9tr. LS. UntrrQaHungtf^iloge. 1926. Auf der Malze in AeauVten. „Darf ich Sie zu einer Taffe Kaffee emladeir in meines Vaters Hause? Wir wohnen dort unten in der Kafr el Harram"(Dors der Pyramiden).— Ich nahm an und st-eg mit ihm hinunter. Es rvaren ungefähr einhundert slacbdächig« Häuser und Hutten, die «wisten aus Nit schlämm, einige auch aus Ziegeln und Stemtrümmern gebaut. Im ollgenieinrn waren sie aber-och sauberer und freundlicher als di« Fellahdörfer. Vor allen Dingen fehlte der gewöhnliche Schwarm nackter Kinder mir dem Kriegsrufe „Backschisch!" Ich fragte meinen Begleiter desivcgen. Da richtete sich der junge Mann stolz auf.„Was denken Sie, Herr! Wir sind keine Fellachen; wir sind aus Algier einge- tvanderte Beduinen." Oho, jetzt' betrachtete ich de» Jüngling schon mit ganz anderen Augen! ein Beduine! Jugendphantasien tauchten vor nur auf. Es ging durch winklige (Waffen. Einmal fiel ich über ein liegendes Kamel. Dann und lvann streift« ein weißgekleideter Alaun an uns vorüber.„Salem aleikum," grüßte er halblaut meine» Begleiter„Alleikum salam," dankte er. Ich erhielt einen forschenden Klick aus' blitzenden Augcir und ein kurzes„Saida" und dankte mit deinselben Worte. Dann- blieb mein .Führer vor eine»! handtuchbreiten Türchen stehen und klopfte. Ein kleiries Mädchen 'öffnete. Einige ambische Worte, sie verneigt« sich tief, legte die rechte Hand an Augen, Mund und Brust und sagte„Saida Effendi." Sei schloß die Türe und verschwand im Hairse. Es ging eine Sleinlreppe hinauf aufs Dach. Gegen die Sonne des Tages und den Tait der Nacht war ein Teppich gespannt, auf dem Boden lageir Binsenmatten, alles sehr sauber. Er brachte aus einem Verschlage einen Stuhl, aber ich hatte mich schon auf die Malten gebockt. Er machte verwunderte Auge» und lächelt« wohlgefällig, sagte aber nicht». Wen» man unler Arabern ist, muß uran tun wie die Araber tun. Dann hockte er sich mir gegenüber, drehte Zigaretten aus einem schönen, lauggefchnirtenen, goldgelben persischen Tabak und gab sie mir. Seine klein« Schlvester bracht« araoischen Kaffee in ftngerbutgroßen Porzellontäßchen. Es>var schon mehr ein dicker süßer Kaffeesatz, aber von herrlichem Wohlgeschmack. Tann kainen Von«rtw Heye. wundervolle frische Datteln, dann wieder Kaffee und Zigaretten. Ich kam nur vor wie iiil Schlaraffenland« und ließ mich nicht lange nötigen. Wußte auch schon aus Reisebeschreibungen, lvaS bei diesen Leuten Gast- frenndschatf heißt und daß man Angcboteircs nicht ausschlagen darf. Dabei untrrhieltrn wir uns vorzüglich. Er war wißbegierig, wollt« über europäisch« Verhältnisse, besonders über deutsch« etwas hören. Schließlich bracht« er einen Brief von seinem Freunde. D.'r hieß allerdings Heinz; das klang weniger japanisch als Haintis. Ich wollte schon nach seinem Vater fragen; da kam er selbst. Ein alter Graubarr mit lebhafte»,«in tuen» listig blickenden Augen und fast schwarzer Gesichtsfarbe, auf ein Stück Zuckerrohr als Spazierstock gestützt. Er fragte mich in gutem Englisch zwölfmal nach nicinem Befinden, ich dankte«bensoviele Male und fragt« nach dem seimgrn.„Willst du etwas essen?" ,Ö, ich danke, aber ich habe schon—" ,Ha salam! Das ist nichts! Gib mir die Ehre!" Er klatschte in die Hände. Im Nu stand gebratenes Hammelfleisch und Reis mit Rosinen ans der Matt«. Dann wieder Datteln, Weintrauben und Brot. Schließ, lich brachte das kleine Mädchen noch drei Tücher und drei kleine Meffingnäpfe Nlit Wasser. Ich Greeichorn hielt- für Servietten und Trinktvaffer. Ein Glück, daß ichs nicht als das beimtzle. Ich erhielt Messier und Gabel, die beiden aßen mit den Händen. Der Alte intereffierte sich für Politik; er schimpft« auf die Engländer, ant meisten auf die Jta- kener, wegen Tripolis, und sagte, daß er das Ende des Krieges nicht erleben würde, und er hoffe noch sehr alt zu werden. Sein Sohn sprach kein Wort dazwischen. Dann wuschen sie sich die Zähne und di« Hände und trockneten sich an den Tüchern ab. Ich tat das gleiche, würdevoll und selbstverständlich. Schließlich gab» nochmal Kasse« und einen Vorrat von fünfzig Zigaretten. Sie drehten sie geinrinschaftlich und blitzschnell. Als der Alte erfuhr, daß ich Matrose war, mußte ich ihm von den großen Passagier, dampsern und ihren Einrichtung«»«rzählen. Sie tvare» ganz Ohr riud wollten inrmer mehr wissen. So verging die Zeit. Plötzlich ftthr ich hoch. Rief da doch wahrhaftig hier in einem Beduinenhaus eine Schwarzwalder- (2. Fortsetzung.) uhr zwölfmal Kuckuck! ,Za," lacht« der Ate, „Haintis Effendi hat sie geschickt."' „Aber ich muß nun gehen, die Stadt ist weit."„Nein," sagte er schnell,„ich bitte} dich, bleib über Nacht hieb. Die Tramway fährt nicht mehr. ,^kch klärte ihn darüber, auf, daß die mir für Leute sei, die besser, situiert daständen als ich, und daß ich her-, gelaufen war und anch wieder zurücklaufent wollte. Da siel der Beduine aus einem Er- staunen in taä andere.„Gelaufen, gelaufen?, Ja salam, ja Rabuna!" Er war in seinem Leben noch nicht eine Viertelstunde gelaufen.' Seiner Meinung nach hatte der Mensch die Beine, nm sie über ein Pferd oder Kamek zu hängen. Und daß ich so wenig Geld hatte! Er sprach einige Worte mit seinem Sohne,' der nickte und legte mir den Frank wieder hin. Ich protestierte, aber ich mußte ihn zurücknehmeil und auch versprechen, dazu-' bleiben. Dann stand der Alte auf, wünschte mir gute Nacht und murmelte einige Worte in ferner Sprach« über mich. Er ging hinunter, kant aber gleich wieder heraus, mit einer» Kästchen unter dem Arme.„Ich habe von der Regierung die Erlaubnis, nach Altertümern zu graben. Ich handle damit. Hier nimm einiges als Andenken. Alles rvas ich dir hier gebe, kannst du in Kairo für drei Piaster auf der Straße kaufen. Nur mft dem Unterschiede, jenes ist„made in England", das aber ist echt. Bon mir selbst gefunden, draußen bei Sakkarahs Stufenpyranndc." Er kramte einige Stücke altägyptisches Geld, eine Tonsigur, Cheops darstellend, und«inen braunen, tönernen Skarabäus mit Hirogly- phen auf der Rückseite aus. Eine große Holzmaske schlug ich aus, sie loar zu schwer zum Schleppen; ich bat statt dessen um einen sehr niedlichen Skarabäus von blauer Farbe. »Dies« haben, wenn sie echt sind, einen Wert von einen» Pfund das Stück. Aber wrim du gerade den haben willst, nimm ihn!" sagte er lachend, und schob ihn mir in die Tasche. Er lvehrte alles ab und fragte mich, ob ich eine» Derwisch beiin Gebctstanz sehen wollte. Den wollte ich allerdings sehen. So wünschte er mir gute Nacht, und ich ging mit seinem Sohne nach einem großen, unbewohnten .Hause an einem Platze mitten im Dorte. Hier waren sämtliche erwachsene Manner des Dorfes versammelt. Zn dem«nzigerr Staunte des Hauses lag«in großer Teppich. Zwei Reihen Männer'‘anbett darin. Zwischen den Reihen, am Ende derselben, stand ein Derwisch mit grünem Turban. Der sang mit monotoner, näselnder Stimme Korans-Verse und Latschte dazu im Takte in die Hände. Die Manner warfen in? gleichen Takte die Oberkörper unaufhörlich links und rechts, und bei jeder Bewegung keuchten sie mit dumpfer Stimme ein ,Allah". Unaufhörlich ging das, bald langsam und feierlich, bald rasend schnell und leidenschaftlich, wie der Derwisch klatschte. Manchmal hob er seine Stimme zu schrillem Kreischen, die Körper der Tanzeirden flogen blitzschnell herüber und hinüber:„Allallallallah!" heulte einer in Ekstase auf, ein anderer brach zusammen, schlug laug hin. Die an den Wanden stehenden Zuschauer zogen ihn aus der Reihe, er lag eiurge Augenblicke röchelnd da, sprang bald wieder auf und reiht« sich wieder cm. Ich stand draußen am offenen Fenster Werktag. Rauchfahnen schwingen auf dem Doch. Motor« und Mafchinenhaus stoßen geflammtes Keuchen aus beim ersten Kolbenschlag. Der Mensch geht in das Eisen vor Tageslicht und Sonvenstrcchl, läßt tausend Spindel kreisen und hat die Faust beim Stahl. Wo estenhoch die Flamme braust, schweißt hammerfest die Männerfaust. Die foruigewandte Frauenhand, recht Bild an Bild zum bunten Band. Krrstall'ne Sternenbrücken mißt das Deukerhirn. Der Knecht schafft mit gefurchter Stirn urck baut das blanke Erzgerüst. Der Meosch schlägt Lief im Eisen sich selber stet durch Hammerschlag. Er macht zum Fest den Wrrkeltag, wo Erzgrbilde kreisen. Wie aus dem blauen Dröhnen summt rin Jugendglöcklein silberhell, da lauschen Meister und Gesell, bis dieser Ton verstummt. Im Zwielicht kommt das Aüeudlred. Was flahlgegliedert hat der Tag und an Maschinenketten lag, befreit sich Glied um Glied. Ludwig Pratsch. Russische Fabeln mit neuen Nutzanwendungen. Der Igel und> ie Schlange. Es kam einmal ein Igel zur Schlange und sagt«:„Ach laß mich nur en; Weilchen in dem Nest hinein." Die Schlange erlaubte es ihm, aber kaum hatte der Igel es sich's heimisch gemacht, fing er an, sich auszubreiien, so daß er die kleinen Schlangen mit feilten spitzen Nadeln stach. Die Mutter sagte zu ihm:„Geh wieder hinaus, ich erlaubte dir nur auf eine kleine Weile hinein zukommen. Meinen Kleinen tust du mit deinen Nadeln weh!" Ter Igel erwiderte: „Wem es hier nicht paßt, der mag hinausgehen. Ich für mein Teck sichle mich hier sehr wohl." (Tolstoi.) Moral: Ziehe die Nutzanwendung für dich und deine Kinder aus dieser Geschichte, wenn di« Fürste» wieder in ein warmes Rest hineinwollen. i und sah dem fremden, eigenartigen Schauspiele ju. Um mich herum drängten sich andere Bewohner des Dorfes. Sie waren alle sehr steundlich; alle sprachen Englisch; den« alle sind professionelle Fremdenführer. Länger als«nie Stunde sah ich zu. Dann kam mein Freund heraus. Er keuchte und sah bleich aus, aber seine Augen glänzten in einem eigenartigen Feuer. ,Sat es dir gefallen? Well, vome tnt, du sollst die Sphinx noch einmal im Mondschein sehen!" Ich war dabei und wir stiegen hinauf. Bor deut un- gehetteren Stinbilde setzten wir uns in den Sand. Er rauchte und schaut« schweigend in die leeren und doch so lebendigen Augen des Götterbildes. Mildes, weißes Mondlicht floß um das gewaltige Haupt und die steinernen Züge. Sie schaut hinaus in die Einöde und lächelt, es ist ein fast schmerzliches, undefinierbares Lächeln. Sie hat Jahrtausende überdauert, sah Reiche tttib Religionen entstehen, blühen und untergehen und lächelt, lächelt.— Ich verbrachte eine gute Nacht auf einet« Teppichlager. Früh nahm ich mft herzlichem Dank Abschied von dem Alten, ich versprach ihm zu schreiben und ging, begleitet von seinem. Sohite und einigen anderen Beduinen! zur Elektrischen. Ich wollte mit dem Frank bezahlen, aber Osmar litt es nicht und löste mir ein Billett. Ich mußte ihm in die Hand versprechen, zu schreiben, und stagte, was ich ihnen für ein Gegengeschenk machen könnte. „Well, wenn du durchaits willst, so schicke mir und meinem Väter eine Taschenuhr. Und wenn du doch in Aegypten bleibst und kommst einmal in Not, so komm zu uns. Die Tür von meines Vaters Hause steht für dich imnter offen!" Er küßte mich zum Abschiede, dann rollte der Wagen fort! Wir winkten ttns noch lange zu, daun verschwanden ihre Gestalte« und die Pyramiden«t der Ferm. Ich wußte, daß ich dort draußen Freunde sitrs Leben gesunden hatte. I(Schluß folgt. Des Mäuschen, der Hahn und der Kater. Ein Mäuschen unternahm einen Ausflug auf den Nachbarhof. Von dort kehrte es zur Mutter zurück und erzählte:„Mütterchen, ich habe zwei fremde Tiere gesehen. Das eine war ganz schrecklich, aber das andere war sehr gut."—„Die sahen die Tiere aus?" stagte die Mutter. „Sieh mal, so stolzierte das schreckliche Tier auf zwei schwarzen Beinen im Hofe umher," erwiderte das Mäuschen.„Es hatte einen roten Schopf, eine krumm« Nase und häßliche Augen. Als ich näher zu ihm herankam, öffnete es seinen Rachen und schrie so laut, daß ich vor Schreck nicht wußte, wohin ich laufen sollte." „Das wat der Hahn," erklärte die Mäusemutter.„Bor dem brauchst du dich nicht zu fürchten. Er tut niemand etwas zttleide. Und wie war das andere Tier?" „Tas ander« lag tu der Sonne und wärmte sich. Es hatte weiche, graue Pfötchen und ein weißes Hälschen. Still auf dem Bauche liegend, blinzelte es mich freundlich an und bewegte nur ein klein wenig den Schwanz. Das war ein gutes, liebes Tier." „O weh, du Dummkopf," rief die Mutter. „Gerade dieses Tier war der Kater." Tolstoi.) Moral: Ten, welcher laut schreit, brauchst du nicht zu fürchten. Wenn aber die Kirche dir auf Samtpfötchen entgcgenkommt und dich steundlich blinzelnd einladet, wittere Gefahr! Sonst schluckt sie dich mit Haut und Haaren. Der Schwa«, der Heht und der Krebs wollten einst zusammen einen Wagen ziehen und spannten sich zu dreien ins Geschirr. Aber obgleich die Last nicht schwer war und alle ihr Bestes taten, ging die Fuhre nicht vorwärts. Der Schwan strebte in die Lüfte, der Hecht zum Wasser hin» und der Krebs zog rückwärts. Moral: Spanne dich nicht mit solchen an den Rcgiernngswageu, die nach einer anderen Richtung wollen, als du, wenn du haben willst, daß deine Sache vorwärts geht. Tie höflichen Mäuölein. Eilt Kaier lag auf einer Tonne. Die Son- nenftrahlen kitzelten ihn in der Nase, so daß er niesen mußte. Die Mänslein unter der Tonne quiekten:„Zur Gesundheit," wie ihr« Mutter es sie gelehrt hatte.„Danke," erwiderte der Kater,„für meine Gesundheit ist es notwendig, euch zu fressen." Sprach's, sprang von der Lonne und verspeiste die höflichen Mänslein zum Frühstück.(Bolkserzählung.) Moral: Äapiiolijtcnmelhode und Herrscherpraxis gegen allzu höfliche Untertanen. H. Jahn. Ich grüße dich, Rindvieh! 'Von Henui Lehmann. Sei nicht entrüstet, lieber Leser, wegen der Ueberschrift dieser Ausführungen und denke»a nicht etwa, daß ich dich in unehrerbietiger Weise also anrrüen wolle. Rein, ganz jemand anders gebrauchte diese Anrede, und daß sie ihm keineswegs kränkend erschien, wirst du erfahren. Die Sache trug sich also zu: Ein bekannter Reisender, der besonders beliebt war bei den Regcrstämmen, kam einstmals zu einem afriikanischen Regerhäuptling zu Besuch, dieier Häuptling trat ihm freudig eiligegeir und begrüßte ihn mir den obensiehenden Worten: „Ich grüße dich, Rindvieh!" Obschon der Reisende die Sitten der Neger recht gut kannte, so war ihm doch dieser seltsame Gruß noch nie vorgekommen, und er fragte erstaunt: „Warum grüßt du mich also, Häuptling?" „Ich meine dir damit eine Ehre zu erweisen. Wen wir besonders ehren wollen, dem bieten wir de» Gruß als Rindvieh. Tat man das nicht bei euch?" „Nein, gewißlich nicht," erwiderte der Reisende.„Wir grüßen nicht mit Tiernamen. Aber am allerwenigsten würden wir jemand mit denk „Rindvieh" begrüßen. „Und welches Tier denn würdet ihr wähle«, wenn ihr meintet, jemand dadurch ehren zri wollen?" „Nun, wir nennen den Löwen und de« Adler, die Könige unter den Tieren. Vielleicht würden wir sogen:„Ich grüße dich, Löwe," oder „ich grüße dich, Adler!" „Pfui doch! Wie mögt ihr Tiere ehren, welch« andere töten und verzehren! Wenn sie Könige silld, so sind sie schlechte Herrscher. Nein, ich grüße-ich mit dem Namen„Rindvieh", weil das Rindvieh ein gutes, sanftes und nützliches Tier ist, das niemand ein Leides tut, und mir scheint mein Gruß bester als der euere." Der Reisende schwieg. Aber als er abends sich auf sein Lager in der Hütte zur Ruhe gelegt hatte, so dachte er den Worten nach, die der Regerhäuptling gesprochen hatte, und es schier» ihm, daß darin richtiges war. Er dachte aber 3 auch nach darüber, weshalb ihm den» und-en anderen daheim der Adler und der Löwe so ver- ehrungswürig erschienen, das Rindvieh aber als «in dummes Geschöpf. Er meinte, auch darin sei etwas Beachtenswertes. Freilich ist es eine üble Verkehrung, dachte er,-atz wir immer noch Gewalttat, Mord und Raub als natürlich, ja vielleicht als ein Zeichen von Größe, als zu-bewundern hinnehmen. Wie konnten die Menschen Kriege sichren, wenn wir nicht so irrig dächten? Aber Löwe und Adler gesallen uns auch wohl deshalb, weil sie frei sind in Wald und Lust, weil der Adler aufwärts strebt zur Sonne. Denn darin ist Schönheit. Und das Rindvieh halten wir wohl, obschon es gut, sanft und nützlich ist, wie-er Häuptling sagte, und niemand ein Leides lut, für töricht, weil es sich«in Joch auflegen tö&t, in dem es ständig geht, weil es nicht dient und nützt aus eigener freier Wahl. Ja!— dachte der Reisende weiter, der es liebt«, aus allem«ine Nutzanwendung zu ziehen— ja, dachte er, so sollte es sein im Leben, nicht nur bei den Tieren, sondern auch bei den Menschen, daß keiner dem anderen Gewalt antut, daß jeder frei ist, daß einer dem anderen in Freiheit dient unnützt und so eine große, freie, schöne Gemeinschaft wird, die miteinander auswärts strebt der Sonne entgegen. Aber dazu fehlt viel. Dann müßte di« Gesellschaft ganz anders werden und die Menschen auch. Und als er so gedacht hatte, schlief er rin, denn er war sehr müde. Christus und'ein Geistlicher verlassen eine > Fabrik. Der Ingenieur, der sie führt«, verabschiedet sich. Sie gehen über freies Feld der nahen Großstadt entgegen, deren viclstöckige Miet- kaiernen von der untergeheuden Sonne übergoldet werden. Bor-en Häusern zieht sich«in Gewirr von Schrebergärten ins Feld. Ein Fluß belebt die Landschaft. Er ist am Rande mst Gruppen geköpfter Weiden bestanden. steigerten Wirtschaftslebens in die göttliche Westordnung einzubeziehen'? Geistlicher: Welch hohe Worte widmen Sie Verhältnissen, die zu beseitigen nicht meines Amtes ist, noch in meinen Kräften steht, an deren Segnungen wir aber alle gern teilnehmen? ChrrstuS:'Mit welchen Halbheiten wollen Sie sich verteidigen? Was sollte nicht in Ihren Kräften stehen? Wozu sind Sie Erlösungsbeam- trr, wenn ich mich so ausdrücken darf?• Geistlicher:' Ihre leidenschaftliche Anteilnahme übereilt Sie zu Herbheiten. Tun wir nicht, waS wir können, gründeten wir nicht Männer-, Jünglings- und Jungfrauenvereine? Christus: Es scheint viel, was Sie getan haben. Ich muß bezweifeln, ob es genügt.. Geistlicher: Wersen Sie einen Blick auf die amtliche Statistik. Es gab nie so viele Christen als gegenwärtig. Christus: Sie halten die Statistik für die Quelle ausreichender Belehrung. Es gab nie so viele Menschen auf der Erde als heule. Errechnen Sie selbst, ob die Verhältniswahl der Christen einen beachtenstvrrten Fortschritt darstellt. Geistlicher: Wir schweifen inS Uferlose. Halten wir uns anl Faßbaren. Sie sahen den Saal mit der Kinderkrippe. Hundertfünfzig Bettchen mit ebensoviel Insassen unter sorgfältiger, sachgemäßer Pflege und Aufsicht. Christus: Ich sah hunüertfünfzig Mütter täglich neun Stunden ihr Kind entbehren, well sie m dieser Zeit dreitausend Telle wie mein gebogemr kleiner Finger oder ähnlich stanzen mußten. Ist es nicht traurig, daß der Arme heute ohne Zusammenhang mit der eigenen Scholle leben muß? Genügt es nicht, ihn heimatlos gemacht zu haben? Muß man chm auch die Familie zu einem unpersönlichen Begriff umgestalten? Geistlicher: Ihre Ansicht redet einer einseitigen Romantik daS Wort. Wissen Sie nicht, um wieviel größer die Säuglingssterblichkeit war, als mau noch keine Krippen einrichtete? Christus: Man verleiht der Menschheit einen künstlichen Arm und freut sich über die Beweglichkeit seiner Finger. Man hätte ihr besser daS natürliche Glied lassen sollen. Geistlicher: Sie reden in Bildern so ungefüger Art, daß Sie mir daS Verständnis erschweren. Christus: Meine BUder sind der Sache angepaßt. Sie sollten damst umzugehen wissen. Erklären Sie nicht allsonntäglich einer aufhor- chcnden Gemeinde Gleichnisse, die Jahrtausende znrückliegcn? Geistlicher: Sie wissen, es ist nttin Beruf, Gottes Wort aw-zukegcn,'" Nachfolge Bon Walter Bähr. Christus: Es betrübt mich sehr, alles, was wir sahen. Geistlicher: Ich bin bestürzt. Haben Sie das mannigfach Erhebende nicht milbemerkt? Die ge- sundheitförderndcn Einrichtungen. Christus: Ich habe sie gesehen. Geistlicher: Die Reihrnwaschständcr. Christus: Aus Blech. Geistlicher: Die Wärmrrischc. Christus: Ans Blech. Geistlicher: Die sauberen Älciderschränkc. Christus: Auch aus Blech. Geistlicher: Bemerkten Cie nur-cu Stoff und nicht die Absicht? Christus: Beide sind mir nicht entgangen. Erinnern wir uns des ersten Raumes, den wir betraten. Sie sind sich alle ähnlich; die Fenster bis über Kopfhöhe abgcblendet. In welchem -nüchternen und farblosen Licht müssen die Leute viele Stunden des Tages verbringen. Geistlicher: Eine bedauerliche Notwendigkeit, aber nützlich und weise. Christus: Nützlich für den, der Nutzen daraus zieht und, wenn sich Weisheit auf Nutzen gründet, wahrscheinlich auch weise. Geistlicher: Werden wir nicht zu hark mit dieser Folgerung? Christus: Darf die Sonne nur Feiertags scheinen? Geistlicher: Der unbehinderte Blick in die freie Natur lenkt leicht ab vom Wege der Pflicht. Christus: Ließe sich nicht das Gegenteil beweisen? Ist ein Sonnenstrahl weniger wichtig als eine Stallaterne, als ein Ofenvorsetzer? Geistlicher: Diese sind heute ebenso notwendig. Christus: Ihre Bemerkung zielt auf die Gegcnwartskultur. Tatsächlich meinen Sie die Technik. Sie geben vor, diese in unerreichtem Maße zu beherrschen. Fühlen Sie nicht, wie ungeheuer Sie von ihr unterjocht werden? Geistlicher: Wer kann gegen den Stachel löckcn? Sie sehen zu schwarz. Christus: Sie«n-kblöden sich nicht, das, was ist, als richtig anzuerkennen, ans keinem Grunde, als well es ist. Mit anderen Morien, Sie schrek- keu nicht zurück, Auswüchse eines künstlich ge- Die Sonne ist völlig Himmler. Grau liegt über der Stadt. Vom Flusse steigen.Nebel auf, die Zäune der Schrebergärten zu Schemen um« fchleiernd. Einzelne Sterne glimmen schwach Christus: Die Stunde der Sterne mcht. Ich muß Sie Ihren Betrachtungen überlassen. Geistlicher: Antworten Sie mir! Warum ver« lassen Sie mich? Christus(schon fern, mächtig).; Welldu mich, verlassen Hafts/" r> Christus: Es sollte Ihr Beruf sein, Gottes Wort zu leben. Warum können Sie sich nicht, begnügen, überlieferte Handlungen einfach zu wiederholen? Warum müssen Sie noch auslegen? i Die Bibel ist in aller Händen, jeder kann sie' lesen. Sie ist GotteS Wort oder sie ist es nicht, mit oder ohne Auslegung. Geistlicher: Es scheint, daß wir uns nicht! einigen können. Wenn jeder ohne kundigen i Führer die Tiefen der Helligen Schrift durch-! forschte, wo bliebe die Religion? Christus: Aendern wir die Frage: Wo bliebe die Kirche? Beide sind nicht em und dasselbe,! obgleich Sie gern es dafür angesehen wissen, möchten. Die Religion an sich ist unantastbar,! anders die Kirche. Mit der Kirche stehen und! fallen Sie. Entwickeln Sie die Kirche zur Reli-! gion, wie Sie diese zur Kirche entwickelt haben, i Geistlicher: Sie scheinen sehr aiigrifsslnstig\ zu sein. Ich zweifle, ob ich Sie noch Wetter au-1 hören darf. Christus: Ich zwinge Sie nicht dazu. Es fleht in ihrem Belieben, mich anzuhören oder! mich nicht anzuhören. Geistlicher: Soweit es sich mit meinem Ge-! wissen vereinbaren läßt, reden Sie Wetter. Christus: Man erblickt in Ihnen die ver- ordneten Vertreter einer Religion der Unter»! drückten. Sie sagen dafür gern: der geistig Armen. Es fallt Ihnen nicht auf, daß diese zu-; gleich die materiell Armen sind. Was bieten Sie diesen? Bieten Die mehr als die Hinweise aus eine jenseitige Entschädigung, die in der dargebotenen Form vor Jochrtaujenden am Platze gewesen ist? Inzwischen ist die Zeit fortgeschrit- te» und Sie selbst bekennen sich nicht ohne Gc- :Mgtuung zu diesem Fortschritt. Geistlicher: Ich kann ihn nicht leugnen, denn er ist beweisbar.- Christus: Run erbitte ich Ihre volle Aufmerksamkeit. Wenn Zeit und Entwicklung vorwärts geschrttteu sind, warum nicht auch der religiös« Gedanke mit chnen? Ist dieser aus dem Wege über Jahrhunderte unwandelbarer als ein» lebloser Stein? Nennen Sic mir den Fortschritt■ der Religion? Geistlicher: Ich deutete ihn an mit der Bi- merkung über ihre Ausbreitung. Christus: Sie beschränken sich auch hier auf Aeußerliches. Halten Sie den christlichen Gedanken mit dem Tode seine» NamcngeberS für abßvschlossen? Glauben Sie nicht an die innere Bercichcrungsrnöglichkcit Ihrer Religion? Was haben Sie zu ihrer Verwirklichung unternom-' men? Mir scheint, nichts. Was taten Ihre Vorgänger, was tun Ihre Amtsbrüder in dieser Hin- sicht? Ich befürchte, abermals nichts. Sie zwängen Ergebnisse der Kultur, der Technik, der Ra- turwrffenschaften in die Formel Ihres Beknnt- nisseS, Sie gehen den vorgezeichneten Weg der Dienstanweisung und meinen der Pflicht genügt zu haben. Sie lassen den Baum im SDlart verdorren. Graut Ihnen nicht vor dieser größte« Sünde gegen den heiligen Geist? Geistlicher: Wer sind Sie, daß Sie mich und mein Amt so ungerecht beschuldigen? Dir Leitung in der AamtKe. In der Schule ist Rechenstunde. Der Lehrer fragt sein« Jungen:„War vollen wir auS- rechnen?" Ein Junge meldct sich, hebt ein Zei- tungsttatt.„Hier drm steht: Die Arbeüslosen- «nterstützung muß in angemessenen Grenzen bleiben. Sie darf nicht so hoch werden, daß der Arbeitslose noch sorgloser leben kann als ein Vollbeschäftigter. Der Antrieb, Arbeit zu suchen, würde sonst bedeutend nachlassen." Der Lehrer horcht auf. ,Ln tvelchrr Zeitung sicht denn so etwas?" Der. Junge zeigt jein Blatt. Eine„nicht» politische" Geldsack- und Trqtschzeitung. „Lest ihr diese Zeitung?" Ja.'" „Und dein Pater ist arbeitslos?" „Jawohl.'"'• *^Hat er dieses Blatt gelesen?" „Ich weiß nicht." „Liest er jeden Tag di« Zeitung?" „Richt jeden Tag." „Liest sic deine Mutter?" „Auch nicht jeden Tax." „Aber dein Vater bezahlt di« Zeitung jeden Monat?" „Ja, das macht der Vater." Das ist ein Beispiel von vielen. Proletarier abonnieren eine Zeitung, die ihre Feindin ist. Sie lesen da? Blatt selbst nicht regelmäßig, wissen, häufig gar nicht, tvelch einen Gast sie ins Haus geladen haben, der Geld kostet. Aber die neugierigen, wissensdurstigen Kinder lesen die Zeitung und stoßen auf Aenßcrungen, die in krassem Widerspruch stehen zu den alltäglichen Erfahrungen, die sie in ihrem Leben schon selbst machen müssen. Wie müssen sie über den Vater und die Mutter denken, die gar nicht darauf sehen, für welches Blatt sie Geld ausgehen? Die sich beschimpfen lassen pik eS gar nicht fühlen? . Die Eltern sind zumeist der falschen Meinung, die Kinder behandelten die Zeitung wie ein Spielzeug. Sie lesen darin, ohne sich etwas zu denken. Das stimmt nicht, stimmt vor alleui in unserer Zeit nicht, wo auch Kinder die soziale Not in ihrer ganzen Härte fühlen, wo auch sie über Lohn- und Arbeitssragen nachsinnen. So kam-cr Junge in der Schule mit der Bitte, cs soll«innial ausgerechnet werden, wieviel rin Arbeitsloser mi-t drei Kinder« in der Woche an Unterstützung bekommt, wieviel er aber für Wohnung, Kleidung und Nahrung ausgcben muß. Er wendete sich an dir Schulklasse, tveil « zu Hause kein Verständnis erwartete. Bei seiner Familie, bei den Menschen, dir mit ihm leiden müssen, dabei aber eine„nichtpolitische" Geldsock- und Tratschzeitung abonnieren und bezahlen.„W. Arb.-Ztg." Montra-evlitter. Rottet dir Sklaverei mit der Wurzel aus! „Solang« noch irgendwo das Weib in den Banden des Elends und der Unwissenheit dem Befreiungskämpfe der Arbeiterklasse«ntgrgenstrebt, wird es nicht nur tatsächlich den Mann in feiner BostpällSbewegiing hcu:meu, sondern auch den Geist der Knechtseligkcit von Generation zu Gc- neration tragen und so der Sklaverei immer neue Zufluchtsstätten bereiten. Um aber die lknwissenh-it und sklavische Gesinnung der Frauen, wo sie noch vorhanden sind, mit der Wurzel auSzurotten, dazu wird un das Frauenstimmrecht ein« der sichersten Handhaben bieten." Therese Schlesinger-Eckstein in einem Aufruf zum Fraueuwahlrrchtstag ISIS.) Der Diamantenschatz im Flußbett. Eine der abenteuerlichsten Unternehmungen auf dem Ge- biet« des DiamantensuchenS, die in der Geschichte der südafrikanischen Minenarbeit nicht ihresgleichen hat, wird noch m diesem Jahr in Barkiy- West ausgeführt werden. Man will eine breite Flußsohle, auf der, wie man annimmt, der Baal- River seit Jahrhunderten kostbare Edelsteine abgelagert hat, durch Auspumpen trvckenlegen, um dann di« Schätze aus dem Schiammbett hcrauf- zubefördern. Dix Theorie, daß Diamanten die Sdeigung haben, nach dem Mittelpunkte eines Flußbettes zu wandern, und sich in den tieferen Schichten dieses Bettes zu lagern, ist bei den Diamantensuchern allgemein als richtig anerkannt und hat sic seit Jahren angelockt. Jetzt bat sich eine Gesellschaft mit einem Kapital von 55.000 Pfund Sterling gebildet, die zunächst über den Paal-Rivcr ein Wehr erbauen und mächtige Pumpen aufstellen lassen wird, lieber die Ergebnisse des bemerkenswerten Versuches wird man im Verlause des Juli nähere Einzelheiten erfahren, wenn das Flußbett trockengelegt ist und die Baggcrmaschinen in Longlands Pool mit der Arbeit beginnen können. Roch immer Sklaverei im Suda». Die das amtliche Organ der englischen Sudanregirrung mirteit:, besteht in diesen Gebieten di« Sklaverei bis auf den heutigen Tag unverändert fort. Der britische Grneralgouvrrneur im Sudan hat nunmehr eine Sondcrkommission ernannt, die die Verhältnisse genau prüfen und dem Sklaven- handel in der Kolonie ei« Ende machen soll. Es wird darauf hingewiesen, daß die Sklaverei nicht nur im Sudan selbst noch immer anzu- trcffen ist, sondern darüber hinan« noch em rentables Geschäft für die Händler und Reeder darstellt, die ihre Opfer ohne Rücksicht auf Geschlecht und Alter namentlich i» den östlichen Gebieten des Sudans aufiauscn, sie durch Abessinien schassen lassen und dann heimlich an den Küsten des Roten Meeres absetzen, von wo die Reger weiter nach Arabien verkauft werden. Besonders im HedschaS herrscht lebhafter Sklavenhandel, der sich, wie behauptet wird, lange Zeft hindurch der offenen Begünstigung durch den König Hussein erfreut«. Dieser behauptete, daß er nichts dagegen haken könne, weil der Koran die Sklaverei znlasse. Die Sndanrrgierung beabsichtigt, die Neger zurückznkausen und ihnen di« Freiheit zu schenken, damit sie wieder in ihr« Heimatsdörfer zurückkehren können. DaS Spielzeugmuseum in Moskau.. In Moskau ist vor kurzem ein einzigartiges Museum errichtet worden. Es ist dies das„Museum der Kinderspielzcuge". I» Rußland war das Spielzeug von jeher rin künstlerisches Produkt der Baucrarboit. Die russischen.Bauernspielzeuge sind durchwegs originell« Knnstrverke; was übrigens durch die Tatsache bestätigt wird, daß diese Art russischer Heimbuist auch im Ausland, besonders in der Spielzcngindustrie, großen Anklang findet. Im Dkvskauer Museum sind ungefähr zchntau- scnd verschiedene Gegenstände ausgestellr. Man kamt dorr die Spielzeuge der a istokratrschcn Kin- der ans den vierziger Jahren des vorigen Iahr- hmrdcrts bewundern. Es sind ganze Puppcnzim- nrer mir seinen Möbeln imü kostbaren Einrichtungen, in denen reizend: Puppen in schönen Krinolinckleidrrn auf kostbare« Sessel« ruhen. Daneben kann man aber auch einfache Baucrn- jpirlzengr, Puppen aus Stroh, Lappen und Wolle sehen. Ein Gang durch das Museum ver- mittelt«in« Vorstellung v n der Entwicklung der russischen bäuerlichen Heimkunst und ist«ine aufschlußreiche Schau-der Entwicklung rnsiischcr KÄtnr. Vorschlag zur Güte. Der wegen seiner „schottisch«, Geschichten" berühmte Komiker Harrh Lander erzählt gern den folgenden Witz von einem Schotten, der eines Tagrs über den Markeplatz in Glasgow schlenderte, gefolgt von seinem treuen Moltie. Bor einem Fischladen bleibt er stehen, nm etwas zn kaufen. Sein Hund stehl neben ihm und wackelt mir dem Schwanz. Dabei bringt er ihn unglücklicherweise einem Korb pr nabe, bn mir schönen lebendigen Hummern gefüllt ist. Plötzlich packt einer der größten Hummer den Schwanz mit seiner Schere, und der erschreckte Mollie springt heulend über den Markt, während der Hummer wütend festhält und zwickr und zwickt. Einen Augenblick ist der Fischhändler sprachlos. Dann wendet er sich wüten- an den Mann und schreit:„Mensch, pseifen Sie doch Ihrem-Hunde!"„Immer sachte!" erwidert der gutmütig,„pfeifen Sie doch Ihrem Humnwr!"* Beruhigend.„Nehmen Sir sich doch in acht." ruft« der Ässt dem Kellner zu.„Sie haben mir ja di« ganze Suppe über den Anzug gegossen." —„Oh, das macht nichts," sagt der Kellner begütigend.„Ich kenne die Suppe in diesem Lokal: nach 2 Uhr macht si: seine Flecken mehr." Magisches Quadrat, A|a| A A A A E| E| E E E H h|h|h I 1 I i|k|k Im M N 0| 0| R R ! 8 8 s| s| T T T T Cenkrechr und tvagrecht: 1. Jonische Juset; 2. Männlicher Name; 3. Adelstitel; 4. Nützliches Insekt; 5. Herrschcrtiiel; 0. Blumen» gatlung. Silbenrästl. Alls nachstehenden 80 Silben sind 1k Wörter zu bilden, deren Anfang'- und Endbuchstabe», beide von oben nach unten gelesen, ein Zitat aus Goethes„Faust" ergeben,(ch gilt als ein -Buchstabe) a—berg—chi—chro—do—«—-ei—«l—er—hib —iS—ker—-ko—>lo—enä—mrr—mo—anu—uvus—' vor—ne—neu—nist—ra—ra—ran—ras—rat— raz—la—sa—se—tan—tis—zen—zi. Die Wörter haben folgende Bedeutung: 1. Humanistischer Gelehrter; 2. Biblischer König; 8. Biblisches Volk; k. Polizeistreife; 5. Bündel; 0. Schlackwrt im Weltkrieg; 7. Staatliche Landwirtschaft; 8. Teil des Hauses; 0. Kinderkrankheit; 10. General des ersten Napoleon; 1k. Gesäß; 12. Bctänbungsverfahren; 13. Indische Anrede für Herr; 1k. Geschichtsschreiber. Auslösungen der Rätsel aus der vorigen Nummer: Krezworträtsrl. Wag recht: 1. Demokrat. 2. Ote. 3. Ire. 9. Rita. 11. Hamm. 12. Re. 13. Ar. 14. Hall. 17. Brav. 20. Eia. 21. Ada. 22. Acheiter.— Senkrecht: 1. Dorothea. 2. Edi. 3. Met. 4. Ria. 8. Arm. 6. Temesvar. 10 Aral, 11. Herb. 15. Air. 10. Sah. 18. Rat. IS. Ade.