[. E g. unja Tauf Demokratisches Wochenblatt. al No. 39. nas uns eben. fei Dyna reben Organ der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 26. September. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage ein1868. C. Reichert Dainstraße 27, G. Hofmann Brübl 40, G. Dehler Neumarkt 6, G. Richter Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein Universitäts= lienlich Bringerlohn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren M. Dolge am Markt, iche traße und die Ervedition d. Blattes E. W. Vollrath Windmüblenstr. 14. Für Dresden Filialegpedition F. W. Grellmann Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. fung gereb einer der inden diefe frieg Mit Nr. 39 schließt das dritte Quartal unseres Wochenblattes, und wir bitten die geehrten Abonnenten, die Bestellungen auf das neue Quartal rechtzeitig zu bewirken, damit die Zusendung des Blattes keine Unterrechung erleide. Die Der fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine in Nürnberg. Inhalt: Politische Uebersicht. Die Arbeiter gegen den Krieg. eiten gland. en ed Teder fort aged Defin olde reau brigt aus Imte, aben ch!! iber) Sgr. rer. Conferenz der deutschen Volkspartei. Aus Berlin.- Aus Aus Amerika.- Beilage: Eine Stimme aus Amerika. welcher die Pulvermine entzündete, nicht in Spanien erzeugt wurde; aber so viel steht fest: der Brennstoff war auf der unglücklichen Halbinsel so massenhaft aufgehäuft, daß der Brand jeder diplomatischen Controle spotten wird. Möglich, daß es den Gewalthabern noch einmal gelingt, die Volksbewegung niederzuwerfen immerhin ist es ein erfreuliches, hoffnungsvolles Zeichen, daß, nachdem die Revolution von Oben" so Krieg oder Revolution war das Dilemma, in wel lange ihre schamlofen Bacchanalien gefeiert, die ,, Revolution Politische Uebersicht. des fich das geängstigte Europa während der legten andertvon Unten" endlich wieder in wildzorniger Majestät auf die halb Jahre eingeklemmt fand. Die unsichere Lage des fran- Weltbühne tritt und uns den Beweis liefert, daß die Geschichte sonichen Kaisers war für Niemand ein Geheimniß, und wer Augen hatte zu sehen und Ohren zu hören, der wußte, daß nige gemacht wird. Brage der Menschheit nicht bloß in den Kabineten der Kaiser und KöDolution durch einen Krieg mit Preußen zu entgehen, und die sich dem Sturm nicht gewachsen zeigt? Die Frage ist schwer Was wird Bonaparte thun, wenn die Königin von Spazu beantworten. Intervenirt er, so fordert er direkt die revolutionären Leidenschaften des französischen Volks heraus, das war bloß: wann wird er die Kriegsfackel ins Land leudern? Jest plößlich ist Abwechslung gekommen in das traurige Einerlei der Kriegs- und Friedens Fieberphantafieen, sich sehr wohl bewust ist, daß jeder Schlag, den die Freiheit Don Westen her bligt der Telegraph das Wort: Revolution. in einem andern Staate erleidet, eben so gut Frankreich trifft. Noch nicht Revolution in Frankreich; zunächst bloß Revo Intervenitt er nicht, nun, so läuft er Gefahr, in Frankreich lution in Spanien, aber so weit wir nach den zerfeßten selbst von der Revolution angegriffen zu werden, denn Revo Bachrichten, welche die französische Censur durch passiren läßt, lutionen gleichen jenen furchtbaren Erdbeben, welche periodisch beurtheilen vermögen, eine wirkliche Revolution. " Königin Isabella war gerade auf dem Weg nach Biarritz, immer weiteren Kreisen sich fortpflanzend, Festland und Meer o fie fich bei ihrem Bruder" Louis Bonaparte für das Ber rechen, ihm 30,000 Soldaten nach Rom zu verschachern, Rath and Hülfe holen wollte gegen ihr eigenes Volf, als sie von Südamerika verwüsten, und die, von einem Punkte aus in aus den Angeln heben. Also Gefahr in beiden Fällen. Unter solchen Umständen wird Bonaparte sich vermuthlich in der Defensive zu erhalten suchen und, vor der Hand weer Hiobspost ereilt wurde, daß ein Theil der Flotte von Ga nigstens, auf die Ausführung seiner Kriegspläne gegen Breußen ir die Fahne der Empörung aufgepflanzt und nach kurzem verzichten. Insofern hat die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", Bombardement die Stadt sammt der Besaßung zur Uebergabe Bismards Organ, Recht, wenn sie in der spanischen Revolution Boungen hatte. Sofort fehrte die bestürzte Monarchie um, eine Bürgschaft des Weltfriedens erblickt; allein fie irrt sich, und sie soll wieder in Madrid angelangt sein. Dort, wie in Arragonien, Catalonien und Andalusien ist der Belagerungs- auf Kosten des französischen schöpft. Sie irrt sich, weil trob und in Andalusien allein sollen die Rebellen über 15,000 Soldaten Säbelregiment dies- und jenseits des Rheins besteht, und weil tand verfünt Der Hauptsiz der Insurrektion ist in Gadir, augenblicklicher Entfremdung eine Solidarität zwischen dem und 11 Kriegsschiffe mit 5000 Mann verfügen. Prim's der Sturz des französischen Kaiserreichs mit Nothwendigkeit den antunft in Spanien wird gemeldet, gleichzeitig mit der Flucht s Erministers Gonzalez Bravo, der mit seiner Familie wenn sie daraus Hoffnungen für den preußischen Gäsarismus des Bismarc'schen Systems nach sich ziehen müßte. Wenn Völker das Wort haben, verlieren die Worte der Könige und ihrer Diener sehr an Interesse. Und viel mehr Ereignissen nicht fremd. Kann sein, daß der elektrische Funke, der letzten Woche nicht aufzuweisen. Wir können uns daher Man sagt, orleanistisch preußische Intriguen seien diesen als solche Worte hat, außer dem spanischen Drama, die Chronik kurz fassen. König Wilhelm wurde auf seiner politischen Vergnügungsreise von den Hamburger Patrisiern an Bord der ,, Hammonia" bewirthet und betoastet, was ihn zu der bescheidenen Aeußerung veranlaßte, seine Leistungen für die deutsche Einheit seien ihm nur durch seine gegenwärtigen Bundesgenos sen ermöglicht worden. Nach dieser Aeußerung,( die uns beiläufig zeigt, daß König Wilhelm entweder die Verdienste Bonaparte's um die preußisch- deutsche Einheit vergessen hat, oder denselben noch immer zu seinen Bundesgenossen zählt), fuhr die Hammonia" weiter und auf den norddeutschen Sand. Und auf dem norddeutschen Sand blieb sie fizen sammt dem Gründer des norddeutschen Bundes, bis die Fluth das Schiff wieder flott machte. Wäre es das preußische Staatsschiff" gewesen, nicht ein wirkliches Schiff von Holz und Eisen, so würde die Fluth es erst recht auf den Sand gesezt haben, denn die Staatsschiffe" des monarchischen Europa sind nur bei Ebbe des Volks- Ozeans flott. Die alten Römer hätten das königliche auf den Sand laufen für ein übles Omen gehalten; doch wir sind keine Römer. Deutschland, die fromme Kinderstube, Ist feine römische Mördergrube," sang Heine vor 25 Jahren, und seitdem sind wir eher noch unrömischer geworden. Wieder in Hamburg gelandet, gab König Wilhelm eine friedliche Interpretation seiner neulichen Kieler Rede, die von den meisten Menschen in nichts weniger als friedlichem Sinn aufgefaßt worden war. Damit es der Interpretation nicht an einem praktischen Commentar fehle, hat die preußische Regie rung die Errichtung von 13 neuen reitenden Batterien ange= ordnet. Seit 12 Jahren forderte der Kriegsminister die Maßregel; aber erst jetzt wird sie durchgeführt- natürlich weil ,, Alles so friedlich aussicht." Mittlerweile hat König Wilhelm, wie der Telegraph zu melden für nöthig hält, seine Reise glücklich beendigt. Er soll sehr zufrieden sein. Ueberall war sein Empfang ein enthusiasti scher sagen die amtlichen, halbamtlichen und nationallibe ralen Blätter; die„ Hannöver'sche Volkszeitung", die so naseweis war, das Gegentheil zu behaupten, ist konfiszirt worden. Nachschrift. Die neuesten Berichte lassen keinen Zweifel an dem ernsten Charakter der spanischen Bewegung. Mit Ausnahme der Hauptstadt, welche durch die starke Besagung im Baum gehalten wird, steht das ganze Land in Flammen. Die Insurgenten kämpfen unter dem Ruf: es lebe die Repu blik ein Beweis, daß der Aufstand nicht dynastisch ist, 306 sagter Pätz Mitglied dee Allg. Deutschen Arbeitervereins se und wenn, ob der Präsident des Allg. Deutschen Arbeite vereins nicht einschreiten werde? Hr. von Schweizer, deffen Unterthanen von der Eristen; des„ Demokratischen Wochenblatts keine Ahnung haben dürfen, nahm von unsrer Anfrage Notiz, bis sie in der Berliner Zukunft" abgedruckt ward welche am nämlichen Tag eine, die Verschmelzung der social demokratischen Elemente befürwortende Correspondenz Leipzig brachte. feine aud Cor Nun fonnte Hr. von Schweißer nicht mehr schweigend und in Nr. 108 seines Amtsblatts, des„ Social- Demofrat schleuderte er gegen unsere Anfrage und die erwähnte respondenz einen Ukas, beginnend: In der Zukunft" finde wir nachstehende, einem andren Blatt(!) entnommene gehä sige Notiz". Folgt die gebäffige Notiz", welche mit der Phra abgefertigt wird:„ der Präsident des Allgem. Deutschen beitervereins ist kein Polizeibüttel, fein Cenſor". Red Ar b schön, aber hr. von Schweizer ist., Diktator", wie er fid selbst betitelt hat, und von seiner diktatorischen Gewalt welche auch die des Polizeibüttels" und„ Gensors" einschließt b hat er wiederholt gegen demokratische Mitglieder des Deutschen Arbeitervereins Gebrauch gemacht. Warum nicht und wäre es nur der Abwechselung halber Allg gegen ein re aktionäres Mitglied, das den Verein schändet, und den Prin zipien der Socialdemokratie in's Gesicht schlägt? Als vor einigen Monaten die große Volksversammlung Stod bei Braunschweig Beschlüsse in ächt demokratischem Sinn faßt wie schnell griff da Hr. von Schweißer nach dem des„ Polizeibüttels", um einmal tüchtig drein zu fahren" ter die unglücklichen Vereinsmitglieder, die so naiv gewefen waren, in der von Schweiger'schen Sozial- Demofratie" ba oder eine Lockspeise zu halten. Doch Hr Päz, der reactionäre ef ja Bauer, das ist was anders. WIN find fein Wörtchen Demokratie für etwas andres als einen redner Polizeibüttel", kein Genſor". " Sierrath Ja, hätte der Allg. Deutsche Arbeiterverein nicht die straff Organisation", auf die Hr. von Schweißer sich in demfelbe demokratischen Elemente zurückzuweisen, dann wäre die Ufas beruft um den Gedanken einer Verschmelzung der sozial frage des„ Dem. Wochenblatts" allerdings finnlos gewesen. Ab Noblesse oblige. Das Diktatorspiel figelt die Eitelkeit hat sonst mancherlei Annehmlichkeiten, ist jedoch leider dem fatalen Uebelstand verknüpft, daß es dem Spieler wortlichkeit aufwälzt, Aber und mit Für Alles, was im Bereiche seines Einflusses geschieht, die Beran ein Nachtheil, von dem die College woher auch der Anstoß gekommen sein mag. Ob die Repu des Hrn. von Schweißer in Biarrig und Barzin zu erzäble blik von der provisorischen Regierung, deren Mitglieder noch unbekannt sind, schon proklamirt worden ist, läßt sich aus den vorliegenden Berichten nicht ersehen. Die verbannten Generale find zurückgekehrt, und rechnen mit Zuversicht auf den Uebertritt des Rests der Armee. Königin Isabella ist nicht nach Madrid zurückgekehrt, sondern befindet sich in St. Sebastian am Meer und hart an der französischen Grenze: ihre Koffer find gepackt und die Millionen, welche sie dem Bolle abgepreßt und vorsorglich in ausländischen Staatspapieren angelegt hat, sichern sie vor Noth bis auf Weiteres. Es heißt, Bonaparte wolle ,, entwaffnen", ähnlich, wie Preußen es gethan. Der Moment scheint uns für einen derartigen Ausbruch des kaiserlichen Humors nicht gut gewählt. In Nr. 37 unsres Blattes erwähnten wir des reaktionä ren Gebahrens eines Herrn Päß bei Gelegenheit der legten „ Todtenfeier" Lassalle's in Hannover, und fragten an, ob be wissen. Genug: Wo es die Organisirung der Socialdemokratic wird die straffe Organisation" des Allg. Deutschen beitervereins als Hinderniß in den Weg geschoben. Wo es eine reaktionäre Rundgebung zu desavouin gilt, da ist die Vereins Organisation so lose, daß de T G ho ti fe ne G bu at of gill De fr de B bo m be da be au Bräsident absolut nichts thun fann. Etwas mehr Logik, Hr. von Schweißer, oder etwas mehr Ehrlichkeit! ,, Sozial Demokrat" das Stieber'sche Manöver die " Bolt Nachdem Hr. von Schweißer im nämlichen Ufas d partei" mit den Werkzeugen der vertriebenen Fürsten" zufam menzuwerfen, und sie der Schürung stupiden und widerl chen Preußenhasses" anzuflagen, mit gewohnter Meisterscha ausgeführt hat, spricht er noch von einem, verschwommene Wischiwashi", welber Ausdruck fich nur auf das in Nürnbe angenommene Programm beziehen kann; und stößt schließlich kostbare Tirade aus: ,, was die Herren( in Nürnberg) jest ent zu m e " deffen sedeckt haben, als eine neue Weisheit unter den heftigsten Kämbeiter pfen, das wissen und verkünden wir seit Jahren." latte feine mart focial ofrat Cor aud Gemach, Herr von Schweizer. Das verschwommene Wischiwaschi" ist nichts mehr und nichts weniger als die„ Marg sche Lehre", die Sie aus welchen Gründen, das werden Sie selbst am besten wissen-- in Ihrer Zeitung und auf der Hamburger Generalversammlung mit byzantinischer Inbrunst berherrlicht, und von deren Urheber Sie u. A. gesagt haben, sei der wissenschaftliche Begründer des Sozialismus. Wenn eigen die„ Marr'sche Lehre" ein„ verschwommence Wischiwaschi" ist, was ist dann die Lassalle'sche Lehre, die sich Saß für Satz auf die Mary'sche zurückführen läßt, und so weit sie überhaupt Anspruch auf Wissenschaftlichkeit hat, von dieser nur dadurch fich unterscheidet, daß sie ihr die Spitze abbricht? finden geba Bhrafe Ar Recht er fich valt blieft cht Allg n res Prin mlung faßt Stad wefen Das 307 Am 19. d. fand in Meera ne eine zahlreich besuchte Volksversammlung statt, in welcher der Abgeordnete des hiestgen Arbeiterbildungsvereins, S ch weichel, über den Nürnberger Tag berichtete. Der Redner wies in seinem eingehenden Vortrage nach, wie es keine sociale Frage gebe, die nicht zugleich politisch sei, und umgekehrt, und daß die Lösung sämmtlicher Fragen, welche auf der Tagesordnung zu Nürnberg gestanden: die Errichtung von Altersversorgungskassen, von Wanderunterstüßungskassen, die Beseitigung der indirekten Steuern, die Verwandlung der stehenden Heere in Bolksheere- eine feſtgeglie derte Organisation der arbeitenden Klassen zur unerläßlichen Vorbedingung hätten. Die folgende Debatte bewegte sich dann auch ausschließlich um die Nothwendigkeit einer solchen Organisation. Es wurde von den Rednern hervorgehoben, daß insbesondere die Weber von einem Strife fein Heil zu erwarten hätten und deshalb eine Beschickung des Berliner ,, Arbeitercongresses" gar nicht in Frage kommen fönnte. Der Druck, welcher auf den Webern laste, wie das Zunftüberbleibsel in Bezug auf die Beschränkung der Webstühle und die Ausbeutung durch die Verleger, könnte nur dadurch aufgehoben werden, daß sich auch die Weber gleich den Buchdruckern und Gigarrenarbei tern zu einer Gewerksgenossenschaft vereinigten. Mit den Gewerksgenossenschaften müßten auch Gewerksschiedsgerichte Hand in Hand gehen. Nur auf diese Weise würde man in Meetane Was endlich die Männer betrifft, welche in Nürnberg das Banner der Sozialdemokratie entrollten, so kämpfte ein Theil derselben bereits zu einer Zeit unter diesem Banner, als Herr bon Schweizer noch nicht daran dachte, in Mannheim seine moralischen und in Frankfurt am Arm des Herzogs von Coburg feine sozialpolitischen Borstudien zu eröffnen. Eine., neue Weisheit" wollten sie nicht verkünden, sondern das Fundament für eine Organisation der Sozialdemokratie legen;- und die ertrebte Organisation wird zu Stande kommen, auch gegen den Willen des Herrn von Schweizer, der auf der Hamburger Generalversammlung doch die Gränze seiner Macht im eignen Verein sollte kennen gelernt haben. Freilich, Eine für Herrn von Schweißer neue Weisheit" wurde in Nürnberg verkündigt: daß die soziale und die politische Bewegung identisch sind, daß der Sozialismus nur in demokratischer Staatsform verwirklicht werden kann und daß jeder sogenannte ,, Sozialdemokrat", der um die Gunst des Gäsarismus buhlt und die Arbeiter durch sozialistische Kraftphrasen vom Pfad der politischen Pflicht wegzulocken versucht, ein Berräther ist an der Sache des Sozialismus sowohl wie der Demokratie. Berstanden, Herr von Schweizer? Ferrath e Feft fein ftraff felben Togiak Aber und r mit er für Serant legen Sablen gill n puiren hr D Bolt ufam D ( Das obige war geschrieben, ehe Herr von Schweißer sei nen Verein auflös'te, ein Theaterkoup, über den wir uns bei Gelegenheit des Näheren auslaffen werden, der aber an unsrer auch jener Zersplitterung und Feindseligkeit Herr werden, die unter den Webern durch die Verbindung der Hausbesißenden gegen die zur Miethe Wohnenden, welche sich nun nothgedrungen gleichfalls verbindet hätten, entstanden seien. Bei der Wurzel müßte man das Uebel ergreifen, statt sich an Nebendingen gehässig zu verbeißen. Daraus zögen nur die Arbeitgeber Vortheil. Da man aber die Wurzel des Uebels kenne, so möge man nun auch keine Zeit verlieren und an deren Ausrottung einmüthig Hand anlegen durch die Gründung einer Gewerksgenossenschaft der Weber. Schließlich wurde noch von mehreren Rednern auf die Nothwendigkeit aufmerksam gemacht, das Organ der social- demokratischen Arbeiterpartei, das Demokratische Wochenblatt", nach besten Kräften zu verbreiten. Stellung zu Herrn von Schweitzer und der Stellung des Herrn über alle diese Person betreffenden Anträge zur Tagesordnung bon Schweißer zur Arbeiterbewegung absolut nichts ändert.) In Sachen des Krebs ist der Berliner Arbeiterverein übergegangen, hat sich also weder zu einem Vertrauens- noch einem Mißtrauen votum ermannen können. In der nächsten Vereinssißung soll über das Nürnberger Programm und die Internationale Arbeiterassoziation diskutirt werden. Man schreibt uns:„ Dresden den 20. Septbr.: Sonnabend den 19. d. Mon. fand im Saale der Centralhalle eine öffentliche Versammlung statt, welche vom Deputirtenverein und Arbeiterbildungsverein gemeinschaftlich einberufen war. Die preußischen Bergleute sind nicht so geduldig, wie Der Bericht über den Arbeitertag zu Nürnberg, welcher auf unsere sächsischen. In Essen haben vorige Woche 1100 die der Tagesordnung stand, übte eine ungewöhnliche Anziehungs- Arbeit eingestellt und verlangen die Bewilligung folgender traft, und mehr denn 1000 Arbeiter waren anwesend. Nach- Forderungen: 1) Herabschung der erst kürzlich auf 10 Stun dem die Versammlung vom Vorsitzenden des Deputirtenvereins den erhöhten Schichtzeit auf 8 Stunden; 2) Erhöhung des eröffnet worden war, berichtete zunächst Robigsch über die und Wanderunterstügungs- Kassen. Der Bericht wurde Berhandlungen betr. Altersversorgungs, Kranken von der Bersammlung mit allgemeiner Befriedigung aufgenommen. Hierauf referirte Herr Gleditsch, Vorsißender des Arbeiterbildungsvereins, über indirefte Steuern und die Wehrfrage. Nach kurzer Debatte ergriff Herr Vahlteich das Wort, um in längerer Rede über die Programmfrage zu iderl cha menen nberg ich di t ent erst fürzlich herabgesetzten Lohnes auf seinen früheren Stand, und 3) Aufhören der fortwährenden Maßregelungen Seitens der Grubenbeamten. Die Sächsische Zeitung" behauptet, die Demokratie Sachsens sei auf der Stuttgarter Conferenz durch keinen Delegirten vertreten gewesen und zieht daraus allerhand Schlüsse auf Uneinigkeit im Lager der Volkspartei. So leid es uns thut, dem berichten. Derselbe trat energisch für die sozialistische Bewegung Organ der partikularistischen Reaktionselemente eine schmerzauf und wies jede falsche Beurtheilung derselben entschieden zurück. Auf Antrag des Herrn Vahlte ich wurde einstimmig beschlossen: Die Versammlung giebt den Beschlüssen des Nürnberger Arbeitertags ihre Zustimmung." liche Enttäuschung zu bereiten, so müssen wir doch erklären, daß die angegebene Thatsache vollkommen falsch ist, womit die daran geknüpften Vermuthungen von selbst zu Boden fallen. Wie uns mitgetheilt wird, verlangt die hiesige Polizei behörde von jedem Meßfremden" eine Legitimation, und behält dieselbe während der Dauer seines Aufenthalt. Wir müssen es höchlich anerkennen, daß unsere städtischen Behörden, trog ihrer bekannten„ preußenfreundlichen" Gesinnung den nationalliberalen Mythus von den„ Segnungen" des nordbündlerischen Paß und Freizügigkeitsgefeßes mit so realpolitischer Rücksichtslosigkeit ins Fabelreich zu verweisen bemüht sind. Die Arbeiter gegen den Krieg. Der bereits erwähnte Beschluß des Internationalen Ar beitercongresses gegen den Krieg lautet wie folgt: ..In Erwägung, daß die Gerechtigkeit alle Beziehungen zwischen Staaten und Nationen ebensowohl regeln muß, wie zwischen den Bürgern; daß der Krieg immer nur die Gewalt des Stärkeren und nicht das Recht begründet; daß er nur ein Mittel ist, die Völker unter das Joch der privilegirten Klassen oder der diese repräsentirenden Regierungen zu bringen; daß er den Despotismus befestigt und die Freiheit erstickt( Beweis die letzten Kriege in Italien und Deutschland); daß er die Unwissenheit und das Elend verewigt, indem er Jammer und Verderben über die Familien bringt und die Demoralisation überall, wo die Heere sich concentriren, verbreitet; daß Gut und Blut der Völker immer nur dazu hat dienen müssen, die grausamen Instinkte des Naturzustandes unter ihnen zu erhalten; daß in einer auf Arbeit und Produktion gegründeten Gemeinschaft die Macht in den Dienst der Freiheit und des gleichen Rechtes für Jeden treten muß, daß sie nur eine Garantie des Rechts und der Freiheit, kein Mittel der Unterdrückung, wäre es auch eines einzigen nüßlichen Mitgliedes dieser Gemeinschaft sein darf; daß in dem gegenwärtigen Zustande Europas die Regierungen die berechtigten Interessen der Arbeiter nicht repräsen= tiren; in Erwägung, daß, wenn wirklich der Krieg zum vornehmsten Grund den Mangel eines ökonomischen Gleichgewichts hat, und er demzufolge nur durch die soziale Reform beseitigt werden kann, doch ein weiterer Grund in der Willkür liegt, melche aus der Centralisation und dem Despotismus her= vorgeht; daß also die Völker die Zahl der Kriege vermindern fönnen, indem sie sich denjenigen widerseßen, welche sie erklä ren und führen; daß dieses Recht besonders den dem Militärdienst fast ausschließlich unterworfenen arbeitenden Klassen zusteht und sie allein es begründen können; daß es dazu ein wirksames, gefeßmäßiges und sofort durchführbares Drittel giebt; daß die Gesellschaft nicht zu existiren vermöchte, wenn die Produktion eine Zeit lang stillsteht; daß es also genügt, um die Unternehmungen des persönlichen und despotischen Regiments unmöglich zu machen, wenn die arbeitende Bevölkerung die Arbeit einstellt: erhebt der Kongreß mit aller ihm zustehenden Energie einen Protest gegen den Krieg. Er ersucht alle Sektionen der Assoziation, sowie alle Arbeitergesellschaften und Verbindungen, welcher Art sie auch seien, in ihren Ländern mit aller Thatkraft darauf hinzuarbeiten, den Krieg zwischen Volk und Volk 308 zu hindern, der nur als ein Bürgerkrieg, nur als ein Kan zwischen Brüdern und Genossen betrachtet werden kann. Besonders empfiehlt der Kongreß den Arbeitern die Ei stellung jeder Arbeit für den Fall, daß in ihren Li dern ein Krieg zum Ausbruch kommen sollte. Indem der Kongreß auf den Geist der Solidarität unt den Arbeitern aller Länder zählt, hofft er, daß ihre Unter stüßung nicht ausbleiben wird in diesem Strife der B fer gegen den Krieg." " Der fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine zu Nürnberg( 5-7. September). wit Wegen Mangels an Raum können wir heute den ergänzend Bericht über die Verhandlungen des zweiten Tags nicht geben; müssen uns damit begnügen, folgende 2 Aktenstücke mitzutheilen: Protest. Nachdem die Mehrheit des Vereinstags deutscher Arbeitervereint zu Nürnberg mit Hülfe von Vertretern der Internationalen Assoziation und Vertretern der Bolkspartei ein politisches Programm durchgefe bat, sehen die Unterzeichneten sich veranlaßt folgenden Protest dagege einzulegen: I. Die Bestrebungen der deutschen Arbeitervereine, welche nach Programm des ersten Vereinstags die geistige und materielle Hebung des Arbeiterstandes bezwecken, können nicht durch we tragende Programme gefördert werden. Die Erörterung folde Programme, die auf ein mehr oder weniger flares staatliches gesellschaftliches Zukunftsideal verweisen, müssen nothwendig Weise den Eifer für die auf Selbsthülfe gegründeten Vereins Arbeit ein Spiel mit leeren Worten und unklaren Bbantafi gungen läbmen, und sind nur geeignet, an die Stelle rüftige zu ſeßen. und II. Wir erblicken in der Annahme eines bestimmten politischen Pr gramms einen Gewissenszwang für die Vereine, welche in pel dieses Programm widerstrebt und daher den Vereinen fern bleiben, während die Arbeitervereine, wenn sie ihre Aufgabe erfüllen wollen, Jedem offen stehen sollen. III. Dem Staate gegenüber sind die Arbeiter berechtigt zu fordern: Die volle Rechtsgleichheit mit allen anderen Staatsbürgern, 1 Be freiung von allen Schranken und Hemmnissen, welche der freien Bewegung des Menschen und der Arbeit entgegenstehen und end lich eine gerechte Bertheilung der Staatelasten. Die Lösung sozialen Frage kann aber niemals durch den Staat allein g Der die freie Thätigkeit der Staatsbürger selbst. schehen, sie kann bauptsächlich nur herbeigeführt werden durd bleibt Fragen IV. Eine der wichtigsten Aufgaben der Arbeiter- Bildungsvereine es, Kenntnisse der staatlichen Verhältnisse und politischen zu verbreiten und insbesondere den Sinn für das öffentliche Leben zu pflegen und in den Kreisen der Arbeiter Vaterland liebe und bürgerlichen Gemeinsinn zu wecken. Die Politik fann also den Arbeitervereinen nicht fremd bleiben; nimmermehr dürfen sich diese Vereine als willenloses Werkzeug dieser jener Partei mißbraucher lassen. aber oder V. Wir erkennen daher den in Bezug auf das vorgelegte Programm gefaßten Beschluß als für uns verbindlich nicht an und behal ten uns weitere Schritte vor. Chemniz durch Stark Osnabrück) durch Schelle Hamburg durch Schulze und Martens Kiel mit Gauverband 2) durch Christiansen Heppens durch Thorade Stuttgart durch Simater Weissenburg a. S. durch Kamm Kannstadt durch Hochberger Schwabach durch Selling Wien( Selbstkraft) 3) durch Rabel und Mehling Bielefeld) durch Stör 154 Mitglieder 337 650" 530" 100" 250 " 155 " 70 " 52 " 800 " 657 " 1) Ist im Mandat nur mit 113 wirklichen Mitglieder aufgeführt 224 waren als seg. außerordentliche Mitglieder aufgeführt, die nicht stimmberechtigt waren. 2) Weder Kiel, noch der mit einbe griffene Verein Tondern gehörten dem Verband an, konnten also auch nicht mitstimmen. 3) Gehört nicht zum Verband, Vertreter batten fein Mandat, also auch kein Stimmrecht.) Hat 1866 zum legten Mal சில்லம் Da 9 b 2 a e 9 Kam Fürth durch Pfisterer Gi Lan unt Unter Vil zenda ; wit wereine station gefest agegen dem terielle weits folder 6 und ndiga ereinis üftiger tafies Pros pol Denen eiben, füllen dern: Be freien end g der n ges durd bleibt ragen tlige ande Fann aber oder amm chal Teber. Hannover( Stadt) durch Engelking Goslar 5) durch Lüttich Freiburg( im Breisgau) durch Moriz Müller Ulm 6) durch Pfeiffer Pforzheim durch Wittum und Stöffler Geißlingen 7) durch Krauß Regensburg) durch Süß Celle 9) durch Reuter Gera 10) durch G. Fontmeier Nürnberg( Arbeiterverein) durch K. Rögner 79 Mitglieder. 668 " 464 " 115 50 " 400 45 " " " 200 513 " 650 410 Offenbach a. M.( Arbeiterverein) durch eiligenstädt 75 Biberach 11) durch Hepner. Frankenberg 12) durch Pils. München 209 Austrittserklärung der Sonderbündler. ::: " Die Vertreter der Vereine: Bielefeld, Hamburg, Nürnberg( Arbeiterverein), Ulm, Heppens, Weissenburg, Magdeburg, Frankenberg, Gelle, Lüneburg, Harburg, Brüchen, Otterndorf, Nienburg, Chemniß, Goslar, Hameln, Münden, Elze, Eldagsen, Peine, Osterode, Raſtede, Stuttgart, Kannstadt, Freiburg i. B., Pforzheim, Fürth( Arbeiterverein), Gera, Altona, Riel, Tondern, München, Augsburg, Oldenburg, Regensburg, Hannover, Schwabach und Geißlingen halten fest an dem Programm, auf Grund dessen der Verband deutscher Arbeitervereine gegründet wurde, können daher fernerhin nicht einem Verbande angehören, welcher auf Grund des gestern durchgesezten Programms eine neue Richtung angenommen bat. Nürnberg, 7. September 1868. Aug. Reuter( hannöv. Gauverband), A. Hochberger, Wittum, F. R. Engelking( Hannover), Ed. Pfeiffer, J. F. Martens, D. Stöhr, Franz Rabel, W. Mehling, Fr. Lüttich, K. Rögner, Minner, Bauer, Staudinger, Karl Simater, D. Feierabend, H. Pfisterer, A. Christiansen, F.. Schulz, A. Stark( Chemniß), F. W. Sulfrian( Burg bei Magdeburg), Joh. Bischoff, Chr. Süß, L. Heiligenstädt, G. Fontmeier( Gera), E. Selling, Franz Heinrich Pils, G. Schelle( Osnabrück), A. Zeitler, Robert Krebs, G. F. Krauß( Geißlingen), Thorade. ( Dem Verband gehörten theils gar nicht, theils seit längerer Zeit nicht mehr an: die Vereine zu Nienburg, Osterode, Elze, Kiel, Tondern und Lindau; in deren Namen zu unterzeichnen war ling,( Wien) die nie dem Verbande angehörten. Herr Krebs war eine Anmaßung. Dasselbe gilt von den Herrn Rabel und Mehnur persönliches Mitglied des Verbands, einen Verein vertrat er nicht.) Die Conferenz der deutschen Volkspartei welche am 19. und 20. d. M. in Stuttgart stattfand, nahm mit Einstimmigkeit grenzender Mehrheit nachstehendes an großer, Brogramm an: Die deutsche Volkspartei bekennt sich in weiterer Verfolgung ihrer seitherigen Bestrebungen und Beschlüsse auf Grund: lage der im Auftrage der Darmstädter Delegirten- Versammlung bom 19. September 1865 nnd der Frankfurter Volksversammlung vom 20. Mai 1866 ausgebreiteten Programme und in Anschluß an die von Johann Jacoby in seiner Zuschrift an den demokratischen Verein zu Hamburg vom 24. Mai 1868 entwidelten Grundsäße sowie im Anschluß an das von dem Rürnberger Arbeitertag angenommene Programm: 1) zu dem demokratischen Gleichheitsprinzip und verlangt daher die gleichartige Mitwirkung aller Staatsbürger bei Beitrag bezahlt und zwar nur für 183 Mitglieder. Die Zahl der Mitglieder war mit Bleifeder und wie es scheint, von der Hand des Bertreters selbst eingetragen. 5) Unter den 464 Mitgliedern ist der Berein Diteroda mit 49 einbegriffen, der nicht zum Verbande gebörte. 5) Ulm ist im officiellen Mandat nur mit 40 Mitgliedern angegeben. Jst im Mandat mit nur 15 aufgefübrt. 8) Jit im Mandat mit nnr 150 Mitgliedern aufgeführt. 9) Umfaßt bei den angegebenen 513 Mitgliedern den Verein Nienburg, der nicht zum Verbande gebörte. 1) Bezahlte veriges Jabr den Beitrag für nur 73 Mitglieder, des Mandat war nur von einer Person ohne alle Legitimation ausgestellt. " Mitgliederzahl nicht angegeben. 12) Mitgliederzahl nicht angegeben. ihrt, Die nbe aud fein Mal 309 Verfassung und Verwaltung, die Durchführung der Selbstregierung des Volkes im Staate. 2) In nationaler wie in internationaler Beziehung anerfennt die Volkspartei den jedem einzelnen Bolkestamm, wie jedem Bolf zustehenden gleichen Anspruch auf Selbst. bestimmung. Nur auf diesem Wege erstrebt sie die Einigung. Nur ein auf die Freiheit gegründeter deutscher Bundesstaat, mit Einschluß Deutsch- Desterreichs, nur ein Friedens und Freiheitsbund der Völker entspricht ihren Grundsäßen. 3) Die Volkspartei anerkennt, daß die staatlichen und gesellschaftlichen Fragen untrennbar sind, und daß sich namentlich die ökonomische Befreiung der arbeitenden Klassen und die Verwirklichung der politischen Freiheit gegenseitig bedingen." Ferner gelangten folgende Anträge zur Annahme: In der nationalen Frage. 1) Die Volkspartei ist eine Partei des Friedene, sie erkennt in jedem Kriege eine verdammungswürdige Schädigung aller Freiheitsinteressen und thut, was in ihrer Macht ist, gegen die jetzt drohende Kriegsgefahr. 2) Den Süddeutschen empfiehlt sie zur Abwehr der Verpreu ßung und im Sinne einer föderativen Wiedervereinigung des gesammten Vaterlandes die Gründung eines frei heitlichen Südbundes, welcher durch eine gemeinsame Volksvertretung und Bundesgewalt zusammengehalten und auf ein dem schweizerischen ähnliches Milizwesen gestützt ist. 3) Innerhalb des Norddeutschen Bundes fördert sie jede Bestrebung, welche auf größere Selbstständigkeit der einzelnen Landestheile, sowohl Provinzen als Einzelstaaten abzielt. Sie weist den von Preußen annektirten Ländern die Aufgabe zu, das Bewußtsein und die Anhänglichkeit an die im demokratischen Sinn berechtigten Eigenthümlichkeiten ihres früheren Staats- und Gemeindelebens im Volke zu erhalten und zu stärken. 4) In Deutsch- Desterreich ist die innere Freiheitsarbeit sowohl Vorbedingung wie sichere Gewähr der Wiederver einigung mit Deutschland; die Beschleunigung und allseitige Durchführung einer gründlichen Reformpolitik ist gleicher Weise ein spezifisch österreichisches wie ein ge sammtdeutsches Interesse; nur wenn Deutsch- Desterreich die Fühlung mit der deutschen National- und Freiheitsbewegung behält und die Segnungen dieser Wechselwir fung erhalten hilft, wird seine innere Reformpolitik Erfolg und Bestand baben. 5) In diesen Bestrebungen hat sich die Volkspartei durch ganz Deutschland wechselseitig zu unterstüßen. 6) Im Fall eines Krieges wird die Volkspartei, eingedenk der nationalen Pflicht, auf der Seite stehen, wo sich die Bürgschaft findet für die Unversehrtheit des gesammten deutschen Bodens und für die Herstellung bleibender Unabhängigkeit vom Ausland. Auch im Kriege wird die Volkspartei nicht ablassen von der Arbeit für die Freiheit und Einheit des Vaterlandes. In der sozialen Frage. Zur Durchführung der in Saß drei des Programms entwickelten Grundsäge empfiehlt sich zunächst: 1) Regelmäßige Besprechung der gesellschaftlichen Fragen in den Partei Organen und in den Volksvereinen; Förderung des Genossenschaftswesens, namentlich der Gewerksvereine und Produktivgenossenschaften; Unterstüßung der Forderungen auf Betheiligung der Arbeiter am Reingewinn. 2) Auf dem Wege der Gesetzgebung ist zu erstreben: Hebung der Volksschule, Errichtung von Fortbildungsschulen, unentgeltliche Ertheilung des Unterrichts in denselben; volle Gewerbefreiheit, Freizügigkeit, unbeschränktes Niederlassungsrecht; Beseitigung aller zum Nachtheile der arbeitenden Klassen noch bestehenden Ausnahmegeseze ( als: Gefeße über Verehelichung, das Wandern, Dienstbotenwesen zc.); Aufhebung aller Privilegien und Monopole; Verbot der Kinderarbeit in den Fabriken; Herabsetzung der Arbeitszeit; unbeschränkte Coalitions. freiheit; Aufhebung der der Bildung von Genossenschaf ten aller Art im Wege stehenden privatrechtlichen Bestimmungen; Beseitigung aller indirekten Steuern und Einführung einer einheitlichen direkten Steuer mit Progressivsäßen; Abschaffung der stehenden Heere. Zur praktischen Durchführung der gefaßten Beschlüsse empfiehlt die Conferenz: 1) Die Gründung von Vereinen, welche sich zum Programm der Volkspartei bekennen. 2) Die Herstellung einer Verbindung der Volksvereine unter einander durch Gruppen oder Gauverbände da, wo es nach den Landesgesetzen zulässig ist. 3) Die periodische Zusammenkunft von Delegirten der Gruppen und Gauverbände. 4) Den Verkehr der Volksvereine mit den Arbeitervereinen, welche sich zu den Grundsäßen der deutschen Volkspartei bekennen, dadurch herzustellen, daß die Mitglieder beider gen zugelassen werden, und daß der Vereinstag der deutschen Arbeitervereine zur Beschickung der unter 3 vorgesehenen Delegirten- Versammlungen aufgefordert 310 Protestwahlen mögen die Parteigenossen nach vorgän giger Verständigung der einzelnen Stammesgruppen entscheiden. Aus Berlin. Den 23. September. Der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein ist durch seinen Präsidenten, Hrn. von Schweizer, aufgelöst worden. Ostensibler Grund der Auflösung war die vom Berliner Kam mergericht vor einigen Wochen verfügte Auflösung der Berliner Gemeinde", so wie die neuerdings von der Leipziger Boliz angeordnete Schließung des Leipziger Vereins. " Der innere Grund dürfte tiefer zu suchen sein. Herrn von Schweizer müßte absolut jedes Verständniß der social demokratischen Be nicht te 6 te te le b 5 te 23 D wegung unserer Zeit, jede Befähigung zum Parteiführer abgebi sprochen werden, wenn man ihm nicht die Einsicht zutrauen wollte, daß sein Verein in die gegenwärtige Bewegung mehr hineinpaßt, und daß es besser war, denselben in Ehren zu begraben, als ihn fümmerlich fortvegetiren zu lassen. Det Verein trug von Anfang an den Keim einer religiösen Secte sich. Der Tod und die Todtenfeier Lassalle's machten im Verein eine Art von religiöser Schwärmerei vorherrschend. in Be Von diesem Moment an war der Berein für die allgemeine wegung verdorben. Seine Wirksamkeit erstreckte sich nicht über den Bereich einer Secte hinaus. Seine Organisation zu einem Verbande von„ Gemeinden", an ihrer Spize ein durch ein Arten von Vereinen zu den beiderseitigen Versammlun- Concil der Bevollmächtigten ernanntes weltliches Oberhaupt mit unumschränkter Machtvollkommenheit in Sachen der Dis ciplin, nnd unbedingter Autorität in Sachen des Glaubens, machte das Uebel ärger. Der Verein verschloß sich in fective rischer Abgeschlossenheit gegen die Außenwelt, und die Außen wird. 5) Vororte zu ernennen, welche Zeit und Ort der Delegir ga E lift ti rin Gi ba Toe St ma eng iche Verein welt gegen den Verein. Nichts desto weniger galt der. ten Versammlungen zu bestimmen haben; an den Vor- längere Zeit als hauptsächlicher Träger und Vertreter des focial ort sind alle Mittheilungen über den Stand der lokalen demokratischen Princips, und die Gegner des Socialismus bat Partei Verhältnisse zu machen. ten sogar ein Interesse, den Verein in den Vordergrund 6) Bis zur nächsten Hauptversammlung Stuttgart als Vorort der gesammten Partei zu benennen. Endlich wurde noch beschlossen: 1) Die Volkspartei verlangt von ihren Mitgliedern rastlose und energische Arbeit für die Verwirklichung des demofratischen Staats, für die Selbstregierung des Volks. 2) Die Bolkspartei ist überzeugt, daß weder die abstrakte Forderung der Republik noch thatloses Harren auf die Revolution geeignet ist, uns dem Ziele der Demokratie näher zu führen und die politische Bildung des Volkes, diese wesentlichste Grundlage dauernder Freiheitszustände, zu heben. Troß der trostlosen politischen Verhältnisse der Einzelstaaten und gerade Angesichts der die Freiheit wie den Frieden bedrohenden Weltlage fordern wir Bethätigung der Demokratie auf allen Gebieten des öffent lichen Lebens. 3) Die Wirksamkeit auf dem Boden der Volksvertretungen, der Bewegung zu schieben, denn die mannigfachen Blößen des Ver eins wurden die Zielscheibe ihrer Angriffe und überhoben f der Mühe, sich an die Sache zu halten und das Princip bekämpfen. So schadete der Verein der Bewegung, die er j fördern beabsichtigte, und wenn die Bewegung dennoch For schritte gemacht hat, so sind solche erfolgt ohne den Verein zum Theil selbst gegen den Verein. Wunderbar flang daher, als wenige Tage vor Auflösung des Vereins Herr von Schweißer den Vereinen der Majorität des Nürnberger beiter tages allen Ernstes den Rath gab, in beitertages Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein einzutreten. corpore in den Und no wunderbarer klingt es, daß Herr von Schweizer in dem sein Auflösungsdecret begleitenden Manifest sagt: „ Die Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereind haben mich fast einstimmig zu ihrem Präsidenten gewählt mir dadurch die Führerschaft der Partei übertragen Auch nach Aufhebung des Vereinsbandes betrachte ich mich und auf welche wir nicht unterschäßen, reicht für sich allein nicht Grund jener Wahl und des darin ausgesprochenen Vertrauene aus; wir erwarten von den Parteigenossen unausgesetzte Thätigkeit in Vereinen, Versammlungen und durch die Presse. als ersten Führer der Partei.. Die Arbe The bar glie Bet iche es gro ben wei thu Ger Gel bon ber Den ton mit But Soph bie ben Arbe Natü terpartei wird sich auch in gufunft als ein Gange durch ganz Deutschland fühlen, und wenn ich nicht, wit 4) Es gilt vor Allem den fortgefeßten Kampf um das all bisher, als Präsident eines Allgemeinen Deutschen Vereins An gemeine und direkte Wahlrecht als die ausschließliche ordnungen treffen kann, so werden dennoch die Parteigenoffe Grundlage der Volksvertretung und um die gefeßliche allerwärts im Interesse der nöthigen Einheit lichkeit der Bewegung nach meinen Rathschlägen Anerkennung der deutschen Grundrechte. 5) In Sachen der Wahlen empfehlen wir unter allen Umständen, die Betheiligung an der Agitation als wirksames handeln." Die isolirte Stellung, welche Herr von Schweizer all gebe Mittel der Volksaufklärung. Ueber die Frage etwaiger Präsident des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zur Arbeen Den än terbewegung eingenommen hat, macht sich bereits in den Vorbereitungen zu dem von ihm berufenen Arbeitercongreß" geltend. Die gestrigen Berliner Zeitungen enthalten folgenden Nothschrei des Lokalcomite's: arch Dent. m ner izd ere Set den ju ,, Arbeiter! Brüder! Der Moment ist nahe, in welchem die gefeßlichen Schranlen fallen werden, die Euch bisher an der Vertheidigung gegen Uebergriffe des Kapitals verhindert haben. Den nahen Fall lener Schranken, die Aufhebung der Coalitionsverbote borhersehend, werden sich Sonnabend den 26. d. M. und an nächstfolgenden Tagen Arbeitervertreter aus allen Theilen Deutschlands hier zusammen finden, um die Arbeiterschaft von ganz Deutschland für das Eintreten jenes Falles organisiren. Arbeiter! Welche Schmach wäre es, wenn diese Hunderte von Männern, die das Opfer bringen und hierher kommen, um Euer und Aller Deutschen Arbeiter Intereffe wahrzunehmen, in Berlin kein Obdach fänden?! Bendet die Gefahr dieser Schande von Euch ab, nehmt die Delegirten, Gure Brüder und Borkämpfer, in Eure Quartiere Der gastlich auf!„ Helft Euch selbst", Arbeiter, das heißt:„ Helft Ginander!"" Bes ges uen icht rell in ten nd. Be ber zem Aus England. London, den 21. September. Was immer die kontinentalen Regierungen und Kapitaliften von der Internationalen Arbeiter Associa ein upt Die ne Fire en cin in, ak at Der Ser tion denken mögen, die englische Tagespresse erkennt sie als cine Macht an und hat sie während der Brüsseler KongreßGigungen in ihren Leitartikeln mit der größten Achtung behandelt. Der ,, Daily Telegraph" allein hat es nicht der Mühe berth gehalten, sein kaffee- schwesterliches Lesepublikum mit den Strebezielen der internationalen Arbeiter- Bewegung befannt zu machen. Die Times" ist sehr zufrieden damit, daß die englischen und deutschen Delegirten die von einigen französiſchen und belgischen Delegirten befürwortete Proudhon'sche Theorie in Betreff der Kreditfrage zurückgewiesen, die Tauschbanken für ökonomisch unhaltbar erklärt und sich der Abstim mung enthalten haben. Ebenso drückt sich die ,, Times" befriedigt darüber aus, daß sich die Majorität der Kongreß- Mitglieder für die moderne große Agrikultur, den fabrikmäßigen Betrieb des Ackerbaues und gegen die in Frankreich vorherr schende kleine Bauernwirthschaft ausgesprochen hat. Sie findet natürlich, daß die Arbeiter gegen die individuelle Macht der großen Grundeigenthümer auftreten und ist der Meinung, daß Arbeitern nichts im Wege steht, durch Experimente zu beweisen, daß ihre Theorie der Umwandlung des Grundeigenthums in Rollektiv- Eigenthum) die wahre ist. Sie räth den Gewerks- Genossenschaften**)( Trades'- Unions) ihre aufgehäuften Gelder, gleich den französischen Finanzmännern, zum Ankauf ed 011 Den 0 Dem ind 113 auf ene wit Un Ten it gen ale bei ben ben " 1 3,11 wonnen, daß die Enterbten der bürgerlichen Gesellschaft auf dem Gipfel der europäischen Civilisation als eine reelle, in den bestehenden Zuständen der Gesellschaft selbst begründete Macht anerkannt werden. Mit unserer Wahlagitation steht es noch immer beim Alten. Wie ich vor Wochen angezeigt: der Wahlkampf dreht sich um die irische Staatskirche, eins von den Ueberbleibseln der Eroberungspolitik früherer Zeiten ein Hinderniß, das aus dem Wege geräumt werden muß, dessen Beseitigung aber gegenwärtig die Wirkung hat, die eigentliche Arbeiterfrage in den Hintergrund zu drängen. So unglaublich es auch erscheinen mag, für den ganzen Distrikt der Hauptstadt hat sich nur ein einziger Arbeiter als Candidat gemeldet: George Odger, der sich über die Bedürfnisse der Arbeiter vollkommen klar ist und den ganzen Schwindel der radikalen Bourgeoisführer in seinem wahren Lichte zu würdigen weiß, es aber dennoch für zweckmäßig findet, sich dem allgemeinen Geschrei anzuschließen, und die Arbeiterfrage nur als Bedingung seiner Unterstüßung der liberalen Bourgeoisie hinzuzufügen. In Manchester, dem Herd der politisch- sozialen Bewegung des britischen Königreichs hat der Arbeiter Candidat Ernest Jones, der während der Anstellung seines Vaters am Hofe von Hannover die Lehren der modernen Humanitäts Bestrebungen auf der Göttinger Universität einsog, ebenfalls der Bourgeoisie gegen seine Ueberzeugung Konzessionen machen müssen in Betreff der Landfrage. Die Arbeiter jedoch haben sich noch im legten Augenblick aufgerafft, ihre Würde zu retten, obgleich ihr Auftreten vergebens sein wird. Der Manchester und Salforder Gewerk- Rath", welcher aus den Delegirten von 34 Gewerks- Genossenschaften besteht, die ihren Sig innerhalb eines Umfreises von 6 eng lischen Meilen haben, hat durch seinen Sekretär sieben Fragen an die Parlamentscandidaten der betreffenden Städte und Grafschafts- Abtheilung gerichtet. Die drei. ersten dieser Fragen lauten: 1) ,, Sind Sie dafür, daß der volle Schuß der Gesetze für die Fonds der Gewerks- Genossenschaften gewährt werde, und würden Sie für solche Gesetze stimmen ohne Rücksicht auf irgend welche Bedingungen mit Bezug auf die innere Organitation der Gewerks- Genossenschaften?" 2) Wollen Sie einen Geseßvorschlag unterstüßen, wonach Arbeitgeber für Nachlässigkeiten die in den bestehenden Fabrikgesezen nicht vorgesehen bestraft werden können, wenn die Nachlässigkeit zu Unglücksfällen führt, die hätten abgewendet werden können?" 3) Wollen Sie eine weitere Ausdehnung der Fabrikgeseße unterstüßen und dafür wirken, daß die in der Fabrikgesey- Erweiterungs- Bill von 1867 erwähnten Fabriken und Werkstellen wenigstens zweimal im Jahre von einem Inspektor besucht werden müssen? Die vierte Frage betrifft eine durch das Gesetz festzustellende klare und deutliche Definition dessen, was z. B. bei Gelegenheit von Arbeitseinstellungen als„ Verschwörung" bon Grundeigenthum zu verwenden und den Ackerbau fo0( conspiracy) oder überhaupt als strafbare Handlung" auf berativ zu betreiben. Wie die Arbeiter, wenigstens in Seiten der Arbeiter zu betrachten ist. Die übrigen drei beLändern, wo das Grundeigenthum mehr oder weniger ziehen sich auf einen möglichen Versuch der Geseßgebung, die tonzentrirt ist, die genossenschaftliche Produktion der Lebens Krankenkassen von den zu Gewerkszwecken erhobenen Fonds mittel bewerkstelligen werden, wird die Gefchichte der nächsten Bufunft lehren. Ein großer Schritt vorwärts ist dadurch geben zu trennen; in Arbeitssachen Arbeitgeber und Arbeiter vor dem Gesetze gleichzustellen und Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern durch gefeßlich bevollmächtigte Schiedsgerichte zu schlichten. Sophischer Rube hinnimmt, scheint in Deutschland zu der grauenhaften, Dieser Beschluß, den das englische Bourgeoisblatt mit philobie alten Weiber beider Geschlechter in fieberhafte Aufregung versezenArbeiter- smähr den Anlaß gegeben zu haben, der Internationale sondere Twandtniß. Natürlich sofort getheilt werden! habe den Gommunismus dekretirt, und es solle nun gebende: *) Dieser Name ist passender, als der zu Verwechslungen Anlaß Gewerbe- Vereine, und wird deshalb von jest ab regelmäßig den uns angewandt werden. Mit der Gleichstellung vor dem Gesetze hat es eine be= sondere wandtniß. Nach den hier bestehenden Geseßen ist eine Arbeitskontraft- Verlegung von Seiten der Arbeiter ein Criminal Vergehen, das mit Gefängnißstrafe geahndet wird. Bon Seiten der Kapitalisten ist dagegen eine Kontrakt- Berlegung nur ein Civilvergehen, das mit Geld strafe gebüßt werden kann. Geldstrafe für den Kapitalisten ist aber keine Strafe, in den meisten Fällen entschädigt er sich durch Abzüge von dem Arbeitslohn seiner Arbeiter. Daß die Arbei ter durch praktische Erfahrungen zu denselben Schlüssen kommen, wie Männer, die, gleich Earl Marx, den Prozeß der kapitalistischen Produktion wissenschaftlich untersuchen, beweist folgender Beschluß, der in einer Arbeiterversammlung zu Boston in Amerika gefaßt wurde: ,, die Idee, unseren Arbeitslohn, wo der achtstündige Arbeitstag an Stelle des zehnstün digen eingeführt wird, um 20 Prozent zu vermindern, beruht auf der trügerischen Voraussetzung, daß wir heute für zehn Stunden Arbeit des Tages bezahlt werden, welches nicht der Fall ist. Erhielten wir den Werth von zehn Stunden Arbeit, so könnte es keine reiche Leute geben, die Peabodies, Astors, Stewards und Belmonts( lauter Millionäre) wären unmöglich." 312 Wie viel sich die Kapitalisten von der Arbeit der arbeitenden Bevölkerung in der heutigen Gesellschaft aneignen, beweist Folgendes: Vor einem Jahre fingen die Eisengießer von. Rochester( in Amerika) an, in ihrer Kooperativ- Werkstätte auf eigene Rechnung zu arbeiten. Sie verkauften die Produkte ihrer Arbeit zu den gewöhnlichen Marktpreisen. Das eingezahlte Kapital belief sich auf 18,000 Dollars; nach Verlauf von sechs Monaten belief sich der gewöhnliche Geschäftsprofit auf 8392 Dollars. Von diesem Gewinne wurden 12 Prozent unter die Aktieninhaber, das Uebrige unter die Arbeiter vertheilt. Aus Amerika. New- York, Anfangs September. In der neuesten Nummer des in Chicago erscheinenden ,, Workingman's Advocate"( Arbeiter Anwalt) eines Blattes, welches den noch etwas beschränkten Standpunkt der meisten in GewerksGenossenschaften organisirten amerikanischen Arbeiter vertritt, aber ehrlich und treu bei der Fahne bleibt, während die von fünf deutschen Gewerks Genossenschaften gegründete ,, Arbeiter- Union" unter der Leitung eines unwissenden Doktors der Rechte und Zeitungsschreibers bald offen, bald versteckt für die Bourgeoisie schreibt finde ich die Verhandlungen abgedruckt, welche ein Vertrauensrath der Nationalen Arbeits- Genossenschaft( NationalLabor- Union) am 2. und 3. Juli gepflogen hatte, um dem Präsidenten dieser Gentral Behörde, Herrn J. C. C. Whaley, dessen Aufforderung gemäß, bei der bevorstehenden Präsidenten Wahl Rath zu ertheilen. Da Sie es für passend hielten, die ganze Platform( Programm) der republikanischen Convention abzudrucken, gestatten Sie mir auch wohl, das Wesentlichste aus den Beschlüssen*) der Arbeiter mitzutheilen, deren politische Thätigkeit hier schneller beginnen wird, als die Herren vom Kapital und die Herren vom Grund und Boden glauben und wünschen. Bemerkenswerth ist folgender Antrag, den der Antrag steller mit der Bemerkung begleitete, er würde gegen ihn stimmen und wolle nur die Sache vorbringen: Dieser Rath halte es nicht für dienlich, für die nationale Arbeitsreformpartei einen Präsidentschafts Candidaten aufzustellen. Der Antrag wurde beinahe einstimmig abgelehnt. Am 4. Juli tagte bekanntlich die demokratische Konvention in New- York; ein Antrag, *) Unser Londoner Correspondent hat derselben bereits( in Nr. 33) erwähnt, jedoch nicht so ausführlich, als hier geschieht. A. d. R. Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. eine Adresse an diese zu richten, wurde einstimmig abgelehnt. Man sagte:„ Wir wollen uns um unsere eigenen Angelegen heiten kümmern und unsere Grundsäße öffentlich verkünden; wenn eine der Parteien sie annehmen will, werden wir uns freuen; wenn nicht, so wollen wir unsere eigne Platform( Pro gramm) und unsere eigenen Gandidaten aufstellen." Beschlüsse: Da das Recht auf Arbeit und ihren Lohn selbstverständlich ist, da das Uebermaß oder Mangel an Be schäftigung eine fruchtbare Quelle von Unwiffenheit, Elend und Verbrechen ist, und da Geseßgebung und Monopolwirthschaft danach trachten, die Freiheit der Industrie zu unterdrücken, ihre Thatkraft zu lähmen und ihren Erwerb zu entwenden, beschlossen: ,, 1) Die producirenden Klassen, sowohl die im Ackerbau, Bergbau und Fabrikwesen, als die mit mehr geistiger Thätig feit Beschäftigten bilden den wichtigsten Theil jeder Gesellschaft; Vertheiler, Finanzleute, Staatsmänner, ebenso wie ihre Ge hilfen im Beamtenthum und Militär sind von untergeordneter Bedeutung, da sie von Ersteren einfach geschaffen sind, um den Reichthum auszustreuen, Ordnung zu halten, Recht zu sprechen und die Würde der Nation aufrecht zu halten. ,, 2) Die nationale Ehre muß durch ehrliche Bezahlung der Schulden gewahrt werden; jede Schuld, welche nicht ausdrück lich als in Gold zahlbar eingegangen ist, sollte in dem gefeß lichen Gelde bezahlt werden..... ,, 3) Kein Theil des Staatsgrundeigenthums sollte noch unter irgend einem Vorwand irgend einer Gesellschaft verliehen werden, und alle Ländereien, über welche noch nicht verfügt ist, sollten von dem Markte gezogen und nur in kleinen Theis len wirklichen Ansiedlern verliehen werden. ,, 6) Wir danken den Mehrheiten des Congresses und dens jenigen Gesetzgebungen, welche es für weise und gerecht hielten, das Achtstundengefeß anzunehmen, und wir fordern die Be hörden der Vereinigten Staaten und der oben erwähnten Staaten auf, durch Erzwingung der Forderung dieses Gesetzes ihm ihre Achtung zu erweisen. ..7) Die niedrigen Löhne, lange Arbeitszeit und die schäd lichen Verrichtungen, zu welchen Waffen von arbeitenden Mäd chen und Frauen verurtheilt sind, zerstören die Gesundheit, ges fährden die Sittlichkeit und sind ein bleibender Vorwurf für unsere Civilisation. Wir ersuchen sie dringend, Gewerbe und Geschäfte zu lernen, unseren Arbeitervereinen beizutreten, oder irgend welche andere ehrenhafte Mittel zu gebrauchen, um die Männer zu überreden oder zu zwingen, damit jedes Weib ihrer Arbeit gemäß bezahlt werde. ab,, 9) Wir empfehlen dem Bolke, Massen- Versammlungen zuhalten, um die Grundfäße der Nationalen Arbeits- Genossenschaft, welche im Aug. 1867 in Chicago angenommen wurden und hier weiter ausgeführt sind, anzunehmen und nur für diejenigen Can didaten zu stimmen, welche sich dafür erklären. Und sollten diese Grundsäße nicht von einer der beiden großen Barteien einerlei welcher angenommen werden, so rathen wir der Nationalen Arbeits- Genossenschaft, bei ihrem jährlichen Congreß, der bald in dieser Stadt zusammentreten wird, einen unabhängigen Arbeiter- Candidaten für die Präsidentschaft aufzu stellen und die Massen zu seiner Unterstügung zu vereinigen. Bekanntlich wurden die Erwartungen, welche einige heiß blütige Hoffeguts von der demokratischen Konvention gehegt hatten, vollständig getäuscht, und der Congreß der Arbeiter, der am 21. September in New- York zusammentreten wird, muß jetzt eine politische Thätigkeit enfalten. Leipzig.} Druck und Verlag: C. W. Vollrath. Expedition: Windmühlenstraße 14. Hierzu eine Beilage. h C f D ti b e a 10 ft re B 1, J' t; et Su er d B en gt ets n' 11, RE ent id= id де ür nd er Die ter ift, ier en en pir en en " gt er uß t. Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 39. Eine Stimme aus Amerika. ( Unsern Burschenschaftlern zu Nuß und Frommen.) New- York, 20. August. unter den Mitgliedern wie unter den Affiliirten bemerklich, insofern die Grundsuppe der Verbindung, von Baufhähnen" und Commiersbrüdern beeinflußt, im Formenwesen des Schlagund Bierbankcomments die wahre Studenteneigenthümlichkeit fand und aufrecht zu erhalten suchte, während eine kleine Anzahl die kindischen Spielereien studentischen Brauchs mit der Aufgabe vaterländischer Ausbildung zum späteren Dienst der Freiheit nicht vereinbar hielt; eine dritte Fraktion, aus dem sogenannten Fichtekränzchen, einer burschenschaftlichen Lesegesellschaft hervorgegangen, worin besonders Fichte's Reden an die deutsche Nation mit Eifer gelesen und darüber diskutirt wurde, mystisch- religiösen Charafters, obwohl theilweise von anderen Beweggründen geleitet, verfolgte mit den Leßtgenannten vorerst das gleiche Ziel. Schon im Frühjahr 1828 seßten beide, zum Entseßen der studentischen Hasser und Verächter der ,, Guten", es durch, daß auf dem improvifirten Turnplaß der Verbindung im Milchgarten zu Gohlis ein junger Handwerker, H., Drechsler von Profession, zu den Turnübungen gleichberechtigt zugelassen wurde. Erwägt man dagegen, mit welch übermüthigem Hohne das halboffizielle Organ der norddeutschen Bundesregierung, die Weferzeitung", noch vor wenigen Monaten über den Drechsler" herfiel, den das allgemeine Stimmrecht in das Sollparlament" verschlagen, wo der Plebejer nicht wie so mancher Andere vor dem edlen Grafen frummbuckeln mochte, so kann man sich einen Vers darauf machen, welchen Fortschritt in demokratischem Sinn und Wesen die„ ,, vornehme" Gesellschaft in Deutschland in den leßten 40 Jahren gemacht hat. Wir armen Proletarier in Amerika müssen freilich, um unsere Interessen wahren und die zu diesem Zwecke von unseren Abgeordneten beliebten Gesetze vollstrecken zu lassen, mit Riegelspaltern, Fournier- oder anderen Schneidern, Gerbern, In hiesigen deutschen Blättern findet sich eine der( Berliner?) Bolkszeitung" entnommene Notiz, laut welcher die Vertreter des deutschen Burschenbundes" auf dem letzten Burschentage in Eisenach beschlossen haben, den Zweikampf zwischen Mitgliedern der Berbindung selbst, unter gewissen nicht angegebenen Bedingungen oder Umständen zu gestatten. Aufrichtig gestanden, kann es wenig befremden, einen so schreienden Anachronismus unter der angeblichen Elite der studirenden Jugend im Lande der Denker" zu begegnen. Denn die Beförderung, die durch den Grafen Bismarch dem diplomatischen Vertreter der hohenzollern'schen Majestät in Washington nach seiner Zurückberufung zu Theil geworden,( welch leßtere in Folge des Duells mit einem im Dienste der Vereinigten Staaten stehen den Beamten und nach der von Herrn Seward der preußischen Regierung deßhalb gemachten Mittheilung nicht wohl zu umgehen war,) hat flar gezeigt, wie sehr man drüben an hoher Stelle das junkerliche Unwesen der Selbsthülfe zur Wahrung belei digter Standesehre als Vorrecht und Auszeichnung der herrschenden Kaste betrachtet; daher mag denn auch das junge burschenschaftliche Deutschland es gleichsam für illoyal gehalten haben, sich mit solch hocherleuchteten Ansichten in Widerspruch zu seßen. Die einer andern deutschen Zeitung entlehnte Nach richt, daß bei der jüngsten Versammlung der Burschenschaftsvereine zu Leipzig die größte Einigkeit geherrscht, läßt zudem bermuthen, daß man auch dort an dem in Eisenach gefaßten Beschluß keinen Anstoß genommen. Im Contrast zu dieser Erscheinung im burschenschaftlichen Leben mag hier auf längst verwichene Zeit verwiesen werden, wo zwar die deutsche Bur schaft noch nicht auf der Höhe der jeßigen Zeitbildung stand, aber doch hie und da in mehr denn einem Punkt die darin borwaltende Gesinnung und ihre Bethätigung dem gesunden Menschenverstande und ächt demokratischem Geiste besser entsprach. Schriftsezern oder mit anderen redlichen Arbeitern uns behelfen; und deshalb geht wohl Alles so schief bei uns; es wird uns daher zur Rettung der Gesellschaft" auch endlich nichts übrig bleiben, als den Brinzen eines gottbegnadeten Herrscherhauses mit einem tüchtigen Säbelraffler aus der Schule der Blut und Eisenpolitik aus Europa zu verschreiben, um Ordnung in unserem revolutionären Welttheil zu schaffen. Doch zu unserem Gegenstand zurück! Den mit dem Formenkram und dem damit getriebenen vielfachen Unwesen in der Berbindung Unzufriedenen gelang es endlich am 26. Aug. 1828, dem Todestag Körner's, den Beschluß zur Abschaffung Es ist hier speziell die Rede von der Leipziger Burschen schaft in den 20 er Jahren, die seit ihrer Gründung um 1819 wiederholt damals und die später beliebten Demagogenhezen über consilia abeundi und dergleichen mehr im Gefolge hatten. So der Konstitution durchzuseßen und an ihrer Stelle eine freie Betrieb Preußens, das damals schon durch die berüchtigte Denk allgemeine Studentenschaft mit vaterländisch- freisinnigen Stre schrift von 1822 seines Diplomaten Bernstorf seinen Beruf" bungen zu gründen; diese Abschaffung der Konstitution wurde Berpreußung Deutschlands erkärt hatte, eine große Razzia nach erfolgtem Beschluß Nachmittags und Abends unter der In der Leipziger Burschenschaft statt, die mit der Relegation sogenannten Königseiche im wilden Rosenthale in eigenthümHaupthähne", Mittler's, Zahn's, Böhme's d. Ae.( Seeländer), licher etwas revolutionärer Weise gefeiert; und diese Konstituzur Weiße's und Anderer endigte. Nichtsdestoweniger konstituirte fion war doch so herrlich auf Bergamentpapier niedergeschrieben fich die Verbindung 1826 auf Grund der früheren Konstitus und die Blätter goldbeschnitten mit in Bundesfarben prangen sowohl wie der Renoncen nahm in den darauffolgenden Jah dauernden Welt vergänglich! ren schnell zu; von den später bekannter gewordenen Namen Dieser Beschluß faßte aber eine thatsächliche Verzichtleistung befanden sich darunter Wil. Götte aus Braunschweig, der schon auf das Duell in sich, und als solche ward sie auch von den bor fast 20 Jahren zu früh der Wissenschaft durch den Tod aus Altenburg, später Bürgermeister daselbst, Rob. Schumann, Ed. Burkhardt und Andere. damals in Leipzig bestehenden drei Corps betrachtet, mit welchen bis dahin die Burschenschaft im Cartellverhältniß gestanden. Da im unmittelbar darauf folgenden Semester eine Anzahl Mitglieder der Verbindung, welche für den Beschluß Jedoch machten sich darin bald verschiedene Richtungen mit Wort und That eingestanden, andere Universitäten bezogen, Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Vierteljahrs Abonnement. Wir werden auch künftighin in allen inneren und äußeren Fragen die Grundsäße des Rechts, die Einigung Gesammtdeutschlands auf wahrhaft bundesstaatlicher Grund lage, unter Wahrung der möglichsten Selbstständigkeit der ein zelnen Stämme und Staaten vertreten, die einheitsstaatliche, freiheitvernichtende Gleichmacherei dagegen, wie bisher, entschie den bekämpfen. An der Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen werden wir fräftig mitarbeiten, und zwar im Geiste des Nürnberger Programme. Insbesondere haben wir auch Anstalten getroffen, daß von jetzt ab in unserem Blatte die Gesinnung der kurhessischen Bevölkerung in eingehenderen Be richten Ausdruck finde und unsere Leser von Vorgängen aller Art in Kurhessen schnell und getreu Kenntniß erhalten. erhielt in der allgemeinen Studentenschaft bald die religiöse Fraktion das Uebergewicht, welche hinwiederum nur den Schweif des Leipziger Muckerthums unter Leitung Dr. Lindners und des Kirchenrath Hahn bildeten. Die diffentirenden Berehrer des Comments schieden deshalb 1829 in Masse aus und konstituirten sich als Marcomannia. Die Ereignisse nach der Julirevolution 1830 belebten auf's Neue die politischen Ideen der Burschenschaft, und neue Verfolgungen der Regierungen folgten der Gründung solcher Vereine auf dem Fuße und dauerten fort bis 1848, wo die allgemeine politische Bewegung das ganze Volk fortriß, deren Zweck jedoch an den Ränken und der Perfidie der Dynastieen Habsburg und Hohenzollern scheiterte. Beinahe ein ganzes Jahrzehnt, von 1837 bis kurz vor dem Ausbruch der Märzbewegung 1848, stand die Leipziger Burschenschaft unter dem Einfluß Blum's und seiner dortigen Freunde, deren einer viele Jahre lang einem politischen Lesekränzchen vorstand, woran Mitglieder der Bur schenschaft regelmäßig theilnahmen. Doch davon vielleicht ein anderes Mal. Ein Leipziger Burschenschaftler der zwanziger Jahre. Einladung zum Abonnement auf das Mainzer Journal. Verantwortlicher Redakteur: Dr. J. Sausen. Bestellungen auf das vierte Quartal des Mainzer Journals Weise spannende Erzählungen und interessante kürzere Mit Unser Feuilleton, die Feierstunden", wird in bisheriger theilungen liefern. Ganz besonders dürfen wir auf eine neue, Anfangs Oktober beginnende Novelle:" Roth- Weiß" aufmerk sam machen, die denselben Verfasser hat, wie die so beifällig aufgenommene Erzählung: In der Klemme", und der fur hessischen Geschichte entnommen ist. Der Abonnementspreis für das Quartal ist bei der Er pedition 222 Sgr., bei allen Postanstalten innerhalb Preußens 264 Sgr., bei sämmtlichen Postanstalten der nicht preußischen norddeutschen Staaten 20 Sgr., bei den Poststellen der übrigen zum deutsch- österreichischen Postvereine gehörigen Länder 24 Sgt. Kassel, im September 1868. No Unser Haupt- oder Morgenblatt liefert die leitenden Artikel Redaktion und Expedition der Hessischen Volkszeitung". für 1868 bitten wir rechtzeitig zu machen. und Originalcorrespondenzen, sowie alle bis elf Uhr Vormittags ein= laufende telegraphische Depeschen; die Beilage oder das Abendblatt einen vollständigen Tagesbericht mit allen bis vier Uhr Nachmittags eintreffenden Neuigkeiten. Die Rheinischen Blätter werden unserem Abendblatte als Beilage beigegeben, fie bilden jährlich zwei starke Quartbände und liefern an Material wenigstens so viel als zehn Bände des gewöhn lichen Romanformates. Wir geben jährlich drei bis vier größere Ori ginalromane bewährter deutscher und ausländischer Dichter, die sich bis jezt überall eines ungetheilten Beifalls zu erfreuen hatten; außer dem Literaturberichte, Bilder aus der Länder- und Völkerkunde, Denkwürdigkeiten zur Geschichte der Gegenwart und eine sehr reichhaltige Sammlung von vermischten Nachrichten. Das Mainzer Journal mit seiner Beilage, dem Abendblatt, ist in einer starken Auflage über ganz Deutschland verbreitet, in Mainz selbst, im ganzen Großherzogthum Hessen, in Baden, am Niederrhein, in Kurhessen, Nassau und Rheinbayern gehört es zu den gelesensten Blättern. Es empfiehlt sich deßhalb zu Anzeigen aller Art, die auf diesem Wege nicht bloß eine lokale, sondern allgemeine Verbreitung finden. Das Mainzer Journal erscheint in Groß- Folio- Format und wird das einen Bogen starke Hauptblatt täglich, mit Ausnahme der Sonntage und der höchsten Feiertage, um zwölf Uhr Vormittags, das Abendblatt mit den Rheinischen Blättern um fünf Uhr Nachmittags ausgegeben. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Der Preis des ganzen Blattes ist hier in Mainz vierteljährig 2 fl.; auswärts mit dem üblichen Postaufschlage. Inserate aller Art werden aufgenommen und wird die vierspaltige Petitzeile oder deren Raum sehr billig mit 3 fr. berechnet. Bloße Lokalanzeigen liefern wir noch billiger und bitten wir die Interessenten, fich deßhalb mit unserer Expedition zu benehmen. Der iblie 6.9 Peter Auft 3 geme fozial tuf. tag d Boch hat. und lang wurd gleich gelau henni blutig Sentr liegt aus, mit s „ Mainzer Anzeiger", unstreitig das billigste aller Tagesblätter, bringt politische und andere Neuigkeiten so früh als irgend eine andere Zeitung, nöthigenfalls durch Ertrablätter. Bestellungen auf das Mainzer Journal( auch für einzelne Monate) nehmen alle Bostämter jederzeit entgegen. Die Expedition des Mainzer Journals. W. Der„ Mainzer Anzeiger" kostet vierteljährig durch die Post Inserate finden bei der großen Auflage des Blatted bezogen: 1 fl. 9 fr. ( 6400) die beste Verbreitung. Indem wir zum neuen Abonnement auf das nächste Quartal ergebenst einladen, ersuchen wir auswärtige Abonnen ten, ihre Bestellungen bei der nächstgelegenen Poststelle aufzu geben. Nov fand die S eig 2 Septe betrat nach e rechts einen gung Mitleid Banged bat, fere Le nug, d Die Expedition des„ Mainzer Anzeiger". In demselben Verlage erscheint auch die Deutsche Wein- Zeitung in einer Auflage von 2500 Exemplaren, worauf man ganz ergebenit aufmerksam macht. Inserate werden mit 4 kr. die Petitzeile berechnet Verantwortlicher Redacteur: B. Liebknecht. Leipzig.{ } Redaktion: Braustraße 11. Druck und Verlag: C. W. Vollrath. Expedition: Windmühlenstraße 14. überall gut to im Fe täten i Macht