Dem iger nab agt: Ded Ren weil 3br Demokratisches Wochenblatt. 3 No. 13. ang für if reif feit ery ber! Der urh wir Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 27. März.. 1869. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blage ein hließlich Bringerlohn 12½ Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr.- Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brübl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsitraße, und die Ervedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn A. Bebel, Betersstraße 18. Für Dresden Filialervedition( interimistisch) M. Hendel, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: 1. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. eintritt. An unsere Leser De richten wir die freundliche Bitte, da mit dem 1. April ein neues Quartal beginnt, das Abonnement bei den Postanstalten und Buchhandlungen sofort zu erneuern, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung Der b und ein inig wet 66 Ded im Det 7ded Des ger, ien, atie fen llen tio viele on tei Den. ans Bro fin. 1. Kreuzbandsendungen werden wir für das neue Quartal nur dann befördern, wenn spätestens bis zum April uns der Betrag von 15 Ngr. franco eingesandt wird. Wir glauben indeß im Interesse der betreffenden geehrten Abonnenten selbst zu handeln, wenn wir sie ersuchen, das Abonnement bei der nächsten Postanstalt aufzugeben, da dieser Weg der schnellste und sicherste für die Beförderung ist. die Ebenso richten wir an unsere Parteigenossen dringende Aufforderung, nach Kräften für die Verbreitung des Parteiorgans zu wirken. Wir glauben mit gutem Gewissen sagen zu dürfen, daß wir Alles gethan haben, was die schwachen Mittel uns erlaubten, um das Blatt zu einem Organ zu machen, welches die Interessen der Partei rücksichtslos und entschieden nach allen Seiten vertritt; wir erwarten deßhalb, daß jeder Einzelne es für seine nächste Pflicht erachtet, die Verbreitung des Blattes kräftig zu fördern. Die Redaktion des Demokratischen Wochenblatts. den Norddeutschen Bund.. Inbalt: Politische Uebersicht. Die Gewerbe- Ordnung für Vororts- und Arbeiter= Angelegenheiten. Unzeigen. Beilage: Die Personenvergötterung.- Vorgeschichte Die soziale Stellung der Brauereides Norddeutschen Sonderbundes. Arbeiter. Aus England. Politische Uebersicht. In der allgemeinen Lage keine Veränderung. Rasch wechhatte das kaiserliche Nießen feine tragischen Folgen und die Papierchen" gingen wieder frisch in die Höhe. Aber ach! eine neue Ueberraschung fam: Marschall Niel, der französische Kriegsminister rasselte vor drei Tagen mit seinem Säbel, und das Bitterfieber graffirt ärger als je. " Und so leicht wird es diesmal nicht geheilt werden, denn dem Polen Dunin", dessen Alarmberichten aus Bucharest nach der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" die gegenwärtige Krisis hauptsächlich zuzuschreiben ist, und der deßhalb aus Kumänien ausgewiesen worden war, hat auf Befehl der französelnd schnellen die Waagschaalen des Friedens und des Kriegs fischen Regierung die Rückkehr erlaubt werden müssen, und er auf und nieder. Die„ Belgische Frage" zuckt zwar noch, fann sein ,, verbrecherisches" Handwerk con amore( ungestört und in der„, besten der Welten". Flüchten wir uns in das idyllische Stillleben der besten der Volksvertretungen, des Berliner Reichstage". Der in dieser und der näch" aber fie liegt in den legten Zügen und flößt keine Besorgnisse mit Lust und Liebe) weiter betreiben. Wahrhaftig, wir leben mehr ein. Doch die gequälten Bürger Europas haben drum feine Ruhe. Da mußte es dem französischen Kaiser neulich kam über die ordnungsliebende Menschheit, denn wer nießt, selbe beschäftigte sich vorige Woche einfallen, etwas verdächtig zu nießen, und ein panischer Schreck hat den Schnupfen, und bei diesem polizeiwidrigen Märzwetter sten hat er Ferien, die ihm und uns wohl zu gönnen sind in den Sechzigen und hat seine eigne Constitution ebensowenig Die Gewerbeordnung besteht aus 172 Paragraphen, von denen ist der Schnupfen gefährlich, und wenn dem Kaiserer steht geschont, wie die französische- etwas Menschliches passirte: die meisten schädlich und die anderen überflüssig sind; wir Barrikaden, Mord und Todtschlag, Revolution, Hu! welch' mit der neuen Gewerbeordnung und dem Wahlgefeß. baben ihr einen besonderen Artikel gewidmet, der auch das graufige Aussichten eröffneten sich den Bewohnern unseres Nöthige über die Vordebatte bringt, zu welcher fie Anlaß ge= Muster- Erdtheile! Im Nu waren fämmtliche Werthpapiere geben hat. sämmtlicher stabilen" Monarchien auf sämmtlichen Börsen um so und so viel Prozent heruntergenießt. Nun, zum Glüc Weniger bedeutend war die Debatte über das Wahlgefeß; die Sozialdemokraten verlangten, daß das Stimmrecht statt mit 142 dem 25. schon mit dem 20. Jahre erworben, und auch denen, die Armenunterstützung genießen, nicht verweigert werden solle, allein die betreffenden Anträge blieben in der Minderheit. Dagegen beschloß der Reichstag", daß die Wahlbezirke fünftig durch ein Bundesgesetz d. h. durch die preußische Regie rung abzugränzen seien, was den bekannten preußischen Regierungstalenten einen berrlichen Spielraum gewährt. Mehr Schulden und mehr Soldaten! das ist und bleibt Norddeutsche Bundeslosung. Die Marine anleihe soll um 6 Millionen Thaler erhöht, und die Armee um 12 Schwadronen Cavallerie, 13 reitende Batterien und 18 Festungs- Artillerie- Compagnien vermehrt werden. Und die Nationalliberalen wundenn sich, daß sie bei allen Wahlen mit Glanz durchplumpsen! " Die schaffung der Lotterie ist selbstverständlich unter den obwalten den Umständen nicht zu denken. Man muß annehmen, daß die Fortschrittspartei mit ihrem Antrag nur nach der verscherz ten Popularität haschen will. Wäre es ihr Ernst mit der vorgeschlagenen Reform, so hätte sie sie nicht durch die Geneh migung des Etats von vornherein unmöglich gemacht. russische Kartellkonvention, die, wie es scheint, stillschweigend erneuert werden soll, ist in wenigen Jahren 250 Mal zur Anwendung gebracht worden; d. h. 250 Polen sind vo Breußen an Rußland, beziehentlich nach Sibirien ausgeliefert worden. Preußen ist das einzige aller zivilifirten und unzivi lisirten Länder, das, allen Grundsäßen des Völkerrechts ent gegen, nicht nur politische Verbrecher, sondern politisch Ber dächtigte ihren Verfolgern jagen hilft und ausliefert. Aber Preußen ist doch der Hort der Ehre Deutschlands"!" Man schreibt uns: Berlin, 22. März. Bei den dieser Tage in verschiedenen Kreisen stattgehabten Nachwahlen, zum Reichstag wurde die nationalliberale Partei fast überall, wo fie seit 1866 geherrscht hatte, geschlagen, und an Stelle ihrer Kandidaten folche der Fortschrittspartei und der Demokratie gewählt. Diese Thatsache, die wir sowohl aus den alten Provinzen, als aus den annektirten Ländern, als aus Sachsen zu berichten haben, ist ein sehr bedeutsames Zeichen. Die Wahlen an sich sind bei der lächerlichen Hausknechtsrolle, die der ganze Reichstag spielt, unwesentlich; bedeutend sind sie, insofern sich aus ihnen ein Umschwung in der Stimmung der Bevölkerung erkennen läßt. Die Fortschrittspartei hat durch den erwähn ten Umstand wieder ein wenig ihr Terrain erweitern können; gleichzeitig hat sich in ihr vermehrte agitatorische Rüstigkeit Der Obertodtengräber des furhessischen Landesrecht, Herr Oetker, stößt in seinem Blatt, der Hessischen Morgen zeitung" ein Alagegeheul aus über die preußische Wirthschaft. die„ Berwüstung der Rechtspflege, die Vertheuerung der Justiz die Verringerung des Staatsschazes. Die Steuererhöhung habe jubelt, allein zu arg sei zu arg; er scheue selbst nicht mehr er nach dem Grundsatz: gleiche Brüder, gleiche Klappen, be おく R welcher Heldenmuth!- den Vorwurf des Partikularis mus", und Manchem( d. h. Herrn Detker) liege die Frage nicht mehr fern, ob es noch rathsam, noch mit der Ehre pers einbar sei, an der Vertretung im Abgeordnetenhaus Theil z nehmen." Und dabei sißt der Verfasser dieser nationalliberalen Kazenjammer Elegie ein realpolitisches Charakterbild gezeigt, aber an eine neue Blüthe der Partei ist nicht mehr ruhig im Berliner ,, Reichstag" und hält es für ,, rathsam und Jr au fa ich mit der Ehre vereinbar", das Todtengräbergeschäft dort eifright fortzuseßen. Die Frankfurter Stadtbehörden haben die 2 Million die fru ter lid der dra tal afti fitic bat tigf Ba Bar fich tatt die flare fich Ver ben. Sau dies guas ift fe Auft wo tifar Salt repu Gulden nebst dem„, Gnadengeschent" angenommen, natur lich unter, Protest". Unter der Einwohnerschaft herrscht große Entrüstung über diesen Beschluß, der die preußischen Minister natürlich in der Ansicht bestärken wird, daß der Spießbärger sich jeden Fußtrite gefallen läßt, wenn ihm ein goldnes Pflas ster auf die betreffende und betroffene Stelle gelegt wird. zu denken; dazu wäre Erweiterung des Gesichts- und Ideens freises und Aufgeben von Vorurtheilen nöthig, Dinge, die man von den geistigen Invaliden der Partei, den Lowe's, Dunder's und Schulze's, nicht verlangen fann.- Stärker steht in dieser Beziehung, so wenig zahlreich sie auch in vielen Theilen Preußens ist, die dem ofratische Partei da. Sie ist weder in politischer, noch in sozialer Hinsicht durch das Dogma von der Unentbehrlichkiit irgend einer Einrichtung beschränkt und am Vorgehen gehindert. Ihre einzige Gefahr liegt in den Schmaroßerpflanzen, von denen sie umwuchert wird, in den Gegnern, die mit ihrem Namen sich brüsten und in ihre Reihen sich eindrängen, um Zwietracht zu säen. Einer Nachweisung des Finanzministeriums zufolge betrug im Jahre 1868 die Salzsteuer per Kopf der Bevölkerung über 8 Groschen, also für eine eine Familie von 5 Personen über 1 Thlr.( 22 Gulden). Diese Belastung des armen Mannes( der bekanntlich mehr Salz konsumirt, als der mit ande ren Gewürzen versehene Reiche) erscheint um so enormer, wenn man bedenkt, daß das Salz in den preußischen Salzwerken nach Mit der Gesinnungstüchtigkeit der Darmstädter Kam mer ist es rasch zu Ende gegangen. Genau 48 Stunden ihrem tapfren Votum nahmen die braven Herren Abgeordne ten dasselbe ebenso tapfer wieder zurück. tum Ame Rep den Aus Desterreich Gutes und Schlimmes. Das Gefeß welches Preßvergehen" vor Geschwornen Gerichte weis't, hat endlich die Billigung des Kaisers erhalten, und tritt sofort in Kraft. Das ist ein Sieg demokratischer Ideen. Gleichzeitig hat das Abgeordnetenhaus die Landwehre ordnung, wie sie vom Ministerium vorgeschlagen ward, mi großer Mehrheit angenommen, und damit den Grundsaz gut geheißen, daß die Landwehr, ähnlich wie in Breußen, nur ein Anhängsel des stehenden Heeres, also jedes demokratischen Charakters entkleidet sein soll. Alle politischen Fragen find nicht mehr davon. Dagegen hat sich die Fortschrittspartei Machtfragen und werden es bleiben, so lange regieren) so reichlich ist und fast zu Tage liegt, wie Sand in Sandgruben; die Gewinnungskosten betragen noch nicht einmal 2 Pfennig per Bfund. Aber an eine Abschaffung der Salzsteuer ist selbstverständlich, so lange der Norddeutsche Bund und der Militär- Etat existiren, nicht zu denken. Man spricht auch gar mit derselben Inbrunst, wie früher gegen die Salzsteuer, neuerdings gegen, die Lotterie gewendet, die dem Staat jährlich 1 Millionen einbringt, um welche die Summe der Einfäße die Summe der Gewinne übersteigt. An feiner Staats- Einnahme klebt so viel Schweiß und Blut, als an dieser, keine befördert so sehr die Unfittlichkeit, wie diese. Ihr leẞtes Kissen, ihr leßtes Hemd verseßen die Armen, um ein Theilchen eines Lotterielooses zu kaufen, und das immer lockende aber nie erreichte„ Glück" führt sie dem Müssiggang, dem Trunk und schließlich der Berzweiflung in die Arme. Aber an die Abtrag gen, liber bätt mad bol teige Stel liche Tegu iblin hat, Bür und und herrschen das nämliche ist. Wer die Macht nicht kann auch nicht regieren, und indem das österreichische gerthum durch Annahme des Landwehrgescßes die Armee damit die Macht in die Hand des Adels gab, hat es sich selbst die Fähigkeit zu regieren abgesprochen. ift nun Der Wahlkampf in Ungarn eigentlich eine Wabb schlacht, oder noch richtiger ein Wahlsch ta chten, denn es fam beendigt; daß Ergebniß läßt sich noch nicht genau übersehen, aber so viel steht bereits fest, daß die ,, Deafpartei"( welche den an vielen Orten zu den scheußlichsten Mezeleien gege im babe die! Scher Ein unfe ht enmaß ty Der eb Die end jur Don fert vi ent ers ber gen aft, tiz abe ber Ausgleich" mit Desterreich bewerkstelligte) auch in der neuen Kammer die Majorität hat. 143 Lasker berzweckte mit seinem Antrag den Einfluß des Reichstags, respektive der preußischen Regierung, auf ein Gebiet auszudehnen, das nach der Bundesverfassung nicht zur Compe tenz( Machtbefugniß) des Reichstage gehört; er( Lasker) wollte ferner die Schlappe, die er mit demselben Antrag im preußischen Herrenhaus erlitten batte, im Reichstag" auszuwegen suchen, denn in Wahrheit war der schon Jahre lang geführte Streit zwischen dem preußischen Abgeordnetenhaus einerseits und der preußischen Regierung und dem Herrenhaus andrerseits über Artifel 84 der preußischen Berfassung die Ver anlassung zu diesem Antrag. In keinem andern Lande innerhalb des Nordbundes ist je ein Streit über die Redefreiheit der Bolksvertretung entstanden, und wenn er irgendwo ent stehen sollte, dann werden die betreffenden Landesvertretungen sich selbst zu schüßen suchen und zu schüßen wissen, dazu bedarf man nicht des Reichstage". Konnte das preußische Abgeord netenhaus den Streit nicht zu seinen Gunsten ausfechten, dann Wiederum ist in Spanien der Bürgerkrieg entbrannt. In der Stadt Xerez widersetzten sich die Einwohner der Zwangsaushebung( Conskription) und es begann ein blutiger Straßenfampf. über den die Einzelheiten noch fehlen. Unzweifelhaft scheint indeß, daß die Truppen den Sieg davongetragen haben. Die Republikaner wälzen mit Recht die Verantwortlichkeit auf die Regierung, deren Absicht es offenbar ist, wie wir schon früher andeuteten, vereinzelte Aufstände hervorzurufen, um die rebolutionäre Bewegung im Detail zu erdrücken. Eine fried, liche Vermittlung der Gegenfäße liegt außerhalb des Bereichs der Möglichkeit. Gestüßt auf die monarchische Cortes- Majorität drängt das Triumvirat( die Dreimänner- Herrschaft) der Gene tale Serrano, Prim und Topete auf Verwirklichung seiner reaftionären Blane und sucht zunächst die republikanische Oppo. sition aus den Weg zu räumen. Die Debatten der Cortes baben unter solchen Berhältnissen nur untergerordnete Wich lag das an dem Widerwillen der preußischen Retigkeit, sie sind nichts als das Vorspiel des unvermeidlichen gierung; der Widerstand des preußischen Herrenhauses in Waffengangs. Noch suchen die Führer der republikanischen dieser Frage war, wie das schon in andern wichtigeren Fragen fich so gestalten, daß längeres Zuwarten Selbstmord und Ver wollte. Im Reichstag" Schuß zu suchen gegen die preußis rath wäre. In Madrid ist die Aufregung schon so groß, daß sche Regierung, welche im Bundesrath die entscheidende Stimdie Gemeindebehörden sich bemüßigt fanden, öffentlich zu er. flären, daß sie alle Stadtbewohner, die bei der Conskription fich nicht freizichen, lostaufen würden! me und Gewalt hat, das ist einfach lächerlich und echt nationalliberale Vertrauensduselei. Bebels Abstimmung gegen den Antrag war demnach vom Standpunkt unseres demoDie Brasilianer behaupten mit ihrer gewöhnlichen kratischen Parteiprogramm s vollständig korrekt. Wären Berlogenheit große Vortheile in Paraguay erfochten zu ha die übrigen, der Volkspartei angehörigen Vertreter anwesend gewesen, sie würden nicht anders gestimmt haben. ben. Wahr ist, daß sie nach schweren Verlusten in Besiß der Hauptstadt Assumption gelangt sind; wahr ist aber auch, daß dies ihnen abfolut nichts nußt, da der Präsident von Para guay, Lopez, unbesiegt sie in der Flanke bedroht; und wahr ehr ris age Dets Calen und cigit ion tür rofe ifter rger flar Cams лаф One feß chte und een. br mit gut rein ist ferner, daß die amerikanische Regierung ihrem Gesandten " Auftrag gegeben hat, im Lager des Lopez zu bleiben. Jeßt, hat richtig stattgefunden und wo Grant den Präsidentenstuhl bestiegen hat, wird die ame rikanische Republik jedenfalls aus ihrer bisherigen reservirten republik gegen die Eroberungsgelüfte des Die Pezold' sche Arbeiterversammlung"( S. vor. Nr.) freilich unter lebhaftem Wis derspruch und mit zweifelhafter Majorität die Herren Bebel und Liebknecht, weil dieselben nicht erschienen ,,, für unwürHaltung heraustreten und entschieden die Partei der Schwester dig erklärt, je wieder in einer Arbeiterversammlung aufzutre durch und durch for ten." Durch ein heitres Spiel des Zufalls erhielten wir am rumpirten Kaiserreichs Brasilien ergreifen. Die., Monroedoktrin": selbigen Tage die offizielle Einladung zur Generalversammlung Amerita für die Amerikaner! erweitert sich in den Say: Dic Republik für die Amerikaner! Reine Monarchie auf dem Bo den der Neuen Welt! Die Abstimmung Bebels im Reichstag" gegen den Andes Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Die Gewerbe- Ordnung für den Norddeutschen Bund. Bekanntlich wurde bereits vor einem Jahre dem Nordtrag Lasfers, betreffend die Redefreiheit in den Einzellandtas deutschen Reichstage eine Gewerbeordnung vorgelegt, die aber gen, wird, wie zu erwarten war, von der sächsischen nationalliberalen Breffe benußt, um Bebel zu verdächtigen. Wir brechen sogar in den Augen der halbliberalen Majorität so batten teine Veranlassung, auf dieses Faktum aufmerksam zu machen, da Angriffe von den Gegnern für uns nur ehren chen find ren bat, Bür und Telbft Babl fam nun ehen, Den nicht durchberathen werden konnte, weil die Mängel und Gebedeutend waren, daß beschlossen wurde, den Geseßentwurf einer Commission zur gründlichen Prüfung und Abänderung voll sein können, wenn nicht im Kreise unserer eigenen Bar zu überweisen. Die Commission saß dann etliche Wochen lang, teigenoffen Mißverständnisse darüber vorhanden wären. Die ohne indeß erhebliche Resultate zu erzielen. Da rückte der Stellung der Partei zum Nordbund ist eine entschieden feinds Schluß der Reichstagssession heran, und um doch ,, Etwas" liche; die nächste Aufgabe der Partei ist es deshalb, der Fort fertig zu bringen, wurde das sogenannte Noth gewerbefehung des im Jahre 1866 begonnenen Prozesses der Vers geses" eingebracht und angenommen, das denn auch gar iblingung Deutschlands durch Preußen mit allen Mitteln ent gegen zu treten. Hiernach haben die Vertreter der Volkspartei Regierung es anders auslegte und handhabte. im Reichstag" ihr Verhalten einzurichten. Vor allen Dingen baben fie, soweit es in ihren Kräften liegt, jeder weiteren, über " manche Noth im Laufe des Jahres verursachte, weil jede Der neue Gewerbeordnungs- Entwurf, der jeßt dem Reichstag vorliegt, unterscherdet sich zwar in mehreren Punkten zu die Bundesverfassung hinausgehenden Ausdehnung des preußis seinen Gunsten von dem vorjährigen Entwurfe, im Großen schen Einflusses auf die Verwaltung und Gefeßgebung der Einzelstaaten vorzubeugen. Darnach war also die Stellung phenzahl, die 172, sage einhundertzweiundsiebenzig, beträgt! unserer Bertreter zum Lasker'schen Antrag von selbst gegeben. Schon diese Zahl enthält die Verurtheilung des Entwurfs, und Ganzen aber ist er derselbe, sogar bis auf die Paragra 144 denn sie besagt, daß eine Masse von Bestimmungen Aufnahme gefunden hat, die in einem, unserer ganzen heutigen gewerblichen und industriellen Entwickelung angemessenen Gesetz nicht stehen dürften. Es kommt noch hinzu, daß nach verschiede nen Paragraphen den Verwaltungsbehörden, d. h. in der Regel der Polizei der weiteste Spielraum gewährt ist, und doch höchst wichtige Bestimmungen über einzelne Zweige der Gewerbe der Behandlung durch die einzelnen Landesgefeße überlassen werden. Unter solchen Umständen kann natürlich von einer einheitlichen Gesetzgebung auf dem gewerblichen Gebiet, von der man so gern in national liberalen Kreisen faselt, keine Rede sein. Es dürfte sich sogar ereignen, daß innerhalb weniger Jahre, neben den 172§§. des Bundesgewerbegesetzes eine gleich große Zahl Paragraphen in den verschie denen Bundesländern in Bezug auf Ausführung einzelner Abschnitte des Bundesgewerbegefeßes Geltung erlangen und damit die Confusion und ungleiche Behandlung der Bundesangehörigen größer wird, als je zuvor. Es ist eben der Fluch aller dieser norddeutschen Bundeseinrichtungen, selbst auf den Gebieten, wo eine einheitliche Gesetzgebung am nothwendigsten ist, daß ihnen eine Zweideutigkeit anklebt, die das Walten eines durch und durch reaktionären, widerwillig auf scheinliberale Wege gedrängten Geistes verräth. Daß dieser reaktionäre Geist die preußische Regierung ist, der allerdings Mecklenburg und einige andere Duodesstaaten zur Seite stehen, unterliegt feinem Zweifel. Die preußische Regierung hat nach der Bun lung dieser Verpflichtung darf aber nicht bis zur Unter sagung des Gewerbebetriebes ausgedehnt werden." Das heißt also in deutliches Deutsch übersetzt: in den Ländern, resp. Orten, wo jeßt der selbstständige Gewerbe betrieb von der Erlangung des Bürgerrechts abhängig ist, da bleibt es vor wie nach beim Alten. Die nach folgende Bestimmung, daß Exekution bis auf Erfüllung dieser Verpflichtung nicht ausgedehnt werden dürfe, besagt gar nichts, wenn man bedenkt, daß der Verwaltungsbehörde Mittel und Wege genug übrig bleiben, einem solchen Gewerbtreibenden das Leben sauer zu machen. Die Wir könnten noch eine lange Reihe ähnlicher Bestim mungen, wie die in§. 13, anführen, wenn nur nicht Zeit und Raum dazu gebräche. Wir werden außerdem bei de Reichstagsdebatten über den Gesezentwurf, an denen sich Abgeordneten unserer Partei lebhaft betheiligen werden, no öfter Gelegenheit haben, auf denselben zurück zu fommen. find z. B. die Bestimmungen über den Hausirhandel die Innungen, über die Verhältnisse der Gesel len, Gewerbsgehülfen, Fabrikarbeiter and Lehr linge, die gewerblichen Hülfskassen u. s. w., eine gründliche Umänderung für jeden Liberalen, geschweige Demokraten, unannehmbar. Andere berechtigte Forderungen der Arbeiter, wie die gefeßliche Regelung der Arbeit zeit, baben gar keine Aufnahme gefunden. ohne In der neunten Sigung des Reichstage begann die fo genannte erste Lesung des Gewerbeordnungs- Entwurfe, welch desverfassung und der ganzen Zusammenseßung dieses so- Gelegenheit bot, die allgemeinen Gesichtspunkte, von denen die verschiedenen Barteien den Gegenstand betrachten, zu ent schieden in Händen, ihr Wille ist der maßgebende. Wollte sie widein, und sich über die geschäftliche Behandlung des Gefe freifinnig sein, sie würde in diesen wirthschaftlichen Fragen entwurfes zu verständigen. In dieser Sigung ergriff aud genannten Bundes die materielle und moralische Macht entaußerdem auf die lebhafteste Unterstüßung der thüringischen und sächsischen Regierungen zählen können. Aber man hat es in Berlin stets verstanden, mit der liberalen Phrase die Massen zu berücken, während man in der That reaktionär ist. Unter den Reichstagsmitgliedern ist es öffentliches Geheimniß, daß auch der jeßige Gewerbeordnungs- Entwurf wesentlich der preußischen Regierung seinen Inhalt verdankt, während namentlich die Vertreter Sachsens und Thüringens sich vergeblich abmühten, freisinnigeren Anschauungen Geltung zu verschaffen. der Abg. Dr. v. Schweißer das Wort und legte in länge rer Rede an der Hand der Ausführungen von Karl Mar seinen socialistischen Standpunkt dar. Ihm antwortete ale Vertreter der herrschenden Bourgeois Dekonomie der Abg Nächsten so Tage in üb B M K Be ich eir her ein fic da new wi in Dee fer He aus Br En im me 150 fer be die Der Dem iche ſtet All in jen unt fie fold dod Ser auf in stär sud die hat ten geg Ab geh die enr me ein zu Br zialistischen Abg. Frizzsche bekämpft wurde. ( Freitag) wurde die erste Lesung fortgeseßt, die Abgg. Wag" ner( Neustettin), Miquel, Schulze Delißich, Dunder u. A. betheiligten sich an der Debatte. Ersterer, der Abg Ein charakteristisches Zeichen auch dieses Geseßentwurfes Wagener, fonnte die Gelegenheit nicht vorüber gehen laffen ohne feinen fönigl. preußischen Regierungsfozia ist, daß oftmals der Paragraph recht freisinnig beginnt, aber in seinem Schlußsaß das vollständig illusorisch macht, was er im Vorderfaß verheißen; oder wenn ein Paragraph Freilismus des Breiteren zu erörtern. Das war für Bebel mat heiten und Rechte einräumt, daß ein später folgender sie halb Veranlassung, sich ebenfalls zum Worte zu melden. Wir la oder ganz annullirt. Diese Art, Geseze zu machen, ist in unferer constitutionellen" Periode, wo Regierungen und Volksvertretungen beständig um das Maß von wirklichen oder Schein Rechten feilschen, zu einer großen Vollkommenheit gediehen; wir in Sachsen wissen ja das mit am Besten, wir brauchen blos an unser Vereinsrecht zu erinnern. So heißt es z. B. in Paragraph 13 des Gewerbegesezentwurfes: zuwohnen neswegs, um ein flares Bild über die gestrigen Berhandlungen be sen dessen Rede hier nach dem stenographischen Bericht folgen Meine Herren! Ich bin erst heute in das hohe Haus eingetres ten, habe daher keine Gelegenheit gehabt, der gestrigen Debatte beis - und was ich aus den Zeitungen gelesen, genügt mir fei kommen; ebenso babe ich keine Gelegenheit gehabt, mir den Ge Gewerbeordnungs- Entwurf näher anzusehen. Ich bin daher gezwungen mich auf dasjenige zu stüßen, was heute die Debatte zu Tage geför dert hat, und auf die verschiedenen Ansichten, die namentlich gegen zu der ich mich ebenfalls bekenne die sozial- demokratische Richtung Von dem Besiße des Bürgerrechts soll die Zugeltend gemacht find, bier etwas näher einzugehen. laffung zum Gewerbebetriebe in keiner Gemeinde und bei keinem Gewerbe abhängig sein." Das klingt gewiß recht liberal, aber der hinkende Bote tommt im nachfolgenden Satz desselben Paragraphen sofort nach. Dort heißt es: ..In der Verpflichtung der Gewerbtreibenden zur Erwerbung des Bürgerrechts, soweit solche in der bestehenden Gemeindeverfassung begründet ist, wird durch gegenwärtiges Gesetz nichts geändert; die Exekution auf Erfülberechtigung auf alle Staatsangehörigen ausdehnen und dann werde Jch knüpfe an die Worte des geehrten Vorredners, des Abgeord die Sonne der Freiheit überall scheinen lassen, möge man die Gleid neten Dunder an, der ungefähr mit den Worten schloß: möge man Jeder durch eigene Kraft und eigene Tüchtigkeit in die Lage fommen fich emporzuarbeiten und fich eine menschenwürdige Eristenz zu fchaffen kann darauf nicht besser antworten, als indem ich kurz auf ein Land bindeute, das gewiß in den Augen des Abgeordneten Dunder un seiner politischen wie sozialen Freunde als der Musterstaat gilt, Das war der Sinn seiner Worte. Nun, meine Herren, ich glaube, id meine, meine Herren, England. Wir haben ja bereits in diefem Hause bei den verschiedensten Gelegenheiten zu hören bekommen, wi bai Re Se bei Re ΤΗΙ get der au De Re Ar De 81 be Ar m Da fid gi ter den rbe ist ach bts, und iden time Beit den die nod So Del. fel br in England die politische Freiheit in keiner Weise etwas zu wünschen übrig lasse, wie in England der Konstitutionalismus in schönster Blüthe stehe, wie dort das Volk vollständig und unumschränkt die Herrschaft ausübe. 145 vorhanden ist, aber ich kann konstatiren, mögen Einzelne Wenige fich irre leiten und gebrauchen lassen, die ungeheure Mehrheit der deutschen Arbeiter hat zu viel gesunden Sinn, um auf diesen Regierungsköder anzubeißen. Von Seiten des Abgeordneten Stumm ist ebenfalls der Klaffengegensap zwischen Arbeit und Kapital geleugnet worden, er sagte. an dieser Spaltung der Klassen sei nur Schuld, daß einzelne Agitatoren utopistische Ideen im Kopfe hätten, diese unter die Leute würfen, und den geringen Leuten den Kopf verdrehten, er glaubt aus seinen eigenen persönlichen Verhältnissen nachweisen zu können, daß unter den heutigen Produktionsverhältnissen der Arbeiter sehr wohl zufrieden sein könnte. Meine Herren, die Einreden oder Einwürfe, daß es stets nur die Schuld von unsinnigen Agitationen sei, wenn das Volk oder die Arbeiter dieses oder jenes Recht verlangen, - ist ein Einwurf, den in anderer Form auch das preußische Abgeordnetenhaus in der Konfliktzeit dugendmal vom Ministertisch hat hören müssen. Run, meine Herren, und dennoch, in diesem konstitutionellen Musterstaate, in diesem freien England finden wir, daß gerade die Klaſſengegensäße zwischen Arbeit und Kavital, zwischen Arbeitern und Beſizenden, die hier von verschiedenen Seiten geleugnet oder abzuieser schwächen versucht wurden, bereits im gegenwärtigen Augenblick auf eine Höhe gestiegen sind, daß selbst die entschiedensten Anhänger der herrschenden Dekonomieschule sie nicht mehr zu leugnen wagen. Es iſt eine Thatsache, die den allermeisten von Ihnen, meine Herren, die Sie sich mit diesen Fragen ja selbstverständlich befassen, bekannt sein wird, daß die Kommissionen, welche das englische Parlament alljährlich ernennt zur Prüfung der Lage der arbeitenden Klasse, konstatirt haben, wie der Pauperismus, die Armuth, von Jahr zu Jahr in England in folossalen Dimensionen zunimmt, wie froß des enormen Steigens des sogenannten Nationalreichthums auf der anderen Seite das Masfenelend sich noch in weit höherem Maße vergrößert hat. Meine Herren, es war im Jahre 1843, als ein englisches Bourgeois- Blatt es auszusprechen wagte, daß, wenn der Nationalreichthum nur um 50 Prozent nach seinem damaligen Stande gestiegen sei, alle Armuth in England verschwunden sei. Nun, meine Herren, zwanzig Jahre später, im Jahre 1863, mußte der Minister- Präsident Gladstone im Parlament anerkennen, daß der Nationalreichthum nicht um 50, sondern um 150 Proz. gestiegen sei; aber er mußte auch die Aeußerung thun, daß diebesigende Klasse sich beschränkt habe, und daß das Massenelend und die Massenarmuth in demselben Maße gewachsen sei, wie auf der an= dern Seite der sogenannte Nationalreichthum, der sich immer nur in den Händen weniger konzentrire. Sehen Sie sich weiter die statisti= stets von Jahr zu Jahr zunehmenden Unterstüßungs- Bedürftigen, das schen Tabellen von London an, dieses Anwachsen der Armuth, der Alles find Thatsachen, die kein Mensch wegstreiten kann. Wenn also in England, dem nach Ansicht Bieler politisch freien Staat, in dem jenigen Staate, in dem gerade diese Entwickelung zur Groß- Industrie und das ganze ganze gesellschaftliche Leben in einer Weise blüht, daß solche Zustände vorhanden sind, meine Herren, so meine ich, müßte doch in der Gesellschaft Manches, segar sehr vieles faul sein. Der Herr Abgeordnete Dunder bat allerdings gefagt, man müßte sich darauf beschränken oder zunächst darauf hinarbeiten, ohne Deige igen ité e for clope enen ent lefets aud nge art als Abg. 1 for Tag age Aby ien in gewisser Beziehung mit ihm darin überein- daß man feudale Zuund ich stimme stände, die Ueberbleibsel mittelalterlicher Verhältnisse zu beseitigen suche. Er hat aber im weiteren Verlauf seiner Rede behauptet, daß die sozial- demokratische Partei cigentlich eine Rückschrittspartei ſei; er hat, das bezweifle ich keinen Augenblick, dies jedenfalls aus den Worgeschlossen, die der Abgeordnete Wagener heute uns hier anzuhören gegeben hat. Meine Herren, es ist allerdings richtig, daß der Herr Abgeordnete Wagener, obgleich zur konservativen oder feudalen Partei gehörig, dennoch, so oft hier soziale Fragen zu Erörterung kommen, die Gewohnheit hat, in einer Weise aufzutreten, daß es wirklich dem enragirtesten Sozialisten Ehre machen würde.( Heiterkeit.) Und, meine Herren, ich kann mir nicht helfen, man merkt es, daß dahinter gewisse Absicht ist. Ich betrachte den Abgeordneten Wagener so eine fen gia, bel, mat Taf Igen. getres beis fei u bes Gee ngen Reför gegen Tenne Teord Sleid werd men affen e, id Land un id Diefem wit Damals hieß es auch stets: Das Volk würde sehr zufrieden sein, wenn ihr nicht hier durch eure Brandreden von der Tribüne, durch eure Presse, durch eure Zeitungen die öffentliche Meinung aufzuregen suchtet. Dieser Vorwurf wird gegen Jeden gemacht, der gegen irgend eine bestehende Einrichtung anzufämpfen sucht; man fagt, ihr macht die Leute unzufrieden, ihr reißt sie aus ihren zufriedenen Verhältnissen heraus u. dgl. m. Ich gebe zu, daß das in gewissem Grade vom Standpunkt unsrer Gegner richtig ist; denn wenn man den Arbeitern nicht sagt, was sie zu fordern berechtigt sind, wenn man ihnen nicht nachweist, wie ihre Lage eigentlich gegenüber den andern Gesellschaftsklassen beschaffen ist, dann werden sie nie zur Einsicht kommen, und ich begreife daher vollkommen, wenn sich die Herren gegen unsere Agi= tation mit aller Gewalt wehren. Wenn aber der Herr Abgeordnete Stumm glaubt, daß die heutige Arbeiterbewegung nur eine leicht vorübergebende Sache sei, die man ohne Weiteres beseitigen könne, dann irrt er sich sehr; denn meine Herren, die Arbeiterbewegungen, die sozial- demokratischen Ideen haben in den letzten Jahren eine solche Ausbreitung und eine solche Tiefe erlangt, wie es die eifrigsten Anhänger noch vor 4 oder 5 Jahren nicht glaubten. Ich stehe gar nicht an, zu erklären, daß ich selbst vor wenigen Jahren noch einer der entschiedensten Anhänger der soge= nannten Selbsthülfe war, und wenn ich heute auf dem sozial- demokra= tischen Prinzip stehe und als Verfechter desselben hier auftrete, dann ist es nicht deshalb gekommen, weil ich und meine Freunde uns von uteristischen Phantasten habe binreißen lassen, sondern weil wir auf Grund der thatsächlichen Verhältnisse unsere Erfahrungen gemacht haben, weil wir dasjenige, was man uns als das einzige Heil- und Rettungsmittel anpries, nach allen Seiten hin erprobt und uns von dessen unzulänglichkeit überzeugt haben. Und wie es uns gegangen ist, so ist es Tausenden und Zehntausenden gegangen nicht blos in Deutschland, meine Herren. Sehen Sie nach Desterreich, sehen Sie hin nach der Schweiz, sehen Sie nach Belgien, seben sie nach Amerika, nach England! In allen diesen Ländern ohne Rücksicht auf die staatlichen und politischen Zustände, allüberall sehen Sie dieselben Gegenfäße, fehen Sie dieselben Tendenzen, und ich glaube, die internatio= nale Arbeiterverbrüderung, diese große Genossenschaft, sie hat bewiesen und beweist, daß die Arbeiter aller Kulturländer ohne Rücksicht auf die Nationalität, ohne Rücksicht auf die Sprache und die sonstigen politischen Einrichtungen in dem Einen übereinstimmen, daß ihre foziale Lage nur durch das gemeinsame Zusammenwirken aller Natio= nen gelöst werden könne, und daß faktisch der Gegensatz zwischen Kazu sagen als königlich preußischen Hofsozialisten( Große Heiterkeit, Bravo!), als denjenigen Abgeordneten, meine Herren, der die Aufgabe bat, in der Arbeiterwelt den Glauben zu erwecken, daß die preußische pital und Arbeit vorhanden ist. Regierung gewillt wäre, durch irgend welche Staatsinterventionen dem Massenelend und der unterdrückten Lage der Arbeiter abzuhelfen. Der Herr Abgeordnete mag sich aber keiner Täuschung hingeben. Die Arbeiter sehen vollständig klar, fie wissen, was sie von der preußischen Regierung, fie wissen, was sie von allen andern heutigen Regie: rungen zu erwarten haben, daß von diesen eine wirkliche Lösung der gedrückten Lage der Arbeiter nicht zu erwarten ist: die Arbeiter werDen also, wenn der Abgeordnete Wagener das sozialistische Prinzip auch noch so entschieden betont, wenn auch tagtäglich in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung, dem offiziösen Organ der vreußischen Regierung, ellentange Leitartikel zu demselben Zwecke erscheinen, die Arbeiter werden sich nicht födern lassen. Man hat in gewissen Kreisen der preußischen Regierung begriffen, daß bei dem faktisch vorhandenen Klassengegensage es für die Regierung ungeheuer nußbringend sein würde, wenn sie die Spaltung, die durch diesen Klassengegensaz zwischen der liberalen Bourgeoisie und den Arbeitern vorhanden ist, schlau benußte, natürlich zu reaktionären Zwecken.( Hört! links.) Man be= griff, wenn man die Arbeiter auf Seiten der Regierung hat, wenn man die Arbeiter durch sozialistische Phrasen mehr und mehr gegen Das Kapital aufbeßt, daß die Spaltung auch in freiheitlicher Beziehung fich geltend machen wird, wobei eine reaktionäre volksfeindliche Regierung nur profitiren kann. Das ist die Absicht, die auf jener Seite Wenn nun der Herr Abgeordnete Wagener in seinen weiteren Ausführungen sich auf den Staat gestügt hat, der da bei den Unterstüßungskassen und dergleichen angreifen soll, nun, meine Herren, so weiß jeder von uns, daß das Palliativmittelchen sind, die nur wenig nügen, aber in den Händen des heutigen Staats gefährlich werden fönnen; wir stimmen in diesem Falle sogar mit den Vertretern der liberalen Bourgeoisie ganz entschieden überein, daß wir von diesem Staate derartige Unterstüßungen unter keinen Bedingungen annehmen dürfen. Wir stimmen mit ihnen überein, daß die Verwaltung der Kassen u. s. w den Arbeitern selbst übergeben werden muß, weil wir uns sagen, daß in dem Augenblicke, wo der Staat die Gewalt hat, wie er sie bisher leider nur zu viel gehabt hat, in diese Dinge bineinzureden, die Gefahr vorhanden ist, daß der Staat auch politische Einflüsse geltend macht, daß der Staat auch politisch die Arbeiter auszubeuten sucht. Wenn ferner der Herr Abgeordnete Miquel ge= glaubt hat, es als ein besonderes Verdienst des Nordddeutschen Bundes ansehen zu müssen, wenn er geglaubt hat, das als einen besonderen Fortschritt zu bezeichnen, daß man im Gegensaß zu dem Regiment Louis Philipp's in Frankreich das allgemeine Stimmrecht eingeführt hat, so geschah dies nach meiner Ueberzeugung in feiner andern Absicht, als weil man glaubte, mit dem allgemeinen Stimmrecht besser handtieren zu können, die Massen besser bearbeiten zu können, wie es 146 bei dem Klassen- oder Stände- Wahlsystem der Fall war. Kein an deres Motiv war dazu vorhanden, und wenn es vielleicht hier und da gegen die Absicht der Geber ausschlägt, dann freut man sich sicher nicht darüber. Die Absicht lag nie vor, das Wahlrecht uns zu geben, da mit wir es richtig benußen sollten. Darüber sind wir uns klar. Auch i es vollständig falsch, wenn der Herr Abgeordnete Miquel glaubt, daß man in Frankreich die Forderungen der Arbeiter, wie sie heute hier theilweise von Ihrer Seite selbst bewilligt werden, nicht anerfannt habe. Die Sache ist einfach die, daß wir uns heute hier in Deutschland über Fragen herumstreiten, über welche man in Frankreich, England und anderen Kulturstaaten längst hinaus ist. Arbeitgeber die Arbeiter auf das willkürlichste verhöhnt und verachtet werden; gemachte Verträge werden gebrochen und gegen die Führer sind bei allen Besizern von Fabriken und Werkstätten Unterschriften gesammelt worden, damit ihnen ni gends Arbeit gegeben wird. Durch unsern neuen Präsidenten C. A. Bruhin, Staatsanwalt von Baselland, hoffen wir je doch baldigst diesen Uebelständen abgeholfen zu sehen. dessen Erfahrung und Energie die rechten Wege einschlagen wird, um die öffentliche Meinung auf unsere Seite zu kommen. bes uns Wie gen. einen auf, инф uner unter Soll die g Vom ersten April werden wir ein neues Blatt, betitelt der Demokrat", herausgeben, das wöchentlich 3 Mal erscheint. In Frankreich fällt es keinem Menschen mehr ein, über Gewerbefreiheit, über Freizügigkeit zu disputiren und Wochen lang Sigungen zu halten über einen derartigen Gesezentwurf. Meine Herren, das find dort alles überwundene Standpunkte, und nachdem die Bourgeoisie alles das bereits bewilligt hat in jenen Ländern, was uns die Bourgeoisie heute erst bewilligen will und nachdem sich doch herausgestellt hat, daß der ganze Klassengegensatz nicht beseitigt, daß er im Gegentheil verschärft wurde, deshalb, meine Herren, hat einfach die Bourgeoisie jene schroffe Stellung gegen die Arbeiter eingenommen, wie man sie in Frankreich und England fiebt, und die wir in Deutschland, wenn die Entwickelung unserer Verhältnisse weiter so fortschreitet, auch sehr bald haben werden. Darin stimme ich mit dem Herrn Abgeordneten Wagener allerdings überein, wenn er sagt: Was der Abgeordnete Schulze fordert, ist mir insofern angenehm, als es gilt, das jezige System bis zu den äußersten Konsequenzen durchzuführen, weil dann nothwerdiger Weise die Reaktion eintritt. Ich glaube nur, er hat sich in der Schlußfolgerung geirrt: nicht die Reaktion, sondern die Revolution ist das Einzige, was kommen muß und kommen wird, wenn die Verhältnisse sich in der jezigen Form weiter entwickeln. So viel in Kürze über meinen prinzipiellen Standpunkt. " % Nürnberg, d. 22. März 1869. Die Agitatoren des Hrn. v. Schweißer haben hier jedenfalls etwas Gutes gestiftet. G ist Leben in die Arbeiterbewegung gekommen, aber nicht im Sinne jener Herren. Der politische Arbeiter Bildung verein hat durch die hiesige Versammlung an Mitgliederzabl sowie an Ansehen gewonnen. Die Nationalliberalen hatten bis her von Oben herab anf ihn gesehen; einer davon, ein gewisse Advokat Erhard( den Sie wohl im Zollparlament getroffen haben werden*)), hatte noch vor Kurzem in einem national Was den Gewerbeordnungs- Entwurf selbst anlangt, so habe ich, wie gesagt, wenig Gelegenheit gehabt, mich damit zu beschäftigen. Die verschiedenen Forderungen, wie sie von den Herren Schulze, Duncker u. s. w. aufgestellt sind, glaube ich in allen Punkten anneh men zu können. Wenn es sich aber um die geschäftliche Behandlung des Gesetz- Entwurfes handelt, dann bin ich auf Grund der neuesten Erfahrungen gegen die Kommissionsberathung. Als es sich vor einigen Tagen um die Beschlagnasme der Löhne handelte, hat man es abge= lebnt, Bertreter des Arbeiterstandes, d. b. Bertreter in diesem Hause, it liberalen Verein die Mitglieder des Arbeiter Bildungsvereins die dem Arbeiterstande angehören und die Verhältnisse und Bedürf= nisse desselben genau kennen, in die Kommission hinein zu wählen. Nach den neuesten Zeitungsberichten ob wahr oder unwahr, bleibe dahingestellt nach den neuesten Zeitungsberichten soll sich die bean m teit F täufli feitig ift. Men taufe ausn in G Belie Drahtpuppeu der Volkspartei genannt. Der edle Ritter jezt wüthig auf diese„ Drahtpuppen", weil sie bewiesen haben, daß sie auch wissen, was sie wollen, und auch etwas dur feßen können. Wie nothwendig es ist, daß sich die Arbeiter zu Gewerks Genossenschaften zusammenthun, ma Ihnen folgendes Lohnverhältniß zeigen. Ein hiesiger Flasch nermeister R. zahlt einem neu eingestellten Gesellen, der ein tüchtiger Arbeiter ist und sich schon weidlich in der Welt her umgeplagt hat, als ersten Wochenlohn per Arbeitsstunde 41/2 t. ( 1 Gr. 3 Pf.). Auf dessen Beschwerde deutete er an, daß genug Leute haben könne! Der Brave ist auch ein national liberaler Vertrauensmann, nebenbei, wenn ich nicht irre, menpflegschaftsrath. Ich wollte, er müßte einmal ein Jahr lang von dem Verdienst 4½ Kreuzer per Arbeitsstunde 42 treffende Kommission doch entschlessen haaen, Arbeiter und Arbeitgeber von außerhalb des Hauses zuzuziehen. Meine Herren, das ist ein Be= schluß, der mir höchst sonderbar vorkommt.( Heiterkeit.) Ich meine in diesem Falle wäre es gewiß das Nächste gewesen, daß man die Arbeitervertreter, die im Hause fißen, oder die Abgeord= neten, die diesem Stande angehören wenn Sie sie nicht als ausschließliche Vertreter für den Stand anerkennen wollen in diese Kommission gewählt hätte. Mit der Wahl zu einer Kommission für den Gewerbegeseß Entwurf wird es nicht um ein Haar besser gehen. Wie die Geschäftsordnung beschaffen ist, find wir außer Stande, einen Vertreter unserer Partei hineinzubringen. Dashalb ziehe ich die Berathung im Hause vor und zwar aus dem einfachen Grunde, weil es dann auch der Minorität möglich wird, ihren Standpunkt zu ver= treten. Ar Dee Genf gung mo 5 Stein hand mögt allen befin Maur und tomu leben. Der Vorstand des. Arbeiter- Bildungsvereine Rüll und der Redakteur des„ Nürnberger Anzeigers" Meyer wurden Jeder, auf Antrag des hiesigen Stadtkommissariats, megen Inserats, das Sie neulich schon abdruckten, bezüglich der Baseler Arbeiter, in eine Geldstrafe von 6 Gulden( 3 Thlr. 12%, Gr.) und in die Kosten verurtheilt. Sie haben Beide den Refur ergriffen. Der hiesige Stadtkommissär hat auf die Demo fraten einen alten Zorn. Er war schon im Jahr 1848 ein wüthender Demokratenfänger; damals war er noch in Hers bruck, und wurde in den 50er Jahren, wegen bewiesener befördert. Brauchbarkeit in diesem Fach, zum Stadtkommissär hierher Die Debatte wurde hierauf geschlossen und über die geschäftliche Behandlung der Vorlage festgesezt, die zweite Lesung über Titel 1 und 2 im Plenum( d. h. vor sämmtlichen Abgeordneten im Hause) vorzunehmen, dagegen Titel 3 und 4, handelnd vom Gewerbebetrieb im Umherziehen ( Hausirhandel) und Marktverkehr der Vorberathung durch eine Commission von 28 Mitgliedern zu unterziehen. In diese Commission wurde unter Anderen auch der Abg. Bebel gewählt. Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. Unternehmern; deshalb soll fein Maurer, Steinbauer Genf. Die Bauarbeiter find im Kampf mit den Herren oder Bildhauer jegt nach Genf gehen. " welch Dieses Bud nati bag erhebe age Seite tern gr A nicht Freud der A Ar Die herrschen ge den Klassen sind unter allen Himmelsstrichen die gleichen; Igenüber dem arbeitenden Bolte glauben fie nicht verpflichtet zu sein, Verträge, Berpflichtungen und dergleichen zu beiter" ist jede Niederträchtigkeit erlaubt und selbst in den Augen derjenigen gerechtfertigt, welche sonst große Stücke auf die eigene Ehrenhaftigkeit halten. Allen Arbeitern empfehlen Basel, d. 19. März. Obgleich unsere Fabrikanten glauben, Herr der Bewegung hier geworden zu sein, worin sie sich sehr irren, kommt es doch täglich vor, daß von Seiten der halten! Gegen den enterbten und machtlosen Baria wir nachstehenden Aufruf: - ein ziem *) Wir erinnern uns nicht, obgleich der Herr nach der Schilderung die wir nicht mittheilen können unfres Berichterstatterslich augenfälliges Aeußre haben muß. bic 21 Die b burch nehme Bufur eines nd Ind und ir ten je da gen bes telt Ral rit. F& B im abl Sib Ten talins it Den, rob iter nag fd cin her Kr. tal Ar abr den Des eler Br.) urd no An die Arbeiter aller Länder! Arbeiter! Die Bauunternehmer in Genf wollen die ung gegenüber eingegangenen Verpflichtungen nicht halten. Wie voriges Frühjahr, so sind wir vielleicht auch jetzt gezwungen, mit den Mißachtern ihrer Unterschrift und unsers Rechts einen Kampf zu beginnen, denn diese Herren zählen stets darauf, andere Werkleute von Außen herkommen zu lassen und uns durch die Konkurrenz zu erdrücken. Arbeiter! Eure Gewerbsgenossen in Genf fämpfen mit unermüdlicher Beharrlichkeit für die Erringung der Rechte der unterdrückten Klasse; ja, unsere Entschlossenheit und Thatkraft soll unüberwindlich sein! 147 ches den Bestrebungen des internationalen Verbandes große Aufmerksamkeit zuwendet. In einem der Artikel heißt es: Der Berband, der sich schon bis nach Amerika erstrecke, trage in dieser großen Ausbreitung den Beweis der natürlichen Gesundheit, und es sei ihm, da er weder confessionelle noch nationale Unterschiede kenne, sondern nur das Gesetz der Solidarität der Arbeiterinteressen verfolge, eine große Zukunft beschieden. Schließlich wünscht zwar der Bund", daß dieser Verband durch seine Macht dem Kapital so weit Respekt einflößen möge, daß die Kapitalisten sich fortan zu einer bessern Behandlung der Arbeiter veranlaßt fühlen, dagegen mißbilligt er, daß der Verein als Mittelsperson aller Orten aktiv eingreife, und dem Fabrikanten das Gesetz vorschreibe. Redner meint aber, daß gerade die aktive Thätigkeit das Hauptverdienst des Verbandes sei; wenn er nur dazu dienen soll, wozu ihn der Bund" herabdrücken will, dann sei er ganz nußlos. Immerhin aber sei das Bischen Wohlwollen des Bundes" zu achten gegenüber der ergrimmten Handlungsweise der Baseler Bourgeoisie, welche der„, Augsburger Aug. Zeitung" mit Abonnementsentziehung in Masse gedroht habe, Menschen möglich, unsere Lebenskraft um billigen Preis zu falls sie nicht ihren sozialistischen Baseler Correspondenten ablaufen. Ja es ist die Konkurrenz, welche die Herbeirufung schaffe. Außerdem sei es die Marime der Bafeler Bourgeoisie, auswärtiger Arbeiter möglich macht und den Bauunternehmern Gewerbsgenossen! Die Sache der Arbeiter ist überall die gleiche, daher ist unsre Sache auch Eure Sache. Der Tag. an welchem die Arbeiter aller Länder die Gesammtverbindlich teit begreifer, ist der Tag, an dem sie aufhören werden, eine fäufliche und verkäufliche Waare zu sein. Arbeiter! Es ist die Konkurrenz, die wir uns gegen. ſeitig machen, welche das größte Hinderniß unserer Befreiung ift. Auf diese Konkurrenz spekulirend wird es einer Handvoll in Genf die Zuversicht giebt, die Bedingungen der Arbeit nach Belieben umändern zu können. Genf Arbeiter, entzieht ihnen diese Waffe! Steinhauer, Bildhauer und Maurer! kommt nicht nach zu arbeiten und wenn man Euch noch so gute Bedinkeinen dem internationalen Verbande angehörigen Arbeiter zu beschäftigen, und daraus könne man schließen, welche Angst schon jetzt die Kapitalisten vor diesem Vereine haben. Eigent liche Führer habe der Verband nicht, alljährlich aber treten die Sektionschefs, die Bertreter der einzelnen gewerblichen und nationalen Abtheilungen, zu einem Congreß zusammen. Die gungen versprechen mag. Seid versichert, daß an dem Tage, Nothwendigkeit einer solchen Organisation müsse jeder denkende wo Ihr unsere Stüße nothwendig habt, Euch die Maurer, Steinhauer und Bildhauer von Genf mit Brüderlichkeit die Hand reichen. Arbeiter anerkennen, denn freiwillig würde die Bourgeoisie nie nachgeben.Hr. Milke fügt nach dem Vortrage erör ternd hinzu, daß die internationale Arbeiterassoziation bereits 7 Preßorgane befiße, und daß der Nürnberger Arbeiter verband, der 29,000 Mitglieder( darunter 15,000 Desterreicher) zähle, dem Programm des Internationalen beigetreten sei. Dasselbe Programm habe die deutsche Volkspartei Arbeiter! Welchem Gewerbe Ihr auch angehören mögt, verbreitet in allen Orten, in allen Städten und Dörfern, allen Werkstätten und Wohnungen, überall, wo sich Arbeiter befinden, die Nachricht, daß die Steinhauer, Bildhauer und Maurer Genfs für die Rechte der Arbeiter im Kampfe stehen, in Stuttgart angenommen und der hiesige demokratische und sorgt dafür, daß nicht einer zur Arbeit nach Genf Arbeiterverein beruhe auf den Prinziepien des Nürnber tommt. Mit brüderlichem Gruß. Genf, den 11. März 1869. Das Comité der Steinhauer, Bildhauer und Maurer des internationalen Arbeitervereins. P.-S. Wir bitten alle Arbeiter und alle Zeitungen, dieses Rundschreibens.. ger Arbeitertages und der Stuttgarter Volkspartei. Redner entwickelt darauf das Programm der Internationalen Assoziation. Bon Hainichen geht uns ein längerer Bericht zu über eine Bolksversammlung, in der Herr Kobißsch aus Dresden das Programm der Volkspartei und die Candidatur Vahlteich's welche die Sache der Arbeiterklasse vertheidigen, um Verbreitung mit viel Geschick und unter allgemeiner Zustimmung der Ver= h. Beriin, 17. März. In der vorlegten Sizung des Buchdruckervereins sprach Hr. Hecht über die inter ein net her ren ter en ge btet zu Den auf Ten ung em Lage sammlung empfahl. Auch Herr Mende wie Herr v. Burgsdorff hatten ihre Vertheidiger, fanden aber damit keinen Anklang. Wir sehen von einer Wiedergabe des Berichts ab, da nach der nationale Arbeiterassociation. Davon ausgehend, bereits vollzogenen Wahl der Bericht für die meisten unserer daß die Männer der Arbeit, so oft sie sich gegen das Kapital Leser nur von geringem Interesse ist. erheben, es nie aus Uebermuth sondern durch die Noth ihrer gezwungen, thun, beleuchtete der Redner die praktische Seite des internationalen Verbandes. Selten sei den Arbei. Freuden zu begrüßen, denn er sei allein geeignet, die Kraft Das Resultat der Wahl im Freiberg- Hainicher Wahlbezirk war, wie vorauszusehen war, ein für Bahlteich ungünsti ges. Die Haft in Folge der Hohensteiner Vorgänge raubte tern eine Aftion gelungen, weil die Presse, die auf das Volk ihm fünf kostbare Tage, so daß er erst Donnerstag, d. h. vier so großen Einfluß ausübt, im Dienste des Kapitals stehe und die Arbeiter zu Gunsten der Bourgeoisie über ihre Interessen nicht auffläre. Darum sei der internationale Berband mit der Arbeiter den rechten Zielen zuzuführen, dadurch, daß er die bisher so große Zerfahrenheit der Arbeiter aufhebe und durch seine eigene Presse das Interesse der Arbeiter wahr. Tage vor der Wahl in den Bezirk reisen konnte. Mittlerweile aber hatten die Haßfeldter, ausgestattet mit sehr bedeutenden Geldmitteln, bereits in den meisten Orten ihre Verbindungen angeknüpft, respektive Versammlungen abgehalten, und hatte die nationalliberale und die konservativ partikularistische Partei für ihre Candidaten ebenfalls alle Mittel in Bewegung gefeßt; da war feine Aussicht für einen vierten Candidaten. Bei der Bufunft derselbe habe, beweisen die Artikel des berner ,, Bund", den 4 Gandidaten die meisten Stimmen, nach ihm Kreisdirektor nehme. Bereits befize der Verband seine Presse. Welch große Wahl, die am 15. März erfolgte, erhielt Herr Mende unter eines von der Schweißer Regierung beeinflußten Blattes, wel v. Burgsdorff, so daß zwischen diesen Beiden eine engere Wahl stattfindet. Das Organ der Nationalliberalen, die„ Constitu tionelle Zeitung" in Dresden, hat bereits erklärt, daß bei der engern Wahl sich die Nationalliberalen der Wahl enthalten mollen; ein Gleiches wird die Volkspartei thun. 148 Werdau, d. 23. März. Am ersten Feiertag halten wir bier eine Versammlung der( Weber) Gewerfs- Genossenschaft, zu der sich bereits 200 Mitglieder eingezeichnet und je 212 Groschen Einschreibegebühr bezahlt haben. Wir werden auch Frauen und Mädchen heranziehen. Unser Arbeiterver ein hat sich von der Stadtkrankenkasse gänzlich losgerissen und wird sich das Corporationsrecht erwerben. Leipzig. Am Sonntag hatten die Packträger und Dienstmänner, welche der Genossenschaft beizutreten wünschen, eine Besammlung, in welcher die Herren Germann und Liebknecht anwesend waren und die gewünschten Aufschlüsse gaben. Ein Statutenentwurf nach dem Muſter des Dresdener wurde einstimmig angenommen nnd sofort mit der Einzeichnung in die Liste der Anfang gemacht. Die Liste liegt jezt im Lokal des Gonsumvereins, Universitätsstraße, auf, und haben sich bereits sehr Viele eingeschrieben. In der nächsten Versammlung wird nun der Verwaltungsausschuß erwählt und dann unverzüglich bei den Behörden die nöthigen Schritte gethan werden. Unter den Betheiligten herrscht die größte Be geistrung, und da man sich auch die Schwierigkeiten nicht verhehlt, aber entschlossen ist, sie zu überwinden, so ist an einem guten Erfolg nicht zu zweifeln. Berichte aus Magdeburg, Luckenwalde u. s. w. mußten wegen Mangels an Raum für die nächste Woche zurückgestellt werden. Anzeigen. Deutscher Arbeiter- Bildungs- Verein in London Charles- Hotel, 71 Dean Street, Soho Square. W. London. Soeben erschien in meinem Verlage in zweiter Auflage: Die Deutsche Arbeiterpartei. „ Die Zukunft". Demokratische Zeitung. Neubegründet von Dr. Johann Jacoby, redigirt von Dr. Guido Weiß, III. Jahrgang. trati 1867 begründet und durch Rescript des fal. Präsid. v. Sal wedell zum„, ärgsten Schandblatt der Monarchie" ernannt; 1868 von ihren Lesern mit der Vertheilung von 28,000 Thirn der höchsten sämmtlicher Privatcollecten, für den of Biele preußischen Nothstand betraut! 1869 durch öffentliche Subscription ihrer Freunde in und außer halb Deutschlands neu fundirt erscheint sechsmal wöchentlich als Abendblatt, mit den Nach zügen versendet, zum Preise von 1 Thlr. 15 Sgr.( 2 fl. 42 Kr. rh.) vierteljährlich und bittet ihre alten Freunde, ihr neue zuzuführen. Probe- Nummern auf Verlangen gratis franco. Berlin. Die Expedition der„, Bukunft". Kommandantenstraße 20. Bestellungen auf die noch auf heute tung den licht beit als befä mit bolu Gefe dic Spiel Jend men jer nåbe gun des Mannheimer Abendzeitung, Organ der deutschen Volkspartei in Baden, wollen für das zweite Quartal möglichst frühzeitig bei der Berlagspreis vierteljährlich Einen Gulden. Inserate 3 fr. die einspaltige Petitzeile. nächsten Postanstalt gemacht werden. Probenummern stehen franco und gratis zu Diensten. Der „ Bürger- und Banernfreund" in Tilsit stellt sich auch für das neue Quartal vom 1. April 1869 ab die Ihre Prinzipien und ihr Programm. Aufgabe, die Bürger und Bauern, kurz Jedermann, dem gro Arbeiterpreis à 2 Sgr. in Parthien nicht unter 6 Exemplaren ( durch den Buchhandel à 5 Sgr.). Frühere an den Verleger der ersten Auflage", Hrn. A. Jonas in Berlin gerichtete und von demselben nicht er pedirte Aufträge bitte ich zu wiederholen. Berlin, im März 1869. J. Winckler. Waterloo Ufer 10. N Der Thüringer Volksbote. Organ des Thüringer Wahlvereins. ber Volf Bere freisinnige politische Zeitungen unzugänglich sind, zu lehren über das, was die Demokratie will, was sie zum wohle erreichen muß, welche Mittel und Wege das Bolf ein zuschlagen hat, um diese Ziele zu erreichen. ich now ferm Tevo und meb zu} für Seine Aufgabe kann er nur erfüllen, wenn gegenüber den Anstrengungen der Reaktion und Allem was drum und dran hängt, reaktionäre Schriften zu verbreiten, die Demo fratie umfassendere Maßregeln ergreift, den lich unter den ländlichen Arbeitern zu verbreiten. Bürger und Bauernfreund" im Volfe, nament " Berlage von H. Post, redigirt unter Mitwirkung bon Der Bürger- und Bauernfreund" erscheint in Tilfit im 3. Reitenbach durch W. Simpson in Blicken bei Gum Der„ Thüringer Bolksbote" erscheint jeden Sonnabend. binnen, jeden Freitag 1/2 Bogen start, oft mit Beilage, und Abonnementspreis vierteljährlich bei allen Postanstalten im Gebiete des früheren deutschen Postvereins, sowie hier am Orte in der Expedition des Blattes( Buchdruckerei von W. Razz) einschließlich Bringerlohn 5 Sgr.; einzelne Nummern 6 Pf.Inserate die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 6 Pf. Jena, im März 1869. Die Expedition. Berantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. kostet für das Vierteljahr per Post bezogen 4 Sgr. 6 Big Inserate finden für 3 Sgr. die Zeile Verbreitung dur ohne Bestellgeld. fein. in 1 Best der fich Rel todt Gr tio nen meh triti tion fur Her den fön mel nic obe Dry fie ter ode bra ten W. Simpson- Blicken bei Gumbinnen ganz Deutschland und darüber hinaus. H. Post- Tilsit. Verleger. Leipzig. Redacteur. Druck und Verlag: G. W. Vollrath. Expedition: Petersstraße 18. Hierzu eine Beilage. n. " der " Don al nt; oft Ber chi 42 eue Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 13. Die Personenvergötterung. Ein Beitrag zur demokratischen Krankheitslehre. Wien, im März 1869. Leider ist die Zeit noch nicht gekommen, wo die Demotratie in voller blühender Gesundheit auf gerader Bahn ihrem Biele zueilt. Biele, sehr viele unsaubere Elemente durchdringen noch ihre Adern und wirken zerseßend und Fäulniß erregend auf die Organe ihres Denkens und Handelns. Wir sprechen heute von einer Krankheit, welche dem Grade ihrer Ausbreitung und ihrer verheerenden Wirkung nach so recht eigentlich den Namen der demokratischen Krankheit verdient. Die Möglichkeit einer Heilung liegt immer in der Ursache der Kranf heit, und glücklicherweise ist der verständige Arzt hier mehr als irgendwo im Stande, die Ursache zu erkennen und zu befämpfen. Die Symptome find nur Wirkungen der Ursache; mit der Ursache schwindet die Wirkung. geraffel ohnmächtiger Sklaven. Vielleicht vermögt ihr eure Ketten zu zerbrechen freie Männer zu sein vermögt ihr nie. Der ewig hinfließende Strom der Idee ist in eurem dürren Gehirn zu einem kleinen Eisblock zusammen gefroren, und mit all curer Begeisterung thut ihr nichts anderes, als der Mohammedaner, wenn er zu Mekka am Grabe des Propheten den heiligen Stein füßt, der einst vom Himmel herabgefallen. Sehen wir die gegenwärtige demokratische Bewegung in Deutschland in dem Spiegel dieser allgemeinen Vernunftwahrheiten, so ist es leicht, jeder der einzelnen Gruppen, welche Anspruch erheben, die Demokratie zu sein, den ihr gebührenden Plaß zuzuweisen. Sprechen wir zuerst von jenen ,, reinen Jüngern Lassalle's", deren Haupt Mende, deren Mund Försterling heißt. Wir sind uns bewußt, vollkommen objektiv zu urtheilen, da wir außerhalb der praktischen Agitation stehen und die Personen nicht anders als nach ihren öffentlichen Kundgebungen richten. Zweitens aber sind wir uns gerade diesen Männern und ihren Anhängern gegenüber bewußt, wahrhafte Liebe und Verehrung für den zu besißen, deſſen Namen jene führen. Es dürfte wenige geben, welche sich diesem großen Manne unmittelbarer als wir verpflichtet fühlen, Die Demokratie kämpft im Namen der Idee. Die rebolutionäre Idee zu realisiren, d. h. die Wirklichkeit nach den Geseßen der Vernunft aufzubauen, ist ihr einziges Ziel. Alle die tausendfältigen Formen, in welchen sich dieser Kampf ab. spielt, bewegen sich innerhalb dieses Rahmens, der allumfassend eine Fernficht auf Jahrtausende eröffnet, ohne daß der menschliche Geist je im Stande wäre, das Ziel selbst in gan zer Wirklichkeit vor sich zu sehen. Aber die fortwährende Annäherung an dieses Ziel ist es, welche unserem Blute Bewe gung, unseren Muskeln Stärke, unserem ganzen Sein glühen bloßen Verehrung für diesen Mann und der todten Nachdes Leben eingießt. Jeder, der zur demokratischen Fahne ge betung seiner Worte nichts, gar nichts gethan ist, sondern daß schworen, muß sich als einzelnes Glied jener Kette von Geistern fühlen, deren gemeinsames Ziel die Berwirklichung der denn seine Werke waren es, die uns aus dem engen Kreis eines verknöcherten Studienganges in das weite große Feld wahrer Wissenschaft hinüber führten. Wir haben aber auch eben aus diesen Werken die Wahrheit geschöpft, daß mit der es darauf ankommt, wie Lassalle selbst von Fichte sagt, den Geist seines Geistes kennen zu lernen und dessen Verrevolutionären Idee ist. Da diese Idee eben Alles, was ist wirklichungsarbeit zu unterstüßen. Jenen Lassalleanern also und sein wird, in sich begreift, so fann nie und nimmer. mehr ein einzelner Menschengeist im Stande sein, fie allein zu vertreten. Selbst der glänzendst begabte Mensch kann nur in diesem Namen schon hört man ihre Ketten rasseln rufen wir zu: Ihr begeht, um biblisch zu reden, eine Sünde an dem heiligen Geist. Die Idee versteinert auf euren Lipdes Glaubens; ihr schwört auf das Dogma. Ihr seid für einen verschwindend kleinen Theil derselben Dolmetscher pen und aus Männern des Wissens werd et ihr Männer in diesem Bewußtsein liegt jene großartige, wahrhaft sittliche todt, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann ihr begra Bescheidenheit, welche den wahren Weisen ziert. Sobald aber der Einzelne auf diese oder jene Weise Anspruch erhebt, für tige Zwerge; anstatt der Revolution zu leben, opfert ihr fich selbst allein die Idee zu vertreten, d. h. selber die der Person, und darum seid ihr verdammt, das ewige todt, ein faules Glied am Körper des gesellschaftlichen Lebens. kurz ihr seid lächerlich und nachgerade entseglich lang Gr ift. mag er noch so sehr die Sprache der Revolu weilig geworden. Für die Revolution seid ihr verloren, tion führen, mag er sich noch so oft ihren Diener nen nen, ihr Todfeind um so mehr zu bekämpfen, um so mehr zu hassen, weil er unter der Maske des Freundes aufbie gro ber Dife ein über und no Den ent im bon und BigPurd anen Einerlei kleinlicher persönlicher Streitigkeiten wiederzufäuen; denn ihr verrathet sie in jedem Worte. " Die zweite demokratische Gruppe umfaßt den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein". Weniger von ihm selbst, als von seinem Führer wollen wir reden. Hr. von Schweizer tion nur das Mittel sieht, sich selbst emporzuheben, es ist hat schwer gesündigt, indem er den ersten Saß der praktischen furchtbar zu strafen, weil er den Dolch dem Freunde ins Herz stößt ,, es ist thöricht und lächerlich zugleich, weil er wähnt, den Riesenbau der Idee in seinem kleinen Leibe aufbauen zu fönnen. Die Demokratie aber zählt leider noch viele Jünger, welche, innerlich unfrei, sich dem Einfluß der Persönlichkeiten nicht zu entziehen vermögen, und sie sind es, welche für die Demokratie, die Führerschaft unnöthig zu machen, entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen wollte. Er hat als persönlicher Leiter eines Organs in diesem selbst seiner Person geopfert, anstatt mit aller Kraft solche Kundgebungen schon im Reime zu ersticken. Von den Arbeiter selbst haben derartige Handlungen weniger zu bedeuten, da sie meist obengenannten den willigen Resonanzboden abgeben, um die anfänglich nur instinktiv, selbst naiv sind, ohne daß die geDrgien des Egoismus zu feiern. Im Namen der Idee treiben fährlichen Folgen immer gleich sichtbar wären. Die BeschulSie den lächerlichsten Gößendienst die Personenvergöt digungen, welche dem Hrn. von Schweißer von seinen Gege terung. Sonderbare Schwärmer! ob ihr euren Gott Buddha, oder Jesus, oder Lassalle nennt, das ist ewig einerlei; ihr braucht eine Autorität, weil ihr die Bernunft nicht neru gemacht werden, übergehen wir hier, und begnügen uns nur zu constatiren, daß all' seine Fehler immer und immer nur Ausflüsse von dem Grundirrthum sind, daß er wähnt, tennt, und all euer Treiben und Drängen ist nur das Ketten persönlich die ganze Revolution vertreten zu können. Da " 150 gegen ist sehr anzuerkennen, daß der Allgemeine deutsche Arbeiterverein" zahlreiche, sehr tüchtige Mitglieder hat, und trop der Ketten, die auf ihnen lasten, dennoch) in gewisser Selbst ständigkeit und mit Energie dasteht. Wir hoffen, daß die Revolution noch treue Jünger an diesen Männern der Arbeit finden wird. F bloc Bra der wiri ein ( auf beno bra Ant dun den Königs von Preußen" ihrerseits den Königstitel. Den Herz un gen Norddeutschlands, welche dem„ ,, nordischen Reichsbunde" in beitreten wollen, wird der Großherzogetitel in Aussicht gestellt. Sollte jedoch irgendwer in Norddeutschland den Beitritt ver weigern, so wird er in jenem Entwurfe mit Depossedirung bedroht. Das Directorium des„ nordischen Reichsbundes" be steht aus Preußen, Sachsen und Hessen, ersteres führt den Bor fiz. Die drei Directoren confisciren und theilen unter sich dem Papier) die Güter des deutschen Ritterordens und medias tifiren die Reichsritterschaft in Norddeutschland zu ibren Gunsten. Am 15. October 1806 sollte ein norddeutscher Für stencongreß zu Dessau dieses Sonderbundsproject fanctioniren: indeffen ward am 14. October die Schlacht bei Jena geſchla gen, welche mit diesem Projecte zugleich den preußischen Staat niederwarf und in französische Bassallenschaft brachte, von der ihn erst die Niederlage Napoleons in Rußland und das Ein rücken der Russen in Deutschland befreiete, wie denn auch die auf dem Wiener Congreß erfolgte unmäßige Vergrößerung Preußens auf Kosten anderer deutscher Länder das Werf russischer Protection war, da Rußland daran liegen mußte, Deutschland definitiv zu spalten und die russischen Interessen in Deutschland zu stärken. Redner führte sodann aus, wie es der preußischen Partei im deutschen Parlamente zu Frant Die dritte Gruppe der deutschen Demokratie ist diejenige, deren Organ dieses Blatt ist. Wir kennen fie genug, um nicht Alles in rosigem Lichte zu sehen, aber das wichtigste für uns ist, daß in ihr sich immer mehr die Zeichen einer ge= drängten Massenbewegung mehren und daß die Füh rer relativ in den Hintergrund treten. Es bürgt Es bürgt dies einerseits dafür, daß die Bewegung unmittelbar aus dem organischen Leben des Volkes hervorgeht, also natürlich ist, und andererseits zeugt es von unerschütterlicher Kraft. Der feste Boden des gesunden Bolfslebens muß immer und emig die Grundlage der demokratischen Bewegungen bilden, dann sind sie unüberwindlich, wie der Riese Antäus, wenn er auf dem Boden der Mutter Erde stand. Daß auch der österreichischen Arbeiterbewegung dieses Moment eingepflanzt, daß auch ihre Führer ohne persönliches Interesse nur den sprachlichen Ausdruck des Volksgeistes bilden, ist die schönste Erscheinung, welche dem Beobachter der hiesigen Zustände entgegen tritt. In ihr liegt das Gedeihen der Zukunft. Vorgeschichte des Norddeutschen Sonderbundes. In der vorlegten Versammlung des deutschen Volksvereins für Hannover bielt Dr. phil. Seister bergf einen Vortrag über die Vorgeschichte des nord ver δαν beram nere Bur leich aud gute ben ale und Ded man Dar furt a. M. gelang, die deutschen Einigungsbestrebungen zu eiteln, indem sie mit einer Mehrheit von nur 4 Stimmen ( 267 gegen 263) den Beschluß durchsetzte, ein kleindeutsc ( Deutsch österreich ausschließendes) Kaiserthum zu Gunsten des Königs von Preußen zu schaffen: ein Beschluß, mit dem Barlament seine, auf Herstellung einer Verfassung für G fa mm tdeutschland gerichtete Befugniß überschritt, und der da her feine rechtliche Gültigkeit beanspruchen kann. Preußen wagte, weil es zu einem Bürgerkrieg nicht gerüstet war, a deutschen Sonderbundes, in welchem er die früheren mals nicht, jenem Beschlusse Folge zu geben, sondern suchte Versuche Preußens, Norddeutschland von dem übrigen Deutschland loszutrennen und zu einem Sonderbunde unter preußi- und Hannover das bald wieder gelöſte Dreikönigsbündnis auf Umwegen zu dem Ziele zu gelangen, schloß mit Sachsen scher Direction zu vereinigen, darlegte. Zunächst gedachte Red-( welches in Sachsen an dem Wiederstand der großdeutschen Demokratie scheiterte), und berief eine Anzahl vormaliger Bar lamentsmitglieder zu dem mandatlosen fog. Unioneparla ment nach Erfurt, wo ein preußischer Verfassungsentwurf für des deutschen Reichswesene, aus denen Preußen so viel Bortheile einen kleindeutschen Sonderbund angenommen" wurde, obt gezogen hatte. bezweckte, und durch den die Reformbestrebungen jemals zu thatsächlicher Bedeutung zu gelangen, da Preußen ner des von Friedrich II. von Preußen im Jahre 1785 zu Stande gebrachten Fürstenbundes", welcher, gegen Kaiser und Reich geri htet, die Aufrechterhaltung der traurigen Zustände " des edlen und freisinnigen deutschen Kaisers Joseph II. vereitelt wurden. Der kleindeutsche Fürstenbund Friedrichs II. zer fiel mit des Leßteren Tode 1786. Als die französische Revolution ausgebrochen war, und, in Folge des thörichten, haupt Bra Aber ibrer beit durc den ichaf burd meid jum mit Getr gemi ten und berfi Der Bim für Fan Fre paffi bald darauf mit Desterreich wieder in Verhandlungen trat, die, nach vergeblichen Reformversuchen, mit der einfachen Wieder herstellung der vormaligen gesammtdeutschen Bundesverfassung endigten. Preußen vertagte seine Sonderbundspläne. sächlich von Preußen betriebenen Einbruchs nach Frankreich jezige norddeutsche Sonderbund( von 1866) sei mit unge wöhnlicher Energie, mit directer Hülfe des Auslands in Scene gefeßt, habe jedoch das öffentliche Mißtrauen gegen Preußen erregt, nicht nur in Norddeutschland, wo die norddeutschett Separatfrieden von Basel( 1795), welcher wiederum Nord Annerionen als ein Wiederspruch gegen das bundesstaatliche unter dem Herzoge von Braunschweig, deren Fluthen fich gegen das deutsche Reich wandten: da ließ Preußen Kaiser und, Reich im Stich, und schloß mit dem Feinde den berüchtigten deutschland von dem Reiche absonderte und für neutral erklärte, das Reich den Angriffen der Franzosen blosstellte und die Zustimmung Preußens zur Besetzung des linken Rheinufere durch Franfretch ftipulirte: wofür sich denn Preußen diesseits des Rheines durch Annexionen( 1801 Hannover) schadlos hielt, während Oesterreich das Reichsbanner auf den deutschen und italienischen Schlachtfeldern hochhielt. Das Jahr 1806( im August) hat wiederum das preußische Project eines nordischen Reichsbundes" aufzuweisen. Der be zügliche Entwurf ist vorzüglich durch eine lächerliche Sucht nach Rangerhöhungen Seitens der Vertragsschließenden gekennzeichnet. Der König von Preußen nimmt auf Einladung funft werde lehren, ob der gegenwärtige norddeutsche Son Sytem betrachtet würden, sondern in ganz Europa. Die Zu derbund von festerem Bestande sci, als seine Vorgänger. ( Aus der deutschen Volkszeitung"). Die soziale Stellung der Brauerei- Arbeiter. Von Adolph Kröber in Heidelberg. II. ihne gieb bera ZU 1 für Ueb ang fein Leut aber tig chee Nur wenige Gewerbe haben in den legten 30 Jahren Die Mechanik und die Naturwissenschaft haben diese Umwäl der Kurfürsten von Hessen und Sachsen" den Titel„ Kaiser einen derartigen Aufschwung genommen, wie die Brauerei von Norddeutschland" an, diese wiederum auf Einladung des 330 de" Det ng be for auf pia ren en: las aat Det in Die ing Bert tt Ten wie mt pers nen Be Dee рав Dar jen Das ent ei. jen is en ars la Für en mic, ng Der ges ne wett the sung hervorgebracht. Immer mehr wird der Maschinenbetrieb in den Brauereien eingeführt. Durch Balling, Kaiser, Knobloch zc. ist die Gährungschemie Gemeingut aller gebildeten Brauer geworden. Das Gewerbe hat sich zur Fabrikation, der Meister zum Fabrikanten emporgeschwungen; folgerichtig wird nun auch das Berhältniß des„ Braufnechts" zum Meister anderes werden müssen. ein Die Lasten werden jezt schon größtentheils von Maschinen bewegt, denn in einer wirklich praktisch eingerichteten Dampf brauerei müssen die Stüßen, Schäffeln, Bütten, Säcke zu den Antiquitäten gezählt werden und sollten nie mehr in Anwen 451 man stelle vielihren Familien Theil nehmen müssen- unterlasse man, Jedem ein bestimmtes Maß Bier vorzusehen, mehr ein größeres Gefäß voll Bier auf den Tisch, aus dem sich Jeder nach Belieben entnehmen kann. Dieselbe Einrich tung muß auch bezüglich der Speisen getroffen werden, In größeren Geschäften könnte es auch den Arbeitern überlassen werden, selbst für Kost und Logis zu forgen. Der Lehrling muß den übrigen Arbeitern thunlichst gleichgestellt werden und man muß darauf sehen, daß außer dem Prinzipal oder dem zur Anleitung bestimmten Arbeiter -kein Anderer demselben einen Auftrag geben darf. Unter dung kommen. Der Kesselbursche muß allein im Stande sein, solchen Umständen wird es auch an Lehrlingen nicht fehlen, den Brau- und Maischprozeß ohne alle Beihülfe bis zum Treberansräumen und Reinigen der Geschirre zu vollenden. Klei here Geschäfte können sich durch Anschaffung richtig fonstruirter Bumpen und kleiner Hülfsmaschinen helfen. Diese können ja leicht durch ein Göpelwerk in Bewegung gefeßt werden. auch dieses nicht anzubringen ist, leistet zur Noth ein Tretrad gute Dienste. Sollten auch die Pumpen mit der Hand getrieben werden, so fassen zwei Mann einen Sud Bier doch schneller, ale im anderen Falle vier mit der Butte. die mit guten Schultenntnissen versehen sind, während bei den jezigen Verhältnissen jeder Bater sich scheut, seinen Sohn einer solchen Behandlung auszuseßen, wie sie leider fast noch in allen Brauereien üblich ist. Sollten sich dennoch Fälle von Trunkenheit und Wegdrücken von der Arbeit( Schraubenziehen") vorkommen, so müßte dies streng gerügt und im Wie derholungsfalle mit Entlassung bestraft werden. Es bleibt nunmehr noch die Frage wegen Festsetzung der Arbeitsstunden zu besprechen übrig. Bereits ist ein großer Theil der Lastthierarbeit beseitigt, Zu einem Sud Bier gebraucht man bei dem gewöhnliund auch der letzte Rest kann und muß abgeschafft werden. chen Verfahren( 2 Dick- und eine Lautermaische) 10--12 Stun Jedoch zur Führung der Maschinerien, zur schnelleren Ent- den. Das Einmaischen kann im Winter 10-12 Stunden deckung und leichteren Beseitigung von Hindernissen gebraucht vorher geschehen. Fragen wir uns nun, was für Arbeiten man intelligente Arbeiter, die hübsch nüchtern sind. unbedingt bei Nacht geschehen müssen: so finden wir, daß Darum wäre es auch sehr gut, menn die Vorarbeiter in jeder außer dem Bierlaufenlassen, dem Feueranzünden und hier und Branche die Grundgefeße der Mechanik und Chemie verständen. da einen Malzhaufen widern Aber unsere Braufnechte mit ihren bekannten Untugenden und ihren Vorurtheilen gegen jede Neuerung zerstören aus Dummdurch beständige Reparaturen derselben nothwendig, so daß es den Brauereibeßißern verleidet wird, mehr Maschinen anzuschaffen. Und doch liegt es nur an ihnen, diese Uebelstände durch heranzichung von jungen intelligenten Arbeitern zu ver meiden und gleichzeitig die älteren in denkende Menschen um zuwandeln. Zu diesem Zwecke ist es daher vor Allem nothwendig, durchaus keine andere Arbeit zu verrichten ist, die nicht bis zum Morgen verschoben werden könnte. In Brauereien, in denen 10 bis 14 Sud Bier per Woche gemacht werden, muß unbedingt das Personal Da wo von der Stärke sein, daß die eine Hälfte desselben sämmtliche vorkommende Arbeiten während 12 Stunden thun kann und dann von der anderen Hälfte desselben abgelöst wird. 6 oder höchstens nur einige Wochen lang 7-8 Bier per Woche gemacht werden, genügt einfaches Personal. Nur ist es eine Forderung der Billigkeit, daß die Arbeiter für jeden Sud mehr als 6 per Woche genau denselben Arbeitslohn Gud mit dem legten Rest der alten herkömmlichen und zünftigen vergütet bekommen, welcher bei dem einzelnen Sud im gewöhn Gewohnheiten zu brechen. lichen Betriebe berechnet wird. Bei einem Betrieb von 6 Sud per Woche fann von Morgens 6 bis Abends 6 Uhr alle vorIn Brauereien, in denen Man rede endlich auch die Arbeiter per„ Sie" an und ten wie mit dem Buchhalter, enthalte sich aller Schimpfereien mehr als 5 Arbeiter beschäftigt sind, kann gewöhne sich daran, in demselben Tone mit ihnen zu verkeh- kommende Arbeit gethan werden. und führe feste Arbeitsstunden ein. Wer die Arbeiter selbst wechselnd jede Woche abein Arbeiter fämmtliche Arbeit thun, die von berköstigen will, gebe höchstens zweien ein heizbares luftiges Abends 6 bis Morgens 6 Uhr vorkommt, incl. Besorgung Bimmer mit guten Betten. Man wird außerdem sehr viel für die Bildung dieser Leute dadurch thun, daß man sie in den Familienkreis aufnimmt und sie durch Bande der Achtung und Freundschaft an ihre Prinzipale zu fesseln sucht. Auch für eine ihnen, außer der nothwendigen Schlafzeit, einige freie Stunden passende Lektüre wäre zu forgen; dazu gehört aber, daß man giebt Es ist ferner zu empfehlen, sich mit den Arbeitern zu berathen, zu hören, ihre Ansichten über die vorzunehmenden Arbeiten die Arbeit auf das Aeußerste zu theilen, das Im für Sorge zu tragen, daß Keiner benachtheiligt wird. Uebrigen aber ist streng darauf zu sehen, daß Jeder den ihm angewiesenen Theil der Arbeit auf das Schnellste verrichtet. Um der Unmäßigkeit im Trinken zu steuern, rathe ich, beſtimmtes Quantum Bier vorzuschreiben, sondern die tein tig zum Zapffaffe gehen, der Malzdarre( deren Betrieb in wenigen Geschäften zur Nachtzeit ausgefeßt werden kann) so wie auch das Dampffeffelan heizen 2c. In fleinen Brauereien fann abwechseld jede Nacht ein Anderer die Nachtarbeit verrichten. Selbstverständlich müs sen dann diese Leute bei Tage ruhen können. Wenn alles Das, was ich hier angeführt, in richtiger Weise befolgt wird. und wenn die Arbeiter wissen, daß wirklich um 6 Uhr Feierabend ist: so wird man sicher darauf rechnen können, daß auch die Arbeit bis dahin geschehen ist. Für die Richtigkeit meiner Behauptung möge folgender Beweis dienen. Als Leis ter einer großen Porter und Ale Brauerei in Jonders bei New York habe ich die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt und während vieler Jahre Gelegenheit gehabt, mich von der Vortrefflichkeit dieser Maßnahme zu überzeugen, obwohl es auch dort unmöglich war, die Arbeit so zu theilen, daß nicht an aber sein, daß während der Arbeitszeit mehrere gleichzei einem Tage viel mehr geschehen mußte als am anderen. Sehr ches gestattet werden. Bei den Mahlzeiten nur dem Einzelnen darf solan denen auch die Prinzipale mit selten fam es vor, daß wir nicht zur festgefeßten Zeit fertig waren, sehr häufig sogar früher! Ich nahm dann nachdem ich mich davon überzeugt, daß Alles in guter Ordnung war keinen Anstand, die Leute auch schon früher zu entlassen. Und dazu gebrauchte ich feinen Mann mehr als vorher, wo 12 bis 18 Stunden geschunden und dabei gehörig geflucht wurde. Allerdings mußte ich darauf Bedacht nehmen, Zeit und Arbeit richtig einzutheilen. Sehr erleichtert wurde mir meine Aufgabe, als ich verschiedene Verbesserungen der Einrichtungen eingeführt hatte, so z. B. wurden Schienenstränge für Rollwa gen gelegt, ferner Wasserröbren, damit zu jeder Stunde und an jedem Drte faltes und warmes Wasser zu haben war, 2c.; ich konnte dadurch das Personal sogar noch verringern. Es ist meine feste Ueberzeugung, daß diese Grundsäße sich überall durchführen lassen. Die Ausgaben für verbesserte Einrichtungen sind sicher zinsbringend angelegt. Auch darf nicht übersehen werden, daß bei Tage die Arbeit besser und pünflicher ausgeführt wird als bei Nacht;- sagt doch die Erfahrung, daß alle Nachtarbeit nur halbe Arbeit ist. Sind einmal feste Arbeitsstunden eingeführt, dann gibt sich alles Uebrige von selbst. Wohl werden die achtbaren Zunftmeister ob solcher Neuerungen bedenklich die ehrwürdigen Häupter schütteln und nichts thun ja, vielleicht diese meine Vorschläge als Utopien verhöhnen und bekämpfen. Darauf bin ich indessen gefaßt und gebe mich ruhig der Hoffnung hin, daß billigdenkende Brauer fich die Sache überlegen und mit dem Rufe Vorwärts" auch diese Bahn des Fortschritts betreten werden. Aus England. London, den 18. März. Die Chronik der verflossenen Woche liefert einen neuen interessen der Arbeiter und Kapitalisten". In Preston, in Lan152 Re die ed Lancashires die Baumwollenfabriken nur dreißig Stunden Woche arbeiten, eine Uebereinfunft, zu welcher sich die Baum wollenfürsten von Preston nicht verstehen wollten. Die Lohn herabseßung betrachten sie als das einzige Hülfsmittel. wirkt nach zwei Seiten. Bolle Zeit" fortarbeiten zu einer Zeit, wo wenig oder gar nichts zu verkaufen ist, wirft die kleinern und unbemitteltern Fabrikanten über den Haufen Zahlreiche Bankrotte sind in der jüngsten Zeit erklärt worden und mehr stehen noch in Aussicht, wenn sich das Geschäft nicht plößlich hebt. Viele Fabrikanten, sagt ein Bericht von Preston, sind in einer solchen Lage, daß sie durch keine Lohn herabsegung gerettet werden können, das unausbleibliche sultat ist also vollkommener Stillstand eines großen Theiles der Fabriken. Und dieses sind die Aussichten, welche die Armen Vorsteher zu dem Schlusse geleitet haben, daß die bisher vo der Armen- Verwaltung unterstüßten Arbeiter Beschäftigung finden können, wenn sie wollen! Borigen Dienstag wurde unter diesem Vorwande dreißig Spinner von der Liste geftris chen. Auf die Einwendungen der Betheiligten entgegnete man, daß die Armen- Verwaltung nichts mit der Höhe des Lohne zu schaffen habe, sie sei nur gefeßlich verpflichtet, Leute unterstügen, die unter feiner Bedingung Arbeit finden fönnten. In derselben Sißung wurde ein Brief von den Herren Sellers und Söhne verlesen, in welchem die Armen- Bor wünder aufgefordert wurden, alle auf der Armen Liste re $ 3 zeichneten Spinner u. s. m. in ihre Fabrik zu schicken, da fie Mangel an dergleichen Leuten hätten, indem ihre sämmtlichen Arbeiter die Arbeit eingestellt bätten, statt um zehn Prozent wohlfeiler zu Es wurde besonders hervorgehoben, daß die Maschinerie, welche angeschafft worden, und die gute Baumwolle, welche verarbeitet werde, die Arbeiter in del Stand seße, selbst unter herabgefeßtem Stücklohn mehr zu vers Beitrag zur sogenannten„ Identität und Harmonie der Klassen dienen als gewöhnlich. So geht selbst in Zeiten der Krise I die weitere Ueberflüssigmachung der Areiter fort. Die Herren cashire, verausgabten die Arbeiter innerhalb eines Jahres zwei Vormünder der hülfsbedürftigen Armen beschlossen, feinem Tausend Pfund Sterling an die arbeitslosen Mitglieder der Gewerks Genossenschaften. Ein Tausend arbeitsfähige Fabrikarbeiter waren in den Armenhäusern, und zwischen 3000 und 4000 wurden von den Gemeinde- Verwaltungen an öffentlichen Fabrikarbeiter Unterstüßung zu gewähren, bis die Herren Sellers und Söhne und George Smith und Söhne zu den herabgesezten Löhnen so viele Arbeiter haben als fic brauchen Arbeiten beschäftigt, damit sie der Armen- Verwaltung nicht zur ihren Kopf und ihre rechte Hand verloren. Der Bräsident Die Reform Liga ist noch nicht todt, aber fie hat Last fallen sollten. Natürlich besteht das Personal sowohl der Gemeinde- als der Armen- Verwaltung aus Bourgeois- Fabri- sagte vorigen Mittwoch in seiner Abdankungsrede, daß die fanten und ihres Gleichen. In demselben Maaße, wie bei den ibre und der Sekretär haben abgedankt. Der Präsident Beale Liga ihren Zweck erreicht habe und die Ergänzung Fabrikanten die Lust zunahm, die Arbeitslöhne herabzuseßen, Werfes den Männern von fortgeschrittenen liberalen Grund in demselben Maaße wurden die öffentlichen Arbeiten einge fäßen, die im Parlament und im Ministerium unter einem schränkt, mit andern Worten, die arbeitslosen Fabrikarbeiter Chef von dem ausgezeichnetsten Talente die Staatsgeschäfte wurden absichtlich in eine Lage verseßt, welche sie zwingen sollte, die noch beschäftigten Arbeiter in Schach zu halten und leiten, überlassen müsse. Sie hätten bereits viel gethan, das wärmste Vertrauen der Arbeiter zu verdienen, und be etwaige Pläne der Arbeitseinstellung einfach durch ihre Gegen- wiesen, daß ce ihnen Ernst sei. Der Erfolg der Liga babe der Welt gezeigt, wie viel durch Organisation und moralife Macht erreicht werden könne, wie durch den einfachen Au druck des Volkswillens ungerechte Klaffeninteressen, willfürlid Ausübungen der öffentlichen Macht, selbst die Gewalt det Waffen überwunden werden könne. Wenn ich" bemer Herr Beales u. A. ,,, in Erwägung ziehe, wie viele Garanties mart zu vereiteln. Daß in Zeiten von großen Strikes keine Armenunterstüßung an Leute verabreicht wird, die dem Fache, in welchem die Strikes stattfinden, angehören, ist eine alte bes kannte Geschichte. So wurde z. B. vor zwei Jahren von allen Armen Verwaltungen der Hauptstadt beschlossen, keinem Schneider Unterstüßung zu gewähren. Aber Leute schon im Voraus zu verstoßen, oder direkt aus den Armenhäusern zu helen, fällt nicht alle Tage vor: die Bürgerschaft von Preston hat beides gethan. Die sogenannten„ Armen- Vormünder"( ,, Guardians") von Preston famen zu dem Schlusse, daß die unterstüßten Arbeiter Beschäftigung finden könnten. wir jeßt für die fünftige Wohlfahrt und gute Regierung Landes besißen, so kann ich keinen Augenblick zögern, von einem Bosten zurückzuziehen, der mir viele Ehre, auch viele Mühe gemacht hat." Del mid aber bet Und worin bestehen diese„ Garantien"? Darin, daß Unter welchen Bedingungen, selbe Schlag von Leuten, die in Preston die Gemeinde ver läßt sich daraus ersehen, daß in den meisten anderen Städten Verantwortlicher Redacteur: W. Liebknecht. Redaktion: Braustraße 11. walten, in London den Staat regieren. Leipzig.} Druck und Verlag: 6. w. Bollrath. Expedition: Petersstraße 18. N scht 6. A. Chi für nat un Re E fre tet eir m be di an er D Da 98 de dc b