Sinzigs unabhängige Tageszeitung Deutschlands Nummer 34— 2. Jahrgang| Saarbrücken, Samstag, 10. Februar 1934| Chefredakteur: M. B r a u n Ans dem Inhalt Östecceichs Ac&eitec matten Seite 2 Tleu Aeqinnen Seite 3 3774000 amtliche Ccuteclslase Seite 4 Jlacisec Hncuhen im 03ild Seite 6 Atleiietceqietunq in Tlotweqen Seite 8 Gbrinss Greuelpropaganda Sein Barbarenbuch im Urteil englischer Zivilisation London, 9. Februar, Göbbels beginnt auf dem Gebiet der Auslands- Propaganda bald die gleiche Geschicklichkeit zu entwickeln, oie er in der Inlandspropaganda bewiesen hat. In Eng- janb z. 93. arbeitet die Nazipropaganda planmäßig unter Gesichtspunkten, die der englischen Mentalität ent- sprechen. Es wäre Selbsttäuschung, wenn man behaupten wollte, daß diese Propaganda völlig erfolglos wäre. Zwar mißfallen dem Durchschnittsengländer nach wie vor die brutalen Methoden der Hitlerpolitik, zwar ist er nach wie vor ein wenig mißtrauisch gegenüber den Friedens- Versicherungen, zwar macht er sich nach wie vor über die Ausgeburten der Rassenfantasie lustig und ist tief beun- ruhigt über den Kirchenstreit, aber in einem Punkte hat Göbbels gewisse Erfolge gehabt: der Durchschnitts- engländer beginnt allmählich zu glauben, daß der Nationalsozialismus auch seine guten Seiten habe. Er glaubt an den Nazischwindel von der Säuberung Berlins von der Prostitution und von Schmutz und Schund: er glaubt an die Bekämpfung der Korruption durch die Nazis: er glaubt, daß das deutsche Volk wieder optimistisch ist, weil so viel gesungen wird. Die Gegenpropaganda ist schwach, sie hat sa auch nicht die Milliarden zur Verfügung, die Göbbels für solche Zwecke besitzt. Die Labour Party versagt auf diesem Ge- biete völlig. Ihre Zeitung macht sogar gelegentlich direkt Nazipropaganda mit(wobei offenbar auch eine perverse Form des Pazifismus mitspielt: man möchte Hitler nicht reizen). Freilich gelegentlich machen die Nastg selber Gegen- Propaganda, bisweilen unterlaufen schlimme Regiefehler, die selbst Göbbels nicht hat hindern können. Und dann ist in der Regel G ö r i n g der Sünder, So war es bereits beim Fall D i m i l r o f f. Der Freispruch der 4 Angeklag- ten war nebenbei ein glücklicher Griff von Göbbels. Die englische Presse lobte die deutsche Justiz und meinte, daß es also doch nicht s o schlimm in Deutschland sein könne. Aber als nun die Bulgaren und Torgier immer weiter in Haft behalten wurden, als gar die Mutter des auch hier sehr populären Dimitroff schnöde behandelt wurde, war es mit der Wirkung des Freifpruchs wieder aus. Dauernd wird Görings Drohung gegen Dimitroff zitiert, fast alle englischen Zeitungen veröffentlichten wiederholt Leit- artikel in dieser Angelegenheit. Göring mit seiner Räch- sucht hat Göbbels einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber er hat jetzt noch Schlimmeres begangen. Er hat ein Buch über Deutschlands„Wiedergeburt" geschrieben(er hat es wirklich selbst geschrieben, das merkt man an dem leeren Gepolter). Nicht genug mit dieser Sünde, er hat dieses Buch— sicher gegen Göbbels Willen— ins Eng- lische übersetzen lassen, zur Verbreitung in englisch sprechenden Ländern. Die hochkonservative„M o r n i n g P o st" hat das Recht zum Vorabdruck einiger Kapitel dieses Buches erworben und hat dieses Recht durch Ver- öffentlichung von ö Kapiteln ausgeübt. Schon als Vor- bereitung betonte das Blatt, daß es mit dieser Veröffent- lichung nicht etwa eine Uebereinstimmung mit Görings Gedanken dartun wolle, im Gegenteil, es mißbillige aus- drücklich einen Teil der nationalsozialistischen Gedanken und Methoden, aber es wolle einem der markantesten Ver- treter dieser Gedanken das Wort geben, damit man aus erster Quelle die Nazigedanken kennen lernen könne. Vor jeder der 6 Veröffentlichungen rückte die„Morning Post" in einer Vorbemerkung erneut von Görings Ge- danken ab. Und das war kein Wunder. Denn Görings Buch ist eigentlich nichts weiter als dasselbe wilde Gerede, das man aus seinen hemmungslosen Rundfunkergüssen kennt. Da spricht er von der Einkreisung Deutschlands durch neidische Feinde(für die englisch sprechende Welt!), da lobt er den Durchmarsch durch Belgien(für die englisch sprechende Welt!), da proklamiert er, daß Deutschland eigentlich den Krieg gewonnen habe, wenn nicht die Ver- räter— Marxisten und Juden— den berühmten Dolch gezückt hätten, und dann tobt er los, in seiner bekannten Hemmungslosigkeit, gegen Juden, Marxisten, gegen das verrottete Parlamentssystem, das ein System der Feigheit sei(für englische Leser!). Dann preist er den Austritt aus dem erbärmlichen Völkerbund, als Meisterstück, durch da? Hitler sich zum Führer der Welt gemacht habe Kurz und gut: Herr Göring treibt Greuelpropaganda, prehr als jeder Emigrant es vermag, bemüht er sich, die Stimmung Englands gegen Nazideutschland aufzu- peitschen. Und mit Erfolg. Am Tage, da das letzte der 6 Kapitel veröffentlicht wurde, schrieb die„Morning Post" den folgenden Leitartikel: „Es ist die ständige Klage der Naziverteidiger, daß die öffentliche Meinung des Auslands durch die„Lügen- Propaganda" von Juden, Marxisten, Emigranten und anderen erklärten Feinden des„dritten Reiches" irre- geführt werde. Als wir diese Artikel eines so hervor- ragenden Vertreters der Sache veröffentlichten, war es unser Ziel, mit einem Schlag uns selber von jedem Vor- wurf der Parteilichkeit zu entlasten und zugleich unseren Lesern die Möglichkeit zu geben, direkt sich mit den An- sichten Nazideutschlands bekannt zu machen. Das Bild, das General Göring gezeichnet hat, ist außerordentlich auf- klärend, aber es wird, so nehmen wir an, ge- rabe die entgegengesetzten Gefühle er w eckt haben, als der Autor beabsichtigte. In der Tat, eine schädlichere Propaganda gegen den Nazismus konnte kaum von dem schlimmsten Feinde dieses Snstems getrieben werben. Denn vom Anfang bis zum Ende stoßen wir auf einen Fanatismus, der für jeden englischen Instinkt abstoßend ist— Absatz auf Absatz hemmungsloses Schimpfen auf Gegner und uner- trägliche Selbstbeweihräucherung, dazwischen kaum ein Körnchen eines konstruktiven Ziels, das für das bloße Auge sichtbar wäre. General Görings wilder Sturzbach von Prahlerei und Drobungen kann nicht gerade unseren Respekt für das Nazitum erhöhen, selbst wenn sie durch die Wahrheit gerechtfertigt wären. Aber wir werben zu dem Schluß gezwungen, daß die Nazis mindestens so energisch im Fälschen der Geschichte sind wie sie es im Machen von Ge- schichte sind. Kann z. B. irgend jemand ernsthaft die Lehre Görings akzeptieren, daß der Krieg durch„marxistische Verräterei" in der Heimatfront verloren wurde? Sicher- lich ist es eine beweisbare Tatsache, daß der moralische Zusammenbruch im Innern die Folge und nicht die Ursache einer militärisch hoffnungslosen Lage war. D i e Annahme, daß die deutschen Armeen selb st unter den günstigsten Umständen mehr als ein paar Wochen länger hätten standhalten können, ist pure Täuschung. Die deutsche Diplomatie, nicht marcistischer Verrat, hat den Krieg für Deutichland verloren dadurch, baß sie sich eine Welt von Feinden schuf. Und es scheint manchmal, daß die deutsche Diplomatie aus dieser Lehre weniger gelernt hat als man annehmen sollte. Dann hat General Göring weiter— um ein anderes Beispiel zu nennen— die„Marxisten" beschuldigt, Deutsch- lanb in das Elend der Inflation gestürzt zu haben. Aber jeder, der nicht General Görings Sache zu vertreten hat. weiß, baß die Großindustriellen A 2 bis 500 vorbehalten! ausnahmsweise find einige dieser Nummern höheren Reichsstellen zugeteilt." TaS ist eine sehr merk- würdige Tatsache, über die im Hochblatt„Die Polizei" Poll- zeihauptrnann Iulier Nachricht gibt, Fühlen sich die„höheren Neichsstellen" alS Diplomaten getarnt sicherer? Aus den Ausführungen Inliers geht weiter hervor, daß die Ez> territorialität nur dann gewährleistet ist, wenn die betres- sende Person einen„D-AusweiS" besitzt. Da? Nichtvor- handensein eines solchen Ausweise?„läßt nicht den Tchluß zu, daß die sich ausweisende Person oder der Besitzer des Kraftwagens nicht exterritorial sei." Wärs nicht praktischer, den„höheren Neichsstellen" außer dem Diplomatenauto- zeichen noch einen D.-AuSweiS zu geben? Für alle Fälle! Lieherall in de? Rüstungswelt Die Verbrau ch sschätjunge lauten für die wichtigsten Länder wie long tons Ver. Staaten. Deutschland, England., Frankreich, Japan.,» Italien.,, Rußland,, Kanada,, Belgien.. übrige Länder 1933 345 000 170 000 135 000 115 000 80 000 60 000 50 000 35 000 25 000 110 000 n für folgt: 1932 300 000 137 000 129 000 94 000 71 000 52 000 43 000 24 000 25 000 90 000 Kupfer 1931 536 000 158 000 117 000 109 000 69 000 53 000 62 000 15 000 27 000 110 000 Weltverbrauch.. 1 125 000 965 000 1 256 000 Zehn Jahre Leningrad Leningrad, 7. Febr.(FSU.) Am 26. Januar 1924 beschloß der Sowjet der Stadt Petrograd, das Andenken Lenins durch die Aenderung des Namens der Stadt von Petrograd in Leningrad zu ehren. Im Laufe dieser zehn Jahre hat die Stadt sich völlig verändert. Die Einwohnerzahl stieg von 1,2 auf 2,8 Millionen. Die Produktion der Metallindustrie stieg auf das 25fache, die der elektrotechnischen Industrie auf das 24fache und die der chemischen Industrie auf das 14fache. Die Stromerzeugung hat sich in dieser Zeit vervierfacht. Die Jahresproduktion, auf den Kopf der Industriearbeiter berechnet, betrug 1924— 2500 Rubel, 1934— 111 000 Rubel. In der Stadt bestehen gegenwärtig 200 wissenschaftliche Forschungsinstitute, deren höchstes die Akademie der Wissenschafte» der Sowjetunion ist. Von 69 000 stieg die Zahl der Hörer der Leningrader Hochschulen auf 212 000. Die Bautätigkeit ist gleichfalls gewaltig gestiegen. Die im Jahre 1933 errichteten neuen Wohnhäuser erreichen eine Gesamt wohn fläche von 1 Million Quadratmeter, während in den Jahren 1923 24 es nur 10 000 Quadratmeter waren. Die Kindersterblichkeit sank um 50 Prozent. „Günstige Vorzeigten" Wenn, wenn... Ueber die wirtschaftliche Lage im Januar berichten die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die Wirtschaftsverbände wie folgt: Wenn man berücksichtigt, daß der Januar als saisonstiller Monat anzusehen ist, so kommt der Feststellung besondere Bedeutung zu, daß die Gesamtbeurteilung auch dieses Monats ein den U in- ständen entsprechend gutes Bild vermittelt. Insbesondere machen sich in den verschiedenen Branchen als belebendes Moment die Vornotierungen auf das Frühjahrsgeschäft bemerkbar. Demgegenüber wird nach wie vor in allen Industriezweigen ein Stillstand des Auslandsabsatzes gemeldet. Im Steinkohlenbergbau hat die Förderung im Vergleich zum Vormonat zugenommen. Auf dem Weltmarkt ist ein scharfer Wettbewerb zu verzeichnen. Im oberschlesi- schen Bergbaugebiet ergab sich infolge des warmen Wetters ein Rückschlag. Im Braunkohlengebiet ist die Produktionsziffer de» Vormonats gehalten worden. In der Großeisenindustrie ist über keine Veränderung zu berichten, wenngleich auch in diesem Monat das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung sich weiter ausgewirkt hat. Besondere Fortschritte im Inlandsgcschäft hat die M a s ch i n e n industrie aufzuweisen. Die Automobilindustrie konnte ihre erhöhte Produktionsziffer nicht halten, hier ist ein deutliches Nachlassen der Aufträge zu verzeichnen. In der T e x t i 1 industrie sind günstige Umsätze zu verzeichnen. In der Konfektion ist die Nachfrage gestiegen. Gut durchgesetzt hat sich die Holz Wirtschaft: Vorkriegspreise sind wieder erreicht. In der Nahrungsmittel industrie ist das Geschäft ruhiger geworden, die Lagerhaltung hat leicht zugenommen. Große Geschäftsstille Im Januar war das Geschäft in der Stahl- und Eisenwarenindustrie des Solinger Bezirks außerordentlich ruhig. Die Absatzschwierigkeiten auf den Auslandsmärkten halten in unverminderter Stärke an. Neue Erschwerungen haben sich durch die französische Einfuhrkontingentierung, neben welcher der bereits im November 1933 eingeführte Markierungszwang steht, und durch die verschärfte Handhabung der verschiedenen Maßnahmen zur Einfuhrsperre in mehreren südostäuropäischen Staaten ergeben. Die Schirmfurniturenindustrie verzeichnete infolge der andauernden Trockenheit eine fast völlige Geschäftsstille. Die Trockenheit bewirkte, daß. nachdem schon das Weihnachtsgeschäft für die Schirpigestellindustrie ausgefallen war, auch noch der Inventurausverkauf o h n e j e d e Belebung geblieben ist. Im übrigen leidet auch die Schirmgestellindustrie bei ihrem früher sehr ausgedehnten Auslandsabsatz ganz besonders unter der Zerstörung des Weltmarktes und den Unterbietungen ausländischer Wettbewerbsindustrien. Der„Reichsbote" pleite Die im Jahre 1873 gegründete christlich-konservative Zeitung„Den Reichsbote" hat jetzt ihr Erscheinen als Tageszeitung eingestellt. Das Blatt wird jedoch unter demselben Namen vom 1. Februar an als deutsch-evangelische Wochen- schrift fortgeführt. Das evangelische Pastorcnblatt hat sich das ersehnte„dritte Reich" auch anders vorgestellt. Inseratengeschäft für 1 Monat verboten! Wegen falscher Angaben über die Auflagenböhe und wegen mangelhafter Führung des Anzeigenbuches hat der Werberat der deutschen Wirtschaft einem Zeilungsverle»er die Genehmigung zur Veröffentlichung von Anzeigisa zunächst für einen Monat entzogen. |»S k ßeutstfie'fttmmen» fSSeila$e tue.ßeuistfien Freiheit"»£reisntsse und SesdUtfUen ^———d.n IQ. F»Cm»rl?3« i- 7. Das a^te^Deutschland das neue Von J. G. Seume(1763—1810) Mit umglühter, heißer Stirne fronen Unter der Despoten Sisenstab Ganze große, schöne Nationen Von der Kummerwiege bis ins Grab. Freiheit ist ein Schall vor ihren Ohren; Der Gedanke wäre Hochverrat; Weil zum Troß der Sklaverei geboren Unsinn ihren Geist gefesselt hat. Und auf ihrem Wolkenthrone sitzet Rings umher die alte Möncherei, Blicket grimm, aufs Vorurteil gestützet, Und ihr Zepter wieget schwer wie Blei. Unter ihrem schwarzen Rabenflügel Zischen die Kabalenzungen Gift, Brechen Laurer frech das Freundschaftssiegel, Sinkt dem Streiche, wen der Spürhund trifft. Ihre Geier dröhn in allen Zonen, Wo die unterdrückte Wahrheit spricht, Mit Bastillen, Inquisitionen, Türmen, Minen, Eisen, Blutgericht. Wenn Banditen nur mit Dolchen morden, Bleicht man ihren Schädel auf dem Holz; Aber wenn der Helden Troß in Horden Länder würget, sind die Helden stolz.> Wenn der Mann dem Manne, der ihm glaubet, Seinen Säckel stiehlet ists Betrug; Aber Herrschsucht, die Provinzen raubet, Nennt der Staatskunst hohe Schule klug. Durch der Politiken schiefe Brille Ist Moralität ein Possenspiel, Und Gerechtigkeit nur eine Grille, Die in Philosophenschädel fiel. Arme Brüder, hat euch Gott in Ketten, Zu des Unsinns Eisenjoch gemacht? Und vermag kein Rächer euch zu retten Aus der Vorurteile langer Nacht? Gleich Insekten kriechet ihr als Knechte Unter Frongebot und Knutenhieb; Und ihr würgt am eigenen Geschlechte, Wo euch die Vernunft den Freibrief schrieb Hier sitzt, um die Nachwelt zu betrügen Menschenfeindlich glotzend ein Gesicht, Spähet aus dem Staub gelehrter Lügen Für den jämmerlichsten Bösewicht. Dort wirft von dem hohen Rednerstuhle Eine Bonzenseele schleichend Gift, Spinnet mit der Ketzerei der Schule Zwietracht aus dem Friedensbrief der Schrift. Hier durchwühlt der Geiz mit Gnomenfreude, Unbekümmert um der Waisen Fluch, Seiner Koffer goldenes Eingeweide, Und durchzählt sein langes Rentenbuch. Dort durchspähn, die Richter zu bestricken, Weil ein Schurke schwere Säcke beut, Rabulisten mit Hyänenblicken Jedes Schlupfloch der Gerechtigkeit. Gott, du schufst so herrlich schön die Erde, Nicht zum Sitz für Tyrannei und Trug, Als dein väterliches Machtwort„Werde!" Aus dem Nichts die Sonnenbälle schlug. „Walter v. Molos Bemühen, sich in die heutige deutsche Lage einzufügen, hat für den Wissenden etwas Rührendes, denn auch er kann ebensowenig wie Kasimir Edschmid oder Hanns Heinz Ewers über den Schatten seiner Vergangenheit springen." Besonders hübsch scheint uns der\ ergleich mit Ewers. Soviel Humor hätten wir dem grimmen Borries-Recken eigentlich nicht zugetraut. Aber er soll nicht zu braun tun. Herr v. Münchhausen möge sich beispielsweise an die\\ orte erinnern, die vor nicht langer Zeit sein Bekenntnis„Zuc Judenfrage" sein sollten und über die er sich nun ebenfalls mit einem Sprung hinweggesetzt hat. Damals sprach er„mit Trauer von der Tatsache des Antisemitismus. Denn es ist etwas unendlich Trauriges um die Tatsache, daß auf lausend und aber Tausend guten anständigen Menschen ein 1 luch liegt.. All die braun Angestrichenen reichen jedoch nicht aus, um dem Kulturhunjer des„dritten Reiches" zu genügen. Im Anzeigenteil der muffig ver-Rauch ten„Literarischen Welt" lesen wir folgenden Wunsch eines Verlages: „K urz-Romane oder auch Novellen, die politische, wirtschaftspolitische oder allgemein wissenschaftliche Fragen zum Gegenstand haben(Umfang 1000 bis 1200 Zeilen) und sich zum Abdruck in einer Zeitschrift in Fortsetzungen eignen, von Berliner Verlag gesucht. Angebote unter..." In einer andern Nummer derselben Zeitschrift nehmen wir von folgendem Herzensschrei Kenntnis:„Guter Unter- haltungs-Roman(Frauen) von arischer Autorin gesucht. Eilangebote nur fertiger Manuskripte unter..." Das hat wenigstens revolutionäres Tempo:„Eilangebote nur fertiger Manuskripte..." Heinz Wielek. „£m Zivilist- out Zivilist!" tute JUaphezeiung, die in tcfiift utg ging... Als mit dem Jahre 1000 das zwanzigste Jahrhundert eingeläutet wurde, machte sieh der„Ulk", damals ein beliebtes Wjtzhlatt, den Spaß, zeichnerische Zukunftsbilder zu veröffentlichen, die den Zustand Deutschlands im Jahre 2000 voraussagen sollten. Große Heiterkeit erregte namentlich ein Blatt, auf dem man eine zahlreiche Menge lustwandeln sah, aber Männer, Frauen, Kindermädchen und Kinder, selbst die Hunde, steckten in Fantasie-Uniformen. Alle wandten ihre teils erstaunten, teils mißbilligenden Blicke einem alten Herrn zu. der verdattert in grauem Pelerinenmantel dastand: „Ein Zivilist— ein Zivilist!" Es hat keines Jahrhunderts, sondern gerade nur eines Drittels davon bedurft, um dieses Fantasiebild im wesentlichen zu verwirklichen. Man schlage nur die gleichgeschaltete Presse auf: überall wimmelt es von neuen Uniform verleih engen und Uniformerlassen. Entdeckt man auf den Fotos der Tagungen, die der„Völkische Beobachter" in großer Aufmachung bringt, wirklich einmal eineil Zivilist, so scheint dieser ebenso kläglich verlegen, von Minderwertigkeitsgefühlen gedemütigt, wie der„letzte Zivilist" des Ulk- Bildes von 1900. Um solchen Komplexen abzuhelfen, haben durch Verfügung Hitlers vom 20. Januar alle PO.-Leiter der NSDAP, (politische Leiter) ihre Dienstanzüge nebst Rangabzeichen erhalten. Ein Aufruf des Stabsleiters des trinkfrohen Phrasen- Ley bemerkt hierzu: „Durch vorstehende Verfügung hat der Führer endgültig den Dienstanzug genehmigt und damit zum Ausdruck gebracht. daß es sein Wille ist, daß der durch den Kampf herausgebildete Typ des politischen Leiters der NSDAP, nichts mit den zivilen Politikern früherer Parteien und Staaten zu tun hat, sondern daß in den politischen Leitern der NSDAP, dem deutschen Volke endlich Vertreter der politischen Führung entstanden sind, die uns 2000 Jahre lang(!) fehlten. Wir sind Prediget und Soldaten zugleich. Das ist unser Stolz! Dem soll der Dienstanzug der PO. weithin sichtbar Ausdruck verleihen." Der Dienstanzug ersetzt den Menschen. Daran hat es 2000 Jahre gefehlt. Hätten die Germanen Armins Uniform getragen, so hätten sie sicher schon damals Rom erobert. Natürlich ergeben sich aus dem Uniformsegen die schwierigsten Etikettefragen. Jüngst war durch ein Urteil eines Sondergerichtes der Eindruck entstanden, als habe das Gericht die Frage nicht für geklärt angesehen, ob die Arbeits- dienstuniform als„Uniform eines hinter der Regierung stehenden Verbandes" anzusehen sei. Aber gefehlt- Entrüstet weist die Justizpressestelle Berlin ausdrück bch darauf hin, daß das Sondergerichtsurteil keinerlei Zweifel gehegt habe, daß die Arbeitsdienst uniform im Sinne des Gesetzes der Uniform der SA., SS. oder des Stahlhelms Vollwertig an die Seite zu stellen sei. Gott sei Lob und Dank! Die Arbeitsdienstuniform ist vollwertig Und der blaue zweireihige Einheitsfestanzug, mit dem Ley seine Arbeitsfront geziert hat, ist natürlich noch viel vollwertiger. Vollwertig— ehern— hat die Justizpressestelle bemerkt, wie schön dieses Wort mit„minderwertig" korre- »pondiert! Kein Zufall! Die..vollwertige" Uniform beseitigt die Minderwertigkeitsgefühle,; hrer Träger. Und se dürften denn in kürzester Zeit die„Staatefeinde" >n Deutschland an einem untrüglichen Merkmal zu erkennen »ein: daß sie als die einzigen in Zivil herumlaufen! Acute Anstceichec £etzimalig ueciaacut Neue Betätigung des Rehlameministeriums Die„Frankfurter Zeitung" meldet: „Die Landesstelle Württemberg-Baden des Reichspropagandaministeriums für Volksaufklärung teilt mit, es sei verschiedentlich vorgekommen, daß Rundfunkhändler aus durchsichtigen Gründen Käufer davon abgehalten haben, einen Volksempfänger zu erwerben, in dem sie das Gerät als minderwertig bezeichneten. Die Hämler würden jetzt letztmalig verwarnt. Bei Wiederholung solcher Fälle wird rücksichtslos strafend eingeschritten." Man muß es ihnen lassen, sie verstehen ihr Geschäft, die Kulturerneuerer Nazilands. Josef Göbbels läßt Radiogeräte fabrizieren und in einem propagieren. Jetzt meint irgendein harmloser Rundfunkhändler, diese Apparate hatten den Gipfel der Qualität noch nicht erklommen. Diese seine verwerfliche Privatmeinung vertritt er einem Kunden gegenüber. Und schon ist das Malheur passiert. Da denkt mancher Konjunkturwendige, er könne nun ruhig schlafen, da sein brauner Anstrich noch zeitig ausgeführt und er so dicke Farbe gewählt habe, daß sie dauerhaft genug und der rote, schwarzrotgoldene oder schwarze Hintergrund nicht mehr zu sehen sei. Aber der Arme hat sich geirrt. KasimirEdschraid betätigt sich in diesem Sinn auch als Anstreicher, allerdings trägt er nicht zu dick auf. Der Herr ist vorsichtiger. Radikaler ist schon der weiland Präsident der republikanischen Dichterakademie, Waltervon Molo. Nun aber tut sie ein Dritter, der wodanische Balladen- Haudegen, Borries von Münchhausen, mit einer geringschätzigen Handbewegung ab, den Edschmid und den Molo. Innerhalb einer Buchbesprechung im November-Heft der„Neuen Literatur" schreibt Münchhausen: Dimitcafflied Das Internationale Befreiungskomitee für Diuiilroff, Thäl- mann, Torgier, Popoff, Taneff und alle in Deutschland gefangenen Antifaschisten hat ein von Erich Weinert geschriebenes und von Paul Arma vertontes Dimitroff-Lied in Postkartenform herausgegeben und in einer Massenauflage in deutscher und französischer Sprache verbreitet. Das Lied ist von zwei Arbeiterchören bereits anläßlich der letzten Massenversammlung im Salle Wagram gesungen worden. In der Versammlung selbst wurden über 1000 Postkarten verkauft. Das Lied bekommt eine rasche und große Popularität. Ttlusikatieu Die musikalische SA.... Wenn sich in früheren Jahren einmal die Arbeitersänger als die„Regimentskapelle der Arbeiterschaft" bezeichnet hatten — dann war das immerhin noch eine Verbindung mit etwas musikähnlichem! Der Deutsche Sängerbund aber— er war immer neutral!— erklärt sich heute zur musikalischen SA. Die SA. ist die Armee des Faschismus, die Garde des Führers. Nun reißen sich die Deutschen Sänger auch um die Ehrenbezeichnung— musikalische SA. Dabei beklagt sich der Artikelschreiber über die kulturhemmende Wirkung der militärischen Verpflichtungen der SA.„Der Besuch der Singstunden wurde im vergangenen Jahre immer schlechter". Weil die Sänger durch die SA., SS., St. usw. zu stark beansprucht werden.„Musik- und Spielmannszüge ersetzen die deutschen Sänger nicht." So jammert der gute Mann in der„Sängerzeitung". Was würde er erat sagen, wenn er Herrn Götscb in einem Vortrag in Hamburg hätte sagen hören:„Die deutsche» Mänuergesangvereine müßten einmal für 20 Jahre ihren Konzertbetrieb einstellen und sich nur der politischen Propaganda zur Verfügung stellen." Ja— ja — das ist eben ein„garstiges politisches Lied"? Will man musikalische SA. sein— dann kann man eben keine Kunst mehr treiben. Da wird exerziert! Schönberg, Strävinsky, Hindern Ith Den richtigen braunen Deutschen sind diese Namen Gift. Frohlockend kündeten sie die Säuberung der deutschen Kunst von diesen Bolschewisten der Kunst. Hiudemith ist der einzige, den man noch als Professor an der Berliner Hochschule duldet, die anderen aber— nur Scheiterhaufen! Und jetzt schreibt ein gewisser Steinhauer im„Melos"(Heft 1, 1934): Im Rundfunk seien junge Autoren erfreulicherweise zu Wort gekommen. Von einem sagt er, daß„er sich zu den Stilprinzipien von Schönberg mit gutem Erfolg bekennt", vom anderen, daß er ein„hindemithierendes Streichquartett" schuf. Einem dritten wird attestiert, daß„er sich mehr oder weniger stark von Schönberg beeinflußt zeigte". Arme deutsche Musik, die vom deutschen Rundfunk, der doch so rein von nichtarischem Blut ist, ins Reich der Schönberge geführt wird! Und der Ketzer Steinbauer wagt sich weiter vor. Er sagt: Wenn nun aber ihr Stil auf dein Umweg über ihre Schüler stillschweigend akzeptiert wird, dann sollte man es den Wegbereitern selbst nicht als ein Schwefes Verbrechen zur Last legen, daß sie ein paar Jahre älter sind und nur deswegen schon während der berühmten 14 Jahre ihre Erfolge hatten." Die Lehrer haben Erfolge gehabt— und die neuen nationalsozialistischen Komponisten arbeiten nach diesen Wegbereitern Schönberg usw. Der jüdische Meister wird verbrannt— seine Jünger aber sind die entdeckten Künder neuer deutscher Kunst! Steinhauer— los— ins Konzentrationslager! Horst-Wessel-Lied— kein hohes Niveau Die musikalischen Elemente der Nazis haben manchmal lichte Augenblicke. So auch ein Dr. Schönfeld in der Tonkunst, dem Organ der Berliner deutschen Sänger. In einem Artikel kommt er zu dem Schluß:„Die Melodie des Horst- Wessel-Liedes entspricht nicht dem hohen musikalischen Niveau des deutschen Volkes." Das konnte jeder musikalische ABC.-Schütze von allem Anfang sagen. Aber da hätte es gar nicht genug Gefangenenlager geben können. Wenn aber ein anderer dasselbe tagt—? Dieselbe Tonkunst gibt darauf Antwort. Der bekannte Musikkritiker und-schriftsteiler Bekker hat über dasselbe Lied gesagt: Et könne als Massenhymne nur psychologisch gewertet werden; den neuen Massenbewegungen fehle die musikalische Sturmfabue. Weil et aber der verfemte Bekker schreibt, nicht ein anerkannter Nazi, deswegen wird dem Manne wegen desselben Urteilet das Genick gebrochen. Er ist natürlich ein Feind Deutschlands. Dabei weiß jedes Kind in Deutschland, wie arm die Dritte-Reich Musik an musikalischen Werten ist. Da preist man den erbärmlichen Schmarren„Lore" als das neue deutsche Volkslied. Ein aus allen möglichen Melodiefetzen zusammen geschmiert es sogenannte Lied. Und was hat dieses neue Deutschland an Volksgesängen noch aufzuweisen? Wann wir schreiten— von einem Marxisten! Brüder, zur Sonne — von einem Marxisten! Die übrigen Lieder waren längst vor dem„dritten Reiche" Allgemeingut der deutschen Arbeiterschaft, besonders seiner Jugend! Man lebt von dem- was aus dem^.marxistischen Zeitalter" übrig blieb! Bilder von den Unruhen in Paris Demonstranten bemächtigen sich eines Omnibusses, um den schweren Wagen als Barrikade Artilleriekolonne zieht durch die Straßen des Zentrums von Paris. gegen die Polizei zu benutzen. tot p£ficr Gaskanbelaber, der mn Platz de la Eoncord« 'Platz der Eintracht II u«ge»orfe» wurde. STatkoonie sTafl Slerlllsleronäl In Alenxon(Orne. die in den Kanal fließt) wurde ein Sitt- li«bkeit«verbredber zu der schweren Strafe von zwanzig Jahren Zwangsarbeit und Verschickung verurteilt. Der Täter ist ein tzljährig« Fischhändler aus Garrouge« und rächfällig Die Fertigstellung des BalKan-PaKles Bon links nach rechts: Tie Außenminister Tewik Ruschdi Ben«Türkei), Titulesku«Rumänien«, Maximos«Grieche«' land) und Jeftitfch(Jugoslawien) bei der Parasierung des Paktes in Belgrad. Der Vertrag, der eine engere wirtschaftliche und politische Bindung der beteiligten Balkanstaaten herbeiführen soll, trägt offiziell die Bezeichnung»Pakt der Balkan-Verständigung".— Die endgültig« Unterzeichnung soll noch in dietek Woche erfolge«. So sahen die SfraOenkdinpler ans Labour für Demokratie „Die einzige Regierungsform für England" Das Exekutivkomitee der englischen Arbeiterpartei erlätzt folgende Erklärung: „Die Haltung der Arbeiterpartei gegenüber der Diktatur ist in der letzten Zeit von Anhängern der„Nationalen" Regierung in durchaus entstellender Weise dargestellt worden. Die Arbeiterpartei steht, wie sie wiederholt in öffentlichen Erklärungen dargetan hat, zur parlamentarischen Demo- kratie. Sie verwirft entschieden jede Diktatur von Jndi- viduen oder Gruppen, möge sie von rechts oder links kommen. Sie ist der Meinung, daß die beste ja die einzig er- trägliche Regierungsform für England die demokratische Re- gierung ist mit einem freien Wahlsystem und einer arbeits- fähigen und wirksamen Parlamentsmaschine zur Erzielung praktischer Entschlüsse und als Tribüne für Diskussionen und Kritik. Die Arbeiterpartei gründet ihren Appell an die öffentliche Meinung auf die dringende Notwendigkeit weit- reichender ökonomischer ober sozialer Veränderungen, die in ihrem Programm dargelegt sind und die mit konstitutiv- nellen und demokratischen Mitteln durchgeführt werden sollen. Insofern, als von einzelnen Personen Erklärungen ab- gegeben werden, oder abgegeben werden sollten, die von der erklärten Politik der Partei in dieser Frage abweichen, so sind sie hiermit endgültig vom Exekutivkomitee zurück- gewiesen." Diese Erklärung nimmt zwar der Form nach auf An- Hänger der nationalen Regierung Bezug, die die Absichten der Arbeiterpartei entstellt hätten, doch wendet sie sich offen- sichtlich gegen den ehemaligen Minister in der letzten Ar- beiteregierung Sir Stafforb Cripps und seine engeren Freunde, die für die nächste englische Arbeiterregierung ein sehr weitgehendes Ermächtigungsgesetz mit diktatorischen Bollmachten verlangt hatten. Es gibt noiti Christen Amerikanische Geistliche gegen den Hitler-Terror Nenyork, 8. Febr.(Jnpreß). Der berühmte Ouäkerführer Sherwood Edd veröffentlicht eine Erklärung, in der er die Initiative des Welthilfskomitees für die Opfer des Hitler- faschismus zur Untersuchung der Lage der protestantischen und katholischen Geistlichen und anderen Opfer des Hitler- terrors, die in Nazi-Gefängnissen und Konzentrationslagern untergebracht wurden, begrüßt. Sherwood Eddie erklärt^ eine Untersuchung und die Entsendung einer überparteilichen Delegation zur Klärung der Lage hunderttausenber politischer Gefangener in Deutschland sei heute eine Forderung des Weltgewissens. Persönlichkeiten der amerikanischen Geistlichkeit, u. a. Harry Emerson Fosdick, Reo. Haynes Holmes und der Neuyorker Bischof Mac Connel haben sich der Initiative zur Bildung eines Komitees angeschlossen. Im Einvernehme« mit dem Pariser Weltkomitee soll eine Studienkommission bekannter amerikanischer Persönlichkeiten nach Deutschland entsandt werden. Die Grenzsteine bleiben Trotz dekorativem Einheitsstaat Die Hitlerjugend hat in verschiedenen Gegenden Deutschlands als symbolische Handlung Grenzsteine j beseitigt, weil sie jetzt nach der Schaffung des deutsche« Einheitsstaates keine Bedeutung mehr hätten. In einer Ber- össentlichung sächsischer Regierungsstellen wird darauf hin- gewiesen, daß die Lanöesgrenzsteine nicht nur die Landes- grenzen, sondern stets auch die Gemeindeflurgrenzen und in der Regel Privateigentumsgrenzen bezeichnen. Die Erhal- tung der Grenzsteine sei deshalb nach wie vor unbedingt, nötig, da durch ihre Wegnahme Grenzverwirrungen ein- treten und für die beteiligten Gemeinben und Grundstücks- eigentümer erhebliche Rechtsnachteile entstehen können. Das Entfernen solcher Grenzsteine durch hierzu nicht ermächtigte Personen könne daher nicht geduldet werden. Das Gerede ist natürlich Schwindel. Zur Abgrenzung von Gemeindefluren und Privatgrundstücken braucht man nicht Grenzsteine als staatliche Hoheitszeichen. Richtig ist, daß die Länderbürokratie noch immer stärker ist, als der berechtigte Wille zum Einheitsstaat Funkturm Starz! ein ,, Der Orkan in Hamburg DNB. Hamburg, 8. Febr. Dem schweren emui m uu- DonnerStagnachmittag auf dem Flugplatz in Fuhlsbüttel der westliche der beiden großen Funktürme zum Opfer ge- fallen. Der ganze Funkturm stürzte unter donnerähnlichem Krachen zu Boden Personen sind nicht zu Schaden gekom- men. Man befürchtet, daß auch der zweite Funkturm dem Sturm nicht gewachsen sein wird. Die Feuerwehr hat bereits Borsichtsmaßnahmen ergriffen. Der Schaden ist zwar er- heblich, doch steht dem gegenüber, daß ohnehin die Besei- tigung dieser beiden Funktürme geplant war. Der Flugvek- kehr ist durch den Einsturz des Funkturms nicht behindert. Auch im Innern der Stadt hat der Sturm an verschiedene« Stellen durch Abreißen von Dächern und Eindrücken vo« Schaufensterscheiben Schäden angerichtet. Im Altonaer Hase« sind zwei Fahrzeuge leck geschlagen und abgesackt. Doumergue Chlapne ding- CIt'appe kommt iiii Pariser Berichte Pariser StraOenhalender Auf dem Pariser Rathaus wurde die Fahne zum Zeichen der Trauer halbmast gehißt. Der Stadtrat versammelte sich. * Das bekannte Restaurant Weber in der rue Royale war in der Sturmnacht ein besonderer Verhandplay der Verwundeten. Zwei der Opfer starben dort unter den Händen der Aerzte. * Im Parlament fand die Publikums Premiere des ersten Films der Victor Hugo Trilogie..Fes Miserables'' statt, die bekanntlich den Titel„Une tempele sous un crane" führt, mit Harry Baur als Sträfling. * Bei der sechsten Ziehung der Staatslotterie, bei der drei Waisenknaben und drei Waisenmädel das große Los auf Nummer 15 031 zogen, spielte zum ersten Mal die Kapelle der republikanischen Garde nicht, da diese Truppe mit den Roßschweifen bei den Unruhen eingesetzt war. Sie wurde durch die Clairons der 24er Infanterie abgelöst. * Die Zahl der französischen Radioteilnehmer betrug am . Jahresschluß 1367 715. * Ein bayerischer Maler Steinleitner vom Chiemsee hat als einer der wenieen deutschen Maler im Grand Palais sein Bild in bayerischer Tracht und eine Szene in einer Hütte(Saal 32) hängen. '* Die Premiere der..Rassen" von Bruckner im Theatre de -. I Oeuvre wurde durch den Erfolg des jetzigen Stücke* der Bühne von Crommelynck hinausgeschoben. Pariser Studenten über Berlin In einem Hochschulgebäude der rue de la Sorbonne wohnen wir den Reden bei, die vier französische Studenten über den Jugendkongreß im Januar in Berlin halten. In der letzten Woche, in der in Paris die politische Erwartung zur Siedehitze getrieben ist, in der sich mit einer ans Phantastische grenzenden Gesetzmäßigkeit manche Ereignisse wiederholen, •die wir vom Wirbelwind in Deutschland kennen, ist es fast gespenstisch, dem zuzuhören, was die jungen Demokraten des Landes mit der Hitlerjugend im Vertrauen auf Ideale erlebten. Der erste ist ein ruhiger, fließend redender junger Hörer der Rechtsfakultät. Er sagt, der Kongreß dauerte etwa eine Woche. Zuerst trieben sie Außenpolitik, da standen die slawischen Probleme für die Deutschen im Vordergrund. Als sie zum inneren Wesen des Nationalsozialismus kamen, verstand er nicht den Widerspruch, daß diese jungen Braunhemden revolutionäre Sozialisten schienen,— und daß alle kapitalistischen Formen im Lande dennoch weiter bestanden. Hitler habe Pfänder an Thyssen und an die Junker des Ostens gegeben,— aber als er nach dem Weiter' : fragte, sagt' man ihm. der neue Staat sei allmächtig, er könne die Pfänder zurücknehmen. Der Redner maß der Bewegung, die aus dem Elend und der Arbeitslosigkeit geboren sei, was die Jugend angehe, keinen reellen, sondern nur mora- 1 i s ch e n Wert bei. Der zweite Redner, ein junger französischer Adliger, sprach besonders positiv und ahnungslos. Er sagte, er wisse, warum die Teilnehmer der früheren Jugendkongresse Nazis geworden seien. Er habe es vorausgesehen. Die Jugend sei jetzt Herr des Pflasters in Berlin. Die Stadt sei eine bewaff- nete Stadt, voll blinkender brauner Uniformen und gut geputzter Stiefel. Von Reparationen, Entehrung Deutschlands, polnischem Korridor werde nicht mehr gesprochen. Die SA. und die SS. sei die Stütze des Neuen,— und wenn auch die Ruhrindustrie und die Banken herrschten, könne Hitler, so fragte dieser Jugendliche, die Jugend gehen lassen? Man habe ihm gesagt, fuhr er fort, daß in den Werken von Emil Ludwig, Thomas und Heinrich Mann und Arnold Zweig zu wenig Jugendbewegung sei. Auch in Frankreich sei zu wenig Jugendbewegung. Man habe ihm auch gesagt: Die Intellektuellen haben uns in den Dreck geführt. Alle Stände arbeiten im Arbeitsdienst zusammen.„Ich wünsche," sagte der Redner unter einigem Murren der Versammlung,„den französischen Kapitalisten dieselbe Liebe zum Arbeiter, die Deutschland beweist." In Deutschland, erklärte der junge Mann etwas unlogisch, sei ein Klassenkampf nicht möglich, weil dort die große Mehrzahl völlig Besitzloser einer Handvoll reicher Leute gegenüberstände, aber in Frankreich sei das anders, da gäbe es ja eine Menge Kleinbürger. Der Antisemitismus sei eine Sonderfrage, die sich auf Deutschland beschränke, aber die Zeit der Judenverfolgung sei vorbei. Die unerwünschten Juden und die gefährlichen Führer seien in der Emigration, der Rest, etwa 500 000—600 000 Juden in Deutschland, lebe glücklich.(Einige Heiterkeit.) Der dritte Redner, ein Journalist, betonte, daß es Kameradschaftlichkeit, Glauben und Mystik in Deutschland gäbe. Aber ein tiefer, unüberbrückbarer Graben trenne die beiden Länder. 5 bis 6 Millionen Deutsche seien kapora- lisiert. Deutschland verkünde das Recht des sang(Blut), Frankreich das des sol(Boden). Die Verachtung des Geistes im neuen Deutschland habe etwas Barbarisches. Etliche Demokraten, Katholiken und Volksparteiler hätten ihm gesagt, daß sie in die Nazi-Partei gezwungen seien, um dem Konzentrationslager zu entgehen. Kameradschaft, Winterhilfe, das sei ja ganz schön,— aber wo bleibe die Verwirklichung des Sozialismus? Es gäbe unzweifelhaft Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus im Lande. Deutschlands Sorge an der Weichsel sei begreiflich, aber Frankreich brauche ebenfalls Sicherheit. Wenn Napoleon 1866 eingegriffen hätte, wäre 1870 nicht gekommen. Der letzte Redner, ein ganz junger Student, war das erste Mal in Deutschland und sprach sehr ehrlich und sympathisch aus, daß er diese dunklen Vorgänge nicht verstehe. Die deutsche Jugend ist gegen die frühere Generation, aber wohin will sie? Ich weiß es nicht. Zum Sozialismus? Ich glaube es nicht. Deutschland gleicht einer Suppe, die viel Dampf macht, aber man sieht nicht, was auf dem Grunde schwimmt. Wir waren iu einem Stück„Am Himmel Europas", das tritt für die deutsch französische Verständigung ein. Als wir dort erschienen, wurden wir sehr beklatscht, und das schmeichelte uns. Diese Eindrücke faßte dann der Pariser Abgeördnete R e y n a u d zusammen. Aus einer Woche Deutschland kann man natürlich nichts als Fragezeichen mitnehmen. Deutschland will Raum, es betrachtet das weite Rußland als sein natürliches Kolonisationsgebiet, mit der japanischen Zensur im Rücken. Heute besuchte, mich ein ungarischer Parlamentarier, der sagte; Wenn Deutschland in Oesterreich triumphiert, triumphiert es auch in Ungarn, in Bulgarien, der Türkei, dann reicht es bis ans Schwarze Meer. Deutschland pocht an alle Türen. Die deutsche Aufrüstung ist eine Tatsache. Im ganzen sagen wir zu den deutschen Vorgängen: Nous ne sommes pas faits pour cela.(Zustimmung.) Wir sind in der Verteidigung. Wir sind ein Volk von 40'/- Millionen Einwohner, Italien ist volkreicher, Deutschland hat 65 Millionen Menschen. Frankreich muß mit England und Amerika, den angelsächsischen Ländern, zusammenstehen. Wir haben diese Debatte so ausführlich wiedergegeben, weil uns aus verschiedenen Gründen ein Stimmungsbild an- W. J. A. Grant nimmt Abschied von der Welt Der Forscher W. J. A. Grant, der Mann, der als erster Gap Grant am Franz-Josefs-Land betreten konnte, hat dieser Tage seine Freunde zu einer seltsamen Feier eingeladen. 500 Personen seines Bekanntenkreises sollten Zeugen eines heiteren Abschieds werden, den der 82jährige Mann vom Leben nehmen wollte. Vor kurzem teilten die Aerzte nämlich dem alten Gelehrten mit, daß er nur noch kurze Zeit zu leben habe. Mister Grant zeigte sich über diese Eröffnung weder erschrocken noch niedergeschlagen, sondern beschloß, sich den Abschied vom Leben und seinen Freunden so leicht als möglich zu gestalten. Die 500 Gäste, durchweg bekannte Persönlichkeiten der Literatur und Wissenschaft, fanden sich in der Halle eines bekannten Londoner Hotels ein. Man letzte ihnen erlesene Speisen vor, und Mister Grant gab sich alle Mühe, seine Gäste durch Scherze und heitere Erzählungen aufzumuntern. Grant nahm von den Anwesenden in ebenso fröhlicher Weise Abschied, wie das ganze F-tmahl verlaufen war. Sesam, öffne dich! In Amerika ist schon wieder eine neue Erfindung in den Handel gekommen, die dem Autofahrer die Möglichkeit gibt, die Tür der von ihm benutzten Garage aufzumachen, ohne seinen Wagen zu verlassen. Er braucht nur, wenn er an dieser Tür angelangt ist, in seinem Auto einen Knopf zu drücken, worauf sich— als hätte er mit einem Zauberstab gewinkt— die Garagentür von selbst öffnet. Ist er dann in die Garage hineingefahren, drückt er einen anderen Knopf, und die Tür schließt sich in derselben Weise von selbst wieder. Dieses„Wunder" ist natürlich durch Radiowellen ermöglicht. Im Auto wird eine Miniatur-Sendestation eingebaut. die Wellen bis zu hundert Meter Länge ausstrahlt und eine Antenne über der Wagendecke hat. Die Garage ist mit einem Empfänger ausgestattet, der genau auf die Welle des Senders eingestellt ist. Ein spanischer Schatz Schon so oft haben spanische Schätze Hoffnungen erweckt und dann, weil es sich um einen Schwindel handelte, Enttäuschungen gebracht, daß die Kunde von einem wahren •panischen Schatz mindestens genau so viel Aufmerksamkeit verdient wie das„Seeungeheuer" im Loch Neß. In dem galizianischen Dörfchen Partovia wurde dieser Tage ein dem Einsturz nahes Häuschen niedergerissen. Als man die Grund mauern niedergelegt hatte, fand man mehrere Kistchen voll von alten Goldstücken aus der Zeit Philipp V. Bisher hat man mehr als 2000 Dukaten bloßgelegt, die einen Wert von über einer Million Peseten haben sollen. Man kann sich denken, daß die glücklichen Einwohner des Dörfchens nun von einer wahren Schatzgräberwut befallen sind und umfangreiche Grabungen auf den verschiedenste ebieten der Gemeinde vornehmen. Das höchste Telefon Europas Zwischen Lauterbrunnen im Berner Oberland und dem Jungfernjoch wurde gemeinsam vom schweizerischen Telefondienst und der Jungfrau-Eisenbahn-Gesellschaft ein mehr als 15 Kilometer langes Telefonkabel gelegt. Eine automatische Fernsprechstelle wurde in einem eigens für sie aus dem Felsen gehauenen Raum auf dem Jungfernjoch eingerichtet. Somit ist diese Telefonsftation. 3457 Meter hoch gelegen, nicht nur die höchstgelegene der Alpen, sondern auch 1 urnpas überhaupt. Sie liegt um 160 Meter höher als die Telefonstelle im Hotel„Belvedere" auf dem Matterhorn. Eine haushohe Fackel Die Reklame in Amerika zwingt die Industrien, sich stets mit.neuen Ideen zu überbieten. Im Grandpark in C h i k a g o wurde vor kurzem eine Reklameanlage der Standard Oil Company aufgestellt: eine leuchtende Fackel, die so hoch wie ein vierzehn Stock hohes Haus ist, 45 Meter. Die Textbuchstaben sind je 6 Meter hoch und haben ein Gesamtgewicht von achtzig Tonnen; das Traggerüst wiegt 120. die ganze Anlage 200 Tonnen. Das Licht wird von 800 Glühlampen und 750 Neonröhren gespendet, zur Leitung wurden 20 Kilometer Kabel und Draht verwendet. Die Fackel leuchtet über die ganze Stadt noch weit ins Land hinein. Wundertaten der biologischen Forschung In einer der letzten Sitzungen des englischen Königlichen Instituts für Naturwissenschaften wurden die Hörer mit wahren Wundertaten biologischer Forschung bekannt gemacht. So zeigte beispielsweise Dr T o d d vom Medizinischen Institut im Hampstead. daß er in der Lage ist. mitten aus einer großen Hühnerherde durch winzige Blutproben die Verwandtschaft und Abstammung der einzelnen Tiere von einer bestimmten älteren Henne nachzuweisen. Noch überraschender waren die vorgeführten Experimente der Professoren Adrian und Hill. Adrian ist es gelungen, die Wirkungen, die ein durch Wasser gleitender Schatten auf die Nerven eines Fisches ausübt, auf den— Lautsprecher zu übertragen, während Hill in der Lage ist. die aus demselben Anlaß in den Nerven des Fisches durch den Sehreck ausgelöste winzige Temperaturerhöhung in Millionsteln von Graden zu messen. gebracht erschien. Der Leser mag selbst urteilen, ob die Resultate vom Wert oder Unwert solcher Propagandatagungen. wie sie Göbbels in Fortsetzung der früheren demokratischen Verständigungskongresse mit Wollust versucht, in der westeuropäischen Oeffentlichkeit überzeugen. „Noch eine Gerhart-Hauptmann-Feier"! Die Tänze„Noch eine Gerhart-Hauptmann-Feier"!,..Hai- ratsannonce",„Gandhi und der britische Löwe" und„Walzer 1934" führt Fräulein Julia Marcus, früher Solotänzerin an der Städtischen Oper in Berlin, auf dem Maskenball des Deutschen Klubs vor, der am Sonnabend, dem 10. Februar, ab 21.30 Uhr im Hotel Littre, 9, Rue Littre(am Bahnhof Montparnasse). stattfindet und zu dem Gäste sehr gerne willkommen sind. Fräulein Marcus bekam auf dem internationalen Wettbewerb in Warschau im Juni 1933 den ersten Preis in der Abteilung Grotesktanz. Weiterbin ist für den Abend die Blütenrede einer aufgeregten sächsischen Zeitungsfrau und eine„Tonfilmparodie: Wilhelm Teil" angekündigt. Karten(ä 15 Franken) sind nur an der Abendkasse erhältlich. Stellungslosen werden 30 Karten ä 8.50 Franken reserviert. Ganz kleine Preise für die Konsternationen(ab 2,50 Fr.). Kostüm, Abendkleidung oder Straßenanzug. Bas Lawlnennitgffldf auf KorsiHa Aus Basti» werden Einzelheiten von dem furchtbaren Lawinenunglück auf der Nordspitze der Insel gemeldet. Der Rettungsexpedition, die durch Freiwillige verstärkt war, gelang es erst nach grauenvollem Marsch über die Gletscher und Schneefelder. bis zu dem Dorfe O r t i p o r i o. der Stätte der Verwüstung, vorzudringen. Die Zahl der im Schnee begrabenen Toten beträgt neununddreißig. Die Lehrerin wurde fünfzehn Meter von ihrer Wohnung, im Hemd, in dem sie sich retten wollte, aus dem weißen Eismeer ausgegraben. Alle Telegrafen- und Telefonleitungen sind zerstört, die Lichtmasten sind geknickt und begraben, und das halbe Dorf ist verschwunden. Von Ajaccio im Südwesten der Insel ging Militär zur Rettung ab. Das Dorf Bisinchi droht zu verschwinden und wurde evakuiert. Die Einwohner wurden in einem Spital von Basti» gelagert In Campitello stürzte die Schule ein, aber Menschenleben waren nicht zu beklagen. Das Dorf Carpineto ist vollkommen vom Schnee blockiert. Ein großer Schaufeltrupp rückt an wie zur Befreiung von einer Belagerung. Lebensmittel und warme Kleider werden heraufgebracht. Die Hälfte des Viehs ist von der wütenden Natur vernichtet. Auch fünf weitere Dörfer sind gesperrt. Der Schnee liegt drei bis vier Meter hoch auf den Tälern des korsischen Hochlandes. Die schimmernde Wehr Waffen- und Wehrsporttafeln Seit unserem letzten Hinweis. auf die Waffen- und Wehr- sporttaseln des vudwlg-Voggenreiter-Verlags, Potsdam, sind die solgenden lafelo als Ergänzungen zu den bereits vorhandenen erschienen: l. Wassenlasetn: Nr. 18: Hem- mnnaen am MG. Deren Erkennen und Beseitigen. Alle Störungen sind nach Erscheinungen in Hemmungsgruppen mit genauer Darstellung der Abhilfe zusammengefaßt. 11. Die Maschinenpistole 18 I. Allgemeines. Die Teile der MP. Bor- gang in der Waise beim Schuß. Genaue Abbildungen mit Beschreibung aller Einzelheiten. 12/13. Das MG. 88 18. Das leichte MG. mit Luftkühlung. Allgemeines. Genaue Be- schreibung aller Teile, Zusammenarbeiten der Teile. Ab- bildungen mit Beschreibung aller Einzelheiten. 14. Tie Handgranate. Allgemeines. Beschreibung der Stielhanb- granate 24 mit Brennzünder 24. Das Fertigmachen der Handgranate. Borgang beim Abreißen. Die geballte und die gestreckte Ladung. Behandlung der Sprengkapsel. Verpackung und Sicherungsbestimmungen. Genaue Abbildungen.— 2, Wehrsporttaseln: 11 Zahlentafel, Marschtiefen. Deckung?- stärken, Böschungsgrade usw. 12. Hilfsmittel im Gelände. Planzeiger. Kompaß. Meßwinkel. 13. Zeltbautafel. Zeltbahn. Zeltgerät. Zeltformen. Bildertafel. 14. Gasschutztafel. Gas- kampf. Gasarten. Gasschutz. 15. Körperschule ohne Gerät, lieber 188 Hebungen mit und ohne Partner. 18. Tchießlehr- tafeln. Flugbahn. Zielen. Dreieckzielen usw. 17. NachtauS- Bildung. Merksätze für das Verhalten in der Nacht. Seelische Eindrucke. 18. Luftstreitkräfte. Arten der Kampfflugzeuge. Flugformen Ueberlicht(Iber neuzeitliche Kampfflugzeuge. Hob-itszeichen. Fede Nummer koftet: Einzeln 18 Pfg., 18 Stück, auch gemilcht, 70 Pfg., 100 Stück 8 NM Ans dielen Preisen'rsieht man die Riesenanflagen dieser mill- tärischen Schriften. Ein Kriegsbuch Giselher Wirsing wird offiziell Auf Wirsings Buch„Deutschland in der Weltpolitik", dieses offene Bekenntnis zu einem neuen Weltkrieg, haben wir ausführlich hingewiesen. Eine Zeitlang wagte es niemand im gleichgeschalteten Zeitungsnrwald von Wirsings Buch zu sprechen. Nun auf einmal beginnt man sich zu Wirsings Werk zu bekennen. An der Spitze steht die:„Korrespondenz für nationalsozialistisches Gedankengut":„Diese Abhandlung elf fort die weltwirtschaftlichen Zusammenhänge', reißt ,Vrn Stiftern von Versailles schonungslos die Maske vom heuchle- rischen GeOcht und weist auf die dringlichsten außenpolitischen Ausgaben des neuen Deutschland hin." Die„National- zeitnng", Esten, nennt das Buch eine„weltanschauliche Pro- granimschrifi": der„Deutsche Volkswirt" weist auf WirsingS Meinung hin:„in der Methode Meier Pakte(russische Qst- paktpolitik ufw.) einen Ansatzpunkt zu einem neuen außen- politischen Qrdnungsfnstem zu sehen": das„Hamburger Tageblatt" riibmt das Buch als das beste„unter den neuen Darstellungen unserer außenpolitische" Situation", lind zum Schluß die biedere„Erenzzeitnna":..Virstng entwickelt einen politischen Realismus, der das Erbe Bismarcks und Brock- dorfs-Nantzan? fruchtbar macht." Wenn wir auch gekränkt sind, daß Eugen Diederichs Ver» lag nicht auch auf unsere so ausführliche Rezension hinweist, wüsten wir doch lagen: es wird dem AnSland die Lektüre von Wirsings wahnsinnigem Buch sebr nützlich sein. Abonniert die„Beulsdie Freiheit" Lidifer um die Saar-Jnstiz Röchling und Max Braun vor Gericht: ein Vergleich Saarbrücken, 9. Februar. Noch immer ist der große Röchling-Prozeß vor dem Saarlouiser Obergericht nicht zu Enbe. Zwei Tage hindurch tobte jetzt unter Anwesenheit zahlreicher Journalisten eine große forensische Redeschlacht zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Bekanntlich hat man in der ersten Instanz den schwerindustriellen Autor des Schulflugblattes freigesprochen, obwohl darin denjenigen Bergleuten, die ihre Kinder in die französische Schule schicken, die schlimmsten Terror- maßregeln nach der Rückgliederung angedroht worden waren und man sie an das Schicksal der rheinischen Separatisten sdie bekanntlich teils»ermordet, teils mißhandelt und gefangen wurden) erinnerte. Trotzdem die Staats- anwaltschaft des Obergerichts diese Dinge sehr scharf heraus- arbeitete, und mit Vorwürfen gegen Röchling und die Seinen nicht sparte, beantragte sie eine sehr milde Strafe. Röchling soll eine Geldstrafe von S900 Franken erhalten leinige Nebenangeklagte von SM bis 78 Franken). Das Urteil soll am 29. Februar verkündet werden. Wir werden auf diesen Prozeß, weil er die Situation an der Saar besonders drastisch beleuchtet, noch zurückkommen müsien. Heute nur einige Vergleiche: 14 Tage nach dem Freispruch Röchlings in e r st e r Instanz stand vor der gleichen Kammer ein K o m m u n i st. Er hatte antifaschistische Flugblätter ver- breitet, und zwar nicht in Ortschaften, sondern nur auf einer einzelnen Straße. Dafür erhielt er zwei Monate Ge- fängnis. Der Generalstaatsanwalt im Röchling-Prozeß verfehlte nicht, auf diesen krassen Widerspruch hinzuweisen. Nicht weniger anschaulich ist ein anderer Fall, bei dem es sich gleichfalls um Flugblätter handelte. Vor dem Schöffengericht Saarbrücken wurden im Dezember 1933 Max Braun und der saarländische Parteisekretär K ar l M ö s- singer zu 14 Tagen Gefängnis ohne Strafauf- schub verurteilt. Zwei Mitangeklagte erhielten 8 Tage Ge- fängnis. Es handelte sich dabei um ein Rundschreiben an die sozialdemokratischen Funktionäre, worin ein Flugblatt zur Verteilung für die nächsten Tage angekündigt wurde. Am 22. 5. erschien eine Verordnung der Regierungskommission, die erklärte, daß Flugblätter politischen Inhalts ohne vor- herige Kennfus der Polizeibehörden nicht verbreitet werden dürfen. Da Max Braun nachweisen konnte, daß sein Name ohne sein Vorwissen unter das Rundschreiben gesetzt worden war, so fällte das Saarbrllcker Schöffengericht mit seiner Ver urteilung ein tendenziöses Fehlurteil. Es wurde jetzt in der Berufungsverhandlung vor der Strafkammer aufge- hoben. Max Braun und Mässinger sollen 199 9 Fr., die beiden anderen Angeklagten 899 und 199 Franken zahlen. Auch dieses Urteil ist nicht haltbar und kommt in die Revisionsinstanz. Es fordert gleichfalls zum Vergleich mit dem Fall Röchling heraus. Röchling, der sich selbst als Ver- fasser des Tchulflugblattes bekannt hatte, wurden alle die- jenigen Argumente bei seinem Freispruch zugute gehalten, die man Max Braun versagte. Drei Monate Bestraftes Uniformtragen Die Polizei nahm in Saarbrücken einen Nationalsozialisten fest wegen verbotenen Tragens einer Teiluniform sowie einer Plakette. Ter Festgenommene wurde sofort dem hie- sigen Schnellgericht zugeführt, wo er wegen des Uniform- tragens zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten und wegen des verbotenen Tragens der Plakette zu 128 Fr. Geldstrafe verurteilt wurde. Tie Uniform bestand aus schwarzen Stiefeln, schwarzer Hose und schwarzem Jackett mit Metallknöpfen. Naflonalsoiialisflsdie Bluttat Junger Antifaschist schwer verletzt In Altenkessel bei Saarbrücken hat sich eine schwere Bluttat nationalsozialistischer Rowdys abgespielt. Im Saale einer Gastwirtschaft fand ein Maskenball eines bürgerlichen Sport- Vereins statt, an dem ausschließlich Nationalsozialisten und Gleichgeschaltete teilnahmen. Ahnungslos kam kurz nach Mitternacht der 24 Jahre alte Arbeiter Johann Grün aus Altenkessel in die vor dem Tanzsaal liegende Gastwirtschaft, um dort vor dem Heimgehen noch ein Glas Bier zu trinken. Ter junge G., der Antifaschist ist. wurde jedoch sofort von mehreren Nationalsozialisten angepöbelt, die aus dem Tanz- saal"gekommen waren und am Schanktisch standen. Grün störte sich jedoch nicht an diese Anpöbeleien, sondern trank ruhig sein Bier aus. um dann nach Hause zu gehen. G. wurde aber verfolgt und kurz vor feinem Heimatort Altenkessel fielen fünf Nationalsozialisten über den wehrlosen jungen Antifaschisten her und mißhandelten ihn in der bruralsten Weise. Schwer verletzt, mußte er sofort nach Völklingen ins Krankenhaus gebracht werden, wo über seinen Zustand die schlimmsten Befürchtungen gehegt werden. Die rohen Täter konnten zum Glück ermittelt und fest- genommen werden. Sdiledite SdiUlzen Aus Oe st erreich wurde die Verhaftung eineS^Hitler- Studenten berichtet, der mit einem Papierböller Schaden gestiftet hotte und bei der Festnahme noch drei Böller bei sich trug. Er war geflüchtet, wurde aber von dem verfolgenden Landjäger durch einen Schutz in die Wade flucht- unfähig gemacht. Ja, das sind die berühmten alten Karserschutzen des Alpenstaates, die den Adler im Fluge aus der Luft schießen. Sie zielen so sicher, daß der getroffene Flüchtling gerade nicht weiter lausen kann. In Deutschland aber zeigt sich der Mangel an Gleichberechtigung wieder in verhäng- niSvoller Weise. Da unsere tapferen SA.-Leute und Staats- Polizisten infolge des fluchwürdigen Bersailler Diktats »ich: im militärischen Schießen ausgebildet sind, gehen ihre Kugeln allemal fehl. Tie schießen immer zu hoch. Wenn sie nach der Wade zielen, geht der Schutz in die Lunge oder in den Kopf Ihre Flüchtlinge werden immer gleich erschossen. So wieder vier Kommunisten auf der Landstraße von Berlin nach Potsdam. Ein früherer Kommunist, der als Verräter und Kronzeuge in dem großen Thälmann-Prozetz austreten sollte, war auf der Straße erschossen worden. Die Polizei, die Kommunisten als Täter vermutet, läßt vier kommunistische Häftlinge, vordem führende Funktionäre, die seit diei bis vier Monaten, einer sogar seit März, in Hai»>>"vv' rtin wegbringen, um sie angeblich in Pots dam ubt.i ute Vorbereitung dieser Tat zu verhören. Unter- wegs seien sie. wie die Geheime Staatspolizei berichtet, an einer ansteigenden Stelle der Straße aus dem offenen Auto gesprungen, hätten auf Anruf nicht gehalten, ja sogar die 16t rnraie 43-13 Möiro P l g a 11 e Deutsche Poliklinik Paria, 02.. 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Wie groß die Angst vor der Arbeiterregierung ist, dafür ein charakteristisches Beispiel: Die Bauernpartei hatte ebenfalls ein Mißtrauensvotum gegen Mowinckel ein- gebracht Sie wollte so manövrieren, daß weder für ihren Antrag noch für den der Arbeiterpartei eine Mehrheit zustande käme. Dieses unehrliche Spiel hat der Minister« Präsident durchkreuzt, indem er vor dem oersammelten Parlament erklärte, daß er selbst bei einer Ablehnung der beiden Anträge zurücktreten werde, weil schon ihre Ein- bringung beweise, daß eine Mehrheit im Parlament gegen ihn sei. Sofort zog die Bauernpartei gegen den Wider- svruck ibr°s linken Flügels ihren eigenen Antrag zurück. Um ihre Blamage zu verhüllen, beschloß sie, sich bei der Abjlimmung über den sozialdemokratischen Mißtrauens- antrag der Stimme zu enthalten. So hat die schlotternde Angst vor einer Arbeiterregierung die Regierung Mowinckel gerettet. Ihre Stärke ist die Angst ihrer Gegner. Nur wird man die Arbeiterpartei mlt derartigest Manövern vielleicht noch eine Zeit, aber nicht auf die Dauer von der Macht abhalten können. Daß sie in dtzr Opposition weiter wächst und bei der nächsten Gelegenheit zur Mehrheit werden wird, bezweifelt kaum jemand. Es ist aber möglich, daß in Norwegen der Umschwung schon bei der. Beratung der Krisenvor'age der Arbeiterpartei erfolgt, in die das Parlament in einigen Wochen eintreten wird. Die Vorlage fordert unter anderm auch weitgehende Maßnahmen für die verschuldeten Kleinbauern, die Mowinckel bisher abgelehnt hat. Bleibt er dabei und steht der linke Flügel der Bauernpartei zu seinen Wäh- lern, dann ist das Schicksal der Regierung Mowinckel be- siegelt und der Weg für die Arbeiterregierung frei. Oslo, Anfang Februar. Im norwegischen Storthing ist der Vorstoß der Arbeiter» Partei zur Uebernahme der Macht vorläufig gescheitert. Ihr Mißtrauensantrag gegen die Regierung Mowinckel wurde von allen bürgerlichen Parteien abgelehnt. Die Tagung des Parlaments, die erste nach dem großen Wahlsieg der Arbeiterpartei im Oktober des vergangenen Jahres, ging unter äußerster Spannung vor sich. Alle bürgerlichen Parteien kehrten aus dem Wahlgang stark verbeult zurück. Die Arbeiterpartei hat im neuen Paria- ment von den 150 Sitzen 69(früher 47) oder 46 Prozent inne. Diesen überwältigenden Sieg führt die Arbeiter- parte! darauf zurück, daß sie als einzige Partei den Wäh- lern ein anschauliches Krisenprogramm vorlegte. Es for- dert zur Behebung der Arbeitslosigkeit 146 Millionen Kronen für produktive Arbeiten. An einer übersichtlichen Denkschrift, die während des Wahlkampfes in vielen taufenden Exemplaren verbreitet wurde und jetzt auch dem Parlament als Gesetzvorlage zu- gegangen ist, wird das Programm im einzelnen dargelegt. Es sieht Eisenbahn- und Wegbauten vor, die Kultivierung des brachliegenden Landes im Umfang von 969 969 Hektar, eine Herabsetzung der Arbeitszeit von acht auf sechs Stunden und die Senkung der Altersgrenze für Staats- und Kommunalbeamte von 66 auf 55 Jahre. Die Mittel für dieses umfassende Programm sollen durch eine Anleihe in der Höhe von 86 Millionen Kronen, durch 25 Millionen Zinsabgabe, 16 Millionen Erbschaftssteuer, 26 Millionen Umsatzsteuer und durch eine Verminderung des Militär- budgets von 43 auf 36,5 Millionen Kronen beschafft werden. Die Arbeiterpartei ist willens, ihr Programm an ver- antwortlicher Stelle durchzuführen. Ihr Ziel ist eine Arbeiterregierung, eine Koalitionsregierung lehnt sie ab. Aber je entschlossener sie ihren Willen zur Macht dokumentierte, desto hartnäckiger wurde der Wider- stand der bürgerlichen Fraktionen. Ihre Abneigung gegen Begleitmannschaft angegriffen(waffenlos auf der Flucht!) so daß man sie notgedrungen und schweren Herzens kampfunfähig machen mußte. Offenbar aus dem angege- denen Grund so ungeschickt, daß dabei alle vier das Leben lassen mußten. So schlecht die Schützen sind, so schlecht ist auch die Amts- stelle, die ihre Lügen nicht besser zu stilisieren weiß. Seit langen Monaten Gefangene sollen Auskunft geben über eine in diesen Tagen verübte Tat, werden im ofienen Wagen von bewaffneter Mannschaft weggeschafft und bei Nacht und Nebel erschossen. Zeugen sind die Täter, die, von den Flüchtlingen angegriffen, sie beschossen haben— wie einst Karl Liebknecht, wie vor einigen Monaten der Hann- lose Fcchenbach, wie zahllose andere vor ihnen. Immer aus der Flucht, mitunter in der Notwehr(wie der Volkshaus- vermalter Landgraf in Chemnitz, der beim Einbruch einer braunen Horde im vorigen März eine verdächtige Bewe- gung machte und von dem Rottenführer, der sich bedroht' fühlte, erschossen werden mußte. Diesmal sogar Flucht und Notwehr! Nächstesmal wird man zur Sicherheit noch den § 81 dazunehmen. Wie diese Dinge in Wahrheit aussehen, zeigt eine Ver- fügung des Stabschefs R ö h m von der Obersten SA.- Führung vom 31. Juli 1933, die der„Deutschen Freiheit* vorgelegen hat. Darin heißt es:„... Ich d e ck e u n d v e r- antworte gerne iede Handlung von SA.-Männern, die zwar den gesetzlichen Bestimmungen nicht ent- spricht, aber den aus'diließlichen Jntereuen der TA. dient. Hierher gehört z. B., daß als Sühne für den Mord an einem TA.-Mann durch den zuständigen SA.-Führer bis zu 12 Angehörige der feindlichen Organisationen, von der der Mord vorbereitet wurde, gerichtet werden dürfen.. Röhm ist jetzt Reichsminister und der eigent- liche Führer des braunen Heeres. Man stelle diese Nachrichten aus Oesterreich und dem Reich nebeneinander und man erkennt den Unterschied zwischen einem Kulturland und einer Mörderhölle, die die Blut- räche der Barbarenstämme in Schatten stellt. Ist es da nicht höchste Zeil, daß Oesterreich endlich gleichgeschaltet wird? Mit dem Richtigtressen beim Schießen wirds dann freilich öfter hapern. Für den Acsamtinhali verantwortlich: Johann P I v tn Dud- weiler: für Jnleraie: Cito Kuhn in Saarbrücken Rotationsdruck und Verlag. Verlag der Voiksstimme GmbH., Saarbrüden 8, Schlltzenstraße 5. Steuerfragen Gesellschaftsgründungen Wenden Sie sich an F» BRIQUEU LICENCIE EN DROIT ehemaliger Kontrolleur der direkten Steuer» Behörden, um vom offiziellen Standpunkt aus beraten zu werden. 25, Bd. Bonne-Nouvelle, PARIS(2), Telefon Louvre 22-93 Will llir die Jeutscbe Meil" ffr«nt6siscfi», Spanisch a) INDIVIDUELLE Rapid-Ausbildung (50 Lektionen) für A' Jünger b) DENKEN, REDEN, Schreiben für Fortgeschrittene c) Hochschulperfektion, Itter. Feinschliff in VER I DUNG mit SPRACHAUSTAUSCHABENDEN irofessor Spirgalis, Brüssel 7, rue Traversiire. Teteron Nummer 179830 ?a6rifige6äude dSaftnftor Xuxemfturd NEUBAU 1200 qm. Heile Ateliers im ganzen oder geteilt zu vermieten Geeignet zu iedw. Fabrikation evtl. Beteiligung, Handetsermäch- tigung sicher. Schriftliche Anfragen an die .Deutsche Freiheit' Saarbrücken anter Nr. 359 Gutsverwvaltew Holländer. 38 Jahre, verheiratet, tüchtiger Verwalter, fetzt Insoekior auf großer Domäne, mit 14 Jahren praktischer und theoretischer Erfahrung sucht gleiche Stelle in Frankreich, auch Ubersee. Sehr gute Referenzen. Angebote unter A.Z. an die.Deutsche Freiheit' Saarbrücken Oranienburg Flucht von Gerhard Seger au dem Konzenttations» lager Oranienburg. 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