Nummer 6 13. Jebruar 1H21 >> Natter �um WahWnipf in Greußen ch WeZßk Du schon? Weißt Du schon, Weiht Du schon, Weiht Du schon, Weiht Du schon, Weiht Du schon, Weiht Du schon, Weiht Du schon. Weiht Du schon, Weiht Tu schon. Weiht Du schon. Weiht Du schon, dah Veutfchlaod über Z Millionen Krieg». lvoijea ha»? daß fich noch 45 000 Arieg»beschSdigl« in Lazaretten befinden? daß wir 1917 einen antra frieden haben tonnten, die Lndradarff» aber nicht wollten 7 dafz die Generale Ludendorff nnd hoffmann brate Entente anbetteln, um gegen Ruhland zu tämplen? dah all« Sapp.V«tIch.Aührer firasswi an». geaangen find? daf, noch nicht, sozialisiert Ist. trotz den Der- jprechangen der bürgeri-chenReichsregiernug? datz der vralsch volksp,' teiler Stinne» viele Zeitungen auftaust, um Dich zu betämpien? dah das Brot noch teurer werde« , o 1 1 durch die bürgerliche Regierung? dah der Achtstundentag durch die Sozialdemotratie eingeführt wurde? doh die Sefiudeordnung durch d> Sozialdemotratie aufgehoben wurde? dah das Frauenwahlrecht und vieles andere nur der Sozialdemotratie zu danken ist? Wenn Dir die» alle» betannt Ist. so darfst Vn am 20. Februar nur sozialdemokratisch wählen! Erst wägen, öonn wählen! Von Johanna Reitze. M.d.R. � Durch die Verleihung des Wahlrechts ckn die Frauen ist ihr Kurswert beträchtlich gestiegen. Alle Parteien bemühen sich heute um die Stimmen der Wählerinnen, insbesondere d i e Parteien, die bisher das weibliche Geschlecht in der Gesetz- gebung sowohl wie auch im öffentlichen Leben stark benach» teiligt und unterdrückt haben. Jetzt verkörpern auch die Frauenstimmen eine Macht, der jede politische Partei zur Durchsetzung ihrer Forderungen und Ziele bedarf. Darum das heiße Werben um die Stimme der Wählerin, das uns Frauen zur Vorsicht und zum Nachdenken veranlasien sollte. Die Steuerfrage muß besonders genau geprüft werden. Vor der Revolution hat das deutsch« Reich seine Einnah- wen vornehmlich aus Zollen und indirekten Steuern bezogen. Aber während de» Krieges machte sich ein Rückgang der Einnahmen bemerkbar. Durch den verschärften U-Boot» Krieg wurde die Blockade über Deutschland verhängt, die eine verringerte Einfubr von Waren, die mit Zöllen belegt waren, mit sich brachte. Die Zolleinnahmen mußten sich somit auto- matisch verringern. Mit der Umstellung des Konsums folgte ein weiterer Ausfall der Reichseinnahmen. Die Rohstoffe, die sonst der Herstellung von Bier nnd Branntwein dienten. mußten als Nahrungsmittel verwandt werden. Der Zucker wurde rationiert Also veränderten sich schon während des Krieges die Einnahmen, und demgegenüber entwickelten sich ungeheure vermehrte Ausgaben. Die Schuldenwirtschaft mußte immer größer und um'angreicher werden, weil der da- malige Neichsfinanzminister Helfferüch, der jetzige Führer der Deutschnationalen Voltspartei, die Besteuerung des B e- f i tz e s nicht wollte und auch die Kriegsgewinne nur ganz zagbaft steuerlich belastete. Die Erhebung direkter Steuern war bis zum Apn! 1g2l) Sache der Länder und der Gemeinden. Die Steuer« scheu der Besitzenden kam so recht zun» Ausdruck in der Verlegung ihres Wohnortes in solche Gemeinden, die nur geringe Steuern echoben. Der Steuerflucht der Besitzenden ist nun Einhalt geboten durch die Debertragung der Steuer- Hoheit auf das Reich, dessen Steuerbedarf infolge der Kriegs- lasten und der Erfüllung der Friedensbedingungen außer- ordenttich groß ist. Daher konnte auch die verfassunggebende Nationalversammlung die früher erhobenen indirekten Steuern nicht entbehren. Sie hat aber nebet» vielen anderen Steuern zum e r st e n Male eine Besitz st euer geschaffen, die vom Tage ihrer Geburt an von den Vertretern des Besitzes stark bekämpft wird, trotzdem die Einziehung sehr schleppend vor sich geht. Das Streben der bürgerlichen Parteien geht nun dahin. einen Abbau der Besitz st euern herbeizu- führen. Diese Steuerdrückebergerei mich den stärksten Widerspruch der Wählerinnen breiter Volksschichten auslösen. Was ist die Folge einer Lockerung der Besitz- steuern? Es bedeutet einen Ausfall notwendiger Ein« nahmen, die in den Reichssäckel fließen sollten. Um aber den Hunger des Reiches nach Geld zu stillen, müssen andere Mittel gesucht werden, denen die Wunderkraft der Sättigung inne« wohnt. Dieses Suchen nach neuen Steuerquellen macht den rechtsstehenden Parteien keine Kopsschmerzen. Ihrer Mei« nung nach sind die indirekten Steuern weniger schmerzhaft für die große Masse der Steuerzahler, und so hat man schon ein ganzes Bündel indirekter Steuern in Bereitschaft, das erst nach den Wahlen dem Volke präsentiert werden soll. Frauen und Mütter! Nach den bekannt geworde- nen Steuerplänen steht den Haushaltungen eine aber- malige große Belastung bevor. So soll ein Doppel- zentner Zucke r mit 1 v l> M. indirekter Steuer belegt wer- den. Während jetzt auf 1 Pfund Zucker eine indirekte Steuer von 7 Pf. ruht, soll sie auf 50 Pf. berattsgesetzt werden. Schon einmal lag der gesetzgebenden Körperschaft in Weimar ein Regienmqsentwuri vor, der eine Steigerung der Zuckersteuer von 7 Pf. auf 11 Pf. für das Pfund vorsah. Die sozialdemo- kratiscbe Fraktion lehnte rundweg ab und so siel der Entwurf ohne Beratung unter den Tisch. Außer der Verteuerung des Zuckers will man die ohnehin schon hohe Kohlen st euer beträchtlich erböhen und ebenfalls die Umsatzsteuer ver« schärfen. Es liegt auf der Hand, daß bei Verwirklichung dieser Steuerpläne die Lebenshaltung der breiten Masse erheblich verteuert wird, da es fich ja um Gegenstände des täglichen Bedarfs handelt. Ob eine Brotverteuerung verhindert werden kann, ist nach den vorliegenden Meldungen zum mindesten sehr zweifelhast. Die Reichswoh- nungssteuer, die im Laufe des Jahres kommen wird, bringt uns eine nicht unwesentliche Steigerung der Mobnungsmieten. Die Sozialdemokratie will die Steucrftage nach Gsrechttgteitsgründen. d. h. nach sozialen Gesichtspunkten regeln. Danach müssen die tragfähigen Schuftern am meillen zu den Steuerlasten herangezogen werden. Vor allen Dingen der Besitz. Wählsrivnen! Am 20. Februar sollt Ihr durch die Ab- gäbe eines Stimmzettels mit über die wichtigsten Fragen Eurer eigenen Zukunft entscheiden. Die Reaktion erhofft von dem Ausfall der W echten eine weitere Verstärkung chres ohnehin schon starken Einflusses in der Gesetzgebung und Der- waltung, was gleichbedeutend wäre mit der Verwirklichung der oben angedeuteten Steuerpläne. Von der jeweiligen MachtderSozialdemokratte wird auch die Regelung der kommenden verschärften Steuergesetzgebung abhängig sein. Darum: Wählt sozkalöemokratisch l Die neuen Crispine. vie a l t« n Psasseo, die iafz ich in Roh, Die stahlen doch noch den Reichen dos Leder Und stickten den Urnien damit die Schuh. Doch mit den heut'gen bleibt mir zu Haus, Ob auf der Renzel, ob aus dem Katheder. Ein umgekehrter Erispin ist ein Zeder: Zwar haben sie uicht verlernt das Vemaus— Doch stehlen sie jetzt den A r m e n da» Leder Uud macheu den Reichen Schuh« daraus. Ludwig Psau. Haushalt und Preisrevolution. Schon seit dem letzten Sdegsjahre, als Lebensmittel und rationierte Bcdarssartikel, wie Kleidung und Schuhe, immer knapper wurden und der Schleichhandel ständig weiter um sich grifs, spurt die chaussrau am eigenen Leibe an der verteuerte» Lebenshaltung die Erscheinung, die man volkswirtschaftlich als Preisrevo- l u t i o n zu bezeichnen pflegt. Alle Warenpreis« steigen, manchmal langsam, hier und da sogar unter Rückschlägen, zeitweilig aber sprunghaft und unaufhaltsam. Da die Lebenshaltungskosten sich in letzter Zeit etwa aus das Zwölfsache der Vorkriegszeit erhöht haben, Löhne und Gehälter aber nirgends mehr als aus das Acht- fache gestiegen sind— meistens noch viel weniger—, spiegelt sich in diesen Zahlen das wirtschaftliche Elend, in dem heute die weitaus Überwiegende Mehrzahl des Volkes lebt. Das Wirtschaftsgeld der Hausfrau reicht bei Arbeitern und Festbesoldeten meist kaum aus, um den dringendsten Lebensbedarf einzukaufen. Ein Ersatz der nötigsten Kleidung und Wäsche kommt für viel« gar nicht, für viele nur in geringem Umfange in Frage. Ziehen aber die Preise wieder scharf an, so werden Lohnbewegungen nötig, um von den Unter- nehmcrn eine Ausbesserung der Löhne und Gehälter zu erreichen. Sellen haben sie sofort Erfolg. Es treten Lohnkömpse ein, die Tage und Wochen gänzlichen Lohnaussall bringen. Selbst wo kein Streit ausbricht, wie oft bei Angestellten und Beamten, wird die Lohnaus- besserung so lange hinausgezögert, daß«in Teil von ihr schon ver- zehrt ist, ehe sie ausgezahlt wird. So liegen die Dinge heute. Dabei ist es n u r ein Ausschnitl au« dem Bild des Elends. Zu bitterster Not kommt es. wenn, wie ein letzter Zeit, an- statt der nöttgen Lohnausbeflerungen noch eine Verkürzung der Arbeitszeit eintritt, weil die Industrie nicht mehr genügend Beschäfti- gung bietet. Hunger und Krankheit, Sorg« und Unzufriedenheit reißen dann überall ein. Das, was der Einzelhaushalt so zu spüren dekomint, wird auch von' der Wirtschaftssorschung an Hand von Zahlen dauernd beob- achtet. Die Großhandelspreise der wichtigsten Waren sind nach einwandfreien Berechnungen von Mitte 1914 bis End« 1920 auf das Fünfzehnfach« ge st legen. Im Großhandel kann man also sagen, ist heut« für eine Mark nur noch soviel zu kaufen, wie man vor dem Kriege für S Pfennige kaufen konnte. Wenn wir oben feststellten, daß die Lebenshalwng nicht in demselben Um- fange gesunken ist. in dem man heute für ein« Mark noch soviel bekonunt, wie vor dem Kriege für S bis 9 Pfennige, so liegt das vor allem daran, daß durch die Mieterschutzgesetzqebung, einem unbestrittenen Verdienst der Sozialdemokratie, die Mietpreis« sich nicht so stark aufwärts bewegt haben. Lei ollen diesen Angaben handelt es sich ja um Durchschnittsberechnungen. So sind die Miel- preise nur auf das ILYfach« des Friedenspreises gestiegen, während die übrigen Waren im allgemeinen das 10- bis ZSZache des Dor- friedenspreises tosten. Diese Entwertung des Geld«« wird von d«r reaktionären Pro» paganda gern der„roten Regierung" in di« Schuh« geschoben. Man verschweigt dabei die Hauptsache, nämlich, daß die Zunahme des Papiergeldes und das Anwachsen der Staatsschulden eine Folge des verlorenen Krieges ist, den die Deutschnationalen und die Dolksparteiler gewollt und nicht rechtzeitig durch»inen Ver- ständigungsftieden abgebrochen haben. Aber nehmen wir selbst einmal an, daß die Redensarten, die die Rechtsparteien vor der R e i ch s t a g» w a h l im Wahlkampf so gern gebrauchten, wahr wären: damals oersprach man ja, mit dem«roten Unfug" sobald als möglich aufzuräumen und dem Wucher mll noch größerem Rachdruck entgegenzutreten. Dafür ist die bürgerliche Regierung, die seit den Reichstags- wählen am Ruder ist, den Beweis schuldig geblieben. Die preise sind dauernd weiter gestiegen. Der Ernährungsminister in der bürgerlichen Koalitionsregierung Hermes hat ein Gebiet nach dem anderen von den„Ketten der Zwangswirtschaft" befreit. Der Erfolg war, daß zwar die K a r t e n s o r t s i e l e n, daß aber die preise scharf in die höhe gingen. Jetzt sorgten die hohen Preise schärfer als vorher die Rationierungsvorschriften dafür, daß keiner zuviel Fleisch aß. der nicht übe, die genügenden Geldmittel vv fügte. Di« Kartoffeln sind im Laufe des Jahres aus dos Doppelte und Dreifache gestiegen, dabei ist ihr« Qualität auch nicht besser als zur Zeit der Zwangswirtschaft. Der Statistiker Dr. Kuczynski hat dt« Preisoeränderungen gegenüber dem Dorkriegsstond sorgfältig verzeichnet. Seinen Angaben ent- nehmen wir folgende Ziffern: Wenn der Preis einer War« vor dem Sviege gleich 1 gesetzt wird, so kosteten Brot Zucker Butte» Sa» Milch April 1920... 5% 8 12 8 0 Dezember 1920.. 10 19 14 10 9 Margarine Kortoffeln Schmalz Brikett» April 1920.... 12 14 28 14 Dezember 1920.. 1« 22 30 12 Dies« Gegenüberstellung ergibt also, in welchem Maß« sich die einzelnen Waren im Kleinhandel gegen den Friedenrstand verteuert haben. „ Brot kostet heut« zehnmal soviel wie in Friedenszeiten, Zucker ISmal, Kartoffeln L2nial soviel. Wie sich die Gesamtlebenshaltung im letzten Jahre verteuert hat, dafür einige Zahlen: Die amtlich« deutsch« T e u« r u n g s st a t i st i k, die die Lag« sicherlich eher viel zu rosig als zu schlecht darstellt und die dabei in eineni starken Gegensatz zu den erheblich ungünstigeren Ergeb» nissen der Statistiker Richard Calwer und Dr. Kuczynski steht, gibt an, daß die monatlichen Lebenshaltungskosten einer f ü n f k ö p f i» gen Familie in Berlin von 1913/14 bis zum Februar 1920 von 104 auf 848 211. gestiegen sind. Dann folgt weiter ein« starke Etei- gerung, die zeitweilig von Rückschlägen unterbrochen wurde. Im Dezember 1920 ober erreicht die Prcisrevohttion ihren Höhepunkt mit 9S4 Zll.l In Hamburg, Essen, Lachen, Hagen i. W., Solingen stellt« sich der Lebensunterhalt sogar auf mehr als 1000 M., wobei sestzuhalten Ist, daß diese Städte von der Preisrevolution schon früher viel schärfer ersaßt waren und daß die Preise im Durchschnitt in einigen dieser Orte sogar schon zurückgegangen sind. Daraus kann man die Not der Bergarbeiter ermessen, aus deren Schultern die Zukunft unseres wirtschaftlichen und nationalen Gedeihens ruht und in deren Wohnsitzen die Teuerung am schärfsten zum Aus- druck kam. Daß di« Bewegung der Preis« sich nicht auf die Großstädte allein beschränkt, beioeist die Talsache, daß im Durchschnitt des ganzen Reiches nach den Erhebungen von 800 Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern die Lebenshaltungskosten einer fünf- köpfigen Familie nach der amtlichen Statistik von 837 M. im Fe» bruar auf 752 M. im Mörz und auf 949 M. im Dezember gestiegen sind. Die Angaben zeigen, daß unter der Wirtschast der rein bürger» lichen Regierung di« preis« weiter vvaufhallsam nach oben gegangen sind. Die Preise für inländisches Getreide sowohl wie für Kohle, für Kali und damit auch für andere landwirtschaftliche und industriell« Produkte des Inlandes werden heraufgesetzt. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft beabsichtigt bereit» die neuen «vetrddepreise um volle 40 pro;, in die höhe zu setzen, so daß sich ein Brot in Berlin aus etwa 7 M. stellen müßte. Es drohen also neue Berteuerungen des gesamten Lebens- bedarfes, auch der Kohlen! Während die kozialdemokratt« immer bemüht gewesen ist, durch Preiskontrolle, behördliche Bewirtschaftung und andere Maßnahmen wenigsten» den Minderbemittelten einen Schutz vor hohen Preisen zu gewähren, läßt die bürgerlich« Regierung die Zügel schießen. Und das ist jetzt um so gefährlicher, als die Arkxikslofigkeit in erschreckendem Maß« zugenommen hat und die Kurzarbeit In der Industrie«her dl« Negel als di« Aus- nehme Ist. Es liegt also Im Interesse jeder Wählerin, dieser B e g ü n st t- gung der Agrarier und de« Kapitals entgegenzutreten. Das ist aber nur möglich, wenn man bei der Preußenwohl am 80. Februar«iner Partei die Stimme gibt, di« volles Berständnis für die Not des Hand- und kopfarbeitenden Proletariats hat und die durch zielbewußte Mitarbeit an der Regierung die Preisschraub« zum Anhalten zu bringen sucht. So hat der preußische Minister- Präsident Braun seine bekannten Vorschläge gemacht, die Getreide- erzeugung zu verbilligen durch eine Sozialtsierung der Stick- stofsindustrie. So setzt sich die Sozialdemokratisch« Partei«in sür eine Sozialisierung der Kohle« und Kaliproduk- tion, um die Bodenschätze der Profitsucht des Großkapitals z» entringen. Es liegt also im Interesse der Wähleruw»«, daß di« Sozial- demokratie in Preußen wie später im Reiche zur Herrschaft kommt. Denkt daran am 20� Februars r-■ 1—■ � oitaltft kln. bri8t brinrswtg«, blofl den Ciiumpb einer bettimmten parte« vorbereiten, einen be- trimmten Cell de» Volke» einfach*ur Macht zu bringen. I�ein, es beifit arbeiten für eine Oeftllfebafto- ordnung, in der alle aktiven Kräfte barmonüd» verbunden werden und zu alter Nutzen zusammen» wirken sollen. Da» gilt für die Kinder eines Landes sowohl als auch für die veridrfedenen Nationen, frieden soll an Stelle des Krieges treten, gegenseitige DienTtc und Sympathie an die Stelle streitenden Eizen- wiliens und die Solidarität der IntereiTen an die Stelle der ZUgelloligkeit, der Selbstsucht. Rnguft Bebel. fen■ r. r•. T.»JT■'Cy Du mußt Sozlattftin sein! Nach meinem Dafürhaiten mvßte die Arau Soziaiifiin sein. Dn ftngsi Warum? Spurst du beuu die ketten nicht, die die heutige Wirtschaftsordnung dir schtingt? Solange du ein junge» Mädchen bist, geht e» noch. Da teilst du das Geschick mit dem jungen Arbeiter. der auch als Lernender und Werdender im Leben steht und fich au den Schranken der heutigen Gesellschaftsordnung oietsach reibt und Pähl. Aber auch da find dir schon die Grenzen der Vernssansbildung recht eng gezogen. Vorurteile, falsche Voraussehnngen für deinen Lebensweg, aber auch berechtigte gesetzliche Bestimmungen, die in beiner Weiblichkeit ihre Ursache haben, ebenso unberechtigte gesetzlich« Schranken, die im Vorurteil der Menschen wurzeln, greisen mitbe- stinimend in dein Leben ein. Es gibt geborene Mutter, deren Lebens- beruf es ist. Hansfrau und Mutter zu sein. Die Unerbittiichkeit unserer Verhältnisse weist fie ans den Arbeitsmortt.«ueit ihre Sinder hungern, weil der Mann tot, krank oder arbeitslos ist oder seiner Pflicht al» Ernährer der Aamilie nicht voll nachkommt. Lei einer Arbeit, die ihnen keine innere Areude gibt, verkümmern sie ihr Leben und trauern darüber, daß fie ihren Kindern Liebe und Sorgfast vor- enthalten müssen. Man spricht hohe Töne von der Heiligkeit des Familiertteben» und der Multerschafi, ohne datz für diese hohen, ethischen Lehen»- werte die Möglichkeiten zu ihrer Auslösung geschaffen werden. Andere Frauen wieder vermögen sich im regen häuslichen Kreis beim besten Willen nicht wohlznfühlen. Sie brauchen au» inneren seelischen Gründen einen Berns. Zm Zeitalter der kapitalistischen Wirtschaftsordnung werden die Frauen aber ganz nach augenblicklichen Bedürfnifien. nicht nach persönlicher Neigung und Begabung auf den Arbeitsmarkt geHoll oder von ihm fortgewiesen. Ganz gewitz müssen mir Frauen un» sozialen Gründen für Beschränkung der Arbeil de» einzelnen fügen, wenn die allgemeine Lage e, verlangt. Die Ursachen aber haben wir zu suchen. Und wir finden fie in der Zerrüttung unsere» Wirtschostslebeu. gesteigert durch die Kriegsfolgen. Der Sozialismus ist die ousboueude Srast, die die Verhältulss« der Menschen so regeln wird, dah ohne die anarchische Freiheit de» Elnzellndividuam» Zustände bestehen werden, die es den einzelnen Menschen ermöglichen, im Rahmen der sozialen Ge- »lelnschafl und wahrhasl sozialer Anschauungen ein Arbeitsfeld zu finden, auf dem sie Befriedigung und Freude finden. Darum müssen mir Frauen, die Mütter und werteschaffend« Menschen sein wollen, Sozialistinnen sein. ZrauenfragenZ Bon Marie fiuchacz. Gibt es Frauenfragen in der Politik? Ja und nein. Ich lege das Haiiptgetoicht auf die Verneinung. Wenn unser Genosse Professor Radbruch und die Demokratin eräuletn Dr. Elisabeth Lüders die Z u.l a s s u n g der rauen zum Richteramt und zur juristische» Ver° waltutlgsprarts fordern, so steht vielleicht dahinter eine kleine Schicht von Frauen, die diese Forderung aus rein berufltchem Interesse betrachtet und sie als Frauensrage wertet. Wenn Äustizminlster Dr. Heinz« unter vielen Borbehalten, unter Wenn und Aber einige bedingte Zusicherungen gibt, dann tützt er damit dt« ungesunde Tenbeiiz, die in nur frauenrecht- erischen Anschauungen liegt. Wir Sozialdemokraten betrachten dle Frage als Berufsfrage und vom Stand- Punkt der G l e i ch b e r e ch t t g u n g und fordern deshalb die unbeschränkte Zulassung zu allen Berufen. Eine Aus- »ahme bilden für uns nur die Arbeiten, die für die Frauen als weibliche und mütterliche Menschen schädlich sind. Dle Dinge so sehen, wie sie Dr. Heinz« auffaßt, heißt den Kon- klirre Ii zkarnps zwischen Mann und Frau ent- fachen. Hann aber kann dies« Frage ganz nach Belieben zu einer Frauen- oder Männerfrage gestempelt werden. Reben dem selbstverständlichen Grundsatz der Eleichbe« rechtigung aber find wir der Meinung, daß es not tut, an ein« Umformung unserer ganzen Gerichtsbarkeit zu deuken und den Frauen dabei gerade um der Rechtsprechung willen einen gebührend starken Einfluß zu sichern So gesehen, ist es ab«» keine Frauensrage, sondern ein Kapitel zur Menschheitsfrage. S vielfakb glaubt man, daß z. B. die Frage der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten und der Regebing der Prostitution»- ag« eine Frauenfroge sei. Das Ist durchaus n i ch t r i ch t i g. uch hier handelt es sich um Menschheitsprobleme von otterhöchster Bedeutung, bei denen allerdings die Frduen schon deshalb, well das weibliche Geschlecht hierbei der sehr stark leidende Teil ist. ein erhöhtes Interesse bekunden. Daß e» keine Rur-Frauenfrag« ist.-wird am besten da- durch bewiesen, daß die Frauen bei der Vorarbeit und Ent- lcheidung über die gesetzlichen Formen durchan» keine ge- schlössen« Front bilden, sondern sich von Weltanschauung und sachlichen Gesichtspunkten leiten lassen, genau wie die Männer. Oder ist nun etwa garderSchutzdesaußereheliche« Kindes und seiner Mutter eine Frauensrage? Hier hätten die Frauen doch einmal Gelegenheit, ihre weiblich« Solidarität zu üben und damit alle.satte Männernwral� über den Haufen zu werfen. Aber weit gefehlt. Das ein» fachste menschlichste und natürkichste bleibt hier den sozial- demokratischen Männern und Frauen zur Ra» gelung überlassen. Frauen sind es gewesen. Beamtinnen, Lehrerinnen, die auf ihren Tagungen beschlossen haben, daß sie mit Kolleglimen, die außerhalb der Ehe geboren haben, nicht zusammenarbeite!» wollen. Die weiblichen„E t a n d e s v e r t r e t u n g e n"' de» Postdeanitinnen sorgen dasär, daß ihre unglücklichen Kol- leginnen aufdie Straße fliegen. Sie haben ihr« Entschließungen an sämtsiche Ministerien geschickt, wo si« durch den Dienstweg gegangen find und schon Nachahmung gefunden haben. Hebammen haben beschlosien, daß zu ihrem Beruf Bewerberinnen, die jemals unehelich geboren haben, nicht zur Ausbildung zugelassen werden sollen.' Und es wird danach gehandelt. Zu den einzureichenden Papieren der Hebammenschülertnnen gehört die amtlich abgestempelt« Bescheinigung, daß die Bewerbertn nicht unehelich geboren hat. Man denke sich nur alle Konsequenzen solcher Anschau- ungen aus. Der Arzt darf Bater unehelicher Kinder fein. Der männliche Beamte bekommt für solche Kinder die Kinderzulag«.©er Lehrer wird bei seinem Dienstantritt nicht gefragt, ob irgendwo eine Frau sitzt, d>« die Mutter seines unehelichen Kindes ist. Aber Frauen, in deren eigenen Kreisen heute«„gestraft täglich gegen die .bürgerliche Moral" gesündigt wird, sprechen über ihre Ge« schlechtsgenossinnen die Feme ans. Wenn im Reichstag über eine Abänderung der Ein» tsmmensteuer verhandelt wurde, so ist da» genau so ein» Frauenfrage, als das Iugendwohlfahrtsgesetz eine Männer« fra�e ist. Und wenn im preußischen Abgeordnetenhaus« beinahe noch ein Hebammengesetz geschaffen wurde, wenn das nicht die Rechtsparteien vereitelt hätten, so geht das die Allgemeinheit gleichmäßig an. Wir wollen die Politik nicht noch frauenrechtlenschen Geficbtspmiktcn teilen, sondern un- seren weiblichen Einfluß in der Politik nach sachlichen Gesichtspunkten geltend mache», wobei die individuellen Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Menschen gar nicht verwischt werden brauchen. Sozialistische Gedanken. Wenn di« Sozialdemokraten sich Materialisten nennen, so soll mit diesem Namen mir gesogt sein, daß sie nicht» anerkennen, was über den wissenschaftlich angelegten Menschenverstand hinaus« geht. Alle Hererei soll aufhören. JolepbDiehgen. Solange die unterdrückte Klasse, otso in unseren, Falle das Pro- lelarioi, noch nicht reif ist zu seiner Sekbstbefreiung, solange wird sie, der Mehrzahl noch, die bestehende Gesellschaftsordnung als dl« einzig mögliche erkennen und politisch der Schwanz der Kapitalisten- ttasse, ihr äußerster linker Flügel sein. In dem Maße aber, worin sie ihrer Selbstemonzipation enigegenreisl, in dein Maße konstituiert sie sich als eigene Partei, wählt ihr« eigenen Vertreter, nicht die der Sapitaiifteii. Das allgemeine Stimmrecht ist so der Gradmesser der Reise der Arbeitertlosie. Mehr kann und wird«» ul« sein Im heutigen Staat: aber das genügt auch. An dem Tage, wo das Thermo- meter des allgemeinen Stimmrechts den Siedepunkt bei den Ar- beitern anzeigt, wissen sie sowohl wie die Kapitalisten, woran sie sind. Friedrich» n»« l»'.diitftefmnj der Familie). Sie Kreistagswahlen. Bon C. StolL Provtnziallandtage und Kreistag« bildeten bisher Fremdkörper inmitten des demokratischen Wesens im neuen Staate. Auch die ersten Kreistage der Republik wurden auf dem Umwege über Stadtverordnetenversammlungen und Amtsausschüsfen gewählt, und in dem auf solche Weise ent- ftandenen Kreistage erfolgte die Wahl der Abgeordneten für den Provimiallandtag. Jetzt sollen beide Körperschalten wie die übrigen Parlamente aus allgemeinen und direkten Wahlen hervorgehen. Damit erlangen nicht nur die Wahlen selber, sondern auch die aus ihnen hervorgebeilden Parlamente ein« höhere Bedeutung. Rur parlamentarische Körperscholten. die sich auf den Wille« eines politisch souveränen Volkes stützen. tonnen Anspach auf die nötige Beachtung erbeben. Auch bei der Wahl der Kreistage handelt es sich nm «ine außerordentlich wichtige Angelegenheit, denn m den Kreistagen werden die nächsten Angelegenheiten entschieden. Wir Sozialdemokraten haben den Kreis als ein uorp>gswei>« nach wirtschaftlichen Interessen bestimmtes soziales We�en auf- zufassen. Für uns haben die Kreistagsobaeor�ne�en ni�t in erster Linie rein siska'ische Ausgaben zu erfüllen, die sozialen und kulturellen Interessen sind minderen? ebenso wi-'tig. vielfach noch wichtiger. Die eigentliche Basis für die FörVr-ng des Wohlfahrtswesens in Stadt und Land H �er Kreis. Vom Barloment des Kreises und seiner gelchä'ts'üh- renken Körperschaft, dem Kreisausschuh, müssen die grohen sozialen Bestrebungen ausgeben, die wir namentlich ans dem ßnn�e noch ollzusebr vermissen. Gerade dem Kreiotaa« er- wächll die Pflicht, an die Stelle der Wobltätig�eit und Barm- Herzigkeit die soziale Pflichterfüllung zu setzen. Gewiss sind wir für Zsie Selbstverwaltung in Stadt und Land, wir sind geoen landrötliche Willkür, wie wir es Immer gewelen sind, aber rückständige Gemeinden bedürfen eines motorischen Antriebes. damit sie sich ihrer Pflichten gegen das lebend« Ges�lesst. gegen die hilfsbedürftigen, bewußt werden, und keine Stä't« ist mehr berufen als gerade der Kreistag, diesen Antrieb zu geben. A-'ch das Blldungswesen kann nur dann e-'nen kräftigen Niederschlag a>if dem platten Lande finden, wenn das Parlament des Kreises sich dafür einsetzt. A"ch das v'atte Land bedarf der kulturellen D'>rchdring''ng, wenn die Wen- scben in den Sorgen und Nöten ihres geoenwärtiqen Sems nicht ver-weiK�n sollen. Natürlich untersseben auch wi'UIge wirtschaftliche Fronen der Entichesdunq des Kreises, decken wir nur an dos Wegewelen, die Versorgung mit elekbris'-er Energie und ähnliche Angelegenbaiten. Noch dem Willen der Sozialdemokratie soll auch die Politik im Kreist Arbeit an der Wohlfahrt der Gesamtheit sein. Wir wollen den ersten wirklichen Kreistaoswahlkamps in Preussen aus der volitilchen Linie sichren. Kliq"enwirtschoft und partit"laristische Bestrebungen werden bei uns nicht die minbeste Stütze fitchen. Wir wollen a"ch den Kreiatog zu einem Hort für Demokratie, Freiheit, Fortschritt und soziales Wollen machen, er soll nicht mebr der Tummelplatz reaktionärer, volksfeindlicher Treib-» reien lein. Wer mit uns diesem Ziel zustrebt, hat am AI. Februar keine andere Wahl, als überall für die fozialdemokrasifche Kreistagswahlliste zu stimmen. Wa�turiofum. Seit dem 9. November 1918 sind bekanntlich auch die Ksnferoa- tioen.velksfreundlich" geworden Die konservative Partei wurde zur.Deutschnationalen Doltsportel' und trat mit einem ganz neuen Proaramm vor die Wählermassen hin. Wenn man Bolls parle! sein will, muh man ober auch Kan» didoten auf die Wahllisten setzen, die aus den verschiedenen Schich- ten der Bevölkerung stammen, und wenn es mich nur geschieht, um da» Volk— oder doch einen erheblichen Teil davon— Vertrauens» selig zu machen. � sind so steht denn auch auf dem deutschnatianalen Wahloorschlag für Berlin eine— chausongestellte an drelzebnter Stelle!! Vielleicht gelingt es dadurch den Familien, die Kauspsrsonal beschäftigen, diesmal nach leichter als bei den früheren Wahlen, ihre Angepellten mit dem Zettel der.Herrschaft' zur Wahl mllzunehmen. Die.Dienstmädchen' dürfen dann sogar mit der„Herrschaft' über die Bordertreppe gehen. Wir zweifeln allerdings doch daran, dah die weiblichen Haus- angestellten in ihrer Mehrzahl noch nicht eingesehen haben, welches Spiel a» Wahltagen mit Ihnen geirieven wird, und wir �paben dafür sogar eine ganze Reiye oan Beweisen. Auch ein erheblicher Teil der Hausangestellten weih heute, um was es bei politischen SBahlcn geht und welche Bedeutung anch für sie das Wahlresultat hat. Damit sie aber imstande sind, am Wahltage ihren Anschauungen entsprechend sich betätigen zu können, ist e» notwendig, daß vor der Wahl den Hausangestellten über die Hintertreppe der richtige Stimmzettel zugestellt wird. Dann können die Hausangestellten getrost auf ihrem Geig mit der Herrschaft über die Vcrdertrepp« einen andern Stimmzettel in Empfang nehmen. In der Wahlzelle ist genügend Platz,>ho lo» zu werden. 3. H. Steckbrief für Hausangestellte! Züchtigungsrecht und Dienstbuch sind abgeschasit, aber schon sinnt man wieder aus einen neuen Steckbrief für Hausangestellte. E» sollten alle, die mit Hausangestellten zusammenkommen, nicht vergessen, darauf aufmerksam zu machen, daß: Preußen infolge seiner Wählerzahl reichsgesetzlich« Bestimmungen ganz erheblich beeinflussen kam-, deshalb ist es Pflicht,«ruck) der Haus» angestellten, am 20. Februar dafür Sarge zu tragen, daß au» der Wahlurne d i e Sa zialdemotratie al» Siegerin hervorgeht. Sie hat bei jeder Gelegenheit an die Notlage der Haus» angestellten gedacht und soweit e» in ihrer Macht lag, Abhilfe ge» schassen. Sie war»«. die am 12. November 1918 alle 44 Gesinde» Ordnungen, darunter eine aus dem Jahre 1732 und die Preußischen aus dem Jahre 1819 mit einem Federstrich außer Kraft setzte. Da- mit war auch das Dienstbuch erledigtl Jetzt bei den Borarbejten zum.Reuen Recht der Hausangestell- ten' sind heute schon von ollen mögUchen Organisationen Vorschläge gemacht, darunter auch eine«, der die vienstkarte mil Lichtbild für alle Hausangestellten fordert Diese Forderung darf nicht zur Tatsache werden um die Hausangestellten nicht wieder zu Menschen zweiter Klasse zu machen. Es muß den Hausangestellten mit aller Dringlichkeit klar ge» macht werden, daß sie sich selbst am meisten schaden, wenn sie am 29. Februar einer Partei ihre Stimme geben, die bisher ncch nie» mals für d'e Hausangestellten eingetreten ist— und auch nicht will, denn sonst wären die alt-n Gefindeordtnmgen schon vor der Revvku» tion abgeschafft worden Die Hausangestellten in ihrer Gesamtheit bilden in Preußen eine Macht— sobald sie geschlossen auftreten. Das können sie, wenn sie diese Macht erkennen und einstimmig In ganz Preußen ihre Stimme abgeben für die alte Sozialdemokratisch» Partei, die durch Taten bewiesen hat, daß sie der alleinige Helfer aller arbeitenden Frauen und Mädchen, im besonderen aller Hausangestellten ist. HeösnkeufpUtter. Die Gefahr des Pessimismus besteht darin, daß er müde macht und ein« politische Reaktion erleichtert. tlnzengrnbkr. Der Mensch soll arbeiten, aber nicht wie ein Lasttier, das unier feiner Bürde in den Schlaf sinkt und nach der noidurfligsten Er. holung der eftchöpften Kraft zum Tragen derfelden Bürde wieder aufgestört wird. Cr soll angstlos, mit Lust und mit Freudigkeit or- bellen und Zeit übrig behalten, seinen Geist und sein« Augen zum Himmel zu erheben, zu dessen Anblick er gebildet ist. Fichte. Nur noch eine Woche »nd der Tag der Snsscheidanq wird gekommen sein. Es gilt für jeden Wähler und jede Wählerin die Kernfrage zu beavlivortcn: S tl P ren h rn in Zukunft wieget ein York der Zunkerllch- tapitaliftifiben 71 e a k l i o u werden, wie es früher war?. Oder soll Preußen eine helmstatk sozialistischer Entwicklung auf dem Loden politischer Demokratie sein? Wer diesmal sich von den bürgerlichen Parteien einsangen läßt, oder was ebenso schlimm sein würde, nur der Wahl fern- bleibt, der macht sich mitschuldig daran, wenn iniolgedessen alle ll-akbürgerss�'en Zreihel-v»ernlih'ek und die Ausätze einer sozial'. flifchen Arbeitspsl klk im Keime erstickt würden. Die Entente wartet an' einen Wahlsieg der konfervativ- TVTtion-il'Iberalen Kriegshetzer von 1914 um dann die Schrauben des fkriedensd'ktaks noch schärfer an-.usiehen. Wähierinnenl Es heißt die lehk« Woche ansnuhen. um alle Eure FremKinnen vnd Bekannt«", zu warnen und sie aufzuklären. damit auch sie am ZO. Februar stimmen für Sie Sozialüemokratle!