ng. Lecture blatte windet unger Ferbau reif 1868 tavers and z it. 36 . vur Arti bla mittag De un ewob e D Die au Dent balti att, i tet, en g aller emeine at un me d Nad Bud Main feral e obd nzet enter zelne Demokratisches Wochenblatt. No. 52. Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 26. Dezember. 1868. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blaze einschließlich Bringerlohn 12% Nar.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nebmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brühl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: M. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Mit dieser Nummer schließt der erste Jahrgang unseres Wochenblattes, und wir bitten die geehrten Abonnenten, die Bestellungen auf das neue Quartal rechtzeitig zu bewirken, damit die Zusendung des Blattes teine Unterbrechung erleidet. bezogen haben, werden gebeten, dasselbe von Neujahr ab bei der Post oder im Buchhandel zu bestellen, da die Ertra Sendung uns zu viel Kosten und Umstände verursacht. Wir können zu fernerer Kreuzbandsendung uns nur dann verstehen, wenn der Betrag von 15 Ngr. per Quartal pränumerando eingesandt wird. " An unsere Parteigenossen. Von jetzt an erscheint das Demokratische Wochenblatt" zugleich als Organ des Verbands deutscher Arbeitervereine, da laut Beschluß des Vororts des Verbands das bisherige Organ desselben, die " Deutsche Arbeiterhalle" zu erscheinen aufhört. Das„ Demokratische Wochenblatt" wird in dieser heuen Gigensaft alle offiziellen Anzeigen und Bekanntukachungen des Bororts, sowie Berichte und Mittheilungen aus den deutschen Arbeitervereinen enthalten und dadurch in erhöhtem Maße in den Stand gefeßt sein, ein möglichst vollständiges Bild der Parteithätigkeit auf dem politischen und sozialen Gebiete zu geben. Um eine, diesem er= weiterten Wirkungsfreis entsprechende Erweiterung des Blattes vornehmen zu können, richten wir an alle Parteigenossen die Bitte, für die Verbreitung des Temokratischen Wochenblattes" auf das Nachdrücklichste zu wirken. Nur durch eine thatkräftige Unterstügung aller unserer Freunde und Gesinnungsgenossen werden wir in der Lage sein, die Ansprüche, welche an ein Organ der deutschen Volks- und Arbeiterpartei gestellt werden können und müssen, zu befriedigen. Thue also Jeder seine Schuldigkeit! Der Ausschuß der deutschen Volkspartei in Sachsen. Arbeiter Deutschlands! Inbalt: Politische Uebersicht. England. Eine Parteipflicht. Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. An die Die Arbeiterbewegung in Wien. Aus Beilage: Selbsthilfe und Staatshilfe. beitervereine zu Nürnberg.- Anzeigen. Der fünfte Vereinstag deutscher ArPolitische Uebersicht. balette zum Minister des Auswärtigen ernannt worden. Um Die Dinge kommen in Fluß. In Frankreich ist La Der Vorort des Verbands deutscher Arbeitervereine. befindet sich nicht länger unter dem Druck des ,, unvorhergese henen Ereigniffes" in Spanien. Zunächst handelt es sich allerdings um die Orientalische Frage; aber diese ist mit den übrigen ,, brennenden Fragen"( an denen bekanntlich ein großer Ueberfluß) so weich felzopfartig verflochren, daß, wer eine anpackt, alle andern in Aufruhr bringen muß. Es fragt sich bloß, wo der erste Schuß fällt. Einmal begonnen heist Krieg an der Donau auch Krieg am Rhein und wer weiß, wo sonst noch. " Die Staatsmänner" in Berlin begreifen das und suchen den bösen Nachbar durch eine unschuldige Miene und hodie Tragweite dieser Nachricht zu würdigen, muß man sich nigsüße Friedensbetheurungen mild zu stimmen. Die süddeutschen bergegenwärtigen, daß Lavalette es war, der 1853 den Krieg Trauben sind auf einmal effigfauer geworden. In Antwort der Westmächte mit Rußland in Szene zu ſeßen hatte; und muß man hiermit die Thatsache zusammenhalten, daß der Der auf einen Artikel der Wiener Preffe"( Organs der österreichis schen Minister), die von den Gelüsten Preußens auf SüdBruch zwischen der Türkei und Griechenland sich vollzogen, deutschland geredet hatte, erklärte die Norddeutsche Allgemeine und daß die Türkei, ganz wie 1853, sich der Vormundschaft Zeitung", das Leibblatt Bismarcks. vor einigen Tagen: Faust vorgeht. Kein Zweifel mehr, die französische Regierung rantie Verträge den Regierungen Süddeutschlands Unabhängig europäischen Gesandtschaften entwunden hat und auf eigne Preußen kann Süddeutschland nicht erobern, weil die Ga" 410 und machte ein Sammetpfötchen, indem er den dort vorliegenden Antrag auf Redefreiheit der Abgeordneten unter stüßte, was jedoch nicht hinderte, daß derselbe mit großer Mehrheit verworfen ward. Die Nationalliberalen jubeln nun über den„ Liberalismus" ihres Heiligen, und der Heilige ist zu fromm, um dem Herrenhaus ob dieses Afte von Ungehor sam zu zürnen. feit und Integrität des Gebiets zusichern. Preußen will Süddeutschland nicht erobern, weil dies eine Schwächung feiner Kraft wäre. Preußen wird Süddeutschland nicht erobern, weil es Niemand zu nöthigen gedenkt und eine gewalt fame Einfügung des Südens in den Norddeutschen Bund zum Kriege mit Desterreich und Frankreich führen würde. Preußen wird aber Süddeutschland mit Hingabe aller Kraft und mit aller Energie zu schüßen wissen, wenn Süddeutschland das im Wie viel hat man nicht vom„ Schug" gefabelt, den der Prager Frieden vorgesehene nationale Band mit dem Norden Nordbund den Deutschen im Ausland" angedeihen lasse! Zu herzustellen Willens und entschlossen ist." An dieser langen den russischen Commentaren( Erläuterungen) ist iegt einer Auslassung sind nur 5 Worte wahr und ehrlich gemeint, aus England gekommen. Drei deutsche Staatsbürger werden nämlich die 5 ersten: Preußen kann Süddeutschland nicht er auf einem englischen Schiff niederträchtig mißhandelt. Det obern." Jeßt nicht. Aber nicht, weil Verträge die Unab- ,, Norddeutsche" Gesandte in London, an den man sich gewandt, hängigkeit der Regierungen Süddeutschlands sichern", sondern, weil Preußen momentan außer Stand ist, Süddeutschland so zu vergewaltigen, wie es dieß 1866 mit den nördlich des Mains befindlichen Theilen Deutschlands gethan hat. Aus diesem, und nur aus diesem Grunde gedenkt" es Süddeutschland ,, nicht zu nöthigen". Wenn Jiegrim Verdauungsbeschwerden hat und in der Klemme steckt, ist er immer enthaltsam. " Hierher gehört auch eine spaßige Aeußerung, zu welcher die Kreuzzeitung", das Organ des preußischen Junkerthums, durch einen Artikel der Pariser France" veranlaßt ward: Bei uns eristirt gar feine Kriegspartei, da Niemand an Eroberungen oder an Einmischungen in die inneren Angelegenheiten anderer Mächte denkt. Aber das will allerdings Aber das will allerdings auch Niemand, daß die anderen Mächte sich in unsere Angelegenheiten mischen. Suum cuique!" Suum cuique. Auf Deutsch: Jedem das Seine, wie Graf Bismard sagte, als er Schleswig- Holstein, Hannover, Kurhessen, Nassau und Franfurt einverleibte", und das Privateigenthum des Königs von Hannover und des Kurfürsten von Hessen einfacte. Mit dem Ergebnis der Dresdner Reise soll Graf Bismarck nicht zufrieden sein. Wir haben gute Gründe anzunehmen, daß er absolut nichts ausgerichtet hat. Vorläufig ist Preußen unfähig, uns zu nöthigen" und später nun, fommt 3eit, fommt Rath. " Troß der affenartigen Geschwindigkeit", welche den preußischen ,, Volksvertretern" angedrillt worden ist, hat das Abgeordnetenhaus sich bis zum 7. Januar vertagen müssen, ohne mit den Bugetberathungen zu Ende gelangt zu sein. Die Steuern werden natürlich forterhoben, die Erlaubniß der Kammer ward freilich nicht eingeholt, ist aber auch nicht nöthig. In einer der legten, Sigungen machte Graf Bismarc den Bolksvertretern" noch einmal ihren Standpunkt recht flar. Herr Löwe( Calwe"), 1849 Präsident des deutschen Parlaments, nachdem die Gothaer fahnenflüchtig geworden tischen Löwen zu einem fortschrittlichen Budel avancirt, der rührt sich nicht, und eine Privatgesellschaft, der Deut sche Rechtsschußverein, dem hiermit unser Dank gejolt fei, muß den Bürgern des großmächtigen Nordbunds zu ihrem Recht verhelfen! ,, Aus München wird uns geschrieben:„ Die Staatsregierun gen der deutschen Mittelstaaten, zumeist aus bureaukratischen Bersönlichkeiten zusammengesezt, zeigen nach dem Kriege des Jahres 1866 gerade so wenig Fähigkeit zu einer selb ständigen und thatkräftigen Politik und Neigung zur Freiheit als vor demselben. Die Welt, welche seither über die mittelstaatlichen Regierungen durchaus kein günstige Urtheil zu fällen gewohnt war, hat daher keinerlei Grund dasselbe zn ändern, sowie auch das Volk der betreffenden Staaten sich nicht veranlaßt finden darf, ein Jubellied über die liberale Umwandlung der Regierenden anzustimmen. man die Die In der deutschen Frage z. B. thun die Regierungen von Bayern und Würtemberg gar nichts, wenn anders nicht gemüthliches Verharren auf dem von Preußen diktirten Standpunkte oder, rubiges Abwarten der Dinge. da noch kommen sollen, als Thätigkeit bezeichnen will. Staatsmänner der fraglichen Länder haben durchaus kein be stimmtes positives Ziel im Auge, das ihnen bezüglich der gestaltung Deutschlands vorschwebt. Sie reden allerdings New in allgemeinen Phrasen von einem künftigen Zusammenschluß Deutschlands, aber mit welchen Mitteln und auf welche Weife sie diesen bewirken wollen, oder welch bestimmte Gestalt erhalten soll, darüber herrscht tiefes Schweigen. et Wir glauben uns daher vollkommen zu der Ansicht berechtigt, daß bei der würtembergischen nicht minder wie bei der bayerischen Regie rung Planlosigkeit als der ganze Inhalt ihrer nationa len Politik zu gelten hat. Wir meinen aber auch, daß jede Minute, welche die bestehenden Ministerien noch dauern, für die betreffenden Staaten und für Deutschland einen unerfegli chen Berlust bildet. M ta rer Ter fab Be La Ra B Di me E or na her br Ar Der ma felt art fest 5 wa me Ge ein der för der fen ma Tep ha ter bo M die De gie ge ſch P1 17 2. De R te N Man mag auswärts vielfach glauben, daß die fraglichen waren, seitdem selbst fahnenflüchtig und aus einem demofra- Regierungen es mit der Freiheit in der That Ernst meinen weil unsere innern Zustände im Vergleich zu den preußischen auf Kommando apportirt, annektirt, konfiszirt und manch immer noch als höchst erträglich zu gelten haben. Allein diefe mal interpellirt Herr Löwe( ,, Galwe") fragte den gestrengen Ansicht ist total falsch. Ein Bureaufrat geht in freifinnige Richtung nie weiter, als er durch äußern Zwang und die Gewalt der Umstände gezwungen ist, und vertheidigt fein Position( Stellung) Schritt für Schritt. Dies hat man diefer Tage gesehen, welche das Princip der Autonomie( Selbstver waltung) der Gemeinden verwirklichen soll. Wie die baprif gierung den Cartellvertrag mit Rußland erneuern werde. Graf Bismarck verweigerte einfach die Antwort, und sprach der Kammer die Befugniß ab, von der Regierung über im bayrischen Landtag bei Berathung der neuen Gemeindeordnung ,, schwebende oder bevorstehende Verhandlungen Auskunft" zu erbitten! Wir brauchen nicht zu erwähnen, das Herr Löwe ( Calwe") und seine Collegen sich diese Abfertigung gefallen ließen. Ist der schmachvolle Vertrag erneuert( und wo möglich bismarckisch verbessert), dann wird man es der Kammer mittheilen falls die Regierung bei guter Laune ist. Den et Staatsregierung dieses Princip auffaßt, hat sie durch nister des Innern, Hrn. v. Hörmann zu erkennen gegeben der es von der Genehmigung der Staatsregie rung abhängig gemacht wissen wollte, daß die Gemeinde Ehrenbürger ernennen und gewisse Verbrauchssteuern gezeigt hatte, begab er sich spornstreichs in das Herrenhaus heben dürfen! Dessen ungeachtet nennt sich das gegenwärtig Als Graf Bismarck dem Abgeordnetenhaus die Krallen zu Sal Di ort Ber un Det Bu ner Den Det not ollt cem sun hen Dea 60 ing ift Ministerium des Innern liberal und der Minister soll das libetalste Mitglied desselben sein! Welche Ereignisse müssen denn noch kommen, um die Her. ten, welche in den Ministerien sizen, in andere Bahnen zu lenten?" Ueberall in Süddeutschland macht die Demokratie Fort schritte. Abgesehen von Würtemberg, wo die Volkspartei im Berein mit den großdeutschen Demokraten) der Mehrheit im Lande sicher ist, und sich eine einflußreiche Stellung in der Rammer errungen hat, wird auch in Hessen, Bayern und Baden nachdrücklich an einer Parteiorganisation gearbeitet. Die neubegründete, Mannheimer Abendzeitung" wird das Werk wesentlich fördern dafür birgt der Name unseres braven Eichelsdörfer. Im österreichischen Abgeordnetenhaus hat der Abgeordnete Roser und Genossen einen Antrag eingebracht, wo, nach die tägliche Arbeitszeit in Fabriken auf 10 Stunden herabgesetzt wird, Kinder unter 14 Jahren gar nicht in Fa= briken zugelassen werden dürfen, und für Kinder besondere Arbeitshäuser zu errichten sind. Glück auf! Das Defizit macht die Runde durch Europa. Auch Der Schweiz hat es einen Besuch abgestattet, aber dort will man es sich ungastlich gleich wieder vom Hals schaffen, und zwar durch das allerdings sehr plebejische, dagegen desto jeltnere Mittel des Sparens. Sie haben doch wenig Lebensart diese Republikaner. ber iged und Den iber gen tan Ben die Dit Spanien steht nach den neuesten Nachrichten vor dem Staatsstreich. Es ist jetzt documentarisch( durch Aktenstücke) festgestellt, daß der leider niedergeschlagene Aufstand in Cadix von der Regierung geflissentlich herbeigeführt war. Der Pariser Liberte" wird aus Madrid geschrieben: be New in plus Beife ben Det giv na jede für egli hen 411 staltet und die Personen, welche sich im Besige von Waffen befinden, durch eine Militärcommission abgeurtheilt werden. Art. 4. Jede Gruppe, die mehr als 5 Personen zählt oder die Ordnung stört, wird durch Waffengewalt gesprengt. Die dabei Verhafteten werden durch eine von uns ernannte Militärcommission abgeurtheilt. Art. 5. Alle persönlichen Freiheiten werden suspendirt, bis nach Wiederherstellung der Ordnung die Stadt wiederum in ihren normalen Zustand gelangt und man im Stande sein wird, die Organisation der Miliz nach den Dekreten der provisorischen Regierung vorzunehmen. Art. 6. Die Veröffentlichung und der Berkauf jedes Journals, Pamphlets, jeder Druckschrift überhaupt ist verboten, welchen Charakter dieselben auch tragen mögen. Art. 7. Dicjenigen, welche dem Defret zuwiderhandeln, werden als Unrubstifter angesehen und von der Militärcommission nach der ganzen Strenge des Gesetzes abgeurtheilt werden. Cadix, 5. Dec. 1868. Der Militärgouverneur Joaquim Peralta. Es ist somit erwiesen, daß die Freiwilli gen durch ihren gewaltsamen Widerstand gegen den Militärgouverneur ihr Recht vertheidigt haben, ohne der provisorischen Regierung ungehorsam zu werden. Gine brutale vors bedachte Herausfordrung war die einzige Ursache der Revolte". Die Liberté" bemerkt dazu:„ Die wahre Lage Spaniens ist die: Topete, Prim, Serrano und andere unruhige Ge nerale haben die spanische Revolution gemacht. Zu wessen Vortheil? Die Meisten wollten nur eins, sie wollten die herrschende Dynastie stürzen und dann den Ausspruch der öffentlichen Meinung abwarten; Andere und an ihrer Spize Prim, wollten etwas ganz Anderes ihren Nußen fördern. Diktatur und Krone sind seit zwanzig Jahren Gegenstand der Spefulation. Ein Spekulant, der sie erringen will, hat sich eben verrathen es ist Prim." In Madrid sind zahlreiche Verbaftungen vorgenom men worden, und wir müssen jeden Augenblick darauf gefaßt sein, daß die Regiernng. d. h. Prim die Maske abwirft, und Namen die Säbelherrschaft auszuüben. in Der Krieg zwischen Paraguay und Brasilien ist ein neues Stadium getreten. Es hat sich herausgestellt, daß der bisherige amerikanische Gesandte in Paraguay, der mit Präsident Lopez in Streit gerathen war, sich vollständig im Unrecht befand und wahrscheinlich brasilianisches Gold empfangen hatte. Die Folge dieser Entdeckung ist, daß die Regierung der Vereinigten Staaten, sobald Grant den Prästdentenstuhl besteigt, nachdrücklich für Paraguay Partei ergreifen, und den Kaiser von Brasilien mores( gute Sitten) lehren wird. Die Einzelheiten der Insurrection von Gadir treten immer mehr zu Tage, obgleich es noch nicht möglich ist, eine genaue Geschichte derselben zu schreiben. Es ist bewiesen, daß der einzige Schuldige die provisorische Regierung ist. Allein mit der, Correſpondenzia", dem offiziellen Organe, bewaffnet, irgend einen Strohmann auf den Thron sezt, um unter deſſen fönnte man einen furchtbaren Anflageaft gegen sie schreiben, der alle Berleumdungen, die von ihr ausgegangen, zurückzuweis wäre. Man hat nicht nothwendig, zu diesem Behufe auf die republikanischen Journale zurückzugreifen. Minister Sagasta hat die Frechheit gehabt, am 10. November den Gouverneuten der Provinzen nachstehende Depesche zu senden:„ Das Supplement des Blattes ,, Igualdad" schreibt die Insurrection yon Gadir Miliz vor. Es ist das vollſtändig falsch. Berhindern Sie die Verbreitung dieser Nachricht und wenn Sie dazu nicht im Stande find, so lassen Sie dieselbe durch die Bresse auf jede an dere Art für falsch erklären. Nun belehren uns heute die offiziellen Regierungsorgane, daß die Revolte durch folgenden Ta schall und Militärgouverneur 2c. verordnen: Art. 1: Dieser Play( Cadir) und diese Provinz werden nach dem Gefeße vom 17. April 1821 in Belagerungszustand versezt. Art. 2. In einer Frist von drei Stunden nach Erlaß des gegenwärtigen Befehls müssen alle Waffen, Gewehre, Revolver, 2c., die sich im Besiß von Mili zen oder Priva ten befinden, in dem Stadtpark abgeliefert werden. Art. 3. Nach Ablauf dieser Frist werden aussuchungen veran ") Wo steckt eigentlich der Unterschied? Wir haben ihn noch nicht sammte Volkspartei, und demokratisch ist sie ditto deutsch ist die gediese Trennung in den Namen, die nicht in den Prinzipien besteht? nen hen Diefe ige Die Tein Eag ung ver cif ben gir Den rtig also wozu Anm. d. Red. Aus Nürnberg schreibt man uns unterm 19. Dez.„ Ein geſtern spät am Abend angelangtes Telegram meldet, daß sämmtliche Angeklagte des„ Nürnberger Anzeigers" im bekannten Breßprozeß General Hartmann, nämlich Redakteur G. Meyer, Mitredakteur Monninger und Expedient Fr. Meyer vom mittelfränkischen Schwurgericht freigesprochen wurden. Bei der rein patriotischen Tendenz der angeschuldigten Zeitungs- Corres spondenz, sowie bei dem bewährten Rechtssinn der Geschwore nen Mittelfrankens ließ sich wohl kein anderer Ausgang voraussehen. Diese Richter aus dem Volke und für das Volk haben ihre hohe Aufgabe vollkommen begriffen; indem sie den ,, Nürnberger Anzeiger" freisprachen, verurtheilten sie einen Scheinkrieg, durch welchen eine großmannssüchtige, achfelträgerische Politik viele hundert Landesfinder nuß- und ruhmlos an die chlachtbank geliefert hat. Ehre diesen Geschworenen!" ( Unsern Lesern wollen wir zur Erläuterung der obigen Mit theilung bemerken, daß der„ Nürnberger Anzeiger" in einer Reihe von Artikeln den genannten General Hartmann wegen des Gefechts bei Kissingen, wie jenes ganzen Feldzugs der Baiern gegen Preußen im Jahre 1866, des Landesverra ths bezüchtigt und behauptet hatte, daß Hartmann den Tod der vielen Gefallenen und das Unglück tausender von Familien verschuldet habe. Das Urtheil der Geschwornen hat dem Nürnberger Anzeiger" Recht gegeben und den General Hartmann verurtheilt.) Man meldet uns, daß in Essen, Elberfeld, Ham burg und Berlin Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins verhaftet und Andere vor den Untersuchungsrichter geladen find. Freie Kost und Wohnung im Gefäng niß, das ist die Staatshilfe des heutigen Preußen für ehrliche Arbeiter. Der Wiener Arbeiterbildungsverein hat für nächstes Jahr eine Allgemeine österreichische Arbeiter- Industrieausstellung veranstaltet und damit sich eines Gedankens be mächtigt, welcher bisher nur von der Bourgeoisie zu Spielereien mit der Arbeiterfrage mißbraucht worden war. Näheres in der nächsten Nummer. Die Abgeordneten Dr. Beder und Wölfel haben dem preußischen Abgeordnetenhause einen Antrag auf ein Gefeß vorgelegt, welches bestimmt, daß die Eisenbahnverwaltungen nicht befugt sind, die gefeßlichen Bestimmungen, be treffend die Entschädigung der bei Eisenbahnunfällen beschädigten Beamten und andern Personen durch Reglements oder Verträge außer Kraft zu seßen. Nicht nur bei der KölnMindener Bahn, sondern auch bei andern Bahnen werden nämlich seitens der Direktion Abkommen mit allen Angestell ten der Bahn abgeschlossen, in welchen die Leßteren auf die ihnen gefeßlich zustehenden Entschädigungen bei solchen Unfäl len im Voraus verzichten müssen, und dadurch, wenn sie von einem Unglück betroffen werden, in Noth und Elend kommen. ..In dieser Thatsache, sagt die Berliner Zukunft", enthüllt sich ein Abgrund von Herzlosigkeit und sittlicher Berworfenheit, gegen den alle Schauergeschichten aus englischen Fabriken zurücstehen. Klingt nicht aus diesen mit Blut und Hirn und Knochensplittern befleckten Dividendenthalern ein Refrain, wie jenes:„ Trink aus ihm, wer fürder will!", das Thomas Hood in seinem erschütterndsten Liede*) dem Flusse zuruft, in dem die Selbstmörderin versunken?" " Aus Paris schreibt man unterm 17. Dezember: Die Cooperativgesellschaften Frankreichs haben einen schweren Schlag erfahren, um so schwerer, ie unverhoffter und unerwarteter er kam. Die Gesellschaft für den Arbeitskredit( Beluze u. C.) hat sich nach dem Beschluß der Generalversamm lung am legten Mittwoch aufgelöst. Der Fall dieser Genossenschaftsbank ist ein trauriges Ereignist für die Cooperativbewegung in ganz Frankreich. Der Arbeitskredit" war die Vorschuß und Discontobank für den größten Theil der Arbeitergenossenschaften, die in Paris seit vier bis fünf Jahren ge= gründet waren. Es war die Bank für Depositen und Contecurrente einer großen Anzahl von Spar: und gegenseitigen Kreditvereinen; der Arbeitskredit leistete ferner Vorschüsse und escomptirte den einzelnen Mitgliedern von Cooperativ- Gesellschaften oder einzelnen Gruppen derselben, und endlich bestand das Kapital des Arbeitskredits hauptsächlich aus den Einlagen *) Dem berühmten Lied vom Hemd" das wir in einer unserer nächsten Nummern mittheilen werden. 412 kleiner Leute, die ihre Ersparnisse im Glauben an das Genos senschaftswesen hingegeben hatten. Die Depositäre sind jetzt in Gefahr, einen beträchtlichen Theil ihrer Einschüsse zu verlieren und den Rest erst in längeren Zahlungsfristen zurückzuerhal Am Die Theilhaber( ganze Genossenschaften, einzelne Grup pen wie einzelne Mitglieder) find plößlich einer Hilfequelle beraubt, die für einzelne derselben eine Lebensfrage war. traurigsten, sagt der neuerdings zu sozialistischen Ideen bekehrte Nationalökonom J. E. Horn in einem Artikel des„ Avenir national", sind die moralischen Folgen dieses plöglichen Falles. Gleich bein Entstehen der Cooperativbewegung in Frankreich im Jahre 1863 gegründet, wurde der„ Arbeitskredit" gewiffer maßen der Heerd, welcher der Bewegung Nahrung gab. Der größte Theil cooperativer Unternehmungen, die während des Zeitraums von fünf Jahren theils ausgeführt, theils projeftirt find, wurde von der Gesellschaft für den Arbeitskredit beschlos sen oder erhielt von ihr den ersten Entwurf. Durch Vermit telung der Gesellschaft für den Arbeiskredit unterhielten die Pariser Cooperativgesellschaften regelmäßige Beziehungen mit den Cooperativgeschäften in den Provinzen und im Auslande. Das Unglück, welches diese Volksbank betroffen, meint Horn wäre bei gehöriger Deffentlichkeit des Geschäftsverfahrens un möglich gewesen. Der Verwaltungsrath theilte zwar allmo natlich regelmäßig den Journalen eine Uebersicht der Geschäf lage mit. Alle sechs Monate wurde der Generalversammlung der Mitglieder ein Rechenschaftsbericht gegeben und legteren fo gar zugestellt. Leider aber und dies mögen auch die deut schen Genossenschaften sich gesagt sein lassen ahmte die Volksbank in der Aufstellung dieser monatlichen Uebersichten und halbjährlichen Rechenschaftsberichten zu sehr den finanzi ellen Instituten anderer Art nach. Die Sprache, hat ein be rühmter Staatsmann gesagt, ist dem Menschen gegeben, um sethe Gedanken zu verbergen. In der Finanz- Wissenschaft scheint die Kunst, die Zahlen zu gruppireu, darin zu bestehen, daß man die Aktionäre und das Publikum in der Weise un terrichtet, daß fie niemale flar sehen können. Sicherlich ohne böse Absicht, aber einerseits in Folge gewohnheitsmäßiger Rou tine, anderseits in Folge übel angebrachter Klugheit ist diese Art, die Deffentlichkeit zu verstehen und zu üben, auch in die fooperative Welt eingeführt worden und man sieht jeßt, wo hin das geführt hat. Schwerlich, fährt vorn weiter fort, wäre dies Unglück, welches mit einem Schlage mindestens 200,000 Fres. fooperative Ersparnisse zerstört, eingetreten, wenn die Mitglieder stets über die wahre Geschäftslage des Arbeiter Kredite im Klaren gewesen wären. Man würde haben vor bauen und helfen können. So aber ahnten nur wenig Ber sonen bis zum letzten Augenblick die Schwierigkeiten, mit de nen der Arbeitskredit kämpfte und die eine so traurige Katas strophe herbeigeführt haben. Dies ist nach den Ausführungen Horns jedoch nur die äußere Ursache des Uebels. Was die Ursache des Bankrotte gewesen ist, läßt der Artikel Horns nicht erkennen. Er räth nur, ihr ehrlich und mit Ernst nachzuspüren und hofft, daß dadurch der Wiederkehr des Uebels vorgebeugt und die Wiederholung ähnlicher Katastrophen anderswo ver mieden werde.( Der Fall des Arbeiterkredits" ist ein neuer Beweis dafür, daß die ökonomische Selbsthülfe sich im Großen nicht durchführen läßt, und bloß als Uebungsschule zu betrachten ist.) " Eine Parteipflicht. Die Zukunft" erscheint vom 1. Januar an 1 Mal tags lich, zum Preis von 12 Thlr. vierteljährlich. Wir fordern alle Freunde und Parteigenossen auf, nachdrücklichst für Berbreitung dieses Blatts thätig zu sein, das für den Zusammenb ti U b i f 2 d 1 S 1 halt und die Organisation der deutschen Demokratie unentbehrlich ist. An die Arbeiter Deutschlands! 413 Folgender Aufruf ist uns zugegangen. Möge er einen Widerhall finden im Herzen jedes deutschen Arbeiters! Was die Internationale Arbeiter- Assoziation betrifft, so hat die Majorität der auf dem Nürnberger Arbeitertage vertretenen Bereine sich bekanntlich für den Anschluß erklärt. Der förm liche Eintritt ist erst möglich, wenn unsere jezigen Vereinsgefeße, gegen die wir mit aller Macht zu kämpfen haben, befeitigt find: Arbeiter! Brüder! In dem Augenblicke, wo ihr im Norden und Süden thäfig seid mit Organisation von Gewerks- Genossenschaften ( Trades' Unions) wollen auch wir nicht versäumen, Euch einige Borte als Anfeuerung und Beweise der Sympathie zuzurufen! E ich zu:„ Seid einmüthig in Eurem Handeln und Ihr werdet Euch ein Bollwerk gegen die Ausbeutung schaffen." Arbeiter, Brüder! Wir halten es für unsere Pflicht, Euch an's Herz zu legen, daß das Errichten von Trades' Unions die Arbeiter- Klassen noch nicht zu befreien vermag, daß noch Viel zu thun übrig bleibt. Habt Ihr Euch zu Hause organisirt, so zögert nicht das Werk der Vereinigung zu ergänzen! Die soziale Frage, wir wiederholen es, ist die gleiche in allen Ländern, sie ist nicht Euch oder Eure Nachbarländer hereinbrechen, so sind Eure national, sondern international! Sollte heute ein Krieg über Mühen vergeblich gewesen, und deren Früchte zerstört. Wenn aber die Internationale Arbeiter Association, zu der wir Euch auffordern beizutreten, noch einige Zeit im bisherigen Maaße an Verbreitung gewinnt, so wird es dann unmöglich sein, die Arbeiter der verschiedenen Nationen im Kampfe für Beispiel an Frankreich, wo troß der beschräufenden Vereinsgedie Dynastien gegen einander zu heßen. Nehmt Euch ein seze und gemaßregelten Versammlungsrechte, unsere Interna tionale Association durch mehr als 60 Städte und selbst durch Landgemeinden vertreten ist. Reicht uns die Hand zu diesem Völker- Truz- und SchußBündniß! Versäumt nicht, Euren jüngst gebildeten Gewerks Genossenschaften diese gewaltige Stüße zu bringen! Lasset uns gemeinschaftlich den gemeinsamen Feind bekämpfen, und hochheben das Banner der Gerechtigkeit! Wohl haben wir Arbeiter keine Geldmittel, kein Kapital, doch wir haben die große Wir begrüßen jenes Ereigniß, weil wir daraus sehen, daß unsere Brüder im Vaterlande sich ihrer Lage bewußt find und verstehen, ihren Feinden die Spiße zu bieten. Nur auf dem Wege der Vereinigung einzelner Gewerke ist es möglich, die sozialen Leiden in ihren innersten Keimen aufzusuchen und ihnen entgegen zu wirken. Nur auf diese Weise ist die Arbeit fähig sein, der Brutalität des Kapitals einen physischen, sowie moralischen Widerstand zu leisten. Nur durch eine MassenBereinigung und gemeinsames Handeln wird es Euch gelingen, Masse für uns, und wenn diese ihrer Macht bewußt ist, so den Einzelkämpfen ein Ende zu machen, Eure Rechte zu. wahren, und solltet ihr gezwungen sein Opfer zu bringen, zu dem Aeußersten zu der Arbeitseinstellung zu greifen, so kann Euch der Sieg nicht ausbleiben. Drum Ihr Brüder in Süd und Nord! die Ihr alle wie wir von dem Kapital zur Ausbeutung erforen seid, die Ihr alle in gleichem Maaße unter den Ungerechkeiten der beutigen Gesellschaft leidet! Sehet, wie die Interessen der Arbeiter weder an der Mainlinie, noch an den Thoren Desterreichs, noch sonst wo verschiedene sind! Vereinigt Euch zu einem großen Gesammtbunde, der das ganze Vaterland umfaßt, da mit Eure Mühen nicht fruchtlos sind! Nehmt Theil an der Bewegung, die jetzt dort an allen Orten um sich greift, die nicht auf den Wege des Sparens nur das Wohl einer ganz geringen Anzahl unter Euch zu fördern sucht, sondern die den wirklich humanen 3wed hat: Allen, auch der ungeheuren Mehrzahl Schuß und Hülfe zu gewähren, deren Lohn auf ein solches Minimum herabgeschraubt ist, daß sie nicht mehr im Stande zu sparen. Sehet hierher zu uns nach England! hieher, wo die Industrie am höchsten entwickelt ist und sich Kapital und Arbeit am schroffsten gegenüberstehen, wo die arbeitende Klasse am meisten ausgebeutet, das Proletariat am zahlreichsten und seine Lage die elendeste ist! Sehet hierher, wo die Arbeiter durch eine Organisation, wie Ihr sie jest in Deutschland anstrebt, von ihrer Macht Gebrauch zu machen gelernt haben. Ganz dieselben Verhältnisse erwarten auch Euch, sobald Das Kapital auf seinem Weg aus den Händen der produziren den Klaffe in die Hände der Befißenden denselben Höhepunkt der Entwicklung erreicht haben wird, wie hier in England. Fahrt deßhalb fort in Eurem vortrefflichen Werke, macht Euch die kostspieligen Erfahrungen, die die englischen Trades' Unions anfangs machen mußten zu Nußen, so werdet Ihr Euch manche Niederlage vermeiden). Vor allem rufen wir schen Arbeiter über englische Trades' Unions unterrichten wollten, Es wäre zu wünschen, daß Diejenigen, die kürzlich die deutmuß an ihr jede andere Macht der Welt zerschellen. Mit Brudergruß. Im Namen des Arbeiter Bildungs- Vereins, vom deutschen Zweig der Internationalen Arbeiter Association. Charles- Hotel, 71. Dean Street, Soho Square W. K. Speyer. Die Arbeiterbewegung in Wien. Wien im Dezember. Selten ist wohl ein bedeutungsvolles Ereigniß mit gröBerer Ueberraschung und mit mehr Erstaunen aufgenommen worden, als die seit dem Anfange dieses Jahres in immer gewaltigeren Dimensionen sich entwickelnde Arbeiterbewegung in Wien. Und doch war das Hervortreten dieser Bewegung in der österreichischen Hauptstadt nur die consequente Folge von Ereignissen, welche die fortschreitende Entwicklung der sozialen und insbesondere der industriellen Verhältnisse noth wendig gemacht hatte. Der österreichische Kaiserstaat, ehemals innig verknüpft mit dem deutschen Reiche, mußte bis zum Jahr 1866 wo noch teine seiner Nationen befriedigt war, seinem ganzen Wesen wie seinem Regierungssysteme nach einen reaktionären Einfluß auf die Culturentwicklung Europa's üben. Nichtsdestoweniger war Wien die Stadt, auf welche schon 1848, in jenem Jahre, wo die Morgenröthe einer neuen Zeit anbrach, die europäische Demokratie ihre vewundernden Blicke richtete. Es war Wien, wo damals mit einer Ausdauer gekämpft wurde, wie in keiner anderen deutschen Stadt und von der zu jener Zeit Freiligrath ſang: erst hierher kämen, um von deren Organisation zu lernen!( Falls Herr Mar Hirsch, gegen den diese Bemerkung sich richtet, genöthigt sein sollte, nochmals nach England zu gehen, machen wir uns anbeischig, ihn dort mit den Führern der englischen Trades' Unions zusammen zu bringen, die ihm binnen weniger Stunden den Beweis geliefert haben werden, daß seine Zeitungsartikel und Vorträge über die englischen Trades' Unions von frassester Unwissenheit oder von schamlosester Verachtung der Wahrheit zeugen. A. d. R.) ,, Wenn wir noch knieen könnten, wir fnieeten für Wien. Wenn wir noch beten könnten, wir beteten für Wien." Durch die Ereignisse des Jahres 1866 wurde das reaktionäre Desterreich, um sich als selbstständiger Staat behaups ten zu können, genöthigt, sich mit seinen Völkern zu ver ständigen und ihnen freiheitliche Rechte zuzusichern. Mit den Staatsgrundgefeßen erhielt Desterreich auch ein Vereins- und Bersammlungsrecht, und da Wien nach der Lage der politischen Berhältnisse der Sammelplag und Vorort der deutschen Demo fratie werden mußte, so war vorauszusehen, wie sich das hiefige politische und soziale Vereinsleben gestalten werde. Es waren die Arbeiter, welche in Wien zuerst von dem Vereins- und Versammlungsrecht den umfassendsten Gebrauch machten, weil ihnen schon bei ihrer gedrückten Lage und ihrer politisch rechtlosen Stellung in der Gesellschaft das Interesse. jene Triebfeder aller Thätigkeit und folglich auch aller großen politischen Bewegungen, gebieten mußte, nach besseren Zuständen zu ringen. Schon im Oktober 1866 hatten, mehrere Arbeiter, unter ihnen auch der Metalldrucker Josef Carl Mühlhauser den Entschluß gefaßt, einen Arbeiter Bildungs- Verein nach Art der in Deutschland bestehenden zu gründen. Mitte Dezember desfelben Jahres überreichten fie der Statthalterei die Statuten und vereinigten sich Anfangs 1867 mit einer zu demselben 3wede zusammengetretenen Arbeitergesellschaft zu einem Gründungscomité. Demfelben traten auch wenige Monate später die Herren Hartung, Oberwinder und Ernst Becher bei. Nachdem die vielen Schwierigkeiten, welche die Behörde der Gründung des Vereins in den Weg gelegt hatten, beseitigt waren, erfolgte im November vorigen Jahres die Geneh migung des Vereins, welche die Behörde nunmehr um so weniger verhindern konnte, als bald darauf das Vereins- und 414 man sogar auf Antrag des Herrn Engelbert Reßler ein B grüßungstelegramm an Schulze- Delißsch fandte, ein Vorgehen das, wie gesagt, einen großen Theil der Arbeiter auf das Empfindlichste verlegte. Schließlich wurde ein Comité ernannt welches die Vorbereitungen zur Gründung des Vereins treffen und demnächst einen zweiten Arbeitertag einberufen sollte Zu diesem Comité gehörte selbstverständlich auch Herr Kepler Welche Wirkung diese Borgänge auf die sozial- demokratis gesinnten Arbeiter und insbesondere auf das Gründungscomité des Arbeiter- Bildungsvereines ausüben mußten, läßt sich leich errathen. Schon am Abend des folgenden Tages wurde die Huldigung für Schulze in einer Sigung des Gründungscomité lebhaft erörtert, und hauptsächlich waren es jene Sozialdem fraten, die bereits in Deutschland unter der Führenschaft Laf salle's für die Verbreitung sozialistischer Grundsäge gewi hatten, welche in dieser Sigung erklärten, daß man dem die Irreführung der Arbeiter hinzielenden Treiben entschieden entgegentreten müsse. auf Der Name Lassalle wäre wohl weit weniger in der Wiene Arbeiterbewegung genannt worden, hätte man nicht einem Manne geschmeichelt, der bei dem Kampfe gegen Lassalle a meisten betheiligt und vollständig unterlegen war. am Der Tag der Constituirung des Arbeiter Bildungs- Verein wurde nun auf den folgenden Sonntag nach dem Arbeiter tage( 8. Dezember 1867) festgesetzt und als Bersammlung lokal der Saal jum blauen Bod" in der Mariahilfer Straß bestimmt. Die Arbeiter fanden sich auch an dem genannten Tage in so großer Anzahl ein, daß schon lange vor Eröffnung der Versammlung der Saal überfüllt war, und selbst in del sofräumen bis auf die Straße hinaus die Massen dicht drängt an einander standen. Mühlhauser eröffnete di Versammlung, und nachdem die Statuten des Vereins per Versammlungsrecht, ins Leben trat. Den sozialdemokratischen Tesen worden waren, nahm Hartung das Wort. Er batt Elementen, welche bereits im Gründungskomité vertreten waren, hatte sich bis dahin keinerlei Gelegenheit geboten, für ihre Grundsäße Propaganda zu machen, aber noch ehe die Conjedoch nicht lange gesprochen, als die bei dem außerordentlichen Zudrange von Menschen ohnehin herrschende Unruhe einen gemachtten Tumult am Ende des Saales durd gesteigert stituirung des Vereins erfolgte, fand der erste Wiener Arbeiter aurde, was die Bertagung der Versammlung nothwendi tag( 2. Dezember) statt, dessen Verlauf die Sozialdemokraten nöthigte, ihren Gesinnungen öffentlich Ausdruck zu geben. machte. Doch hatte schon an diesem Tage Hartung's Rednertalent des Urbeiter- Bildungs- Vereins getroffen wurden, hatte eine jener Bersönlichkeiten, deren Ehrgeiz ebenso grenzenlos ist, als ihre Unfähigkeit, den Plan gefaßt, einen Gentralverein für die Während bereits die Vorbereitungen zur Organisation allgemeines Aufsehen erregt und man durfte erwarten, daß d wurde ein Arbeitertag einberufen, welcher am 1. Dezember im „ Universum" stattfand, und zu dem sich nabe an tausend Berder Richtung, welche er vertreten werde, nicht an Anhängers fehlen könnte. An demselben Abend trat auch der Buchdruckergebil arbeitende Klasse Desterreichs zu gründen. Zu diesem Zwecke Groß, den wir später als einen der entschiedensten Barte Arbeiter- Bildungs- Vereins bei. Groß war auch einer von männer auftreten sehen werden, dem Gründungscomité d sonen eingefunden. Herr Engelbert Reßler eröffnete die denen, welche wie Hartung und der stille, aber stets rübrig Versammlung mit einigen unflaren Redensarten über die Buchdruckergehilfe Pabst durch die Verbreitung soziali Prinzipien der genossenschaftlichen Selbsthilfe, welche dem zu gründenden Vereine als Grundlage dienen sollten. Hier mit begnügte sich Herr Keßler jedoch nicht. Er glaubte das Lob eines Mannes verkünden zu müssen, den zwar die Presse stets als einen Mann des Volkes und der Wissenschaft dargestellt hatte, der aber bereits bei einem großen Theil der Wiener Arbeiter in entschiedenen Mißkredit gekommen war. Diefer Mann war Schulze aus Delißsch. Troß der Miß stimmung der Wiener Arbeiter gegen Herrn Schulze, eine Miß stimmung, die für alle jene, welche den Untergrund der Dinge tennen, nicht erst einer nähern Erklärung bedarf, wurde von scher Schriften viele Arbeiter Wiens mit den Prinzipien Sozialdemokratie vertraut gemacht hatten. ( Fortseßung folgt.) Aus England. ( Schluß.) London, den 14. Dezember. Charakter des neuen Ministeriums und mit Bermuthungen Die Zeitungen sind gefüllt mit Betrachtungen über den Hrn. EngelbertKeßler und einigen anderen Anhängern Schulze's mit wie sich die drei großen Männer Gladstone, Rober diesem Manne ein ungebührlicher Gultus getrieben, der für Lowe und John Bright vertragen werden. Die Confer vativen reiben Gladstone und Bright unter die Nase, wit mindesten bedenklich war. Dieser Cultus ging so weit, daß zipien seiner gegenwärtigen Collegen lächerlich gemacht un alle in die Einzelnheiten der deutschen Arbeiterbewegung Eingeweihten geradezu lächerlich, für die minder Eingeweihten zum Der en in tet ten ang Den ne em at 415 ihre Glaubenssäge bekämpft hat. Vor zwei Jahren hatte No- November sagt:„ Die indirekte Besteuerung schafft Pauperis11, bert Lowe so viel Entrüstung durch seine Bemerkungen über аб die Wahtreform erregt, daß John Bright den Arbeitern rieth, en tt. et. ite ht Dic 10 fte mus und Verbrechen, sie füllt die Workhäuser( Armenhäuser) und Gefängnisse. Mit wirklich freien Handel würde hinrei chend und anständig belohnte Beschäftigung sein für alle er wachsene Menschen." Daß Armuth und Verbrechen sich wäh= rend der letzten 18 Jahre bei unvergleichlicher Erweiterung und Vergrößerung des Handels und der Industrie gleichzeitig vermehrt haben, lassen die Herren auffer Acht. = Die Schuß Gesellschaft der Arbeiterinnen von NewYork hatte während des legten Monats 1468 Gesuche um Arbeit, wovon nur 278 entsprochen werden konnte. Die Pianoforte Fabrikanten von New- York haben beschlossen, keinen Arbeiter zu beschäftigen, der einer Gewerks Genossenschaft angehört. In Folge dessen haben 700 Arbeiter die Arbeit eingestellt, bis jener Beschluß widerrufen wird. Sechs Fabrikanten haben bereits nachgegeben und eine Lohnerhöhung bewilligt. Die Gigarrenmacher von New- York haben eine Lohn erhöhung von einem Dollar pro Tausend bis zum 1. Januar und von da an zwei Dollar durchgesetzt. Sie verdienen jezt 16-20 statt wie früher 14-17 Dollars die Woche mehr als das Doppelte der Londoner Cigarrenmacher( und das Vierfache der Deeutschen!) Der Durchschnittslohn der Wollen und Baumwollen Fabrik- Arbeiter, Männer, Weiber- und Kinder, in Massachu fetts ist 6 Dollars die Woche.( Der Dollar ist= 1 Thlr. gewisse Zeilen seiner Reden als Plakate drucken zu lassen und zum Andenken an seine Verleumdungen in den Werkstellen anzufleben. Die unanständigen Ausdrücke, deren er sich über „ die Hefe des Volks" bediente, abgerechnet, waren seine Reden die besten, welche 1866 über die Wahlreform gehalten wurden. Im Gegensaß zur ministeriellen Partei behauptete er, daß die Erweiterung des Wahlrecht abwärts keine einfache Veränderung oder Verbesserung, sondern eine Revolution sei, die den Schwerpunkt der geseßgebenden Macht von der befizenden in die nicht besißende Klasse verlege. Wird eine solche Erweiterung des Wahlrechts durchgeführt, sagte er, so werden die Arbeiter, die in ihren Trades' Unionen( Gewerks Genossenschaften) eine dem bürgerlichen Besitz feindliche Organisation haben, sich künftig dieser Organisation bedienen, um auf die Staatsmacht einzuwirken sie werden die Staatsmacht benußen, ihre Grundsäge auf gesetzlichem Wege durch zuführen. Von einem Mitarbeiter der ,, Times", was Lowe bekanntlich ist, stand nicht zu erwarten, daß er im Parlament andere Ansichten aussprechen sollte, als damals die„ Times" fast jeden Tag vorbrachte. Seitdem das erweiterte Wahlrecht zum Gesez geworden, hat sich Lowe das Vertrauen der Radikalen erworben, besonders in Betreff der Staatsausgaben. " In einem Punkte", heißt es in den„ Daily News"( liberales Bourgeoisblatt), stimmen Gladstone, Lowe und Bright herzlich überein. Sie sind heftige Vertheidiger der Sparsamkeit. Bei Gladstone und Bright ist die Liebe zur Sparsamkeit eine moralische Begeisterung, bei Lowe der Haß der Verschwendung eine Leidenschaft des Verstandes"(!!). Vorigen Donnerstag Reichenberg in Böhmen. Es wird ihnen bekannt sein, jagte Robert Lowe bei Gelegenheit des Jahresfestes der Lon- daß hier seit fünf Jahren ein Verein besteht, welcher von Ardoner Fischhändler- Corporation zu den versammelten Fisch beitern gegründet wurde unter dem Namen Arbeiterverein; händlern, daß er Alles thun werde, was sie nur wünschen die f. f. böhmische Statthalterei verwandelte jedoch diesen Nakönnten, um die Steuerlast zu vermindern. Es ist daher Ausficht geber ihr Pläßchen darin finden konnten, um die Arbeiter in ( liberalen Bourgeoisie) verlangte Sparsamkeit im Staatshaus ihrem Interesse zu leiten. Da aber das jezige Gesez über halt wenigstens theilweise durchgesetzt wird. Vor 18 Jahren schon, als sich die jährlichen Staasausgaben noch nicht auf fühlen wir uns veranlaßt eine Statutenänderung vorzunehmen, 60,000,000 Pfd. Sterl.( 400 Mill. Thlr.) beliefen, verlangte Club im„ Industriellen Bildungsverein" konstituirt, um den Sterl. John Bright in seiner Bescheidenheit verlangt heute genannten Berein in einen sozial- demokratischen Arbeiterverein ebenfalls nur 10,000,000 Pfd. St. von mehr als 70,000,000 umzuwandeln und dann auch mit andern Vereinen in Ber Die Steuern auf Zucker, Thee, Kaffee, Getreide, getrocknete Früchte u. s. w. belaufen sich jährlich auf mehr als 10,000,000 Berein zu gründen, denn wir dürfen hoffen, daß ein großer Pfd. St., ihre Abschaffung soll durch eine Verminderung der Staatsausgaben zu demselben Betrage möglich gemacht werden. Del ge Die Der ben urd iffe tel De ig Der gert Dig ent 10 Rgr.) Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. men in Industrieller Bildungsverein," damit auch die ArbeitVereins- und Versammlungsrecht mehr Freiheit gewährt, so. und hat sich zu diesem Behufe ein sozial demokratischer im Verein durchzubringen, so sind wir entschlossen einen neuen Theil der Arbeiter auf unsrer Seite stehn. Eßlingen. In der letzten Versammlung des ArbeiterArmee und Marine sollen vor Allem dem Verminderungspro- Bildungs- Vereine wurde hauptsächlich über die Gewerks- Ge zeß unterworfen werden. Die Blutegel des Budgets werden nossenschaften verhandelt und beschlossen den Vorort um bereits ängstlich, sie fürchten, daß das System der kapitalisti Uebersendung von 300 seiner Musterstatuten zu ersuchen, die schen Geschäftsführung in dem Staatshaushalt eingeführt in allen hiesigen Fabriken vertheilt werden sollen. Eine allwerde. So wünschenswerth und nothwendig aber es auch gemeine Arbeiterversammlung soll dann in Kürze abgehalten formern gaben zu beschränken, so einfältig ist es, mit den Finanzre hier guten Boden zu finden. der Lage der arbeitenden Bevölkerung im Ganzen genommen Steuern ausschließlich von den 12,000,000 Handarbeitern des Königreichs bezahlt, so würde deren Abschaffung nicht einen zu glauben, daß dergleichen Reformen eine Hebung Nürnberg. Die Schuhmacher haben sich hier zusammen gethan, um über die Gründung einer Gewerks Genossen fchaft zu berathen. Ebenso traten die Zimmergesellen in voriger Woche zu einem Verein zusammen, derselbe zählt schon über 100 Mann. Heute veröffentlicht ferner ein Komité eine Silbergroschen die Woche Erleichterung verschaffen. Dennoch Einladung für: Rothgerber, Kupferschmiede, Hutmacher, KaAbschaffung der indirekten Steuern der Pauperismus selbst ds. Mts., Abends im goldnen Lamm, zu einer Besprechung aufgehoben werden könnte. Der Financial Reformer" vom in derselben Angelegenheit. Würzburg[ beantragte die Einberufung eines bairischen Arbeitertages bezüglich der Agitatian für das allgemeinen gleiche und direkte Wahlrecht. Zum Vorstand des(., Arbeiterbundes") ist Kaufmann Stark gewählt an Stelle Rögner's. Dresden. Am 17. d. M. wurde hier eine Versammlung der Mitglieder der Zimmergesellen. Verpflegungskasse abgehalten. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Abänderung des Krankenkassen statuts auf Grund der neuen Gewerbegesegnovelle vom 23. Juni und der Ausführungsverordnung vom 15. Oktober d. J. im Sinne der vollsten Selbstverwaltung. Eine gänzliche Umgestaltung des Statuts wurde indeß nicht vorgenommen, weil uns immer der Gedanke vorschwebte, daß in 1-2 Jahren die Gewerks- Gerossenschaften in bester Blüthe stehen, wo denn doch Manches noch zu ändern sein möchte, was zu den neuen Verhältnissen nicht mehr paßt. So haben wir z. B. die Wanderunterstügungskasse, die Haltung einer eigenen Herberge troz der Opposition noch so lange beizubehalten beschlossen, bis da eine eigne Kasse gegründet, überhaupt die Sache von der Gewerkszu Genossenschaft in die Hand genommen wird. Den zweiten Theil der Tagesordnung bildete die Frage der Gewerks- Genossenschaft, den dritten die Beschickung der Braunschweiger Bersammlung, welche von den Berliner Zimmergesellen zur Gründung einer Gewerks Genossenschaft im Sinne des Schweizer'schen Statuts für Ende dieses Monats einberufen ist. Herr Kobißsch, Vorsißender des Deputirtenvereins, referirte und befürwortete das Musterstatut des Vororts. Ein früherer Bevollmächtigter des Lasalle'schen Vereins bekämpfte dieses eifrig und rieth zum Anschluß an den allgemeinen deutschen Zimmergesellen Verein, der in Berlin gegründet wor den sei. Er meinte, wenn die Arbeiter einig seien, könnten sie Herrn Schweißer das Präsidium entreißen. Herr Kobißsch antwortete, das sei wohl nicht möglia ,, denn man habe nur Gleichgesinnte und Herrn Schweißer unbedingt ergebene Leute zu Genossenschafts Präsidenten, Bevollmächtigten u. s. w. gemacht und Mißliebige würden bald entfernt sein. Von anderer Seite wurde die Beschickung der Versammlung befürwortet, um Opposition zu machen. Da ergriff Herr Wecke das Wort, verlas den Aufruf und die 2 ersten Paragraphen des Borortssta tuts und verglich sie mit der Schweizer'schen Vorlage. Seine Kritik schlug durch, und die von ihm eingebrachte Resolution wurde nahezu einstimmig angenommen. Sie lautet: ,, Die Bersammlung beschließt, bei Gründung einer ZimmergewerksGenossenschaft für Dresden und Umgegend das Statut des Vororts deutscher Arbeitervereine anzunehmen und demzufolge von der Beschickung der Braunschweiger Versammlung zur Gründung eines allgemeinen deutschen Zimmerervereins abzusehen." 416 Chemniz agitirt, die haben aber dem größten Theil der A beiter nicht gefallen, sie sind der Mehrzahl zu wenig demofra tisch. Man hört übrigens nichts mehr vom Arbeiterbund wahrscheinlich geht er zu Grabe.( Ja) " aud Leipzig. Vorige Woche hatten die hiesigen Lassalleaner in den Wiener Saal eine allgemeine Arbeiterversammlung einberufen, in der Hr. Frißsche aus Berlin über die Gr folge des Berliner Arbeiterkongresses und den Schweißzerschen Gefeßentwurf zum Schuß der Arbeiter gegen das Kapital Bericht erstatten sollte. Herr Frißsche hatte aber in letter Stunde telegraphisch absagen lassen müssen, da er durch eine Die Gerichtsverhandlung in Berlin zurückgehalten wurde. Versammlung war schwach, von 350-400 Mann, besucht. Die Herren Seyferth, Pezold, Schwarzer und Andere suchten die Resultate des Berliner Arbeitercongresses in das beste Licht zu setzen, rühmten auch den Schweißer'schen Gesez entwurf über alle Maßen und ließen es an hämischen Be merkungen gegen die Vertreter der Volkspartei, welche den Ge sezentwurf im Reichstag nicht unterstüßt hätten und zwar Haß gegen die preußische Regierung, nicht fehlen. Herr Wer ner nahm die nichtanwesenden Vertreter fräftig in Schu hob hervor, wie die Abgeordneten der Volkspartei den Gesch entwurf deßhalb nicht unterschrieben hätten, weil er darauf hinausliefe, der preußischen Regierung die Arbeit terbewegung in die Hände zu spielen. Auf seinen ( Werners) Antrag wurde denn auch beschlossen, die Beſtim mung aufzunehmen, daß die nach jenem Gefeßentwurf zu e nennenden Fabrifinspectoren nicht durch die preußi sche Regierung, sondern durch die Arbeiter 8 wählt würden. Es wurden übrigens nur einige Baras graphen des Geseßentwurfs verlesen; das hielt aber die Ver sammlung, die größtentheils aus Lassalleanern bestand, nicht ab dem Entwurf ihre Zustimmung zu geben, auch erflärte man mit dem Vorgehen des Herrn Schweißer und dem Ber liner Arbeitercongreß einverstanden. Bebel, der Anfangs in der Versammlung anwesend war, entfernte sich, als um halb neun Uhr die Versammlung noch nicht eröffnet war und erfuhr, daß Herr Fritzsche nicht foramen fönne. Zit ( Den Schweizer'schen Entwurf anlangend, so können wir aus obigem Referat nicht erschen, ob es derselbe ist, den Herr Schweizer vor einem Jahr im Reichstag einbrachte. das der Fall, dann wird er auch im nächsten Reichstag von den Vertretern der Volkspartei nicht unterstüßt werden, wohl aber werden sie dann nachweisen, wie Herr v. Schweizer durch dieses Gesetz die Arbeiterbewegung der preußischen Regierung dienstbar zu machen sucht, und was es mit den in neuerer Zeit von seinem Blatt, Sozial- Demokrat" so viel angewandten demokratischen Phrasen für eine Bewandtniß Lat.) Der Unterzeichnete erklärt sich bereit, allen denjenigen Um das Interesse für die Gewerke- Genossenschaften leben. diger zu machen, wurde noch im kleineren Kreise verabredet, in kürzester Zeit eine Arbeiterversammlung einzuberufen, bei der Arbeiter und Arbeiterbildungs- Vereinen Deutschlands nnd der wir auf die Unterstützung eines unserer Leipziger Freunde rech- Schweiz, welche ihn unter Beilegung von 7 Sar. 24 fr. Für die Schweiger'schen Arbeiterschaften ist das In- rhein. Portomarken für die Frankatur der einzelnen Nummern nen. teresse sehr gering, so zählen die Schuhmacher in ihrer Arbeiterschaft, troß der persönlichen Agitation des Herrn Schumann aus Berlin nur 18 Mann. Mittweida. Unser Arbeiterverein würde sich schon dem Verbande deutscher Arbeitervereine angeschlossen haben, wenn er nicht noch zu viel mit Regelnng innerer Angelegenheiten beschäftigt wäre. darum angehen, den von ihm herausgegebenen Naturarzt, F Beitschrift für volksthümliche Gesundheitspflege u. Heilweise monatlich 2 Nummern à 1 bis 12 Bogen, Bis Anfang nächsten Jahres wird wohl unentgeltlich und regelmäßig sofort nach Erscheinen zuzustellen. Ordnung geschaffen sein und dann dürfen Sie auf unsern Anschluß sicher rechnen. Der Arbeiterbund" hat zwar auch schon hier durch Pils( Frankenberg), Knorr und Genossen aus Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braufstraße 11. Theodor Hahn, Arzt und Besizer der Heilanstalt Auf der Waid" bei St. Gallen, Schweiz. Leipzig.{ Druck und Verlag; 6. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. a 01 no ter ng tet пе sie bt. re ก ดิ์ 2 $ B 6. -T b 11 11 it 1 it Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 52. Selbsthilfe und Staatshilfe. III. ( Schluß.) Lassalle ist freilich nie ein Politifer gewesen; allein darum fann ihm nicht der Vorwurf erlassen werden, durch seine Unflarheit über denjenigen Staat, mit dessen Hilfe allein der Gedanke der Gooperativ- Genossenschaften in Segen bringender Weise verwirklicht werden kann, unter der Arbeiterflasse eine Berwirrung verursacht zu haben, welche die Löjung der sozialen Frage außerordentlich erschwert, verzögert und gefährdet. Wer sich an die Spitze der Bewegung stellt, der muß sich auch des Ziels vollkommen bewußt sein, dem sie entgegenzuleiten ist. Seine, Lassalle's Fußtapfen sind es, in welche wir gegenwärtig die konservative Partei in Preußen treten sehen, um sich der Arbeiterbewegung zu bemächtigen. Daß sie dabei nur ihr eigenes Interesse, nicht das Wohl der Arbeiter im Auge hat, denn wie vertrüge sich gleiches denn wie vertrüge sich gleiches Recht und gleiche Pflicht mit ihrer privilegirten Stellung im Staate?-, das bedarf jetzt wohl keines Beweises mehr. Wohl fordern auch wir, d. h. die sozial- demokra tische Partei, daß die Arbeiterklasse eine Macht werde, aber nicht eine rohe Macht, lediglich durch die Disziplin geschaffen, wie sie die stehenden Heere darstellen. Eine solche Macht, die nur ein Feldgeschrei und keine Idee hat, würde an die Stelle des gegenwärtigen fehlerhaften Staatsorganismus uns einen anderen setzen, der eben so unfähig wäre, den wahren Staats zweck, die Förderung der Wohlfahrt Aller, zu erfüllen. Nur die herrschende Klasse, nur der Namen des Despoten würde wechseln, das System dasselbe bleiben. Die soziale grage ist eine Kulturfrage, nicht einer einzelnen Klasse, sondern der gefammten Menschheit. Das ist die Idee, von welcher die Dr ganisation der arbeitenden Klasse auszugehen hat und ausgeht. Es handelt sich bei der Lösung der sozialen Frage nicht blos darum, der arbeitenden Klaffe den Ertrag ihrer Arbeit zuzu wenden, sondern ihr auch Bildung und Freiheit zu geben und auf diese Weise die Klassengegensäße versöhnend anfzuheben, den Zwangs- und Polizeistaat in den freien Staat umzuwandeln. Nur der freie Staat, dessen Klassengegensäge in der taatsbürgerlichen Gleichberechtigung aufgehen, wird, indem er an die Stelle der kostspieligen und absolutistischen BeamtenDer fünfte Vereinstag deutscher Arbeitervereine zu Nürnberg( 5-7. September). ( Schluß.) Liebknecht, als Berichterstatter über die Wehrfrage, fortfahrend: Man wendet mir hier vielleicht ein: ,, das preußische Heer ist kein stehendes im eigentlichen Sinne des Worts, durch die Landwehr er= langt es einen volksthümlichen Charakter und, erfüllt es auch nicht das Jdeal der allgemeinen Volksbewaffnung, so kommt es ihm doch nah." Meine Herren! Eine schamlosere Lüge ist von den Falschnie ausgeprägt und in Umlauf gefeßt worden, als die von dem preumünzern des Berliner Preßbureau's und ihren Gothaer Spießgesellen ßischen ,, Volk in Waffen", von der allgemeinen Wehrhaftigkeit" in Preußen. Es ist diese Lüge nur der anderen an die Seite zu stellen, daß Preußen, indem es Deutschland zerrissen, uns die Einheit verliehen habe. Die preußische Landwehr, welche das Volk in Waffen" war, die Landwehr, welche die französischen Grenadiere in die Kazbach warf, bei Leipzig die Macht des Corsischen Eroberers " brach und bei Waterloo ihm den Todesstoß versezte, nachdem sie zwei welches stehende Tage vorher bei Ligny geschlagen worden Heer hätte Aehnliches geleistet?- diese Landwehr, die eine Volkswehr war, ist längst der reaktionären Politik des Hohenzollernthums erlegen, und die Armeereorganisation" hatte nur noch die letzte Spur demokratischen Geistes wegzumaßregeln. Hätte diese Landwehr noch 1866 bestanden, der Bruderkrieg wäre undenkbar gewesen. Was man jezt Landwehr nennt, ist nichts als ein Anhängsel der Linie. Und wie verhält es sich mit der allgemeinen Wehrhaftigkeit" in PreuBen? Allgemeine Wehrhaftigkeit heißt Wehrhaftigkeit Aller. In Preußen ist aber von je 3 wehrfähigen Männern nur Giner bewebrt. War ich, angesichts dieser unumstößlichen Thatsache nicht berechtigt, die allgemeine Wehrhaftigkeit" Preußens eine schamlose Lüge zu nennen? Statt der allgemeinen Wehrhaftigteit giebt preußen eine Drittels- Wehrhaftigkeit, wie in seiner ,, deutschen Einheit" eine Drittels- Ginbeit. Die Wahrheit ist: die reorganisirte vreußische Armee sammt der Landwehr ist im Berbältniß zur Bevölkerung das größte stehende Heler der Welt, und kein Land empfindet darum auch die Folgen des Systems in solchem Maaß wie das unglückliche Preußen. 3 Doch ich wollte nur zeigen, daß das preußischrsystem sich im Wesentlichen nicht von dem der übrigen Militär harchien unterscheidet, und daß, hätten die Desterreicher bei Königsgräß genеgt, Preußen völlig hülflos gewesen wäre. Wie anders, wo stebende Heere unbekannt sind und das Volk selbst die Vertheidigung des Vaterlandes übernimmt. Blicken Sie nach Amerika. Bor 8 Jahren erhoben dort die Sklavenhalter des Südens ganz wie bei uns vor dritthalb Jahren die Junker des Nordens das Banner der Rebellion und wollten das Vaterland zerreißen. Der bundestreue Norden ward überrumpelt wie bei uns der Süden. In der Regierung saßen Verräther feine Armee, keine Flotte. Aber das Volk war da. Nicht erschöpft durch eine unerträgliche Steuerlast, begeistert für die Maschinerie die Selbstverwaltung seßt und die stehenden Heere Freiheit eilte es entschlossenen Muths zu den Waffen. Die erste beseitigt, die Mittel zu einer gediegenen Volkserziehung und Volksbildung besißen und allein im Stande sein, ohne alle Schlacht geht verloren- wie bei uns. Aber hier hört die Aehnlichfeit auf. Uns machte die erste Niederlage unfähig, den Kampf fortverderblichen Nebenzwecke die Idee der Cooperativ- Genossenschaft zuführen; sie war das Ende des Kriegs. In Amerika war sie der in ihrem ganzen Umfange auszuführen. Staatshilfe vermag also nur der freie Staat zu gewähten. Ist gesagt worden, daß die Selbsthilfe zur Staatshilfe erweitert werden müsse, so fönnen wir nun sagen: Staatss hilfe ist Selbsthilfe- Selbsthilfe, die sich freie Bürger selbst leisten. Wenn aber die soziale Frage nur in einem freien Staatswesen zu lösen ist, so folgt daraus, das die ihres Zieles fich bewußte Arbeiterklasse ihre ganze Thätigkeit darauf richten Anfang des Kriegs. Der Norden verdoppelte seine Anstrengungen. geschlagene. Noch eine Niederlage. Das nämliche Schauspiel. Für In wenig Wochen ist ein Volksheer versammelt ungleich stärker als das ein freies Bolt giebt es fein Königsgräß. Gin freies Volk ist nicht abhängig von den Launen des Kriegsglücks. Zwanzig Mal geschlagen, nie befiegt, erheben die Amerikaner sich nach jeder Niederlage mit erneuter Kraft, stärker als zuvor, und kämpfen den Riesenkampf durch, bis die Rebellion zertreten ist. Der ameri= kanische Bismarck, dem ein bewaffnetes Bolk entgegenstand, erwartet jest als Hoch- und Landesverräther seinen Prozeß; der deut= sche Jefferson Davis, dem ein stehendes Heer entgegenstand, bat Recht und Vaterland zertrümmert, und läßt von seinen sprichwörtlichen ,, Richtern in Berlin" die als Hoch- und Landesverräther verurtheilen, zu verbessern und den Zwangsstaat in den freien Staat über welche der siegreichen Gewalt den Zoll der Anerkennung verweigern. zuführen. Unfähig, das Vaterland in der Stunde der Gefahr zu vertheidigen, Werkzeug der Unterdrückung, Stüße des Unrechts, Ruin des nationalen Wohlstands- das sind die stehenden Heere. Ihre Vernichtung ist die unerläßliche Vorbedingung eines freien europäischen Gemein wesens. Durch Reden, durch Beschlüsse wird das Uebel allerdings nicht beseitigt. Wie schon gesagt, die Frage der stehenden Heere iſt eine Machtfrage. Aber Reden und Beschlüsse sind darum nicht unnüz. Es gilt, die Missen in Nord und Süd, in Ost und West aufzuklären über dieses kolossale Uebel, damit sie im geeigneten Moment wissen, wohin der vernichtende Keulenhieb zu fallen hat. Der Moment wird kommen. Das Uebel tödtet sich selbst durch seine eigene Größe; die Völker müssen es ausrotten, wenn sie ihm nicht zum Opfer fallen wollen. Und vielleicht bietet die Gelegenheit sich bald. Der Gäsarismus jenseits des Rheins wird durch das Verhängniß", durch die Logik der Thatsachen" zum Krieg gegen den Cäsarismus diesseits des Rheins gedrängt. Der Zusammen: stoß ist unvermeidlich. Die Völker können nur gewinnen, wenn ihre Feinde fich unter einander zerfleischen. Aber sie dürfen dann auch nicht die Sache ihrer Feinde zu ihrer eignen machen. Es muß um jeden Preis verhindert werden, daß der kommende Krieg einen nationalen Charakter annehme. Der Mann, welcher am 2 Dezember 1851 die französische Republik meuchelte, kann eben so wenig Vertreter der französischen Nationalinteressen sein, als die Männer, die Deutschland im Sommer 1866 meuchelten, Vertreter der deutschen Nationalinteressen. Jede Niederlage des napoleonischen Gäsarismus ist ein Sieg des französischen Volks; jede Niederlage des Bismarck'schen Cäsarismus ist ein Sieg des deutschen Volks. Wir Norddeutsche sind vor läufig vergewaltigt. Aber Sie im deutschen Süden sind noch nicht völlig gefesselt. Zerreißen Sie die Schlinge der Militärverträge, die Preußen Ihnen um den Hals geworfen, und ersparen Sie Europa, der Welt jene Todsünde wider den heiligen Geist der modernen Civilisation: einen Nationalkrieg zwischen Frankreich und Deutschland. In Ihrer Hand liegt es. Thun Sie Stadtrath, begünstigten Blättern entnehmen, dagegen ist sie da einzige Blatt, das städtische Angelegenheiten freimüthig bespricht Das belletristische Beiblatt Die Feierstunden" wird aud im nächsten Jahre durch Novellen, Artikel über Wissenschaft Kunst und Literatur, sowie auch Mittheilungen vermischte Inhalte seinen Lesern unterhaltende Lectüre bieten. Zu Inseraten bietet die„ Hessische Volkszeitung" günstig Gelegenheit, ihre Leserzahl wird im Regierungsbezirk Ga nur von einem Blatt und in Gassel selbst nur durch die 2 N kalblätter übertroffen. 6. Der Abonnementspreis beträgt für Hauptblatt und Feier stunden vierteljährlich bei der Expedition 222 Sgr., bei allen Postanstalten innerhalb Preußens 264 Sgr., bei sämmtlichen Postanstalten der nicht preußischen norddeutschen Staate u A. 18% Sgr., bei den übrigen Postanstalten des deutsch- österre chischen Postvereins 19 Sgr. Zum zeitigen Abonnement ladet ein Cassel, im December 1868. Die Die Expedition Deutsche Volkszeitung Ibre Schuldigkeit, und der Krieg der Cäsaren wird zum Auferste- Organ für die deutsche Partei und für die besondere hungsfest der Völker. Und dann wird auch die Machtfrage" der stehenden Heere gelöst. Es entspann sich hierauf eine Debatte, an deren Schluß der Refernt noch bemerkte:„ Einer der Vorredner( Ladendorf) hat für die allgemeine Entwaffnung gesprochen. Auch ich bin dafür. Aber sie kann erst eintreten, wenn alle Feinde der Völker unschädlich gemacht sind. Und das wird noch lange dauern. Für Deutschland und Frankreich scheint mir die Stunde der Befreiung nicht sehr fern. Doch mit unserer Befreiung sind wir noch nicht am Ziele, es bleibt uns noch eine blutige Arbeit zu verrichten und eine heilige Pflicht zu erfüllen: die Zertrümmrung Rußlands, die Wiederherstellung Polens. Zit dem russischen Doppelaar das nach Weiten gekebite Saupt abgeschlagen; haben wir an Polen die Verbrechen unserer Fürsten, namentlich des treulofesten und undeutschesten unter ihnen, Friedrichs des Großen", wie die Geschichtsfälscher ihn nennen, gefühnt; ist der Despotismus aus seine a legten Schlupfwinkel vertrieben, dann, aber auch erit San. e Völker entwaffnen. Bis dahin müssen wir festhalten an unse orderung der allgemeinen Bolksbewaffnung: Jeder Bürger oldat, jeder Soldat Bürger!" Daß vie Relutionen gegen die stehenden Heere einstimmig angenommen wurden, ist bereits gemeldet. Anzeigen. Die Hessische Volkszeitung beginnt mit dem 1. Januar ihren zweiten Jahrgang. Sie ist das einzige Abendblatt Cassels und durch direkte Beziehungen in den tand gese die im Laufe des Tages in Berlin und Frankfurt eintreffen den politischen und Cours- Telegramme denselben Tag ihren Lesern noch mitzutheilen. Die täglichen Leitartikel, sowie Correspondenzen aus den bedeutendsten Orten geben ihren Abonnenten Gelegenheit, sich über die politischen Borkommnisse Urtheile zu bilden. Ihr politisches Programm zu veröffentlichen, ist überflüssig, es ist in weiten Kreisen bekannt und wird trotz aller Verdächtigungen von ihr mit der gewohnten Energie verfochten werden. In allen Theilen des Regierungsbezirks Gassel sind Correspondenten engagirt, alle Borfommnisse in der Provinz rasch zu unserer Kenntniß zu bringen. Die Verhandlungen der städtischen Behörden muß die Hessische Volkszeitung" freilich den vom nationalliberalen Berantwortlicher Redacteur: B. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. } Interessen Hannovers, " ne au fid Des ge di eröffnet zum 1. Januar ein neues Vierteljahrs- Abonnement und ersucht um Anmeldung desselben vor dem Eintritt neuen Quartals, da Nachlieferungen nicht zugesichert werden können. be थ Unbeirrt durch die Strömungen des Tages, wird die Deutsche Volkszeitung" fortfahren, ohne Rücksicht auf Ane fennung und Mißgunst von oben, za kämpfen im Dienste de Rechts gegen die Gewalt, der Wahrheit gegen Schein und Lüge. der Freiheit gegen Unfreiheit. Wie die Deutsche Volkes zeitung" nicht aufhören wird, mit aller Energie einzutreten für rechtigung aller deutschen Stämme, so wird sie, gegen jede u die freiheitliche Einigung Gesammtdeutschlands mit Gleichbla berechtigte Gleichmacherei in die Schranken tretend, unver drossen für die hannover'schen Interessen Partei ergreifen. Schwarz- Roth- Gold und Gelb- Weiß sei das Panier! Abonnements- Preis: praenumerando vierteljährlich für das Kös nigreich Preußen 1 Thlr. 5½ Sgr. incl. Postaufschlag und Zeitung steuer, für alle übrigen Länder 212 Sgr. excl. Postaufschlag, für die Stadt Hannover 1 Thlr. 2½ Sgr. incl. Zeitungssteuer und Brin 8 gerlohn. Insertionsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 1½ Sgr. Hannover, im December 1868. frankfurter 3eilung ( Auflage 9000.) und Handelsblatt.( Auflage 9000.) Der Abonnementspreis im Norddeutschen Bunde außer halb Preußens beträgt 1 Thir 27% Sgr. per Quartal. Abonnements werden bei allen Bostämtern angenommen. Frankfurt a. M., im Dezember 1868. Die Expedition der Frankfurter Beitung. Druck und Verlag: 6. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Leipzig.{ fi