BUNTE WELT Nr. 17 Joseph Roth: Unterhaltungsbeilage Madame Annette Ale Annette 28 Jahre alt wurde und noch immer feinen Mann gefunden hatte, begab sie fich zu einem der Juveliere in der Rue de la Providence, in dessen Schaufenstern die Eheringe aus Gold, Silber und Double", zu Dußenden über komische Türmchen aus Samt gestülpt, an winzige schimmernde Denkmäler erinnern, errichtet zu Ehren der Monogamie. Sie erstand einen silbernen Ehering und stedte ihn an den linken Ringfinger, getreu der Sitte des Landes. Im Stillen gedachte sie den filbernen Ring gegen einen goldenen umzutauschen, sobald sich ein Mann gemeldet haben würde. Vorläufig genügte der silberne, gewissermaßen als eine Mahnung an den lieben Gott, als ein moralischer Zwang, den sie dem Schicksal auferlegte, damit es sich endlich bemüßigt sehe, ihr einen Gatten zu bescheren. Im übrigen hatte der Ring auch einen unmittelbaren Zwed: er konnte das Mädchen vor Zudringlichkeiten unerwünschter Männer, die gewöhnlich auch feige find, bewahren, indem er in ihnen die Vorstellung von einem irgendwo vorhandenen eifersüchtigen und träftig gebauten Mann Annettens hervorrief. Er erzeugte ferner auch einen gewissen Respekt für seine Trägerin bei ihren Kolleginnen, den anderen Mädchen. In der Tat begann, furze Zeit, nachdem Annette den Ring gekauft hatte, das ganze Personal, das früher: Mademoiselle Annette" gesagt hatte, Madame Annette" zu sagen. Bei dieser Gelegenheit ist es vielleicht günstig zu bemerken, daß der Titel einer Frau auch heute noch manchem ledigen Mädchen aus besserer Familie imponiert, das niemals die traurige Ansicht hat, fremden Menschen dienen zu müssen; wie erst einem Mädchen, das beruflich immer ein Fräulein bleiben soll, selbst wenn fie eine Großmutter wird!- Den Kolleginnen von Annette, die so wenig Gelegenheit hatten, sich ,, Madame" nennen zu hören, bedeutete diefer Titel einen gesellschaftlichen Rang. Sie schenkten ihn Annette, obwohl sie ahnen moch ten, daß der silberne Ehering nur ein Vorwand war. Sie fühlten sich selbst gehoben, wenn sie ,, Madame Annette" sagen konnten. Seit ihrem sechzehnten Lebensjahre war sie Dienstmädchen. Ihr Vater, ein Fischer aus der Normandie, schickte sie zu der Wirtin eines kleinen Hotels in Le Havre, zu der er alte Beziehungen aus seiner Matrosenzeit hatte. Es scheint, daß in Le Havre die Mädchen nicht lange geduldet werden. Knapp vier Wochen nach ihrer Anfunft erlag Annette dem verspäteten Liebesröhren eines fünfzigjährigen Reeders, der sie zu heiraten versprach, aber durch seine vor zwanzig Jahren geschlossene Ehe daran verbinert war. Annette bekam ein Kind und kurze Zeit darauf eine gute Stelle bei feudalen Leuten in der Nähe von Paris, die auch aus der Norman· die stammten und ihr Dienstpersonal aus ihrer Heimat zu holen pflegten. Das Kind blieb in Soit bei der Wirtin in Le Havre und starb aus diesem Grunde sechs Monate später. Annette schickte Geld fürs Begräbnis und erstand, da sie kein Bild von ihm besaß, aber ein Andenken daran behalten zu müssen glaubte, in einem Papierladen eine Ansichtskarte, die Photographie von einem gelungenen Säugling, die sie in einen schwarzen Rahmen spannte und in ihrem Koffer verbarg. Durch ihre Erfahrungen in Le Havre gewißigt und von dem ländlich- normannischen Vorurteil befangen, daß jede Lebesbeziehung zu einem Kind führen müsse, widerstand Annette den Werbungen des Herrn von L., ihres Dienstgebers-- obuvohl es ihr leid tat. Ja, um vor sich selbst ein für allemal sicher zu sein, erzählte sie der Frau von 2. von den Versuchen des Mannes. Selbstverständlich wurde Annette sofort gekündigt und, damit sie ja nicht mehr Verwirrung in einem herrschaftlichen Hause stifte, an ein großes Pariser Hotel empfohlen, zu dessen Aktionären Herr von 2. gehörte. Also begann ihre bescheidene Karriere. Sie hielt es( nicht mit Unrecht) für angenehmer, im Laufe eines Vormittags zwanzig Zimmer unbekannter und immer wechselnder Bewohner zu säubern, als nur acht oder zehn Räume für alle Ewigkeiten eingesessener Menschen, von denen sie Lohn und Brot entgegenzunehmen hatte. Ihr waren Trinkgelder, von Abreisenden als eine Art Steuer hinterlassen, lieber als Weihnachtsgeschenke, von der Frau des Hauses im Dezember feierlich überreicht und noch im April, zu Ostern, vorgehalten. Sie gewöhnte sich an ihren Beruf, weil er nicht die Frühlingsreportage Wenn täglich ich, auf dem gewohnten Gange, zweds Reportage mir die Welt betrachte und pflichtbewußt auch die Details beachte, ist dies der Eindruck, den ich so empfange: Der Bark erwacht mit Vehemenz zum Leben: den Büschen sprossen überall die Haare, vom Rasen ganz zu schweigen; in den Neben des Königlichen Weinbergs krähen Stare. Fink, Amsel, Spatz und sonstiges Geflügel beschäftigen sich allgemein mit Pfeifen; in Richtung Smichov ficht man um die Hügel auch mal ein frühlingstolles Flugzeug schweisen. Im Park auf ihren eingeseßnen Bänken sieht man die Männer über Achtzig fitzen und hört sie laut( und mit Geberden) denken und sich in jugendlichem Streit erhitzen. Sie habens teils von Spanien, teils von Hitler, vom Regus, von der Steuer undsoweiter, und jeder denkt, der andre sei ein Krittler, und schwiege er, so wär es viel gescheiter. Und schließlich wäre noch zu konstatieren die gute Konjunktur in Liebespaaren, die alle Wege weit und breit garnieren und, wie zu sehn ist, nicht mit Liebe sparen. ( Denn dafür ist der Frühling eingerichtet.) Sie sind sich ewig treu an stillen Bläßen. Und wenn man sie im nächsten Frühjahr fichtet, find fie's noch immer, doch mit andern Schäßen. Mar Barth.. 1937 Eintönigkeit einer Dienstboten- Existenz hatte, nichts von dem faulen Glanz einer patriarchalis schen Hausordnung, sondern etwas von der tals ten, flaren Sachlichkeit eines Tschäftes, eines Amtes fast und weil er obendrein noch eine Ahnung von der Vielfalt und Buntheit der Welt, ihres Reichtums, ihrer Bewohner vermittelte. Sie gelangte, weil sie hellhörig und neugierig war, mit der Zeit zu einer Kenntnis verſchies dener Sitten der wohlsituierten Kreise, verschie= bener Intimitäten des Lurus, des Liebeslebens in der Kultur und einer Noblesse, die ihre wirts schaftlichen Grundlagen hat. Diese Erfahrungen erhöhten ihre Ansprüche an die Männer, mit denen sie durch Zufall zusammen fam. Und ob= wohl ihr der und jener gefiel, konnte sie sich dennoch nicht entschließen, den und jenen zu heiraten. Der einzige Mann, mit dem sie auf einem Ball zusammengekommen war und der ritterliche Formen zu beherrschen schien, die nach der Meinung der Zimmermädchen den Herren der gehobenen Schichten eigen sind, war ein Quave, ein Feldwebel aus den Kolonien. Offen gestanden hatte sie ein wenig Angst vor Farbigen. Wenn einer gelb oder schwarz war, so mußte es sich doch eines Tages auf irgendeine Weise äußern: in einem plößlichen Wahnsinn, in einer unerwarteten Gewalt, oder auch nur in einer merkwürdigen Krankheit. Trotzdem wollte fie es wagen. Da brach der Krieg aus- und der Zuave starb, wie es sich gehörte, für ElsaßLothringen... Ihre Trauer war größer, als ihre Liebe jemals gewesen war. Denn sie verlieh dem Toten noch mehr Vorzüge, als der Lebendige besessen hatte. Sie hinterblieb in der Ueberzeugung, das Ideal der Männlichkeit verloren zu haben. Mit dem Bild verglichen, das sie sich von dem Toten gemacht hatte, waren alle vornehmen Gäste des Hotels mißlungene Exemplare des männlichen Geschlechts. Selbst Boxer und Avias tifer blieben weit hinter dem toten Zuaven zus rüd. Da sie tein Bild von ihm besaß und Ans sichtskarten von Ideal- Zuaven nicht hergestellt werden, dichtete sie ihm die Züge aller photographierien Heroen in den illustrierten Zeitnns gen an. In ihrem pietätvollen Hirn, das im Laufe weniger Jahre die Arbeit verrichtete, die sonst einigen Generationen zu einer Legenden bildung nötig ist, wurde der Tote ein farbiger Halbgott. Die Erinnerung an ihn bewahrte sie, nebenbei gesagt, vor den Verführungsverſuchen weizer, eiwas angetrunkener und sorgloser Hotelgäste. Wenn man einen großen Schmerz hat, ist ca gut, seinen Aufenthaltsort zu wechseln. Sie fam hieher in dieses Hotel, von dem ich eben berichte, verhältnismäßig leicht, denn es gehört derselben Aktiengesellschaft, die das Pariser Hotel Annettens besitzt. Hier kaufte sie den Ehering, hier bekam sie den Titel: Madame und damit im Zusammenhang einen leichteren Dienst. Sie ist jetzt gewissermaßen die rechte Hand der Wirtschafterin, hat nur fünf, fech Zimmer zu besorgen und die Mädchen zweier Stockwerke zu beaufrichtigen. Sie tränt nicht mehr ein blaues Kleid, sondern ein schwarzes stat and set ik und ist auch nicht zu dem traditionellen weißen Häubchen verpflichtet. Doch legt sie es gerne an aus Koketterie, obwohl sie behauptet, es geschehe aus Bescheidenheit. Immerhin ist sie außergewöhnlich hübsch. Ja, es scheint mir manchmal, daß sie selbst nicht weiß, wie schön fie fein kann. Denn gerade zum Bewußtsein der ei tenen Schönheit gehören Muße und eine gewise materielle Unabhängigkeit. Es scheint mir manchmal, daß ihr Mann sagen müßte: ,, Hören Sie, Madame Annette!( oder auch nur: ,, Annette!") Ihre schwarzen Haare, Ihre Hellgrauen Augen und Ihr braungelber Teint find eine seltene Komposition der Natur! Ob2Kino gewesen sein, da ja der Film in New York Madame Annette ein hochgeschlossenes dunkles spielt!" Kleid trug, das sie blaß machte, ihren Mund noch Hierauf bat ich- aus einer ettvas zu röter- und eine Schnur falscher Perlen, die haſtigen, zu ehrlichen Reaktion gegen die einen bläulich- silbernen Widerschein auf die Branche" Madame Annette in ein gutes untere Partie ihres braungelben Gesichtes warRestaurant zum Abendessen. Hier und dort saß fen. Wichtiger erscheint es mir zu betonen, daß ein Gast aus dem Hotel. Hie und da traf sie mit dem Besteck besser umzugehen wußte als Madame ein werbender Blid, kein erkennender die paar paar Herren vom Film, in deren Gedenn ein richtiger Herr glaubt niemals, daß ſellschaft ich hie und da Gelegenheit hatte, zu in dem Lokal, in dem er speist, ein Zimmermäd- Abend zu essen oder wie sie selbst sagten: zu then fizzen könnte. Nur nebenbei erwähne ich, daß ,, soupieren". wohl Sie nur am Mittwoch, an Ihrem freien Ein Bücherwurm Tar, feidene Strümpfe tragen, sieht man auch fonit den reizvollen Schwung Ihrer Beine, einen sanften, leise abschwellenden Uebergang vom Muskel der Wade zu den Sehnen des Fußgelentes, Glauben Sie ja nicht, daß man Ihren schmalen Hüften, Ihrer kleinen Brust und Ihren träftigen, verarbeiteten, aber schönen Händen aniehen muß, daß Sie nicht zu der Gesellschaft gehören, die Sie für die gute halten. Sie fönnen ohne Zweifel wie eine Dame aussehen, selbst wenn Sie einen Befehl entgegennehmen, die hellen Augen auf den Gast gerichtet und boch noch in die leere Luft hinter seinem Rüden, Ihren schmalen, merkwürdig roten Mund( für den Sie Ihres Teints wegen einen etwas helleren Stift brauchen müßten) feſt geſchloſſen, wie zur Abwehr jeglicher Unart und das weiche Kinn ein wenig gehoben, als wäre es der Sit der Aufmerksamkeit, aber auch des Hochmuts. Es ist tein Zweifel, daß Sie schön sind, Annette!" ... sehr selten in ein Kino gegangen, nur hie und Ein Bücherwurmba au einer Arbeiterverſammlung. Wenn er freie Zeit hatte, verbrachte er sie stets in GesellDer Bücherwurm lebte in Prag und starb schaft seiner Bücher. Er zündete die kleine Be= erst bor kurzem. Von ſeiner dahingeſchiedenen iroleumlampe an und saß bis spät in die Nacht Eriſtenz erfuhr ich durch einen Bekannten, der bei einem Buche: er las und schrieb Notizen... hörte, daß in Žižkov ein Mann verstorben war, Auf unsere Frage, ob sie noch diese Notizen der eine sehr schöne Bibliothek hinterlassen hatte. besitze, antwortete sie bitter: Hier, diese zwei Die Witwe wolle angeblich die Bücher verkau- Stiften find noch voll mit diesem Geschreibsel! fen. Wir beſchloſſen, die Witwe aufzusuchen Sechs Kisten waren mit diesen Papieren voll, Wir waren neugierig geworden. aber bier Kisten habe ich schon verbrannt und bei dem nächsten Waschtag kommen diese Kisten an die Reihe. Unnüßes Zeug, fein Mensch braucht es, fein Mensch will dafür etwas geben; und wieviel Geld nur d3 Papier gekostet hat...! Den Wutausbrut; der Witwe unterbrach die Heimkehr der Tochter. Als sie den 3wed unseres Besuches erfuhr, machte sie eine verächtliche Handbewegung gegen die Bücher. Mein Begleiter fragte sie etwas schüchtern: Die Wohnung lag in einem dunklen Keller. Wir dachten zuerst, daß man sich mit uns einen Spaß hatie machen wollen, indem man uns eine falsche Adresse gab. Aber der Name auf der Türe stimmte und als die Witwe erschien, bestätigte sie, daß ihr Mann viele Bücher besessen hatte. Ja, hier, in dieser Kellerwohnung hatte der Mann gelebt, und zwar seit vielen Jahren. In der Wohnung saben wir zuerst nichts von den Büchern; unsere Augen mußten sich erst der Dämmerung anpassen, um die Gegenstände wahrnehmen zu können. Allmählich entdedten wir die Sihouetten einiger Bücherregale, die an den Wänden sich hinzogen. indem sie uns zurief: Meine Herren, sehen Sie hier dieses dide Buch; es iſt mindeſtens ein Kilo schver. Wollen Sie es nicht laufen. Ich gebe es Ihnen für 10 Kč...! Aber wir gingen, ohne eitwas zu sagen, Gefallen Ihnen vielleicht diese Bücher nicht, Fräulein?" Da nahm sie eine Kampfstellung Das dürfte man ihr leider nicht gesagt ein und antwortete höhnisch:„ So einen Mist haben. Die Spiegel, vor denen fie gerne stehen lese ich nicht! Meine Mutter hat sie auch nicht bleibt, sind gefällig, aber stumm. Und die Zeit ist gelesen! Aber wir lesen auch Bücher flint und kurz. Annette hat zwar eine oberflächAls die Witte erfuhr, was uns zu ihr sie griff rasch in eine dunkle Ede und hielt liche Nebung im Aufräumen. Der Waschtisch geführt hatte, bekamen wir sehr bald die ganze vor unsere Augen ein Buch„ aber solche dauert fünf Minuten, das Bett drei, der Zisch Bibliothek vor unsere Augen, die Frau machie Bücher und nicht solche, was der Vater gehabt atvei. Herren Tassen gerne Anzüge über Stühle Licht und führte die kleine Petroleumlampe hat!"-Wir sahen auf das Buch: ein Unterhängen. Das ergibt Komplikationen. Ferner langsam von einem Regal zum anderen. Wir haltungsroman der übelsten Sorte... Bapiere, Bücher, Briefe auf dem Schreibtisch. waren erstaunt. Es waren Bücher nicht nur Darauf fonnten wir nichts erwidern; unser Die Hausordnung verbietet eine Veränderung einige, sondern alle, die kaum sobald ein Sprachvermögen war in diesem Augenblick verder von den Gästen auf den Schreibtischen hin- wohlhabender, gebildeter Mann zusammengetra- schwunden; wir waren niedergeschmettert: Bater terlaffenen Unordnung. Gesäubert aber müſſengen hätte. Man fand da sozialwissenschaftliche und Tochter! Wir sahen uns gegenseitig an und fie werden! Jeder Zettel muß in ſeiner Lage Bücher von Marg, Engels, Lenin, Trotti, gingen wortlos zur Türe... Als die Witwe berharren. Das dauert manchmal ztvanzig MiKrapotkin, Lissagaray; alles, was von diesen sah, daß der Bücherverkauf ins Wasser fallen nuten. Dann muß man die Mädchen kontrollie Autoren in der tschechischen Sprache erschienen fönnte, wollte sie uns zum Ankauf animieren, ren. Sie schwaben. Signale leuchten, grün und ist. Aber neben diesen Werken fanden wir den dauerhaft, und die Mädchen rühren sich nicht. Großen Brehm und fanden wir viele BeschreiAnnette ermuntert fie. Sie arbeitet von ztvölf bungen von Entdeckungsreisen. Die schöne LiteUhr mittags bis neun Uhr abends. Eine Stunde ratur war durch Klassiker und Moderne vertreMittagspause. Unten, neben der Küche, an dem ten, durchwegs in tschechischen Uebersetzungen. langen Tisch fürs Personal, der an Mittags- Neben Tolstoi. Dostojevsky, Turgenjev, Gon- ohne etwas zu kaufen.. tische in Waisenhäusern erinnert. Wenn Annette tscharov, Puschkin, neben Balzac, Viktor Hugo, noch fünf Jahre so arbeitet, wird sie bestimmt Flaubert, Anatole France die Modernen bis Wirtschafterinum weiterzuarbeiten. Bei einer Umfrage bei den Nachbarsleuten André Gide; neben Masaryk eine Reihe von erfuhren wir, daß die Frau des Verstorbenen tschechischen Autoren bis zu Karel Čapek. eine notorische Alkoholikerin ist. Der Mann bat Es waren mindestens 2000 Bände, die 65 Jahre gelebt und davon war er 30 Jahre Sie betrachte die Bilder, Szenen aus reichen dieser furiose Mann sein Eigentum genannt mit dieser Frau verheiratet. Mit dieſer Frau, Milieus.( Denn nichts interessiert die Armen so sehr wie das Leben der Reichen.) Ich erlaubte hatte. Der Verstorbene hatte- falls er die die nie ein Buch aus dieser schönen Bibliothek mir, weil wir uns schon so lange kennen, fie Bücher auch gelesen und nicht nur gesammelt gelesen hat und jetzt diese Werke nach Umfang einzuladen. Bir sahen einen jener filme, die batte, einen feinen literarischen Geschmack ge- und Gewicht verkauft. Wie Kartoffeln. Es gibt stille Tragödien, die erschüttern= von der großen Internationale der„ Branche" babt, war zweifellos ein sehr gebildeter Mensch der find, als die bekanntesten Tragödien der feit zwanzig Jahren immer wieder als Zeugnis gewesen. für ihre soziale Gesinnung" hergestellt werden. Wir fragten die Witwe, was denn ihr Weltliteratur: Ein wissensbegieriger Arbeiter Es war einer jener Filme, in denen immer wie: Mann gewesen sei? Und waren nicht wenig er gerät in eine solche Ehe, von der er bis zu seider ein junger Mann aus besseren Sphären ein staunt, als wir erfuhren, daß er ein Metall- nem Tode nicht loswerden kann. Was hätte aus armes Mädchen aus niederen zu sich und zu arbeiter war. Also kein akademisch gebildeter diesem Manne vielleicht werden können, wenn er einem Souper emporzicht, bei dem es nicht weiß, Mensch, sondern nur ein einfacher Arbeiter. eine andere Frau gehabt hätte? Bei Proleten oh man Eiz mit der Gabel nimmt oder einen Dadurch wurde die Sache noch interessanter. spielt die Qualität der Frau eine viel größere Apfel mit dem Nußknader öffnet. Das Publikum Wir fragten die Frau, woher ihr Mann diese Rolle als in den meisten bürgerlichen Ehen. weiß es und wiebert der Filmindustrie zu. An vielen schönen Bücher hatte? Sie erzählte mit Freilich, vielleicht hatte auch er ein wenig ienem Abend wicherte es ebenfalls. Madame einer leicht wahrnehmbaren Verstimmung gegen Schuld, hatte sich nur um die Bücher gekümmert Anette meinte: Immerhin könnte das Mäd- den Verstorbenen, daß ihr Mann jede Krone für und nicht um die Familie, nicht um das Leben. - unser Bücherwurm von Žižkov... chen es nach den vielen Filmen schon gelernt die Anschaffung von Büchern verwendet hatte. Hans Wegrath. haben! Sie wird doch schon ein paarmal im Er hatte nicht geraucht, nicht getrunken, er war Einmal, es war ein Mittwoch, traf ich sie vor dem Eingang zu einem der großen Kinos. sibjar 3Max Barth: Der tägliche Schwindel Wenn man den Gesamtumfaß der amerifanischen„ Rackets" der Organisationen, die durch Drohung oder Schwindel( cft nach sehr gescheit ausgedachten, komplizierten Systemen) dem Publikum das Geld aus der Taſche zieben mit einiger Vollständigkeit berechnen könnte, würde man wahrscheinlich finden, daß er einen sehr wesentlichen Bestandteil des ameritanischen Wirtschaftslebens ausmacht. Auf alle Fälle ist er so bedeutend, daß man schon vor einem Vierteljahrhundert es für nötig und rentabel gehalten hat, eine Organisation zu gründen, die fich die Bekämpfung dieser Schwindelgesellschaften zur Aufgabe gemacht hat. Ihr erstes Büro entstand in Minneapolis. Heute gibt es in USA und Kanada im ganzen 53 folcher Stellen. Sie sind von den Gemeinden den aber zusammen einen Nationalverband. Sie eingerichtet, als kommunale Inſtitutionen, bilhaben ein Heer von Helfern und eine ausgezeichnete Kartother der Schwindelunternehmuntattoeht ein Geſchäft vorgeschlagen wird, dem er nicht ganz traut, braucht er nur das nächste dieser Büros anzurufen oder ihm zu schreiben. Es stellt dann, indem es sich mit der Zentrale in Verbindung feßt, fest, ob die Sache faul ist, sofern es nicht schon auf Grund seiner eigenen Kartothek Auskunft geben kann. Wird in einer Stadt eine neue Betrügergruppe oder eine neue Beirugsmethode festgestellt, so gehen die Informationen natürlich über die New Yorker Zentrale fofort an alle anderen Büros. Das ganze läuft unter der Bezeich nung Better Busineß Bureau", auf deutsch: Besseres Geschäfts- Bureau", alſo Bureau, das einem rät, ein besseres Geschäft zu machen, als man vorhat. Was nur insofern stimmt, als das Büro einen zwar vor dem vorgeschlagenen schlechteren Geschäft warnt, aber feine Ratschläge für andere Unternehmungen und keine Firmenempfehlungen gibt. Im Jahre 1935 haben 300.000 Menschen die Dienste des Büros in Anspruch genommen. Die Geschäftsleute haben den Nutzen die fer Einrichtung längst erkannt und holen in Zweifelsfällen beim B. B. B. Erkundigungen ein. Aber es gibt auch zahllose Rackets, die auf bescheidener Stufe aufgebaut sind oder doch scheinen als die großen Systeme, die Goldminen im Mond oder fruchtbarer Ländereien in der Sandwüste oder Grassteppe an den Mann zu bringen trachten. Das sind die jenigen, die sich direkt an den Konsumenten, und zwar in der Hauptsache an die Hausfrau wenden. Wie in allen Ländern sind die meis sten Hausierer arme Teufel, die sich mühselig abschleppen, um einen fargen Taglohn zu ernten; aber in den Vereinigten Staaten ist der Prozentsatz derer, die oft auf fremde Rechnung die Hausiererei nur betreiben, um von Haus zu Haus in kleinen Beträgen große Sum= men zusammenzufraßen und dafür nichts oder Schund zu liefern, weit größer als anderswo. Vorkommen tut diese Sorte natürlich überall; und manche der amerikanischen Trics werden von ihr auch in Europa angewendet. Einer der verbreitetsten und einfachsten Trids ist der mit dem abwesenden Nachbar. An die Tür kommt ein Bote von der Firma Sound: jo, um ein Pafet abzuliefern, für das er 1 bis 10 Dollars zu bekommen hat. Leider ist der Nachbar oder die Nachbarin, für die es bestimmt ist, gerade nicht zu Hause. Die herausgeflingelte Hausfrau will natürlich dem oder der Anwesenden einen Gefallen tun; sie nimmt das Paket an und zahlt das Geld. Wenn der Nachbar nach Hause kommt, stellt sich heraus, daß er von niemand ein derartiges Patet erwartet; man öffnet es und findet darin cine! Büchse Haferfloden, eine Flasche Wasser oder einfach eine zuſammengefaltete Zeitung. Der Bote ist inzwischen fleißig seiner Arbeit nach gegangen, d. h. er hat von der nächsten Televhonſtelle aus nach dem Telephonbuch die Leute in den Häusern der Straße, die er jeweilig bearbeitet, angerufen und auf diese Weise festgeftellt, wer nicht zu Hauſe iſt. Er arbeitet sich auf diese Weise brav durch die Kleine Stadt durch und fährt nach einigen Stunden auf Nimmerwiedersehen ab ,, um am nächsten Tag die nächste zu beadern. Sehr beliebt auch in Europa ist der möglichst heimlich durchgeführte Verkauf angeblich geschmuggelter oder gestohlener Waren. Jm Heinen benußen zum Beiſpiel die Pariser Postkartenverkäufer den Trick. Sie flüstern Karten, lassen das eingewickelte Baket für einen Ausländern zu, fie hätten pornographische Augenblick sehen, stecken es unter besorgtem Umherſchauen wieder ein und drängen den Fremden, sich rasch zu entſchließen, da die Polizei nichts merken dürfe. Wer kauft, findet dann ein paar miserabel gedruckte allegorische Bilder, auf denen eine Figur in langwallenden Ges wändern, aber mit nadten Beinen oder einer halbentblößten Bruſt zu sehen ist. Darunter steht: Benus" oder„ Aphrodite“ oder„ Die Jugend" oder sonst was Poetisches. Und selbst bei uns passiert es einem, daß man, ganz nach amerikanischem Muster, auf der Straße von einem Mann im Auto( oder, bescheidener, wie 23 bei meiner einzigen der artigen Prager Erfahrung der Fall war: bon einem Fußgänger) durch ein„ Pſt!" angerufen und flüsternd informiert wird, daß man, falls man schnell zugreift, ein gutes Geschäft machen kann. Geschmuggelt“ oder„ gestohlen“ das zieht bei vielen. Sie find bereit, den Verkäufer, der sich durch sein Geständnis in ihre Hand gibt, tüchtig auszunuben und ihm die goldene Uhr für einen Schandpreis abzunehmen. Der Mann hat ja teine Wahl: lieber wird er mit wenig zufrieden sein, als warten, bis ihn die Polizei faßt. In Wirklichkeit macht er auch bei dem Schandpreis noch ein gutes Geſchäft; denn die goldene Uhr ist billiges Zeug und keineswegs gestohlen, sondern gerade für die Dummen, die auf ihn hereinfallen, im Massenbetrieb hergestellt. Besonders beliebt ist in Amerika der Verkauf von Fuchspelzen“ aus dem nördlichen Kanada,„ geschmuggelier" Ware natürlich. Die Pelze stammen in Wirklichkeit von Tibetläm= mern, deren wolliges Haar durch bestimmte Verfahren geglättet werden kann, so daß es wie Fuchs aussieht. Nach dem ersten Regen kräufelt es sich munter, wie es das früher gewohnt war; mit dem Fuchs ist's aus. Auf der Fahrt... Vorüberfahrend sieht man alle Dinge Ganz anders an und etwas ungewohnt und manches ficht man, das sich gar nicht lohnt und doch ist es, als ob es etwas bringe. Es ist ganz anders so als wenn man ginge! Die Häuser scheinen dünn und unbewohnt Und irgendwo, von unser'm Blick verschont, Erkennt man eines nur mehr am Rauchgeringe. Dann kommen grüne Wiesen, braune Felder und hier und da dünkt uns das ganze älter, Dann wieder Kinderjung und unvollendet. In den Stationen trampshaftes Bewegen Und plötzlich, nebelgrau, ein dünner Regen Dann ist es so, als ob es niemals endet. Inge Faller- Breinersdorf. Auch nicht ganz fremd ist uns Europäern das Gutscheinsystem. Es wird besonders in der sozusagen Dauerwellenindustrie angewendet, und ist relativ harmlos, da es fich nur um fleine Beträge handelt, die der Hausfrau vers Toren gehen. Es ist rechtlich nicht einmal ein richtiger Schwindel. Ein Mann kommt und bietet einen Gutschein für 50 Cents an. Der Schein gibt der Käuferin den Anspruch, fich in dem und dem Geschäft einmal die Haare dauerwellen zu laſſen. Wenn sie mit dem Gute schein im Frifiersalon anlangt, erfährt sie, daß zwar die Arbeit, die Anlegung der Wellen, nichts weiter kostet, daß sie aber für die zu verwen denden Materialien- Del, Shampoon usw. 2 bis 5 Dollars zahlen muß. Hat sie sich Wellen machen lassen, so sind sie nicht viel oder nicht billiger gekommen, als wenn sie keinen Gutschein gehabt hätte. hat sie vor der Behandlung ges fragt, so tann loren, mit denen der Werber abgezogen iſt. beitt richten sie auf die Ausführung der Arund hat nur die 50 Cents ver Dieser Trid ist eigentlich nur eine falsche R flame. Die pfiffigen Friseure, die auf diese Weiſe Kundinnen, emloden wollen, geben ign meistens bald wieder auf, weil er das Publis fum wütend macht und ihnen schadet statt nüßt. Viele dieser Schwindeleien gehen übers haupt nicht von denen aus, die sie ausführen, sondern von den Firmen, die eine Anzahl Arbeitslose anwerben und auf Tour schiden. So bat eine sehr bekannte Aluminiumfirma ibre Verkäufer in folgendem Trick geschult: Der Mann flingelt an der Tür. Die Hausfrau öff net. Der Mann bietet ihr eine kostenlose Probe einer angeblich besonders guten Kaffezforte an und bittet sie, die Hand hinzuhalten. Er schüttet ihr in die hohle Hand aus einer kleinen Flasche ein häufchen gemahlenen Kaffee, bittet ie dann, die Flasche einen Moment zu halten. Die Frau nimmt in die andere Hand die Flasche, und da fie den Verkäufer nun nicht mehr aus rückhalten tann, tritt er schleunigst ins Haus und rennt sofort in die Küche. Wenn die Frau ihm nachtommt, beginnt er auf sie einzureden, und es ist ihr schwer, ihn loszuwerden, ohne etwas zu bestellen. Eine Staubsaugerfirma verlangte von ihren Verkäufern, daß sie behaupteten, Bertreter eines staatlichen Mottenvertilgungsinstitutes zu sein, um in die Wohnung einges lassen zu werden, wo man sie nicht einfach durch Buschlagen der Tür loswerden konnte. Verleger hieß seine Verkäuferinnen, sich als Lehrerinnen auszugeben. Ein Bei den erwähnten Firmen handelt es sich nicht etwa um Winkelunternehmungen, sondern um prominente Häuser. Die Unannehmlich feiten dieser Schwindelmethoden trägt natürlich der arme Teufel, der glaubt, aus dem Elend der Arbeitslosigkeit herauszukommen, indem er tagsaus und ein fich müde läuft, an Türen Klopft, Türen vor der Nase zugeschlagen bekommt, sich von rabiaten Frauen beschimpfen läßt, da, wo man ihn anhört, nach endlosem Neden doch ohne Auftrag fortgefchickt wird nito. wird er gar beim Schwindel ertappt, kommi er unter Umständen für den angesehenen Herrn Firmeninhaber noch mit der Polizei in Ston flift. Diese bedauernswerten Menschen, die glaubten, durch ihre Kommission" auf einen grünen Zweig tommen zu können, halten dann auch meistens nicht lange aus: der Durchschnitt gibi es nach einem Monat auf, und an die Stelle der Ausscheidenden treten andere hoffnungsvolle Notleidende, bis sie vier Wochen später gleichfalls die Sache und die Hoffnung wenigstens diese Hoffnung an den Nagel hängen. Aber zum Glück für die Herren Firmenchefs baben die Vereinigten Staaten immer noch zwölf Millionen Arbeitslose: Ersatz ist also einstweilen fein Mangel. an Copyright P.L. B. Bes 6 Copenhage Frau: Du fümmerst dich auch rein gar nicht mehr um mich. Früher nanntest du mich immer die Dase deines Lebens!" Mann: Ja, aus der Dase ist halt eine Wüste geworden!" Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 337. Von Josef Hyna, Hostomitz a. B. ( Original.) Schwarz: Kd5( 1) a b cdefgh 8 6 5 4 3 2 1 3 4 Adamson füllt Tinte ein Ein Atlas der Weltreiche Bor vielen Jahren ist dem deutschen Publifum ein ,, Grundriß der Wirtschaftsgeographie" Wissen Sie, daß der Belgische Konge von Horrabin zugänglich gemacht worden; das 85 mal größer ist als das Mutterland? Daß Buch wurde viel gekauft. Man möchte wünschen, die Bevölkerung von Französisch- Aequatorial- daß sich recht bald ein deutscher Verleger auch afrika in zwei Jahrzehnten von 20 Millionen für diesen Atlas der Imperien" fände, der auf fage und schreibe 3 Millionen dezimiert viel mehr ist als ein Atlas im herkömmlichen worden ist? Daß der Bevölkerungszuwachs in British Indien hingegen während der letzten 50 Jahre allein größer war als die gesamte weiße Bevölkerung des Britischen Imperiums beute ausmacht? Daß die Menschen auf Jaba viel dichter aufeinander sitzen als in dem übervölferten England? Daß die Inselgruppen der Philippinnen mehr als 7000 Inseln umfaßt? Sinn; er ist ein Bilderbuch der Weltsituation. llebrigens ist das Englisch, das Horrabin schreibt, kinderleicht; wer die Grundlagen diefer Sprache beherrscht und die rund 25 Kč auf= bringen kann, die das Buch hier kosten wird, soll hingehen und sich's kaufen. Diese bemerkenswerten Tatfachen erfährt Ausländischer Humor Amerika: Der Bauchredner macht ein böses Gesicht. ,, Verärgert?" fragt man ihn. " Ja", brummt er, ich habe mich gestritten!" ,, Mit wem?" ,, Mit mir!" # Mit Ihrem Nachbarn leben Sie immer noch in Unfrieden, Sie wollten doch schon vor Jahren mit ihm kurzen Prozeß machen." ,, Mache ich auch! Seit drei Jahren pro3effieren wir!" a b c d e f g h Weiß: Kd8, Ld3, d4, Se4, 15.( 5) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 334: Ke6-15! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge nossen ein: Pusch Bruno, Krischwitz; Tepper Franz, Karlsbad; Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen; Hyna Josef, Hostomitz a.B.; Dinnebier Emil, Tetschen: Nitsch Rosa, Trupschitz; Richter Karl, Politz a. E.; Habl Erwin, Schindler Robert, Lohmüller Hans. Tyle Vladimir. Holfeld Otto, Chimiak Teo, Freundl Anton, sämtlich Nestersitz; Schöffel Anton, Schöbritz; Vaniček Franz, Hertine: Havel Franz, Modlan: Bretschneider Otto und Eichler Otto, Drakowa: Ulbert Rudolf, Prosetitz; Klötzig Rudolf, Strache Rudolf, Strache Karl, sämtlich Großpriesen: Geißler Josef, AltSerbitz: Walter Ludwig, Steinwitz Hans, König Anton, sämtlich Kwitkau; Berger Josef, KleinAugezd; Triltsch Gustav, Wisterschan. Arbeiterschach. Die Bezirksserie im 2. Bezirk ist beendet. Teplitz I feierte in Wisterschan einen 8: 0- Sieg und damit den Bezirksmeister für 1937. In Teplitz sollte Zuckmantel antreten, es erschienen leider nur 2 Genossen, welche natürlich nicht als Mannschaft antreten konnten( mindestens 5 Spieler). Da Teplitz II 5 Spieler an den Brettern hatte, wurde das Spiel mit 5: 0 Punkte für Teplitz II verifiziert. Nachfolgend der Endstand: 1. Teplitz I. Mann. schaft 4 Siege, 29 Punkte; 2. Wisterschan, Abt. 13% Pkte.; 4. Teplitz II. Mannschaft 1 Sieg. Kwitkau 2 Siege, 16 Pkte.: 3. Zuckmantel 2 Siege, 9 Pkte.. und 5. Abteilung Wisterschan 1 Sieg, Punkte. 7 Einzelmeister wurde Gen. Gahler mit 24 Punkten, es folgen Scharoch 2 Pkte.; Heřman 1 Pkte.: Neulinger 0 Pkte. Auch im Bodenbacher Bezirk ist die Bezirks serie beendet. Rosawitz gelang es im Entscheidungskampf, die Eulauer Genossen mit 5: 3 Punkten zu schlagen und damit zum ersten Male Bezirksmeister zu werden.( Bisher war es immer Krochwitz.) Bodenbach gewann gegen Seldnitz mit 5-3 Punkten. man, neben vielen anderen, ans dem ,, Atlas der Imperien"( An Atlas of Empire"), den J. F. Horrabin bei Victor Gollancz in London her ausgebracht hat. Horrabin gilt als einer der besten Kartographen der Gegenwart, aber was ibn über alle seine Berufskollegen weit hinaushebt, ist der Umstand, daß sein formales Können im Dienst einer politischen Idee steht: der sozialistischen. Ja, er ist sozusagen nur im Nebenberuf ein hervorragender Zeichner, im Hauptberuf aber ein Politifer von außerordentlichem Wissen. Auf 70 Kartenskizzen gibt er im vorliegenden Buch ein anschauliches Bild der folonialen Befißtümer der Imperien; sein ge= drängt gehaltener Text zu jeder Karte vermittelt alle wesentlichen politischen, geographischen, wirtschaftlichen, historischen Faften; die Rivalitäten im Fernen Often, im Pazifik z. B. werden durch seine im besten Sinne volkstümlichen als Sie bei der Dampferfahrt ins Wasser fie- turnier ausgetragen, an dem die Länder DäneDarstellungen in Bild und Wort verständlicher len?" als durch viele der voluminösen Monographien. Horrabin hat, neben wenigen anderen in unse- haben sie mir zugeworfen!" rem Lager, das Verdienst, sich zu den wissenschaftlichen Methoden jener Anschauungslehre zu bekennen, die man mit dem Namen ,, Geopolitik" nen hören zu. belegt hat, und die von den„ Linken" so ängst- ,, Und dabei hat sie angeblich niemals Un- Punkte: 2. Tschechoslowakei 1 Siege, 14 Punklich gemieden wird, weil sie die Mode mit- terricht gehabt." Schweiz: und was taten Ihre Vereinsbrüder, Der Endstand ist folgender: 1. Rosawitz 51 Siege, 36 Punkte: 2. Eulau A 41 Siege, 38 Punkte: 3. Seldnitz 31 Siege, 30% Punkte: 4. Bodenbach 3 Siege, 24% Punkte: 5. Eulau B 2 Siege, 18 Punkte; 6. Krochwitz 2 Siege, 21 Punkte: 7. Tetschen 0 Siege, 0 Punkte. In Bern( Schweiz) wurde ein Arbeiterschachmark. Schweiz. Frankreich und C. S. R.( Děl. šachový svaz) bit je einer 10er Mannschaft teil,, Oh, diese Schurken! Ein Stüd... Seife nahmen. Dänemark gewann gegen Frankreich mit 7: 3 Punkten; CSR, gewann gegen Schweiz mit 5:44 Punkten; Dänemark gegen Č. S. R. 6: 3% Punkten, Schweiz gegen Frankreich 5: 4 Punkten: Herta spielt Klavier. Zwei guie Freundin Dänemark gegen Schweiz 8: 2 Punkten; CSR. gegen Frankreich 5: 5 Punkten. Endstand: Sieger Dänemark 3 Siege. 2114 machen, die reaktionären Interpreten dieser ,, Nett von ihr, daß sie wenigstens niemand Rebre selbst zu identifizieren. anderem die Schuld zuschiebt!" te; 3. Schweiz 1 Sieg, 12 Punkte: 4. Frankreich ½ Sieg, 12 Punkte. Sieger im Einzelturnier wurde der Däne Bager mit 7 Punkten. Zweiter wurde Thelen, Prag, mit 6 Punkten usw.