f er m 211 ſte ät te, te 40 in as De Demokratisches Wochenblatt. No. 29. Drgan der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 18. Juli. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage einschließlich Bringerlohn 121/2 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren M. Dolge am Markt, . Reichert Hainstraße 27, G. Hofmann Brübl 40, G. Dehler Neumarkt 6, G. Richter Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein Universitätsstraße und die Expedition d. Blattes C. W. Vollrath Windmühlenstr. 14. Für Dresden Filialeyvedition F. W. Grellmann Wallstraße 10. Ir Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. n per Der ent ge 0 ge ag 11 me ell Jet Der en ent mg er's iel Леп Det Jolf ges Für Der Inhalt: Politische Uebersicht. Aus den Arbeitervereinen. Italiens Ginbeit und Freiheit. gegenwärtigen Theuerung und Geschäftsstockung. Weiße Sklaven. Aus England. Warnung. Zur Charakteristik Angelegenheiten. Rede des Schleswig- Holsteiners Lübkert. des Jahres 1866. - Auswanderer= Beilage: Die( preußische) Amnestie Politische Uebersicht. ..Es wird täglich stiller in der Politik. Der Friede ist ung auf einige weitere Monate gesichert, zu was da die Gemüther künstlich aufregen? Man gewöhnt sich schließlich an Allee, auch an einen Schwebezustand, so peinlich er anfange fein mag." Mit diesen Worten beginnt unsere befreundete sie wurde also zu einer Zeit erfassen, wo der ,, Reichstag" noch auf Wochen hin versammelt war. Daß troßdem diesem ,, ehrenwerthen Rörper" fein Sterbenswörtchen mitgetheilt ward, ärgert selbst die servile, wir wollten schreiben nationalliberale , Weserzeitung". Da versteht Napoleon sich besser auf den Scheinparlamentarismus; er hat seinen Kammern wirklich erlaubt, eine Million am Budget zu streichen. Um dem Nordbund wesellschaft zu leisten, und den Saz, daß die„ neueste Aera" für Preußen eine Entlastung bringen werde, praktisch zu beweisen, debutirt auch Preußen mit einem Defizit, und da eine Großmacht Alles auf großem Fuß haben muß, gleich mit einem respektablen von 62 Million Collegin, die Hessische Landeszeitung" einen ihrer legten Leit- Thaler. Wann wird ein preußischer Favre den Muth haben, fich zuletzt an Alles, und von den europäischen Völkern gilt Gäsarismus zu bezahlen? artikel. Sie hat in gewisser Beziehung recht. Man gewöhnt zu erklären: Preußen ist nicht reich genug, den Bismarck' schen beinahe, was das irische Dienstmädchen von den Aalen meinte: sie sind daran gewöhnt, daß ihnen die Haut über die Ohren Ominös ist, daß die nationalliberalen Ratten das Nordbundsschiff zu verlassen beginnen. Graf Henkel von Donnersgezogen wird. Indessen nicht alle Menschen gewöhnen sich mart, ein ächter Erfolgsanbeter, hat sein Reichstagsmandat daran. Zum Beispiel nicht die Kurhessen. Sie flichen niedergelegt, weil ein enschiedenes Vorgehen in liberalen Inund sogar Bluntschli, der seit 2 Jahren für den Bismard'schen Sonderbund mit eben solcher Gluth schwärmt, wie weiland für den Jesuiten- Sonderbund, ist sehr verdrießlich geworden, und räth den Süddeutschen zum Widerstand., gegen eine von Preußen möglicherweise ausgehende bureaudaß die Bevölkerung sich nach der amtlichen Uebersicht des Staatsanzeigers" in den legten Jahren um fast 5000 vers mindert hat! Und ob der Friede wirklich auf einige Monate gesichert ist? Wer könnte es mit Bestimmtheit sagen, da es von der Laune, von den augenblicklichen Berlegenheiten eines tinzigen Mannes abhängt, Europa jeden Moment in die kratische Reaktion". Schrednisse des Kriegs zu stürzen? Ge ist wahr, dieser Mann erflärt jegt im ,, Moniteur": ich will den Frieden!, aber Moniteur ist gleichbedeutend mit Menteur, d. h. Lügner, und daß Rapoleon eine konstitutionelle Abneigung gegen die Wahrheit Polizeiaufsicht verurtheilt. hat, ist eine bekannte Sache. Mittlerweile pflegt Graf Bismarck in Hinterpommern Der preußische Staatsgerichtshof hat den han nover'schen Erminister Grafen von Platen wegen Hochverraths zu 15 jährigem Gefängniß und 10 jähriger Stellung unter Daß der Graf, welcher beiläufig froh und munter in Hicging lebt, fein preußischer Unterthan ist, war für die„ unabhängigen" preußischen Richter kein Hinfeine„ fránfen Nerven", und spielt mit seiner Taschenverfass derniß. fung", mit " " Bernhard Fischer hat gesprochen und allem Anschein nicht gelogen. Er stellt sich selbst mit rührender Offenherzigso nannte er die Nordbundsverfassung, wie man Spielzeugen zu spielen pflegt. Wir erwähnten bereits des hordbündlerischen Defizite. Es beläuft sich auf die Kleinigkeit als einen Jammermenschen hin, aber einen absichtlichen feit on 2,700,000 Thlr.. und diese Summe soll durch MaEigentlich widerstreitet das der Taschenverfassung", welche in§. 70 ausdrücklich festVerrath habe er nicht begangen. Ein Brief an Graf Platen, zu dem er in keinem anderen Verhältniß gestanden als dem des hungrigen Bänkelsängers zum futterreichenden Brodherrn, fcht, daß Matrifularumlagen nur zur Höhe des budgetmäßi- sei auf der preußischen Post weggestiebert, und so die famofe gen Betrage ausgeschrieben werden" dürfen; doch das ist ja haussuchung veranlaßt worden. Die Unterzeichnung des Prober " Nußen einer Taschenverfassung", daß man sie nur zu bes folgen braucht, wenn es Einem gut dünft; und so müssen die Ginzelstaaten denn bezahlen. Das Schönste ist, die betreffende Dentichrift des Bundeskanzlers trägt das Datum des 6. Juni, tokolls habe man ihm durch die brutalste Gewalt abgezwun= gen. Wenn wir bedenken, wie blamabel diese neueste Stieberiade für ihre mittelbaren und unmittelbaren Urheber ist, so fönnen wir uns der Vermuthung nicht erwehren, daß Graf Platen der ein ganz feiner Kopf sein soll dem stumpfgewordenen Stieber eine Schlinge gelegt hat, in welche dieser auch plump hineingetappt ist. Das Projekt eines militärischen Südbunds, dessen wir vor 8 Tagen erwähnten, ist, wie sich nachträglich herausstellt, in Berlin angefertigt worden. Es ist darnach. Die würtembergischen Wahlen sind der Volkssache günstig ausgefallen. Das Resultat ist: Bolkspartei: bereits gewählt 25, sichere Ergänzungswahlen 3, wahrscheinliche Nachwahlen 5; zusammen 33. Stimm zahl 81,200. Großdeutsche: gewählt 12, sichere Ergänzungswahlen 2, wahrscheinliche Nachwahl 1; zusammen 15. Stimmzahl 40,500. Regierungspartei: gewählt 13, unsichere Ergänzungswahl 1. unsichere Nachwahl 1; zusammen 13, vielleicht 14. Stimmzahl 56,600. Rationalliberale: gewählt 8, ziemlich sichere Ergänzungswahl 1, unsichere Nachwahlen 3; zusammen etwa 9. Stimmzahl 30,600. Die Volkspartei und die Großdeutschen werden also zu sammen unter den 70 gewählten Vertretern ungefähr 48 Stimmen zählen. Allerdings fißen in der Kammer noch 23 Brivilegirte, die nicht vom Volk gewählt zu werden brauchen; allein auch wenn diese ohne Ausnahme mit der Regierung und diese mit den Nationalliberalen ginge, würden die vereinigten Demokraten und Großdeutschen noch die Majorität bilden. Eine weitere Verpreußung mit Hülfe der Kammer ist sonach nicht mehr zu befürchten. Jedenfalls hat die Regierung mit ihrem Schaufelsystem eine schwere Niederlage erlitten; und 226 hier b über Steuerbedrückung, Militärlast, Unsicherheit, Noth lassen sie's sich verdrehen in die lockendsten Schilderungen. Was dort anerkannte Wahrheit ist seit Jahren, hier lassen sie sich fälschen in Lüge. Was in Frankreich, in der Schweiz, aut allen Versammlungen und Congressen, von den fleißigsten Forschern bis zu den gefeiertsten Namen der europäischen De mokratie hinauf verdammt wird als die Geißel der Nationen als der Fluch der Menschheit, woran Desterreich fast ver blutet ist woran Frankreich von Milliarde zu Milliarde verkommt worunter Italien leidet bis zur Zerrüttung, das lassen unsere Arbeiter sich aufschwaßen als Heil und Sege dafür sich verleiten, ihre Stimme herzugeben, ihr Recht zu vers geuden! In der That, so frech das Gebahren deren ist, die i ernst solcher Weise das Vertrauen der Arbeiter mißbrauchen, so ern lich ist den Arbeitern selbst ins Gewissen zu reden, die dod nur ihre guten fünf Sinne zusammenzunehmen brauchen, u den Unsinn zu durchschauen, den man ihnen vormacht." Wir stimmen der ,, Demokr. Corresp." vollständig bei; n hätte sie ihre Vorwürfe nicht gegen die sämmtlichen Arbeiter b Süddeutschlands richten sollen. Der Ausfall der lezten Zo parlamentswahlen und jeßt der würtembergischen Kamme wahlen hat bewiesen, daß nur eine kleine Minorität der Ar beiter mit den ,, Nationalliberalen" geht. Und sollten an de Berblendung dieser Minorität unsere süddeutschen Freunde vo der Volkspartei so ganz unschuldig sein? Der Schlechte Gesellschaft verdirbt gute Sitten. Ein würte bergischer Offizier, der nach längerem Aufenthalt in Preußen in seine Heimath zurückkehrte, ließ dort einen Soldaten in de Bock spannen. Darob große Erbitterung unter den wür was die Nationalliberalen anbelangt, so haben sie zwar einige tembergischen Soldaten und Offizieren, und natürlich and b Candidaten durchgebracht, während sie bei der Zollparlamentswahl überall geschlagen wurden, aber wenn wir die Zahlen der damals und der jetzt für sie abgegebenen Stimmen vergleichen, so ergiebt sich eine Abnahme ihres Einflusses. Bei den Zollparlamentswahlen hatten die„ Bettelpreußen" nämlich 45,000 Stimmen gegen 154,000; bei der soeben beendigten Kammerwahl bloß 30,600 gegen 180,000. Leider hat es sich auch bei diesen Wahlen wieder gezeigt, daß ein Theil der würtembergischen Arbeiter sich von den Nationalliberalen ins Schlepptau nehmen läßt. Mit Bezug hierauf schreibt die ,, demokratische Correspondenz":„ Wenn irgend eine Klasse der Bevölkerung gegen den Gäsarismus sich stellen sollte, so wären's die Arbeiter. Wenn gegen die Ueberbürdung mit Steuern, die der Cäsarismus mit sich bringt, irgend Jemand sich stemmen sollte mit Hand und Fuß, so wären's die, denen er's am fauererworbenen Groschen abzwackt. Wenn gegen den Wahnfinn des Militarismus irgendwo erbitterte Feindschaft bestehen sollte, so wär's bei denen, die er um ihre besten Jahre bringt, die er mit seinen Forderungen an ihre Person, ihre Zeit, ihre Ersparnisse in der Gründung eines selbstständigen Haushalts und Geschäftes stört, denen er also gerade in der entscheidendsten und schwersten Zeit ihrer Eristenz, Gegenwart und Zufunft verbittert. Wenn gegen das Verbrechen einer Politik, die auf Krieg sich stüßt und immer wieder auf Krieg hinauskommt, irgend wer den heiligen Kampf der Gesittung und des Friedens führen solite, die Arbeiter wären's, die zum guten Theil mit ihren Leibern ins Feld müssen und allesammt von den Störungen der Rüstungen und Kriegsereignisse und Nachwirkungen am allermeisten leiden. Und doch was sehen wir? Wie verblendet stehen die Arbeiter gerade hier in Süddeutschland unter dem Bann des großpreußischen Programms; wie die Kinder lassen sie sich beschwäßen für die Bismärckerei. unter dem Publikum. Das Wiener Schüßen comite hat sich einschüchter lassen und den Beschluß gefaßt, keine irgend verfänglichen übers Toaste und Reden zu dulden! Betritt irgend ein Redner botenes Gebiet, so soll ein Trommelwirbel seine Stimme täuben! Schade nur, daß durch dieses sinnreiche Auskunft mittel die Thatsache nicht beseitigt wird, daß das deutsche Bolt in der Hauptstadt des nach großpreußischer Weltanschauung nicht zu Deutschland gehörigen Desterreich ein deutsches Natio nalfest feiert. In Frankreich fortwährend heftige Budgetdebatten. Das neue Preßgesez wurde nicht mit Unrecht als Maufefalle bezeichnet. Der„ Electeur", ein vor Kurzem gegründetes kratisches Blatt, hat es empfinden müssen, indem es für Demo einen sehr mäßigen Artikel über die bevorstehenden Wahlen 10,500 Francs Strafe zu zahlen hat. Ein Spaßvogel meint, dat Kaiserreich wolle seinen zerrütteten Finanzen durch preßgefe liche Schröpfung der Zeitungen auf die Beine helfen. Die spanische Revolution ist noch nicht ausgebro chen; die verhafteten Generale sind nach den kanarischen feln deportirt worden, und Gonzales Bravo versucht in den Sporenstiefeln des Narvaez weiter zu marſchiren. Nun Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Det Thron der tugendhaften Isabelle ruht auf der Spike det wenigstens hat man ein paar Regimenter als unzuverlägig Bayonnette, und die Bayonnette fangen an zu aus Madrid entfernen müssen. wanfen, In Triest fand dieser Tage eine eigenthümliche Demon stration statt; unter dem Ruf: Nieder mit Pius dem Neunten, Es lebe Desterreich! Es lebe Garibaldi! Es lebe Ita lien! wurde das Wappen des päpstlichen Confuls abgeriffen f und den Capuzinern ein tüchtiger Schreck eingejagt. Das Bolt Was Norddeutschland einmüthig an Beschwerden erschallen läßt zerstreute sich, ohne daß es zu einem Zusammenstoß mit bet Se fe t d b ften Ten Der arde jeu соф das 227 lige die genannte Dame, und als deren augenblicklicher Papst Herr Dr. Frizz Mende kürzlich ausgerufen worden ist. Herr Försterling soll bei der Unkenntniß der dortigen Arbeiter über die Firma, für die er wühlt, keine schlechten Geschäfte gemacht und in Folge dessen versprochen haben, bald wieder zu kommen. Ihm in diesem Falle einen würdigen Empfang zu bes reiten, ist Sache der demokratischen Partei. Wir ersuchen deshalb unsere Freunde, uns alsdann sofort Nachricht zufommen zu lassen, damit eins der Ausschußmitglieder der Volks. partei im Stande ist, das Amt des Oberceremonienmeisters bei dieser Gelegenheit zu üben. Für Haßfeldt- Bismarck'sche Agitationen mag man sich anderswo als in Sachsen ein Feld suchen. hier bewaffneten Macht gekommen wäre. Unstreitig ist es das erste Bas Mal, daß dieselben Kehlen Desterreich gleichzeitig mit Italien hund Garibaldi haben Hoch leben lassen und noch dazu in auf Stalienischer Zunge! Sind die Triestiner auch keine Italiener, so haben sie doch zum großen Theil italienische Sympathien, De und wir können die Demonstration als einen Beweis dafür betrachten, daß der Bruch Desterreichs mit der Bapstgewalt, dem Hauptfeind Italiens, in dem Italienischen Bolksgemüth einen Umschwung zu Gunsten Desterreichs hervorgebracht hat. Für das Bismarc'sche Preußen liegt in diesem Umschwung etwas sehr Bedenkliches, und da es durch die Macht der Verhältnisse wer gezwungen ist, sich dem Papstthum zu nähern, so dürfte die preußisch- italienische Allianz, für die einige einflußreiche Mitin glieder der italienischen Regierung sowie der Aktionspartei durch Angebot von Triest und Trient gewonnen wor den find, auf bedeutende Schwierigkeiten stoßen. In dieser Hinsicht werden auch einige gehässige Bemerkungen, die der preußische Generalstabsbericht über den Feldzug von 1866 gegen die italienische Kriegführung bringt, ihre Wirkung nicht itet berfehlen; sie haben bereits eine Interpellation des Generals La a Marmora in der italienischen Kammer zur Folge gehabt. Daß die Aktionspartei in Rom dem dortigen preußischen Gesandten, von Arnim, um seine Fürbitte bei dem König Wilhelm ersuchte, wird ihr wenig nüßen, sintemalen König Wilhem in Deutschland den katholischen Klerus braucht, und ihm soeben die Conzession gemacht hat, einen katholischen Areeebischof zu ernennen. Nicht besser begründet sind die Hoffnungen, welche die italienischen Preußenfreunde an die demnächstige Zusammenkunft Ratazzi's mit„ preußischen Notabilitaten" in Eme knüpfen; Ratazzi hält die italienische Aktionspartei seit Jahren nur zum Narren, und zieht sie zum VorBen யல் hen ver ber Bolt Lung tio alle men nur Coll net Ar Der theil man aber feines Geldlieferanten und Verwandten( zur Linken) Napoleon an der Nase herum. Auf die italienische Allianz wird unter den obwaltenden Umständen in Preußen verzichten müssen. Bleibt blos die russische Allianz, der man dafür auch Alles opfert. Die Grenzchikanen und Mißhand lungen preußischer Unterthanen Seitens der Russen werden häufiger und frecher, ohne daß der jüngste Großstaat', immer " nur mit den Wimpern zuckte. Geht nicht nach Rußland" so lautet der tapfre Rath, den das Leibblatt des stolzen Gra fen Bismarc den Siegern von Sadowa ertheilt. Bereinigten Staaten von Nordamerika hat endlich einen Präsidentschaftscandidaten in der Person Seymour's, des ehemaligen Gouverneurs von New- York, gefunden. Sonderbareraauptpunkt, insofern er für die volle Zahlung der NationalSchuld ist. Die Demokraten gestehen sich übrigens selbst, daß ihr Gandidat feine Aussicht hat. Grant wird gewählt werden. Die demokratische Partei( Freunde der Sklaverei) in den Der Der en ta en! olt Det 500 weife mißbilligt er das demokratische Programm in Einem Bir theilen heute die Rede mit, welche der SchleswigHolsteinische Zimmermann Lübkert auf der Berliner Bolfs Aus den Arbeitervereinen. Die Nr. 13 der deutschen Arbeiterhalle enthält unter an deren folgende Bekanntmachungen des Vororts Leipzig, Vorfigender A. Bebel. Nachdem bei der Wahl des Ortes für den nächsten Vereinstag Nürnberg mit großer Majorität gewählt worden ist, hat der Vorort beschlossen den Vereinstag daselbst am 5., 6. u. 7. September dieses Jahres abzuhalten und zwar soll die Vorversammlung Sonnabend den 5. Sept. Abends im Saale des Arbeitervereins( Tegelgasse), die Hauptversammlun gen am Sonntag und Montag im großen Saale des Rathhauses stattfinden. Für Freiquartier der Deputirten hat das Lokalcomite zu sorgen übernommen, doch ist es nothwendig, daß die Anmeldungen hierfür möglichst frühzeitig bei dem Borsißenden des Lokal- Comite's, Herrn Carl Kögner in Nürnberg erfolgen. In der Vorversammlung soll die definitive Festsetzung der Tagesordnung, Wahl des Bureaus und Wahl einer Prüfungscommission für die Geschäfte des Vororts vorgenommen werden. Die vorläufig festgesezte Tagesordnung für die Hauptversammlungen ist folgende: 1) Geschäftsbericht des Vororts. 2) Programmfrage. Referent: R. Schweichel, Leipzig. 3) Indirekte Steuern. Referent: K. Krebs, Berlin. 4) Wehrfrage. Referent: A. Bebel, Leipzig. 5) Altersversorgungskassen. Referent: Sonnemann, Frankfurt a. M. 6) Krankenunterstüßungskassen. Referent: Germann, Leipzig. 7) Wanderunterstügungskassen. Referent: Eichelsdörfer, Mannheim. 8) Genossenschaftswesen. Referent: Ed. Pfeiffer, Stuttgart. 9) Vertheilung des Reingewinne an die Arbeiter. Referent: Sonnemann, Frankfurt a. M. 10) Bericht der Prüfungscommission. 11) Neuwahl des Präsidenten, resp. des Vororts. Zu Punkt 2 der Tagesordnung hat der Arbeiter- Bild.- Verein Dresden den Antrag gestellt: Programm und Organisation der Internationalen Arbeiter Association anzunehmen und sich bersammlung vom 14. Mai hielt, und welche bei den Fort dieser, unter Beibehaltung der bisherigen Fortbildungsbestres Schrittlern solchen Anstoß erregte, weil die Handlungsweise diefer Bartei im Allgemeinen und des„ edlen" Walded im Be fondren beim rechten Namen genannt war. Aus Hohenstein- Ernstthal wird uns die Mittheilung gemacht, daß Herr Försterling als Agent der Frau Gräfin Haß feldt am legten Sonnabend in Lungwig eine Versammlung abgehalten und dort Mitglieder für diejenige Fraktion des allBemeinen deutschen Arbeitervereins geworben, deren Schutzhei bungen, anzuschließen. Damit die Vereine über die Tragweite des Dresdner Antrags sich unterrichten können, will der Vorort Programm und Organisationsplan der Internat. Arb.- Assoziation wie das von ihm entworfene Programm in den nächsten Nummern der deutschen Arbeiterhalle veröffentlichen. In Ehrenfriedersdorf( Sachsen) ist ein neuer Ar beiterverein gegründet worden, Borsißender ist O. Leßig. 228 Auf der Landesversammlung der badischen Arbeiterbildungs- Vereine in Offenburg am 12. d. M. wurde der Antrag gestellt, aus dem Verband der deutschen Arbeiter- Vereine auszuscheiden, weil derselbe zu demokratisch sei. Der Antrag wurde aber abgelehnt. Dafür stimmten nur: Karlsruhe, Offenburg, Waldshut und Lahr. Dagegen: Mannheim, Frei burg, Pforzheim, Oberkirch, Möllheim, Staufen, Emmendin gen und Furtwangen.( Wenn die nationalliberalen Vereine noch vor der Entscheidung in Nürnberg das Hasenpanier er= greifen und austreten, dann haben die demokratisch gesinnten Vereine recht leichte Arbeit. Anm. d. Red.) ein d apa Zerrüttung, die Beamten sind derartig demoralisirt, daß fie vinger den Verbrechern gemeinschaftliche Sache machen. Sie fi feiner unter die Steuerdefraudanten und Falschmünzer gegangen, un mit die Wächter der öffentlichen Ordnung gestatten den Mörde zu th am hellen Tage in den Straßen volfreicher Städte ihre Dp das niederzustoßen. Es giebt keinen Schuß weder der Person no Ghre des Eigenthums mehr. Die Gommunen warten seit acht Jahr Defte vergebens auf die Berathung der freien Gemeideverfaffung franc welche auf dem Tische des Parlaments schlummert. Ihre e begeb zige Errungenschaft besteht in dem Rechte, die Steuern, weld für die Regierung beschließt, nach ihrem eigenen Ermessen auf ih Mitglieder umzulegen; aber sie muß solidarisch für die diftirte Summe haften. Selbst das freie Versammlungered mußt besteht nicht mehr. Das Parlament hat der Regierum das Recht bewilligt, alle sozialistischen" Vereine aufzulösen Da aber alle Politik in ihrem Kern sozialistisch ist, so ist mit der Regierung die Ermächtigung ertheilt worden, jedes er d Verein zu vernichten, dessen Politik ihr nicht behagt. So denn thatsächlich der einzige freie Bürger des einigen Italien Die Erklärung der drei Vereine von Nürnberg, Fürth und Schwabach( s. Nr. 27 dieses Blattes) gegen Zulassung der Programmfrage auf dem nächsten Vereinstag hat auch den Geraer Arbeiter Verein nicht ruhig schlafen lassen. Der Vorfizende jenes Vereins, Schriftsteller Karl Wartenburg, 1848 Demofrat, jest National- Liberaler, veröffentlicht in der ,, Deutschen Allg. Zeitung" über die Vorgänge dort einen Bericht. Danach will der Geraer Verein nicht nur von der Programmfrage nichts wissen, sondern auch die Frage der indirekten Steuern und die Wehrfrage von der Tagesordnung abgesezt sehen, d. h. es sollen alle Fragen, bei denen die Politik und Prinzipien ins Spiel fommen, einfach todtgeschwiegen werden. Wir begreifen die Abneigung dieser Führer" vor Debatten, die zu ihrer Entlarvung führen müssen; wir hoffen aber, daß die Mehrzahl der Arbeiter Vereine sich durch solche Erwägungen nicht abhalten läßt. Fragen zu discutiren, die aufs Tiefste ihre Interessen berühren. Das von uns kürzlich empfohlene Schriftchen: ,, Anleitung zur Geschäftsführung der Consum- Vereine" ist für den geringen Preis von 2 Ngr. zu beziehen vom Leipziger Consum- Verein" in Leipzig. Derselbe bittet den Betrag bei der Bestellung in Briefmarken beizufügen, um dem Besteller unnöthige Portospesen zu ersparen. Italiens Einheit und Freiheit. I. nur noch der Räuber und Mörder. er ni Als ant Arm vert liene den Rap in Berb bat tione felbe Geg tonn Dies der Zustand des heutigen Italiens. Welche Schu dafür auch die Regierung trifft; sie ist nicht die allein Sch dige. Sie hat so gut ihre Maulwürfe und Todtengräber funden, wie Bismarck. Der Unterschied ist nur der, daß Deutschland diese Rolle die Bourgeoisie übernommen während sie in Italien von der Demokratie, von der Aftion partei durchgeführt wird. Wie Morig Arndt in Deutschland, so hat Mazzini in die und einge cingi eilt. Der Bon dem erblichen Ehrgeiz seiner Familie geſtachelt uni ungewarnt durch das Geschick seines Vaters, der diesem Ehrge ruhmlos zum Opfer gefallen war, hatte sich Viktor Emanu auf das Versprechen Napoleons, in Italien seine Hausma vergrößern zu dürfen, zur Theilnahme an dem Krimfriege be wegen lassen. Als dann Napoleon durch die Bomben Drini daran gemahnt wurde, daß auch die italienische Demokrati Früchte seines Verbrechens vom 2. Dezember in einiger Rube niedergeworfen werden müßte wie die französische, wenn er di genießen wollte, schien für Viktor Emanuel der Augenblick g gekommen, seine Vergrößerungspläne ins Werk zu sehen. Da ein schnelles und plögliches Ende. Hatten der Sardenfön und Cavour wirklich erwartet, daß ihnen Napoleon gan Italien zum Geschenk machen würde? Nun, dann vergaße Frieden von Villafranca machte indessen dem Kriege von 1859 bon Italien den Gedanken der Einbeit des Vaterlandes entzündet. fie, daß fein Herrscher Frankreiche, und auch Napoleon night Dicéseits wie jenseits der Alpen hat sich eine ehrgeizige Regierung dieses Gedankens bemächtigt, und beide arbeiten un ablässig daran, ihn auszubeuten. Hier wie dort predigt man eifrig den Glauben, daß die Freiheit aus der Einbeit erblühen werde. Italien bat vor Deutschland einen Vorsprung von beinahe zehn Jahren voraus. Viktor Emanuel ist der Tradition seines Hauses, man müsse Italien wie eine Artischocke blattweise verspeisen, bis auf Rom nachgekommen; sehen mir, was nach welt den Spre idhaf Rad Gin Gar fant Bitt Der Der fen wur gefa gestatten durfte, daß sich ein monarchischer Centralstaat 22 Millionen Einwohnern, ein Militärstaat, der ein Heer pon 600,000 Mann und die entsprechende Zahl von Panzerfte gatten aufzubringen im Stande wäre, an seiner Grenze richtete. Zudem erinnerte sie daran der Umstand, daß Napo leon feit 1848, wo er die römische Republif niet ergeworfen hatte, die Hauptstadt des Kirchenstaate militärisch befest biell Der Friede von Billafranca ließ den König Ebrenmann unterdessen aus der Freiheit geworden ist! Folgerichtig hätte eingeflemmt zwischen dem beißen Freiheitsdrang der Italiener und seiner eigenen ungefättigten Ländergier. Wäre es ihm Ernst mit der Freiheit gewesen, so hätte er vielleicht die Be friedigung seines Appetite vertagen können, bis ich wieder nicht nur nicht entwidelt, sondern find immer tiefer berabge auszustreden. Wahrscheinlich aber hätte, ihm die Freibeit Reape eine günstige politische Constellation bot, seine Hände weite und den Kirchenstaat mühelos in den Schooß geworfen. Wann hätten es jedoch die Fürsten mit der Freiheit redlich gemeint! Noch immer ist Alles, was sie im Augenblicke der Noth den Völkern verheißen und gewährt haben, nach überstandener fahr zurückgenommen worden. Viktor Emanuel fonnte um mit jedem Schritte, den die Einheit vorwärts that, auch die Freiheit wachsen und sich fräftigen müssen. Warum zeigt sich denn das gerade Gegentheil? Handel und Industrie haben sich in Italien seit 1859 stiegen und liegen heute völlig darnieder. Trop des Friedens und trotz der eingezogenen Kirchengüter steht der Einheitsstaat am Vorabend des Bankrotts, und ist die Steuerlast des Bolks bis zur Unerträglichkeit gewachsen. Neue Arten von Steuern, wie die Mahl- und Schlachtsteuer, an deren Beseiti gung anderwärts überall gearbeitet wird, baben sich zu den Ge alten gesellt. Die Staatsmaschine befindet sich in vollständiger Savoyen auf der Seele lag. Sobald die Abtretung diefer Bro To n rung font role Afti eing Leid Bei meld jei Den ib 229 vinzen an Frankreich bekannt wurde, hätte die Volksbewegung fileinen Purpur in Feßen gerissen. So schloß er das Bündniß un mit der Revolution, aber ohne die Verantwortlichkeit mit ihr rde zu theilen. Er drückte die Augen zu, und Garibaldi eroberte Opidas Königreich Italien. Man kann diesem Streich des Königs no Ehrenmann nicht das Lob schlauer Berechnung vorenthalten. ahr Desterreich hatte sich nämlich durch den Vertrag von Villaun franca jeder Einmischung in die italienischen Angelegenheiten ein begeben, und in Frankreich gingen die Wogen der Begeisterung weld für den revolutionären Handstreich Garibaldi's so hoch, daß ib Napoleon die Annexion Neapels geschehen lassen mußte, wollte ier nicht den Feuerbrand in das eigene Reich schleudern. Er red mußte sich damit begnügen, eine Flotte nach Gaeta zu schicken, um den vertriebenen König Franz in Eicherheit zu bringen. öfels aber dann auch die Bewegung im Kirchenstaate ausbrach, deantwortete Napoleon auf die Einnahme von Ancona, indem er die Garnison, die er bisher in Rom gehalten, zu einer Urmee anschwellen ließ. Graf Cavour muß diesen Wink wohl verstanden haben; denn die Erkenntniß, daß die Einheit Ita liens auf dem Wege der Handstreiche nicht fertig gebracht wer huden könne, und die Unmöglichkeit, den Preis zu zahlen, den Napoleon für Benedig forderte, brachen ihm das Herz. jeden o i Tien dul bat one un Mit der Eroberung des Königreichs Neapel beginnt das Verbrechen der demokratischen Partei, das Verbrechen der Aftionspartei an der Freiheit. Bis dahin konnte sie sich in dem felben Irrthum befinden, wie Deutschland im Jahre 1813. Gegen den furchtbaren Druck fremder Herrscher kämpfend, fonnte sie für die Freiheit zu streiten glauben, indem sie für die Einheit im Interesse der piemontesischen Monarchie focht und starb. Aber von dem Tage an, als Garibaldi in Neapel einzog, war dieser Irrthum nicht mehr möglich. Mazzini, der einzig flare Kopf, welchen Italien befißt, war nach Neapel geeilt. Er forderte von Garibaldi, daß er die Freiheit dekretire. Warnung. Tas Handelshaus J. E. Godefroy und Söhne in Hamburg hat mit der Republik Chile einen Lieferungsvertrag über deutsches Menschenfleisch abgeschlossen. An der Grenze von Chile befindet sich das Gebiet der Araukaner, eines wilden, kriegerischen und zahlreichen Indianerstammes, dem die Regierung der Republik tributflüchtig ist. Die Regierung beabsichtigt nun, zwischen der Republik und dem Indianergebiet eine Art von Militärgrenze" zu errichten und dazu sollen deutsche Auswanderer benutzt werden, deren Lieferung das Hamburger Handelshaus übernommen hat, da die Chilenen selbst keine Lust verspüren, sich von den Araukanern abschlachten zu lassen. Die bereits angeworbene Avantgarde der zur Auswanderung verführten Deutschen foll aus 400 Seelen bestehen und die Godefroy's liefern die Schiffe dazu. Anfangs beabsichtigte Chile, eine Negerfolonie auf der Grenze zu errichten; aber die Schwarzen bedankten sich, und so muß der„, deutsche Michel" auf die Schlachtbank. Als Trost wird den Uebertölpelten gesagt, daß die Araukaner ihren Feinden nicht die Kopfhaut abziehen, sondern sich damit begnügen, sie einfach todtzuschießen. Der Bismarc'sche Einheitsstaat aber läßt über diesem Menschenhandel, der die fürstliche Seelenverkäuferei des vorigen Jahrhunderts weit überbietet, stolz die schwarz- weißrothe Flagge wehen. Glück auf nach Araufanien! Zur Charakteristik der gegenwärtigen Theuerung und Geschäftsstockung. III. Auf die unter obiger Ueberschrift in Nr. 11, 12 und 19 enthaltenen 2 Artikel sind wir den geneigten Lesern dieses Plattes zur Vervollständigung dieser Charakteristik noch einige nach sich ziehen, mußte von den Schultern des Papstes den weltlichen Purpur reißen, mußte sein Echo in Desterreich fin- welche sich uns nach unserer Ansicht zur Milderung des obigen rges nud adt be fini ratie Rube DI 859 nig gang Ben icht von Don fre apo fen H ibm edet apel Dell Gr weitere Ausführungen schuldig in Betref der Mittel und Wege, bieten. Unterscheiden sich die Menschen von Natur schon sehr sprengen. Auf dem Wege der Einheit zur allgemeinen Knecht schaft, indem man in den Händen Viktor Emanuel's alle Rachtmittel concentrirte; oder auf dem Wege der Freiheit zur durch die Verschiedenheit ihrer förperlichen und geistigen AnEinheit: das war die Wahl, welche Mazzini Italien stellte. lagen und Fähigkeiten von einander, so wird ein solcher Garibaldi antwortete mit der Ausweisung Mazzini's. Garibaldi Unterschied noch durch die in ungleichem Maße über die Menjanttionirte im Namen der Aktionspartei das Bündniß, welches schen vertheilten irdischen Glücksgüter verschärft, so daß sich Bittor Emanuel ohne jede Verpflichtung von seiner Seite mit verschiedene Lebensstellungen, Stände und Berufsklassen unter der Revolution eingegangen war. Garibaldi legte die Diftatur ihnen herausbilden mußten. In volkswirthschaftlicher Hinsicht fen brauche, damit sie ihr Löwenhaupt erhebe. Die Freiheit cirenden Volksklassen noch in unternehmende und der Revolution in dem Wahne nieder, daß er ihr nur zu ruwurde schlafen geschickt, bis es der Gnade Viktor Emanuel's arbeitende. Diesen Gegenfaz auszugleichen ist namentlich gefallen würde, sie zu wecken, d. h. bis das Szepter Savoyens auf der leẞtern Seite der Hauptcharakterzug aller Bestrebungen so weit reicht, als die italienische Zunge flingt. unterscheiden sich die im engern Sinne des Wortés produder Gegenwart, gegründet auf die Hoffnung, in unternehmenrungen ist, für die Aktionspartei nicht bloß noch um Rom, besser gestellt und weniger den Wechselfällen des Lebens zum sondern jetzt auch um Triest und die italienischen Theile Ty- Nachtheil für die eigene individuelle Entwickelung preisgegeben role und der Schweiz. Das ist natürlich, denn nachdem die Aftionépartei einmal der Einheit den Vortritt vor der Freiheit niß. Gelingt dies nun diesen arbeitenden Volksklassen nicht eingeräumt hatte, war ce der piemontesischen Diplomatie ein den soll. zu ſein als in einem abhängigen Arbeits- oder Dienstverhältwas ohne richtige Erkenntniß der modernen Geld- und Leichtes, fie mit Eroberungssucht anzufüllen und auf diese Creditwirthschaft und deren Folgen für das Allgemeine we Weise den Termin weiter und weiter hinauszuschieben, an welchem der Wechsel auf die Freiheit, der freilich nur in einem Zweideutigen Lächeln Viktor Emanuel's besteht, zahlbar wer nigstens noch sehr zweifelhaft ist so dürfen dieselben auch in politischer Hinsicht nicht sobald zur Freiheit, Abhängig feit und Geltung gelangen fönnen. Durch Vereinigung ihrer Mittel und Kräfte hoffen die arbeitenden Klassen gemeinschaftliche Unternehmer zu werden. Geld im heutigen Sinne des Wortes ist aber auch hierbei zur Zeit noch alleiniger stabiler Werthgegenstand und ausschließ liches Circulationsmittel, wenigstens müssen alle Ersatzmittel desselben auf Werth in Geld oder Courant lauten, so daß eine scheinbare Ueberproduktion, ein erschwertes Verkaufsgeschäft und eine geringere Rentabilität auch bei einem fabrikmäßigen Großbetrieb auf gemeinschaftliche Kosten eintreten müssen; denn wenn die Massen des Volkes als produktiv Vereinte auch bei größerer Kaufkraft ihren durch Antheil am Unternehmergewinn vermehrten Verdienst auf ihren Lebensunterhalt, zur weiteren Ausbildung und zur Ansammlung von Verbrauchswerthen, an denen Andere wieder Verdienst schon gefunden, verwenden werden und sich nicht durch Banken und Sparanstalten hiervon abbringen lassen wollten, während einzelne Fabrikherren oder größere Geschäftsunternehmer ihren Reingewinn zum überwiegenden Theil in„ Geld" erstreben, so können diese produktiv Vereinten doch auch nicht hindern, daß der an ihren Produkten erzielte Gewinn des Zwischenhändlers zwischen Producenten und Consumenten in Geld angelegt oder, aus Zahlungsver bindlichkeiten Anderer entstehend, seiner Zeit in Geld eingefordert wird. Nicht dadurch, daß einzelne Unternehmer großen Gewinn machen und Capital im weiteren Sinn des Wortes ansammeln, müssen sie zu Unterdrückern werden, auch wenn es ihren Arbeitern dabei nicht immer gelingt, eine sorgenfreie Existenz sich zu schaffen; aber fragen wir uns einmal ernstlich, auf welche Weise wir alle diese Zwischenhändler glauben befriedigen zu können, wenn sie einmal nur einen geringen Theil der durch Handel mit Arbeitsprodukten der Genossenschaften erworbenen Summen baaren Geldes verlangen wollten, auf welche sie kraft ihrer Wechsel und Forderungen mit Recht Anspruch machen können? Wer zählt diese Summen? Trägt nicht gerade der flotteste Geschäftsgang auch bei Produktivgenossenschaften in ihrer gegenwärtigen Berfassung den Keim zur Geschäftsstockung in sich? Muß nicht durch den Willen Einzelner, durch Entziehung des unentbehrlichen, einzigen Zahlmittels, des Metallgeldes, auch die Thätigkeit der Genossenschaften sofort ins Stocken gebracht werden können? Mug nicht ein ganzes Volk bei solchen Verpflichtungen weit eher auf die Straße gesetzt werden können, als daß es nur einen geringen Theil dieser Summen aufbringen könnte? ( Schluß folgt.) Auswanderer- Angelegenheiten. ( Amtlicher Bericht der Auswanderungskommiffäre zu Newyork). Jm Jabre 1867 landeten in Newyork 301,326 Personen, darunter 58,595 Jrländer. Auswanderer kamen an: im Jahre 1857 1858. 1859 183,773 • 78,599 79,322 105,162 65,539 76,306 1860 1861. 1862. 1863. 156,844 1864. 182,296 1865. 196,352 1866. 233,418 1867. 242,731. Von den 242,731 Auswanderern des Jahres 1867 famen 117,591 ( 48,888 pt.) aus Deutschland. 65,134 aus Jrland, 33,712 aus England, 6,315 aus Schottland, 4,843 aus Schweden, 3,985 aus der Schweiz, 3,204 aus Frankreich, 2,156 aus Holland, 1,623 aus Belgien, 1,372 aus Dänemark, 1,032 aus Italien, die übrigen aus verschiedenen Ländern. Wir entnehmen dem ausführlichen und höchst interessanten Berichte der Auswanderungskommissäre zu Newyork folgende Angaben Betreffs der Sterblichkeit unter den Reisenden der zweiten Kajüte, d. h. der ärmeren Klasse: 230 Auf Dampfbooten. Von Antwerpen 5425 Reisende, 47 Todesfälle( 0,866%) Bremen 33613 Glasgow 14672 Havre Liverpool 105762 fei 42 " " 22 " " 3819 11 " ( 0,122%) ( 0,151%) ( 0,288%) " Hamburg 21182 London 20 " " ( 0,064%) ESPER S Ge zu th Gr über Havre 8972 11 " " 102 " 1 " ( 0,123%) ( 0,093%) ich Auf Segelschiffen. ( 2,365%) Bremen Hamburg 22091 155 " ( 0,702%) " 9765 211 " " ( 2,161%) Havre 2831 15 " " ( 0,053 London 2508 9 " " Liverpool 8448 26 " " Rotterdam 666 36 Bon Antwerpen 1522 Reisende, 39 Todesfälle ( 0,359%) ( 0,308%) ( 5,405%) die Wie man sieht, haben die Antwerpener Dampfboote die größte Sterblichkeit; dann kommen Havre, Glasgow, London, Bremen, Liver pool, Hamburg. Von den Segelschiffen hatten die Rotterdamer größte Sterblichkeit mit mehr als 52%, dann kommt Antwer ven mit mehr als 23/ 10%, Hamburg mit mehr als 2/ 125% hierauf Bremen, Havre, London, Liverpool. bet also die Fahrt über Liverpool die günstigsten Gesundheitsver Im Ganzen hältnisse. Die bobe Sterblichkeit auf den Hamburger Schiffen auf Rechnung der Segelschiffe Lord Brougham und Leibniz stellen. Auf dem ersteren brach unterwegs die Cholera aus, und starben 75 von 300 Reisenden. Das Sloman'sche Schiff Leibnih verlor 108 von 544 Reisenden. Bekanntlich hat der legtere Fall die Aufmerksamkeit in Deutschland auf sich gezogen, und es ward in Ham burg eine Untersuchung angestellt, aus welcher selbstverständlich Her Sloman rein wie Gold hervorging, ganz so wie es der Vortheil des a burger Hafens verlangte. Ganz anders lautet der amtliche Bericht der Newyorker Auswanderungscommissäre. Man hatte ihnen anfangs gespiegelt, es sei die Cholera an Bord; es fand sich aber, daß dies dab wor Dal nichts weiter als eine Notblüge war. Als die Commissäre mit den Aerzten der deutschen Hilfsgesellschaft das Schiff besichtigten, war selbe schon zu wiederholten Walen gesäubert und ausgeräuchert den, und doch hatte man den Schmuß nicht ganz beseitigen fönnen. der an manchen Stellen auch die Wände bedeckte. Dr. Friedrich Ka ner, der das Schiff schon vor der Säuberung besichtigt, konnte fa eine Stelle finden, wo Füße und Hände sich nicht beschmußten. Schiff war lange nicht geräumig genug für die Anzahl der Auswan derer; deshalb hatte man den Kielraum für sie eingerichtet, aber mit der größten Nachlässigkeit, und ohne für Lufterneuerung die geringe Sorge zu tragen, so daß eine wahre Pesthöhle entstand, in die faum ein Strahl des Tages seinen Weg fand. Man hatte in diefen Raum faum brennen. In einer solchen Hölle waren 150 Personen fiebzig einige Laternen gehängt, aber wegen der verdorbenen Luft konnten fic Tage lang eingepfercht! Der Schmuß von dem oberen Raume fle herunter in den Menschenstall, in dem es kein Thier lange ausgehalten hätte. Für die gesammte Zahl der 544 Auswanderer gab es nur Aborte an Bord, und sie waren im gräßlichsten Zustand. Die armen Leute bekamen ungenügend und schlecht zu essen, und nur eine halbe schimmelt; die Butter war ranzig. Einmal in der Woche mußten Pinte Wassers täglich zu trinken. Der Zwieback war zum Theil ver Leute mit Häring statt Fleisches vorlieb nehmen. Sie wurden greb und schlecht behandelt, und auf die Kranken nahm man nicht mehr Rücksicht als auf die Gesunden. Wollte ein Kranker Bier oder Wein haben, so ließ ihn der Kapitän den dreifachen Preis dafür gablen Es war nicht einmal ein Arzt an Bord, und die mitgenommenen Arg neien waren schon nach 14 Tagen erschöpft. Es war also kein Wunder daß ein Fünftel der Auswanderer( meist am Typhus) zu Grunde ging 1867 auf 2 Schiffen des Hrn. Robert Sloman von 917 Reifenden Der Bericht der Kommissäre macht bemerklich, daß im Jahre 183 gestorben sind, also ein volles Fünftel.„ Es scheint", sagen fie ,, daß persönliche Rücksichten die Hamburger Behörden an einer that kräftigen Aufsicht über die Auswandererschiffe hindern. Solche Fälle vermehren den schlechten Ruf der Hamburger Linie". Jahr 1865 gingen 11,264 Reisende der zweiten Kajüte von Hamburg nach Newyork, davon starben 128 unterwegs, oder 1,14 pet.; Jahre 1866 von 14,335 Reisenden 387, oder 2,7 pet.! Nach folchen fich gleich bleibenden Erfahrungen braucht man sich nicht zu verwundern daß die Hamburger Behörden an der Handlungsweise des Herrn Re bert M. Sloman feinen Makel gefunden haben. die zm Der Bericht enthält noch ein Verzeichniß von europäischen Agen ten der amerikanischen Eisenbahngesellschaften, welche fich von den len lassen. Auf dieser schwarzen Liste stehen dreiundvierzig! Auswanderern mehr als die wirklichen Fabrpreise baben zah men von Agenten. Den 1. Play behauptet J. N. Faß in Havre i Na mit b 89 et m ge B be 2 et G 26 ge er D TU D de 3 bi b mers die er bet et Die err Der pie Den และ Dal mit afte fie 231 feinen Unteragenten, welche den Leuten im Ganzen 2,650 Dollars 83 Gents zu viel abnahmen. Dann folgen in der Reihe: Ehrmann zu Straßburg mit 198 D. 86 C., Rabus und Stoll in Mannheim mit 182 D. 54 C.. Heidloff in Paris mit 162 D. 41 C., Walther zu Kehl mit 153 D. 88 G. 2c. Die Auswanderungskomisjäre haben sich aber nicht begnügt, diese Grpressungen zu verzeichnen; sie baben Schritte gethan, um den Auswanderern die widerrechtlich abgenommenen Beträge wieder zu ver= schaffen, und es ist ihnen dies auch in den meisten Fällen gelungen. Weiße Sklaven. XV. Lugau, im Juli 1868. Die Statuten des Niederwürschnitzer Steinkohlenbauvereins zu Niederwürschnitz und ihre glänzenden Folgen. Ich lasse eine fleine Erläuterung vorhergehen. Das Werk wurde einige Jahre früher in dem Namen Christels Erben geführt, bis zum Jahr 1856, wo Herr Schnorr als technischer Beamter eintrat. Natürlich hatte schon eine Knappschaftskasse bestanden, und ganz wahrscheinlich ist selbige auch an den Berein übergegangen, aber von einem Statute hat Niemand twas zu besehen bekommen. Wenn Herr Schnorr auf die Statuten aufmerksam gemacht wurde, bekam man allemal zur Antwort:„ Es müssen erst neue Statuten gemacht werden, jetzt geht es noch nach den alten;" was sich bis 1864 verzog. Schon 1862 erwähnte Herr Schnorr mehrmals: Wenn nur erst die neuen Statuten aus dem Ministerium wieder da wären! Die Herren lassen uns recht lange warten." Was auch ganz wir glaubten, da das hohe Ministerium die Statuten so lange zur Einsicht gehabt, könnte doch kein Tadel daran sein. Aber leider hatten wir uns stark getäuscht; entweder haben die im Ministerium selbige gar nicht durchgegangen, oder haben sie für gut befunden( was ich aber bezweifle), oder es ging ihnen auch wie uns Arbeitern, sie fonnten die Rechnung nicht heraus bringen eins von den 3 muß doch sein.- Bald hätte ich vergessen, was die Hauptsache mit war; Schnorr erwähnte noch: Wer die Statuten nicht anerkennt, kann nicht hier in Arbeit bleiben." Das konnte er gut sagen, weil die Arbeiter zur Zeit dermaßen gedrückt waren, daß keiner gewagt hätte, nur ein Wort zu erwidern. Wir hatten die Statuten und haben sie auch heute noch. Ob die Herren, welche uns dazu behülflich waren, auch wer den beistehen, wenn wir selbige verwerfen? Anfangs glaubten wir wirklich: es ist nicht möglich, daß sie einem Invaliden die Pfennige auszahlen, es wäre doch eine Schande, aber es wurde statutengemäß verfahren. Ein gewisser Dostmann von Stollberg, den es zum Krüppel geschlagen hatte, bekam wöchentlich seine 37 oder 39 Pfennige baar und richtig ausgezahlt! Eine Frau, mit Namen Schönherr, deren Mann es auf selbigem Werke erschlug, bekam auch sta tutengemäß nebst ihrem unerzogenen Kinde- 2 Ngr. per welche Schmach! Als endlich Herr Schnorr sich Woche selbst auch schwach genug fühlte, in Pension zu treten, machte er zu den Statuten einen Nachtrag, welcher zwar für die Arbeiter etwas besser war, in dem er sich selber aber am besten bedacht hatte; denn sein Sprichwort war stets: erst komme ich, dann komme ich noch einmal, und dann noch einmal, nach richtig war, den erst 1864 im Frühjahr, bei naßfalter Witte- her kommt's auf mich an, wem ich etwas zukommen lasse." rung wurden selbige uns unter freiem Himmel proflamirt. Die Kälte von Außen, die Statuten von Innen brachten bei den Arbeitern so einen Frost hervor, daß das Zähneklappern deutlich zu hören war. Es wäre vielleicht noch schlimmer gewesen, wenn Einer verstanden hätte oder hätte berechnen fönnen, wie viel die Bruchtheile seiner Pension per Tag machen. Arbeitszeit bis zu 5 Jahren 0,05 seines Lohnes resp. Gehaltes als Penfion, sig leb ten " men Don 5-10 10-15 " 15-20 20-25 " the Jers die " rob 25-30 Tebr Bein Len. und darüber " 1 " 0,10 " 1 " " " " 1 " 0,15 " " " " " 1 " " 0,20 " " " " " " " 0,25 " " " 0,30 " " " " " " 1 " Wie soll ein Arbeiter, der von Kindheit an im Schweiß Schnorr war 1856 angetreten und 1865 ging er ab frank geworden in Folge der vielen Strapagen", das heißt er war in den 9 Jahren 8 bis 10 Mal eingefahren, und beim letzten Einfahren hatte er sich den ,, Rest vollen Gehalts", wie er es nannte, geholt. Er fuhr nämlich durch eine Strecke, welche in einem ganz schlechten Zustande war; das war jedoch selbstverständlich seine eigene Schuld, denn er hätte sie als erſter Betriebsbeamter bauen lassen müssen; das Versäumniß war um so strafbarer, als dieß die Verbindungsstrecke vom D- zum C- Schacht war. Selbige ist heute noch nicht gebaut, obgleich sie auch den Wetter- Kanal für beide Schächte bilden hilft. Jedenfalls hatte Schnorr nicht nöthig durchzufriechen, und Niemand hatte es nöthig, bis gebaut war. Also Schnorr wurde frank und mußte nach Karlsbad, um sich zu kuriren; die Badekur schlug aber sehr gut an, da er nach kurzer Zeit wieder zurückkommen fonnte. Hier mußte er sich gleich andere Beinkleider und Weste machen lassen, weil Technen? Das wird wohl Jeder wissen, daß in den Schulen, die vorher getragenen ihm viel zu weit geworden waren. Es dauerte nicht lange, so mußte er die alten Sachen wieder anund es ist wohl auch jetzt noch nicht besser geworden. Kurz, ziehen, denn die neuen waren ihm schon wieder zu enge. die Arbeiter verstanden das nicht; es bekam aber auch Nie- Selbstverständlich mußte er auch wieder nach Karlsbad, der mand eher Statuten, als bis Alle einzeln in die Faktorei legte Rest seiner Gesundheit" wurde dort erschöpft. er legte bestellt worden waren und dem Herrn Schnorr Handschlag seinen Dienst nieder, ging in Penfion und bezieht- 400 Thaler, auf die Statuten( die sie in Wirklichkeit noch gar nicht fannten!) gegeben hatten. ( rz det ing bre den fie Sat Fälle Im urg fid ern Re gen den ah Na mit wobei ihm seine frühere Anfahrzeit mitgerechnet wird! Wir aber müssen von jedem Thaler unseres schwer verdienten Lohns müßte ihm jeder Bissen im Halse stecken bleiben, wenn er daran denkt, daß es der armen Arbeiter Blut und Schweiß ist, was er aufzehrt. verständige erfuhren, wie elend wir dastanden. Noch muß ich gnügen in Dresden lebt, zu mästen. Man sollte meinen, es Run gingen und erst die Augen auf, da wir durch Sach- zwölf Pfennige abgeben, um den Mann, der jeßt zum Ber etwähnen, mit welchen Worten Schnorr und die Statuten mittheilte: 3hr Leute, die lang ersehnten Statuten sind da; wie sie sind, müssen wir sie nehmen. Ich kann nichts daran ändern und Sie können gleich gar nichts daran ändern.( Da er das Buch auf und zeigte uns das ministerielle L. S.) Das Ministerium hat sie genehmigt, also ist kein haar daran Schlug Ich kann mich noch nicht darein finden, daß das so sein muß. Erstens hat Schnorr die Statuten allein verfertigt; zweitene, wie fann die frühere Zeit gerechnet werden, indem zu ändern." Wir waren allerdings anfangs recht froh, weil doch die Kasse sich erst viel später gebildet hat, und er die 232 legten paar Jahre blos den vollen Beitrag gesteuert hat, denn die erste Zeit zahlte er blos auf 25 Thlr. das Büchsengeld? Die Sache fann nicht auf Recht beruhen, wir haben nicht länger Lust, so mit uns umspringen zu lassen; man stiehlt uns ja unser Eigenthum; was soll aus uns und aus unseren Frauen und Kindern werden? Ein Bergarbeiter. Aus England. London, den 13. Juli. in nen, zu einem Geldwerth von 5,830,370 Pfd. St.; im Jahre 1867 ein Krisenjahr 1,885,934 Tonnen zu einem Geldwerth von 15,126,912 Pfd. St. Der Werth der expor tirten Dampfmaschinen betrug 1851, 403,637 Pfd. St., an derer Maschinen 764,974 Pfd. St.; 1867, Dampfmaschinen 1,994,984 Pfd. St., andere Maschinen 2,968,928 Pfd. St. Die Gesammt Ausfuhr von britischen und irischen Brodukten und Waaren belief sich 1851 auf 74,448,722 Bfd. St.; die Ausfuhr der ersten fünf Monate des Jahres 1868 ist über 70,000,000 Pfd. St.; die des Krisenjahres 1867, 181,183,971 Pfd. St. Für Geld ist alles zu haben. Die Reform Liga hat er mittelt, daß in der, neulich im Londoner Stadthause abgehal tenen Versammlung zu Gunsten der Abschaffung der irischen Staatskirche nicht weniger als 450 gedungene Ruhestörer zu Sie standen unter dem Oberbefehl eines Herrn gegen waren. William Bennett, des Sekretärs der London and Westminster Workingmen's Constitutional Association, 4 Victoria Street, Westminster. Nach der beeidigten Aussage des Rottenführers von Lambeth wurde seine Rotte nach Schluß der Bersammlung mit Brod, Käse und Bier regalirt, aber als man sich nach Herrn Bennett umfah, um den Sünden- Sold- nicht den Tod, sondern eine halbe Krone( 25 Gr.) pr. Kopf Empfang zu nehmen, war er verschwunden. Am dritten Tage wurde er ausgespürt und das Geld pünktlich entrichtet. Die Liga citirte ihn vor das Polizeigericht; der Polizeirichter weigerte sich die Anflage im öffentlichen Gerichtshof zu hören, er vernahm die Anfläger in einem Privatzimmer und wies die Anflage wegen einer technischen Informalität zurück. Das Gesetz ist für Alle gleich", aber die Dolmetscher der Gesetze sind Vertreter besonderer Interessen, denen die Auslegung der Ges, feße angepaßt werden muß. Informalitäten werden nur nach Umständen berücksichtigt. Wo gegen widerspenstige Arbeiter Klage geführt wird, giebt es feine„ technische Informalitäten." " Per fei fo ru ter De Te be ib ter be the 253 ( U lei 和 ber Tei leg na Das Jahr 1851 ward in„ Economist" als eines der un vergleichlichsten Prosperitätsjahre beschrieben. Die Möglichkeit u cines Mangels an Arbeitern ängstigte die Herren des Geldsacks, das Parlament passirte ein Geseß, welches die Regierung er mächtigte, verurtheilte Verbrecher unter gewissen Bedingungen freizulassen, che sie die volle Zeit ihrer Gefängnisstrafe abgebüst nur um sie so schnell wie möglich den Kapitalisten wieder als Arbeiter zur Verfügung zu stellen. 1867 und 1868 allge meine Geschäftsstockung. Resultat der 16jährigen unerhörten Steigerung der Nachfrage, Erweiterung des Geschäftsbetriebe und Vermehrung der Produktion: 185,630 arbeitsfähige sonen sind gezwungen als Paupers ihr Dasein unter der stiefmütterlichen Obhut der öffentlichen Armenverwaltung zu fi sten: Tausende krüppeln sich fümmerlich durch mit Hülfe mildtha tiger Gaben; Tausende und aber Tausende müssen von ihren respet tiven Gewerbevereinen unterstügt werden, und die große Masse nagt am Hungertuche, wie der Abfall einer halben Million in den Steuern auf Verzehrgegenstände beweist. Und denno wird dem Arbeiter vorgeworfen, daß seine Unzufriedenheit nen andern Grund habe als bösen Willen und Unwissenheit. Ein Strumpf- Fabrikant von Nottingham, Namens Mundella der gegen 4,000 Arbeiter beschäftigt, hält seit einiger Zeit Bor träge in verschiedenen Städten, um sowohl Arbeiter als Arbeit geber von der Nothwendigkeit eines guten Einverständnis Die Schottischen Kohlen und Eisen- Gruben- Arbeiter haben unter einander zu überzeugen, und über die Art und Weife wie es berzustellen ist. Bei Gelegenheit einer Arbeitscinste seit einiger Zeit die Frage der Lohnerhöhung und Beschränkung der Arbeitszeit besprochen. Die meisten Distrikte sind für Be- lung machte er einigen Fabrikanten den Vorschlag, Bevöämä schränkung der Arbeitszeit auf 8 Stunden per Tag. In einer tigte aus ihrer Mitte zu wählen um mit einer gleichen Anzabl Versammlung, der über 7,000 Arbeiter beiwohnten, wurde ein Bevollmächtigter der Gewerbevereine zu unterhandeln. Rundschreiben an die Grubenbesizer angenommen durch wel Borschlag wurde angenommen, eine Liste, die den Stüdlobn von mehr als 500 Artikeln enthält, ausgefertigt nnd seitdem Arbeiter eingeladen werden. In derselben Versammlung wurde ist es nicht mehr zu Feindseligkeiten gekommen. Die Kommif beschlossen, Anstalten zu treffen, daß Alexander Mac Donald, fion wird periodisch durch allgemeine Wahl gewählt, bält der Sekretär der Gruben- Arbeiter- Association, ine nächste Bar gelmäßige Berjammlungen, wo über Alles Bericht erstattet und etwaige Streitpunkte sofort beseitigt werden. Dadurch find die Gewerbevereine als contrahirende Macht anerkannt, und dieje ist gerade der Dorn in den Augen der Kapitalisten. Ueber gießer- Gesellschaft hat über 35,000 Pf. St.(= 200,000 Thir.) 100,000 Strumpfarbeiter erledigen bereits auf diese Weife ches die Arbeitgeber zu einer Konferenz mit Delegirten der lament gewählt werde. Das verflossene Jahr hat hier und da große Lücken in die Kassenbestände der Gewerbe- Vereine gemacht. Die Eisenzur Unterstüßung arbeitsloser Mitglieder verausgabt. Das Totaleinkommen des Jahres belief sich auf 44,870 Pf. St., die Ausgaben auf 63,949 Pf. St. Am Schluffe des Jahres 1866 belief sich der Kassenbestand auf 27,928 Pf. St., 1867 nur auf 8,849 Pf. St. Die Gesellschaft der Amalgamirten Maschinenbauer verausgabte in demselben Zeitraum eine Summe von 90,000 Pf. St.( 530,000 Thlr.) an ihre arbeitslosen Mitglieder. So werden die Ersparnisse der Arbeiter durch die wiederkehrenden Geschäfte stockungen zerrüttet. Die Hoffnungen der Arbeiter auf Verbesserung ibrer materiellen Lage in Foige von größerer Nachfrage, erweitertem Geschäftsbetrieb 2c. find citle Hoffnungen. Im Jahre 1851 betrug die Ausfuhr von Eisen und Stabl 919,479 TonVerantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. ihre Arbeitsangelegenheiten mit ihren Brodherren. Soeben erschien in meinem Berlage: Leipzig. no ter ger nu id ger len nic bir Det tür 988 25 cal iit ab ba ( G I und die Gerechtigkeit. Ein Beitrag zur, Charakteristik preußischer Rechtspflege. von Adolph Kastendieck 6 Bogen gr. 8°. Brosch. 15 Ngr. Leipzig im April 1868. 49 To 81 hi in C. W. Vollrath. b Druck und Verlag: G. W. Vollrath. Expedition: Windmühlenstraße 14. Hierzu eine Beilage. et ri t in d cis or it d ife Tel abl 111 11 St. et 1 it Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 29. Rede des Schleswig- Holsteiners Lübkert. ( Gehalten in der Berliner Volksversammlung am 14. Mai.) Meine Herren, Sie haben soeben gehört, daß ich ein geborener Schleswig- Holsteiner bin, aber heut zu Tage soll ich keiner mehr fein, sondern ein an Oldenburg verkaufter.( Unruhe.) Hier sind soeben Schilderungen über alle Theile Deutschlands gemacht worden, aber von Schleswig- Holstein kein Wort; deshalb fühle ich mich gedrungen, Ihnen ein furzes Bild der durch die Segnungen des Jahres 1866 hervorgebrachten Zustände zu geben. In meiner speciellen Heimath geht alles abwärts, es sind dort in den leßten beiden Jahren mehr Concurse vorgekommen, wie in 40 Jahren vorher.( Hört, hört.) Nach früheren dänischen Gesezen war der Schulzwang für Knaben bis zum 16. für Mädchen bis zum 15. Lebensjahre, jezt hat man ihn nur bis zum 14. für nöthig gehalten, und wie wird er gehalten und wie ist die Schule selbst geordnet? Es hatte jeder Schleswig- Holsteiner das Recht sich bis zu seinem 25. Lebensjahre von dem Militärzwange zuruckschreiben zu lassen; hierdurch wurde dem Handwerksmann Gelegenheit gegeben in die Welt zu gehen, sich auszubilben. Zurückgekehrt erfüllte derselbe theils durch 10 Monate lange, theils durch etwas längere Dienstzeit die vorgeschriebene Militärpflicht. Was hat uns aber Preußen gebracht? Aufhebung des dreijährigen Wanderzwanges und Einführung des dreijährigen Casernenzwanges. ( Unruhe.) Meine Herren, Schleswig- Holstein ist weit entfernt davon, jeine nationalen Verpflichtungen Deutschland gegenüber nicht erfüllen zu wollen; das hat es nicht allein durch seine tausendjährige Geschichte feine Jugend als Spielball fürstlicher Laune behandelt zu sehen, dagegen bewiesen, sondern in der Neuzeit lebendig an den Tag gelegt, aber hier an die Geheimrathstrommel geschlagen in Hinsicht des Ka verurtheilt wurden, waren in Folge obiger Amnestie frei von aller Strafe, sofern sie beim Erlaß des Gnadenaktes schon ein rechtskräftiges Erkenntniß hatten; für die noch schwebenden Sachen sollte nach Eintritt der Rechtskraft der Justizminister ex officio die Begnadigung nachsuchen. Die allgemeine Auffassung war damals natürlich die, daß die Begnadigung materiell in dem einen wie in dem andern Falle für alle politischen Vergehen, die in der Zeit des Parteikampfes begangen waren, stattfinden sollte, und daß nur ein Unterschied in der Form bedingt wurde, wie sie in einem fonftitutionellen Staate überhaupt beobachtet wird. Wenn ein Abgeordneter einen Minister oder ein Mitglied des Reichstages den Bundeskanzler gefragt hätte, wie es mit der Auslegung dieses Gnadenerlasses gehalten werde, so würde der Bundeskanzler gewiß jede Verrüstung zurückgewiesen haben. In diesem Sinne äußerte sich muthung, daß Beschränkungen stattfinden könnten, mit Entdamals auch die„ Nordd. Allg. Ztg." und die ganze offizielle und offiziöse Presse und wies alle ängstlichen Bedenken nach dem Thema ab: ,, An einem Königswort soll man nicht drehen noch deuteln, die Amnestie sei ganz und voll und der Grundgedanke des Königs vergeben und vergessen!!!" Der arme Redakteur des„ Fortschritts" in Guben, der noch fein rechtskräftiges Erkenntniß hatte, hat aber doch ganz besondere Erfahrungen damit machen müssen. Er hatte seine ungewöhnlich hohe Verurtheilung für den Abdruck des betref nalbaues, aber heute ist alles still davon, es war nur ein Scheinma- fenden Gedichts, nämlich 6 Monate Gefängniß und 1 Jahr er, die übrige Welt, glaubte, daß er nach dem Amnestie- Erlaß sicher auf Begnadigung rechnen könne. In diesem Vertrauen auf die allgemeine Auffassung über das dem Justizminister aufgetragene Gnadengeſuch verzichtete er auf jedes weitere Rechtsmittel der Appellation und ließ das erste Erkenntniß rechtsnover Preußens, um schwache Geister in sein Neß zu locken.( Mehtere Stimmen: wird schon kommen.) Wie steht's aber mit jenen Fragen über Freiheit und Recht? Es giebt keins von beiden mehr im norddeutschen Bund; statt dessen blüht der Menschenhandel im deut schen Lande; und das Erbärmlichste ist, daß sogar Männer der äußersten Linken diesem Schacher zugestimmt, selbst Waldeck nicht ausgenommen.( Große Unterbrechung und dauernder Lärm, während des fen der Redner weiter spricht.) Meine Herren, Sie müssen mir das nicht übel nehmen, wenn ich auf gut deutsch die Wahrheit sage, ich kräftig werden. bin nur ein einfacher Zimmermann und verstehe mich nicht auf die tünstliche Wort und Rechtsverdrehung der modernen Politiker. ( Bravo, Fahren Sie fort). Man hat durch die Gewaltstreiche das Bolt Schleswig- Holsteins geistig gemordet, und materiell saugt man es aus, aber glauben Sie nicht, daß dadurch Freiheit und Völkerwohl entsteht, wenn ein Volksstamm sich herabwürdigt zum ist dessen Folge. Ich aber wende mich bittend an das preußische Bolk, enfersknecht eines andern, nein Knechtschaft und Dummheit abzulassen von dem Wege der Gewalt und des Unrechts, denn: Wer Det bn em if ге die ice ber 肉品 eife ( Großer Lärm und Bravo!) Zu seinem Schrecken wird er aber jeßt nach circa 2 Jahren vom hiesigen Kreisgericht benachrichtigt, daß der Minister ( zur Lippe) nicht auf den ganzen Straferlaß, sondern nur auf den halben angetragen hat, daß auch so verfügt sei, und daß der so unerhört Getäuschte drei Monate fizzen soll. Ein besonderes an Se. Majestät den König gerichtetes Gnadengesuch ist ebenfalls mit dem Bemerken zurückgewiesen worden, das Recht seines Nebenmenschen nicht achtet, achtet sich selbst nicht! daß sich der Justizminister( Dr. Leonhardt) nach den erforderten Berichten der Gerichte nicht veranlaßt gefunden hat, das selbe der Gnade Sr. Majestät zu empfehlen, und würden nicht die eingetretenen traurigen Ereignisse in der Familie die vorBon der Redaktion des Fortschritt" in Guben( in Schle- läufige Ausseßung der Strafe auf einige Wochen gebieten, so fen) wird uns Folgendes zugesandt: Die( preußische) Amnestie des Jahres 1866, säß der arme getäuschte Redakteur des Fortschritts" bereits hinter Schloß und Riegel, um über die beschränkte Auffassung der Amnestie nach den großartigen, Alles versöhnenden*) Erfolgen des Jahres 1866 nachdenken zu können, während seine Buchdruckerei, die einzige Erwerbsquelle seiner zahlreichen Fa milie, geschlossen sein würde, sobald es ihm nicht gelingt, einen welche vom Bolte als eine ganze und volle(?) mit Freuden begrüßt und aufgenommen worden ist, hat leider bei den Be hörden eine beschränkte Auffassung gefunden und macht heute, konzessionirten Buchdrucker und Verleger an seine Stelle zu nach circa 2 Jahren durch einen ganz besonderen Fall wieder sehen. ein recht peinliches Aufsehen. Die Redaktion des„ Fortschritts" Wenn man diese Angelegenheit von dem Standpunkte aus beurtheilt, von dem aus der Gnadenerlaß gegeben ist und Ariege, das bekannte Gedicht: Terzinen von Robert Bruz" nicht von dem Standpunkt eines Gerichtsdirektors oder eines aus der Volkszeitung" ab. Dasselbe hatten fast alle Zeitungen Geheimen Rathes des Ministeriums, der darüber zu berichten und andere Provinzialblätter gebracht. Einige dieser Blätter betamen einen Breßprozeß wegen dieses Gedichte, die meisten Don ihnen wurden jedoch freigesprochen; diejenigen aber, die *) Diese Ausdrücke werden doch wohl ironisch genommen sein? Frage der Redaktion des Dem. Wochenbl. hat, so zweifeln wir keinen Augenblick daran, daß dann die unbeschränkte Anwendung des Gnadenerlasses auch auf den schwer Geprüften Anwendung finden müßte. P. P. Leipzig, den 1. Juli 1868. Hierdurch beehren wir uns ergebenst anzuzeigen, daß wir unter heutigem Tage am hiesigen Plaße, Lindenstraße Nr. 3, 1. Etage, eine Genoffenschafts- Buchbinderei unter der Firma: Kirbach, Nagel& Comp. eröffnet haben. Unser Feuilleton werden wir fort und fort durc unterhaltende und belehrende Artikel zu erweitern suchen, um auch dadurch auf Herz und Gemüth zu wirken und zur Ausbildung von Recht und Wahrheit anzuregen! Inserate finden bei billiger Preisberechnung weite und erfolgreiche Verbreitung. Wir empfehlen dieselbe den geehrten Herren Buchhändlern, sowie dem ganzen geehrten Publikum zur Anfertigung aller Art Einbände, Broschüren, überhaupt aller in das Buchbinderfach einschlagenden Arbeiten. Indem wir zu Mitgliedern der Genossenschaft nur bewährte Arbeitskräfte hinzugezogen haben und das Etablissement mit sämmtlichen zu unserm Gewerbetriebe gehörigen neuesten Guben, im Juni 1868. In demselben Berlage erscheint jeden Sonnabend: Die Expedition. N 酒 6. tra Age und Str Wochenblatt für Fürstenberg, Neuzelle, Wellmik und Umgegend zur Unterhaltung und Belehrung vierteljährlich bei jeder Postanstalt nur 74 Sgr. Inserate finden die zweckmäßigste Verbreitung werden billigst berechnet. Maschinen, Platten und Schriften versehen ist, kann dasselbe für solide Arbeit und prompte Bedienung selbst bei den größten Aufträgen garantiren und solche aufs Schnellste ausführen. Wir sind gern nach gegenseitiger Uebereinkunft bereit, geeignete Platten und Verzierungen besonders anfertigen zu lassen, und glauben bei guter geschmackvoller Arbeit nebst billigen Preisen geschäßten Aufträgen von Seiten der geehrten Herren Buchhändler und aller Freunde des Genossenschaftswe sens entgegensehen dürfen. Hochachtungsvoll und ergebenst Die Genossenschafts- Buchbinderei Kirbach, Nagel& Comp. Der„ Fortschritt" L. Büchner. Verfasser von Kraft und Stoff" Sveben erschien und ist vorräthig in allen Buchhandlungen: Sechs Vorlesungen über die Darwin'sche Theorie von der Verwandlung der Arten und die erste Entstehung der Organismenwelt, sowie über die Anwendung der Umwandlungstheorie auf den Menschen das Verhältniß dieser, Theorie zur Lehre vom Fortschritt und den Zusammenhang derselben mit der materialistisch Philosophie der Vergangenheit und Gegenwart. In allgemein verständlicher Darstellung. Von Dr. L. Büchner. 26 Bogen. Preis 1 Thlr. 20 Ngr. 202 Bolt tam Teich ipi man tann dem gepl nie her Diese Borträge behandeln mit der bekannten systematischen Kla heit des Verfassers die wichtigsten wissenschaftlichen Fragen der Gegen wart in einer für Alle verständlichen Form. Aus ihrem ebenso reiche wie interessanten Inhalt heben wir nur hervor, daß die beiden ersten Darwin'schen Theorie nach ihren Hauptmomenten nebst Ergänzungen Vorträge eine populäre Darstellung und Würdigung der berühmten neuerer Forscher und eine natürliche Erklärung der frühesten Ursprüng des Lebens auf der Erde geben. Der dritte Vortrag behandelt b natürliche Herkunft und Entstehung des Menschen aus der Thierwell eld und der vierte die Geseze des Fortschritts in Natur und Geschichtebeides im Lichte der Umwandlungstheorie. Die beiden legten am Schlusse eine höchst anziehende Darlegung der Bedeutung DIC Bor Dieje ipict Don bigt lian führ falli träge enthalten eine vollständige, eng zusammengedrängte Geschicht der materialistischen Philosophie von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart mit oft überraschenden Aufschlüssen und Vergleichen, un Philosophie in der Gegenwart. Schon dieser Abschnitt allein würd eine Anschaffung des Buches verlohnen. Diese Vorträge, welche is mehreren Städten Süd- und Mitteldeutschlands von dem Berja mehrung des Inhalts in vorliegender Form niedergeschrieben wurde wird auch im neuen Quartal und während der dreimonat lichen Haft seines nicht amnestirten Redakteurs A. Sa= lamon, unter der Redaktion des Dr. Kerber, trotz alledem und alledem unerschütterlich fortfahren, durch populäre Leitartikel, sowie durch eine übersichtliche und wahrheitsgetreue Darstellung der wichtigsten politischen und sozialen Fragen ein möglichst treues Bild der Gegenwart besonders Denjenigen zu geben, denen Zeit und Umstände es nicht erlauben. größere Zeitungen zu lesen. Der Fortschritt" nimmt Theil an der Aufgabe der liberalen Presse, dem Volfe seine Lage klar zu machen und ihm seine Pflichten aber auch seine Rechte zum Bewußtsein zu bringen. Um diese Aufgabe auch ferner freudig erfüllen zu können, richten wir an alle Freunde der Sache des Volkes die Bitte, uns in unsrer dornenvollen Arbeit durch Verbreitung des Fortschritts", welcher bei allen Bostanstalten nur 9 Sgr. fostet, zu unterstüßen. unter großem Beifall gehalten und alsdann unter bedeutender können nicht verfehlen, großes Aufsehen zu machen. Theodor Thomas, Wers Verlagsbuchhandlung in Leipzig. Fich Rati pire. derm Des ( Wir empfehlen dieses Werk unseren Freunden auf da Angelegentlichste. Bereine können es von dem Berfaffer( durd unsere Vermittlung) zu 1 Thlr. beziehen. D. Red. d. dem. Wochenbl Rbei italie welch nijch Bapil als-> Ben 1 leiiter tundi Körp Ten 1 Diejenigen unserer Abonnenten, welche bisher einzelne Nummern des Dem. Wochenbl. unter Strenzban uns unverhältnißmäßige Mühe verursachen. Alle Zahlungen für Packete und( größere) Kreuzbandsendungen bezogen, werden dringend ersucht, ihre Bestellung künftig bei der Post zu machen, da solche Kreuzbandsendungen sind von jetzt an zu leisten an Hrn. Rechtsanwalt Freytag, Amtmannshof, Leipzig. Expedition: Windmühlenstraße 14. Berantwortlicher Redacteur: B. Liebknecht. Leipzig.{) Druck und Verlag: C. W. Vollrath. Redaktion: Braustraße 11.