J 9 a den bre bobl Lager Demokratisches Wochenblatt. De Dra ati un län bd ern me Bo Boge jab nig Durd Organ der deutschen Volkspartei und des Verbands deutscher Arbeitervereine. No. 15. Leipzig, den 10. April. 1869. ließlich Bringerlohn 12% Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren G. Hofmann, Brühl 40, 6. Richter, Peterssteinweg 7, Leipziger Consumverein, Universitätsstraße, und die Expedition d. Blattes in der Wohnung des Herrn 1. Bebel,' Petersstraße 18. Für Dresden Filialexpedition( interimistisch) M. Sendel, Wallstraße 10. Agent in London für England, Indien, China, Japan, Australien, Südamerika 2c. die deutsche Buchhandlung von Franz Thimin, 24 Brook Street, Grosvenor Square, London. Agent für Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie hier am Platze einZur Abwehr. Föderalismus. Inhalt: Politische Uebersicht. Der Buchbinderkongreß. -Vororts- und Arbeiterangelegenheiten. Beilage: Weiße Sklaven. Politische Uebersicht. Die preußischen Staatsmänner auf der Jagd nach neuen Steuern, die preußischen Arbeiter auf der Jagd nach ken Brod! Defizit und Hungerkrawalledas sind die Früchte, welche die ,, Sieger von Königsgrät" geerntet haben der politischen Schmach, die Beutel und Magen unberührt lt, nicht zu gedenken. Hungerkrawalle in Gumbinnen, im unglücklichen Ostpreußen! Die Arbeiter zogen zu Hunderten bor das Regierungsgebäude, Arbeit fordernd und Brod. Das Militär zusammengetrommelt, die Haupträdelsführer," das heißt die Schurken, welche den meisten Hunger batten, verhaftet und bis auf Weiteres herrscht„ Ordnung". Die Jagd der preußischen Arbeiter nach Brod wäre also vorläufig mißglückt. Bof e be träg teue di wirel Bet rift gen ung ver Ar pore de at oro trägliches reich angerichtet haben. Darnach sind in Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien, der Bukowina, Desterreich unter der Enns und Ungarn an 250,000 Menschen die Soldaten nicht eingerechnet weggerafft worden! Die Zahl der Erkrankten war mindestens doppelt so groß als die der Gestorbenen. ,, Welche Summe von Leiden, schließt die Augsb. Allg. 3tg.", von zerstörtem industriellen und von Familienglück, von Verlust an Arbeitskraft und Erziehungswerth umschließen diese Ziffern! Der Kirche, die das Ohr der Mächtigen der Erde hat, emfirchen Europa's*). Die Volkswirthschaft wird, wenn sie den pfehlen wir dieses Material zur Geltendmachung in allen HofWerth der hier vernichteten Menschenkraft berechnen will, eine enorme Summe zu verzeichnen haben, die nicht in dem großen Buch der Staatschuld erscheint, aber auf dem Verlustkonto zahloser Familien zu der markverzehrenden Kriegs und Soldatenschuld der Völker hinzukommt.' Eine Viertelmillion friedlicher Einwohner in Desterreich, dazu 100,000 im übrigen Deutschland und die 150,000 Soldaten, die auf dem Schlachtfeld oder durch Seuchen getödtet wurden Summa eine halbe Million Menschen im Richt glücklicher waren bisher die preußischen Staatsmänner glorreichen" Sommer 1866 dem Moloch der Blut- und Eiauf der Jagd nach neuen Steuern. Das Land ist so ausge= fogen, daß man mit der schärfsten Brille kaum mehr ein ein,, Steuerobjekt" finden kann. Die abenteuerlichsten Borschläge sind aufgetaucht und wieder fallen gelassen worden. Judeß, trotz aller Schwierigkeiten wird diese Jagd schließlich erfolgreich sein. Das Volk kann ja nicht auf Einmal verhungern, und die Reise nach Amerika ist so theuer! Ja, läge nicht der atlantische Ozean zwischen dem preußischen Militärstaat und dem amerikanischen Bürgerstaat, dann würden die aus Mangel eine halbe Million Menschen aus der Welt geschafft, damit Preußen vergrößert, Deutschland zerrissen, und der Urheber dieser fünftausendfachen Hekatombe dotirt werden konnte! Dotirt mit 500,000 Thalern für jeden Menschen genau einen blanken Thaler. Und das Wert ist erst halb fertig. Also Aussicht auf mehr Leichen und mehr Thaler. Auf wie viel? Rechenaufgabe für schlaflose Nächte". Berliner Steuerfucher wohl bald das Geschäft aufgeben müssen, welche die französische Presse mit preußisch- gefärbten Artikeln an besteuerbaren Subjekten, wie Objeften. Ein offiziöses Organ der preußischen Regierung, die litho= graphirte französische Correspondenz( Correspondance de Berlin), versorgt, machte dieser Tage die Entdeckung, daß Deutschland von Frankreich 53 Quadratmeilen mit 260,000 Seelen zuSchon jetzt ist die Sache bedenklich niemals, das gestehen jämmtliche preußische Zeitungen ein, war die Auswanderung rückzufordern berechtigt sei. Die französische Presse antwortet so massenhaft. Am Dienstag verflossener Woche wurden z. B. bom Botsdamer Bahnhofe in Berlin 1500, am Mittwoch 2000 Bersonen befördert, die sich ingen Hansestädten einschiffen wollten. Es waren größtentheils Landleute und zwar aus der Provinz Breußen. Graf Bismarck, dessen Geburtstag am 1. April war kein Wunder, daß er so viele Leute in den April geschickt hat scheint ihm also schlecht bekommen zu sein. ist wieder nach Berlin zurückgekehrt; die Varziner Luft tistik der Verwüstungen, welche die Cholera und andere durch ben Serieg erzeugte und verbreitete Seuchen 1866 in DesterDie ,, Augsburger Allgemeine Zeitung" bringt eine Sta11 dann komme Preußen schlechter weg als Frankreich, und heizt tüchtig gegen das nimmersatte Preußen, das sich nun auch an Frankreich vergreifen wolle. Was sollen wir aus dem Artikel der Berliner Correspondenz" machen? Haben wir es bloß mit einer folossalen Tattlosigkeit zu thun, oder soll die Frage der Grenzregulirung aufs Tapet gebracht und eine feine Manier gefunden werden, um Napoleon nachträglich für seine Enthaltsamkeit im Jahr 1866 zu belohnen? *) Die Kirche wird sich hüten! Hofprediger, die den Fürsten die Wahrheit sagen? die Augsb. Allg. Ztg scherzt. 166 Um dem Deutschen Michel Sand in die Augen zu streuen, wird gemeldet, daß die Zerstörung der Luxemburger Festungswerke ,, endlich im Ernst begonnen hat." Eine Schande, daß sie zerstört werden, ein Hohn, daß man uns weiß machen will, ihre Zerstörung vereitle die französischen Annexionsplane! Ein Gerücht besagt, Preußen habe, aus der Noth eine Tugend machend, die Süddeutschen Militärverträge gekündigt. Die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erflärt dies für falsch, und sagt, wenn die Süddeutschen Staaten die Verträge zu lösen wünschten, müsse die Sache vor den Vundesrath und Reichstag" gebracht werden. Die„ Norddeutsche Allg. Ztg." übersieht, daß die Verträge bereits thatsächlich außer Kraft sind, und daß die Frage ihrer formellen Lösung höchstens eine Frage der diplomatischen Höflichkeit ist. Wir hätten fast zu erwähnen vergessen, daß der ,, Reichstag" seit Dienstag wieder sitzt. Weiter wüßten wir von ihm nichts zu sagen. Allenfalls bloß noch, daß die Mitglieder von düsteren Ahnungen ergriffen sein müssen, wenn sie in den Ber= liner Blättern lesen, daß das Bureau des preußischen Abgeordnetenhauses 150 Centner Parlamentsreden als Mafulatur ausbietet. Das ist das Loos des Norddeutschen Parlamentarismus. 11 in wer feit ba gewiff Angri Fällen Löbtu Rechte ohne ein in ein. eines schilde welche ritt, bund legium, wie ehemals die Grundsteuer- Befreiung der Junker Seitdem die adligen Grundbesizer ebenso wie die bürge lichen die Grundsteuer zu entrichten haben, ist kein rechter Halt mehr in der Geburtsaristokratie. Ein großer Theil der felben hat sich aufs Handeln“ verlegt und spekulirt Allem was Geld bringt, in Roggen, Wolle, Spiritus, Werthpapieren, Aktien u. s. w.; und so ist es nur das le Symptom von der Auflösung der alten Aristokratie, wen man von der bevorstehenden Gründung einer Grundbesite durch partei" spricht. Seit der Grundadel keine besonderen Priv legien mehr als solcher hat, fängt er an ,, tolerant" zu den; es wird ihm gleichgiltig, ob einer durch seine Ahn über oder ob er durch Hofmetzgerei in den Besitz eines Gutes langt ist, die Gemeinsamkeit der Interessen schon reicht um eine Partei zu machen. Vielleicht hängt es mit dieser zialen Zerbröcklung und Zersehung der ländlichen„ Ritterschaft zusammen, daß das königliche Landes- Dekonomiekollegium seinem Leidwesen einen nachhaltigen Rückschritt in der früher so gerühmten preußischen Pferde zucht zu konstatiren hat, wohl was die Qualität als was die Zahl der Pferde betriff Der Krieg, der die guten Pferde hinwegraffte, scheint hierbe nicht ohne Einfluß gewesen zu sein. Auch die zwei beinigen Unterthanen schlagen aus der guten Art und Zucht. Nament lich in Ostpreußen treiben sie es, der altpreußischen Unter thanentreue zuwider, gar schlimm mit Erawallen und unange nehmen Reden, wie dieser Tage in Gummbinnen. Es ist d Huuger, der dort aufwiegelt." fo In Darmstadt spielte dieser Tage ein intereffante Prozeß. Die( demokratische)„ Hessische Landeszeitung" hatt unter dem Titel: Militaria"" einen, auch als Flugblatt b sonders gedruckten Artikel veröffentlicht, in welchem das Trei ben der preußischen Besatzung in Mainz geschildert war. ter andern waren folgende Fälle angeführt: Un schüße bon t tirt, einer gefted zur Snai bei d mitto borbe ,, 20. März 1867: Am Münsterthor geht einer Patrouille ein Arrestant durch; hierauf Schuß, der zwei ganz unbethei ligt vorübergehende Personen trifft; der eine stirbt an feine Verwundung, der andere dankt Gott, daß er mit den Schmer Man schreibt uns:„ Berlin, den 5. April. Nachdem die schöne Jahreszeit eingetreten ist, finden wieder regelmäßig ,, Unter den Linden", einer sehr belebten Stadtgegend, die sogenannten Frühjahrsparaden statt, bei welchen die ganze Garnison, oft auch die der Nachbarstädte, die Fortschritte zeigt, die sie im ,, Paradetritt" gemacht hat. Diese Frühjahrsparaden sind ein großer Genuß für Solche, die nichts zu thun haben, aber eine Laft und Qual für den ganzen Verkehr in dem betreffenden Stadttheil. Obgleich nun schon von vielen Seiten seit Jahren über diesen Uebelstand geklagt wird, so besteht er doch nach wie vor. Unsere Bourgeoisie kann in den bestehenden Herrschaftsverhältnissen nichts Wesentliches ändern, Wie es in dem sie ist zu schlaff und verkommen dazu. Familienleben der„ gebildeten Stände" mitunter aussieht, ist neulich hier amtlich vor Gericht konstatirt worden. Bei einer Verhandlung wegen Kindesmord erklärten mehrere Aerzte, darunter ein berühmter Gerichtsarzt, daß Mütter aus den gebildeten Ständen sehr häufig die Hilfe des Arztes beanspruchen, um vor der Geburt ihr Kind zu tödten." Und da rechnet man es den sogenannten„ ,, niedern Ständen" als Unfittlichkeit an, daß sie durchschnittlich mehr Kinder haben, als die Reichen! Die Projekte der neuen Steuern heben sich immer bedrohlicher aus dem Nebel der Tagespolitik hervor; Das luftige Gespenst der Börsensteuer hat sich zu einer Wechsel- Stempelsteuer verdichtet, von der Petroleumsteuer hat sich noch eine Gassteuer abgelöst, die Brantweinsteuer wächst immer größer heran und eben fängt auch die Idee der Tabaksteuererhöhung an, Gestalt zu gewinnen. Kein Wunder, wenn selbst mancher nationalliberale Philister von diesen Schreckgebilden geängstigt wird und den edlen Vorsatz faßt, ein energisches zen davon kommt. wie ,, 20. Juli 1868: Der Metzger Everhardi, der eine zahl Schafe geleitet, geräth mit einem Offizier, der man sich erzählt von einem heiteren Mittagsmahle bei Frau mitten unter die Hämmel hineinritt, in einen Wortwechsel. Später wurde Herr Ever hardi durch zwei preußische Soldaten mit aufgepflanztem jonnet in seinem eigenen Hause verhaftet. Ba exerz getr Des S hardi Diem mit Wab war, Bifch Bole Er Mal jorit die Bol Min Got Ben eine Tag d'It furt ,, 19. August 1868. Ein betrunkener Bursche aus Gon senheim, der auf dem Sandbruch Abends von einer Schilt wache war arretirt worden von einer Seite wird behaup tet, aus Mißverständniß arretirt- macht einen Fluchtverfu und wird dabei von hinten erschossen. Mißhandlung des mi dem Tode Ringenden durch Kolbenstöße." Ferner war in dem Artikel eine preußische Schildwache ,, Nein" zu sagen. Sehr flar aber beweist die konservative gelobt, weil sie einen 8jährigen Knaben, der aus dem Schil derhaus entsprang, nicht niedergeschoffen hatte. Die preußife Verachtung gegen das Militär zu erregen versucht, und militärischem Ungehorsam aufgemuntert habe. Der Rebatten der Landeszeitung" trat den Beweis der Wahrheit an, den ,, bewährten" Führern des Staatsruders die Mittel zur Regierung verklagte die Hessische Landeszeitung", die Haß un Durchführung ihrer Politik verweigern zu wollen, nachdem sie dieser Politik bisher gehuldigt haben. Es ist auch alle Hoff nung vorhanden, daß die mißvergnügten Herren sich schließlich überzeugen lassen werden, zumal Beweise vorliegen, daß das und nen bon mur eine für Neb mar Em die und feft die Zeugenaussagen bestätigten vollständig alle mitgetheilten Volk noch neue Steuern aushalten wird. Die neue Gemeinde- Thatsachen. Wahrhaft haarsträubend waren namentlich die Einkommensteuer, die die städtischen Behörden Berlins ein- Depofitionen über die Erschießung des im höchsten Zustande geführt haben, wird auch auf die Hospitäler und andere Stiftungen gelegt, aber Beamte und Militärpersonen sind der Trunkenheit befindlichen Gonsenheimer Burschen, durchaus braven Menschen, welcher einer Patrouille zu eines ent selbstverständlich von derselben befreit. Das ist altes Privi- wischen versuchte und einige Schritte fortwankte. Mit Leichtig ner ter ger ber Lette penn Ber rivi we bren ge hin aft fiber erbei tigen tent einer ter 167 keit hätte ihn Jeder der Patrouille fangen können, aber eine gewissen Bitterkeit den Vorwurf zu machen, deu Angriffen und gewisse preußische Berordnung, welche den Hauptgegenstand des Berleumdungen, welche gegen die sozialistische Agitation von Angriffs Seitens des Vertheidigers bildete, statuirt in solchen allen Seiten geschleudert worden, nicht energisch genug entge= Fällen sofortigen Gebrauch der Waffe, womit ausdrücklich die gengetreten zu sein. Briosne führte dann in längerer AusLöbtung in die Hand jedes gemeinen Soldaten aus eigenem einandersetzung den Gedanken aus, daß die demokratische und Rechte gelegt wird und zwar ebenfalls ausdrücklich- sozialistische Bewegung vollständig parallel neben einunder herohne vorherige Androhung". Der Gonsenheimer Bursche, gehen müßten. Die Probleme der Freiheit für Alle und der ein in Urlaub befindlicher hessischer Kriegsreservist, büßte hier wirthschaftlichen Hebung der arbeitenden Klasse seien nur in burch, von einem fröhlichen Gelage heimkehrend, sein Leben voller Vereinigung zu einer gedeihlichen Lösung zu bringen. ein. Sehr interessante Aufschlüsse über den Bildungszustand Tenot nahm keinem Anstand die formelle Erklärung abzugeben, eines höheren preußischen Offiziers gab die Zeugenaussage daß er, ohne einer bestimmten Schule anzugehören, die soziaüber das Rencontre mit dem Metzger Everhardi. Dieser selbst listische Bewegung als vollkommen berechtigt anerkenne, nur schilderte das Betragen des preußischen Majors v. Bermuth, fordere er, daß der Sozialismus den politischen Freiheitsbewelcher, auf einem Fußwege reitend, in seine Hämmel hinein strebungen keinen Abbruch thue, nur verlange er, daß man die ritt, ihn unzureiten drohte und mit Sauhund, Schwein- politische Freiheit, das erste aller Bedürfnisse, nicht den wirthhund, Kerl u. s. w. titulirte, wobei Zeuge, um sich zu schaftlichen Forderungen opfere.„ Die politische Freiheit ist, schützen, dem Pferde in die Zügel fiel. Er wurde daraufhin wie Briston sagte, um so höher zu schäßen, als sie allein im bon der, in unmittelbarer Nähe befindlichen Hauptwache arre= Stande ist, die nöthige Würde, die volle Sicherheit bieten zu tirt, nach Angabe seines Namens wieder losgelassen, jedoch nach können, um alle vorhandenen Probleme mit ganzer Aufrichtighalben Stunde von zwei preußischen Soldaten ,, mit auf keit zur Lösung zu führen." Ohne die Freiheit sind die sozigestecktem Bajonnet" in seinem Hause aufgesucht, abermals alen Fragen nicht zum Austrage zu bringen über diesen zur Hauptwache und dann zur Polizei gebracht. Die Zeugen Punkt sind Demokraten und Sozialisten in Frankreich vollkommen einig. Die Einen wie die Anderen betrachten die politibei die Meinung aus, daß besagter Major an jenem Nach ſche Freiheit als nothwendiges Erforderniß zur Durchführung mittag besonders aufbrausend gewesen sei, da er kurze Zeit der sozialen Reform, die Zerstörung des Cäsarismus als borher, auf dem Pferde ſizend, den vor dem Münsterthor die unerläßliche Vorbedingung zur Anbahnung bef= perzirenden Rekruten mit den Fußspigen auf die Brust serer Verhältnisse auf beiden Gebieten. Ich weiß getreten habe. Aus einem Beschluß der Anklagekammer nicht, ob ein imperialistischer Sozialismus außer in dem fromdes Obergerichts Mainz wurde konstatirt, daß die gegen Ever- men Wunsche der Regierung jemals bestanden hat, das aber hardi erhobene Anklage wegen Verlegung der Amts und kann ich mit der größten Bestimmtheit versichern, daß seit den Dienstehre des Majors v. Dienstehre des Majors v. Bernuth letzten sechs Monaten, in denen man diese Fragen öffentlich zu gänzlicher Freisprechung des Beklagten endigte. Auch die besprechen angefangen hat, nicht ein einziger Anhänger der soWahrheit des Falls vom 20. Mai wird vollständig erwiesen. zialistischen Lehre sich auf diesen Boden gestellt hat, alle be= Wie unter solchen Umständen nicht anders zu erwarten kannten sich vielmehr frei und offen als Feinde des KaiserDas erklärt wohl hinreichend die strengen Maßnah= men der Regierung gegen die öffentlichen Versammlungen." Ein bedeutsames Zeichen der Zeit ist ferner ein sozianter inge ber inter batte : be Fre Un uille the einer mer An wie Frau mel per B Son Sil aup fuc mit adhe chil ifche und teur qun Iten die ande ne's ent tig mit war, wurde die Landeszeitung freigesprochen, und die preu- thums. Bische Regierung hat eine neue Ohrfeige zu registriren. Mal Hr. von Beust ,, arbeitet an dem Ausgleich mit den Er soll auch nah am Ziel sein, heißt es zum hundertsten Bolen und Czechen", heißt es fortwährend in den Zeitungen. listisches Manifest, das seit einigen Tagen in Paris zirkudie jorität von höchstens 50 ergeben. Die ungarischen Wahlen haben eine ministerielle MaMindestens 50 Size hat Bolk durch volksthümliches Regiment zu gewinnen, plant das Deatpartei verloren. Statt nun daran zu denken, das Ministerium eine Beschränkung des Wahlrechts. Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit. Wen In Frankreich mächtiges Anschwellen der demokratischen wird schlagen, um über die soziale Frage, die bestehe und die man nicht hinwegleugnen könne, zu berathen. Der Zweck der Versammlung ist, das Publikum über den Sozialismus aufzuklären und die Furcht, welche derselbe einflößt, und die von 1848 bis 1851 viele Demokraten in die Arme Napoleons warf, zu verscheuchen. Das Manifest spricht sich gegen jede gewaltsame Anwendung von irgend einem System aus und will die Lösung der sozialen Frage auf friedlichem Wege herBewegung. Charakteristisch für die herrschende Stimmung ist beigeführt wissen. Von den 2000 Eintrittskarten, welche vereine Privatversammlung" von 7-800 Männern, die vor echt theilt werden sollen, erhält die Handelskammer 500, der AdTagen in Paris bei dem Kaufmann Nostag an der Barriere vokatenstand 100, der Richterstand 50, die medizinische Fakul d'Italie statt hatte. Die Ordnung, schreibt man der ,, Frank- tät 50, die Journalisten 50, die sogenannten ministeriellen furter Zeitung", welche in dieser Versammlung, in der die bren- Offizianten 50, die verschiedenen Ministerien 100, der gesetznendsten und aufregendsten Fragen zur Besprechung gelangten, gebende Körper 50, der Senat 25, der Staatsrath 25 und bon Anfang bis zum Schlusse herrsche, war in der That be= rundernswerth. Alle, welche derselben beiwohnten, waren von Redner waren sehr zahlreich. Es sprachen nach einander Kaufeinem Schauspiel hingeriffen, welches einen schlagenden Beweis fönnen. 500 Karten behalten die Sozialisten für sich. für die politische Reife der Parifer Bevölkerung liefert. Die wollen, daß Alle kommen, um mit ihnen zu diskutiren; die die Mitglieder der liberalen Opposition, an die das Schreiben gerichtet ist, 500, von denen sie beliebigen Gebrauch machen Sie Reden sollen stenographirt werden. Das Manifest ist untermann Baulet, Fribourg, Horn, Eugen Tenot, Henri Briston, schrieben von E. Chemale, A. Murat, G. Lefrançais, Briosne, Emilie Bionne und Briosne. Die Hauptfrage spielte, wie sich H. Tolain, Demay, Augi Bibal, E. Comby( Advokat), Ch. dies erwarten lies, zwischen den Prinzipien der Demokratie Loquet, P. Denis und A. Langlois( ein Freund des verstor und des Sozialismus. Nachdem das Thema der Debatte festgestellt, bestieg Briosne, der ein sehr bemerkenswerther Red- sammlung in der gewollten Weise zu Stande kommt, das Maner ist, die Tribüne, um der demokratischen Bresse mit einer nifest ist aber darum von Wichtigkeit, weil sich unter den Un terzeichnern viele der Hauptredner befinden, welche die Regierungsorgane als von Umsturzideen beseelt darstellen und aus deren Reden einzelne Bruchstücke und Stellen herausgerissen wurden, um den ordnungsliebenden Bürger und vor allen Din gen die besitzenden Klassen in Angst und Schrecken zu setzen und sie an die kaiserlichen Wahlurnen zu treiben. Diesem Manoeuvre entgegen zu treten und offen mit Denen zu debattiren, die aus den offiziösen Berichten eine irrthümliche Meinung von den sozialistischen Bestrebungen gewonnen haben könnten, ist der Zweck dieser Aufforderung. Die Regierung spielt unterdessen ein doppeltes Spiel: auf der einen Seite wühlt sie für die in 2 Monaten fälligen Wahlen, auf der anderen Seite rüstet sie mit äußerstem 168 Nachdruck zum Krieg. Erst die Wahlen und dann der Krieg? Oder: erst Krieg und dann die Wahlen? Das ist nach wie vor die Frage. Es unterliegt feinem Zweifel mehr, daß die Cortes- Mehrheit dem König von Portugal die spanische Krone anbieten wird. Uebrigens muß man sich damit eilen, sonst könnte die Deputation, welche selbstverständlich an den Auserwählten geschickt werden wird, um die Adresse wir meinen nicht die zu redende oder abzulesende, sondern die einfache Wohnungsadresse in Verlegenheit kommen. Die Portuguiſen nemlich, die ihren König aus der Nähe kennen, haben keine so hohe Meinung von ihm als die Spanier, die ihn nur aus der Ferne kennen, und scheinen gewillt, demselben den Laufpaß zu geben. Im ganzen Land herrscht die größte Aufregung, und ein revolutionärer Ausbruch ist jeden Augenblick zu gewärtigen. Wir erwähnten bereits, daß das amerikanische Repräsentantenhaus einen Beschluß zu Gunsten der aufständischen Cubaner gefaßt habe. In diesem Beschluß kommt die bedeutzurückriefen. Er sah sein Vaterland an denselben Gebreche Eich die in der 40er Bewegung das Unglück desselben waren, jeug untergehen und hat die letzten Lebensjahre, heimathlos in Abr Heimath, in der Schweitz und in Hamburg verlebt. D Jahr 1866 hat Olshausen zu keinem andern Wanne zu ma vermocht." Wir empfehlen unseren Lesern auf das Wärmste das n Titel„ Die Volksstimme" erscheinen wird. Das Nähere Arbeiterblatt, das vom 11. ds. Mts. an in Wien, unter de unter Wien zu finden. Union", Organ der„ nationalen Arbeiter- Union" der Be Ebenso angelegentlich empfehlen wir Die Arbeite nigten Staaten. Die Arbeiter- Union" erscheint wöchentli " zum Preis von 5 Cents( etwas über 2 Gr.) die Numm und ist Jedem unentbehrlich, der die so wichtige Arbeiterben gung der neuen Welt kennen lernen will. Wir würden diese Gelegenheit auch zu einer ferner Empfehlung des„ Felleisens" benützt haben, wenn dasselbe durch die österreichische Regierung*) und die sächsische anwaltschaft genügend empfohlen wäre. Blätter fehlen. In feinem Arbeiter- Vereine sollten die drei Staate genannte Fell Gegen den Redakteur des demokratischen Wochenblatte ist wegen des in Nr. 3 befindlichen Abdrucks aus dem„ eisen" endgültig die Anklage auf Verbreitung staatsgefährli Lehren erhoben worden. 3 Bud Lau Geb Bet = 1 Ma Job = Not Mi Saf Ech nid Iba gege init gen erö ten mei debo und tam bes bat eta Aut ten über Ab pa Der Buchbinderfongreß in Leipzig. Die Vorversammlung des Kongresses wurde am erste same Stelle vor: ,, das Volk der Vereinigten Staaten wird sich Ostertag durch Hrn. Werner mit einer furzen Ansprache eröff glücklich fühlen, in die Familie der unabhängigen Nationen jede Regierung aufzunehmen, welche die Freiheit aller Menschen verbürgt, und zum Grundsatz die ab= solute Souveränität des Volkes hat." Es gilt also, eine solche Regierung zu schaffen, und sie ist des Schutzes der großen Republit sicher. Völker halten ihr Wort. Manches Herz in Europa wird hoffnungsvoll pochen, wenn es diese frohe Botschaft vernimmt. Am 31. vor. Mts. starb in Hamburg Theodor Olshausen. Er hat das 67. Lebensjahr nicht ganz vollendet. Die Zukunft" widmet ihm folgenden Nachruf:„ Der Tapfersten und Edelſten Einer aus dem Freiheitsfampfe Schles: wig- Holsteins ist in ihm dahingeschieden. Von 1824 an, wo er die ersten Verfolgungen wegen burschenschaftlicher Bestrebung zu erleiden hatte, ist sein Leben eine ununterbrochene Reihenfolge von Arbeit und Opfer für die Freiheit gewesen. Sein ,, Kieler Correspondenzblatt" hat Jahrelang in erster Reihe gegen den Feind gestanden und von 1845 an, wo sich der lichen Lebens ausbreitete, war auch hier Olshausen hervorra= net und hiernach Hr. Kockel( Leipzig) zum Vorsitzenden wählt. und Bei Feststellung der Tagesordnung entspann sich Punkt 8, Besprechung des Berliner Arbeiterkongresses Punkt 9, Wahl einer Kommission zur Beurtheilung des Be haltens der von Leipzig nach Berlin gesandten Delegirten eine längere Debatte, welche die Streichung dieser Punkte Folge hatte; dagegen wurde auf Antrag von Peter( Berlin beschlossen, eine General- Diskussion über die Statuten eröffnen. als ben Ebenso rief der von Zeller( Stuttgart) bei Berathun der Geschäftsordnung eingebrachte Antrag, nach welchem jeder Delegirte nur 2 Mandate und so viel Stimmen haben soll, die Mandate Wähler nachweisen, eine lebhafte Diskussion vor, an der besonders die Vertreter der Lassalleaner- Gewert schaft der Buchbinder interessirt waren, da diese je 5, resp. und 3 Mandate hatten. Der Antrag Zeller's wurde angenom men und die Herren Peter und Johr gaben ihre überzähligen Mandate später an andere Deputirte ab. and eric fein erf ein Bn ift, anj tön me die reid Streit vom Gebiete der Presse auf das des gesammten öffent dent, Lau( Chemnis) als Vizepräsident, Buchholz( Hannover) Aus der Wahl des Bureaus gingen Werner als Präf gend thätig. 1846 hatte er Festungshaft dafür zu büßen, Ihde( Leipzig) und Hoffmann( Leipzig) als Schriftführer ber 1848 stand er, als Mitglied der nach Kopenhagen gesandten Hartmann( Weimar) und Lau( Chemnis) gewählt. vor; zur Prüfung der Mandate wurden Gottwaldt( Berlin Deputation, in Gefahr vom dänischen Pöbel erschlagen zu werden. Mitglied der provisorischen Regierung blieb er nur einige Monate, der Widerstand des Gothaerthums, das den Herzogthümern stets so verhängnißvoll gewesen ist, verleidete ihm die Wirksamkeit, die er demnächst als Führer der Oppoſition in der Landesversammlung fräftig fortsette. 1851 traf ihn in Hamburg, wo er den Kampf in der Presse wieder auf genommen hatte, ein Dekret der dänischen Regierung, das ihm die Heimath verschloß. Dies bewog ihn zur Auswanderung, und in Missouri hat er wissenschaftlichen Arbeiten gelebt, bis ihn die neuen Kämpfe gegen Dänemark wieder nach Europa Die erste Kongreßßigung begann Ostersonntag Nachmittag mit Vortrag der Kommission für Mandatprüfung; bei derfelben wurden einem Schreiben aus Bonn an Hrn. Peter, sowie einem solchen aus Koblenz an Hrn. Johr( Barmen) die Eigen schaft als Mandat aberkannt, und hierauf die Präsenzliſte fest Gottwaldt, Berlin, 31 St., gestellt und vorgetragen. Krebs, 31 St., v. d. Werdt, Nos, Hamburg 35 St. Nach derselben vertraten: Zeller, Stuttgart 160 St., Caffel 10 St., = = 31 St., = *) Die ihm das Poftdebit entzogen hat. Tun tha nur ftet Ja fl Bu 3ig Ve fei re edhjen jes Da adhe пеш Dem iter Bere Koblenz, 12 St., Eichner, Magdeburg, 31 St., Buttstädt, Altenburg 14 St., Zeuge, Annaberg- Buchholz, 30St.Richter, Dresden 30 St., Hartmann, Weimar 20 St., Ahrendt, Annaberg- Buchholz, Ruhl, Saarlouis 20 St., 30 St., Kunath, Buchholz, Hannover, 39 St., Kockel, Lau, Chemnitz, 27 St., Gebauer, = 26 St., Beter, Hannover 29 St., = = Elberfeld 26 St., Offenbach 160 St., Springer, Gimpel, tlid imer bewe Johr, Würzburg 30 St., Mackert, Frankfurt 82 St., Minkwitz, Gotter, Hoffmann, Werner, Barmen 40 St., nere nid taats nnte Latte Fell Licher exften Noz, Eslingen 22 St., Mildner, Coburg 25 St., Hafermann, Wiesbaden 10 St., Schubert, Göln 10 St., Jbach, Nürnberg 25 St. Schwanebeck, Jhde, Leipzig je 30 St., auf Leipzig übertragen, deshalb Leipziger Collegen übergeben. In der hierauf folgenden Generaldiskussion sprach Krebs gegen das Wort ,, international" und über die Unmöglichkeit, mit den vorgeschlagenen Steuern die bestimmten Verpflichtun= gen einzuhalten, Zeller im Allgemeinen über die Vorlage, Peter erörterte die Grundprinzipien der Schweizer'schen Gewerkschaf= ten, ebenso Mackert. Da das Lokal für Abends eine ander weite Bestimmung hatte, so wurde anderen Tages die Generaldebatte fortgesetzt, an welcher sich noch v. d. Werdt, Gottwaldt und Notz betheiligen, bis Lau's Schlußantrag zur Annahme tam. Bei Beginn der Spezialdiskussion gab schon der Name des Vereins sowie§§ 1 und 3 Veranlassung zu längerer Debatte, da die Vertreter der Schweizer'schen Gewerkschaften die Aufnahme der Sattler, Riemer und Handschuhmacher forder= ten, während dies von anderer Seite bekämpft und bei der Abstimmung für die Aufnahme von nur Buchbindern und ver= wandten Geschäftszweigen entschieden wurde. eröff 7 et über und Ver irten egur erlin hung jeder als ber wert p. nom 4 Ligen Bräfi Dieser Beschluß wurde angeblich Veranlassung, daß am anderen Morgen die Delegirten Johr, Mackert und Zeuge nicht erschienen, während Beter anwesend war und dem Vorsitzenden jeinen und seiner Parteigenossen Austritt aus dem Kongreß erklärte. Es wurde jedoch auf Antrag Zeller's, um eine Ver= einigung zu ermöglichen, folgende Resolution angenommen: 169 einsorgane zu ermächtigen, mit den Organen anderer Gewerkschaften in Verbindung zu treten, erfolgte der Schluß des Congresses Dienstag Nachmittag 4 Uhr. Zur Abwehr. Die Herren Mackert, Johr und Peter haben in voriger Nummer dieses Blattes einen Protest gegen die Beschlüsse des Buchbindercongresses erhoben, zu dessen Widerlegung wir uns blos auf die Anführung der Thatsachen beschränken, da wir feineswegs geneigt sind, uns auf einen Federkrieg einzulassen, der zu weiter nichts führen könnte, als daß sich auch bei uns derselbe ekelhafte Streit entwickeln müßte, der im Allgemeinen die Arbeiter ganz gegen ihr Interesse spaltet und feindselig einander gegenüber stellt. Zunächst ist es falsch, daß die Mehrzahl der Delegirten Leipziger gewesen sein sollen, denn von zusammen 32 Delegirten mit 1310 Stimmen vertraten 16 Leipziger 400 Stimmen, von denen 30 Stimmen nicht zur Anwendung kamen, weil der Vorsitzende, der 30 Stimmen vertrat, nie mitge= stimmt hat. Ob der Beschluß, daß jeder Delegirte nur 2 Mandate haben konnte, als unrecht zu bezeichnen, dürfte wohl stark zu bestreiten sein, da es, sofern die Mandatzahl unbeschränkt ist, dem Klugen, der sich recht viel Mandate zu verschaffen gewußt, leicht sein kann, der Versammlung seine Meinung zu diktiren und jede Berathung zum Kinderspiel zu machen. Ebensowenig fann ein Delegirter fordern, daß einfache Briefe als Mandate anerkannt werden, zumal der eine mit der kategorischen Aufforderung an Herrn Johr schloß, die Wirksamkeit des Congresses zu zerstören. Die Herren Peter und Johr, denen je ein solches angebliches Mandat verworfen wurde, haben die betreffenden Schriftstücke wieder an sich genommen, weshalb wir sie hiermit auffordern, dieselben ihrem ganzen Wortlaute nach in diesem Blatte zu veröffentlichen, und wollen wir dann auch die Legitimationen der Vertreter für Saarlouis und Dresden veröffentlichen. Betrachten die genannten Herren den desfallsigen Beschluß als eine Ungerechtigkeit, so mußten sie sofort dagegen protestiren. Daß sie, ohne dies zu thun, noch 1½ Tage an den Berathungen Theil nahmen, muß den Verdacht erwecken, als hätten sie geschwiegen, um für alle Fälle einen Vorwand zu haben, die Mitglieder des Congresses öffent= " Der Kongreß erklärt, daß, wenn die Genossenschaft der Buchbinder, die unter Vorsitz des Hrn. Peter gegründet worden lich compromittiren zu können. ist, sich dem internationalen Verein der Buchbinder bis 1. Mai Ebenso wenig fann der den Stuttgarter Delegirten ge= anschließen will, die, anderen Gewerken angehörenden Mitglieder machte Vorwurf wegen der Abstimmung gerecht sein, denn Sattler, Riemer 2c.- mit aufgenommen werden, jedoch wollten die Herren Peter und Johr, daß die Stuttgarter mit tönnen neue Mitglieder dieser Gewerke nicht mehr aufgenom= den ihnen von den Genannten übertragenen Mandaten nur im men werden." Sinne der Letzteren stimmen sollten, so mußten sie diesen Vorbehalt bei Abtretung der Mandate machen. Da sie diese BeDanach erschienen Mackert, Zeuge und Johr wieder, und die Spezialdebatte der Statuten wurde weiter fortgefeßt. dingung nicht gestellt, so darf man auch nicht fordern, daß die Allein schon am dritten Tage bei Beginn der Sitzung über- Stuttgarter gegen ihre Ueberzeugung ftimmen sollten. reichten die genannten Herren eine schriftliche Austrittserklärung; da jedoch der Kongreß glaubte genug zur Einigung genung über. over) her rling gmit elben owie igen feft Ob die Liebe zur Einigkeit damit zum Ausdruck gebracht die Herren der Congreß in Betreff der than zu haben, ging er über diese Erklärung zur Tagesord- Sattler u. f. w. nur ihrer Anschauung gemäß beschließen, und Nach Beendigung der Statutenberathung und der Fest stellung der Geschäftsordnung wurde noch bestimmt, daß nächstes Jahr die erste Generalversammlung des neugegründeten Vereins für daß sie, als er das nicht that, ihren Austritt erklärten, ist wohl sehr fraglich, und ebenso fraglich ist, ob mit der Bestimmung über Aufnahme von Arbeitgebern das Interesse des Vereins wirklich gefährdet ist; und wie der Congreß mehrfach den AnBuchbinder und verwandte Geschäftszweige stattfinden soll. schauungen der genannten Herren durch seine Beschlüsse entZum Vereinsorgan wurde die im Verlage von Minde in Leip- sprochen hat, so hat er ganz gewiß in der Annahme der Rezig erscheinende ,, Illustrirte Buchbinderzeitung", zum Sitz des Vereins Leipzig und zum Präsidenten Werner gewählt. feinem Gewerkschaftsverbande anzuschließen, dagegen die VerNachdem noch beschlossen worden war, sich vor der Hand solution bereitwillig die Hand zur Vereinigung geboten, während die im Proteste miterwähnte Erklärung des Herrn Peter deutlich genug zeigt, daß er für eine Einigung wirken wollte, wenn das Statut in den wichtigsten Punkten ihm als an nehmbar erscheinen würde, was wahrlich nicht viel nach Neutralität aussicht. Dieß ist, was wir auf den Protest zu entgegnen haben. Im Laufe nächster Woche erscheint die stenographische Aufnahme der Verhandlungen des Congresses in Druck, woraus sich am Besten ersehen läßt, ob die Herren Peter, Johr und Mackert zu dem Proteste berechtigt waren. Das Präsidium, der Ausschuß und die Leipziger Mitglieder des internationalen Vereins für Buchbinder und ver= wandte Geschäftszweige. Vororts- und Arbeiter- Angelegenheiten. 170 Wien, 29. März. Am vorigen Mittwoch fand die Schlußverhandlung gegen Hrn. Oberwinder und fünf Andere wegen Veröffentlichung beziehungsweise Verfassung eines bei Gelegenheit einer Volksversammlung erlassenen Aufrufs an die Arbeiter Wiens statt, worin es geheißen hat: ,, Erscheint daher massenhaft! Zeigt, daß Ihr nur Einen Willen habt: die Freiheit und das Recht des Volks. Gebt dadurch zu erkennen, daß keine behördliche Maaßregel im Stande ist, Euren Willen zu beugen oder Euch nur einen Augenblick zu entmuthigen." Die Angeklagteu vertheidigten den Inhalt als nicht strafbar; der Gerichtshof fällte auch ein freisprechendes Urtheil, gegen das jedoch ein Staatsanwalt Berufung eingelegt hat.- Am 3. April feiert der Arbeiterbildungsverein fein Gründungsfest in Schwender's Colosseum. -Die sonst so zurückhaltenden Buchdrucker haben nun unferen Groß in die Genossenschaftssektion des Arbeiterbildungsvereins gewählt. Bürgerminister Giskra bleibt seinem findischen Haß gegen die Arbeiter treu. Als dieser Tage der Vorstand der Buchbindergenossenschaft ihm ein Gesuch überreichen wollte, empfing er denselben mit den Worten: Was wollen Sie denn schon wieder? Wir haben nichts zu verschenken!" Unser Organ tritt nun bald ins Leben und bitten wir Sie, folgenden Aufruf abzudrucken: " 1 " 1 Reichshälfte, in Ungarn, wo man rüſtig im Interesse der gemeinsamen Sache arbeitet. Selbstverständlich wird das Organ jene Prinzipien verfolgen, für welche wir seit dem Beginn der Arbeiterbewegung in Desterreich eingetreten sind. Das Partei programm, welches der 9. Wiener Arbeitertag beschloffen, und welches zahlreiche Volksversammlungen in ganz Desterreich an genommen haben, wird auch das Programm dieses Blattes sein. Wir werden dasselbe in der ersten Nummer ausführlich entwickeln. Schließlich ersuchen wir noch unsere Freunde in Deutschland, zu erwägen, welchen entscheidenden Einfluß Defter reich und insbesondere unser deutsches Wien auf die freiheit liche Entwickelung der politischen Verhältnisse Deutschland auszuüben berufen sind, und daß eine thatkräftige Unterstützung unseres Parteiorgaus auch von dieser Seite die Sache der De mokratie mächtig fördern wird. Wien, im März 1868. Das Redaktions- Comité der Volksstimme": J. G. Mühlhauser, Obmann des A.-B.-V., Cour. Groß, Ausschußmitglied des A.-B.-V., Andr. Scheu, Ausschußmitglied des A.-B.-V., Jos. Blazincic, Obmann der 1. allgem. österr. Arbeiter- Industrie- Ausstellung, Joh. Pabst, Ausschuß mitglied des A.-B.-V., Herm. Hartung, Obmann- Stellvertreter des A.-B.-B., Heinr. Oberwinder, Obmann der Unterrichtssektion des A.-B.-V. = = 11 Pränumerations- Bedingnisse. Für Wien: Für 6 Num mern incl. Zustellung ins Haus 35 fr. 7 Gr.; für die Kronländer: mit freier Postversendung 45 fr. 9 Gr.; eine einzelne Nummer 6 fr. 1 Gr. 2 Pf. Alle Postämter des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. ( Wir bitten Bestellungen entweder direkt, oder durch uns zu machen. Red. d. Dem. W.") Graz, den 2. April. Unser Arbeiterverein Vorwärts wird am 11. April den Geburtstag Ferdinand Lassalle's feiern. Basel, 28. März. Seit dem 4. März sind laut letztem Druckbogen bei uns aus Deutschland noch folgende Liebesgaben eingegangen: Cig.- Arb.- Ver. Dresden( durch G.Hille) Frs. 13. 25 Febr. 25. ift M Co bie ein den tu die Leu ein bie Uni iche onn fam alt diefe anja wai beite beri nofi Leut Mit schlu in fei. Seit viel Beug min werd lung dem Früb barst = 20. 05 ch einer = 8. 14 30 4. = 11 4. = 4. Cig.- Arb. in Lippstadt durch Karl Kreutz A. D. C.-A.-V. in Braunschweig = 26. 00 tage und = 7.00 tijche = 4. 5. = 6. Vom A.-V. Rottweil Von Kleinefe in Brandenburg a. H. == 22, 00 zial- 1 erst = 12. 63 tente = 30. 00 zügli 7. durch H. Krautmacher 51 geme 8. Von Hrn. Krebser in Stuttgart geber 11 9. = 11. Durch Vermittlg. d. Hrn. A. Bebel Von Hrn. Schmidt in Königsberg = 28. März 3. An unsere Freunde und Parteigenossen! Von der Ueberzeugung durchdrungen, daß unsere Partei eines Organs benöthigt, welches sowohl die Interessen derselben offen und unumwunden vertritt, als auch vermittelst einer fortwährenden, eingehenden Besprechung unsere, auf die Aufklärung und Bildung des Voltes hinzielenden Bestrebungen unterstützt, haben wir beschlossen, den von uns seit längerer Zeit gehegten und durch das allseitige Drängen unserer Freunde genährten Plan,- unserem Parteileben durch die Schaffung eines selbstständigen Organs einen geistigen Mittelpunkt zu geben, nunmehr zur Ausführung zu bringen. Schon am 11. April wird daher die erste Nummer der Volksstimme, Organ der social demokratischen Partei" ausgegeben werden. Die Schwierigkeiten, welche sich der Ausführung dieses Unternehmens entgegenstellten, wollen wir hier nicht erörtern. Sie mußten voraussichtlich bedeutend sein bei einer Partei, die während der kurzen Zeit ihres Bestehens so viele Verfolgungen zu erdulden hatte. Aus diesem Grunde können wir vorläufig auch nur Weniges bieten. Für die nächste Zeit wird das Blatt, um Kautions- und Stempelfreiheit genießen zu fönnen, mur 2mal im Monate erscheinen, doch ist alle Aussicht vorhanden, demselben recht bald ein solches Bestehen zu sichern, daß es seinen belehrenden und agitatorischen Zweck vollständig zu erfüllen vermag. Was nun die Mitwirkung unserer Parteigenossen betrifft, so glauben wir nicht erst nöthig zu haben, an ihre rege Thätigkeit und ihren bewährten Opfermuth zu appelliven; sie wissen, daß die Organ frage für unsere Partei eine Eristenzfrage ist und werden 11 = = = A.-B.-V. Baden bei Wien durch Dollock A.-V. Lorenzhaus Karthausen durch G. Lippert Eig.- Arbeiter( Fabrik Schuhmacher u. Seggern) in Delmenhorst 8. 08 A.-V. Münchenbernsdorf durch G. Riehl= 10. 00 Durch E. Wilke in Nonsdorf Frs. 25*) 1 = = vom A.-B.-V. 15 Thlr.; A. Herbst Leipzig in Elberfeld 1 Thlr. = 14. Conseil General belge( Alphons Bander= 14. = 8. = 15. houten) Brurelles == == 5,00 19. 00 59, 20 11 = = = Deutscher A.-B.-V. Neunkirchen( Desterr.)= A.-B.-V. Vorwärts( Mariahilf, Gratz) Durch J. Ph. Becker in Genf( von Nürnberg) = 50.00 30. 75 2.05 52, 25 Nürnberg, 4. April. Die hiesigen Glockengießer demgemäß Alles aufbieten, um dem Organe in kürzester Frist zur Stunde 57 Mitglieder zählt. Ein provisorisches Comité einen ausgedehnten Leserkreis zu verschaffen. Wir erwarten D. R. *) In dem Manuskript heißt es: durch E. Wilke 30, durch dies insbesondere auch von unseren Freunden in der jenseitigen Krautmacher 5, Sunima 30, was natürlich falsch ist. Des S beit Ber nach über bafel biefic ware 2 111 der bigte bung flim P た g 示, t1. 12. 1ie te er 95 # 5 ent 25 05 14 ist niedergesetzt worden, welches die Vorarbeiten zum nächsten Metall- Arbeiter- Congreß in die Hand zu nehmen hat. Ein Coburger suchte unsere Genossenschaft zu entzweien, indem er die Dunder'schen Statuten verbreitete, und schrieb uns auch einen Brief wir sollten uns gar nicht irre führen lassen von den ,, Schweizerianern" und von den„ Bebelianern". Duncker wurde gekennzeichnet als Mann der absoluten Selbsthülfe, und die Sache war erledigt; es ist aber ein Zeichen, wie solche Leute in die Einigkeit einen Zwiespalt machen wollen. 171 Nürnberg, den 6. April. Vergangenen Sonntag war, einberufen von nationalliberalen Elementen, eine Versammlung hiesiger Schreiner zur Gründung einer Gewerksgenossenschaft. Unsere Leute setzten es durch, daß vor der Hand die Duncker'= schen Statuten abgelehnt wurden, daß zur definitiven Gründnng der Genossenschaft nächsten Sonntag eine zweite Verfammlung stattfindet, daß es nicht eine Schreiner-, sondern eine alle Holzarbeiter einschließende Genossenschaft werde, daß diese Genossenschaft sich gar keiner der jezigen Organisationen anschließt, sondern mit allen Dreien in Verbindung tritt, etwaige Wanderunterstügungen Mitgliedern der anderen Holzarbeitergenossenschaften zahlt, für ihre Mitglieder jedoch von jeder berselben dasselbe beansprucht u. s. w. u. s. w. Diese Ge= Diese Genossenschaft wird jedenfalls die bedeutendste hier werden. Die Leute geben sich der Hoffnung hin in einigen Wochen 5-600 Mitglieder zu haben, sind auch übereinstimmend zu dem Beschluß gekommen, daß, da Fälle eintreten werden, wo Politik in die sozialen Fragen eingreift; die Politit, nicht auszuschließen fei. Ich habe sichere Wahrnehmung, daß man polizeilicher Seits Alles versucht um dem Arbeiter- Bildungsverein, der so viel Staub aufwirft in der guten Stadt Nürnberg, etwas am Beuge flicken zu können. Man wird nächstens eine Razzia auf minorenne Mitglieder in Szene setzen. - Nächsten Freitag werden wir stadtgerichtlich verhandelt wegen unerlaubter Sammung für die Bajeler.- Unser Agitationsfomite ist mit dem Fürther zusammengetreten und werden wir die schönen Frühlingssonntage benügen um hinauszuwandern in die Nach barstädte und Dörfer ,, um zu predigen allen Völkern". 08 00 00 00 00 63 00 888888888 00 8128 Fürth, 4. April. Die gestrige Versammlung der hiesigen Schreinergesellen sprach sich einmüthig für die Gründung einer Gewerfsgenossenschaft aus, und bitten wir um vorläufig 30 Statuten. 34 Mann ein. Es sprachen alsdann noch Repmann, Süß und Stopp, um 7 Uhr traten wir den Heimweg wieder an. Der Verein wird sich dem Verband anschließen. Da gleichzeitig mit uns auch ein Trupp Hatzfeldt'scher Lassalleaner mit einem Agenten aus Chemnitz in Nieder- Zwönig erschienen war, so haben wir auf nächsten Sonntag eine Volksversamm= lung anberaumt und die Hatzfeldter dazu eingeladen. Ich werde über diese Versammlung, die denselben hoffentlich das Wiederkommen verleiden wird, Näheres berichten. In Dresden wurde vorige Woche ein ,, Sächsischer Handwerkerbund" begründet, oder vielmehr die Gründung deffelben beschlossen. Das wirkliche Zustandekommen scheint noch etwas zweifelhaft, theils weil man eine Form gewählt hat, die den Conflict mit dem Vereinsgesetze, dessen Klippen man umschiffen wollte, gerade erst recht herbeiführen wird, theils weil die Theilnahme und Opferwilligkeit für den Bundeszweck gerade in den Kreisen, deren Interessen durch das Unternehmen gefördert werden sollen, sich gleich vom ersten Anfang an so außerordentlich schwach erwiesen. Der Handwerkerbund soll nämlich werden eine Bereinigung selbstständiger Handwerker zur Vertheidigung ihrer Selbstständigkeit gegen die auffangende Kraft der Großindustrie. In der Bekämpfung der letzteren kommen die Bestrebungen des Bundes mit denen der sozialistischen Arbeitervereine vollständig überein und es ist im Grunde nur Wortklauberei, wenn man, nachdem, was nur zu loben, von einer Beschränkung des Handwerkerbundes auf zünftige Meister nicht die Rede sein soll, zwischen ,, Handwerker"- und Arbeiterbewegung in dieser Richtung noch einen Unterschied zu machen sich bemüht. Den meisten Nachtheil haben dabei die in ehrenwerther Weise für die Erhaltung eines wirklichen Bürgerthums sich abmühenden Meister alten guten Schlags, denn ihre Zahl wird immer kleiner, während die Masse der nie mehr zur Selbstständigkeit gelangenden Handwerksgenossen, aus denen sich die Arbeitervereine hauptsächlich recrutiren, in eben dem Maaße zunimmt, als das ganze Geschäft sich fortschreitend in immer weniger große Unternehmungen concentrirt. Mit einer an Zahl und, wie der Widerspruch gegen die Höhe des geringfügigen Beitrags von 5 Ngr. vierteljährlich bewies, auch au Wohlstand immer mehr hinsiechenden klasse allein, deren größter Theil in stumpfer Ergebung alles über sich ergehen läßt, fann aber eine wirksame Opposition schwerlich unternommen werden. Das ist unser Hauptbedenken gegen die Hoffnungen, welche eine Anzahl achtungswerther, auch auf politischem Gebiete durchaus zur Fahne der Freiheit haltender Männer an die Gründung des Handwerbundes knüpft. In einer wenige Tage nach dem Handwerkerbunde stattgefunSolingen, den 30. März. Nachdem wir an den Ostertagen in Elberfeld und Barmen Ihrem Vortrage beigewohnt, und in Erfahrung gebracht, daß Sie die rein sozial- demokra= tischen Prinzipien verfolgen, haben wir beschlossen, einen ,, sozial- demokratischen Verein" hier sowohl als in Bourscheid zuerst durch unsre dortigen Parteigenossen zu gründen, wir ge= denen Versammlung der Demokratischen Partei ist bereits mit denken dadurch die vereinzelten Kräfte zusammenzuziehen, vor- besonderee Hervorhebung dieses Punktes über die Sache ge= züglich Diejenigen, welche sich seit der Zersplitterung des All- sprochen und beschlossen worden, vor allem genauer zu untergemeinen deutschen Arbeitervereins der Gleichgültigkeit hinge suchen, wie der Zersplitterung der gleichartigen Parteibestrebun= gen auf sozialem Gebiete abzuhelfen und dem Selbstaufreiben Crimmitschau, 3. April. Gestern fand die erste Sitzung der kapitallofen Handwerkskraft in inneren 3wistigkeiten ge= des Organisations- Ausschusses der Manufaktur und Handar- steuert werden könne. Zwei Formen dieses selbstmörderischen beiteiter- Gewerkschaft statt und beschloß man, die General- Verfahrens sind bereits glücklich überwunden. Das Prozessiren Bersammlung der Gewerkschaft für bevorstehende Pfingsten der Innungen wider einander hat infolge der Gewerbefreiheit geben. 00 20 00 75 05 25 Ger bis ité über die Vorlagen. Geyer, 1. April. Arbeiter aus Nieder- 3wönitz, die thum, welches nunmehr sich wenigstens unter sich solidarisch verbunden fühlte, mit desto größerem Nachdruck gegen die nichtstellt. Die Einladung an die zeither beinahe verachteten Ge= daselbst einen Arbeiterverein gründen wollen, ersuchten die zünftigen Neulinge, sog. ,, Gewerbtreibende, Patent- oder Fünfhiesigen Parteigenossen, dahin mitzuwirken. Am 2. Feiertag groschenmeister". Auch dieser Kampf ist gegenwärtig einge= waren wir dort, und zwar zwölf Mann, und eröffneten um 2 Uhr die Versammlung. Nachdem Herr Demmler die Lage noffen zur Mitbetheiligung am Handwerkerbunde läßt einen der Arbeiter in sozialer und politischer Hinsicht, die Nothwen bemerkenswerthen Fortschritt in der sozialen Denkweise erkendigkeit des Vereins und der Organisation, sowie die Bestre nen, und einen nicht minderen Fortschritt in der politischen bungen der Sozial- Demokratie kurz erklärt hatte, wurde ein Denkweise bekundet der von den Theilnehmern am Handfiimmig die Konstituirung beschlossen und zeichneten sich sofort werkertage ausgesprochene feste Entschluß, bei künftigen Wahlen 172 auch nach dem ökonomisch- sozialen Glaubensbekenntnisse der Candidaten zu fragen. Trot unserer oben geäußerten Bedenken erkennen wir daher in dem Handwerkertage ein beachtenswerthes und nicht unerfreuliches Zeichen der Zeit. Gelänge es, aus dem Handwerk den innern Kampf anch in der dritten Gestalt, in der er jetzt noch auftritt, zu verbannen, der dem ursprünglichen Zunftwesen fremden, erst in der Zeit seines Verfalls hineingezogenen Feindseligkeit zwischen sogenannten selbstständi gen und unselbstständigen Handwerksgenossen( im Grunde sind sie doch alle Knechte des übermächtigen Großkapitals) ein Ende zu machen, und wäre der Handwerkertag ein Schritt hierzu ge= wesen, so würden wir ihn sogar, trotz seiner augenblicklichen Erfolglosigkeit für eins der folgenreichsten unter den Vorkommnissen der letzten Zeit erklären müssen. Ronneburg, den 29. März. Der hiesige Arbeiterverein ist erst seit 6 Monaten gegründet und zählt schon 150 Mitglieder, was in einer kleinen Stadt wie der unsrigen bestimmt von großem Eifer zeigt. Da wir denselben auch zu erhalten suchen, luden wir Herrn Stolle, in Crimmitschau, ein, er möge uns einen Vortrag halten, was Herr Stolle auf Charfreitag Nachmittag zusagte. Es hatten sich sehr viel Zuhörer eingefunden. Herr Stolle erschien und sprach über Sozial: De mokratie und über Gewerksgenossenschaften." Nachdem er 2 Stunden mit großem Beifall geredet hatte, sprach er noch über die Gewerksgenossenschafts- Statuten und wurden die Leipziger von der Versammlung einstimmig ange= nommen. Wir gingen dann sofort zur Einzeichnung und zur Errichtung einer Gewerksgenossenschaft über, wobei sich sehr Viele betheiligten. Der ganze Vortrag wurde von der VersammLung mit Begeisterung aufgenommen. Wir sind Herrn Stolle zum lebhaftesten Dank verpflichtet, und wünschen wir nur, daß überall die Betheiligung und der Eifer so groß wäre wie hier, denn Einigkeit macht start. aus Crimmitschau war unserer Einladung freundlichst nach gekommen und hielt uns einen Vortrag über Gewerksge nossenschaften. Unser Verband hat in Herrn Stolle eine ganz bedeutende agitatorische Kraft gefunden; derselbe sprad sehr klar und überzeugend und erntete viel Beifall. Es hat sich bei uns sofort ein Comite zur Bildung von Gewerksge nossenschaften constituirt und werden wir über dessen Thätigkeit baldigst weiter berichten. Münchenbernsdorf, den 3. April. Für die Verbreitung des ,, Demokratischen Wochenblatts" wirken wir nach Kräften, und werde ich auf unsrer nächsten Generalversammlung Abonnenten sammeln. Unter den Mitgliedern des Consumvereins macht sich Stellenjägerei bemerklich. Auch besteht ein heimliches Comite( Geldsack) welches den Consumverein benüßen, und die Verwaltung an sich reißen will. Wir haben noch viel Feinde zu bekämpfen; unsere Fortschrittler wollen uns mit Gewalt zu dem Wartenburg'schen(!!) Evangelium bekehren. Verlorne Mühe. Wir sind verhärtete Sünder und werden unsere Jrrlehren" nun auch in die umliegenden Ortschaften tragen.( Glück auf die Reise!) Auma, 25. März. Auf Anregung des Herrn Brock mann aus Gera hat sich hier vorigen Sonntag ein Arbeiter verein gebildet. Zum Vorsitzenden ist Herr Karl Jugoldt, Redakteur des hiesigen Localblattes, ernannt worden und sind alle Zuschriften und Sendungen an diesen zu richten. Der Verein wird es als seine nächste Aufgabe betrachten, die Gründung von Gewerksgenossenschaften anzuregen. Leipzig, den 5. April. In einer der letzten Versamm lungen unseres Arbeiter- Bildungsvereins fam unter anderm auch das Circulair des Vorortsvorstands, betreffend die Erhebung außerordentlicher Beiträge zur Verlesung und wurde beschlossen der Aufforderung dadurch gerecht zu werden, daß man sich eine freiwillige Steuer von einem halben Groschen per Kopf und Monat auflege. Wir rathen unsern Bruderver einen in ähnlicher Weise vorzugehen, damit der Kasse recht schnell die nöthigen Mittel zufließen. Letzten Sonnabend erstattete Bebel im Verein Bericht über die Vorgänge Barmen- Elberfeld. Pößneck, 26. März. Am 23. ds. Mts. hielten wir eine Versammlung ab zur Gründung von Gewerksgenossenschaften. Hr. Straßburger führte den Vorsitz. Die Versammlung war ziemlich gut besucht und erklärte sich mit der Errichtung von Gewerksgenossenschaften einverstanden. Schließlich wurde dem Vorsitzenden der Auftrag ertheilt, Herrn Bebel einzuladen, daß dieser hier eine Versammlung abhalte, um unseren Handwerkern und Arbeitern den Standpunkt klar zu machen. Aus Pößneck wird uns mitgetheilt, daß die Tuchmacher dort eine Gewerksgenossenschaft gegründet haben und daß die Schuhmacher daran sind, das Gleiche zu thun. Gera, 27. März. Ani Charfreitag Abend hatten wir hier eine zahlreich besuchte Versammlung unseres Arbeitervereins, der auch viele Gäste beiwohnten. Herr Stolle Briefkasten. Der leb der 100 Ge M ein hie zud min Th Dor übe nen in fteb De in reid The W bet L. A. in Berlin: Gruß. Wo bleibt der versprochene Bericht? H., Gypsstr. desgl. J. 5.: Das Gedicht ist vortrefflich, kann aber nicht abgedruckt werden, da wir diese Polemit eingestellt haben. Berichtigung: In dem Bericht über die Burgstädter Versamm lung in Nr. 12 ds. Bl. muß der Name des Vorsitzenden Steinert, nicht Reinert heißen. Auzeigen. Deutscher Arbeiterbildungs- Verein in London. Charles- Hotel, 71 Dean- Street, Soho Square. W. London. Bestellungen auf die in Köln erscheinende Rheinische Zeitung, Der Cen Ben me feld στα Laj Defi wa An ein zu jche find Den geg mo nig ihr fud den die Leid ber Organ der Demokratie in Rheinland und Weftphalen, wolle man möglichst frühzeitig bei der nächsten Post anstalt machen, damit in dem regelmäßigen Empfange Zeitung keine Unterbrechung eintrete. Der vierteljährliche Abonnementspreis beträgt bei allen Bostanstalten einschließlich Porto und Zeitungssteuer 1% Thlr.= 3 fl. 4 fr. Anzeigen 1½ Sgr. für Petitzeile. die mu faf Зи für jeir Bipi Carl Hirsch. Be Dan Meine Wohnung ist: Sternwartenstraße, 18c, 1 Tr Leipzig, den 7. April 1869. Unsere Filialexpeditionen, welche vom verflossenen Quartal noch keine Abrechnung eingesandt haben, werden hiermit ersucht, dies nunmehr schleunigst zu thun. Die Expedition. Verantwortlicher Redakteur: W. Liebknecht. ( Redaktion: Braustr. 11). Verlag: F. Thiele. } Leipzig.{ Expedition: Petersſtraße 18. Hierzu eine Beilage. mu Teid ein Beilage zum Demokratischen Wochenblatt Nr. 15. Zum Föderalismus. Wien, den 30. März. Täglich wird der Föderalismus mehr zum Weckruf der neuen Zeit. Wir haben das unerwartete Schauspiel er= lebt, daß in einem Lande, dessen ganze Vergangenheit auf andere Bahnen hinzulenken schien, dessen Reaktion fast sprüch= wörtlich geworden war, daß in Spanien der söderalistische Gedanke aus dem Boden gezaubert plötzlich dasteht als eine Macht, mit der ernstlich zu rechten ist. In Deutschland kämpft ein großer Theil der Demokratie für diese Idee und selbst hier in Desterreich beginnt das Verständniß derselben herauf zudämmern, obwohl ihr hier mehr als irgendwo fast unüberwindliche Hindernisse im Wege stehen. Ein namhafter Theil der französischen Arbeiter, die Mutualisten, haben erst vor Kurzem eine Zeitschrift„ Le Fédéraliste" gegründet. Kurz, überall dringt die Idee in weitere Kreise, die Bahn vorzeich nend, welche die Demokratie verfolgt. Andererseits ist nicht zu leugnen, daß dieser Idee gerade in den Reihen der Demokratie eine mächtige Partei entgegen ſteht und mit aller Straft gegen sie aufämpft, bei uns in Deutschland 2 große Fraktionen der Arbeiterpartei, in Frank reich die Jakobiner, die Communisten, sowie ein ziemlicher Theil der Sozialisten, insbesondere die Anhänger Louis Blanc's. Woher diese merkwürdige Erscheinung? der an sich echt föderalistische Gedanke späterhin Schiffbruch leidet. Fichte fagt in seinen Fragmenten: ,, Wenn nun z. B. Desterreich oder Preußen Deutschland eroberte, warum gäbe dies nur Desterreicher, Preußen, keine Deutsche?" Wirklich, es ist eine sehr wichtige Frage. Die Thatsache, daß durch eine solche Eroberung kein Deutschland, sondern ein Preußen, ein Desterreich geschaffen würde, gibt Fichte selbst unbedingt zu, wie schon aus der Form der Fragestellung hervorgeht. Lassalle stimmt ihm bei, er hält die Frage für so wichtig, daß er diese Worte Fichte's auch an einem anderen Orte, im Julian Schmidt" citirt, um Fichte vom Vorwurf des Kleindeutschen, des Gothaers zu rechtfertigen. Beide, weder Fichte noch Lassalle beantworten die Frage eingehend, sie begnügen sich mit der einfachen Constatirung dieser Thatsache. Die genaue Antwort, welche sie sich selbst geben mußten, ist einfach und klar. Der deutsche Geist ist das Gesammtresultat einer Summe von einzelnen geistigen Strömungen, von denen jede ihren bestimmten Boden, ihre historische Vergangenheit, kurz ihre durch eine Menge verschiedener Verhältnisse bedingten Eigenthümlichkeiten hat. In ihrer harmonischen Zusammenwirkung aus Nord und Süd, aus Ost und West ersteht der deutsche Geist, der in seiner fertigen Gestalt sich wieder wesentlich vom Volksgeist in Frankreich, England u. s. w. unterscheidet. Wird nun Ein Theil unseres Vaterlandes Herr über den anderen, so ist ein harmonisches Zusammenwirken der einzelnen Kräfte unmöglich, das Gleichgewicht ist zerrissen, eine Kraft macht die andere zum Sklaven und absorbirt sie. Das unausbleibliche Ende ist also, daß der deutsche Geist als. In der deutschen Arbeiterpartei, die den Föderalismus bekämpft und die Centralisation anstrebt, ist es insbeson= dere der Allg. deutsche Arbeiterverein, der das Prinzip der Centralisation geradezu als ein Dogma aufstellt und mit gro- solcher untergehen und an seine Stelle der viel engere und hem Eifer verficht. Wir übergehen die psychologischen Mo- beschränktere geistige Inhalt dieses oder jenes Voltsmente der Entstehung dieses Glaubensbekenntnisses. Die( Hazz- stammes treten muß. Wenn der Süddeutsche z. B. sich gegen feldt'schen)„ ,, Lassalleaner" beschäftigen sich weniger mit dieser die preußische Vergewaltigung auflehnt, so vertheidigt er nicht Frage; sie leben ausschließlich von der Nahrung, die ihnen bloß seinen Hof und Heerd und den Rest eigener Freiheit, der L'assalle selbst gegeben und halten es für unnöthig die Ideen ihm geblieben, sondern er vertheidigt mit sich selbst zugleich desselben weiterzuentwickeln und die großen Fragen der Gegen das heiligste, was der Patriot schüßen kann, den deutschen wart, deren täglich neue auftauchen, an denselben zu messen. Geist, das Gesammteigenthum des deutschen Volkes, die Anstatt kräftig im Strom zu schwimmen, sitzen sie ruhig in Deutschheit, wie Fichte sagt. Süddeutschland ist in der einer Badewanne, kindlich tobend und plätschernd. Es genügt glücklichen Lage, daß bei ihm der Selbsterhaltungstrieb mit zu wissen, daß Lassalle einiges gegen den Föderalismus ge= schrieben, um auch zu wissen, daß sie eingefleischte Centralisten hierin liegt die geheime Ursache, warum es diesem doch kleinen find. dem Interesse des nationalen Gedankens zusammenfällt, und Bruchtheil des deutschen Volkes möglich ist, sich gegen Preußen zu wehren. In der That! Lassalle selbst hat bei jeder Gelegenheit den Föderalismus angegriffen, ja sogar eine besondere Schrift Ein kurzer Rückblick auf das eben Gesagte zeigt, wie echt gegen denselben geschrieben. Es ist jener Brief in den„ De föderalistisch dieser Gedanke Fichte's ist, er enthält gleichsam mokratischen Studien", welcher„ Fichte's politisches Vermächtin nuce*) das ganze föderalistische Programm. Anstatt sich i" betitelt ist. Beide Barteien können sich mit Recht für gegenseitig zu drücken und zu unterdrücken, wie es bisher auf ihre Anschauungen auf eine große Autorität berufen. Ver- der Welt Sitte war, geht die revolutionäre Bewegung dahin, juchen wir es, mit dem Meister selbst zu rechten; wir haben jedem einzelnen Gliede des Ganzen die Möglichkeit zu erringen, Vortheil, der Frage prinzipiell auf den Leib zu gehen, statt sich selbständig und frei zu erziehen und im harmonischen Zuleicht zu beweisen, daß Lassalle's Angriffe nie dem Föderalis- welche für die schwachen Kräfte des Einzelnen unnahbar ist. die einzelnen Anschauungen jener zu bekämpfen. Es ist zwar sammenwirken mit allen Anderen eine Höheſtufe zu erreichen, den mus an sich gelten, sondern nur jener oberflächlichen Auf- Weiter aber! Fichte spricht nun von dem Drängen und fassung desselben, wie sie bei vielen angeblichen Demokraten Beben, welches den Nationalkörper durchzieht, um dem geistigen zu Hause ist. Da aber Lassalle das Wort Föderalismus nie gemeinsamen Inhalt auch die äußere entsprechende Form, die für sich in Anspruch genommen, da er es nie als Weckruf für Einheit, zu erzwingen und kommt, rathlos hin und hersufeine Agitation gebraucht hat, so scheint doch eine gewisse prin- chend und immer Berge von Hindernissen sehend, endlich zum zipielle Abneigung gegen denselben auf dem Grunde seiner Ausweg. Er ruft:„ Also her einen 3wing herrn zur Seele geschlummert zu haben. Denn bei der wahrhaft fun- Deutschheit!"„ Wer es sei – mache sich unser König( der damentalen Bedeutung des Föderalismus, muß ihm jede be- preußische) das Verdienst. Nach seinem Tode ein Senat, wußte sozial- demokratische Bewegung einen hochwichtigen, vielleicht den ersten Platz einräumen. Wir greifen im Folgenden einen einzelnen Punkt heraus, um zu zeigen, wie bei Lassalle da fann es sogleich im Gange sein!" Fichte ist Republikaner, nur *) Lateinisch: in der Nußschaale, kurz zusammengefaßt. 174 in der freien Republik sieht er das würdige Kleid Deutsch lands. Woher nun dieser sonderbare Weg? Warum diesen 3wingherrn? Kurz ist der Weg, aber führt er zum Ziele? In der That, Fichte fällt mit diesen Worten aus der Confequenz seines Denkens. Wir sehen ab von der äußeren Unmöglichkeit 3wingherr, nach seinem Tode ein Senat darin liegt nur ein praktischer Jrrthum. Der Grundfehler liegt tiefer. Jede Volksbewegung geht von unten nach oben; eine Bewegung ist nur dann gesund und revolutionär, wenn sie aus den Eingeweiden des Volkes hervorgeht. Die Thätigkeit des höheren, des sogenannten intelligenten Theils der Bevölkerung, welcher sich auf die Seite der Revolution schlägt, besteht nur darin, den Instinkt der Massen in die richtigen Bahnen zu leiten und den Instinkt selbst zur wirklichen Erkenntniß weiterzubilden. Lösen sich die höheren Schichten des Volkes von dieser Aufgabe ab, wie z. B. in der Gegenwart, so verfallen sie nothwendig der inneren Fäulniß. Denn es ist nicht mehr das Interesse des Volkes, sondern ihr Intereffe, welches sie zu verwirklichen suchen. Der Egoismus und mit ihm die sittliche Fäulniß ist ihr Loos.- Die Frage stellt sich also jetzt so: Kann ein Zwingherr den Weg von unten nach oben, kann er die revolutionäre Straße einschlagen, da nur sie zum Ziele führt? Nein, dreimal nein. Anstatt jeden Bruchtheil des Volkes heranzuziehen und in die richtige Bahn zu lenken, drückt er mit dem einen den anderen nieder, er muß die Revolution schon im Mutterleibe erwürgen. Er fann nur, wie Fichte selbst sagt, Preußen, er fann keine Deutschen machen; er fann es nicht, selbst wenn er es wollte. Diese Impotenz ist seinem Herrscherthum eingeboren, ist identisch mit ihm. Er muß also, wie gegenwärtig Preußen, wenn er zur Verwirklichung seiner Ziele den nationalen Gedanken anruft, nothwendig lügen. Laffalle fällt in denselben Fehler wie Fichte. In seiner Broschüre über den italienischen Krieg verlangt er vom Königthum die Rettung der Nation. Anstatt aber dies als möglich zu beweisen, zeigt er nur, was das Königthum überhaupt leisten kann, wenn es den ihm innewohnenden(?) Prinzipien treu bleibt und sie bis in ihre äußersten Consequenzen verfolgt. Er zeigt mit Einem Wort, nicht wie Bismarck ist, aber wie er sein soll. 6. 21. Chin für sowohl als ganzer Völker der Föderalismus nur eine leere Form ohne Inhalt sein würde, daß kurz gesagt die soziale Revolution die Vorbedingung desselben ist. Sie sezt also da den Hebel an, wo der Staat und die Gesellschaft eigentlich faul ist. faul ist. Weiter aber ist von hier aus leicht zu zeigen, daß die deutsche Einheit erst mit dem Föderalismus bestehen kann, ja, daß sie mit ihm Eins ist. Die soziale Demokratie kämpft gegen die Autorität, ihre einzige Waffe ist die Ver nunft. Sie fämpft gegen alle Formen, in welchen die Au torität auftritt, Gott, Königthum, Capital u. s. w. all' diese Formen sind für sie ein und dasselbe, von äußeren Gewalte aufgedrängt, statt dem sich selbst begreifenden menschheitlichen Geiste entflossen. Und in der Befreiung dieses Geistes sehen wir unser Ziel, das Unterordnen der äußeren Welt und ihrer schlic Beziehungen unter ihn, ist unser Kampf. Es ist der großar tigste, welchen die Weltgeschichte kennt. Die innere Lebens flamme der Autorität, die Religion, ist dem Erlöschen nahe, nur noch gegen ihre äußeren Formen haben wir zu kämpfen. Unsere Gegner glauben an das nicht mehr, was sie verthei digen; sie hängen nur an der inhaltslosen Form, weil sie ihnen Vortheile bietet. Diese Formen aber, verknöcherte historische Produkte sind es, welche unser armes Vaterland aus einanderhalten und zerreißen. Der Kampf unter ihnen ist es, was man heutzutage politische, soziale, religiöse Fragen nennt. Sie sind bedeutungslos für uns und es ist nur unsere Sache, ihnen den Boden, auf dem sie wachsen, möglichst schnell zu entreißen. Sie sind dann freilich nicht gelöst aber verschwun den. Jede Blüthe eines Baumes entfaltet sich frei und selbst ständig; daß sie gesund und schön ist, dankt sie den harmoni schen Kräften, welche das Leben des Baumes bestimmen. Wir wollen dasselbe Recht für jede Blüthe, jeden Zweig a Baume des deutschen Volkes. Einer für Alle, Alle für Einen. Wir haben gezeigt, daß der Weg von unten nach oben der einzige( im wissenschaftlichen Sinn des Worts) revolutionäre ist; es ist noch zu zeigen, welche Stellung hierzu der Föderalismus einnimmt. Er ist das Ziel der Revolution. Er ist das Ziel der Revolution. Die Freiheit des Einen Menschen findet ihre Beschränkung in der des Andern; das gleiche gilt vom Verhältniß der Völker unter einander. Es gilt mun, den Zustand zu erreichen, in welchem diese gegenseitigen Beziehungen, statt wie bisher gegen einander zu wirken, für einander wirken, wo das Interesse des Einen mit dem des Andern zusammenfällt. Die Form, in welcher sich dieser Zustand ausprägt, ist der Föderalis mus, die fleischgewordene Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die reine Demokratie, welche übersieht, daß jede wahrhaft großartige Weiterentwicklung des menschlichen Gedankens zugleich mit einer durchgreifenden Umgestaltung der Besitzverhältnisse Hand in Hand gehen muß, verfällt leicht in den Jrrthum, das föderalistische Band als etwas äußerliches anzusehen. Man weist auf die Schweiß, auf Amerika hin, ohne die große Unfreiheit zu sehen, welche den Geist dieser Völker noch niederdrückt. Die soziale Demokratie sieht tiefer; sie sieht, daß ohne eine Harmonie der materiellen Interessen des Einzelnen Berantwortlicher Redakteur: W. Liebknecht. ( Redaktion: Brauftr. 11). ( Das wollen auch wir, und doch sind wir keine Födera listen. Uebrigens trennt uns nur das Wort„ Föderalismus von unserm geehrten Mitarbeiter, mit deffen Ausführunge wir im wesentlichen mit dessen zielen wir ganz einverstanden sind. Weiße Sklaven. Ant Dar chau Leb mit зи Fol fie trä bar Ben D. R.) den dief in berr Lant in Bre red aud tra dar rid 23 Te tür Man schreibt uns: 3u einem Buchbinder, der seinem Wohnort für die Organisation seiner Berufsgenossen und den Anschluß an den Internationalen Buchbinder verein" mit rühmenswerthem Eifer thätig war, fam po wenig Tagen ein Arbeitgeber und bot ihm eine Belohnung von 50 Gulden, wenn er seine Kräfte fernerhin nicht mehr dem genannten Vereine widme. Der Buchbinder, dem die 50 Gulden gewiß sehr wohl gethan haben würden, nicht angenommen und bleibt der Sache treu. Es thut uns leid, den Namen dieses Ehrenmannes nicht fer nennen und den Schurken von Arbeitgeber nicht öffentlic hat fie dies und التي thäten, unsern Berufsgenossen ohne Zweifel um Lohn Brod bringen, ohne in der Lage zu sein, ihn unterſtüzen können. Hat erst der Congreß die Organisation geschaffen, wird es leicht sein, unsere Genossen wirksam zu schützen. Ein Buchbinder." ten böll De Ru me F fan Lön D. R.) bas Bei 31 Φ ( Die Organisation ist nun geschaffen, jest gilt es, Kraft zu verleihen. Verlag: F. Thiele. } Leipzig.{ Expedition: Petersstraße 18. ibr