Nr. 41 Unterhaltungsbeilage 1937 Wer andern eine Goldgrube gräbt... Eine Familiengroteske von Reg. Lotte Sassower Es lvar Montag, man saß auf der Veranda beim Familientisch und«S war, wie gewöhnlich, höchst ungemütlich. Der Gymnasiast Paul schimpfte aus den Professor, um die Stimmung für das erhaltene Richtgenügend vorzubereiten, seine kleine Schwester Mimi bekleckerte mit Eifer das blütenweiße Tischtuch, was einen Wortschwall der Mama, Prügel und Heulen mit sich brachte, die Köchin, die Sonntag nachts zu spät vom Ausgang heimgekehrt war, wurde tvährend des Servierens von der Hausfrau mit spitzen Worten reguliert, die in ihrer Doppelsinnigkeit aber heimtückisch dem Gatten galten, als Einleitung einer ehelichen Szene, die für den Rachtisch aufgespart blieb, wie der Unglückselige erfahrungsgemäß wußte. Jemand aus der Verwandtschaft, dieser Hydra mit 888 kopflosen Tratschmäulern hatte ihn gewiß gestern in Gesellschaft der entzückenden Dame gesehen, die zum Sommeraufenthalt in das Städtchen gekommen war und die er gleich zu Beginn ihrer Anwesenheit in seiner Eigenschaft als Leiter des städtischen Bildungsvereins kennengelernt hatte. Sie war Schauspielerin, kam aus der Großstadt, trug sich dezent und gewählt und sprach mit einer ungemein melodiösen weichen Stimme, die ihn, den Musikenchufiasten, begeisterte, von Dingen, die einem Männergemüt unendlich näherstehen und interessanter sind al- Klatsch und HauSfrauen-Angelegenheiten, mit deren Einzelheiten ihn seine Gattin andauernd quälte. So war Evelyn, nach all der Nüchtern« heit, Banalität und Unruhe seines Heims und seiner glücklosen Eh«, bald für ihn die Verkörperung seiner Schönheits« und Friedens» traumes geworden. Sie wieder empfand die fast flehentlich« Bewunderung dieses gedrückten, eingejochten Mannes wohltuend, wenn auch schier erschütternd, neu. Das brachte es mit sich, daß ohne viel vorangegangenes Geplänkel eine tiefe, echte Herzensfreundschaft zwischen den beiden entstanden war, die sein ganzes Dasein erhellte, andererseitr aber auch seine häusliche Misere grell beleuchtete. Es war das erstemal, daß er sich solch eine Lockerung seiner schmerzlich einschnürenden Ehebande erzwang und er hatte daS ganze Register üblicher Borwände— und eine beträchtliche Anzahl geradezu genial hinzuersonnener— aufgewendet, um sich das Glück dieser teils so wundervollen, teils so enervierend aufregungsreichen Sommermonate zu retten. Nun stand der letzte Sonntag von Evelyns Aufenthalt bevor— gar nicht auszudenken schien eS, sie dann nicht mehr sehen zu sollen! Doch dieses letzte Beisammensein sollte nicht, wie sonst, nur zwei bis drei ach so flüchtige Stunden dauern, er sann nach einer Möglichkeit, diesen Abschluß zu einem berauschend schönen Fest zu gestalten, dessen Eindruck auch ihr unvergänglich bleiben sollte. Er wollte ihr Sein- gedenkn erzwingen, auch in der Ferne, auch in dem Milieu, in das sie nun zurückkehrte, an das er sie wieder verlor. Der Abschied sollte auch ihr eine wieder zueinander zwingende Sehnsucht schaffen. Er tvollte kein Intermezzo, kein Abenteuer bleiben für ein Wesen, das et so sehr liebte. Er war eine seltsame Vertauschung der Positionen, eine Umkehrung des Ueblichen, die sich aus der Tatsache, daß sie einen freien Beruf und völlige Ungebundenheit besaß, er aber an die Kleinstadt und in eine unglückliche Ehe gefeffelt war, ergab. Er, der Mann, warb um die Beständigkeit und um die Vertiefung eines Gefühls, von dem er— übrigens fälschlich— annahm, daß es ihr nur ein Bestandteil der Feriensreude gewesen war. Er war trotz der vieljährigen Eh« und des ebenso langen Klein- stadt-MilieuS überraschend jugendlich phantasiereichen Sinns geblieben. Vielleicht war eS die wirklich tiefe Musikalität, die ihn gegen alle ertötenden Einflüsse der Umwelt immun gemacht hatte, vielleicht hatte sie ihm das reine und leidenschaftliche Empfinden iy all der ihn umgebenden Nüchternheit erhalten können— jedenfalls zeigte sich jetzt in dieser späten ersten wirklichen Liebe Erfindungsgeist und das hosiie schalkhaft Poesievolle, das sonst nur den Zauber von Studenten-Bekanntschasten auSmacht. All die erfolgreichen kleiney Listen, die reichlich vorhandenen Hindernisse zu umgehen, schufen eine Atmosphäre von Spannkraft und Jugend- frische, die den Reiz ihres Idylls noch erhöhte. Nun sann er nach einer Möglichkeit, ihr einen ganzen Tag widmen zu können. Es mußte unbedingt ohne jeden Ellat geschehen, ohne seine Stellung als Ehemann und jene, die er in der kleinbürgerlichen Gesellschaft einnahm, zu schädigen. Denn— bei aller Beschwingtheit— war er doch kein unbesonnener und vor allem kein gewissenloser Mensch. Die vorhandenen zwei Kinder schloffen jeden Gedanken an Scheidung von vornherein auS. Er durfte sich aber auch als Familienvater und Amtsperson nicht blamieren, sein persönliches Verhalten mußte nach außen- hin weiter musterhaft einwandfrei bleiben. Es schien schwierig genug, unter solchen Umständen«in derartiges Fest zu arrangieren! An diesem Montag standen ihm gerade noch sechs Tage für di« Vorbereitungen zur Verfügung. Inmitten der vorgeschikderten Familientafelfreuden ging ihm das durch den Kopf, während er mit anscheinend ausschließlichem Interesse in die städtische Tageszeitung starrte. Plötzlich erhellten sich seine Züge und Avar unerklärlicherweise bei der Lektüre der Reklameiiotizen. Darunter fand er die Aufforderung Klassenlose zu kaufen, die Ziehung des Hauptgewinns sei anderntags.„Spielt eigentlich Tante Berta immer noch so unentwegt in der Lotterie?" wandte er sich plötzlich an seine Frau.„Ach ja, antwortete sie mißmutig, alles Geld, das man ihr zu- konunen läßt, vertut sie auf diese Weise... Eine fürchterliche Mitschuld lädt man auf sich, chr für dieses Laster das Geld noch zu geben... Peter wußte, daß nun endlose Betrachtungen, di« den Geiz seiner Frau beschönigen sollten, folgen würden und so nahm er rasch seinen Hut und entfernte sich mit einem flüchtigen Gruß, er müsse heute früher ins„Amt". Unterwegs verweilte er einige Minuten in der Redaktion der Tageszeitung, die sein bester Jugendfreund herauSgab und machte in der gleich anschließenden Buchdruckerei eine dringende Bestellung. Sodann ließ er sich noch ein Paket großer weißer Kuverts geben und eilte, leichtfüßig wie Ronieo, zu Evelyn, die für diese Stunde den Kaffee für ihn köstlich aromatisch bereitete. Der überaus zärtlichen Begrüßung folgte eine mehr geflüstert«, von Heiterkeitsausbrüchen lebhaft unterbrochene Unterredung, nach welcher Peter seine Füllfeder zückte und eine ansehnliche Liste von Adressen, eS waren die der 888 seiner Frau verwandten Hydramäuler, zusammenstellte. Evelyn sollte für den nächsten Tag die mitgebrachten Kuverts, mit diesen Anschriften versehen, ihm vorbereiten. Dann suchten sie einen paffenden Zug im Fahrplan, mit dem Evelyn am Mittwochen die Hauptstadt fahren sollte, um jene Tante Berta aufzusuchen und zugleich die geheimnisvolle Drucksache in der Residenz aufzugeben. Der Plan war fein ausgeklügelt, an nichts war vergessen worden. Evelyn klatschte in die Hände und zu Peters heimlichem Jubel meinte sie glücklich, nun sei auch ein Weg gebahnt, Peters künftige Reisen in die, Stadt, in der auch sie selbst lebte, glaubwürdig harmlos zu motivieren. Es war klar, daß die geldsüchtig« Emilie«S ihrem Gatten eher danken würde, wenn er sich— ohne Wissen der übrigen Verwandten— bei dem Millionenmütterchen Liebkind machen wollte! Von ihrem Streich beseligt wie Max und Moriz, tanzten der würdige Herr Amtsrat und Evelyn durchs Zimmer. Tagsdarauf gab es in der kleinen Stadt keine geringe Aufregung und insbesondere Peters Villa war von Besuchern förmlich belagert. In der Zeitung war ein« Notiz erschienen, die besagte, daß der Haupttreffer der diesmaligen Klaffenlotterie einer privaten Meldung nach, einer alten Dame zugefallen sei, die gerade am darauffolgenden Sonntag in voller geistiger Frische ihren 80. Geburtstag feiere. Die glückliche Gewinnerin, die in der Hauptstadt wohnt, soll die Seniorin einer auch in unserem Heimatstädtchen hochangesehenen weitverzlveigten Familie sein, der eine kundige Hellseherin einst vorausgesagt hatte, daß sie ihre Tage dereinst als Millionärin beschließen werde.' Dies habe auf sie einen so tiefen Eindruck geniacht, daß sie fortab an der Lotterie großes Jntereffe nahm und nie versäumte mitzuspielen. Ihre jahrelange Ausdauer sei nun aber auch märchenhaft belohnt." Kein Zweifel— es konnte nur Tante Berta sein! Es war ihr also richtig eine Million zugefallen l So hatte sie es also doch noch erlebt, die gute, brave Seele! Man begann einander gerührt von ihrer großen Bescheidenheit zu erzählen, von ihrer großen abgeklärten Weisheit, ihrer Herzensgute, ihrer rührenden Familienlieb«, an den Kindern nahm sie stets besonderes Interesse und wußte von? jedem Nachwuchs, gratulierte immer herzlich. (Früher hatte man gesagt, sie melde sich schoi» 2 ... wieder um eine Spende, die lästige Alte!) Aber auch eine funkelnagelneue schwarze Taffetrobe am Freitag abends traf das Telegramm ein, das jekt überbot man sich in schmückenden Beiwor- für das Mütterchen zurück. Mit Freuden ging Peter zu einer amtlichen Konferenz in eine ten für das liebe, liebe Tantchen und an der Tante Berta auf den Spaß ein trotzdem er Stadt entgegengesetter Richtung einberief. Er Betonung der Innigkeit der eigenen Verwandt- wie sie schalthaft meinte auch ihr ein bat Emilie Tante Berta seinen Kummer über schaftsgefühle. ,, Achtzig Jahre werde sie nun großes Opfer auferlegte. Denn sie wäre tatsäch sein Fehlen bei der Feier auszudrücken und zugerade welch eine rührende Aufmerksamkeit lich erst vorigen Monat 77 geworden und es sei gleich seinen Besuch für den darauffolgenden des Schicksals ihr zu diesem Jubiläum eine Mil- feine leichte, es sei direkt eine heroische Tat für Sonntag anzufündigen.. Tion zu schenken! Aber man wollte in den eine Frau sich freiwillig um drei Jahre noch Frühmorgens am Samstag aber gab es gegebenen Grenzen auch das Seine tun, dies älter zu machen! Evelyn versprach lachend für ein lebendes Bild vor dem Bahnhof des Städtseltene Fest zu verschönern, man wollte sie be- spätere Verjüngung durch Theaterkarten und chens, das Aehnlichkeit mit dem biblischen Aussuchen, ihr die geliebten Kindlein alle bringen geistige Anregung um so eifriger zu sorgen, ja zug aus Aegypten aufwies nur die Kostü und Geschenke machen! Es war Peters kluger sogar den regelmäßigen Besuch ihres eleganten mierung war eine andere... Eine halbe Gedanke, der sofort aufgegriffen wurde, denn Neffen Peter stellte sie der alten Dame in Aus- Stunde später aber fuhr ein Auto mit zwei er hatte ihn zum heimlichen Verdruß seiner ficht. überglücklichen Menschen ins Land der SeligFrau, die das Geld für ihre Familie allein er- Alles ging wie am Schnürchen. Pünktlich keit... gattern wollte vor den Besuchern ausge= sprochen. Eine fieberhafte Tätigkeit entwickelte sich. Die Kaufleute ſtrahlten, denn es zeigte fi Englische Frauen- heute und gestern plötzlich ein geschäftlicher Aufschwung, wie sie ihn so mitten in der Krisenzeit nicht einmal So ,, Sagen Sie mir etwas über englische| geworden, die wir nur schwer verstehen können. zu erträumen gewagt hätten. Insbesondere die Frauen", bat ich den jungen Freund, den ich Es ist nicht etwa eine Ausnahmeerscheinung, Woll- und Handarbeitsgeschäfte wurden förm- zufällig in London traf, denn ich hatte manches sondern üblich, daß der Mann, bevor er in die lich geplündert. Bettjäckchen, Häubchen und gesehen, das mich erstaunte. Er schüttelte den City fährt, das Frühstück bereitet, um es seiner Fußwärmer gab es am zweiten Tage im wei- Kopf. ,, Ausgeschlossen", sagte er. ,, Fragen Sie Frau im Bett zu servieren, Feuer im Kamin ten Umkreis nicht mehr, aber auch die Lebens- mich nach den Slums und Chinatown, dem entfacht und, sofern er noch Zeit hat, die Wohmittel- und Liförgeschäfte feierten Verkaufs- Tower, Whitechapel und dem ganzen London nung in Ordnung bringt. Bis mindestens halb Orgien, die Konditoreien mußten in Afford die nach der Coronation und ich werde Ihnen die zehn ruht sich die Frau noch aus. Dann macht Torten backen. Ein besonders findiger Spefu- garantiert besten Auskünfte erteilen; englische sie rasch Toilette, verabredet sich mit einer lant auf Millionentantchens Gunst erstand ein Frauen sind tabu. Man kommt einfach nicht an Freundin zum shopping"-machen zwischen wenn auch im System schon veraltetes Radio, sie heran." Vormittag und Mittag, nimmt den Lunch im worauf Peters Frau, die es durch ihren Mann Das schien merkwürdig, doch es stimmte Refreshment- Room eines Warenhauses oder in erfuhr, ihr kreischendes Grammophor opferte, mit dem Bilde überein, das ich mir von der einer der vielen kleinen Snack- Bars, in denen zu dem Peter sinnig seinerseits die Platte mit Engländerin im allgemeinen gemacht hatte: man die entzückendsten Sachen bekommt, kauft dem Lied an die Freude„ Seid umschlungen sportlich, stolz, ablehnend, eingeschlossen in die sich im Vorübergehen vielleicht noch ein hübsches Millionen..." beistellte. In den Kinderkleider- Schranken der Familie und des Empire: vor Kleidchen, das nicht mehr als eine Guinee kostet, geschäften ging alles ab, sogar die ältesten La- allen Dingen aber unmodern und unfrei im geht nachmittags, weil die Vorstellung so unvordenhüter wurden sie los, jede Schneiderin war Sinne unserer kontinentalen Auffassung. stellbar billig ist und außerdem Jack Taylor beschäftigt und jede Modistin. Dabei arbeiteten schnell aber gab ich meinen Plan, etwas über spielt, schnell in ein Kino, kauft unterwegs vom die Hausfrauen auch selbst emsig, öffneten über die englische Frau von heute zu erfahren, nichtwagen etivas Obst und am liebsten gleich den Peters Rat auch ihre Vorratskammern bereit auf. Ich überhörte geflissentlich die bissige Be- fertigen Braten, meistens aber eines der bewilligst und zum Entseßen der Ehemänner soll- merkung des jungen Mannes, der behauptete, eilt nach Hause, um sich rasch und oberflächlich rühmten ,, steats", Gemüse in der Büchse, und ten auch Gläser mit eingelegten Eiern und Ein- englische Frauen seien nur im Zustande der ihren Pflichten als Hausfrau hinzugeben. Denn gesottenem die für sie immerhin gefahrvolle alten Spinster" zu ertragen, denn dann seien das Diner muß fertig sein, wenn der Mann sechsstündige Schnellzugsreise mitmachen! Don- sie wenigstens amüsant, und interviewte nunnerstag traf wirklich eine offizielle gedruckte mehr ein junges Mädchen, das bereits einige aus der City kommt. Es ist meist auch fertig, Einladung zum 80. Geburtstag der guten Tante Jahre in England lebte.„ Die Sache ist nicht aber immer noch ein Gentleman ist, hat er sich und da der Engländer kein Feinschmecker, wohl ein, in der es hieß, daß ,, nur persönliche Glück einfach", meinte es, schlimm ist, daß es fast längst an diese Art der Haushalts- und Lebenswünsche angenommen werden. Gott habe sie die keine Berührungspunkte gibt zwischen den Eng- führung gewöhnt und belohnt sein Weib für die Erfüllung eines so heißen Wunsches erleben länderinnen und den Frauen vom Kontinent. Lassen sie wolle ihre geliebte Familie voll- Meiner Meinung nach gibt es drei Gruppen gehabten Tagesmühen mit einem abendlichen zählig bei dem Feſte um sich haben." Alles von englischen Frauen: die Arbeiterin, den Kino- oder Theaterbesuch. Sie würde es für das weinte gerührt. Die gute Tante! Man beschloß Blaustrumpf" und das Wife", die Ehefrau. größte Unrecht der Welt halten, wenn er ihr schon Samstag mit dem ersten Frühzug zu rei- Der Flapper" ist eine Uebergangserscheinung; nußlos verbrachten Tage machen würde. Geistige irgendwelche Vorwürfe über ihre einigermaßen sen, um sich einerseits am Festmorgen ausgeer entwickelt sich zum Blaustrumpf oder zur Interessen hat sie nicht. Die sind der Frau der ruht präsentieren zu können, andererseits da Ehegattin, je nach Neigung und Glück. Die man ja nun doch einmal die Spesen habe, etwas Arbeiterin hat es schwer wie überall. Sie hat höheren Gesellschaftsklasse vorbehalten. Die weiß auch von der Großstädt zu genießen. Peter, flug sehr viele Kinder zu besorgen, ihre eigene Woh- natürlich über alles Bescheid. Sie ist ebenso an alles denkend, riet davor ab, der Tante jetzt nung, die Wohnung fremder Leute( als Aufinteressiert an Sport wie an Literatur sie schon irgendivie durch Zur- Last- Fallen oder wartefrau), ihren Mann und ihren Haushalt. Kleine Unterschiede gelten überall. Warum aber, ist die Engländerin von gestern geblieben. Borgwünsche Argwohn ob der Natur der Ge- Sie ist ständig geheßt, müde, hat keine Zeit für fühle zu erregen, was ihm würdevoll entrüstete sich selbst und wenig für die Kinder. Sie iſt, wenn Sie die Sache wirklich interessiert, suchen Proteste eintrug. Man werde doch nicht... wie überall, der geplagteste, aber auch der Man habe sie doch wirklich lieb, die alte arbeitssamste und aufopferndste Mensch in der Dame... 1 Es klappte es flappte! Mittwoch war bei Tante Berta, die übrigens eine gescheite, vom Leben gewißte alte Frau war, eine entzückende junge Dame: erschienen und hatte sie in die Sache insoweit eingeweiht, daß ihr Neffe der Amtsrat, von Tantes pretärer Lage Bericht erhalten und beschlossen habe; ihr durch einen fühnen Streich, mit dem zugleich den geizigen Verwandten ein Schnippchen geschlagen werde, einen fortab sorgenfreien Lebensabend zu sichern, ihr Geschenke und liebevolle Beachtung zu erzwingen. Sie möge das Spiel nicht berderben, weil dadurch ein besseres Leben für das Tantchen beginnen würde. Und Evelyn ließ nicht nur eine Tausend- Kronen- Note, sondern " Gemeinschaft des Volkes. Anders ist es mit dem Blaustrumpf. Die studierende und studierte" Frau in England ist ein Ausbund an Gescheitheit und exaktem Wissen. Das Studium an der Orford- University ist die Visitenkarte, die ihr die Tür in alle öffentlichen Berufe öffnet. Sie ist Aerztin, Rechtsanwältin, Politikerin. Sie arbeitet wie ein Mann, mit viel Verstand und wenig Leidenschaft. Darum wird sie zwar noch immer niedriger bezahlt als er, gilt aber genau soviel wie ihr männlicher Kollege. Wirklich schwierig wird die Geschichte erst bei der Engländerin als Frau ihres Mannes. Die Engländerin ist keine Hausfrau. Der Mannequin zum Beispiel oder auch das Ladenmädchen, die Vertäuferin, die geheiratet haben, find zu Wesen Sie die englische Frau von heute nicht in ihrem Heim auf?" Auch das war nicht so einfach, doch auch das gelang. Ich traf: eine Bankangestellte, eine Krankenschwester, einen Mannequin und die wirkliche Hausfrau. Die ,, wirkliche Hausfrau" war entzückend. Sie war nicht mehr jung, bewohnte das herrlichste, altenglische Landhaus, das ich je gesehen, und hatte, wie scheinbar alle Hausfrauen der Welt, Dienstmädchensorgen. Sie gab offen zu, daß sich die englische Frau nichts aus der Zubereitung der Mahlzeiten mache, fand das aber durchaus in der Ordnung und verwies auf die hervorragenden praktischen Eigenschaften, die sie als Ausgleich dafür befize. Sie zeigte mir das Wunderwerk einer Küche, die aus drei Räumen bestand und jede Hausfrau in helle Begeisterung bersezen mußte. Es blizte nicht nur vor Sav berkeit, sondern alles, vom Gasofen bis zum Frigidair und die für kleine Küchenwäsche vorhandene versenkbare Wringvorrichtung, war derart handlich, einfach und vernünftig erfun3Was haben Sie gewonnen? Roland Dorgelès, der Verfasser der gesehen, in dem an einem Julitage 1934 die neben dem Roman Nazis feige den kleinen lächelnden Mann nieHölzernen Kreuze" gibt unter dem Titel den und eingeordnet, daß ich meine Ansichten von Barbusse eines der meistgelesensten Kriegsüber die englische Hausfrau wesentlich forri- bücher Frankreichs gierte, zumal das Diner, von einer schweizes lebe die Freiheit!" den Rechenschaftsbericht einer Reise durch Diktaturländer. Er hat rischen Köchin bereitet, vorzüglich mundete. Rußland besucht, Deutschland, Italien, Desterreich und Ungarn. Dorgelès ist nicht Sozialist, wohl aber Antifaschist und überdies ein Mensch mit wachem Gewissen. Seine Argumente sind feineswegs immer die unseren. ,, Der Faschismuß ist nicht die Mauer, mit der man zweck mäßigerweise den Besitz schützt" Dorgelès wird nicht müde, dies zu demonstrieren, und es unterliegt wohl keinem Zweifel, von welchen Ohren er gehört werden will. Da er aber ein unerbittlicher Beobachter ist, ist sein Buch von Wert für den Abwehrkampf, in dem sich Europa befindet. Wir zitieren einige BruchSchweizerische und österreichische Kräfte sind nicht nur im englischen Haushalt, sondern auch in der Krankenpflege sehr gesucht. Die englische Krankenschwester, die ich kennenlernte, war eine verheiratete Frau. Sie hatte mit der Bedingung geheiratet, weiterhin ihrem Berufe nachgehen zu können, um aus eigenen Mitteln und nicht aus denen des Mannes ihre mittellosen Eltern unterhalten zu können. Ihr gerades Gegenstück war der bildhübsche Mannequin, der mit seiner leicht puppigen Schönheit rechnete wie mit einem Kapital. Zwanzig Jahre alt war dieses junge Mädchen, und es gab offen zu, daß es sich drei Jahre Zeit gegeben habe, um von ihrer Jugend den bestmöglichen Gebrauch zu machen: das heißt ,, die beste Partie", die sich ihr biete. Liebe sei unmodern. Ein bequemes, gesichertes Leben auf bernünftiger Grundlage das erstrebenswerte Ziel. Noch fönne sie wählen, und sie werde auch. Denn mit 23 Jahren sei sie alt und müsse nehmen, was gerade tomme... Der seltsame Nachgeschmack, den diese Unterhaltung hinterließ, verschwand sofort und machte neigungsvoller Hochachtung Plaz, als ich den Abend darauf mit der Bankbeamtin sprach. Sie lächelte über meinen Eifer, etwas von den englischen Frauen zu erfahren, genau so wie über das völlig ernst gemeinte Kompliment, daß ich nie so viele wirklich hübsche und interessante Frauen gesehen habe wie in London, nicht einmal in Paris. Das läge, meinte fie, wahrscheinlich daran, daß London die größte Stadt der Welt sei und also der Prozentsatz an hübschen Frauen entsprechend größer als in anderen Städten, sei also logisch und darum tein besonderes Kuriosum. Das Kuriosum läge vielmehr darin, daß sich die englische Frau seit einigen Jahren dazu hergebe, sich noch auffälliger und öffentlicher zu schminken, zu pudern und die Lippen zu bemalen, die Nägel zu ladieren und die Brauen zu rasieren, wie ihre kontinentalen Kolleginnen. Doch sei selbst dieser Erscheinung, die zu einer Manie geworden sei, nicht viel Bedeutung beizumessen. Die einschneidendste Veränderung im englischen Frauenleben seit vielen Generationen sei im Kriege geschehen. Sein Ende habe nicht nur das Frauenstimmrecht gebracht und die Frau im Berufe gleichberechtigt, sondern auch einer ganzen Frauengeneration die Männer geraubt. Viele dieser Frauen stünden heute, wie sie selbst, im Berufe und nähmen verantwortungsvolle und auch gutbezahlte Positionen ein. Besonders aus ihren Kreisen aber resultiere der unbedingte Wunsch der englischen Frauen nach Frieden, und ein gewisses Gemeinschaftsgefühl mit den Frauen des Kontinents, ein Gefühl, das über alle wirklichen und eingebildeten Verschieden artigkeiten der Nationen triumphiere. Ehe ich diese Frau, die seit dem Kriegsende ihre Tage in einem der größten Bankhäuser Londons verbringt, verließ, betrachtete ich lange das Bild eines jungen Soldaten, das über ihrem Schreibtisch hing. Maria Gleit. Volf und Knecht und Neberwinder, fie gestehn zu jeder Zeit: höchstes Glück der Erdenkinder sei nur die Persönlichkeit. Goethe. stücke. L In Deutschland. ,, Was haben sie gewonnen, frage ich mich, die armen Teufel der Sturmtrupps, Nazis von der ersten Stunde, die die Kommunisten mit Revolvern angegriffen haben und die, wenn es sein mußte, den Maschinengewehren der Reichswehr trotten? Nichts als diese unkleidsame Hose, die sie selbst bezahlen mußten, Stiefel aus Kunstleder, eine ach wie oft! leer ist, Feldflasche, die und das braune Hemd, unter dem sie frieren. All ihren Gewinn führen sie bei sich. Die Auszeichnungen, das Avancement, die guten Stellen, das ist für die anderen gewesen, für die Söldner der Schutzstaffel( SS), nun brüsten sich die Herren in ihren schwarzen Uniformen. Die allerdings waren noch zu jung, um sich schon in München zu schlagen, sie sind gerade im günstigen Augenblick gekommen. Seit dem Juni 1934 der Erledigung Röhms fann man sagen, daß die Braunhemden, denen Hitler die Macht verdankt, nichts mehr als Figuranten sind. Sie kommen einen Abend in der Woche zu an drei einer Besprechung zusammen und Sonntagen des Monats zu einem Uebungsmarsch, der immer mehr den Charakter einer Landpartie annimmt. Bei einer Katastrophe oder bei einem Umzug erinnert man sich ihrer, sie dürfen dann Ordnungsdienst machen oder die Fahne tragen. Auf den Schießpläßen läßt man sie üben, aber dann müssen sie die Patronen bezahlen. Ihr einziges Privileg ist, einen Monatsbeitrag zu leisten. Arbeitslose: Hundert Sous. Das ist Vorzugspreis. Da sieht man, was es einbringt, die Haut für einen Diktator zu Markte zu tragen." In Oesterreich. Was sagen fie? Diktator?" Bei diesem beleidigenden Wort hatte sich mein Gesprächspartner steif in seinem Stuhl zurecht gesetzt. ,, Nein, mein Herr, Desterreich kennt, Gott sei dafür gelobt, feine Diktatur. Ich möchte ihnen mit dem schönen Wort des verstorbenen Kanzlers Dollfuß antworten ,, Autoritäres, aber nicht willkürliches Regime"." derschlugen, in dem sich die patriotischen Hoffnungen Oesterreichs verkörperten, den Doktor Dollfuß, den Freund Frankreichs. Durch das offene Fenster sah ich, an der anderen Seite des Volksgartens, den monumentalen Rathausturm, der überragt wird von einem Ritter aus Kupfer, und ich dachte an das tragische Schicksal dieses Diktators, der die Erhebung der Arbeiter in Blut erstickte und der einige Monate später unter den Kugeln der Parteigänger Hitlers fiel, so als ob die Braunen einem mystischen Auftrag gehorcht hätten, der ihnen befahl, ihre roten Feinde zu rächen. Seitdem hört, Held für die einen, Tyrann für den anderen, Dollfuß nicht auf, über Oesterreich zu herrschen, wie der tupferne Ritter dort oben auf dem Rathausturm. ,, Wir schulden ihm alles," versicherte in einem Tonfall, der keinen Widerspruch zuließ, mein Gesprächspartner. Unseren inneren Frieden, unseren wirtschaftlichen Wiederaufstieg, unser internationales Gleichgewicht, unsere Verfassung..." Verfassung? Warum dies Wort? Meine Gedanken flogen von neuem über die Dächer Wiens. Ich suche mit den Augen zwischen den Wipfeln der Bäume das Parlament. In den Beiten der Monarchie war dies Palais berühmt für seine stürmischen Sigungen. Das Parlament ist stumm, das Parlament ist tot. Eine willkürliche Hand hat die Tür verriegelt, die selbst das Kaiserreich nie geschlossen hat. Wie kann man von öffentlichen Freiheiten sprechen, von Bürgerrechten, in einem Lande, in dem die Parteien verboten sind! Eines Tages machte ich bei einem alten Professor Besuch, der mehrfach Verfolgungen ausgesezt gewesen war, und ich sagte, daß doch eigentlich die Tyrannis, über die er sich be= flagte, recht wenig spürbar wäre. Da sah er mich an, halb spottend und halb gequält: ,, Haben Sie denn nicht bemerkt, daß ich die ganze Zeit über leise spreche..." Wie hatte mir dieses Detail entgehen kön nen... * Das letzte Bruchstück, das wir bringen, bezieht sich auf Italien. Man findet es in einem Kapitel, das Dorgelès überschreibt ,, Faschist wider Willen". Der Berichterstatter hat Salt gemacht in einem kleinen toskanischen Ort, unweit von Florenz. Er läßt es sich da wohl sein und neckt sich mit seinem Gastwirt. Die folgende Szene spielt bei Frühstück und Morgentoilette. ,, Nachrichten, Herr Capponi?" ,, Ausgezeichnete, außerordentlich ausgezeichnete", spottete er. Die Engländer entschuldigen sich bei uns. Hitler kann ohne uns nicht leben. Die Roten in Madrid ziehen sich in Unordnung zurück. Aber ich möchte doch noch auf die Pariser Zeitungen warten, damit ich sicher gehe." 1 „ Ihnen Von politischem Eifer beflügelt, fuhr der So ist es. Mein Wirt, obwohl er heiteren hohe Beamte, der mich empfangen hatte, in Gemütes scheint, ist die Natur hat solce seiner Rede fort. Aber der Name, der soeben Kontraste Steptifer auf seine Art. Ich hatte über seine Lippen gekommen war, genügte, um ihm noch nicht meine erste Wochenrechnung bemeine Aufmerksamkeit abzulenken. Wir bezahlt, da vertraute er mir schon an: fanden uns in einem Büroraum am Ballhaus fann ich es ja sagen, ich bin keineswegs plab, in einem Gebäude, das mehr von der Kaserne als von einem Ministerium hatte. Die schweren Flügeltüren waren von einem Soldaten in Stahlhelm bewacht, und zwei Etagen tiefer hatte ich soeben den historischen Raum Faschist." Meinen Sie etwa ich, zum Teufel! Aber immerhin, Sie gehören zu den Honoratioren.. Sie sind Geschäftsmann... ,, Das ist es ja gerade", fuhr er mit finsterer Miene fort. " * 4Diese letzte Episode hört sich lustig an. Aber sie ist doch nur scheinbar lustig. Sie zeigt und man kann das in allen faschistischen Ländern beobachten wie wenig im Grunde Durchschnittsbürger fähig ist, auch nur in Gedanken Widerstand zu leisten. Es ist, als ob die Hirne undicht würden. Copyright P. L. B. Box 6 Copenhagen Schach ins Volk SCHACHAUFGABE Nr. 360. Von W. B. Rice. Schwarz: Kc2, Del, Sf2, Bb2, d5.( 5) 7 3 a b C defgh ( 3) Adamsons Jagderlebnis ,, Man pact uns zuviel auf. Wegen dieser verfluchten Sanktionen sind die Fremden nicht gekommen, die Folge war, ich habe nichts verdient. Aber die Steuern, um den Krieg damit zu bezahlen, die hat man sich geholt." ,, Ja, Kolonialfriege fosten sehr viel Geld", stimmte ich bei ,,, Italien wäre auch ohne Abesfinien fertig geworden." Aber da hätten sie meinen Wirt sehen sollen. Keineswegs! Wir brauchten Abessinien dringend. Unser Boden ist nicht reich. Und überdies, wir hatten die Schmach von Adoua abzuwaschen." ..Sie sprechen ja doch wie ein Faschist", wunderte ich mich. ,, Aber nein. Ich bin royalistischer Republikaner. Wie das bei den Engländern ist. Ich spreche oft mit ihnen, wenn sie hier durchreisen. Sie haben die beste Regierungsform." Und Frankreich etwa nicht?" ,, Nein. Zuviel Politik. Mussolini hat ganz recht getan, daß er uns das vom Halse schaffte." find." ,, Da sehen Sie doch, daß Sie Faschist ,, Niemals." Er wies diese Anschuldigung mit ausgestrecktem Arm von sich. Man hat uns ausgepreßt wie Feigen, selbst der Fremde, der sich hier nur kurz aufhält, merkt das. Man tut in Italien nur etwas für die Arbeiter, weil sie die Zahl für sich haben." Es folgen an dieser Stelle wortreich und vollständig die Klagen des Mittelständlers. Dorgelès wendet ein: fein!" ,, Das Volk immerhin muß also glücklich ,, Reiner ist glücklich. Diejenigen, die geben sollen, sind der Meinung, man verlangt zu viel, diejenigen, die die Hände aufmachen, finden, daß man ihnen nicht genug gibt." Diese Frage traf ihn unvorbereitet. Er lag auf seinem Sessel und suchte die Antwort an der Zimmerede. Plößlich sprang er auf: ,, Beppe! Caterina! Prestoqua!" Um diese vertrauliche Auskunft zu er langen, rief er das ganze Haus zusammen. Ja, er ging in das Schantzimmer, wo die Last wagenchauffeure tranken. Aber auch die kannten feine Konspiratoren. ,, Nein, sie wissen nichts", sagte er. ,, Wir hatten hier mal einen Gipsverkäufer. Der war Kommunist. Aber er ist davon abgekommen, weil er heiraten wollte." Im weiteren Verlauf des Kapitels bes merkt Dorgelès, wie eifrig Herr Capponi am Rundfunk zuhört, wenn der Duce spricht.., Er ein Mann von Genie", forderte ich den Wirt macht eben doch mit euch, was er will. Es ist heraus. ., Er hat sogar zuviel davon. Wie ihr Nas poleon. Man weiß nicht, worauf das noch hinnaus soll." ,, Jedenfalls nicht auf einen Krieg. Italien betrachtet sich nach der Eroberung von Abessinien als zufrieden gestellt. ,, Er" hat es selbst gesagt. Italien blickt auf kein Gebiet begehrlich, das seinen Nachbar gehört. Weder Tunis..." ,, Es gibt aber viele Italiener in Tunis", murmelte mein Wirt. ,, Noch Korsika..." ,, Korsika ist nun schon mal ganz sicher eine italienische Insel", fuhr er fort zu brummen. ,, Und Fische haben sie da, Fische...- An unseren Küsten gibt es längst nicht so viele." ,, Noch die alte Grafschaft Nizza." ,, Wissen Sie das? Meine ganze Familie stammt aus Nizza. Der Vetter, der Neffe, der Schwager..." & b c d e f g h Weiß: Kba, Dd4, Th3, Le2, h8, Sb3.( 6) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 357: Df8- f1! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Tepper Franz, Karlsbad; Nitsch Rosa, Trupschitz; Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen; Schöffel A., Schöbritz; Dinnebier Emil, Tetschen; Schöpka Josef, Komotau; Hyna Josef, Hostomitz: Berger Josef, Klein- Augezd; Geißler Josef, Serbitz; Havel Franz, Modlan: Walter Ludwig, König Anton, Steinwitz Hans, sämtlich Kwitkau; Triltsch Gustav, Wisterschan; Ulbert Rudolf, Prosetitz. Kreisnachrichten. Der V. Kreis beruft für den 14. November eine mit Schach spielenden Genossen beschickt werden Schachkonferenz ein, welche von allen Vereinen alle Unionsvereine. muß. Tagungsort Brux. Einladungen ergehen an Für die Kreisleitung: Scharoch Wzl. mit 8 Teilnehmern. Sektionsleiter Gen. Gustav Sektion Sobrusan begann ihr Vereinsturnier Wiedermann, Sobrusan b. Dux Nr. 7. Nach längeren Bemühungen gelang es Gen. Hyna in Hostomitz, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, An dem Vereinsturnier nehmen 10 Genossen teil. ( Bravo, Hostomitzer Genossen!) PARTIE Nr. 137. Philidors Verteidigung. Gespielt zu Tiflis( USSR) 1937. Weiß: Rauser Schwarz: Iljin Ženevskij. e2- e4 1. 2. 3. 4. Sg1- f3 d2- d4 e7- e5 d7-06 e5Xd4 Sf3xd4 Die Variante DXd4, Sc6: 5. Lb5, Ld7; 6. LXS, LXL; wäre für Schwarz vorteilhafter. 4. 5. 12-13 6. e4- e5 7. f3-14 8. Sd4Xc6 9. Lf1- d3 10. g2- g3 11. Dd1- f3 12. Lel- e3 Sg8-16 d6- d5 Sf6- d7 Sb8- c6 b7Xc6 Da8- h4+ Dh4- h3 Lf8- c5 00 13. Sb1- d2 17-16! Durch dieses Bauernopfer erreicht Schwarz eine vorteilhafte Stellung und übt nach Besetzung der Diesmal dämmte ich seinen Expansions- e- Linie starken Druck auf Weiß aus. drang ein. ,, Aber ich bitte Sie, respektieren Sie wenigstens unsere Grenzen." Und dann sagte ich traurig:„ Sie sehen doch, daß Sie Faschist sen, unter Preisgabe der Qualität. sind. Sie sind ja noch faschistischer als Mus,, Siehe da. Es bleiben also doch Mißvergnügte?" interessierte ich mich. Und indem ich verständigerweise die Stimme sentte: Gibt es in ihrer Gemeinde wirkliche Antifaschisten? solini selbst." Das indessen wollte er nicht Stämpferische?" wahr haben... " 14. 15. e5Xf6 Sd2- fl T18- e8 Sd7x16 16. Kel- d2 Besser wäre 0-0-0 gewe 16. Le8- g4 17. 18. Df3-12 Le3Xd4 d5- d4! Te8- e2+!! Weiß gibt auf. Nachdem nach LXe2 die Dame verloren geht.