BUNTE WELT Nr. 4 Unterhaltungsbeilage Venedig des Nordens 1938 Ein wenig zu Unrecht trägi Stockholm sprache, die Theater sind gerade während der stadion gibt es feine Balljungen, weil die Pros diesen Namen, denn über ein paar Aeußerlich- Sommermonate gefchloffen und die Geschäfte letarierbuben viel bessere und würdigere Verfeiten hinaus tommt die Aehnlichkeit mit der halten auch nicht lange offen. Stockholm wirbt dienstmöglichkeiten haben, die Kinos sind saus großen Lagunenstadt des Südens nicht. Es ist nicht um Gunst, aber es erhält sie. Und wider- ber und billig, die Theater auf höchstem Niveau, nicht nur der Unterschied des Klimas, der Un- steht dann nicht, sondern gibt sich ganz. Gibt die Boltsbildung auf ebenso hohem Standard, terschied der Menschenrasse, der Unterschied der sich mit all der Stühle seines Herzens, die ebenso Alkoholerzeffe find sozusagen etwas Unbekann Dajeinsbedingungen, der eine tiefere Verwandt- Erbgut des Nordens, wie Erbgut seiner jee- tes.- und alles das in einer Atmosphäre lauer schaft der beiden Städte ausschließt, es ist vor lischen Ausgeglichenheit iſt. Glückseligkeit, die um sich selbst nicht weiß. allem ein Unterschied der Temperamente, ein Unterschied der Stimmung, ein Unterschied der Atmosphäre. Uns Mitteleuropäern ist nicht nur die per- Sind die Skandinavier glücklicher als wir? sönliche Sicherheit zum Problem geworden, Hoch im Norden, in Tromsö, soll es überhaupt nicht nur das Stüdchen Brot und die paar klei- teine Armut geben. Die Menschen haben dort, Unsere zerrütteten Mitteleuropäer- Nerven nen Annehmlichkeiten, die dieses von tausend was ihr Begehr: wenig Arbeit, viel Muße. In erschüttert zunächst einmal ein großer, ganz Gefahren bedrohte und von aber tausend obrig- ihrer Freizeit fizen sie vor ihren Hütten und überwältigender Eindrud: die geradezu drama feitlichen Normen eingezwängte Dasein noch zu blinzeln in die Luft einsam, allein, bedürftische Ruhe, die Stockholm ausstrahlt. Es gibt bieten hat, sondern der ganze Sinn und Un- nislos. Mehr gewährt ihnen das rauhe Klima, fein Autohupen, kein Mingeln der elektrischen sinn dieses Lebens überhaupt. Die Unrajt mehr gewährt ihnen ihre der Kargheit angeStraßenbahn, keine Zeitungsausrufer, teine unseres Lebens wird noch verschärft durch das, paßte Seele nicht. Etwas von dieser BedürfHofmusikanten, keine Fabriljirenen, tein Hunde- was wir darüber spekulieren. Der Schwede nislosigkeit und Schyvunglosigkeit seines noch gebell. Der Berfehr ist dicht und doch lautlos. führt ein anderes Leben. Ihm liegt die Unraft nördlicheren Landsmannes wohnt auch in der Wenn du an den Passagen zwischen den zwei fern, ihm liegt die Sorge um das Heute und Brust des Stockholmers. Er hat relativ im vorgezeichneten Linien die Straße überquerst, um das Morgen viel, viel ferner als uns, ihn Ueberfluß, was die Güter der Zivilisation find. so richtet sich der Verkehr nach dir, bleibt alles bedrohen nicht die Aengste der persönlichen Aber Wohlbehagen und Sicherheit baben ihn stehen und wartet, bis du am anderen Ende Sicherheit, der wirtschaftlichen Wohlfahrt oder unproblematisch gemacht und die Nähe des bijt. Die Technit unterordnet sich dem Men- wenigstens bei weitem nicht in dem gleichen Polareises hat seiner Seele den Gluthauch ges schen und es geht ohne jeden Lärm, ohne Banken Maße wie uns. Er braucht darum auch nicht so fühlt. Unsereins ist„ interessant", aber unglüdund Schimpfen. Man faßt es im Anjang gar zu hasten wie wir, er wird nicht zu spät kom- lich, der Schwede ist glüdlicher als wir, aber nicht, daß jemand da ist, der dir zuruft: Bitte, men, er fann sein Rebenstempo viel gemäch-|..unintereſſant". Man hat die Wahl, was vorweitergehen!" oder noch liebenswürdiger: licher regulieren und seine Seele bedrängen zuziehen ist. Hundert Jahre nach uns werden ..Zupf' di', notiger Bimpf!" Ez fehlt einem direkt und man fühlt sich förmlich beschämt, daß keiner da ist, der einen zurechttwiese und abkanzelte, weil man das und jenes falsch gemacht hat. Doch nach ein paar Tagen merkt man, daß der Ablanzler und zurechtweiser nun in dir selber wohnt und das du das kostbare Gut der Selbstdisziplin erworben hajt. Wer sich selbst tommandiert, braucht kein Kommando mehr von außen, wer sich selbst führt, braucht feinen Führer und das eine schließt das andere aus. " Freilich, die Dinge haben auch ihre Kehr seite: es gebt weniger vor in Naum und Zeit, wenn man so lebt wie in Stockholm. Man, muß viel Muße und viel Nervenruhe haben, um mit dem Ebenmaß dieses Lebenstempos fertig zu werden. Ein Mittagessen im Restaurant, auch wenn es nur aus drei Gängen besteht, dauert nicht unter eineinhalb Stunden, und wenn du einen Tee bestellit, muß du 30 Minuten war ten. Als wir einmal einen Kellner fragten, warum denn das alles se schrecklich viel Zeit erfordere, antwortete er mit weißem Lächeln ein einziges Wort:„ Schweden!" Ja, das ist so: die Schweden haben Zeit, sie sind ein frieds fertiges Volf, relativ fern wenigstens den ängs jten Aufregungen der Epoche, nicht gehetzt von den Fiebern unserer Regionen, ein Bolt des Maßzes. nicht die Phantasien und Abenteuer und Spekulationen, die die unsere von Sensation zu Senjation heßen. Da er in der Freiheit wohnt, fennt er feine Sehnsucht. Seine Eisenbahnen dritter Klasse sind so ausgerüstet wie bei uns die erste Stlaffe, seine Wohnungshygiene für unsere Begriffe ein Paradies, in Stockholm gibt es fast überhaupt keine Bettler, im TennisZeitungspapier wertvoller als Seide uns unsere Nachfahren beneiden, in welch einem spannenden Zeitalter wir doch gelebt haben und wie aufregend schön es damals gewesen ein muß. Wir heutigen aber würden offenbar vorziehen, lieber hundert Jahre später zu leben, und wenn schon heute, so doch lieber bei den uninteressanten Schweden. Dr. J. Hannal. auch einen Blick auf die Produktionsziffern dies fes Wirtschaftszweiges zu werfen, handelt es fich doch um Zahlen, von deren Höhe der Nichteingeweihte kaum sich einen Begriff zu machen in der Lage ist: Eine der sensationellsten Wirtschaftsmel dungen der letzten Tage ist ein Bericht über die internationale Zellstoffproduktion, in dem unter Wie erst fürzlich bekanntgegeben wurde, anderm auf die Schwierigkeiten hingewieſen belief sich die Welterzeugung an Zeitungspapier wird, die sich einer wenn auch nur gering: im abgelaufenen Jahr auf nicht weniger als fügigen Erhöhung der Welterzeugung an Zei- 8.2 Milliarden Kilogramm! Diese gigantische tungspapier entgegenstellen würden. Es man gelt nämlich an Zellstoff, dem so wichtigen Rob- Bahl bejagt, daß it in dI ich faſt eine Million material, und dieser Mangel ist einerseits auf Silogramm Zeitungspapier durch die Rotations den scharf ansteigenden Zellstoffbedarf der im maschinen der Welt läuft; da diese Rotationss Dienst der Rüstungsindustrie stehenden Bünd- maschinen täglich rund dreiviertel Milliars und Sprengmittelfabrikation, und andererseits den Zeitungen liefern, und daß eine solche„ Tas auf die zunehmende Verfnappung der Weltvors gesration", zu einem meterbreiten Streifen zus räte an Holz zurückzuführen. Bekanntlich tours jammengeklebt, ein Band ergeben würde, lang den bereits vor einiger Zeit sowohl in Deutsch genug, um unsere Erdkugel zwölf mal umland wie auch in Italien Bestimmungen bezüg- spannen zu können! Diese Ziffern verans lich Einschränkung des Umfanges der Zeitungen erlassen, und nun kommt aus Japan die Nach richt, daß ein dortiges großes Blatt statt wie bis her auf Rotationspapier, ab nun auf Seide gedrudt werden wird. Zeitungspapier ist also gewissermaßen wertvoller geworden als Seide Ein Volf der Kühle, auch im Seelischen. Stockholm unterscheidet sich von Venedig vor allem dadurch, daß es von sich kein Aufhebens macht, feine Reflame, tein Marktgeschrei. Ber fommen will, seine scheue, stille Schönheit zu sehen, muß von selbst kommen, ohne Lodung, zumindest im Land der aufgebenden ohne Werbung, ohne Zwang. Es ist erstaunlich, Sonne". Ein Schulbeispiel für die teils unwie wenig Mühe sich diese wunderbare Frem alüdfeligen, teils ganz abfurden Auswirkungen denstadt um die Gewinnung der Fremden von Krieg und Rüſtungsfieber. macht. Sellner und Hotelpersonal sprechen nur Spricht man vom Zellstoffbedarf der Beis selten eine andere Sprache als ihre Mutter- tungspapierindustrie, ist es jedoch notwendig, schaulichen einigermaßen, welch gewaltige Pas piermengen die Zeitungen der Welt konfumies ren. Darüber hinaus vermitteln sie aber auch eine beiläufige Vorstellung einerseits von der ungeheuren und vielfältigen Arbeit, die mit dem Begriff Presse“ verbunden ist, und andererseits von der hervorragenden Bedeutung. die ihr, der Presse, als Stulturfatior(!) sowie im Rahmen des Wirtschaftslebens unserer Zeit als Brot- und Arbeitgeber eines schier unabsehbaren Heeres geistiger und manuellet Arbeiter zukommt. et. ma, xro Die Zum großen Erstaunen der Regierung wiesen die Mazdeisten dies Gesetz jedoch mit Entrüstung zurück. Sie waren seit Jahrhunderten so sehr daran gewöhnt, ihre Gottesdienste insgeheim unter ständiger BerfolgungSgefahr abzuhalten, daß sie den Erlaß des Schahs saft als Beleidigung empfanden. Außerdem verkündete ihnen eine uralte, aus der Sassaniden» Zeit herrührende Prophezeiung, daS Ende ihrer Verfolgung werde gleichzeitig das Ende ihres Glaubens fein. Eie veranstalteten also weiter ihre geheimen Gottesdienste in der uralten Tempelfestung bei Hamadan. Tas Toleranz-Edikt Reza Schahs Im vergangenen Sommer erließ der tatkräftigste, auf die kulturelle Erneuerung seines Reiches bedachte Herrscher Irans, Reza Schah Dahlavi, eine besondere Verfügung, in der er bekanntgab, daß die im modernen Iran garantierte gesetzliche Gleichberechtigung aller Religionen auch die Feueranbeter««schließen; sie hätten also keinerlei Verfolgungen mehr zu befürchten, ständen künftig gleichberechtigt neben ihren mohammedanischen Volksgenossen und hätten wie diese, die Möglichkeit, Stellungen im iranischen Staatsdienst zu übernehmen MTP Teheran, Anfang Jänner. Während die Augen der ganzen Welt auf China gerichtet find, ist im viel näheren Persien ein Krieg ausgekämpft worden, dessen Ursachen und Kampfformen in ihrer wilden, unwirklichen Romantik gleichzeitig an die Zeit der Sarazenen und diejenige der spanischen Inquisition und der französischen Bartholomäusnacht erinnern. 3800 persische Mazdeisten, letzte Anbeter des alten persischen Feuer- und Sonnengottes Ormuzd, haben eS vorgezogen, sich' lieber verbrennen zu lassen, als ihren ein Jahrtausend hindurch mit Feuer und Schwert verfolgten Glauben durch Annahme eines Schutzgesehes, das wie ein Gegenstück des Ediktes von Nantes anmutet, den Lebensformen deS im Eiltempo sich europäisierenden neuen Iran anzupassen. Die Weissagung geht in Erfüllung Wahrscheinlich würden sich die iranischen Behörden trotzdem achselzuckend mit dem Eigensinn der kaum 3000 Mazdeisten abgefunden haben, wenn nicht Mitte Dezember eine Gruppe indischer Parsen, die eine Reise durch Iran unternahm, auf die unglückliche Idee gekommen wäre, dem alten Heiligtum von Ekbatane einen Besuch abzustatten. Die Mazdeisten gerieten durch diese Absicht in maßlose Erbitterung, sie empfingen die.Ketzer" mit Steinen und Gewehrschüssen,«S gab einige Tote und mehrere Dutzend Schwerverletzte, die Parsen beschwerten sich auf dem Wege über den englischen Gesandten bei der iranischen Regierung, und die Behörden mußten wohl oder übel gegen die Mazdeisten vorgehen. Der Gouverneur der Provinz Kerman Die Tempelfestung der Mazdeisten Zwischen Kirmandschah und der kleinen Stadt Hamadan, in der die Gelehrten die alte medische Hauptstadt Ekbatana zu erkennen glauben, führt ein schmaler Gebirgspaß zu einem fast unzugänglichen, wildzerklüsteten Hochplateau hinauf, auf dem sich eine Anzahl uralte, mit medischen, persischen und griechischen Inschriften bedeckte Tempelruinen befinden. Bon diesem Hochplateau auö unterrmhm im Jahre 328 v. Ehr. Alexander der Große seinen berühmten Zug nach Indien, und 22 Jahrhunderte später, am 8. März 1817, vereinigten sich hier die Truppen deS russischen Generals Barawff mit der englischen Persien- Armee des Generäls Maude, um gemeinsam die Türken auS Perfisch-Aserbeidschan zu vertreten. Ein enger Fußpfad führt von diesem Hochplateau zwischen zwei hohen Felsenmauern hindurch in ein versteckt liegendes Tal, in dem bis vor wenigen Tagen der letzte in Persien erhaltene Tempel deS Gottes Ormuzd stand. In dieser Tempelfestung hielten die persischen Mazdeisten, von der Regierung und den Gläubigen des Islam gehetzt und verfolgt, ihre geheimen Gottesdienste ab. Seit die Araber im 8. Jahrhundert das alte Sassanidenreich zerstört hatten, war ihre Religion verboten. Der größte Teil von ihnen hatte die Heimat verlassen, um nach jahrzehntelangen Irrfahrten durch halb Asien nach Indien zu wandern und dort die Gemeinschaft der.Parsen" zu gründen. Ein anderer Teil wurde von den Moslem ausgerottet, wieder andere bekehrten sich zum Glauben Mohammeds, und der Rest zog sich in das unzugängliche Felsental bei Hamadan zurück, um hier inmitten einer mohammeda- nischen Umwelt dem uralten Glauben der Zend» Avesten treu zu bleiben. Diese letzten Mazdeisten waren so orthodox, daß sie sogar die„modernisierten" indischen Parsen als Ketzer betrachteten und jede Gemeinschaft mit ihnen zurückwiesen. sandte eine Truppe von MO Gendarmen nach Hamadan, um den Tempel bis zur Reorganisa- tion der Mazdeistengemeinschaft im Sinne der neuen Gesetze zu besetzen. Die Feueranbeter hatten jedoch rechtzeitig von dieser Aktion erfahren und ihre Vorsichtsmaßregeln getroffen. Als die Gendarmen langsam im Gänsemarsch den gefährlichen Felsenpfad entlang kletterten, wurden sie von heftigem Gewehrfeuer empfangen, erlitten erhebliche Verluste und mußten sich nach mehrstündigem Gefecht- ergebnislos zurückziehen. Bier Tage später kamen sie wieder, diesmal jedoch mit Maschinengewehren und Handgranaten. Ihr Kommandeur trat vor und verlas den Feueranbetern einen Erlaß der Gouverneurs, der ihnen Straflosigkeit zusicherte, sofern sie sich ergeben und ihre Waffen abliefern würden. Im nächsten Augenblick streckte ihn«ine Kugel zu Boden. Die Gendarmen eröffneten nun ihrerseits das Mafchinengewehrfeuer und gingen dann, mit abzugsbereiten Granaten in den Händen, zum Sturmangriff vor. Roch bevor sie den Tempel erreicht batten, schlug ihnen jedoch eine gewaltige Rauch- und Feuerwolke entgegen. Die Mazdeisten hatten ihr Heiligtum in Brand gesteckt und erwarteten unter Absingen ihrer uralten Litaneien den Flammenwd. Die Löschversuche der Gendarmen blieben ohne Erfolg. Der Tempel brannte bis auf die Grundmauern nieder. Von den in ihm verschanzten 8000 Mazdeisten sanden Hunderte den Flammentod. Die Prophezeiung der Saffa» niden war in Erfüllung gegangen. MTP Revue in Zahlen Schlußbilanz der Pariser Weltaasstellung— 800.000 Logie* gSste, sechs gekrönte Häupter und 500 Kongresse Paris. Nachdem der endgültige Be- I schluß gefaßt worden ist. die Pariser Welt ausstellung nicht mehr zu eröffnen, bat das Werk der Demolierung bereits begonnen. Gleichzeitig aber erfährt man Ziffern der Schlußbilanz dieser gewaltigen Unter nehmens. Ali die Pariser ihre Weltausstellung wach sen sahen, erinnerten sie sich mit etwas mit leidigem Lächeln an deren Vorgängerin, di- Weltausstellung von 1800. Heute stellt sich er» staunlicherioeife heraus daß unsere Zeit der Riesenzahlrn diesmal nicht mit der Vergangen heit konkurrieren kann. Die Pariser Weltaus stellung von 1800, die 212 Tage geöffnet war, sah 45 Millionen Besucher— mehr als die Einwohnerschaft ganz Frankreichs; allerdings waren unter ihnen 23 Prozent nichtzahlende AuSstellungSgäste. Täglich passierten 840.000 Besucher die Tore. Die Pariser KolonialauS» stellung 1831, die 188 Tage geöffnet war, sah 33,5 Millionen Besucher, darunter 15 Prozent „Freikartler". Die„Expo" 1837 brachte eS mir auf 80,5 Millionen zahlende Besucher und 2,5 Millionen nichtzahlende, daS heißt Angestellte, Ehrengäste und Journalisten; insgesamt waren 20.000 Pressekarten auSgegeben worden. Mit ihren 33 Millionen Besuchern bleibt die„Expo" also immer noch hinter der KolonialauSstellung zu rück, ganz zu schweigen von der Ausstellung von 1800. Die Summe der Einnahmen steht noch nicht genau fest; sie dürste sich um 150 Millio nen Francs als Erlös der Eintrittskarten be wegen. Ter beste Tag war Sonntag, den 26. September mit einem Erlös von 2,160.000 eigene Polizei-, Arzt». Feuerwehr», Konftoll», Zoll- und Steuerwachen arbeiteten in der Ausstellung und diese Armee von Beamten kostete täglich 160.000 Francs. In diesen Zahlen sind die 2000 BewachungSbeamten der Pavillons noch nicht inbegriffen, ebensowenig die von der Privafindustrie bestellten besonderen Wächter der AuSstellungSgebäude. Auch daS Geldeinnehmen kostet Geld— die Kassierer an den Eingängen erhielten in'den sechs AuSstellungS» monaten etwa vier Millionen Francs an Gehältern. Das beste Geschäft hat natürlich Paris selbst gemacht. 800.000 Fremde kamen auS allen Ländern und gaben eine gar nicht abzuschätzende Menge Geld auS. ES ist interessant, wie sich die Logierbesuche während der Ausstellungsdauer auf die einzelnen Rationen verteilen: 120.000 Engländer— 80.000 Deutsche — 60.000 Nordamerikaner— 85.000 Hollän» der— 27.000 Italiener— 22.000 Tschechoslowaken— 70.000 Belgier-— 88.000 Schweizer— 20 000 Skandinavier— 18.000 Polen — 17.000 Spanier— 8000 Russen— 2500 Japaner— 1800 Chinesen usw. Sechs gekrönte Häupter erschienen auf der Weltausstellung: der belgisch« König, der rumänische König, der bulgarische König, der ägyptische König, der griechische König und die Großherzogin von Luxemburg. Diese hohen Besuche haben natürlich auch eine Menge Geld gekostet. Zu den Ausgaben, die sich nach der Demolierung der Ausstellung nicht mehr bezahlt machen, kommen aber auch Berschöncrungsarbeilen, die an Museen, Brücken, Bassins, Parks, Gärten vor» sxtuuom. um«.iw.._,— genommen wurden, und natürlich auch der Neu- FrancS. Aber— die Ausgaben! Allein 1200 bau der Trocadero; diese„bleibenden Werte" 3 Tosteten 418 Millionen Francs. Für die Aufbauarbeiten der„, Expo" hatten sowohl der französische Staat wie die ausländischen Aussteller je eine Milliarde Francs ausgeben müssen. 38.500 Augestellte erwarben sich auf der Ausstellung ein halbes Jahr lang ihr Brot; 30 Millionen Francs wurden an 1300 Künstler gezahlt. Und nun die Gesamtsumme, die von der ,, Erpo" verschlungen wurde. Man hat phantaftiſche Ziffern genannt, aber auch die offizielle, die von der Finanzdirektion angegeben ist, ist schon hoch genug: eine Milliarde 450 Millionen Francs. Wie dieses ungeheure Defizit wieder bereingebracht werden kann, muß der Kunst der Sachverständigen überlassen bleiben. Vielleicht verfallen fie auf die gleiche Idee wie ihre KolTegen, die seinerzeit das Defizit der Weltausstellung von Barcelona zu„ bearbeiten" hatten: die Stadt Barcelona wurde dazu verurteilt, jedem dort aufgelieferten Brief eine Sonder Ausstellungs- Defizit- Dedungsmarke in Höhe von 10 Centimos aufzukleben,„ zunächſt" einmal zwanzig Jahre lang... Uebrigens gehört in diese Zahlenrebue noch eine Biffer, die in ihrer Art ebenfalls ettvas Erichreckendes an sich hat: während der Dauer der..Ervo" warden im Zusammenhang mit der Ausstellung nicht weniger als fünfhundert Kongreffe abgehalten, Kongresse aller erdenks baren Arten; auf diesem Gebiet schlagen die Amerikaner wiederum einen Reford: 22 amerikanische Nationen veranstalteten ihre SonderTongreffe in der Ausstellungszeit. Den billigsten Rekord- und den einträge Tichsten stellte aber der Wettergott auf: er bedachte die„ Erpo" mit dem schönsten Wetter. das in Paris seit dreißig Jahren geherrscht bat. I a. Wie die„ Station Nordpol" aufgelöst werden soll Ernst Dörr: Das Wrack Es liegt im seichten Wasser, einen guten dann irgendetwas, das aber der Wind davons Steinwurf vom Strand des kleinen Fischer- trug. Auf meinen fragenden Blid trat er nahe dorfes entfernt. Im Sommer tummeln sich die heran, und setzte sich schließlich neben mich in Badegäste um das jetzt hilflose Schiff, erklet- den raschelnden Strandhafer. tern es auf funstvolle Weise und betreten das schon start rissige Deck mit lachenden oder auch ernsten Augen, sie werfen wohl auch einen Blick in die dunkle, ein wenig schauerliche Tiefe de Schiffleibes, um das vorher begonnene Eviel wieder fortzusetzen. Im Herbst und Frühling umiosen Stürme das Wrack des Seglers, haus „ So ein Tag war es auch, als die„ Ves teema" strandete. Nur noch schlimmer!" widers holte er. So- Windſtärke zehn müssen Sie sich vorstellen." Er ſprach das Deutſche mit jener harten Betonung, die auf den Ausländer hinwies. Und die Art, wie er die Worte aus sich herausrang, berriet starke innere Bewegung. ,, Sie erlebten das Unglück?" fragte ich. ,, Nun ja, wenn man das erleben nennen fann. Die Veteema" tam von Abo und hatte hohe Wellen hüllen es in sprühenden Gischt. ohne daß sie seine Lage zu verändern vermögen, gewühlt. Der Winter aber verzaubert ez zu Holz geladen. Die Ueberfahri war glatt, wie denn es hat sich zu tief in den Grundsand eineiner eisverhängten, geheimnisvollen Meeres feste. Hin und wieder haben Flutwellen Stüde in guter Geschwindigkeit. 60 Seemeilen vor dem man so sagt, die Barke lief mit vollen Segeln von der Reeling und aus der Verkleidung ge- Endhafen die Ladung sollte in Lübeck ges riffen, aber der gewölbte Schiffsleib muß auslöscht werden überraschte sie der Sturm hier autem Material sein, denn die zehn Jahre, die er ettva hier liegt, haben ihm fait noch nichts Zeit mehr zum Reffen der Segel. Beachten Sie an dieser mecklenburgischen Küste. Er ließ keine anbaben können. Man kann es immer ansehen, den Grund, wenn Sie einmal hinaus ſchwimohne Langtveile zu verivüren. Und wenn man bei Sturm, Gischt und Bogen zu seinen Bord- men sollten, er iſt ungefährlich. Aber wenn das Steuer bricht, ein Mast nach dem andern über wänden hinauflecken ſieht, dann begreift man, Bord geht, das Tadelwerk gekappt werden muß wie weſenlos ſo ein Menschenwerk gegenüber und zum Unglüd noch die Ladung nach einer der unbarmherzigen, zerstörenden Wucht der Seite rollt, dann hilft auch der beste Grund Naturgewalten iſt. Eines Abends sah ich einen alten Mann dem Brad gegenüber auf einer der Dünenfubben igen. Er glich äußerlich einem der Fischer hier auch sein Geficht mit dem Ausdrud eines Menschen, der das Meer befahren hat, verleitete dazu, doch irgend etwas in seinem Besen berriet, daß er nicht aus dieser Gegend stammte. Bir gingen oft aneinander vorbei, wir faßen hin und wieder wohl auch in einiger Entfernung voneinander in den Dünen und fahen zu dem Brad hinüber, aber es blieb stets bei einem furzen Grußwechsel zwischen uns, er hatte etwas an sich, das eine Annäherung abwebrte eines Abends hockte ich wieder einma! in den Dünen. Es herrschte starker Nordwind, die See schlug mit leisem Donnern gegen den Strand. Hinter den Wänden aischte und vol terie es, als seien tausend Kobolde darin lebendia. Ueber der Weite der See stand der Him mel teifarau und wollenverhängt. Doch es regnete nicht. Da ftampften Füße hinter mir über den fhmalen Steig, ich sah mich um: E3 war der Alte. Er blieb entgegen feiner Gewohnheit bei mir stehen, starrte auf das Meer und sagte Am Setzkasten Aus tausend Griffen formt sich eine Welt, Ich bin der erste Mittler den Gedanken die niederbrechen altgewordne Schranken, als Posten vor das große Heer gestellt. Moskau.( MTP) Professor Schmidt ist von den„ Jswestija“ über die Maßnahmen interviewt worden, die zur Auflösung der Station Nordpol" und zur Rüdkehr der vier Polarfor scher ergriffen werden sollen. Professor Schmidt hat zuerst erklärt, daß Papanin und seine Gefährten sich nach wie vor weigern, bereits jetzt die Station zu verlassen. Sie wollen, wenn irgend möglich, tatsächlich ein volles Jahr auf ihrem Eisberg bleiben, aber höchstwahrscheinlich wird man sie im April zurüdholen. Die Station befindet sich jetzt bekanntlich an den Küsten Grön= lands und bewegt sich relativ schnell direkt nach Süden zu. Wenn alles gut geht, so wird der Eisbrecher Jermat" bis in ihre unmittelbare Näbe vordringen können. Von seinem Katapult aus werden zwei Wasserflugzeuge abgeschossen werden, die die Verbindung mit der Station Nordpol" herstellen. Für den Fall aber, daß der ..Jermak" nicht weit genug vordringen kann, ſteht noch ein anderer Eisbrecher„ Laimb in Die Lettern, reihenweise wie Soldaten, Murmansk bereit, der ebenfalls zwei Wasserflug- marschieren eng geschlossen in die Schlacht. zeuge miiführt. Sollte es auch ihm nicht gelin- Sie mahnen, rufen auf zu kühnen Taten, gen, durch das Eis hindurchzukommen, so wird die ich und meine Brüder nur gedacht. ihm ein dritter Eisbrecher ,, Murmanezz“ zu Hilfe eilen. Erweisen sich alle Versuche, das Eis zu durchbrechen, als unmöglich, so werden die vier Männer der„ Station Nordpol" direkt von Flugzeugen abgeholt werden, die ihre Basis in Murmanst haben, sie aber im entscheidenden Augenblid nach Spitzbergen verlegen würden. In diesem Falle wird man allerdings lediglich die Männer und die wissenschaftlichen Apparate abholen können, nicht aber die sonstige Ausrüstung der Station. Hell zünden Worte in des Willens Tiefen, von Herz zu Herzen schlingen sie das Band. Aus fleinen Flammen wächst ein großer Brand, er weckt die Streiter, die zu lange schliefen. Ich gebe Richtung ihrem blinden Tasten, ich ſegne ihren Kampf und ihren Sieg. Jung blüht das Leben aus dem toten Kasten, in den die Weisheit alter Meister stieg. Peter Wedding richts!" ich. ,, Was wurde aus der Besabung?" fragte Der Alte strich sich über die Stirn, als müsse er ein inneres Bild fortwischen. Dann wies er mit der Hand über die Schulter bins weg, wo man vom Friedhof her über die Düs nen hinweg ein riesiges Kreuz ragen sah: ,, Dort liegen sie- elf Mann Finnen und Nords länder!-- Vielleicht lebten sie noch, wenn der Kapitän nicht zu dem in solchen Fällen gebräuchlichen Mittel gegriffen hätte: er çab ihnen Alkohol, damit sie die kalte Nässe und den Sturm nicht so stark spüren sollte. Aber das war, wie ich heute glaube, ihr Verderben!* Nicht allein das Unglüd, sondern auch die Art, wie der Alte das Schicksal dieser Menschen zu tragen schien, paďte mich bis ins Innerſte leicht auch ungerecht über den Kapitän?" fragte ., Warum urteilen Sie so hart und viel ich.„ Er wollte doch sicher das Beste für ſeine Leute?" die Hand mit einer müden Bewegung: In ,, Möglich!" erwiderte der Alte und hob diesem Falle- er wiederholte die Worte al3 fönne er sie vergessen in diesem Falle kann man nicht hart genug über den Mann urteilen!" Gehört der Kapitän auch zu jenen Elf bort?" ,, Wahrscheinlich wäre ihm wohler, wenn er dort läge. Aber er wurde gerettet. Nun lebt er hier, weil er nicht mehr wo anders sein kann. Das ist vielleicht die größte Vergeltung, die das Schicksal an ihm übt. Gefahren ist er seitdem nicht mehr!" ,, Er lebt hier im Dorf?" fragte ich, völlig überrascht. ..Hier im Dorf, obwohl er eigentlich kein Deutscher ist. Er geht täglich einmal an den Strand und betrachtet das Wrack. Und wenn Wind oder Sturm herrscht, dann erlebt er alles, was damals geschah, noch einmal. Aber-er hat es nicht besser verdient!" schloß er mit harten Lippen. Auf einmal wußte ich, wer der Alte war, wußte auch, was er litt. Das scheinbar uniragbare dieses Schicksals mußte auch den härtesten Menschen rühren. Der Alte saß unbeweglich und starrte auf die kochende See, die das Wrack umſpülte. Es Schach ins Volk Schachaufgabe Nr. 375. Von G. Martin, Paris. ( Schweizer Arb. Schachk. 1938.) Schwarz: Kf3, Dg6, T17, Sh4, Ba 5, c3, e2, e6.( 8) a b c d e f g h 8 0 Copyright P. L. B. Box 6 Copenhagen 3 I 8 3 C Adamsons Liebe auf den ersten Blick 49 Klang wie unaufhörlicher, leiser Donner. Wol-| zu Wien das Damenkomitee zur Schaffung der ken hetzten über uns hin. Sie zogen auch über österreichischen Luftflotte zusammen. Unter des jenes Kreuz, das sich als riesige Silhouette Grafen Rudolf Traun und des laiserlichen Ravom Abendhimmel abhob. tes Huber hatte sich eine ausgewählte Gefell schaft eingefunden. Mit einer zündenden Ansprache wurde die denkwürdige Sigung eröffBürokratie, Wohltätigkeit net und in eindringlichster Weise an die ver und Weltkrieg Von Kurt Doberer Der Prager Luoita, taiserlich königlich österreichischer Hauptmann und Lehrer an der militäraeronautischen Anstalt in Wien, erkennt rechtzeitig die Möglichkeiten des Militärflugzeuges. Er fährt 1909 nach Paris und lernt auf eigene Kosten bei Bleriot das Flie gen. Er fauft auf eigene Kosten- einen Apparat an und läßt ihn nach Wien transportieren. Damit gerät das erste österreichische Militärflugzeug in die Hände der Bürokratie. Während der Apparat auf dem Wiener Zollamt liegt, sucht Hauptmann Quoita das Problem der Errichtung einer Flugzeugballe zu lösen. Er glaubt, daß man sich beim Bau einer Flugzeughalle nach den Startmöglichkeiten und den Windströmungen richten müsse. Die Behörden dagegen fanden es als eine starte Zumutung, daß sie sich nach dem Winde richten sollten. Sie betrachteten lediglich in dieser Frage die altbewährten Militär-, Bau- und Feuerpolizeilichen Vorschriften als maßgebend. So fam es, wie es fommen mußte. Der so aufdringlich fortschrittliche Hauptmann wurde in Strafe genommen, feine Flugzeughalle wurde von einer Pionierabteilung zu Kleinholz gemacht und seinen Flieger auf dem Wiener Zollamt mußte er als Gelegenheitsfauf verramichen. samunelten Damen die Bitte gerichtet, eine em sige und patriotische Tätigkeit für die Schaffung der Luftflotte zu entfalten. Nach diesem Auftakt wurde eine Frau zur Vizepräsidentin vorgeschlagen und einstimmig gewählt, eine Frau, deren Namen die Ges schichte des totalen Luftkrieges eingehen wird. Sie hat den unzweifelhaft originellsten aller Borſchläge gemacht, die je als Weg für die Finanzierung der Luftaufrüstung eines Staas tes empfohlen wurde. Martha Beter ist der schlichte Name dieser Frau. abcdefgh Weiß: Kb5, Dg8, Tei, g4, Lb6, h5, Be5. Matt in 2 Zügen! ( 7) Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modian, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 372: T13--23: Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Habl Erwin, Lohmüller Hans, Chimiak Teo, Holfeld Otto, Freundi Anton, sämtlich Nestersitz; Tröster Kurt, Klein- Priesen; Klötzig Rudolf, Strache Rudolf, Richter Heinrich, Strache Karl, sämtlich Groß- Priesen: Nitsch Rosa, Trupschitz: Schöffel Anton, Schöbritz: Rudek Peter, Brüx; Tepper Franz, Karlsbad: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen: Dinnebier Emil Schaffer Heina, Kielsche: Schöpka Josef, Komound Amler Rudolf, Tetschen; Bartl Rudolf und tau; Hyra Josef, Hostomitz: Walter Ladwig. Steinwitz Hans, König Anton, sämtlich Kwitkau: Havel Franz, Modlan; Ulbert Rudolf, Proseditz: Berger Josef. Klein- Augezd: Skarwada Franz u. Scharoch Franz, Wisterschan; Geißler Josef, Alt-0Serbitz. te Schachnachrichten. Schachsektion Teplitz trug am 12. Jänner gegen die Sektion Eichwald ein Freundschaftsspiel aus. Der Wettkampf, welcher in Teplitz Hotel ..Laurer stattfand, endete mit einem knappen Sieg 514: 44 Punkte für Eichwald. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Die Einzelergebnisse waren: Liebisch 0-1 Gahler, Hampl 0-1 Wanke, Hermann 1-0 Krajsa. Trisch 1-0 Laufer. Tausik 1-0 Meier. Loos - Tittl, Edel 0-1 Hellich, Srb 1-0 Schuster, steh 0-1 Zimmermann, Wausch 0-1 Planek. Teplitz ist zuerst genannt Das Retourspiel fand Freitag, den 21. Januar, in Eichwald am Teplitz gegen Settenz 4½- 1%. Das Rückspiel in Settenz gewann gleichfalls Der Tango ist es, so sagte Frau Beyer, der Tango ist es, der gegenwärtig das Inter- Volkshaus" statt. esse der modernen Gesellschaft beherrscht. Große Bugkraft übe der Tango aus, wenn man ihn in den Mittelpunkt von Teeabenden stelle. Durch wöchentlich veranstaltete Tango- Tees nach Pariser Muster, wie Frau Beher hinzufügt werde man die Luftflotte fördern und aufbauen. Das war 1913 und vier Jahre dauerie dieser Weltkrieg, den patriotische Damen beim Tangotee vorbereiten halfen. So wie diese Methode der Aufrüstung sich von den heutigen Methoden der gigantischen Weltaufrüstung unterscheidet, so wird sich das gewaltige Grauen des nächsten Weltkrieges vom vergangenen un terscheiden. Teplitz. Leider sind nur 6 Genossen aus Teplitz erschienen. Es spielte: Hum! 0-1 Hampl, Burger 0-1 Heřmann, Splichal 0-1 Frisch, Weisser 0-1 Loos, Bartušek 1-0 Benesch, Eck!- Nausch. Settenz zuerst genannt. Arb. Schachklub Wisterschan hielt am Sonntag, den 16. Jänner, in..Walters Gasthaus" in Kwitkau seine XII. Hauptversammlung ab. Aus den Berichten der Funktionäre war zu ersehen, daß die Tätigkeit eine sehr rege war. Besonders das gute Abschneiden in der vorjähri gen Kreismeisterschaft wurde hervorgehoben. Der Vereinsausschuß wurde einstimmig wiedergewählt. Im Durchschnitt betrug der Spielabendebesuch 10 Mann in 101 Spielabenden. Im Vereinsturnier 1937-38 siegte Gen. Kurt Schramm mit 12 Punkten bei 2 Remisen Das war 1909. Nun aber schreiben wir Leset und verbreitet die ohne Verlustpartie. Gen. Scharoch, der durch 1913, und die Lunten an den Pulverfässern rauchen schon. Auch in Oesterreich hat man, mi: ettwas verspätetem Weitblid, eine Aktion zur Schaffung einer Luftflotte eingeleitet. Um 4 1hr nachmittags trat am 14. Oftober 1913 im großzen Saale der Statthalterei ARBEITERPRESSE! 6 Jahre den Vereinsmeistertitel immer hatte, mußte sich diesmal mit dem 3. Platz zufrieden geben. Es folgen: Tesař 114 P., Scheroch u. Walter je 10 P., Robek 9½ P., Novotny 8 P., Steinwitz I. 6 P., Havel 5% P.. Eichler u. Steinwitz II je 5 P.. Geißler u. König je 3 P., Kára, Skarwada u. Triltsch je 21 Punkte, Michel i Punkt,