Nr. 106. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für bie fechsgefpaltene Kolonels zeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 8. Mai 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. • Die Abänderung des preußischen zogen. Das ist auch früher die Meinung der Staatsregierung anbruch griffen die türkischen Truppen die Stadt an. Der Feind Vereinsgefehes. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht die Kreuz- Zeitung" einen Leitartikel, der bemerkenswerthe Aufschlüsse über die bisher geheim gehaltenen Verhandlungen des Herrn von der Recke mit den Mehrheitsparteien des Abgeordnetenhauses giebt. Wir entnehmen dem Artikel das folgende: „ Das Staatsministerium hat in der That die Absicht, die Novelle noch in dieser Session einzubringen, und ihr Inhalt wird fich im wesentlichen auf die Aufhebung des im§ 8 des bisherigen preußischen Vereinsgesetzes enthaltenen Verbotes beschränken." " Die Kreuz- Zeitung" äußert sich selbständig zu dieser Abficht der Regierung in folgender fast programmatischer Weise: .. Nun hat das Verbot in§ 8 des preußischen Gesetzes ohne Zweifel allen politischen Parteien die Herbeiführung einer überfichtlichen und einfachen Organisation erschwert. Seine Aufhebung würde daher ihre Agitationsarbeit erleichtern. Dieser Vortheil würde derjenigen Partei, die am rücksichtslosesten agitirt, und das ist die Sozialdemokratie, am meisten zu gute fommen. Ein Landesgefeß, das nur die bisherigen Verbote des Verkehrs zwischen den politischen Vereinen aufhebt, würde demnach das relative Machtverhältniß der Parteien zu gunsten der Umsturzpartei verschieben. Damit ist die Forderung von Aequivalenten für die Aufhebung des Berbotes unwiderleglich begründet." " Die Aequivalente werden naturgemäß auf dem Gebiete des Vereins- und Versammlungsrechts zu suchen sein. Dabei kann das Verbot der Theilnahme von Minderjährigen und Frauen an den Versammlungen politischer Bereine, so wenig an sich dagegen etwas einzuwenden ist, nicht als ausreichend erachtet werden. Man muß sich vielmehr vergegenwärtigen, daß durch die Art, wie auch die wahlberechtigten Mitglieder der Umfiurzparteien die Freiheit bes Vereins und Bersammlungsrechtes miß brauchen, das natürliche Rechtsbewußtsein des guten Bürgers eine empfindliche Schädigung erleidet und daß dieser Zustand der schleunigen Abhilfe bedarf. Will man diesem Zustande ein Ende machen, so wird man der Staatsgewalt die Möglichkeit geben müssen, Bersammlungen, die dem Kampfe gegen die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung dienen, aufzulösen und unter gewissen Bedingungen von vornherein zu verbieten. Ob die Ergreifung von Represfivmaßregeln hinreichend erscheint, wollen wir in diesem Augenblicke dahingestellt sein lassen. Man mag über Präventivmaßregeln denten, wie man will, jedenfalls haben sie hier das Gute, daß das Verbot Der Einberufung einer Versammlung die Be theiligten nicht in dem Maße erbittert, wie die Auflösung einer schon Ver vorhandenen sammlung. Aber selbst wenn die Staatsregierung fich auf Repressivmaßregeln beschränken wollte, so würden wir darin immerhin den Willen erblicken, bem gegenwärtigen unhaltbaren zustande ernst= haft zu Leibe zu geben. wahlen bevorstehen, ein nicht zu unterschäßendes Kampfmittel ent- der Nacht einen Theil seiner Truppen zurück. Bei Tages gewesen. Wir wagen nicht anzunehmen, daß sie davon jetzt wurde in die Flucht geschlagen und zersprengt. Unsere Truppen zurückgekommen ist. Um so schmerzhafter würden wir es empfinden, rückten in Pharsala ein. Eine Kavallerie- Division verfolgte den Feind wenn sie nicht einmal versuchen wollte, den Gegner zu ent- auf dem Wege nach Domoko. Die Division Hairi Pascha hat schon waffnen." nachts Befehl erhalten, eine Bewegung gegen Domoko zu auszuführen, Der Feind hat viel Schießbedarf und Lebensmittelvorräthe im Stich gelassen." Im Zentrum wird gegen die zu erwartende Vorlage aus den entgegengesetzten Gründen Widerspruch erhoben. So bemerkt der Westf. Merkur": Am Donnerstag erfolgte der allgemeine Rückzug der Griechen. " Das Vereinsgefeh soll dahin vereinbart worden sein, daß Nach griechischen Meldungen soll derselbe durchaus geordnet vor die versprochene Aufhebung des Verbots der Verbindung von sich gegangen sein. Die Türken hatten die Absicht, die Brigade des Obersten Smolenski, welcher von Velestino zurückpolitischen Vereinen mit einander nur belastet werde mit neuen Die Rückzugslinie der Brigade Bestimmungen betreffs der Minderjährigen. Das wäre ein Rom- ging, abzuschneiden. promiß, welches zu der Aera Hohenlohe recht gut paßt. Es können war Velestino Almyro unfern vom Westufer des Volo Golfes. in dem Verbot der Theilnahme von Minderjährigen noch Fallstricke Eine Athener Dpesche vom Freitag Nachmittag besagt, daß Smolensti für die Rechtssicherheit auch der Erwachsenen liegen." vormittags 11 Uhr in guter Ordnung in Almyro ein. Und die Germania" schreibt: getroffen fei. " S M Danach steht jetzt die griechische Armee auf der westöstlichen Was die„ Kreuz Zeitung" verlangt, ist einerseits ein Ans= Linie Domoto Almyro. Ein türkische Brigade befindet nahmegesetz gegen die Sozialdemokratie, andererseits ein VorDie Hauptmacht des zugsgesetz für die Konservativen und sonstige gouvernementalen ich auf dem Marsch nach Bolo. türkischen Heeres will den Griechen auf dem Fuße nach Parteien, ein Polizeiwillkür Geset. Das scheinen auch die Domoto folgen und sie weiter nach Lamia zurückdrängen. nationalliberalen Vertrauensmänner" bei den Konferenzen mit Lamia, am Malischen Bufen, ist die letzte Position vor den dem Minister des Innern empfunden zu haben, und daraus ist Thermopylen. Unter den Bewohnern dieser größeren Stadt ist eine es leicht zu erklären, daß schließlich doch noch ein Funke von Banit ausgebrochen, viele Familien flüchten auf Schiffen nach liberalen Grundsägen die polizei- konservativen Absichten in den vertraulichen Besprechungen hat scheitern lassen. " dem Piräus. Der Zustand des griechischen Heeres scheint ein recht übler zu sein. Die Truppen sind durch die mehrtägigen fehlt an Proviant und Zelten, die in Larissa verloren gegangen Gefechte gegen den überlegenen Feind völlig erschöpft, es varen. Wir wissen nicht, welche Vorschläge der Minister des Innern den konservativen und nationalliberalen Vertrauensmännern unterbreitet hat. Gingen diefelben etwa über das Sozialistengeset hinaus? Und welche Erfolge" dieses Ausnahmegesetz gehabt bat, beweist das Anwachsen der sozialdemokratischen WahlDie Stimmung in Athen ist sehr gedrückt. Nach einer stimmen und der sozialdemokratischen Mandate im Reichstage. Meldung des„ Daily Telegraph" aus Athen haben die Friedens. Vestigia terrent. Die Drohung mit dem Herrenbause schreckt uns nicht, der Mächte ihre Athener Vertreter angewiesen, aus eigenem Anlaß ihre verhandlungen ernstlich begonnen. Mittwoch hatten vier Hinweis auf die Mehrheitsparteien des Reichstags" fann uns Dienste anzubieten. Donnerstag empfingen die übrigen Vertreter nicht irritiren, selbst wenn von der Führung einer parlamentarischen Partei" in leiser Andeutung die Rede ist. Wir werden darüber mit der„ Krenz- Zeitung" noch ein weiteres Wort zu reden haben. " Die Boft" ist selbstverständlich für die unbeschränkte Verfammlungsfreiheit für die Besitzenden und für den un beschränkten Polizeizwang für alle König Stumm nicht genehmen Personen. um Je flarer die Faffung zum Ausdruck kommt, daß es sich lediglich Vollmachten zur Bekämpfung sozial- oder national(!!) revolutionärer Bestrebungen handelt, um so weniger ist ein Mißbrauch gegen auf dem Boden der Verfassung stehende Oppositionsparteien zu befürchten und um so eher werden fich die Parteien, welche feinerzeit das Sozialistengefeß und die Polengesetzgebung unterstügt haben, über eine positive Beschlußfaffung verständigen können." Die Deutsche Tageszeitung" schreibt: ähnliche Anweisungen. Die Bedingungen sind die Räumung Thessaliens türkischerfeits und die Räumung tretas griechischerseits, im übrigen die Erhaltung des feitherigen Zustandes, soweit Griechenland in betracht komme. Beüglich Kretas haben die Mächte ihre besonderen Pläne, die sie, soweit möglich, im Eintlange mit den Wünschen der Bevölkerung ausführen werden. Die Türkei dürfte einer glatten Abwicklung der Friedens verhandlungen teine Hindernisse in den Weg legen und sich in der Hauptsache mit der durch den Krieg gewonnenen Stärkung seines politischen Ansehens begnügen. Neber die Flotte und die Vorgänge auf Rreta liegen die folgenden Nachrichten vor: Athen, 7. Mai. Der frühere Marineminister evidis vers öffentlicht in der„ Akropolis" eine lange Erklärung mit aftenmäßigen Belägen, aus denen hervorgeht, daß der Chef des Ostgeschwaders die wiederholten und dringenden Befehle des Ministers, darunter die Beschießung von Karaburnu und der Eisenbahn bei Dedragatsch einfach unbeachtet gelassen hat. Levidis ftellt weitere Enthüüungen in Aussicht. Saloniki, 7. Mai. Die griechische Flotte gab auf das militärische Lager am Kap Kassandra einige Schüsse ab, die keinen Erfolg hatten, wagte aber nicht zu landen. Unsere Leser wissen, daß wir in der Frage des Vereinsgesetzes die Anschauung der Kreuz- 3tg." nicht ganz theilen. Troydem halten wir es für durchaus verständlich, daß die konservative Partei der muthig zurüdweichenden Regierung mit allen möglichen Mitteln beweist, daß sie denn doch nicht blos zum Jasagen bestimmt ist." Dieser ernsthafte Wille hat nun urspünglich Also Umsturzgesetz oder Verbindungsfreiheit politischer Konstantinopel, 7. Mai.( Meldung des Wiener Telegr. bestanden. Der Minister des Funern hat er Vereine oder das Fortbestehen des heutigen allgemein als trauensmännern der beiden konservativen Parteien und veraltet anerkannten Vereinsgesetzes, diese drei Möglichkeiten Korresp. Bureaus.) Nach Mytilene sowie nach den anderen Jufeln der nationalliberalen Partei des Abgeordnetenhauses einen existiren. Nicht unwahrscheinlich ist für den Augenblick, daß hindern. weiden Truppen abgeschickt, um griechische Landungen zu verEntwurf unterbreitet, der nicht nur die Auf unser Vereinsgesetz mit seinem famosen§ 8 uns er Köln, 7. Mai. Die Kölnische Zeitung" meldet aus Kanea hebung des im§ 8 des Vereinsgefeges enthaltenen Verbotes aussprach, sondern daneben halten bleibt. Das Herrenhaus ändert im Sinne des Herrn von gestern: Oberst Bassos beantragte hente, mit seinen bewaffneten noch die Auflösung staatsgefährlicher Ber- von der Recke und der Deutsch- Konservativen sowie derer um Truppen in die Stadt einziehen zu dürfen, um sich mit ihnen einsammlungen und Vereine für zulässig erklärte. Stumm die Novelle des Vereinsgesetzes und das Abgeordnetenhaus zufchiffen. Dieses Ansinnen wurde jedoch zurückgewiesen. Die Die Bertrauensmänner der nationalliberalen Partei erklärten lehnt die amendirte Vorlage dann ab. Mit dieser Möglichkeit Admirale haben den Aufständischen nur erlaubt, die Stadt zu bes jedoch, daß diese für einen solchen Entwurf nicht zu haben ist aber nur dann zu rechnen, wenn gegen alle Erwartung die treten, um Lebensmittel einzukaufen. Man ist besorgt, es könnten sein würde. Die betreffenden Verhandlungen wurden damals als Nationalliberalen ihrem Spottnamen„ Partei Drehscheibe" bieraus Ruheftörungen entstehen. Athen, 7. Mai. ftreng vertraulich bezeichnet. Da aber mehrere mittelparteiliche einmal Unrecht thun wollen. Nicht zu rechnen ist mit suchen des Obersten Bassos, in die Stadt einziehen zu dürfen, um Aus Kanea wird gemeldet, daß ein Ana Blätter von ihrem Ergebniffe bereits Kenntniß gegeben haben, so dem Falle, daß die Aufhebung des Inverbindungtretens ohne sich mit seinen Truppen einzufchiffen, abgelehnt wurde. fällt für uns jeder Grund fort, uns über diesen Punkt noch weitere Verschlechterung thatsächlich angenommen wird. Wozu Admiräle erlaubten den Aufständischen, die Stadt zum Einkauf von fernerhin auszuschweigen." „ Die Ertlärung der nationalliberalen er hätten wir denn ein Herrenhaus, wenn dieses nicht gut wäre, Lebensmitteln zu betreten. Man befürchtet hierdurch Ruhestörungen. London, 7. Mai. Der„ Standard" meldet aus Kanea von trauensmänner ist also für das Staatsjede volksthümliche Reform zu hindern. ministerium der Grund gewesen, sich nun- Wir können ruhig mit der Wahrscheinlichkeit rechnen, daß gestern: Hier nimmt man allgemein an, daß Vassos sich aufchicke, mehr auf die Aufhebung Des bekannten ein Gesetz im Geifte der Kreuz- Zeitung" angenommen wird. zum Angriff überzugeben. Der Kommandeur der internationalen Verbotes zu beschränken. Dabei stand noch nicht ein Was dies bedeutet, ist uns nicht unbekannt. Wir Truppen in Kandia, Oberst Chermside, ersuchte den Generalmal fest, daß, wenn die ursprüngliche Vorlage an das Ab- kennen den Eifer der Polizeibehörden und die Auslegungs- entsenden. Der englische Admiral fordert die türkischen Behörden gouverneur telegraphisch, sofort türkische Truppen nach Kandia zu geordnetenhaus gelangt wäre, sie hier keine Mehrheit gefunden tunft unserer Gerichte. Wir wissen, daß unsere Strafliste dringend auf, unverzüglich die verfügbaren Truppen einzufchiffen. hätte. Wären die konservativen Parteien mit der Staatsregierung einig gewesen, so wäre es für die Nationalliberalen dann ins Unendliche wachsen wird, daß unser Versammlungsnicht unbedenklich gewesen, in einer öffentlich geführten Verhandlung leben erschwert und unterbunden werden wird. Wir wissen aber auch wie die Antwort ausfallen wird! Die Jahre 1878 bis 1890 geben die Lehre! " Der Krieg. Politische Uebersicht. Die die Mitwirkung zum Rampfe gegen den Umfturz zu versagen. Ihren Anspruch, als eine Ordnungspartei betrachtet zu werden, Berlin, 7. Mai. würden fie mit einer solchen Versagung schwer gefährdet haben." Aus dem Reichstage. Das Haus hatte sich zunächst Für die konservative Partei wird über ihre Haltung in der vorliegenden Frage tein wieder mit dem Schmerzenskinde der Reichsgründung, den 3weifel obwalten können. Sie wird den Versuch Ueber die Rämpfe am Mittwoch wollen wir einige Meldungen Reichslanden Elsaß- Lothringen, zu beschäftigen. Der in zweiter machen müssen, die Vorlage so umzugestalten, daß ein aus Konstantinopel nachholen, welchen zufolge die Haltung der an- Lesung bereits angenommene Antrag auf Einführung des all Mißbrauch des Vereins- und Versammlungsrechtes zur Aus- gegriffenen Griechen doch nicht so fest und tapfer gewesen wäre als gemeinen Wahlrechts für die Wahlen des Landes- Ausschusses breitung staatsgefährlicher Lehren verhindert wird. Gelingt nach den gestrigen Mittheilungen anzunehmen war. staub alt erster Stelle zur dritten Lesung auf der ihr das im Abgeordnetenhause nicht, so wird. Ueber den Beginn der Schlacht theilt der Korrespondent des fie ihre Hoffnung auf das Herrenhaus sehen„ Reuter'schen Bureau's" bei der türkischen Armee aus Pharsala vom Tagesordnung. Die Abgeordneten Colbus und Preiß müssen. Hier scheint durch das Stärfeverhältniß der 5. d. M. abends mit: Die heutige Schlacht entstand aus einem begründeten den Antrag kurz, worauf der Regierungs. Frattionen der Erfolg gesichert." Borpostengefecht. Der türkische Befehlshaber wollte mur Dis. kommissar Halley in der bekannten, den preußischen fo geläufigen Art dem " Unter diesen Umständen wird auf das Zustande positionen treffen für die Schlacht, welche für den 6. d. M. Beamten Antragsteller ents tommen eines Gesetzes, das nichts weiter enthält als die in Aussicht genommen war. Die griechischen Truppen hatten die gegentrat und alle Beschwerden desselben als unberechtigt. Aufhebung des§ 8, taum zu rechnen sein. Es ist Höhen nördlich der Stadt besetzt, leisteten aber nicht so starten und unbegründet zurückwies. Die Herren Beamten in den Reichsmöglich, daß das der Regierung nicht unerwünscht ist, Widerstand, wie erwartet wurde, und eilten über die zwischen den landen befinden sich ja sehr wohl und da sie keinen Grund zur weil sie auf diese Art die verantwortlichkeit für das Höhen und der Stadt liegende Ebene nach der Stadt zurück unter Klage haben, so wollen sie auch nicht zugeben, daß die Be Scheitern der Vorlage auf den Landtag abwälzen dem Feuer der türkischen Artillerie, welche ihnen furchtbare Verlufte völkerung Anlaß zur Unzufriedenheit habe. Anders denken zufügte, namentlich auf der Brücke über den Fluß, welchen die in diesem Punkte die Abgeordneten, welche mit dem Volke .. Man wende nicht ein, daß die Umsturzpartei durch Bes Griechen überschreiten mußten. schränkungen auf dem Gebiete des Vereins- und Versammlungs- Eine Depesche Edhem Pascha's an den Kriegsminister, welche Fühlung haben, und unser Genosse Bueb schenkte von diesen rechts nicht in Wirtfamkeit bekämpft werden kann. Wir glauben amtlich veröffentlicht wurde, besorgt:" Infolge des heftigen Rampfes Klagen und Beschwerden der Verwaltung der Reichslande auch Mit beredten Worten schilderte unser zwar nicht, daß ihr dadurch der Garaus gemacht wird, aber vor Pharsala, welcher gestern den Tag über dauerte, zog der nicht eine einzige. tönnte." wenigstens wird ihr während der ruhigen Zeit, wo teine Reichstags- Feind, der die Unmöglichkeit des Widerstandes einfah, während Redner die Verhältnisse, wie sie sich unter der Geltung des Diktaturparagraphen entwickelt haben und die derart sind, daß die wiedergewonnenen Brüder" noch immer das Gefühl nicht los werden können, daß sie sich in einem eroberten Lande befinden und dementsprechend behandelt werden. Da der Regierungskommissar auch den Genossen Bebel in die Debatte hereingezogen hatte und behauptete, daß die Angaben des letzteren bei früheren Gelegenheiten sich nicht bestätigt hätten, so sab sich der Vertreter Straßburgs veranlaßt, das Wort zu nehmen, um unter schärfster Berurtheilung der reichsländischen Zustände seine früheren Angaben über die Lokalabtreibereien seitens der Behörden aufrecht zu erhalten. Bei der Schlußabstimmung wurde der Antrag mit großer Mehrheit angenommen. ents Hierauf begann die Fortsetzung der zweiten Lesung der Margarinevorlage und zwar mit der namentlichen Abstimmung über den§ 4( getrennte Verkaufsräume). Bei 248 anwesenden Abgeordneten stimmten 142 mit Ja und 100 mit Nein, während 6 Abgeordnete sich der Abstimmung hielten. Bu§ 7 hatten die Genossen Wurm und Herbert einen Antrag gestellt, wonach auch die ge werbsmäßige Butterproduktion polizeilich angemeldet wer ben solle. Dieser Antrag, welcher eigentlich selbstverständlich sein sollte, wenn man einmal auf den Boden der Vorlage steht, wurde gerade von den Anhängern derselben auf das entschiedenste und mit den nichtigsten Gründen bekämpft und natürlich auch abgelehnt und dann der Rest fast ohne Debatte angenommen. Morgen 12 Uhr: 3. Lesung des Auswanderungs- und des Margarine- Gesezes. seiner Bugehörigteit zu einer politischen Partei Ausführungen, schließt diefelben aber bald unter sich wiederholendem vom Ratheder gestoßen wird, so ist um so größeres stürmischen Beifall der Rechten. Viele Abgeordnete beglückwünschen den Gewicht darauf zu legen, daß die Vertreter der Wissenschaft an Minister. Der Präsident ertheilt nun den Abg. Hofmann v. Welleneinem solchen Borgehen keinen Antheil haben. Die Art, wie hof und Dr. Groß das Wort, welche die Bemerkung des Ministers, daß Dr. Bosse von dem Fakultätsspruch geredet hat, mußte den die Anklage nicht ernstlich gemeint fei, unter stürmischer Zustimmung Gindruck hervorrufen, als ob auch die philofophische Fakultät ihrer Parteigenoffen als eine Beleidigung ertiären, für welche der in der den Minister befremdenden" Zugehörigkeit eines Justizminister Genugthunung geben solle, widrigenfalls sie eine weitere Universitätslehrers zur sozialdemokratischen Partei etwas Un Debatte nicht zulassen würden. Abg. Groß beantragt Schluß der gehöriges gefunden, und daß sie nur Bedenken getragen habe, Sigung und namentliche Abstimmung darüber, zieht jedoch schließlich gerade die strenge Strafe der Remotion darauf zu setzen. feinen Antrag zurück. Auf Verlangen bringt der Präsident die vom JustizWie wir von einer in Universitätsangelegenheiten gut unter: minister abgegebenen, aber bei dem Lärm nicht vernommenen Erklärungen richteten Seite erfahren, ist der Sachverhalt umgekehrt zur Verlefung. Der Präsident liest: Die Aeußerungen, die ich gethan gewesen. Die Fakultät hat zwar wegen mißverständlicher habe, und auf grund welcher Sie mich an der Fortseßung meiner Aeußerungen eine Verwarnung ertheilt, aber dabei mit Nachdruck Rede hinderten, gründen sich auf meine Auffassung, daß es sich bei betont, daß fie aus der Zugehörigkeit eines den Anträgen, die in Verhandlung stehen, lediglich um eine parlaPrivatdozenten zur fozialdemokratischen Partei mentarische Taktik gehandelt habe, wobei es mir selbstverständlich feinen Anlaß zum Einschreiten nehme, ja daß sie nicht beigekommen ist, durch Wiedergabe dieser Auffassung irgend grundsätzlich die politische Gesinnung der eine Partei beleidigen zu wollen. Jetzt endlich tritt im Hause Ruhe Privatdozenten nicht prüfe. Dr. Boffe hat es vor ein. Es wird sodann in der Tagesordnung fortgefahren. gezogen, nur den einen Theil der Fakultätsverfügung zu verlesen, Ungarn. den andern aber wegzulassen." Budapest, 7. Mai. Der Ministerrath feßte eine Note feft, in -3ur Reform der Militärjuftis. Die Voff. 8tg." welcher die Bereitwilligkeit der ungarischen Regierung ausgesprochen weist auf eine Stelle im zweiten Band der militärischen Schriften wird, in fofortige Berhandlungen wegen Fest. des ersten Kaisers hin, wo derselbe sich zu dem Gesetzentwurfe übersetzung der Quote und Revision der Berechnungen vom Jahre die deutsche Wehrverfaffung ausspricht. Danach ließ der damalige 1887 einzugehen. Diese Note wird in den nächsten Tagen der österbeanstandet: Prinz von Preußen folgenden Grundsatz zu§ 69 des Entwurfs un reichischen legierung zugestellt werden. Man prognoftizirt den schriftlichen Verhandlungen eine Dauer von mehreren Wochen und " Das Verfahren bei den Militärgerichten ist mündlich und glaubt, daß auch mündliche Verbandlungen nötbig fein werden, da öffentlich." die ungarische Regierung nur 32,20 pCt. zugesteht, die österreichische Er sagte zu diesem Vorschlage wörtlich: aber auf 36,40 beharrt. In der zweiten Hälfte dieses Monats trifft Obgleich wir fürchten, daß in vielen Fällen die Deffent: Kaiser Franz Joseph in Budapest ein; man erwartet, daß dann lichkeit und Mündlichkeit der Militärgerichts- Verhandlungen nicht ein rascheres Tempo in den Verhandlungen eintreten wird. günstig auf Erhaltung der Disziplin wirken wird und ein Terros Einer Meldung der Politischen Korrespondenz" aus Budapest risiren der Richter durch die Zuhörer nicht außer aller Berech zufolge ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die Ausgleichsvorlagen nung liegen sollte, so wollen wir doch nichts dagegen in ihrem gesammten Umfange gleichzeitig beiden Parlamenten zu erinnern." nommen. Polizeilich beschlagnahmt wurde in Koblenz die im Verlage von Cäsar Schmidt in Zürich erschienene Broschüre Herr v. Tausch und die Verfasser der anonymen Briefe der Hof. gesellschaft". Das preußische Abgeordnetenhaus sehte gestern Abend und heute die Berathung des Kultusetats fort. Die Berathung ist jetzt fo weit gefördert, daß wenigstens das Ordinarium erledigt ist und daß der Rest des Etats voraussichtlich morgen durchberathen wird, so daß die dritte Lesung am Montag beginnt. Wenn dann wo die Deffentlichkeit eingeführt worden ist, eingetroffen. Aber troh Die Befürchtungen bezüglich des Terrorismus" find nirgends, das Herrenhaus seine Arbeiten einigermaßen beschleunigt, so kann alledem kann man sich noch heute nicht zu dem Standpunkte auf der Etat mit Ende dieses Monats unter Dach und Fach schwingen, gegen den schon der gewiß disziplinliebende Prinz von gebracht sein. Aus der gestrigen Abendsigung ist nur die ber deutschen Wiffen- Preußen nichts zu erinnern" fand. schaft gewiß nicht zur Ehre reichende Anregung des Abg. Paasche( natl.) Der v. Tausch Prozeß wird am 24. Mai beginnen. erwähnenswerth, von den auswärtigen Studenten, die sich am Für die Verhandlung, die im Saal 64 in Alt- Moabit stattfinden unseren Hochschulen die Waffen holen für den Kampf gegen die wird, ist die ganze Woche vom 24. bis 29. Mai in Aussicht gedeutsche Industrie", ein höheres Honorar zu fordern, ein Beweis, daß für den agrarischen Professor die Wissenschaft zur melkenden Ruh geworden ist, die ihn mit Butter versorgt. Heute wurde der größte Theil der Sigung mit Anträgen auf Berbesserung der Gehaltsbezüge der Geistlichen ausgefüllt. Bon drei vor liegenden Anträgen gelangte schließlich der konservative zur An-Profeffor Sans Delbrüd ist nunmehr zum Nach nahme, welcher die Regierung auffordert, einen Gefeßentwurf folger Heinrich v. Treitschte's an der Berliner Universität bestimmt vorzulegen, durch durch welchen die zur Bestreitung eines aus worden. Professor Delbrück war bisher außeretatsmäßiger ordent reichenden Einkommens der Geistlichen ausgeworfenen Staats- licher Profeffor der Berliner Universität und erhält somit eine etats mittel behufs Gewährung von Aufbesserungs Bulagen an máßige Stelle. In den Kreifen der unverfälschten Reaktion ist man bestehende Pfarreien und von Alterszulagen an Pfarrer wesentlich mit diesem Nachfolger des Hohenzollern- Historikers nicht sehr einerhöht werden. Diese Staatsmittel sollen in einer festen Summe verstanden, da bekanntlich Profeffor Delbrück sich besonders in sozial ben geordneten Organen der evangelischen Landeskirche und der politischen Fragen einigermaßen felbständig und abweichend von fatholischen Kirche zur eigenen Verwendung nach bestimmten gefeßlich der junterlich fapitalistischen Schablone erwiesen hat. Doch war festzustellenden Grundsäßen überwiesen werden, mit anderen Worten, fein Ansehen als Historifer wohl zu bedeutend, als daß ihm die Beiträge, zu denen alle Staatsbürger herangezogen werden, sollen junkerliche Klique fene Stellung hätte hintertreiben tönnen. im Interesse einzelner Ronfeffionen verwendet werden. Ein bezüg licher Gesetzentwurf wurde für die nächste Session in Aussicht gestellt. Morgen steht u. a. die Charitee Vorlage auf der Tagesordnung. " % bleiben. B - Die fächsischen Nationalliberalen haben in einer Vorstandssigung in Leipzig beschlossen, daß sie der von dem Seniorentonvent der zweiten Ständekammer getroffenen Vereinbarung über das Zusammengehen der flaatserhaltenden Parteien" bei den Landtags- Wahlen grundsätzlich zustimmen. B gehen werden. " Der Budapest, 6. Mai. Abgeordnetenhaus. Beim Präfidium ist gegen die Abgeordneten Berzeviczy, Falk, Chorin und Gabriel Daniel die Inkompatibilitäts- Anzeige eingegangen. Präsident hat die Anzeigen dem Intompatibilitäts- Ausschusse überwiesen. Agram, 6. Mai. Anläßlich der Wahlen für den Bandtag von Kroatien und Slavonien werden offiziös aus der Proving mehrere Exzeffe gemeldet. Es sind Verfügungen getroffen, überallhin Militär zu entfenden, wo Unruhen vorkommen. Schweiz. Bern, 6. Mai. Die Konferenz zwischen den Vertretern des Bundesraths, der am Simplondurchstich interessirten Rantons regierungen, und der Jura- Simplonbahn in Sachen der Gewährung der kantonalen Subventionen für den Simplondurchstich nahm im allgemeinen einen befriedigenden Verlauf. Alle Regierungen mit Ausnahme der des Kantons Freiburg sind bereit, den Großen Räthen die Gewährung der Subvention vorzuschlagen. Bei Freiburg sind noch einige Schwierigkeiten zu erledigen. Die Frage der Heimfallsrechte scheint gelöst. Die kantonalen Subventionen betragen im ganzen 10/2 Millionen Franks. B Bern, 7. Mai. Der Bundesrath hat auf den 11. Jult die Boltsabstimmung über die Bundesverfassungs- Revisionen, betreffend den Erlaß einer eidgenössischen Lebensmittelpolizei Gefeßgebung und die Einführung der Oberaufsicht des Bundes über die Wasserbauten und die Forsipolizei in der ganzen Eidgenossenschaft feftgefeßt. Frankreich. Der Parteitag der Freisinnigen Bolts partei soll in Nürnberg von Sonntag, den 12. bis Dienstag, den 14. September, stattfinden. An den Vormittagen werden die geschlossenen Versammlungen der Delegirten stattfinden, während die Wiederaufnahme der Justiznovelle. Die glücklich be- Nachmittage und Abende anderweitigen Veranstaltungen vorbehalten Der Herzog von Aumale, welcher auf feinem Gute grabene Justiznovelle soll nach dem Wunsche übereifriger früherer Kommissionsmitglieder wieder ausgegraben werden. schlossenen Thüren tagen. Die Herren haben anscheinend die öffent- Alençon derart erschüttert, daß er plößlich ft arb. Also die muthigen Freisinnsmannen wollen wieder hinter ver- in Sizilien weilte, wurde von der Todesnachricht der Herzogin von Einige Wichtigthuer in verschiedenen Fraktionen des Reichs- liche Kritit sehr zu fürchten. Der Herzog von Aumale wurde am 16. Januar 1822 als vierter tages gehen mit dem Kompromißgedanken schwanger. Sie Zur Wahl in Königsberg. Der Kandidat der Hohn des späteren Königs Louis Philippe zu Paris geboren. Er wollen einer Wiederaufnahme- Verfahrens und einer Berufung, die aber nach der Hart. 3tg." von der Kandidatur zurückgetreten. Die der Orleans war, Antheil hatte. Während des Kaiserreiches war erheblichen Verschlechterung des Antisemiten für die bevorstehende Reichstagswahl, Störmer, ift galt als tüchtiger Militär, der an der Besetzung und Verwaltung Algeriens, dessen Generalgouverneur er bei der Vertreibung auch der Staatsanwalt in vollem Maße haben Trauben find wohl zu faner. foil, zustimmen- selbst mit einem Dreimänner- Kollegium er eifrig literarisch und journalistisch thätig. Nach dem Zusammens bruche des Raiserreichs wurde er in die Nationalversammlung geals erste Instanz. wählt. Im Juli 1873 wurde er mit dem Präsidium des KriegsSo wichtig uns die Berufung und die Entschädigung un gerichts gegen Bazaine betraut. Bon da bis 1880 machte er unter schuldig Verurtheilter erscheint, so find diese Forderungen, die der Republik die bei Prinzen in Monarchien übliche rasche Karriere doch über kurz oder lang bewilligt werden müssen, die anSeit 1880 war er ohne aftives Kommando, 1883 wurde er durch das gebotenen Konzessionen nicht werth. Nach den uns aus dem Diese Erklärung richtet sich gegen denjenigen Theil der National boulangistische Prinzengefeß seiner Stelle als Divisionsgeneral Reichstage zukommenden Informationen ist aber auch keine liberalen, welche sich für die bevorstehenden Landtags Wahlen freie entsegt, 1886 aus den Armeeliften gestrichen und am 18. Juli 1886 Reichstage zukommenden Informationen ist aber auch keine Hand vorbehalten haben. Daß der Vorstand der Partei so be aus Frankreich ausgewiefen. Im gleichen Jahre bestimmte er, daß Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß die Justiznov elle in dieser schließen würde, wie er beschloffen, war von vornherein ganz sicher, nach seinem Tode dem Institut de France, der höchsten offiziellen Session das Plenum des Reichstages noch beschäftigen wird." find doch diese Vorstandsherren, die Schill und Schober 2c., gerade Körperschaft für Wissenschaft und Kunst in Frankreich, das prächtige Charakteristisch für die Kompromißlust der Freisinnigen diejenigen gewesen, welche das Dreitlassen- Wahlsystem hauptsächlich Schloß von Chantilly mit feinen berühmten Kunstschäßen zufiele. ist ein Leitartikel der Bossischen Zeitung", die sich nun zu mit befürwortet und durchgedrückt haben. Es wird sich nun fragen, Da der Herzog von Anmale 1888 den Grafen von Paris wegen allen Zugeständnissen, die das Zustandekommen der Novelle wie stark der Theil der Partei ist, welcher hinter den Gegnern des seiner Unterstützung Boulanger's heftig tadelte und den Ans ermöglichen, bereit erklärt, während sie noch vor wenigen Borstandes steht. schluß der Royalisten an die Republik in Aussicht gestellt Monaten die gleichen Absichten des Abg. Lenzmann energisch wird in Bayern beabsichtigt, obwohl die dort bestehende Gesinde Frankreich gestattet. Seine Söhne starben vor ihm, ohne Kinder zu - Eine Verböferung der Gesinde Ordnung hatte, wurde ihm Anfang März 1889 die Rückkehr nach bekämpfte. Ordnung ungünstig genug für die Bediensteten" befchaffen ist. Der hinterlassen. Er hinterläßt ein ungebeures Vermögen und von allen bayerische Landwirthschaftsrath beschloß in seiner Plenar- Mitgliedern der Familie den geachtetsten Namen. sitzung vom 4. d. M., daß Bestimmungen in die Gefinde- Ordnung aufgenommen werden sollen, durch welche das Diensverhält Italien. niß auf längere Beit gebunden und seine Fortsetzung Rom, 4. Mai.( Eig. Bericht.) In der heutigen Sigung, die bei Veräußerung oder Verpachtung gesichert wird. erfte nach den Ferien, wurden zwei Mandate faffirt, deren Zustande Anstatt also die alten Uebelstände, unter denen das„ Gesinde" leidet, kommen charakteristisch ist für die Korruption, die bei den letzten zu befeitigen, follen neue hinzugefügt werden. Nette Freunde der Wahlen vorgeherrscht hat. Die Wahl des Herrn di Rudini, eines Sohnes des Ministerpräsidenten, ist für ungiltig erklärt Landwirthschaft"! worden, weil der Gewählte das gefeßliche Alter noch nicht erreicht hat. Merkwürdig ist, daß seine Aufstellung überhaupt erfolgen konnte; glaubte der Herr Bater, daß die Opposition die Ungesetzlichkeit seines Sohnes ungerügt hingehen lassen würde? Die andere Raffation betrifft die emes Prinzen v. Caravigno. Dieser edle Herr ist ein Abenteurer sehr dunkler Herkunft. Vor vier Jahren hatte er weder Geld, nock, Adel und Würden, jetzt ist erfaufte, stammt von einer österreichischen Dame ziemlich vorgerückten er Millionär. Sein Geld, mit dessen Hilfe er sich auch seinen Adel Bauern betrieb, hat ihm über 200 000 Franken gefoftet. Der Herr erkaufte, stammt von einer österreichischen Dame ziemlich vorgerückten Alters. Seine Wahl, die er durch Bestechung der Priester und Prinz, der eine Broschüre verbrochen hat, in der er sein„ monarchischfozialifiifches" Programm entwickelte, wurde selbst von seinen bürgerlichen Freunden fallen gelaffen. Die Regierung will sich die Zugeständnisse apportiren Lassen, ohne selbst den Finger zu rühren. Die„ Nordd. Allg. Beitung" giebt dieser Stimmung Ausdruck in folgender Bemerkung: an Nach unserer Kenntniß der Sachlage soll zwar innerhalb der Parteien die Frage der Wiederaufnahme ventilirt werden, regierungsfeitig ist man jedoch mit ihr nicht beschäftigt. Desterreich. Ueber das Attentat Acciarito'3 werden jetzt Geschichtchen verbreitet, die beweisen sollen, daß der Attentäler Mitschuldige gehabt habe, deren Albernheit eben das gewöhnliche Maß solcher Fabeleien noch überschreitet. So meldet ein Telegramm aus Rom: Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Aus Kiel wird dem Hamburger Echo" geschrieben: Das bisher unbescholtene Dienstmädchen Marie Dzobet, am 15. Mai 1868 in Ostpreußen ge- Wien, 6. Mai. Abgeordnetenbau 3.( Schluß der geftrigen boren und seit Mitte März in Untersuchungshaft, hatte sich vor der Sigung.) Abg. Kaizl erklärt, die Tragweite der Sprachenverordnung Straflammer III bes Rieler Landgerichts wegen Majestätsbeleidi- werde übertrieben; es handle fich lediglich darum, ob eine Anzahl gung zu verantworten. Sie war feit November vor. Js. bei der von Beamten der czechischen Sprache mächtig sein sollen oder nicht. Hufnerswittwe Ch. Lüthje au Dreggers bei Segeberg in Dienst und Den Böhmen werde es niemals einfallen, der deutschen Sprache die einem Nachmittag, furz vor Weihnachten, beim gemein- Gleichberechtigung in Böhmen zu versagen. Der Redner richtet an schaftlichen Kaffeetrinken sind die Illustrationen eines Kalen- die einfichtsvolleren Glemente der Deutschen die Mahnung, die ders, betitelt: Köhler's Raiserkalender", Bei Betrachtung des Bildnisses des jetzigen deutschen Kaisers den Antrag, über die Anträge auf Anklage gegen die Minister zur betrachtet worden. Agitation nicht über die Grenze des Reiches zu tragen, und stellt soll sie, wie der einzige Belastungszeuge, Urbeiter Breezmann, unter Tagesordnung überzugehen. Die Verhandlungen wurden sodann Eid bekundet, zunächst eine beiläufige Bemerkung gemacht haben. auf morgen vertagt. Der Zeuge will sie sofort aufmerksam gemacht haben, daß auch Die Abgeordneten Doblhofer und Genossen überreichten einen darin schon eine Majestätsbeleidigung liege, worauf die Angeklagte Dringlichkeitsantrag, betreffend die von Bayern erlassene Vernoch einen kräftigeren Ausdruck gebraucht haben soll. Der Staatsordnung, daß aus Defterreich Ungarn kommendes Bieh binnen drei anwalt beantragte auf grund der Aussage des Zeugen Breezmann Tagen geschlachtet werden müsse. vier Monate Gefängniß. Der Gerichtshof, welchem Landesgerichts- Das Abgeordnetenhaus seyte heute die Berathung der Anträge direktor Sander präsidirte, erkannte auf das Strafminimum von auf Versehung der Minister in Anklagezustand fort. Der Justiz zwei Monaten Gefängniß, wovon jedoch ein Monat als minister Graf Gleispach führte aus, die gestrigen Erklärungen des burch die Untersuchungshaft verbüßt in Anrechnung fam. Ministerpräsidenten feien durch die nachfolgenden Reden nicht er- Die Polizei setzt die Nachforschungen nach etwaigen Mitschuldigen schüttert worden. Für jeden Juriften und Nichtjuristen stebe es fest, daß Acciarito's fort. Als verbürgt gilt, daß am Tage des Attentats einer Regierung, welche denselben Weg betrat, den die vorangegangenen zwei Kinder, welche auf einer Wiese bei dem Drte, wo das Regierungen gegangen find, und der durch übereinstimmende Be- Attentat erfolgte, fich aufhielten, faben, wie fünf Personen looſten schlüsse des Parlaments genehmigt wurde, weder culpa noch dolus und zu einem sagten:" Dich hat es getroffen." Die durch das Loos imputirt werden könne. Daraus folge, daß diejenigen, welche die bezeichnete Person sprang über die Hecke, während die anderen den Anträge auf Bersetzung der Minister in Anklagezustand eingebracht, Weg nach Rom einschlugen." eine solche Anklage nie ernstlich gewollt haben.( Beifall rechts, In der Kammer fam am Donnerstag die Nieder ungeheurer Lärm links. Rufe:" Burücknehmen".) Da der stür megelung der Expedition Botego, vont der auch mische Lärm sich nicht legt, unterbricht der Präsident Kathrein die wir zur Sprache. Der Unterstaatssekretär Sigung. des Auswärtigen, Graf Bonin, bestätigt die Thatsache und Nach fast zweistündiger Unterbrechung wird die Sigung wieder erklärte, die Expedition sei am Ende des Jahres 1895 von der aufgenommen. Präsident Dr. Kathrein ertheilt dem Justizminister Italienischen Geographischen Gesellschaft organisirt worden. Sie das Wort. Es erhebt sich neuerdings großer Lärm auf der linken Seite hatte theils einen geographischen, hauptsächlich einen handelsdes Hauses; es werden Rufe laut:" Ordnungsruf!" Abg. Wolf ver- politischen Zweck, nämlich: Die Griindung einer Station an dem langt, der Präsident folie dem" Minister das Wort entziehen. Juba im italienischen Somalilande, um eine Sammelstelle für die Präsident Dr. Kathrein ruft den Abg. Wolf zur Ordnung. Der reichen Produkte von Boruna und ven Galla zu schaffen und deren Präsident bemüht sich vergeblich die Rube wiederherzustellen. Rufe: Weiterleitung nach der Benadir- Rüfte zu ermöglichen, ferner die ErAbzug oder Widerruf". Endlich beginnt der Justisminister seine forschung der Gegenden zwischen den Nil und dem Rudolfsee zu Deutsches Reich. 8um Fall Arons schreibt die Boffische Zeitung", die bekanntlich mit Universitätstreifen enge Fühlung hat: Die Aeußerungen, die der Kultusminister zum Fall Arons in der Sigung des Abgeordnetenhauses vom 4. d. gethan hat, find vielfach dahin verstanden worden, daß er nicht die Absicht habe, eine Entfernung von der Universität eintreten zu laffen. Aus dem jetzt vor liegenden stenographischen Bericht geht das Gegentheil hervor. Heri Boffe hat nicht den geringsten Zweifel darüber gelassen, daß der mangelnde fefte Rechtsboden für ihn der einzige Grund ist, weswegen er sich in dieser Sache bisher unthätig gehalten habe. Daß diefer Rechts boden dank einer eigenen Gefeßesvorlage geschaffen werden wird, hat der Minister mit aller Bestimmtheit in Aussicht gestellt. Wenn also nach dieser Rede kein Zweifel darüber bestehen fann, daß wir demnächst von der preußischen Re gierung in der That den unerhörten Att zu er warten haben, daß ein Universitätslehrer blos wegen verfolgen. Danach feste bie Rammer die Berathung des Gefeh entwurfes betreffend die Militärorganisation fort. England. " Sollte etwa irgend ein Genoffe der Ansicht sein, ich hätte, indem die Wirthe vollständig in die Sand. Der Regierungskommissar hätte ich von der relativ hohen Lebenshaltung der holländischen Arbeiter besser daran gethan, seine Rede für sich zu behalten. rede, die Agitation etwa erschwert, so ist das ein Irrthum, da Zur Charakteristit der Zustände in Elsaß Lothringen und der die Höhe der Lebenshaltung des arbeitenden Bolts die Thatsache Behandlung, die dem Vertreter der größten Stadt Elsaß- Lothringens der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital nicht berührt. An theil wird, mag folgende Thatsache dienen. Ich hatte im letzten Eine Agitation, die nur mit Elend und Elendsstatistit operiren November wieder die Absicht, in Straßburg eine Versammlung ab tann, ist feine Agitation im Geiste des wissenschaftlichen zuhalten. Es war mir aber unmöglich gemacht worden. Darauf Sozialismus. find meine Parteigenossen nach dem Badenschen gegangen, um dort " Wege geräumt. " er Die Spannung zwischen Transvaal und England. Der Vollsraad in Prätoria bat befchloffen, das Einwanderungsgesetz aufzuheben. Auf diese Nachricht hin er flärte heut der Staatssekretär für die Kolonien, Chamberlain, im Unterhaus, daß er keinen Grund habe, der Nachricht von der Aufhebung Möglich, daß ich mich in bezug auf die Lebenshaltung in eine Versammlung abzuhalten. Ich bin am Sonnabend Abend von hier des Einwanderungsgesetzes durch den Volksraad von Transvaal zu Holland geirrt habe. Möglich auch, daß ich die Dinge in Holland ein nach Straßburg gereift. Als ich aus dem Roupee ausgestiegen war, mißtrauen, obwohl bisher keine amtliche Bestätigung eingelaufen fet. bischen zu rosig angeschaut habe. Alein wenn dieß der Fall ist, so war bereits ein Geheimpolizist da, der mich observirte und nach Sollte sich die Meldung bewahrheiten, so würde sich die Spannung, find die holländischen Genossen schuld daran, die mir dem Hotel verfolgte. Als ich am nächsten Morgen einen Ausflug welche leider zwischen der englischen und der Transvaal- Regierung meine Acht Tage in Holland" zu so schönen Tagen gemacht haben. machte, stand er wieder vor der Thür, und er hat mich auf dem bestanden habe, sehr mildern.( Beifall.) Ueber die Schadenersatz- Freund Vliegen aber wird mich doch wohl nicht im Ernst der Un- Wege, den ich mit einem Freunde durch die Stadt machte, forderung des Präsidenten Krüger finde zur Zeit ein Schrift that für fähig halten, den holländischen Arbeitern durch Vormalung um mir die Anlagen anzusehen, auf Schritt und Tritt wechsel statt. lufullischer Genüsse die raffinirtesten Tantalusqualen bereiten zu begleitet, als ich auf die Pferdebahn stieg, war Andrerseits bringt die Londoner Central News" die folgende wollen. hinter mir.( Seiterkeit.) Als ich vom Zentral Bahnhofe abeigenthümliche Nachricht aus Kapstadt:„ Der Armeereserve in Natal Und nun, hoffe ich, ist dieses kleine Mißverständniß aus dem reiste, wurde mir ein Herr gezeigt, der als Leiter der Straßburger wurde befohlen, fich bereit zu halten. Transvaal foll die Feld Polizei, als der Polizeipräsident bezeichnet wurde, der sich in höchft tornets inftruirt haben, die Grenze sorgfältig zu patrouilliren und Mit fozialdemokratischem Brudergruß eigener Perfon informiren wollte, ob der gefährliche Mensch wirkjede verdächtige Bewegung zu melden. Im Rap und Oranjestaat Berlin, 22. April 1897. 28. Liebknecht. lich von Straßburg abgereist sei.( Heiterkeit.) Wenn so etwas am wird ein Zirkular verbreitet, worin Transvaal die Afrikaner um Zur Sache schreibt die Leipziger Boltszeitung": Ende des 19. Jahrhunderts in einem Kulturstaate passiren Hilfe ersucht. Darin heißt es:„ Wir brauchen nicht Euer Feld oder In der Mainummer des holländischen Parteiblattes Der fann, so ist bas eine Schmach und Schande.( leb moralische Unterstügung, wir brauchen Euch! Kommt und helft Sozialdemokraat" versucht(!) cs W. Liebknecht, sich gegenüber hafte Zustimmung links), und der Reichstag hätte alle uns!" dem Artikel, den Genosse Vliegen für deutsche Leser in der Leip- Ursache, dagegen zu protestiren und alles aufzubieten, daß ziger Volkszeitung" veröffentlicht hat, au rechtfertigen(). einem solchen schandbaren Bustande ein Ende gemacht werde. Der Sozialdemokraat" hatte bisher über die ganze Ausein( Beifall.) Der Regierungskommissar hat sich hier zum Vertreter mit Vliegen. andersehung teine Silbe veröffentlicht. Gesammt- Deutschlands aufgeworfen und gemeint, die deutsche Re Daß der Sozialdemokraat" über die ganze Auseinandersetzung gierung würde nicht ihre Pflicht gegen das deutsche Bolt erfüllt Die an die holländischen Genossen sich wendende Erklärung feine Silbe veröffentlicht hat", ift richtig, aber auch sehr natürlich, haben, wenn fie nicht die beiden Beitungen unterdrückt hätte. Li- Stuehl's, deren Erft- Veröffentlichung im holländischen Partei- da der Sozialdemokraat" meine Stizze mit unbefangenen Der Kommissar irrt gewaltig, wenn er glaubt, daß die Organ von Dr. Bruno Schoenlant mit dessen parteikundigem Tatt Augen gelesen hat, gleich dem Groß der holländischen Genossen, die Bentenarfeier diesen allgemeinen Beifall im deutschen als Ausfluß der Angst( vor Dr. Bruno Schoenlant?) bezeichnet ward, im allgemeinen mit meinen Reise- Eindrücken fehr zufrieden sind. Bolke gefunden Die deutsche Sozialdemokratie findet sich in der Mai- Nummer des„ Sozialdemokraat", und lautet: Ich hatte mich nicht zu„ rechtfertigen". Aber wie fteht's mit der erster Linie repräsentirt doch einen sehr wesentlichen Bruchtheil Die Stizze, welche ich über meinen Ausflug nach Holland ver Rechtfertigung des Dr. Bruno Schoenlant gegenüber den des deutschen Volkes. Wir haben 25 pet. der gesammten Wähleröffentlichte, hat, obgleich fie durchaus feuilletonistisch gehalten ist Artikeln der Sächsischen Arbeiter- Beitung"," Neue Zeit" u. s. w. fchaft hinter uns, und von den übrigen hat sich ein großer Theil und sich mit den holländischen Arbeiterverhältniffen nur in wenigen u. f. 1.? So viel ich weiß, hat er noch keinen„ Bersuch" gemacht. Zeilen beschäftigt, meinem Reichstags- Kollegen Schoenlant Anlaß gegeben, das grobe Geschütz der Statistik gegen mich aufzufahren und mir Schönfärberei der holländischen Arbeiterverhältnisse vorzuwerfen. Da die Schoenlant'schen Ausführungen neben die Scheibe gingen und obendrein mit den Parteiprinzipien und Anschauungen nicht durchweg im Einklang waren, so finden sie nur bei der patriotisch- reaktionären Preffe Billigung, innerhalb der Partei aber faft einstimmige Mißbilligung. Die Auseinandersetzung Liebknecht's für " Reichstag. " W. L. 217. Sigung vom 7. Mai. 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher. Gingegangen ist ein zweiter Nachtrag zum Reichshaushalts- Etat 1897/98. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Berathung des von den Abgg. Colbus und Genossen eingebrachten Gefeß entwurfs wegen Ne uregelung der Wahlen zum Landes au 3 schuffe von Elsaß- 2othringen. in auch nicht betheiligt, und es ist sehr die Frage, ob überhaupt die Mehrheit des deutschen Bolles hinter dieser Feier geftanden hat. Der Regierungskommissar irrt, wenn er glaubt, daß die von ihm zitirten Artikel auf die Abstimmung Einfluß haben werden. Ich bin überzeugt, daß die große Mehrheit des Reichstages auch in dritter Lesung für den Antrag der elsaß- lothringischen Abgeordneten stimmen wird, weil der Reichstag endlich müde ist, diesen Bustand länger aufrecht zu erhalten, daß der Reichstag fortgesett in jeder Session einen guten Theil seiner foftbaren Zeit damit ver braucht, derartige Beschwerden, die in einem Kulturstaat überhaupt nicht mehr vorkommen sollten, zur Sprache zu bringen. Das find eben die alten preußischen Regierungspraktiken, denen es bis heute nicht gelungen ist, die elfaß- lothringische Bevölkerung auf die deutsche Seite zu bringen; hätte in Elfaß- Lothringen Süddeutschland ein entscheidendes Wort zu sprechen, hätte man süddeutsche Beamte dort übernommen, ich bin überzeugt, die Elsaß- Lothringer wären für deutsche Politik und deutsches Land schon gewonnen. Aber es herrscht in Elsaß- Lothringen dieselbe Mißstimmung wie auch in Süddeutschland, in Bayern, Württemberg, Baden und Geffen, wo infolge dieser preußischen Wirthschaft die Stimmung in den letzten Jahren vielfach umgeschlagen ist, eine wirthschaft, mit der man GesammtDeutschland regieren und zu grunde richten möchte. Machen Sie endlich einem Bustande ein Ende, der eine Schmach für Deutschland ist.( Lebhafter Beifall links.) Nun hat aber auch Genoffe Bliegen es für nöthig gehalten, in der Leipziger Boltszeitung" über den Nothstand in holländischen Arbeiterfreisen statistische Daten zu veröffentlichen, durch welche bewiesen werden soll, daß ich die Lage der holländischen Arbeiter zu günstig geschildert habe. Unzweifelhaft kennt Freund Bliegen die holländischen Arbeiter Abg. Colbus führt aus, daß der Landesausschuß teine richtige verhältnisse besser als ich; aber er wird doch zugeben müssen, Landesvertretung sei, wie der Reichstag, weil er nicht auf allgemeinen daß ich von den holländischen Arbeiterverhältnissen in meiner Wahlen beruhe; er bittet den Reichstag und auch den Bundesrath Stizze blog ganz nebenbei gesprochen habe, wie denn um Annahme des Antrages. meine Reise nach Holland weder das Studium der holländischen Abg. Preiß geht zurück auf die Verhandlungen der ersten und Arbeiterverhältnisse noch die Agitation unter den holländischen Arbeitern zweiten Lesung und widerlegt die Redner, welche damals gegen den zum Zwecke hatte. Daß es in Holland viel Elend giebt, das weiß Antrag gesprochen haben; er verweist ferner auf die neuerliche ich natürlich; diefes Elend zu schildern war jedoch nicht Aufgabe Anwendung des Diktaturparagraphen gegen zwei fleritale Beitungen. meiner Stizze. Wenn Freund Bliegen blos diese gelesen hätte, so Geheimrath Halley: Die letzte Sache hat doch gar feinen Bu würde er sie sicherlich ebenso aufgefaßt haben, wie so ziemlich jeder fammenhang mit dem Wahlrecht, von dem der Antrag handelt. andere Parteigenoffe mit Ausnahme Schoenlant's. Allein die Bwei Beitungen in Rolmar und Mülhausen haben am 21. März, Schoenlant'schen Ausführungen haben ihn offenbar au einer irrigen am Vorabend der Jubelfeier, einen die Person des ver Geheimrath Halley: Herr Bebel hat feinen Beweis für die Auffaffung gebracht. Und so muß ich mich denn mit ihm kurz aus- storbenen Kaisers Wilhelm schmähenden Leitartikel gebracht. Richtigkeit feiner Behauptung erbracht, daß die Polizei verhindert einandersetzen. ( Widerspruch der Sozialdemokraten und Elsaffer.) Zum Schluß hat, daß Versammlungen abgehalten werden konnten. Bliegen glaubt offenbar, ich habe Holland als ein Arbeiter fei die Rede von dem blutigen Andenken bes Kaisers Darauf wurde der Antrag der Elsaffer gegen die Stimmen der Deutschparadies geschildert. Und wer den Schoenlant'schen Artikel liest Wilhelm; für ihn folle gebetet werden, denn wenn er vor Gottes fonfervativen, der Reichspartei und der Nationalliberalen angenommen. und für baare Münze nimmt, muß das ja auch glauben. Aber Gericht stände, dann werde mit dem Mächtigen strenge ins Gericht Es folgt die Fortseßung der zweiten Berathung der Anträge an solche Schönfärberei habe ich garnicht gedacht. Ich habe blos gegangen werden. Der Artikel enthalte, seiner Phrasen entkleidet, wegen Erlaß eines Gefeßentwurfes betreffend den Verkehr mit gefagt, baß die allgemeine Lebenshaltung in Holland nichts als die nieberträchtigsten Berleumdungen des verstorbenen Butter, Räse, Schmalz und deren Erfahmitteln. eine höhere ift, als in Deutschland. Das Borhandensein des Elends Raisers, von dem gesagt werde, daß er die Echrecken des jüngsten Es findet zunächst eine namentliche Abstimmung statt über den in Holland habe ich nicht nur nicht bestritten, sondern es für selbst Gerichte besonders zu fürchten habe. Und diese schmähenden Antrag v. Plötu. Gen., wonach getrennte Verkaufsverständlich erklärt. Artikel wurden am Vorabend des Jubeltages veröffentlicht, wo alle räume für Butter und Margarine eingerichtet werden sollen. Daß in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft, felbft da, wo sie Welt voll Begeisterung war. Die beiden Zeitungen konnten von Der Antrag wird mit 142 gegen 100 Stimmen angenommen. die Vortheile der Jugend und eines neuen Landes für sich hat wie der Jubelfeier abrathen, fie tonnten sie nachher tritifiren, aber sie Für denselben stimmen die Konservativen mit Ausnahme des Abg. in Amerika, also auch beim Wachsthum unter günstigsten Bedingungen, durften nicht die Feier, die allgemein vom Bolte mitgefeiert wurde, v. Buchka; die Reichspartei mit Ausnahme der Abgg. Merbach und Kontrafte von traffefter Armuth und unfinnigem Reichthum vor wie selbst sozialdemokratische Beitungen bestätigen mußten, von Müller- Harburg; die Deutschsoziale Reformpartet mit Ausnahme kommen, das liegt in der Natur des Kapitalismus und ist jedem vornherein schmähen. Das Organ der Bürgerpartei des Herrn Preiß des Abg. Klemm- Dresden, die Polen, das Zentrum mit folgenden Sozialisten bekannt. Das hindert jedoch nicht, daß die Durchschnitts- meinte, charakterlos würden die Elfäffer fein, wenn sie mitjubeln Ausnahmen: Fritzen Rees, Fusangel, Humann, v. Kehler, Lebenshaltung der Arbeiter in den verschiedenen kapitalistischen würden. Das ist eine Ueberhebung gegenüber all' den Elsässern, Letocha, Marbe, Stöcker, Bimmermann, Trimborn und Ländern, und sogar in den verschiedenen Bezirken der einzelnen die mit den Altdeutschen an der Feier theilgenommen haben. Unter Wenders; außerdem die Nationalliberalen Blankenhorn, Graf Länder eine verschiebene ift. Es war dies ja einer der Gründe, großer Unruhe des Hauses und wiederholten Schlußrufen wendet Oriola und Paasche, von den Wilden Graf Dönhoff, Hahn, Uhden, warum Mary gegen den Satz Laffalle's vom" ehernen Lohngefet" fich der Redner dann gegen die Behauptung des Abg. Bebel, daß Böckel, Aylwardt, Hüpeden, Bachmeier, Hilpert und Sigl. Gegen so scharf und nachdrücklich polemifirte. Daß die Lebenshaltung den Sozialdemokraten feine Säle zur Verfügung ständen, weil die denselben stimmen die Sozialdemokraten, die beiden freisinnigen wohlgemerkt die Durchschnitts Lebenshalung in England Polizei einen Druck auf die Wirthe ausgeübt habe. Das sei un Gruppen, die deutsche Volkspartei und die Nationalliberalen mit eine höhere ist als in Indien, wird von niemand beftritten; richtig, wie eine Auskunft des Polizeipräsidenten von Straßburg den genannten Ausnahmen, ferner der Abg. Rösicke, die Elfäffer ebensowenig wie bestritten werden kann, daß die Lebenshaltung in ergebe.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Colbus und Preiß, die Welfen v. Hodenberg und Göß, v. Dlenhusen. Amerika und England eine höhere ist als auf dem Fest Abg. Bucb( Soz.): Die Ausführungen des Vorrebners haben Gs enthalten sich der Abfiimmung die Abgg. Graf v. Bernstorff land von Europa; und daß wiederum auf dem Festland wir in allen möglichen Zeitungen, die der Straßburger Regierung Uelzen, Bott, v. Stumm, Schulz- Lupi, Hische und Simonis. von Europa die Lebenshaltung eine um so höhere ist, je mehr zur Verfügung stehen, schon viel beffer gelesen. Der ganze Artikel, Nach§ 6 der Kommissionsbeschlüsse sollen Margarine und man von Often nach Westen kommt, so daß die moderne der den beiden unterdrückten Beitungen zum Vorwurf gemacht wird, Margarinefäfe, welche zu Handelszwecken bestimmt sind, einen die Völkerwanderung der Arbeiter, in der Suche nach enthält durchaus nichts Beleidigendes. Nur die Straßburger allgemeine Erkennbarkeit der Waare mittels chemischer Untersuchung höherer Lebenshaltung, fich von Often nach Westen vollzieht. Poft" wollte die Beleidigungen dadurch beweisen, daß sie erleichternden, Beschaffenheit und Farbe derselben nicht schädigenden Und wie verschieden die Lebenshaltung z. B. in unserem Deutsch einzelne Stellen herausgriff und andere unterschlug. Wenn die Bufaß enthalten. Die näheren Bestimmungen hierüber werden dem land ist, wird durch die oft geradezu frappante Verschiedenheit der große Maffe des Volkes fich trotzdem an der Feier betheiligt hat, Bundesrathe erlassen und im Reichsgefeyblatt" veröffentlicht. ortsüblichen Löhne an den verschiedenen Orten aiffermäßig und warum dann die Unterdrückung der beiden Seitungen, wenn fie nur Abg. Steininger( 3.) spricht fich für die Margarinevorlage im greifbar bewiefen. von wenigen gelesen find. Der Landesausschuß, wie er jetzt allgemeinen und den§ 6 im besonderen aus. Aber, wie gefagt, relative Höhe der Lebenshaltung, des zusammengesetzt ist, besteht nicht einmal zu recht, denn es§ 6 wird angenommen. Standard of life, schließt nicht aus, daß gleichzeitig die tiefste find mehrere Korporationen, welche Mitglieder zu wählen Nach§ 7 soll derjenige, der Margarine, Margarinekäse oder Tiefe des Elends bestehen kann. In England mit seinem hohen hatten, nämlich Stadtvertretungen, neugewählt, während Runft- Speisefett gewerbsmäßig herstellen und vertreiben will, davon Standard of life leben Hunderttausende in ebenso großem Glend immer noch ihre alten Vertreter im Landesausschusse fitzen. Den zuständigen Behörden Anzeige erstatten. wie die Glendesten in Indien mit seinem niedrigen Standard of Jebenfalls wird das Bolt nicht eher ruhen, bis man feinen Abg. Wurm( Soz.) will auch die Butter hier einfügen. Es life. Der Bersuch Echoenlauf's, durch holländische Glendsstatistiken Wünschen entgegen gekommen ist und eine richtige Boltsvertretung foll ja nicht eine Bevorzugung der Butter stattfinden, sondern nur meine Behauptung, daß die Lebenshaltung in Holland eine höhere geschaffen hat. eine beffere Kontrolle herbeigeführt werden. Es wird angezeigt, wer Margarine verkaufen will, aber die Polizei erfährt nicht, wer Butter verkaufen will. " fei als in Deutschland, zu widerlegen, ging demnach von falschen Vor- Abg. Winterer: Wie man in den Wald hineinruft, so fchallt ausfegungen aus und mußte daber mißlingen. Ebenso wenig sind es heraus. Die Dittatur foll nur angewendet werden, wenn Gefahr die Ziffern, welche Freund Vliegen vorbringt und denen gewiß für das Land vorliegt. Das war nicht der Fall; wenn der Staats- Abg. v. Plötz( t.) erklärt sich gegen den Antrag.( Buruf links: noch sehr viele hinzugefügt werden könnten gegen meine Beanwalt nicht einschreitet, wozu schreitet dann die Diktatur ein? Natürlich!) 2er Handel treiben will, der muß natürlich Anzeige erhauptung irgend beweisträftig. Wir müssen endlich aus den Ausnahmezuständen herauskommen und statten. Aber die kleinen Leute, die ein bischen Butter von ihrem Jene meine Behauptung habe ich beiläufig nicht als das Ergebniß deshalb bitten wir Sie, den Antrag anzunehmen. tleinen Vorrath verkaufen, können nicht unter diese Bestimmung fallen. flatistischer Untersuchungen ausgesprochen, sondern als Reise- Eindruck Abg. Bebel( Soz.): Wider Willen greife ich in die Bei diesen Weinen Leuten ist es ausgeschlossen, daß Fälschungen vor nicht in einer wissenschaftlichen Abhandlung, sondern in einem Debatte ein; bedanken Sie fich dafür bei Herrn Halley. tommen.( Widerspruch links.) Feuilleton, zusammen mit Momentphotographien, aufs Papier ges Er deduzirt auf grund einer Erklärung des Straßburger Abg. Wurm( Soz.): Herr v. Plöh spricht sich gegen den Anworfen. Und obendrein in einer ganz nebenfächlichen Bemerkung Polizeipräsidiums nicht nur, daß meine früheren Aus- trag aus, er hat aber in§ 8 selbst beantragt, daß der Butterhändler Wenn man bei solch' flüchtigen Stizzen von einem 3 we reden führungen über die Beschränkung der Versammlungsfreiheit in Straß- unter polizeiliche Kontrolle gestellt wird. Um eine Kontrolle aus tann, war der Zwed meiner Acht Tage in Holland" ein Vergleich burg unrichtig seien, sondern er spricht fogar die Hoffnung aus, ich zuüben, muß die Polizei doch wissen, wer Butter verkauft. deutscher und holländischer( und sonst ausländischer) Zustände, würde meine damaligen Aeußerungen zurücknehmen. Ich habe nicht Abg. v. Plöh: Die Leute, welche hin und wieder etwas Butter ein Vergleich, deffen Spize fich gegen die deutschen Verhältnisse ein Wort zurückzunehmen. Meine Aeußerungen werden von der verkaufen, werden die Schweinereten mit der Mischerei nicht machen tehrt. Und das war es ja gerade, was den feltsamen Rückfall Erklärung des Straßburger Polizeipräsidiums gar nicht getroffen.( Widerspruch links), und wenn es geschieht, wird die Polizei schon Schoenlant's in nationalen Patriotismus zur Folge gehabt hat. Sie stützt fich darauf, daß die Polizei nur einmal, bald dahinterkommen. Unsereins muß doch auch einmal das Recht haben, den Partei bei den 1893er Neuwahlen, in die Lage gekommen sei, Abg. Grand- Ny( 3.): Der Antrag Wurm würde zur größten panzer abzulegen und sich herumzutummeln wie andere Menschen, eine Versammlung, in der ich hätte sprechen follen, nicht ge- Ungerechtigkeit führen. Die Margarinefabriken find leicht zu ers die nicht in der Tretmühle sind. nehmigen zu können. Das ist vollkommen wahr, aber es trifft nicht mitteln; die Anzeige ist leicht für diese Fabriken, aber nicht leicht Und wozu sich ereifern? Ob die Lebenshaltung der Arbeiter bas, was ich behauptet habe. Uebrigens war die damalige Alb für die kleinen Butterproduzenten. eine höhere ist oder eine niedrigere: die Arbeiter find immer lehnung durch bie Art bes Lokals, wie etwa in Paris, Abg. Bernstorff Uelzen( Welfe): Die Anzeige würde nach 2ohnstlaven, find immer Ausgebeutete, leiden in teiner Weise begründet, weil die Versammlung hätte meiner Meinung nur nothwendig sein für diejenigen, welche immer das gleiche Unrecht, und haben immer das im Freien stattfinden sollen.( Große Heiterfeit.) Die gewerbsmäßig Butter herstellen; dazu gehören aber nicht diejenigen, gleiche Intereffe, das Joch des Kapitalismus zu Polizei ist aber noch weiter gegangen und hat auf grund ihrer die ihre eigene Milch verwerthen. zerbrechen. Ausnahmebefugniß dem Inhaber des Lofals die Konzession zur Abg. Wurm: Die Leute, die nur hin und wieder Butter verDie Verelendungstheorie, gegen die Schoenlank ein Windmühlen Wirthschaft entzogen und den Mann damit ruinirt!( Hört! faufen, fallen nicht unter die Bestimmung, sondern nur diejenigen, gefecht führt, ist von der Sozialdemokratie schon auf den Kehrichts hört! bei den Sozialdemokraten.) Bis heute ivar ich die ständig mit Butter handeln. Die kleinen Kolonialwaarenhändlerhaufen befördert worden, ehe Schoenlant noch geboren war. Sie nicht in ber Lage, in Straßburg eine Bersammlung Geschäfte find es, in denen die Fälschungen am leichtesten vorkommen. widerstreitet der Wissenschaft und der Erfahrung. Die sozialdemo- abzuhalten. Die Bolizei bat, wie ich schon bamals Nach längerer weiterer Debatte, in der sich auch Staatssekretär fratische Partei und die Gewerkschaften erstreben innerhalb der erklärt habe, ihren ganzen Einfluß aufgeboten, um zu verhindern, von Bötticher gegen den Antrag Murm erklärt, wird dieser heutigen Gesellschaft eine Verbesserung der Arbeiterlage, und jeder daß ich dort spreche. Ueberhaupt findet sich kein Wirth in Elsaß abgelehnt.§ 7 wird angenommen, ebenso der Rest des Gesez Mensch mit gefunden Sinnen muß sich fagen, daß eine durch Elend geistig Lothringen, ber es wagte, mir, dem Vertreter von Straß- entwurfs. Die eingegangenen Petitionen werden durch die Beschlüffe und törperlich heruntergebrachte Arbeiterschaft wohl der Gegenstand burg, das Lokal zu einer Bersammlung zu überlassen. für erledigt erklärt. philanthropischen Bourgeoismitleids werden kann, Durch die Thätigkeit der Polizei ist es mir unmöglich gemacht, Schluß nach 51/2 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. jedoch nicht die nöthige Kraft hat, sich zu erheben und meinen Wählern Bericht zu erstallen. Die Vollmachten auf grund( Dritte Lefung des Auswanderungs- Gesetzes und au befreien. des Dittaturparagraphen und sonstige Bestimmungen geben der Polizei dritte Lesung des Margarine Gefeße s.) Parlamentarischres. Der Bundesrath hat in seiner am 6. b. M. abgehaltenen die Gewerkschaftliches. " Berlin und Umgebung. bes 1. Mai drei aftere Rameraben entlassen worden waren. Net der Bentenarfeier hatte das Personal troß seines Widerspruchs feiern müffen; es verlangte dafür einen halben Tag Arbeitsruhe am Plenarsizung dem Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung eines Wie die Solidarität" berichtet, sind die von der General- 1. Mai, was schroff abgeschlagen wurde. Die Arbeiter feierten nun awweiten Nachtrags zum Reichshaushalts- Etats für 1897/98, ferner fommission der deutschen Gewerkschaften veranlaßten Erhebungen ohne Erlaubniß, worauf die Maßregelung erfolgte. An dem Streif den Ausschußanträgen, betreffend die Abänderung von Tarafäßen über die Lage der Arbeiterinnen im graphischen sind 29 Personen betheiligt. und betreffend die Abänderung des Privatlagerregulative, Gewerbe bereits seit voriger Woche in Berlin im Gange. Zehn In Leipzig ftreifen seit 6. Mai 120 Arbeiter der Pianos sowie einem Antrage, betreffend den zollfreien Einlaß Bezirke find gebildet, in jedem Bezirk ist ein entsprechendes Lokal forte fabrit von Morgenstern u. Kotrade wegen Maßder von der diesjährigen Weltausstellung in Brüssel zurückgewählt, wo die Aufnahme durch persönliche Vernehmung der Be regelung. Zuzug ist fernzuhalten. Die Agitationskommission der gefangen Güter, ertheilt. Den zutheiligten stattfindet. Die Erledigung der Arbeiten wird mehrere Solzarbeiter Leipzigs. ständigenden Ausschüssen Zustimmung Ausschüssen wurden überwiesen: der Entwurf Wochen in Anspruch nehmen, dann soll Leipzig, Stuttgart, Hannover eines Gesetzes wegen Abänderung der Gewerbe- Ordnung und und eine noch näher zu bestimmende Stadt nachfolgen. Die Aussperrung der Leipziger Former ist durch Dekret des Krankenversicherungs- Gesetzes, der Beschluß des Reichstages zu des Metallindustriellen Ringes um brei Tage verlängert worden. Ein Stellmacher der königlichen Hof- Wagenfabrit von Die Herren Unternehmer haben sich nun schon dreimal eine dem Bericht der Reichsschulden- Kommission und der Antrag Olden- Rühlstein ist wegen Ruhenlaffens der Arbeit am 1. Mai ent- Wandlung der Aussperrungsdauer geleistet. Erst sechs Wochen, burgs, betr. den Dockbetrieb im Freibezirk Brake. Außerdem wurde laffen worden. Der felbe Herr Hoflieferant hat seine Arbeiter am dann drei Tage und jetzt sechs Tage. Lohnreduktionen, wie solche über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. 22. März feiern lassen, ohne ihnen den Lohn für den Tag bezahlt angedroht waren, wollen sie aber nicht vornehmen. Die Arbeiter Der Kommiffar der elsaß- lothringischen Landesverwaltung beim zu haben. Bundesrath, Geheimer Ober Regierungsrath Halley, ist zum stellhaben beschloffen, Montag allgemein die Arbeit einzustellen, falls vertretenden Bundesraths- Bevollmächtigten für das Königreich Quittung über den Streit der Neu- Isenburger Wäsche- reduktionen betreiben sollten. Zuzug von Formern und GießereiBerichtigung. In der Nummer 104 des Vorwärts" unter die Unternehmer Verschleppungspolitit, Maßregelungen oder Lohn Preußen, der Ober- Zolldirektor Kunkel zum stellvertretenden Bundes= raths Bevollmächtigten für das Großherzogthum Mecklenburg- 20 M. vom Vertrauensmann der Holzarbeiter von der Maifest- Verrinnen muß es anstatt 20 M. vom Holzarbeiter Verband heißen: Arbeitern ist fernzuhalten. Schwerin ernannt. Das Ungeschick des Geheimraths Salley, bie elfaß lothringische fammlung in der Neuen Welt. Berwaltungsafte zu rechtfertigen, ist so augenfällig, daß man die Gründe dieses Avencements nicht errathen fann. Deutsches Reich. Aus Altenburg wird berichtet, daß im Maurerstreit ein unter Leitung des Bürgermeisters unternommener Einigungsversuch ergebnißlos verlaufen ist. Die Töpfermeister in Breslau haben sich jetzt zu VerUeber den Diamantarbeiter- Streit in Hanau berichtet die Die Wahlprüfungs- Kommiffion bat in ihrer letzten Sigung quemt. In der ersten Sitzung( am Mittwoch) erklärte die Lohn- fch us, deffen früherer Bermittelungsversuch bei den Fabrikanten handlungen mit der Lohnkommission der streikenden Gesellen be- Frankfurter Volksstimme", daß der Oberbürgermeister Dr. Gebe= fiber die Wahl des Abgeordneten Dr. Merz( Donaueschingen) ver- fommiffion, daß von der Forderung nach einem einbeitlichen Tarif erfolglos gewefen ist, aus jedem Geschäft zwei Schleifer, im ganzen handelt. Herr Dr. Merz hat nur 11 Stimmen Mehrheit. bereits eine größere Bahl von auf Merz lautende Stimmen kaffivt den Tarif der Gesellen nicht in seinem ganzen Umfang annehmen Arbeiter gaben genau Auskunft, erklärten aber, daß sie zu Verhand Da nicht abgegangen werden könne, und die Meifter erklärten, daß sie zehn, zu sich einlud, um mit ihnen die Differenzen zu befprechen. Die ift, so steht jetzt schon fest, daß die Kommission zur Ungiltigkeits- tönnten, sondern daß sie nur auf der Grundlage unterhandeln lungen nicht berechtigt seien, sondern daß sich der Oberbürgermeister e. flärung fommen wird. wollten, daß sie etwas zulegen und die Arbeiter etwas nachlassen. zu diesem Zweck an die Streifkommission wenden müsse. Der OberDie Kommission für die Handwerkervorlage beendete Da die Lohnkommission noch keinen Auftrag zur Unterhandlung bürgermeister versprach dies. Er beabsichtigt dann, den Unterheute die erste Berathung der Vorlage. Bei Artikel 6 wurde von hatte, ift eine zweite Zusammenkunft anberaumt worden. nehmern eine gemeinfame Sigung mit den Vertretern der Arbeiter dein Abg. Euler der Versuch gemacht, für die freien Innungen auch ferner die Privilegien des§ 100 e und 100f zu sichern. Diese bureaus, Uhrmacher Eduard Tusker, der in einem angebIn Beuthen ist der Vorsitzende des dortigen Gewerkschaft 3- vorzuschlagen. Ausland. Paragraphen enthalten die Bestimmung, daß auch diejenigen Meister, lichen Geheimbunds"-Prozeß als Hauptangeklagter fungirt, am Die organifirten Steinunkknopfarbeiter Desterreichs halten, die der Innung nicht angehören, sich den Vorschriften der Junung Sonntag früh aus dem Bett heraus verhaftet worden. Er mußte wie schon früher im Vorwärts" mitgetheilt wurde, am 6. und über die Lehrlings- Ausbildung sowie bei Streitigkeiten zwischen bis Montag im Polizeigefängniß bei Wasser und Brot zubringen, 7. Juni d. J. in Bodenbach in Nordböhmen eine Konferenz ab Lehrling und Meister dem Innungs Schiedsgericht unterwerfen Selbstbeföftigung wurde ihm abgeschlagen! Der Untersuchungsmüffen. Sodann können diejenigen, die der Innung nicht richter ordnete seine Freilaffung an, nachdem er fich überzeugt hatte, Da ein Aktionsplan ausgearbeitet werden soll, der nur dann durchangehören, obwohl sie ein der Innung vertretenes Gewerbe daß betreiben, zu den Kosten für gewisse Einrichtungen der Innungen feine Rede sein kann. Die Verhaftung ist, wie uns gefchrieben mitwirken, so ersuchen die österreichischen Arbeiter dieses Fachs die von dem von der Polizei vorgegebenen Fluchtverdachte geführt werden kann, wenn auch die deutschen Steinnußknopfarbeiter herangezogen werden. Der Antrag wurde abgelehnt, da für die wird, lediglich der Polizei zuzuschreiben, Staatsanwalt und Unter- Rollegen im Deutschen Reich und insbesondere die sächsischen, Zwangsorganisationen die Vergünstigungen von selbst gegeben sind. fuchungsgericht wußten bis Montag von der Angelegenheit nichts. Die Konferenz ebenfalls durch Delegirte zu beschicken. Alle ZuEine Resolution des Abg. Jorns fordert die Regierung auf, den Der Stand des Stettiner Tischlerstreiks ist unverändert. Junungen im Bedarfsfalle Geldunterstützungen zur Ausführung der Für diese Woche sind 228 Werheirathete mit 330 Kindern und schriften in dieser Sache sind an A. Aus obsky, Redakteur des ihnen obliegenden Aufgaben zu gewähren, und eine Resolution des 161 Ledige zu unterstützen. Der Zuzug ist kaum nennenswerth, nur Fachblattes der Drechsler" in Wien VI, Webgaffe 3, zu richten. Abg. Gamp wünscht eine Vorlage, die im Baugewerbe den Be- 17 fremde Gesellen, zumeist aus Pommern und Brandenburg, find fähigungsnachweis einführt. Beide Resolutionen wurden von der In Tannwald in Böhmen stellten 400 23 e ber der Majers zugereift, haben jedoch, nachdem sie über den Stand der Dinge unter- schen Fabrit am 3. Mai die Arbeit ein. Rommission angenommen. richtet waren, Stettin wieder verlassen. In einer Versammlung am S Partei- Nachrichten. dem " Die Firma hatte dem 6. Mai gab die Lohnkommission bekannt, daß eine Versammlung Personal eine Lohnerhöhung zugesagt, wenn es am 1. Mai arbeiten vonl 32 Nichtinnungsmeistern, die zusammen 160 Gesellen be- würde, hielt aber ihr Versprechen nicht. Neber die Maifeier in den polnischen Bergwert32rbeitszeit und 18 M. Minimalwochenlohn zugestimmt habe, fich stehen seit 4. Mai im Streit. Sie fordern den Zehnstundentag, schäftigen, einstimmig den Forderungen der Gesellen auf 91/2 ftündige 800 Arbeiter der Lohgerbereien in Trebitsch in Mähren Revieren Oberschlesien 3 bringt die„ Gazeta Robotnicza" einen Bericht, mit deffen theilweiser Wiedergabe die Berichte über jedoch eine Prüfung der einzelnen Positionen des Lohntarifs vor Lohnerhöhung und Abschaffung der Altordarbeit. behalte. Weiter wird folgendes Schreiben der Tischler- In Chriftiania ftehen 7-800 Schuhmacher wegen Verdie diesjährige Maifeier im deutschen Reich geschlossen sein mögen.innung verlesen, die am 3. Mai mit Nicht- Innungsmeistern weigerung einer Lohnerhöhung von 8-18 pet. seit dem 3. Mai Unserem polnischen Bruderorgan wurde aus Klein Dombrowka und Fabrikanten versammelt war:" Die hiesigen solidarisch im Streit. vereinigten Tischlermeister und Fabrikanten balten an Ans Rom wird uns unterm 4. d. M. mitgetheilt: In den feft, wenn die Gesellen bis Montag, den 10. d. M., die Arbeit 2andarbeiter ganz in die Hand der großen Grundherren ge von den Innungsmeistern bewilligten erhöhten Tarif nur dann Gefilden der Lombardei, im Departement Cremona, wo der wieder aufnehmen und spätestens bis zum Freitag, den 7. d. M. ihre geben ist, meist gebunden durch Jahreskontrakt, droht jetzt ein Erklärung dem Vorstand der Innung mittheilen. Für den Fall, bedeutender Streit. Seit dem Jahre 1894 war von den daß die Gesellen die Arbeit bis dahin nicht aufnehmen, fehen sich Sozialdemokraten viel geschehen, um die kleinen Bauern( Häusler 2c.) die Meister veranlaßt, die erhöhten Affordfäße zurückzuziehen und zu organisiren. Zur Zeit für die Folge nur den 1896er Tarif zu bezahlen. Wir sehen in im Zur Zeit der Heuernte, die hier bereits Mai por fich diefem, ohne jeden Grund und gegen den Willen vieler Gesellen bauern, geht, fireiften damals die Kleins die Bezahlung ihrer Frauen, deren Arbeitsveranlaßten und derjenigen Meister und Arbeitgeber, die außerhalb der Junung nommen hatten, durchzusetzen. Eine Stommiffion, bestehend aus Streit eine Vergewaltigung der Innungsmeister fraft die Grundbefizer bisher umsonst in Anspruch ges stehen. Ferner ist der Streit kein Generalftreit, wie proflamirt Beitretern der Unternehmer, der Arbeiter und einiger Mitglieder ist, sondern nur ein partieller Streit, indem die Gesellen die Fabriken der Arbeitskammer, fegten einen Tagelohn von 30 Centesimi( 24 Pf.) hiervon ausgeschlossen haben. Wir sind nicht willens, uns von den für die Frauen feft, aber nur für die Zeit der Ernte. Den KleinGesellen auf die Weise maßregeln zu lassen. Die sonst sich immer bauern wurde ferner versprochen, daß diese Bestimmung in die neuen brüstenden Führer der Bewegung, nur das Kapital zu bekämpfen, Kontrakte, deren Erneuerung im November vorgenommen wird, auf. machen es hier gerade umgekehrt, indem sie die Fabriten von dem genommen werden soll. Im September löften die Behörden Streit ausschlossen." und Blockmacher- Innung in einem Schreiben im Prinzip die Verträge Dagegen erklärte sich die Drechsler- bie Organisationen der Landarbeiter auf und als im November erneuert wurden, entließen die Grundherren Rücksprache mit der Sundschaft will sie der Lohnkommission Bescheid Bezahlung der Frauen bestanden. Der nahende Winter und der mit den von den Gesellen gestellten Forderungen einverstanden; nach alle diejenigen Familien, die auf der kontraktlichen Festsetzung der ertheilen. Die Versammlung der Ausständigen lehnte einen An- Hunger zwang die Arbeiter zum Nachgeben. Jetzt sind die Kleins trag, den Generalstreif auszuheben, einstimmig ab und beschloß, alle bauern durch Schaffung neuer Organisationen besser vorbereitet, ste Forderungen aufrecht zu erhalten. haben die Forderung von neuem gestellt und wollen, falls die Grund herren nicht nachgeben, die Arbeit einstellen. geschrieben: Schon in aller Frühe am 1. Mai erblickten wir auf den höchsten Gipfeln unserer Anhöhen drei rothe Standarten, die uns den Feier: tag des Proletariats der ganzen Erde verkündeten. Alle zur Arbeit eilenden Bergleute und Arbeiter begrüßten das Symbol ihrer Erlösung und Hoffnung auf eine beffere Beit mit dem Ausbruch der größten Frende. Aber nicht nur bei uns hat man sich in Ermangelung einer anderen Dvation für den 1. Mai( wir alle waren ohne Ausnahme gezwungen, zu arbeiten) mit diesem uns heiligen Zeichen begnügen müffen. Auf den sichtbarsten und höchsten Stellen vor den um Königshütte liegenden Gruben Biltor, Kleophas und Mathilde befand fich gleichfalls je eine rothe Standarte. Selbst vor der Wohnung des Amtsvorstehers auf Bismarckhütte war auf dem höchsten Erlenbaum eine solche befestigt. Die Fahne auf der Mathildengrube, die die Aufschrift trug: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und 8 Stunden Arbeit" wurde als staatsgefährlich der Staatsanwaltschaft in Beuthen übergeben. Die Fahnen in Bismarckhütte, wurden, nachdem sie von ben Polizei Organen heruntergeholt waren, von den Arbeitern in fleine Stücke zerriffen und als Abzeichen an ihren Kleidern befestigt oder als Erinnerungszeichen aufbewahrt. 0 Auch in Tremessen( Prov. Pofen) erblickte früh Morgens der dortige Propst im Garten vor seiner Wohnung auf einem Baume eine mehrere Meter lange rothe Fahne recht stark mit Draht be: festigt, über deren schwieriges Herunterholen der Propst so erbost war, daß er für die Entdeckung des Attentäters 50 M. Belohnung ausgesetzt hat. Aus dieser Schilderung ist jedenfalls zu ersehen, daß selbst in den finstersten Theilen unseres Reiches der Drang nach Freiheit sich immer mehr Raum verschafft. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In Hannover hat der Parteigenoffe Thielhorn, verantwortlicher Redakteur des„ Volkswillen", am 6. Mai die zweimonatige Gefängnißstraße angetreten, die ihm wegen Majestätsbeleidigung auferlegt ist. Das Vergehen soll durch theilweise Wiedergabe eines öffentlich verkündeten Gerichtsurtheils verübt worden sein. Gegen den Parteigenoffen Julius Bruhns in Breslau ift von der dortigen Eisenbahndirektion Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Es handelt sich um einen Artikel der„ Voltswacht", worin die Entlaffung des Drehers Hoffmeister tritifirt war. um Der Streik der Tischler, Drechsler und Maschinenarbeiter Lübecks dauert unverändert fort. Die Bemühungen der Fabrikanten, andere Arbeitskräfte durch Annoncen zu bekommen, sind im ganzen erfolglos gewesen; die Fabrikanten reifen daber umber, um Leute Depelien und lehte Nachrichten. anzuwerben. Die Streifenden haben aber nicht nur mit den Möbelfabrikanten, sondern auch mit den Metallindustriellen zu rechnen, die Linz, 7. Mai( B. H.) Eine furchtbare Gasexplosion, die jene im Schlepptau haben; ferner mit der Tischlerinnung, die zwar heute früh im Haufe des Regenschirm- Fabrikanten Baumann statt. die Forderungen der Arbeiter bewilligt hat, aber feinen der Streifenden gefunden hat, richtete große Verwüstungen an. Alle drei Stockwerke einstellt. Dazu ist sie durch Statut des Lübecker Arbeitgeberverbandes wurden durchschlagen. Man befürchtet den Einsturz des Hauses; verpflichtet, dem fie, wie die ganze Gesellschaft, angehört. Die auch ein Nachbarhaus hat starke Beschädigungen erlitten. Alle Hauptforderung der Arbeiter ist: Verkürzung der Arbeitszeit. Bei Fenster der umliegenden Häuser sind zersprungen. Der Besitzer der Schwierigkeit des Kampfes gegen das vereinigte Unternehmer- Baumann ist schwer verwundet. thum ist es um so mehr nöthig, daß die auswärtigen Fachgenossen den 3uzug streng fernhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. Konstantinopel, 7. Mai.( B. H.) Authentisch erfährt der Korrespondent der Frankfurter Beitung", daß der Gesandte ciner Griechenland nahe stehenden Großmacht gestern morgen dem griechi schen Kabinetschef Ralli im Auftrage seines Souveräns erklärt hat, wenn Griechenland gegenüber der Königsfamilie loyal bleibe, so Ter Tischlerstreit in Kiel ist in der Hauptsache zu gunsten Seit Jahren milffen in vielen Orten Sachfens die Ver- der Arbeiter beendet. In geheimer Abstimmung nahm am 5. Mai fammlungen nachts 12 Uhr geschloffen werden, obgleich das Vereins- eine öffentliche Tischlerversammlung mit 153 gegen 30 Stimmen würden die Mächte dahin arbeiten, Griechenland nicht die volle gesetz der Polizei dieses Recht nicht giebt. Dem Arbeiterverein in einen auf grund des legten Bergleichsvorschlages des Einigungs- Echwere des von ihm angefachten Krieges fühlen zu laffen. 2öbtau bei Dresden wurde nun im Februar d. I. eine amtes ausgearbeiteten Bertrag zwischen Meistern und Gesellen an. Konstantinopel, 7. Mai.( W. T. B.) Ein Telegramm des Bersammlung aufgelöst, weil man dem polizeilichen Verlangen, Erst die Androhung, daß auch in den Wertstellen, die schon be- Journals Jtdam" aus Velestino vom 6. d. M. meldet, daß die fie um 12 Uhr zu schließen, nicht nachgekommen war. Die Amts. willigt hatten, die Arbeit niedergelegt werden solle, veranlaßte die Türken neuerlich zwei befeitigte Positionen genommen haben, sowie hauptmannschaft wies die Beschwerde gegen die Auflösung mit der Meister, den Vergleichsvorschlag anzunehmen. Der Lohn ist auf daß die von Pharsala abgeschickie Division ihren siegreichen VorBegründung ab, eine Versammlung sei nur für den betreffenden 88 Pf. für Möbelarbeiter und 40 Bf. für Bautischler festgesetzt. Für marsch längs der Bahnlinie fortgesetzt und Bairalli und das Tag angemeldet und müsse deshalb auch mit diesem Tage zu Ende Ueberstunden werden 25 Pf. vergütet und für das Selbsthalten von Tschinarli- Thal paffirt habe. gehen. Danach sollte also der Wechsel des Datums nicht in einer Wertzeng die Woche 60 pCt. Sodann wird von beiden Seiten auch und derselben Versammlung liegen dürfen. Die Beschwerde gegen ein dauernder Ausschuß gebildet. Die Arbeit wird am Sonndiesen Entscheid ist jedoch von der Kreishauptmannschaft nicht abend wieder aufgenommen. für unbeachtlich" befunden worden. Im sächsischen Amtsstil Von den streikenden Maurern Bielefelds sind, wie die bedeutet das: der Beschwerdeführer hat recht. Ob sich nun die„ Volkswacht" mittheilt, 431 abgereift; 167 Berheirathete und 56 Un -G " verheirathete befinden sich noch am Orte, wovon 30 auch jedoch Der Parteigenosse Sindermann aus Dresden war abreisen werden. Von den streifenden 3immerern verweilen wegen Beamtenbeleidigung, begangen in einer Rede zu Hohenftein. 25 Verheirathete und 27 Unverheirathete noch am Drt; die übrigen Ernftthal, vom Schöffengericht zu 20 Mark Geldstrafe verurtheilt sind abgereist. worden. Auf Betreiben der Amtshauptmannschaft in Glauchau wie das„ Sächs. Volksblatt" mittheilt legte der Amtsanwalt In Düsseldorf stehen, wie uns ein Privattelegramm melbet, Berufung ein. Vorm Landgericht in Zwickau beantragte der Ver- 30 Tischler der Firma Schöndorf im Streit. Die Firma treter der Anklagebehörde Gefängniß, da Geldstrafen doch nur von sucht Ersatz in Berlin. Die Berliner Tischler werden deshalb der Parteikasse getragen würden. Das Landgericht wies aber die Berufung des Staatsanwalts zurück und legte die Kosten der Staats- um Vermeidung des Zuzugs ersucht. taffe zur Laft. Ju Hannover hatten bis Donnerstag Mittag 668 Tischler Aus Triberg im badischen Schwarzwald wird uns ge- in 122 Werfstellen ihre Forderungen bewilligt bekommen. 174 beschrieben: Die Strafen, welche über unsere Parteigenossen verhängt finden sich noch im Streit und 180 find abgereift. wurden, weil sie anläßlich der Flugblattverbreitung bei der ver- Ju Magdeburg haben zirka 60 Bau- und Erdarbeiter, floffenen Reichstags Erfahwahl den Bürgermeister- Aemtern tein die an einem Kanalbau beschäftigt sind, durch mehrtägigen Streit Exemplar der Flugblätter eingereicht haben, betragen 162,32 M. ibre sämmtlichen Forderungen durchgefeßt, da der Unternehmer troß Ein Genoffe hatte richterliche Entscheidung beantragt, wurde aber aller Bemühungen feine Streifbrecher auftreiben fonnte. Dom Schöffengericht zur gleichen Strafe verurtheilt. Bezeichnend ist die Strafabmessung in den verschiedenen Amtsbezirken. Wegen des # gleichen Bergehens wurde im Amtsbezirk Engen auf 10 M., im Amtsbezirk Triberg auf 5 M. und im Amtsbezirk Villingen auf 1 M. erkannt. Die Strafbefehle sind als Nachtrag zum Wahlproteft an den Reichstag abgegangen, Die Tischler Deffans beschlossen in allen Werkstellen, mit Ausnahme der Fabriken, die Arbeit niederzulegen, wenn ihre Forde rungen nicht bewilligt werden. Am Mittwoch betrug die Zahl der Ausständigen 80. In Nordhausen haben sämmtliche Arbeiter der Tabat waarenfabrik von Knies die Arbeit eingestellt, weil wegen viele Todte. Lariffa, 7. Mai.( Meldung der Agence Havas".) Mit Pharsala selbst wurden 80 Dörfer der Umgegend von den türkischen Truppen befeßt, welche dabei eine Gebirgsbatterie mit 18 Mauls thieren, zahlreiche Munition und Proviantstücke, darunter auch das epäd der griechischen Prinzen, erbeuteten. Die Griechen hatten Athen, 7. Mai.( Pol. Korresp.) Die Rückberufung des ge fammten griechischen Truppenkontingents von Streta steht bevor. Scopelo, 6. Mai.( B. H.) Der Spezialforrespondent ber " Frantf. 3tg." im griechischen Lager meldet: Ich habe gestern der Schlacht bei Beleftino beigewohnt und fand, daß es sich dabei haupts fächlich um einen Kampf zwischen der beiderseitigen Artillerie handelte. waren dieselben unhaltbar, weil die türkische Artillerie stärker war, Die Griechen vertheidigten heldenmüthig ihre Positionen, doch und zwar im Verhältniß wie 5: 2. Die Türken gingen blind ins Feuer. Die Griechen haben weniger Verlufte erlitten Die Insurgentenbanden sind werihlos, weil als die Türken. fie gegen die Kanonen nichts ausrichten können. Die Griechen hatten vorgestern 10 Todte und 70 Verwundete. Gestern Nach mittag begannen die Griechen einen geordneten Rückzug nach Schiffe verladen zu werden. Der Rest der Einwohner von Wolo Almyro. Die Munition geht nach Bolo zurück, um dort auf die hat fich ebenfalls auf die Schiffe geflüchtet. Die Griechen haben dort Truppen gelandet. Der Telegraph in Volo ist seit vorgefteru für Private gesperrt. Kanea, 7. Mai.( Frankfurter Zeitung".) Offiziös wird vers breitet, daß Oberst Bassos sich in Begleitung von fünf Difizieren in der vorigen Nacht in Platania nach Griechenland eingeschifft, habe und zwar auf einem italienischen Torpedoboote. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 106. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Internationaler Kongres für Arbeitersuz Zürich 1897. Das Organisationstomitee an die Arbeiter aller Länder. Ländern. A. Fauquez( Lausanne), Westschweizerische Arbeitervereine. Alle Korrespondenzen an das Organisationsfomitee wolle man adressiren: An das Schweiz. Arbeitersekretariat in Zürich. würde. Kommunales. Sonnabend, 8. Mai 1897. ( Zürich), 2. Héritier( Lausanne), G. Reimann( Biel), vom wöchentlich noch eine besondere Zusammenkunft mit Andachts Schweizerischen Arbeitersekretariat. C. Decurtius( Truns), übung" 2c. veranstaltet. Freilich herrscht, zum großen Leidwesen aller, A. Blum( Derfifon), 2. Lautenschlager( 3ürich), Katholische denen die Pflege der Frömmigkeit beim Militär am Herzen liegt, Verbände. C. Conzett, Th. Curti, O. Lang( Zürich), H. gerade unter den aus dem Militär geworbenen Mitgliedern ein Scherrer( St. Gallen), Schweiz. Grütliverein. B. A. Bots ewiges Kommen und Gehen, theils weil die Burschen nach Ablauf berger, E. Reel( 3ürich), Schweiz. Gewerkschaftsbund. des Kommandos wieder in ihre alte Garnison zurückkehren müssen, Durch Beschluß des Schweizerischen Arbeitertages in Biel am theils weil mit der Beendigung der Dienstzeit die Bereitwillig. 3. April 1893 ist der Bundesvorstand des Schweizerischen feit, an Andachtsübungen. Bibelstunden u. s. w. theilzunehmen, Arbeiterbundes beauftragt worden, einen internationalen Kongreß rasch verschwindet. Dennoch behauptet sich diese Abtheilung Der Herr fortdauernd in ziemlich derselben Stärke. für Arbeiterschuh einzuberufen. Dieser Kongreß soll allen Vertretern so be= von Arbeitervereinen ohne Unterschied der politischen oder religiösen richtete einmal der Vorsitzende der Abtheilung, ein Sergeant, im Richtung offen stehen, die das Eingreifen des Staates zu gunsten Monatsblättchen des Vereins hat in seiner Gnade die Lücken stets der Arbeiterklasse durch Verkürzung der Arbeitszeit, Verbot der Der Botanische Garten. Das Angebot des Fiskus, der wieder gefüllt und neue Seelen hinzugeführt, daß sie empfangen Sonntags und Nachtarbeit, besondere Schutzbestimmungen für Frauen, junge Leute und Kinder als berechtigt, nothwendig und Stadtgemeinde den an der Potsdamerstraße belegenen inneren Theil das Eine, was noth ift." Wir gestatten uns, zu vermuthen, daß Frauen, junge Leute und Kinder als berechtigt, nothwendig und des Botanischen Gartens im ungefähren Flächeninhalt von 40 000 es die nach Berlin kommenden Offiziere find, die für ftete dringlich betrachten und sich verpflichten, an ihrem Orte für das Quadratmetern als von dieser dauernd zu erhaltenden Bark gegen Füllung der Lücken sorgen, indem sie ihre Burschen dem Verein auf Inkrafttreten diefes Arbeiterschußes ernstlich zu wirken. Die sich selbst überlassene, auf der freien Konkurrenz beruhende Bahlung von 2 Millionen Mark und die Verpflichtung, auf städtische Wunsch zur Bearbeitung überlaffen. Uebrigens betheiligen sich auch fapitalistische Waarenproduktion hat auch die menschliche Arbeits- Kosten an drei Seiten dieser Bartfläche neue Straßen anzulegen, die Kommandeure der hiesigen Regimenter an der Zuführung„ neuer während das Terrain zwischen der letzteren und der Grunewald, Seelen"; wenigstens wurde ebenfalls in dem Monatsblättchen be kraft und damit den Menschen selbst in das Getriebe der freien Elsholz- und Pallasstraße mit Fronten nach diesen drei Straßen richtet, ihrer Freundlichkeit sei es zu verdanken, daß die MannKonkurrenz hineingeriffen. Ohne Rücksicht auf das Gefchlecht, das und den drei inneren neu anzulegenden an den letzteren schaften an den Abendmahlstagen dem Verein zugeführt würden, Alter, die Stellung und die Pflichten gegenüber der Familie und in 22 Meter Höhe mit Gebäuden besetzt werden soll, hat der um dort einen ernſten Abschluß dieses Tages zu finden". der politischen und religiösen Gemeinschaft hat sie alle Mittel an- Magistrat in seiner letzten Sigung dem Vorschlage der von ihm Um Sommerurlaub für Handlungsgehilfinnen bittet ber gewandt, um möglichst viel Arbeit aus der arbeitenden Bevölkerung eingesezten Kommission entsprechend abgelehnt, weil die ver- hiesige Kaufmännische und gewerbliche Hilfsverein für weibliche herauszupressen und ihre Arbeitszeit auf das denkbar höchste Maß bleibende Fläche innerhalb der geplanten Bebauung den Anfor- Angestellte" auch in diesem Jahre die Berilner Geschäftsinhaber. auszudehnen. Die Folge davon war nothwendigerweise eine Verfümmerung und Entartung großer Theile der Bevölkerung in allen derungen eines Partes in teiner Weise genügen Gin diesen zugegangenes Rundschreiben hebt hervor, nach angestrengter Dagegen ist der Magistrat geneigt, fogar eine größere Jahresthätigkeit entspreche ein Urlaub unter Fortzahlung des Gehalts Diese Erscheinung erschreckte zuerst die aufmerksameren Beob- Geldsumme dem Fiskus zu zahlen, wenn dadurch die Erhaltung des( oder eventuell wenigstens ein freier Nachmittag in jeder Woche, wie Diese Erscheinung erschreckte zuerst die aufmerksameren Beob- Botanischen Gartens in seinem ganzen gegenwärtigen Umfange als es in England bereits üblich sei) der Billigkeit. Ein Urlaub bedeute achter, und sie bewirkte in Verbindung mit dem energischen Begehren Bark, den die Stadt übernehmen würde, zu erreichen ist. Als Höchft für den Geschäftsinhaber nicht nur in der Regel keine Einbuße, der Arbeiterschaft selbst die ersten Anfänge einer Arbeiterschutzbetrag wurden 4 Millionen Mark angenommen, und soll nunmehr da die Vertretung meist von den zurückbleibenden Angestellten mit der Stadtverordneten- Versammlung in gemischter Deputation besorgt werde, sondern sogar noch einen wesentlichen Nußen, da Unter schweren Rämpfen mit der Klasse der Industriellen hat auf dieser Grundlage verhandelt werden, um demnächst mit ent- das gestärkt zurückkehrende Personal sich mit neuer Kraft, größerer eine Anzahl von Ländern begonnen, eine Schranke festzusetzen, sprechenden Anträgen an die Regierung heranzutreten. Frendigkeit und wärmerem Interesse der Arbeit widmen. Der Verein über die hinaus die Verwendung bestimmter Arbeitskräfte nicht gehen darf. Die guten Erfolge dieser Geseze haben allmälig viele Seitens der Stadtverordneten Versammlung beziehungs- fucht die Sommererholung seiner Mitglieder schon seit mehreren überzeugt, daß der Staat auf diesem Wege weiter fortschreiten weise eines Ausschusses derfelben ist bei Gelegenheit der Neu- Jahren durch Urlaubserwirtung, Sommerfrischennachweis, eventuell und so sollte. Aber immer noch sind viele Länder mit der Arbeiterschutz- eintheilung der Gemeindewähler- Bezirke der Wunsch ausgesprochen auch Rostenbeiträge zu fördern, um die Krankenhilfe zu ergänzen feine Krankenkasse zu entlasten. In den Gesetzgebung im Rückstande, theils fehlt sie ganz, oder sie ist un- worden, eine Vermehrung der Anzahl der Stadtverordneten- Vergenügend, der Vollzug ist mangelbaft, oder sie bezieht sich nur auf fammlung um 18 vorzuschlagen. Das Magistratskollegium hat bes Vereinsberichten wird auch mitgetheilt, wie viele jedesmal in einzelne Schichten der Arbeiterklasse, während andere schutzlos schlossen, seinen Kommissar, Stadtrath Bohm, zu ermächtigen, dem Sommerfrischen waren( Sommer 1896: 66 auf Vereinskosten, 55 mit Krankenkassenzuschuß, zusammen blieben. Der fapitalistische Großbetrieb aber erobert in rapidem Ausschusse mitzutheilen, daß, falls das Plenum der Stadtverordneten- mit Vereinszuschuß, Dagegen Fortschreiten immer neue Gebiete, er revolutionirt die ganze Technik Versammlung die Vermehrung wünscht, der Magistrat einer solchen 178, bei 9351 ordentlichen Mitgliedern Ende 1896). wie vielen Urlaub, wird merkwürdigerweise nie angegeben, und schafft immer neue Formen menschlicher Ueberanstrengung. 3uftimmen würde. mit oder ohne Gehalt, erwirkt wurde. Aus 1893 wurde berichtet, während auf der anderen Seite Krise und Arbeitslosigkeit immer Für den nächsten Donnerstag ist eine außerordentliche die neue Einrichtung der Sommererholung habe viele Geschäftsmehr zu einer ständigen Erscheinung werden. Dadurch mehren sich Magiflratssigung angesetzt worden. inhaber geneigter gemacht", Urlaub zu geben; aus 1894, der Verein die Fieberzustände und Erschütterungen, denen die Gesellschaft aus habe sich mit der Bitte um Urlaubsgewährung erfolgreich" an die gesetzt ist, und schlimme Katastrophen find zu erwarten, wenn die Geschäftsinhaber gewandt, eine Reihe von Chefs" habe sogar die Staaten nicht viel energischer als bisher zu sozialen Reformen greifen. Roften des Sommeraufenthalts getragen; aus 1895 wurde dagegen Die erste und nothwendigste aller sozialen Reformen aber besteht in nur von einer erfolgreichen" Bitte, aus 1896 fogar nur noch von gesetzlichen Vorschriften zum Schuße der arbeitenden Klasse gegen einer Bitte- ohne Angabe, ob mit oder ohne Erfolg- berichtet. Üeberanstrengung. Warum mögen wohl die Berichte von Jahr zu Jahr einfilbiger ge= worden sein? Hat der harmonieduselige Appell an die Menschenfreundlichkeit der Chefs immer weniger gewirft? Das wäre bedauerlich, aber leider begreiflich. Gesetzgebung. Das Krankenhaus Bethanien begeht im Oktober d. J. die Feier seines fünfzigjährigen Bestehens. Mit Rücksicht hierauf will der Magistrat für das Krankenhaus eine Ehrengabe von 10 000 M. spenden behufs Errichtung eines Pavillons für an ansteckenden Krank heiten leidende Personen und hat das Magistratskollegium beschlossen, die erforderliche Genehmigung der Stadtverordneten Bersammlung nachzusuchen. Für den Begründer der Genfer Konvention des Rothen Kreuzes, Dunant, welcher in bedrängte Lage gerathen ift, hat das Magistratskollegium eine Ehrengabe von 2000 m. bestimmt und wird zu seinem Beschluffe die Genehmigung der StadtverordnetenVersammlung nachsuchen. indirekt 57 Der schweizerische Bundesrath hat schon mehrmals die Initiative ergriffen, um die Regierungen der Industrieländer zu Verständigungen über ein gleichartiges Vorgeben in diefer Richtung zu veranlaffen. Bis jetzt ist aber noch nichts wesentliches erzielt worden. Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Ein intereffante" Die Ansichten der einzelnen Regierungen gingen zu weit auseinander. Unfallstatistik bringt soeben die königliche Eisenbahndirektion Berlin Es haben nun die sozialistischen Arbeiter- Organisationen durch ihre zur Kenntniß der Stationen, Bahnmeistereien ze. Dieselbe umfaßt internationalen Kongresse und ihre Mai- Demonstrationen eine energische Bewegung für gefeßliche Verkürzung der Arbeitszeit be- Der Jahresbeitrag der Stadt Berlin für den Hauptverein diejenigen Unfälle, welche in der Zeit vom 1. Oktober v. J. bis gonnen. Der Arbeitertag in Biel fand, es sollten alle Arbeiterkreise, für Knabenbandarbeit beträgt 1800 m. Das Magistrats- einschließlich 31. März d. J. durch eigene Unvorsichtigkeit der Bes die für entschiedene Juhandnahme des staatlichen Schutzes der follegium hat, den Wünschen der Stadtverordneten Versammlung amten und Arbeiter des äußeren Eisenbahndienstes herbeigeführt Arbeiter sind, zu einer gemeinsamen Besprechung der anzustrebenden entsprechend, diesen Beitrag auf 3000 M. zu erhöhen beschlossen. Ziele und der zu ergreifenden Mittel aufgerufen werden. Und gewiß ist es des Versuches werth, ob es nicht gelingt, in allen Ländern eine starke Bewegung, an der sich alle Anhänger des gefeßlichen Arbeiterschutzes ohne Unterschied der politischen oder religiösen Richtung betheiligen, hervorzurufen, die überall die gleichen Postulate aufstellt, und die in ihrer geeinten Kraft bald unwiderstehlich werden dürfte. Sehen sich alle Regierungen einer so ftarten Bewegung mit einheitlichem Ziele gegenüber, dann dürfte es in furzer Zeit gelingen, sie zu internationalen Verständigungen und zu eingreifenden Reformen zu bewegen. Selbstverständlich kann der Kongreß nur dann zu Erfolgen führen, wenn seine Theilnehmer von vornherein darüber einig sind, daß das Eingreifen des Staates zu gunsten der Arbeiterklasse durch Verkürzung der Arbeitszeit, Verbot der Sonntags- und Nachtarbeit, befondere Schutzbestimmungen für Frauen, junge Leute und Kinder berechtigt, nothwendig und bringend sei. Nur solche, die von dieser Ueber zeugung durchdrungen sind und sich verpflichten, dafür ernstlich zu wirken, werden zum Rongreffe eingeladen, und nur solche werden zugelaffen. Nicht darüber, ob staatlicher Arbeiterschutz berechtigt, nothwendig und dringlich sei, soll diskutirt werden, sondern nur über das Maß des Arbeiterschutzes und über die Mittel zu seiner Verwirklichung. Der Kongreß wird vom 23. bis 28. August 1897 in Zürich ftattfinden. Als Tagesordnung stellen wir folgende Punkte auf: 1. die Sonntagsarbeit; 2. die Arbeit der Kinder und jungen Beute; 3. die Arbeit der Frauen; 4. die Arbeit erwachsener Männer; 5. die Nachtarbeit und die Arbeit in gesundheitsgefährdenden Betrieben. 6. Mittel und Wege zur Verwirklichung des Arbeiterschuhes. Bei einem Kongresse, der Vertreter der verschiedensten politischen und religiösen Richtungen umfaßt, gilt es als Voraussetzung, daß innerhalb des Rongresses jede Richtung die andere respektire. Für die Bildung des Bureaus wird ein proportionales Ver fahren einzuschlagen sein, derart, daß sowohl jede Nationalität, wie jede in ihr vertretene Hauptrichtung repräsentirt sei. Das gleiche Verfahren sehen wir voraus bei der Zusammenfeßung der Kommiffionen zur Borberathung der verschiedenen Puntte der Tages, ordnung. S Bum städtischen Rezeptenrevisor hat das Magistratsfollegium den ersten Apotheker der Krantenanstalt zu Moabit, Dr. Goeldner, gewählt. Tokales. worden sind. Danach kamen beim Ueberschreiten der Geleife 2c. gehu Unfälle, beim Aufspringen auf Wagen und Zusammens foppeln derselben fünf und bei Rangierfahrten und im Fahrdienst sechs Unfälle vor. Von diesen 21 Unfällen verliefen vier tödtlich, drei der Verunglückten starben infolge der erlittenen Verlegungen. Zu den vorerwähnten Unfällen kommen noch zwei tödtlich ver laufene, welche auf große Unachtsamkeit" der Verunglückten Lakaienthum und Menschenthum. Die Pariser Brand- zurückzuführen sind; sie betrafen Arbeiter, welche sich derart hatten, ihre Beschäftigung vertieft daß sie heranfatastrophe hat in ihrer immensen Echrecklichkeit recht unbarmherzig in und von diesen übers einen Zug menschlicher Schande enthüllt, der unseren Herrschenden rollende Wagenzüge nicht bemerkten eigentlich zu denken geben follte. Eine Anzahl Blätter fahren wurden. Angesichts dieser 23 selbstverschuldeten Unglücks. bringen nämlich ausführliche Beispiele von der Erbärmlichkeit, fälle, bei denen jedesmal die von dem Verunglückten nicht beachtete durch die sich bei dem Unglück die treuen Diener" aus Tienflvorschrift genau vermerkt ist, sieht sich die fgl. Eisenbahnzeichneten, die von ihren Herrschaften in buntgallonirte Livreen ge- direktion veranlaßt, den Vorstehern der Dienststellen wiederholt eine fleckt und nicht allein als Kennzeichen der herrschaftlichen Würde, zuschärfen, die Arbeiter zu warnen. zu Zwecken der Hilfeleistung auf und hinter Die Gasproduktion in den städtischen Gadanstalten hat im sondern auch gepflanzt worden waren, in denen man Vierteljahr Januar/ März d. J. gegen den gleichen Zeitraum des die Equipagen standesgemäß zu dem so grauenhaft verlaufenen Wohlthätigkeits- Borjahres wiederum um 1863 000 Kubikmeter zugenommen; sie. 36 063 000 Rubikmeter auf 37 926 000 Kubikmeter, Firlefanz fuhr. Die Treue und Hingabe" dieser Diener, die darauf stieg von Die Zahl der Privats dreffirt waren, jedes Winkes und jedes Augenzwinkerns ihrer Herr es wurden also 5,165 pet. mehr produzirt. schaft fatbuckelnd gewärtig au sein, schildert u. a. ein Bericht in flammen betrug Ende März d. J. 987 292, die der öffentlichen, Straßenbeleuchtung brennenden Flammen einschließlich folgenden Worten: derjenigen, welche von den englischen Gesellschaften auf dem ehemaligen Schöneberger Gebiet gespeist werden, 26 610. Petroleumlaternen waren zu dem angegebenen Zeitpunkte noch 1190 Stück vorhanden. Die Gasproduktion würde sich noch erheblich steigeru lassen, wenn durch Aufstellung von Gasautomaten und Verleihung von Kochmaschinen auch der minder bemittelten Bevölkerung die Möglichkeit geboten würde, dies bequeme und reinliche Heizmaterial zu benutzen. " zur Ein schmachvoller Zug in dem Trauerspiel ist, daß die am Eingang in der Rue Jean Goujon ihre Herrschaften erwartenden Lakaien fast durchweg beim ersten Nothschrei wie die Hafen davon liefen und nicht gesehen wurden. Man zählt die treuen Diener, die auf ihrem Posten blieben und wenigstens den Versuch machten, ihre Damen aus der Gefahr herauszuholen, was einigen auch gelang. Nicht minder niederträchtig benahmen sich die Björtner der meisten Häuser gegen über dem Bazar. Sie schloffen beim Ausbruch des Feuers ihr Haus thor und waren nicht zu bestimmen, es den sich Flüchtenden und Die Aerztekammer für Berlin- Brandenburg wird sich in Verwundeten zu öffnen." Und das geftrige Abendblatt der Bossischen Zeitung" berichtet:" Die Behörden kamen gestern einem ihrer nächsten Sizung, welche für Ende des Monats Juni in Ausschmachvollen Handel auf die" Spur. Lafaien meldeten bei der sicht genommen ist, mit der Stellung der Aerzte in der GewerbeOrdnung beschäftigen. Es liegt hierzu folgender Antrag vor:„ Die Polizei das Verschwinden von Mitgliedern vornehmer Familien an, Aerztekammer hält das Ausscheiden der Aerzte aus der Gewerbein deren Dienst fie angeblich standen, und verlangten Eintrittskarten Ordnung, die Wiedereinführung des Kurpfuschereiverbotes und ben in den Gewerbepalaft, um ihre Herrschaft unter den Leichen zu Erlaß einer deutschen Aerzte- Ordnung für nothwendig und ersucht fuchen. Alles an dieser Erklärung war erlogen, die Karten, die die Erlaß einer deutschen Aerzte- Ordnung für nothwendig und ersucht Hallunken erhielten, verkauften sie an Neugierige, meist englische und den Ausschuß der preußischen Aerztekammer, in diesem Sinne bei dem Medizinalminister vorstellig zu werden." amerikanische Reisende." Das ist so niederträchtig gehandelt, wie eben nur eine in allen Gegen die Einführung der Sonntagsruhe im Droschken. Die braven fuhrgewerbe haben sich die Herren Droschfenbesiger ausgesprochen. Wie der Bundesvorstand des Schweizerischen Arbeiterbundes Dingen gehorsame Lakaienforte handeln fann. aus den verschiedenen in ihm vertretenen Richtungen proportional Schlot- und Krautjunker Preußen- Deutschlands find zur Zeit eifriger Die Polizeiverordnung, nach welcher an einem Sonntag die zufammengesetzt ist, so hat er auch ein Organisationsfomitee für denn je dabei, das Bewußtsein der Selbständigkeit in ihren Aus- Droschten mit geraden, an einem anderen die mit ungeraden den Internationalen Kongreß für Arbeiterschutz bestellt, in dem alle gebeufeten zu ersticken; als ein großer Triumph der Ordnung Nummern außer Betrieb gesetzt werden dürfen", geht ihnen Richtungen, soweit sie für die Sache und ihre Durchführung sind, wurde es jedesmal ausgeschrien, wenn es den vereinigten Rapi- fchon zu weit, die Regelung der Sonntagsruhe soll der freien vertreten sind. Damit ist für den weiten Boden, auf den der Kongreß taliften gelang, menschlich selbständige Regungen in der Arbeiter Vereinbarung" vorbehalten bleiben. Was bei dieser„ freien herauskommt, ist das Krastmittel vor Vereinbarung" für die Droschkenkutscher der Hungerpeitsche zu sich stellen soll, eine sichernde Grundlage gegeben. Es ist also schaft durch jede Richtung, die überhaupt für Arbeiterschuß eintreten und mit läufigen Ruhe zu bringen. Zum Glück ist das Gelbfibewußtsein der hinlänglich flar: es bleibt alles beim alten. Nicht ganz von der Broletarier zu weit entwickelt, als daß es den Interessenten der Hand zu weisen ist der Einwand, daß manche Droschtenbefizer zus wirken will, sicher, zu Gehör zu kommen. Wohl zum ersten Mal in der Geschichte der sozialen Bewegung heutigen Ordnung gelingen könnte, in ihnen dem Samen stummen fällig nur Droschten mit gerader Nummer oder umgekehrt befizen. zu verhelfen. Da gäbe die Die verhältnißmäßig geringe Mühe der Umnumerirung dürfte aber hat der Schweizerische Arbeiterbund ein Beispiel gegeben, Hundegehorsams zur Reife wie Vereine und Personen, die sich bisher auf dem politischen Gebiete Bariser Katastrophe eigentlich ein vortreffliches Material zum doch wohl faum in betracht kommen gegenüber den Vortheilen einer Profitwütheriche jeglicher Rouleur ab, Sonntagsruhe für die geplagten Rutscher. als Gegner gegenüberstanden, sich zur Erreichung gemeinsamer Nachdenken für die Auf die Arbeiterbehandlung in der Berliner Packetfabrt Zwecke auf fozialpolitischem Gebiete vereinigen. Auf dem ersten wenn die Profitwuth diese Herren noch zu solchem Nachdenken Zage von Aarau im Jahre 1887 traten Sozialdemokraten, fommen ließe. Vielleicht ist aber doch der eine oder andere unter der wirft folgender Vorfall wiederum ein grelles Licht. Ein Kutscher fatholische Vereine und neutrale Krankenkassen zusammen und grün- Gesellschaft, der es sich zu Gemüthe führt, daß es nicht Lateien, sondern, 2., der im zwölften Jahre in der Anstalt beschäftigt war, hatte deten den Arbeiterbund, der jeder Richtung offen steht, die mitwirken wie die Blätter übereinstimmend berichten, freie Arbeiter waren, die sich am Donnerstag das Unglück, daß sein linker Fuß, der vor vier will. Und obgleich jede Richtung sich ihre freie Bewegung vorbehielt, aufopferungsvoll in der Stunde des Schreckens des Lebens von Wochen im Dienste durch Herabfallen einer Stifte beschädigt worden Leuten annahmen, die bisher auch nicht die geringste Berührung war, wieder stark zu schmerzen aufing. 2. mußte daher seinem Mithaben sie doch gemeinsam manches erreicht. Schließlich versichern wir alle, die den ernsten Willen mit mit ihnen hatten, ja deren Dasein im Grunde für die Menschheit fahrer die Zügel geben; er suchte sich Linderung seiner Leiden zu verschaffen, indem er sich auf den Rollwagen niederlegte und den bringen, in der Frage des gesetzlichen Arbeiterschutzes einen der Nüglichkeit des Drohnendaseins gleichtam. energischen Schritt nach vorwärts zu thun, der freundlichsten Auf- Die Pflege der Frömmigkeit beim Militär soll doch nicht Fuß in aufrechter Stellung hielt. In dieser Situation wurde das auf der Straße von dem Direktor der Ge nahme. Sie werden hier als Freunde und Mitkämpfer herzlichst so ganz erfolglos fein, wenigstens meint das der hiesige, christ Fuhrwert willkommen sein. Möge unsere Einladung in den Arbeiter- Organi- liche Verein junger Männer", dem auf diesem Spezial- sellschaft, dem schon mehrfach von uns herangezogenen Wajor sationen aller Länder ohne Unterschied der politischen oder religiösen gebiete der inneren Mission eine hervorragende Mitwirkung zu von Lindheim, betroffen. Als der Kutscher am Abend auf den Richtung einen freudigen Wiederhall finden. gewiefen ist. Thatsache ist, daß unter 844 Mitgliedern, die der Hof lam, theilte man ihm mit, daß Major von Lindheim seine 3ürich, 4. April 1897. Männer- Abtheilung des Vereins im Jahre 1896 beitraten, nicht Entlassung ausgesprochen habe. Eine persönlich angebrachte weniger als 225 Soldaten waren. Es dürfte sich dabei vorwiegend Bitte um Wiedereinstellung fand von seiten des Majors die stereotype um die nach Berlin abkommandirten Offiziersburschen handeln, für Antwort, daß er ein einmal ausgesprochenes Wort nicht zurücknehme, die der Berein neben den allgemeinen Soldatenversammlungen all- les bleibe bei der Entlassung. So ist denn ein Arbeiter, der zwölf Das Organisationstomitee: F. J. End, G. Zimmermann, H. Peyer( Luzern), leitender Ausschuß des Schweiz. Arbeiterbundes. H. Greulich Jahre seines Lebens im Dienste der Gesellschaft geopfert hat und in diesem Dienste verunglückt ist, kurzer Hand durch einen Macht spruch des Gebieters mit Weib und Kindern dem Berhungern über antwortet worden. Ein schneidiges Bravourstück! Die Große Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft beabfichtigt bei Gelegenheit der in diesem Jahre stattfindenden Umpflasterung der Müllerstraße von der Utrechter bis zur Seestraße ein zweites Geleise daselbst herzustellen. Dieselbe hat unter Borlegung des Projektes die Genehmigung des Magistrats und des fgl. Polizei- Präsidiums nachgesucht. " " " " auf dem an der Schönholzer und Ruppinerstraßen- Gde stattfindenden räumliche Verhältniffe er genau fannte, noch verschiedene Ber Jahrmarkte einen neuen ungeftrichenen zweirädrigen Handwagen mit richtungen vornehmen können. Hieraus sei aber höchstens auf eine zwei Stoßstangen und einem 25 Zentimeter hohen Kastenaufsatz von gewiffe Arbeits" fähigkeit, nicht aber auf eine Erwerb3" einem dort stehenden Händler gekauft hat. Meldungen dieferhalb fähigkeit zu schließen, die für seine wirthschaftliche Lage erheblich werden im Zimmer 36 der Kriminalpolizei in den Vormittagsstunden wäre. Es habe ihm die Möglichkeit gefehlt, einen irgendwie zwischen 9 und 1 Uhr entgegengenommen. nennenswerthen Verdienst zu erlangen. Es finde alfo§ 6 Abs. 6 Ein unternehmender Jüngling. Das Polizeipräsidium theilt des landwirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gesezes Anwendung. mit: Der Kaufmannslehrling Earl Korff hat sich am 3. d. M., Die Befteuerung der Konsumvereine mit offenen Läden nachmittags, nach Unterschlagung von 828 M., einer Anzahl beschäftigte abermals den II. Senat des Ober- VerwaltungsGeschäftsbücher, darunter ein Werthbrief aus Fürth, welcher gerichts. Der Konsumverein Ameise" in Eberswalde vermuthlich mehrere Wechsel enthielt, eines Postscheines über wurde mit 414 M. zur Kommunalsteuer herangezogen. Er beantragte einen Werthbrief aus Tetschen, zweier Pofteinlieferungs- Bücher und darauf die Freistellung, indem er durch seinen Vertreter geltend einer Geldtasche aus Düffeldorf entfernt. Sämmtliche Briefe waren machte, daß der Geschäftsbetrieb nicht über den Kreis der Mitgerichtet an die Firma Heinrich Brücken, Düsseldorf". Korff, glieder hinausgehe. Seine Läden seien als öffentliche nicht anzuwelcher sich vermuthlich nach Berlin gewandt hat, ist 16 Jahre alt, fehen, da die Waaren nur nach Borlegung der Mitgliedslegitimation 1,68 Meter groß, hat hellblondes, geträufeltes, nicht gescheiteltes abgegeben würden. Einspruch und Klage wurden zurückgewiefen. Haar, gleiche Augenbrauen, hohe Stirn und blaue Augen. Er hat Das Ober- Berwaltungsgericht wies die Revision ebenfalls ab, und den Mund meist etwas geöffnet, spricht ruhig und gelassen und zwar benutzte es das Mittel des Vorbescheides. Es berief sich auf trägt vermuthlich blaue Cheviotjoppe, gefirei te dunkle Hose, schwarzen, feinen von uns bereits gekennzeichneten Standpunkt, daß die im weichen Filshut, Stehkragen und goldenen Kneifer. § 33 des Rommunal- Abgabengefeßes ausgesprochene Steuerpflicht der Konsumvereine mit Ladenverkauf nur dann vorliege, wenn der Zutritt zu den Läden Nichtmitgliedern nicht durch ein physisches Hinderniß" unmöglich ge= macht sei. Der Anwalt des Vereins„ Ameife" verlangte aber noch, veranlaßt durch den Verband der Wirthschaftsgenossenschaften", die mündliche Verhandlung. Er versuchte dann im Termin die Auffassung des Ober- Verwaltungsgerichts durch eine Reihe von Einwänden zu erschüttern. Besonders betonte er, das verlangte physische Hinderniß" erübrige fich schon deswegen, weil das Genossenfchaftsgesetz in seiner Fassung vom Anguft 1896 den Konsumvereinen mit offenen Läden den Verkauf an Nichtmitglieder verbiete und ihn mit ziemlich strengen Strafen bedrohe. Diese reichsgesetzlichen Bestimmungen Der Senat wies jedoch die Revision endgiltig zurück. Die Novelle ständen über den landesgefeßlichen des Kommunal- Abgabengesetzes. zum Genossenschaftsgesetz ändere nichts an der Steuerpflicht der genannten Konsumvereine, und dies umsoweniger, als das Reichschasten keine entsprechende Beschränkung auferlege. gefeß den Landesregierungen bezüglich der Besteuerung der GenoffenGerichts- Beifung. Die Allg. Fleischer- Beitung" bringt einen geharnischten Artikel gegen die sterilisirte Wurst, die aus dem Fleische erkrankter Thiere fabrizirt und auf dem städtischen Schlachthofe verkauft wird. Der Stempel, den jede Wurst tragen soll, sei nicht zu erkennen, und für den Preis von 60 Pf., der verlangt werde, erhalte man überall eine appetitliche, von gesundem Fleisch hergestellte Rochwurft weiter Qualität(?). Die Behörde solle einschreiten und nicht dulden, daß das solide Handwerk" geschädigt werde. Letzteres ist für das Organ der Innung wohl die Hauptsache. Auch wir finden es bedauerlich, daß derartige Wurft verkauft wird, glauben aber, daß die Waare bei dem armen Publikum ebenso reißend Abnahme findet, wie das Die gestern Morgen stattgehabte Leichenöffnung hat für gekochte finnige Fleisch. Der Hunger überwindet schon den Ekel. die Annahme, daß der Tod der Wittwe Wolf zu Weißensee gewalt Die anonymen Briefe der Hofgesellschaft. Gin hiesiges fam herbeigeführt worden sei, nicht den geringsten Anhalt gegeben. Antisemitenblatt schreibt: Polizeilich beschlagnahmt worden ist Es soll noch eine chemische Untersuchung einzelner Leichentheile vor gestern die Druckschrift des Züricher Verlags, die Verfasserschaft der genommen werden zur Feststellung, ob etwa eine Vergiftung ftattanonymen Briefe der Hofgesellschafft betreffend. Die Beschlagnahme gefunden hat. erfolgte auf Beschluß des Amtsgerichts I wegen verleumderischer Be- Selbstmordverfuch eines Nervenkranken. Der in der leidigung gemäß§ 186 ff. des Strafgesetzbuchs. Was Heinersdorferstraße wohnende 65 Jahre alte Agent Albert B. den auf dem Druckheft als Verfasser genannten Herrn brachte fich gegen Abend eine erhebliche Berlegung bei. B., der v. Langen( Allenstein) betrifft, so können wir unsere Mittheilung schon seit langer Zeit an nervöser Ueberreizung leidet, schlug bei dahin ergänzen, daß er am 16. Januar dieses Jahres in seiner einem Wortwechsel seine 35 Jahre alte Tochter mit einem Stock Chambregarnie Wohnung in der Lintstraße einen Selbstmord- berartig gegen den Kopf, daß sie blutete. Beim Anblick des Blutes versuch unternommen hat und 8 Tage später an den Folgen des ergriff der Vater ein Taschenmesser und brachte sich einen Stich in Schusses im Elisabeth- Krankenhause verstorben ist. Es muß auf den Unterleib bei. Er wurde in das Krankenhaus am Friedrichsfallen, daß jetzt vier Monate nach dem Tode des Verfassers das bain übergeführt. Gefahr für das Leben des Berlegten scheint nicht Schanddruckheft über Zürich hier in Berlin erscheint. In be- vorzuliegen, theiligten Kreisen schließt man aus diesem seltsamen Umstande, daß ber verstorbene v. Langen( Allenstein) nur die Dec adresse für den noch lebenden Verfasser ist, der mit dem Mach: verte ganz andere Zwecke verfolgt hat. Ermittelungen nach dieser Richtung find im Gange." Diefe feltsame Mittheilung lieft fich fast wie eine Art Verlegenheitsphrase. Wer die erwähnte Broschüre durchblättert, muß zum mindesten dahinter kommen, daß ihr Verfaffer sehr genau in den anrüchigen Kreifen zu Hause war, in denen der Schmutz der anonymen Briefe entstehen konnte. Auf schlane Weise suchen jetzt Schweriner Lotteriekollekteure das Berliner Publikum zu übertölpeln. Hiesige gut fituirte Einwohner erhalten von den Herren während der Ziehung Loose zu geschickt, resp. wenn sie schon spielen und das Loos' in der Hauptflaffe herausgekommen, Ersazloose. Wenn sie kaum einige Stunden im Besize des betreffenden Looses sind, so trifft von dem Kollekteur eine Depesche ein:" Bitte, fofort Nachricht, ob 2008 behalten oder nicht, Antwort bezahlt". Der Empfänger eines solchen Telegramms ist natürlich in dem Glauben, daß das betreffende 2008 mit einem bedeutenden Gewinn herausgekommen; er antwortet:" Behalten!" und hat dann in den meisten Fällen das Nachsehen. mals ein. Abend das 3/2 Jahre alte Töchterchen Gertrud des Rohlenhändlers Ein unglücklicher Vater. Im Krankenhaufe ift Donnerstag Tschinsky aus der Mittenwalderstr. 13 gestorben. Tschinsky hatte am Mittwoch Nachmittag das Kind bei sich auf dem mit Koats beladenen Wagen, als er von Wilmersdorf nach Berlin fuhr. In der Dorfstraße fuhr er so heftig gegen einen Prellstein an, daß die dem Schwurgericht am Landgericht II wegen eines schweren Der Versicherungsagent Ernst Wilke hatte sich gestern vor kleine vom Wagen flog und einen schweren Bruch des Nafenbeins Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Er ist ein großer Gauner und des linten Oberfiefers erlitt. Der Bater brachte die Ver und betrieb den Geldverleihungsschwindel. Ein Charlottenburger unglückte fofort in ein Krankenhaus; hier ist sie trotz der sorgfältigsten Bigarrenhändler brauchte ein Darlehen, schickte aber seine Frau Pflege ihren Verlegungen erlegen. zu Wilke. Dieser erklärte, daß er selbst kein Geld besize, Die poluischen Theateraufführungen im Reichshallentheater aber einen Geldmann habe. Die Frau möge am Abend um finden nicht statt, weil der Direktor der Truppe, Ryger, den hierfür 6 Uhr wiederkommen, dann werde der Geldmann da sein. Die Frau erforderlichen polizeilichen Konsens nicht erhalten hat. Als der fam, aber ein Geldmann war nicht da, wohl aber that Wilke der Befiger dieses Theaters, Herr Quarg, im Februar d. J. mit Serin hilfefuchenden Frau Gewalt an. Die Berhandlung fand unter Aus Ryger den Kontratt abschloß, glaubte er, es bedürfe in diesem Falle schluß der Deffentlichkeit statt. Das Verdikt der Geschworenen temes Konsenses, da er, Quarg, einen Generaltonsens für alle in lautete auf schuldig im vollen Umfange der Anklage. Mildernde feinem Theater zu veranstaltenden Vorführungen befize. Alle Be. Umstände wurden versagt. Der Gerichtshof zog die Nothlage des mühungen, das Polizeipräsidium zur Zurücknahme des Verbotes zu Opfers, den groben Vertrauensbruch, den der Angeklagte begangen bewegen, find gescheitert. Die Bemühungen, anderswo ein geeignetes und die schmähliche Art feiner Vertheidigung in betracht und er Lokal zu finden, sind ohne Erfolg geblieben. fannte nach dem Antrage des Staatsanwalts auf drei Jahre 3uchthaus und Ehrverlust auf gleiche Dauer. Echte Beduinen sollen demnächst das Passage Panoptikum bevölfern. Es hat sich auf Veranlassung des Direttors Neumann ein aus etwa dreißig Köpfen bestehender Trupp von Männern, Frauen und Kindern mit ihren Belten, Geräthen und Hausthieren zur Küste aufgemacht. Be fonders intereſfiren dürfte es zu vernehmen, daß vom Stamm der ge fürchteten Tuaregs sich einige Männer angeschlossen haben und daß schwarze heutende Derwische, sowie zwei Marabuts, fanatische Astetter, bie mit Schlangen und Storpionen operiren und deshalb im Geruche großer Heilig feit stehen, den Zug begleiten. Mitte Mai wird er in Berlin eintreffen. Am 15. d. M. nimmt daher Samoa Abschied. Aus den Nachbarorten. Zur Angelegenheit Warfönke. Es wird berichtet: In der Untersuchung gegen den Böttcher Georg Warfönte wegen Meineids Um den Begriff der Gefangenenbefreiung handelte es sich und Paul Koschemann wegen Verleitung dazu finden gegenin einem Prozeß, welcher gestern vor der 5. Berufungsstraftammer wärtig zahlreiche Bernehmungen statt. Der Untersuchungsrichter des Landgerichts I stattfand. In der Nacht zum 29. Dezember v. J. Landgerichtsrath Brandt geht dabei vielfach auf die ganzen Vorgänge hatten die Schüler der hiesigen Brauerschule Abschiedskommers ge= bei dem Mordanschlage gegen den Polizei- Obersten Krause noch feiert. Auf dem Heimwege kam einer der Festgenossen, der Brauschüler Kolschodof aus Rußland, mit einem ihm begegnenden FrauenChemiegebäude. Die Regierungs Baumeister Reimarus und zimmer in Streit. Es entstand ein Auflauf, den ein hinzukommender Hezzel in Charlottenburg, welche das ehemalige Chemiegebäude im Schußmann aufzulösen suchte. Da Kolschodof der Aufforderung des Treptower Part mit einem Kostenaufwande von 270 000 m. erbaut Beamten, sich zu entfernen, nicht sofort Folge leistete, nahm der haben, wollen die Halle der Stadtgemeinde für 75 000 M. Letztere ihn am Arm und führte ihn zur Wache. Die nachfolgenden zum Eigenthum überlassen. Für die Benutzung des Gebäudes In Zehlendorf findet am Montag, den 10. Mai, abends punkt Rumpane baten den Beamten, den Siftirten doch loszulaffen, derselbe während der Gartenbau- Ausstellung find an Miethe 13 500 M. ge- 8 Uhr, im Lokale von Dohrmann, Machnowerstr. 40, eine Volksfei Ausländer und verstehe fein Deutsch, er werde auch ohne festzahlt worden. versammlung für Männer und Frauen statt, in der Reichs- gehalten zu werden mit zur Wache gehen. Als der Schuhmann Parteispedition. Wir erhalten folgende Buschrift: Um Miß- tags- Abgeordneter 3ube il referiren wird. Außerdem stehen die diesen Bitten kein Gehör schenkte, ergriff der Brauschüler Eduard deutungen vorzubeugen, theile ich den Genoffen der Rosenthaler Wahlen des Vertrauensmannes und der Lokalkommiffion auf der Schiffler den Sistirten am andern Arme und riß ihn mit einem Vorstadt mit, daß die durch den Tod des Genoffen Rosenthal er Tagesordnung. Diese Versammlung ist die erste, die seit Jahren ledigte Spedition vorläufig dem Genoffen Karl Mars, Rastanien wieder in Behlendorf abgehalten werden kann; die Parteigenossen Allee 95/96, übertragen ist. Eine Gehaltserhöhung des Genossen von Berlin werden es daher als ihre Pflicht betrachten, bei Aus Mars ift dadurch nicht eingetreten. Wilhelm Brinkmann, Berlin N., flügen nach diesem Orte den Wirth nach Kräften zu unterstüßen, der Bringen- Allee 21, Bertrauensmann für Gesundbrunnen und Rosen- fich nicht scheut, der bei Behörden und Philistern gleichermaßen thaler Vorstadt. verhaßten Sozialdemokratie seine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. im nächsten Augenblick nicht nur den Russen, sondern auch Schiffler fräftigen Ruck vom Schußmanne los. Die Folge war, daß dieser im nächsten Augenblick nicht nur den Russen, sondern auch Schiffler ergriff und beide zur Wache führte. Schiffler wurde vom Schöffengericht wegen Gefangenenbefreiung zu 3 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Berufungs- Gerichtshof bestätigte nach dem Antrage des Staatsanwalts das erste Urtheil. dz. Der Bundesrath hat beschlossen, daß im Schulunterricht Unter der Auflage der Nöthigung stand gestern der Hotelsowie im amtlichen Verkehr fortan für 100 Kilogramm die Bezeich Die Rigdorfer Barbier- Innung hat sich dem Preisaufschlage portier 28 i 1h. Lehmann vor der dritten Straftammer des Landnung„ Doppelzentner", abgekürzt dz, angewendet werden soll. in Berlin nur infoweit angefchloffen, als sie den Preis für Saar- gerichts I. Der Angeklagte vermiethet einen Theil seiner Privat Mittelalterliches Bauwerk im Zeitalter der Elektrizität. schneiden an Wochentagen auf 30 Pf., und an Sonn- und Feier beutung eines spanischen Offiziers, der bei ihm gewohnt hatte, zu wohnung an Offiziere. Im Jahre 1894 wurde er wegen AusDie Boffische Zeitung" schreibt:" Die betheiligten Die betheiligten Staats- tagen auf 40 Pf. festgesetzt hat. Von einer Preiserhöhung für zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Jest sollte er fich in ähuund Gemeindebehörden beabsichtigen im Verein mit der Rafiren hat dieselbe gänzlich Abstand genommen. licher Weise strafbar gemacht haben. Im Herbst 1895 hatte der Firma Siemens u. Halste einen neuen Entwurf für die Brücke In der Geschoßfabrik zu Spandau ist man einem Metall Premierlieutenant Gallus zwei Monate lang bei dem Angeklagten Der elektrischen Hochbahn über ben Kurfürstendamm bei diebstahl auf die Spur gekommen. Es war bemerkt worden, daß gewohnt. Als derselbe ausziehen wollte, machte der Ander Kaiser Wilhelm- Gedächtnißkirche dem Kaiser zu unterbreiten. Die Kugelfüllung der Shrapnels nicht das richtige Gewicht hatte; geklagte eine nachträgliche Forderung in Höhe von 52 Mark Statt des f. 3. dem Kaiser mittels einer Kuliffe vorgeführten der Umfang stimmte dagegen. Man vermuthete, daß es bei der geltend, die er damit begründete, daß sein Miether verschiedene Pfeilerbaues soll die Brücke durch einen einzigen Bogen von zwanzig Metallmischung nicht ganz richtig zuging. Die mit dieser Verrich Möbelstücke beschädigt habe. Metern Spannung hergestellt werden. Auf dem der Kirche gegenüber tung betrauten Leute wurden darauf strenger beobachtet und es weigerte, diese Forderung zu sablen, wies der Angeklagte darauf Als der Offizier fich entschieden liegenden v. Liebermann'schen Eckgrundstück, das von der Hochbahn wurde wahrgenommen, daß ein Mann Antimon, das zur Mischung hin, wie unangenehm für einen Offizier ein Zivilprozeß sein müsse geschnitten werden wird, soll einem Wunsch des Kaisers entsprechend bestimmt war, zu sich steckte. Er wurde sofort von der Arbeit ab und drohte auch, daß er sich an den gesammten Habseligkeiten feines ein monumentales Gebäude im Stil der Kirche und des gegenüber gerufen und visitirt, wobei man in feinem Befit verschiedene Kilo- bisherigen Miethers pfänden würde. Schließlich erklärte der Anliegenden romanischen Hauses durch den Erbauer der Kirche, gramm Antimon vorfand, das er sich angeeignet hatte. Zum Ersaß getlagte sich mit einer Entschädigung von sechs Mark zufrieden. Der Professor Schwechten, aufgeführt werden. Das Haus wird des Antimon hatte er mehr Blei eingemischt, wodurch eben das Offizier zahlte diesen Betrag, aber, wie er in seinem Strafantrage einen möglichst großen Vordergarten erhalten, um die Kirche frei zu falsche Gewicht verursacht wurde. Der Dieb hatte, wie eine Durch ausdrücklich hervorhob, weil er weiteren Unannehmlichkeiten entgehen laffen." fuchung seiner Wohnung ergab, bereits über einen Zentner wollte und obgleich er der leberzeugung gewesen war, daß auch Ueber die Grundgeschwindigkeit der Schnellzüge hat der Antimon gestohlen. Er wurde sofort entlassen und steht seiner Be- diese Forderung unberechtigt war. Im gestrigen Termine wurde Minister der öffentlichen Arbeiten folgendes bestimmt: G3 muß strafung entgegen. nachgewiesen, daß der Miether thatsächlich durch unvorsichtiges Werth darauf gelegt werden, daß Züge, die in den für das Publikum An der Oberspree tönnen jetzt die Radfahrer die Fußwege Umgehen mit dem Mobiliar einen Schaden angerichtet hatte, bestimmten Fahrplänen als Schnellzüge bezeichnet sind, auch mit an- nicht mehr unbestraft benutzen. Während der letzten Tage wurde den der gerichtliche Sachverständige auf 28 Mart abschätte. gemeffener Geschwindigkeit gefahren werden. Ihre Grundgeschwin- eine große Anzahl von Radlern und Radlerinnen, die die Fuß- Der Staatsanwalt hielt nunmehr nicht eine Nöthigung, digkeit wird grundfäßlich mindestens auf 75 Stilometer in der fteige neben den nach Köpenick und Friedrichshagen führenden sondern eine versuchte Expreffung vorliegend, denn der AnStunde anzunehmen und nur ausnahmsweise niedriger zu bemessen Chausseen benutten, mit je drei Mart Strafgeld von Gendarmen geklagte mußte sich bewußt gewesen sein, daß seine ursprüngliche sein. Hiernach sind die Fahrpläne der Schnellzüge einer ein- notirt. Forderung von 52 M. eine völlig unberechtigte war. Er beantrage gehenden Prüfung zu unterziehen und, soweit erforderlich und an eine Gefängnißftrafe von 6 Monaten. Der Gerichtshof trat den Ausgängig, abzuändern. führungen des Bertheidigers bei und sprach den Angeklagten frei. Ter Herausgeber der ,, Allgem. Jsraelitischen Wochenfchrift", A. Levin und der Rabbiner Dr. Singer in Koblenz Geldstrafe wegen Beleidigung des Herausgebers des„ Antisemitischen General- Anzeigers" Karl Sedlazet verurtheilt worden. waren seinerzeit vom biesigen Schöffengericht zu 100 m. bezw. 50 M. handelte sich um einen von Dr. Singer verfaßten Artikel der Allg. Es 38r. Wochenschr.", welcher sich gegen die Werbreiter der Behauptung von der Existenz des Ritualmordes wandte und speziell Herrn brücke wie dunkle Ehrenmänner" Berleumder"," Tintenfifch" Sedlazek zu Leibe ging. In dem Artikel tamen Ausvor und es wurde in einer sarkastische Bemerkung die Möglichkeit Der größte Schornstein Berlins ist eben auf dem Grundstück hingestellt, daß Herr Ahlwardt dem Herru Sedlaget sein der Berliner Elektrizitätswerte in der Jüdenstraße fertig geworden. Reichstags Mandat gegen eine entsprechende Abstandssumme Er dient als Rauchableiter für sechs Reffel, ift 50 Meter hoch und oder gegen Uebernahme der von diesem zu zahlenden Gerichtssteht auf einem Unterbau von 21 Metern, so daß die ganze Höhe bei einer Verrichtung, die feinem eigenen Betriebe zu gute kant, und Seiten Berufung eingelegt. In der geftrigen Verhandlung vor der Der völlig erblindete Landwirth Schlemmer verunglückte foften abtreten tönnte. Begen das Urtheil war von beiden 71 Meter beträgt, also nahezu bis zum Aussichtsbalkon des Rath- erlitt dabei erhebliche Berlegungen an verschiedenen Körpertheilen. 8. Straffammer wurve lägerischerfeits eine Erhöhung der Strafe hausthurmes reicht. Der Schornstein hat am Fuße einen Licht. Die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft lehnte feinen Anspruch beantragt, während von der Gegenseite unter Bezugnahme auf die burchmesser von 6, an der Spize von 81/2 Meter. Das Mauerwert auf eine Unfallrente mit der Begründung ab, daß er infolge seiner Stritit, die dem Kläger im bekannten Mirbach- Prozeß feitens des Blindheit schon vor dem Unfall überhaupt nicht mehr oder in so geringem Doerstaatsanwalts und des Fahrn. v. Mirbach zu theil geworden, Die Liquidation der Verkehrsauftalt ist in der am Freitag bei Cohn, Beuthstraße, stattgehabten Generalversammlung mit 158 gegen 18 Stimmen befchloffen worden. Zu der von den Gemeindebehörden in Charlotten burg befchloffenen Vermehrung der Stadtverordneten von 54 auf 66 hat der Regierungspräsident jetzt seine Genehmigung ertheilt. Vor einigen Tagen brachten wir aus Wilmersdorf die Nachricht, daß ein Wiether, der beim Rücken betroffen worden sei, feinen Dem Fräulein Marie Gerdes geht es weiter den Umständen Hauswirth mit einem Plättbolzen böse zugerichtet babe. Hierzu nach gut; ihr Befinden schreitet stetig zum Besseren fort. Die Ver- wird uns von betheiligter Seite mitgetheilt, daß der Hauswirth den legte konnte infolge des Säbelbiebes, der quer durch das Geficht Miether angegriffen und daß es das herbeigeeilte Publikum gewesen ging, anfangs nicht sehen. Auf dem rechten Auge hat sich jetzt die sei, das den Hauswirth geprügelt habe. Vom Rücken" fönne teine Sehtraft wieder eingestellt, auf dem linken dagegen noch nicht. Das Rede sein, die Sache liege vielmehr so, daß der Wiether die Wohnung Allgemeinbefinden ist so günstig, daß die Aerzte der Verletzten schon ihres gesundheitsschädlichen Zustandes halber auf behördliche Anerlauben tonnten, das Bett zu verlassen und im Zimmer umher- ordnung habe verlassen müssen. zugehen. ift 0,30-1 Meter start. Soziale Rechtspflege. " Absturz. Der 60 Jahre alte Kellner Behrendt aus der Grade erwerbsfähig gewesen sei, daß die weitere Minderung der eine Ermäßigung der Strafe und die Zubilligung des Schutzes des Alexanderstr. 11 stürzte am Donnerstag Abend in angetrunkenem Griverbsfähigkeit durch den Unfall einen Rentenanspruch nicht be:$ 193 beantragt wurde. Auf Ersuchen des Klägers Sedlazet war Zustande die Etagentreppe hinab, erlitt eine Gehirnerschütterung gründe. Das Schliedsgericht sprach jedoch Schlemmer demnächst die der Abg. A hlwa, rdt zur Stelle. Der Kläger beantragte, und verstarb darauf in wenigen Minuten. Die Leiche wurde gestern Unfallrente zu, indem es annabm, der Verlegte habe in feinem diesen darüber zu vernehmen, daß alle Behauptungen, wonach er Mittag von der Polizei in Gewahrsam genommen. eigenen landwirthschaftlichen Betriebe troß der Blindheit noch gegen beabsichtigt habe, fein Reichstagsmandat zu verfchachern, unwahr Das Polizeipräsidiunt theilt ben Beitungen folgendes mit: 2 M. täglich verdienen tönnen. Das Reich 3- Versicherungsfeien. Der Geri achtsbof lehnte diesen Antrag als unerheblich ab. Zur Aufklärung einer Diebstahlsangelegenheit ist die Ermittelung amt hat indeffen diese Entscheidung unter folgender Begründung Es wurde auf Verwerfung der beiderseitig eingelegten Berufungen V= derjenigen Person von Belang, welche am Abend des 18. März d. J. wieder aufgehoben. Kläger habe sicherlich in seiner Wirthschaft, deren I ertannt. 3 Beftenernng einer Berufsgenoffenfchaft. Die Norddeutsche nicht anschließen würden. Die Gehilfen hätten keine Veranlassung, Versammlung ab, in welcher die Delegirten Biehl und 3imper Holz- Berufsgenossenschaft wurde vom Kreise Niederbarnim für das dem Wunsche der Innung gemäß sich für die beschlossene Preis von der Generalversammlung Bericht erstatteten. In der darauf Jahr 1896/97 mit 180 M. zur Einkommensteuer herangezogen, und erhöhung ins Zeug zu legen, um auf diese Weise für folgenden sehr lebhaften Diskussion erklärten sich die Mehrzahl der zwar wurde ihr der Miethswerth der Räume der Neu- Nahnsdorfer die Meister die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Das Redner mit den Beschlüssen der Generalversammlung einverstanden. Heilanstalt für Unfallverletzte als Einkommen angerechnet. Ihrer müsse man den Meistern selber überlassen, die sich die Hierauf wurde die Neuwahl der drei Ausschußmitglieder vor= Klage auf Freistellung Don der Steuer gab der Bezirks- Sympathie der Gehilfen nur erwerben könnten, indem genommen; gewählt wurden die Kollegen Regel, Neuling und ausschuß statt. Er begründete das ihr günstige Erkenntniß fie deren Forderungen bewilligen. Dem Versprechen, die Gehilfen- Wolf. Zum Schluß ermahnte Hoffmann zur befferen Beachtung damit, daß sie nicht als juristische Persönlichkeit, als löhne um 20-30 pet. zit erhöhen, könne man nicht trauen. Der der Unfallstatistik und forderte die Kollegen auf, jeden, wenn auch welche sie nach der Kreisordnung fteuerpflichtig wäre, be- Redner empfahl folgende Resolution: Die Versammlung erkennt geringen Unfall, zur Aufnahme in die Statistik zu melden. trachtet werden könne. Aus dem Umstande, daß das Unfall- an, daß die wirthschaftliche Lage der Barbier, Friseurs und Die Bau, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter wählten versicherungs Gesetz den Berufsgenossenschaften einen großen Theil Perrückenmacher Gehilfen dringend der Aufbesserung bedarf. in der letzten Versammlung ein Vergnügungskomitee bestehend aus. der Nechte einer juristischen Persönlichkeit beilege, tönne noch nicht als das Allernothwendigste fordern die Versammelten eine den Mitgliedern Gutsch, Krüger, Noat, Rennthaler angenommen werden, daß fie juristische Persönlichkeiten seien; der Berkürzung der überaus langen Arbeitszeit und setzen sich und Bommert. Gesetzgeber würde dies sonst ausdrücklich ausgesprochen haben. Das die Abschaffung von Kost und Logis beim Meister, sowie Vortrag gehalten. Borher hatte das Mitglied Krüger eineu Ober Verwaltungsgericht hob aber das Urtheil wieder die Erhöhung des Lohnes zum Ziel. Die Versammlung auf und erklärte die Besteuerung, soweit sie vorgenommen ist überzeugt, daß die den Gehilfen anläßlich der PreisNixdorf. Die Möbelpolirer beschäftigten sich am 3. Mai wurde, für gefeßlich zulässig. Das Gericht nahm an, daß erhöhung der Meister versprochene Lohnerhöhung nur ein leeres mit den Maßregelungen wegen der Feier des 1. Mai. G3 tonute die Berufsgenossenschaften thatsächlich juristische Personen seien. Versprechen bleibt; sie erklärt, daß, um eine wirkliche und dauernde berichtet werden, daß die wenigen Aussperrungen, welche die Meister hiefige Straflammer über den Kaufmann Berthold aus Oberhausen, Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher noth- feiern, falls sie mit einem Tag Arbeitsruhe bestraft werden sollten. Aus Aachen wird berichtet: Gine Geldstrafe verhängte die Besserung der Existenzbedingungen zu schaffen, der Anschluß an den versuchten, schließlich unterlassen wurden, weil die Kollegen einig zufammenhielten und drohten, eventuell die ganze Woche zu der unter dem Vorgeben, Spezialarzt zu sein, in Türen zwei junge wendig ist. Mädchen einer Leibesuntersuchung unterzogen hatte. Er erhielt In der ausgedehnten Debatte sprachen mehrere Meister, darunter wegen thätlicher Beleidigung 400 M. und wegen unbefugter Füh- die Junungsmeister Koser und Kuhle. Sie erkannten an, daß rung des ärztlichen Titels 50 M. Geldstrafe. Der Staatsanwalt im Barbiergewerbe eine weitgehende Lehrlingszüchterei herrsche, die hatte eine hohe Gefängnißstraße beantragt, der Gerichtshof beließ aber zurückzuführen sei auf die gedrückte Lage der Meister. Das Glend es aber nur deshalb bei einer Geldstrafe, weil Berthold bisher nicht derfelben sei oft noch größer, wie das der gewöhnlichen Handarbeiter, bestraft war. und deshalb wären die Meister nicht in der Lage, den Lohn der Gehilfen aufzubessern. Die Gehilfen sollten nur in solchen Geschäften arbeiten, weiter um so eher in die Lage, auch die Gehilfenlöhne aufzubeffern. welche die Preiserhöhung durchgeführt hätten. Dann kämen die Dies Verlangen wurde von den als Redner auftretenden Gehilfen entfchieden zurückgewiesen und den Meistern empfohlen, ihre Angelegenheiten felber durchzufechten. Nach einem Schlußwort des Referenten gelangte die Resolution gegen einzelne Stimmen zur Annahme. In einer peisön lichen Bemerkung stellte der Innungsmeister Rofer feinen Kollegen das gerade nicht schmeichelhafte Zeugniß aus, daß ein großer Theil derselben die von der Innung beschloffene Preiserhöhung wohl nicht durchführen würde. Ueber die Katastrophe in Paris liegen heute folgende Nachrichten vor: Die Zahl der erkannten Todten beläuft sich jetzt auf 116. Sechs weibliche Leichname find unerkannt geblieben und sollen diese nun ein gemeinsames Grab erhalten. Bu der Trauerfeier in der Notre- Dame Kirche ist die ganze Diplomatie, sowie die Angehörigen der Verstorbenen eingeladen. Der Kaiser von Deutschland wird durch den Fürsten und die Fürstin Radziwill vertreten, der Lord Mayor von London erscheint in großem Staate. Die meisten Familien machten, wie die Voff. 3tg." mittheilt, von der Anheimgabe der Regierung, die Todten gemeinsam begraben zu lassen, feinen Gebrauch. DieLeichenfeier in Notre Dame" tann nicht auf Staatstoften stattfinden, da hierzu ein Sondergesetz nöthig wäre. " 3 MM Vermischtes vom Tage. th. Wie die Deutsche Post- Zeitung" mittheilt, wurde an läßlich der Jaumination des Greifswalder Postgebäudes am Tage der Bentenarfeier ein Beamtenpersonal von 30 Köpfen, das ansonst dienstfrei gewesen wäre, zum Anzünden, Bewachen, Löschen der Lichter 2c. herangezogen. Gebäude vernichtet. In Wormbitt( Ostpreußen) hat eine Feuer@ brunft mehrere gekommen. Ein Dienstmädchen ist in den Flammen um Frankfurt a. M. ein Dienstmädchen. Die Unglückliche fiel auf -Beim Fensterpugen vom dritten Stock herabgestürzt ist in einen eisernen Gartenzaun und wurde aufgespießt. " eine Gusch ein Imprägnirkessel. Ein Arbeiter wurde getödtet, sieben In Minden i. 2. explodirte in der Kistenfabrik von Gebr. Arbeiter mehr oder minder schwer durch Dämpfe verbrüht und durch Simson das Referat. In der Diskussion sprachen mehrere In der Versammlung bei WiIfe, Andreasstraße, hatte Rollege Eisentheile verlegt. Innungsmeister das Verlangen aus, die Gehilfen sollten erst einem Mitschüler die Anfangsbuchstaben seines Namens auf den In Geich bei Düren hatte sich ein zwölfjähriger Junge von Die Regierung beschloß, an das Personal und die Bestherin könne, daß Forderungen stellen, damit der Kundschaft plausibel gemacht werden linken Oberarm tätowiren lassen. Nach einigen Tagen schwoll der des„ Hotel du Palais", sowie an andere Personen, die sich durch dann es jetzt ohne Preiserhöhung nicht mehr ginge, Arm an, der Junge starb an Blutvergiftung. wollten fie auch den Forderungen der Gehilfen Die verbotene ihre Theilnahme an den Rettungsarbeiten hervorgethan haben, entgegenkommen. Herr Helbig sowie andere Nicht Junungs- Pefther Lloyd" aus B.- Csaba meldet, hat der Minister des Brautwaschung". Wie der goldene Medaillen vertheilen zu lassen." Figaro" hat bereits eine meister vertraten den entgegengefeßten Standpunkt. Sie meinten, daß Junern in einem Erlasse an die Municipien einen der populärsten Subskription eröffnet, um an der Unglücksstelle eine Gnaden die Preishaltung im Geschäft Sache der Meister sei und die Gehilfen Hochzeitsbräuche untersagt. Im Alföld war es nämlich Sitte, daß tapelle" erbauen zu können. Durch andere Sammlungen des ihr ganzes Können für die Erringung der Verkürzung der Arbeitszeit, die bäuerliche Braut am Hochzeitsmorgen sämmtliche Gäste aus einer genannten Blattes und des„ Gaulois" sollen den Klöstern die eines Minimallohnes und der jetzt seitens der Jnnungsmeister mit irdenen Schüssel wusch und mit einem Handtuche abtrocknete, Erträge zugeführt werden, die ihnen durch den Brand des Bazars Füßen getretenen Koalitionsfreiheit einfegen müßten. Die Agitations Prozedur, die für die ärmern Bräute auch mit einem Einkommen entgehen. Was die Ursachen des verhängnißvollen Brandes anfangen, um sich dort über die zu stellenden Forderungen klar zu werden. in die Waschschüssel zu werfen pflegten. Der Minister hat nun diesen tommiffion wurde beauftragt, eine öffentliche Versammlung einzuberufen, verbunden war, da die Gäste nach der Waschung eine gewisse Summe so scheint trok mancher abenteuerlichen Gerüchte jetzt soviel als sicher Die in der Versammlung anwesenden 100 Personen nahmen die Brauch mit der Motivirung untersagt, daß diese Art der Waschung festgestellt zu sein, daß sie auf die Lampe des Kinemato- Resolution einstimmig an. graphen zurückzuführen sind. Unser Pariser Partei Organ erfahrungsgemäß besonders geeignet erscheine, das Trachom( egyptische La Petite République" hält den Einwand des Polizei- Referat. Auch hier vertraten die Redner der Organisation die Jm Restaurant Lindenstr. 106 hielt Rollege Wermte das Augenentzündung) zu verbreiten. präfekten, es habe ihm, da es sich hier um ein Privatunternehmen Ansicht, daß sich die Gehilfen von den Innungsmeistern nicht dazu arzt auf offener Straße von einem ehemaligen Bäckermeister niederIn Madrid wurde ein Universitätsprofessor und Wund. handle, eine Berechtigung, den Bau auf seine Sicherheit hin zu gebrauchen lassen sollen, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. gefchoffen. Der Profeffor hatte dem Handwerker 31 000 pesos ab prüfen, nicht zugestanden, für nicht stichhaltig. Sie zählt alle die Ginen fichtlich nachhaltigen Eindruck auf die Versammelten machte Umständlichkeiten auf und verweist auf die strenge Handhabung der die Rede des Reichstags- Abgeordneten Zubeil, welcher äußerst Baupolizei- Gefeße, die sonst üblich. Daß die Lauheit der Polizei, lebhafter Beifall gezollt wurde. Die 120-130 Versammelten nabmen die sich hier so furchtbar gerächt hat, wohl nicht ganz unbeeinflußt die Defolution gegen 1 Stimme an. Demnächst soll eine große öffent geblieben ist durch die Thatsache, daß es sich um ein Arrangement liche Versammlung auf Wunsch der Anwesenden von der Agitations der höchsten Kreise handelte, dürfte wohl kaum zu bezweifeln fein. tommission einberufen werden. " Soziales. 0 Neber die Ursachen der entschädigungspflichtigen Unfälle hatte das Reichs- Versicherungsamt im Jahre 1887 eine gewerb liche und im Jahre 1891 eine landwirthschaftliche Statistit aufgestellt. Die gewerbliche Statiftit foll jetzt wiederholt werden. Die 31 Auftalten der Alters- und Invalidenversicherung im Deutschen Reich haben im vorigen Jahre 12,1 Millionen Mark ihres Vermögens zum Bau von Arbeiterwohnungen zur Verfügung gestellt. Arbeitszettel, die die wesentlichen Bestimmungen über den Arbeitsvertrag enthalten, sind auch vom Gewerbegericht in Forst in der Laufig eingeführt worden. Arbeiterkolonien bestehen im Deutschen Reiche jett 28. Es find, mit Ausnahme von dreien, ländliche Kolonien. Sie bewirthschaften 8794 Hektar, von denen 1800 Ackerland und 700 Forst, 500 Wiesen und 500 Dedland find, und haben einen Viehstand von 1100 Rindern, 650 Schafen und Biegen, 1300 Schweinen und rund 160 Pferden. Sie beherbergen und beschäftigen 3 bis 4000 Menschen mit einem Aufwande von durchschnittlich etwa 80 Pf. pro Kopf und Tag. Bei Hensel, Invalidenstr. 1, referirte Kollege 3 wirner. Die Diskussion nach dem Vortrage war eine recht lebhafte. Auch hier wurde betont, daß sich die Gehilfen von den Jnnungsmeistern nicht zu Vorspanndiensten gebrauchen läßt und wurde das VerSprechen der Innungsmeister, na ch Gelingen der Preiserhöhung freiwillig den Lohn der Gehilfen zu erhöhen recht peffimiftisch von den Versammelten aufgenommen. Die Resolution wurde von den etwa 100 Anwesenden gegen einzelne Stimmen angenommen. geborgt, tonnte aber oder wollte nichts zurückgeben. Der völlig Berarmte, dessen Frau trant darniederlag und dessen sechsjährige Tochter betteln gehen mußte, rächte sich mit dem Revolver. Der Profeffor hatte auf dieselbe Weise auch andere Kleinbürger ins Elend gebracht. Nach einer Meldung aus Portlouis( Insel Mauritius) ist bas Echiff Traveller" auf der Fahrt von Java nach Delaware mit einer Buderladung bei der Jusel Rodriguez gescheitert und gilt als gänzlich verloren. Der Kapitän, der erfte Steuermann und elf Mann der Mannschaft waren am gelben Fieber gestorben. In einer Baumwollwaaren Fabrik zu Lodz( Ruff. Polen) zerfprang eine neue Trockenfchleudermaschine. Ein Arbeiter wurde getödtet, dem Fabrikbesitzer ein Bein ausgeriffen. Der Direktor, der Färbermeister und ein zweiter Arbeiter wurden schwer verletzt. Das von Pensacola nach 2ondon bestimmte Schiff Hermann" ist mit seiner ganzen Befagung untergegangen. Biele griechische Bauern glauben noch an die Nereiden. pünktlich zu verrichten. Eine athenische Familie leitet heute noch, Das hindert fie nicht, auch in die Kirche zu gehen und ihre Gebete anno domini 1897, ihre Abstammung von einer Nererde her und freut sich darüber. Witterungsübersicht vom 7. Mai 1897. Stationen. Swinemünde Berlin Wiesbaden. München Wien. Barometers ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NABA( Stala 1-12) Wetter halb bedeckt Temperatur LAFIRA o nach Celsius 768 WSW 8 764 NW 764 bedeckt wolkig 6 8 766 28 halb bedeckt 7 766 NW 8 bedeckt 764 NW bedeckt 756 660 Regen 766 MM Regen 11 Aberdeen, Paris. • 764 768 D 2 heiter SW 2 Dunst Haparanda Petersburg Gork. ( 50. 4° R.) Eine öffentliche Versammlung der Maurer, die sehr start befucht war, tagte am Donnerstag bei Cohn, Beuthstraße. Bor Eintritt in die Tagesordnung wies Herrfurth darauf hin, daß gemeiner wie in den Vorjahren war und die Maurer sich in er die Arbeitsruhe auf den Bauten am 1. Mai in diesem Jahre allfreulicher Weise außerordentlich zahlreich an der Feier betheiligten. gefammt 65 Maßregelungen gemeldet, die aber insofern bedeutungsBisher wurden der Kommission von den verschiedenen Bauten insc. e. Ein feiner Herr. Gin Arzt aus Williamsport los geworden find, als die betreffenden Kollegen schon wieder( Nordamerika) hatte die Leiche eines bei einem Eisenbahnunfall veranderweitig die Arbeit aufnehmen fonnten. Hierauf hielt Genoffe unglückten Landfireichers zum Segiren erhalten. Der Edle zog ihr Dr. Friedeberg einen Vortrag, in welchem er, an der Hand die Haut ab und ließ sie gerben. Jetzt soll ihm ein Schuhmacher der im vorigen Jahre aufgenommenen Statiftit, die Misstände im Bau- daraus drei Paar Hausschuhe machen. gewerbe vom hygienischen Standpunkt eingehend beleuchtete und die Berechtigung der von den Maurern aufgestellten Forderungen in allen Punkten nachwies. Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ueber den deutschen Arbeitsmarkt im April find bei der Ausführungen folgte eine längere Diskussion, in der auf die schlechte in der Redaktion der Sozialen Praxis" eingerichteten Zentralftelle Beschaffenheit der Baubuden und der Klosets hingewiefen und über für Arbeitsnachweis die Berichte von 41 Arbeitsnachweis- Stellen mangelnde Schußvorrichtungen im allgemeinen geflagt wurde. Wie rechtzeitig eingegangen, von denen 33 vergleichbare Daten zeigen. Mete anführte, wären die Bestimmungen des§ 120b der GewerbeFm großen und gangen ist es daffelbe Bild überwiegend günstiger Ordnung für das Baugewerbe wohl geeignet und auch sehr gut durchLage des Arbeitsmarktes wie im Monat März. Wie damals lagen führbar, wenn die Unternehmer nur einigermaßen gewillt wären, diedie Ausnahmen, abgesehen von Berlin- Rigdorf, wiederum sämmtlich selben zu berücksichtigen. Der Redner bespricht sodann die Nachtheile des in Süddeutschland. Es hat nämlich im Vergleich zum vorjährigen Martensystems für die Arbeiter, wie es gegenwärtig wieder auf verApril der Andrang abgenommen an folgenden 17(+3) Orten: schiedenen Bauten eingeführt ist und bemängelt die sogenannten Arbeits- Hamburg Bofen, Hamburg, Halle, Gera, Essen, Elberfeld, Düsseldorf, ordnungen, die in letzter Zeit mehrfach auftauchen und ganz willKöln, Wiesbaden, Darmstadt, Straßburg, Heidelberg, Rarlsruhe, türlich den Arbeitern aufgedrängt werden. Es wurde noch aufKonstanz, Stuttgart, Augsburg, München.( Wien, Brünn, Bern.) gefordert, alle Unfälle, wenn fie anscheinend auch nur unerheblich Hingegen zugenommen nur an folgenden 18 Orten: Berlin, lind, an der richtigen Stelle zu melden, um vorzubeugen, daß durch Rigdorf, Frankfurt a. M., Freiburg, Mannheim, Pforzheim, Kann die Verjährung etwaige Ansprüche abgewiesen werden müssen. Zum stadt, Eßlingen, Göppingen, Heilbronn, Ulm, Fürth, Nürnberg. Schluß der Versammlung gab das Kommissionsmitglied Frisch Soweit die Arbeitsnachweise männliche und weibliche Abthei- bekannt, daß das Gerücht, die Berliner Maurer werden am 8. Mai Lungen unterscheiden, wurden an 28 Orten in der männlichen Ab. in den Generalstreit eintreten, jeder Begründung entbehre. theilung 18628 offene Stellen und 16480 Arbeitsuchende gemeldet, in Die Fuhrherren- Innung zu Berlin hatte Donnerstag eine der weiblichen 5916 beziehentlich 4824. Jn der männlichen famen auf öffentliche Versammlung nach Keller, Köpnickerstraße, einberufen, um 100 offene Stellen 121,0 Arbeitsuchende, in der weiblichen 81,5, in zu der Einführung des elettrischen Betriebes auf den Straßenbahnen beiden zusammengerechnet 109,0. Die entsprechenden Prozentzablen Stellung zu nehmen. Einladungen waren nicht nur an sämmtliche und mäßigen westlichen Winden. für den voijährigen April waren: 183,7, 92,3, 122,7. Jm Vergleich Fuhrwerksbefizer ergangen, sondern auch an die Großkanfleute, zum März zeigten die südwest- deutschen Arbeitsnachweise ein fiärferes Spediteure, Stadtverordneten ze, doch war die Versammlung nur Einströmen von Arbeitslosen, merkwürdigerweise aber Stuttgart, der schwach besucht. Beck, Obermeister der Innung, erklärte es Mittelpunkt der einzigen zentralisirten Arbeitsnachweis- Verwaltung als Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten einen großen Uebelstand für das gesammte Zuhrhalter- im Monat bet Buste, Grenadierfir. 38, abends 8% Uhr. Unentgeltlicher Rath einen verringerten Andrang; die Befürchtung, daß die Zentralis gewerbe, baß elettrische Straßenbahnwagen den Charakter wird ertheilt: firung des Arbeitsnachweises über ein ganzes Land hin, den Andrang als Eisenbahnen tragen und infolge dessen die geringsten Im Norden Berlins: Für Unfall-, Invaliditäts- und Alters- Versiche= nach der Hauptstadt steigern müsse, hat sich also nicht bewahrheitet. Kollisionen mit ihnen als Gefährdung eines Eisenbahntransportes a. D'aehne, Demminerfir. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von rung, abends von 7-9 Uhr: 28. Buchholz, Suffitenstraße 36, v. 3 Tr. angesehen und nach den§§ 315/316 des Reichs- Strafgesetzbuches 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenfix, 55, v. 2 Tr. E. Simanowski, Versammlungen. gegen die Gespannführer oft empfindliche Haftstrafen verhängt Bartenfir. 78, Portal 2, 2 Tr. Wt. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tv., von werden. Andererseits unterlägen die Straßenbahnen felbst nach§ 1. Boigt, wiefenstraße 41-42.. arnft, Kolbergerstrare 7, von 6-7 Uhr R. Tamm Huffitenstraße 6, von 8-9 Uhr abends. Die Barbier, Friseur- und Berrückenmacher Gehilfen des Gesetzes über Kleinbahnen vom 28. Juli 1892 nicht dem Gefeße Streligerfir. 58. B. 9 ei mann, Bellermannfir. 88. F. Trapp, Schulftr. 56, Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, hielten in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag vier gut besuchte vom 3. Oftober 1888 über Eisenbahn- Unternehmungen, was zur Son 15 libt abenbé. Bersammlungen ab. Es handelte fich darum, im Hinblick auf die Folge habe, daß die Straßenbahnen für den durch ihren Betrieb Im Nord- Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung von der Innung befchloffene und auch zum theil schon durchgeführte verurfachten Materialschaden in keiner Weise haftbar gemacht W. Mohs, Schönhauser Allee 62. Preiserhöhung der Meifter Propaganda au machen für eine Auf- werden könnten. Bei der bevorstehenden Einführung des befferung der Gehilfenlöhne. elektrischen Straßenbahn Betriebes müsse derselbe derselbe reichs In der Alten Jatobftr. 88 tagte eine von etwa 200 Berfonen gefeßlich geregelt werden, eine Gewähr dafür zu besuchte Versammlung, wo Starosson referirte. Er beleuchtete bieten, daß das Fuhrherrenmaterial vor Zusammenstößen und die sowohl hinsichtlich des niedrigen Lohnes als der langen die Kutscher vor Bestrafungen geschützt werden. Nach kurzer Arbeitszeit äußerst gedrückte Lage der Gehilfen. Bei einem Debatte wurde ein dem Reichstage und dem Bundesrathe zu unterLohn, der bei freier Kost 5-6 M., in manchen Fällen auch nur breitender Beschlußantrag angenommen, der sich im wesentlichen mit 3-4 m. beträgt, sei es allerdings begreiflich, daß die Gehilfen auf den Ausführungen des Referenten deckt und neben einer reichs. die Trinkgelder der Kunden auf die jedoch die Meister gleichfalls gefeglichen Regelung des gesammten Straßenbahnwesens fordert, Anspruch erheben- lauern. Diefem unwürdigen Zustand müsse daß in Zukunft die Landespolizeibehörden verpflichtet werden, bei ein Endе gemacht werden und indem die Löhne Konzessionirungen von Straßenbahnen außer dem Stadtausschuß entsprechend aufgebeffert werden. Die Bewegung, welche die Junung auch Bertreter der übrigen Berkehrsgewerbe gutachtlich zu hören. für eine Preiserhöhung der Meister ins Wert gesetzt habe, tönne Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf man mit Freuden begrüßen, jedoch sei ein Erfolg nicht zu er Solzplähen beschäftigten Arbeiter Deutschlands, Filiale Berlin I, warten, da sich die Nichtinnungsmeister den erhöhten Forderungen hielt am 3. d. Mis. bei Wilke, Andreasstraße 26, feine regelmäßige zivar, 0 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 8. Mai 1897. Biemlich fühl, zeitweise heiter, vielfach wolfig mit etwas Regen Berliner Wetterbureau. 6-9 Uhr abends. Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: G. Bader Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaelfirchfir. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügel maier, Grimmstraße 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung P. Keller, Camphaufenstr. 5. Im Süd- Weßen: Nur für Unfallversicherung: 6. Sänet, Solmsstr. 44 m Hord- Weßen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnacker Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. Löffler, Klosterstr. 91, Bet fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier feine Sprechzeit ans gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. straße 19. St. Stephan, Seffingftr. 84. Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule, Brunnenstr. 25, ist für die Mitglieder an folgenden Tagen geöffnet: Sonn tags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends 9 bis 10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an biefen Tagen in der Nordschule entgegengenommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralfir. 40a Steinert, Müllerstr. 7a; Burghause, Putbuserstr. 32 Blankenfeld, Stephanstr. 29; Schöning, Stopnickerstr. 68; Reul, Barnimftr. 42; Babtel, Rosenthalernr. 57 Werner, Bülowftraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; Raßler, Junterstraße 1; 6. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle Buschriften find an den Borfizenden Paul Müde ft., SO. Manteuffelftr. 119, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, zu senden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Schwebenstr. 18, v. 1 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 r. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Mundler. Jüdenstr. 36. Eintritt 1 M. Krantentaffe, St. 52. 1. und 3. Sie müffen fich als Ausländer an bla Polizeibehörde weds Naturalisation wenden. 2. Die Höhe der Kosten ist uns unbekannt. Nord- Amerika. Liegt Verlegung der Wehrpflicht oder Flucht ins Ausland vor, so fann Verhaftung nach Rückkehr nach Deutschland erfolgen. A. N. 777. 1. und 2. Ja. 3. Nein. E. G. I. Die M. in M. Zur Wiedergabe von Eingesandts auswärtiger Zeitungen Sachen der Ehefrau haften für die Schulden des Ehemannes nicht. Sobald - W. M. 7. Ja. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Aα- mangelt uns der Raum. Besten Dank für die Zusendung des Aus: die Sachen gepfändet werden, müßte die Ehefrau Interventionsklage erheben. Das andere ohne mündliche Darlegung unverständlich. Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an H. Bendix, Alexandrinen- schnittes. Müller, S. 28. Nein. B. B. 101. G. S., Weidenweg 62, P. W. 3. Der Prozeß Schröder ist in Broschürenform von Dr. C. G. 35. Soviel Sie wollen. Nielson. Die FrrenArbeiter Raucherbund Berline and Amgegend. Menderungen im Bütgenau besprochen; die Broschüre ist im Verlage des„ Borwärts" er: Nunge. Ja. schienen. P. 2. K. 1. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen anstalt und der Armenvorsteher scheinen leider im Recht zu sein. Sprechen C. C. 44. Am 1. Juli cr. Sprechstunde vor. W. H. Für solchen Fall giebt es leider keine Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. ftraße 100. Bereinskalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener ftraße 80, 2. Hof, 4 Tr. ( Wallner- Theater). rate Schiller- Theater Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonnabend, den 8. Mai. Opernhaus. Haschisch. Bajazzi. Schauspielhaus. Coriolan. Deutsches. Hamlet. Berliner. Renaissance. Leffing. Die Geisha. Schiller. Der G'wissenswurm. Neues. Trilby. Westen. Reif- Reiflingen. Linden. Der Wunderknabe. Thalia. Die schöne Helena. Friedrich Wilhelmstädtisches. ultimo. Nachm. 4 Uhr: Max und Morig. Belle- Alliance. Trilby. Residenz. Eine Reisebekanntschaft. Baterfreuden. Alexanderplak. Endlich allein. Eine tolle Prinzeß. Oftend. Aus der Millionenstadt. Passage Panoptikum. 32 Mädchen aus Samoa. Apollo. Spezialitäten. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß Bum letzten Male: Aus der Millionenstadt. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Eine Nacht im Orpheum. Abends 72 Uhr: Die Räuber. Im Garten 4 Uhr: Spezialitäten ersten Ranges. Theater Vorstellung. Entree 30 Pf., referv. Sperrfis 50 Pf. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). Gastspiel von Frau Julie Kopaczy Karczag. Die schöne Helena. Operette in 3 2iften v. J. Offenbach. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der G'wissenswurm. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Wider: spenstigen Zähmung. Abends Dienstag, den 11. Mai, abds. 8 Uhr, im Cösliner Hof, 8 Uhr: Das Stiftungsfest. Urania, Tauben- Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vormt. ab. 246/1 Eintritt 50 Pf. Cösliner- Strasse 8: Vereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Ledebour., 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Wiffenschaftl. Theater abends 8 uhr. Achtung! Invalidenstr. 57/62( Lehrter StadtBahnhof): Täglich von 5 1hr nachmittags ab bis 10 Uhr abends Sternwarte und Mondpanorama. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. PassagePanopticum. Vorlekte Woche. 32 Achtung! Metallarbeiter! Sonntag, den 9. Mai 1897, mittags 12 Uhr, in Raabe's Salon, Colbergerstraße 23: Grosse öffentliche Metallarbeiter- Versammlung. = Tages Ordnung: Die Mikstände bei der Firma entter. Ref.: Paul Litan. Die Kollegen bei der Firma Sentter werden gebeten, völlzählig zu erscheinen. Die Direktion und die Meister der Firma werden brieflich eingeladen. [ 121/19] Der Einberufer, Buchhandlung Vorwärts Beuthstraße 2. In unserem Kommissions- Verlage ist soeben erschienen: Die Konfektions- Industrie und ihre Arbeiter. Darlegung und Kritik der Erhebungen der Reichskommission für Arbeiterstatistik und der Gesetzgebung. Bon Johannes Timm. 78 S. gr. 8. Preis 50 Bf. Borto 10 f. Bur Agitation find uns für Arbeiterkreise eine Anzahl Exemplare zum Preise von 30 Pf. zur Verfügung gestellt worden. 3entral- Kranken- und Sterbefasse der Tischler ut. Verwaltung B. Mädchen Verband deutscher Zimmerleute Mitglieder- Berjammlung aus Samoa. Castan's Panopticum. Pygmäen Die Heiden indischen die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. fotel von Frau Stopacay- Karczag. Schweizer- Garten spiel Die schöne Helena. Burg ftraße Feen- Palast, frafie 22. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Jeden Sonntag: Direttion Winkler& Fröbel. Extra- Vorstellung und Am 17. Mai: Lezte Borstellung. Theater und Spezialitäten Künstler ersten Ranges. Durchweg neues Programm. Roloffaler Lacherfolg. 812 Uhr Eine 81/2 Uhr Garten- Konzert. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 9. Mai 1897, vormittags 10% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Lohnbewegungen innerhalb unseres Berufes. 2. Bericht von der 12. Generalversammlung zu Halberstadt. 3. Neuwahl der Agitations: fommission. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 254/12 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in der Schirmbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, den 9. Mai, abds. 7 Uhr, bei Buste, Grenadierftr. 33. Tages Ordnung: 19746 1. Die Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Hausindustrie." Referent: Genosse R. Millarg. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. NB. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Der wichtigen Tagesordnung halber bittet unterzeichnete Kommission um Die Agitationskommission. et rege Betheiligung. Bilderrahmenmacher! Im Saale: Ball. Montag, den 10. Mai, abbs. 8% Uhr, bei Stramm, Ritterstr. 123: Anfang 42 Uhr. Entree 30 f. An Wochentagen im Mai ist Garten und Saal zu Privatfesten zu ver Schreckensnacht im Grunewald. geben. Hauptrollen: St. Wintler und Wilh. Fröbel. Anfang 7 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 30 f. Ehren- und Freikarten find noch bis 17. Mai giltig. Von General- Versammlung Todes- Anzeige. Am 5. d. M. verschied nach langem Schmerzenslager, im Alter v. 50Jahren, an der Schwindsucht, unser Kollege, der Buchbinder Mitglieder- Versammlung Theodor Müller. am Montag, den 10. Mai 1897, abends 8 Uhr, bei Möhring( Märkischer Hof), Admiralstr. 18c. Tagesordnung: Ehre seinem Andenken! 19776 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Charitee nach dem Chariteekirchhof in der Müllerstraße statt. Die Kollegen der Kontobuchfabri von Riefenstahl, Zumpe u. Co. 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1897. 2. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein über„ Geisteskrankheit". 3. Berschiedene Kaffen Angelegen Verband der Buchbinder etc. Heiten. 181/7 Die Ortsverwaltung. Ausserordentliche Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß unser Kollege, der Buchbinder General- Versammlung Theodor Müller, der Orts Krankentajie der Gelbgiesser am Sonntag, den 16. Mai cr., vor: mittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Stabernack, Inselstr. 10, wozu die Vertreter der Arbeitnehmer 19756 hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Abänderung des§ 1 Abs. 1 und § 14 Abs. 3. 2. Verschiedenes. Berlin, den 7. Mai 1897. Der Vorstand. am 5. d. M. an der Proletarier: 26/15 frankheit verschieden ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Charitee aus nach dem Kirchhof in der Müllerstraße statt. Um zahlreiche Be theiligung bittet Der Vorstand. Zimmer f. Vereine u. Saal zu Fests lichkeiten z. vergeben Lichtenbergerstr.21. 19726 Schulz' Ball- Salon, Arbeiter- Radf.- Verein Arbeitsmarkt. Berlin. Sonntag, den 9. Mai: Tour nach Teupitz. Abf. 7 Uhr früh 1555 des Fachvereins der Bilderrahmenmacher Berlins u. Umg. Tempelý. Feld( Steuerhaus). Frühſt. Concordia Variété- Theater Seber au der Ueberzeugung ge Brunnenstr. 154. Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Großartiges April Programm! Neu! Grand Attraktion. Gebr. Forré, Inftrumentalist. Neu! Hertha Lorenzi, brillante Kostümsoubrette. dem ersten Versuche an wird langen, daß man HerrenAnzüge, Paletots, Beinkleider, KnabenAnzüge und Paletots bei M. Feige am billigsten und besten kauft. Knospe und Stengel. Mein Spezial- Etablissement be Boffe in 1 Att. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. Apollo Theater und Konzert- Garten. Gustav, Gustav, ärgere Dich nicht! der neueste Schlager von Robert Steidl. Ferner Auftreten des allbeliebten Henry Bender. Das ausgezeichn. Duettistenpaar Lieban und Frau u. f. m. u. f. t. ut. f. w. Raffeneröffnung 62 Uhr. Anfang des Konzerts 7 Uhr. Anf. der Vorstellung 8 Uhr. In Borbereitung: Venus auf Erden. Burlest phantastische Operette in 1 Att findet sich Schöneberg, Hauptstraße 145. Jeder, der bei mir einmal gekauft hat, 17259* kauft gerne bei mir, da mein Eta: blissement strengste Reellität als Grundlage hat. Jeder Käufer wird sich über die große Auswahl freuen, und stets das Allerneueste am Lager finden. Wassersucht, Magenleiden, Asthma at hellbar. Math gratis burch F. Nardenkötter, von Bolten Bäders. Musik von Budmühle, Westfalen( ärztl. gel. Heilanst.) Paul Binte. Grosse allgemeine Gartenbau- Ausstellung im Treptower Park vom 28. April bis 12. Mai zum 75jährigen Jubiläum des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den preussischen Staaten. 8 bis 10 Uhr; Eintrittspreis 1 M. Ostbahn- Park Nüdersdorferstr. 71. Am Küftriner Platz. Theater- u. Spezialitäten- Vorstellg. Kaffeeküche 3-5 Uhr. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mit [ 44/5] glieder nothwendig. Der Vorstand. Leder- u. Galanterie- Arbeiter. Montag, den 10. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Roll, Adalbertstraße 21: Dahlwiz. Nachm.: Tour nach Mittenwalde. Abf. 1 Uhr, Rottb. Thor. Zusammentreffen mit den früh abgef. Gen. nachm. 4 Uhr in Mitten walde. 19736 Achtung! Holzarbeiter! Nach Lübeck werden von hier Tischler angeworben. Der Streft in Lübed dauert jedoch fort. Die Kollegen werden ersucht, dies zu beachten und Zuzug 105/9 Wäsche im Hause z. Waschen wegen schleuniger Räumung eines u. Plätten w. Louise Grzeskowiak, 19596 Engros- Lagers zum Verkauf. 19676 Solmsstr. 21, Hof 1 Tr. Damenmäntel- Kragen fernzuhalten. von 2. Jackets 4, Kostümes 10 Mr. an Branchen- Versammlung. Gngros- agers zum Verkauf. Tages Ordnung: 1. Die Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Hausarbeiter. 2. Sollen die Branchen- Versammlungen in der jezigen Form weiter stattfinden? 3. Wertstuben- Angelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenslente. 26/14 Bauarbeiter Charlottenburgs und Umgegend. 32/16 Sonnabend, 8. Mai, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39 Erstes Stiftungsfest des Verbandes der Bau-, Erd- n. gewerblichen Hilfsarbeiter bestehend in Konzert, Vorträgen und Ball. Billets für Herren zu 50 Pf., für Damen 30 Pf., find bei den Mitgliedern Das Komitee. zu haben. Victoria- Garten. Köpenicker Landstrasse, zweites Lokal hinter der Verbindungsbahn. Treptow, Kaffeeküche. 11 Kegelbahnen. Ponny und Esel Reiten. Im großen Saale: Tanz. Jeden Sonntag: Konzert. Achtung! 17318* Fritz Braun. 0. J. Engelke, Neue Jakobftraße 26, echten alten Nordhäuser Liter M. 1,-,.. 0,50. ertra alte Waare 1,40, 0,7,0 Kleinverkauf von 10 Pfg. an. Herren- Hüte 65 Pf. Bessere Hüte enorm billig, verkauft aus der Fabrik 15882* im Komptoir Barnim- Straße 4/5, Kastanien- Allee 101. Sonntags geöffnet. " " Für 36 Mark Anzug n.Maaß. Für 30 M. straße 128. 18916 Deutsch, Jägerstr. 25. Zitherspiel lehrt Nikkel, InvalidenBahn- Klinik. Künstl. Zähne in tadelloser Aus: führung v. 3 M., Plomben v. 2 M. an. Firmenschilder. merglof. Zahnziehen mitt. Tocaïn, Zur Anfertigung von Hinterglas Cloréthyl, Chloroform und Lachgas unter Leitung eines praft. Arztes. 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Ihre einzige Hoffnung sehen die Arbeiter Kunststück dürfte die Berliner Steinfeger Junung schwerlich fertig des Berliner Steinfegergewerbes daher auf die städtischen ist in diesem Jahre eine geradezu ungeheuerliche. Selbst die sonst bringen, die in Berlin dauernd überzähligen" 500 Steinfeger auf Behörden, die ja im grunde genommen auch ihre eigentlichen Arbeitwirthschaftlich unangenehmen Thatsachen gegenüber absolut blinde dem Lande" unterzubringen. Erstlich sorgen da schon die Herren geber sind. Bei einer früheren Gelegenheit haben wir schon an Berliner Steinfeger- Junung muß das jetzt zugeben. Dieselbe hat Kollegen der Berliner Junungsmeister für genügenden Nachwuchs, der Hand der Thatsachen den Beweis geliefert, daß die Berliner nämlich kürzlich die Zahl der bei ihren Mitgliedern beschäftigten Gesellen und zweitens ist auch gar nicht daran zu denken, daß beispielsweise Steinfegmeister eigentlich nur die Stellen vermittler für auf 200 festgestellt. Diese 200 Mann arbeiten aber nicht bloß in der Provinz Brandenburg 500 Steinsetzer Beschäftigung finden, die städtischen Pflasterarbeiter sind. Allerdings haben sich die Herren in Berlin, sondern zum großen Theil noch in den Vororten. Man Und es darf vor allen Dingen nicht vergessen werden, daß diese Arbeit" bis jetzt sehr gut bezahlen lassen. kann dann im günstigsten Falle annehmen, daß bei den übrigen, gerade bie Berliner Steinseherinnung die Was die Arbeiter in erster Linie von den städtischen Behörden nicht der Berliner Steinfeger- Innung angehörenden Meistern noch heutigen 31 ca. 100 Steinfeger beſchäftigt find. Nun beträgt aber die zahl der gewerbe au in größten beiffelber verfchutbet hat: Die Stoften ver Sentenarfeler bei den Blaſterarbeiten„ geſpart" in Berlin und den Vororten ansässigen Steinfeger mindestens 800, davon Die Berliner Steinsetzerinnung hatte es thatsächlich in werden sollen. Wir sind der Meinung, daß früher auch kein Geld in Berlin ca. 500. Von diesen 800 Mann sind somit 500 arbeitslos, der Hand, durch vernünftige und zielbewußte Wahrnehmung der ihr für Pflasterarbeiten verschwendet wurde. von denen die meisten seit dem Herbst vorigen Jahres unverdienter Weise verliehenen gewerbepolitischen Rechte sowohl als auch nicht Außerdem zeugt es und besonders tiefem voltsnoch keinen Handschlag Arbeit gehabt haben und die auch nicht auch der ihr freiwillig eingeräumten Vorrechte und im Besize wirthschaftlichen Einblick, bei der Herstellung und Verwaltung von darauf rechnen können, in diesem und den kommenden Jahren in des Monopols auf dem Berliner Arbeitsmarkt Berlin überhaupt Arbeit von nennenswerther Dauer zu bekommen. es sie hatte erkehrswegen„ sparen" zu wollen. Es tönnte solche„ Spars in der das Aufkommen ihres gefährlichsten famfeit" später dem Stadtsäckel theuer zu stehen kommen. Zum Natürlich ist auch eine entsprechende Anzahl von Rammern und Konkurrenten, des Asphaltpflasters- wenn auch nicht gänzlich zu ver- mindesten aber werden die Intereffenten des Verkehrs durch solche Hilfsarbeitern von dieser Misère betroffen. hindern so doch aber bedeutend zu erschweren. Statt dessen hat übel angebrachte Sparsamkeit geschädigt. sie durch ihre nur von der Rücksicht auf den Profit geleiteten Lotterwirthschaft der schlauen geschäftlichen Agitation der Asphalt- Gesellschaften den denkbar kräftigsten Vorschub geleistet. von den " וסט tommunale Eine Anzahl Steinsetzer hat deshalb in diesem Jahre Berlin Des weiteren verlangen die Arbeiter, daß die Pflasterarbeiten, schon den Rücken gekehrt und sich um auswärtige Arbeit bemüht. und feien es auch zunächst nur die Reparaturarbeiten, in städtische Es ist aber flar, daß auch diese nichts gebeffert sind; denn die Löhne Regie übernommen werden, damit wenigstens für das Geld, welches in der Provinz und den meisten größeren Städten sind durchiveg Und selbst, wenn man das Emporkommen des Asphaltpflasters heute als Unternehmergewinn in die Taschen der durchaus entbehrniedriger, als in Berlin. als ein unabwendbares Stadium in der technischen Entwickelung| lichen Meister" fließt, weitere Arbeiten ausgeführt oder die ausNun sollen aber diese Ausgewanderten, zumeist Verheirathete, des Straßenbaues betrachtet, so bleibt auf der Berliner Steinsetzer zuführenden Arbeiten solider hergestellt werden können, als das den niebrigen Zöörren Miethe und Lebensunterhalt, für ihre Innung der nicht minder schwere Bozwurf haften, daß fie dieſe heute leider geschieht, daß ſomit dieses Geld in Form von ArbeitsFamilien in Berlin bestreiten, während ihnen selber, da sie zumeist technische Entwickelung wissentlich ignorirt hat. Sie hat fortgesetzt löhnen den Arbeitern zu gute tommt. Dieses Verlangen ist darauf angewiefen find, in Gasthöfen zu logiren, die Bestreitung neue Arbeitskräfte herangebildet, ohne sich auch nur ein auch noch aus einem ihres eigenen Lebensunterhaltes theurer zu stehen kommt, als wenn Mal Gewissensbisse darüber zu machen, was denn eigent sie in Berlin arbeiten. Der einzige Vortheil, den die Ausgewanderten lich aus den vorhandenen und den stetig neu hinzukommenden vor ihren arbeitslosen Kollegen vielleicht voraus haben, besteht Arbeitsfräften werden soll! Diese Gewissenlosigkeit geht so weit, darin, daß sie vielleicht für ihre Person nicht ganz so daß sogar noch jest, troh der von der Innung schlimm zu darben brauchen, wie diese. Im übrigen aber geht es selbst getroffenen Feststellung, immer noch neue mit jenen wirthschaftlich ebenso bergab, wie mit diesen. Lehrlinge eingestellt werden!! Gegenüber diesen tieftraurigen, aber thatsächlichen Verhältnissen tlingt es wie blutiger Hohn, wenn ein Berliner Inningsmeister einem Mitgliede des Leipziger Vereins für Sozialpolitik auf Knaben- Anzüge reelle Waare, v. 2,75 M.; Burschen Anzüge i. allen Größen zu jedem mur annehmbar. Preise. Herren Hofen, reine Wolle, v. 3,50 M. an, fowie einzelne Hofen. M.Stein, Kaftanien- Allee 54, part. Lanolinseife! macht die Haut zart u. geschmeidig. 1 Stück Lanolinseife und ein reines Handtuch liefere ich f. 10Pf. p. Woche. Handtuch- Verleih- Just. L. Figuer, Neue Königstr. 17. Fernsprech- Amt VII. Nr. 2087. * Aber die Steinfeger haben wenig Hoffnung, daß ihre ein dringlichen und begründeten Borstellungen bei der Berliner SteinfegerInnung Gehör finden. Bis jetzt hat letztere nur noch stets bewiesen, Hüte für Herren, nur gute, dauerhafte Waare in allen Farben, weich u. gesteifte 2,60, echte Lobenhüte 2 M., Kinderhüte 1,50. J. Streblow, Brückenftr. 15 a.[ 15612* Wichtig für Lederhändler, Schuhmacher, Sattler etc. Konkursmassen Ausverkauf. Die aus der Hermann Meier'schen Konfursmaffe stammenden Waarenvorräthe, bestehend aus: Sohlleder, Abfällen, Schäften, Geschirrieder, Chabracken, Leisten, Oberleder, Schuhmacher- Bedarfsartikeln sollen in der do Rosenthalerstrasse No. 1112 im Keller werktäglich von 9-12 u. 2-6 von heute ab zu fest tagirten Preisen ausverkauft werden. Gas:, Laden: und Geschäfts- Einrichtung sind zu verkaufen. 12. Ziehung d.4. Klaffe 196. Kgl. Preuß. Lotterie. 58 925 35 114134 75 240 47 51 56 360 400 29 34 593 Biehung vom 7. Mai 1897, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 2 255 417 94 824 97( 500) 974 97 1107 39 506 657 924 2088 137 73 222 95 574 84 714 813[ 500] 3086 224 451 81 808 920 1011 78 189 252 312 95 477 85 538 45[ 1500] 712 24 93 860 64 82 926 5039 294[ 3000] 323 78 415 537 83[ 1500] 913 32 66 6212 331 58 409 684 724 932 7249 364 739 910( 500) 8101 95 276 330 652 746 916 9047[ 500] 322 65 409 [ 3000] 600[ 500] 51 790 944 80 115037 39 413 565 612 42 59 116155 381 98 483 531 760 995 117115 472 80 902 118102 17 300[ 300] 407 511 94 634 51[ 300] 119028 118 31 304 439 41 46 564 642 98 830 46 120064 71 285 445[ 1500] 522 633 97 720 864 121116 228 95 307 566 122167 368 400 521 42[ 500] 95 902 81 123048 187 279 381 535 674 809 124041 71 509 69[ 3000] 89 708 30 83[ 500] 843 125112 34 334 402 14 59 78 652 734 126003 147 241 46 310 549 652 742 819 940 127035 415 62 625[ 300] 32 840 60 99 940 128146 66 219 427 42 554 62 744 98 825 70 916 21 96 129086 684 944 539 1500) 745 950 120130041 53( 1500) 99 139 374 415 50 640 60 663 718 10045 131 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718 75 180055 97 212[ 300] 13 28 60 86 335 503[ 1500] 80 657 70 711 828 960 76 181014 110 266 300[ 3000] 417 545 892 182004 522 71 630 805 78 991 183130 67 911 41 184180 208 67 553 752 82 99 898 185237 318 51 98 500 26[ 1500] 769 96 819 914 42 53 186006 25 32 45 137( 3000) 231 317 499[ 500] 527 611 24 40 859 187078 350 453 58 510[ 3000] 648 70 735 53 828[ 1500] 188221 34 83 189087 175 382 509 190029 115 305 66 450 67 540 627 735 59 817 31 71 925 191139[ 1500] 65 220[ 8000] 77 87[ 1500] 450 559 79 609 62 710 82 92 872 192071 411 696 916 63 193036 209 414 78 539 53[ 300] 622 43 747 93[ 1500] 803 20[ 300] 194113 42 83 527 610 33 702[ 1500] 868 929[ 300] 47 195030[ 1500] 118 25 49 77 414 628 [ 1500] 784 804 923 38 196052 118 78 334 574 791 828 197032 70 80 222 59 316 31 37 484 553 708 27[ 300] 29 882 198007 334 488 1300] 548 79 758 803 904 199162 359 63 422( 500] 63 575[ 3000) 611 56 714 938 94 95 200059 61 211( 500) 326 48 92 587 841 91 99 939 88 201052 832 583( 500] 85[ 1500] 506 70 78 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Die städtischen Behörden als Arbeitgeber haben die Pflicht, darüber zu wachen, daß die von ihnen vergebenen Arbeiten nicht dazu mißbraucht werden, Arbeitskräfte heranzubilden, für die, wenn sie ausgebildet sind, keine Existenzmöglichkeit vorhanden ist. Schon jetzt ist der Ausfall an Steuern, welcher durch die Arbeitslosigkeit der betr. Arbeiter herbeigeführt ist, ein ganz beträchtlicher. Viele mußten schon die Armenpflege in Anspruch nehmen. Werden die städtischen Behörden Vorkehrungen treffen, um wenigstens einer Verschärfung dieses trostlosen Zustandes in Zukunft vorzubeugen?! J. Brünn Am Stadtbahnhof ,, Börse". Zum Wohnungswechsel gelangen große Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Fertige Wäsche! Leinenwaaren! zu ganz aussergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf! 12.Ziehung d.4. Klaffe 196. Kgl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 7. Mai 1897, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 4 110 39 289 739 899 919 1037 219 79 92 321[ 1500] 85 724 26 49 2159 65 66 210 81 381 906 25 3245 75 391 530 99[ 1500) 609 774 97 826 59 4017 25 106 21 40 464 571 688 800 913 72 5169 230 78 556 79 641[ 300] 96 707 851 79 93 905 6130 82 272 516 680 893 987 7061 192 268 88 505 45[ 3000] 804 32 55 8507 19 628 [ 1500] 51 68 805 24 72 9082 326 438 52 595 715 78 995 10117 376 95 401[ 3000] 6 639 791 817[ 500] 95 918 11036 88[ 300] 261 303 96 479[ 500 524 888 911 35 12050 66 94 274 848 61 520 32 633 57 802 6 904 59 13025 32 188 219 396( 3000) 423 511( 300) 630 816 901 [ 500] 40 14300 14[ 500] 503 65( 500) 601[ 1500] 5 28[ 300] 704 14 35 50 876 971 15053[ 1500] 209 15 63 375 699 758 70 804 68 16155 82 215 302( 500) 27 432 44 69 799 871 [ 500] 96 971[ 300] 76 17020 481 532 654 97[ 3000) 883 91 965 18239 580 679 752 19102 57 213 404 13 538 49 52 624 26 49 920 70 76 20103 26 269 314 425 506 918 21099 370 489 546 864 73 81 22147 283 56 82 351 403 653 23074 432 44 73 521 64 635 73 750 93 24103[ 300] 53[ 3000] 99 347 [ 500] 405 29 875 912 87 25353 1500] 58[ 500] 722 847 948 20163 430 636 791 806 94 912 82 27211 65 674 700 815 28 33 911 60 28051 58 222 384 497 617( 3000) 98 29011 372 630 768 909 30206 26 504 12 88 626 27 707 83 930 31559 85 95 655 923 32149 89 217 481 967 83186 247 52 56 451[ 1500] 507 40 600 999 34025 108 340 611 76 943 35090 307 61 468 583 773 36088 121 78 94 329 87 403 21( 500) 74 602 77 856 37077 192 240 422 620 709 13 40 77 878 115001 38201 26 36 337 45 499 521 773 813 23 58 89213 78 844 46[ 300] 73 495 580 641[ 1500] 96 816 86 40065 423 83 666 726 52 828 45 41032 201[ 300] 425 57 631 52 68 733 916 49 42046 184 72 240 495 566 714 61 43181[ 3000] 90 224[ 5000] 31 32 339 464 685 732 808 91 44283 444 83 533 719 24 896 922 45069 539 84( 500) 610 84 704 993 46386[ 500] 558 90 745 898 47477 956 60 62 8048090 365 72 403 88[ 300] 533 91( 300) 732 818 77 920[ 500] 40092 160 74 236 371 458 627 768 931 50190 206 93 448 639 775 908 21 51080 82 339 43 85 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