den Bau Lob ttel 1 ci irft Dauf wor Sejd cht 20 iche The Arm er Demokratisches Wochenblatt. No. 14. Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. Leipzig, den 3. April. Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie hier am Platze ein1869. Lob chließlich Bringerlohn 12% Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brühl 40, G. 1. Bebel,' Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition( interimistisch) M. Sendel, Walstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika zc. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimm, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für London: A. Ducnjing, Foreign Booksteller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. ftigu wurd ge te ma Lob cute önnt rren en- Be ifte da mtlid Proje ebob Die gu in D zu r Ar Ser Fein erren Bu M raude fie b rafid Beal DV Daß 8 ibr Grund ein Bef an, und da ba oralif Ifürli alt M beme aranti Ling 204 mi abd aß te de v Inhalt: Politische Uebersicht. Aus Desterreich.- Die Internationale Arbeiter- Assoziation an die Arbeiter aller Länder.- Vorortsund Verbands- Angelegenheiten. Beilage: Der Buchbinder- Congreß. Beilage: Der Buchbinder- Congreß. -Aus England.- Anzeigen. Politische Uebersicht. in Interessen abzulenken, um sie für alle Zeiten am liberalen Gängelbande führen zu fönnen. Es haben nämlich in jüngster Zeit mehrfach Conflikte zwischen Unternehmern und Arbeitern stattgefunden, bei welchen die Leiter der genannten Genossen= schaften unter der Rolle der ,, Vermittlung" das Interesse der Unternehmer wahrnahmen.-Aus Hannover ertönt privatim und öffentlich die Klage über Durchstieberung von Briefen. Es ist aber eine rechte Dreistigkeit der Hannoveraner, sich schon über das bloße Erbrechen ihrer Briefe zu beklagen; sie sollen froh sein, daß ihnen die Briefe wenigstens wieder die nicht Jedem zu Theil wird. Es ist übrigens längst ein öffentliches Geheimniß, daß das Briefgeheimniß nur in der Einbildung leichtgläubiger Philister besteht." Man schreibt uns: Berlin, 29. März. Der dem Reichstag zur Berathung vorliegende Gewerbegese geschlossen und übergeben werden; das ist eine Bevorzugung, Entwurf findet vielen Widerspruch, namentlich Sachsen, das sich schon längst voller Handels- und Gewerbefreiheit erfreut, während er für Mecklenburg und sein verrottetes Zunftwesen, ja auch in mancher Hinsicht für Preußen ein erheblicher Fortschritt ist. Besonders die Leipziger Krades Bundes- Defizits soll die Spiritussteuer erhöht werden, merinnung agitirt eifrig gegen den Entwurf. die für das laufende Jahr bereits anf 10% Mill. Thlr. ver= anschlagt ist. Da aber voraussichtlich die durch die Steuererhöhung zu erzielende Mehreinnahme von 2 Millionen das Defizit nicht decken wird, so hat man vor, auch das Gas und das Betroleum zu besteuern. zu entziehen. Von der Besteuerung der Der hier in Leipzig erscheinende ,, Wegweiser" von Ed. Sack( Redakteur Beeger, Druck der Genossenschaftsbuchdruckerei) eine Wochenschrift, die wir hiermit beim Lesern von Quartalwechsel unsern Neuem bringt zur Juludringend empfohlen haben wollen stration der Noth, die in der Provinz Preußen herrscht, folgende Notiz: ,, Nach amtlichem Ausweis standen im Jahre 1868 allein im Regierungsbezirk Königsberg 11,416 schulpflichtige Kinder meist als Hütefinder im Dienst. Bringt man in Börsengeschäfte, mit der man konservativerseits so gerne Anschlag, daß nach gesetzlichen Bestimmungen kein Kind vor dem Kapitalisten droht, wird man Abstand nehmen müssen, da vollendetem 10. Jahre die Erlaubniß bekommt, sich als Hüte= das Börsenkapital tausend Mittel hätte, sich der Besteuerung find vermiethen zu dürfen, sowie daß von den 150,119 schulIm Spätsommer werden, wie bereits jetzt pflichtigen Kindern des Regierungsbezirks sich nur 61,541 im bekannt gemacht wird, in den östlichen Provinzen die Reserven Alter von 10-14 Jahren befanden, so ergiebt sich, daß mehr und Landwehrmänner eingezogen werden hieben traftirt. nur zum Manö= als 18 Procent oder beinahe jedes fünfte schulpflichtige Kind vern, wie man erklärt. Unterdeß finden in unseren Vergnü im Alter von 10-14 Jahren gedient resp. gehütet, d. h. gungslokalen unter der Einwirkung des Bockbiers ,, kleine Manover" der Linientruppen statt, bei denen das Militär bald Civilisten, bald sich selbst( auf Gegenseitigkeit) mit Säbelliner Landtags= Abgeordneten, die mit Ausnahme Jacobys der Fortschrittspartei angehören, ihren Wählern den üblichen Be -In der vorigen Woche erstatteten die Berwährend sieben Monaten des Jahres( in der Regel von Mitte April bis Mitte November) die Schule versäumt hat. - Nebenbei erhellt noch aus diesen Ziffern, daß der;, allgemeine Volksunterricht" in Preußen eine ebensogroße Lüge ist, als die ,, allgemeine Wehrpflicht." Auf dem Gebiet der ,, hohen Politik" haben die Feiertage richt. In allen Wahlbezirken wurde bei dieser Gelegenheit teine Ruhe gebracht. Die Luxemburger Frage ist ganz plöt die Politif der Fortschrittspartei von einzelnen Wählern ihrer lich wieder aufgetaucht und Graf Bismarck hat wieder den Schlaffheit und Feigheit halber scharf angegriffen, von der Majorität jedoch gebilligt. Man hat zu erwägen, daß bei den Landtagswahlen durch das Dreiklassensystem die besitzenden Schluß der Reichstagsferien nach Berlin zurückkehren. Klassen, die der politischen Aufregung abhold sind, weit vorherrschen und darf daher hoffen, daß die Opposition bei den Reichtagsberichten sich der Fortschrittspartei stärker gegen Gang nach Barzin angetreten. Es heißt jedoch, er werde nach werden sehen. Wir In Süddeutschland regt sich von Neuem das Gespenst des Südbundes, und zwar ist es in Nördlingen bei einer überstellen wird. Die von Dunder und Mar Hirsch gebil- Conferenz des bayerischen Ministerpräsidenten( v. Hohenlohe) deten Gewerksgenossenschaften entpuppen sich immer deutlicher und des würtembergischen( Barnbüler) wieder zum Vorschein als plumpe Mittel, die Arbeiter von der Verfolgung ihrer gekommen. Aber es hat keine Noth; die Schwächlichkeit dieser fleinstaatlichen und fleingeistigen Politiker einerseits und andererseits die badische Regierung( ein preußischer Vorposten) blirgen hinlänglich dafür, daß der Südbund entweder gar nicht zu Stande kommt oder nur zur Verstärkung der Bismarc'schen Politik dienen wird. Vom 1. April wird in München unter der Redaktion des Herrn Bogner, des kürzlich von der ,, Norddeutschen Allgemei nen Zeitung" als ,, Reptil" denuncirten Herausgebers der Süddeutschen Briefe", ein neues demokratisches Organ, das den Titel ,, Süddeutsche Post" führen soll, erscheinen. Die Haltung der„, Süddeutschen Briefe" läßt uns hoffen, daß die ,, Süddeutsche Post" ein treuer Verbündeter der Volkspartei sein wird. Auch in Kaiserslautern soll demnächst ein demokratisches Wochenblatt, unter dem Titel: Pfälzer Demokrat" heraustommen. Die mit überwiegender Mehrheit erfolgte Wahl des großdeutschen Demokraten Becher zum Abgeordneten für das Zollparlament liefert einen abermaligen Beweis dafür, daß das württembergische Volk sich von den nationalliberalen Lügenpropheten nicht nasführen läßt und zwischen einem freien Deutschland und dem Bismarck'schen Bundeskäfig" zu unterscheiden weiß. Endlich betreten unsere Parteigenossen in Baden den richtigen Weg: sie graben das Jahr 1849 aus, und zeigen dem Volk, wie der preußische Junkerpartikularismus damals die Kämpfer für die freiheitliche Einigung Deutschlands be= handelt hat, und auf welch blutgetränktem Boden das nationalliberale Paradies der Jolly und Consorten gegründet ist. Die ,, Neue Badische Landeszeitung" schreibt zum Gedächtniß des 18. März, des Jahrestags der Berliner Revolution: 154 ,, Ein vergilbtes Blatt. Der heutige Morgen ruft die Erinnerungen an die Tage wach, da sich im Norden und Süden des Vaterlandes das Volk gegen ein System der Willfür und Gewalt erhob, da es, getrieben von der Idee der Freiheit, zu kämpfen und zu sterben wußte. Auch das Volk hat seine Todten, die unvergessen bleiben müssen, wenn sie nicht umsonst gestorben sein sollen. Das Andenken an sie trifft wie eine Mahnung das Herz der Lebenden, nicht nachzulassen im Streite für die Freiheit, festzuhalten an dem Glauben, daß dem Martyrium einmal der Sieg folgen werde. In Berlin und Wien schmücken Kränze und Bänder die Gräber der Volkskämpfer, auch auf Badens blutgetränktem Boden möge die Erinnerung wach werden an Diejenigen, die vor zwanzig Jahren von den preußischen Kugeln ,, standrechtlich" in den Sand gestreckt wurden. Ein vergilbtes Blatt, das uns heute von Freundeshand zugestellt wurde, gibt Kunde von jenen Opfern der Reaktion. Es enthält nur Namen, dieses Blatt, und die Leser mögen sich mit uns genügen lassen an der einfachen Wiedergabe derselben. Der Rest sei Schweigen, da das = lipp Zenthöfer, Büchsenmacher von Mannheim. Berni gau aus Cöln, ehemaliger Lieutenant. Jansen aus Cöln. Earl Jacobi von Mannheim, Schreiner. Kounis v. Pforz heim, ehemaliger Dragoner. Günfard von Constanz, Soldat im 3. bad. Infanterie- Regiment. Jäger von Aglasterhausen, Soldat in demselben Regiment. Gottfried Bauer von Giessigheim, Pionier. Stilmarr von Rastatt, Soldat_im 2. Infanterie- Regiment. Kohlenbecker von Karlsruhe, Sol dat in demselben Regiment. Illig, Kanonier. Gerhard von Rintheim, Soldat. Schrader, preußischer Soldat. Ma rimilian Dortü aus Potsdam, preußischer Auscultator. Friedrich Neff von Rümminger bei Lörrach. Kromer von Bombach, Soldat im 2. Infanterie- Regiment." Desterreich beschäftigt sich jetzt angelegentlich mit den Ergebnissen der Deputirtenwahlen zum ungarischen Landtag. Die sogenannte Ausgleichungspartei, die, von Deak geführt, die Verbindung Ungarns mit den übrigen habsburgischen Lan den aufrecht erhalten will, hat in vielen Comitaten( Streifen) eine schwere Niederlage erlitten und die Linke, welche Personalunion anstrebt, tritt in doppelter Stärke, als zuvor, auf den parlamentarischen Kampfplatz. Gebhard die Die Schlaffheit des österreichischen Bürgerthums trat redt deutlich bei den letzten Gemeindewahlen zu Tag. In Wien stimmten von 40,000 Wahlberechtigten bloß 3797, also nicht einmal der zehnte Theil der Wähler. Besser ging es in den Provinzen, wo die liberale Partei meist über die pfäffifchen oder bureaukratisch- feudalen Gegner siegte. Schwach in der That wären unsere Hoffnungen auf eine demokratische Neugestaltung Desterreichs, wenn nicht die Arbeiterbewegung fich mächtig entfaltete, und der Reaktion bereits einen schwer zu durchbrechenden Dammi gesetzt hätte. mur wol Aus Frankreich werden Verhaftungen von Rednern und Leitern der Volksversammlungen gemeldet. Napoleon hatte für die Besprechung socialer Gegenstände Freiheit geben len, die Politik sollte möglichst unberührt bleiben; nachdem e uun mit Schrecken bemerkt, daß die Arbeiter so vernünftig sind, diese Trennung nicht anzuerkennen, will er die kaum ge währte Freiheit wieder unterdrücken. Die Pariser Arbeiter wehren sich aber mannhaft, ja sie ziehen sogar auch die reli giöse Frage in den Bereich ihrer Diskussionen. Am Char die freitag haben in Paris mehrere Versammlungen von libres penseurs( Freidenkern) stattgefunden. Jedenfalls ist der Kaiser in einem lächerlichen Irrthüme befangen, wenn er glaubt, Arbeiter durch kleine Zugeständnisse, wie die Abschaffung der ,, Arbeitsbücher", für seinen Cäsarismus gewinnen zu können. = Die Die französisch belgische Kommission zur Erledigung der schwebenden Eisenbahn- Streitfrage soll nun auch 3 gleich die längst geplante 3olleinigung herbeiführen. kaiserliche Presse bringt Mittheilungen über Agitationen der Kohlen- und Baumwollen- Industriellen Belgiens, besonders aus Mons und Charleroi, für engeren Anschluß Belgiens an Frant Unter Industriellen" hat man natürlich nur die Kapi Beter Lacher talistenklasse zu verstehen: die belgischen Arbeiter haben ein den Bestrebungen des Kaiserreichs schnurstrads entgegengefestes Interesse und haben das auch im vorigen Jahre durch ihren massenhaften Anschluß an die Internationale Association dent beredteste Wort vor dieser Gräberreihe verstummen muß. Folgende Männer erlagen dem„ Pulver und Blei" der preußischen Kriegsgerichte auf badischem Boden: Wilhelm Adolph v. Trüßschler, Appellationsgerichts Assessor aus Dresden. Karl Höfer, Schullehrer zu Altneudorf. Peter Lacher aus Bruchsal, Soldat im 2. bad. Infanterie- Regiment. Heinrich Diet, Klempner aus Schneeberg, Königreich Sachsen. Valentin Streuber, Bürger von Mannheim. Ernst Elfenhans, Literat von Feuerbach( Amt Stuttgart). Ernst v. Biedenfeld, badischer Major a. D., von Bühl. Nikolaus Tiedemann von Landshut, bad. Lieutenant a. D. Conrad Heiling von Pfullendorf, Artilleriewachtmeister. Georg Böning von Wiesbaden, früher nassauischer Dffizier. Conrad Lenzinger von Durlach, badischer Corporal. Phireich. lich zu erkennen gegeben. Das italienische Bolt hat keine Luft, für den militä rischen Einheitsschwindel Hungers zu sterben. Die Auflehnun gen gegen die Mahl- und Schlachtsteuer dauern fort, in An cona z. B. kam es am 22. März zu schweren„ Erzeffen". Spanien hat noch immer feinen brauchbaren König ge 11 fun nu M wi grö geg ftre fid Jo gu fte E 9 et che R li fei V 6 To 20 b 10 at on funden; unterdeß schitaniren sich die Barteien gegenseitig. Ob n. nun aber der König von Portugal oder der Herzog von Montpensier die spanische Krone erhält, die Idee der Republik wird nicht mehr auszurotten sein.- In Barcelona, der größten Industriestadt Spaniens, fand eine große Kundgebung gegen den Freihandel und zu Gunsten von Schutzzöllen statt. In Nord- Amerika verwaltet Grant sein Amt in of strenger Beachtung des republikanischen Programms und hält sich die Stellenjäger energisch vom Leibe. Sein Vorgänger Johnson liegt zu Philadelphia schwer erkrankt. ro 0 DY. rd en 19. rt, Dic الله en cht en ent er 21 19 er no é er ig e er es T ie 1. 9 T 3 Einem Gerücht zufolge, hätte der Präsident von Para guan sich unter den Schutz der Vereinigten Staaten gestellt. Ist dies wahr, so hat der südamerikanische Krieg sein Ende erreicht, denn Brasilien wird sich wohl hüten, mit der großen Republit" anzubinden. 1 155 drückten Verhältnissen, daß sie nur soviel erringen und verdienen können, als sie zur täglichen Lebensnothdurft brauchen. Tritt ein Tag ein oder gar mehrere Tage, wo sie feine Arbeit und keinen Verdienst haben, so find sie bereits an den Bettelstab gebracht und auf öffentliche Unterstützung hingewiesen. An einen andern Ort zu gehen, der vielleicht weit abliegt, um sich dort Unterstützung oder Arbeit zu suchen, ist in vielen Fällen unmöglich, weil ihnen die nöthigen Mittel dazu fehlen, vielen dies auch ihre Familienverhältnisse verbieten. Es kann aber auch sein, daß allgemeine Handelstrisen, große Geschäftsstockungen eintreten aus den verschiedensten Ursachen und massenweise die Bevölkerung in eine unterſtüßungsbedürftige Lage versetzen. Meine Herren, wie tommen Sie dazu, das diejenigen fühlen zu lassen, die an diesen Stockungen Falle dafür, daß sie keinen Berdienst und deßhalb kein Brod haben? nicht die mindeste Schuld tragen? Was tönnen die Arbeiter in solchem Jeder arbeitet ja gerne, wenn er nur Arbeit bekommt. Aber nach diesem Baragraphen bleibt sich das vollständig gleich; der Arbeiter wird vom Wahlrecht ausgeschlossen, ihm wird damit die Gelegenheit genom= men seinen Einfluß auf die staatlichen oder gesellschaftlichen Einrichtungen geltend zu machen, die im Allgemeinen die Gewerbe oder gerade sein Gewerbe heruntergebracht haben; ihm ist die Gelegenheit genommen, Männer zu wählen, welche Mittel und Wege suchen, die Verhältnisse zu bessern. Ferner, meine Herren, könnte der Fall eintreten, daß man in gewissen Kreisen die Absicht hätte, den Annexions- und Verschlingungsprozeß von 1866 in Deutschland weiter zu führen, also einen neuen Krieg in Deutschland anzufangen. Die natürliche Folge würde sein, daß abermals hundertausende von Familien brodlos würden. Wäre das die Schuld der einzelnen Betheiligten? Wir haben ja hier in Berlin die Erscheinungen zu beobachten Gelegenheit gehabt, welch enormen Einfluß die Periode von 1866 auf die Unterstützungsverhältnisse ausübte. Wenn also alle diese Ursachen in Frage kommen und sie kommen in auch kein gerechtfertigter Grund vorhanden, auch nur einem der unglückFrage bei Hunderten und Tausenden täglich, ohne ihr Zuthun, dann ist lichen Betroffenen sein Wahlrecht zu entziehen. Bedenken Sie ferner, meine Herren, es können große Feuersbrünste ausbrechen, es können Ueberschwemmungen und Epidemien eintreten, wo nicht bloß Einzelne, sondern viele Tausende zugleich ohne ihre Schuld davon betroffen wer Dem Norddeutschen ,, Reichstag" ist unter anderm auch en Wahlgesetz vorgelegt worden, das in der 10. und 11. Sigung in der zweiten Lesung zur Debatte fam. Eine der haratteristischsten Bestimmungen und sehr bezeichnend für die Richtung des Nordbundes ist der Paragraph, wonach das Militair von dem Recht zum Wählen gänzlich ausgeschlossen sein soll. Die Kluft, die schon jetzt zwischen Militair und Bolt bestand, wird dadurch nur noch mehr erweitert. Das Militair soll von jeder Berührung mit dem Volt ferngehalten und Alles abgeschnitten werden, wodurch ein Funke besseren Geistes in dasselbe eindringen könnte. Die Gründe, die General Moltke für die Nichtbetheiligung des Militairs an den Wahlen anführte, ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Der ,, Reichstag" beschloß denn auch, wie nicht anders zu erwarten war, sich den Gründen des Generals und seiner Bollmachtgeber anzubequemen und wies unter anderm den Antrag Dr. Stephani's, der wenigstens für Reserve und Landwehr das Wahlrecht retten wollte, mit Majorität zurück. sagen, ihr habt überhaupt kein Recht mehr zu leben, man ertränke euch Die Abgg. Dr. Schweizer, Fritsche und Hasenklever batten beantragt, das Wahlrecht jedem Manne vom 20. Lebensjahre an zu bewilligen; der Antrag wurde gegen die Stimmen Antragsteller und Bebels abgelehnt. Der 3u§ 3 stellte der Abg. Bebel ein Amendement; zur Begründung desselben sprach er, wie folgt: Meine Herren, ich habe zu§ 3 den Antrag gestellt, das Alinea 3, welches lautet: ..Personen, welche eine Armen- Unterstützung aus öffentlichen oder Gemeindemitteln beziehen, oder im letzten der Wahl vorhergegangenen Jahre bezogen haben;" den; sie sind gezwungen, öffentliche Unterstützungen anzunehmen. Ich frage Sie, meine Herren, welcher Rechtsgrund vorhanden ist, durch Entziehung eines politischen Ehrenrechts diese Personen dafür zu strafen, daß fie eine Unterstützung annehmen, die sie anzunehmen gezwungen sind? Der hierbei zu Grunde liegende Gedante konsequent durchgeführt, müßte dahin führen, ihnen jedes Recht zur Existenz abzusprechen; man müßte oder schlage euch todt! Meine Herren, ich glaube noch auf Eins hinweisen zu müssen, auf den Nothstand in Ostpreußen. Es wird gewiß keinem von Ihnen einfallen zu behaupten, daß die ostpreußische Bevölterung schuld daran sei, daß so und soviel Hunderte oder Tausende am Hungertyphus gestorben, ( Oh! Oh!), viele Andere der Armen- Unterstützung anheimgefallen seien. Das sind Thatsachen, die Sie niemals widerlegen, wenn Sie auch noch so sehr Oho rufen. Meine Herren, alle die angeführten Gründe sind es, die mich veranlassen, Sie zu bitten im§ 3 das Alinea 3 zu streichen. Die Gegner meines Antrages fönnten einwenden: Diejenigen, die aus öffentlichen Mitteln Unterstützungen beziehen, zahlen auch teine Steuern und leisten für den Staat Nichts. Das wäre aber ganz falsch. Abgesehen davon, daß bei der Ausübung des hier in Frage stehenden Wahlrechts von einem Steuercensus teine Rede ist, also auch keine Ausnahme gemacht werden darf, tommt noch hinzu, daß selbst der Aermste sein Quan tum indirekter Steuern zahlt. Aber wenn dies auch nicht der Fall wäre, die Humanität und Gerechtigkeit gebietet auch dem Armen Gelegenheit zu geben, feinen Einfluß durch das Wahlrecht auszuüben, um die Verhältnisse, die ihn am allermeisten drücken, zu ändern. Man wird mir einwenden, die Meisten werden sich um ihr politisches Recht gar nicht kümmern, sie sind so heruntergekommen und so entsittlicht, daß ihnen das ganz gleichgültig ist- das würde, meine Herren, für mich nur ein Grund mehr sein, sie nicht von dem Wahlrecht auszuschließen; verzichten die Betreffenden freiwillig darauf, so kann der Mißbrauch und die Gefahren, die Mancher von Ihnen durch die Ertheilung des Wahlrechts an Unterstützungsbedürftige glaubt befürchten zu müssen, nicht eintreten. zu streichen. Ich bin mir zwar bewußt, daß ich mit diesem Antrage bei großen Majorität entschiedenen Widerspruch finden werde. Ich kann mich indeß trotzdem nicht enthalten die Gründe zu entwickeln, welche diesen Abfatz des§ 3 eine große Zahl ganz ehrenwerther Staatsbürger mich bestinimen, den Antrag zu stellen. Ich bin der Meinug, daß durch vom höchsten politischen Rechte ausgeschlossen werden, ohne daß sie auch nur den allermindesten Grund dazu gegeben haben, ihnen dieses Recht zu entziehen und ohne daß man ihnen irgend eine Schuld beimessen tann, die eine solche Benachtheiligung rechtfertigte. Wir müssen uns borhalten, welche Ursachen es sind, die einen Mann in Noth und Elend und in die Lage bringen können, bei Kommunen und Staat um Unterstützung einkommen zu müssen. Ich will nicht leugnen, daß es einen fleinen Theil der Bevölkerung giebt, der mit allen Mitteln sich selbst zu ruiniren sucht oder sich ruinirt hat, der also selbst die Schuld an feiner Hülfsbedürftigkeit trägt, aber andererseits ist es eben so richtig, daß ein sehr großer Theil( es fragt sich, ob nicht der größte Theil) von denen, welche Unterstützung beziehen, ohne Schuld in eine solche Lage gekommen sind. Nehmen Sie an, daß in einem Industriebezirt, wo von den Fabrikanten eingeführt wird und damit große Arbeitermassen zuschalten ,, der ein Sonntag sein muß", Abg. Bebel bean= auftaucht, daß z. B. eine neue Maschine für dieses Fach erfunden und geht hin und sucht euch anderswo Arbeit. Ja, meine Herren, das ist tragte einzufügen ,, der ein Sonn- oder Feiertag sein muß". brodlos werden. Man kann antworten: wenn das der Fall ist, dann leichter gesagt als gethan. Die Leute sind durchschnittllich in so ge- Hasenklever und Bebel vertheidigten ihre Anträge, welche je= Aus allen diesen Gründen bitte ich Sie, Alinea 3 zu streichen. Der Antrag Bebels wurde mit großer Majorität( dafür nur die Linke und das linke Centrum mit 40 Stimmen) ab= gelehnt. Zu§ 12, der vom Wabltag handelte, beantragten die Abg. Dr. Schweizer, Fritzsche und Hafenklever, ein doch ebenfalls mit sehr großer Majorität abgelehnt wurden. Eine Enttäuschung haben diese Beschlüsse des Reichstags bei uns nicht hervorgerufen, wir haben von Anfang an nichts erwartet und wir hoffen, daß die Thatsachen noch Viele zu uns führen werden, die Anfangs meinten, wir sähen zu schwarz. Am Ostersonntag erschienen wir in der Generalver= sammlung des Allg. deutschen Arbeitervereins zu Barmen- Elberfeld, und begründeten unsere Anklagen gegen Herrn von Schweitzer. Herr von Schweizer vertheidigte sich nicht. Er forderte ein Vertrauensvotum, das ihm nach längerer Geschäftsordnungsdebatte von Delegirten, die zusammen 6500 Stimmen vertraten, ertheilt ward, während Delegirte mit zusammen 4500 Stimmen sich der Abstimmung enthielten. Da wir nun gegründete Aussicht auf Einigung, wenn auch nicht Verschmelzung, der verschiedenen Fraktionen der Sozialdemokratie haben, so werden wir, um das Wert der Einigung nicht zu erschweren, von jezt an im ,, Demokratischen Wochenblatt" keine weiteren Angriffe auf Herrn von Schweizer veröffentlichen, wobei wir selbstverständlich voraussetzen, daß auch von der an deren Seite die Angriffe auf uns eingestellt werden. Aus Oesterreich. Wien, den 25. März. 156 Der Liberalismus hier zu Lande fürchtet noch Gespenster. Das schwarze und das rothe Gespenst schrecken ihn oft aus seiner süßen Ruhe auf; erschreckt schlägt er mit Häuden und Füßen um sich, um die Dämonen zu bannen, aber vergeblich. Er fommt nicht zur Ruhe. Die bösen Geister stören ihm seinen heiligen Glauben, daß die Welt dermalen doch vorzüglich eingerichtet sei und die Staatsmaschine vorzüglich gehe. Mit 100 Pferdekräften werden die Papiere in die Höhe gehoben, das Gold regnet in den Schooß der Aktionäre, und Angesichts solcher Thatsachen klagt man über schlechte Zustände, Bedrückung, Aussaugung. Sie sehen, selbst die Geister sind verrückt, indem sie solche Gesinnungen begünstigen. Solche Thorheiten in einer Zeit, wo die Unternehmungsluft, unglaublich gehoben, von Tag zu Tag mehr nach allen Richtungen hin ihre Arme ausstreckt, den Segen der Arbeit ausstreuend, Cultur und Gesittung bringend in die entlegensten Gegenden. Diese Unzufriedenheit ist rein unbegreiflich. Tagtäglich verfeinert das Capital die Reize des Lebens und die Bequemlichkeit der Menschen; bei der Geburt schon begrüßen uns lächelnd die soliden Werthpapiere und geleiten uns freundlich bis ans Ende unseres Lebens. gen sehr hinderlich. Wenn wir uns aber erst ganz davon be freit, wenn wir das schwarze Gespenst über die Berge gejagt und ein Volk von freien Denfern geworden sind, dann wird das Capital Segen ausströmen lassen aus seinem Füllhorn und Erde und Himmel verschönern. id Sie meinen vielleicht, daß ich scherze, aber ach, ich ver sichere Sie, daß mir bitter ernst zu Muthe ist, wenn sehe, wie wenig solche Ideen in das Herz der Menschen dringen. Sind wir doch jetzt schon auf dem Wege zur Verwirklichung dieser Ziele. So hat z. B. das Capital die Sorge für das Begräbniß bei uns schon längst fürsorglich in die Hand ge nommen. Vom Grab bis zum Himmel ist der Weg bekannt lich nicht weit und die geringen Hindernisse, welche der zwed mäßigen Umgestaltung dieses Weges noch entgegenstehen, wer den bald überwunden werden. Wir werden fapitalistisch ge boren, wir leben als Capitalisten und die Entreprise des pompes funebres*) sorgt, daß wir auch kapitalistisch begraben wer den. Unenoliches Glück! Vielleicht wird bald eine Aftien Versicherungs- Gesellschaft für den Himmel gegründet und Gott der Herr wird mit Afklamation zum General- Direktor ge wählt. Sie heißt dann ,, Von Gottes Gnaden" ein Titel, den sich so Mancher mit Unrecht aneignet. Zur Vollendung irdischer und himmlischer Glückseligkeit ist dann nichts mehr nöthig, als etwas Geld, bekanntlich eine sehr einfache Ge schichte. Mit dem echten Glaubensmuth des Helden stürzt sich denn auch der Liberalismus jedem Feinde dieses Jdeals ent gegen. Als jüngst ein wohlmeinender Mann, Dr. Roser, im Abgeordnetenhause Anträge auf Feststellung der Arbeitszeit, auf Untersuchungen über die Lage der Arbeiter vorbrachte, da ließ es dem Lberalismus keine Ruhe. Mit dem Instinkt eines Indianers riecht er jeden wirklich oder vermeintlich socialistischen Wind hauch und ist verflucht, sich zu ängstigen oder zu quälen. Jeder Gläubige kann zum Fanatiker werden, und da der libe rale Bourgeois an seine socialen Doktrinen so sehr glaubt, so ist er fanatisch gegen Jeden, der nicht auch darauf schwört. Bon allen Seiten kommen Petitionen gegen den staatsmörde rischen Gedanken des armen Doktors; der wird manche Salbe aufzuschmieren haben, bis ihn die Insekten nicht mehr beißen. Das war ein schöner Tag! Sie kennen doch das herr liche, fröhliche Arbeiterfest, dessen Lob und Preis aus allen Wiener Zeitungen wiederhallte und haben es wohl im Stillen selbst mitgefeiert. Da ist ein großer Mann, Ritter v. Werthheim, der den Arbeitern Brod, den Capitalisten Ruhe und Sicherheit gibt, ein Typus wahrer Humanität. Er verfertigt nämlich feuerfeste und einbruchssichere Geldkassen, so groß, daß sie Millionen bergen können, so schwer, daß sie 20 Stiere Der Tod ist nicht vom Platze bringen. Jüngst hat er die 20,000fte Kaffe eigentlich das einzig Unangenehme in diesem Meer irdischer fertig gebracht und dieses Ereigniß in würdigster Weise ge Glückseligkeit, da es vorderhand noch nicht möglich ist, sich von demselben loszukaufen. Leider sollen auch die Himmlischen den Werth des Capitals noch nicht recht zu würdigen wissen, da man, so viel bis jetzt bekannt ist, beim Eintritt ins Jenseits fein Entrée zu bezahlen braucht. Die alten Griechen sahen hierin viel klüger; sie steckten dem Todten einen Obolus in den Mund, um den alten Charon zu be= zahlen, wenn er die Schatten über den Fluß fährt, der die Erde von der Unterwelt trennt. Ach, daß dieser schöne im feiert. Alle Personen von Geld, Rang und Stand; vom Millionär und Reichskanzler bis zum Journalisten herab, waren geladen zum Feste der Arbeit. 800 Arbeiter mit Weib und Kind hatten einen fröhlichen Tag; es ist der Mühe werth solches zu sehen und zu hören. Wein und Essen prangten in reichsten Maaße; der Millionär trank mit dem Arbeiter, die Dame im seidenen Kleid sprach mit ihren einfachen Schwestern, und Glück und Zufriedenheit glühten auf den Wangen diefer braven Männer und Frauen; die Liebe zu ihrem Herrn Glaube dahin ist! Charon hätte nicht mehr die Mühe, seinen glänzte in jedem Auge, das ganze Fest war Ein Herz und schwachen Kahn über den reißenden Strom zu rudern; man hätte längst mit Aktien eine schöne Brücke gebaut und der alte Fährmann fäße ruhig und harmlos in seinem kleinen Brückenhäuschen, von den Todten nur ein kleines Sperrgeld erhebend. Das Christenthum ist freilich solchen UnternehmunEine Seele. Und als nun der edle Ritter von den zahl reichen Ansprachen und Toasten zu Thränen gerührt vortrat, in furzen Worten den Arbeitern für ihre Liebe danfte und *) Begräbniß- Attien- Gesellschaft( französisch). zur far зи un jet tra R be fö ift m da id R le u g 10 $ je 6 e igt 2144 id ng as it d= mtt ch ag ich it, 2B D= 11. e t, t. je 11 11 $ e 1 zum Schlusse 5000 fl. in ihre Unterstützungskasse schenkte, da fannte der Jubel feine Grenzen, man schien vor Freude toll zu werden! Leider war ich selbst nicht zu Gaste geladen, und anstatt die schönen Gefühle, welche ich soeben geschildert, selbst zu fühlen, mußte ich sie in den Blättern lesen. Sie waren aber dort so schön gemalt, daß man die Wirklichkeit träumte, jedenfalls aber sehen konnte, daß der Wein des Hrn. Ritter v. Werthheim sehr gut war. Sie sehen wohl selbst trop Ihrer socialistischen Verstocktheit, daß ich das eben Erzählte sehr wohl hätte betiteln fönnen:„ Bur Lösung der socialen Frage". In der That! Es ist das Verdienst der liberalen Zeitungsschreiber, hierauf aufmerksam gemacht zu haben. Ein glühender Bericht über das Werthheim'sche Fest schließt wirklich mit dieſem rettenden Gedanken, daß eigentlich eine sociale Frage bei näherem Zuschauen gar nicht existire." Beim Himmel, der Mann hat Recht! rief ich, als ich das las. Die sociale Frage existirt nur, weil so und so viel Meuschen da sind, die Hunger und Durst haben, die sich anständig fleiden und daneben auch etwas lernen wollen. Wenn ich nun diesen Menschen sage:„ Kommt zu mir, da eßt und trinkt einmal" etwa jährlich Einmal, und sie zum Schluß frage: ,, Nicht wahr, es geht Euch recht gut?" so werden sie Alle wie aus Einer Kehle rufen:„ Ja wohl! Es lebe unser Herr!" Dann geht man ruhig nach Hause. Die sociale Frage ist gelöst, die Arbeiter sagten ja selbst, daß es ihnen gut gehe. Die Internationale Arbeiter- Assoziation an die Arbeiter aller Länder. Arbeiter! Kaum ist dem Streit zwischen unseren Bundesgenossen und den Fabrikherren in Basel, wenn nicht förmlich doch thatsächlich, ein Waffenstillstand gefolgt, so haben wir euch den Ausbruch neuer Kämpfe zwischen den Arbeitern und den Ausbeutern in Genf mit zwei, durch den Eigensinn und die Wortbrüchigkeit der letzteren unvermeidlich gewordenen Arbeitseinstellungen anzukünden. Hier kurz den Sachverhalt: Laut schriftlicher Urkunde vom 19. September 1868 hatten die vereinigten Bauunternehmer anerkannt, daß mit dem 1. März jeden Jahres für die Marmorschneider, Stein hauer und Maurer die Zahlung des Sommertaglohns beginne. Jun verweigerten aber unerwartet drei der größten Bauunternehmer die von ihnen vertragsmäßig eingegangenen Verpflich tungen in Anwendung zu bringen; sie wagten es sogar den beschwerdeführenden Arbeitern zu erklären, daß diese sich nicht auf dieses oder jenes Schreiben, auf diese oder jene Ueberein tunft zu berufen, sondern sich einfach den( wohl durch die Kon157 zeitweilige Vervollkommnung zur ausschließlichen Ausbeutung in gottbegnädigtem Besitz zu haben glauben und ihre Arbeiter als von der Vorsehung" und Natur ihnen geschenkte Werkzeuge und Triebkräfte zu betrachten sich gewöhnt haben, beliebten ebenfalls nicht zu geruhen der Gerechtigkeit ihr Ohr zu leihen. Der Lohntarif der hiesigen Schriftsetzer und Drucker be= steht unverändert schon seit 19 Jahren. Welchen Umschwung jedoch das innere Betriebswesen der Buchdruckerkunst und die äußern Lebensverhältnisse der Arbeiter erlitten haben und eine neue Regelung der Lohnsätze bedingen, liegt klar vor Aller Augen. Haben ja selbst die Herren„ Prinzipale" schon im Jahre 1860 die Nothwendigkeit einer den veränderten Verhältnissen entsprechende Unschaffung des Lohntarifs anerkannt, was sie aber bei der schwachmüthigen Willfährigkeit des damaligen komites und wohl auch der Revisionskommissionen der Jahre 1860 und 1868 durch allerlei Winkelzüge bis auf die neueste Zeit zu hintertreiben wußten. Doch ein neuerwähltes Komite und eine am 14. Februar 1869 ernannte Revisionskommission nahm die Sache mit Ernst in die Hand und wurde dieser Tage ein vom Typographenverein mit großer Mehrheit angenommener, veraltete Verhältnisse regelnder Tarif zu einer Lohnaufbesserung von etwa 14 Prozent den Herren Prinzipalen" zugesandt. Diese Herren aber verweigerten nach wiederholten Besprechungen mit den Delegirten ihrer Arbeiter entschieden und fast einstimmig dessen Annahme. " 1 So blieb auch hier nichts anderes übrig als zu dem, der alle Reichthümer erzeugenden Klasse einzig belassenen, Kampfmittel: der Arbeitseinstellung zu greifen, welche Maßregel von dem, den Verhandlungen mit Aufmerksamkeit folgenden, hiesigen Zentralkomite gutgeheißen war. Arbeiter! Das Verlassen der Bauplätze und Werkstellen der Marmorschneider, Steinhauer, Maurer, sowie der Schriftfeßer und Drucker schließt nicht nur eine volle Berechtigung, sondern auch eine unumgängliche Pflichterfüllung in sich. Ihre wider= standslose Unterwerfung wäre für die Gewerkstyrannen allerorts eine Aufforderung zu Eurer weitern Unterdrückung, ihr Sieg dagegen wird Euch überall das Ringen um Eure Befreiung erleichtern. Selbst eine Niederlage nach energischem Kampfe trägt für die allgemeine Sache ihre guten Früchte. Darum begeht jeder, der sich widerstandlos nach dem Willen der Ausbeuter in das Kapitaljoch fügt, Berrath an der Befreiungs- und Gleichheitsbestrebung der einen großen Bruderfamilie, zu der die Arbeiter aller Welt gehören. Was nun zu thun ist, wißt Ihr! Ihr wißt, daß Ihr durch Euren moralischen und materiellen Beistand den Brüdern in Genf kämpfen und siegen helft. Aber Ihr wißt auch, daß furrenz bestimmten) Bedingungen ihrer Meister zu unterwerfen diese die werkthätige Solidarität in der großen Familie mit hätten. Ja, als die Herren gewahrten, daß die Arbeiter auf Nachdruck zu üben verstehen, daß Euer Leid ihr Leid, Euer Alles durch und für die Arbeit. Genf, 21. März 1869. versuchten sie die geschlossene Haltung derselben durch plötzliche Aller gilt. Entlassung der Wortführer( des Präsidenten, Sekretärs und zweier anderer Mitglieder der speziellen Sektion des internationalen Arbeiterbundes) zu brechen. Gelten ja all solche Schreckschüsse der Bourgeoisie- die freilich stets neben die Scheibe der Sprengung des internationalen Bundes. Nach 1 2 geben 1 Mit social- republikanischem Brudergruß und Handschlag, das Centralkomite der Sektionsgruppe deutscher Sprache der internationalen Arbeiteraffociation: Joh. Ph. Beder, Präsident. Th. Remy, Sekretär. Kaneinem viertägigen( 10. bis 14. März) leider vergeblichen Ver- nenberg, Buchhalter. E. H. Jaehrig. W. Rau. Ho= such, die Angelegenheit in gütlicher Weise zu schlichten und nachdem das hiesige Zentralfomite die Sachlage geprüft und liche Arbeiter die betreffenden drei Werkplätze. Aber auch die hiesigen Nachfolger Guttenbergs, die nicht ferer. Faul. Balz. Fries. Ludwig Weiß. Freiwillige Gaben und Darlehen von Vereinen und Mitgliedern beliebe man an Joh. Ph. Becker, Pré- l'Evêque, 33, Genf, zu adressiren. Nähere, mit authentischen Aktenstücken belegte Berichte über den Verlauf der Arbeitseinstellungen wird nur die Erfindung ihres großen Meisters, sondern auch deren der ,, Vorbote" bringen. Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. 158 In Paris bereiten sich 100,000 Bauarbeiter zur Arbeitseinstellung vor. Brüssel. Die letzte Nummer der„ Internationale", Or gans des Internationalen Arbeiterbundes erscheint mit Trauerrand zum Andenken an die Niedermezelung der Bergarbeiter bei Charleroi am 27. März des vorigen Jahres. In derselben Nummer werden die belgischen Buchbinder, insbesondre die Assoziation der Buchbinder von Brüssel( Roue d'Or, rue des Tanneurs, Bruxelles) aufgefordert, sich dem Inter nationalen Buchbinderverein anzuschließen. dung und Selbstthätigkeit und die dadurch begründete Fähigkeit zur Bildung von Genossenschaften zum Heile der Arbeiter ge löst werden kann. ,, Dagegen halten wir( sagen sie weiter) die Anforderung der Staatshilfe oder noch vielmehr die Forderung von Gemeinsamkeit der Produktionsmittel und der Kapitalien im demokratischen, wie in jedem andern Staatswesen für ver Epli beth jolut erflä ford Arb wer des inst derblich, und unausführbar, der Verwirklichung der Interessen gleic der Arbeiter Gefahr bringend. Wir( die 20)" würden hierin den Untergang jeder Freiheit, der individuellen menschlichen eines unerträglichen Staatsdespotismus erblicken." Sie ſehen, Entwicklung, die Vernichtung der Cultur und die Einführung mehr zu klären. Etwas ist gut bei diesem Treiben: daß die Herren geben sich Mühe, die Klarheit ihrer Köpfe nod es den Vogelfängern, bestehend aus Erlanger Professoren und Nürnberger Advokaten und Fabrikanten, nicht mehr gelingt, trotz der süßesten Lockungen, viel Gimpel auf die vorgehaltene Leimruthe zu locken. Bamberg, 30. März. Endlich wirds auch bei uns Erit mit der Gründung eines Arbeitervereins und zwar eines sozial- demokratischen, nachdem ein ultromantoner katholischer Gesellenverein hier schon seit Jahren besteht. Nächsten Mon tag soll die konstituirende Versammlung stattfinden und werden uns bei dieser Gelegenheit Nürnberger und Fürther Freunde zur Unterstützung besuchen. Wir hoffen, Ihnen recht bald ein gutes Resultat melden zu können. ( Soll uns sehr freuen; wir denken, unsere bairischen Freunde werden an anderen Orten gleichfalls die Bohrer an segen, an Boden dazu fehlts nicht. D. Vorort.) all: nicht. . Eßlingen, 29. März: Unsere Gewerksgenossenschaft der Wollarbeiter macht gute Fortschritte, in Kürze soll eine Krankenunterstützungsfasse gegründet werden; ferner haben wir beschlossen innerhalb der nächsten 8 Tage eine halbe Stunde von hier entfernt, wo sich eine große Baumwollenspinn- und Weberei befindet, eine Versammlung abzuhalten um dort eine 3weiggenossenschaft ins Leben zu rufen. Haft Ran jam wer dun bon Bei geb run Ver bor ein der Lein jan Bo fön ma lun Dr Sei un tie das der eig an Nürnberg. Die Rothgießer- Gewerksgenossenschaft ist im besten Zunehmen. Wie natürlich nicht anders zu erwarten, hat man auch von nationalliberaler Seite versucht, die Leute in den Duncker- Hirsch'schen Wustersack zu treiben. Bon hier aus gings nicht, weil man hier begreiflicher Weise ihren Sirenengesang fennt und die Ohren mit Wachs verstopft. So versuchte man's von Coburg aus. Von einem ,, Gewerks= genossen" kam ein ellenlanges vierblätteriges Schreiben, das des Langen und des Breiten vor dem lassalleanischen sowohl, als dem bebelschen Statut warnt und in warmen Worten das nationalliberale empfiehlt. Nur Schade, daß der gutgemeinte Rath auf so unfruchtbaren Boden fällt. Vom Wiener Studentenclub, der bereits 600 Mitglieder zählt, hat unser Verein eine Zuschrift erhalten, die schließt: Arbeiter Nürn bergs! haltet hoch die heilige Fahne der Volkssache und Volksherrschaft und laßt sie überwallt werden von der Fahne der tüchtigen selbstbewußten Mannesarbeit! Nehmt aus der Ferne unsern herzlichen Handschlag und zählt stets auf uns als Mitstreiter auf dem Felde der ,, Einheit durch die Freiheit!" Possierlich ist, wie unsre Fortschrittler( National- Liberalen) durch die Arbeiterfrage in Wallung gebracht wurden. In Jn feraten kann man täglich finden: Volkswirthschaftlicher Verein für Nürnberg und Umgegend: heute Besprechung der Arbeiterfrage in Nürnberg, heute in Fürth. Bürgerverein: heute Besprechung der Arbeiterfrage u. s. w. Jedermann wird eingeladen. Aber sonderbar! geht man in den volkswirthschaftlichen Verein nach Fürth, so trifft man dieselben 20 Leute an, die gestern in Nürnberg tagten und noch sonderbarer, geht man andern Tags in den Bürgerverein, so sieht man wieder Bhysiognomien, die denen von gestern und vorgestern ähnlich sehen, wie ein Ei dem andern, auch die Stimmen der Redner flingen den gestrigen so verdammt ähnlich und nur der Unterschied ist zu entdecken, daß heute, vielleicht in Folge des bessern Stoffes, bei einem oder dem andern der Bungenschlag" sich um eine Stunde eher einstellt als gestern. Interessant ist auch das Endresultat, das sie aus ihren Redebandwürmern herausziehen. In der Arbeiterversammlung bei Gelegenheit der Anwesenheit der Agitatoren des Herrn von Schweißer stimmten sie sammt und sonders( mit Ausnahme von 2) dem Satz zu, daß die Versammlung Jeden, welcher nicht den freien, auf Volkssouveränität gegründeten Staat als Vorbedingung zur Lösung der sozialen Frage anerkennt, als einen Feind oder Verräther an der Sache der Sozialdemokratie aller politischen Parteien waren erklärt. Im ,, Bolkswirthschaftlichen" entdeckten und erklärten vertreten. Der Vorstand des Geißlinger Arbeitervereins er die vorerwähnten 20: Die soziale Frage kann nur durch den öffnete die Versammlung und ersuchte die Anwesenden, völligen Ausbau des modernen Rechtsstaates zur Lösung ge- Vorsitzenden zu ernennen. Dr. Knaus wurde vorgeschlagen, langen. Letzte Woche kamen die 20 endlich in höchst„ gehei- derselbe verzichtete jedoch unter dem Vorgeben, daß er sich sehr mer vertraulicher" Sizung, diesmal als Vertrauensmänner start an der Debatte zu betheiligen gedenke. Dasselbe geschah der bayrischen Fortschrittspartei", zu dem Resultat: ,, daß die Seitens des Vorstandes Wilhelmy, worauf der Arbeiter soziale Frage nur auf ,, friedlichem" Wege durch erhöhte Bil- Schneider von Geißlingen zum Vorsitzenden ernannt wurde. " 1 Geißlingen, 26. März. Wie ich Ihnen neulich mit theilte, hatte das hier sehr überwiegende nationalliberale Ele ment auch im Arbeiterbildungs- Verein die Oberhand erhalten. Die soial demokratischen Elemente im Verein hielten es des halb für angemessener, ihre Zeit und ihre Kräfte zu Besserem zu verwenden, als zu fruchtlosen Zänkereien, fie traten aus und gründeten auf Grund des Nürnberger Programms einen neuen Verein. Derselbe ist zwar noch schwach, er wird aber ganz bestimmt zunehmen, wenn der junge Verein, wie es die Absicht der Mitglieder ist, sich auf das Entschiedenste der viel fach gefährdeten Arbeiter- Interessen annimmt. Der erste Be schluß des Vereins nach seiner Constituirung war, sich dem Gauverband der württembergischen Arbeiter- Vereine und dem Verband der deutschen Arbeiter- Vereine anzuschließen; wurde sofort auf die Organe dieser beiden Verbände abonnirt. auch Gingen bei Geißlingen. Am 14. März hatten wir stützung der Agitation gegen die Coalitionsbeschränkungen, hier eine Arbeiterversammlung. Tagesordnung: 1. Unter das Genossenschaftsgeseß; die Wahlen zum Zollpar Lament betreffend. 2. Die Gewerksgenossenschaften. Die Versammlung war sehr stark besucht, von etwa 400 Mann, Arbeiter und Bourgeois hu da fid fic 6 ich 34 Ve be um bi од Bu ba tel N hi DE be le be be it tum 1g 11, it e 11 F it 1 Während Verlesung der Betition tamen die Göppinger, Eßlinger und Stuttgarter Freunde mit dem Bahnzuge an, und betheiligten sich auch sofort an den Debatten. Folgende Resolutionen wurden einstimmig gefaßt: 1) Die Versammlung erklärt sich gegen die Beschränkungen des Coalitionsrechtes und fordert zu energischer Agitation gegen dieselben auf; zur Ausgleichung von Streitigkeiten zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern empfiehlt sie dringend die Einführung der Gewerbeschiedsgerichte. 2. Die Versammlung nimmt in Betreff des Gefeßentwurfs der Genossenschaften von den Mängeln insbesondere der zwangsweisen Einführung der solidarischen Haftbarkeit Notiz, und beschließt, sobald das Gesetz der Kammer vorgelegt wird, darüber zu berathen. 3. Die Verjammlung erkennt den Nutzen und die Nothwendigkeit der Gewerksgenossenschaften und fordert die Anwesenden zur Gründung derselben auf. 159 Die Freunde Noß von Stuttgart, Borst und Kutter bon Göppingen sprachen ausgezeichnet und ernteten reichen Beifall. Mancher der Arbeiter sprach sich beim Nachhause gehen dahin aus, daß solche Versammlungen recht zur Aufklärung dienen. Auch wir wünschen, daß bald wieder eine ähnliche Berjammlung stattfinden möge. tie und der Bourgeoisie theile; das bewiesen unsere ganzen staatlichen Einrichtungen: Volksvertretungen, Steuersystem, Militärsystem, Rechtspflege u. j. w. Hauptaufgabe müsse also sein, mit allen Mitteln auf die Errichtung des demokratischen Volksstaats hinzuwirken. Dies sei nur zu erreichen durch eine Organisation des gesammten Arbeiter= standes in social- politischen Vereinen und Gewerks= genossenschaften. Redner erläuterte Zweck und Bedeutung der letzteren und schloß mit der Aufforderung, sich diesen Organisationen anzuschließen. Der anderthalbstündige Vortrag wurde mit größter Spannung und mit häufigen Beifallsbezeugungen angehört. Nach dem Vortrag forderte der Vorsitzende die Gegner auf, sich zum Wort zu melden, allein Alles schwieg. Da auch wiederholte Aufforderungen fruchtlos waren, so schloß nach halb 11 Uhr der Vorsitzende die Versammlung. Für das Wachsthum unseres Arbeitervereins und die Betheiligung an den Gewerksgenossenschaften war die Versammlung von dem größten Nußen. Mögen die Crimmitschauer Freunde mit Einberufung einer Generalversammlung für eine Manufaktur- und Handarbeiter= genossenschaft bald vorgehen, auf starke Unterstützung durch uns dürfen sie rechnen. = Magdeburg, 23. März. Seitdem Hr. Bebel hier vor einer großen Versammlung die sozial politischen Prinzipien seiner Bartei zum Ausdruck gebracht, sowie die Ausführungen des Dr. Mar Hirsch so schlagend widerlegt hat, ist eigentlich ein Stillstand eingetreten. Obgleich man wiederholt versuchte, der Agitation einen größeren Umfang zu verschaffen, blieb es stets bei unmerklichen Erfolgen. Auch für die andere Partei ( Dr. Max Hirsch) ist fein besonderer Fortschritt zu vermerken. Dahingegen ist unsere Schwesterstadt Buckau vollständig orga= Luckenwalde, 22. März. Unser Arbeiterverein hatte für Luckenwalde, 30. März: Am ersten Feiertage war ein borigen Sonnabend eine allgemeine Volksversammlung Stublarbeiter, allem Anschein nach von Herrn Max Hirsch einberufen, und zwar in das größte Lokal der Stadt. Auf geschickt, hier und überreichte uns eine Betition an den ,, Reichsder Tagesordnung stand ein Vortrag des Herrn Bebel aus tag" und die Hirsch- Dunder'schen Statuten für eine GewerksLeipzig über die soziale Frage. Lange vor Beginn der Ver- genossenschaft der Stuhlarbeiter. Wir haben den Mann sammlung waren Saal und Nebenräume überfüllt, unsere ordentlich ausgeholt und aus dem von ihm Gehörten entnom= Bourgeoisie hatte sich, um den Vortrag bequem anhören zu men, daß er im Auftrag der genannten Herren uns zu ge= fönnen, die Orchestergallerie reserviren lassen, was Veranlassung winnen suchen sollte. winnen suchen sollte. Die Petition an den Reichstag haben war, daß nach dem Schluß des Vortrags, den die Versamm wir wegen verschiedener Ausstellungen an ihrem Inhalt nicht lung mit rauschendem Beifall lohnte, viele Arbeiter, nach dem unterschrieben. Orchester gewandt:„ Musik! Musik!" riefen, was allgemeine Heiterkeit verursachte. Herr Szimanowsky, der Vorsitzende unseres Arbeitervereins, eröffnete die Versammlung und hieß Anwesenden willkommen. Er ertheilte daun Herrn Bebel das Wort. In seinem Vortrag gab dieser zunächst ein Bild der geschichtlichen Entwickung der Arbeit: der Sklaverei, Leibeigenschaft( Hörigkeit) und modernen Lohnarbeit. Er wies nach an der Entwickelung von Gewerbe und Induſtrie in den letzten hundert Jahren, daß die Großproduktion mehr und mehr an Stelle der Kleinproduktion und des Kleingewerbes trete, wie nifirt und den Gegnern der Boden unter den Füßen entzogen, dadurch aber auch von Jahr zu Jahr die Schwierigkeit größer werde, welchem Beispiele auch die ,, Neustadt" folgen wird. Die fich sich selbst konkurrirend, versuche stets neue Industriezweige und Bewegung einen geringeren Erfolg aufzuweisen, als bedeutend Gewerbe in den Kreis der Großproduktion zu ziehen, so daß fleinere Orte, was namentlich seinen Grund in den geselligen schon jetzt die Zeit nicht mehr fern sei, wo das Kleingewerbe zerstreuungen hat, welche sie darbieten. Magdeburg steht bei zum größten Theil zu existiren aufgehört habe. Im weiteren Verlauf des Vortrags behandelte Redner das moderne Lohn- Thätigkeit, wenn eine Grundlage bis zur nächsten ,, Reichstags= berhältniß, die Regulirung des Arbeitslohns durch Angebot wahl" gewonnen werden soll. Dies hat auch das hier be= und Nachfrage innerhalb des Kreiſes der Preise der nothwen- stehende social- demokratische Comité erkannt und ist bemüht digsten Lebensbedürfnisse, erörterte die unter den beiden Schlag- nach besten Kräften zu wirken. So hat dasselbe nach mehre= worten Selbsthilfe" und Staatshilfe" vorgeschlagenen Mittel zur Lösung der Arbeiterfrage, wobei er zu dem Schluß kam, 11 daß die unter dem Namen ,, Selbsthilfe" vorgeschlagenen Mitweitem gegen andere Orte zurück, und es bedarf unermüdlicher ren gescheiterten Versuchen auf morgen eine Volksversammlung ausgeschrieben, wozu eine auswärtige Kraft, der unermüdliche brave Agitator Herr W. Bracke jun. aus Braunschweig, tel theilweise von nur geringem, theilweise von gar feinem welcher hier schon mit großem Erfolg gesprochen, eingeladen Rugen für den Arbeiterstand seien; umgekehrt sei die ,, Staats- ist. Es wird diese Versammlung Gelegenheit geben, die Berhilfe" nur dann annehmbar, wenn sie im Voltsstaat, im rein handlungen des Reichstags" gebührend zu beleuchten. Ueber demokratischen Staat, wo sie mit Selbsthilfe gleich den Verlauf werde ich später berichten. bedeutend jei, gewährt werde. Jede andere Staatshilfe vom Die nationalliberale ,, Magdeburger Zeitung" läßt es an legigen Staat jei ein zweideutiges Geschenk, das der Staat gehässigen Angriffen auf uns nicht fehlen. Nach ihr ist der mur gewähre, um die Arbeiter für reaktionäre Zwecke auszu- Sozialismus d. h. die Arbeiterbewegung ein verwerfliches und beuten. Der heutige Staat sei der Ausfluß einer Klaffen- ungerechtfertigtes Ding, und selbst die früher vielfach von ihr herrschaft, in die sich das Fürstenthum mit dem Fendal- Adel geforderte Coalitionsfreiheit im Allgemeinen nur gefährlich Mit Lob überschüttet das Bourgeoisblatt aber die besten die ,, besten Kenner der National- Dekonomie" die Herren Dr. Braun die Herren Dr. Braun und Consorten. Die Verhandlungen des Volkswirthschaftlichen Congresses" vom vorigen Jahre in Breslau beweisen hinlänglich die Fürsorge dieser edlen Herren für das Wohl der arbeitenden Klasse, welches ihnen so sehr am Herzen liegt, indem dort vor Beginn eines Antrages, welcher den Arbeiter stand berührte, der Schluß des Congresses beschlossen wurde. Der Reichstag" bietet ein gleiches Bild dar;„ Heiterkeit" oder Gleichgiltigkeit der Herren Volkswirthschaftler, wenn die Sache der Arbeiter zur Sprache kommt. Weimar, 26. März: Vorige Woche war hier eine Arbeiterversammlung ausgeschrieben, in der zwei ,, Agitatoren" des Allg. d. Arbeitervereins auftreten wollten. Die Erwarteten erschienen jedoch nicht und wurde von einigen Mitgliedern des hiesigen Wahlvereins die Gelegenheit benutzt, um den circa 300 Anwesenden den politischen Standpunkt, den die Arbeiter bei ihren Bestrebungen einnehmen müssen, und der nur der demokratische sein kann, darzulegen. Demnächst wird wieder eine Arbeiterversammlung statthaben und wäre es uns lieb, wenn einer unserer Leipziger Freunde zugegen wäre. 160 Dresden, 29. März: Bei uns ist ein Comite von 17 Zimmerleuten zusammengetreten um die Gründung einer allgemeinen Gewerksgenossenschaft der Zimmerleute vorzubereiten. Die paar Haßfeldter, die wir unter unsern Leuten zählen, boten alles auf um die Gewerksgenossenschaft zu hintertreiben, es ist ihnen aber nicht gelungen. Als Unterlage der Statutenberathung ist das Statut des Vororts angenommen worden. Am 23. März war bereits die erste Versammlung, morgen am dritten Feiertag soll die zweite sein. Die verwandten Gewerbe, wie Schiffs- und Brunnenbauer, Zeugarbeiter u. f. w. wollen wir mit hinzu nehmen. Leipzig, 27. März. Ueber den Gesetzentwurf betreffend die gerichtliche Beschlagnahme noch nicht verdienter Arbeitslöhne, welcher eben dem ,, Reichstag" zur Berathung vorliegt, entstand in der letzten Mittwochsversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins eine sehr animirte Debatte. Es entstand die Frage: ob durch eine beschränkte oder gänzliche Aufhebung der Beschlagnahme von Arbeitslöhnen dem Arbeiter nicht auch wieder Schaden erwachse, indem sein Kredit geschmäTert würde. Nach einer eingehenden Debatte, bei welcher die Frage von den verschiedensten Gesichtspunkten durch die Herren Kühner, Bebel, Hofmann, Baer, Krause 1. A. beleuchtet wurde, entschied sich die Versammlung mit allen gegen 2 Stimmen für die gänzliche Anfhebung der Beschlagnahme von Arbeitslöhnen. Verbandsgenossen werden die Vorschläge zur Reorganisation und die Gründe dafür genau prüfen, damit auf dem nächsten Arbeitertag, der wahrscheinlich Ende August, kurz vor dem Congreß der Jnternationalen Arbeiter- Associa tion stattfinden wird, die wünschenswerthe Klarheit vorhanden ist. Ein Austausch der Meinungen über die Organisations frage in diesem Blatte ist selbstverständlich wünschenswerth. Um die Gründung neuer Arbeitervereine auf der social demokratischen Grundlage des Nürnberger Programms leichter zu ermöglichen, wird der Vorort in fürzester Zeit ein Normalstatut entwerfen, das zu billigſtem Preise durch uns zu beziehen ist. Brieflich werden wir uns mit denjenigen Orten in Verbindung setzen, von denen aus zunächst eine agitatorische Thätigkeit vorzunehmen ist. Wir können hierbei die erfreuliche Wittheilung machen, daß die Reise des Hrn. Liebknecht und des Unterzeichneten zu den Osterfeiertagen nach Barmen Elberfeld reichliche Gelegenheit gab, Verbindungen mit Ge sinnungsgenossen anzuknüpfen oder zu erneuern, und daß nun mehr die Gründung von Vereinen an mehreren Orten de Rheinlands bevorsteht. Es gibt im Rheinland nicht allein gut sozialistisch, sondern auch gut radikal- demokratisch ge finnte Männer, und Solche sind nothwendig, wenn die Bewe gung einen gefunden Verlauf nehmen soll. eshak daß Be wie Betreffs der Gewerksgenossenschaften theilen wir mit, der Aufruf der Crimmitschauer Gesinnungsgenossen zur schickung eines Congresses der Tuchmacher, Weber, Wir fer, Färber u. s. w. wahrscheinlich in der nächsten Nummer d. Bl. erscheinen wird. Für die Zimmerleute sind, aus einem Bericht in dieser Nummer hervorgeht, die Dres dener Fachgenossen daran, die nöthigen Vorbereitungen z treffen. Die allgemeine Schuhmacher- Gewerksgeno senschaft rasch ihrer Constituirung entgegenzuführen, haben sich Dresden, und Leipzig vereinigt. Bezügliche Anfragen hier auf sind an Hrn. Ultrich, Schuhmacher, Gewandgäßchen Leipzig, zu richten. Die Metallarbeiter werden zu nächst in Nürnberg ihren Schwerpunkt finden, die Roth gießer dort sind bereits vorangegangen und werden die anderen Metallarbeiter ebenfalls heranziehen. Freudig können wir fon statiren, daß unsere Partei überall sich rührt und täglich mehr an Boden gewinnt. Nur frisch vorwärts auf dem betretenen Wege, er ist der rechte, das Ziel wird um so schneller erreicht, je kräftiger wir arbeiten! Wir zeigen unseren Partei und Verbandsgenossen hiermit an, daß wir eine zweite Auflage des Berichts über die Verhandlungen des 5. Vereins tags deutscher Arbeiter- Vereine veranstaltet haben. Bestellungen darauf bitten wir baldigst an uns gelangen zu lassen. Der Preis beträgt à Stück 1½ Sgr. Die Broschüre über die Arbeitseinstellung in Basel im Winter 1869-1869 von Joh. Phil. Becker in Genf ist ebenfalls durch uns zu beziehen. Das Stück kostet 2½ Sgr., der Ertrag ist für die feiernden Arbeiter in Basel bestimmt. Die in dem letzten Cirkulair an die Verbandsgenossen angedeutete nothwendige Umgestaltung unserer Organi= sation wird von unserer Seite einer gründlichen Beleuchtung durch ein besonderes Flugblatt unterzogen werden. Unsere Verantw. Redakteur: W. Liebknecht( Brauftr. 11). Mitredakteur: Carl Hirsch. in Ein Bericht über den Buchbinder- Congreß, der während der Feiertage in Leipzig abgehalten ward, folgt in nächſter Nummer. Mit sozial demokratischem Gruß und Handschlag Namen des Vororts Leipzig, den 31. März 1869. im Bebel, Vorsitzender. Um zahlreichen Einladungen nach Mittel- und Süddeutschland zur Abhaltung von Versammlungen nachkommen zu kommen zu können, erkläre ich, daß ich nach Schluß der Reichstags- und Zollparlamentssession eine größere Reise dort hin unternehmen werde. Ueber die Zeit und Reihenfolge der Versammlungen werde ich die Parteigenossen seiner Zeit näher in Kenntniß setzen. A. Bebel. Meine Wohnung befindet sich seit dem 15. ds Mts.: Wiedener Hauptstraße 61. Wien, am 23. März 1861. Heinrich Oberwinder. } Leipzig.{ Expedition: Betersſtraße 18. Verlag: F. Thiele. Sierzu eine Beilage. M Sta gige Bu aus und Be Ha bon gir ent fah dis зи St mo Br bei ger Bo D un för 26 bo fa m De al S ge G on en Dr a= en 118 in en he dhe nd 11= be 11 Je= ニ af ter vie 311 en er in 当 学 ren 11 hr ent t, nd Ter EES D= en er た er Beilage zum Demokratischen Wochenblatt No. 14. An die Redaktion des ,, Demokratischen Wochenblattes." Leipzig, den 30. März 1869. Wir ersuchen um sofortige Aufnahme folgender Zeilen: Der internationale Buchbinder- Kongreß zu Leipzig. Die Vorversammlung wurde am Sonntag, den 28. März Vormittags 10 Uhr eröffnet. Vertreten waren 24 Städte durch 32 Delegirte, von denen die Mehrzahl aus Leipziger Collegen bestand. Die Delegirten der Arbeiterschaft der Buchbinder, 3 an der Zahl, vertraten folgende Orte: Madert aus Offenbach a. M. für Offenbach, Frankfurt a. M., Hanau und Würzburg; Johr aus Barmen für Barmen und Coblenz; Beter aus Berlin für Elberfeld, Bonn, Caffel, Hamburg und Hannover. Bei Berathung der Geschäftsordnung wurde auf Antrag bon Zeller aus Stuttgart der Beschluß gefaßt: ,, Jeder Delegirte kann nur 2 Mandate vertreten." Unseren Delegirten waren damit 4 Mandate rechtswidrig entriffen. In der Hoffnung, trotzdem noch etwas Nüßliches schaffen zu können, blieben wir im Congreß. In der Specialdiskussion zeigte sich, trotzdem wir dem Congreß der Einigkeit zu Liebe entgegen tamen, daß schwerlich eine Einigkeit zu Stande kommen würde. Die Sattler und Handschuhmacher aufzunehmen, verweigerte man troß unserer energischen Protestation sowohl beim Einleitungsparagraphen als auch beim§ 3, in dem ausgesprochen ist, wer in den Verein auf genommen werden soll. Alle Arbeitgeber können nach diesem Baragraphen durch geheime Abstimmung der Mitgliedschaft am Drte aufgenommen werden. zip verletzt und sich einer großen Rechtsverletzung schuldig gemacht hat, erklären die Unterzeichneten ihren Austritt aus dem Congreß, und ziehen zugleich unsere sämmtlichen, an andere Delegirte übertragenen Mandate zurüd." Beter. Madkert. Johr. Beuge. Nach kurzer Motivirung entfernten wir uns aus dem Congreß. Wir werden, falls ein Protokoll gedruckt wird, an alle Mitgliedschaften ein Exemplar versenden. Peter. Mackert. Johr. Aus England. London, den 22. März. Die Auserwählten der britischen Nation haben bereits sechszehn Stunden hin und her geschwaßt, ob die irische Staatskirchenbill zum zweiten Male verlesen werden soll. Edward Miall, der Redakteur des„ Nonconformist", welcher als der hohe Priester der nicht Staatskirchen- Gläubigen anerfannt wird, sagte, man könnte getrost, ohne Gefahr den Preis bezahlen zu müssen, eine große Belohnung ausschreiben für denjenigen, der ein neues Argument oder einen neuen Schein eines Arguments in die Debatte bringen sollte. Die Wahl hat die Frage selbst unwiderruflich entschieden, dennoch geberdet sich die Opposition, als sei noch eine Möglichkeit vorhanden die Sache rückgängig zu machen. Der langen Oppositionsreden kurzer Sinn ist, daß die Einmischung des Parlaments in die Eigenthumsverhältnisse einer Korporation Einmischungen in die Privateigenthumsverhältnisse nach sich ziehen wird, und daß die Abschaffung der Staatskirche in England eine nothwendige Folge der Abschaffung der Staatsfirche in Irland sein muß. Ein Redner legte besonderes Gewicht darauf, daß die Prediger, die von den freiwilligen Gaben ihrer Anhänger abhängen, gewöhnlich niedriger Abfunft Es drängte sich uns danach die Ueberzeugung auf, daß unser ferneres Verbleiben im Congreß von keinem Nußen sein lönne, und wir beschlossen auszutreten. Ehe wir jedoch diese Erklärung im Congreß abgaben, machte der Präsident, Herr sind. Das heißt mit anderen Worten: werden die Pfaffen Werner, dem Congreß Mittheilung davon. Auf Antrag nach Verdienst belohnt, so hört der Priesterstand auf eine Zubon Notz aus Eßlingen wurde folgende Resolution gefaßt: ,, Der Congreß erklärt, daß wenn die Genossenschaft der Buchbinder, die unter Vorsitz des Herrn Peter gegründet worden ist, sich dem internationalen Verein der Buchbinder bis 1. Mai anschließen will, die, anderen Gewerken angehörenden Mitglieder Sattler, Riemer 2c. mit aufgenommen werden, jedoch können neue Mitglieder dieser Gewerke nicht mehr aufgenommen werden." flucht für die unbrauchbaren Söhne der höheren Klasse zu sein. Es ist offenkundig, daß die englische Staatsfirche hauptsächlich aus Leuten besteht, die zu nichts Anderem fähig sind. Wie ehrlich die irischen Bischöfe mit den Kirchengütern hausge halten, läßt sich aus den Pachtkontrakten ersehen. Der Herzog von Abercorn, der Präsident der Vertheidigungs- Association der irischen Kirche" hat 5736 Acker Kirchenland in Pacht, für welches er jährlich 26 Groschen den Acker bezahlt. Ein gewisser Jones, ein Nachkomme eines früheren Bischofs, hat 5938 Acker, für 24 Groschen den Acker. Die Familie des gegenwärtigen Erzbischofs von Dublin hat 7509 Acker, für 1 Thlr. 11 Groschen den Acker. Der Marquis von Waterford hat 1532 und Maxwell, ein Verwandter eines Bischofs, hat 2133 Acer, für 24 Groschen den Acker. In der Grafschaft Meath haben zwei Mitglieder einer Familie 8273 Ader, der Umstand, daß zwei Vertreter aus Stuttgart und Eßlingen für 9 Groschen den Acker und in der Nachbarschaft von Dublin Mandaten, welche wir ihnen übertragen hatten, in hat ein Mann 7050 Acer für 6 Groschen 8 Pfennige den mit Zuvor hatte Peter in Abwesenheit von Mackert und Joh die Erklärung abgegeben, daß er für seine Person, falls die Resolution angenommen werden sollte, noch weiter t tagen und für Einigung wirken werde, wenn das Statut in wichtigsten Punkten ihm als annehmbar erscheinen würde. Der ganze Verlauf der weiteren Verhandlungen sowie den mit den allen Bunkten gegen uns stimmten, bestimmte uns, aus dem Congreß auszutreten. Am Dienstag, den 30. März, Mor- Londoner Schuster oder Schneider. Die englischen Kirchengens bei Beginn der Sizung gaben wir folgende schriftliche und Kron- Domänen sind auf ähnliche Weise verpachtet. Wohl Erklärung ab: mögen diese Herren eine Einmischung in die Eigenthumsverhältnisse befürchten. In Erwägung, daß der vielverheißende neutrale Boden vom Congreß dadurch verlassen worden ist, daß derselbe den Delegirten für Dresden und Saarlouis dieselben Mandate, die er den Unterzeichneten abgesprochen, zuerkannt hat, daß er ferner durch Entziehung der Mandate bis auf 2 pro Mann das demokratische PrinDer Strife in Preston dehnt sich aus. Am 14. März fand eine Delegirten- Versammlung der Baumwollen- Spinner von Lantashire, Cheshire, Yorkshire und Derbyshire statt, auf welcher 47 Delegirte zugegen waren, die einstimmig beschlossen, die Leute von Preston im Fall einer Arbeitseinstellung zu A of indomme polish 162 unterstützen. Am 16. März hielten die vereinten Gewerks Genossenschaften von Preston eine Versammlung, die ebenfalls zu Gunsten der Fabrikarbeiter entschied. Am 17. wurde die Arbeit in fünf Fabriken eingestellt. Die Anzahl der in diesen Fabriken beschäftigten Spinner und Weber beläuft sich beinahe auf 3000. Da die Lohnherabsetzung nicht gleichzeitig in allen Fabriken angezeigt worden, so ist dieses nur der Anfang. Die Gesammtzahl der Fabriken, in welchen die Anzeige erfolgt ( ,, Notiz gegeben") ist, beläuft sich auf mehr als 50. Die Arbeiter sind in einer sehr unangenehmen Lage. Wäre die Lohnherabsetzung in Preston ruhig hingenommen worden, so hätte sie sich in kurzer Zeit über alle anderen Baumwollendistrikte ausgedehnt, und doch ist vor der Hand wenig Aussicht vorhanden, die Fabrikanten zum Nachgeben zu zwingen. In Blackburn fand vorigen Donnerstag eine Arbeiterversamm lung statt, wo beschlossen wurde, ein allgemeines System der Auswanderung zu organisiren. Eine größere Anzahl als je ist bereits auf Unterstützung der Armenverwaltung angewiesen und bis Ende der Woche wird sich die Zahl der Arbeitslosen um 900 vermehren. Nach einer telegraphischen Depesche aus Neu- York vom 20. d. M. nahmen die amerikanischen Fabrikanten seit dem Monat September 1,975,000 Ballen Baumwolle; verschifft wurden 17,000 Ballen nach England, 3000 Ballen nach Frankreich, 2000 Ballen nach den übrigen Ländern Europas. Das Blättchen hat sich gedreht. Im Jahre 1858 verbrauchten die Amerikaner 595,000 Ballen, die Engländer 1,809,000 Ballen. Dieses sind jedenfalls schlechte Aussichten für Leute, die glaubten, daß sie von der Vorsehung auserforen, die Baumwollenfabrikanten der zivilisirten Welt zu sein. London, den 29. März. Das Geschick der irischen Kirche ist unwiderruflich ent schieden. Die zweite Verlesung ward Mittwoch morgen 20 Minuten nach 2 Uhr mit 368 Stimmen gegen 250 an genommen. Sechs Liberale stimmten dagegen und fünf Konser vative dafür. Die Annahme der zweiten Berlesung bestätigt den Gesetzvorschlag der Sache nach, die Details der Ausführung werden in den Komite- Sitzungen, welche der dritten Verlesung voran gehen, erledigt. Durch die Osterferien ist die Debatte fürzer geworden, als sie sonst gewesen sein würde. Auf die Bemerkung von Disraeli, daß eine Staatskirche nöthig sei um die Toleranz aufrecht zu erhalten, weil freie Setten nicht hoffe, daß die Zeit gekommen sei, wo man nicht allein Reli tolerant( duldsam) seien, entgegnete Schatzkanzler Lowe,& gionsverfolgungen, sondern selbst den Begriff der Toleranz ( Duldung) aufgebe. Der Glaube eines Menschen sei nicht ein Ding, das man zu dulden sondern zu achten habe. Man solle nicht glauben, die Religion könne mit solcher Gewißheit festgesetzt werden, daß der Staat gerechtfertigt sei, den Glauben an eine bestimmte religiöse Lehre durch Gesetze zu erzwingen. Ministerbank erklärt, daß der Staat kein Recht hat, sich mit Zum ersten Male hat man im englischen Parlament von der der Religion zu befassen, daß sie dem Privatgeschmack über lassen werden sollte wie die Farben der Röcke. Der Strife in Preston dauert fort und wird hier vo solcher Wichtigkeit gehalten, daß die Zeitungen täglich Tele gramme darüber veröffentlichen. Das gesammte, in de Baumwollenfabriken beschäftigte Arbeiterpersonal soll sich auf 30,000 belaufen. Davon sind 3000 bereits im Strike; die Zahl derer( S. vor. Brief), die in den Fabriken arbeiten, wo die Notizen" noch nicht abgelaufen sind, beläuft sich auf 14,000; in sechs Fabriken ist keine Notiz gegeben worden, in anderen soll nur eine Lohnerniedrigung von 5 Prozent stattfinden, wozu sich nach den letzten Nachrichten ein Theil der Weber verstanden hat, aber die Spinner wollen nicht nachgeben. Her Bazlay, der Vertreter der Manchester Fabrikanten, hat an die Prestoner Arbeiter telegraphirt, sie sollten eine Adresse aufsetzen und eine Deputation mit derselben an den Minister für die indischen Angelegenheiten schicken, um ihm begreiflich zu machen, daß der ganze Streit durch den Mangel Baumwolle entstanden sei, und daß die Regierung Maaßregeln treffen könne, die Baumwollen- Erzeugung in Ostindien sowohl quantitativ als qualitativ( sowohl der Menge als der Güte nach) zu befördern. Derselbe Punkt wurde schon bei Gelegen heit der Jahresversammlung der Manchesterer Handelskammer erwähnt. Es wurde bemerkt, daß man jetzt ein Ministerium habe, das sich nicht weigern werde sich dergleichen Sachen an zunehmen, aber die Deputation fam damals nicht zu Stande Diese Herren, die stets gegen die Intervention( die Einmischung der Regierung in Geschäftssachen protestiren, und Alles dem Unternehmungsgeist von Privatpersonen und der Privatüberein kunft überlassen, nehmen keinen Anstand die Regierung Baumwollenagentur gebrauchen zu wollen. Es ist nicht die Staatseinmischung überhaupt, die ihnen als nachtheilig Vorigen Sonnabend fand hier eine Versammlung unter dem Präsidium eines Parlaments- Mitglieds statt, welche es für Pflicht der Regierung erklärte, den Arbeitslosen Mittel zur Auswanderung zu gewähren. Ein Mitglied der canadischen Regierung sagte, daß er nach England gekommen wegen einer Sache, die von großer Wichtigkeit für die Arbeiterklasse sei. Es handele sich um ein Stückchen Land ungefähr so groß wie Europa, nemlich den nordwestlichen Theil des britischen Amerika. Erreiche feine Regierung ihren Zweck, so werde sie die so ungesunde und fruchtbare Bodenfläche den Auswanderern von Großbritanien eröffnen. Daß Tausende mit der größten Bereitwilligkeit auswandern würden, unterliegt keinem Zweifel. Daß unsere Kriegsschiffe, wenn sie arme Arbeiter in die neue Welt beförderten, einen beffern Dienst leisten würden als sie jetzt leisten, wie einige Redner bemerkten, ist ebenfalls keinem Zweifel unterworfen. Aber ob irgendwo so Biele auf einmal untergebracht werden könnten, daß sich ihr Abzug in der alten Welt fühlbar machen würde, ist mehr als zweifelhaft. Bis jetzt hat noch nicht verlautet, daß die Regierung irgendwie geneigt ist, Geld zu bewilligen, nicht einmal für die aus den Regierungs- Werkstellen verjagten Arbeiter, die nirgends ein Unterkommen finden fönnen. Die Königin hat 150 Pfd. St. aus ihrer PrivatKasse zur Beförderung der Auswanderung gegeben. Die Gewerks- Genossenschaften von Edinburgh treffen Maßregeln, um die Zufuhr von Arbeitern durch Verkürzung der Arbeitszeit mit der Nachfrage auszugleichen. Sie verlangen, daß die Arbeitszeit in allen Geschäften und im ganzen Königreich, auf 51 Stunden die Woche beschränkt werde. Um ihre Vorschläge durchzusetzen, beabsich tigen sie eine nationale Agitation hervorzurufen. Sie haben beschlossen, den damit zu daß sie die an rober ale scheint, sondern nur die Staatseinmischung, welche zu Gunsten der Arbeiter gegen die Kapitalisten statt findet, wie z. B. in der Fabrikgesetzgebung. Die Eigenthümer der Thorncliffe Kohlenbergwerte im Ma den Thatsachen in einem Rundschreiben zusammenstellen, in nier, ihren Arbeitern Gutes zu thun. Vor einem Monat welchem alle organisirten Körperschaften der Arbeiter zur Mitwirkung aufgefordert werden sollen. wurde sämmtlichen Knappen, 800 an der Zahl, die Arbeit ge Kündigt, ohne daß sie die geringste Ahnung der Ursache diefer Kü be zu nu bie un ein De fel 3 9 Kü Ta end gef ich fü ein bei Ба KI fet all nel ja St De bo al ib un gel be du fei Br ni mi fo gl De rel 10 mi 3433 pr De N t= Jen er en mg mg tte die fei dit er 亦 1213 ein tant eit ent en. Der mit er Don le Den auf abl die 00; ren men, Kündigung hatten. Vor einigen Tagen ließ der Werkführer berlauten, die Prinzipale beabsichtigten eine Kaffe zu gründen zur Unterstützung von Kranken und Verunglückten, und daß nur diejenigen wieder in Arbeit genommen werden würden, die sich bereit erklärten dieser Kasse beizutreten. Man werde unter feiner Bedingung sich mit Deputationen der Arbeiter einlassen, sondern jeder, der seine Arbeit wieder anzutreten ge= dente, müsse allein kommen und seine eigene Uebereinkunft selbst mit den Besitzern ins Reine bringen. Dieses war ohne Zweifel ein Angriff auf die Bergarbeiter- Association von SüdYorkshire und die Knappen kamen überein, nach Ablauf der Kündigungsfrist sammt und sonders die Werke zu verlassen, welches sie gethan haben. nehmen. Die Association der Eisenfabrikanten von Nordengland hat einen Friedensvertrag mit den Arbeitern abgeschlossen. Jedes Gewerke, das diesem Vertrage beitritt, chickt einen Delegirten für die Besitzer und einen Delegirten für die Arbeiter. Diese Delegirten erwählen aus ihrer Mitte einen Ausschuß, bestehend aus vier Fabrikanten und vier Arbeitern. Alle Fragen, welche sich auf die gegenseitigen Verhältnisse der Kapitalisten und Arbeiter beziehen, so wie etwaige slagen müssen bei diesem Ausschusse eingereicht und von dem selben untersucht werden. Die Delegirten versammeln sich alle Vierteljahr, um den Bericht des Ausschusses entgegen zu In wichtigen Fällen werden außerordentliche Versammlungen zusammenberufen, wenn der Ausschuß nicht im Stande war, über eine ihm vorliegende Sache zu entscheiden. Der Hauptwerth dieser Verträge besteht in der Anerkennung bon Seiten der Kapitalisten, daß die Arbeiter berechtigt sind, als Körperschaften ihren Arbeitgebern gegenüber zu handeln, ihre Angelegenheit durch Bevollmächtigte erledigen zu lassen und daß sie überhaupt das Recht haben, Antheil an der Regelung der verschiedenen Angelegenheiten, welche den Geschäftsbetrieb betreffen, zu nehmen. Vorigen Freitag wurde das Andenken an Ernest Jones durch eine öffentliche Versammlung in Trafalgar Square ge= feiert. Aus verschiedenen Stadttheilen kamen die Arbeiter in nicht zu unterbrechen. 163 Einladung zum Abonnement auf das Mainzer Journal Verantwortlicher Redacteur: Dr. J. Saufen. Bestellungen auf das zweite Quartal des Mainzer Journals für 1869 bitten wir rechtzeitig zu machen. Unser Haupt- oder Morgenblatt liefert die leitenden Artikel und Originalcorrespondenzen, sowie alle bis 11 Uhr Vormittags einlaufenden telegraphischen Depeschen; die Beilage oder das Abendblatt einen vollständigen Tagesbericht mit allen bis 4 Uhr Nachmittags eintreffenden Neuigkeiten. Die Rheinischen Blätter werden unserem Abendblatte als Beilage beigegeben, sie bilden jährlich zwei starke Quartbände und liefern an Material wenigstens so viel als zehn Bände des gewöhnlichen Romanformates. Wir geben jährlich drei bis vier größere Originalromane bewährter deutscher und ausländischer Dichter, die sich bis jetzt überall eines ungetheilten Beifalles zu erfreuen hatten; außerdem Litecaturberichte, Bilder aus der Länder- und Völkerkunde, Denkwürdig= keiten zur Geschichte der Gegenwart und eine sehr reichhaltige Sammlung von vermischten Nachrichten. Das Mainzer Journal mit seiner Beilage, dem Abendblatt, ist in einer starken Auflage über ganz Deutschland verbreitet, in Mainz selbst, im ganzen Großherzogthum Hessen, in Baden, am Niederrhein, in Kurhessen, Nassau und Rheinbayern gehört es zu den gelesensten Blättern. Es empfiehlt sich deshalb zu Anzeigen aller Art, die auf diesem Wege nicht bloß eine locale, sondern allgemeine Verbreitung finden. Das Mainzer Journal erscheint in Groß- Folio- Format, und wird das einen Bogen starke Hauptblatt täglich, mit Ausnahme der Sonntage und der höchsten Feiertage, um 12 Uhr Vormittags, das Abendblatt mit den Rheinischen Blättern, um 5 Uhr Nachmittags ausgegeben. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Der Breis des ganzen Blattes ist hier in Mainz vierteljährlich 2 Fl.; auswärts mit dem üblichen Postaufschlage. Inserate aller Art Prozession. Die Reden waren sehr kurz, um den Verkehr werden aufgenommen und wird die 4spaltige Petitzeile oder ber Herr an effe ter id her eln obl üte en ter m de. ng em in ale die er: зи tt: te Za at ge fer Bestellungen auf das Mainzer Journal( auch für einzelne Monate) nehmen alle Bostämter jederzeit entgegen. deren Raum sehr billig mit 3 Kr. berechnet. Bloße LocalDie ,, Times" ist außerordentlich entrüstet über die muth- anzeigen liefern wir noch billiger und bitten wir die willigen Ruheſtörer, die das Publikum nicht schlafen lassen Interessenten, sich deshalb mit der Expedition zu benehmen. wollen. Die Versammlung wurde von einem Zweig der Reform Liga veranstaltet, der nicht wie der Central Ausschuß glaubt, daß die Liga ihren Zwed erreicht habe, und das ist der Aerger. Die Bourgeoisie möchte gerne die Arbeiter überreden, daß aller Grund zu politischer Agitation beseitigt sei. Sie betrachtet den Versuch fernerer Agitation als reine muthwillige Ruheſtörung. Anzeigen. Die Expedition des Mainzer Journals. Alle Postämter nehmen Bestellungen an auf das Neue Kreuzer- Magazin. Blätter für Unterhaltung und Belehrung. XIII. Jahrgang. Wöchentlich eine Nummer. Deutscher Arbeiterbildungs- Verein Lecture macht das Kreuzer- Magazin zum empfehlenswerthen in London. Charles- Hotel, 71 Dean- Street, Soho Square. W. London. Hessische Volkszeitung nebst Feuilleton ,, Feierstunden". Abonnementspreis bei allen Postanstalten innerhalb Länder 19 Sar. = Der billige Preis bei sorgfältiger Auswahl gediegener Familienblatte, das mit angenehmer Unterhaltung auch nützliche Belehrung verbindet. Neben interessanten Erzählungen enthält dasselbe Mittheilungen aus der Natur-, Länder und Völkerkunde, Belehrungen über Ackerbau und Haushaltung, Kleine humoristische Aufsätze, Räthsel zc. Preis pro Nummer nur ein Kreuzer. Complete Exemplare der verflossenen Jahre 1865, 1867 und 1868 sind noch zu haben. Der 52. Nummer wird Titel preußischen, norddeutschen Staaten 18% Sgr.; bei Poststellen und Inhaltsverzeichniß beigegeben und bildet jeder Jahrgang der übrigen, zum deutsch österreichischen Postvereine gehörigen einen schönen Band zu einer Familienbibliothek. Cassel, am 18. März 1869. Die Expedition der„ Hessischen Volkszeitung". !! In Preußen ist das Blatt von der Stempelfteuer befreit.!! Expedition des Neuen Kreuzer- Magazins Mainz, Kleine Langgaffe Nr. 4, neu. Einladung zum Abonnement auf die in Darmstadt erscheinende Hessische Landes- Beitung. Organ der demokratischen Partei. 164 Indem wir uns erlauben, zum Abonnement auf unser Blatt für das 2. Duartal 1869 einzuladen, machen wir darauf aufmerksam, daß wir uns seit dem 1. Juli v. J. rückhaltslos als ,, Organ der demokratischen Partei" erklärt haben, und daß namentlich die demokratische Partei in Hessen solidarisch mit uns verknüpft ist. Damit ist unser Standpunkt von selbst gegeben. Wir kämpfen seit dieser Zeit energisch für die unveräußerlichen Rechte des deutschen Volkes, mitzuwirken zur Beftimmung seines Schicksals und seiner Zukunft. Nicht, was irgend dynastischer Ehrgeiz zu eigenem Nutzen und Frommen zu erstreben sucht, sondern das, was aus dem Volke in seiner Gesammtheit heraus zur Lösung der Einheits- und Freiheitsfrage geschaffen werden kann, zu unterstützen ist unsere Aufgabe. Was speciell unser engeres Vaterland Hessen betrifft, so kämpfen wir für Erhaltung seiner Selbstständigkeit, weil wir nur in der Gleichberechtigung der Stämme den Weg zu einer Lösung der deutschen Frage finden können. Dem freigewählten Barlamente werden sich diese Stämme alle beugen, die Gewalt wird nur den Bürgerkrieg oder die schwersten auswärtigen Verivickelungen zur Folge haben. In den innern Angelegenheiten waren wir von jeher ent= schieden freisinnig und werden es bleiben. So wird, in demokratischem Sinne für die Wiedervereinigung des Ge= fammtvaterlandes wirkend, unser Blatt fortfahren, dem Leser, wie seither, ein genaues Bild der Tagesereignisse zu verschaffen und laden wir Freunde und Gesinnungsgenossen zu thätiger Mitarbeiterschaft ein. Der Abonnements- Preis incl. Provision und Bestellgeld beträgt für das Vierteljahr nur 1 Fl. 27 Kr. Darmstadt, im März 1869. Die Redaction und Expedition. Bromenade Straße 37. „ Die Zukunft. Demokratische Zeitung. Neubegründet von Dr. Johann Jacoby. Redigirt von Dr. Guido Weiß. Dritter Jahrgang. 1867 begründet und durch Rescript des Kgl. Präsidenten von Der Bürger- und Bauernfreund stellt sich auch für das neue Quartal vom 1. April 1869 die Aufgabe, die Bürger und Bauern, kurz Jedermann, den größere freisinnige Zeitungen unzugänglich sind, zu belehre über Das, was die Demokratie will, was sie zum Volkswoh erreichen muß, welche Mittel und Wege das Bolk einschlage muß, um diese Ziele zu erreichen. No Seine Aufgabe tann er nur erfüllen, wenn gegenüber de Anstrengungen der Reaktion und Allem was drum und dra hängt, reaktionaire Schriften zu verbreiten, die Demokrati umfassende Maaßregeln ergreift, den ,, Bürger- un Bauernfreund" im Belke, namentlich unter den län lie lichen Arbeitern zu verbreiten. 6.9 2.2 ba Chin Es wird gebeten, um Verwechselung zu vermeiden, Bestellung des demokratischen Bürger- und Bauer für freundes den ganzen Titel anzugeben und den Name des Verlegers, 6. Post- Tilsit beizufügen. Der demokratische Bürger- und Bauernfreund& scheint, wie schon bemerkt, in Tilsit im Verlage von H. Bo redegirt unter Mitwirkung von J. Reitenbach durch Simpson in Blicken bei Gumbinnen, jeden Freitag ½ Boge start, oft mit Beilagen, und kostet für das Vierteljah durch die Post bezogen 4 Silbergroschen 6 Pfennig ohne Bestellgeld. Inserate finden für 3 Sgr. die Zeile Verbreitung du ganz Deutschland und darüber hinaus. H. Post- Tilsit, W. Simpson- Bliden Verleger. Bestellungen bei Gumbinuen, Redakteur. auf die in Köln erscheinende Rheinische Beitung, Bur Föde neu Br Frü ber ung bor Mi heif pre Rid auf foge träc Vo Int erf hun nid be Organ der Demokratie in Rheinland und Westphalen, wolle man möglichst frühzeitig bei der nächsten Bo anstalt machen, damit in dem regelmäßigen Empfange Zeitung keine Unterbrechung eintrete. dit Der vierteljährliche Abonnementspreis beträ bei allen Bostanstalten einschließlich Porto und Zeitungsten 1% Thlr. 3 fl. 4. fr. Anzeigen 1% Sgr. für Petitzeile. Durch alle Buchhandlungen und Bostämter, sowie dire unter Kreuzband zu beziehen: Der Correspondent. Wochenschrift für Deutschlands Buchdrucker& Schriftgiet ta zugleich Organ des deutschen Buchdruckerverbandes. Salzwedell zum„ ärgsten Schandblatt der Monarchie" Erscheint wöchentlich in 4 Seiten gr. Folio( in Betitfchrif ernannt; 1868 von ihren Lesern mit der Vertheilung von 28,000 Thalern, der höchsten sämmtlicher Privatkollekten für den ostpreußischen Nothstand betraut! 1869 durch öffentliche Subskription ihrer Freunde in und außerhalb Deutschlands neu fundirt erscheint sechsmal wöchentlich als Abendblatt, mit den Nachtzügen versendet, zum Preise von 1 Thlr. 15 Sgr.( 2 Fl. 42 Kr. rh.) vierteljährlich und bittet ihre alten Freunde, ihr neue zuzuwenden. Brobe- Nummern auf Verlangen gratis und franco. Berlin. Expedition der Zukunft". Berantw. Redakteur: W. Liebknecht( Brauftr. 11). Mitredakteur: Carl Hirsch. zum Preise von 12% Sgr., unter Kreuzband 15 Sgt. Be aus Gd jän Sp 001 20 bericht und größere Artikel, mit besonderer Berücksichtigun Inhalt: Verbandsnachrichten, social- politischer Wochen der Zeitungspresse, technischer Sprechsaal, Vereins- und ver mischte Nachrichten( Original- Correspondenzen), Feuilleton tikel über die Buchdruckerverhältnisse des Auslandes, Bejpr chungen über neue literarische Erscheinungen, novelliftif Mittheilungen, Kulturgeschichtliches, Mannichfaltiges). 100 Br tei ich tif be Inserate, deren Erfolg durch die Verbreitung des Bla tes in fast allen Drudorten Deutschlands gesichert ist, pr Spaltzeile 1 Sgr. Redaktion und Expedition: Leipzig, Langestr. 44. Verlag: F. Thiele. } Leipzig.{ Expedition: Betersſtraße 18.