Icher gig iffen bitt eften nelle nich fid gli nden sichte ifpiel ortid Igen Da ciffen e f Ge fid trio ogar ſtlich Na Den müf vozu ften Demokratisches Wochenblatt. No. 24. Organ der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 13. Juni. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage einihließlich Bringerlohn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren M. Dolge am Markt, Reichert Hainstraße 27, G. Hofmann Brühl 40, G. Dehler Neumarkt 6, G. Richter Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein UniversitätsAgent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook traße und die Expedition d. Blattes C. W. Vollrath Windmühlenstr. 14. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann Wallstraße 10. Street, Grosvenor Square, London. Mit Nr. 26 schließt das zweite Quartal unseres Wochenblattes, und wir bitten die geehrten Abonnenten, brechung erleide. die Bestellungen auf das neue Quartal rechtzeitig zu bewirken, damit die Zusendung des Blattes keine UnterInhalt: Politische Uebersicht. Reidstage. Ellaven. Todtenschein des Berliner Stieberisches. Gefährliche Enthüllungen. Eine Arbeiterrede. Aus England. Politische Uebersicht. Weiße Ich danke Ihnen für die Glückwünsche, die Sie an mich richten; ich freue mich des Glücks meiner Unterthanen, die ich als vollkommen einander gleichstehend betrachte. In meinen Augen besteht kein Unterschied zwischen den Anhängern der Verschiedenen Religionen. Die Religion und die Rechte Aller wurden bis jetzt gewahrt, allein nicht Alle konnten zu den höchsten Staatsämtern berufen werden. Das war das alte der bon önce Cende Dic wen die ngen aften ifche off stat T. auk rubt ift. Ju Das abme allen Weltgegenden hin den desertirten Mitgliedern nachgeschickt, tolle Anträge, um volle Häuser zu erzwingen( Ausstoßung Derer, die mehrmals hintereinander geschwänzt) das ist das Bismard'sche Parlament, sich selbst eine Qual, der Welt ein Spott. Fürwahr, Herr von Bismarck hat es fertig gebracht, ,, den Parlamentarismus durch den Parlamentarismus zu begraben", mit besserem Erfolg, als ihm lieb ist. Kuriren läßt sich da nichts mehr. Einführung der Diäten, Vereinfachung der Maschinerie, so daß die Mitglieder nicht mehr allzuviel Zeit perlieren Alles wird umsonst sein. Der Reichstag, gleich dem Zollparlament, ist eben ein todtgebornes Kind, gleich dem ganzen Norddeutschen Bund, der sich entweder über Deutschland ausdehnen, oder in sich zerfallen: in beiden Fällen zu Grunde gehen muß. Was die Bertreter der Volkspartei System; jest ist der Zutritt zu allen Aemtern, mit Einschluß anlangt, so werden sie mit oder ohne Diäten nach wie vor höchsten, Allen erschlossen. Das Verdienst allein wird über die Ernennung zu öffentlichen Aemtern entscheiden. Zählen Sie auf meinen guten Willen; ich will das Wohlergehn aller meiner Abstammung." Unterthanen ohne Unterschied des Glaubens und der Also lautete die Antwort des- Sultans an eine Deputation von Bertretern der nicht muselmännischen driftlichen Monarchien Europa's erhoben hat. Im Staat " den Sigungen des Berliner ,, Reichstage" nur dann beiwohnen, wenn sie es im demokratischen Interesse für nöthig halten. Unter feinen Umständen werden sie zu Nuß und Frommen des Großpreußenthums parlamentarische Komödie spielen. bloß um ,, mitzuthun". Der Antrag Reinde's) fonte wirklich wegen BeschlußAuch da war kaum die nöthige Zahl von Mitgliedern Eulte, die ihm für die eingeführte Religionsgleichheit dankten. unfähigkeit des Reichstags am Donnerstag nicht zur Verhand So steht es in der Türkei, die sich damit über sämmtliche lung fommen, und mußte diese auf Freitag verschoben werDer Intelligeng" par excellence und auch im übrigen Deutsch anwesend; aber man drückte ein Auge zu, und nachdem die land werden z. E., wie Professor Virchow soeben nachgewiesen Herren Berichterstatter( Referent Engel und Coreferent Graf bat, Juden an feiner Universität zu ordentlichen Professoren Münster) mit Mühe in dem Restaurationelofal aufgefunden Deutschlands ein Ordinarius einer medizinischen Fakultät an nannt. Thatsache ist, daß bis jetzt an feiner Universität worden, konnte die Komödie abgespielt werden. Unter allge gestellt ist, der jüdischen Glaubens wäre; das Judenthum einige Nationalliberale( ,, man dürfe an dem neuen Werk keine bildet also ein positives Hinderniß des Fort Veränderungen anbringen"), zwei Fortschrittler( ,, die Sache sei dommene." Blidt auf dies Bild und auf jenee." meiner Theilnahmlosigkeit sprachen die beiden genannten Herren, zwar unwichtig"(!), aber man müsse die Competenz des Reichstags zu erweitern suchen) und wischen Beschlußunfähigkeit und der Furcht davor. Leere terzeichnet, werde für ihn stimmen, und werde dessen ungeachtet sehr Bante, auf denen sich gelangweilte Märtyrer der Pflicht herumAbg. Schraps: Ich habe den Antrag des Abg. Reince mit unbefriedigt sein, wenn der Reichstag ihn ablehnt.( Heiterkeit.)- Ich halte den Antrag materiell für gerechtfertigt, denn ich brauche nur auf telein, verzweifelte Redner, die durch den Gedanken gelähmt das Beispiel Preußens binzuweisen, um zu conftatiren, daß solche Gom werden, daß Niemand sie anhört, vor den Abstimmungen misfionen wohl bestehen und mit dem besten Erfolge wirken können; Restauration restaurirt haben, telegraphische Steckbriefe nach Bereinstürmen einiger Dußend Abgeordneten, die sich in der *) Siehe den Wortlaut in der vor. Nummer dieses Blattes. ich erinnere beispielsweise an die Commission zur Untersuchung der Lage der Arbeiter, der Arbeiter- Hilfskaffen und der Verbältnisse der Spinner und Weber in Schlesien und Westfalen. Ich hätte gewünscht, der Referent hätte sich über den Rußen jener Commission näher ge= äußert. Den Antrag muß man ferner materiell für gerechtfertigt er= klären, wenn man einen Blick auf die Verhältnisse der arbeiten= den Bevölkerung wirft. Darüber ist Niemand zweifelhaft, daß eine sociale Frage besteht; nur über die Lösung derselben gehen die Ansichten auseinander, und wenn eine solche Frage von den Freun den wie von den Gegnern der Regierung als Agitationsmittel benugt wird, so halte ich es für eine Pflicht der Volksvertretung, den Kern der Frage festzustellen, und dazu bedarf sie ihrer eigenen Organe, namentlich wenn vorausgesezt werden muß, daß die von den Untergebe= nen der Regierung in deren Auftrage gegebenen Berichte nicht frei von Färbung sind. Redner geht hierauf näher auf die verschiedenen Ansichten über die sociale Frage ein, wird jedoch durch den Präsidenten mit der Bemerkung unterbrochen, daß er eine Erörterung der sozialen Frage bei dieser Gelegenheit nicht zulassen könne. Abg. Schraps( fortfahrend): Ich spreche über den Zweck, den zu erreichen der vorliegende Antrag die Mittel an die Hand giebt, und beab= fichtige, durch die vorgebrachten Thatsachen den legteren zu motiviren. Ich sehe voraus, welches das Schicksal dieses Antrags sein wird, und will nur noch meine vorherigen Bemerkungen begründen, daß ich auch dadurch befriedigt sein werde. Bei den Reichstagswahlen hat es bei uns in Sachsen nie an Agitationen gefehlt, bei denen auf das Bunde erblühen werde. Ich habe den Antrag wesentlich mit aus dem Grunde unterschrieben, um auch für das blödeste Auge erkennbar zu machen, daß man sich darin täuscht und daß von Berlin für den Arbeiterstand nichts Gutes kommen wird.( Unruhe). 186 Si D 1 lichkeit zur Niedersehung von Kommissionen hiezu beizutragen. Referent Dr. Engel babe in einem durch den Berliner Gemeindelender veröffentlichten Aufsatz selbst anerkannt, daß, das herrschend Großindustriesystem ein Verbrauch von Menschen zu Gunsten des vitals sei, die Abschwächung der Lebenskräfte und den sittlichen B fall der Generation herbeiführe," wenn nicht bei Zeiten gesteuert würde Wollen Sie nun ruhig zusehen und ihren Nachkommen die Arbe überlassen? Oder halten Sie es nicht vielmehr für Ihre Pflicht, weit es möglich ist, dieser drohenden Gefahr vorzubeugen dadurch, d die Arbeiter und Arbeitgeber darüber aufgeklärt werden, daß es dem laisser faire, dem laisser aller nicht mehr geht?" Wollen dies, was der Herr Referent in einem von ihm veröffentlichten u faze gleichfalls für nöthig erachtet hat, so müssen Sie für meinen trag stimmen. Der Reichstag soll die Möglichkeit haben, folche tersuchungs- Kommissionen zu ernennen. Der Widerspruch der Regi rungen fann uns gar nicht hindern, den Antrag zu stellen; wir fig hier nicht für den Bundesrath, sondern im Auftrage unserer Mandan ten; und der Antrag muß so lange wiederholt werden, bis er Gesch fraft erlangt. Lassen wir uns nicht erst die Zustände über Kopf wachsen, ehe wir etwas thun. Wenn wir wirkliche Führer wollen, dürfen wir uns nicht durch die Zeitereignisse fortschieben sen, sondern müssen ihnen vorzubeugen suchen. Wenn wir die rubig Fortentwickelung der Gesellschaft auf diesem Wege in gesegli Weise anzubahnen suchen, werden wir am besten gewaltsamen Ilmwal zungen, die sonst nicht ausbleiben können, vorbeugen. DEN fein Ta Sie werde in di Heil hingewiesen wurde, das dem Arbeiterstande aus dem Norddeutschen beschließen und allem Anscheine nach den Antrag ablehnen;( Ruf recht Ja wohl!) Das weiß ich wohl; wenn Sie aber gegen meinen Antra ser Beziehung vom Reichstage zu erwarten haben.( Unruhe rechts). Bei der Abstimmung wurde der Antrag mit allen Stim men gegen die des Antragstellers, der Fortschrittspartei und de Daß die Fortschrittler dafür stimmten, entsprang beiläufig weniger dem Wunsche,„ die Com petenz des Reichstags" zu erweitern, als dem Bedürfniß, bei den Arbeitern populär zu machen. Zum Schluß ergriff das Wort der Antragsteller, Abg. Dr. Reincke: Der Art. 5 der norddeutschen Bundesver= fassung statuirt zwei gefeßgebende Faktoren, deren Kompetenzen sehr verschieden sind. Die des Reichstags sind sehr ungünstig im Verhält= niß zu denen des Bundesrathes. Wenn wir jezt über irgend eine Thatsache Auskunft haben wollen, müssen wir an den Bundesrath pe= titioniren. Und dabei sind wir ganz von dem Wohlwollen desselben abhängig; es eristirt kein Gericht darüber, ob und in welcher Zeit der Bundesrath unseren Wünschen entsprechen muß. Und wie diese Wünsche respektirt werden, davon haben wir ja schon Beispiele gehabt. Als die Wahl des Abg. Devens beanstandet wurde, ersuchte der Reichstag den Bundesrath, auf richterlichem Wege eine Untersuchung über die vorgekommenen Wahlbeeinflussungen einzuleiten. Bis zu die= ser Stunde aber haben wir noch nichts gehört von der Untersuchung und ihrem Resultate. Als die Wahl des Abgeordneten Harkort mit eigener Zustimmung desselben in Folge eines Protestes des Bürgermeisters von Hagen beanstandet wurde, wurde der Bundesrath mit den Recherchen beauftragt. Das geschah im Monat September, und erst in diesen Tagen sind die Aktenstücke wieder eingelaufen. Mein Antrag Sonst ist über die Thätigkeit des Reichstage" nicht zu vermelden, außer etwa, daß die Herren Nationalliberalen zerfnirscht von dem traurigen Anblick, den die preußif Flotte" neulich beim Vollparlamentsschmauß im Kieler Safe darbot, den Beschluß gefaßt haben, der Regierung das verwe gerte Marineanleihen unter irgend einer anderen Form bewilligen. " die Juden: Berflossene Woche fand vor der sechsten Deputation Ein Seitenstück zu der oben erwähnten Intoleranz gege des Berliner Criminalgerichts der Prozeß wegen Gotte soll diesem Uebelstande abbelfen. Es ist auch ein großer Vortheil für lästerung statt, der gegen den Gigarren- Arbeiter rigid Der uns, wenn wir die Thatsachen nicht durch die Brille der untersuchenden Beamten, sondern aus eigener Anschauung seben können. Grund, den der Referent angegeben, daß die Autorität der Beamten dadurch geschädigt werden könne, ist ein durchaus müßiger. Durch nichts gerade kann der Beamte besser beweisen, daß er seine Pflicht thut, als daß er das Licht der Deffentlichkeit nicht scheut. Gin an derer Grund, der mich zu dem Antrage bewogen hat, ist die gegen= wärtige Lage der Gesellschaft, deren bedenklichen und gefährlichen Folerhoben war, weil derselbe geäußert, Lassalle habe jenen habenen Standpunkt erreicht, den Christus vor 19 Jahrbun derten eingenommen. Die Anklage sagte:„ Diese Gleichstellun eines Menschen mit der Gottheit ist als eine Herabwürdigung der letzteren zu betrachten". Sie stellte sich also völlig auf de dogmatischen Standpunkt von der Gottheit Christi. Das G gen begegnet werden muß durch die legislatorische Thätigkeit. Wo- richt sprach den Angeklagten frei, aber aus dem Motiv, weil bin wir blicken, seben wir Arbeiterbewegungen, wofür nicht etwa einzelne lokale Gründe, sondern allgemeine Gründe maßgebend sind. Der Charakter der gegenwärtigen Gesellschaft ist der Kampf um die Ausgleichung der bestehenden Widersprüche zwischen dem Rechte der Arbeit an den geschaffenen Werthen und der Willkür des Kapitals, die geschaffenen Werthe für sich zu beanspruchen.( Bei der weiteren Ausführung dieses Gedankens wird Redner durch die zunehmende Sache!" und schließlich auch durch den Präsidenten unterbrochen, wohl der Thatbestand, nicht aber die dolose Absicht der Gotted lästerung als erwiesen anzusehen sei. Es theilte alfo prinzipiel den Standpunkt der Anklage. Es ist weit gefommen in dem Staate, in welchem einst Friedrich der Große, der Freund und religiöse Gesinnungsgenosse Voltaire's, regierte! Nach längerer Waffenruhe ist zwischen dem Gafarismu Unruhe des Hauses, den wiederholten Ruf von der Rechten: Zur diesseits und jenseits des Rheins heftiger Krieg entbrannt, welcher dem Redner bemerklich macht, daß die Erörterung der sozialen einstweilen nur auf dem Papier. Die französische Preffe ver hält sich dabei mehr offensiv, die preußische mehr defenfip, wa Tagen Frage doch wohl den Rahmen seines Antrags überschreite. Redner erkärt jedoch, daß er zur Motivirung seines Antrages dies für nöthig sehr charakteristisch ist. Die„ Kreuzzeitung", vor ein paar halte und fährt fort, wird aber wiederholt durch Rufe:„ Zur Sache!" und durch die Klingel des Präsidenten unterbrochen.) Er entwickelt noch recht frech, schreibt heute: Noch immer dauert das weiter, daß dieser gegenwärtige Gesellschaftszustand allerdings mit den donner fort in einigen französischen Blättern gegen gegenwärtigen Grundsäßen von Recht und Moral übereinstimme, daß„ kriegslustige" Preußen. Kein Mensch aber in Europa aber die Gesellschaft zu der Ueberzeugung kommen müsse, daß diese wirklich, daß Preußen gewillt sein möchte, den Frieden Welt zu stören. Man braucht nur ein Auge offen zu Grundsäße auf die Dauer nicht baltbar wären. Das könne aber nur dadurch geschehen, wenn die wirkliche Lage der arbeitenden Klassen allgemein bekannt wäre. Sein Antrag solle nur bezwecken, durch die MögDab glaubt Det haben um das zu sehen. Die„ preußischen Chauvinisten", von dene ST 1. nde- K S en Ba würde Arbei icht, es m Ten G en Au De Barijer Zeitungen reden, find lediglich eine lächerliche Erfindung. Uns zählen die französischen Blätter in erster Reihe zu dieser richentriegelustigen Partei", obwohl wir uns kaum alle Vierteljahr es einmal gegen ihre Prätensionen erhoben haben, wenn's eben nicht mehr anders ging dem wüsten Geschrei gegenüber. Gelt, wir wollen die Frage von Krieg und Frieden nie mehr berühren, wenn auch unsere Pariser Collegen sich dahin berch, da scheiden wollen. Und alsbald würde das vielbeklagte.„ Mißtrauen" sich legen." Daß Preußen nicht„ kriegslustig" ist, glauben wir gern; da es in Folge der Annexionen und seiner undeutschen Politik nicht in der Lage ist, Krieg führen zu che tönnen, fann es selbstverständlich nicht kriegslustig" sein. Aber war etwa Desterreich 1866,, friegslustig"? Und doch behauptete die preußische Presse es, und doch wurde es von Gef Breußen zum Krieg gezwungen, und es giebt eine Nemesis in der Geschichte. nen An Regie ir fig Candan er du er fein en la rubig eglider Imwil werden f rechte Antra : in die echts). Stim nd de dafür Com iB, fib nicht Seralen ugif Safe perwe rm u Begel utation otted iBid ten er brbun tellung digung uf den G weil Gotted nzipiel n dem ad und rismul nt, Je ver was Tagen 16 G Do glaubt en der haben denen 187 zwar ist es die Zahl der Auswanderer aus den altpreußischen Brovinzen, die am meisten zugenommen hat; über Bremen 1867 21,766 gegen 14,053 im Jahre 1866! Die Gesammtzahl aller über Bremen beförderten Auswanderer hat 1867 die unerhörte Höhe von 73,971 erlangt gegen 61,877 im Vorjahre, 44,665 im Jahre 1865, 27,701 1864, 18,175 1863 und 15,187 1862. " Nicht minder bezeichnend für die Segnungen der neuesten Aera ist, daß die., Frankfurter Zeitung" sich aus der modernen preußischen Preßpolizeipraris in die Zeiten der Gensur zurückschnt. Den Kurfürsten von Hessen und den König von Hannover hat Graf Bismarck schon zu Ehren gebracht, es wird ihm wohl noch gelingen, auch den alten Metternich zu Ehren zu bringen. Die Abschaffung der Todesstrafe in Sachsen hat den leitenden Staatsmännern Preußens sehr mißfallen, und wird von der Norddeutschen Zeitung" starf befrittelt. Ueber die Reformbewegung in Desterreich sagt die Berliner„ Zukunft":" Betrachten wir zum Schluß die Errungenschaften des österreichischen Bolkes, wie sie in den drei Reformgeseßen ausgeprägt sind, mit einem Blick, so müssen wir freudig bekennen, daß hier ein Baugrund gewonnen ist, auf dem in unausgeseßter Arbeit Großes geschaffen werden kann. Das österreichische Bolf hat jetzt zu zeigen, daß es seine Arme zu rühren versteht, nachdem die Fesseln derselben gefallen sind. Fernab liegt auch ihm noch das Ziel einer allseitigen VolksDer( ultramontane") bayerische Zollparlamentsabge ordnete Lukas giebt in öffentlichen Blättern eine lange Er flärung ab, warum er das süddeutsche Fraktionsprogramm nicht unterzeichnet. Der Hauptgrund liegt in der Stelle, be treffend ,, die kräftige Erfüllung unserer vertragsmäßigen Pflichten gegen Norddeutschland." Das hierunter verstandene Schutzund Trußbündniß und der Zollvereinsvertrag mit Preußen feien das faudinische Joch der bayerischen Unabhängigkeit, das er nie anerkennen werde. Mit anderen Worten, Herr Lukas will nicht, daß Bayern, wie überhaupt Süddeutschland, das Bismarc'sche Preußen in jedem Krieg unterstützen soll. Natür bildung, welche die Freiheit schüßt und den Wohlstand mehrt, lich ist die großpreußische Presse hierüber sehr erbost, und die Streuzzeitung" bedroht den kecken Abgeordneten, falls er wieder nach Berlin fommt, mit„ Ermission". Schade nur, daß die große Mehrheit des süddeutschen Volks in diesem Punkt gerade der nie Bedenken getragen hat, einen unbequemen Vertrag zu so denkt, wie der Vbgeordnete Lukas, und daß Graf Bismarck, Beispiel folgen. Die Erfenntniß, daß der Spieß jeden Moment umgedreht werden kann, dazu das klägliche Fiasko der Berliner Barlamentefomödie, das Erwachen des deutschen Volksbewußt des Jahres 1866 von aber die Bahn ist frei, und da das Ziel werth ist des Schweißes der Edlen, so gebietet die Pflicht ein geharnischtes„ Vorwärts". Und wir hoffen und glauben, daß die Tausende, welche den sterblichen Ueberresten Mühlfelds am 26. Mai ihre Huldigung darbrachten, Minister, Bolksvertreter, Gelehrte und Arbeiter, entschlossen sind, auch den unsterblichen Theil des mannhaften Vorkämpfers, der in den Reformgefeßen fortlebt, in Ehren zu halten und zu einem ,, monumentum aere perennis" für Desterreich zu machen." für eine Couponsteuer von 20 pGt., statt von 25 pCt., wie immer mehr zu Tag tretende Lebensunfähigkeit der„ Schöpfung" Skene empfohlen hatte. Dies für einen Staatsbankrott crdas Alles hat die Gesundheit des Herrn Bismarck so erschüttert, das er sich für einige Zeit, viel leicht auf immer von den Geschäften zurückziehen muß. Am Sonnabend entschied sich der österreichische Reichstag flären, ist ebenso lächerlich, als der österreichischen Regierung ießt eine radikale Entwaffnung vorschlagen, damit von den Ersparnissen die Gläubiger bezahlt werden können. cheln wird man in Wien über die Drohung, daß die österrei Bir sind übrigens weit davon entfernt, die Krankheit des Grafen für ein sehr wichtiges politisches Ereigniß zu halten. chischen Staatspapiere von den Börsen ausgeschlossen werden Lä sollen. Wenn die Regierung ehrlich fortschreitet auf der Bahn standen hat, und gerade so lange dauern wird, als ihre Eri- der Reform, wird sie in Desterreich und dem übrigen Deutschstenzbedingungen vorhanden sind. Der Nordbund in der einen oder anderen Gestalt wäre auch ohne Bismard gekommen, und wird mit ihm, wie ohne ihn, zu Grunde gehen. Am 4. d. M. wurde der oldenburgische Landtag eröffnet. Der Großherzog giebt in seiner Eröffnungerede als land vom Volk genügende Geldmittel zur Verfügung bekommen und sich um keine Börse der Welt zu kümmern brauchen. Hauptgrund der Einberufung die Regelung des Staatshaus die Arbeiter denken, das erhellt aus einer Rede, die wir weiter haltes an, welche durch die Anforderungen des Norddeutschen In Frankreich wird die Situation immer gespannter. Unter der Jugend gährt es, unter den Bauern gährt es, und wie Bundes nothwendig geworden. Indem der Großherzog auf scheint es auf Desterreich und Süddeutschland abgesehen zu ha die Borlagen hinweist, welche die Gröffnung neuer Einnahme er auch sich selber bereit, Opfer zu bringen.„ Db er etwa die Million, welche er für den Berzicht auf seine angeblichen Rechte an Schleswig- Holstein erhielt, auf dem Altare des oldenburgi unten abdrucken. Prinz Plonplon ist wieder auf Reisen und quellen und die Erzielung von Ersparnissen bezwecken, erklärt Arsenalen gerüstet. Der Kriegsminister, Marschal Niel, hat folben. In den Kammern wird leeres Stroh gedroschen, in den gendes Rundschreiben erlassen: General! Die Böswilligkeit bemüht sich aufs eifrigste, auf schen Baterlandes niederlegen will?" fragt die Frankfurter Zei- sonen den ihnen anvertrauten Säbel ziehen, um waffenlofe tung". Unter Regelung des Staatshaushalts, ist das brau Die Auswanderung nimmt fortwährend zu; und chen wir faum zu sagen die Beschaffung der Mittel für Thatsachen gewöhnlich übertrieben und mitunter sonderlich entdas preußische Militärunwesen zu verstehn. Personen zu bedrohen oder zu verwunden. Obschon solche stellt erzählt werden, so kann man doch nicht läugnen, daß nur zu oft diese Erzählungen auf Wahrheit beruhen, die man dem 188 gr jeder Wuth- und Racheschrei mit Knutenhieben ersticht wir un Von einem Reiche, das Unmündige fürchten und unschädli w machen muß, nur um einen elenden Feßen unredlicher Wei erworbenen Landes zu behaupten, gilt das costal ( ,, Kommen wird einst der Tag!") mit verhängnißvoller Eicher un heit. Der Gnadenakt des Kaisers von Rußland ist in der Tha fir von sonderbarer Beschaffenheit, er trifft zumeist solche, gegen G die, den rechtlichen Begriffen civilifirter Völker nach, Gnad di nicht geübt werden kann, da sie nicht schuldig sind, er läßt du unberücksichtigt, gegen die Gnade möglich und menschlich wän n was die Polen über 20 Jahre. Anderswo hieße das, Rußland schon Gnade heißt, noch weithinaus Barbarei. In Moskau hat man am 28. Mai den Jahrestag großen Slaven- Versammlung durch ein Diner gefeiert di Ein Redner suchte nachzuweisen, daß die Slaven nur ein ju Sprache, wenn auch in verschiedenen Dialekten, sprächen, un daß der russische Dialekt die panslavistische Sprache der Zukunff. sei. Die Polen verglich er mit dem verlorenen Sohne Evangeliums, wünschend, daß sie gleich diesem in den Schoo der slavistischen Familie zurückkehren möchten. Ein telegraph scher Gruß ging an die czechischen Freunde in Prag. Publikum zur Kenntniß bringt. Gewöhnlich sind die Schuldigen in trunkenem Zustande. Aus diesem Grunde muß man zugeben, daß jeder dem Trunke ergebene Soldat außer Dienst nicht bewaffnet bleiben darf, und es ist von Wichtigkeit, die Corps Commandanten an ihre Pflichten und Rechte in dieser Beziehung zu erinnern. Die Dienstordnung vom 2. October 1833 bestimmt, daß einem Unteroffizier auf 60, einem Soldaten auf 90 Tage das Tragen von Waffen untersagt werden kann. Ein Ministerial- Rescript vom 12. März 1846 setzte die Dauer der Untersagung des Rechtes zum Tragen der Waffen auf sechs Monate fest. Damit feine Verfügung die Dispositionsfähigkeit der Corps Commandanten beschränke, bevollmächtige ich dieselben biermit, auf unbestimmte Zeit das Tragen des Säbels jedem Soldaten zu untersagen, der sich schlecht auf geführt, oder der dem Trunke ergeben ist. Ich habe die Beobachtung gemacht, daß namentlich Abends nach dem Appell die Soldaten in Schlägereien verwickelt werden. Daraus schließe ich, daß man der Dienstordnung zuwider, Ausgangs- Erlaubnisse an Leute bewilligt, die sich nicht immer ordentlich halten. Bei einem Corps, dessen Chef die Mannszucht im Auge hat, darf so etwas nicht vorkommen. Die Präventivmaßregeln, auf die ich anspiele, und die unnachläßlich strenge Bestrafung einer jeden Militärperson durch ein Kriegsgericht, die sich, außer im Falle der gerechten Nothwehr, seiner Waffe bedient, werden, so hoffe ich, die Wirkung haben, daß Klagen nicht vorkommen, die, wenn sie begründet, der Art sind, das Vertrauen, welches die Mannszucht der Armee immer einflößte, zu erschüttern. Jedes Mal, wenn Sie erfahren. daß eine Militärperson mit der ihr anvertrauten Waffe Mißbrauch getrieben hat, müssen Sie mir darüber einen speziellen und genauen Bericht abstatten. Ich bitte 2c. Das ist nicht genügend, aber die Regierung nimmt doch wenigstens Rücksicht auf das Publikum; in Preußen läßt man die Civilisten ruhig niedersäbeln. Aus Luxemburg berich ten die französischen Blätter Demonstrationen zu Gunsten Frankreichs. So fängt's an. In Spanien nimmt das ,, Räuberwesen" so überhand, daß man auf dem flachen Lande nirgends mehr seines Lebens sicher ist, und die Banden ihre Razzias bis vor die Thore von Madrid ausdehnen. Die Strauchdiebe finden in den Dorfschaften eine sichere Unterkunft, und die Regierung hat ihre Hände mit der Sicherung ihrer hochkonservativen Interessen so sehr beschäftigt, daß sie sich um derartige Kleinigkeiten nicht bekümmern fann. Um so strenger fährt sie fort, die Preßpolizei zu handhaben. So wurden die progressistischen Novedades" mit Beschlag belegt, obwohl dieselben seit Wochen feine eigenen Aufsäge mehr veröffentlichen, sondern sich aus Sicherheitsgründen" blos auf den Nachdruck aus andern spanischen Blättern beschränken. " be De Aus den Bereinigten Staaten von Nordamerika ben wir das Programm der Convention von Chicag welche Grant als Präsidentschaftskandidaten aufstellt, im to legraphischen Auszug erhalten. Das wichtige Schriftstück ginnt mit einem Glückwunsche zur Erledigung der Reconstru tionsacte und will den loyalen Männern des Südens gleid mäßige Stimmberechtigung gewährleistet wissen, während di Bestimmungen über das Wahlrecht in den loyalen Staaten ausdrücklich den betreffenden Staaten selbst vorbehalten werden. Repudiation der Staatsschuld wird verworfen und gleichmäßige Besteuerung, eine billige Frist für Rückzahlung der Staatsschul stelligende Reduction der Zinsen für die Nationalschuld gefor sowie eine möglichst bald, aber auf ehrlichem Wege zu bewerb dert. Im weiteren Verlauf empfiehlt das Programm, als befte Mittel zur Verminderung der Schuld, Besserung des nationa len Credits, spricht sich sehr entschieden und stark gegen John son aus, zollt den Manen Lincoln's den Tribut des Danke und der Anerkennung, constatirt am Schlusse das Recht der patriation und erklärt als Pflicht gegenüber den Soldaten dem letzten Kriege und den Hinterbliebenen der Todten pünktliche treue Ablösung der Verbindlichkeiten, welche die tion als Erbschaft übernommen habe; die Ermuthigung Gr au Die Na Det Einwanderung wird empfohlen und das Ende bildet ein Au druck der Sympathie mit allen unterdrückten Völkern, die nad Unabhängigkeit ringen. Zum dritten deutschen Bundesschießen. Die al Der Telegraph bringt Mittheilung eines kaiserlich russischen Ufases, der eine beschränkte Amnestie" für po= Aufrufe, mit welchen das Gentral- Comité für das dritte deutsche litische Bergehen proclamirt. Was diesen Gnadenact merk Bundesschießen in Wien bisher zur lebhaften Betheiligung würdig macht, das ist eben seine Beschränktheit", sie ist es, die uns nöthigt, nachträglich noch auf dieses Aftenstück zurück zunächst an die deutschen Schüßen und Stammesgenossen ge dem im Juli d. J. stattfindenden Feste eingeladen hat, waten zukommen. Begnadigt werden alle in Sibirien befindlichen richtet. Die Feststadt Wien wird jedoch nicht allein die Schüßen Ausländer, denen Aufenthalt und Rückkehr nach Rußland ver- fie wird Alle, die aus der Heimath und Fremde zu diesem Feste boten wird; begnadigt werden darin liegt das grauenhaft heranzichen werden, als ihre Ehrengäste freudigst begrüßen und Charakteristische dieser anscheinend milden Regierungsmaßregel Alles aufbieten, um dieselben in würdigster Weise zu empfan gen und zu ehren. In diesem Sinne richten wir denn auch unter zwanzig Jahren, denen die Erlaubniß ertheilt wird, unsern Gruß und Ruf an Alle, die im Festorte Wien den Bür gern des in der politischen Freiheit wiedererstandenen Defter der, die man in jedem Staate, der irgend auf Gultur Anspruch reiche die Hand zum Gruße reichen wollen. Willkommen und im Boraus als liebe Gäste herzlichst begrüßt sind uns die Ber treter aller Gesellschaftsschichten, die Männer der Gesetzgebung des Selbstherrschers aller Reußen- begnadigt werden Polen in ihr Vaterland zurückzukehren. Man hat also in Polen Rinmacht, als unzurechnungsfähig entlassen haben würde, verurtheilt und in das weite Grab der Lebendigen geschleppt, wo ta la in Der f wird und der Rednerbühne, der Kunst und Wissenschaft, der Landädli wirthschaft, der Industrie und des Handels. Dieser Willkomm We gruß soll weit über die deutschen Grenzmarken hinausdringen, über die Meere hinweg zu allen Nationen der civilisirten Welt; Eicher und wir werden in ihren Sendboten zum Feste die Bürgschaft That finden, daß ein Band der Liebe und Eintracht alle Völker der gegen Erde verbinden könne. Keine politische Schranke und nicht Snad die politische Sprache trennt uns von den Stammverwandten und Fremden, die bei dem 3. deutschen Bundesschießen erscheinen werden, und wir hoffen zuversichtlich, daß die innigste Vers ständigung mit Allen beim Feste zum beredten Ausdrucke ge= langen wird. Möge das Fest des 3. deutschen Bundesschießens in Wien ein Fest der Verbrüderung für Alle sein und bleiben, Bt di wan as 8 der ein und zusammenfinden. 189 kenntniß.„ Zum dritten und letzten Mal" konstatiren wir, daß von dem uns versprochenen Prozeß noch immer nichts zu merken ist, eben so wenig wie von den versprochenen Enthüllungen. Gefährliche Enthüllungen. ( Schluß.) Sicher lag das Dickthun" nicht in der Absicht unseres Herrn Finanzministers; der Effekt ist darum kein anderer. Das Prunken der kleinen Staaten mit ihrem Reichthum erinnert unwillkürlich an die Weisheit der Biene, auf deren feiert die sich dabei mit freudigem Herzen und mit frischem Geiste selbstzufriedenes:„ Ich hab' ein volles Haus", der Schmetterfunft e del book rapb a ba ago m te of be Struc gleid d die aaten werden. aßige chuld emert gefor Das Preß- Comité Das Central Comité f. d. 3. deutsche Bundesschießen: f. d. 3. deutsche Bundesschießen: Dr. L. Wittelshöfer, Obmann. Wilhelm Wiener, Obmann- Stellvertreter. Dr. Eduard Kopp, Bräsident. Heinrich Ritter v. Maurer, 1. Vice- Präsident. Friedrich Schmidt, 2. Vice- Präsident. Todtenschein des Berliner Reichstags. Die norddeutschen Telegraphendrähte wurden vorige Woche durch folgenden nach allen Richtungen der Windrose hinausgestoßenen Angstschrei alarmirt: Telegramm. Aufgegeben Berlin, 4. Juni, 5 Uhr. Reichstagsabgeordneter X in X. Eine Auszählung des Reichstags hat ergeben, daß keine beschlußfähige Anzahl von Mitgliedern anwesend war. Ich morgen 11 Uhr. beftes tiona Sobn Sund Gp n aud die e Na 8 der Aus nad Die utfche 9 an varen 1 ge üßen, Fefte und pfan aud Bür Defter und Ver bung ling treffend erwiderte: Und ich nichts zu verlieren." Und der Biene ist zur Vertheidigung des Resultates ihres Fleißes wenigstens ein Stachel verliehen; die kleinen Staaten stehen mit ihrem Reichthum völlig schußlos da. Schußlos unter Preußens Fittigen? schuylos im Norddeutschen Bunde? wird mancher verwundert fragen. Allerdings, und zwar in noch höherem Grade als vor dem neuen Schirmherrschaftsverhältniß, denn die geringere oder größere Wahrscheinlichkeit der Gefahr ist für die Bemessung der Sicherheit fast noch mißlicher als die Stärke der Vertheidigungsmittel. Der kampfgerüstete Ansiedler in der Wildniß schläft inmitten aller seiner Waffen nicht so sicher, als der friedfertige Wehrlose im geordneten Staate; und ein massives Gebäude, umgeben von Stroh- und Schindelhütten ist schwerer gegen Feuersgefahr zu versichern, als ein Haus von mäßig feuerfester Bauart in einer feine Besorgniß erweckenden Umgebung. Das Jahr 1866 hat den geordneten Friedensstand Mitteleuropas in einen allgemeinen Eroberungskampf, die Schußdächer der Staaten, die bestehenden Verträge, Kein noch so sehr in feuerfangende Fragen" verwandelt. verstärktes Heer, dem ja übrigens entsprechend verstärkte Angriffsmittel entgegenstehen, vermag diese Verminderung der allgemeinen Sicherheit wettzumachen. Dazu ist über die kleinen Staaten noch eine neue Gefahr hereingebrochen: die Nordfordere dringend zu sofortiger Rückkehr auf. Nächste Sigung deutsche Bundesverfassung. Wer schüßt sie denn gegen etwaige Stieberisches. Simson. jugegangen: Bon dem Optikus Graf ist uns folgendes Schreiben Uebergriffe ihres nahezu allmächtigen Schirmherrn? Dessen guter Wille? Wir zweifeln sehr, ob sich im gemeinen Leben irgend Jemand mit solchen„ Garantien" seiner Rechte und Ansprüche zufrieden geben möchte. Im Staatsleben hat man zwar den Versuch gemacht, den Völkern die Entbehrlichkeit der Ministerverantwortung durch die Verantwortlichkeit der Monarchen vor Gott" plausibel zu machen. Die würdige Bundesbetreff meiner politischen Anschauung schlecht unterrichtet sind, Aposteln der Lehre vom starken Schuße der kleinen Staaten Euer Wohlgb. diene zur Nachricht daß Ihre Person in genossenschaft dieser Sorte von Staatssophisten wollen wir den und Ihr in Ihren Blatte von Ihnen als Leiter deßelben ge fchriebenen nur Lügengewebe ist. gegeben die Sächsische Demokratie zu überwachen und solte 1. Herr Geheimerath Stieber hatt mier nie den Auftrag Jemand Ihrer Partei eine Eisenbahnkarte oder sonst eine legitimation baben biele im Norddeutschen Bunde" von Herzen gönnen. Une ist die Gabe des Glaubens an eine Sache um ihrer Ungereimheit willen"( das berühmte credo quia absurdum des alten Kirchenvaters Tertullian) schlechterdings versagt. Uebrigens ist die Gefährlichkeit des Sammelns von Schäßen, die man nicht vertheidigen kann, längst nicht mehr eine rein theoretische Streitfrage. Sie ist in eklatanter Weise offenbar von seiten der Königl Preuß Regierung gesehen bedienen um sich von den Sachverhalt überzeugen zufönnen. geworden durch das Schicksal des Königreichs Hannover, möchte ich bitten derselbe möchte sich einer guten Brille Bemerken will ich Ihnen daß wenn ich diese Person sein würde Ihnen allerdings lästig wär den Enthüllungen wüste ich sehr feines Königs Haltung bei Langensalza, sondern sein durch zu machen, die Orte wo Sie Versamlungen hielten als Stolberg, Geyer, Thalheim u. s. m. Jena d. 4 Juni 1868. L. Graf. Dies meine erste und letzte Antwort." dessen größtes Verbrechen, wie sich hinterher herausstellte, nicht " gute Wirthschaft auf einen Werth von 300 Millionen gebrachtes Staatsvermögen war. Deshalb mußte die Expropriation" vorgenommen werden, das gute Geschäft", dessen sich Graf Bismarck öffentlich laut gerühmt hat, jene Expropriation, wobei den Hannoveranern der Werth des ihnen Entzogenen mit und wünschen Herrn Stieber Glüd zu ſeiner Menschen zustand und Hochverrathsprocessen so gewissenhaft heimgezahlt Wir haben das Aktenstück ganz unverändert mitgetheilt preußischem Militärdruck, preußischer Militärlast, Belagerungs wurde! Um des gleichen Verbrechens willen sind bekanntlich die Schleswig- Holsteiner von den Dänen so hartnäckig verfolgt worden, und gelangten sie auch nach der Befreiung" nicht zum Rechte der Selbstregierung. Was den niedersächsischen Staaten widerfahren ist, sollte doch auch Obersachsen sich zur Lehre dienen lassen! " 190 beiten könnten. Jedoch ward nicht genug fertig, als das dieser Lohn unserem Wochenlohn gleichgekommen wäre, und deshalb erhielten wir jede Löhnung Bergütung"( was gar nicht nöthig gewesen wäre, wenn wir besseres Material und für jedes Pfund mehr Lohn erhalten hätten), welche dem Wochenlohn gleichfam. Wie erstaunte ich, als mir 2 Thi ausgezahlt wurden. Ich fragte, warum ich nicht den vollen Lohn erhielte, worauf mir geantwortet ward: ,, weil ich g kündigt hätte, erhielt ich keine Vergütung". Welche Ungered in Leider scheint die Erkenntniß dieser Lage den regierenden Weisen in Dresden, insbesondere unserer Finanzleitung, gänz lich abzugehen, während selbst der wahrlich nicht auf der Höhe der Zeit stehenden Kammer sich eine Ahnung davon bemächtigkeit das ist, liegt auf der Hand. In St... bei Burgstä tigt hatte. In dem von manchem durchaus gouvernementalen Redner mit merkwürdigem Freimuth ausgesprochenen Gefühl, daß es mit der sächsischen Selbstherrlichkeit wohl auf die Neige gehe, fand die eilige Decretirung von Staatseisenbahnbauten in einem bisher nie dagewesenen Umfange wohl die beste Erklärung. Man wollte das vorhandene Vermögen geschwind, so lange es noch Zeit sei, in dem Lande nicht wieder zu entziehenden gemeinnüßigen Unternehmungen festlegen. Wir haben nichts dagegen einzuwenden wäre man nur auch bei der Steuerausschreibung von dem gleichen Prinzipe ausgegangen! Aber da bemühte man sich, den gefährlichen Staatsreichthum, statt ihn soweit thunlich in die Taschen des Volks, aus dessen Steuern er angesammelt war, zurückfließen zu lassen, durch erhöhte Abgaben unversehrt zu erhalten. Zuletzt ist freilich noch so viel davon abgehandelt worden, wie von der Tabackssteuer im Zollparlament, und zu allerlegt haben die Herren Stände geradezu den politischen Gedanken der Schraps'schen Denkschrift sich angeeignet, nur freilich nicht in der den Steuerzahlern des ganzen Landes, sondern den Interessenten der projeftirten Eisenbahnlinien entsprechenden Form- kennzeichnend für die Zeit, worin, und die Art, wie die regierende Klasse den Geboten der Zeitlage gerecht zu werden weiß. Einen Meisterstreich dagegen( von seinem Standpunkte aus betrachtet) machte der nationalliberale Leipziger Bürgermeister, indem er den Finanzminister durch Bedenklichkeiten gegen die Höhe der zu kontrahirenden Eisenbahnschuld zu den Enthüllungen der vortheilhaften Finanzlage des Landes verlockte, Enthüllungen, die um so überflüssiger waren, als die Spekulation auf die Gunst auswärtiger Börsen, auf die überhaupt bis jetzt nur Herr von Friesen mit dem übereilten Abschlusse der fünfprozentigen Anleihe verfallen ist, diesmal nach feiner Seite in Frage fam. Desto willkommener werden sie Jedem sein, der in nächster Zeit Ansprüche an die sächsischen Staatskräfte zu erheben in der Lage ist. Das nennen wir liche Enthüllungen. waren meine beiden 12 und 13 Jahre alten Schwestern der Fabrik beschäftigt. Der Fabrikherr beschäftigte 75 bis 80 Arbeiter, worunter 20 bis 25 Kinder. Unter diesen waren 6 bis 8 im Alter von 6 bis 10 Jahren, die anderen übe 10 Jahre alt. Sie erhielten einen Wochenlohn von 5 bis 15 Ngr., je nach dem Alter und der Leistung. Den Lohn d Kinder bestimmen die Arbeiter Spinner", und geben sie dell Andrehern, was sie wollen. Der Fabrikherr in St..... schide nun 20 bis 25 Arbeiterinnen fort und stellte dafür Kinder an. Diese Maschinen von Fleisch und Blut befamen einen Arbeitslohn von 1 Thlr. bis 1 Thlr. 12 Ngr. in 14 gen, während die erwachsenen Arbeiterinnen in derselben 3 2 Thlr., 2 Thlr. 15 Ngr. und 3 Thlr. erhielten. Daß diefer sich von selbst. Die Kinder, welche in einer Fabrik beschäftigt Spinnereibesiger nur seinen Gewinn im Auge hatte, versteht find, haben 2 Stunden Schule täglich; in den Spinnereien Diethensdorf, Mohsdorf, Stein u. f. w. von Vormittags bis Nachmittags 1 Uhr, so daß ihnen nicht einmal die Mittag ruhe gegönnt wird. Die Kinder werden in den Fabriken perlich und moralisch zu Grunde gerichtet, wie in der genann ten Spinnerei zu St..., wo einige Kinder, in Folge der un gewöhnlich schweren Arbeit, welche vorher erwachsene Personen verrichtet hatten, zum Theil verkrüppelten, indem fie Au wuchsen", eine Erhöhung auf dem Rücken, bekamen. Aber den Fabrikherren ist es einerlei, ob diese Kinder arbeitsunfähi werden oder nicht, wenn nur ihr Geldbeutel gefüllt wird. 11 for Ich will noch ein Beispiel anführen. Ich habe einen Bruder, welcher 8 Jahre alt ist. Meine Mutter wurde von einem Arbeiter Spinner" veranlaßt, ihn auf die Fabrif geben, wo er bei einem Salfaktor( neue Muhlspinnmaschin als Andreher wöchentlich 10 Rgr. erhielt. Eines Tages foll er die Maschine reinigen, was geschieht, ohne daß diefe zum Stillſtehen gebracht wird. Da heißt es aufpassen, denn wa rend der Wagen der Maschine herausläuft, muß der Andreba denn doch sei der Zwed noch so gut gemeint- gefähr schnell hineinkriechen und etwas reinigen, bis der Wagen wied Weiße Sklaven. XII. Glauchau, den 1. Juni. Ich erlaube mir, einiges über die Lage der Arbeiter in den Baumwollspinnereien in dem Burgstädt- Penig- Lunzenauer Bezirk zu berichten. Ich kenne die Verhältnisse genau, indem mein verstorbener Bater sowohl als Spinn- Krempelmeister wie als Maschinenmeister thätig gewesen ist. Im Jahre 1865 arbeitete ich in der Spinnerei Sch...... thal bei Burgstädt, wo ich, 16 Jahre alt, für 6 Arbeitstage einen Lohn von 1 Thlr. 6 Ngr. bekam; drei Monate später 1 Thlr. 12 Ngr. und im 9. Monat, als ich fündigte, erhielt mein Nebenarbeiter 1 Thlr. 15 Ngr. Wir hatten Arbeit nach Pfunden, und unsere Maschine war reparirt worden, damit wir andere Wolle verarhineinläuft, wo er schnell wieder herausfriechen muß. Gefun den können den Tod zur Folge haben, wie das im Jahr ein Kind in 2 Minuten eine Leiche war. Ein ähnliches Schid 1862 in der Chemnißer Aktienspinnerei vorgekommen ist, m sal betraf auch meinen Bruder, indem er entweder hängen blieb, oder nicht schnell genug herauskroch. Er wurde zwifchen dem eisernen Pflock, welcher den Wagen aufhält, und diefem Wagen zerquetscht, daß ihm das Blut zur Nase und dem Munde herausfam, und er bewußtlos nach Hause gebrad wurde. Jedoch hat sein Fabrikherr sich menschenfreundlich g zeigt, indem er meine Mutter in den Stand setzte, den und die Arzenei zu bezahlen. Seit dieser Zeit schicht fie tein Kind mehr in die Fabrik. Ueberhaupt ist es Pflicht jeden Mannes, welcher für das Wohl der Arbeiter Etwas will, dahin zu wirken, daß die Kinderarbeit in den Fabrite verdienen, und die Aeltern nicht genug Brod schaffen fönnten unterdrückt wird. Man sagt, daß dann die Kinder nichts meh was feineswegs stichhaltig ist, denn die Kinder können zu für die Fabrik arbeiten. eine thun Haute bas und gar und dem Thie ollen ) ge rech Städt n in 880 paren über 18 15 Der e dell dhidi inder einen 1 Zeit Diefer erftebt aftigt ereien 36 11 ttag A for nann r un fone Aut er den D. fabi einen e von rif chine follte Daß 14 Stunden Arbeit des Tages zu viel für Kinder bon 6 bis 10 Jahren sind, wird Jeder begreifen. Im sächsischen Gewerbegesetz steht ausdrücklich, daß Kinder vor dem 10. oder 12. Jahre in den Fabriken nicht arbeiten dürfen. Nur Ausnahmen sind gestattet. Und wenn die armen überarbeiteten Kinder Fehler machen, oder, wie es ja bei ihrer Jugend natürlich ist, einmal muthwillig werden, was bei der schweren Arbeit, die auf ihnen liegt, selten genug geschieht, dann ist da ein gewisser Schrank, in welchem der sogenannte„ Fabrikenfuchs" aufbewahrt wird. Ein solcher Schrank befindet sich fast in Jeder Fabrik. Das sächsische Gewerbegefeß besagt:„ Gegen schulpflichtige Kinder- Arbeiter hat der Arbeitsherr das Recht der Züchtigung innerhalb der zur Erhaltung von Zucht und Ordnung erforderlichen Grenzen." Ja, wer diese Grenzen nur ausfinden könnte! Das ist die Lage der Kinder in den Fabrikbezirken, die ich oben genannt habe. Wann wird's endlich besser werden? Eine Arbeiterrede. Vor dem Zuchtpolizeigericht in Paris stand vor. Monat eine Anzahl Arbeiter, angeklagt, durch Betheiligung an der Internationalen Arbeiterassoziation das Vereinsgesetz verlegt zu haben. Die Bertheidigung führte einer der Angeklagten, Buch binder Barlin. Nachdem wir vorausgeschickt, daß die servilen Richter das gewünschte Schuldig sprachen, theilen wir einen Auszug aus der Rede Varlin's mit, die ein Echo finden wird in der Brust auch des deutschen Proletariats: 191 ..... Er der Arme brauche überhaupt nicht zu heirathen und es verpflichte ihn ja auch nichts, auf dieser schönen Erde zu bleiben, wenn er die Mittel nicht findet, darauf zu leben verheirathet sich also, um sein Elend zu vervielfältigen; er schreitet hinan auf seinem Kalvarienberg: ein Leben ohne Erinnerung mit der hoffnungslosen Aussicht auf ein noch trostloseres Alter. Und doch hat dieser Mensch vier- bis fünfmal mehr produzirt, als er fonsumirt hat. Was hat also die Ge sellschaft mit dem Ueberfluß gemacht? Sie hat die hundertste Taube dadurch geschaffen!.... Fragen Sie die Geschichte: sie wird Ihnen sagen, daß jede soziale Organisation, die auf einem folossalen Unrecht gegründet ist und nicht einmal die Stimme der Billigkeit hören will, ihrer baldigen Zerfeßung entgegenschreitet. Und das ist unser Trost in dieser Zeit des Lurus und des Elends, der Autorität und der Sklaverei, der Verderbheit des Charakters und der Unwissenheit: so lange es noch möglich ist, daß ein Mensch vor der Schwelle eines Palastes verhungern kann, spreche man weder mehr von Christenthum noch von Humanität: das Eine ist eine Heuchelei wie das Andere **** Sehen Sie den Finger auf die gegenwärtige Epoche, so werden Sie einen blinden Haß gewahren zwischen der Klasse, die erhalten, und derjenigen, die ihr natürliches Recht zurückgewinnen will: Sie werden gewahren, wie aller Aberglaube wieder in Halme geschossen ist, den man durch das 18. Jahrhundert für immer beseitigt glaubte! Sie werden den entfesselten Egoismus sehen neben der vollendeten Immoralität: das Alles sind Zeichen des Verfalls! Der Boden zittert unter Acht!..... Eine Klasse, die bis jetzt in allen Epochen und unter jeder Regierungsform unterdrückt worden ist, die Klasse der Arbeiter, betritt zum ersten Mal die Scene dieser Welt und bringt ihr ein Element der Regeneration mit: es wäre weise von Ihnen, sie gewähren zu lassen, denn ihr Werk ist nichts, als ausgleichende Billigkeit. Das Wehen absoluter Freiheit allein kann diese mit dem ganzen Marasmus verjährter Ungerechtigkeiten überladene Atmosphäre Ihren Füßen, nehmen Sie sich in Acht!..... Stellen Sie sich einmal vor, ein Flug Tauben läßt sich auf einem Kornfeld nieder; allein statt daß jede nach Belieben biden darf, müssen 99 die Körner auf einen einzigen Haufen zusammentragen und dürfen für sich selbst höchstens die Abfälle und das Stroh behalten; den Haufen, ihre Arbeit, müssen fie für eine einzige zurückbehalten und vielleicht ist dies die schwächste und schlechteste Taube von allen. Und doch müssen reinigen. Hüten Sie sich davor, diese so gedrückte Luft noch fie einen geschlossenen Ring um diesen Haufen bilden, immer stärker zu komprimiren: das Gewitter könnte sich früher ent Reues zusammenscharrend, müssen zusehen, wie die einzige be- laden, als JIhnen lieb ist. Hat eine Klasse von Bürgern einbaglich girrend ab und zugeht, sich äßt nach Belieben. Würde aber eine frechere, vielleicht ausgehungerte Taube aus der Benge nur ein einziges Körnlein aufpiden, so würden alle Andern, im blinden Gehorsam für die Einzige, einmüthig über sie herfallen, sie zerzaufen, ihr den Raub abjagen und sie aus der Gemeinschaft ausschließen. Betrachten Sie dieses Bild, so jum wab dreber wiede Sefun Jabn Schid ängen pifchen Diefem brad ф д Arg tein eine thu briten meb anten Saute mal die moralische Ueberlegenheit eingebüßt, die ihre hervorragende Stellung begründet, so sollte sie sich beeilen, vom Schauplaße abzutreten; um fie, doch fruchtlos, zu behaupten, müßte sie zur Grausamkeit schreiten, denn Grausamkeit ist die Gefährtin aller sinkenden Gewalten. Möge die Bourgeoisie endlich einsehen, daß ihr Gesichtskreis viel zu eng ist, um alle finden Sie freilich, daß es in der Natur nicht vorkommen Bedürfnisse der Epoche zu umfassen; daß ihr nichts übrig fann, dafür aber tagtäglich sich hundertfach wiederholt bei den gehen! **** mit Bernunft begabten Menschen. Die Folgerung aber ist Macht, auf deren Fahne steht die Gleichheit und die Solida fiefach; Sie folgern daraus: dafür stehe der Mensch durch Bernunft über dem Thiere. Ich aber sage Ihnen: der Mensch tann troß seiner Vernunft noch bei dem Thiere in die Schule Wer bleibt, als zurückzutreten und sich zu vermischen mit der jungen rität durch die Freiheit. Aus England. London, den 8. Juni. Einige Tage bevor Gouverneur Eyre sich vor Gericht zu stellen hatte, fragte der schon früher erwähnte Enkel eines iriDas Alterthum ist an der Sklaverei zu Grunde gegangen, und die Gegenwart wird eben dahin kommen, wenn sie den Leiden der übergroßen Mehrheit nicht besser Rechnung trägt. zu den 99 Tauben gehört, hat mit der Geburt das Erbe gespielen; mit sechs Jahren die Arbeit, den Mangel an Unter- nisterium gesonnen sei, die Vertheidigung des Ex- Gouverneurs richt, die ungesunde Atmosphäre, das schlechte Beispiel; mit zu übernehmen? Benjamin Disraeli gab eine verneinende 3wanzig die Kaserne oder das Schlachtfeld; kehrt er davon zurück, so mag er meinethalben heirathen, wenn es der eng Antwort. In der letzten Nummer des Bunch" ist dieser Vorgang zu einem Bilde benußt, auf welchem Eyre mit den lische Philanthrop Malthus und der nicht minder menschen Anklage- Aften in der einen Hand, seine Bertheidigung, eine freundliche französische Minister Duchatel gütigst erlauben " wollen; denn Sie wissen es ja, Beide behaupten einmüthig, andern, verzweifelnd bedenklich auf einem Stuhle sißt. In einer " Tafel mit den Worten: Rettung von Jamaica", in der Ecke sizt Disraeli, ebenfalls mit der Anklage- Akte, in deren Lektüre er durch ein Gespenst gestört wird. Hinter ihm steht das Gespenst Palmerston's, welches, mit dem Finger auf Eyre zeigend, ausruft: ,, Benjamin! Benjamin! ich würde ihn nicht im Stiche gelassen haben". Die Gräuelthaten, welche unter der Direktion von Eyre an den Negern von Jamaica verübt worden, entschuldigt, Punch" dadurch, daß man die indischen Rebellen mit Kanonen in die Luft gesprengt habe. So ist das weltberühmte Londoner Charivari, das vormals die moralischwißige Geißel der öffentlichen Charaktere war, zum nichtswürdig gemeinschuftigen Speichellecker der Henkershenker der britischen Aristokratie geworden. Die gerichtliche Verfolgung gegen Eyre ist abermals durchgefallen. Alle Kriminalfachen, die von den Polizeirichtern an die höhern Gerichte verwiesen werden, kommen vor die große Jury, die darüber zu entschei den hat, ob die im Polizeigericht vorgebrachten Beweise hinreichen, einen Prozeß zu begründen. Der Richter, welcher der großen Jury die Sachlage und das Geseß zu verdolmetschen hatte, citirte verschiedene Autoritäten, um nachzuweisen, daß die standrechtlichen Befugnisse der Krone nie definitiv begrenzt worden sind, daß es daher der jedesmaligen Jury überlassen bleiben muß, über den ihr vorliegenden Fall zu entscheiden. Er fügte jedoch hinzu, daß keine Ursache vorhanden gewesen, die Gefangenen, die am Bord des Kriegsschiffs Wolverine sich befanden, an's Land zu setzen, um sie standrechtlich zu verurtheilen und hinzurichten, welches den Fortgang des Prozesses rechtfertige. 192 Als Gegenbehauptung sagte er aber, wenn Eyre überzeugt gewesen, daß durch die Standrechtung Gordons zum Beispiel für Andere die Insurrektion aufgehalten werden würde, die That zu rechtfertigen sei. Das Kurze und Lange der Geschichte ist, daß es von dem Gutdünken der Jury abhängt, ob gewisse Handlungen lobenswerthe Heldenthaten oder strafbare Verbrechen sind. Hätte ein Fenier vor Gericht gestanden, er wäre sicher verdammt worden. Die radikalen Bürger von Manchester sprachen das Schuldig über sieben oder acht Männer aus, die angeklagt waren, einen Polizisten ermordet zu haben, von denen einige zur Zeit als die That begangen wurde, nicht einmal in der Nähe waren; aber ein aristokratischer Gouverneur, das ist was ganz anderes, der kann Befehle geben, zugegen und doch nicht schuldig sein, und so fand die feines 25 jährigen Staatsdienste um das Vaterland erworben, Morning Star", sind ihm wenig Lorbeeren zu Theil gewor den. Die ,, Times" sagt, er wird nie müde, das alte Lied wieder abzuleiern wieder abzuleiern das Lied, welches wir alle so oft gehört haben, sein eigenes Lob, und die sehr großen Dinge, die selbst gethan, in der Begleitung der größten Männer, die je gelebt haben, aber bereits zu den Vätern gegangen sind, oder nur lange genug gelebt haben, um einen fleinen Antheil an seinen großen Ehren zu empfangen. Der langen Reden kurzer Sinn war, daß sich alle Welt vereinigen solle, Gladstone unterstüßen. Der„ Morning Star" sagt, die Liberalen aller N Städte sollen dem Beispiele, welches Liverpool gegeben, folgen und Versammlungen, Banquette, Comité's, Distrikt- Organisa tionen jeder Art ins Leben rufen, um die ,, enorme Stärke der ht Partei" in einer großen, vereinten und überwältigenden Stimm für Gladstone an den Tag zu bringen. Die„ enorme Stärke der Parlei" hat bisher darin bestanden, daß die erklärten Re aktionäre, die Tories, alle großen Staatsreformen haben durch führen müssen; die ,, enorme Stärfe" reichte nicht einmal hin die Wähler- Qualifikation von 10 Pfd. St. jährlichen Haus zins auf 7 Pfd. St. herabzuseßen. aber Den Was die Vertreter der bestehenden Zustände besonders cha rakterisirt, ist ihre Unfähigkeit das Staatsruder zu lenken, ihre natürlichen Gegner, die Repräsentanten des Proletariats, ha ben weder die Macht noch die Mittel, sie zu beseitigen. Einige d hervorragendsten unter den Arbeitern fönnen die Zeit nicht e warten, bis sie ins Parlament kommen, sie schmiegen sich alten Barteien an, um als„ gute Jungen" hinein gebracht zu werden; man wird sie in der nächsten Zukunft als servile Speichellecker der Verachtung preisgeben. Inmitten dieser wirrung giebt es doch stille Denker, die wissen, um was sich handelt. Ein gewisser Hopkins hat ein Buch, unter de Titel ,, die englische Revolution", veröffentlicht, in welchem Ver dem 6. itro Ag St di br ort Der wa da de len unter anderm sagt:„ Die bisherigen Konflikte waren Konflikte von Parteien, der gegenwärtige ist eine Klaffenrevolution. früheren Bewegungen stützte man sich auf verbriefte konstitube tionelle Rechte, die heutige Bewegung bezweckt den noch unent wickelten und vernachlässigten Volksrechten gesetzliche Geltung zu verschaffen; eine neue Klasse verlangt die Herrschaft im Staate. Der auf Ein Gewerbe- Unions Congreß, der sich im Laufe d große Jury in diesem Falle die Anklage nicht begründet. Was presse nicht von hinreichender Wichtigkeit geschienen, ein Worl Woche zu Manchester versammelte, hat der Londoner Tage die Elite der britischen Gesellschaft von der betreffenden Mezelei darüber zu verlieren. Die Fragen, welche zur Berhandlung in Jamaica hält, geht aus einer Petition hervor, die vorigen kommen sollten, waren: 1) Die absolute Nothwendigkeit Freitag im Unterhaus eingereicht wurde. Die Bittsteller zählen Gewerbe- Unionen. 2) Die Wirkung der Gewerbe- Unionen die Verdienste auf, welche sich der Ex- Gouverneur im Laufe die auswärtige Conkurrenz. 3) Die Regulirung der Arbeite beschweren sich darüber, daß er seit seiner Rückkehr unaufhör: 6) Schieds- und Versöhnungsgerichte. 7) Kooperation. 8) Die stunden. 4) Beschränkung der Lehrlinge. 5) Technische Bildung lich verfolgt worden sei von einer unverantwortlichen Gesell Conspirationsgefeße in Betreff der Einschüchterung des Bit schaft( nämlich dem Jamaica- Gomité), und bitten das Parlament, die Königin zu ersuchen, Eyre eine baldige Anstellung Nothwendigkeit zwangsmäßiger Inspicirung aller Pläße, tirens u. f. w. 9) Die Erweiterung der Fabrikgeseße und die zu geben und ihm die Kosten, welche die gerichtlichen Verfol- Weiber und Kinder beschäftigt werden. 10) Die gegenwärtige königliche Untersuchungskommission über das Verfahren 76 Mitgliedern des Oberhauses, 6 Bischöfen, 20 Mitgliedern Gewerbe- Unionen, in wiefern sie das Vertrauen der Arbeiter des Unterhauses, 40 Generälen, 300 Friedensrichtern, 400 Geist- verdient. 11) Die Legalisirung der Gewerbe- Unionen. 12) D Nothwendigkeit, alljährlich einen Gongreß abzuhalten, auf wel chem die Gewerbe der verschiedenen Mittelpunkte der Industrie vertreten sind.- Ueber jede Frage soll eine Denkschrift verlejen Tage, Mittwoch, bejahend erledigt. und danach diskutirt werden. Die erste Frage wurde am zweiten gungen verursacht, zurückzuerstatten. Diese Petition ist von lichen und 30,000 andern Personen unterschrieben. Herr John Bright hat die Pfingstferien benußt, um in Liverpool zwei lange Reden zu halten, die den Raum, den die Tagesblätter gewöhnlich den Parlaments- Debatten widmen, ausfüllen, und den Redakteuren das Material zu Leitartikeln geliefert haben. Mit Ausnahme seines eigenen Echos, des Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Leipzig. Druck und Verlag: G. W. Vollrath. Expedition: Windmühlenstraße 14. wo der dri Der bo 百合 D ein in ei 8 fo Te da de de ĺb er