BUNTE WELT Nr. 11 Unterhaltungsbeilage 1938 Der Diktator von San Domingo Im Jänner 1938 übernahm die Republik Sa» Dimin go die Verpflichtung, ihrem Nachbarstaat Haiti 789.000 Dollar- zu zahlen und in Zukunft für die Sicherheit aller auf dominga- nischem Gebiet lebenden Haitianer zu garantieren. Die 780.900 Dollars waren Schadenersatz für 8000 Haitianer, die im Oktober 1937 von Dominganern— Soldaten, Gendarme» und Polizisten. Zivilisten— abgeschlachtet worden tuaren. Ein Menschenleben wird also mit 180 Dollar- berechnet. Die Insel Haiti, eine der großen Antillen, dem südamerikanischen Festland im Norden vorgelagert, ist politisch unter die beiden RepuRike» Haiti und San Domingo aufgeteilt. Haiti hat 39.000, Son Domingo 49.000 Ouadratkilo- meter Fläche; in Haiti leben aber 2.8, in San Domingo nur 1.8 Millionen Menschen. Die verschiedene Bevölkerungsdichte erklärt, daß die Eimvanderung von Haiti nach San Domingo, nicht umgekehrt, gehr. Haitianische Arbeiter ziehen ins Domin- ganische, nm aus den Zucker-, Tabak- und Kaffeeplantagen zu arbeiten, und haitianische Siedler fassen auf domingauischem Boden, vor allem in den Grenzgebieten, Fuß. In der ersten Oktoberwoche des dergange- nen Jähre? ging in San Domingo folgendes vor sich: Unter Führung der Armee und der Polizei veranstalteten die Einwohner von San Domingo eine Bartholomäusnacht, in der, wie gesagt, über 8000 Haitianer ermordet wurden: Männer, Frauen, Kinder. Mittelpunkt der Aktion war die Stadt Dajabön im Nordwesten der Dominganischen Republik. Roch dem Bericht eines amerikanischen Einwohner- von Haiti trieb die Gendarmerie die auf domingauischem Gebiet wohnenden Haitianer zusammen und schaffte fie, in Trupps zu 180, nach Dajabön. Bon dort wurden sie in Gruppe» zu Sechsen nach Süden transportiert, wo in einem Wald Männer lund auch Kinder) auf fie tvarteten. Sie fiele» über die Gefangenen her, schlugen fie mit Knüppeln nieder und murkste» fie dann mit Messern, Säbeln, Bajonetten und gabelartigen, dreiklingigen Dolchen ab. Ein?bne« rikaner, der in San Domingo lebt, schreibt, er habe Karren um Karren gesehen, die, m:t verstümmelten Leichnamen beladen, bluttriefend vorbei- und dem von Haifischen wimmelnden “"'eer zuzogen. Andere Leichen tvurden— abwechselnd eine Schicht Menschen und eine Schicht Hölz— aufgebäiift, mit Benzin Lbergofien und verbrannt. Die Scheiterhaufen schwelten tagelang. Die Nachricht über da? Massaker fickerie nur langsam in? Ausland durch. Beide Regierungen— die haitianische wie die dominin- ganisch«— versuchten die Sache zunächst zu vertuschen. Dann erfuhr man zunächst in Nordamerika inige» über die Vorgänge, Und bald darnach teilte Haiti mir, es habe die Bereinigten Staaten, Mexiko und Kuba um ihre „guten Dienste" zur Beilegung der Angelegenheit gebeten. Die direkt Beteiligten waren also bei ihre» unmittelbar geführten Verhandlungen i nicht einig geworden. Als die auterikanische! ' OessenÜichkeit sich zer erregen begann, gab der domininganische Gesandte in Washington, Pa» storiza, eine öffentliche Erklärung ab, in der er von„lokale» Zusammenstößen" sprach und sich über dal„ungowöhuliche Interesse" beschwerte, dar die Vereinigte» Staaten der Sache widmeten. Es sei unerwünscht, dieser Interesse, da ei fich um einen bereit- beigelegten„kleinen Zwischenfall" bandle. War diesen„kleinen Zwischenfall" hervor- gerufe» Hobe, wurde der Welt verkündet, sei d»e Empörung der dominganischen Bevölkerung über die haitianischen Arbektsucher und-finder gewesen. Also ein spontaner Ausbruch der Volkswut. Dem widerspricht unter anderem: daß es fich nicht um einen„lokalen Zwischenfall" oder um einige„lokale Zwischenfälle" gebandelt bat, sondern das ziemlich alle Grenzdistrikte Schauplatz diese- Morden- waren— ja, daß da- Gemetzel fich nicht auf die Grenzbezirke beschränkte, sondern»ach der ausdrücklichen Versicherung de- schon erwähnten amerikanischen Einwohners von San Domingo zur gleichen Zeit im ganzen Gebiet der Republik, soweit fich Haitianer vorfanden, Veranstalter tvurden; außerdem aber auch die Tatsache, daß die eigentlichen Veranstalter die Armee und die Polizei waren. Kein Zweifel: das Massaker war organisiert, und er dient« nicht private» Zwecken bestimarter Bevölkerungsschichte», sondern allgemeine» politischen maßgebender Stellen. Maßgebend ist in San Domingo nur einer: Trujillo, der Diktator. General Rafael Leonidas Trujillo Malina ist fünfundvierzig Jahre alt und seit acht Jahren der Herr von San Domingo. Er heißt offiziell:„Generaltfimo" „Wohltäter de- Vaterlandes",„Doktor der llni- verfität" und„Admiral". Al- Admiral befehligt er«in kleines Dampfschiff, da- in Vorkriegszeiten gebaut mid mit eiaer altmodische» Kanone und einige» Maschinengewehre» bestückt ist. Ehrendoktor wurde er, nachdem er dem Senator Jaime Mota für 10.000 Dollar- ein Grundstück abgekauft und eS dem Staat für 100.900 Dollar- wiederverkanfi hatte und der Landwirtschaft-Minister Tolentino ihn wegen diese- Verzicht-, auf ein so wertvolles Befitztum öffentlich gefeiert batte. Die Hauptstadt San Domingo ist in„Ciudad Trujillo" lTrujillo- Stadi) umgetauft worden; eine neugeschaffene Provinz trögt den Namen de- Diktators, und dasselbe gift für viele Brücken und andere | öffentliche Gebäude, Wer ist Trujillo? Ilridrünglich ein Gangster. Er gebörte nebst seine» Brüdern einer Bande an, die unter dem Namen„Pan, dilla de Pepiw" bekannt war, und trug ihn ihr den Spitznamen„Chapita". Unabhängig voneinander verfichern zwei Autoren, die sein Leben beschrieben baden— Gotay und Sänchez — daß er im Jahre 1911 das Postamt in San Cristobal bestohlen hat und dann als Flüchtling auf der kleinen Insel Sani Thoma- lebte, bi- der Sturz des Präsidenten Eäcere- es ihm möglich machte, zurückzukebren. Bald nach seiner Rückkehr wurde er und sein Bruder Anibal: wegen Bichdiebstahls verhaftet. Im Jahre 1 1918 beging er eia« Scheckfälschung, die ihm sechs Monate Gefängnis einbrachte. Nach Verbüßung der Strafe wurde er Spitzel, und zwar in amerikanischem Sold. Die Bereinigte» Staaten hielten von 1916 bi- 1924 die ganze Insel besetzt, weil es in de» beiden Republiken immer sehr wild herging. Revolten und Morde waren da» tägliche Brot. Die USA-Marine, die die Besetzung durchführte, richtete in San Domingo zu ihrer Un- terstützuna eine„Nationalgarde" ein. Ihr trat der au» dem Gefängnis entlassene Trujillo als Geheimagent bei. Er blieb nicht sehr lange in ihr: den» er nahm Bestechmigsgeld von Spielhöllen und Bordells; und obwohl ein hoher amerikanischer Offizier ihn schützte k„a»r Gründen, die man nicht im Druck wiedergeben kann", sägt Carketon Braks in„Current Hi- story"), wurde er entlassen. Er trat i» den Dienst einer Zuckergesellschaft, um nach einiger Zeit wieder in die Nationalgarde zurückzukeh» re», diesmal als gewöhnlicher Rekrut. Da er rückfichtSloS war, stieg er rasch im Rang. Er war berüchtigt wegen seiner Brutalität, seiner Räubereien und seiner Attacken auf Frauen, kam wiederholt wegen Diebstahl oder Vergewal- rigung vor Gericht, wurde immer noch von dem erwähnten Offizier geschützt, trotzdem aber schließlich entlasse»: wegen Feigheit. Als die Amerikaner abzogen, fand er sich sofort wieder ein. Er war mm Offizier. Durch Intrigen und Verrat beseitigte er eine» Test seiner Vorgesetzte» und stieg auf. Einer, der ihm im Weg stand, wurde von einem betrogene» Gatten erschösse», den Trujillo über dar, waS vovging, informiert hatte. Einen andere» brachte er zu Fall, indem er ihm gefälschte Dokumente unterschob, die zeige» sollten, daß er in«ine Bcrschtoörung verwickelt sei. So bahn« er fich den Weg zum Gipfel und wurde Kommandant der Nationalgarde. Er taufte fie um in.Lkationalarmee", und im Jahr 1930 machte er mit ihr seinen Aufstand. AlS fich 1928 eine amerikanische Kommis- fion lim Zusammenhang mit einer notwendig werdenden Anleihe) mit den Finanzen deS SlaateS befaßte, stellte fich u. a. heran-. daß die Armeewäsch« im Unternehme» einer Mätresse Trujillos gewaschen wurde, selbstverständlich zu außerordentfich hohem Preis. Die Armeelisten waren doll von Namen, deren Inhaber nie Soldat gewesen Ware» und also auch nie Löhnung bezogen hatten, und die Kommission kam zu dem Ergebnis, daß von den 16 Dollar- RonatSlöhnung, die de» wirklich in die Armee eingereihten SoDaten zustande». 8 bis 10 Dollar» den Weg in Trujillos Tasche» nähmen. Soldaten, die protestierten, käme» ins Loch oder„verschwanden". Seitdem Trujillo Diktator ist, lohnt sich das Geschäft erst richtig. Seine Familienangehörigen fitzen in wohlbezahlten Siellungeu- Mir ihnen zusammr» bat er die gesamt« Nahrungsmittelindustrie, die Tabakindustrie, die Seidenindustrie und andere Produktionszweige monopolisiert. Bestechlichkeit und Monopol» wesen, die früher Charakteristiken der Armee« kreise waren, find Eigenschaften der gesamte» Verwaltung geworden, Am Staat profitiert selbst ein neunjähriges Kind, Trujillos Sohn von einer Lieblingsmätreffe: noch in der Wiege wurde er zum Obersten ernannt und bekam den Lohn eines solchen ausgesetzt. Bor einigen Jahren hrt daS„Parlament", in einer Reso- lütion, die Bergleiche mit Philipp von Make« donien und Alexander zog, dem Knchben den Titel„Erlauchtes Kind" verliehen. Trujillos Herrschaft ist eine Kett« von Abscheulichkeilen. Mehrere Tausende politischer Gegner wurden von seiner Sonderpolizei ermordet,- Tausende sitzen im Gefängnis. Unter den Todesopfern finden fich viel« der Besten aus Literatur und Wissenschaft. Eine der Spezialitäten Trujillos ist es, fich großer Hin« terlaffenschasten zu bemächtigen. Aber auch klein«, ja arme Leute find nicht ficher, wenn «S um große Jntereffen geht. So wurden vor einigen Jahren sechshundert dominganische Lauern in den Provinzen Mora und Puerto Plata abgeschlachtet, weil sie sich nicht ihr Land rauben laffen wollten von einigen großen Lurker-Syndikaten, an deren Gedeihen der Diktator natürlich intereffiert ist. ES wird behauptet, daß im Gefängnis mehr als tausend Menschen nach gräßlichen Foltern getötet wor- Es wäre ein großer Irrtum, anzunehmen, daß heute schon alle Menschen in für unsere Begriffe normalen Wohnungen hausen. Ein Viertel der Bevölkerung der Eide, nämlich fünfhundert Millionen Menschen, wohnen in Erdhütten, Zetten und Höhlen. Aus dieser Tatsache darf man aber nicht ablciten, daß die steinernen Häuser etwa eine Errungenschaft der letzten Jahrhunderte seien. Schon vor etwa viertausend Jahren wichnten die Babylonier in Steinhäusern mit Baderäumen und anderen Be- guemlichketten. Allerdings so rasch und gründlich wie heute, wo man fich in einem New Yorker Warenhaus ein komplettes Einfamilienhaus innerhalb von zwölf Stunden auf einem bestimmten Platz bezugsfertig herstellen laffen und gleichzeitig angeben kann, welches Klima man eingebaut haben will, dürften die babylonischen Baumeister kaum verftchren sein. Merkwürdige Bauten! Die armenischen Bauernhäuser find wegen der in ihren Gegenden im Winter herrschenden Kälte halb in die Erde gegraben und vollkommen flach gedeckt. Oft bemerkt der Reisende ein aus solchen Häusern bestehendes Dorf erst, wenn er auf«inem dieser versteckten Dächer steht. Die neuen Wolkenkratzer, die man jetzt in Amerika erstehen läßt, kann man dagegen nicht unauffällig nennen. Sie sollen vierhundert bis fünf- hundertfünfzig Meter hoch werden. Ein römffcher Architekt hat kürzlich eine Billa ohne Fenster errichtet, deren Hauptvortett darin liegen soll, daß sie jeden wie immer gearteten Straßenlärm fernhält und im Innern vollkommen ftaubftei ist. Diese Eigenschaften mögen ja höchst vrakttsch erscheinen,— ob sich aber die Bewcchner eines solchen Hauses auch wohl fühlen, ist eine andere Fragei Noch merkwürdiger berührt uns das Haus des ehemaligen LirkuSdirektorS Jim Marran in Marqote City im Staate New Jersey. Der Bau sieht wie ein riesiger Elefant aus, er enthält sechs Zimmer,«in Bad und eine Küche. Die Treppe zum ersten Stock windet sich durch das linke Hinterbein„des Elefanten". den sind; diele seien im Gefängnis von Rigoa lebendig verbrannt worden. Was hinter der Ermordung der fünftausend Haitianer steckt, sind zwei Dinge: Erstens wollte der Diktator, da Wahlen bevorstehen, durch Herbeiführung eines außenpolitt» scheu Zwischenfalls die inneren Gegensätze abschwächen; und zweitens—. Zweitens ist er«in Bewunderer Hitlers und hat in den letzten Jahren mit Deutschland politisch und wirtschaftlich' enge Fühlung genommen. Im Verlauf gewiffer Verhandlungen hat er sich bereit erklärt, 40.000 deutsche Siedler aufzunrhmrn und hauptsächlich in den Grenzgebieten anzuletzen. Ein großer Teil der im Ottober ermordeten haittanischen Bauern saß auf dem Land, das Trujillo den Deutschen zugedacht hat. Zweitens— und wahrscheinlich hauptsächlich— war also daS Lktober- maffaker einfach ein« EnteignungSmaßnahmi nach dem Rezept Trujillo: radikale, entschädigungslose Enteignung durch physisch« Bernich- tung deS Eigentümers. Wenn das nicht ganz geglückt ist und nun doch 750.000 Dollars bezahlt werden müssen, so wird daS ganze wohl trotzdem noch«in recht ordentliches Geschäft sein. Modernisierte Kirchen. Die moderne Technik und daS Radio haben auch vor den Toren der ehrwürdigsten Traditton nicht hall gemacht. So kommt eS jetzt schon deS öfteren vor, daß Kftchentürme ohne Glocken erbaut werden. Ja Frankreich hat man in letzter Zett den Versuch unternommen, das Läuten der Kttchenglocken durch Lautsprecher zu ersetzen. In der Kirche von Boubaix wurde diese Einführung mit gutem Erfolg erprobt. Man stellte im dorttgen Glockenturm drei Lauffprecher auf; diese standen mit der Sakristei, wo auch ein Grammophon bereitgestellt war, in Berbin- dung. Die holländischen Kirchenglocken, welche gesendet wurden, empfanden sowohl die Vertreter des KleruS, welche an dieser Borführung ieilnahmen, als auch die Gläubigen als sehr weihevoll. In Manila auf den Philippinnen hat man eine erdbebensichere Kirche errichtet. Sie ist aus Stahl und soll bei Erderschptterungea besonders widerstandsfähig sein. AIS den modernsten Dow der Well kann man die neue Reversidi-Kirche in New York bezeichnen. Der Turm ist sechsundzwanzig Stockwerke hoch und wurde mit sieben Aufzügen versehen. Außerdem verfügt die Kirche noch über zehn Küchen und mehrere Schulräume, eine Bibliothek und einen Turnsaal. In den Kirchenstühlen selbst sind Kopfhörer eingebaut, welche mit einem Mikrophon auf der Kanzel rn Verbindung stehen und auf diese Weise auch schwerhörigen Kirchenbesuchern daS Anhören der Predigt ermöglichen. Kriegs- und erdbebensichere Häuser? Die Angst vor drohenden Gasangriffen wirkt fich auch in der Architektur aus. Der Engländer Alan Daly hat soeben die ersten.kriegS- sicheren Häuser" vollendet. Er erzeugt alle Typen vom billigsten Famttienheim bis zur elegantesten Billa. Die Gebäude sind unter der Erde, haben künstliches Tageslicht und sind dank ihrer dicken Eisenbetonwände völlig bomben-- sicher. Bor Giftgasen sind sie dadurch geschützt, daß man sie luftdicht verschließen kann. In Paris glaubt man wieder, gegen Luftangriffe dadurch beffer geschützt zu sein alS jede andere Stadt der Welt, daß man in den 1800 Kilometer langen Katakoochen, welche sich unter der Stadt befinden, 27.000 bombensichere Räume errichtet. Japanische Architetten haben eine Kon» struktion ausgearbeitet, die einen besonders guten Schutz gegen die häufigen Erdbeben gewähren soll. ES soll möglich sein, jedes größere Haus mit einer elastischen Unterlage zu versehen, die ähnlich den Schlingertanks der Schiffe, die Stöße und Schwingungen des Erdbodens ausgleichen kann. Theorettsch ist also jede Erdbebengefahr auSgeschloffen. Allerdings bleibt noch abzuwarten, wie sich diese Konstruk» tton in der Praxis bewähren wird.—- Verschiedene Baustoffe Die Erfindung deS Eisenbetonbaues ist verhältnismäßig noch sehr jung. Der Erfinder desselben war der Gärtner I. Monier. Er verfertigte«IS erster Blumenkübel auS Zement mtt einer Drahteinlage. Daraus entwickelte sich mtt der Zeit die Eisenbetonbauweise. Immer öfters kommt eS vor, daß man GlaS zum Bauen benützt. So existiert z. B. auf der Fifth Avenue in New York ein Bau, der völlig auS GlaS hergestellt ist. Die Wände bestehen auS einer neuen Art von Glasziegeln, die von außen wohl eine glänzende Fläche haben, aber nicht durchsichttg sind. Sie sollen trotz erheblicher Dicke zwei Drittel deS Tageslichtes durchlaffen können. DaS Haus wird völlig fensterlos sein, doch da die Glasziegel nicht porös find, mußte eine besondere Benttlation eingebaut werden, um die notwendige Durchlüftung d«S HauseS sicherzustellen. Auch in Moskau wurde nach den Plänen des berühmten ftanzösischen Architekten Corbier«in Haus gebaut, das hauptsächlich aus Beton und GlaS besteht. ES hat einen Rauminhalt von 180.080 Kubikmetern. Seit der letzten großen Baumwollkrise versucht man in Amerika die Baumwolle, statt sie zu vernichten, einer neuen BerwendungSmög- lichkeit zuzuführen. In Texas hat man versuchsweise Baumwolle zum Häuserbau verwendet. An Stelle von Beton wird«in Gemisch von Sand und Zement mit Baumwolle hergestellt, in Formen gegossen und zu Blöcken verarbeitet, die ein ausgezeichnetes Baumaterial darstellen sollen. Was Menschenhände vollbringen kinnea Die Geschichte der Menschheit lehn u»S, welche wahr« Genialität die alten Böller bei ihren Bauten entwickelten. Bei Segovia in Spanien befindet sich eine Wasserleitung aus der Römerzeit, die zehn Metten lang ist und über eine dreißig Meter hohe Schlucht führt. Sie befindet sich heute noch in tadellosem Zustand. Die längst« Kanalanlage der Welt ist in Australien. Sie geht von der Küste bis zu der 520 Kilometer«nffernten Stadt Coolgierdie. Der modernen Zejj angepaßt ist die Rolltreppe, welche der auierikanische Staat Penniylvania zur Zeit auf den sehr schwer zugänglichen, aber einen herrlichen Rundblick bietenden 1800 Meter hohen Berg Monard für die VergnügungSrer» senden bauen läßt. Die Bauten find ein Spiegel der Welt, wenn anch ost ein verzerrender und an manchen Stellen schon erblindeter. In ihm tauchen Kontraste auf, die man wohl als interessant, aber nicht immer als für die Menschheit zu- ttäglich bezeichnen kann. So wohnten zum D«i- Von der Katakombe Von Peter Wals bis zum Wolkenkratzer 3 spiel in Almeria, einer spanischen Hafenstadt, noch heute ein Teil der Bevölkerung in Steinhöhlen. Eigentümlich berührt es, wenn man quasi als Gegenstüd hiezu an den prächtigsten Palast der Welt denkt. Er befindet sich in Dschaipur in Indien. Dieser mächtige Marmorbau erforderte zu seiner Errichtung etwa 500 Millionen Schilling. Er ist mit allen nur erdenklichen orientalischen und europäischen Bequemlichkeiten ausgestattet. Jedes der 3463 Fenster des Schloſſes ist mit einem Musikinstrument versehen, so daß man von den Fenstern eine leise Musik hört, wenn der Wind hindurchgeht. Straßen, Tunnels und Wohnbauten, fie alle sind ein Beispiel dessen, was Energie, Kraft und Geist aus einer toten Materie, wie es die einzelnen Baustoffe sind, formen können. Nur die wenigsten Leute denken, wenn sie etwa durch einen Tunnel fahren, daran, wie schwer die Arbeit von Tunnelbauten ist. Die normale Temperatur beträgt im Innern eines Berges 50 Grad Celsius und wird künstlich auf ettva 30 Grad Celsius heruntergedrückt. " Wie flein und lächerlich wirkt der Mensch, wenn man von dem höchsten Gebäude der Welt, dem Empire State Building" in New York, heruntersieht und die vielen winzigen, sich leb= baft bewegenden, schwarzen Punkte beobachtet, die Leute in den Straßen. Und doch ist es nur der Mensch, und möge er gegenüber den Kolossalbauten auch klein erscheinen, der solche in die Geschichte eingehende Baudenkmäler schafft und ermöglicht. Der treue Leser Die Redaktion beſchloß, etwas für die Beitung zu unternehmen. Ein modern geleitetes Blatt muß unbedingt mit seinem Lesertreis Fühlung nehmen. Man verkündete daher in großer Aufmachung auf der ersten Seite, daß die Redaktion dem ältesten Leser ihres Blattes einen vierzehntägigen Gratisaufenthalt in der Hauptstadt anbiete. Die ältesten Leser meldeten fich zuhauf. Mit Bild und ohne Bild. Mit Lebensbeschreibung und ohne Lebensbeschreibung. Der Gewinner des Ausschreibens wurde Series huber. Der Chefredakteur streckte ihm beide Hände entgegen. ,, Warum kommen Sie denn jetzt erst, guter Mann? Wir haben Sie doch verständigt, mir einem bestimmten Zug abzufahren?" Der treue Leser schüttelte den Kopf. ,, Das ist leicht zu erklären", entgegnete er mit rauher Stimme, als mir die Leute zu Hauſe die Sache übergeben haben, haben sie mir nicht gesagt, daß ich zweimal umsteigen muß. bin ſeit achtzig Jahren Hirte und kenn' mich halt nicht aus. Da bin ich in einem gefehlten Bug eingestiegen und bin eingenici." ,, Aber es hängen doch eh auf jedem Bahn hof die genauen Fahrpläne ja, selbst auf jedem Wagen steht geschrieben, wohin er fährt..." ..Wohl, wohl", niďte der Alte, sell ist schon möglich..." ,, Und?" Der treue Leser lächelte treuherzig. ,, Was nützt das? Ich kann doch nicht lesen!" Knud Larffen R. Lotte Sassower: Zahlen- Kaleidoskop Die Unruhe in der Uhr legt jährlich einen Weg von rund 10.000 Kilometern zurüd. Die Fische des Meeres haben„ LieblingsTemperaturen", die beim Thunfisch 14 Grad Celsius, bei der Sardine 12-14 Grad, bei der Matrele 11 Grad und beim Kabeljau nur 4 bis 6 Grad betragen. Wenn heute die gesamten Anlagen des Suez- Kanals durch eine Katastrophe vernichter würden, könnte die Kartigesellschaft den Schaden wieder gutmachen, ohne fremdes Kapital in Anspruch zu nehmen, da ihre Rücklagen eine Milliarde Francs übersteigen, während die Kanal- Aktien nur einen Wert von annähernd 950 Millionen Francs besißen. Der teuerste und unrentabelste Sport iſt die Jagd auf Elefanten. In Belgisch- Kongo fommen bei einer Jagderedition auf den Kopf eines erlegten Elefanten, dessen Materialwert kaum mehr als 1000 Francs beträgt, Ausgaben von 35.000 bis 40.000 Francs. Hans im Glück Sie nahm seine Zeit sehr in Anspruch. Die Beantwortung von Beatens Briefe fand nicht mehr so prompt statt, der Inhalt wurde flüch tiger, oberflächlicher, bulgärer. Es entging ihr nicht und sie wurde traurig. Sie merkte, daß die langen Pausen ihr Bild ihm verblassen machten. Er hatte aber einst Erwähnung gemacht, daß sie eventuell während der Ferien Die 3dee hatte sie fasziniert und sie begann eine gemeinsame Sommerreise machen könnten. sofort ihre Vorbereitungen zu treffen, um ihm eine würdige Reisepartnerin zu sein. Sie wollte ihn während dieser Gnadenzeit in allem restlos glücklich machen. ( Schluß.) unerfüllbare Verheißung. Nie zuvor noch harte er so sehr erkannt, daß er reines, lauteres Gold besessen und gegen einen Mühlstein ausgetauscht hatte. Er mußte ihr irgendwie flarmachen, daß er sie nicht mitnehmen könne. Die Witte er wartete ihn und knirschend erkannte er, da gab es kein Enirinnen. Er war ihr hörig ge'ɔorden. Sie hielt ihn auch durch geschickt herausgelodie wie eine Spinne ihr Opfer. Geheimnisse, hielt ihn mit zahlreichen Fäden, Er mußte Beatens Jllufionen zerstören, ihr wehtun. Vielleicht nie noch zuvor hatte er sie so geliebt, wie bei diesem Gedanken. Er stam melte bon unaufschiebbaren Familienangelegen Das war vor Hansens Bekanntschaft heiten, die zu regeln seien, von unerläßlichen mit der Witte besprochen worden. In der Verwandtenbesuchen. Beate erfaßte die Wahrs Folge brachte er das Thema nicht mehr aufs heit durch Intuition. Aber sie erfaßte auch sein Tapet. Beate, die an die Möglichkeit einer Ri- Leid, seine unglückliche Loge, fühlte seine tiefe balin gar nicht dachte, sprach auch nicht davon, Liebe zu ihr. Und so empfand sie nur Mitleid sie wollten einander, malte sie sich in den Sehn- mit ihm, drängte die aufsteigenden Tränen zu Kriehuber hatte seine Photographie gesucht erfüllten Stunden aus, zur richtigen Zeit rüd und brachte es über sich, zu lächeln und schidt. Das Bild stellte einen alten Gebirgler mit freilich etwas unsicherer Stimme auf eine mit langtvallendem Barte dar. In der linken spätere Erfüllung ihrer beider Ferienhoffnun gen zu vertrösten. Auch sie liebte ihn in dieser Hand hielt er einen frummen Stod, in der rechten Hand die unvermeidliche Pfeife. Alles in Stunde mehr denn je und sie rang nach einer allem ein Charakterkopf. Dabei war der Mann Möglichkeit, es ihn wissen, es ihn tröstend, be nicht weniger als neunundneunzig Jahre alt. ruhigend fühlen zu lassen. Kriehuber wurde eingeladen, auf Sosten der Beitung vierzehn herrliche Tage in der Hauptstadt zu verleben. Zugleich fandte man ihm das Reisegeld und Lebensmittel für die Fahrt. Er wurde angewiesen, an einem bestimmten Tage zu einer bestimmten Stunde in der Stadt zu ers fcheinen. In der Redaktion herrschte fieberhafte Aufregung. Alles stand bereit, dem Gast ein herzliches Willkommen zu bereiten. Die Stunde verſtrich. Der Ehrengaſt erschien nicht. Die geladenen Gäste verzogen fich mit Kopfschütteln. Der Chefredakteur plazie vor Wut. Mitten in der Nacht ſtürmte der Redaktionsdiener ins Zimmer. „ Der alte Leser ist da! Er steht unten mit Tangem Bart!" ,, Jetzt? Mitten in der Nacht?" gegenseitig froh überraschen. Und ihr Garderobekasten barg bereits einige entzüdende, unbenüßte„ Ferientoiletten“. Doch, er war eben- Hans im Glück!... Wenige Tage vor Ferienanbruch kam ein Brief der Witwe, mit der überraschenden Mitteilung, fie habe sich mit dem Vormund ihrer Kinder Doch auch die Witte dachte an die UrTaubszeit. Ihre sonstigen Freunde waren zu armselig oder ehelich gebunden, so fonzentrierte sie alle Pläne auf die Wurzen", wie sie Hans im bertrauten Freundinnenkreis nur nannte. Sie wollte eine schöne Reise machen und sagte dies Hans mit einer entwaffnenden Frechheit, - verlobt. Hans eilte mit der Freudenbotschaft einer zwingenden Selbstverständlichkeit. Sie batte längst erkannt, daß Hans jedwedes Auf- zu Beate und nun überblidte er deren ganze sehen ängstlich mied und hatte seine Nachgiebig Bedrängnis. Er ließ sie nicht mehr in sie zurückfeit in Streitigkeiten, seine Abneigung gegen fehren. Die letzte Station ihrer wundervollen Szenen häufig genug erfolgreich erprobt. Sie Ferienreise, während welcher er heimlich alle ließ sich die Mittel geben, vorerst zu ihren nötigen Schritte eingeleitet hatte, blieb sein Kindern zu fahren", wie sie gefühlvoll zu dem ängstlich gehütetes frohes Geheimnis. Da sie weichherzigen Mann fagte. Dann reifte fie ab unterwegs reichlich Museen, Archive etc. aufund zu Hansens peinlicher Ueberraschung, er hielt pedantisch auf korrekte Geldgebarung, flat- geſucht hatten, fiel es ihr nicht weiter auf, als er fie schon auf der Rückreise- noch in das Rathaus seiner Vaterstadt, die er ihr zu zeigen versprach, führte. Dort aber erwartete sie der Standesbeamte, dem die bis zur Faffungslosig feit überraschte und glückliche Beate ihr Ja vorstammelte. Es war ein Märchen, daß hier einmal die Wirklichkeit das Märchen übertraf.. terten ihm Rechnungen ins Haus, die Witwe hatte kurzerhand alle Gläubiger an ihn, ihrem Freund" verwiesen. Hansens gute Laune begann zu schwinden. Als Beate kam, fand sie ihn ,, Er kommt soeben die Treppe herauf!" gedrückt, auch schmäleren Gesichts und sie machte Der Chefredakteur stand erschüttert. Der sich Sorgen und schob es auf berufliche Nebertreue Lefer war eingetreten. Mit seinem aus- arbeitung. Es sei Zeit, auszuspannen gott brudsvollen Charakterkopf und seinem weißen lob, die Ferien seien nahe! Das Leuchten ihrer wallenden Bart. Am Hut trug er eine grüne Augen bei diesem Wort erhellte sein Gedächtnis Feder und sein Körper war noch sehr rüstig. und schmerzlich erinnerte es sich an seine nun gehütet. Hans im Glück" hat sein Gold wiedergewon nen und den Schatz- lebenslang verſtändnisvoll Freundschaftlicher Rat er eignet sich für eine fleine Freundſchaft, Von Lippi Um sieben Uhr früh läutete das Telephon. Dringlich, schrill, lärmend. Henrik hob, etwas verschlafen, den Hörer ab, erstaunt, zu so früher Stunde angerufen zu werden. „ Hier Adrienne!" hörte er eine hohe, Flare Stimme. Eine sympathische Stimme und Adrienne war auch im übrigen nett und angenehm. Jetzt schien sie etwas erregt zu fein, ſie brachte ihre Worte rasch und atemlos Herbor. Vencit, ich muß Sie in einer sehr wich tigen Angelegenheit dringend sprechen... Haben Sie Beit?" Sicher. Worum handelt es sich denn, Abrienne?" Doch fie gab keine näheren Erklärungen. Kommen Sie also um zehn Uhr ins Café Ancona". Dort werden Sie alles erfahren.“ Sie läutete ab. Punkt zehn Uhr betrat Henrik das Café am Hasenmarkt. Er brauchte nicht lange auf Adrienne zu warten. Sie tam mit eiligen Schritten auf seinen Tisch zu, reichte ihm mi: energischer Geste die Hand und setzte sich ihm gegenüber. einen Flirt, eine vergängliche, nichtssagende Liebelei doch Sie fänden kein Eheglück an seiner Seite!" Adrienne war etwas blaß geworden, doch sie überwand ihre Unruhe rasch. Sie warf einen Blick auf die Wanduhr. „ Ich muß jetzt gehen", sagte fie.„ Ich danke Ihnen aus vollstem Herzen, Sie haben mich der Ungewißheit, die mich gestern abends quälte, entrissen. Ich werde Ihnen für Ihre Freundlichkeit immer dankbar sein!“-Dann zog sie den Mantel an und gab Henrik die Hand. Sie verließ das Kaffeehaus. Sechs Monate später traf Henrik Draaf Adrienne durch Zufall auf der Straße. Er hatte sie die ganze Zeit nicht gesehen. Sie war erfreut, ihn zu sehen, ihre Augen strahlten... Eine schöne Frau, stellte Henrik feſt. „ Ich bin so glücklich, Henrik", fagte sie. Ihr freundschaftlicher Nat hat mich Ihnen sehr verpflichtet. Denn sehen Sie, Ihre Schilderung von Bruno war so treffend und gerecht." Schach ins Volk SCHACHAUFGABE Nr. 382. Von Wilhelm Beutel. Arnsdorf b. Tetschen. ( Original.) Sie jetzte hinzu: „ Ich habe ihn gebeiratet. 3 lat es, weil ich wußte, daß es für eine Frau sehr reizvoll sein mußte, einen Menschen mit so viel schlechten Eigenschaften zu bessern. Und er hat eine Eigenschaft, die vor einer Frau alle anderen entschuldigt er liebt mich!" Der Widerruf Zu Buckharriz, dem Chefredakteur einer einen Bostoner Zeitung, fam einst ein erzürnter Leser. Der Mann hatte berechtigte Ursache aur Stage. In Ihrer Beitung steht, ich hätte mich aufgeknüpft", fagte er entrüstet. Wie Sie sich selbst überzeugen fönnen, ist das eine Lüge. Ich verlange, daß Sie sofort einen Widerruf bringen!" ,, Das geht nicht!", ertviderte der Zeitungs mann falt und entschieden.„ Irrtümer können bei uns nicht vorkommen. Wir wollen aber die Nachricht bringen, es sei Ihnen dabei der Strid abgerissen und Sie wären glüdlich davon gekom Walter Jelen. men." Eulan, 2 Mannschaften. A und B: Gantner Josef, Schiktanz Franz, Hühner Max, Braut Franz, Hauschild Emil, Hrub, Alfred, Schlösinger Franz, Hauschild Hermann, Krauspenhaar Arno, Speri Otto, Fischer Josef, Jäger Willi, Jäger Karl, Hortsch Fritz. Seldnitz: Schinkel W., Dowiasch H., Kreisler Deutschmann R., Redlich Karl, Pompe Alf., Schwab Jos., Schuller Br. Henrit, es ist etwas sehr wichtiges. Es geht sozusagen um Leben und Tod", lächelte fie, denn ich will heiraten. Das heißt- ich bin mir eigentlich darüber noch nicht im flaten. Schwarz: Ke5, Df3, Lb2, h7, Be5, e3, 17, 5( 8) Fr., Justel Fr., Ullrich Fr.. Melzer Rich.. ob ich es tun werde. Henrit, ish wende mich jetzt ant Sie Sie werden mich sicher nicht im Stich lassen. Ich brauche von Ihnen einen freundschaftlichen Nat... Gestern abends hat Bruno um meine Hand angehalten..." Bruno...?" „ Ja. Sie fennen ihn doch seit seiner Jugend, sie waren auch, bevor er sich selbständig nachte, Kollegen. Darum wende ich mich an Sie in diesem Augenblid. Sie haben übrigens gar keine Rüdsichten zu nehmen, bloß mir Ihre offene Meinung über ihn zu fagen, Ihr Urteil, ob es Ihnen empfehlenswert erscheint, daß ich ihn heirate. Er ist ein bezaubernder Kerl, besitzt wohl die blendendsten Maniere, er gefällt mir sehr gut---- aber über die tieferen Ströme seines Charakters bin ich mir nicht ganz lar. Man kann doch so schver einen Mann wirklich erkennen! Ich werde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie mir klipp und klar seine Charakterzüge darlegen und Ihr Ja oder Nein dazu sagen.“ 5 defgh a b c d e f g h 6 5 4 3 Weiß: Ku2, Db6, Ld5, Sd4, es, Bd3, h3.( 7) Matt in Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 379: Sb5-16! Richtige Lösungen sandten nachfolgende GeHenrit überlegte eine Weile. Es ist nossen ein: Amler Rudolf und Dinnebier Emil, schwer, bei einem so schicksalsschwerem Schritte Tetschen, Nitsch Rosa, Trupschitz: Tepper Franz, Karlsbad: Koukal Franz, Prag- Strašnice: Schöfeinfach sein Urteil, das immerhin persönlich fel Anton, Schöbritz; Bart! Rudolf und Schaffer ist, abzugeben. Aber, Adrienne, in diesem Falle Heinz, Kleische: Beutel Wilhelm, Arnsdorf bef muß ich, da ich Bruno wirklich sehr gut tenne, Tetschen; Boutschek Hilde, Franzendorf b. Reichenberg: Schnitter Emil, Schachsektion, Lang Ihnen von einer Ehe mit ihm abraten. Er Ugezd: Rotsch Manfred, Kleinpriesen: Habl ist anzichend und geistreich, das gebe ich ohne Erwin. Freund! Anton, Tyle Lady, Schindler Robert, Chimiak Teo. Lohmüller Hans, Holfeld Otto. weiteres zu, seine Art wirkt auf Frauen sehr sämtlich Nestersitz; Strache Karl, Klotzig Ruangenehm, doch das ist in diesem Falle dolf. Richter Heinrich, Pfeiffer Ernst, Richter der schwertviegende Grund gegen eine Ehe. Oswald, sämtlich Groß- Priesen: Rudek Peter, Brux; Schöpka Josef, Dux; Ulbert Rudolf, ProDenn er ist in der Liebe, ich weiß es ganz beseditz: Berger Josef, Klein- Augezd: Havel Franz, stimmt sehr unverläßlich. Er hält sein Wort oft nicht, er liebt das Angenehme und das Spielerische, doch seine Liebe ist nicht von Dauer. Im übrigen ist er fein Charafier. Nein! Wir, seine Kollegen und Bekannten, haben ihn alle gern, aber-- er ist unber Täglich in jeder Hinsicht! Ich will Ihnen keine ins fleinste gehende Schilderung von Bruno geben, aber er hat einige schwerwiegende FehYer, die ihn feinesfalls zu einen Eheleben mit einer Frau, wie Sie es sind, geeignet machen." Henrit tat es sichtlich woh, solch zerschmets lernde Worte sagen zu müssen, doch er setzte iach einigem Zögern fort: Rosawitz, 2 Mannschaften, A und B: Hickisch Emil, Heier Robert, Sehan Fritz, Gaberle Johann, Thiele Alfred, Hein Willy. Gizlest K., Fritscher Benno, Wollanek Ernst. Loos Franz, Stelzig J., Lorenz Jos., Wuchterl V., Eckert Heinz, Schneider Franz, Sohlich Willi. Die genannten Spieler dürfen nur in der oben angeführten Reihenfolge durch Auswels des Mitglledsbuches der Atus- Union( in welchem die letzte Monatsmarke geklebt sein muß) It. Be zirksbeschluß antreten. Eine Kampfmannschaft besteht heuer erstmalig aus 6 Spielern. Der 7. Spieler ist schon Ersatzmann und dart nur immer an der letzten Stelle der Kampfmannschaft antreten. Zwecks Vermeidung von Streitfallen ist es Pflicht eines jeden Vereinsspiellelters, sich oben angeführten Vereinsspielplan auszuschneiden! Runden- Einteilung 1. Runde, 6. März: Krochwitz A gegen Rosawitz B. Eulau A gegen Eulau B.- Seldnitz A gegen Rosawitz A. Bodenbach spielfrei. 2. Runde, 13. März: Eulau B gegen Seldnitz A. Rosawitz B gegen Eulau A.- Bodenbach A gegen Krochwitz A. Rosawitz A spielfrei. 3. Runde. 20. März: Eulau A gegen Bodenbach A. Seldnitz A gegen Rosawitz B. Rosawitz A gegen Eulau B.- Krochwitz spielfrei, 4. Runde, 27. März: Rosawitz B ge gen Rosawitz A. Bodenbach A gegen Seldnitz A. Krochwitz A gegen Eulau A.- Eulau B spielfrei. 5. Runde, 3. April: Seldnitz A gegen Krochwitz A. Rosawitz A gegen Bodenbach A. Eulau B gegen Rosawitz B. Eulau A spielfret. gegen Eulau B.- Krochwitz A gegen Rosawitz 6. Runde, 24. April: Bodenbach A A.- Eulau A gegen Seldnitz A. Rosawitz B spielfrei. 7. Runde, 8. Mai: Rosawitz A gegen Eulau A.- Eulau B gegen Krochwitz A. Ro sawitz B gegen Bodenbach A.- Seldnitz A spielKönig Anton. Walter Ludwig. Skarwada Franz, Scharoch Franz, sämtlich Arb. Schachklub, Wi- frei. sterschan. Arbeiter- Schach II, Kreis 2. Bezirk. " Lokale, in denen die Spiele ausgetragen werden, sind: Eulau: Arbeiterheim, Bodenbach: Volkshalle, Rosawitz: Lerches Gasthaus, Krochwitz: Arbeiterheim. Seldnitz: Preinl- John. Der zuerst genannte Verein hat das Spiel In seinem Vereinslokal auszuführen, somit für Bretund sonstige spieltechnischen Behelfe zu sorgen. Die Gliste- Mannschaft hat am ersten Brett stets weiß. Zu den am 6. März beginnenden Bezirksse- ter rien- Spielen im Bodenbacher Bezirk treten fünf Schach- Sektionen mit 7 Kampfmannschaften an. Nachstehend die Ergebnisse der Vereinsmeisterschaften It. beim Bezirk liegenden Turniertabellen und die Termine der Serienspiel- Runden. Bodenbach: Fleck Dankwart, Fieber Arthur, Rotter Gust, Thomas Karl, Richter Josef, Mader Rudolf, Eckert Erwin, Slansky Ernst, Weigend Erich, Bilinsky Ernst, Herschmann Arno, Paul, Fohry. Krochwitz: ABmann, Scherze Erwin, Müller ,, Adrienne, Sie haben Offenheit gefordert. Karl, Pappisch, Wenzel, Hocke, Böhm, RauchIch kann Ihnen also von Bruno mur abraten. I fuß, Zaschke R., Eckert Erich. | Die Runden erscheinen zu den jeweiligen Terminen nochmals unter der Schachecke. Der Bezirk bittet im eigenen Interesse aller Vereine die Spiele so glatt und termingemäß als möglich abzuwickeln, damit keine Differenzen entstehen Spiele außer den oben angeführten Terminen kön nen nur unter schriftlichem Übereinkommen der beiden Vereine absolviert werden, da zu einem Schiedsspruch eine schriftliche Unterlage vorhan den sein muß. Beginn der Spiele um 9. Uhr vorm, mit 1 Stunde Wartezeit.