29r. 47. ttntervaktungsvettase. W26. Am Aande des Levens. In dem Laden des alten Hulligan herrscht« heute«in furchtbarer Lärm. Eine betrunkene Gesellschaft saß drinnen beisammen, Eisenbahnarbeiter und Farmer auL der' Umgebung. Sie hockten auf Schnapstonnen und Kisten, rauchte», Dramen und grölten, tanzten auch einmal eins und verbrauchten dabei furchtbar viel Whisky. Pater Hulligan schenkte ihnen aufmerksam ein, immer sein öliger Lächeln auf dm fetten, groben Zügen. Var hatte er sicher «och aus dem Kloster. Sein Wandel vor dem Herrn war sogar für den Abt eine- irischen Kloster- zu bedenklich gewesen, und er hatte ihn hinausgeworfeir. Jetzt verkaufte er hier in Texas Bier und Schnaps, Lebensmittel, Kleidungsstücke und landwirtschaftliche Maschinen und wer weiß, was sonst noch. An der Bar stand ein dürrer, blasser Mann mit ausgesprochen irischem Gesicht und der krummen, eckigen Haltung, die schwere Arbeit hervorrust. Er starrt« in sein Glas. „Willst du noch einen, Landsmann?" fragte ihn der Wirt. Der Blasse lächelt«: „Wollen tat ich schon; aber da sitzt mein Kamerad, der hält mir nachher einen Vortrag über die Verderblichkeit der Schnapses im allgemeinen und für meinm schwachen Magen sm besonderen. Gr bat übrigens verdammt recht, der Deutsche, ich habe genug und heute noch«inen groß«,. Weg." Der Wirt schielte nach der Ecke, in der der Begleiter de- Blaffen saß. „Sollte«in Mensch glauben, daß-er keinen Whisky säuft uu- dabei noch«in Dutchmann ist.— Ihr seid Tramps, nicht? Wo wollt ihr denn hin?" „Nach Pittsburg, in di« letzte Chance", antwortete der Irländer mit einem leichten Seufzer. ,O weh," lachte der Wirt, ,cha kommt ihr heute freilich nichts mehr hin. Ungefähr noch fünfzehnhundert Meilen bis dahin, was?" „Ja, so etwas ist's. Da unten kommt wohl die große Trestle brücke, nicht? Wir wollen heut« noch drüber und bis nach Blackburn." heiliger Patrick, da habt ihr noch weit", rief Hulligan.„Und seht euch auf der Brücke vor. Wenn ihr runterfallt— der Sumpf ist zivauz g Meter tief! ES regnet, und di« Schwellen sind schlüpfrig!" Von Olrtur Veye. ,La, wir müssen fort, es wird Abend. Good tty!" sagte der Blaffe. Er holte dm Deutschen aus der Ecke und sie gingen hinaus, der Ire ein wenig schwankend.- V. Der Regen schlug ihnen in» Gesicht, und eS wehte kalt von den Bergen her. Der Deutsche atmet« tief auf und sah seinen Begleiter forschend an. „Hast du gefragt, wann der nächst« Zug kommt,-Will? fragte er. du, das habe ich vergessen!" sagt« WM erschrocken. „Wärst du nicht in di« Spelunke gagan- gen, so waren wir jetzt drüben. Der letzte Zug ist vor einer Stund« vorüber; wenn wir unterwegs von einem andern erwischt werden..." ,La, dann wird'» gefährlich, der Sumpf soll zivanzig Meter tief sein." Der Große schwieg» nd beugt« sich gegen den Wind vornüber. Sein Begleiter knöpfte seinen Ueberzieher zu und trabte hastig neben den weitausgreifenoen Schritten des Deutschen her. Di« Straß« senkte sich, sie verließen sie, wandten sich rechts dem hohen Bahndamm zu und kletterten hinauf. Obe« stürmt« der Wind scharf daher und wack ihnen sprühende Regenschauer ins Gesicht- Die Gegend war kahl unnüchtern. doppelt trostlos im müden Dämmenlicht diese» Herbstabends. Oben am grauen Himmel jagten schwarze Wolkensetzen, und der Wind sang in den zerzausten, hopfenden Sträuchern am Bahndamm.. Sie wanderten hastig vorwärts, hatten es eilig, in die Stahlhöllen nach Pittsburg zu !ommen. Da warm alle möglichen Nebel zu- ämmen, ein« furchtbare Arbeit, täglich einige chwer« Unfälle, schlechter Lohn und Dreck und dazu Wohl zwanzg Rat-onalitäten; bei den meisten saß das Messer locker. Aber doch Arbeit, ein Unterschlupf für den Winter! Der ist bart in d'esem Lande, und die Herzen seiner Bewohner sind's auch. Alles das ging deur Deutschen durch den gesenkten Kopf. Dabei rannte er M't R esen- chrittm vorwärts. Der Ire zupfte am Jackett. .„Was ist's?" frag!« er. „Geh nicht so schnell, weißt du, mein Magen...", sagte er mit einem gutmütigen Lächeln auf dem blassen Gesicht, auS dem di« Rast spitz und schneeweiß herauSsah. „Ach so", sagte der Große, und sei« ettva» starres Gesicht wurde freundlicher.„Siehst du, du hast stet» bloß Beschwerden, wenn du getrunken hast. Bist sonst solch guter Kerl, aber du kannst kein Wirtshaus bloß von draußen betrachten." Er wandte sich ab.„Ein Kerl wi« Samt, und Seide, bloß schad«, daß er susf", rezitiert«! er leise auf Deutsch.] Da schwang sich der Bahndamm in großem, weitausyolendem Bogen nach link» herum, eine weite, grünliche Fläch« dehnt« sich vor ihnen im Schatten des heraufdämme r»we»! Abends— der Sumpf. Die Schienen liefen ineinander, di« Bah«! wurde eingleisig. Fred sah an dem Hobe». Signalmaste hinauf, der dort stand, nickte und! ging weiter. Vor ihnen lag di« Brück«. Di« Gleise lagen auf eingerainmten Pfählen» die Schwel-! len ragten so wenig über di« Schienen hinaus,, daß außen kein Watz mehr zum Gehen tvar, man mußte innerhalb der Schienen laufen.! Die regengetränften Schivellen glänzten schwarz und naß. Das Gehen war gefährlich. Zwischen den Schwellen schimmerte der grüne Sumpf, imrchsetzt mit großen schwarzen Wasserlachen, herauf. Der Große ging voraus. Will folgte ihm ein bißchen unsicher unL ängstlich..„Wen» bloß kein Zug kommt, Fred! Wir wären verloren, ausweichen geht hier nicht." „Na, beruhige dick'!" sagte Fred,„da» -Signal war auf„Freie Strecke" gestellt, und von vorn ist ja der letzte Zug kaum vorüber. Trotzdem wollen wir so schnell wie möglich machen, daß wir hinüberkommen." Der Ire gab keine Antwort. Er sah sich von Zeit zu Zeit um und stöhnt« manchmal leise; sein Magen schmerzte ihn. Sie waren ziemlich bis an die Mitte der Brücke gekommen, da blieb der Ire stehen. „Fred, horch!" Ein Minute verstrich in tiefem Sc""veigen. Da verrerrte sich Will» Gesicht. „Heiliger Gott, Fred, hörst du«s nicht, das Rollen? Ein Zug kommt!" schrie«r. Der Große preßte die LisHen zußunmen. „Schnell, Will, schnell vorwärts! Dort drüben ist ein Licht, das BahnwärterhauS. — s Wir müsse» hinkoutmen, ehe der Zug«ns eingeholt hat!" Der Irländer schoß voraus, Fred stürmte in langen Sprüngen hinter ihm her, mit jedem Satze über mehrere Schwellen hinweg. Der Sturm knatterte ihnen um di« Ohren, der Regen Peitschte in grauen Schleiern herab, und hinter ihnen wurde das unheimliche Rollen stärker. Von Todesangst getrieben, husten sie zwischen den glänzenden Schienen oahin, dem rettenden Lichte zu.' Sie wagten sich nicht umzufehe», jede Sekunde war wertvoll. Da tat der Ire«inen Fehltritt, er rutscht« mit einem Bein zwischen die Schwallen hinab. Fred Packte ihn am Kragen und riß ihn empor.„Vorwärts!" schrie er ihm ins Ohr, das Geräusch des herankommenden Zuges verschluckte den Schall seiner Stimme, di« Schienen klangen in kurzen, Hellen Takten, und das heftige Keuchen der Lokomotive wurde lauter und deutlicher. „Will, wir kommen nicht mehr hinüber, spring hinunter, dicht am Pfahl, laß den nicht loS, spring!" schrie der Deutsch«. Der Ire sah ihn mit weißem, vor Todesangst verzerrtem Gesicht an und schüttelte den Kopf. hinunter!" brüllte Fred nochmals und packt« ihn an der Schulter. Will sträubte sich, die Angst und der genoffene Schnaps hatten ihm die Sinne verwirrt. Jetzt begann ein nur sekundenlanges, wildes Ringen zwischen den beiden auf den glitschigem Schivellen. Das Entsetzen gab dem Iren Riesenkräfte. Schon zuckte ein bleiches Licht aus dem Scheinwerfer der Lokomotive über die beiden Kämpfenden, da hob der große Deutsche den Iren aus und dicht vor dem Kuhfänger der Lokomotive taumelt«« sie aus dem blendenden Lichtkreis über die Schienen und stürzten klatschend in den Sumpf. Will packte noch im Fallen instinktiv einen der dicken Pfähle. Er krallte sich ftst. Di« Kälte des Schlammes jagt« ihm den Rausch auS dem Körper- In wilder Angst zog er sich an den Pfahl heran und daran hoch. Sein.Knie stieß an ein« scharfe Kante, ein Zementsockel oder so etwas war's; er kletterte hinauf und holte tief und keuchend Atem und wischt« sich den Schlamm aus dem Gesicht. Da traf ihn ein leiser Ruf. Herr Gott, Fred! „Fred, wo bist du?" ,^Hier! schrie es neben ihm aus der Dunkelheit. Er bog sich vor und spähte hinab. Da, «in weißer Fleck. Freds blasses Gesicht, seine weit aufgerissenen Augen starrten ihn an. Ein Grauen rann ihm über den Rücken; eS sah aus, als läge der Kopf abgeschnitten dort. „Fred, wart«, ich!"— er überlegte,„ja, so geht's. Paß aus!" Er rutschte wieder am Pfahl hinab, fuhr mit den Fußspitzen über den Boden und streckte sich lang aus. „Packe mein Bein, kannst du?" „Ja, aber ich wage mich kaum zu rühren, ich weiß nicht, ich stehe auf etwas Hartem, aber' wenn ich mich bewege'... Muß erst meinen Arm freibekommen, so, noch, ein Stückchen!" Will dehnte seinen Körper, bis er nur noch mit den verschlungenen Armen am Pfahle hing, ,Hetzt zieh, aber laß ja nicht los, ja nicht!" Will zog mit Aufgebot aller Kräfte an den Pfahl heran. Fred strampelte mit den Beinen, um nachzuhelfen; es ging sehr langsam, aber es ging. Schwitzend und keuchend zerrten und wühlten die beiden in dem zähen stinkenden Brei. Endlich faßte der Deutsche den Pfahl und klomm auf den Absatz, erschöpft und triefend. Ein« Weil« hockten die beiden Kameraden zitternd vor Anstrengung im kalten Regen und brachten hustens und nießrnd den Schlamm aus Mund und Nase. „Pftn Deibel", spuckte der Deutsche,„das war eine verflucht« Geschichte. Allein wäre ich hier nicht wieder herauSgekommen." „Und ich bin froh, daß du mich erst hineingeworfen hast. Ich wär« jetzt oben so etwas wie Apfelmus", knurrte Will. Er schüttelte sich und spie auS.„Schmeckt scheußlich, das Zeug, Will, nun komm, wir wollen hinauf, und sehen, daß wir trocken werden." Sie kletterten an den Stämmen hoch, kratzten den Schlamm von den Kleidern und schüttelten die Schuhe aus. Trabten dann naß und frierend weiter bis anS Ende der Brücke. Am Bahnwärterhaus fragten sie, ob sie hereinkommen dürften, sich reinigen und ein bißchen wärmen. Der Bahnwärter hieß sie freundlich eintreten und hörte staunend ihre Schreckensgeschichte an. „Männer, ihr habt Schwein gehabt", sagt, er. ,Hhr seid auf den alten Bahndamm gesprungen. Sonst wäret ihr so spurlos im Sumpfe verschwunden, wie ein Dollar in Rockefellers Tasche. Früher war hier eine Talsperre, wißt ihr, so eine Schwindelgcsellschaft baut« sie, verfluchter Humbug war cs. ES kam eine große Ueberschwemmung, und dann eine ebenso große Pleite. Jetzt ist Crows Valley, dos feuchte, lieblich duftende Veilchenbeet, in dem ihr herumpatscht seid. Na, jedenfalls seid ihr wieder heraus, es fehlt keinem ein Bein oder der Kopf. Macht euch rein, ich braue unterdessen einen Whisky heiß. Den könnt ihr doch vertragen, nicht?" Die beiden Leidensgefährten stimmten zu, besonders eifr'g der Ire. Sie tranken dm Whisky heiß, erzählten sich noch bis spät in die Nacht hinein und schliefen dan» im Heu. Beim Grauen des nächsten Tages brachen die beiden Dcamps auf, sahen noch einmal schaudernd auf die in weißen Morgennebel gehüllt« Trestlebrucke hinab und wanderten dann weiter nach Norden, dem fernen, rußigen Pittsburg zu. Arbeitslos. Von I oseph Reh m. Ich sitz' am kut gewordenen Ofenloch. Nur hin und wieder peitscht«in Wetterstoß Den kalten Regen an das Glas. Sonst alles still. Aus dunkler Eck« grinst mich lauernd Der Schwermut bleiche Fratze am So rinnt dir Zeit Und geht das Leben hin. Der Regen hängt am Fenster, Die Nacht bricht ein. Unter hinter allem wart«! still der Tod. Die Kur. Bon K n r t K l ä b e r. Jupp, der Maurer, wollte einmal das Trinken probieren. Ein Schnavk, zwei Schnäpse, drei Schnäpse. Das tai ganz gut. Gegen Abend ging er heim. Sonderbar, alles schwankte, Straßen und Häuser, sogar dir Haustür. Therese, die Frau, hörte ihn kommen. „Hup!" da stand er bereits in der Küche. ,Hup!" da torkelt« er schon zu seinem Stuhl. „Hup!" da saß er. Therese starrt ihn an. Also jetzt hatte sie einen Säufer zum Mann-„Teusel!" Sie spuckt« auS, nahm einen Scheuerlappen und schlug ihn Jupp um die Ohren. Jupp trank' ein zweites Mal. Einen Schnaps, zwei Schnäpse, drei Schnäpse, vier I Schnäpse. Das tat ganz gut. Gegen Abeird ging er heim. Sonderbar, heute schwankten die Häuser und Straßen noch mehr. Die Haustür war kleiner wie ein Schlüsselloch. Die Küchentür war lleiner als ein Nadelöhr. Er kam ober doch noch hinein. Theres« macht« größer« Augen. Also heut« war der Säufer schon ein Schweim Sie spuckte wieder äus, schlug ihm den Scheuerlappen noch länger um die Öhren und bearbeitete ihn außerdem mit dem Besen. Jupp trank das dritte Mal. Einen Schnaps, zwei Schnäpse, drei Schnäpse, vier Schnäpse. DaS tat ganz gut. Diesmal mußt«» sie ihn führen. Wie einen Toten zerrten sie ihn inS Haus. Plumps! da lag er. Theres« machte keine Augen mehr, Theres« spuckte auch wicht auS, Therese nahm auch nicht, den Scheuerlappen, sie ging in ihre Kammer, riegelte sie ab, faßt« einen Entschluß. Am nächsten Abend stand Therese am Bau. „Guten Abeiw, Jupp!" „Guten Abend, Theers«' Das willst du? Willst du mich heimholen? Ich gehe erst trinken!? „Ich will dich nicht heimholen, Jupp! Ich gehe mit!" Jupp ritz das Maul auf. ,Do," sagte er. „Auch gut!" ,Mnen SchnapS, Wirt!" sagte Jupp. ,Lwei Schnäpse!" sagte Ther«se. Jupp staunte^ „Einen Schnaps, Wirt!" sagte Jupp. .Zwei Schnäpse!" kräht« Therese. JUPP staunte noch mehr- „Einen Schnaps, Wirt!" sagte Jupp.> ,Zwei Schnäpse!" lallte Theres«. Jupp staunte nicht mehr.„Jetzt gehen wir," sagte er.. Er schleppte sie wie einen Sack heim, warf sie aus die Bank und ließ sie dort llegen. „Also eine Säuferin habe ich jetzt zur Frau," sagte er noch.„Pfui Teufel!" Dann ging er in die Kammer, schloß sich ein, faßt« auch einen Entschluß.. Am nächsten Abend stand Therese wieder am Bau. „Guten Abend, Jupp!" „Guten Abend, Theres«! Wo willst' du hin?" „Trinken!" „Stinten?" schrie sie Jupp an.„Wir ge- hen heim!" Therese ritz den Mund auf.„So," sagte sie.„Auch gut!" Am dritten Abend ging Therese nicht wieder zum Bau. Jupp war pünktlich. Es gab Kartoffeln, etwas Fett, später noch etwas Mehliges. „Und da ist auch Schnaps!" sagte Therese und stellt« eine Wasche und zwei Gläser auf den Tisch. „Plch!" machte Jupp. Er schüttete ihn in den Kohlenkasten. Goldsuchersifterze. Von Henri Barbuss«. „Dar ist verteufelt lustig," meinte Lasitte. „Ich weiß noch Spaßigere-" entgegnet« JakobnS.„Es spielt auch in diesem australischen Ranch, wo stch alle Rassen und Leut« der Welt— die aber durchaus kein« Leut« von Welt begeg. neu. In einem Winkel einer im Entstehen begriffenen Stadt mit Namen— der Teufel soll mich holen, wenn sie nicht Burbank-City hieß, ihre Häuser waren aus Holzplanken und ihre Strafen aus Schmutz—hatten sich einige Bürger, zu denen ich gehört«, zusammengetan. Warum? Natürlich um Gäd öder Silber zu suchen... Verwegen, Geld nicht achtend, abenteuerlich wie wir waren, bildeten wir eine Gesellschaft zu wechselseitigem Wagnis und Gewinn. Man fand «8 dort spaßig, uns Banditen zu heißen. Wie man sich auch zu dieser Behauptung stellen mag, die ich jetzt, wo ich in Ehren reich geworden bin, verachte— sicher ist, daß man dort unten«ne andere Unterhaltring pflegt akS im alten Europa. Während des Eisenbahnbaues, der rin« U»berschwemmnng von Chinesen mit stch brachte, dinierten wir in der mit bunten Reklameschildern beklebten Bude drr Arabella Cat, die ein dreistes Weibsbild war, dar uns Kabeljaus vorisetzt«, die hart wie Pferdekiefer waren und Beefsteaks, an die man Schlittschuhe hätte anschrauben können. Aber was! War trotzdem ein guter Ort und eine gut« Zeit! Da war Billy Faggs, Fix Poccot, Junius Textor, Sennor Espinosa Nikolai nicht zu vergessen, und ich. Bor allem— und zwar äuS Biergläsern— tranken wir einen reinen Nektar, der„Athletenwhisky" hieß und in dem Konsumenten sogleich den Wunsch erweckte, Bäume auszureißen. Ich war ein Kerl— na, wie die andere«. Aber ich muß anerkennen, daß Junius uns olle übertrumpfte. Ein PrachtexemplarI Trat er in seiner ganzen Länge und Breite durch die offene, große Tür, dann war«s, als schlösse sie sich. Einmal hat er«inen Mexikaner— ein« dieser Typen,' die lange, braune Gesichter wie Zigarren haben — bloß dadurch festhalten> daß er— bis Hilfe kam, seinen Fuß auf den deS anderen setzte. Und er war so von Branntwein durchtränkt wie der Docht eines Spirituskochers. Man kannte ihn as einen Freund von dunklen Abenteuern. Aber aus Mangel an Beweisen war immer all«8 ohne Folgen geblieben, und er stand im Begriff, im Augenblick, von dem ich sprech«, Miß Lilie Bungalow, die«in gerissener Engel war und ei« graziöser Dämon dazu, zu heirat««. Das war der Mühe schon wert. Ihr Haarschopf glänzt« im Sonnenschein wie eine Goldpepit«... Der Vater Bungalow, ein alter, reicher Geizhals, hatte sich dieser Verbindung widersetzt. Er verbarg— wo, dar hatten wir niemals entdecken könne«, waren aber dessen sicher— einen ungeheuren Schatz, der früher oder später das Glück seines Schwiegersohnes bilden sollte. Da fand man eines Morgens den alten Bungalow ermordet. Neben dem erstarrten, durchlöcherten Kadaver und den ausgeplünderten Koffern Junius Revolver! Noch mehr! Junius hatte diese Nacht di« Baracke nicht betreten, di« er mit Bob PlanturuS teilt«. Nachdem ein ganzer Trupp Polizisten den Riesen hinterrücks festge. nommen und ihn mit Stricken und Ketten nS Gefängnis geschleift hatte— es waren soviel Transporteure nötig, wie man braucht, um ein« Gipsstatue, die imttier dieselbe dumm« Bewegung macht, zu überführen— fand man bei ihm Papiere, di« dem auS der Welt geschafften Alten gehört hatten. Wir wurden— einer wie drr ander«— zugelassen, um den des Verbrechens verdächtige« Hünen in dem vergitterten Keller, wo man ih» eingeschlosfen hatte, anzusehen. Ächelnd traten wir wieder ans Tageslicht. Tatsächlich: so sehr auch aller Anschein gegen ihn sprach, er war doch nicht schuldig. Kein Zweifel darüber! Ich weiß wohl, dies« Gewißheit war nur von sekundärer Wichtigkeit, aber«S gab Besseres. Junius war im Besitz eines Unschu-dbeweise-, eines ausschlaggebenden, in Form eines Alibis. Di« ganze Nacht, in der er stch damit beschäftigt haben sollte, den eigensinnigen Achtzigjährigen vom Leben zu kuriere», hatte er mit William Trott, dem Inspektor der WasserversorgungSgesellschast. beim Kartenspiel zugebracht. Junius machte sich den Spaß, diese Tatsache dem^eriff vorzuenthalten.. Unter dem Spiegel des Geheimnisses erzählt« er es uns lachend, und wir freuten uns— einer wie der ander«— mit ihm auf das Gesicht, welches der Richter machen mußt«, wenn nach vortrefflichen Schuldbeweisen di« entscheidende Zeugenaussage fallen würde. Und William Trott,«in sehr origineller Biedermann, der«inen so enormen Schädel hatte, daß er stch wie ein Hut ausnahm, gab sich bereitwillig zu dem Bersteckspiel her und rieb sich im Vorgenuß dieses sensationellen Prozesses die Hände. In seiner Erwartung widmete er— erst vor kurzem in die Gegend gekommen— dem „Athletenwhisky" eine wahr« Leidenschaft und imprägnierte sich damit in methodischer, wohlbedachter, administrativer Weife, In diesen jungen Ansiedlungen rechnet die Justiz schnell ab Uebrigens war es nicht schwierig, die Anklageakten gegen unseren Kameraden zufammenzustellen, der— als guter Engländer— die Rolle des Opfers bis zur äußersten Grenze spielen wollt«. Wir schritten zur Verhandlung hin wie zur Hochzeit. ES ging schief, und je schiefer cs ging, um so mehr stießen wir uns mit den Fäusten ip die Seite, wie das auch bei einer Hochzeit vergnügte Gäste höflich tun. Sozusagen im letzten Augenblick und bei der letzten Frage erhebt sich mein JuninS, schaukelt wie eine Pappel hin und her, sagt klar und deutlich:„Ich bitte um Entschuldigung, Sir. Horatie. Ich habe bestimmt etwas dazu zu sagen. Oh, eine Kleinigkeit! Die Rächt, zum Sechzehnten habe ich. mit einem Gentlemen verbracht, einem Beamten drr Wasserversorgungsgesellschaft, dem ehrenwerten Mister William Trott, den ich zu vernehmen bitte". Theatercoup! Die Anwesenden sohlten wie ein einziges Weib. Der entgeisterte Vorsitzende schielt wie ein ungeschickter Jäger auf Junius und die leere Flinte ist auf ein großes Wild gerichtet, welches stch— mit euerer Erlaubnis — aus dem Staube macht. Seine Stimme fand trotzdem die berufsmäßige Sicherheit wieder, um das Erscheinen der genannten Person anzuordnen. Alle Blicke sind aus den Eingang gerichtet. „Der ehrenwerte Zeuge!" Da ist er. Man führt ihn in di«„Box". Er macht einen bestürzten Eindruck. Wir freuen unS wie Schüler. Junius lacht bis an die Ohren. Stille herrscht wie in einer ergreifenden Theaterszene. Der Richter fragt Mister William Trott, waS er auszusagen hat. Der Beamte senkt die Äugen. Ein schwaches Murmeln geht aus seinem Munde: „Ich bin..... em Sünder!" sagt er. „Ach!.... Aber was wissen Si« in Bezug auf die Ermordung des Mister Alexander Bungalows?" „Er war ein Sünder", spricht in gleichem Tone Trott. „Gut", versetzt der Richter.„Aber kenne« Si« diesen Mann, fügt er, auf den Angeklagten weisend, hinzu. „DaS ist ein Sünder und Sie sind auch «iner", psalmodierte ganz sonst William Trott. Der Präsident stampfte mit dem Fuße auf und sein Gesicht runzelt« sich, faltete sich unt«v dem Rand seiner weißen Perücke zu linien». artigen Furchen. Wie eine Seite der Bibel sah «r auS. „Um das alles handelt stchs nicht. Dieser Mann, verdächttg des in der Nächt zu Sonn» i albend, dem Sechzehnten, an Alexander Bun»: galow verübten Mordes, behauptet, dies« Nacht mit Ihnen zusammen gewesen zu sein. Ist das richtig?" Der Wasterinspektor faltet di« Hände nnd schüttelt sein umfangreiches Haupt. „Ich möchte in den Himmel kommen" antwortete er bloß. Und setzt sich mit weit aufgerissenen und in Tränen schwimmenden Augen hin; seine! kurzen Schildkrötenarme bewegen sich nach allen Seiten seines riesigen Rumpfes, in den ein Toi! der kurzen Beine wieder hineingcwachsen zu sein scheint. Bei der Gerechtigkeit der Himmels! Ihr ahnt es:'William Trott war wahnsinnig geworden.'Der in zu massiven Dosen genossen« „Athleten-Whiskh" bewirkt bei schwachen Intelligenzen solche Verheerungen. Zugleich mit der Vernunft des einzigen Entlastungszeugen scheiterte Junius RextorS letzt« Hoffnung. Seine verrückten Gesten und unsere Proteste, Schreie, indirekten Aussagen fruchteten nichts. Im-Gegenteil: Um Haaresbreite sahen wir- uns der Mittäterschaft beschuldigt, mußten während der Abfassung nnd Verlesung des Urteils sittsam auf unseren .Plätzen verharren nnd währenddessen»och behilflich jein, Mister Trott in einen mit Matratzen ansgepolsterten Raum zu überführen. Der— von innen und außen— mit Wasserheilmethode behandelte Beamte genas sechs Monate nach dem Tage, an welchem Junius gehängt worden war,- und drei Monate später stellte sich der wahre Mörder sebbst. Nur noch«ine Bem«rkung: Wir sanden daS Vorkommnis zuerst ein wenig toll;~ aber dann kamen wir beim Nachdenken zu dem Ergebnis, daß unser Freund— bei Unfchlbarkcit des Gerichts— än jenem Tage Mar nicht gehängt worden wäre, aber dafür seit vielen Jahren so manches liebe Mal." Henkerln Mode. Allzeit war sie«im strenge Herrscherin, die Mode, eine nnerbtttliche Tyrannin. Sie zwängt« di« Frauen in enge Panzer, daß ihnen fast der Atem auLging, oder sie gebot schmalst« Schuhe, daß Hie mit breiten Füßen fast starben vor Qual. Was für ein« Torheit uird Tyrannei war der Reifrock und die rieselrhast emporstehenden Pu- oerfrisuren, die noch mit Bändern, Perlen, Bügeln und Früchten„verziert" wurden, Oft mag so eine unglückliche Rokotodame gestöhnt habens „£), mein Kopf, mein Kopf!!" Denn Kopfschmerzen bekonimi man gewiß mit so einem Kilogewicht auf dem Kopf«. Die Frauen sind ein bedauernswertes Geschlecht, sehr bedauernstvert. Rur«inen wirklichen Herrn kennen sie, und selbst der ist noch«in« Frau, di« Mode. Hat da der arme Tutarckhamen daS Unglück, im 20. Jahrhundert aus seinem mehrtausendjohrigen Schlaf geweckt zu werden. — 4— Lutankhamen, der wte Aegypter-König, gelangte zu neuer Macht. Die Mo' e bemächtigt« sich feurig der Ide«. Tutankhamen ist Mode! Kleider werden ägyptisch fest um den Leib gewickelt, kostbar« Stoffe sind modern, Goldbrokat«, gemustert „Tutankhamen". Biel Perlenschnür« und Diadem« ins Haar und der Bubikopf. Das längste Haar fällt der Henkerin Mod«»um Opfer. Roch eins gebietet di« Mode im Zeichen Tutankhamens:„Alle Frauen haben schlank zu sein, schlanker, am schlankesten." Hier wird sie zur wahren Henkerin, di« Mod«. Wer nicht furchtbar schänk ist, hat kein« Daseinsberechtigung.„Dn hast schlank zu sein", schreibt di« Mode,„und bist du es, nicht, so mach Entfettungskuren",„Die Morgenarbeit der Frau von heut« besteht in der Körperkultur. Sie muh täglich ihr Gewicht prüfen. Sobald man es unterläßt, kann man eine Füll« erreichen, di« schwer zu bekämpfen als zu erlangen ist." So schreibt ein« Berliner Modezeitung. WaS für furchtbar« Sorgen hat„Vie Frau von heute". Zu fett werden, das ist di« große Rot. Besteht wirklich di« Morgenavb«it der Frau von heute darin,„ihr Gewicht zu prüfen"? Naiv ist doch manchmal so ein« Zeitung. ES gibt Frauen, di« von morgens 6 biS mittags nm IS schtoer in der Fabrik arbeiten, Mittagspause: Kinder versorgen, schwer« Arbeit bis abends; und dann Haushalt besorgen, Strümpfe stopfen. Kleider flicken, kochen. Aber das ist sicher nichr „dir Frau von heute". Das ist ein« Proletarierin. Auch alle die BureaumädelS und Verkäuferinnen sind nicht die Frauen von heute. Dafür sind sie auch meist richtig schlank, haben es nicht nötig, Entfettungskuren zu machen, wie es da neulich eine Frau von heut« tat. Recht hübsch war sie, der Wahrheit die Ehr«. Aber„Henkerin Mode" br. trachtet« sie kritisch und fällte«in vernichtende- Urteil: Zu dick! Da laS sie irgendwo.-„Entfettungskur, kein Fett mehr, Erfolg gerantiert, schlank« Figur in wenigen Tagen." Sie läßt sich das Zeug kommen und richtig, sie nimmt ab, «norm nimmt si« ab. Man staunt und bewundert Bubikopf strahlt. Doch warum dieses rasend« Herzklopfen, di« Beängstigungen nachts, die doh- rendcu Kopfschmerzen, die Atemnot? In knapp 14 Tagen kam die überraschende Antwort: Man fand das schön« junge Mädchen tot im Bett«: Herzschlag! Sie hatte chr ohnehin schwaches Herz' überanstrengt durch die Entf«t1ungskur. Henkerin Mode herrscht mitleidslos Warm sieht man in England, in Amerika fast kein« dick« Frau? Weil die Amerikanerinnen, die Eng änderinnen viel Sport treiben, sich Be- wegnng machen, wenig oder gar keinen Alkohol trinken, mit einem Wort„vernünftig leben". Nirgends sicht man so viel Frau«n in Eafss fitzen, Unmengen Sahn« essend, Kuchen vertilgend, Bonbons lutschend, Milch und Zuckerkaff« trinkend, wie bei uns.*-» Anna Jussen. Gedankensplitter. Hungersterben kann in einem doppelten Sinn« genommen werden. Ja, so im Augenblick hinfallen, tot fein im Moment vor Hunger— das geschieht sehr selten; aber wenn man fortdauernd eine größer« Verausgabung von Kräften vornimmt, als man infolge zu schlechter Lebensmittel und einer zu schlechten Lebens, weise überhaupt ersetzen kann, wenn also die Ausgabe von Kräften beständig di« Einnahm« übersteigt, so stirbt man auch Hungers im Lauf« der Zeit... Rur daß dieses Hunger- sterben dann gerade so lange dauert, daß man vollauf Zeit hat, Kinder in die Welt zu sehen. So vermehrt sich die Bevölkerung und di« Ar- beiterkiass«, und der Prozeß des Hungersterben» ist demnach ein permanenter. Lass all«.. Licht aus Schlamm. Daß der Schlamin der Kanalisation zur Beleuchtung verwendet werden konn, ist gewiß ein« erstaunliche neu« Erfindung. Man hat aber setzt damit, wl« in „Reclams Universum" mitgeteilt wird, in Erfurt s«hr anSfichtreiche Versuche gemacht. Beim Faulen deS Schlammes entsteht nämlich u. a. das brennbar« Sumpfgas, dessen Ausbeute man dadurch bedeutend, steigern kann, daß man bei einer Temperatur von etwa 30 Grad gewisse Bakterien auf den Schlamor einwirken läßt Auf diese Weise,ist cs' möglich, dies lästige Abfallprodukt der Großstadt nutzbringend zu verwerten. Wenn mau di« Abfallstoffr als Lruchtgasquelle benutzt, so lassen sich große Ersparnisse machen. Für Erfurt werben damit jährlich rund 5 Millionen Tonnen Kohle überflüssig, die zur Gaserzeugung verwendet werden. Zu gleich aber wird durch die Verarbeitung des Schlammes ein gefährlicher Krankheitsherd vernichtet. Ei« vorzeitlicher Schädelsund. Aus der siidostafiatischen Insel Java, die ein« der Ate- sten Siedlung sstätt en der Menschheit gewesen zu sein scheint, wurde ein Schädel gefunden, der die' Theorie des javanischen Arztes Prof. Dr. Dubois über daS Vorhandensein einer Zwischenstufe stoischen Mensch und Affen rechtfertigt. Dr. Heberlein, der Regierungsarzt d«S BolkSgesundheitsamtS in der Hauptstadt Surabaja, grub unweit von Trimel im Bezirk Rgawi«inen vollstmrdigen Schädel der sogenannten ,pit«canthropuS erectus"(aufrecht gehenden Bormenschen) aus, durch den daS Vorhandensein einer UebergangSform zum Menschen in der mittlere« Tertiärzeit einwandfrei festgestellt werden konnte. Die Nachgrabungen sollen fortgesetzt werden, da man annimmt, daß sich an dieser Stelle eine vor- eiszettliche Begräbnisstätte befunden hat. U«b«r die heimatlose« Kinder i« Rußland berichtet in der Sowjetzeituug„Moskauer Abend" der Sowjet-Kommissär Semaschko: Der Anblick der zahlreichen heimatlose« Kinder in ihrer Verwahrlosung in den Städten und auf den Bahnhöfen läßt das Herz erstarre». Ihr Anblick ist fürchterlich; sie hüllen stch in die denkbar schmutzigsten Lumpen. Ihr Benehmen fällt auf die Nerven:„Gib mir einen Kopeke« oder ich werfe dir einen Stein a» den Kopf!" Solche oder ähnliche Redensarten hört man ständig. In Jekaterinenburg vermindert sich die Mast« dieser Kinder, der größt« T«U Hut sich durch eigenmächtige Eisenbahnfahrten auf di« Reis« nach dem Süden, hauptsächlich nach der Krim, begeben. Ei« Maftodcm-Schädel t« Italien. I« Piguataro bei Cassino wurde« jüngst die Reste eine» riesigen Fossil» gefunden, dessen Au»- grabung auf Veranlassung des italienischen Ministeriums mit großer Sorgfalt vorgenommen wurde. Man ncchm von Anfang an an, daß es sich um ein Mastodon aus der Tertiär-Zeit handle, und die weitere Untersuchung hat diese Annahme bestätigt. Sowohl die Größe des Schädels wie die Länge und Dicke der großen Hauer, wie auch die Natur des Erdbodens, in dem das Tier gefunden wurde, zeigten, daß eS ein Mastodon war, dessen fossile Ueberreste hier gefunden Warrn. Die klein« Gemeinde Pignataro ist so mit einem Schlag« in d«r ganzen Provinz berühmt geworden und von allen Seiten ströme« di« Scharen herbei,, um den riesigen Schädel zu* sichtigen. Eine tragische Folge des Ereignisse» aber ist, daß der Besitzer des- Grmch und Boden-, auf demlws Tier der Borzeit gefunden wurde, über diese Entdeckung den Berstattd verloren zu haben scheint. Er schläft in der Nacht nicht mehr in seinem Hause, sondern wacht in ein« Decke gehüllt, ganz nahe bei dem, WaS er seinen Schatz nennt, und hat nur die eine Angst, daß ihm dieser germibt werden könnte. Tagsüber arbeitet er nicht mehr, sondern beobachtet die Schaulustigen schweigend und argwöhnisch, und wehe, wenn jemand etwa Miene mache« wollt«,«twäs auch nur aus der Nähe des„Schatzes" zur Erinnerung mitzuuehmen. Wer di« Wahl hat, hat die Qual! Ein Bauer steht mit seiner Frau vor einer Theaterkasse und fragt den Kassierer:„WaS wirb denn heute gegeben?" Der Kassierer antwortet:„Was Ihr wollt!"— Da kratzt sich der Baüer verlegen hinter den Ohren und sagt zu seiner Frau:„Du, Alte, WaS nehmer'n denn da für'» Stück, das wird'ne schwer« Wahl! Ra— für mich spielen Sie den Tannheiser und für mein« Frau den Lohengrin. Rich wahr, Alte?" Der Scheiduugsgrund.„Was schneiden Sie da aus der Zeitung, Leobschütz"—„Die Sache mit dem Eheiuann, der ohne weiter«» geschieden wurde, weil ihm feine Frau dauernd die Tasche« untevsuchtr"—„Uitib was wollen Sie damit?"— ,Mir in die Tasche stecken." Er weiß sich z« helfen. Vater zu seinem leichtlebigen Sohne:„Du bist ein rechter Don Juan. Schon zwei Frauen hisst du mit deinem Flirten unglücklich gemacht."— Sohn:„Aber wie viele ich glücklich geniacht habe, davon sprichst du nicht." Kreuzworträtsel. 5 ■ 7 ■ 8 ■ » 10 ■ 8 11 A u ■ 13 ■ i« 15 18 ■ a 17 18 ■ 18 20 ■ 21 ■ rr ■ 23 ■ ■ ■ Wagrecht: 1. Getränk; 8. Nordische« Männername; 6. AuSsterbende Rinderart; 8. Altes Flächenmaß; 8. Parze; 11. Synonym füv „Enganliegend"; 13. Monat; 18. Fluß i« Asien; 17. Ehinestscher Männername; 18. Sohn Jakob»; 19. Japanische Münze: LV. wie o.; 22, Geheimnisvolle Kraft; 83. Kopfbedeckung; 24. Beleuchtungskörper.— Senkrecht: 1. Löb- liche Eigenschaft; 2. Fürwort; 4. Italienisch« Not«; 8. Bodenschah; 7. Volksgemeinschaft; 9. Körperteil; 10. Biblischer Priester; 12. Asiatischer Fürsteutitel; 14. Baum; 16. Trinkstätt«; 17. Männername; 21. Alkoholisches Getränk; 23. AuSruf. Auflösungen der Rätsel aus der vorige» Rümmer: Bersteckrätscl: Ein goldene- Zeitalter gäbe, als man das Goltz noch nicht kannte.