2tr. 7.«uteryattunssvetlage. 1927. Die Ernte meiner Lahre. Luther Burbank war der genial sie Gärtner der Welt. An Amerika, wo jein Name ebenso populär ist, wie die Namen seiner Freunde: Ford und Edison, erscheinen jetzt seine Memoiren, die er kurz vor.(einem Tode(am 25. März 1926) geschrieben harte- Die Ernt« meiner Jahr«, LieAvbeii, die vollendet ist, die Hoffnungen, die sich verwirklicht haben, ibesteht in Blumen und Bäu- nren, in Sträuchern, Samen und Reben, dik setzt in beinahe jedem.Mma und säst ollen Sandern der Erde wachsen und sich her-' mechren. Bon An sang an war mein« Arbeit durchaus praktisch. Ich sah das Bedürfnis nach größeren Ernten, irach verbesserter Qualität und widerstaud«fähigen Pflanzen und machte mich daran- mit der Natur. zn- sammeet für dieses Ziel zu arbeiten. Ma n zeige mir«ine Stadt, in der keine Bäume sind, und ich will Ihne» eine Stadt zeigen, die Sie als.Wohnort für sich und Ihre Familie meiden müssen. Gehen Sie durch die Viertel, in denen Not und Elend und B« ob rechen Hausen und Sie werden glücklich sein, wenn Sie nut irgendwo den kleinsten und veMurmertsten Daum finden. Korn u n d T o m a t e u. Mein Trauur, mein Leben: der Zucht und der Verbesserung schönen, schattenspendenden Bäurnen zu widinen, wurde nicht erfüllt. Die praktischen Forderungen von Pflanzern und Gartnern nähmen mir mein« -Zeit, und ich war nie imstande, mit den Bäu- men auch imr eittfernt das zu unternehme», was ich erreichen wollte. Ich kreuzte diele Arten oou Walmißbäuinen und entwickelte aus ihnen drei neue Bäume, die für die Welt wertvoll werden können. Bor allem ein Hartholzbaum, der im. gemäßigten Klima sehr kchiwll ilterarrwächst und allen praktischen Anforderungen entricht, wie die Hghinditstrie sie stellt.. Inzivischen aber fuchrteu mich meine Arbeiten immer mehr. zur Verbesserung von Obst-Früchten'und zur Entwicklung' armer Varietäten hin. Ich kann jetzt'mit Be-- friedigtmg«ltf all die neuen Pstamnen-, Kirschen-, Birnen-und Kastamenarten-sehen, di« aus meiner Farm zuerst'geblüht"und-Frucht' getragen haben. Werwällfür' die"Well' sind Don tntOer Dnrloanf. aber nicht nur die neue» Bäume, sondern vor alle»» die neuen Ideen, di« dabei gesunde» und entwickelt wurden zum Nutzen der Farmer ulid Gärtner. Fünstlndztvauzig Jahre arbeitete ich mit Korn und mit Tomaten(die in meiner Jugend noch ftir giftig galten), ich habe«ine langjährige Bekanntschaft mit Pfeffer, Arti- fchostu und Spargel» und ich kenn« überhaupt keine Wanze, die nicht für den Züchter«in interessantes. Versuchsfeld wäre. Denn es gibt eine endlose Liste, von Gewächsen, an die heute kein Mensch denkt, die man eines Tages züchte» und verbessern tvird, bis sie den NahrmrgSmitteln' der Welt eingereiht sind. Diese Lehre, die ich jahraus, jahrein gepredigt habe, hat Anteil an meiner Arbeit und Anteil an dem, Unis ich erreicht habe. llm 1900 herum erreichte. ich di« Hohe meines Lebenswerkes und sing an bekannt zu werden. Das waren große Icchre, angesiillt nrit Aktivität und Experimenten. In acht Jahren hatte ich.nicht tveniger als 700 Ba- rietäten vorr Blumen, Bäu-nren, Büschen und Aehreu entwickelt und genügend Zeitungsnotizen Erhalten, um selbst BavNUM zufriedenzustellen. DaS Kakteen-Ex peri ment. Zur selbe» Zeit begann»«eine Arbeit an Kakteen mit den» Ziel, die Stacheln von den iWrnzen zu entfernen und ihre Gröhe und ihren Nährwert zu verbessern und auf dies« Art etwas hervorzubringen, was für unsere großen Wüstenländer im Südwesteu wertvoll und nützlich werden.könnte. Das waren die ausgedehntesten, die kostspieligsten, die schmerzvollsten, die schwierigsten— und di« interessantesten Einzelexperi- mente meines Lehens. Zunächst gab es mehr als tausend bekannte?lrt«n, die ich sotveit als möglich sammeln mußte. Ich mußte Sanun- lern viele Tausende bezahlen,. um sechshundert Arten auf»reiner Farür zusanmneu zubringeu. Die Qüal und die Pein dieser ExpcrjmeM ivürde ich imr keinen Preis der Welt zürn zlveltemnal ans mich'nehmen. Ich kannte wohl die schmerzhafte.und nwnchnial geradezu gefährliche Ratür der Wunden, die Kakleertstachel verursachen. Ich suchte mich in ach:«zu-nohvwn. Mordes.:-wärde rnir arrgen- blicktich' klar) daß- tchmir/ Glocii-hbndfchuhe n nicht i-lbeit kommen kormte-, tvo es' galt,- Tan^ sende von Wanzen tagtäglich zu behandel«, So biß ich den die Zähne zusamnren, macht« die Augon zu und girig in den Kampf. Ich ging daraus hervor, über und über zerstochen und mit Stachel» so bedeckt wie ei^Nadel- kifsen. Ich bin überzeugt, daß im Laufe der Zeit meine Haut von mehr als einer Million spitzer Radeln durchbohrt wurde und manch- nral hatte ich so viele an den Händen und un Gesicht, daß ich" sie mit einem Rasiermesser abschabte, weil ich kein« Zeit.hatte, sie einzelr» herauszuziehe». Das tvar aber nur die ein« ine ine r Schwierigkeiten. Die Kaktusblätter sind schwer zu haud» haben; sie wachsen.«norrn und erreichen ost. eine beträchtliche Höhe. Daher war auch die Arbeit, die ich mit den Händen zu leisten hatte, außerordentlich. Unverwüstliches Leben. Nahmen Sie ein Kaktusblatt, geboren aus tausend Generationen brennender Hitz«, Angriffen von Feinden, Gewalt der Stürme, wasserloser Dürre des Soiumers und bitterer, tödlicher Kälte des Winters. Werfen Sie eS auf den Boden. Bon den Ange» auf der Unterseite werden Wurzeln wachse«. Bon de» Atmen auf der Oberseite werden nm« Blätter keimen. Wie ist das möglich? Es besucht doch nicht der kleinste Unterschied zwischen den Augen oben und unten. Was lehrte den Kaktus auf diese Art sein Leben zu erhalten, sich aiMpasfen an die schwierigsten Umstande, das Richtige zu tun zur rechten Zeit und zmn rechten Ende? Berevbmtg! Dw Lehren, die sein« Bovsahren amiahmen durch- bittere und beinahe tödliche Erfahrungen. Werfen Sie den Trieb einer Rost auf. den Boden; er wird sich zusammenrollen und ab-- sterben toi« ein Fisch außerhalb des Wassers. Legen Sie em Kaktusblan in einen'", dunklen" Keller. Beinahe jede andere Wanze/ würde in wenigen Tagen' dort zugrunde, gehen. Lassen Sie den Kaktus so liegen, acht. Mongte oder rin. Jahr; und"wenn SW dann nach, ihm sehen, so werden Sie finde.», daß er zwei,. dr.ei" oder.ein.halbes Dutzend bleiche, schwächliche Blätter getrieben har-5 und daß er lebt, sich wehr,'und geradezu in die Höhe schießt,»penn Sie ihn in den schlechtesten" Winkel r^chreß-<)!arlev4 Wairzen.-. Ich hing eittmat"eli^ ,Kaktee" iü’ einen Bauur, vier' Jahr« lang- und äw ich sie' da,m einpslän-ste, — 2— begann sie innerhalb von zehn Tagen wieder zu wachsen. Ich legte das Blatt einer Kaktee auf ein Berd, das vier Fuh über den, Boden stand," und entdeckte eines Tages, daß dies Blatt neue Blätter trieb und daß Wurzeln sich an der Wand entlang tasteten zu der Erde, die so weit entfernt war.— Wissen Sie, man kann nicht sechzehn Jahve lang sich intensiv mit einer Pflanze, ihrer Geschichte und-en intimen Details ihres Lebens be- schäftigen, ohne eine gewisse Bewunderung für sie z» gewinnen, selbst dann, wenn man sich mit Vergrößerungsglas und Pinzette tagtäglich achtzig bis neunzig spitze Nadeln aus der.Haut ziehen muß.., Man hat anfailys gesagt,' daß mein neuer, stachelloser Kaktus praktisch nutzlos sei, aber dieses Gerede ging mir zum«inan Ohr herein und zum andern wieder heraus. Ich habe chn nur hervorgcdracht und es ist mir gleich,»vas die Menschheit damit anfängt und wie sie ihn am besten nutzbar macht. Er kann auf Hunderttausenden von Hektaren tvachsen, die jetzt Wüste siird, bei einein Minimum am Pflege und Sorgfalt', er be». steht zu mehr als.neunzig Prozent aus Wasser, Zucker und wertvollen mineralischen Bestandteilen. Er bringt Mengen von ein- hundertsünszig bis dreihundert Tonnen auf dem Acker hervor und nach fünf bis sechs Jähren«in Drittel dieses Gewichts au Früchten, die nahrhaft und wohlfchineckend sind, und kv verniehrt sich durch Teilung unendlich und mit unglaublicher Geschwindigkeit. Nichts> kann ihn töten. Eine derartige Pflanze braucht keine Enrpfehlung mehr. Ich schreibe hier keinen Prospekt, ich selber habe nicht eine einzige Pflanze zu verkaufen, seit vielen Jahren nicht. Ich wollte nur erzählen, welch ein erstaunliches Experiment es war und wie reich es sich für mich gelohnt hat, durch neue Erkenntnis und unendliches Interesse, von allem anderen abgesehen. Schönheit an den Börsenplätzen. ■ Pon allen meinen Werken sind die Blumen» die ich geschaffen habe, vielleicht das unwichtigste, weit sie zunr materiellen Wohl der Welt am wenigsten beigetragen haben. Aber wieder und wieder habe ich gesagt, daß das Streben nach Schönheit und das Bedürfnis nach Dingen, die graziös und lieblich find, ebenso lebenswichtig ist wie das tägliche Brot. Es lvar mir sehr interessant zu beobachten, daß„Schönheit" nunmehr endgültig als ein Wert art den Börsenplätzen der Welt eingeführt ist. Lange, bevor das allgentein verwirklicht war, habe ich die Doktrin der Schönheit gepredigt und habe gesagt, daß sie für die Menschheit ebenso notwendig sei wie die Erhaltung der Art, ar»ch wenn diese Notwendigkeit nicht so stark und lebendig empfunden würde. Sechzig Jahre habe ich so gesprochen sund wäre cm Prediger in-er Wieste ge blieben oder als«in Sonderling betrachtet worden, den man belächelt, wenn ich nicht meine Lehre auch bewiesen hätte. Philosophie des Gartners, Was ist denn das Uebel in-er Welt? Nicht Kommerzialismus, Kinos, Krieg, sensationslüsterne Zeitungen, unsittliche Literatur, kurze Röcke, Alkohol und Jazz. Es ist der Geist und die Tendenz, in denen die Menschen befangen find. Das lvas wir für unser Ich und die Welt zu erringen trachten, hat Gewicht; und ivenn ein Automobil, ein Grammophon und ein Fußball-Abonnement alles sind, wonach wir streben, dann wird das auch alles sein, was wir bekommen, und unser Mitrag zu dem ganzen LebenS-Uirter- nehmen wird so- nichtig fein, als ob wir Hottentotten wären. Der gegenwärtige Stander Zivilisation kommt nicht aus-er Länge bereit,»verend der wir Religionen oder Erziehung, Wissenschaft oder Ideale gehabt haben. Die Zivilisation von heute ist das Ergebnis des Gebrauches, den wir von diesen Faktoren gemacht haben. Ich glaube an die Unsterblichkeit des Einflusses.'Einfluß ist das Recht, mit dem wir göboren werden, und unsere Grabschrift. Er kann uns ephemer und ohne Folgen lassen und er ist inrstande, un's-cn Namen vorwärts zu tragen durch die Jahrhunderte. Luther Burbank starb am 25. März 1826. Aus einem Gedichtzyklus: „Bergleute". Bon Knr t Kläbrr. III- Der junge Bergmann. Er gcht den gleichen Weg. wie-seine Väter, So eingebogen ist fein junger Gang. Er ähnelt einem hoffnungslosen Beter, Nichts ist in ihm von Freude und Gesang. Dumpf brüllt der Berg mich seinen jungen Schritten. Die Essen schleudern Rauch. Sie glühen rot. Er ist durch alles nur hindurchgeschritten. Er weiß den Weg. Er weiß auch das Gebot. Pun hebt er schon in seinen dünnen Händen Die. schwere Schaufel, wächsern, heiß und nackt. Er weiß, dies dunkle Leben wird nicht enden,' Und wiegt und hchi sich doch in seinem Takt. Das Menschenpferd. Von Felix Rirmkaften. „Wenn ich sechs Hengste laufen kann, Stich ihre Kräfte bann nicht meine, Ich renne hin und bin ein rechter Mann, Als hätt' ich vierundzwanzig Beine." Ich kann mir ein Pferd kaufen und dieses Pferd für mich arbeiten laßen. Gibt es pichtS zu tun, so stelle ich es in den Stall. Im übri- gen bekommt es sein Futter. Nicht aber kann ich mir einen Menschen kaufen, auf daß er für mich arbeite gegen Stall und Futter. Denn ein Mensch ist kein Pferd. Er verkauft niemals sich selbst, sondern immer nur einen Tell seiner Arbeitskraft Es wäre gemein von mir, einen hungrigen Menschen zu mieten und ihm zu sagen:„Da ich dir zu eßen gebe, sollst du mein Arbeitsgaul sein. Sei froh, daß du einen misti- gen Stall und«in hinlängliches Futter hast. Solltest du etwa Wünsche haben noch hierüber hinaus, so ist dies unverschämt, denn sieha- ich habe dich ja gemietet! Ich habe dich gemietet zur Arbeit, nicht aber für mehr. Für mich giltst du nicht als ein Mensch, sondern als ein Gaul, und ich will, daß dieses Geschäft sür mich zum Vorteil sei. Denn um reich zu werden, wie ich will, brauche ich deine Armut. Deine Gefühle, deine Wünsche, Neigungen und Befähigungen gehen mich nichts an. Was geht es mich denn aii, ob etwa mein Pferd beschaulich nachdenken oder fröhlich aus grünen Wiesen springen will? Ich spanne es gleichviel bei alledem vor den Wagen. Denn zum Ziehen ist es da. Und so auch sollst du dasein zmn Arbeiten. Zehn Stunden für mich, acht Stunden für den Schlaf, drei Stunden für Wege, Essen und lala— der Rest sei dein. Es sind drei Stunden; abends von 8 bis II Uhr. Biel zu viel für dich Roß! Kleine Novelle. > Bon Klabund. Mit Ambrosio ging es zu Ende. Schwer schnaufend lag er im Bett. Am Nachmittag war der Arzt noch einmal gekommen. Aber da war ja wohl nichts mehr zu machen. Gina schlich wie eine Katze lautlos um ihn herum. Er tat, als bemerkte er sie nicht. Aber unter den halb- geschlosienen Lidern hervor verfolgte er jeden chrer Schritte. In aller Oeffentlichkeit ließ sie chn verrecken, Sie nahm sich nicht einmal Mühe, die Türe nach dem Gastzimmer zu schließen, wo das mechanische Klavier den TripoliSmarsch und di« Giovinezza stampfte,„Giovinezza", auch er, Ambrosio, war einmal jung gewesen, so jung wie es Gina noch jetzt war. Aber mit fünfzig Jahren nach dem Ratschluß der Heiligen schon zum alten Eisen geworfen zu werden, hatte er, Ambrosio Bazzi, Wirt zur Osteria Valetta, ein so klägliches Ende verdient? Gina holte alle Augenblicke ei» Viertel oder einen Halben Nostrano, Barbera oder Dolce. Draußen auf der Boccabahn sprangen die Holzkugeln. Auf dem Steinfußboden des WirtS- zimmers schleiften zwei kragenlose Jünglinge einen Tauz von fragwürdiger Elegattj zu den Takten glorreicher italienischer Kolmalmärsche. Hin und wieder warfen sie einen Blick in das hakbverdmckelt« Zimmer, wo Ambrosio wie ein bissiger Köter sich um einen blutiges Knochen, sich mit dem Tod um ein bißchen Leben Herumbiß. Es war schon spät. Die letzte Partie Bocca wurde angesagt. Die beiden Tänzer verschwanden. Endlich war kein Gast mehr im Hause. Gina drehte die Lichter über der Boccabahn aus. Dann Machte sie Kaste. An den sterbenden Mann in der Kammer dachte sie nur flüchtig. Die letzte Oelung hatte er schon am Spätnach- ! mittag erhalten. Ihm konnte nichts mehr passieren. Mit allzugroßem Bedauern sah sie ihn nicht scheiden. Er war fast doppelt so alt wie sie. Sie hatte ihn nur des Geldes wegen genommen. Das tvußtr er. Mer sie war ihm nicht» schuldig gebfteben. Als sie abgerechnet hatte und gerade das Licht ausdrehen wollte, hörte sie in der Kammer ein Geräusch,«in tiefes, schreckliches Röcheln, eiüen zischenden Seufzer, dann war alles still« Sie trat in di« Kammer. Ambrosio lag steif und stunun da. Bei seinem Anblick kam eine große Ruhd über sie, aus der erst ein Gefühl der Freud« stieg, da» Plötzlich in einen Jnbelschrrk ausbrach: Er ist tot! Er ist tot! Ich bin erlöst! Ich bin ftei!Sie lief in den Gastvaum zurück und warf zehn Eentesimi in das mechanische Klavier: Giovinezza! begann es zu jauchzen, und giovinezza! Giovinezza!" jauchzte auch Gina und drehte sich tanzend im Kreise. Immer wenn sie an dem großen Spiegel vorbeikam, der in einer Ecke stand, warf sie sich eine Kußhand zu. Als sie zum fünften Male sich vor dem Spiegel dichte, weiteten sich ihre Augen vor Entsetzen. Sie blieb angewurzelt stehen und sah- im Spiegel, wie in der Totenkammer der Tote sich erhob und mit steifer, feierlicher Gest« auf sie zuschritt. Sie wollte mn Hilfe schreien. Aber sie konnte keinen Laut von sich geben. Das — 8- mechanische Klavier hielt mit einem Ruck an,> Am nächsten Morsen sand die Dienstmagd da hatte Ambrosio sie erreicht. Seine starren Ivor dem zerbrochenen Spiegel die beiden Totenfinger krallten fich nm ihren Hals. I Leichen.' Der Sowjet-Teufel. Bon I. K. Sokolow-Mikitow. Diese Geschichte hörte ich zum erstenmal von meinem Freund und Gevatter, dem Schmied Maxim. Er kam zu mir gegen Abend, setzte sich aus die Bank, lächelte. Und schon an diesem Lächeln erkannte ich, daß er mit einer Neuigkeit zu mir gekommen war. Er saß lange bei mir, rauchte selbstgedrehte Zigaretten, schielt« durchs offene Fenster auf den trockenen Weg, auf dem Hühner herumliefen. Er war mager, mit Weißen Augenbraue^ und Wimpern, mit rußgeschwärztem Gesicht. Seine blonden Haare quollen unaufhörlich unter seiner Federmütze herunter auf seine niedrige Stirn. Er erzählt« von den Auerhahnen, von der Ernte, von den Bauern aus Saugory, die auf Tagelohn gearbeitet hatten, und nun ohne Geld zurückkamen. Dann blinzelte er mir zu und fragte verschmitzt: Haben Sie vom Sowjet-Teufel gehört? Vom Teufel? fragte ich erstaunt. Hehe, antwortete Maxim, also nicht gehört?... So, so... Eine feine Sache, Brüderchen. Erzähle, bat ich. Maxim lächelte, sah mich von der Seite an, warf den Zigarettenstnmmel aus dem Fenster nach dem rotschillernden Hofhahn und legte seine großen schwieligen Hände auf die Knie. Run, die Sache war so, sagte er mit einem Augenzwinkern und die Hand auf dem Knie rri- deiü», lebte da unweit Kupawnja ein alte- Werblein, hungerte. Na, und ihr Söhnchen trieb sich in Amerika, herum. Dieser Tage läßt sie der Vorsitzende ins Exkativkomitees holen. —.Sind Sie Aksinfa, nn sagen wir mal, Aftry- china?— Jawohl, Väterchen.— Und haben Sie in Amerika Ihren einzigen leiblichen Sohn?— Jawohl, jawohl, Väterchen, fünfzehn Jahre, ist «r schon weg.— Nup, also, ist für. Sie aus Amerika eine UebeUveisnng von 500 Rubeln von Ihrem Sohn gekommen.— So, so, Väterchen.— Dann müssen Sie jetzt zur Poft gehen, das Geld abzuholen.— Jawohl, ich höre, Väterchen.— Und zum Postdorf sind's etwa fünf- zehn Werst,— Run, denkt die Alte, haute ist es mir schon zu spät, der Weg fft weit, ich gehe lieber morgen.— Und am anderen Tage war «ine neue Verhinderung— bi« Kuh kalbte. Na, ja... In der Nacht schläft das Mütterchen »nt«rm Pelz auf dem Ofen; plötzlich hörte sie «in Klopfen.— Wer ist da? Mach auf?— Sie öffnete, und— siehe da— in die Stube stapft «in Teufel hinein mit Hörnern, mit allem, was drum und dran ist, und einem langen, langen Schwanz. Gut gemacht, mußte ich lachen... Nun klar— die Alte fiel auf den Fußboden, nun und der Teufel hob sie am Buckel hoch, setzte sie auf die Bank und fragt so garrz leise:.— Nun, sag mal, Großmütterchen, bist du neulich auf der Poft gewesen und hast dir die 500 Rubel Geld abgeholt?— Und die Alte kann vor Schreck kaum die Zunge bewegen.— Nein, sagt sie, ich habe das Geld nicht bekommen.— Und warum hast du das Geld noch n lcht bekommen?— Weil meine Kuh gekalbt hat und weil es so weit bis zur Post fft.— Wann wirst du das Geld bekommen?— Ja, wenn ich noch am Leben bleibe, gehe ich morgen noch vor Son- nengiffgang hin.— Rnn, schön, da hast du meinen Teufelsbefehl: warte auf mich morgen um diese Zeit und halte das Geld bereit!— Nun, und daruf drehte er di« Hörner nach der Tür und verschwand. Na also, ganz früh am nächsten Morgen machte sich die Alte aus den Weg. Sie kommt nun zur Post.— So und so, sagt sie, mein Sohn hat mir Geld geschickt, könnte man es vielleicht bekommen?— Jawohl, antwortet man ihr, 600 Rubel sind für Sir da. Sie können Sir gleich bekonrmen.— Ach, Väterchen, geben Sie mir doch bitte nicht das ganze Geld auf einmal, sagt« die Alte, geben Sie mir zuerft nur 50 Rubel.— Nein, sagt man ihr, das geht nicht. Ader warum wollen Sie denn nicht alles auf einmal haben?— Ja, so und so, der Teufel fft gestern gegen Mitternacht bei mir gewesen, hat gesagt, er käme wieder, und ich soll ihm das Geld bereit halten,— und da will ich lieber nicht das Ganz« geben.— Wieso der Teufel?— Jawohl, der Teufel, der leibhaftige Teufel— mit Hörnern und einem langen, langen Schwänz.— Das kann aber nicht sein!— Wieso kann es denn nicht sein, wenn ich ihn mit meinen eigenen Augen gesehen habe— ich bin ja nur mit knapper Not am Leben geblieben.. x Nun also, der Posworsteher nahm sich der Sache an. Er holte die Miliz, den Kriminaldienst— alles. Wie es sein muß:— So und so, der Teufel pflegt diese Großmutter, zu besuchen; vielleicht kann man ihm die Hörner abbrechen.— Also sind die Miliz und der Kriminaldienst mit der Großmutter ins Dorf gekourmen und befahlen ihr, sie im Flur zu verstecken.— Du sollst keine Angst haben, Alte, mach auf, wie er nur klopfen wird,— nun, und wir wollen uns mal ansehen, was es für Teiffel aus der Welt gibt.— . Nun güt. Kaum hat es Mitternacht geschlagen, da wird gekflopft. Die Alte ging, um zu öffnen, aber ehe sie den Riegel ganz zurückgeschoben hatte, drang der Gehörnte schon hinein, s— Nun, bist du ans der Post gewesen?— Jawohl, Väterchen.— Hast du das Geld bekommen?— Jawohl, Väterchen!— Nun, gib her!— Ninrm's dir selber!— In der Ikonenecke liegt es— zu Füßen des Heiligen Nikolaus, des gottgefälligen Mannes.— Ich will mit Gott nichts zu tun haben, sagt er, gib mir das Geld selbst!— Also nahm sie das Geld aus der Äonenecke und überreichte es dem Teufel. Der Teufel nahm das Geld und steckte es in sein Gewand, aber kaum war er in den Flur gekommen, als die Beamt«« des KriminaldienfteS ihn, wutsch, an den Hörnern faßten. Eie schleppte» ihn also in di« Wohnstube zurück und begannen an den Hörnern zu rütteln— der Ochseukopf fiel herunter. Sie sahen und wollten ihren eigenen Augen nicht trauen... An dieser Stelle hielt Maxim inne schöpfte Atem und sah mich mit einem Ausdruck an, oB ob er di« größte Gespanntheit bei mir erwartete, i Nun, und wer war es? fragt« ich.■ Darunter war, Brüderchen, du mein liebes, der Vorsitzende des Exkativkomitees, fuhr Maxim, nachdem er sich verschnauft hatte, vergnügt fort.— Nun, also hier brachte man i»n, so wie er war, zur Miliz und von da aus jrr Stadt. Nun, und da überlegte man sich, was soll mau mit so einem ansängen: ihn dem Gericht übergeben oder von fich aus etwas aufbrummeu. Und man beschloß, diesen Teufel in allen Dör- ern herumzuführen, zum Gespött des Volkes. Schon die dritte Woche wird er so hernmgeführt in allen Dörfern... Nach Moskau hatte man ihn bereits gebracht, nach dem Kreml... Und womit füttert man ihn denn, ftagtr der unauffällig vor das Fenster gekommene Ok'mek— ein Männlein klein von Wuchs, rothaarig, mit einem von Sommersproffen blühenden Gesicht. Na, womit pflogt man denn einen Teufel zu füttern? Mit Birkenruten. Ei, ist das Volk aber schlau geworden, fuhr Ok'mek fort und lugte in mein Fenster hinein, — was es sich nur nicht alles ausdenkt!— Jaa,— antwortete Maxim, und wandte den Blick von Okunek ah,— das Volk ist jetzt pfiffig geworden, so leicht steckt man eS nicht mehr wieder in den Sack. Er schloß, holte tief Atem, wie er gewohnt war, und ließ den Blick auf seinen schweren, schwarzen, knotigen Händen ruhen. Die Vrobe. „Tulpeublatt," sagt« Lewy, indem er in das Bureau seines Geschäftsfreundes eintritt.„Höre! Ich übergebe dir 10.000 Zloty zur Aufbewahrung, weil ich aufs Land reise und soviel Geld nicht mitnehmen möchte." ..„Mit Vergnügen, lieber Lewy! Sofort geb« ich dir eine Quittung, UebrigenS, mein Buchhalter und mein Prokurist sind ja bei unserem Gespräch anwesend, also ist eine Quittung nicht nötig." Es vergeht ein Monat. Lkwy fft zurück- gekehrt und stürzt sofort zu Tulpenblatt. „Servps, lieber Tulpenblatt! Ich komme um mein Geld." „Dein Geld?" „WaS heißt das? Ich habe dir doch 10.000 Zloty zur Aufbewahrung übergeben.." „Mir? Bist Wohl nicht recht gescheit! Habe von dir überhaupt kein Geld bekommen!" „Dn scheinst mir verrückt zu sein!" schreit Lewy.„Dein Buchhalter und dein Prokürfft waren doch Zeugen!" Tulpenblatt holt seinen Buchhalter"' und Prokuristen. „Bitte, mein« Herren, können Sie sich erinnern, daß mir Herr Lewy irgendwann 10.000 Zloty übergeben hat?" „Wir wffsen von nichts! Nichts haben Wit gceshen." „Ich laufe zur Polizei!" schreit Lewy. „Sss—t—fff, reg' dich n*cht auf," beschwichtigt ihn Tulpenblatt.„Hier hast dn dein Geld. Ich wollte mich nur vergewissern, ob ich mich auf mein Personal verlassen kann" („Glos Prawdy", Warschau.) Mlmzauber auf der Nobinson- 3nfd. Nach einem neüntpöchigen Aufenthalt auf Tabago, der der Küste von Venezuela vorgelagerten kleinen Antilleninsel, hat jetzt der englische Filmregisseur Wetherell den Robinson- Erusoe-Film fertiggestellt. Die Insel Tabago gilt als die Landschaft, in die Daniel Defoe den Helden seines berühmten Romans gestellt hat. Sie bietet jedenfalls, wie Wetherell erklärt, szenische Bilder und klimatische Behältnisse, wie sie für die Zwecke des FilmS nicht besser gedacht werden können. Wetherell, der in seinem WWck zugleich die Rolle des Helden darstellt, war. in der glücklichen Lage, in den Eingeborenen und den Weißen Pflanzern Darsteller zu finden, die er brauchte. Er hatte eine Komparserie von hun» i dert Negern, während die Besatzung des engli- j scheu Schiffs und die Meuterer von den Weißen Pflanzern dargestellt wurden. Einen lvertvolleu’ Fand machte man mit der Entdeckung des„Frei-. tag" in der Person eines jungen Schwarzen, der sich feiner Erklärung nach schon einmal bei einer Schulaufsuhrung als^Schauspieler betätigt hatte. Bei der Probe konnte man feststellen, daß der Schwarze ein bedcutendr» schauspielerisches Talent besaß. Dazu gab die Insel für di«. Hauptszenen den schönsten landschaftlichen Hintergrund, der der Schilderung des Romans aufs genaueste entsprach. Bei seiner.Tätigkeit tonüke sich Weiherell überzeuge«, daß die Eriisoclegendc fest in der lleberlirseruug dkr Reger wurzelte, die nicht einen Augenblick daran zweifelten,- daß der. Held des Rom-us von Defoe wirklich und wahrhaftig an diesen Gestaden gelebt hatte. Ja, inan erklärte sogar allen Ernstes, daß aus'her Insel eilt steinalter Manu lebe, der Robinson Crusoe noch gesehen haben wollte. Nachdem die englische Filmgesellschaft einige Wochen gearbeitet hatte, verbreitete sich unter den Eingeboren ne» das Gerücht, daß die Filmaufnahme nur eine Finte sei, daß in Wahrheit die Engländer nur gekommen seien, um nach dem Schatz Ro binson Crusoes zu suchen, denn man glaubt aus Tobago steif und fest, daß Crusoe von dem gescheiterten Schiff einen wertvollen Schatz an Land gebracht und ihn in einer Höhle der Insel vergraben habe. Man>var seitdem den Engländern gegenüber mißtrauisch, doch gelang es der Ueberredungsknust Weiherells, den Verdacht der', Eingeborenen zu zerstreuen. Wissen Gl^ schon? Männliche Moskitos und niätliilichc. Mücken, stechen nicht,-ihnen'fehlt der Säugrüssel. Bampyr(ursprünglich serbisch) heißt auch heute noch in den Donauländern und in Griechenland allgemein ei» Verstorbener, der angeblich nachts dem Grab entsteigen soll,. uw Lebenden das Blut auszusaugen. Als Gegenmittel hilft nach dem Volksaberglauben nur das nächtliche Ansgrabcn der Leiche, deren Herz man dann durchbohrt, ihr den Kopf abschlägt oder sie verbrennt. Da» Land der Teetritzfer. Großbritannien konsumiert über die-Hälfte der gesamten Tre- ernt«. Donner, das auf einen Blitz folgende laute Geräusch, entsteht durch die plötzliche Erschütterung der Lustteilchen durch heft elektrischen Funken. Das öfter wahrnehmbare Rollen deSseben hst seinen Grund in der Zurückweisung des Schalles von den Wolken und der Erdoberfläche, daS mitunter mehrere Mal« sich wiederholende Anschwrllen darin, daß der. vorhergegangene Blitz auS mehreren elektrischen Entladungen zwischen verschiedenen, also itngleich weit entfernten Wolken besteht, so daß die von ihnen ausgehenden Erschütterungen der Luft das Ohr erst nacheinander erreichen. Co-nae heißt«ine Stadt im französischen Departement Charent, die berühmt geworden ist als Hauptniedrrlage des in der Umgegend«r- zeugten WeinbrandeS, der, ursprünglich weiß und wässerhell, durch die Lagerung auf eichenen Fässern weingelbe Färbung annahm. Merkwürdig« Sitte. In einige» indischen Stämmen gilt es als unschicklich, daß die Schwiegermutter mit ihrem Schwiegersohn spricht. Parze» hießen in der antiken Mythologie die jedem sein Los zuteilrnden Schicksalsgöttinnen, dr« Schwestern,, von denen Klotho den LebenHaden spinnt; Lachesis ihn haltstnd Atro- Pos ihn abschneide?. Karl Bädeker, ein deutscher Buchhändler, der von 1801 bis 1859 lobfe, Hat sich eiiren bkei»- beudest Romen erworben durch die von chm ver- i -aßt«« und vrrkeglen Rristzhandbüchrri einerlei.— DaS neue Millionärsviertel von New Kork. Mit wachsendem Reichtum, den die besitzenden Klassen der Bereinigten Staaten dem Kriege und der Nachkriegszeit verdanken, hat sich auch eine Verschiebung im Wohnsitz der Reichen vollzogen. Bisher war das Ouartier der oberen Biechun-cut die Fisch Avenne in New Port, die aber heute, hinter der Park-Avenue zurücktritt, wo sich-die reichen-Leute, neuerdings mit Bor-, liebe; nicdrrlasscu. diach den Aufftelliingew der Stetlmkonrunfsioi».diese», neuen Milljonärvier lels belstu bergt Re-iv Parks Park Avenue 4000 Familie» mit ihre» 16.000 Köpfen, die Jahr für Iah r, nach der amtlichen Einschätzung, rnnd 250 Millionen Dollar für ihren LebenSunterhalt ausgebcn.. DaS Einkommen dieser Familien schwankt zwischen einem Minimum von 80.000 bis zu einem Ma- ximum von 1,000.000 Dollar. Im Durchschnitt ist das. Jahreseinkommen der dort wohnenden Familie» aus 100.000 Dollar zu schätzen. Personen mit einer IahreSeinnahme von 50.000 Dollar gelten in der Park-Avenue als arme Schlucker, die sich tunlichst einschräuken müssen, um sich Halbwegs anständig durchs Leben zu schlagen. Der Luxus, der hier entfaltet wird, läßt den der 8. Avenue, den uran vor 28 Iahte» als daS Höchstmaß gesellschaftlicher Opulenz betrachtete, geradezu als harmlos erscheinen. Die Modeköniginnen von damals sind gegen die, die hent« in dem neuen Mllionär- viertel residieren, bescheidene Existenzen, die heute ihren R»ng nicht mehr behairpten könnten. Straßenbahnwagen ans Aluminium. Die Cleoeland'Railway E». hat als erste Gesellschaft in den Bereinigten Staaten einen Straßenbahnwagen ist Betrieb genommen, der, mit Ausnahme der Nieten, ganz aus Aluminium konstruiert ist- Der Wagen wiegt 30.200 englische Pfund, während di« gewöhnlichen Wagen ans Stahl 43.200 Pfund wiegen. Die Zugkraft kann daraufhin um 20 Prozent herabgesetzt werden; hierdurch ist es möglich, die um etwa 10 Prozent höheren Herstellungskosten in anderthalb Jahren zu amortisieren. einerlei Hausrezepte Beim Braten von Fisch träufle man einig« Tropfen Zitronensaft ins Bratfett; das verbessert den Geschmack Fügt man dem Fett «twaS Salz bei, so läßt sich der Fisch tvendrn, ohne zu brechrn. Di« Echtheit gefärbter Stoff« erprobt mau sich«», indem man«in Stückch«» des Stoffes anfeuchtet und damit auf weißem Papier reibt. Bleiben keine Flecke zurück, so ist die Farbe echt. Angebraunte Aluminiumtöpfe reinigt mau, indem man darin in Wasser ein« Zwiebel auskocht. Das Angebrannt« kommt als Schaum an di« Oberfläche, und der Topf kann mühelos gereinigt werden.- Hände, die von der Hausarbeit rauh und rot grworben sind, behandelt man mit einer Mischung von Glyzerin und Zitronensaft zu gleichen Teilen. Ein- bis zweimal täglich träufle man davon nach dem Waschen einige Tropfen in die Hand und verreibe gut Zitronen erhält«au für einig« Zeit frisch, wenn man sie auf einen flache» Teller legt nüd mit«iaem Wasserglas bedeckt. Man hebt da» .Glas-erst auf,- wsnn ina« die Aimone in- Ge- bsanch nimmt' da sie dutch den Eintritt- der -Luft- fault. 1 i-.'l’,.”-*.:■-■ Weiteres. Ein interessanter Fall. In einer Klasse der Töchterschule zu M. spricht der Lehrer über das Ribelungeickird, zweiter Teil, wo Kriemhild im Hunneuland vermählt ist und de» Besuch der Nibelungen empfängt. Neber das Erzählte hat die Klasse einen Aussatz zu schreiben. Eine Schülerin läßt sich dabei unter airderem folgendermaßen aus:„Auf der einen Seit« gebar Kriemhild dem König Etzel einen Sohn, auf der anderen Seite brütete sie Rache.". Ein flinker Kopsrechu«r. Pfarrer:„Ja, Bruder in Christo, ich weiß, di« Hand des Herrn lastet gegenwärtig schwer auf euch Arbeiter». Aber wenn ihr heute nichts zu essen habt, dar..: -betet nur fleißig, und Gott wird euch morgen das' Doppelte bescheren." Arbeiter:„Dann kriegen wir also zwermal nischt!" Gallischer Humor. Baker Lukas bittet seinen Gevatter Gontkand um den Esel; er will aus den Markt..„Es tut mir herzlich leid, lieber Lukas, aber der Esel ist auf dem Feld. Wen» er da Ivärc, würde ich ihu mit Freuden hergeben!" Roch ehe er zu Ende gesprochen hat, hört man den Esel im Stall schreien.„Na, höre mal," sagte Lukas,„dein Esel ist auf dem Feld, und ich höre ihn schreien!"„Ich hätte nie geglaubt," versetzt Gonsrand mit. der Miene eines schwer beleidigte» Mannes,„daß du einem Esel mehr Glanbeii schenkst als mir!" Er kennt sich aus. Der kleine Johuny begleitet di« Mama beim Schuheinkäuf., Ms der Berkättfer mit dem Äuprobiere» beginnt, sagt er:„Die erste» zehn Paar Schiche brauchen Sie erst gar-nicht zu zeigen, die. stimmt sie doch nicht." Der gehorsantt Sohn. Moritz wird von der MrUter zum Emholeii geschickt.— Eier, Butter, Fleisch und so. Er ist schon halbwegs die Treppen hinunter, da fällt der Mutter»och etwas ein. Sie beugt sich über das Geländer und ruft, was die Lunge» hergeben wolle»: „Bloritz! Grieß!"—„Ich werd's ausrichten!" antwortet der.'Soüu. Silbenrätsel. Aus nachstehende» 36 Silben sind 13 Wärter zu bilden, deren«pster uut> vierter Buchstabe von oben nach amten gelesen ein Spriö^vort ergeben:-am ak ba bar her bürg bas duiW