Breit und gemächlich strömt die Desua durch die unübersehbare« Gefilde der llkraim. Schöne Weiße Dörfer spiegeln sich in chren Fluten, und im Frühjahr blühen dort allenthalben die Kirschbäume. Damals aber, als der kleine schnuitzige Dampfer den Fluh hiuunderkeucht«, trog der Friede, den di« idyllische Landschaft zu-atme» schien. Ganz weit im Westen hörte man unablässig das Gemurr ferner Kanonen, ab und zli wurde der Horizont durch di« Rauchwolken brennender Städte verdüstert, und durch das Land zogen wie die Horden des Dschingis- Khau bald die Weißen, bald die Roten, bald die Horden der freien Banernbanden, die Krieg gegen all« führten. Zlvei Tage schon keuchte das Dampserchen stromabwärts dem Süden zu, sein Schornstein spie nngeheure Rauchmassen aus, und die Sonne blickte rot wie«in blutunterlaufenes Auge durch die Rauchfahne, di« stundenlang gleich einer drohenden Rachehand über der glutatmenden Landschaft hing. Hinter dem Dampfer, schwamm«in alter Schlepper. Er trug eine 'Kompagnie Rotarmisten mit etlichen zwanzig Pferden, einer Fahrküche und Fuhrwerken, deren Deichseln grotesk zum ehernen Himmel ragten. Groß« Ballen Heu, di« da- neben aufgetürmt fvaren, strömten einen wundervollen Dust aus. Halbnackt und Halbkot lagen di« Soldaten auf ihnen wi« Flie- gelt, di« auf Fliegenvapier gekrochen sind, itlird Achten sich, die staubigen Gesichter der' S^nne zugetvandt, von deri Gewaltmärschen der letzten Tage aus. Bor eiirer Woche erst Ivar die Kompanie von der Liquidierung eines lokalen Aufstandes im Donezgebiet zurückgekomnien, und man hetzt« sie zu demselben Zweck in den heißen, glühende» Süden. Am Morgen des dritten Tages wurde sie in der Nähe eines großen Dorfes, des Hauptquartiers der Bauernbandeu, ansge- schifft. Man sah die»veißen Häuser in der .Ferne durch die Bäu in? schimmer». lieber der Landschaft lagen gerade die ersten Son- uenstvahten, die Schatten tvaren uocki lang, aber inan spürte bereüs, daß auch dieser Tag sehr heiß sei» würde. Wanda’■ Itvguotvnä, ftp der Pariei. Koschan genannt, eine junge Kommninstin po» achtzehn-Zähren,war-auch d»h«i.-Si«' Wgerfrieg. Don 3t. 4». etmenoiv. tvar d« Tochter der berühmt«» Olga Dimi« .riewua Schmidt, die 1908, als sie mit ihr schtvanger tvar, den Gouverneur von Perm erschossen hatte. Koschan tvar noch»i« in einer„Aktion" geivesen, saß noch etwas ungeschickt im Sattel, stolpert«»och ab und zu über die lange Schaschka, di« ihr, an der Seite baumelte, sah aber im übrigen ganz wie ein hübscher, sommersprossiger Bursche aus. Sie-ritt zwischen dem Kommissär und dem Kompanieführer, einem ehemaligen Gardeofjizier, macht« sich Gedanken über di« txvorsteheud« Aktion und tvar sehr beunruhigt bei der Vorstellung, daß sie in einer Stunde vielleicht tvürde Menschen töten müssen. Sie suhlte sich elend, hatte int Magen ein schreckliches Gefühl und blinzelte bald zu dem Kommissär, bald zu dem Kom- paniesührcr hinüber. Was in denen wohl vorging? Doch zu strei-geiu Denken und z>«r Zähmung jeder Empfindsamkeit erzogen, riß sie sich nach«in paar Minuten zusammen. Die Partei hatte sie hi«rhergestellt, sie, di« Intellektuelle, neben den Kommissär, der ein Kronstädter Matrose tvar, und neben den Offizier, dem niemaird traute. Das verpflichtete. Di« Gesichter der Soldaten verriet«» ebensotvenig wie die der Herden Männer neben ihr, was in ihnen vorging. All« blickten verschlafen, stumpfsinnig drein, während sie die sandig« Straße dahinzogen. Niemand sagt« etwas, und plötzlich fiel ihr ein, wie sie sich wohl unter diesen wilden, ernsten Kriegsgestchterm ausnahm. Verstohlen holt« sie aus ihrer Jacke einen ft-.-inen zerbrochenen Spiegel und blickte hinein. Aus zwei großen dunkelblackeu Augen sprach eine nicht zu verhehlende Unruhe, sie strich eine Strähne ihres kurzgeschnitteuen Haares unter die spitze Kappt- mit dmi roten Stern und steckt« das Spiegelclten verstimmt wieder ein. Als die Kompanie ein« Hügelkette erreicht hatte,; begann sie in Schwarmlitlien gegen das gefährliche Dorf vorzugeheü. Di«. Berittenen saßen ah, und sowie Koschan den Fuß auf den Boden setzte, dachte sie erbleicherid:„Atzt beginnt, das Unglück." Das Blut stieg ihr zu Kopfe,»ich mechanisch stolpert« sie hiutor«m Kommissär her, der, finen Reiistock ltk der Ha'nd^ inst dein, eigen«' tiimtiche» Gang- der Seeleute" über das Mld' stelzt«. Alt«, verfallen« Schützengräben zogen sich durch dem Acker. Fluchend spuckten di« Soldaten hinein und näherten sich innnrr mehr dem Dorfe, das ganz verlassen zu Kin schien. Auf einmal schrien am rechten Flügel Stimmen duvchemander:„Da schauen Si«, Genoffe Kommissar.. eine Delegation.. die weiße Fahn«.." Auf einem Hügelchen stand eine Gruppe Bauern. Sie schien«» tvaffeulos. lind einer schwenkte ein lveiße» H«md in der Luft,„Nicht schießen," schri« er, „unterhandeln!". Der Kompaniefnhrer trat näher. i „Was wollt ihr« denn?" fragt«; er mit seiner näselnden, ewig wie verschnupft klingenden Stimme.- Der Mann mit dem Hemd holt« umständlich ein Stück Papier ans der Tasche. „Na, also, komm doch her", rief der Kommissär. „Nein, nein, kommen nur Sie", gab der Parlamentär, ein altes faltiges Männch«», das trotz der Hitze eine schäbige Pelzkappe trug, zurück, und als^r vor ihm stand, sah er nach dem Abzeichen des Kommissärs. „Wer ist der Hauptkommiffar?" fragte er mißtrauisch. „Ich," erwidert« dieser,„lvas hast du da für ein verfluchtes Papier?" Der Alte zögerte unschlüssig.„Wir sind all« Brüder", klagte er mit zitternder Stimme, und Gott hat verboterr Blut zu vergießen. Wir gebe» euch di« ganze Munition heraus^svenn nur niemand verhaftet und nicht- ruiniert wird!" Der Kommissar nahm mit gerunzelter Stirn das schmutzige Papier. „Warte, wir werde» sehen, was drin steht!"' Aber darin stand dasselbe, was der Alt« gesagt. Der Kompanieführer, der Kommissar und Koschan flüsterten leise miteinander. Der Offizier, traute dein Bauern nicht, und ver- laugte die Auslieferung der Führer. Aber der Kommissar wollte alles friedlich abmachet», und so ging«r auf den Vorschlag des Alter» ein. Di« Kompanie niarschiert« also in das Dorf, das ganz leer tvar. In der Mitte des Platzes stand«iue schöne tveiß« Kirche, um die leig«'pehtzeche" lief. Ebe« Mchiy» dir Soldaten vor ihr hak, als ein Schuß fiel, -em eine Salve folgte. Ein Dutzend Rotarmisten brach zusammen. Das Bewußtsein,»nie Schaf« in eine Falle gelaufen zu sein, sprengte di« Rechen auseinander, und die Rotarmisten suchten sich so schnell wie r-Hgli^ hinter der Steinmauer zu decken. Schon lagen di« Pferde des Munitionswageus erschossen da, und der Kompanieführer suchte mit der Pistol« in der Hand vergeblich einige der Verschreckten zu zwingen, Patronenverschlägc hinter di« Mau«r zu schleppen. Frauen und Mäune.r mit Gewehren füllten auf einmal di« Dorfgassen und schossen wie di« Teufel. Zwei kleine tatarisch« Rotarmisten, die sich beim Honigstehlen verspätet hatten, wischten auf einmal wie der Wind über den Platz. Einer kam durch. Der ander« aber fiel grade in der Mitte hin, und eine Bäuerin mit einei^ rotes Kopftuch schlug ihn tot. Koschan, die das von der Miauer mit ansah, wurde totenübel.„Also das ist der Krieg," dacht« sie,„wirklich der Krieg", und auf einmal war ihr klar, daß zu solchen Dingen ein Maßstab gehöre, d«n man r« d«r Parteischule nicht kennenlernte. Man baute aus Latten und Brettern einen Stand für das Maschinengewehr, und die erst« Garbe jagte die Bauern in ihr« Hanse« zurück. Der Kompaniefiihrer ließ Handgranaten iverfcn, lvas einen schander- yafteu Lärm macht«, als auf einmal der Ge- wehrvormeister mit einer Kugel in der Stirn von seinem Stand herunteifiel. Der nächste Rotarmist, der an seine Stelle trat, verstand nicht, mit der Waffe umzugehen, und sie klemmt« sich alsbald. Unterdessen waren die Bauern auf die Bäum« und Hausdächer gestiegen, von wo sie den ganzen Platz hinter der Mamr einsehen konnten. Die Rot- annisten nm Koschan herum fielen wie Fliegen. Als die Munition auszugehen begann, warfen sich die Soldaten in ein kleines-Häuschen, das neben der Kirche stand. Sie hörten auf Befehle nicht mehr, verfluchten den Krieg und di« Kommunisten und sahen sich nach dem Kommissar um, um ihn m erschießen. Er war aber schon gefallen. Als der Kompagnie sichrer etwas befahl, wurde er ins Gesicht geschlagen, worauf Koschan, vor Erregung am ganzen Leibe zitternd, die Mauserpistole herausriß, und dem größten Schreier vor di« Füße schoß. Der brüllte auf und zog«in Vlesser:„Ach... Sie belieben zu schießen... hinaus mit den Kommunisten!... Ausliefern die Kerle!" Auf einmal schleuderte der Luftdruck einer Explosion alle zu Boden. Die Bauern hatten eine Handgranate in den kleinen Raum geworfen, und diese stellt« die Ordnung auf ihre Art und Weis« blitzschnell wieder her. Die Toten lagen, haufenweise. Zuunterst der Koinpagnieführer. Koschan aber erhob sich unversehrt, nur ihre Pistole war in Stücke geschlagen. Einige Sekunden später waren di« Bauern eingedrungen, packt«« sie und die wenigen Neberlebenden, schleppten sie zur Mauer und schossen sie dort nieder wie tolle Hunde. Koschan bekam einen Schuß in die Schttlier, der aber nur durchs Fleisch ging. Em dicker, großer Mann war auf sie ge- fallen, der schrecklich blutete und unter Zuk- kungvn starb. Halb betäubt sah sie noch, w,e die Bauern denjenigen, die noch lebten, ins Ohr schossen, dann wurde sie ohnmächtig. Nachts kam sie zu sich. Der Himm.n>var mit glitzernden Sternen bedeckt. Eo n mar « n P.'-srn gekommen, auf den it fttv geladen wurden. Trotzdem die Schulter schrecklich schmerzte, gab Koschan keinen Laut von sich rind zittert« nur, lebendig begraben zu werden. Als sie aber auf dein Friedhof« anlangten, war die Grube schon voll und di« Totengräber müde. Sie wollten nicht niehr graben. So luden sie denn Koschan mit de» übrigen Kadaver» ab und beschlossen, heimzugehen und erst morgen ein neues Grab zu graben. Nachdem alles um sie ruhig gewor- den war, macht« sich Koschan davon und lief di« ganze Nacht durch Gebüsch« nnd Felder. Bei Sonnenaufgang traf sie auf eine Patrouille roter Kosaken, die sie zrr sich aufs Pferd nahnien. Das tvar an einem Mittwoch. Samstag kam sie mit ei.m Bataillon und zwei Haubitzen, di« das Dorf in Grund und Boden schossen,-urück. Angesichts der brennenden Häuser weint« sie bitterlich. Die Wunde schmerzt«, und sie fühlt«, wie in ihr «in schrecklicher Ekel vor den Menschen, diesen wilde»» nnd bösen Tieren, entstand. Das tat weh. Mehr weh als der Schuß. Die Mfche Lorelei. Sehr frei nach Heinrich Hein« hat neuerdings in der Weltbnhne(XXII, 38) Lene Voigt das alte Thema in sächsischer Mundart heiter behandelt: > Ich weetz nid), mir isses so gomisch, Un äichendwas macht mich verschtimmt, s'is meechlich, das is anad-'misch. Wie das ähmd beim Menschen oft nimmt De Aelwe, die bläddschert so friedlich, Ae Jischgahn gommt aus dr Tscheche!, Drin sitzt'ne Familche gemiedlich. Nu sinse schon an dr Bastei. Un ohm uffn Barchs nu gngge. Da gämmt sich ä Freilein ihr» Zobb. Se schtriecheltn glatt hibsch mit Schbugge, Dann schtäcktsn als Ganz uffn Gobb. ■ Dr Bader da unten im Gähne Glotzt nuff bei däS Weib ganz entzickt. De Mudder meent draurich: ,^fch ahn«, Die macht unser« Bobbah verrickt." Rn fängt die da öhm ufsn Fölsen Zu sing-ooch noch an ä Gubbleh. Dr Bader im Gähn dud sich Wölfen Bor Lachen un jodelt„Juchheh!" ,Ms schtillel", schreit ängstlich Ottrlche, Schon gibbelt gans forchtbar dr Gähn, Un blätzlich versinkt de Familche... Nee, Freilein, was hamse gedahn! Das„Paradies" Amerika. Als Upton Sinclair seinen Roman„The Jungle"(Der Sumpf) veröffentlichte, ging ein lauter Schrei der Entrüstung durch die amerikanische Welt, aber diese Entrüstung richtete sich keineswegs gegen Pe von ihm geschilderte gewissenlose Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, wie sie in den Chikagoer Schlachthäusern geübt wurde, sondern lediglich gegen> die skandalöse Unsauberkeit, mit der bei der Verarbeitung des Fleisches für den Konsum verfahren wurde. Unter deur Druck der öffent- lichcn Meinung führten die Unternehmer einige augenfällige hygienische Reformen rin; sie setzten unter anderem in die Packräume, wo Tausende von Arbeiterinnen 12 Stunden lang die Fleischstücke in Blechdosen verpackten— je 150 Dosen in der Stunde—, eine Maniküre, unter deren Aufsicht die Mädchen morgens und mittags Hände und Fingernägel zu reinigen hatten. Was dagegen die erbarmungswürdigen Arbeitsverhältnisse anging, so blieb alles beim alten; die zwölfstündige Arbeitszeit blieb, die verlangte Rekordleistung blieb, die Hungerlöhne blieben. Der Durchschnittslohn betrug 25 Cents die Stunde. Rur einige ganz wenige Rekordschlächter verdienten bis zu 60 Cents. Aber sie hielten sich nicht lange. Nach ztvei, drei Jahren brachen sie unter dem rasenden Stumpfsinn ihrer Arbeit zusammen und sanken allmählich wieder auf den Mindestlohn zurück, worauf man sie hinauswarf. Um diese Zustände aber kümmerte sich daö amerikanische Gewissen nicht, es fühlte sich durch die Maniküre im„Packingroom" wieder beruhigt. Und als Upton Sinclair diese einseitige Wirkung seines Buches bemerkte, äußerte er bitter:„Es ist gekommen, wie ich befürchtet hatte: I wanted to hit them in the heart, I hitted them in the stomach!(Ich wolle sie ins Herz treffen und habe sie nur in die Magengrube geschlagen!)" Er selbst aber wurde vom amerikanischen Kapitalismus boykottiert und konnte jahrelang keinen Verleger mehr für seine nächsten Werke finden. Er wird heute noch in der kapitalistHhen Presse Amerikas totgeschwiegen oder als minderwertiger Skandalmacher gebrandmarkt. Das amerikanische Gewissen aber hatte in diesem Falle sein Rigorosum schlecht bestanden. Wir wollen sehen, ob es sich in anderen Fällen besser bewährt Hal. Amerika hat nachweislich die besten Volksschulen und die vernünftigsten Unterrichtsmethoden. Man nennt Amerika das Land des Kindes. In den Staatsbudgets prunken ungeheure Summen für den öffentlichen Unterricht und die Kinderfürsorge. Aber keine der großen Parteien wagt es, sich ernsthaft für energische gesetzliche Maßnahmen gegen das Ver-. brechen der Kinderarbeit einznsehen. Rur'Viktor Berger, jahrzehntelang der einzige Sozialist im Repräsentantenhaus zu Washington, hält zwei-, dreimal im Jahre verzweifelte. Kampfreden vor den Abgeordneten, in denen er das kapitalistisch« Unternehmertum rück- sichtslos an den Pranger stellt. Man hört ihn ruhig an und geht dann ebenso ruhig zur Tagesordnung über, als ob er überhaupt nicht gesprochen hätte. Die große Press« schweigt ihn grundsätzlich tot. Man bewilligt debattenlos Millionen für Säuglingspflege, Mutterschutz und Kindergärten, in denen die Proletariermütter morgens, ehe sie zur Arbeit gehen, ihre Kinder abgcben und abends wieder abholen. Doch kaum haben! dirw Kinder, die man nährt und bildet, das siebente Lebensjghe erreicht, dann steckt man sie seelenruhig in die Fabriken nnd läßt sie in die Bergwerke hinabsteigen! In den Anthrazitminen von Pennsyl- vonio arbeiten 20.000 Kinder von 7, bis 14 Jahren täglich neun Stunden lang als „breaker".■ Sie sitzen rittlings über eincur- endlosen laufenden Bande und zerkleinern mit! ihren Hämmern, die großen Kohlenstücke. Sie atmen 9 Stunden lang mit einer einzigen halbstündigen Unterbrechung den giftigen Kohlenstaub in ihre kleinen Lungen.— In den Färbereien des Staates Reto Kork stehen kleine Knaben stundenlang bis an die Hüften in der Farblauge und ziehen die zu färbenden Stoffe durch die gsstige Soße.— I» den Spinnereien von Tennessee und Süd-Karolina — 8— bedienen zehnjährige klein« Mädchen täglich 12 Stunden die Spinnmaschinen und dürfen sich während dieser Zeit nicht setzen.— In den Schuhfabriken von Massachusetts weiden die Kinder dazu verwandt, Trnnisschuhe mit Aether weiß zu färben. Bon diesen Kindern sterben 40 Prozent systematisch vergiftet, bevor sie dar 16. Lebensjahr erreichen! Das Geheimnis, warum die großen Parteien, mit Ausnahme der Sozialisten, nicht gegen diese mörderische Art der Kinderarbeit vorgehen, beruht darin: Alle diese Industrien find grundsätzlich aus Kinderarbeit eingestellt. Einzelne Unternehmer, die aus freien Stücken auf die Kinderarbeit verzichteten, waren nach kurzer Zeit konkurrenzunfähig geworden und wenig später zugrunde gerichtet. Es wurden allerdings mehrfach Gesetzentwürfe einge bracht, die dem Unfug ein Ende setzen wollten; sie verschwanden in den Ausschüssen und kamen nie wieder zum Vorschein. Tie wenigen Eknzelstaaten, di« annehmbare Kinderschntzge- setze besaßen(Kalifornien, Kolorado usw.) konnten fich billig diesen Vorzug leisten, denn ihre Hauptindustrien sind solche, für die Kinderarbeit nicht in Frage kommt. Auch hierin zeigt sich die Eigenart des amerikanischen Gewissen: Für Erziehung und Unterricht wird alles getan— nach außen hin. Bon einem bestimmten Zeitpunkt an aber geniert man sich durchaus nicht, die Kinder des Proletariats systematisch zu überanstrengen, zu vergiften und zu ruinieren. Es gibt nirgends so viele kleine. Krüppel, Gelähmte, Blinde, hoffnungslos Erkrankte wie im erleuchteten Amerika. Nachdem wir oie unterirdischen Räum« dieser primitiven Fabrik mit ihren altertümlichen Apparaten verlassen haben, führt mau uns in das elegante Verkaufslokal. Am Eingang verläßt uns di« Arbeiterin, die uns bisher geleitet, gleitet wie ein Schatten lautlos zurück; eine hübsche, Hutgelleidete Frau empfängt uns, begrüßt uns liebenswürdig, sprüht uns Parfum ins Gesicht und über die Hände, fordert uns auf, zu kaufen. In tausend und tausend geschliffenen Flaschen find nun die Wohlgerüche gebannt, aufgelöst in gelbe, grün«, violette, orangefarbene Flüssigkeiten, bunte, duftende Seifen türmen sich rings, heiter« Fülle, zärtlicher Luxus überall. Das ist die Welt, aus der wir im Auto kamen. Monte Carlo und Flirt und seliger Müßiggang. Und braune Frauen lärmen und kichern und kaufen— Zehn Schritte nur— und die Hölle beginnt. Riechen die deutschen und die englischen Bürgerinnen, die de ihren Bedarf an Parfum decken, nicht mehr die Exhalation der schwitzenden Blumen, der in Oel kochenden Rosen, d«s in KaDsfett erstickenden Jasmins, der für zehn Franken täglich in dünstender Hitze vergehenden Mädchen? Ist ihnen die Lust an all dem Dust nicht vergangen—? Aber sie kaufe« und nehmen es als selbstverständlich hin, daß aus abscheulichen und verruchten Elementen das Aroma ihres überflüssigen LebeirS steigt Und später fahren wir in den pfauerrhaft bunten Abend hinein, dem salzw!ndatncc>ch«n ParadieS der sommerlichen Riviera entgegen. Der Lod auf drei Ebenen. Bon Frank Crane(Rruyork). llebertragnng von Max Hayek. In LoS Angeles starb dieser Tage der Weltmeister im Epaghetti-Esftn. Er hatte angeknndigt, daß er zwölfhundert i Pfund Spaghetti im Jahr« verzehre. Er hatte- mitgeteilt, daß er viermal im Tag« Spaghetti j «sie, und zwar je eine Meile in der Minute«^ Ein« Meile zur anderen getan, würde— dessen I hatte er sich gerühmt— die Menge Spaghetti, die er alljährlich verzehrte, achtmal um die" Erde gereicht haben. Er wurde in seinem Zimmer aufgesunden, umgeben von Spaghetti. Die Doktoren erklärten als Todesursache; akute Magenschwäche. Er hatte sich mit 33 JMen zu Tode gegessen. DüS war der Tod auf der einen Ebene—* auf niederer Eben«. Aus einer nächsten Seilender Morgenzcitung war von einem anderen Tode zu lesen. Ein Farmer im westlichen Texas hatte sein« Frau, di« gerade Truthühnereier einsammelte, aufschreien gehört. Er war zu ihr hingelaufen--- ei«c Klapperschlange hatte sie gebissen. Der Farmer sog das Gift aus der Wunde seiner Frau und rettete ihr das Leben.< Aber durch eine offene Stelle an seiner Lippe war das Gift in sein System getreten« Zein Zustand verschlimmert« sich immer mehr — am nächsten Tage war er tot. Dai war der Tod auf einer anderen Ebene —: einer weit höheren Ebene. Der erste Tod war ein Tod auf animalischer-Ebene— der zweite war der Tod auf der Ebene des heroischen Menschen. Auf einer sicheren Seite der Morgenzeitung konnte man von einer Art Tod lesen, der sich aus der dritten Ebene vorbereitet. Eitr Forscher, der ein Mittel zur Bekämpfung einer Krankheit suchte, war gezwungen, gefährlich« Versuche anzustellen. Da- Die Hölle der Wohlgerüche. Bon Ernst Fischer. Alle Autonnternehmungen in Nizza, Monte Carlo, Menton veranstalten von Zeit zu Zeit Touren in das kahle Gebirgslaud, das hinter der Riviera olivengrau emporsteigt, nach Grasie, drr Stadt der Parfumfabriken. Der selige, Heuer vor allem von Oesterrei- chcrn und Deutschen billig erworbene Müßiggang der blauen Buchten, der wunderbar beglückende und entspannende Kitsch der Palmen, Billen und Gärten scheint auf einmal unendlich fern, ein aschfarbenes, staubfahles, von Hitze fieberndes Frlsland beginnt. Und mitten in trübem Gestein, angcklcbt ans Gebirge, raucht und schwitzt die kleine Fabriksstadt Grasse. Und bei dem Gedanken, daß dieser heiße Himmel auch über Arbeitenden, nicht .nur über Badenden blaut, schrickt man plötzlich; das Meer ist für die Menschen, die hier in Fabriken schuften, so weit, als existiere cs kaum— und wir haben cs vor einigen Stunden im Automobil verlassen. Die Lust über Grass« ist dick und süß und fett, wie voin Dunste schwitzender Blumen schwer. Die Vorstellung: schwitzende Blumen wirkt beunruhigend, beängstigend: krankhafte Geilheit lauert in dieser Impression. Aber es riecht auch nach Früchten, nach überreifen, von Zucker und Fäulnis strotzenden Früchten -- nick noch ein penetranter Geruch mischt sich darein der Geruch von Kohle und Arbeit und Armut, der über allen Fabriksstädten stockt. Welterfahren! wünscht man minutenlang>n- lensiv; man will sich durch solchen Eindruck die träge Bläue,, die satte Bollkommenheit des Lebens nicht stören lasien. e, Dann hält das Auto vor einer* Fabrik, eine»: kleinen Gebäudekomplex, den wir besichtigen sollen; nur ein Brunnen mit schnialen Wasserstrahl erinnert traunchast daran, daß es irgendwo flutende Kühle gibt. Es ist ungefähr drei Uhr nachmittags, der Sommer liegt nackt und teuflisch auf nacktem Stein. Und über uns her stürzt ein Chaos von Wohlgerüchen: Rosen, Jasmin, Reseda, Heliotrop, Maiglöckchen, Veilchen, verwirrendes Uebermaß. Unnatürlich und ekelhaft ist diese zuchtlose Duftnulffe, die nicht lebendigem Blühen, sondern einer fetten, aufgedunsenen Verwesung entquillt. In dieser Atmosphäre werde» Essenzen gekocht, die den Geruch des Menschen ins Märchenhafte verwandeln, verwischen sollen. Eine Arbeiterin mit seltsam unpersönlichem erloschenen Antlitz führt uns durch die Fabrik, erklärt uns mit sanfter und monotoner Stimme den primitiven Betrieb. Rach fünf Minuten würgt uns die Hitze, die bestialische I Ausdünstung der toten Blumen bis zum Erbrechen fast; einige Damen pressen sich das Sacktuch unter die Nase, fächeln sich Kühlung zu. Ironisch Verzicht sich der Mund drr Arbeiterin, dann spricht sie weiter mit ihrer sanften und monotonen Stimme. Ihre graue, blutlose Anmut wirst einen sonderbaren Schatten über die braune, prahlende Gesundheit der Ausländerinnen, dir hier Seide. Parfum und Müßiggang kauft«, lärmend und anspruchsvoll. Und dieser Schatten weicht nicht mehr, wird zur klagenden, drohenden Seele von Grasie, der Stadt der tausend Wohlgerüche. In großen Oefen voll siedendem Oel wird ein Teil der Blumen ausgekocht; das Oel entreißt ihnen langsam den Dust, nimmt ihn auf, hält ihn fest. Durch einen mehrfachen Destillationsprozeß werden die wohlriechenden Essenzen langsam gereinigt und als Parfum in den Haiwel gebracht, während man aus den Fett-' abfällen Seife herstellt. Andere Blumen müsien mit kaltem Fett behandelt werdeu; das Fett wird über feine Netze gestrichen, die Blüten, vor allem Jasmin, werden darübergrstreut und in das Weiche Material gepreßt, das den Duft verschlingt, verdaut. ES ist zum Kotzen; die penetranten Gerüche stauen sich in der satanischen Hitze, blähen sich geil und widerlich durch den Raum, kriechen schläfrig hinaus in die Stadt. Junge, schmale, graue Arbeiterinnen stehen an den Destillationsöfrn, schütten Blüten in farbloses Fett, verlieren den Duft ihrer Jugend und ihres Lebens wie die Rosen,' wie der Jasmin, um künstlichen Wohlgernch für andere zu produzieren. Schweißtropfen rollen von Mädchenstirnen in das werdende Parfum; das tut nicht- zur Sache, das schadet den kostbaren Fabrikaten nicht. Man Ljecht den Schweiß nicht mehr, wenn man sich parfümiert. Der zarteste und süßeste Luxus wird aus dieser Atmosphäre von Fett und Schweiß und Gestank geboren.-.. Nach zwanzig Minuten nreint man, sich nraßtos erbrechen zu müssen, wankt man betäubt aus dieser Hölle. Die fahlen Gesichter der Arbeiterinnen wenden sich der Tür zu, durch die uran emporsteigt in di« verhältnismäßige Kühle eines südfranzösischen Sommertages; dann beugen sich die Mädchen wieder über die Blütenkadaver, die sie in Fett begraben, um di« Auferstehung der hundert Düfte vorzubereiten — eingemauert in den glühenden Kellern einer glühenden Felsenstadt, zermürbt und zerrüttet von ungeheuren Wohige rächen. Dafür bekommen sie täglich zehn Franken. bei er sich«in« Krankheit zu. die ihn nötigte, mehr als ein halbes Hundert Operationen an sich vollziehen zn lasien. Mit nur einem Auge, einen: Daumen und einem einzigen Finger kehrte er nach jeder Operation zu seiner gefährlichen Arbeit furchtlos zurück, und geht so seinem fast sicheren Tod« entgegen. Dieser Mann will das Leben derjenigen leichter machen, die er niemals gesehen hat- Er opfert sich einer Sache, von der er persönlich wenig Lohn ernten wird nick» ohne von der-Ge) gebenhr'n, anaespornt zn sein, daß er für Mensweu lvirkt, die er liebt oder die ihm sehr nahe streik. Dieser Mann nähert sich langsam dem Tode" aikf der höchsten Ebene. 50 Jahre Telephon. Ein technisches Jubiläum jagt heute das andere. Fünfzig, ja selbst hundert Jahre sind im menschlichen Dasein nicht viel, Uni so größer muß uns daher die Leistung erscheinen, di« die Technik in diesen relativ kurzen Zeiträumen vollbracht hat. Im September dieses Jahres sind erst 50 Jahre seit den: Tage verflossen; da der erfolgreiche Erfinder des sprechenden Telephon?, der Professor der Physiologie ist Boston, Graham Bell, in der Zeitschrift„Th: Scientific American" über sein im Nachrichtenwesen wahrhaft revolutionär wirkende Erfin- drlng schrieb. Neben Graham Bell wird oft der deutsche Lehrer Philipp Reis, der in Friedrich», darf rm Taunus an der Garnierschen Lehranstalt wirkte, als der erste und eigentliche Erfinder deS Telephon? genannt. Seine Versuche, die er um 186? anftellte, führten jedoch nu« zur Nebertragung musikalischer Töne; die menschliche Stimme vermochte der Apparat noch nicht wiederzugeben. Die Membrane des Rcisscheu Telephon? bestand aus einem Tierhäutchen, da? mit einem Metallblättchen verbunden war. Graham Bell benutzte dagegen zum ersten Mal« ein« schwingende Metall- platte, die heute auS der Funktechnik allgemein bekanstt ist. Damit war dein Siegeszrrge des Telephons der Weg geebnet- Bells Telephon ist seitdem in seinen Einzelheiten von anderen Er- findern wesentlich verbrsiert tvorden. Vieles wurde nach der praktischen Einführung des Telephons durckgeprüft und zweckmäßiger gestaltet. In Deutschland wurde das erste Stadtfernsprechamt in Berlin am 12. Januar 1881 eröffnet. Auf den ersten Aufruf zur Teilnahme an der neuen Erfindung hatten sich nur 9t Teilnehmer gemeldet. Im Jahr« 1924 aber gab.es in Deutschland 7500 Ortsnetze, 7600 Vermittlungsstellen, 45.000 öffentliche Fern- fprechstellen, saft 2K Millionen Privatan- schlüsse. Eine Milliarde und sechshundert Millionen Ortsgespräche und 270 Millionen Ferngespräche wurden geführt. Im Fernsprechdienst beschäftigte die deutsche R«?chspost 47.000 Menschen im Leitnngsban sowohl für Fernsprecher wie für Telegraphen 24.000 Menschen. Der Fernsprecher ist technisch so vollkommen, daß es keine Schwierigkeiten mehr bereitet, alle europäischen Entfernungen spielend zu ieber- wiuden. Da? geplante allenropäifchr Fernsprechnetz, da§ ganz Europa mit seinen vorgelagerten Inseln umfassen soll, wird eine Gesamtlänge von 24-000 Kilonirtern haben. Davon entfallen auf Deutschland allein 6650 Kilo- nwter. also nrehr als ein Viertel des gss-ÄNten RttzeS. Es gehört/in dieser Gesellschaft zum guten Ton, ans di« Franzosen zu schimpfen, aber ohne ihr« Mode-vermag mannscht guszukomm«».- — einerlei.— Wi« di« Pflanzen sich wrhren. Daß die Plangeuorgan« ans ein« mechanische Jnan- spruchnahnt« mit einer mechanischen Brr- iteifung antworten, ist von Rasdorlky durch eine Reihe yon Versuchen nachgewiesen worden, über di« in den Naturwissenschaften berichtet wird. Zunächst wurden die Jnflor«szenzachl«n der Sonnenblume(HeliauthuSs und Dahlie durch angehängte Gewichte belastet. Dabei zeigte» sich bei den Versrichspflanzen gegenüber den Koittrollpflanzen charakteristische Bcrände- ruugeu: der.Steugelquerschni^ wnrde großer, das Mark wurde' umfangreicher, wodurch die" mechanischen Elemente weiter nach außerr verlagert wurden, das mechanische Gewebe wurde dicktvandiger und die Verholzung setzte früher ein. Alle diese.. Reaktionen tvaren vom Standpunkt mechanischer Leistungsfähigkeit durchaus ztveckmäßig. Bei einer zweiten Bersrichsreihe, die sich außer auf die genannten Pflanzen auch! auf eine Ahornart, Acer, ncaundo, und die Mohrenhirse erstreckte, wurde die Achs« einem regelmäßigen Hin- und Herhiegen ausgesetzt. Zn diesem Zwecke wurde ein Apparat konstruiert, der ein mehrwöchiges Pendeln der Sprosse in einer Ebene ermöglichte. Es zeigten sich ganz ähnliche Ergebnisie wie bei dem ersten Versuch; die Achsen wurden gedrungener, zugleich dicker und kürzer, inck» das mechanische Gewebe-wurde verstärkt. Auch die Wurzeln; wurden massiver ausgebildet und besonders bei der Mohrenwurzel entstanden oberirdische Rebenwnrzeln,- di« eine festere Verankerung mit dem Boden zur Folge hatten. Besonders- bemrrkenslvert aber war, daß der Querschnitt eine ovale Gestalt annahni, wobei der längere Durchmesser in die SchwinguugSeben« zu liegen kam, ein« ParaUclerschcinnng zu der bekannten Tatsache, daß auch der Querschnitt von Bäumen, di« stark dem Winde anSgesetzt sind, exzentrisch wird. Heiteres. Kann er das?„Papa, kannst du mit geschlossenen Augen deinen Rainen schreiben?"— „Aber gewiß, mein Junge. Warum fragst du beim?"—„Mach' mal die Augen zu rrnd probier mal, ob du hier mein Schulzeugnis unterschreiben kannst." Englischer Humor.„Harry", schreit die Frau Proftssor,„nm GotteSwillen, Baby hat das Tintenfaß ausgetrnnken! Was soll ich tun?"—„Schreib' mit dem Bleistist," antwortete der versonnene Gelehrte. Fräulein Rod«. Er:„Wer ist denn der hübsche Junge am Ecktisch mit dem kurzgeschnittenen.Haar?" Sie:„Oh, das ist meine Cousine!" Er:„llnd der blonde Herr mit dem Monokel?" Sie:„Da- ist meine jüngste Schwester Lu." Er(verzweifelt lächelnd): „Dann ist der andere junge Herr im Smoking, der daneben sitzt, tvohl Ihre ältere Schwester?" Sie(sanft):„Nein, das ist meine Großmutter." Gipfel der Zerstreutheit. Man hatte soeben einen älteren PriZessor, der ins Wasser gestürzt»>ar, heräusgezogen' und bemühte sw nm d«n Geretteten. Als der alte Herr endlich sein Bewußtsein wiedererlangt hatte, ries er zum Erstaunen der Umsteheichen: Metzt fällt mir erst ein, daß ich ja ganz gut schwimmen kann!"-i Eine Gattin hält Hrem Mann dir hingen »zu u>ch flüstert chm zärtlich ins Ohr:-„Rate -einmal, mm-was ich dich-bitte«-will!"-— jjllm Geld natürlich", ist die ärgerliche Anttvort des Mannes.„Erraten!" ruft die Frau vergnügt, „was ich doch für einen klugen Mann habe!" Unter Liebenden. ,Hans, du erinnerst mich an di« wilden Wogen des Meeres!"—„So? Wohl weil ich so stark bin, so rastlos, so nnb<- sieglich?"—„Rein, toeil du mich krank machst." Ein Schlaumeier. Fritzchen hat ftch niit Mühe und Rot das Gesicht waschen lassen- „Run die Hände!" sagt die Mutter.—„Ach, Mutti, die stecke- ich in die Tasche!"- Einer der«S weiß. A.:„Warum spricht man imnler von einer Siegesgöttin, aber niemals von einem Siegesgotk?" B.:„Diese Frag« kann Jhuen ei>». Verheirateter am besten beantworten."(„Haagsche Courant".»' Suff. In München auf der Jsarbrücke stehen ztvei angesäuselte Oberbayern uiw blicken tiefsinnig in die Tiefe. Woraus sich folgender Dialog entwickelt:„Himmiherrgott, wie da» mische der Lech heit auSschaut!"—„JesseS- maria, dös is doch net der Lech, dös iS doch der Inn!"—„Jo, Ottl, do schaust her— so schlecht siegh i scho!" In Bayern. Im f) Zug München—Rosenheim. Kontrolle erscheint. Ein echt bayrischer Agrarökonom reicht seine Fahrkarte. Der Kon trollenr:„Jo, dös geht aber net, mei Liaber! DöS is ja« Karten für Personettzug! Dös is a Schirellzug, wo drinsitzt! Dös geht n«t— do mußt scho a Gold nachzahl'n!"— Groß schaut ihn der qualmende Oekonom an und meint;„Jo, was geht's mi a! Fahr langsamer! I hob a Zeit!"' Kreuzworträtsel. 2 3 Mr 5| 6 8 ■■■ »1 i 10' 11 Mi 12 1 .* ■ 13 l“l ■ ■■ ■ 151| ■■ ■ 16 ■ 17 ■‘1 I- is a 19 20 21 H. 22 | 23 24 ■■■ 2»| 26 «27 Wagrecht: 1. Deutscher Fluß; 4. südamerikanische Hauptstadt; 8. europäische Hauptstadt; 9, englische Anredeform; 10. Nährmutter; 12. Blattpflanze; 1L Herbstblume; 15. Fluß in Südslawien; 17. Berg in der Schweiz? 20. süddeutscher Fluß; 22. Ranken« gewächs; 24. das Weltganze; 25. Sohn Jakobs; 28. Schilfgattung; 27. Körperteil.— Senk« recht: 1. Stadt in'Nordafrika; 2. Kirche; 8. Frauenname; 5. bayerischer Muß; 6. russisch« Dorfgemeinfchoft; 7. Fluß in Italien; 11. Säure; 12. Flamme; 14. Zeitabschnitt; 18. morgeilländischer Männername; 17. Baurn; 18. Vortrag; 19. Jahreszeit; 21. männlicher Vorname; 23. Trittkramn. Auflösungen der Rätsel aus der vorige« Rümmer: Unterschied«. Horn, Dorn, Äonr. Silbenrätsel. 1. Aussee; 2. Niveau; 3. Satyr; 4. Visite; 5. Akribiades; G. Teppich; 7, Emil; 8. Reiterei; 9. Legende; 10. Atlas; 11. Nerzpelz; 12. Detmold; 13. Antivari; 14. Norwich; 1,1. Sakniitala; 16. Taifun.—-,Ans Ba« terlarch, ans-teure,-schließ-dich ä«k"