(InterOaltungtfBetlage. 1926. Das Wunder von KraVatoa. Was Sie Statur vermag.—«erMiifMng, Lov und— criuferftehung. Es ist jetzt genau zweiundvierzig Jahre her, daß die Nein« Inselgruppe, die den Archipel von Krakatoa bildet, von einem der furchtbarsten vulkanischen Ausbrüche heim- gcsucht wurde, der sich je in historischer Zeit ereignet hat. Ter Archipel von Krakatoa liegt in der Milte der Sundastratze zwischen Java und Sumatra. Die erwähnte Katastrophe er- cgnete sich am 26. August 1883 und wurde fast überall ans der bewohnten Erde, zum mindesten als schwaches Erzittern der Erd- obrrfläche, lvahrgenominen. Tas Geräusch der Erplvsioncil, von denen die Ausbniche begleitet waren, konnte man auf Ceylon und in Australien mit grötzter Deutlichkeit hören. In Batavia, das über 1500 Kilometer tvcit abliegt, klirrten die Fensterscheiben und tvankrcn die Häuser. Die Krakatoainscln wurden durch die entfesselte» Gelvalten des Erdinncrn in eine trostlose Wüstcitei verwandelt. Stach einer Schätzung des holländischen Geologe» Bcr- bcck l,at der aus der Hauchinsel gelegene Bul- ian nicht weniger als vier Kubikmeilcn vul- kanischcn Materials ausgespien. Dcmgemätz tvar jeder Zollbreit Boden mit heißer Asche und>nit Steinen bedeckt, und zwar nicht mrr mit einer dünnen Schicht«, obzwar auch eine solche genügt hätte, um alles pflanzliche und tierische Leben zu vernichten, sondern mit einer dicken Kruste von außerordentlicher Mächtigkeit. Durch den getvaltigen Ausbruch wurde die Insel gleichsam lrnierminiert. Infolge hievon stürzte ein Teil von ihr ein, ebenso der Meeresgrund in ziemlich lveilem Umkreis, und es cmstand ein« neue große Bucht, die man auf älteren Landkarten vergeblich suchen würde, denn cs hat sie vor der Katastrophe eben nicht gegeben. Gleichzeitig tobte die aufgewühlte See in kaum je dagewesener Weise. Ungeheure Wogen von dreißig bis vierzig Mclrr Höbe rasten nach allen Windrichtungen und vernichteten namentlich die flachen Küsten von Sumatra nnd Java. Alle Küstenstädte der Sundastratze! wurden dem Erdboden gleich gemacht. Weit s über 30.000 Menschenleben fielen der Kata-> ftrophe zum Opfer. Als Bcrbeck als erster Vertreter der Wisscrrschaft kurz nachher den.Herd dieses grausigen Naturgeschehens ailfsuchte, fand er die Houptinsel um die Hälfte ihres früheren Umsänges kleiner. Der Bulkan, den sie nun trug, tvar nicht mehr derselbe, den sie früher getragen hatte. Er wirkt« wie entzrvei ge- schnittc» von dem Riesenmeffer eines Ggan- ten und ragte fast senkrecht über den Mecres- spicgel empor, während er früher keiiesioegs übcrmäß.g steil in die Höhe strebte. Am verblüffendsten war jedoch die Feststellung, daß dort, wo sich einst stattliche Hügel von einigen hundert Metern erhoben hatten, nunmehr unermeßliche Abgründe gähnten, in denen die Fluten des Meeres auf und nieder brandeten. Im übrigen tvar alles wüst nnd leer wie im Anfang der Zeiten. K«in Baum, kein Strauch, kein Stückchen Gras, kein Tier, kein Bogel, kein Insekt— nichts, nichts und noch einmal nichts, weder auf der Hauptinsel | noch auf den Ncbeninseln— überall imr Vernichtung und Tod. Doch die Natur, die solche Wunden schlägt, besitzt auch die Kraft, sie zu heilen. Wer heute die Insel betritt, ohne etwas von den furchtbaren Dingen zu wissen, di« sich einst hier abgespielt haben, fiiütet auch nicht die geringste Spur, aus der auf dergleichen geschlossen tverden könnte. Alles grünt und blüht in Paradiesischer Pracht und Fülle. Bögel singen, Schmetterlinge flattern von Blüte zu Blüte, Insekten schwirren und zirpen, kurz, das Leben ist zurückgekehrt und harst mit vollen Akkorden das unvergängliche Lied der unüberwindlichen Schöpfung. Dem Blicke des Naturforschers entgeht es freilich nicht, daß die ganze Herrlichkeit itoch sehr jungen Datums fft. Auch sind ! mannigfache Anzeichen dafür vorhanden, daß der ganze Anfbauprozeß, der hier kurz nach der verheerenden Katastrophe wieder eingesetzt bat, noch keineswegs abgeschlossen, sondern im Gegenteil erst in seinen'Anfängen begriffen ist. Trotzdem ist er bereits so weit gediehen, daß man ihn in seinen tveseivilichen Grundzügcn erfassen und verfolgen kann. Die erste Phase beobachtete M. Trend, damals Direktor des berühmten botanischen Gartens von Buitenzorg auf Java, als er im Jahre 1886, al'o drei Jahre nach der Katastrophe, den« Archipel von Krakatoa«inen Besuch abstattet«. Er fand lediglich eine kleine Anzahl von Pflanzen vor, in erster Reihe die typischen Erstlinge junger Korallenrnscln, deren Samen di« Strömungen des Meeres als Fortbcwegungsmittel benützen. Dreie Pflanzen wuchsen unmittelbar an der Küste, zum Teile noch im Meer«. Etwas höher 'oben fanden sich, aber nur vereinzelt, primitive Pflanzen anderer Arten, und zwar solche, deren Samen außerordentlich klein und lriwt sind und vom Atem des Windes über die Erdoberfläche verteilt werden. Endlich gab es in Hülle und Fülle blaue Algen, die auf dem vulkanischen Geröll und Gestein wucherten, sowie einige Farnkräuter, die da und dort in einer Fels, oder Aschenspalte Fuß gefaßt hatten. Als Sporen auf den Flügeln des Windes hingclangt, bewirkten berde, besonders.aber die Mgen, eine merkbare Zersetzung und Verwitterung der an und für sich völlig unfruchtbaren vulkanischen Schicht, die die Inseln bedeckte. Elf Jahre später wiederholte Treub seinen Besuch an der Spitze einer größeren Expedition, der auch der Deutsche Pcnzig angehörte. Jetzt war die Flora schon unvergleichlich reicher. Verschiedene Gräser uno Sträucher waren hinzugekommen, und insgesamt waren es bereits 65 verschiedene Pflanzenarte», während Treub bei seiner ersten Anwesenheit ihrer nur 26 zählen konnte. Bis zum Jahre 1906 hatte sich die Zahl der Pflanzenarten auf 108 verinehrt. Gegenwärtig belauft sie sich auf 272. Doch diese dürren Ziffern besagen noch nicht o viel wie die lebendige Anschauung der geradezu phantastischen Intensität all dieses Wachstums. Ist es doch kaum möglich, sich einen Weg durch die Inseln zu bahnen, die über und über mit mannshohem Gras, undurchdringlichem Strauchwerk und mächtigen Bäumen bedeckt sind. So groß ist die Zauberkraft der Natur, die hier ein wahres Meisterwerk vollbracht hat, indem sie dielen ganz und gar unwahrscheinlichen Reichtum buchstäblich ans dem nackten Nichts bat erstehen lassen. Was die Tierwelt der Inseln betrifft, d'e der Vulkanausbruch von 18^3 gleichfalls völlig vernichtet hat. so ist sie leider erst seit 1908 systematisch erforscht worden. Es ist dccher unbckanm, wie und in welcher Reiherfolge ihre Slruschöpfung vor sich gegangen ist. Auch sie ist aber noch nicht abgeschlossen, obzwar sie bereits eine erstaunliche Höhe erreicht hat. Am erstaunlichsten ist das Bor- — s kommen von schien Landschnecken, da cs M- her noch nie beobachtet wurde, daß die Verbreitung dieser Tiere auch auf dem Wasserwege vor sich gehen kann. Andererseits ist cs ausgeschlossen, daß sie ans anderem Wege nach den Krakatoo-Inseln gelangt sein kön- Lohntag. Samstag— Tag öc§ Herrn. Sorgen Herten ein Stündchen dem Herzen fern. Kinder lecken ihr rotes Mündchen. Mutter lacht. Auf dem Tisch liegt Geld— der Lohn, den der Vater gebracht für schwere Fron Aber dann beim Lampenschein, wenn Muiter-rcchuct und denkt, was zum Leben muß sein, wie sich die Freude da senkt—— Jeder Tag sein Teilchen Samstag— Tag des Herrn— Für ein Weilchen waren die Sorgen fern— Otto Lirnicke. Btt öen Verschollenen. Vo'n Albert Daudistel. Gleich nach, meiner Ankunft in Marseille ging ich, begleitet von meinem Schatten, dem Gedanken nach:„Was nun?" Ich geriet dabei in immer lästiger werdendes Unbehagen. Tenn Marseille schien mir zu trocken und roch daher, weil ich mich schließlich schon nach Spanien sehnte, bloß nach Pferdemist. Ta ich kein Geld mehr besaß, und ich also mein Gemüt nicht wenigstens mit einem Viertelliter Wein taben konnte» deswegen eilte ich in den Hasen, auf die schöne Mole. Tas.Meer atmete ruhig. Und die " Wellchen beklatschte» leise die unteren Kanten der wild auseinander gekippten, gewaltigen Betonblöcke, an denen sonst die Sturmflnr zerfetzen mußte. Auf einma> als ich schon so einigermaßen besänftigt auf der langen Mole dahinschritt, vernahm ich aus einem Spalt zwischen den schtveren Betonselsen ein Gemurmel deutscher Stimmen. Ich lauschte. Und da mich plötzlich von da unten her ein rauhes Auflachen in den Ohren kitzelte, kraxelte ich ermuntert in den Spalt. Ich gelangte in eine niedere Höhle, die in ihrer Breite ganz offen war, zur See und deren Ausgang besonnt und flach im Wasser endete. In diesem Raum hockten wie Türken drei struppige, barfüßige Burschen einem Alten gegenüber, dessen flachsgelber Dollbart wie neu oussah. Ich begrüßte die befremdet schauende. Gesellschaft schon deshalb sehr freundlich, weil ich so, ohne es zu sagen, zum Ausdruck bringen wollte:„Guckt, ich bin ja auch-so arm wie ihr; laßt mich bei euch verweilen! Der eine Bursche fragte mich, von wo ich komme. Ich setzte mich also neben den Akten und berichtete über meine Herkunft. Als ich ihnen auf ihr Verlangen auch von meinen Romanwerken und ganz besonders von meinem jüngsten Roman„Wegen Trauer geschlossen" erzählt, hatte, da sagte der eine der verwahrlost aussehenden Burschen:„Tn, geh bloß nicht unter! Gib acht! Sonst gehts dir wie uns!" Ich horchte auf in Bewunderung über di-ft Seele, ds> da zu mir sprach. Und wir schwiegen eine Weile... Plötzlich sagte ich aus meiner Besorgnis heraus, die mich brannte:„Menn ich bloß wiMer einen Reisepaß hätte, mein«: wurde mir hn neu. Von Infekten sind Tausendfüßler und Skorpione fthr häufig, desgleichen wimmelt es, um bei den ungemütlichen Vertretern des Tierreiches zu bleiben, von großen Schlangen und von Krokodilen, die die hübsche Länge vvn drei bis vier Metern erreich«!. Die Regierung der Niederlande hat die Inseln jetzt als Naturschutzgebiet erklärt. Se dürfen i» Zukunft nur zu wissenschaftlichen Ztvecken und auch dann nur mit aus- dntcklicher Erlaubnis der zuständigen Konsu- larbchörde betreten lverden. Dtta Monte Carlo geraubt, der war in meiner Reisetasche. Verflucht..." Die drei struppigen barfüßigen Burschen und der zerlumpte Stile schauten vor sich hin und atmeten schwer wie Schlafende. Es ward düster in der Höhle. Auf einmal räusperte sich ein Bursche und sagte: Wir können dir helfen!" Er zog aus seiner Hosemasche ein Notizbuch; dem entnahm er einen Schein und reichte ihn mir mit den Worten:„Da steh» drauf, daß du Karl Bierman« heißt, am 23. November 18M in Eisenach geboren wurdest und von Beruf Steinmetz bist!" Ich nahm den Schein, und als ich sah, da es ein provisorischer Paß war, der vom denffchen Konsul in Genf herausgegeben wurde, da fragte ich den Burschen, der nrir den Paßschein ausgehändigt halte:„Wo ist denn der..?" Er und sein linker Nebenmann beantworteten meine Frage mit Achselzucken. Und ich forschte: „Wieso denn...??" Und da sagte der rechte Nebenmann des einen:„Wir drei hier und Kar! Biermann, wir sind abends hinausge- schwommen auf Reede vor Kalkutta, an einen Dampfer, aus dem wir dann was zn essen kriegt haben, von den Seeleuten. Karl Bierniann aber kam damals nicht an dem Dampfer an... Wir sanden dann an Land nur seine Jacke neben den unsrigen wieder. Aber er kam auch nicht an Land an das heißt: er— er ist verschollen. Dort gibts viele Haie..." Der Alte flüsterte vor sich hin:„Der dreißig Jahre».begann ich.meine Reise..." Der eine Bursche:„Mich verinißt auch niemand mehr!" Und die anderen nickten. Der Alte:„Aber wir bleiben hier noch beieinander, wir..." Der linke Nebenmann:„Bald wird uns hier die Flut vertreiben!" Der Alte schaute hin zum Wasser und seufzte: Die konunt erst heute Nacht!" Der eine Bursche:„Ich verberge mich..." Ter linke Nebenmann ergänzte:„Wir müssen uns verbergen, noch heute Nacht, an Bord.." Ich stagte:„Wo ist euer Ziel," Da bekräftigt« der rechte Nebenmann, der jüngste:-,Mrba!— wir drei, wir wollen mit nach Kuba, heimkickt, heute Nacht, mit nach Kuba!" Eine unheimliche Stille erfüllt die Höhle. Und da lachte der Alte, plötzlich auf, rauh und verzweifelt... Ich erschauerte. Ich verberg den Paßschein in meiner Rocktasche und kauerte mich. Auch di« anderen kauerten... So hockten wir beieinander in der Dunkelheit, bis uns die F:ur hochtrieb. Während wir schweigend auf der Moke zum Hosen gingen, sagte ich, hiuschauend auf das nachtschwarze Wasser, auf dem der Mond einen Schwarm. Heller Wellchen durcheinander Plätschern-ließ, daß ich am liebsten noch heule Nacht Marseielf verlassen würde. Der eine Bursche erwiderte mir:„Da unten, dieser Dampfer, der schwarze, fährt morgen früh nach Barcelona!" Und da fühlte ich mich plötzlich erleichtert durch den Gedanke»:„Spanien!" In der Nähe des schwarzen Dampfers verabschiedete ich mich von den Verschollenen. Dann schlich ich an Bord und verbarg mich, um ganz sicher versteckt zu sein in dem tiefen Dunkel des Kohlenbunkers.,. Bazillen. Von Eugen Heltai. Es lebte einmal ein junger Mann, den hatte man als Kind gegen Blattern impfe» lassen. Dann gegen Diphteritis. Der Knabe wuchs heran und zugleich mit ihm entwickelte sich auch die Bazillenkunde. Seine fürsorglichen Eltern ließen ihn auch gegen Lungenschwindsucht impfen. Dann, als die Wissenschaft einen weiteren Schritt vorwärts machte, liexckn sie ihn auch gegen Krebs impfen. ' Der Jüngling war sehr glücklich und sehr gesund. Tenn er war schon sehr geimpft. Doch die Wege der Wissenschaft sind unabsehbar. Ei» englischer Arzt entdeckte de>» Bazillus der Trunkenheit. Der Jüngling, der ans seine Gesundheit überaus acht gab, ließ sich ohne Zögern auch gegen Trnnkenheir imvien. Ein Franzose war unterdessen dahinter gekonlmen, daß auch di« Deekrairkheit durch Bazillen hervorgerusen wird. Und obwohl dcr Jüngling nicht die geringste Luft verspürte, anfs Meer zu gehen, ließ er sich doch schleunigst auch Er hätte in Ruhe leben können, wcrm nicht der Forjchungsgeist der Aerzte immer neue Bazillen entdeckt hätte. Der junge Mann, der sehr darauf achtete, daß ihm ja nichts zustoße, hielt mit der Wissenschaji immer gleichen Schritt. Diesem hatte er es zu verdanken, daß er alsbald mich gegen Erkältung, Influenza, Gicht, Rheu» maiisinus, NervositB, Blularmnt und Kindbettfleber geimpft war. ssch brauche gar nicht zu sagen, daß er auch gegen Pest, Cholera, Maiern, Typhus, schmerze», Sodbrennen, Hexenschuß, Zahns trzen und Blinwarmer ttzünt-nng geimpft I Lbcnso auch gegen Derzkli »pfen, Angenschmer- zen, Ohrensanseu,- Schnupf fen. Dickleibigkeit, Mag erkeit, Luftröhrenkatarrh l, Kebikopfschwind- jucht, , Hnhiierauoen und Rae lelgrschwür. Da glaubte er, daß er nun schon gegen alles geimpft sei. Welch ein Irrtum! Er war noch nicht geimpft gegen Schwindel- und Ohn- »tachtsanfäll:, Blutvergiftung und eine Menge Krankheiten diskreter Natur. Der junge Mann ergänzt« im Sturuijchrilt diese Mängel. Das viele Impfen hatte aber schädliche Folgen. An dem kreuz und quer geimpslen Jüngling begannen sich Symptome von Geisteskrankheit zn zeigen. Was nicht zu verwundern war. Die vielen verschiedenartigen Heilmittel waren in seinem Organismus derart durchein- andcrgewirbelt und wirkten derart lannenhaft, daß er davon verrückt werden mußte. Die Aerzte konstatierteit an dem Unglücklichen eine Gehirnerweichung. Doch nicht umsonst war der Jüngling mit den Errungenschaften der ärztlichen Wissenschaft in Wettlauf getreten. Die Wissenschaft zeigt sich dankbar jenen, die an sie glauben. Zur selben Zeit, als den Jüngling die einzige Krankheit befiel, gegen die er nicht geimpft war, entdeckte .ein schottischer Arzt den Bazillus der Gehirn- 8 Erweichung. Der Jüngling war gerettet. Man impfte ihn auch gegen Gehirnerweichung und entließ ihn geheilt aus der Anstalt. Als er auf die Straße trat, sprach er glücklich: „Nun fürchte ich schon nichts mehr!" In diesem Augenblick fiel chm«in Ziegelstein auf den Kopf. Der Jüngling war auf der Stelle tot Gegen Ziegel war er nicht geimpft. (Autorisierte Ueberfttzung aus dem Ungarischen von Maurus Mczci.) Erlebnisse im Kannibalen-Lanb. Von Merlin Moore Taylor. Die nachstehenden Schilderungen entnehmen wir dem im Verlag Brockhaus soeben erschienenen, höchst lesenswerten Werk, das der Verfasser unter denk Titel„Ski den Kannibalen von Papua" über seine Erlebnisse im Innern von Britisch-Renguinea geschrieben Hot. Am Vorabend des Tages, an dem wir in di« Berge ansbrcchen wollten, begaben wir unS zeit! g zur Ruhe. Aber kaum war unser nach it" verklunaen. als wir das G:räuick nackter Füß e auf den St ufen des Häuschens hört en, und chw Stimm« ehrerbietig, aber eindr in glich: ubada! Tanl wda!"(Herr! Herr!) ric Auf der D eranda stand«in Eiuge bovencr mir buschigem Kopf im Licht einer proßcn Lani :pe- Er war ' wegmüd«, nnd seine D zjstc nuniform zei gt« di« Spuren des Sä dmutzcs der Ebene nnd der Wellenspriber ans seiner wrs'ahrt vom Hu mptlaud über den Hall-Sund. „Dieser Bursch je," sagte Co nnelly,„stammt Einflusses der giernng darstell! t. Es handcck r sich um einen cri isthaften Aufruf ,r in Kapa« !ü, dem Bezirk, tk’I ■ neben dem ft ünen liegt. Die Lent« sind ou ßcr Rand nnd Band uitd li egen im Kampf mi t einem ander«! t Bezirk, Ke, eezzi. Die Lage bedenklich. We nn wir nicht erscheinen nnd Clil greisen, verliere n sie ihr Ber krauen zur Re gic ritng und versa lien so gut U ne sicher wieder in ihre frühere Wi Sie Ihre Reise so weit ansdehncn , daß Sie di x aufständischen Ge riet« mituehnie ir, tun Sie unendlich viel Gl! ites und entheb en mich der Jlonvendigkeit, seit »st einen Streif; ng dorthin zu i unternehmen." Wir steckten unsere Pfeifen an nnd lehnten uns in die Stühle znrück, während Connelly den Torfpolizisten wegschicki« und uns erzählte, was er von Kapalca wußte.. „Die sind ja Neuling, mit Papua noch nicht so vertraut," wandt« er sich zu mir,„und so erkläre ich Ihnen am besten erst einiges über die Bergbctvohner." Ich will nicht versuchen, sein« eigenen Wort« wiederzugeben, sondern beschränke mich darauf, das Wesentlichste von dem wiederzugeben, was er mir erzählte. Ais di« Ratur Neuguinea schuf, muß sie ironischer Laune gewesen sein; denn sic schuf ein Land mit wilden, drohenden, fnrchtgebie- tcnden Bergketten, wo das Leben für die Wilden ein beständiger Kampf ums Dasein ist, von der Wiege bis zum Grabe. Zn jeder Stunde umschwebt sie der Schauen des Todes; denn »venu sie nicht von den Feinden» die jeden Slamnl umgeben, erschlagen und aufgcfresscn werden, bedroht sie das Gespenst des Hungertodes als Folge der häufigen Mißernten in ihren felsigen Gärten, die mit Baumstämmen überstreut uitd mit- Zuckerrohr und Bataten bepflanzt sind. Das Wild beschränkt sich auf «in paar Vögel,«in g«legcnlliches Känguruh, das kaum größer ist als eine Ratte, und vielleicht einen Emu, der sich aus dem Tiefland her verirrt har. Es gibt kein anderes Fleisch als das erschlagener Feinde. So schätzt man in den Bergen seine Schweine höher ein als seine Frauen. Man mag sich noch so gegen diese Rangordnung sträuben, selbst ein Weißer kann verstehen, warum es so bei den Schwarzen ist. Die Frauen übertreffen die Männer an Zahl in den Bergen; denn di« Opfer, die die Menschenfresserei fordert, entfallen zumeist auf die Männer. So nmiverbcn die Frauen eifrig die heiratsfähigen Männer, und die Sitte will, daß di« Frau dem Maim den Antrag macht. Selten wird er abgelchnt. Je mehr Frauen ein Manit hat, um so größer und ertragreicher sind seine Gärte», die sie bearbeiten. So hat jeder Mann zwei bis sechs Frauen. Der Verlust einer Fran will tveuig sagen, wo man sofort «in« neue haben kann. Aber ein Schwein zu verlieren— ach, das bedeutet rin wirkliches Unglück! Um ein neues I Schwei« zu bekommen, muß man das Dickicht I durchstreifen nnd cs sangen, wenn es noch klein I ist; man muß cs selbst anfziehen nnd dabei sogar die Brust seiner Frauen abwechselnd mit den Kindern nehmen lassen. So folgt den« Tod seines Schtveines oft ein Mord, nnd der Mord führt unfehlbar zu neuen Morden, und das Blutvergießen befällt ganze Dörfer und I Stämme... Als wir bereits ins Gebiet der Kannibalen vorgedrungen waren, erblickten wir eines Tages den Schädel eines längst Verstorbenen, der den Zaun eines Bestattiingsacrüstes schmückte. Ich strecki: die Hand aus und wollt« ihn zu näherer Besichtigung hernniernehmeu. Da um- klmnmerte jemand meinen Arm wie mit einer Eisenzange. Neben mir stand Former, der alte Dorfpolizist aus Rarai. Seine Augen waren weit aufgerissen; der Atem kam ihm in schweren Stößen ans den Nasenflügeln. „Rühre ihn nicht an, Herr, oder wir müssen alle sterben!" sagte er. Ich achte die Uebcrzeugnngen eines jeden Mitmenschen und hätte sicher auch den alten Fornier bei seinem Aberglauben gelassen, aber Humphries dachte anders. Jedenfalls.ging er i an uns vorbei, nahm den Schädel vom Zaun und ließ ihn in seinen Händen hin und her rollen. „Stein Eingeborener soll mich ins Bockshorn jagen, offen oder sonst irgendwo! Der Schädel wird mitgeiwmmen." Im nächsten Dorf, in das wir kamen, erwarteten uns die Bewohner.-Sie waren vor deut Tor versammelt und liefen weg, als wir uns näher:«»; aber sie blieben nicht nv.it cnl- serut stehen und schienen weder feindselig noch erschrocken zu sein. Da erblickte einer von ihnen den Schädel unter Forniers Arm. Im Nu verschwand das freundliche Grinsen von seinem Mund; sein« Gestalt richtete sich auf; seine Auge« funkelten in ihren tiefen Höhlen; nnd er sprach ein paar zornige Worte. Im nächsten Augenblick war er und seine Gefährten aus unserer Nähe geflüchtet. Der Weg führte uns am nächsten Morgen I den Kamm des Borges einfang. Seltsamerweise| erblickten wir keinen Schwarzen. Aber ich konnte das Gefühl nicht los werden, daß das Dickicht um uns nicht, so einsam war, wie es schien. Eine unheilverkündende Stille lag darüber. Ich ging hinter den beiden führenden Polizisten und bemerkt«, wie auch sie unruhig waren. Ihre Unruhe steckte mich an; ich macht« den Revolver in der Ledertasche an meiner Hüfte los, so daß ich ihn' mit einer Handbewegung herauszirhen und abfcuern konnte. Zwanzig Meter hinter der Biegung mündete "der Pfad plötzlich auf ein« kleine Lichtung. AIS wir sic betraten, hörten wir ein Knistern im Gestrüpp. Dann drang ein wildes Geschrei an unser Ohr, und das Dickicht um uns, das noch vor einem Augenblick so still und einsam gewesen war, wimmelt« von Eingeborenen und starrt« von ihren Waffen! Ein einziger Blick genügte, mir zu zeigen, wie der Kreis nm uns immer enger wurde. Ihre blutdürstigen Gesichter leuchteten schon vor Freude; denn sie dachten an den bevorstehenden, Schmaus. Im Augenblick erkannte ich den vollen Ernst unserer Lage. Jeden Augenblick mußte der Hagel von Geschossen über ttns hereinbrechen, dann würden di« Wilden uns überrennen, und mit mir und mit meinen beiden Polizistei« war es aus. Warum wir nicht schon längst über den Haufen gerannt waren, verstand ich nicht. Wie ein Blitz durchzuckte mich die Antwort auf dies« Frage und die Lösung des Rätsels, bei dem drei Menschenleben auf dem Spiel standen. Ich ließ den Revolver fallen und riß den breirkrämpigen Hut vom Kopf, faßte mein Hemd am Halsband und streifte es ab. Dann schritt ich auf. di« Wilden zu. So lange erwa, wie ein« Uhr braucht, um ein halb dutzendmal zu ticken, standen wir da, die nackten Wilden und ich. Tann wurde» sie sichtlich verstört, ihre Reihen begannen zu schwanken, sie schöpften tief Atem, einer stieß ein langgezogcncs„U-i-i-i" aus, daun stürmten sie in wilder Flucht durch das Gestrüpp fort. Mein« Voraussetzung war richtig gewesen. Sie hatten ui« zuvor einen Weißen erblickt und als ich nun, bis zur Hüfte entkleidet, dastand, und die.Sonnenstrahl«» meinen Leib übergossen, waren sie bis ins Mark erschrocken! Der Trick kam uns auch später noch gut zn statten, weim wir den Eingeborenen bange machen wollten. Ehmejen-List. Es lebte«in Man« namens Riu Sei. Er war Richter im Kreise Tei Chin. Ein« Familie vermißt« einen kostbaren Schmuck und meldet« es dem Richter Niu Sei. Zwei Mädchen, die im Hause der Familie dienten, gerieren! in Verdacht, den Schmuck gestohlen zu haben. Jede erklärte: ,Jch habe es nicht getan." Ni« Sei entgegnete:.Zier Hai jede von euch eineir Stock aus der Pflanze Lu. Morgen srüh wird der Stock der Diebin um zwei Zoll gewachsen csin. So ossenbarr sich die Gerechtigkeit." Am andern Morgen war einer der Sröck« um zwei Zoll kür^r als am Tage vorher. Der Gouverneur von Tsiang Ran bcab. ichiigte, einen Hellseher und Karteilschläger auf seine Fertigkeit zu prüfen. Es erschiene» viele Frauen, gleich und gleich getrachtet, und nun sollte der Hellseher die Frau des Gouverneurs bezeichnen. Er überleg'.« nicht lange und sagte: „Aus dem Kopf der edler Dame ist ein gelber Hauch." Da hob di« S-har der Frauen di« Blick« zu der edlen Gouvc-neurin. Und der Be- sragte sagt«:„Tas ist sie'' (Aus dem Chinesifhen des Tsa Tschi, nacherzählt von Weiter Jerven in dem Leipziger Magazin«Sie groß« Welt") „Was einer säet, das wird er ernten." Ein indisches Märchen. In Indien leb« einmal ein Kaufmann, der hatte mit-seiner Gemahlin zwei Söhnchen, dir er über alles lieb«. Nun ging in der Stadt, in der«r wohn«, seit Wochen rin weiser Mann umher, der bat an den Straßenkreuzungen alle Vorübergehenden nm kllmne Gaben und sagte dabei immer di« Worte:„Was einer säet, das wird er ernten." Eines Tages hört« der Kaufmann, was der Weise sagte und' dachte:„Ob seine Rede wohl wahr oder falsch ist?" Um dies zu erproben, gab er chm zwei Pfannkuchen^ die mit einem sehr starken Gift versetzt waren. Der weise Bettler nahm di« Pfannkuchen, givi an«inen Teich vor der Stadt, reinigte sich Hände, Mund und andere Körperteile, und setzt« sich nieder, um sein Mahl)>' verzehren. Da kamen die beiden Söhnchen des Kaufmanns daher, um zu spielen. Und da di« schönen, zarten, wohlgesitteten Büblein dem Weisen gefielen, schenkte er ihnen die Pfannkuchen. Di« Kinder asten davon, legten sich unter «men Banm und schliefen«in. Das Gift tat sein« Wirkung. Sie starben. Di« Eltern glaubten, als sie von dem Tode ihrer Kinder hör«», eine Schlange habe sie gebissen. Ihre Trauer war grast, doch mir der Zeit fanden sie sich in ihren Schmerz. Wie staunten sie, als sie eines Tages den Bettler wieder erblickten, der sciuen gewohnten Spruch hcrsagte. Weiser," fragte ihn der Kaufmann, „hast du die beiden Pfannkuchen, die ich dir damals gab, gegessen, oder hast du sie weggeworfen oder verschenkt?" „Ich habe sie zwei kleinen Knaben gegeben," antwortete er. Da klärte sich alles auf. Die Elter» erkannten ihr Unrecht und füg!«« sich der selbstverschuldeten Strafe. Sie begannen nachzudenken, wie alles in der Welt zusammenhängt und taten hinfort nur noch Gutes. 6eöanfen-6plitter. Gesellschafts-Wissenschaft. Die gesellschaftlich wirksainen Kräfte wirken ganz wie die Raturkräf«: blindlings gewaltsam, zerstörend, so lange wir sic nicht erkennen und nicht mit ihnen rechnen. Haben wir sic aber einmal erkannt, ihre Tätigkeit, ihr« Richtungen, ihre Wirkungen begriffen, so hängt es nur von uns ab, sic mehr nnd mehr unserem Willen zu unterwerfen und vermittels ihrer unsere Zwecke zu erreichen. Und ganz besonders gilt dies von de» heutigen gewaltigen Produktivkräften- Solange wir uns hartnäckig tvcigern, ihre Naiur und ihren Charakter zu verstehen— und gegen dieses Verständnis sträubt sich die kapitalistisch: Produktionstveise und ihre Verteidiger— solange wirken diese Kräfte sich antrotz uns, gegen uns, solange beherrschen si: uns . Ater einmal in ihrer Natur begriffen, können sic in den Händen der assoziierten Produzenten aus dämonischen Herrschern in willige ^'-»er verwandelt werden. .(Aus Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von d.r Utopie-zur W-ssenschaft. Verlag Buchhandlung »Vorwärts", Berlin SW. 68.) Edisons öltest« und neueste Erfindung. Der achtzigjährig« Edison ist zwar noch immer«in rüstiger, kräftiger Mann, der es mit dem Jüngsten aufniulmt, aber vor Ausfragcrn hat er ein« Heidenangst. Und nun den« man sich dazu amerikanisch« Reporter, diese ausdauerndsten und zähes«» aller Menschen, di« vor keinem. Mittel znrückschrecken, we>m es gilt, irgendeine Berühmtheit den geehrten Lesern ihre? Blattes mundgerecht zu servieren. Also diesen Männern, die nie mrd nimmer locker lassen, kann auch Edison nicht entgehen, und vor knr^m erst— so erzählen di«„Annales"— gelang es einer Anzahl von ihnen, den berühmten Erfinder in einer Saalecke zu blockieren, so datz er vor gezückten Bleistiften sich offenbaren mutzte. .Welches war Ihre erste Erfindung, Mister Edison?" frag« mit bezanberndem Lächeln eine jüngere Dame.—„Tas kann ich Ihnen gern sagen." antworte« M stcr Edison.„Ich war damals noch ein junger Bursch: und verkaufte auf den Strahcn Zeitungen. Aus diese Weise erfuhr ich eines Tages sozusagen aus erster Quelle von einem ungeheueren Diebstahl, der im Haus« eines reichen Bankiers begangen worden war. Ich ging auf der Stelle zu den» reichen Bankier und sprach dieses:.Wie Sie mich hier sehen, bin ich Ersinüer eines Apparates, der hin'ort jeden Eiichrecher. der sich Ihrem Gcldschrank zu nähern wagt, in Ihre Gewalt bringen mutz."——„Ausgezeichnet! Und tvas verlangen Sie für Ihr« Erfindung?" ——„O, nichts werter als die Hand Ihrer Tochter."„Sollen Sic haben." Ich machte «'ich soiort an die Arbeit, und zwei Tage später schon lag mein Schwiegervater in spe im Bet:: ch ging zu ihm und sag«:„Richt wahr, M-ister, Sie haben in der vorigen Rächt Ihren Ge's> schrank öfsircn wollen? Und da bekamen Sic nun einen elektrischen Schlag, der Sie zu Boden warf, so daß Sie sich jetzt noch nicht rühren können. Das rst meine Erfindung!" Die Journalisten schlürf«» Edisons Worte förmlich«in.„Und wie war es mit der Tochter des Bankiers?" frag«« di« jungen Damen, die -im Zeimngsfach hrranblühen.„Ich habe sie nicht geheiratet!" sagt« Edison düster.—— „Und welche ist Ihre jüngste Erfindung?" »ragte darauf einer der Journalisten, um dem Interview einen würdigen Abschluß zu geben. ——„Das ist di« Geschichte, die ich Ihnen oben erzählt habe," schloß Edison, indem er sich mit der Schnellfüßigkeit eines Jünglings ans d:m Staube mach!«... Tragisch« Verwechslung. A.(zu einem Bekannten):„Kur; ehe ich heute nacht hcimkam, schlich sich ein Dieb in meine Wohnung."— B.: „Hat er«ttvas mitgenommen?"— A.:„Rein, aber er hat etwas mitbekommen. Meine Frau dachte nämlich, ich sei es, und nun liegt der arme Teufel im Hospital." Lieber Simplicissimus! Eine Patientin, d«>v-:g:n starker Nervosität die poliklinisch« Sprechstunde aussucht, fragt d:r Arzt, ob sie sich!e cht aufregc. Verschämt dir Augen niederschlagend, lispelt sie:„Es kommt ganz daraus an, mit wem. Herr Doktor." Sein Trick. T«r jung« Mann hatte keine große Erfahrung im Einkassicren von Schulden, aber da er schon seil längcoer Zeit arbeitslos Ivar, so bewarb er sich um den in unseren Zeiten besonders undankbaren Posten eines Ein- ! kassierers. Der Kaufmann hat« zu dem schüchternen Jüngling rech, wenig Zutrauen und er übertrug ihm zunächst als Probe dos Einziehen einer Forderung bei einem hartgesottenen Schuldner, der in dem Rufe stand, überall zu pumpen und nirgends zu bezahlen. Zu seinem größten Erstaunen brachte ihm aber der junge Mann nach einer halben Stunde das Geld.„Wie haben Si« das fertig gebracht?" fragte er bewundernd. „Ich habe ihm gesagt," erwider« der junge Mann,„wenn er mich nicht sofort bezahlen würde, dann würde ich allen seinen anderen Gläubigern erzählen, er habe mich bezahlt." Etwas anderes.„Fritz, wirst du wohl aufhören, die Katze am Schwanz zu ziehen?"— „Ich ziehe ja nicht, ich halte bloß den Schwanz, di« Katze zieht." Englischer Humor. Ein nicht sehr beliebter Gejchäfrsiuhaber wird von einem seiner Ange» stclttcn aus Lebensgefahr geret«t und dankt ihm mit überschwenglichen Worten.„Wünsche» Sir sich irgendetwas, ich werde Ihnen jede Bitte erfüllen."'„Bitte, verraten Sie es nicht meinen Kollegen, datz ich Sie gereuet habe." Dam«, di« zu spät ins Konzert kommt: „Ach. bitte, lassen Sic mich hinein."„Tut mir leid, ich darf nicht aufmachen, sonst läuft das Publikum raus." Die richtige Arznei..Herr Doktor," mein« eine Dame, die jedes Fremdwort mit einem anderen verwechselte,„ich möchte insultieren, ich hat« so Konfektion nach dem Kopse und bin konstruiert."„Run." erwidert« der Arzt,„da machen Si« sich keine Skrophcln, gehen Sie in die Hy- potheke und holen Sie sich Rhinozcrosöl." Erklärung. In der Schul« komnu das schtvicrige Wort„Phänomen" vor und der Lehrer ist b.'müht, den Kindern dieses Wort zu erklären,.^rinder, ihr kennt doch alle einen Apfelbaum, das ist kein Phänomen. Ihr habet doch alle schon ein«.Kuh gesehen?— das ist auch kein Phänonrcn! Aber, tvrnn«ine Kuh auf einen Apfelbaum r.cttert und mit dm Schwan; Acpfel pflückt, so ist das«in Phänomen!" — 9tätfel-(£rte.—- Silbenrätsel. Aus den Silben a—av—al—ba—ba—baba um—de—bc—beer— bi—buch—bür—chc—dl— dour—«—en—en—en—ga—gc—ger—il—la—l i— lor—man—mc—mu—na—nau—ui—ni—no—o— per—ra—r«—ri—ron—tu—sa—sam—satz—sei— si—si—stro—tiv—tiz—ton—tros—rrou—vent—zi sind 18 Wörter von folgender Bedeutung zu bilden: 1. Strom in Afrika. 2. Dichtung von Wieland. 3. Stimmlage. 4. Kirchliche Zeit. 5. Exotischer Banm. 6. Griechische Göttin. 7. Bekenner des Jslain. 8. Scevogel. 8. Merkbuch. 10. Figur aus der Zaubcrflöte. 11.. Land in Asien. 12. Ncbcirsah. 13. Thüringische Stadt. 14. Italienischer Komponist. 15. Oper von Verdi. 16. Deutscher Klassiker. 17. Französische Kaiserin. 18. Europäisches Land.— Die Anfangs- und Endbuchstaben von oben noch»nie» gelesen ergeben ein Goerhcziiat.(ch gilt als ein Buchstabe). Auslösungen der Rätsel aus der vorigen Nummer: Zahlenrätsel: a) Sozialdemokrat; b) Ordner; c) Zement; d) Inserat; r) Arbeiter: f) Liberalismus; g) Debatte; h) Estrade; i) Material; k) Oktroi; l)Kommis; m) Robot; n) Aroma; o) Tribun.— Anfangsbuchstaben Reihe a) bis o) von oben nach unten gelesen: Sozialdemokrat.