WanSerkomöbianten. Don einer 6piefoeit tn etttmäOren. (Schlich.) Als ich jedoch mit kaltem Hohn mein ppuestrs Werl betrachtete, während Adam und Eva das Paradies-unserer Bühne verlassen, getrieben vom Flammenschwert des Ehrrubi,ys, da hat sich die sütze Wollust des irrationalen Grauens schon in irdische Anti- palhie gegen mich(im Grunde so harmlosen und gutmütigen) Satan gewandelt, und es wäre mir nicht überraschend erschienen, wenn ich von den guten Leuten in religiösem Eifer durchgebläut und dann allerdings ans. der Rolle gefallen wäre—■—! Der Teufel! Der Teufel! Der war ihnen» di« sympathisch-un- svmpathischstr' Figur. Und als im„Theo- philus",' dem folgerten Spiel, mein Keber Freund Kagelmacher, dm Satan gab und sich in guaboolleil Körperverreckkungen vor der Jungfrau Maria»demütigen mutzte, gönnte ich ihm d:n Abglanz des Hohns und der Schadnrfreude dieser andächtigen und mit- «rlc'öeuden Zuhörerschaft, die so im Banne des Mysteriums waren, daß sie sich seiber vergaßen und ihr Bier schal, den Wein tvarm werden und ihre Pfeifen ansgehen lietzen. Seltsam war der Blick in dies Püblij- kum, das auf Bänken, Stuhllehnen, Tischen sitzend, Glas oder Pfeife in der Hand, gespannt'dasah, die letzten Reihen übereinander- getürmt, auf die Schultern des Vordermannes gestützt, auf dem Rand des Spiielauto- . anaten in der Ecke oder auf dem Fensterbrett und der Tvnbauk hockend, auhen in der Kalte sich an die Fensterscheiben pressend, dem Spiele zusah. Wie eine vielköpfige Schar von Troaflo- dyten, die ein Phantastisches Zeitalter aus der Vergangenheit wieder an die Oberfläche gewälzt hatte. Ein Dickicht van Leibern, bunten Kopftüchern, Trachten, ein Wirrwarr von Augen, eine Stimmung von Atemlosigkeit und hypnotisiertem Unverständnis. Darüber dicke Schwaden Rauch und Weingeruch. Bon Dorf zu Dorf ging es in der folgenden Zeit weiter. Die Eigenart und der Erfolg unserer Spiele hatten sich bereits in wenigen Tagen über weite Gebietsteile verbreitet. Vielleicht auf ähnliche Art wie durch die Trommelsprache der Neger im afrikanischen Urwald. Die Trommel spielt« jeden» falls in den Dörfern eine-rotze publikatorische Rolle: denn tvahrend wir zu Mittag zum sechsten mal in der Woche Selchfleijfch mit Sauerkraut atzen, hörten wir den Gemeindediener zum Wirbel eines mittelalterlichen Lärnünstruments rufen: ,Heut' auf Nacht schöne heilige Stückeln! A Theater aus Hamburg!" Auf Bauernschlitten wurden wir nebst Gepäck verfrachtet, und schnellklingend ging es in den Gebirgtwmdungerr der Thaya entlang. Die Mcrde versanken oft bis zum' Bauch im Schnee, und wir waren ständig in Gefahr, ein winterliches Bad im Stratzen- graben zu erhalten. Von unsteigerliche in Loudschaftsertkeben waren diese Fahrten durch den Frost, der uns dir Haut rot und gesprungen machte, dies« Märsche von-der entlegenen Station durch Schnee und Wildnis nach unbekannten Dörfern. Wir erlebten die Erde wieder, die uns im Kontor, auf der Werft, im Hörsaal und in-««Stockwerken in ihrer UÄmft fremd geworden war. Wir liebten sie mehr denn je. Im Beton, im Fahrstuhlholz und Eisenträger hatten wir sie mit gerührtem Sinn gewittert. Waisen waren wir der Zeit geworden, ohne zu wissen. Und so war es gekommen, daß wir nun durch diese mährischen Felder stapften, die Berghänge des Thayatals mit Augen Liebkosten und den Flug winterlicher Vögel ! mit Andacht verfolgten. Nicht wir gingen diese Wege. Wege gingen mit uns, Zeit trug uns. Landschaften entführten uns übermächtig. Und di« Kargheit und Mühe unseres Lebens in Dörfern, in stickigen Wirtsstüben, unter einfältigen Menschen war für uns Stadigeboreu« eine Quelle-es Friedens und der Kraft: eine paradoxe Tatsache, die wir nicht bgreifen, sondern nur genießen konnten. Mit Schwierigkeiten und heiteren Zwischenfällen verbunden waren die Nachmittagsvorstellungen für Schulkinder. Erwiesen sich di« Wirtshäuser als ungeeignet, spielten wir in der größeren Schulstübe. Es gehörte nun oft eine nicht geringe praktische Begabung dazu, aus einer Wand oder Ecke unser« „Bühne" herzurichten oder wenigstens eine Möglichkeit dafür zu erspähen. Hinter dem Vorhang, der auf ein Seil gezogen und straff- , gespannt wurde, muhten einige Dezimeter i Aatz bis zur Wand hie be«,' da wir uns dort umzogen. Dann durste kein Licht' hinter dem Vorhang sein, da er sonst durchsichtig war und den Herrgott in der Badehose oder den König mit lädierten Hosenträgern erblicken letz. Während wir fo mit den technischen Schwierigkeiten uns abplagten, gab sich das klein« oder größere Publikum der Radaukust hin, die immer die Menschen, die sich in größerer Zahl zusammenfinden, befällt^ Während des Spiels jedoch waren di« kleinsten Hosenmätze wie die größten Firmlinge mit einem Eifer bei dem illusorischen Geschehen unseres„Theaters", daß wir oft eine große Beglückung spürten; denn eine starke suggestive Kraft mutzte von unfern Spielen, die so gut wie gar keine»Dekoration" bannten, ausgehen. Und die Kinder, die- beim Erscheinen der„Riesen" im„Tapferen Schnei- derlei«" sich ängstlich aneinanderdrückten oder gar anfingen zu schreien, so daß wir die langhaarigen Perücken abnehmen mußten und versichern:„wir sind ja auch bloß Menschen!" — waren uns trotz des Spaßes ei,n ernster Beweis für die Kraft einer künstlerischen Idee wie für den wunderbaren Zauber des „Schauspielens" überhaupt. Ich erwähnte bereits, datz der„Deutsche, Kulturvevband" uns nach Mähren zur Tournee eingeladen hatte. Auf Versprechungen seines Znaimer Sekretärs hatten wir sie unternommen. Jedoch schon bald stellte sich heraus, datz dieser Vereiu nicht das Werk einer parteilosen Kultur, sondern einen absoluten Vereinszweck vevfolyte«nd uns als Mittel zur Stützung der Bereinskasse benutzrn wollt«. Wir waren billig, wir waren anspruchslos—«rgo tvaren wir zur Hauptsache für jene sauberen Herren ein„Geschäft". Man trieb es so weit, daß uns«Mich die ersten Tage, als wir ohne Geld und daher ohne Macht waren, die Pistol« auf die Brust gesetzt wurde: entw eder die Bedingungen a n nehmen oder abfahren. Falls wir selbständig zu arbeiten versuchten, würde der Deutsche Kulturverband(!!) unsere Arbeit sabotieren. Diese Gemeinheit der Gesinnung konnten wir natürlich auf die Dauer- nicht ertragen. Wir packten wieder unsere Koffer auf eiu«n" Wagen.und stiefelten nebenher durch das Frühjahrslaud. Di« Weiden röteten sich — S— iwi't» die Erde war vom gelchmohene» Schnee ttefbromr uni» schwarz. Die Zwickbeltüvme von Znoim leuchteten kupfern in der Sonne. Wx durchstöberten Kefe altertümliche wvftösÄiche Stadt voll EntdeckangSistch, hatten Zett zum Schreiben, saßen auf fcfei Siadd- ntäurtn und phflospphierken, wohirtrn im „Hären- und hatten dem Oberkellner schon fämWche Mertgeaenstände, von Geld ganz zu schweigen, eingehandelt. Er trägt unsere Bridgehasen, Mantel, Stt.fek, besitzt eine Uhr und«m Zigarettenetui von uns»end wird sich in mancher Weise noch uHerer erinnern, wie Wir an die Paprisa-Gulvaschs und die viÄ E kurzen Betten im ,Mireü" zurück- denkens Nqchchem Wir in höchster Not ans einem Faftnachtsdall unsere Spiele geboten hatten, der Tanzwut der Menge unterliegen mutzte«, aber doch aus umserer TÄersammlung die Hotckkosten decken konnten, kam uns aus Brün« die Rettung. Wir hatten wieder einige Zeit fest« Engagements. Aber plötzlich waren wir den Tschechen«in Dorn im Arme geworden. Kurz vor einer großen Veranstaltung in der Brün- j ner evangelischen Kirche— die Leute waren schon fast drkn— traf uns der Zorn des tschechischen Gesetzes zum Schutz der Republik, das in uns harmlosen Spielern Propagandisten erblickte, und wir mutzten Südmahren, oaS uns trotz Enttäuschung, Hunger und Frost«in eigenartiges Erlebnis geworden war, nolens volens verlassen, um an der Donau, in jenem einzigen Wie«, der herrli- chen Musenstadt, eine freundlichere Aufnahme und einen Erfolg zu findet^ der über ein Jahr lang uns treu MM. Dann löste sich unsere Gruppe, die wir „Deutsche Bolksspirke- genannt batten, aus, weil inzwischen das Laienspiel, das unfern Wert ausgemacht hatte, vor unserer eigenen!' Entwicklung und unserm—— Intellekt nicht mehr bestehen konnte. Und eine Idee hat nur Zukunft, solange man fanatisch an sie glaubt? Johann Lnzian. Durch! Horwärts, vorwärts unverzagt, gl» sich Wolken v« dir türmen, b der FelS zumMimmel ragt, Dennoch, dennoch mutzt du stürmen! Tief hinein in dunkle Nacht, Trotzend Mühen und Beschwerden, Endlich doch der Sieg dir lacht— Es mutz durchgebrochen werden! Jeden Schritt vom Felsgestein Mutzt du mühsam los dir ringen. Schwingst du keck die Waffe dein. Wirst den Felsen du bezwingen. Nimmer rasten, nimmer ruhn, Schritt für Schritt mit den Gefährten, Stark durch einig gleiches Tun: Es mutz durchgebrochen werden! M a x K« gek. In den Liefen der Unendlichkeit! Nebelfleck im Schütze«,«in« unbekannt« t.—. 700.000 Lichtjahre jenseits der Milchstraße. Seit der Entdeckung der Spektralanalyse hatte sich die Astrophysik, die fich mit dem Aufbau-er einzelnen Saunen im Weltensystem befaßt, den Hauptteik des Forschungsgebietes in dei Mrouow'e erobert, und die Stellarastrono- mie, die zum Gegenstand ihrer Forschungen den Bau des Weltgcbäudes macht, war Hark in den Untergrund getreten. Man sandte, itztz es hier doch nicht mehr vi«l zu«rtdecken gäbe. Das hat sich in den'letzten beiden Jahrzehnten grundlegend geändert. Im Vordergrund steht di« Frage: Bildet unser Milchstraßensystem mit feinen Millionen von Sonne», Sternhaufen und GaSwolken wirklich ,-die West-, jenseits deren e§ ÄrchtS mehr gibt, oder ist dieses Milchstraßen. Sftem mir«ine Insel in der Unendlichkrit, deren Nachbarn zu weit entfernt find, als-atz man sie' noch wahrnehmen könnte? ES ist noch nicht lange, her, da vertraten alle namhaften Forscher, die sich mit dieser Furage beschäftigten, die erste Ansicht. Den ersten Stotz erfitt diese Theorie, alS«S gelang, mit verbesserten Instrumenten und nach neuen Me- thoden die Kap- oder Magellanschen Wolken zu erforschen, jene Fortsetzung der Milchstraße aus der südlichen Halbkugel. Der amerikanische Astronom H. Shavley wies vor einiger Zeit mich, daß diese Aapwolken zwei riesenhafte Anhäufungen von Sternen und RebelflHsen find, die tm Abstand von etwa 100.000 Lichtjahren 6on der Milchstraße im Raum schwimmen. Aber diese Entfernung ist noch nicht so groß, daß man mit Sicherheit sagen könnte: hier ist lme Niü« West, di« unabhängig vom Milch straßensystem ist. Es find vielleicht nnr große Bruchstücke, dir fich aus irgendeinem Anlaß vom großen Kreise der Milchstraße losgerissen haben und in den Raum hinanSgewandert find. A»S ihrer großen Radialgeschwindigkeit, mit der sie sich von unS entfernen, geht auch hervor, daß sie vor einigen Trillionen Jahren di« Milchstraßen ebene passiert haben und damals«in Bestandteil unserer näheren Umgebung gewesen find. Jetzt hat man sich aus der Monnt-Wilson- Sternwartr in Kalifornien mit einem anderen rätselhaften Objekt beschäftigt. ES handelt sich nm«inen äußerst lichtschwachen Nebelfleck im Sternbild deS Schützen, den ein amerikanischer Astronom im Jahr« 1884 entdeckt hat, und der im großen Verzeichnisse der Nebel die Nummer 68W trägt. Schon vor einigen Jahren war durch lange Ezposton mit großen Instrumenten nachgewiesen, daß dieser Rebel in Form und Struktur außerordentlich den Kapwolken gleicht. Aber dieser kleine Nebel im Schützen müßt«, wenn er wirklich den Kapwolkrn ungefähr größenglrich ist, unermeßlich weit entfernt sein, weit, wett außerhalb der Milchstraße liegen. Shavlry ha» diese Entfernung auf etwa ein« Million Lichtjahre geschätzt. Diese schwindelnde Wegstrecke, die di« Lichtstrahlen mit einer Geschwindigkeit von 300.000 Kilometer in der Sekund« zurücklegen, war bisher nur aus eine tWne Schätzung begründet. Jetzt ist jedoch der Nebelfleck auf der Mount-Wrlson-Sternwarte mit dem großen Hooker-Rrflektor photographiert worden, einem Spiegelsernwhr von zweieinhalb Meter Durchmesser und außerordentlich großer Lühtstärl«. Dir Aufnahmen zeigen, daß der Webel im Schützen ganz ähnlich aufgebaut ist Wie die Kapwolken: ein Gütern von Sonnen, Sternhaufen und GaHoolken. Die hellsten Sterne in diesem wett entfernten Nebel find scheinbar von 18. und 19. Größe; in Wirklichkeit find fit aber weit Heller als der Sirius. Den BewüSdafiir liefert rin« Anzahl veränder- kicher Sterne vom sogenannten Cepheus-TypuS, die im einzelnen denselben Gesetzen folgert wie di« in Unser« nächsten Nachbarschaft, in der Milchstraße. Daraus hat man«ine Entfernung von etwa 700.000 Lichtjahre« berechnet. Die Sterne, Nebelflecke, Sternhaufen, GaSwolken «sw., die man in dieser fernen Welt entdeckt hat, sind von derselben Größenordnung wie die Objekte unserer Milchstratzenwelt. Die Entfernung ist der einzige Faktor, der neu und von bisher unbekannter Größe ist. Die Naturgesetze bestehen also auch in jenen Tiefen d«S Welten- raums, weit entfernt von den bisher erforschten Räumen, in unveränderter Gestalt. Beränder- liche GaSkugeln vom gleichen Eepheiden-Typ hat man kürzlich auch in einigen der größte« Spiralnebel gefunden, und danach vermutet man, daß deren Entfernung noch größer ist als dir deS jetzt untersuchten RrbrlS. Dies« nruen Forschungen rücken die Grenzen des Weltalls in Fernen hinaus, denen selbst di« kühnste Phantasie nur mit Mühe folgen kann. Die Wunder des Ameisen staates. „Dir klügsten Geschöpfe der Welt im Ber- hältnis zu ihrer Groß«" nennt der südafrikanische Naturforscher F. W. Fitzsimons, der Direktor des Museums von Port Elizabeth, di« Ameisen, denen er ei» langjähriges Studium gewidmet hat« „Die Ameisen", so führt«r auS,„entdeckten vor unvordenklichen Zeiten, daß, wenn 80 Millionen Einwohner in einem Staate harmonisch leben sollten, es unmöglich wär«, für alle Nahrung zu finden. Deshalb wurden die jungen weiblichen Tiere, mit Ausnahme von 3 his 8 in jeder Siedelung, durch besonder« Ernährung unfruchtbar gemacht. ES entstanden drei Klassen von Ameisen: die Königinnen oder fruchtbaren Weibchen, di« Arbeiter, die sich auS unfruchtbaren Weibchen rekrutieren, und die Männchen. Die ältesten Weibchen waren die llügftrn, ober dies Männchen s hatten wenig Verstand und konnten nur fressen. „Di« Organisation des Staates war nun. vollkommen". Jeder Mitbürger hatte seine besondere Aufgabe; am schkversten aber hatten c8 di« Arbeiterinnen, di« deshalb auch von beson^ deren Wärterinnen erfrischt wurde». Ein« solche Pflege-Ameis« massiert di« ermüdeten Arbeite-^ rinnen, bis sie wieder ihre Arbeit ausnehmen könne». Die Pflegeanftalten de» Amcrsenreiches find besonders gewärmt« Räum«, in denen die Eier der Königinnen von den Pflegerinnen sorgfältig aufgezogen werden; außerdem schufen di« Ameise« Vorratskammern, Spielplätze und auch Räume, in denen ander« Infekten al» Haustiere gehalten werden. Jq,«S gibt bei ihnen sogar Molkereien, indem gewisse Insekte» alS Kühe«halten und von ihnen Milch gemolken wird. Die Ameisen haben Mitt«! und Wege zur Verständigung, die unserer drahtlosen Telepho- nie Shneln und durch die sie in einem Augenblick über«in« Streck« von etwa 30 Kilometern di« Nachricht vom Herannahrn de» Feindes ver-' breiten können. Ein Parlament der Amrifew wurde aus einigen älteren Frauen eingesetzt, die sich zusammentun, wenn es schwierigere Dinge zu beraten gibt und in einem von Soldaten bewachten Ring bleiben, bis sie sich über die An- gelegeicheiten schlüssig geworden find. Di« Ama- zonen-Ameistn erschienen zu einer Zeit, als di« Männchen noch di« Jungen autogen, während die Weibchen di« Schlachten liefern mußten. Di« Heere der Amazonenameifen können 1 Million! und 100 Millionen zählen. Wenn es gilt,«inen Strom zu überschreiten^ so grabe» di« Ameisen- ....■■■ 9—-■ — 3- Ingenieure einen Tunnel unter dem Wasser oder machen eine drücke aus ihren Körpern, wobei viele Tausende zugrunde gehen." Fritzsimons schließt mit der Behauptung, daß diese kleinen Insekte« ihre Lebensform der» hältniSmäßig höher entwickelt haben als die Menschen und in vieler Beziehung weiter fortgeschritten sind. Die Streitfrage est von ihnen durch die Einheitlichkeit des Zieles bei ihren Arbeiten gelöst, und ein Parkes Gefühl, der Brüderlichkeit hat sich unter ihnen entwickelt. So dumm wie die Menschen find die Ameisen freilich nicht, daß sie sich etwa Fürsten zu ihrem Luxus hielten und sie zu deren Vergnügen fett fütterten. Wer das Recht Haden will, in diesem Staat zu leben, muß dies durch eine T ä- tigkeit für das Allgemeinwohl begründen. Polizei, angeführt von einem dicken Wirt, und brach in das dunkle Bersteck ein. Wieder bekam Labarandelli traurige Augen, als er fein Messer! in die auSgeftreckten Hände der Polizisten tanzen! lassen mußte. DaS Fleisch, das der Mann mir de« Messer vom Tisch der Germaine Brisson genommen! hatte, war vom Schenkel eine- jungen Kalbes^ gewesen, dar einmal über grüne Wiesen gehüpft- und von der Freude des Daseins erfüllt war^ Luch der Zerlumpte war einmal alt Kind, eh«! ihn das Leben grausam umarmte und schüttelte^ ! kinderfroh über Narzispnsekder gesprungen und hatte«iemalr, auch im Gefängnis nicht, daraus! gedacht, daß«r einmal an einem Bissen Fleischs sterben sollte. Als nun die Polizisten die blu-! tenden Hände zurückzogen und mit jähem Griff! nach ihren Pistolen faßten— Labarandelli sah trotz der Dunkelheit diesen Tatzengriff— da' sprang und tief«r um sein Leben. Er flüchtete den drmllen Korridor entlang; sein Herz raste, und«IS er in die helle, dampf«! «füllte Küche kam und aus dem offenen Feuer! die vielen Braten bruzzeln sah und mit weite»! Nüstern den Rauch der Schlachtopfer einsog— im gleichen Augenblick feuerte die Polizei. Und ein Schuß traf den Mann, d« in der aufregenden Viertelstunde Sein einziges Wort gesprochen hatte, mitten in den Kopf. Nun hatte Labarandelli keine Geheimnisse mehr zu wahren, jetzt konnte er«de», jetzt durfte:, er schreien. Als er mf dem kühlen Kachelbodeni der Küche zusauuoenstLtzte und das Blut bitter im Munde aufquelle» fühlte, da nah« er all« Kraft zusammen, brüllte„Maledetto" und verstummte für immer. ii Was aber.vermaledeit" sein sollte, das Pan^ thron, die Germain» Brisson, die Polizei, Brindisi Paris, oder die ganze Welt, das konnt^! jeder der nachgeeilten Ftiiwn Bürger für sich! selbst enträtseln. Labandarelli, der Mann mit! de« Messer, war tot.. „Sch höre Ehamberlain." Bon Karl Sitlinger(Karlchen), München.'^ S. F. Mein Freund Peter hat em Radios „Willst du bei mir Rundfunk hören?" telephonierte er Mir.„ES wird sehr interessant fein> ChaMberlain spricht!" Da ich wenig Aussicht habe, diesen Minister außcrradiotstisch persönlich Sennen zu lernen, ging ich hin. Warum soll ich nicht Chamberlain! reden hören? Da hake ich schon ganz andere" Geräusche gehört! Man hing mir einen Hörer anS Ohr. Bor«, her hatte ich meinen Rock«uSgezogen, denn ich wollte Chamberlain in Hemdärmeln empfangend Damit er nicht heißt, ich sei Byzantiner. Wenn Man in der Oefstntlichleit-steht, kann man nicht! vorsichtig genug sei«. Zuerst kam das Konzert einer auswärtigen Jazz-Kapelle. Die gefiel mir. Besonders, daß sie auswärtig war, gefiel mir. Auch Peters Familie— wir hörten zu sechst— war begeistert« Dann kam Chamberlain. Ouaquaqua... yeu... quaquaqua.. no .....quaquaqu a.>. at all... quaqna;;.?■ Er sprach sehr gut! Offenbar englisch! „Donnerwetter," dachte ich,„wenn du frichev deine Schulaufgaben fleißiger gemacht hättest) könntest du jetzt vielleicht jedes Wort verstehen!" Ouaquaqua-*. Ladies and gentlvmen..- Gpaquaqua... old England... quaquaqoa* qua•., Wirklich sehr interessant. Er spricht fließend. Ob er e» von einem Blatt Papier ab^ liest? Wenn ich nur eine Ahnung hätte, worüber er eigentlich spricht? Aber sein Ongen ist Der Mann mit dem Messer. Bon Mag Barthel. Lange Zeit blieb der zerlumpt« Mann vor «e« Pantheon stehen und bewegte lautlos die Lippen. A«S dem braunen Landftreichergesichte blitzten entschlossene Augen. Nicht nur ein Gedankenleser hätte von dem Großen, Männlichen di« folgende»der eine ähnliche Rede abbuchst abieren können: „Verrückte Welt! Baut den Toten Hallen des Ruhms und läßt die Lebenden verhungern. Unsinn, immer wieder der verdammte Unsinn: Der Lebendige hat recht und nicht der Tote. Ich pfeife dreimal auf den Ruhm, wenn ich satt bin. Hungernde zu speisen ist noch immer die größere Tat von-«r Bergpredigt her." Der Mann, der vor dem Pantheon so mit sich sprach, war ungefähr dreißig Jckhr« alt und hieß Emilio Labarandelli. Er stammte aus Brindisi und hatte dort, der Teufe! mag wissen warum, über ein Jahr im Gefängnis gesessen und in der Einzelhaft beinahe das Sprechen verlernt. AuS dem Kerker war er dann ausge- brochen und, immer nur in den Rächten, durch ganz Italien gewandert und über Nizza und Lyon nach Pari» gekommen. Drei Tage war er schon in Paris. In der ersten Nacht hatte er eine Katze gefangen und am schwachen. Feuer , unter einer Seinebrücke gebraten. Au den anderen zwei Tagen lebte er von den Abfällen der Markthalle. Aber daS war ja kein Leben. Seine sKleider waren zerlumpt und hingen in Fetzen von feinem Leibe; die Füße waren schwerer als .Blei und den Kopf füllte jenes blinde Sausen, das einmal stark und daun wieder sterbenSmide macht. „Der Hund hat Zähne, der Löwe Tatzen," ging die lautlose Rede des Mannet vor dem Danthemt weiter,„aber der Labarandelli hat daS Messer." Ja, er trug unter den Lumpen 'ein großeß, spitzes Messer und prüfte jetzt seine ^Schneide.„Der Hund frißt mit dem Maul, der Löwe Wägt mit der Tatze die Beute nieder," geisterte das Gespräch ,„auch der Labarandelli mit dem Messer wird sich sein Futter holen." Da wurde sein Gesicht ganz hell, wie von jeiuer großen Erkenntnis erleuchtet. Er ließ also das Pantheon, schnitt de» ruhmvollen Toten eine ^Grimasse und wandte sich rasch und entschlösse« einem der viele» Restaurants zu, die die Straße« säumten und in denen die Bürger der Stadt Daris an kleinen Tischen saßen und das Mittagmahl einnahmen. ES war, alS sei eine schwarze Wolke vor das Licht getreten, als der Zerlumpte in das ^Restaurant kam und sich mit sicherem Schritt Mach dem Hintergrund des Saales bewegte Und der Burgerin Germaine Brisson, die mit ihrem Manne beim Diner saß, das eben aufgetragene Fleisch von der Schüssel nahm und gierig zu essen begann, während die linSr Hand dar große, spitze Messer hielt. Der Mann der Germaine Brisson, Aristide Brisson, hatte sich zuerst gesammelt. Er war Hauptmann im 5. Linienregiment gewesen, hatte bei Verdun und an der Somme Mitgekämpft und kannte keine Furcht. Run griff er— und es war derselbe blitzschnelle Griff, mit de« auch Labarandelli da» Fleisch gepackt hatte— dem Mann« mit dem Messer an die Kehle. Run hätte Monsieur Brisson wissen sollen, trotzdem er für Tiere kein« Liebe oufbrmgen konnte, daß man selbst den demütigsten Hund nicht stören darf, wenn er frißt, e» sei kenn, «an wolle einen Biß in die Hand riskieren. Und wie fäll und kann sich nun«in halbverhungerter Mensch mit eine« Messer ander» und besser wehren als gerade mit diesem Messer? Labarandelli konnte sich nach seine« Ueberfall unmöglich vorpellen, er sprach in der letzten Zeit überhaupt sehr wenig, und dann war er ja auch des Französischen nicht mächtig— also, Labarandelli stellte sich nicht vor, höchstens als der Mann mit dem Messer, und stach nach der Hand, die seine.Kehl« umklammerte. Aristide Brisson schrie, Germaine Brisson schrie auch mit, und da konnten und durften die anderen Gäste des Restaurants nicht zurück- ! stehen; in dem früher so friedlichen und stillen sGaak erhob sich wildes und wüste» Geschrei. Männer und Frauen sprangen von ihren Plätzen auf, Wein lag verschüttet ans weißgedeckten Tischen, die Kellner liefen durch da» Meer der Aufregung, das immer wilder zu dem einen Mann brandete, der stumm an dem kleinen Tische stand, da» Messer in der Hand, da» geraubte Fleisch verzehrte, in schrecklicher Stummheit verharrte und nur das Messer blitzen und reden ließ. Ms«r das Fleisch gegessen hatte, sah er mit wilde» Blichen um sich, trank au» der Korbflasche hastig einige Schlnck roten Wein», wischte sich mit der rechte» Hand den große» Mund ab und bcchnte sich dann, das Messer in der Hand, durch den Schwarm der weichenden Gäste einen Weg und stach mit traurige» Augen den dicken Wim in die Hand, äks er ihn mit einer bärenhaften Umarmung einfangen wollte. Der Wirt machte ein verwundertes Gesicht, di« Lugen quollen groß und rund, beinahe kälberhaft hervor, als daS Blut über di« weiße Hand rollte und auf die Erde fiel. Da schrfe der Wirt in einer hellen, weibischen Stimme gellend auf. Labarandelli aber blieh stumm. Der Weg durch den Saal war frei, aber plötzlich tauchten an der Ture die Käppi dreier Poktzisten auf. Da wich der Mann mit dem Weisser zurück, streifte mit wilden Augen die sicher werdenden Gäste und verbaute sich daun hinter der Tür, die nach der Lüche führte. Wenn man mit eine» Hund spricht, der vom Fraß lammt, kann mau»och oft ein widerwilliges Knurren hären, reize aber«inen Löwe», der eben erst Blut geleckt hat,«in Tatzerchieb quer über das Gesicht ist s» gut wie sicher. Wer kann sagen, daß«in halbverhungerter Mensch mir eine» Messer, de» man vom voll« Tisch verjagt hat, besser ist, als ein Hund«der«in Löwe? Nein, Labarandelli war nicht besser, er war noch fange nicht gesättigt, als ihn die Börger vertrieb«; nnst nnn kam noch die ganz sympathisch, bloß, daß er immer quaqua- qua macht, stört mich ein wenig. Quaquathe king... quaquaqua•,- yes... Quaquaqua-•• quaquaqua—• Also der Mann gefällt mir. The king heißt, glaub« ich, das Frühstück. Vielleicht hat«r mich dazu«ingeladrn. Abe-r wenn es bloß Quäqua zu essen gibt, komme ich Nicht. Ach wie schade, jetzt ist eS schon auS! „Er hat ausgezeichnet gesprochen," sagte Peter.„Und so deutlich," sagt« seine Frau. „Und vor allem: er hat ganz recht mit seinen Ansichten. Am liebsten hätte ich mehrfach Bravo dazwischen gerufen," sagte sein Söhn Hans. „Ich habe, durch seine Rede«in ganz anderes Bild von der politischen Lage erhalten," sagte seine Tochter. „UebrigenS spricht«r etwas mit irischem Akzent," sagte Tante Matchen.„Das breite o ist typisch." Ich fühlt«, daß auch ich etwas sagen mußte. Also frage ich:„Kinder, waS hat er eigentlich gesagt?" Wir sahen uns«inen Augenblick verdutzt an. Plötzlich lachten wir olle. Dann sprachen wir von etwas anderem. — omerlel. Völker, die nicht zahlen können. Die ein- soch: und doch so wunderbar« Methode, mit Hilfe von 10 Ziffern all« Zahlen bis zu grenzenlosen Werten hinauf ouSzudrücken, setzt die Kuk- rurvölker instand, die feinsten Unterscheidungen durch Zahlwerte vorzunehmen. Es gibt aber auch Menschen, die in t^ser Beziehung weit anspruchsloser sind. Dr. Fritz Köhler berichtet in seinem soeben bei F. A. BrockhauS in Leipzig erschienenen Buch„Brasilien heut« uild morgen" von seinem Besuch der Indianerreservationen. Die dortigen Indianer haben in ihrer Sprach« keim Wort« für große Zahlen und umschreiben deshalb größere Zeitspannen. Ein Indianer antwortete dem Forscher auf die Frage, wie alt er sei, daß er schon zweimal den Bambus habe blühen sehen und dieses Ereignis bald zum dritte» mal erleben würde. Da der Bambus nach der Meimrng der dortigen Eingeborenen alle 30 Jahre blüht, so muß dieser Indianer schon ei« beträchtliches Alter erreicht haben..Wie er dem Forscher erzählt«, zählt er sich zu dem Indianerstamm der Kaingang, die wiederum zu den Gds- Völkern gehören. Zu diesen sind auch di« im Staat Vspiroto Santo wohnenden Bolokuden zu rechnen, die gle ich falls auf dem Gebiete der Zahlenrechnnng«inen Rekord holten. Sie rrnter- sscheiden mir eins'und viel. Für zwei und drei haben sie bereits dasselbe Wort; auf sie trifft Mo di« Redensart,„nicht bis drei zählen zu .können", zu. Daraus»nag sich auch der Brauch herleiten, den Namen der Botokuden zur Bezeichnung eines nicht sonderlich hohen Geistespr- standrs zu benutzen. B. d. Steinen erzählt, daß die Bakairi am Amazonenstrom sich in die H/wr« fassen, wenn sie Zahlen ausdrücken wollen, die größer sind als sechs, um damit anzudeuten, daß das für sie etwas nicht mehr Zählbares sei. Auch im Innern Australiens gibt«S bente noch ganze Völkerschaften, die größere Zahlen als sechs in ihrer Sprache nicht ausdrücken können/ Di^mantrausch. I« Besterndorp im Trans- (Südafrika) wurde vor einiger Zeit«in lneues Diamantenfeld entdeckt. Auf diese Rqch- eicht hin strömten alsbald mehr als 2000 Men schen zusammen, die all« Boden verlangten. Nicht, um ihn zu bebauen, um sich hier dauernanzusiedeln und um eine Heimat zu gründen, sondern um ihn durchzugraben und rasch ungeheuer reich zu werden. Die Goldgräberromantik von Alaska und Kalifornien schien mit ihren Verbrechen sich hier wiederholen"zu»vollen. Da dämmte eine vorsorgliche Behörde sie ein und lenkt« di« sinnlose Gier nach Reichtum in geordnete Bahnen. Alle Konkurrenten, die sich Boden kaufen wollten, wurden in einer Reihe ausgestellt, und als ein Mineninspektor eine Fahne senkte, stürme« sie alle zum Diamantenfeld« hin, um sich«in Grundstück obzutzrenzen. Einige besonders Kluge hatten Berufsläuser engagiert und eroberten dank ihnen die besten Plätze. Ein junges Mädchen lief an Stell« seines Vaters und erwarb so für sein« Familie«inen aussichtsreichen Boden. Rasch war der ganze Grund verteilt und nun entstand an einen» Tage eine Stadt mit 10.000 Einwohnern rings nm das alte einsame Bauernhaus von Swartplaatz, wo die neuen Dianiantgruben fein sollen. Di« beiden Brüder, di« Eigentümer des Bauernhofes waren, sind in wenigen Tagen Besitzer eines fabelhaften Reichtums geworden, ober sie wollen aus der Konjunktur alles holen, was in ihr steckt, und verkaufen um teures- Geld den Bewohnern der Stadt das, was vorläufig das kostbarst« ist, nämlich Wasier. Kurz,-ein wilder Ringkampf hungriger Bestien wurde— heilige Ordnung, segensreiche!— zu einem Idyll der Geschäftstüchtigkeit verwandelt. Vögel als Höhenbewohner. In Kolumbien sowie in den Anden von Ecuador und Peru lebt der Kondor in Höhen von 3000 bis 5000 Meter sowie auch die Haubenente,»»nd in Ren- Granada die Bekassine. Ferner beobachtet man in Tibet in Höhen bis zu 5000 Meter noch »nehrere Raubvögel, Wildgäuse»»nd Steinhühner. Der Specht zählt gleichfalls zu den Höhenbewohnern, indem er in Perlt bis zu 4700 Meter hoch vörkommt, während in Kolumbien wieder der Regenpfeifer noch in Höhen bis zu 4000 Meter angetroffen wird. Selbst der Kolibri Pflegt sich in jenen Ländern in Höhen von mehr als 4000 Meter aufzuhalten. Manten-6|>litter. „Wer von der Natur und Bestimmung des Menschen und des Eigentums her daS Eigentumsrecht bestimmt, sieht sofort, daß es nicht Eigentumsrecht, sondern EigentumSun- re ch t ist, daß neun Zehntel des Bodens eines KandvS einem Zehntel der Bevölkerung oder gar "einem, einzigen zuteilt, neyn Zehntel des Volke» aper nur ein Zehntel deS BodenS: denn der jSÄn hx» Eigentums ist nicht, allen E xi« stenzskHernng zu nehmen und si« dafür einem im Neber rstaß zugeben, ünd statt sie selbst zu bearbeitest, sie durch ander« bearbeiten zu lassen und von ihrer Arbeit zu prassen. Uns ist«S nicht Eigentum, sondern Raub, was durch rohe Gewalt, durch Betrug, durch rücksichtslose Ausnutzung eigener Ueber- lagenheit und fremder Schwäche an Kraft, Geld usw. zusammengekommen ist. Wer sich schützend vor solches Eigentumsunrecht, DiebSeigentum, mit dem siebenten Gebot GotteS stullt, den treff«—«» sei auch, wer«» sei— das zwölffach« Wrh« Christi über di« Pharisäer und Religion»- und Rechtsverdreher." Aus der katholischen Monatsschrift„Vom frohen Leben".(Beriin-We-ihensee.) Hettere-S. Mißverstanden. In einem großen Wahnhans kommt einer der Aufsicht führenden Herren gerade dazu, wie eine Verkäuferin aus der Musik- abtellung telephoniert. Er bleibt neugierig stehen und hört mit an, wie di« junge Dame sagt: „Tanzen kannst du ja mit wem du willst! Du «rächst mir schlaflose Nächt«! Das kannst du deiner Großmama erzählen! Ich weiß ein Zimmer, das ist ganz-ungeniert! Ach, Hieronymus, abends nach Ladenschluß! Jch-hab dir noch was Wichtiger zu sagen—!" Da reißt der Aufsichtsbeamte die Tür zur Telcphonzell« auf. Wütend schreit er die Verkäuferin an:"'„Fräulein, das können Sie auch noch der Geschäftsprit noch tun. Ich kann auf keinen Fall dulden, daß Sir die Arbeitszeit und das Geschäftsielephon für Ihre Liebesaffären benutzen!"„Aber tvas»vollen Sie denn, Herr Neumann,"«rlvidert die Verkäuferin, „ich habe in der Grammophcrplattenfabrik nur ein paar Schlager bestellt." Kapitalistenlogik. Konferenz der Inhaber "eines Stahlwerkes.„Und was ich da noch füge»» wollte. Also da lese ich heute früh aus einer Statistik, daß der Arbeiter 70 Prozent feines Einkommens für Lebensmittel verbraucht. Eine Böllerei sondergleichen ist das! Ich frag: Sie, nieine Herren, wer von Ihnen gibt 70 Prozent seines Einkommens für Lebensmittel aus? Ich für meine Person verbrauche" noch kein« 5 Prozent dafür." „Du, Lover, rnei oanzig: Freid iS, daß'd, tvenn i amal stirb, koa andere nimmst!"— Er: „Wenn'st aber ne! stirbst?" Dor Dolmetscher. Im Vestibül eines Pariser Hotels ist ein Anschlc-g angebracht:„Hier wird englisch, spanisch, italienisch und. deutsch gesprochen." Ein deutscher Kaufmann, der zu»n erstenmal« nach Paris kommt, ist erfreut, im Hotel des Kampfes mit der französischen Sprache enthoben.zu sein, und erkundigt sich in gebrochenem Französisch wach dem Dolinetsckrer.„Dolmetscher? Bedanre sehr, den haben wir nicht." gibt der Portier zur.Anttvort.„Aber hier sicht doch ganz deutlich, daß all: Sprachen bei Ihnen gesprochen werden."„Gewiß, mein Herr," erwiderte der Portier höflich,„aber nur voi» den Gästen." Erstes Begegne«.„Papa, erinnerst du dich noch, wann du Mama zum ersten Mal gesehen hast?"—„O ja, mein Kind^ und zwar sehr genau. Es war in einer Gesellschaft an einem Freitag, und wir waren 13 bei Tisch." Ttötfel-ttfe. Die fehlende erste Silbe. a a a ä dem dak de log lem sei ma mat na nyS o plo rek rot t«n tor tant tik. Aus vorstehenden 22 Silben sollen 11 dreisilbig« Wörter gebildet werden mit gleichlautender, zu ergänzender erster Silbe. Wi« heißt dlese Silbe und wie heißen diese Wörter? * Auflösungen der Rätsel aus der vorigen Nummer: Silbenrätsel: 1. Ob.; 2. Karawane; 3. Orion; 4. Eboli; 8. NarseS; 6. Idiot; 7. Gerhard; 8. Jfonzo; 9. Nikisch; 10. Dariu»; 11. Almanach; 12. Sarastro; 13. Levante; 14. Erin- nyen.—„O Königin, das Leben ist doch schön". (DaN Carlos.) s* Vokalwechsel: Rebe, Robe, Rabe, Rübe.