Demokratisches Wochenblatt. Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. No. 4. Leipzig, den 23. Januar. 1869. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Bostanstalten sowie bier am Blage ein= hließlich Bringerlohn 12½½ Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Betersſteinweg 7, Leipziger Gonjumverein, Universitätsstraße, und die Ervedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialeryedition F. W. Grellmann, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Javan, Auſtralien, Südamerika zc. die deutsch: Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. A. Inhalt: Politische Uebersicht. Zur Arbeiterversammlung in Aus England. Vororts- und Arbeiter= AngelegenheiDresden. ten.- Anzeige. fozialismus. Die Arbeiterbewegung in Wien. Die Schneiderei in London oder der Kampf des großen und des Vereinsgenossen! - Beilage: Die indirekten Steuern und des AfterDer ,, Volksfreund". Heinen Kapitals. Weiße Sklaven. Politische Uebersicht. Am Sonnabend wurde das preußische Abgeordnetensprechen. Sie, m. H., haben nach den Kriegserfolgen von 1866 und an dem heutigen Tage auf's Neue, dem Ministerium Indemnität ertheilt für ein Jahre lang fortgeführtes verfassungswidriges Regiment; ich aber halte fest an dem alten Saße: ,, Adversus hostem aeterna auctoritas esto!" Gegen den Feind der Freiheit erlischt der Rechtsanspruch des Volkes nie!" Es sind das sehr einfache Worte, weder neue Gedanken, noch alte Gedanken in neuer Form. Aber in diesen Gemeinplägen liegt eine ewige Wahrheit, und daß es eine Pflicht war, sie hier auszusprechen, und daß Muth dazu gehörte, sie haus mit der euphemistisch( verschönernd) so genannten Bud hier auszusprechen, darin liegt die stärkste Verurtheilung jener getdebatte fertig, und that, was es nicht lassen konnte, d. h. bewilligte der Regierung alles Geforderte, theils aus Reigung, theils, damit sie es nicht unbewilligt nehme. Die na tionalliberalen und fortschrittlichen Schwaßhelden, die am Einzelnen bissig gemäfelt hatten, stimmten zahmstens für das Ganze. Nur zwei Kammermitglieder stimmten mit Nein, ,, intelligenten" Mißfallens bedacht. Johann Jacoby und ein Wilder", der seinem Namen Arebs feine, oder richtiger allzuviel Ehre machte, und wohl aus Mißverständniß in diese Gesellschaft gekommen ist. Ja coby begründete sein Votum also: Volksvertreter, die, von Freiheit und Recht redend, Freiheit und Recht schmählich verrathen, Sittlichkeit und Gemeinwohl dem augenblicklichen Interesse und Erfolg geopfert haben. Um der Schande des Abgeordnetenhauses die Krone auf zuseßen, würde Jacoby ausgelacht und mit sonstigen Zeichen " dem mir als Abgeordneten zustehenden Rechte der Budgetver werfung Gebrauch machen, und zwar aus dem Grunde, weil ich das System und die ganze Politik des gegenwärtigen Mi In unserem inneren Staatsleben herrscht unverändert nach nifteriums für eben so verwerflich, wie verderblich halte. Wie in der vorigen Session, werde ich auch diesmal von bureaukratischer Bevormundung. Die eben beendigte EtatsWie wir hören, wird Jacoby nächstens im Berliner demokratischen Arbeiterverein einen Vortrag halten. Hoffentlich geht er dann etwas tiefer, als dieß bisher von ihm geschehen, in die Arbeiterfrage ein, und wirft das Gewicht seiner Persönlichkeit gegen Diejenigen in die Wagschale, welche die deutsche Arbeiterbewegung aus den demokratischen Bahnen herauszudrängen und zu selbstsüchtigen, wo nicht direkt reaktionären Zwecken zu mißbrauchen suchen. Das nicht zu vertuschende Defizit ist durch den Verkauf von rentablem Staatseigenthum gedeckt" worden; das Kapital angreifen, um Schulden zu bezahlen, ist alte Berschwenderweise. Doch schon zeigen sich neue Löcher", die zugestopft werden " berathung hat dafür, denke ich, ausreichende Beweise geliefert; müssen. Im Norddeutschen Bundesbudget gähnt ein Defizit nach den Reden, die wir in dieser Session vom Ministertische aus gehört, nach den Vorgängen, die wir in und außer dem von 5 Millionen, das zu% auf Preußen fällt, und außerdem hat man schon für das laufende preußische Budget ein De Hause erlebt haben, wer wird da noch von diesen Ministern fizit von 52 Millionen herausgerechnet. Facilis descensus eine freiheitliche Entwickelung unserer Staatszustände erwarten? Und wie das Regierungssystem im Innern, so widerstreitet Averni. Leicht ist der Weg zum Bankrut. Der preußische Assessor außer Dienst Willhelmi ist endhatte. Da bemahrheitet sich wieder das Sprichwort von den kleinen Dieben, die man hängt, und den großen, die man auch die auswärtige Politik den Grundsäßen der Freiheit gültig zu 25 Thlr. Strafe oder 14 tägigem Gefängniß ver und Gerechtigkeit. Mit jedem Tage stellt es sich, denke ich, urtheilt worden, weil er in einer Rede die Rechtsbestän flarer heraus, daß Großmachtspolitik und Völkerfrie digkeit der( oftroyirten) preußischen Verfassung geleugnet den unvereinbare Gegensäße sind, daß die gewaltsame Erwei terung der preußischen Landesgrenzen, daß die damit verbun dene Stärkung der preußisch- dynastischen Hausmacht feineswegs laufen läßt, oder gar zu Finanzministern macht. Wer die Ver das geeignete Mittel ist, die Einheit, geschweige denn die fassung tadelt, an ihren ungefeßmäßigen, gewaltthätigen UrFreiheit des deutschen Vaterlandes herzustellen. Ich weiß sprung erinnert, wird gestraft; wer sie zerreißt, erhält In wohl, m. H., daß ich mit dieser meiner Auffassung der Dinge demnität und Dotation. in diesem hohen Hause ziemlich vereinzeit dastehe. Das kann mich aber nicht abhalten, der Wahrheit die Ehre zu geben und Pflichtgemäß meine Ueberzeugung immer wieder hier auszu Die Frankfurter Zeitung" batte in ihren trefflichen Artikeln über die bekannte Braun'sche Schmähschrift der 1866 von den Preußen an Frankfurt verübten Heldenthaten ers wähnt, und sich dadurch einen Prozeß zugezogen. Im ersten Termin erklärte sie sich bereit, alles Gesagte durch Zeugen zu beweisen. Das Gericht hat jedoch die Ladung der Zeugen verworfen und die Schlußverhandlung auf den 21. d. Mon. anberaumt. Ueber diesen Prozeß schreibt die„ Demokratische Correspondenz": ..Die Geschichte des Jahres 1866 zu thun, hat dies Großpreußen sich nicht gesträubt; die Geschichte zu hören, sträubt es sich, wo es kann. Blut und Eisen im Geiste sinnen jahrelang, das macht den Staatsmann groß; Blut und Eisen in Lettern schen, obschon sympathisch schwarz auf weiß, das macht ihn nervös. Den Krieg entfesseln im Vaterlande, das ist höchstes Recht; von den Greueln des Krieges reden, schwerſtes Unrecht. Opfer fordern unerhört, das ist patriotisch; die Geister der Erschlagenen aufrufen zum Wehefluch, das ist In jurie! Man weiß was in Frankfurt geschehen. Die gesittete Welt hat es verurtheilt. In deutschen Gemüthern erscheint neben dem, was die deutsche Stadt ausgestanden, alle Unthat von 1866 fast flein und verzeihlich. Denn während für die größeren Gewaltakte politische Motive, wohl gar( von einem gewiffen Standpunkte aus) politische Rothwendigkeiten geltend gemacht werden können, gegen das wehrlose Frankfurt, gegen das in Besitz genommene Frankfurt so zu handeln, wie geschehen, dafür giebt es keine Nothwendigkeit, feine Entschul digung, keine Erklärung endlich, als etwa die, welche in sich wieder eine neue, eine schwerste Anklage ist. Sogar in Preußen selbst schien man das bisher zu füh, Man vermied es, die Erinnerung an die Frankfurter Junitage zu berühren. Es war ein wunder, Punkt für die Sieger wie für die Sklaven am Triumphwagen. Jetzt ist das überwunden. Man will nicht, daß den Herren Heerführern - diesem Heiligthum aller Heiligthümer in Preußen die Kritik der Thatsachen angelegt werde; verurtheilt vor dem Richterstuhl der Geschichte. vor preußischem Gericht flagt man den Sachwalter der Geschädigten an; selbst schuldig, verlangt man ein Schuldig." Nach einer Notiz des Frankfurter Beobachter" bat das Berliner Polizeipräsidium sich die Akten zweier Breßprozesse, die in Frankfurt gespielt und mit Freisprechung geendigt haben, nach Berlin zur Kenntnißnahme" schicken lassen. Warum? Je nun, die preußischen Richter sind zwar ,, unabhängig", müssen jedoch auch gute Patrioten sein, und es giebt in Breußen verschiedene Sibirien". Daß die Richter unter polizeilicher Aufsicht stehen, ist in einem wohlregulirten Staat ganz in der Ordnung, und ..sonderbare Schwärmer". wie der Staatsanwalt von Toulouse, Seguier, der jüngst seine Demission einreichte, weil er von keinen Mouchards( Spionen) überwacht sein wollte, sind zum Glück für die Herren Bonaparte, Bismarck und Stieber seltene Ausnahmen. " Die preußische Soldpresse hat ihr Geschimpfe auf Beust eingestellt, weil es den Soldspendern klar geworden war, daß sie dem Geschimpften nur einen Dienst leisteten. In Mainz tagte am 16. d. M. eine Versammlung von demokratischen Vertrauensmännern aus Hessen, Nassau und Frankfurt, und beschloß: ,, 1) Thatkräftige Unterstügung der demokratischen Presse durch regelmäßige Monatsbeiträge, welche in einen Preßfonds für Hessen eingezahlt werden. 2) Gründung eines Kreuzer- Sonntagsblattes und bis zu dessen Erscheinen Verbreitung von Flugblättern, namentlich unter der Landbevölkerung. 3) Gründung von demokratischen Vereinen in Stadt und Land." Aus Baden wird uns geschrieben:„ Die hiesigen Zustände rechtfertigen keineswegs die Hoffnungslosigkeit, der man 36 auswärts und vielfach auch im Lande selbst bezüglich Badens begegnet. Der Staat Baden ist allgemein aufgegeben. Niemand wünscht die Erhaltung desselben, wie denn auch die Dynastie feinerlei Sympathien befißt. Die Pfälzer verlan gen nach Wiedervereinigung mit dem andern Theil des Stammlandes unter Bayern, und die Allemannen im Süden fühlen sich hingezogen zu den verwandten Schwaben. Richtig verwerthet kann diese Thatsache von großer Bedeutung werden. Eine zweite hochwichtige Thatsache ist folgende: Die wohlorganisirte Ratbolifenpartei hat sich auf ganz des mofratischen Standpunkt gestellt und fordert bezüglich der Stellung von Staat und Kirche amerikanische Zustände, d. h. absolute Trennung von Kirche und Staat. Sobald ein mal eine größere Fraktion der katholischen Kirche die Verbin dung mit dem Staat aufgiebt, hat sie auch die Monarchie aufgegebendarin vor Allem liegt die hohe Bedeutung dieser Wandlung. Die ganze Partei ist großdeutsch und hält zum antikonkordatlichen Desterreich. Jolly wankt, der Großherzog fann ihn, wie auch den( preußischen) General Beyer nicht leiden, doch ist er so schwach, daß von seiner Initiative nichts zu erwarten steht." So weit unser Corre spondent. Zu seinen Mittheilungen betreffend die Katholikens partei haben wir zu bemerken, daß der katholische Klerus überall, wo er vom Staat unterdrückt wird, demokratisch ist ( man nehme z. B. Irland), daß die demokratische Gesinnung aber regelmäßig verschwindet, sobald die Partei wieder an die Herrschaft kommt. Zum Glück hat der Klerus als solcher Baden keinen großen Einfluß, und nur, weil er gegen den Nationalliberalismus Front macht, hat er die Masse der Be völkerung hinter sich, und wird sie hinter sich haben, bis die demokratische Partei organisirt auftritt, und die Erin nerung an die glorreiche Vergangenheit des Landes und die grauenvolle Standrechtswirthschaft des Prinzen von Preußen ( ießt König Wilhelm) wachruft. Die annexionistische Partet war und ist nur eine erbärmliche Minorität, die bereite in sich gespalten von dem ersten Hauch einer wirklichen Volksbewegung weggefegt werden wird. in Die Pariser Conferenz ist zu Ende und Alles befindet sich auf dem alten Fleck. Am Dienstag eröffnete der französische Kaiser seine ,, Kammern" mit einer Thronrede, die, ziemlich ungeschickt abgefaßt, deutlicher als der Ableser beabsichtigt haben dürfte, dessen Furcht nach Innen und dessen Kriegsgelüfte nach Außen enthüllt. Sonst wüßten wir über das Aktenstück nichts zu sagen. Ein in Deutschland anfäßiger französischer Journalist, Herr Seinguerlet, hielt neulich im demokratischen Wahl verein zu Frankfurt a. M. einen interessanten Bortrag über die Lage der Dinge in seinem Vaterlande, und wies sehr klar nach, wie das Kaiserreich innerlich verfault ist und sich un möglich noch auf lange Zeit behaupten kann. Zum Schluß sprach er aber eine Ansicht aus, die wir durchaus nicht billi gen können.„ Die jeßige Regierung", sagte Herr Seinguerlet, ,, fällt nicht durch den Barrikadenkampf, sondern durch die Urne des allgemeinen Stimmrechte. Dieses Mittel muß das Volk ge brauchen lernen. Kommt dann der Moment, wo 200,000 Parifer in die Straße niedersteigen und rufen: Nieder mit dem Kaiserreich! so wird das zweite Empire fallen, wie ein fauler Apfel vom Baum fällt." Falsch! Es wird nicht fallen, sondern an den 200,000 Parifern die ,, wunderthätige Kraft" der Ghaffe pots erproben; fallen wird es erst dann, wenn besagte 200,000 Pariser( auch weniger thun's zur Noth) ihrerseits wunderthä tige Flinten in die Hand nehmen, Barrikaden bauen und die Träger der Chassepotgewehre entweder im Straßenkampf be fie fett Di 0 mi St di ab he ste de al ad ge ein ti ge น m D R m ft n fo b D e h flegen, oder zum Uebertritt bewegen. Faule Aepfel fallen von felbst, faule Regierungen nicht das ist ein Unterschied. das ist ein Unterschied. Diese französische Friedensdemokratie", die Gott lob im französischen Proletariat keinen Anbang hat, überschäßt- ähnlich wie weiland Lassalle die Wirkungen des allgemeinen Stimmrechts. Das allgemeine Stimmrecht ist eine Grundbe dingung des demokratischen Staats und darum auch von der Demokratie gefordert worden, seit es eine Demokratie giebt, aber es ist unfähig, den Sturz einer despotischen Regierung herbeizuführen. Im Gegentheil, es ist eher geeignet, die Eri stenz despotischer Regierungen zu verlängern, indem es ihnen den Nimbus der Bolts souveränität verleiht. Napoleon sowohl als sein Nachahmer Bismarck haben dieß begriffen, und das allgemeine Stimmrecht mit bestem Erfolg zu ihrem Nußen aus. gebeutet. Algemeines Stimmrecht ohne politische Freiheit ist ein Possenspiel, in dem das Volk als betrogene Person figutirt. Das zeigen die Wahlen in Frankreich seit dem 2. Dezember 1851, das zeigen die Reichstagswahlen in Preußen. Um das allgemeine Stimmrecht zu einer Wahrheit zu machen, muß erst die politische Freiheit errungen werden. Diese geht aber in despotischen Staaten, deren Regierungen das Resultat der Abstimmung in der Gewalt haben, nie und nimmermehr aus der Wahlurne hervor. Ueber die spanischen Wahlen liegen noch keine vollständigen Berichte vor. Aus den Regierungstelegrammen, denen nicht zu trauen, erhellt indeß schon so viel, daß die republifanische Partei wohlorganisirt an die Wahlurne getreten ist. In seinem Absagebrief an die Monarchie flagt Garibaldi den Minister Ratazzi an, den leßten Römerzug erst unterſtüßt und dann verrathen zu haben. Garibaldi faßt die Sache zu mild auf. Ratazzi, die Creatur Napoleons, hat auf dessen Geheiß das Unternehmen gegen Rom veranlaßt, um es zu verrathen, in der zwiefachen Absicht, der italienischen Demokratie einen Aderlaß zu bereiten und den französischen Einfluß, der durch preußische Intriguen gefährdet war, wieder zu befestigen. Vom südamerikanischen Kriegsschauplaß wird eine schwere Niederlage der Brasilianer gemeldet. Die Hälfte der Armee ist todt, gefangen oder zerstreut, und der Rest schwerlich noch kampffähig. Das könnte der Todesstoß für die leßte Monarchie in der neuen Welt sein. Die hiesige Polizei hat in ihrem Kreuzzug gegen die Ver" eine eine Pause gemacht*) und scheint einlenten zu wollen. Ein offiziöser Artifel des Tageblattes" besagt, wenn eine Anzahl hiesiger Gewerbsgehilfen Verlangen trage, außer den Beiträgen, welche sie zu den Unterstüßungskassen hier steuern, noch eine besondere Steuer zur Verfügung eines auswärtigen .Präsidenten" zu gewähren, so werde sie daran keine Polizeibehörde hindern, da dies nicht gegen das Vereinsgesetz verstoße. Das Gefeß verbiete nur das Bilden von Zweigvereinen, nicht das Beitreten Einzelner zu einem, wenn auch auswärts ge leiteten Vereine, und demgemäß sei zeither von der Polizei verfahren worden und werde auch ferner so geschehen müssen." Diese Auffassung wird unzweifelhaft durch den Wortlaut des Vereinsgefeßes gerechtfertigt. Nicht gegen die Leipziger Polizei, sondern gegen das Vereinsgefez muß sich also unsere Thätigkeit richten. Ueber die nöthigen Schritte wird die, für die nächste Zeit beabsichtigte Landesversammlung der Volkspartei zu berathen haben. ) Die von auswärtigen Blättern gebrachte Nachricht, der Buchdruckerverband sei aufgelöst worden, hat sich bis jezt nicht bestätigt. 37 So lange Herr von Schweißer im Gefängniß war, beobacptete der Berliner Sozialdemokrat" eine anständige Haltung; kaum ist Herr von Schweizer beurlaubt, so macht der„ Sozialdemokrat" auch von Neuem Stänkereien. Man sieht daraus, wer Zwistigkeiten hervorzurufen sucht. Für heute) habenwir Hrn. v. Schweißer bloß Folgendes zu bemerken: Das „ Demokratische Wochenblatt" ist kein sächsisches Lokal blatt, und hat sich mit sächsischen Angelegenheiten nur in so weit zu beschäftigen, als sie von allgemeinem Interesse sind. Ueber unfere demokratischen( sozial- demokratischen) Parteipflichten fönnen wir in feine Diskussion mit einem Mann eintreten, der von Schlimmerem abgesehen am 19. Oktober 1867 im Berliner Reichstag sich ausdrücklich auf den Boden der norddeutschen Bundesverfassung gestellt, und damit in politischer Beziehung, günstigstens aufgefaßt, den nationalliberalen Standpunkt zu dem seinigen gemacht hat. Und nun eine Frage: Unmittelbar vor dem 1866 er Krieg erhielt Herr von Schweizer(, aus Gesundheitsrücksichten") Urlaub aus einem föniglich preußischen Gefängniß und machte ( in bester Gesundheit) Propagandareisen für die Bismarck'schen Darlehenscheine und die Annexionspolitik. Jezt, wo die Bismarck'sche Schöpfung sich vor einer schweren Krise befindet, erhält Herr von Schweißer abermals( in Familienangelegenheiten") Urlaub aus einem föniglich preußischen Gefängniß, und bes nußt ihn, um Zwietracht in der Demokratie zu säen, und in ( dem zu ,, unliberalen") Süddeutschland zu agitiren". In welchem Zusammenhang steht der damalige und jetzige Urlaub des Herrn von Schweißer mit der damaligen und jeßigen politischen Thätigkeit des Herrn von Schweizer? Treibt Herr von Schweiger auf eigne Rechnung oder in höherem Auftrag das Geschäft, die Organisation der sozial- demokratischen Partei zu stören? Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde soeben, Donnerstag Vormittags 11 Uhr, die Beilage zu No. 3 des demokratischen Wochenblattes confiscirt. Veranlaßt wurde die Beschlagnahme durch den Auszug aus dem Programm des ,, Felleisen". Wir nähern uns mit raschen Schritten dem Norddeutschen Bundesideal, mit rascheren Schritten, als Hr. von Bismarck selbst erwartet haben dürfte; denn daß er unter den sächsischen Beamten so gute Freunde gewinnen würde, das konnte er unmöglich voraussehen. Professor Biedermann braucht sich und seine Leser nicht mehr mit Annexionspropaganda abzuquälen hat Ablösung gefunden. Zur Dresdner Arbeiterversammlung. ( Bon einem zweiten Correspondenten.) Dresden, den 20. Januar. er Der in Nro. 3. des Demokratischen Wochenblatts" geschilderte Berlauf der Arbeiterversammlung, welche am 9. Jan. in der„, Gentralhalle" über die Bildung von Gewerksgenossenschaften berathen sollte, und insbesondere der Ausgang derselben bedürfen für diejenigen, welche den innern Zusammenhang der Vorgänge zu übersehen keine Gelegenheit hatten, fragen: wie war es möglich, daß in einer Stadt von doch noch einiger Aufklärung. Zunächst darf man mit Recht 150 000 Emwohnern, einer Stadt, die werkthätige Parteigenossen in großer Zahl aufzuweisen hat, ein Haufe von ein paar bundert allbekannten Störenfrieden die Vorsitzendenwahl *) In nächster Nummer werden wir versprochenermaßen über die Haltung des Herrn von Schweiger in der Militärfrage berichten; wir konnten es nicht thun, ehe wir über die Natur seines Urlaubs" im Reinen waren. 38 jene a nichts, Gent beque Lond Lond sowenig wie irgend Einer befugt, dem derzeitigen von der Berdor d sammlung für solchen Fall bestellten Leiter sein Amt nach Gutdünken abzunehmen. Er hätte vielmehr ruhig zu warten gehabt, bis ihm selbiges übergeben worden wäre. Dem Vernehmen nach ist von den Veranstaltern der Versamm lung wegen der Vorkommnisse beim Schluß derselben eine Vorstellung an die königl. Polizeidirektion eingereicht worden. Es wird daher dieser Umstand jedenfalls noch zur weiteren Erörterung kommen. Auswärtigen Lesern glaubten wir in zwischen wenigstens die vorstehende Erläuterung schuldig zu sein. dominiren und dadurch die Macht zur Schließung der Versamm. lung, wenn deren Erfolg ihren Wünschen entgegenzulaufen drohte,- cine, wie der Ausgang lehrte, nicht überflüssige Taktik in ihre Hände zu bringen vermochte? Ein fach durch die improvifirte Natur der ganzen Versammlung. Schon der Umstand, daß dieselbe von Einzelnen, nicht von einer der hier bestehenden gutorganisirten Arbeitervereinigungen, nicht vom Arbeiterbildungsverein, nicht von einer der schon bestehenden Genossenschaften, auch nicht von dem die Vorstände einer ganzen Anzahl von Gesellenschaften umfassenden Deputirtenvereine," welcher eigentlich den meisten Beruf hierzu gehabt hätte, einberufen wurde, brachte die Einberufenden, welche keine geschlossene Macht hinter sich hatten, den Hazzfeldtianern gegenüber, die wohlweislich ihre gewöhnlich erst am Sonnabende stattfindende Wochenversammlung früher abgehalten und ihre Taktik in einer für alle Mitglieder bindenden Weise genau festgestellt hatten, in Nachtheil. Wir wissen nicht, was rum die Einberufung so, wie hier geschah, erfolgte, müssen aber noch weiter konstatiren, daß eine nicht unbeträchtliche Anzahl von taktfesten Anhängern des Genossenschaftsprinzips, die Cigarrenarbeiter nämlich, wegen einer nicht aufzuschiebenden Corporationsberathung am Anfange der Versammlung theilzunehmen verhindert war. Ihre Plätze wurden zwar durch die in außerordentlicher Menge herbeigeströmten, der Agitation zeither ganz Ferngestandenen,( darunter zahlreiche selbstständige Gewerbtreibende, Bürger und Meister,) welche sich vor Allem über die Sache unterrichten wollten, vollständig ausgefüllt, denn lange vor der üblichen Zeit war das Versammlungslokal, der größte Saal der Stadt, bis auf das kleinste Pläzchen besetzt; aber, wie gesagt, die meisten Theilnehmer waren ganz neu in der Sache( in dieser Beziehung hat die Ber sammlung ihren Zwed, Propaganda zu machen, gut erfüllt, welchen Eindruck auch, trotz der störenden Zwischenfälle, der Berichterstatter des Dresdner Anzeigers" davontrug), und eben diese Neuheit bewirkte die passive Haltung bei der Präsidentenwahl. Später, als sie durch den starken Contrast in den Vorträgen der Redner für und wider die Genossenschaften ( wenn man den Letteren überhaupt die Bezeichnung als ,, Redner" zuerkennen darf) zur Parteinahme bestimmt worden waren, als zudem die Stellen der abgehenden Neugierigen von den nach Beendigung ihrer Corporations Versammlung aus ihrem nahegelegenen Berathungslokal herüberkommenden Eigarren arbeitern eingenommen wurde, da gestaltete sich die Lage der anfangs dominirenden Haßfeldtianer immer mißlicher und der Zusammenbruch ihrer vom Anfange an geübten Minoritätsherrschaft war bei einer Schlußabstimmung unausbleiblich. Daran durch die Vorlegung der formulirten Resolution und die aus der Gestalt von Schlußrufen in die von Schluß anträgen übergehenden Zeichen der Ungeduld der Bersammlung erinnert, bedienten sie sich jenes geschickten, wenn auch nicht loyalen Auskunftsmittels: die Versammlung durch das in ihren Händen befindliche Präsidium zu schließen. Nur passirte ihnen dabei ein Versehen, welches die Schließung selbst wieder null und nichtig machte und insofern den Veranstaltern der Versammlung allerdings ein Recht gab, diese Schliessung als nicht stattgefunden zu behandeln. Statt nämlich fie durch den Mund des im Amte stehenden Leiters der Versammlung, des Vizepräsidenten, an den er, um selbst zu sprechen, den Vorsiz abgegeben, verkündigen zu lassen, erlaubte sich Herr Försterling, die Schließung selbst auszusprechen. Er that dieß allerdings unter Vorausschichung der Worte er übernehme hiermit wieder den Vorsiz." aber eine ernstliche Wirkung ist denselben durchaus nicht beizulegen, denn während er sprach, war Försterling wie jeder Andere einfach Mitglied, und ebenAus England. London, den 14. Januar. { nimm merti jabl mußt währ eigter ganz Broze giebt 1868 und in und arg i geht In 1867 ale ein C Der ( Arm 8797 Bod Dr. der über fchla Digt ju das ibre ,, Die kleinen Diebe hängt man, vor den großen zicht man den Hut ab." Vor einigen Jahren machte der Name Gurney die Runde durch die englischen Zeitungen und er regte großes Aufsehen. Eine Frau Gurney, die von Haus aus ein großes Vermögen hatte, war mit ihrem Bedienten davon gelaufen nnd lebte lustig und guter Dinge mit ihm Paris. Ihr Ehemann war ein wohlthätiger, großer Bankier und Mitglied des Parlaments. Seit einigen Tagen macht der Name Gurney wiederum die Runde durch die englischen Blätter, diesmal sind es die männlichen Zweige der Familie, welche Aufsehen erregen. Im Jahre 1865 wurde ein Prospekt veröffentlicht, welcher die Anzeige enthielt, daß das große einträgliche Bankgeschäft von Overend und Gurney noch größer und einträglicher gemacht und in eine Aktienbank ver wandelt werden sollte. Leute, die so viel Geld hatten, daß sie nicht wußten was damit anfangen, wurden aufgefordert, Aktien zu kaufen, um es zu vermehren. Die alten Befizer traten ihr Geschäftshaus und ihre Kundschaft für eine halbe Million Pfund Sterling an die Gesellschaft ab, die Gurney's erklärten sich bereit, nach wie vor an der Geschäftsführung Theil zu nehmen. Alles ging erfreulich von Statten, bis am 10. Mai 1866 die Zahlungen eingestellt wurden. Durch den Bankrott kommen Sachen zum Vorschein, von welchen die neuen Aktionäre, die für die Schulden der Bank verantwort lich waren, keine Ahnung gehabt. Auf dieses hin unternahmen es drei Aktionäre, aus eigene Kosten die Direktoren wegen wußter Schwindelei zu verfolgen. Die ersten Berhöre haben das Ergebniß geliefert, daß zur Zeit, als das Geschäft über geben wurde, das gegen Versicherung ausgelichene Geld sich auf 9,779,000 Pfd. Sterl. die Schulden der Bank dagegen auf 15,281,641 Pfd. St. beliefen. Die Schulden wurden durch den Erlös des Aktienverkaufs gedeckt. Die Aktionäre bezahlten daher eine halbe Million Pfund Sterling für die Erlaubniß, die fünf und eine halbe Million Schulden, für welche die Gurney's mit ihrem Privatvermögen verantwortlich waren, zu bezahlen. Am Tage der Zahlungseinstellung hatten von den sechs Direktoren, die Aktien- Inhaber von mehr als einer halben Million waren, Einer 79 Pfd. St., ein Anderer 10 Bfd. St. in der Bank. Alle übrigen Depositen( hinterlegten Gelder) der Direktoren waren kurz vorher herausgenommen worden. Die Leser des„ Demokr. Wochenblatts" werden sich erinnern, daß vor ungefähr einem Jahre mehrere verhungerte Arbeiter wegen Bettelei zu dreimonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt wurden, und daß einige davon wirklich in den ersten Tagen im Gefängniß starben. Das waren gemeine Bagabunden. Die Herren Bankdirektoren, welche das Publikum um fünf und eine halbe Million Pfund Sterling beschwindelt haben, find be tigt Pag nad fich auf ein Bei Ber un eini fert gen fan fad tla fla fei St für mi de 1 39 stadt. Jezt hat jedes Kirchspiel für die Verpflegung seiner eigenen Armen zu sorgen. Dadurch fällt die größte Steuerlast immer auf die arbeitende Bevölkerung selbst. Die Armenbor demselben Gerichtshof angeklagt, aber sie sißen nicht wie lene ausgehungerten Arbeiter auf der Angeklagtenbank, um mir nichts, dir nichts, ins Gefängniß geworfen zu werden- als Gentlemen"( Herren, vornehme Leute) hat man ihnen einen bequemen Sig auf der Advokatenbank eingeräumt. Das ist bewohnern erhoben. Beträgt z. B. die jährliche Hausmiethe Londoner Bürgerjustiz. Der Bürgermeister( Lord Mayor) von London, ein Feind der Trades' Unions, führt den Vorsiz. Der Pauperismus( Massenarmuth) der Hauptstadt nimmt wieder einmal mehr als gewöhnlich die öffentliche Aufzahl Derer, die ihre Zuflucht zur Armenverwaltung nehmen merksamkeit in Anspruch. Bis Ende September war die Anmußten, um ihr fümmerliches Dasein zu fristen, größer als während derselben Zeit 1867. Die Armenlisten vom September itigten eine Vermehrung der Paupers( dauernd Armen) von ganz England von 6 Prozent, im Londoner Bezirk von 11 Brozent. In der zweiten Woche des Monats Dezember ergiebt sich ein Unterschied von 3657 zu Gunsten des Jahres 1868, ein Unterschied, der völlig durch das wohlfeilere Brod und die ausnehmend gelinde Witterung zu erklären ist. Wie arg die Krise von 1866 die Londoner Arbeiter heimgesucht, geht aus folgenden Zahlen hervor: Armenunterstüßung erhielten: In 1865 102,034 Personen. 1866 122,927 " " 1867 147,190 1868 143,533 " ganz England und Wales vermehrten sich die Paupers Steuer wird nach Verhältniß der Hausmiethe von den Hauseines Distrifts 20,000 Pfd. St. und die Armensteuer 5000 Pfd. St., so muß Jeder, der ein Haus miethet, das jährlich 20 Pfd. St. fostet, 5 Pfd. St. Armensteuer bezahlen. Die auf Miethe wohnenden Arbeiter zahlen die Armensteuer in ihrer Miethe. Selbstverständlich giebt es in den ärmsten Stadtvier teln die meisten Armen. Die große Mehrzahl der Arbeiter, die für die Reichen arbeiten, wohnen in den armen Vierteln. Sie erzeugen daher nicht allein den Profit der Reichen, sondern sie müssen von ihrem spärlichen Lohn auch noch diejenigen erhalten, die in Zeiten der Krisen ohne Beschäftigung sind. In der reichen Altstadt von London hatten im Dezember 1867 die Bewohner von je sieben großen Häusern für drei Verarmte zu sorgen, in dem armen benachbarten Poplar tamen auf je fieben kleine Häuser neun Verarmte. Die Bürger der Altstadt rechnen ihre Einkünfte nach Tausenden, die Bewohner von Poplar nicht einmal nach Hunderten. Im Jahre 1865 vermehrte sich der steuerpflichtige Profit von Handel und Ges werbe der Hauptstadt um 4,266,000 Pfd. St., davon kamen auf die Altstadt 3,123,000 Pfd. St. Die Altstadt hat ungefähr den fünfzigsten Theil der Londoner Bevölkerung. Um dieses Mißverhältniß auszugleichen, verlangt man, daß die 1867, verglichen mit 1866, um 75,700, davon famen mehr Armensteuer der ganzen Hauptstadt gleichmäßig über alle Di als 24,000 auf London und in London mehr als 6000 auf strifte vertheilt werde. Die Mächtigen wehren sich, sie sagen, einziges Kirchspiel. In der Pfarrei Poplar wurden vor ein der Krise gegen 2600 Personen außerhalb des Workhouses " es wäre ein Eingriff in die Selbstverwaltung der Gemeinde", und sie befürchten, daß die Vorsteher in der ärmeren Distrikten und daß die in Aussicht stehende Rückkehr der Prosperität die ( Armenhauses) unterstüßt, in der Weihnachtswoche 1867 aber weniger sparsam zu Werke gehen würden. Der radikale ,, Mor8797 Personen. Die Ursache, warum sich die Presse diese ning Star" ist der Meinung, daß das Schlimmste vorüber sei, Boche mehr als sonst um die Sache bekümmert, ist, daß der sozialen Wissenschaften" eine Diskussion hervorgerufen hat sagt er, reicht hin, dem Uebel zu steuern, systematische Dr. Stallard, ein vornehmer Mediziner, in der„ Assoziation Armuth vermindern werde. Keine Reform des Armengesetzes, über die Frage, wie dem Uebel zu steuern sei? Dr. Stallard schlägt vor, daß arbeitsfähige Personen, die in die Nothwendigkeit versezt werden, auf öffentliche Unterstüßung Anspruch ju machen, nicht, wie bisher, durch eine Art Strafarbeit, wie Steine klopfen, herabgewürdigt, sondern auf eine nügliche, das Auswanderung ist das einzige Mittel. Von 1849 bis 1865 wanderten 3,424,488 Personen aus hat jene Auswanderung die Armuth gelindert? In sechszehn Jahren wan. derten 3,424,488 Personen aus, in sechszehn Jahren, von 1852 bis 1868, vermehrten sich die arbeitsfähigen Armen von talistischen Produktion. ihrer Geschicklichkeit und Fähigkeit angemessene Weise beschäf- 126,220 auf 185,630. Dieses sind die Segnungen der kapitigt und nach Verdienst belohnt werden sollen. So etwas paßt aber einmal nicht in die Kapitalwirthschaft. Es riecht nach Recht auf Arbeit, nach Kommunismus. Wie fich von selbst versteht, wurde der Vorschlag nicht mit Beifall aufgenommen und die Diskussion wurde geschlossen, ohne daß ein Beschluß gefaßt ward. Die Lancet", eine medizinische Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Beitschrift fagt: ,, es war die Verhandlung einer gegenseitigen figer Stadt war durch das Dazwischentreten des theokratischen Communistenpropheten Element ins Stocken gerathen und unbegrenzte Schwaßkraft besigen, um alle Gegenstände herum die ,, Arbeiterfreunde" Hirsch und Duncker hielten den Zeit jummen wie Hummeln um eine Laterne und, nachdem sie punkt für passend, auch hier ihre Bude aufzuschlagen. Sie fertig find, wird die Zeit des Handeln für die Denfer kommen." Umgebung; dieser suchte und fand Schwester- Sektionen und einige Böde geschoffen, davon laufen. Wenn die Schwäßer gründeten einen allgemeinen Arbeiterverein von Zürich und Daß etwas" gethan werden muß, darüber ist man allgemein einverstanden. Aber was gethan werden soll, darüber verband sich mit denselben zu einem kantonalen Arbeiterverein auf die Prinzipien der glorreichen Selbsthilfe, des beschränkten fann man sich nicht einigen. Während sich die Einen haupt- Unterthanenverstandes, der glaubensseligen Verwischung aller fachlich über die Behandlung der hülfebedürftigen Armen be= flagen, legen Andere mehr Gewicht auf die Geldkosten und Klassengegensäge u. s. w. und wollte von der Internationalen und von Politik nichts wissen.-Alle Herrenblätter hatten natürflagem die Armenverwaltung an, daß sie zu verschwenderisch lich darüber ihre große Freude und das Ding sah so einlafei. Die unbemittelten Distrikte wenden ein, daß sie nicht im dend und nett aus, wie der † weiland deutsche Arbeiterbund - allein die Freude währte nicht lange und es zeigte sich führen, Alles ist Wirrwarr und Unzufriedenheit. Ein Hülfs- bald, daß eine solche Pflanze wohl für Treibhäuser paßt, aber mittel, das vielfach befürwortet wird, ist die Ausgleichung auf dem natürlichen Boden der Republik nicht gedeiht. Das der Armen- Steuer aller Kirchspiele der Haupt- erste Zeichen eines andern Geistes war die auch bei Euch be 40 terpar beiter Der 50 fei. in de kannt gewordene Proklamation des deutschen Arbeiterbildungs- zösische und niederländer Hände einen Auftrag von bedeut pereins. Bald darauf war auch die erste Lesung des neuen der Höhe gelegt, so daß unsere deutschen Genossen nur Verfassungsentwurfes beendet und unsere Gesinnungsgenossen einem kleinen Versuch bedacht werden konnten, der hoffentli aus dem Verfassungsrathe gewannen Zeit ihre Aufmerkſam- mehr zur Folge haben wird, dagegen haben wir mit keit wieder auf die Arbeiteragitation zu lenken. Da be- gnügen zu berichten, daß sich bei dieser Veranlassung zunäden, gannen die Kämpfe in Basel und die tölpelhafte Proklamation der dortigen Regierung verfehlte nicht, hier den günstigsten Einfluß auszuüben. Sonntag, den 27. Dezember hielten die hiesigen Seidenfärber eine Bersammlung und erklärten ihren Beitritt zum internationalen Arbeiterbunde; sie zählen jest schon etwa 100 Mann und gedenken ihre Organisation über in Genf eine zweite Sektion des ouvriers Tailleurs( ca. bis 60 Mitglieder, worunter sehr wohlhabende und geachte Genfer Bürger) organisirt hat. In Chaux de Fonds, Baje ehestens mit den Sachsen angeknüpft werden und ist man und anderen schweizer'schen Städten soll in gleicher Wei Seiten der Internationalen fest gewillt, Hand in Hand den ganzen Kanton auszudehnen. Sonntag den 3. Januar den deutschen Genossen auszuhalten. Genf will ausschließli vielseitig Musterkarten erbeten sein. net. dem nicht anti fand auf die Einladung der internationale Sektion und des mit diesen arbeiten und sollen Probeaufträge erfolgt, ebenj deutschen Arbeitervereins eine Besprechung der Basler Arbeitseinstellung statt und wurden 62 Franken gesammelt, und am Wir in der Schweiz werden unser Möglichstes thun, frod legten Sonntag( 10.) famen auf die Einladung eines proviso tig für Euch einzustehn, möchten nur auch die Schneide rischen Comités die Metallarbeiter zusammen zur Gründung branchen der größeren Städte in Deutschland, Kleinmeite und Gesellen, nicht länger einzeln verbluten, nicht längerei sich auch über den ganzen Kanton ausdehnen soll, die betr. fäumen, uns nachzuahmen. Sagen wir auch einmal so encr Statuten( von Greulich, anschließend an Eure Musterstatuten, gisch und einmüthig, wie unsre Gegner zu einander stehen eines internationalen Berufsverbandes der Metallarbeiter, der ausgearbeitet) wurden angenommen und haben bis jetzt 150 Mann ihren Beitritt erklärt. Bei diesen Anlässen war natürlich das hiesige Comité der Internationalen, namentlch Karl Bürkli, Dr. Ladendorf, Greulich und Krebser in voller Thätigkeit. Gleichzeitig wurde uns mitgetheilt, daß sich die Zimmerleute( 100 Mann stark) zusammengethan haben und ebenso die Buchbinder( 35 Mann). Die Genoffen Wir Arbeiter sind uns die Nächsten, also keinen Rappen die Taschen des kooperirenden Groß- Kapitals gejagt. wir gehören zur kooperirenden Arbeitskraft, wo uns das Ka pital feindlich begegnet! Bozen, den 15. Januar. erste Arbeiterverein ins Leben getreten ist. Mit Hierdurch machen wir Gud die Mittheilung, daß nun endlich auch in Tirol des legteren suchen auf diesem Wege nach Anknüpfungs- dem 4. Jänner dieses Jahres haben wir unsere Vereinsthätig mel 70 Mit keit begonnen und können Euch die erfreuliche Thatsache den, daß es gelungen ist, bereits den Verein auf circa glieder zu bringen. Den Brudervereinen zeigen wir an, wir nach§ 24 unserer Statuten eine Wanderunterstützung kasse errichtet haben, woraus die hier durchkommenden Mitglie der anderer auf gleicher Grundlage wie der unsrige beruhenden Arbeitervereine unterstüßt werden, und nehmen an, daß b obachtet wird. Der Vorsißende unseres Vereins ist J. Dün punkten in Deutschland, sie würden sich gern mit Gewerksgenossenschaften auf Grundlage der Vorortsstatuten in Berbindung seßen und sind bereit durch die ganze Schweiz Buchbindersektionen ins Leben zu rufen. Der Geist der internationalen Berbrüderung beginnt sich unter den Arbeitern Zürichs mächtig zu regen, und ein Jeder der die internationale Absonderung der Schweizer von den Deutschen auf der einen und den wichtigen Einfluß Zürichs in der deutschen unsern Mitgliedern auch eventuellen Falles Gegenseitigkeit Schweiz auf der andern Seite kennt, wird dies nicht niedrig anschlagen. Angesichts des politischen Aufschwunges, den der Kanton Zürich nimmt, hoffen wir, daß die Arbeiterbewegung bald einen schöpferischen Charakter annehmen werde, wie es naturgemäß ist in der demokratischen Republik, und wünschen unsern Brüdern in Deutschland viel Glück auf dem gleichen Wege. Allfällige Anfragen oder Nachrichten an uns erbitten wir unter der Adresse: Herrmann Greulich, Deutscher Arbeiter Verein Zürich. M Lausanne, den 8. Januar. Auf dem für den 3. bis 6. Januar d. Js. hicher einberufenen Gongreß der schweis zerischen Kleidermacher Genossenschaften( Seftionen der internationalen Arbeiter- Association) hatten wir Gelegenbeit von dem Fabrikat der Deutschen Spinn und Webgenossenschaft, E. Stehfest u. Cie. Cic. von Grimmißschau, Einsicht zu nehmen und freuen uns berichten zu können, daß nach den vorgelegten ca. 200 Mustern von Winter und Sommerwaaren, den hier ausschließlich confurrirenden niederländischen und französischen Fabrikaten gegenüber, sich zu Gunsten des deutschen Produktes vorzüglich folgendes ergeben hat: unter den Dessins, als hauptsächlich deutscher Geschmacks richtung, fonnte eine immerhin nennenswerthe Anzahl als schön und tadellos bezeichnet werden, und vorzüglich waren Schwere und Feinheit der Stoffe entschieden augenfällig, wo nicht noch besser, als die der vorgelegten Conkurrensstoffe, dann haupt. Wien. Der Abgeordnete Roser( der den Antrag bet bes auf Zehnstundenarbeit gestellt hat) will im österreichischen Abgeord netenhaus die Niederseßung eines Ausschusses, welcher die Hebung der Lage des Arbeiterstandes zu berathen hat, antragen. über be am Arbe an band von ften meg Auff beth Ber dadz fan in S terze gan Mit die bas gebr nur lich getr Bor gerer Zeit zwischen einer kleinen Zahl Gesinnungsgenoffen Bor Bele Grün Stuttgart, den 18. Januar. Nachdem schon seit besprechungen stattgefunden hatten, sind wir jetzt mit der dung eines demokratischen Arbeitervereins" vorgegangen. Verein zählt 36 Mitglieder und hat beschlossen, sich dem wie unsere Gegner uns bekämpfen, ein andermal mehr. Det Ver band deutscher Arbeitervereine anzuschließen. Ueber die Art Geißlingen, den 17. Jan. Die heutige Versammlun und Constituirung des Arbeiter Bildungsverein verlief sehr ruhig und ordnungsgemäß. Bei der Debatte fud ten zwar einige nationalliberal angekränkelte Arbeiter ihre Standpunkt zur Geltung zu bringen, von demokratischer aber wurde so kräftig und überzeugend geantwortet, Gegner sehr bald die Segel strichen. Nach beendigter tenberathung verschritt man zur Wahl des Borstandes. geschlagen wurde der Hauptredner von demokratischer Geit daß Di Statu Vor Scit Es a. d fige une ma ab ein bor The fan fre Klempner Wilhelmy. Dieser erklärte: er werde die Wa nur dann annehmen, wenn die Mitglieder auf seinem Stand aber waren die Preise auf das deutsche Fabrikat um volle punkt ständen, dieser sei der Standpunkt der deutschen Arbei 25 Prozent billiger, als die der Anderen. Wie wir mit Bedauern hörten, hatte die Lausanner Seftion bereits in fran*) Kleinste Schweizer Münze. tret bie Der Ste Beij Do Blib enjo Fraf Dep ifter ger ner in Ras Eud Der Skit itig mel Drit ca Den bei b auf bet 含 面 be ten Bet 50 terpartei auf Grund des Programms der Internationalen Arder Mehrheit der deutschen Arbeitervereine angenommen worden beiter Affoziation, wie es auf dem Nürnberger Arbeitertag von fei. den, und wurden mehrere andere Anhänger der Arbeiterpartei Hierauf erfolgte die Wahl Wilhelmy's zum Vorfizen wurden sofort von den Mitgliedern eine Anzahl der Eich hoff= schen Broschüren über die Internationale Arbeiter Assoziation werden. 41 beste Geist herrscht unter denselben, troß dem daß der Verein mit Verdächtigungen und Placereien aller Art zu kämpfen hat. Die Mitglieder, welche verschiedenen Gewerken angehören und in Kost und Lohn bei Meistern stehen, arbeiten rüstig am Ausbau ihrer Bildung; so ist für Unterricht in allen Fächern hinreichend gesorgt. Auch eine Unterstüßungsfasse soll nunmehr errichtet werden, sei es blos für Krankheitsfälle oder auch eine Wanderfaffe, und bitten wir bestellt, auch wird das„ Demokratische Wochenblatt" angeschafft Sie, uns einige Exemplare solcher Statuten freundlichst zuzu Nürnberg, den 18. Januar. Vor acht Tagen war unser dung eines Arbeitervereins vorzunehmen. Die Män Barteigenoffe C. Rüll in Bamberg, um dort die Grünner, mit denen er in Bamberg zusammenkam, haben indeß dem ultramontanen, von wenig Industrie belebten Bamberg nichts zu machen sei mit einem sozial- demokratischen Arbeiterberein. Wir können das nicht einsehen und werden wiederholt anklopfen. Unser Arbeiter Bildungsverein hat an die feiernden Baseler Arbeiter als erste Sendung 25 fl. abgeschickt. Es wird sehr zweckmäßig sein, wenn das Vorortspräsidium an alle bairischen Arbeitervereine, welche früher bei dem Verband waren, den letzten Vereinstagsbericht sendete. Wie man bon vielen Seiten hört, werden den Mitgliedern die entseßlich. senden. Auch wird der Anschluß an den allgemeinen deutschen Arbeiterverband demnächst erfolgen, und bitten wir ebenfalls um einige Exemplare der Musterstatuten für Gewerks- Genossenschaften Der Vorsitzende des Arbeiterbildungsvereins ist J. Baumann, Schuhmachermeister. Noch bemerke ich Ihnen, wenn Sie uns 2 oder 3 Eremplare der„ Seifenblasen"( Antikladeradatsch) mit den Musterstatuten senden können, wird es uns angenehm sein. Berlin. Der Antrag des Abgeordneten Becker( daß die Eisenbahngesellschaften ihre Beamten nicht zum Verzicht auf eine Entschädigung im Fall der Verunglückung nöthigen fönnen) ist vom Abgeordnetenhaus ohne Opposition angenommen worden. Coburg, den 17. Januar. Unlängst theilte ich Ihnen mit, es würden sich mehrere Gewerks- Genossenschaften hier grünVor acht Tagen haben die Metallarbeiter sowie die ften Lügen über den Vereinstag aufgetischt, um die Opposition Schuhmacher solche gegründet. Das Referat hatte Hr. Heywegen Fahnenflüchtigkeit todtzumachen.( Wir benutzen diese Aufforderung, um zu erklären, daß der Bericht sämmtlichen betheiligten Vereinen zugesandt worden ist, einerlei, ob sie dem Berband noch angehörten oder nicht. Für die Mitglieder wird dadurch troß alledem wenig gewonnen sein, denn die Vor mann, dessen Vorschläge auf keinen Widerstand stießen. Es wurden sofort Vorstände je aus 3 Mitgliedern gewählt. Bei den Metallarbeitern haben etliche zwanzig Mann ihren Beitritt erklärt, bei den Schuhmachern 18. stände, in deren Hände die Zusendungen kommen, waren meist ortsstatuts, Lokalstatuten verfaßt, die heute, wo beide die terzeichnet, und es ist ihnen eine Leichtes unliebsame Ein- kommen, und sind in dieser Versammlung noch viele Beitrittsgänge zu beseitigen. Uns find ebenfalls höchst interessante erklärungen zu erwarten. Vorläufig will man sich auf Kran die Bereine an der Nase herumzuführen sucht; eine Weile ist das auch gelungen; troß alledem hat sich die Wahrheit Bahn bindung möglich ist, eingeführt werden. gebrochen, und in verschiedenen Vereinen ist der Wiederanschluß nur noch eine Frage der Zeit. Der Vorort.) fen- Unterstüßungskassen beschränken, jedoch ist die Wanderkasse als Bedürfniß ins Auge gefaßt und soll diese, sobald eine VerWie ich höre ist Herr Dr. Jannasch vergangene Woche von hier abgereist, um in Basel an der dortigen Universität VorSpeier, den 16. Jan. An Stelle Günzels, der kürze lesungen zu halten und dort längere Zeit zu verbleiben. Was in das Geschäft von B. Gichelsdörfer in Mannheim die von ihm gegründete Metallarbeiterschaft anbelangt, so wird getreten ist, wählte der biesige Arbeiterverein H. Deutsch zum diese wohl schwerlich an Mitgliedern zunehmen, da jest GonBorfißenden, und sind fünftig alle Sendungen in Vereinsangelegenheiten an diesen zu befördern. Es find neuerdings Vereine gegründet worden in Neustadt a. d. H., Kaiserslautern, Ludwigshafen. In der Pfalz wird es unter den Arbeitern anch lebendig. gründen. currenz vorhanden ist. Nächstens werden auch die Holzarbeiter zusammenkommen, um eine Gewerks- Genossenschaft zu Chemnitz. Vorige Woche wollte Hr. Schumann von Berlin hier eine Versammlung zu Gunsten der Schweißer'schen figen einen Bolfsverein zu gründen, und bitten deshalb solchen Skandal, daß die Versammlung von der Polizei aufHerzogenaurach( Baiern), den 16. Jan. Wir beabsich= Gewerkschaften abhalten; die Haßfeldtianer machten indeß une Statuten und Programme zu senden; wir wollen sehen, gelöst wurde. Herr Schumann erklärt, die Anhänger der was fich für die demokratische Eache thun läßt. tann Gräfin Haßfeldt hätten ihre Bruderliebe sogar mit blinkenzählt, ist die Tuchmacherei, die für die betreffenden Arbeiter beinen) bethätigt." Gräflich, sittlich. An ihren Früchten sollt Die Hauptarbeit am hiesigen Ort, der 2000 Einwohner den Messern und andern Instrumenten( Tisch- und Stuhleine äußerst ärmliche Eristen; abwirft, Bei einer Arbeitszeit ihr sie erkennen. Beiläufig bemerkt, gehören von den hiesigen bon Morgens 6 bis Abends 10 Uhr verdient ein großer 15,000 Arbeitern bloß etwa 300 als zahlende( und zum Theil Theil wöchentlich nur 1 Thlr., sage einen Thaler; wie auch bezahlte) Mitglieder dem gräflich Haßfeldt'schen Berein an. trengung noch zumuthen, geistig zu arbeiten? Fürwahr, das lichkeit, um dem Unwesen auch hier zu steuern. Wie dem auch man da den Leuten bei der übergroßen körperlichen AnElend ist groß. Es fehlt bloß an einer intelligenden und energischen PersönBeit ist hier ein Arbeiterbildungsverein zusammenge Gelnhausen in Kurhessen, den 19. Jan. Vor einiger nicht durch. treten auf Grund des Nürnberger Programme, und Die Zahl der Mitglieder bis jeßt auf 35 herangewachsen. Der sei, bei der nächsten Wahl kommt Hr. Försterling bei uns Crimmitschau, den 17. Januar. Im Laufe dieser Woche soll in der Gewerks Genossenschaftssache hier eine Conferenz von 28 verschiedenen Vereinsvorständen stattfinden, 42 ten hielt. Die Sache kommt hier in guten Fluß. Auch Her DoBauer aus Zwickau, der hier war, betheiligte sich lebhaft an der Debatte und erntete großen Beifall. Für die Bafeler Arbeiter wurde gesammelt. D dag um gemeinschaftlich mit dem Organisations comité schnellste geisterung aufgenommenen Vortrag über Gewerksgenossens Inangriffnahme der Gewerks- Genossenschaft zu berathen und zu beschließen. Zum entscheidenden Handeln werden wir Alles wohl vorbereiten, unsere Sache soll Kopf und Nase kriegen. Auch den Posamentiren im obern Erzgebirge wird der Eintritt unter dem projektirten Titel ermöglicht, indem wir Lugau, den 10. Januar. Die Versammlung am leg die Genossenschaft:„ Spinn, Web, Wirk und Fabrik Sonntag in Nieder- Würschnitz wegen Gründung eine Arbeiter Gewerks Genossenschaft" nennen wollen, so Bergarbeiter- Genossenschaft war sehr zahlreich besucht daß in der letzteren Bezeichnung Färber, Appreteure, Herr Jungnickel eröffnete dieselbe mit einer Anspracheable Tagelöhner u. s. w. ebenso inbegriffen sind, als in der der er auf den Zweck und die Bedeutung der Versammlung des ersten die Spinner, Spinnmeister, Auspußer, Tuch- hinwies. Herr Hofmann aus Leipzig hatte die Freund macher, Wollen, Halbwollen und Leinenweber, lichkeit uns einen längeren Vortrag über Gewerfs- Genose bon Strumpfwirker und Posamentire. Am 6. hatte unser Volksverein seine Monatsversamm lung für Stadt und Land, die mindestens von 350 Männern besucht war, auch Gegner hatten sich als Hörer eingefunden. Neben einem politischen Rückblick stand die Gewerksgenossenschaftsfrage auf der Tagesordnung. Motteler berichtete über die lettere ausführlich, an die neueste Tagesordnung:„ Krieg oder Frieden" unter einigen geschichtlichen Rückblicken und Statte schaften zu halten, der sehr beifällig aufgenommen wurde In der hierauf folgenden Debatte wurde das von dem gewähl durchberathen und schließlich mit großer Majorität angenom ten Comité auf Grund des Vorortsstatut ausgearbeitete Statut Das Statut sept 2½ Ngr. Einschreibegebühr und einen wöchentliche Beitrag von 5 Pf. fest. Bei der Schluß der Versammlung erfolgten Einzeichnung in die gliederlisten betheiligten sich sofort 100 Mann. Mit de men. am Geri ein mir Berb dire Bill beza Bide gen. einm ung unfer mach Bom Rechenerempeln anknüpfend und nachweisend, wie es in der Knappschaften des Zwickauer Reviers sind verschiedentliche Anknüpfungen und zustimmende Antworten erfolgt. Hauptfeind zu bekämpfen gebe, die Noth. Wie dies in der Freiberger Revier u. aus dem Plauen'schen Grund sind gleiche Erklärungen zu erwarten. Der Name des neuen Vereins is: „ Gewerks- Genossenschaft der Berg- und Hütten Hauptsache für die arbeitenden Völker in erster Linie den Gewerksgenossenschaft zunächst in den dringendsten Fällen ermöglicht würde, wie das Mittel in seiner Anwendung erstarken und wie es Ausdauer lehren werde, wie neben der materiellen Wohlthat die moralische Kraft auffeimen müsse, arbeiter." die Selbstständigkeit des Einzelnen in der Gemeinsamkeit der Interessen Fuß fassen, das Lakeien, Horcher und Spißelthum verdrängt werden müsse und wie dies unausbleiblich zur Besserung der materiellen Lage auch in der Lohnfrage zum entscheidenden Moment heranwachsen dürfte. 20. In foll es, D da mitte Aber allem gegen bak able Den S Dies in F Baar Münchenbernsdorf, den 14. Januar. In der am Dezember abgehaltenen Generversammlung wurde Gustav Kühl mit großer Majorität zum Vorsitzenden gewählt. dem vier Stunden von hier entfernten Städtchen Auma in fürzester Zeit ein Arbeiterverein gegründet werden. Stolle's Rückblick verfehlte seine Wirkung nicht, zumal angeknüpft auch eine Parthie Demokratische Wochenblätter" Verbindungen mit dortigen Einwohnern haben wir bereits hinüber spedirt, auch werden einige von uns in allernächster Zeit hinüber gehen, und die Gründung des Vereins vor Leipzig, den 20. Jan. Unsere Notiz über die Auflösung der Gewerksgenossenschaft der Maurer in der vorlegten Num mer dieses Blattes war unrichtig. Die Genossenschaft nicht aufgelöst, sondern erhielt von der Polizei die Weifung nöthigen Klarheit. Das Element ist dort wie hier gut. daß sie sich an andere ähnliche Genossenschaften nicht anschließen dürfe, wenn sie sich der Auflösung nicht aussehen wolle. sehr tüchtigen und zahlreichen Arbeiterelement vorgeschoben; lich ergieng es den Malern und Lackfirern. Auch der Prä er auch an die ländlichen Gesinnungsgenossen seine Worte richtete und zur rührigen Theilnahme an der Gewerks- Genossen schaftsbewegung anfeuerte. In einigen Altenburgischen Ortschaften( Vollmershain, Wintersdorf 2c.) hat man Krankenkassen für ländliche Arbeiter gegründet; unser Musterstatut haben wir hinbe sorgt, indeß bedarf es da erst noch tüchtiger Vorarbeiten zur Nach Greiz sind unsere Vorposten auf Fühlung mit einem das, Demokratische Wochenblatt", Musterstatuten 2c. 2c. haben wir hinauf spedirt, einige unserer Leute werden sich demnächst hinbegeben, eine Gewerks- Genossenschaft der Modellstecher und Drucker, sowie ein Volksverein sollen organisirt werden. nehmen. Werdau, den 19. Jan. Herr E. Stebfest aus Crimmißschau war am Sonntag bei uns und hielt in einer Verfammlung von circa 50 Deputirten des Arbeiter, Volks, Consum und Spinnmeister- Vereins Vortrag über die Gewerks- Genossenschaften. Es wurde ein provisorisches Gomité niedergesezt, um in allem Weiteren mit den Grimmitschauern Freunden Hand in Hand zu gehen. Die Stimmung ist sehr gut. Der Stadtrath hat sich von unserm Consumvereine einen Bücherabschluß verabfolgen lassen, um die Steuern darnach zu bemessen. Welchem Geschaftsmanne würde man sich solches zuzumuthen erdreisten? Es ist schmachvoll, wie man hier mit unsern Leuten umspringt. wurde Steu inden im türlic und Seite Acb fich das dent des Buchdruckervereins war polizeilich vorgeladen worden, um sich über die Tendenz des Buchdruckerverbandes vernehmen zu lassen. Die Buchbinder haben in Folge dessen, ähnliche Maßregelungen nicht auszuseßen, beschlossen, Statut des Cigarrenarbeitervereins ihren Berathungen Grunde zu legen. Die betreffende Commission hat Cainsdorf bei 3widau, d. 19 Jan. Wir hatten hier legten Sonntag eine äußerst zahlreiche Arbeiterversammlung in Der Herr Motteler aus Crimmitschau einen mit großer BeVerantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. bereits mehrere Sizungen gehalten, in diesen aber sehr wesentliche Aenderungen an der Vorlage vorgenommen. Briefka ste u. Großenhain. Wir bitten um die Adresse des Briefschreibers die u ibrer Dea Leiftu Geite und Den, rathen ihm, sich an den ehemaligen brasilianischen General- Conful Sturz, Enkeplay 5, Berlin, zu wenden. berme In m feften Safe Marfi traft ibres Bertb lung fraft tung Deutscher Arbeiter- Bildungs- Verein in London Charles- Hotel, 71 Dean Street, Soho Square. W. London Leipzig. Druck und Berlag: 6. w. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. } Hierzu eine Beilage. a Mothm 4 Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 4. Die indirekten Steuern und der Aftersozialismus. deren Worten, daß der Arbeiter unter den heutigen Verhält II. C. H. Das Wesen der indirekten Steuern besteht darin, daß die Leistung dieser Steuern dem Willen der Steuern fabler gänzlich entzogen ist, ja nicht einmal dem Bewußtsein des Zahlenden die Vorstellung einer willigen Leistung ges stattet. Sie werden von uns gezahlt, indem wir Einkäufe bon Brod, Fleisch, Tabak, Sal; 2c. machen, indem wir vor nissen durch seine Arbeit in der Regel stets nur so viel verdienen kann, als er nothwendig braucht. Er ist verurtheilt, als Proletarier zu leben und zu sterben. Wenn nun der Preis der Arbeitskraft, der Lohn, sich nach den nothwendigen Lebensbedürfnissen richtet, und zu den nothwendigen Lebensbedüfnissen auch die an den Staat zu zahlenden Steuern gehören, so folgt daraus, daß in dem Lohn der Betrag dieser Steuer unter allen Umständen Gericht unser Recht fordern, indem wir Miethe bezahlen oder enthalten sein muß. Der Käufer der Arbeitskraft, der Arbeit ein Eisenbahnbillet kaufen, denen geber", muß dem Arbeiter in dem Lohn auch den Betrag feiner Steuer bezahlen, gleich viel ob diese Steuer in Form eines direkten, baarea Geldbetrags, oder ob sie unmerklich und Steuererhebung, oder sagen wir es deutlich, die steuer.. den indirekten Steuern der Bäcker, der Fleischer, das Gericht, wir durch allgemein menschliche oder durch unsere individuellen Berhältnisse gezwungen sind. Allerdings fann auch bei der direkten Steuer nicht von einem reinen Afte des freien indireft, in Form eines die Lebensmittel vertheuernden Zus Willens die Rede sein, denn wenn wir sie dem Einnehmer nicht schlags auf dieselben erhoben wird. Nur die Form der bezahlen, so werden wir durch den Exekutor, ja, wenn wir Widerstand leisten, durch Polizei und Soldaten dazu gezwun- einziehende Mittelperson, würde verschieden sein. Während bei gen. Aber der indirekten Steuer gegenüber fann auch nicht einmal der Gedanke der Weigerung aufkommen. Wir müßten die Eisenbahn u. s. w. die Steuern in winzigen Beträgen und denn weigern zu effen, wir müßten denn darauf verzichten, sammeln und abliefern, würde bei ausschließlich direkter Bes anfer Recht zu verlangen oder eine nothwendige Reise zu machen, was uns in der Regel unmöglich ist. Daher fommt es, daß nur politisch gebildete Menschen zuweilen daran denken, steuerung schließlich der Arbeitgeber selbst die Steuer für den Arbeiter zu zahlen haben. So zablt thatsächlich in Preußen der Gutsbesizer für sein sämmtliches Gesinde, an vielen Orten 0. daß fie in der Form eines Preis Zuschlags auf Lebens. auch für die Instleute, die direkte" Klassensteuer). oll ۱۳ ng mittel, Recht, Transport u. s. w. Steuern entrichten. Aber auch sogar politisch gebildete Menschen können nicht bei allem, was sie fonsumiren, und fast auf allen Consum Begenständen ruht eine indirekte Steuer!-immer daran denken, Der Volksfreund. daß fie in diesem Moment besteuert worden sind, auch sie Organ zur Verbreitung der Grundsäße naturgemäßer Lebens. el jablen unbewußt ihre Pfennige an den Bäcker, den Fleischer, den Kaufmann, die Gerichtskasse, die Eisenbahngesellschaft u. s. m. Dies sind die Mittelpersonen, welche den Steuerbetrag, den sie in Form eines kleinen Zuschlage zu dem Kaufpreis ihrer id до Waare สิน erhoben haben, an den Staat abliefern. Sie sind die Da Reich und Arm fast gleich viel zahlen, Steuereinnehmer. indem fie fast gleich viel konsumiren, so geht die indirekte Steuer im Ganzen am Reichthum vorüber. fürlicher, und Es ist einleuchtend, daß diese Art pfennigweiser, unwillGesellschaftszustände vorausseßt. Sie seßt auf der einen eine beherrschte, bewußtlose und besiglose Masse voraus, bewußtloser Steuerzahlung eigenthümliche StaatsGeite die und Heilweise. Unter obigem Titel erscheint seit Anfang dieses Jahres, unter Redaktion Dr. Boruttau's, im Verlag von M. G. Priber dahier eine Monatsschrift, die wir allen Lesern unseres Blattes auf das Wärmste empfehlen. Der billige Preis( 5 Gr. das Halbjahr) macht die Anschaffung einem Jeden möglich. Ueber die leitenden Grundsäße und Ziele des„ Volksfreund" lassen wir dessen, als Mann der Wissenschaft wie als Verfechter der Arbeitersache bewährten Redakteur selbst reden: An die Redaktion des ,, Demokratischen Wochenblatts" hier. Indem ich Ihnen hiermit die erste Nummer des Volksunfähig ist, bestimmte jährliche oder monatliche Beträge freund" übersende, erlaube ich mir, die hauptsächlichsten leitenibrer Steuer aufzubringen, und die an der Aufrechterhaltung des Staatewesens fein Interese bat, also auch zu willigen Leistungen für dieselbe niemals geneigt wäre, auf der andern den Gesichtspunkte, welche für mich bei der Uebernahme der Redaktion dieses Blattes bestimmend waren, Ihrer Aufforderung helen, die ihren Besiß unverfürzt und unversteuert genießen und Seite eine herrschende, Steuern diktirende Klasse von Besißen- gemäß furz zusammenzustellen. no Dermehren möchten. In Dieser vorausgefeßte Zustand ist in der That der wirkliche. wenigen Händen ist aller Grund und Boden, sind alle Es ist unter allen Umständen nüßlich, die Menschen zu ernstlichem Nachdenken über den jeweiligen Stand ihres leiblichen und geistigen Wohlbefindens aufzufordern; denn nur in einer gründlichen Selbsterkenntniß ist ja die wahre Bürg. feten und beweglichen Arbeitsstoffe und Arbeitsmittel, die übrige schaft des Gelingens der Besserung gelegen. Es ist aber um Thres so mehr ein gutes und nüßliches Werf, heutzutage die Menschen zur Prüfung ihres Gesundheitszustandes aufzufordern, als derselbe in der gegenwärtigen Zeit ein noch sehr trauriger und der, in mancher Beziehung so weit vorgeschrittenen Kultur unserer Geschichtsperiode sehr übel anstehender ist. So wie die lungskosten. Die Herstellungekosten der Waare Arbeits- Pflege guter Sitte und gleichen Rechtes, so wird auch die Ges Maffe ist gezwungen, ihre Arbeitskraft als eine Waare zum Marktpreise zu verkaufen. Der Preis dieser Waare ,, Arbeitsfraft" ist, wie der Preis jeder anderen Waare, der Ausdruck Berth jeder anderen Waare, bestimmt durch ihre Herstel Werthes. Der Werth der Arbeitskraft wird, wie der fraft find die Lebensmittel, die dem Arbeiter zur Aufrechthaltang feiner resp. Arbeitsfähigkeit nothwendig sind. Es ergiebt nothwendigen Lebensbedürfnisse übersteigen kann, oder mit an also hieraus, daß der Arbeitslohn auf die Dauer nicht die *) Ein analoger Fall ist die doch gewiß ,, direkte" Leistung des Arbeiters in die Gewerkskassen. An vielen Orten, tbeilweise auch in Leipzig und Berlin, werden die Beträge ,, direkt" vom Prinzipal bezahlt und vom Lohn abgezogen. sundheitspflege in der heutigen Gesellschaft theoretisch sehr oberflächlich aufgefaßt und praktisch sehr ungleichmäßig betrieben. Daß die zur Zeit noch bestehende bürgerliche Ordnung auf Grundlagen beruht, die in ethischer Beziehung, d. h. vor der heutigen geistigen und Gewissens- Bildung sich als unhaltbar erweisen, hat auch in der ärztlichen Wissenschaft und Praxis in einem Conflikte Ausdruck gefunden, dessen endgiltige Bei legung gleich bedeutend mit der Lösung der sozialen Frage sein wird. Die heutige Gesellschaft hat Eigenthum und Arbeit auf zwei streng von einander gesonderte Menschenklassen vertheilt, und durch das bestehende Familien- und Erbrecht diese Scheidung der Menschen in eine besigende und eine arbeitende Klasse dauernd gemacht. Die Erziehung der Kinder, in den Schulen auf Abrichtung zu gehorsamer Unterthänigkeit beschränkt, ist übrigens den Familien überlassen, deren verschiedene socben angedeutete Existenzbedingungen natürlich in der Regel für das Schicksal der Kinder entscheidend sind. 44 mordversuchen, einigem Tollhausaufenthalte und dergleichen allmählich eingeleiteten hohen Alter. ihre Ur den Die Krankheiten der Arbeiter haben es ist das ersicht ur lich genug, ohne daß man auf die eigentlichen Industrie- Krant heiten, die direkt von spezifischen Schädlichkeiten des besonderen Arbeitszweiges bewirkten Krankheitsbilder verweist sache in der Arbeit, die Krankheiten der Befißenden dagegen haben ihre Ursade im Besitz; und der Grund zu ihrem Ent stehen und ihrer Ausbildung wird beiderseits gelegt schon in der Erziehung der Kinder, deren natürlicher Gesundheitswächter, der das Maaß der Anstrengung und Erholung bestimmende Instinkt, gebrochen oder bestochen wird durch die schreckhaften oder gleißnerischen Vorspiegelungen des Klassengeistes. Leiden tom So verschieden wie das physische und moralische der beiden Klassen unserer modernen Gesellschaft, so verschieden find auch die Heilmethoden, die dagegen in Anwendung, men. Das Verfahren gegen die Krankheiten des Proletariate ist ein sehr kurzes und summarisches. Die äußerst sparsam an Zahl und Sold bedachten Medizinalbeamten der Civil- und Die Kinder des Besitzenden, des Reichen, die lachenden Militär- Hofpitäler, die Armen-, Gefängniß- und Zuchthaus Aerzte haben vollauf damit zu thun, wenn fie jeden Krant heitsfall nach seiner laufenden Nummer notiren und den nad mehr oder weniger strenger Diagnosis beliebten Krankheit namen schablonenmäßig registriren wollen. Es ist ein ga ein schwer zu ertragender, weil dem menschlichen Geselligkeits- farges Brod und für einen dem Gefühle und Mitleid nod und Gattungssinn( der bei der Freundschafts- und Liebeswahl nicht ganz erstorbenen Menschen ein bitteres Lood, Arzt de Erben werden Bourgeois, die Kinder des Tagelöhners, des Land und Fabrikarbeiters werden Proletarier. Ist es nun schon ohne Weiteres flar, daß diese Sonde. rung der Menschen in streng von einander getrennte Klassen naturgemäß nicht nach den Regeln der Mode fragt) zuwiderlaufender Zwang sein muß, so wird diese, in dem noch unbefangenen unverdorbenen Gemüth unmittelbar sich regende richtige Empfindung auf das Unzweideutigste bestätigt, und erreicht die Stufe vollständigster Gewißheit, wenn wir an der Hand der Wissenschaft das Gebiet der Heilkunde betreten und hier bei den Erfahrungen der Aetiologie, derjenigen Disziplin, die es mit der Erforschung der Ursachen der Krankheiten zu thun hat, mit prüfendem Blicke ein wenig verweilen. Da finden wir denn, daß die wichtigsten Krankheiten, die in unserer Zeit am häufigsten beobachtet werden, ſich gleich falls in zwei Abtheilungen bringen lassen, von denen die eine der besitzenden, die andere der arbeitenden Klasse zukommt. Welche von beiden schlimmer daran ist, dürfte schwer zu entscheiden sein, denn wenn es einerseits gewiß ist, daß die mittlere Lebensdauer bei dem Proletariat eine erheblich( circa 25 bis 30 Prozent) fürzere ist, als bei den Mitgliedern der Bourgeoisie, so ist doch auch andererseits nicht zu leugnen, daß die systematische Behinderung an produktiver und das Gewissen befriedigender Thätigkeit, worunter diese Klasse zu leiden hat, eine Reihe von Uebeln bedingt, für welche kein noch so raffinirter Genuß zu entschädigen vermag. Proletariats zu sein. Arb gefi Diffe trei fid Wie lie aus Arb nig Arb fom tirt nur der Det die Ber Σα bei DE Dae offe dief Nicht als ob das physische und moralische Leiden ganz andete Bourgeoisie ein viel geringeres wäre, aber ein Bild bietet es in der That dar. Eine Schaar von eleganten Concurrenten auf dem Felde der güldenen Privatpraris drängen sich mit Anpreisung ihrer Spezialstudien um den reichen Pa tienten herum, und mit freundlichster Miene wiegt er den dargebotenen wundersam gemischten Trank und die pergoldete Db Pille mit Banknoten und Diamanten auf. O, wie wird da so zart individualifirt, so fein diagnostizirt, so vorsichtig pro gnostizirt, so gewandt, fühn und bescheiden ordinirt. der Grad Der wiedererlangten Gefundheit der Fülle des wandes von Sorge, Arznei und Kosten entspricht, ist freilich eine andere Frage. Unter denjenigen Bestrebungen, welche als Hauptursache des allgemeinen Uebels den herrschen Klassen gegensas erfanni haben, und daher eine gründliche Ausgleichung desselben wirken wollen, furg unter den sozialistischen Bestrebungen Бе un serer Tage nimmt demgemäß die auf Herstellung einer befferen Gesundheits und Krankenpflege, vernünftiger Sanitäten stalten gerichtete Agitation eine sehr bedeutungsvolle Stellung ein. Die Empfindung der Größe des Uebels hat allenthalben Der Eintritt der Hungerkrankheiten, wie Blutarmuth, in der civilisirten Welt und so auch bei uns in Deutschland Schwindfucht, Wassersucht, Typhus, Storbut 2c. wird von dem be siglosen Arbeiter oft durch eine Lebensweise beschleunigt, welche in jedenfalls verzweifelter Voraussicht eines frühzeitigen Endes diesen Ausgan durch Ueberlastung mit schwerer Arbeit und aufreibendem Genuß entweder unmittelbar herbeiführt, oder eine Zerrüitung der wichtigsten Funktion des Organismus, des Vereine entstehen lassen, die durch gegenseitige Belehrung in Wort und Schrift sich über den Ursprung und über die Mittel zur Beseitigung der bedrohlichsten Krankheiten aufzuklären be strebt sind. So manches Gebrechen wird in diesen Vereinen erfannt und gerügt: der Mißbrauch der Gegengifte( Specifica), ver Geistes, bedingt, die fich in gefeßwidrigen Handlungen äußert kehrte Gefeße, wie der Impfzwang, oder Privilegien, wie da der Apotheker und das Zunftwefen des ärztlichen Standes find beliebte Gegenstande des Angriffe. Und gewiß ist es nöthig daß diese und viele andere Mißbräuche abgeschafft werden. Gründlich aufklären aber fann nur eine unabläßlich und so den Gefängnissen und Zuchthäusern ihr Personal lies. fert, aus welchem der Tod seine große Armee so reichlich refrutirt. Anders die Ueberfättigungs- Krankheiten der Bourgeoisie. Plethora, Gicht, Hämorrhoiden, Syphilis, Kopfschmerz und Melancholie führen weder in's Zuchthaus, noch zu einem auf den Grund des Uebels, den herrschenden Klaffengegenfag, als schnellen Tode, sondern nach diversen Medizin-, Bade- und dessen begleitende Symptome alle einzelne Misere zu betrachten Berstreuungskuren zu einem nur von nervösen Grillen, Selbst ist, hinweisende, sozialistische Belehrung. Bie mi 60 lun bin erf Der ger Da stri au ich bei en fet ter Re Sta To be N str 1 ' 1 den Weg zu ihrer Heilung zu bieten, hat sich der ,, Volksfreund" Eine solche Belehrung über Ursache der Krankheiten und jur Aufgabe gestellt. C. Boruttau. Die Arbeiterbewegung in Wien. ( Fortsetzung). Wien im Dezember. 45 zu fich bitten und erklärte ihnen, daß der Verein als solcher feiner Weise mit politischen Dingen beschäftigen dürfe. Bezüglich der Filialen bemerkte er, der Verein möge statt ihrer Lesezimmer errichten. Der Vereinsausschuß legte der Statthalterei nun einen neuen Statutenentwurf vor, der jedoch erst dann genehmigt wurde, nachdem zu wieder. holten Malen auf Verlangen der genannten Behörde Abände Damit war aber die rungen vorgenommen worden waren. Sache noch nicht erledigt, denn furze Zeit nach erfolgter Ge nehmigung der Statuten wurden die Lesezimmer in Benzing. und Floridsdorf, als außerhalb des Polizeirayons Wien lie Der Sieg der Sozialdemokraten auf dem zweiten Wiener Arbeitertag bewirkte, daß auch in Deutschland die sozialistisch gend, von der Behörde geschlossen. gesinnten Arbeiter zu neuem Streben ermuntert und die Indifferenten aufgerüttelt wurden. Der Einfluß der preußischen Liberalen auf die Arbeiter freise Berlins, der ohnedies seit den Ereignissen von 1866 fich bedeutend vermindert hatte, wurde durch die Erfolge der Wiener Sozialisten nun vollständig gebrochen. Bergebens er lich aus Berlin, eine Schmähschrift gegen die Führer der Wiener Arbeiter. Sie fonnte nur dazu beitragen, die Krise zu beschleu In diese Zeit fällt auch die Einführung des Unterrichts im Vereine und die Gründung der Allgemeinen ArbeiterKranken- und Invalidenkasse," womit der Beweis geliefert wurde, daß die Arbeiter in ihrem Streben für eine bessere Zukunft auch die Gegenwart nicht vergessen. ( Fortseßung folgt.) und des kleinen Kapitals. Von J. G. Eccarius. ( Fortseßung.) nigen, welche wenige Monate später im Schulze' schen Berliner Die Schneiderei in London oder der Kampf des großen Arbeitervereine zum Ausbruch fommen sollte. In Wien sollte sowohl die erwähnte Schmähschrift, welche massenhaft colpor firt wurde, als die lächerlichen Angriffe eines Theile der Bresse nur dazu dienen, die Bewegung zu fördern und das Vertrauen der Arbeiter zu ihren Führern zn befestigen. Diesen lag nun die Aufgabe ob, den errungenen Sieg zu benüßen und die Bewegung in die richtigen Bahnen zu lenken. Schon vierzehn Schon vierzehn Tage nach dem zweiten Arbeitertage kündigte deßhalb der Arbeiterbildungsverein einen öffentlichen Vortrag des Herrn das Leben und Wirken Lassalle's an, der später ebenfalls ver öffentlicht und in 2000 Exemplaren verbreitet wurde. Zu diesem Vortrage fanden sich ungefähr 3000 Personen ein. 930 Vor 1834 hatten die großen Kapitalisten wahrschein lich hinreichend Gelegenheit gefunden, ihre Kapitalien anderweitig zu verwerthen, als sich mit solchen Lumpereien, wie Kleiderladen und dergleichen, abzugeben. Andererseits konnten sie den Kleinbürgern feine Konkurrenz machen, so lange nicht eine Anzahl Arbeiter vorhanden war, die der Hunger zwang, unter den schlechtesten Bedingungen Arbeit zu neh men. Die fortwährende Verminderung von Handarbeit durch Erfindung neuer und Berbesserung alter Maschinen führte der Schneiderei so viel junges Blut zu, daß dieses bald der Fall war, und sobald die nöthigen Bedingungen vorhanden waren, fingen auch die großen Kapitalisten an, sich der Schneiderei zu bemächtigen. Früher gab es keine anderen Kleiderladen, als die sogenannten Trödelladen, die nur die allergeringste Sorte von Kleidungsstücken verkauften. Ihre Arbeiter waren eutweder zu alt oder besaßen nicht die nöthige Geschicklichkeit, nm bei den sogenannten respektablen Meistern zu arbeiten. Die großen Kapitalisten dagegen eröffneten ihre Maga zine zunächst mit solchen Artikeln, die von den zahlungsfähigen Herr Oberwinder besprach am Schlusse seines Vortrags die Biele, welche zunächst von der Arbeiterpartei angestrebt werden müßten, und bezeichnete als solche die völlige Beseitigung des Concordats, die Preßfreiheit, das freie Vereins- und Versamm lungsrecht und die Ausdehnung der Agitation auf die Probinzen. Unter der lebhaftesten Zustimmung der Anwesenden erklärte er auch, daß das intelligente Bürgerthum sich mit den Arbeitern verbinden müsse, und daß man bereit sei, in gewissen Hauptfragen mit dem Ministerium zu gehen und daffelbe gegen eine allenfalls drohende reaktionäre Staats streichspolitik auf das fräftigte unterstüßen werde, wenn es Arbeitern und von den Kleinbürgern getragen werden. Dabei auf dem Wege des Rechts und der Freiheit muthig vorwärts schreite. Es war somit flar ausgesprochen worden, daß die Ar beiterpartei nur eine Agitation wollte, welche allen Glassen der Gesellschaft zu Gute fommen mußte, und daß sie weit davon entfernt war, Dinge anzustreben, die mit den staatlichen und ge sellschaftlichen Verhältnissen Desterreichs unverträglich sein könn ten. Nichtsdestoweniger fuhren die großen Organe fort, der Regierung und dem Bürgerthume die Sozialdemokraten als staatsgefährliche Subjekte zu denunciren. Die Folgen hievon sollten auch alsbald zu Tage treten. Als der Arbeiterbildungs verein in Folge seiner stets zunehmenden Ausdehnung in die Rothwendigkeit versetzt wurde, in den Bezirken Wieden, Land Gaudenzdorf, Simmering, auf der Schwechat u. f. w. Filialen zu gründen, wurde gegen die Errichtung derselben von der Staathalterei Einsprache erhoben. Gleichzeitig ließ Minister Giskra die Ausschußmitglieder hatten sie durch ihre stets vermehrte Zufuhr bei dem immer größeren Mangel an Beschäftigung den Vortheil, sich die besten Arbeiter auszusuchen. Im Laufe der Zeit haben sie ihre Ge schäfte so ausgedehnt. daß sie wirklich Fabrikanten geworden find und alle möglichen Kleidungsartikel vom geringsten bis zum feinsten fabriziren lassen und zwar zu solchen Preisen, daß kein Kleinbürger im Stande ist, mit ihnen zu konkurriren. In wenigen Jahren wird man es vielleicht eben so lächerlich finden, einen Anzug auf Bestellung machen zu lassen, als man es heute finden würde, wenn der Hut oder Halstuch Fabrikant auf die Bestellungen der Konsumenten warten wollte, ehe er ein Stück verfertigte. Die modernen Kleider Fabrikanten haben bereits über ein Drittheil der Londoner Schneiderei im Besiz und breiten ihre Geschäfte täglich mehr aus. Die drei Haupt- Firmen sind E. Moses und Soyn, Hyam, Nis chols, die nicht allein die Hauptfabriken für London, sondern für das ganze Königreich und die Kolonien sind. Jede dieser Firmen hat außer zwei großen Etabissements in London Zweig 46 etablissements in allen größeren Provinzial- Städten. Die Ausfuhr von fertigen Kleidern nach den Kolonien ist nicht minder bedeutend. Das eigenthümlichste bei der ganzen Sache ist, daß gerade das Kleinbürgerthum, welches von den großen Kapita. listen direkt ruinirt wird, die Hauptkundschaft der Kleider- Fabrikanten ausmacht. In demselben Maaße, wie sich die großen Kapitalisten der kleinbürgerlichen Geschäfte bemächtigen, sind die Kleinbürger selbst genöthigt, ihre Waaren zu kaufen. Der " bes ließ 6.R Beters A. D der 1 Die Kammgarnspinnerei, in welcher er seit seinem ungefähr zwan zigjährigen Besißstand sich ein unschäßbares Vermögen von dem Ertrag der zu gering bezahlten Arbeit seiner Lohnsklaven und Lohnsklavinnen erworben hat. Den dort beschäftigten Arbeitsmädchen, ungefähr 60 an der Zahl, wird pro Stunde fünf Pfennige Lohn bezahlt, so daß sie einen Wochenlohn von Wochenlohn von höchstens 1 Thlr. 6-10 Gr. allsonnabend lich ausgezahlt erhielten. Hierbei kann sich nun jeder ver erbieter 1 nun nünftige Mensch denken, daß unter den jeßigen Verhältnissen No. diese Mädchen nicht im Stande sind, sich auch nur das Ge ringste zu erübrigen, ja daß die meisten sogar gezwungen sind, die nothwendigsten Lebensbedürfnisse zu borgen und dann Sonntags nach erhaltenem Lohn zu bezahlen, wo dann der Borg auf's Neue wieder beginnt. Dabei ist es nun ſelbſt uſtre verständlich, daß dieselben, um in ein besseres Lohnverhältniß zu gelangen, bald Diese, bald Jene, die Arbeit verlassen. Um nun dem vorzubeugen, geschah von diesem Fabrikherrn das Unerhörte: ohne seinen Arbeitern, männlichen sowie weiblichen, die gerinste Kenntniß im Voraus zu geben, die gerinste Kenntniß im Voraus zu geben, damit sie sich ja nicht im Voraus etwas darauf einrichten könnten hielt er ihnen vor acht Tagen den ganzen Wochenlohn inne, damit, wie er sagte, sie nicht die Arbeit sofort verlassen könnten. So müssen nun diese Sklaven auch noch ihrem Brodherrn stets einen Wochenlohn borgen, damit sie desto mehr können gepeinigt werden, vielleicht auch einmal bei irgend einem Fehler, den sie begehen könnten, den ganzen Lohn als Strafe oder Abzug einbüßen müssen. Bergebens wurden die bittersten Thränen vergossen, vergebens waren die dringendsten Bitten, „ doch nur wenigstens so viel auszuzahlen, daß sie ihre Brod schulden bezahlen könnten, indem sie sonst auf die ganze nächste Woche kein Brod mehr würden geborgt bekommen, und sie wollten sich gern dieser Anordnung fügen, nur möge man den ganzen Lohn nicht auf einmal wegziehen, sondern vielleicht jede Woche einen Tag, bis ein ganzes Wochenlohn zusammen sei, weil ihnen ja dadurch der ganze Credit abge schnitten würde", bei diesem versteinerten Herzen blieb Alles erfolglos. Daß die Arbeiterinnen schon gebunden sind, wenn ihnen auch nur ein kleiner Theil ihres Lohnes inne behalten wird, ist leicht erklärlich. und ich finde daher für eine solche Barbarei keinen Ausdruck hart genug." felbe Kleinbürger, der vor zwanzig Jahren 4-5 Bfd. Sterl. für einen Rod bezahlen konnte, muß heute, in Folge seines reduzirten Einkommens, seinen Rock vielleicht für 2 Pfd. Sterl. im Laden kaufen und dadurch den Geschäftsbetrieb seiner eigenen Klasse ruiniren. Der Schneiderspieß bürger, der noch vor wenigen Jahren selbstgefällig seinen Bart strich, wenn er von dem Ruin anderer Geschäfte hörte, und in dem glücklichen Wahn der Unantastbarkeit seiner Kunst sagte: der Schneiderei sollen sie nichts anhaben," wird heute mit Schrecken gewahr, daß seine kleinbürgerliche Kunst bereits so gefnebelt ist, daß sie sich kaum noch rühren kann. Er berechnete weder, daß der große Kapitalist eine andere Betriebsweise einführen und bedeutend wohlfeiler produ ziren könne, noch, daß jede Verbesserung der Maschinen, jede Substituirung von Weibern und Kindern an die Stelle von Männern in den Fabriken, sowie jede Handelskrise den Geschäften, welche der Maschine noch nicht verfallen sind, eine Masse Arbeitskräfte zuführen muß, die unter allen Umständen einen verderblichen Einfluß ausüben. Je mehr die Arbeit von Männern in den Fabriken unnöthig wird, desto mehr werden Eltern gezwungen, ihre Söhne Geschäfte wie Schneiderei und Schuhmacherei erlernen zu lassen. In Zeiten der Han delskrisen werden regelmäßig eine Masse Kinder und junge Leute aus den Fabriken in die öffentlichen Arbeitshäuser gebracht, die ebenfalls zur Erlernung von dergleichen Geschäften angewandt werden. Die moderne große Agrikultur braucht immer weniger Handarbeit und liefert ebenfalls ein bedeuten des Kontingent. Ferner herrscht in fleinen Städten noch immer die Meinung, daß sich Schneider und Schuhmacher ohne Kapital zu selbstständigen Meistern empor arbeiten können, wodurch diese Geschäfte immer bevorzugt werden. Sobald die jungen Sprößlinge ihre Lehrzeit beendigt haben, kommen sie, theils aus Mangel an Arbeit, theils um ihr Glück zu machen, in die großen Städte. Auf diese Weise kam es, daß die Anzahl der Schneiderarbeiter in London bis auf 35,000 anwachsen konnte, von welchen im Jahre 1848 3 fortwährend, 1/3 gelegentlich beschäftigt und 13 gänzlich arbeitslos war. Dazu kommt noch, daß in demselben Maaße, wie der Verdienst der Männer ab. nimmt, die Weiber und Töchter der Arbeiter und Kleinbürger gezwungen sind, Beschäftigung bei den Schneidern zu suchen, und die Zahl derer, die mit Westenmachen und als Gehülfinnen der Arbeiter gegenwärtig ihr Bettlerdasein fristen, ist nicht gering. Aus dem obigen geht hervor, daß das Kleinbürgerthum verloren ist, wo immer die große Industrie eindringt, trotzdem, daß es sich bis auf eine gewisse Stufe mit derselben emporschwingt. ( Fortseßung folgt.) Weiße Sklaven. XVIII. bertr Bart Bag beite gung groß (.Ihr seid ein Volk und Ihr meint?" rief im Anfang dieses Jahrhunderts Frau von Staël, ein französisches Weib den über die Fremdherrschaft jammernden deutschen Männern zu. Ihr seid das Volk und Ihr weint? rufen wir den Ar beitern zu. Der Mensch ist seines Schicksals Schmied. Ihr habt Euer Loos in der Hand. Tretet zu Gewerks- Genossens schaften zusammen! Organisirt Euch! Ohne Organisation ſeid Ihr Nichts. Mit Organisation Alles! Zersplittert seid Ihr Sklaven. Geeinigt werdet Ihr freie Männer. nicht mehr nicht mehr handelt! Die Red. d. ,, Dem. Wochenblatts".) Man schreibt uns:„ Einen Akt der brutalsten Gewalt des Kapitals über die Arbeit muß ich Ihnen hiermit melden aus der Dietel'schen Fabrit in Gunersdorf bei Kirchberg. Dieser Herr Dietel befißt eine bedeutende Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Vereinsgenossen! Also flagt Schl fich ber Fol Da fich bie nad Gi da die Sta Der Bildungsverein für Arbeiter zu Ham burg" begeht am 6. Februar sein 24. Stiftungsfest! An alle Brudervereine ergeht die freundliche Aufforderung, das Fest, das wir in gewohnter würdiger Weise in den Räumen des ..Conventgartens zu Hamburg" begehen, durch Beschickung von Deputationen zu verschönern. Daß wir Euch nicht vergeblich eingeladen haben, ist der Wunsch Hamburg, Januar 1869. des Stiftungsfest- Comité's. Im Auftrag desselben: Martin Meyer. Druck und Verlag: 6. w. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Leipzig.{ Bi Fr Bo Fr un di D