T Je TM 6 Demokratisches Wochenblatt. E No. 12. 调 Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 20. März. 1869. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blage einlieflich Bringerlobn 12% Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nebmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Confumverein, Universitätsstraße, und die Erpedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Petersstraße 18. Für Dresden Filialegpedition( interimistisch) M. Hendel, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Javan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street. Grosvenor Square, London. Agent für London: 6. 3. An unsere Leser richten wir die freundliche Bitte, da mit dem 1. April ein neues Quartal beginnt, das Abonnement bei den Postanstalten und Buchhandlungen sofort zu erneuern, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. 1. Kreuzbandsendungen werden wir für das neue Quartal nur dann befördern, wenn spätestens bis zum April uns der Betrag von 15 Ngr. franco eingesandt wird. Wir glauben indeß im Interesse der betreffenden geehrten Abonnenten selbst zu handeln, wenn wir sie ersuchen, das Abonnement bei der nächsten Postanstalt aufzugeben, da dieser Weg der schnellste und sicherste für die Beförderung ist. Ebenso richten wir die dringende Aufforderung, an unsere Parteigenossen nach Kräften für die Verbreitung des Parteiorgans zu wirken. Wir glauben mit gutem Gewissen sagen zu dürfen, daß wir Alles gethan haben, was die schwachen Mittel uns erlaubten, um das Blatt zu einem Ergan zu machen, welches die Interessen der Partei rücksichtslos und entschieden nach allen Seiten vertritt; wir erwarten deßhalb, daß jeder Einzelne es für seine nächste Pflicht erachtet, die Verbreitung des Blattes kräftig zu fördern. Die Redaktion des Demokratischen Wochenblatts. Inbalt: Politische Uebersicht. Heimathsrecht und ArmenNoch einmal die Vorgänge in Hohenstein. Vorortsversorgung. 1 und Arbeiter- Angelegenheiten.-Beilage: Bericht über die Knappschaftsvereine der Bergarbeiter in den Kohlenwerken Sachsens. Gesez betr. die Beschlagnahme des Arbeits- und Dienstlohnes. tionalliberale Arbeiter- Beglücker. Aus Desterreich. An die ParteiMitglieder. Politische Uebersicht. Na= mehr die Unsicherheit der politischen Lage und die Unhaltbarkeit der gegenwärtigen Verhältnisse, als die alle 14 Tage sich wiederholende Panik der Börse. Die abgeschmac ,, Nichts," schreibt man uns aus Berlin,., kennzeichnet der Hannoveraner, baben, wenn man der Regierungspartei und ihrer Presse zuhört, alle Demokraten im In- und Ausland gekauft und heßen sie an, gegen Preußen zu reden und zu schreiben, und das erzeugt die Beunruhigung! Consequenter Weise wird die Demokratic tagtäglich einige Mat des Landesverraths" bezüchtigt und für eine Bande von ,, Schurken" erklärt. Die Offiziösen werden es dadurch wohl am Ende dahin bringen, daß Welfe" und Schurke" Ehrentitel werden, auf die jeder anständige Mensch mehr Anspruch macht, als auf die Würde eines Reichstags- Abgeordneten." Wir dächten sie hätten es schon dahin gebracht. Die belgische Frage", die vorige Woche den schwär= " testen Gerüchte genügten dieser Tage, um die jämmtlichen zesten der schwarzen Punkte bildete, scheint sich in Wohlgefal Berthpapiere zum Sinken und die Geschäfte zum Stocken zu bringen. Das Kapital stößt in den liberalen Zeitungen. Noth len auflösen zu wollen, hat aber bereits einige Nachfolgerinnen gefunden, die aufzuzählen ganz überflüssig ist, da sie schreie darüber aus und fordert Garantien für den Frieden. sämmtlich nur Ausflüsse einer und derselben Hauptfrage sind. Ea der Gefahr und fieberhaften Furcht sich geschaffen hat, indem vergißt aber, daß es selbst den gegenwärtigen Zustand Es wird behauptet, Herr von Werther, der preußische Gesandte in Wien, durch welchen Graf Bismarc in ähnlicher ce in den sogenannten„ Bolksvertretungen" den Regierungen Weise mit den Ungarn gegen Deutschland konspirirte, wie felben durch Usedom mit den Italienern, solle ebenfalls abberufen werden. Auch das Gerücht, Graf Bismard selbst wanfe, taucht mit verstärftem Nachdruck auf. Wenn damit auf einen nahen Ministerwechsel hingedeutetet sein soll, so entbehrt das Gerücht unzweifelhaft der Begründung: so lange ungeheure Summen zu Militärausgaben verwilligte und die außerdem durch Ermöglichung von Kriegenleihen unterstügt. Wäre die Naivetät bezüglich der Ursachen des perma nenten Kriegelärme nicht so entfeßlich verbreitet, so wäre es für die politische Unsicherheit der wie sie sagen ,,, welfischen" die Eristen; Preußens in Folge der That des Jahre 1866 be den Soldschreibern auch nicht möglich, die Verantwortlichkeit -Demokratie zuzuschreiben. Die Deppossedirten, insbesondere droht ist, wird sich Niemand dazu hergeben, ohne die zwin " 130 gendsten Gründe die Last der Verantwortlichkeit von den Schul> tern des Urhebers dieser That abzunehmen; wenn aber gesagt sein soll, daß Graf Bismarck wanke, weil sein Werk" er schüttert sei, so hat das Gerücht nicht bloß die Wahrscheinlichkeit, sondern die Wahrheit für sich. In der Beilage theilen wir einen, dem Berliner ,, Reichstag" vorliegenden Gefeßesentwurf, betr. die Beschlagnahme des Arbeits- und Dienstlohns, mit. Der Entwurf ist nicht gehauen und gestochen; statt solche Beschlagnahmen einfach zu verbieten, wird ein Mittelweg eingeschlagen, der nach feiner Seite hin befriedigen kann, und die Unfähig keit des Junkerthums, den Arbeitern zu helfen, auf das Klarste fundthut. " " tödt allg Wir danken den Frankfurtern, welche diese vernichtende ratif Schrift, die in ihrer Sachlichkeit ein wahres Arsenal von lichen Anklagen, dem Sieger zuschleudern. Gerade in dem dann ben aut würd in de Augenblick, wo er geborgen sich meinte", da ,, naht es schnell wie Gewitterschein" und versengt ihn mit solchem Feuerbrand von Wahrheit. Hoffentlich geschieht das nöthige, um den Sie möglichst weithin zu verfolgen. Hoffentlich sorgt man für ausgedehnten Vertrieb dieses großpreußischen Prachtbuche. politische Bibel müßte es werden für alle Anneftirten, damit von dem heranwachsenden Geschlecht Niemand sei, der nicht die Namen des Königs Wilhelm und seiner Bismard, Man Gewi teuffel, Röder u. s. w. in wirklich gebührender Erinnerung schäft habe." ab Endlich hat eine der süddeutschen Kammern den Muth gehabt, ein Votum gegen die preußische Militärwirthschaft zugeben, und dieser Kammer gebührt um so mehr Ehre, weil be sie den schwächsten und von Preußen am unmittelbarsten drohten der südwestdeutschen Staaten vertritt. In ihrer Sizung vom 12. d. M. hat die bessen darmstädtische Rammer den Geseßentwurf für Einführung der unverhältnißmäßig bo hen preußischen Offiziers- Gagen( Besoldungen) verworfen. Ein Hoch! den braven Abgeordneten! In puncto der Unzucht mit Kindern und sonstige unnatürlicher Liebhabereien lebhaftester Wetteifer zwischen Wien und Berlin, zwischen protestantischem und katholischem Mude thum. Würde den frommen Verächtern des unkirchliche Strafgeseßbuchs nicht meist freundlich fortgeholfen, so hätten wit wenigstens auf religiösem Gebiet die Aussicht auf Verwirklichung der Einheit in dem von Heine prophetisch besungenen Nationalzuchthaus. Auf das königliche, Gnadengeschenk", durch das die Frankfurter à 8 Thlr. pr. Kopf gekauft werden sollten, ist die passendste Antwort erfolgt in Gestalt einer Broschüre, betitelt: ,, Aftenstücke und Verhandlungen in der Klagsache der f. preußischen Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M. gegen die Redaktion der Frankfurter Zeitung" wegen behaupteter Verläumdung und Beleidigung der Führer der Mainarmee und der Militärbefehlshaber von Frankfurt im Jahr 1866"*). Es ist dies der stenographische Bericht der bereits erwähnten Prozeßverhandlungen gegen die Frankfurter Zeitung" und ist alles Beweismaterial beigedruckt bekanntlich so brandmarkend, daß das Gericht den Beweis der Wahrheit nicht zuließ. Besser hätten sich die Frankfurter nicht rächen können für den zugedachten Schimpf: ten Feind, der sie herabwürdigen wollte, sie haben ihn der Verachtung der gesitteten Welt preisgegeben. ,, Leben wir denn auch wirklich im 19. Jahrhundert?" ruft die Demokratische Correspondenz" bei Besprechung dieser Broschüre aus, die mit schlimmerem Stoff gefüllt ist, als weiland die Orsinibomben. War das wirklich ein deutscher Krieg, der im Jahr 1866 geführt wurde? Oder giebt's vielleicht irgendwo in der Welt eine Nationalität, welche zwar die Sprache aber sonst nichts gemein hat mit uns? Das sind die Fragen, die sich mit immer stärkerem Gewicht einem aufdrängen, wenn man die Frankfurter Aftenstücke aus dem Sommer 1866 lieft. Man kommt gar nicht davon los, so packt es Einen mit unwider stehlicher Gewalt, dies Bild unserer tiefsten Entwürdigung, vor dem wir stehen mit schauderndem Ingrimm, daß Denen gegenüber, die so gehaust, keine Macht uns bleibt, als die Macht des ausharrenden Muthes, des festen Vertrauens auf den Tag gerechter Abrechnung mit einer Politik, die einer deutschen Stadt das angethan. " ,, Ja, ich werde plündern lassen", diese Worte des General Manteuffel, welche ein Zeuge vor Gericht zu erhärten bereit war, sind das Thema, das bald milder, bald härter variirt durchklingt durch die ganze Sammlung, und die ohne Staa auf fau To g der fonn nati Berli und befre Bab Beid ftän Be Bere er in bend Beri Män Unter den österreichischen Berufsoffizieren große wegung. Nach alter Sitte reden sie einander mit Du an nun bringt aber die Armeereorganisation eine Masse bürger licher Canaillen in das Offizierkorps, und es wäre doch ent seßlich, wenn zwischen den bürgerlichen und adeligen, den Be rufs- und den Reserve- Offizieren das ,, vertrauliche Du" herrschte Man will also das Du abschaffen. Nun nach den Auf schlüssen, welche die jüngsten Untersuchungen über die Mora lität der adeligen Berufs Offiziere gegeben haben, kann es de bürgerlichen Reserve Offizieren nur schmeichelbaft sein, wenn sie mit Jenen nicht auf Eine Stufe gestellt werden. Die spanischen Republikaner haben in den Cortes einen Antrag gegen die Gonskription und auf Einfüh rung des Milizsystems gestellt. Selbstverständlich wird dieser Antrag von der monarchistischen Mehrheit befämpft; dieselbe will der Regierung die zur Vervollständigung der mee geforderten 25,000 Mann bewilligen, hat sich aber, die Opposition wie das Volk durch Schein nachgiebigkeit bon Bismarc'sche Weisung an General Röder, die Stadt für täuschen, bereit erflärt, nach Einstellung der besagten 25,000) Menschen und Waaren jeder Art zu sperren" auf deutsch: auf deutsch: auszuhungern die bildet dazu die nur zu passende Beglei tung. Gleichzeitig, wie man sich erinnert, waren Vertreter derfelben Macht in Diplomaten- Uniform jenseits der Alpen bedacht, ziemlich dieselbe Politik auf italienisch in größerem Umfange zu organisiren, gegen Desterreich und Wien der eine, gegen Bayern und München der andere. Gleichzeitig wurde Würzburg beschossen, Kissingen zerschossen, an Tauber und Jart un risti Ber noch Ung gege Schu Ger thei juch die lish Gef fich ber dag bor han Ber bol alte Mann die Conskription aufzuheben und die Werbung Freiwilligen einzuführen. Erst den Militarismus stärken, ihm dann später zu Leibe zu gehen, das ist dieselbe köstliche Taftif, welche in Deutschland von sogenannten demokratischen" all Einheitsesein befürwortet wird, die das Preußenthum erſt mächtig machen wollen, um es dann zum Deutschthum zu befehren. Jeder der 25,000 Mann, welche der Regierung d. h. den herrschenden Generalen, geliefert werden sollen, ist ein Blut und Brand, in ganz Böhmen ein Greuel der Verwüstung Kämpfer gegen die Freiheit Spaniens. Was endlich das vor wahrhaftig, eine Kette von bösen Thaten und bösen Anschlägen, wie sie seit Menschengedenken kein auswärtiger Feind so über unser Vaterland losgelassen hat, wie dieser, der sich deutsch nennt. *) Stuttgart, Druck und Verlag von Emil Ebner. geschlagene Werbesystem betrifft, so ist es allerdings nicht so antidemokratisch, wie das mit unwesentlichen Abweichungen allen Monarchien des Festlandes bestehende System der waltsamen Massenrekrutirung; allein demokratisch ist es eben falls nicht, das beweist das Beispiel Englands, dessen Berbe heer ein willenloses Werkzeug der Aristokratie ist. Ein demo fid gle geg Das De ell 131 fratischer Staat läßt sich in Europa einfach nicht denken ohne allgemeine Volksbewaffnung. In diese hergestellt, dann mag es allerdings fraglich sein, ob sich für den attiben Kriegsdienst nicht die Bildung eines Freiwilligenheeres aus der Miliz heraus für die Dauer des Kriegs empfehlen e würde. 14 11 Ein unterseeisches Telegramm meldet einige Veränderungen in der ursprünglichen Ministerliste Grante. Dieselben find ohne Wichtigkeit. Die größere oder geringere Güte einer Staatsverfassung läßt sich nach dem größeren oder geringeren 18 schäfte betrauten Persönlichkeiten beigelegt wird. Je mehr Gewicht bemessen, das den mit Führung der öffentlichen Ge auf diese Persönlichkeiten ankommt, desto schlechter die Verfassung, und umgekehrt. Die amerikanische Verfassung ist aber so gut, daß der größte Schurke, wenn es ihm gelänge, sich höchsten Würde zu bemächtigen, durchaus nicht schaden Der Wir sind nun förmlich in die am Ostersonntag stattfin dende geschlossene Sigung der Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins eingeladen worden.*) In Nr. 31 des Sozialdemokrat" steht zu lesen: ,, Der Bevollmächtigte für Leipzig, Herr E. Pezold, schickt uns im Auftrage der dortigen Mitglieder eine Erklärung zu, worin es heißt: Der( Liebknecht'sche) Bericht über die am 14. Februar im Pantheon stattgefundene Arbeiterversammlung, worin es wörtlich heißt, ,, Herrn Taute's Antrag, Herrn von Schweißer und Herrn Liebknecht aufzufordern, in einer öffentlichen Versammlung bier sich gegenüber zu treten, und ihre gegenseitigen Anschuldigungen vorzubringen, wurde einstimmig angenommen", erklären die hiesigen Mitglieder als ein Produkt der gemeinsten Lüge, indem nicht dieser, sondern der Gegenantrag des Herrn Starke, dahin gehend: die Herren Liebisch und Schumann aufzuforderu, die Sache in einer demnächstigen Arbeiterversammlung zum Austrag zu bringen, indem Herr von Schweizer fen, mit großer Majorität angenommen wurde. tönnte. In einem solchen Staat tann die Personenfrage" wichtigere Sachen vorhabe, als mit solchen Leuten sich herum zu pau18 natürlich nie eine Rolle spielen. 1! 19 2. Ein Erkenntniß des Oberappelationsgerichts in Berlin vom 27. Januar d. 3. bestimmt: und als solcher von den für jene geltenden Beschränkungen befreit, wenn er lediglich in Beziehung auf konkrete anstehende Bahlen eine Wirksamkeit entfaltet. 1) Ein politischer Verein ist nur dann ein ,, Wahlverein" 2) Eine Vereinigung Mehrerer, welche unter Leitung eines Geschäftsführers in örtlichen Versammlungen politische Gegen Stände zu erörtern bezweckt, ist ein selbstständiger politischer Im Auftrage der Bevollmächtigte." Es ist sehr freundlich von den Leipziger Parteigenossen, daß sie der Wahrheit so fräftig. die Ehre geben. Aber wir meinen, man solle die deutschen Arbeiter mit den Namen Liebknecht und Bebel unter allen Umständen gänzlich verschonen. Die Lügen und sonstigen jesuitischen Schleichereien dieser Leute sind so bekannt, daß es wirklich nicht der Mühe werth ist, ihre einzelnen Lügen noch besonders zu entkräften. Folge man doch überall unserm Beispiel: für uns eristiren solche Leute nicht; wir lassen dieselben ruhig in ihrem Schlamm sich weiter wälzen." Wir können hier nur wiederholen, daß alle Leipziger Blätter, die über die Pantheon- Versammlung berichteten und deren Berichte vor dem unsrigen erschienen-( Tageblatt", Nachrichten" und Sächsische Zeitung"), sowie sämmt" Berein und verliert diese Eigenschaft auch nicht dadurch, daß liche Ohrenzeugen, mit denen wir nach der Versammlung er im Uebrigen sich als Nebenverein eines anderweitig beste: henden Hauptvereins darstellt; vielmehr fällt dann gerade diese angenommen bezeichnet haben. Oder follte Herr Pezold Verbindung unter das Verbot des Vereinsgescßes vom 11. bergessen haben, daß er uns am Dienstag nach der Versamm März 1850§§. 8, 16, 21." Dieses Urtheil enthält nichts Neues; es giebt nur den julung im Beisein Bebel's bat, wir möchten doch, falls Herr von Schweißer sich uns stellte, die Mannheimer Geschichte" gen denselben gebrauchen? ristischen Ausdruck für die Thatsache, daß nach dem preußischen( Verurtheilung wegen Unzucht mit einem Knaben) nicht genoch so schlau und einheitlich" ausgearbeitet, auf Gnade und Bereinsgesetz je der politische Verein, seien die Statuten desselben Ungnade der Polizei preißgegeben ist. gegen die der Theilnahme an den Oktobertumulten Be In Dresden hat vorige Woche der Monstre prozeß schuldigten sein flägliches Ende erreicht. Die Entscheidung des Gerichte, welches die meisten Inkulpaten theils ganz befreit, theils mit geringen, zum großen Theil als durch die Unter suchungshaft verbüßt betrachteten Freiheitsstrafen belegt hat, enthält die stärkste Verurtheilung über das Bemühen, den durch unbegreif Wir überlassen es unsern Lesern, den passenden Ausdruck für das Schreiben Bezold's und den Zusaß der Redaktion des ,, Sozialdemokrat" zu finden. Der obige Herr Pezold batte die Naivetät, Hrn. Bebel und den Redakteur dieses Blatts durch am Dienstag Abend angeklebte Blafate auf Mittwoch( gestern) zu einer Disputation mit den Herren Liebisch und Schumann über die Streitfrage mit Hrn. von Schweißer" einzuladen. Die Eingeladenen fonnten die Ehre natürlich nicht annehmen und schickten fol lishe Mißgriffe der Polizei hervorgerufenen Tumult zu einer gendes Schreiben, das in der Versammlung verlesen, und dem Gefahr für die Gristenz des Landes hinaufzuschrauben, aus der hiesigen Tageblatt" zur Veröffentlichung mitgetheilt wurde: sich dann wohl auch das Verdienst einer kleinen Staatsretterei daß sie in ihrem eignen Interesse viel besser gethan hätte, die herausschiagen ließe. Die Polizei selbst scheint jetzt einzusehen, borgekommenen Gewaltthätigkeiten als einfachen Exzeß zu be Erklärung. Plakate an den Straßenecken, unterzeichnet von dem Bebeitervereins laden die Arbeiter Leipzigs auf heut Abend zu einer Versammlung in's Pantheon ein; zugleich werden wir aufgefordert zu erscheinen und unsern Standpunkt gegenüber Herrn v. Schweizer darzulegen. handeln, als gegen ein schwaßhaftes Fischweib und ähnliche vollmächtigten des( Schweizer'schen) Allgemeinen deutschen ArBersönlichkeiten ein bergehohes Material von schrecklichen Rebolutionsbeschuldigungen aufzuthürmen, an dem sich schließlich das alte Sprichwort von den freißenden Bergen, die eine lächer liche Maus gebären, von neuem bewahrheitete. Ueber die Reglementepunkte, welche den Anlaß zu der ganzen Mighelligkeit gegeben, hat die Polizei durch Rücknahme derselben schon selbst das Urtheil gesprochen. Wir haben nicht die mindeste Veranlassung, dieser Ein*) Unsere Freunde werden begreifen, daß wir unter solchen Umständen keine Angriffe auf Herrn von Schweißer veröffentlichen können. 132 Tadung, die ohne unser Wissen und Zuthun erfolgt ist, Folge zu leisten. Erstens können wir den ohnedies mehr als zweifelhaften Beschluß einer von faum 150 Mann besuchten soge nannten Arbeiterversammlung( vom 14. Februar) monach wir die Herren Schumann und Liebisch als Vertreter des Herrn v. Schweizer betrachten sollen, nicht anerkennen, indem uns nur die Person des Parteiführers, Herr v. Schweizer, genügen kann. Zweitens haben wir bereits in Nro. 8 des demokratischen Wochenblattes" vom 20. Februar erklärt, daß wir bereit sind, Auge ins Auge Herrn von Schweißer gegenüber zu treten und zwar in der Generalversamm lung des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins in Barmen Elberfeld zu Ostern ds. Is. Herr von Schweizer hat, wenn auch mit Widerstreben, unsern Antrag laut Sozial- Demokrat" vom 28. Februar angenommen, wir werden also in der Generalversamm lung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins er scheinen und unsere Anklagen gegen Herrn von Schweizer persönlich vorbringen. 2) die Des G Roth ee at War bon flarer Des G Irrth Saf nicht Wen prich wähl logen geichn geboren ist. Das ist in vielen Fällen hart gegen den Einzel nen, schüßt aber die Gemeinden vor Ueberbürdung mit Armen last, die sich sonst durch die auf bestimmte Orte gerichtete zu wanderung ganz überwiegend auf diese concentriren würde austu Das preußische Recht läßt Jeden da Armenversorgungsberechtigt werden, wo er 1, resp. 3,( nach dem Bundesgefeßentwurf Jahre hintereinander gewohnt hat. Das verbessert etwas Lage der Einzelnen, verschlimmert aber um ebensoviel die Lage derjenigen Gemeinden, nach denen sich die arme Bevölkerung um ihren Erwerb zu finden, vorzugsweise hinwendet. Auf die Verhältnisse der Nordbundesstaaten unter einander ange wendet, hat das preußischen System die Bedeutung, die even tuelle Armenversorgung der in großer Zahl außer Landes be schäftigten preußischen Arbeiter, denen nur eine geringe 3abl von in Preußen beschäftigten Angehörigen anderer Bundes staaten gegenübersteht, auf die Schultern der letzteren, insbe sondere Sachsens und Hamburgs abzuladen. Daher der Ju bel der Nationalliberalen, daher der Zorn der Patrioten über die neue Bestimmung. Die Volkspartei fann weder eine noch die andere Engherzigkeit billigen. Sie kann nut jener gerechten Ausgleichung zustimmen, welche ein Dresdnet Bürger sehr treffend mit der Uebertragung der auch ganz fällig einzelne Orte belastenden Kriegsschäden und Ginquartie rungslast verglich, die Uebernahme der Armenlast auf den Staat, resp. den Bund, dessen den Erwerb niederdrückende Militäranforderungen so wesentlich zu ihrer Entstehung tragen. Dieser Grundsay fand denn auch, nachdem sich Nationalliberalen, den schlechten Stand ihrer Sache merkend zumeist fortgeschlichen, in folgenden von unsern Partcigenossen Petermann und Weinhold hauptsächlich vertretenen solutionen einstimmig, beziehungsweise gegen Eine Stimme, nahme: Unter solchen Verhältnissen hat es feinen Einn, über diese Angelegenheit eine Disputation mit den Herren Schumann und Liebisch zu führen, die wir nur als Agenten, nicht als Ersaz für Herrn von Schweißer ansehen können. Wir sind diesen Herren in einer Reihe von Versamm lungen, die sie in Sachsen zur Störung unserer Parteiorgani tion und zur Zersplitterung der Arbeiter abgehalten haben, entgegengetreten, mit welchem Erfolg wissen die Herren selber am Besten. Aus allen diesen Gründen werden wir der heuti gen Versammlung fern bleiben. Könnten wir uns überhaupt in eine solche Disputation einlassen, so versteht sich außerdem ganz von selbst, daß die Einladung von beiden betheiligten Parteien hätte ausgehen und ein Lokal zur Versammlung genommen werden müssen, in dem auch eine wirklich erhebliche Zahl der Arbeiter Leipzige fich einfinden fonnte. Statt dessen haben die Einberufer die Versammlung auf eigene Faust in aller Heimlichkeit vorbereitet und so kurz vor ihrer Abhaltung angekündigt, daß es uns unmöglich war, red, tzeitig Einladungen an unsere Parteigenossen ergehen zu lassen. Wir können demnach die Versammlung nur als eine zur Ueberrumpelung der Gegner mit allen Mitteln der Perfidie einberufene betrachten. Ueber den Ausgang des Kampfes zwischen uns und Herrn von Schweißer auf der Barmen- Elberfelder GeneralBersammlung werden wir die Arbeiter Leipzigs seiner Zeit persönlich unterrichten. Leipzig, den 17. März 1869. Bebel. Liebknecht. Heimathsrecht und Armenversorgung. " rie beis Re An teine die S den wurd tigen Wor und ion d Herre Techt der 2 eg ware die T Arbe Gam die und einen bereit entrid dann 1) Der Städtische Verein erklärt den Fortbestand eines örtlichen Heimathsrechts insofern darunter Verpflichtung einer bestimmten Ortsgemeinde, für Berarmten zu sorgen, und die Zulässigkeit der Verweisung des Lepteren an eben diesen Ort, verstanden wird für unverträglich mit den Prinzipien der Gewerbefreiheit und Freizügigkeit. 2) Der Verein erklärt die Verpflichtung, für die Verarm ten zu sorgen, für eine von dem ganzen staat lichen Kreise, auf den Freiheit des Gewerbe betriebs und Freizügigkeit Anwendung finden, gemein sam zu tragende. Noch einmal die Vorgänge in Hohenstein. Es war vorauszusehen, daß das ,, Organ" der Haßfeldter die Freie Zeitung", in bekannter verlogner Weise jede Schuld Leu wit die Bagfe an den Skandalauftritten in Hohenstein von den eigenen ten auf die Schultern der Gegner zu wälzen versuchen würde Der Bericht, den das genannte Blatt bringt, enthält in jedem Saße das genaue Gegentheil der Wahrheit. Den drei Spa ten langen Bericht Wort für Wort einer Kritik zu unterziehen, Am vorigen Montag fam es im Dresdner Städti- dafür ist uns der Raum in unserm Blatte zu werthvoll, schen Verein über den Bundesgefeßentwurf wegen Verallge- werden nur die handgreiflichsten Lügen furz hervorheben. meinerung des preußischen Rechts betr. des Unterstüßungs- Zunächst wird behauptet, daß das einberufende Comité wohnsißes zu einem Treffen zwischen Nationalliberalen und in Leipzig, troß der durch einen Brief vom 1. Febr. erfolgten der Volkspartei, bei welchem die Ersteren, obwohl seit ein paar Austrittserklärung Röthings, diesen gegen seinen Willen als Mitglied aufgeführt habe. Jahren die Leitung des Vereins sich in ihren Händen befindet, im eigentlichsten Sinne des Worts aus dem Felde geschlagen hi gr de ſd Bod mard stehe pagi an ing wurden. Nach dem in Sachsen gültigen Heimathsrecht ist je von Austritt gesagt, er schrieb nur, daß er wegen Agitation Gelogen. Herr Röthing hat in diesem Brief fein Wort der in der Regel nur da Armenversorgungsberechtigt, wo er nach Außen kaum in der Lage sein dürfte, den Sigungen De 2) 133 " bösen Volksparteiler haben die im Gefühl ihres Nechts und der Gerechtigkeit dastehenden 396 Männer" angegriffen. Nicht die Haßfeldter haben den Bürgermeister mißhandelt, Gott bewahre, das thaten die Volksparteiler, die den Bürgermeister zwingen" wollten, die von ihnen selbst eingeladenen Haßfeldtischen Deputirten aus dem Saale entfernen zu lassen. zel des Comités beizuwohnen. Das Comité debattirte, ob man en Röthing darnach als ausgeschieden betrachten solle, verneinte } u es aber in der Vorausschung, daß derselbe, wenn er hätte austreten wollen, dies sicher ausdrücklich erklärt haben würde. igt Bar Herr Röthing mit diesem Beschluß nicht einverstanden, bon dem er rechtzeitig Kenntniß erhielt, so konnte er dies ers flären, daß er schwieg, beweist entweder, daß er die Aufassung Und der Gerichtsamtmann von Hohenstein- Ernstthal gar dre Comités für richtig hielt, oder daß er es absichtlich im Irrthum lassen wollte. Die age ng. Auf ges be abl Ju ric ner tie in gerechter Besorgniß um seine Sicherheit," wandte sich, ( man höre und staune) an einen Führer der Lassal leaner und bat denselben um seinen und der Lassalleaner ( Saßfeldter) Schuß; eine Bitte, die mit großer Bereits willigkeit erfüllt wurde." So geschrieben in der Freien " Bahlteich, der Apostat und Verräther," der die ,, bis dahin versteckte" Waffe,.hinterlistig" zu einem„, mörderischen Angriff" benußte, tommt am schlechtesten weg. Dieser„ unnüße Bube"( Vahlteich nämlich) ist noch viel zu„ human" bestraft worden, indem man ihn bloß mißhandelte." Man wolle keinen Versuch machen, heißt es dann weiter, die„ BourgeoisZeitungen" von dem Rechte der Arbeiter zu überzeugen, es wird nur gedroht, daß es die Haßfeldter künftig bei ähnlichen Gelegenheiten wieder so machen würden. Gelogen ist, wenn behauptet wird, wir hätten den Haßfeldt'schen Präsidial Bevollmächtigten" Aufrufe zugeschickt; en nicht einen Dreier Porto haben wir an diese Herren verwandt. Wenn ferner die Freie Zeitung" von 396 Delegirten" Zeitung" vom 12. März. spricht, welche von 400 Orten mit 5000 Arbeiterstimmen gewählt wurden", so ist auch dieses von Anfang bis Ende gebelogen. Erstens haben die„ Haßfeldter" in ganz Deutschland geschweige denn in Sachsen, worum allein es sich hier handelt, feine„, 400 Drte mit 5000 Arbeiterstimmen." Zweitens haben die Haßfeldter nirgends ,, Delegirte" gewählt; aus Chemniß und ten Nachbarorten waren die Mitglieder" kommandirt burden; die gedruckten Mandate sind, wie unsere Leute mit eigenen Augen gesehen haben, massenweise vertheilt worden, 20-30 Mann aus Einem Dorf erhielten Mandate Nun, wir werden ja sehen. Daß die Herren Haßfeldter in und diese lauteten nicht für den Arbeiterkongres, Robeit und Brutalität Großes leisten können, das baben sie sondern für die Landesversammlung), obgleich die schon öfter bewiesen. Chemniß hat ja schon mehrfach die Ehre Derren( oder die Frau), welche diese Mandate drucken ließen, gehabt, der Schauplag ihrer feigen Ueberfälle zu sein. Was techt wohl wußten und wissen mußten, daß nur Mitglieder die Hohensteiner Vorgänge betrifft, so werden die Gerichte die Volkspartei Zutritt hatten, und daß die Haßfeldter als Wahrheit an den Tag fördern. Wir für unsern Theil laffen Gegner der Volkspartei selbstverständlich ausgeschlossen und auf feine weitere Erörterungen mit Leuten ein, die waren. Die Freie Zeitung" hat sogar die Unverschämtheit, keine anderen Agitationsmittel kennen, als Lüge und Gewaltdie Reihenfolge der beiden Bersammlung umzukehren und den thätigkeit. Arbeiterkongreß auf Sonnabend zu verlegen.**) Den nde beis die nd, Tex Re Un tie en Der Ten Den at be ein ter, uld Ceu de Dem pal Den vir der und " 7 ( Das Hohensteiner Lokalfomité schickt uns eine Erklärung Es wird nun weiter berichtet wie die 396" Männer, rubig zu, in der es auseinandersetzt, daß von seiner Seite nichts friedlich" Eintritt in den Saal verlangt und sich sogar versäumt wurde, um einen ruhigen und geordneten Verlauf bereit erflärt hätten die 22 Ngr. Entree für Zuhörer zu der Landesversammlung und des Arbeiterfongresses zu sichern, entrichten, wie sie aber ,,, troß aller Bitten" zurück gewiesen, und den fremden Gästen den Aufenthalt so angenehm als dann in die traurige Nothwendigkeit versetzt gewesen wären, möglich zu machen. Einer solchen Auseinandersetzung bedurfte die Thüre zu sprengen. Auch jetzt noch haben nicht etwa die Hatzfeldter den Streit begonnen, Gott bewahre, sondern die chen ihnen hiermit öffentlich, wie es privatim bereits geschehen, *) Die ,, Mandate" lauten: Manda t. Vorzeiger dieses, Herr wird auf hiermit beauftragt, die Mitglieder des Lassalle'schen Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Bereins zu der am 6. und 7. März 1869 in Hohenstein- Ernstthal zusammenberufenen Landesversammlung zu vertreten und bestimmen(?) denselben, an allen Berathungen und Be schlußfassungen Theil zu nehmen. ziehen. mité ten llen Sort ion gen zum Der Präsidial- Bevollmächtigte: es nicht. Wir kennen unsere Hohensteiner Freunde, und spre unsren herzlichen Dank für ihre aufopfernden Bemühungen aus.) Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Es wird in den nächsten Tagen an die Verbands- und Parteigenossen ein Circular abgehen, dessen Inhalt wir der genauen Beachtung dringend empfehlen. Das Resultat wolle jeder Ort uns sofort mittheilen. Für den Vorort A. Bebel. Leipzig, d. 16. März 1869. Fürth, den 16. März. Die national- liberale Breffe sucht die Schuld der polizeilichen Auflösung der Volksversammlung, in welcher die Schweiger'schen Agenten auftraten, uns in die Schuhe zu schieben. Man sagt, wir hätten, weil wir im Princip mit den Lasalleanern einig seien, einer Erörterung ausweichen wollen. Das ist einfach unwahr, hätte man uns den Vorsiz überlassen, wie er uns zufam, da wir die Mehrheit hatten, dann war jener Tumult vermieden und In einem der uns vorliegenden„ Mandate" ernennt ein Herr Bochmann in Altendorf sich selber zum Vertreter!" Graf Bis- wir hätten bewiesen, daß wir keine Discussion scheuen. Der mard und Gräfin Haßfeldt müssen ihre Leutchen noch etwas besser vortreffliche Verlauf der Nürnberger Versamlung hat baßfeldter fich merken. Die gefälschten,.Mandate", die bloß von einer Erörterung aus dem Wege zu gehen. Das Auftreten der ins Gesicht. Und doch sind Lügner und Fälscher dieselben Personen. Landesversammlung" reden, schlagen der Freien Zeitung" grausam Fortschrittler( Nationalliberalen) in unserer Versammlung hat es auch Jedem flar gelegt, daß wir feine Ursache haben, einer den Vortheil gehabt, daß in den nächsten Tagen eine große 134 Zahl Arbeiter als Mitglieder unserm Vereine beitraten; scher Haß gegen Jeden anders denkenden ists, was diese Leute auch hat der Verein einen Aufruf in großer Zahl drucken und in allen Werkstätten und Fabriken vertheilen lassen, in dem er zum Beitritt, unter Darlegung seines sozial- demokratischen Brogramms, auffordert. Für die feiernden Baseler Arbeiter haben wir von hier aus 120 Francs Unterstüßung abgesandt. auszeichnet. gefreut. = hatte, unmög mir fe nicht i zuführ genen die Ge Herren werden flärte außerb jeripre einem Biertel offnen boffte, rhaich Hohenstein- Ernstthal. Die Untersuchung über die Vorgänge am 6. d. M. hier ist in vollem Gang täglich werden Zeugen verhört, wir haben Lauferei in Meng Die National- Liberalen, die sich vom ersten Schrecken erbolt juichla baben. fangen an im hiesigen Wochenblatt gegen uns loszu gehen, und versuchen, politisches Kapitel aus dem Scandal her auszuschlagen. Daß Vahlteich bald frei fam, hat uns sehr Meerane, d. 14. März. Endlich sind die Schweißer schen„ Agitatoren" auch bei uns gewesen, um ihr Heil zu versuchen; der Erfolg wird ihnen gezeigt haben, daß in Me rane kein Boden für sie ist. Die fünf oder sechs Manu, die sie unter den hiesigen Schneidergehülfen haben, hatten für den Freitag Abend eine Volksversammlung in der Ton halle, einem unserer fleineren Säle, ausgeschrieben. Der Saal lag zwar ziemlich ungünstig, er war aber dennoch dicht gefüllt, 800 vielleicht auch 900 Personen können anwesend gewesen sein. Der Vicevorsigende unsers Bolksvereins, Herr Helmet wurde zum Präsidenten gewählt. Herr Liebisch aus, Ham burg hielt einen Bortrag über die Organisation des Allgemei nen deutschen Arbeitervereins, Herr Schumann sprach über die Arbeiterschaften des Berliner Congresses. Alsdann ging die Debatte los, an der sich von unserer Seite Bebel, Mot teler, Stolle und Malech betheiligten. Die ,, Agitatoren wurden ganz gründlich abgetafelt und eine Resolution, Stolle von Grimmitschau beantragte, schließlich mit alle gegen sechs Stimmen angenommen. Dieselbe lautet: Die Versammlung erklärt: Nürnberg, 15. März. Telegraphisch ist Ihnen bereits der glänzende Verlauf der hiesigen Volksversammlung mitgetheilt worden. Die Versammlung wurde im Sächsischen Hof" abgehalten und war von 800-900 Mann besucht. Schon bei der Wahl des Vorsißenden zeigte es sich, daß unsere Partei die große Majorität hatte. Mendel wurde erster, Löwenstein( Fürth) zweiter Vorsitzender. Die Fortschrittler ( Nationalliberalen), welche den Turnlehrer Starke vorschlugen, unterlagen. Es wurde vor Beginn der Debatte festgesezt, daß jeder Redner nur eine Viertelstunde sprechen sollte, eine Be stimmung, die den Schweißerschen Agitatoren gar nicht gefiel. Die Debatte war äußerst lebhaft: v. Bonhorst, Kölsch, Haustein und Tauscher sprachen für Schweizer, Mendel, Löwenstein, Monniger vertraten den sozial- demokratischen, Starke den nationalliberalen Standpunkt. Mendel hat, das gaben selbst die Gegner zu, den Vorsiz äußerst taktvoll und unparteiisch geführt, und diesem mochte es zu danken sein, daß troß des heftigen Kampfes die Versammlung so geordnet verlief. bracht: 1 Bon unserer Seite wurden folgende Resolutionen einge1. Die Bersammlung erklärt mit dem sozial- demokratischen Programm, wie es im September vorigen Jahres die Majorität des 5. deutschen Arbeitertages in Nürnberg angenommen hat, sich einverstanden und hat deßhalb keine Beranlassung der Organisation des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins beizutreten. 2. Die Versammlung erklärt, nichts mit dem Herrn v. Schweißer gemein haben zu wollen und betrachtet Jeden, welcher nicht den freien auf Volkssouveränität gegründeten Staat als Vorbedingung zur Lösung der sozialen Frage aner kennt als einen Feind oder Verräther an der Sache der Sozial- Demokratie. bierüb nicht hunge Hoch wurde eigte Bebel Dag wolle, Uriach hören ohne 1) daß sie auf dem Boden der sozial- demokratischen Prin zipien steht, daß sie aber keine Veranlassung hat, der Orga nisation des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins beizutreten, daß sie namentlich zu dem Präsidenten dieses Vereins, Her von Schweizer, fein Vertrauen fassen kann, sie ersucht deshalb die Herren Schumann und Liebisch, ihre Agitation, welche nur die Spaltung der Arbeiter bezweden Die erste Resolution wurde mit sehr großer Majorität( dagegen stimmten die Nationalliberalen), die zweite mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Das war ein Sieg, der unserer Sache wesentlich genügt hat. Chemnitz, 12. März. Sonntag den 7. März fand hier fann, einzustellen; Eräge die Br mit liep fi dem 2) die Versammlung spricht ganz besonders ihre Ent der Hr. v. Schweizer im Nummer 31 des„ Sozial- Demofrat" rüstung aus über die schamlose Art und Weise, die Herren Liebknecht und Bebel angreift; und in ein Zbati Anfich erläut Herrn und pries worte Ge Schweizer Stun Stellen dabin 3) die Versammlung erklärt, daß sie niemals in eine werks Genossenschaft unter dem Präsidium des Hrn. v. Gewerks- Genossenschaften anschließen wird; Der day eine Privatbesprechung von einigen 60 Schuhmacherge eintreten, sich vielmehr den vom Vorort Leipzig ausgehenden 4) die Versammlung erklärt ferner, in Anbetracht Schmähungen des Hrn. v. Schweißer und seiner Agenten, sie die Handlungsweise des Herrn Bebel als Reichstagsabge ordneter und Führer der Volkspartei in allen Bunften billigt und demselben in jeder Beziehung ihr volles Ber Burgstädt, d. 16. März. Allgemeine Volksverfamms trauen schenkt*). hülfen statt, die dadurch veranlaßt war, daß die Herren Ullrich aus Leipzig und Kobißsch aus Dresden, die beide in Hohenstein gewesen waren, sich, nachdem die bekannten Vorgänge den Arbeiterkongreß unmöglich gemacht, dazu ent schlossen hatten, ihre hiesigen Collegen aufzusuchen, um über die Geschäftsinteressen Rücksprache mit ihnen zu nehmen. Man blieb mehrere Stunden zusammen und einigte sich schließlich dahin, daß man in allen Krankenkassen- und Unterstüßungs- Angelegenbeiten, also auch in der Gründung einer Gewerks, genossenschaft Hand in Hand gehen wolle. Das rohe Benehmen der Haßfeldter in Hohenstein hat hier in alien Arbeiterfreisen, wo noch Gefühl für Ehrlichkeit und Anstand, ohne Unterschied der Partei Entrüstung hervorgerufen. Es ist die dee 21 und Bert der G Limbo Der tens lung heute Abend 8 Uhr im Bellevue. Tagesordnung: Ursachen des Zwiespalts unter dem Arbeiterstand. Referent Herr Schumann aus Berlin. Um den störenden Zwiespalt unter den Arbeitern aufzuheben, wäre es wünschenswertb wenn die Herren Bebel und Liebknecht anwesend wären." so das in kurzer Zeit der dritte Aft brutaler Gewaltthätigkeit, lautete die Annonce, mit der mir vorigen Sonnabend früh in unserm Wochenblatt überrascht wurden. Die Entrüftung war allgemein, denn es lag klar auf der Hand, daß man die Annonce um deswillen so spät, erst an legten Tag, eingerüdt Das welchen sich diese Menschen zu Schulden kommen lassen. erste Mal gegen Herrn Schumann aus Berlin, das zweite Mal vor wenig Wochen gegen Herrn Franz Dunker aus Berlin und jetzt zum dritten Mal in Hobenstein. Fanati *) Meerane gehört zum Wahlbezirk Bebel's. tionel die S fen, di Bort erhielt fein burg Lei ber ing 01 die ute er ng ige. Jer 135 hatte, um die Anwesenheit der Herren Liebknecht und Bebel nmöglich zu machen. Jeder, der unsern Ort kennt. weiß, daß bir sehr schlechte Verbindungen haben, eine Reise hierher also nicht so ohne weiteres und innerhalb weniger Stunden auszuführen ist. Man bezweckte also, recht auf die Gegner lo8olt zuschlagen und hinterrücks Vergeltung für die ehrlich empfangenen Hiebe zu üben, indem man den Vorwurf erhob, warum die Gegner der Einladung nicht Folge geleistet. Es sollte den Herren aber ein dicker Strich durch die Rechnung gezogen werden. Wir telegraphirten an Herrn Bebel und dieser er flärte er werde kommen.*) Das Versammlungslokal lag weit außerhalb der Stadt, die Schweißerianer, die hier vollständig jersprengt sind, bekamen einigen Zuzug von Limbach, der mit einem Omnibus 16-18 Mann stark anrückte. ebr et' Pee Die für on aal fent Um drei Biertel auf Acht Uhr wollte man schon die Versammlung eriffnen, obgleich sie erst auf 8 Uhr angefeßt war, weil man boffte, bei der geringen Zahl der Anwesenden den Vorsiß zu erbaschen. Dem widersetzten sich unsre Leute; in dem Streit bierüber wurde es 8 Uhr, da trat, von den Lassalleanern nicht erwartet, Herr Bebel mit einer größeren Zahl Gesinhungsgenossen in den Saal von einem dreifachen donnernden hoch begrüßt. Herr Reinert von unserm Arbeiter Verein wurde zum Vorsitzenden gewählt, Herr Schumann aber beeigte jegt feine Lust zum Sprechen, indem er vorschüßte, Herr Bebel würde persönliche Angriffe machen. Herr Bebel erklärte, daß Herr Schumann nicht wissen könne, was er( Bebel) sagen wolle, auf der Tagesordnung stehe die Erörterung über die Ursachen des Zwiespalts unter den Arbeitern, er sei begierig zu boren, wie Herr Schumann dieses Thema besprechen wolle ohne persönliche Angriffe zu machen. Personen seien die Träger von Prinzipien, von den Personen hänge es ab, wie die Prinzipien vertreten würden. Nach einigem Hin- und Herreden ließ sich Herr Schumann herbei seinen Vortrag zu halten, indem er denn auch die Volkspartei wie die Herren Liebknecht und Bebel stark angriff und verdächtigte. Herr Bebel antwortete in einer längeren Rede, in der er an der Hand geschichtlicher Thatsachen die Verderblichkeit der Diktatur nachwies und seine ga 213 cht on, en L nit at" Yes Ber von einem uns wohlbekannten Berichterstatter und sucht mit raffinirter Schlauheit die Sache so darzustellen, als habe man die Gewerksgenossenschaftsfrage ohne Arbeiter berathen wollen. Der Herr Berichterstatter fennt die Volkspartei und ihre Führer sehr genau, er weiß, das die Volkspartei in Sachsen nur aus Arbeitern und kleinen Arbeitgebern besteht, daß dagegen sogenannte Nichtarbeiter in seinem, dem national liberalen Lager stehen. Das hält ihn aber nicht ab, trotz alledem den Haßfeldtern den Schein des Rechts für ihr Vorgehen zuzuspre chen. Der Grund ist sehr einfach. Bei aller Heftigkeit des Kampfes, den die Herren Nationalliberalen auf ,, sozialem" Gebiete gegen die Haßfeldter führen, sind sie auf politischem doch dick mit ihnen Freund. Der Herr Berichterstatter mit seinen Parteifreunden und die Haßfeldter sind eben en ragirte Bismärder, Grund, genug ein Auge zuzudrücken, wenn es gilt der Volkspartei eins auszuwischen. Der zweite Artikel ist aus Crimmitschau datirt, sein Verfasser einer der Koriphäen der Nationalliberalen. Der Mann freut sich, daß es in Hohenstein so gekommen und erblickt darin eine„ Nemesis" für manche Unbill, die nach seiner Meinung die Volkspartei ihm und seinen Freunden seiner Zeit bei den Reichstagswahlen angethan. Der Mann hat sogar die Unverschämtheit zu behaupten, daß wir es in einer Versammlung in Grimmißschau, am 1. Februar 1867, ähnlich gemacht hätten wie die Haßfeldter in Hohenstein und den nationalliberalen Candidaten nicht zum Worte kommen lassen. Das ist einfach erlogen. Es handelte sich in jener Versammlung um den Vorsiz. Die Volkspartei hatte die Mehrheit, das wolldie Nationalliberalen, nicht zugeben. Jne Gedränge gebracht erklärten sie die Versammlung für geschlossen, was aber die Volkspartei nicht anerkannte, sondern die Versammlung fort setzte. Als dann der Vorsitzende dem Candidaten der nationalliberalen Partei, Bürgermeister Streit aus Zwickau, das Wort geben wollte, schrie Advokat Seume von der Gallerie herunter:„ Der Herr Bürgermeister Streit hält es unter seiner Würde in dieser Versammlung zu sprechen." So be handelten die Nationalliberalen die von ihnen eingeladene Ansichten über eine wahrhaft demokratische Organisation Versammlung. Wenn wir noch hinzuseßen, daß man am Nacherläuterte. Herr Schumann war über den sachlichen Vortrag mittag desselben Tages von Werda u die nationalliberalen Herrn Bebels erbittert, er nannte dessen Rede schöne Phrasen und Bortgeklingel, bezweifelte Herrn Bebels Ehrlichkeit und pries dafür die seinige um so höher an. Herr Bebel antwortete scharf und schlagend. So ging der Kampf einige Stunden fort. Herr Bebel beantragte, um wiederholt festzustellen, wie die Burgstädter Arbeiter dächten, eine Resolution dahin lautend: Den Der аб ges en Ser die ent alt tb. üb ng Die idt Die des Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins nicht anschließt und daß sie zu der Person des Herrn v. Schweißer kein Bertrauen hat." Versammlung erklärt daß sie sich der Organisation der Schweigerianer, unter denen zwei Drittel Anhänger aus Limbach waren, angenommen. Die Versammlung war bei Der schlechten Lage des Lokals schwach besucht, es waren höchfens 400 Personen anwesend. Diese Resolution wurde gegen ca. 25-30 Stimmen die Cimitschau, den 16. März. Die Dresdner., Constitu tionelle Zeitung" bringt in Nr. 56. u. 58. zwei Artifel über Ten, Kämpen auf Wagen herbeigeschafft und ein paar Dußend Andreherburschen im Saale postirt hatte, um das nöthige Schrei und Stimmvieh abzugeben, dann wird man auch wissen, woher der Tumult bei der Präsidentenwahl fam. Leipzig, den 15. März. Gestern hielten die Mitglieder des sogenannten rothen Packträger Institute" hier eine Ver sammlung ab, die von 80-100 Mann besucht war. Gegen stand der Tagesordnung war die Erörterung der Frage, wie man sich am Besten den Ausbeutungen und Bedrückungen entziehen könne, welche der nominelle Inhaber des Institute sich gegen seine Leute zu Schulden kommen lasse. Der Plan lag vor, die Polizeibehörde um Abhilfe anzugehen. Die mitan wesenden eingeladenen Gäste, die Herren Knöfel und He= ring aus Dresden, Ersterer einer der Gründer, Letterer Vorsteher der dortigen Handarbeitergenossenschaft, sowie die Herren Liebknecht und Bebel riethen davon aber entschieden ab. Herr Knöfel führte in längerer Rede aus, wie man einzig und allein nur dann zum Ziele komme, wenn die Hohensteiner Borgänge. Der erste ist aus Chemniß Leipziger Dienstmänner es machten wie die Dresdner, nämlich statt , dieser hatte ihm aber von der Burgstädter Versammlung fein Bebel war Abends zuvor gegen Schumann in Meerane geweBort gesagt. Als Bebel Sonnabend Bormittag nach Hause kam erhielt er kurz darauf die Burgstädter Depesche, er fonnte nur dadurch fein rechtzeitiges Erscheinen am Plage ermöglichen, daß er von Altenburg aus einen Extra- Wagen nahm. sich einem Unternehmer in die Hände zu geben selbst Unternebmer würden, und eine Handarbeitergent offenschaft gründeten. Die Herren Bebel und Liebknecht schlossen sich die sem an und führten weiter aus, welchen Nugen ein solches Unternehmen für die Betheiligten stiften müsse. Herr Hering erläuterte die Einrichtungen der Dresdner Handarbeitergenos 136 eigenen Interessen, sondern die der Arbeitgeber zu fördern wünschen, thun wohl, seinen Gewerkschaften beizutreten. Die sächsischen Dreher und Maler mögen sich das merken, und wenn Dr. Hirsch ihr Mann ist, seinen Oster- Congreß in Ber Beri Leipzig. Die Beschickung des ersten Buchbinder- Con gresses haben ferner angezeigt: Würzburg, Weimar, Saarlouis, Görlig. Solingen, Ulm, Frankfurt a. M., Lüdenscheid und würsd Freiberg. lin beschicken. senschaft und führte vor, welch schöne Resultate dieselbe bereits in der kurzen Zeit ihres Bestehens errungen habe. Nachdem noch Herr Knöfel das Dresdner Statut vorgelesen und erläutert und mehrere andere Redner aus der Versammlung sich ebenfalls zustimmend erklärt hatten, wurde einstimmig beschloss sen, sofort Hand and Werk zu legen und eine Handarbeiter Genossenschaft auf Grund des Dresdner Statuts zu gründen. Weiter kam man dahin überein, daß Uniform und äußere Abzeichen genau so sein sollen wie bei den Dresdnern, auch wurde der Vorschlag des Herrn Liebknecht, andere Städte zu gleichem Vorgehen einzuladen, freudig begrüßt. Ein aus 7 Mitgliedern gewähltes Comite zur Vorbereitung weiterer Schritte beschloß noch an demselben Tage, das Dresdner Statut mit den nothwendigen Abänderungen vorzuschlagen und für die nächsten Tage eine zweite Versammlung einzuberufen, in der die Constituirung der Handarbeitergenossenschaft stattfinden soll. Von dem sogenannten„ grünen Backträger Institut" wollen ebenfalls Viele der Genosseuschaft beitreten. Ver Berga chenlo fich di lohn forgt Kündi jeden Bedin Der Berliner Ortsverein der Buchbinder 2c. hat in Nr. 71. des Leipziger Tageblattes eine Erklärung erlaffen, in wel 3 Th cher er die Leipziger Delegirten der Lüge zeiht und, was wohl 1 Tb die Hauptsache ist, die Collegen auffordert, mit ihm in Berarbeit bindung zu treten. Widerspricht schon das Organ dieses eins, die Duncker'sche Bolkszeitung, in Nr. 52. den in wähnter Erklärung gemachten Angaben hinreichend, so werden auch die beiden Delegirten dem Congreffe gern den Beweis liefern, daß man von Seiten der Arbeiterführer, die den Groß besitz von Intelligenz und Arbeiterfreundlichkeit in Anspru nehmen, in derselben Weise die Arbeiter gegen einander u hezen sucht, als man dies andern Parteien zum Vorwurf Die Einigkeit der Arbeiter wäre auch für viele Herren ein zu gefährliches Ding, als daß man sie dürfte zu Stande kommen lassen, und zu so wichtigen Zwecken darf man kein Mittel selbst die Verläumdung nicht, unversucht lassen. Leipzig, den 16. März. Leipzig, den 16. März. Das Comite der Schuhma cher hatte für gestern Abend eine SchuhmacherversammIung einberufen, in der es Bericht über die verschiedenen Gewerksgenossenschafts- Satute erstattete. Sechs von den sieben Mitgliedern des Comite's hatten sich für die neue Statutenvorlage des Bororts erklärt und empfahlen die selbe der Versammlung, die 70-80 Köpfe, unter diesen auch eine Anzahl Kleinmeister, stark sein mochte. Man schritt zur Statutenberathung und wurde schließlich die Vorlage mit geringen Abänderungen angenommen. Dem Antrag des Comite's, ihm Vollmacht zu ertheilen, daß es sich mit andern Städten Behufs Einberufung einer Generalversammmacht. lacher lohns Die hiesigen Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Schneider Vereins hielten gester eine öffentliche Versammlung ab, in der über die Zuchthaus arbeit und die Konkurrenz, welche diese den Schneidergefellen macht, sehr eingehend gesprochen wurde. So wurde z. B. ges lung zur Gründung einer Internationalen Gewerksgenossen- sagt, daß in der Strafanstalt zu Moabit bei Berlin, täglich Ront Mond der L oder für jeden Arbeiter 6 Sgr. gezahlt werden, wonach der Lohn für einen Rod ungefähr 18 Sgr. beträgt. Wenn das so fort gehe, würden die Arbeiter durch die Konkurrenz, welche ihnen hier der Staat macht, immer mehr den Strafanstalten zuge mitemitglied Herrn, P. Ullrich, Schuhmacher, Gewand- führt, und sei das einzige Hilfsmittel hierfür, daß der Staat schaft der Schuhmacher" in Verbindung segen dürfe, wurde einhellig zugestimmt, und wird das Comite sofort die nö thigen Schritte thun. Wir fordern die Schuhmacher überall auf, sich zum Zwecke einer Verständigung an das Cogäßchen, Leipzig, brieflich zu wenden. Die Packträgerversammlung vom Sonntag hat bereits ihre Opfer verlangt. Kaum hatten die betreffenden Unternehmer von dem Vorgehen ihrer Leute Kunde erhalten, hält entweder die Sträflinge bloß mit Militärarbeit beschäftige. den Lohn so hoch stelle, wie er außer den Zuchthäusern ge zahlt wird. so haben sie auch einer großen Zahl derselben gekündigt. " fdonit anleit tein da und fund 2 St jeiten Schließlich einigte man sich zu folgenden Resolutionen: In Erwägung: daß die Zuchthausarbeiter den industriellen Arbeitern und ganz vorzüglich den Kleiderarbeitern durd die in den Strafanstalten gezahlten niedrigen Arbeitslöhne die schädlichste Konkurrenz machen und die Arbeitslöhne durch bedeutend herabgedrückt werden; find Stun und Sebzei In, Erwägung ferner: daß die von den Regierungen errichte ten Militärwerkstellen der industriellen Produktion bedeutende Kräfte entziehen und dadurch wieder die Steuern durc einen fleineren Theil der Bevölkerung aufgebracht werden Das wird erst recht Feuer in die Bewegung bringen. Für morgen Abend ist abermals eine allgemeine Versammlung der Packträger und Dienstmänner einberufen und soll sofort die Constituirung der Handarbeiter Genossenschaft" stattfinden. Bis Anfang nächster Woche hofft man bereits organisirt in die Deffentlichkeit treten und dem Publikum seine Dienste anbieten zu können.( Die Mittwochsversammlung der Backträger führte nicht zu dem gewünschten Resultat, weil in Folge der fehlerhaften Fassung der Anzeige sich auch Gegner Fer neuzugründenden Genossenschaft eingefunden hatten. Durch die Ausführungen des Herrn Liebknecht wurde übrigens augenscheinlich ein Theil der Gegner bekehrt, und namentlich der Irrthum beseitigt, durch die Genossenschaft werde die Zahl der müssen; Lage baft Der mir In Erwägung endtich: daß es für die Regierungen leicht jein und sogar Pflicht sein muß, in den Strafanstalten Militär kleidungsstücke anfertigen zu lassen: mächt nig aber wer, um Himmelewillen, hat den Schneidern Erwarten wir von dem norddeutschen Reichstage, daß er Backträger ins Unendliche vermehrt werden. Eine Deputation geeignete Maaßregeln trifft, diese Mißstände zu beseitigen.( Ganj geht Ende dieser Woche nach Dresden, um sich das dortige Musterinstitut genau anzusehen, und Anfangs der nächsten Woche wird dann die Constituirung definitiv erfolgen. Leipzig. Wie wir erfahren, giebt sich Dr. Mar Hirsch alle Mühe, für einen sogenannten Gewerksverein der Dreher und Mater Propaganda in Sachsen zu machen. Mar Hirsch ist Agent der Bourgeoisie und alle Arbeiter, welche nicht ihre Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. in den Kopf gesetzt, daß der Reichstag" ihnen helfen könne gut, berg Kom ant den nicht Der S Die Englische Correspondenz mußte wegen verspäteten Eintreffens, verschiedene andere Artikel wegen Mangels Raum zurückgestellt werden. Leipzig. ibren für j bon und übrig in Il für i affo fchen Hierzu eine Beilage. Druck und Verlag: G. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. erit Die Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 12. Bericht über die Knappschaftsvereine der Bergarbeiter monie zwischen Kapital und Arbeit? Wer wagt da noch von in den Kohlenwerken Sachsens.*) einem Gegensaß ihrer Interessen zu faseln? Aber, wie der große deutsche Denker Hansemann gesagt hat, in Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf. Es fragt sich also: Was kostet dem Arbeiter die Großmuth der hohen Werfeeigenthümer"? Die Kapitalisten tragen in einem Fall( III.) so viel bei wie die Arbeiter, in allen anderen beträchtlich weniger. Dafür Die erste beste Lohnordnung, z. B. die der Niedernd würschniger Kompagnie, zeigt uns die allgemeine Lage der Bergarbeiter in den Kohlenwerken des Erzgebirges. Der Wo- Sehen wir zu. Rr. henlohn beträgt für erwachsene Bergarbeiter 2 Thlr. bis el 3 Thlr. 12 Sgr. 6 Pf., für Jungen 1 Thlr. 10 Sgr. bis obl 1 etarbeiters beträgt ungefähr 22 Thlr. Auf Verlangen müssen fich die Arbeiter auf Stücklohn verdingen. Daß der Stücklohn den gewöhnlichen Taglobn kaum übersteigen kann, dafür forgt die Lohnordnung. Jeder Arbeiter muß nämlich seine ündigungsfrist monatlich geben und zwar am ersten Tage er en eiß ad . verlangen sie folgende Rechte, was das Eigenthum an der Knappschaftskaffe betrifft: I. An der Knappschaftskaffe steht den Knappschaftsmit. gliedern ein Eigenthumsrecht nicht zu, auch können die Mitglieder ein Mehreres als die Gewährungen, worauf sie eintretenden Falles statutengemäß Anspruch erlangen, aus der Kaſſe of jeden Monats. Weigert er sich also, unter den angebotenen nicht begehren, insonderheit nicht auf Theilung derselben und Bedingungen auf Stücklohn zu arbeiten, so wird er dazu ge wungen, für 4-8 Wochen wenigstens. Es ist einfach flächerlich, unter solchen Umständen von Regelung des Stück. lobne durch wechselseitige Uebereinkunft zu schwagen, von freiem aufhören", so nach Abfindung vorhandener Ansprüche en Rontraft zwischen Arbeiter und Kapitalist! ju tel. Des len ge lich bu rt hat Der ge Ten τώ Sir BEER 111 en at ne De ch 11 Die Löhne werden in zwei Stücken gezahlt, am 22. des Ronate eine Abschlagssumme, am 8. des folgenden Monate der Lohnarrest des verflossenen Monats. Der Kapitalist be. der Bestände antragen, selbst dann nicht, im Fall der Betrieb des einen oder andern Werks aufhören sollte. Sollte der Betrieb fürstlich schönburgischer Steinkohlenwerke in Deleniz ganz " ,, steht wegen des Uebrigen dem fürstlichen Werkbesizer die Verfügung zu." II. Sollte der Fall eintreten, daß der Niederwürschnißer Steinkohlenbau- Verein sich auflöste, so muß auch der Knappschnitt für 3 volle Wochen vor, eine herschaftliche Zwangs werden. Ueber den noch bleibenden Bestand steht dem Diref= schaftskassenverband gleichzeitig mit zur Auflösung gebracht anleihe, um so wohlthuender, als Geld damit gemacht, aber torium die Verfügung zu." Die Mitglieder der Knappschaftstein 3ins dafür gezahlt wird. Die Ablösungen der Leute sind in der Regel zwölfstündig, und die oben angegebenen Wochenlöhne gelten für 6 zwölf. tündige Arbeitstage. Der zwölfstündige Arbeitstag enthält kasse haben kein Eigenthum an der Knappschaftskasse. III. wie in II. IV. Die Knappschaftskasse wird als ein unveräußerliches Eigenthum der jeßtlebenden und fünftig noch eintretenden 2 Stunden( 2 halbe Stunden und 1 ganze Stunde) für Mahl. Mitglieder des Vereins betrachtet. Nur wenn der unerwartete find die Ablösungen achtstündig( d. h. 3 Ablösungen in 48 Steinkohlenbau- Vereine vor sich ginge und daher auch der jeiten, oder sogenannte Auffeßzeit. Bet dringender Arbeit Fall eintreten sollte, daß die Auflösung sämmtlicher betheiligter Stunden per Mann) mit einer halben Stunde Mahlzeit, und sogar sechsstündig. In leßterm Fall wird gar keine Aufs febzeit gestattet." Lage dieser Bergarbeiter. Das Vorstehende liefert bereits ein trübes Bild von der Zum Verständniß ihrer leibeigen. Knappschaftsverband seiner Auflösung entgegenzuführen wäre", nun in diesem unerwarteten Fall erwartet man, daß die Arbeiter den etwa vorhandenen Ueberschuß unter sich theilen werden. Bei Leibe nicht! In diesem Fall haben die Direks toren der zuleßt sich auflösenden Vereine der königl. Kreisschaftlichen Zustände bedarf es jedoch einer Durchmusterung direktion Vorschläge einzureichen. Die leßtgenannte Beder Statuten der Knappschaftsvereine. Nehmen hörde hat über jene Verwendung zu entscheiden." wir diese Statuten für die Kohlenwerke: I. des hohen und Ju andern Worten: Die Arbeiter zahlen den größten mächtigen Bringen Schönburg, II. der Niederwürsch. Theil der Beiträge zur Knappschaftskasse, aber die Kapitalisten niger Kompagnie, III. der Niederwürschniß Kirch maßen sich das Eigenthum dieser Kassen an. Die Kapitalisten berger Kompagnie und IV. der Vereinigten Lugauer scheinen ihren Arbeitern ein Geschenk zu machen. In der That Kompagnien. $ Die Einnahmen der Knappschaftsvereine bestehen: 1) aus werden die Arbeiter zu einem Geschenk an ihre Kapitalisten gezwungen. Diesen fällt mit dem Eigenthumsrecht von selbst den Eintrittsgeldern und Beiträgen der Arbeiter, Strafgeldern, auch die Kontrole über die Kaffe zu. nicht reflamirten Löhnen u. s. w. und 2) aus den Beiträgen der Kapitalisten. Die Arbeiter zahlen 3 oder 4 Prozent von ihren und Vorsteher des Kassenvorstands ist der Geschäftsführer des Kohlenwertes. Er hat die Hauptverwaltung der Kasse, Löhnen, die Meister zahlen in I. 7 Gr. 5 Pf. monatlich entscheidet in allen zweifelhaften Fällen, bestimmt die Höhe der zur Begründung der Knappschaftskasse 500 Thlr., im für jeden Beitrag zahlenden Bergarbeiter, in II. 1 Pfennig Geldstrafen u. f. w. Ihm auf dem Fuß folgt der Knapp= von jedem Scheffel verkaufter Kohle, in III. als erste Einlage schaftsschreiber, der zugleich der Kassirer ist. Er wird übrigen dieselben Beiträge wie die Arbeiter, endlich in IV. wie tigung, wenn er von den Arbeitern gewählt wird. Dann in II, aber mit einem Begründungseinschuß von 100 Thirn. für jede der Bereinigten Kompagnien. entweder vom Rapitalisten ernannt, oder bedarf dessen Bestä tommen die gewöhnlichen Mitglieder des Vorstandes. Sie werden im Allgemeinen von den Arbeitern gewählt, aber Ueberbeimelt uns hier nicht ein Stüd freundlichster har in cinem Fall( III.) ernennt der Kapitalist drei dieser Vorassoziation hat beschlossen, daß der nachfolgende Bericht von Karl 6) Der Generalrath der Internationalen ArbeiterMarg, Sekretär des Generalraths für Deutschland, sowohl im englifchen Original als in deutscher Ueberseßung veröffentlicht werde. standsmitglieder. Was es überhaupt mit diesem Vorstand" auf sich hat, zeigt die Bestimmung, daß er mindestens einmal im Jahr eine Sigung halten" soll. Thatsächlich gebietet der Vorsteher. Die Borstandsmitglieder dienen ihm als Handlanger. 138 Dieser Herr Vorsteher, der Geschäftsführer des Werks, ist auch sonst ein mächtiger Herr. Er fann die Prüfungszeit neuer Mitglieder abkürzen, Ertraunterstüßungen verleihen, fogar ( III.) Arbeiter, deren Ruf ihm anstößig dünft, verjagen, stets aber an den Kapitalherrn appelliren, dessen Entscheidung in allen Anliegenheiten der Knappschaft schlußgültig ist. So fönnen Prinz Schönberg und die Direktoren der Aktiengesellschaf ten die Vereinsstatuten ändern, die Arbeiterbeiträge erhöhen, Krankenunterstüßungen und Pensionen schmälern, Ansprüche auf die Kaffe mit neuen Hindernissen und Formalitäten um geben, furz, was ihnen beliebt, mit dem Geld der Arbeiter thun, unter dem einzigen Vorbehalt der Bestätigung von Regierungsbehörden, welche bisher niemals gezeigt haben, daß fie die Lage und Bedürfnisse der Arbeiter auch nur kennen lernen wollen. In den Kohlenwerken III. behalten sich die Direktoren sogar vor, jeden Arbeiter aus der Knappschaft zu verjagen, der von ihnen gerichtlich verfolgt, aber von dem Gerichte freigesprochen wurde! disab Und für welche Vortheile unterwerfen die Bergarbeiter ihre eigenen Angelegenheiten so blindlings dem fremden Macht. gebot? Man höre, 1) In Krankheitsfällen erhalten sie ärzliche Behandlung und eine wöchentliche Unterstüßung, in den Kohlenwerfen I zum Drittheil ihres Lohnes, in III. zur Hälfte des Lohnes, in II. und IV. zur Hälfte, resp.% und 3/4 des Lohnes, wenn die Krankheit durch Unfälle während der Arbeit verschuldet ist. 2) Invaliden erhalten eine Bension, je nach der Dauer des Dienstalters, also auch ihrer Beiträge zur Knappschaftskasse, von 20 bis 2 der leztverdienten Löhne. 3) Bei dem Todess fall eines Mitglieds erhält seine Wittwe eine Unterstüßung von 1/5 bis 3 der Pension, wozu ihr Ehemann berechtigt war und ein winziges wöchentliches Almosen für jedes Kind. 4) Begräbnißgelder bei Todesfällen in der Familie. Lage beden Kap beit. beiter liche arbeiter in einen Leibeigenen, bindet ihn an die Scholle, sezt Wenn er fein Lieb ihn der schnödesten Mißhandlung aus. haber von Fußtritten ist, wenn er sich wehrt gegen Herab drückung des Lohnes auf den Hungerpunkt, wenn er willführliche liche Geldstrafen zu zahlen weigert, wenn er gar auf amtliche um Prüfung der Maaße und Gewichte dringt, er erhält ſtet u f - stetu dieselbe eintönige Antwort: Packe dich, aber die Kassenbeiträge h und deine Kassenansprüche gehen nicht mit auf die Reise! Es scheint parador, von Leuten in so verworfener männliche Unabhängigkeit und Selbstachtung zu erwarten. Dennoch zählen diese Bergarbeiter, zu ihrer Ehre sei es gesagt, unter den Vorkämpfern der deutschen Arbeiterklasse. Ihre Meister beginnen daher eine große Unruhe zu fühlen, trop ungeheuren Halts, den ihnen die jeßige Organisation Knappschaftsvereine bietet. Das jüngste und gemeinste ihrer Statuten( III. es datirt von 1862) enthält folgenden grote fen Vorbehalt gegen Strikes und Coalition: Des nach „ Jedes Knappschaftsmitglied hat mit dem ihm der Lohnordnung zu stellenden Lohne stets zu frieden zu sein, zu gemeinschaftlichen, die Erzwingung einer Erhöhung seines Einkommens bezweckenden Handlungen sich niemals herzugeben, geschweige dergleichen durch Verfüh rung seiner Kameraden zu veranlassen, vielmehr u. f. m." B. berite talift werd ichlag civiln allen Arbe gung Warum haben die Lykurge des Niederwürschni Kirchberger Steinkohlenbau Aftienvereins, die Herrn Krüger, F. W. Schwamkrug und F. W. Richter, nit auch zu beschließen geruht, daß von nun an jeder Kohle käufer mit ihren höchst eigenhändig festgesetzten Kohlen preisen stets zufrieden zu sein hat?" Dieß fchlägt denn doch den beschränkten Unterthanenverstand" des Herrn von Rochow. ijt In Folgen der Agitation unter den Bergarbeitern neulich ein provisorischer Statutenentwurf zur Ber Der erlauchte Prinz und die erleuchteten Kapitalisten, einigung der Knappschaften aller sächsischen Kohlenwerke be welche diese Statuten entwarfen, und die väterliche Regierung, öffentlicht worden,( Zwickau, 1869). Er ist das Werf eined welche sie bestätigte, schulden der Welt die Lösung einer Auf Arbeiterkomités unter dem Vorsiz des Herrn J. G. Dinter Die Hauptpunkte sind: be Anal daß die tion. aber eines D bar Ge betw Di ten: obn unt Mit frie gabe: Wenn ein Bergarbeiter bei dem vollen Durchschnitts lohn von 22/3 Thir. per Woche halb verhungert, wie fann er 1) Alle Knappschaften sind in eine gemeinsame Knapp leben mit einer Pension von z. B. 1/20 dieses Lohnes, sage schaft zu vereinen. 2) Mitglieder bewahren ihre Ansprüche so lange fie in Deutschland wohnen und ihre Beiträge zahlen. 3) Gine Generalversammlung aller erwachsenen 4 Sgr. per Woche? Die zarte Rücksicht der Statuten für das Kapitalinteresse leuchtet bell and der Behandlung der Minenunfälle. Mit Aus glieder bildet die höchste Autorität. Sie ernennt einen voll nahme der Werfe II. und IV. wird keine Ertraunterstüßung gewährt, wenn Krankheit oder Tod durch Unfälle im Dienst verursacht wird. In keinem einzigen Fall wird die Pension erhöht, wenn die Invalidität Folge von Minenunfällen ist. Der Grund ist sehr einfach. Dieser Posten würde die Kaffenausgabe bedenklich schwellen und sehr bald auch dem blödesten Auge die Natur der kapitalherrlicher Geschenke al perrathen. Die von den sächsischen Kapitalisten oftroyrten Statuten unterscheiden sich von Louis Bonaparte's oftroyirter Konstitution dadurch, daß die lettere stets noch auf den frönenden Abschluß harrt, während die ersteren ihn bereits besigen, und zwar in folgendem, allen gemeinsamen Artikel: zichenden Ausschuß u. s. w. 4) Die Beiträge der Meister zur Knappschaftskasse sollen die Hälfte der von ihren Arbeitern ge zahlten Beiträge erreichen. Dieser Entwurf drückt feineswegs die Ansicht der intelli bon Des not nad lich 23 §. an tein wil Der bet Ve Un un feit ſta Des Be ni ful zu ni Be zu we di gentesten sächsischen Bergarbeiter aus. Er kommt vielmehr einer Sektion, welche reformiren möchte mit Erlaubniß Kapitals. Er trägt den Stempel des Unpraktischen auf de Stirne. Welche naive Unterstellung in der That, daß die Ka pitalisten, bieber unbeschränkte Herrscher über die Knappschaft vereine, ihre Gewalt an eine demokratische Generalversammlung von Arbeitern abtreten, und troßdem Beiträge zahlen werden! Das Grundübel besteht gerade darin, daß die Kapitalisten ..Jeder Arbeiter, der die Dienste des Vereins, sei es freis die Leitung des Knappschaftsvereins und der Knappschaftsfaffe Hutt überhaupt beitragen. So lang dies dauert, ist ihnen willig, sei es gezwungen verläßt, tritt dadurch aus der Knapp nicht zu entziehen. Um wirkliche Arbeitergesellschaften zu fein, müssen die Knappschaftsvereine ausschließlich auf Arbeiterbei die Kaffe derselben, als an das von ihm selbst eingezahlte trägen beruhn. So nur fönnen sie sich in Trades' Union verwandeln, welche individuelle Arbeiter vor der Willkühr Also ein Mann, der 30 Jahre in einem Kohlenwerke ge- dividueller Meister schüßen. Die unbedeutenden und zweiden arbeitet, und zur Knappschaftskasse beigesteuert hat, verliert alle tigen Bortheile, welche die Kapitalistenbeiträge bieten, fönnen so theuer erkauften Pensionsansprüche, sobald ihn der Kapita fie je den Zustand der Leibeigenschaft aufwiegen, wozu fie den schaft aus und verliert alle Rechte und Ansprüche sowohl an Geld." in list zu entlaffen beliebt! Dieser Artikel verwandelt den Lohn Arbeiter zurückdrängen? Mögen die sächsischen Bergleute tet hä ma be Test bedenken: was er immer zur Knappschaftskaffe zahle, der jebapitalist erspart eben so viel und mehr am Arab beitslohn. Gesellschaften dieser Art haben die eigenthümihrliche Wirkung, das Geseß der Nachfrage und Zufuhr ich um ausschließlichen Vortheil des Kapitalisten tetézu suspendiren. In andern Worten: durch den ungeage böhnlichen Halt, den sie dem Kapital auf individuelle Aräge beiter geben, drücken sie die Löhne selbst unter ihre gewöhnliche Durchschnittshöhe herab. age ten. Aber sollen die Arbeiter denn die restirenden Kassen agt, bersteht sich nach Abfindung erworbener Rechte bre Des ter ted den Kapi talisten schenken? Diese Frage kann nur gerichtlich gelöst de werden. Troß königlich obrigkeitlicher Bestätigung erlagen gewisse Artikel der Statuten den allgemeingültigen, civilrechtlichen Principien über Verträge ins Gesicht. Unter allen Umständen jedoch bleibt die Scheidung des Geldes der Arbeiter vom Geld der Kapitalisten die unerläßliche Vorbedin gung zu jeder Reform der Knappschaftsvereine. ரன் ing gen üb $! ägt 1.11 Ber Der et י pp he bes Riv woll Gur ден on Des Cer a ng n! ffe in eis 18 11' well 18 B. Die Beiträge der sächsischen Kohlenwerkbefizer zu den Knappschaftskassen enthalten das unfreiwillige Eingeständniß, daß das Kapital bis zu einem gewissen Punkt haftbar ist für die Unfälle, die den Lohnarbeiter während seiner Arbeitsfunktion, in der Arbeitstätte, an Leib oder Leben gefährden. Statt aber, wie es jetzt geschieht, diese Haftbarkeit zum Vorwand eines den Arbeitern, für die gefeßliche Regelung der Haft barkeit zu agitiren. 139 trag aufgehoben, jedoch zugleich ohne Aenderung des wesentlichen Inbalts durch einen anderen Vertrag ersezt wird. Als eine Aenderung des wesentlichen Inhalts wird eine Aenderung nicht angesehen, welche die Art und Höbe des Lohnes betrifft.§. 7. Die Bestimmungen der§§. 1 bis 6 finden auch auf die Vergütung( Lohn, Gehalt, Ho= norar u. s. w.) Anwendung, welche andere als die im§. 1 bezeichneten Personen für ihre vertragsmäßigen Arbeiten oder Dienstleistungen be= ziehen, sofern diese Personen in einem dauernden Verhältnisse stehen, welches ihre Erwerbsthätigkeit vollständig oder hauptsächlich in Anspruch nimmt.§. 8. Die Zulässigkeit der Beschlagnahme des Ges balts und der Dienstbezüge öffentlicher Beamten wird durch dieses Gesez nicht berührt.§. 9. Ist zu der Zeit, in welcher dieses Gesez in Kraft tritt, eine Beschlagnahme bereits verhängt, so hat auf Antrag des Schuldners das Gericht, welches dieselbe verfügt hat oder nach§. 4 zu verfügen haben würde, die Wiederaufhebung oder Bes schränkung der Beschlagnahme anzuordnen, soweit diese noch nicht er einbar ist. lebigt und mit den Bestimmungen des gegenwärtigen Gefeßes unver Nationalliberale Arbeiter- Beglücker. Man schreibt uns: Ein Arbeiterbildungsverein. in Sachsen, dessen Siß wir verschweigen, um unsere Freunde nicht zu Opfern schädigender Rache zu machen, genoß das hohe Glück, eine Anzahl nationalliberaler Stadträthe, dürfen und von einigen„ Gelebrten" Vorträge und Unterrichts. " stunden zu erhalten. Für die Ehre, die diese Herren dem Vereine erwiesen, verlangten sie nur die kleine Gefälligkeit, daß sich die Arbeiter um nichts weiter fümmern sollten, als was ihnen ihre treuen Freunde" vorführten, und vor Allem sorgten die Herrn dafür, daß ihre Schüßlinge von dem Gifte der Politik und sozialen Frage unberührt blieben. Die Stunden Gesetz betr. die Beschlagnahme des Arbeits- und Dienst- und Vorträge, mit welchen sie dem Verein die Langweile verlohnes. trieben, waren so interessant, daß den Vortragenden kein Arbeiter störte; es war eben keiner da. Was nun dem UnterDer dem Reichstage" vorliegende Entwurf eines Gesezes, richte mangelte, wurde durch eine Unmasse Material ersetzt, betreffend die Beschlagnahme des Arbeits: oder so mußte der Verein z. B. für 40 Thaler Zeichenvorlagen, Dienstlohnes lautet wie folgt: lich ist. tenarbeiter, der Gesellen und Gewerbegehilfen, sowie der Dienstboten, §. 1. Der Arbeits- oder Dienstlohn der Fabrik-, Berg- und Hütebne Unterschied, ob derselbe bereits schon verdient ist oder nicht, unterliegt der Beschlagnahme zum Zwecke der Sicherstellung oder Befriedigung eines Gläubigers nur insoweit, als der Lohn nicht zum nothdürftigen Unterhalte des Schuldners selbst und der von diesem nach gefeßlicher Vorschrift zu alimentirenden Familienglieder erforder= Wirkung durch Vertrag nicht ausgeschlossen oder beschränkt werden. anzusehen, welcher dem Schuldner vertragsmäßig gebührt. Es macht wird. Ist der Lobn mit dem Preise für geliefertes Material oder mit Unterschied, ob der Lohn nach Zeit oder nach Stück berechnet der Vergütung für sonstige Auslagen in einer ungetrennten Summe bedungen, so gilt als Lohn der nach Abzug jenes Preises oder jener Vergütung sich ergebende Betrag. §. 2. Die Bestimmungen des§. 1 können mit rechtlicher teinen §. 4. Der zur Bestreitung des Unterhaltes erforderliche Betrag wird von dem zuständigen Gerichte sowie an anderweitem Material eine noch höhere Summe verausgaben; und als das Baarvermögen des Vereins fich unzulänglich erwies, lich der Stadtrath aus einer von ihm verwalteten Stiftung dem Vereine großmüthig 150 Thlr., und ließ blos das Mobiliar und Inventar des Vereins verpfänden, welches einen Werth von 400 Thaler repräsentirt. Dabei gab es noch Gelegenheit, gesinnungsverwandten Geschäftsfreunden der nationalliberalen Vereinsbeglücker ein Geschäftchen zuzuweisen. Nach dem Nürnberger Arbeitertage mußten zunächst die Lehrer in's Feuer, die den Anschluß an den Verband damit hintertrieben, daß sie mit ihrem Austritte drohten. Der Verein ließ sich breit schlagen und die Lehrerlehrten fort? Ja noch einige Wochen, und dann ließen sie den Verein wegen einer Lappalie im Stiche! Mit all diesen Mittelchen hat man es denn dahin gedor der Beschlagnahme mit Rücksicht auf die persönlichen Verhältnisse bracht, daß der Verein, sofern er nur im Geringsten selbst. festgestellt. Wenn die bei der Feststellung zu berücksichtigenden Um6. Insoweit der Lohn noch nur dann statt, wenn zur wahlen den nationalliberalen Candidaten die unliebsame Con stände fich erheblich ändern, so kann auf Antrag des Gläubigers oder stenz bedroht ist, und so weiß man z. B. bei Reichstagsdes Schuldners eine anderweite Feststellung erfolgen.§ 5. Für die Beschlagnahme(§. 1) find ausschließlich die Gerichte zuständig. Gine furrenz der demokratischen Arbeiter fern zu halten. nicht richterliche Behörde hat, wenn fie fraft der ihr zustehenden Eretutionsbefugnisse die Beschlagnahme ausbringen will, dieselbe bei dem zuständigen Gerichte zu beantragen. Zeit der letteren ein Vertragsverhältniß über die von dem Schuldner zu leistenden Arbeiten oder Dienste bereits besteht. Die Beschlagnahme, welche in Ansehung der Zeit eine Beschränkung nicht enthält, ist für hältniß thatsächlich fortdauert. Insbesondere ist eine neue Beschlag ganze Zeit wirksam, während welcher das Arbeits- oder Dienstver Inahme nicht erforderlich, wenn das Verhältniß über die ursprünglich bestimmte Zeit hinaus fortgeseßt, oder wenn der ursprüngliche Ber die ( Wir kennen mehrere Vereine, die genau auf dieselbe Weise in ein Abhängigkeitsverhältniß von der Bourgeoisie gerathen sind. Das Beste in solchen Fällen ist, die Mitglieder welche keine Lust haben, Lakaiendienste zu leisten, gründen einen neuen Verein.) Aus Desterreich. Wien, den 11. März. Difficile est, satiram non scribere. ( Es ist schwer keine Satire zu schreiben.) " " 140 3 No. thümlichen" Worten giftige Nattern lauern sehen, aber dent ist nicht so. Das Gründungs- Comité hat nur in richtiger Würdigung der bestehenden Berhältnisse ohne jede Nebenab sichten diesen Beschluß gefaßt. Kommt dann Einer und sagt: Wie! Ihr verbannt aus Eurer Mitte grade das, was des freien Mannes einzige Sorge, was für den denkenden Men schen der höchste Gegenstand geistiger Arbeit sein muß. alles Wohl und Wehe unseres Volkes davon abhängt; ht entmannt Euch, gemeine Seelen!": so antwortet ihm das Co mité lächelnd: Lieber Freund! Du hast theoretisch gan recht, wir denken gerade wie Du und schütteln Dir für Dein warmes Herz dankbar die Hand, aber siehe praftif Wir sind noch nicht stellt sich die Sache ganz anders. solche Fragen endgültig zu beantworten. Die Gemüthlichkeit uusres Kreises würde bitter gestört und wir hätten statt her licher, imponirender Einstimmigkeit." nur 3ant und Hader! Das würde ein schlimmes Licht auf unsern Verein werfen. fblief 6. H Beter reif Auftr A. Der Die Kaiserreise in Kroatien, Dalmatien u. f. w. ist der Knochen, welchen die hiesigen Zeitungsschreiber benagen. Kitt, welcher diese Länder an Ungarn bindet, soll dadur mehr Festigkeit bekommen. Hochrufe in 25 Sprachen schmit ren um das Haupt des geliebten Könige und die Toilette der Königin, sowie diese selbst, werden sehr schön gefunden. Tho richte Menschen, welche von Republik, Föderalismus und ähnlichem Wahnsinn reden! Wenn es wahr ist, was e fluger Mann einst schrieb, daß ein König nur so lange König sei, als seine Unterthanen Unterthanen, so können noch zwe Erdperioden vorübergehen, ehe die Sterne des Hauses Habs burg erbleichen. Die letzte Woche war nicht ohne wichtige Ereignisse und es fehlt auch nicht an allerlei bunten Kleinigkeiten, die, unbedeutend an sich, dennoch in ihrer Gemeinsamkeit ein treues Bild der Kräfte geben, welche im sozialen und politischen Leben thätig find. Da ist eine große That im Abgeordnetenhause ein Club der äußersten Linken" hat sich constituirt, wilde, verwegene Gestalten, nach Tyrannenblut dürstend. Die Art und Weise, ihre Abfichten zu verwirklichen, zeugt von bedeutender Schlauheit. Um nemlich feinerlei Verdacht zu erregen, daß ihr Treiben wirklich auf große, gewaltige Thaten hinzielt und um jeden bösen Schein zu meiden, haben sie den Namen Demokra ten" nicht gewählt. Sie reden in ihrem öffentlichen Programm nur von„ volksthümlichen" Zielen, welche zu er streben seien. Einem scharfem Auge entgeht natürlich diese Schlauheit nicht, zumal da zur Zeit in Desterreich, namentlich in Ungarn Mord und Todischlag etwas sehr gewöhnliches, also„ volksthümliches" ist, somit leicht einzusehen, was für furchtbare Dinge hinter dieser Volksthümlichkeit" hervor. schauen. Meine Beziehungen zu angesehenen Mitgliedern dieses Clubs seßen mich zugleich in Stand, Einiges über ihre nächste Pläne aufzudecken. Bei passender Gelegenheit wird für eine der bevorstehenden Berhandlungen im Abgeordnetenhaus einer aus ihrer Mitte, vielleicht Kuranda, wahrscheinlich aber Schindler beauftragt, eine längere Rede über Religionsfreiheit zu halten. Da nun voraussichtlich gegen die Mitte der Rede die meisten Abgeordneten in tiefen Schlaf versinken, ſo wird dieser Moment benüßt, um alle möglichen revolutionären Beschlüsse durchzuseßen, eventuell mit Blutvergießen", heißt es im geheimen Programm. Die Schläfer werden nun unter den Rufen: Es lebe die Republik!" erwachen und vielleicht Versuche machen, Widerstand zu leisten. Auch für solche Vorfommnisse ist in energischster Weise Vorsorge getroffen. In einem benachbarten Gasthause ist zum Voraus ein Diner mit 400 Couverte bestellt. Wird nun der Lärm im Abgeordneten hause wirklich Gefahr drohend, so springt der Sprecher der ,, äußersten Linfen" auf die Tribüne und ruft: Meine Herren! " Wozu der Lärm? Besprechen wir unsere geringen Meinungs, differenzen beim fröhlichen Mahle!" Die Kämpfenden lassen die Arme sinken und„ Bravo" ertönt es von allen Seiten. Fünf Minuten später steht schon die Suppe auf dem Tisch. Essen, trinken, toasten, nach Mitternacht geht man wankend nach Hause. Bald schwingt der Traumgott seine Fackel über die glücklichen Schwelger und zeigt ihnen in goldenem Lichte glühend die freie große Republif! Neben solch erhabenen Dingen muß sich freilich Alles Folgende klein und geringfügig ausnehmen, und dennoch ist es zu wichtig um übergangen zu werden. In unserer vereinsarmen Zeit wird endlich einmal wieder ein neuer Verein ,, Germania" von angesehenen Männern gegründet, mit dem edlem Zwecke, die nicht- österreichischen Deutschen in Wien unter Einem Banner zu versammeln. Der neue Verein geht mit einem seltenem Tacte zu Werke, indem er den sehr richtigen und lobenswerthen§. in seine Statuten aufnimmt, daß ,, Gespräche über Religion und Politik, soweit sie das Gebiet der Privatunterhaltung überschreiten, nicht zulässig find." Ein scharfes Auge fönnte vielleicht auch hinter diesen ,, volksVerantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. An die Partei- Mitglieder. ein Volks Im September v. J. wurde hierselbst auf Grund de Programms der Internationalen Arbeiter- Association und im Anschluß an das Stuttgarter Programm der Deutschen partei der Demokratische Arbeiter Verein" gegründet, und hiermit auch in der Hauptstadt des Norddeutschen Bundes ein wesentlicher Schritt zur Organisation der consequent mokratischen Bartei gethan. Des Die Organisation derselben ist hier um so schwieriget, als wir hier nicht nur die liberalen und konservativen Parteien, sondern auch eine Fraktion, die den Namen der Demokratie fälschlich ufurpirt und in Mißkredit bringt, zu befämpfen haben. Aber wir sind entschlossen, die uns gestellte Aufgabe z lösen. Doch sind hierzu Geldmittel erforderlich, und vor allen Dingen macht sich das Bedürfniß einer sozial- politischen Biblio thef fühlbar, ohne daß wir vorläufig hoffen dürfen, so viele Mittel unter uns aufzubringen, um für die Beschaffung vo Büchern etwas erübrigen zu können. Dies ist der Grund, weshalb wir uns an die Partei Mitglieder mit der Bitte um freundliche Unterstüßung wenden. richt Poi Herr Fr. Milke, Alte Jakobstraße 15, 2 Tr., wird dan fend etwaige noch so geringe Beiträge an Büchern und Bro schüren entgegennehmen. Mit demokratischem Gruß Berlin, im März 1869. Der Vorstand des demokratischen Arbeitervereins zu Berlin. Leipzig.{ gez. Fr. Milke. Drud und Verlag: C. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. eint 1. g gee zug die gut da Se des den Des Arb felr au abe me tei ein fam ba ift in ge B gro Mu fär Sp