Nummer 4 Z0Lanuarl427 >> Arättl?r zum Wahlkampf in Preußen"� Eile tut not! Nur noch diesen Sonntag liegen die W ä h l e r l i st e n öffentlich aus. Wer versäumt hat, sich davon zu überzeugen, daß sein Name in der Liste verzeichnet steht, läuft Gefahr, das; er am 20. Februar seine Stimme nicht abgeben kann. Gerade die Frauen haben die Notwendigkeit noch nicht begriffen, sich rechtzeitig selbst um die Richtigkeit der Listen zu bemühen. Deshalb sagen wir ihnen in letzter Stunde: Geht sofort in das öffentlich bekanntgegebene Lokal eures Bezirks, um euch durch eigene Nachfrage zu überzeugen, daß ihr als Wahlberechtigte eingetragen find. Aber wirklich s o- fort! Sälzmt nicht länger! Es ist wirklich so: Eile tut not! Warum unö wie! Von Anna B l 0 s. Warum sollen Frauen wählen? W i e sollen Frauen wählen? Als der 9. November 1918 den Frauen das Wahlrecht brachte, war die Begeisterung unter den meisten von ihnen sehr groß, noch größer das Liebeswerben der Parteien, die der Frau bisher die politische Wahlberechtigung absprechen wollten. Das Interesse vieler Frauen für die politische Freiheit und die Rechte» die sie ihnen brachte, hat inzwischen sehr ab- geflaut. Viele, die sich vorher überhaupt nicht um Politik ge- kümmert hatten, machten sich ganz unklare Begriffe von der Wirkung des Frauenstimmrechts, die sich nicht in die Tat um- setzen tonnten. Andere, die eifrig um das Frauenstimmrecht gekämpft hatten, glaubten ebenfalls, mit der Verwirklichung müsse eine bessere, schönere Zeit für die Frauen kommen. Sie alle leiden unter groger Enttäuschung. Die Frauen vergessen, daß das Stimmrecht doch nichts mehr ist wie eine Waffe. Daß sie die Waffe gebrauchen lernen und wie sie sie gebrauchen, davon hängt nicht nur ihr eigenes Geschick, sondern auch das ihrer Kinder ab. Die Nöte der Zeit sind nicht geringer, sie sind größer geworden seit Ende des Krieges. Woran liegt das? Zum Teil natürlich an den Folgen des Versailler Friedens- Vertrages, der Deutschland so viele Existenzmöglichkeiten nimmt, ihnen aber keine neuen dafür gibt. Und doch, wieviel schlimmer ist noch alles geworden, als es vor sechs Monaten war, d. h. seitderneue Reichs- tag gewählt wurde. Solange die Sozialdemokraten noch in der Regierung waren, setzten sie all ihren Einsluß dafür ein, daß die wichtigsten Lebensmittel rationiert und zu Höchstpreisen verkauft wurden. Seit wir eine neue bürgerliche Regierung haben, wird nach und nach eine Ware nach der anderen dem freien Handel gusgeliefert. Die Not der Hausfrau wächst ins Riesen- große, wenn sie fast für alles, was das tägliche Leben er- fordert,. weit mehr als das Doppelte zahlen muß, was es noch. im Juni 1920 kostete. Rindfleisch ist von 6 Mark auf 11 Mark gestiegen, Nährmittel, wie Haferslocken, die für Kinder so wichtig sind, kosten das Doppelte gegen früher. Der Zentner Ka r t o f f e l n hier und da für Minderbemittelte kostet 20 bis 22 M. Die m e i st e n Hausfrauen in Deutschland müssen aber bis zu 60 M. zahlen, um überhaupt Kartoffeln zu erholten. Alles ist im Ueberfluß zu haben für d i e Hausfrauen, die Geld haben. Die vielen aber, deren Wirtschaftsgeld knapp bemessen ist im Verhältnis zu der Lebensmittelteuerung, und die täglich rechnen und rechnen, müssen sich doch fragen, wie eine soungeheureTeuerunginso kurzer Zeit mögllch ist. Die Regierung, die alle wichtigen Lebensmittel freigegeben hat, steht unter dem Einfluß von Parteien, denen die wahre Not des Volkes fremd ist. Hausfrauen, besinnt Euch darauf, daß Ihr wählen müßt und daß Ihr die Vertreter der Sozialdemokratischen Partei wählen mußt, die ausschließlich für Eure Interessen eintritt, die RuM helfen will, eine wenigstens erträgliche Le- bensweise zu führen. Der Sozialdemokratie danken die Arbeiterinnen die strenger durchgeführte Gewerbeaufsicht, die für hygienische Arbeitsbetriebe und für Schutz an gefundheitsgefährlichen Maschinen zu sorgen hat Sie danken ihr die Möglichkeit, als Betriebsrätinnen mitzuwirken bei sozialen Einrichtungen, bei Lohnfestsetzungen usw. Diese Neuerungen finden noch heute den Widerstand der meisten bürgerlichen Parteien. Weiter- gehende Forderungen werden kaum durchzuführen sein, wenn die Sozialdemokratie durch Eure Schuld, d. h. durch Abgabe eines Wahlzettels für eine andere Partei an Einfluß verliert- Auch die Neuregelung des Gesetzes über Wochenhilfe und Wochenfürforge, das allen versicherten, aber auch den nicht- versicherten Wöchnerinnen in ihrer schweren Zeit Hilfe bringt, verdanken die Frauen der Sozialdemokratie. Auch dieses Ge- setz kann mit ihrer Hilfe noch besser ausgebaut werden, wenn sie entsprechend stark im Parlament vertreten ist. Und nun erst die Mütter! Wie warm tritt die Sozial- demokratie für die Erziehung, die leibliche und seelische Pflege der ehelichen wie der unehelichen Kinder ein! Sie will dem Kleinkind wie dem Schulkind helfen, daß es zum tüchtigen Menschen heranwächst, ohne Unterschied der Herkunft. Sie � verpflichtet Staat und Gemeinden, den Eltern wie den unver- � heirateten Müttern bei der Sorge um ihre Kinder beizustehen. Die Sozialdemokratie hat sich bemüht, bei der Reichsoer- fassung, wie bei den Verfassungen der Bundesstaaten, die Interessen der Hausfrauen, der Arbeiterinnen und Beam- tinnen, vor allem aber der Mütter aufs wärmste wahrzu- nehmen. Wenn ihr das nicht in dem Grade gelungen ist, wie sie es gewünscht hätte, so liegt das zum größten Teil an dem Widerstand, den die bürgerlichen Parteien ihr leisteten. Auf Grund der Verfassungen läßt sich eine Reihe von Gesetzen und Forderungen verwirklichen, welche den Frauen zum Segen werden können. Sie dürfen sich aber nicht durch die Versprechungen locken lassen, die ihnen von rechts gemacht werden, daß durch Herstellung der früheren Zustände sich ein Paradies schaffen ließe. Sie dürfen sich auch nicht durch die Phantastereien der äußersten Linken verleiten lassen, die ihnen das Elend der jetzigen nissischen Verhältnisse als das Himmel- reich schildern wollen. Wer die Parteien von rechts oder links stärkt durch Abgabe eines Wahlzettels für die einen oder die andern, der beschwört neue Kriege, neues Elend über Deutsch- land herauf. Das wollen die Frauen doch gewiß nicht! Jetzt, wo die Wahlen in Preußen vor der Tut stehen, ist den Frauen Gelegenheit gegeben, Fehler wieder gut zu machen, die uns im Juni so schwer geschädigt haben. In Preußen ist ja durch die Revolution nicht nur den Frauen das Wahlrecht gegeben. Auch das ungerechte Dreiklassen« Wahlgesetz wurde aufgehoben. Wieviel ist da gut zu machen, was in früheren Landtagen an den Minderbemittelten gesün- digt wurde. Das wird Zeit brauchen! Daß es aber nicht ! z u lange Zeit braucht, dazu könnt Ihr Hausfrauen. Ihr Arbeiterinnen, Ihr Mütter helfen durch Abgabe des Wahl- zettels für öie Sozialöemokratie. p1■- Die Soziatdemohraten tun das, was Gott von Hnfang an durch seine Zeugen gefordert t fie nehmen lieh einzig der H r m e n und Gehncd)tcten in durchgreifender Meise an— und sollten ohne Gott lein 1 In der Cat: Ks gibt nichts, was die christliche GottloNgheit so grell beleuchtet, als der Torwurf, den die Chrilten gegen die Sozialdemokratie erheben. Wärter HetmonnKutlet. VeiberHerrstHast in Preußen. Im alten Preußen waren die Frauen politisch rechtlos. Weder zum Wahlrecht, noch zur Rechtsprechung, noch zu den Aemtern waren sie zugelassen..Erst in den allerletzten Iahren des alten Systems eröffnete man den Töchtern der Wohlhabenden das Universitöts- studium, ein Schritt, den selbst das absolutistische Rußland schon viel früher und gründlicher getan hott«. Und doch hat auch im alten absolutistischen Preußen mitunter das weibliche Element starten Einfluß aus die Politik gehabt. Aller- dings kann man hier nicht von Frauenherrschaft reden, sondern muh schon das Wort Weiberherrschaft anwenden. Wie in ollen absoluten Fürstenhäusern, so hat nämlich auch im Hohenzollernhaus da» M a i t r e s I e n w e s e n zeitweilig großen Umsang angenommen. Aus der Schule lernt man srellich nichts davon. Aber diese Maitrejsen sind vorhanden gewesen und haben ost genug unheilvoll ihre Hand im Spiele der preußischen Politik gehabt. Freilich war es nicht ganz ungefährlich, hohenzollernsche Maitresse zu sein. Wenn nämlich der sürstliche Galan starb, dann drohte durch dessen Nochsolger meist schimpfliche Einkerkerung. Friedrich Wil- Helm I. hat einmal eine Potsdamer Kantorstocher öfsentlich auspeitschen lassen, weil sie mit seinem Sohne, dem späteren Friedrich III., ein Liebesverhältnis hatte. Wir wollen ober hier keine Standalchronik der Hohenzollern schreiben, sondern nur zeigen, wie sehr diese angeblich so edlen Monarchen die Wohlfahrt des Volkes und die Forderungen der Ge- rechtigkeit hinter ihrem Liebesbedürfnis zu kurz kommen ließen. Em früherer Fall ist der des Kurfürsten Joachim I.(149g bis 1S3Z). Ihm kommt auch eine gewisse geschichtliche Bedeutung zu. Joachim!., der in einem Briefe selbst schrieb, daß er während 17 Jahren keinen Mangel an Weibern gehabt hätte, verliebte sich in die Gattin des angesehenen Berliner Bürger» Wolf Hornung. Da sie ihm nicht zu Willen war. so ließ er sie kurzerhand auf sein Schloß verschleppen, den Gatten aber zwang er unter Kon- siekation seiner Güter das Land zu verlassen. Da- mit hat dieser Fürst den biblischen Fall des Königs David und der Bothseba und den berühmten„Utiasbries* gegen deren Gatten noch übertrumpft. Kein Geringerer als Ma r t l n Luther Hot stch des vertriebenen Wolf Hornung angenommen und nach vergeblicher brlef- licher Ermahnung eine starke Kampfschrift gegen den fürstlichen Ber- führet veröffentlicht. Das aber führte dazu, die Abneigung Joachims gegen den Reformer zu verstärken, der nach seinen eigenen Worten «dem kurfürstlichen Hut in» Futter griff, daß die Haare stieben". Joachim wurde ein wütender Feind der Reformation und blieb streng katholisch, wahrend schon das ganze Land der neuen Lehre Luthers anhing. So wirkte der schrmpsliche Liebeshandel des Fürsten auch politisch aus. Ein Fall aus der Blütezelt des Fürstenabsolutis- m u s: Friedrich I.(1688—1714) stand lange Zeit unter dem Einfluß seiner Maitresse, der Gräsin Kolbe-Wartenberg. Diese Dame war bürgerlicher Herkunst, der Gras Kolbe-Wartenberg hatte sie aber geheiratet und, indem er seine eigene Gemahlin dem KöntgalsMaitressezu führte, verstand es dieser Kuppler, sich zum allmächtigsten ersten Minister auszuschwingen. Sein Borgänger im Amt war der Minister Dankelmarm gewesen, ein Westfale bürgerlicher Herkunst. Er hatte ein gerechtes und ehrliches Regiment geführt, aber W e i b e r h a ß stürzt« ihn. Bei der Königin Sophie Eharlotte siel Dankelmann in Ungunst. Der König lieh ihnr darauf den Prozeh wegen angeblicher Unterschlagungen machen. Zwei Gerichte sprachen Dankelmann srei, weil nicht das Mindeste gegen ihn vorlag. Da kassierte der König selber das Urteil und wars Dairkelmaiin kurzerhand in den Kerker, in dem Dankel- mann 11 Jahre lang bis zum Tode der Königin Sophie Charlotte schmachten mußte An seine Stelle trat der samose Gras Kolbe-War- tenberg. unter dem eine wüste Verschwenderherrschaft einriß. Wartenberg selber sicherte sich ein Iahresgehalt von 130 000 Talern(fast eine halbe Million Goldmark, doch war damals der Goldwert noch etwa dreimal so hoch als 1914!), ein unerhörtes Gehalt für das noch kleine und sehr anne Land. Aber dank dem Einfluß seiner Gattin beim König setzte Wartenberg alles durch. Mit seinen beiden Helfern, Gras Wiitoenstein und v. Wartensleben — das Volk nannte dies Kleeblatt die drei„Wehe" des Lan» des— plünderte Wartenberg die Staatskassen aus. Als der König unter dem Zorn der össentlichen Meinung endlich Wortenberg schweren Herzens entlassen mußte, vermachte er ihm außer kostbaren Geichenten noch eine jährliche Pension von 20 000 Talern. So lohnte er den unredlichen Gatten seiner Moitresse: den ehrlichen Dankelmann hatte er in den Kerker geworfen. Eine ähnlich unheilvolle Rolle wie die Gräsin Wartenberg unter Friedrich I. spielte die Gräfin Lichtenau unter Friedrich Wil- Helm II.(1786— 1797). Dieser unfähige Nachfolger des Alten Fritz war ein ebenso großer Schlemmer wie Weibersreund. Bezeichnend ist, daß der sonst so stolze märtische Uradel, der prahlerisch von sich zu sagen pflegt, daß er längst vor den Hohenzollern in der Mark gesessen habe, diesem Fürsten seine Frauen willig als Maitressen überließ. In der langen Reihe der Maitressen Friedrich Wilhelms II. figurieren u. a. eine Gräsin Sophie Dönhoff und ein Fräulein Julie v. Boß(von ihrem Galan zur Gräfin von Jugenheim erhoben). Doch den größten Einfluß aus den König hatte die oben genannte Gräsin Lichtenau, von Hause aus ein« bürgerliche Wilhemine Ende, die später einen Kammerdiener des Königs namens Rietz heiraten mußt«, aber dann zur Gräfin Lichtenau erhoben wurde. Sie brachte den König, der in Rückwirkung feiner Ausschweifungen periodisch einer widerlichen Frömmelei anheimsiel, ganz unter den Einfluß religiöser Dunkelmänner und Betrüger. Es war die Sekte der Rosentreutzer, die damals aller- Hand spiritistischen Humbug oerübte. Ihre Hauptvertünder, namens W ö 1 1 n e r und Bischosswerder, hatten den König mittels Ihrer Geistererschetnungen völlig in der Hand, fie waren seine ersten Ratgeber und spielten eine verhängnisvolle Rolle wie der Mönch Rasputin am Hofe des letzten Nikolaus. Friedrich Wilhelm II. hatte von feinem Vorgänger einen Schatz von öl Millionen Taler geerbt, er selbst hinterlieh durch seine Maitressenwlrtschast 21 Millionen Taler— Schulden! Aber noch einer Frau soll hier gedacht werden, der die Hohen» zollernlegende den Heiligenschein gewoben hat, keine? Maitreffe, sondern einer leibhaftigen Königin: der Königin Luise, der Gattin Friedrich Wilhelms III. Keine Frau hat die Märtyrertrone weniger verdient als sie. Ihr Einfluß war es zum großen Teil, der den haltlosen König bestimmte, sich mit Alexander von Rußland zu verbünden und jenen unheilvollen Krieg von 1806 zu beginnen, in dem der absolutistische preußische Staat einen beispiellosen Zusammenbruch erlebte. Als Preußen vollkommen gedemllt'gt und zerschmettert am Boden lag, da wußte stch der biedere Friedrich Wilhelm keinen anderen Rat, als daß er seine Gattin zu Napoleon schickte, damit sie durch Ihre weiblichen Reize das Herz des Eroberers rühre! Damals schrieb Napoleon an seine GaUtn Iosephine die berühmten Worte:„Die Königin von Preußen ist sehr liebenswürdig zu mir, aber Du brauchst deswegen nicht eiser» süchtig zu sein, ich bin wie ein Wachstuch, von dem das alle» abgleitet." Nach der Katastrophe war es der Freiherr von Stein, der den preußischen Staat wieder auszurichten suchte. Aber mit seinen Reformen, namentlich der Bauernbesreiung, stieß er aus den erbitterten Widerstand der preußischen Junker, deren Wortführer v. d. Marwitz erklärte: Lieber noch zehn Schlachten von Jena als die Steinsche Bauernbesreiung. Das Haupt dieser junkerlichen Fronde wurde die Königin Luise, die Stein bitter grollte, weil er den Luxus des königlichen Hoshaltes einzuschränken suchte. In einem Brief beklagt sich diese„edle" Frau bitter, daß sie mit vier Gängen der Mittagstafel und drei Gängen der Abendtafel vorlieb nehmen müsse, das sei weniger als nichts! Die Hohenzollern-Legende läßt die Königin Luise an „gebrochenem Herzen" sterben. In Wirtlichkeit starb sie auf einer Vergnügungsreise zu Ihren mecklenburgischen Verwandten, die sie mit einem lustigen„Heißaßa tralala!" angetreten hatte. Ihr „untröstlicher Gatte" ließ sich übrigens alsbald eine Gräsin Harr ach morganatisch(zur linken Hand) antrauen. Doch zurück zu Stein. Sein Schicksal war besiegelt, als er der Königin Luise die Summen zu einer Vergnügungsfahrt an den russischen Hof abschlug und meinte, daß das Geld für die B e- wohner des verwüsteten Masurenlandes besser ver» wendet werden könne. Auf diese Kränkung hin brach die Königin dem Minister das Genick und der König entlaß Stein als einen „widerspenstigen und ungehorsauen Diener". Vorher hatte er ihn in echt königlicher Weise noch durch die Adelselique bei Napoleon denunzieren lassen!— Stein war übrigens nicht der einzige preußische Staatsmann, der sich geaen weibliche Hosintriguen wehren mußte, auch B i s m a r ck hat zwei Mensthena'ter später bitter darüber geklagt, was ihm die Weiberröcke am preußischen Hose zu schaffen machten. An den Hohenzollern bewahrheitet sich eine alte Erfahrung, daß nämlich die größten Gegner der Frauenrechte ost am meisten unter weiblichem Einfluß, aber dann freilich unter dem ungeeignetsten weiblichen Einfluß stehen. Schicksall Es Wt To leicht, To leicht, wie Tich'o die MenTchen wachen! Ste lagen« 69 ilt Schicksal! Ich»ei-wag ea nicht zu ändern I Sie Tagen« Ca iTt Gottco Cdtllel Ich muß mich fügen! Sa iTt Vererbung! Ich muß es tragen! VorauabeTt immtmg 1 ■Verhängnis! Unglück! CQdtel Pech! Sa i t Ttärker als ich! Ich kann nichts dafür! Du kannst nichts dafür! Mir können nichts dafür! Sic Tagen nicht ein einziges Mal« Sa ilt meine Schuld! Ss geschieht mit Recht! Ich hätte belfer Vorsorgen Tollen und auf der ftut Tcinl Cd{ai- F I a i! ch I e n. Gebt Euer Recht nicht preis! » Das gleiche, allgemeine Wahlrecht, das Frauenwahlrecht— ich weiß, unter euch Frauen, die ihr Mütter und Hausfrauen seid, sind viele, die die Achsel zucken und meinen: Was ist uns dos, wir haben es nicht verlangt! Ich weiß, eure Sorgen kreisen um nähere Dinge, ihr Nagtet nicht, wenn ihr von euren Lasten und Bedrückungen spracht, über das.Dreiklassenwahlrecht". Ich weiß, euch drückt die Sorge um das tägliche Brot. euch quält die Mühe, Kleidung zu schassen für drei, vier werdende Menschen, euch peinigt, daß ihr euren Kindern nicht den Weg bereiten könnt zu sorgensreiem, lichtem Dasein. Aber müßt ihr euch denn nicht sorgen um das tägliche Brot, weil die Arbeitskraft eurer Männer Ware ist, die schlecht bezahlt wird, weil die Besitzer von Grund und Boden oder Maschinen von ihr leben wollen? Müßt ihr euch nicht mühen um die nötigste Kleidung, während eure Männer an den Moschinen feinsten und kostspieligsten Luxus» kleidertand arbeiten müsien? Könnt ihr euren, noch so gesunden und klugen Kindern nicht darum die Wege zu besserem Leben öffnen, weil euch das Geld fehlt, weil die Schulen, die LemjaHre zu hoch für euer Ein. kommen sind? Und mußtet ihr nicht Kinder gebären, ohne zu wissen, wie ihr sie ernähren solltet, mußtet ihr nicht Kinder gebären, wenn Ihr so unterernährt und krank wart, daß die Frucht in eurem Leibe auch schwach und krank sein mußte? Ihr mußtet, euch drohte das Zuchthau«— den reichen Frauen standen teure Sanatorien und willige Hausärzte zur.Abhilfe" bereit. Das alle« und noch viel mehr ist eure Plag«, sind eure Lasten. Nimmt man nicht das Mittel, Lasten abzuwälzen, selbst wenn man es vorher nicht als solches erkannte? Ergreift man nicht da« Schwert, das einem zum Kampf um ein besseres Dasein, gegen eiserne Unterdrückung geboten wird, selbst wenn«nan nicht nach dem Schwert gerufen hat? Die Revolution und die Partei, die dafür sorgte, daß sie nicht in eine Diktatur, in neue Unterdrückung ausartete, die alle Sozialdemo» kratische Partei, sie gab euch ein Schwert, gab euch ein Mittel an die Hand, an der Beseitigung alles, was euch bedrückt und be» drängt, mitzuarbeiten, mitzuarbeiten, ohne in blutigem, verheerendem Kamps alles zu zertrümmern: Das allgemeine freie gleiche Wahl» recht, euer Stimmrecht! Wer wollte so närrisch sein, das Mittel nicht zu gebrauchen? Ein Großstaütbilö. Bon Elisabeth Röhl. Im Dorort einer modernen Großstadt ereignete sich folgende alltäglich« Geschichte: Eine arme Schustersstau erwartet in einem Monat ihr zweite« Kind. S e ist noch sehr jung, kann noch vielen Kindern das Leben geben, hat aber bei ihrer Verheiratung schon vier Kinder von drei verschiedenen Frauen vorgesunden. Der Mann hatte Pech, denn die erste Frau starb an der Schwindsucht, nachdem sie einem Jungen zum Leben verhalf Die zweite Frau starb bei ihrem zweiten Kind— am Kindbettfieber. Die dritte Frau wurde von der Grppe weggerafft, sie ließ ei» sieben Wochen altes Mädchen zurück. Die neue Mutter ging bei Ihrer ersten Entbindung in eine Hebammen- lehranstalt, In der sie sehr krank an ihren Brüsten wurde, schwere Operationen erduldete und für immer die Stillsähigkeit verlor. Sie also erwartete das zweite Kind(das sechste in der Familie). In engster Behausung, bestehend aus der Küche, die zugleich Werkstatt de» Mannes ist, einem Korridor, in dem die beiden größeren Junge»« schlafen, und zwei düsteren schmalen Ziinmern wohnen dl« Leute. Fiins Kinder also quirlen in der eng-dunNen Parterre» wohnung. Es fehlen Kohlen; die Tapeten sind stellenweise abgerissen und lassen die feuchten Mauern sehen. Der Frau sind keine Aufregungen erspart, denn der Schuster liebt über Gebühr den Schnaps. So geht die Entbindung frühzeitig los, der Mann muh in der Nacht eine Hebamme suchen. Die drei in der Nähe wohnenden weisen Frauen sind verhindert, eine öffnete nicht; der Fall soll untersucht werden, ob Böswilligkeit dahinter steckte. Nach vergeblichem Umherlaufen geht er zu einer Frau, die als Erstwärterin ausgebildet ist und seine an der Grippe verstorbene Frau einst pflegte. Sie eilt hin, läßt aber inzwischen auch einen Arzt benachrichtigen, der nach einer halben Stunde er» scheint und nur zu konstatieren braucht, daß ein kleiner Junge ange» kommen ist und die Pflegerin ihre Sache sehr gut gemacht hat. Was zeigt uns dieser eine Fall, der sich ebensogut in der Klein» stadt oder aus dem Dort abgespielt haben könnte? Ich wurde nur zufällig aus ihn aufmerksam. Er beleuchtet schlaglichtartig«ine Reihe von sozialen Röten und zeigt uns vielerlei Gründe, warum und wo die sozial« Fürsorge von Mensch zu Mensch einzusetzen hat. Er zeigt uns, wie ein Mensch, in diesem Falle der Mann, durch Anhäufung von Elend zum Trinker wird. Bestätigt werden erneut die jammervollen Wohiwerhältnisse, die zu ändern vielleicht die Insassen moralisch nicht mehr in der Lage sind und für die Hilfe nur von außen einsetzen kann. Gegen die Aiistaltsentbindung hat die Frau nun ein Borurteil, weil sie beim ersten Kind die schweren Brnstoperationen mitmachte. Zu Hause aber ist weder Ruhe, noch Sauberkeit, noch geordnete Pflege, weil in der betresfenden Stadt der private Hauspslegeverein seine Tätigkeit einstellte und städtische Pslegerinnen in solchem Umfang« nicht vorhanden sind. Die Anstellung einer Pflegerin aber, die sich zu gleicher Zeit um den Hauehalt kümmert, ist zu kostspielig. Ist es da nicht ein Wunder, wenn Mutter und Kind gesund bleiben? Und müssen wir Frauen nicht alles daransetzen, um durch die soziale Gesetzgebung so krasse Geschehnisie zu verhüten? Jede Frau müßte in einer guten Anstalt entbinden können. Zu gleicher Zeit aber muß eine Fürsorgestelle die Hilfe für den Haushalt stellen, die schon in den letzten beiden Wochen den hofsenden Frauen zur Hand geht und nach der Entbindung einige Zeit die Hausarbeiten weiter versieht. Aber an der alltäglichen Geschichte sah ich noch mehr, was zu ändern und zu dessen« eine verhältnismäßig leichte Staatsmühe wäre. Ja, zu einer Arbeit de« Landes gehört dieses Gebiet. Liebe Leserin, wir stehen vor den Landtogswahlen in Preußen, und diese sind«ine Frauensache, und zwar«ine sehr ernste und wichtige. Bekanntlich hat die erledigte Landesversammlung Preu- ßens dos Hebammengesetz nicht mehr verabschieden können(oder wollen!). Dieser Gesetzentwurs sah schon ein« Reihe von Besserungen verschiedener Art vor. Da» neue Parlament wird zur Entscheidung bringen, ob der Gedanke, daß der Hebammendienst eine von Grund auf zu regelnde wichtige Sache ist. von den Frauen als Wählerinnen erfaßt wurde. Nirgendwo ist der Gedanke, die leiblichen Nöte durch sorgsam ausgebildete, nach Eigrnmg gewählte Fürsorgerinne» zu bewältigen, von den Fronen ersaßt. Sonst müßten viel mehr Frauen Anhängerinne» der Sozialdemokratie lein, die das Arzt- und Hebammenwesen sozialisieren will. Denn Arzt und Hebamme müssen, von der Gesellschaft angestellt, s ii r die Gesellschaft arbeiten. Vorbeugende Maßregein, rechtzeitige sürsorgerische Tätigkeit, vorgeschrieben und angebahnt durch Reichs- und Landesgesetz» geduiig, ausgeführt durch städtische Maßnahmen, da« Ist ei» Teilgebiet für die Frau in der Politik. Sagt es den Hausangestellten! Die Voltsbeauftragten— Mitglieder der s o z i a l d e m o- t r a t i s ch e n organisierten Arbeiterschaft— waren es, die am 12. November 1S18 die Gesindeordnungen außer Kraft setzten. Jahrzehntelang forderte die Arbeiterschaft von der Re- gierung die Beseitigung dieses alten Unrechts, Gehör fand sie aber nicht, denn die bürgerlichen Parteien lehnten stets die berechtigte Forderung ab. Die Volksbeauftragten waren es auch, die den Frauen. somit auch den Hausangestellten, das Wahlrecht gaben. Es nun zum eigenen Vorteil auszunutzen, muß Aufgabe einer Seden Hausangestellten sein, denn Großes ficht bevor. Keiner >arf sich selbst schädigen. Das neue Recht für Hausangestellte wird baldigst im Reichstag zur Beratung stehen, und da werden wir von den bürgerlichen Parteien dasselbe erleben wie seiner- zeit im Preußischen Landtag. Man wird unseren Forderungen auf Einführung der ge- setzlich geregelten Arbeitszeit, der genügenden Freizeit und des Abschließens von Tarifverträgen mit Hohn und Spott be- gegnen und wird sich nicht scheuen, wiü>er zu erklären, daß unsere Forderungen zu hoch seien und man daran denken müsse, sich Ausländer(Indier oder Chinesen) herzuholen. Man wird weiter sagen, daß die H a u s a n g e st e l l t en nicht aus- gebeutet werden, sondern man nur von einer Ausbeutung der „Herrschaften" sprechen könne. So und nicht anders wird wieder gesprochen werden, und letzten Endes wird, da der Reichstag keine sozialdemokratische Mehrheit hat, ein Gesetz zustande gebracht werden, das uns nicht befriedigen wird. Deshalb müssen alle Hausangestellten jetzt darauf bedacht lein, daß wenigstens der Preußische Landtag so be- setzt wird, daß die organisierte Arbeiterschaft die Mehrheit be- kommt. Der Preußische Landtag hat Gesetze zu machen, die von weittragender Bedeutung auch für die Hausangestellten sein werden, darum kommt es auf j e d e einzelne Stimme an. Keine Hausangestellte darf den Stimmzettel einer bür- gerlichen Partei, von der Demokratischen Partei an bis zur Deutschnationalen, am 20. Februar in die Wahlurne werfen, denn diese können niemals wahre Vertreter der Hausangestell- ten sein. Sagt es den Hausangestellten, die in ihrer Abgeschlossen- heit kein sozialdemokratisches Blatt erhalten, daß sie alle ihre Stimme der Partei geben müssen, die immer aufrichtig und mutig für die Unterdrückten, auch für sie, eingetreten ist, näm- lich der Sozialdemokratischen Partei Deutsch- lands! Ehering unö Preußenwahl. Von Theodor Thomas. lieber Trauringe könnten leicht einige hundert Geschichten ge- schrieben werden. Diesmal will ich mich mit einer begnügen, die meinen Bekannten Karl Klrchberg betrifft. Gr mußte vorige Woche verreisen. Während er aus seinem Abteil auf den Bahnsteig blickte, ftleg eine hübsche junge Dame zu ihm ein, die Ihn bat, ihr den Platz in der anderen Ecke freizuhalten. Einen lieberen Auftrag hätte Karl nicht erhalten können. Er war zwar mit Erfolg verheiratet, um aber der jungen Mitfahren- den das Herz darüber nicht schwer zu machen, streifte er sein äußeres Kennzeichen ab. Dann setzte er sich frohen Mutes auf seine ge- streiften Hofen Das hübsche Mädel kam kurz vor Abfahrt wieder ins Abteil. Nun legte unser Karl los mit seinen dreideutigen Redensarten, auf die sein Gegenüber nur sehr ausweichend Antworten gab. Trotz- dem schwafelte er lustig weiter, in der Hoffnung, Eindruck zu machen. Auf einmal frug ihn die Dame aus der andern Ecke: „Wie denken Sie über die Aussichten am 20. Februar?" Er prallte entsetzt zurück. „20. Februar? Was ist denn da los?" „Ja, wissen Sie denn nicht, daß an diesem Tage der preußische Landtag gewählt wird?" Wenn man ihm gesagt hätte, daß er am 20. Februar aus dem vierte» Stock in den Hof geschmissen würde, hätte er kein unglück- sicheres Gesicht machen können.„So hübsch sein", dachte er,„und solche Reden. Dies rätselhaste weibliche Wesen aber fuhr fort:„Ich wundere mich, wie man heute überhaupt noch Wichtigeres zu besprechen hat, wie es die Wahl gerade diesmal ist. Anscheinend wissen viele gar nicht, was auf dem Spiel steht?" Kirchbcrg sperrte seinen Mund weit auf und sah sein Gegen- über dumm an: „Ja, ja,' fuhr dos fort,„seder Mann, der mit einer Frau, seder Jüngling, der mit einer jungen Dame zusammenkommt, sollte der tiefen Bedeutung dieser Wahl gerecht werden und statt des üb- lichen süßen Schmuses ihr mal was Vernünftiges ins Gewissen reden, denn die Frauen geben den Ausschlag." „Kolossal, nur ich verstehe ja gar nicht____" „Schlimm genug. Aber dann kommen Sie wenigstens Ihrer Pflicht etwas nach und zeichnen Sie mir hier einen Betrag für die Wahl. Das ist auch schon was." „Aber seibstverständlich, gern." „Hier." Damit schob sie ihm eine Liste hin. Er zögerte: gern tat er es nicht. „Run. als lediger Herr", sie betonte das Wort„ledig" wie auf eines Messers Spitze,„können Sie ruhig mal einen Blauen fliegen lassen," ermunterte sie ihn. Widerwillig malte Karl hundert Mark hin.„Verteufelt, das war ein teurer Spaß," brummte er. „Ja, ja, diese Wahl, das ist etwas sehr, sehr Wichtiges; schon wenn man sich die Berfassung ansieht, erkennt man ihre Bedeutung. Haben Sie mal einen Blick.hincingetan?" plauderte sie weiter, während der Hunderter verschwand. Cr hatte es nicht. Da verkaufte„sie" ihm noch schnell das kleine Büchlein von Hirsch für 2,50 M. Ihre Station war gekommen, sie stand auf. Er machte zum Schluß doch noch einen Versuch:„Ob man sich' nicht mal treffen könne", frug er sie. „In einer polstischen Versammlung ja: und dann bringen Sie Ihre Frau mit." „Was, meine Frau?" „Jawohl. Meinen Sie, ich hätte nicht gesehen, wie Sie, als ich das erstemal hereinkam, ihren Ring brav anhatten? O, das habe ich sofort gemerkt." Cr war baff. Sie verabschiedete sich höflich und ging. Kirch- berg aber steckte seinen Ring wieder an nnd las sich die preußische Verfassung mal durch, fortwährend leise schimpfend: „Auf so ein hübsche Larve fall ich nicht mehr hinein: man ist jetzt ja keinen Augenblick sicher, einer Agitalorin in die Arme zu laufen. Ekelhaft." Erzählt hat Karl Kirchberg seiner Frau die Sache nicht; viel- leicht erfährt sie es auf diesem Wege, schaden kann es ihm nicht. „Mutter, Senk an mich T Von 0. Pilz. Der Sinn dieses herrlichen Plakates, das der Wahlpropaganda bei den Reichstagswahlen diente, sollte jede Mutter, nein jede Frau auch bei den demnächst stattfindenden Wahlen beschäftigen. Wer sich den schlecht gekleideten«nd schlecht ernährten Jungen ver- gegen wärtigt, wem blutet da nicht dos Herz? Und so wenig wir leider durch das viel zu geringe Einkommen unserer Männer, die als Arbeiter, Angestellte und Beamte tätig oder gar arbeitslos sind, gegen dieses Elend tun können, um so mehr können wir mit dem Stimmzettel helfen. Seid dessen eingedenkl Redet nicht so leichtfertig, wie man es oft in den Kaufläden hört:„Es wird sa doch nicht besser!", sondern sagt:„Es muß besser werden!" Die Aerzte sind bei den hohen Honorarsätzen und unserem geringen Einkommen nicht zu bezahlen. Kräftige Lebensmittel sind wegen zu hoher Preise nicht zu beschaffen. Die Hausarztvereine(Selbsthilfe der organisierten Proletarier) sind wegen allzu hoher Arztforde- rungcn nicht mehr lebensfähig. Die Kinderkliniken sind überfüllt. Genossinnen, laßt Euch nicht öeschämen von den bürgerlichen Frauen, Kloster- und Krankenschwestern sowie den nicht denkenden Frauen, welche überall mit dem Schwindelmärchen agitieren, unser Elend wäre die Folge der Revolution. Sagt allen, daß es die Folgen des nicht zu verantwortenden Krieges sind, sagt ihnen laut und deutlich, auch in den Kanfläden, wie wir schon während de» Krieges hungern, frieren und leiden mußten, wie unsere Männer sich opfern, unsere Kinder darben mußten. Haltet Euch immer wieder das herrliche Wahlplakat vor Augen:„Mutter, denk an mich!" Agitiert bei allen Verwandten, Hausangestellten und den gleichgültigen Frauen, damit durch eine sozialdemokratische Mehrheit unsere Forderungen erfüllt werden. Damit auch für uns einmal wieder die Sonne lacht und wir unseren Kindern eine heitere, glückliche, nicht von Sorgen gepeinigte Mutter sein können. (P fSelTelt die€rde in zwängende Scbranhen! Greifet der Zeit in das rollende Rad l Bindet die fögel der kühnen Gedanken I Baltet die stlenfchheit auf lt redendem pfad I Cörtehtcr Blödsinn spricht: „Erde, teweg' dich nicht 1"— Nimmermehr zwingt ihr sie, stille zu ftehen J "Vorwärts und vorwärts wird ewig lie gehen l Bindert und hemmet noch: Und sie bewegt lieb doch l Max Kegel.