8= en ng D₁ 11 8, e en ſte ch Die Bes Let ger Cit ue, rf lig Fr no en gen gr. ine te let Demokratisches Wochenblatt. No. 41. Drgan der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 10. Oktober. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage einhließlich Bringerlobn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Betersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Inhalt: Politische Uebersicht.- An die deutschen Schuhmacher. Zur Auflösung des Lassalleanischen Arbeiter- Vereins. gemeine deutsche Arbeiterkongreß" zu Berlin. Der ,, all Der Staat und die 11 foziale Frage. Aus Deutsch- Desterreich. Aus England. MahnTuf.- Vermischtes. Erklärung. tag deutscher Arbeitervereine in Nürnberg. Beilage: Der fünfte VereinsPolitische Uebersicht. In einer Nachschrift konnten wir unsern Lesern vorige In Madrid wurde am 29. September eine revolutionäre Junta( Ausschuß) für ganz Spanien gebildet, der sich die Junten in den einzelnen Städten und Provinzen sofort unterwarfen. Der Rest der königlichen Armee verbrüderte sich mit dem Volke, 60,000 Gewehre wurden an die Bürger vertheilt, und eine Proflamation veröffentlicht, welche die Souveränität der Nation und die Absetzung der Bourbonen verkündete. Nachdem die Junta es wurde bereits erwähnt, daß sie aus 4 Demokraten, 4 Progressisten und 4 Liberalen, also der Mehrdie sofort Boche noch mittheilen, daß die Revolution in Spanien gesiegt heit nach aus gemäßigten Elementen bestand Nationalverhat. und der französischen Regierung gelungen war, uns 14 Tage sammlung( Cortez), die über die künftige Regierungsform entlang über den Gang der Ereignisse im Dunkel zu erhalten, scheiden soll, angeordnet hatte, übertrug sie am 3. Oftbr. die wurde am ersten Oktober plößlich der Schleier zerrissen, und gleichzeitig mit der Flucht Isabellas, der ,, in Weihwasser ausgelaugten Messalina"*), wie die Berliner Zukunft" sie mißig gestattet ist, oder nur die provisorische Präsidentschaft mit benennt, erfuhren wir, daß der Aufstand überall meist unblutig triumphirt hatte, und in Madrid eine provisorische Centralregierung niedergefeßt worden war. Was von Mitte September an in Spanien geschehen, oberste Regierungsgewalt dem progressistischen General Ser rano. Ob derselbe mit diktatorischen Vollmachten ausschränkter Gewalt besißt, das läßt sich nach den vorliegenden Depeschen nicht bestimmen. Lezteres ist aber deshalb das Wahrscheinlichere, weil nicht anzunehmen, daß die verschiedenen liberalen Parteien, welche zum Sturz der Bourbonen zusammengeliegt nun flar vor uns. Die Bewegung ging von der Flotte wirkt haben, sich der Diktatur eines cinzelnen Parteimannes aus, drang von der Küste stetig nach der Hauptstadt vor, und mit Ausnahme zweier Gefechte, in deren einem Marschall unterwerfen würden. Jedenfalls trägt das von Serrano ernannte Ministerium einen durchaus liberalen Charakter, und Rovaliches, General der Königin, tödtlich verwundet ward, Madoz, eins der Mitglieder, gehört zu den gefeiertsten Namen die Krone wie eine überreife Birne vom legten Bourbonen schaft für die Zukunft geboten. Wir in Deutschland haben fand fein ernsthafter Zusammenstoß statt, und schließlich fiel des freisinnigen Spanien. Damit ist allerdings keine Bürgbeig herab. Am 14. September begann die Schilderhebung, am 30. September " 1848 gelernt, wie schnell die besten Männer" politischen Ban ferot machen können. Bedenklich ist, daß man die Arbeiter wieder entwaffnet; bedenklicher, daß die Armee bisher die betrat Isabella das französische Gebiet, und machte sich damit, Hauptrolle gespielt hat. Auf der anderen Seite ist auch nicht nach einer Bestimmung der spanischen Constitution, jedes Anrechts an den Thron verlustig. Von Pau aus hat sie freilich zu übersehen, daß der rasche Sieg der Revolution dem demokratischen Geist der Volksmassen zu verdanken ist und daß die einen Brotest erlassen; doch, wenn ein Protest gegen Vergewaltis Bewegung sich an vielen Orten ebensowohl gegen die Pfaffengung im Mund des Unterdrückten als Bekenntniß der Schwäche wirthschaft, wie gegen die Bourbonen gerichtet hat. Mitleid erregt, so kann er im Munde einer Despotin, die ihr Eins ist über jeden Zweifel erhaben: Die Dynastie ganzes Leben lang die schmachvollste Vergewaltigung geübt der Bourbonen wird nicht mehr über Spanien bat, nur Abscheu und Spott hervorrufen. Wir können unfere Leser nicht mit dem furiosen Aftenstück behelligen ge nug, daß es auf Befchl der provisorischen Regierung in Madrid überall öffentlich angeschlagen worden ist, und daß es von But tonservativen deutschen Zeitungen nur unter dem Strich, regieren. An Bewerbern um den vakanten Thron fehlt es nicht. Außer dem Herzog von Montemolin( von einem Zweig der Bourbonenfamilie) präsentiren sich, oder werden präsentirt: der junge König von Portugal, der Herzog von Montpensier und im Feuilleton, da wo die Seeschlangen und andere Abnormi parte's, der seit 15 Jahren auf der Jagd nach einer Krone ist. täten ihren Play haben, mitgetheilt wird. So verwelkt die Macht der Mächtigen! Die meisten Aussichten von diesen hätte wohl der Herzog von Montpensier, Sohn des letzten Königs von Frankreich, wenn die französische Regierung demselben nicht mit aller Macht ent*) Name der verrufensten unter den füderlichen Kaiserinnen Roms. gegenarbeitete; und da die beiden anderen Kandidaten nicht den geringsten Boden im Volf haben, und da Bonaparte eine Republik in Spanien weniger fürchtet, ale cine orleanistische Monarchie, so steht die Sache der Republikaner ziemlich günstig. Die Wahlen in Madrid sind auch überwiegend im republikanischen Sinne ausgefallen. Bonaparte beobachtet äußerlich die strengste Neutrali tät, und bei der kurzen Zusammenkunft, die er in Biarrig mit der flüchtigen Isabelle hatte, wurde ihr kein Wort des Trostes. Der Kaiser soll bei dieser Gelegenheit sehr ernst ausgesehen haben. Läßt sich begreifen. Ein französisches Blatt der ,, Gaulois" meint, wenn es im Nachbarhaus brenne, müsse man den Kaminfeger holen lassen, und der heiße für Frankreich die Freiheit. Dieser Kaminfeger ist sicher nicht nach dem Geschmack des Kaisers, steht ihm auch nicht zur Verfügung. Aber es giebt einen anderen, der Krieg heißt, und dessen Besen jegt in Frankreich sehr eifrig in Stand gefeßt wird. Aus Preußen meldet man inzwischen wieder eine„, Abrüstung": 1600 Kavalleristen und Fußartilleristen sind mit dem ersten d. M. von der Präsenzliste gestrichen worden, um den 13 neu zu begründenden reitenden Batterien eingereiht zu werden. Abrüstung" ist doch ein schönes Wort. " Am 2. Oftbr. wurden in Berlin vom Obertribunalsgericht zwei Personen: der pensionirte Lehrer Reinhardt und der Wirth Schiweck, die bei der letzten Reichstagswahl zu Pabrodfen in Ostpreußen liberale Wahlzettel mit conservativen vertauscht hatten, der erstere zu 2, der letztere zu 1 jährigem Gefängniß verurtheilt. Ganz gut. Aber wer bürgt in einem despotischen Staate dafür, daß solche Mannöver nicht hundertfach vorkom men ohne entdeckt, oder wenigstens an die Deffentlichkeit gezo gen zu werden? Um die nämliche Zeit wurden ebendaselbst mehrere politische Schwindler, die einst für die preußische Regierung thätig gewesen, wegen einer dunklen.Transaktion mit dem Kriegs- Ministerium des Betrugs schuldig erfannt: ein Baron von Küng berg und ein Herr Wraa nebst einem dritten Unpolitifchen. Die Gerichtsverhandlungen leitete man so vorsichtig, daß ,, un bequemen" Enthüllungen glücklich vorgebeugt war. -Der Nationalliberalismus fängt an in Breußen außer Mode zu kommen. Die Organe der Partei leiden fast alle an Abonnentenschwindsucht, und eines derselben, die Berliner Reform", hat am Leyten des vorigen Monats aufgehört zu erscheinen. Während die der Regierung ergebenen Blätter der Antipathie des Publikums zum Opfer fallen, sucht man die der Regierung feindlichen Blätter durch Maßregelungen aller Art gewaltsam zu tödten. So wurde die hannöver'sche Deutsche Volkszeitung", nicht zu verwechseln mit der demokratisch thuenden, aber durch und durch großpreußischen Berliner Volkszeitung" in den legten 14 Tagen sechs Mal tonfiszirt, ohne Zweifel in der Absicht, die Abonnenten beim Quartalwechsel abzuschrecken. Von besagter Berliner, Volkszeitung" sei hier erwähnt, daß sie in ihrer blinden Wuth auf den Brüsseler Internationalen Arbeiterkongreß dessen Beschluß gegen den Krieg aufs Heftigste tadelt und den Arbeitern vordemonstrirt, auch der Krieg habe seine ,, Segnungen", z. B. der von 1866 habe zur Beseitigung der kleinen Fürsten und zur Einführung des allgemeinen Stimmrechts geführt. Und das schreibt die nämliche ,, Bolks. zeitung", die bisher die nationalliberale Erfolgsanbeterei nicht laut genug verdammen konnte! Die Bamberger, Meß und Consorten haben in Hessen Darmstadt einen Berein gegründet, dessen Zweck es ist, die 322 der That an die berühmte ,, Preßfreiheit mit Genfur", und zeigt daß Bamberger trop der ernsten realpolitischen Studien feine reiferen Alters die tollen Jugend- Späße noch nicht verlernt hat. Von den Soldschreibern der preußischen Regierung und dem Nationalverein, diesem Bund von„ Todtengräbern" der deutschen Einheit, ist bekanntlich stets versucht worden dem seligen Bundestage die Schuld aufzubürden, daß zur Einigung Deutschlands nie etwas geschehen sei. Immer wurde die Eife süchtelei, besonders der kleinen deutschen Fürsten, als das Hinder niß bezeichnet. Die bereits im Demokrat. Wochenblatt" wähnte Denkschrift des entthronten Kurfürsten vo Hessen wirft unter Andern auch diese Behauptung in ih Nichts zurück und zeigt, daß Preußen der Schuldige ist, indem es, dem Herkommen seiner Politif gemäß, allen beim Bunde eingehenden Anträgen auf innere Einigung Deutschlands hin derlich entgegentrat, so dem Antrage auf Einführung gleichen Maaßes und Gewichts vom 23. Februar 1860 durch Erklärung vom 28. Juni und 27. Oktober desselben Jahres; dem Antrag auf Herbeiführung einer gemeinschaftlichen Givil- und Grims nal- Gesetzgebung vom 17. Dezember 1859 durch Erklärung vom 5. Januar 1860, 6. Februar, 17. Juli und 13. Novem ber 1862; dem Antrag auf gemeinschaftliche Patentgesetzgebung vom 26. Juli 1860 durch Erklärung vom 1. August, 5. D zember 1861 und 24. Juli 1862; dem Antrag zum Schu des geistigen Eigenthums vom 23. Januar 1862 durch G klärung vom 30. Januar, 16. Oktober 1862 und 2., 16. Juli 1863; dem Antrag auf Delegirten- Versammlung zu stimmten Zweden vom 14. August 1862 durch Erklärung vo 18. Dezember desselben Jahres und 22. Januar 1863. Wab die Herren Nationalliberalen zu diesen, nicht aus der Welt zu schaffenden" Thatsachen sagen werden? be Wir berichteten jüngst von den neuen Gewohnheiten welche süddeutsche Offiziere aus Preußen zu importiren begin nen. Einer derselben, ein badischer Hauptmann, der seine Soldaten Backsteine in den Tornistern tragen ließ, hat damit Unglück gehabt: er wurde, wie man dem Stuttgarter Beob achter" schreibt, bei den letzten Manövern von hinten erfchol sen. Wahrhaftig, diesen Süddeutschen geht doch das Verständ niß für den ächten militärischen Geist ab. Eine andere, bid cin her noch nicht erwähnte Gewohnheit besteht darin, daß zelne Offiziere, namentlich in Würtemberg, ihrer Mannschaft für nächstes Frühjahr einen gemeinschaftlichen Besuch in Paris anfündigen. fid In Desterreich die alte Leier. Aus Böhmen flag man neuerdings über sozial- demokratische Umtriebe hauptsächlich aus der unzufriedenen Arbeiterklasse rekrutire die czechische Partei. Wenn die Regierung den Arbeitern g genüber dieselbe Ungeschicklichkeit an den Tag legt, mie Behandlung der Szechenpartei, dann können wir uns allerdings auf baldige ,, Störungen der Ordnung" gefaßt machen. bet Der Papst hat ein apostolisches Schreiben an alle Pro testanten und Nichtkatholiken erlassen, in dem er dieselben Rückkehr„ in den einzigen Schaafstall Christi" auffordert. D Schaafe giebt's wohl genug, aber wer möchte es der Welt auf die Nase binden? In Rumänien wieder Judenverfolgungen; dagegen es an der türkischen Grenze still geworden. Die Juden haben feine Waffen, und mit den Schießgewehren der bösen Türfen zu spielen, fönnte mitunter Schmerz verursachen. Aus Griechenland die nicht überraschende Nachricht freiheitliche Entwickelung zu fördern und den Eintritt der Süd- daß das Defizit für das vergangene Jahr 11 Millionen Drad hälfte des Großherzogthums in den Nordbund zu erwirken. Freiheitliche Entwickelung und Nordbund, das erinnert in men beträgt, d. h. ungefähr 3 Millionen Thaler; für diefe arme Land eine ungeheure Summe, jedoch den Bewohnern d zeigt wohl kaum auffällig, da sie, seit dies armseliche ,, Königreich" feine von der Diplomatie zurecht geschnißt wurde, noch nie ein Budverlernt get ohne Defizit gehabt haben. Vermuthlich, weil das Defizit nicht groß genug ist, will die Rgierung bedeutende Waffenrn" der Strecken. ng und einfäufe machen das nöthige Geld wird Rußland vor en dem Aus Alexandrien und aus Constantinopel trifft nigung glechzeitig die Nachricht ein, daß ein Mordversuch auf den e Eifericekönig von Aegypten gemacht, und eine VerschwöHinder rung gegen das Leben des Sultans entdeckt worden sei. att" er 323 der Existenz, keinen Anspruch auf die rege Theilnahme seiner Mitglie= der, keinen Anspruch auf die Achtung seiner Gegner. Vereinigung der Arbeiter in politische Vereine für die gesammte ArDurchdrungen von der Wichtigkeit und Bedeutung, welche die beiterklasse bat, haben wir uns entschlossen, sofort mit Gründung eines neuen Arbeitervereins vorzugehen, welcher in sozialer Beziehung auf dem Standpunkt der Nürnberger Majorität stehen und in politischer Beziehung sich der deutschen Volkspartei anschließen soll. Wir ersuchen unsere Gesinnungsgenossen, uns hierbei zu unterstüßen und sich mit uns zu gemeinsamer Thätigkeit zu verbinden. Berlin, 6. Oktober 1868. Die Staatswahlen, welche alljährlich um diese Zeit in Der Offenbacher Arbeiterverein, dessen Delegirter Heivon den Bereinigten Staaten von Nordamerika statt finden, ligenstädt auf dem Nürnberger Tag gegen das Programm gein it befunden heuer nach den lezten Berichten einen sehr starken stimmt, und seinen Austritt erklärt hatte, hat beschlossen, in indem Zuwachs der republikanischen Partei, so daß die Erwählung dem Verband der deutschen Arbeitervereine zu bleiben. Bund Grants zum Präsidenten vollkommen gesichert erscheint. de bin gleichen flärung Antrag Crimi flärung Novem gebung 5. De Schub rch Gr 2., 16. Bu be ig vom Wal er Well nheiten begin er feine t damit Beob richof erständ re, bid Daß cin anfchaft n Paris n flagt riebe: tire fid dern ge mie bei lerdings We Pro ben zur t. Det Belt auf egen haben Türfen achricht Drady r diefes wohnern In der legten Sigung des Berliner Arbeitervereins ( Montag den 5. d.) wurde nach langer Debatte auf Antrag des Herrn Mar Hirsch, der nach der neuesten Mode das Gespenst des Kommunismus an die Wand gemalt hatte, mit 32 gegen 28 Stimmen beschlossen, über die Frage des Anschlusses an die Majorität des Nürnberger Arbeitertages zur Tagesord nung überzugehen. Das Resultat wurde dadurch erreicht, daß fich in der Woche vorher 10 Freunde des Herrn Mar Hirsch ( nicht zu verwechseln mit dem braven Carl Hirsch) in den Verein hatten aufnehmen lassen, der nun glücklich über sich selbst zur Tagesordnung übergegangen ist. Die Minorität wird einen neuen Verein gründen: sie hat ihren Austritt in folgendem Protestschreiben erklärt: Die Unterzeichneten, bisher und zum Theil seit vielen Jahren Mitglieder des Berliner Arbeitervereins, erklären hierdurch öffentlich itren Austritt aus dem genannten Verein und begründen diesen Schritt folgendermaßen: Die gegenwärtige Bewegung unter den Arbeitern Deutschlands ist nicht durch künstliche Agitationsmittel hervorgerufen, sondern in natürlicher Entwickelung der Dinge die Folge der bisherigen politischen Unterdrückung und sozialen Bevormundung der Arbeiter. Partei Darum halten wir es für die Pflicht aller deutschen Arbeiter, in solchen Fragen, welche die Interessen ibres Standes betreffen, offen zu ergreifen, Mannesmuth und Mannesbewußtsein an den Tag zu legen und rückhaltslos sich zu erklären, gleichviel ob für oder ge= gen bestimmte soziale Bestrebungen der Gegenwart. Bon diesem Bewußtsein ist der fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine zu Nürnberg durchdrungen gewesen, als unter ausdrücklicher Berwerfung eines Compromißvorschlages seine Majorität sich für, die Minorität sich gegen die Bestrebungen der Internationationalen Ar= beiter- Assoziation entschieden hat. Verbandes der deutschen Arbeitervereine in zwei einander feindlich Die unvermeidliche Folge des Beschlusses war eine Spaltung des Majorität und bekämpfen, aber achten die Minorität. egenüberstehende Parteien. Wir sympathifiren mit der Nürnberger ſtand " Die Gemeinde des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in Altona hat in ihrer Generalversammlung vom 23. Aug. den Beschluß gefaßt: 1) sich der Internationalen Arbeiterassoziation anzuschließen und 2) mit allen Kräften darauf hinzuwirken, daß alle übrigen Gemeinden Schleswig- Holsteins diesem Beispiele folgen. Brav so! An die deutschen Schuhmacher. Dem Generalrath der Internationalen Arbeiter- Assoziation ( in London) ist angezeigt worden, daß mehrere deutsche Schuhmacher in Liverpool eingetroffen sind, wo die daselbst wohnhaften Arbeiter die Arbeit eingestellt haben. Die Schuhmacher in Deutschland werden daher ersucht, sich nicht nach Liverpool engagiren zu lassen, weil sie dort nur zur Unterdrückung ihrer eignen Collegen und zur Schädigung ihrer eignen Klasseninteressen benutzt werden sollen. Zur Auflösung des Lassalleanischen Arbeitervereins. Dem unter obiger Ueberschrift erschienenen Aufsatz( in der vorigen Nummer) ist am Schluß des Citats aus der Engels'schen Broschüre über das allgemeine Stimmrecht folgende Note beizufügen: Der von Lassalle dem Verein vererbte Präsident der Menschheit", Bernhard Becker, überhäufte damals ,, die Partei Marr", d. h. Mary, Engels und Liebknecht, mit den infamsten Beschimpfungen*). Jeßt, in seiner Schmugschrift: Enthüllungen über das tragische Lebensen de Ferdinand Lasfalles", welche seine eigene Jammerfeele bloßlegt und nur durch die darin abgedruckten unterschlagenen Dokumente Interesse hat, darum gehandelt, sich für eine der beiden Richtungen zu entscheiden. Für den Berliner Arbeiterverein hat es sich in drei Sizungen Nach vierwöchentlicher Arbeit hat er sich zu feinem anderen Beschluß verballhornt derselbe Becker den Engels wie folgt: emporzuraffen vermocht, als über diese für den gesammten Arbeiterhochwichtige Frage zur Tagesordnung überzugehen. ,, Allein, warum wird nicht für unbedingte Vereins, der Nürnberger Majorität zu erklären. Ein Gegenantrag, im In- suchen sich die Arbeiter nicht der ihnen in der Reaktionszeit Dem Verein lag der Antrag vor, seine Zustimmung zur Haltung Versammlungs- und Presfreiheit agitirt? Warum tereffe der Nürnberger Minorität, war von Seiten des anwesenden Bertreters dieser Richtung nicht eingebracht worden. Herr Dr. Mar Hirsch hatte sich damit begnügt, eine ausweichende motivirte Tageserdnung zu beantragen. Als für diese motivirte Tagesordnung im Laufe des ganzen Abends nicht eine Stimme außer der ſeinigen sich erhoben hatte, zog er seine Motive zurück und ließ bloß den Antrag auf Tagesordnung stehen. Diese wurde mit 32 gegen 28 Stimmen zum Beschluß erhoben. Hierdurch hat nach unserer Ueberzeugung der Berein in seiner politischer Verein, welcher nach vierwöchentlichen Debatten nicht die gegenwärtigen Zusammenſegung sein Todesurtheil gesprochen. Ein Kraft hat, Farbe zu bekennen und sich für oder gegen ein scharf und bestimmt ausgesprochenes Parteiprogramm zu erklären, hat kein Recht angelegten Fesseln zu entledigen?( S. 133).... Nur durch Weiterentwickelung der demokratischen Basis kann der Lasfaleanismus aufgefrischt und in lauteren Sozialismus hinübergeleitet werden. Hierzu ist unter Anderm nöthig, daß die Interessen der Junfer oder vermöglichen Gutsbesißer nicht mehr geschont, sondern daß die sozialistische Theorie durch Anwendung auf die große Masse der Landarbeiter, die in Preußen *) Das saubere Geschäft wird jezt von der Gräfin Haßfeldt, der Mutter" der Försterling- Mende'schen Karrikatur des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, fortgesezt. die Bevölkerung der Städte bei weitem überragt, ergänzt und vervollständigt werde."( S. 134.) Man sieht, der Verfasser jener Broschüre( F. Engels, fann mit der Wirkung auf seine Gegner zufrieden sein. Der ,, allgemeine deutsche Arbeitercongreß“ zu Berlin. Ueber die Motive zur Berufung dieses Congresses spricht die Berliner Volkszeitung" in ihrem Leitartikel vom 23. September d. J. sich folgendermaßen aus: " Wir haben in mehreren Nummern vom 7., 11. und 12. August einen Brief unseres Correspondenten, des Herrn Dr. Mar Hirsch*) aus London veröffentlicht, worin die Organisation, die Ziele und die Erfolge der englischen Trades' Unions oder Gewerksvereine in anerkennendster Weise geschildert worden. Schon in diesem Briefe wurden die englischen Gewerksvereine als ein Muster für Deutschland hergestellt, und wir beabsichtigten, binnen Kurzem eine Reihe von Artikeln über diesen hochwichtigen Gegenstand zu bringen und die Gründung von Gewerksvereinen nach englischem Vorbild den Arbeitern Deutschlands dringend zu empfehlen. Inzwischen haben sich die Herren Schweißer und Fritzsche, die Lenker eines Theils der sogenannten Lassalleaner mit ihrer gewohnten Behendigkeit des Gedankens bemächtigt. Dieselben erließen unterm 27. August einen Aufruf an die Arbeiter Deuschlands, worin zur Besprechung und Einrichtung alles dessen, was mit den Arbeitseinstellungen zusammenhängt," ein allgemeiner deutscher Arbeitercongreß zum 27. September nach Berlin berufen wurde." So weit die Volkszeitung". Sie gab diese offene Erklärung ab, nachdem die allerwärts in ganz Norddeutschland vollzogenen Wahlen zum Berliner Arbeitercongreß ihr bewiesen hatten, daß die Idee wirklich zeitgemäß gewesen war und an dem Zustandekommen des Congresses nicht mehr gezweifelt werden konnte. 324 in fid Ver die ganze, seiner Ansicht nach von ihm ausgehende Bewegun in den Händen seiner Gegner lassen wollte, genöthigt, fich nad einer Vertretung im Congreß umzuschauen. Er wählte hierfür die Berliner Maschinenbauer aus. Unter diesen nam lich hat sich ein aus 300-400 Mitgliedern bestehender ein gebildet, der unter der Leitung des Abgeordneten un Kreisrichters a. D. Parifius und des Ingenieurs Blum ein Hauptstüße des Schulze'schen Genossenschaftswesens bilde Diese beiden Herren in Gemeinschaft mit 10 Maschinenbauer beriefen nun eine allgemeine Maschinenbauer- Versammlung, welcher die Stellung der Maschinenbauarbeiter zum bevorstehe den Arbeitercongreß verhandelt werden sollte, zu welcher Herren Abgeordneten Franz Dunder, Löwes Calbe, Schul Delißsch und Dr. Mar Hirsch eingeladen wurden, und weld gegen das Eindringen fremdartiger und feindseliger Element dadurch geschützt wurde, daß der Zutritt zu dem 1500 Perfo nen fassenden Versammlungslokal abhängig gemacht wurk von Vorzeigung des Statutenbuches der General- Kranfenfa Die Folge dieser Vorsichtsmaßregel war eine Versammlung von nur 500 größtentheils zur Brüderschaft gehörigen Mas nenbauern und deren Führern. Sie fand statt zwei Tage Eröffnung des Arbeitercongresses, unter Vorsiz des Abgeord neten, Verlagsbuchhändlers und Buchdruckereibesizers Fra Duncker. Hauptredner waren Dr. Max Hirsch und Schulze Delitzsch. Gewählt wurden 12 Herren als Vertreter der liner Maschinenbauer auf dem Congreß, darunter die Richt arbeiter Dr. Mar Hirsch, Literat Hugo Weise und der Ing nieur Blum. In dieser Versammlung ereignete sich folgender bemerken werthe Zwischenfall, den wir nach dem Bericht der Zukunf wiedergeben. Abgeordneter Schulze- Delißsch, bei seinem Auftreten po stürmischem Beifall der Versammlung begrüßt, sagte: ,, Mir ist es nicht so leicht geworden, in die Versammlung kommen, da ich die eine Hälfte des Jahres theils im Parlamente schäftigt bin, theils mich auf fortwährenden Reisen für das Wohl Arbeiter befinde. Dafür dränge ich mich zu öffentlichen Versammlu gen nicht, mich ruft man in ganz Deutschland!( Beifall.) ich will mich nicht an den Persönlichkeiten des Kongresses stoßen, es kommt doch immer auf die Leute an, die das erste Wort you bes Aud aber gefagt sonen trennen. Es herrscht Zwietracht im Reiche der Sozialdemokra haben; die Bedeutung der Versammlung läßt sich kaum von den Ber tie, Hagfeld, Mende, Schweizer, Försterling. Ich bedaure das geringe Minorität der deutschen Arbeiter gehört hat.( Rufe: Ihr Oho!" macht mich nicht irre, ich bin nicht der Mann, bot des allgemeinen deutschen Arbeitervereins, zu dem nur eine febr Wenn nun auch die ,, Volkszeitung" den Herren v. Schweizer und Frißsche die unmittelbare Veranlassung zu ihrem Aufruf an die deutschen Arbeiter gegeben haben mag, so gebührt doch das Verdienst, den Congreß zu Stande gebracht zu haben, ausschließlich den Herren von Schweißer und Frißsche und der Energie ihrer Anhänger, der Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Während die Führer sich mit Ausarbeitung der Vorlagen für den Congreß beschäftigten, verstanden letztere es vortrefflich, die Arbeiter ihrer respectiven Bezirke für die Idee der zu gründenden Gewerkschaften zu enthusiasmiren und brachten es dahin, daß zum Congreß 206 Delegirte abgesandt wurden, die angeblich 142,008 Arbeiter aus 110 Drten vertraten. Die bei weitem größte Mehrzahl der Delegirten war aus Norddeutschland. Aus Süddeutschland waren vertreten: Mannheim( 300 Cigarrenarbeiter, 300 Buchdrucker, Schneider- und Arbeiter- Verein), Heidelberg( 20 Cigarrenarbeiter). Augsburg( 1000 Arbeiter), Würzburg- Heidingsfeld( 80 Arbeiter), Offenbach( 620 Bauhandwerker, Bäcker, Handarbeiter und Metallarbeiter, 316 Buchbinder, Graveure und Portefeuillearbeiter, 295 Schuhmacher, Schneider und Cigarrenarbeiter), Speier( 30 Arbeiter, 10 Cigarrenarbeiter), Stuttgart ( 80 Cigarrenarbeiter), Freiberg in Baden( 74 Zimmerleute). Alle übrigen Delegirten waren von den Haupthandels- und Industriepläßen des norddeutschen Bundes, fast nur von solchen Blägen, an welchen der Lassalle'sche Allgemeine Deutsche Arbeiterverein Wurzel gefaßt hatte, und die Delegirten waren bis auf wenige Ausnahmen sämmlich Lassalleaner, Mitglieder des inzwischen pro forma aufgelösten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Dieser Umstand gab dem Congreß von vorn herein das Gepräge einer großen allgemeinen LassalleanerVersammlung. Dem gegenüber war Herr Dr. Mar Hirsch, wenn er nicht *) Mit den englischen Studien dieses Herrn werden wir uns gelegentlich beschäftigen. der Ver Dho! fid dadurch einschüchtern läßt. Im Interesse und zur Ehre des deutschen Arbeiterstandes behaupte ich noch einmal, nicht viele Arbeiter haben lösung bei der preußischen Regierung bedanken, dadurch haben fie fid am Köder angebissen.( Beifall.) Die Herren mögen fich für die Auf der Bewegung bemächtigt. Abgesehen von den Personen, von denen ich nicht gerne spreche, sind eine Masse Widersprüche in den Zielen des Kongresses: Arbeitseinstellungen in Masse sind im Verhältniß den Prinzipien Lassalle's eine Tollheit und Unsinn! Die Herren wollen ja durch Staatskredit Mittel haben, um selbst Unterneh mer zu werden, also richtet sich ihr gegenwärtiges Unternehmen Arbeitseinstellung gegen die Arbeiter als Unternehmer, das ist ja rückt( Beifall)! Erst sagt man, die Arbeiter können nicht sparen, sozialen Kriege, da können Sie es! Das ist die große Weisheit. Der ver und Der Sol nun sollen sie durch Sparen 50,000 Arbeiter aus ihrer Kaffe unter halten können, so ist wörtlich zu lesen. Ist Ihnen, meine Herren, lächerliche Widerspruch und Unsinn nicht gleich ersichtlich( Beifall! Zum Selbstunternehmen können Sie nicht sparen, aber zum ches Zeug und solche Thatsachen hat man dle Stirn Jhnen, wirkli chen Thatsachen gegenüber, aufzuschwägen? Die Pioniere von Roch dale! Dieser merkwürdigen, wunderbaren Erscheinung gegenüber Sie mir immer von der Unerbittlichkeit" des Kapitals? Wenn das wahr ist, und es ist in gewissem Sinne wahr, um so mehr müffen Sie streben mit gleichen Waffen entgegenzutreten. Sie müssen reden dieses ,, unerbittliche Kapital" unterwerfen. Wir wollen nicht, wie der fid Aufruf zum Kongreß, rufen: ,, Nieder mit dem Kapital!" fondern: Nun muß ich noc ,, Her mit dem Kapital!"( Lebhafter Beifall). Bet Dor ewegung fich nad blte fi der Ver ten und um eine bildel nbauern lung, in 325 der Angriffe gegen die Fortschrittspartei erwähnen, und ich kann dies um so eher, als man ja immer bei dergleichen Angriffen meine Perfon ausgenommen und gesagt hat:„ Der Schulze, der hat etwas für die Arbeiter getban!" Aber ich muß meine Partei gegen die hohlen en näm Deflamationen der Gegner in Schuß nehmen. Die Fortschrittspartei bat die Arbeitersache dadurch in die Hand genommen, daß sie Ihnen die politische Koalationsfreiheit beantragt hat. Es ist gesagt worden, daran ist Lassalle schuld; eine solche Albernheit, gegen sich selbst zu agitiren, ist Lassalle gar nicht eingefallen, das vertrug sich mit Lassalle nicht. Das ist ja ein Widerspruch, ein Nonsens, wenn man es geradezu deutsch sagen will." Es giebt nur eine Lösung der sozialen Frage, diese liegt in Ibrer eigenen Thätigkeit, in Ihrer sittlichen Energie. Dies habe ich Ihnen hundertmal gesagt, und Sie können es in meinem Katechismus gedruckt lesen. Die Fortschrittspartei hat unbedingtes gleiches politisches Recht für Alle verlangt, unbeschränktes Vereinsrecht( Beifall.) Damit allein haben wir uns jedoch nicht begnügt, wir sind noch weiter gegangen, und da sollen Sie mir noch don der andern Partei die Nachfolge beweisen. Bolle politische und bumane Bildung.( Beifall.) Die andere Partei bat als einzige Panacé ausgehängt das allgemeine und gleiche Wahlrecht, aber wir ha= ben es an Frankreich gesehen, was es nügt, wenn nicht Bildung dahinter steckt. Wer bat Ihnen belehrende Vorträge gehalten? Haben die Führer der Fortschrittspartei je gefehlt, wenn Sie sie gerufen ha= ben? Reine, als diese, ist so sehr für die Bolksbildung eingetreten. orstehen Icher di Schulze d welch Flement Perfo t murd fenfa mmlung Majd age vor Abgeord Fra Schule Der Ber e Nicht er Ing Ich habe nach oben nicht geschmeichelt- da gehöre ich zu den Berhaßtesten- und will auch Ihnen nicht schmeicheln. Erst schaffen Sie sich Bildung!( Beifall,) Zu der Pariser Industrie- Ausstellung baben wir 131 Arbeiter bingeschickt aus Mitteln, die wir zusammenge= bracht. Das heißt: etwas für die Bildung thun! Wenn die andere Bartei gebe zu, die Strikes haben eine Geschichte, ich erinnere an die Tuchmacher in Burg und an die Buchdrucker! Zu wem sind aber diese Leute gekommen? Zu mir sind die Tuchmacher gekommen. Man muß die Dinge kennen, um den müßigen Schwägereien unnüßer Buben entgegenzutreten.( Beifall.) Ich halte die gewerkschaftlichen Bereimerfen nigungen für gut, habe dies wiederholt ausgeführt, aber sie müssen im rechten Moment gebraucht werden. Freilich können sie auch gemißbraucht werden, aber ein Recht verweigern wollen, weil es, ungeschickt gebraucht, nachtheilig wirken kann, tehrt gebraucht werden. ein vernünftiger Gesetzgeber nicht einnehmen. Jedes Recht kann ver= In dem allgemeinen deutschen ArbeiterButun ten von lung lente be Bobl der ammlun Aud Ben, aber rt gefagt den Pers Demokra Das Ber cine febr : Oho! Der fi Deutfchen die Auf r haben fie fid n denen Bielen Filtniß Cerneb Herren men der I ja ver en, und e unter ren, der Beifall! ber zum it. Sol wirfli on Rod Der reden enn bal wie der diesen Standpunkt kann berein war die Gentralisation von oben herunter; die Centralisation war da, aber keine Mitglieder. Der General geht mit der Werbe-. trommel heraus, aber Soldaten fehlen. Das Gegentheil hiervon sind die Genossenschaften. Erst als ein paar Hundert Vereine in Weimar zusammen waren, schufen sie sich nen ein Centralorgan? nein, nur ei= käme, den würden wir eklich nach Hause geschickt haben.( Beifall.) Geschäftsführer, und das bin ich. Wer uus da mit Autoritäten Da schwäßt nun so ein Herr Eichhoff neulich in einem Bezirksvereine den Leuten vor: die Genossenschaften haben nichts los, aber die Genossenschaftsbank ist ein famoses Institut.( Beifall). Von Produktivgenossenschaften schwägt man den Leuten vor, ich wolle sie nicht, im Gegentheil, sie machen mir am meisten zu schaffen, ich bin nur ein Feind von verpfuschten, aber nicht von gelungenen Produktivgenossenschaften; ich habe selbst dabei mein Geld zugesezt. Die Kapitalsäße des Aufrufes find lächerlich. das Kapital haben. es Niemand kann Jeder will entbehren. Werk zeuge, Rohstoffe u. s. w. Instrumente arbeiten? Dies ändern, heißt die Naturgeseze ändern. Das Kapital zieht sich leicht aus der Industrie eines Landes zurück; das ist nicht das Mittel, den Arbeitern aufzuhelfen. Alles ist Kapital. Wollen Sie ohne Redner ver breitet sich nunmehr im Anschlusse an den pro 1867 erstatteten Bericht über das Gedeihen der Genossenschaften und Volksbanken und fährt hierauf fort: Ich habe keine Lust, auf Persönlichkeiten einzugehen, ich Jede Klasse, die ihre Sonderinteressen höher " diese zur Vertheidigung einzuladen.( Großer Lärm, Redner tritt ab; Rufe: Buchdrucker!) Herr Duncker: Es hat Jemand die Unverschämtheit gehabt, Buchdrucker" zu rufen, damit meint er wohl mich. ( Unrube. Es stellt sich heraus, daß der Rufer mit dem Worte ,, Buchdrucker" den Herrn Kärger habe bezeichnen wollen, theils um dessen Legitimation zum Sprechen zu bezweifeln, anscheinend aber auch, um dessen sozialistischen Geist zu bezeichnen.) ( Schluß folgt.) Der Staat und die soziale Frage. Der Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der Wohlfahrt ihrer Mitglieder durch die gemeinschaftliche Arbeit, und dies ist auch der Zweck des Staates. Die Gesellschaft wird aber erst zum Staat, indem sie, wie dies schon in dem Worte liegt, ständig wird, d. h. indem sie sich mit ihrer Arbeit dauernd an den Boden knüpft. Die Jägervölker Amerikas, die Nomaden, welche mit ihren Kamel- und Schafheerden das große Wüstenbecken Centralasiens durchziehen, bilden zwar auch Gesellschaften, aber keine Staaten. Es sind Horden, Stämme, wie es die nomadisirenden Juden waren, die erst einen Staat bildeten, als sie nach der Eroberung von Palästina in Ackerbauer sich verwandelten. Es liegt nun auf der Hand, daß die Staatsgesellschaft aufhören muß, ihren eigentlichen Zweck zu erfüllen, sobald sich eine einzelne Person oder eine besondere Klasse zu ihrem Herrn aufwirft. Von diesem Augenblicke an tritt die Wohlfahrt Aller in den Hintergrund vor den Interessen dieses Herrn, und nur so weit sie es gestatten, kann von einer Förderung jener die Rede sein. Fortan hat die Arbeit der Gesellschaft zunächst die Bedürfnisse dieses Herrn zu befriedigen; Schweiß und Blut, Geld und Leben der Staatsbürger gehören zunächst ihm. Es tritt eine Ausbeute Aller zum Nußen eines Einzelnen oder einer Klasse ein. Der Staat wird auf den Kopf gestellt, eine Lage, in der er sich natürlich nur durch die Anwendung von Gewaltmitteln behaupten kann. Es ist aber, wie Rousseau schon in seinem„ Gesellschaftsvertrag" bemerkt, Niemand stark genug, um in der Gesellschaft immer Herr zu bleiben, wenn er nicht das Mittel, durch welches er zur Herrschaft gelangt ist, d. h. die Gewalt in Recht verwandelt und den Gehorsam in Pflicht. Recht und Gewalt aber sind unversöhnliche Gegensäge und man gehorcht der letzteren niemals aus Pflicht, sondern aus Nothwendigkeit. Alle Staatsgesellschaften haben das Geschick gehabt, daß sich in ihnen schon in alten Zeiten Einzelne oder eine besondere Klasse zu Herren aufwarfen und ihr persönliches oder Klaffen Interesse an die Stelle des Staatszweckes seßten. Die Jahrhunderte, welche seitdem verflossen sind, haben zwar manche äußere und innere Veränderungen und Umgestaltungen bewirkt, allein mit Ausnahme zweier Staatsgesellschaften, der Schweiz und der Vereinigten Staaten von Nordamerika, wird noch heute der Staatszweck der Wohlfahrt der herrschenden Bersonen oder Klassen untergeordnet, und nur auf Augenblicke ist es den an erinnern, daß Liebknecht den Schweißer einen Doppelgänger Wage- Anstrengungen der Gesellschaft gelungen, den Druck der Getern, sehen Sie nur den Jubel, den die Zeidler'sche Korrespondenz und ner's genannt hat, lesen Sie jezt nur in den reaktionären Blät sonstiges Nachtgevögel anstimmt. Einen besseren Dienst können Sie der Reaktion nicht leisten; Sie jagen, wie in Frankreich, die Bürger der Militärmacht in die Arme, damit sie ihnen gegen die Arbeiter hilft. Die Kaisermacht in Frankreich ist nichts weiter, als die Diktatur gegen dies rothe Gespenst. als die allgemeinen stellt, ist verloren, das sehen Sie an der feudalen Partei. Verhüte Gott, daß unsere kulturhistorische Mission einen ähn= meinschaftliche Arbeit ausbeuten. Daraus folgt weiter, daß lichen Weg gehe. Wenn es geschähe, so würde das deutsche Volk in weite Wüstenwanderungen zurückgeschleudert werden. Sollte es anders werden mit Ihnen, dann. müffen Пen fid fondern: ich noch fratisch, nieder!( Anhaltender Beifall.) legen wir unser Mandat in Jhren Schooß Herr Kärger: Es ist undemovor einem Gewerke die Sozialisten herunterzureißen, ohne walt abzuschütteln und die Förderung der Wohlfahrt Aller durch die gemeinschaftliche Arbeit als den wahren Staatszweck zur Geltung zu bringen. Die Folge davon ist, daß es stets eine soziale Frage gegeben hat. Denn gesellschaftliche Uebel sind unausbleiblich, sobald der wahre Zweck der Staatsgesellschaft verlegt wird, und Einzelne zu ihrer Wohlfahrt die gedie sozialen Fragen aus politischen Ursachen entspringen. Ein Beispiel wird dies deutlich machen. Die Sklaverei und die Leibeigenschaft waren die sozialen Uebel, an denen die europäische Gesellschaft bis zum Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts krankte. Diese Uebel entstanden dadurch, daß die bestehenden Staaten durch eindringende Eroberer unterworfen wurden. Die Kriegsgefangenen wurden zu Sklaven, die übrigen Mitglieder der unterjochten Staatsgesellschaft zu Leibeigenen gemacht. Der Sieger nahm ihnen den Grund und Boden fort, den sie bisher als freie Leute besessen hatten, und ließ diesen nun von ihnen in seinem Interesse bearbeiten. Die Ursache der Sklaverei und Leibeigenschaft waren also politischer Natur, und dieser Umstand erklärt es, warum der Sozialismus des Christenthums, da er die Politik durch den Saß ausschloß: Gebet dem Kaiser was des Kaisers ist, unfähig war, diese soziale Frage praktisch zu lösen. Erst die große französische Revolution mit ihren Nachwirkungen auf ganz Europa vermochte es, indem sie die zum Recht gestempelte Gewalt der herrschenden Klasse zerstörte und die Gleichheit sämmtlicher Mitglieder der Staatsgesellschaft an deren Stelle sette. 326 Freilich unterlag diese Gleichheit später wieder der dop pelten Reaktion des Adels und der Geistlichkeit; allein wie mächtig auch die Reaktion war, in welche Abhängigkeit und Unmündigkeit sie auch sämmtliche Nationen zurückwarf, die Sklaverei und Leibeigenschaft vermochten sie nicht wieder herzustellen. Die freie Arbeit trat an deren Plaß, wenn sich aus derselben allmählich ein neues soziales Uebel, die unbeschränkte Macht des Kapitals, entwickelte; so ist auch daran wiederum nur der Umstand schuld, daß der wahre Zweck der Staatsgesellschaft gefälscht und jener Ausspruch Ludwig XIV.: „ der Staat bin ich!" allein maßgebend für den Herrscher und Die herrschende& tlaſſe wurde. Eine freie Geſellſchaft gleichbe rechtigter Mitglieder würde die schädlichen Folgen, welche für die arbeitenden Klassen aus der Emanzipation des Kapitals sich entwickelten, verhindert haben. Sie würde einfach das Kapital, welches sich als Produkt der Arbeit in den Händen Einzelner ansammelte, je nach Maßgabe der Arbeit des Einzelnen auf die Gesammtheit vertheilt und damit die Wohlfahrt Aller gefördert haben, statt daß sich nun Armuth und Reichthum, Darben und Schwelgen in schroffem Gegensatz gegenüber stehen. Aber die Gesellschaft war und ist nicht frei und die herrschende Klasse beförderte und befördert fortwährend das durch sie erzeugte Uebel; denn das anwachsende Kapital war für sie ein Mittel, ihre Macht nach außen hin auszudehnen und nach innen zu befestigen. Auf der anderen Seite diente die sich bildende Kapitalpartei gern mit ihrem Gelde der Staatsgewalt, denn diese dankte ihr dafür mit Gefeßen, welche dem Kapital gestatteten, die Arbeitskraft der Mehrheit der Staatsgesellschaft schrankenlos auszubeuten und auf diese Weise dem Arbeiter in Stadt und Land ein Loos zu bereiten, das viel schlimmer ist als das der früheren Sklaven. Denn der Sklave mußte doch immer als eine Sache, welche Geld kostete, in gewissem Grade von seinem Herrn geschont werden. Der soge= nannte freie Arbeiter aber kostet nichts; er wird rücksichtslos aufgebraucht und weggeworfen, und sofort sind Andere bereit fich wieder aufbrauchen zu lassen. So entspringt denn auch diese wichtigste soziale Frage der Gegenwart aus politischen Gründen. Mithin ist auch ihre thatsächliche Lösung nur möglich durch Umgestaltung der bestehenden staatlichen Verhältnisse. Die Staatsgewalt muß zum Ausfluß der gesammten Staatsgesellschaft gemacht werden. Den Arbeitern sagen: bekümmert euch nicht um Politif!" heißt daher nichts anderes, als sie auffordern, auf eine Verbesserung ihrer Lage Verzicht zu leisten und sich freiwillig zu einer ewigen Sklaverei zu verurtheilen. " Aus Deutsch Desterreich. te bi to ift S Wien, den 5. Oktober. Das Ministerium hat einen Riß bekommen und ist not immer nicht im Stande denselben zu verkleiden. Minister to Präsident Fürst Auersperg hat seine bürgerlichen Collegen auf ihren gepolsterten Stühlen sizen lassen und ist auf seine böb hi mischen Güter abgereist, um das mühevolle Amt eines Bor ſizenden des Ministerrathes welches er während seiner Amtin dauer vom Januar bis Ende August gegen hundert Mal pflegen gezwungen war mit dem bequemeren eines ersten Cavaliers des Reiches ohne weitere Pflichten zu vertauschen. Ungewohnte Arbeit wird wohl die wahre Beranlassung seinem Abgange vom Schauplaße größerer politischer Thätig feit gewesen sein, und der abgetretene ehrliche Mann würde gut thun, seine reichliche Muße in der Richtung zu verwenden daß er den Jüngeren seiner speziellen Standesgenossen, deren Wünsche in Bezug auf das öffentliche Leben höher gehen, vor Allem die Gewohnheit der gleichmäßigen Arbeit anempfehlen würde; denn vorüber ist es mit dem bloßen guten Willen nichts ohne die dauernde That. G to Auf der anderen Seite machen dem gequälten Ministerium die Herren Statthalter lebhaft zu thun. Der Statthalter de so wichtigen Böhmen, Freiherr von Kellersperg, erklärt öffent lich, daß er die im Privatgespräche gefallene ungebührlic Aeußerung über einige Minister nur dem Justizminister D Ministerium, das doch einen Collegen nicht ohne weiteres de Herbst gegenüber aufrecht halte, und setzt sich dadurch mit dem fe persönlichen Angriffen eines untergebenen ausseßen will, i Conflikt, und bringt leßteres zugleich in nicht geringe Verlege heit. An Kellersperg soll nämlich manches Schäßenswert sein und in der an politisch hervorragenden Männern so armen Zeit ist kein Ersagmann für ihn zu finden; so mußte denn dem Borwig Anheimgefallene vor der Hand auf sechswöchen lichen Urlaub wandern. Anders verhielt es sich mit dem Grafen Agenor Goluchowski, Statthalter Galiziens. DIT Dal Die Polen leiden alle an einem Heer von Idealen, ihre Köpfe für die praktische Durchführung des gegebenen un erreichbaren Guten unfruchtbar macht. Man muß Galizi kennen, um über die dortigen Verhältnisse und Bestrebung ein halbwegs richtiges Urtheil zu haben. Die Bewohner dieje Landes sind größtentheils Bauern und zwar gehören dieſe den Aermsten und Unwissendsten, die die Erde trägt; fie find sämmtlich gut kaiserlich gesinnt, und neben Gott und ihre Pfarrer kennen sie nur noch eine Autorität, und das ist Majestät. Alle konstitutionellen Begriffe, und was sonst Geist der Zeit in sich birgt, sind für sie nur so weit vorhanden als es der Kaiser wie sie sagen befiehlt. Dagegen ball der Adel und die Geistlichkeit dieselben beiden Faktoren, Dit Det Dit Bolen so elend und unglücklich gemacht haben, wie es dies i das Heft der Bewegung in den Händen, und mit ihnen wetteifern nur einige tüchtige Advokaten, hinter denen kleine, nur in den wenigen größeren Städten lebende Bürger stand steht. Diese beiden der legtgenannten Parteien wollen die Regeneration Polens um jeden Preis; jene, um ihren alte verrotteten völkerschädlichen Grundsäßen wieder eine feste Stuf zu verschaffen; diese wohl mit vollen patriotischen Gefühle und gutem Willen, aber ohne jegliches Verständniß des allg meinen menschlichen Freiheitsgedankens, der ja nie und nimmer in der Fessel des blinden Glaubens an die Unübertrefflichtet feiner Nationalität seine Verwirklichung finden kann. Diefelben sind es nun, die, nachdem ihnen die österreichische Berfasu die Möglichkeit der freien Bewegung gewährleistet; wohl die Grundlage annehmen, aber nur um dieses ihr Idol in's Blau tea lid To 3 ber. binein zu verfolgen, zugleich aber alles, selbst das Beste zurückweisend, was nicht auf ihrem nationalen Boden gewachsen ist, aus dem läppischen Grunde, weil es von Deutschen kommt. ist nod diese Bornirtheit kennzeichnet sich in den Worten ZiemialMinister lowski's bei Gelegenheit der Schulgesetzdebatte im Reichsrathe: gen au Was nüßten uns alle Freiheiten der Welt, wenn unsere Kinder me bob nicht. polnisch sprechen könnten, um diesen Preis wiesen wir es Bor e alle zurück." Der letzte Landtag nun hat sich denn auch r Amt in diesen Bestrebungen verloren, die im Verneinen und im Mal Bollen von Unmöglichkeiten liegen. e erica aufchen Der Statthalter, Graf Goluchowski, nun machte offenbar lein Hehl daraus, daß er mit zu denen gehört, die Galizien ung meines neuen Polenreiches Willen von der österreichischen Thätig Ronarchie feiner Zeit losgetrennt wissen wollen, und verging würde ich damit und mit der darin liegenden Schwäche gegen die wenden ankämpfenden Parteien an den Prinzipien der augenblicklichen Regierung, die er am Landtage vertrat, und mußte seiner Aufmen, po titigkeit zum Opfer fallen. Denn so frei auch der Gedanke mpfehlen , so ist doch das Wort gebunden durch den Augenblick. Willen Rach einem Ersatz sucht man vergeblich. , deren Während die meisten Landtage Gisleithaniens( des nicht isterium garischen Theils der Desterreichischen Monarchie) sich dem alter de öffent ührlich fter Dr mit dem res del vill, in Ferlegen swert armen enn det vöchent Grafen n, Da en und Balizien bunge er diefel diefe lag Ende der Session zuneigen, beginnt der Tyroler Land8 erst heute seine wichtigste und für ihn wohl auch folgen erste Aufgabe. chwerste Selbst 327 stark genug ist, den Royalisten( Anhängern des Königthums) ihr Programm aufzudrängen, so sind die Royalisten zu schwach, irgend etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Nur die Republif bietet einen Zustand, in welchem alle Parteien gleichstehen. Die Association der socialen Wissenschaften hat ihren Jahreskongreß zu Birmingham abgehalten. Der Präfident, Lord Carnarvon, sprach in seiner Eröffnungsrede über die Trades Unions( Gewerksgenossenschaften). Er erkannte die Nothwendigkeit ihrer Existenz an, beschwerte sich ober darüber daß sie so häufig, bei Gelegenheit von Arbeitseinstellungen, Gelder verausgabten, die zu anderen Zwecken eingezahlt würden.(?) Er hält es für zweckmäßig, daß die Rechnun gen der Trades Unions von obrigkeitswegen untersucht und beglaubigt werden(!), damit neu eintretende Mitglieder wissen, was sie zu erwarten haben. Ein anderer Punkt, welcher zur Discussion fam und Erwähnung verdient, sind die Eisenbah nen. Lord Carnarvon sprach es als seine Ueberzeugung aus, daß der Staat in kurzer Zeit die Eisenbahnen in Staatseigene thum wird verwandeln und von Staats wegen betreiben müs fen, wie es mit den Telegraphen bereits geschehen. Ein Spregelangt, wo der Privatbetrieb nicht länger mit den cher sagte, die Eisenbahnfrage sei bereits auf dem Punkte an Bedürfnissen der Bevölkerung im Einklang tebe, und daß diese Bedürfnisse auf die Nothwendigkeit des Staatsbetriebs hinwiesen. Das Schulaufsichtsgefeß tommt nämlich heute dazur Berathung. Während die Regierungsvorlage auch darin von dem Grundsaße der Trennung der Schule von der Airche ausgeht, und zugleich möglichst gerecht gegen alle Con effionen zu werden sucht, hat der glaubensstarke Ausschuß des andtags, in dem die Liberalen in Minorität sind, dieselbe ahin umgeändert, daß die Geistlichkeit in Ort und Bezirk die alleinige Aufsicht über die Schulen inne haben soll, in dem Landesschulrathe jedoch neben niederen Geistlichen wenigstens Dinge unterbrochen. Am Schlusse eines ablebenden Parlaments, 3 Bischöfen Siz und Stimme zufallen möge. Monsignore Dred Disraeli hat eine Ansprache an seine Wähler erlassen in welcher er nachzuweisen sucht, daß seine Partei alle von der früheren liberalen Regierung begangenen Fehler wieder gut gemacht habe und daß man nach Annahme der Reformbill die leßte Session hätte friedlich beendigen und den Urtheilsspruch der Neuwahlen abwarten fönnen. Der Führer der Opposition, Gladstone, habe diesen friedlichen und natürlichen Lauf der das sich durch sein Geseß selbst als unzureichend erklärt, habe Bater Greuter nannte sich in einer vor Kurzem im Zillerthale derselbe eine Veränderung in dem Grundgesetz des Landes: die abgehaltenen Volksversammlung ,, einen Kämpfer mit Koth und gedeckt" und forderte die Versammelten auf, mit Gebet and That solchen Kämpen zu helfen bei ihrem schweren für and und Leute so wichtigen Kampf, wie der ist, der heute in nabrud begonnen. Sie drohen uns mit Gewalt, diese ichwarzen Ritter eines falschen heiligen Geistes, und wir müs fen den Handschuh aufheben. fie fint Dihrem Sift dit nft der rhanden gen hält ren, die dies if t ihnen men det Bürger wollen n alten e Stüße Sefühle s allge nimmer 0 Aus England. London, den 5. October. Die spanische Revolution wird hier als eines der Kein Wort des natürlichsten Dinge von der Welt angesehen. Berin Trennung der Kirche vom Staate vorgeschlagen. Das Ministerium werde sich dieser Politik mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln widerseßen. Der Umsturz der irischen Staatskirche würde den Religionshaß vermehren und die Sicherheit des Landeigenthums vermindern. Sogar in Großbritannien, würde die Plünderung der irischen Kirche nicht ohne Wirkung sein. Die Konfiscation sei ansteckend und wenn einmal das Volk zum Plündern verführt worden sei, so beschränke es sich felten auf einen Raub. Die Würdenträger der Staatskirche haben im Laufe der Woche einen Kirchenfongreß zu Dublin abgehalten und, wie sich von selbst versteht, dieselbe Posaune geblasen wie Disracli. Archidiakonus Denison, der bei der Kirchenpartei als ein großer Mann gilt, schloß seine Rede gegen Gladstone, die Bedauerns, fein Laut des Mitleids für die gekrönte Schwel- in der reaktionären Presse als eine Musterrede gepriesen wird, in ist der englischen Bresse entschlüpft. Mehrere Zeitungen besprechen die Frage, wer zunächst berufen werden möge das mit folgenden Worten: Herr Gladstone und einige Anhänger der Kirche, die entweder nicht wissen was sie opfern, oder wenn onigliche Amt zu befleiden, gelangen jedoch zu feinem befrie sie es wissen, dennoch zufrieden sind mit allen Feinden der re Vigenden Resultate. Nur ein Blatt, der ,, Leader", der von lich, daß sich Isabelle, mit Napoleons Hilfe, weiß waschen und Techtswegen die Republik befürworten sollte, hält es für mög den Thron wieder einnehmen könne. Das Wort Republik agt man faum auszusprechen, und doch scheint die republika= Frieden. Die Revolution von 1688 war eine Nothwendipkeit: hische die einzig mögliche Regierungsform in einem Lande, wo biel Blut vergoffen worden ist für königliche Prätendenten fflichtet Diefelben faffung bl dieje Blaut To und wo das Königthum alle moralische Macht verloren hat. formirten Kirche von England und Irland zusammenzugehen -haben die Stirn, im Namen des Religionsfriedens zu proklamiren die Vereinigung zwischen Kirche und Staat hat aufge hört zu eristiren. Sie machen eine Einöde und nennen es die Revolution von 1868 ist ein Verbrechen. Dennoch ist sie durch Herrn Gladstone verkündet worden und ist im Begriff vollzogen zu werden unter Plünderung der Kirche und zum Begenüber den royalistischen Fraktionen ist die republikanische vollständigen Ruin von Kirche und Staat, was den Umsturz Bartei jedenfalls die stärkste, und wenn sie im Augenblick nicht aller Einrichtungen, den der Monarchie selbst nach sich ziehen muß. Die Kirche wird leiden, aber der Staat wird zerstört werden. Nur eine Hoffnung bleibt uns: unser Glaube an unsere Stellung als oberste unter den Kirchen, unser Vertrauen auf Gott, der unsere Kirche zur Nationalkirche dieses Volks gemacht hat. Mit diesem Bewußtsein laßt uns hinausgehen, Bischöfe, Geistliche und Volk! Erholen wir uns von der Verwirrung des Schreckens und der Schwäche des Zwiespalts, den gegenseitiger Argwohn und innerer Kampf hervorgerufen haben. Sammeln wir alle unsere Kräfte, um das künftige Parlament zu beeinflussen. Aber wir dürfen nicht zögern. Noch zwei Monate der Erschlaffung, des Zwiespalts, der Unthätigkeit und vergeudeter Kraft, und es wird zu spät sein zu bereuen." Leider fallen diese Reden nicht auf fruchtbaren Boden. Die Staatskirche wird von der großen Masse der Bevöl ferung als ein ohnmächtiges Anhängsel des Staats betrachtet, das nur dazu dient, den jüngeren Söhnen der Aristokratie Stellen zu verschaffen. Daß die Abschaffung der Staatskirche in Irland ihre Wirkung auf den übrigen Theil der britischen Monarchie nicht verfehlen wird, ist zweifellos. Eben so sicher ist es, daß alles Heulen und Wehklagen der Klerisei auch nicht einen einzigen uninteressirten Bertheidiger ins Parlament brin gen wird. Das liberale und radicale Bourgeoisvolk zeigt sich mehr und mehr in seinem wahren Lichte. John Bright hat sich öffentlich gegen die Kandidatur von extremen Politikern und zu Gunsten der alten Parlaments- Mitglieder ausgesprochen, und die liberale Presse schreit Amen dazu. Stuart Mill hat den Unwillen der Bourgeois dadurch erregt, daß er außer Odger noch zwei Kandidaten, die im Interesse der Arbeiter auftreten, mit Geld unterstüßt hat. Das Wochenblatt ,, Spectator" macht cine lobenswerthe Ausnahme. Es sagt:„ Gerade weil wir so tief empfinden, welchen neuen Werth jeder vertrauenswürdige Arbeiter im Parlament der Reformakte verleihen würde, bedauern wir die nichtigen und unedlen Versuche, welche so hartnäckig gemacht werden, um die Aussichten solcher Kandidaturen, wie die von Odger ist, zu vereiteln." Mahnruf. Zu Nürnberg auf dem Rathhaussaal, Wo Kaiser einst getagt, Da ward nun auch vom Arbeitsmann Ein kühnes Wort gewagt. Zu fördern stolz ihr eigen Wohl, Die Schaar versammelt war; Zwei Babnen, hin zum Ziel gewandt, Dem Blick sich boten dar. Der Meinung schwankend, heißer Kampf Wohl auf und niederschwellt, 328 Und wacker ward gerungen, brav Wohl um das Siegesfeld. Doch die behalten nun das Feld, Sie streuten gute Saat, Für Freiheit und für Menschenrecht, Für offnen Bildungspfad. Du Arbeitsmann nun rühre Dich Und sei ein Mann der That, Und hüte treu, ohn' Unterlag, Die hoffnungsreiche Saat! Sonst schleicht heran der böse Feind Und säet über Nacht Euch Unkraut in die schöne Saat, Eh Ihr es kaum gedacht. Vermischtes. E. S. Intelligenzstaatliches. Nach amtlichen Angabe waren bei der letzten Aushebung in Preußen von 84,77 den alten Provinzen angehörigen Rekruten 3545 d. i. 4,02% ohne Schulbildung; von 14,946 den ,, neuen" Provinzen a gehörigen 255 d. i. bloß 1,70%. Aus diesen nicht wegi lügenden Ziffern erhellt, daß die Volkserziehung in den a neftirten Ländern eine weit bessere war, als in dem„ Intell genzstaat" Preußen. Erklärung. be Den Wahr an In Nr. 35 und 36 der seit Kurzem hier erscheinende Freien Zeitung", Organs der Frau Gräfin Haßfeldt, findet sich ein die gröbsten unwahrheiten und Entstellung enthaltender Schmähartikel, überschrieben: Offener Brief Herrn W. Liebknecht. Ich habe mich entschlossen, gegen Unterzeichner des Artikels, Hrn. Röthing, gerichtliche Klag zu erheben, weil dies der sicherste Weg ist, die ganze Wab heit ans Licht zu ziehen, und weil sich mir vor den Schranfe des Gerichts die beste Gelegenheit bieten wird, das reaktio näre Treiben der Gräfin Haßfeldt zu enthüllen und den Schlammvulkan von Verläumdungen, der sich periodisch mich und meine Freunde entladet, auf immer zu verstopfen Eine Offene Antwort" an die Gräfin Haßfeldt neb cinem kleinen Anhängsel für den Strohmann Röthing werde ich in der nächsten Nummer des Demokratischen Woche blatts" veröffentlichen. Leipzig, den 8. Oktober 1868. Bur Nachricht. W. Liebknecht über Von dieser Woche an befindet sich die Expedition des„ Demokratischen Wochenblatts", Petersstraße 18, in der Woh nung des Herrn Bebel, und bitten wir alle die Expedition betr. Briefe dahin zu adressiren. Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Leipzig. Druck und Verlag: E. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. ngab Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 4 Der fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine zu Nürnberg( 5-7. September). ( Ergänzender Bericht.) Schweichel( Leipzig) als Berichterstatter über die Beseitigung er indirekten Steuern: M. H.! die Tagesordnung nennt Berrn Krebs aus Berlin als Berichterstatter; Hr. Krebs ist aber, obgleich Mitglied der Internationalen Arbeiterassoziation, am Vormittag eltsamer Weise aus dem Verbande ausgeschieden, weil derselbe gestern e Resolution angenommen hat, sich den Bestrebungen der Interna= tionalen Assoziation anzuschließen. Auf Ersuchen des Präsidiums habe ich mich gern an der Stelle jenes Herrn der Berichterstattung über den Begenwärtigen Punkt der Tagesordnung unterzogen und hoffe, daß Sie m. S. unter diesen Umständen durch die Debatte ergänzen werden, was mein Bericht an Erschöpfung des Gegenstandes zu wünschen übrig In den gegenwärtigen Staaten ist alles besteuert, laffen wird. daß das Rohprodukt niedriger besteuert ist, als das darau Fabrikat. So ist der Zoll auf Roheisen geringer als der geneisen, und dieser wiederum niedriger als der auf verarbeitete. wie Handwerkszeug, Hämmer, Bohrer, Spaten, Nägel, Ketten u. Wäre diese Steuer nur dazu da, daß der Staat Geld bekommt, so nicht abzusehen, warum er ein Pfund Eisen in Gestalt von Handwerkezeug höher besteuern sollte, als in der Gestalt von Stangeneisen, oder warum er von englischem Kattun eine höhere Einfuhrsteuer als von roher Baumwolle fich entrichten läßt. Es ist natürlich, daß dem Staate, soll er anders einen Nugen von den direkten Steuern haben, jemand deren Betrag in baarem Gelde auszahlen muß. Diesen Dienst leistet ihm der Produzent, der Fabrikant, der Kaufmann, die sich dafür an dem Consumenten erholen. Böllig steuerfrei können sie selbst nun freilich nicht ausgehen, da sie wiederum ebenfalls Consumenten find. Aber da nur sie es sind, die neben den Conservativen in den gefeßgebenden Versammlungen eine Stimme haben, so ist es ihnen ein Leichtes, die Wucht der Steuern haurtsächlich auf solche Gegenstände abzuwälzen, oder bei dem gleichen Gegenstande auf diejenige Qualität( Eigenschaft), deren Consumenten weniger sie selber als die unbemittelte Klasse sind ein Mittel beiläufig, durch welches sie, da die Mehrzahl der Consumenten nicht dem Wohlstande im Schooße fißt, am schnellsten zur Wiedererstattung ihrer baaren Steuerauslagen gelangen. Nahrung, Kleidung, Wohnung, jedes Gewerbe und jedes Geschäft; nur die Luft allein geht noch frei aus. Allein bei der vollendeten Runit unserer Finanzmänner bezweifle ich nicht, daß auch die Steuerfreiheit der Luft ihrem Ende entgegen geht. Steuern sind unerläßlich, m das Getriebe der Staatsmaschine im Gange zu erhalten, und nichts gerechter, als daß Jeder für die Vortheile bezahlt, die ihm der Staat gewährt. Eine andere Frage ist es aber, ob bei der Umlage der Steuern jene Gerechtigkeit waltet, welche eine gleiche Bertheilung von Rechten und Pflichten erfordert, und welche erheischt, daß der Reichere berhältnißmäßig mehr beitrage zu den Unkosten des Staates als der Arme? Ich stehe nicht an, diese Frage entschieden zu verneinen. Ich jedem Groschen klebt Ihr Schweiß. Wie würden Sie ächzen und jen ehe nicht an, zu erklären, daß unter allen Steuern die indirekten nicht 84,71 4,02 wegi en d Inte nende t, Jung ief en b Kla Bab rant Eti nd de üb Topfa neb bin ochen cht. Bob h nur am ungerechtesten sich vertheilen, sondern auch das meiste dazu beitragen, den Bürger in der Abhängigkeit von der Staatsgewalt zu erhalten und diese, indem sie zugleich die Moralität untergraben, in den Stand seßen, völlig eigensüchtige Zwecke zu verfolgen. Die indirekten Steuern sind der Vampyr, der uns im Schlafe das Blut ausfaugt, fie find wie die Diebshand in unserer Tasche, die durch sie geleert wird, ohne daß wir es merken. Oder wissen sie etwa, m.., wie viel Steuern Sie dem Staate entrichten, wenn Sie Ihr Glas Bier oder Kaffee trinken, diesen mit Zucker oder Syrup süßen; wenn Sie Fleisch oder Brod essen, oder einen Häring verzehren; wenn Sie Ihre Speisen salzen; wenn Sie eine Cigarre rauchen, einen Rock oder das Unentbehrliche Handwerkszeug sich kaufen? Ja, die meisten Steuerfabler haben nicht einmal eine Ahnung davon, daß alle diese Dinge besteuert führen, nicht, Pfund sind und der Staat bei jedem Bissen, den sie zum Munde ihr unsichtbarer aber nimmer fehlender Mitesser ist. Sie ahnen um nur ein Beispiel anzuführen, daß Sie für ein Pfund Salz drei Mal so viel bezahlen, als es in Wirklichkeit kostet, weil zwei Drittheile des Preises als Steuer in den Staatssäckel fließen. Erwä gen Sie nun, m. H., daß eine Familie mit 3 Kindern wöchentlich ein Salz braucht, so können Sie selbst leicht berechnen, wie viel Steuern die Familie jährlich, ohne daß sie es weiß, an den Staat don diesem unentbehrlichsten Gewürz zu zahlen hat, das zudem bei dem Armen in den meisten Fällen das den Speisen mangelnde gett erfeßen muß. und das ist nun überhaupt das Gesetz der Auflage der indirekten Steuern auf die Lebensmittel: je unentbehrlicher ein Le= bensmittel ist, je höher die Steuer, welche darauf lastet. Da aber der fann Sie wissen sehr wohl, m. H., wie viel Klaffensteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer Sie zu bezahlen haben; denn Sie müssen dieselbe dem Staate in baarem Gelde auf den Tisch legen. Sie thun es mit Seufzen, denn es wird Ihnen schwer genug, fie aufzubringen, und an stöhnen, wenn Ihnen der Staat den vierfachen Betrag abfordern wollte. Sie würden die Leistung für unmöglich erklären, ja Sie würden, schon jetzt der Steuerlast erliegend, den Regierungen den Gehor= sam auffündigen und dem versuchten Zwange Gewalt entgegenseßen. Uud doch zahlen Sie diesen vierfachen Betrag in Wirklichkeit, zahlen ihn ohne Murren, weil Sie kein Bewußtsein davon haben, zahlen ihn in den indirekten Steuern. Ja, m. H., von den ungeheuren Summen, welche der Staat jährlich verschlingt, wird nur der vierte Theil etwa durch die direkten Steuern und durch die Einkünfte von den Domänen, Forsten, Bergwerken und dergleichen aufgebracht; den Rest liefern die indirekten Steuern. Es brauchte nicht erst eines Hansemann, um den Regierungen zu sagen, daß in Geldsachen die Gemüthlichkeit aufhöre; sie haben dies von jeher gewußt und daher haben sie von jeher auf dem Schleichwege der indirekten Steuern den Staatsangehörigen die Mittel aus der Tasche zu locken gewußt, die man ihnen auf direktem Wege verweigert haben würde, und zwar mit Recht. Denn abgesehen davon, daß jeder Staatsbürger das Recht hat, den Betrag bis auf Heller und Pfennig zu wissen, den er an Steuern zu zahlen hat, find es vor allen Dingen diese unkontrollirbaren indirekten Steuern, welche die Staatsgewalt in den Stand sezen, Zwecke zu verfolgen, welche mit dem Gesammtwohl nichts zu thun haben und zu dieſem feindlich sich verhalten. An dem Tage, an welchem die Staatsgewalt genöthigt sein wird, ihren Geldbedarf direkt zu erheben, werden wir keine Friedensliga mehr nöthig haben. Denn man wird dann in der Steuerverweigerung, die jezt nur ein Schlag ins Wasser wäre, ein Mittel in Händen haben, die Regierungen zu zwingen, den Willen der Nation zu respektiren. Es wird dann keine ErArme ausschließlich auf solche Lebensmittel angewiesen ist, so folgt oberungskriege mehr geben, und mit den Armeen, deren Waffen ja daraus, daß die schwerste Last dieser Steuern auf ihm ruht. Freilich Spiele auch der Wohlhabende und Reiche, um bei dem angeführten Beizu bleiben, das Salz nicht entbehren; aber es ist keineswegs das einzige Gewürz seiner Speisen, und jedes andere Gewürz, durch welzabit des er feinen Salzverbrauch auf das allernothwendigste Maß beschränkt, Sehen geringere Steuer. Der Wohlhabende und Reiche trinft auch eine wenig oder gar keinen Branntwein, den der Arbeiter besonders im Norden gar nicht entbehren kann. Nun, m. H., wer täglich für 5 Pf. Branntwein trinkt, der zahlt dem Staat wöchentlich ebenso viel Pfennige Steuer, was jährlich 26 Silbergroschen macht. rungsmitteln lasten, überwiegend auf den Armen abgewälzt, so berhält es sich nicht anders mit jenen, welche in der Form von Zoll auf Rohprodukte und Fabrikate auftreten. wir also die indirekten Steuern, welche auf den NahDenn auch diefe überwiegend zum Schuß einheimischer Fabrikanten eingeführten Bolle find indirekte Steuern. Daß diese Schußzölle es vor allen Dingen freundlich mit den Herren Fabrikanten meinen, mithin des Anspruchs auf Gerechtigkeit ebenfalls entbehren, davon können Sie sich burch jeden beliebigen Tarif überzeugen. Immer werden Sie finden, doch nur auf die Brust geknechteter Bürger gerichtet sind, wird das Heer von Beamten verschwinden, welches nöthig ist zur Ueberwachung und Einziehung der Zölle, von denen es einen ungeheuren Theil verschlingt. Die indirekten Steuern sind daher nicht nur die ungerechte= sten, sondern verhältnißmäßig auch die unproduktiosten, und Sparsamkeit in der Staatshaushaltung wie Erleichterung der arbeitenden Klassen nur durch deren Beseitigung zu erreichen. Zugleich sind es diejenigen, welche am meisten zur Demoralisation des Volkes beitragen. Denn sie sind die Quelle des Schmuggelhandels und aller Steuerdefraudationen, in denen die öffentliche Meinung kein Vergehen erblickt, da sie die indirekten Steuern nicht anders als ein Unrecht der Regierungen, als einen gleichfalls im Dunkeln schleichenden Feind auffassen kann. Auf alle diese Gründe gestüßt empfehle ich folgende Resolutionen Ihrer Annahme, welche auf Beseitigung dieser ungerechten Steuer gerichtet sind und an deren Stelle die Einführung einer gerechten, di retten Steuer vorschlagen. ( Verliest die bereits in Nr. 37 dieses Blattes mitgetheilten Refolutionen) 1( Wunsiedel) stellte hierzu den Zusazantrag, mit dem sich einverstanden erklärte: Der Verband soll es daher seiern zur Pflicht machen, bei allen Wahlen zur Gemeideden Landtagen 2c. nur solchen Gandidaten ihre Stimme elche für die Beseitigung der indirekten Steuern einstehen." eich( Dresden) beantragte, an Stelle,.einer gerechten, diuer" zu sehen: eine gerechte, progressive Einkommensteuer". Referent äußerte sich mit einer solchen Steuer einverstanden, aber bei der Wichtigkeit des Gegenstandes und der vorgerückten t die Frage einer späteren Berathung vorzubehalten. Bei der Abtimmung wurde Vahlteichs Amendement abgelehnt und die Resolutionen mit dem Zusazantrag von Mendel angenommen. In der Debatte über die Altersversorgungs- Kassen sprach nach dem Referenten Sonnemann( Frankfurt), Bahlteich( Dresden): Ich habe mich gegen die Vorschläge des Referenten auszusprechen und zwar aus zwei Gründen: Ich halte die Errichtung von Altersversorgungs- Kassen, von unserer Seite unternommen, erftens nicht für ausführbar, zweitens, meine ich, ist es unsere Aufgabe nicht, durch Palliativmittel die Verbesserung der Lage des Arbeiterstandes zu versuchen, sondern unsere Thätigkeit muß fich concentriren in der Aufstellung und Verwirklichung der großen Prinzipien der Sozialdemokratie. ſein. Dienste der großen Principien, für deren Verwirklichung zu agit speziell unsere Aufgabe ist. Ich kann in der Beweisführung für meine erste Behauptung furz Der Referent hat die Schwierigkeiten, welche sich der Errichtung von Altersversorgungs- Kaffen für Arbeiter entgegenstellen, so sehr her vorgehoben, daß man annehmen kann, er glaube in der That selbst nicht an die Möglichkeit ihrer Gründung, denn wenn derselbe die Hülfe des jeßigen Staates hierzu für erforderlich hält, so spricht das deutlich genug. Ich sage, der jeßige Staat ist unser Feind und wir haben mit ihm keine andere Berührung als die, welche der Kampf zwischen uns, der Kampf auf Leben und Tod, mit sich bringt. Um die Möglichkeit der Errichtung solcher Kassen von unserer Seite zu beweisen, darf ich Sie weiter nur daran erinnern, daß die große Masse der Arbeiter thatsächlich nicht in der Lage ist, die hohen Prämien für Altersversorgungs- Kaffen zu zahlen; wenn der Arbeiter dies könnte, wäre feine Lage eben nicht eine so traurige, wie wir fie beklagen. Derartige Kassen können endlich nur bestehen bei großer Betheiligung, diese ist aber aus dem eben angeführten Grunde und D Ich empfehle Ihnen, meine Herren, hiernach folgenden Antrag In Erwägung, daß Kranken- und Wanderunterstüßungss Altersversorgungs- Kassen erfahrungsgemäß am besten durch werksgenossenschaften ins Leben gerufen und erhalten werden nen, beschließt der fünfte Vereinstag, den Mitgliedern des bandes und speziell dem Vorort aufzugeben, für Vereinigung Arbeiter in centralisirten Gewerksgenossenschaften thatkräftig ( Schluß folgt.) wirken. Der „ Bürger- und Bauernfreund stellt sich auch für das neue Quartal vom 1. Oktober ab Aufgabe, die Bürger und Bauern, furz Jedermann, dem Bere freisinnige politische Zeitungen unzugänglich sind, zu lehren über das, was die Demokratie will, was sie zum No. ihließli 6. Ri 創 Boll wohle erreichen muß, welche Mittel und Wege das Volk ei zuschlagen hat, um diese Ziele zu erreichen. Seine Aufgabe fann er nur erfüllen, wenn gegenüb Veters Austral De den Anstrengungen der Reaktion und Allem was drum dran hängt, reaktionäre Schriften zu verbreiten, die Dem fratie umfassendere Maßregeln ergreift, Bürger und Bauernfreund" im Volke, namen lich unter den Arbeitern zu verbreiten. " Der Bürger und Bauernfreund" erscheint in Tilsit Verlage von H. Post, redigirt unter Mitwirkung besonders deshalb nicht zu erwarten, weil der Kreis unseres Einflusses I. Reitenbach durch W. Simpson in Blicken bei Gu noch ein beschränkter ist. Unseren Einfluß zu erweitern, die Massen der Arbeiter aus ihrer Stumpfheit und Gleichgültigkeit herauszureißen, das ist aber unsere eigentliche Anfgabe, und damit komme ich auf meine zweite EinwenDung. Die Arbeiterbildungsvereine haben lange genug, und doch in der Hauptsache erfolglos, mit den kleinen Fragen der sozialen Besserstellung der Arbeiter kostbare Zeit und Arbeitskraft vertändelt, jezt beißt es: Organisation, Machtentfaltung unter dem Banner der sozialen Demofratie! Für Einzelne unter uns braucht dieser Ruf nicht zu erklingen, denn wir haben ihn schon längst selbst überall ertönen lassen und find thatkräftig in dieser Richtung vorgegangen; für den Gesammtverband erwächst aber mit diesem Vereinstag die Verpflichtung, allerorten die großen Prinzipien des Sozialismus dem Volke hoch zu halten. Obwohl ich nun weiß, daß die Lage des Arbeiterstandes sich nur im Großen, in der von mir angedeuteten Weise wird gründlich bessern lassen, so verwerfe ich doch die kleinen Mittel nicht unbedingt, sondern will sie nur richtig angewendet wissen, ich verhalte mich demnach auch zu dem Vorschlag des Referenten nicht unbedingt ablehnend. Mit einem Wort: Machen Sie es sich zur Aufgabe, Gewerks genossenschaften zu gründen, und überlassen Sie es diesen, Altersversorgungs- und ähnliche Kassen ins Leben zu rufen. Die Frage der Gewerksgenossenschaften nach englischem Vorbild ist eine Lebensfrage der sozialen Bewegung, und ich hätte gewünscht, der Vorort wäre schon längst auf deren Begründung bedacht gewesen. Jegt gilt es, das Versäumte nachzuholen. aben J St Don S beatid 6 Bir dur binnen, jeden Freitag 1/2 Bogen start, oft mit Beilage, kostet für das Vierteljahr per Post bezogen 4 Sgr. ohne Bestellgeld. Inserate finden für 3 Sgr. die Zeile Verbreitung ganz Deutschland und darüber hinaus. Wir erreichen damit nicht nur, daß die Arbeitermassen, welche dem öffentlichen Leben bisher fern standen, zu diesem herangezogen und durch ihre Organisation zu einer allezeit schlagfertigen Armee für die politische und soziale Emanzipation des Volkes werden, sondern schaffen auch zu gleicher Zeit den Boden, auf welchem das Kassenwesen in seiner vielfachen Gestaltung am besten gedeiht, da für dasselbe die Gleichartigkeit des Gewerkes, der Lebensweise und des Lohnes, sowie das gegenseitige Bekanntsein der Mitglieder von wesentlichem Vortheil sind. Wir ziehen zur Verwaltang dieser Kassen neue Kräfte heran und geben ihnen die Anleitung, wie sie mit uns zu kämpfen haben im H. Post- Tilsit. Verleger. Soeben erschien: W. Simpson- Plicken bei Gumbinne Redacteur. A. Eichhoff's auf Reb aufm Den 1 feru Ding winer die G der bas Serr befte und Deutscher Arbeiterkalender für 1869. Inhalt: Die Arbeiterbewegung im Jahr 1867/68, Historische Nu schau über das Jahr 1868, Erzählungen, Anekdoten, B mischtes, Kalender, Notizbuch, die neuen Maße und Gewid Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Leipzig. Redaktion: Braustraße 11. die neuen Geseße des Norddeutschen Bundes. Preis 5 Sgr. Arbeiter- Vereinen gewähre ich 25% Rabatt. thigt die gioie imm feit Ten nenn Dep 28111 fani itimn Brow Spa Their bes bolu Die Verlagshandlung von A. Eichhoff in Berli Friedrichsstr. 230. Druck und Verlag: C. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. to na Vol weld bem einic