BUNTE WELT Nr. 16 Oskar Baum: Unterhaltungsbeilage Der Fall Makanski ,, Sie werden sehen, daß es ein Unrecht war, sich vor der Wahrheit zu fürchten", sagte der kleine Mann so treuherzig, als ob er es wirklich meine. Auch wir hier sind wie alle Menschen sofort zu überzeugen, wenn wir erst einmal die Aufrichtigkeit merken. Und welch ein beseligendes Gefühl wird es für Sie sein, tvenn Sie nichts mehr zu verheimlichen haben." Sie lachte ihm ins Gesicht. Sie werde es auch vor dem Richter beschwören, sagte sie beruhigt; das würde ihm gar nichts helfen. 1937 mit dem Geständnis der wahren Sachlage um Fortgehen im Hause niemandem begegnete, beden Betrag für ihre Rettung gebeten hätte, achtete er nicht. Was hätte es ihn bekümmern hätte man ihr ihn vielleicht nicht verweigert, sollen? Dann, bei der Rückkunft, als er schon ihn zumindest als Vorschuß gewähren können. das geschlossene Haustor aufsperren mußte, Nun aber das müsse sie einsehen tonnte es ihm noch weniger auffallen. Er kam habe sie das selbst unmöglich gemacht. Das fähe mit einem flaren und, wie er glaubte, sehr ia wie ein Schuldbekenntnis aus. flugen Feldzugsplan heim, aber als er die Küche betrat, fand er das Mädchen leblos auf dem Fußboden neben dem Herd liegen. Er ftürzte ans Telephon und rief die Rettungsstation an. Er dachte natürlich nur an einen Krankheitszustand, eine Ohnmacht oder dergleichen und war froh, sie auf diese Weise wenigftens aus dem Hause zu bekommen. Aber als die Leute mit dem Wagen kamen, rührten sie sie nicht an. Sie verständigten die Polizei. Das Mädchen war tot. Mit den bloßen Händen er würgt. Die ungläubige Verwunderung Mas fanstis, als er das hörte, entlastete ihn nicht. Er war der einzige, der als Täter in Bes tracht fam. Das grelle Licht der Tischlampe fiel auf die Hände des Untersuchungsrichters. Die Uhr hinter ihm an der Wand tiďte lauter in den Er war von Natur nicht jähzornig, aber Bausen des Gesprächs. Josef Makansti, Dispo- nun schrie er sie so wild an, daß sie erschrocken nent der Handels- und Verkehrsbank, in dem zwei Schritte zurückwich und stürzte davon. Er mun merkwürdig tveit hinter ihm liegenden lief eine Stunde ratlos in den eistalten StraLeben, saß leicht vornübergeneigt und machte ben umher, sich zu fassen und zu überlegen, den Eindruck, als ob er angestrengt nachdächte. was in solcher Lage zu tun fei. Daß er beim Aber es ging alles durch ihn hindurch, was et hörte, als sei er ein Hohlraum. Es verließ ihn wieder. Er konnte es nicht halten. Die Wahrheit hatte er schon geſagt, einige Male; Die Autodafé glaubte man ihm nicht. Nun forderte dieser Mann, der es offenbar ehrlich meinte, er solle irgend etivas anderes sagen, das man ihm glauben fönnte. Und dann würde alles gut sein. ernit Makanſki gehörte zu den Menschen, die auch das Peinlichste und Heikelste unbefangen sagen können, wenn es sich als notwendig erweist. So hatte er denn erzählt, daß seine Frau, mit der er schon eine Reihe von Jahren verheiratet war, ihn sehr verwundert abwehrte, wenn er zärtlich oder gar feurig wie vor der Hochzeit oder in den ersten Ehemonaten werden wollte. Wenn sie sich nicht nachsichtig überwand, zeigte sie offen, daß es ihr deplaciert erscheine. Kühle, gewohnte Umarmungen fand sie diesem Stadium der Ehebeziehungen angemessen. Gemeinsam die Sorgen tragen, den Wohlstand erhalten und mehren, kurz und abgeklärt als Freunde das Leben teilen, war nun ihre natürliche Bestimmung. Da gab es an jenem Abend, als er aus dem Büro heimTam, plöblich eine Katastrophe. Die Frau war fort. Auf einem Bettel standen nur die Worte: ,, Die Katti ist guter Hoffnung." Katti, das war das Dienstmädchen, ein hübsches, junges Ding, dessen ungewöhnliche Tüchtigkeit und übereifrige Zuvorkommenheit ihm längst ein wenig unheimlich gewesen war. Er ging in die Küche hinaus. Dort saß das Mädchen und weinte. Sie blieb auch ihm gegenüber bei der Behauptung, er sei der Vater des Kindes, das sie erwarte. Ganz ruhig und gelassen sah sie ihm dabei in die Augen. Ja, aber Er schüttelte, zunächst noch eiwas belustigt, den Kopf. Auch sie lächelte. Was könne ihm denn so viel daran liegen? meinte sie. Er brauche nur das Geld herzugeben, damit sie das Kind loswerden könne und alles sei wieder in Ordnung. Sie könne sich das Geld auf andere Weise nicht beschaffen. Ihm aber mache doch ein solcher Betrag nichts aus! Vergebens versuchte er ihr zu erklären, daß sie durch diese Finte, die ihr vielleicht ihr Geliebter eingegeben habe, sein Leben, seine Ehe zerstören fönne. Wenn sie seine Frau oder ihn 1536: Zündet an die lodernden Flammen auf dem Platz von Badajoz, bringt die Keher aus dem Turme vor die Kirch' von Badajoz. König Philipp steht als Säule auf dem Erker von Badajoz. König Philipp will euch segnen, hört's, ihr Bürger von Badajoz. Seht die Freiheit dort verrauchen auf dem Platz von Badajozl 1936: Zündet an die lodernden Flammen auf dem Platz von Badajoz. Legt zu Haufen tote Proleten vor der Kirch' von Badajoz. Mammons Sendlinge find gekommen, hört's, ihr Toten von Badajoz. König Philipp läßt euch segnen, hört's, ihr Henker von Badajoz. König Philipp ist auferstanden, hallt's durch die Straßen von Badajoz. König Philipp wütet im Norden, hört's, ihr Toten von Badajoz. Kämpft, ihr Menschen auf der Erde, kämpft um euer Badajoz. Sorgt, daß nie mehr Menschen brennen auf dem Play von Badajoz! Karl Johanne 8. ( Aus einer Gedichtsammlung Spanten"). Das weiße Licht der Tischlampe fiel auf die gepflegten, ettvas plumpen Hände des Untersuchungsrichterz. Die Wanduhr hinter ihm tidte unerträglich laut. Er war fein guter Mensch, aber vielleicht ein guter Untersuchungsrichter. Er hielt es nicht für zweckmäßig, Mafansti zu berichten, daß man endlich den Liehs haber des Mädchens ausfindig gemacht hatte, einen wegen feiner Gewalttätigkeit berüchtigten Fleischergesellen und daß die vorgefundenen schmußigen Fingerabdrücke an verschiedenen Gegenständen in der Küche zumindest dessen Anwesenheit an diesem Abend äußerst wahrs scheinlich machten. „ Nun?" fragte der Richter, als die Pause fich allzu lange hinzog und Makanski immer noch stumm, bornübergeneigt dasaß, und kein Zeichen des Interesses von sich gab. ,, Sie müssen doch zugeben, daß Ihre Frau irgendwelche Anhaltspunkte für ihren Verdacht gehabt haben. muß, wenn sie der Bezichtigung des Mädchen sogleich vollen Glauben schenkte, ohne nur überhaupt Ihre Verteidigung abzutvarten.". Ueber Makanstis Gesicht ging ein Aufleuch ten der Befreiung. Er begann ettvas zu faffen. Was ihn so sehr niedergedrückt hatte, war das quälend Sinnlose an dem ganzen Fall gewesen Tollpatschig hatte ein blöder Zufall sein Leben, das in ruhigem, ernſten Streben nicht ohne Opfer und Mühen aufgebaute, zerstampft. Der irrsinnig grinsende Stumpffinn des Geschehens war ihm unerträglich gewesen und hatte alle seine Willenskraft gelähmt. Jegt wurde plötzlich doch so etwas wie ein uriächlicher Zusammenhang, wie eine Schuld erkennbar. Nicht die Schuld eines Menschen, aber die Schuld eines Begriffs, eines sittlichen Erzie Gungsergebnisses, einer gesellschaftlich vereinbarten Vorspiegelung. Warum hatte seine Frau dem Mädchen geglaubt? Weil seine fnabenbafie Sehnsucht nach Verliebtheit, sein Zärtlichkeitsverlangen noch ganz so da war wie ehedem, als sie es noch erwiderte. Sie fühlte sich betrogen und in ihrer tiefsten Seele beleidigt, als fre bachte, daß er es einer anderen zuivende, obs gleich the dadurch nichts verloren ging und er die Ehe, wie sie fie nun wünschte, in allem getreulich und mit rührender Sorgfalt für fie erfüllt hatte. Sie fand es unerträglich und mit ihrer weiblichen Würde unvereinbar, noch eine Nacht mit einem solchen Mann unter einem Dache zu verbringen. Mit einem solchen Mann! Dalanſti mußte lädeln. Ur fand, daß es an feinem Wert und Charakter nichts geändert hätte, wenn er dem in letzter Zeit so einladenden Benehmen des hübschen jungen Dings wirklich ,, berfallen" wäre. # Als man vor besagtem Fleischergesellen den vermuteten Vorgang des Verbrechens am Tatort rekonstruierte, brauchte es kaum mehr feines Geständnisses, so deutlich sprachen seine verschreckten Mienen voll abergläubischer Angst. Er hatte gedacht, das Mädchen habe das Geld von ihrer Herrschaft nach seinem unfehlbaren Rezept schon herausgeholt und verheimliche es -21 ihm, um auch von ihm den Betrag zu erpreffen.| Maria Gardos: Dadurch war er so in Raferei geraten want to fit made einer Entlaffung Pepi a drohte die ums aus dem Gefängnis von der Leitung seiner Die Erde erdröhnte... Von unsichtbaren Bant in eine entfernte Filiale verseken. Alle Bliben mit Elektrizität gesättigt Belt glaubte, er holle vor allem zwiſchen fich frit deſpanntes a frengen, bie ein algu und seiner Frau einen möglichst weiten Raum straff gespanntes Drahtseil... Ueber die Fahrlegen, aber er nahm fte mit flight ble tille quo- babm ethob fich eine Barrilabe, errichtet a vinzstadt. Er söhnte fich mit ihr aus, die sich ihm rasch herbeigeschleppten Bausteinen, aus Pyras mit zaghafter Bitte um Verzeihung kaum zu miden entwurzelter junger Bäume, aus hers nähern gewagt hatte. Sie war ja nicht schuld. ausgeriſſenen Geschäftstüren und aus Sie hatte nach den Begriffen, die ihre Seele gestürzten Wagen der Straßenbahn. mit dem frühesten Erwachen des Gefühls von Friedlich begann die Masse ihren Demons überallher eingeatmet hatte, richtig, ja vorbild strationszug: Arbeit!- Brot!"; die Rufe lich gehandelt: Reine Liebe oder keine! Die flangen mehr müde als drohend. Scharf ers Luft war schuld, die um ihre Seele geleht hatte. flang aus den ungeübten, aber doch wohlflin Auf einem Wolfengebilde unwahrer Liebeschre genden Tönen der Sopran der Frauen: thronten in schwindelnder Höhe unerbittliche Unsere Kinder hungern!"... Fordernd und Forderungen, die ihr armes Gemüt verwirrten, unaufhaltsam schwebten diese Stimmen über das sonst wohl in natürlicher Vernunft geurteilt die Masse, wie Sommerfäden, drangen durch und gehandelt hätte. die gefchloffenen Fenster, als ob sie ihr Recht forderten: überall und ausnahmslos gehört zu werden. Goldsicheres Gold... " Die Hüter der Ordnung nahten im Laufs schritt... Die Erde dröhnte unter ihren schwes ren Tritten... Das Echo der polternden, wuch tigen Tritte widerhallte furchterregend. Friedliche Passanten, eingeschüchtert, drückten sich brüden fie eingängen zu verschwinden. MTP. P a r i 3, Anfang April. dieses Stahlgewölbe mit dieser Mauer wird In dieſem Frühjahr wird die Banque de Junter allen Umständen unbeschädigt bleibent.e France ihren schon vor Jahren begonnenen Baut Auch in den Vereinigten Staaten hat man zur absoluten Sicherstellung des französischen alles getan, um die Goldvorräte für jede Goldschazes beenden. Es handelt sich um eine Kriegseventualität sicherzustellen. Der größte gigantische unterirdische Festung, die da geschaffen wurde, gleichsam eine Maginot- Linie der Goldbortung und nur noch vergleichbar den Borkehrungen, die schon vor einiger Zeit die Bank von England getroffen hat. Was die Bank von Frankreich betrifft, so hat man 15 Meter unter der Erde eine riesige Höhle aus dem soliden Felsen gehauen, der den Grund von Paris darſtellt. Die Höhle bedeckt ungefähr zweieinhalb Quadratkilometer, so daß hier im äußerſten Notfalle, nämlich wenn Paris einem heftigen Luftbombardement ausgesetzt sein sollte, das gesamte Perſonal der Bank von und das sind immerhin rund 3000 Personen hier untergebracht und auf Wochen hinaus beköstigt werden kann. Frankreich Hinter der Barrikade drängte sich die Teil des amerikaniſchen Goldſchayes befindet Noch nie empfanden sie es so wirklich: was Maffe entschlossen, noch mehr zusammen. fich im United States Affah Office". Aehnlich wie in Paris hat man hier die Stahl- Busammenhalten bedeutet... Der aus der fammern in die Felsen gehauen. Im Gegensatze innersten Verborgenheit ihrer Herzen und Sees aber zu London und Paris haben sich die Brot!" erlahmte nicht, aber er wurde auch len hervorsprudelnde Rhythmus: Arbeit! Amerikaner mit einem berhältnismäßig fleinen unterirdischen Raum begnügt, in dem außer nicht schärfer, als ob die Härte des ewigen Huneinem kleinen Aufenthaltsraum für die Bewa- gerns eine Gleichrichtung beſorgt hätte. chungsmannschaft gerade noch Plab für die Goldbarren ist. Man geht jezt aber mit dem Gedanken um, die Höhle zu erweitern, um notfalls Platz für das Personal der Staatsbant zu schaffen. Der besondere Triumph des amerikanischen Safes ist jedoch die Tür, mit der sich die von Paris nicht messen kann. Sie wiegt über 60 Tonnen und ist dennoch so phantastisch fonstruiert, daß man sie ohne die geringsten Schwierigkeiten mit einem Finger der Hand auf- und zuschwingen kann. Freilich muß man dazu eine Reihe von Schlössern geöffnet haben, und das Geheimnis, sie zu öffnen, ist nur sehr wenigen Personen in Amerika bekannt. Der Chiffre- Schlüssel zu dem Schloß an dieser Tür wird ebenso ängstlich behütet wie die Generalstabspläne der amerikanischen Armee. Die Höhle selbst erreicht man durch einen Fahrstuhl innerhalb des Hauptgebäudes der Bank. Vom Fahrstuhl aus geht man zuerst durch einen langen, gepanzerten Tunnel, an dessen Ende sich eine Tür befindet. Es ist eine ganz besondere Tür, fie wiegt nämlich nicht weniger als 14 Tonnen und schwingt auf Schienen vor und rüdwärts. Gleich hinter der Tür ist wieder ein Fahrstuhl, mit dem man noch tiefer fährt, und der zu einem zweiten, eben- Möglicherweise werden alle diese modernen falls gepanzerten Tunnel führt, an dessen Aus- Goldhöhlen noch von den Schatzkammern übergang sich die feuerfesten Stahlgewölbe befinden, troffen werden, die unterhalb des Neubaues der hinter denen die Goldbarren aufgestapelt liegen. Reichsbank in Berlin in aller Stille ſeit einigen Andere gepanzerte Seitengänge führen zu den Jahren hergerichtet werden und von denen es proviſoriſchen Büros und den sonstigen Aufent- heißt, daß sie Wunder der Technik und Erfinhaltsräumen: Auch in London befinden sich die Goldfammern unter der Erde. Der Zugang ist durch cine 20 Fuß starke Mauer geschützt. Innerhalb dieser Mauer sind Stahlwände eingelassen, die in drei Schichten gebaut find, jede Schicht hat # Gegenüber, an der anderen Straßenseite, kommandierte der Polizeioffizier: ,, Halt!" Die Wachleute richteten sich militärisch aus Herzbeklemmende Sekunden Die Maſſe weicht nicht... Die färbigen Kopftücher der Frauen schillern in der Frühlingssonne Nun fordert der Offizier die Masse auf, auss einanderzugehen und sofort donnert die Ants tvort:„ Arbeit!- Brot!" Ohne mit den Wims pern zu zuden, kommandiert der Offizier: ,, Eins. zivei..." Er geht selbst mit gutem Beispiel voran. Sorgfältig bisiert er den ihm gegenüber stehens den Demonstranten. Aber sein Arm scheint plößlich zu erzittern, die Pistole in der Fauft scheint zu wanken, als er das Geficht des Des monstranten erblidt. Pepi stand ihm gegens über... Pepi... Der Martör seines Stamma cafés, mit dem er ein Großteil seines Lebens verbrachte. Seit etwa zwanzig Jahren bediente ihn Pepi tagtäglich, brachte ihm seinen„ Jaus sen- Kaffee". Plöblich sieht er Pepi als ganz jungen Grünschnabel, als Piccolo, der ihm die Beitungen brachte. Pepi mit dem tiefen Kniger, sobald er ihn erblickte und nach den Zeitungen stürmend... Pepi war als Kellner erstklassig. Nie mußte er gerufen werden. Er erschien wie Solche Anlagen kosten viele, viele Mil- hingezaubert, sobald man seiner benötigte. Er lionen, es geht freilich auch um Milliarden- erriet es unfehlbar. wenn„ Herr Rittmeister", werte. Andererseits könnte man fragen: was wie er ihn nannte, in redseliger Stimmung dungskunst darstellen sollen. Aehnliches berichtet man übrigens aus Rom, Tokio und Brüssel. in drei Gdidien Hönnte man fragen: toe, wit; ta bejpradj er mit pajfender Ehrerbietung halb der einen Stahlschicht befindet sich überdies wenn ein kommender Weltkrieg alles, was sich alle Tagesereignisse und Probleme des Lebens. noch ein schmaler feuersicherer Gang aus porö- über diesen Höhlen befindet, zerstört und ver- Sobald er aber bemerkte, er beginne lästig zu sem Metall. Dieser enthält eine Röhrenleitung, nichtet? Werden diese Goldbarren wirklich die werden, verschwand er, wie in der Versenkung, in der sich eine besondere flüssige Kühlmischung einzigen„ Kulturwerte“ sein, die die Menschen um bei der ersten Geste des Rufens- fofori befindet, die die eventuelle Sprengung der Mauer aus der nächsten Weltkatastrophe retten werden? wieder beim Tische zu erscheinen. Bepi umtvob durch Size- man denkt vor allem an Brand- Nach den Anstrengungen, die man macht und ihn mit feltener Dienstbeflissenheit. Bald bomben und ähnliches verhindert. Wenn nach den Wunderbauten, die man ausführt, schmeckte ihm der Kaffee schal, wenn Pepi feis alles in London in Schutt und Asche fallen scheint es wirklich so, als ob man nichts anderes nen freien Tag hatte und ein anderer Kellner sollte und die Bank von England ebenfalls. retten volle als Gold... R. C. ihn bediente. An solchen Tagen war der Herr Rittmeister" unzufrieden, unfreundlich und fchlechter Laune. -3freundlich und Tom Greyword verbrennt Weizen Er gewöhnte fich an Pepi, wie an einen lieben Kameraden, der in seiner zurüdhaltenden, lugen Art unterhaltend war, ohne den zwiſchen ihnen beſtehenden gesellschaftlichen Abftand auch mir mit einer vertraulichen Geste zu überschreiten. Wie oft fagte er zu Pepi in einem Anfluge überschäumenden Sympathiegefühls: Bepi, brauchen Sie mal was im Leben, wenden Sie fich an mich." Pepi nahm dankend lächelnd zur Kenntnis, ohne hievon jemals Gebrauch zu machen. Jetzt stehen fie fich gegenüber, ein Irrtum ist ausgeschlossen. Pepi trägt auch jetzt den schwarzen Fradanzug. E ſcheint, daß er ſich das r Demonstration angeschlos= aus dem Dienste, aus dem fen hat, nahen Eccafé herauskam. Im Offizier schien sich etwas zu regen. Irgendetwas, wie Menschlichkeit Sein Hera schlug heftig, es flimmerte ihm vor den Augen. sein erhobener Arm erbebte. Wie! Er soll auf Bepi feuern! Wer wird ihm nachmittags den Kaffee vorfeben? Blöblich verspürte er einen Alpdrud, seine Augen trügen: aber das ist doch unmöglich Pe pil"... Pepi ist doch nur ein Kellner; er dachte nie daran, daß Pepi auch Mensch sei... Er erinnerte fich jest, wie oft Bepi über feinen Heinen Buben sprach, der jetzt die erste Volksschulflaffe besuchen soll; stolz, mit glänzenden Augen, glücklich... Aber natürlich: ist er Vater, dann auch ,, Menfch". Vielleicht ist er fogar organisierter Arbeiter, Sozi... Der Arm des Offiziers audte instinktiv. Daß er nie daran dachte!... Pepi sprach aber nie davon.. Plötzlich bemächtigte sich seiner eine Aufregung, eine innere Empörung. Da hat mich der Pepi ja betrogen; er hat mich genarrt; er hat mir nie bekannt: er sei rot". Eine schäumende Wut peitschte sein Blut, daß sein Geficht pupurn erglühte. Seine Stimme wurde hart, der Arm straffte sich: ,,... drei. Feuer!" und er preßte den Finger auf den Abzug feiner Pistole. Das Geschoß zischte im Fluge. Hinter der Barrikade stürzte der erste Demonstrant, mit erhobenen Armen tot nach borne: es war Pepi, der es büßen mußte, daß er auch Mensch war. Viktor Adler: Nieder mit der Gemütlichkeit! Bekanntlich ist der Mkohol zu allen Dingen gut. Er regt an, er beruhigt, er macht träftig zur Arbeit, er läßt die überspannten Nerven abflingen; er macht tapfer und schneidig, er macht umgänglich und gemütlich, Kurz, der Alkohol ist unentbehrlich für das Wachen, für das Schlafen, er ist der Freund der Menschen bei Tag und Nacht. Von Fritz Hoff Hätte man Tom Greyword nach feinem toliterveise in den Hudson gegossen werden, und er hätte feine rechte icht war der Weizen dran. Ehrliche Arbeit! jebigen Beruf gefragt Antwort geben können. Was hätte er auch Vielleicht nicht? Man tat, was der Boß einem fager sollen? Weizenberbrenner? Milchtweg- hieß, und Freitag gab's dafür Geld. Er war gießer? Baumwollvernichter? Das find doch lein Gangster, der alte Lom, er war eine ehrteine Berufe, zum Teufel! Zum Beispiel hätte liche Haut, und daß er sein Lebtag ſo ehrlich ge» er sagen können: Bergarbeiter. Aber es war wesen war, das war sein Gtola. schon lange her, feit er zum lebten Male eingefahren war. Damals hatte er noch Haare auf dem Kopf gehabt und Zähne im Maul, da mals fonnte er noch nicht so gut durch die große Bahnlüce vorne spuden, wie er es iebt gerne zu tun pflegte, wenn er gut aufgelegt war. Und gut aufgelegt war er fast immer, der alte Tom. Er war nicht so leicht unterzukriegen, dazu hatte er zu viel mitgemacht, dazu wußte er au gut, wie es ist, wenn einem der Wind um die Ohren pfeift. Nee, der alte Tom Grehword wußte Bescheid mit dem Leben, zum Donnerwetter... Sie hatten ihn alle gern, die Kumpels. Sie freuten sich, wenn er einen Schtvant aus seinem Leben zum besten gab. Vielleicht schnis er manchmal ein bißchen auf dabei was machte das schon? Der Schelm faß ihm in den Augenwinkeln, die verräterisch zudten, wenn er es gar zu toll trieb in seinen kleinen Geschichten. Ja, Bergarbeiter war er gewesen, aber vorher war er zur See gefahren, rund um die Welt; er hatte in den Schlachthöfen Chicagos gearbeitet und auf den Schiffswerften von Neto Orleans; er war Lotse getvesen auf dem Misfifsippi und Goldgräber in Klondyke; er hatte Expeditionen zum Amazonas begleitet und in der Hudsonbai Walfische gefangen, der alte Tom. Und jetzt verbrannte er eben Weizen. Warum follte er feinen Weizen verbrens nen? Er machte sich keine Gedanken darum. Sollten die Herren fich die Köpfe darüber zerbrechen, was sie mit ihrem Weizen machten. Denn es war doch ihr Weizen, nicht wahr? Ob fie Brot davon buken oder ihn den Schweinen verfütterten oder ihn verbrannten es war nicht seine Sache. Seine Sache war, ordent lich einen Sad nach dem anderen in den großen Fabrikkessel zu schütten und achtzugeben, daß das Feuer nicht ausgehe, denn dann hätte die Fabrit aufhören müssen, Erntemaschinen zu fabrizieren. Beizen? Weizen heizte gur. Hätte man ihn beauftragt, statt des Weizens bielleicht Tannenzapfen in den Keffel zu werfent oder Hemdentuch, er hätte es ebenso gemacht, ohne lange zu fragen. So trottete er nun jeden Morgen um 6 Uhr zur Fabrik, jeden tlbend zwischen 4 und 5 Uhr zurüd, zufrieden, daß er wenigstens diese Arbeit hatte. Bvci, der Lohn war nicht hoch. Er war niedri. Er war jogaz miserabel, hurd3mis rabel. Aber er war heffer als nichts. Zum Weizenverbrennen braucht man schließlich keine Facharbeiter. Da war ein Stundenlohn von zwölf Cenis durchaus angemessen. Angemessen für den Fabrikanten, wohlverstanden. Nicht angemeffen für Tom. Vierzig Stunden in der Warum sollte er feinen Weizen verbren- Woche für 4 Dollar 86 Abzüge für alle mög nen? Weizenverbrenner werden gebraucht; nachlichen Versicherungen, Steuern, Abgaben 1 Dois Bergarbeitern und Walfischfängern, Expedis| Tar 24, Elieben 3 Dollar 56. Emen runden tionsführern und Werftarbeitern war keine Dollar bekam jede Coche die Wirtin für 13 Nachfrage also verbrannte man Weizen. Er Bett, in dem er schlief. 50 Cents sparie er für hatte schon eine getvisse Praris in derlei Be- die Beit, in der es tenen Weizen zu verbrennen rufen, das ging nun schon drei Jahre so, daß geben würde, fann man mit 2 Dollar uni 6 man ihn als Zerstörer beschäftigte: mal mußte Cents eine Woche leben? die halbe Baumtvollernte in Alabama wiebes eingepflügt werden, mal mußte die Milch helCon fernte. Grubre es zu fönnen. VisDu tas muß riching erzählt werden. Man gehören seinem eigenen Selbst, feiner Familie,| hirne verwenden kann, die Arbeit an der Be feiner Klaffe. Das ist die einzige Beit, die er freiung der Arbeiterklasse bedarf flarsehender, feiner Belehrung, seiner Erholung, der gewerk- faltblütiger Menschen, bedarf gefunder Gehirne. fchaftlichen Organisation, bem politischen Kampf widmen kann. Die Hoffnung auf die Zukunft der Arbeiterklasse beruht auf der Revolutionierung der Gehirne. Darum ist ihr größter Feind, wer diese Gehirne verdirbt, wer sie schwächt in ihrer Funktionsfähigkeit. Das aber tut der Alkohol Wer wird dem Müden nicht Erholung gön nen, und fern von uns sei es, als griesgrämige Spielverderber auftreten zu wollen. Aber dar über darf nicht vergessen werden, daß wir das Leben des Proletariats erheben tvollen und müssen, daß die Zeit seiner Muße zugleich die Freilich sagen fie: ,, Ohne Bier feine Ge- einzige Zeit für seine Befreiungsarbeit ist. Sein mütlichkeit!" Nun wage ich zu sagen: Die Arbei- Wort Lassalles wird öfter zitiert als das, das terschaft hat keinen größeren Feind als diese er im Arbeiterprogramm" aussprach:„ Die berdammte Gemütlichkeit! Ich hasse sie, diese Arbeiter sind der Fels, auf dem die Kirche der Dieses Vorurteil zu brechen ist schiver. Schlaffheit mit kurzatmigen Aufregungen, diese Zukunft gebaut werden soll", aber viel seltener Dem Arbeiter aus feiner eigenen Pragis zu spießerhafte Simpelei, deren letter Steigerung denken wir an die Worte, die er diesem Say beweisen, was das wissenschaftliche Experiment das letzte Wort des gemütlichen Wienertums ist: vorausschickt: längst bewiesen hat, daß der Alkohol feine Ar- Verkaufts mei G'wand, i bin im Himmel!"..Die hohe, weltgeschichtliche Ehre der Bea beitsfähigkeit nicht erhöht, sondern bermindert, Der grundlose Optimismus, wechselnd mit zustimmung der Arbeiterklasse muß alle Ihre Ge= fcheitert oft daran, daß die Versuche meist zu Erzessen neigender Aufgeregtheit, das ist die danken in Anspruch nehmen. Es ziemen Ihnen Kurz, ganz unkontrolliert und vor allem feines Stimmuung, die durch den Alkohol befördert wird nicht mehr die Lafter der Unterdrüdten, noch tega objektiv gemacht werden. Aber daß der Ar- und die niemand so gefährlich ist als den die müßigen Berstreuungen der Gedankenloien, beiter das Stüd seines Lebens, das er dem Desterreichern, die ohnehin erblich belastet sind noch selbst der harmlose Leichtsinn der Unbes Ausbeuter verkaufen muß, durch Alkohol ver- mit gemeingefährlicher Duselei. deutenden. Sie sind der Fels, auf dem die Kirche wüstet oder wenigstens minderwertig macht, ist Wir wollen nicht gemütlich sein, sondern der Gegenwart gebaut werden foll!". noch das geringere Uebel. Schlimmer ist, daß er unsere ganze Arbeit will, daß die Arbeiter Aus einer tiefen Empfindung für die Ehre, durch den Alkohol den Wert der wenigen Stun ungemütlich werden. Wir wollen uns nichts für die Würde der Arbeiterbewegung, schöpft den herabsetzt, die ihm selbst gehören. Die kurze| verhüllen, sondern klar sehen, wollen. uns der proletarische Kampf gegen den Alkohol ſeine Beit der Muße, die paar Stunden des Feier- arbeitsfähiger, tüchtiger machen, und wenn der beste Kraft. abends find es, wo er erst Mensch ist. Sie allein Frondienst für die anderen alkoholisierte Ge- Aus der Monatsschrift„ Der Abstinent", Wien, 1902.) Adamson Ist kompromlfifreudig »nutz wissen, wie Tom sich von L Dollar V Lews ernährte.; Er atz Reis, Linsen. Linsen. Reis. Das war das Billigste. DaS reichte zum Leben. Dachte Tom-, Eines Morgens, als er so seine Säcke vr Len Kessel schüttet«, wirrte er schwindlig. Er war schließttch kein Knabe mehr. SS strengt an. Len ganzen Tag Zentnersäcke eine» Meter fünfzig hoch zu Wen. Und wenn einer, der Liese Tätigkeit auSübt, sich nicht richtig ernährt, kippt er um. DaS war eS also. Tom kippte um. Und stand nicht nuchr auf. „No," sagte der Arzt,„das ist kein Herzschlag. Ein Mann mit einem solchen Herzen kann hundert Jachre alt werden. Er ist ver- hnngrrt, Berstehen Sir, einfach verhungert". Amerikanische Anekdoten Tex, der Cowboy Zu Ttx Richard, LmerikaS grösstem Boxmanager, kam einmal ein Kollege, der ihm nicht gerade gut gesinnt war. „Sie waren jafrüher Cowboy.-sagte der andere im Verlauf der erregten Debatte. Tex Richard nickte lächelnd: „Damals habe ich es gelernt, sedes Rindvieh schon von weitem zu erkennen!" Watten, daß...?! Zu Will Rogers, Amerikas berühmtem Humoristen,' sagte eines Tages ein Freund:„Ich ^ette Will, Lu kannst Calvin Coolidge in weniger als drei Minuten nicht zum Lachen bringen!" „Und ich wette", schmunzelte Will Rogers, „daß ich„Cal" in weniger als dreißig Sekunden zum Lachen bringe» werde.. ES war bekannt, Latz der wortkarge Präsident nur selten zu lachen pflegte. Als Will Rogers. nun dem Präsidenten borgestellt wurde— der Freund des großen Spaßmachers sagte:—»Mister Coolidge, darf ich Ihnen Will Rogers vorstellcn?"— streckte Will dem Präsidenten mit verlegenem Gesicht die Hand hin und sagte:„Entschuldigen Sie— ober ich habe den Rainen nicht recht verstanden!" Der Präsident lachte und Wssl Rogers hatte die Wette gewonnen. * Der Sealyham ' Ein Rann aus Kansas, desseu junger Sealyham sich verlausen hatte, inserierte in dem Lokalblatt und versprach 250 Dollar demjenigen als Belohnung, der seinen wertvollen Hund finden würde. Da sich aber niemand daraufhin meldete, begab sich der Man» ins Büro des Blatte? und wollte den Jnseratenchef sprechen. „Der ist auSgegangen", sagte der Laufbursche. „Schön. Also dann seinen Stellvertreter." „Der ist nicht da", war die Antwort: „Führen Sie mich, bitte, zum Chefredakteur", sagte der Mann unruhig. „Ausgezangen, Sir." „Donnerwetter!" murmelte der Eigentümer des Sealyham.„Alle ausgegangen-.? l" „Ja— sie suchen Ihren Hund, Sir!" Der Bericht Präsident Calvin Coolidge wurde der „große Schweiger" genannt. Als er eines Tages aus der Kirche zurücklehrte, entspann sich zwischen ihm und seiner Gattin folgendes Gespräch: „Wo lvarst du, Cal?" „In der Kirche." „Worüber sprach der Pfarrer.,. „lieber die Sünden." .Ind was sagte er?" „Er war dagegen." Walter Je len. Schach-Kcke Geleitet von Wenzel Schar och. Drakowa Nr. 32« Post Modlan bei Teplitz-Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. SN. Von L&dy T f 1 e, Pömerle Wels: Kcl. TaS. hS. LW,«. Bei. el(7» Matt tat t Zürn: Diese Aufgabe lot das Erstlingswerk eines jungen 17jährigen Genossen. Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Er« scheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. UsugHtf zu Nr. 333: Sefr—fS! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Habl Erwin, Schindler Robert, Ch*- Teo. Holfeld Otto, Lohmflller Hans, Tyte Vladimir. Freundl Anton, sämtlich Nestersitz: Klötzig Rudolf. Strache Rudolf, St rache Kari« Großpriesen; Beutel Wilhelm. Arnsdorf b. Tetschen; Pusch Bruno. Krfechwitz; Dinne» hier Emil, Tetschen: Tepper Frans, Karlsbad: Nitsch Rosa. Trupschitz; Schöffel An ton, Schöb- ritz; Richter Kari, Politz a. E.: Vanidek Franz, Hertine; Hyna Josef. Hostomitz; Bretschnefader Otto u. Eichler Otto, Drakowa; Havel Franz. Modlan; Walter Ludwig, König Anton. Stein» Witz Hans, sämtlich Kwitkau; Geißler Josef. Alt« Senbitz; Berger Josef, Klein-Augezd. Triltach Gustav. Wisterschan; Ulbert Rudolf, Prosetlts< Arbeiterschach. Nach vorliegender Meldung von Sobrusan wurde im Vereinsturnier folgendes Ergebnis er» sielt: Vereinsmeister wurde Geh Franz Hyna. Nadi Bun folgen: Weber» sinke.» Böhm Emil, Marzin. Pichl. Wiedemann. Hofmann, Zimmermann, Stehno. Hyna Josef und Urbane k.- Besirks Schachmeisterschaft Aussig—Kleische gegen Nestersitz 7:1. Verhältnismäßig hoch und leicht konnte Nester« sitz auch heuer geschlagen werden. Leider trat Nestersitz mit seinem Spitzenspieler nicht an, so daß die Bezirkselnzelmeisterochaft am ersten Brett kampflos an Kleische fleh Punkt%1O. Uhr gab Gen. Wendler als Schiedsrichter die Bretter frei» nachdem er die Bedeutung des Arbeiterechachs gewürdigt und die erschienenen Wettkämpfer und Gäste begrüßt hatte. Aufstellung(Nestersitz zuerst genannt)r L nicht angetreten—Aron E. 0:1 2. Tyle VI.—Dubitzky Josef 0.1 3. Fatz H.—Dubitzky Herbert 0:1 4. Saslik—Wendler Franz 1:0 5. Freundl—Guth J. 0:1 6. Tomann—Schutz Eugen 0:1 7. Lohmüller—Kolinko Rich. 0:1 8. Hohlfeld—Hübler Anton 0:1 1:7 Nach% stündiger Spielzeit kam Kl. am Brett 5 bereits in starken Vorteil durch Figurengewinn. Am Brett 4 bringt Wendler eine schöne Opfer» kombination an, findet jedoch nicht die richtige Fortsetzung und kommt nach Abtausch einiger Figuren starte ins Hintertreffen. Ein schwerer Positionskampf entwickelt sich auf Brett 2. wo j Dubitzky Josef gegen einen äußerst talentierten Nachwuchsspieler erst nach langwierigem Stel» lungsspiel einen kleinen aber sicheren Vorteil herausarbeitet. Auf allen anderen Brettern hat Kleische bereite deutliches Uebergewicht und nach einstündiger Spielzeit steht der Kampf bereits 4:0. Auf Brett 4 holt Saslik für Nestersitz. seinen Vorteil ausnützend, den Ehrenpunkt und korrigiert das Resultat auf 4:1. In rascher Auf» einanderfolge werden die Nestersitzer auf Brett 2. 7 und S zur Kapitulation gezwungen. Um Hl Uhr beendet auch Schulz, Kleische, seine Partie siegreich, damit das Endresultat herstellend. Die Sektion Kleische hat nun in den kommen» den Kämpfen um die Kreismeisterschaft den Aussiger Bezirk zu vertreten und hoffen wir. daß es gelingt, dem Aussiger Bezirk auch auf schach« liebem Gebiete die Führung zu erobern. E. A.