et er Die er 11. pir 18. Bers $ 14 11, 115 11, DA 11. Is mal Demokratisches Wochenblatt. No. 48. Organ der deutschen Volkspartei. Leipzig, den 28. November. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage ein= schließlich Bringerlohn 12½½ Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Betersſteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Javan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London; . Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Die geehrten hiesigen Abonnenten ersuchen wir dringend, falls das Blatt bis Sonnabend Abend nicht in ihren Händen ist, uns gefälligst brieflich( unfrankirt) oder mündlich sofort Nachricht zu geben. Inbalt: Politische Uebersicht. An die Arbeiter. 1 fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine zu Nürnberg. nationale Arbeiter- Assoziation. deutschen Arbeiter. Der Inter Die demokratischen Ziele und die Anzeige. Aus England. Politische Uebersicht. Das alte Europa stirbt und das neue Europa wird Wo wir hinblicken, regt sich die unter Schmerzen geboren. Expedition des Demokr. Wochenblatts. Nationalwohlstand vernichtet, und den Staat zu einem Kirchof macht. Der Kaiser schwankt rathlos hin und her. Soll er den Angriff der Revolution abwarten, oder ihm durch einen Krieg gegen Preußen zuvorkommen? Das ist die Frage, auf die er die Antwort noch nicht gefunden hat. Man sagt, unmittelbar vor dem Ausbruch der spanischen Krise habe er der Armee den Marschbefehl ertheilt gebabt, ibn aber schleunigst nach Empfang der Hiobspost zurückgezogen. Es klingt das nicht Auge fassen. Jegt muß Bonaparte erkannt haben, daß ihm von Spanien her feine materielle Gefahr droht, nur die moralische des Beispiels wie lange wird er zauderu? frische Jugendkraft der Völker; an allen entscheidenden Punkten unwahrscheinlich, wenn wir die tamalige Lage der Dinge in's baben die Prinzipien der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ihr heiliges Banner entfaltet, und die abgelebten Formen der Vergangenheit, die unnatürlichen Schö pfungen der Selbstsucht, des Ehrgeizes und der Kurzsichtigkeit find dem Untergang geweiht. Mag auch der Absolutismus taffen Die Nachrichten aus Spanien sind durchaus günstig. Die Republikaner organisiren sich mit bewunderungswürdigem feine Kräfte zu einem legten Verzweiflungskampf zusammen Eifer und Geschick. Sie haben socben ein Manifest erlassen, der Erde fann der unterdrückten Menschheit den Sieg enter steht am Anfang des Endes, und keine Macht reißen. In Frankreich öffnet sich langsam aber sicher der Arater der Revolution. Die Nation, welche 17 Jahre lang wie betäubt dagelegen, ist durch die spanischen Ereignisse zu vollem Bewußtjein erweckt worden; das Verbrechen" des zweiten Des das in den Hauptstellen also lautet: ..Die Gleichheit der Rechte, jene Gleichbeit, welche das große Prinzip der demokratischen Partei ist, die Gleichheit, welche die Ausdebnung jeder Freiheit auf alle Menschen ist, diese Gleichheit kann nicht bestehen, wo eine Familie die bedeutendsten sozialen Funktio= nen in ihrer Wirksamkeit bemmt, die Autorität und die Macht nämlich. Die Freiheit, das Fundamentalprinzip des Lebens, macht Halt por einem unverantwortlichen, unverleßlichen und erblichen Throne, der, jeder Kritik entzogen, in unnahbaren Sphären steht und durch seine jembers, das so unsägliche Schmach über sie gebracht, steht eigene Organisation, durch seine wesentlichen Attribute alle, aber abfrisch vor ihren Augen, als wäre es erst gestern geschehen, und doll edien Zorns, entschlossen, die Frevler zu bestrafen, das Unrecht zu fühnen, erbebt fie fich mit majestätischer Würde. Heine Gewaltmaßregel vermag das Volk mehr einzuschüchtern. Gleich nach der jüngst erfolgten Verurtheilung der angeblichen Urheber der Baudin- Demonstration( für die gemordeten" Opfer des Staatsstreichs) ließen Taufende von Studenten und Arbeitern in den Straßen von Paris den Ruf: Es lebe die Repu blit! erschallen, und so drohend war die Haltung der Menge, rger folut alle Rechte begrenzt, die krankhaft werden und bei ihrer Ungeseglichkeit gleichsam ohne Frucht zu tragen ins Kraut schießen müſſen, wenn sie nicht in ihrer Sphäre sich zu ihrer eigenthümlichen Form, d. h. zur Republik entwickeln können. So sind denn die Mitglieder des Gomite's auf das Verlangen von Tausenden ihrer politischen Gefinnungsgenossen zusammengetreten und haben mit Stimmeneinbelligkeit den Beschluß gefaßt, als die Hauptidee ihres politischen Glaubensbekenntnisses, als die unumgängliche Form des demokratischen Prinzips, als das Hauptbedürfniß der Gegenwart, als die logische Folge der Revolution, als die Idee, welche uns mit allen Völkern eint und von allen Despoten trennt, als die Lösung, welche in der Presse, in den daß die Polizei icht einzuschreiten wagte. Die Regierung sucht Versammlungen, im Parlamente, in der sicheren Vorausseyung ibres war wieder das rothe Gespenst" an die Wand zu malen, demnächstigen und definitiven Triumphes zu erstreben ist sie haben, und die Bürger durch Duldung sozialistischer Angriffe auf das Eigenthum" in's Bodshorn zu jagen, allein ein gebranntes ind scheut das Feuer, und ein großer Theil der französischen lismus in feinen äußersten Consequenzen weniger zu befürchten ba:, als von dem Gasarismus, der mit der Freiheit auch den sagen wir, den Beschluß gefaßt, die Republik zu proklamiren. Durch die Republik und mit der Republik sichern wir die individuellen Rechte, indem wir sie außer Gefahr vor jedem Angriff irgend einer Gewalt setzen. Mit der Republik und durch die Republik realisiren wir das Bürger ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß er vom Sozia- große Prinzip der Volkssouveränität, ohne daß es durch irgend eine Constitution begrenzt, noch durch irgend einen Sophismus verdunkelt werde. Mit der Republik und durch die Republik wird durch die umfangreichste Decentralisation die Gemeinde ibre Autonomie und die 378 Staaten fie ten nan den richt unje Defi Bolt scheucht und die Freiheit gegründet, sich ausschließlich in die Arme eines abenteuerlichen Tyrannen warf. Ihr babt bereits durch die musterhafteste Mäßigung gezeigt, daß Guer System nicht das der Guillotine ist. Demgemäß fann Eure Revolution den leider zahlreichen far Hasenfüßen Vertrauen einflößen. Die Republik ist die Regierungsform der honneten Leute, wie man zu allen Zeiten gesehen hat. Si dauert so lange, als sie tugendhaft ist, und fällt, sobald sie forrum pirt und lasterhaft wird. Die Schweiz und die Vereinigten erhalten sich ohne Diktatur; freilich waren die Washington und in poli coln Diktatoren im moralischen Sinne, als dies für Amerika eine Nothwendigkeit war. Spanien befindet sich in einer besonderen Lage zablreiche und mächtige Prätendenten, jesuitische Einflüsse im Inner des Landes oder in unmittelbarster Nachbarschaft, dazu der nationale Charakter großherzig und ritterlich, aber zugleich sehr unruhevoll. Ma braucht also hier eine gerechte, aber sehr energische Regierung. überlasse daher die errungene nationale Souveränctät durch das alle meine Stimmrecht den konstituirenden Cortes. Und diese mögen einzige Mission erfüllen im Schooße der Nation den Mann zu finden, der die Fähigkeit befißt, würdig die Republik ins Leben zu rufen, nach zwei Jahren der Macht zu seinem häuslichen Herde. kebren, begleitet von den Segnungen seiner dankbaren Mitbürge Das ist es, was ich einer Nation wünsche, die ich liebe." Provinz ihre Lebensbedingungen und ihr Recht wieder gewinnen. Die Republit, die Republik allein kann es erreichen, daß das Centralparlament aus allgemeinen Volkswahlen hervorgebt, die böchste ausführende Gewalt aber aus dem Partamente, mie es in der Schweiz der Fall ist, wie es der Fall war in der glorreichsten Zeit unserer Geschichte, während der Cortes in Cadix, welche uns die Freiheit und ein Vaterland gegeben haben, obne daß es jener Präsidentschaften bedurft hätte, die so sehr den Monarchien gleichen und den ungezügelten menschlichen Ehrgeiz so stark in Versuchung fübren. Mit der Republik und durch die Republik lösen wir eines der größten Probleme unseres Jabrbunderts, das Problem, welches ibm in der Geschichte zum Rechtsanfrruch auf Ebre und Ruhm werden wird: die untrennbare Bereinigung des demokratischen Prinzips und der Freiheit. Die Republik wird uns die Freiheiten geben, welche uns mangeln, sie wird uns die sichern, welche wir bereits errungen haben: Die Freiheit des Gedankens und des Gewissens, die Freiheit des Unterrichts und des Cultus, die radifale Trennung der Kirche und des Staates. Die Republik wird uns für die Wahlen zu den Gemeindevertretungen, zu den Provinzialdevutationen und den Cortes das allgemeine Stimmrecht geben. Die Republik wird die Wohnung gegen jede Verlegung sichern; das Eigenthum gegen jeden Angriff, die Arbeit gegen jede Ausbeutung und Knechtschaft, Credit und Handel gegen all die künstlichen Schranken, welche in den alten Monarchien durch absurde Privilegien und monar chische Jsolirung errichtet wurden. Die Republik wird die Freiheit der Bersammlung mit solcher Feitigkeit schüßen, daß die Arbeiter selbst im vollen Genusse ibrer Würde und ihrer Freiheit das soziale Problem zu lösen im Stande sein werden, durch welches die enterbten Klassen in Regionen erhoben werden sollen, in denen sich erst wirklich leben läßt. Die Republik, das ist der auf seine natürlichen Grenzen und auf seine uranfänglichen Funktionen zurückgeführte Staat. Sie ist die Gesellschaft, die sich an Stelle der willkürlichen Geseze der alten Regierungen feßt, sie bedeutet Abschaffung der Todesstrafe, Reformation der Strafgeseggebung, Rückgabe der Autonomie an die so lange unterdrückten und ausgebeuteten Provinzen, Reduzirung des Budgets auf die Hälfte seiner jezigen skandalösen Ziffern, Abschaffung der indirekten Steuern, gewissenhafte Zahlung der Staatsschulden, die in eine einzige zu convertiren sind, endgültige Abschaffung der Marinefonscription, endlich vollständige Realisation des demokratischen Programms. Und schließlich als Schmuck gleichsam und als Krönung dieses gesegneten Werkes wird die Republik auf dem Altare des Vaterlandes die Ketten von 800,000 Sklaven niederlegen, die von dem Momente ab nicht mehr in Knechtschaft bleiben können, wo man die Schlüssel zu allen Ungerechtigkeiten, die Hoffnung auf monarchische Restauration. zerstört." Man Die ju n P bat Ste zurüdjus parl han tern verd Da lang Stelle und bare Breu ausg| Berke Zu d Also Föderativ Republik und ein Diktator auf Jahre! Das erinnert an die Preßfreiheit und Censur, welche 1848 von deutschen Spießbürgern gefordert ward. Einen Diktator um die Republik zu befestigen- das hieße in der That: den Bock zum Gärtner seßen. An Männern, die Amt des Diktatore gern übernähmen, fehlt es in Spanien gewiß nicht. General Prim zum Erempel, der sich in Flug blättern schon als Kaiser empfiehlt, wäre sicherlich bereit und nicht minder die meisten seiner Mitgenerale. Wer aber bürgt dafür, daß der Diktator, nachdem er zwei Jahre mit unumschränkter Gewalt bekleidet gewesen, nicht noch paar Jährchen die Süßigkeiten des Amts zu genießen wünit Und wer soll ihn daran hindern? Da ist der Hafen Tie neuere Geschichte bietet bloß zwei Beispiele von Tiftato ren, welche die ihnen anvertraute Macht nicht mißbrauchten den Engländer Cromwell und den Amerikaner Washing ton. Und bei Beiden hatte es seine guten Gründe Jedenfalls zeigt dieses Aftenstück, daß es in Spanien Männer giebt, welche auf der Höhe der Zeit stehen und wisfen was sie wollen. In Madrid, Barcelona und den wichtigsten Städten des Landes haben sich zahlreiche Volks: versammlungen für die Republik ausgesprochen, die auch in den Provinzen immer mehr Anhänger gewinnt. Unter diesen ein fo Berst Und sie konnten nicht. In England wie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist das Prinzip der Selbstverwal fann Spa der fabrli tung( selfgovernment) so fest gewurzelt, hat die Freiheit zigste„ Genie" keinen Augenblick dem Wahne huldigen viele uneinnehmbare Bollwerke, daß das kühnste und ehrge die Rolle eines Napoleon durchführen zu können. In nien ist es anders. Diktatur wäre dort Säbelherrschaft. Dit Umständen ist es keine Selbsttäuschung, wenn die spanischen spanischen Republikaner haben gezeigt, daß sie ihre Aufgab Republikaner an den Triumph ihrer Ideen bei den nahenden Wahlen glauben. Garibaldi, der sich auf seiner Ziegeninsel sehr langweilen muß, hat an die Spanier folgenden kuriosen Brief gerichtet: mir mögl ten fich u Orga 1848 - sie werden den Brief Garibaldi's zu den Aft legen. Ist doch der Schreiber selbst schon zu den Aften gelegt begreifen Besser faßt Louis Blanc, der berühmte Sozialist und legen Nicht müth auch für the Bam Mitglied der provisorischen Regierung von Frankreich, die spa nischen Verhältnisse auf. In einem Schreiben an Garrit erklärt er sich gegen jedes persönliche Regiment, einfach die Republik... Ich beglückwünsche Sie, sagt er u. jale E wahle der v den den e Koni offic für 2 leicht Quell lunge hat it beit Ihren Namen unter jene bochherzige Erklärung der Republ faner Barcelonas gefeßt zu haben: Das Bolt, welde nach einem König sucht, gleicht einem Sklaven der nach Herren sucht. Ich beglückwünsche Sie, gefchrie ben zu haben: In Spanien giebt es nur noch einen König das Volk! Woran denken die unter Guch, eine Monarchie verlangen, während sie doch die Bolksfouver netät, welche durch das allgemeine Stimmrecht ausgedrüdti verfünden? Wie fömmt es, daß sie nicht sehen, wie die G richtung einer erblichen Monarchie, wenn sie aus dem allgem Caprera, 10. November. Meine theuren Freunde! Ich war entschlossen, Stillschweigen zu bewahren, nicht aus Gleichgültigkeit für die Sache der spanischen Nation, die ich so sehr liebe und bewundere, nicht aus Mangel an Interesse meinerseits für die glorreiche Revolu= tion, die Ihr so heldenmüthig durchgeführt habt, sondern darum, weil ich meine Stimme dem Lärm nicht beigesellen will, den eure Freunde und Feinde rings um euch erheben, während Ihr doch der Rube bedürft, um Euch würdig der großen Nation zu konstituiren, welche ihre Souveränetät auf den Trümmern eines verabscheuten Thrones errichtet bat. Allein ich werde heute Eurem Wunsch entsprechen und freimüthig meine Ansicht darlegen. Verkündet die Föderativ Republik und ernennt auf zwei Jahre einen Diktator. Es feblt, Spanien nicht an Ehrenmännern, die befähigt find, besser zu regieren als irgend einer jener modernen Lebensberrn Eurova's, welche diesen Erdtheil zum Schauplage unausgefeßter Kriege, zu einer Stätte des Jammers und Elends machen. Mögen Gure bewunderungswürdigen tapferen Führer nicht in den Irrthum verfallen, in den jener gute, aber leichrgläubige Lafayette verfiel, der Frankreich zwei Revolutionen nen Stimmrecht hervorgegangen, die Berneinung der Bolt änderlichen Macht verträgt sich nicht mit der Souveränet eines Bolke, die nur auf die Bedingung hin eristirt, das, ma und eine Tyrannei als Vermächtniß hinterließ. Das Schreckeneges souveränetät ist? Die Herstellung einer erblichen, d. h. unve spenst der Republik, dessen sich die Despoten und Jesuiten mit fo großer Geschicklichkeit bedienen, ging aus den Erzessen der großen Revolution von 1789 hervor, welche, nachdem sie den Despotismus verwort ..unir Regie arbeit Zage Ten Der Da ien eit ber ng ein en. ato en: pel Bus er. ine ge ale an an ge Die me it Der en Sie fie ten zu können?" 379 sie Tags zuvor geschaffen hat, Tags darauf wieder umgestal. Frankfurt ihn mit kollegialischer Freundlichkeit unter ihre FitIn Preußen, wie in Frankreich: Defizit des Gä farismus. Defizit auf allen Gebieten; Defizit in den Fi nanzen: 18 Millionen; Defizit in der Bolitik: wir können den Kartellvertrag mit Rußland, der Ostpreußen zu Grunde richtet, nicht fündigen, weil wir uns durch die Blut- und Eisen. politik so geschwächt haben, daß auf der russischen Allianz unsere einzige Hoffnung beruht"- gesteht die„ Kreuzzeitung"; Defizit in der Intelligenz: Abschaffung des unentgeltlichen Bolksunterrichts. Defizit, Defizit, Defizit! Die Abgeordneten reden und reden; und die Regierung it so gütig, den Redseligen die volle„ Redefreiheit" gewähren zu wollen. Ach! die Leutchen sind ja so harmlos, und wozu bat man denn die Vöglein in den Käfig" gesperrt, als daß Pfeifen sollen? Vor den Berliner Pfiffen, namentlich den parlamentarischen, ist es der Regierung nicht angst; aber die hannoverschen Pfiffe, die sind ihr zu grell, zu nervenerschütternd, und deßhalb ließ sie neulich zwei solcher Pfiffe, die eine berdächtige Aehnlichkeit mit dem Kukuksruf hatten, vor Gericht stellen, allein die armen Sünder waren nicht recht zu fassen, und so mußte man sie denn schließlich aus Mangel an greif baren Beweisen freisprechen. Das Lächerliche tödtet Breußen nicht. in Jacoby ist endlich aus der preußischen Fortschrittspartei ausgetreten, hat sich aber die Fortdauer des freundschaftlichen Berkehrs und die Erlaubniß, den Fraktionssizungen beiwohnen zu dürfen, erbeten und natürlich erhalten. Wir haben kein Berständniß für diese Zärtlichkeiten gegen politische Gegner. Und das sind die Fortschrittler. Daß sie einige Stichwörter der Demokratie im Munde führen, macht sie nur um so gefährlicher. Die offenen Annexionisten bekämpfen uns und wir bekämpfen sie es sind keine gegenseitigen Täuschungen möglich, es ist ein ehrlicher Kampf. Aber diese verschäm ten Annexionisten, welche unsere Wahrzeichen annektirt und fich unter uns gemischt haben, verwirren uns, stören unsere Organisation und werden uns, wenn wir sie nicht austreiben und als Feinde behandeln, im entscheidenden Moment lahmlegen. 1o fort mit ihnen! Und fort von ihnen! Richt blos in Geldsachen, auch in der Politik hört die Geten pal gel Dit abe cgt! müthlichkeit auf. Die Nationalliberalen baben jegt neben dem politischen auch viel privates Unglück. Ihre drei mitteldeutschen Größen, Fjale Tüden erfahren. Ersterer ist in der Person seiner zwei HauptBamberger, Mez und Braun, müssen gleichzeitig des Schick= 848 Гран rito für bel prie " tige nahm und die böse Frankfurter Zeitung," welche ihm wegen eines unfläthigen( le style c'est l'homme, der Stil ist der Mann) Basquills auf Frankfurt eine unbarni herzige, den Braun blau färbende Züchtigung verabfolgte, mit der bekannten ,, affenartigen" Geschwindigkeit, weg eskamotirte und den ganzen Satz des anstößigen Artikels im Nu zusammenwarf. ( Ländlich fittlich.) Diese Freundlichkeit der preußischen Bolizei sollte „ unsern" Braun vermuthlich für die Unfreundlichkeit des preußischen Staatsanwalts entschädigen, der kurz vorher bei einem Prozeß in Wiesbaden erklärt hatte, es sei keine Ehrenkränkung Braun's, wenn man von ihm sage, daß er sich nicht ohne Hohngelächter im Spiegel betrachten könne. Von Braun führt uns eine sehr natürliche Ideenverbindung zu Stieber zurück: um der Confiskationskommission über ihre Gewissensstrupel hinweg zu helfen, eröffnete ihr Herr von der Heydt dieser Tage, die Einkünfte des konfiszirten Vermögens des Kurfürsten von Hessen und des Königs von Hannover reichten eben gerade hin, um die Kosten für die Gegenmaaßregeln ( Stieber und Freunde) zu bestreiten, welche durch die Agitation der Depossedirten nöthig gemacht würden. Die betreffenden Einkünfte belaufen sich auf die runde Summe von 1 Million Thaler. Eine Million Thaler für Stieber und dessen Freunde! Da sage noch Einer, Preußen sei nicht reich genug seinen Ruhm zu bezahlen! Daß das Abgeordnetenhaus die Million aus fremder Tasche bewilli gen wird, versteht sich von selbst. Ein großes Land belohnt seine großen Männer. Preußen kann seinen Stieber nicht unbelohnt lassen. Preußen und Stieber sind nicht von einander zu trennen. Was wäre Preußen ohne Stieber? Was Stieber ohne Preußen? Die österreichischen Delegationen haben sich wiederum bewährt und alles verlangte Geld bewilligt. Ja! ist so leicht gesagt, und für das Bezahlen sorgen die Steuerereku toren, im Nothfall die Soldaten. Unter den diplomatischen Aktenstücken, die Hr. von Beust soeben nach frommem parlamentarischen Brauch in buntem Umschlag( er hat sich roth gewählt, sonst keine üble Farbe) von Zeit zu Zeit veröffentlichen läßt, befindet sich diesmal nichts von besonderer Wichtigkeit. Alle dunklen Bunfte" sind unter Schminke versteckt, alle Rauheiten abgeglättet. Nur Ein dunkler Punkt" ist geblieben: Rumänien. Auf Rumänien wird losgehämmert und Preußen wird gemeint. Den Gad ſchlägt man u. 1. Ueber das Ergebniß der englischen Wahlen findet der wahlagenten definitiv vom Darmstädter Oberappellationsgericht Leser das Nähere in unseren Londoner Briefen. Das Minider perfuchten Wahlbeste chung schuldig befunden wor den; und um das Maß voll zu machen, hat Herr Stieber den einen jener Agenten seiner Freundschaft gewürdigt, und König Wilhelm von Preußen den nämlichen Biedermann zum Hoffieferanten ernannt, wie das schon so manchem Biedermann 6 für Waaren mancherlei Art paffirt ist.( Da die Sache viels leicht Diesem und Jenem spanisch vorfömmt, geben wir die Quelle an: Hessische Landeszeitung" Nr. 272 und Nr. 277.) In nicht geringeren Nöthen steckt Meß, weiland Handlungsreisender des Nationalvereins. Dieser Edelste der Edlen hat sich nächstens vor Gericht gegen die mit bedenklicher Sichererheit erhobene Anklage des Vertrauensbruchs, Ehren wortbruch und Ehebruchs zu verantworten. Fr me olf teta mad ..unirem Braun, der neulich den Gedanken, für die preußische Raum besser ergeht es dem Dritten im Bunde der ,, Besten," Regierung eine Widerlegung der Kurhessischen Denkschrift ausarbeiten zu wollen, mit stolzer Entrüstung von sich wies, und Tags darauf erleben mußte, daß die preußische Polizei in sterium ist unterlegen und wird, wenn es nicht freiwillig zu rücktritt, durch die Mehrheit des Unterhauses dazu gezwungen werden. Haupt der nächsten Regierung wird aller Berechnung nach Gladstone sein, der die Trümmer der Whigpartei mit den bürgerlichen Elementen zu verschmelzen hätte, was beiläufig feine so leichte Aufgabe ist. In Bezug auf das europäische Festland wird das neue Ministerium unzweifelhaft genau dieselbe Politik haben, wie das alte, nämlich keine. Der Vorarlbergsche Landtag nahm in der letzten Session den Antrag an, ,, daß durch ein Reichsgesez festgesezt werde, die Arbeitszeit in den Fabriken dürfe nicht über 12 Stunden täglich betragen und an Samstagen fei eine Stunde früher Feierabend zu machen." Das österreichische Handelsministerium hat die Handelskammern aufgefordert, über den Antrag zu berichten. Das 380 heißt allerdings vor die falsche Schmiede gehen; in den Handelskammern fißt die Bourgeoisie, deren Interesse es ist, die Arbeitskraft der Arbeiter, möglichst auszunüßen, also die Arbeitszeit möglichst zu verlängern. Am 16. November fand in Wien eine VolksversammTung statt, die von 6-7000 Personen, meistene Arbei tern, besucht war. Die Berufung ging eigentlich von dem ( etwas preußisch angekränkelten) Wiener Volksverein" aus, die Sozialdemokraten bemächtigten sich aber sofort der Leitung. Den Vorsitz erhielt Dr. Tauschinsky. Auf der Tagesord= nung stand das Wehrgesez. Oberwinder befürwortete in einem längeren Vortrage, in welchem er namentlich auf den Mißbrauch der stehenden Heere durch Preußen hinwies, folgende Resolution: ., 1. In Erwägung, daß das vom Abgeordnetenhaus angenommene Wehrgeseß dem sozialdemokratischen Prinzip der allgemeinen Volksbewaffnung nicht entspricht; 2. In Erwägung, daß die Heranziehung der ganzen waffenfäbigen Mannschaft zu einem stehenden, nicht auf die Verfassung beeideten Heere die Freiheit und die Wohlfahrt der Völker gefährdet; 3. Jn Erwägung, daß das Wehrgesch die friedliche Verständigung der Nationen, sowohl der deutschen als aller übrigen, zu erschweren droht: erklärt die Volksversammlung das vorliegende Wehrgefeß für das gerade Gegentheil einer Erfüllung der berechtigten Wünsche und Erwartungen der Völker Desterreichs." Zur Abstimmung fam es nicht, weil die Polizei wegen der Bemerkung eines Redners( Pfeiffer). daß es Dynastien gebe, die nichts gelernt und nichts vergessen hätten, und daß das Volk nicht dazu da sei, sich für Dynastien todt schießen zu laffen, die Versammlung auflöſte. So geht es in Desterreich unter der neuesten Aera." Unser Berichterstatter schreibt uns noch, daß die sozialdemokratischen Ideen unter den Studenten große Fortschritte machen, und daß zwischen den Arbeitern und Studenten das beste Einvernehmen herrscht. Bravo! Die„ Aula" bleibt sich treu. In Hannover hat sich ein Volfsverein gebildet, der schon einige bundert Mitglieder zählt. In Kassel wird nächstens einer zusammentreten. In Frankfurt hat der demokratische Verein bei den städtischen Wahlen einen glänzen den Sieg erfochten und 14 von 17 Stellen mit seinen Kandidaten besetzt. Da sicht man, was Organisation thut. Geht hin und thut desgleichen! Eine heiße aber glorreiche Schlacht wurde letzten Dienstag Abend in Magdeburg geschlagen. In einer Volksver fammlung, die zum Erdrücken gefüllt war, hielt Bebel einen Vortrag über die Arbeiterbewegung. Die zahlreich erschienenen Anhänger der Fortschritts und national- liberalen Partei suchBeb gefal Sten ten hend das tend Wege.(!!) Herr Minner, der auf dem Nürnberger Arbeitertag im Namen der Minorität zitternd und bebend die Austritte erklärung aus dem Verbande vorgelesen hatte, ließ es sich auch nicht nehmen, eine Lanze einzulegen, wurde jedoch jämmerlich abge führt. Als um 12 Uhr durch Herrn Bremer die Versamm lung geschlossen wurde, war die große Majorität entschieden Gift auf unserer Seite. Ein ausführlicher Bericht folgt in der deren nächsten Nummer. An die Arbeiter. Der heutigen Nummer liegt das vom Vorort der Deut schen Arbeitervereine entworfene Musterstatut für G werksgenossenschaften bei. werksgenossenschaften bei. Durch und durch demokra tisch, ohne die Einheit und Schnelligkeit des Handelne zu g fährden, sichert das Statut im vollsten Maaß die Intereſſen der Arbeiter. Prüfet und handelf! Der fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine zu Nürnberg( 5-7. September). ( Fortseßung.) Run Sp tapi ind und berle fdble und bem dem die nur Da rette Gen geleg ents nicht Sie decke berzi An Stelle Bebel's, der durch anderweitige Arbeiten verhindert war, übernahm Liebknecht den Bericht über die Wehrfrag Er sagte:„ Meine Herren! Sie werden nicht von mir verlangen, ich die vorliegende Frage nach allen Seiten hin theoretisch erschöpfend bebandele. Es ist dieß in neuerer Zeit von der demokratischen Tages preſſe, in Broschüren und in Bolksvertretungen so gründlich geschehen, daß man mit Recht sagen kann: die Wehrfrage ist theoretisch schieden, und bedarf nur noch der praktischen Lösung. ist wesentlich eine Machtfrage. Die Uebel der stehenden Heere fin allseitig anerkannt, selbst von denen, welche aus Sonderinteresse daran festhalten, weil ihre Herrschaft auf den stehenden Heeren berubt. J verweise auf das Zeugniß Radeßky's, der offen zugestanden daß das System der allgemeinen Volksbewaffnuug einen Staat web Syſtem der stebenden Heere, daß es sich aber mit der Eristenz monarchischen, soll beißen absolutistischen Staats nicht vertrage. bat min Spar fagu das der Sier hin Erip eines finden wir die große Wabrbeit ausgesprochen: das System der stehen den Heere ist absolutistisch, dynastisch, das der allgemeinen Bolfsbe waffnung, wie sie in der Schweiz besteht, ist demokratisch. Das System der stebenden Heere ist so alt, wie der politisch Absolutismus. Der absolute Staat, welcher auf den Trümmern De mittelalterlichen Feudalismus entstand, und dessen Grundgedanke f in dem Wort Ludwigs des Vierzehnten von Frankreich: der Staat bin ich ausdrückt, mußte das Volk entwaffnen, und eine Soldaten kaite bilden, die, von dem Bürgerthum losgelöst, jedes bürgerlichen Geistes entkleidet, ein willenloses Werkzeug der Unterdrückung wurde Die Wenn auch die stehenden Heere vielfach zu Eroberungskriegen dienten so waren und sind sie doch hauptsächlich nach Innen gegen, meit bei gen Bort geleg nicht Fabi Geid an i fübr Mar fücht ment fich, Gefe durd Völker selbst gerichtet, zu deren Vertheidigung fie angeblich bestimmt sein sollen Daber kommt es auch, daß die Vermehrung der stehenden Heere in den Kulturstaaten des europäischen Festlandes gleichen Schritt mit der Entwickelung des demokratischen Geistes gebalten bat. lange die Völker das Joch des Absolutismus obne Murren ertrugen, weil sie der feudalen Anarchie müde waren und von staatlicher Freiheit noch keinen Begriff hatten, bedurfte der Absolutismus seinem Schuß nur einer vergleichungsweise geringen bewaffneten Macht. Aber seit den Zeiten der französischen Revolution, welche die Saat demokratischer Ideen überall ausstreute, ist der Abfolu tismus gezwungen, zu seiner eignen Sicherheit eine immer größere dieser aufsteigenden Linie wird es fortgeben, bis die Völker die aft nicht mehr zu ertragen vermögen, und mit einem System abrechnen das sie dem Ruin zuführt. Und mit reißender, stets wachsender Frankreich verschlingt schon jeßt das stehende Heer, mit Allem wa Schnelligkeit führt es sie dem Ruine zu. In Deutschland und in ten unter Leitung des Herrn Dr. Mar Hirsch unsere Partei Zahl der Bevölkerung zum Soldaten handwerk zu pressen; und in aus dem Sattel zu heben. Es gelang ihnen auch, bei der Borsißendenwahl ihren Gandidaten, Dr. M. Hirsch, mit allerdings geringer Majorität durchzuseßen. Nach vierstündiger heiser Debatte aber, die vorzugsweise zwischen Dr. Hirsch und Bebel geführt wurde, waren die Gegner aus allen Positionen zurückgeworfen und bliefen zum Rückzug. Herr Dr. Hirsch erklärte unter anderm, daß auch er den social- demokratischen Staat wolle( sic), wenn auch mit anderen Mitteln und auf andern drum und dran hängt, den größten Theil der Staatseinnahmen; und diese ungeheuren Summen werden nicht nur völlig unproduktiv ver wandt, nicht nur werden alljährlich der nationalen Arbeit viele Hun derttausende der kräftigsten Männer entzogen, sondern obendrein wir auch durch die stehenden Heere die Produktionskraft der bürgerlichen lifter indi den Des tisch bert Day fend ges ben, ent Sit tran Эф bat ebr Das eut He fra ges tag tte luch bge den der 381 Bevölkerung vermindert, weil sie durch Heraufbeschwörung der Kriegsgefahr den Handel und die Industrie lähmen und einen übermäßigen Steuerdruck nothwendig machen, der das reichste Volk zu Grunde richten muß. Würden die Hunderte von Millionen, welche uns die ste= henden Heere jährlich kosten, einfach zum Fenster hinausgeworfen, so wäre das schon schlimm genug, und ein schweres Verbrechen an der arbeitenden Menschheit; aber diese Hunderte von Millionen, bilden eine Giftsaat, welche, den Beden aussaugend, üppig emporschießt, und in deren Bereich, wie in dem des Upasbaums, alles Leben verwelft! ( Schluß folgt.) Internationale Arbeiter- Assoziation. Rundschreiben des Centralfomite's der Sektionsgruppe deutscher Sprache an die Seftionen und mitgenossischen Gesellschaften. Arbeiter! Bedürfniß und den Geschmack für die Republik, zu welcher sie eine praktische Vorschule bilden und auch den Weg für die fünstige Gesellschaftsform anbahnen. 6) Bringen sie den, wenn auch nur negativen, aber wichtigsten Vortheil, daß sie auf dem Wege der Erfahrung eine große Anzahl Arbeiter von der Illusion befreien, als fonne mit den der Arbeiterklasse so spärlich gelaffenen Mitteln durch Consum und Produktivgenossenschaften die Kapitalherrschaft überwunden und die soziale Frage gelöst werden. Jawohl, nur die Erfahrung bringt dem Einzelnen und der Gesellschaft Erfenntniß und Wissenschaft, wie nur allgemeine Erkenntnist zu allgemeinem Verständniß und nur diese zur That im Wegreißen und Aufbauen führt. Es sind also vornehmlich die gewerblichen GenossenschaftsUnternehmungen, durch welche die Arbeiterklasse zur Ueberzeu gung gelangt. 1) daß die ihr eigenen Finanzmittel in vielen Fällen nicht ausreichen, dem Großkapital, das sich ebenfalls assoziirt, auf die Dauer Widerstand zu leisten, oder es zu überwinden; 2) daß sie vielmehr in den meisten Fällen ihre mit Mühe und Sorgen aufgebauten Einrichtungen unter den Schlägen geldmächtigerer Konkurrenz zusammenfallen sehen, oder sogar thränenbenegt in fertigem Zustande dem lauernden Großkapital zu bequemer Ausbeutung überlassen muß; 3) daß zur Herstellung der Gerechtigkeit für Alle und Jeden, alle körperliche, geistige und sittliche Produktion und Consumtion nur auf Grundlage der Gemeinschaftlichkeit, Gegenseitigkeit und Gesammtverbindlichkeit bewerkstelligt werden Die Maffenverarmung ist eine Thatsache. Das Großlapital fährt in seinem Herrschmonopol und im Namen der individuellen Freiheit" unaufhaltsam fort, allen Kleinbetrieb und Kleinbesitz zu vernichten, zu expropriiren, enterben, einzu berleiben, die Arbeiter massenhafter und tiefer in's Elend zu schleudern, die weiße Sklaverei zu vermehren und verschärfen und den Klassenscheidungsprozeß zu vollenden. Wenn unter bewandten Umständen die ökonomisch geharnischte Bourgeoisie dem nackten, waffenlosen Proletariat, dessen Lebenskraft fordernd, die Pistole auf die Brust seßt, so kann es doch wahrlich nur Gleißnerei oder Verhöhnung sein, wenn man diesem zuruft: rette dich durch die„, Selbsthülfe" auf dem Wege der gewerblichen Genossenschaften. Wie soll, wo Nichts ist, Etwas zusammen gelegt werden können? Die große Mehrzahl der Arbeiter hat nicht einmal Kredit, das alltägliche Defizit ihres Magens zu 4) daß demnach die Arbeiterklasse, deren Interessen mit decken; sie muß durch Entbehrungen aufs Schuldenmachen den Forderungen der Allgerechtigkeit in Uebereinstimmung sind, berzichten und durch Hungern„ ehrlich" bleiden. Bloß ein Meisterin der politischen Machtmittel sein muß, um die ökonowinzig kleiner Theil des arbeitenden Volkes vermag es, Er- mischen Verhältnisse nach dem Grundsaße gleicher Rechte und sparnisse zu machen, und auch meistens dies nur durch Ent gleicher Pflichten ordnen, den bisherigen Dualismus von jagung der nöthigen Bedürfnisse und deshalb häufig auf Kosten Staat und Gesellschaft zu einem einheitlichen Organismus, der Gesundheit und besseren Erziehung der Kinder. Immerbin ist das Bestreben, die einmal in solcher Weise gemachten Ersparnisse zu Produktivgenossenschaften zu verwenden, um, so weit es damit möglich, den Arbeitslohn durch den Arbeitsertrag zu erseßen, sehr hoch zu schäßen. Es entsprin gen daraus, einschließlich der Arbeiter- Confumvereine, folgende Vortheile: ines Sier en sbe Fiche De fich aat ten hen rde ten Die den rift 09 gen, ber ju ten che lus Sere in aft en Der in al and ir gen 1) Gewöhnen sie die Arbeiter auch in gewerblichen Angelegenheiten an ein gemeinsames Vorgehen. nichts zu leiten und zu verwalten haben, die Gelegenheit, ihre 2) Bieten sie den Arbeitern, die in einzelner Stellung Fähigkeiten in der Leitung und Verwaltung der gemeinsamen Geschäfte auszubilden, sich deren bewußt zu werden und Jeden an den seiner Leistung entsprechenden Plaß zu stellen. 3) Vermindern sie nach dem Maße der Größe ihrer Ausführung die Konkurrenz der Arbeiter als Lebwaare auf dem Markte des Angebote und der Nachfrage, und damit viele Eifer füchtelei wendigkeit der Arbeitseinstellungen. darf; alle Einzelinteressen solidarisch verknüpfend, zusammenfassen und den sozial demokratischen, d. b. Gesellschafts, eigentlichen Volksstaat, berstellen zu können. Eine Hervorhebung noch anderer Momente dieser Frage und eine Daranfnüpfung geeigneter Betrachtungen verbietet uns der zugemessene Raum dieses Rundschreibens, und gehen wir auf unsern Zweck, die Frage über: in welcher Weise die bestehenden Arbeiter- Produktiv Genossenschaften trop beschränkter Arbeiter- Produktiv- Genossenschaften Mittel und großer Schwierigkeiten unterstüßt, erhalten und gehoben werden können? ( Fortseßung folgt.) Die demokratischen Ziele und die deutschen Arbeiter. ( Fortseßung). Deutschland ist in drei Theile zerrissen! Die Reaktion hat das große Bündniß mit den katholischen und proteſtantifchen Jesuiten geschlossen! Der Gäfarismus streckt seine Krallen fich, troß ihrer Kleinheit für den Einzelnen, dennoch in ihrer wir wieder. 4) Verhüten sie, daß die Ersparnisse der Arbeiterklasse, die hinter dem nationalen Mantel bervor! Was nun? fragen Gesammtheit auf viele hundert Millionen belaufen nicht mehr durch die bisherigen Bankanstalten in die Hände der Kapita flingen mag. listen gerathen, nicht nebenbei durch Staatsanleihen direkt und den Fällen eben diese Ersparnisse zu sozialem und politischem Despotismus gegen die Arbeiterklasse selbst verwendet werden. Wir werden eine Antwort geben, die einigermaßen parador indirekt in die beklemmten Staatsfassen fließen, in welch' bei norddeutschen Bundes von 1867, der Schwindel der National 5) Erwecken und entwickeln sie durch ihre auf demokratischen Grundsäßen beruhende Leitung und Verwaltung das liberalen ist den Jdeen von 1789 rettend zu Hülfe gekommen! Sehen wir, auf welche Weise. Zum ersten: Der Zerseßungsprozeß der Fortschrittspartei wurde beschleunigt; fie fing an, fich von den untauglichen 382 und unpolksthümlichen Elementen zu säubern. Es trat klar zu Tage, daß die Todsünde der Vernachlässigung der sozialen Frage alle liberalen Parteien wehrlos der Reaktion überliefert; daß sie die Masse der Arbeiter, welche als geschlossene Bataillone die Schlachten der Freiheit siegreich zu schlagen vermögen, jedem beliebigen Demagogen, der ent weder aus Ehrgeiz bandelt oder von der Regierung beeinflußt ist. preis giebt; daß sie dem sozialistischen Schulgezänk und Zelotenthum, und somit der Zersplitterung Thür und Thor öffnet. Zum zweiten: Die Ereignisse von 1866 bis 1868 haben die Richtigkeit der Einheitsfrage vor der Errin gung der Freiheit dargethan. Sie haben bewiesen, daß der deutsche Volksstaat Preußen" eine liberale Fata Mor gana war; denn seitdem von 1815 ab Preußen die Gesetz gebung von 1808-12 Stüd um Stück vernichtete, seitdem 1848 und 49 Preußen die Rolle zurückwies, die ihm das deutsche Volke in allzuvertrauensseliger Begeisterung entgegengetra. gen, hat es darauf verzichtet, Deutschland durch moralische Kraft in Freiheit und Placht zu einen; es hat seine Mission verloren an das deutsche Balt, an die Selbstbülfe deffelben. fen. theil ander aber n drei Babl anft zu ve Sie u oter Duper durch Note er tauft Pfiffer wo n getau nach f gericht die D gung, anheir haben werde ju m Ding theilen*) gebildet. Die Klugheit gebietet, so viel wie möglich die angesehensten Bierhäuser zu Sißen der Lokalfomités machen. Jedes Komité hat seinen Stab" von anständig be zahlten Agenten, welche die Stimmenwerbung leiten. Die Stimmenwerber gehen von Haus zu Haus, theils um die Wähler zu fragen, für wen sie stimmen wollen, theils um sie zu überreden, für ihren Kandidaten zu stimmen. Sie statten jes den Abend Bericht ab, und die Agenten von Profession wissen ihre Berichte immer so einzurichten, daß ihr Kandidat die herr lichsten Aussichten hat gewählt zu werden, hauptsächlich wenn er frei mit seinem Geld ist. Um wanfelmüthige Wähler zu einem Entschlusse zu bringen, ist es häufig von Nöthen, den Biertopf oder das Schnapsglas mit in die Politik zu ver wickeln, man braucht daher Taschengeld. Wo es flott hergeht, wird den Bierwirthen eine gewisse Summe bewilligt, um ihren Gästen und den vorsprechenden Wählern freie Zeche zu geben. Gleichzeitig werden alle politischen Rumpelkammern durchwühlt. um irgend eine dem Gegner nachtheilige oder doch gegen ihn zu benüßende Thatsache aus Tageslicht zu fördern, und die Ent deckung wird dem Publikum durch Maueranschläge und Hand zettel bekannt gemacht. Hat sich der Gegner nichts Verdan mungswürdiges zu Schulden kommen lassen, so wird seine Ansicht als revolutionär, als aufrührerisch verschrien, wenn Fortschrittsmann Fortschrittsmann als staatstödtend, wenn er Stillstandsmann ist. Dieses erfordert, daß auch eine Druckerei in Sold genom men wird. Es sieht gerade aus, als seien die Buchdrucker und die Blafaten- Ankleber die ursprünglichen Erfinder der Parla mentswahlen gewesen. Die Sitte gebietet außerdem, daß je dem Wähler die ,, Adresse", worin der Kandidat seine Grundsäße auseinanderseßt, nebst einem Rundschreiben, in dem er Kandidatur anzeigt, ins Haus geschickt wird. Die Eitte g bietet ferner, jedem Wähler eine Karte zuzuschicken, auf welcher der Tag der Wahl, der Ort, wo er sich zur Abstimmung einzufin den hat, und seine Nummer in der Wählerliste verzeichnet sind. Die Sitte verlangt überdies noch, daß der Kandidat am Stimmtage jedem Wähler, der für ihn stimmen will und es nicht der Mühe werth hält, zur Stimmbude zu gehen, u sein Staatsbürgerrecht auszuüben, eine Kutsche vor die Thüre schickt, um ihn hin und zurückzufahren. Alles dieses sind om Geseß erlaubte Ausgaben, über die der leitende Advokat öffentlich Rechnung ablegt. Ein Kandidat batte bei der letzten Wahl 17,000 Pfd. St., sage siebzehntausend Pfund Sterling( 50,000 Thlr.), zu bezahlen für die Ehre das„, allgemeine Wohl" während drei Jahren im Unterhause zu wahren! Ein Londoner Kandidat, deffen Stimmwerber lauter Arbeiter waren, die keine Zahlung annahmen, desse Komités nur da Wirthshäuser bezogen, wo keine anderen Räumlichkeiten zu haben waren, und der keinen einzigen ( Quart) Bier als freie Zeche gewährte, hatte dennoch c Es muß jedem denkenden Volksmanne, soweit er nicht von eigenen selbstsüchtigen Interessen oder vom Kathederstaube blind gemacht ist, flar fein, daß die Gonsolidirung Deutschlands von Preußens Regierung aus nur auf dem Wege der Gewalt oder verwerflicher List, die man ,, Staatskunst" nennt, möglich ist; daß dadurch nur ein Groß- Preußen geschaffen wird mit den widerstrebendsten Elementen; daß eine solche Einheit sich nur auf die Allmacht der Geld Interessen, auf eine gesinnungslose Bourgeoisie, auf die Demoralisation der besiz lofen und arbeitenden, Bevölkerung, auf die Verpfaffung des deutschen Geistes und in legter Instanz nur auf die Namen Krupp und Dreyse stüßen fann. Was nun? Es bleibt dem deutschen Volke nur eins übrig: Erringung der Freiheit um jeden Preis! Und endlich die leßte Frage: auf welchem Wege? ( Fortseßung folgt.) Aus England. London, den 16. November. feine " Anspr einige zu die berian of ha C find, falls in der timm Kosten geiete Bot auch dee er be welche Rechnung von 1200 Pfd. St.(= 8000 Thlr.) zu bezahlen! mäßig Spalt Liberal mit ei politife Bartei Wo Die Leser des ,, Demokratischen Wochenblatts" werden jest greifen, warum keine Arbeiter als Kandidaten auftreten. fleinen Städten ist es absolut hoffnungslos; in großen, über 20,000 oder 30,000 Wähler sind. sind die Aussichten kaum besser. Außer den bereits angeführten Ausgaben Noch einige Tage und der von einer englischen Wahl unzertrennliche öffentliche Skandal hat für diesmal ein Ende. Die politischen Wetterpropheten weissagen schon, daß das erste ,, reformirte" Barlament ein furzlebiges sein werde. Das Schlimmste ist, die Parlamente haben selbst gewissermaßen über ihre Lebensdauer zu entscheiden, und den Kosten, welche es verursacht, gewählt zu werden, muß mon Rechnung, tragen. Es ist bereits berechnet worden, daß die Kosten der gegenwär tigen Wahl nicht unter 3,000,000 Bfd. St.( 20 Mill. Thlr.) bestritten werden können. Das gewöhnliche Verfahren, wo Opposition stattfindet, ist, daß der Kandidaturlustige sich mit einigen politischen Kannegießern, worunter meistens ein Advokat, verständigt und von ihnen auffordern läßt, sich um die Wahl zu bewerben. Es werden einige Dugend Leute zusammengebracht, die eine Einladung zu Papier bringen. Unterschriften werden gesammelt und das Aktenstück wird überreicht. Sobald der Betref fende die kandidatur angenommen hat, wird ein Advokat gemiethet, der die Wahl leitet, und ein Wahlkomité gebildet. Von dem Centralfomité werden Lokalkomités in den verschiedenen Stadtmuß Babl begirfe 1 laf der Kandidat noch in jedem Stadtwinkel Versammlungslokale miethen, und die Versammlungen durch Plakate anzeigen 12 209 200 422 2 *) In England werden nie mehrere Städte zu einem Wahlbe zirke zusammengelegt. Das Wahlrecht ist dort beiläufig ein doppeltes: für die Städte und für die Grafschaften. Von dem legteren, für das ein höherer Gensus erforderlich ist und das auch den betref fenden Bewohnern der zu einem oder mehreren Parlamentsfigen bes rechtigten Städten neben dem städtischen Wahlrecht gehört, ist hier nicht die Rede. Kandid ganz fonjerv Dern, 6 Bujamm Tegelt, willkürli ic ic I' er 15 21 a де er 11 ct at ID at T er 383 fen. Hätten die großen Städte ihren verhältnismäßigen Antheil an der parlamentarischen Vertretung, so wäre die Sache anders. Die Hauptstadt hat ein Zehntel der Bevölkerung, aber nur ein Dreiunddreißigstel der Vertretung der drei Königreiche!*) Die ungefeßlichen Mittel der Wahlbeeinflussung find zahllos wie der Sand am Meer. Die anständigen sind: den Söhnen der Wähler Anstellungen zu verschaffen, den Geschäftsleuten Kunden zu empfehlen u. f. w. Sie und da in kleinen Wahlflecken( Ortschaften, die zu einem oder mehreren Parlamentssigen berechtigt find), wo einige Dugend Stimmen entscheiden, werden die chrenwerthen Wähler durch Einkäufe gewonnen. Man giebt z. B. eine 10 Pfd.Note(= 67 Thlr.) für einige Ellen Band zu Kofarden, oder tauft einen Kanarienvogel für 5 Pfd.( 33 Thlr.), der feinen Bifferling werth ist u. f. w. Grobe" Bestechungen, d. h nachgewiesen werden kann, daß Stimmen direkt für Geld gekauft werden, ziehen den Verlust des Sizes im Parlament nach sich, aber nicht das Mitglied, sondern seine Agenten find gerichtlich strafbar. Die Kandidaten werden vom Gesez als die Opfer ihrer Agenten betrachtet, und die gefeßliche Verfol ot 0 11 B wo " um 450 Sige streiten, nämlich: 7 um 3, 32 um 21, 513 um 290, 340 um 135. In Irland fämpfen in Galway 7 Libérale und 1 Konſervativer um 2 Size; in Athlone 6 Liberale um 1 Sig; in Kilmarnock in Schottland 4 Liberale um 1 Sig; in London in Hackney 5 Liberale und 1 Konservater, in Findbury 4 Liberale und 1 Konservativer, in Marylebone 4 Liberale und 1 Konservativer, und in Tower Hamlet's*) 4 Libe= rale und 1 Ronservativer je um zwei Sige. Das Frauen Stimmrecht ist vom höchsten Gerichtshof für nicht gefeßlich erklärt worden.- Vorigen Montag, den 9. November, gab der neuerwählte Bürgermeister von London ( Lord Mayor.) den gewöhnlichen Schmaus. Die Kabinetsminister waren zugegen und die Tische konnten die Last der Speisefülle kaum tragen: im benachbarten Bethnalgreen starben unterdeffen ein Schuhmacher und ein Seidenweber Hungere! Das nennt man Nationalreichthum"! London, den 23. November. ein Anerbieten seiner reichen Gegner, ihm die Kosten unter der Bedingung, daß er sich zurückziehe, zu bezahlen, annehmen. In Lancashire und an anderen Orten kam es zu Raufereien, Halleluja, Halleluja! sangen die Arbeiter im Sommer gung, die sehr kostspielig ist, bleibt den politischen Gegnern 1867, wenn sie von Riesen- Reform- Demonstrationen heimzogen. anheimgestellt, die natürlich, da sie selbst es ebenso getrieben haben, nie von Rücksichten der öffentlichen Moral" geleitet len. Kein einziger Arbeiter- Kandidat, kein einziger der BourHalleluja, Halleluja! singt heute die Bourgeoisie über die Wahwerden. Wo nicht mehr Kandidaten auftreten, als Mitglieder gevis- Kandidaten, die mehr oder minder die Arbeiter- Politik zu wählen sind, ist die Parlamentswahl das gemütlichste befürworten, ist durchgegangen! Beales, der Präsident der Ding von der Welt. Die Kandidaten veröffentlichen ihre Reform- Liga, ist von einem arbeiterfeindlichen Schiffsbaumeister Ansprache an die Wähler, halten, wenn es ihnen gutdünft, besiegt worden, Hartwell mußte wegen Mangele an Geld einige Reden und sprechen am Wahltage von einem eigens ju diesem Zwecke errichteten hölzernen Gerüste( hustings) zur berfammelten Bolkemenge, welche durch Händeaufheben( show of hands) ihre Wahl giltig macht. Wo mehr Kandidaten find, ale Mitglieder gebraucht werden, wird diese Form eben falls beobachtet, aber diejenigen, welche beim Händeaufheben in der Minderheit sind, haben das Recht, eine förmliche Abftimmung der registrirten Wähler( poll) zu verlangen, die auf glied für Ashton war Kosten der Kandidaten stattfindet und sehr häufig ein entgegengelegtes Ergebniß liefert als das„ Händeaufheben", bei dem auch die nicht Wahlberechtigten mitstimmen dürfen. Troß dee erweiterten Wahlrechts ist die Anzahl der Kandidaten, über welche im Laufe dieser Woche abgestimmt wird, verhältnißBlackburn hat einen Todten, Manchester mehr als 20 Ber wundete. In Salford, Blackburn, Bolton, Boston, Etaleybridge, lauter Baumwollenfabrikstädten, sind die Liberalen durchgefallen. Milner Gibson, der seit vielen Jahren Mit einer der Nestoren der Anti Corn Law Ligue( Gesellschaft zur Abschaffung der Korngefeße), der fich jahrelang zur Aufgabe machte, die Abschaffung der Papiersteuer im Parlament vorzubringen, und höhere Staatsämter unter den letzten liberalen Ministerien bekleidete ist unter den Durchgefallenen. Lord Hartingdon, der Kriegssekretär mäßig flein. Unter den Conservativen herrscht feine innere des legten liberalen Ministeriums, ist in der nördlichen Ab= Spaltung, die Liberalen dagegen theilen sich in altaristokratische theilung von Lancashire von einem Tory verdrängt worden. Liberale, in bürgerliche Liberale und Radikale, und in Radikale mit einem Anfluge von Arbeiterpolitik und einige Arbeiter In der City von London haben die Tories einen Kandidaten durchgesetzt, die andern beiden wurden nur durch wenige Politiker. Folgende Tabelle zeigt den Stand der zwei großen Stimmen besiegt. Die alte City von Westminster( zu London Partei- Abtheilungen: Bahl: Mitglieder Gesammte zahl der bezirke jedes Bezirks Mitglieder 1 12 209 200 422 Zahl der Kandidaten Liberale Conservative 4 7 4 36 47 23 3 24 418 641 364 277 1 200 658 403 235 168 1098 626 472 432 10 Bon den 422 Wahlbezirken haben 134 feinen Oppositions. Sie find theils ganz liberale oder 1 Randidaten aufgestellt. je 11, is is er gebörig) bat den radikalen Politiker und freidenkerischen Schriftsteller Stuart Mill durch den konservativen Zeitungsverfäufer Smith mit einer Majorität von 1500 Stimmen schlagen. laffen. Die Tories singen auch Halleluja, Halleluja! haben jedoch keine Ursache. In der Wahl von 1865 hatten die Palmerston Liberalen eine Majorität von 65. Ein großer Theil derselben waren alte Whigs, die 1865 nicht so liberal waren, wie die Tory- Minister von heute. Soweit die Wahlen entschieden sind, ergiebt sich eine Majorität für Gladstone's fünftiges Ministerium von 144. Die noch zu entscheidenden Wahlen werden diese Majorität eher verstärfen als vermindern. Die zum ersten Male gewählten Mitganz fonservative; theils haben sie je ein liberales und ein Dern, 64 je mit zwei Mitgliedern, 65 je mit einem Mitgliede, größtentheils die Bläße von Tories und alten Whige ein. fonjervatives Mitglied. Darunter find 5 je mit drei Mitglie glieder belaufen sich bereits beinahe auf hundert. Sie nehmen fammen 208 Mitglieder. Bleiben 890 Kandidaten, die sich Weß Geisteskind das neue Parlament sein wird, läßt sich aus Tegelt, sondern fnüpft sich ohne Berücksichtigung der Einwohnerzahl Die Vertretung ist in England nicht nach der Kovfzahl ge willfürlich an einzelne Städte, während andere unvertreten sind. *) Hackney, Marylebone, Tower Hamlet's und Finsbury sind zu besonderen Wahlbezirken abgegrenzte Theile der Riesenstadt London, die bekanntlich aus vielen Städten und Dörfern zusammengewachsen ist und jezt über drei Millionen Einwohner zählt. 384 Folgendem errathen: Birmingham hat drei große Fabrikanten gewählt, Liverpool zwei große fonfervative Kaufleute und einen liberalen Aristokraten( Massey. eine liberale Größe, ist durchgefallen), Manchester drei große Fabrikanten; viele Städte haben eine ihrer früheren Mitglieder behalten und ihm einen Fabrikanten zum Kollegen gegeben. " Der Economist"( Hauptorgan der Bourgeois Defonomie, aber liberal thuend) sagt:„ Die Wahl hat drei wichtige Bunfte klar und deutlich offenbart. Der erste ist die vollständige Nuglosigkeit der legten Reform- Akte für die Arbeiterklasse." Der „ Economist" bedauert, daß keine Arbeiter ins Parlament gekommen sind, weil nun die Geseßgebung über die Trades' Unions( Gewerks- Genossenschaften) einem Parlamente überlassen werden müsse, das in dieser Hinsicht um keinen Pfifferling besser sei als das alte Palmerston'sche. Er kann nur zwei Mitglieder sehen, die dem Arbeiter das Wort reden werden, Hughes und Fawcett; beide sind ihm zu sentimental", die Arbeiterfrage sei ihnen nur ein Steckenpferd, eine Lieblingstheorie ohne wirkliche Vertrautheit mit dem praktischen Leben der Arbeiter selbst. Der„ Economist" vergißt Hrn. Wundella, der in seiner Ansprache an die Wähler von Sheffield die Trades' Union- Frage zu seiner Hauptfrage gemacht hat; Hr. Mundella verlangt unbeschränkte zivilrechtliche Anerkennung der Gewerks- Genossenschaften*); sie sollen vor dem Gesetz Geltung haben wie jede andere Körperschaft. Mundella ist der schon früher erwähnte Strumpffabrikant von Nottingham, wenn ich nicht irre, ein geborner achie, der es in Nottingham und Leicestershire so weit gebracht hat, daß dort Delegirte der Fabrikanten und der Trades' Unions periodisch zusammenfommen, um ihre gegenseitigen Geschäftsverhältnisse zu besprechen. Mundella hatte eine Majorität von dreitausend über den alten Erzschimpfer und Erzschelm Roebuck. Bolfsvertretung gleichmäßiger vertheilt werden muß.*) Ros bert Lowe erklärte als gewählter Vertreter der Londoner Universität dasselbe vor seinen Wählern, und die Sache fann bereits als abgemacht betrachtet werden.(?) Mit dieser Ver besserung des Wahlgefeßes empfängt die Aristokratie den po litischen Gnadenstoß. Das Zeugniß der politischen Ohnmacht, welches sich die Arbeiter der großen Städte theils durch ihre Zersplitterung, theils aus Mangel an Taft, theils weil sie nod nicht den alten bürgerlichen Phrasenhelden den Rücken kehren wollen, ausgestellt haben, wird die Sache um so leichter mas chen. Wären die Arbeiter selbstständig aufgetreten, so hätten die radikalen Bürger gestußt. Statt dessen haben sie sich wie friedliebende gute Jungen betragen, ihre Führer größtentheils im Stich gelassen, und Aristokraten und Bourgeois, Konservative, Liberale und Radikale wetteifern mit einander in ihrem e dauern, daß keine Arbeiter ins Parlament gekommen find ( nachdem sie die Arbeiter- Kandidaturen auf alle mögliche Weile hintertrieben haben!), und wundern sich, daß sie je so thōridt sein konnten, der ordnungsliebendsten aller Klassen auch nut einen Augenblick zu mißtrauen. 312 Wenn aber die Arbeiter den liberalen und radikalen Wortführern nicht den Rücken kehren, so werden sie bald cut decken, daß ihre bürgerlichen Abgötter ihnen den Rücken keb ren werden, sobald diese ihr Ziel erreicht. Wie man jest Entdeckung gemacht hat, daß die Arbeiter nicht so schlum find als sie ausschen, so werden die Arbeiter später die Ent deckung machen. daß die radikalen Bürger im Besitz der Herts schaft nicht halb so freundlich gegen sie sein werden, als bis her. Die Bürger werden mit der Aristokratie Hände schüttel, wie man auf englisch sagt, und den Arbeitern Fußtritte geben. und Werden diese auch dann noch gute Jungen" bleiben? mar So lange das radikale Bürgerthum in der Minderheit nur eine untergeordnete Rolle im Parlament spielte. fonnte es alles Unheil auf die regierenden Häupter der Arifto alten politischen Oberfläche eine zahlreiche niedere Klasse, die fratie wälzen. Sobald es den Staat regiert, fallen die Schläge " Der zweite Punkt" des„ Economist" ist, daß die Wahl die sonderbare Idee Lügen gestraft habe, als befinde sich unter der nicht das Wahlrecht besize und begierig sei, durch weisere und beffere Parlamentsmitglieder vertreten zu werden. nowhere und das untere Der dritte Punkt" ist, daß die Fabel, es gebe konservative Arbeiter, in die Luft gesprengt fei. Die Einbildung, fagt der .Economist", daß in den Tiefen der sozialen Schichten eine vide Tory- Ablagerung verborgen stede, ist zerronnen. Die alten Whigs sind nirgends Extrem( äußerste Partei), die Reform- Liga, ist nirgends, mit andern Worten: sie haben keine Vertreter im neuen Parlament. Die Stimme des neuen Parlaments wird nicht die Stimme von Lord Palmerston, noch die Stimme von Bradlaugh. ( ein sehr weitgehender Demokrat), sondern die Stimme von Gladstone sein. Das neue Parlament wird gemäßigt ra dikal oder extrem liberal sein." Das ist die reine Bürgerberrschaft. So lange die industrielle Bourgeoisie, das radikale Bürgerthum, sich mit der Finanz- und Landaristokratie um die politische Oberherrschaft stritt, mußte sie das Proletariat durch schön klingende wenn auch nichtssagende Phrasen aufwiegeln. Einmal fiegreich, wird sie ihren Sieg benußen, um sich durch einige bür gerliche Reformen die Macht gegen die Aristokratie zu sichern. Gladstone und die Times", Bright und seine Anbeter erflären tagtäglich, daß das Wahlgefeß vereinfacht und die " *) Als politische Körperschaften sind sie seit 1825 gefeßlich anerkannt; aber das Recht, Eigenthum zu besißen, wird ihnen noch bestritten, so daß sie in Geidsachen nicht flagen können. Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. No. flieg G. Ri Peters Austra A. D der Volkeunzufriedenheit auf sein eigenes Haupt, es wire gezwungen, sich in seinem wahren arbeiterfeind lichen Lichte zu zeigen. pie Der *) Wie schon wiederholt erwähnt, richtet sich in England Vertretung nicht nach der Kopfzahl, und hat die Bevölkerung b großen, wesentlich liberalen Städte eine weit geringere Vertretung ihr zukommt. Anzeige. Spielwerke mit 4 bis 48 Stücken, worunter Prachtwerke mit Glockenspiel Trommel- und Glockenspiel, mit Himmelsstimmen, mit Mandolinen, mit Expreffion u. f. w. Ferner: Spieldolen mit 2 bis 12 Stücken, worunter solche mit Necessaires, Cigarren ständer, Schweizerbäuschen, Photographie Albums, Schreibzeuge Handschuhkaften, Gigarren- Etuis, Tabaks- und Zündbolzcofen Puppen, Arbeitstischchen, alles mit Mufit; ferner Stühle, spielend wenn man sich feßt. Stets das Neueste empfiehlt I. H. Heller in Bern. Zu Weihnachtsgeschenken eignet fich nichte beffer. 3 feinem Salon, an feinem Krankenbette sollten diese Werke feblen. Preiscourante sende franke; auch besorge Reparaturen. Pager fer tiger Werke. Leipzig. Deut " De neuer aus lichst weite geno durch die befri D Un gelege In Herr Mini 25 0 liep. brach tomm Eage 14 Der S und diese Anbe fich 1 den Kein Eigu Die fl Hierzu zwei Beilagen. Druck und Verlag: 6. W. Bollrath. Expedition: Petersstraße 18.