Mr. 98. = . Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508, Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Reichstags- Interpellation. Der Reichstag wird sich, wenn die Unterzeichner nicht im letzten Augenblick bedenklich werden sollten, in den nächsten Tagen bereits mit der konservativ= nationalliberalen Interpellation über die Stellungnahme Deutschlands gegenüber den geplanten amerikanischen 38ollmaßnahmen zu beschäftigen haben. Mittwoch, den 28. April 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: gegensätze immer nur eine sehr bedingte Bedeutung. Indeß auf eine Besserung der Zustände ohne totale Umwälzung der Reempfahl daraufhin der Präsident Cleveland dem Kongreß den gierung schwinden laffen." Widerruf des Zollzuschlages; auch das Repräsentantenhaus Hierzu sei noch bemerkt, daß das Denunziantenthum in den lenkte entsprechend ein; an dem Widerstande des Senates letzten Jahren einen solchen Umfang angenommen hat, daß in jeder Unterabtheilung Offiziere, Unteroffiziere oder einfache Soldaten mit scheiterte jedoch die Zurücknahme. der Bewachung ihres Kommandanten betraut sind, was natürlich für den Geist in der Armee höchst verderblich sein muß. Wir wissen nicht, ob die Entdeckung des Texasfiebers am amerikanischen Rind vielleicht dazu bestimmt war, die logische Beweiskraft der Deduktionen des deutschen Botschafters wesent lich zu verstärken jedenfalls ist es ein eigenthümliches Die Interpellanten fragen an, ob die verbündeten Re- Zusammentreffen, daß am 1. August 1894 in Amerika gierungen angesichts der bevorstehenden Erhöhungen wichtiger der Wilson- Gorman- Tarif in kraft trat und im darauf folgen Pofitionen des Bolltarifs der vordamerikanischen Union, ins- den Oktober auch bereits das deutsche Einfuhrverbot für besondere der verschärften Differenzirung der deutschen lebendes Rindvieh und frisches Rindfleisch aus den Vereinigten 3uder einfuhr", an dem handelspolitischen Uebereinkommen Staaten. Unseres Erachtens hängt auch die vorjährige Er vom 22. August 1891 festzuhalten beabsichtigen. höhung der deutschen Zucker- Ausfuhrprämie wesentlich mit dem Wilson- Gesetz zusammen; der amerikanische Zuschlag war in seiner Höhe festgelegt; man hoffte ihn um so weniger fühlbar zu machen, je höher unser Buschuß war. Aber auch in der Ausbildung und Ausrüstung der türkischen Armee ist vieles faul. Seit Jahren befinden sich neue Mauser'sche Magazingewehre in den Depots und es sind bereits mehrere Male, kaiserliche Fraden erlassen, durch welche die Herausgabe derselben an die Der Befehl blieb aber bisher unausTruppen angeordnet wurde. geführt, da er durch verschiedene Bedingungen, wie Anfertigung neuer Gewehrgarnituren, Schärfen der Bajonette 2c. verklausulirt ist, welche infolge Unzulänglichkeit der vorhandenen Werkstätten erst nach einigen Jahren erfüllt werden könnten. Diese fast unbegreifliche Berlotterung ist aller Wahrscheinlichkeit auf Spigelrapporte zurückzuführen, in denen die Befürchtung ausgesprochen ist, daß die febr leistungsfähige Waffe von den Heerführern gegen den Sultan selbst verwendet werden könnte! " Als die Interpellation furz vor den Osterferien ein gebracht wurde, schien das amerikanische Vorgehen allerdings bedrohlicher wie heute. Der Senat in Washington scheint Schließlich sei noch erwähnt, daß am 28. Oktober 1896 eine diesmal seine Rolle als Hemmschuh gegen gute wie schlechte Diese beruhigende Hoffnung wird durch den neuesten TarifGesetze ernſter zu nehmen, denn je; nach Zeitungsmittheilungen entwurf vollständig über den Haufen geworfen. Der Zuschlag offizielle Verfügung ergangen ist, durch welche eine öffentliche Substription für die Kompletirung der Bekleidungs- und Waffenbestände hätte auch die Unionsregierung beruhigende Erklärungen ab- soll in Zukunft beweglich sein und mit der Ausfuhrprämie der Nedisdepots( Redis- Landwehr) angeordnet wurde. Der Appell gegeben. Es ist daher möglich, daß man die ganze Frage in jedes Landes in Zukunft gleichen Schritt halten. Soweit hätte richtete sich hauptsächlich an die mohamedanische Bevölkerung. Bis diesem Moment nicht ernstlich im Reichstage aufzurollen unsere geniale Buckerftener- Reform vom Jahre 1896 also nur Mitte Februar ds. Js. tamen allerdings nur 122 Millionen Piafter wünscht: unsere Industrieschutzöllner nicht, weil sie durch die Wirkung, daß wir Deutsche unserem Zucker nach den Ver-( etwa 2 Mill. M.) zusammen. Der eigentliche Zweck der Subskription voreilige Beschwerden und Drohungen nur das amerikanische einigten Staaten eine Ausfuhrprämie mit auf den Weg geben, soll jedoch nicht der in der offiziellen Verfügung angegebene sein, Selbstgefühl zu um so größerer Rücksichtslosigkeit herausfordern die drüben die Bundeskasse schmunzelnd als Einfuhrzuschlag sondern es werden weitere Waffenankäufe beabsichtigt, um bei würden, unsere Freihändler nicht, weil sie keinen Anlaß haben, einstreicht; je mehr wir deutsche Steuerzahler geben, besto einem eventuellen legten Rampf der Türkei um 3 Dasein das große Voltsaufgebot Befiriam", die Position der Regierung während der noch schwebenden Unter- schmächtiger wird unser Reichs- Schatzsekretär und desto mehr welches alle Mohamedaner bis zum 70. Lebensjahre umfassen soll, handlungen zu schwächen. Letzteres würde zweifellos geschehen, feßen die amerikanischen Finanzen Fett an! Welch eine bewaffnen und zu einem Kampf bis zum äußersten wenn man in Amerika den Eindruck erhielte, in Deutschland nationale" Finanzpolitik! sei eine mächtige Strömung für Nachgeben um jeden Wir verstehen die Erregung unserer Interessenten und Preis, auch ohne dafür irgend welche Gegenleistungen auch einiger unserer Staatsmänner über alle diese Mißerfolge Die Erregung der griechischen Bevölkerung über die schweren Amerika's zu erstreben. Läge die Situation bei der Wieder vollständig. Die Wortführer der Lehre vom Schuße der natio- Niederlagen in Thessallien scheint aufs höchste Maß gesteigert zu eröffnung des Reichstags derart, so würden wohl auch die nalen Produktion werden sich eben von Jahr zu Jahr mehr sein, der Ausbruch einer Revolution in Athen, die Vertreibung der paar agrarischen Dessperados, die den Zollkrieg um des mit dem Gedanken vertraut machen müssen, daß es Königsfamilie und die Proklamirung der Republik wird stündlich Krieges willen wünschen, zum Schweigen gebracht sein. außer uns auch andere Nationen giebt, die bereit erwartet. Der König sucht mit der Opposition zu verhandeln. Die went wieder herüber zu schießen, Indeß, wer wollte hierauf vertrauen! Es wird daher gut sind wir mit Rammern sind einberufen, aber es wird schier sein, die erregte Boltssein, die in der Juterpellation herangezogenen Thatsachen furz staatlicher Beihilfe auf handelspolitische Eroberungen aus menge, die dem Könige die Schuld an der politischen Situation, dem wiederzugeben, nachdem wir früher( Nr. 86) die allgemeineren gehen. Damit wollen wir in keiner Weise die rücksichtslose Kronprinzen die Schuld an der Niederlage bei Lariffa beimißt, zu Grundzüge unserer handelspolitischen Beziehungen zu den Ver- Protektionswirthschaft in den Vereinigten Staaten beschönigt, besänftigen. Der Kronprinz soll vom Kriegsschauplaze abberufen werden. Wie weit dieses Zugeständniß, das das Ansehen der einigten Staaten dargestellt haben. sondern lediglich einen billigen Ausgleich befürwortet haben. Dynastie schwächt, die Stellung des Königs für den Augenblick stärken kann, ist schwer abzuwägen. Die Armee. verwenden zu können. * Unterdeffen rücken die Türken immer weiter vor, Nachschübe verstärken ihre Stellung. Auch im Epirus hat sich das Kriegsglück ganz zu gunsten der Türken gewandt. Der griechische Ober kommandirende hat Verstärkungen gefordert, auf die er nun ver geblich warten wird. Am gefährdetften ist im Augenblicke der wichtigste Hafen Nach den großen türkischen Erfolgen dürfte bald die herausfordernde Sprache der Bulgaren und Serben den türkischen Staats männern gegenüber einem anderen Tone weichen. Von den übrigen Meldungen registriren wir noch die folgende: Bei der Wiederaufnahme unserer Tarifvertrags- Politik in Aus den Erklärungen der deutschen Regierung wird ja den Jahren 1890/91 war unser Verhältniß zu der Union ein sehr bald hervorgehen, ob sie ihrerseits noch auf einen solchen ziemlich gespanntes. 1880 hatte Deutschland die Einfuhr von Ausgleich hofft, oder ob die Interpellation bestellte Arbeit amerikanischem Echweinefleisch wegen unfindbarer Trichinen war, die in der öffentlichen Meinung der Erklärung des Zollverboten, 1883 auch noch die Einfuhr von Schinken und Speck- krieges vorarbeiten soll. seiten, die vorher vom Verbot ausgenommen waren. amerikanische Landwirthschaft, die gleichzeitig einen starken Rückgang ihres Getreide- Exportes erfuhr, empfand diese Ab- Von der griechischen und fürkischen Theffalliens, Bolu, Sperrung als eine schwere Verlegung ihres Meistbegünstigungsrechtes; der Bundesrath andrerseits berief sich auf den bekannten Artikel II unseres Bollgesetzes. Dann besserten die Amerikaner 1890 ihre Untersuchung des zur Ausfuhr bestimmten Fleisches und drohten Gegenmaßregeln, im Falle die fremden Länder bei ihrer Absperrung beharren würden. Im März 1891 waren die Juspektionsmaßregeln in den Vereinigten Staaten noch verschärft worden; dazu hatte die Mac Kinley- Bill den Präsidenten ermächtigt und verpflichtet, bestimmte Waaren( darunter Bucker) mit Zuschlägen bei der Einfuhr zu treffen, wenn die Einfuhr staaten in ihrem Bereiche die amerikanischen Erzeugnisse feindselig behandelten. ver mit Wir gaben letzter Tage die Ziffern des Armeebestandes der beiden kriegführenden Mächte. Soeben erscheinen die v. Löbelt'sche Die Pforte richtete an die österreichisch ungarische Botschaft beiden friegführenden Mächte. Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militär- eine Note, in welcher sie das Ersuchen stellt, die Eilschiffe des Defter wefen für das Jahr 1896, welche einige Angaben über das Heer- reichischen Lloyd", welche die Erlaubniß besitzen, auch nachts die wesen Griechenlands und der Türkei enthalten, die im gegenwärtigen Dardanellen zu passiren, möchten während der Dauer des Krieges Beitpunkt interessiren dürften. die Nachtfahrten unterlassen. Gleichlautende Noten erhielten auch die Botschaften anderer Staaten, deren Eilschiffe die besagte Erlaubniß haben. Vierundsechzig Bulgaren, Bulgaren, welche wegen Bandenumtriebe verurtheilt und in Rhodos internirt waren, vom Sultan aber be guadigt wurden, pafsirten auf der Reise nach Bulgarien Kons stantinopel. Der Sultan machte dem Exarchate 500 Pfund zum Ostergeschenk und ertheilte die Erlaubniß zur Deffnung von 10 bul garischen Kirchen. Politische Neberlicht. Berlin, 27. April. Aus dem Reichstage. Bei Eröffnung der heutigen Sitzung, der ersten nach den Ferien, sah es, wie es wohl auch niemand anders erwartet hatte, sehr leer im Sigungssaale aus. Sogar die Tribünenbesucher, an denen es sonst nie fehlt, hatten es heute vorgezogen, den prachtvollen FrühjahrsNachmittag draußen im Thiergarten zuzubringen und waren dem Sitzungssaale ferngeblieben. Da durch die Wirren in der Türkei während der letzten Jahre beiden Griechen die Hoffnung auf einem baldigen Berfall des Nachbarstaates erweckt wurde, reifte zugleich die Erkenntniß, daß das griechische Heerwesen in der bestehenden Form nicht geeignet fei, um bei der Regulirung des türkischen Nachlasses wirksam ein greifen zu können. Besonders das Offizierforps verlangte dringend nach Unter dem Drucke dieser für beide Theile sehr unerfreu- einer Armeereform. Der König foll, nachdem er auf einer Reise mit verschiedenen Souveränen und Staatsmännern Rücksprache genommen, lichen Umstände und Befürchtungen kam unter dem Grafen zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß der Zerfall der Türkei wirkCaprivi die sogenannte Saratoga- Konvention vom 22. August 1891 lich zu befürchten sei, und deshalb dem Drängen nach einer Reform zu stande: Deutschland bezeichnete das amerikanische Fleisch- der Armee nachgegeben haben. So entstand die Botschaft an den beschau Gesetz als ausreichend und gestand die Aufhebung der Ministerpräsidenten Delyannis vom 4. Dezember 1896, in der die Schweine Einfuhrverbote zu und weiter dehnte sie die Bildung eines permanenten Lagers in Aussicht genommen wurde, Handelsvertrags- Vergünstigungen Desterreichs auf die Union aus; damit in demselben das Heer einer befferen Kriegsausbildung theilhaftig werden könne, als in dem Garnisondienst möglich war. Ferner die Union verzichtete dafür auf alle Kampf- follten 10 000-12000 Manu Reserve eingezogen und eine Kom: 3011 Zuschläge. miffion zur Auswahl eines befferen Gewehrsystems eingesetzt werden. Sind nun die neuen amerikanischen Zuckerzoll Zuschläge, Obwohl sich die Finanzwelt Europa's zu dieser tostspieligen Maßdie( über den Satz des allgemeinen Zuckerzolles hinaus) nahme feineswegs freundlich verhielt, ging Delyannis sofort an die ausschließlich gegenüber Prämien ländern erhoben werden, Verwirklichung der Botschaft. eine Verlegung der Vertragspflichten gegen Deutschland? Doch die Ereignisse schritten schneller heran als die Ausführung Bereits das amerikanische Zollgesetz von 1894 gab Anlaß zu der Reformpläne. diplomatischen Auseinandersehungen hierüber. Der Wilson- genügende Ausbildung seiner Soldaten und ohne gute Gewehre. Tarif hatte damals wieder einen allgemeinen Zuckerzoll ein- Die Folgen davon muß es jetzt büßen. Die Türkei ist durch die numerische Stärke ihres Heeres den geführt, der zwar ziemlich hoch war, unsere Zuckerindustrie Griechen natürlich weit überlegen. Die Zustände im Heer Nach Eintritt in die Tagesordnung wurde der erste indeß recht wenig fümmerte, weil die Union einer ganz gewesen sind dagegen auch bei ihr außerordentlich mangelhaft. Nachtragsetat im Betrage von über 44 Millionen Mark, nach waltigen Zuckereinfuhr bedarf, der Zoll daher den Der türkische Soldat ist bekanntlich ein vorzüglicher Soldat; fräftig, furzer Debatte an die Budgetkommission verwiesen. Preis entsprechend erhöht. Das Wilson- Gesetz hatte aber einen ausdauernd erträgt er die schwersten Strapazen, und in der Gewiß- Ohne Debatte wurden dann die Punkte 2, 3 und 4 Zuschlag von 1/10 Cent pro Pfund eingeführt für alle heit, nach dem Tode in das Paradies mit seinen üppigen Freuden erledigt, worauf bei Punkt 5 Uebersichten der EinnahmenBuckerarten, welche in einem Lande erzeugt wurden oder aus einzugehen, geht er ohne Bedenken den Gefahren des Krieges ent- und Ausgaben für die Schutzgebiete" Genoffe Bebel den Fall einem Lande herstammen, das zur Zeit der Ausfuhr dieser gegen. Dagegen läßt die Heeresleitung viel zu wünschen übrig. Dr. Peters zur Sprache brachte und anfragte, ob mit dem Diese Thatsachen bestätigen auch die Jahresberichte" für 1896, Verfahren vor dem Disziplinargerichtshof die Angelegenheit Waaren direkt oder indirekt eine Ausfuhrprämie ge- indem sie ausführen: währt". Der deutsche Zucker fiel unter diesen Zuschlag. Der Die Mobilmachungen und die Unterdrückung der Wirren und erledigt sein soll, oder ob, wie es wohl eigentlich selbstdeutsche Botschafter erhob sofort Einspruch auf grund Auffiände im Berichtsjahre haben wieder die Güte des türkischen verständlich sein sollte, Peters für seine Brutalitäten auch der 1891 erneuert zugesicherten Meistbegünstigung sei die Menschenmaterials, dessen Genügsamkeit und Ausdauer, die Geschick- strafrechtlich verantwortlich gemacht werde. Der freisinnige deutsche Zuckereinfuhr mindestens ebenso günstig zu stellen, lichkeit der Militärbehörden im Improvifiren, mit einem Worte die Lenzmann schloß sich der Bebel'schen Anfrage an, während wie die irgend eines anderen Einfuhrlandes; da alle Rohr- militärische Leistungsfähigkeit, die der Türkei noch immer, wenn Graf Arnim mit einem trockenen und einem nassen Auge inne wohut, zucker Länder nur den allgemeinen Zollsatz zahlen, so habe auch in stetig absteigendem Maße, dargethan. über den Fall Peters sein Bedauern aussprach. Gleichzeitig wurden aber auch alle Krebsschäden des ZentralisirungsGriechenland ist in den Krieg getreten ohne Der Herr Präsident begrüßte die Abgeordneten mit einer Kurzen Ansprache, in der er besonders hervorhob, daß noch ein umfangreiches Pensum zu erledigen sei. auch Deutschland Anspruch darauf, nicht höher belastet zu und Fradesystems, des Volk und Armee wie ein Netz umspannenden Minister v. Bötticher ist natürlich auch über die Mißwerden; die Zahlung einer Prämie sei eine interne deutsche Spielwesens, die Korruption und Demoralisation der führenden griffe gegen die Neger empört, ob man aber dem Peters Angelegenheit. Stände, die unheilbare Finanzmifere, der schmachvolle Zustand der Strafrechtlich auf den Leib rücken könne, darüber ist er sich noch Solche formale juristische Beweisführungen haben natür- Flotte und all die Mißstände der zerrütteten Verwaltung und des nicht klar, da unsere Strafgesetze am Kilimandscharo, wo lich für die Entscheidung wirthschaftspolitischer Interessen- unheilvollen Regierungssystems aufgedeckt, die beinahe alle Hoffnung Peters hauste, keine Giltigkeit haben. Mittlerweile war es 4 Uhr geworden und da niemand mehr Luft hatte, in die Debatte über das Auswanderungswesen einzusteigen, wurde das Haus auf morgen, mittags 2 Uhr, vertagt. Tagesordnung: Novelle zum Alters- und Invalidengesetz 11ommen. " 21, Bei Berathung des Entwurfes eines Gesetzes wegen ander- 1 ist angeklagt der der Verbrechen und Vergehen firafbar nach Gemeinderaths Wahlen statt und bereits liegt eine wonach die Radikalen weiter Bemessung der Wittwen- und Waisengelder verlangte$ 92, 1 Str.-G.-B.( Berrath von Staatsgeheimnissen, Feftungsplänen 2c.) Vereinbarung der Parteien vor, Genoffe Stadthagen, daß die Minimalsäße, welche hier$ 246 Str.-G.B.( Unterschlagung) und§ 138 Militär- Str. G.-B. Die die Sozialdemokraten 10 und die Konservativen 9 Vertreter im für die Nachgebliebenen der Staatsbeamten vorgesehen sind, Bertheidigung führt Herr Rechtsanwalt am Reichsgericht Geh. Großen Stadtrath erhalten. Eine Korrespondenz im„ Grütlianer" Justizrath Dr. Fels. Der Ausschluß der Deffentlichkeit ist an aus Chaux- de- fonds schließt:„ Eine Vertretung in den Gemeindeauch für die Wittwen und Kinder der durch Unfall Verscheinend nur für einzelne Theile der Verhandlung in Aussicht ge- behörden ist aber unbedingt nothwendig, wenn wir unsere Intereſſen unglückten bezahlt werden sollten. wahren wollen; das ewige Faust im Sack" machen wird geradezu Freiherr v. Stumm und Graf v. Posadowsky ver- Wir sind begierig, ob Herr v. Tausch auch in diesem Prozeß langweilig." Sehr richtig. Die Abstinenzpolitik ist drei Jahre lang wahrten sich dagegen, daß beide Materien, die nichts miteinander als Beuge fungiren wird. Sonst gehörte zum„ guten" Abschluß praktisch erprobt worden, da in der großen industriellen Gemeinde zu thun haben, vermischt werden. dieser Prozesse meist das eidliche Zeugniß des unter dem Verdachte die Arbeiterschaft keinen einzigen Vertreter im Stadtrathe hatte. des Meineides und anderer Verbrechen nun in Untersuchungshaft- Bei der Basler Regierungsrath3wah I wurde der Radikale David mit 4143 Stimmen gegen Genossen Wullschleger, befindlichen königlichen Kriminalkommissarius v. Tausch. Sierakowig in der Kaffubei strafversetzt werden soll, spricht sich in Pastor Kötzschke, der von der Kirchenbehörde nach der 2764 Stimmen erhielt, gewählt. Genosse Greulich wurde im Kreise V. mit 1751 gegen einem offenen Briefe an die„ Bolts- 3tg." über die ihm widerfahrene 1334 Stimmen als Kantonsrath für den Kanton Zürich wiederMaßregelung aus. Mit Recht führt er an, daß wenn ein gewählt. Geistlicher für eine Gemeinde untauglich geworden sein soll, er doch England. Das preußische Abgeordnetenhaus hat sich heute, anstatt nicht für eine andere Gemeinde taugen fönne, daß mithin eine solche London, 26. April. Das Unterhaus nahm mit 122 gegen feiner Pflicht nachzukommen und endlich den Etat fertig zu stellen, Strafverfegung überhaupt ein Unding sei und den Traditionen der 41 Stimmen die zweite Lesung der Unterrichtsbill an, nach die ganze Sigung hindurch mit einer Frage beschäftigt, die eigentlich evangelifchen Kirche durchaus widerspreche. Er weist ferner welcher bedürftigen Voltsschulen eine Unterstügung gewährt wer vor den Reichstag gehört. Dieselben Herren, die dem Reichstage darauf hin, daß der Drt, wohin er al3 Geistlicher den soll. das Recht bestreiten, Fragen der einzelnen Bundesstaaten auch nur gehen solle, völlig ungeeignet fei, da er die Sprache nebenbei zu erörtern, nehmen keinen Anstand ſich ſtundenlang mit der Mehrheit d ter Bevölkerung nicht sprechen könne, sodaß allen möglichen Reichsangelegenheiten zu befassen, selbst wenn in die gegen ihn gerichtete Maßregelung vor allem auch für die der Debatte, so wie es heute der Fall war, nur das wiederholt Gemeinde selbst unzweckmäßig sei. Er habe die Behörde um Zuwas bereits viel besser vor noch nicht allzulanger Beit im weifung eines geeigneteren Ortes für seine Thätigkeit ersucht, a ber Reichstage gesagt ist. Freilich handelte es sich heute um einen bisher vergeblich. Recht bemerkenswerth sind die folgenden agrarischen Vorstoß, wobei die Herren von der Rechten bekanntlich allgemeinen Ausführungen des Gemaßregelten: stets der Parole des Bundes der Landwirthe folgen und recht laut schreien, selbst wenn dies Schreien zum mindesten höchst übernebst den dazu gestellten Anträgen. flüffig ist. und hot! Italien. London, 26. April. Unterhaus. Der Lord- Advokat von Schottland erklärte, daß das deutsche Fischerboot Alster" am Sonnabend von Aberdeen nach Hull gegangen ist, um dort seine Ladung zu löschen. Im Anschluß hieran erklärte der Parlaments änderung der Konvention über die Fischerei in Ler Nordsee keine Unterfekretär des Auswärtigen, Curzon, es feien bezüglich Es scheint, als wenn frei und sozial denkende Geistliche in Unterhandlungen im Gange, die Frage werde aber von der Re Preußen ihre Gesinnung nur noch bei Nacht äußern dürften, wie gierung erwogen. Auf eine andere Anfrage erklärte Curzon, die Regierung habe denn leider der Rückzug der Geistlichen bisher keine Bestätigung, daß französische Truppen einen Theil des Auf der Tagesordnung stand der von zahlreichen Mitgliedern der anderer Beamten aus der sozialen Bewegung Babr- el- Ghajal- Gebiets besetzt hätten. Er fügte hinzu, die egyptische beiden konservativen Parteien, des Zentrums und der National sehr nachhaltig ist. liberalen eingebrachte Antrag, welcher die Regierung auffordert, im Die Brotfrage spielt eben heutzutage eine mächtigere Rolle als Regierung habe keinen ihrer Ansprüche im Becken des oberen Nil Bundesrath ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß derselbe zu einer Zeit, wo der Stifter unserer Religion sprechen konnte: aufgegeben. dem vom Reichstag angenommenen Antrag betreffend die Auf- Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet." hebung von Zollkrediten bei der Einfuhr von Ja, ja, das Predigen des Christenthums ist eine schöne Sache, Getreide seine Zustimmung ertheile und die zur Durchführung so lange es Amt und Würde einbringt. Fordert es Muth und dieses Antrags erforderlichen Anordnungen sobald als möglich treffe. Thatkraft, so tommt der nachhaltige Rückzug". Wenn des Pastors Die Begründung des Antrags übernahm Abg. Graf Schwerin közschke Amtsbrüder nicht fast durch die Bant so gar seelenlahme Löwih( k.), der jedoch nichts weiter als die fattsam bekannten Leute wären, so würde die löbliche Kirchenbehörde eine solche MaßPhrasen von der Schädigung der einheimischen Landwirthschaft regelung überhaupt nicht wagen dürfen! durch den Zollkredit und von der nothwendigen Hilfeleistung für -Bismarck und die Hamburger Nachrichten". die 11111 ihre Existenz ringende kleine fleine Müllerei vorzu: Die Hamburger Nachrichten" schreiben: In buchhändlerischen Anbringen wußte. In denselben ausgefahrenen Geleifen zeigen des demnächst erscheinenden Wertes:" Fürst Bismarc sich die übrigen Befürworter des Antrages, die nach seiner Entlassung" wird unter anderem gesagt, daß Abgg. Herold( 3.), Pleß( 3.), Dr. Paasche( natl.) und von darin nicht nur die Reden, Briefe und Depeschen des Fürsten Kardorff( fr.); nur der Abg. Gamp( frf.) glaubte seiner Rede aus der Zeit nach seinem Ausscheiden aufgenommen feien, sondern eine besondere Würze dadurch verleihen zu müssen, daß er der Re- auch die Artikel der„ Hamburger Nachrichten"," die von ihm selbst gierung, die, wie Finanzminister Dr. v. Miquel ausführte, noch herrührten". Wir haben dazu zu bemerken, daß Fürst Bismarck feine Stellung zu dem Antrag genommen hat, den Vorwurf machte, Artikel für unser Blatt überhaupt nicht verfaßt hat, sondern daß daß sie nicht genug für die Landwirthschaft thut, wohl aber mit Maß- unsere Vertretung seiner Politit lediglich auf grund von In regeln gegen die Landwirthschaft schnell bei der Hand ist. Der agrarische formationen erfolgt, die uns gelegentlich zu theil werden und deren Schwäßer zog sich dadurch eine scharfe zurechtweisung des Landwirth Benutzung und Faffung selbständig durch unsere Redaktion erfolgt; schaftsministers Frhu. v. Hammerstein zu, welcher darauf hinwies, von ihr werden die Artikel verfaßt und geschrieben und es kann bei daß aus der abwartenden Stellung der Regierung bisher der Land- denselben von„ authentischen Kundgebungen" des Fürsten Bismarck, wirthschaft tein Schaden erwachsen sei und daß die Ansichten über die von ihm selbst herrühren", nicht die Rede sein. die Bedeutung der Transitläger sehr weit auseinander gingen. Die alte Tintenfischtaktit! wegten " V auch " " des elenden Ende der Polizeimacht. Das Zentralorgan der italienischen Partei, das sozialistische Blatt Avanti", wurde wegen feiner Betrachtungen über das Attentat auf den König Sonnabend Abend zum dritten Male beschlagnahmt, die Verkäufer des Blattes wurden verhaftet. Der Chefredakteur und der Geschäftsführer, beide Abgeordnete, unternahmen schließlich unter dem Schuße ihrer Immunität persönlich den Straßenverkauf und Transport der Beitung nach der Eisenbahn. Auch die übrigen Abgeordneten wollen in defelben Weise thätig sein und so die durchaus ungerechtfertigten Polizeimaßnahmen zu nichte machen. 28. ang Spanien. = Der Anarchisten Prozeßin Madrid. Aus Madrid chreibt man unterm 23. April: Bor dem obersten Kriegs- und Marinegericht als zweiter Instanz begannen am 20. d. M. die Ber handlungen in dem Prozesse gegen die Anarchisten, die das Bomben Attentat in der Cambios Nuevos Straße in Barcelona verübt oder durch Verbreitung umftürzlerischer Ideen dasselbe veranlaßt und ge fördert haben sollen. Der Prozeß hat auch in Deutschland bereits so viel Staub aufgewirbelt und ist so eingehend speziell im„ Bors wärts" erörtert worden, daß wir seine Vorgeschichte als bekannt voraussehen dürfen und uns hier auf die nackte Schilderung der si Verhandlungen der höchsten spanischen Kriegsgerichtsbehörde bes Die Reden der Geguer des Antrages, der Abgg. Meßling( natl.), Den Gerichtsstand bildeten Generallieutenant Brömel( fr. Vg.), Reichardt( natl.), Ehlers, Rickert 3u den sächsischen Landtagswahlen beginnen schränken können. Gamir als Präsident und Generallieutenant de Caftro, Divisions So die Kartellparteien" ihre Kandidaten aufzustellen. und Gothein( fr. Vg.) enthielten ebenfalls faum einen neuen Gedanken. Die Annahme des Antrages erfolgte, wie zu erwarten demokratisch vertreten ist, haben sie im 16. ländlichen Wahlkreise, der bisher sozial- General de Franch, Kontre- Admiral de Arce, Divisionsgeneral den Rittergutsbesitzer Andrä auf. Arderius und Gerichtsräthe Piquer und Herrera als Beifizer. Als den Rittergutsbesitzer Andrä auföffentlicher Anfläger fungirte der Divisionsgeneral Lacerda, der in war, mit übergroßer Mehrheit. gestellt. Dieser Herr ist bei der letzten ReichstagsMorgen beginnt die zweite Lesung des Kultusetats. wahl durchgefallen; soll nun vermittelst er Gemeinschaft mit dem Gerichtsrath Urdangarin, welcher der Ver Die Vaterlandslosen" Aeußerung des Kaisers Dreitlassenwahlsystems wenigstens in den Landtag kommen. Die bandlung jedoch fernblieb, die Anklageschrift verfaßt hat. Von den scheint thatsächlich gefallen zu sein. Eine amtliche Richtig- Industriearbeiter des rothen Plauen'schen Grundes" werden dem zahlreichen Vertheidigern der Angeklagten waren nur acht zur stellung ist nicht erfolgt. Ja es heißt, es habe die betreffende Agrarier sicherlich ihre Stimme nicht zuwenden, er kann höchstens mündlichen Verhandlung gekommen, die anderen begnügten sich Stelle von vaterlandslosen Gesellen" gesprochen. Aber als Vertreter des Geldklüngels in den beiden ersten Wählerklassen damit, einen schriftlichen Bericht einzusenden. Der Staatsanwalt beantragte die Todesstrafe für Thomas Ascheri, Molas, Nogués, auch diese eigenartige Ausdrucksweise würde die Kritit des gewählt werden, ein Ausgemusterter".Vilella, Vila, Pons, Ceperuelo, Mas, Sune und Alsina, d. h. zwei TodesStaatsoberhauptes nicht über den Werth einer durchaus hielt am gestrigen Sonntage zu Ingolstadt seine diesjährige General München, 26. April.( Eig. Ber.) Der bayerische Bauernbund strafen mehr als das Gericht von Barcelona, das" nur" acht Anarchisten hielt am gestrigen Sonntage zu Ingolstadt seine diesjährige General zum Tode verurtheilt hatte. Zwanzig Jahre Buchthaus beantragte subjektiven Meinungsäußerung hinausheben. versammlung ab, Herr Dr. Sig! trat hierbei besonders für Anzum versammlung ab, Herr Dr. Sig! trat hierbei besonders für An bahnung einer Ginigung mit den unter Führung Dr. Kleitner's er für fünf Angetlagte, 19 Jahre 1 Monat und 11 Tage für acht zur Zeit noch grollend bei Seite stehenden oberbayerischen Bündlern Angeklagte, 18 Jahre 9 Monate und 1 Tag für 34 Angeklagte; die 30 an der Zahl sollen freigesprochen ein. Ein bezüglicher Antrag wurde einstimmig angenommen. werden. Gestern waren die Verhandlungen bis zur Urtheilsfällung Inzwischen zur gleichen Zeit in Rosenheim gediehen. Der Staatsanwalt hielt eine sehr nüchterne Rede, in tagenden Generalversammlung der oberbayerischen Bündler ein Be- welcher er alles aufrecht hielt, was vor der ersten Instanz gegen die grüßungstelegramm eingetroffen, das sofort im gleichen Sinne be Angeklagten vorgebracht worden war. Er suchte die Ansicht der antwortet wurde, worauf die Versammlung mit einem Hoch auf die Vertheidigung, daß die meisten von den Angeklagten schon wegen Reichseinnahmen. In der Zeit vom 1. April 1896 Ginigkeit der bayerischen Bauernbewegung schloß. Wenn die Mangels an Beweisen freigesprochen werden müßten, zu widerlegen, bis zum Schluffe des Monats März, 1897 find im Deutschen Reiche Einigung zu stande kommt, woran wohl nicht mehr zu zweifeln ist, indem er die von„ einwandsfreien Zeugen"(?) abgegebenen Erklärungen folgende Einnahmen an Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchs- werden die vereinigten Bündler dem Zentrum sehr viel zu für ausreichend hielt, um eine Berurtheilung der Angeklagten herbeignfeuern sowie andere Einnahmen zur Reichstaffe gelangt( in Klammern schaffen wat mandate zum bayerischen Landtage sind zu beseßen. bolenen Bersammlungen beiwohnten, in welchen angeblich Gelder für die führen. 47 Angeklagte sollen deshalb verurtheilt werden, weil sie verChrouit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Zwei junge Burschen wurden in Essen auf der Straße verhaftet. Diefelben hatten einem mit Gypsfiguren umherziehenden Jungen eine Raifer büfte entwendet, wobei sie angeblich einige beleidigende Ausdrücke über die Straße riefen. = * * Deutsches Reich. 0 " Vol war machen. Acht " fein dürste der Desterreich. ohne anderen Angeklagten Afrika. nd indied geben wir das Verhältniß zum Etatsansay): Zölle 432 672 789 M.(+50 419 775 M.), Tabaksteuer Vier derselben waren in den Händen liberaler und ebenso viele im Verwirklichung der anarchistischen Ideen gesammelt wurden. Die 11 850 284 M.(+ 857 254 m.), Zuckersteuer und Zuschlag Besiz ultramontaner Abgeordneter. Unter den letzteren befindet sich anwesenden Bertheidiger machten nur einige nichtssagende Bezu derselben 93 322 085 M.(+12 634 281 M.), Salzsteuer auch der bisherige Kammerpräsident von Walter, der infolge merkungen, indem jeder mit dürren Worten für seinen Schühling 46 731 896.(+1340 595 M.), Maischbottich und Brannt- Beförderung Mandat niederlegen der mußte, aber die Freisprechung beantragte, ohne sich sonderlich für die unglückwein Materialsteuer 14 191 440.(-2 533 042 M.), Ver- weifellos wiedergewählt werden wird; der zweite erledigte lichen Opfer der spanischen Justiz zu erwärmen. Darauf wurde die Ultramontanen auch den brauchsabgabe und Zuschlag von Branntwein zu derselben Wahlkreis Kampf Sigung geschlossen. Das Urtheil des Gerichtshofes dürfte erst in 102 428 466 M.(+6 638 667 M.) Brennsteuer 921 864. wieder zufallen. In den beiden anderen Wahlkreisen machen acht Tagen gefällt werden; es unterliegt einer Nachprüfung durch (-71 390 M.), Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier dagegen die Bauernbündler große Anstrengungen, um ihre Kandidaten den Kriegsminister General Azcarraga, der es dem Ministerrathe 27 930 538 M. Summe (+1049 001 M.), 730 049 362 m. durchzubringen und die Ultramontanen werden einen harten Stand vorzulegen hat. (+70 335 141 M.). 1 421 565 m. bekommen, wenn sie sich ihre alten Domänen erhalten wollen. Spielfarten Stempel Die Münchner Post" vermuthet, wie uns eine Privatdepesche (+90 984 M.). - Die Delagoabay Frage verschärft sich weiter. Die Der Stand der Reichsfinanzen hat sich somit dem Vorjahre meldet, daß der von der Zentrumspartei so gefürchtete Dr. Sigl bei Engländer werden die günstige Gelegenheit, sich im portugiesischen gegenüber wieder gebeffert, wenn auch nicht mehr in dem günstigen dieser Gelegenheit seinen Einzug in das bayerische Parlament halte. Gebiet festzusehen, nicht vorübergehen laffen. Sie wünschen offenbar Berhältniß, wie das Jahr 1893196 zu dem diesem vorangegangenen Seine Kandidatur im Wahltreise Regen erscheint unserem füd- daß werthvolle Gebiet, welches den besten Hafen an der füdoft. Etatsjahre stand. Der Gesammtüberschuß beträgt 106 Millionen deutschen Partei- Organe aussichtsvoll. afrikanischen Rüste hat und den Zutritt zu der Transvaal- Republik Mart, von denen 50 Millionen zur Reichsschuldentilgung refervirt gewährt, ebenso in ihre Verwaltung zu bringen wie Aegypten. werden, 9 Millionen zur Verminderung des Anleihebedarfs be- Wien, 27. April. Der frühere Bürgermeister Strohbach wurde Dadurch würde England seinem großen Biele, ganz Südafrika unter stimmt sind, 15 Millionen den Einzelstaaten zu gute kommen. heute mit 93 von 129 abgegebenen Stimmen zum ersten Vize- seine Hoheit zu vereinigen und seinen Handelsinteressen dienstbar Auf Dr. Vogler( liberal) entfielen zu machen, um ein großes Stück näher tommen. Ob aber andere Der Entwurf der Zivilprozeß Ordnung ist bürgermeister gewählt. Großstaaten diesem Gang der Dinge ruhig zuschauen werden, ist im Reichs just is amt fertiggestellt und den Bundesregierungen 83 Stimmen. So ist der Kuhhandel Lueger- Strohbach erledigt, der Strohmann sehr zweifelhaft. Heut sind folgende Mittheilungen zu verzeichnen: zugegangen. Kapstadt, 26. April. Das Repräsentantenhaus hat mit 41 Die Reichstag3 Erfahwahl in Wiesbaden II pardon Strohbach war ein Jahr Bürgermeister und ist nun Reichs= raths- Abgeordneter und erster Vizebürgermeister, und der Dr. Lueger gegen 32 Stimmen den Beschlußantrag Dutoit's zu gunsten des soll Ende Mai stattfinden. ist nun wirklich Herr von Wien. Wie lange er es bleiben wird, Friedens mit einem Unterantrag Abrahamson angenommen, welcher Einige Ordnungsblätter bringen es fertig, unseren Parteigenoffen Bebel nach dem Ausgang des Peters- Prozesses noch das hängt von der Lebensdauer des Gemeinde Klaffenwahlrechte in fich gegen die Einmischung irgend einer auswärtigen Macht in irgendwelchen Streitfall zwischen der britischen Regierung und der mit unziemlichen Bemerkungen anzutölpeln. Weil die Angelegenheit Wien und von den Fortschritten der Sozialdemokratie ab. Schweiz. sondaissian Regierung der Südafrikanischen Republit ausspricht. Die Mitglieder mit dem Zucker- Brief sich etwas anders verhielt, als Bebel auf grund Die hier versammelte der Regierung ftimmten mit der Mehrheit, Cecil Rhodes mit der der ihin gemachten Mittheilungen vorgetragen Zürich, 24. April.( Eig. Ber.) Minderheit. hat, darum möchte ihm diese Gesellschaft ber nationalräthliche Kommission für nationalen und noch London, 27. April. England hat 23 000 Mann zur Unwahrhaftigkeit zeihen. Man weiß aber, daß sie das internationalen Arbeiterschuh stimmte der Vorlage Abreise nach Südafrita bereit. Weitere 10 000 Mann er nur beshalb thun, um von der großen Blamage, welche die des Bundesraths betreffend vorläufigen Verzicht auf weitere Ber: Kolonialfere erlitten haben, ein wenig abzulenten. Alle anständigen felgung des projektirten internationalen Arbeiterschutz- Kongreffes zu, warten in Bombay den Befehl zur Einschiffung. Die Entfendung Leute sind sich darüber einig, daß Bebel sich ein großes Verdienst ebenso bem furzen Gefeßentwurf betreffend Anwendung der fabrit eines englischen Geschwaders nach der Delagoabay erfolgte aus dem durch die Aufdeckung der Art, wie Afrika von den Peters fultivirt gefeßlichen Bestimmungen über die Lohnzahlung auf die haft runde, weil gemeldet wurde, daß ein Handstreich von Transvaal pflichtigen Betriebe und beschloß, in Sachen der Freigabe des auf diese Bay bevorstehe.(?) wird, erworben hat. Reichstag. - Dr. Peters will Berufung gegen seine Verurtheilung ein- Sonnabend Nachmittags aus allen Branchen Fabriti do silod legen. Er soll mit der Feststellung des Gerichtshofes, daß er sich Greulich einzuvernehmen. Da hierzu bereits vorher Vorbereitungen de 501 arbeiterinnen, Fabrikanten und den Arbeiterfekretär einer falschen Berichterstattung an seine vorgefeßte Behörde schuldig getroffen worden waren, jo konnte die Ginvernahme mehrerer 209. Sigung vom 27. April. 1 Uhr. gemacht habe, nicht einverstanden sein. Nach dieser Mittheilung Arbeiterinnen sowie Greulich's bereits heute erfolgen. Erstere scheint es, als ob er gegen die Feststellung, daß er ein Mörder fei, wünschten durchwegs den freien Nachmittag, während die zugezogenen nichts mehr einzuwenden habe. Nun, der Monsieur dürfte auch bei sechs Fabrikanten davon eine Einbuße befürchten und deshalb abder oberen Instanz kein Glück haben. Eher dürfte ihn bis dahin geneigt sind. Greulich sprach die Hoffnung aus, geftüßt auf bisnoch der Strafrichter am Kragen nehmen. by Am Tische des Bundesraths: Graf von Posadowsky, von Goßler und Kommissarien. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt Präsident v. Buol des Ablebens des Herzogs Friedrich Franz III. von Mecklenburgherige Erfahrungen, daß durch die Verkürzung der Arbeitszeit infolge Schwerin und des Staatsministers Dr. Heinrich v. Stephan, über - Gine Sensationsbroschüre Herr von Tausch und des freien Nachmittags die Arbeitsintensität würde gesteigert werden welchen er bemerkt: Wir gedenken diefes Mannes, deffen Ruhm die anonymen Briefe", welche vom Verlag Gäsar Schmidt in Zürich und eventuell tönnte ausnahmsweise für die Konfektion die weit über die Grenzen unseres Baterlandes hinausgetragen, der geräuschvoll angekündigt war, ist beschlagnahmt worden. Arbeit am Sonnabend Nachmittag beibehalten werden. Die Kom- hoch verehrt und schmerzlichst beweint worden ist, ein Mann, Landesverrath3 Prozeß Meineke. Die Vermission wird erst später Beschluß fassen. der mit seinen gewaltigen Kräften für das Vaterland großes In Chaux- de- fonds( Kanton Neuenburg), wo wie im geleistet auch noch vor kurzer Zeit an unseren Verhandlungen handlung in diesem Prozesse beginnt am 10. Mai, vormittags 9 Uhr, vor dem vereinigten zweiten und dritten Straffenate des Reichs- übrigen Jura, die Anarchisten lange Zeit bedeutenden Anfang theilgenommen hat. und bei Wahlen Abstinenzpolitit trieben, foll es gerichts und wird etwa zwei Tage dauern. Karl Meineke, pensio- hatten Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung dis wieder lebhafter werden. Am 9. Mai finden die Nachtrags- Stats für 1897/98. nirter Depot Bizefeldwebel aus St. Privat bei Montigny nun % Denn in der beschönigen will. Abg. Bebel( Soz.): Der Reichstag scheint feine Neigung zu fchen Reichs- Strafgesehhuches gegen die betreffenden Personen| mit Aussicht auf Erfolg vorgehen kann. haben, eine größere Debatte zu beginnen, obgleich es liche Summen handelt. Aber bei der Stellung, die meine Freunde zu schulden kommen lassen und, wie im Fall Peters, direkt einen Auslande begangenen Verbrechen und Bergehen keine Berfolgung the fich um erhebe vorgehe, da ſie ſich Dienſtverlegungen der allergröbsten Art haben Regel findet nach§ 4 des Reichs- Strafgesetzbuches wegen der im eingenommen haben zu allen diesen Forderungen, fann ich erklären, Mord begangen haben, da wurde mir geantwortet, das sei nicht statt. Es handelte sich damals um ausländisches Gebiet. Es folgen daß wir zu dieser Borlage dieselbe Stellung einnehmen. Durch möglich, weil in jener Zeit, in der jenes Verbrechen resp. Bergeben dann im§ 4 die Ausnahmen von der Regel. Nach Nr. 3 kann die Zeitungen ist die Nachricht gegangen- ich weiß nicht, in Westafrika begangen worden, noch nicht das deutsche Reichs- ein Deutscher bestraft werden, wenn die Gesetze des Ortes, an ob sie daß von einer gewiffen Stelle aus Strafgesetzbuch als das für deutsche Reichsbeamte und Angehörige welchem die Strafthat begangen ist, die Handlung mit Strafe be von wahr t von den Vaterlandslosen" gesprochen wurde, welche dem des Reichs maßgebende für ihre Handlungen eingeführt sei, und es drohen. Ich kann nicht übersehen, ob bei den wilden Völkerschaften Vaterlande die nöthigen Mittel versagt haben. Wir wurde damals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß allerdings für am Kilimandscharo die Strafgefeße so geartet sind, daß fie die Handlungen glauben durch die Ablehnung übertriebener Forderungen Ostafrika die Sache anders läge, wo das deutsche Reichs- Strafgesez des Herrn Peters mit Strafe belegen. Ich bin bereit, den gegen dem Vaterlande mehr gedient zu haben als durch die Bewilligung. buch mit der Wirkung eingeführt sei, daß Bergehen und Verbrechen, wärtigen Herrn Rolonialdirektor aufmerksam darauf zu machen, daß Es sind Gelder genug bewilligt worden, und wohin sollen wir denn die deutsche Reichsangehörige und deutsche Beamte, sei es gegen die Frage eruirt werden muß. Aber ich bitte, einen Vorwurf gegen tommen, wenn es so weiter geht, daß Dußende von Millionen be- Deutsche oder Angehörige einer anderen Nation oder gegen die Regierung deswegen nicht zu erheben. willigt werden für militärische Zwecke, während bei Ausgaben von die Eingeborenen sich zu schulden tommen ließen, auf Abg. Bachem( 3.) Wir erwarten von den zuständigen Be 100 000 M. für Kulturzwecke der größte Widerstand bei der Regie- grund des Reichs Strafgesetzbuches verfolgt werden tönnten. hörden eine eingebende Untersuchung darüber, ob nicht eine strafrung entsteht. Und trotz aller Rüstungen sind die Großmächte nicht un, ist das der Fall- und das scheint zweifellos zu sein dann rechtliche Verfolgung möglich ift. Die Beweisführung des Herrn im stande, im Orient die dortigen Wirren zu klären. Wenn wir fordert auch das öffentliche Gewissen, daß der Fall Peters mit der v. Bötticher ist doch eine sehr formalistische gewesen. In den Amtsnoch feinen großen Krieg haben, so liegt das daran, daß die Groß- Entscheidung des Disziplinargerichtshofes nicht zu Ende sein könne, blättern gedruckte Geseze werden dort zwar nicht vorhanden sein, mächte selbst Angst haben vor den zerstörenden Folgen eines solchen ja selbst wenn Peters die Appellation bei der obersten Instanz ein aber wenn die Wilden Herrn Peters damals in die Hände gekriegt Krieges. Diesen fortwährenden Rüstungen muß Einhalt geboten legen sollte und die obere Instanz ein der ersten entgegengesetztes hätten, so hätten sie ihn gelyncht. Das wäre der Ausdruck eines werden. Das Reich allein kann nicht vorgehen. Aber das Reich Urtheil fällen sollte, so ist damit die strafrechtliche Seite der An- berechtigten Rechtsgefühls gewesen. Der ganze Reichstag und das und der deutsche Reichstag haben eine so gewichtige Stimme, daß gelegenheit durchaus nicht erledigt. Ist ein Bergehen oder ein Ver- ganze Bolt wird darüber einig sein, daß es eine große Ge sie wohl bei gutem Willen ein Ende machen können. brechen von einem solchen Menschen begangen worden, dann muß nugthuung ist, daß wir diesen Mann endlich los geworden sind. Abg. Richter( frs. Bp.): Das abgelaufene Etatsjahr hat ja er zur Verantwortung gezogen werden, einerlei, ob im übrigen die Abg. Graf Arnim( R.-P.): Ich habe nicht bedauert, daß diese ein gutes Ergebniß gehabt. Um so bedauerlicher ist es, daß solche Reichsbehörden sich veranlaßt sehen, das Disziplinarverfahren Dinge herausgekommen find, sondern nur, daß sie geschehen sind. großen Forderungen nachträglich gestellt werden müssen. Wir gegen ihn anzuwenden, abgesehen davon, ob der Gerichtshof Ich bin der letzte, der solche Dinge werden die Forderungen eier eingehenden fachlichen Erwägung Gründe findet, auf grund der Disziplinargefeße den Be. Aber daß in Afrita der Maßstab des preußischen Strafrechts nicht unterziehen müssen. Denn die Nothwendigkeit des Ertreffenden zu bestrafen und zur Verantwortung zu ziehen oder nicht. anzuwenden ist, das wird jedermann zugeben, denn sonst würde fazes des Artilleriematerials ist eine sehr be- Ich bege die bestimmte Hoffnung, daß die verbündeten Regierungen man zu horriblen Zuständen kommen. Ich will nur auf den einen deutsame Frage. Die Frage ist von weit größerer Wichtigkeit die Frage prüfen, ob nicht gleichzeitig auch auf grund der Straf- Punkt hinweisen, daß der Uebergang vom Kindesalter zum Alter für die Wehrkraft als die Frage, ob ein paar Kreuzer früher gefeße des Deutschen Reiches vorgegangen werden kann, damit der Erwachsenen ein anderer ist als in Deutschland. oder später bewilligt werden. Die Sache ist aber auch so dann die Strafe dem Verbrechen entsprechend ausfällt. Zwischen Abg. Lenzmann( freis. Vp.): Jch bedauere, daß der preußische technisch komplizirter Natur, baß ich es nicht für angezeigt dem Urtheil im Falle Peters und dem im Prozeß Roschemann und Justizminister nicht anwesend ist. Ich meine, daß die strafrecht halte, dabei Fragen allgemeinerer Natur zu besprechen. Wir freuen Genossen sind nicht von sozialdemokratischen, sondern bürgerlichen liche Verfolgung möglich ist und daß die Strafe eine solche ist, daß uns, daß im Hinblick auf diese Forderungen bereits bei dem Militär- Zeitungen Vergleiche angestellt, und es ist die Ueberzeugung aus: Peters, der weltbewanderte Mann, als fluchtverdächtig erscheinen etat erhebliche Abstriche vorgenommen worden sind, trotz aller gesprochen, daß bei Koschemann und Gen. das Urtheil nicht gerecht- tann. Ob das Gebiet, auf welchem sich damals Peters befand, Schimpfereien auf den Reichstag. fertigt sei, daß auf einen Judizienbeweis hin der Gerichtshof eine schon annettirt war, lasse ich dahingestellt, ebenso, ob nicht das Abg. Barhem( 3.): Wir wissen schließlich nicht mehr, wie wir ungemein schwere Strafe ausgesprochen hat. Auf der andern Kriegsterrain als Inland zu betrachten ist. Ein Häuptling würde als die Deckungsmittel beschaffen sollen, wenn es mit den Anforderungen Seite ist einem hohen Reichsbeamten, der doppelt und dreifach princeps lege solutus sein und nicht bestraft werden. Aber Peters der Militärverwaltung so weiter geht. Es gehört dazu der volle verantwortlich war, ein Mord nachgewiesen worden, ganz abgesehen ist tein princeps. Würde er auch straflos sein, wenn Patriotismus aller Parteien des Reichstages, denn diese Ausgaben von anderen Brutalitäten, die er namentlich den armen Negerinnen nicht ein armer Schwarzer, sondern Herr. haben die Tendenz, immer rascher zu wachsen. Der Reichstag wird zugefügt hat. Hier ist es erst recht nöthig, vorzugehen. Und wenn v. Pechmann das Opfer des Mordes gewesen wäre?: demgegenüber sich bis in das Detail hinein zu überzeugen haben, hier nicht auch der Grundsay gelten soll: Wenn zwei dasselbe thun, Auf die Frage der Verhaftung des Herrn Peters hat Herr v. Bötticher ob die Militärverwaltung die Nothwendigkeit der Forderungen be- ist es nicht dasselbe dann hat die Reichsregierung im Interesse nicht geantwortet; er ist auch nicht dazu berufen. Aber in anderen weisen kann. ihres eigenen Ansehens, im Interesse der gesammten deutschen Nation Fällen ist man in Deutschland schnell mit der Verhaftung bei der die Verpflichtung, das Strafverfahren gegen Dr. Peters einzuleiten. Hand. Der schwer verletzten Gerechtigkeit muß die Satisfattion ver ( Bravo! links.) schafft werden, die ein gesittetes Bolt zu verlangen berechtigt ist. Staatssekretär v. Bötticher: Ich bin mit dem Fall Peters Abg. Bebel: Graf Arnim wollte seinen Freund Peters nicht amtlich nicht befaßt gewesen und kann daher materiell nicht darauf preisgeben, obgleich doch aus dem Prozeß zwischen Herrn Dr. Lange Der Bericht der Reichsschulden- Kommission für 1895 wird durch eingehen. Aber darüber bin ich nicht im Zweifel: wenn das und Herrn Dr. Peters im Herbfie vorigen Jahres hervorgegangen Renntnißnahme für erledigt erklärt. Disziplinarverfahren beendet sein wird und wenn sich das Material ist, nach einer Aussage des Grafen Pfeil, daß Herr Peters sich an Bei der zweiten Berathung der Uebersichten der Einfür eine strafrechtliche Verfolgung ergeben wird, so wird die Staats- die Spige der Sozialdemokratie habe stellen wollen.( Heiterkeit.) Wir nahmen und Ausgaben der Schuhgebiete für 1894/95 anwaltschaft ihre Pflicht thun und der Gerechtigkeit freien Lauf müffen verlangen, daß Deutsche, namentlich deutsche Beamte sich als lassen. Kulturträger, als zivilisirte Menschen benehmen, und gegen Ausschreitungen Abg. Bebel( Soz.) auf den Fall Peters zurück. Der eigentliche Abg. Graf Arnim( Rp.): Ich habe im vorigen Jahre müssen wir die heimathlichen Gesetze anwenden, damit es nicht. moralische Urheber deffelben, der mit der Entlassung des Dr. Peters in dieser Sache das Wort ergriffen, um, wenn auch nicht den heißt, der Deutsche in den Kolonien ist ein Barbar, ein Wilder. Es aus dem Reichsdienste geendet hat, bin ich gewesen. Als ich im Dr. Peters in Schutz zu nehmen, so doch das Haus zu bitten, ab- mag allerdings manches in Afrita passiren, was für Europa nicht vorigen Jahre hier die Anklage gegen Peters erhob, meinte man, zuwarten, ob wohl die Beschuldigungen des Briefes an den Bischof paßt. Ich erinnere nur an die scheußliche Konkubinenwirthschaft. auch in der Presse, daß vieles von dem, was ich behauptet hätte, Tucker sich bewahrheiten würden. Es haben zivei Untersuchungen Wenn der Kolonialdirektor Kayfer seine volle Schuldigkeit gethan fich als unrichtig herausstellen würde. Wenn überhaupt jemand bei geschwebt. Die erste Untersuchung hatte ein so günstiges Ergebniß, hätte, wäre der Reichstag gar nicht in der Lage gewesen, meine diesem Prozeß hineingefallen ist, so bin ich es jedenfalls nicht; das daß man Peters zum Heichskommissar zu ernennen sich entschloffen Anklagen entgegenzunehmen.( Sehr richtig! links.) Ich hätte den einzig Unrichtige, was mir nachgewiesen werden fonnte, ist die von mir hatte. Da plötzlich tauchte die Beschuldigung des Herrn Bebel auf, Fall Schröder damals gleichfalls erörtern fönnen, weil ich behauptete Thatsache, daß ein Brief des Dr. Peters an den Bischof Tucker daß ein Brief bestehen solle, der so sinnlos war, daß es aus das ganze Material in der Hand hatte. Ich habe mit dem am 13. März v. J. angegebenen Inhalt nicht existirt. Das geschlossen war, daß Peters einen solchen Brief geschrieben haben mich gescheut, um den Skandal nicht zu zu vergrößern. thatsächliche Material aber, das der Tucker'sche Brief enthalten sollte, fönne. Deshalb bat ich das Haus, sein Urtheil aufzuschieben, Ich habe mich gefreut, daß die Verwaltung selbst vorging. Die ist durch den Prozeß als vollständig richtig anerkannt worden. Das und es wurde eine neue Untersuchung eingeleitet. Es Bestimmung über die Bestrafung von Beamten wegen Vergehen Gericht hat insbesondere anerkannt, daß bei der Hinrichtung des hat sich herausgestellt, daß ein solcher Brief, wie Herr Bebel be- und Verbrechen im Auslande reicht vollständig aus, um Peters Peters'schen Dieners Mabret sexuelle Gründe wesentlich mitgespielt hauptet, nicht vorhanden war. Wenn sich herausgestellt hat, daß strafrechtlich zu verfolgen auf grund des Reichs Strafgesetzbuchs. hatten, die den Dr. Peters veranlaßten, diese Hinrichtung herbei- falsche Berichte erstattet sind, und daß Dinge vorgekommen sind, Die Hinrichtung des Mebrek und des Mädchens waren Amiszuführen. Der Beurtheilung, welche das Gericht der früheren Kon- die ich auf das lebhafteste bedaure, so will ich das auf sich beruhen handlungen des Peters. Mit welchem Scharffinn werden die Vorfubine des Peters hat zu theil werden lassen, werden diejenigen, lassen, da ja von beiden Seiten Revision eingelegt worden ist. schriften des Strafgesetzbuchs den Sozialdemokraten gegenüber die damals den Verhandlungen hier beigewohnt haben und den Abg. Lenzmann( fr. Bp.): Daß der Fall Peters mit dem Urtheil gelegt! Von diesem Scharfsinn merkt man Herrn Peters gegenüber Prozeß aufmerksam verfolgt haben, kaum zustimmen. Ich meine, nicht abgeschlossen ist, ist selbstverständlich. Ich mag aber in ein noch nichts, man könnte beinahe von Stumpffinn sprechen. Sollten die daß Peters aus denselben sexuellen Gründen die Jagodjo hat hängen schwebendes Verfahren nicht eingreifen. Ich hätte jedenfalls die Regierungen keinen Anlaß nehmen, strafrechtlich einzuschreiten, so laffen. Ich bedauere, daß es nicht möglich war, auch den Premier Ressortchefs benachrichtigt, daß ich die Sache vorbringen würde. werden wir darauf zurückkommen. lieutenant v. Pechmann auf die Anklagebant zu bringen.( Sehr Aber da sie einmal angeschnitten ist, so möchte ich auf die Sache Abg. Förster Neustettin( Reform- P.): Herr Bebel sollte nicht richtig! links.) Der Kolonialdirektor Kayser hat schon am 18. März eingehen. Aus den Verhandlungen geht hervor, daß der Angeklagte immer alles in Deutschland schlechter finden als im Auslande. Es vorigen Jahres alle die Anschuldigungen gegen Dr. Peters zu nicht ein Mann ist, dessen Thaten man zu bedauern hat, sondern ist durchaus bei uns beffer. Sehen Sie sich doch die Behandlung gegeben, die sich jetzt durch die Gerichtsverhandlung als die man fittlich verabscheut, ein Mann, dem jedes menschliche Gefühl des Falles Jameson und Rhodes in England an; von Gerechtigkeit wahr erwiesen haben, und es im höchsten Grade auffallend, abgeht. Da die Verhandlungen genügendes Material ergeben haben, ist da keine Rede, es entscheidet lediglich der egoistische Krämerdaß man feine Veranlassung nahm, schon damals im um strafrechtlich vorzugehen, so muß vor allen Dingen dafür standpunkt. Jahre 1892, wo die Reichsregierung zum ersten Male von diesen gesorgt werden, daß die Behörden sich des Inkulpaten ver= Damit schließt die Debatte; entsprechend den AuVorkommnissen Kenntniß erhielt, auf dem Wege der Disziplinar- fichern, damit er nicht wie Leift echappirt. Das Verbrechen trägen der Rechnungskommission werden die nachgewiesenen Etatsuntersuchung gegen Peters vorzugehen. Schon damals war von der Peters' wird nach den Gesetzen aller auswärtigen Staaten bestraft; überschreitungen und außeretatsmäßigen Ausgaben nachträglich geHinrichtung der beiden Menschen durch den, Bericht des Gouverneurs die deutschen Gerichte würden berechtigt sein, Anklage zu erheben nehmigt. Die Vorlage wird der Budgettommission überwiesen. Die allgemeinen Rechnungen für die Jahre 1885/86 bis 1891/92, sowie die Rechnungen der Kaffe der Oberrechnungskammer werden dechargirt. und 1895/96 fommt Leute M v. Soden der Regierung Mittheilung gemacht worden. Allerdings gegen Peters wegen Mordes. Der Justizminister hat in einem Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfes wegen find als Zeugen diejenigen Leute verhört worden, die selbst bei andern Falle ausgeführt, daß ein Verfahren nicht eingeleitet werde, anderweiter Bemessung der Wittwen- und Waisen diefer friegsgerichtlichen Farce mitgewirkt haben; nämlich weil der Nachweis des Dolus mangeln würde. Wir werden erst gelder. Lieutenant von Bechmann nnd Sekretär Jante; diese abwarten, ob das Schwurgericht Herrn Peters freisprechen wird. Abg. Stadthagen( Soz.): Dieser Gefeßentwurf entspricht theilhaben mit Peters das sogenannte Kriegsgericht gebildet. Peters hat einen falschen Bericht erstattet, weil er sich seines Un- weise den Wünschen, die die Sozialdemokratie wiederholt, zuletzt im Sie waren daran im höchsten Grade interessirt und suchten die rechts selbst bewußt war.( Sehr richtig! links.) Das ist genügend, Jahre 1895, geäußert hat. Wir hatten damals hervorgehoben, daß Sachlage in einem Lichte darzustellen, daß es zu einer weiteren um den Dolus nachzuweisen. es vollkommen unbillig sei, einer Wittwe 120 oder 160 m. als gerichtlichen Berfolgung teine Veranlassung gab. Ein Mann wie Kommiffarius des Bundesraths Hellwig( Staatsanwalt im Wittwengeld zu geben; man erhob den Einwand, daß die Wittwe Dr. Kayser, der gegenwärtig Präsident eines Senats im obersten Peters Prozeß) erklärt, daß die Frage, ob eine strafrechtliche Ber- auf dem Laude wenigstens noch einigermaßen gut leben tönnte. deutschen Gerichtshofe ist, hätte doch in diesem Falle so viel folgung eintreten solle, geprüft worden ist. Ein Mord ist allerdings Wenn auch die Regierung nicht die Pension auf 450 resp. juristische Bildung haben müssen, daß er nicht nur diese interessirten nach den Gesezen aller Nationen strafbar; aber der Mord ist be 360. erhöht hat, so hat sie sich doch überzeugt, daß Rathe hätte ziehen sollen, sondern diefelben gangen am Kilimandscharo unter einer wilden Völkerschaft, bei es unbillig ist, von Wittwen und Waisen zu verlangen, Leute, die man im Laufe der letzten Jahre auf meine Anklage hin welcher keine geschriebenen Geseze bestehen. Ein dortiger Häuptling daß fie mit so geringen Summen auskommen sollen. vernommen hat. Es kann nicht genug gebrandmarkt werden, daß hätte in einem ähnlichen Fälle jedenfalls ebenso gehandelt. Der Die Wittwen sollen im Minimum 216 M. erhalten. Wir scheint die kaiserliche Regierung bezw. der Direktor des Kolonialamtes Beweis, daß am Orte der That dieselbe strafbar ist, ist nicht zu er auch dieses nicht auszureichen, namentlich, wenn ich bedenke, un etwas als einen ordnungsmäßigen Gerichtshof ansieht, das zufammens bringen.( Unruhe) wieviel die Wittwenpensionen der höher dotirten Beamten erhöht sind. gesetzt ist aus Leuten, die der betreffende maßgebende Herr ganz Abg. Bebel: Dieser Rechtsgrundsatz der Regierung wird wohl Die bisherige Höchstpension einer Wittwe foll von 1600 auf 3000 m. nach Willfür und eigenem Geschmack zusammengerufen hat.( Sehr allseitige Ueberraschung erregen. Ein Mord soll deshalb nicht straf erhöht werden, etwa um 87 pet. Die vorliegende Steigerung be richtig! links.) In erster Linie kommt bekanntlich der Lieutenant bar sein, weil die Wilden ihn nicht für strafbar halten!( Hört! trägt aber nur 28 pet. Das ist unbillig. Ebenso unzureichend er Bronsart v. Schellendorf in Frage. Und wie es bei der Werhand links.) Nach dieser schönen Motivirung müssen wir annehmen, daß scheinen mir die Säße für die Kinder von 32 und 54 M. lung zugegangen, schildert Herr v. Pechmann in seiner brutalen und sich noch ähnliche Petersnaturen in den ostafrikanischen Gegenden Es ist unmöglich, ein Kind mit 2 oder 4,50 m. monatlich zu er offenen Art: man fist eben zusammen und berathschlagt, was man finden, ohne anders als blos moralisch verurtheilt zu werden. Wenn halten. Wenn man sich zu dem Gedanken durchgerungen hat, daß wohl am besten thue. Da wird über Leben und Tod entschieden, etwas die Schamröthe erregen tönnte, so ist es eine solche Auf- es nothwendig ist, den Hinterbliebenen des im Getriebe der Armee und was da entschieden wird, ist maßgebend, auch für die kaiserliche faffung der Rechtsverhältnisse. Wenn die Rechnungsablegung für Berunglückten Pensionen zukommen zu lassen, so soll man auch nicht Regierung maßgebend. Allerdings war ja damals der Herr den Kolonialetat zur Berhandlung steht, dann kann man ohne so geringe Pensionen geben, daß sie geradezu als Almofen bezeichnet Kolonialdirektor in der Lage, su erklären, die Aften des weiteres die Anwesenheit der betreffenden Reffortbeamten erwarten. werden müssen. Es wird sich allerdings zwischen unseren früheren Kriegsgerichts seien verloren gegangen.( Heiterkeit links.) Herr Peters hat also nun die Gewißheit, daß er ftraf: Anträgen und den jetzigen Forderungen der Regierung schwerlich Ich habe mir damals gleich gedacht, daß es für ihn ein rechtlich nicht mehr belangt werden kann. Graf Arnim hat Peters die richtige Mitte finden lassen, eventuell werden wir, falls die Kom Glück sein möge, daß diese Atten verloren gegangen sind. heute nicht mehr vertheidigt, aber er hat auch kein Wort der Ent- missionsberathung nicht beliebt werden sollte, solche Anträge im Ich nehme an, daß es wahr war, daß sie verloren gegangen sind; rüftung über ihn gefunden. Er hat mir wieder vorgeworfen, daß ein Plenum stellen. Die von uns angeregten Säße find so niedrig, daß denn ich fann selbstverständlich nicht annehmen, daß der Herr Brief an Bischof Tucker nicht vorhanden sei. Ich habe nur be- fie ohne jede weitere Distussion angenommen werden können. Kolonialdirektor von der Tribüne des Reichstages etwas behauptet, hauptet, daß dieser Brief abgedruckt sein soll. Aber auch ohne den Es ist wohl möglich, daß die Regierung auch diesen Gesetzentwurf was nicht wahr ist. Aber es ist doch ein außerordentlich glücklicher Brief ist die Handlungsweise des Herrn Peters verwerflich daraufhin angesehen hat, welche Wirkung er auf die Sozialdemo Zufall gewesen, daß gerade diese sogenannten Atten des Kriegs- genug. Herr Lieber hat damals den Eindruck derselben im fratie haben könnte. Nun ist es auffallend, daß, während hier die gerichts verloren gegangen sind, daß die Reichsregierung nicht ein Reichstag drastisch geschildert. Da hätte Graf Arnim feine Wittwen und Waisen der Militärpersonen in gewisser Hinsicht bemal in der Lage war, zu prüfen, unter welcher Form und auf grund Vertheidigung sparen sollen. Daß trotz der Kenntniß von den Vor rücksichtigt sind, nicht der Regierung, wiewohl sie augenblicklich die welchen speziellen Materials und in welcher Weise die Verhandlung gängen in Ostafrita, die schon 1892 vorhanden war, Herr Peters Unfallnovelle vorgelegt hat, auch der Gedanke gekommen ist, flattgefunden hat, wer bei der Sache näher betheiligt war, mit einem für einen hohen Posten in Aussicht genommen wurde, ist das una ob nicht auch die Wittwen und Waisen der Invaliden der Arbeit Worte, ob ordnungsmäßig vorgegangen ist oder nicht. Aller endlich Traurige bei dieser ganzen Sache. Das wirft einen schwarzen inbezug auf dies Gesetz in eine noch größere Ausnahmestellung dings sagte der Herr Kolonialdirektor in der Sigung vom Schatten auf den Charakter und den Muth des verflossenen Kolonial- kommen, als sie heute schon stehen. Diese Frage wird Die Wittwen der Arbeiter sind 18. März, es sei eine Art Kriegsgericht zusammengetreten. direttors Rayser, der die guten Freunde des Herrn Peters fürchtete. man bejahen müssen. Es war allerdings eine sonderbare Art von Kriegsgericht, aber doch Freiwillig ist Herr Kayser nicht gegangen; er hatte die Einsicht, bärmlicher gestellt als die Wittwen und Kinder der Beamten. ine Art, die, wenn das Beispiel Nachahmung finden sollte, uns daß die Untersuchung einen schlechten Verlauf nehmen müsse, daß er Giebt man dies zu, so wird man einen Ausgleich suchen müssen, um and namentlich die Herren Kolonialfreunde zu den aller energischsten sie nicht im Reichstag noch einmal vertreten könne. Deshalb zog er diese Kluft durch einen neuen Artikel im Unfallgefeß zu beseitigen. Protesten veranlassen müßte. Es ist aber denn doch die Frage, ob sich in den Zivilsenat des Reichsgerichts zurück. Die verbündeten Jm Unfallgesetz werden die Kinder berücksichtigt bis zum vollendeten mit dem Urtheil des Gerichtshofes in der Sache Peters die Sache Regierungen sollten sich doch überlegen, ob sie die Rechtsfrage nicht 18. Lebensjahr. Die Unfallnovelle will die Arbeiterkinder nur bis zum abgethan sein soll. Ich möchte die Frage an die Herren vom anders beurtheilen als vorhin der Vertreter des Bundesrathes. 15. Lebensjahr berücksichtigen. Es sollen also diese Kinder weniger Megierungstisch richten, ob sie mit der Entscheidung des Gerichts die Staatssekretär v. Bötticher: Ich will nicht die Vorwürfe Rechte haben als die Kinder anderer Staatsbürger. Das muß ge Sache für abgethan halten. Als ich gelegentlich der Fälle Wehlan- gegen den Kolonialdirektor Kayser beleuchten, der doch immerhin ändert werden. Nach dem Unfallgefet bekommt eine solche Wittwe Leist vor einem Jahre das fategorische Verlangen stellte, daß nun- feine Verdienste hatte. Wenn das Maß der Entrüstung maßgebend nicht einmal so viel, wie hier der Minimalbetrag ist. Die Arbeiters mehr von seiten der Reichsregierung, nachdem das Disziplinar wäre für das Einschreiten gegen Peters, dann würde die Reichs wittwe würde 20 pet. von zwei Drittel der sogenannten vollen verfahren, allerdings mit weniger schlimmem Ausgang wie im regierung ohne Zweifel vorgehen. Aber die Sache liegt durchaus Rente bekommen. Das wären also bei 1300 Mart Gehalt, Falle Peters erledigt war, auf grund des deut nicht so einfach. Es ist durchaus zweifelhaft, ob man da ein Drittel abgeht, 900 Mart, 20 pet. davon, also 180 Mart. man era $ Sächsische Behörden paradiren natürlich wieder mit den üblichen Verboten. In Reichenbach i. V. find alle Demons ftrationen und öffentlichen Umzüge am 1. Mai untersagt, und in Dresden und Umgegend außer diesen auch die Massenspaziergänge und zwar am 1. und 2. Mai. Nun, ebensowenig wie die sächsischen Behörden die Sonne ausblasen fönnen, ebenso wenig vermögen sie den Arbeitern Sachsens die Maifeier zu vereiteln. Aus Paris wird telegraphirt: Die Leitung der Arbeiter. börse erklärt, daß am 1. Mai feinerlei Manifestationen stattfinden. Indessen beabsichtigt die Marxistische Gruppe gleichwohl eine Rundgebung zu veranstalten. " " Nachstehend geben wir diejenigen Listen nochmals bekannt, die bis dato no nicht eingegangen sind. Wir ersuchen, auf untenstehende Zahlen zu achten und uns die Inhaber bekannt zu geben: 30, 333, 623, 626, 837, 911, 1370, 1761, 1765, 1767, 1768, 1878, 1890, 2159, 2393, 2406, 2767, 2547, 2931, 2935, 2980, 3152, 3156, 8251, 3483, 3490, 8650, 3651, 3773, 4353, 4717, 4734, 4794, 4849, 5021, 6525, 6720, 6721, 6768, 6824, 6994, 6995, 5363. Vorstehende Listen, ob- leer oder gezeichnet, find sofort an das Gewerkschaftsbureau( M. Millarg), Annenstr. 16, abzuliefern. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A. Millarg. Ausland. 3774, 3785, 3787, 3802, 3808, 3805, 3806, 3843, 3868, 3873, 3878, 3913, 3941, 4331, Boziales. So etwas muß den Klaffenhaß schüren, die Kluft zwischen den ver- berichtet, daß dort zirka 10 Schuhfabrikanten ihren Arbeitern den schiedenen Klassen der Bevölkerung verbreitern. Noch schlimmer be- 1. Mai freigegeben habe. stellt ist es mit den Erziehungsgeldern für die Kinder der Arbeiter. Sie werden nur bis zum 15. Lebensjahr bezahlt und auch nur mit 15 bezw. 20 pct., also auch nicht so, wie ein ähnlich gestellter Beamter sie zu verlangen hätte. Da die Regierung selbst sehr wenig Gewicht auf das Zustandekommen der Unfallversicherungs- Novelle legt, so wird es kaum möglich sein, sie noch zu stande zu bringen, um so nothwendiger aber ist es, wenigstens die Wittwen und Waisen der Arbeiter mit denen der Beamten gleichzustellen. Im Interesse des sozialen Friedens bitte ich Sie, in zweiter Lesung Der Streit der Bergleute von La Grand' Combe in unfere Anträge ohne Voreingenommenheit zu prüfen und wohl Frankreich dauert noch fort; jedoch haben bereits 600 von 3000 die wollend zu berücksichtigen. Wir hüten uns, diesem Gefeßentwurf das Arbeit wieder aufgenommen. Trotz der Fürsprache des Präfeften, entgegen zu schleudern, was uns entgegengeschleudert wurde, als wir Die Leipziger Volkszeitung" erwidert auf unsere letzte der ständigen Aufenthalt im Streiforte genommen hat, laffen sich die bei der Unfallversicherungsnovelle die Ausdehnung der Pension für Notiz gegen den Genossen Schoenlant:„ Uns war von Lieb- Unternehmer auf nichts ein. Die Direktion hat einen Utas erlassen, daß, die Kinder bis zum 16. Jahre verlangten, wo im Hause der be- fuecht's Abwesenheit nichts bekannt. Von wem stammt denn aber wer bis heute Dienstag nicht zur Arbeit zurückgekehrt ist, als entlassen kannte Herr meinte, das wäre eine Prämie auf die Bummelei. Ich die letzte Notiz im„ Vorwärts", wonach Liebknecht auf den Vliegen gelte. 550 namentlich aufgeführte Bergleute sollen nicht wieder in will hoffen, daß derfelbe Herr auf die Kinder der Beamten und schen Artikel, der sich direkt gegen Liebknecht richtete, soweit nöthig, Arbeit genommen werden. Zu dem Hunger gesellt sich der Schrecken. Militärs nicht denselben Ausdruck anwenden wird.( Beifall bei den in der holländischen Presse antworten werde? Im übrigen trifft auf Die Soldaten und Gendarmen wollen Beschäftigung haben; täglich Sozialdemokraten.) jeden Fall unsere Kritik zu, da sich Liebknecht jeder sachlichen Aus- finden Verhaftungen statt und die Gerichte arbeiten den UnterAbg. v. Stumm( R.-P.): Wenn der Vorredner die Waisen der einandersetzung entzogen hat. Mit den Redakteuren des Vorwärts" nehmern in die Hände. Bereits sind einige Arbeiter verurtheilt perunglückten Arbeiter denen der Reichsbeamten gleichstellen will, aber zu diskutieren, ist überflüssig." worden. Die sozialistischen Abgeordneten Lamendin und Basly dann sollte er doch gleich weiter gehen und allen Waisen aller ArAuf die Frage zu antworten, die in dem zweiten Sage dieser begeben sich, wie die Petite Republique" mittheilt, nach dem beiter, auch derjenigen, die nicht verunglücken, eine Rente gewähren. Grwiderung enthalten ist, das erübrigt sich, weil die Frage ganz Streifgebiet. Wenn die Kinder der Arbeiter mit dem 14. Lebensjahre ihrerseits und gav der journalistischen Sitte widerspricht. Wenn sich Lieb- Der Streit der Ziegelei Arbeiter der Umgegend von in Arbeit treten, so braucht man ihnen die Waisenrente nicht bis fnecht bisher nur auf eine humorvolle Auseinandersetzung mit Brüssel ist beendet. Die Arbeiter bekamen einen Theil ihrer zum 16. Lebensjahre zu gewähren. Schoenlant einließ und sich, um ernsthaft zu diskutiren, an den Forderungen bewilligt. Staatssekretär Graf Pojadowsky: Mit der Unfallversicherung holländischen Genossen Vliegen wendet und die Frage, um die es kann diese Vorlage nicht in Verbindung gebracht werden. Die fich dreht, vor den Holländern selbst zur Entscheidung bringt, so ist Pension der Hinterbliebenen bildet einen Bruchtheil der Pension, die das einfach die gebührende Antwort auf die Art, wie Schoenlaut Jft die Lebenshaltung des Arbeiters unter der kapitaliftidem verstorbenen Beamten am Tage seines Todes zugestanden hätte. die Sache behandelt hat. Was die gegen die Redakteure des schen Produktion beffer geworden als früher? Zur Beantwortung Dabei sind nach oben hin erhebliche Einschränkungen gemacht worden. Vorwärts" gerichtete Bemerkung betrifft, so würde sie uns einiger dieser Frage ist es jedenfalls nicht ohne Bedeutung, zu wissen, wie Wenn die Vorlage und die Besoldungserhöhung angenommen wird, maßen amüsiren, wenn sie nicht zugleich ein spezifisches Symptom die Arbeiter selbst darüber denken. Aus der Porzellanindustrie so wird eine Mehrausgabe für die Pensionen von 94 Millionen dafür wäre, daß die Selbstüberschäzung des leitenden Redakteurs liegt gerade jetzt eine Aeußerung vor, die um so beachtlicher ist, Mark im Beharrungszustande nothwendig sein. Weiter wollten wir der Leipziger Volkszeitung" bedauerlicherweise noch im Zunehmen als die Arbeiter dieser Industrie gewerkschaftlich gut organisirt sind mit unseren Anträgen an den Reichstag nicht gehen. begriffen ist. und sich gegen Verschlechterungen ihrer Arbeitsverhältnisse sehr Abg. Stadthagen( Soz.): Wenn es auch wirklich der Wittwe Vou der Agitation. In der Woche vor Ostern hielt Reichstags- energisch wehren. Die Ameise", das Organ des Porzellaneines hohen Beamten sehr peinlich und schwer werden mag, mit Abgeordneter Stadthagen in Osnabrück, Quackenbrüd arbeiter- Verbandes, bringt in der Nummer vom 23. April einen 1600 M. auszukommen, so darf doch nicht vergessen werden, daß es und Hildesheim gutbesuchte Versammlungen ab. Es waren auch Artikel, worin es heißt: Wer so an die vierzig Jahre zurückganz unmöglich ist, mit 160 oder 216 M. auszukommen. In erster viele Gegner anwesend, diese nahmen aber trotz wiederholter Auf denken kann, der wird, wenn er die Arbeitsverhältnisse von Linie muß also die arme Wittwe, die nur 216 M. bekommen soll, forderung nicht das Wort. Nachträglich machten die Gegner ihrem damals mit den heutigen vergleicht, wenn er sozusagen eine Parallele berücksichtigt werden. Mit dem Hinweis auf die gleichen Prozentfäße ist diese ins Auge fallende ungerechtigkeit nicht gepreßten Herzen Luft. Eine ihrer Auslaffungen mag des zieht, einen ganz bedeutenden Unterschied dieser Verhältnisse konsta= charakteristischen Tones halber hier niedriger gehängt sein. Im tiren müssen. Die Arbeitsverhältnisse haben sich vollständig beseitigt. Mit 1600 M. läßt sich auskommen, mit 216 M. nicht. Denabrüder Sonntagsboten", einer der Stüßen von Anstand, verschoben, aber nicht zu unseren Gunsten. Bor Was Herr v. Stumm über die Dinge, weswegen ich hier in dieser Moral und Gesez, lesen wir: Weit interessanter noch als die 40 Jahren gehörte der Porzelliner zur Elite der Arbeiter, hente Sache Spreche, gesagt hat, ist ebenso falsch, wie der Inhalt seiner neuen Damenmoden zu beobachten, war es, dem Redner zuzuhören, gehört er zum Proletariat. Früh, mit dem Morgengranen so ficher nur von ihm selbst für logisch gehaltenen Ausführungen über den sich die Sozialdemokraten am Dienstag von Berlin geholt hatten, zu sagen, begeben wir uns an unfre Arbeit, in unsre keinesden Unterschied der Menschen, je nachdem sie Arbeiter oder Beamte um die eintönige Stille der Charwoche wirksam zu unterbrechen und wegs mit den Annehmlichkeiten des Lebens versehene Arbeitsstätten, find. Was mir Herr v. Stumm als meine Absicht unterstellt hat, die sie beherrschende Friedensstimmung durch ausheßende Reden zu und halten dort aus in staubgeschwängerter oder nach Terpentin war ein Konglomerat von Unrichtigkeiten. Erfreulicher Weise hat Herr v. Stumm den Ausdruck„ Prämie für Bummelei" hier wieder verscheuchen. Ueber die allgemeinen politischen Wirren und die duftender Luft bis zum Abend bei anstrengender Arbeit. Die Preise Stellung der Sozialdemokratie wollte sich der sozialdemo- werden immer niedriger und die Anforderungen an die Quantität holt. Ich meine, es handelt sich, gleichviel ob Arbeiter oder Befratische Reichstags Abgeordnete Stadthagen aufklärend ver und die Qualität der geleisteten Arbeit immer höher. Nur wer amter, in beiden Fällen um bedürftige Menschen, und so müßte breiten, hielt sich jedoch nur zu Anfang seiner Rede streng an seine so zu sagen mit allen Hunden gehezt ist", wer keinen Griff umsonst der Ausdruck„ Prämie auf die Bummelei" konsequenter Weise Aufgabe, um im Laufe des Abends sich immer mehr in persönliche macht, kommt auf seine Kosten, allerdings auf Kosten seiner Gefund= auch auf die Kinder der Beamten Anwendung finden, die Angriffe zu verirren, die an Verbissenheit und stellenweise sogar an heit den letzten aber ,, beißen die Hunde". Wer nicht abends fich 21112 die beffere Versorgung ihrer Kinder bemühen. Schamlosigkeit alles übertrafen, was uns hier seither von sozial- wie gerädert" an allen Knochen flappernd nach Hause geht, wer Was Herr v. Stumm gesagt hat, stimmt allerdings mit dem Inter- demokratischer Seite aufgetischt wurde. Daß Herr Stadthagen ein nicht seine Kräfte bis zum letzten Tropfen erschöpft, der kann sich esse des Unternehmers überein. Der kommt um so besser weg, je außerordentlich gewandter Redner ist, der mit dem wirkungsvollen am Bahltag mit seinem leeren Geldbeutel die Augen auswischen. weniger Rente zu zahlen ist. Erfreulich ist immerhin, daß er nicht Worte zu spielen weiß, wie das Kind mit dem Ball, werden ihm Infolge dieses Faktums wird geknufft" was die Riemen halten auch noch ein besonderes Cherecht für die Beamtenwittwen auf- auch seine Gegner neidvoll einräumen müssen. Wie es aber um wollen und wird der Preis reduzirt, so wird gestellt hat, denn bekanntlich ist es im gange, die Arbeiterwittwen die Logit seiner Rede steht, darüber dürfen die Ansichten der beifall- so mehr geknufft" oder e3 wird trocken Brot gegessen. so zu stellen, daß die Berufsgenossenschaften berechtigt sein sollen, heulenden Genossen und kopfschüttelnden Nichtgenossen sehr ver- An einen Lebensgenuß, an irgend eine Annehmlichkeit des Lebens ihnen überhaupt keine Penfion zu zahlen, sobald die Witwe ein Jahr getrennt von ihrem Mann gelebt hat. Ich hoffe, die schieden sein. Auch muß man dem Redner zuerkennen, daß ist unter solchen Umständen gar nicht zu denken. Der Krug geht in seinem Vortrage fehr viel Wahrheiten, ja traurige denn auch so lange zum Wasser, bis er bricht. Durch diese lang Mehrzahl des Hauses wird diesen Gedanken des Stumm schen Cherechts und der Stumm'schen Prämie sür Bummelei Wahrheiten zum Ausdruck kamen, die auch diejenigen nicht gutheißen anhaltende und erschöpfende Arbeit wird der Körper vollständig können, die auf einem ganz anderen Parteistandpunkt stehen wie ausgemergelt, die verbrauchten Kräfte können nicht ergänzt werden, nicht akzeptiren, sondern auch den Arbeitertindern eine möglichst Herr Stadthagen; ebenso verwerflich und verabscheuend ist jedoch da der Erwerb zu kräftiger Ernährung nicht ausreicht, da die Zeit gute Ausbildung zu theil werden lassen wollen und das auch in die Art und Weise, in der Redner die Verdienste großer Staats- zur Pflege der Gesundheit nicht vorhanden, und so kommt denn diesem Gesetz ermöglichen, um so mehr, als die Kosten, die für den männer in den Roth zieht, dabei mit geradezu diabolischer Rede- schließlich bald das Ende vom Liede: ein günstigstenfalls mit Arbeiter gezahlt werden, von der Industrie zu zahlen sind, für die wendung und Wortstellung sich vor den Armen des Staatsanwalts Kränzen behängter Sarg und eine schöne Nede am offenen Grabe; der betreffende seine Gesundheit event. sein Leben gelassen hat. Staatssekretär Graf Pojadowsky: Das Gesetz bezweckt nicht schützend, der ihm längst sein Handwerk hätte legen sollen. Es ist dann ist das Drama zu Ende." hier nicht der Drt, Einzelheiten der Nede des Herrn Stadthagen zu Und in der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" vom eine Erhöhung der Pension der Wittwen der höheren Beamten, zitiren und zu beleuchten, die für die bis zum Cynismus gestiegene 24. April wird die Lage der Berglente ebenfalls nicht. sondern eine Abschwächung der jetzt stattfindenden starken Kürzung. Weltverbissenheit des Redners ein das Mitleid herausforderndes weniger als rosig geschildert. Wenn wir," schreibt das Blatt,„ den Die Vorbereitung für die Beamtenlaufbahn, der sich die Kinder der Beugniß ablegten." jetzigen Bergarbeiterstand mit dem früheren, wie er noch zu Anfang Beamten zuwenden, erfordert eine größere Beit; deshalb ist auch Aus New York wird uns geschrieben: Die amerikanische dieses Jahrhunderts existirte, vergleichen, dann kann man sagen, eine längere Dauer der Waisenpension gerechtfertigt. Abg. v. Stumm: Der Abg. Stadthagen ist zu konfuse, un Sozialdemokratie hat bei den Lokalwahlen in einer Anzahl der er hatte früher viele Pflichten, daneben aber auch manche noch Pflichten und den Unterschied zu verstehen, der besteht zwischen Wittwen und westlichen Staaten meist recht gute Resultate erzielt. So echte, jetzt aber hat Rechte." Waisen der Beamten und der Arbeiter. Nur die Hinterbliebenen erhielt unser Mayors( Bürgermeister-) Kandidat in Chicago Necht auf freie Kohle für seinen Hausbedarf, jezt nuß er fic auf Früher hatte der Bergmann z. B. ein gefeßliches der verunglückten Arbeiter erhalten eine Pension. Das ist 1226 Stimmen gegen 712( im ganzen Staat 1147) bei der Herbstein Ausfluß der Haftpflicht, nicht des Arbeitsverhältnisses an sich. wahl. In Cleveland fielen auf dasselbe Amt 893 fozial- den meisten Bechen bezahlen, und während er für die Tonne ge im ganzen County; die förderter Kohle manchmal nur wenige Pfennige erhält, soll er die Abg. Stadthagen: Habe ich recht gehört, so hat Herr v. Stumm demokratische Stimmen gegen 434 mir vorgeworfen, daß ich zu konfuse gesprochen hätte, um etwas Kandidaten für den Schulrath erhielten aber noch bedeutend mehr, Tonne Kohlen mit 12 oder noch mehr Mart bezahlen. Wir möchten zu diesen Auslassungen des Bergarbeiter- Fachblatts fapiren zu können. Herr v. Stumm bestätigt das. Diese Art zu so Frau Christiansen 1464 Stimmen, die übrigen 1188, 1222 und 1300. sprechen enthält aberinals ein solches Uebermaß eines Mangels Bei der Herbstwahl war unsere Stimmenzahl im ganzen Staat 1156. noch bemerken: Ist im Verhältniß zum Verlust der alten Rechte richtiger Werthschägung seiner selbst, einen so hervorragenden Mangel In Davenport, Iowa, brachten wir es von 110 auf zirka 300 der Lohn ausreichend gestiegen? Ferner, ist die Arbeitszeit des an Einsicht und Kenntniß der bestehenden Verhältnisse und ihres Stimmen, d. i. 4 pet. des Gesammt- Votums. In Syebvygan, Bergmanns heute kürzer als früher, die Arbeit in den Gruben weniger rechtlichen und wirthschaftlichen Zusammenhanges, daß es in der Wisconsin, wo die Sezessionisten unserer Partei den republikanischen gefährlich, die Behandlung der Knappen durch die Bechenverwaltungen That überflüssig ist, zu diskutiren, um Herrn v. Stumm zu über- Mayors Kandidaten unterstügten, war im allgemeinen die Be- besser als zu jener Zeit, wo der Bergwerksbetrieb noch nicht den theiligung schwächer als bei der Herbfiwahl, indem auf unseren rein tapitalistischen Charakter trug, den er heute hat? UnzweifelDie Verweisung der Vorlage an eine Kommission wird nicht Mayors- Kandidaten nur 211 Stimmen fielen, während damals 297 haft waren im Bergbetriebe die Arbeitsverhältnisse früher besser als erzielt wurden. Dagegen gelang es in einem Bezirk, unsern Alder jegt, sie haben sich entschieden verfchlechtert. Schluß 42 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 2 Uhr.( Erste man( Stadtverordneten-) Kandidaten durchzubringen; derselbe erhielt Gewerkschaften bestehen, wie in England, ist der Verschlechterung Einhalt geboten, aber nicht mit Zustimmung des Kapitalismus, fou Berathung der Vorlage betr. die Invaliden Versicherung 178 gegen 89 republikanische und 72 demokratische Stimmen. dern im Gegensatz zu ihm. und der denselben Gegenstand betreffenden Anträge v. Plöz und Rösicke.) zeugen. beliebt. Parlamentarisches. 10 S Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Die " " er uur eben um feine Nur wo starfe Moderne Völkerwanderung. Nach Mittheilungen schweizerischer Blätter sind dieses Frühjahr 46000 italienische Ar beiter über die Golthardbahn nach der Schweiz befördert worden, wovon ein großer Theil nach Deutschland weitergereist ist. Depeschen und lehte Machrichten. Die Berliner Steinbildhauer beschlossen, von einer allZum Auswanderungsgesetze haben die sozialdemokratischen gemeinen Arbeitsruhe am 1. Mai Abstand zu nehmen, da sie zur Abgeordneten folgende Anträge gestellt: Trantenau, 27. April.( W. T. B.) Der Ausstand der 1. den§ 14 Abfah 2 folgendermaßen zu fassen: Die Erlaubniß Beit völlig durch die Gleichgiltigkeit in ihren eigenen Reihen der bei Erfüllung der vorstehenden Erfordernisse darf nicht verweigert Willkür der Steinmetz- Innungsmeister preisgegeben sind. werben, wenn nicht Thatsachen vorliegen, welche die Unzuverläffig patriotischen Junungsmeister ließen ihre Bildhauer zwar bei der Spinnerei- Arbeiter dehnt sich weiter aus. Es sind neuerdings die London, 27. April.( W. T. B.) Unterhaus. Der Parlamente. keit des Nachsuchenden in Beziehung auf den beabsichtigten Ge- Bentenarfeier ein und zwei Tage ohne Bezahlung pausiren, würden Arbeiter vier weiterer Spinnereien in den Ausstand getreten. aber jeden von ihnen, der seinen Stlaffengenoffen am 1. Mai Unterstaatssekretär bes Aeußern Curzon erklärt, es sei fein leberschäftsbetrieb darthun. feine Solidarität durch Nuhen lassen, der Arbeit beeinfommen über die Zurückziehung der türkischen Truppen von 2.§ 14 Absatz 2b zu streichen. tunden wollte, für Berlin maßregeln. Die Steinbild der Jusel Kreta getroffen. Die Mehrheit der Mächte sei der 3.§ 14 Absatz 3: Die ertheille Erlaubniß ist nur dann zu widerrufen, wenn den Erfordernissen nicht mehr genügt wird, anbauer verpflichteten sich, ein Drittel ihres Arbeitsverdienstes am welche die Ertheilung der Erlaubniß gebunden ist; sowie, wenn aus Handlungen oder Unterlassungen des Inhabers der Mangel der jenigen Eigenschaften erhellt, die bei Ertheilung der Erlaubniß voraus. gesetzt werden mußten." Der Reichstag wolle beschließen: Jm§ 24 Absatz b die Worte „ oder Polizeibehörde" zu streichen. Dem§ 37 folgenden Absatz zuzufügen: Die vom Bundesrath lichen und dem Reichstage bei seinem nächsten Zusammentritt zur erlassenen Vorschriften sind durch das Reichsgesetzblatt zu veröffent: Kenntnißnahme vorzulegen." Partei- Nachrichten. Zur Maifcier. Der berüchtigte Hamburger Arbeit. geber Verband hat beschlossen, die Arbeiter, die am 1. Mai auf grund sozialdemokratischer Agitationen" der Arbeit fernbleiben, vor dem 10. Mai nicht wieder einzustellen. 1. Mai zur Erreichung der Ziele des 1. Mai zu steuern und die Ansicht, die griechischen Truppen follten die Insel zuerst verlassen. Veranstaltungen der Parteigenossen Berlins am Abend zu besuchen. Oberst Vassos habe dem italienischen Konsul am 20. April erklärt, dieselben zu verhindern. Die Führer der Aufständischen seien Wie sehr sich die Steinbildhauer unter der Knute der Innungs- er fürchte große Verwicklungen, aber er werde sein bestes thun, meister befinden, geht daraus hervor, daß sie bei den größten von den Grenzen des Militärfordons, den die Mächte gezogen hätten, vollkommen unterrichtet, die Mächte verfolgten Innungsfirmen nach der Zentenarfeier einen neuen Musterarbeits Bertrag unterschreiben den Zweck, daß die ganze Jnfel neutral sein solle, aber die christ mußten, in welchem sie ein für allemal auf das Recht lichen Kreter griffen fortwährend die Stellungen um die von den erzichten, für irgend welche Feiertage, die von Arbeitsmangel c. irgendwelche Bezahlung Widerstand nothwendig. der Firma angeordnet werden, für Aussehen bei Mächten besetzten Städte an, daher sei zur Sicherheit der europäischen Streitkräfte und der von ihnen geschützten Bevölkerung mitunter, verlangen. Auch die dort beschäftigten Steinmetzen haben sich durch ihre Unterschrift die Hände gebunden. Konstantinopel, 27. April.( B. 5.) Die türkische Flotte ist, mit geheimen Befehlen versehen, ausgelaufen, wahrscheinlich nach Ealonili, wo ein Zusammenstoß mit dem griechischen Geschwader erwartet wird. Für die Hamburger Safeuarbeiter gingen bei Athen, 27. April.( B. H.) Der Marineminister hat seine ter Werliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: Demission eingereicht. Der Hücktritt gerade in diesem Augenblick. Solinger Freie Preffe 20,-. Gewerkschaftstartell Fürth t. B. d. 3. 50,-. Eolinger Frete Preffe 20,- Vereinte Cangesbrüder Moabits 20,-. Krimmitschau wird heftig getadelt. Der Minister erklärt seine Demission damit ,. Eachsen d. A. F. Goldig 246,- Lifle 6312, Brauerei Hohenschönhausen daß seine Befehle vom Geschwader- Kommandanten nicht ausgeführt ( Brauer), 13,90. Landtagsfeber bei möser 7,50. Listen d. Gräschte 1029, 4414. 5407, 5421; 21,70. Fausroigteiplay- Buchdrucker, 14. Rate, 8,40, Liste 4418, worden seien. Die Blätter fordern gebieterisch die Fortsetzung des, Heidenreich. Gastwirthsgehilfe, 2, neberschuß der Kranzspende von Genossen Krieges, da die Griechen noch keine große Schlacht verloren hätten Barnen Hochzeitsfeter gesammelt b... 8, te 6891, Chirurgische und auf der See den Türken gewachsen seien. Oberst Manos Branche d. H. 9,10. Listen d. Thielte 1703( Lifte verloren), 4517, 5143, 5975, 6757, telegraphirte, daß er mit Erfolg auf Janina losmarschire. 5150, 7043; 19,25. Lifte 5576, Kunst und Bauschlofferet von Blume, 4,05. Winkel, Tiedstraße, b. 1- Swertschaftsfartell stöpenick auf giften 9, 12, 17, 18, 50 Liften d. Brinkmann 5914, 6802, 17E9, 4754; 19,30. Distutirflub Gleiches Recht" 10,-. Listen d. Deutschen Metallarbeiter Verbandes b. Schl., 4311, 4569, 4583, 5768, 5760, 5770, 5579: 49,45. Berband der deutschen Gold- und Gilberarbeiter, Filiale Berlin, 7. Rate, 34,95. Lisie 3040, Graveure und Giseleure d. N., 6,50. Lisle 3949( Lifte verloren), Graveure und silbernen d. K. F. 2,-. Liste In Magdeburg hat der Vorstand des Arbeitgeber Verbandes im Maurer und Zimmerergewerbe ein Birkular versandt, worin der Wunsch kolportirt wird, daß den Arbeitnehmern, welche am 1. Mai feiern, Gelegenheit zu geben fei, eine Nach feier bis einschl. den 5. Mai zu halten, und daß in der Zeit vom 2. bis 5. Mai teine Leute neu eingestellt werden möchten." Bemerkt wird dabei ausdrücklich, daß es sich um feinen Beschluß, sondern nur um einen Wunsch handle. Darin zeigt sich, daß die Hetze gegen den 1. Mai in Unternehmerkreisen auf Widerstand zu stoßen beginnt. Ueberhaupt gewöhnt man sich allgemach daran, am 1. Mai die Betriebe zu schließen. So wird aus Weißenfels Gifeleure d. N., 2,15. Verantwortlicher Redakteur: Nobert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Tiuck und Verlag von Mox Vading in Berlin. Sierau 2 Beilegen u. Unterhaltungsblatt. 21,35. und Athen, 27. April.( B. H.) Einem offiziellen Telegramm ans Arta zufolge wüthet feit heute früh in Bente Bighadia ein erbitterter Kampf. Die Türken feyen den größten Widerstand entgegen, trotzdem die griechische Artillerie große Verheerungen verursacht. Athen, 27. April.( B. H.) Es verlautet, das ganze Kabinet Delyannis wolle demissioniren. Mr. 98. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. = Mittwoch, 28. April 1897. fötter theilt mit, daß er die vorgelegte Resolution nicht vertreten mann bekundet außerdem, daß während ihr Mann mit den Ein deutscher Innungs- und all- tönne, weil seine Stellung im Reichstage festgelegt sei. Er bleibe übrigen Beugen auf der Wache war, um sich als Zeugen zu melden, dabei, daß man das von der Regierung Gebotene annehmen müsse, und sie vor der Wache auf denselben wartete, habe sie ein anderer gemeiner Handwerkerfag weil die Vorlage ein Schritt zum Ziele der obligatorischen Junung Gendarm aufgefordert weiter zu gehen. Sie habe bemerkt, daß sie bat am Dienstag in Berlin stattgefunden. Die Sigungen wurden und des Befähigungsnachweises sei. Diese Mittheilungen werden auf ihren Mann warte, da habe der Gendarm gesagt:" Ad) was! in dem großen Saal des Gewerkshauses der Germania- Bäcker- von der Versammlung mit deutlich erkennbaren Zeichen des Mißfallens Alles was sich nach 12 Uhr hier im Parke herum innung in der Chausseestraße abgehalten. Der einzige Gegen aufgenommen. In den sonstigen Neden des Nachmittags kommt nichts treibt, ist Lumpengesindel und die Frauensleute stand der Tagesordnung war: Stellungnahme zur Handwerker- wesentlich Neues mehr zu tage. Die meisten Redner sind dafür, sind H... n. Die Angeklagten sind nach 3/ 4stündiger Einsperrung vorlage der Regierung. Vertreter sind aus allen Theilen Deutsch- daß, wenn die Vorlage nicht den Forderungen auf Zwangsinnungen durch den Oberwachtmeister unter wiederholten Entschuldigungen worden. Nachdem der Entlastungsbeweis lands recht zahlreich vertreten, bis Montag Abend sollen 700 an- und Befähigungsnachweis entsprechend abgeändert werde, die Vor freigelassen gemeldet gewesen sein. Im Saale herrscht schon am frühen Morgen lage im Interesse des Handwerks abgelehnt werden solle, weil dann soweit gediehen, geht der Vorsitzende zum Belastungsbeweise Gendarm 2ad, welcher die Anzeige erstattet ein bewegtes Leben. Neben den Gruppen der Handwerker, die in der jezige Zustand besser sei. Mehrere süddeutsche Delegirte, so über. daß er anfangs angegriffen worden sei. erregten Gesprächen die Aussichten der Handwerksvorlage diskutiren, z. B. Häusermann aus Stuttgart, sind dagegen der Meinung, hat, bekundet, fieht man eine Anzahl von Reichstage- Abgeordneten. Auch mehrere Ge- daß man auf alle Fälle die Regierungsvorlage annehmen müsse, Der Angreifer suchte sich hinter den anderen Gästen zu verstecken, die anderen umringten ihn, versperrten auch die Thür, bis mein heimräthe und sonstige Regierungsvertreter aus dem Handelsministerium um wenigstens etwas zu erreichen. Zeuge vers und dem Reichsamt des Innern sind erschienen, ebenso Vertreter der Ein alter Herr Voß aus Hamburg, seit vielen Jahren Vor: Kamerad Constabel hinzufam, der mir Luft machte. Gewerbekammern von Hamburg und Lübeck. Die Presse ist in allen fämpfer für die Handwerkerbestrebungen, der mit lebhaftem neint alle Fragen des Vertheidigers über Mißhandlungen wird, ist für glatte Ablehnung Beifall empfangen wird, der der Arrestanten unterwegs oder auf der Wache. Schattirungen sehr reich vertreten. Der Zeuge Gendarm Die Verhandlungen werden von dem Obermeister Faster Regierungsvorlage. Auf ein Entgegenkommen der Regierung hofft Er weiß davon nichts, wie er sagte. Constabel bekundet nur, daß ihm draußen gesagt worden sei, geleitet und mit einem Hoch auf den Kaiser und die Bundesfürsten er nicht. Er habe das Lokal eröffnet. Der vom Reichskanzler entfandte Geh. Ober Regierungs. Man habe der Regierung seit Jahren das rothe Tuch der drinnen habe man einen Kameraden unter". Rath Dr. Wilhelmi begrüßt die Versammlung im Namen Sozialistengefahr vorgehalten( fehr schmeichelhaft für die Regierung!) betreten und, sofort die Situation überschauend, dem Kameraden und diejenigen die den geschaffen diejenigen zurückgehalten, der Regierung und theilt mit, daß die Regierung die Ergebnisse aber es habe nicht gefruchtet. Nun werden die Handwerker wissen, Blat was sie zu thun haben. tiefer Berathungen sehr sorgfältig prüfen werde. Die nächsten Wahlen werden es zeigen. Arrestanten nicht heraus laffen wollten. Da Biegert sich besonders Es hat, wie der Vorwärts" bereits mitgetheilt hat, am Montag( Lebhafter Beifall.) Der Abg. Euler erklärt noch, daß er nicht im hervordrängte, so habe er diesen auch verhaftet. Bezüglich des eine geheime Konferenz stattgefunden, die dem Handwerkertag die Namen der Zentrumsfraktion des Reichstages gesprochen habe, sondern Biegert weiß der Gendarm Lack eine Handlung des Widerstandes folgende Resolution zur Annahme vorschlägt: als Vertreter des Handwerks. Die Zentrums frattion habe sich auf aus eigener Wahrnehmung nicht zu befunden, obwohl dies in seiner den Boden der Regierungsvorlage stellen müssen.- U. a. hielt auch der Anzeige steht. Auf den übrigen umfangreichen Entlastungsbeweis verzichtet der Gerichtshof. Der Staatsanwalt beantragt Reichstags- Abgeordnete Vielhaben noch eine Rede. Der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung der Die oben wiedergegebene Resolution wird danach einstimmig selbst die Freisprechung, da Privatgesellschaften nicht unter Gewerbe- Ordnung d. d. 15. März 1897 ist nur annehmbar, wenn angenommen, ebenso wird eine aus 54 Herren bestehende Kommission die Polizeistunde fallen, die Gendarmen daher nicht in der rechts 1. eine einheitliche Organisation des gesammten deutschen die näheren im Sinne der Resolution liegenden Details zur Vor- mäßigen Ausübung ihres Amtes waren, und die Angeklagten dem gemäß firaffrei wären, wenn sie wirklich Widerstand geleistet Handwerks in Form von Zwangsinnungen und unter Fest- lage an die Regierung und den Reichstag ausarbeiten. haltung der Dreitheilung Lehrling, Gefelle und Meister eingeführt Gegen Schluß der Versammlung wurde plößlich die folgende hätten. Die Vertheidiger bezeichnen den Vorfall als unerhört, verlangen Schutz des friedlichen Bürgers vor amtlichen Uebergriffen Auch diejenigen Mitglieder des Handwerks, welche Resolution gedruckt massenhaft im Saale verbreitet: dasselbe fabrikmäßig betreiben, die Pflicht haben, der Innung Der am 27. und 28. April 1897 in den Germania- Sälen und beantragen, dem Anzeiger Gendarmen Lack die Kosten des Ver beizutreten. Wo die Zwangsinnungen zur Zeit nicht durch tagende Deutsche Innungs- und Allgemeine Handwerkertag fühlt fahrens und auch die der Vertheidigung aufzuerlegen. Der Vorführbar sind, da sollen den freien Innungen mit Genehmigung sich gedrungen zu erklären, daß unter den gegenwärtigen Maß sigende verkündigte das Urtheil dahin, daß die Freisprechung der der Handwerkskammern und nach Anhörung des zuständigen nahmen der Regierung die Verordnung des Bundesraths betreffend Angeklagten schon nach der Bernehmung des ersten Entlastungs war. E3 fonnte sich daher 1112 Innungsverbandes gemäß§ 104g der R.-G.-D. die Rechte Beschränkung der Arbeitszeit im Bäckergewerbe dem Hand- zeugen geboten aus den§§ 100e bis 100m ber bisherigen Gewerbe- Ordnung werke von schwerem Nachtheil ist, indem sie die kleinen Handwerks- die weitergehenden Anträge der Vertheidigung handeln. in verbesserter Form verliehen werden, und vor allen Dingen Betriebe zu grunde richtet, Gesellen und Lehrlinge in scharfe Gerichtshof sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Anzeige gegen den bestehenden Innungen, die bereits derartige Rechte besigen, Opposition zu den Meistern bringt und dadurch zahlreiche Meister 3iegert eine wissentlich falsche, die gegen Kappus mindestens eine grob fahrlässige war und deshalb diese Rechte belassen werden; und Gesellen der Sozialdemokratie zuführt. Der Deutsche Jnnungs- und Allgemeine Handwerkertag richtet seien dem Gendarmen Lack, der die Anzeige erstattete, die daher an den hohen Bundesrath das Ersuchen, die genannte Ver- Kosten des Verfahrens und der Ersay der baaren ordnung aufzuheben und von jeder weiteren Anwendung des§ 120e Auslagen der Angeklagten einschließlich der Ver der Gewerbe- Ordnung gegenüber dem Handwerke Abstand zutheidigung auferlegt worden. nehmen. Der Deutsche Junungs- und Allgemeine Handwerkertag zu Berlin am 27. April 1897 erklärt: 2. Meister nur derjenige sich nennen darf, welcher in dem von ihm betriebenen Handwerk den Befähigungsnachweis erbracht hat. Nur ein solcher Meister darf lehren; 3. die Erhaltung und Förderung der Innungs- Krankenkassen gegenüber den Orts- Krankenkassen gewährleistet wird. Der Deutsche Innungs- und Allgemeine Handwerkertag hegt zu hohen Reichstage das feste Vertrauen, daß er die Vorlage so gestalten wird, daß fie dem Handwerk zum Segen gereicht. Anträge zu den einzelnen Paragraphen werden dem hohen Reichstage in wenigen Tagen zugehen." " Ein Ordnungskampf " unt Der Bisher haben, wie z. B. die unglaublichen Vorkommnisse int Rigdorf lehrten, meist nur Angehörige des Proletariats unter Ueber griffen von preußischen Gendarmen zu leiden gehabt. Es ist ganz gut, Daß auch einmal Personen aus bürgerlichen Kreisen die berühmte Schneidigkeit zu kosten bekommen haben. Lokales. Die Bäcker scheinen gedacht zu haben, wenn ihr schon in unserm Innungshause tagt, dann wollen wir auch etwas von der Geschichte haben. Ein Mann erhob sich, um dagegen zu sprechen. Der Antrag habe nicht auf der Tagesordnung gestanden, auch sei er nicht diskutirt worden, er fonnte nicht weitersprechen. Ein Schluß! Schluß! Abstimmen lassen! Obermeister Beutler berichtet über die Verhandlungen der wilder Lärm erhob sich. Vorkonferenz. Er ist der Meinung, daß die Regierungsvorlage dem Bei den Bäckern fängt man an, nachher kommen wir daran! Handwerk mehr schaden als nüßen werde. Ein Theil der Vers Abstimmen!" So schrie alles durcheinander. Ueber die Resolution Parteigenossen des zweiten Reichstags Wahlkreises, sammelten ist aber doch der Meinung gewesen, daß man die Bor- wurde abgestimmt und mit brausendem Halloh dieselbe ein- die gewillt find, bei der heute, Mittwoch, den 28. April, abends lage nicht pure ablehnen, sondern sie durch Abänderungsvorschläge stimmig angenommen. annehmbar machen solle. So sei man zu der obigen Kompromiß Damit war der Handwerkertag zu Ende. Man hatte den Ein- 7 Uhr, stattfindenden Flugblattverbreitung mitzuwirken, Resolution gekommen. Der Abg. Jacobstötter will darauf druck, daß diese Handwerker in politischen Dingen unglaublich wenig werden gebeten, sich in folgenden Lokalen zahlreich einzufinden: die Angriffe zurückweisen, die ihm wegen seiner Stellungnahme zu geschult und in ihrem Wollen ganz unklar sind. Sie glauben mit Werner, Bülowstr. 59; Riging, Belleallianceftr. 74; Gaß, dem Entwurf zu theil geworden sind. Er theilt mit, daß er feines ihrem Bejähigungsnachweis der Großindufirie den Garaus machen Markgrafenstr. 102; Imhof, Mittenwalderstr. 16; inde wegs ein Vertreter tapitalistischer Interessen sei, kann dieses Thema zu können, nicht bedenkend, daß diese Großindustrie heute für das mann, Moritstr. 9; Schon beim, Bräfeftr. 8; Müller, jedoch nicht weiter behandeln, da ihm das Eingehen auf alles Persön Leben des Volkes in jeder Beziehung schon unentbehrlicher ist als Gräfeftr. 31. Die Vertrauensperson. Verhaftet wurde gestern in Charlottenburg auf Anordning liche untersagt wird. Seine Stellung im Reichstag sei die richtige gewesen. das ganze Handwerk. Darum ist auch der Kampf der zünstlerischen Das Lehrlingswesen, die Berechtigung zur Führung des Meistertitels, Handwerker, weil er sich gegen wirthschaftlich nothwendige Ent- der dortigen Polizeidirektion ein in weiteren Kreisen wenig beund wenn fannter gänzlich harmloser Mann, Wilhelm Buchholz, Wenn man dies wickelungstendenzen richtet, so aussichts- und ergebnißlos, die Handwerkerkammern seien richtig geregelt. fich niemals um deutsche politische Angelegenheiten von den fakultativen Innungen nicht sagen könne, so könne bezüglich er fich freilich auch durch den Stelbsterhaltungstrieb einer unter der bekümmerte. Vor der Verhaftung fand mit außerordent dieses Theils ja die bestehende Gewerbe- Ordnung vorläufig aufrecht gehenden Klaffe sehr wohl erklären und begreifen läßt. licher Gründlichkeit und unter überaus starkem Polizeis erhalten bleiben. Die preußische Regierung würde auch in diesem aufgebote bei Buchholz eine Haussuchung statt. Eine Anzahl von Punkte den Wünschen der Handwerker mehr entgegenkommen. Preußen würde jedoch hierin von den anderen Regierungen im Personen, die während der stundenlangen Haussuchung in die Wohnung von Buchholz kamen, wurden sistirt. Ueber deren Schicksal ist Bundesrath majorisirt. uns weiter nichts bekannt geworden. Bei der Haussuchung wurden Abg. Me iz ner( 3.) spricht ebenfalls für Annahme der Resolution.zweire preußischer Gendarmen. Der Berliner Buchdruckereibesitzer und Zeitungsverleger Büren Schwere Uebergriffe zweier Gendarmen bei Ausübung ihres eine Anzahl Druckschriften in russischer und polnischer Sprache bes stein erklärt sich dafür, daß auch die Großindustriellen und Amtes beschäftigten gestern das Schöffengericht am Amtsgericht II schlagnahmt. Diefelben sind, soweit sie nicht harmlose unter Fabrikanten den Jungen zugehören müffen. Bezüglich des Be unter dem Borsize des Amtsrichters Born had. Es handelte sich russischer Bensur erschienene Schriften und Zeitungen betreffen, fähigungsnachweises solle man bei der Großindustrie aber um ein schweres Renkontre in der Sonderausstellung„ Alt- Berlin" sozialistische Schriften und zwar ihrer überwiegenden Mehrzahl nach ein Loch zurückstecken; das wäre nicht durchführbar. im Treptower Park zwischen Zivilpersonen und zwei" Gendarmen, Uebersetzungen unserer deutschen Parteiliteratur. Buchholz wird Der bekannte Jnnungsmann Möller aus Dortmund welches zunächst zu schwerwiegenden Beschwerden bei den Gendarmerie hoffentlich bald wieder in Freiheit gesetzt werden, da ihm durchaus hält eine lange Rede über die Forderungen der Hand- Kommando und beim Landrath wie beim Minister führte, zuletzt nichts Ungefeßliches nachgewiesen werden kann, und die Aufwerfer, der wir nur einzelne Stellen entnehmen können. aber doch, wie dies in Preußen so Brauch, in einer Anklage wegen gaben der deutschen Polizeibehörden doch andere sind als die der russischen. Die Industrie solle recht froh sein, daß noch ein Handwerk existire, Widerstandes gegen die Staatsgewalt auslief, die sich gegen den Die Verurtheilungen wegen Bettelei und Obdachlosigkeit denn sie sei auf die im Handwerk ausgebildeten Leute angewiesen. Kaufmann Kappus und den Agenten Ziegert richtete. Genau Wir Handwerker sind gute Patrioten, aber man mache uns dies so wie die beiden Angeklagten stellte der Kaufmann Lindstedt beim Amtsgericht I in Berlin haben sich 1896 ungefähr auf auch nicht zu schwer. Auf den Befähigungsnachweis müssen wir als erster Zeuge den inkriminirten Vorgang dar." Ich gleicher Höhe mit 1895 gehalten. Wegen Obdachlosigkeit wurde bestehen. Wenn man ihn nicht bewilligen will, dann arbeite man hatte so führte derselbe aus das Lokal zum Spandauer seltener, wegen Bettelei häufiger als 1895 verurtheilt, und es doch ohne Befähigungsnachweis auch auf anderen Gebieten und Thurm", das Prager Schinkenstübel" gemiethet und zur Feier des wurden( wenn man beide Uebertretungen zusammenfaßt) zwar fchreibe zum Beispiel die Ministerstellen auf Auschnittes des tausendsten Schinkens zum Abend des 27. August weniger Personen, aber diese( wenigstens die männlichen) in einer Subvention aus.( Brausender Beifall.) Ollenschlager aus vorigen Jahres eine Privatgesellschaft von etwa 25 Personen ge- größeren Zahl von Fällen bestraft. Man hat hierbei augenscheinlich Frankfurt a. M. berichtet, daß auch die süddeutschen Handwerker die obli- laden. Von 11 Uhr ab wurde fein fremder Gast mehr eingelassen. mit dem Umstand zu rechnen, daß die Anschauungen über die Straf gatorische Zwangsinnung fategorisch verlangen. Außerdem verlangt er Einige Minuten nach 12 Uhr betrat der Gendarm Lack das Lokal würdigkeit von Bettelei und Obdachlosigkeit bei Polizei und Gericht 1896( bezw. 1895) wurden vers Handwerkerkammern, die nicht unter dem Einfluß von Profefforen und frug, ob ich schon Feierabend geboten. Ich erwiderte ihm, es bald strenge, bald milder sind. und Geheimräthen stehen. Diese Herren haben für unsere Interessen fei nur eine Privatgesellschaft hier beisammen. Da er auf den kein Verständniß. Schluß des Lokals bestand, so sagte ich dem Gendarm, er folle wegen Bettelei: 5375( 5241) Männliche 7564( 6907) mal, 99( 119) Weibliche 142( 153)" Wir müssen darauf verzichten, alle die ungezählten Reden hier das Lokal verlassen. Er aber sehr bald ging, fehrte Obdachlosigkeit: 1573( 1887) Männliche 1945( 2298) wiederzugeben. Es ist im großen und ganzen immer dasselbe. zurück, riß mit Vehemens die Thür auf, so daß ein dahinter 67( 118) Weibliche 88( 154) Immer wieder hört man die Ueberzeugung aussprechen, daß das stehendes Fräulein Herms zu Boden geschleudert überhaupt: 6484( 6687) Männliche 9509( 9205) Handwerk, wenn nicht eine gesetzliche Regelung eintrete, zu grunde wurde, und gebot selbst Feierabend. Ich forderte ihn von 156( 213) Weibliche 280( 807)" gehen müsse. Nicht selten schimmert auch die Ansicht durch, daß neuem auf, das Lokal zu verlassen, da griff er mich an und erklärte man, wenn die Wünsche der Handwerker nicht erfüllt werden, mich für verhaftet. Ich rief, laffen Sie mich los, ich bin der Wirth!, Viele wurden in demselben Jahre wiederholt bestraft( 1896: ins oppositionelle Lager abschwenken müsse. Der Abgeordnete worauf er mich losließ und den Kappus faßte, der in gebückter wegen Bettelei bis neunmal, Obdachlosigkeit bis fünfmal), manche Felisch wünscht, daß dem Handwerkerstand durch Er Stellung foeben bemüht war, dem Frl. Herms vom Boden aufzugleich wegen beider Uebertretungen( weshalb auch oben die Zahl füllung seiner Forderungen wieder eine Machtstellung gegeben zuhelfen. Diesen griff er am Kragen und würgte ihn der der überhaupt Bestraften fleiner als die Summe der wegen Bettelei werde. Um dies zu ermöglichen, dürfe aber keine Meinungs- maßen, daß ihm die Bunge aus dem Munde und die Augen aus und der wegen Obdachlosigkeit Bestraften ist). Die Angaben über verschiedenheit zwischen den süddeutschen und norddeutschen Hand- den Höhlen traten. Ich rief: Sie erwürgen ja den Mann! Nun die persönlichen Verhältnisse der Bestraften sind leider, wertern bestehen. Das Handwerk dürfe keine Mainlinie haben. ließ Lack zwar den Kragen los, erklärte den Kappus aber für verwie für die Vorjahre, nur nach der Zahl der Fälle zusammengestellt Wenn das Handwerk in Nord und Süd mit Kraft auf seinen Forde haftet und stieß denselben die Stufen vor der( wobei alfo viele Personen mehrfach gezählt find). 1896 waren rungen beharre, dann wolle er den Bundesrath sehen, der diesem Thür hinunter. Frau Kappus wurde gleich hinterher die unter den Männern von den einzelnen Berufen am stärksten hinab gestoßen. Der Gendarm Constabel, Ansturm widerstehen könne. Der Redakteur Wegner von der Stufen der vertreten bei Bettelei 2752 Arbeiter ohne nähere Angabe, 345 Lack ins Lokal war, getreten Deutschen Tageszeitung" bedauert es, daß Preußen den süddeutschen hinter verhaftete den Schlosser, 340 Schneider, 323 Raufleute, 307 Schuhmacher, 286 Regierungen gegenüber nicht mit der nöthigen Entschiedenheit vor Biegert. Wir folgten den Arrestanten und den Gendarmen Rutscher und Hausdiener, 274 Tischler, 242 Bäcker, 175 Maurer gegangen fei, die hätten sonst in der Frage der Zwangsinnungen zur Wache, wobei ich mich nicht enthalten konnte zu sagen: Das ist und Stuckateure, 170 Schlächter, 168 Maler und Anstreicher, 150 Kellner nachgeben müssen. Allerdings sei auch eine Anzahl von Ab- doch eine Flegelei! Sofort erhielt ich einen Schlag ins Geund Schankwirthe 2c.; bei Obdachlosigkeit: 854 Arbeiter ohne nähere geordneten umgefallen und hätte sich mit der Regierungsvorlage sicht, sodaß mein Pincenes in weitem Bogen davonflog. Gendarm Angabe, 103 Rutscher und Hausdiener, 89 Schlosser, 75 Raufleute, zufrieden erklärt; die Vertreter des Bundes der Landwirthe Constabel og jegt blant, und da Ziegert sagte: Sie siehen 62 Schneider, 60 Bäcker 2c. Es ist im ganzen dasselbe Bild, wie im Vorjahre. werden jedoch fest auf den Forderungen der Handwerksmeister be vor anständigen Leuten blank, das ist ein Standal! wurde auch Nur vereinzelt zeigen sich auffälligere Unterschiede; die Bestrafungen harren. diefer verhaftet." Die Angeklagten fügen dieser Darstellung wegen Bettelei stiegen z. B. bei den Schneidern von 261 auf 340, Es spricht dann vor der Mittagspause noch der Reichstags- hinzu, daß einer der auf der Wache befindlichen Gendarmen plößlich fielen dagegen 3. B. bei den Kutschern und Hausdienern von 303 Abgeordnete und Zentrumsmann Euler. Er beschuldigt die rief: Das Aas lächelt noch!" dabei auf Kappus zutrat auf 286. Bei der Gruppirung nach Monaten ergiebt sich, wie Regierung der Begünstigung der rothen und der goldenen Juter- und diesen mit der Faust auf den Kopf schlug. Als- immer, ein Maximum am Ausgang des Winters( Februar: Bettelei nationale, wenn sie sich den Handwerkerforderungen widersetzt. Die dann seien beide unter allerlei Drohungen und Beschimpfungen 1000, Obdachlosigkeit 279), ein Minimum im Sommer( Juni: Handwerker seien das christliche nnd monarchische Bollwerk im in je eine Belle gesperrt worden. Der nächste Zenge, Lieutenant Bettelei 388, Obdachlosigkeit 101). Am stärksten ist. der Unterschied der als Staate. Auch in Wien wäre es nur mit Hilfe der Handwerker ge- Hoffmann, Zeitungs Berichterstatter geladen zwischen Winter und Sommer bei den Arbeitern ohne nähere Anlungen, den Judenliberalismus aus dem Regiment hinaus zu werfen. war, ist ziemlich unbestimmt und hat nicht viel von den Vorgängen gabe und bei den Bauarbeitern. Manche Berufe verhalten sich jedoch Die Regierung folle sich die Handwerker warm halten. Man dürfe gefehen, um so bestimmter ist jedoch der Zeuge Safemann, abweichend. Bei den Schneidern z. B. weisen Auguft und September aber nicht das Gebotene einfach ablehnen. welcher die Darstellung des Zeugen Lindstedt in allen Punkten be sehr hohe, März, April, Mai dagegen die niedrigsten Zahlen auf. In der Nachmittags Sigung werden mehrere aus Süddeutsch- ftätigt und hinzufügt, daß die Gesellschaft sich bereits zum Fort Auch hier ist der Einfluß der Zus oder Abnahme der Arbeitsgelegens land eingegangene Depeschen verlesen, in denen von dortigen Ge- gehen rüstete, als der Gendarm Lack zum zweiten Male das Lokal heit unverkennbar; die Schneider haben im Frühjahr( Ostern, wverbevereinen gegen Zwangsinnungen protestirt wird. Die Ver- betrat. Dieser habe sich seinen Uniformrock jedenfalls felbft zerriffen Pfingsten) ihre beste, im Hochsommer ihre schlechteste Beit. Von den Lesung wird mehrfach mit Pfeifen beantwortet. Abg. Jacobs.lbei der Heftigkeit, mit welcher er die Thür aufriß. Frau Hase Altersklassen überwiegen auch diesmal wieder bei Bettelei urtheilt: " " " In der letzten Nummer des„ Deutschen Tischlermeisters", dem Organ der Junung, wird nun tüchtig auf diese Opposition eingehauen, um den Obermeister zu retten. Das geschieht nun zwar mit mehr Eifer als Geschick, aber die Strafpredigt ist dennoch von Werth, denn der Artikelschreiber giebt einige recht hübsche Aufschlüsse aus längst vergangener Zeit. Es heißt da: " " " = = einem Krankenhaus. Man war mit die Klassen 30-40 und 40-50 Jahre( 2192 und 1850 Fälle), auf einer vorgedruckten Karte zu ertheilen. Die Legitimations- benerfiraße auf einer Rundenfahrt unterwegs. bei Obdachlosigkeit die Klassen 20-30, 30-40, 40-50 Jahre( 539, tarte hat folgenden Wortlaut:„ Der( Vor- und Zunahme) dem zweispännigen Gefährt aus der Alexandrinenstraße in die 472, 404 Fälle). Geburtsort der Bestraften war bei Bettelei zur Zeit in( Angabe des Wohnortes und Kreises) wohnhaft, ist bei Gitschinerstraße gekommen und fuhr quer über den Damm, um die 1103 mal Berlin, 224 mal die nähere Umgebung, 1301 mal das mir( uns) als Arbeiter beschäftigt und daher für seine Person zur rechte Seite, nach dem Waterloo- Ufer hin, zu gewinnen. In diesem übrige Brandenburg; der Rest tam meist aus den östlichen Pro- Lösung und Benutzung von Arbeiter- Fahrkarten auf die Strecke Augenblick faßte die Straßenbahn den Geschäftswagen und riß das vinzen( aus Schlesien allein 1279). Bei Obdachlosigkeit wurde Berlin von bis und zurück berechtigt."( Hierauf folgt Angabe des linke Hinterrad ab. Die beiden Infassen wurden auf die Straße 492 mal, die Umgebung 85 mal, das übrige Brandenburg 284 mal Ortes und Tages der Ausfertigung, fowie die Unterschrift des geschleudert. Der linkssigende Kube flog etwa 10, Wagenhorst hinter als Geburtsstätte angegeben; auch hier waren außerdem die oft- Arbeitgebers.) Die Richtigkeit der Unterschrift bescheinigt"( Stempel ihm etwa 5 Schritte weit. Beide haben Verletzungen im Gesicht, an elbischen Provinzen sehr stark vertreten( Schlesien 284). Seit wann und Unterschrift der Polizeibehörde). Anmerkung: Bei der Lösung Armen und Beinen davongetragen. die Bestraften nach Berlin zugezogen waren, wurde nicht er- des Arbeitsverhältnisses wird diese Karte durch den Aussteller einEinen Selbstmordversuch hat gestern früh um 6 Uhr der mittelt. Auch bei den Frauen, von denen sich die allermeisten gezogen. 52 Jahre alte Schuhmachermeister Gustav Genficke verübt, der auf als Arbeiterin oder berufslos bezeichneten, war der Einfluß der Zu der Zerstörung des Botanischen Gartens, die bekannt- dem Grundstück Friedrichstr. 195 ein gutgehendes Geschäft innehat. Jahreszeit, also der Arbeitsgelegenheit, deutlich zu erkennen. Im lich von der preußischen Regierung geplant ist, veröffentlicht die Genside ist von seiner in der Dankelmannstraße zu Charlottenburg übrigen gestattet aber hier die Kleinheit der Zahlen fein näheres Voss. 3tg." eine recht beachtenswerthe Zuschrift, in der es heißt: lebenden Ehefrau geschieden, die Kinder sind erwachsen und verkehren Eingehen auf die Einzelheiten. Bedeutend war hier nur die Zahl" Ein solcher Gedanke konnte auch nur in einer, der Wissenschaft nicht mit dem Vater. Dieser ist seit einiger Zeit, wahrscheinlich infolge der Bestrafungen wegen Sittenpolizei Kontravention, 13 393( Vor- mit rein formalistischen Gesichtspunkten gegenüberstehenden Re- der mißlichen Familienverhältnisse, dem Trunte ergeben. Gegen 3 Uhr jahr: 12 238). gierung entstehen. Wer wäre sonst auch darauf verfallen, einen früh fam er nach Hause und hat sich gleich darauf auf seinem ArbeitsEin Junnugsidyll. In der Tischlerinnung tobt ein schwerer botanischen Garten vernichten zu wollen, für dessen Bevölkerung schemel mit einem Schustermesser den Hals zu durchschneiden verKampf, deur, wie es scheint, der Obermeister der Innung, Herr unit ausländischen Pflanzen verdiente wissenschaftliche Reisende in sucht. Nachdem er sich eine schwere Wunde beigebracht und einen Marschall zum Opfer fallen soll. Das wäre nun an und für alle Welttheile geschickt wurden. Wir bleiben dabei, daß die großen Blutverlust gehabt hatte, versuchte er sich in einem Wassers fich kaum des Erwähneus werth, wenn nicht das Entrüstungs- Verlegung" des Gartens von Schöneberg, die nur ein Euphemiseimer zu ertränken, indem er den Kopf hineinsteckte. Ein Dienst geschrei im Lager der zünftigen Handwerksmeister eine recht brollige mus für Vernichtung ist, eine ganz überflüssige, zugleich höchst mädchen aus einer anderen Wohnung bemerkte dies und schlug Ursache hätte. Dem gestrengenHerrn Obermeister war eigentlich sonst nichts tadelnswerthe und pietätlose Maßregel ist und daß die Erhaltung Lärm. Daraufhin entfloh Gensicke aus seiner Wohnung in eine anzuhängen, im Gegentheil, er soll sehr rechtschaffen seines Amtes des bestehenden Gartens nicht als Part, wie von verständnißlosen Gastwirthschaft der Krausenstraße, wo man ihm aber keine Aufgewaltet haben; da mußte ihm das schwere Verbrechen passiren, Freunden des Gartens gesagt wird, sondern so wie er geht und nahme gewährte. Auf der Straße vor Nr. 71 brach er dann kraft. einem iüdischen Gehilfen namens David den Meisterbrief zu steht, als Lehranstalt, die richtigste Lösung wäre, eine Lösung, für los zusammen und wurde von einem hinzukommenden Schuhmann geben, ihm huldvollst die Hand zu drücken, um ihm am Schlusse gar die sich, allerdings nur privatim, auch hervorragende Botaniker aus der Bezirkswache I nach einem Krankenhause gebracht. Glück in seinem weiteren Fortkommen zu wünschen. Das ward zum gesprochen haben." Vom Schlachtfelde der Arbeit. Auf der Stelle getödtet Stein des Anstoßes. Die Opposition ist mit der schweren Anklage Daß in einem Militär und Polizeistaate wie Preußen die wurde am Montag Nachmittag um 23/4 Uhr der 30 jährige Klempner im Anmarsch, daß der Obermeister einen„ Unwürdigen" in das Wissenschaft nur als ständig dienstbare Magd der Herrschenden einen Julius Wurm, der aus Bosen stammt und Große Frankfurterstr. 128 Heiligthum hineingelassen habe. Werth hat, scheint der Einsender nicht zu wissen. wohnte. Er war auf einem Neubau in der Skaligerstraße damit beschäftigt, Der neueste Rekord im preußisch- deutschen Byzantinismus auf dem Dache einen Schornstein abzudecken. Plöglich stürzte er in wird jetzt in der Behandlung der Frage, ob die Königgrägerstraße die Tiefe und blieb regungslos liegen. Er war über eine etwa umgetauft werden müsse, zu erreichen gesucht. Frägt jemand, einen halben Meter hohe Umfriedigung, die das Dach einfaßt, auf warum dies geschehen soll, so erinnern bürgerliche Blätter an den den Hof der Kaserne des dritten Garde- Regiments gefallen und wurde Besuch, den Wilhelm II. fürzlich bei seinem hohen Ber: dort später von Soldaten aufgefunden. Die Veranlassung zu dem bündeten" Franz Joseph in Wien gemacht hat. Die nach tödtlichen Absturz kennt niemand, da Wurm obne Zeugen auf dem Als der Obermeister Marschall an die Spitze der Berliner der Entscheidungsschlacht von benannte Straße müsse flachen Dach anwesend war. Die Leiche ist zunächst zwecks genauer Tischler- Junung tam, gelobte er sich, stets gerade und ehrlich zu in Rücksicht auf die Freundschaft der beiden Potentaten einen andern Feststellung des Thatbestandes beschlagnahmt worden. handeln und sparsam zu wirthschaften. Das versteht sich eigentlich Namen erhalten, und zwar sei„ Franz Josephstraße die richtige Be von selbst. Aber er wußte, daß früher auf Kosten der zeichnung". Es wird in der rückgratlosen Bresse leider nicht gesagt, Aus einer wohl noch nicht dagewesenen Veranlassung hat Junung nicht blos unerlaubte Saufereien stattgefunden ob der alte Name wieder Platz greifen soll, in dem früher oder später am gestrigen Abend der 48 Jahre alte Kassirer Wilhelm Berger aus hatten, sondern seitens einzelner Führer fogar un ehrlich ge- immerhin möglichen Falle, daß die deutsch österreichische Freund der theinsbergerstraße 67 den Tod im Waffer gesucht. Berger lebt handelt wurde; er hatte also alle Ursache, besonders auf dem Posten schaft wieder in die Brüche geht. Da diese Frage nicht so ohne von seiner Frau getrennt und befand sich bis vor einem Jahre in zu fein. Daß vor ihm die Junungskasse am Tage der Revision weiteres von der Hand zu weisen ist, sollte man mit dem Umtausen der städtischen Frrenanstalt zu Dalldorf. Dort hat es ihm angeblich stimmend gemacht wurde mit Hilfe eines Milchhändlers, der friegerischer Straßennamen geduldig warten, bis es der Sozial sehr gut gefallen, und er wollte am Montag wieder aufgenommen auf einige Stunden die erforderlichen Banknoten demokratie gelungen ist, die Ursachen der europäischen Kriege gründ- werden. Dies Ansuchen mußte abgelehnt werden, weil die Vor pumpte, pfiffen die Spaßen von den Dächern, und war auch lich zu beseitigen. bedingungen Gutachten zweier Aerzte über Gemeingefährlichkeit Marschall wohl bekannt. Auch wußte er, daß bei Gelegenheit der nicht erfüllt waren. Berger nahm sich dies so zit Herzen, daß er Auch im Sommersemester findet Mittwoch abends von 1892 er Möbel ausstellung allerlei Dinge gemacht wurden, die 71/4 bis 9 1hr ein Sturjus in der Gesezestunde in der sich in den Spandauer Schifffahrtskanal ſtürzte. Man rettete ihn, das Licht der Deffentlichkeit zu scheuen haben, eine öffentliche Abrechnung ist überhaupt nicht erfolgt, angeblich, weil sonst der Magistrat städtischen Fortbildungsschule, Fruchtstraße 38/39, statt. Es werden und der Schuhmann Küfter vom 58. Polizeirevier brachte ihn nach von Berlin Ansprüche auf die erzielten Ueberschüsse geltend machen insbesondere über Verfassung und Verwaltungsrecht, Steuern, Prozeßverfahren Vorträge gehalten werden. Der Unterricht ist unenttönnte, vielleicht diese auch an die Aussteller vertheilt werden Aus den Nachbarorten. müßten.... Natürlich hatte der gerade und ehrliche und unbestech- geltlich und beginnt am 28. April cr. Das Ende der Berliner Verkehrsaustalt. Bu äußerst Von der eigenen Frau erstochen wurde, wie nachträglich fest. liche Mann sofort Widersacher. Zu einem Krach fam es bei Gelegenheit einer der vierteljährlich stattfindenden Abrechnungen. stürmischen Auftritten führte der Schluß der Generalversammlung gestellt ist, am Sonntag früh der in der Hauptstr. 56 zu Schöneberg Solche Abrechnung findet in der Wohnung des Obermeisters statt. Der Berliner Verkehrsanstalt, Genossenschaft mit beschränkter Haftung, wohnende Uhrmacher Robert Scholz. Er war in der vorausSie erfordert längere Zeit, die betreffenden Herren werden dadurch die am Montag Abend in den Arminhallen stattfand. Stach leb- gegangenen Nacht mit der Frau zu einer Vereinsfestlichkeit gewesen verhindert, in ihren Familien zu Mittag zu speisen und es hat hasten Verwünschungen waren Gruppen in energischer Haltung auf und früh gegen 5 Uhr mit ihr nach Hause gekommen. Bald darauf fich dadurch die Sitte eingebürgert, nach der Abrechnung gemeinsam einzelne Vorstandsmitglieder eingedrungen. Versammelt waren etwa entstand zwischen den Ghegatten, die überhaupt wegen des Gehilfent ein einfaches Essen einzunehmen und einige Glas Bier zu trinken, 200 Genossenschafter, darunter etwas über 100 jetzt noch thätige in des Mannes in fortwährendem Unfrieden lebten, ein heftiger Etreit, auf Kosten der Innung. Das ist gewiß hübsch, auch vom Stand Uniform. Die Versammelten waren äußerst erbittert, weil sie seit der damit endete, daß die Frau ein auf der Kommode offen da. punkt des Innungsvermögens zu billigen, da pro Quartal dafür vier Wochen nur verschwindend kleine Abschlagszahlungen erhalten liegendes Taschenmesser ergriff und dasselbe ihrem Manne in die Brust, mur 25 M. ausgegeben wurden. Aber wenn die 25 M. alle batten, je nachdem in den einzelnen Filialen Geld eingegangen war den Hals und in den Rücken stieß. Als der Mann schwer verlet waren, so protestirte Marschall gegen weitere Ausgaben auf oder nicht. Auf der Tagesordnung stand nun der Antrag des Ver- zusammenbrach, stürzte sie entsegt auf die Straße und schrie: Sch Kosten der Innung, und der Krach war fertig. Das war doch waltungsrathes auf Liquidation. Zu dieser wollten mehrere habe meinen Mann erstochen! Hilfe, Hilfe! Mein Mann stirb!! Auch früher nicht! Unerhört! Wir machen, was wir wollen!" Redner fich nicht verstehen und verlangten Vorlegung einer Abrech- Silfe!" Auf diesen Lärm eilten jetzt die Nachbarn herbei. So das Fachorgan der Innung. Das, Quartal" ist bekanntlich nung. Erst nachdem einer der Direktoren erklärt hatte, daß die wurde ein Arzt, Dr. Freund, geholt, welcher den durch den Stich eine statutarische Bestimmung der Jnnungen, die von allen Ver- Direktion dann gezwungen wäre, den Konkurs anzumelden, wodurch in den Hals födtlich Verlegten verband und dann schleunigst naa) fechtern der Bünftelei am gewissenhaftesten befolgt wird. Wie wird alles verloren würde, und die Versammlung auf eine halbe Stunde der Charitee schaffen ließ. Hier ist er gestern Morgen an den von es aber enden, wenn der Wunsch der Handwerksmeister Erfüllung vertagt worden war, gelangte der Antrag auf Liquidation mit 167 der Frau erhaltenen Wunden gestorben. Die Leichen zweier Lebensmüden aus Berlin, die in den findet und auch solche Leute, die der Junung fern stehen oder ihr gegen 23 Stimmen zur Annahme. Der Vorstand wurde gleichzeitic Fluthen der Havel ihren Tod gesucht haben, sind in voriger Woche gar feindlich gefinnt sind, zwangsweise in die Pforten des Innungs- ermächtigt, den Besitz der Genossenschaft zu verkaufen. heils hineingetrieben werden? Dann kann der Nadau gut werden! leber einen höchst seltsamen Fall aus dem Krankenhause in Spandau beziehungsweise in Gatow zur ewigen Ruhe bestattet Die arbeiterfeindlichen Unternehmer sind zur Zeit flott am am Friedrichshain schreibt die Berliner Zeitung":" am Friedrichshain schreibt die" Berliner Zeitung":" Der worden. Der eine Todte ist ein Brauer, der sich wenige Tage voe Werk, um die Ausgebeuteten vor den Folgen der Maifeier mörderischen Diphtherie waren die beiden Kinder des Herrn Krut seiner Hochzeit das Leben genommen hat, anläßlich eines kleinen graulich zu machen. Besonders thut sich die Freie Vereinigung an dem nämlichen Tage zum Opfer gefallen. Das jüngere kind war Versehens, das er bei seinem Arbeitgeber vollführt. der Berliner Pianoforte Fabrikanten", die ja im vorigen Jahre noch eiligft in das Krankenhaus Friedrichshain gebracht worden, Moabit wohnhafte jugendliche Braut wohnte dem Begräbniß in schon unglaubliches in Berhehung geleistet hat, wieder mit wo es jedoch eine halbe Stunde nach seiner Einlieferung verfchied. Spandau bei. Im zweiten Falle handelt es sich um eine Greifin, Empfehlung ihrer Dr. Eisenbart- Rezepte hervor. Es heißt da in Nach der Anstalt sandten nun die Eltern Sarg und Sterbekleider deren Leiche bei Gatow aus der Havel gelandet worden war. Diese einem Rundschreiben: ,, Nicht den fleißigen und strebfamen und zu der mitgetheilten Zeit fuhr die Mutter hin, um das Kind nahezu 70jährige Frau hatte in einem zurückgelassenen Briefe ihre Arbeiter wollen wir durch unsere Maßnahmen treffen, nach der Halle des Bartholomäus- Kirchhofes zu überführen. In der in der Swinemünderstraße, Berlin, wohnhafte Tochter des Undants im Gegentheil, wir schüßen denselben in seinen Interessen Kapelle des Krankenhauses führte man Frau R. an den dort auf bezichtigt und erklärt, daß sie aus Gram in den Tod gebe. Die nur, wenn wir die Agitation aus unseren Fabriten fern gebahrten Sarg und dem mitgekommenen Rutscher wurde bedeutet, von dein Selbstmord der Greifin benachrichtigten Angehörigen haben halten, deren Bestreben vorzugsweise dahin geht, systematisch daß er den Earg nehmen könne. Aber die Mutter wollte zuvor ihr sich nicht gemeldet, weshalb die Todte als" Armenteiche" beerbigt Unfrieden in unsere Arbeiterkreise hineinzutragen. Es muß deshalb Kind noch einmal sehen und verlangte, man solle den Deckel öffnen. werden mußte. auch heute angesichts der jüngsten Stellungnahme der agitatorischen Dieser Wunsch wurde furz mit dem Bemerken abgelehnt, daß der Presse unseren Mitgliedern von neuem in Erinnerung gebracht Sarg nicht mehr aufgeschraubt werden könne. Die unglückliche werden, daß eine der wichtigsten Bestimmungen unserer Bereinigung Frau bat dringender, doch umso bestiger erfolgte die Ablehnung die Stellung zur Maifeier nach wie vor aufrecht besteht und und zuletzt ging der Beamte fort. Da ließ die Mutter den Sarg eröffentlicht die" Berl. 3tg." eine Reihe, bisher nur wenig Personen der Earg war leer! Nur die bekannt gewesener Mittheilungen, die sowohl über den Fall an sich wonach jedes Vereinsmitglied Vereinsmitglied denjenigen Arbeiter, durch den Kutscher öffnen und welcher Nach anderthalbstündigem peinlichen als auch über die preußische Justizpflege ein bedeutsames Licht ver ohne genügenden Grund a m 1. Mai Sterbekleidchen enthielt er. feiert, ohne weiteres 3 11 entlassen hat und Warten kam endlich der Beamte mit der Leiche, die erst unter Bei breiten. Das Blatt faßt seine Mittheilungen im wesentlichen dahin Diese Entlassung sofort zur Anzeige a 11 den hilfe der Mutter eingekleidet und eingefargt wurde. Wir geben zusammen, daß der in Ziethen'schen Mordprozeß freigesprochene Vorstand zu bringen verpflichtet ist. Wir fömen hier den Vorgang einfach wieder wie er uns mitgetheilt ist, ohne den Barbierlehrling Wilhelm im Juni 1887 bei dem hiesigen Barbier diejenigen Arbeiter, welche uns durch dieser Bestimmung entgegen- Wermuthungen über die Gefühle Spielraum zu gewähren, die in der Pießker, Frankfurter Allee 101, refognoszirt worden ist. ftebende Haltung zur Preisgabe unserer Autorität zwingen beklagenswerthen Mutter und deren Begleitung durch das Verhalten längerem Bemühen sei es Herrn Pießter, der vom Bruder des wollen, eben nur als Agitatoren betrachten." des Beamten und die begleitenden Nebenumstände geweckt worden Berurtheilten, dem Restaurateur Heinrich Biethen, unterrichtet worden An diesem Schreiben ist der Passus interessant, der vom Schutz find. Aber wir richten doch an die Adresse der Leitung des fei, gelungen, den bisher beharrlich leugnenden Wilhelm zu einem der fleißigen und strebsamen Arbeiter handelt. Die Stelle zeugt Krankenhauses die Anfrage, wie es möglich ist, daß derartige Dinge Geständniß zu bringen. Wilhelm ist Katholik und so benutzte Herr Pießker einen der nämlich von gewiffer Rückständigkeit. Andere Unternehmer- vorkommen!" höchsten katholischen Feiertage, den Fronleichnamstag, um ihm ins Vereinigungen haben diese abgeschmackte Heuchelphrase neuer- Einer ganz besonderen Pünktlichkeit werden sich die Gewiffen zu reden, ob er die Mordthat begangen habe. Wilhelm dings aufgegeben und sich auch in ihren Grlaffen ehr- Paffagiere der Stettiner Bahn zu befleißigen haben, welche vom leugnete anfangs beharrlich. Dann ermahnte ihn Herr Pießker einlich und geradeaus auf den Standpunkt der nackten 1. Mai ab diese Strecke benutzen wollen und Gepäck aufzugeben bringlich, er solle in sich gehen, solle beichten und an jenen unglückGewaltspolitit begeben, der der dem Unternehmer einzig die haben. Der Gepäckraum ebenso wie der Fahrkartenverkauf werden größtmöglichste Knechtung und Ausbeutung seiner Lohnfflaven zur in der alten Halle verbleiben. Da die Gepäcksachen erst mittelst lichen Mann denken, der um seinetwillen unschuldig im Zuchthaus Da die Gepäcksachen erst mittelst Ehrenpflicht macht. Und selbst die kapitalistische Presse ist sehr Wagen über die am Bahnhof entlang laufende Straße hinweg nach size. Das brachte Wilhelm außer Faffung und er bekannte:" Ja, ich bins gewesen, Biethen sigt unschuldig!" Die tleinlaut geworden und hat völlig ihre falbungsvollen Einreden in dem neuen Bahnhof befördert werden müssen, so entsteht hierdurch Bießter'schen Gheleute brachten nun den ihnen willig folgenden das Gewissen der Arbeiter an den Nagel gehängt, seitdem die naturgemäß eine Verzögerung in der Gepäckabfertigung, sowie Wilhelm mittels Droschke nach dem damaligen alten Moltenmarkt, Zentenarfeier der Besitzenden das fast einmüthige Streben der auch sonstige Unannehmlichkeiten. Hoffentlich wird die Bahnnationalgesinnten Unternehmer offenbart hat, zu Ehren Wilhelms I. verwaltung bald zu der Erkenntniß der Unhaltbarkeit eines der wo er von dem Kriminalkommiffar Müller in Empfang genommen wurde. Frau Pießter begab sich hierauf sofort zu Heinrich und der von ihm angeblich ins Leben gerufenen Sozialpolitik die artigen Zustandes gelangen und sowohl die Gepäckabfertigung, als Biethen, dem sie das Geständniß Wilhelm's mittheilte und Arbeiter sinnig um den Lohn eines oder auch zweier Arbeitstage zu auch den Fahrkarten- Berkauf in das Vestibul des provisorischen der in furchtbarer Aufregung, wie er ging und stand, zum Moltens befehlen. Bahnhofes verlegen. markt eilte. Hier wurde ihm Wilhelm vorgeführt und im Beisem Der Bau des letzteren ist übrigens noch sehr zurückgeblieben, so des Kommissars, eines Schuhmanns und Herrn Pießker's trat dieser Bom Kampfe gegen die Mächte des Umfturzes. Der Lehrerin der Freireligiösen Gemeinde Frl. Ida Altmann ist, wie ein daß von einer Fertigstellung des Bauwerks bis zum 1. Mai gar auf Herrn Ziethen zu, reichte ihm die Hand und sagte, indem ihm Flugblatt der Gemeinde meldet, der ihr vor einer Reihe von Jahren nicht die Rede sein kann. Da aber der Bahnhof trotzdem zu diesem die Thränen von den Wangen rollten: ertheilte Unterrichts Erlaubnißschein vom Provinzial. Termin eröffnet werden muß, so werden zunächst die Bahnsteige Herr Ziethen, ich berene es, ich bin es ge. Dieses gab dafür auf Anfrage fertig gestellt; der übrige Bau dürfte kaum vor Anfang Juni wesen, Ihr Herr Bruder sißt unschuldig, aber ich Schulkollegium entzogen worden. werde alles wieder gut machen." unterm 19. März d. J. folgende Begründung an:„ Die Thatsachen, vollendet werden. welche zur Versagung des Unterrichts- Erlaubnißscheins geführt haben, Vermißt wird seit einigen Tagen die 25 Jahre alte Schneiderin Der Mörder Wilhelm wurde nach diesem zweiten Geständniß sind der Lehrerin Jda Altmann aus unseren au fie gerichteten Ver- und Blumenbinderin Emma Fischer, die früher Mittenwalderstr. 18 wieder abgeführt. fügungen vom 5. April 1894 4558, vom 24. April 1894 5906 wohnte. Dort hatte sie bei einer Frau S. einen SonntagsWährend nun Herr Ziethen mit dem Kriminalkommissar Müller vom 8. Juli 1894- 9652 und vom 16. August 1895 nachmittags.Diebstahl ausgeführt, indem sie sich in Abwesenheit der die weiteren Maßnahmen besprach, ließ Wilhelm um etwas zu essen Da die Genannte sich zu den Wohnungsinhaberin eine goldene Uhr mit Kette angeeignet hatte. bitten, da er Hunger habe. Und nun folgt ein Moment, das für atheistischen Grundsäßen der hiesigen Freireliglöfen Ge- Emma Fischer brachte 14 Tage in Untersuchungshaft zu und verden weiteren Verlauf der Ereignisse von geradezu tragischer Bemeinde bekennt, außerdem aber wegen Ungehorsams gegen büßte dann drei Wochen Gefängniß in der Barnimstraße. Von deutung werden sollte. Man begreift es gewiß, wenn Heinrich die Anordnungen der zuständigen Behörde hat bestraft werden dort ist sie kürzlich entlassen worden und hatte bei einer Bekannten Ziethen auch selbst für jenen schuldbeladenen Menschen, der all' das müssen, erscheint sie weder in religiöser noch in fittlicher Beziehung Aufnahme gefunden. Nach schriftlichen Mittheilungen geht sie mit unheil über seinen Bruder gebracht hatte, noch einen Bug des Mits für den Lehrberuf qualifizirt." Echt preußisch! Selbstmordgedanken um. leids übrig batte, wenn er in die Tasche griff und das Geld, das er es waren 70 Pfennige Neue Scherereien bei der Abgabe von Arbeiter Fahr- In Lebensgefahr geriethen am Montag Nachmittag um gerade bei sich hatte, farten stehen einer Korrespondenz zufolge bevor. Die Legitimation 41/2 Uhr der Bierfahrer Eruft Wagenhorft und der Gastwirth Rarl Schußmann gab, damit für den hungrigen Mörder ein paar belegte durch die Juvaliditätskarte behufs Erlangung solcher Fahrkarten Kube aus der Neuenburgerstr. 25 durch den Zusammenstoß eines Butterbrote geholt würden. Das geschah und Herr Ziethen begab wird in Zukunft nicht mehr genügen, vielmehr eine Legitimation er: Bierwagens mit dem Wagen 1107 der elektrischen Straßenbahn der sich nach Hause, wo man in erklärlicher Aufregung der weiteren forderlich werden, welche vom Arbeitgeber auszustellen und bezüglich Linie Treptow- Zoologischer Garten. Rube war mit Wagen Entwicklung der Dinge entgegenbarrte. Gegen 3 Uhr Nachts- an der Unterschrift polizeilich zu beglaubigen ist. Die Legitimation ist horst auf dem Geschäftswagen der Firma 2. aus der Dres Schlaf tonnte natürlich in dieser Nacht die Familie nicht denken II. 5864 wohlbekannt. 11 Bum Falle Biethen Seine in Nach bem überbrachte ein Schuhmann ein Telegramm mit folgendem Wort- 1 verlegte sich im Hausbetriebe seines Meisters mit der Hacks| Unternehmer dient die internationale Verbindung der Arbeiter der laut: Sie werden laut einer Depesche des Kriminalinspektors maschine. Die Berufsgenossenschaft wies demnächst seinen Anspruch Wohlfahrt der Völker, denn ihr Zweck ist der Widerstand gegen v. Hüllessem ersucht, sich morgen, den 10. d. Mts., früh 6 Uhr, auf eine Unfallrente mit der Begründung ab, daß der Unfall beim die Verhegung und Degeneration der Menschheit durch den Moltenmarkt im Zimmer 78 gefälligst einfinden zu wollen." nichtversicherten handwerksmäßigen Kleinbetriebe paffirt sei. Das Kapitalismus. Rente Als Herr Ziethen am anderen Morgen zum Moltenmarkt tam, Schiedsgericht stellte auf die Berufung Klingenberg's feft, daß dieser Die Metallarbeiter in Forst stehen in einer Lohnbewegung wurde er von dem Herrn Kriminalinspektor v. Meerscheidt zeitweilig auch in einem öffentlichen Schlachthause beschäftigt und ersuchen deshalb dringend um Vermeidung des Zuzuges. Hüllessem, der erst kurz vorher mit dem vielstündigen Verhör wurde, und verurtheilte die Berufsgenossenschaft, dem Kläger Beim Malermeister Keller haben am Dienstag die Vereinsdes Wilhelm fertig geworden war, mit den Worten empfangen: die zu gewähren. Gründe: Betrieb Der des mitglieder die Arbeit niedergelegt, weil derfelbe sich weigert, den Na, das muß ja da( in Elberfeld) eine nette Polizei öffentlichen Schlachthauses unterliege ebenso wie der einer Minimallohn von 35 Pfennigen pro Stunde zu zahlen und die wirthschaft fein!"- Dann verlas Herr v. Hüllessem das Schlächterei mit mehr als 10 Gesellen oder Motorverwendung 10stündige Arbeitszeit einzuführen. Zuzug nach diesem Geschäft ist Protokoll, das ein volles Geständniß Wilhelm's ist. Charat der Unfallversicherung; das sei schon lange anerkannt. Es wäre fernzuhalten. teristisch ist besonders aus dem mehrere Bogen starken Schriftstück nun aber doch wohl falsch, anzunehmen, daß ein Geselle, der soeben Zum Töpferstreik in Muskau wird uns von der Lohnfolgende Stelle, in der Wilhelm sagt: telle, in ber noch im öffentlichen Schlachthause( Biehhof) gegen Unfälle versichert fommission folgendes nähere mitgetheilt: Am Sonnabend abends war, schon nach einer Stunde deswegen nicht mehr versichert sei, 6 Uhr legten wir in vier Fabriken und mehreren kleinen Werkstätten weil er jetzt im Kleinbetriebe arbeitet. Der Schlachthausbetrieb und die Arbeit nieder, weil unsere Forderungen( zehn und mehr Prozent der im Hause des Meisters griffen doch ineinander über. Darum Lohnerhöhung) nicht bewilligt wurden. Es streiten in Mustau und sei dem Kläger die gewünschte Rente zugesprochen worden, umgegend 60 Scheibenarbeiter. Gearbeitet wird nur noch in einer obwohl er zur Zeit des Unfalles in dem Kleinbetriebe im Hause fleinen Werkstelle mit 4 Töpfern und in einer Fabrik, wo vier alte des Meifters gearbeitet habe. Das Reichs- Versicherungsamt hob Töpfer an der Scheibe blieben, weil sie fürchten, ihres Alters wegen die Entscheidung wieder auf und verwarf den Anspruch des Ver- Arbeit überhaupt nicht mehr zu bekommen, wenn sie jetzt mitstreifen. Die legten. Das Gericht war der Meinung, daß doch unterschieden Lohnverhältnisse sind in den einzelnen Geschäften so verschieden, daß werden müsse zwischen der Thätigkeit eines Fleischergesellen im man beiderseits die Nüglichkeit einer einheitlichen Regelung erkannte. fabriksmäßigen Großbetriebe des öffentlichen Schlachthauses und der Die Unternehmer forderten von uns die Borlegung eines Lohnjenigen im Hause eines Kleinmeisters. Unstreitig sei der Hausbetrieb, tarifs. Am 22. April wurde ein solcher in allen Werkstätten überbei dem der Kläger verunglückte, ein handwerksmäßiger und R. reicht. Bei der Lohnzahlung legten aber die Unternehmer einen fönne eine Unfallrente, wie das Gesetz nun einmal sei, nicht ver- Gegentarif vor, der zum theil noch niedrigere Lohnfäße enthält, als langen. Ein reizendes Gesez, daß derart seine Aufgaben erfült! bisher gezahlt wurden. Zuzug ist fernzuhalten. Briefe 2c. sind zu richten an Paul Meyer in Mustau, Schmelzstraße 129. voll Blut waren." " Als ich aus der Anklagebank heraustrat und freigesprochen war, da bekam ich die Kleider wieder, die ich am Abend der That anhatte. Hätte man meine Sachen untersucht, so hätte man gleich gefunden, daß ich der Mörder bin, da meine Sachen So schien denn plößlich die Sache des unglücklichen Albert Ziethen eine überraschend günstige Wendung genommen zu haben. Worauf die Familie drei lange Jahre geharrt hatte, das war beis nahe über Nacht eingetreten. Der wirkliche Mörder der Frau Biethen war gefaßt und geständig, und so konnte der Augenblic nicht mehr fern sein, wo im Wiederaufnahme- Verfahren Albert Biethen glänzend freigesprochen und der menschlichen Gesellschaft wieder zurückgegeben würde. Es sollte anders kommen! Heinrich Ziethen betrieb die Wiederaufnahme des Prozesses mit aller Energie. Wenige Tage nach der Verhaftung Wilhelm's sprach er im Verdener Zuchthause seinen Bruder zum ersten Male wieder. Dann eilte er nach Elberfeld, wo nach einem heftigen Auftritt " Gerichts- Beitung. = Ju Hamburg ist in dem Fenster Reinigungs. Institut von C. H. Mäuser ein Streit ausgebrochen. Die Das Strafverfahren gegen die Berliner Anarchisten mit dem Staatsanwalt Dr. Hubert3, demfelben, der etersen und Genoffen wegen Beihilfe der Sparmarkenfälschung, Ausständigen bitten die Fachgenossen, den Zuzug zu unterlassen. Aus Flensburg berichten bürgerliche Blätter, daß die Rheder die Anklage gegen Albert Ziethen erhoben hatte und das welche die dänischen Anarchisten gegen die Kopenhagener Sparbank Todesurtheil verlangte, dieser es ablehnte, Albert Ziethen unternommen hatten, ist jest auf Antrag der fgl. Staatsanwaltschaft die Monatsheuer der Matrosen um 5 M. erhöht hätten. Die aus dem Zuchthause heraus in eine neue Untersuchung zu nehmen. Durch Beschluß der 5. Straffammer Landgerichts I eingestellt Differenzen feien beigelegt. Die Straffammer in Elberfeld hatte in Elberfeld hatte das Wiederaufnahme- worden. Völlig resultat los ist nach viermonatlicher Ju Bremen hatten kürzlich gegen 100 einspinnerinnen Verfahren bewilligt, wogegen die Staatsanwaltschaft beim Ober- Untersuchungshaft das Verfahren gegen Leimert und Quarder der Jutespinnerei und Weberei Bremen durch AbLandesgericht in Köln Beschwerde einlegte, die drang durch. Das verlaufen. Mit ihnen zusammen wurden am 16. Dezember vorigen stellen ihrer Stühle das Versprechen erzwungen, eine Lohnaufbesserung Ober- Landesgericht lehnte die Wiederaufnahme ab mit der Be- Jahres aus derselben Veranlassung verhaftet der Drucker des zu bekommen. Da die Lohnausbesserung am Sonnabend nicht ergründung man höre und staune! die wohlhabende Sozialist", W. Siebenmarck, und die beiden Lithographen folgte, sollte eine Kommission der Arbeiterinnen mit dem Familie 3iethen hätte hätte den Mörder August Hansen und Friedewald. Diese drei Angeschuldigten wurden auf Direktor unterhandeln. Dazu kam es aber nicht, weil die MitWilhelm beeinflußt und best och e n. Die Be Antrag des Rechtsanwalts Dr. Herzield schon nach einigen Tagen glieder der Kommission Montag früh noch vor dem Betreten ftechung wurde vermuthlich in jener Ausgabe von 70 Pfennigen wieder entlassen. Der Hauptangeschuldigte Petersen wurde flüchtig und der Fabrit angehalten, fofort abgelohnt und entlassen wurden. für Abendbrot gesehen, das Heinrich Ziethen aus Mitleid dem blieb sein Aufenthalt unbekannt. Außerdem ſigen noch in Kopenhagen Lavauf ſtellten 98 Feinspinnereien sofort die Arbeit ein, so daß von Wilhelm geben ließ. Wilhelm wurde bald darauf er hatte die in Haft genommenen Anarchisten und verzögerte sich angeblich 102 Maschinen nur noch 4 liefen. Die Arbeiterinnen sammelten sich sieben Monate als Mörder in Untersuchung gesessen aus dem dadurch die Sache, daß die Akten zwischen den dänischen und preußischen nun vor der Fabrit auf der Straße an, das führte zu Konflikten Arresthause in Elberfeld entlassen. Als er ging, fagte er zu dem Behörden hin und her wanderten. Die dänische Sparbank ist um mit den Schuhleuten, wobei diese blank zogen und auf die 1500 Kronen geschädigt worden, nicht minder aber die beiden in Arbeiterinnen einhieben. Dem Streit haben sich inzwischen mehrere Ich habe dem Staatsanwalt die reine Wahr- Untersuchungshaft gewesenen Bergolder Leimert und Photograph hundert Weberinnen angeschlossen. Sie fordern die Wiederbeit gefagt, wenn er mir nicht glauben will, Quarder, welche einen selbständigen Geschäftsbetrieb hatten. Ihre einstellung der gemaßregelten Rommiffionsmitglieder. bann tann ich mir nicht helfen.Unschuld ist klar zu Tage getreten. Beide beabsichtigen, wie verlautet, durch ihren Rechtsbeistand Dr. Werthauer beim Fistus auf Ent schädigung zu klagen. damaligen Inspektor Wenzel: Wilhelm verschwand dann sofort aus Deutschland und treibt fich seitdem als Fremdenlegionär in den französischen Befizungen umber. Augenblicklich soll er auf Madagaskar weilen. Er hat bekanntlich sein Geständniß auch an anderen Stellen, so bei dem Barbier Androck in Werder wiederholt. Tat- Twams Majeftätsbeleidigungs- Prozek. " • war er erfolglos wie dieser. Die Schaffner und Kutscher der Straßenbahn- Gesellschaft in Magdeburg haben bis auf brei sämmtlich ein Schriftstück unter zeichnet, worm sie von der Direktion verlangen: 12 stündige Arbeits zeit und Freigabe jedes 6. Tages als Ruhetag oder 10 stündige Arbeits seit und Freigabe jedes 8. Tages. Der Tischlerstreik in Hannover stand am Sonntag wie folgt: Tischler aus 69 Werkstätten hatten der Lohnkommission Mittheilung über die gepflogenen Unterhandlungen gemacht. 295 GeGegen die Kneipen mit Bedienung von zarter Hand" sellen in 47 Werkstätten waren die Forderungen bewilligt worden, während der Berhandlung einer Klage auf Konzessionsentziehung mit den Verhandlungen noch nicht zu Ende. führt das Berliner Polizeipräsidium einen erbitterten Kampf. 110 Gefellen hatten die Arbeit niedergelegt, und die übrigen waren wies Geheimrath Siber gestern vor dem Ober Verwaltungs: Von den streikeuden Tischlern im Hameln haben 87 in gericht hierauf speziell hin. Auch bedauerte er namens des Präfidiums 12 Werkstätten ihre Forderungen bewilligt bekommen. 5 Tischler sehr lebhaft, daß die Gewerbe- Ordnung den Kreis der Gründe, blieben im Streit. Am Sonnabend lief die Kündigungsfrist der aus welchen Schanktonzessionen entzogen werden dürfen, zu übrigen ab, die sich an der Bewegung betheiligen. eng ziehe. Es wäre wünschenswerth, daß die Entziehung In Elberfeld streiken seit Freitag 32 Arbeiter der Weberei Ein undiplomatischer Neujahrsempfang" betitelte sich ein mit auch erfolgen könnte, wenn ein Mißbrauch des Gewerbes zur von Krugmann u. Haarhaus aus folgender Ursache: Bisher Tat Twam" unterzeichneter Artikel in Nr. 118 der Wochen- Ausbeutung der Gäste" zu befürchten sei. Im vorliegenden wurden die zahlreichen Knoten in den Fäden von ca. 40 Mädchen schrift Die Kritik". Nach Ansicht der Antlagebehörde enthält der Falle handelte es sich um die Konzession der Schankwirthin Wolf entfernt. Die Firma verlangt nun, daß die Plüschweber diese Ein Gaft hatte dort Snoten selbst entfernen, wofür ihnen 10 Pf. pro Meter mehr bezahlt Artikel Majestätsbeleidigungen und so hatten sich gestern für ein Lokal in der Friedrichstraße. dabei 50 M. ausgegeben, und der Herausgeber der Kritik", Dr. Richard Wrede und der Ver- wenigen Stunden etwa werden soll. Die Arbeiter erklärten aber, daß sie daraus nicht einfaffer des Artikels, Brivatgelehrter Kurt Eisner aus Marburg hatte er selbst nur ein Glas Pilsener getrunken, das übrige gehen könnten. Technisch sei dies faft gar nicht möglich; auf alle wegen Majestätsbeleidigung vor der neunten Straffammer des Land- hatte er für Wein bezahlt, den die Wirthin und mehrere Fälle würden sie dadurch um die Hälfte am bisherigen Lohn ges gerichts I zu verantworten. Staatsanwalt Dr. Eger erklärte auf Kellerinnen austranken. Hauptsächlich wurde die Klage darauf geschädigt. Auch in gesundheitlicher Hinsicht müßten sie Widerspruch Befragen des Vorsitzenden, Landgerichtsrath Boisly, daß er fein flüßt, daß im Lokal dem Gafte die Gelegenheit zu groben Unfitterheben. Die Firma bestand auf ihrem Willen und so fam's zum Streit. Interesse an dem Ausschluß der Deffentlichkeit während der Ver- lichkeiten geboten sei. Völlige Klarheit ließ sich hierüber nicht Jn Barmen ist der Tischlerstreit für beendet erklärt. handlung habe, die Rechtsanwälte Dr. Stranz und Hente be- fchaffen. Da aber nach dem Wortlaut des Gesetzes unter den hier GB ist etwas mehr erreicht worden als in Elberfeld, aber theilweise antragten, die Deffentlichkeit nicht auszuschließen, der Gerichts- obwaltenden Umständen nur die Sittlichkeitsfrage den Ausschlag hof entschied sich aber im entgegengesezten geben fonnte, wies das Ober Verwaltungsgericht, dem BezirksSinne, weil er aus der öffentlichen Verhandlung Ausschusse folgend, die Klage des Präsidiums ab, obwohl es aus eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung be- drücklich die Sache für sehr zweifelhaft erklärte. Das Gericht fürchtete. Der unter Anklage gestellte Artikel beginnt mit ging von dem Grundfah aus, daß das Verschulden der Konzessionsfolgender Einleitung:" Als der Direktor des Wolff'schen Telegraphen- inhaber völlig nachgewiesen sein müßte. bureaus die Manuskripte revidirte, die über die Neujahrsempfänge Wegen unfittlicher Anträge, die der Kaufmann M. Reichen Ju Burg bei Magdeburg legten am Sonnabend die Tischler der Diplomatie berichteten der" Sak" bleibt der Ersparnißfeld, Mianteuffelstr. 57, an seine 16 jährige Buchhalterin gestellt und Drechsler der Gold- und Politurleisten- Fabrik von balber von Jahr zu Jahr stehen fand er unter ihnen eins, was hatte, wurde derselbe dieser Tage vom Schöffengericht zu 14 Tagen fein Erstaunen und Entsetzen erregte. Alsobald ließ er sich den Gefängniß verurtheilt. Der Vorfall ist in mancher Hinsicht be-. G. Wolf die Arbeit wegen Maßregelung von Kameraden nieder. Die Lohnkommission der Tischler Burgs versuchte am Hofberichterstatter de Grahl kommen und herrschte ihn an, ob er zeichnend, denn der Angeklagte scheint zu derjenigen Kategorie von fich etwa wieder verhört habe. Herr de Grahl sah sich das Ding Prinzipälen gehört zu haben, die, nachdem sie weder in Güte noch Sonntag eine Einigung zu stande zu bringen, was aber an der Hartnäckigkeit des Unternehmers scheiterte. an, erstaunte und entsetzte sich wie sein Chef, betheuerte aber seine mittels thätlicher Angriffe zum Ziele gelangen tönnen, Unschuld; er sebe jetzt zum ersten Male das unheimliche Schriftstück. Die Widerspenstigen entlassen um durch den Hunger Das Gewerkschaftskartell in Halle a. S. hat den Streik der Der Direktor stürzte darauf zum Telephon, ließ sich mit dem Aus- und die Verzweiflung ihre Opfer firre zu machen. Aus dem Um- Schuhmacher bei Gebr. Haase, wobei es sich um die Forderung wärtigen Amt verbinden und fragte an, ob die Neujahrsbotschaft stande, daß die Buchhalterin nur 30 Mart monatliches Gehalt er der Beseitigung der Hausindustrie handelt, als Sache authentisch sei und ob sie, wenn sie es wäre, der Deffentlichkeit hielt und ihr unter gewissen Bedingungen eine höhere Bezahlung in der gesammten Arbeiterschaft von Halle und Umgegend erklärt, einer überantwortet werden solle. Was das Auswärtige Amit erwidert Aussicht gestellt wurde, ferner aus Redewendungen ich werde Sie feits aus Sympathie für jene Forderung, andererseits weil die bat, ist nicht befannt geworden, Thatsache ist, daß jener Bericht schon noch herumkriegen Sie sollen die Stellenofigkeit aus Hallischen Schuhmacher wegen ihrer Unterstützung der Schuhmachernicht veröffentlicht wurde. Dagegen fischte ihn ein Angestellter des foften" 2c. mag das Gericht zu dieser Verurtheilung gelangt fein. fireits in Weißenfels, Offenbach, Bremen und anderen Orten einen Bureaus aus dem Papierkorb auf." In dem Artikel hält sodann R. hatte das Mädchen, von dem er wußte, daß sie in Berlin feine Streitfonds nicht bilden konnten. Seit Neujahr haben die Hallischen ein Herrscher eine Rede an die edlen und weisen Herren", Angehörigen besaß, entlassen, da sie sich für feine Zwecke" als un Schuhmacher ca. 1200 M. zur Unterstüßung streifender auswärtiger in welcher er die hervorragendften Ereignisse des letzten Jahres brauchbar erwies trozdem beging er die Unvorsichtigkeit, nach Fachgenoffen aufgebracht. streift und die Bilanz daraus zieht, die ziemlich kläglich aus Berlauf von acht Tagen ihr von neuem Stellung anzubieten! fällt. Die Anklage behauptet, daß mit der Figur dieses Herrschers unser Kaiser gemeint sei, dessen Ansehen durch einige Eine Standalaffäre beschäftigte gestern die fünfte Berufungs- meistern beschäftigten, ist am 26. April ausgebrochen. Die Forde Stellen des Artikels herabgesezt werde. Der Angeklagte Eysner da- Strafkammer des Landgerichts I in längerer Sigung bei verschlossenen rungen sind: Abschaffung von Roft und Logis beim Meister, zehn gegen bestritt, den deutschen Kaiser gemeint zu haben. Der von ihm Thüren. Gegen den Hausbesiger Frädrich trat eine ganze An- fündige effektive Arbeitszeit, 30 Pf. Mindest- Stundenlohn, 20 pt. Aufschlag für Ueberstunden, wöchentliche Lohnzahlung, Wegfall der vorgeführte Reduer auf dem Thron sei eine Idealfigur, das zahl junger Mädchen als Zeuginnen auf, welche bekunden sollten, Kündigungsfrist, Errichtung eines von Meistern und Gesellen romantische Land, in welches er zu Neujahr einen Hitt gemacht, sei daß der Angeklagte sich in beleidigender Weise gegen fie vergangen gemeinsam geleiteten Arbeitsnachweises. 5 Meister mit 8 Gefellen nicht das Berlin und Potsdam der Gegenwart und wenn selbst der hatte. Das erste freisprechende Erkenntniß des Schöffengerichts haben bewilligt, 22 Gesellen bei 12 Meistern fireiken, die übrigen deutsche Kaiser gemeint wäre, so würde der Artikel keine Be- wurde aufgehoben und Frädrich wegen Beleidigung und Körper verhandeln noch. Im ganzen soll es, wie das Boltsblatt" mit leidigung, sondern eine ungemein schwärmerische Verherrlichung dar verlegung zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. theilt, etwa 36 Meistergesellen geben, wovon 32 der Gewerkschaft stellen. Der Artikel habe zweierlei bezweckt: Gimnal sollte er Ein Baumfrevel ist in Landsberg a. W. dieser Tage außer angehören. 3. dieser eine gedrängte Jahresrevue geben und dann in scharfem Kontrast ordentlich hart bestraft worden. Der Boff. 3tg." wird darüber das Ideal mit der Wirklichkeit zusammenprallen laffen. Der vom 25. d. Mts. gemeldet: Gestern stand vor dem hiesigen LandGerichtshof war, wie der Vorsitzende nach langer Berhandlung ver- gericht der Eigenthümer Friedrich Bohnenftengel aus Lindwerder tündete, teinen Augenblick darüber im Zweifel, daß alles, was jene Er hatte in der Nacht zum 6. Dezember v. J. in dem Garten des angebliche Idealfigur fagt, einen Maßstab für die Thätigkeit des Amtsdieners Dürr zu Karzig elf Obstbäume durch Ansägen beschädigt. " Ein Streit der Schmiede, und zwar der bei den Klein. Ju Deffau hat am 24. April ein Tischler streit begonnen, weil die Innung die Lohnforderungen der Gesellen nicht bewilligen wollte. 15 Meister mit 49 Gesellen haben nachgegeben, 19 Meister mit 63 Gefellen weigern sich noch. Bei diesen streift die Hälfte der Gesellen, die andere Hälfte fezt die Arbeit fort. In fechs anderen daß der Artikel den Zweck hatte, den deutschen Raiser zu Gerichtshof zu einem Jahre Gefängniß und zwei Jahren Ehrverluft Berkstätten betheiligen fich die Gesellen überhaupt nicht an der Be verhöhnen und in der öffentlichen Meinung herabzusehen. In Die mitangeklagten beiden Söhne Bohnenftengel's wurden freieinem zweiten Artikel hat der Angeklagte Eysner über das gesprochen. ,, meineidige Verdecken und Verschweigen der Gedanken" geklagt, Der Börsenschwindler Josef Imhof wurde wegen mehrwelches so häufig an die Stelle der freien Aussprache der Wahrheit facher Betrügereien vom Landgerichte München I. nach dreitägiger trete. Der Gerichtshof war der Meinung, daß dies auch bei dem Verhandlung zu 4/2 Jahren Buchthaus und 5 Jahren Ehrverlust unter Anklage gestellten Artikel der Fall sei und bei der Strafverurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 8 Jahre Gefängniß beantragt. zumeffung berücksichtigt werden müsse. Es ist deshalb gegen Eisner auf neun Monate Gefängniß, gegen Dr.Wrede auf sechs Monate Festungshaft erkannt worden, zugleich auf Unbrauchbarmachung der vorfindlichen Exemplare. Gewerkschaftliches. Dentsches Reich. Dak die internationalen Beziehungen der Arbeiter sich Dieser Prozeß wird vielleicht auch bürgerlich- parlamentarischen mehr und mehr befestigen, zeigt recht deutlich ein Schreiben, daß die Kreisen Gelegenheit geben, sich mit der Nothwendigkeit der Be- National Grefutive der vereinigten Brauerei. feitigung des Majestätsbeleidigungs- Paragraphen zu beschäftigen. Arbeiter Amerita's an den Vorstand des 3entral Oder sollten wir immer noch den Intellett und die Mannhaftigkeit verbandes deutscher Brauer gerichtet hat: der bürgerlichen Opposition zu hoch einschäzen? Soziale Rechtspflege. Die Grenzen der Unfallversicherung im Fleischergewerbe bildeten in einem Rechtsstreit gegen die Nahrungsmittel- Berufsgenossenschaft der Streitpunkt. Der Schlächtergeselle Klingenberg 811 Der Böttchers.ceit in Dresden ist nach fünfwöchiger Dauer beendet, und zwar im wesentlichen zu gunsten der Arbeiter. Im Jacobiwerk in Meißen verlangen die Former Abschaffung der Affordarbeit, Einführung eines festen Lohntarifs, 25 pet. Lohnzuschlag für Ueberstunden, Abschaffung der Abzüge wegen Gußfehler 1. f. w., Innehaltung der Unfallverhütungs Vorschriften und Abstellung verschiedener sanitärer Mißstände. Sie bitten um vorläufige Vermeidung des Zuzugs. Anfragen sind zu richten an E. Fischer in Meißen, Schulplaz 2. In Gießen find die Brauer in Differenzen gerathen. Bei Arbeitsangeboten von dort wolle man daher erst Erkundigung bei der Organisation einziehen. Die Glaser Würzburgs stehen seit Montag im Streit, nachdem sie ihr Arbeitsverhältniß ordnungsmäßig beendeten. Die Meister baben auf die von der Lohntommiffion vorgelegten Forderungen überhaupt feine Antwort gegeben. Von den zirka 45 Glasern, die es einschließlich der Meisterssöhne in Würzburg giebt, betheiligen fich 30 an dem Ausstand. " Nachdem nunmehr schon zweimal feit der Gründung unseres internationalen Bruderbundes Vertreter unseres Nationalverbandes nach Europa gesandt wurden, um durch persönlichen Berkehr die Wohlfahrt unserer Vereinigung und Besprechungen die Wohlfahrt fördern, halten wir es für unsere Pflicht, eine Einladung an Sie Bezeichnend für die Uufreiheit, unter der die im Staatsergehen zu lassen, auch einmal einen Vertreter Ihres Bentral dienste beschäftigten Arbeiter heute zu leiden haben, find die Aenderungen, die der ultramontane bayerische Eisen. verbandes zu unserer nächsten Konvention zu entsenden." Bum Unterschiede von den internationalen Bereinigungen der bahner- Berband auf Geheiß der Staatsbahnverwaltung vor genommen hat. Ein Beispiel wird genügen. Nach§ 3 des Statuts Späth'sche Lokal eine Spizelfalle sei, spreche die Thatsache, daß in teuffelstr. 119, Geldsendungen an den kaffirer 6. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, hatte sich der Verband zum Zweck gefeßt, folgendes zu erstreben: demselben, obwohl es den polizeilicherseits an Versammlungslokale su fenden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend.. Borsigender Ad. Neumann, ,, a) Abänderung des Akkordlohnes in einen diesem entsprechenden gestellten Anforderungen nicht nicht genüge, dennoch öffentliche Bafewalterfir. 3. Alle Renderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Tagelohu. Der Anfangslohn soll den Kenntnissen entsprechen. Für die Versammlungen unbeanstandet in diesem Lokal abgehalten ortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins and Umgegend. AllArbeiter und Bediensteten, die beim eigentlichen Bahnbetriebe be- werden durften, und daß die Polizei. troydem fie wußte, Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an 5. Bendir. Alexandrinen= dem schäftigt sind: strenge Durchführung derSonntagsruhe für den Güterdienst, in anarchistischen Diskutirklub würden sehr scharfe ftraße 100. für den Personenverkehr wenigstens jeden dritten Sonntag frei, an- Reden gehalten, diese Versammlungen offiziell nicht übergemessene Verkürzung der Arbeitszeit, gleichheitliches schnelleres Auf- wachen ließ. Außerhalb des Lokals seien die Beamten dagegen um rücken dieser Arbeiter und Bediensteten in den Status, ständige so wachsamer gewefen und hätten ganz genau fontrollirt, wer bei Arbeit vom Tage der Verpflichtung, Beschränkung der Ein- Späth aus und ein ging. Neue Gesichtspunkte bezüglich des Pro: stellung von Militäranwärtern und gleiche Wartezeit der- sesses Roschemann wurden in der Versammlung, die von etwa selben für das Aufrücken in den Status wie für Zivil- 150 Personen besucht war und die Ausführungen der 3 Diskussions anwärter. c) Für alle Arbeiter und Bediensteten: Auf- redner lebhaft applaudirte, nicht zu tage gefördert. nahme in den Status für alle Arbeiter und Bedientesten, die länger und den Stuckateuren Aenderungen int Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend, Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig. Dresdener ftraße 80, 2. 5of.& Tr. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 8% Uhr, in. Feuersteins Feftsälen. Alte Jatobftr. 75: Zusammenfunft. Busammenfunft in der Neuen Welt. Hafenhaide. Briefkasten der Redaktion. Am 1. Mai: C. E. Ihre Anfrage eignet sich nicht zur Beantwortung im Briefs uns Ihre Adresse Witterungsübersicht vom 27. April 1897. Statione 11. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windstärke ( Stala 1-12)| Wetter Temperatur ( 50 G. 40 R.) nach Celsius als 15 Jahre in einer Werkstätte oder beim eigentlichen Bahnbetrieb Die Stuckateure hielten am Montag eine öffentliche beschäftigt sind; Verbesserung der Pensionsverhältnisse, Erweiterung Versammlung ab, in der sie sich mit den Submissionsarbeiten faſten. Sprechen Sie einmal zwischen 12 und 1 Uhr vor oder schreiben Sie Wette. Horizontal heißt wagerecht. Ausgestaltung der Arbeiterausschüsse( Arbeiterkammern); bei den königlichen und städtischen Bauten beschäftigten. Einleitend Schaffung von Wohlfahrtseinrichtungen." hielt der Reichstags= Abgeordnete Robert Schmidt einen Vor- Internationales Schuhmacher: Sekretariat, Zürich. Ueber den Man sollte meinen, daß es im Deutschen Reiche, das bekanntlich trag über die Handwerkervorlage, in dem er zum Schluß die Nach- Kongres ist int Vorwärts" bereits berichtet worden Schriftführer der Konditoren. Ersuchen das Manuskript stets nur au der Spiße der Sozialreform" marschirt, feinen Menschen geben theile des Submissionswesens im allgemeinen beleuchtete. In der könne, der eine noch dazu unter Leitung der Geistlichkeit agirende Diskussion wurde der lohndrückende Einfluß der Submission speziell auf einer Seite zu beschreiben. Organisation wegen eines solchen Paragraphen moleftiren würde. bei von verschiedenen Rednern dargelegt. sich die Dennoch hat dieser Paragraph der bayerischen Eisenbahnverwaltung Wenn Unternehmer unterbieten, so gegenseitig das den Stuckateuren Iange gleichgiltig sein, zu erheblichen Bedenken" Anlaß gegeben. Der Paragraph ist tönne Das geschehe aber; nun von der Generalversammlung des Verbandes auf Vorschlag der als ihr Lohn dadurch nicht beeinflußt wird. Verbandsleitung wie folgt abgeändert worden:„ Der Zweck des der durch die vorjährige Lohnbewegung festgesetzte Tarif werde Vereins ist: a) Die Erzielung möglichst günstiger Lohn- und Arbeits- nicht mehr innegehalten und deshalb müsse Stellung genommen bedingungen. b) Hebung des Standesbewußtseins, Pflege der geistigen weiden. Auch zum zweiten Punkt der Tagesordnung„ Resultat Ausbildung und des geselligen Verkehrs der Mitglieder c) Schaffung der vorjährigen Lohnbewegung" wurden mannigfache Abweichungen von Unterstüßungskassen." vom Tarif bekannt gegeben, besonders gekennzeichnet wurden Um den Swinemünde die Firmen Schirmer und Hampel u. Vogt. Mißständen entgegenzutreten, werden die Anträge angenommen, Hamburg daß von allen Firmen, die nicht nach dem Tarif bezahlen, sofort der Berlin Ueber den Prozeß Roschemann sprach der Stadlverordnete Lohnkommission Mittheilung gemacht werden, und daß zur Schaffung Wiesbaden Rechtsanwalt Ullstein am Montag im deutsch freisinnigen eines leistungsfähigen Unterstützungsfonds jeder Kollege wöchentlich München Arbeiterverein. Der Redner unterzog unsere Strafrechtspflege im zehn Pfennig entrichten soll. Zum Schluß forderte der Vorsitzende Wien.. allgemeinen und das Urtheil des Geschworenengerichts im zur zahlreichen Betheiligung an der Maifeier und zum eifrigen Haparanda Petersburg Roschemann- Prozeß einer abfälligen Kritik, hielt einen Schuldbeweis Abonnement auf den Vorwärts" auf. Sort gegen Koschemann nicht für erbracht, meinte aber, daß kein Beweis Arbeiter- Bildungsschule. Bon Sonntag, den 25. April, ab, ist die dafür vorliege, als ob hier, wie es vielleicht von anarchistischer Bibliothet in der Nordschule, Brunnen str 25. für die Mitglieder an Aberdeen. Seite hingestellt werden Aft tönne, ein von Klassen folgenden Tagen geöffnet Sonntags, vormittags von 10-12, tenstags Paris. und Freitags, abends 9-10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an diesen justiz vorliege. An der Debatte betheiligten sich nur Die Tagen in der Nordschule entgegengenommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Anarchisten Landauer und Pawlowitsch, sowie unser Gottfr. Echulz, Admiralfir. 40a; Schöning, Köpnickerstr. 68; Reul, Barnimstr. 42; Genosse Adolf Hoffmann. Landauer fritisirte Babiel, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a; Burghause, Butbuserstr. 32 namentlich das eigenthümliche Verhalten des Vertheidigers Rosche- Blankenfeld, Stephanstr. 29; Werner, Bülowstr. 59; Grube, Mariendorferfir. 5 Junterstr. 1; H. Köntgs, Dieffenbachstr. 30. mann's, Rechtsanwalts Werthauer. Für seine Ansicht, daß das Versammlungen. = Sozialdemokratischer Wahlverein des 1. Berliner Reichstags= Wahlkreises. General- Versammlung am Mittwoch, den 28. April 1897, abends S1 1hr, bei Cohn, Beuthstraße 21( fleiner Saal). Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion, 3. Geschäfts: und Kassenbericht. 4. Neu wahl des Vorstandes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Die Zahlstellen des Wahlvereins befinden sich bei Merschel, Jüdengegengenommen. 236/5 Alle Buschriften sind an den orsigenden Paut Müde jr., SO. Man Großes Arbeiter- Maifest im Feen Palast, Burg- und Wolfgangstr.- Ecke, am Sonnabend, den 1. Mai 1897, arrangirt von Genossen des SD 48B 14221431 768 heiter 13 . 764 D 3. heiter 13 766 3 heiter 13 762 Still heiter 13 764 SW heiter 11 766 GSD heiter 12 765 G heiter 771 • M 759 DSD 766 ND heiter bedeckt bedeckt 2 8 10 4 761 • SW · Dunst 14 . Wetter- Prognose für Mittwoch, den 28. April 1897. Warm und vorwiegend heiter, zeitweise wolkig bei mäßigen südlichen Winden, keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Zentral- Kranken- und Zentral- Kranken- u. SterbeSterbekasse der Schuhmacher lasse der Tischler. it. f. iv. Am Sonntag, den 25. April, ver: schied unser langjähriger Freund und Dertliche Verwaltung Berlin F. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 1. Mai, feine Beiträge entgegengenommen werden. Das Krankengeld wird an diesem Die Ortsverwaltung. Tage von Uhr ausgezahlt. 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises. H. Sperber. 2-4 mor Grosses Herr Rudolf Tietz. 20/40 Instrumental- u. Vokal- Konzert straße 16, Preuß, Neue Friedrichstr. 20, Sommer, Grünstr. 21. In ausgeführt von Zivil Berufsmusikern der Freien Vereinigung unter den Zahlstellen werden Mitglieder aufgenommen und Beiträge jederzeit ent: Mitwirkung von 12 Gesangvereinen( Mitgl. d. Arb- S.- B). Dirigent Bestrebe, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Wilh. Liebknecht. Feltspiele und Deklamationen. beginnt um 11 Uhr. Herren, Tanz welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennige nach Achtung! Charlottenburg. Achtung! Maurer. Donnerstag, den 29. April 1897, abends 8 1hr,„ Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße Nr. 39: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten von der Konferenz der Provinz Brandenburg. 2. Stellungnahme zur diesjährigen Lohnforderung. Diskussion und Be schlußfassung. 280/6 Die Kollegen werden ersucht, alle vollzählig zu erscheinen. Niemand darf in dieser Versammlung fehlen. Mit Gruß und Handschlag Achtung! Der Vertrauensmann. Adtung! Donnerstag, den 29. April 1897, abends 8 Uhr, in Buske's Salon, Grenadierstr. 33: Grosse öffentliche Versammlung der Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend. Tagesordnung: Wie stellen sich die Händler zum Kongreß der lokal: organisirten Gewerkschaften am 17. Mai in Halle, eventuell Wahl eines Delegirten. Referent: Genosse Thieme. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes Da die Beschichung des Kongresses von großer Wichtigkeit für unsern Beruf ist, so erwartet zahlreiches Erscheinen in der Versammlung Die Agitationskommission der Händler Berlins. 18106 J. A.: E. Schröder, Oranienstr. 181. Achtung! Achtung Die Kommission der Brauerei- Hilfsarbeiter giebt hiermit bekannt, daß diejenigen Kollegen, welche au 1. Mai feiern, sich bei Nieft, Weberstraße 17, zur öffentlichen Versammlung einzufinden haben. 41/15 Rixdorf. Sonnabend, den 1. Mai cr., vormittags 9 Uhr, in den Viktoriasälen, Hermannstr. 49-50: Gr. öffentliche Versammlung 204/3 sämmtlicher Gewerkschaften Rixdorf's mit Frauen. Tages Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Gen. Frik Hansen Berlin. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen ersucht Das Nixdorfer Gewerkschafts.Kartell. Carl Scholz, Wrangelstr. No. 32. Empfehle meine Glaserei, Spiegel. u. Bildereinraymung. Lassalle, Marx, Engels it. a. in fauberster Ausführung; besonders empf. Der 1. Mai". Büsten in diversen Größen. 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Den Mitgliedern des Sozialdemo 183/8 Steppdeck., Gardin., Wäsche, Betten Teppiche, Sommerpaletote, Anzüge, Hofen, Regulatoren, Remon toiruhren, Reisekoffer, Operngläser, spottbillig Pfandleihe, Neanderstr. 6. Achtung! Achtung! Künstliche Zähne von 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Laufizerplatz 2, Elsassers fratischen Wahlvereins für den 3. Ber: Guckel, fr. 12, Stegliberftr. 71 1. Bühne Olga Jacobson, In liner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, daß das Mitglied Friedrich Töpfer, Kohlenhändler, Admiralstraße 21, verstorben ist. 240/16 Die Beerdigung findet am Donners tag Nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Krankenhauses Am Urban aus statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Allen Bekannten zur Nachricht, daß am Sonntag unser langjähriges Mit glied 18126 v. 2 M. ev. Theilz. Frau validenstraße 145. Billig. 11778* Billig. Knaben- Anzüge. Knaben- Anzüge und Mädchen- Kleib chen. 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Nachstehend veröffentlichen wir nach dem„ Reichs- Anzeiger" eine im beiter von der Landstraße genommen und in Arbeit gestellt; in noch stündigen Vormittagsunterricht nicht selten eine nur von furzen Aus ländlichen Aufnahmen ist zu ersehen, daß auf einen vier., kaiserl. statistischen Amte ausgearbeitete Zusammenstellung der Haupt- höherem Maße aber wuchsen auch die Opfer, die an Leben und Ges Pausen unterbrochene Arbeitszeit, erschwert durch Sonnenbrand und ergebnisse der Krankenversicherung bei den verschiedenen Kassen im fundheit von der Arbeiterklasse gebracht werden mußten. Die Jahre 1895. Es zeigt sich, daß die Zahl der Kassen seit dem Vor- Krankheitskosten betrugen pro Mitglied im Gesammtdurchschnitt 1893: Eintönigkeit, bis 8 Uhr abends für die Kinder folgt. jahr wieder um 440 gewachsen ist, nachdem die Rassenzahl in den 14,35 M., 1894: 13,67 M. und 1895: 13,93 M. Bei einzelnen können auf die Dauer nicht übersehen werden. Die Gefahren, die sich aus diesem Mißbrauch ergeben müssen, legten Jahren ziemlich stabil geblieben war. Schon 1890 betrug die Krankenkaffenarten ist eine nicht unbeträchtliche Steigerung ein- anstrengung leidet die förperliche Entwickelung, und heranwächst Gesammtzahl der deutschen Rassen 21 173, 1895: 21 992. Auch getreten. So verursachten die Krankheitskosten pro Mitglied bei den ein verfümmertes Geschlecht. Der geistige Fortschritt wird gehemmt die Mitgliederzahl ist gewachsen, und zwar um 242 915; faft Bau Krankenkassen 1893: 21,80., 1894: 22,76 M. und 1895: ebenso hoch aber ift die Zunahme der Erkrankungs- 23,87. Uebrigens find die Bau- Krankenkassen in fiändigem Rückgang( schläfrige, überarbeitete Rinder im Unterricht), das Kind bleibt fälle, welche 3 unahme 211 323 beträgt! Die Krankheitstage find begriffen. 1889 bestanden 150 Bau- Krankenfaffen, 1895 nur noch 102. hinter seinen Altersgenossen oft zurück( Fleiß, Aufmerksamkeit, häusgewachsen um 2783 583. Man muß die Zunahme in der Mit- Auch die Hilfskaffen find infolge der neueren Gesetzgebung in liche Arbeiten). Der sittlichen Gefahren, denen ein unerfahrenes und gliederzahl auf das Konto des wirthschaftlichen Aufschwunges setzen, ständigem Rückgang. Sie sind in fünf Jahren von 2337 auf 1651 fast ohne geordnete häusliche Erziehung aufwachsendes Kind in den der sich bereits im Jahre 1895 zeigte. Freilich wurden mehr Ar- zurückgegangen. frühen Morgenstunden und am späten Abend inmitten eines großstädtischen Verkehrs ausgesetzt ist, wurde bereits gedacht.. Strafanstalt Plößensee bei Berlin hatte im Jahre 1895 unter je 100 jugendlichen Gefangenen immer 70, die während der Schulzeit ge werblich beschäftigt gewesen waren. Sollte das wirklich nur Zufall fein! Einge Landes. Alle Rassen Jahr: 1895 meindes Krankenversicherung Drtz: Kr.-R. ( Fabrik-) Kr.-K. Betriebs- Bau Innungs- schriebene rechtliche Rr.-R. Kr. R. Hilfskaffen zusammen Raffenzahl. im Durchschnitt des Jahres 8 449 4475 1 287 650 3 450 5991 329 820 1 244 145 6 770 1913 917 800 852 102 545 1 388 263 21 992 26 566 14 409 5 612 016 21 979 116 13 096 441 259 597 114 581 39 185 596 876 671 668 255 625 4 530 462 60 543 19 596 395 515 7 525 524 2 703 632 46 470 023 • . M. M. 7. 13 228 483 66 326 290 46 974 488 M. 829 483 M. 907. M. M. 2 086 840 14 958 688 1 280 248 145 684 520 Mitgliederzahl Ertrautungsfälle. Krankheitstage Einnahmen. darunter Beiträge ( der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Ausgaben darunter • Im Vor jahre 1894 21 552 7.282 609 2 492 309 43 686 440 M. 136 111 300 111 509 631 128 187 628 22 209 891 17 426 908 42 599 461 Ein trittsgelder und Zusatzbeiträge) 10 023 268 12 089 566 55 114 681 63 004 269 36 396 260 44 322 680 608 378 753 935 1772 125 1 945 290 12 516 579 14 076 715 967 735 1 182 649 117 399 026 137 375 104 Arzt 2 930 910 9 421 602 8 424 355 Arznei. 1 861 865 8 024 041 6 638 076 Krankengeld 3 177 581 19 295 312 15 222 234 Krantenanstalten 2c. 2 315 953 8 871 999 5 134 053 147 852 73 832 231 046 181 422 280 194 191 634 497 606 1 788 750 1 209 598 6 434 162 362 355 1 181 522 147 439 135 262 498 288 143 423 23 141 102 18 134 308 45 356 229 18 190 727 • zusammen Krankheitskosten 10 286 309 45 612 954 35 418 718 634 152 1 331 789 10 614 032 924 412 104 822 366 Auf ein Mitglied kommen: Erkrankungsfälle.1 0,8 0,4 0,4 0,5 0,3 0,4 0,3 0,4 Krankheitstage. 4,4 6,4 6,8 9,8 5,2 6,7 6,5 6,2 0,3 6,0 M. m. M. M. M. M. M. M. M. Rrantheitstoften. 7,99 13,22 18,51 23,87 11,62 15,80 15,27 13,93 13,67 17 352 197 99 588 457 dürfte es angebracht sein, einiges aus den Gründen anzuführen, die die Wichtigkeit des Themas darthun sollen. Die Die Schäden aufbeden, wo sie sich finden, uns selbst Aufklärung über diese Frage zu verschaffen und sie hineintragen in die weiteste Deffentlichkeit, in alle Kreise unseres Boltes, das wird in der Hauptsache unsere Aufgabe sein, mit der wir uns zunächst begnügen müssen. Db wir zur Abstellung der Mißbräuche mit bcrufen sein werden, muß die Zukunft lehren." Das ist eine Sprache, die Volts schullehrern am Ende des neunzehnten Jahrhunderts alle Ehre macht. Hoffen wir von dem weiteren Verlauf der Angelegenheit das beste. Auch der zur Erzielung einer möglichst vollkommenen Statisti aufgestellte Fragebogen ist sehr geschickt ausgearbeitet. Wenn, wie das ja bei Lehrern eigentlich vorauszusehen sein sollte, die einzelnen Fragen richtig und sinngemäß beantwortet werden, so dürfte sich daraus ein außerordentlich übersichtliches und lehrreiches Bild von der heutigen Rinderausbeutung ergeben. Wir heben untee den 17 Fragen die folgenden hervor: Arten der Nebenbeschäftigung nebst Zahl und Alter der in jeder Art beschäftigten Kinder( mit Angabe des durchschnittlichen Lohnes pro Woche bezw. Arbeits stunde). Zur Vereinfachung der Statistik sind die Arten der Nebenbeschäftigung gruppirt und zwar 1. als landwirthschaftliche Arbeiten: Hütedienst, Kartoffelernte, Rübenbau, Getreideernte, Tabakban, Forstfultur, Torfgräberei, Ziegeleiarbeiten; 2. als industrielle: Textilindustrie( Spulen, Weben, Tücherknüpfen 2c.), Bekleidungsindustrie ( Nähen, Stricken, Häkeln, Klöppeln 2c.), Tabaksindustrie( Bigarrenwickelmachen), Kurz und Galanteriewaaren( Knöpfemachen, Perlen= aufnähen), Papierindustrie( Dütenkleben, Kartonarbeiten, Koloriren 2c.), Metallindustrie( Poliren, Sortiren und Aufstecken von Nadeln 2c.), Möbelindustrie( Boliren 2c.), Spielwaaren 2C. Industrie ( Schnißen, Bemalen, Zusammensetzen 2c.), Arbeiten in Bergwerken, Steinbrüchen und Salinen; 3. als andere Arbeiten": Verkauf von Blumen, Streichhölzern, Backwaaren, Weihnachts.. artikeln, Sortiren und Einpacken von Waaren, Begleiten von Ge schäftswagen, Regelaussehen, Flaschenspülen, Bierabziehen, Gläsers Einleitend heißt es, daß man ohne Bedenken zugeben könne, reinigen, Austragen von Frühstück, Milch, Zeitungen, Beschäftigung daß die Kinderarbeit nicht unter allen Umständen schädlich wirken in Theatern 2c., Sarussellschieben, Lumpensammeln, Orgeldrehen, Auf müsse, daß sie vielmehr, verständig geleitet, zu einem werthvollen warteftellen, Beaufsichtigung von Kindern 2c. 2c. Das unterschreiben wir Weitere Fragen lauten: Wieviel Kinder sind auf zwei- oder, Erziehungsmittel gestaltet werden könne. ganz und gar. Schon die Internationale Arbeiter- Assoziation" mehrfache Weise beschäftigt? Wieviel Kinder sind vor Beginn forderte neben geistiger und körperlicher eine sogenannte technische" bezw. nach Schluß des Unterrichts am Morgen beschäftigt? Wann Erziehung und zwar verstand man darunter eine von pädagogischen beginnt die Arbeit? Wieviel Stunden währt sie? Wieviel Kinder, Gesichtspunkten aus geleitete Einführung des Kindes in die einzelnen find 1, 2 u. f. w. Tage in der Woche beschäftigt? Bei wieviel von Berufszweige. ben beschäftigten Kindern ist folgendes festgestellt worden: Bes.. Aber," so heißt es in dem Aufrufe des Lehrervereine weiter, urlaubungen für Arbeitszwecke, unregelmäßiger Schulbefuch, unregelbei der Erwerb 3 arbeit der Kinder treten leider pädagogische mäßiges Rominen zc.? Hat in den letzten Jahren in Rücksicht auf die Erwägungen ganz zurück; hier steht eben der Erwerb im Vordergrunde. Beschäftigung der Kinder im landwirthschaftlichen Betriebe emne. Die Arbeiten einzelner Kollegen wie ganzer Vereine, mehrfach unterstützt allgemeine Berkürzung der Schulzeit stattgefunden? In welchen von Schul- Aufsichtsbeamten und föniglichen Regierungen, haben Fällen glaubte der Lehrer thatsächlich hervortretende gesundheitliche bereits deutlich gezeigt, daß billige Kinderarbeit in weitem Umfange und filtliche Schädigungen auf die Kinderarbeit zurückführen zu begehrt ist. Wir haben es nicht mit vereinzelten Erscheinungen zu tönnen? In wie viel Fällen ist im Hinblick auf die Verhältnisse thun. Das spricht sich auch darin aus, daß es nicht die städtischen der Eltern die Nothwendigkeit des Erwerbes seitens der Kinder Verhältnisse allein und nicht immer in erster Reihe sind, durch die a) in Abrede zu stellen, b) nicht abzuweisen, c) nicht au entdie Kinder übermäßig ins Erwerbsleben hineingezogen werden; auch scheiden? das Land macht sich die Kinder tributpflichtig. Distrikte, in denen In löblichem Gegensatz zu gewiffen Gepflogenheiten staatlicher agrarindustrielle Unternehmungen, z. B. Zucker- und Spiritus- statistischer Aufnahmen über Arbeitslosigkeit 2c. steht quch Allem Anscheine nach werden die Vorberathungen von dem fabrikation, ihren Einzug gehalten haben, ziehen mit ihren aus- die Schlußbemerkung des Aufrufs:" Für die Aufnahme der geschäftsführenden Ausschuß des Lehrervereins mit aller Energie gedehnten Rüben- und Kartoffelfeldern die Kinder in ihren Bann- Statistit ist thunlichst eine Zeit ins Auge zu fassen, in welcher die betrieben. Nachdem bereits seit längerer Zeit Rommiffionsfigungen freis, desgleichen Torfgräberei und Forstkultur. In Stadt und Land Schularbeit erfahrungsgemäß am meisten von der Kinders arbeit beeinflußt wird. Bei landwirthschaftlichen Verhält ftattgefunden haben, zu denen u. a. auch der durch seine einschlägigen wird Mißbrauch mit der Kinderarbeit getrieben. Arbeiten bekannte Rigdorfer Lehrer Agahd zugezogen war, ver- Die vorhandenen Erhebungen zeigen, daß die kindliche Kraft nissen kommt demnach vor allen Dingen das Sommerhalbjahr in Für industrielle und gewerbliche Bezirke werden die öffentlicht die letzte Nummer der" Pädagogischen Zeitung", daß durch die übermäßige Dauer der Arbeit( achtstündige Arbeitszeiten betracht.... Hauptorgan des deutschen Lehrervereins, das bisherige Ergebniß der außer der Schule sind nicht selten), durch zeitigen Beginn( oft um fogenannten Saisonzeiten als die geeigneten Aufnahmetemine an Berathungen. Um ein möglichst vollständiges Bild der gewerb 4 Uhr morgens), durch späte Beendigung( vielfach um Mitternacht), gesehen." lichen Wir wünschen dem deutschen Lehrerverein für seine bedeutungsund landwirthschaftlichen Kinderausbeutung er durch unangemessene Schwere( Steinklopfen!), durch abstumpfende halten, hat man einen Fragebogen ausgearbeitet, an Eintönigkeit( z. B. Tütenkleben, Rübenverziehen) eine Ausnutzung volle foziale Arbeit den besten Erfolg und werden ihn gern darin, dessen Hand die Zweig Verbände ihre statistischen Auf- erfährt, die der gesunden körperlichen und geistigen Entwickelung soweit wir können, zu unterstützen versuchen. nahmen vornehmen sollen. Bevor wir darauf näher eingehen, schnurstracks zuwiderläuft, der sittlichen Schäden gar nicht zu geDie Volksschullehrer gegen die Kinderausbeutung. In welcher Richtung und in welchem Umfange wird die Jugenderziehung durch gewerbliche und landwirthschaftliche Rinderarbeit geschädigt? So lautet das Thema, das der deutsche Lehrerverein auf seiner nächstjährigen in Breslau stattfindenden Versammlung verhandeln will und das bis dahin den einzelnen Provinzialverbänden zur Besprechung vorliegt. Wir haben seinerzeit gleich ausdrücklich unseren Beifall zu einem derartigen Thema ausgesprochen, und wir fönnen auch heute nur wiederholen, daß die deutsche Lehrerschaft nicht gut einen zeitgemäßeren und wichtigeren Stoff wählen konnte. Es handelt sich nun darum, daß diese schwierige Frage gründlich und fachkundig vorberathen wird, damit sie in der betreffenden Lehrerversammlung nicht mit einigen platonischen Phrasen abgethan wird, sondern daß zum mindesten der moralische Gewinn der Aufrüttelung der öffentlichen Meinung erzielt wird. Denn daß man selbst bei dem erdrückendsten Material die Regierung zu wirksamen Maßregeln veranlaßt, das darf billig so lange bezweifelt werden, bis es zum Faktum geworden ist. Mittwoch, den 28. Donnerstag, den 29. Freitag, den 30. April. 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Enoch Arden. Haschisch. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches. Die verfuntene Glocke. Berliner. Kaiser Heinrich. Leffing. Waldmeister. Schiller. Der letzte Tag. Bauern ehre. Der eingebildete Kranke. Nenes. Trilby. Weften. Aus bewegter Beit. Linden. Der Bettelstudent. Thalia. Heirath auf Probe. Friedrich Wilhelmstädtisches. Trilby. Belle- Alliance. Trilby. Residenz. Ein angenehmer Gast. Affociés. Meganderplak. Endlich allein. Eine tolle Prinzessin. Oftend. Aus der Millionenstadt. Volks. Geschlossen. Parodie. Lumpe- Gastspiel: Trilby. Paffage Panoptikum. 32 Mädchen aus Samoa. Apollo. Spezialitäten. Volks- Theater 34. Reichenberger Straße 34. Pferdebahnstation: Kottbuser Thor. Bis zum 14. Mai: Geschlollen. Sonnabend, ben 15. Mai 1897: Eröffnung der Sommer- Saison. 1. Neu- Aufführung der Gesangspoffe: Auf eigenen Füßen bon E. Pohl und H. Wiĭten. Vor der Vorstellung: Gr. Garten. Konzert. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Dir. Rich. Schulz. Kinder der Bühne. Bustspiel in 5 Aufzügen von Edgar Hoyer. Deutsch von Emil Jonas. Borverkauf im Central- Theater. Anfang 28 Uhr. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Eruft Theater). Heirath auf Probe. Poffe mit Gesang in 3 Aften nach C. Gerö von B. Buchbinder und Fr. Reiner. Bearbeitet von Jean Kren und Gust. Görß. Musik von Leopold Kuhn. Morgen u. folgende Tage: Heirath auf Probe. ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Der lette Tag. Bauernehre. Der ein gebildete Kranke. Donnerstag, abends 8 Uhr: Eine Palastrevolution. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weik. Heute und folgende Tage: Aus der Millionenstadt. Boltsftüd von Schäfer. Anfang, 8 Uhr. Freitag: Benefiz für die Herren Aschinger und Wach. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Dorf und Stadt. Lumpe- Gastspiel Parodietheater, Oranienstr. 52: Trilby, Sensations- Schauspiel in 4 Aften nach Maurier's Roman von Johann Lumpe. Svengali: Johann Lumpe. Kaffeneröffnung 7, Sonntags 6 Uhr. Anfang 8 Uhr. 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( Ohne Gewähr.) 52 27 198 99 484 505 717 924 57 1237 64[ 1500] 469( 500) 538 690 861 940 2233 505 617 725 805 95 3096 218[ 3000) 587 671 80 94 758 828 57 971 4330 472 555 80 652 13000] 753 77 92 890 5281 384[ 500] 434 80 682 742 55 88 6023 60 104 99 327 477 653 54 56 85 91 727 31 7085 145 68 82 266 310 80 532[ 10000] 603 94 8037 97 294 826 9134 228 59 385 421 596 731 872 923 10101 294 322 90[ 5000] 581 620 31 723 29 11083 156[ 1500] 826 42 12097 139 382 542 13098 111 90 225 324 42 535 885[ 500] 980 14296 514 659 740 902 77 87 15159 265 94 367 73 522 61 647 69 701 16 883 16076 281[ 500] 350 465 501 670 791 13000] 979 17005 135 60 240 47 665 742[ 300] 97 832 901 18048 221 555 735 [ 3000] 82 751 67 19047 331 48 50 474 765 801[ 500] 22 957 20013 195 215 331 411[ 1500] 512 649 51 90 839 951 61 21055 221 562 650 99 877[ 1500] 920 61 22031 40 232 96 320 527 626 814 46 28000 2 427 48[ 1500] 537 45 99 668 771 827 51 53 78 24022 274 505[ 300] 48 714 85 25033 72 89 287 863 403 78 596 646 809 96 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( Ohne Gewähr.) 94 283[ 300] 871 486 510 916[ 1500] 1078 297 856 [ 1500] 62 649 723 40 59 857 73 903 56 2003 47[ 300] 58 199 515 86 642[ 5000] 794 828( 75000] 3019 406 61 [ 300] 90 647[ 3000] 790 947 4000 1 82 191 271 72 361 425 595 619 59 788 874 5034 91 108 463 791 810 949 6114 350 652 88 816 910 39 7113 77 230 303 55 439 561 646 772 907 45[ 1500] 51 77 8043 386 445 689 777 959 9065 93 155 86 207 498 10061 143 278 81 323 46 517 29[ 3000] 54 601 810 21 972 11184[ 300] 268[ 300] 300 407 39 506 40 81 647 988 12098 190 276 300 4 15 411 548 734 98 863 13057 351 65 632 888 902 15 14002 152 206 315 426 664 812 86[ 3000] 904 15035 262 398 407 756 938 16443 862 940 62 17049 94 98 139 266 309 73 80 81 466 504 56 640 747 99 804 17 18016 34 308 600 55 719 75 845 19171 218 336 424 39 692 742[ 800] 47 54 56 76 873 923 52[ 1500] 58 20398 407 13 621[ 1500] 708 82 958 72 21115 284 304 17 84 454 617 86 770 911 22008 181 264 486 635 80 96 23032 114 418 531 24160 389 402 527 623 88 787[ 300] 815 25017 46 57 286 312 33 42 471 524 614 [ 3000] 61 731 35 818 83 900 52 26028 112 15[ 500] 61 65 200 28 348 50 454 502[ 500] 622 778 815 84 963 68 89 27111 41 45 97 480 558 61 658 91 658 91 982 28025 160 221 37 310 69 86 444 622 773 96 808 947[ 500] 95 29064 90 284 475 78 586 691 913 30043 54 165 618[ 500] 31078 293[ 500] 335 98 435 69 516 29 750 850 84 32142 304 443 75 553 721 47 829 [ 1500] 908[ 3000] 81 33109 396 753 856 917 34827 ( 3000] 548 642 868[ 3000] 35246 69 80 94 348 735 919 36135 390 426 30 509 54 695 834 67 920( 5000] 37218 467 574 721 64 865 38185 232 42 439 597 826 29 39004 17 20 42 169 80 548 62 771 880 934 40107 242 421 519[ 300] 612 13 730 41024[ 3000] 109 33 250 394 488 525 35 75 633 761 801 17 59 42034 [ 1500] 56 83 144 600[ 300] 3[ 1500] 22 42 47 982 43150 221 319 422 507 53 92 640[ 1500] 824 97 44067[ 300] 155 65 347 78 413 721 863 45028 114 18 256 4-2 575 744 858 71 76 925 78 46075 94 197 230 392 656 784 885 47250 76 379 423 570 683 722 61[ 300) 81 901 48031 163 247[ 1500] 469[ 3000] 73[ 500] 75 557 801[ 300] 49173 281 574 616 854 61 913 67 50051 127 33[ 500] 389 459 516 91 771 96 809 51042 145 85 271 336 703 52009 337 38[ 500] 500 30 73 843 51 912 81 53060 495 540 54072 131 68[ 500] 249 670 [ 300] 816 945 55140 90 260 312 29 90 414 574 739 42 906 70 56037 54 170[ 1500] 358 577 600 756 79 822 910 37 57010 244 307 37 640 721 850 58009 16 54 94 103 32 445[ 8000] 52 515 604 767 878 59084 185 236 357 448 530 653( 3000) 703 60075 167 96 255 375 498 563[ 300] 642 804 22 992 61268 356 568 86 673 998 62004 65 111 367 631 82 92 711[ 1500] 78 84 86 891 901 63085 103[ 300] 329 96 454 92 93 521[ 300] 67 601 27 88 765 894 64178[ 1500] 241 56 346 99 406 523 627 41 90 787 883 968 65057 349 58 90 97 661 94 830 967 66171 252 78[ 5000] 708 69 948 67030[ 300] 241 416 33 91 531 928 44 46 68227 47 306 42 67 420 653 711 42 97 69020 81[ 1500] 84 [ 3000] 243 344 622 732 923 70107 237 373 77 481 683 43 812 80 914 71129 44 78[ 8000] 91 289 93 359 95 675 871[ 1500] 954 89 72053 145 46 244 593 681[ 1500] 757 844 73380 669 734 967 74 74299 378[ 1500] 527 73[ 500] 675 896 933 75013 153 64 99[ 3000] 249 54 85 410 15 788 76055 63 144 267 538 641 47[ 1500] 718 29 942 77186[ 300] 234 72 484 614 819 951 72 82 78079 84 287 347 404 541 608 56 66 781 844 79086 286[ 300] 301 74 621 93 806 22 80189 267 363 489 91 556 778 81098 288 332 411 508 832 69 979 82169 272 467[ 1500] 577 785 911 83102 61 336 550 605 731 46 63 84005 72 165 260 584 648 859 65 69 85051 419 29 38 79 503 25[ 3000] 65 68 769 895 930 86117 56 298 386[ 8000] 612 717 939[ 300] 47 87003 248 61 88 353 60 499 870 88117 225 71 488 [ 3000] 570 607 749 89010 18[ 3000] 21 47 82 102 426 521 30 94 649[ 300] 93 863 93 996 90032[ 3000] 118[ 3000] 54 76 91 275 535 721 53 922 67 91026 80 203 21 58[ 300] 337[ 3000] 67 444 748 95 824 52 956 92010 102 34 359 449 888 93072 115 264 391 408 542 77 791 94007[ 3000] 209 14[ 1500] 36 861 761[ 300] 877[ 1500] 962 64 86 95032 146 224 89 302 16 670 80 95 808 97 96181 206 27, 517 674 718 31 858 923 26 97046 52 1500] 61 134( 300) 414 46 672 991 98061 65[ 300] 125 69 390 724 30 998 99007 696 746 67 862 947 100092 131 288 95 461 556 690 101017 50 62 98 [ 500] 213 85[ 500) 90[ 1500] 418 540 42 46 78 634 712 43 842 983 102065 236 324 408 38 58 582 641 88 744 54 838[ 1500] 905 103190 226 460 506 16 731 985 97 104211 540 82 673 82 749 891 949 59 80 105057[ 3000] 103 316 50 503 617 869 931 39 73 106012 246 99 315 688 812 43 966 99 107511 38 787 976 108013 21 124 79 Verantwortlicher Hedakteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin, 523 718 75 925 83 70 110051[ 1500] 278 502 9 678 721 29 84 854 111026 29 159 66 217 24 35 329 561 841 920 96[ 500] 112100 50 222 49 584 665 737 945 113044 98 127 216 335 807 114074 93 305 415[ 500] 789 857 949 115162 281 93 663 709 38[ 15000] 820 116092 142 52 96 316 430 52 940 117220 354 407 618 978 118019 41 87 89 186 235 44 419 997 119012[ 1500] 209 58 498 516 20 76 680 735 90 841 120085 178 301 626 54 774 851 81 940 121051 219 [ 500] 97 313 93 607 824 62 72 83 932 122848 506 63 92 697 123005 31 264 313 66[ 1500] 433 632 787 860 124013 84 206 9 46 71[ 1500] 621 800 125077 96 117 86 207 36 312 442 522 51 696 797 833 944 88 126006 16 146 71 320( 3000] 55[ 800] 653 817[ 8000] 98 946 94 127034 44 640 58 80 990[ 800] 128137( 300) 282 336 422,513 129166[ 1500] 242 512 80 84 627 46 55 64 77 88 701 130015 295 300 131111[ 1500] 237 641 51 96 712 [ 300] 92 958 132050 70 120 256 375 567 88 133043 57 218 43 387 88[ 100 000] 497 509 726 896 184062 200 [ 5000] 482[ 500] 852 951 135255 340 54[ 300] 535 85 752 59 96 905[ 3000] 136194 262 407 790 977 137194 866 431 88 542 627 708 46 47 813 188012 237 399 660 894 911 139150 87[ 1500] 99[ 300] 227 421 76 776 86 881 140092 202 593 615[ 500] 707 46 861 141002 142 254 68 378 551 688 812 903 13 68 142087 240 379 82 417 27 609[ 500] 704 28( 8000) 987 143251 315 85 95 467 515 19 732 865 927 144049 245 316 19 429 36 [ 1500] 70 639 47 85 755 93 868 145177 242 342[ 8000] 435 724 94 146000 160 202 401 581[ 300] 683 783 825 60 147059[ 300] 63 178 339 79 89 593 678 720 148060 120 57 214 466 576 682 714 48[ 1500] 853 922 140112 220 41 509 638 716 954 150097 133[ 300] 299 494 97 596 785 852 979 151102 226 355 410 963 152054 56 485 834 153008 133 447 503 18 35 83 96( 500) 670 91 823( 500) 154151 224 31 73 86 519[ 500] 778 94 880 910 155012 35 93 155 218 81 465 69 523 58 611 20 90 95 774 804 26 903 9 73[ 3000] 156028 151 83 280 492[ 3000] 583 621[ 1500] 768 72 157066 216 37 328[ 300] 551 97 612 748 57 832[ 1500] 982 158127 60 80 296 632 985 159038 203 358[ 500] 89 465[ 3000] 675 729 858 976 160050 319 23[ 3000] 49 56 414 581 635[ 10000] 80 94 753 846 161136 310 491 513 92 632 71 892[ 300] 993 16: 2002 232 459 62 573 600 733 58 86[ 3000] 840 163486 164021 100 88[ 1500] 98 319 59 75 557 612 [ 800] 55 165187 621 42 770 76 813 60 63 916 166318 77 529 57 709 167187 323 47[ 3000] 95 414 45 575 96 666 733 168055 120 421 617 79[ 800] 86 839 53 77 109022 203 42 882 85 931 37 60 170028 157 214 645 50 877 171010 21 36 68[ 1500] 415 85 513 34 52 735 821 172305 13 516 35 52[ 300] 607 829 173364 98 461[ 1500] 541 84 662 843[ 500] 998 174000 28 452 81 682 85 746 63 810 64 73 85[ 300] 175112 74( 3000 230 457 553 91 638 868 963 73 170001 [ 300] 85 91 130 59 590 631 55( 500) 741 886 967 177082 89 90 162 363 439 783 854 32 960 178089 90[ 1500] 110 90 264 307 487 586 606 18 179183 218 420 759 74 989 180283 324 555 82 98[ 500] 684 881 961 181010 45[ 1500] 73 96 157 667 85 832 84 981 182227 75 322 52 442 615 738 828 60[ 3000] 183275 577( 300) 623 906 95 184007 801 520 46 614[ 3000] 708 63 953[ 300] 185051 138 280[ 600] 324 405 83[ 1500] 747 70 824 62 91[ 3000] 978 84 186059 104 73[ 1500] 202 376[ 3000] 79 519[ 1500] S16 928 64 70 187086 220 436[ 1500] 77 571 631 32 71 934 188242 626 813[ 300] 26 905 85 189010 33 89 268 94 375 580 668 190071 120 264 600 23 709 50 57 922 71 191004 83 112 91 218 80 308 573 928 192058 89 314 31 431 500 54 193011 89[ 1500] 253 387 660 720 836 94 993 194287 337( 3000] 82 89 452[ 8000] 523 661[ 300] 750 858 949 195227 85 820 418 46 607 82 717 71 940 196098 254 82 311 572 626 762 858 197237 305 36 483 90( 3000] 717 83 92 859 974 198160 295 729 37 933 199242 381 831 93 96 958 200148 243 479 770 71 895 201193[ 300] 246 68 451 542 711 25 202432 697 899 968 203058 81 139 89 261[ 15 000] 409 565 824[ 3000] 52 84 204111 55 60 395 462 80 84 599 883 969 87 205518 672 206501 90 698 706 984[ 500) 92 207238( 5000] 389 615 82 710 [ 1500] 41 812 982 88 92 208017( 500) 62 237 436 94 539 841 913 200169 243 384 647 61 79 956 210002 181 205 348 436 86 501 99 837 96 211036 73 111 78 86 200 53 455 838 40 212148[ 15000] 49 77 238 412 16 622 213188 358 807 910 88 214042 48 249 413 662 815 91 924 215086 314 96 99 440 520 683 216193 542 728 25 34 801 80 929 77 97( 300) 217072 233 49 72 363 412 17 22 776 218235 83 440 91 657 839 901 27 45 219051 199 315 61[ 300] 95 483 502 35 70 681( 3000) 773 220142 221 29 94 393 404[ 3000] 772 866 938 221293 488 693 734 222008 30[ 500] 270 98 443 81 90 570 668 95 773 813.942 223033 309 27 31 80 626 50 65[ 200] 50 224146 200 765 817 23 44 82 943 225214 303 15 443 555 Druckt und Verlag von Mag Bading in Berlin.