Demokratisches Wochenblatt. da richt aud haft chten tige Caffe Lo Feier allen ichen aten Perrei on eren ment bes rben Die No. 1. A. Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 2. Januar. 1869. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis viertel jährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blaze einSchließlich Bringerlohn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. lichit An unsere Parteigenossen. Von jezt an erscheint das„ Demokratische Wochenblatt" zugleich als Organ des Verbands deutscher Arbeitervereine, da laut Beschluß des Vororts des Verbands das bisherige Organ desselben, die Deutsche Arbeiterhalle" zu erscheinen aufhört. in dieser neuen Eigenschaft alle offiziellen Anzeigen und Bekanntmachungen des Vororts, sowie Berichte und Mittheilungen aus den deutschen Arbeitervereinen enthalten und dadurch in erhöhtem Maße in den Stand gesezt sein, ein mögvollständiges Bild der Parteithätigkeit auf dem politischen und sozialen Gebiete zu geben. Um eine, diesem erweiterten Wirkungsfreis entsprechende Erweiterung des Blattes vornehmen zu können, richten wir an alle Parteigenoffen die Bitte, für die Verbreitung des Temokratischen Wochenblattes" auf das Nachdrücklichste zu wirken. Nur durch eine thatkräftige Unterſtügung aller unserer Freunde und Gesinnungsgenossen werden wir in der Lage sein, die Ansprüche, welche an ein Organ der deutschen Volks- und Arbeiterpartei gestellt werden können und müssen, zu befriedigen. Thue also Jeder seine Schuldigkeit! ner des und olfe fir be ber Kö ng für Srin g 00.) Bev's 1. " Der Ausschuß der deutschen Volkspartei in Sachsen. Arbeiter- Assoziation. Inhalt: Politische Uebersicht. Sachen - Sieg der Internationalen Sieg der Internationalen land. Bororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Beilage: In Die Arbeiterbewegung in Wien. Aus EngAnzeigen. jein der Volksbildungs. Ein Biedermann am Krankenbette. Politische Uebersicht. Mit dieser Nummer tritt das„ Demokratische Wochenblatt" Es wurde gegründet unter Bedingunzweites Jahr an. Der Vorort des Verbands deutscher Arbeitervereine.. haben, sich immer mehr ausbreiten und die Bürgschaft des Siegs in sich tragen. Der Gäsarismus, diese neueste Form der politischen Knechtschaft, hat vergangnes Jahr in Deutschland wie in Franf reich Niederlage auf Niederlage erlitten. Die Pflege der ,, materiellen Interessen", welche er verhieß, ist durch die Hungersnoth in Ostpreußen und Algerien, durch wachsende Steuern und De fizit als Lüge enthüllt worden. Der Druck von Dben rief den Gegendruck von Unten hervor, und das Jahr 1868 wurde das Jahr der Neugeburt der europäischen Demokratie. In Frankreich hat das Kaiserthum Tag für Tag an Boden verloren; gen, die vielen Barteigenossen das Gelingen unmöglich erscheinen nach 17 Jahren der unumschränkten Gewalt sieht Napoleon ließen; allein Dank der aufopfernden Thätigkeit unserer Freunde seine Macht auf der Spiße des Schwerts, seine einzige Rettung find die Hauptschwierigkeiten überwunden und hat das„ Demokratische Wochenblatt" fich eine feste Stellung in der deut fchen Bresse erkämpft. in einem auswärtigen Krieg. Nicht besser ergeht es ſeinen Nachahmern in Preußen. Die Wirkung der großen" Blutund Eisenerfolge ist verwischt, das preußische Volk findet sich bitter Wir sind uns nur zu wohl bewußt, daß wir den hohen enttäuscht, die Bewohner der ,, anneftirten" Länder ersehnen die Anforderungen, die an ein Organ der Volfs- und Arbeiter Partei gestellt werden müssen, nicht immer genügt haben, Stunde der Befreiung, das gebeugte Süddeutschland richtet sich auf, und das verjüngte Desterreich steht friegsgerüstet da, beGins dürfen wir aber von uns sagen, wir haben nach besten reit, den treulosen Ueberfall von 1866 zu rächen. Kräften unsere Pflicht zu erfüllen gesucht, und sind unsrem Und die legte Hoffnung des Bismard'schen Preußen beruht auf Brogramm unerschütterlich treu geblieben. Saben wir auch dann und wann bei Auffassung der droht ihm jezt verderblich zu werden. Rußland will die Türkei bat dem Bündniß mit Rußland. Gerade dieses Bündniß aber Shteme, mit denen wir Krieg auf Leben und Tod" führen, unser Maaßstab sich richtig erwiesen. Die Prinzipien und Fluß gebracht, welche den Gegnern die günstigsten Chancen des Angriffs bietet. Zwar sucht die russisch- preußische Diploberrathen, Jedem sichtbar, ihren Mangel an Lebensfähigkeit, matie durch eine europäische Conferenz den Streich abzuwenden, während die Prinzipien, deren Verfechtung wir übernommen allein Frankreich hat, indem es seinerseits eine Conferenz auf anderer Basis( Grundlage) vorschlägt, diesen Schachzug vereitelt, und der Friede hängt nur noch an einem Haar. Hat die Demokratie den Krieg zu fürchten? Nicht, wenn fie genügend organisirt ist. Blicken wir um uns. Die französische Demokratie hat begriffen, daß die Bölker gemeinsame Interessen haben, und daß der Triumph des Napoleonischen Cäsarismus der Ruin Frankreichs wäre. Die deutsche Demokratie hat begriffen, daß die Völker gemeinsame Interessen haben, und daß der Triumph des Bismard'schen Cäsarismus der Ruin Deutschlands wäre. Also ein nationaler Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ist nicht mehr möglich; möglich ist bloß ein Krieg zwischen dem Bismarc'schen und dem Napoleonischen Cäsarismus, zwischen den Feinden Deutsch lands und Frankreichs. Wenn unsere Feinde sich gegenseitig zerfleischen, können wir nur gewinnen. 2 die ift mo the bi mi sammenstoß durch Topete und Serrano herbeigeführt, ihren Thronkandidaten, den Herzog von Montpensier, in der allgemeinen Verwirrung einzuschmuggeln gedachten. Der Her zog tauchte auch während des Kampfes plöglich in Spanien auf, wurde jedoch von Prim rasch nach Portugal zurückge m schickt. Nun ist aber der Herzog von Montpensier der von ge Preußen begünstigte Thronkandidat, und Prim arbeitet für ta Napoleon. Sonach wäre wieder eine preußische Intrigu gescheitert. bak bu ein Eine in der Bonapartistischen Broschürenfabrik des Hr Dentu zu Paris erschienene Flugschrift führt aus, Frankreich Preußen angreifen müsse, wenn es nicht von ihm angegriffen werden wolle. Reine Regierung darf heutzutage de wagen, als Angreiferin aufzutreten. Im Jahr 1866„ verthe digte sich bekanntlich Preußen bloß gegen die drohenden A griffe Desterreichs. Der französische Kaiser macht's heut ebenso. Nemesis. Au to U He T In Frankreich, das eine 80 jährige Revolutionsgeschichte hat, ist die Demokratie ohne Zweifel besser organisirt, als in Deutschland. Allein auch bei uns sind die Verhältnisse nicht trostlos; im Laufe des vorigen Jahrs hat die Demokratie in Deutsch land bedeutende Fortschritte gemacht: die Ausdehnung der Volks vereine, die Gründung neuer demokratischer Zeitungen, die Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in Hamburg, der Nürnberger Arbeitertag. die Stuttgarter Ver sammlung, der Berliner Arbeiterkongreß, die sozialdemokratische Bewegung in Wien, die Gewerks- Genossenschaftsbewegung in ganz Deutschland, die kräftige Unterstüßung, die soeben der das find Zeichen der Zeit, Berliner Zukunft" zu Theil ward das sind Zeichen der Zeit, die uns mit Zuversicht erfüllen müssen. Der Rahmen einer Militärstaat zu seiner höchsten Blüthe gelangt. Fortan wird f starten Organisation ist geschaffen, und die steigende Gefahr wird die Kräfte des Volks steigern, den Muth stählen. Drum blicken wir heiter in das junge Jahr. Thun wir unsere Schuldigkeit, und die welterschütternden Kämpfe, die es in seinem Schooße virgi, werden uns zum Vortheil gereichen. Nun kurz die Ereignisse der letzten Woche. Allen Kriegen der Neuzeit fliegen Conferenzprojekte voraus, wie Sturmvögel dem Sturm. Diesmal find zwei aufgeflattert. Das eine aus Eine kuriose Notiz geht durch die deutschen Blätter: In den inneren Verhältnissen des durchlauchtigen Norddeut schen Bundes ist ein eigenthümlicher Fortschritt zu verzeichnen. Dem Bundesrath ist preußischerseits der Vorschlag gemacht worden, eine aus drei Fachmännern( Militärs) bestehende Com mission zu bilden, welche die Controle der zur Ausstellung von Tauglichkeitszeugnissen für den einjährigen Freiwilligen dienst berechtigten Lehranstalten ausüben soll, und der Bundes rath hat diesem Vorschlag zugestimmt." Also die Schulen fortan unter Aufsicht und Controle von Militärs h di damit ja der es im Intelligenzstaat" nicht mehr heißen dürfen:„ der pre „ Der ßische Schulmeister schlägt unsere Schlachten", sondern: te preußische General bildet unsere Schulen." In Desterreich nach wie vor Verfolgungen der So zial- Demokratie. Neuerdings ist gegen Oberwinder wegen seiner Rede über die Militärfrage die Untersuchung hängt worden. Det Der Antrag, welchen der Abgeordnete Roser im öfter dem russischen Kabinet( die preußischen Blätter beanspruchen reichischen Abgeordnetenhaus gestellt hat, lautet seinem Wort Politik nicht dasselbe wäre), das zweite aus dem Tuilerien kabinet. Jenes will, daß nur die Schuhmächte Griechenlands England, Rußland und Frankreich vertreten sein sollen, wobei man auf die Geneigtheit des Ministeriums Gladstone- Bright rechnet. Frankreich dagegen fordert die Bertretung sämmtlicher Mächte, die den Pariser Frieden von 1856 unterzeichnet haben, also aller Großmächte und der fische, Frankreich nicht das russische Projekt annehmen, ohne sich über ein drittes Projekt einigen? Jedenfalls ist es sehr ununmöglich ist. that no har und Stoffe ift; für sich, sei es durch die zur Verarbeitung kommenden sei es durch die Art und Weise der Verarbeitung selbst ein direkte Gefährdung der Gesundheit der Arbeiter verknüpft in Erwägung, daß als Grundlage, beziehungsweise Hauptur ſache, auf welche sich die meisten Krankheiten der Arbeiter firen, der nachtheilige Einfluß der zu langen täglichen zeit anzusehen ist; in Erwägung, daß in vorgeschrittenen di 30 b i 3 D 8 9 Arbeits Län Türkei, nicht aber Griechenlands. Die Majorität dieser dern die Arbeitszeit auf ein der menschlichen Leistungsfähigkeit Conferenz würde unzweifelhaft den Russo- Borussen( Russen entsprechendes Maß zurückgeführt ist, und daß die Arbeite Preußen) feindlich sein. Rußland fann also nicht das franzö. dabei qualitativ Besseres schaffen, als in jenen Ländern, wo dieselben fast den ganzen Tag unter der barten Arbeit von vornherein für überwunden zu erklären. Wird man fich seufzen müssen; in Erwägung, daß es im Interesse der Fabri fanten und der Arbeitsleistung gelegen ist, daß die Arbeiter gewiß, ob eine Conferenz zu Stande fommt; gewiß aber ist, fräftig, gesund und arbeitstüchtig erhalten werden, daß es an daß, wenn sie nicht zu Stande kommt, der Krieg sicher, und, derseits im moralischen Interesse von der höchsten Wichtigkeit wenn sie zu Stande fommt eine Einigung, d. h. der Friede ist, daß den erwachsenen Arbeitern Gelegenheit und Zeit zur Wahrnehmung der Familienpflichten, wohin besondere die Aus Spanien eine gute Nachricht. Bei den Wahlen Kindererziehung gehört, geboten werde; in Erwägung endlich daß der gesundheitliche Zustand der Kinder in den Fabriken febr im Argen liegt, erlaubt sich der Gefertigte den Antrag zu stellen gefiegt. Das läßt uns Gutes erwarten von den bevorstehen die Regierung wolle auf dem Wege der Gesezgebung dahin den Corteswahlen, obgleich nicht zu vergessen ist, daß die städti wirken, daß 1. die bezügliche Arbeitszeit in den Fabriken auf 10 Stunden beschränkt, 2. Kinder unter 14 Jahren der Ein Ein eigenthümliches Licht ist auf die Vorgänge von Cadir die Ausführung dieser legten Bestimmung durch eigne Kinder um tritt in die Fabriksarbeit nicht gestattet, endlich daß 3. über geworfen worden. Wie sich jezt herausstellt, wurde der Zu- aufsichtsbücher Aufsicht geführt werde.( Letztere Bestimmung für die Gemeindebehörden haben die Republikaner außer in Madrid in allen bedeutenden Städten des Landes glänzend sche Bevölkerung Spaniens nur einen fleinen Theil der Gesammtbevölkerung bildet. D 9 Der ist nicht recht klar. Von Arbeitshäusern" für Kinder ist, wie die man sieht nicht die Rede. Das in voriger Nummer mitge theilte Telegramm war also ungenau.) Her nien dge bon für Der Präsident der Vereinigten Staaten hat alle bisher noch unbegnadigten Rebellenführer amnestirt. Damit hätte der Prozeß Jefferson Davis seine Erledigung gefunden. Mag auch Johnson aus Sympathien für die Südgehandelt haben, so fann sein Entschluß doch der Retaatler igut bublif nur zur Ehre gereichen. Wo ist die Monarchie, die eine ähnliche That der Großmuth aufzuweisen hätte? Brn das ihm tage thei Ar ter: eut men. adt om ung gen Dea 3 Fabrikordnungen und 3) der Einführung von Schiedsgerichten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern hervor. Statt auf eine Diskussion dieser vernünftigen Forderungen einzugehen, schlugen die Arbeitgeber einen Höllenlärm, und Rath und Bürgermeister erließen eine Proklamation, welche die Arbeiter als Aufwiegler hinstellte, sie der Verschwörung mit dem Ausland beschuldigte, und alle Freunde der Ordnung aufforderte, sich beim ersten Alarm- Zeichen ,, in Civil" an einen von 4 bezeichneten Sammelpunkten zu begeben. Troß dieser Herausforderung verhielten die Arbeiter sich ruhig, sie stellten bloß die Arbeit ein. Unterdessen erschien folgender Aufruf des Genfer Central- Comité's: Der internationale Arbeiterbund in Genf an die Arbeiter in Basel. Brüder! Wir haben vernommen, wie Euer Staatsrath, der Vertreter der herrschenden Bourgeois- Kaste, Eure Stadt in vier Militärbezirke eingetheilt hat, und Euch mit Bajonetten be droht, zugleich alle Bürger und sogenannten Freunde der Ordnung zum Niedermachen der Arbeiter einladend. Der Zukunft" wird geschrieben: Leipzig, den 27. De ember. Das„ demokratische Wochenblatt" hat Unglück mit seinen Prozessen; sie werden ihm immer zu Wasser, weil die Angreifer sich vor dem Kampfe zurückziehen. Erst nso. Sr. Geheimrath Stieber, dann der Herzog von Koburg und jezt als Dritter im Bunde ER von Frankreich. Was legteren betrifft, so ist den Angeklagten zwar noch nichts mit getheilt, aber da die Nachricht im amtlichen„ Dresdner Journal" sicht, dem in solchen Dingen wenigstens zu glauben, so wird's wohl wahr sein. Unsere Richter meinten es beiläufig sehr gut; sie hatten den Prozeß mit undeutschester Gile betrieben und so gar schon ein Urtheil gefällt, das am vorigen Montag verBrüder! In einem so ernsten Augenblicke ist Klugheit tündet werden sollte und auch den Angeklagten- als Weihund Thatkraft geboten, denn die Bourgeoisie hat nur den nachtsbescheerung- verkündet worden wäre, wenn die Herren Zweck, unsere Einigung zu sprengen, um uns einzeln zu verRichter in ihrer gewaltigen Gile nicht vergessen gehabt hätten, nichten, um jenes gemeinsame Band der Solidarität zu zerdie Akten dem Vertheidiger zur Einsicht zu geben säumniß, die Vertagung zur Folge hatte. Noch eins. Rach dem neuen sächsischen Strafverfahren muß die belei digte, oder sich für beleidigt haltende Person ohne Un terschied des Standes persönlich flagen. Es fragt sich Die Bourgeois wollen die Entwickelung unserer Kräfte nun: wie konnte eine Klage auf Beleidigung des fran hindern; darum suchen Sie uns durch alle ungefeßlichen Mittel zösischen Kaisers erhoben werden, ohne daß dieser persön= tan der wird reu Der 50 gen vers ter ort Offe eine ift; ba its än feit iter ern, beit bri iter an feit dur Die lich ebr Ten, hin auf Gin bet Der ung Brüder, wir kennen diese Ordnung: es ist aus der einen Seite die Ausbeutung der Arbeiter, auf der andern aller Vortheil, Wohlstand und Reichthum für die Bourgeoisie. reißen, das heute alle Arbeiter Europas umschlingt, und allein die Macht der Arbeit gegen das Kapital bildet. Brüder, wir stehen zu Euch. Eure Sache ist die unsere. Rechnet auf unsern moralischen und materiellen Beistand! zu reizen; Lüge und Verleumdung sind ihre Waffen; ihre Abupt, hin zu einem Bergweiflungsreiche zu treiben. Sie stellen uns hin als Rebellen, während sie doch zur Rebellion hezen. Brüder! Seien wir heute geduldig; die Stunde unserer Befreiung wird schon schlagen. Seid standhaft, aber laßt Euch nicht zu einer unzeitigen That hinreißen, die die Existenz unferes Bundes gefährten könnte. Verbindet Klugheit mit Wilbersichern kann, nicht gethan; die Klage wurde von dem, jezt abberufenen französischen Gesandten eingeleitet und mit undiplomatischem Amtseifer betrieben. Wie kamen unsere Gerichte unter so bewandten Umständen dazu, die Klage an zunehmen? Daß sie den Gesandten als Vertreter der Person des Kaisers angesehen hätten, kann nicht als Rechtfertigung lensstärke. Beigt unsern Unterdrückern, daß überall, wo der gelten, denn das Gesez schreibt ja eben gerade die persön internationale Bund besteht, auch die Grundsäße und die Rechte liche, direkte Klagerhebung vor. Bemerkt sei noch, daß die Anklage auf„ Verbreitung staatsgefährlicher Lehren"( so lautet die betreffende Terminologie) heiten; wir sind mit ganzer Seele mit Euch. gegen die Urheber der Demokratenadresse bestehen bleibt." Die Französisch redende Schweizer Sektion der Internationalen Arbeiter Assoziation beabsichtigt die Herausgabe eines Wochenblatte, das unter dem Titel: ,, L'Egalité" ( Gleichheit) in Genf erscheinen soll. Die uns vorliegende Probe. nummer zeigt, daß die Unternehmer sich ihrer hohen Aufgabe aus Deutschland wird gesorgt werden. der Arbeit mit Würde und Stolz laut verkündet werden sollen. Brüder! Gebt uns stete Kunde über Eure AngelegenIm Namen des Central- Comité H. Perret. Gleichzeitig erließ das Genfer Central Comité der deutschen Sektion nachfolgenden Aufruf an die Arbeiter aller Länder! Arbeiter! Unsere Brüder in Basel sind durch die allgemeinen soder Plan zur Ausführung fommen! Für regelmäßige Berichte lezende Verfahren von Arbeitgebern in verzweifelter Lage und bewußt und derselben im vollsten Maaße gewachsen find. Möge zialen Zustände und das gefühllose, die Menschenwürde verSieg der Internationalen Arbeiter- Assoziation. Eine Lehre, soll ihr Hülferuf in allen Ländern wiederhallen und von gemünschtem Erfolg begleitet sein. Sie hatten Brod und Gerechtigkeit verlangt und man hat ihnen mit verblümtem Belagerungszustande geantwortet, und um den Hungernden bange zu machen und die eigne Angst zu überwinden, mit Hinter ladern gedroht aber inzwischen auch im Geiste der modernen In Basel traten Mitte dieses Monats die der Inter- Geßittung mit den Revolvern der Verdächtigung, den Spizder dreifachen Forderung 1) höherer Löhne, 2) verbesserter die vereinigte Haltung unserer Mitgenossen zu vernichten ver nationalen Arbeiter Assoziation angehörigen Bandweber mit fugeln der Verhöhnung und den Dolchen der Verläumdung sucht. Die Bourgeoisie, die alle Lebensgüter mit Beschlag belegt, hat sie mit einem Walle der Selbstsucht umschlossen, um sie durch Aushungerung willfährig zu machen und die Schwach müthigen unter ihnen mit einem Stückchen Speck zu gewinnen. Aber die Arbeiterklasse der ganzen Welt ist eine Familie, und wo ihr in irgend einem Lande ein Leid geschicht, wird es in allen von ihr empfunden. Darf die Familie die Unterdrückung und Schändung ihrer Glieder dulden? Nimmermehr! 4 Б sten Momente derselben bildete die großartige Manifest fo tion für die Sozialdemokratie. Mehrere Redner, in besondere aber Hartung, hatten betont, daß die vorgelegte di Statuten eingereicht worden seien, als noch kein Vereins- und Versammlungsrecht bestanden habe, und daß dieselben deßhalb viele Mängel bätten. Es müßten jeßt nothwendig Aenderun gen eintreten und zugleich müsse auch ein zeitgemäßes Programm aufgestellt werden. Bei der Begründung eines diesbezügliche Antrages, der auch angenommen wurde, gab Hartung eine Darum auf, Arbeiter! Befreit sie durch werkthätige kurzen Ueberblick über die Arbeiterbewegung in Frankreich Bruderliebe. Es kann dies auf zweierlei Weise geschehen: 1) indem Arbeitervereine, die bei besserer Kasse sind, rasche, auf gewisse Zeitfristen rückzahlbare Vorschüsse machen, 2) indem dieselben Sammlungen freiwilliger Gaben innerund außerhalb ihres Kreises veranstalten. Ein ausführlicher Bericht über die Vorgänge in Basel wird sofort im Vorboten" und dann in vermehrter Weise in besonderem Drucke erscheinen. Also Hand an's Werf! Schnelle Hülfe, echte Hülfe! Genf, den 22. Dezember 1868. Das Gentral- Comité der Sektionsgruppe deutscher Sprache. Joh. Ph. Becker. Präsident; W. Jährig, Sefretär, Th. Remy, Buchhalter; W. Rau, L. Weiß, Hauger, Fries. Faul, Lichtenberg. NB. Die Beiträge beliebe man an das biesige internationale Central- Comité, oder an das Central- Comité des mitgenössischen deutschen Arbeiterbildungsvereines, Tellstraße 5, England, Deutschland u. s. w. Als er dabei mit Anerkennung Lassalle's gedachte, erfolgte ein minutenlanger Beifallssturm während auf der Tribüne, wo die Herren Rolatschef, Dr. Mar Menger, Dr. Schrank und Andere Plaz genommen hatten, erstaunte Blicke gewechselt wurden. Groß entwidelte an jenem Tage bereits unter großem Beifalle die Prinzipien nach denen die Internationale Arbeiter- Assoziation gegründe wurde; die Beitritte zum Vereine erfolgten hierauf maffenhaft und so zeigte es sich schon bei der Gründung dieses, lediglich zipien der Sozialdemokratie in Wien zum Durchbruche gelom den Bildungsbestrebungen gewidmeten Vereins, daß die Prin men waren. Der Arbeiterbildungsverein hatte sich constituirt und be gann nun die geeigneten Maßregeln zu seiner inneren Orgas nisation zu treffen. Aber die Prinzipien, welche in den statt gefundenen Arbeiterversammlungen verkündet worden waren, hier, oder direkt an den Hauptvorstand der Sektionen ordentliche Ueberraschung hervorzurufen. Etwas Derartiges fonnten nicht verfehlen, in allen Gesellschaftsfreifen eine außer Basels, Jos. H. Frey. Weiße Gasse 6, zu senden. Als die Bourgeois merkten, daß die Arbeiter organisirt waren, und daß hinter den Baseler Bandwebern die Hundert hatte man in Desterreich nicht erwartet. bemächtigte. Während der größere Theil der Volksblätter, Zunächst war es die Presse, welche sich der Sache fofort die durch tausende der Internationalen Arbeiter- Assoziation standen, so richtiger Erkenntniß der Sachlage und ihrer Interessen, unpar gaben sie bald klein bei, und- bewilligten im Wesentlichen alle Forderungen der Arbeiter. Der Tagelohn ist für diejeni gen Arbeiter, welche nicht auf Stücklohn arbeiten, von 1½ auf 2 Franken, also um 33% Prozent erhöht; eine früher bestandene Sparkasseneinrichtung, welche aus Beiträgen der Arbeiter von 22 Prozent des Lohnes und einem vom Arbeitgeber gezahlten Lohnzuschlag von 22 Prozent gebildet wurde, ist wieder hergestellt worden. Schiedsgerichte sind in bor teiisch über die erzählten Vorgänge berichtete, begannen Organe der Bourgeoisie, die von den Arbeitern weder Abonnements noch durch Inserate unterstützt werden, die so zialistischen Tendenzen der Arbeiterbewegung in demselben denschaftlichen Tone zu bekämpfen, wie dies wenige Jahre her fast von der gesammten Presse Norddeutschlands geschehen war. Gleichzeitig begannen diejenigen, welche schon seit Jahren Aussicht gestellt, und den verheiratheten Arbeiterinnen sind Er fentlichen Vorträgen die Prinzipien der genossenschaftlichen in Vereinen, wie der hiesige Buchdruckergehilfen- Berein, in öf Selbsthilfe vertreten hatten, sich zum Kampfe zu rüsten, da fie leichterungen zugefagt.Arbeiter! Lernt an diesem Beispiel, welche Macht die Organisation giebt. Vereinigt seid ihr unwiderstehlich, vereinzelt der Spott der Feinde.( Nach Schluß der Redaktion er für den Fall eines Triumphes der sozialistischen Prinzipien Gefahr famen, ihre ganze Popularität einzubüßen. in fahren wir, daß die Färber in Basel die Arbeit eingestellt Erklärung den sozialdemokratischen Wortführern der Arbeiter haben. Erwähnt sei noch, daß die( national) ,, liberale" badische Regierung anläßlich des Baseler Strife's eine Sektion der Internationalen Arbeiter- Asoziation in Lörrach aufgelöst hat!) Die Arbeiterbewegung in Wien. ( Fortseßung). Wien im Dezember. Während Herr Engelbert Reßler in einer öffentlichen den Fehdehandschuh hinwarf, fündigte der Buchdruckergehilfen Verein auf den 26. Dezember v. J. einen Vortrag des Herrn Dr. Mar Menger über die Prinzipien der genossenschaftlichen Selbsthilfe an. In diesem Vortrage, welcher im Beifig" statt fand, erfannte Hr. Dr. Menger das von Schulze bestrittene ,, eherne Lohngefeß" an, und fügte hinzu, daß man aus den Lehren der Sozialisten sowohl, wie aus denen der Bourgeois gen suchte Hr. Dr. Mar Menger die Gegensäße auszugleichen. ökonomen das Nüßliche herausnehmen möge. Auch im Uebri verstrichen und die ganze Bewegung bereits zu sehr fortgeschrit Schon drei Tage nach der Versammlung im„ blauen Für eine solche vermittelnde Haltung war indeß die Zeit schon nur die Bock" wurde in mehreren tausend Exemplaren ein Aufruf an die Arbeiter Wiens vertheilt, in welchem die konstituirende ten, so zwar, daß die Vermittlungsversuche die Gegenfäße Versammlung des Arbeiter Bildungs- Vereins für den 15. Des schärfen mußten. Dr. Menger hatte unter anderm gegen i zember in Schwender's Colosseum angekündigt wurde und dessen Staatshilfe geltend gemacht, daß die in Frankreich im Jahre 1848 mit Staatsunterstüßung begründeten Produktiv- Affozia tionen meistens zu Grunde gegangen feien. Hieran fuüpfte Inhalt im Uebrigen schon eine stark sozialistische Färbung batte. Die von mehr 2000 Personen besuchte Bersammlung im Colosseum verlief in der würdigsten Weise. Die wichtig auf die in dem Vortrage enthaltenen Aeußerungen gegen die T to a h e 6 ין F 1 d 9 17 e S 1 8 in gten und balb ft fogenannte Staatshilfe demnächst antworten werde. Bei dieser Gelegenheit sahen wir auch zum ersten Male in Arbeiterkreisen die komische Figur des Hrn. Dr. Ratkowsky auftauchen, der befanntlich im Stande sein will, die soziale Frage in 14 Tagen vollständig zu lösen. run mm chen inen eid ung rm Dr. nen Telte ien, del aft lich rin m be ( Fortseßung folgt.) Aus England. 5 wird*), ob auf täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Lohne gemiethet, täglich nur acht Stunden arbeiten soll, um seinen Lohn zu verdienen. Was aber den Betrag dieses Lohnes bestimmt, bleibt früheren Verfügungen überlassen. Das wesentliche Element früherer Verfügungen ist, daß die Arbeiter in den Regierungswerkstätten den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit erhalten sollen, wie bei Privatunternehmungen. Wer den acht Stunden Arbeit in Privatgeschäften verschieden von zehn Stunden Arbeit bezahlt, so ist es offenbar, daß die Regierungsarbeiter einen Lohn zu beanspruchen haben, welcher dem Lohn von acht Stunden Arbeit in Privatgeschäften und nicht dem ganzen Zehnstunden Lohne in Privatgeschäften gleich kommt. Das Gesez verlangt ebenso wenig, daß der Lohn des verkürzten Arbeitstags verhältnißmäßig verkürzt werden soll, als daß der Lohn des verkürzten Arbeitstags so hoch sein soll als der des längeren Arbeitstages in Privatgeschäften. Das Gesetz bestimmt nur die Stunden der Arbeit, es schweigt über die Belohnung derselben." Der „ Chicago Workingman's Advocate" bemerkt. Der Attorney General Ewart giebt eine sehr erleuchtete und überzeugende Auslegung des Achtstunden Gesezes. Als ein zungendrescherisches Aktenstück ist es ohne Zweifel ein Meisterstück, und unsere Leser werden sich beim Durchlesen erquicken. Will uns derselbe ge lehrte Herr nicht in einem halben Dußend Zeilen eine Auslegung seiner Auslegung geben?" Das Aktenstück füllt beinahe zwei Spalten in der Zeitung und dreht sich um Wenn und Aber. ( Schluß folgt.) London, den 27. Dezember. Der Attorney General( General- Regierungsanwalt) Der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat eine offizielle Ausle gung der Achtstunden- Akte abgegeben, welche die Schwie rigkeiten, die seine Dazwischenkunft hervorriefen, nicht beseitigt. Der Kriegsminister und die verschiedenen untergeordneten Häupter des Kriegs- und des Marine- Departements legten die Akte so aus, daß die in Regierungswerkstellen beschäftigten Arbeiter nur berechtigt seien% ihres früheren Lohne zu beanspruchen. Die Arbeiter ihrerseits protestirten gegen diese Auslegung und wandten sich an den Präsidenten. In ihren legten Quartalberichten verriethen die Vorsteher der verschiedenen Arbeitsantalten des Staats ihre Parteilichkeit hauptsächlich durch ihre fast einstimmige Behauptung, daß die kürzere Arbeitszeit, weit entfernt die Erwartungen der Vertheidiger der Achtstunden- Akte im Rongreß zu erfüllen, im Gegentheil bewiesen habe, daß das Resultat der Arbeit sich nicht allein der Arbeitszeit gemäß um 15, sondern auch pro Stunde vermindert habe. Merkwürdiger Weise wurde gleichzeitig mit der Veröffentlichung besag ter Quartalberichte von der Wortführern der industriellen Bourgeoisie, hauptsächlich in den sogenannten Neu England- Staaten ga att en, Ger ges Fort in ars die ro fos Teis Gen ren of Jen fie in Den ter ens rn Jen att ent Den is ri en. on rit cur die bre ia fte et die Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Aus Crimmitschau und Glauchau geht uns gleichdem Siße des amerikanischen Fabrikwesens ein Geschrei erhoben, daß sich die Achtstunden- Akte als unpraktisch erwiesen habe und wiederrufen werden müsse. Die Herren Kapitalisten haben einen viel schärferen Geruchsinn für dergleichen zeitig die Mittheilung zu, daß beide Orte übereingekommen Dinge als die Regierungsbeamten. Die Sache ist für sie sehr sind die Gründung einer Gewerksgenossenschaft der einfach und flar: wo sie bisher hundert Dollars aus der deutschen Weber, Wirker, Tuch- und Zeugmacher, nicht bezahlten Arbeit herausschlugen, können sie künftig nur achtzig herausschlagen. Es ist daher selbstverständlich, daß die Kapitalisten Alles aufbieten werden, um die Achtstunden Afte rückgängig zu machen; und die außerhalb der Regierungswerkstellen stehenden Arbeiter behaupten, daß die Vorsteher der Re gierungswerk stellen direkt von den Kapitalisten best och en worden seien, ungünstige Berichte abzugeben, damit die Achtstunden- Akte in Verruf komme. Wie die englischen so haben die amerikanischen Arbeiter eine heilige Ehrfurcht vor dem wie sowie Spinner und Färbereiarbeiter vorzunehmen. In Grimmitschau ist ein Comité niedergefeßt, um auf Grund unserer Musterstatuten einen Statutenentwurf auszuarbeiten, der einer in kürzester Zeit einzuberufende Generalversammlung der genannten Arbeitszweige zur Berathung und zur Beschlußfassung vorgelegt werden soll. Um eine allgemeine Betheiligung bei dieser Generalversammlung zu veranlassen, ist es nothwendig, Adressen von den verschiedenen Orten zu haben, in denen die betreffende Gewerbe vertreten sind. Wir ersuchen deßhalb unsere Parteigenossen uns innerhalb 14 Tagen solche legung auf der einen Seite und den Ansprüchen der Arbeiter Adressen zukommen zu laffen, damit wir diese unsern Grimauf der andern Seite zu schlichten, wurde der Anwalt der Regierung beauftragt sein Gutachten abzugeben. Dasselbe ist, wurf wie alle sonstigen Mittheilungen bez. der Generalver mißschauer Freunden übermitteln fönnen. Der Statutenent die Sache beim Alten, es ist so elaſtiſch wie das Neue Testa rechtzeitig zugestellt. ment, Jeder fann es nach Belieben auslegen. Der AttorneyGeneral sagt:„ Die Theorie, welche der Absicht der Geseßge= bung zu Grunde lag, scheint die gewesen zu sein, daß der Arbeiter oder Handwerker durch eine Verkürzung der Arbeitszeit, zu größeren Anstrengungen befähigt, und im Stande sein würde, durchschnittlich in acht Stunden stätiger Arbeit ebensozu thun als früher in zehn oder mehr Stunden, und daß viel er durch verkürzte Arbeitszeit einen größern Zeitraum für seine geistige und moralische Vervollkommnung gewinnen muß. Ob dieses im Prinzip recht oder unrecht, ist hier nicht die Frage. Die einfache Bedeutung des Von allen unseren Verbands- und Parteigenossen erwarten wir die schleunigste Anzeige und Berichterstattung über alle wichtigen Vorkommnisse auf dem sozialen und politischen Gebiete, insbesondere ersuchen wir uns von jedem Schritt zur Gründung von Gewerksgenossenschaften in Kenntniß zu seßen, um den Berufsgenossen in andern Orten davon Kenntniß geben und eine engere Verbindung herbeiführen zu können. Lebhafte Klagen über die strenge Handhabung der an und für sich schon sehr reaktionären Vereinsgefeße, die meist guulbir Arbeiter oder Handwerker, der von der Regierung beschäftigt rungswerkstätten. *) Die Achtstunden- Akte gilt bekanntlich blos für die Regie Produkte der Reaktionsepoche der fünfziger Jahre sind, veran lassen uns, die Parteigenossen auf eine energische Agitation für Beseitigung derselben hinzuweisen. Die Agitation hiergegen hat sich wohl am zweckmäßigsten nach dem Zeitpunkt zu richten, wo die Kammern in den einzelnen Ländern tagen oder Neuwahlen zu denselben vor der Thüre stehen. Die Möglichkeit sofortigen Erfolgs darf für die Agitation nicht maß gebend sein, denn dieser dürfte bei den in ihrer Mehrheit aus freiheitsfeindlichen Elementen zusammengeseßten Kammern sehr zweifelhaft sein, es ist aber nöthig unausgesetzt die öffentliche Meinung auf unsere ungesunden staatlichen und sozialen Zustände aufmerksam zu machen, und das geschieht, wenn wir ohne zu ermüden die Schäden ans Tageslicht ziehen und rücksichtslos kritisiren. Je mehr in den Reihen des Bürgerthums aller 6 11 den Unternehmer nicht einzelne Arbeitskräfte, sondern nur die unterschiedslose Waare Arbeitskraft, die er zu möglichst günsti in gen Bedingungen zu kaufen suche, unterschiedelos insofern, th als es für ihn durchaus gleichgiltig sei, wer als Träger der ge von ihm gekauften Waare fungire. Die Folge sei die in im mer größerem Maßstabe Play greifende Frauen- und Kin derarbeit, die zu billigeren Preisen verkauft und deshalb jel von dem Fabrikanten so viel als möglich ausgenußt werde. Da die weiblichen und kindlichen Arbeiter selbst hierbei höch de stens als die Träger der gekauften Arbeitskraft in Betrachtes kommen, so habe der Unternehmer nur das eine Intereſſe, täglich ein größtmögliches Quantum dieser Kraft flüssig machen. Daß durch ein solches, ganze Arbeitergenerationen fü ruinirendes System dem Lande und den Fabrikanten selbst auf be Sinn für freiheitliche Bestrebungen abstirbt, um so nachdrück- die Dauer ein empfindlicher Schaden zugefügt werde, darüber licher müssen wir, der Arbeiterstand, das Freiheitswerk setzte sich der Unternehmer hinweg durch den Trost aprese aufnehmen, denn dessen wollen wir stets eingedenk sein, daß nous le déluge"*). Auf solche Weise werde durch Ueberarbei ohne die politische Freiheit und zwar die volle Freiheit tung das zarteste und zugleich das kostbarste Material verge eine endgültige Lösung der sozialen Frage" unmög det, da man mit der Lebenskraft eines Kindes gleichzeitig eine in Tich ist. lange Reihe von Jahren werthzeugender Thätigkeit vernichte hi und andererseits das weibliche Geschlecht als der Hauptfaftor für die Reproduction dea Arbeiterbevölkerung in Frage komme. Dem Recht des Arbeiters, der eine Aenderung dieser Ber hältnisse anstrebe, stehe das gleiche Recht des Arbeitgebers ge genüber, und so sei ein Konflikt geschaffen, der nur durch die Gewalt der Gesezgebung gelöst werden könne, und von dem Den Beitrag an die Vorortskaffe haben bezahlt: A. B. V. Limburg, A.B. V. Hannover. Dem Verband beigetreten ist der A. V. Luckenwalde. Leipzig, den 28. Dezember 1868. Der Vorort. A. Bebel, Vorsitzender. New- York, den 10. Dzbr. Sylvis, Präsident der Internationalen Arbeiter- Genossenschaft( National Labour Union) Staat in seinem eigenen Interesse gelöst werden müsse. 9 In fa der hieran sich knüpfenden Debatte, an der sich außer dem hat eine Ansprache erlassen, in der er sich wie folgt über die Vortragenden hauptsächlich die Herren Kämmerer, Bartels, Aron, Wenzel, Peter und Milke betheiligten, wurde namentlic sozialen Zustände der Vereinigten Staaten ausspricht: „ Es wächst rasch im Lande eine Geldaristokratie in die Höhe, wie es nirgends eine giebt. Alle erzeugenden Kräfte der Nation sind derselben dienstbar und von ihr unabhängig gemacht worden. Sie beherrschen die gesammten Umlaufsmittel des Landes und durch diese die Regierung. Frauen- und die Kinderarbeit auf die materielle Lage der beiter selbst ausübe. Troß der Betheiligung der ganzen milie an der Arbeit stelle sich die Einnahme nicht höher, die Ar Fa Jale wenn der männliche Arbeiter allein beschäftigt sei, weil einer Unser Volk theilt sich mehr und mehr in zwei Klassen, seits durch die vermehrte Konkurrenz der Arbeitskräfte der Lohn die Erzeuger und die Nicht- herabgedrückt und andrerseits die zum nothwendigen Lebensun die Reichen und die Armen erzeuger die geschäftlichen Bienen im industriellen Vienenleben. Die Arbeiter unserer Nation, schwarz und weiß, Mänterhalt erforderliche Summe der verringert werde. von der die Höhe des Lohns stocke und die faulen Drohnen, die vom Diebstahl an ihnen abhängt durch den Verdienst der übrigen Familienmitglie Ueberdies sei durch die Beimischung f ner und Weiber versinken in einen Zustand der Sklaverei. von Frauen und Kindern das Arbeitermaterial selbst weicher Es besteht schon jetzt im Lande eine Art Sklaverei, schlimmer und nachgiebiger geworden, und schädige die Interessen als sie unter dem Sklavensystem von sonst bestand. Der arbeitenden Klaffen, indem es dem Fabrikanten die Durchfüb Krieg hat das Eigenthumsrecht an Menschen abgeschafft, aber rung seiner immer weiter gehenden Forderungen erleichtere. Der nicht die Sklaverei selbst. Damit sind wir soeben beschäftigt, Der vorgerückten Zeit wegen wurde die Fortsetzung der Dies und wir müssen dieses Werk fortseßen, bis in jedem Winkel des Landes die Sklaverei abgeschafft ist. Ehrliche Arbeit in jedem Geschäft muß ihren gerechten Lohn erhalten, und die öffentlichen Diebe müssen zu chrlicher Arbeit gezwungen werden. Laßt uns Alle an's Werk gehen!" Wien, den 27. Dezbr. Gestern hatte in Zobel's Bierhalle eine große, von 5-6000 Personen, meist Arbeitern, besuchte Volksversammlung statt, welche Beschlüsse gegen die indirekten Steuern und zu Gunsten der Progressivsteuer, für allfussion bis zur nächsten Sigung vertagt. ihre Genossen zur Gründung einer Gewerke- Genossenschaft ein. Nürnberg, den 28. Dezbr. Wie die National- Liberalen Gewerks- Genossenschaften gründen. Hiesige Schuhmacher luden Denselben wurden gleich fir und fertig die Mar Hirsch' schen Statuten( die ihnen von hiesigen National- Liberalen unter Beistand des genannten Herrn selbst zur Annahme übergeben waren) ale bindend für die zu gründende Vereinigung vorge legt. Wer nicht auf Grund der Statuten eintreten will, fol gemeine Volksbewaffnung und unbeschränkte Gewissensfreiheit drausbleiben. Ein Anwesender, der für das Leipziger Muster Statut eintrat, wurde mit der Streichung aus der Mitglieder i Berlin, den 22. Dezbr. Der demokratische Arbei Liste bedroht, auf seine Reklamation und nochmaliges Eintre einer Diskussion über die Verwerthung der Arbeitskraft. helfen als durch gemeine Schmähungen und Verdächtigungen ten für seine Ansicht, fonnte sich der Vorfigende nicht anders faßte. terverein beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit Eingeleitet wurde dieselbe durch einen Vortrag des Herrn Carl Hirsch, in welchem dieser zunächst eine kulturhistorische Ent widlung des Verhältnisses zwischen Arbeiter und Arbeitgeber und der Verwerthung der Arbeitskraft des ersteren gab. Bei der gegenwärtigen kapitalistischen Produktionsweise gebe es für des Herrn Bebel. Daß es den Leuten bei der Art und Weise nicht gelingen wird etwas zu erreichen ist begreiflich. Daß die National- Liberalen ihre Politik, das was nicht *) Nach uns mag die Sündfluth kommen! e t ( S h b 9 9 di b δεν A al bi en สิน ei ป die ſti in ihrem Kram past, anzuschwärzen und das was ihnen auf thrlichem Wege nicht erreichbar, sich zu erlügen, noch nicht aufder gegeben haben, beweist das vom Vorort der national- liberalen Arbeitervereine( des sogenannten Arbeiterbundes) herausgegebene Schriftchen ,, der Arbeitertag zu Nürnberg." Das Schriftchen lb felbst konnte ich noch nicht erhalten; aber aus der Literatur Anzeige im Leiborgan der bayerischen National- Liberalen, in der Erlanger Wochenschrift, können Sie sehen, weß Geistes Kind dc. che cht es iſt. 1, zen für uf bei Ser és Coburg, den 27. Dez. Ich theilte Ihnen schon früher mit, daß Herr Dr. Jannasch bei uns in eine Commiffion Entwerfung von Gewerkschaftsstatuten gewählt war, wogenannter Herr für die Hirsch- Dunder'schen Gewerkschaften zu wirken suchte. Die große Mehrheit der Kommission war gegen das Statut. Das hielt Herrn Dr. Jannasch aber nicht eiab, ab, selbstständig vorzugehen und eine Arbeiterversammlung einzuberufen, die von ungefähr 300 Personen besucht war, in der er einen langen, breiten und unverständlichen Vortrag hielt. Eine Debatte entstand, nicht, da der Vortrag ohne alle Wirkung war, und alle anwesenden schrecklich gelangt hatte. ne te, or ne. Jes Die In em 13, ich Die Its hn në ng Der ib ett 7 liche Mitgliederzahl und ein bedeutender Fond allein hier zu sammenkommen. Die Spinn- und Webgenossenschaft unter der Firma Ernst Stehfest und Comp. ist von dem Präsidenten der Societé des Tailleurs( Gesellschaft der Schneider), Herrn L. Wucher in Genf, eingeladen worden, Proben oder noch besser ihren Reisenden zum Congreß der verschiedenen Sectionen der ,, ouvriers Tailleurs" in Lausanne vom 3-6. Januar d. I. zu senden, um möglicherweise Bestellungen entgegenzunehmen, für welche die Fonds aller Sektionen Ga rantie leisten. Das ist jedenfalls ein schönes Zeugniß von gegenseitiger Hilfe der Arbeiter, das alle Anerkennung und Nachahmung verdient. Remse bei Glauchau. Am Sonntag den 20. Dezbr. waren die Herren Albert und Uhlich aus Glauchau hier und hielten eine Versammlung ab zur Gründung eines Bolfsvereins. Einige Glauchauer Lassalleaner waren auch mit hierher gekommen und suchten durch allerlei Einreden das Vorhaben zu stören. Allein vergebens. Die Herren Uhlich und Albert führten sie tüchtig ab und wurde die Gründung eines Bolksvereins beschlossen, dem auch sofort viele der Serr Dr. Jannasch fühlte das wohl auch selbst und gestand Anwesenden beitraten. Vorsteher des Vereins ist Ernst Har später seinen Freunden privatim, daß er sich schrecklich blamirt tig, Zimmermann. habe. Wir haben unterdeß in unserm Verein ganz anders und durch unsere Mitglieder die verschiedenen Gewerbe inladen lassen. Die Schneider haben eine Gewerkschaft gewirkt ichon lung vor mehreren Monaten gegründet und haben sich dem allgemeinen Schneider- Verein angeschlossen. Die Metallarbeiter unferes Vereins hatten am vorigen Sonntag eine Versamm cinberufen und gründeten eine Gewerksgenossenschaft, der bis heute 40 Mitglieder beigetreten find. Es ging bei dieser Bersammlung sehr lebhaft zu und hatte sich auch Herr Dr. Jannasch eingefunden um seine Weisheit zu Markte zu bringen, er fiel aber tüchtig ab. Morgen findet eine Versammlung der Schuhmacher statt, in der das Vorortsstatut berathen Mit Sonneberger Arbeitern stehen wir werden soll. auch in Verbindung und werden demnächst dorthin gehen, um einen Verein zu gründen. Lugau, den 26. Dez. Heute soll in Niederwürschniß im Gasthaus zum„ braven Bergmann" eine Versamm lung der Bergarbeiter abgehalten werden um über die Gründung einer vereinigten Kaffe zu berathen; auch soll dabei die Gründung einer Gewerksgenossenschaft der Bergarbeiter zur Besprechung gelangen.( Wir ersuchen hiermit die Bergleute der Zwickauer und Freiberger Gegend, ebenfalls sich bei dieser Gewerksgenossenschaft zu betheiligen. Kein Theil des Arbeiterstandes befindet sich in einer so abhängigen Lage, hat so viel mit Maßregelungen und Chikanen aller Art zu kämpfen, wie die Bergarbeiter. Selbst von Seiten des Staates hat man sie den andern Arbeitern gegenüber zurückgesetzt. Diesen hat man die volle Selbstverwaltung ihrer Kranken und Unterstüßungskassen eingeräumt, die Bergarbeiter stellt man vor wie nach unter Vormundschaft, faßte in einer seiner legten Sißungen den Beschluß, an Hrn. die Beamten der Arbeitgeber abzutreten und stellt die Kassen Crimmitschau, 27. Dezbr. Unser Volksverein zwingt sie die Hälfte der Size in den Kassenverwaltungen an Bürkti in Zürich für seine ausgezeichnete Rede über die„ so unter deren Oberaufsicht. Wollen die Bergarbeiter sich aus ziale Frage" bei Berathung des Verfassungsentwurfs für dieser unwürdigen Stellung befreien, sich den ewigen QuäleDen Canton Zürich ein Dank und Anerkennungsschreiben zu richten. Wir glauben, der Mann verdients im vollsten Maße. Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen und die soziale reien ihrer Aufseher entziehen, dann giebt es nur ein Mittel -Bereinigung. Auf, Ihr Bergarbeiter! tretet zusam men; steht Mann für Mann! und Ihr werdet sehen, daß Frage" furz und bündig, wie es einem Boltsmann geziemt, diejenigen, die Euch jezt mißhandeln und verachten, Euch sehr ins rechte Licht gestellt. Auch hat unser Volksverein auf Vortrag Motteler's einstimmig beschlossen eine allgemeine deuten in. went ter en Bes et et's re ers en end ht bald fürchten und achten lernen werden!) Leipzig, den 29. Nov. Die hier vor ungefähr drei Vierteljahren durch zehn Buchbindergehilfen gegründete macher und alle verwandten Branchen zu gründen. Albert Produktivgenossenschaft erfreut sich eines raschen Auf: don Glauchau war im Namen des dortigen Volksvereins die schwungs, dieselbe arbeitete für die Weihnachtszeit mit 26 Feiertage hüben bei uns und hat im gleichen Sinn sich aus Köpfen und konnte kaum allen Aufträgen nachkommeu. gesprochen. Bei uns ist der Geist vortrefflich und zweifeln wir gar nicht, wenn die Stimmung anderwärts nur halb so Mehrere Schlosser und Maschinenbauer beabsichtigen ebenfalls eine Produktivgenossenschaft zu gründen günstig ist, in furzer Zeit eine der größten Gewerksgenossen- und haben zu diesem Zweck schon einige Vorbesprechungen ge= schaften in Deutschland auf die Beine zu bringen. Viel würde habt. Wenn man bedenkt, wie grade in diesem Fach eine gedient sein, wenn der Vorort uns zu Adressen aus Ge- Produktivgenossenschaft wegen der hohen Betriebsmittel zu genden, wo unsere Gewerbe ebenfalls stark vertreten sind, wie gründen schwierig ist, dann verdient der Muth dieser Männer der Lausitz, Schlesien, Brandenburg, Thüringen, Franken, die höchste Anerkennung. Schwaben und dem Rheinland verhelfen wollte, damit wir Vor einiger Zeit beabsichtigten einige Metallarbeiter eine diefen die Statutenvorlagen und Einladungen zur General- Abtheilung der auf dem Berliner Congreß gegründeten deut bersammlung übersenden fönnen. Ein Gomité zur Berathung schen Metallarbeiterschaft" zu bilden und beriefen der Statuten ist bereits gewählt. Gelingt es uns, die vielen zu diesem Zwecke eine Versammlung ein." Die Polizei unterRrantentassen, die wir hier am Orte haben, zu bestimmen, sagte dieselbe, weil sie darin die Gründung eines Zweigvereins/ Der Gewerksgenossenschaft veizutreten, dann würde eine stattbeizutreten, dann würde eine statterblickte, der nach dem Vereinsgesetz nicht gestattet sei. Diese wunderbare Auslegung macht Aufsehen, denn darnach könnte die Polizei jede Gewerksgenossenschaft ohne weiteres verbieten. Wir müssen der Polizei jede Berechtigung hierzu entschieden absprechen. Das sächsische Vereinsgesetz schreibt zwar vor, daß Vereine, die sich mit politischen oder öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen, nicht mit einander in Verbindung treten dürfen; unter diese Kategorie von Vereinen kann man aber die Gewerksgenossenschaften sich er nicht rechnen, denn dieselben haben den Zweck die speciellen Berufsinteressen des Gewerks zu vertreten und befassen sich nicht mit politischen und öffentlichen Angelegenheiten. Diese Auslegung des Vereinsgefeßes steht aber auch im grellen Widerspruch mit der hier bisher von der Polizei geübten Praxis. Es bestehen hier seit Jahren ein Buchdruckerverein, allgemeiner deutscher Schneis der und allgemeiner deutscher Cigarrenarbeiterverein, alle drei Gewerksgenossenschaften so gut wie die Metallarbeiterschaft, und uns ist nicht bekannt, daß man diesen ein Hinderniß je in Den gelegt bätte und mit Recht. Wie kommt es nun, daß die Polizei nach einer Seite plöglich verbieten will, was sie nach drei andern Seiten stets gestattete? Wir erwarten, daß die Polizei uns über diesen Widerspruch recht bald aufflärt. Unser Vereinsgefeß ist schon reaktionär genug, wir tragen fein Verlangen es durch willkürliche Auslegung einer Behörde noch reaktionärer machen zu lassen. Weg if " Es wird uns von Lassalle'scher Seite so oft die Nüglichkeit der Diktatur" eines Präsidenten gerühmt, wir haben jezt in nächster Nähe Gelegenheit gehabt, uns von der Vortrefflichkeit einer solchen zu überzeugen. Ein hiesiges Mitglied des allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins erzählte uns nämlich vorige Woche, daß der Präsident" Herr v. Schweißer sie ( die hiesigen Mitglieder des allgemeinen deutschen Arbeitervereins) als Gemeinde noch nicht anerkannt und noch keinen Bevollmächtigten bestätigt habe, weil ja nun, das Warum? wußte unser Gewährsmann eigentlich selber nicht; er meinte aber, weil sie nicht folgsam genug gewesen seien, weil sie trop der väterlichen Ermahnungen des Herrn v. Schweizer sich mit uns, der Volkspartei" eingelaßen hätten. " 8 Die Bukunft". Demokratische Zeitung. Neubegründet von Dr. Joha Jacoby, redigirt von Dr. Guido Weiß, Tutproti un 30 erscheint vom 1. Januar 1869 ab als Abendblatt im bis herigen Folioformate zu dem ermäßigten Preise von 1 Thlr. 15 Sgr. oder 2 fl. 40 fr. vierteljährlich. Das glückliche, in der Geschichte deutscher Zeitungen zum ersten Mal erreichte Ergebniß, daß der Fortbestand eines seiner Leser und Parteifreunde ermöglicht wird, legt uns die Blattes durch die unmittelbare und außerordentliche Beihülfe stärkste Verpflichtung auf, diesem vorausgewährten Vertrauen durch alle Sorgfalt und Mannigfaltigkeit der Arbeit zu sprechen. ent Sei uns die Bitte erlaubt, daß die Freunde der Zukunft" nun auch das so gut begonnene Werf ihrerseits fördern und für die Verbreitung in ihren Kreisen geneigtes Fürwort eins Bestand wird reichere Ausstattung des Inhalts und Ermäßi legen mögen! Mit der Befestigung des Blattes in seinem gung des Preises fün, tigbin gleichen Schritt halten. Indem wir somit zu recht reger Abonnements- Betheili gung einladen, bemerken wir noch, daß die erste Nummer des neuen Jahres in einer Auflage von 25,000 Gremplaren g druckt und sowohl hier am Orte als auch über ganz Deutsch land und die Schweiz 2c. gratis verbreitet werden wird. Berlin, im Dezember 1868. Die Expedition der ,, Zukunft". Kommandantenstraße 20. Das Bwickaner Tageblatt eröffnet mit dem 1. Januar 1869 ein neues Bierteljahrs Abonnement. Mit demselben beginnt das Blatt seinen achten Es ist doch eine schöne Sache um eine Diftatur", man Jahrgang. Wie es von Anfang an die Grundsäße der De kann da so bequem sich alle unliebsamen Elemente vom Leibe mokratie nach Kräften vertreten hat, so wird es auch in Zukunft halten, andere mit der Drohung der Exkommunikation" für dieselben einstehen, für die freiheitliche Einigung des ge schlimmem Einfluß entziehen, durch das Bestätigungsrecht" sammten Deutschlands mit Gleichberechtigung aller deutschen widerhaarige Bevollmächtigte zur Räson bringer, und was sonst Alles noch möglich machen. Auch mit der Einsendung von Berichten an den Sozial- Demokrat" sollen die hiesigen Mitglieder des allgemeinen deutschen Arbeitervereins merkwür dige Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht kommt auch noch eines Tages heraus, warum und durch wessen Machinationen " Stämme wirken und zugleich der sozialen Frage die gebüh rende Beachtung schenken. mit Das Blatt erscheint wöchentlich sechsmal, Sonntags einer Beilage unter dem Namen„ Sonntagsblatt", worin na turwissenschaftliche Gegenstände in allgemein faßlicher Weise besprochen werden. der allgemeine deutsche Arbeiterverein hier in Leipzig aufgelöst Inserate haben bei der namhaften Verbreitung des Blatted " wurde, um dann in Berlin" das Licht der Welt aufs Neue zu erblicken. Leipzig, den 29. Dezbr. In einer Versammlung der hiesigen Mitglieder des allgemeinen deutschen Schnei dervereins wurde ein Antrag auf Eintritt in den Schweißer schen Gewerkschaftsverband mit 14 gegen 13 Stimmen a b gelehnt. Idod gewünschten Erfolg. Bestellungen auf das Blatt, welche man möglichst recht zeitig machen wolle, nehmen alle in- und ausländischen Bot expeditionen an. Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet ergebenst ein 3widau, im Dezember 1868. Die Expedition des Zwickauer Tageblattes. C. A. Günther. Unsere Filialexpeditionen ersuchen wir hiermit, uns baldigst Abrechnung einzusenden und dabei anzu geben, wie viel Exemplare sie im nächsten Quartal brauchen. Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. } Leipzig.{ Die Expedition. Druck und Verlag: 6. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. 15913 S * & Ir. Ife Die en ts nt ft 15 3. Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 1. In Sacherr Volksbildung. Wohl alle ernst denkenden Männer sind darüber einig, daß auf den bisher inne gehaltenen Wegen ein wirklicher Fortschritt auf dem Gebiete der Volksbildung unmöglich sei. Das erscheint um so beunruhigender, je mehr man sich bewußt, daß gerade dieser Fortschritt jezt nothwendiger ist, denn je. Versuche, welche man hie und da zur Hebung der Volksbil dung gemacht, sind fast alle als fehlgeschlagen zu betrachten. Es läßt sich leicht nachweisen, daß hieran vor allen Dingen die Unflarheit der Grundsäße in Bezug auf 3 weck und Biel schuld ist, daß diese Unklarheit falsche Wege einschlagen, ungeeignete Mittel zur Anwendung bringen ließ, daß man immerfort den Anstoß und darauf die unausgefeßte, aufrichtige Förderung der Volksbildung von dort her erwartete, von wo aus bei einigem Nachdenken Niemand das eine oder andere erwarten durfte und konnte. Denn ich bin der Ueberzeugung, daß keine Volksbildung irgend welchen Werth hat, wenn sie nicht das Fundament der ganzen sozial politischen Entwickelung eines Bolks, wenn sie nicht die treibende Kraft für diejenige Bewegung ist, welche die denkbar besten Zustände als Ziel im Auge hat. Das nächste Ziel der gegenwärtigen politisch- sozialen Be wegung ist:„ Umgestaltung der bestehenden staatlichen und gesellschaftlichen Zustände im Sinne der Freiheit, gegründet auf Gleichheit alles dessen, was Menschen- Gesicht trägt." Der gegenwärtige Stand der Volksbildung in allen Ländern mit nicht demokratischen Regierungen reicht nicht aus, dieses Ziel mit Erfolg zu erstreben. Seit länger als einem Menschenalter macht die Volksbildung in Deutschland nicht nur nicht Fortschritte, sondern entschiedene Rückschritte. Nur mit dem Rückgange treiben. mir sichtlich weiter, und täglich mehren sich dafür die erstaunlichsten Thatsachen. sich selbst, wenn man von nicht demokratischen GesellIchaftszuständen erwartet, daß unter ihrem Einfluß die Bildung des Volkes im demokratischen Sinne gefördert werden solle. Das ist durchaus natürlich! Es ist ein Widerspruch in Bielmehr wird unter solchen Zuständen immer versucht werden, das Bedürfniß einer solchen Volksbildung in Bahnen zu leiten, die weit ab von der Freiheit führen, und es an Gegenstände und Fragen zu heften, bei welchen eine richtige Einsicht und ein selbstständiges Denken und folglich ein selbst bewußtes Handeln unnöthig und zwecklos ist. Bei diesem Werke diente stets und dient und wird dienen die Orthodoxie. Daraus folgt für alle, welche das Ziel unserer politisch In diesen Grenzen haben wir folgende besondere Aufgaben ins Auge zu fassen und zu erfüllen: Die erste Erziehung der Kinder, d. h. von ihrer Geburt bis zu ihrem Eintritt in die Schule, überhaupt die Erziehung in der Familie, ist mit Hülfe der Fröbel'schen Kindergärten umzugestalten. Diese Aufgabe wird um so wichtiger, je mehr die Zahl derjenigen Kinder wächst, welche des Erwerbs wegen schon im zartesten Alter aus der Schule genommen werden und denen nicht einmal in den ersten sechs Jahren ihres Lebens der Segen einer guten Erziehung zu Theil wird, weil die Mütter., auf Arbeit sind." Seit 1840, mehr noch seit 1849, ist die Volksschule allmälig unbeschränktes Eigenthum der Regierungen und der Kirche geworden. Den Eltern und Gemeinden sind nur sehr wenige Rechte geblieben; unglücklicherweise wissen wir selbst diese nicht auszunugen. Darum sind namentlich unsere Gemeinde- Bertreter zu veranlassen, daß sie vollständig, bis zu den äußersten Grenzen der Möglichkeit, alles thun, was sie für die Volksbildung, im Besondern für Hebung der Volksschulen ihun können. Es ist ein verhängnißvoller Irrthum, wenn man glaubt und glauben machen will, daß wir hierzu erst neuer Geseze bedürfen: nicht neue Geseze brauchen wir, sondern -nur volles Verständniß der Sache, festen Willen sie zu fördern, und ernste Arbeit! Da wir innerhalb der Volksschule den gegnerischen Bestrebungen immerhin nur verhältnißmäßig geringen Abbruch werden thun fönnen, so müssen wir vernünftigeriveise außerhalb derselben die Volksbildung in unserm Sinne zu fördern suchen. Das läßt sich ausführen durch zweckmäßige Einrichtung von Fortbildungsschulen für Jünglinge und Jungfrauen; durch Gründung von Bildungsverei nen, ebenfalls für beide Geschlechter; durch Herausgabe und Verbreitung wirklich volksthümlicher Schriften und Zeitungen; durch Einrichtung wirklicher Volksbiblio= thefen u. f. w. Selbstverständlich haben wir allen diesen Bestrebungen jegliches Kirchenthum in jeder Form fern zu halten. Ja, es ist endlich unsre erste und letzte Aufgabe, alle Veranstaltungen für die Zwecke der Volksbildung, in erster Reihe die Volksschule, unabhängig von jeglichem Kirchenthum( oder von jeder Priesterherrschaft zu machen. Das sind unsre Aufgaben im Besondern. Wer hat nun an die Arbeit zur Erfüllung derselben zu gehen? Alle!- Vom ersten bis zum legten, Mann und Weib, der einzelne Bürger und die Gemeinde, vor allem die, welche schon jetzt für Bolksbildung arbeiten oder arbeiten sollen: die sozialen Bewegung erfaßt, das Fundament und die treibende Lehrer, die Schriftsteller, die ganze Presse, die politischen, die Kraft dieser erfannt haben, daß unserer Boltsbildung nothwen dig andere Wege zu bahnen sind. Das ist unsere Aufgabe. Was haben wir zu thun und mas fönnen wir thun, um sie zu erfüllen? Zuerst und unbedingt ist festzuhalten, daß die BestrebunBen für eine wahre Volksbildung nicht auf die Kinder allein, sondern auch auf die Erwachsenen zu richten sind. Dann aber gehört in den Bereich unserer Aufgabe sowohl der Kindergarten wie der Bildungsverein, der Struwwelpeter wie das popular- wissenschaftliche Werf, die Erziehung in der Familie wie im öffentlichen Leben, und alles, was dazwischen liegt. Mittelpunkt der Volksbildung ist und bleibt die Volksschule mit den Volkslehrern. Arbeiter und Bildungs- Vereine, furz: Alle! Denn auch das gehört zu dem viel verleugneten Grundsage von der Gleichheit Aller, daß zur Arbeit für die politischsoziale Entwicklung Jeder zugelassen werde. Es kommt nur darauf an, daß die große Gemeinschaft dem Einzelnen die rechte Stelle anweise, um sich nüßlich machen, um mit Lust und Freudigkeit arbeiten zu können. Gerade die Arbeiten für die Freiheit und für ein menschenwürdiges Dasein sind nicht, wie das bisher Brauch war, solchen zu überlassen, welche sich als die Auserwählten" betrachten ein Fehler, der uns vielleicht mehr geschadet hat, als alle Vorrechte in Staat und Kirche zusammen. Als ein Organ für die Arbeit in dem oben dargelegten 10 Sinne wird vom 8. Januar 1869 ab von dem Unterzeichneten( ließen sich der Herr Dr. vernehmen) ,, weiß es aus ganz herausgegeben werden: fichrer Quelle Der Wegweiser. Organ für die Volksbildung in Deutschland.*) Es braucht wohl nicht mehr hervorgehoben zu werden, daß der Wegweiser" fein Fachblatt" sein wird. Aber es wird seine besondere Aufgabe sein. alle die Volksbildung betreffenden Fragen, welche bis jeẞt rast ausschließlich in pädagogischen Fachblättern oder in den abgeschlossenen Kreisen der Lehrer und der mit der Leitung des Bildungswesens be= trauten Gemeinde- und Staatsbehörden behandelt und beschlos sen wurden, dem ganzen Volfe zur Erörterung und zur Entscheidung zu unterbreiten. Alles soll in einfacher, verständlicher und möglichst ansprechender Form behandelt werden. Mehrere hervorragende Männer und Frauen haben ihre Mitwirkung bereits zugesagt; hoffentlich werden noch andere sich für diese Arbeit gewinnen lassen. Ueberhaupt ersuche ich die Freunde der Freiheit und der allgemeinen Volkswohlfahrt das eigentliche Ziel aller hus manistischen Bestrebungen!-, ihre Theilnahme in der einen oder andern Weise dem Wegweiser" zuwenden zu wollen. " Der Wegweiser wird in einem großen Bogen zu jedem Freitage in Leipzig ausgegeben. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen Bestellungen auf denselben an. Er fostet vierteljährlich 1212 Sgr. Berlin, Linienstr. 249, am Weihnachtsabend 1868. Eduard Sad, Lehrer, weil. in Königsberg i. Pr. Herausgeber des ,, Schulblatt für die Volksschullehrer der Provinz Preußen". Ein Biedermann am Krankenbette. Erzgebirge, im Dezember. Wie weit sich der Parteihaß versteigt, das haben wir aus dem Munde eines schwer kranken, tüchtigen und redlichen Demokraten dieser Tage hören müssen und können uns nicht versagen, diese kleine lehrreiche ,, Thatsache," für deren Wahrheit wir bürgen, zu Ohren unsres gebildeten Jahrhunderts" zu bringen, obwohl uns die Interessen des franken Arbeitsmannes zwingen, Ort und Namen zu verschweigen. Im Dienste seines aufreibenden Berufes erkrankt, schon 10 Wochen bettlägerig, so daß die Glieder bereits den Dienst versagen, wird der Arbeiter X. eines Tages von Dr.. besucht und ungefähr folgendermaßen angeredet: ,, Nun Sie Demokrat, da liegt ja auch auf dem Tisch das hübsche - Blatt!**) Ja, so seid Ihr halt! Geht doch heut Abend auch in die Volksversammlung, nicht wahr?! Ja, so seid Ihr! Werdet's auch weit bringen! Da unten steht die Kutsche vom reichen So und So," da fahr ich umsonst zu meinen ganzen Patienten 2c. 2c." Dann kam auch die Sprache auf einen Parteiführer des Ortes:„ Bekommt in der ganzen Stadt keine Arbeit mehr," *) Das Erscheinen des Wegweiser" wurde schon zum 1. Dktober dieses Jahres angekündigt. Leider konnte eine Bedingung des preußischen Breßgefeges nicht erfüllt werden; und so ist der Wegweiser ins Ausland" gegangen und hofft, auch von Leipzig aus zu allen Freunden des wahren Fortschritts zu gelangen. **) Das ,, demokratische Wochenblatt" ist es, welches die Ehre hatte von diesem Gentleman( anständigen Herrn) mit einem Wort bezeich= net zu werden, das für uns und unsre Leser nicht reinlich genug ist. Ja, ja so seid Ihr, dürfen wir hier anfügen: 1848 Hauptwühler in Stillhausen," später gekrönt in„ Deutschlands Leierkasten," sodann Agent des deutschen Nationalvereins und neben Alledem Mitglied und zeitweiliger Lokalvor sitzender eines Bundes der Menschlichkeit und Brü derlichkeit; wissen es aus ganz sicherer Quelle! ,, An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" Anzeigen. Die Hessische Volkszeitung beginnt mit dem 1. Januar ihren zweiten Jahrgang. Sie i das einzige Abendblatt Gaffels und durch direkte Beziehungen in den Stand gesetzt, die im Laufe des Tages in Berlin und Frankfurt eintreffenden politischen und Gours- Telegramme den selben Tag ihren Lesern noch mitzutheilen. Die täglichen Leit artifel, sowie Correspondenzen aus den bedeutendsten Orten geben ihren Abonnenten Gelegenheit, sich über die politischen Borkommnisse Urtheile zu bilden. Jbr politisches Programm zu veröffentlichen, ist überflüssig, es ist in weiten Streifen bes kannt und wird troß aller Verdächtigungen von ihr mit der gewohnten Energie verfochten werden. In allen Theilen de Regierungsbezirke Cassel sind Correspondenten engagirt, Vorkommnisse in der Provinz rasch zu unserer Kenntniß zu bringen. alle Die Verhandlungen der städtischen Behörden muß die ,, Hessische Volkszeitung" freilich den vom nationalliberalen Stadtrath begünstigten Blättern entnehmen, dagegen ist sie das einzige Blatt, das städtische Angelegenheiten freimüthig bespricht Das belletristische Beiblatt„ Die Feierstunden" wird auch im nächsten Jahre durch Novellen, Artikel über Wissenschaft, Kunst und Literatur, sowie auch Mittheilungen vermischten Inhalts seinen Lesern unterhaltende Lectüre bieten. Zu Inseraten bietet die„ Hessische Volkszeitung" günstige Gelegenheit, ihre Leserzahl wird im Regierungsbezirk Cassel nur von einem Blatt und in Cassel selbst nur durch die 20falblätter übertroffen. Der Abonnementspreis beträgt für Hauptblatt und Feier Postanstalten innerhalb Preußens 26% Sgr., bei sämmtlichen stunden" vierteljährlich bei der Expedition 222 Sgr., bei allen Postanstalten der nicht preußischen norddeutschen Staaten 1834 Sgr., bei den übrigen Postanstalten des deutsch- österrei chischen Postvereins 19 Sgr. Zum zeitigen Abonnement ladet ein Cassel, im December 1868. Die Expedition Bestellungen auf die in Köln erscheinende Rheinische Zeitung, Organ der Demokratie in Rheinland und Westfalen, wolle man möglichst frühzeitig bei der nächsten Post anstalt machen, damit in dem regelmäßigen Empfange der Zeitung feine Unterbrechung eintrete. Der vierteljährliche Abonnementspreis beträgt bei allen Bostanstalten einschließlich Borto und Zeitungſteuer 13 Thir.= 3 fl. 4 fr. Anzeigen 1½ Sgr. für die Petitzeile. b F 1, it er Dei er ie gen en anz 348 und or ri Einladung zum Abonnement auf die in Darmstadt erscheinende Hessische Landes- Zeitung. Organ der demokratischen Partei. Indem wir uns erlauben zum Abonnement auf unser Blatt für das 1. Quartal 1869 einzuladen, machen wir darauf aufmerksam, daß wir uns seit dem 1. Juli d. J. rückhaltslos als Drgan der demokratischen Partei erklärt haben, und daß namentlich die demokratische Partei in Hessen solidarisch mit uns berknüpft ist. Damit ist unser Standpunkt von selbst gegeben. Bir kämpfen seit dieser Zeit energisch für die unveräußerlichen Rechte des deutschen Volkes, mitzuwirken zur Bestimmung seines Schicksals und seiner Zukunft. Nicht was irgend dynastischer Ehrgeiz zu eignem Nußen und Frommen zu erstreben sucht, ist sondern das, was aus dem Volke in seiner Gesammheit heraus zur Lösung der Einheits- und Freiheitsfrage geschaffen werden nd fann, zu unterſtüßen ist unsere Aufgabe. Was speciell unser eneres Vaterland, Hessen, betrifft, so kämpfen wir für Erhaltung seiner Selbstständigkeit, weil wir nur in der Gleichberechtigung der Stämme den Weg zu einer Lösung der deutschen Frage finden eit ten en m be Der Des 11 bemühen, unseren freundlichen Lesern und Leserinnen eine ebenso an= genehme, ale urreiche lint.rhaltung zu bieten. Wir sind auch ferner= hin in den Stand gesezt, aus der Novellenliteratur jeweils ein den neuesten Erzeugnissen mittheilen zu können. Der den Annoncen gewidmete Theil unseres Blattes eignet sich der großen Verbreitena wegen ganz besonders zu Bekanntmachungen jeder Art, sowohl der gerichtlichen als Verwaltungs- Behörden, wie auch aller Arten Geschäfts- und Privat- Anzeigen. Sämmtliche Inserate im Oberrheinischen Courier" werden in unsern täglichen ,, Freiburger( Straßen:) Anzei= ger" gratis aufgenommen. Der Insertionspreis für die vierspaltige Petitzeile oder deren Raum beträgt 3 Kreuzer. Der Oberrheinische Courier" kostet vierteljährig 1 fl. 45 fr.(= 1 Thlr.) durch die Post. Bestellungen sind bei der nächsten Postanstalt zu machen. Die Expedition des Oberrheinischen Couriers. Fr. Xav. Wangler. Der „ Bürger- und Bauernfreund" stellt sich auch für das neue Quartal vom 1. Januar 1869 ab die fönnen. Dem freigewählten Parlamente werden sich diese Aufgabe, die Bürger und Bauern, kurz Jedermann, dem gröStämme alle beugen, die Gewalt wird nur den Bürgerkrieg Bere freisinnige politische Zeitungen unzugänglich sind, zu bezur nothwendigen Folge haben. In den innern Angelegenheiten lehren über das, was die Demokratie will, was sie zum Volkswaren wir von jeher entschieden freisinnig und werden es wohle erreichen muß, welche Mittel und Wege das Volk einbleiben. So wird, in demokratischem Sinne für die Wieder zuschlagen hat, um diese Ziele zu erreichen. le bereinigung des Gesammtvaterlandes wirkend, unser Blatt fort fahren, dem Leser, wie seither, ein genaues Bild der TagesEreignisse zu verschaffen, und laden wir Freunde und Gesinnungsgenossen zu thätiger Mitarbeiterschaft ein. die en a8 ht лф aft, Zen ge Tel er en en Cen ei 1 Der Abonnementspreis incl. Provision und Bestellgeld beträgt für das Vierteljahr nur A. 27 fr.= 25 Ngr. Darmstadt, im Dezember 1868. Redaktion und Expedition. Promenade- Straße 37. Einladung zur Bestellung des Oberrheinischen Couriers mit dem Unterhaltungs- Blatte. Beitung sich immer mehr Anerkennung verschafft, daß die Zahl der Mit Bergnügen können wir berichten, daß die Haltung unserer Abonnenten von Quartal zu Quartal in bedeutendem Maße zunimmt, Seine Aufgabe kann er nur erfüllen, wenn gegenüber den Anstrengungen der Reaktion und Allem was drum und dran hängt, reaktionäre Schriften zu verbreiten, die Demo kratie umfassendere Maßregeln ergreift, den Bürger und Bauernfreund" im Volke, namentlich unter den Arbeitern zu verbreiten. F Der Bürger und Bauernfreund" erscheint in Tilsit im Verlage von H. Post, redigirt unter Mitwirkung von J. Reitenbach durch W. Simpson in Plicken bei Gumbinnen, jeden Freitag 2 Bogen stark, oft mit Beilage, und kostet für das Vierteljahr per Post bezogen 4 Sgr. 6 Pfg. ohne Bestellgeld. Inserate finden für 3 Sgr. die Zeile Verbreitung durch ganz Deutschland und darüber hinaus. H. Post- Tilsit. Verleger. W. Simpson- Blicken bei Gumbinnen. Die Redacteur. Deutsche Volkszeitung, und daß sich der Leserkreis derselben weit über die Grenzen unseres Organ für die deutsche Partei und für die besonderen engern Vaterlandes ausgedehnt hat. Bietet uns diese günstige Aufnahme eines Theils die Mittel, den gerechten Forderungen unserer geehrten Abonnenten immer mehr zu dem verehrlichon Publikum wichtig erscheinen könnte, gehörige Aufentsprechen, tüchtige Correspondenten zu gewinnen, und allem, was bung unser Blatt würdig auszustatten, so bestärkt sie uns andern Theils, merksamkeit zu schenken, insbesondere aber auch in technischer Bezie auf dem betretenen Pfade fortzuschreiten und das vorgesteckte Ziei, Recht und Gerechtigkeit, Freiheit, Licht und Aufklärung beharrlich auf jedem Gebiete zu erstreben und zu erkämpfen zu helfen. völlig Der„ Oberrheinische Courier" wird seinen nach allen Seiten hin unabhängigen und selbstständigen Charakter auch fernerhin bewahren, und wie in der deutschen Frage die Einheit nur auf frei beitlicher Grundlage erstreben, so auch in den Angelegenheiten des engern Vaterlandes eine durchaus volksthümliche, entschiedene Freiheit zur Richtschnur nehmen. Mit unserem Feuilleton und Unterhaltungsblatte werden wir uns Interessen Hannovers, eröffnet zum 1. Januar ein neues Vierteljahrs- Abonnement und ersucht um Anmeldung desselben vor dem Eintritt des neuen Quartals, da Nachlieferungen nicht zugesichert werden können. Unbeirrt durch die Strömungen des Tages, wird die , Deutsche Volkszeitung" fortfahren, ohne Rücksicht auf Anerfennung und Mißgunst von oben, zu kämpfen im Dienste des Rechts gegen die Gewalt, der Wahrheit gegen Schein und Lüge, der Freiheit gegen Unfreiheit. Wie die„ Deutsche Volkszeitung" nicht aufhören wird, mit aller Energie einzutreten für die freiheitliche Einigung Gesammtdeutschlands mit Gleichbe rechtigung aller deutsche Stämme, so wird sie, gegen jede unberechtigte Gleichmacherei in die Schranken tretend, unverdroffen für die hannover'schen Interessen Partei ergreifen. Schwarz- Roth- Gold und Gelb- Weiß fei das Panier! Abonnements- Preis: praenumerando vierteljährlich für das Königreich Preußen 1 Thlr. 5½ Sgr. incl. Postaufschlag und Zeitungssteuer, für alle übrigen Länder 212 Sgr. excl. Postaufschlag, für die Stadt Hannover 1 Thlr. 2½ Sgr. incl. Zeitungssteuer und Bringerlohn. Insertionsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 1½ Sgr. Hannover, im December 1868. Bom 1. Januar 1869 ab erscheint in dem Verlage des Unterzeichneten die Mannheimer Abendzeitung. Organ der deutschen Volkspartei in Baden. Die ,, Mannheimer Abendzeitung" vertritt das demokratische Prinziv: Die gleichartige Mitwirkung aller Staatsbürger bei Verfassung und Verwaltung; sie vertritt das Selbstbestimmungsrecht des Volkes; erstrebt den auf Freiheit gegründeten, alle deutsche Stämme umschließenden Bundesstaat; sie bekämpft alle Privilegien und Monopole und unterstüßt die Bestrebungen für das geistige und leibliche Wohl des Volkes. Alles für und durch das Volk! " Die Mannheimer Abendzeitung" hält als Drgan der Volkspartei die Fabne des Rechts und der Freiheit um so höher, als die Gegenparteien der triumphirenden Macht von 1866 zu Füßen liegen und in rath- und thatlosen Zuwarten die Arbeit der Freiheit vernachlässigen. Die Gesinnungsgenossen werden ersucht, das neue Organ durch Einsendungen zu unterstüßen und demselben einen ausgedehnten Leserkreis zuzuführen. Die Redaktion der Mannheimer Abendzeitung" wird von einem bewährten Gesinnungsgenossen und vortheilhaft bekannten Publizisten und dem Unterzeichneten geleitet. Der Redaktion steben die bewährtesten Kräfte als Mitarbeiter zur Seite und bat dieselbe an allen Hauptplägen Korrespondenten gewonnen, so daß die Mannheimer Abendzeitung" in prinzipieller Richtung und in Bezng auf Reichhaltigkeit allen billigen Wünschen entsprechen dürfte. Für den Bezug telegraphischer, Depeschen und der neuesten Nachrichten ist ausreichend Serge getragen, und wird die ,, Mannheimer Abendzeitung" außer den politischen Nachrichten, den Interessen des Verkehrs, Handels, der Gewerbe und Landwirthschaft ganz besondere Aufmerksamkeit widmen. Die Mannheimer Abendzeitung" erscheint als Abendblatt sechs Mal in der Woche. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich in Mannheim einen Gulden, wozu Auswärts der Postaufschlag kommt. Zur Aufnahme von Inseraten ist die Mannheimer Abendzeitung" welcher im Voraus die weiteste Verbreitung gesichert ist, ganz besonders geeignet. Der Insertionspreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum beträgt 3 kr., bei Lokalanzeigen 2 kr. Bei mehrmaliger Wiederholung des Inserats der übliche Rabatt. Zu recht zahlreichem Abonnement und gefälliger Einsendung von Inseraten ladet höflichst ein Der Herausgeber: J. P. Eichelsdörfer, Mannheim, C 1 Nr. 15( in der früheren ,, alten Fechtschule"). NB. Probe Blätter, die vom 15. Dezember an ausgegeben werden, stehen auf Verlangen franco und gratis gerne zu Diensten. 12 Einladung zum Abonnement auf das Mainzer Journal. Verantwortlicher Redakteur: Dr. J. Saufen. Bestellungen auf das vierte Quartal des Mainzer Journals für 1868 bitten wir rechtzeitig zu machen. und Originalcorrespondenzen, sowie alle bis elf Uhr Vormittags eine Unser Haupt- oder Morgenblatt liefert die leitenden Artikel laufenden telegraphischen Depeschen; die Beilage oder das Abendblatt einen vollständigen Tagesbericht mit allen bis vier Uhr Nachmittags eintreffenden Neuigkeiten. Die Rheinischen Blätter werden unserem Abendblatte als Beilage beigegeben, sie bilden jährlich zwei starke Quartbände und liefern an Material wenigstens so viel als zebn Bände des gewöhns lichen Romanformates. Wir geben jährlich drei bis vier größere Dri ginalromane bewährter deutscher und ausländischer Dichter, die fich bis jezt überall eines ungetheilten Beifalls zu erfreuen hatten; außer dem Literaturberichte, Bilder aus der Länder- und Völkerfunde, Denks würdigkeiten zur Geschichte der Gegenwart und eine sehr reichhaltige Sammlung von vermischten Nachrichten. Das Mainzer Journal mit seiner Beilage, dem Abendblatt, in einer starken Auflage über ganz Deutschland verbreitet, ist in Mainz selbst, im ganzen Großherzogthum Hessen, in Baden, am Niederrhein, in Kurhessen, Nassau und Rheinbayern gehört es zu den her lesensten Blättern. Es empfiehlt sich deßhalb zu Anzeigen affer Art, die auf diesem Wege nicht bloß. eine lokale, sondern allgemeine Berbreitung finden. Das Mainzer Journal erscheint in Groß- Folio- Format wird das einen Bogen starke Hauptblatt täglich, mit Ausnahme Sonntage und der höchsten Feiertage, um zwölf Uhr Vormittags, und der das Abendblatt mit den Rheinischen Blättern um fünf Uhr Nach mittags ausgegeben. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buch vierteljährig 2 fl.; auswärts mit dem üblichen Postaufschlage. Inferate handlungen an. Der Preis des ganzen Blattes ist hier in Mainz deren Raum sehr billig mit 3 fr. berechnet. Bloße Lokalanzet aller Art werden aufgenommen und wird die vierspaltige Petitzeile oder gen liefern wir noch billiger und bitten wir die Interessenten, sich deßhalb mit unserer Expedition zu benehmen. Bestellungen auf das Mainzer Journal( auch für einzelne Monate) nehmen alle Bostämter jederzeit entgegen. Die Expedition des Mainzer Journals. Alle Postämter nehmen Bestellungen an auf das Neue Kreuzer- Magazin. Blätter für Unterhaltung und Belehrung. XIII. Jahrgang. Wöchentlich eine Nummer. macht das Kreuzer- Magazin zum empfehlenswertben Familienblatte, Der billige Preis bei sorgfältiger Auswahl gediegener Lecture das mit angenehmer Unterhaltung auch nüßliche Belehrung verbindet. Neben interessanten Erzählungen enthält dasselbe Mittheilungen aus der Natur- Länder- und Völkerkunde, Belehrungen über Ackerbau und Haushaltung, fleine humoristische Aufsäße, Räthsel 2c. Preis pro Nummer nur ein Kreuzer. find noch zu haben. Der 52. Nummer wird Titel und Inhaltsver Complette Exemplare der verflossenen Jahre 1865, 1867 und 1868 zeichniß beigegeben und bildet jeder Jahrgang einen schönen Band zu einer Familienbibliothek. In Preußen ist das Blatt von der Stempelsteuer befreit. Expedition des Neuen Kreuzer- Magazins, Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Leipzig. Mainz, fleine Langgasje Nr. 4 neu. Druck und Verlag: 6. W. Bollrath. Expedition: Petersstraße 18.