen.., Dob." H. Es folgen: 2...Dob" R., 3. Schinkel, 4. Jüstel, 5. Redlich. 6. Weber, 7. Melzer, 8. Ullrich, 9. Deutschmann R., 10. Schuller, 11. Patzelt, 12. Bittner. Sektion Bodenbach. Vereinsmeister wurde Gen. Scherze Rudolf. Es folgen: 2. fation. Man darf heute nicht bergeffen, daß Weiß: Ka8, Dc2, Tet, h3, Sb7. g6, Bb3, e7.( 8) Fieber, 3. Ulbrich, 4. Mader. 5. Slansky, 6. RotMazedonien erst unter der türkischen Herrschaft zu seiner heutigen Bedeutungslosigkeit herabge funken ist, während es früher eine der reichsten Gegenden des Imperiums war. Noch früher war es der Mittelpunkt einer anderen Weltherrs fchaft, der mazedonischen, die mit dem Siegeszug Alexanders des Großen beginnt. Und so wird erklärlich, daß diese fast vers geffene Stadt eine reiche Fundgrube für archäologische Forschungen geworden ist. Neben- und übereinander liegen in Stobi die Reste der alts griechischen, der heidnisch- römischen und der frühchristlichen Zeit; die lekte Periode überIviegt. Man weiß heute noch nicht allzuviel über diese Stadt, aber was man bisher gefunden hat, hält den Vergleich mit den pompejanischen Baudenimälern aus. Die Privatvillen, die in Stobt gestanden haben, zeichneten sich durch einen Lugus aus, wie er heute in Weltstädten oft nicht erreicht wird. Sie hatten Schwimmhallen, Bentralheizung, große Gärten, zahlreiche Nebenräume, richtige W. C."- Anlagen und waren Matt in zwei Zügen! -SCHACHAUFGABE Nr. 327. Motto Gnseblümchen". Schwarz: Kc4, Tf4, Ld2, 15. Sb7, Bb5, h6.( 7) CO 8 7 6 5 3 2 ABCDEFGH A B C D E F G H 8 7 6 ( 9) mit Mosait- Arbeiten ausgelegt, die heute noch Weiß: Kh8, Db6. Td3, La3. 13. Sb3, c2, Bb2, 82. fast vollständig erhalten sind. Dem hohen künst Terischen Niveau der damaligen KunsthandwerMatt in zwei Zügen! ter, 7. Thomas. 8. Eckert H., 9. Kaschte, 10. Richter, 11. Weigend. 12. Hermann. Sektion Bosawitz. Vereinsmeister wurde Gen. Hiekisch Emil. Es folgen: 2. Hübel Otto. 3. Gaberle, 4. Bergmann, 5. Sehan, 6. Stelzig Kurt, 7. Hein, 8. Fritscher, 9. Wuchterl. 10. Stelzig Johann, 11. Eckert Heinz, 12. Wollanek, 13. Bartel, 14. Jahnel, 15. Holup. 16. Schneider, 17. Schlich Willi, 18. Schlich Rudolf. Sektion Eulau. Vereinsmeister wur de Gen. Gantner Josef. Es folgen: 2. Hübner Ernst. 3. Hübner Max. 4. Schicktanz Franz. 5. Braut. 6. Hauschild Willi. 7. Hauschild Emil.& Hauschild Hermann, 9. Schlösinger, 10. Krauspenhaar, 1.. Gröschler. 12. Jäger Karl, 13. Fischer. 14. Jäger Willi, 15. Hortsch, 16. Hruby, 17. Sperl, 18. Kunigt Fritz. Von der Sektion Tetschen liegt zur Stunde noch kein Bericht vor. Am 31. Jänner wurde in Bodenbach die diesjährige Bezirksschachkonferenz, bei zahlreicher Teilnahme aus allen Sektionen, abgehalten. Aus den Berichten der Bezirks- und Vereinsfunktionäre war zu entnehmen, daß in der abgelaufenen Berichtsperiode eine reiche Fülle von Arbeit geleistet wurde, deren Erfolg nicht ausblieb. Bei der Neuwahl wurde der alte Schachausschuß mit dem altbewährten Genossen Jelinek an der Spitze, einstimmig wiedergewählt, Die Serienspiele be ginnen am 21. Feber. Vorher findet ein Ausscheidungsspiel zwischen den B- Mannschaften Rosawitz und Eulau statt. An der Serie der A- Klasse Bewertungen und Lösungen sind bis 5. März nehmen insgesamt 7 Mannschaften teil. Rundeneinteilung in nächster Folge. fer zufolge ist der ursprüngliche Glanz des Mo- an den Leiter dieser Spalte einzusenden.