«nterSattungÄveilsse. 1927. Kü«f CeuttrneS. Jlr. 13. Edmond Face, der Bildhauer, hall« mich mit in sein Atelier genommen. Es toar gegen 5 Uhr morgens, nach einen« tollen Budenzauber bei seinem Kollegen. Run lagen wir, Edmond unb ich, übernachtigt und ein wenig katzenjämmerlich, lang auSgestreckt auf einer Flut weicher Seidenkrssen am Fußboden. Die Holzscheite im Kamin singen gerade an, eine wohltuende Därme auszuknistern. Zwischen uns, auf einem Hocker, summte die Kaffeemaschine. Wir rauchten, kranken smrken Mokka mit Kirsch und sprachen lange kein Wort. Die Borhänge am Fenster waren zugerogen und ließen auch nicht das kleinste Hell des erwachenden Morgens durchschlüpfen. Nur das Prasselseuer im Kami:- schenkte die einzige Beleuchtung im Zimmer. Träumendes Haw- dänunern in schmeichelnder Seide und tanzendem Zigarettenrauch. Endlich brach Edmond das schwingende Schweigen:„Eh bien, tnon eher, das Leben ist«ine Gründung auf Aktien." „tlaier-Philosophie." „Und wir Menschen find die Aktien: Wir steigen und wir fallen. Genau wie die Papiere an der Börse." „Du stehst dann sehr hoch im Kurs." .Meist ich. DaS Konjunkmrpgpier Edmond Face ist augenblicklich ein beliebtes Kanfobiekl. Aber ich spucke das Leben an." DaS klang so bitter, so echt aus seinem Munde. Grollte urplötzlich in die weiche Stimmung hinein, daß ich verwundert fragend die Augen auf ihn richtete. Er griff derb meinen Arm und flüstert« hastig, nervös, scheu: „Sichst du auf dem Kamin den kleinen Goldrohmen? Ein GeDstück auf Pappe unter Glas. Ein häßlicher kleiner Sou. Fünf Centi- mes. Komm, Freund, trinken wir einen reinen Kirsch, und ich will dir die Geschichte di«. feS Geldstücks erzählen. Ein Kapitel aus der Börsenlaufbahn der Aktie Edmond Face." Er schenkte«in, mit zitternden Händen. Seine Augen flackerten,«ine uicheimliche Erregtheit schmtKtefeinen Körper. Wir hänfen. Dann zündete Edmond eine neue Zigarette an. streckte sich lang auf di« Kiffeilpolstcr und schloß di« Auge«. Ein« ganze Weil« verging. Dann begann er: Don Adolf Adler. Vari«. >„Noch vor einem Jahr, mein Freund, war ich dem Verhungern nahe. Ich hatte in der Nähe vom Bahnhof Montparnasse eine Heine- Bodenkammer als Arbeits- und Schlafraum. Ich arbeitete die Nächte hindurch. Eine ganze Reihe, ich darf wohl sagen guter, Werke entstand. Tagsüber lief ich von Kunsthandlung zu Kunftharcktlung mit meinen Schöpfungen; ich bot sie an für billigstes Geld. Aber kaufen wollte niemand. Die«sie« Stücke gab ich einem großen Geschäft in Kommission. Mit kleinen Büsten aus Ton, die Jauräs darstellten und Richepin und den General Gal- lieui mit seinen markaMen Zügen, wanderte ich durch di« Kaffeehäuser und Restaurants, wo die Fremden verkehren. Bon Tisch zu Tisch schritt ich wie ein Hausierer mit seiner Hökerware. Oft wies man mich hinaus. Ich stand mn großen Boulevard neben der Post^ hatte meine Büsten ausgestellt mit einem Plakat daran: 50 Frank. Ich war verzlveifelt, Hail« nur noch weniges Geld in der Tasche. Warmes Essen kannte ich nur aus der Bei- gangeicheit. Mittags und abends trank ich rn einem Cafö Ward eine Schokolade und aß «in Hörnchen dazu. Auf alles konnte ich verzichten, nur nicht auf Zigaretten. Di« billig- Sten kaufte ich mir, die Caporal ordinaire, liefe schwarzen, scharfen, widerlichen Regiegifte. Bier Stück für neun SouS. Vormittags vier und nachmittags vier. Endlich verkaufte ich meinen JaurLs. Für zwanzig Frank gab ich ihn her. Ein junger Arbeiter erstand ihn. Sei« Weg fichrte ihn täglich an meinen« Stand neben der Post vorüber. Jedesmal blieb er stchen und betrachtete den JaurhS. Ach sah eS dem Burschen an, daß er die Büste gern gehabt hätte, und fragte ihn eines schönen Tages, als er wieder für einige Augenblicke vor meinen Werken verweilt«, rund.heraus, ob er den Jaurhs nicht kaufen möchte.„Das schon," gab er zur Antwort, ,/iber fünfzig Frank habe ich nicht dafür übrig." Mein Gott, der junge Mensch war sicher ein armer Teufel, aber ich umschmeichelt« ihn wie der Geschäftsmann einen guten Kttndcn. Schließlich hatte ich ihn so weit, daß er mir den Preis nannte, den er anlegen konnte. „Zwanzig Frank." Ganz schüchtern sagte er das. Als schämte er sich, diese Summe zu bieten, die für ihn ganz bestimmt eine große Ausgabe war. Noch dazu für ein« Wiste! Ich traute mich nicht, mit chm zu feilschen. Gab ihnr den Jaures und nahm die zwanzig Frank. Aß eine warme Mahlzeit, hotte mir meine Wäsche von der Waschfrau und kaufte mir ein PÄet anständiger Zigaretten." Da war das Geld zu Ende. Aber am nächsten Tage nahm mir ein Deutscher den Richepin ab. Zahlt«, ohne zu handeln,' 50 Frank. Anständige Menschen, deine Landsleute! Kannst du es verstehen, Freund, ivenn ich nrich nach diesen fürchterlichen Tage» der Entbehrungen nun als Krösus fühtte? Ich Ivar mit einem Schlag wieder gut gelaunt, hoffnungsfreudig und voll neuer Schaffenskraft. Kaufte mir frisches Material zur Arbeit und fraß nrich satt fiir fünf Frank. Brot ä discretion(nach Belieben). Ztvei Tage darauf hatte ich noch sechzig Centimes in der Tasche. Bier Caporal zu neun Sous, Rieben mir noch drei Sous. Zwei Geldstücke, eines von zehn Centimes, eins von fünf Centimes. Nun begann für mich die entsetzlichste Zeit meines Lebens. Nichts, nichts zu essen. Keine Zigaretten. Doch plötzlich fielen mir die fünfzehn Centimes ein, die.ich noch besitzen mußt«. Ich kramte in den Taschen. Unb fand im Mantel nur- das eine Soustück. Aber die zehn Centimes? Ich mußte sie doch haben. Wie ein Irrsinniger durchsuchte ich noch einmal alle meine Taschen. Eine fixe Idee hatte sich meiner bemächtigt: Die zehn Centimes mußt du haben. Ich fte- berte. Meine Hände zitterten. Die zehn Centimes! Di« zwei Sous! Einen hatte ich noch, wenn ich di« zehn Centimes fand, konnte ich mir eine Zigarette kaufen. Vielleicht hätte man mir auch zwei gegeben, aus Mitleid. Ich kleidete mich nackend aus und durchwühlte alle Winkel in meiner Unterkleidung, in den Stiefeln, in der Hose, Weste und Jacke.-Jm Mantel. Die zehn Centimes! Als hinge mein Leben von diesem Lumpengeld ab. Alle Schubfächer kramt« ich durch, kroch auf allen Bieren an der Erde und sucht« di« zehn Centimes. Ich fand sie nicht. Ein Flimmern hat mir vor di« Augen. Die Wett um mich war geborsten. Taumelns ließ ich mich in eine« Seffel fallen. Jetzt ist es aus, alles aus. Keine Zigarette... - s— \ Ich schlenderte durch die Straßen, zicl- ios, planlos. Der Kos» brannte, die Beine machten Kur noch mechanisch schwere Geh- bewegungen. Eiskalt waren die Füße. Krankhaft hielt die Hand den letzten So« umschlossen. War es Dienstag oder Donnerstag? Oder Montag oder Sonnabend? War ein Tag. vergangen? Eine Woche? Ich weiß es nicht. Ich hatte nicht einmal mehr ein Hungergefühl, denn der Magen war voll- kommeu ausgeschaltet. Zlur eine zentnerschwere Müdigkeit lastete in mir. Die machte das Gehirn stumpf und so gleichgültig. Ueber die Straßen schleppte ich mich. Sausende Autos kamen mir entgegen, direkt auf mich zu. Die Hupen brüllten Warnungen. Ich«achtete sie nicht. Ging gerade auf die anfahrendcn Wagen zu. Unendlich apachisch. Vielleicht aber auch in der stummen Hoffnung, daß mich die Räder ergriffen. Na, wenn schön. Aber man tat mir nicht den Gefallen. Vierradbremsen knirschten wenige Schritte vor mir die Wagen auf Halt. Oder in spielender Wendigkeit fuhren die Autos um mich herum. Die Chauffeure fluchten. Polizisten drohten. Was ging das mich an? Somnambul kreuzte ich die Gefah- re'n der Pariser Strahn. Mit einem Male stehe ich vor einem Fruchtgcschäst. Rote Aepfcl lachten mich an. Drei große Körbe voll. Die standen vor dem Die beiden Raben. Von Alexander Puschkin kgest. 10. Feber 1837). Durch die Luft ein Rabe krächzt, Hungermüd nach Labung lechzt; Fragt er einen andern Raben: „Werden wir heut' Speise haben?" Und der andre Rabe spricht: ,Zeut an Speise fchlt es nicht: Tot im Feld am Waldessäume Liegt ein Ritter untcrm Baume. Wer, warum man ihn erschlug? Weih der Falk mir, den er trug, Weih des Ritters schwarzes Roh Und sein junges Weib im Schloß. Flog der Falk zum Walde fern. Blieb das Roß dem Feind des Herr», Und die Frau— harrt ihres Lieben, Aber des nicht, der geblieben." Die drei Töpfe. Aus den Spinnstubeugeschichten des Herrn Habamuck. Bon Hcnni Lehmann. Die Mädchen des einsamen Thüringer Berg, dorfes kommen nach alter Sitte zur Wintcrzrit abendlich in der Spinnstube zusammen. Manchmal singen sie miteinander. Oft auch erzählen sie Geschichten. An einzelnen Abenden kommr auch der alte Habamuck in die Spinnstube. Ter gilt als ein Schalk. Er seyt sich neben dir Mädchen und sieht zu, wie die Füße das Brett treten, die Räder schnurren und die Finger die Fäden aus dem Flachsbündel ziehen. Dann sagte er wohl: „Run will ich etwas erzählen." Da hören die Räder auf zu schnurren, Füße und Hände ruhen, und die Mädchen horchen auf, denn die Geschichten des Herrn Habamuck sind meist spassig und lustig, und manchmal kann man allerlei denken dabei. Am ersten Abend dieses Winters hat der Habamuck dir Geschichte erzählt, die nun folgen soll: Laden. Pausbäckig und blank lag ein feister Apfel ganz oben und höhnt« mich. Grinste aufreizend durch seine saftige Haut. Da fühlte ich plötzlich in meiner Manteltasche ein Keines kreisrundes Loch. Es zuckt« durch mein Gehirn: hier waren die zehn Centimes verschwunden. Und meine Finger zupften an der Oeffnung in der Tasche, probierend, ob da ein Gewstück durchschuipfcn konnte. Ohne Zweifel. Da wühlte meine Handln der Tasche aus nervösem Zeitvertreib. Und mit einem Male kommt sic ganz durch die Oeffnung durch. Die Faust liegt frei unter dem Rock. Das Loch in der Tasche ist so groß geworden, daß daß der unverschämte Apfel da vor mir von meiner Hand, unsichtbar vor sehenden Augen, ergriffen werden könnte. Ich— stahl— den— Apfel. Fühlte ihn Plötzllch in meiner Hand kalt und rund und glatt. Ganz langsam ging ich von dem Laden fort. Aber ich batte das Gefühl, als verfolgen mich der Verkäufer und eine ganze Reihe Menschen. Ich sing an zu laufen. Straßen kreuz und quer. Ratinte mit keuchender Brust. Und die Kälte des Apfels in meiner Hand brannte wie glühende Kohle. Endlich wagte ich cs, mich umzuschauen. Kein Mensch lief mir nach. Keiner zeigte mit Fingern auf mich. Niemand schrie:„Dieb!" Erschöpft setzte ich mich auf eine Bank. Wartete, Äs mein Atem ruhiger geworden war, und holte dann den Apstl hervor. Mit wollüstigem Heißhunger biß ich hinein. Zermahlte mit gierigen Zähnen Stückchen um Stückchen... Freund, in jenen Tagen habe ich die Menschen Haffen gelernt, die in Reichtuni und Luxus schwelgen. Ich schrieb an Millionäre, die«in Vermögen gegeben hatten, um die Rosette der Ehrenlegion zu bekommen. Die Briefe waren ein einziger Aufschrei. Ich erniedrigte mich vor dem Reichtum und warf mich knieflehend zu seinen Füßen. Alle Qualen eines Verzweifelten rangen uni'Menschlichkeit. Ich brachte nieine Briefe selbst in die Paläste uiw gab sie beim Concierge ab. Kein Mensch hat geantwortet. Nicht die Rothschilds, nicht Grammont, nicht Durand, Keiner.... Zehn Tage später echielt mein Werk„La Marseillaise" den ersten Preis der Boule- Stiftung. Zwanzigtauscnd Frank. Die Aktie Edmond Face war mit einem Schlage ein beliebtes Börsenpapier geworden. Aber ich spucke auf das Leben und die Menschheit..." Edmond schwieg. Ich stand von meinem Lager auf. Zog die schwere» Vorhänge zurück uns öffnete das Fenster. Ein vorwitziger junger Sonnenstrahl stahl sich ins Zimmer und küßte den kleinen Goldrahmen auf dem Kamin. Die Geschichte von den drei Töpfen. Drei Töpfe sind cs gewesen, die nebeneinander auf dem Wandbrett in der Küche standen. Der eine hatte in seinem Leben viel heißen Tee in sich geschluckt und das vom allerbesten. Daher mußte es kommen, daß er solch dicken und ausgewölbten Bauch hatte. Außerdem trug er am oberen Rand einen breiten Goldstrcff und sein Deckel hatte einen goldenen Knopf. Der Topf war eigentlich noch ziemlich neu, dennoch ging durch seinen Boden, mit dem er auf dem Küchenschrank stand, ein langer Riß. Ter zweite Topf dagegen war hoch und dünn. Dünn war auch das altertümliche Porzellan, aus dem er gefertigt war. Es trug ein besonderes Zeichen, das beinahe wie ein Wappen aussah. Er hatte einen ganz großen Ausgußschnabel, doch dicht neben diesem war ein großes Stück des dünnen Porzellans herausgebrochcn. Ter dritte war nur ein simpler, brauner, irdener Topf, es war nichts besonderes an ihm zu sehen. Er war wie alle die vielen Töpfe, die man in der Küche so im täglichen Gebrauch hat. Einmal begann der dicke Teetopf ein Gespräch. „Ich bedeute doch am meisten von euch," hat er gesagt,„denn ich habe einen dicken Bauch und bin im Besitz von Gold, und darauf hauptsächlich kommt es an." „Darauf kommt es nicht an," sagte ärgerlich der Lange, Dünne.„Du bist nur so ein neuer, ich aber bin von alter Herkunft. Ich habe eine Ücberlirfernng. Bor mir hat es schon viele meiner Art gegeben, und ich habe einen großen Schnabel." „Ten hast du freilich," sagt« bescheiden der lleine, braun« Topf. Da wurden die beiden andern zornig. „Schweig still, Prolet," schrien sie, und sie standen beinahe noch protziger da als zuvor, der Tectopf dehnte seinen dicken Bauch, der Dünne reckte seinen großen Schnabel. Sie nahmen dem kleinen Topf alle Sonne, die auf das Wandbrett „Ja, dick genug bist du," sagte sie zu dem Teetopf,„aber du hast einen großen Sprung— und dein großer Schnabel nützt mir auch nichts," fuhr sic zu dem langen, hohen Topfe gewendet fort,„dir fehlt ein zu großes Stück, als daß du noch brauchbar wärest. Nein, du bist der einzige, der noch zu was nütze ist," sprach sie zu dem kleinen, braunen Topfe, und sie nahui ihn, um darin Mitch zu holen.„Euch aber werfe ich morgen auf den Schutthanstn," sagte sic zu den beiden andern. Sie ging, ohne die beiden Töpfe noch einmal anzublicken. Die große graue Katze war in die Küche gekommen, und'sie miaute. Es klang beinahe, als ob sic sagte:„Wann ist morgen?" Doch niemand verstand sic. „Ja, das ist eine Geschichte, bei der man sich etwas denken kann," sagte der alte Hans Haba- muck, und dann begannen die Rädchen wieder zu schnurren, die Füße zu treten und die Finger die Fäden aus dem Flachsbündel zu ziehen. Der Arbeiter und der reiche Müßiggänger. Fliegendes Blatt aus dem Revolutionsjahr 1848. 1. Du sollst arbeiten, denn wer nicht arbeitet, soll auch nicht rffen. So ist es geschrieben. Laßt die vielen, die esse», ohne zu arbeiten, eS hören und gehorchen.— 2. Du sollst keine Müßiggänger dulden. Wenn du einen Müßiggänger siehst, mußt du ihm sagen:„Bruder, wenn du müßig bist, muß ich deinen Teil an Arbeit leisten, und das ist nicht gerecht."— 3. Du sollst keine Sklavenarbeit dulden. Alle Menschen sind frei und gleich geboren.— 4. Tu sollst für deine Arbeit einen angemcffenen Lohn erhalten. Und wenn dir die Menschen sagen, daß es harte Zeiten sind und der Lohn heruntergrsctzt werden niuß, dann sollst du ihnen sagen, daß jene, die Arbeit schaffen, und nicht jene, die sie verkaufen, den Preis zu bestimmen haben.— 5. Du sollst Sperling a»S Rur rin Narr wird siir fiel. In diesem Augenblick kam die Frau, der die Töpfe gehörten, in die Küche. Sie besah prüfend die drei. ! nicht Hunger leiden. Es fällt kein I Hunger vom Tachc. ander« arbeiten und selbst hungern.— 6. Du sollst nicht in Lumpen gehen. Die Blumen auf den Wiesen, die Rosen im Gerten sind herrlich gekleidet, die Vögel in der Luft erfreuen sich glänzender Federn und der Pelz des Bären ist dick und warm. Hast du nicht den Flachs bereitet und das Garn gesponnen? Hast du nicht den Purpur der Könige gewoben? Und sollst in Lum. gen gehen?— 7. Du sollst das Leben genießen, denn das Leben ward den Menschen zur Glückseligkeit gegeben. Du hast alles getan, was nötig ist, um deS Menschen Leben zu bewahren und zu verschönern. Tu hast Frucht ans der Erde gezogen und hast dem Geiste die Schwingen gegeben. Und deshalb mußt du und müssen alle dein« Brüder glücklich sein.— 8. Du sollst in Ehre wandeln- Niemand soll dir sagen:«Arbeiter, armer Arbeiter, unwissender Arbeiter!"— Nein, nur der Müßiggänger ist unehrenhaft.— 9. Du sollst dein Ohr der Stimme des Pfaffen verschließen. Ter Baum der Erkenntnis ist der Baum des Lebens. Die Pfaffen, die nicht arbeiten und dennoch vom Fette des Lebens leben wollen, suchen dich vom Baum der Erkenntnis fernzuhalten.— 10. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kopf ergreift, ihn einen Augenblick zeigt und dann in den Korb zurückwirst. Alles ist vorüber. * Neukaledonien ist eine französische Kolonie im Stillen Ozean. Aber man braucht nicht bis dorthin zu gehen, um die Ungeheuerlichkeit der Todesstrafe, die Brutalität der.Legalen" Hinrichtung zn erkennen, Hinrichtungen in Neukaledonien, in Europa oder in Amerika: eine Schmach, der der entschlossene Kampf der internationalen Arbeiterklasse angesagt werden muß. Robert Hc^ndl. $>inritf>tung in Bon Entnommen dem im PanBerlag Rolf Heise, Berlin, erschienenen Werke „Berufsverbrecher", von Robert Heindl. Die Hinrichtungen in Neukaledonien finden immer auf der Insel Nou statt. Ter ausgewählte Platz ist ein großer Hof in Form eines verlängerten Rechtecks, das von zwei massiven, fensterlosen Gebäuden flankiert wird. An der Südmauer liegt ein schweres, eisernes Tor, das von zwei Posten bewacht wird. Nachdem am Borobend der Exekution dir Cchlassäle geschlossen wurden, hat man die Guillotine ans vier mächtigen Quadersteinen, die in den Boden eingerammt sind, errichtet. Das dreieckige, mit Blei beschwerte Messer wird au? der Schnde gezogen und oben auf die Glcilstangc gelegt. Wenn der Henker und die drei Gehilfen den letzten Hamnicrschlag getan und ihre Borbereitungen gctrosftn haben, schließt ein Wächter sie wieder in die Hütte ein, wo sie für gewöhnlich an der Seite ihrer unheilvollen Maschine schlafen. Jetzt scheint alles wieder in Ruhe versunken zn sein. Nichts stört die Stille der Tropennacht, -cs leuchtenden, funkelnden Sternenhimmels. Tie Guillotine steht einsam aus dem weißen Sande, den der Mond bestrahlt; der Schatten, den die zwei Pfosten werfen, gibt ihnen das Aussehen unendlich langer Arme. Es schlägt drei Uhr. Einige Männer mit einer Stocklatcrne durchqueren mit schnellen Schritten den Hof und begebe» sich ins Gefängnis; es ist der Kommandant mit dem Geistlichen, dem Polizeikom- miffär und zwei Aussehern. Sie betreten das Gefängnis, gehen über die Vorhöfe und die Korridore nnd erreichen das Gitter vor den Kerkern der zum Tode Berurteilten. Kaum hat der Schlüssel das Schloß berührt, so geht eine Bewegung von einem Ende zum andern Ende des Ganges. Die Berurteilten horchen auf; sie richten sich in ihren Pritschen empor, halten den Atem an und spitzen die Ohren. Schweißtropfen stehen auf der Stirne. Sie warten. Welche Türe wird sich öffnen? Die Todesangst, die sie schüttelt, dauert nicht lange; man hebt eine eiserne Stange; der Kommandant ist in die Zelle getreten. Ter Aermsrc, der sie bewohnt, wird aschfahl; er bat begriffen, daß seine Stunde diesen Morgen schlägt. Der Forni wegen kündigt man es ihm an; dann fragt man ihn, ob er einen geistlichen Beistand wünscht. Nach dem Geistlichen erscheint der Henker. Dieser bindet ihm die Hände auf den Rücken und legt ihn Fnßfcffeln an, so daß er nur mir kleinen Schritten gehen kann. Der Kragen seines Henckes ist bis zu den Schultern weil ans- gejchniltcn. Während alles dies sich in der Zelle abspielt, hat das Aussehen des großen Hinrichtungshofes sich verändert. Die Türe der Mauer hat sich geöffnet. Ter Strafanstaltsdirektor ist eingetretcn, begleitet von einigen Beamten, Richtern, Aerz- ten, deren Gegenwart bei der Exekution erforderlich ist. Die Beamten seyen sich links von der Guillotine. Etwa dreißig Aufseher mit gestreckten Waffen stellen sich hinter sie. Einige Augenblicke später postiert sich rechts eine Kompanie Infanterie in Reih und Glied. Ter Bataillonschef und ein Hauptmann befehligen sie. Sobald di« Soldaten auf ihren« Platze sind, hört man den duntpfcil Lärm klirrender Ketten sich nahen. Es sind die Sträflinge der Ile Nou, die sämtlich zum Hinrichtnngöplatz geführt werden, um der Exekution beizuwohncn. Sie kommen in geschlossener Kolonne, machen alle Wendung linksum nnd stehen der Guillotine gerade gegenüber. Ter Kommandant erteilt einen Befehl; Soldaten nnd Auffeher laden ihre Waffen, nnd die Flinten senken sich. Es ist plötzlich Tag geworden— in den Tropen gibt es keine Morgendämmerung— die Sonne steht schon über dem Meere. Der Kommandant der Strafanstalt gibt ein Zeichen. Einer der Aufseher tritt aus der Reihe nnd verschwindet. Minuten vergehen in feierlicher Stille. Dann bemerkt man am Tore eine Prozession, die sich langsam nähert. In der Mitte ein weißgekleideter Mann. Je mehr der Zng vorwärts schreitet, um so besser unterscheidet man die Personen. Da ist der Verurteilte mit wachsbleichem Gesicht. Ihm zur Seite schreitet der Geistliche, Sterbegcbcte auf den Lippen und ein großes, schwarzes Kruzifix in der Hand. Hinterher zwei Aufseher mit schußbereitem Revolver. Die Sträflinge werfen sich nieder. Der Deliqucnt ist schon, ganz nahe der Guillotine. Ter Gcrichtsschrciber tritt-vor und stellt sich vor ihn. „Gewehr über!" befiehlt der Offizier. Der Gerichtsschreibrr verliest das Todesurteil. Tie Beamten und die Gcrichtspersonen entblößen ihr Haupt. Das Herz krampft sich einem zusammen. Die Kehle wird trocken. Dir Lekiürr des Urteils ist vollendet. Ter Verurteilte stellt sich selbst vor die Todesplanke, die vertikal vor ihm stecht. Mir außerordentlicher Geschwindigkeit kippt die Planke um, der Mann liegt langausgestreckt darauf Man stößt ihn wie ein Brot, das in den Ofen geschoben wird. Sein Hals wird in die Klappe gefesselt, und Mace klinkt das schwere Messer auf, das wie der Blitz heruntcrsanst und ein Geräusch verursacht, als ob man ein Stück Seidcnstoss zerrisse. Diejenigen, die sich nicht abwenden, können I sehen, wie der Gehilfe des Henkers den blutigen I Menschenfrohlocken in der Hölle Die Schatten traten einer nach dem andern vor Allah und alle wünschten das gleiche: Das Paradies. Die einen—> für sich. Die andern— auch für ihre Verwandten. Die dritten— auch für ihre Freunde. Und Allah antwortete allen:„Es sei!" Und dachte dabei betrübt: Niemand, der für seinen Feind bäte! In diesem Augenblick näherte sich der^Schatten Arutiuns aus Baku. „Was wünschest du?" ftagte Allah. „Ich habe einen Feind, den Zeinal," sagte Arutiun. „Wie? Du willst für deinen Feind bitten?" rief Allah ftendig. „Für ihn!" bestätigte Arutiun.„Schicke ihn in die Hölle. Erweise mir diese große Gnade!" In diesem Moment trat der Schatten Zei- nals vor. „Was wüirschest du?" ftagte Allah. „Sei gnädig, schicke den Arutiun in die Hölle! Mehr wünsche ich für mich nicht." Allah gab sein Zeichen und die Teufel ergriffen Arutiun und Zeinal und brachten sie in die Hölle. Als Allah den Schatteneinpfang zu Ende führte, ward ihm traurig zumute. .„Heute sind alle, selbst di« größten Sünder, im Paradies!" sagte er zu seinen Engeln„Und nur die zwei Unglücklichen aus Baku müssen in der Hölle brennen. Es tut mir leid um sie." Und er schickte einen Engel in die Hölle, zn sehen, ob sich nicht etwas machen ließe. Der Engel kam zurück mit versengten Flü geln und meldete: „Sie ftohlocken!" „Wie?... Froh—lok—ken?" wiederholt« Allah staunend. Der Engel berichtete: „Als Arutiun in den siedenden Kessel geworfelt wurde, fteischtc er auf, kam aber rasch zu sich und ftagte: „Wo ist Zeinal?" Und als er Zeinal auf der glühenden Pfanne erblickte, schrie, er ganz verzückt: „So ihn! So—o! Fester! Noch fester!" Zeinal wand sich auf der glühenden Pfanne,- er fragte aber: „Wo ist Arutiun?" Und als er Arutiun im siedenden Kessel erblickte, schrie er jainhzend vor Glück: „So ihn! To—o! Stärker! Noch stärker!" Und seit dieser Zeit frohlocken sie. Arutiun ist glücklich, weil Zeinal gebraten wird Zeinal ist glücklich, weil Arutiun g'kocht wird Und sie wünschen sich nichts mehr. So ist etwas geschehen, was selbst deine Weisheit nicht vorausscben konnte: Menschen frohlocken in der Hölle" Aber Allah lächelte und sagte: „Das sind ganz eigenartige Menschen." — 4 Und«r ließ in der Hölle«ine separate Sb'' teilung einrichten: ,Aür Leut« aus Baku." Und er sagte: „Tollen sie dort frohlocken'.* Als die Leute in Baku davon erfuhren, stießen sie«ine« Seufzer aus: Menn uns Allah feine ganze Gnad« erweisen wollte, so könnte er noch bestimmen, daß die Hölle mit Naphta geheizt werde. Dann würden die Preise für Naphta um fünfzig Prozent steigen..." (Noch dem Russischen deS W. Dorosthewitsch) Was manch« nicht wer-. <8old im Meerwassrr! Während das Wasser des Südatlantik und ans der Bucht von Grön- land«inen Goldgehalt von rund ein Hundertstel Milligramm in der Tonne hat, enthalte» die Polarwässer das Vier- und Fünffache. In einigen Proben Polareis fanden sich sogar noch größere Mengen Edelmetall, denn außer Gold ist auch Silber vorhanden. Einen Goldgehalt von einem Hundertstel Milligramm zum Gegenstand einer nutzbringende».technischen Verarbeitung zu machen, ist natürlich völlig ausgeschlossen. Der große Philosoph Jmmmmel Laut ist in seinem ganzen Leben nie aus feiner Baterstadt Königsberg gekommen. Shakespeare heißt wörtlich übersetzt: Sperr- schnttler. Benn mau Schlange» di« Giftzähne entfernt, wachse« ihnen neu« nach. Der Rirsrnhai und der Sägefisch sind deur Menschen nicht gefährlich; das Gebiß deS ersteren besteht nur aus kleinen Zähne«, und die Säge des letzteren dient nicht alS Waffe, sondern gum Abrrißen von Tang und zum Anstoühlen des Bodens, um die hier lebenden Oleintiere zu erhalten. Einige Leuchttürme gab eS schon im Altertum, so z. B. den von Samos und den Pharos von Alexandrien.(Erbaut 288 v. Ehr.) Der Fluß Jang-tse-ktang wird oft in einer Rächt 10 Meter breiter. An de» Lä»drrn, durch die di« Dona« fließt, werden insgesamt 52 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. 'Große Chromlager wurden bei der Stadt Columbus im amerikanischen Staat« Montana entdeckt. Chrom als Zusatz zu Eise» hält dieses frei von Rost.. Di« Wälder in Rußland bedecke« zwei Fünf, del des gesamten russischen Bodens. Rußland ist das waldreichste Land in Europa. In Deutschland werden nur 5,5 von hundert Dienschen 80 Jahve alt. 88 von Hundert erreichen das 60. Lebensjahr, so daß 78 von Hundert vorher sterben. [ grtanteihCplitter.| Arabische Sprüche. Schon mit einer Rosine kann man«inen Weinhandel beginnen. * Noch dem toten Sperber leuchtet Raubgier i aus den Augen. * Alle Barbiere lernen das Rasieren auf Köpfen von Waisenkindem. * Ein schönes Armband hat man gern,— das Handgelenk liebt man. o Wer bet Freunden zum Wen geht, mästet feine Favrilie. * Der Arme(st immer fremd ür seiner Heimat, j Warum stirbt die gefangen« Biene? ES ist ein« bekannte, aber bä genauem Zusehen doch recht merkwürdige Tatsache, daß einzelne gefangene Bienen schnell emgehen. Dasselbe läßt sich bei gefangenen und einzeln gehaltenen Ameisen beobachten. Man kann den Tieren Nahrung usw. reichen, man kann sie unter die günstigsten Bedingungen bringen: sie kdmmen doch recht schnell nm. Ganz anders verhalten sich Bicnenarten, die iur Freien einzeln leben, die also nicht an das Znsaulmcnlcbcn in größere»«„Staaten* gewöhnt sind. Sie lassen sich unter gceigueier» Be-! dingungcn wochenlang am Leben erhallen. Tief« Beobachtung deutet darauf hin, daß sich stcckiicn- blldende Insekten so stark an daS bunie Lebe» in chrem Stock gewöhnen, daß sie allein, also ohne ihre sozialen Betätigungen, nicht mehr existieren können. Der Lebensrhythurus des Staates hat sich ihnen so stark eingeprägt, daß dessen künstliche Unterbrechung, wie sie ja das Gefangen- halten darstcllt, sofort zu schivercn Schädigungen und schließlick zum Tode führt. In ihrem Staat ftellr ja die einzelne Arbeitsbiene nur ein ,^Organ" dar, das bestinrmt« Funktionen zu vollbringen hat. Wird dieses„Organ" nun aus dem gewohnten Zusammenhang herausgerisscn, dann fehlt diesem hochcntwickelteu Tiere gewissermaßen Sinn und Zweck des LebenS; cs kann sich nicht wie sonst betätigen, der Lebensrhythmus ist unterbrochen. ES geht daher unter, genau wie «in aus unserem Körper herausgenommenes Or- gan zugrunde geht. Daß die Störung deS gewohnten Rhythmus tatsächlich zu einer Schädigung führt, beweisen die jungen Tiere, die noch nicht an das Leben im Stock gewöhnt sind: sie lassen sich in der Einzelgesangenschasr lange am Leben halten, da sie ja nicht aus dem gewohnten Milieu, gerissen werde». Die Gewohnheit spielt also auch im Lebe» geistig hochentwickelter Tiere, wie es die sozialen Insekte» sind, eine bedeutende Rollei Die Todesursache der gefangenen Biene ist mithin die Unterbrechung des gewohnten Lebens. Welches find Vie stnrmftsteste» Bäum«'? Rach eingehend«» und jahrelangen Beobachtungen haben sich als di« sturmfestesten Bäum« di« Eibe, Lärche und Eiche erwies«!. Rach ihnen kommen sodann der Reihe nach: Lntd«, Ahorn, Esch«, Ulme, Mazie, Hain- und Rotbuch«, Erle, Birk«, Weide und Pappel. Die geringste Widerstandskraft gegen Stürmbrnch zeigen Kiefer, Tann« und Uchte. Bei diesen Festste klangen muß man allerdin^ auch in Betracht ziehen, ob die betreffenden Bäum« flach oder tief im Boden wurzeln, ferner ob der Baden stachgründig oder tiefgründig ist. Die Sturm festigkest wird bei den Bäumen in der Regel auch durch ihr« Lage bedingt, indem freistcherch« Bäume immer widerstandsfähiger sind, als Bäume in dichten Beständen, In denen sie sich nicht Volk auSwachsen konnten. omerfei HauSreZrpte Seidene Strümpfe werd«» besser in tvar- mem Äleiewasser anstatt mit Wasser und Seife gewaschen. Bei« Wasche» von blonde» Haar benutze man alS letztes Spülwasser Kamillent««, bei dunklem Haar Rosmarintee. Schmutzig« vlaskrügr oder Karaffe» werden wieder blank, wenn man dorchgesecht« Teeblätter hinein tut uud dann halb warmeS Wasser, halb Essig darauf gießt. Rach einigen Stunden wird dann mit kaltem Wasser auSgrfpült. Rostige 8ardi»«irri»ge, über Rächt in Paraffinöl eiugcwrichl, sind wieder gebrauchsfähig. Ei» gut«S SUberputzmittel ist di« Weiße Asche vou verbranntem Papier, ebenso wie Zigarren- und Zigarettenasche. Mit weichem Lappen abgerieben, erhält daS Silber«inen schönen Glanz. Goldrahm«« reinigt man am besten mit feuchtem Fensterleder; sind sie sehr schmutzig, gießt man ein wenig Essig in lauwarmes Wasser und reibt sie damit ab. KeiSereS. Erkannt.„Ff! nicht die Dam« zu Hanse?" fragt der hernmzichende Häpdlcr—.Jawohl," antwortet der neugebackene Ehemann.„Aber wir brauchen wirklich nicht das geringste."—„Ach so," sagt der Händler.„Na, da werd« ich»ral wieder nachfragen, wenn die Flitterwochen vorüber sind." LrebeSgeslüstcr.»Ich hab« keinen größeren Wunsch, als mit Ihnen auf eurer einsamen-Insel zu leben, Alfred."—„Ist cs rnöglich, meine angrbetete Angzle? Sie möchten nichts anderes?"—„Nein— das heißt: ein Abonnement in dcr Komischc» Oper müßte schon dabei fein'." „Aber, Minna", sagt die Hausfrau zum neuen Mädchen,„da waren voni Kaffeetisch doch noch zivei Pfannkuchen iibriggebliebeu, von denen Sie und ich je«ine» heute abend essen wollten. Wo 'sind Sie denn?"— ,Ja, gnäd'ge Frau, ich hatte sie beide auf den Küchentisch gelegt, und da hat die Katze Ihr«! weggcschnappt." Wer ist zufriedener, der Mann, der«ine Million besitzt, oder ein Batcr, der zwölf Kinder sein eigen nennt?— Unzweifelhaft dieser, den« der Millionär hegt strlS den Wunsch, seine Million um eine weitere zu vermehren, ein Wunsch, den der Batrr von zwölf Kindern kam» hoben dürst«. Gläubig-mutig. Jtzig ist orthodoxer Jude 'aus dem hintersten Galizien, der schon viel vom gntrn Geschmack der Prager Schinken'gehört uud dem er danach schon oft gelüstete, aber sie waren eben nicht koscher. Eines Tages geht er vor einer Selcherei vorbei uud gar lieblich duftet» ihm in die Rase, so daß er doch eine Kostprobe wagen will. Als er den Laden eben betreten, donnert es draußen: Schnell rill er hinaus und brummt:„Nebbich, man wird doch noch fragen dürfen, war e Schinken kostet!" — gtfttfef-etft.«- Magisch« Figur. Die Buchstaben dies«, —ftnh so m nrJw A A B B 1 nen, daß die«inander entsprechenden vier langen senkrechten und ivag. rechten Reihen Wörter folgender Bedeutung ergeben: 1. Edelmetalls 2. weiblicher Vorname; B B B B B B E G G I I l I L N N N N N N P P 8 8 8 8 T T 3. Teil deS Hauses: 4 Stadt am Rhein. Auflösungen der Rätsel ans-er vorigen Nummer: Kreuzworträtsel. 1. ga; 2. ze; 3. ge; 4 ra; 5. ne; 6. sa; 7. ha; 8. ft 1—8 Gaze; 8—4 Gera; 8—8 Riesa; 7—8 Hase; 1—3.. Gag«; 1—4—8 Garage; 1—8 Gase; 5—8 Riese; 5—8 Riege; 6—7—1 Sahara^ 8—5 Serie.