De en, Sen B m ab gen m u F Biti trag ing ftig Den am g g i G e, 6 D bin Demokratisches Wochenblatt. No. 42. Organ der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 17. Oktober. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage einschließlich Bringerlohn 12½ Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brühl 40, 6. Richter, Betersſteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialerpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Auſtralien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Die geehrten hiesigen und auswärtigen Abonnenten ersuchen wir dringend, falls das Blatt bis Sonnabend Abend nicht in ihren Händen ist, uns gefälligst brieflich( unfrankirt) oder mündlich sofort Nachricht zu geben. Expedition des Demokr. Wochenblatts. Inhalt: Politische Uebersicht. Sozial- demokratische Republik. - Stieberisches. Offenes Antwortschreiben an die Frau Gräfin don Hazfeldt. Beiße Sklaven.- Beilage: Der allgemeine deutsche Arbeiterfongreß" zu Berlin. Ein Hannoveraner. Politische Uebersicht. " Ein belgisches Blatt, die ,, Independance Belge" macht auf die Aehnlichkeit des ersten Stadiums der spanischen Revolution mit dem der französischen Februarrevolution aufmerkſam: Leichter Sieg des Volks, Verbrüderung der Trupden und der Bürger, allgemeine Eintracht, scheinbare Begeis sterung der reaktionären Elemente für die neue Ordnung der Dinge. Was aus der Februarrevolution geworden ist, der Das Manifest schließt also: Zu den Waffen, Spanier, um nachfolgendes Programm zu vertheidigen! ..Föderale Republik. Espartero, Präsident des durch die Cortes ernannten Ministerraths, aber nur provisorisch gewählt, in der Erwartung, daß der Kongreß sich versammle. Allgemeines Stimmrecht. Individuelle Rechte. Völlige Neutralität im Falle eines Krieges zwischen Frankreich und Preußen oder einer andern Macht. Vollständiger und sofort gewährter Urlaub für alle Soldaten. Unverzügliche Wiederherstellung des Gefeßes über die Dezentralisation vom 3. Februar 1823. Es lebe die föderale Republik!" Esspartero ist leider ein Schwächling; er war es in seiner Jugend, und ist nun ein 70 jähriger Greis! Einer der Führer der republikanischen Partei, General Orense, hat eine republikanische Proklamation erlassen, in der er ebenfalls die föderative Republik fordert. heißt darin: Es ,, Nieder mit dem Königtbum, denn jeder König würde mehr oder weniger gegen die Freiheit conspiriren! Weder den Franzosen Montvensier, noch den Portugiesen Dom Fernando, noch irgend eines der wissen wir. Während des Vertrauensschwindels rüsteten sich die Gegner der Freiheit, der Bürgerkrieg entbrannte, und aus Drachensaat sproß das Dezemberkaiserthum empor. Möge deutschen Fürstchen mit denen man uns beſchenken möchte. In Itadas spanische Bolk die Lehre beherzigen. Bis jetzt ist es noch Herr der Situation. Es hat die Regierung eine Diktatur besteht nicht und zur Aufhebung des Jesuiten ordens th: zur Beschlagnahme des ihm gehörigen Eigenthums genö-, thigt. In Madrid werden öffentliche Lehrstühle errichtet, um die Bürger durch populäre Vorträge über politische und religiöse Fragen aufzuklären, und die republikanischen Ideen greifen immer mehr um sich. In Katalonien ist folgendes Mani fest erschienen: 1) Auflösung des stehenden Heeres, Volksbewaffnung nach dem Muster der Volksmiliz in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten Amerika's. 2) Allgemeines direktes Stimmrecht, unmittelbare ErDeputationen) und einer National Versammlung, welche nach dem Willen des Volkes die Prinzipien der Revolution, d. h. das republitanische Prinzip mit föderalen Formen verwirklicht, mit denen übereinstimmend, deren Eigenthümlichkeit die Geschichte und der Charakter der lien bat Victor Emanuel seine Krone in Kämpfen errungen und alle Unterdrückten beschüßt; er endete aber doch damit, daß er der Undankbare von Aspromonte wurde. Ein König mit demokratischen Institutionen würde zur Wiederholung der französischen Possen von sein." -1830 und 1848 führen. Spanien fann nur eine Föderativ- Republik Das ist ganz gut; aber die Jesuiten wurden schon einmal verjagt- 1767, also fast genau vor 100 Jahren, und dennoch kehrten sie zurück und richteten namenloses Unheil an und an der Spiße der Regierung befinden sich zwei ehrgeizige Generale, Serrano und Prim, von denen der eine seine eigennüßigen Absichten hinter liberalen Phrasen verhüllt, der andre- Prim sich in einem Brief an den Prinnennung der Munizipal- Beamten, sowie der Generalstände( Provinzial zen Plonplon, Napoleons Vetter, für die konstitutionelle Monarchie ausgesprochen und versichert hat, Spanien, d. h. Prim, werde keinen König wählen, der nicht Frankreich genehm sei. So viel läßt sich schon voraussehn, wenn der Provinzen nachweist. 3) Trennung der Kirche vom Staate; jeder Kampf losbricht, wird er hauptsächlich zwischen den Repub Spanier fann frei den Kultus ausüben, welcher ihm als der beste erfcheint. Damit endlich die ehrgeizigen Generale nicht zum Schuße des Throns und zur Verwirklichung ihrer Palast- Intriguen diese Revolution vereiteln, ist die Proklamirung der föderalen Republik noth= Bolkssouveränetät eine Wahrheit sein kann, diejenige Souveränetät, ndig, welche die einzige Regierungsform ist, vermittelst deren die welche sämmtliche Völker Europa's neu zu kräftigen bestimmt ist, indem sie dieselben durch die brüderlichen Bande der Föderation vers einigt. likanern einer und den Agenten Bonoparte's auf der andren Seite geführt werden. Jedenfalls hat kein Thronkanditat Aussichten, der nicht von Frankreich unterstüßt wird, und darum können wir über die aufgestellten Candidaturen eines englischen und eines italienischen Prinzen ebenso gut hinweggehen, wie über die des Herzogs von Montpensier. Die Nachricht von der Entwaffnung der Arbeiter hat sich 330 zum Glücke nicht bestätigt. Den Anlaß dazu lieferte ein Des fret der provisorischen Regierung, das Jeden, der Armenunterstüßung annejme, zur Rückgabe der Waffen aufforderte. Um im Befiß der Waffen zu bleiben, haben nur wenige Arbeiter Unterstügung beansprucht. Hoffentlich wird die Aufhebung des schmachvollen Dekrets erzwungen. tebr Bar mit nen Ten vo ber Ry 元 nicht Mot Algeziras, Malaga, Cartagena, Barcelona; Serrano übernah den Befehl der Truppen, Caballero de Rodas den des Bo trabs. Serrano hätte den Marquis von Novaliches( Gener brüt Pavia) angreifen können, bevor er noch Verstärkung an gezogen; er wollte aber nicht der Angreifer sein. Als d 4000 Mann des Generals Pavia auf 16,000 angewach allei waren, wagte er die Schlacht bei der Brücke von Alcolea, un verlor fie, und mit ihr das Leben(?) Serrano's erste Arbeit wa nun, die geschlagenen Truppen mit den seinigen zu verschm der zen; dies gelang ihm ohne große Mühe, es verzögerte seinen Marsch auf Madrid. In der Hauptstadt bedurfte aber keines Kampfes. Es war, als hätte eine stillschweigen men Uebereinstimmung bestanden, das Geschick des Aufstandes als den Provinzen abzuwarten. Kaum treffen die Berichte v Alcolea ein, so wird Marschall Concha von ein paar Priva leuten aufgefordert, sich zu erklären; er thut es sogleich bestem Humor, versichert, daß er bereits der Königin feine berf dankung eingesendet habe, und daß sonach gar keine Reg gefur rung mehr bestehe. Das Volk durchzieht die Straßen, Truppen bleiben in den Kasernen, fraternifiren aber dur in i Fenster mit dem Volk; Concha übergibt den Oberbefehl Stadt dem General Ros de Olano. Das Volk jubelt, be achtet aber die größte Ruhe und Ordnung, mit der einzig been Ausnahme, daß es alles abreißt und auslöscht, was au Königthum erinnert. Damit war die Revolution am 3 dr angelangt." Die Finanzzerüttung bietet den Republikanern treffliche Waffen. Sie berechnen, daß Spanien durch die Abschaffung der Monarchie fünftehalb Millionen Thaler für die Civilliste und durch Einführung der Volkswehr mindestens 10 Millionen Thaler ersparen würde. Solche Zahlen sind beredt, und wie Graf Bismarck die Freiheit als einen ,, Lurus" betrachtet ,,, den sich ein in der Entwicklung begriffe ner Staat nicht erlauben dürfe," so findet das spanische Volk vielleicht, daß die Monarchie ein Lurus ist, den seine Mittel ihm nicht erlauben. Die Wahlen zu den konstituirenden Cortez( der Nationalversammlung) haben noch nicht stattgefunden. Es heißt, sie seien erst auf Mitte November anberaumt allerdings ein auffallend später Termin. Bis das Resultat dieser Wahlen vorliegt, werden die verschiedenen Parteien aller Wahrscheinlich keit nach sich noch friedlich vertragen. Aber dann tritt die Krise ein, deren Ende nicht abzusehen. ma D weil Breu fach gleid Tung Mitt endli bam In Frankreich verfolgt man mit tiefstem Interesse revolutionäre Entwickelung im Nachbarland, gefährliche Grote werden wachgerufen, gefährliche Wünsche nerungen regt. flage gerbe Beitu bewa 902 Gefä Beide Man sagt, der französische Kaiser beschäftige fich der ernstlich mit seinem Entwaffnungsproject. europäischer Congres solle berufen werden, der die Entwa ber nungsfrage zu regeln habe. Und wenn nun der Cong tann nicht zu Stande käme? Und wenn nun Preußen, wie und Kölnische Zeitung" bereits amtscifrig in Aussicht stellt, erfläma daß seine Militärorganisation feine Entwaffnung im aus 2 dehnten Maaß erlaube? Und Preußen müsse es erklären denn, zwar nicht seine Armeeorganisation, aber se mani Annexionspolitik zwingt es zur Aufstellung eines foloffa 3 stehenden Heeres was dann? Was? Bonaparte hätte 10 besten Kriegsgrund, den je ein Monarch gehabt:„ Ihr könnte er zu seinen Franzosen sagen, ich war aufrichtig müht, euch von der Pest des Militarismus, dieser Wurzel vieler Uebel, zu erlösen, aber man hat mich daran gehind Der Nachbar drüben will sein Heer auf den Beinen halt itter das eine ständige Drohung ist. Entwaffnen wir nicht, gehen wir dem inneren Ruin entgegen, entwaffnen wir, überliefern wir uns der Gnade des Nachbars. Aus diegu Dilemma gibt es nur einen Ausweg: einen Krieg zur Ermit lichung einer allgemeinen Entwaffnung, einen Krieg den Militarismus, einen Krieg für den Frieden." Die Frankfurter Zeitung" giebt nach französischen und englischen Blättern folgende Uebersicht der Ereignisse, welche den Sturz der Königin Isabella unmittelbar herbeiführten: ,, Das Bourbonische Königthum war in Spanien längst vermodert; es bedurfte nur eines Windzuges, und es zerfiel von selbst. Königin Isabella war schon beim ersten Ausbruch so weit gekommen, daß sie keinen anderen Bertheidiger mehr fand, als einen General der den Aufständischen näher stand als den Anhängern der Krone. Der Belagerungszustand ward über ganz Spanien verhängt, aber niemand kümmerte sich darum; selbst in Madrid sammelte sich das Volk ungehindert auf den Straßen, und die Truppen sahen schweigend zu; die Behörden hatten weder Lust noch Muth einzuschreiten. Der Aufstand machte sich von selbst. Prim hatte sich von London aus mit den nach den Canarischen Inseln verbannten Generalen in Verbindung gesezt; am 6. September segelte ein Schiff von London, am 8. ein anderes von Cadiz ab, um die deportirten Generale Serrano, Dulce, Bedoya und Caballero de Rodas abzuholen. Prim selbst kam auf einem englischen Bostschiff. in Verkleidung, am 18. September nach Gibraltar. Tags darauf erschien er vor Cadiz, wo der Aufstand früher als verabredet ausgebrochen war. Die Generale auf den Canarischen Inseln hatten sich nicht rechtzeitig einschiffen können; Admiral Topete aber, der verdächtig geworden und von Haft bedroht war, hatte sich genöthigt gesehen vor der Zeit loszu schlagen. Am 18. Mittags erhob sich die Mannschaft von vier Fregatten; sie stellten sich vor Cadiz auf, die Seeleute riefen: Es lebe die Freiheit! und alle anderen Schiffe im has fen gingen zu ihnen über. Von den Ufern herüber, unter dem Donner der Schiffskanonen, antworteten die Volksmassen: Es lebe die Freiheit! Der Admiral forderte den Befehlshaber der Stadt zur Uebergabe auf; er wies es zurück; aber am 19. Morgens vier Uhr empörte sich die Besatzung und öffnete Prim und Topete die Thore von Cadiz. Um zehn Uhr kamen die verbannten Generale auf der Rhede an; am Abend brachte Darm novel berm gege nal tie geftie Modt Vor Kurzem wurde Herr Lagueronniere, eine Creatur Kaiser's als Gesandter nach Brüssel geschickt, wie man glaubi mit der Mission, für den Fall eines Krieg's, die Allianz Brau giens mit Frankreich zu fordern und im Weigerungsfall Annexion anzudrohen. Der neue Gesandte wurde sehr er vorkommend, von dem König empfangen, der u. A. zu beftr ibafel ambas Rud ihnen das Schiff Vulcan, dasselbe, das fie in die Verban sagte:„ Das innige Einvernehmen zwischen Belgien und Fraterb Mir nung geführt, die Nachricht von den Vorfällen des vorigen reich ist eine Bürgschaft des Friedens." Diese Worte hat Tages. Sie landeten bei Fackelschein, vom Volk jubelnd be-„ Moniteur" verschwiegen, was den Barisern und auch grüßt. Am Morgen darauf, am 20., erhielten sie die Nach- dern Leuten mancherlei zu denken giebt. richt von dem gelungenen Aufstande des Generals Izquierdo zu Sevilla. Darauf segelte Brim mit der Flotte nach Ceuta, Die preußische Kammer soll, wie es neuerdings heilu am 4. Nov. zusammentreten. Graf Bismarck, dessen b Fid fehr nach Berlin vor Kurzem gemeldet ward, bleibt krank in Barzin, und Hr. van der Heydt hat allein zu sehen, wie er SO mit dem Deficit von 6-7 milionen fertig wird. Inzwischen brüllt Professor Leo von Halle, der schon vor 20 Jahren ei en frischen fröhlichen Krieg" zur Ausrottung des strofulölen Gefindels" predigte, nach einem großen Krieg", durch den allein man sich der Ännektirten versichern könne. Blut ſei der edle Saft, der die Völker binde. Die Raben, welche den Kyffhäuser umschwärmen, müßten durch gewaltige Leichenfelweggelockt werden, sonst könne das deutsche Kaiserthum erstehen. Derartiger Blödsinn ist jetzt in Preußen Mode. So schrieb jüngst ein Berliner Gymnasiallehrer Namen Lasson ein Schulprogramm, in dem er den Krieg als Kulturmittel anpries! va ba Don ber nicht Die Bourgeoisie, die in Hannover, wie anderwärts, weiland eifrig für den engsten Anschluß an den Großstaat Preußen wirfte, weil sie sich davon große„ materielle Vortheile" versprach, scheint in der Annexion denn allmälig doch ein Haar Befunden zu haben. Die Hannoversche Handelskammer, hauptfachlich aus nationalliberalen Elementen bestehend, jammert rin ihrem diesjährigen Bericht über die vermehrten und unBleich vertheilten directen Steuern," über„ unzweckmäßige Neuetungen im Eisenbahnbetriebe," ferner darüber, daß für die Verbefferung und Instandhaltung der Wasserstraßen nicht genügende cob ig 331 frieden frieden ein Beweis, daß das deutsche Volk Ursache hat, unzufrieden zu sein. Auch in Baden wird die Preußenkrankheit homöopa tisch kurirt. Der General und Kriegsminister Beyer( cin Preuße) hat die badischen Offiziere so gründlich geheilt, daß der Bruder des Großherzogs sein Commando niedergelegt hat, und eine Offiziers- Strike zu erwarten steht. Die Ministerfrise in Osterreich dauert fort. Man hat noch keinen Nachfolger für den Grafen Auersberg gefunden, wohl aber den Statthalter von Böhmen, Freiherr von Kellersberg, abgesetzt, der sich unliebsam über einen der„ ,, Bür germinister" geäußert hatte. Gleichzeitig hat man den Ausnahmezustand( dem Belagerungszustand ähnlich wie ein Ei dem andern) in Prag verhängt So weit hätte es also glücklich die Schwäche und Planlosigkeit gebracht. Es ist wahr, die Czech en trieben es ein Bischen arg, aber, abgesehen von den Fehlern der Regierung und auswärtigen Heßereien, war daran wesentlich die folossale Feigheit der deutschen Bevölkerung schuld, die, obgleich der Zahl nach den Czechen fast gleich, sich von ihnen terrorisiren ließ. Hätten unsere Landsleute den czechischen Huteintreibern ein paar Trachten tüchtiger deutscher Hiebe verabreicht, so wären dieselben sicher zur Vernunft gekommen. Die österreichischen Speziallandtage sind nun sämmtMittel jegt mehr aufgewendet werden, daß ferner das Project lich geschlossen. Erreicht wurde in praktischer Beziehung wenig. 3 Ganalverbindung zwischen Elbe und Weser gestockt sei und endlich, daß die Ausführung einer Eisenbahnverbindung mit bameln noch nicht weiter vorgerückt sei. Nun diese Herren rifollten sich doch nicht beschweren das, worüber sie sich bewohl aber wesentlich zur Klärung der Lage und zur Erkenntniß der ungeheuren Schwierigkeiten beigetragen, die sich der Neugeburt" Desterreichs entgegenthürmen. Nach den neuesten Berichten ist ein Russe in die Ver lagen, ist nur die nothwendige Consequenz der von ihnen schwörung gegen den Sultan verwickelt; und was die Sache herbeigefehnten und zum Theil auch herbeigeführten Zustände. noch verdächtiger macht, der russische Gesandte hat seine Freilassung gefordert. Wie es sonst in Hannover steht, erhellt aus nachstehender Beitungsnotiz: Hildesheim, 2. Oft. Von der Straffammer unsres vbergerichts wurde heute die 19 Jahre alte Dienstmagd Maganue Bertram aus Ahrbergen wegen Majestätsbeleidigung und der Beleidigung eines Gensdarmen, eines Mitglieds der bewaffneten Macht, während der Ausübung seines Dienstes zu 18. fein 2 In Indien ein Grenzkrieg gegen die Engländer, wahrscheinlich von den Russen angestachelt; in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ein Indianerkrieg, der wohl der letzte sein wird. Auch bei den Wahlen in Pennsylvanien, Ohio und Indiana haben die Republikaner gefiegt; damit ist Monaten Gefängniß und 10 Thlr. Geldbuße, resp. 8 Tagen die Anfangs November stattfindende Präsidentenwahl als zu Gefängniß, und der 16 Jahre alte Dienstjunge Heinrich Black Gunsten Grants entschieden zu betrachten. 3 mann aus Röffing, bereits wegen Majestätsbeleidigung mit FalMonaten Gefängniß bestraft(!), wegen letterem Vergehen zu 10 Thlr. Geldbuße, resp. 8 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der außergewöhnliche Ernst, womit die englische und spe fe Beide dienten in Sarstedt, riefen hinter dem Rücken des Gensziell die Londoner Presse die Internationale ArbeiterDarm Bolant ,, Kukuk", und Erstere sang außerdem das Han- assoziation und ihren Brüsseler Congreß behandelt eloberanerlied." nder Ein ., Großstaat", der vor Dienstmädchen und Knaben altert! Noch nicht dagewesen. ( die Times" allein hat darüber 4 Leitartikel gebracht) rief einen wahren Veitstanz in der deutschen Bourgeoispresse hervor. Sie, die deutsche Presse, belehrt die englische Presse über deren Irrthum, an die Bedeutung der Internationalen ArbeiUm gerecht zu sein, müssen wir übrigens das Wunder bermelden, daß in Hannover jüngst ein wegen Majestätsbelei- terassoziation in England zu glauben! Sie entdeckt, daß die fegung Angeklagter freigesprochen worden ist! Auch noch englischen Trades' Unions, welche vermittelst der Internatio gege a nalen Arbeiterassoziation den Pariser, Genfer und belgischen Arbeitern bedeutende Geldunterstüßungen im Kampf gegen das mit derselben Internationalen Arbeiterassoziation! ,, Angeblich stüßt sich all das", schreibt man uns aus Lonmight dagewefen. In Mainz verhaftete eine preußische Schildwache einen Anaben von 8 Jahren, der in den Kommandanturgarten Kapital zuschickten, ganz und gar nicht in Verbindung stehn gestiegen war. Es gibt einen Auflauf, und der Knabe entaucht. Die Schildwache versäumt, es von ihren Waffen GeBrauch zu machen, d. h. einen oder mehrere Unbewaffnete don ,,, auf die Versicherung eines gewissen M. Hirsch*), den Modt oder zu Krüppeln zu schießen, und wird deßhalb streng Schulze- Delißsch eigens zum Behuf solchen Skandals nach bestraft!" Daß vor Kurzem eine preußische Schildwache eben: England schickte. M. Hirsch sagt's und M. Hirsch ist ein ijelbst einen Mann tödtlich verwundete, und daß dieser, schon chrenwerther Mann! Ehrenhirsch flößte den Unionisten( Mit rabend, von der Patrouille schändlich mißhandelt wurde, haben at ir feiner Zeit gemeldet. Und da wundert man sich, daß aas Wort„ Preuße" in Mainz ein Schimpfwort ist! Die südwestdeutsche Militärconferenz in München ist hecklich beendigt, und in Berlin ist man mit dem Resultat zu Rud *) Dr. Mar Hirsch, der berühmte" Nationalökonom der Duncfer'schen Volkszeitung" ist damit gemeint. In London scheint man vor seiner Entdeckungsreise in die ihm unbekannten Regionen Englands keine Ahnung von der Existenz dieses neuesten Gesellschaftsretters gehabt zu haben. 332 die Der von der ausgeschiedenen Minorität des Berliner beitervereins gegründete demokratische Arbeiterver tell in Berlin hat an die Arbeiter von Berlin folgenden Auden erlassen: unt unf Das provisorische Comite des neugestifteten demokratische Arbeitervereins ladet Euch ein, demselben beizutreten. Der Schuß, die Hebung und die politische und so ber Befreiung der arbeitenden Klasse ist Zweck und Ziel un Ba Bereins. Ein brüderliches Band der Einheit verbindet uns der Arbeiterpartei anderer Städte und Länder. gliedern der Trades' Unions, Gewerksgenossenschaften) in Lon don Verdacht ein, weil kein Einführungsschreiben von Seiten der Internationalen Arbeiterassoziation besaß. Er wurde ein fach gefoppt. Kein Wunder daher, daß der Hirsch Böcke schießt! Sätte man ihn auch nur ernsthaft genommen, so fonnte man ibn ohne besondere Vertrauensgeneigtheit mittheilen, was alle Welt in London weiß, nämlich, daß der allgemeine Rath det Trades' Unions, der zu London refidirt, aus 6 bis 7 Personen besteht, wovon drei, Odger( Sekretär des allgemeinen Rathe und Delegirter der Schuhmacher), R. Applegarth ( Delegirter der vereinigten Zimmerleute und Tischler) und Howell( Delegirter der Maurer und Sekretär der Reformligue) zugleich Mitglieder des Generalraths der Internationalen Arbeiterassoziation find. Er hätte ferner erfahren, daß die übrigen affiliirten Trades' Unions( in London allein ungefähr 50, abgesehen von den provinzialen Trades' Unions) durch weitere fünf Mitglieder, nämlich durch R. Shaw, Budley, Gohn, Hales und Maurice, im Generalrath der Inter nationalen Arbeiterassoziation vertreten sind, außerdem aber jede Union das Recht und die Gewohnheit hat, für besondere Angelegenheiten Delegirte an den Generalrath zu schicken. Es find ferner, von englischer Seite, im Generalrath der Internationalen Arbeiterassoziation vertreten: Rooperativgesellschaften, welche 3 Delegirte zum Brüsseler Congreß schickten, durch Wlm. Weston und Williams; die Reformligue durch Dell, Cowell Stepney und Lucraft, alle drei auch Mitglieder der Exekutivkommisfion der Reformligue; die National Reform Association, eine Stiftung des verstorbenen Agitators Bronterre O'Brien, durch ihren Prä sidenten A. E. Walton und Milner; endlich die atheistische Volksagitation durch ihre berühmte Rednerin Mrs. Harriet Law und Hrn. Copeland. Man sieht, es eristirt feine, irgendwie bedeutende Bewe gungspartei des britischen Proletariats, die nicht direkt, durch ihre eigenen Führer, im Schooße des Generalraths der Internationalen Arbeiterassoziation vertreten wäre. Endlich ist der ,, Beehive", unter George Potter's Leitung, das offizielle Organ der englischen Trades' Unions, zugleich das offizielle Organ des Generalraths der Internationalen Arbeiterassozia tion, über dessen Sizungen er wöchentlich Bericht abstattet. Jun tion ten ma org Pre Diese Einheit stellen wir dadurch her, daß wir das tisch- soziale Programm, welches der fünfte Vereinstag deut Arbeitervereine zu Nürnberg am 6. September d. J. nommen hat, als das Unsere anerkennen, und uns einverber den erklären mit den am 20. September d. I. zu Stutt Bo gefaßten Beschlüssen der deutschen Volkspartei. be ber Im Uebrigen verwerfen wir sowohl jeden politischen sozialen Glaubens- und Gewissenszwang, als auch die u dingte urtheilslose Hingabe an persönliche Führerschaften. gestatten unseren Mitgliedern den freien ungehinderten tausch ihrer Meinungen. Wir wollen uns über unsere wa Interessen aufklären und belehren, aber nicht einander ty Da nifiren und majorisiren. fud tid 2 ftel Alle Arbeiter, die sich von einer einseitigen sozialen teirichtung, von einem künstlich hervorgerufenen, oft absichtbü gepflegten Korps- und Kastengeist losmachen wollen, find willkommen. Wir hoffen, an ihnen treue Mitarbeiter zu minnen. Die Entdeckungen von Ehrenhirsch und die darauf fols genden Jubelauslassungen der deutschen Bourgeoispresse lieferten ihrerseits erwünschtes Futter für den Londoner Correspon deten der ,, Weser- Zeitung" und den Londoner Correspondenten der ,, Augsburgerin. Diese Person- das doppelte Geschäft wird nämlich von einer und derselben Person verrichtet haust, aus ihr selbst am besten bekannten Gründen, mehrere Stunden von London entfernt, in einem abgelegenen Winkel. Hier macht sie ihre verschämten Auszüge aus„ Times", Mor ning Star" und" Saturday Review" mit einer ästhetischen Fischsauce für den Geschmack ihres Publikums zurecht. Von Zeit zu Zeit, wie im vorliegenden Fall, kaut sie auch den Kohl der deutschen Zeitungen unter dem falschen Datum in der ,, Weser- Zeitung" und„ Augsburgerin" wieder. Besagter Corre spondent der ,, Weser- Zeitung" und ,, Augsburgerin" ist Niemand anders als der berüchtigte literarische Lumpenproletarier Elard Biskamp. Seit lange von jedem anständigen Um gang ausgeschlossen, sucht der Unglückliche in gebranntem Waffer Stillung der Herzwunden, die Preußen ihm schlug durch die Annexion seines Vaterlandes Kurhessen und seines Freun des Edgar Bauer." Nichtarbeiter, welche sich zu unseren Prinzipien befen sind uns herzlich willkommen: Wir wollen die vielfa Zweige der Arbeit im engeren und weiteren Sinne des verbinden und jede Sonderstellung beseitigen. Arbeiter von Berlin! vereinigt Euch mit uns, und uns mit den Arbeitern aller Länder! Berlin, 11. Oktober 1868. ter fol Das prov. Comite: Skladanowski. W. Eichhoff. Haveni unt Die Beschlüsse des Nürnberger Arbeitertags ha unter den Arbeitern und allen sonstigen Demokraten Def reich& die lebhafteste Befriedigung erregt. Das in Wien besteh Zentral- Komite der sozial- demokratischen Partei hat nach Rückkehr seiner Delegirten aus Deutschland seine Thäti mit erneuter Kraft wieder aufgenommen und beginnt mit der Agitation für Forderungen, mit welchen jeder liche Liberale einverstanden sein wird. Ein am 10. Ot erlaffener Aufruf des genannten Komites ist jedenfalls sprechender Beweis für die verständige und tüchtige Hal der sozial- demokratischen Partei, hinter welcher bekannt die große Masse der Wiener Arbeiter steht. Dieser lautet: Diefer Au thatkräftige Unterstüßung aller freisinnigen Elemente in De ern lafi unt tan geh ch gle for ㄣ ˋ bef jed ger Der in' Da bö ,, Volk von Wien! Eingedenk unserer Pflicht, für Durchführung des von der sozial- demokratischen Partei a stellten Programms zu wirken, haben wir den Entschluß faßt, für die nächstliegenden Forderungen der Partei eine fassende Agitation einzuleiten. Wir rechnen dabei auf reich, insbesondere ersuchen wir die demokratischen Vereine in unserem Streben fräftigst zu unterstützen und auf massenhafte Betheiligung aller liberal gesinnten Männer unseren Parteiversammlungen hinzuwirken. Nur auf Weise werden wir die klerikale und feudale Reaktion mit folg bekämpfen und einem demokratischen Regierungsspi RENE TEESEE mi lid in rid Det au jet die D zu enn ( fad W enit Баб eft Tebe Гоз 333 die Wege ebnen können. Schon sind von Seiten des Schriftrellervereins ,, Concordia," seitens der Arbeiter und anderer Au demokratischer Vereine zur Erlangung der Preßfreiheit und des unbeschränkten Vereins- und Versammlungsrechts Echritte getis schehen, doch ohne Erfolg. Wir unsererseits aber müssen, um unserem Ziele der politischen Gleichberechtigung aller Stände, so berwirklicht durch die Einführung des allgemeinen direkten in Wahlrechts, einen der Demokratie günstigen Erfolg zu erzielen, zunächst nothwendigerweise auf der Beseitigung unseres reaftionären Vereinsgefeßes und der Forderung des unumschränk ten Vereins- und Versammlungsrechtes, welches uns möglich macht, die Demokratie durch ganz Desterreich einheitlich zu ut organisiren, sowie ferner auf der Forderung der absoluten B att eri itt n pab tyt bei den vielfachen Beziehungen, die heutzutage der Einen mit dem Andern in Berührung bringen, muß Jeder unbedingt einen größeren Schaß von Kenntnissen sich aneignen. An den Schulen müssen fähige und verständige Lehrer wirken, die in ihrem Gehalt so gestellt sind, daß sie keine Sorge für's tägliche Brod, wohl aber Zeit haben müssen, sich in der Kunt des Erziehens immer mehr auszubilden. Kurz, der Unterricht soll und muß grundfäßlich reformirt werden, damit er dem doppelten Zwecke entspreche, zugleich theoretisch und praktisch, zugleich wissenschardich und gewerbmäßig zu sein. Wir verlangen: 3) Die Abschaffung aller direkten wie indirekten Steuern, al. Stadtzoll( octroi), Grenzzoll( douane), Taren u. s. f., welche sowohl die Produktion wie den Austausch belasten, mit andern Worten, welche die Arbeit, den Bodenertrag, das Gewerbe und den Handel beschweren*). An Stelle alles Dieses verlangen wir eine einzige Steuer, und zwar Breßfreiheit beharren und ihre Bewilligung mit aller Energie namentlich auf das Einkommen und hauptsächlich auf die Erbschaften. verlangen."( Wie wir nachträglich erfahren, hat die Wiener Polizei eine von dem Komite anberaumte Bolksversammlung berboten! Diese Menschen sind unverbesserlich.) In Berlin ist ein neuer Allgemeiner Deutscher Arbeiterberein unter der Präsidentschaft Schweizer's gestiftet worden. Aus der Schweiz Hiobsposten von Ueberschwemmungen. Das Elend ist entseßlich. Rasche Hülfe thut Noth. Wir erfuchen unsere Parteigenossen überall Sammlungen zu veranstelten, und den Ertrag an das ,, Centralfomite der deutschen Hülfsvereine in der Schweiz", Nauwerk, Präsident, in 3 ürich, zu senden. Sozial- demokratische Republik. Unter dieser Ueberschrift erläßt die Internationale Arbeiter- Affoziation( Sektion Genf) für die bevorstehenden Wahlen folgenden Aufruf an das Genfer Volk. Bürger! Seit 22 Jahren erfreut sich das Volk von Genf unbestreitbarer und unbestrittener politischer Rechte. Es ist an der Zeit, die Streitigkeiten der alten Parteien, die ohne ernstlichen Grund für die Bedürfnisse des Volkes, endlich zu unterlaffen. dschen Das Werk jeder Generation ist gegen die Ungleichheit der Rechte und die Ungleichheit der Bedingungen gerichtet. Die jeßige Generation fann solchem Geseze geschichtlichen Entwickelungsprozesses nicht ent= gehen, sie hat die Pflicht, die überlebten politischen und ökonomiVorrechte nach Maßgabe ihrer Kraft durch die Gerechtigkeit, ätie gleich für Alle, zu ersehen. Dt 118 alh Auf Gir au uf e uf De ne f ner N it [ pfe Es gehört zur Erfüllung dieser Pflicht, daß die sozial- demokratiformen einladet: sche Partei zur energischen Mitwirkung der Erwerbung folgender ReWir verlangen: 1) Die absolute Trennung von Kirche und Staat; d. h. die Abschaffung der zu Gunsten zweier anerkannten Religions- Genossenschaften bestehenden Vorrechte, und die konstitutionelle Erkläruug, daß nicht nur lede genießen soll, und daß keine Meinung das Recht haben kann, besondere Bürgschaften oder Vortheile zu beanspruchen, noch sich Gingriffe in's Civil- Gebiet erlauben oder sich dem gewöhnlichen Geseze entziehen darf. Wir verlangen: 2) Den unentgeltlichen und pflichtschuldigen Unterricht bis zum höchsten Grade einschließlich, und zwar unentgeltlich, damii er mittelst der Unterrichts- Entschädigung Jedem ohne Ausnahme zugänglich sei, und pflichtschuldig, weil es Niemandem erlaubt sein soll, in der Unwissenheit zu verkümmern. Der öffentliche Unterricht entspricht in seiner gegenwärtigen Gins den Bedürfnissen unserer Zeit. Alle Menschen haben gleiches Recht richtung weder den Vorschriften eines gleichen Rechtes für Alle, noch auf moralisches und materielles Leben, und darum ist es nöthig, daß jeder Ginzelne den möglichst vollständigen Unterricht genieße. Schon die Sicherheit der menschlichen Gesellschaft erheischt, daß es keine unwissenden mehr geben soll. Bei der Leichtigkeit des Völkerverkehrs und Produktion und Tausch sind die Grundlage jedes geordneten gesellschaftlichen Zustandes. Ohne Arbeit und ohne Handel giebt es weder Individuen noch eine Gesellschaft. So wie man diesen oder jener Steuern auferlegt, greift man die Quelle des Aufblühens und Gedeihens der Gesammtheit an. Solcher Mißstand darf aber natürlich in einem wohl eingerichteten Staate nicht vorkommen. Es wäre mehr als ein Mißstand, es wäre ein Zustand voller Gefahren. Demnach darf nur Steuer_gelegt werden auf das Zuviel, das die Arbeit dem Kapitale verschafft hat. Wir verlangen: 4) Die Gründung von Kreditanstalten zur Erleichterung der Ausführung des Grundsages der gemeinschaftlichen( fooperativen) Produktion als Hülfsmittel zur Befreiung der gewerblichen und landschaftlichen Arbeit. Wir verlangen, daß jedes Mitglied des Großen Rathes für seine einschlägige Thätigkeit entschädigt werde, weil die Demokratie es erfordert, daß jedem Bürger die Möglichkeit gegeben, zu diesem Ehrenamte zu gelangen, und daß jede Leistung durch eine Gegenleistung zu entschädigen sei; daß die Mitglieder des Staatsrathes, welche drei Wahlperioden nacheinander als solche im Amte gewesen sind, unmittelbar darauf nicht mehr wählbar seien, weil es undemokratisch wäre, wollte man immer dieselben Leute mit der Leitung der öffentlichen Geschäfte betrauen und so eine Art Erblichkeit in politischen Aemtern schaffen; daß künftig Jeder schon mit 20 Jahren politisch wie bürgerlich großjährig sein soll, weil es eben auch nur demokratisch ist, daß der Mensch so früh als möglich selbstständig werde; daß alle Diejenigen, welche auf dem Boden der Republik geboren und erzogen worden sind, mit 20 Jahren von Rechts wegen Bürger sein sollen, weil es im Staats- wie im Gesellschafts- Interesse liegt, alle die Glemente in sich zu verschmelzen, welche die Vortheile unserer staatlichen Einrichtungen kennen gelernt haben; daß die Schweizer aus andern Gantonen das Recht haben, auch in Gemeindeangelegenheiten zu stimmen, unter Vorbehalt, dieses Recht geeigneten Falls auf alle im Lande Ansässigen auszudehnen, weil es ein demokratischer Grundsay ist, daß, wo gleiche Pflichten sind, auch gleiche Rechte sein sollen; daß die Gemeindeordnung in dem Sinne der Ausdehnung der Rechte der im Generalrath versammelten Bürger verbessert werde, unter Einschränkung der Befugnisse der Gemeindepräsidenten( maires). Wir verlangen eine Verwaltung, die mit dem öffentlichen Gelde sparsam umgehe, alle unproduktiven Ausgaben abschaffe; die Staatsschuld tilge, das Anleihe- System aufgebe, die durch gerechte Bezahlung der nüßlichen Arbeit mit gutem Beispiele voranleuchte, und deren allgemeine Richtung sei, alle dem Publikum von den Behörden zu leistenden Dienste für das Volk unentgeltlich zu machen und besonders die Rechtspflege auf dieser Grundlage einzurichten, alle Vorrechte, Monopole u, s. w. abzuschaffen, kurz: uns, so weit das möglich ist, zu sichern. die Freiheit in der Gleichheit Schließlich verlangen wir die Abschaffung der Todesstrafe. Mögen sich alle Kräfte der demokratischen Jugend, alle Männer von Gerechtigkeitsfinn und Fortschrittsgeist, gleichviel, welcher Partei fie bisher angehörten, zur Berwirklichung dieses Programmes fest vereinigen. Genf, 5. Oktober 1868. Folgen die Unterschriften. *) Der Telegraph hatte es für gut befunden, von dieser Forde rung nur den Bordersaz ohne die folgende Erläuterung mitzutheilen und auf diese Weise den Aufruf lächerlich zu machen gesucht. Stieberisches. 334 Graf, der spionirende Freund Stiebere, ist und bleibt verschwunden, wie die nachstehende wiederholte öffentliche Vorladung dieses Ehrenmannes beweist: entfer Först wiede nigbo Programm konnte ich annehmen, ohne meinen Prinzipie irgend Gewalt anzuthun. Braß war mir als großdeutsche Demokrat, ja Republikaner bekannt. Als das Blatt, in da ich übrigens nur über auswärtige Politik schrieb, Organ de Grafen Bismarck wurde, löste ich mein Verhältniß. Ja, löste es, wurde nicht entlassen, wie Sie perfide andeuten. J März 1865( als Ihr treulos gewordener Becker in seinem dich maligen Anfall von Delirium Tremens die nämlichen Berdächt den. gungen über mich ausgoß) bezeugte mir der Redakteur der Nord gange Allg. 3tg."( siehe Berliner Reform" vom 29. März 1865 berme „ daß ich gegen seinen Wunsch, freiwillig und ohne Rücksicht, di auf die pekuniären Vortheile, die meine Stellung mir ein Gräfi brachte, ausgeschieden war." Das Alles wußten Sie. wußten überdies, daß ich meine Stellung an der ,, N. A. 3 able unter Berhältnissen aufgab, die mich die größten materielleicht Schwierigkeiten erwarten lassen mußten. Und dennoch diese Berdächtigung? Pfui! Das ist gräflich. Was Sie beiläuft ausge vielleicht nicht wissen, ist, daß Lassalle mir noch ein Jaund nach meinem Austritte einen Vorwurf daraus machte, daß nicht bei der ,, Nordd. Allg. 3tg." geblieben sei Freilich aus s salle hatte in diesen Dingen andere Ansichten, wie ich. Der aus Zittau gebürtigte, in Geyer wohnhafte Optikus und Handelsmann Carl August Graf hat bei unterzeich netem Gerichtsamte eine Gefängnisstrafe zu erleiden und wird, da derselbe bis jetzt nicht zu ermitteln gewesen, andurch fernermeit vorgeladen, sich binnen 3 Wochen und längstens den 5. November 1868 bei unterzeichnetem Gerichtsamte zu Verbüßung gedachter Gefängnißstrafe zu stellen. Alle Polizei und Criminalbehörden sowie deren Organe aber werden ersucht, 2c. Graf auf gegenwärtige Vorladung aufmerksam zu machen und anher zu weisen. Kirchberg, am 3. Oftober 1868. Königliches Gerichtsamt. Steinberger." Offenes Antwortschreiben an die Frau Gräfin von Hatzfeldt. Frau Gräfin! Si u ſei id Aber, Laf da bon ich in ben V 5) Sie behaupten, mir eine Geldunterstüßung" 85 Thlr. geleistet zu haben. Ich, der„ Vermögenlose" sol Gefär wohl für Sie, die reiche Gräfin" 6 Wochen lang umson folg arbeiten? Es ist wahr, wir kamen nicht wegen eines enfär stimmten Honorars überein. Als Sie mich in meiner Wohnung überrumpelten überrumpelten( denn Sie suchten mich damals auf) ure klärten Sie mir, ich klärten Sie mir, ich Mitglied der Schwefelbande, abwed meine selnd an Desterreich und Preußen verkauft sei Ihre lett Hoffnung, wenn ich Ihnen nicht helfe, würden Sie sich in baben Wasser stürzen,( ipsissima verba, wörtlich) furz. spielten Ihre Rolle so gut, daß ich Sit mich Die Haber Gewohnt, gerade auf den Gegner loszugehen, schiebe ich den Strohmann bei Seite und wende mich direkt an Sie. Sie haben erfahren, daß ich den Unterzeichner des von Ihnen verfaßten Schmähartikels in Nr. 35 und 36 Ihrer Freien Zeitung" vor die Schranken des Gerichts geladen habe. Dort wird sich die Gelegenheit bieten, mein Verhältniß zu Ihnen in das klarste Licht zu stellen, und die Verbreiter der in jenem Artikel enthaltenen unwahrheiten und Entstellungen gebührend zu brandmarken. Jezt nur das Nöthigste. Und sollte ich diesen oder jenen Punkt vergessen, so bitte ich Sie, mich zu entschullachen Sie mich nicht digen; ich bin gerade sehr mit Arbeiten überhäuft( wie jeder aus vom tiefsten Mitgefühl erfüllt ward und mich schcut lahr andere ,, vermögenlose" Proletarier lebe ich von meiner Arbeit) die Geldfrage kaufmännisch zu regeln, was bei Ihnen und kann Ihnen für diesmal nur ein paar Stunden widmen. nöthig ist, wie man mir gleich darauf mittheilte, und wie der Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Zur Sache. zu meinen Schaden erfahren habe. 1) Es ist eine Lüge, daß ich Sie je anders, als in Ihrer öffentlichen öffentlichen Thätigkeit angegriffen habe. Einmal, als Ihr Privatcharakter von dem„ Präsidenten der Menschheit", Becker, mit Koth beworfen worden war, vertheidigte ich Sie sogar( es war in der Sißung des Allgem. Deutschen Arbeiter vereins vom 27. März 1865 ich hatte bereits mit Ihnen gebrochen) vertheidigte ich Sie mit solchem Nachdruck, daß Sie mir brieflich in den wärmsten Ausdrücken dankten. Das betr. Schreiben ist in meinem Befiß. Ihr Privatleben wird auch jezt nicht von mir berührt werden aus Grundsay. Nicht wahr, Sie sind mir dankbar, daß ich an meinem Grundsazz festhalte- troß der wahrlich sehr starken Versuchung von ihm abzuweichen? Febr be mit Glauben Sie, daß ich zu viel von Ihnen erhalten habe, bin ich bereit mich dem Spruch Sachverständiger zu unterwerfen Oder: wenn Sie mir die Hälfte dessen, was ich durch mein Beziehungen zu Ihnen verloren habe, ersetzen wollen, zahle ich Ihnen, vermögenslos," wie ich bin, die bewußte 85 Thlr. mit Zinsen und Zinseszinsen zurück. Lockt Sie da nicht, Frau Gräfin? Sie e Eie gebab Digen Dadht ten T Dic Well jur Wegen in's Alles Jbre gemie mirt Dinge 1. B. Thari Erled mar, 30 a 9 tath Es ist wahr, die Broschüre wurde nicht fertig; aber die war nicht meine Schuld, sondern einzig und allein Ihrige, indem Sie durch tausendfache Intriguen, ungerecht fertigte Zumuthungen, Krakehlereien mit Gott und der die Vollendung der Arbeit unmöglich machten. Die näheren Umstände auseinanderzuseßen, würde mich hier zu weit führen behüt Ich will nur wiederholen, was ich Ihnen seiner Zeit Gesicht sagte: während der wenigen Monate meines person lichen Verkehrs mit Ihnen bin ich mit mehr Ränken u zweideutigen Menschen und Dingen in Berührung gekommen, als während meines ganzen übrigen Lebens. 6) Freund Försterling scheint Ihnen sonderbare erzählt zu haben. Wahr ist: nach seinem gräulichen Fiasto im Reichstag bot der arme Mensch, als er von der Redner bühne auf seinen Platz zurückschwankte, ein solches Bild de Jammers dar, daß ich ihn bemitleidete und ihm einige Wor auszusehen? Ich dächte doch, eines Blattes, für das Heine des Trostes zusprach. Wir trafen uns dann später mehrmal Daß ich ihm die Nothwendigkeit der Gründung einer Arbeiter partei, welche die bestehenden Sekten aufsaugen muß, zu machen suchte, ist vollkommen richtig. Ihrer Person, Frau Gräfin, wurde damals allerdings gedacht, jedoch, weit davon 2) Was Vogt in seinem Pamphlet:„ Mein Prozeß" von der„ Schwefelbande" 2c. gesagt hat, sind Lügen, und Sie missen, daß in der Marrschen Schrist:„ Herr Vogt" nicht nur diese Lügen komplet nachgewiesen, sondern auch gegen Herrn Vogt und dessen Spießgesellen Anklagen begründet worden sind, auf welche diese Herren bis auf den heutigen Tag die Antwort schuldig geblieben sind. 3) Ich habe für die, damals großdeutsche und antipreußische„ Augsburger Allgemeine Zeitung" von London aus zwei Jahre lang gearbeitet. Haben Sie etwas daran bis zu seinem Tode geschrieben hat, brauchte sich Niemand zu schämen. 4) In die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" trat ich ein, als Bismark noch nicht im Ministerium war. liegt marcf m Der Threr Flar beiter Brugn Bage ien her Das entfernt, 335 Sie ritterlich zu vertheidigen, verleugnete Freund Försterling Sie auf das Schnödeste. Seitdem hat er sich wieder bekehrt. Für Sie wird dieses Wunder nichts Geheimidnißvolles haben. bel S 20 daß Sie Alles aufboten, um die Arbeiter für das, damals von Hrn. Wagener vorbereitete, oftroyirte allgemeine Stimmrecht zu begeistern? Leugnen Sie, daß Sie durch Ihre Agenten dieses oftroyirte Stimmrecht überall anpreisen und damit eine Propaganda für das Ministerium Bismarck machen ließen, die mich zu einer demokratischen Gegenagitation nöthigte, welche mich nothwendig in Conflift mit der Regierung bringen mußte und schließlich meine Ausweisung aus Preußen zur Folge hatte? 7) Sie sagen, ich sei 1865 wegen„ Erwerbsunfähigkeit", do nicht aus politischen Gründen, aus Berlin ausgewiesen wor tiden. Ihre Leidenschaft ist mit Ihrem Verstand durchge= gangen. Sie bedenken nicht, daß die Armuth, welche Sie mir 65 vorwerfen, das beste Zeugniß für meine politische Ehrlichkeit , die Sie anzuschwärzen suchen. Ja, ich bin arm, Frau iGräfin; und ich bin so ungräflich, auf meine Armuth Stolz Lassalle's Schuld sind, das festzustellen bleibe dessen künftigen sein.( Im Vorbeigehn bemerkt, troß meiner Armuth be3iable ich meine Schulden, was Sie, troß Ihres Reichthums" en nicht immer thun denken Sie an Mainz). iefe abr id mil be Hätte man mich wirklich wegen Erwerbsunfähigkeit" ausgewiesen, so wäre das keine Schande für mich gewesen, und die Infamie der preußischen Behörden blieb dieselbe. Aber, Frau Gräfin, haben Sie denn vergessen, daß ich nicht alaus Berlin, sondern aus ganz Preußen ausgewiesen bin, daß die Ausweisung vom Ministerium bestätigt ist, und daß im Oktober 1866 durch Richterspruch zu dreimonatlichem Gefängniß verurtheilt wurde, wegen unbefugter Rückkehr nach folgter Landes verweisung? Seit wann werden ,, Erwerbs. unfähige" vom Ministerium des Landes verwiesen? Haben Sie vergessen, daß ich im Berliner Reichstag die Sache jur Sprache brachte, und daß keiner der anwesenden Minister meiner Anklage dadurch die Spize abbrach, daß er der gegen mich verhängten Maaßregel den politischen Charakter abstreifte? baben Sie vergessen, daß Herr Stieber, das Polizeigenie, Side Seele des heutigen Preußens la Prusse c'est Stieber idaben Sie vergessen, daß Stieber, den ich im vorigen Früh lahr an den Pranger zu stellen hatte, in seiner Angstantwort ed ute chr mit feiner Silbe meiner Erwerbsunfähigkeit" erwähnt? iDer ist freilich flüger als Sie. fen eint be da Sie In wieweit Sie an den beklagenswerthen Irrthümern Biographen vorbehalten. Zeit. So viel für heute. Näheres und mehr zu geeigneter Zum Schluß danke ich Ihnen noch für das Eingeständniß, daß Sie den Försterling- Mende'schen Berein mit Geld unterstützen. Bon Jemand, der gleiches erstrebt, darf man Geldunterstüßung annehmen," sagen Sie also was Sie erstreben, erstrebt auch dieser Verein. Sie haben viel Geld, Sie haben viel Zeit, Sie haben viel Talent zum intriguiren ich zweifle nicht, daß Ihnen noch dann und wann ein tüchtiger Skandal( Sie haben darin ja dreißigjährige Uebung) gelingen wird; mehr aber nicht. Und nun auf Wiedersehn vor den Schranken des Gerichts. Sie werden doch kommen? Leipzig, den 15. Oftbr. 1868. W. Liebknecht. Und jetzt noch ein Wörtchen mit Ihnen, Hr. Röthing! Wenn sie je wieder zur Vernunft kommen sollten, werden Sie Einem Mann, der arm ist, weil er seit 20 Jahren seine Brimir danken, daß ich obigen Brief nicht an Sie gerichtet habe. vatinteressen seinen politischen Pflichten untergeordnet hat, seine Armuth vorwerfen, ist eine Niederträchtigkeit, deren ich keinen Arbeiter für fähig halte. Auch Sie nicht. Doch halt, da kommt mir ein sonderbarer Gedanke! Sie erinnern sich noch des oben erwähnten Briefes an mich? Doch lassen wir das. Ich wollte Ihnen blos folgendes saspielen darin auf einen Verdacht an, den ich gegen Sie gehabt, der mich aber doch nicht abgehalten, Sie zu verthei Mitglieder; die Gesammtzahl der Mitglieder Ihres und des Digen. Sie erinnern sich auch sicherlich noch, welchen Vertlacht ich hegte? Daß ich Grund hatte anzunehmen, Sie hät Bell Flucht zu nöthigen, oder meine polizeiliche Ausweisung gen: 1) Niemand hat je geäußert, Ihr Verein habe 10,000 Schweizer'schen Verein's wurde von Bebel so hoch angegeben; und der Schweizer'sche Berein hatte mindestens 8000 Mitglieder. feres Blattes kennen zu lernen, so verfügen Sie sich in dessen ten mir Gläubiger auf den Hals gehezt, entweder um mich 2) Wenn Ihnen wirklich daran liegt, die Abonnentenzahl uni begen Erwerbsunfähigkeit" zu veranlassen? Natürlich stellten Sie Expedition. 3) In der Versammlung vom 12. Sept. hat Hr. pilles in Abrede, ohne mich jedoch zu überzeugen. Und nun Ihre Behauptung, ich sei wegen ,, Erwerbsunfähigkeit" ausEi, Frau Gräfin, hätten Sie birklich bei der Polizei Schritte gethan? Nicht direkt ren ren gewiesen worden. behüte aber Sie kennen ja verschiedne brave Polizeileute, hätten sie wirklich? Mende länger gesprochen, als jeder andere Nedner; daß man ihm eine bestimmte Frist seßte, war nothwendig, da sonst Niemand mehr zum Wort gekommen wäre. 4) In dem von Ihnen unterzeichneten„ Offenen Brief" an mich heißt es: ,, Wir werden Ihnen, Hr. Liebknecht, wie Ihren Anhängern in unsern Bersammlungen völlige Freiheit geben, Ihre Meinung zu vertreten, Ihre Vertheidigung(!) zu führen." Gut,- ich B. Goldheim( auch Stieber?) on thatfache ist: als ich im Winter nach meiner Ausweisung zur Erledigung eines Geschäfts heimlich nach Berlin gefommen nehme Sie beim Worte und mache Ihnen einen Vorschlag. bar, wurde ich von Hern Preuß, Ihrem und des Herrn Sagener( von Dummerwig) Bertrautem der Polizei ver ng athen met Del ort ale flar Der - damals ohne Erfolg. liegt in Ihrem Bestreben, die Arbeiterbewegung Hrn. v. Bisard in die Hände zu spielen. Sie wollen Beweise?" Das wie wenn Hr. Braß Beweise" dafür verlangte, daß er mit Ihrer Bewundrung für Bismard bei hundert Gelegen Regierung in Verbindung stehe. Leugnen Sie, daß Sie Leugnen Sie, daß Sie mit Bismard im Briefwechsel, mit Sagener in genauem Rapport gestanden haben? Leugnen Sie Und nun fomme ich auf den Grund unsres Bruches. Er Frau bon beiten gegen mich und Andre Ausdruck gegeben haben? Beraumen Sie in Chemnitz eine Arbeiterversammlung an; sezen Sie fest, daß ich und meine Freunde abwechselnd mit den Herren Mende, Försterling 2c. das Wort haben, und wir werden am Plaß sein. Angenommen? Der Ihrige W. Liebknecht. Weiße Sklaven. XVI. und 336 Dresden, 15. Oktober. Seit gestern Mittag befindet sich unsere Stadt in wach. sender Aufregung. Durch das neue Dienstmannregulativ, wel ches sich auf den Nachtrag zum Gewerbegesetz stüßt, nach der Ansicht unserer Gemeindevertretung aber hiernach keineswegs berechtigt ist, überdem mit Verträgen zwischen Stadt und Staat über Ausübung der Polizeipflege in Widerspruch steht, sind gegen 700 Angehörige der hier bestandenen Dienstmann Backträgervereine des Rechtes zur Führung von Abzeichen und uniformartiger Kleidung beraubt worden. Dieses Recht soll fünftig nur autorisirten Instituten zufommen und die Autorisation nur Unternehmern ertheilt werden, die ihren Leuten einen ausfömmlichen(!) Lohn von 2 Thlr. 15 Ngr. zah len. Freilich läuft die Sache auf die Monopolifirung eines hervorragenden Mitgliedes, Herrn Geucke, hinaus, der bisher allein die Sache als Unternehmer betrieb. Zwei außer ihm autorifirte frühere Vereinsdirectoren, die sich mit Hilfe des neuen Regulative aus Geschäftsleitern zu Geschäftseigenthümern und Herren ihrer früheren Genossen aufzuschwingen suchen, sind zur Zeit noch so ziemlich Führer ohne Armee. Handarbeiter und Parteinahme eines großen Theils des Publi fume, welches die Depoffedirten" durch improvifirte Aufträge beschäftigte( eine deutliche Kundgebung der Parteinahme de Bürger für den Arbeiterstand) von dem ungleichen Kampf der sich bei Arretirungsversuchen entspann, mehr nud mehr zurückgezogen. Militär trat an ihre Stelle. Cavallerie suchte die schreiende und pfeifende Menge vor sich hertreibend, die Straßen zu säubern; Infanterieposten, an den Straßeneden aufgestellt, sollten die Bildung neuer Ansammlungen ver hindern. Dieser Zwed wurde indeß nur sehr nnvollkom men erreicht, denn theils hinderten die schon aufgebau ten Jahrmarktsbuden das umfassende Borgehen, theils fehlte cs an einem Anhalt zum Einschreiten gegen die Leute, denen im Moment, wo man sie hätte fassen können, nicht weiter vorzuwerfen war, als daß sie sich nicht in ihre Behausung befanden, und dies konnten, da der Tumult sich über die Hauptverkehrslinien der westlichen Altstadt streckte, und fortwährend völlig harmlose, heimwandelnde Passanten unabsichtlich unter die Tumultuanten geriethen, eben sowohl Leute dieser als jener Kategorie sein. Dem Militar ist rühmend nachzusagen, daß es bei der Lösung der ihm g wordenen Aufgabe so schonend als möglich zu Werke ging und sich sichtlich mit größter Sorgfalt streng innerhalb Aber selbst in das, in vielen Punkten die Kritik heraus- Grenzen des„ Befehls" hielt. Weniger rühmlich ist das fordernde Regulativ würde man sich wahrscheinlich äußerlich nehmen der hiesigen Presse, die, weit entfernt, der öffen ruhig gefügt haben, wenn nicht die Durchführung des Ver- lichen Stimmung Ausdruck zu geben, selbst die offenkundige bots uniformartiger Kleidung und Abzeichen in einer, theils Thatsachen todt zu schweigen sucht. Reins der Abendblätter das Gelächter, theils den Widerstand herausfordernden herausfordernden wähnt etwas von den Conflicten, die sich seit Mittag in nächte Weise versucht worden wäre. So wollte man den Leuten Nähe ihrer Büreaus, auf dem Postplage zutrugen. Reins das Forttragen der von ihnen mit eignem Gelde ange- Morgenblätter gedenkt des bereits Abends 8 Uhr stattgefunde schafften braunen Röcke mit Metallknöpfen, auch nach Ent fernung der früheren bunten Abzeichen, nicht gestatten, mit andern Worten jegt bei Eintritt der kalten Witterung die Leute ihres oft einzigen warmen Winterkleides berauben! Kälte und Hunger vereint meinte vielleicht Herr Geucke würden sie schon bald zahm machen und ihm den versproche nen Bweis massenhaften Zulaufs, sobald nur erst„ Ordnung geschaffte sei, erleichtern. Ueberdem ist der Jahrmarkt in Vorbereitung, der reichliche Beschäftigung, also reichlichen Gewinn versprach, wenn man genügend Leute hatte, und die Concurrenz freier Handarbeit theils durch Arretirungen, theils durch Einschüchterung von der Straße vertrieben wurde. So legen Det be ne C ge ge Ni Pr der Dig da ger tet Be die fou nen Einschreitens des Militärs, welches sich noch um Mitternacht mit zerstreuungsversuchen eines nach Tausenden zählenden überall zurück und auseinanderweichenden und dann wieder Ver zusammenfließenden, beiläufig gesagt zum Theil nur schaulu gen Publikums abmühte. Der„ Kurier" hat wenigstens ein Wort für das Recht der freien Arbeit. Wort für das Recht der freien Arbeit. Der privilegirte B treter des Liberalismus, Herr Ad. Siegel, hingegen fann feinem nationalliberalen Parteigenossen, Herrn Geuce, folches ei ibm nicht anthun. Im Gegentheil, der im Jahre 1866 von ih als preußenfeindlich bekämpfte und vom Civilfommissar fu pendirte Polizeidirektor Regierungsrath Schwauß wird scheinlich bei ihm, resp. in Berlin nun bedeutend wahr gewinnen. sich wenigstens die Leute die Motive des gegen sie angewandten Möge ihn dieß über die Stimmung der Dresdner Bevölkerung Verfahrens aus, und die begreifliche Erbitterung hierüber wendete sich dann auch consequenterweise nicht gegen den Siz der Behörde, die man nur als ausführendes Instrument Geucke'scher Dictate ansah, sondern gegen das am Altmarkt gegen ihn trösten! ( Unsere Londoner Correspondenz mußte zurüdge gelegene Hauptbureau des Letzteren, in welchem gestern Abend stellt werden, um für obigen erst nach Schluß der Redaktion in der achten Stunde alle Fenster eingeworfen wurden. Die eingetroffenen Brief, dessen Veröffentlichung keinen Aufschu Polizei hatte sich um diese Zeit durch Zusammenhalten der erleidet, Platz zu machen.) Bur Nachricht. Wa Wel ein bet Buf Be Del bon gen nig fiti ruf mei blo Mei fich gen Beg und lun erhe wa Mai laffe lich tion trag Da die bier Beri brin But und Die Expedition des ,, Demokratischen Wochenblatts" befindet sich jezt Petersstraße 18, in der Wohnung des Her Bebel, und bitten wir alle die Expedition betr. Briefe dahin zu adressiren. Ferner zeigen wir an, daß wir uns auf wiede holte Anfragen Die Verbreitung des Demokratischen Wochenblatte" in allen Theilen Deutschlands und selbst im Ausland macht es hierzu besonders geeignet. Wir berechnen die gespaltene Petitzel oder deren Raum zu 1 Ngr. W. Berantwortlicher Redacteur Liebknecht. Leipzig. Drug und Berlag: 4. 28. Bollrath. Braustraße 11.}{ E. W. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. Ben bon n ben itár g ing Det Be igen I cr hiter De ande acht nden wieder ein Ver inem Leit ibm ful Dabr inen rung adge ttion Tub perrn ieder itzeile tion Sti ge Der pf ebr te die fen Det m au bit ute doti ret ult Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 42. ( Schluß.) Der allgemeine deutsche Arbeitercongreß" zu Berlin. die Folge gehabt hat, unter einem großen Theil der Berliner Am Tage der Eröffnung des Congresses, 26. September, stand der Bericht über diese Versammlung in den Berliner Zeitungen. Nichts war unter den übrigen Mitgliedern des Congresses natürlicher, als eine leicht erklärliche Gereiztheit gegen die 12 Herren Vertreter der Berliner Maschinenbauer. Die 12 Herren waren da, um eingestandenermaßen Opposition gegen den Congreß zu machen. Wie führten die 3 Herren Richtarbeiter unter den 12 diese Opposition aus? Durch einen Protest in einer rein formellen Angelegenheit, und durch wiederholte Anträge zur Geschäftsordnung." Das ebenso unwürdige als einfältige Verhalten der 3 Führer hatte zur Folge, daß die gesammten 12 Vertreter der Berliner Maschinenbauer gewaltsam entfernt wurden. Die„ Staatsbürgerzeitung" berich tet über diesen Zwischenfall: ,, Nach der Eröffnungsrede wirft Herr von Schweißer die Frage auf, welches Gewicht die einzelnen Stimmen haben sollen, und schlägt vor, jedem Delegirten die Stimmzahl seiner Wähler in der wählenden Versammlung, denjenigen aber, welche Gewerkschaften oder Orte vertreten, aus denen auch nicht eine Stimme Widerspruch erhoben, die ganze Zahl der in den betreffenden Orten oder Gewerkschaften vorhandenen Arbeiter zuzusprechen.( Wird schließlich angenommen.) Hiergegen protestiren die Herren Blum, Dr. Mar Hirsch, Weise und Andere, und es erhebt sich eine äußerst stürmische Debatte, die noch lebhafter wird, als Herr Frißsche auf die von ihm nicht anständig, von Herrn Frick unverschämt genannte Art verweist, in welcher eine Versammlung von wenigen Hundert Maschinenbauern 12 Delegirte behufe der Oppoſition gesandt habe. Herr Schweizer, um einen Ordnungsgegen das Wort unverschämt" von Herrn Weise ersucht, meint, dieser Ruf wäre wohl in einer Versammlung von Di blomaten, aber nicht bei Arbeitern nöthig. Er könne der Meinung des betreffenden Redners nur beipflichten. Er wolle tuf fich das vorgenommene Werf nicht durch absichtliche Störun gen verderben lassen; sei auch nicht geneigt, allzuviel Milde gegen diejenigen zu üben, deren oberster Führer ihn( Schweizer) und Herrn Frißsche öffentlich Buben" genannt habe. " provisorisch zugesprochen ist, folgende Resolution beanMaschinenbauer eine Art Corpsgeist hervorzurufen, indem sie das Herauswerfen der 12 Herren als eine den Berliner Maschinenbauern zugefügte Beleidigung auffassen. Während dieser Vorgänge im Lokal des Congresses hatte sich Herr Dr. Kirchner aus Hildesheim im Auftrage des Herrn von Schweißer nach Potsdam zu Schulze- Deliẞsch begeben, um von diesem eine Erklärung darüber zu verlangen, ob er die Aeußerung ,, unnüße Buben" gethan oder nicht gethan habe? Wenn er diese Aeußerung gethan habe, zu erklären, daß er damit weder Herrn von Schweizer, noch den zweiten Vorsitzenden des Congresses, Herrn Frißsche, gemeint habe. Und wenn er sie gemeint habe, sein Bedauern darüber auszusprechen und seine Aeußerung zu widerrufen, oder Herrn von Schweizer persönliche Genugthuung zu geben. Herr Schulze- Delitzsch war feig genug, Herrn Dr. Kirchner zu erklären, daß er die Herren von Schweißer und Frißsche nicht gemeint habe. Dies berichtete Herr Dr. Kirchner nach seiner Rückkehr aus Potsdam, worauf sofort aus der Mitte der Versammlung ein Delegirter, der in jener Maschinenbauer- Versammlung persönlich anwesend gewesen war, Herrn Schulze- Delißsch Lügen strafte und versicherte, daß die Worte unnüße Buben" dem ganzen Sinn der Schulzeschen Rede nach auf Niemand anders Bezug haben konnten, als auf die Herren Schweißer und Frißsche, in diesem Sinne auch von den Maschinenbauern aufgefaßt und lebhaft beklatscht worden seien. Daraufhin gab sich der Congreß mit der Erklärung des Herrn Schulze- Delißsch nicht zufrieden, sondern Herr Klein( Elberfeld) beantragte folgende Erklärung:„ Angesichts der Thatsache, daß Herr Schulze- Delißsch die Führer der Arbeiterpartei in öffentlicher Rede als ,, unnüße Buben" bezeichnet hat, erklärt der Gongreß: er findet es natürlich, daß Herr Schulze- Delißsch, nachdem er sich für 45,000 Thlr. von den besitzenden Klassen hat erkaufen lassen, mit derjenigen Rohheit, welche bezahlten Subjekten dieser Art eigen zu sein pflegt, auf die Vertreter der Interessen der Besißlosen schimpft." Dieser Antrag wurde mit allen gegen 4 Stimmen angenommen. Von nun an verlief der Congreß in schönster Harmonie. Die Vorlagen des Herrn von Schweizer, mit welchen derselbe erst am Tage vor Eröffnung des Congresses an die Oeffentlichfeit getreten war, wurden von der Delegirten- Versammlung mit geringfügigen Modifikationen und mit großer Majorität angenommen. Herrn von Schweißer war eine vollständige Ueberrumpelung aller unzufriedenen Elemente in seiner eigenen Partei gelungen. Er ging aus dem Congreß als gewählter Es entsteht nun immer wachsender Lärm, die Versamm lung wird vier Mal vergeblich auf 5 Minuten vertagt, Stöcke bar Schluß der Debatte beliebt, aber wiederholte Rufe der Maschinenbauerdelegirten, zur Geschäftsordnung zu sprechen, Präsident eines in den Grundzügen bereits fir und fertigen lich der Vorsißende, dem inzwischen sein Amt durch Acclama wurf von Mustersagungen der für ganz Deutschland zu errichlaffen die Unruhe ärger als zuvor ausbrechen, so daß schließ- Gewerkschafts- Verbandes hervor. Am 25. Septbr. war der Ent tragt, weil er fein anderes Mittel zur Ruhestiftung findet: werkschafts- Verbandes erschienen, und drei Tage später war die betreffenden Herren( Rufe: welche?) lediglich zu dem Zwecke Sache: Gewerkschaften, Gewerkschafts- Verband und Präsident hierhergekommen sind, im Interesse der besißenden Klassen die Bersammlung zu stören und Uneinigkeit unter die Arbeiter zu bringen, so fordert die Versammlung dieselben auf, den Saal I berlassen." Der Beschluß wird ohne weiteres angenommen, Bu bon Berlin in Vollzug gesezt." tenden Gewerkschaften und des aus diesen zu bildenden Gedes Gewerkschafts- Verbandes. Damit ist die Sache vorläufig zum Abschluß gediehen. Die Delegirten der 142,008" Arbeiter haben ihre Aufgabe nach bestem Ermessen, mit anerkennenswerthem Eifer und im fpenden mit Gewalt gegen die Delegirten der Maschinenbauer 1) ob die große Eile der Herren von Schweißer und Fritsche Sehr zu bedauern ist, daß dieser Zwischenfall thatsächlich durch dringende Zeitumstände geboten war; 2) ob die Herren Delegirten das Richtige getroffen haben, als sie die Form fer tig machten, noch ehe das Material dazu vorhanden war; 3) ob die deutsche Gesammtarbeiterschaft in Nord und Süd, Ost und West die Beschlüsse des Congresses bestätigen und sich zur Aufnahme in die der obersten Leitung des Herrn von Schweißer unterworfenen Gewerkschaften drängen wird. Ein Hannoveraner, der in Sachsen ansässig ist, schreibt uns: Einladung zum Abonnement auf das Mainzer Journal. Verantwortlicher Redakteur: Dr. J. Saufen. Bestellungen auf das vierte Quartal des Mainzer Journals für 1868 bitten wir rechtzeitig zu machen. Unser Haupt- oder Morgenblatt liefert die leitenden Artikel und Originalcorrespondenzen, sowie alle bis elf Uhr Vormittags ein laufenden telegraphischen Depeschen; die Beilage oder das Abendblatt einen vollständigen Tagesbericht mit allen bis vier Uhr Nachmittags eintreffenden Neuigkeiten. Die Rheinischen Blätter werden unserem Abendblatte als Beilage beigegeben, sie bilden jährlich zwei starke Quartbände und liefern an Material wenigstens so viel als zehn Bände des gewöhn lichen Romanformates. Wir geben jährlich drei bis vier größere Ori ginalromane bewährter deutscher und ausländischer Dichter, die sich bis jezt überall eines ungetheilten Beifalls zu erfreuen hatten; außer dem Literaturberichte, Bilder aus der Länder- und Bölkerkunde, Denks würdigkeiten zur Geschichte der Gegenwart und eine sehr reichhaltige Sammlung von vermischten Nachrichten. in Das Mainzer Journal mit seiner Beilage, dem Abendblatt, in einer starken Auflage über ganz Deutschland verbreitet, Mainz selbst, im ganzen Großherzogthum Hessen, in Baden, am Nie lesensten Blättern. Es empfiehlt sich deßhalb zu Anzeigen aller derrhein, in Kurhessen, Nassau und Rheinbayern gehört es zu den g Art, die auf diesem Wege nicht bloß eine lokale, sondern allgemeine Verbreitung finden. da Das Mainzer Journal erscheint in Groß- Folio- Format und wird das einen Bogen starke Hauptblatt täglich, mit Ausnahme der Sonntage und der höchsten Feiertage, um zwölf Uhr Vormittags, Abendblatt mit den Rheinischen Blättern um fünf Uhr Nachs mittags ausgegeben. Bestellungen nehmen alle Postämter und Bud handlungen an. Der Preis des ganzen Blattes ist hier in Main vierteljährig 2 fl.; auswärts mit dem üblichen Postaufschlage. Inferate aller Art werden aufgenommen und wird die vierspaltige Petitzeile od deren Raum sehr billig mit 3 fr. berechnet. Bloße Tokalanzei gen liefern wir noch billiger und bitten wir die Interessenten, sich deßhalb mit unserer Expedition zu benehmen. Bestellungen auf das Mainzer Journal( auch für einzelne Monate) nehmen alle Bostämter jederzeit entgegen. Fortwährend beschäftigen sich die preußenfreundlich gesinnten Blätter mit dem Hiezinger Hof, und beschuldigen den König Georg revolutionärer Umtriebe, während sie kein Wort des Tadels für die vor und während dem Bruderkriege von Preußen getriebene revolutionäre Politik haben. Nach Ausweis der Usedom'schen Note hat die preußische Regierung damale zu Mitteln gegriffen, welche von Jedem verdammt werden müssen. Mit einer nichtdeutschen Nation ein Bündniß abge schlossen und Garibaldi mit seinen italienischen Alpenjägern als Stüße für die preußische Armee nach Wien geladen das sollte ein Kampf für die nationale Sache Deutschlands sein! Wer kann es dem König von Hannover, den man aus seinem Lande vertrieben hat, übel nehmen, wenn er die Hoffnung nicht aufgiebt, seine Krone wieder zu erlangen? Gedankenlose Leute meinen manchmal, es sei doch ganz gut, daß einige Fürsten entfernt worden. Aber das ist ja gerade das Traurige, daß die Entthronungen des Jahres 1866 nicht einmal die Einheit gefördert, sondern im Gegentheil unsere Zerris senheit vermehrt haben. Man beschuldigte die Diplomaten von 1815, die Völker zerstückelt zu haben, nie aber ist eine größere Zerstückelung Deutschlands ausgeführt worden, als sie die Di plomaten, welche im Jahre 1866 in Prag zusammen traten, um die Richtersprüche des Kaisers von Frankreich auszuführen, vorgenommen haben. Den österreichischen Bruderstamm, der auf den Gefilden Leipzigs für die Befreiung Deutschlands gefämpft, hat man von Deutschland ganz losgetrennt. Ob Preußen im Fall eines Krieges ohne Desterreich und Süddeutschland mit den norddeutschen Zwangscontingenten, so glücklich sein wird, wie im Jahre 1866, steht zu bezweifeln. Daß der König von Hannover in seinem Lande sehr beliebt ist, kann nicht bezweifelt werden, allein der Haß gegen Preußen ist noch größer, als die Anhänglichkeit an das Welfenhaus. Jemand, dem man Glauben schenken kann, der kürzlich in Hannover reiste, erzählt, daß es ihm vorgekommen, als habe er dort unter lauter Bekennern des Jelams gelebt, so scheinbar gleichgültig ertrügen diese Menschen ihr Geschick, so kalt und stumm stünden sie den Ereignissen gegenüber; nur selten sei ein unwillkürlicher Zornschrei zu vernehmen; doch dürfe man sich nicht täuschen, diese scheinbare Ruhe und Resignation sei der Ausdruck einer finstern Entschlossenheit, und allgemein die Ueberzeugung verbreitet, ein Krieg werde bald der preußischen Wirthschaft ein Ende machen. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen fann ein Krieg wohl auch faum ausbleiben, troz aller offiziösen Friedensversicherungen von Berlin und Paris. Was sollte denn mit den ungeheuerlichen Mordinstrumenten, die so vieles Geld gekostet, angefangen werden, wenn sie nicht einmal in Gebrauch kämen? Den Soldschreibern, welche behaupten, der König von Hannover sei wegen seiner Blindheit nicht regierungsfähig gewesen, möchten wir aber zurufen, daß es weit schlimmer ist, wenn Gewalthaber an Taubheit leiden, wo es die Erfüllung gerechter Volkswünsche gift. W. } Die Expedition des Mainzer Journals. Seeben erschien: A. Eichhoff's No iblie 6.9 Bete Auft abe türli fdpro flut groß feine riger ton Bon herv Abfi Gru beri oder Opp Reb Regi unt Anb Wid fie betr über muj Vers dur nich Ant stän die zu bro Deutscher Arbeiterkalender für 1869. Inhalt: Die Arbeiterbewegung im Jahr 1867/68, Historische Rund Verantwortlicher Redacteur: B. Ciebknecht. Leipzig.{ Redaktion: Braustraße 11. schau über das Jahr 1868, Erzählungen, Anekdoten, mischtes, Kalender, Notizbuch, die neuen Maße und Gewichte die neuen Geseße des Norddeutschen Bundes. Preis 5 Sgr. Arbeiter Vereinen gewähre ich 25% Rabatt. Die Verlagshandlung von A. Eichhoff in Berlin Friedrichsstr. 230. Druck und Verlag: E. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. mu Ver gier gen Nat