In ett. hen fei cht Den en ing Det Den iefe ieg ten et: rt ur 11. ent De ift it fe Demokratisches Wochenblatt. No. 3. and chloat pimpi Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 16. Januar. 1869. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis viertelfäbrlich bei allen deutschen Bostanstalten sowie bier am Plaße einhließlich Bringerlobn 12½ Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Betersſteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Erpedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street. Grosvenor Square, London. Agent für London: Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. A Inhalt: Politische Uebersicht. fation. Dresden in Wien ten. Der Baseler Strife. Föderalismus und Centrali Die Arbeiterversammlung in am 9. Januar in der Centralhalle. Die Arbeiterbewegung Aus England. Bororts- und Arbeiter- AngelegenheiBeilage: Die Schneiderei in London oder der Anzeige. Kampf des großen und des kleinen Kapitals.- Das ,, Felleisen". EdelmuthPolitische Uebersicht. INT stärkere Armeen gegenüberstehen. Das preußische Volf? Es wird nicht vergessen, was ihm das Jahr 1866 eingebracht hat. Oder? Kein Wunder, daß die Bismarc'sche Soldpresse durch immer lauteres und pöbelhafteres Geschimpfe auf Desterreich sich und das Publikum über die verzweifelte Lage Preußens zu täuschen sucht. Der Starfe schimpft nicht. Es wird versichert, in seiner Bedrängniß habe Graf Bismarch sich an den französischen Kaiser gewandt, und Desterreich ist mit einem Feuerkreis umgeben", soll Graf ihm ähnliche Anerbietungen gemacht, wie weiland in BiarBismard bei seinem Besuch in Dresden dem König von rig. Das Preßgesez erlaubt uns nicht, mehr zu sagen. Wer Sachsen gesagt haben, als er ihn dazu bewegen wollte, sich sich erinnert. was der edle Graf im Juni 1866 gegen den Preußen mit gebundenen Händen und Füßen zu überliefern. Gesandten des Kurfürsten von Hessen äußerte, weiß, was wir Graf Bismard hat bekanntlich eine gewisse Scheu vor dem Wort Preußen" und sagt statt dessen in der Regel ,, Deutsch eine sehr fühle Antwort ertheilt und davon gemunkelt, daß land"; diesmal scheint er in leicht erklärlicher Geistesabwesen- die Zeit nicht mehr ferne sei, wo Europa und insbesondere tan Fatt Breußen„ Defſterreich" gefagt zu haben. Desſterreich Deutſchland die ganze Wahrheit über Biarris erfahren müſſe. unmöglich gemeint sein. Niemand weiß ja besser, als meinen. Es wird weiter versichert, der französische Kaiser habe der Herr Graf, daß die Brandstifter, welche den Feuerkreis" Neulich blieb er im Abgeordnetenhaus in einer Rede steckenum Desterreich ziehen sollten, bis auf sehr wenige aufgegrif. fen, und die übrigen durch gute Vorsichtsmaaßregeln unschädgemacht worden sind. Niemand weiß ja besser, als der lich Auch im Kleinen hat Graf Bismarck fortgefeßtes Unglück. offenbar hat sein Gedächtniß stark gelitten( die Aerzte wiſſen, was das zu bedeuten hat). Ferner find zwei Schiffe, die nach ihm getauft waren, das eine gescheitert, das andere auf den Sand gefahren. Schlimme Vorzeichen das. Unglück ist eine Eigenschaft, pflegte Napoleon zu sagen, der Napoleondas Original, nicht die Copie. Herr Graf, daß Desterreich vollständig Herr seiner Bewegungen ist nach allen Richtungen hin, daß es mit Italien auf dem besten Fuß steht, in Frankreich und der Türkei einen mächtigen Rückhalt befißt, der Sympathien des süddeutschen Volks ficher ist, und das Kukuksei, welches der preußische Adler Moment die Fackel des Aufstandes in das Gzarenreich und dessen Stückchen, das sie von ihm erzählen, ist: er habe jüngst bei Preußisches Anhängsel schleudern kann. Also Desterreich kann in's rumänische Nest gelegt hat, spielend zerdrücken, und jeden berlässig für die Gegner; nirgends ein Freund, nirgends cin Da es mit der Heldenrolle vorläufig aus ist, wird Graf Bismard jezt von seinen bezahlten Berherrlichern mit Vorliebe in der Rolle des Gemüthlichen vorgeführt. Das neueste einem Jagdausflug nach Holstein mit einigen Eingebornen verschiedene Stämme. Schleswiger, Holsteiner, Lauenburger, nicht gemeint sein. Aber Preußen: Frankreich im Westen;( was für Leute das gewesen sein mögen?) eine fleine Rühr Bolen, das gemeuchelte, bluttriefende, tausendmal todt gefagte, scene abgespielt und sein Deutsches Herz" auf dem Präsentir aber durch den Heldenmuth seiner Söhne zu ewigem Leben teller herum gezeigt. Es wurde aber schließlich zu einem„ plattdeut berufene Polen im Osten; Deutsche, das heißt Feinde, im schen"." Zusammengehört als Deutsche haben wir ja immer. Süden; die Bundesgenossen unzuverlässig, erzwungene Wir waren ja immer Brüder( bei Gitschin und Königsgräß), Eide die einzige Bürgschaft der Treue, die Anneftirten zu haben's nur nicht gewußt. Auch in diesem Lande giebt es Bundesgenosse mit Ausnahme des russischen Czaren, der, wäh- sowie es auch Mecklenburger, Hannoveraner, Lübecker, Hamrend er mit der Rechten die Hand des Deutschen" Königs burger giebt, und fie fönnen alle gern bleiben, was sie sind Wilhelm und seines Deutschen" Ministers Bismarck schüttelt,( leider nicht, was sie waren), in dem Bewußtsein, daß sie zen erdrosselt. Und diese Bundesgenossenschaft, die blutigste bewußt sein mit unserer plattdeutschen Sprache, die sich Satyre auf die deutsche Mission" Preußens und seine intelli hinzieht von Holland bis zur russischen Grenze." genzstaatlichen Ansprüche, stellt es in feindlichen Gegensatz zu Also redete der Heilige von Varzin. Was die Angeredeten europäischen Kultur und vollendet nur den Feuerkreis", dachten, davon schweigt die Geschichte. Wir erlauben uns der fich um Preußen herumzieht. Und wer soll diesen Feuer- unterthänigst zu bemerken: da nun einmal das Gefühl der kreis" durchbrechen? Die preußische Armee? Es werden ihr Bismarck'schen Deutschheit durch die preußischen ZündnadelgeDer 26 wehre zum Bewußtsein" gekommen ist, und diese Deutschheit sich als Plattdeutschheit entpuppt hat, so möge man den Norddeutschen Bund, der sich unter dem alten Namen nicht sonder lich wohl befunden hat, bis auf Weiteres in einen Platt deutschen Bund umtaufen, und alle Diejenigen, welche das gemeine Hochdeutsch sprechen, als Unwürdige ausstoßen und in das ,, unliberale" süddeutsche Sibirien verbannen. Der Rathschlag ist gewiß uncigennüßig, sintemalen auch wir Sachsen in das Eril zu wandern hätten. Einer der verworfensten Agenten des preußischen Breßbürcau's, Dr. Thaddäus Lau, der wegen Verläumdung der Neuen Frankfurter Zeitung"( die 1866 während des Kriegs unterdrückt ward, und seitdem als Frankfurter Zeitung" wieder aufgelebt ist), zu 14 tägigem Gefängniß verurtheilt war, ist vom König begnadigt worden. Dem Verdienst seine Krone. Der Krone ihr Verdienst. " In Ostpreußen Hungertyphus. legt ei der tri fo ist Rußla lich ro ,, Das eben ist der Fluch der bösen That, daß fie for zeugend Böses muß gebären."" Herr von Hohenlohe, der bayerische Minister, hat üb gens soeben für seine unddeutsche Politik ein empfindlich Mißtrauensvotum erhalten. Einer seiner Anhänger, der ehaan Staatsamt angenommen hatte, mußte sich einer Neuwahl für die Mö das Zollparlament unterziehen und wurde in seinem eigenen aber i ( dem unterfränkischen) Wahlkreis, troß aller Anstrengungen Beamten von einem großdeutschen und folglich preußenfein gegen lichen" Candidaten geschlagen. Der ipient Jahre Die würtembergische Landesversammlung hat einen und 2 durchaus befriedigenden Verlauf gehabt und zur Reinigung bafter der Volkspartei geführt. Na Auf der Prager Universität hält sich„ Studirens halber ein russischer Prinz auf und verkehrt viel mit tschechischen tionalitätsschreiern. Bahr Stlav tets Bolt gewor Täum haben baish freihe Aus Ungarn, wo nächstens Neuwahlen für den Land' für it tag stattfinden, schreibt man, daß russische Rubel und pres ßische Thaler plöglich in Menge curfiren. Purer Zufall". und die dummen Magyaren, die der russischen Knute und den preußischen Landräthen keinen Geschmack abgewinnen fönnen! In Frankreich verlassen die Ratten das sinkende Schiff. Der Staatsprokurator von Toulouse, Seguier, bat seine Stelle niedergelegt, weil er nicht eine Puppe der Regie rung, und nicht ein Gegenstand der zarten Aufmerksamkeit ihrer Es giebt doch sonderbare Kauße auf Erden. Die wunderlichen Ostpreußen z. B. können es nicht begreifen, welch hohe Ehre es ist, in einem Militärstaat zu Nuß und Frommen dieses Militärstaats zu verhungern. Sie können es so wenig begreifen, daß die Stadtverordneten in Elbing neulich den Beschluß fassen mußten, zur Verhütung von Exzessen, fünftig am Geburtstag des Königs die städtischen Gebäude nicht mehr zu illuminiren." Oder haben die Elbinger am legten föniglichen Geburtstag nur deßhalb die illuminirten Fenster eingeworfen, um den Glasern Beschäftigung zu ver schaffen? Die Zeit der Wunder ist noch nicht vorüber. Professor Ewald, einer der Göttinger Sieben, der sich vor Kurzem in einer Broschüre mit veralteter" Entrüstung gegen die Gewalt politik und Säbelherrschaft erklärt hatte, ist von preußischen Richtern freigesprochen worden! Wenn Zeichen und Wunder geschehen, ist das Weltgericht nahe. Spione sein mochte. richte in te nicht Ster aber wird erflärt Deut der b Die Conferenz hat wirklich am 9. begonnen; da die türkische sowohl wie die griechische Regierung haben, auf ihren Forderungen zu bestehen, kann die Conferen feinen andern Zweck haben, als die Tinten- und Papierfabris deuts kanten in Nahrung zu setzen. Mittlerweile hält der ,, Arme Moniteur" es für passend zu verkündigen, daß Frankreich zum Kriege bereit sei. Ein Wink mit dem Zaunpfahl nach Ber lin hin. Spanien eilt neuen Kämpfen entgegen; die Regierung hat wieder ein Wahlrundschreiben erlassen, in dem sie die mo narchische Staatsform empfiehlt. Prim scheint entſchloſſen, wenn alle Stricke reißen, die Republif zu proflamiren mitPrim als Diftator. Man schreibt aus München:„ Die süddeutschen Minister und deren Anhänger hören nicht auf, ihr„ Festhalten an der nationalen Sache" zu betheuern. Das heißt aber zunächst Nichts anderes, als daß sie unbedingt mit und für Preußen zu marschiren gedenken, wenn diese Macht in Krieg gerathen sollte. Die süddeutschen Minister haben also gegenwärtig die Ansicht, daß Preußen unter allen Umständen nur deutschnationale Zwecke verfolge. Eine solche Ansicht ist mindestens sehr inconsequent( nicht folgerichtig). Denn vor etlichen Jahren war hier Jedermann mit sich im Reinen, daß Preu Bens Politik eine antinationale( der Nation feind liche) sei, und daß es Deutschlands Interessen widerspreche, Desterreich aus dem politischen Verbande mit demselben zu reißen. Wenn aber die ersten Schritte Preußens antinational waren, so müssen es auch alle nachfolgenden sein, welche dieser Staat im Verfolg seines unveränderten Zieles und zur Vollendung seines nur halb gelungenen antinationalen Wer fes macht. Es ist daher Lüge oder Selbsttäuschung, wenn man behauptet, die ,, nationale Sache" zu fördern, indem man sich unbedingt Preußen anschließt. Helfen wir Preußen siegen, In Italien Bürgerkrieg, veranlaßt durch die Mahl steuer. Garibaldi hat dem König Biedermann einen förm lichen Absagebrief geschrieben, und die Republikaner hoffen bessere Zeiten. beite Beri 201 es a der auf den freie und mo gro Aus Irland wird wieder ein agrarischer Mord" ge meldet, das heißt die Erschießung eines Grundeigenthümers, der seine Bauern von Haus und Hof jagen wollte. Daß diese Menschenkanaille nirgends das gesetzliche Verhungern erlernen welch nationaler Gewinn wird daraus entstehen? Daß in Preußen der Cäsarismus sich noch mehr aufbläht und auch uns wohl oder übel unter sein Joch bringt. Dieß mag den Herren Ministern gleichgültig sein, nicht aber dem Bolke, das einen rationalen Gewinn nur in der freien Vereinigung und Gleichberechtigung aller deutschen Stämme erblickt. Ein be fiegtes Preußen aber stellt und den Verlust deutschen Gebietes in Aussicht. Siegend oder besiegt fördert Preußen nie die nationale Sache und es bewahrheitet sich hier schlagend das Wort des Dichters: tann! In neuerer Zeit wird vielfach die Vermuthung ausge sprochen, bei dem bevorstehenden europäischen Krieg würden die Vereinigten Staaten von Amerifa nicht neutral bleiben und sich auf Seiten Rußlands und Preußens schlagen. Es stüßt sich diese Vermuthung auf gewiffe halboffizielle Kund gebungen zu Gunsten der Kandioten, auf die Sympathien des amerikanischen Gesandten in Berlin für den Nordbund und endlich auf die Annahme, daß die Vereinigten Staaten, um England zu demüthigen, eine Art von Allianz mit Rußland eingegangen seien. Leßtere Annahme ist eine irrige, und die beiden angeführten Thatsachen haben nicht die ihnen beige messene Tragweite. Der Vorschub, welcher den kandiotischen Insurgenten in Amerika geleistet wurde, war persönliche Angelegenheit des Präsidenten, und die Lobrede auf den Nordbund war persönliche Angelegenheit des amerikanischen Gesandten, der, früher ein verdienstvoller Geschichtsschreiber Mit bier ber gen mo bef bal nu tra ge mi DH OD fort ibri jezt ein altersschwacher Greis ist. Was ferner die Beziehungen der transatlantischen Republik zu dem russischen Reich betrifft, so ist allerdings richtig, daß die Amerikaner lange Zeit in Rußland ein Gegengewicht gegen England sahen und nament chlich während der jüngsten Rebellion, als der englische Adel so ein für nen die? 27 Charakter der nahenden Krise ab.„ Centralisation" will jeder Demokrat. Bloß über den größeren oder geringeren Grad weichen die Ansichten von einander ab. Wir Alle wollen den freien Volksstaat." Wohlan, werfen wir geeinigt dessen Feinde nieder und verständigen wir uns dann über das Maaß von Centralisation, welches für das Wohl des Ganzen nöthig ist und sich mit der individuellen Möglichkeit eines Bündnisses mit Rußland ins Auge faßten, ner aber das ist auch Alles. Durch die bewundernswürdige Prin- Freiheit verträgt. Sich vorher darüber streiten, heißt das zipientreue der englischen Arbeiter, die dem Kampf des Nordens Ehrenbürgerrecht in Schilda verdienen. gegen die südliche Aristokratie zujauchzten, obgleich er sie auf Jahre des Brode beraubte, wurde der Krieg zwischen England ng hafter Streitpunkt zwischen den beiden Staaten vorhanden. und Amerika verhindert, und in diesem Moment ist kein ernstBahr ist, in Amerika giebt es eine Partei, welche die Macht der Rakete aus eigennüßigen, freiheitsfeindlichen Beweggründen das Stlavenbarone wieder herstellen möchte, und diese Partei suchte Bolt in auswärtige Kriege zu verwickeln; allein sie ist nun für immer gestürzt, und Johnson, der sich ihr in die Arme geworfen hatte, muß in wenig Wochen den Präsidentenstuhl ler" ndQ" n! Der Baseler Strike. Joh. Ph. Becker schreibt uns: Genf, den 5. Januar. Leider läßt sich in Deutschland die uns befreundete Presse stets durch die Bourgeoispreffe der Schweiz über die hierländischen Konflikte zwischen Arbeitern und Arbeitgebern bethören*). Ghe der Strike in Basel einen ernsten und entscheidenden Charakter selben angekündigt, um damit jeden inzwischen ergangenen Ruf nach der eben erst recht nothwendig gewordenen Hülfe räumen. Die Republikaner, welche Grant's Wahl durchgesezt annahm, haben die Herrenblätter schon die Beendigung des yen haben, find entschieden gegen jede Einmischung in die euro. päische Politif. Sie haben ihre ganze Kraft auf den Ausbau Ide at fie ret jer nj freiheitlicher Zustände in den ehemaligen Sklavenstaaten zu wirkungslos verhallen zu machen. richten; ihre Interessen sind bei dem heranziehenden Krieg in feiner Weise berührt, und ihre Neigungen sind sicherlich nicht auf Seiten der nordischen Säbelmonarchieen. Sollte das Sternenbanner je auf europäischen Schlachtfeldern wehen, dann wird es gewiß neben den Fahnen Polen's und des freien Am 28. Dezember hat die Arbeitseinstellung in Basel erst ernstlich begonnen, indem man 500-600 Färbern die Werkstellen verschloß, weil dieselben nicht ihren Aus. tritt aus der Internationalen" erklären wollten. Auch die Angelegenheit der Band wirfer ist noch keineswegs berei it Deutschland im Pulverdampf flattern, nicht neben den Fahnen nigt, sondern sind erst gestern wieder, aus den gleichen Gründer blutbefleckten Urheber des polnischen Volkemords und des ri deutschen Bruderkriegs. er ng OF 11, 1. 1 er e n 1 I $ 3 C D e 4 + Föderalismus und Centralisation. den wie die Färber, 100 derselben, lauter Familienväter, außer Arbeit gesezt worden. In Basel sind es die Arbeitgeber, die Strike machen, weil sich ihnen die Arbeiter nicht auf Gnade oder Ungnade unterwerfen wollen. Man steht dort in zwei Lagern, will von dem einen aus die ,, Internationale" um jeden Preis sprengen und in dem andern dieselbe um jeden Preis aufrecht erhalten und zum Siege führen. Leßteres kann aber nur durch einen allseitigen und raschen Beistand der Arbeiter gelingen, wodurch die gefühllose Herrschsucht der Bougeoisie In einer, vorige Woche vom Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein in Berlin berufenen( beiläufig nur von 250 Bersonen besuchten) Arbeiterversammlung bezeichnete Herr allein zu brechen ist. Zölde, provisorischer Präsident des Allgem. D. Arbeitervereins 8 als„ Kriterium"( wesentliches Unterscheidungszeichen) zwischen sozialdemokratischen Partei und der Volkspartei, daß jene der Namentlich will man und auch unsern Kongreß im September in Basel unmöglich machen und haben wir einen Grund mehr unsere Genossen dort nicht fallen zu den centralistisch, diese den föderalistisch organisirten laſſen. freien Bolksstaat anstrebe. und tommt natürlich zu einer falschen Schlußfolgerung. Herr Töldfe geht von einer falschen Vorausseßung aus Es ist irrig, einen Gegensaß zwischen der sozialdemokratischen Partei und der Volkspartei anzunehmen. Ein großer Theil der Volkspartei in Sachsen fast sämmtliche Mitglieder bien im Stuttgarter Programm von der Gesammt- Partei als berechtigt anerkannt worden sind. Die Volkspartei ist eine gemeinsame Organisation aller Fraktionen der deutschen De mokratie zur Erreichung bestimmter nationaler Ziele, und es befinden sich mindestens eben so viel Sozialdemokraten inners halb der Volkspartei als außerhalb derselben. gehört der Sozialdemokratie an, deren Prinzi Aus Obigem erhellt, daß das„ ,, Kriterium" des Hrn. Tölcke nur ein eingebildetes ist. Die Frage: Föderalismus oder Gen tralisation? gilt in der Volkspartei für eine offene Frage. Die sächsischen Mitglieder sind wohl der Mehrzahl nach gegen den Föderalismus. Was uns anbelangt, so halten wir die ganze Frage für eine müssige, ja für eine thörichte. Db Deutschland in nächster Zukunft föderalistisch gestaltet wird oder nicht, hängt von dem mehr oder weniger revolutionären Ich lege einen Probeabdruck eines Aufrufe des eben hier beendigten Congresses der Romanischen Sektion bei**). Wirkt im Geiste desselben, so weit Euer Einfluß reicht! Die Lage in Basel ist derart, daß keine Gabe zu früh, aber auch keine zu spät kommt. Ich schreibe im Tumult des Abschieds der CongreßdeleDein girten und muß schließen. Joh. Philipp Becker. Wir haben diesem Brief des Veteranen der Arbeitersache nur 5 Worte beizufügen: Deutsche Arbeiter thut Eure Pflicht! *) Warum sind die Freunde in der Schweiz nicht rascher mit ihren Berichten bei der Hand? **) Nur Mangel an Raum hindert uns am Abdruck des sehr be= redten, schwung- und begeisterungsvollen Aufrufs. Die darin mitge= theilten Thatsachen sind unsern Lesern bekannt. Die Arbeiterversammlung in Dresden am 9. Januar in der Centralhalle. 07103 190 this 28 Dresden, den 17. Januar. Lebhaft, sagte ich in meinem legten Bericht, würde die Arbeiterversammlung werden. Ich habe mich nicht getäuscht, sie war mehr denn lebhaft, sie war stürmisch. Saal und Galle rien waren bis auf den legten Plaz gefüllt; es mochten an 2000 Menschen zugegen sein. Herr Gleditsch, Borsitzender des Arbeiter- Bildungs- Vereins, eröffnete die Versammlung und forderte zur Wahl eines Vorsißenden auf. Das war das Signal zum Sturm. Vahlteich. Försterling, Knöfel, De Ge டு B Da ரு tu waltiger Sturm der Entrüstung erhob sich. Försterling der bestritt die Thatsache. Bebel verlangte aufs Neue zur die schäftsordnung das Wort, Försterling verweigerte ihm dieses. Abermals entstand ein gewaltiger Lärm, die übergroße B Mehrheit der Bersammlung verlangte, daß Bebel sprechen solle, die Anhänger Försterlings brüllten dagegen, drohten Bebel mit den Fäusten und überhäuften ihn mit Schimpf worten. Länger als eine Viertelstunde dauerte der Lärm endlich fam Bebel wieder zum Wort. Er stellte auf Grund der Rednerliste die Richtigkeit seiner Behauptung fest und nu mehr fand es Herr Försterling für gut, die doppelte Ein zeichnung seines Namens für einen„ Jorthum" zu erklären. Dieser geißelte recht ergößlich den Personenkultus und vers Nach diesem Zwischenfall erhielt Dr. Walster das Wort. glich den Unfug der von gewisser Seite mit Lassalle's Name getrieben werde, mit dem Treiben jener Prediger des Christen betäubendes Geschrei vollführten und sich dicht um die Tri- thums, die im Namen Christi Haß und Bwietracht gefäet die größten Greuelthaten verübt und dabei ihre eigenen egoif Auerswald! rief es wirr durcheinander. Herr Gledißsch ließ abstimmen, aber der Lärm ließ die Namen nicht zu Gehör kommen; circa 300 Mann betheiligten sich bei der Abstimmung und von diesen erhielt Herr Fösterling, dessen Anhänger ein büne geschaart hatten, die Majorität. Herr Knöfel wurde zum zweiten Borsigenden, erwählt, lehnte jedoch ab und so wurde Herr Petermann, ebenfalls Haßfeldtianer, gewählt. Man stellte fest, daß die Referenten 1 Stunde, alle andere Redner je 2 Stunde sprechen dürften. Herr Bebel erhielt hierauf das Wort und begründete in längeren Vortrag folgende Resolution: ..In Erwägung, daß die Organisation der Arbeiterklassen schen Zwecke verfolgt hätten. Herr Försterling hielt es jeßt für gerathen, wieder das Wort zu ergreifen, denn Viele, die früher für ihn stimmten, neigten sich immer bemerkbarer auf die andere Seite; es war um feine Autorität geschehen. Seine Worte fanden keinen Beifall, nicht einmal mehr ruhige Zuhörer. Mitten aber in der Rede brach er ab, übernahm wieder den Vorsitz, Klingelte zum Schuße gegen die Ausbeutung der Bourgeoisie dringend einigemale und schloß dann, ohne Jemand zu fragen, die Bet der gesammten Arbeiterklasse nach dem Beispiel und nach den protestirten und verlangten, daß die Versammlung fortgefeht nothwendig ist; in Erwägung ferner, daß eine Organisation sammlung. Große Aufregung. Bahlteich, Bebel und Andere Erfahrungen der industriell am weitest vorgeschrittenen Länder durch die Gewerksgenossenschaften am besten erreicht werden fann, erklärt sich die Versammlung mit der Gründung von Gewerksgenossenschaften einverstanden und beauftragt das cinzuberufende Comité, die nöthigen Schritte zu deren Bildung zu thun." Nach Herrn Bebel sprach Herr Schuhmann aus Berlin, von der Schweizerischen Bartei ale Opponent abgesandt; er erklärte sich fachlich mit Herrn Bebel vollkommen einver standen und suchte die vom Berliner Arbeiterkongreß gegründeten Arbeiterschaften als großartig hinzustellen. Der dritte Redner war Herr Försterling. Er fing bei dem Mittelalter an und erzählte in seiner fonfusen und langweiligen Art, die uns schon Dugendmale zur Verzweiflung gebracht, was ,, Lassalle sagte," holte dann einige Lasalle'sche Broschüren aus der Tasche und fing an, lange Gitate daraus vorzulesen; zum Schluß feines Sermons wandte er sich gegen die Gewerksgenossenschaften und erklärte sie für ,, reaktionäre Organisationen." Bis hierher war alles leidlich ruhig abgegangen. Herr Va hl teich kam zum Wort. Dieser meinte, was Försterling gesagt, das rathe er der Versammlung in Lassalle's Schriften selbst zu lesen, dort fänden sie alles wieder, nur in unendlich schönerer Form und klarer und verständlicher, als Försterling es vorgebracht. Bahlteich ging dann der Haßfeldtischen Clique scharf zu Leibe und rief dadurch einen großen Tumult hervor, der erst nach geraumer Zeit sich wieder legte. Mittlerweile hatte sich Herr Bebel wieder zum Wort gemeldet und dieser entdeckte bei einem Blick auf die Rednerliste, wie diese von dem zweiten Vorsitzenden fabrikmäßig angefertigt wurde, indem er unter andern Försterling bereits zum dritten Male in die Rednerliste eingeschrieben, ehe dieser noch das zweite Mal gesprochen hatte. Auch schrieb der zweite Vorsigende, wenn ein Redner von uns sich zum Wort gemeldet, sofort einige von seiner Partei darunter. Bebel bat zur Geschäftsordnung ums Wort und brachte diese Art der Führung der Rednerliste zur Sprache. Ein geDer werde, Herr Försterling verweigerte dies hartnäckig. anwesende Bolizeikommissär ergriff die Glocke, läutete und verlangte die sofortige Räumung des Saales. Hiergegen hob sich ein gewaltiger Widerspruch. Auf wiederholte Anfrage erklärte der Kommissär, daß er feinen Grund habe, die Ver sammlung auf Grund des Gesetzes zu schließen, da aber der endet an. Man widersprach; der Vorsitzende habe kein Recht, dieſem nicht fügen und die Versammlung fortseßen. Der lizeifommiffär ergriff abermals das Wort und erklärte: sich Po Meine Herren, da Ihr Vorsitzender die Versammlung gefchloffen hat so ist für mich keine Veranlassung vorhanden länger hier bleiben. Ich betrachte die Bersammlung als geschlossen werde gehen; wird die Versammlung noch fortgesetzt, so und be und trachte ich sie als eine neue nicht angemeldete Bersammlung. Bravo! Bravo! brüllten die Anhänger Försterlings klatschten jubelnd in die Hände. Herr Försterling und der Bebel suchten zu Worte zu kommen, aber bei der Aufregung Polizeikommiffär verließen hierauf den Saal. Bahlteich und und dem Lärm war dies unmöglich. Rachdem endlich die Ruhe wieder hergestellt war, ergriff Bahlteich das Wort und erklärte, da Herr Försterling eigenmächtig die Versammlung geschlossen habe, womit weder das einberufende Comité noch die Anwesenden einverstanden seien, so sei er der Meinung die Bersammlung ruhig fortzuseßen und einen neuen Borfizenden zu wählen. Die Versammlung war damit einverstanden und wählte Herrn Bebel zum Borsigenden. Die Debatte war im schönsten Gange und Herr Vahlteich als dritter Redner eben beim Wort, als eine Bewegung in der Versammlung entstand und ein zweiter Polizeikommissär in Begleitung eini ger Gensdarmen den Saal betrat, auf die Rednerbühne zuging und Herrn Bahlteich mit dem Bemerken unterbrach, daß e zu reden kein Recht habe, nachdem die Versammlung g schlossen und feine neue angemeldet sei. Vahlteich protestirte und erklärte nur dann die Rednerbühne zu verlaffen, wenn t re ni et To fo ge 3 je fe 2 t ihm Toge chen hten mpf irm und tun Fin ten. ort in der Polizeikommissär die Versammlung im Namen des Gesezes für geschlossen erkläre. Stürmischer Beifall folgte diesen Worten. Der Kommissär wandte sich hierauf zu dem Vorsitzenden und ersuchte diesen, die Versammlung zu schließen. Bebel protestirte gleichfalls und erklärte er sehe keinen Grund dazu, da eine Schließung der Versammlung auf Grund des Gefeßes vorher nicht stattgefunden habe. Der Commissar wiederholte seine Aufforderung, woraus Bebel unter Verwahtung die Versammlung 212 Uhr schloß. In großer Aufregung gingen die Anwesenden auseinander. Wäre Herr Försterling noch zugegen gewesen, es wäre ihm wahrscheinlich nicht gut ergangen, die Entrüstung über sein Benehmen war eine allgemeine. Obgleich ein positives Resultat nicht erzielt wurde, da die vorgeschlagene Resolution nicht zur Abstimmung tommen konnte, so wird die Versammlung für die Gewerks genossenschaftssache doch von Nußen sein. Die Maurer und Simmerleute haben sich noch an demselben Abende in geselligem Kreise verständigt, auch die Schuhmacher wollen Hand ans Werk legen. Nuglos war der Abend auch in sofern nicht, als er über das Treiben Försterlings und seiner Anhänger gar Vielen die Augen öffnete, welche bisher die über ihn von Mund zu Mund gehenden Gerüchte als übertrieben oder erfunden ansahen. vers men ten Get Der ten, tber Dett in elte Ber Dete egt Der and er age Ber Der ber ht ich 30 ine g et 10 18 ie 10 18 4 ie D at Die Arbeiterbewegung in Wien. ( Fortsetzung). Wien im Dezember. Der angekündigte Vortrag des Hrn. Hartung fand am 5. Januar d. I. in Schwender's Colosseum vor einem Auditorium von mehr als 2000 Personen statt. Nachdem er die Prinzipien der Selbsthilfe und Staatshilfe beleuchtet hatte, schilderte er die rührenden Beweise der Aufopferungsfähigkeit der französischen Arbeiter bei ihren Befrei ungsversuchen, und wies nach, wie ihre Assoziationen nur durch die Ränke und Intriguen der französischen Regierung absicht lich ruinirt worden seien. Mit großem Beifall wurde dieser Vortrag aufgenommen, und der Arbeiterbildungsverein ließ den selben drucken, in 1000 Exemplaren verbreiten und trug so dazu bei, den Sozialdemokraten eine sich über ihre Ziele und Bestrebungen flar bewußte Anhängerschaar zu verschaffen. Inzwischen war aber auch mit einem bewundrungswür digen Eifer die innere Organisation des Arbeiterbildungsvereins vollzogen worden. Schon am Mittwoch nach der Constituirung des Vereins fand eine Wahlbesprechung statt. Am 22. Dezember wurden in einer Mitgliederversammlung die Ausschußwahlen vorgenommen. Die Gewählten hatten sich sämmtlich zu den Prinzipien der Sozialdemokratie bekannt. Obmann des Vereins wurde Herr J. C. Mühlhauser, Obmannstell vertreter Herr Hartung und Rechnungsführer Herr Felber. In der Bereinsversammlung vom 6. Januar wurde endlich der revidirte Statutenentwurf und ein Programm folgenden In balts angenommen:„ Für die geistige Ausbildung ist durch Unterricht in den Realfächern und Sprachen, durch wissen. schaftliche Vorträge, durch eine Bibliothek und durch Auflegen einiger guter Tagesblätter in dem Vereinslokale zu sorgen. Ferner sollen freie Besprechungen von Tagesfragen, welche in Beziehung zur Arbeiterwelt stehen und eine soziale Tragweite haben, jedoch mit Ausschluß der Religion und Politik, stattfinden und die Verbesserung der materiellen Lage der Arbeiter klasse, sowie die Herstellung von Produktiv- Assoziationen im Sinne Lassalle's angestrebt werden. Auch sollen die Ver29 einsmitglieder über die wirthschaftlichen Gesetze, welche sich auf die Erzeugung, Erhaltung und den Verbrauch der Güter beziehen, aufgeklärt, eine Kranken- und Invalidenkaffe gegründet, Filialen des Vereins in Wien und Umgebung ins Leben ge rufen, das Versammlungsrecht zur Verbreitung der Prinzipien des Vereins benußt, und die Erlangung des allgemeinen die werden. rekten Wahlrechts mit allen gefeßlichen Mitteln angestrebt V Consum und Sparvereine können die Vereinsmitglieder unter sich bilden, deren Leitung und Ueberwachung bleibt aber dem von der betreffenden Vereinigung gewählten Comité überlassen." Von den Personen, welche sich bis dahin am meisten das Vertrauen der Arbeiter errungen hatten, müssen wir zunächst den Obmann des Vereins, Herrn Mühlhauser, hervorheben, der schon damals seine ganze freie Zeit dem Gedeihen des Ar beiterbildungsvereins widmete und der nicht bloß in dieser Beziehung dem Verein nüßen, sondern auch später, bei dem zweiten Arbeitertage, im Prinzipienfampfe fich als Parteimann, als Mann der Aktion bewähren sollte. Ebenso gewann Hartung immer mehr Bedeutung und Einfluß in der Arbeiterbewegung; sein Fleiß, sein biederer Charakter und seine außerordentliche Gewissenhaftigkeit hatten ihm schon lange die Liebe und Achtung feiner Genossen erworben. Während sich der Arbeiterbildungsverein in der kurzen Zeit von drei Wochen vollständig befestigt hatte und bereits gegen 1000 eingeschriebene Mitglieder zählte, waren von den Gegnern der Socialdemokraten nur wenige schwache Versuche gemacht worden, Terrain zu gewinnen. Außer der bereits erwähnten Erklärung des Herrn Keßler und der Anzeige, daß die Anmeldungen zu dem Centralverein für die Arbeiter Desterreichs die Zahl von 2000 schon überschritten hätten, war von der Thätigkeit des auf dem ersten Arbeitertage gewählten Comités Nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen. Endlich erfolgte die Ankündigung des zweiten Arbeitertages auf den 12. Jänner d. J., auf welchem das genannte Comité Bericht erstatten sollte. zu demselben erschienen mehr als 4000 Menschen. Anfangs schien die Stimmung der Mehrzahl der Anwesenden eine den Socialdemokraten feindliche zu sein, und die Führer der Lepteren, welche mit ungefähr 500 Mitgliedern des Arbeiterbildungsvereins erschienen waren, traten deshalb zu ciner Berathung zusammen. Mehrere waren der Ansicht, daß man in Erwägung der tausendköpfigen Menge, deren Anschauungen man nur zum Theil kenne, einen Vermittlungsvorschlag einbringen solle, nach welchem das Keßler'sche Comitè mit dem Ausschusse des Arbeiterbildungsvereines über die Ausgleichung der principiellen Streitigkeiten zu verhandeln hätte; aber schließ lich einigten sie sich im Vertrauen auf ihre wohlorganisirte Anhängerschaar dahin, den unbedingten Anschluß an den Arbeiterbildungsverein zu beantragen, um der drohenden Zersplitterung vorzubeugen. Erst um 3 Uhr wurde die Versammlung durch Herrn Keßler eröffnet, worauf er sofort das Programm des zu gründenden Vereins entwickelte. Dasselbe empfahl die Gründung von Spar und Consumvereinen u. s. w., enthielt jedoch keinerlei politische Forderungen. Diesen Mangel benußte der Socialdemokrat Fischer, um das Ungenügende des Programmes nachzuweisen. Als dem Redner lebhafter Beifall gezollt wurde, verlor der Vorsißende Herr Keßler alle Ruhe. Er versuchte den Redner zu unterbrechen, was einen stürmischen Tumult verursachte. Wohl legte sich derselbe alsbald, aber in der Ver sammlung herrschte bereits eine solche Stimmung, daß der nächste für das Programm des Herrn Reßler eintretende Redg J t 30 ner seine Auseinandersetzungen nicht beendigen konnte. Nach dem Hartung und Fischer erklärt hatten, daß Herr Keßler un fähig sei den Vorsiz zu führen, versuchte dieser die Versamm lung zu schließen. Aber ein tausendstimmiges Nein verkün digte ihm, daß die Versammelten nicht gewillt seien auseinan der zu gehen. Mühlhauser wurde aufgefordert den Vorsiz zu übernehmen, und seine einstimmige Wahl erfolgte auch sofort, als er auf der Tribüne erschien und Keßler den Plaß geräumt hatte.. Die 51c Aur der die fabi Des Shiel polit die den Unh betu Stlaf bern vollständig. Das Unterhaus wird plutokratischer*) sein als früher. Die Wirkung des erweiterten Wahlrechts, das Mono pol( Alleinrecht) der herrschenden Klasse zu sprengen, ist gleich Rull. Ebensowenig ist die geringste Verbesserung irgend einer Art in der Zusammenseßung des Hauses wahrzunehmen. Rein einziger junger Mann von Talent ist gewählt worden. Wissenschaft und die höhere politische Bildung find weniger vertreten als früher. Kein Atom( fleinstes Theilchen) von Herz oder Hirn ist hinzugekommen. Nicht die geringste Hoff nung ist vorhanden, daß aus den Berathungen des Unterhauses etwas Gutes entstehen sollte für die Masse des Volks. Ich be zweifle fast, daß eine solche Versammlung im Stande sein wird, die irische Kirchenfrage zu erledigen. Jede andere große Frage fann nur durch den Druck von außen zur Be handlung gelangen. Dies beweist, daß die Arbeiter vor der Hand keine Hoffnung haben, irgend eine Macht durch das Par lament auszuüben. Der wirkliche Sitz der Macht der Arbei ter liegt in den Gewerksgenossenschaften. Das Fehlschlagen des Versuches, ihren Interessen im Parlament Vertretung zu fichern, hat die Arbeiter ohne Zweifel zum Gegenstand des verachtungsvollen Gelächters der höheren Klasse gemacht. Ich habe oft mit Furcht und Haß von den Gewerksgenossenschaf ten( Trades' Unione) sprechen hören, nie mit Berachtung. Ich vertraue daher darauf, daß die Trades' Unions erhalten und erweitert werden als stehende Organisationen der Arbeit, ohne welche die Arbeiterklasse Angesichts der befestigten Macht des Reichthums nichts vermag. Die Wirkungen des erweiter ten Wahlrechts werden bei jeder folgenden Wahl sichtbarer werden. Die Unfähigkeit des Parlamente, die großen sozialen Fragen zu lösen, wird sich mehr und mehr offenbaren und dann wird die Zeit kommen, wo die Volksführer von Nußen find. Borläufig thun politische Schulmeister dem Bolt mehr noth, als Führer." Hartung brachte nun den Antrag ein auf Anschluß an den Arbeiter- Bildungs- Verein, der auch ohne weitere Debatte mit allen gegen Stimmen angenommen wurde. Unter donnerndem Hoch auf die erfolgte Vereinigung wurde die Versamm lung geschlossen. Der Jubel fannte feine Grenzen und viele Arbeiter, die sich noch vor Beginn der Versammlung heftig gestritten, lagen sich nun in den Armen. Der Ausschuß des Arbeiter Bildungs- Vereins hatte gleich nach Schluß der Ver fammlung in mehreren Gasthäusern in der Taborstraße Listen zum Einzeichnen aufgelegt und bis zum Abend waren mehr ale 2000 Einzeichnungen erfolgt. Der Kampf war entschieden, die Socialdemokratie hatte geRegt und es konnte fortan fein Zweifel mehr darüber bestehen, daß sie sich zu einer Macht entwickeln würde. Daher war auch der Eindruck, den diese Vorgänge sowohl auf die Regierung wie auf die Presse des In- und Auslandes machten, ein außerordentlicher. Während die cle ricalen Blätter damals noch in der Hoffnung, die Arbeiter für ihre Partei zu gewinnen denselben schmeichelte, begann die officiöse Bresse ihre wüthenden Angriffe gegen die Socialisten zu verdoppeln. ( Fortseßung folgt.) Aus England. London, den 8. Januar. Wahl wen geift unte Die in d Alaf bat ibre St Ueber einen vielfach von Seiten der Arbeiter ausgespro chenen Wunsch, daß sich Professor Smith bei der letzten um einen Sig im Parlamente bewerben sollte, fagte et: ,, Hätte ich den Versuch gemacht, so wäre jedenfalls ein reicher Tory oder Liberaler gegen mich aufgetreten. Ich hätte selbst die Kosten nicht bestreiten, noch Geld von Andern annehmen können. Die Kapitalisten und das Kleinbürgerthum würden sammt und sonders gegen mich gestimmt haben. Aber anges nommen, ich wäre durch ein Wunder gewählt worden, welchem Nußen hätte ich in einem solchen Parlament denen sein können, welche für mich gestimmt hätten? Die radikale Bourgeoisie hat keine Ursache sich irgendwie über Zurücksegung ihres Wortführers zu beklagen, er wird mit den Ehrenbezeugungen behandelt, die einem großen Mann gebühren. In Folge einer Einladung speiste John Bright vori gen Mittwoch mit der königlichen Familie zu Osborn. Man wird nächstens in den höhern Kreisen entdecken, daß, bei Licht betrachtet, der radikale Bürgerteufel nicht ganz so schwarz ist, als er in der Entfernung schien, daß Landlords und Geldlords ( die aristokratischen Grundeigenthümer und die bürgerlichen Kapitalisten) in der That politisch- soziale Zwillingsbrüder sind, die, jeder nach seiner besondern Manier, das arbeitende Proletariat ausbeuten, und daß das gemeinsame Interesse der Ausbeutung gegenüber der ausgebeuteten Volksmasse ein unauflösliches Band der Freundschaft bildet. Die radikalen Kläffer werden ihr Zähnegefletsch und Bellen einstellen, sobald sie nicht mehr stiefbrüderlich behandelt werden, sondern als Gleichberechtigte an der Staatsregierung und Staatsausbeutung Theil nehmen dürfen. von geid ließe Ich fich nego ter neue zu r Beit Arbe Bezi find Drg fom Bu f genn theil Die bein wor sige nicht auch ,, Auf der hiesigen Universität( Cornell University, Ithaca, New- York) wird zum ersten Male die Handarbeit mit der höheren geistigen Bildung verbunden. Eine große Anzahl unserer Studenten sind die Söhne von kleinen Landwirthen oder Gewerbsleuten, und Viele von ihnen erwerben ihren un terhalt theilweise durch ihrer Hände Arbeit, während sie ihre Studien verfolgen. Durch sein thätiges Hirn und seinen en porstrebenden Geist wird Mancher von ihnen, wenn er das Mannesalter erreicht, zum Führer der Gesellschaft und Träger der öffentlichen Macht in diesem freien Lande werden. Sicher lich bin ich nüßlicher beschäftigt, diese Studenten zu lehren und, so viel in meinen Kräften steht, die Hebung der Arbeiter zu befördern, als wenn ich vereinzelt und ungeduldig in einem Parlament der Reichen fäße." Inmitten des allgemeinen Triumphschwindels und der Freudetrunkenheit, die alle liberale und radikale Köpfe, sowohl in der Presse als auf der Rednerbühne, umnebeln, ist es wahrhaft erquickend, die Stimme eines nüchternen Zuschauers zu hören. Der jüngst von der Orforder Universität vertriebene Professor Goldwin. Smith, der gegenwärtig auf einer der amerikanischen Universitäten lehrt, schreibt an das Beehive"( Organ der englischen Gewerksgenossenschaften) über das Resultat der Wahlen: Der Sieg des Geldsacks scheint Professor Smith ist nicht in dem Wahn befangen, daß das Heil des englischen Volkes von einem halben Dußend Klugköpfen abhängt. Statt mit Andern zu glauben, daß fie in Fran Gent der grub tom Rapi Dento *) Plutokratie heißt Herrschaft des Reichthums, Geldproßenthum, plutokratisch, wo der Reichthum herrscht, geldprozerisch. I 3 31 Gladstone, Bright und Konsorten durch ihre ,, RadikalAuren" die bestehenden Uebelstände heilen sönnen, spricht er der besitzenden Klasse als solcher überhaupt die Fähigkeit ab, die soziale Frage lösen zu können und leitet aus dieser Unfähigkeit die Nothwendigkeit der künftigen politischen Aktion des Proletariate her. Diese Anschauung bezeichnet den Unterschied zwischen dem wissenschaftlichen Geschichtsforscher und dem politisch sozialen Quacksalber. Während sich Dieser bemüht, die sozialen Blößen und klaffenden Wunden mit besänftigenden Heilpflästerchen zu bedecken, die seine Unwissenheit und die Unhaltbarkeit der bestehenden Zustände nur um so deutlicher befunden, bereitet Jener die Geisteskinder der unterdrückten Klaffe, welche die Zukunft in ihrem Schooße birgt, zum unvermeidlichen großen welthistorischen Kampfe vor. In den wenigen Worten: hier wird die Handarbeit mit der höheren geistigen Bildung verbunden" find die Bedingungen enthalten, unter welchen die Arbeit ihren knechtischen Charakter abstreift. Die körperliche Arbeitsgeschicklichkeit mit der geistigen Bildung in denselben Individuen vereint, das ist der Untergang aller Klaffenherrschaft. Die Gesellschaft der Zimmerleute von New York hat beschlossen den Bauunternehmern Notiz zu geben, daß ihre Mitglieder vom ersten Montag im Mai an nur acht Stunden des Tags arbeiten werden. Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Brüssel, den 4. Januar. Der Berliner Zukunft" wird geschrieben:„ Ueber die Kurzsichtigkeit der herrschenden Klassen ließe sich ein Langes und Breites sagen verlorne Mühe! Paris, den 10. Januar. Die französische Regierung hat die Abschaffung der Wanderbücher für Arbeiter beschlossen. Wien, den 11. Januar. Ein bekannter Sozialdemokrat, Lehrer Leidersdorf, gegen den wegen verschiedener Reden die Untersuchung eröffnet war, ist verhaftet worden ,,, weil die Untersuchung, wenn er auf freiem Fuß bleibe, nicht zum Abschluß gebracht werden könne". Auf dem zehnten Wiener Arbeitertage wurde eine Resolution zu Gunsten des Coalitionsrechts, und folgende Petition an das Abgeordnetenhaus beschlossen: Ich ziehe es vor, auf die langsam, aber immer mächtiger um fich greifende Arbeiterbewegung, welche im ganzen Hen negauer Kohlenbecken sich der internationalen Arbei tergesellschaft anschließt, hinzuweisen. Dort regt sich ein neues Leben, und man wird eines Tages mit dieser Bewegung zu rechnen haben. Belgien war 1848 und bis in die lette Beit gänzlich von der sozialen Frage unberührt geblieben; der Arbeiterkongreß hat bewiesen, daß die Verhältnisse in dieser Beziehung sich sehr geändert. Von allen belgischen Arbeitern find es die Seßer, welche durch eine wohlverstandene treffliche Organisation sich den Meistern gegenüber die beste Stellung, ,, Das hohe Abgeordnetenhaus möge, die Prinzipien der Staatsgrundgefeße zur Wahrheit machend, unverzüglich an die Abschaffung aller jener Bestimmungen des Strafgeseßes schreiten, welche geeignet sind, die Coalitionsfreiheit der Arbeiter auch nur im Geringsten einzuschränken, und durch Schaffung eines neuen, auf freiheitlicher Basis gegründeten Genossenschaftsgeſeßes, die Bestimmungen des jeßt bestehenden für die Gesellschaft unschädlich zu machen." Verein, der durch Mangel an Theilnahme sanft entschlumGeißlingen, den 10. Januar. Der hiesige Arbeiter mert war, ist heute neubegründet worden. Nachdem bereits vor 8 Tagen eine Vorversammlung stattgefunden, welche indeß nur schwachen Zuspruch hatte, wurde heute im Löwen zu Altenstadt( ein Fabrikort nahe bei Geißlingen) eine Versammlung abgehalten, die von 100 Mann besucht war, von denen 36 sofort ihren Beitritt zu dem neuen Verein erklärten, während die meisten andern Anwesenden beizutreten versprachen, sobald die Statuten zur Berathung fertig seien. Zur Ausarbeitung der Statuten wurde eine Commission von 5 Personen niedergeseßt, die im Laufe dieser Woche noch mit ihrer Arbeit fertig werden und sie einer Versammlung am nächsten Sonntag zur Berathung vorlegen wird. Die Commission besteht aus zwei Demokraten und drei Großpreußen. Auf den Berlauf der Versammlung am nächsten Sonntag sind wir sehr gespannt, den Bericht darüber werde ich folgen lassen. Oberndorf, den 9. Januar. Unser Arbeiterverein hat in seiner legten Sigung mit 30 von 36 Stimmenden Anschluß an den Gauverband der würtembergischen Arbeiter vereine beschlossen. In furzer Zeit wird auch abgestimmt wer den über den Eintritt in den Verband deutscher Arbeitervereine. Die Mitgliederzahl wird in kurzer Zeit bedeutend steigen, denn es kommen immer neue Anmeldungen. Was die hiesigen Arsowohl in materieller als sozialer und moralischer Beziehung, beiterverhältnisse betrifft, so bemerke ich darüber Folgendes: zu sichern gewußt haben. Die Seger- Assoziation disponirt ge genwärtig über ein Vermögen von 25,000 Franken, welche theils durch monatliche Beiträge( 75 Centimen), theils durch die Strafgelder,( jedes Mitglied, das den Versammlungen nicht beiwohnt, muß eine Buße von 50 Centimen erlegen) gebildet worden ist. An fich ist dieses Grundkapital allerdings ein winsiges, aber da die Brüsseler Seger- Assoziation bloß ein Glied In der königlichen Gewehrfabrik arbeiten ungefähr 120 Mann, wovon 3 nach hiesigen Begriffen sehr viel Geld verdienen und zwar auf Akkord. Außer der Fabrik ist kein Geschäft hier, in welchem mehr als 4 Mann beschäftigt werden, ausgenommen Maurer und Steinhauer. Da es vorkommt, daß in der Gewehrfabrik längere Zeit keine oder nur wenig Arbeit ist und dann die jüngeren unverheiratheten Leute abreisen nicht nur der allgemeinen belgischen Seger- Assoziation, sondern müssen, so werden wir unser Augenmerk darauf richten, mehr auch der Bariser ,, societé des typographes" bildet, so fann he im Rotbfall über bedeutende Summen disponiren.( Der Frant ist Gentimes.) = 8 Ngr. oder 28 Kreuzer und theilt sich in 100 der Frauen und Kinder in den Bergwerken und Kohlen. In der Kammer wird die Frage des Arbeitsverbots ältere Arbeiter in unsern Verein heranzuziehen, um einen tüchtigen Stamm zu haben. Kürzlich besuchte und der Rottweiler Arbeiterverein, mit dem wir einen frohen und vergnügten Tag verlebten. Mainz, 9. Januar. Hinsichtlich unserer Schreinergruben, auf Grund eines Berichte des Dr. Kuborn, zur Sprache Gewerksgenossenschaft fönnen wir nur Erfreuliches berich tommen. Jedoch ist bei dem Borherrschen des Einflusses der Kapitalisten vor der Hand an fein günstiges Ergebniß zu Denten. ten, dieselbe besteht meist aus tüchtigen, im Kampfe für die Ar beitersache bewährten Männern, deren Zahl langsam aber stetig wächst; wir zählen jezt schon zwischen 80 und 90 Mit 32 glieder. Die Anhänger Schweizers als unsere Gegner scheuen Meerane, 8. Januar. Als Beitrag zur Sache der Ge fein Mittel um unsere Sache zu vernichten, es ist ihnen werksgenossenschaften theile ich Ihnen mit, daß der aber bis icht nicht gelungen und wird ihnen auch in Zukunft hiesige Bolksverein in feiner legten Sigung beschlossen nicht gelingen, you hat am hiesigen Ort eine Gewerksgenossenschaft für Weber zu gründen. Man wählte zu diesem Bebufe ein aus 5 Mit gliedern bestehendes Komité, welches mit der Besorgung der Borarbeiten beauftragt wurde. Schon wollte das Komité mit einem Aufruf an sämmtliche Weber hervortreten, als man von dem Borgehen der Glauchauer und Crimmitschauer Freunde Kenntniß erhielt und nunmehr einstimmig beschloß, mit diesen in Verbindung zu treten. Baden- Baden, 8. Januar. Wir haben hier seit einiger Zeit einen Unterstüßungsverein für franke Schuhnea chergesellen gegründet und sind eben daran, auch den Anfang mit einer Invaliden kaffe zu machen. Eine leichte Arbeit haben wir nicht, denn als Badeort erleidet unsere Stadt einen beständigen starken Wechsel der Arbeiter, und die zahllosen Gelegenheiten zu Bergnügungen aller Art zieben Biele mehr an als die Sorge um ihre soziale Selbstständigkeit und Besserstellung. Von der Bürgerschaft und den Arbeitgebern ist feine Unterstüßung zu erwarten, wohl aber Widerstand. Wir haben im Sinn, nächstens einen Aufruf an die Schuhmachergesellen zu erlassen und eine Gewerksgenossenschaft zu gründen. Berlin, den 11. Januar. Neulich wurde in Berlin eine Arbeiterversammlung aufgelöst, weil ein Redner in einem Vortrag über die verschiedenen Staatsformen das Wesen der Republik erläutern wollte. In der Borsig'schen Fabrik gab jüngst der Obermeister" Krell einem Arbeiter eine Ohrfeige und den Abschied. Die Arbeiter bestanden auf Entfernung des Obermeisters und Wiederbeschäftigung ihres mishandelten Collegen. Hr. Borsig ging nicht darauf ein. Er wollte die Sache vermitteln". Die Arbeiter bestanden auf ihre Forderung. Schulze( Delitzsch) und May Hirsch hielten die Gelegenheit für günstig, sich bei den Arbeitern etwas politisches Kapital zu machen; sie gingen zu Hrn. Borsig, baten ihn, nachzugeben und bekamen einen Korb, den sie auch ruhig hinnahmen. Körbe von der Großbourgeoisie, Fußtritte von den Arbeitern das ist bitter. Mittlerweile ist der Ohrfeiger wieder im Amt und die Borfig'schent Arbeiter? Nun, sie berathen, was zu thun. - In Duisburg( Rheinpreußen) ist ein Reichstagsfiz vakant geworden, und hat der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein daselbst den Sozialdemokraten Hrn. Hasenclever als Candidaten aufgestellt. Unser Demokratischer Arbeiterverein" hat am 12. d. einstimmig beschlossen, diese Candidatur nach Kräften zu unterstüßen.( Das war recht. Herr Hafenclever ist ebenso ausgezeichnet durch Charakter, als durch Talent, und die Arbeiterfache wird an ihm einen tüchtigen Verfechter im Reichstage finden. Die Red. d. ,, Dem. Wochenblatts".) Werdau, 12. Januar. Nächsten Sonntag wird hier #Luckenwalde, den 11, Januar. Der Aufruf im„ Demo kratischen Wochenblatt" zur Gründung einer Gwerfsgeno senschaft der Wirker, Weber, Färber u. s. w., kommt uns eben recht, da wir damit umgingen, unsere alten Zunft einrichtungen zu vernünftigen Gewerksgenossenschaften um bilden. Wir bitten, uns eine Parthie Musterstatuten zu sen den, um diese in den hiesigen Fabriken zu vertheilen, später wollen wir dann eine Versammlung der gesammten Weber veranstalten. Lugau, den 10. Januar. Die Versammlung der Berg arbeiter am 2. Weihnachtsfeiertage im braven Bergmann" Niederwürschniß, hatte sich mit der Gründung einer Gewerfés genossenschaft der Bergarbeiter wenig beschäftigen können, da die Berathung der Statuten für die vereinigte Knappschaft fast die ganze verfügbare Zeit in Anspruch nahm. Erst am Schlusse der Bersammlung wurde die Gewerksgenossenschafts frage durch den Vorsitzenden angeregt, worauf die Versamm lung einstimmig beschloß, eine Gewerksgenossen schaft zu gründen. Ein Comite wurde niedergesetzt, auf Grund des Leipziger Musterstatuts einen Entwurf auszu, arbeiten. Nächsten Sonntag, den 17. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, wird abermals eine Versammlung abgehalten, in welcher endgültig die Gewerksgenossenschaft gegründet werden soll. Aus Lunzenau, Thurm, St. Egidien und Niederlungwi geht uns die erfreuliche Nachricht zu, daß bei den letzten " meinderathswahlen in diesen Orten unsere Parteigenoffen gesiegt und die von ihnen aufgestellten Kandidaten bei der Aus den beiden legtgenannten Orten kommen uns Klagen zu über das Mißverhältniß der Wahl von Unansässigen zu der von Ansässigen. Leipzig, den 13. Januar. Die Sächsische Zeitung" schreibt: zu Mühlhausen im Elsaß besteht eine industrielle eine allgemeine Arbeiterversammlung abgehalten Gesellschaft zur Verhütung von Unglücksfällen in Fabrifen deren Jahresbericht die Regierung den Handelskammern mis dem Wunsch e mitgetheilt hat, ob sich nicht auch in Sachsen eine ähnliche auf Selbsthilfe beruhende Einrichtung ins Leben rufen ließe; die dortigen Fabrifinspektoren sind nämlich nicht aus den Herren Dr. Heine, Adv. Wachsmuth und Stadtältefter vom Staate bestellt. Die hiesige Handelsfammer hat einen werden, in welcher der Versuch gemacht werden soll, eine Verschmelzung sämmtlicher hier bestehender Vereins Genos senschaften und Kassen zu einem einzigen allgemeinen Verein herbeizuführen und, im Anschluß an das Vorgehen der Crimmitschauer, eine allgemeine Gewerfsgenossenschaft zu gründen. Der Volksverein, Arbeiterverein und Consumverein sind mit der Verschmelzung einverstanden und die andern nie Härtel bestehenden Ausschuß zur Begutachtung der Sache hier bestehenden Organisationen werden sicher diesem Beispiele dergefeßt, wird aber demnächst schon Näheres über jene franz folgen.( Wir möchten das Vorgehen der Werdauer Freunde, fische Gesellschaft veröffentlichen. allen Barteigenossen zur Nachahmung empfehlen. Die vielen Vereine an den einzelnen Orten zersplittern die Kräfte zu sehr und erheischen viel bedeutendere Opfer an Zeit und Geld, als das bei einer Vereinigung der Fall sein würde. Zugleich wird durch eine solche Vereinigung auch dem oft fühlbaren Mangel an Kräften für die Organisation und Verwaltung abgeholfen werden. Anmerk. d. Red.). Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. inflict ghil Anzeige, doistast m Deutscher Arbeiter- Bildungs- Verein in London TASC Charles- Hotel, 71 Dean Street, Soho Square. W. London Leipzig. Druck und Verlag: 6. w. Bourath. Expedition: Petersstraße 18.10 m Hierzu eine Beilage. f t 2 a D D n h บ B 1998 9 t 3 + Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 3. Die Schneiderei in London oder der Kampf des großen Oberherrschaft auf dem Weltmarkt. Wie sehr die industriund des kleinen Kapitals. Bon J. G. Eccarius. ( Fortseßung.) The evo Die französische Revolution von 1789 und ihre Ergänzung von 1793, von der englischen Aristokratie noch heute als ein Aft der Ruchlosigkeit betrachtet, eröffnete durch ihre Konsequenzen eine direkte Quelle des Gewinns für die Aristokratie und Bourgeoisie Englands. Der große fromme General- Ausbeuter John Bull, der sich von Kopf bis zu Fuß über die gottlosen Thaten der ersten französischen Revolution entrüstet, streicht noch immer ruhig seinen Gewinn ein, ohne auch nur im mindesten anzuerkennen, was diese verhaßte Revolution für ihn gethan hat. England fing im Jahre 1793 offenen Krieg mit der französischen Republik an, um die ,, Böbelherrschaft" in Paris zu Boden zu schlagen und den legitimen Fürsten wieder einzuseßen. Die Macht eines revolutionären Volkes belehrte England eines anderen, aber indem sich der Krieg in die Länge zog, eröffnete er der englischen Aristokratie ein Feld, worauf Ehre, Gehalt und Pension zu erwerben war. Der Finanzbourgeoisie eröffnete er ein neues Feld der Spekulation. Die Vergrößerung der Armee erforderte eine bedeutende Bermehrung der Offiziere, wobei die Söhne der Aristokratie immer den Vorzug hatten. Die Kosten der Armee verdoppelten sich während der ersten drei Jahre dreimal, die jährlichen Ausgaben für die Armee stiegen während der Dauer des Kriegs von nicht ganz zwei Millionen auf 14,883,264 Pfd. Sterling, ausschließlich der Artillerie Munition. Außer dieser Goldgrube, deren Ausbeutung jedoch etwas unbequem und lebensgefähr lich war, wurde der englischen Aristokratie eine andere direkt aufgezwungen, deren Ausbeutung nur die Mühe machte, Pfundstücke in Empfang zu nehmen, also die Empfänger in ihrer gewohnten Bärenhäuterei durchaus nicht störte. Schon seit 1776 war der Kornertrag Englands nicht mehr für den eigenen Bedarf hinreichend. Die Kontinental sperre unter Napoleon schnitt auf einmal alle europäischen Zufuhren ab, erzeugte Theuerung und Hungersnoth in England. Die Folge war, daß der Bodenpreis außerordentlich stieg und neue Ländereien in Bebauung gesezt werden mußten. So Iwurde das Einkommen der Aristokratie, die Grundrente, felburch des Kriegs schien sie diese Mehreinnahme durch die Einführung der Korngefeße verewigen zu wollen. Die Finanzbourgeoisie machte nicht minder gute Geschäfte. Die Gesammtsumme der Anleihen, welche von 1793 bis 1815 unter ziemlich schlechten Bedingungen für die Regierung kontrahirt wurden, betrug nicht weniger als 631 Millionen Pfd. Sterl. Um die erhöhten Preise der Lebensmittel und die vermehrten Staatsausgaben zu bestreiten, war es vor allen Din gen nöthig, die Produktivkräfte, den Handel zu vermehren und zu erweitern. Kein Staat kann seine Ausgaben dauernd vermehren, ohne die Produktion in gleichem Maaße zu vermehren. Die Staatsausgaben Englands vermehrten fich aber nicht einfach, sie verdoppelten, verdreifachten und vervierfachten sich bis zur Beendigung des Kriegs. Derselbe Krieg, der diese Mehrausgaben verursacht hatte, bot auch zugleich das Heilmittel. Durch die Siege der englischen Flotte eroberte England nebst einer Anzahl Kolonien die Herrschaft auf dem Meere und die elle Bourgeoisie diese Siege auszubeuten wußte, beweist die Ausfuhr von brittischen Fabrikwaaren, die von 1793 bis 1815 von 19,676,685 auf 60,683,894 Pfd. Sterl. stieg. Leicht erworbene Reichthümer haben stets Lurus und Schwelgerei im Gefolge. Die Landaristokratie vor allen ist dafür bekannt, daß sie ihre Revenüen immer noch schneller verpraßt, als sie einkommen. Wer erwägt, daß Kleidungsstücke Hauptlurusartikel, und Haupt- und Residenzstädte Centralpunkte des Lurus und der Schwelgerei find, wem ferner bekannt ist, mit welcher Geschicklichkeit kleine Geschäftsleute in großen Städten ihre verschwenderischen Kunden über's Ohr zu hauen wissen, der wird leicht begreifen, wie diese Umgestaltung der Dinge ein wahres Kalifornien für die Londoner Schneider und wie Stulz ein Millionair werden konnte. Von Alters her war es in London Gebrauch und gesezlich garantirt, daß die Schneiderarbeiter bei öffentlicher Landestrauer doppelten Lohn erhielten*). Während der Dauer des Kriegs hatten sie durch Arbeitseinstellungen ihren Lohn auf 6 Schillinge per Tag erhöht. Dies gab bei öffentlicher Trauer einen Wochenlohn von 3 Pfd. 12 Sh. oder 24 Thlr. preußisch. Die Meister büßten dabei nichts ein, indem sie ihrerseits wieder Extrapreise von den Kunden erhielten. Im Jahre 1830, als Georg IV. starb, verweigerten sie den doppelten Lohn und hingen Zettel an die Fenster mit der Aufschrift: Keine Extrapreise für Trauerkleider. Nur wenige Meister folgten dem altherkömmlichen Gebrauch; die Arbeiter stellten die Arbeit ein, aber Mangel an Geld auf der einen und die Zufuhr der Provinzen auf der andern Seite nöthigten sie nach wenigen Wochen nachzugeben, und der alte Gebrauch war für immer abgeschafft. Um diese Zeit fing die Zufuhr von Arbeitern schon an größer zu werden als die Nachfrage. Die Arbeiter von verschiedenen Geschäften fingen an eine Art Vereinigung mit einander zu bilden, die den Zweck hatte, entweder in Zeiten der Arbeitslosigkeit oder bei Gelegenheit der Arbeitseinstellungen sich gegenseitig zu unterstüßen. Im Jahre 1834 legten 20,000 Schneider die Arbeit nieder und verlangten zunächst eine Reduktion der Arbeitszeit von 2 Stunden per Tag, wodurch den Arbeitslosen Beschäftigung gegeben werden sollte. Da die bisherige Arbeitszeit auf 12 Stunden per Tag festge segt war, fonnten nach dieser Reduktion auf je 200 zwanzig mehr beschäftigt werden. Die zweite Forderung war, daß der rden, dieſer g bisher gebräuchliche Lohn, 6 Sh. Per Tag, nach wie vor bleibe, mit der Bedingung, dem Meister solle nicht das Recht zustehen, von dieser Summe irgend einen Abzug zu machen, wenn der Arbeiter das vom Meister als einen Tag Arbeit bestimmte Quantum nicht vollenden konnte. Das Recht des Fortschickens sollte dem Meister bleiben. Diese Forderungen waren in der That neu. Bisher hatten die Arbeitseinstellungen nur Erhöhung der Preise zum Zweck gehabt, und obgleich diese Forderungen eine Preiserhöhung enthielten, so war doch ihr Hauptzweck: die Zufuhr mit der Nachfrage auszugleichen, ohne das Einkommen des Individuums zu reduziren. Die Schneider hatten die Arbeit ohne Vorwissen ihrer Verbündeten eingestellt. Um sich aber der Bourgeoisie gegenüber keine Blößen zu geben, erkannten die übrigen Arbeiter das Geschehene an und gaben Unterstüßung. Die meisten Arbeiter betrachteten die Sache der Schneider als *) Die Ursache war, daß die Schneiderei gewöhnlich eine Zeit lang in's Stocken gerieth, sobald die Trauerkleider verfertigt waren. 34 ihre eigene, und in demselben Maaße, wie der Streit an Deffentlichkeit und Heftigkeit gewann, wurde die Verbindung enger. Die Organisation der Schneider nahm förmlich den Charafter einer geheimen Verbindung an. Sie theilten sich in Kompagnien und Sektionen, machten öffentliche Demonstrationen, und um sich gegen heterogene( fremdartige) Elemente in den Sigungen zu sichern, wurde ein Feldgeschrei nebst sonstigen Kennzeichen ausgegeben und je nach Umständen gewechselt. Als das Ziel aller heutigen, wahrhaft selbstbewußten Arbeiterbestrebungen können wir furz und einfach die sozial demokratische Föderativ Republik bezeichnen als die jenige Staatsform, in welcher allein der Arbeiter sein volles Menschenrecht zur Geltung zu bringen vermag. Es ist selbstverständlich, daß der Weg zu diesem Ziele Anstrengungen und Opfer fordert, nicht allein weil die Erreichung des Zieles eine verhältnißmäßige Durchbildung vieler Einzelnen und in ge wissem Grade selbst der Massen vorausseßt, sondern auch weil die herrschenden Klassen in den vorhandenen sogenannten Staaten und Gesellschaften einen gesteigerten Widerstand ent gegenseßen werden. Man darf sich nicht verhehlen, daß es in dem Kampfe um diese höchsten Menschenrechte noch zu gewaltigen Krisen und Zusammenstößen kommen wird. Wir halten es in diesen Krisen, die der gewaltthätige Widerstand der selbst- und herrschsüchtigen Regierungsparteien allein verschuldet und zu verant worten hat, nicht allein für das Recht, nein, für die Pflicht jedes Arbeiters und Gesinnungsgenossen Gewalt mit Gewalt zurückzutreiven. Es seßt einen kläglichen Begriff von politisch sozialer Freiheit oder erbärmlicher Charakterlosigkeit und Feig heit voraus, wenn man meint oder gar spredigt, daß Völker, denen noch die ersten Bedingungen zur friedlich- freiheitlichen Entwickelung fehlen, auf dem sogenannten Wege der Reformen durch sogenannte gefeßliche Agitationen zur wirklichen Freiheit gelangen könnten. Die Meister verweigerten jede Konzession. Die Aristokratie und Bourgeoisie, alarmirt über die allgemeine Theilnahme der Arbeiter, wie über die ganz neue Forderung der Schneider, befürchteten, daß andere Geschäfte dem Beispiel der Schneider folgen würden, wenn diese ihren Zweck erreichten. Sie be trachteten dem Proletariat gegenüber das Interesse der Schneidermeister als das Gesammtinteresse der Besißenden, und so wurde dieser Streit wirklich ein Kampf zwischen der Bourgeoisie und dem Pro letariat. Dieselben Reaktionäre, die heute jede Gelegenheit benußen, die Industriellen als die Urheber alles Elendes der Arbeiter anzuflagen und sich als Beschüßer des Proletariats aufzuwerfen, boten damals alle Mittel auf, die Arbeiter zu be fiegen. Die Schneidermeister empfingen Bestellungen über Bestellungen unter der Bedingung, daß man ihnen nicht allein diese Bestellungen, sondern die ganze Kundschaft entziehen würde, falls sie den Arbeitern nachgeben sollten. Nebenbei wurde selbst Beistand von Seiten des Parlaments und der Regierung zugefagt. Sir Henry Harding rief bei einer Gelegenheit im Parlament aus, er wolle lieber in bloßen Hemdsärmeln in's Parlament kommen, als daß den Schneidergesellen irgend ein Zugeständniß gemacht werde. Die Arbeiter ihrerseits enthüllten die Betrügereien der Meister in öffentlichen Versammlungen wie in der Presse, um ihre reichen Gegner von dem Recht ihrer Fordernngen zu überzeugen. Aber alles vergebens. Ihre Geldmittel schmolzen zusammen und in weniger als drei Monaten mußten sie sich auf Gnade und Ungnade ergeben. Die ganze Geschichte reduzirte sich demnach auf die Beweisführung, daß die Zufuhr von Arbeitern größer war, als die Nachfrage, und daß die Zeit wieder gekommen, wo die Meister Bedingungen stellen konnten und die Arbeiter zu verhungern hatten oder sich zu fügen. ( Fortseßung folgt.) No fchlie 6.9 Bete Aut A. Wo die politisch sozialen Zustände auf angemaßter Ge walt beruhen, die stets die wenig freiheitlichen Geseze unge seßlich zu umgehen und zu handhaben oder in wichtigeren Fällen zu Staatsstreichen" bereit ist, da ist der soge zu., nannte gefeßliche Widerstand, Widersinn und Spott und Hohn. Der Kampf ist allerdings auf dem gegebenen Boden aufzu nehmen und nach allen taktischen Regeln der Klugheit zu führen, aber auch mit aller Energie. Es wird die Revolution die Entscheidung bringen. Dre ten. fozio fleir Wenn wir demokratische und föderative Republik ohne wesentlichen Unterschied gebrauchen, so verwahren wir uns gegen jeden Mißbrauch des Föderativen im reactionären Sinne. Wir werden noch oft genug Veranlassung haben, auf das Zweideutige dieses Worts wie auf den Mißbrauch des Worts Demokratie zurückzukommen. Wir verstehen unter Demokratie Gesezgebung und Verwaltung durch das Volk selbst in Gemeinden, Provinzen, und Staaten." bau ge be gur tion jelr Ga Jo au Das Felleisen, Organ der deutschen Arbeiterverereine in der Schweiz, sagt in feinem Programm: Edelmuth. cob den me ich nif In mi bu ber na Qu Sa ein Wie der deutsche Arbeiter in der Schweiz die unschäßbare Ein erhebendes Beispiel aufopfernder Bruderliebe, das in Gelegenheit hat, die unberechenbaren Vortheile eines republika- den weitesten Kreisen bekannt zu werden verdient, theilt det nischen Gemeinwesens aus unmittelbarer Anschauung kennen„ Botschafter", Organ des deutschen Cigarrenarbeitervereins mit. und lieben zu lernen, so wird es eine der Hauptaufgaben unseres In Groß Heere arbeiteten 9 Gigarrenarbeiter, von denen Arbeiterblattes sein, an der Entwickelung der hiesigen Verhält der Eine erkrankte, und um das Maaß des Unglücks zu füllen, nisse unter steter sachgemäßer Kritik zu zeigen: wurde auch seine Frau durch eine schwere Niederkunft auf das Krankenlager gefesselt. Diesen haben nun die anderen acht dadurch unterstüßt, daß sie wöchentlich einen Tag für ihn ge arbeitet und außerdem abwechselnd eine Nacht an seinem Krankenbett gewacht haben. wie der Arbeiter einzig und allein durch die unermüdliche Theilnahme an der politischen Entwicklung und Gesetzgebung zugleich mit der politischen Gleichberechtigung Schritt um Schritt seine soziale Ber freiung zu erkämpfen hat. Wir stellen diesen Saß an die Spiße unseres näher zu bestimmenden Programms, weil wir ihn für die Seele und den Schlüssel aller weiteren Erfenntniß halten. This alle Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. au un fla be ter der da mo Wenn man erwägt, was es heißt, wenn Arbeiter 6 ihres färglichen Verdienstes und ihrer so nöthigen Nacht ruhe dem leidenden Bruder opfern, so muß man eine folche opferwillige Bruderliebe bewundern. Leipzig.{ Drud und Verlag: G. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. in mi