□frr. 5, UnterOaltnngd»eilage 1927. Die ArSnnnterin. Vo««azbynu HSeleda. Bor Jahren lebte«in Mädchen. Sie erreichte als Jungfrau ein ziemlich hohes Alter/ kam aber schließlich zur traurigen Ueberzeu- gung, daß niemand mähr auf chren Jung- ^rnkranz lauert, und sie beschloß daher, ihn Gott zu opfern. . Sie begann ein sehr frommes Leben zu führen und hütete sich selbst vor schlechten oder auch nur ungehörigen Gedanken. Ihr Äänmierlein erinnerte an eine Kirche oder Kapelle, so sehr war es mit Heiligenbildern ausgefüllt, und es rvch darin nach geweihten Kraulern. Ihr jungfräulicher, un« schuldiger Körper, ganz eingetrocknet durch das viele Fasten und Beten, war über und über mit Kreuzen, Rosenkränzen, Skapnlieren und sonstigen sichtbaren Zeichen der Liebe zu Gott behangen. And mit jedem Jahr lvuchs di« Zahl dieser sichtbaren Zeichen des frommen Lebens der Jungfrau, mit jedem Jahr erlosch aber in ihrem Herzen auch immer mehr die Liobtz zu den Mitntenschen. Sie hielt die ganze Welt für ekelhaft und verdorben und sie glaubte sich von ihr durch eine Mauer von Heiligkeit abgrenzen zu müssen. Trotzdem hörte sie nicht auf, sich mit ihren Nächsten zu beschäftigen, für sie zu leiden. Eines Tages entbrannte diese gottgefällige Frau über irgendeinen anstoßerregenden Bor- sall derart in heiligen Zorn der Empörung» daß chr die Galle überging und sie davon krank wurde. Die Kunde von ihrer Krankheit durcheilte blitzartig die ganze Gegend und zog bald ganze Scharen von Weibern an ihr Lager. Tie versaminelten Weiber sangen bei bren- uer.den, geivechten Kerzen fromnie Lieder und warteten sehnsüchtig auf den Augenblick, wo sich die reine Seele voin Körper loslösen wird. Ta entstand um Mitternacht, cs schlug soeben die zwölfte Stund-, un Kamin plötzlich ein Lärm, der alle bestürzt machte; bald darauf erschien auf den glühenden Kohlen der durch de» Karnin hcruntergefallcue Teufel in eigener Person vor den totenbleichen Weibern. Worte der heiligen Psalinen erstarbr» auf ihre» Lippen, und bevor noch die mrüi- gere» von ihnen Zeit fanden, den Teufel mit Weihwasser>ü besprengen, stürzte er sich wie ein Habicht auf das Hühnchen— aus die kranke Jungfrau, preßte aus ihr die Seel« heraus und flog mit einem entsetzlichen Wiehern auf demselben Wege wieder davon. Der Teufel täuschte sich aber sehr, als er dachte, die Seele der Jungfrau, so leicht in die Hölle zu bringen, wie der Wolf ein Läuimchen in den Wald. Kaum war er außerhalb des Kamins,. kroch ihm die Frömmlerin auf den Rücken, und trachdem sie es sich hier so bequem gemacht hatte, wie sie das sonst im Kirchenchor neben dem Kantor zu tun pflegte, begann sie mit ihrer dünnen, pfeisenve» Stimiu«„Salve Regina" zu singen. „Berrecke!" murmelte der Teufel unwillig, denn die Worte des Liedes gingen ihnr nicht zu Herzen. Nach einer Weile sprach er: „Du hast eine häßliche Stimnt«, höre doch aus, zu wieherü!" ' Die Frömmlerin setzte ihr Lied, ohne auf die häßlichen Bemerkungen zu achten, mit einer noch diinneren Stimnie fort. Der Teufel konnte es nicht ertragen und er schrie rasend: „Halte das Maul, Weib, sollst tverse ich dich hin, daß du nichts zu lachen hast!" Sie aber sang mit noch größerer Ruhe kreischen- weiter und ihr. Geschrei erscholl jetzt nicht nur auf der Erde, sondern störte auch die Ruhe des Hümnels. Der Teufel schäumte vor Wut und er erhob bereits die Faust, um sie aus sein Opfer niedersausen zu lassen, als er Plötzlich-wischen den Hornern un- am Nacken einen brennenden Schmerz verspürte; blitzschnell griff er mit der Han- hin und fühlte zwischen den Fingern das Skapulier der Frömmlerin. Allen Menschen ist es doch bekannt, daß nichts die Macht des Teufels wirksamer bekämpft als ein Skapulier; selbst Lliziser hat davor Angst, geschiveige-en« ein gewöhnlicher, ordinärer. Tcusil. Wie gierig inmier er auch nach der Seele einer unschuldigen Jungfrau lechzte, in diesem Augenblick hatte er alles vergesse»; er schüttelte sich, und wie ein scheu gewordenes Fohlen warf er die unbequeine Last vom Rücken und verkroch sich mit vor Angst hervorquel- lend«ü?tuge»r.iEdir Höll»;. 4,-f-jlt.,: r?• Die Seele.her. Fvöniutleriuaber fiel älif die Erde. Da^sie jedoch ohne Körper war. nahm sie keinen Schaden. Sie richtete sich auf, hupfte sich ihr Unschuldskleid zurecht unüberlegte, was sie nun mit sich beginnen solle. „Ju den Körper zurückkehren schickt sich nicht. Wohin soll ich mich aber begeben? Ah, ich werde mir schön helfen! Ich fliege geradewegs in den Himmtl'— ich habe ihn mir doch redlich verdient."- Sie klatschte in die Hände und hob sich in die Höhe; bald wär sie aus der Milchstraße und sie flog auf dieser Straße weiter, deu» sie hatte, als sie noch auf der Erde weilt«, vernommen, daß sich die HiNtmelsPforte am Ende dieser Straße befinde. Drei Tage und drei Nächte dauerte dies« Reise in den Himmel und«üblich am vierte» Tage lehnte sie nmde, matt und erschöpft am Himmelszaun. Sie schleppte sich entwng dieses Zaunes fort und suchte vergeblich nach einer Oeffnung oder einer Lücke, um in den Himmel zu schlüpfen. Ettdlich fand sie ein Fenfterchen, uüd sie begann zu klopfen. Zuerst Seife, dann stärker, schließlich aus voller Kraft. „Wer ist dort? Was willst du hier?" frag de der heilige Petrus ein wenig unwillig. „Was ich will, fragst du? Ich bin gekom- men, mir für mein fronrmes Löben den Loh» zu holen; da ich mein ganzes Leben in Unschuld verbracht, meinen Leib durch Fasten und Beten gemartert habe, bin ich doch der Himmelskrone würdig geworden?. O, o, ich bin nicht so wie die andern... Mein Körper ist durchs Fasten bis an die Knochen eingetrocknet, soll das alles unrsonst gewesen sein? Und wie vielen Bruderschaften habe"ich während meines' Lebens angehört!?" Und sie knüpfte chr Bündel airf, in dem sie alle sichtbaren Zeichen der Gottesliebe mit sich trug. Der greise Himmelsschlüßer aber blickte aus unbekannten Gründen schief auf ihr Bündel und er beeilte sich gar nicht, die Pforte zu öffnen. „Da gibt es nichts zu überlegen!" schrie die Frömmlerin ungeduldig, als sie den Heiligen zögern sah.„Ja, ja, da gibt es kein Zögern — die Pforte nmß geöffnet werden!... .„Wenn cs sein muß, gut; aber..." ,„Was für«in/Aber?", rief sie, schon ganz angebracht;„man sieht döch, daß' ich' Gott geliebt habe?. — 2 „Und deinen Nächsten?" entgegnete Petrus, „hast du den Leidenden, den Schluchzenden auch nur einmal die Tränen getrocknet?... Hast du den Armen auch nur mit einem ein-- zigen hoffnungsvollen Wort getröstet?... Hast du den tat Dunkel Wande^den geleuchtet?.. Ich frage dich: Hust du-einen Nächsten geliebt?..."; Die Frömmlerin schwieg. Sie dacht« eine Weile nach und erwiderte endlich: „Sie sind der Liebe nicht würdig! Es gab keinen, der so war wie ich!..." Da schloß sich geräuschvoll das Fenster, es donnerte, ein Blitz schlug ein und die Seele der Frömmlerin wurde von den himmlischen Höhen auf die Erde hinadgestoßen, wo sie von den Winden davongetragen und im Weltall zerstreut wurde. Am Grabe der Frömmlerin, das nie jemand besuchte, stöhnt nur der Wind, wachsen Distel» und Brenyesieln. Und diese Unkräuter flüstern oft miteinander: „Sie hat keinen Metischen geliebt!.> Aus einem Gedichtzyklus: „Bergleute". Bon Kurt K l ä b e r. I. Der Bergmann. Das ist sein Tag: Ein schweres dumpfes Mühen Er ist sein Fröner und ihm nntrrtan. Die Kohle bricht. Die kleinen Lmnpen glühen. Die vollen Wagen rollen auf und an. Der Abend hebt ihn aus den dunklen Schächten. Er schmeckt die milde Luft, das reife Feld. Dann sinkt er unter in den schwarzen Nächten, Und nichts ist um ihn, das ihn jäh erhellt. Di« Jahre wandern. Sommer geht und Winter. Er wird gebeugter, wird ein alter Bamn; Und nur im Zeugen seiner blassen Kinder Erhöbt er sich und wächst aus seinem Raum. „Das Märchen vom Tellen". Wie der Spießbürger sich den Sozialismus ausmalt. Bon Fed ja. Der 8er den„Gelben" organisierte Werkmeister Piepenbruch ist, stellenlos. Keinen Heller hat er in der Tasche... kein Brot im Hause ... und keine Aussicht auf eine größere Ber- dienstmöglichkeit.'< Der Magen knurrt in bedenklicher Baßgeigen- Monotonie. Der Kopf schmerzt vor Hunger und der Körper friert in der ungeheizten-Dachstube. Draußen fallen die Schneeflocken, tanzen einen Reigen»m die Luke, und das Thermometer zeigt 18 Grad unter Null. Just die rechte Stimmung zum Fluchen auf den schnöden MaMmon und auf all«, die mehr heben als sie verbrauchen können... auf die Millionäre.» Hunger macht selbst einen Gelben zum Radikalen. ,Der Teufel soll sie holen die Mil lionäre," brummte er in sich hinein. Die ungleichmäßige Verteilung des Kapitals Ist an allem schuld, schreit es in ihm. Aber nicht so laut, daß alle Welt es hören könnte, aus seinem Munde, denn bas mehrtägige Mnß- sasten hat ihn doch etwas zermürbt. Und über seine Augen geht, je mchr er in den silbrigen Flockenfchwall hineinsieht, ei« hypnotisches Flimmern. Da flammen tief unten auf der Straße die Gaslampen auf und wie eine großmächtige, un- rndliche Lohe legt sich der Feuerschein auf seine Augen, pflanzt sich weiter fort bis in die tiefste Stelle seiner Seele. Er wiederholt:„Mm Teufel mit allen Millionären." Ich bin der Richter, der Großinquisitor über alle Millionäre der Welt.. i ich bin der gestrenge Richter. Von Sibirien, von den Cordillercn, aus allen Erdteilen lasse ich die mächtigsten Äämme des Urwaldes herbeiholen und einen unendlichen, quadratmeilengroßen Scheiterhaufen zusammenfragen auf. die weite, freie Heide. Alle Millionäre dieser Erde wrrden auf den Holzstoß gezerrt, das Holzmassiv mit Pech und Schwefel reichlich begossen und ein brennendes schwedisches Zündholz von meiner Hand in den Haufen geworfen... Hei.... wie das Fünkchen zur allumfassenden Flamme wird, zum Autodafe aller Millionäre dieser Erde, ihre Vevniögen habe ich beschlagnahmen lassen... denn nun soll geteilt werden... redlich geteilt. Der Hottentotte wie der Eskimo, der Azteke wie der gebildete Mitteleuropäer erhält bis auf den PftNnig-Bruchteil genau das gleiche. Das gleiche Stück Land und gleich viel Geld. Alles habe ich genau ausgerechnet... jedes Menschenkind erhält 20.000 Mark 25 Pfennige... sage und schreibe in Worten... Zwanzigtausend Mark— 25 Pfennig— Goldmark. Ist das nicht der Himmel ans Erden? Und also geschah es. Eitel Freude herrschte auf dem ganzen Erdenrund. Der Knecht Johann kaust sich den lange gewünschten GatShof, die Ballettdame Anna Keusch gründet«in Theater und der Dichter Haarlocke kann endlich die schon oft geplante schönlitera- rrsche Halbmonatsschrift„Das Ideal" herausgeben. Dausende Millionen Wünsche können so erfiillt werden. . Ist das nicht das reinste Schlaraffenland? Aber... ober... Der Knecht versteht nicht zu wirtschaften, das Theater der Statistin findet keine Schauspieler und noch weniger Zuhörer und die Halbmonatsschrift keine Abonnenten und Inserenten. Und wie hier-... so in vielen anderen Fällen. Jeder hatte ja 20.000 Mark 25 Pfennig. Das mußte gefeiert und begossen werden. Eine Festlichkeit folgte der anderen. Die Restaurants sind Tag und Nacht bis auf den letzten Platz besetzt. Die Wirt«, die Bäcker, die Fleischer machen ungeahnte Geschäfte. Und ihre 20.000 Mark per-' mehrten sich ungezählte Male. Zwei Monate herrschte das tollste Leben. Da wurde der Gütshof gwangsenteignet und das Thoater geschlossen. Die Halbmonatsschrift entschlief sanft usw. -Die Wirte, die Zuckerbäcker aber fahren protzig in funkelnagelneuen Auto-. Die anderen aber müssen wieder graben und schürfen und schaffen und schuften Tag und Nacht im Frondienst der anderen. Und es wurde schlimmer den« zuvor. Die Zahl der Millionäre hatte sich nach dem großen Scheiterhaufenbrand in der Heid« verdoppelt. Das Protzentum der plötzlich zu Millionären gewordenen Gastwirte und Zuckerbäcker und Fleischer machte sich breiter denn je. Sie hatten eben, während alles feierte, die Konjunktur zu nützen verstanden. Nur so kann man Millionär werden. Die anderen aber gaben twtz ihrer bitteren Erfahrungen ihr Hoffen auf di« Schlaraffia nicht aus und sie gingen hin und gründeten ein« neu« Partei. So eitoa malt sich der gute Spießbürger den ,-Sozialismus,.. den Bergesellschoftlichungs- prozeß" au-.,■ „Das Teilen," wie er sagte. Und die spießbürgerlichen Kinder erzählen dieses Märchen vom ,Teilen" weiter, wie alte Großmütter Märchen in gruseligen Spinnstuben an kalten Winterabenden hinter dem warmen Ofen erzählen.* Wir aber wissen: Sozialismus ist ein« Gvmeinschaft der Arbeitenden, nicht der Beehrenden. Der Tierbeobachter. Warum tanzen die Tanzmäuse? Wer Japan bereist hat, kennt auch die japanischen Tanzmäuse, jene kleinen zierlichen Tierchen, die beständig in ihren Käsigen Herumrasen und keine Sekunde still sind. Bei diesem Herum- wirbeln, das als Tanzen bezeichnet wird, zeigen die Tiere auch«men sonderbar schwebenden Gang, so daß sie wirklich einen ganz eigentümlichen Eindruck aus den Beschauer Hervorrufen. Diese Tanzsucht der Mäuse ist nun keine natürliche Erscheinung, sondern ein Mchterfolg der Japaner. Die Tanzmäuse haben sämtlich einen, durch geschickte Mchtnng hervorgebrachten Defekt im Labyrinth des Ohres, durch das bekanntlich die Wahrnehmungen von Drehungen im Raume vermittelt wird. Bei den Tanzmäusen, die über« dies taub sind, sind die Nerven, die zu den Bogengängen führen, degeneriert und funktionieren nicht in normaler Weise, iveshalb die Tiere jeden Gleichgowichtesinn und auch den Richtungssinn im Raume verlieren..Sie werden daher trotz ihres beständigen Herumrasens nie- mals schwindlig. Mit dieser Nervendegeneration steht auch eine gswiss« Muskelschwäche sm Zusammenhang. Tanzmäuse sind immer viel mus- kelschwächer als normale Mäuse. Eine ähnliche Erscheinung hat man auch bei TeKben beobachtet, bei denen, sobald man das Labyrinth des OhreS funktionsunfähig macht, ebenfalls starke Mnßkelschwäche eintvaf. Vererbung erworbener Eigenschaften bei Kanarienvögeln. Seit Jahren geht in der Biologie der Streit, ob erworbene Eigenschaften sich auf die Rach-' kommen vererben können oder nicht. Eine Richtung glaubt, diese Frage auf das entschiedenste! verneinen zu müssen.— Ende vorigen Jahre» ging durch amerikanische Zeitungen die Nach-s richt, daß der Bremer Kanarienzüchter Karl Reich„jungen Kanarienhöhnen Nachtigallen als Lehrmeister gegeben habe. Die männlichen Nach- kommen jener Kanarienhähne aber, die den Nachtigallenschlag erlernten, hätten schon von selbst und von Anfang an wie Nachtigallen gesungen." Der bekannt« Biologe Dr. Paul Kammerer bezweifelte die Richtigkeit der Mach- richt, twtzdem er ein Anhänger der Vererbung erworbener Eigenschaften ist, Mußte sich aber, wie er in- den Dwnatsheften berichtet, durch einen Besuch bei dem Züchter eines besseren belehren lassen. Kammerer hatte geglaubt, daß' alt« und junge Vögel in Hörweite beieinander gelassen tvorden waren, so daß nicht Vererbung, sondern nur Nachahmung, in Frag« gekommen wäre. Jedoch war es anders gehandhabt worden. Di« alten angelernten Vögel waren vom Züch- — 8 1er sofort nach der Begattung entfernt worden. Die Jungvögel aber wurden in völlig schall« dichten Räumen aufgezogen, so daß sie bi- zu ihren eigenen GesanKSversuchen keinerlei Gesang anderer Bogel gehört hatten. Zwei Generationen sind auf diese Art bereit- gezüchtet, die nie «ine Nachtigall gehört haben. Trotzdem lassen sie die stoßenden und schluchzenden Laut« der Nachtigall inmitten der Tonfolgen des Kanari en- EdelrollerS erschallen.— Dies« Tatsache, die außer von Dr. Kammerer auch von anderen Kennern nachgeprüst worden ist, stellt also eine entschiedene Bejahung der Frage nach der Vererbbarkeit erworbener Eigenschaften dar. ewig gleichen Ermahnungen von der Kanzel. Die älteren Bäter dagegen'blickten ftirnrunzelnd auf den düstenden Störenfried, wagten aber gelähmt vor Schreck und bäuerlicher Verlegenheit, nichts Entscheidendes gegen di^en vierbeinige« Kirchenbesucher-r unternehmen. Als jetzt ver Herr Pfarrer den Kopf von der Bibel aufhob, um die Predigt zu beginnen, schaute Zito mit Stolz zu ihm empor, und sei» schmählich gestutztes Schwänzend« fiebert« vor lauter Glückseligkeit des Wiedererkennens. Dem Pfarrer schoß ein« Blutwelle nach der andern ins Gesicht. Vergebend versuchte er Zito zu ignorieren. Aber Zito, aiv selbstbewußter Kerl, ließ sich nicht so ohne weiteres verleugnen, erst recht nicht an solch exponierter Stell«. Mit freudigem Gebell, das prächtig von der Kirchendecke widerhallte, jauchzte er seinem Herrn zu. Der Pfarrer unterbrach nun aber seine Predigt, di« er gerade begonnen hatte, höchst verlegen. Da stürmte schon der Kirchendiener auf Zito zu, unrihn zu fangen- Aber Ziw, nicht faul, saust« flugs um den Altar herum und kam auf der andern Seit« pfiffig wie» oer zum Borschein. Jetzt beteiligten sich noch drei beherzte Kirchenbesucher.an der Jagd. Doch der flinke Zito, ein ausgezeichneter Springer, entwischte immer wieder mit eleganten Sätzen. Die Jugend war begeistert von den Bänken aufgesprungen und kam völlig auf ihre-Kosten. Ha, wie bei jedem Entwischen Zitos die Buben sich freuten! Selbst die Mädchen grinsten ungeniert, und die Buben zupften ihnen vor lauter Jubel au den Zöpfen. Die Jagd steigerte sich zum fröhlichen Kesseltreiben. Selbst der gewandteste Leichtathlet hätte dieser von Minute zu Minute wachsenden Uebermacht. nicht mehr standgehälten, und so mußte auch Zito allmählich an Uebergabe denken. Rach einer letzten fabelhaften Parforcejagd, bei der Zito sein« ganze Meisterschaft im Sprung entwickelte und an der sich alt und jung mit gleicher Anteilnahme beteiligte, wurde Zito schließlich in einer Ecke scheu und verstört dingfest gemacht. Der Kirche iwiener führte ihn am Halsband zur Kirchentür und versetzte ihm einen derben Fußtritte Ziw, nicht faul, quittierte mit einem durchdringenden gellenden„hiää", das in vielfachem Echo von den Wänden des Gotteshauses niederbrach, und raste in gestrecktem Galopp in wilder Flucht aps diesem duurpfen Gebäude mit den unfreundlichen Menschen davon. Aal- der Wolf der FMe. Man nennt bisweilen den Hecht den„Tiger der Flüsse", und di.se Bezeichnung hat ihre Berechtigung, wenn man die Wildheit und Grausamkeit beobachtet, mit denen diese Raubfische die schwächeren Bewohner der Untertvasserwelt angreifen und zerreißen. Liber mit größerem Recht könnte man die Aal« die Wölfe der Flüsse nennen, denn sie sind viel gefräßiger als die Hechte und ihrer Begte gegenüber noch viel hart- näckjger und erbarmungsloser. Die Aale frcsien tatsächlich alles: Fische, Fleisch, Insekten, und nichts entgeht ihrer Gefräßigkeit, von der Spinne bis zum toten Hund. Unablässig mache» sie auf alle Fischartcn Jagd, verschlingen ihren Laich und stöbern die Jungfische in ihr«n Ver-, stecken unter Steinen und Gräsern auf. Die größte AchnIiAeit mit dem Wolf, erhält der Llal aber dadurch, daß er der einzige Fisch der mitteleuropäischen Gewässer ist, der seine Beute in Rudeln jagt/ Zwar geht der Aal auch—. ebenso wie der Wolf— einzeln auf Rauh aus,, aber wenn das Ovfer für den einzelnen Aal zu stark ist. dann verbinden sich niehrere Tiere zum gemeinsame» Angriff. Ein anschauliches Bild von diesen Maubzügen der„Flußwölfe" entwirft ein englischer Zoolog«. ,-,In einigen Flüssen lverden* die Lachse von einer Krankheit ergriffen," schreibt er, ,^»ie sich ta schwammigen Flecken ans de« Zitos Streiche. Bon Paul Khnophilos. Ziw, der Foxterrier, trug, ein schneeweißes Fell, das nur durch einei^, pechschwarzen faustgroßen Fleck über dem linken Auge und auf dem Ohrlöffel unterbrochen. Er rief den nrerkwürdi- gen Eindruck hervor, als ob Ziw aus einem dunklen Loche herausgucke. Um sein« feuchte Nase spielte ost«in nervöse- Zucken. Er war erst vor kurzem in die Stadt gekomnten aus einem Keinen Kirchdorf, wo er dem Herrn Pfarrer gehört hatte. Allgemein würde er eS dort gut gehabt haben, wenn ihm nicht deS Pfarrers Köchin das Leben so schwer gemacht hätte; denn bei jeder Etube»Vereinigung bekam er mit eiserner Konsequenz mit einem wohlgewachsenen dünnen und spiegelglatten Haselnußstock ein« gehörige Tracht Prügel. Ziw pflegte sich dann schleunigst unter den Küchenherd zu flüchten, nm auf diese einfache und praktische Weise sich vor dem weiteren Gerben seines wirklich schöne» Felles, auf das er stolzer war als manche Fran auf ihre Haare, zu schützen. Wenn bann die Köchin zu einer Kriegslist griff— oh, die kannte er schon längst auS vielen ähnlichen Fällen— und Ihn mit dem Besenstiel oder gär Feuerhaken darunter hervorholen wollte, biß er wütend und verzweifelt mit gefletschten Zähnen in die feindliche Waffe. Wenn die Situation aber gar zu brenzlich wurde, macht« er recht schneidige Ausfälle aus seiner Festung auf die Waden der Köchin, die es dann vorzog, sich aus den Küchentifch zu retten, selbst wenn dieser mit qusgewalztem Banduudelteil völlig belegt war. Aber in der Not frißt der-Teufel ehe» Fliegen und— schmutzige Makkaroni. Denn in- der höchsten Wnt verstand dieser jähzornige Gesell« keinen Spaß mehr und hieb wacker.zu, ja iri-solchen affektbetonten Momenten waren ihm die Hosen und sogar der Talar seines geistlichen Herren nicht mehr sakrosankt. Rach dem letzten wütenden,„hi-äjjäjäjä zog es bi« Köchin vor, mit Ziw Waffenstillstand zu schließen, ja, nur Waf- senstillstaud, denn zu Gefechten kam es zwischen den beiden immer wieder, trotz dem gleichen Ausgang« jedes Treffens, und die Idee eines „ewigen Friedens" lag ihnen ferner als alles andre. Ziw hatte aber noch ganz andre Dinge auf dem Kevbholz. Sein« Spezialität bestand darin, sich auf den Rock von fitzenden Frauen zu legm uiw dort in aller Stille nur ein Viertelstüudchsu zu nicken. Dabei haßte er aber nichts mehr als ein unsanftes Gestörtwerden in dieser Ruhe. Noch vor kurzem hatte er sich»« eine Bauersfrau, die dem Herrn Pfarrer einige Lebensmittel gebracht «nd Zito mehrfach von sich gejagt hatw, hinter ihrem Stuhl voll rabenschioarzer Rachegedanken herangeschlichen und der Ahnungslosen ein fast kreisrundes Stück Stoff mit seinen scharfen und spitzen Zähnen aus dem Rock herausgebissen, so, glätt und scharf, als ob dies ein renommierter Modellschneider mit der Schere ausgeführt hätte. Die Prügel, di« er darauf von seinem-Herrn hoch- selbtvnrdig.bezogen hatte, besaß er noch in so lebhafter Erinnerung, daß er bei ihrem Nacherleben sich unwillkürlich, ja, einfach zwangsläufig, hinlegen und mit der rechten Hinterpfote längere Zeit, sein glänzendes' Fell kratzen mußte, ähnlich wie manche Hunde sich reflexartig an de» Stellen ihres Körpers kratzen, an denen inan sie einige Zeit streichelt. Oh, diese Prügel waren ganz erbarmungslos und schrecklich gcwdsen und dazu noch von so langer Dauer, daß sie Ziw eine ganze Ewigkeit dünkte» und er schließlich vor lauter Heulen, Atemnot und Entsetzen keinen Ton mehr hervorjapsen konnte. Wie er diesen vermaledeiten Hafelstock haßt«, war überhaupt nicht zu beschreiben! Dafür hatte er ihn aber auch einer schönen Tages, als er den Stock zufällig in einer Ecke der Diele entdeckte, so kurz und klein zerbissen, daß der Herr Pfarrer anfänglich die urehlartigen Reste, die aussahc» wie von Ter- mitey total zerfressen«"Möbel, nicht zu identifizieren vermochte. Aber dies« Tat, die Zito zum Abreagieren seiner verhaltenen Wut, sozusagen als symbolische Handlung zum Vernichten seines Peinigers benötigte, die ihm auch gewisse Erleichterung brachte, genau wi« dem Naturmenschen, der seine Götter verprügelt, erlöste ihn nicht dauernd von der Pein. Denn bald darauf war wieder ein neuer und noch viel schönerer Haselstock im Hanse, den der Pfarrer eigenhändig unter vielen Sträuchern seines Gartens mit kundigem Blick ausgewählt hatte, und diesmal lag der Stock immer hoch oben auf dem Schrank, den Zitos nicht erreichen konnte. So War die Sitiiotion einfach hoffnungslos und die Aussicht auf ungeahndete Streiche sank auf de» Nullpunkt. Seinen Untaten setzte Zito aber dir Krone aus, als er an einem schönen Sonntagmorgen sich auf einer frffch gejauchten. Wiese wohlig wälzte und mit goldig schimmerndem, klebrigem Fell zur Dorfkirche trabte, in der die ganze Genieinde zu frommer Andacht versammelt war. Der Herr Pfarrer hatte gerade die Kanzel betreten und lag, «iw-Gebet versunken, auf der geöffneten Bibel mit dem schön«» Goldschnitt, so daß feine große radikale Glatze wie ein glänzender, gütiger Vollmond auf die andächtige Gemeinde herniederschien. In der atemlose» Stille, in der man«ine Taschenuhr hätte ticken hören, wuunt durch di« hinter« Sakristeitür, die bei. schönem Wetter iimner offen stand, Zito scheu und verlegen ganz langsam hereinspaziert. Er hatte seinen Herrn gewittert. Di« ungewohnte Stille und besonders die muffige Lust, in die er mtt feinem Parfümier, len' Fell einen neuen Dunstkreis ganz eigener Art hineintrug, waren ihm nicht recht geheuer, und alles dünkte ihm bedruckend und geradezu unheimlich Aber trotzdem rückte er, der so vielen unheimlichen Situationen schon kühn, ost allerdings auch etwas neugierig ins Auge geblickt hätte, weiter vor, trahte bedächtig und backfffch- haft schüchtern über den Altarsockel und setzte sich verdutzt in einen Seitengang. Bon da schaute er schnuppernd nncher, saugte mehrmals die Lust durch seine feuchte Rase, um sie dann stoßartig, wie wenn er etwas höchst Uimngenehmes loswerden wollt«, wieder auszuatmen, und- blickte unverwandt und ein wenig erstaunt auf di« ihm so wohlbekannten Glatze seines Herrn. Die fromm« Gemeinde ergriff lebhafte Beunruhigung. Die ehrlichere Jugend, dir noch einen natürlichen Sinn für Situationskomik besaß, frertte sich diebisch und stieß sich gegenseitig vor lauter Ucber- mut in die Rippen. Da brachte„Pastors Zito" I doch endlich einmal etwas Abwechslung in diese I — 4— I miniel im Zi Heiteres. Körper äußert. Der kranke Fisch ist natürlich I nicht so start toi« der gesunde, und dir Aale haben e- bald heraus, datz diese Lachs« ihnen nicht so lange Widerstand leisten können. Di« Nachricht davon verbreitet sich toi« ein Lauffeuer im Gewässer. Zuerst nähern sich-Wei oder drei Aale dem Lachs von hinten und beißen ihn in di« Flossen. Der größere Fisch schüttät die Angreifer ab, aber sofort folgen ihm di« Aal«, indem sie ihr« Nasen tote Wölf« gebrauchen, di« einer Fährte nachspüren. Allmählich wächst die Zahl der Angreifer immer mehr. Ein ganzes Nudel von Aalen umgibt den tranken Lachs; sie treiben ihn vom tiefen Wasser nach den seichtere» Ufern und werden immer kühner; sie geben dem unglücklichen Opfer nicht einen Augenblick Niche, beißen ihn immer heftiger, bis«r schließlich den zahlreichen Wunden erliegt und sich das Aalvudel gierig aus den toten Körper stürzen tmn.." Der Fleischverbrauch der Nationen. Das Internationale Statistische Amt gibt eine Ausstellung über den Fleischverbrauch in den verschiedenen Ländern heraus. Danach entfallen aus den Kopf der Bevölkerung in Deutschland im Jahr« 1984 40,7 Kilogramm Fleisch(gegen 88,7 im Jahre^1907); bei England werden für 1988 33.8 Kilogramm angegeben, b-i Frankreich 1904 36.8 Kilogramm. An erster Stell« der Tabelle steht im-übrigen Avgvntinten mit 178.3 Kilo- grauun, an letzter Italien mit 11 Kilogramm. Dir Ehefrage im Auslände. In noch stärkerem Maße als in Deutschland haben in den letzten Jahren auch in Amerika di« Ehescheidungen zu- genominen. Ans einer kürzlich von 86 Staaten der nordamerikanrschen Union verösfentlichten Statistik geht hervor, daß rn diesen Staaten die Zahl der Ehescheidungen von 1984 bis 1926 von 59.631 auf 62.605 gestiegen ist. Schon im letzten 'Jahre konnte festgestellt werden, daß ein Sech- tcl aller Ehen wieder geschieden wurde. Die Zahl der"Eheschließungen- überhaupt ist, tvohl zum Teil auf Grund dieser Tatsache, von 390.610 auf 885.365 zurückgegangen. Während jedoch imnierhin in Amerika sehr moderne Anschauungen über bas Ehelcben herrschen, ist in Holland die Ehegesehgebung noch außerordentlich rück- tändig. Die dort iu Geltung befiMichen Ge- etze stanunen bereits aus dem Jahre 1888, haben also das ehrwürdige Alter von fast neun-, zig Jahren und tragen deshalb modernen«thi-. scheu und sozialen Anschauungen über die Ehe keine Rechnung. In holländischen Krauenkreisen macht sich deshalb eine sehr lebhafte Bewegirng geltend, di« eine Reform der veralteten Ehegesetze bezweckt. Armer Regenwurm! Rach eurem starken Regen findet nran oft zahlreiche tote Regenwürmer auf dem Erdboden. Sind.sie ertrunken? Schon Darwin hat das be^veif«lt, denn dann wäre» sie wohl in ihren Röhren uorgekommen. Er nahm vielmehr an, sie seien schon krank gewesen und an der Oberfläche der Erde verendet. Run hat man inzwischen festgestellt,-aß«in Regenwurm überhaupt nicht im Wasser ertrinkt. Di« Todesursache ist vielmehr das Ächt, das die Regenwürmer nicht vertragen können. Schon ein« fünfstündige Belichtung kann ihnen den Tod (bringen. Auch ein« Wärm« von etwas über 30 Grad Celsius ist unbedingt tödlich für sie. DaS Elesantenbeessteak. In Berlin eröffnet «in Gastwirt«n neues Lokal und hängt ans Fenster ein Schild mit der Aufschrift: ,Hier kann man alle Speisen der Welt zu essen bekommen!" Eines Tages kommt ein Amerikaner und sagt zum Kellner:„Bringen Sie mir ein Beefsteak vom Elefanten."— Der Kellner läuft ganz bestürzt zum Wirt und sagt:„Sehen Sie, da» haben Sie nun von Ihrer verrückten Reklame. Drin sitzt so«in blödsinniger Amerikaner und will ein Elefantenbeefsteak., haben. Was machen wir nun?"—„Sagen Sie ihm," befahl der Wirt,„wegen einer Portion schneiden wir den Elefanten nicht an." Kapitalbeschaffung. In«in Schreibbureau kommt eine hochblonde junge Dam«. Mit einem Anliegen,.^könnten Sie mir sofort einen klei- ven Brief nach Diktat schreiben?" Man kann«». Di« jung« Dxnne diktiert: „Mein lieber Freund! Ich bin- i« großer . Pot. Du bist der.einzige, an den ich mich wenden kann. Du bist der einzige, de» ich je ge- Wildlederhandschuh« reinigt man trocken, indem man sie über dte Hand zieht und mit einem weichen, in Mehl getauchten, Lappen abrribt. Man läßt daS Mehl einige Minuten ans dem HmÄschuh und bürstet es dann mit einer weichen Bürste aus. Reue Schwämme reinigen sich am besten durch seifiges Regenwasser, in dem sie einige Tag« liegen und öfter ausgedrückt werden müsien, um allen Sand zu entfernen. Oder man legt sie «inen Tag lang in warmes, schwaches Sodawasser And spült sie dann in kaltem Master gründlich «us. Durch heißes Master werden dir Schwämme hart und schrumpfen ein. Bratkartoffeln werden schön brau«, wenn.die Kartoffelscheiben zuvor leicht mit Mehl bestreut, werden. Milchslecke werden mit tvarmem Wasser aus- ßewaschen und danach dick mit Eigelb bestrichen, das mau eintrocknen läßt. Dann bürstet man das tigelb fort und reinigt mit lauem Wasser nach. Putzleder reinigt und erhält nran weich durch Auswaschen ,in Salzwaster. Während d«8 Trocknens muß man sie öfter mit den Händen weich leiben. Flecke mit Salmiakgeist bearbeitet, hinterlassen leicht hellere Stellen: um dies« zu entfernen, besuchtet man sie mit schwachem Essigwaster. Schnittblum«« bleibe» lange frisch, wenn Wasser ein Stückchen Soda liegt.' Rostflecke aus Leinen entfernt man mit tronenfaft und Salz«- Bettcn, die nicht in Gebrauch sind, schlügt nran fa«in Tuch oder in ZeitnngSpapter ein, das man.mit Terpentin besprengt, um Motten fern- zrchaltcn. Ist beim Kucheubacken der Osru zu heiß, so E genügt es, eine Schüssel kaltes Wasser neben den Kuchen in den Ofen zn stellen, nm die Hitze ßu vermindern. Beim Scheuern des Kücheutisches reibe man khrr vorher mit einer Zitronenscheibe ein, ehe «an ibrn mit heißem Seifenwaster scheuert. Teppiche frischt man auf, wenn man sie nach Wälndlichem Klopfen nutz Bürsten mit einer Mischung, von Se^eMva^r und Terpentin(au: 4 Ätrr Wasser zwei Teelöffel Terpentin) bürstet. Man lernt nie aus. Neben dem HauS in Stratford, in dem Shote- ßpear« einst gewohnt hat, wurde ein Garten an- {elegt, der die 800 verschtedetren Blumen entölt, die in des Dichters Werten«rwähnt sind. * Afrika besitzt soviel Aequatorialland wie die «cheren Erdteile zusammen. ^Derlei HarrSrezepte| liebt und dem ich den Beweis dafür gab. Laß mich nicht«m Stich! Ich weiß nicht, war ich tun soll, wenn selbst du, Einziggeliebter, nicht hilfst Deiner unglücklichen Emma." „ Deiner unglücklichen Emma," wieder holte daS Schreibfräulem.—„Schön. Und diesen Brief schlagen Sie hundertmal durch und schicken Sie mir heut« noch aller zu," sagte di« junge Dame, ging hinaus und war wieder für einige Zeit aller Sorgen bar. Di« Höh«.„Der Meyer wohnt so hoch, daß er sich sein« Zigaretten abends am Mond anzünden kann."— Imponiert mit gar nicht. Ich wohne mit meiner Frau und Schwiegermutter zusammen"—?„Na, und?"„Da höbe ich jeden Tag die Engel im Himmel pfeifen." Laßt alle Hoffnung fahren! Dte Freund« fanden ihn, wie er ziellos durch di« Straßen ir^je mit einem geschwollenen Auge ruck» einer Lücke in den Borderzähnen. Mitleidig nahmen sie chn unter den Arm imd sagten zu ihm: ,Komm, alter Junge. Wir wollen dich nach Haufe bringen zu.deiner Frau. Die wird dich pflegen."— „Nur das nicht," stöhnte er,„von der hab' ich a die Dinger gekriegt." Multiplikation.„Ich verstehe dich tvirklich nicht, lieber Freund, der Arzt hat dir nur ein Glas Wein täglich erlaubt und jetzt schenkst du dir schon das fünft««in!"—„Was willst du? Ich habe ja fünf Doktoren." Amerikanischer Humor. Bater:„Sag nral, mein Junge, warum arbeitest du nichts? Was ist das mit euch jungen Leuten bloß für eine Wirtschaft! Als ich vor dreißig Jahren anfing, habe ich 3 Dollar in der Woche verdient. Rach uns Jahren gehört der Laden mir."— Sohn: ,Du magst schon recht haben, Papa, aber so ein- fach ist da» heute nicht mehr, leider! Heutzutage haben sie Registrierkassen! Abwehr. Hausherr:„WaS ist das für ein Lärm in der Küche?"— Stubenmädchen:„Der I Schutzmann wollte mich küssen."— Hausherr: i„Und das ließen Sie sich nicht gefallen."— Stubenmädchen:„Der Briefträger ließ es sich nicht gefallen." 3tätfel-<£cte.« Silbenrätsel. Aus nachstehenden 49 Silben sind 81'Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbttchstaben von oben nach unten getesen einen Spruch von Matthias Claudius ergeben,(ch gilt als ein Buchstabe. ab dach der bert blis bus cha chen dat de der der di e e«i er fak gi i i i in ko lch mar mor nar nar n« nob niS nor pos re r« rei res rist se sil scheu tel len to tou tri weckb zi.— Die zu erratenden Wörter haben folgende Be-' dentung: 1. Türkische Wasserpfeife; 2. Beweis» mittel; 3. Fluß in Schleswig-Holstein; 4. Gesteinsart; S. Widerwillen; 6. Betäubung; 7. Stern; 8. Einfall; 9. Edelmetall; 10. Ballsport; 11. überseeische Handelsntederlassnug; 12. Stadt in Schlesien; 13. Dichtungsart; 14. weiblicher Bornam«; 19. Stadt in Italien; 20. berühmter Weißwein; 21. Wanderer. Auflösungen der Rätsel aus der vorigen Rümmer: Zahlenrätsel: Spietlhageu; Pilsen, Huge,< Eisen, Leine, Haigcl, Asieu^Gips, Ek'a, Reapes. BerSrätsrl: Tiegel—Egel. Quadraträtsel: 1. Krim,-L Esach 3. Herz, 4. Laon; Kilo, Suez