ist? an be uns aus ifall tige ern. zur ichte ойб und Das Red Demokratisches Wochenblatt. No. 33. Organ der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 15. August. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blaße einSchließlich Bringerlohn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren M. Dolge am Markt, wel traße und die Erpedition d. Blattes E. W. Vollrath Windmüblenstr. 14. Für Dresden Filialegvedition F. W. Grellmann Wallstraße 10. Street, Grosvenor Square, London. Der inde Заре ren, den tär Ver Iche Wi das pir mit In cein ndig nge llen tell mg and che hen rage urch uro incr Bro nit sabl τίμε af Inhalt: Politische Uebersicht. Volksversammlung in Wien. Eine Mahnung. - Der Arbeitertag in Nürnberg und die nationaltion. liberale Partei.- Programm der Internationalen Arbeiter- Associa Aus England. Vermischtes. Politische Uebersicht. Aus Münche a, den 10. August wird uns geschrieben: Das preußische Regiment wurde in leßterer Zeit von beachtenswerthen moralischen Schlägen getroffen, über welche man in Berlin selbst nicht recht erbaut zu sein scheint. Die Machthaber an der Spree können zum Theil die Lehre daraus geBogen haben, daß es heutzutage nicht bloßer militärischer Siege bedarf, um Macht und Ansehen zu bewahren, sondern daß hierzu noch ein bedeutendes Moment: die Uebereinstim mung des Volkes kommen muß. Militärische Siege mögen einen augenblicklichen Erfolg haben, die Gewalt mag triumphiren, aber auf die Dauer vermag das Erreichte nicht nachzuhalten, sobald das Volk sich in Mißstimmung über die bestehenden Zustände befindet. Nun ist es eine allbekannte Sache, daß, abgesehen von einem großen Theile Altpreußens, insbesondere die anneftirten Bevölkerungen mit ihrer Lage höchst diese Unzufriedenheit deutlich genug erfannt werden. unzufrieden sind. Auf dem Wiener Schüßenfeste fonnte ganz Gerade untergraben, einen deutschen Stamm, die Deutsch- Dester ..Die Usedom'sche Depesche, deren Kenntniß wir dem General Lamarmora verdanken, war der zweite gewichtige Schlag, der auf das stolze Haupt des Grafen Bismard herabfuhr. Kein Mensch zweifelt jeßt daran, daß nicht nur Italien, sondern auch Frankreich in Mitleidenschaft gezogen war, um Deutschland zu zersplittern und die Hohenzollern'sche Militärmonarchie zu ermöglichen. Umstände, die nicht von Preußen abhängig waren, verhinderten allerdings ganz oder theilweise die Gewinnung des aus deutschem Gebiete bestehenden Preises, der dem Auslande für die Unterstüßung der Bismarck'schen Pläne zugesagt war, allein in diesem Falle ist der Wille eben so schlimm und verdammungswerth wie das Werk. Und dasfelbe Preußen, das Deutschland zu verrathen sich unterstanden hat, will an der Spiße jenes Theiles marschiren, der vom früheren Deutschland noch übrig geblieben! ,, Es müßte ein äußerst verkommenes Volk sein, das dem Berräther als Lohn noch die Führerschaft zugestehen wollte. „ Für so verkommen halten wir das deutsche Volk nicht. Es muß zwar zur Zeit dulden, daß die Urheber der Politik des Jahres 1866 auch die Früchte derselben ernten, aber es ist nicht damit einverstanden, daß dieß für ewige Zeiten ge schehe und giebt sich daher Mühe, die Gewalt vom Throne zu entfernen. Wahr soll noch der schöne Schüßenspruch werden: ,, Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern." ,, So lange aber die Berliner Politik nicht von Grund aus uns dieser unterwerfen, so wären wir ein einig Bolf von Knechten, nicht aber von Brüdern!" dieses Schüßenfest war es aber auch, auf welchem das deutsche umgestaltet wird, kann dieß nicht geschehen, denn wollten wir Bolt ein lautes in ganz Europa vernehmliches Verdikt gegen die preußische Politik fällte, gegen jene Politik der Gewalt, welche die politische Persönlichkeit einzelner deutscher Stämme Teicher, aus dem politischen Verbande Deutschlands geriffen und dem Bolke die Freiheit bis zur Stunde vorenthalten hat. Dieses Berdammungsurtheil von Seite des Volkes ist eine Riederlage, die vielleicht manchen preußischen Sieg aufwiegt. Man fühlte in Berlin diesen Schlag sehr wohl, und deßwegen des Wiener Schüßenfestes zu verringern, ein Beweis wie sehr wurde Alles aufgeboten, um den Eindruck und die Bedeutung die von der Donau abgeschossenen Pfeile den wunden Fleck getroffen haben. Man signalisirte von Berlin aus sogar ein österreichisch- preußisches Bündniß, an dem selbstverständlich kein wahres Wort ist, und wollte damit offenbar nicht nur die eigene Jfolirung bemänteln, sondern insbesondere den Süddeutschen Mißtrauen gegen Desterreich einflösen. Derlei plumpe Manöver verfehlen natürlich ihre Wirkung gänzlich und können nur den Urhebern nachtheilig werden. Der Hieb hat gesessen: die Lamarmora'sche, Berfidie", wie das Leibblatt Bismarc's die Veröffentlichung der Note Usedoms nennt, hat das offiziöse und offizielle Breußenthum ins Herz getroffen". In der ersten Verwirrung stammelte der amtliche Staatsanzeiger' cin Dementi hervor, wels ches nur das Eine bewies, daß es in Berlin Leute giebt, die sich der 1866er Absichten schämen, und das die sehr natürliche Folge hatte, diejenigen, welche sich nicht schämen, auf das äußerste zu erbittern. General Moltke und Graf Bismarck bestanden auf einer Genugthuung, und so blieb dem armen Staatsanzeiger" schließlich nichts anderes übrig, als in einem zweiten ... Mitgetheilt" sich selber zu dementiren. Dazwischen das Ge schimpfe der offiziösen Blätter auf den„ Verräther" Lamarmora. Die tomische Rolle in dieser schmachvollen Angelegenheit ist, wie gewöhnlich, den Nationalliberalen zugefallen, die vor dem ersten Dementi des Staatsanzeigets" die Usedom'sche Note als neuen Beweis der Genialität“ und der Freiheitsliebe" " 258 ihres Barziner Gößen bejubelten, nach Erscheinen dieses Dementis ihrem Jubel realpolitische Schranken seßten, und ihn wieder lustig hervorbrechen ließen, sobald das zweite Dementi das Licht erblickt hatte. " " mie auder Grflä nach Die in aber I bassen, wenn sie nur Furcht vor mir haben. Es ist schlimm für Bismarck, daß sich die Furcht vor ihm verliert. General Moltfe macht mit seinem Generalstab eine milleibe tärische Bergnügungsreife; die Stieber und Greife floriren, die Ostpreußen hungern, und die Berliner thun desgleichen, wtb. Be unter Andern aus dem Jahresbericht der Exekutionskommis benu sion des Magistrate erhellt. Nach demselben sind an diese Be die hörde 1867 nicht weniger als 58,782 Grefutionsaufträge, com quo i munale Leistungen betreffend, gelangt, wovon 15,97 p. dur die Erklärung, daß eine Grefution fruchtlos bleiben werde, ihr den Erledigung fanden. Gegen das Vorjahr 1866 hat eine Ver mehrung der Exekutionsaufträge stattgefunden bei den Gewerk kaffenbeiträgen um 16,57 pGt., den Armen- Schulbeiträgen um 9.34 pet.. den Requisitionssachen um 17,49 pet., den Schul versäumnißstrafen um 22.99 pe. Die Zahlen sind beredt. Der Wahlverein der Fortschrittspartei hat ein Gir fular an die Vertrauensmänner geschickt, in welchem er fie energischer" Thätigkeit in der Kirchen- und Schulfrage auf fordert, und charakteristisch für diese Wasch- mir- den- Bel und mach mich nicht naß Politiker vom Massenaustritt aus der Kirche, d. h. dem einzigen energischen", von Zukunft" angerathenen Schritt ,, energisch" ab mahnt! Die Leutchen sollten doch endlich einsehen, daß die Zeit den Mänin bie nern gehört, nicht den alten Weibern. In der Usedom'schen Note kommt bekanntlich ein Bassus vor, also lautend: Desterreichs Macht muß vernichtet werden, ,, um die unangenehme Möglichkeit zu vermeiden, welche früher oder später die Verbündeten zur Wiederaufnahme ihres Werkes nöthigen würde." Leider wurde aus der Vernichtung" nichte, und früher oder später" ist demnach die Wiederaufnahme des Werks" nöthig. Wenn die Neue Freie Presse" gut unterrichtet ist, hätte Graf Usedom vor etwa einem Monat aus Berlin eine Instruktion empfangen, des Inhalte, daß jeßt die Zeit gekommen fei, das im Jahr 1866 Versäumte nachzuholen. Man scheint jedoch in Florenz nicht ebenso zu denken; wenigstens klingt es nicht sehr günstig für die preußischen Allianzgelüfte, daß Graf Usedom um einen längeren Urlaub nachgesucht hat, und daß der italienische Kronprinz auf seiner Rundreise durch Deutschland den König von Preußen und deffen Familien- Angehörige auf das Studirteste vermeidet. Der Roms leben. bereini unterfa dies 2 Aus d Untern das 11 indem Operat opfern. nachga Rom Co no ibrer G denfel Mit dem Verlauf der Wiener demokratischen Volksver sammlung sind manche unserer Freunde nicht zufrieden und es regnet gegenseitige Vorwürfe. Wir wollen nicht verbittern, wie a Eintracht noth thut. Nur so viel sei für heute bemerft: biolgen Wiener Arbeiter haben nichts verlangt, was mit den demo fratischen Prinzipien im Widerspruch stünde; die soziale Frag Provi ist nicht zu trennen von der politischen Frage, und sie hat gleich diefer cinen internationalen Charakter. Daß Bi 谁 mard'sche Agenten die Wiener Arbeiter zu verführen suchen ist das eben so gewiß, als daß ihre Bemühungen fruchtlos geblieben gelom will, find. Mitterweile haben die Gegner des Grafen Bismard am preußischen Hof dessen Abwesenheit und Invalidität zu einem kleinen, durch die Usedom'sche Note erleichterten Staatsstreich benußt, und die Ernennung des Generals von Manteuffel zum Corpskommandanten an Stelle Vogel's von Falckenstein durchgesetzt. Um die Bedeutung der Nachricht abzuwägen, muß man bedenken, daß dieser Manteuffel während vieler Jahre der Chef des Militärkabinets des Königs war und als solcher häufig die Plane des Grafen Bismarck durchkreuzte, bis er von diesem entfernt ward. Er ist Kreuzzeitungsmann durch und durch, und schwärmt für eine reaktionäre Allianz Preußens und Desterreich 8. Bedeutsam ist ferner, daß der Better des Generals, der berüchtigte Erminister Man teuffel, nach langem Verschollensein wieder auftaucht. Wir glauben nicht, daß der Rücktritt Bismarc's nahe bevorsteht; allein so viel ist gewiß: wenn ein Systemwechsel in Preußen geboten wäre, würden nicht die Herren Nationalliberalen, sondern die legitimistisch- feudalen Junker das Ruder erlangen, und so das famose Wort: Haben wir die Einheit, dann kommt die Freiheit, von selbst, prächtig illustrirt werden. Det Landi F Woch Ein Arbeiterverbrüderungsfest, das auf den 6. verdie September in Wien anberaumt war, ist von der österreichischen Regierung verboten worden, ein häßlicher Nachklang Schüßenfestes, und ein neuer Beweis dafür, daß der bürge liche Liberalismus, wenn er die findische Angst vor dem„ rothe Gespenst nicht ablegt, stets reaktionär werden muß. Man spricht davon, die preußische Regierung wolle den Landtag schon im September berufen. Wie man der Deut schen Volkszeitung" versichert, hängt dieses Gerücht mit der Absicht zusammen, den 25 Prozent- Buschlag zur Einkommen steuer, Klassensteuer und Schlacht und Mahlsteuer wieder einzuführen. Derselbe würde ein Mehr von 5,400,000 Thlr. abwerfen und zur Noth ausreichen, das Gleichgewicht im Staatshaushaltsetat für 1869 aufrecht zu erhalten. Der zulegt 1859 während des italienischen Krieges eingeführte 25 Prozent Bu schlag wurde befantlich von 1. Juli 1862 ab nicht mehr erhoben; Herr v. d. Heydt wollte bei seinem damaligen Eintritt in das Finanzministerium der Welt beweisen, daß die MilitärReorganisation auch ohne außerordentlichen Steuerzuschlag sich aufrecht erhalten lasse. Er ahnte die„ neueste Aera" nicht. Der ungarische Reichstag hat den Wehrgefeßentwurf mit großer Mehrheit angenommen. daß weger treffer falsa) Alage Then In Frankreich hat Napoleon wieder einmal gesprochen. lau Der Schweigfame" liebt es mitunter zu sprechen, und hat das Talleyrand'sche Wort: die Sprache ist uns nur gu to geben, um unsere Gedanken zu verbergen", so verstanden, wenn er seine Gedanken verbergen will, er stete das Gegen mögl theil dessen sagt, was er denkt. Diesmal redete er im Sinne ohne des Friedens, und zwar geschah dies in der guten Stadt Troye auf der Rückreise von Plombieres. Die kaiserlichen Worte lau teten: Ich habe nicht nach Troyes kommen wollen, Derei am! Deuts babe, Unte Qui Derve berg einen Augenblick zu verweilen, um der Bevölkerung der Cham pagne, welche von so patriotischen Gefühlen erfüllt ist, einen Beweis meiner lebhaften Sympathien zu geben. Ich habe im letzten Jahre mit Freuden wahrgenommen, welche Fort schritte in der Industrie Ihres Departements stattgefunden haben. Ich fordere Sie auf. Ihre erfolgreichen Bestrebungen fortzuseßen, da der Friede Europa's heute von nichts bedroht ist. Haben Sie Vertrauen in die Zukunft und vergessen Sie nicht, daß Gott Frankreich beschüßt." Frankreich hat es der That nöthig, von Gott beschützt zu werden, sonst geht zu Grunde an Napoleon und dem Cäsarismus. Daß Kaiser gerade diesen Moment zu einer friedlichen Kundgebung Ein Wunder hat sich ereignet. In einer Anwandlung von Unabhängigkeitsgefühl( über die der Urheber der„ Taschenverfassung" nicht wenig erstaunt gewesen sein wird) hat der ,, Norddeutsche Bundesrath" den Antrag des Bundespräsidiums auf sofortige Erhebung von Matrikularbeiträgen zur Deckung des Defizits abgelehnt. Sämmtliche Kleinstaaten stimmten gegen die Präsidialmacht Preußen, die auf diese Weise in optima forma majorifirt ward. Kein Zweifel, die Furcht vor dem schwarzweißen Bugemann" fängt an abzunehmen. Oderint dum metuant, sagte der römische Despot. Sie mögen mich " in Der mit Beit dem Bere n, limm mili die mie nmif e Bes com durg Ver leibe auserschen hat, findet nach der„ Frankfurter Zeitung" seine Erflärung in dem Umstand, daß die neue französische Anplazirt werden muß. Auch in Destreich hat der leitende Staatsmann", Hr. b. Beust, das Schüßenfest zur Absingung einer Friedenshymne benutzt, und trotzdem schwirren Kriegsgerüchte aller Art durch die Luft, troßdem will Niemand an die Fortdauer des Status quo in Europa glauben. Mazzini hat abermals ein Manifest erlassen. Er räth ihr den Italienern im Innern aufzuräumen, che sie ihre Kräfte nach Außen richten. Unter Anderm sagt er: verti 1 um 5chul dt. Cir fie gut auf Pelj stritt 1 Der Die fever nd es Der legte so heroische Anschlag auf Rom konnte nicht gelingen. Die in der Provinz begonnene Bewegung- ich habe es Euch gesagt, aber Ihr habt nicht auf mich gehört- mußte unfehlbar die Erhebung Roms unmöglich machen und sofort die fremde Intervention nach sich ziehen. Man hätte vielmehr vorsichtig alle Angriffsmittel in Rom dies Verfahren von selbst. Die Aufgabe muß anders gestellt werden. untersagt sich nach den traurigen Folgen des lezten Anschlags auch Aus den Städten Italiens muß die Befreiung Roms kommen. Dieses Unternehmen darf nicht mehr das Unternehmen einer Partei, es muß das Unternehmen der Nation sein. Man hoffe nicht mehr zu fiegen, indem man die Freiwilligen aus allen Lagern aushebt und ohne Operationsbasis vorgeht. Ihr werdet unnüz kostbare Menschenleben fern. Seid feit gegen jede Aufreizung, taub gegen jeden Ruf, der an in diesem Sinne an Euch gerichtet wird. Es wäre sträflich, wenn Ihr nachgäbet. Ihr würdet die Aktion, Eure Eitelkeit, Guern Ruhm über Rom, über Italien stellen. Ihr sollt bereit sein zu sterben, wenn es nöthig ist, aber zu sterben, den Sieg in der hand. Herrin ibrer Geschicke, von entschlossenen und ehrlichen Männern geführt, kann die Nation allein Rom und die Freiheit erringen und ohne Furcht allen Folgen ihrer Initiative entgegensehen." I, wo t: die Demo e hat Bib en ift Die Spanische Regierung hat an die Gouverneuve der 259 Arbeiterstand beschimpft und mehrere Ehrenmitglieder des Vereins auf ganz ordinäre Weise verdächtigt hat.( Schimpfen und Verdächtigen sind die beiden Eigenschaften, durch die sich die national- liberale Presse allerwärts in Deutschland auszeichnet. Anm. d. Red.). Volksversammlung in Wien ( am 2. August). ( Schluß.) Darauf folgt bei großem Lärm und Drängen Freese aus Stuttgart: ,, Man beklagt sich, daß die soziale Frage nicht diskutirt werden solle. Ja, ist denn beispielsweise das Konkordat keine soziale Frage? 3st es nicht eine soziale Frage, ob unser Geld zu Militärzwecken oder zu Bildungszwecken verwendet wird, ob unsere Söhne fünf oder drei, oder weniger Jahre bei der Fahne dienen? Das ist ja der Anfang der sozialen Frage.( Stürmischer Beifall.) Der Herr Angerstein möge wissen, daß so lange es in Deutschland eine Militärfrage giebt, so lange auch Alles über die soziale Frage in den Wind gesprochen ist.( Großer Beifall.) So, meine Herren, jezt scheinen wir einig zu sein( Beifallssturm), und meine Freunde unter den Arbeitern werden mit mir übereinstimmen, daß sie mit uns zusammengehen, uns unterstützen sollen. Sozialisten und Demokraten, einigen wir uns vor Allem dafür, daß wir doch zuerst ein Vaterland haben wollen. Wenn vor dem Jahre 1848 Jemand von Wien nach Berlin gekommen wäre und in einer Volksversammlung vor Metternich gewarnt hätte, so wären wir ihm sehr dankbar geweſen; wenn nun ein Mann von Norden kömmt und vor Bismarck warnt, so ist das ein gut deutsches Wort, daß Ihr gut aufnehmen müßt.( Beifallssturm.) Ihr sagt, Ihr habt sehr viel mit Euch zu thun. Und ich sage Euch, Jhr könnt Gueren Freiheitsbau nicht vollenden, wenn Ihr nicht zu Deutschland deutschland nicht helft, sich vor ihm zu retten. Ihr spürt die Bismärckerei bis in Euer Innerstes, an der Unterstüßung, die die Czechen, die die Schwarzen an Preußen finden. Und seit ein paar Tagen ist es klar geworden, durch das schändliche Schriftstück, welches die Frag Provinzen ein„ vertrauliches Circular" gerichtet, worin sie steht, wenn Ihr nicht den Cäsarismus bekämpft, wenn Ihr SüdTieben en 6. ifchen Det ürger Cothen g twurf ochen. and er daß Begen Sinne Croyed ohne Sham denfelben empfiehlt, ihre Stüße in den Bürgergarden und dem Landsturm zu suchen, da, wie das Circular zu verstehen gibt, das stehende Heer wenig Vertrauen einflöße. gekommen sein, daß die Regierung sich auf das Volk stüßen Usedom'sche Note heißt, daß es in Berlin deutschredende Leute giebt, will, dessen Haß sie in so reichlichem Maaße sich erworben und berdient hat. Das Bolf wird wissen, was ihm frommt. falza) die gegen dieses herrliche österreichische, deutsche Land alle Horden von den Abruzzen bis zu den Karpathen in Bewegung segen.( Beifallsturm.) Man betreibt hier eine unrichtige Politik, wenn Ihr Reichsrath und Ihr Ministerium der Ansicht bleiben, daß das, was in Süddeutschland in Bezug auf die Verpreußung geschieht, zwar für Desterreich sehr unangenehm sei, daß man aber doch nichts thun könne. Die erste Stunde der Verpreußung Süddeutschlands ist zugleich die legte Stunde Eurer bürgerlichen Freiheit. Denn der übermächtig gewordene Nachbar wird es sich nicht gefallen Am Mittwoch wurde die vorletzte Nummer des Demofr. Bochenblattes( Nr. 31) auf Veranlassung des Herzogs von Coburg wegen einiger Bemerkungen über den Zander'schen Prozeß( betreffend die Haltung des Herzogs in der Schlacht von Langen lassen, daß hier Bürgerstaat gespielt werde, während bei nachträglich mit Beschlag belegt. Auch soll dieselbige rlauchte Bersönlichkeit gegen den Redakteur dieses Blattes eine Alage anhängig gemacht haben. Lezteres wäre jedenfalls sehr zu wünschen, da es nur nüßlich sein kann, daß die militärischen und sonstigen Eigenschaften des Herzogs von Coburg möglichst gründlich beleuchtet werden. Am Sonntag erhielt der Vorsitzende des Bororts der ArbeiterDereine telegraphisch aus Neuenburg die Nachricht, daß die dort am 9. u. 10. August tagende Delegirtenversammlung von 50 einen babe, sich der Internationalen Arbeiter- Association anzuschließen. deutschen Arbeiter Bildungsvereinen der Schweiz beschlossen babe Fort unden ungen drobt n Sie es in ebt e Quid. Die deutschen Arbeiter Vereine werden hinter den Bru dervereinen der Schweiz nicht zurück bleiben, das wird Nürn berg beweisen. ihm der militärische Absolutismus herrscht, und bald würde es weder Preßfreiheit noch Vereinsrecht geben, und glauben Sie, Herr Angerstein, daß Sie dann über die soziale Frage sprechen könnten? Nie hat ein Freiheitskampf dem Vaterlande den Rücken gekehrt, ohne daran zu Grunde zu gehen. Das haben wir in Preußen gesehen. Zum ersten Male bietet sich in der Geschichte das Schauspiel, daß das Bolt in einem glänzend sieghaften Staate so viel leidet, wie in den besiegten Ländern. Weder in politischer, noch in materieller, noch auch, ich bitte, Herr Angerstein, in sozialer Beziehung ist eine Erleichterung vorhanden. Meine Herren Desterreicher! Gins tritt mir hier auf Schritt und Tritt erkältend entgegen. Sie haben kein Selbst= vertrauen. Wenn man einzeln mit Ihnen spricht, so ist's, als ob Sie erst erwachten, als ob Sie nicht glaubten, daß Sie wirklich auf diesem schönen Freiheitsboden sich befinden und doch ist es so Haben Sie nur Vertrauen. Zeigen wir in dem Freiheitsfampfe, daß wir ein wirklich Bolk von Brüdern, ein Volf von Männern sind."( Lange andauernder Jubel und Beifallssturm.) Angerstein ergriff jezt das Wort. Lange Zeit, rief er u. A., hätte man das Volf in Preußen mit den Worten geködert:„ Wir stehen auf der Wacht für Deutschland, vom Rhein bis zum Niemen." Aber das Volk begriffe, daß es nicht mit allen gegen 2 Stimmen beschlossen, die schwäbische BolksBeitung"( Organ der dortigen Nationalliberalen), welche ß der dem Verein bisher unentgeltlich zufam ,,, ale unwürdig im ebung Vereinslocal toch aufzuliegen" zurückzuweisen, weil sie den Der Eßlinger Arbeiter- Bildungs- Verein( Würtemberg) hat die höchste Ehre sei, Wache zu stehen, sondern voran zu marschiren in der Freiheit und Intelligenz. Er forderte, daß die Volkspartei mit den Sozial- Demokraten gehen solle, wie diese mit ihr; sie solle öffent lich anerkennen, daß die Forderungen der Arbeiter, welche durch die Kapitalmacht gedrückt sind, gerecht seien. Schließlich erklärt er sich für das Programm Jakobys, weil in dasselbe die Säße aufgenommen seien: Theilnahme Aller am Wohlstande, gerechte Vertheilung des Produktionsertrages zwischen Kapital und Arbeit. Stimmt Ihr mit uns überein, so könnt Ihr Alles von uns haben, auch unser Blut." Diese Rede wurde mit einem unbeschreiblichen Jubel aufgenommen, so daß man sich mitten in einem Orkane zu befinden glaubte. Die Wogen der Bewegung stiegen am höch sten, als Oberwinder den Namen Lasalle" aussprach. Während die Preußenfreunde sich freuten, äußerte er, daß ein ihnen gehässiges Werk ohne ihr geringstes Zuthun faum im Reimen auch schon erstickt werden dürfte, schwelgten die Arbeiter in den 48 er Genüssen der hochtönenden und darum vielleicht so viel misverstandenen Worte: Gleichheit, Brüderlichkeit, allgemeines Menschthum, Menschenliebe und europäische Sozialdemokratie, worunter die Worte ,, Krieg und Revolution" wie Brandfackeln aufloderten. Ich bin Europäer und fein Deutscher, rief der Arbeiter Pfeiffer unter großem Beifall, folglich bin ich gegen Norddeutschland und gegen Süddeutschland..... Der Haß gegen das Unrecht ist unser Gebet.( Langdauernde Unterbrechung. Sturm; Rufe: Redefreiheit.) Die Sprache ist nicht geboren, sondern nur anerzogen, es giebt keine Deutschen, Ungarn, Czechen, Franzosen, nur Menschen."( Mit Beifall überschüttet.) Als endlich Brückhaver die Versammlung mit Arbeiter" ansprach und ihm allerwärts entgegentönte Bürger", so for. derte er die Arbeiter auf, den Saal zu verlassen, was jedoch auf den Wink ihrer Führer von den Tribünen herab nicht geschab. Von nun an schien sich die Menge besänftigen zu wollen und nur noch einmal hatten die Preußenfreunde das Vergnü: gen, laut einem gewissen Masaidek zujohlen zu können, der da erklärte: Preußen sei das einende Element Deutschlands und da das Lied eine Lüge:„ Das ganze Deutschland soll es sein, und Gott im Himmel schau darein". indem Gott im Him mel nicht darein geschaut, so möge man nun den Teufel aus dem tiefsten Höllenpfubl ruhig gewähren lassen.( Für welchen Vergleich sein offenbarer Freund Graf Bismard wohl sehr dankbar sein wird, insbesondere bei seiner tief kirchlichen Ge sinnung.) Noch sprachen Kolatschef und Mayer aus Stuttgart, welcher rief: ,, Diese Stürme baben mir eine Zeit der Bewegung zurückgerufen, in der ich als junger Mann eintrat in den deutschen Freiheitskampf. Diese hochgehenden Wogen freuen mich, denn sie zeigen, daß die Bewegung hochaufschäumt und bis tief in die unterste Schichte des Volkes reicht. Wir sind nicht gekommen, um mit den Arbeitern Verträge zu schließen, sondern um das Banner deutscher Freiheit und Demokratie aufzurichten. Gerade die Volkspartei steht im innigsten Zusammenbange mit der europäischen Demokratie. Wir haben die Friedensliga in Genf gegründet. Wer war dort? Wir!( Ungeheurer Beifall.) Wir betteln bei Ihnen nicht um die Resolution, damit wir wie ein Schüße mit einem Becher nach Hause kommen.( Ungeheuere Heiterkeit.) Nach fünfmonatlicher Vereinsfreiheit gehen Sie doch über zur praktischen Thätigkeit, schaffen Sie etwas, damit Sie etwas heimbringen, nicht ich."( Allgemeiner Beifall.) Zum Schluß fam Prof. Eckardt, dessen sympathische Worte viel zur Beschwichtigung der Gemüther beitrugen. 260 dem Mittlerweile war es halb Vier geworden, Kopp hat Mayer wurden beispiellos warme Ovationen gebracht, und ei Bolksversammlung hatte geendet, in der seit dem Jahre 18 diese außerösterreichische Deutsche in Wien zum ersten Male gep und chen. Möge daraus das erstehen, was wir so sehnlich w bew schen die deutsche Volkspartei in Desterreich". Eine Mahnung. Do Pole tun gen die lan tiger ra Eng Wie bis Run ter Nach der jüngst erfolgten Eroberung von Samarfa und Bokhara durch Rußland trennte nur noch eine schma Landstrecke die Besitzungen dieses Staates in Centralafien dem englischen Indien. Es schien damit der lang vorher und sehene Augenblick in die nächste Nähe gerückt, wo Englan und Rußland in Asien unvermeidlich auf einander plas die müssen, und Großbritannien mit dem Schwerte in der Hain gestattete, daß Rußland den Kaukasus unterjochen und Boafer die Folgen jener Politik zu vertreten haben würde, weld zermalmen durfte. Doch Rußland ahmte das Beispiel G lands nach, welches aus Befürchtung, in der gegenwärtig Krisis in einen Krieg mit Frankreich verwickelt zu werden und damit einen allgemeinen europäischen Brand zu entzünd Abyssinien seinen Besitzungen nicht einverleibte, sondern damit begnügte, dort seinen Einfluß fortan als den malam benden zu wissen. Rußland gab das eroberte Land dem gebornen Khan zurück, der nun natürlich nichts weiter ist ein russischer Satrap. Wie die Zeitungen berichten, wurde Kabinet von St. Petersburg zu dieser bisher unerhörten haltsamkeit durch die..jungrussische Partei" bestimmt, von keinen weiteren Annexionen in Asien etwas wissen da sie mehr kosten, als sie einbringen, und die Partei Kraft des Reichs auf die Annexion slavischer Gebiete" wendet ſehen will. ci all Da weld Den Eng weld Bob En Mo boll wolle die all bare per Stä D Do Di ihn Das junge Rußland" ist jene Nationalpartei, welche allen Dingen von Haß gegen Deutschland erfüllt ist und der Weltherrschaft des doppelköpfigen Adlers träumt. Partei hat ihre Agenten überall in Europa, und von geht ohne Zweifel jene Zeitungsnotiz aus, die darauf berechn ist, die Czechen in ihren wahnsinnigen Bestrebungen zu er thigen und England zu beruhigen. Lüge und Wahrheit sch in jener Notiz dicht neben einander, und die Lüge ist an Adresse von Großbritannien gerichtet. DI Erobe abe W Es mag zur Zeit wahr sein, daß die asiatischen Gro rungen Rußlands weniger einbringen, als sie fosten; schon jetzt geht ein äußersi beträchtlicher Theil des dortig Handels, der sonst durch türkische Karawanen nach Konstant nopel und über Indien auf englischen Schiffen seinen nach Europa nahm, durch russische Kanäle nach den schwar zen Meere und der Ostsee. Mit der Vertreibung der Engländ Orients Rußlands zufallen, die goldene Hauptader England aus Indien würde der ganze unermeßliche Reichthum De die gen Spr fte 1 ihre Umg Um 9.9 tern An in E bau orter Ani blitu Str in e reder Die die fie fi ten das mit Mad unterbunden sein und dieser Staat von der Höhe seiner herabgestürzt werden. Diese Vortheile, welche die russische Re Die Resolutionen des Comité's wurden mit dem Amen gierung schon in dem ersten Viertel des vorigen Jahrhundert dement Oberwinder angenommen; Angerstein hatte das sei nige zu Gunsten Oberwinders zurückgezogen, und nun erfolgte die Wahl in das Comité, das in Folge der Annahme des find deutlich erkannt, und denen sie unablässig nachgestrebt hat, denn doch so in die Augen springent, daß sie selbst noch gr ßere Kosten, als die russischen Expeditionen in Centralaf Kolatschek'schen Antrages zusammentreten und seine organisi verursacht haben, rechtfertigen würden. Die..jungruffif Partei" weiß so gut wie alle Welt, daß von der Beherrschun rende Thätigkeit beginnen soll. Gewählt wurden: Dr. Kolatschek, Prof. Richter, Hartung( Arbeiter), Oberwinder( Arbeiterführer), Dr. Eduard Kopp( Präsident des dritten deutschen Bundesschießens), Steudel( Landtagsabgeordneter), Groß( Arbeiter) und Prof. Eckardt. Aftens die angestrebte Weltmacht Rußlands abhängt. So viel steht jedenfalls fest, daß Rußland den entscheiden den Schlag in Asien nicht gegen England führen kann, lange ihm nicht im Westen der Rücken gedeckt ist. Englan Fien pp wi 261 hat gegen seine indischen Unterthanen zu große Sünden auf Der Arbeitertag in Nürnberg und die national- liberale und ei dem Gewiffen, als daß es nicht mit Recht befürchten müßte, Ce 18 diese im geeigneten Augenblicke durch russische Machinationen gespund russisches Gold gegen sich aufgewiegelt zu sehen. Irland Do beweist, daß alle solche Sünden eines Tages von der Vergeltung ereilt werden, und an einen erfolgreichen Widerstand gegen Rußland wäre daher in Indien nicht zu denken. Aber die Wiederherstellung Bolens würde jeden Stoß Rußlands auf den Osten unmöglich machen. Bei dem gegenwärtigen Stande der europäischen Politif, wo Desterreich und marfa Frankreich durch Preußen und Rußland bedroht sind, würde schma England unfehlbar im Verbande mit jenen Mächten mit der Wiederherstellung Polens auf die Einverleibung von Bokhara orher und Samarkand geantwortet haben. Daher muß England Englan in eine trügerische Sicherheit gewiegt werden, als verzichtete play die maßgebende Partei Rußlands auf weitere Eroberungen r Hain Asien. Wie Rußland mit der Vernichtung Bolens wartete, bis der Kaukasus erobert war, so macht es jeßt in CentralBolasien Halt, bis mit der Annexion der Czechen, Serben und el G Rumänen, welche zugleich der vorlegte Schritt zur Bernichtung pärtig der Türkei wäre, die Slaven- Schußmauer im Westen geschlossen und die Wiederherstellung Bolens eine eitle Drohung gewor en weld un zünde den ist. ern maß ist rde en all da Ent Das ist die wahre Bedeutung jener unerhörten Enthaltamfeit, welche Rußland in Samarkand gezeigt hat. Wird em ci England sich dadurch einschläfern lassen? Wird Oesterreich, welches in seinem Bestande durch die Agitation Rußlands in Böhmen bedroht ist, während Preußen gleichfalls nur auf den Moment lauert, wo es nachholen kann, was es 1866 nicht bollenden konnte, wird Desterreich nicht endlich erkennen, daß wel die Wiederherstellung Polens eine Maßregel von unabwendweld tei albarer Nothwendigkeit ist? te" per y D Partei. Noch hat sich der Zorn und der Unmuth in den national- liberalen Gemüthern ob des Verlaufs des deutschen Schüßenfestes in Wien nicht gelegt, da kommt schon wieder von einer andern Seite ein neuer Anlaß des Aergernißes. Der nächste Arbeitertag in Nürnberg und das dort vom Vorort vorzulegende Programm ist es, das die Partei in nicht gelinde Aufregung verseßt. Man hatte bis dato einen Theil der Arbeiter Vereine so hübsch gegängelt, bei Wahlen, Versammlungen und dergl. benüßt, es war alles so recht gemüthlich", da kommt dieser„ vom demokratischen Geist zerfressene Vorort"( um mit Herrn Stögner in Nürnberg zu reden) und verlangt, daß die Vereine endlich die Gemüthsduselei fahren lassen, ein scharf gefaßtes demokratisches Programm ale Richtschnur annehmen und darnach künftig natürlich auch energisch handeln sollen. Das war zu viel. Man hatte bisher, wenn auch innerlich knirschend dazu geschwiegen, daß man Bebel voriges Jahr in Gera zum Präsidenten und damit Leipzig zum Vorort ge wählt, jest lief das Maaß des Unwillens über. Eine Anzahl national liberaler Zeitungsschreiber in Nürnberg, Dresden, Gera, Chemniß und Leipzig eröffneten den Krieg, indem fie in der Parteipresse gegen den Präsidenten, den Vorort und die Volkspartei, die man hinter den Plänen des Vororts vermuthet, losschlugen und fleißig heßten, verläumdeten und denuncirten. Die Rollen sind folgendermaßen vertheilt: Herr Rögner als Redakteur des bairischen Fortschritt" in Nürnberg, versorgt die national- liberale Presse Baierns mit seinen, gerade keinen Ueberfluß an Logit verrathenden Correspondenzen, Herr K. Wartenburg( der achtundvierziger Demokrat) leitartikelt unter der Rubrik Aus Thüringen" in der„ Deutschen Allg. Zeitung" und den Chemnißer Nachrichten". Seine Artikel werden auf den Wink des Herrn Biedermann( Leipzig) in den kleinen Local- Moniteurs der Provinz( Glauchauer Tageblatt, Crimmitschauer Anzeiger, Zwickauer Wochenblatt u. s. m.) abgedruckt. Herr K. Badewiß endlich auch dieser Edle darf ja nicht fehlen versorgt von Dresden aus, wo er in stiller Zurückgezogenheit lebt, mit seinen Geisteserzeugnissen fast alle größeren reaktionären und national- liberalen Organe Deutsch9. Juli d. J. erklärt, zwischen Mann und Weib, zwischen Ellands, eingeschlossen die obengenannten Local- Moniteurs. Nordd. tern und Kindern, aber bloß und allein im häuslichen Raum. Allg. Zeit., Organ Bismarcks, Bossische Zeitung, alte Badische Landeszeitung, schwäbischer Merkur, merkwürdigerweise auch An allen öffentlichen Orten, in der Kirche, auf der Straße, in Hotels, Wirthshäusern, Comptoiren, Zuckerbäckereien, Kaffeedas großdeutsche Frankfurter Journal u. s. m. nehmen seine Erzeugnisse unter der Bezeichnung Aus Dresden" oder„ Aus häusern, Restaurationen, Weinhandlungen, Bierhallen, Spazier Sachsen schreibt man uns" an und verkünden sie der staunenorten, Gärten, in allen Läden, Druckereien, photographischen Anstalten, und im Allgemeinen an allen Orten, wo das Pu- Volkspartei in jenen Blättern enthaltene Notiz macht dann blitum fich versammeln oder eintreten darf, ist sie bei schwerer Strafe verboten. Auch ist nicht gestattet, in Privathäusern, in einer Versammlung von mehr als 2 Personen, polnisch zu r Wale Niemand in ihrer Eigenart bedroht, und die noch immer Antwort auf die Frage schuldig geblieben sind, worüber sich denn zu beklagen haben, durch jenen drakonisch befolgDat, fen Utas stußig geworden wären. Bilden sie sich ein, daß das heilige" Rußland anders mit ihnen umspringen werde, als tralaf mit den unglücklichen Polen? 1; che nd bo Did m ihn Derechn term an DI die Unbegreiflich aber ist die Verblendung jener slavischen Stämme, auf welche Rußland spekulirt, vor allem der Czechen, alle vor Begierde brennen, von den Fängen des zweiköpfigen Adlers umkrallt zu werden. Das Geschick der Polen, denen Sprache, Nationalität, Literatur, Glauben genommen ist, warnt nicht. Selbst unter einander dürfen die Polen nicht mehr Muttersprache reden. Sie wird bloß noch im häuslichen ihre Umgange mit der nächsten Familie gestattet, nämlich, wie ein t ftch Umlaufichreiben des Statthalters Potapoff aus Wilna vom Erobe abe Dortig onftant en W fchwar gland um Del nglan ſche Re undert och gr gruffif rrichun fcheiden ann, Englan reden. die fie Kein Anzeichen deutet darauf hin, daß die Czechen, Irrthum, laß los der Augen Band! Und merkt euch, wie der Teufel spaße." " " den Welt. Eine gegen den Präsidenten, den Vorort oder die die Runde durch die gesammte national- liberale Presse und dem harmlosen Leser schaudert natürlich die Haut ob dieser verruchten ,,, von den Ultramontanen und dem Hießinger Hof" bezahlten Demokratie. Mit der Wahrheit wie mit der Logik wird es dabei nicht so genau genommen, nur recht geschimpft, recht verleumdet und recht Ungeheuerliches hinausgesendet in die Welt, das ist die Hauptsache. Stellt sich dann später auch das Behauptete als Lüge heraus, was schadet das, etwas bleibt doch davon hängen und weiter hat's finen Zweck. Die eignen Anhänger und Genossen werden dabei natürlich gehörig herausgestrichen, ihr Wohlwollen" und das warme Herz" für die Arbeiter gebührend gelobt und angepriesen. Ein Beispiel möge genügen: In Nr. 185 des„ Glauchauer Tageblatts" schreibt unter dem Zeichen Dresden, Herr Badewiß, der Ehrenmann, unter anderm auch über die Wiener Volksversammlung, die er natürlich gar nicht gesehen, folgendes: 262 blos Guten überflüssig, indem Herr Wartenburg mit seiner befannte Schlauheit sich selber den Strick um den Hals gelegt und fein auf Behauptung vielleicht aus ,, allzuwarmen Gefühl" widerrufen hat In der 9. Zeile heißt es nämlich wörtlich weiter: leiblid lenhei „ Es widersteht dem praktischen Sinne der weitaus großen Mehr zahl der Arbeiter, den phantastischen Planen und Absichten der Boll partei sich anzuschließen, zu deren Verwirklichung nichts Geringer gehört als der vollständige Zusammenbruch nicht nur der Verfassungs formen Europa's, sondern auch eine gänzliche Veränderung der eure gerech päischen staatlichen Machtverhältnije." Bon der zu Wien abgehaltenen Volksversammlung hört man ganz curiose Dinge. Die Arbeiter machten auf derselben ganz entschieden Front gegen die welfisch- demokratischen Führer der Volkspartei", die Herren Trabert aus Hessen, Freese aus Schleswig- Holstein und Mayer aus Stuttgart, und erklärten durch ihre Redner unzweideutig, daß sie von dem politischen Programm dieser Partei, die bekanntlich bei uns in Sachsen von den Herren Prof. Wuttke, Bebel, Liebknecht, Schraps 2c. vertreten wird, gar nichts halten, sondern nur allein die Besserung ihTer Lage im Auge behalten wollen. Daß sie dabei in der Wahl der Mittel, wenn sie von einer europäischen und dergleichen Verbindung der Arbeiter sprechen, über das Ziel, das sie sich gesteckt haben, hinausschießen, ift allein Schuld derjenigen Volksverführer der genannten Partei, welche sie bisher mit rosigen Hoffnungen fütterten und den festen Boden unter ihren Füßen vergessen ließen. In dieser Beziehung fönnen wir nicht genug unseren Arbeitern die von Karl Wartenburg in Gera geschriebenen und warm gefühlten Artikel in den ,, Chemn. Nachr." Nr. 181 und 182 empfehlen. Sie zeigen, wohin das Treiben dieser Volkspartei" führt." " denn doch zu mager. Licht 2 erw มี Dem R beit, bimm Liebe. Araft gen un Also erst behauptet Herr Wartenburg zu Gunsten de nicht ,, Kleinstaatenthums" läuft die Bolkspartei- Agitation hinaus un und d dann plöglich läßt er sie nicht nur auf einen vollständige hen Zujammenbruch der Verfassungsformen Europa's, sondern audes Le auf eine gänzliche Veränderung der europäischen Machtverhält fraftve nisse" hinauslaufen. Und solchen Unsinn, solchen Widerspruch bieligiofit Herr Badewiß möge sich trösten, die ,, welfisch- demokratische tet Herr Wartenburg in demselben Athem den Arbeitern, wo Bolkspartei" hat keine Ursache, über den Ausgang jener Verden praktischen Sinn" der großen Mehrzahl lobt. Ja wohl, b fammlung sich zu ärgern. Die beiden ersten Resolutionen geWartenburg, praktisch" sind die Arbeiter, das werden Sie gen die Gewaltpolitik Preußens im Jahre 1866 und die Hin Nürnberg erfahren, darauf verlassen Sie sich! Die Arbe ausstoßung Destreiche aus Deutschland find unter allgemeiner ter können ziemlich viel ertragen, aber solcher ,, Kohl" ist ihnen Zustimmung der Arbeiter angenommen worden, und wenn lettere den dritten Punkt änderten und statt ,, Volkspartei" In derselben Numiner der ,, D. Allg. Ztg." wird aus Chem ..europäische Sozial- Demokratie" fepten, so mag man darüber nig", von Herrn Starke, dem Red. der Chemnißer Rachrichten streiten fönnen, ob es in diesem Falle angemessen war, die mit einigen Zuthaten versehen, eine Notiz des Frankfurter Jour weitestgehende Forderung aufzustellen- zu verurtheilen war diese nals aus Dresden( Verfasser Herr Badewiß) reproducirt, wonad Forderung jedoch keineswegs. Was verstanden denn in Wien der dortige, der Frankenberger und der Glauchauer Verein gege unter ,, europäischer Sozial- Demokratie" die Arbeiter? unsrer die Zulassung eines politischen Programmé sich erklären werden Meinung nach nichts anderes als den großen Bund der„ InNachdem bei der Wahl im Chemnißer Berein der demo ternationalen Arbeiter Association". Da aber die welfisch- de- kratische Vorsitzende, Herr Schelle, dem national- liberalen mokratischen Führer" Liebknecht, Bebel u. s. w. selbst Witglieder Herrn Red. Starke gegenüber unterlegen ist, rechnen wir a dieser Berbindung find, leßterer sogar das Programm der In- lerdings nicht auf die Zustimmung des Chemnizer Vereine al tifiren plinire Gemein Da langen ebensowenig auf den Frankenberger, wo Herr Pilz( der Agent Kaufleute, die sich dort seiner Zeit, wir glauben es war nach St Bruchst Butan widhte Hunger bet G mung Bebant Intere berziger 114 23 ganges, nie die ondern Beneral des Hans Blum) an der Spize steht; im Glauchauer dagegen steht's mit dem National- Liberalismus wackelig, do ist ein Theil der Arbeiter von der Volkspartei, corumpir und hält der Gegenpartei die Wage. Vielleicht holt man äh lich wie in Fürth die 25-30 Bourgeois, Fabrikanten un der Reichstagswahl, als Mitglieder zur Unterstüßung des Be eine" hatten einschreiben lassen, zu Hülfe um die Demokrati zu besiegen; hoffentlich werden dann unsere dortigen Freant mit der Veröffentlichung der Thatsache und der Namen nicht hinter dem Berge halten. Mit diesen Bereinen dürfte Liste der national- liberalen Arbeiter- Vereine Sachsens erschöp sein, alle übrigen sind demokratisch, und von diesen erwar ten wir, daß sie ihre Kräfte aufs äußerste anspannen, selbstständige Deputirte nach Nürnberg schicken zu fönne denn es gilt einen Kampf und ein Ziel der größten Opfer werth Der Sieg ist der demokratischen Sache in Nürnberg ficher, d fommt nur darauf an, ihn möglichst fruchtbringend zu mache ternationalen Arbeiter Association dem Arbeitertag empfehlen will, so fällt also dieser ganze künstliche Gegensaß zwischen Arbeitern und Bolkspartei" damit ins Wasser. Hoffentlich gibt diefe Auseinandersegung Herrn Badewiß Gelegenheit zu einigen Denunciations- Artikeln. Wohl bekomm's ihm. Die von ihm empfohlenen warm gefühlten" Artikel des Herrn Karl Wartenburg in Gera in den ,, Chemn. Nachrichten" haben wir zu unserm lebhaftesten Bedauern nicht gelesen, weil wir das Blatt nicht halten; und der Redakteur Herr Starke hat, ficher in dem Bewußtsein, daß bei uns Hopfen und Malz verloren, die betr. Nummern uns nicht zugesandt, wie das an andere Vereine geschehen ist. Wir müssen also warten bis uns ein andrer Freund, der glüdlicher war als wir, eine Kritif schickt, was hoffentlich für nächste Nummer geschieht. Dagegen haben wir ein anderes Erzeugniß des Herrn K. Wartenburg vor uns, dessen ,, Wärmegrad" wir mit ein paar Worten untersuchen wollen. Die Nr. 184 der Deutschen Allgemeinen Zeitung" bringt unter der Ueberschrift:„ Die Arbeitervereine und die Volkspartei" einen Artikel aus Thüringen." In der Einleitung wird aufgezählt was alles für Vereine sich gegen ein Programm erklärt; dann heißt es wörtlich weiter: Die Arbeiter sagen sich ganz richtig, daß der Norddeutsche Bund, welcher ihnen das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht gegeben, welcher ein allgemeines Staatsbürgerrecht geschaffen und die Freizügigkeit eingeführt, welcher die polizeilichen Ghehindernisse und die Paß-= quälerei abgeschafft hat, in der kurzen Zeit seines Bestehens unendlich mehr für die Arbeiterintereffen dadurch gethan als jenes Kleinstaatenthum, zu dessen Gunsten doch schließlich alle diese Bolkspartei- Agitationen hinauslaufen." um tial gef tommen immer W infteme blag b Vie Bat Programm der Internationalen Arbeiter- Association ( Schluß.) Lumen icht. Fr trit bie Saufen und tha Un Dennod Sorten eifer Den, 23e Wenn die mittelalterliche Weltanschanschauung in from mem Ernst und Consequenz die Berantwortlichkeit für Ungerechtigkeiten zeitweiliger Zustände einer göttlichen Anor nung ganz zufchob, dies in Inkonsequenz und Heuchelei vo der modernen, offiziell gepflegten Weltanschauung heute no theilweise geschicht, so machen wir dagegen die Menschhe für alle Gebrechen und Ungerechtigkeiten der gesellschaftliche Also zu Gunsten des Kleinstaatenthums" laufen die Volkspartei Agitationen hinaus, behauptet Herr Wartenburg. Wir segten bereits die Feder an, um diese lügenhafte Behaup tung ad absurdum zu führen, da fiel unser Blick einige Zei len tiefer in demselben Artikel, und wir fanden unsere Mühe Zustände ganz allein verantwortlich. nnten Darum beruht unsere Moral nicht auf Glauben, sondern fein auf Wiffen, nicht auf Gnade, sondern auf Selbsthülfe, nicht m hat blog auf Unterlassung des Bösen, sondern auf Schaffung des Mebr Bolt ngere jung 7 De Guten. Wir erkennen keine zweifache Lebensaufgabe, eine für das leibliche und eine andere für das geistige Wohl lenheil" ,, das Seesondern nur die, vom Standpunlt der Wissenschaft eure gerechtfertigte Einheit aller menschlichen Lebensregungen an. Wir trennen nicht die soziale von der politischen Frage, de nicht die Gesellschaft vom Staate, sondern faffen sie in einen 8 und und denselben Gedanken zusammen, der das Wesen des Men digen hen ganz erfüllt und in seiner Ausführung die Bedürfnisse aud des Leibes, Geistes und Gemüthes harmonisch befriedigt, zu rhal fraftvollem Schwunge erhabenster Gesinnung werkthätiger Rebieligiofität zur höheren Poesie des Lebens" befähigt. ch Arbei ihnen Dem " wo Wir wissen, daß durch die Reibung der Gegensäge das Heicht der Wahrheit entzündet und dem Entwicklungsprozesse Sie der Weltgeschichte Energie und Gebährungsstoff verliehen wird. Für uns ist der Weg der Kulturgeschichte der Weg aus Reiche der Finsterniß( Hölle), der Unwiffenheit und Rohheit, des Irrthums und der Bosheit in das Reich des Lichts ( Simmel), der Wisschenschaft und Bildung, der Erkenntniß und Shem ichten Jour ponad gegen werden demo eralen ir al ereiné Liebe. Wir werden tolerant sein, andern Meinungen nur die Kraft der Wahrheit entgegenstellen; denn wir wollen überzeuen und nicht zwingen, belehren und nicht berhören, demokratifiren und nicht demagogifiren, wollen moralisiren und diszi pliniren, durch selbstständige Gesammterkenntniß zu innigem Gemeinverständniß, durch Gesammtwille zur Gemeinthat ge langen; wollen durch die Selbstthätigkeit Aller, nach Kraft und Befähigung seinen Plaz findet, ein passendes Bruchstück zum großen Ganzen zu liefern Agent er da don mpirt nähm ar be Vet ofrati reant a nicht te dit fchöpf erwar 7, um önnen wertb ber, d machen tion. from Für di Anor Tei von te nod nichbe aftlichen den künftigen 263 Aus England. London, den 10. August. Die Nationale Arbeiter- Union der Vereinigten Staaten hat ihre Wahlfonferenz gehalten, und die Bedingungen, unter welchen sie für den einen oder den andern von den alten Parteien vorgeschlagenen Präsidentschafts- Kandidaten stimmen will, festgestellt. Der erste Beschluß der Konferenz erflärt, daß die producirende Klasse: Ackerbauer, Bergleute, Handarbeiter, Kopfarbeiter, den wichtigsten Theil aller Gemeinwesen bilden; daß dagegen die Vertheiler der Produktion, die Finanzund Staatsinänner sammt der ihnen zur Verfügung stehenden Giril und Militärgewalt von untergeordneter Wichtigkeit und ein Ausfluß der producirenden Klasse sind. In Betreff der Staatsschuld verlangt die Konferenz, daß jede Regierungsanleihe, bei deren Kontrahirung die Rückzahlung in Gold nicht ausdrücklich zur Bedingung gemacht worden, in Staatsfaffenscheinen bezahlt, oder gegen drei Prozent Zinsen tragende Obligationen ausgetauscht werden soll. Sie verlangt ferner, daß die Noten der National- Banken der Zirkulation entzogen und durch Staatskassenscheine ersetzt werden. Diese Forderungen sind aufgestellt im Gegensatz zu den vielfachen Versuchen der Börsenwölfe, den zu schlechten Bedingungen kontrahirten Kriegsanleihen durch Bertilgung des Staatspapiergeldes vollen Goldwerth zu verschaffen. Die Konferenz verlangt ferner gleichmäßige Besteuerung jeder Art von Eigenthum nach seinem wirklichen Werthe. Deffentliche Ländereien sollen unter feinerlei Vorwand abgetreten werden, ausgenommen in fleinen Quantitäten an die wirklichen Bebauer. Die Staatsbeamten werden aufgefordert, das Achtstun Buständen in Form und Inhalt den Stempel des Gleichge- den Gefeß überall durchzusetzen. Die mit der heutigen dichts und der Harmonie aller geistigen und materiellen Schöfungen aufgedrückt wissen. Dies kann jedoch nur geschehen, wo der durch WahrnehBebante, mung der Thatsachen in Ursprung und Wirkung erwachsende zugleich der ideale Zielpunkt unserer Kultur, mit den Frauenarbeit verbundenen Mißbräuche werden als eine Schmach und Schande der Civilisation charakterisirt, und die Weiber aufgefordert sich den Gewerbe- Vereinen der männlichen Arbeiter anzuschließen. Die zwei legten Beschlüsse lauten:„ Wir fordern die inIntereffen der unterdrückten Klassen und dem Bedürfnisse hoch dustriellen Klassen auf, in jedem Kongreß oder Staaten- Distberziger und opferwilliger Menschen in Uebereinstimmung steht. rift diefe Grundfäße öffentlich zu verbreiten, und Niemand, sei Bas wir unter einem leitenden Gedanken des Geschichtssanges, die Zustände umgestaltenden Zeitgeiste verstchen, kann tial es für den Kongreß, für eine Staaten- Gefeßgebung oder irgend ein anderes Amt feine Stimme zu geben, der sich nicht völlig nie die Erfindung und das Eigenthum dieses oder jenen Kopfes, verpflichtet dieselben zu unterstützen". ondern nur die Schöpfung und das Gemeingut zeitweiliger Benerationen fein, um, wie es selbst aus überliefertem Mate geschöpft, als vermehrtes und veredeltes Werk das Erbtheil iteme ,, Wir empfehlen dem Volke der ganzen Union überall Massenversammlungen zu halten um die hier erwähnten Grunds säße der Nationalen Arbeiter- Union zu bestätigen und nur für tommender Geschlechter, also wiederum eine weitere Staffel zu diejenigen Candidaten zu stimmen, welche sie annehmen. Wer mmer höheren Kulturzuständen zu werden. Wir werden feine alleinseligmachende Weltbeglückungsaufstellen, feine fertigen Universalerlösungsmittel in Vorden diefe Grundfäße nicht von einem der Kandidaten der zwei großen Parteien angenommenes kümmert uns nicht, von welchem so rathen wir, daß der Jahreskongreß der Nationablag bringen, sondern immer nur thatsächlichen Entwickelungen len Arbeiter- Union, der sich am 3. September in New York bie Bahn beleuchten, bestehende Hindernisse aus dem Wege zu trit die umen fuchen und so die Kulturgeschichte, wie es stets ge- Präsidentschaft ernennt und die große Masse zu seiner Unter icht, ihren Beruf durch sich selbst erfüllen lassen. versammeln wird, einen eigenen Arbeiter Kandidaten für die Freilich muß erst der veraltete Geist abgestorben, müssen 3wingburgen in Trümmer gefallen und die Schuttstüßung auffordert". Diese Plattform( Programm) enthält in wenigen Zeilen eine vollständige Kriegserklärung gegen die bürgerliche Gesellschaft und alle ihre Anhängsel, in dem Lande wo feine aufen weggeräumt sein, ehe der Neubau endgültig geplant feudalen Hindernisse zu beseitigen waren, wo feine verjährten Rechte und thatfächlich in Angriff genommen werden kann. Borten Dennoch, wo uns brutale Gewalt in den Weg tritt, nicht bei Und obwohl unser Gang ein friedlicher, so werden wir stehen bleiben und immer und überall den Rath geben, ben, Weihwedel und Rosenwasser entgegen zu werfen. den bürgerlichen Fortschritt gestört, und die Segen bringenden Wirkungen der bürgerlichen Produktion für die Gesammtbevölkerung gehemmt haben. Das erste, was die germanischen Barbaren thaten, als sie festen Fuß faßten im alten römischen eisenbewaffnetem Feinde mit andern Dingen als Redesal Reiche, war durch Gesetze zu bestimmen, daß sie den besten und unentbehrlichsten Theil der Bevölkerung bildeten. Sie bildeten den unentbehrlichsten Theil der damaligen Bevölkerung, sie wa 264 ren die Regeneratoren der damaligen Menschheit, die Träger einer neuen Gesellschaft. Die freche Behauptung Ludwigs XIV. ich bin der Staat" wurde beantwortet durch die Gegenbehauptung, welche der bürgerlichen Revolution als Motto diente der dritte Stand ist Alles, Adel und Klerisei sind Nichts". Der Kapitalist von heute behauptet mit derselben Frechheit, wie ehedem der französische König ich bin der Staat"; die a merikanische Arbeiter- Union erklärt dagegen: ,, Wir Arbeiter bilden den wichtigsten Theil der Bevölkerung, Ihr seid nur die Schmarozerpflanzen." Aus Thüringen schreibt man uns noch kurz vor Schlus des Blattes: In der am 2. d. M. abgehaltenen Jahresversamm lung des im August v. J. in Eisenach gegründeten Wahlver eins für Thüringen wurde beschlossen: Die Newyorker Maurer halten Stand. Noch sind ihre eignen Mittel nicht erschöpft, und von den verbrüderten Gesellschaften der übrigen Lokalitäten stehen ihnen 31,000 Dollars zur Verfügung. ..Zur Ausbreitung des Vereins sollen in verschiedenen Theilen Thüringens von Zeit zu Zeit Versammlungen abge halten werden." In Betreff der socialen Frage erklärte die Versammlung: ..Der Verein erkennt es für seine Aufgabe die Bestrebun gen zur Hebung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiter nad Kräften zu unterstützen, aber nur insoweit sie die politisch No. Freiheit als Grundbedingung zur Erreichung ihrer Ziele be trachten." Die Gründung eines eigenen Parteiorgans wurde schlossen und der Vorstand beauftragt unter günstigen Ber hältnissen den betr. Beschluß auszuführen. Auf eine vom Hamburger demokratischen Vereine ergan gene Anfrage erklärte die Versammlung 6. Re Straße Agent Street ..Ihre Zustimmung zur Beschichung einer im Einver ständniß mit den Süddeutschen zusammen zu berufenden Versammlung zur Organisation der gesammten deutsche Demokratie durch Abgeordnete des Thüringer Wahlvereins, mit dem Auftrage zur Berichterstattung an den Verein. Marg Der General Rath der Internationalen Arbeiter- Affoziation hat beschlossen, dem nächsten Kongreß, welcher sich am 7. Sep tember in Brüssel versammeln wird, folgende Fragen zur Berathung vorzulegen: Noch Au Arbeit Tag be noch nicht. geglau 1) Der Einfluß der Maschinen in den Händen der Kap inte. talisten. 2) Berminderung der Arbeitsstunden. 3) Das Privateigenthum in Grund und Boden. 4) Die Schulbildung der arbeitenden Klassen. lenten mir i mard lenten 5) Die Etablirung von Kreditinstituten zur Beförderung Ernen und Erleichterung der Emanzipation der Arbeiterflafe 6) Die geeignetsten Mittel zur Etablirung der genoffen Der englische Wahlkampf wird ernst, aber nur zwischen den Konservativen und Liberalen, die Arbeiter sind Null. Die Konservativen heulen: Die Staatskirche und der Thron! die Liberalen: Abschaffung der irischen Staatsfische und Bervollkommnung der Reformbill von 1867! Gladstone hat seine erste Wahlrede gehalten und erklärt, daß es von den Wählern des ganzen Königreiche abhänge, ob das nächste Parlament seine Aufgabe erfüllen werde oder nicht. Disraeli erklärte vor einigen Tagen, daß unter den vorhandenen Umständen der Zustand Irlands befriedigend sei. Diese Erklärung hat Gladstone,.mit Erstaunen erfüllt", es gebe nichts Unbefriedigenderes als der Zustand Irlands. Die permanente jährliche Bermehrung der Staatskosten( nach seiner Meinung eine unnöthige Vermehrung) schiebt er dem gegenwärtigen Ministerium in die Schuhe. Aber hatten nicht die Liberalen die Majorität und war er nicht der Führer der Liberalen? Auch proklamirt er die Unzulänglichkeit der Reformbill von 1867, aber von Arbeiterverhältnissen oder Wahlkosten sagt er fein Wort. Bis jetzt sind nur zwei wirkliche Arbeiter Kandidaten im Felde: ein Schriftsezer, Hartwell, jetzt Redakteur des ,, Beehive", für einen Londoner Distrikt und Odger, cin Lon doner Schuhmacher für Stafford. In London find drei Kandidaten, die sich weigeru Geld für ihre Wahl auszugeben, Stuart Mill, Thomas Hughes und Edmund Beales. Beales ist der Präsident der Reform Liga, als solcher ein Vertrauensmann der Arbeiter. Als radikalster aller radikalen Bürger weiß er in seiner Wahl- Adresse weiter nichts über die Arbeiterverhältnisse zu sagen, als das Glück und die Zufriedenheit der Millionen zu sichern, welche die wirkliche Quelle und Stüße des nationalen Wohlstandes und der nationalen Macht sind. Er erbietet sich behülflich zu sein, die scheinbar entgegestehenden aber in Wirklichkeit gemeinsamen Interessen der Arbeit und des Kapitals mit einander zu versöhnen". Verbesserung der Armen- Verwaltung schlägt er als Mittel vor; aber sind es nicht die großen Eigenthümer, welche dieselbe kontroliren? Er sagt: in einem Lande, das so erstaunlich wohlhabend ist wie das Unsrige, sollte nie ein fleißiger ehrlicher Arbeiter ohne Arbeit und angemessenen Lohn sein". Eutweder sind diese Ausdrücke unüberlegte fromme Wünsche, oder Kapital und Arbeit find unversöhnliche Feinde. Der Kapitalist, der jährlich 50,000 Pfd. St. bezieht, muß ein anderes Intereffe haben als der Arbeiter, der in Folge einer Maschinen Erfindung zum Bauper wird. schaftlichen Produktion. De Vereine, deren Antwort auf die Fragen in Betreff statistischen Berichts über den Zustand der Arbeiterklaffe bereit sind, werden ersucht, dieselbe dem nächsten Kongreß vorzulegen Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Hermann Jung, Vorsißender. J. Georg Eccarius, General- Sekretät. Vermischtes. und a entiche tas anitre Beg, übrige feit 12 derbur tine famm narent Dinge Der berühmte Historiker Niebuhr, dessen Andenken durd die Bonner Jubelfeier wiederum erneuert wird, macht bei der Erörterung der Frage, ob Kaiser Galigula wahnsinnig gewefen sei, die geschichtlich festgestellte Schlaflosigkeit desselben ala ent scheidenden Grund für die Annahme des Wahnsinne geltent Auch eine anderweite Bemerkung Niebuhr's:„ daß es zur Beit Geif nicht des Caligula nichts in Rom gegeben habe, was einen woh thätigen, den Wahnsinn hemmenden Einfluß auf den des Kaisers habe ausüben können", wird der Beachtung Tabe mridh Defte berr Breffe unwerth ſein; der durchgeführte militärische Despotismus meint Niebuhr, und die Herrschaft der Prätorianer sowie di unwürdige Haltung des Senates seien nicht geeignet gewefen Idem Geiste des Unglücklichen reinigende und erhebende Ein drücke zu geben. Leipzig. Druck und Verlag: 6. W. Vollrath. Expedition: Windmühlenstraße 14. traur Mennt Aust Der bleibt Lag f Roth,