uh Süden Riadri-s da« Schlößchen Aranjuez zu Heller Erholung in fein« Gär- Mn geschmiegt, so erhebt sich in gleicher Ent- fernung ün Norden der düstere Bau des Eskorial. Jenes in bewässerter, fruchtbarer Ebene, dieser auf dem Granit der Gua- darramabevge getürmt, in erhabener Größe und Einsamkeit der Natur uucher Trotz bietend, indem er sich vermißt, mit ihrer steinernen Erhabenheit Schritt zu hauen. Ein vollkommen fanatisierter Wille erschuf dies Schloß, nicht aus Liebe und nicht aus Sehnsucht entstand es, nicht drängt« schöpferische Phantasie oder launenhafte Verspieltheil dazu, auch nicht mystischer Trieb nach der Gestaltung'ungestaltbarer Gefühles Alles das nicht. Nur ein rechnerischer Wille und ein maßloser Stolz in Ableugnung und Vernichtung aller Persönlichkeit. Und doch ist dies ungeheure und unvergleichbare, scheinbar so kalt erzwungene Werk voller vecheimlichier und doch nicht zu unterdrückender Romantik. Auf dem hochgelegenen Vorplateau eines mächtigen kahlen Gebirges, das sich steil aus der Ebene erhebt, ist-er Eskorial ÄS einzigartiger Batt errichtet, wie er in der Welt ein zwerteS Mal nicht zu sehen ist. Ein Zusammen von Kloster, Kirche, Sch l o tz, Burg, Grabstätte und Wohnsitz. Alles aus einem einzigen Willen und auS ausschließlich hierauf eingestellten Gedanken von einem einzigen Manne erschaffe», von Philipp dem Zweiten. So kouzen- triert das Bauwerk ist, so konzentriert war die Macht dieses Mannes. Er vereinigte die Kronen, die Heere, die Bölker, das Gold der ganze» Welt. Und zu dieser Machtfülle erstrebte er noch di« letzte Krone, die der Herrschaft der Kirche. Und errang sie. In stiner kleinen, nervösen Hand ruhte» die schwersten Szepter. Aber sie ruhten nicht. Das hohe Schauspiel seines Vaters, Karls des Fünften, der von dem glanzvollsten Throne der Wcli in die Klosterzelle von Hust hinabsticg,' trieb ihn zwar:ur Erkenntnis des Unerreichbaren. zugleich aber dazu, in der gxoßartig- "> Diese überaus politische mid fesselnde Schilderung entnehmen wir mit gütiger Er lanbnis des Verlags dem trcfftichen Buch« von Benno Elkan:„Spanien, gesehen von einem Künstler". Das 318 Seite» starte Binh enthält Federzeichnungen des Verfassers und ist vor einigen Monaten im Delphin-Verlag zu München erschienen. Götorial.*) sten Erstarrung der Repräsentation ein Gleichnis zu suchen, das die Erhabenheit menschlichen höchst«» Wollens zum Rahmen bescheidenste» Endzieles, der Zille und des Grabes machte.'Trieb ihn, inmitten des unerhörtesten Kampfes um di« Gestaltung die stille Resignation zu suchen, inmitten tätige» Schaffens die Unerschütterbarkeit der Einkehr, inmitten lebendigsten Wirkens unter allen Zonen und in allen Sphären des Geistes, wie es sein Zeitalter blühend darbot, die eisige Etikette spanischen Zeremoniells zu errichten. Dieser Gegensatz, scheinbar unverständlich, ist erschütternd, wenn man die Angst, die diese Maske sich aus innerer Not schuf, sichle« muß. Ihr steingewordener Ausdruck aber ist der königliche Ban des Eskorial. Ein Riesenbau sieht über sich den unberührten Schnee der Guadarrarnafelsen, unter sich die endlos hingezogene, kaum beivegte Fläche der Hochebene Kastiliens. Wenige Bäume, nur in der Nähe der Brunnen, mn sich her, schweigende Kargheit i» weitem, ivciteyl Bogen. So liegt der Bau da und ist wie verhärtet im gleichen kaUen Stein. Der Eskorial ist ganz und gar, außen wie innen, aus grauem, gestocktem Granit, ohne Schmuck, ohne Ornament, fast ohne Profile. Ein Gebäudequadrat, gegen die weile, schroff abfallende Tiefe durch hohe Mauern gestützt, ist so«ingeteilt, daß im mittleren Schnittpunkt di« Kirche steht, während sich um vier Höfe das Kloster, der Palast, die Kollegien uno die Wohnung gliedern. Einem großen vorgelagert«» Platz gegen di« Berg- keite entsprechen noch an der zu Tal stürzenden di« tiefer gelegenen, ganz wenigen privaten Zimmer Philipps des Zwesten. Die Wellenartig einfachen Räume find«in beängstigendes, zugleich rührendes Milieu für sich. Niedrig, klein, bescheiden ausgestattet, das Bett so gestellt, daß der Mick durch geöffnete Zwischcntüren auf den Hochaltar fällt. Zu dieser Wohnung der Denn« steht die Weite und pomphafte Größe des übrigen Banes in einem außerordentlichen Gegensatz. Die Außenwände' sind ganz glatt, mit endlose», vierfachen Fensterreihen, ohne jede Unterbrechung. An den Ecken stehen spitzgedachte, kaum aus der Fluchtlinie hervortretende Türme, das Ganze dem Alcözar, der arabische», massigen Stadtbuvg. ähnlich. Die Aekmlichkeit wurde vollständig fei«, tvenn nicht Gewölbe und Kuschel der Kirche aus der Mitte hoch herausragten Durch ein hohes, hallendes Tor kommt man in einen Borhof, di« eingebaut« Kirchenfront steht großartig vor einem da, Fensterreihen der Jnnenbauten schließen den strenge», offenen Raum ab. Glatte Quadern, kein Schmuck. Riesenhalbsäulen, vorgelagerte Nebentürme, darüber die zentrale Kuppel. Alles hart, kalt, grau, bedrängend. Trotz der sechs vielfach überlebensgroße« Königsstatue», dem einzigen Außenschmucke des gesamten Baukomplexes. Man durchschreitet dieseu feierlichen Hof, in dem von allen Seiten ein düsteres Zeremoniell auf einen niederzuschauen scheint, und betritt die Kirche. Nicht ist man sogleich inmitten, unter einem gewaltigen Gewölbe befindet man sich zuerst. Dies aber ist, mit dem schon eröffneten Blick in den großen Raum, von merkwürdigster Wirkung. Nieder und in flachem Bogen hängt es über einem, ganz aus gra- nitnen Quadern gebildet, deren Gehänge s» vorsichtig und locker in seiner Flachheit ist, daß man ängstet, es möchte sich zlvar sanft, doch in unauSweichbarem Geschiebe auf einen niederfenken. Man flüchtet in de» ungeheure» Kirchenraum. Diese Borgefahr läßt die Eiseskälte fast freundlich erscheinen. Aw ob ein wenig Menschlichkeit über die harte« Züge dieser unerbittlichen Quaderflachen gehustet wär«. Der überwältigende und überaus ungewöhnliche Eindruck dieses Raumes ist der eines fchmucklostn Reichtums. Eines wahnsinnige« Stolzes. Und zugleich eiSev Sehnsucht, die Ausdruck zu suchen sich schämt. Dieser Stummheit eines tiest» Leidens steht inan fassungslos gegenüber. Die Größe der Dimensionen wird einem nicht bewußt, so gliedert, so steigt, senkt sie sich. Die Kuppel schwingt sich nicht in ihre fast hundert Meter hohe Steilheit auf, sie erhebt sich in unnahbarer Kälte Kühn gewagte.Konstruktio-- nen, mächtige Gewölbe, Bögen, Pfeiler von über dreißig Meter Unifang stehen da, har« ren im Druck aus. Es ist keine Frende i« ihnen, dies zu tun, keine Fröhlichkeit, auf« znschweben— sie haben getvaltige Pflichten, di« sie ehrenhaft, ablehnend jeder Äewunde- rnng gegenüber erfüllen. Und trotz allem haben sie ein Herz. Die Decke ist mit breite« Fresken bemalt, der Hauptaltar sieht mit großen Waffen und mit sthr schönen, vergoldeten Bronzefiguren hoch da. Doch nichts - 2— ivrrft als Schmuck, cg ist Wie eine verkcgene Konvention, die man nicht unterlassen darf. Rur die überlebensgroßen Bronzegruppen Kaiser Karls des Fünften und Philipps des K"' teil, nmgeben von ihren Frauen und ;rn, knieend und in prunkvolle Staatsgewänder gehüllt, ganz und gar vergoldet, ziehen magisch Blick und Seele an. Rechts und links vom. Altar leuchten sie, flankiert von roten Riesensäulen, auf. Durch lange» klöstcrlickn: Gänge geht der Weg, Höfe und wieder Höfe, gnaderharte, und 8er schöne, große,. mit, Bruunenhans und Hasserbecken, und wenigem, streng geregelten Grün. Und Treppe-iHäuser-und glänzende B'.bljuihckräniii:, vatikanisch reich mit Kostbarkeiten gefüllt' und dem wundervollen, Diligrün slamüienden Bild des heiligen Mauritius von Greco. Immer wieder durch verschlossene Teile in andere, unübersehbare Wellen nebeneinander, wo die eine von der anderen nichts weiß. Ein steinernes Riesenlabyrinth, Zelle neben Palast. Schätze neben Totenkammern. In den Prunkräumen der kaiserliche','., östlichen. Säle die Goyaschen Gobelins voller bizarrer, doch rokokohafter Szenen. Unheimlich dies aus den Lippen: erstickte Lächeln. . Hinab in die Gruft der Könige. Sie liegt unter dem Haiiptaltar der Kachedrale und diente als Borwand fiir den ganzen ungeheu- reu Auftvand. Ein Achteck aus schwarzem Marmor und Gold. Nur tveuige Schritte im Durchmesser.-Hu vierfach übereinander liegenden, rund herumlausenden Nischenreihen lcuhcn in gleichförmig gebildeten Sarkophagen die.Kaiser und Könige die Kaiserinnen und Königinnen meherer Jahrhunderte. von Karl dem Fünften bis Alfons dem Zwölften aus unseren Tagen. In engem Raum, in gleichen Särgen, in gleicher Ordnung. Ob sic ick reichgeschmückten, goldtaüschierten Rüstungen ihre Blicke über Ozeane und neue Erdteile sandten, ob sic in Uniformen modernen Schnittes Telegramme lasen über die letzte verlorene Kolonie— hier liegen sie iu, Marmorkälte gelangweilt neben- und übereinander. Man hat nicht das Gefühl, daß sie nächtlich uiiteiuander heimlich Zwiesprache hielten, inan fühlt nur das Grausen schrecklicher Leere. Hohngclächter zeigt uns nun seine Grimasse in den Räumen, wo die Prinzen und Prinzessinnen und die Königinnen, die keine regierenden Kinder hervorgebrach! haben, zu phantastisch geschmackloser Aufstellung gekommen sind. Reihentveise, oder wie ein in Segmente«ingeteilter Kuchen, sind sie in Gängen und flachen Räumen gruppiert. In Steinkästen, aus schlechteste» Formen, hat man sie gruppenweise, Stück für Stück, kaserniert. In der Konigsgruft herrschte bei > schwarzem Stein und. leuchtendem Gold ein andächtiges Dünkel. Hier aber bricht hartes Licht ein, auf weißen Marmor. Immer düsterer wird das Erschrecken, fr Heller es tvird, und aufatnrcnd steigt man aus den Toten- kamtnern zu der großen Terrasse auf, die nur mit Buchshccken.g. schmückt, blumenlos der lauge», langen gefängniüarrig unterbrochenen Südwand vorgelagert ist. Bon hier er- öftnet sich uns ein ergreifender, weiter und unendlicher Blick. Er geht auf die unbewegte Ebene Kastiliens hinaus, er'zieht das Auge in die arme,'doch in allem Eknd freie, lusterfüllte West. Er zieht unser Herz hinaus aus diesem steimrNQt Wabngcbilde, deut wir soeben entstiegen sind. Aus diesem verschmachtenden Reichtum, der uns bedrückend umgeben hatte aus angsterfülltem Trotz und ewig verhaltenem Schluchzen, das durch den übersteigerten Stolz hindurch aus dem Jucken^, in der steinernen Maske des Eskorial'erkennbar zu fühlen ist. Nun find wir wieder frei, atmen den herben Wind der Berge, sehen auf karge, doch imnierhin lebendig wachs'nde Flächen und fühlen die Wärme der Luft. Eskorial, gewaltiges Grab, titanisch erfaßter Gottesdienst, in dern Hochinut und De- mut sich zu unerträglicher Berb-ndung suchten— wir steigen zu Tal, eilig, nochf die Kälte in den Gliedern, und freuen unk in der Sonne, daß wir leben.- Gesang von unten. Folsan die ciscrilen Schilde gerammt Stürmen wir Volk! Nicht hindern Gebirge uns, Es tragen Giganten mit Freude Was ihnen vertoandt ist. Laßt sie, die schcichWiden Börsen Im Schlamm ihrer Zahlen verderben. Laßt die gewichtigen Averge Rur ernsthaft nns mcsien. Hinweg über sie rollen wir Volk! Wir Lawine! . Es bleibt nns die Burg und der Wall Uralter Natur. Es bleibt nns die Tot und das heilige Leben! Rings in den Staub gestürzt Sterben Cäsaren. Schweigend erhebt sich die Masse. Hosianna! Gustav Lenteritz. Gift und Gegengifte. Bon Boris Perfilow(Leningrad). Der langjährig« systematische Kamps der Sowjetregierung gegen das alte Erbübel des russischen Staatswesen— die Beamtenkorruption— spiegelt sich auf ergötzliche Art in der-folgenden Satire wider. I. Neulich unterhielt ich mich mit einem Betriebsvorsteher und wir kamen sehr bald auf das aktuelle Uebel unserer Tage zu sprechen: die Unterschlagungen. „Ich fürchte keine Unterschlagungen." erklärte der Mann zu meinem Erstaunen. „Da haben Sie sich höchstwahrscheinlich beim Moskauer Versicherungsamt dagegen verasseku- riert," wagte ich möglichst sanft einzuwenden. „O nein! Warum sollte ich di« lästigen Versicherungsbeiträge zahlen— und vielleicht gar noch unnützerweise— wenn sich alles weit»Kiger und praktischer einrichten läßt!" „Offenbar haben Sie einen zuverlässigen und ergebenen Kassierer?" „Ziwerlässig? Za. Doch— ergeben... hm — das würde ich nicht so ohne weiteres behaupten." „Verzeihung, dann verstehe ich Sie nicht recht...." i „Aber ich bitte Sie! Das ist doch höchst eiu» fach. Ich hab's Ihnen schon gesagt, daß man sich doch einen Kassierer nehmen soll, der— na ja— der sozusagen organisch verhindert ist, lang: Finger zii haben." „Organisch? Schön,— doch wo finden Sie so einen," „So viel Sie wollen! Ich habe einen Kassierer ohne Arme!" „Ohne Arme?" „Sie wundern sich wohl, warum nicht auch — ohne Beine? Damit er nicht etwa entlaufen könne! Nicht nötig; die Erfahrung hat gezeigt, daß ein armloser durchaus genügt... Bedenken Sie: die Hand— lst das Werkzeug der Unterschlagung. Wenn nun dieses Werkzeug fehlt, so — na, oder glauben Sie etwa, daß der Kassie-^ rer sich zu diesem Zweck feiner Beine bedienen könnte!" „Nicht doch,— aber..." „Sir meinen vielleicht, daß ihm andere dabei behilflich sein könnten. Rein, mein Lieber, ich habe bei mir folgende Ordnung eingeführt: Jeder, der zwecks Zahlung oder Auszahlung zur Kaste kommt, operiert selber mit dem Gelbe! Sie können sich vorstellen, mit welch gierig lauernden Blicken der Kassierer diese Operationen beobachtet. Er paßt auf und duldet es nicht, daß jemand— und wer es auch sei!— zu wenig einzahlt, oder sich zuviel auszahlt! Er ist bereit, jedem, der sich's untersteht, die Gurgel zu durchbeißen!" „Tja— Tja—." Das war alles, was ich erwidern konnte. II, „Denken Sie sich, ich habe nicht eine» einzigen Zarengroschen in der Kaste!" versicherte mir der Vorsteher einer Postabteilung, wo.ein Briefmarken-Automat aufgestellt war. „Wie haben Sie das bloß angestellt?" forscht« ich zweifelnd. „Vermittels, einer Offensive gegen das Bürgertum....." Offensive?" „Ja doch! Der— Bürger ist's, der mit Vorliebe Zareilgroschen in die Automaten steckt! Stimmt's! Nun, und ich operiere eben vermittels einer Offensive gegen diese Freibeuter! Diese Leute wollen den Automaten bemogeln. Ich komme ihnen zuvor. Mein Automat läßt sich nicht foppen." „Wie nracht er das?" „Ggnz einfach: mein Automat gibt ans jeden eingesteckten Groschen eine abgcstempelte Briefmarke und ein Drcikopekcnstück heraus. In der sicheren Annahme, daß unbedingt Zarengroschen hineingesteckt werden(Knöpfe sind jetzt eine Seltenheit infolge der hohen Perlmutterpreise!)— lade ich meinen Automaten mit einer alten', abgestempelten Postmarke und'einem kupferne» Nikolai-Dreier!" „Erlauben Sie mal, weiüi nuu aber,.>." „Aus Ihr„Wenn und Aber" habe ich nrei» „Wenn und Aber"! Ich stopfe in meinen Automaten natürlich nicht nur ungültige Marken und abgenützte Dreikopekenstückc, sondern mal 'ne abgestenchelte und mal'ne gültig« Freimarke, untaugliches Wechselgeld und richtiges so! An meinem Auwmaten habe ich folgendes Plakat angebracht:„Bürger! Auf jeden Zarengroschen speit der Automat eine abgestempelte, unbrauchbare Briefmarke heraus! Pro» biert'S mal! Für gutes Geld erhaltet ihr ein« Marke und den Rest in guter Münze,— wie sich'S gehört!" „Und Sie glauben wirklich.." „Was sollte ich glaube»? Die Erfahrung spricht für sich selber. Der Automat funktioniert bereits zwei Monate. Rur drei Tage lang habe ich mein« bunte Mischung beibehalten; schon am vierten Tage konnte ich's riskieren, den Automaten auf ganz reelle Art^ zu füllen, und siche da,— kein einziger Zarengroschen stak darin! Ich habe sogar eine Belobigung von meinem Borgesetzten erhalten!" „Ra und ob!"— dachte ich bei mir._ — 8- Verbrecher. Eine ratfächlichc Begebenheit v.'n Maxim Gorki. scharf geschliffenen Sense die Familie nnd machte > In einer der letzten Nuuimern der Leningrader ,^krasnaja Gaseta" finden wir folgende neueste Arbeit Maxim Gorkis, die eine tatsächlich», Begebenheit schildert. Das Berbrechertnm.wächst, Morde sind ans der Tagesordnung, sie werden kaltblütig ausgeführt und nehmen einen sonderbaren Charakter an Die in den letzten Jahren getätigten Morde tragen einen konstruierten Charakter, sie sind wohldurchdacht: es ist, als ob sich die Mörder mit ihrer Tat brüsten wollten, und inan hat' das Gefühl,"als ob die Verbrecher den Mord als Sport betreiben. Man kann einen phantastischen Rekord der Verbrecher feststellen. Der eine zerschneidet eine Leiche auf sechs Teile, der andere auf zwölf.-’ Zur Entwicklung des Verbrechertums trägt viel die Presse bei. Die Zeitungen beschreiben ausführlich die Morde, stellen den Mörder als Helden hin, das Verbrechen wird zu einer kühnen Tat geftenrpelt, sie bringen die Bilder der Verbrecher und sind vollständig gleichgültig dem Opfer gegenüber. Man spricht mehr von der Kühnheit des Mörders, von seinem Wagemut, als vom Morde, selbst. Einen gewissen Einfluß auf das Verbrechen hat auch das Kino. Dort lverden auf der Leinwand Bilder des Verbrechertums gezeigt, und dies erregt das biologische Interesse einzelner Individuen, ruft gewisie Ideen in ihrer Phantasie hervor, tötet bei manchen das Abscheugefühl zuul Mord und züchtet künstlich Verbrechergilden. Dies alles wird getan, um jene Menschen zu amüsieren, denen das Leben langweilig erscheint. Ich bin geneigt, onzunehmen, daß für viele das Verbrechen der Weg zum Ruhm ist, für andere wieder ein einfaches Amüsement, das leicht durchführbar ist. Man kann ein Verbrechen anspornen, tadeln und dann noch sein Staunen aussprechen. Was kann einfacher als‘ ein« Ermordung eines Menschen sein? Man hat sich an dies Handwerk im Krieg gewöhnt— dort wurden Millionen von Menschen— wertvolle Menschen — ztveälos hingeschlachtet. Wenn ein Idiot seinen Nächsten auf Stücke zerschneidet, diese Stücke auffrißt, so wird man über diesen Idioten einen ganzen Monat reden, schreiben, ihn für«inen ungewöhnlichen Menschen halten, aber wenn der Chirurg Oppel durch die Masiage des Herzens einen Halbtoten guni Leben wieder erweckt— so weiß niemand »ovon etwas, und di« Zeitungen finden es nicht einmal für notwendig, über diesen Fall zu berichten. In dem BerheiuÜichen der Wunder der Wis- semchaft liegt ein Thema von besonderer Wichtigkeit. In Kasan, auf der Mokrajastraße, lebte Nasar. Das war rin 67jähriger Greis, mit einem weißen Patriarchenbart, mit einer breiten Plattnase, und langen Händen. Seinem Gang und der Figur nach erinnerte er ein wenig. an einen Affen. Seine blauen, verschwommenen Augen leuchteten ein wenig kindlich/ und seine Sprache war so weich wie die eines Kindes. In seiner Jugend war er Hirte und in dieser Tätigkeit machte er sich irgendeines Verbrechens schuldig. Die Leute im Dorf« machten sich über ihn lustig, und insbesondere die Familie seines Onkels erlaubte sich derbe Scherze. Am Peter-Panls-Tage überfiel er mit einer ihr den Garaus. Dem Onkel rief er zu:„Jetzt wirst du dich nicht mehr über mich lustig machen!" Den Arbeiter ermordete er, tveil er ihm unter die Hand kam und die neunjährige Nichte, damit sie schweigen sollte. Ties alles erzählt«, er nur und meinem. Freunde, den, Studenten Graimann. Er er^ zählte lächelnd, wie ein Mensch, der sich an die glücklichste Tat seines Lebens erinnert... Für diesen Mord wurde er öffentlich ausgepeitscht und auf 20 Jahre in die sibirischen Bleiwerke verbannt.. Er flüchtete später aus Sibirien, kehrt« aber nach drei Monaten wieder freiwillig zurück, wurde Wieder auSgepeitscht. Seine Strafe wurde dann, um ein paar Jahre erhöht.. Da er sich musterhaft aüfführte, wurde chm die Strafe nachgelassen, aber insgesamt verbrächte er in den sibirischen Kerkern 23 Jahre. Als seine Haft zu Eirdc war, siedelte er sich in Sibirien an, lebte dort als freier Ansiedler und. verlegte später sein Domizil nach Kasan. Hier samnrelte er Fetzen, altes Eisen, verkaufte diese Sachen, verdiente täglich 25 Kopeken; seine Nahrung bestand aus Tee nnd Brok: er irank täglich zehn Glas Tee und aß vier Pfund Brot. Jeden Samstag besuchte er die Badestube,.. Er hinkte ein tvenig, denn sein'rechtes Bein wär schwulstig. Er hob seine zerschlissene Hose, zeigte Krai- mann sein wehes Bein nnd sagte: „Na, Srüdent, schau mal an. Was fehlt mir?" Graimann, der Jurist war, erklärte, daß er kein Arzt sei, aber der Alte sagt« hartnäckig?' „Schau doch hin. Den» Doktor oder dem Wunderarzt glaube ich nicht... Dir glaube ich. Du bist zwar ein Jude— hast aber die gute Gewohnheit, immer die Wahrheit zu reden. Jedes Wort von dir ist Wahrheit Graimann sah den Alten erstaunt an und sagte dann: „Wie konntest du, ein so ruhiger, einfacher Mensch, Menschen morden?" „Hm," brummt« der Alte,„darüber kann ich nichts erzählen. Das ist nicht meine Schuld... Das hat der Satan getan... Ich war damals so ein junger Bursche wie du... Erst auf meine alten Tage bin ich ein ernster; ruhiger Mensch geworden... Jugend, meine lieben Freunde, ist eine gefährliche Zeit!.... Dank seiner Jugend ist Adam im Paradies zugrunde gegangen. Eva hatte Schuld daran... Ich war damals ein lüjähriger Bursche." Die Worte des Alten versetzten mich in Staunen, Mich empörte die Wichtigkeit des Tones, mit dem er über sich und sein Verbrechen sprach. Er streichelte selbstzufrieden seinen langen, weißen Bart und erzählte: „Zu jener Zeit wurden wir Verbrecher ganz besonders hart bestraft: man brachte uns auf den Marktplatz des Ortes, dort war ein Gerüst aufgestellt, man zeigte uns— als abschreckendes Beispiel— dem Volke, seht, so sieht ein Mör der aus. Dann verlas ein Beamter das Urteil nnd wir wurden öffentlich ausgepcitscht. In Sibirien war das Leben nicht leicht.". Nasar beklagte sich nie über seine Leide», er schaute auf die Menschen von oben herab, weil er sich für ein höheres Geschöpf hielt. Als er sich von uns verabschiedete, sprach er noch die Worte:„Bis zu meiner Sünde lebte ich wie ein Schatten, aber wie der Sata» mich gepackt hat, da wurden die Menschen auf mich aufmerksam, und ich bemerkte mich erst selbst!" Damals habe ich seine Worte nicht verstanden, aber diese Phrase har sich meincnl Gedächtnis cingeprägt und spätere Begegnungen und die russische Literatur haben mir jene Gedanken erklärt.-.. Unsere Fragen haben in Nasar das Gefühl des Stolzes hcrvorgerufen, und unsere Neugier zwang den Mörder, sich in nnft- Kn Augen höher-,»stellen. Die Internationale der Lustbarkeiten. . Ein.ajde» Sprichwort variierend, läßt sich heute sagen.- Wo 10 Spießer beisammen sind, gründen sie-tl Künde für internationale'Verständigung. Das sieht sehr nwdern aus, und der International ismus ist, außer zu einen» wahren und heiligen Zweck— zu einem Sonntagsvergnügen„fortschrittlich" gesinnter Bürger geworden. Tie Proletarier haben es mit ihrem Blute bezahlt. Ann haben sich auch- uud gerade da» hat noch gesehlt— die Tanzlehrer von 24 europäischen Ländern in' einer„Federation Internationale de Danse" zusammengeschlosscn. Wozu jo etwas gut ist? Nun, seht euch die Statuten an. Da ist Zunächst einmal wichtig, mit den Musi« kerorganijatioidc» aller Länder rin Abkommen zu treffen, daß jeder Tanz inimer nur in einen» genau vorgeschriebenen Tempo gespielt werden dürfe. Welch eine groteske Unmöglichkeit, daß der Tango in Berlin schneller gespielt wird als in Paris. Hauptsache nun, daß unter allen' Breitengraden"nach derselben Methode unterrichtet wird.? Man stelle sich einmal die peinliche Situation vor, dir entstehen würde; wenn I ans einem Bali des Savos-Hotel zu Nizza I Mister Johnson in einem andern Stil tanzte als seine Partnerin, Fränlein Knnze. Ein solches Paar wäre ein Anachronismus, unwürdig, im Zeitalter, der hiploma tischen Frühstücke zn leben. Herr Camille de Rhvnat, Präsident dieser neuen Internationale, war jetzt auch in Berlin nnd hat. vor einem erlesenen Publikum eine erlesene Rede geschwungen.„Augenblicklich", sagte er,„grassiert jn Deutschland wie überall oer Charleston. Abgesehen davon, daß man ihn viel zu heftig tanzt—- die Füße dürfen sich kaum vom Boden lösen— dars doch tvenigstens verlangt werden, daß man mit ihm wartet, bis die Kapelle einen Charleston spielt, nnd daß uian nicht wie besessen ansängt, die Beine zu werfen, auch wenn dazu eine liebliche Weise erklingt." Darin wird man sich ja nun hoffentlich bald bessern. Wir freilich.haben andere Sorgen. Und können sie auch haben; um das Blühen und Gedeihen solcher Internationalen braucht man sich jedenfalls keine zu machen. Roch gibt es, Gott sei Dank, Leute, die sich auch einmal amüsieren wollen. * lind während ich»och jo— unter ,/Lokales" — dir Zeitnngsspalten durchstiege lese ich in einem Telegramm aus Budapest folgenden Satz: „Nachdem bekannt geworden war, daß Lederer hingerichtet werden würde, meldeten sich Hunderte von Personen, zumeist Damen der besten Gesellschaft, nm Eintrittskarten für die morgige Hinrichtung zu erhalten."— Das hat schon mit Sexnalpatyologic bald nichts mehr zu tun. Ist auch heute nichts Ungewöhnliches: von den Hin- richtuugsfzcucn in Angora hörten wir Aehn- liches. Hier beginnt die Internationale der höchstgradigcn Sensation. Bon den öffentlichen Abschlachtungcn der ersten Christen, über di» Scheiterhaufen des Mittelalters bis zur Vollstreckung des Todesurteils im Jahre 1826—— das ist die Welt in der man sich nicht langweilt. 4— Sine versunkene Stadt am Vo. * llevcrraschende Ausgrabungsarbelten an de» Adri«. Zu einer sensationellen Entdeckung führten »i« Ausgrabungrarbeiten, dir mit Unterstützung der italienischen Regierung im Tnbdatal an der Mündung des Poslustes anSgeführt werden. Man hat bereits MV alt« griechische Gräber auf einen', ausgedehnten Friedhof freigelegt, der zweifellos der alte» iralogcieckifckeu Stadl Spina an der adriatischen Küste gebürte. Spiua tag an der Miinhnng eines Po Armes. Ihr Nr kprnng gebt auf das 4. oder 3. Jahrhundert vor Christi zurück. Die Stadt kam bald unter griechische.Herrschaft»nid wurde als griechiscke Kolonie eine der wichtigsten Häfen an der Adria für den Handel mit Griechenland. Aber dem rasch aufblnhenben Spina war nur eine kurz« Herrlichkeit beschieden. Kriege vernichteten den griechischen Handel, der Pofluß wechselte fein Petr, und das ganz« Gelände um Spina wurde rrrfotge dieses veränderten Laufes des Flusses Sumpfland, in das die Malaria einzog. All« mählich sank die Stadt zur Bedeutungstlfigkeit eines Fleckens herab und schließlich wurde auch dieser von Sumpf und Schlamm verschlungen. 'Die bisherigen Ausgrabungen haben bereits zur Auffindung von MOV Vasen, Ohrringen, golde- ne» und silbernen Schmuckstücken, Glas und Bernsteingegeuständen geführt, von denen viele hohen künstlerischen Wert haben. Obwohl sich infolge der Schwierigkeiten■ dcS Geländes den Ausgrabungsarbeiten große Hemmnisse in de« Weg stellen, hofft man doch, die versunkene Stad! vollständig wieder zutage fördern zu kön- ' neu Die italienische Regierung hat für diesen Ztoeck einen Kredit von 1? Millionen Mark be . willigt Man lernt nie aus. Aus einem Stück Stahl, das eineu Meter im'Ouadrat mißt und einen Zentimeter dick ist, lassen sich MOV Stahlfedern Hersteller«. -*" K"s. Der Stern Regln» wurde von Galle i» Berlin 1846 entdeckt, nachdem Le Berrier (PoriSl die Notwendigkeit seines Vorhanden« seins durch Rechnung erwiesen hatte. * Bei schlurr Lungenkranken sammetir sich in einem Tropfen Blut bis zu 500.000 Tuberkelbazillen «Kevanken Gptttter. Worte von Ellen Key. Jede Sittlichkeitspredigt an dir Jugend, welche nicht zuglrich di« Grsellfchaft verurteilt, di, die Unfittlichkeil begünstig» und die Verwirklichung drr Jugendliebe unmöglich macht, ist mehr'als eine Dummheit, ist ein Verbrechen. („Neber Liebe und Ehe") » Nach meiner Auffassung des Wortes ist es im Gegenteil die Liebe, di« bei drr relativen Schwächung des Triebes und durch di« wissenschaftliche Klarheit über denselben gewinnen wird. Die Menschen tverdeu dann nicht mehr den Trieb mit der Lieb« verwechftln, in der -ersrlbe allerdings immer vorhanden ist, aber iu derselben Weis«, wie zum»Beispiel die Skulpturen des Höhleruneuschen in denen eines Michelangelo gegenwärtig sind. Der Mensch wirb dann erst mit allein Kräften seines ganzen menschlichen Wesens lieben können, wmin die Liebe nach dem schönen Wort des Amerikaners Dhoreau„nicht nur eine Glut, sondern ein Licht ist"; er wird dann erst' einsehen, welchen Reichtum das Lzhen durch die Liebe erhalten kann, wenn dies««in menschenwürdiges Glück wird, dadurch, daß sie ein künstlerische- Schaffen ist, ein religiöser Kult und— schließlich— ein Ausdruck der vollzogenen Einheit der Liebenden in einem neuen Wesen,, einem Wesen, das einstmals wirklich für das Leben wird danken können. «„Dao Jahrh'.uivcrt des Kindes."«' einerlei.—— Ameisen als Pilzzüchter. Bon gewissen Arten unsrer heimischen Waldameiseri ist be kanut, daß sie sich liebevoll des Schutzes und der Pflege von Blattläusen aunehmcn, nickt aus irgendwie altruistischen Motiven, sondern uui als Gegenleistung von ihnen einen süßen Saft zu erhalten, den sie gerne schlecken. Sie„mel- ken" die Läuse zu diesem Zwecke sogar, indem sie ihnen sanft den Hinterleib streicheln, der di« Honigdrüsen enthält und wodurch diese zur Abgabe angeregt werden. Nach Beobachtungen von O. F, Cook in Liberia, die in der Koralle" mitgeteilt werden, gibt es dort wir übrigens auch in Indien und Java Auieisenarten von der Gattung der Termiten, die noch erstaunlichere Nahrnngsvorsorge treiben. Sie sammeln dauernd verrottetes Holz ein, woraus sie einen Brei herstellen, den sie zur Anlage unregelmäßiger Zellenbauten verwende». In diesen Bauten nun legen sie— Pilzgärten an, um daraus Kutter für di« jungen Tie« der Kolonie zu entnehmen Das find sicherlich Beweise tierischer Intelligenz und Ueberlegung, die mit bloßem Instinkt z» erklären einigermaßen schwer fällt. Der Aufwand um eine Schlager-Operette. Die Operette„Rose-Marie", di« 18 Monate auf den, Spiekplan des Londoner Drurq Lane Thoa- ters dominiert«, wurde von insgesamt 2,870 000 Personen besucht. Bei diesem Ausstattungsstück wisrden 4048 Schuhe, 2600 Paar Strümps« und 2144 Kostüme verwendet. 51.000 Pfund wurden an die Autoren abgeführt, während die Gehälter der Künstler sich auf 120000 Pfund beliefen. Die Gesamteinnahmen betrugen 660.000 Pfund, bei Reingewinn 187.000 Pfund. Der Staat zog 874)00 Pfund an Bergmigungssteuern «in. Bücher von Nickel. Edison, der jetzt 78 Jahre alt ist, meint, daß er noch immer nicht genug erfunden hat. Unter de» belangreichen Veränderungen, die er zukünftig erwartet, rechnet er auch den Ersatz des Papiers durch dünne Lagen von Nickel. Edison glaubt nämlich, daß eS möglich sei, ein Matt aus Nickel, das noch dünner sei wie Seidenpapier, herzustellen, und daß dieses Blatt billiger, stärker und stabiler sei als ein solches aus Papier. Ein Buch von solchen Nickelblättern könnte 40.000 Blätter fasten und sei dann nur ei« Pfund schwer. Krauenstudium. In der Tschechosloivatri studieren gegenwärtig 8000 Frauen an den Uni- oerfitäten, 1500 au Ackerbauschnle», 8000 an höheren Handelsschulen und 30.000 an Gewerbeschulen.— Eine hohe Anerkennung weiblicher geistiger Leistungsfähigkeit fand in Paris Fräulein Oulie. Die erst fünfundzwanzigjährige Archäologin wurde als Dozentin an die Universität der Sorbonne beruft».— Auf der Universität Zürich erhielt kürzlich di« Studentin Elisabeth Sulzer den Preis für di« beste sprachwissenschaftliche Arbeit. £>eitereö. „Gib mir ein Handtuch, Isolde."—„Die Handtücher sind in der Wäsche! Halt deine Hände beim Feuster hinaus, sie tverden schon trocknen."— Gut, heut« geht's, morgen will ich aber em Sitzbad nehmen..." *- Assessor zu dem schwerverwundeten Zeuge»; „Sind Sie verheiratet?"—„Rein, ich bin von der Straßenbahn iibersahre» worden!" ;lri>a«ipkä