ie ) " I' Demokratisches Wochenblatt. Organ der deutschen Volkspartei. Spins 151€ ht ie 8. is te 11 1, It No. 46. Leipzig, den 14. November. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blaze einschließlich Bringerlohn 12½½ Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nebmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brühl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7. Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: A. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Die geehrten hiesigen Abonnenten ersuchen wir dringend, falls das Blatt bis Sonnabend Abend nicht in ihren Händen ist, uns gefälligst brieflich( unfrankirt) oder mündlich sofort Nachricht zu geben. Inhalt: Politische Uebersicht. Streit. Weiße Sklaven. Zum Dresdner DienstmannAus England. Haßfeldtisches. Beilage: Die Bildung der Arbeiterklasse. Die Gewerks- Genoffenb schaften. " 11 e D 1 T 3 1 1 2 Berichtigung. Anzeige. Politische Uebersicht. Expedition des Demokr. Wochenblatts. Im spanischen Bolf greifen die demokratischen Grundwurzelt, und die als unzerstörbar durch die Gesellschaft geheiligt wer= den muß." Was die Regierungsform anlange, meint die Proflamation, so sei die Republif unstreitig diejenige, welche dem Ideale der Demokratie am meisten entspreche, und in diesem Sinne gäbe es nur republikanische Demokraten. Aber und hier tritt die Unklarheit und Mattherzigkeit hervor das Volk sei allen Anzeichen nach noch nicht reif für die Republik, und man dürfe nicht so undemokratisch sein, sie ihm aufzwingen zu wollen. Man werde sich dem Ergebniß der Cortes- Wahlen unterwerfen. Kurz, ziemlich dieselben Redensarten, wie in der vor 8 Tagen erwähnten Proklamation der provisorischen Regierung, nur mit dem Unterschied, daß man sich prinzipiell für die Republik statt für die Monarchie erklärt. Ein gar ge fäße von Tag zu Tag weiter um sich. Es gewinnt dem fö- unterwerfen. niglosen Zustand", der ihm nur Verbesserungen und Vortheile bringt, immer mehr Geschmack ab. Allein leider stehen die fogenannten Führer nicht auf der Höhe der Lage. Das rhellt von Neuem aus einer Proklamation, welche die einfluß- ringfügiger Unterschied, wenn wir bedenken, daß es sich gegenreichsten derselben( darunter Orense) anfangs dieses Monate erlaffen haben, und die sehr fräftig beginnt und sehr lahm endigt. Aus dem Aktenstück, das wir seiner großen Ausdehnung halber nicht dem ganzen Wortlaut nach wiedergeben können, theilen wir folgende Stelle mit, in der die wichtigsten Forderungen der Partei dargelegt werden. Die die Rechte des Individuums nicht anerkennt, sie wird keine Einschrän= Demokratie wird mit keiner Regierung unterhandeln, welche wärtig in Spanien nicht um die theoretische Aussprechung von Prinzipien, sondern um deren praktische Verwirklichung handelt. Daß das Boit nicht reif" sei für die Republik, ist beiläufig eine alberne Phrase; für die Republik wird ein Volk nur in der Republik reif. Unter der Monarchie läßt sich der Republikanismus eben so wenig erlernen, als das Schwimmen auf dem Land. Zum Glück ist es den Herren von der provisorischen Refung dulden, welche im Stande wäre, den Hauptzweck der Gesellschaft gierung bis jetzt noch nicht gelungen, einen passenden Thron. unmöglich zu machen. Die Persönlichkeit des Menschen, die in allen Stadien seines Lebens und in dem ganzen Kreise seiner Fähigkeit frei laternen an sämmtliche europäische Höfe geschickt haben. Der König von Portugal, der wohl die meisten Aussichten gehabt fein muß, kurz, das in seinen Handlungen und in seinem Dasein freie und unverlegliche Individuum; die Familie, die als die erste und engite Gesellschaft, in der sich der Mensch bildet und menschliche Zwede hätte, weil ihm in Spanien eine starke Partei anhängt und berfolgt, unumschränkt sein muß; die Gemeinde und Provinz, welche Seitens des Auslande feine Opposition droht, hat nachdrück unmittelbar die Verhältnisse bieten, in denen sich der Bürger für die lichst für die Ehre gedankt, und wir wollen hoffen, daß die Freibeit und das öffentliche Leben heranbilden soll, und die eben des= balb innerhalb des Kreises der ihnen eigenthümlichen Funktionen im Bollbesige der Macht und Unabhängigkeit sein müssen; die Nation endlich, nicht als eine unförmige Masse von getrennt neben einander lebenden Einzelwesen, die nur durch das mechanische und häufig des= votische Band der Gentralgewalt zusammengehalten werden, sondern als ein organischer Körper, gleichsam als eine höhere Persönlichkeit, andern Fürsten und Fürstensöhne nicht minder vernünftig sein werden. In ihrer Verlegenheit soll die Regierung Espartero auf den Thron zu sehen beabsichtigen, unter dem Namen Baldomero( so heißt er) der Erste. Der Name dünft uns etwas zu lang. Mittlerweile sucht Prim auf eigne Rechnung Ge deren Souveränität alle öffentlichen Gewalten befruchtet und beherrscht: schäfte zu machen; er drängt sich systematisch in den Vorder. das ist das Wesen unserer Lehre. Hinsichtlich der Organisation stellt die spanische Demokratie zwei Hauptgrundsäße auf: Die Souveränität der Nation und das allgemeine Stimmrecht. Aber die Nation und halb ihres Competenzkreises, außerhalb des Umfanges ihres Rechtsbezirkes liegt, d. h. an die Persönlichkeit, die unzerstörbar in der Natur grund, schmeichelt dem Volk und ist eifrig bemüht, die Armee feinen Zweden dienstbar zu machen. In einem Tagesbefehl an das Heer stellt er, der die Soldaten so oft zum Aufstand das allgemeine Stimmrecht können nicht an das rühren, was außer aufgefordert hat, den blinden Gehorsam als vornehmste Pflicht 362 ent dig Dea und rät eins were hin. Natürlich blinden Gehorsam gegen den obersten Befehls hier an seinem Grabe, wir alle geloben, daß sie ihm rasch und voll haber, und der ist Prim! ständig werden soll, und wenn irgend ein spionirender Spürer met nen Namen wissen will, so antworte ich ihm: Ich nenne mich Bol und Jugend." Der Ruf: Es lebe die Republik, Gerechtigkeit Rache! ertönte zu verschiedenen Malen, als man ohne irgend Belästigung von Seiten der nur durch wenig uniformirte Agenten tretenen Bolizei auseinander ging. Die Geheimpolizisten, die das in deß für uns kaum find, waren in desto größerer Anzahl vorhanden. In der Kaserne ,, Nouvelle France" war ein Bataillon Zuaven config nirt. Auf dem Kirchhofe selbst befand sich nur eine Compagnie fanterie. Der Polizei- Commissar hielt in dem Wächterhause eine Tambour für den Fall bereit, daß es nothwendig werden sollte, die g feßlichen Aufforderungen zu erlassen. Ein Mitglied der Linken wa nicht auf dem Kirchhofe anwesend." Die Wahlen sind nun ausgeschrieben. Nach dem Wahlgesetz sind alle Spanier vom 25. Jahr an stimmberechtigt, ausgenommen Diejenigen, welche zu schweren Strafen und zum Berlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurtheilt sind. Die Wahlen werden am 29. und 30. November und 1. Dezember, je nach den einzelnen Provinzen, stattfinden. Auf je 45,000 Einwohner wird ein Abgeordneter gewählt; auf den Bruchtheil, wenn derselbe 22,500 übersteigt, fommt gleichfalls ein Abgeordneter. Die Zahl der zu wählenden Abgeordneten beträgt 350; die Aufstellung der Wahllisten erfolgt von 15. bis 20. d. Monats. Möglich, daß die Demokratie bei den spaniſchen Wahlen eine Niederlage erleidet. Für diesen Fall bleibt uns aber der Trost, daß die Sache der Demokratie feine nationale ist, und daß von Spanien über die Pyrenäen hinweg nach Frankreich Funken geflogen sind, die schwerlich zu löschen sein werden. Welcher Geist in Paris, dem Kopf und dem Herzen Frankreichs herrscht, hat sich am 2. d. Monats, dem Allerseelentage, auf dem Kirchhofe von Montmartre, gezeigt, wo so mancher Freiheitskämpfer begraben liegt. Wir lassen einen Correspondenten der Frankfurter Zeitung" reden: Der Cultus der Todten ist vielleicht der einzige, dem die Pariser treu geblieben sind. Man geht nicht in die Messe, man drückt sich um ein firchliches Begräbniß. Jedermann entblößt sein Haupt vor die kirchliche Trauung berum, aber selten verzichtet man an Sarge eines Mannes, den er im Leben niemals gegrüßt haben würde. Ich ging auf den Friedhof, um nach einem politischen Symptome zu spä= hen, das im Stande wäre, mir einen Blick hinter den Vorhang zu gönnen, der mit trüben Falten die Zukunft des schönen Frankreichs" verhüllt. Die heurige Kundgebung frug einen ganz anderen Charakter als die vorjährige. Am Allerseelentage des Jahres 1867 bestand die Gruppe, welche sich um die Gräber der Freiheitshelden schaarte, aus dem, was ich den Generalstab der revolutionären Partei nennen möchte. Wohin ich damals meine Blicke wenden mochte, fie trafen auf Freunde oder mindesten Bekannte. Anders gestern. In der Menge, die das Grab Godefroy Cavaignac's( der edle Bruder des„ Junischiächters") umwogte, traf ich nur hie und da auf Berühmtheiten der Partei, die sich in dem Gedränge der Besucher fast verloren. Gavaignac's Grabmal wird durch seine Bronzeñtatue geziert, die ihn auf dem Todesbette ausgestreckt daliegend darstellt, in der einen Hand die Feder, mit der anderen einen Artillerieſäbel umfassend. Die Statue Cavaig nac's verschwand gestern vollstävdig unter den Kränzen und Bouquets aus rothen Immortellen. Arago, in dessen Armen Godefroy Cavaignac sein Leben aushauchte, näherte sich dem Bronzebilde seines ehemaligen Waffengefährten und drückte einen Kuß auf die Stirne desselben. Eine Rede wurde nicht gehalten, aber zahlreiche Besucher sprachen beim Niederlegen der Kränze bewegte und patriotische Worte, die oft von dem Rufe:„ Es lebe die Republik!" und„ Es lebe die so= sial- demokratische Republik!" gefolgt waren. Die revolutionäre Partei hatte indeß noch eine andere Absicht, als sie ihre Anhänger auf dem Kirchhofe Montmatre zusammenrief; sie wollte das Andenken des im Vorjahre vergessenen Volksrepräsentanten Baudin feiern, der am 3. Dezember 1851( dem Tag nach dem Staatsreich Bonaparte's) bei einer Barrikade in Vertheidigung der Geseße und der Republik gefallen ist. Selbst in diesem Jahre kannte man den genauen Ort, wo er beerdigt worden ist, nicht. Vergeblich waren alle Nachfragen bei dem Kirchhofwächter man konnte den gewünschten Nachweis nicht erlangen. Unzweifelhaft hatte derselbe den Befehl erhalten, nichts über den Begräbnißort Baudin's verlauten zu lassen. Endlich gegen 4 Uhr konnten wir uns auf die Nachweisungen eines Gärtnerburschen hin, der diesen Tag roth in seinem Kalender anstreichen wird, zu dem Grabe des gefallenen Patrioten begeben. Von einfachem Steine bedeckt, barrt er noch des Monumentes; der Augenblick, eine Subscription für ein solches zu eröffnen, ist günstig. Bei der Grabstätte versammelte man fich gleichsam im Familienkreise, wie im vorigen Jahre bei der Begräbnißstelle Godefroy Cavaigna's. Es wurden einige Worte gesprochen, von denen ich Ihnen folgende mittheile, um Ihnen Begriff von dem Charakter der ganzen Ansprache zu geben, Student hielt. Bürger", sprach er, von allen Seiten fragt man uns nach dem. Namen dessen, den wir hier zu ehren gekommen sind. Wir naben uns gedehmüthigt, um das Andenken eines Mannes zu feiern, der am 3. DeSo weit der Berichterstatter der Frankfurter Zeitung Das die Linke" fehlte, ist ein treffliches Symptom; die fran zösische„ Linke" entspricht unserer„ Fortschrittspartei". Es find Schönredner, die von der politischen Bühne verschwinden, Wenn Auf mo geg mi rich gel Be Pr jo Ta cin me mo die bet ernsthafte Ereignisse bevorstehen. Die Kundgebung auf den Montmartre war die Morgenröthe der Revolution. Der Kaiser wi zu stören. Am andern Tage eröffneten verschiedene Pariſeder hat es begriffen, darum wagte er nicht, die erhebende Feier ba Beitungen eine Subscription zur Errichtung eines Monumento für Baudin. Dagegen sind nun die Behörden eingeschritte und die Redakteure der anstößigen Blätter sollen wegen reizung gegen die Obrigkeit vor Gericht gestellt werden. Fall ihrer Verurtheilung die sicher ist wartet ihrer Transportation nach Lambessa oder in die Fiebersümpfe voce Cayenne. Nur vorwärts auf dem Pfade der Gewalt! Reizn ihn nur, den., Löwen der Revolution" macht er den tödtlichen Sprung. Jm Die Fo ba um so schneller für zu Ro far Auch wir Deutsche haben einen Allerseelentag der Freiheitsmärtyrer, den Jahrestag der Erschießung bert Blums, den 10. November. Wer die Leidensgeschicht Der des Vaterlandes nicht vergessen, das Haupt nicht sklavisch ter das Joch gebeugt hat, der gedenkt an diesem Tage Tausende, die in dem ,, tollen" Jahren 1848 und 1849 auf den Barrikaden von Wien, Berlin, Dresden, Frank furt, auf den Schlachtfeldern Badens durch die Kugel und den Strick Hohenzollern'scher und Habsburgis Standrechtshenker für das neue Deutschland den schnellen Heldentod gestorben, oder damals und später der langsame Guillotine des Kerkers, und des Erils erlegen sind. Wie Biel mögen es wohl gewesen sein, die am vorigen Dienstag gedacht? Wie Viele? ihrer Die Barlamentsmühle in Berlin ist bereis in vollem Klappern. Klappern. Von dem, was sie dort mahlen, wird aber mand fett werden. Alles dreht sich um das Defizit; Rest in bloß Firlefanz oder Zierrath. Und das Defizit Nie Det wird größer und größer: nach genauen Schäßungen beläuft es fi auf 18, schreibe a chtzehn Millionen Thaler. Wenn im bürgerlichen Haushalt die Ausgaben die Gin sich durch die Einnahmen decken. Allein für den Staatshau nahmen übersteigen, so vermindert man die Ausgaben, bis fi fedt Mi ich die fer Ber bo 91 10 Th Th 13 22 1,6 Th Gd au 96 ba 26 tra ga Ge die Staatspolicik die bürgerliche Moral. Da müssen die Ein halt gilt diese spießbürgerliche Dekonomie so wenig, als fit nahmen sich nach den Ausgaben richten, und genügen fie nidh so heißt es: neue Steuern. Ist das Volk aber nicht im Stand genug aufzubringen je nun, dann giebt es noch zwei Wegt das man nimmt das Geld, we man es findet", oder thut Beides zu gleicher Zeit. In Preußen hat man zunächst den bequemsten Weg gewählt: man nimmt wo man findet. Eines der ersten Gesetze, welche die gierung dem Landtag vorlegte, betrifft die Confiskation man macht Schulden, oder Re Ded Noch ist ihm keine Gerechtigkeit geworden, aber ich verspreche sie ihm diese Maaßregel begründet? Die Denkschrift des Kurfürften zember 1851 durch eine Regierung ermordet wurde, die noch besteht. Privatvermögens des Kurfürsten von Hessen. Und wie wird thu fen G ein D 00 اد olk inets olt eins vert ins Den nen ge war g 363 Nation handeln" rales) Blatt. sagte neulich ein Breslauer( nationallibes In Berlin soll ein Ministerrath, dem die Herren Usedom und Werther berüchtigten Notenandenkens beiwohnten, über die Frage der Erseßung Bismards verhandelt haben, dessen Krankheit als unheilbar bezeichnet wird. Der Anfang vom Ende. Der österreichische Reichstag hat, allerdings mit ge ringer Mehrheit, den über Brag verhängten Ausnahmezustand gebilligt. Das ist traurig. Komisch ist der Loyalitätssturm, in welchen die liberale" Majorität ausbrach, als der Kapuziner Greuter( der für die Czechen gesprochen hatte, weil sie der Regierung ein Dorn im Fleisch find) im Lauf der Debatte von den Liberalen behauptete, so gut sie jetzt von einer Frau" Isabella sprächen, könnten sie später von einem„ Herr" Franz Joseph reden. Das war den braven Philistern denn doch zu arg, und sie geriethen in solch heiligen Zorn, daß dem armen pfäffischen Sünder nicht nur ein Ordnungsruf ertheilt, sondern auch das Wort entzogen werden mußte. enthält Majestätsbeleidigungen, Berleumdungen und Beleididigungen preußischer Staatsbeamten, Schmähungen von Landeseinrichtungen und ist überhaupt auf hoch und landesverund rätherische Unternehmungen gerichtet. Deßhalb(!) ist es doch wohl() gerecht, ebenso gegen den Kurfürsten vorzugehen, wie gegen den König von Hannover." Also sprach der Finanz minister von der Heydt. Die Logik wundert uns nicht. Es fist wahr, die Denkschrift zirkulirt ungehindert in Preußen, fein richterliches Urtheil liegt gegen fie vor, ja, teins der an: geblichen Verbrechen zicht nach preußischem Strafgesetz die Bermögenskonfiskation nach sich, aber was will das sagen? Breußen braucht Geld, die hannoversche Beute hat gut geschmeckt, der Appetit fommt beim Essen, was dem Hannoves taner recht war ist, dem Kurhessen billig, und über dies ist es ein alter Klugheitssay: wenn man Jemand etwas genommen, hat, soll man sich beeilen, ihm auch das übrige zumen damit er nicht die Macht behält, sich das Genommene twieder zurückzuholen. Was ist hiergegen einzuwenden? Wir haben indeß schon früher bemerkt, daß der Kurfürst von Hessen, der seine Pappenheimer kennt, und das Beispiel seines hannoverschen Leidensgefährten vor Augen hatte, schwerlich in dieser Weise vorgegangen wäre, glaubte er nicht an einen nahe bevorstehenden Umschwung. can ind Dem eier fer Die on let OF tt Der et ele さく ic met ㄣ ˋ - neh Bu erwähnen ist noch, daß die Herren Abgeordneten, die Fortschrittler mit eingerechnet, die bezüglichen Ausführungen des Finanzministers wiederholt durch zustimmendes Gelächter und beifällige Zurufe unterbrachen. Und diese„ Bolksvertreter" führen? noch die Stirn, das Wort„ Recht" im Munde zu haben Die Debatte über das Wehrgefeß hat begonnen; die Linke, das heißt der entschiednere Theil, hat den Antrag gestellt, die Ziffer der Soldaten von 800,000 auf 600,000, und die Dienstzeit von 3 auf 2 Jahre herabzuseßen; allein diese Anträge sind aussichtslos, zumal die Minister die Kabinetsfrage gestellt haben. Die Auflösung des englischen Parlamentes wird, wie nun auch die ministeriellen Blätter offiziell erklären, doch am 11. d. M. stattfinden, so daß dann das gegenwärtige Haus nach einer Lebensdauer von 3 Jahren 2 Monaten und 27 Tagen zu Ruhe gehen wird. Wirft man einen Rückblick auf die sämmtlichen Parlamente, die unter der Reformafte von 1832 gewählt wurden, so ergiebt sich die bemerkens. werthe Thatsache, daß von diesen 9 Häusern nur eins von dem Ministerium aufgelöst wurde, unter dem es gewählt worden: das erste wurde von Earl Grey zusammenberufen und von Sir Robert Peel aufgelöst, von dem auch das zweite einLord Melbourne sandte dieses Haus heim, Uebrigens auch an neue Steuern scheint das Ministerium zu denken. Wenigstens meinte von der Heydt, das Volk sei fähig noch mehr Steuern zu tragen. Das ist aber eine sehr fecfe Behauptung angesichts der amtlich von dem nämlichen Minister festgestellten Thatsache, daß die Bevölkerung sich schon jegt in dem Genusse der nothwendigsten Lebensbedürfnisse einSchränken muß. Die Erträge der Mahlsteuer sind in Folge berufen wurde. dieser Einschränkungen und troß der Vermehrung der Bevöl berief ein neues und löste auch dieses auf, worauf er das wurde. Das von dem Legteren darauf einberufene neue aus löste Lord Derby auf, und Lord Palmerston that dasselbe mit dem von dem konservativen Ministerium zusammenberufenen. Er nahm darauf die Neuwahlen vor, aber sein Unterhaus wurde wieder von seinem Vorgänger nach Hause geschickt, woraus mit dem achten unter Earl Derby gewählten Lord Balmerston wieder dasselbe that. Das neunte unter Palmerston gewählte löst jeßt Disraeli auf. Dreimal waren während dieser Zeit die Conservativen vor den Neuwahlen am Ruder und jedes Mal erlitten sie im Wahlkampfe eine Niederlage, während die Whigs nur einmal, im Jahre 1841, dieses Schickfal hatten. ferung von 1865 bis 1867 berabgegangen: in Ostpreu vierte zusammenrief, das nachmals von Lord Russell aufgelöst Ben von 99,000 Thalern auf 90,000 Thaler, in Westpreußen bon 100,000 Thalern auf 86,000 Thaler, in Posen von 91,000 Thalern auf 78,000 Thaler, in Pommern von 107,000 Thalern auf 97,000 Thlr., in Schlesien von 231,000 Thalern auf 218,000 Thlr., in Brandenburg von 650,000 Thalern auf 570,000 Thlr.( um 80,000), in Sachsen von 131,000 Thalern auf 112,000 Thlr., in der Rheinprovinz von 228,000 Thalern auf 216,000 Thaler, im Ganzen von 1,636,000 Thalern auf 1,466,000 Thlr., also um 173,000 Thlr., also fast 11 Procent in zwei Jahren. Auch bei der Schlachtsteuer stellt sich eine Abnahme von 2,136,000 Thalern auf 2,039,000 Thlr., also um 97,000 Thlr. heraus, obwohl Rheinland, Schlesien und Westphalen eine Zunahme erfahren haben. Für Brandenburg beträgt die Abnahme bei der Schlachtsteuer nicht weniger als die große Summe von 260,000 Thalern, d. h. mehr als den sechsten Theil des Erfrage von 1865. Stetig zugenommen haben dagegen, was ganz charakteristisch ist, die Einnahmen aus Hypotheken- und Gerichtsschreibereigebühren. Und ein Volt, das so gestellt ist, das sich nicht mehr satt essen fann, soll fähig sein", neue Eteuern zu tragen. fie 201 114 thun Go -Doch wir dürfen der preußischen Regierung nicht Unrecht fen durch fie will auch sparen und hat dies glänzend bewieEntziehung der Portofreiheit der Abgeordneten. gewinnt der Staat jährlich tausend Thaler. Wir sind eine, große Nation" geworden und müssen in allem als große Wir konnten in legter Nummer noch den glänzenden Wahlsieg der Republikaner in den Vereinigten Staaten melden. Die Wahl des amerikanischen Präsidenten findet bekanntlich indirekt statt. Am Dienstag nach dem ersten Mittwoch im November des vierten Jahres nach der vorhergehenden Präsidentenwahl, werden in den verschiedenen Staaten der Union Wahlmänner gewählt, die zusammen das Wahlkollegium bilden. Dasselbe besteht aus 317 Mitgliedern. Senatoren, Gongreßmitglieder und Beamte sind nicht in dasselbe wählbar. Die Stimmen vertheilen sich auf die einzelnen Staaten wie folgt: New- York 33, Pennsylvanien 26, Ohio 21. Jllinois 16, Indiana 13, Massachusetts 12, Missouri 11, Kentucky 11, Tennessee 10, Virginien 10, Nord- Earolina 9, Georgia 9, Jowa 8, Wisconsin 8, Michigan 8, Alabama 8, Maine 7, New- Jersey 7. Mississippi 7, Louisiana 7, Maryland 7, Connecticut 6, Texas 6, Süd- Carolina 6, Arkansas 5, New- Hampshire 5, Vermont 5, West- Virginien 5, Californien 5, Minnesota 4, Rhode Jsland, Kansas, Nebraska, Nevada, Florida, Delaware und Oregon je 3 Stimmen. Die Delegirten eines jeden Staats versammeln fich am ersten Mittwoch des folgenden Dezember in den Hauptstädten ihrer betreffenden Staaten und geben ihre Stimmen für Präsident und Vice- Präsident vermittelst geheimer Ballotage( verschlossener Stimmzettel) ab. Die Delegirten eines jeden Staates ſtimmen zusammen für einen Candidaten und alle Stimmen des Staates zählen für einen und denselben, wenn auch nur eine Majorität der Delegirten sich für ihn ausgesprochen hat. Das Ergebnis wird gehörig protokollirt und versiegelt an den Präsidenten des Senats übermacht. Am zweiten Wittwoch im Februar treten dann beide Häuser des Congresses zusammen, und werden in deren Gegenwart die Packete eröffnet und das Resultat amtlich verkündigt. Die feierliche Einführung( Inauguration) des neugewählten Präsidenten findet am 4. März statt. Die amtliche Verkündung des Resultats ist übrigens nur eine Förmlichkeit. Dasselbe ist sofort nach Veröffentlichung des Resultats der Delegirtenwahlen bekannt. 364 Hierauf diene folgendes: den Des Au Mit der Abonnentenzahl des„ Norddeutschen Wochenblated soll es, nach Erkundigungen, die wir an Ort und Stelle ei legi gezogen haben, gar nicht so weit her sein. Sehr viele Arbeite die es den ersten Monat hielten, sollen das schwarz- weiße G richt, das ihnen Herr Wartenburg mit recht viel national- libe ralen Phrasen geschmälzt, vorseßte, schon satt bekommen haben und ihnen der Appetit nach neuem Abonnement vergange sein. Herr Wartenburg soll dabei in seinem Verein die redt sinnige Einrichtung getroffen haben, daß Jeder, der monatli 2½ Ngr. Beitrag bezahlt, das Blatt erhält; er hat alle år auch nichts dagegen, wenn die Arbeiter ,, die mühselig zusam mengebrachten Beiträge" zu des Blattes Existenz und seine und eignen Leibes Nothdurft hergeben. Dennoch ist zwischen der„ Arbär terhalle" und dem von ihm geschaffenen Blatt ein große Unterschied. Die Arbeiterhalle" ist von Arbeitern gegrü schreiben, was im Interesse der Arbeiter liegt, und ist folglid det und wird von Arbeitern erhalten, sie muß also aud ein wirkliches Arbeiterblatt. Herr Wartenburg dagegen hat zu seinem Blatt die Betriebsmittel bei„ humanen", „ Herz für die Arbeiter" versehenen nationalliberalen Bourgeois be aufgetrieben, um den Arbeitern zu beweisen, wie wohlwollend ihm jene gesinnt seien. Nichts natürlicher daher auch, daß Herr Wartenburg nach dem alten Satz:„ Weß Brod eß, deß Lied ich fing'", darauf sieht, ja nicht zu weit" " mit einem ale id Für Grant haben diesmal Stimmen gestellt: Arkansas 5, Californien 5, Connecticut 6, Florida 3, Illinois 16, Indiana 13, Jowa 8, Kansas 3, Maine 7, Massachusetts 12, gehen, ja nicht den Herrn Bourgeois vor den Kopf zu ftoßen Michigan 8, Minnesota 4, Missouri 11, Nebraska 3, Nevada Da ist es doch besser, die Arbeiter gründen und erhalten felbft 3, New- Hampshire 5, Nord- Carolina 9, Ohio 21. Bennsyl- von ihren„, mühselig ersparten" Groschen ein Blatt, das i vanien 26, Rhode Island 4, Süd- Carolina 6, Tennessee 10, Interessen vertritt, als daß sie sich auf dem Bräfentir Vermont 5, West Virginia 5, Wisconsin 8: im Ganzen 206. Für Seymour haben Stimmen gestellt: Alabama 8. De laware 3, Georgia 9, Kentucky 11, Louisiana 7, Maryland 7, New- Jersey 7. New York 33, Oregon 3: im Ganzen 88. Ausgefallen sind, folgende Stimmen der drei ehemaligen Rebellenstaaten, welche sich noch nicht in dem Sinn der vom teller bringen lassen, von dem sie nicht wissen, wer es be zahlt und für wen es schreibt. aber Der Wunsch des Herrn Wartenburg, Bebel und Diottelet möchten ihr Versprechen halten und bald wieder kommen, zeitiger, und das größte Lokal zur Versammlung nehmen, foll sicher erfüllt werden. Sorge Herr Wartenburg nebit feinen Congreß erlassenen Gesetze ,, rekonstruirt"( neu eingerichtet) haben, Freunden nur dafür, daß der Befizer des größten Lokale daffelbe nämlich: Mississippi 7, Texas 6, Virginia 10: im Ganzen 23. Hiernach hat Grant mit einer Majorität von 118 Stimmen über Seymour gefiegt und die Majorität bleibt auch dann eine sehr bedeutende( 95), wenn man die ausgefallenen Stim men für Seymour rechnet. Ueber die in voriger Nummer erwähnte Arbeiterver sammlung in Gera macht Herr Wartenburg in auch hergiebt. Das vorige Mal hat er es abgeschlagen. Am 31. Oftober hatte sich in Döbeln eine Angab Lehrer aus verschiedenen Städten Sachsens eingefunden, um die Mittel und Wege zu berathen, durch welche die Scha gungen, welche das Pensionsgefeß vom 26. Mai 1868 night Aban wenigen Lehrern bereitet, abzuwenden und entweder eine derung desselben oder den Erlaß eines neuen Gefeßes herbes Nr. 259 der Biedermann'schen( nationalliberalen) ,, Allgemeinen zuführen. Die in jener Bersammlung gefaßten Beschlüffe find auf eine möglichst allgemeine Agitation zu Absendung darauf bezüglichen Betition an Regierung und Landtag Zeitung" seinem schweren Aerger Luft, indem er unter andern sagt: In Bezug auf die Angriffe des Herrn Bebel gegen das Norddeutsche Wochenblatt" wollen wir ihm aber nur einer gerich tet, und hat man dabei den sehr wichtigen und für die Sache bemerken, daß dasselbe heute schon, nachdem es erst 4 Wochen unzweifelhaft förderlichen Beschluß gefaßt, auch die politi schen Vereine und Zeitungen zu Kundgebungen " in und ins Leben getreten, noch einmal so viel Abonnenten(?) zählt, Majorität, und daß das ,, Norddeutsche Wochenblatt" auf eignen Aufruf, welchen der zur Leitung der beregten Agitation nannte Ausschuß in Nr. 23 der Chemnißer pädagogischen Blätter" erlassen, hat, mittheilen, richten wir an politische und ausgesprochenen Weise an der Bewegung zu betheiligen, andere Vereine das Ersuchen, sich in der in dem Aufruft bemerken zugleich, daß wir in nächster Nummer dieses eine Besprechung der Schrift von J. Beeger: Gutachten über das Gesetz von 26. Mai 1868 2c." bringen und seiner Zeit auch alle weiteren Bekanntmachungen jened Ausschusses im ,, Demokratischen Wochenblatt" mittheilen werden Füßen steht. Die Arbeiterhalle" dagegen hat, wie sie selbst in ihrer Nr. 20 angiebt, aus der Vereinskaffe 118 Thlr. zur Deckung des Defizits erhalten. In derselben Nummer schreibt die„ Arbeiterhalle" in Bezug auf die Gründung des Nordd. Wochenblattes", Bernardin St. Pierre habe gesagt: Wer den Ertrag eines Ackers um eine Garbe erhöhe, erwerbe sich gröBeres Verdienst um die Menschheit, als wer ein gutes Buch schreibe. Wir fragen, welches Verdienst erwirbt sich ein Blatt um die Menschheit, das sich sein Defizit aus den mühselig zusammengebrachten Beiträgen von Arbeitern bezahlen läßt?" Der Aufruf lautet: Blatte Motivirt der gen ich an Be in der ne leg Be Bei Be an bol ine Ra gir ern la ne ba Ge Der Fr a na ber da bei für Dr eif 11 et 61 An alle sächsischen Lehrer. Eine am 31. Oktober d. J. zu Döbeln abgehaltene Des einlegirtenversammlung hat beschlossen, mit einer iter Ge ibe ben gen Petition um Abänderung, resp. Aufhebung des neuen Pensionsgesetzes und Erlaß eines solchen, welches den berechtigten Ansprüchen unseres Standes in geeigneter Weise entgegenkommt, demnächst an die Staatsregierung und nach Zusammentritt et des Landtage auch an diesen vorzugehen. lid m In der Ueberzeugung aber, daß unter obwaltenden Umfänden das Verlangen der sächsischen Lehrerschaft nur dann Aussicht auf Erfolg haben dürfte, wenn es möglichst einhellig e und allgemein ausgesprochen wird, und wenn es seinen verStärkenden Nachhall in den Kundgebungen politischer und anderer Vereine und Zeitungen findet, bei Bet in ud und von der Meinung ausgehend, daß nur aus einer genauen Renntniß des neuen Pensionsgefeßes und der einihlagenden Verhältnisse die Geneigtheit und der Wille, sich an jener Bewegung zu betheiligen, hervorgehen wird, hat die Versammlung beschlossen, den vaterländischen Collegen zu emдет ibfehlen, zunächst 14 id en bit T 41 met be in den verschiedenen Theilen des Landes vielleicht unter Zugrundelegung der bestehenden Vereine, Conferenzen u. f. w. Versammlungen abzuhalten und in diesen das beregte Gesetz und die berechtigten Forderungen unseres Standes nach Anleitung der Schrift von J. Beeger: ,, Motivirtes Gutachten 2c.( Leipzig, Klinkhardt)" eingehend zu erläutern. Den Beschlüssen jener Versammlung gemäß sollen ferner in den einzelnen Bezirken Bevollmächtigte ernannt wer den, welche sich der Leitung der Geschäfte in ihren Kreisen annehmen und die Verbindung zwischen diesen und dem Ausschusse herstellen sollen. Wir ersuchen deshalb die Herren Collegen, bezirkeweise zusammenzutreten, in jedem Bezirk einen Bevollmächtigten oder Agenten zu ernennen, diesen dem unter zeichneten Ausschusse unter der Adresse des Bürgerschullehrers Engau in Chemniß anzuzeigen und mit der Abhaltung von Bersammlungen und Erläuterung des Gefeßes in der oben angezeigten Weise vorzugehen. Endlich ersuchen wir die Be vollmächtigten noch, uns über die Thätigkeit in ihren Bezirken, 305 sammlungen in Nürnberg, Stuttgart und Berlin, und tritt unter Andern sehr entschieden gegen die Stuttgarter Beschlüsse zu Gunsten des„ Südbunds" auf. Der Schlußbericht über den Nürnberger Arbeiter tag( Rede Liebknecht's in der Militärfrage) wird in der nächsten Nummer des Demokratischen Wochenblatts" erscheinen. Die den vervollständigten Gesammtbericht enthaltende Broschüre ist von Mitte künftiger Woche an durch die Expedition dieses Blattes zu beziehen. Zum Dresdner Dienstmannstreit. Ueber die in der vorigen Nummer unseres Blattes erwähnte Versammlung der ,, Demokratischen Partei" zu Dresden, erhalten wir folgenden nähern Bericht: Auf der Tagesordnung stand die Diskussion der Dresdner Dienstmannnoth. Da der erwartete Referent Advokat Gruner nicht erichien, leitete Tischler Hendel die Verhandlung mit einem historischen Rückblick auf die Entwickelung des Dienstmannwesens und Auseinandersetzung der bezüglichen Gesetzesbestimmungen ein. Adv. Schraps fritisirte unter Beifall besonders die aus Berlin importirte Vorschrift, welche das ganze Dienstmannwesen Unternehmern überantwortet, ebenso die Verpflichtung der Dienstmänner zur Auskunftertheilung über ihre Verrichtungen an die Polizeiorgane, sowie die Abwesenheit einer allgemeingültigen Tage und der Verpflichtung, die genehmigte Zahl von Leuten auch wirklich zu stellen. Otto Walster beklagt die durch das Vorgehen der Behörden herbeigeführte Schwächung des Zusammenhalts von Volk und Regierung, schiebt unter Hinweis auf seine eben veröffentlichte Brochüre die Schuld an dem Conflict hauptsächlich dem eigenthümlichen Auftreten einiger Unterbeamten zu, bei deren Berufung man mit größerer Sorgfalt zu Werke gehen sollte, und giebt seine Verwunderung über das Schweigen der Volkswirthschaftler zu erkennen, die vor acht Jahren so laut nach Freiheit der Arbeit gerufen und noch heutigen Tages einen Verein für diese Agitation unterhielten. Petermann bemerkt, daß dieser Verein, dessen förm liche Auflösung er längst, wiewohl vergeblich, beantragt, nur noch auf dem Bapiere bestehe. Seine eigene Ansicht über das insbesondere über den Erfolg der bezeichneten Bersammlungen Dienstmannwesen habe er bereits vor 4 Jahren in einem Ar tifel, welcher durch das damals bestehende Communalblatt girtenversammlung durch die zum Organ unserer Bestrebungen Veröffentlichung gefunden, ausgedrückt und gegenwärtig nicht " laufende Notizen über den Stand und Fortgang unseres Unternehmens gegeben werden sollen. halten Der Gegenstand handelt, der für das materielle Wohl Aller von der größten Bedeutung ist. allseitigsten Betheiligung glauben wir uns versichert zu dürfen, da es sich im vorliegenden Falle um einen Der Ausschuß. das geringste davon zurückzunehmen. Von den gesetzgebenden Factoren habe nur der Abg. Jordan( Besizer der bekannten Chocoladenfabrik Jordan u. Timäus in Dresden) dem ,, Unternehmerprinzip" das Wort geredet. Redner theilt aus den Landtagsverhandlungen die Abfertigung mit, welche der Minister damals diesem Verlangen habe zu Theil werden lassen. Schließlich lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Anträge, die Prof. Wigard bei den Stadtverordneten eingebracht, namentFr. Engau und A. Würffel aus Chemniz. H. Eydner lich den wegen Erlassung eines Polizeigefeßbuche, welches um aus Dresden. Dr. Panig und J. Beeger aus Leipzig. nationalen Arbeiter Assoziation beigetretenen) ArbeiterbildungsDas Felleisen", Organ der( bekanntlich der Interbereine in der Schweiz, wird vom 1. Januar ab unter Res so nothwendiger werde, je mehr durch die Criminalgesegnovelle der Umfang der Polizeistrafgewalt erweitert worden. Wigard kann die Nothwendigkeit reglementarischen Einschreitens in die Dienstmannfrage überhaupt nicht anerkennen. Der corpora tive Geist der die Institution bisher getragen, müsse auch die Stüße ihrer Fortentwickelung bleiben. Bahlteich kann das daktion von Amand Gögg und Dr. August Ladendorf Bedauern Otto Walsters über die politische Rückwirkung der erscheinen. Der Preis dieses Wochenblatte, das wir allen Ar beiter und Volsvereinen auf das Wärmste empfehlen, wird Dienstmannfrage nicht theilen. Die Regierung sei es ja ge= wesen, welche in der Wahlgefeß- und ähnlichen Fragen be für Deutschland ungefähr 15 Sgr. vierteljährlich betragen. wiesen, daß sie von der Demokratie nichts wissen wolle. Das Dr. Ladendorf, hat bereits in der legten Nummer des Fell eisen" cinen Artikel veröffentlicht. Er bespricht darin die VerMaaß von Vertrauen, welches sie finde, sei eben dasjenige, welches ste sich selbst erwerbe. Ohne Anhänger des Princips 366 wirthschaftlichen Gehenlassens zu sein, müsse man doch den Beruf ordnenden Eingreifens nur einem ganz anders, als der gegenwärtige geordneten Staate zuschreiben. Dörne macht darauf aufmerksam, daß Herr Geucke, der beiläufig nicht, wie manche glaubten, das Dienstmannwesen erfunden, sondern nur mit der Einführung desselben in Dresden Anderen, die sich sonst sicher auch hier, wie anderwärts in Sachsen, dazu ge funden hätten, zuvorgekommen sei, an dem Unwesen" selbst mit Schuld trage, da sich die Concurrenzinstitute meist aus den bei den zeitweiligen Reductionen der Geucke'schen Mannschaft brodlos gewordenen Leuten gebildet. Nach einigen persönlichen Bemerkungen zwischen OttoWalster, Bahlteich, Schraps und dem Vorsitzenden, ergreift Petermann nochmals das Wort, um die Hoffnung auf Abhilfe durch das norddeutsche Nothgewerbegeseß als illusorisch darzustellen, da dieses nur fünftigen polizeilichen Beschränfungen entgegentrete, das sächsische Gesez aber älteren Datums sei, und folgende Resolution einzubringen: an 23 Statut einen Invalidenlohn von 23 Groschen aus obeng naunter Kaffe, welche ein Kapitalvermögen von über 20,000 Thalern befigt, was die Bergarbeiter aufgespart haben. Bo diesem Gelde kann sich kaum ein solcher Mann mit Familie bei jeziger Zeit vor Frost und Kälte schüßen und ordentli dafür verwendeten, daß dem betreffenden franken Familien vater etwas Holz und Kohlen verabreicht würden, es wäre da ber für ein solches Kohlenwerk ein kleines, wo so manches Stud Ser chen Holz in den Koth getreten wird und verfaulen Uebrigens märe es besser und sehr wünschenswerth, wenn der Verwalter der Knappschaftskasse, Herr Müller, persönli mehr um solche Elende und Nothleidende bekümmerte un Einsicht davon nähme, wie die armen stoblenarbeiter für Jeb aufgehäuften Kapitalien, wenn sie dann unbrauchbar sind z Arbeit, die Ehre haben, tüchtig Noth zu leiden. mus fid nor Nothgedrungen und keine andere Hilfe und Ausflucht mehr findend sich nebst Familie wieder auf kurze Zeit Her für mir ,, Die Versammlung erflärt sich für die genossenschaftliche Hunger und Kälte schüßen zu fönnon, wendet sich diefer a Gestaltung des Dienstmannwesens und verlangt zu diesem Zwecke mindestens die Beseitigung derjenigen Paragraphen des Dienstmannregulative, welche das Recht zum Tragen von Abzeichen überhaupt den autorisirten Instituten referviren und die Autorisation an Zahlung fester Löhne knüpfen," Wigard stellte hierzu das Amendement: verlangt die Beseitigung des Dienstmannreglements, namentlich der Paragraphen" 2c. Schraps den Zusaßantrag: Die Versammlung erklärt fich ferner gegen jede, nicht durch das öffentliche Interesse unbedingt gebotene Beschränkung des Dienstmannwesens und bezeichnet insbesondere als den öffentlichen Interessen zuwiderlaufend die Verpflichtung der autorisirten Dienstmanninstitute, ihre Angehörigen den Weisungen der Polizeiorgane unweigerlich Folge leisten zu lassen." unt tag Bießsch mit einem Bittgesuch an das Personal der Nachbar Verbandskasse, genannt Christelschacht, welches in der Bettube auf legtgenanntem Schacht aushängt und am Ende wörtli folgt. Wiewohl dieses Personal ganz denselben Druck dieselbe Noth leidet, da aus dessen Kasse, welche ein Vermögen von 14,000 Thaler besigt, einem gänzlich Berunglückten lich nur 6% Pfennig Invalidengeld ausgezahlt worden wendet man sich doch dort hin, damit die armen Bergleute durch ihre milde Gabe, welche sie nun ihrem notbleidenden und franken Mitgenossen von ihrem spärlichen Verdienst fpen den, das Kassenvermögen schonen helfen, denn solches Elent erregt Mitleid. Aber trog aller Klagen und vielen Jammers so vieler im Elend schmachtenden Armen finden die keine Linderung Berbesserung, welche durch ihren sauern Schweiß die zur und Unter Nachdem der Referent im Schlußworte der, obgleich in stügung bestimmten Kapitalien aufgehäuft haben, sondern feines Unternehmers festem Lohn stehenden, doch höchstes Vertrauen genießenden Chaisenträger gedacht, wird der erste Antrag mit dem Wigard'schen Amendement einstimmig, der zweite gegen 1 Stimme angenommen, der Vorsitzende ermächtigt, sie gehörigen Orts vorzulegen und auf Vahlteichs Antrag be schlossen, die Vorgänge bei Ausführung des Reglements auf die nächste Tagesordnung zu sehen. Weiße Sklaven. XVII. Stollberg, den 10. November. Um hier wieder ein Bild von Knappschaftskassen in die Deffentlichkeit zu bringen, werfen wir unsere Blicke auf eine Bergmanns oder Bergarbeiterfamilie. Ein Kohlenarbeiter müssen trog ihres Invaliden- und Krankengeldes, was fie in Vergleich zu ihrem Genuß, so vielfach mehr eingezahlt haben gar oft Gemeinde Almosen und mildthätige Herzen spruch nehmen. in An Muß da nicht, bei einem solchen Hinblick, die Zukun einem armen Bergarbeiter banges Grauen erregen, wenn sich bedenkt, daß er so viele Jahre die sauer verdienten Grofe bier niedergelegt hat, um voraussichtlich, wenn er einmal zur beit untauglich geworden, in seinen alten Tagen eine fiche Stüße zu haben, statt deffen aber vielleicht gar den Bettelital ergreifen muß, damit die Geldsummen aufgehäuft werde So folgt nun wörtlich noch das Bittgesuch des benann fönnen. ten Kohlenarbeiters: Werthester Herr Facktor Hermersdörfer! Sie werden gütigst verzeihen, daß ich so frei bin, 3bne Namens Ernst Pießsch, seit 8 Jahren in Arbeit stehend auf durch dieses Bittschreiben auf eine Art und Weise zur La dem Bach'schen Werke, zu dem Knappschaftskassen- Berband Niederwürschniz- Lugauer Steinkohlenbau- Verein, genannt Bachzu fallen. Lief Birt Too Ech eine Buri aus ma Co die ber dag auf in Die erte bed Des Arb bon Bei Bri tön ari DRE Des einen Theils ist es Ihre gütige und wohlwollen schacht, gehörend, dessen Knappschaftskassenvorstand Herr Di Menschenfreundlichkeit, des andern Theils sind es aber aud Arbeiten sich für seine spätere Lebenszeit einen Nothpfennig der Alwaltende, mir auferlegt hat, denn bereits drei Vierte reftor Müller ist- hoffte durch sein unermüdetes, anstrengendes die mannigfachen Sorgen und schweren Schicksale, die Gott aufzusparen. Nun ist er aber schon aufs Krankenlager geworfen und leidet an einer langwierigen Krankheit; im Voraus wußte er schon, wie jeder andere seiner Mitarbeiter, Krank Jahre sind es schon, daß ich darnieder liege an einer heit, wo meine Lage eine höchst traurige und beklagenswert zu nennen ist. Aber noch trostloser ist der Blick in die vo daß sich von einer solchen Kaffe, wie die den Statuten gemäß mir liegende Zukunft! Denn woher Brod nehmen für mein Kinder und nicht stehlen bei den immer noch anhaltenden Invalide erwarten, läßt. Dieser Mann, Vater von 3 unerzoge- theuern Lebensmitteln, ist eine Frage, welche mir mand bestehende Verbandskasse ist nicht viel Unterstüßung einmal als nen Kinder, ist nun bereits 34 Jahr krank und erhält laut Kummer und schlaflose Nacht verursacht. toie 34 Bar dem fiche auf enge , 000 Bos milie ntlid fid ilien Dai 367 Die Noth ist es deßhalb, welche mich antreibt, mich nur an edle und wohlthätige Menschen zu wenden, die sich meiner nehmen und mir am Ende lindernden Balsam für meine Bunden reichen, die der Herr in meinem Herzen geschlagen bat. Ich wage es deßhalb, mich an Sie zu wenden, werthester Herr Faktor Hermersdörfer, um Sie nebst dem geehrten SteiStuder und Arbeiterpersonal zu bitten: mus fid nlig und Tucht Diefer bar tube 芸 artlid und ögen tág 7 ift Teute nden pen Elent ., ob Sie nicht wollen die Güte haben und wollen mir durch Verabreichung eines milden Scherfleins meine Noth und traurige Lage nur einigermaßen zu erleichtern suchen!" Herzen entgegengenommen. das Maaß erheben werden, als Feinde der liberalen Partei denunzirt( boshaft und feig anflagt). So ändern sich die Zeiten und die Menschen! Derselbe John Bright, derselbe lärmende Denunciant nach Oben, der noch vor Kurzem dem Oberhause Berderben drohte, hat sich plöglich in einen friedliebenden Rathgeber und Denunzianten nach unten wandelt. Im Laufe der Woche sagte er vor einer ArbeiterVersammlung zu Edinburg:„ Wir haben nicht länger einen Kampf mit dem Oberhause; wir fürchten nicht länger die Macht der Land- Magnaten( großen Grundeigenthümer); wir befinden uns nicht länger unter der Oberherrschaft einer Klasse und Anklagen und Schimpfreden( gegen die Aristokratie) sind nicht ver= Jede Gabe, so klein sie auch sein mag, wird mit dankbarem länger am Plaße. Wir fordern Euch auf: nicht, daß Ihr Gott aber, der Allgütige und Allweise, wird Ihnen dafür Bergelter fein, mag Sie in seinen Schuh nehmen und was Sie an mir gethan haben. wird es Ihnen reichlich an Ihrer Gesundheit wieder erseßen, Liebe Mit der größten Hochachtung hofft auf Ihre Güte und Niederwürschniß, den 6. November 1868. Ihr ganz ergebenster Ernst Biezích. Aus England. London, den 9. November. Der einzige Arbeiter Kandidat des Londoner BeGeorge Odger ist am Vorabend der Wahl beseitigt worden. Er und sein Comité verstanden sich dazu, einem Schiedsgericht von drei Männern die Entscheidung, ob er oder einer der liberalen Bourgeois Canditaten von der Candidatur r im und Inter Dern ben Lak end un фен cher tab den männern nach der Ansicht der Arbeiter. Euch erheben sollt, um die Macht, welche Euch bisher regiert, zu stürzen, sondern daß Ihr weisem Rath Euer Ohr leihen Wir fühlen, ich fühle, daß das Geschick unfres Volkes in den Händen des Volkes liegt." Wer die Auffordernden und die Fühlenden sind, die in dem Fürworte wir" begriffen sind, leuchtet nicht ein. Möglich, daß der ergraute Möchtegern- Minister in Gedanken der Zeit etwas vorausgeeilt war und sich am Ministertisch in St. Stephens( im Parlament) wähnte. Nichts natürlicher, als daß der Mann, der nach seiner eigeneu Meinnug seit 30 Jahren der Wortführer des englischen Volks gewesen, fühlt, daß das Volk sein Geschick in Händen hat. sobald er Minister wird. Noch ist indeß nicht Alles in Ordnung; nach Bright's Meinung giebt es some little matters still to adjust noch einige Kleinigkeiten zu schlichten. Diese Kleinigkeiten bestehen in der Vervollkommnung der letzten Reformbill, der Erlaubniß für die Aristokratie, ihr Land an reiche Bürger zu verkaufen, und durch Verminderung des stehenden Heeres, eine Steuer- Herabsegung von 10 Millionen Pfund Sterlingen( 67 Mill. Thaler) und durch Schulbildung den Pauperismus( Maffenarmuth) zurücktreten folle, zu überlassen. Das Schiedsgericht bestand abzuschaffen. Unglücklicher Weise ist der Pauperismus so Die - sie entschieden gegen welche das höchste Ideal menschlicher Glückseligkeit für Herrn Coger. Das Arbeiterkomite fügt sich ist aber sehr neugierig Bright bildet, daß das Eine nicht ohne das Andere abgeschafft Beweggründe, welche zu dieser Entscheidung geführt, zu bernehmen und spricht unverhohlen die Ueberzeugung aus, nal Green(), den Gipfel des aristokratischen Lurus mit aufhören muß.( Wir begreifen wirklich nicht, wie die Arbeiter in einer solchen Frage liberale Bourgeois die 3 Genannten denn das sind das heißt Gegner, als Schiedsrichter anettennen fonnten. Anmerkung der Redaktion.) Die Tories spielen einen Trumpf aus gegen Stuart werden kann. Er stellt Belgrave Square(*) mit Bethder Tiefe des proletarischen Elends in Gegensaß. Aber warum von Bol zu Pol wandern? Warum nicht einige Augenblicke in Threadneedle- Street(***), Lombard Street(****) u. f. w. im goldenen Herzen des britischen Reichs verweilen? Ist nicht das gegenwärtige außerordentliche Elend des Ostens von Mill. Das Westend( Theil Londons) ist mit folgendem Plakat Herzstöße des goldenen" Mittelpunktes? Oder ist es überhaupt Arbeiter von Westminster! nehmt ihr die Behauptung London das unmittelbare und unvermeidliche Resultat der nöthig die Nachbarschaft des Elends zu verlassen um einen Gegensatz zu finden? Bilden die palastähnlichen Geschäftsdes Herrn Mill an, daß Herr Bradlaugh die Gesinnung der häuser von Moses(*****) und anderen großen Propheten feinen Arbeiter vertritt? Herr Bradlaugh rühmt sich Atheist zu sein. Kontrast? Sind sie nicht krystallisirtes Fleisch und Blut der Seine Beschreibung des Meffias lautet:„ Ein jüdischer Bauer bon niedriger Abkunft, wahnsinnigen Täuschungen unterworfen." Seine Idee vom jüngsten Gericht:„ Ein Schauspiel mit Brillant Feuerwerk." Herr Mill unterstüßt Herrn Bradlaught, tönnt ihr für Herrn Mill stimmen?" aud Gott ertel rank pot ein Den fer auf Moloche Altar geopferten Männer, Weiber und Kinder? Warum nicht am Ende in der Bright'schen Teppichfabrik(******) zu Rochdale anfangen? Das Comite der Teppich- Weber- Association hat einen Brief veröffentlicht, worin auseinandergefeßt wird, wie die bei den Fabrikanten anfragten, welche dieselbe verbesserte MaDefan Stanley von Westminster, ein Würdenträger der Teppichweber von England und Schottland vor drei Jahren aristokratischen Staatsfirche, erklärt schriftlich, er werde für eine Lohnzulage von 10-122 Prozent erhielten. Als sie wie Mill ins Parlament kommen um das allgemeine Interesse Will stimmen, und es sei mehr als nothwendig, daß Leute zu wahren, und die Verhandlungen über das Maaß beschränkter Barteiansichten zu erheben. John Bright dagegen sucht dem reformirten Barlament diesen beschränkten Charafter zu fichern, indem er selbst radikale Bürger, die als Gandidaten auftreten, und von denen zu befürchten steht, daß sie sich über →) Gins vir innten Londoner Stadtviertel. *) Der aristokratischste Stadttheil. ***) Wo die englische Bank ist. ****) Die Hauptbankierstraße. *****) Der berühmte Schneiderkönig." ******) Herr Bright ist bekanntlich Teppichfabrikant. 368 contumaciam verurtheilt. Das Erkenntniß lautet: nid schinerie anwenden wie John Bright und Comp.. wurde gericht, dem er so frech gewesen war, sich nicht zu stellen, in ihnen gesagt, daß Bright 1 Penny( etwa 9 Pf. sächsisch, 10 Pf. preußish) per Yard( 1 Elle) für dieselbe Arbeit bezahle die anderswo mit 1 Bence bezahlt werde. Da ein Arbeiter 220 Yards wöchentlich webt, so verdienen Brights Arbeiter 4 Shillinge und 8 Peuce( 1 Thlr. 162 Ngr.) weniger, als in anderen Fabriken. Die übrigen Fabrikanten er klärten sich bereit eine Zulage zu geben, wenn Bright dasselbe thue. Das Comite sagt: wir würden uns schämen, die Antwort zu veröffentlichen, welche wir von Bright und Comp. erhielten. Dagegen erbot sich die Firma für jedes Yard, das ein Arbeiter über 240 die Woche webe, 1½ Pence( etwas über 13 Pf. sächsisch) zu bezahlen, aber die Ueberarbeit muß sich auf vier aufeinander folgende Wochen erstrecken, bevor sie bezahlt wird. Das Comité erklärt, daß es ein Ding der Unmöglichkeit ist über 240 Yards in den gewöhnlichen Arbeitsstunden zu liefern. Wir sehen daher, daß es noch andere Gegensäße giebt als zwischen Belgrave- Square und Bethnal- Green. Der Pauperismus im Osten von London gestaltet sich übrigens zu einem chronischen( dauernden, nicht vorübergehenden) Ungeheuer. Karl Marr zitirt in seinem Werk„ Das Kapital"( p. 658) Berichte aus dem Morning Star' vom Januar 1867. Das Elend hat seitdem nicht abgenommen. Die Anzahl der Paupers ( Hoffnungslos Berarmten) vermehrt sich beträchtlich in allen Theilen Londons, aber im Osten über alle Maaßen. In Poplar( ein Stadttheil) belief sich die Zahl der Paupers vor drei Jahren auf 700 gegenwärtig auf 7000. Die Bevölke rung, heißt es in den Daily News" vom 6., scheint den Fluch des Pauperismus als ihr unvermeidliches Geschick zu betrachten, sie hat alle Hoffnung aufgegeben. Die Fieberfrankheiten werden jeden Tag bedenklicher. In Mile- end Old Town Da einen au No ..Nach reiflicher Erwägung aller von dem Literat W. Lic knecht aus Leipzig gegen Ferdinand Lassalle(?), gegen den Lassal Allgem. Arbeiterverein und gegen Frau Gräfin Haßfeldt gerid teten Beschuldigungen; in Erwägung, daß es überhaupt ein Unwürdigkeit ist, Beschuldigungen zu erheben, welche man beweisen kann, diese aber dadurch noch vergrößert wird, Herr Liebknecht seine Beschuldigungen öffentlich gegen großen Todten(!) und gegen eine Frau gerichtet, welche bei durch Naturgesetz und Sitte(!!) verhindert sind, sich öffentlich i vertheidigen; in Erwägung, daß dem Herrn Liebknecht seinen Wunsch(!!) die Gelegenheit zu öffentlichen Beweisführung G. für seine Behauptung gegeben worden, er aber ohne irgen Bet welche haltbare und glaubwürdige Entschuldigung(!!) diese weisführung dennoch unterlassen, und dadurch nur erwiese hat, daß seine Behauptungen ihrer Natur nach lediglich hafte Verläumdungen sind, ausgestreut zum Zweck auf Role der Wahrheit, der Gerechtigkeit und Ehre Anderer, persönlic in Interessen zu fördern und die Arbeiterbewegung zu schädigen übergiebt die Versammlung die Verleumdungen Liebknecht der gerechten, öffentlichen Verachtung." bo Wir danken den Herren Försterling, Röthing Mende, und wie die Auserwählten der Frau Gräfin Haßfel heißen mögen, für die erwiesene Ehre und hoffen, ihnen mals Gegenstand der Achtung zu werden. Kuriose Dinge werden uns über die Verhandlungen Keßergerichts erzählt. Herr Försterling beschwerte sich darüber, daß wir ihn eine Jammergestalt" genannt. ni De laut Nicht 20 ganz richtig:„ ein Bild des Jammers", sagten wir, und d ( ein Stadttheil) wurde vor einigen Tagen eine Fa drucks bezeugen. Er sei stolz, daß er im Reichstag ausgelad bewußten Gelegenheit sahen, werden die Richtigkeit des Au Sie milie gefunden: der Vater und die Mutter lagen hülflos in einer Ecke des möbelleeren Zimmers, 3 Kinder, in ein altes Umschlagtuch gehüllt in einer andern, das älteste Mädchen, 14 Jahre alt, kauerte vor dem fast feuerleeren Herd. wurden ins Fieberhospital gebracht. In einem andern Hause ' kam die Hülfe zu spät, der Vater starb am folgenden Tage. Nicht weniger als 32 Fälle kamen in jener Nachbarschaft in einer Woche vor, wo Leute ins Fieberhospital gebracht werden mußten. Ob Abschaffung der Thee und Zuckersteuer und Verminderung des stehenden Heers hier als Heilmittel wirken kann, überlasse ich dem Verstand des Herrn Bright. worden, sprach Försterling weiter, er habe sich nie so wo " Strob Wort Gon gefühlt, als damals! Nun, über den Geschmack ist nicht streiten. Herr Röthing beschwert sich bitter über den mann". Wer feiner ist, ärgert sich nicht über das Versteht Herr Röthing das nicht, so gehe er zu seiner nerin, die kann's ihm erklären. Herr Mende machte geistreiche und den gesellschaftlichen Ton seiner gräflichen zieherin charakterisirende Bemerkung:„ Der beste Beweis, unser Freund Röthing kein Strohmann" ist, liegt darin, Liebknecht ihn aufgespeist haben. Sie wissen doch, Dit idli Auf A. Die der un feb Da St ger Unt tif pro Un der gel Der pul Daf Daf welde er überhaupt noch lebt. Wäre er ein Strohmann", fo wür Die allgemeine Baumeister- Gesellschaft hat den betreffen- Thier Stroh frißt?" Zum Schluß war Herr Mende so freund lich, die Wahrheit alles dessen, was wir in Wirklichfei den Hatzfeldt'schen Verein und dessen Tendenzen gefag haben, mit reizender Offenheit zuzugestehen, indem er erklärt den Bauarbeitergesellschaften Anzeige gemacht, daß sie vom 1. Mai 1869 an nicht mehr nach Tag, sondern nach Stun den bezahlen wird. Die Steinhauer Gesellschaft, und die Schreiner und Zimmerleute von Manchester haben ihrer Seits angekündigt, daß sie auf einer Verkürzung des Arbeitstags vom " gegen Man( d. h. Haßfeldt und Genossen) würde dem König Preußen willig entgegenkommen, wenn er das Wort in De selben Datum an bestehen würden. Da die Baugewerksge- lezten preußischen Thronrede,„ daß es der spanischen Nation Meister ihr Vorhaben werden ausführen können. Die Stun hältnisse die Bürgschaft ihres Gedeihens und ihrer Vlacht nossenschaften die stärksten sind, so glaubt man nicht, daß die gelingen möge, in der unabhängigen Gestaltung ihrer B denzahlung ward schon häufig im Einzelnen versucht, aber finden", auch in und für Deutschland verwirkliche. Bei diese jederzeit von den Arbeitern hintertrieben. Haßfeldtisches. Am vorigen Sonnabend wurde der Redakteur dieses Blattes zu Chemniß von einem Haßfeldt'schen KezerVerantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Wort müsse man immer nnd immer wieder den König ( vo ihn sofort unter die Lassalleaner( d. h. in den Hazfeldt' Preußen) halten. Und was Bismarck betreffe, so würde ma Verein) aufnehmen, und zum Abgeordneten nach Berlin wähle wenn er die Einheitsidee zur Unabhändigkeit des deutsc Volks mit allen Mitteln durchführe( d. h. annektire)." Wir wünschen der Frau Gräfin Haßfeldt Glück zu Männern ihrer Wahl. } Leipzig.¦ Den mo M 23 gef for fei ( fö ger ter bie lid tto na Die fich fin Hierzu eine Beilage. Drud und Verlag: G. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18.