BUNTE WELT Nr. 9 Martin Grill: Unterhaltungsbeilage Die letzte Nacht Der Tag, der dieser Nacht vorausging ,, früheren Fällen widerspruchslos das Feld gehatte mancherlei Gefchehnisse gebracht. Kaum räumt hatten, versuchten sie diesmal immer wie waren die Kohlengräber in den frühen Morgen- der an irgendeiner Stelle die Förderung aufzustunden in ihre engen Schächte eingefahren, als nehmen. Erst als der Kommandant wütend die in der Nähe einer Arbeitsstelle befindlichen wurde und drohte, alle Schächte sprengen zu Menschen einen dumpfen Schlag hörten und eine lassen, gaben sie die nußlosen Versuche auf. Sie Erschütterung zu ihren Füßen zu verspüren hatten ja auch kein Recht, die übriggebliebene glaubten. Im felben Augenblick blieben an die Kohle aus der Erde herauszuholen. Dieses Recht zwanzig Haspeln soviel Kleine, wilde" hatte nur die Gesellschaft, die das Schürfrecht Schächte gab es im aufgelassenen Tagbau erlangt und den Boden gekauft hatte. Sie nüzie stehen, und ihre Bedienungsmannschaften liefen aber dieses Recht nicht aus, weil sie an anderen an die Stelle, die anscheinend der Schauplak Orten zu eifrig damit beschäftigt war, Millioeines Unglücks geworden war. Ein feiner Rauch nen aus der Erde herauszuscheffeln und sie teine zog dort aus dem Schacht: Unten war der Zeit hatte, sich um die paar hundert Tonnen Stollen eingestürzt und hatte drei Mann be- vertvitternder Kohle zu fümmern. Warum es graben. dann die hungernden Arbeitslosen nicht tun dürften, das ist eines von den Geheimnissen, deren Gesamtsumme das Mysterium unserer Gesellschaftsordnung ausmacht. An das dünne Seil geflammert fuhren zwei Mann ein, mehr hatten unten nicht Plaz. Fieberhaft begannen fie den Schutt wegzuräumen und bald hörten sie eine schwache Stimme, die ihnen sagte, daß die Kameraden wohl im Stollen eingeschlossen, aber sonst unverletzt seien. Aber als man nach einer halben Stunde die Verunglückten glüdlich draußen hatte, zeigte ez sich, daß dem einen ein Erdklumpen, groß genug, um ihm den Rest zu geben, auf den Rüden gefallen war. Sie hatten es der Retiungsmannschaft nicht mitgeteilt, weil sie diese nicht unnötig hatten erschrecken wollen; hätten fie es getan man hätte sie ja um feine Minute früher befreien können. Num lag der Mann draußen, stöhnte und spuckte Blut; er fiel immer mehr zusammen und wurde steif tie ein Toter. Man war froh, daß ihn das angeforderte Krantenauto bald abholte und in das Krankenhaus schaffte. Doch gerade dadurch wurde der Vorfall der Deffentlichkeit bekannt und es war klar, daß in kurzer Zeit die Polizei auf der Bildfläche erscheinen und zum wie vielten Male? das weitere Kohlengraben wegen Gefährdung des Lebens und aus einem halben Dukend anderen Gründen einstellen würde. Der Tag begann also vielversprechend. Und wirklich, alsbald fuhr ein graues Auto die Straße, die in weiten Bogen die Halden und Löcher umkreiste, langsam entlang und spuckte alle zwanzig Meter einen schverbewaffneten Gendarmen aus, der sofort den Schächten zulief. Die Menschen sahen sich mit einem Schlage von drei Seiten angegriffen und rannten, so schnell es ging, mit Wagen, Säcken und Werkzeugen der letzten offenen Seite zu. Es wären wohl mehr Leute den Gendarmen in den Weg gelaufen und aufgeschrieben und bestraft worden, wenn sich nicht drei junge Burschen um den geregelten Abzug der Menschen und Wagentolonne verdient gemacht hätten. Sie schienen ein gewisses Vergnügen dabei zu haben, auf erhöhten Punks ten zu stehen und den Flüchtenden den richtigen Weg durch das Hügelgewirr zu weisen, dank ihnen entfamen viele. Unsere drei Burschen waren die letzten, die den Widerstand aufgaben. ,, Nein“, sagte der eine zu seinen Kameraden, die, den immer noch leeren Wagen hinter sich herziehend, über ein umgegrabenes Feld liefen ,,, nein, da kommen sie nicht mehr nach: das ist ihnen zu dreckig." Sie famen auf einen Fahrweg und gingen auf diesem weiter. Sie mochten alle drei im gleichen Alter sein: Anfang der zwanziger Jahre. Der eine war ein untersetter, stämmiger Bursche, dem die Vorfälle dieses Morgens nicht viel anzuhaben vermocht hatten. Unkompliziert und robust, war er der Führer der kleinen Gruppe getvorden, dessen Entschlüffen sich die beiden anderen meistens chne lange Ueberlegung anschlossen. Sie waren große, hochaufgeschossene Burschen mit bleicher, ungesunder Gesichtsfarbe. Der eine, den sie Paul riefen, ging mit müden, schleppenden Schritten, er huſtete oft und sah nicht gut aus. Was werden wir nun tun," sagte er ,,, hier bekommen wir nichts mehr, und ich muß heute Kohle schaffen. Morgen soll ich Kostgeld bezahlen, da fehlen mir noch achn Kronen dazu." ..Ich bin nicht beffer dran", erwiderte sein Freund ,,, mein Alter sagt wohl nichts, aber die Augen, die er macht, wenn ich wieder nichts heimbringe, die kann ich nicht ertragen. Wir müssen irgendwo eine Wagenladung auftreis ben." ..Schon gut, Richard, das machen wir auch. und ist's nicht hier, dann anderswo. Glaubt ihr denn wirklich, daß wir leer heimfahren? Wozu gibt es denn in andern Tagbanen gefüllte Kohlenhunde?" Er teilte ihnen seinen Plan wit und sie wußten nichts Besseres, als ihm beizustimmen. Sie hatten sich zusammengefunden, weil es leichter war, in Gemeinschaft zu arbeiten. Sie legten ihre Arbeitskraft und ihr fleines Betriebskapital zusammen. Sie holten gemeinsam Kohle und verkauften fie. Kenninis volkswirt schaftlicher Theorie und Pragis war dazu nicht Das Vorgehen der Bereitschaftsabteilung notwendig. Es gab bei ihrer Gesellschaft keine strategisch gesehen ausgezeichnet, Banffredite, teine Direktorengebälter, keine Diaber es war trotzdem nicht flug. Es erinnerte bidende, Diäten, Spesen und Tantiemen, es gab zu sehr an Hasenjagden, und das reizte die Men- teine Nemunerationen, Bestechungsgelder, Graschen zum Widerstand. Während sie in vielen I tisaktien und Bilanzverschleierungen. Es ging war 1937 also viel einfacher und anständiger als bei den großen, staatlich anerkannten und durch Steuers nachlässe geförderten Gesellschaften zu. Obgleich die kleine Notgemeinschaft also niemandem Schaden zufügte, war sie den Bes hörden sehr unangenehm, denn sie durchlöcherte das schon im Paradies aufgestellte und für ewige Zeiten gültige Gesez von der Heiligkeit des Privateigentums, Bu dieser Beit fand der Wächter einer nahegelegenen Grube, der die Bahnstrecke abs ging, auf der die Kohle vom Tagbau zur Vers ladestation befördert wurde, auf einem der Hunde einen halb mit Kohle angefüllten Sad. Ein anderer Wagen zeigte allzu deutlich, daß man ihn während des Transportes um einen Teil seines Inhaltes erleichtert hatte. Als er noch hie und da hinter den Büschen ihm im Aeußeren wohlbekannte Gestalten auftauchen fah, war ihm auch die Ursache kein Geheimnis mehr. Er war kein Unmensch und drückte manchmal ein Auge zu, doch als er sah, daß der uns gebetenen Einfäufer immer mehr wurden, schlug er endlich Lärm. Es war in diesem Falle so ähnlich wie bei den großen Erscheinungen des gesellschaftlichen Lebens: Mit einem Prozent Parasiten findet sich das Bolt schließlich ab, so schlimm ihm auch seine Duldsamkeit bekommen mag. Steigt die Bahl der gutlebenden Nichtstuer auf zehn und fünfzehn Prozent, wie in den Diktaturländern, die nach dem Grundjab regiert werden: Jedem Arbeiter fein Spizel! Dann wird es dem Boll schließlich zu dumm und es räumt mit den Bluts egeln auf; auch in den Ländern, die ihre Drdnung für tausend Jahre gesichert wissen wollen. Das ist die letzte Ursache der meisten Rebolus tionen und nicht die Propaganda einer fleinen Anzahl von Rebellen. Die drei Freunde tamen gerade zurecht, um zu sehen, wie das Gelände durch die Gendarmen von unerwünschten Elementen gesäubert" wurde, wie das im Polizeistil so schön heißt. Diesem Ausdruck liegt der Gedanke zugrunde, daß Arbeitslose eben ein Ungeziefer seien, das man am besten vom Erdboden vertilgen sollte. Es ging weniger harmlos zu als bei der ersten Säuberungsaktion dieses Tages. Die Kohlen- Leute waren erbittert, weil man sie schon wieder verjagte, die Gendarmen ärgerten sich, daß sie in dem regnerischen, kalten Herbstwetter auf den glitschigen Feldern herumlaufen mußten. Es gab Amtsehrenbeleidigungen von der einen, Kolbenstöße und Gummiknüppelhiebe von der andern Seite. Es braucht kaum erwähnt zu werden, daß es die Arbeiter waren, welche die Hiebe befamen. Es sind überall die Arbeiter, die geprügelt werden. Wer ein Gewehr in die Hand bekommt, erhält in den meisten Fällen mit ihm das Recht, es gegen die andern zu verivenden, und Gummiknüppel dienen nicht zum Spielen, sondern dazu, den besiglosen Mitmenschen die Unantastbarkeit gewisser Geseze in Erinnerung zu rufen. Vor den Burschen standen plöglich zivei Gendarmen. Sie haben mit den andern Kohle gestohlen, wissen Sie nicht, daß das strafbar ist?" ( Schluß folgt.) **** nadna stali se stranisuusled donat abiad sio Und schnell versuchte ich ihn auf ein anderes zu Der Mann mit der leichten Hand Thema au bringen, wobei ich ſtolz darauf war, Von Maes mich schon in seinem Berufsjargon auszu brüden. ,, Arbeiten Sie", fragte ich ,,, eigentlich lieber an Männern oder an Frauen?“ Mit der höflichen Frage„ Geſtatten Sie?“| Ez gehören noch viele andere ſpezielle Eigenwar er im Kaffeehaus an meinen Tiſch heran- ſchaften zu dieſem Beruf, die den Herren Klas ,, Natürlich an Männern", sagte er und gekommen und wollte sich eben auf dem freien vierkünstlern meistens fehlen." lächelte nachfichtig. Frauen, ich bitte Sie! Kanapee mir gegenüber niederlaſſen, als ich be- Was für ein Landsmann find Sie eigents Frauen find für uns denkbar ungeeignete Ge merkte, daß sein schöner, heller Wintermantel, lich?"- Er zündete sich umständlich eine Biga- schöpfe. Erstens die Handtasche. Sie werden mir den er am Kleiderständer aufgehängt hatte, im rette an. Dann fagte er leichthin: Wiffen Sie, glauben, daß es viel schwieriger ist aus einer Begriff war einen neuen Befizer zu finden. Ich ich spreche viele Sprachen. Alle perfekt. Das ge- folchen, die man erst an sich bringen muß, um machte ihn darauf aufmerksam und er ging, auf- hört nun einmal zum Beruf." Ich verstehe." fie fallend- ruhig, wie mir ſchien, zu dem Herrn, der Der Intervielver in mir, ein hübsche Tie zu öffnen, wenn sie nicht gerade vergessen liegen bleibt, ettvas herauszunehmen, als etwa den Mantel schon halb angezogen hatte und ton witternd, ließ nicht loder:„ Doch ich meinte das Portefeuille eines Herren aus der Brustnoch das zweite Aermelloch fuchte. Sanft flopfte eigentlich etwas anderes. Wenn es nicht unhöftasche. Ein rascher, unbemerkter Schnitt mit der er ihn auf die Schulter, der Liebhaber fremder lich ist in diesem, sagen wir mal Spezialfall, Rafierklinge, und sie spaziert bereitwvillig in Bekleidungsstüde fuhr erschredt herum, beide würde mich interessieren zu wissen, welcher die sie erwartende Hand. Manche Männer halschauten sich einen Moment stumm an, dann- Nationalität Sie angehören." ten fich für ausnehmend gescheit, wenn sie die ich traute meinen Augen nicht lachten sie Er lächelte verständnisvoll. Dann schaute bide Marie hinterwärts in der Gesäßtasche vergleichzeitig, der helle Mantel wurde wieder an er mich einen Augenblick ernst prüfend an und bergen. Wenn sie darüber noch dazu einen seinen Hafen gehängt, der verhinderte Dieb zog fagte: Ich reise heute vormittag noch ab in Knopf zuknöpfen können, so sind sie sicher, es einen anderen, dunklen, ettvas abgetragenen eine weit entfernte Stadt. Deshalb und weil könne ihnen überhaupt nichts passieren. Aber sie Mantel an, der hoffentlich diesmal sein eigener mir der Verlust meines Mantels aus diesem find gewaltig im Irrtum. Aus so einer verwar, wobei ihm mein Tischgenosse höflich behilf Grunde besonders unangenehm gewesen wäre, meintlichen Sicherheitstasche ist das wohlge= lich war. Schließlich schüttelten sie sich wie gute denn ich hätte mir einen neuen kaufen müssen füllte Ding mit einer Rafierklinge am leichtesten Freunde die Hände und der fremde Herr verließ und bermutlich den Bug versäumt, will ich Ihre herauszuholen.„ Qualifiizerten Facharbeitern" das Lokal unangefochten. begreifliche Neugierde auch in diesem Puntie befriedigen." Ich war beschämt. Berzeihen Gie", murmelte ich und fühlte mich diesem vollendeten Gentleman gegenüber rot werden ,,, ich wollte nicht indiskret sein." Er jedoch machte nur eine lässige Handbetvegung und fuhr fort: Auf meine verwunderte Frage, ob etwa ein Bekannter sich mit ihm einen Scherz hätte erlauben wollen, meinte mein Gegenüber, nach dem er dem Kellner seine Bestellung aufgegeben hatte: Den tenne ich überhaupt nicht. Der wollte sich nur zum Winter einen besseren Mantel besorgen, als sein alter ist. Und er hat es soweit ganz geschickt angefangen, genau den einzigen Moment abgepaßt, wo ich meinen Mantel nicht selbst im Auge behielt, als ich Play nehmen wollte. Ich bin Ihnen für Ihre Aufmertsamkeit zu großem Dank verpflichtet." Ich lehnte seine Dantesbeteuerungen ab. Das sei doch selbstverständlich. Aber ich wundere mich, daß er den ihm unbekannten Mäntelmarder so einfach habe davongehen lassen, ja ihm noch geholfen und die Hand gereicht. ,, Du lieber Gott", meinte er lächelnd, unter gewiffermaßen Kollegen iſt es nicht üblich, wegen eines Hleinen Mißgefchids großes Geschrei zu machen." Ich tam aus dem Erstaunen nicht heraus: Kollegen!? Wie meinen Sie das?" Gott, nur so. Manche Berufe sind einander sehr ähnlich. Das wissen Sie gewiß auch." Und welches ist Ihr Beruf, wenn ich fragen darf?" ., Welcher Nationalität ich angehöre? Schauen Sie, das hängt ganz von den Umstän den ab, unter denen ich gerade arbeite. Meine Päffe lauten auf verschiedene Geburtsländer." ,, Richtige Päffe?"- ,, Aber natürlich, richtige, ordentliche, vorſchriftsmäßige Päſſe. Keine Flebben, mit denen man doch nur Unannehin lichkeiten hat. Haben eine Menge Geld gekostet, meine schönen Päffe. Aber das find eben Geschäftsuntoften, die man investieren muß. Und fie lohnen sich." ,, Und passiert es Ihnen nicht oft, daß in einer Brieftasche, die Sie entschuldigen Sie bitte!— äh— hm— genommen haben, nach her fich kaum sobiel findet, um die hm Arbeit und das Rijiko lohnend zu machen?" ..Berehrter Herr". schmunzelte er, wir Tafchendiebe find Menschenkenner. Wir schauen uns einen Freier, so heißt bei uns das Schäflein, das geschoren werden soll, furz an und schon wiffen wir, ob er hat oder nicht hat. Schlimmftenfalls muß man ihn einige Zeit beobachten. Aber das dauert meist auch nicht lange." Mich stach der Hafer, ich mußte ihn fragen: Wie würden Sie zum Beispiel mich eintagie„ Ich bin Taschendieb" sagte mein Gegenüber noncholant lächelnd. Er sagte diefe verblüffenden Worte mit jener edlen Bescheidenheit, die darauf schließen läßt, daß es sich um einen Meister seines Fachs handelt. Genau so, wie ich| ren?" auf solche Frage zu antworten pflege:„ Ich bin Schriftsteller." Er lachte herzlich. Dann sagte er und fchaute mich dabei treuherzig an: Seien Sie Solcherart bekannt gemacht, erzählte der nicht bös. Ich will Sie weder beleidigen noch freundliche Herr mir einiges aus seinem Leben tränken. Aber weil Sie gefragt haben: Bei und der Pragis seines Berufes, nachdem er Ihnen möchte selbst ein Anfänger keinen Vermein Interesse an diesen Dingen wohlwollend fuch machen. Sie haben bestimmt höchstens fonstatiert hatte. Schauen Sie meine Sände stvanzig Kronen bei sich." Verblüfft und fast an", sagie er und legte seine wohlgepflegten erschroden tastete ich untvillkürlich nach meiner Finger auf den Tisch, sind sie nicht in der Brieftasche. Wie konnte der Mann das genau Form ganz ähnlich den Händen irgendeines be- wissen? Wenn ich meinen Weißenohne bezahle, rühmten Klaviervirtuosen? Ich habe als einer werde ich tatsächlich meinen letzten Zwanziger Bub jahrelang fleißig und angefirengi Klavier wechseln müssen. Für Menschen meines Be üben müssen. Ich kann heute noch Czernys rufes ist das Leben nicht immer ein Zuderleden. ,, Shule der Geläufigkeit" mit geschlossenen ,, Sie find recht unvorsichtig, lieber Herr", Augen schnell und sicher herunterspielen. Alles auf Anleitung meines lieben Vaters, der der größte und berühmteste Taschendieb war. Ein wahrer König in unserer Branche. Ein wirklich muter Taschendieb ist stets auch ein ausgezeich neier Klavierspieler. Wegen dem Fingerspißengefühl, wissen Sie. Aber schließen Sie aus die fer Tatsache, bitte, nicht darauf, daß jeder Mavic virtuose ein guter Taschendieb sein müsse. hier schmunzelte er etwas spöitisch- ,, gee lingt das sogar meistens durch den Mantel hindurch." Er lachte in sich hinein. Auf diesem Gebiete schien er besonders erfreuliche Erinnerun gen zu haben. ,, Aber Frauen", fuhr er dann fort, ..Frauen sind wahrhaftig nichts für uns. Haben Sie noch nie erlebt, wie eine Frau mitten in der Unterhaltung plößlich in ihre Handtasche schaut und augenblidlich zu schreien anfängt, man habe sie bestohlen? Sie wird sofort alle Anwesenden verdächtigen oder beschuldigen, und wenn die allgemeine Aufregung ihren Höhe punkt erreicht hat und alle Leute verärgert und verstimmt sind, dann findet sie die vermißte Puderdose oder ihr Geldiäschchen oder das wichtige Notizbüchlein friedlich in ihrer Handtasche liegen. Das Risiko, das eine Frau, che man noch ein entseßliches Geſchrei erhebt, ist zu groß." Gelegenheit hatte sich unauffällig zu entfernen, ,, Da haben Sie freilich recht", stimmte ich ihm zu und dachte wehmütig an meine Freundin Erna, der in den ungeeignetsten Situationen, im Kaffeehaus, im Kino, sogar auf Besuch bei mir fortwährend Gegenstände gestohlen" wer= den, die sich bald darauf wieder einfinden, ohne daß das liebe Mädchen Veranlassung nähme, ihr Wehgeschrei oder gar ihre wilden Beschuldigungen harmloser Personen zu entschuldigen. Ach schau mal, du“, sagt Erna dann wohl und reißt ihre schwarzen Augen erstaunt auf ,,, da ist das dumme Ding ja doch in meiner Handtajche!" Womit die Angelegenheit für sie er..Also Männer sind darin ledigt ist. anders?" fragte ich und war beinahe ſtolz darauf, ein solcher zu ſein. ,, Allerdings", sagte er und rief den Zahlfellner, Männer sind ganz anders in diesen Sachen. Und wissen Sie warum?- Der Mann ist ein Denker! Er greift nach seiner Brief= tasche, um zu zahlen. Er findet sie nicht am ge= wohnten Ort. Er faßt in die andere Tasche. Sic ist nicht da. Noch eine Tasche. Kein Portefeuille. Der Mann denkt. Sollte ich sie in den Mantel gesteckt haben? Er steht auf und sieht im Mantel meinte er troden. ,, Wenn ich es nicht schon vor- nach. Nichts ist. Der Mann steht, versenkt beide her gelvußt hätte, ihre unwillkürliche Hand- Hände in die Hosentasche und denkt tief nach. betwegung hat gezeigt, daß Sie Ihre Brieftasche Habe ich sie etwa zu Hause liegen lassen? Oder in der rechten Brufttasche tragen. Doch seien vielleicht im Geschäft, wo ich Rasierseife kaufte? Sie unbesorgt. Sie haben nichts zu befürchten. Er schreit nicht laut auf, der Mann. Er machi Bis ich abreise, werde ich in dieser Stadt sowieso nicht die ganze Umgebung nervös durch den Ruf: -Der nichts mehr machen.". Schon wieder hatte ich, Meine Brieftasche ist gestohlen!" allen Grund, verlegen zu fein. Ich war der Mann denkt. Und bis er ausgedacht hat und zu sonderbaren Situation wirklich nicht gewachsen. dem logischen Schluß gelangt, das verfluchte 6 DEC 3 Ding müsse gestohlen sein, bis dahin ist man| Seine lebte Bemerkung, er fönne ,, felbft mir"| der Portier: Wiffen Sie, mit der Schlüssela längst über alle Berge. Schauen Sie, ich bin gewiffe Dinge nicht erzählen, hatte mir zwar affäre haben wir Sie ganz unnötig vor den ein alter Hase im Beruf. Th verstehe mich auf einen Stich gegeben, aber ich wünschte ihm doch Kopf gestoßen. Bir meinten, er sei verloren, mehr Dinge, als ich selbst Ihnen erzählen nicht nur Glüdliche Reise", sondern sogar aber er hing nur am falschen Hafen." fönnie. Aber mit Frauen habe ich mich niemals der Teufel weiß, wie ich dazu lam„ Gute Großartig", sage ich, bas Bimmer foftet befaßt. Das heißt, beruflich nicht." Geschäfte!" Meinem Freund, dem Läſchen-| fünf Nubel, die Nebenspesen machen sechzehn. dieb. Wieso denn sechzehn", sagt er, und nicht nur acht?" Damit ging er, fich höflich verabschiedend. Der Zimmerschlüssel Von Michael Sostschenko Man fagt mir so oft: Sie haben schon recht lange feine humoristischen Erzählungen mehr geschrieben, Michael Michaelhtsch!" Also gut, ich will mal ein ganz einfaches Thema wählen: Wie ich nach der Krim reiste und mir dort ein Hotelzimmer verschafft:. Ich ging vom Dampfer direkt ins Hotel. Sagt der Türsteher mit einem schiefen Lächeln: Nein, wissen Sie, ich staune über das heutige Publikum. Kaum tommt ein Dampfer an, laufen alle unbedingt zu uns. Wie auf Verabredung. Als hielten wir hier Zimmer für Sie bereit." Schon will ich gehen, sagt der Türsteher mit einem stillen Seufzer:" Ja, ja, ein Unglüc das mit diesen Zimmern. Nirgends eins frei. Bei uns fände fich natürlich noch was, aber.. Reden Sie doch mal richtig mit dem Portier... Sie wissen schon... Das hat er gern.. ,, Bum Teufel nochmal", sage ich, wie unterstehen Sie sich.. Sagt der Portier von seinem Pult aus über meinen Kopf hinweg zum Zürsteher:„ Ich wundere mich über Sie, Fjodor Michailowitsch. Wo- follten wir ein freies Bimmer hernehmen? Wie kommen Sie an den Gedanken? Wir haben zwar noch ein freies Zimmer, aber es fehlt der Schlüssel dazu. Wenn er will, fann er es nehmen." Sage ich:„ Geben Sie es mir, wenn auch ohne Schlüssel." „ Ach, auch ohne Schlüssel?" sagt der Por tier. Also nehmen Sie es. Aber es gibt Diebe bei uns. Es wird gestohlen. Wenn man Ihnen die Gardinen flaut, müssen Sie dafür auftommen." " Sage ich: Schlimmstenfalls würde ich das Zimmer eben nicht verlassen. Nehmen Sie mich doch auf. Nach der stürmischen Ueberfahrt fann ich faum noch auf den Beinen stehen." Gut", sagt der Portier, aber ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß der Schlüffel verloren und das Zimmer abgeschlossen iſt. Sie haben wohl gemeint, das Bimmer ſei nicht abgeschlossen und bloß der Schlüffel verToren?" Aber ich bitte Sie", sage ich,„ was soll ich denn mit einem Zimmer, wo man nicht hineinfann...? „ Das weiß ich nicht". sagt der Portier. ,, Aber ganz wie Sie belieben." Tritt der Türsteher mit vorgehaltener Hand an mich heran und sagt:„ Ich wüßte einen Rat". Ich gebe ihm brei Stubel." Merci", lagt er.„ Wenn Sie wünschen, laufe ich in den Sof, dort arbeitet unser Schlosser. Der könnte 3hr Zimmer mit einem Dietrich öffnen." Es lommt der Schlosser. zu " Ja", sagt der, natürlich; wenn es sich darum dreht; das glaub' ich. Eine Tür öffnen ist eine Meinigkeit.„ Aber", sagt er,„ ich fomme nicht auf meine Rechnung, wenn ich nur deswegen ins obere Stockwerk hinaufgehe. Bei mir hat jede Arbeitsstunde buchstäblich Valutatoert." Ich gebe dem Schlosser fünf Rubel. Er öffnet die Tür mit einem Dietrich und sagt in freundschaftlichem Tone:„ Ja, natürlich; das glaub' ich. Ohne Schlüssel wohnen, hat für Sie wenig Interesse. Sie werden doch essen gehen oder die Heilquellen aufsuchen wollen, statt hier zu fißen wie ein Holzflop." " Ja", sage ich, man müßte sich geradezu einen Diener nehmen." „ Na", jagt er, das käme Ihnen sehr teuer. Aber für einige acht Rubel würde ich Ihnen einen passenden alten Schlüssel herauss suchen." Ein passender alter Schlüffel ist gefunden. Jch liege wie ein Baron auf dem Bett. Gehe fpazieren, fühle mich mit meinem Schlüssel den Nachbarn gleichstellt. Wie ich am Abend ausgehen will, sagt mir „ Mein", fage ich, sechzehn. Dem Zürsteher brei, dem Schlosser fünf und den neuen Schlüffel nochmals acht." „ Für welchen Schlüffel denn?" " Der Schloffer", fage ich, hat mir doch einen ausgesucht." Geftatten" fagt er, sollte der Halunke Ihnen ettoa unseren Schlüffel verkauft haben? Sieh mal an, fagt er, so ist es tatsächlich hier ist er gehangen und jest ist er nicht mehr da. Na warte, bir werde ich schon... " Ihr scheint ja eine richtige Räuberbande zu sein...", sage ich. Der Portier lügt nun drauf los, murmelt eitvas von geringem Verdienst, läßt mich dann aber plöblich stehen, um sich an neu eintretende Gäste zu wenden. Und ich höre ihn sagen:„ Ja, ein kleines Zimmerchen hätten wir noch, aber der Schlüffel dazu fehlt.. ( Deutsch von G. W.) Queen Mary und die Zensuren burfte: ein Geſpräch zwiſchen Mann und Wenn die Königin von England einen Film besucht... MTPL London, Mitte Feber. Eigentlich ist es eine Geſchichte, die in in die Filmrubrik gehört, aber es genauer betrachtet, liefert sie einen wertvollen, wenn auch fleinen Beitrag zu der herrschenden Moralauffassung im England von heute. Vor kurzem besuchte Queen Marh zum ersten Male seit dem Tode Georgs V. offiziell zwei Londoner Kinopremieren, die dicht auf einander fielen, und die selbstverständlich ein großes gesellschaftliches Ereignis waren. Es handelte sich um den Bergner- Film Dreaming Lips" fotvie um den englischen Film Great Barrier" mit der österreichischen Schauspielerin Lilli Palmer. " Frau, wobei er frank im Dett liegt und ſie ſich neben ihn fett. Ferner eine Briefstelle, in der e3 heißt: Unsere Ehe wäre beffer gewesen, tvenn wir ein Kind gehabt hätten." Schließlich drei Kuß- Szenen.• Der zweite Film, den Queen Marh bes suchte, hatte nur zwei Kürzungen zu erleiden, nämlich zwei Tanzszenen, in denen der Star die Röde bis zu den Waden hebt, was zwar im allgemeinen gestattet ist, aber nicht in einem Film, dem die Ehre zuteil wird, daß die Nös niginmutter ihn sieht. Auf diese Weise war nicht nur die Ehre der Königin gerettet, sondern auch der Erfolg der beiden Filmstars, die in der töniglichen Loge gnädigst empfangen wurden. Ob dies auch ges schehen wäre, wenn der gestrenge Lord Thrrell nicht in letzter Minute mit der Schere eingegrifa fen hätte, mag bezweifelt werden... A. W. Filmaufnahmen auf dem Meeresgrund Der Mann mit der Filmkamera hat es Run gibt es in England bekanntlich nicht nur eine Filmzenfur, deren Präfident, der ehrwürdige Lord Turrell, recht streng ist, sondern es existiert darüber hinaus noch ein sozusagen ungeschriebenen Gejebud, Couper längst aufgegeben, Aufnahmen zu ebener Erbe königlichen Familie. Der Film Elifabeth Berg- von einem festen Standpunkt aus zu machen. ners, der im modernen Ehemilieu spielt, war Er steigt mit seinem Bauberkasten mindestens bereits vom Zensor recht erheblich geändert auf das Dach des Wochenschauvagens, wenn es Marh selbst der Premiere beiwohnen würde, gab sich ein Loch zwischen den Schienen der Eiſens worden. Als aber bekannt wurde, daß Queen gilt, Zeiterergnisse aufzunehmen. Er buddelt es zunächst eine fürchterliche Aufregung. Der bahn und duct sich da hinein, mit seiner Stas ehrwürdige Lord Tyrrell entschied, daß ihm in mera, um den Zug über sich wegrollen zu lass der Sonnabend- Nacht der fertig geschnittene sen. Er läßt sich und seinen Apparat am Kühler Film noch einmal privat vorgeführt würde, då des Autos festbinden oder auf dem Tragded mit er endgültig entſcheide, was die Augen der eines Flugzeuges, er hängt sich an dan. Greis Königin ſchauen dürften und was nicht, und siehe fer eines Krans zwischen Himmel und Erde da, es gab nicht weniger als fieben Stellen, ge- ja selbst im Atelier muß er auf Gummirädern gen die sich zwar vom Standpunkie des eng- fizzen, um während der Aufnahmen durch die lischen Durchschnittsbesuchers nichts einwenden ganze Dekoration fahren zu können. ließ, die aber unter gar feinen Umständen der Königin gezeigt werden durften. Der Kulturfilm- Kameramann ist vielleicht noch verwegener und anspruchsvoller. Er steigt auf die höchsten Bäume und fährt ins ticite Bergiverk hinab, stellt sich in Sumpf und Wasser auf, vergräbt sich in Erdhöhlen oder er hängt im Fels über dem Abgrund am schtvantenden Seil, um junge Adler im Nest filmen zu können. Die ganze Nacht über bis zum Sonntag Nachmittag schnitt man im Atelier den Film um, dann erschien Frau Bergner händeringend bei Lord Thrrell und bat ihn, den Film doch nicht völlig um seine Wirkung zu bringen. Ihren Tränen widerstand selbst der Lord nicht völlig. Er nahm zwei Verbote zurück, die übrigen aber Ein Spezialgebiet filmischer Forscherarbeit blieben. Was unter anderem nicht gezeigt wer- ist die Unterwasserkinematographie. deren Er. — 4— -»-,>< r.ltla« c»*|.l Adamson und seht Unglöckswgel gebnisse beit Gelehrten ebenso interessiere» Vie de« Theaterbesucher— vermitteln diese Bilder doch eine» Einblick in Lebensverhältnisse, die «ns allen ohne den Film verborgen»ich nnbe« kannt bleiben wurden. Bor. kurzem wurden an der dalmatinischm Käste Filmaufnahmen von Der»«nd Pflanzenleben auf dem'Meeresgrund der Adria gemacht- Zu diesem Zwecke waren die beiden Aufnahme» apparate in wasserdichten Metallgehäusen so eingebaut, dass die Bildeinstellung und die Auflösung des Antriebwerks von aussen erfolgen konnten. Die Kameramänner, die als Taucher ausgebildet wurden, gingen in normalen Taucheranzügen unter Wasser, nahmen Stativ und Kamera mit und arbeiteten mit ihren Apparaten auf dem Meeresgrund genau so wie soustimAtelier. Künstliche Beleuchtung konnten sie natÄlich nicht äussklleu, sie mussten sich mit dem zerstreuten Sonnenlicht begnügen, dar bei ruhiger Meeresoberfläche in 20 bis LS Meter Waffertiefe noch gerade hell genug war, um die Aufnahme» zu ermöglichen- Auf einem Schiff waren die erforderlichen HikfSapparate, wie Luftpump^Telephonstation, Seil» und Kabelwinden untergebracht; vom Deck der beiden Taucherschiffe aus stiegen die Kameramänner über eine kleine Deppe ins Meer und liessen-sich abstnken, bis sie auf Grund kamen, wo sie Stativ und Kamera ausstellen konnten. In monatelanger Arbeit wurden diese Filmaufnahmen vom Leben der Tiere und Pflanzen auf dem Meeresgrund der Adria gemacht. Sie dienen vor allem der wissenschaftlichen Beobachtung. Wenn darüber hinaus von dem reichhaltige» Anschauungsmaterial, das die tauchenden Kameramänner ans Licht dis Tages brachten, noch ei» interessanter Film für die Borführung im Kino zusammengestellt wurde, der uns einen Blick in eine geheimnisvolle Unterwelt erschliesst, so haben wir diese unterhaltsame Belehrung vor allem dem Wagemut der Kameraleute zu verdanken. Wo bleibt mein Kaviar? Anekdoten um Komponisten Max Reger wurde einst von einer befreundeten, sehr wohlhabende» Familie zur Kindtaufe eingeladen. Der Künstler entwickelte einen sehr gesunden Appetit, besonders der Kaviar hatte eS ihm angetan. Die junge Frau scherzte über die Esslust des berühmten Gastes und versprach ihm, dass er beim nächsten Kind ein ganzes Fässchen Kaviar erhalte» sollte. Rach ungefähr zwei Jahre« erinnerte sich Reger wieder deS grosszügigen Versprechens. Er ging rum Postamt und schickte dem Ehepaar folgendes Telegramm: ,Zaule Bande, wo bleibt mein Kaviar!" Komponiere»— schwierig! Als Giacomo Puccini noch nicht berühmt war, fragte ihn ein Freund: „9hm, in letzter Zeit nichts Neues geschaffen?" „Ach", erwiderte der Maestro, seufzend, „mit dem Komponieren ist er eine schwierige Sache. Kommt einem einmal eia Gedanke, hat man kein Papier, hat man ihn niedergeschrieben, findet man keinen Verleger, hat man einen gefunden, dann zahlt er nicht, ist das Manuskript gedruckt, dann kaust er niemand, kaust er doch einer, dann kann er es nicht spielen, und kann er eS spielen, dann gefällt es ihm nicht.,. Raheliegend... Josef Helmesberger, der ausgezeichnete Operettenkomponist und Schöpfer erlesener Ballettmusik, war wegen seines Humors berühmt. Als er sich wieder einmal einen neuen Frack machen liess, sagte er zu Meister Ebenstem— damals dem berühmtesten Schneider Wiens, der auch ein gmiz vorzüglicher Musiker war: ,Lch wundere mich nur, dass man Sie noch nicht aufgefordert hat, im Leipziger Gewandhaus zu spielen I" Walter Jelen. Schach-Ecke Geleitet von Wenzel Scharocti. Drakowa Nr. 3% Post Modlan bei Teplitz-Schönau. Schachaufgabe Nr. 329. Von Stanislav T r ö a 1 a. (Sammlung Spiel büch er.) Schw.: Kd6, Th8. LdS, Ba6, g3.(5) a b c d et g h 8 W W ZZ U 8 V' E VtA 7 6 »W 8 WsU 6 5 W S 4 JSLELJHLB 4 3 3 V KW 3 - M KAK 2 V W W«W 1 a b c d e t g h Weiß: Ka5. Dfl, Te7. Lf2, Bb5, 07.17. g5, s6.(9) Matt in 2 Zügen! Losungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lbutea der Faaching&aifgaben: Nr. 324: LcS—f4! Kg3—f3 0-011 Nicht ganz korrekt, denn aus der Diagramm« Stellung ist nicht ersichtlich, wo Weiß mit König oder Turm schon gezogen hat. Nr. 825: Bfsxrf en passant! Diese Aufgabe kann man für durchaus korrekt ansprechen, da aus der Stellung beweiskräftig hervorgeht, daß Schwarz nichts anderes als den Bg7 zwei Schritte vorgerückt haben kann. Sichtige Losungen sandten nachfolgende Genossen ein: VaniCek Franz, Hertine; Schöffel An« ton. Schöbritz; Dinnebier Emil. Tetschen; Tepper Franz, Karlsbad; Beutel Wilhelm. Arnsdorf bei Tetschen; Bretschneider Otto. Drakowa; Geißler Josef. Serbitz; Nitsch Rosa, Trupschitz; Habt Erwin. Chlmiak Theo, Schindler Robert. Freund 1 Anton, Tyle Vladimir. Holfeld Otto. Lohmüller Hans, sämtliche Nestersitz; Richter Karl, Politz&./E.; Hy na Josef. Hostomitz; Berger Josef. Kleinaugest; Triltsch Gustav. Wister- schan; Walter Ludwig. König Anton, Steinwitz Han«, sämtlich Kwitkau. Arbeiters« hach Im Teplitzer Bezirk wurden in der 1. Runde der heurigen Bezirksserie folgende Ergebnisse erzielt: Abt. Kwitkau gewann gegen Teplitz II. Mannschaft mit 6:2 Punkten. Zuckmantel gewann gegen Abt. Wisterschan mit LH: 1% Punkten. Die 2. Runde wird am 7. März 9 Uhr früh ausgetragen. Es spielen Abt. Wisterschan gegen Abt. Kwitkau in Wisterschan„Lassas“ Gasthaus. Sektion Teplitz L Mannschaft gegen„Atus" Zuckmantel in Teplitz„Hotel Laurer**. Kampfrichter stellt Teplitz n. Mannschaft. Im Bodenbacher Bezirk gewann im Ausscheidungsspiel Eulau B gegen Rosawitz B mit 4%: 3% Punkten. Eulau B spielt nun die Bezirksmeisterschaft der A-Klasse als„Aufstiegsmannschaft** mit. Infolge Teilnahme an der Wintersport-Olympiade konnten im Bodenbacher Bezirk die Serienspiele Eulau: Aufstiegsmannschaft und Bodenbach: Tetschen nicht absolviert werden. Das einzige Serienspiel Rosawitz gegen Seidnitz brachte eine Ueberraschung und den Rosawitzern einen schönen Sieg. Ergebnis 6Vi: Punkte für Rosawitz. Fortsetzung der Spieleinteilung. 3. Bunde am 7. März halb 9 Uhr vormittags. Rosawitz gegen Krochwitz in Rosawitz„Bergmannwerke**. Aufstiegsmannschaft gegen Tet- scben in Eulau ,.Arbeiterheim". Eulau gegen Seidnitz in Eulau..Arbeiterheim**. Schiedsrichter stellt Bodenbach. 4. Bunde am 14. März, halb 9 Uhr vormittag», Tetschen gegen Eulau in Altstadt„Arbeiterheim**. Krochwitz gegen Aufstiegsmannschaft in Krochwitz„Arbeiterheim**. Bodenbach gegen Rosawitz in Bodenbach„Volkshalle**. Schiedsrichter stellt Seidnitz. 3. Bonde am 21. März, halb 9 Uhr vormittags. Aufstiegsmannschaft gegen Bodenbach in Eulau ■..Arbeiterheim**. Eulau gegen Krochwitz in Eulau..Arbeiterheim**. Seidnitz gegen Tetschen In Seidnitz„Preinl-John**. Schiedsrichter stellt Rosawitz.