BUNTE WELT Nr. 11 Rudolf Steiner: Unterhaltungsbeilage Liebe zu Franziska Im lezten Jahre des großen Krieges er- Lachner fümmerte sich faum um Franziska. Er cignete sich in dem bekannten süddeutschen war mit seinen Schmerzen beschäftigt und hatte Badeort K. eine Begebenheit, die um ihrer all- nur den einen Gedanken, bald wieder gesund zu gemein- menschlichen Tragik willen wert ist, der werden. Etwas später, als er Franziska immer Vergessenheit entrissen zu werden. um sich fühlte, spürte er, daß da ein Wesen war, das es gut mit ihm meinte. Das ihn hegte und pflegte, wie die Mutter es früher getan, und ein Gefühl der Dankbarkeit stieg in ihm auf. Bett verlassen und einen fleinen Spaziergang Zwei Wochen später durfte er endlich das Ein junger Mensch, der achtzehnjährige Infanterist Rudi Lachner, der auf Grund eines schweren Herzleidens für dienstuntauglich erklärt worden war, wurde nach Bad K. geſchickt, um sich dort einer längeren Kur zu unterziehen. Nachdem er sich vorschriftsmäßig bei dem Teitenden Arzt gemeldet hatte und untersucht worden war, wurde ihm seine Stube zugetvie sen, die er mit zwei Kameraden zu teilen hatte. Diese beiden, alte Feldsoldaten, von denen der eine einen Lungenschuß und der andre einen Beinschuß abbekommen hatte, betrachteten das junge Bürschchen als einen unwillkommenen Zuwachs und sie versteckten ihre Abneigung feines wegs hinter höflichen Redensarten. So hatte es sich Bernlochner, der Mann mit dem Lungenschuß, zur Gewohnheit gemacht, an Lachner3 Bett zu sizzen zu husten und zu spuden, um ihm damit ſein Leiden aus aller Nähe zu demonstrieren. Rudi Lachner, der sich seiner Jugend wegen und seiner Krankheit, die ja eine eigentliche Kriegsverletzung nicht war, vor den beiden Soldaten ein wenig schämte, versuchte durch ein freundliches Gespräch, durch Eriveisung fletner Gefälligkeiten die Sympathie der beiden zu erringen. Traf von zu Hause ein Bäckchen ein, das Tabat und Zigaretten enthielt, so belam Baghalter( das war der andre) sein Teil ab und die Estvaren teilte er mit Bernlochner. Anfänglic Tachten die beiden über diese gutgemeinten Bestechungsversuche, da sie aber keine Naturen waren, die lange Ueberlegungen anstellten, so erschienen ihnen diese Zuweisungen Lachners mit der Zeit eine Selbstverständlichkeit, die weder Dant noch einen Gegendienst erheischte. Rudi Lachner blieb vorläufig noch betts lägerig und so ergab es sich, daß er eine Kraft benötigte, die ihm das Eisen brachte, das Beit richtete, furz die Verrichtungen tat, deren ein Stranker bedarf. Mit diesem Amt wurde die Schwester Franzista beircut. Diese Franziska, die aus der Umgebung von Bad K. stammte und seit zwei Jahren hier ihren Dienst versah, war eine hübsche und aufgeweďte Person mit ihren zweiundzwanzig Jahren, die sich vorzüglich darauf verstand, mit den Mannsbildern umzugehen. Ihr Wort allein schuf Ordnung und wenn sie lachte oder lachend sich irgendwelche Zudringlichkeiten verbat, so gehorchten ihr die Soldaten, als hätte ein Vorgesetzter ihnen Befehl erteilt. Ohne besonders gebildet zu sein, besaß sie die natürliche Gabe, das richtige Wort zu finden und für die Nöte der andern einen Trost zurechtzuschneiden, daß es seine Art hatte. Diese Franzista also, die ein paar prachtvolle schwarze Augen und eine Figur besaß, die jeder Städterin Ehre gemacht hätte, war zur Pflegerin des jungen Soldaten bestellt worden. im Sturgarten wagen. mit. Er brachte Franziska ein paar Blumen Als Bernlochner und Waghalter Lachner mit den Blumen anfommen sahen, grinsten sie. Franziska errötete über diese Aufmerksamkeit. Aber sie nahm die Blumen gern. Als sie zwei Tage später allein mit dem Rudi Lachner im Bimmer war, sagte sie, ohne einen bösen Ton in der Stimme, er möge derartiges in Zukunft bleiben laffen. Die andern würden darüber nur unnötig reden und das sei nicht gut für sie beide. ... Der September begann mit Regen. Und es regnete vierzehn Tage hindurch. Die Wälder, die noch im schönsten Laubschmud standen, sahen plöblich verdrießlich aus und der Duft der Wiesen und Aleder, der am Abend durch die geöffneten Fenster drang, hatte sich ************* Am letzten Acker Ich lieb' did Land Wo meine Väter schritten, Mit brauner Hand Die schweren Aehren schnitten Wohl an die sechsmalhundert Jahr... Dich teures Land, 1 Das erst aus Sumpf und Axen Mit Beil und Brand Sie famen zu erbauen Und mit den Schwielen ihrer Hanb... Dich heil'ges Land, Dem meiner Bäter Sen Nnd ihre Schand, Ihr Glück und ihre Tränen Wie einer Mutter war bekannt... Das mancher Fehd' Mit Urkraft widerstanden, Trot Preuß und Schwed Und Unzeits Räuberbanden Aufs neue immer war ergrünt... Dich starkes Land, Das meine Ahnen nährte, Wenn Schicksals Hand Ez manchmal auch zerstörte, Zu prüfen ihren starken Sinu... Dich lieb' ich, Land, Wenn auch am leisten Arfer Mit schwacher Hand Ich mich zu Tode racer Lieb' ich dich doch: bis in den Tod! Erwin Klement. 1937 in einen faulen, modrigen Geruch verwandelt. Die Sonne hing wie ein erstorbenes Auge an einem trostlosen Himmel. Es war die Stimmung, die dem Spätherbst und Winter vorangeht. Man war ans Zimmer gefesselt, selbst um auf der gedeckten Veranda zu liegen, war es schon zu fühl. Bernlochner und Waghalter saßen spielten Domino oder Halma. Sie langweilten im Zimmer auf ihren Betten oder am Tisch und jich. Und aus Langeweile verspielten sie manchmal ihre Löhnung. Dann kam es vor, daß sie zu Lachner gingen und ihn anpumpien, um sich heimlich ein Glas Bier oder eine Zigarre zu leisten. Der junge Soldat hatte sich von den beiden abgesondert. Er las oder er lag in eine Wolldecke gewickelt auf der Veranda und träumte betrachtete die Berge und Wälder, die leicht vernebelt vor ihm aufstiegen, wie ein gewaltiges dunkles Gemälde. An einem Tage, als der Lachner nichtss ahnend im Kurgarien ſpazieren ging, e3 war Mittwoch und Franzistas Ausgehtag, begegnete er ihr. Sie stand mit Berulochner zusammen auf der gegenüberliegenden Straßenſeite vor einem Stino. Der Soldat redete heftig auf das Mädchen ein, das zu zögern schien. Dann verschwans den beide im Eingang des Theaters, Der Rudt Lachner spürte plöslich ein wehes Gefühl in seiner Brust. Hatte sie es nicht abgelehnt mit ihm spazieren zu gehen? Warum hatte sie das getan? Genierte sie sich, weil er hier der Züngste war? Er mußte unvermittelt daran denten, ob Waghalter von der Verabredung der beiden etwas wußte. Abends berichtete er dem Kameraden mit wem er die Franziska gefehen hatte. Waghalter stutte einen Augenblid, dann nahm sein Gesicht einen höhnischen Ausdruck an und mit einer wegwerfenden Handbewegung bemerkte er: Die Weiber sind alle. worauf ein derber Frontausdrud folgte. Lachner schämte sich. Bisher war ihm die Franziska unnahbar erschienen. Jetzt begriff er.. Am nächsten Morgen lauerte er ihr auf. Sie machte eben die Beiten, da irai er von rüdwärts auf fie zu. Sie spürte feine Ans näherung und drehte sich blizschnell mm. Sie fah ihm ins Gesicht. Lachner zitterte vor Aufregung und brachte keinen Ton hervor. Be schämt und wortlos schlich er sich aus dem Zimmer. Am gleichen Abend fand zwischen Bernlochs ner und Waghalter ein Gespräch statt. Wagbalter:„ Du Sepp, der Lachner Rudi hat dich s'jehn, wie du mit der Franziska' gangen bist..." Bernlochner siebt böse aus. ,, Smsoso. Kann scho sein. Bart's eahm ebba net? Braucht's grad fog'n. Was mischt der sich denn in mei Sach. Dem schlag ich die Knochen kapuit, bal er von der Franziska was will..." Er spuct in breitem Bogen ins Zimmer. Waghalter sagt höhnisch:„ Und mir.. was täit' n nacher mit mir- moan i verstehst wann i... du Großmail but..." Und den letzten Satz drohend:„ Tös fag i - den Buben Taft stehen. Der is no m Sir fahuldig... Der is anders, als wir... Und was die Franziska anlangt, mit der gehst du nimmer ins Kino, gell Bernlochner ist aufgesprungen. Er will ettvas ertvidern, aber er bringt feinen Ton hervor. Langsam geht er aus dem Zimmer. Nachmittags liegt er mit rotem Kopf im Bett und hat Fieber. So vergehen unmerklich die Tage. Der Lachner hat keine Ruhe mehr. Er muß immer es an Franziska benken und anfangen könnte mit ihr allein zu sprechen. Er geht mit einem sctveren Kopf herum und tommt zu feinem Entschluß. Endlich, an einem Sonntag sett er sich hin und schreibt ihr einen Brief. Ganz kurz, daß er sie am Mittwoch treffen möchte und daß sie am Brunnen auf dem Markiplaz auf ihn warten soll. Und dann ist Mittwoch. Und Lachner wartet und die Franziska kommt wirklich. Der junge Soldat ist stumm vor Glück und Verlegenheit. Er lächelt und drüdt dem Mädchen die Hand. Dann gehen sie ein Stück den Wald hinauf, der gleich hinter dem Ort beginnt. Sie überlegen pas fie beginnen sollen. Das Mädchen schlägt einen Ausflug nach der„, Saline" vor und Lachner ist einverstanden. Unten am Ufer warten sie auf den Dampfer. Eine Stunde dauert die Wasserfahrt, die durch ein herrliches Stüd Landschaft führt. In riesigem Bogen dehnen sich zu beiden Seiten des Flusses die Wälder blau und blank wie eine Achatschale wölbt sich der Himmel über dem Dunkel der Tannen. Später fißen die beiden in einer Waldwirtschaft an einem groben Holztisch- trinken Milch und essen ein Butterbrot dazu. Ringsum ist große Stille. Die Franziska fieht den jungen Soldaten an. Mit einem liebebollen, fast mütterlichen Blid. Sie faßt seine Hand und beginnt zu reden: Was hast dir denn denkt, wie du mich mit dem Bernlochner Biehn hast?" Sie fährt ihm durchs Haar und streichelt sein Gesicht. Er weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Er antwortet nicht. Er hat jetzt seinen Arm schüchtern um die Hüfte des Mädchens gelegt. Er tätschelt leicht ab: My geht the Geficht. Sie mehrt wann's jemand ficht." Aber sie meint es nicht ernst. Ganz bersonnen sieht er jetzt aus, der Lachner Rudi. Und mehr, als spräche er im Traum, als zu ihr, sagt er:„ Ich hab dich lieb."- Nur diesen einfachen Sat. Das Mädchen lächelt. Aber plötzlich zittert es und ist dem Weinen nahe. Sie schaut den Rudi an sie sieht ihm ganz tief in die Augen; und während er seine Hände auf ihren warmen Arm gelegt hat, sagt fie: ,, Aser was... das is doch net dein Ernst." Und dann reden sie eine ganze Weile nichts mehr. Biz sie endlich zu lachen anfängt. Er ſchaut noch immer ganz benommen aus. Da fagt sie in leichterem Zon: Nudi, was willst'n Tacher von mir..."- Sie ist so gut zu ihm. Es iſt dunkel geworden. Man muß nach Hause gehen. Sie haben sich untergehaft. Wie weich die Schritte im Wald verklingen, so, als ginge man auf Samt. Die Franziska bleibt plößlich mit einem Mud stehen. Sie schaut den Rudi an. Faßt seinen Kopf und füßt ihn auf den Mund. Er traut sich nicht, sie wiederzufüssen. Er hat noh Angst vor der Liebe. Dann stehen sie am Dampfersteg und fahren zurück. Jetzt ist die Franziska wie verwan delt. Am Markiplab macht sie sich schnell los und sagt hastig: Adjes, Rudi- und erzähl die andern nig davon."- Und weg ist sie, ehe er den Mund auftun fann... [ lochner- den Sauterl wann i mit der Fran-[ rumtreibt bei der Nacht... Du Hund- du ziska erwisch, nacher passiert was... Und fatrischer."- Bernlochner pfeift Teise durch die der Bernlochner rächt fich auf seine Beise. Er Zähne. Aber er sagt fein Bort. Das reizt den macht der Franziska den Hof. Er ist bettlägerig, andern noch mehr. Er springt auf und brüllt: teil das Wetter im Herbst boshaft und launisch Wia is dös jetzt mit der Franziska- du, ist. So ist die Franziska jest viel um ihn. Der die g'hört mir- mir g'hört's!" Waghalter schäumt vor Wut. Was will denn dieses gesunde Weibsbild von dem Todestandidaten? Er, der Waghalter ist doch ein ganzer Kerl trop seines steifen Beines. ( püren alle Beteiligten. Auch die Franziska. Seit ein paar Tagen läuft sie verstört herum, hat verheulte Augen und sieht hundsmäßig aus. Der Bernlochner hat sich wieder hochgerappelt. Und dann kommt der Mittwoch, an dem es passiert. Die beiden, die Franziska und der Bernlochner, sind verschwunden. Es wird Abend und Sie sind nicht zurück. Waghalter und Lachner liegen in der dunklen Stube in ihren Betten und warten. Der Junge verzehrt sich vor Sehnsucht. Und Angst hat er obendrein. Wenn der Waghalter wirklich Ernst macht mit seiner Drohung... Für den Waghalter liegt die Sache flar: Der Bernlochner muß weg... Und wenn die beiden nicht wiederkommen... Der Waghalter bebt vor Wut. Ein Haß ist das, der sich entladen muß... Drüben im Bett liegt der Bub und fürchtet sich. Der Waghalter hat für alle Fälle sein Messer unters Kopfkissen gelegt. So gegen elf Uhr kommen sie endlich. Lachner ist mit einem Schlage wach. ,, Sie kommen!" ruft er aufgeregt dem Kameraden zu.„ Halt's Maul! antwortet der grob. Der Bernlochner tritt ins Zimmer. Zündet eine Kerze an und beginnt sich auszuziehen. Der Waghalter hat sich aufgerichtet und schaut dem Kameraden zu. Er holt tief Atem, ehe er das Reden anfängt: So oana bist also, Bernloch ner, der wo sich mit die anständigen Mädel A Dred g'hört dir du Mauſheld dir.. Und jetzt vaziagst disonst vergiß i, wo mir fan..." Bernlochners Hände zittern. Seine Pupillen find riesengroß. Der. Waghalter ist finnlos bor ut. Er ſpringt auf:„ Du Hund - zoag miserabliger dir zoag i'3."- Er stürzt sich auf den Name= raden. Sticht zu. Bernlochner bricht mit einem furchtbaren Schrei zusammen. Rachner rennt aus dem Zimmer und macht das Haus rebellisch. Auf der Treppe stößt er auf Franziska:„ Der Bernlochner is erstochen!" schreit er. Die Fran= ziska wird totenbleich. Sie sieht aus wie geistesgestört. Sie will ins Zimmer zu Bernlochner. Aber man läßt sie nicht. Eine Stunde später kommt die Polizei, nimmt den Tatbestand auf und verhaftet den Waghalter. Der Bernlochner wird verbunden. Es ist nur eine tiefe Fleischwunde, aber der Blutverlust ist groß. Dem Lachner wird eine andre Stube zugewiesen. Am nächsten Morgen ist alles sehr ruhig. Rudi Lachner sitt in seine Wolldede eingewidelt auf dem Balkon. Heute ist der Himmel grau und Wald und Berge sind eine feuchte und uns durchdringliche Wand. Er sucht sich das ganze zurecht zu denken. War das Wirklichkeit oder ein böser Traum, der ihn genarrt hat? Er weiß das Schlimmste noch nicht. Daß fie die Franziska heute früh tot auf dem Bahndamm gefunden haben. Sie hat sich überfahren Tassen. Aus Lebensüberdruß. Daß sie ein Kind erivartet hat, erfährt tein Mensch. So teilen fie dem Rudi Lachmer nur den einfachen Tatbestand mit. Er weint fassungslos, als er es hört. Er lann das alles nicht begrei fen. Er hat das Mädchen doch lieb gehabt. Er hat nie erfahren, warum die Franziska fich getötet hat. Luftkampf über Madrid Madrid, im Feber 1937. Die„ Grand Via", die ich langsam entlang schlendere, diese herrliche Straße, in der sich Prachtbauten an Brachibauten reihen, kann jich ganz gewiß mit der Leipziger Straße in Berlin oder einem der großen Boulevards in Paris meſſen. Großstädtischer Verkehr durch wogt sie. Auto hinter Auio. Dazwischen immer wieder die landesüblichen zweiräderigen Bauerntarren, mit drei Pferden bespannt, immer eines vor dem andern. Jedes Auto trägt eine Flagge, da sieht man eine rote mit Hammer und Sichel, dort eine rot- ſchwarze, die Fahne der Anarchisten, oder, und das die meisten, eine rot- gelb- violette, die Farbe der spanischen Mepublik. Beit und breit sieht man feinen Polizisten oder eine andere beamiete Person, die den Verkehr regeln würde. Jetzt und jetzt glaube ich, ein Zusammenstoß sei unvermeidlich, wenn aus den Seitenstraßen Autos herausrasen und in die„ Grand Bia" einbiegen. Im lezzien Augenblid gelingt es ihnen aber steis, um Saaresbreite vorbeizukommen. Da Irgendwo heult eine Sirene auf, langAutos der Straße ein. Ein Höllenkonzert bricht gezogen, dumpf. Im Nu fallen die Eirenen aller los Fliegeralarm - 1 Zwischen dem Bernlochner und dem Wagbalter ist es zu einer offenen Feindschaft gekom-| An den Straßeneden sammeln sich Leute men. Sic reden nicht mehr miteinander. Einmal an und blicken gespannt gegen Himmel. Andere fast der Waghalter zu Lachner:„ Den Bern- leilen der nächsten Untergrundbahnstation zu. Die Autos suchen so rasch wie möglich die Seitengassen zu gewinnen. Die Straßenbahn bleibt mit einem Rud stehen und die Insassen vers lassen fluchtartig die Wagen. Autos mit Be= waffneten tauchen auf. Fern, am Horizont des leuchtenden blauen Himmels, sieht man viele Kleine schwarze Punkte. Feindliche Flieger! Jetzt wird auch Motorgeräusch hörbar. Geschüßfeuer ist deutlich wahrnehmbar die Flad- Batterien beim Kriegsministerium. Näher und näher kommen die Flugzeuge. Alles flüchtet in die Haustore. Auch ich suche eiligst in eine Toreinfahrt zu gelangen. Das Motorgeſurre wandelt ſich zum Dröhnen, die Flieger sind beinahe ober uns. Ich zähle achtzehn dreimotorige BombenflugJeuge.... -Eine ungeheurige Detonation erschüttert die Luft jezt noch eine-- und noch eine--! Der Luftdrud wirft mich ettvas unsanft an die Mauer. Ich bin ein wenig benommen. Plößlich reißt mich ein Schrei meines Nebenmannes auf: Nuestros, nuestros!"( Un fere, unfere!) Alle Augen blidten zum Himmel. Sechs Jagdflugzeuge rasen mit phantastischer Schnelligkeit heran und den Angreifern ente lachen einander an und zeigen mit den Fingern gegen. Die Menschen in meiner Umgebung in die Luft. Ueberall fieht man Menschen aus den Häusern stürzen, selbst aus der Untergrundbahn lommen sie hervor. Die Straße füllt sich. Alles schant gespannt dem dort oben beginnen 3 Da stürzt einer, eine weiße Rauchwolf: Madrids Verpflegung gesorgt hatte, obgleich hinter sich herziehend. und dort noch einer! 1 - Dort auch einer! der Feind vor den Toren stand, fielen ihr die Arbeiter, die sie auf der Straße begegneten, bewegt um den Hals und sagten: Marguerita, du hast uns gerettet." den Luftkampf zu. Maschinengewehrgefnatter| braucht. Die Stadt ist ihr Heim" geworden, ihr starker Sinn für das wirkliche der Dinge tönt herab. Da..! ihre eigene Wirtschaft“. Nachdem fie für und für die Leitung einer Birtschaft. Die Intellektuelle, die am Athenäum vielbewuns derte Vorträge hielt, verpflegt heute Madrid.. Die Umstände, unter denen sie ihre Leistung bollbringt, geben ihr etwas von einem Epos. Aus der bescheidensten der Tätigkeiten hat fie ein Apostolat gemacht und mich beschäftigt der Gedanke, daß fie, wie andere vor ihr, unserem Alltagsleben als Hausfrauen und Parteis genoffinnen einen tiefen und unerwartet neuen Sinn verliehen hat. Die Menschen auf der Straße geraten in Ekstase. Sie werfen Kappen und Müßen in die Luft und tanzen und schreien... Weiter und weiter weg von unserem Blazz zieht sich der Luftkampf. Und bald ist von den Fliegern nichts mehr zu fehen-- Nach einiger Zeit heulen wieder Sirenen auf: Fliegerangriff abgewehrt! Die Straßenbahnen und Autos beginnen wieder zu fahren, die„ Grand Via" be= tommt ihr altes Gesicht. Oder doch nicht ganz? Biele, viele Sanitätsambulanzen und Feuerwehrauios rasen der Straße entlang. Ich beschleunige meine Schritte. Bald aber kann ich nicht mehr weiter, die Straße ist abgesperrt. Jenseits der Absperrung sieht man einen rauchenden Trümmerhaufen. Eine Fliegerbombe hat dort eingeschlagen. Es gelingt mir, an die Unglüdsstätte heranzukommen. Tote und Verwundete werden abtransportiert. Feuerwehr und Militär durchsuchen den Schutthaufen, der vor einer Stunde noch ein sechsstöckiges Gebäude war. Herzzerreißende Szenen: Kinder schreien nach ihren Eltern, Eltern nach ihren Kindern. Einer Frau muß mit Getvalt ihr totes, über und über mit Blut besprizes Kind aus ihren Armen genommen werden Könnte man doch alle die Staatsmänner, die diplomatisch- ruhig, fühl- überlegen der Entwicklung des faschistischen Generalsfrieges ausehen, könnte man doch die Verantwortlichen, -könnte man die Kriegsheber vor diese Mutter stellen! Josef Herbert Schilling. Eine Hausfrau an der Arbeit Von Isabelle Blume Im allgemeinen haben die Männer sehr viel Berachtung für alles, was wir tun, mit der einzigen Ausnahme unserer Hausfrauenarbeit. Sie schätzen ein gut gehaltenes Haus und eine forgfältige Küche. Zweifellos haben sie darin gar nicht unrecht, um so mehr, da die Hausarbeit, mit Verstand geleistet, den Frauen einen Sinn für das Wirkliche gibt, der den Männern oftmals abgeht. Ich fand einen Beweis dafür erst jüngst in einer Geschichte aus der spanischen Revolution, die mir unsere Freundin Marthe Huysmans erzählt hat. Es war zur Zeit, als die Regierung, um die Organisierung des ganzen Landes zu fichern, Madrid verlassen mußte. Ein einziger Mandatar blieb in der Stadt: eine Frau, unsere Genossin Marguerita Nellen. ( Jene tapfere herrliche Frau, die fürzlich vom Blatt der tschechischen Agrarier als Hure beschimpft wurde.) Alles war weg und alle Türen hatte man offen stehen lassen. Marguerita ließ sie schlieben und brachte die Akten, die aufbewahrt were den sollten, in Sicherheit. Am nächsten Tag war Madrid ohne Fleisch. Marguerita nahm eine Handvoll Milizleute, ging ins Schlachte haus, ließ das dort vorhandene Vieh schlachten und Madrid hatte zu essen. Häuser wurden bombardiert, Frauen und Kinder standen obdachlos auf der Straße. Man brauchte Unterkünfte. Marguerita fand Unterfünfte. Für die Verwundeten, für die ObdachIofen, für die Hungernden Marguerita ist immer da. Als vorbildliche Hausfrau denkt sie an alles für die andern. Sie hätte weggehen können, aber fie ift geblieben. Sie könnte sich in ihrem Haus versteden, aber sie kommt und geht unter den Kugeln und den Bombardements, weil man jie Das Bombardement geht weiter. Marguerita bleibt und arbeitet treu auf ihrem Poften. Was ihr in diesem Augenblid am besten zustatten kommt, ist nicht ihre Kultur, nicht ihre Bildung, nicht ihr Talent, sondern Bücher stehen zu Diensten Hymnus auf die Public Library Von Peer John( London) Dide Bände sind über die unvergleichliche historische Werke und vor allem natürlich die Bibliothek des Britischen Museums geschrieben eigentliche Belletristik: Romane, Dramen, Lyrik, worden, über ihre berühmten Besucher, ihre die klassische englische Literatur, aber auch viel Bücherbergwerke, ihre 55 Meilen Regale. Ich Modernes- wenn auch nicht gerade das Allers aber will das Preislied der bescheidenen Public neueste, so doch Neues und auch noch Umstrittes Library fingen. 3.2 Millionen Bände stehen im nes, den Lesern zur selbständigen Urteilsbildung Britischen Museum- 36.8 Millionen aber in dargeboten. Wohl mag man in den Liefen der den unscheinbaren Bezirksbibliotheken in Lon- Bücherschränke auch noch, did gebunden, das don und der englischen Provinz. Marg und Maz- Protokoll des Kongresses der Gasgesellschaften zini, Carlyle und Tennyson dachten und dich aus dem Jahre 1871, die Neuesten Erfinduns teten im Lesesaal des Britischen Museums gen" aus dem Jahre 1885 und ftaubbedeckte John Smith und Peggy Brown, der dienstfreie Reisebeschreibungen aus den sechziger Jahren Autobusschaffner, die arbeitslose Stenotypistin, entdecken, die seit einem Menschenalter nicht der junge Student und der alte Pensionist, das mehr aus ihrem Fach geholt wurden; aber das englische Volt liest und lernt in der find Ausnahmen, die gewaltige Mehrzahl der Public Library. Sie steht jedermann offen, sie Bücher hier lebt und wird gelesen, wie die eina tostet keinen Penny, sie verheißt von der Straße geklebten Entleihzettel zeigen. weg Abenteuer des Geistes. Es ist unabſchäßbar, wieviel sie in aller Stille, unbeachtet von den geschäftigen Beobachtern des englischen Lebens, zur Geistes- und Charakterbildung des englischen Wolfes beiträgt. Sind die Engländer insular? Ihre Publie Libraries jedenfalls sind es nicht. Nicht nur in Uebersehungen enthalten fie Gothe und Schiller, Molière und Voltaire, Dante, den„ Don Quijotte" und alle die anderen Nassischen Sie ist eine öffentliche Einrichtung in die Werke der Weltliteratur, nebst vielen modernen sem Lande der privaten Institutionen, von den Schriftstellern, Franzosen und Standinaviern Lokalbehörden im eigenen Wirkungskreis er vor allem, Tolstoi und Gorki, Pirandello und richtet, nach eigenem Ermessen ausgebaut. Aber Tagore fie haben überdies auch fremdspra nichts Amtlich- Behördliches haftet ihr an. chige Abteilungen: deutsche, französische, schwes Freundliche, helle Säle mit behaglichen Siß- difche, nortvegische, russische, spanische, lateis gelegenheiten, abgeteilten Nischen für ganz nische, griechische, orientalische Literatur. In stille fonzentrierte Lektüre fein Maffenlese meiner Public Library finde ich in der deutschen betrieb, in der Atmosphäre etwas von dem ful- Abteilung unter anderen Gottfried Keller und tivierten Komfort eines englischen Gelehrten- C. F. Meyer, Gerhart Hauptmanns gesammelte heims. Freier Zugang zu den Bücherregalen, Werte, Schnißler und Thomas Mann, dent Schmölern und Stöbern nach Herzenslust und Streit um den Sergeanten Grischa" und sogar nur die eine Bitte, die entnommenen Bücher Rosegger. Und an den Wänden des Vorraumes nicht selbst wieder zurückzustellen. Keinerlei hängen unter den Stichen und Photos der Gros formalität, ein jeder kann ungefragt die ßen der englifchen Literatur, von Chaucer Bibliothek ben üben und nur das Ent- und Shakespeare bis Shatv und Wells, in der leihen von Büchern ist auf dieinigen be- gemeinsamen alphabetischen Reihe als Gleiche schränkt, die im Bezirke wohnen oder arbeiten. unter Gleichen Gothe, Schiller, Heine, Anatol Die Beamten diskret im Hintergrund, aber stets France, Ibsen, Maeterlinc. bereit zu helfen und zu raten, den Weg im Bücherlabyrinth zu weiſen. * " Frei, aufgefchloffen und weltenweit, fosmes politisch im besten Sinn ist der Geist, der meine Public Library durchzieht. In dem BücherVom Telephonbuch bis zum Handwörter- schrank vor mir steht ein ägyptisches Wörterbuch, buch der Philosophic finden sich alle erdenklichen das mich schon lange reist, ihm eine freie habe Nachschlagewerke in der Referenzabteilung einer Stunde zu widmen; zu meiner Linken fißt ein großen Public Library: Fahrpläne, Bädeder, dunkelhäutiger malaiischer Student, vertieft in Wörterbücher, Lerika, technische und wissen- eine englische Uebersetzung von Burdhardts schaftliche Bestimmungsbücher, Briefmarken-..talienischer Renaissance"; zu meiner Rechten fataloge und Lloyds Schiffahrtsregister, Atlan- ein weißhaariger Mann, die gefurchte Stime ten und Chroniken, eine umfangreiche Shake- über seltsame Schriftzeichen gebeugt indrich, speare- Literatur natürlich, Literaturgeschichten arabisch, afrikanisch? ein ausgedienter fro und 2- treschichten, Kunstgeschichten und Kul- Tonialbeamter vermutlich, der sich nun in das turgeschichten, nationalökonomische und sozial- Schrifttum des Bolles versenkt, das und dejen wissenschaftliche Enzyklopädien, die heiteren Sprache er in seinen aktiven Jahren zu beherra Sammelbände des Punch" und die ernsten der schen hatte... Times" und vieles andere mehr. In der Berleihabteilung gibt es nebst reicher Fachliteratur Das ist meine" Public Librarh. Andere, Gärtnerei und Philosophie, Technik und die ich gaftweise besuche, haben andere Eigen Handelshunde, Handfertigkeit und Sport selbst- heiten, wenn aus die freie und kultivierte verständlich, Sprachen und Kunstgewerbe Atmosphäre überall gleich bleibt. Biele haben Biographien, Reisebücher, zeitgeschichtliche und Zeitungsfäle, in denen alle großen Tagess 1 " F - 4sie auch nur den fünften oder sechsten Teil da von erfaßt, so teilt sich das geistige Leben, das sie erregt, doch der ganzen Nation mit. Die geistige Kleinarbeit, die sie im englischen Volke leistet, ist in ihrer Art gewiß nicht minder be= deutsam als die Großtaten des Geistes, die vom Lesesaal des Britischen Museums ihren Ausgang genommen haben. Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32, Post Modlan bel Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 331. Von Philipp Klett, Schwarz: Kd5, Bb5, b6, d7, e6.( 5) a b c deig b لا الله 3 1 41 bcd 8 7 5 4 3 1 1 2 h Adamson und sein Muskelstrecker blätter, von ganz rechts bis ganz lints, auflies| auf den Kopf der Bevölkerung als jede andere gen; die meisten Beitschriftenzimmer mit den Stadt. wichtigsten politischen, wirtschaftlichen und belLetristischen Wochen- und Monatsblättern; neun unter zehn reichhaltige Kinderbüchereien und eigene Kinderlefefäle; manche auch Musikbiblios theken, in denen von den englischen Madrigal Lomponisten bis zu Hindemith, Raval und Stravinsty alle wertvollen Musikverke- Lies ber, Mavierkompositionen und Partituren entlichen werden können. Weiß: Kd3, Dc1, Sc8, Bb4, d6.( 5) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Pusch Brunno, Krischwitz b. Tetschen; Nitsch Arnsbritz, Waniček Franz. Hertine; Ulbert Ru Freundl Anton, Chimiak Teo, Holfeld Otto, Loh müller Hans, Tyle Vladimir, sämtlich Nestersitz; Walter Ludwig, König Anton, Steinwitz Hans, sämtlich Kwitkau: Geißler Josef, Alt- Serbitz; Havel Franz, Modlan; Eichler Grete, Drakowa: Hyna Josef, Hostomitz: Bergen Josef, Kleinaugest; Triltsch Gustav, Wisterschan. Lösungszug zu Nr. 328: Dh4-07! Oft ist die Public Library auch mit einem Lokalmuseum verbunden; auf dem Lande be nossen ein: Richter Karl, Politz a. E.: Tepper Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge sonders wird sie zum kulturellen Zentrum des Franz. Karlsbad: Dinnebler Emil, Tetschen: Distrikts, Kunstausstellungen, Kurse, Vorträge Rosa. Trupschitz: Beutel Wilhelm, werden in ihren Räumen veranstaltet. Ich kenne dorf bei Tetschen: Schöffel Anton. Schö eine Bibliothek in einer der rapid emportvach- dolf, Proseditz; Habl Erwin, Schindler Robert. fenden Rundfiedlungen Londons, die von mehr als einem Viertel der Bewohner durchschnittlich jede Woche besucht wird; im Sommer fönnen die Leser dort im Garten unter schattigen Bäumen fißen und in der Kinderabteilung werden den Meinen, die noch nicht lesen können, Ges schichten aus den Bibliothekbüchern vorgelesen. Höhere Schulklassen in London wie in der Pros vinz werden von Zeit zu Zeit in die lokale Bibliothek geführt, um in der ſyſtematischen Benüßung der Referenzbibliothet zu Studienund Nachschlagezwecken untertviesen zu werden. Arbeiterschach. langten Nachricht beteiligen sich nur die SektioNach einer aus dem Aussiger Bezirke eingenen Nestersitz und Kleische an der diesjährigen Bezirksmeisterschaft. Diese Nachricht ist um so unerfreulicher, als in diesem Gebiet die Sektionen Schönfeld. Großpriesen und Kleinpriesen sonst aktiv arbeiteten. Vereinsturnieres der Sektion Kleische: Nachfolgend bringen wir die Ergebnisse des Vereinsmeister wurde Genosse Erich Aron mit 8 Punkten. Es folgen: Pristasch 6 Punkte: DuWendler je 4 Punkte: Guth und Schulz je 3 P.: bitzky Josef 5½ Punkte: Dubitzky Herbert und Kolenko 2½ P., Hubler und Friedenthal keine Punkte. Jede Public Library ist eine Individualiat für sich: erwachsen unter dem Einfluß der jeweiligen Lokalbehörde, sehr abhängig von threm Verständnis und, nicht zu vergessen, ihrer Freigebigkeit, geprägt von dem Geschmad ihrer Bibliothelare und nicht minder ihrer Leser, deren Buchtoünsche nicht nur durch einen Bentralverleih, der alle die Einzelbibliotheken umfaßt und berbindet, befriedigt werden, sondern auch, wenn irgend möglich, durch Anschaffung der gewünschten Bücher in der betreffenden Der Typus des Bücherwurms ist in Engs Bibliothek felbst. So kommt ca, daß die Public land felten. Aber kaum irgendwo sonst spielt Library im Malerviertel Chelsea besonders heute das Buch eine so große Rolle. Jm verreich an Kunstbüchern ist, die in Whitechapel gangenen Jahr sind hier an die 17.000 neue eine große Sammlung von Judaica" aufweist Bücher erschienen, zwei in jeder Stunde, Tag und die im Bezirk Bermondsey mit seinen vielen und Nacht, Woche für Woche, Monat für Lederfabriken am Themseufer auf Fachliteratur Monat. Die Bücherrubriken der Tageszeitungen, über Gerberei und Schiffahrt spezialisiert ist. besonders aber die vielen Riesenseiten Buch Es gibt bescheidene fleine Dorflesesäle aber besprechungen in den seriösen Sonntagsblättern, In einem Nest in Buckinghamshire mit 160 Ein- von angesehenen Schriftstellern und Stritifern wohnern hat die Bibliothek 3380 Bücher! berfaßt, der Raum, der dem Buch auch in der und stolze Londoner Bezirksbibliotheken mit populären Presse noch gewidmet ist, zeugen für behr als 100.000 Bänden. Die städtische lebendigen Widerhall. Die Auflagen sind im Bibliothek in Birminghamn zählt 925.000 allgemeinen wohl geringer als in Deutschland Bände, die Public Libraries in Liverpool ver- oder gar in Rußland. Aber das weitverzweigte Teihen jährlich 6,841.000 Bücher, Manchester Bibliothekivesen macht das wett. An allen macht die größten Aufwendungen, auf den Kopf Straßeneden sind in den letzten Jahren Der Bevölkerung gerechnet, für das öffentliche rascher noch als Milchbars und Teestuben Büchereiwesen( und: was Manchester heute die Zwei- Penny- Leihbibliotheken aus dem Botut, tut ganz England morgen"), Cardiff aber, den geschossen; sie versorgen die Leschungrigen mitten im Elends- und Arbeitslosengebiet von mit den Modebüchern, Detektivgeschichten, Wales, hat den Ruhm, die belesenste Stadt Thrillers". Das hochtvertige Lesegut vermittelt scheint, daß Altmeister Krochwitz in diesem Jahr Rosawitz ist diesmal sehr gut in Fahrt, es Großbritanniens zu sein seine öffentlichen die Public Library. 96.5 Prozent der englischen die Führung an Rosawitz abgeben wird. Bibliotheken haben und verleihen mehr Bücher Bevölkerung leben in ihrem Bereich. Und wenn Nach der 3. Runde führt Rosawitz mit gegen Abt. Wisterschan mit 6: 2 Punkten. Im Teplitzer Bezirk gewann Abt. Kwitkau Sektion Teplitz schlug die Sektion Zuckmanterlegenen Mannschaften unkomplett an. tel mit 7: 1 Punkten. Allerdings traten beide unDie III. Runde wird am Sonntag, den 21. März, Teplitz I. Mannschaft in Kwitkau. Kampfrichter ausgetragen, Es spielen: Abt. Kwitkau gegen Gen. Berger, Zuckmantel. Teplitz II. M. gegen Abt. Wisterschan in Teplitz Laurer" Kampfrichter Gen. Patz, Zuckmantel. Beginn 9 Uhr vorm. Runde der Bezirksserie folgende Ergebnisse erIm Bodenbacher Bezirk wurden in der dritten zielt: Rosawitz gegen Krochwitz 6: 2 Punkte für Rosawitz! Euiau A gegen Seldnitz 4: 4 Punkte. Eulau B gegen Tetschen 8: 0 Punkte für Eulau B. zweiten Male nicht in der Lage, antreten zu kön nen. Die Sektion Tetschen war leider schon zum 3 Siegen 20% Punkten.