1, in Lich fall erid ein nid Da einen bei au rung gend iefen bod often Tide gen echt ing fellt nis Del Laut Wicht Demokratisches Wochenblatt. No. 47. Organ der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 21. November. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage einließlich Bringerlohn 122 Rgr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brühl 40, 6. Richter, Betersſteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Betersſtraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Javan, Auſtralien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: . Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Die geehrten hiesigen Abonnenten ersuchen wir dringend, falls das Blatt bis Sonnabend Abend nicht in ihren Händen ist, uns gefälligst brieflich( unfrankirt) oder mündlich sofort Nachricht zu geben. Expedition des Demokr. Wochenblatts. Selbsthilfe und Staatshilfe. Inbalt: Politische Uebersicht. Die Gewerks- Genossenschaften. Bom verrathnen Bruderstamm. Die demokratischen Ziele und die deutschen Arbeiter.. Zur Warnung. Sehr - Dank. Anzeigen. ladt vob trob Bort Son Dit DA Da ür che Tag DI tion Ber Politische Uebersicht. Einheit" gesichert haben. Hoffentlich verhallen die Worte Castellar's nicht im Wind. Schmiedet die republikanische Partei das Eisen, so lange es warm ist, stellt sie für die Wahlen republikanische Gandidaten auf, und geht sie mit der erforderlichen Energie vor, so ist ihr Sieg nicht bloß möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Inzwischen hat ein gemischter Ausschuß von( nicht republikanischen) Demokraten, Fortschrittlern und Liberalen ein Wahlmanifest in die Welt geschickt, das eine ganze Musterkarte von Freiheiten aushängt, und mit dem Saß schließt. Die monarchische Staatsform ist geboten durch die Forderungen der Revolution und der Freiheit. Die Monarchie von Gottes Gnaden ist für immer dahin. Unfre In Spanien kommen die Republikaner allmählich zu der Ueberzeugung, daß Prinzipien nicht mit sich feilschen lassen, und daß in Zeiten revolutionärer Krisen die„ Väßigung“ eine zweifelhafte Tugend ist, für die man nur der Feinde Dank verdient, welcher sich aber befanntlich stets in Form von Staatsstreichen, Standrechtlungen und ähnlichen hübschen Gegenleistungen ausdrückt. Verflossene Woche erwähnten wir der unglücklichen Demokraten- Proklamation, die mit einer theore Symbol der Volkssouveränität sein." Welch verworrnes Getischen Verherrlichung der Republik begann, und mit einer schwäß! Die Monarchie,„ geboten durch die Forderungen der praktischen Anerkennung der Monarchie endete. Einer der Revolution", welche eine Monarchie gestürzt hat! Die MoUnterzeichner jener Satyre auf den gesunden Menschenverstand, narchie, geboten durch die Forderungen der Freiheit", die erst der sonst tüchtige Castelar hat soeben einen, schon früher ge Warum er legtere für die schlechtesten hält, wird nicht direkt 27 künftige Monarchie wird den Volksrechten ihre Entstehung verdanken, und, ein Kind des allgemeinen Stimmrechts, das nach dem Sturz einer Monarchie sich entfalten konnte! Diese Parteien, die sich bloß durch die mehr oder weniger dick aufgetragene Phrasenschminke unterscheiden sind eben unverschriebenen, aber während des Versöhnungsdufels bei Seite Halben" denn das sind die Mitglieder der drei geeinten gelegten Brief an die Republikaner" peröffentlicht, in dem er klar und bündig ausspricht: Ich glaube, daß die republikanische Staatsform die einzige ist, die in strenger Har- besserlich und überall dieselben: in Deutschland machen monie mit unseren nationalen Ideen steht. Ich glaube, alle sie neue Aeren" zu Nuß und Frommen eines Bismard oder Monarchien sind schlecht, am schlechtesten die demokratischen." sonstigen genialen" Staatsmanns; und in Spanien bahnen gefagt, allein er meint jedenfalls; weil sie auf der Zusammen- diesmal vermuthlich Prim heißen wird, wenn das Bolk nicht topplung zweier Prinzipien beruhen, die sich mit Nothwendig bei Zeiten einen Riegel vorschiebt. feit befämpfen müssen. Die Vortheile der bundesstaatlichen ( föderativen) und der Einheits- Republik gegen einander abwä gend, zieht Castelar für Spanien die erstere vor, da sie leich ter den bestehenden Einrichtungen anzupassen sei. Wir wollen hier bloß bemerken, daß der Gegensatz zwischen föderativer und Einheits- Republif ein rein gemachter ist, daß es sich in Wirk fem man chen len dhes Den sie den Weg für irgend einen industrieritterlichen General, der Das Wahlgefeß liegt nun vor uns. Abgesehen von dem Alterszensus von 25 Jahren, der für das halb tropische Spanien, wo die Menschen weit früher ,, reif" werden, als bei une, absolut nicht zu entschuldigen ist, enthält das Gefeß noch mehrere sehr reaktionäre Bestimmungen, z. B. daß Niemand das Wahlrecht ausüben darf, der mit den Steuern im und Gemeinden gewählt werden, und daß überhaupt nur in lichkeit nur um größeres oder geringeres Maß staatlicher Gen Rüdßtand ist, daß keine Beamten in ihren Provinzen, Kreisen tralisation handelt, daß die Republik ihrem eigensten Wesen dach das Selbstbestimmungsrecht zur Grundlage hat, und daß Ich bewährt haben: Die Schweiz und die Bereinigten Staaten von Nordamerika auch Einheits republiken find, nnd beide in neuerer Zeit durch Waffengewalt sich ihre viele Republikaner sind. Madrid ansässige Beamte ein Mandat annehmen dürfen! Um die Tragweite dieser die Wahlfähigkeit der Beamten beinahe vernichtenden Bestimmungen abſchäßen zu können, muß man bedenken, daß unter den schlechtbezahlen niederen Beamten sehr 370 Wenden wir jetzt unsere Blicke nach Frankreich, der alten Heimath der Revolution. Das Beispiel Spaniens hat eine mächtige Wirkung hervorgebracht, und mit steigender Erbitterung betrachtet das Volk, welches so oft die Fackel der Freiheit den übrigen Nationen vorangetragen, seine unwürdige Lage. Von den Kundgebungen auf dem Kirchhof Montmatre, von der Subskription für das Baudin- Denkmal haben wir schon berichtet. Die Provinzen sind nicht hinter Paris zurück geblieben; in den meisten Städten finden ähnliche Demon strationen statt, und überall organisirt man sich mit stürmischem Eifer für die herannahenden Wahlen. Der Kaiser will durch die brutalsten Mittel den freiheitlichen Geist ersticken, und seine fnechtischen Richter haben die vermeintlichen Urheber der jüngsten Kundgebungen zu schweren Strafen verurtheilt. Doch was erreicht er damit? Die Erinnerung an die Vergangenheit wird in den Massen wachgerufen, die blutige Wiege des Kaiserreichs aufgedeckt und Del in die Flammen der Leidenschaft gegossen. ..Der Prozeß gegen das Kaiserreich" hat begonnen. Eine Katastrophe bereitet sich vor. Der Cäsarismus jenseits des Rheins ist bankrout, und es fragt sich bloß, ob er den Cäsarismus diesseits des Rheins in seinen Fall hineinzuziehen versuchen wird. und die ein mein des bere beite zufo sondern in der eines seiner Agenten wegen w'a h1b este chung verurtheilt wurde), stand soeben in Mainz wieder vor Gericht. Anr angeflagt die hessische Regierung beleidigt zu haben. Bei dieser Gelegenheit kam heraus, daß Hr. Bamberger einen Aufruf, in dem er überschwänglichst gelobt worden war, selbst geschrie sam ben hatte. Eigenlob wie heißt doch das Sprichwort? Der österreichische Reichstag hat den Wehrgefeß vorl entwurf in allen Einzelheiten mit bedeutender Mehrheit an genommen: die 800,000 Mann, die dreijährige Dienstzeit, die Bewilligung auf zehn Jahre! Wahrlich, der Parlamenta rismus ist eine unbezahlbare Erfindung für Regierungen, den Schweiß und das Blut ihrer Völfer en gros fonfumiren 71 wollen. Diese modernen Barlamentler find gefügiger, als die alten Stände es je gewesen. Das Votum des Reichstags kann in der That nur als Ausfluß knechtischer Gesinnung trachtet werden. Wir geben gern zu, daß die Lage Desterreicht nach vielen Seiten hin bedroht ist, wir geben zu, daß man nicht mit Einem Satz aus dem System der stehenden Heere Ant in das Milizsystem hineinspringen fann; wir würden es dem nach ganz erklärlich gefunden haben, hätte der Reichstag für dieses Jahr eine hohe Militärziffer bewilligt; aber das er alle freisinnigen Prinzipien zu Gunsten eines Wehrsystems opferte, daß cingestandenermaßen erst in 10 Jahren ausgebil det ist, und also nicht zur Abwendung der jetzt drohenden Gefahr Fest dienen kann; daß er das Land auf 10 Jahre an dieses Gefeß schmiedete das ist schmachvoll und wird sich rächen. Das Großpreußenthum sieht schadenfroh mit zu, wie die Wogen um Bonaparte höher und höher steigen. Die verblendeten Zündnadelanbeter begreifen nicht, daß sie eine französische Revolution mehr zu fürchten haben, als einen Krieg mit Frankreich. Oder sind die Zustände in Preußen und dem Nordbund etwa der Art, daß kein Funke von drüben hier zünden könnte? Grauenhafter Nothstand in Ostpreußen; der Ende dieses Jahres ablaufende Gartelvertrag mit Rußland, der ihn großentheils herbeigeführt, sichren Anzeichen nach von der Regierung wieder erneuert, weil sie der Freundschaft Rußlands nicht entbehren kann; in den meisten Provinzen Massenverar mung, die sich in der Abnahme des Ertrags der Mahl- und Schlachtsteuer zeigt: zerrüttete Finanzen. Defizit, willkürliche Vermögensfonfiscationen, um den Staatsschatz zu füllen; foloffaler Aufwand für die Armee und für die Schule, kein Geld, so daß der§. 25. der Verfassung, der unentgeltlichen Volksunterricht verbürgt, aus Mangel an Mitteln abgeschafft werden muß; Majestätsbeleidigungen, Zeitungsmaaßregelungen, kurz überall die verwüstenden Wirkungen des Militarismus, die unausbleiblichen Folgen der Gewaltherrschaft-- und in Berlin reibt man sich die Hände, daß aus dem Haus des Nachbars Louis Rauch aufsteigt! Die Budgetdebatte hat begonnen; Hr. Lasker beantragt Erhöhung der Bundeseinnahmen, d. b. Belastung der Bundesstaaten zur Deckung des preußischen Defizite! Ja, hätten dieselben nur genug Steuerfraft!" Aber da hapert's; sie sind klein, meist winzig, und obendrein sämmtlich schon überbürdet. Wo will Lasker den Schröpftopf anfeßen? be bere beri figer Die befo Die Sigungen der Delegationen( gemeinschaftlichen Ausschüsse von Vertretern beider Reichshälften) haben in Beth begonnen. Eine erfreuliche" Nachricht ward ihnen sofort vorgelegt, nämlich das es der Staatsregierung endlich gelun ist, die sehr heifle kaiserliche- Titel frage so zu lösen, daß die Ungarn sich nicht verlegt fühlen können. Der volle Titel des Kaisers lautet hinfüro: Kaiser von Desterreich, König von Böhmen 2c. und apostolischer König von Ungarn, abgekürzt: Kaiser von Desterreich und apoftolischer König von Ungarn. Der Titel wäre somit festgefeßt. Db auch die Krone? Die Junker werden rebellisch, Bismarck ist fern( die Abwesenden baben unrecht", sagt der Franzose) und Man teuffel ist nah.„ Dieser dreifache Bau in und übereinander ( Abgeordnetenhaus, Reichstag und Zollparlament) tauge nichts, meint die Kreuzzeitung"; der Schwerpunkt des Nordbundes liege in Preußen, was allerdings richtig; an den Vertre tern Preußens sei es, dem Staat aus der Klemme zu helfen und thäten sie ihre Pflicht nicht, nun, so werde das„ Land" Czar Es laufen schlimme Nachrichten ein; der russische hat eine Aushebung von 280,000 Mann angeordnet, die russische Regierungspresse ist gar übel zu reden auf Desterreich, und Rumänien füllt sich immer mehr mit preußischen Zünd nadelgewehren, sogar ein preußisches Kanonenboot ist daselbst eingetroffen. Aufgepaßt ihr Herren in Wien! allg feiti Re wele ersch git dot Beri Aba Rü dem Gib übe Bur mü Ele thu für ftat Her mo tra nad Gei ma thei fan legt jene fo tla Aus England wird gemeldet, daß die Alabama- An gelegenheit der schiedsrichterlichen Schlichtung zueilt. Die Alabama war bekanntlich ein Kaper, oder genauer und ver ständlicher ausgedrückt ein Seeräuberschiff, das während des amerikanischen Bürgerkrieg auf Rechnung der südstaatlichen bellen in einem englischen Hafen ausgerüstet und von den englischen Behörden, obgleich fie rechtzeitig gewarnt waren, nicht am Auslaufen verhindert wurde, und dem amerikanischen Handel argen Schaden zufügte, bis es von einem Vereinigten Staaten Dampfer an der französischen Küste in Grund g schossen ward. Die amerikanische Regierung machte gleich von Anfang an die englische für allen Schaden verantwortlich; diese ließ sich aber auf nichts ein, und eine Zeit lang schien co fast, als sei der Friede zwischen den zwei Ländern durch diese Streitfrage gefährdet. Jetzt ist die Sache so gut wie et ledigt. Die Unterhauswahlen sind in vollem Gang. Nach ( d. i. die Land junker) zum König stehen" und Also schon den vorliegenden Telegrammen hätte die ministerielle Partei an einen Staatsstreich gegen die Bismarcksche Schöpfung denkt verschiedene Siße verloren; doch läßt sich über das Resultat man an maaßgebender Seite. Etwas Erheiterndes in dieser Zeit der schweren Noth": Hr. Bamberger( der beiläufig jüngst nicht in eigener Berson, noch nichts sagen. gen un ift, ten in bol fei SCREE ng cht, in ies rt? an and die en Die nn be des Aus Nürnberg wird uns berichtet, daß sich daselbst auf Anregung des dortigen( demokratischen) Arbeiterbildungsvereins des dortigen( demokratischen) Arbeiterbildungsvereins eftein Comite gebildet hat, welches einer einzuberufenden allgemeinen Arbeiterversammlung eine Eingabe an die demnächst zu sammentretende bairische Abgeordnetenkammer für Einführung allgemeinen gleichen und directen Stimm und Wahlrechts vorlegen wird. Dieses Comite hat nicht nur an alle Arbeiter: bereine in Nürnberg und Fürth, sondern auch an alle daselbst bestehenden Gewerkscorporationen und Arbeiter der Fabriken taeine Einladung zur Bildung eines definitiven Comite's erlassen, jufolge welcher der größere Theil der Eingeladenen, darunter 7 Abgeordnete des Nürnberger( nationalliberalen) Arbeiter bereins sich im Lokale des Nürnberger Arbeiterbildungsvereins bersammelte. Ist schon die Wahl des Herrn Rüll zum Vorfißenden als ein erfreuliches Zeichen dafür zu betrachten, daß die Sonderbündlerei in den Nürnberger Arbeiterkreisen nicht besonders guten Boden haben muß, so beweist vollends der auf Antrag Löwensteins( Fürth) gefaßte Beschluß( nach welchem allgemeines, directes Wahlrecht mit geheimer Abstimmung, Beseitigung jedes Census und aller derjenigen Bestimmungen, welche die Ausübung eines solchen Wahlrechts hindern oder rschweren, Abkürzung der Wahlperioden, Abschaffung des Instituts der Ersaßmänner und des politischen Eides, gesegliche Feststellung der Wahlbezirke 2c., die Strebziele der einzuleitenden gitation sein sollen), daß trotz aller gegnerischen Umtriebe es doh nicht recht gelingen will, die Arbeiter irre zu leiten. Die Bevammlung wählte zur Ausarbeitung einer Eingabe an die Abgeordnetenkammer ein Gomite, bestehend aus den Herren Rül, Rögner und Löwenstein. re 11 16 b t יד 1 1 I Lesterer wurde von dem Comite mit der Ausarbeitung des Entwurfs betraut. Gibt uns diese Wahl, sowie die Zusammenſegung des Comite's 371 Dogauer, von Wilkau: Säußler und verschiedene andere Deputirte der Nachbarvereine beiwohnten. Die Festrede hielt Herr Schweichel. Redner legte dar, wie der Einfluß und die Mitwirkung der Frauen bei der Befreiungsarbeit des Volkes unumgänglich nothwendig sei, wenn die Freiheit nicht nur erobert, sondern auch fest begründet werden solle. Die Rede Schweichels ist auf Veranlassung des Crimmitsa, auer Boltsvereins im Druck erschienen und von letterem zu beziehen. Nach Schweichel sprachen noch Bebel, Dozauer, Stolte, Motteler u. A., durch ihre Worte die Anwesenden zu zäher Ausdauer an dem einmal in Angriff genommenen Werke der Befreiung und Selbstständigmachung des Arbeiterstandes anfeuernd. Am Sonntag den 15. dies. Monats hatte der ArbeiterBildungsverein in Reichenbach eine allgemeine Bersammlung einberufen, die von nahe an 1000 Personen besucht war. Unter den Anwesenden war das Beamtenthum und die Bourgeoisie zahlreich vertreten. Bebel sprach in anderthalbstündigem Vortrag über die sociale Frage und die Nothwendigfeit der Organisation des Arbeiterstandes. Er benuste die Anwesenheit der zahlreich erschienenen Fabrikanten, um ihnen in ungeschminkten Worten die schmähliche Behandlung vor Augen zu rücken, die sie ihren Arbeitern angedeihen lassen. Lebhafter Beifall ward dem Redner zu Theil. Die wiederholte Auffor. derung an die Gegner, sich zum Wort zur Entgegnung zu melden, blieb erfolglos, worauf der Borsigende Lohgerber Löscher die Versammlung schloß. Eine Versammlung, wie diese war in der dortigen Gegend dringend nothwendig. Der Druck, unter dem der Arbeiter leidet, ist kaum zu ertragen. Die Arbeitszeit in den Spinnereien dauert von Morgens 5 Uhr bis Abends 8 und 9 Uhr, nur unterbrochen durch ein Stunde überhaupt auch die Gewißheit, daß die zu erörternden Fragen Mittagpause, dabei ein Verdienst, der für das allernothdürftigste zum Lebensunterhalte kaum ausreicht. Bei solchen Zuständen darf man sich wahrhaftig nicht wundern, wenn der Mensch nur in radical- demokratischen Sinne behandelt werden, so müssen wir doch unsere Freunde ersuchen, vor den gegnerischen Elementen im Comite, die jeßt auf einmal recht demokratisch thun, auf der Hut zu sein. So viel uns bekannt, finden in fürzester Zeit die Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer in Baiern strebungen auf Befreiung seiner Klasse gleichgültig verhält. statt und da benußt man, wie uns scheint, von Seiten der Herren Beu geois die Gelegenheit, um die recht wurmstichig ges wordene Bopularität wieder auszuflicken und sich in das Ber trauen der Arbeiter einzuschmeicheln, um sie bei den Wahlen nach oft erlebten Vorgängen als Stimmvieh zu gebrauchen. Seid auf der Hut! rufen wir den Arbeitern dort und aller wärts zu. zur reinen Arbeitsmaschine herabsinkt, wenn alles geistige Streben in ihm erlischt und er sich gegen alle höheren BeFühlt er troß alledem noch einen Funken geistiger Regsamkeit in sich und sucht er denselben durch Betheiligung an einem Arbeiter- oder sonstigen gemeinnüßigen Verein zu bethätigen, dann kommt der Fabrikant( diese Herren nennen sich hier wie überall ,, freifinnig" und ,, liberal") und sucht mit Schimpf worten und der Drohung der Arbeitsentlassung ihn einzuschüchtern und zurückzuhalten. Und der Arbeiter, der Brodlo Nachschrift. Wie uns soeben aus Nürnberg mitge sigkeit und das Glend seiner Familie vor Augen sicht, zieht theilt wird, het der Vorsitzende des Arbeiterbildungsvereins, sich zurück und schweigt, denn Hunger thut weh. Das ist die Rigner, welcher auch zugleich Borfizender des Borortsvor gerühmte Freiheit" der Arbeit. Das System der Lohnabzüge Standes vom Arbeiterbunde" war, seinen Austritt aus dem legteren erklärt. Wenn die Haupteiferer für die Gründung schönster Blüthe. Ob ein Fehler an der Waare wirklich ist, jeres Sonderbundes so schnell erlahmen, und die Flinte in's Rom werfen, dann muß es um den ganzen Bund recht haftes knapp zugemessenes Rohmaterial des Arbeitgeber ent tläglich bestellt sein. ist denn auch dort, wie überall in unsern Weberbezirken in ob ihn der Arbeiter selbst verschuldet oder ob er durch mangelstanden ist, das fommt nicht in Betracht. Der Fabrikant oder sein Beauftragter dekretirt das Strafmaaß nach eigner WillFerner theilt man uns mit, daß unser bewährter Parteigenose Mendel von Wundsiedel nach Nürnberg übergesiedelt für und fürzen rücksichtslos den ärmlichen, sauer verdienten und pfort als Mitglied dem Arbeiterbildungsvereine beigetreten ist, worüber dort große Freude herrscht. Lohn. Da kommte vor, daß zeitweilig Dinge vorkommen, die Einem das Herz im Leib umkehren. So geschah es fürzlich, daß ein Reichenbacher Weber Ende der Woche zu einem Fabrikanten fam, fein Stüd Arbeit ablieferte und bei AusAm 7. dies. Monats sprach Bebel in einer gut besuch zahlung des Lohne einen bedeutenden und ungerechten Abzug ten Bersanmlung des Bolts- und Arbeitervereins in Werdau, in welcher auch Gäste zugegen waren, über die socialen und gemacht befam. Kochend vor Zorn und Ingrimm geht der Mann ins Wirthshaus und vertrinkt in der Verzweiflung den politischen Brinzipien der Partei. Sonntag den 8. November ihm verbliebenen Rest. Als er dann Abends nach Hause geht feierte der olksverein von Grimmitschau ſein Stiftungs- und die kalte Nachtluft ihn wieder zur Befinnung bringt, fest, dem vor Leipzig: Schweichel und Bebel, von Zwickau: fällt ihm die hungernde Familie ein und er geht hin und 372 erhängt sich an einem am. Wege stehenden Baum! Andern Morgens umstehen 8 Kinder weinend und jammernd die Leiche des Vaters. Ob dem reichen Fabrikanten bei der Nachricht dieses Verbrechens das Herz gepocht, wissen wir nicht. Die Gesellschaft zuckt die Achsel, freut sich einen Gegenstand zu haben, an dem sie einige Tage ihre Klatsch- und Verläumdungssucht befriedigen kann. Und der Staat?- Nun der Staat schickt seine Beamten, läßt die Leiche gerichtlich refognos ciren und sorgt dafür, daß sie in irgend einer Ecke des Kirch hofs, möglichst weit von den ,, christlich" Gestorbenen, verscharrt wird. Die Wittwe mit ihren acht hungernden Würmern fällt der Gemeinde zur Last, die ihr natürlich nur eine fümmerliche Hülfe gewähren kann und der eigentliche Urheber des Verbrechens, er geht straflos aus und bleibt vor wie nach ein geachteter" Mann. Welche Zustände, das! Stä dad Staaten um einige Monate mit Erlaß eines Pensionsgefeße 400 vorausgeeilt, so doch nicht in der Befriedigung berechtigter hatt Forderungen. Die Beeger'sche Schrift giebt in einer ange fich hängten sehr reichhaltigen Tabelle eine Uebersicht der für die lang Staatsdiener, Offiziere, Geistlichen und Lehrer verschiedene Länder und Städte bestehenden Pensionesfalen, und läßt hier lege aus sowohl, wie aus vielfachen Vergleichungen in der Schriftsur selbst erkennen, daß die Lehrerschaft fast in feinem Lande wenig von ihrer Regierung geachtet ist, wie in Sachsen tan Das bittere Gefühl erfahrener Zurücksetzung spricht sich in det Schrift sehr deutlich aus; und wahrlich, es ist gerechtfertigt erset wenn man Seite 2 erfährt, daß ein Lehrer bei den verschie nach denen Festsetzungen etwa wie 1/2 oder 2/5 Geistlicher gerechne wird; am haarsträubendsten tritt dies hervor bei den an fi schon verwerflichen Abzügen für Emeriten. Sigt nämlich ein Bri Emeritus auf der Stelle, so hat der neue Lehrer von 250 Thirn 50 Thlr. abzugeben, von 500 Thirn. 150 Thlr., ein Geif licher( und bekanntlich sind diese durchschnittlich gut, die Lehre schlecht besoldet) zahlt bis 549 Thlr. nichts, von 550 Thlrn. 50 Thlr. Freilich hat der Abgeordnete Sachße aus Freiberg bei der Berathung des Geseßes das große Wort ausgesprochen die Geistlichen nähmen eine höhere Lebensstellung als die Lehre zum Sonntag, den 8. November, fand Nachmittags in Geyer eine zahlreich besuchte Volksversammlung statt, in welcher E. Werner aus Leipzig die Nothwendigkeit einer gründlichen Or ganisation der Arbeiter und die Gründung von Gewerksgenossen schaften unter Anknüpfung an die bestehenden Gesellenschaften und Innungsfrankenkassen hervorhob. Die Kürze der Zeit gestattete leider keine längere Diskussion, da für den Abend eine Versammlung des Arbeitervereins in Ehrenfriedersdorf anberaumt war, die sich des Besuchs sehr vieler Gäste erfreute, und in welcher der Genannte das gegenwärtige soziale Glend der Arbeiter, dessen Ursachen und die Mittel zur Besserung in einer längeren Rede erläuterte. In Ehrenfriedersdorf zählt der Arbeiterverein 160 Mitglieder und befindet sich ein blühender Consumverein, wie denn überhaupt unter den dortigen Arbeitern ein sehr reges Leben herrscht. J. Beeger, Motivirtes Gutachten über das Gesetz vom 26. Mai 1868, die Emeritirung ständiger Lehrer an den Volksschulen im Königreich Sachsen betreffend. Zugleich eine Entwickelung der Hauptforderungen, welche an die Lehrerpensionsgefeßgebung im Augemeinen zu stellen sind. Leipzig, Klinkbardt. ein, also all Thl bear Dent Sto Wo als fön об mill und tur nich fei Als Mängel des Gescßes werden folgende hervorgehoben unse a) Es giebt dem Ministerium einen weiten Spielrau zu willkürlichen Pensionsgewährungen. Bis in sein 12. 15. Dienstjahr( nämlich bis zum vollendeten 10. ständig Dienstjahre) ist nach dem Gesetze der Lehrer nicht pensiersbe rechtigt, sondern es ist dem Ministerium anheim gegeben, es eine Bension( bis höchstens 100 Thlr.) gewähren will oder nicht. Daß derartige Licenzen der Willkür Thor und Thür öffnen, darüber ist gar nicht erst zu streiten; es häte dazu auch der Worte im Gesez gar nicht bedurft: wenn die Lehrer zu erheblichen Ausstellungen gegen ihr Verhalten nich Anlas geben." Ber mit icha Tra b) Es setzt den Anfang der Pensionsberechtigung auf ein wir sehr spätes Dienstjahr. Auf welches, ist bereits gesagt worden. Gegen die alten Bestimmungen von 1835, durch welche der Lehrer allerdings nur auf einen Theil des Einkommens vo der Stelle angewiesen war, ist dies ein großer Rückschritt denn seither hatten die Lehrer das Recht, welches ihnen jest erst vom 11. Dienstjahre an gegeben wird, schon vom ersten Tage der Anstellung an. Die vorliegende Schrift giebt ein vernichtendes Votum über ein Gesez ab, das mit vollem Recht den Namen einer halben Maßregel verdient und die Lehrer nöthigt, sich nach einer Decke zu strecken, die Kopf und Füße unbedeckt läßt, ein Gesetz, welches eine durchaus ungerechtfertigte Unterordnung notabene in Pensionssachen Bou in i fie; tenn Teru fel bi in c) Es nimmt als Termin für den Eintritt der Alter pensionsberechtigung ein viel zu hohes Alter, nämlich das 70. Lebensjahr an. Lebensjahr an. als einziges bei der Abfassung maßgebend gewesenes Prin- Jahr; wenn man aber die in der Schrift enthaltene statistisce Für die sächsischen Geistlichen gilt daffelbe zip erkennen läßt, und das endlich, so weit sich die Absichten Vergleichung der Lebensdauer der Geistlichen mit der der Lehre der Lehrer unter die Geistlichen der Gesetzgeber aus den betreffenden Kammerverhandlungen durchschauen lassen, dem auch in Sachsen grasstrenden Lehrermangel durch das wunderlichste Mittel von der Welt steuern will, nämlich durch die sehr spät eintretende Berechtigung zum Eintritt in den Ruhestand und durch überaus niedrige Penfionen. Sachsen hatte, nachdem es die Pensionsverhältnisse der Sivilstaatsdiener und Militärpersonen bereits seit länger als cinem Vierteljahrhundert geregelt, nachdem es für die Geistlichen vor vier Jahren ein Pensionsgeseß gegeben, nachdem eine große Anzahl deutscher Staaten, zum Theil in ausgezeich neter Weise, für ihre Lehrer gesorgt( vor allem Gotha, Baden, Anhalt, Würtemberg und Oldenburg) bis vor einem Jahre noch nichts gethan in dieser Angelegenheit; bätte es noch ein wenig gewartet, so würde es nicht blos von Desterreich und Bayern, sondern sogar von Preußen, durch Minister von z ansieht, so erkennt man, daß die Leßteren um 10 Jahre schlecht wegkommen. Und wie die Schulen dabei wegkomme, wenn ganz alte, in jeder Beziehung invalide Lehrer sie va d) Es gewährt einen durchaus ungenügenden Ruhegefalt walten, das kann man sich denken. da nämlich vom 11. bis 25. Dienstjahre ein Drittel, bor. bis zum 35. die Hälfte, vom 36. Jahre an zwei Deit tel des Einkommens, jedoch bringt es auf e) die Wohnung dabei nicht in Anrechnung. Ddurch sinft natürlich auch die höchste Pension von zwei Dritten nicht viel mehr als die Hälfte herab. f)& beansprucht von den Lehrern hohe Benfiosfaffen beiträge und zwar diese in vier verschiednen Formen, als Eintrittsgelder, als Beförderungsgelder, als Jahrsbeiträge Mühler, überholt worden sein. Ist es nun auch den letzteren bel und als Abzüge für Emeriti; legtere betragen z. B von 300 Apo Bein däch meld jeber wie Arbe Tung das beid Berk Mac 0 P t f ched 400 Thirn. 125 Thlr., bei 600 Thlrn. 200 Thlr. Der Minister gtet hatte bei der betreffenden Kammerdebatte erklärt: Das könnten nge fich die Lehrer schon gefallen lassen; drei Jahre dauerten nicht Die lange!! ener rift net Städten, 373 sich ja auch nichts Erhabneres vorstellen, als einen Mann, welcher aus eigener Kraft sein Schicksal sich gestaltet, indem er alle Hindernisse überwindet, die ihm Geburt, Armuth, Unbildung, Gesellschaft und Staat entgegen thürmen. Kein Wunder da her, daß dieses Wort zündend in die Arbeitermassen schlug. Polizeistaaten ausgesprochen werden durfte, ohne daß die Kühnheit einen Hochverrathsprozeß zur Folge hatte, und ihr, wie Heine fingt, das Zuchthaus, heilig groß, den Mutterschoß erschloß. erschloß. Nun es kreisten die Berge und gebahren eine Maus. Die Selbsthilfe war gar nicht auf den Staat gemünzt, konnte gar nicht auf ihn gemünzt sein. Denn nach den Lehren der Bourgeois Dekonomen ist ja der Staat nichts, die Gesellschaft dagegen alles; die Schuhriegeleien des Arbeiters durch die Polizei, das Uebermaaß der Steuern, der Soldatendienst, das sind ja alles Dinge, unter denen der Arbeiter nicht leidet, die mit der ganzen sozialen Frage nichts zu schaffen haben. Fort mit der Politik; denn da der Staat nichts ist, so kann euch Arbeitern auch dort der Schuh nicht drücken. Nur die gesellAm unglaublichsten und für die Betreffenden am verSie legendsten ist es jedoch, daß das Gesetz auch da hat müssen Wohl aber war es ein Wunder, daß dieses Wort in unseren zur Durchführung kommen, wo, wie in den meisten größeren bereits viel bessere lokale Pensionseinrichtungen beestanden. Tie Schädigungen, welche die Lehrer dieser Städte de dadurch erfahren, ist, wie wir aus Seite 5-8 und 48-50 tigt ersehen, sehr bedeutend. Auf Seite 49 und 50 ist mit Ziffern hie nachgewiesen, daß die Landespensionskasse an den Leipziger Lehrern% 28 dessen, was sie einzahlen, nämlich jährlich 587 gewinnen wird. Wenn, fährt der Verfasser fort, eine cia Brivatbank eben so viel, also 32 Prozent für Regieaufwand beanspruchte, so würde man dies sehr hoch finden und Betragen, bei einer solchen einzutreten. Wenn aber ein Staat derartige Geschäfte macht, so nenne dies Fürsorge und all Wohlthat, wer da wolle, fib ein Irn eif ret erg Jell ret ent Thlr. Denken wir werden nichts weiter thun. als bedauern, daß wir gegen den Staat nicht ebenso verfahren schaftlichen Hühneraugen sind es, die euch weh thun; diese also fönnen, wie gegen den Agenten einer Leibrentenbank, der uns müssen beschnitten werden. zum Eintritte in leg: ere mit Anwendung von Gewalt zivingen will, nämlich daß wir gegen jenen wegen seiner Eingriffe in unsere Rechte nicht klagbar werden können." und auf die gründliche Motivirung derselben, namentlich auch durch die unwiderlegliche Gewalt der Ziffern, fönnen wir hier be nicht eingehen. Wer sich weiter darüber unterrichten will, dem sei die Schrift bestens empfohlen. Auf die positiven Forderungen, welche der Verfasser stellt, об Der ür ret in 11. Det on en 0. be Die Selbsthilfe richtet sich also gegen die Gesellschaft, nicht gegen den Staat, welcher im Sinne der Bourgeoisie nur die Exekutivgewalt( die ausführende Gewalt) jener ist. Nun aber lehren die Apostel der Bourgeoisie, daß das Verhältniß zwischen Kapital und Arbeit ein ,, Naturgesetz" sei. Mithin muß der Arbeiter leiden und der Arbeitgeber ihn ausbeuten, selbst wenn er nicht wollte. Daraus erhellt, daß die vielgerühmte Selbsthilfe auch nur in den engen Grenzen sich bewegen kann, welche die Naturgewalt dem freien Willen und der Kraftanstrengung des Menschen läßt. Unfähig, jenes Naturgesetz aufzuheben, muß sich mithin die Selbsthilfe des Arbeiters darauf Unseren Freunden zur Nachricht, daß der Vorort des Verbands deutscher Arbeitervereine sich auf's Angelegentlichste beschränken, dem schweren Joch, das ihn zu Boden drückt, ein mit den Vorbereitungen zur Gründung von Gewerks- Genossen- Polster unterzuschieben, damit er etwas weniger wund gedrückt schaften beschäftigt, und in kürzester Zeit in der Lage sein wird, ein mit Benußung der Statuten der wichtigsten englischen Trades' Unions entworfenes Musterstatut zu veröffentlichen. Selbsthilfe und Staatshilfe. I. Neben der Bildung des Arbeiters haben die Apostel der Bourgeois Defonomen die Selbsthilfe mit großen Buchstaben fie; es ist deshalb des Arbeiters, der durch Bildung zur Ertenntniß seiner Würde gelangt ist, nicht würdig, eine Verbes ferung seiner Lage von Andern zu erwarten. Er muß sich wird. Ein solches Polster und nichts mehr sind die Krankenund Sterbekassen, die Wanderunterstüßungs-, Invaliden. Alterversorgungskassen und Consumvereine der Arbeiter. Um sie in das Leben zu rufen und zu unterhalten, giebt es für den Arbeiter, da ja das Lohngesez unwandelbar ist, nur das eine Mittel des Sparens. Wie er dies anfängt, da bekanntlich der Arbeitslohn nur genau so viel beträgt, als zu den unumgänglichsten Unterhaltungskosten des Menschen erforderlich ist, an welchen Enden er noch mehr entbehrt und sich noch mehr fafteit, als er dies schon bei den bestehenden Loynverhältnissen an und für sich thun muß, um einen Groschen zu jenen Zwecken bei Seite legen zu können, das ist seine Sache. Selbsthilfe heißt danach also mit einem minder wohlflingenden Worte: Sparen, Sparen, Sparen! Man sollte meinen, daß das Kapital, welches die Arbeitsselbst helfen. Ganz vortrefflich, und wir erkennen diesen Sag fraft schrankenlos ausbeutet, auch die Pflicht habe, die Mittel in seiner vollsten Bedeutung an. In dem Munde jener herzugeben, damit der Arbeiter Beistand und Pflege erhalte, Apostel hat er aber, wie wohlriechend auch ihr Athem ist, eine Beimischung von Pech und Schwefelgeruch, der auf seinen ver dächtigen 3wed deutet. Zunächst ist es klar, daß der Arbeiter, Wohlstand und Reichthum des Arbeitgebers das Erzeugniß des welcher den Grundsaß der Selbsthilfe zu dem seinigen macht, wenn er frank wird, damit er nicht Hungers sterbe, wenn er durch Verlegungen oder Alter arbeitsunfähig wird; sind doch Arbeiters. Mit nichten! Die Bourgeoisie hat diese Verpflichjeden Anspruch auf Unterstüßung von Seiten der Bourgeoisie tung nicht nur nie anerkannt, sondern sogar da, wo sie, durch wie von Seiten des Staates entsagt. Er entbindet dadurch Arbeitgeber und Regierung von der Verpflichtung, zur Aendeden Staat gezwungen, zu den Kranken- und Invalidenkassen der Arbeiter einen Theil beitragen muß, sich die ausschließliche tung seiner Lage beizutragen. Vor allen Dingen ist damit Verfügung über diese Kassen anzueignen gewußt, so daß der das schlechte Gewissen der Bourgeoisie dem Arbeiter gegenüber beschwichtigt. Der Arbeiter erflärt ja nun selbst, daß sie feine Arbeiter, dessen Gesinnung den Arbeitgebern nicht gefällt, keine Unterstüßung aus diesen Kassen empfängt, die überwiegend die Berpflichtungen mehr gegen ihn habe: sie kann also die Frucht seines Schweißes enthalten. Die Bourgeoisie verschanzt Macht des Kapitals mit ganzer Rücksichtslosigkeit walten lassen. Selbsthilfe ist ein großes, schönes Wort, und man kann fich eben vor allen Anforderungen dahinter, daß sie das Lohngesetz nicht geschaffen habe und deshalb auch nicht für dessen 374 furchtbare Folgen verantwortlich sei. Der Arbeiter aber nimmt ihr selbst vollends jede Verantwortlichkeit ab, indem er sich zum gelehrigen Schüler ihrer Lehre von der Selbsthilfe macht. Die 40 oder 60,000 Thaler, mit welchen sie Herrn Schulze aus Delitzsch für seine Erfindung dieser Art von Selbsthilfe belohnte, verräth deutlich ihre Freude über diese neue Lehre von der Sündenvergebung, wie ihre Dankbarkeit gegen Jeden, der ihr, absichtlich oder unabsichtlich, hilft die Arbeiter zu fnebeln. Herr Schulze aber mag sich Glück wünschen, daß er das hübsche Sümmchen bereits in Sicherheit hatte, bevor ihm angesichts der Hungersnoth in Preußen das Geständniß entschlüpfte, daß seine Lehre von der Selbsthelfe feineswegs unfehlbar sei, sondern es wohl Fälle gebe, in denen die Selbsthilfe zur Staatshilfe werden müßte. Giebt Herr Schulze zu, daß der Staat die Pflicht habe, überall da helfend einzuschreiten, wo die Kraft des Einzelnen ohnmächtig sei, so wird er sie auch dem Kapital gegenüber für geboten erkennen, welches nach Geseßen, die der Einzelne nicht zu ändern vermag, den Arbeiter zu einem ewigen Nothstande verurtheilt. Wie die Hungersnoth in Preußen, so hat die fortwährende Geschäftsstockung seit dem Jahre 1866 wohl un widerleglich dargethan, daß das Sparen dem Arbeiter ebenso viel nüßt, wie der Strohhalm dem Ertrinkenden. Hilfe, die sich in allen Fällen bewährt, kann dem Arbeiter nur die Umgestaltung des bestehenden Lohngefeßzes bieten. Indem aber die Selbsthilfe, im Sinne der Bourgeois- Defonomen, an dem bestehenden Lohngefeße nichts zu ändern vermag, führen alle jene Hilfskassen und Consumvereine zu weiter nichts, als dem Arbeiter einen Lutschbeutel in den Mund zu stecken, der ihn still macht, und ihn, da er selbst so vortrefflich für seine Gesund heit, Nahrung und Invalidität fürsorgt, arbeitsfähiger, d. h. ausbeutungsfähiger im Interesse des Kapitals zu machen. Die Gewerks- Genossenschaften. II. Die Interessen der Arbeiter zu wahren und zu fördern, und zu diesem Behufe die vereinzelten und vereinzelt ohnmächtigen Arbeiter in eine gemeinsame Organisation zu ver einigen, das ist Zweck und Wesen der Gewerksgenossenschaften. Es ergiebt sich hieraus zweierlei: Erstens, daß, die Gewerks- Genossenschaften unter der Leitung von Personen stehen müssen, welche, die erforderlichen Fähigkeiten als vorhanden vorausgefeßt, von dem Klaffeninteresse der Arbeiter durchdrungen sind. Daß Arbeit und Kapital in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft im Kampf mit einander begriffen sind, ist eine Thatsache, die nur von der Blindheit und Böswilligkeit weggeläugnet wird. Die Geund wenig zu finden ist, wie auf politischem, werden die Gewerks Genossenschaften sämmtlich von den Arbeitern der betreffenden Gewerke verwaltet und geleitet. Mit welchem Talent welcher Aufopferung, das zeigt die ruhmvolle Geschichte der englischen und amerikanischen Trades' Unions. Die deutschen Arbeiter müssen dem Beispiel ihrer eng lischen und amerikanischen Brüder folgen, und, indem sie die Gewerfs- Genossenschaften mit Geschick organisiren und leiten. werden sie den unwidersprechlichsten Beweis ihrer politischen Reife" liefern. jein man unfe Lan nati Kör glau Tage den: und daß ist d nale borla Also: Arbeiter an die Spize der Gewerks- Genossenschaften Zum Zweiten ergiebt sich aus dem Wesen und dem 3wed aber der Gewerks Genossenschaften, daß sie centralisirt müssen. Nur durch Sammlung der vereinzelten Kräfte be fähigen sich die Arbeiter zum Widerstande gegen die Ueber gend macht des Kapitals. Von einer blos örtlichen Organisa tion ist nicht das Mindeste zu erwarten; die Arbeiter kämpfen nur dann mit einigermaßen gleichen Waffen, wenn sie g einigt sind. Einigung ist die Stärke der Schwachen. Aber es gibt eine demokratische und eine undemokratische Centralisation. Undemokratisch ist z. B. die Centralisation wie sie in Preußen und Frankreich herrscht, die jeden Einzel willen zu erdrücken, jeden Freiheitsgedanken zu tödten sucht Eine andere undemokratische Centralisation ist die persönliche Diktatur. Es kann Zeiten geben, wo auf politischem Feli die Diktatur nöthig ist zur Rettung des Staats; dann darf fe dem tärf und dic ift, geben treue jurü mär angu wege gung und aber nicht persönlich sein, sondern muß wenn auch Namen nach einer Person übertragen in Wirklichkeit von einer durch das Volf controlirten Körperschaft ausgeübt wer den, wie vom Convent in der ersten französischen vom Gongreß in der legten amerikanischen Revolution. Persönliche Diktatur, die nur der Absolutismus unter anderem Namen ist, muß stets zum Ruin des Gemeinwesens führen. Wie auf politischem Gebiet, so auf jedem anderen. Die moderne Arbeiterbewegung ist ihrem innersten Wefen in haft und ftant blid wir, tam bat? Eze Wer gegeb bart nach demokratisch; durch eine undemokratische Organisation würde sie sich selbst untreu werden, sich selbst verrathen. Also demokratische Gentralisation, welche die Kräfte einem Brennpunkte sammelt, ohne die Menschen zu Maschinen eine organische Centralisation, welche I die Individualitäten entfaltet und dem gemeinsamen Zwed dienstbar macht feine mechanische Gentralisation, welche fi zurückdrängt und fremden Zwecken dienstbar macht. herabzuwürdigen, Vom verrathnen Bruderstamm. In einem Privatbrief wird uns aus Böhmen geschrieben: ,, Wir sind den demokratischen Bestrebungen hier gewiß nicht werks- Genossenschaften haben die Aufgabe, diesen Kampf für abhold aber man irrt sich, wenn man uns Zeit und Kraft die Arbeiter zu führen. Der Kampf richtet sich gegen das die Arbeit ausbeutende Kapital. Wenn nun Vertreter des Kapitals kommen, wie z. B. Hr. Duncker in Berlin, und wollen sich an die Spitze der Gewerksgenossenschaften stellen, so liegt auf der platten Hand, daß solche Männer entweder unchrliche Absichten haben, oder sich unter den Gewerksgenossenschaften etwas anderes denken, als dieselben in Wirklichkeit sind. Es sei ferne von uns, zu behaupten, daß sich an der Organisation zutraut, nach zwei Seiten Front zu machen. Mühsa erhalten wir uns über dem Wasser, um in dem feudal- natio nal- klerifalen Schwall nicht unterzusinken. In erster Linie find wir national, in zweiter erst politisch ments wenigstens nicht in Böhmen und wir find fein Mi Di fich geber Febr als ernite Rati binm jerbl Dent ce nicht aus freiem Willen, sondern weil wir sonst über haupt nicht mehr cristirten. Man hat in Deutschland Verständniß für österreichische Verhältnisse. Ein deutsches nisterium in Wien bedeutet nicht: herrschen des deutschen Gle der Gewerksgenossenschaften Niemand ohne Hintergedanken besondern höchstens theiligen könne, der nicht selbst Arbeiter ist; allein es liegt nun Sicherstellung vor gröberen Vergewaltigungen den Abbrud einmal in der Natur der Menschen und der Dinge, daß jeder im Detail, die Schädigungen im Privatleben, die das, gerade in seinen gebildeteren Elementen boshaft und pöbelhaft gegen uns auftretende czechische Bolk beständig vollzieht, kann die österreichische Regierung in Böhmen nicht hemmen. Stand, jede Klasse ihre Standes- und Klasseninteressen selber am besten versteht und am besten zu wahren weiß. In England und Amerika, wo das Bevormundungssystem auf sozialem Gebiet so grab Pfäff ment Ri n: aft 110 in udh ent 110 er 18 Man verlangt von uns Deutschen, daß wir Böhmen gerden manisiren( deutsch machen), und wir haben die größte Noth, nd unser czechischen Adeligen, Geistlichen und Beamten preisgestelltes der Landvolk an gewissen Orten bei der deutschen politischen und nationalen Fahne zu erhalten. ng ten CH Ten ped cin be Der ija fen ge the on, Sel cht iche IN em and on. em cell. fen che ed Soll Böhmen nicht ein verwüstendes Krebsgeschwür im Körper Deutschlands werden, so muß es germanisirt werden glauben Sie nicht, daß Sie auf treuer demokratischer Grundlage ein reelles Auskommen mit slavischen Völkern finden werden: wir waren der Meinung und wurden bös betrogen und übervortheilt. Wir begehen diesen Fehler nicht mehr aber wir gewärtigen von unseren Landsleuten in Deutschland, daß sie ihn noch einmal begehen und warnen daher bei Zeiten. Germanisiren aber kann das ohnmächtige Desterreich nirgends mehr ob es einer anderen Macht gelingen wird, das ist die Frage der Zukunft und der Existenz Deutschlands. Wir stehen in fortwährendem Kampfe um unsere nationale Eristenz. Alle unsere Bildungsmittel des Volkes müssen borläufig darauf gerichtet sein, das nationale Element zu stärken. Wir schließen deshalb auch feine Bakte mit Klerifalen und Feudalen, wie unsere Gegner; aber wir müssen uns hüten, die Interessen zu zerstreuen. ist, darf man sich der sozialen und politischen Bewegung hingeben: bei uns in Böhmen aber wüßte ich Ihnen außer dem treuen Baladin Borrosch in Prag, der übrigens vollkommen zurückgezogen lebt, Niemanden zu nennen, der in der Lage wäre, sich den sozial demokratischen Bestrebungen Deutschlands In Deutschland, wo die nationale Gristenz ungefährdet anzuschließen. An Lust zu gut demokratischem Thun fehlt es uns keines Wege aber der nationale Krieg verbietet uns die Befriedigung unserer Privatneigungen." ( Dies Gemälde ist düster, aber im Wesentlichen unzweifelhaft wahrheitsgetreu. Wir glauben, daß die Gefahr vorübergehen, und daß zwischen den Deutschen und Czechen trotz alledem eine Verftändigung zu Stande kommen wird allein für den Augenblid steht die Sache sehr schlimm. Wer ist es aber, fragen wir, der die deutschen Brüder in Desterreich von dem Hauptftamme losgeriffen und in die slavische Welt hinausgestoßen hat? Wer ist es, der im Sommer des Jahres 1866 die 375 Staats- Bankerotte, um den Staat jegt in die rechte Bahn zu leiten, wo ihn trozdem noch immer Regentenlaunen, Beichtväter und Schleppen bedrohn. Wollen die deutschen Demokraten auch auf eine gleiche pfäffische Reaktion, auf einen Staatsbankerott in Preußen, auf ein neues Jena warten, ehe fie gut genug dazu wären, eine Rettung zu versuchen, wo vielleicht keine mehr möglich wäre? Wollen die wahren Patrioten zusehen, wie die Bildung des Volkes Rückschritte macht unter der Herrschaft der Schulräthe und der Geistlichkeit, wie die alljährlichen Schaustellungen unseres Scheinfonstitutionalismus das Volt politisch ermüden und abstumpfen, wie die thatlofen Phrasen eines impotenten Liberalismus die Freiheit und Einheit der Nation selbst in Verruf bringen, wie eine von Gold und Machtanbetung verfälschte Presse den gesunden Volkssinn betrügt und vergiftet, wenn irre geleitete Arbeiterbewegungen nur der Reaktion dienen, wenn die Massenarmuth unter den drückenden Militärlasten und dem rapiden Anwachsen des Großkapitals ununterbrochen vorschreitet- so daß wir nach einem Jahrzehent das deutsche Volk demoralisirt, entnervt, verdummt, bettelarm( bis auf einen kleinen Bruchtheil), zerrissen in Preußen erster und zweiter Klasse, und Süddeutsche am Rande des politischen Unterganges erblicken könnten? Nun, gab es oder giebt es eine Fortschrittspartei? hör' ich eine Stimme fragen. Es gab einmal eine Fortschrittspartei, die den Demokraten von einst den Muth gab, sich wiederum am politischen Leben zu betheiligen, die dem murrenden und verzagten Volke, die den Arbeitern, die das zerschossene schwarzroth. goldene Banner treu gehalten, wie eine schöne Morgenröthe der Freiheit aufging. Es folgte ihr kein Tag. Was war sie denn? Nun, eine Partei, zusammengeseßt aus frondirenden Liberalen, gealterten" Demokraten, ehrgeizigen Strebern ohne Opfermuth und einigen braven Kämpen der Freiheit, unverwitterten Säulen des Volfsthums; mit einem Worte: die Fortschrittspartei ist oder war der Comprommiß der Halben mit den Ganzen; wie hätte sonst aus ihr eine national= liberale Partei hervorgeben können? Die politische Berechtigung der Fortschrittspartei und ihres schüchternen Comprommiß- Programms vom 9. Juni 1861 Szechen zum Kampf gegen die Deutschen aufforderte? hörte auf am 13. März 1862; fie vollzog den politischen Wer? Ueberflüssige Frage. Hat es je einen zweiten Staat bart hätte?) Selbstmord, als sie im Sommer und Herbst 1863 nicht das gegeben, der in ähnlicher Weise seinen deutschen Beruf" offen- that, was das lauschende Volk von seinen Führern erwarten Die demokratischen Ziele und die deutschen Arbeiter. ( Fortseßung.) mußte. Als ihr die Reaktion mit offenem Visir und mit der Devise: zwischen Prinzipien giebt es keine Versöhnung!" ent gegen trat, scheute sie es, das Visir zu öffnen und mit dem Rufe: Entweder Oder!" zu antworten. Sie mußte marum. Drei Jahre hatte sie vorübergehen lassen, ohne eine schlagfertige Bolks- Armee zu organisiren; sie war eine Ver ächterin der sozialen Frage geblieben, oder hatte dieselbe wenigstens nicht ehrlich ins Auge gefaßt, sie hatte sich aus feuDie Reaktion in Preußen wie in Desterreich hat geben, troß der neuen Aera" der Liberalen, troß der famosen rige Reden haltende Girondistenpartei gerirt, und sich dadurch nicht einen Augenblick abbatten lassen, ihren 23eg zu Februarverfassung von Wien. Die Liberalen dienten ihr nur dem Mißtrauen und dem Verdachte ausgeseßt; sie war trop als lustige Person", um das Publikum nicht gar zu sehr in ihres Namens preußisch geblieben und hatte es verschmäht, ernste Stimmung versinken zu lassen. Ueber die Farce des in preußischem Großmachtsdünkel den biedern Süddeutschen sie hatte einem Rationalverein werden die Historiker stets ohne Kopfzerbrechen die Hand zur Verständigung zu reichen; hinwegkommen. Diese ungeheure Seifenplase ist ohne Geräusch verfassungswidrigen Regimente troß der glühendsten Proteste jerplagt, als Bismard den Mund aufthat, um das große Wort Deutsches Parlament" auszusprechen. Was nun? fragen wir? In trial that at Desterreich bedurfte es eines Solferino, eines Königs-" nie die Mittel zu entziehen versucht; sie hatte in ihrem eige nen Schoße eine freiheits- und volksfeindliche Partei, die der Nationalliberalen, groß gezogen, sie hatte sich schon 1864 durch ihre Annerionsschwärmerei mit sich selbst in Widergräß, der Orgien einer schonungslosen, blutigen, absolutistisch spruch gefeßt. Das Jahr 1866 warf sie zu den Todten. bfäffischen Reaktion, eines den ganzen Staatsorganismus läh menden Nationalfonfliftes mit den Ungarn, eines drohenden Eine reaktionäre Regierung übertrumpfte sie. Erben ein verwirrtes, führerloses Volk zurück. Sie ließ ihren Und ihre Erben waren die Reaktion, und deren Tambours: die Nationalliberalen. ( Fortseßung folgt.) Zur Warnung. 376 Für den Lahrer Volkskalender, der hinkende Bote", wird bis nach Norddeutschland hinein Reklame gemacht. Wir warnen unsre Freunde, sich nicht anführen zu lassen. Kein deutschgesinntes Blatt sollte sich zu solchen Anpreisungen hergeben. In seinem politischen Theil ist dieser Bote" der ganz gewöhnliche Bismarck'sche Sendling. Seinen Namen des„ Hinkenden" führt er insofern mit Recht, als bekanntlich Lügen kurze Beine haben. Die Thatsachen, wie er sie schildert, sind bis zum Unglaublichen gröblich entstellt. " In der bekannten Zollparlaments- Debatte, die durch Mittnacht's Namen und Rede charakterifirt ist, sollen es die Schwaben gewesen sein, die den Eindruck der erhaltenen Schläge fauni hätten verwischen können. Bei der Competenzfrage in Sachen der hessischen Weinsteuer hat Völk, der wackre Mann", so sagt der Hinkende, die schwäbischen Hartköpfe so zurechtgedonnert, daß sie noch jetzt das„ Ohrensausen" davon haben. Gegen die Hungersnoth in Ostpreußen soll die preußische Regierung, wenn auch etwas spät, doch gründlich" geholfen haben-!! Die bekannte Stieberei mit dem Dichter Bernhard Fischer nimmt der Hinkende" für baare Münze! " Daß die gesammte Abruzzenpolitik einfach todtgeschwiegen Dank. zu der Den werthen Gästen, Herrn Schriftsteller Schweichel, Reichtagsabgeordneten Bebel aus Leipzig und Herrn Dozauer aus Zwickau, welche das Stiftungsfest des Grimmißschauer Volksvereins( am 8. November) durch ihre Gegenwart beehrten und durch ihre schönen und geistreichen Vorträge, viel würdigen Feier des Festes beigetragen haben, können wir nicht unterlassen, unsern herzlichsten Dank hiermit öffentlic auszusprechen. Besonders fühlen wir uns gehoben durch die schöne Aufgabe, welche Herr Schweichel an die Frauen Vereins stellte, dessen treffliche Worte die schon mit der Idee vertrauten Frauen zu neuem Streben ermuthigten und den Andern einen neuen und schönen Wirkungskreis eröffneten. Er hat sich dadurch ein bleibendes Andenken bei allen an Pete wesenden Frauen gesichert. Wir glauben im Sinne Vieler zu handeln, indem diesen öffentlichen Dank aussprechen! Crimmitschau, den 11. November 1868. Dee No Schli 6. Au mir A. Mehrere Frauen von Mitgliedern des hiesigen Volksverein Soeben erschien: Anzeigen. A. Eichhoff's Deutscher Arbeiterkalender für 1869. Bers wird, versteht sich dabei von selbst. Der„ Stoß in's Herz Inhalt: Die Arbeiterbewegung im Jahr 1867/68, Historische Rund Deutschlands existirt für den Bismarc'schen Sendling natürlich nicht. Wiefern der Hinkende" die Eigenschaften der Urtheilsfähigkeit und der Loyalität vereinigt, dafür folgendes Beispiel: Gegen seinen Landtag sei Bismarck allerdings hart und barsch, gegen das Zollparlament aber sei er höflich; also je mehr Millionen vertreten seien, desto mehr Respekt werde Bismarck baben, also hinein in den Nordbund! Daß der Unter schied in Wahrheit der ist: seinen Landtag hat Bismarck, also zeigt er ihm sein wahres Gesicht; den Süden will er haben, also schmeichelt er ihm, das kann doch nur der Blödeste verkennen oder der Perfideste anders darstellen. Und solch Zeug giebt sich als des Namens Hebel*) würdig! Das bietet man dem schwäbischen Stamm in's Angesicht! Das soll deutsch sein, Belehrung für's deutsche Volk! Solch ein Bote gehört vor die Thür, nicht in's Haus; den lasse Niemand über die Schwelle, der's bei sich sauber halten will. " Wäre nicht dieser ganze Abschnitt Weltbegebenheiten" mit einer halb naiven, halb liderlichen Leichtfertigkeit auf's Papier geworfen, unser Spruch würde noch ganz anders lauten, etwa in der Art, wie Bismard seinen Landtag behandelt. Als erste Verwarnung mag dies genügen. ( ,, Demokratische Correspondenz".) ( Wir empfehlen allen Arbeitern Eichhoff's Arbeiterkalender. Red. d. Demofr. Wochenblatts.") *) Hebel, der berühmte Dichter und Humorist, war Gründer des ,, Hinkenden Boten". schau über das Jahr 1868, Erzählungen, Anekdoten, mischtes, Kalender, Notizbuch, die neuen, Maße und Gewichte die neuen Geseze des Norddeutschen Bundes. Preis 5 Sgr. Arbeiter Vereinen gewähre ich 25% Rabatt. in fünft natio deuti unte frijch babe Bri geleb pfun find feine taffer der( reiße Die Verlagshandlung von A. Eichhoff in Berlin Friedrichsstr. 230. Spielwerke mit 4 bis 48 Stücken, worunter Prachtwerke mit Glockenspiel Trommel- und Glockenspiel, mit Himmelsstimmen, mit Mandolinen, mit Expression u. s. w. Ferner: Spieldosen Atrate betäu Bewi jemb frisch boll Unre mit 2 bis 12 Stücken, worunter solche mit Necessaires, Gigarren ständer, Schweizerhäuschen, Photographie- Albums, Schreibzeug Handschublasten, Cigarren- Etuis, Tabaks- und Zündholzdoſe Puppen, Arbeitstischchen, alles mit Musik; ferner Stühle, spielend wenn man sich seßt. Stets das Neueste empfiehlt J. H. Heller in Bern. Heine Gleid Urbet in de feinem Salon, an feinem Krankenbette sollten diese Werke feble daß t zu Weihnachtsgeschenken eignet sich nichts besser. 3 lit Preiscourante sende franko; auch besorge Reparaturen. Lager tiger Werke. fer gwar und 1 Eige Aine Bürg lismu bat, a Wegen des Bußtags mußte das ,, Demokr. Wochenblatt" einen Tag früher gedruckt werden. In Folge dessen können wir diesmal Arbeitertag zurückbleiben. Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Leipzig.{ Drud und Verlag: E. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18.