Lef of ) fun na nen Igen 3 Den in then aft en gen fter Demokratisches Wochenblatt. No. S. Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 20. Februar. 1869. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Plage eins 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, fenti Bringerlobn 12% Rgr.; einzelne Rammern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition( interimistisch) M. Hendel, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: . An die Parteigenossen in Sachsen. Das in der Arbeiterversammlung vom 11. d. Mon. gewählte Comité, in welchem auch die Volkspartei vertreten ist, bat den Beschluß gefaßt, einen allgemeinen sächsischen Arbeiter- Congreß auf Sonntag den 7. März nach Hohenstein- Ernstthal u berufen. In Folge dessen kann die Landesversammlung der Volkspartei sich nicht über Sonnabend den 6. März ausdehnen, und wir fordern deßhalb die Delegirten und Vertrauensmänner unserer Partei auf, pünktlich zu erscheinen. Tagesordnung der Landesversammlung: Gewerksgenossenschafts- Frage und Organisation der Partei( Neuwahl des Ausschusses). handelt werden. Die Fragen des Wahlrechts und des Vereinsgefeßes werden Tags darauf vom Arbeiter Congreß beDer Ausschuß der Volkspartei. Leipzig, den 17. Febr. 1869. Arbeiter Sachsens! wir uns an Euch. In Angelegenheiten, die Euer und Eurer Familien geistiges und leibliches Wohl auf das Engste berühren, wenden Leiht uns Eure Aufmerksamkeit und Eure Unterstützung! Die politische Rechtlosigkeit, in der sich der Arbeiter, wie fast überall, so auch in Sachsen befindet, soll und muß aufhören. Der Arbeiterstand, der mehr und härter betroffen wird, als jeder andere Stand, wenn es gilt, Gut und Blut für Staatezwecke, die nicht die seinen sind, herzugeben, ist bis heute von jeder Vertretung in dem sächsischen Landtag, von jedem Einfluß auf die Gestaltung der Gescße ausgeschlossen und ist dennoch gezwungen, sich diesen Gesezen zu fügen, sie anzuerkennen und darnach seine Handlungen einzurichten! Als vor einem Jahre der sächsische Stände Landtag im Verein mit der Regierung ein neues Wahlgefeß vereinbarte, wurde trop lebhafter Proteste aus den Arbeiter Kreisen ein Census in das Wahlgefeß aufgenommen, der die ungeheure Mehrheit des sächsischen Arbeiterstandes vor wie nach als völlig rechtlos hinstellt. Sollen wir dies ruhig geschehen lassen? Nein! Tausendmal Nein! Will aber der Arbeiterstand zu seinem Rechte fommen, so muß er es erebern. Darum gill's zusammenzutreten und zu berathen, was geschehen soll. Wir laden Euch deßhalb ein, Arbeiter Sachsens, den allgemeinen sächsischen Arbeiter- Congreß zu beschicken, der Sonntag den 7. März d. J. Vormittags 10 Uhr im Meisterhause zu Hohenstein- Ernstthal stattfinden soll. Tretet in Bersammlungen zusammen, besprecht Euch und sendet Eure Vertreter zu dem genannten Tage nach Hohenstein- Ernstthal. Je größer die Anzahl der Vertreter, desto wuchtiger wird der Eindruck unserer Verhandlungen sein. Noch um ein Zweites handelt es sich. Das sächsische Vereins- und Versammlungsgesez ist reaktionär durch und durch. Nach ihm liegt es jeder Zeit in der Willkür der Polizei, unsere Organisationen zu stören oder gar zu ver nichten. Organisation des Arbeiterstandes aber ist bei seiner gedrückten materiellen Lage das einzige Mittel, das Gewicht der Mafie in die Wagschale zu werfen und seiner Stimme Gehör zu verschaffen. Für feinen andern Stand ist das unbeschränkte Bereins- und Bersammlungsrecht ein so wichtiges und unentbehrliches, wie für den Arbeiterstand. Das unbeschränkte Vereinsund Versammlungsrecht zu erringen, darauf muß unser Streben gerichtet sein. Auch hierüber wollen wir uns besprechen und uns verständigen; darum sendet Alle Vertreter zum 7. März nach Hohenstein- Ernstthal zum Congreß der Arbeiter Sachsens! Mit sozial demokratischem Gruß und Handschlag Liebknecht( Volkspartei), Seifert( Allgemeiner deutscher Arbeiterverein), Bebel( Volkspartei), Röthing( Lassalle'scher Allgemeiner deutscher Arbeiterverein), Taute( Allgemeiner deutscher Arbeiterverein), Be Bold( Allgemeiner deutscher Arbeiter Das von der Leipziger Arbeiterversammlung am 11. Februar gewählte Comité: verein), Werner( Volkspartei). 84 VorortsBei= Die ArInhalt: Politische Uebersicht. Weiße Sklaven. und Arbeiter- Angelegenheiten. Erklärung. Anzeige. Lage: Die indirekten Steuern und der Aftersozialismus. beiterbewegung in Wien. Programm der amerikanischen Reformer. Aus England. -W Briefkasten. Anzeige. Politische Uebersicht. Die Diplomatie hat einen„ Sieg" errungen: in Athen ist wirklich ein ,, Friedensministerium" gebildet worden, das die Forderungen der Conferenz angenommen und gleichzeitig in einer Proflamation an das griechische Volk erklärt hat: ,, die uns aufgenöthigte Ruhe verpflichtet uns nicht für die Zukunft." Mit andern Worten: wir schlagen los, sobald sich die erste Gelegenheit bietet. Die Diplomatie ignorirt die Proflamation und thut, als glaube sie an ihren Sieg". Da 1 Beschränkung des Wahlrechts vorgelegt werden. können das nicht glauben. Allgemeines Wahlrecht mit Lan lo ci räthen( Bräfekten) gehört zu den Eristenzbedingungen des Gähe fie rismus, und die preußische Regierung wird nicht so thori ten fi sein, ihr eigenes Fundament zu untergraben. ., Stu gemis tami nomme helle pathi meier ben 1 weil Erfo Eted alter Nachdem man dem König von Hannover und dem fürst von Hessen sans façon nach dem Grobererrecht" c. Die durch einen einfachen Gewaltakt ihr Eigenthum ge hat, will man nun auch Frankfurt um das Seinige bring indem man die ehemalige freie Reichsstadt als selbstständig Staat, und sonach das städtische Eigenthum als Staatscige thum behandelt, das nach dem„ Eroberungsrecht" dem Sieg gehört. Nur sucht man dieser Annerion ein juristis Mäntelchen umzuhängen und hat einen Spruch der Kron dici erwirkt, deren Rechtsbegriffe bekanntlich höchst elastisch In Frankfurt, dessen Bewohner jegt dreimal so viel Steue zu bezahlen haben, als vor der Einverleibung( 1/2 Million statt 550,000 Gulden) und dessen städtisches Budget tropes ein jährliches Defizit von 3-400,000 Gulden aufzuwei hat, statt des vorherigen Ueberschusses von einer halben lion jährlich, lion jährlich, herrscht unbeschreibliche Erbitterung; und feiger Comprommiß- Beschluß der städtischen Behörden ist Wie lange die Griechen wohl zu warten brauchen? Unter dem rumänischen Herenkessel russisches, preußisches, französisches, österreichisches Feuer, so daß die brodelnde Masse jeden Moment überlaufen kann; der Schah von Persien auf rus sischen Antrieb im Anmarsch gegen die türkische Grenze; der Fürst von Montenegro erst in Petersburg und dann in Berlin Gegenstand der zärtlichsten Aufmerksamkeiten furz die ,, Orientalische Frage" auf der ganzen Linie in Fluß. Und nun erst die Lage der Dinge in West und Mittel Europa! Der Federkrieg zwischen Preußen und Frankreich ist mit einer Heftigkeit entbrannt, die auf beiden Seiten die Ueberzeugung verräth, daß ein Appell an das Schwert unvermeidlich. Den äußeren Anlaß hat das allerdings beispiellose Auftreten Bismarc's in der Confiskationsdebatte gegeben. Bloß den äußeren; denn die frankhafte Gereiztheit des preußischen Staats mannes ist selbst nur die Frucht einer verzweifelten Auffassung der Weltlage. Es zeigt sich das recht deutlich im Nachspiel, das der Confiskations Skandal im Herrenhaus hatte. Graf Bismard verlor dabei so vollständig alle Selbstbeherrschung, daß er, von untergeordneten Anklagen abgesehen, die österreis chische Regierung in den schroffsten Worten beschuldigte, sie habe Mil burd eine großartige Volksdemonstration vereitelt worden. Liéba 802 da Rath Jeder nach Airb feine muff die fchen Ropf bend dagm rafir Frank nackte Gewalt dulden, als auf das Recht verzichten und Unrecht gut heißen! Das ist die Losung der braven furter. Ehre ihnen! dal Spaßes halber sei hier noch erwähnt, daß ein Herre häusler bei der legten Confiskationsdebatte die Naivetät hat zu gestehen, die Beschlagnahme habe im Hinblick auf Defizit ihre guten Seiten!" Diese sehr wahre aber schr bequeme Bemerkung rief ein strafendes Wort des Hrn. Bull deskanzlers hervor. Das Der Versuch Mühler's und seiner knakenden Traban ten, den unentgeltlichen Volksunterricht aus der Verfassun herauszubringen, ist gescheitert. Sogar die Nationalliberale stimmten gegen den frommen Minister, wohl bedenkend, der angegriffene Verfassungsparagraph gleich allen guten Buchstabe. Ver 1866 Preußen zerstückeln wollen( was natürlich unwahr"), fassungsparagraphen ja nie etwas anders war, als ein tod und daß er durch sein Benchmen den Eindruck eines Menschen machte, der mit dem Kopf an die Wand rennt, um eine Fliege zu verjagen. SIR a Gerl ange daß tann will 1.2 aud litar über wei und wor 902 i Bou Aus Baden schreibt man uns:„ Wenn die Herren Jolly und Beyer hier noch die unumschränkten Herren Graf Bismarck ist schlecht bedient von seiner Zunge, spielen können, so verdanken sie das wesentlich der Energie schlechter von seinen Zeitungen," schrieb höhnend die Pariser " France". Am schlechtesten ist er aber jedenfalls von seinen Berichterstattern und Spionen bedient. losigkeit und Unklarheit unserer Demokraten". fein Die Ber ger füb Ein fich legi Au Die Gothaer haben seit Jahren erfolgreich daran gear Alle seine Enthüllun- beitet, in dies vor 1848 vollkommen einige Volf den fonf gen haben sich als natürlich unwahr" erwiesen. Das Hie- sionellen Hader hineinzuwerfen. Alles, was freifinnig Binger Comité hat sich in Nebel ausgelöst, der hannoversche wollte, bewies es durch das maßloseste Geschimpfe auf Student ist verduftet, und die Stieberiaden gegen Frese und Pfaffen". So konnte man seinen, Liberalismus auf ungefähr Meyer sind zu blauem Dunst geworden. Jetzt hat der Herr lichste Weise bethätigen, denn die Regierung stand ja in dieser Graf gar das Unglück gehabt, von einem der höchsten Mili- Hinsicht an der Spiße und billigte Alles. Nun zählen aber werden; er hatte nämlich in der Beschlagnahme- Debatte der die Katholiken zwei Drittel der Bevölkerung, und die Art de Herrenhäusler gesagt, die Feinde Preußens lügten wie, tele- unter ihre Fahnen gesammelt. Sie sind vortrefflich organisirt graphirt", u. a, hätten sie ausgesprengt, das Glacis der Festung befizen 10-12 Blätter im Lande und huldigen im Staate zum einige Sträucher verpflanzt". Nun tommt aber der Mainzer Republikaner. Sie allein vermögen es noch, den Gothaern die Stange zu halten, wie sie das in den Zollparlament der Mainz wäre rafirt worden; dies, sei gelogen, man habe bloß Festungskommandant, Prinz Holstein, in eigner Person und schreibt an die Frankfurter Zeitung" berichtigend", es wären allerdings drei Schußlinien" in der Breite von 25-30 Schritten ausgehauen worden, jedoch nur zum Zwed der Schießübungen! Die Thatsache ist zugestanden an den Theil den vorgeschrittensten Ansichten; Viele unter ihnen wahlen bewiesen. Und die Demokraten? find fg Die Ten Tchi bur bre fab Statt sich diese Berhältnisse zu Nuß zu machen, und, was leicht wäre, den Sturz der Regierung herbeizuführen, angeblichen Grund glaubt, wer Lust hat. Oder meint Prinz haben sie eine so abergläubische, kindische Angst vor den foge Holstein etwa Schießübungen auf- Franzosen? nannten„ Schwarzen", daß sie jeden Moment bereit sind, Das Gerücht geht, dem Reichstag" solle ein Gesetz zur Herren Ministern ,, liberale" Bütteldienste gegen dieselben zu Den leiften. fo Da wirft ihnen denn die Regierung von Zeit zu Zeit immer ano einen Brocken gegen die„ Schwarzen" hin, in den verbeißen Gåse he ſich und vergessen darüber alles Andere. Dieser Tage feierörid ten sie hier den Triumph, daß die Bürgerschaft sich für die gemischten Schulen ausgesprochen. Wenn die Republik proHamirt worden wäre, hätten sie es nicht toller treiben können. D. Stur d. Die men ngen igen nelle Küffe zwischen Katholiken, Protestanten und Juden, SymPatpietelegramme an den tollpreußischen Bürgermeister Strohdige meier in Constanz, weil er erfommunizirt worden, unterschrie ben von Demokraten und sogar von Juden! Jezt jubeln sie, Sieg beil ihnen Jolly die Freude macht, den Bischof wegen der Erfommunikation noch zur gerichtlichen Rechenschaft zu ziehen! Etecken die Leute nicht noch bis über die Ohren im Mittel alter? Was haben sie sich darum zu bekümmern, ob einem Katholiken das Abendmahl, verweigert wird? Und dabei bleibt Jeder hübsch in seiner Confession, tritt nicht aus, obwohl das nach hiesigem Gesez möglich ist, ohne zugleich in eine andere Kirche einzutreten. Von der wahren Freiheit haben sie noch uer Clion dem eifen Mil ein ieber Cad ant feine Idee. Nach allen diesen Allotria sind sie natürlich erschöpft and Suraufen fich ausruhen. Wir brauchen hier ein Organ für die Massen. Ich habe noch in feinem unserer demokrati fen" Blätter einen Artikel gelesen, der den Ragel auf den Kopf trifft. Ales drum herum, mit Rebensachen sich abműhend, kaum lau, geschweige denn warm. Mit etwas Anderem dazwischen fahren, würde nur die schöne Harmonie" stören. tren batte dal Sun ban ung alen Ber Hier mehren sich die Kriegsvorbereitungen. Rastatt wird 85 gewachsen. Und diese Wenigen werden in Ausschüssen, Land. tagen, dem Reichsrath und den Delegationen zu Tod gehezt. Auf diese Weise kommi der Neichsrath nicht vorwärts, und hat in der laufenden Session, obgleich sie schon 20 Monate dauert, erst 160 Sigungen halten können. So wird," schrieb neulich ein Wiener Correspondent der Frankfurter Zeitung", dem wir diese erbauliche Statistik verdanken,„ der Barlamentarismus bei uns ad absurdum geführt*) in Berlin wieder anders." Also diesem Zustand will man nun ein Ende machen, und zwar indem man die Abgeordneten, welche bisher von und aus den Einzelfandtagen ernannt wurden, direkt von dem Bolk wählen läßt. Dieß wäre natürlich ein Fortschritt. Aber die Forderung direkter Wahlen ist verhältnißmäßig unwichtig neben der Forderung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. Mit allgemeinem und gleichem Wahlrecht kann auch bei indirektem Wahlmodus, wie z. E. die amerikanische Präsidentenwahl zeigt, der Wille des Volkes zur Geltung kom men, was bei direfter Wahl bhne allgemeines und gleiches Wahlrecht nimmermehr möglich ist. Wir wollen sehen, ob die Linke für das allgemeine gleiche Wahlrecht einstehen wird. Für direkte Wahlen ist beiläufig auch das Ministerium, bloß mit der jammervollen Abschwächung, das betreffende Gesez fakultativ zu machen, d. h. es den einzeinen Landtagen anheim zu stellen, ob sie aus ihrer eignen Mitte die Reichsrathsmitglieder delegiren**), oder ob sie dieselben direkt vom Volk wollen wählen lassen. Die Noth ist die Mutter der Erfindungen, sagt ein engliſches Sprüchwort. Sie ist auch die Mutter der Reformen. Militäre die Erkenntniß auf, daß das Milizsystem das einzig rafirt, von Heidelberg den Neckar hinauf werden Proviant So zwingt die Finanznoth nachgerade den österreichischen Gerlachsheim, wird ein Waffen- und Munitions Depot vernünftige Wehrsystem ist. angelegt. Man erwartet den Krieg mit Sicherheit und glaubt, daß Preußen Napoleon zuvorkommen werde, von dem es be tannt ist, daß er erst nach den Wahlen im Mai vorgehen will. Die Ordre an die süddeutschen Regierungen, bis zum 1. April in Kriegsbereitschaft zu sein, steht fest, ebenso aber auch die entschiedene Abneigung des hiesigen Volkes und Militars, fich für die Hohenzollern zu opfern." dter ren ren Bie feh Der in der bayerischen Kammer von Kolb, und überläuft da unsere Biedermänner nicht eine Gänsehaut? wei, Ultramontanen" gestellte Antrag auf geheimes direktes und allgemeines Wahlrecht ist mit 92 gegen 48 Stimmen ver Auch in Italien ist der Parlamentarismus frank, und zwar leidet er an der bösen Norddeutschen Krankheit. Gleiche Ursachen, gleiche Wirkungen. Wo die ,, Volksvertretung" eine reine Komödie ist, da kann man es den Schauspielern, wenn sie nicht wie die Franzofen ein angebornes Talent und Neigung für die Komödie besigen wahrhaftig nicht ver argen, daß sie bald von Langweile ergriffen werden, und sich der Gefahr des bekanntlich höchst schmerzhaften Tods durch die Mundsperre zu entziehen suchen, indem sie schwänzen". Und zwar geschicht dies in der italienischen Kammer, wie im Berliner ,, Reichstag" so massenhaft, daß oft nicht die beschlußfäworfen worden. Dagegen stimmte die ganze fogenannte hige Mitgliederzahl zusammenkommt, obgleich diese schon sehr tief. Rittelpartei, d. h. die Vertreter der nicht verpreußten auf ein Drittel der Gesammtzahl( 443), gestellt ist; man geht Bourgeoisie. Man wird sich erinnern. Ein fich cin Die br fer ber Der Firt um Find ern ' Qu ent, ge en en. 0000 Im österreichischen Reichsrath wird demnächst auf 51 Mann, d. h. weniger als ein Achtel herabzusetzen. Beranlassung des niederösterreichischen Landtags, der in vori ger Seffion einen Beschluß in diesem Sinne faßte, die Einführung direkter Reichsrathswahlen beantragt werden. ernsthafter Widerstand ist nicht zu erwarten. Man hat nachgerade allseitig überzeugt, daß der Reichstag in seiner Autorität einer Volksvertretung Anspruch machen kann. legigen Zusammenschung weder auf den Namen noch auf die Das Abgeordnetenhaus( die zweite Kammer), um das deßhalb mit dem Plan um, das beschlußfähige Minimum auf Kein Zweifel, daß der Antrag durchdringen wird. Im Berliner Reichstag" hatte man Aehnliches beabsichtigt, hielt es indeß schließlich für besser, ein Auge zuzudrücken und mit dem andern nicht zu sehen, wie viele Mitglieder anwesend. So „ praktisch" sind die italienischen Realpolitiker noch nicht. Die französische Regierung giebt sich neuerdings die größte Mühe das rothe Gespenst heraufzubeschwören, um die Bourgeoisie wieder in ihr Garn zu treiben. Das Kaiserreich es fich hier allein handelt, sollte eigentlich 200 Mitglieder verdankt seine Existenz dem 3miespalt zwischen Bürgern und die 404 Mitglieder enthält. Von diesen 200 Mitgliedern feh zahlen, nicht halb so viel als die zweite ungarische Kammer, dreißig Arbeitern, der die Junikatastrophe herbeiführte und die Arbeiter den Staatsstreich dulden ließ; und indem es diesem len indeß 16 Tschechen( der böhmische Landtag hat die Be Zwiespalt zu nähren sucht, folgt es nur dem Instinkt der fhidung verweigert), 20 Sige sind durch Todesfälle erledigt; Selbſterhaltung. Zum Glück ist die soziale Frage in Frank durch Berufung in den Staatsdienst oder ins Oberhaus, durch Mandateniederlegung, Urlaub u. s. w. sind noch etliche und Mandate erloschen oder suspendirt, so daß bloß ungefabr 130 Abgeordnete übrig sind, von denen nur ein fleiner Bruchtheil unabhängig und den parlamentarischen Geschäften reich schon so reif, sind die französischen Arbeiter von der Unmöglichkeit, fie auf anderem als demokratischem Wege zu *) als absurd, ungereimt, abgeschmackt bingestellt. **) abordnen, ernennen. lösen, so allgemein und so tief durchdrungen, daß das Kaiser. reich sich in seinen Berechnungen getäuscht finden wird, und früher oder später in die Grube fallen muß, die es den Arbeitern und den Bürgern gegraben hat. Die Wahlen sollen auf die erste Woche des Monats Mai festgesetzt sein falls nichts dazwischen kommt. Um ja keinen Mangel an Kriegsgründen zu haben, läßt die Regierung einen Krakehl mit Belgien vom Zaune bre chen; auf welchen Vorwand hin, ist gleichgültig. In Spanien ist die konstituirende*) National. versammlung( Gortes) am 11. d. Mon. eröffnet worden. Die Feierlichkeit fand unter großem Enthusiasmus statt, aber sofort fennzeichnete sich auch die gegenseitige Stellung der Parteien auf das Allerdeutlichste. Beim Eintritt der Mitglieder der provisorischen Regierung erhoben sich die Anhänger der Monarchie von ihren Sigen; die Republikaner da86 richtshofes mit unabsehbaren Richtern, die beauftragt ffel sollen, mit aller Strenge Verlegungen der Verfassung zu ah( Sa den und über die Konflikte zwischen den Provinzen abzuurth bad len, sowie die Bürger gegen den Staat zu schützen. Die Fo geer ale derung der Autonomie für die Gemeinde als natürliche gänzung der Autonomie der Individuen versteht sich von felb Endlich wird die Staateform der Föderativ Republ verlangt als Schlußstein der spanischen Constitution, als Rei der künftigen Vereinigten Staaten unseres alten Continent heit und erste Realisation*) des freien demokratischen Gedankens. von allen modernen Völkern, welche des Gäsarismus find, angestrebt wird." B min fra Go Der Pariser ,, Avenir National" empfiehlt den Spanien folgenden Brief Washington's zur Beherzigung, den dief am 15. Aug. 1786 an John Hay, seinen Freund und Mi begründer der amerikanischen Republik, richtete:„ Ich höre gegen blieben unbeweglich und sofort ertönte aus ihren Reihen schreibt der ,, Vater der nordamerik. Republik" ,,, daß ehrenwerth der Ruf: Es lebe die Republik!, dem Olozago mit dem Gegenruf antwortete: Es lebe die Monarchie! Sein Beispiel fand indeß keine Nachahmung, und Serrano rief, um die etwas peinliche Pause auszufüllen, es lebe die Souveränität der Cortes! Serrano hielt die Eröffnungsrede, sie ist vollkommen farblos, was die Verlegenheit der Urheber bezeugt und duftet natürlich von Selbstlob, das sich bis zu der Angesichts Man Tha Cel Personen heute ohne Schrecken von der Monarchie sprechen. denkt an sie, man spricht von ihr, und vom Wort zur ist oft nur ein Schritt, aber welch ein schrecklicher und widerruflicher! Welcher Triumph für die Vertheidiger Despotismus, wenn sie sehen, daß wir uns nicht selbst regiere können, und daß die auf Gleichheit und Freiheit begründet Systeme chimärisch und trügerisch sind. Wolle Gott! man sich Zeit zu vernünftigen Maßregeln nähme, um der Mezeleien von Cadir und Malaga- mehr als heuchlerischen Folgen abzuwenden, die wir mit nur zu vielem Grunde für Phrase versteigt: die provisorische Regierung habe den gehei- ten dürfen." ligten Schatz der Autorität, der Freiheit(!) und der Ordnung ungeschmälert bewahrt". .. ba Refor Wir verweisen hier nochmals auf das in der heutige Beilage abgedruckte Programm der Amerikanischen mer. An Denjenigen unserer Landsleute, welche entweder Centralisation für unverträglich mit der Freiheit halten, sich dieselbe nur in der Form der persönlichen Diktatur, Ob D. A Ueber die Zusammenseßung der Cortes giebt ein franzöfisches Blatt folgende Notizen: Bislang sind 346 Wahlen be. kannt, welche sich also vertheilen: Progressisten( Fortschrittler) jeder Schattirung 129; Unionisten( für Vereinigung mit wie man das Ding auch wenden und drehen möge, abfol Portugal) 80; Föderative Republikaner 76; mehr oder we- tistisch monarchisch denken fönnen, wird hoffentlich niger monarchisch gesinnte Demokraten 37; Neukatholiken oder Lehre nicht verloren sein, daß die Amerikaner diese prakti Isabellisten 24. In Folge von Doppel- und mehrfachen sten Demokraten der Welt, die Centralisation durch das Wahlen sind 26 Sige vakant und werden dies bleiben, wenn meinwohl geboten erachten, aber auch zugleich daraufb nicht die Cortes den Artikel des Wahldekrets annulliren, wel- dacht sind, sie durch Abschaffung der Präsidentschaft, des legt ches bestimmt, daß Neuwahlen nur dann vorgenommen wer Rest's der„, persönlichen Regierung" für die individu den sollen, wenn ein Drittel der in einem Wahlbezirke zu Freiheit ungefährlich zu machen. wählenden Abgeordneten fehlt. Darnach reduziren sich die obigen Ziffern folgendermaßen: Progressisten 120; Unionisten 72; Republikaner 72; Demofraten 32; Neukatholiken 24. Als geschlossene und kompacte Partei gehören also die Republikaner zu den stärksten." Bei der Präsidentenwahl der Nationalversammlung haben indeß die Republikaner auf ihren Can didaten Orense blos 50 Stimmen vereinigt; Rivero, Fort schrittlerischer Vermittlungsmensch, wurde mit 168 Stimmen gewählt, wie denn die liberale Mittelpartei auch die 4 Vizepräsidenten, und von den 4 Sekretairen 3 gewählt hat. Nur ein Sekretair ist Republikaner( Ruano). Was die republikanischen Mitglieder wollen, hat Castellar, Man schreibt und Herr von Schweiger verbreit und läßt verbreiten, er habe durch den Tod seines Bate 80,000 Thaler geerbt. Wie mir authentisch mitgetheilt wir hat er noch nicht einmal 80 Pfennige geerbt. Erbin ift fein Mutter; die Erbschaft beträgt nur ca. 50,000 Gulden, un Herr v. Schweißer hat nur nach wie vor die Nugnießun von noch nicht dem dritten Theil dieser Summe, alfo ei Einkommen von etwa 500 Thalern jährlich, womit c feiner Lebensweise wohl 6 Wochen reichen mag. Aber e v. d. Golz, Geheimer Rath in der Polizeiabtheilung. bel der Entschiedenste weil Klarste seiner Partei, in einem Brief jeßt so reich dotirt worden, ist ein intimer Freund de an seine Wähler in Saragossa zusammengefaßt.„ Es wird", so sagt er. zunächst eine Rechtserklärung von den Cortes verlangt werden, durch welche Freiheit des Gewissens, Freiheit Herrn von Schweizer. Um in der hochadeligen Sippe zu bleiben, so ich Ihnen das interessante Faktum mit, daß Herr von theil Bow 9 9 des Wortes in Rede und Schrift, Freiheit der Vereinigungen horst, den Herr von Schweißer nach Süddeutschland gefchi und Versammlungen, endlich die Freiheit der Person als Dinge hat, um die Arbeiter zum königlich preußischen Sozialismu garantirt werden, die außerhalb und über der Gesetzgebung zu befehren**), früher ein frommer Knecht der Gräfin of stehen. Ale sonstige Forderungen der republikanischen Partei bezeichnet er Einführung der Geschwornengerichte zum Schutz für die individuelle Freiheit und Errichtung eines obersten Ge*) mit Feststellung einer Constitution( Verfassung) betraute. *) Verwirklichung. eind **) Der Kreuzzug ist sehr kläglich verlaufen. Mit Ausnahme fleinen Erfolgs" in Freiburg, den sie der Ungeschicklichkeit ibr Gegner verdankten, find die Schweißer'schen ,, Agitatoren" überall ja merlich durchgefallen. I fe ju ite fal fo P 6 a de V 5 te je ฐ n 2 h a ( an U ah feifeldt war. Im Im vorigen Jahrgang der Freien Zeitung" ( Saßfeldt'sches Organ) glänzt er als Berichterstatter aus Wies rth baden. Herr von Schweizer scheint also, obgleich er Nichts Fogeerbt hat, doch einen größeren Dispofitionefonds zn haben, als„ Sie." e felb Rein mi nien Nachdem Herr v. Schweißer seine Familienangelegen nen beiten"(„ Agitation in Süddeutschland," Agitation in Sachsen." Bräsidentenwahl," u. s. w.) geordnet, läßt er im Sozialdemofrat" anzeigen, daß er ins Gefängniß zurückkehren werde. Sollte vor Zusammentritt des Reichstags wieder eine oder die andere Familienangelegenheit" auftauchen, so wird die preusische Polizei gewiß nicht grausam sein, und einen neuen Urlaub mit bekannter Freundlichkeit gewähren. diefe Dit pore ocrib Mat Tha tel Bieres Deten Da n bi fürd tige Refor 13 Weiße Sklaven. XIX. Leipzig, den 7. Februar. Bie nothwendig es ist, daß sich die Arbeiter in Genossenschaften vereinigen, um sich gegen Unterdrückung zu schüßen um Gemaßregelte zu unterstüßen, das möge nach. stehender Fall den Arbeitern klar machen. Seit einem Jahr arbeitete X. in einer hiesigen Maschinenfabrik und zwar, so lange die Vorsteher nicht wußten, daß er sozialistischen Bestrebungen huldige, mit Anerkennung seiner Fähigkeiten, boten, während des Frühstücks von Politik zu sprechen. Wegen einer hülflosen Stellung mußte er auch das Gespräch auf andere Sachen lenken, bis der bekannte Aufruf zur Beschichung des Berliner Arbeiter- Congresses die Veranlassung zu Arbeiter Bersammlungen gab, zu welchen von Seiten der Vorsteher Horcher abgeschickt wurden, die zu ihrem Schrecken hören mußten, daß æ mit als Delegirter vorgeschlagen ward. Nun war's aus mit dem Landfrieden; mit wahrer Berserkerwuth, wurde lept in der Werkstatt gehaust; ein Arbeiter z. B., welcher dem Bildungsverein angehörte, und weniger nothwendig war als X., jedoch wurde ihm mit der Zeit verol tif f b epten Duelle reitet ater vir feine un be Dett How Gidi ST X., welcher von jeher für die Arbeiterfache wirfte, gegenwärtig nicht nöthig haben, mit seiner starken Familie zu hungern und auf Gnade und Ungnade sich wieder dem ersten besten Ausbeuter zu überliefern. Und kein Arbeiter weiß, wie bald ihm Aehnliches passiren kann. ( Wir haben auf Wunsch des Betroffenen vorläufig dessen Namen sowohl wie den des Fabrikanten verschwiegen. Die Sache ist einem Advokaten übergeben und wird vor die Deffentlichkeit kommen. Möge der Mahnruf des Einsenders nicht ungehört verhallen! D. Red.) Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Der Verbandskasse ist vom A. B. V. Karlsruhe und A. B. V. Offenbach der rückständige Beitrag für 1868, vom A. V. Delsnitz der Beitrag für 1869 zugegangen. Ein Circular in Gewerks- Genossenschafts- Angelegenheiten geht in diesen Tagen an die Verbandsgenossen ab, wir em pfehlen dasselbe genauer Beachtung. " Der Vorort. New- York. Die Arbeiter- Union", Organ der Amerifanischen ,, Nationalen Arbeiter- Union" empfiehlt den BebelLiebknecht' schen Statuten Entwurf zur Benutzung bei der Neuorganisation der Amerikanischen Trades' Unions.( Was sagt Herr v. Schweitzer zu diesem Zeugniß?) Wien, den 15. Februar. Am 11. d. Mon. wurde Lehrer Leidersdorf auf Grund mehrerer in Vereinen gehaltener Reden vom Landesgericht der Gotteslästerung für schuldig befunden und zu j6monatlichem Kerfer verurtheilt. Herr Leidersdorf gehört der sozialdemokratischen Partei an, und hatte deßhalb seit langem etwas auf dem Kerbholz. Den Eindruck, welchen dieses Urtheil und das gegen Pfeiffer auf unsere Arbeiter gemacht haben, fönnen Sie sich denken. Nürnberg, den 15. Febr. Eine Versammlung hiesiger Buchbinder und Papparbeiter beschloß gestern, die Gründung eines Lokalvereins des deutschen Buchbindervereins wurde auf der Stelle entlassen, weil er einen nothwendigen für Nürnberg in die Hand zu nehmen. Man beschloß in den hiesigen gelesensten Zeitungen durch Aufrufe an die Collegen, denden größeren Versammlung einzuladen. Wir hoffen Ihnen dieselben zur Theilnahme an einer nächsten Sonntag stattfinMann angeben zu können. Erfreulich ist der Eifer, der sich in den nächsten Tagen eine Mitgliederzahl von 100-150 bei den Anwesenden für die gute Sache zeigte, die Debatte war belebt und die Beschlüsse wurden mit Einhelligkeit angenommen. In das Comité wurden gewählt:, Joh. Hagenbauer, E. Hegewald, J. Hartmann, M. Hassel, J. Herbinger. Das Comité ersucht um Zusendung von 100 weiteren Statuten unter Nachnahme der Kosten. Ist der Verein erst fest konstituirt, so wird auch die Agitation in den Nachbarstädten ins Werf gefeßt. Die hiesigen Rothgießer werden auch in kürzester Zeit zusammentreten um den AnWeg abzumachen hatte. X. selbst wurde ganz ernstlich vers warnt, von den Bestrebungen abzulassen, oder das Haus zu meiden u. f. w., bis ihm schließlich am legten Lohntage ohne allen Grund gekündigt ward, troßdem er vorher weder gesun sen, geraucht, noch gesprochen und gepfiffen hatte, welche Dinge in der Werkstatt verboten sind. Neugierig, was wohl der Grund zur Entlassung sein möge, fragte X. Tags darauf den Werkführer und erhielt zur Antwort: wegen Arbeitsuntaug lichkeit. Nichtsdestoweniger bekam X. gleich darauf ein schwieriges Stück Arbeit, und als er bemerkte, da er arbeitsuntauglich sei, möge man das Stück einem Andern machen lassen", erwiderte man ihm ,,, dann solle er einen Anderen an feine Stelle treten lassen", obgleich besagtes Stück früher an einer andern Stelle von einem Anderen gefertigt wurde. ginge, worauf er auf der Stelle fortgeschickt wurde, ohne daß man ihm die volle Kündigungszeit auszahlte. Das Ganze war ein schlau ausgedachter Plan, den Unliebfamen zu beseitigen; natürlich machte X. den Herrén den Standpunkt gehörig klar, worauf ihm erwidert wurde, daß er und Bebel holen könne. X. -schluß an den Holz- und Metallarbeiterverein zu besprechen. Schwabach, den 14. Febr. Auf dem Nürnberger Arbeitertage erklärte sich der hiesige Arbeiterverein gegen das aufgestellte Programm und trat dem ,, Arbeiter bunde" bei. In der Versammlung am 8. d. M. wurde auf Antrag Debatte der Austritt aus dem Arbeiterbunde beschlossen. Die Gründung eines Boltsvereins wird hier in den nächsten Würde nun hierorts eine Genossenschaft bestehen, so würde Tagen vorgenommen werden. 88 Eßlingen, den 13. Febr. Nachdem schon in der Volks versammlung vom 31. Januar sich 39 Mitglieder für eine Gewerksgenossenschaft der Tuchmacher, Weber und Wirker eingeschrieben hatten, hielten diese vorigen Sonntag eine Weberversammlung ab, in der die Mitgliederzahl auf 72 stieg, eine größere Zahl von Einzeichnungen steht in Aussicht. Herre mann Greulich aus Zürich, der in der hiesigen Volksversammlung für die Gewerksgenossenschaften eintrat und den größten Beifall erntete, hat in Göppingen, Reutlingen und Giengen a. B. ebenfalls Versammlungen abgehalten und zwar mit dem größten Erfolg. Sie können versichert sein, die Schwaben werden ihr Contingent für die Gewerksgenossenschaften stellen. Göppingen, den 15. Febr. Die neueste Nummer der ,, Arbeiter- Zeitung", Organ des Gauverbandes der würtembergischen Arbeitervereine, die monatlich 1 Mal erscheint, enthält eine Statistik dieser Vereine, der wir unter an dern entnehmen, daß zum Gauverbande gegenwärtig 21 Vereine gehören, die am 1. Januar 1564 Mitglieder zählten. Der Berein Freudenstadt, der keine Mitgliederzahl angegeben bat, ist darin nicht mit inbegriffen. In derselben Nummer beröffentlicht Karl Bürger, Vorsitzender des Gauverbandes, einen Aufruf, worin er die Vereine ersucht, das Landeseomitè fofort telegraphisch zu benachrichtigen, sobald die Agenten Schweiger's irgendwo eine Versammlung einberufen. Hrn. Amtsrollen gestanden haben, wesentlich Andere geworden. Gen indem zur Uebernahme und Ausführung einer jeglichen i b Maurerarbeit weder ein Befähigungsnachweis mehr erforder lich ist, noch in der Anfertigung aller und jeder Maurer für arbeit ohne auf Lehrlingszeit, Gesellen- und Wanderjahr in m Rücksicht zu nehmen, irgend eine Beschränkung stattfindet follt vielmehr die freieste Concurrenz ohne jegliche Schranken ge stattet ist, da sogar ein jeder Gewerbetreibende Maurerar beit übernehmen und ausführen kann, dazu in der Wab gehe und Zahl der Arbeiter die freieste Verfügung hat, ja felbften Lehrlinge in beliebiger Zahl halten darf. bagt Da Der dent be ten, Cam 10% mo fich und Nach reiflicher Erwägung aller diefer bereits eingetrend tenen Umgestaltungen, wie der nothwendig fich daraus bleib gebenden weiteren Folgen, so wie in Berücksichtigung, die Amtsrollen in allen ihren, die Gesellenverhältnisse treffenden Paragraphen den Maurergesellen nur Pflichten und die größten Beschränkungen in der Verbesserung ihrer zialen Lage auferlegen, ihnen aber gar keine Rechte Vortheile fortan mehr verleihen noch fünftig verleihen fönen. nen, haben die Maurergesellen Schwerins in pflichtmäßiger Berücksichtigung ihrer materiellen Lage und sozialen teressen beschlossen und die unterzeichneten Altgesellen und Ladenschreiber bevollmächtigt, im Namen der hiesigen Mau rergesellenschaft an das Ministerium die Erklärung abz geben: Baden Baden. Die traurigen Verhältnisse der hiesigen Arbeiter, namentlich in Bezug auf Krantenunterstüßungswesen, veranlaßten die hiesigen Schuhmacher, einen Unterstüßungsverein zu gründen. Der Verein besteht seit 5 Jahren und zählte stets zwischen 20-30 Mitgliedern. Innerhalb dieses Zeitraums sind bei einem monatlichen Beitrag von 6-9 Kreuzer 200 Fl. gesteuert und davon 29 Mitglieder mit circa 120 Fl. unterstüßt worden. Eine neuerdings eingerichtete Invalidenkasse hat bis jetzt noch feinen rechten Anklang gefunden. Im Ganzen sind die Verhältnisse für den Arbeiter hier keine guten, Gelegenheit für Anschluß au ernste Bestrebungen giebt es hier gar nicht. Um so mehr ist für Bergnügungen gesorgt, welche die Masse nur noch mehr von allen ernsten Bestrebungen abziehen und sie verflachen, wie es ohnedies schon geschieht. In Bor mir neig Tool bia fei, loag ale b.@ men icho Fre Fre Ma Qun daß sie die in der Maureramtsrolle für den Schweriner Zunftbezirk enthaltenen einzelnen Bestimmungen, schriften und Gefeßesparagraphen, in so weit sie das g sammte Gesellen- Verhältniß sowohl zum Amtspatron, Amtsvorstande, zu den Meistern, wie ihre speciellen Ver pflegungs und sonstigen Gassenverhältnisse, ihre Arbeit zeit und Lohnpreise 2c. 2c. betreffen, fortan nicht mehr für sie rechtsverbindlich und für sie normirend anerkennen fönnen und wollen, sich also von denselben lossagen u hierbei die Erklärung hinzufügen, daß sie in Gemäßheit des Bundesgesetzes vom 8. Juli v. J. sich fortan freie Arbeiter und Gewerbetreibende betrachten und als solche nunmehr ihren Lohn, wie ihre übrigen Verhältnisse zu den Arbeitgebern nach ihrem freiesten messen regeln wollen, wie sie denn auch ihre gesammten Caffen fünftig ohne Concurrenz des Amispatrons, Amté vorstandes oder der Ladenmeister verwalten werden." ( Das ist ein Anfang. Nur vorwärts.) ale Tam gen Tab Frü Dag gan babe icha min Gon Bere Dea 6 d Den δαν bat nied ent Braunschweig. Am 25. Juni des vorigen Jahres schied sich hier eine zahlreich besuchte Volksversamlung einstimmig für Einführung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahl rechts in der Gemeindevertretung. Die Stadtverordneten schäftigten sich darauf hin mit einer Reform des städtischen Wahlgesetzes, und faßten auch einige, jedoch durchaus unge nügende Beschlüsse. Eine zweite, am 28. November stattge Mainz, den 11. Febr. Die Gewerks- Genossenschaft der Schreiner( Tischler) hier hat sich am 6. dieses Mon. dem Vororte Leipzig bedingungslos angeschloffen, nachdem sie 3 Monate lang über die Anschlußfrage die Diskussion ausgefeßt ließ. Bersuchte Störungen von Mitgliedern des hiesigen früher Haßfeldt'schen jeßt Schweiger'schen Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins schlugen troß ihrer Gewandheit nicht ein; die Antwort war einstimmiger Beschluß von ca. 100 zablenden Mitgliedern obiger Gewerks Genossenschaft für den Anschluß an Leipzig. M De Die unte fion terio mar Aus fundene Volksversammlung wiederholte einstimmig die Forde rung des vollen und gleichen Wahlrechts und setzte ein Comité nieder, das alle gefeßlich zulässigen Schritte zur Erreichung des Ziels thun sollte. Das Comité hat seine Aufgabe febr ernst genommen und eine, die Frage nach allen Seiten hin erschöpfende Denkschrift ausgearbeitet, die den städtischen Behör den vor Kurzem überreicht ward. Fruchtet dies nichts, so wird das Comité, an dessen Spitze der brave Sozial- Demokrat Brace steht, andere Hebel in Bewegung feßen.( Aus der Denkschrift, die uns überschicdt ward, werden wir gelegentlich Auszüge bringen. Das Vorgehen unserer Gesinnungsgenossen in Braunschweig wird hoffentlich der sächsischen Volkspartei ein Sporn sein, die Frage einer durchgreifenden Reform des Schwerin, den 15. Febr. Die beiden Gesellengewerk schaften, der hiesigen Maurer- und Zimmergesellen haben in Beranlassung und weiterer Folge des Nothgewerbegesetzes vom 8. Juli v. J. für alle Staaten des Norddeutschen Bundes durch ihren Borstand, ihre Altgesellen und Ladenschreiber, nachstehenden Vortrag dem Ministerium des Innern übergeben: „ Durch das für alle Staaten des Norddeutschen Bundes rechtsverbindliche Nothgewerbegesch, wie solches unterm 8., Juli v. J. durch das Bundesgefeßblatt publicirt ward, find auch diejenigen Verhältnisse, in welchen die Maurergesellen Mecklenburgs bisher zu den, den Aemtern ertheilten Beit Der men Erin tini nt mig 49 be Den де ge des ité ny br Sin örs Fird M Der ich en tei es rder rer abr det, für in den Gemeinde- Wahlgefeßes wieder auf die Tagesordnung chenju bringen. D. Red.) Dresden, den 17. Febr. Die vom„ Sozial- Demokrat" bergangenen Sonnabend in Aussicht gestellte Versammlung, welcher die Agitatoren für das verrottete Sachsen" auftreten follten, hat bis heute noch nicht stattgefunden, obwohl die gern. Liebisch und Schumann schon seit Sonntag hier sind. rar Der Grund mag sein, daß man die Gegend für nicht ganz geheuer hält. Wir wollen damit nicht sagen, die Herren hätlb ten Furcht, es hat hier aber wirklich Niemand Lust zu dem häßlichen Gezänk, welches, wie die Dinge nun einmal liegen, Babl und und ger und zwar durch die Schuld des Herrn v. Schweizer, unaus" 89 tüchtigen Leitung seines Vorsitzenden, Herrn Lauschke, sehr gute Fortschritte gemacht hat. Nachdem der Verein in der hiesigen Arbeiterschaft festen Boden gewonnen hat, wird es uns auch möglich sein, in den Nachbarstädten im gleichen Sinne vorzugehen, und das soll denn auch geschehen; die Einleitungen dazu sind getroffen. Leipzig. W. Am 14. d. M. feierte eine Anzahl Leipziger Buchdrucker ein seltenes Fest. Im Jahre 1865 waren dieselben zusammengetreten und verpflichteten sich durch Zeichnung von Aftien à 10 Thlr. zu einer wöchentlichen Einzahlung von 5 Ngr. à Aktie zur Errichtung einer Vereins- Buchdruckerei, und so war man denn bis Anfang 1869 so weit gekommen, war nun dazu bestimmt, dieses Geschäft offiziell den Aktionären bleiblich wäre. Wir sind den beiden Gesandten des Präsi- daß das Geschäft eröffnet werden konnte. Der 14. Februar daß denten der Menschheit" privatim freundschaftlich entgegengetre: belen, haben ihnen gesagt, sie möchten ruhig nach Hause gehen; zu übergeben resp. von ihnen besichtigen zu lassen. Der Vordamit würde zwar Herr v. Schweißer nichts, der sozialde fo mokratischen Sache aber sehr viel genügt sein, denn was fich für diese thun ließe, würden wir hier schon selbst besorönen. Für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein hätten Deutschen Arbeiterverein hätten wir die lebhaftesten Sympathien und wären gar nicht abge neigt mit Sad und Back zu ihm überzutreten, vorläufig wollten wir denselben aber allein seinen Weg gehen lassen, geändert wurden, waren ziemlich 2 Jahre verstrichen. Blöglich In and au ner or ge con Jer its ale nen and Seit ale ten gen Fr ten bi en sich selber noch mehr, als dies bisher schon geschehen fißende des Vorstandes gab in kurzen Umrissen ein Bild der Entstehung und Verwirklichung dieser Idee, und sprach nur sein Bedauern darüber aus, daß es bis heute noch nicht möglich gewesen, die Bestätigung der Statuten zu erlangen. Im Jahre 1866 wurden dieselben beim Ministerium eingereicht. Nachdem dasselbe mehrere Ausstellungen gemacht, welche auch erhielt man vom Ministerium die Kunde, daß nach dem neuen lei, von der üblichen Dictatur- und Organisations- Spielerei Gesetz vom 17. Juli 1868 derartige Statuten einer Ministeriallosgesagt hätte. Diese lettere fürchteten wir, nicht den Herrn Bestätigung nicht mehr bedürften, und seien dieselben zur Beb. Schweizer. Derartiges Hin- und Widerreden ist zwar moichon seine Wirkung thun. mentan ganz ohne Erfolg, es wird aber im Laufe der Zeit Nun glaubte man gewonnenes Spiel; doch man täuschte sich. stätigung an die Leipziger Handelskammer abgegeben worden. Die Leipziger Handelskammer machte so viele Ausstellungen an diefem Statut, daß sogar die Grundprinzipien der Gesellzu betreten. Allgemein freuten sich die versammelten TheilSollten die Schweißgerianer trot unserm guten Willen, Freundschaft zu halten, doch auf uns und unsere Leipziger schaft verlegt wurden, und so sab sich denn der Vorstand, der Freunde losschlagen, so ist Alles vorbereitet, um ihnen mit ewigen Nörgefeien müde, genöthigt, den Weg der Beschwerde Macht entgegenzutreten. 16. Februar. Die Generalver- nehmer über dieses welches, von fammlung für die definitive Constituirung einer Gewerke neu, mit den modernsten Schriften ausgestattet ist und zwei genossenschaft wird das hiesige Comitè zum Himmel Druckmaschinen aus der Fabrik von König& Bauer aufges fahrtstage oder zu Pfingsten nach Leipzig einberufen. stellt hat. Beschäftigt sind darin gegenwärtig 6 Sezer und Früher wird es nicht gut gehen, da die Leipziger Ostermesse 2 Maschinenmeister, sämmtlich Aktionäre, da das Statut bes dazwischent kommt, die viele unserer Mitglieder hindert, ihre ganze Kraft der Sache zu widmen. Im Volksvereine stimmt, daß nur Aktionäre dort arbeiten sollen, der Reingewinn jedoch an jeden Theilhaber jährlich vertheilt werden soll. baben sich bereits 300 Mitglieder für die Gemerksgenofon Möge diesem Unternehmen, an welchem der Schweiß der ArShaft unterzeichnet, wir hoffen vom hiesigen Orte allein mit mindestens 1200 Mann ins Feld rücken zu können. Jeden Sonntag und jeden Wochentag Abend werden in den einzelnen Vereinen Bersammlungen abgehalten, in denen die Mitglieder des Comité's sprechen. Auch für die Gewerksgenossenschaft der Schuhmacher, Eisenarbeiter und Holzarbeiter mer den wir eine hübsche Zahl stellen. Die Allgemeine Deutsche Manufactur, Fabrik und beiter klebt, und das nur durch Ersparnisse vom färglichen Lohn so weit gediehen, der Segen nicht fehlen. Leipzig, den 16. Februar. Die von Herrn von Schweizer mit viel Lärm angekündigte Agitation in Sachsen" hat begonnen. Was wir bis heute darüber zu verzeichnen haben, sieht nicht nach Erfolg aus. M " Donnerstag den 11. wurde im Wiener Saal eine Arbeiter Versammlung abgehalten, die von ungefähr 400 Handarbeiter- Gewerksgenossenschaft( beiderlei Geschlechts) Personen besucht war. Herr Seyfert präsidirte, und Herr Schumann hielt einen halbstündigen Vortrag über die ,, soziale Frage". Neues hörten wir daraus nicht; wir konnten überhaupt nicht begreifen, warum Herr Schumann hiehergefchickt war was er fagte, fonnten die hiesigen Mitglieder des bat fich am 10. d. M. constituirt. Es wurde eine Commission niedergefeßt, welche alle Fachgenossen( beiderlei Geschlechts) in Deutschland und der Schweiz zum Beitritt erlassen soll. Die gewählten Beauftragten, bestehend aus 15 Köpfen( darunter 2 Frauen), constituirte sich als provisorischer Organisa allgemeinen deutschen Arbeiter- Bereins ebenso gut und besser tionsausschuß. Sie sind zugleich beauftragt das nöthige Material für die Generalversammlung vorzubereiten. Auswärtige Fachgenossen bitten wir, sich mit dem Organisations Ausschuß zum weiteren Handeln in Verbindung zu seßen, Beitrittserklärungen, sowie etwaige Anträge wegen Abhaltung mens 2c. an den Beauftragten, Herrn Jul. Motteler in Generalversammlung, Feststellung des Statuts, des NaGrimmitschau, gelangen zu lassen. der tiniger Zeit ein Arbeiter Verein gebildet, der unter der sagen. Die Versammlung verlief sehr ruhig. Von unserer Seite betheiligten sich Werner, Liebknecht und Bebel an der Debatte, die sich vorzugsweise um das sächsische Wahlund Vereinsrecht drehte. Das Endresultat war, daß eine von Bebel vorgeschlagene Resolution, betreffend die Forde rung des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts und des freien Vereins- und Versamm lungsrechts einstimmig angenommen wurde. Auf AnBischofswerda, den 14. Febr. Hier hat sich schon seit trag Werners wurde ferner beschlossen, aus allen drei vertre tenen Fraktionen der Arbeiterpartei ein Gomité zu bilden, 90 welches die Einberufung eines sächsischen Arbeiterkongresses behuss der Agitation gegen das jeßige Wahl- und Vereinsgesch veranstalten sollte. In das Comité wurden vom Schweizerischen Berein: Seyfert, Taute, Beholdt, vom Mende'schen Verein: Röthing, von unserer Seite: Liebknecht, Bebel und Werner gewählt. Erwähnt sei noch, daß Herr Liebisch aus Hamburg nicht zugegen war, weil er unwohl sei. Dieser für uns so befriedigend verlaufenen Arbeiterversammlung folgte am Freitag Abend eine SchuhmacherVersammlung in der Herr Schumann aus Berlin einen Vortrag über den Stand der Schuhmacherei und die Nothwendigkeit der Organisation in Gewerksgenossenschaften hielt. Der Bortrag wurde von der ungefähr 60 Köpfe zählenden Versammlung sehr beifällig aufgenommen. Das Endresultat der Versammlung war die Wahl einer Commission von 7 Bersonen zur Prüfung der Gewerkschaftsstatuten. Von diesen fieben Personen ist nur einer Mitglied des allgemeinen deutschen Arbeiter Vereins, die übrigen sechs stehen auf unserer Seite. Den Schluß daraus ziehe sich Jeder selbst. Sonnabend den 13. fand in Wurzen ein ArbeiterVersammlung statt, einberufen von den dortigen Mitgliedern des Allgemeinen Deutschen Arbeiter Vereins. Bebel und Liebknecht, welche davon Kenntniß erhielten, reisten ebenfalls hin. Herr Schumann aus Berlin hielt einen fünfviertelstündigen Vortrag über die sociale Frage und forderte zum Schluß zum Eintritt in den allgemeinen deutschen Arbeiter. Verein und die Gewerkschaften des Herrn von Schweizer auf. Als sich Liebknecht zum Worte meldete, wurde beantragt, jedem Redner ferner nur 4 Stunde Zeit zum reden zu gegekommen sein; legteren habe man sogar als„ Berräther bezeichnet, obgleich seine ehrliche Gesinnung über jeden Zweifel erhaben ist. Herrn Taute's Antrag, Herrn von Schweißer und Herrn Liebknecht aufzufordern, in einer öffentlichen Versammlung hier sich gegenüber zu treten, und ihre gegenseitigen Anschuldigungen vorzubringen, wurde ein stimmig angenommen. Eine zweite Disputation a la Luther und Eck steht also den Leipzigern bevor. Erklärung. D den borh Beite prog Der feine Indem ich den Beschluß der Arbeiterversammlung vom 14. d. Mon. mit Freuden begrüße, erkläre ich hiermit aus drücklich, daß ich bereit bin, Herrn von Schweißer in einer Volksversammlung gegenüberzutreten und den Beweis zu liefern, daß er( Herr von Schweizer) sei es für Geld oder aus Neigung seit Ende des Jahres 1864 system tisch die Organisation der Arbeiterpartei zu hinter treiben sucht, und das Spiel des Bismarc'schen Gäsa rismus spielt. Ferner werde ich beweisen, hat feith Berri ter beu Schn ichme nare ter daß ich und meine Freunde kein Mittel unversucht ge lassen haben, um die Einigung der Partei herbeiz führen, und daß Herr von Schweizer es war, der alle unsere Bemühungen bis jetzt vereitelt hat. Falls Herr von Schweißer, wie er schon einmal Bethan Stell noch die innic der S mie legter wolle Schr mit ausweichen sollte, erkläre ich mich bereit,- allein ode währen, der Antrag wurde angenommen. Dessen ungeachtet gen Bevollmächtigten, der Arbeiterschaftspräsidenten u. s. w. ent mit Bebel ihm in Berlin in Gegenwart seiner dorti verlief die von vielleicht 350 Personen besuchte Versammlung sehr stürmisch. Die von unserer Seite vorgebrachte Personenfrage wurde gründlichst diskutirt. Kurz nach elf Uhr erklärte der Vorsitzende, der mehr, als seine Stellung es ihm erlaubte, in die Debatte eingegriffen, und zuvor noch eine heftige Rede gehalten hatte, die Versammlung für geschlossen, trotzdem noch mehrere Redner unter ihnen auch Bebel in die Rednerliste eingeschrieben waren. Die Versammlung verlief ohne Refultat, dahingegen wurde Liebknecht und Bebel von einer Anzahl Arbeiter eingeladen, nächstens wiederzukommen und auch ihrerseits in längerer Rede ihren Standpunkt zu entgegenzutreten und die obigen Anklagen zu begründen. Ferner erkläre ich mich bereit, allein oder mit meinen Deutschen Arbeitervereins zu erscheinen, und meine An Bebel auf der nächsten Generalversammlung des Allge klagen gegen Herrn von Schweizer zu begründen. Endlich mache ich, um zu einem definitiven schluß zu gelangen, den Vorschlag, Ab preu lidhe Eteu meil diref diese Die daß die ,, Differenz" zwischen mir und Hrn. von Schweiger dem Schiedsrichterspruch des Generalraths der Internationalen Arbeiterassoziation unterbreitet werde, der wir( so weit deutschen Vereinsgefeße es erlauben) uns seit September De wickeln, da dieses bei der ihnen zum Sprechen eingeräumten vorigen Jahres angeschlossen haben, und der sich auch der Viertelstunde Zeit nicht möglich war.( Mindestens 10 der Versammlung waren auf unserer Seite. D. Red.) Sonntag Bormittag 10 Uhr hielt Herr Liebisch aus Hamburg der mittlerweile eingetroffen war, in Pantheon zu Leipzig einen Vortrag über die Arbeiterfrage. Liebknecht und Bebel waren nicht zugegen. Die Versammlung war überhaupt schwach besucht, sie zählte faum 200 höchstens 250 Personen. Parteigenossen, die zugegen waren, versichern, daß einem großen Theil des Liebisch'schen Vortrags, die, den Lesern des demokratischen Wochenblattes" hinlänglich be kannten Artikel von Eccarius über die Londoner Schneiderei zu Grunde lagen. Sein Vortrag währte 13/4 Stunde und wurde mit viel Beifall aufgenommen. Später, kam die Bersonenfrage ebenfalls ins Spiel. Die Führer der Volkspartei zieh ein Hizkopf der Feigheit,"( Ho! Ho!) weil sie es nicht für der Mühe werth gehalten hatten, zu erscheinen. Die Herren Sey ferth und Taute, welche die persönlichen Angriffe zu unterdrücken suchten, sollen deßhalb bei einigen fanatischen Collegen im allgemeinen deutschen Arbeiter- Verein in argen Berruf Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Allgemeine Deutsche Arbeiterverein( in derselben Weise wie wir), anzuschließen im Begriff steht. Leipzig, den 18. Februar 1869. Anzeige. W. Liebknecht. En vente chez tous les libraires au prix de 6 Kr.( 2 le programme de: La Fraternité organe international de la démocratie Sgr.) durd To la fond borg Lafic und 60 Brin Regi Auft thun piqu Der Rede part achte paraissant tous les huit jours à Mannheim( Grand- Duché de Bade). Prix d'abonnement à Mannheim et à Heidelberg: 3 mois fl. 1. 30.. 6 mois fl. 3. un an 6 flor. On s'abonne à la poste. Adresser tout ce qui concerne le journal: à Mr. E. La Rigaudière à Heidelberg ( Grand- Duché de Bade). ( Allen Parteigenossen auf's Wärmste empfohlen. Leipzig. D. Red. d.„ Demofr. Wochenbl.") Druck und Verlag: 6. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. dita Der und de er" ifel Ber hen brt in bet om เน ner ern der ma ter ifa ges igus alle Jan oder rti ent mit Ig 16 Ber len Die De Der wic Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 8. Die indirekten Steuern und der Aftersozialismus. IV. ( Schluß.) C.H. Wir haben in unserm vorigen Artikel gezeigt, daß unter den heutigen Berhältnissen für den Arbeiter weder ein Grund borhanden ist, seinen Zorn speziell gegen die bestehende in direkte Besteuerung zu wenden, noch sich für den Plan einer direkten progreffiven Einkommensteuer zu begeistern. Im Gegentheil: der sozial- demokratische Arbeiter, d. h. der Arbeiter, welcher feine Klassenlage und die Mittel zu deren Verbesserung erkannt hat und diese Mittel anzuwenden entschlossen ist, muß daran festhalten, daß das System der indirekten Steuern mit der Herrschaft des Kapitals unlösbar zusammenhängt, und daß Geflapper herumreitet und Schaustücke mit ihr aufführt. So gebrauchte der Aftersozialismus zuerst ganz einseitig das allge meine gleiche und direkte Wahlrecht. Er geberdete sich dermaßen, als ob mit der Formel des allgemeinen Wahlrechts Wunder was gethan sei. Er übersah( oder that wenigstens so), daß diese Formel noch lange nicht der Ausdruck der Volks. herrschaft ist, ja daß sie an und für sich, ohne Garantien der Freiheit und eine ganze Reihe unerläßlicher Vorbedingungen, eben so bequem zur Tyrannei, wie zur Freiheit sich gebrauchen läßt. Nachdem die Thatsachen an den Wahlen zum Norddeutschen Reichstag Jedermann deutlich machten, was der Aftersozialismus nicht gewußt oder vertuscht hatte, da hatte letterer ein anderes Stichwort, ein anderes Ziel" nöthig. Es famen die Produktiv Assoziationen mit Staatshilfe". denen energischen und durchgreifenden Maßregeln, die das Bolk, erst einmal zur Herrschaft gelangt, behufs gründlicher Abschaf Schweben kann und nur von listigen Bourgeois oder Reaktio- fung aller Klassenherrschaft naren den Arbeitern als Köder vorgesteckt wird, um sie von Emanzipation der arbeitenden Klassen und humaner Pflege der Entwickelung aller Individuen der Berfolgung des wahren Ziels ergreifen wird, auch Produktiv- Genossenschaften, gegründet durch den Willen und eingerichtet nach dem Willen des freien Boike, nicht fehlen werden. Aber was soll man dazu sagen, wenn der Berliner Sozialdemokrat" Anfangs 1868 bei einem ter Blan einer direkten progressiven Einkommensteuer für Kein Sozialdemokrat wird bestreiten, daß unter den verschie beute eine Unmöglichkeit, ein Hirngespinnst ist, das nur Schwachtöpfen als ein reelles Ziel politischen Strebens vor Stelle aller Klassen herrschaft zu sehen abzulenten. Ferdinand Lassalle hat in seinem Arbeiterprogramm" und noch ausführlicher in seiner Schrift:„ die indirekte Steuer und mie die Lage der arbeitenden Klassen", flar gezeigt, in welchem Bericht über den Nothstand den ostpreußischen Arbeitern zu= innigen Zusammenhang die politische und soziale Herrschaft ruft: ,, Arbeiter, vereinigt Euch, fordert Produktiv- Assoziationen!" der Bourgeoisie mit den indirekten Steuern steht. Er wußte, legteren abgeschmackt die Idee sei, die erstere anzuerkennen und die - einen Ausfluß der ersteren! bekämpfen zu " Die Arbeiter, die in Unterwürfigkeit vor ihren Herren buchstäblich erster ben", die Arbeiter, die so systematisch unter der Knute stehen und am bureaukratischen Gängelbande gebollen. Könnte mir." fragt Lassalle, wegen der erstgenannten führt sind, daß sie sich wundern würden, wenn sie einmal Schrift angeflagt, in seiner Bertheidigungsrede das königlich ungegängelt und ungeknutet blieben, diese Arbeiter in preußische Kammergericht ,,, könnte mir gewehrt werden, eine fried- diesem Staate sollen Produktiv- Assoziationen bilden! Nein, und legale Agitation für die Abschaffung der indirekten liche das ist nicht Sozialismus, sondern das ist plumper oder vielEteuern zu eröffnen?..... Ich that es nicht, nicht deßhalb, mehr recht schlauer Aftersozialismus! weil ich nicht eine Umwandlung der indireften Steuern in Wir sehen somit, daß auch auf dem Gebiete der Steuerdirekte lebhaft wünschte, sondern deßhalb, weil ich mich auf gefeßgebung der Aftersozialismus nur seiner Natur gemäß diese Dinge zu gut verstehe, um nicht zu wissen, daß jede handelt, wenn er, in brüderlicher Eintracht mit dem biedern durchgreifende Steuerreform vollkommen unmöglich ist, Fortschritt", dem heutigen Staat ,, eine einzige direkte progres so lange nicht Maßregeln anderer Art vorhergehen, insbe- sive Einkommensteuer" abnöthigen möchte, wenn er ferner bei, sondere, so lange nicht aus dem allgemeinen Wahlrecht herborgegangene gefeßgebende Körper eristiren." So Ferdinand Lassalle. Laffalle wo möglich einstimmiger, Annahme einer dahin gehenden Resolution überaus vergnügt ist, und wenn er endlich, nachdem seine Resolution dahin, wohin sie gehört, in den Papierforb gewandert, über die böse Welt wüthend wird oder sich stellt. Der wahre Sozialismus dagegen lehrt, daß die Abschaffung der indirekten Steuern in dem heutigen Staate der KlassenMerkwürdiger Weise halten gerade die, die unbedingt auf und Jeden, der nicht an sie glaubt, verfeßern, die Herren vom schwören, sich wie legitime Nachfolger desselben ansehen, Sozialdemokrat", an diesem auch von Lassalle aufgestellten herrschaft ebenso wenig durchführbar und, selbst wenn durchBrinzip durchaus nicht fest. Sie tadeln z. B. die preußische führbar, eben so wenig ein Vortheil für das arbeitende Bolk Regierung, daß sie dem Beschluß ihres Abgeordnetenhauses auf ist, als in demselben, von Privilegirten beherrschten Staate, Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuern nicht zustimme, und Produktiv- Assoziationen oder das allgemeine Wahlrecht. Der thun, ganz so wie die Organe der Fortschrittspartei, wahre Sozialismus lehrt, daß im heutigen Staate, wo die piquirt und ärgerlich darüber. Dieses, auf die Unkenntniß Regierung herrscht und das Volk gehorchen muß, die Emander Arbeiter berechnete Gebahren vereint also brüderlich die zipation des Proletariats ein Hirngespinnst bleibt, und daß Redaktion des Sozialdemokrat" und die preußische Fortschritte diese Emanzipation vom Proletariat selbst ausgehen muß und Partei! Solchen Humbug nennen wir, im Gegensatz zum ächten, prinziptreuen Sozialismus, den Aftersozialismus. dital " et, statt das soziale Uebel an der Wurzel anzufassen und ra Das Wesen des Aftersozialismus besteht also darin, daß zu bekämpfen, sich irgend eine, den Kern und das Wesen und auf dieser mit einem großen Aufwand von Geräusch und nur in Staaten geschehen kann, wo das Volk herrscht und die Regierung nur der Diener des Volkes ist. Quacksalbern wir also nicht erst an dem Staate der Bourgeoisie herum, laffen wir ihm seine indirekten Steuern, seinen Zensus und was er sonst nöthig hat, aber sorgen wir dafür, daß dieser der sozialen Uebel gar nicht tangirende*) Nebenfrage heraussucht Staat selbst, mit allen seinen schönen Einrichtungen, ver ) berührende. schwinde, um der Herrschaft des Volkes Plaz zu machen, unter welcher die Unmöglichkeit aller in direkten Steuern selbstverständlich ist, und die Einführung einer direkten Einkommen steuer mit starkem Progressivsaß nicht mehr eine Illusion, son. dern eine ächt demokratische und von den heilsamsten Folgen begleitete Einrichtung sein wird. Die Arbeiterbewegung in Wien. ( Fortsetzung und vorläufiger Schluß). Die Sperlversammlung. Wien im Februar. 92 nach Zeit, darüber zu streiten, die Gewalt der Thatsachen werde der Zeit die nöthige Klarheit auch da schaffen, wo man nod offe in Folge fleinstaatlicher und unentwickelter Berhältnisse in aat Dunkeln umhertaste. Die Arbeiter könnten einer Bartei fein Bolt Anerkennungsvotum geben, welche nicht einmal über ihr Propäis gramm cinig sei. Die habe die S Sce Auf Die Aeußerungen des Herrn Oberwinder, welche beweisenbart daß die Arbeiterpartei an eine Ueberrumpelung in der Bolt depo versammlung nicht dachte, wie es ihr später mit Unrecht vorgege geworfen wurde, fanden kein Gehör. Sein Antrag, das Wort nicht föderativ" in die Resolution nicht aufzunehmen, war bereit gefallen, als die Herren Kuranda und Dr. Granitsch für de des selben eintraten, indem sie erklärten, unter diesen Umständen nicht an der Versammlung Theil nehmen zu können, da Betonung des Föderalismus in Desterreich zu Mißverstän nissen führen fönne. Es wurde wiederholt abgestimmt un old der Antrag des Herrn Oberwinder angenommen. Im Uebrart gen aber wurde beschloffen, zur definitiven Abfaffung Resolution ein Comité zu wählen. Die Wahl fiel auf Herren Julius Frese, Karl Mayer, A. Trabert, Etienne und Dr. H. M. Richter. Erst am Tage vor de Volksversammlung theilte Dr. Richter Herrn Oberwinder Wortlaut der Resolution mit, worauf dieser erklärte: Resolution entspreche den Anschauungen der Arbeiter ni diese würden ihren Standpunkt wahren." Schon Tage vo Vielleicht wäre auch ein Einverständniß mit den Arbei- her war die Volksversammlung vermittelst Aufrufe auf tern erzielt worden, wenn sich den Vertretern der süddeutschen 2. August in die Sperlsäle einberufen worden. Der Präfident Zum dritten deutschen Bundesschießen, welches bekanntlich im Juli vorigen Jahres stattfand, waren Gäste aus allen Theilen Deutschlands nach Wien gekommen. Die meisten derfelben waren natürlich, wie bei den Schüßenfesten in Frank furt und Bremen, lediglich des Vergnügens wegen, nur eine kleine Anzahl von Männern war mit ernsten Absichten nach Wien gekommen. Es waren Vertreter der süddeutschen Volkspartei, welche sich hier einen mächtigen Anhang verschaffen wollten und sich zu diesem Zwecke mit ihren hiesigen Freun den über die Abhaltung einer Volksversammlung verständigt hatten. Da nun das Wiener Bürgerthum in politischen Din gen ziemlich indifferent ist, die Arbeiter dagegen bereits eine sehr rege politische Thätigkeit entfaltet hatten, so mußten diese bei einer politischen Kundgebung in Betracht gezogen werden. Bolkspartei nicht Elemente angehängt hätten, welche nicht der Sache des Volfes, sondern den Interessen der durch den Krieg vom Jahre 1866 vertriebenen Fürsten dienten, und die sich nur deßhalb dem Programme der genanten Partei angeschlossen, weil dasselbe den Föderalismus proklamirt hatte. An ſein. Det Con die berg Mid Fra Den Dit Den des Schüßenfestes, Dr. Eduard Kopp, hatte den Aufruf felb unterzeichnet, die Sperffäle lagen sogar unweit des Festpla die deutschen Schüßenbrüder konnten deßhalb auf dem Pla Am 2. August, Vormittags 10 Uhr, wurde die Versamm demselben Tage, wo die Herren Julius Frese, und Karl lung durch Dr. Eduard Kopp eröffnet und derselbe hierauf Mayer, die hervorragendsten Führer der süddeutschen Volks. durch Acclamation zum Vorsitzenden gewählt. Es mochte etwa 5000 Personen anwesend sein. Die Tribüne partei, aus Stuttgart hier eintrafen, fand im Café GrienHerren Dr. H. M. Richter, A. Trabert, A. Röckel und war von steidl eine Berathung statt. An derselben nahmen u. A. die den Wortführern der beiden sich gegenüber stehenden Parteien besetzt. In der Mitte des Saales standen die deutsch- nationalen Martin May Theil. Karl Mayer war nicht erschienen. oder vielmehr nationalliberalen Mitglieder des Wiener Volks Die Verhandlung beschränkte sich an diesem Abende darauf, vereine, welche vergeblich den Versuch machten, jum Worte daß die Wiener Anhänger der süddeutschen Volkspartei ihren kommen. Die unerträgliche Hiße bewirkte, daß von den auswärtigen Freunden die Parteiverhältnisse in Wien ausein schienenen Schüßen viele weggingen, während die Arbeiter andersetzten. Hieran anknüpfend erklärte der zu der Bespre zum Schlusse der Versammlung( 42 Uhr Abends) ausharrten chung eingeladene Vertreter der Arbeiterpartei, Herr Ober Nachdem der Vorsitzende die Resolution des Comités, welche der Demokratie ein practisches Resultat erzielen wollten, sie sich unumwunden für die sozialistischen Bestrebungen aussprechen müßten. Es wurde beschlossen, daß nach zwei Tagen in der ..goldenen Ente" eine zweite Besprechung stattfinden solle. bod inm Gef Wa Far nun Fre und die tion ein tich dete bur Ere Der biel der tra bia Dal den Anschluß an die Bestrebungen der Volkspartei verlangte verlesen hatte, nahm Dr. Richter zu deren Begründung Wort. Seiner sachlichen Rede folgte eine Verherrlichung Der Südbundsidee durch Karl Mayer, eine Lobrede auf den Föde raliemus von A. Trabert und ein Vortrag von Julius Fre Dr. Richter übernahm es, zu derselben die Herren Dr. Gra Plößlich entstand eine lebhafte Unruhe auf der Tribüne. Es war nämlich eine von Oberwinder, Hartung und Groß unterzeichnete Etienne und Ludwig Eckardt einzuladen. Dieselben leis Resolution eingebracht worden, dahin lautend: Die dentie steten auch dieser Einladung Folge. Auch die Herren Frese Frage kann im Sinne der Freiheit nur gelöst werden durch und Karl Mayer, sowie einige Gäste aus Norddeutschland wa innigen Anschluß des Volkes an die Bestrebungen der Sozial Bei Verlesung dieser Resolution entstand eine Angerstein versuchte nun die Gegensäße zu vermitteln, indem er die Volkspartei ermahnte, den Arbeitern gegenüber Erörterungen beantragte Eckardt, der beabsichtigten Volksver sammlung eine Resolution vorzulegen, in welcher die föderative Bereinigung der deutschen Volksstämme betont werde und den große Bewegung. ab Die geo mer bor St dev trit ber Di sprechen sei. Oberwinder erklärte fich gegen eine derartige Re- fallen, und beantragte Annahme des Jacoby'schen Programme. Bestrebungen der Bolkspartei ein Anerkennungsvotum auszu- nicht in den Fehler der preußischen Fortschrittspartei zu ver solution, indem er bemerkte, daß die föderative Bereinigung Es sollten nun die Wortführer der Arbeiter zur Begründung der deutschen Volksstämme" auch auf dem Programme der des possedirten Fürsten stehe. Der Föderalismus sei überhaupt ab be ihres Antrags das Wort erhalten. Dr. Ropp erklärte jedo daß Schluß der Debatte beantragt sei, ließ auch darüber stimmen, doch wurde der Schluß abgelehnt. Oberwinder wendung für die Zukunft betreffe, so sei es jezt nicht an der gründete nun den von ihm eingebrachten Antrag. Er wies glu in fein e mnach, daß von der Dynastenpolitik nichts für das Volk zu er no boffen sei, von der fleinstaatlichen so wenig, als von der großaatlichen. Die deutsche Frage werde erst dann in einer den Bolkswünschen entsprechenden Weise gelöst, wenn das euro. Bro päische Proletariat der Freiheit eine sichere Grundlage erkämpft babe. Durch Annahme feines Antrages würde sich die Volks. eifen Partei von dem Vorwurfe reinigen, daß sie im Interesse der olf depoffedirten Fürsten arbeite. Im Uebrigen müsse er sich auch por gegen den Antrag des Herrn Angerstein aussprechen, da hier Wort nicht der Drt sei, ein sozialistisches Programm zu erörtern. reit Den aden A di tänd lebri Det Angerstein zog nun seinen Antrag zu Gunsten desjenigen des Herrn Oberwinder zurück. Für denselben sprachen noch die Herren Hartung und Groß und nach mancherlei stürmischen Scenen erfolgte auch mit großer Majorität deffen Annahme. 93 Das Recht der Abberufung der Volksvertreter durch die Majorität der Constituenten ist ein unbedingter Ausfluß der demokratischen Gewalt des Volkes. 7. Einführung einer ehrlichen und sparsamen Staatsverwaltung, sowie national- ökonomisch richtiger Grundsäße bezüglich des Steuersystems und der Staatsschulden. Die Aufnahme der Baarzahlung, eine regulirte Einlösung der Vereinigten Staaten Noten gegen baares Geld und zinsbare Staatsschuldscheine, eine Progressivsteuer, ein Revenuen- Tarif, ein Beamtengefeß, find unter Andern als Mittel einer geordneten Staats- und Finanzverwaltung zu betrachten. 8. Gewissens und Glaubensfreiheit ist durch die Bundeskonstitution garantirt; die prohibitorischen Sonntagsgeseße*) und die öffentlichen Gebete in den Gefeßhallen sind eine Verlegung Auf Grund dieser Resolution wurde auf Antrag des Herrn dieser garantirten Freiheit. Rolatschet ein Comité zur Organisirung der österreichischen Volks Partei gewählt. Dr. Kopp, welchem die Einberufung dieses Comités überlassen worden war, hatte die Sache jedoch bald bergeffen, da er wenige Wochen später das Ritterkreuz des pid Franz- Josefe- Ordens erhielt. r der Den Dit nicht Dor Den ident Felb Stage rauf ten bon Teien alen bis ten gte Da Programm der amerikanischen Reformer. 1. In der demokratischen Republik ist der Volkswille das höchste Gefeß; es ist darum nothwendig, daß dieser Volkswille inmitten der trügerischen forrupten*) Parteien und reaktionären Gesellschaften durch prinzipielle Aufklärung geläutert und zum Wahren und Rechten geleitet wird. Die organisirten Temperenzgesellschaften*) haben das Gebiet der moralischen Agitation verlassen und die politische Arena betreten. Das Gebiet der Moral und das Gebiet des Gesetzes dürfen nicht vermischt werden; für das Erstere dienen Schulund andere Bildungsanstalten als geeignete Mittel zur Hebung der Moral; in das Gebiet des Gesezes gehören Handlungen, welche, so weit sie nicht die Sphäre eines Anderen verlegen, frei und unbeschränkt sein müssen. Die Präventionstheorie***) der Temperenzler und ihre Zwangsgeseße betrachten jeden Menschen als Verbrecher und zerstören die individuelle Freiheit, welche durch das Gesez garantirt und beschüßt werden soll. 9. In dem Conflikte zwischen Kapital und Arbeit muß der bisher unberücksichtigt gebliebene Grundsatz zur praktischen 2. Gleichberechtigung aller Bürger ohne Unterschied der Geltung gebracht werden, daß nämlich die Arbeit einer der Farbe, Abstammung und des Geschlechts ist die Grundbedin Hauptfaktoren †) der Produktion und der allgemeinen Wohlfahrt nung der wahren allgemeinen Freiheit; denn es giebt keine ist, und daß sie daher von der Produktion und ihrem GeFreiheit ohne das Recht der Gleichheit vor dem Geseß. 3. Die Souveränität der Nation ruht im ganzen Volke die Souveränität der einzelnen Staaten bestehen, ohne Na und nicht in den einzelnen Staaten. Die Republik kann ohne tionalsouveränität muß sie untergehen. ein nationales Unterrichts- Departement. Der öffentliche Unterricht ist bie Grundlage der wahren Demokratie; ein ungebildetes, ungesittetes Volk ist unfähig zur Selbstregierung. 4. Beförderung allgemeiner Erziehung und Bildung durch durch einen Bundesrath.. Der bisherige Conflikt zwischen der 5. Aufhebung der Präsidentschaft und Ersatz derselben minne zu einer entsprechenden Quote berechtigt ist. 10. Ein allgemeines Wehrgeseh nach dem Muster der Schweiz ist in einem demokratischen Staate, wo gleiche Rechte gleiche Pflichten bedingen, nothwendig, um die Wehrpflicht zu einer allgemeinen Pflicht des waffenfähigen Bürgers zu machen. Aus England. Exekutive, sowie die aus der Präsidentschaft strömende Macht Arbeiter Bildungs- Verein sein neun und zwanzigstes der Präsidentschaft. London, den 15. Februar. Heute vor acht Tagen feierte der Londoner Deutsche Stiftungsfest. Von den vielen Vereinen, welche von den deut bielen anderen Gründen die Nothwendigkeit der Abschaffung schen Flüchtlingen der dreißiger und vierziger Jahre im Auslande gegründet wurden, ist der Londoner Bildungs- Verein der Die Legislative ist nach dem wahren Begriff des demo- einzige, der die Stürme von 1848 und 49 überlebt hat und tratischen Staates die höchste Staatsgewalt und durch ihre noch heute auf der Höhe der Zeit steht, nicht weil sich seine zahlreiche Repräsentation der wahrste Ausdruck des Volkswillens. Mitgliedschaft beständig verjüngt, sondern weil die Nestoren des Die Ausführung ihrer Gefeße kann nur durch eine ihr unter geordnete und von ihr kontrolirte Erekutive sicher bewirkt Det öde refe bar nete di rd Fal ine In bet mer 3. ng ab be ies werden. bon Nationalwahlen der Volksdeputirten nach Maßgabe der 6. Aufhebung der Congreßdistriktswahlen und Einführung Staatsbevölkerung. Durch dieses Nationalwahlsystem, wie es z. B. im nordDistrikte hört auf. Vereins den Grundsäßen ihres Jugendalters treu geblieben und ihre Begriffe noch heute so zeitgemäß sind wie vor zwan zig Jahren. Der Verein ward am 7. Febr. 1840 von meh*) prohibitorisch, verbietend; in vielen Staaten Amerikas ist am Sonntag nicht bloß das Arbeiten, Kaufen und Verkaufen, sondern auch das Vergnügen und der Kunstgenuß verboten. **) Tempereng, Mäßigkeit. Temperenzgefeßschaften, Mäßigkeitss vereine, die in Amerika nicht bloß den eigenen Mitgliedern den Genuß tritt die würdigste Capacität und Intelligenz an die Spiße geistiger Getränke untersagen, sondern ihn durch Staatsgeseß allen der Nationalvertretung**). Die Vertretung der Scholle des glücklich. forrupt, verderbt. Bürgern verbieten lassen wollen, auch in einigen Staaten zeitweilig dies durchgesetzt haben. ***) Prävention, Berhütung; Präventionstheorie der Temperenzler, der Grundsaß der Mäßigkeitsfanatiker durch Verbot des Ausschanks lich. Der Hinweis auf den Norddeutschen Bund ist allerdings nicht geistiger Getränke die Unmäßigkeit zwangsweise zu verhüten. +) Die Arbeit ist der einzige Faktor der Produktion. 94 No. Schlte 6. R Beter Auftr พ. ศ entdeckt haben, daß sich die Vortheile der erweiterten Industri höchst mißverhältnißmäßig vertheilt haben, daß z. B. im Jahr 1846 Großbritanien nur sechszehn Kapitalisten aufweisen fonnte, die über 50,000 Pf. St. das Jahr, und ein jährliche Durchschnittscinfommen von 74,000 Pf. St. hatten; daß da gegen im Jahre 1866 hundert drei und dreißig Kapitalisten ein jährliches Durchschnittseinkommen von mehr als 100,000 Pf. St. hatten, während sich die Gesammt- Bevölkerung un 18 Prozent, die Zahl der beschäftigten Arbeiter in den Baum wollenfabriken aber kaum um 12 Prozent vermehrt hat. Da Einzige, was in Bezug auf Arbeiter verhältnißmäßig vermehrt worden, ist seine körperliche Anstrengung, seine individuelle Leistung. Am 31. März 1851 gab es in England 391,77 Baumwollenfabrikarbeiter, 1861 belief sich ihre Zahl au 456,646 eine Vermehrung von 12 Prozent. 1850 famen durchschnittlich 1,509 Pf. Rohbaumwolle auf den Arbeiter, 1860 aber 2,541 Pf. Wir sehen daher, daß die erweiterte Induſtrie nur die Plackerei des einzelnen Arbeiters vermehrt hat, ohne einer verhältnißmäßig größern Anzahl Beschäftigung zu ge währen oder den Lohn des einzelnen Arbeiters verhältnißmäßig zu erhöhen. Nach dem Maaßstabe von 1850 wären 1860 über 760,000 Arbeiter erforderlich gewesen, das Rohmaterial bat welches verbraucht wurde, zu verarbeiten- 456,000 ware hinreichend. 1867 belief sich der vermehrte Berbrauch po Baumwolle, verglichen mit 1850, auf 350,803,352 Pf. eine Vermehrung von 612 Prozent; die zur Verarbeitung des vermehrten Rohmaterials erforderliche Arbeiterzahl fiel gesehen von den verbesserten Produktionsmitteln, welche 1860 eingeführt worden sind, um 13,000 eine Bermin derung von 32 Prozent. Dieses ist die Quelle de reren Mitgliedern des damaligen geheimen Bundes der Gerech tigkeit, die aus Frankreich ausgewiesen worden waren, gestiftet und stand bis zum Ausbruch der Februar Revolution unter der Leitung jenes geheimen Propaganda- Bundes, welcher es sich zur besonderen Aufgabe machte, sozialistische und kommuni. stische Flugschriften nach Deutschland zu schmuggeln, und die jungen deutschen Arbeiter, die ins Ausland famen, mit der Arbeiterbewegung, wie sie in Frankreich und England bestand, vertraut zu machen und sie über ihre Klasseninteressen als Arbeiter aufzuklären. Das Flugschriften Schmuggeln hatte Das Flugschriften Schmuggeln hatte seine Schwierigkeiten, und daß es mit Gefahr verbunden war wird man daraus ersehen, daß es beim Kölner Kommunisten Prozeß 1852 den Angeklagten noch als Verbrechen angerechnet wurde im Besiße des Kommunistischen Manifestes gewesen zu sein. Der kosmopolitische Klassencharakter der von London ausgehenden Propaganda läßt sich daran erkennen, daß die Statuten des Vereins in deutscher, englischer, französischer und schwedischer Sprache gedruckt, und alle Nationen Europas unter den Vereinsmitgliedern vertreten waren. Unter den heutigen Mitgliedern sind nur noch drei deren Mitgliedschaft bis in die vierziger Jahre zurückdatirt, nämlich Karl Mary, Georg Eccarius, und Heinrich Leßner. Dadurch, daß diese zugleich Mitglieder des Generalraths der Internationalen Arbeiter- Association sind, steht der neun und zwanzig Jahre alte Bildungsverein noch immer mit an der Spizze der europäischen Arbeiter- Bewegung. Beim heurigen Stiftungsfeste wurde eine Sammlung für die herausgeworfenen Arbeiter in Basel gemacht, die 2 Pf. St. 6 Sh.( 15 Thlr. 10 Gr..) einbrachte. ab feit iu Elends. In einem Zeitraum von zwanzig Jahren hat fid die Produktivität der gesellschaftlichen Arbeit mehr als verdop pelt. Die Bevölkerung hat sich während dieses Zeitraums um 18 Prozent vermehrt, die Zahl der größten Kapitalisten hat sich verachtfacht, ihr Gesammteinkommen hat sich verzehn facht, und die Nachfrage nach Arbeitern ist selbst in den Pro speritätsjahren hinter der langsamen Vermehrung der Bevöl ferung zurück geblieben. Die Errungenschaften der modernen Wissenschaft haben nur dazu gedient eine Handvoll reicher In Lancashire scheint der Glaube an die glücklich machende Wirkung des Freihandels zu wanken. Die Predi ger des Freihandels- Evangeliums fanden sich vor einigen Tagen, bei Gelegenheit der Jahresversammlung der ManchesterHandelskammer, veranlaßt ihre Politik gegen die im Volke herrschende Meinung, daß der Freihandel für das Baumwol lengeschäft nachtheilig sei, zu vertheidigen. Mr. Bazley führte als Beweis der Nüßlichkeit an, daß sich der Werth der Ausfuhr von Baumwollenwaaren von 25,000,000 Pf. St. im Jahre 1846 auf 74,000,000 Bf. St. im Jahre 1867 gesteigert habe. Der Freihandel, sagte er, habe einer sich mehrenden Zahl von Personen Beschäftigung gewährt, und in demselben Verhältniß wie die Gesammtausfuhr von 60,000,000 Pf. St. auf 225,000,000 Pf. St. gestiegen, sei die Anwendung von Arbeit und Kapital gestiegen. Dagegen aber haben fich die Staatsausgaben von 49,000,000 Pf. St. im Jahre 1846 auf 70,000,000 Bf. St. im Jahre 1868 gesteigert, also 21,000,000 Pf. St. würden ins Staatssieb geschüttet. Eine Million, sagte er weiter, würde hinreichen um 10,000 Familienhäuptern, jedem ein jährliches Einkommen von 100 Pf. St. zu sichern, und da 100 Pf. St. hinreichen die Kosten des Lebensunterhalts einer Familie von fünf Personen zu bestreiten, so würden diese 21 Millionen hinreichen, 1,050,000 Menschen zu ernähren. Hätte der Freihandels- Apostel die Ursache der ArbeiterArmuth etwas näher untersucht, so würde er entdeckt haben, daß die 63 Millionen Pf. St., um welche sich der, aus der unbezahlten Arbeit heraus geschlagene jährliche Profit einer Handvoll industrieller Kapitalisten feit 1848 vermehrt hat, und Leute mit den Früchten fremder Arbeit zu überschütten die Lage der produzirenden Arbeiter relativ und absolut verschlimmern. Briefkasten. und b band A. Z. in G. Das angekündigte Blatt ist uns nicht zugegangen. Haben Sie die Güte, ein anderes Exemplar zu schicken. Ihrem Wuns wird pflichtgemäß entsprochen werden. breimal so viel Menschen ernähren könnte; er würde weiter Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. Anzeige. Deutscher Arbeiter- Bildungs- Verein in London wir mu für jeder juer mur Meb Ne gilt ftein und nich Ra Ber und uns Charles- Hotel, 71 Dean Street, Soho Square. W. London. Leipzig.} Druck und Vertag: 6. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Lie Alla