8.50 Fall rtig D nod auk egen ren Caja ang Lo icher Happ Deyen ri ben ina nen Demokratisches Wochenblatt. No. 10. Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 6. März. 1869. fchließlich Bringerlobn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nebmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätstraße, und die Ervedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialervedition( interimistisch) M. Hendel, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Javan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: A. Duenfing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blage eins 3nbalt: Bolitische Uebersicht. Anzeigen. Jdeen. Aus Desterreich. Bororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. land. Der Triumph sozialistischer Beilage: Die demokratischen Ziele und die deutAus Engihen Arbeiter. Zur Abwehr preußischer Erfindung. Briefkasten. kerung aus Katholiken. So oft nun in der sehr rasch wachsenden Stadt eine neue höhere Lehranstalt gegründet werden soll, erhebt sich ein Streit über die Confession, die in derselben herrschen soll, oder deutsch: welche Geistlichen den Unterricht beeinflussen dürfen.( Nach den preußischen Geseßen muß irgend eine Confession herrschen; eine Schule ohne jede firchliche Bevormundung wäre ja ein Werk des Teufels!) Refignirt Man schreibt uns aus Berlin: Während all des Geräuschs ergiebt sich der liberale Philister in diesen Zustand und sucht Politische Uebersicht. der großen und kleinen Politik hat in den legten Wochen unsere nun möglichst alle Lehranstalten zu protestantischen zu machen, führt. Auf den fast leeren Bänken saßen oft faum 40 Abge- Schulen gelungen ist. Nun beanspruchen die Katholiken, d. h. Boltsvertretung" eine Art von unheimlichem Stillleben geordnete, die über die wichtigsten Landesangelegenheiten beriethen natürlich der katholische Klerus, die 13. neugebaute und noch und beschlossen, und wer auf die gleichfalls verödeten Tribünen der Norddeutsche was ihm denn auch in Breslau bei 12 öffenlichen, höheren nicht eröffnete Schule für sich, und die Stadt, d. h. die Bourfeit überantworten, wie sie mit allen früheren ohne Be= als die Regierung ihr Veto*) einlegte, beschwerend an den blidte und die seltsamen Reden hörte, die unten im Saale geoisie, die in den städtischen Behörden fißt, kann diese Schule geführt wurden, der mußte unwillkürlich die gegenseitige Ent anständiger Weise nicht auch noch der evangelischen Geistlich.. tennen und sich sagen: der Parlamentarismus hat ausgespielt! denken gethan hat. Da will sie denn aus purer Verlegen. Aber schon wieder flingelt's, ein neuer Aft der parlamentari heit eine konfessions lose Schule daraus machen, und hat sich, schen Komödie beginnt am 4. März, Reichstag". Die übliche Pause findet nicht statt, im Gegentheil Landtag gewandt. Am Sonnabend fam diese Angelegenheit gen haben, da der Landtag erst etwa am 8. März geschlossen die Regierung mit 155 gegen 120 Stimmen aufgefordert, dieselben sind, so giebt es natürlich große Verwirrung, und dieser Beschluß nicht, da der Minister nicht verpflichtet ist, den= Ueber den Grund der so plößlichen und vorzeitigen Einberu murf über Aufhebung der mittelalterlichen Gefälle( Erbzinsfung des Reichstage hört man manche, zum Theil beunruhi gelder) in den anneftirten Provinzen ohne Entschädigung man wird faum mehr wissen, wer Koch und wer Kellner ist". selben auszufübren(!). Im Herrenhause wurde der Gescßent gende Gerüchte. Einige meinen, man beabsichtige schleunigst der bisherigen Rentenempfänger. zur Verhandlung, und schließlich hat das Abgeordnetenhaus der Stadt Breslau ihren Willen zu lassen. Einen Zweck hat gegen, eine schwache Oppoeinige liberale Geseße zu machen, um die erbitterten Bundes- fition angenommen. Das Gesez betrifft blos die Feudalherren Süddeutschen für die im Herbst zu erwartende Annexion ge- längst und in Preußen 1850 ohne Entschädigung abgeschafft genossen zu besänftigen, mit Desterreich zu fonkurriren und die Hessen's und Nassau's, da diese Gefälle in Hannover schon neigt zu machen. So die optimistischen*) Main- Ueberbrüder. Geld, und zwar viel Geld, schleunigst bewilligen, denn der Die Beffimisten**) fagen: Der Reichstag foll gar nichte ale Krieg mit Frankreich ist unvermeidlich und steht vor der Thür." tanntlich das Rofettiren mit dem Protestantismus und das aut ud 105 oll bei worden find. Die Oppositionspartei wollte, daß die Bauern oder der Staat die kleinen Herren" für den Wegfall der Ge fälle entschädigen sollten." Zum preußisch partikularistischen Gothaerthum gehört be habe in einem Schreiben an den Kaiser von Frankreich Ein belgisches Blatt behauptete neulich, Graf Bismarc den Wunsch einer Verständigung ausgesprochen, und ihm u. A. eine Art von Continentalsperre gegen englische ob das protestantische Muckerthum nicht ebenso Humanität und amerikanische Waaren vorgeschlagen. Die Kreuzzeitung" und Kultur gefährdete, als das katholische! Diese von oben gepflegte fleindeutsche Richtung wird namentlich in Breslau erklärt diese Nachricht für falsch, und was den angeblichen Borschlag einer Continentalsperre anlangt, hat das Berliner sehr stark gepflegt. Dort besteht über ein Biertel der Bevöl Junkerblatt auch gewiß Recht. Daß aber Graf Bismard in Alles rofig fiebt. *) optimistisch, das Beste glaubend; ein Optimist, Jemand, der der schwarz fiebt. **) peffimistisch, das Schlimmste glaubend; ein Pessimist, Jemand, jüngster Zeit wiederholte, jedoch fruchtlose Versuche gemacht hat, Napoleon zu gewinnen, ist zweifellos. *) Lateinisch: ich verbiete! Man nennt so den Einspruch der ausübenden Gewalt( der Regierung, des Fürsten, des Präsidenten) gegen Gesegesvorschläge u. s. w. 106 t deute nabez konnten die lange vorbereiteten Pläne der Kriegspartei beseitigen, u der Erfolg hat hinterdrein die ungeheure Mehrheit derer, welche diesen Kriege das größte Unglück für Deutschland sahen, zu Anbeter die hat seitdem mit seiner ganzen politischen Vergangenheit gebrech Ueberzeugungstreue, die heiligsten Rechtsprinzipien und selbst die um d der L In Königsberg hatten Ende der vorigen Woche Arbeiterunruhen statt. Die Arbeiter rotteten sich zusam men und forderten: Arbeit und Steuererlaß. Zwei Tage dauerte der„ Tumult"; die Militärmacht" wurde requirirt, jedoch die ordonanzmäßige Abfütterung mit., blauen Bohnen" vorläufig unterlassen. Nach offiziösen Mittheilungen vermocht, und wer will es in Abrede stellen, daß dieselben Erschtariar war die Zahlungseinstellung eines großen Handlungshauses, das viele Arbeiter beschäftigt", Schuld an Allem; das ist aber eine plump unverschämte Bertuschung der Wahrheit. Wir haben es einfach mit einer natürlichen Folge des in Ostpreußen herrschenden Nothstandes zu thun, und müssen uns auf Schlimmeres gefaßt machen. Mit den großmüthigen Absichten", die man in Berlin gegen Frankfurt hegen sollte, hatte es wirklich seine Richtigkeit. Die Regierung hat den Frankfurtern als Entschädigung für das ihnen genommene Eigenthum 2 Millionen Gulden gewährt, und der König, um sein persönliches, Wohlwol len" zu beweisen, aus seinen Privatmitteln" ein„, Gnadengeschenk" von einer Million Gulden zugelegt. Dieser fönigliche Aft", sagte der preußische Finanzminister, wird mehr als Alles geeignet sein, die Herzen der Stadt(!) Frankfurt zu gewinnen." Es giebt etwa 70,000 Frankfurter, die Gesinnung eines Frankfurters wird folglich in Berlin auf ungefähr 14 Gulden tarirt. Wir fürchten, die Herzen der Stadt Frankfurt", die durch die Annexion direkt mindestens das Doppelte der an. gebotnen Summe, indirekt unendlich mehr verloren hat, werden ebenso steinern sein, wie ihre Häuser. " Der österreichische Minister des Innern, Herr Gis. kra, hat sich zu einem tapferen- Rundschreiben gegen die widerhaarigen Bischöfe aufgerafft. Wird er eben so tapfer handeln? Betreffe der Wahlreformfrage nichts Neues. Zur Illustration( Beleuchtung) des Liberalismus" der ,, neuen Aera" verweisen wir auf unsere Wiener Correspondenz. Große Wortschlacht der französischen Kammeroppofition gegen die Regierung. Es handelt sich um die schmachEs handelt sich um die schmach volle Mißverwaltung der Stadt Paris. Bekanntlich hat Napoleon, um einen Straßenkampf unmöglich zu machen, Paris vollständig umbauen lassen, was hunderte von Millionen ge kostet und der Stadt ein Defizit von 500 Millionen Franken eingebracht hat. Wie sich von selbst versteht, wird die Oppo sition direkt nichts erreichen; aber ihre Angriffe tragen immerhin zur Schwächung des herrschenden Systems bei. Berat fonde dem benfesteste Logik(?) haben dem Erfolge gegenüber nicht Stand zu halt men? nungen, an denen damals der gesunde Menschenverstand irre ward, ganz in derselben Weise wiederholen können, wenn es einmal so we bat kommen können, daß der Erfolg allein die Urtheile und Meinu gen der Menschen beſtimmt und ihre Treue und Anhänglichkeit B suchungen ausseßt, denen sie bei dem ersten Anprall erliegen." wurd Ganz so erbärmlich, wie unsere deutschen ,, Liberalen" wm den sich die französischen allerdings wohl nicht benehmen, un fobali die französische Demokratie wird jedenfalle einen fräftigen Sigu Widerstand leisten, als die unsrige- damals noch ganz organisirt im Jahr 1866 vermochte; aber so viel steht f organisirt ein siegreicher Feldzug wird die Masse des französischen auf einige Zeit mit dem Empire aussöhnen. Mittlerweile fährt die französische Regierung fort, noch fek annel Bolt Und Schn dat ohne da word abger genau Der F - von ihr in sehr, sehr beschränktem Maaß gewährte ,, Verfam find lungsrecht" willkürlich immer mehr zu beschränken. fie jedoch aufhörte, extrem- sozialistische Meinungsäußerungen begünstigen. Dieß veranlaßt die demokratische ,, Presse libre ( Freie Presse) zu folgender Betrachtung: Während langer Zeit haben unsere Proteste die Regierung betw nennt bit wird dressen. Um uns zum Schweigen zu bringen, hat sie uns ein Spiel zeug in die Hand gegeben, welches sie das Versammlungsrecht Sie hatte es recht harmlos bestellt, so daß es eine Freude für Kinder sein könnte, ohne die Ruhe und Sicherheit der Eltern ren. Aber siehe da, die Kinder sind Männer und das Spielzeug, eine Waffe in ihren Händen. Ganz schnell bestraft man fie, und wenn sie wieder hübsch artig sein werden, so wird man sie von Neuem am firen. Man wird ihnen ein neues Spiel geben. Alles läßt annehmen daß dies blutig sein wird, und daß einige bundertausend Menschen amis den Ufern des Rheins niedergeschossen werden. Begreift Jbr entlid befucht diejeni Det und werden Männer des guten Willens, die Ihr diese Versammlungen daß man, ehe man jene Fragen aufnimmt, die uns trennen, gen respektiren muß, die uns nähern? Wir können verschiedener ficht sein über die Verfassung der Gesellschaft, der Fumilie Eigenthums, aber alle unsere Anstrengungen, die gemacht, diese Frage zu lösen, werden eitel sein, so lange es von der Regi rungsgewalt abhängt, unser Werk zu zerstören. Bekümmern uns mithin darum, die Diskussionsfreiheit zu erlangen, nachher we den wir diskutiren. Gelangen wir vorerst zu allen unseren schen Rechten, später werden wir weiter sehen." politi Die spanischen Cortes haben mit 180 Stimmen gegen 62 Stimmen den Marschall Serrano mit der Bildung cinc In Frankreich haben alle Freisinnigen es begriffen, daß( Exekutiv) Gewalt betraut. Wir brauchen nicht zu erwähne der vom Kaiser geplante Krieg in erster Linie gegen die freis daß die 62 Stimmen der republikanischen Minderheit gehören heitliche Bewegung im Innern des Landes gerichtet ist, und die unabhängige liberale Presse bekämpft daher systematisch das Serrano ist ein Intriguant, aber zum Glück entsprechen Fähigkeiten nicht seinem Ehrgeiz. Außerdem wird er feine durd aufbezerische Treiben der Regierungspresse. Beim jüngsten Prim, den er nicht abschütteln kann, in allen Bewegunge gehemmt. Wie ein Telegramm meldet, ist das„ ,, neue" Mini sterium schon fertig eine Geschwindigkeit, die allerding feine Hererei, fintemalen sämmtliche alte Miniſter im verblieben sind. Skandal mit Belgien that sie dieß wieder mit großem Nachdruck, und da die Regierung es noch nicht zum Aeußersten kommen lassen fkann, haben die offiziösen Zeitungen auch Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten erhalten. Diesen Sieg der öffentlichen Meinung" darf man jedoch nicht überschäßen. In Barcelona soll eine„ kommunistische" Gr Sehr treffend bemerkt die Deutsche Volkszeitung" in Hannover: hebung unterdrückt worden sein. Kommunistisch" soll jeden Wenn man sich der Hoffnung bingiebt, daß die friedliebende Haltung einiger unabhängigen Journale in Paris im Stande sein würde, auch fernerhin die, wie man unablässig behauptet, in den höheren Regionen herrschende Kampfs- und Kriegsluft im Keime zu ers sticken, so braucht man nur sein Gedächtniß zu Hülfe zu nehmen, um ganz ähnliche Erscheinungen in Deutschland im Jabre 1866 an fich vorübergeben zu lassen. Nicht bloß die große Mehrzahl der deutschen Journale trat damals auf das Entschiedenste gegen den Ausbruch eines Krieges zwischen Desterreich und Preußen auf, den sie allgemein als einen heillosen und brudermörderischen bezeichnete und zu dessen Abwendung sogar die Londoner Conferenz zusammentrat; aber weder die Frieden predigende Presse Deutschlands, noch die Londoner Conferenz an. That gieru und Greta wort Regie die E ebem Rat 1867 Berf hält, das biefig reichi Mar Uneis obrou feine nicht falls heißen republikanisch; und die Erhebung" war vermuth lich irgend eine harmlose Kundgebung, da bei der Unter drückung" kein Blut gefloffen sein soll. begnadeten Italien; daneben obligate Aufstandsversuche Abermalige Mablsteuer- Krawalle in dem Einbeit publikanischer Färbung. Det In der belgischen ,, Mustermonarchie" spielt feit einigen Tagen folgende parlamentarische Stückchen: Die Bertreter Klerus, denen der Afterliberalismus der Regierung eine fo be wort weld tig woll wel Redh Spred Ball Den nach foebe Leip be ור T 107 Hofleben von Sachsen- Coburg zum Gegenstande hat. Dasselbe dürfte in ganz furzer Zeit im Buchhandel erscheinen und wird einen interessanten Beitrag zur Sittengeschichte des neunzehnten Jahrhunderts bilden." Im Freiberger Wahlbezirk stellt die Volkspartei Julius Bahlteich in Maren bei Dresden deutende Macht verschafft hat, daß er in beiden Kammern nahezu über die Hälfte der Sige verfügt, benugten im Senat die zufällige Abwesenheit einiger ministeriellen Abgeordneten, um das ganze Budget zu verwerfen. Darob große Aufregung der Liberalen. Sollte das Ministerium seine Entlassung nch. men? Sollte es den Senat auflösen? Der ächte Barlamentarismus erheischte das Eine oder das Andere. Nach reiflicher Berathung beschlossen die Liberalen, feins von beiden zu thun, fondern einfach, unter Preisgebung der parlamentarischen Würde, dem Klerus Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Das Budget wurde der Deputirten Rammer zum zweiten Mal vorgelegt, um zweiten Mal von ihr angenommen, und kommt nun, Sobald die liberalen Senatoren, die in der verhängnißvollen Sigung fehlten, sich von ihren Unpäßlichkeiten erholt haben, gewählt worden. Wir freuen uns über diesen Sieg um so nochmals vor den Senat, der es dann natürlich ebenfalls annehmen wird Und wenn dann wieder ein paar liberale Senatorer den zur größeren Ehre des Parlamentarismus. Schnupfen bekommen, kann der Spaß von vorn angehen. 3wischen der türkischen und griechischen Regierung find die diplomatischen Beziehungen wieder an geknüpft" worden, um bei nächster Gelegenheit wieder aufgeknüpft oder Thue Jeder seine Schuldigkeit! als Gandidaten für die bevorstehende Reichstagswahl auf. Hasenklever ist mit großer Mehrheit in den Reichstag" mehr, als er den Einfluß eines Mannes vermehrt hat, der gleich uns die Einigung der verschiedenen, bloß durch Intriguen und Mißverständnisse auseinandergehaltenen Fraktionen der Arbeiterpartei anstrebt. Nach dem Sozial- Demokrat" hält Herr Liebisch seinen Wir haben hierauf zu bemerken, daß die Berichterstatter aller abgerissen zu werden. Eine griechische Depesche, deren Inhalt Bericht über die Arbeiterversammlung im Pantheon aufrecht. genau dem der früher erwähnten Proflamation an das Volk der Hellenen"( Griechen) entspricht, kündigt dies unverblümt 2. Dieser Depesche entnehmen wir noch die eigenthümliche Thatsache, daß sämmtliche auf der Conferenz vertretenen Regierungen, mit Ausnahme Englands, also auch Frankreich(!) Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins) den Anund Desterreich(!!) sich für die unglücklichen Christen" von Greta verwandt haben. Die Türkei bleibt hoffentlich die Ant port nicht schuldig, und ertheilt den mitleidigen christlichen Regierungen den Rath, vor der eignen Thür zu fegen und die Christen so tolerant zu behandeln, wie der Sultan. Man schreibt uns: Wien, im Februar 1869. Der ehemalige herzoglich foburgische Domänenpächter Adolph Leipziger Zeitungen, die der Versammlung erwähnten, sowie alle sonstigen Augen- und Ohrenzeugen, mit denen wir über dieselbe zu sprechen Gelegenheit hatten( darunter verschiedene trag Taute's( Schweißer solle Liebknecht entgegentreten) als angenommen bezeichnet haben. Die Thatsache steht absolut fest: Herr Liebisch hat die unwahrheit berich tet; nach den mündlichen Erflärungen, die er uns abgab, find wir jedoch geneigt zu glauben, daß er dies aus Mißverständniß, nicht absichtlich gethan hat. Wie wir vorige Woche mittheilten, forderte uns T. in Kastendieck, ein geborner Hannoveraner, welcher im Mai Nr. 24 des„ Sozial Demokrat" amtlich auf, nach Barmen 1867 auf breußische Requisition verhaftet wurde, sich diesem auf die Generalversammlung des Allgem. D. Arbeitervereins Berfahren jedoch entzog und seitdem in der Schweiz fich auf. balt, beabsichtigt, demnächst nach Desterreich überzusiedeln. Um das dazu nöthige Asylrecht zu erlangen, beauftragte er den zu fommen, und erklärte sogar fed und fühn, uns beim Wort zu fassen". Seitdem ist aber eine wunderbare Veränderung " hiesigen Dr. jur. Eduard Markbreiter, ihn bei der öster( 3 Tage nach Nr. 24 erschienen) erflärt T., Herr v. Schweizer reichischen Behörde in dieser Richtung zu vertreten. Dr. Ed. Martbreiter, einer unserer ersten Juristen, hat sich mit edelster werde sich uns nicht stellen, und wir hätten fein Recht, auf der Generalversammlung zu erscheinen. Die zweite Notiz Uneigennüßigkeit bereit erklärt, die Vertretung zu übernehmen, rührt von Hrn. von Schweizer selbst her, wie wir genau seine Bemühungen angesichts der obwaltenden Verhältnisse undurchdringlich) und ist daher amtlich im Superlativ. obwohl Kastendieck ihm von vornherein erklärte, ihm zur Zeit wiffen;( die Mauern der Stadtvogtei sind für ihn ja nicht nicht honoriren zu können. Dr. Martbreiter schreibt in Bezug hierauf seinem Glienten wörtlich folgendes: Indem ich dem außerordentlichen Interesse Ausdruck gebe, welches mir Ihre Broschüre( Preußen und die Gerech tigkeit, Leipzig, C. W. Vollrath) abgewonnen hat, welchem ich an die Berfechtung Ihrer so schwer gefränften wollen Sie überzeugt sein, daß der aufrichtige Eifer, mit Rechte zu geben Willens bin, jenem Interesse vollkommen ent Herr von Schweiger will und also ausweichen; wir werden ihn aber zu fassen" wissen, um uns der feinen Ausdrucksweise des zweiseeligen T. zu bedienen. Der Triumph sozialistischer Ideen. Die wissenschaftlichen Vertreter der National Dekonomie fallen einer nach dem Andren von der Bourgeoisie ab. Daß sprechen wird, und daß ich die Gelegenheit, in einem solchen sämmtliche Unversitäts Professoren der National Dekonomie in Falle des Rechtes Anwalt zu sein, mit Freuden begrüße 2c. 2c." den Schuß des Kaisers für seinen Clienten anzurufen. Wie man bört, beabsichtigt Dr. Marfbreiter unmittelbar England mehr oder weniger rückhaltlos die Berechtigung des Sozialismus anerkannt haben, ward von unsrem Londo ner Correspondenten wiederholt hervorgehoben. Wie wir neuernach verschiedenen Seiten hin als Schrifsteller thätig war, hat her entschiedene Gegner der sozialistischen Prinzipien waren, foeben ein zweibändiges Werk vollendet, das sich bereits in privatim ihre Uebereinstimmung mit den( im Werk: das Kastendied, welcher seit der ihm betroffenen Katastrophe dinge hören, haben mehrere deutsche Dekonomen, die bis Leipzig unter der Presse befindet und eine Episode aus dem Kapital niedergelegten) Ergebnissen der Forschungen von 108 Karl Mary ausgedrückt. In Frankreich hat der Nach folger Bastiats, Hr Horn mit einem Mal seiner alten Freihandelegeige neue und zwar sozialistische Saiten aufgezogen. Und jeßt lesen wir in der Zukunft", daß der Genfer Professor Da meth, wegen schroffer Verfechtung des Bourgeoisstandpunkts von den Arbeitern Professor des Angebote und der Nachfrage" betitelt, vor Kurzem in einem Vortrag über Arbeitseinstellungen sich plöglich als Sozialist entpuppte, und mit fol " Be pet fol etwa 20 dern bi Sendlin nicht ge Ve menn n Arbeiter Weil höre. genden Worten von der orthodoren Bourgeois Dekonomie Lessings Kampf gegen die Theologen und gab, daran anfn glieder. " fennen lernen, was für ein Unterschied zwischen ihrer Fr bergang heit und der der Bürger ist. Die jüngsten Gerichtsverban lungen gegen die Arbeiter geben auch hiefür schlagende weise. Leidersdorf wurde wegen ,, Religionsstörung urtheilt man weiß nicht ob man weinen oder lachen Ungefähr zur selben Zeit, als Leidersdorf dieses schwere brechen beging, hielt Karl Grün ein Reihe von Vorträg über Lessing. Er schilderte in seiner klaren durchfichtigen We pfend, eine kurze Darstellung vom Kampfe der Philosophie gen die Theologie bis zu Feuerbach, dem siegreichen Vernicht der Religion. Dieser Vortrag mußte die Seele cincé je Staatsanwalts bis in die Tiefe erschüttern und nicht zu aber zu hundert Auflagen Veranlassung geben, störung, Hochverrath, Aufreizung zu Haß und Verachtung s. w. Natürlich geschah von alledem nichts, vielmehr wurden Grün's Vorträge mit bekannter Süßlichkeit in den Organ der öffentlichen Meinung belobt. lossagte: Trotz(!) des unerbittlichen Gesezes des Angebots und der Nachfrage müssen für die Arbeiter die Bedingungen zum Leben erfüllt werden, d. h. der Arbeiter muß besser als bisher gestellt werden und es muß eine Aussöhnung zwischen der Arbeit und dem Kapital stattfinden, da das eine ohne das andere nicht existiren kann. Geschieht dies nicht so gehen wir den furchtbarsten Katastrophen entgegen, denn, daß Arbeiter, wie in Basel, für eine zwölfstündige Arbeit nur 12 Fr.(= 12 Gr.)) erhalten, ist für die Dauer eine Unmöglichkeit. Zur Abhülfe müffen die Fabrikanten bis an die Gränze des Möglichen, ja sogar bis an die Grenze des Unmöglichen gehen und sich die Arbeiter versöhnen durch Lohnerhöhung, Verkürzung der Arbeitszeit, Antheil an Geschäftsgewinn und Begünstigung für Errichtung von kooperativen Genossenschaften." Hr. Dameth hat also begriffen, daß es etwas giebt, was über dem ,, unerbittlichen Gefeß von Nachfrage und Angebot," steht. Er wird mit der Zeit auch noch begreifen, daß das Kapital das Produkt der Arbeit, und daß daher die Kapitaliften nicht ohne die Arbeiter, die Arbeiter aber sehr gut ohne die Kapitalisten bestehen können. " Aus Desterreich. Wien, den 28. Febr. 1869. Die neue Aera" sammelt sich immer mehr Lorbeeren. Der Arbeiter Pfeifer wurde zu 4 Monaten Kerker verurtheilt; die höhere Instanz, an die er appellirte, gab ihm noch 5 weitere dazu, Summa 9 Monate, weil er ein freies Wort gesprochen. Leidersdorf und Subaric wird es nicht besser ergeben; eine Herabſegung des Ur theils ist unter feinen Umständen zu erwarten. Die Demo fratic refignirt sich, sie hat schon härtere Schläge überstanden; ihre Jünger werden nicht entmuthigt. Der Sieg ist nur eine Frage der Zeit. Lassen wir unnüße Klagen und begnügen wir uns mit der Feststellung einer Thatsache, welche sich an obige Verurtheilung knüpft: der Nicht ein Blatt der Kaiserstadt Wien ist für die Verurtheilten eingetreten. So lernen wir doch wenigstens unsre demokratischen Freunde" kennen, möge ihnen am Tag der Abrechnung die verdiente Strafe werden! Was ist, frug ich neulich einen Freund, der Unterschied zwischen Absolutismus und Constitutionalismus in Desterreich? Unter ersterem, antmortete er, hatten wir wenig Steuern, 300,000 Soldaten und durften nichts lesen, nichts schreiben, nichts drucken, namentlich keine Rede halten. Legterer braucht sehr viele Steuern, 800,000 Soldaten, aber man darf alles lesen, schreiben, drucken, namentlich auch Reden halten soweit es der Re gierung gefällt. Es lebe die neue Aera! Man kann die Arbeiter nicht energisch genug darauf hinweisen, was das liberale Bürgerthum unter Freiheit versteht; an den zahllosen handgreiflichen Beispielen sollen sie *) Viele Arbeiter des Erzgebirgs wären frob, wenn sie so viel bätten. ju mille co fein den Du cind der M Religion Arbe Leidersdorf sprach in einer Volksversammlung zu tern, und wird verurtheilt; Grün im Saale der Handel kademie zu einem„ gebildeten" Bublikum und wird belobt, felb von den Organen der Regierung. revolu Darf dies die Demokratie entmüthigen? Nein, es lieg hierin für uns ein großes Zeichen der Anerkennung, ma fürchtet uns. fürchtet uns. Der liberale Bourgeois ist sehr gern tionärin Vorträgen, in Büchern, in gebildeten Kreifen Das Revolutionärsein ist eine Passion, wie andere Daneben gehört es zum guten Ton über gewisse Dinge, aud. ΠΑΡ gründet fbloffen den Be 2 dung ren Br glieder reichen mit mentlich die Religion, frei zu denken, man ist aufgeflärt fich und der Welt zufrieden. Der Arbeiter ist auch revolutio Im Uebrigen steckt man die Hand in die Tasche und lebt Seit Deffent mentlic berricht Beit F Schwei Der geE 25 fered Schwei mann er auf in Anwese fonen, när, aber nicht die und die Laune treibt ihn auf die der Revolution, nein, er wirft seine ganze Persönlichkeit die Wagschale. Was ist ihm der freie Gedanke, wenn nicht die Macht hat ihn zu verwirklichen? Daher dieses Treibe und Drängen; hinter dem freien Wort steht die freie Fau der über die großen Fragen der Menschheit nicht bloß schwagen sondern denken und für Lösung arbeiten will, zuwider ist, Der Bürger spürt das Alles instinctmäßig und, da ihm wirft er ihn ins Gefängniß. Dennoch pocht, pocht. Jedel „ Der Maulwurf," sagt Hamlet, pod Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Dem Verband beigetreten ist der A. V. Ronneburg mit 100 Maun. Beitrag für 1869 sandten: A. V. Schwiebu A. V. Ronneburg, Milfe in Berlin. Der Vorort auf Würzburg, den 3. März. Die hiesigen Buchdrude gehilfen haben die Arbeit eingestellt, weil die Prinzipale a eine Erhöhung des Tarifs, wie er in gleicher Höhe bereits wollten auf in Borsiz Herr daß h ner 1. das W Rad trat" er wü fnedit bisch it To ga Gewer fich n dreins halten föhnu Sozie er den Abonnenten die für März gezahlten Abonnementsgelder aber Ansbach und andern Orten besteht, nicht eingehen Die ,,, Neue Würzburger Zeitung" erscheint deshalb bis Weiteres gar nicht, und der Besizer zeigt an, daß, wenn den nächsten Tagen das Blatt nicht wieder erscheinen tönne zurückzahlen werde. Das klingt recht fest, die Gehülfen werden ihrerseits auch nicht nachgeben, da erstens ihre Forde rungen gerechte sind und zweitens der gesammte wohlorgan firte Buchdruckerverband Deutschlands mit seinen Mitteln binter ihnen stebt. Am Nürnberg. Unser, auf die Leipziger Statuten gegrün deter Buchbinderverein bat bereits seine Feinde. der F officie schickt mit i zu be ,, traur beran fichtsin Die L nad) mar. en in et ne Det ber DES ter Frei and Be pet fol Be äge 109 bergangenen Samstag war Vereinstag zur Statutenberathung, twa 20 der Bewegung feindliche Meister waren in einem an dern biesigen Lokal versammelt und versuchten durch einen Sendling den jungen Verein sprengen zu lassen. Da es ihnen nicht gelang, wurden die Herren so wüthend wie Stiere, wenn man ihnen ein rothes Tuch vorhält und gelobten, keinem Arbeiter Arbeit zu geben, der der neuen Genossenschaft ange Bei höre. Troßdem zählt der Verein bereits weit über 100 Mits fn glieder. Gegen die Gemeinheit der Meister, die ihre Arbeiter zu willenlosen Werkzeugen ibrer Bornirtheit machen wollen, giebt fein anderes Mittel, als sie durch Nennung ihrer Namen an eben den Dummheitspranger zu stellen.*)- Gin Gewerksvercin der Metallarbeiter wird in den nächsten Tagen hier ge= go chte ind one g L rden anen be 180 16 iegt olu en பன். no art ben ut Del mit tio gründet werden. Ein Comité ist bereits erwählt und hat befchloffen, die Leipziger Musterstatuten der Sonntag stattfinden den Bersammlung ihres Gewerks vorzulegen. Burgstädt, den 27. Februar. Unser Arbeiter Bil dungsverein hat sich vorigen Sonntag zunächst im kleineten Brivatkreise constituirt; es zeichneten sich sofort 47 Wit glieder ein. Wir werden die Statuten beim Gerichtsamt einreichen und dann mit einer Aufforderung zum Beitritt an die Deffentlichkeit treten. Bei dem vortrefflichen Geiste, der nas mentlich seit der leßten Volksversammlung unter den Arbeitern Der gebracht. Die einige Male gesprochen, und Liebknecht und Bebel erklärt hatten, daß sie Herrn Liebisch nicht für einen Agenten Bismarc's hielten, die Versammlung nach Probe und Gegenprobe mit allen gegen wohlgezählte 9, sage neun Stimmen folgende Resolution Bebel's annahm: ,, Die Bersammlung erklärt, daß sie fest steht auf dem Boden des sozial- demokratischen Nürnberger Programms, unddaß sie feine Veranlassung hat, sich der Organisation des allgemeinen deutschen Arbeitervereins anzuschließen. Sie betrachtet vielmehr die Agitation der Herren Liebisch und Schuhmann als eine feindselige Störung der schon bestehenden Organisation in Sachsen, und erwartet, daß, wenn die Herren Liebisch und Schumann ehrlich nur das Arbeiterinteresse fördern wollen, fie sofort ihre Agitation in Sachsen einstellen." Wir glauben, der Spruch der Versammlung war unzweideutig und klar. ( Die Agitation der Herren Agitatoren für Sachsen" ist bis jetzt wahrhaft fläglich verlaufen, und die Sie gesberichte des Sozial Demokrat" find von Anfang bis Ende Flunkereien. Ueberall, wo ihnen unsere Parteigenossen entge= gengetreten find, unterlagen die Agitatoren" entweder vollständig, oder die Versammlung verlief resultatlos. Wenn man ermißt, welchen Geldaufwand der jetzt schon dreiwöchentliche " berricht, besteht für uns fein Zweifel, daß wir in sehr furzer Aufenthalt der Agitatoren" in Sachsen fostet, daß dieser AufBeit weit über 100 Mitglieder zählen werden. Schweizerianer haben es mit Ach und Krach auf 18 Mitglie eine prinzipiell auf demselben Boden stehende Partei " wand an Zeit, Geld und Kraft nur gemacht wurde, um Burgstädt, den 3. März. Gestern hatten wir in Burfersdorf abermals eine Volfsversammlung, in der die ermessen D. R. d. D. W). Schweiger'schen ,, Agitatoren", die Herren Liebisch und Schu zu bekämpfen, dann kann man darnach die Ehrlichkeit des geistigen Urhebers dieser Agitation, des Herrn v. Schweizer, Mittweida, den 2. März 1869. Die gestern Abend mann, sprechen sollten. Letterer war indeß nicht zugegen, da vom Vorstand des Arbeitervereins veranstaltete allgemeine auf einem benachbarten Dorfe eine Versammlung abhielt. Bersammlung war sehr zahlreich besucht. Der Saal des GastAnwesend waren troß des misferablen Wetters 6-700 Per- hauses zur Stadt Chemniß, der circa 400 Personen faßt, war sonen, unter diesen die Herren Liebknecht und Bebel. Der vollständig gefüllt Herr Hadlich aus Leipzig, welcher er Borsig fiel ohne weitere Opposition uns zu, und zwar wurde schienen war, um einen Vortrag über das neue sächsische 2. Vorsißenden gewählt. Herr Hadlich führte nun in einem Herr Hupfer aus Lunzenau gewählt; dann wurde festgestellt, Wahlgesez und das Vereins- und Versammlungsdaß Herr Liebisch als Redner 1 Stunde, jeder folgende Redner Stunde sprechen sollte. Herr Liebisch erhielt hierauf 3stündigen, mit Beifall Vortrag aus, wie trat" über die Leipziger Versammlung mußte man annehmen, sozialen Fragen beschäftigen; das neue sächsische LandtagswahlNach dem Bericht des Herrn Liebisch selbst im Sozial- Demo- nothwendig es ist, daß sich die Arbeiter mit politischen und In würde mit einer wahren Beserkerwuth über Bebel und Lieb: gefeß sei abermals ein Beweis, wie wenig von Seiten der bisch sprach so versöhnend, so lammfromm, so vermittelnd, ließ rücksichtigt werde; durch dieses Wahlgefeß sei es dem Arbeiter fnedit berfallen feine Spur war davon zu finden. Herr Lies Regierung das Prinzip der politischen Gleichberechtigung be b welche dort seine Interessen vertreten; die Arbeiter müßten Alſich nur überhaupt anschließe, daß viele Zuhörer ganz enttäuscht les aufbieten, um das allgemeine gleiche und directe Wahldreinschauten. Herr Liebknecht fonnte sich denn auch nicht ent recht mit Diäten zu erlangen und müsse dasselbe auch konsehalten zu fragen, ob dieser Liebisch von heute mit den Verjohnungsworten auf den Lippen derfelbe sei, der den Artikel im der Feigheit zich " Sozial- Demokrat" geschrieben, worin er Liebknecht und Bebel nicht das Titelchen Bürger faufen könne. - ob er derselbe Liebisch sei, der nach der officiellen Anzeige des Sozial- Demokrat" nach Eachsen ge Die " quenter Weise bei Gommunalwahlen eingeführt werden; auch in der Gemeinde sei der Arbeiter rechtlos wenn er sich An der darauf folgenden Debatte, bei welcher über die verschiedenen Arbeiterparteien, ihre Führer, Gewerfsgenossenschickt wurde, um ,, die Herren Liebknecht und Bebel und die schaften und die Internationale Arbeiterassoziation gesprochen zu bekämpfen, die Arbeiterbewegung in Sachsen aus ihrer Minkner und Wagner. Herr Hadlich gab auch hierüber in ,, traurigen" Lage zu retten? Wahrhaftig, es war derselbe. Das längerer Rede die detaillirtesten Aufschlüsse. Ferner wurde auf veranlaßte aber die Opposition, nur um so schärfer und rück Antrag des Präsidiums beschlossen, einen Abgeordneten zu dem sichtsloser diese Art der Agitation an den Pranger zu stellen. Vorgänge innerhalb der jezigen Arbeiterbewegung wurden nad) allen Seiten hin gründlich beleuchtet, und der Erfolg war, daß, nachdem die Herren Liebisch und Stiegler noch *) Nur nicht gesäumt! Die Red. der Erfolg am 6. und 7. März in Hohenstein- Ernstthal stattfindenden sächsischen Arbeiter Gongreß zu senden und wurde Herr Minfner einstimmig hierzu gewählt. Außerdem gehen noch die Herren Grunert und Bischoff als Vertreter des Arbeitervereins dorthin. Zum Schluß forderte der Vorsitzende die Anwesenden mit warmen Worten auf, recht zahlreich in den Verein einzutreten, und versicherte, daß von Seiten des Bororts nichts versäumt werden solle, um denselben zu unterſtüßen. 110 Gewerfsgenossenschaften begonnen werden soll, wurde die hier m sammlung, wel be in der schönsten Haltung verlief, und fizen en um ½ 12 Uhr geschlossen. großem Nußen für unsere Sache geworden ist, von dem Bokeiten beiter, welcher ibm di muß ich noch hinzufügen, daß er auf die Theilnahme beit ein Nachschrift. Zu dem ersten Vortrag des Herrn Sto Frauen an dem Vereinsleben der Männer großes Geri forgt legte, und auf die Bedeutung und die Würde der Frauen in untersti menschlichen Gesellschaft aufmerksam machte; von den Frau hänge wesentlich der Gang der Dinge ab, indem sie dazu rufen seien, den zarten Kindergemüthern die großen Prinzip in die der Freiheit und Gerechtigkeit einzupflanzen. be jum m unt ul Kirchberg, den 2. März. Ueber den günstigen Erfolg, den die am Sonntag Abend hier abgehaltene Arbeiterver sammlung veranstaltet durch unsern Bolfsverein, gelie fert hat, kann ich nicht unterlassen, Ihnen Einiges zu berichten. Punkt 8 Uhr wurde die Versammlung durch den Vorfizenden des Volksvereins, W. Schubert, mit furzen einlei tenden Worten eröffnet; er dankte für das zahlreiche Erscheinen,( der Saal des Deutschen Hauses" war bis zum Erdrücken gefüllt), indem sämmtliche umliegende Ortschaften, so wie von hier alle Stände zahlreich vertreten waren und er- Leipzig. Am 24. Februar fand im Wiener Saal efchen theilte hierauf Herrn Stolle von Crimmitschau das Wort. Versammlung von den Arbeitern der Thüringer, Magdeburg unfre Derselbe sprach in seiner anderthalbstündigen Rede sehr ausführlich über die Gewerksgenossenschaften. Er begann Berlin- Anhalter und Leipzig- Dresdner Eisenbahn statt, weld den Zweck hatte, auf dem Wege der Petition beim Nordre der eit mit einer kleinen Geschichte des Zunstwesens und wies schen„ Reichstage" die materielle Besserstellung der beim Eised. W nach, wie nüßlich dasselbe in früheren Zeiten gewesen sei, wie babnbetrieb beschäftigten Arbeiter anzustreben. es aber der freien Confurrren; habe erliegen müssen. Es gelte Versammlung von einem Arbeiter eröffnet und derselbe jeßt, die Zünfte zum Schuß der Arbeiter dem Geiste der Neu- Vorsißenden gewählt war, gab derselbe eine Schilderung zeit gemäß wieder ins Leben zu rufen. Die von uns erstreb einschlagenden Verhältnisse und betonte, daß die Eisenbahna ten Gewerksgenossenschaften seien moderne Zünfte, beiter, troß ihrer anstrengenden und gefährlichen Beschäftigung tinigur denn sie schließen jede für sich nur die nächstverwandten Ge-( Bremser, Hilfsschaffner, Weichensteller), bei Krankheit, Unglü werbe in fich, und gewähren den Mitgliedern den Schuß. den und Invalidität, als Nichtangestellte keine Unterstüßung die Innungen nicht mehr bieten tönnen. Herr Stolle er- fordern hätten und sehr oft verarmten, der Gemeinde zur läuterte nun die wichtigsten Vortheile nach§. 2. der Muster- fielen oder auf Abwege geriethen. Herr Prof. Biederman statuten des Vororts Leipzig, und forderte zur allgemeinen Be- welcher die Versammlung ohne Zweifel in Szene gefeßt theiligung auf. Als er nun seinen eindringlichen Vortrag tauchte dann auf der Rednerbühne auf; er glaubte, diese schloß, ertönte ein nicht enden wollender Beifall, in welchen auch zialen Schäden seien am sichersten durch eine Petition Diejenigen mit einstimmten, welche uns bisher stets entgegen standen, indem sie sich vollkommen überzeugt erklärten. Nach einer furzen Bause ergriff der Borfißende das Wort und erläuterte die Macht des Großfapitals, welches die zahl reichen, hier noch selbstständig arbeitenden Kleinmeister sämmtlich in das Proletariat hineindrängte, und es sei daher auch im Interesse der Kleinmeister, sich an den Gewerksgenossen. schaften zu betheiligen. Herr Stolle sprach dann für Verkür. zung der Arbeitsstunden, und empfahl dringend die Gründung von Produktivgenossenschaften, worauf ebenfalls wieder stürmischer Beifall erfolgte. Der Vorsißende forderte nun dringend zum Abonnement auf unser Organ, daß., Demokratische Wochenblatt" auf; ce ver theidige die Interessen des Arbeiterstandes und halte die Partei " " zusammen. Nach Bertheilung der übersandten Probenummern machte er auf den Aufruf an die Parteigenoffen" und., an die Arbeiter Sachsens" betr. die Hohenstein Ernstthaler Verfammlung aufmerksam und forderte zur Beschichung auf, worauf er durch Afflamation einstimmig zum Delegirten ge wählt wurde. Herr Stolle unterwarf hierauf das Benehmen des Herrn v. Schweißer und der Gräfin Haßfeldt, sowie deren Agenten einer scharfen Kritik, und ich bin fest überzeugt, daß die selben hier schlechte Geschäfte machen würden. Nach einer kleinen Pause ergriff Herr Stolle abermals das Di Nachdem Det Laf batte all den Norddeutschen Reichstag zu heilen. Obgleich er zugeben mußte, daß ein in dieser Beziehung eingebrachter Gejegentwu nicht das erwartete Resultat gehabt hätte, indem man Schooße des Bundesrathes, und besonders von Sachsen der Meinung gewesen sei, daß für die Eisenbahnarbeiter im aud cin derartiges Bedürfniß nicht vorliege, so hoffte er doch bei neutem Vorgehen, und besonders bei einem genügend motivie ten Verlangen auf Erfolge. Hierzu die Hand zu bieten fei gar nicht so schwierig, denn, die meisten Bahnverwaltung und sein Freund, Dr. 5. Blum(!). gekommen; die Sache f feien ja in der glücklichen Lage, von ihrer Dividende, ctwal für die Arbeiter abzugeben. be Hierauf ergriff Herr Dr. Blum das Wort. Derfelbe pflichtete zunächst seinem, lieben Freund" bei und erörterte unter Bezugnahme auf eine diesen Gegenstand eingehend handelnde Schrift von Dr. G. Lohmann in Dresden. gedrückte und rechtlose Stellung der Eisenbahnarbeiter Die deutschen Bund aus. sprach sich vorwiegend auch für die Petition an den nord Er betonte, daß er schon einmal glücklich gewesen" sei, im Reichstag eine ähnliche Betition vertreten, und da sei selbst sein bochkonservativer Coreferent von Blankenburg, für die Interessen der Arbeiter eingetreten woraus von Neuem hervorgehe, daß im norddeutschen Reich Ebenso wichtig als diese Petition hielt Herr Dr. Blum ric tag die Intereffen der Arbeiter wohlmeinende Förderer fänden( Wort, um die hier bestehende mißliche Fabrikordnung, Gründung einer Gewerts Genossenschaft, damit Mittel wovon ihm ein Exemplar von unbekannter Hand zugeschicht beschafft würden, auch auf dem Wege der Selbsthilfe für die worden war*), einer scharfen Kritik zu unterwerfen, indem er die schlimmsten Baragraphen vorlas und gehörig erläuterte, wodurch er von Neuem lebhaften Beifall erntete. wal Die Der eigenen Intereffen einzustehen. Unter Hinweis auf das, die übrigen Arbeiter thun, meinte Herr Dr. Blum, daß Bahnverwaltungen wohl für unverschuldete Unglüdsfälle Nachdem nun der Borsißende zu der am 14. März ab. Arbeiter stehen fönnten, daß aber auch Fälle vorkommen wo die Arbeiter selbst oder ungünstige Berhältnisse schuld wären zuhaltenden Versammlung eingeladen hatte, bei welcher über die Landesversammlung berichtet und mit der Gründung von *)( Wir bitten um ein Exemplar. D. R. d. D. W.) *) Warum wendet er sich nicht wegen der nöthigen Gelder den ihm so lieben und uns allen so theuren Nordbund? 211 2 waren terve fchen G ordnete beste ber ju un dingun linern borber 1) t 2) 3) i 4) 5) i 6) 7) 8) welche cher di verhan und di Theiln ( bei de gen, b Den be Legtere telegra lich go eine, fchließe 3 zu ver 7 g -le hier müßten Stassen gebildet werden aus den Mitteln der ArBaten zwischen der Verwaltung und den Arbeitern vor, bei welchen der lettere sein gutes Recht nicht verfolgen könne, weil Sto ihm die Geldmittel fehlen. Hier müsse auf Kosten der Gesammt ebeit ein Rechtsschuß hergestellt und außerdem noch dafür ge forgt werden, daß die durch solche Fälle brodlos Gewordenen Unterstützt würden. Servid in d Fraud зи бо zipie I eine Die Folge dieser Reden war die Wahl einer Commission jum weitern Berfolg, vor allen Dingen zur Statutenberathung in dieser Angelegenheit. ( Diese Biedermann'sche Winkelagitation für den Norddeutfchen Sonderbund muß im Keime erstickt werden. Wir bitten urg unsre Freunde, ein wachsames Auge auf die Herren zu haben, weld Fife unt und rechtzeitig in Kenntniß zu sehen, wenn dieselben wieD. W.) dee der eine folche Versammlung beabsichtigen sollten. D. R. d. m bi Sum buap gung nglad g r Lat ann batte 7 all geben mout im aud cin tiviv ci a ngen wal felb terte be Dit un ord rent ten, die ittel die val Die Det tell ren 111 lung, zu welcher der Berliner Ortsverein cin Comité von 4 Mann gewählt hatte, fortgefeßt werden. Dieses Comité legte nun den Leipzigern folgende Erklärung zu den obenstehenden Bestimmungen vor: zu 1) die Wahl des Ortes hat sich nicht auf Mitteldeutschland zu beschränken, 2) bleibt, zu 3) die Delegirten haben so viel Stimmen, als die Zahl der Wähler durch 30 theilbar ist, 4) ist zu streichen, 5) bleibt, zu 6) Delegirte der bestehenden Gewerkschaften find zu dem bestehenden Congreß zuzulassen, haben aber keine Stimmen, 7) ist zu streichen, 8) bleibt. Bei solchen Beschlüffen konnten natürlich die Leipziger tive fennen zu lernen. Von einem Anschlusse konnte keine Rede sein und so reisten sie Abends 6 Uhr wieder ab, ohne ein entsprechendes Resultat erlangt zu haben. Leipzig. Gleichzeitig, mit den Buchbindern Leipzigs nichts weiter thun, als durch eingehende Discussion die Mowaren auch die in Berlin mit Gründung eines Buch bin derverbandes, jedoch auf Grund des Hirsch Dunder's ihen Statute, vorgegangen, und da man beiderseits eine Ver einigung wünschte, waren am vorigen Sonntag zwei Abge ordnete der Leipziger Buchbinder in Berlin, um mit dem dort beſtehenden Ortsverein über ein gemeinschaftliches Borgehen ju unterhandeln. Die von den Leipzigern aufgestellten Bes dingungen, auf Grund welcher ihre Delegirten mit den Berli Es wird nun Aufgabe der, nächsten Sonntag stattfinden. den Versammlung der Leipziger Buchbinder sein, über Annahme oder Ablehnung der von den Berlinern aufgestellten Punkta tionen zu berathen und zu befchließen. ( Wir können nicht umhin, unsre Verwundrung über diefnaben" auszusprechen. D. R.) Leipzig, den 1. März. Am vergangenen Sonnabend feierte der hiesige Arbeiter Bildungsverein sein achtes linern unterhandeln sollten, waren letteren bereits 8 Tage sen Annäherungsversuch an die Hirsch Duncker'schen., Musterborber schriftlich mitgetheilt worden und bestanden darin: 1) der Congreß wird gemeinschaftlich gehalten und zwar in einer Stadt Mitteldeutschlands; 2) die Vorversammlung des Congresses entscheidet, welches Statut zur Berathung im Congres fommen soll; 3) je 30 Kollegen wählen einen Abgeordneten, in kleineren Städten jede Stadt einen; jeder Delegirte hat nur eine Stimme; bedingt; 4) den Beschlüssen des Congresses unterwerfen sich Alle un5) in einem gemeinschaftlich zu erlassenden Circulär machen 6) die Gewerkschaft der Buchbinder, Lederarbeiter 2c., unter dem Präsidium Peter's,( auf Grundlage der Statuten des Berliner Arbeiter- Congresses) ist zu den Berhand lungen mit heranzuziehen; wir dies den Kollegen bekannt; geführt; nur von Collegen 7) alle Verhandlungen werden 8) es soll einem Mitgliede jedes Vereins gestattet sein, in cher Stiftungsfest in der Gentralhalle in Anwesenheit einer sehr Kreiſen. großen Zahl von Damen und Gästen aus den verschiedensten Kreisen. Conzert und Gesang, sowie ein Prolog, sehr gut ge= sprochen von Fräulein Martin, eröffneten die Feier, worauf der Vorsitzende Bebel den Jahresbericht erstattete, der ein erfreuliches Bild der Thätigkeit des Vereins gab. Es wurden im verflossenen Jahr 77 Vorträge aus allen Gebieten des Wissens gehalten, an die sich in der Regel längere Debatten knüpften, außerdem 11 Redeübungen, 9 Monats und 2 Generalversammlungen. Unterricht wurde ertheilt in Gesang. Turnen, Rechnen, deutscher Sprache, Buchführung. Zeichnen, englischer Sprache und Gabelsberger Stenographie. Die Bibliothef hat sich im Laufe des Jahres um 141 Bücher vermehrt; sie zählte Ende 1868 1512 Bände. Ausgelichen wurden im vorigen Jahre über 2400 Bücher. Das Lesezimmer enthält 30 Zeitungen und Zeitschriften und ist jeden Abend geöffnet. Die Einnahmen des Vereins betrugen nahe an 900 Thlr., so daß nach Abzug der Ausgaben ein Ueberschuß von 130 Thlr. öffentlicher Bersammlung die Anschauungen seiner Ver. einsgenossen zu entwickeln. Schon bei Beginn der Berhandlungen trat die Auslegung, vorhanden war. Die Festrede hielt das Vereinsmitglied Herr welche die Berliner obigen Bedingungen gaben, und nach wel und die Ausschließung Peter's störend in die Berathung. Kühner, der in schwungvollen Worten ein Bild der heutigen tur entrollte. Der offiziellen Feier folgte ein Ball, der die I dieselben für den Congreß und nicht für diese Spezial Arbeiterbestrebungen und ihres Werthes für die gesammte Culverhandlung maßgebend sein der Verhandlung, sowie die Festgenossen bis spät zum Morgen zusammenhielt. Während Theilnahme eines Arbeitgebers und des Schriftstellers Weise des Festes wurde auch eine Sammlung für die feiernden We ( bei der Volkszeitung) führte zur Unterbrechung der Berathun ber in Basel angeregt, die über 15 Thlr. ergab. gen, bei welchen die Berliner ein Contingent von 40 bis 50 lich Leipzig, den 3. März. Die norddeutschen Bundes Einden beiden Leipziger Delegirten entgegengefegt hatten, und die richtungen haben ein merkwürdiges Schicksal; ihre anscheinend Legteren mußten an das Leipziger Comité um Instruktionen eifrigsten Anhänger und Vertheidiger find es, die da, wo es telegraphiren. Ja, man erklärte den Leipziger Delegirten schließ gilt sie in Wirklichkeit einzuführen, fie gänzlich unberücksichtigt. eine, und es sei Sache dieses Vereine, zuzulaffen oder auszu- Polizei, die unter der Verwaltung des hiesigen national libe ganz einfach, es sei dies eine Versammlung ihres Ortsver- lassen. So veröffentlicht einmal heute wieder die Leipziger schließen, wen er wolle. zu verlassen, und erst Rachmittag 4 Uhr fonnte die Verhand ralen Stadtrathe steht, im Leipziger Tageblatt" eine Berord den Haufen wirft. Die Leipziger fonnten nichts anderce thun ale das Lokal nung, die das norddeutsche Paßgefeß von A bis 3 über Wir wollen einige der famosesten Paragraphen hier dem Wortlaut nach folgen lassen. §. 5. Ginwandernde Gewerbsgehülfen haben den Wirtben, bei denen sie einfehren, ibre Wander- Legitimation zu behändigen und dürfen ohne besondere Erlaubniß nicht über 24 Stunden hier verweilen; treten sie hier aber in Arbeit, so haben sie sich, unbeschadet, der§ 3 enthaltenen Bestimmung, binnen gleicher Frist zur Erlangung einer Arbeitskarte an das Einwohner Bureau zu wenden, ebendaselbst auch, so oft sie hier Gondition wechseln, die erhaltene Arbeitskarte zu produciren, wenn sie aber ganz arbeitslos geworden sind, sich zur Em rfangnahme ihrer Reise- Legitimation einzufinden. Jeder Herr oder Meister, bei dem ein Gewerbegebülfe aus der Condition tritt, es mag derselbe weiter reisen oder bier anderwärts in Arbeit treten, ist verpflichtet, dafür zu sorgen, daß solches binnen 24 Stunden zur Kenntniß des Einwohner- Bureau gelange und bleibt im Unterlassungsfalle dafür verantwortlich. Die Wirthe, bei denen einwandernde Gewerbegebülfen einkebren, find verbunden, denselben sogleich nach deren Ankunft ihre Wander- Legitimationen abzufordern und solche an das Fremden- Bureau abzugeben, diejenigen Gesellen aber, welche eine Wander- Legitimation vorzuzeigen nicht vermögen, ohne Verzug ebendahin zu bringen. Ueberdies haben sie darauf zu sehen, daß zugewanderte oder arbeitslos gewordene Gewerbsgehülfen ohne polizeiliche Erlaubniß nicht über 24 Stunden hier verweilen. §. 6. Dienstboten aller Art müssen sich beim Antritte des Dienstes, sowie unmittelbar nach Beendigung desselben unter Vorzeigung ihrer Heimathsscheine, Attestate, Dienstzeugnißbücher 2c. bei der BefindeExpedition melden, und eine gleiche Verbindlichkeit zur An- und Abmeldung des Gesindes liegt auch den Herrschaften ob, welche überdies anzuzeigen haben, wenn der Dienstbote vor Ende der Dienstzeit entlassen wird, warum solches geschehe. Nicht gehörig legitimirten Dienstboten kann der Dienstantritt nicht gestattet werden, und es ist als eine vollständige Legitimation feineswegs anzusehen, wenn der Dienstbote uur das letzte Dienstattest beizubringen vermag. Dienstloses, mit einer volizeilichen Aufenthaltskarte nicht versehenes Gesinde aufzunehmen, bleibt schlechterdings untersagt. Dienstherrschaften, welche einen Dienstboten auf Probe an nehmen oder einen solchen außerhalb ihrer Wohnung in Schlafstelle bringen wollen, haben davon gleichfalls bei der Gesinde- Expedition binnen der im Allgemeinen bestimmten 24 stündigen Frist Anzeige zu machen. §. 7. Jeder hier übernachtende Fremde ist, falls er vor 6 Uhr des Nachmittags ankommt, noch am Tage der Ankunft, trifft er aber erst nach 6 Uhr ein, am folgenden Morgen um 9 Uhr von seinem Wirthe, gleichviel ob lepterer ein Gastwirth oder eine Privatperson ist, im Frem: den- Bureau des Polizei- Amtes schriftlich anzumelden. Als Fremder wird Jeder angesehen, welcher sich nicht wesentlich hier aufhält, und es kann demnach hierbei keinen Unterschied begründen, ob derselbe ein Bekannter oder Verwandter des Wirthes ist und ob er einem nab oder fern gelegenen Drte des Inlandes oder Auslandes angehört. §. 8. Zur Anmeldung fann man sich der hierzu bestimmten Formulare bedienen, welche im Einwohner: und Fremdeu- Bureau unent112 hier Spalten find gehörig auszufüllen, und es ist dabei stets zu bemerke ob der Fremde eine Regitimation befiße, eder nicht. Man bat qu ersteren Falls und wenn der Fremde länget als 3 Tage fich aufzuhalten gedenkt, dessen Legitimation zugleich m dem Meldezettel einzureichen. Das Verschweigen oder Zurüd behalten solcher Legitimationen wird, je nach der Verschuldung, dem Wirthe oder dem Fremden, mit der weiter unten zu erwähnende Ordnungsstrafe geahndet werden. §. 12. Das Polizei- Amt ist es dem allgemeinen Besten schuldig, anf d Befolgung vorstehender Vorschriften streng zu halten, und es wi demnach jede Vernachlässigung derselben mit einer Geldbuße bis 5 Thaler oder verhältnißmäßigem Gefängniß, nach Befinden auch har ter geahndet werden. Leipzig, den 1. März 1869. Das Polizei Amt der Stadt Leipzig. Dr. Rüder. Wir fragen nach Vorführung dieser Paragraphen ga bescheidentlich an, was denn dem Arbeiter das norddeutf Paßgesez eigentlich nüßt? Der einzige Vortheil ist, daß er ni mehr visiren zu lassen braucht, im übrigen ist Alles beim Alte Legitimationszwang, der nach dem norddeutschen Baßgefeß gehoben sein soll, besteht nach diesem Regulativ ungehinde fort. Die Ausnahmestellung des Arbeiters wird nach alle Seiten hin aufrecht erhalten; die Polizei überwacht sein auf Rom men und sein Gehen, sein ganzes Thun und Treiben. Ja! ja in einem wohlgeordneten Staat greift alles hübsch in einander heißt's in einem Benedir'schen Lustspiel, was sollte aus Arbeitern werden, wenn sie die Bolizei nicht väterlich in ih Dbhut nähme? Anzeigen. Sveben erschien in meinem Verlage in zweiter Auflage: Die Deutsche Arbeiterpartei. ₹ ba de mi m Ja mu โน lan ge die att bo Ar lid den Gu in ta G we ba Be Ihre Prinzipien und ihr Program Arbeiterpreis à 2 Sgr. in Parthien nicht unter 6 Eremplar ( durch den Buchhandel à 5 Sgr.). Frühere an den Verleger der, ersten Auflage", pedirte Aufträge bitte ich zu wiederholen. A. Jonas in Berlin gerichtete und von demselben nicht Berlin. im März 1869. J. Winckler. Waterloo Ufer 10. Deutscher Arbeiter- Bildungs- Verein in London geltlich verabreicht werden. Die auf diesen Formularen befindlichen Charles- Hotel, 71 Dean Street, Soho Square. W. Londo Die Schule für Maschinenbauer, Mühlenbauer und Müller zu Hildesheim beginnt den Sommerkursus am 12. April. Zweck der Anstalt: 1) Tüchtige Construkteure, Monteure und Werkmeister wissenschaftlich und technisch heranzubilden. 2) Denselben ihren Fähigkeiten entsprechende Stellung zu verschaffen. 3) Militärpflichtige Schüler zum einjährigen Freiwilligendienst vorzubereiten. Die Zahl der Schüler im vergangenen Jahre betrug in der Hauptschule 130, in der Vorschule 46. Prospekte und weitere Auskunft ertheilt Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Brauftraße 11. Dr. Kirchner, Direttor Druck und Verlag: 6. w. Bollrath. Leipzig. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. de eh bi be fie fü ſtö Fi m au ゆり 10 lo โอ bi te Ü a น 6 u to ม D n. 3. merfer at aut e bi ch mi Burid 18, a bis nende win Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 10. Die demokratischen Ziele und die deutschen Arbeiter. ( Schluß.) Alle, welche der Ueberzeugung sind, daß das deutsche Volk nf bald, bald zu retten ist vor einer Jahrzehnte langen Lei denszeit, und vor der Gefahr der Demoralisirung, müssen sich vereinigen. bar gan euti nigh Alten B auf inder allen Rom a! ja nder Dell 1 ibn 2: plare ht er. 10. do Bra Wir nennen drei Richtungen: die norddeutsche Des mokratie, die sich nur durch den Banner- Ruf Johann Jacoby's dem stagnirenden Gewässer des Nationalliberalismus und der Fortschritts Philisterei mühsam entringt;- die süddeutsche und mitteldeutsche Volkspartei, die lange des Paftes mit den Ultramontanen und Depossedirten Beziehen wurde, was neuerdings als Lüge sich erwies;- und die Arbeiterpartei, die man des Liebäugelns mit der Reaktion verdächtigte. die ein Vorwurf daraus zu machen, wenn sie Standesinteressen vertreten, welche dem Wohle des Ganzen schaden und das Recht der Andern beeinträchtigen. Eine Volksklasse aber, die die überwiegende Majorität der Nation ausmacht, welche den schwersten Theil der indirekten Steuern trägt, welche fast die gesammte Wehrkraft repräsentirt, und welche nicht das Recht hat, aus der Arbeit der Hand und des Kopfes die Früchte zu ernten, die ihr im Namen der Gerechtigkeit gebühren, ist darauf angewiesen, sich das zu erringen, was ihr zur vollständigen Gleichstellung fehlt, und dies führt naturgemäß zum engen Zusammenschluß einer Bartei der Gedrückten; und dies sind nicht allein diejenigen, die man gemeinhin Arbeiter nennt, das, sind alle kleinen Handwerker und Gewerbtreibenden( ja auch die zahlreichen Proletarier des Geistes), die Jahr um Jahr mehr und mehr verarmen und zu Handlangern der großen Industries und Kapitalmächte heruntersinken. Das Geld steigt und concentrirt sich und die Menschen sinken! Diese drei Richtungen können und dürfen nur ein Ziel haben: die Erringung der politischen Freiheit, vollständige centrirt sich Niederwerfung der wirthschaftlichen Schranken, Erlösung der licher Bevormundung, also rücksichtslose Anknüpfung an die Jdee von 1789 und in Verbindung mit den Volksparteien der andern Gemeinwesen: die freien Bereinigten Staaten von Europa! Daß die nord- und süddeutsche Demokratie auch in der Folge zusammengehen wird, dafür bürgen der Reichstag, das Zollparlament, der Bundesrath und das skandalöse Gebahren der schwäbischen Preußen". Und wenn nun die große Mehrheit des Volkes zu der gedrückten und mittellosen Arbeiter- und Handwerkerklasse gehört, wenn nur ein verschwindender Bruchtheil der Nation mit Glücksgütern oder gutem Einkommen gesegnet ist, und wenn es den Führern der Demokratie, den treuen und braven Vorfämpfern, die oft selbst zu den Proletariern des Geistes gehören, und deren Wiege oft in einer schlichten Werkstatt oder armen Bauernstube gestanden hat, wirklich Ernst mit der Erringung der wahren Freiheit, mit der Erlösung des deutschen Bolkes aus physischem und geistigem Elend, die Hand in Hand gehen, mit seiner Erhebung auf die Stufe, die unser großer Fichte prophetisch vorhergesagt, heiliger Ernst ist, so werEs könnte nun noch die zweifelnde Frage aufgeworfen werden, ob eine Arbeiter Partei Berechtigung hat. Sie hat dieselbe, seitdem es bisher alle Regierungen, alle denn als Steuerzahler, Soldaten, weiße Sklaven, Treue und Brüderlichkeit, im wohlverstandnen politi Barteien verschmäht haben, die Arbeiter anders zu betrachten, Straßenfämpfer für liberale Institutionen, Bublifum für schen 3nteresse die Hand reichen; dann haben sie eine ehrgeizige und gewählt sein wollende Redner und als Stimm schlagfertige, entschlossene Volksarmee hinter sich. bieb! Die Arbeiter waren von allen Seiten verlassen, den sie sich nur als Mandatare, als Führer dieser Massen an sehen, dann werden sie den Arbeiterparteien in echter deutscher berächtlich bei Seite geschoben, mit Redensarten abgefunden; Zusammenwirken ab. fie waren, so weit sie den echten Männerstols in ihrer Brust und der Sieg hängt nur von guter Strategie und exaktem Dech um nicht mißverstanden zu werden, müssen wir fühlten und deutschen Patriotismus, gezwungen sich in selbst. jezt davor warnen, den sozialistischen Schulstreit fort ständigen Barteien zusammen zu finden, sich an diejenigen zuseßen, und die Rufe: hie Schulze, hie Lassalle! zu einem FallFührer anzuschließen, welche sie nicht mit hohn auf ihre eigene strid werden zu lassen. materielle Kraft anwiesen, sondern die ihnen die Aussicht auf einen Staat eröffneten, der seine Söhne nicht dem Mo In diesem Augenblick kann es sich nicht darum handeln, zu experimentiren, welches volfs wirthschaftliche System den Vorzug verdient. Im Bordergrunde steht als ceterum censeo: sondern der das Volk selbst sein, der Selbsthilfe und Staats- Freiheit. Ist dieser Kampfpreis erstritteu, dann beginnt und Berhungern in Masse, nicht der Verdummung preisgeben, Aufhebung der politischen Schranken, Erringung der politischen hilfe harmonisch vereinigen würde! Noch mehr: Die Elite*) der Arbeiter( und sie ist nicht unbedeuhd in Deutschland) zeigt, wie man täglich in den Vereinen sich überzeugen kann, mindestens nicht weniger Intelligenz und politischen Muth als die, von denen sie verschmäht und ausgenugt werden. Jedenfalls wohnt in ihren Reihen mehr Unverdorbenheit, republikanische Tugend und reines und gelehrten Fachpedanten.. -" erst die ungehemmte Bolts Arbeit. Erst, wenn wir ein demokratisches Gemeinwesen besigen, ist völlige Gewerbefreiheit, völlige Freizügigkeit, unbevormundetes Coalitionsrecht, durchgreifende Unterrichtsreform. Trennung der Schule von der Kirche, gesundes Gemeindewesen, juristische Reform, Preßfreiheit Versammlungsrecht, Herabsetzung des stehenden Heeres auf ein Minimum ale Stamm, Bolkswehrverfassung, allmählige AufGefühl als in dem größten Theile der blafirten" Bourgeoisie hebung der indirekten Steuern, die Regelung der Arbeiterwollen sich nur Achtung und Vertrauen erobern. Das wissen die Arbeiter. Sie Indem man ihnen vorwirft: ihr dürft keine StandesInteressen vertreten, fügt man zum Irrthum den Hohn. Denn: nur den bevorrechteten Klassen der Gesellschaft ist *) Der beste Thell, die Tüchtigsten. Rechte gegenüber dem Kapital u s. w. möglich. Indem wir das Gesagte zusammenfassen, sprechen wir: die innigste Alianz der nord- und füddeutschen Demokratie mit den Arbeitern ist die große Vorbedingung des Kampfes gegen den hereinbrechenden Gåsarismus, der, gleich seinem älteren Bruder jenseits des Rheins, nur ein nationals Kleid angezogen hat, um das Volk nicht zu erschrecken, der hinter constitutionellen Formen den Inhalt birgt, den die wadern Bastille Stürmer von Paris fast vernichtet hatten, der mit den Mächten des Mammos sich verbunden hat, um durch sie über den Magen der mit dem Geiste pfäffischer Finsterniß sich befreundet hat, um durch ihn über die Herzen und Köpfe zu herrschen. Das Programm, das Alle eint, und dessen Ausführung im Einzelnen wir den Führern der großen deutschen Aktions und Volkspartei überlassen, fann nur das nächste Ziel des Kampfes sein: „ der ungetheilte deutsche Volksstaat auf breitester demokratischer Grundlage, mit beschließendem Parlament und demokratischer Spize!" Und nun an die Arbeit! Zeit ist Geld! Zeit ist 114 Brod! Zeit ist Blut! Nicht gezittert, wenn auch einiger Staub aufgewühlt wird bei stürzendem altem Gemäuer, und hier und da ein Arbeiter oder Pionier verschüttet wird. Nicht gewankt! Das Volk wird selbst bestimmen das Haupt, das nach Uhland,( Jan. 49) nur mit einem vollen Tropfen demokratischen Dels gesalbt sein kann. ( Die klugen Amerikaner sind jeßt daran ihr Haupt", den Präsidenten, abzuschaffen, troß des„ demokratischen Dels", mit dem er gesalbt. D. Ned. des dem. Wochenbl.) Zur Abwehr preußischer Erfindung schreibt der Münchner Demokrat Bogner, Herausgeber der die Geschäfte des Grafen Bismarck besorgt, Herrn Braßer Antwort nicht vorenthalten. bab lieb Wir haben gegen den Grafen Bismard und für Köngem Georg Partei ergriffen, weil der preußische Premier eine Geb dächtnißschwäche beurkundete, welche ihre Entschuldigung no in totaler Nerverschwäche finden kann. Dal Tege allg feit So scheute sich Graf Bismarck nicht, zu behaupten, da from Preußen dem König von Hannover 1866 Neutralität ang boten habe. Der preußische Staatsmann ist sonst so raid Jab bei der Hand, die Journalistik der Betrügerei der öffentlich bon Meinung zu bezichtigen. Was soll aber diese unerwiesene un de unerweisbare Behauptung der Thatsache gegenüber, daß Berliner Cabinet damals von König Georg V. die Unterth lung des hannöver'schen Heeres unter preußisches Command forderte? Was soll die Angabe, daß Hannover in jeder Wei geschont worden sei, gegenüber der notorischen Wahrheit, di Graf Bismarck von der hannöver'schen Regierung den Wide ruf ihres zu Frankfurt abgegebenen Votums forderte? be Det der dem cas getr Hip Fi Was soll die Dichtung, daß König Georg starrsiunig seinem Preußenhaß beharrte, gegenüber der Wirklichkeit, weld in einem unterwürfigen Schreiben gipfelt, das gleich nach Ratastrophe von Sadowa ins preußische Heerlager expediere wurde, um Preußen durch die weitestgehenden Zugeständni zu versöhnen? Daß dieses Schreiben ebenso unberücksichtigt als un antwortet blieb, kann natürlich nicht dem König von Han Es scheint fast, ale nover zur Schuld gerechnet werden. ( lithographirten) ,, Süddeutschen Briefe"*), den das Bismarck sche Graf Bismarck bei Andern dieselbe Gedächtnißschwäche vorau Leibblatt, die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" lügenhafter Weise beschuldigt hatte, ein ,, welfischer Agent" zu sein: ,, Gin Zeichen frankhafter Seelenzustände ist es, wenn Jemand sich von aller Welt verfolgt, ton Spionen umringt, mit dem Tode bedroht wähnt, während kein Mensch daran denkt, das arme gestörte Gemüth zu verlegen. Leider fehlt es nicht an Symptomen, weiche eine solche Gestörtheit auch an der Psyche**) des Norddeutschen Bundeskanzlers mit Grund vermuthen laffen. Erblickt Faust kraft des über ihn gefommenen Baubers, Helenen in jedem Weibe, so hat Graf Bismarck das Unglück, in Jedem des Schreibens Kundigen ein Mitglied des welfischen Gomités oder doch wenigstens einen Agitator für das welfische Königshaus zu erblicken. Ist es das rächende Gewissen? Ist es die Furcht vor der Zukunft? Ist es Nervenschwäche, welche dem Premier diesen Schabernad spielt? Wir wissen nur das Eine, daß wir uns als ehrliche Demofraten für feinen Fürsten und fein Fürstengeschlecht zu begeis stern vermögen, und daß uns König Georg V. nicht mehr gilt, als irgend ein Monarch, welchen alteuropäische Einrichungen zur Regierung berufen haben. Des Hrn. Braß Denunziation ist daher verunglückt, wenn sie uns zum Gegenstand ihrer sittlichen Entrüstung macht, wir haben nie um FürstenGunst gebuhit und werden es, so lange fein Zauber unsern ibu gesezt habe, an der er selber leidet. Obige Thaten mögen das Gegentheil beweisen, und könnten nöthigenfalls belieb vermehrt werden. burd Es wird nun auf Herrn Braß ankommen, ob er feine Herrn und Meister durch Schweigen oder durch Reden. Denunziarion und Verläumdung oder durch Wahrheit zu dienen glaubt. fer mit Bar legi fall Br Das nac i. mi beffer mu Bei aber Ba weld fan un ab bat un Te ha W mi der ( mi Wir sind keine bezahlten welfischen Agenten, haben dennoch einen Sack voll Wahrheiten in Bereitschaft, wir Herrn von Bismarck jeden Augenblick ohne Entgelt lassen uns anheischig machen." Aus England. London, den 1. Märi Eine der wunderlichsten Wunderlichkeiten des klaffische englischen Konstitutionalismus ist die konstitutionell Eselstreiberei. In allen Sphären( Kreisen) des schaftlichen Lebens wird mutmaßlicher Weise unterstellt, 10 gefell Daf immer sich Gruppen von Menschen zusammen schaare die irgendwie gemeinsame Zwecke verfolgen, stets die Fabigt Sinn gefesselt hält, wohl niemals. Aber von der Möglichkeit gestellt und erwäblt werden, um den Ton der Geschäftsführung und Kenntnißreichsten der betreffenden Gruppen an die Spi einer objektiven durchaus uncigennüßigen Beurtheilung der Tagesfrage kanu freilich in der Brust des Dienertroßes nervenleidender Staatemänner, des Schreiberpersonals gemüths. franfer Minister, des Söldnerpades ergrauter zornmüthiger Junfer feine Ahnung aufdämmern. Es war nicht fein von Herrn Braß, uns als Geschäftsagenten des hießiger Hofes zu denunziren, weil wir troß unserer demokratischen Denkungsart auch das gekränkte mit Füßen zertrampelte Recht eines Monarchen zu respektiren wissen, wir wollen dem Mann, welcher aus denen wir wiederbolt Auszüge mitgetheilt haben. **) Griechisch für Seele. anzugeben und das gemeinsame Interesse wahrzunehmen. 30 unserm Parlament dagegen, wo sich die Auserwählten des gan zen Bolks zusammen finden, die, nach der konstitutionellen The rie, die Führer des Volkes und die Lenker der Geschicke Nation sein sollen, verwandeln sich die Aufgeklärten der Na lid ber lieb ind fan Teb bis 100 nid un fie tion in Backesel, die, statt als Führer den Ton anzugeben das Publikum um Rippenstöße und Peitschenhiebe anflebel deu Tein Be durch die sie auf dem Pfade des Fortschritts voran getrieben wollen. Gegen Nichts haben sie die Magnaten( Großen, vorzugten) des Staats und der Gesellschaft in den Debatten der neueren Zeit so sehr zu verwahren gesucht als gegen Möglichkeit, daß das Parlament den Charakter einer Delegitte 214 girt eng த் me g ар Ge liebe 10 Bersammlung*) annehme, die feine andere Aufgabe zu erfüllen habe, als die Aufträge ihrer Wähler auszuführen. Wie sich Kön gewohnheitsmäßige Lügner durch Betheuerung ihrer Wahrheitsgegen den Verdacht, daß fie lügen, sicher zu stellen suchen, hat das Parlament seit Jahren betheuert, daß seine Maßregeln nicht in Folge des„ Drucks von Außen"- pressure from without getroffen worden seien, sondern weil das 1, Da tlich von Außen" durchgeführt. Im Lichte der Flammen von 113 ren. Die Londoner Philister sind zu dem Schluß gekommen, daß die Diebe nur deßhalb ihr Handwerk treiben, weil die Polizei nachlässig sei. Das Ministerium ist derselben Ansicht und schlägt vor, die Strafen zu verschärfen. Der ministerielle Antragsteller sagt:„ Wir haben eine Armee von 115,000 Dieben Vagabonden und feilen Dirnen, die beständig Krieg gegen die Gesellschaft machen: es ist Zeit, daß die Gesellschaft Krieg gegen ang allgemeine Wohl sie erheischt. Nichtsdestoweniger wurden seit sie macht." Diese Armee vertheilt sich folgendermaaßen: Be rai Jahren alle wichtigen Maßregeln nur in Folge eines Drucks Dal terfte mand t, da der bonden und Bettler 32,938; feile Dirnen der niedrigsten e un delsschlössern erkannte das Parlament 1832 die Nothwendig Gattung 27,136; Käufer von gestohlenen Sachen 3095. In leit, das Wahlrecht zu erweitern; drohende Hunger- Emeuten führten 1846 zur Abschaffung der Korngefeße; und das Fallen Eisengitter des Hyde Park überzeugten 1866 die im ParWe lament versammelten Führer der Nation," daß sie die Nation mißverstanden hatten. Das neue Wahlgefeß, und das aus Wider ig bi welde ch der pedit dnie unber Han Drau das Parlament ist und bleibt Backesel und muß wie ein Backesel getrieben werden. Seine fortgeschrittensten Mitglieder flehen unt Rippenstöße und Beitschenhiebe. Vor einigen Tagen hielt die Financial Reform- Association,"( Finanz- Reform- Gesellschaft) der Haupstadt allein gab es 1865, 14,491 Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht auf ehrliche Weise," d. h. durch Raub, Diebstahl und Hehlerei, verdienten; 1866 stieg deren 3ahl auf 14,648. Das vorgeschlagene Heilmittel ist: Jeden, der zum zweiten Male verurtheilt wird nach überstandener Haft unter siebenjährige Polizeiaufsicht zu stellen und ihn jederzeit zu zwingen, Rechenschaft abzulegen, auf welche Weise er sich nährt. Ferner sollen alle verdächtige Subjekte, die feinen ehrlichen Lebenswandel nachweisen können, auf ein Jahr ins Gefängniß gesteckt werden, und endlich sollen Käufer von deren Zweck es ist, alle indirekten Steuern abzuscha f= gestohlenen Sachen gezwungen werden, zu beweisen, daß sie fen, ihre Jahresversammlung. Die anwesenden Parlaments mitglieder verlangten Drud von Außen" um die Sachen im Barlament vorbringen und durchführen zu fönnen. Die De legirten der Handelskammern des Königsreiche bielten eben falls im Laufe der Woche ihre Jahresversammlung. John Bright rieth einen Drud von Außen" hervorzurufen, um das Briefporto für das Ausland herabzuseßen. Seit Jahren ist die indirekte Steuer verdammt worden, seit Jahren hat man nachgewiesen, daß ein Brief nach Amerifa, nach Frankreich u. i. w. mit Bortheil für einen Benny(= 10 Bf. Preußisch, ibm licby einem burd beffer aber velat abgu ärj ifde ell gefell Daf arel gften Spipe rung 31 zwischen 8 9 Pf. Sächsisch) zu befördern sind, und doch ehrlich in deren Besitz gekommen, statt wie bisher straflos zu sein, so lange man sie nicht überführen konnte, daß sie wissent lich gestohlene Sache gekauft. Daß die Dieberei nur eine Wirkung der sozialen Zustände überhaupt ist, beweist Irland. 1850 wurden in Irland 17,108 Diebe verurtheilt, 14,203 wegen Mangel an Beweisen freigesprochen. 1867 wurden 2,733 verurtheilt 1,803 freigesprochen. Seit vier Jahren beträgt die Zahl der Verurtheilten des ganzen Königreichs jährlich gegen 20,000. Zur Geschichte eines Nomans und unserer Zeit. muß John Bright auf der Ministerbank um Rippenstöße und Beitschenhiebe flehen, damit der konstitutionelle Backesel, genannt Der Roman Schloß und Fabrik" von Louise Dito, Barlament in Trab kommen und seine Schuldigkeit thun fann. Wir erwählen also Vertreter des Volks zur Erledigung unserer gemeinsamen Geschäfte; und nachdem wir sie erwählt haben, müssen wir Tag und Nacht auf den Beinen bleiben, und wie Eselstreiber ihnen Rippenstöße und Peitschenhiebe ver iegen, um sie in Bewegung zu erhalten. Das Ministerium hat es unternommen, dem DiebsDer jeßt in 2. Auflage( Leipzig, H. Matthes) erschienen, und namentlich in den Arbeiterkreisen so großen Beifall findet, daß die Verlagshandlung neben der gewöhnlichen Ausgabe noch eine für Bereine bestimmte Bolksausgabe veranstaltete, die in Partien sehr billig abgegeben wird, hat selbst sehr interessante Schicksale erlebt. Die Verfasserin schrieb ihn im Winter 1845 46, als sie, noch ein junges Mädchen, zum ersten Male die Noth der Fabrikarbeiter gesehen und sich darüber industrie die Handarbeit der Manufakturperiode verdrängte, sollten in einem Band erscheinen, und so die Censur um nach welcher ein Buch von dieser Bogenzahl censurfrei*) war. Sie ließ nur den ersten Band cenfiren, der 2. und 3. Band Wirkungen und läßt die Ursache unberührt. Die Kri: entsezt hatte. Sie schrieb ihn gleichsam prophetisch, denn das minalgesetzgebung Englands ist gewissermaßen**) ein Abglanz wirkliche Hungerjahr" fam erst mit dem Mißwachs von der gesellschaftlichen Zustände. Zur Zeit, als sich die feudalen liche Gesellschaft ins Leben trat, wurde der Kriminalfoder***) damals bestehende, sogenannte 20 Bogenfreiheit" zu benußen, ( mittelalterlichen) Zustände auflösten und die moderne bürger- in Schneeberg gedruckt worden. Die Verfasserin wünschte die verschärft. Die Diebe wurden gehängt, die Bettler als liederliche Bagabonden gebrandmarkt. Als die Maschinen fand abermalige Verschärfung des Kriminalkoder statt. Heute feben wir eine ähnliche Erscheinung. Nachdem 30 Jahre lang bis 1860 die Strafgefeßgebung Englands gemildert worden war, wird fie feit der Zeit wieder verschärft. Man fragt nicht, wo die Diebe herkommen, man faßt sie nur als Diebe, und bestrebt sich die Diebe zu vernichten, ohne die Quelle der entströmt, zu verstopfen. Wodurch werden die Diebe er: jeugt? Durch, deu Mangel an Gelegenheit sich redlich zu näh- richtung war, so batte fie doch für die Schriftsteller den Vortheil, fie gam beo e det Na eben chen Tein Be atten 312 L girter, Abgeordneter mit bestimmten Verhaltungsregeln. *) Delegiren, abordnen mit bestimmten Verhaltungsregeln; Dele= **) Wie überall. englischen Geseze nicht in einem förmlichen Gesetzbuch vereinigt find. ***) Strafgesetzbuch- allerdings bier figürlich gebraucht, da die *) Bor 1848 waren alle Zeitungen und Schriften unter 20 Bogen( von dickleibigen Büchern hatte man nicht zu befürchten, daß sie ins Voif dringen würden) der Gensur unterworfen; d. h. sie wurden vor der Veröffentlichung von einem Beamten, dem Censor, geprüft, der, wenn der Inhalt ibm verfänglich schien, die Veröffentlichung entweder ganz verbot, oder nur unter der Bedingung erlaubte, daß anstößige Stellen geändert oder gestrichen würden. So verwerflich diese Eindaß sie für das vom Genfor Unterdrückte nicht bestraft werden konnten. Heute wird die Gensur nach statt vor der Veröffentlichung, von Staatsanwälten statt von Censoren ausgeübt, und den Schriftstellern, die in Conflikt mit ihr kommen, wird im Gefängniß Muße zum Nachdenken über die schwierige Frage verschafft: ob die frühere Borzensur oder die moderne Na ch zensur das geringere Uebel. gangen werden. Allein als das Pflichtexemplar eingeschickt war, kam bei dem Verleger in Leipzig zugleich mit dem Bücherballen die Polizei an und belegte das Werk mit Beschlag ,, wegen widerrechtlicher Umgehung der Gensur und auch wegen des Inhalts." Der Schreck der Verfasserin war um so größer als sie nicht einmal das Manuskript besaß. Sie fuhr, damals in Meißen lebend, sogleich nach Dresden, wo eben der Landtag versammelt war, theilte die Sache einigen Mitgliedern der Linfen mit und da diese bedenklich die Achseln zuckten denn der Sozialismus ward von den damaligen Liberalen gern ingnorirt*) so bat sie gleich im Landtagshaus um eine Audienz bei dem damaligen Minister von Falkenstein. Derselbe 116 Enkele Nummers 10 centim. De prijs der Aankondigingen vrachtvrij toe te sturen op het Bureel van het Blat. 15 centimen per drukregel. Bijdragen pakken en Brie Dit Blad verschijnt iederen Zondag. Men abonneert voor Brugge, in het bureel, Schrijversstraat, 11; voor de dere steden en dorpen, bij de afdeelingen der Internation Werkersvereeniging. De bijdragen der Waalsche Broed zullen in' t Vlaamsch vertaald worden, even als de officie Rijkdom noch Armoede. Rechtveerdigheid. Maatschap lijk Welzign. stukken. De Werker. schien sich zu wundern als die Verfasserin eines als staatsge Uitgave van het Volksverbond van Antwerpen, weekbl gefährlich bezeichneten Tendenzromans ein junges, bescheidenes Mädchen vor sich zu sehen, das schüchtern um die Freigebung ihres Werkes bat, das ihr, fern von jeder Parteirücksicht, nur das Gefühl diktirt habe. Auf seine Frage: warum sie, wenn Abonnementsprijs voor en jaar: fr. 4. 50. L'Internationale. es nichts Bedenkliches enthalte denn die Censur umgangen? Organe des Sections Belges de l'Association Inter antwortete sie Erellenz ich bin im Prinzip gegen die Gen" sur." Er lächelte und versprach ihr zu thun, was möglich sei. Einige Wochen später benachrichtigte man sie, daß man das Buch freigeben werde, wenn einige im 2. und 3. Band bezeichnete Stellen umgedruckt würden. Die Verfasserin ging darauf ein und gab diesen, z. B. dem Jesuitenbrief u. s. w. einen harmloseren Charakter. Trotz dessen erregte das Buch noch ungeheures Aufsehen, Fabrif- und Capitalbesitzer ereiferten sich darüber, selbst die Liberalen bedauerten, daß Louise Otto, auf sozialistische Abwege gekommen" aber die Arbeiter verschiedener Städte sandten ihr Deputationen und Adressen, und jetzt ist abermals ,, vorzüglich auf Wunsch der Arbeiter, eine neue Auflage dieses sozialistischen Romans erschienen von dem Dr. R. Beyer( der Biograph**) Rückerts) u. A. sagen:„ Wir wünschen sehr, daß dieser Roman, der in feiner Arbeiterfamilie fehlen sollte, auch von allen Brodherrn, Arbeitgebern, Fabrikbesißern, Gebildeten und von allen denjenigen gehalten werden sollte, welche über das Wohl und Wehe des wichtigsten Theiles der Gesellschaft der arbeitenden Klasse- mit zusprechen haben. ( Wir haben das treffliche Werk bereits unsren Lesern empfohlen; und thun es hiermit nochmals aufs Wärmste. Die Red. 1 d. dem. Wochbl.) Briefka st eu. B...... in Gelnhausen. Bericht in nächster Nummer. Leser in Glauchau. Derartige anonyme Anfragen können wir nicht beantworten, nennen Sie Ihren Namen und Sie sollen Antwort haben. An die Freunde in Barmen- Elberfeld. Dank! Aufsag erscheint in nächster Nummer. Organe der Internationalen Arbeiterassoziation: Vooruit! Orgaan van de Vlaamsche Afdeelingen der Internationale Werkersvereeniging. De prijs van het Blad, op voorhand betaalbaar, is voor een jaar fr. 3,50, een half jaar fr. 2,00, een kwartaal fr. 1,00. *) Ganz wie heute. 2) Lebensbeschreiber; Biographie, Lebensbeschreibung. Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. tionale des Travailleurs. Prix du Journal: pour un an, 4 francs. Le Mirabeau. Organe des Francs- Ouvriers de Verviers. Paraissant tous les mois. Prix: fr. 1 20. par an. S'adresser à André Larondelle, 150, Crapaud rue a Le Devoir. N fbli 6. Bet Au 21. tid 25 ein 1. ge Vervier di Organ de la section liegeoise de l'International Paraissant tous les dimanches. Prix de l'abonnement annuel: 4 fr. 50 c. Der Arbeiter. Organ der Internationalen Arbeiter- Assoziation von B Stadt und Land. Abonnementspreis für Deutschland: Fr. 4. 50. L'Égalité. Journal de l'Association Internationale des Travailleu de la Suisse romande. Paraissant à Genève, le Samedi matin. Prix pour l'Allemagne: 6 frs. Der Vorbote. Monatsschrift. 3entral- Organ der Internationalen arbeiter- Vereinigu ( Sektions- Gruppe deutscher Sprache.) Preis 10 Gr. halbjährl. Das Felleisen. Organ der deutschen Arbeitervereine der Schweiz. Preis 10 Gr. vierteljährlich. Beipzig.{ Drud und Verlag: 6. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. C b